ZUKUNFT MENSCH, GESELLSCHAFT & TECHNOLOGIE

MediaplanetVerlagDeutschland

Die Beziehung zwischen Mensch und Maschine wird die Zukunft unserer Gesellschaft bestimmen. Eine erfolgreiche digitale Transformation bedeutet für eine Gesellschaft daher immer auch die Integration reibungsloser Schnittstellen zwischen Mensch und Technologie.

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

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ZUKUNFT

MENSCH,

GESELLSCHAFT

& TECHNOLOGIE

MENSCH &

MASCHINE

Die Beziehung zwischen Mensch

und Maschine wird die Zukunft

unserer Gesellschaft bestimmen.

Eine erfolgreiche digitale

Transformation bedeutet für eine

Gesellschaft daher immer auch

die Integration reibungsloser

Schnittstellen zwischen Mensch

und Technologie.

NICHT VERPASSEN:

Das digitale Krankenhaus

Das Gesundheitswesen wird

immer vernetzter. Innovative

Technologien verbessern die

Versorgung und senken Kosten.

Seite 4

Expertenpanel

Branchenführer sprechen über

das Jetzt und das Morgen.

Seite 8–9

Schule 4.0

WLAN & Co. – So kommen

deutsche Schulen schnell ins

digitale Zeitalter.

Seite 11


2

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VERANTWORTLICH FÜR DEN

INHALT IN DIESER AUSGABE

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit ZUKUNFTSINSTITUT entstanden.

Tanja Bickenbach,

MBE

Der technologische

Wandel stellt unsere

Gesellschaft vor neue

Herausforderungen.

Chancen müssen erkannt

und genutzt

werden, damit

der Mensch im

Mittelpunkt bleibt.

IN DIESER AUSGABE

Entscheidung

für Zukunft

05

Sicher im Homeoffice

Cyberkriminelle sind nicht nur

während einer Pandemie ein Problem –

jetzt aber besonders.

07

Digitale Dekarbonisierung

Wie Smart Citys zur Bekämpfung des

Klimawandels beitragen können.

13

Die Zukunft des Zahlens

Die Finanzbranche muss in den

kommenden Jahren Antworten finden,

wie sie schneller am Markt ist und

gleichzeitig ihre IT-Kosten senkt.

Prof. Dr.

Stefan Tewes

Director of Business

Innovation am

ZUKUNFTSINSTITUT

Mehr Informationen

unter:

zukunfts

institut.de

Das Gute an der Zukunft

vorab: Sie ist noch nicht

da! Zukunft ist nichts, was

sich auf uns zubewegt.

Sie ist auch nicht festgeschrieben.

Vielmehr ist

diese Zukunft eine soziale Konstruktion.

Lebendig wird Zukunft durch getroffene

Entscheidungen. Diese zu treffen, wäre

kein Problem, wenn Gewissheit vorherrscht.

Gewissheit ist in der komplexen

und dynamischen Welt jedoch nicht

existent. Zehn-Jahres-Strategien oder die

eine richtige Entscheidung sind Mythen

der Vergangenheit. Wollen wir uns der

Zukunft erfolgreich nähern, müssen

wir unsere Denkweisen korrigieren. Das

klassische, analytische Denken zerteilt

in einzelne Bestandteile und führt zu

Denksilos. Wir benötigen jedoch ein

Denken in Kontexten, ein Denken in

Zusammenhängen und Rückkopplungen.

„Mensch – Gesellschaft – Technologie“

kann nur ganzheitlich gedacht werden.

Der Ausgangspunkt dieser Trilogie sind

die menschlichen Bedürfnisse. Der sich

daraus ergebende Kontext ist die Gesellschaft,

und erst dann folgt die Technologie.

Die Fragestellung nach der nächsten

großen Technologie ist demzufolge

kontextlos und nicht zu beantworten.

Nähern wir uns der Kontextbetrachtung

von Mensch, Gesellschaft und Technologie

exemplarisch anhand von drei

langfristigen Veränderungsbewegungen

(Megatrends): Sicherheit, Gesundheit

und Konnektivität.

Wir benötigen

jedoch ein Denken

in Kontexten,

ein Denken in

Zusammenhängen

und

Rückkopplungen.

„Mensch –

Gesellschaft –

Technologie“ kann

nur ganzheitlich

gedacht werden.

Head of Key Account Management: Tanja Bickenbach

(tanja.bickenbach@mediaplanet.com) Geschäftsführung:

Richard Båge (CEO), Philipp Colaço (Managing Director),

Franziska Manske (Head of Editorial & Production),

Henriette Schröder (Sales Director) Designer: Ute Knuppe

Mediaplanet-Kontakt: redaktion.de@mediaplanet.com

Coverbild: VAlex/shutterstock.com

Alle mit gekennzeichneten Artikel sind keine

neutrale Redaktion vom Mediaplanet Verlag.

facebook.com/MediaplanetStories

Die Sicherheit vermittelt uns das

menschliche Bedürfnis danach, dass

alles gut wird. Wir können uns versichern,

also die Zukunft kontrollieren.

Das Sicherheitsbedürfnis ist beispielsweise

in urbanen Räumen relevant und

bedarf technologischer Entwicklungen

beim autonomen Fahren oder bei Smart

Citys. Darüber hinaus ist der Umgang mit

digitalen Medien und Daten von höchster

Wichtigkeit. Ein pragmatischer Datenschutz,

der Umgang mit Privatsphäre und

Cybersecurity sind hier Zukunftsthemen.

Eng verbunden mit der Sicherheit ist die

Gesundheit. Diese umfasst zunehmend

nicht nur die körperliche, sondern auch

die geistig-seelische. Im Fokus der Gesundheit

steht die Erhöhung der Lebensqualität.

Eine achtsame und lebenswerte

Gesellschaft ist in digitalen Zeiten gefährdet

und gefördert zugleich. Aktuelle

Entwicklungen im Bereich Digital Health

nehmen gerade erst Fahrt auf. Spannend

wird es sein, inwieweit hierbei Erkenntnissilos

gebaut oder ob Open-Source-

Lösungen gesellschaftlichen Mehrwert

liefern werden.

Die Verbundenheit (Konnektivität), die

Nähe zu Menschen ist ein klares soziales

Bedürfnis, welches wir aktuell schmerzlich

vermissen. Zu erkennen ist eine

Verschmelzung der physischen und digitalen

Welt. Kollaborative und resiliente

Ökosysteme formen zunehmend unsere

Lebens- und Arbeitswelten. Die Konnektivität

führt zur Förderung des Miteinanders

– zwischen Menschen und zwischen

Mensch und Maschine (HMI). Die gesellschaftliche

Spaltung ist dabei eng mit der

digitalen Spaltung (Stichwort: Digital Literacy)

verbunden. So ist der Umgang mit

Daten (z. B. Data Analytics) und digitalen

Anwendungen eine zukunftsweisende

Kernkompetenz.

Klar ist, dass diese wenigen Zeilen

niemals Zukunft beschreiben können.

Zukunft ist soziale Konstruktion. Zukunft

ist von Menschen gemacht. Also von

Ihnen. Arbeiten wir gemeinsam an einer

lebenswerten Zukunft.

@Mediaplanet_germany

Please recycle


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit DELOITTE entstanden.

Nachhaltig wirtschaften:

Anspruch und Wirklichkeit in

deutschen Technologie-Unternehmen

Nachhaltiges Wirtschaften ist in Deutschland zu einem verbreiteten Zielbild von Unternehmen geworden. Dies gilt

auch und besonders für den Technologiesektor. Doch wie verbreitet und verankert ist das Thema „Nachhaltigkeit“

im deutschen Technologiesektor wirklich? Im Januar 2021 hat Deloitte, eines der weltweit führenden Prüfungsund

Beratungsunternehmen, im Rahmen eines Technology Sustainability Survey über 170 Führungskräfte aus

Reihen deutscher Tech-Unternehmen mit mehr als 50 Millionen Euro Umsatz befragt.

Text Dominik Maaßen

Dr. Wolfgang

Falter

Partner und Leiter

Sustainability

Services Board bei

Deloitte

Milan Sallaba

Partner und

Technologiesektor-

Lead, Deloitte

Mehr Informationen zum

Deloitte Technology

Sustainability Survey unter:

deloitte.com/de/

sustainabilitysurvey

Tatsächlich belegen die Studienergebnisse eine bemerkenswerte

Dynamik: Für 86 Prozent der deutschen Technologieunternehmen

ist Nachhaltigkeit inzwischen zu

einem wesentlichen Bestandteil ihrer Geschäftstätigkeit

geworden. Acht von zehn haben sich sogar öffentlich zur Nachhaltigkeit

verpflichtet.

Sonderrolle für Technologiekonzerne

„Dabei nehmen die großen Technologiekonzerne eine Sonderrolle

ein“, sagt Milan Sallaba, Partner und Technologiesektor-Lead bei

Deloitte. „Das in der Branche ohnehin schon ausgeprägte Engagement

fällt in den Konzernen noch einmal erheblich stärker aus

– sei es aus eigenem Antrieb oder als Reaktion auf die Erwartung

externer Stakeholder, dass gerade die Großen der Branche beim

Thema ‚Nachhaltigkeit‘ vorangehen müssen.“

Nachhaltigkeit bietet wirtschaftlichen Nutzen

„Nachhaltigkeit ist für die Technologiebranche kein reines Investment

oder gar notwendiges Übel“, ergänzt Wolfgang Falter, Partner

und Leiter Sustainability Services Board bei Deloitte. „Im Gegenteil,

ein konsequentes Engagement in den Unternehmen verspricht potenziell

niedrigere Betriebskosten, höhere Margen sowie zusätzliche

Marktanteile und neue Märkte. Darüber hinaus wirkt nachhaltiges

Wirtschaften positiv auf Reputation und Mitarbeiterbindung.“

Operative und organisatorische Umsetzung

Wie wird Nachhaltigkeit in der deutschen Technologiebranche

operativ und organisatorisch gelebt? Hier zeigen die Ergebnisse

der Studie: In 64 Prozent der Unternehmen ist Nachhaltigkeit

bereits Teil der Geschäftsstrategie. Doch nur acht Prozent setzen

entsprechende Initiativen ganzheitlich um. Stattdessen verfolgen

zwei Drittel der Technologieunternehmen einen eindimensionalen

Ansatz mit entweder ökologischem (zum Beispiel Reduzierung von

Energieverbrauch oder Abfallmenge), sozialem (zum Beispiel Mitarbeitervielfalt,

Menschenrechte in der ausländischen Produktion)

oder wirtschaftlichem (zum Beispiel wirtschaftliche Stabilität,

Lieferketten) Schwerpunkt.

Lücke im Engagement

Auch im deutschen Tech-Sektor ist Nachhaltigkeit demnach

höchst relevant, in den Unternehmen strategisch verankert und

erzeugt positive Effekte. Doch es gibt auch eine Kehrseite: Zwei

Drittel der Befragten nehmen eine Lücke zwischen dem kommunizierten

und dem tatsächlich umgesetzten Engagement ihres

Unternehmens wahr.

„Viele Technologieunternehmen haben sich intern und extern

sehr hohe Zielvorgaben auferlegt oder auferlegen müssen, um ihre

Geschäftstätigkeit mit gesellschaftlichen Wertvorstellungen und

ökologischen Belangen in Einklang zu bringen“, so Wolfgang Falter.

Die Studienergebnisse belegen: Ein nachhaltiges Unternehmen

entsteht nicht über Nacht.

Strategische Priorisierung und Engagement

„Nichtsdestotrotz sind Technologieunternehmen in Deutschland

bei der Verfolgung von Zielen zur verstärkten Nachhaltigkeit auf

dem richtigen Weg“, sagt Milan Sallaba. „Dies belegen die zahlreich

wahrgenommenen positiven Effekte der bestehenden Initiativen.

Die Rückmeldungen der befragten Technologie-Manager verdeutlichen

aber auch weiteren Handlungsbedarf in Sachen strategischer

Priorisierung, Change-Management und Kommunikation.

Dabei gilt es, individuelle Strategien zu entwickeln und konsequent

umzusetzen.“

Technologieunternehmen mit einem kritischen Ressourcenkonsum

in Produktion oder Betrieb müssen hier anders priorisieren als

beispielsweise digitale Lösungsanbieter, die ihre innovativen Produkte

gezielt unter Verweise auf deren Nachhaltigkeit am Markt

platzieren können. Auf diese Weise können ebenso ambitionierte

wie realistische Nachhaltigkeitsziele erreicht und so das eigene

Unternehmen zukunftsfest aufgestellt werden.

Ein zentraler Faktor dabei ist das Engagement der Mitarbeiter.

Dieses leidet unter der häufig noch wahrgenommenen Diskrepanz

zwischen Anspruch und Wirklichkeit – mit transparenten und

schlüssigen Nachhaltigkeitsstrategien können Unternehmen hier

zügig Abhilfe schaffen.

Vier Handlungsmaximen

Deloitte sieht generell vier Handlungsfelder, die Technologieunternehmen

zusätzliche Orientierung im Nachhaltigkeitskontext

versprechen:

Denke groß, beginne im Kleinen!

Eine Lücke zwischen ausgesprochenem und gelebtem Engagement

kann die Motivation dämpfen. Kleine Schritte zum großen Ziel

sind am erfolgreichsten.

Mache Nachhaltigkeit zum Bestandteil der DNA!

Die Verankerung von Nachhaltigkeit in der Unternehmens-DNA

lässt Initiativen voll wirken. Wichtige Ankerpunkte für Nachhaltigkeit

sind Kultur und Strategie.

Kenne die Potenziale und Risiken!

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Jede Branche und jedes Unternehmen

hat andere passende Hebel, um die Nachhaltigkeit zu steigern.

Lerne von den Besten!

Nachhaltigkeits-Champions haben bereits erprobt, wie sie Nachhaltigkeit

steigern können. Sie sind ideale Vorbilder für eigene

Nachhaltigkeitsinitiativen.


4

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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit CISCO entstanden.

Das Krankenhauszukunftsgesetz

Mit dem neuen Krankenhauszukunftsgesetz

(KHZG) investieren Bund und Länder

rund 4,3 Milliarden Euro in moderne

deutsche Krankenhäuser. Der Bund stellt

seit dem 1. Januar 2021 rund drei Milliarden

Euro bereit. Die Länder sollen weitere

Investitionsmittel von 1,3 Milliarden Euro

aufbringen. Gefördert werden Investitionen

in moderne Notfallkapazitäten und

eine bessere digitale Infrastruktur, zum

Beispiel Patientenportale, elektronische

Dokumentation von Pflege- und Behandlungsleistungen,

digitales Medikationsmanagement,

Maßnahmen zur

IT-Sicherheit sowie sektorenübergreifende

telemedizinische Netzwerkstrukturen.

Auch erforderliche personelle Maßnahmen

können finanziert werden. Das langfristige

Ziel: Es wird ein höherer Grad der Vernetzung

innerhalb des Gesundheitswesens

angestrebt und die Patientenversorgung

verbessert. Mit dem Gesetz wird so auch

das durch die Koalition am 3. Juni 2020

beschlossene „Zukunftsprogramm Krankenhäuser“

umgesetzt. Allerdings drängt die

Zeit: Die umfassenden Förderanträge und

kurzen Antragszeiträume benötigen viel

Spezial-Knowhow und interne Ressourcen,

die gerade in kleinen und mittleren

Krankenhäusern rar sind. Nur noch bis

zum 31. Dezember 2021 können die Kliniken

Förderanträge an das Bundesamt für

Soziale Sicherung stellen. Bis dahin nicht

beantragte Bundesmittel werden bis Ende

2023 an den Bund zurückgeführt.

Mehr Informationen zu den

Angeboten von Cisco rund um das

KHZG unter:

wirmachen

digitalisierung

einfach.de/

gesundheit

Auf dem Weg zum digitalen

Krankenhaus – mit Cisco

Das Gesundheitswesen in Deutschland wird immer vernetzter. Krankenhäuser

nutzen dabei die Vorteile innovativer Technologien, um die Versorgung zu

verbessern und Kosten zu senken. Der Spezialist Cisco unterstützt sie dabei mit

seinen Lösungen auf dem Weg in die digitale Zukunft.

Text Dominik Maaßen

In der heutigen Welt sind Cybersicherheitsvorfälle für

Unternehmen ein sehr großes Risiko. Das gilt auch

für Krankenhäuser. Doch wie gut sind sie aufgestellt

und wie gut gelingt der Brückenschlag zwischen IT-

Sicherheit, effizienten Arbeitsabläufen und besserer

Behandlung? Das hat Cisco im Healthcare Report der

weltweiten Security Outcomes Study 2021 untersucht, für

den 281 Teilnehmer(innen) aus dem Gesundheitswesen

befragt wurden.

Gefahr durch Cyberattacken

Die Studie belegt: Kliniken sehen sich bei der Einhaltung

von Compliance-Vorschriften und Sicherheitsvorgaben

besser aufgestellt als andere Branchen. Zudem hat das

Management im Gesundheitswesen ein hohes Verständnis

für die Dringlichkeit von Cybersicherheit. Dennoch

haben Krankenhäuser darüber hinaus Probleme, Cyberattacken

zu erkennen und schnell darauf zu reagieren.

Gleichzeitig bedeutet die rasche Expansion der digitalen

Datenumgebung, dass eine enorme Menge an sensiblen

Gesundheitsdaten produziert, bewegt und gespeichert

wird. Durch die fortschreitende Vernetzung und Digitalisierung

wächst die potenzielle Angriffsfläche. Wenn der

Krankenhauscomputer zum Ziel von Cyberkriminellen

wird, stehen Menschenleben auf dem Spiel und das Vertrauen

in die Vorteile der Digitalisierung schwindet.

Investitionen dank Krankenhauszukunftsgesetz

Diese Schwächen hat auch die Politik erkannt. Denn das

Patientendatenschutzgesetz und das IT-Sicherheitsgesetz

2.0 sollen explizit dazu führen, dass in allen 2.000

Krankenhäusern in Deutschland die Erkennungs- und

Reaktionsfähigkeiten gestärkt werden. Das Krankenhauszukunftsgesetz

sorgt für die Mittel dafür – regelt aber auch

explizit, dass mindestens 15 Prozent jeder Förderung in

IT-Sicherheit fließen müssen.

Sicherheit muss daher bei der Digitalisierung von

Anfang an mitgedacht werden. Die Antwort auf die steigende

Komplexität der Netze und Daten sind ganzheitliche

Lösungen: Für effektiven Schutz braucht es integrierte

Lösungen, die beides können: Netzwerk und Security.

Sicherheit ist bei der Digitalisierung kein „Add-on“, sondern

sie ist Teil jeder Digitalisierungsstrategie.

Vernetzung und Sicherheit mit Cisco

Cisco und seine Partner stehen seit Jahrzehnten für

Vernetzung und Sicherheit. Mit State-of-the-Art-Lösungen

erhalten Akteure im Gesundheitswesen die Infrastruktur,

die sie für innovative, vernetzte Medizin brauchen – mit

der Performance und Sicherheit, die ihr sensitives Feld

erfordert.

So gibt es beispielsweise drei Grundprinzipien der

Cybersicherheit im Krankenhaus zu beachten, bei denen

Cisco unter anderem unterstützt: Krankenhäuser müssen

ihre meist Compliance-fokussierte IT-Sicherheit zu

einer kontinuierlichen risikoorientierten Cybersicherheit

weiterentwickeln. Wichtig ist dabei, reale Risiken und

unerwünschte Ereignisse kontinuierlich transparent zu

machen, zu bewerten und zu mitigieren sowie die Schutzmaßnahmen

organisationsübergreifend entsprechend

kontinuierlich zu verbessern. Der Mangel an IT-Security-

Spezialist(inn)en trifft Krankenhäuser jedoch noch härter

als andere. Denn andere Branchen sind oft attraktiver.

Umso wichtiger sind dann effiziente Abläufe und Technologien,

die unternehmensweit unerwünschte Vorfälle

zeitnah erkennen und entschärfen können. Dafür schafft

Automatisierung mehr Handlungsspielräume.

Workshops gegen Silodenken

Die größte Herausforderung ist nicht Technologie, sondern

das Silodenken zwischen Fachbereichen. Cisco hilft

mit Workshops dabei, alle Beteiligten zusammenzubringen,

offen über Herausforderungen und Anforderungen zu

sprechen und die technischen sowie operativen Voraussetzungen

zu skizzieren. Ziel ist es, die verschiedenen

Perspektiven sichtbar zu machen und ein übergreifendes

Verständnis zu schaffen. Denn nur ein organisationsübergreifender

Ansatz ermöglicht die notwendige Sicherheit

und Agilität bei der Umsetzung von Digitalisierungsinitiativen.

Er beinhaltet eine veränderte Fokussierung und

die Erweiterung der Sicherheitskontrollen um moderne

angriffszentrierte und vertrauensbasierte Konzepte und

Technologien.

Mit Partnern wie Cisco gelingt Krankenhäusern auf

diese Weise die Brücke zwischen Digitalisierungsidee und

ihrer sicheren Umsetzung.

connectedhealth@cisco.com

Spezialist für Netzwerk und Sicherheit in Krankenhäusern

Text Uwe Franke

Mit dem Krankenhauszukunftsgesetz investiert

die Regierung gerade rund 4,3 Milliarden

Euro in das Gesundheitswesen. Welche

Einsatzszenarien gibt es für digitale Technologie

in Kliniken?

Die Chancen, die sich bieten, sind groß. Sie

erweitern den Zugang von Patient(inn)en z. B.

mithilfe von Telemedizin und bieten ihnen ein

digitales Aufnahme- und Entlassungsmanagement.

Sie vernetzen Klinikpersonal auf sichere

Weise, um im ganzen Krankenhaus eine korrekte

und effiziente Gesundheitsfürsorge sicherzustellen.

Sie unterstützen die Gebäudeverwaltung

mit vernetzten Systemen und Endpunkten und

fördern die Business Continuity sowie die klinische

Widerstandsfähigkeit in ihrer Gesundheitsorganisation.

Zu bedenken sind dabei immer

IT-Sicherheit, Datenschutz und Compliance.

Vor welchen Herausforderungen stehen

Kliniken dabei?

Der Fokus des neuen Gesetzes liegt darauf,

klinische, betriebswirtschaftliche und patientenorientierte

Services, Prozesse und Abläufe

bereitzustellen. Der Ausbau des „digitalen

Reifegrades“ der Kliniken funktioniert allerdings

nicht, ohne eine digitale Befähigung des

technologischen Fundaments mit zu berücksichtigen.

Dafür braucht es flexible, sichere,

skalierbare und wiederverwendbare Plattformen

und Systeme. Ebenso wichtig ist aber auch die

digitale Ertüchtigung der IT-Abteilung, um

entsprechendes Fachwissen und neue operative

Fähigkeiten zu etablieren. Es gilt, kontinuierlich

die Prozesskompetenz zu verbessern und dabei

die Mehrwerte für Patient(inn)en und Klinikum

immer im Hinterkopf zu behalten. Kurz: Kliniken

brauchen ein organisationsübergreifendes

Verständnis, IT neu zu denken.

Wie können Sie Krankenhäuser dabei

unterstützen?

Cisco verfügt als Spezialist für Netzwerke

und Sicherheit auch im Gesundheitswesen

über langjährige Erfahrung. Dank des großen

Expert(inn)en- und Partnernetzwerks von

Cisco haben wir zudem für fast jede Leistung

und Fragestellung die richtige Ansprechpartnerin

oder den richtigen Ansprechpartner.

So können wir Gesamtprojekte ganzheitlich

betrachten und in jedem der elf Förderfelder des

Krankenhauszukunftsgesetzes unterstützen.

Außerdem geben wir bei den Förderanträgen

ganz praktische Hilfestellungen für

Entscheider(innen).

Uwe Franke

Direktor Gesundheitswesen,

Länder

& Kommunen

Deutschland, Cisco

Systems GmbH


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit AVIRA entstanden.

Sicher arbeiten

im Homeoffice –

mit Security-Lösungen von Avira

Cyberkriminelle sind nicht nur während einer Pandemie ein Problem –

da aber besonders. Sie nutzen die Situation unter anderem vermehrt dazu,

Menschen zu verleiten, auf Links zu klicken, Anhänge zu öffnen und bewährte

Sicherheitsverfahren zu vergessen. Wer sicher sein will, sollte ein paar

wesentliche Punkte beachten. Pflicht ist aber auch Antiviren-Software. Diese

muss nicht immer etwas kosten, wie die Lösung des Vorreiters für kostenlosen

Antiviren-Schutz Avira zeigt.

Text Dominik Maaßen

Zentral für das sichere Arbeiten

zu Hause sind generell eine

Antiviren-Software, starke Passwörter,

inklusive Passwort-Management,

ein Bewusstsein für

die Gefahren von Phishing-Mails, regelmäßige

Updates von System und Software

sowie die Sicherung des Routers.

Sichern Sie Ihre Geräte mithilfe

1. einer Antivirus-Software gegen

fundamentale Bedrohungen wie Viren

und Trojaner. Um auch außerhalb des geschützten

Unternehmensnetzwerks sicher

arbeiten zu können, sollte unbedingt ein

Antiviren-Programm installiert werden.

Hierfür bietet Avira beispielsweise sein

kostenloses Komplettpaket Free Security

an. Die seit Jahrzehnten bewährte und

immer weiter entwickelte Erkennungs-

Engine von Avira scannt den PC mit nur

einem Klick nach Viren und Trojanern,

erkennt und wehrt diese ab. Zudem beinhaltet

die Lösung ein Tool zur Bereinigung

des PCs, das für eine deutlich verbesserte

PC-Performance und somit für effizienteres

Arbeiten sorgt. Der ebenfalls im Paket

enthaltene kostenlose Passwort-Manager

erstellt und speichert sichere Passwörter,

das integrierte VPN lässt Nutzer verschlüsselt

und anonym surfen.

Nutzen Sie ein sicheres Passwort.

2. Zu beachten sind dabei Zahlen,

Sonderzeichen und eine Buchstabenkombination,

die es möglichst nicht im Wörterbuch

gibt. Am Ende scheitert es aber

nicht nur an der Erstellung eines guten

Passworts: Viele vergessen ihre sicheren

– und manchmal auch nicht so sicheren

– Passwörter. Auch hier bietet Avira mit

dem kostenlosen „Password Manager“

eine praktische Lösung zur Erstellung,

Speicherung und geräteübergreifenden

Verwaltung von Passwörtern an.

Achten Sie auf verdächtige Mails.

3. Bei Phishing-Mails gilt: Nicht alles

glauben, was eine Mail verspricht. Versprechen

E-Mails das schnelle Geld oder

ungewöhnlich gute Angebote, ist es für gewöhnlich

Phishing. Achten Sie auf Fehler

und Schlüsselwörter. „Phisher“ kümmern

sich meist nicht um Rechtschreibung und

nutzen allgemeine Anreden. Achten Sie

auf verdächtige Phrasen wie „Lieber Kunde“

oder „Konto aktualisieren“. Achten

Sie auf Ungereimtheiten: Der Name in

FOTO: ADAMOV_D/SHUTTERSTOCK

Mehr Informationen rund um die kostenlosen

Sicherheitslösungen von Avira:

avira.com/de/freesecurity

der Unterschrift muss mit dem Absender

übereinstimmen. Nicht sofort klicken:

Fahren Sie erst mit dem Mauszeiger über

die in der Mail enthaltenden Links, sodass

die URL erscheint. Die Adresse muss zum

erwarteten Ziel passen – und die Webseite

muss richtig geschrieben sein.

Verwenden Sie Updates. Spielen

4. Sie regelmäßig Updates für Ihr Betriebssystem,

Ihren Browser und weitere

Programme auf. Internetfähige Geräte wie

ans Netzwerk angeschlossene Drucker,

der Smart-TV oder der Smart Speaker

gehören ebenfalls ins Sicherheitskonzept.

Oft nutzen Hacker ebendiese Geräte als

Einfallstor für Angriffe.

5.

Vergessen Sie nicht den heimischen

Router. Auch er muss gut

abgesichert werden, damit kein Unbefugter

das WLAN-Netzwerk knackt und an

sensible Daten gelangt. Hilfreich ist hier:

Router-Passwort, WLAN-Passwort und

WLAN-Namen (SSID) ändern, Firewall

aktivieren und nicht benötigte Funktionen

deaktivieren, WPA2-Verschlüsselung

nutzen, Firmware regelmäßig updaten,

Ports überprüfen, unnötige schließen und

ein Gäste-WLAN einrichten.

Ein Virus kommt

selten allein

Text Name Surname

Das Homeoffice ist für viele Mitarbeiter praktisch.

Und für ihre Unternehmen ist es oft der einzige Weg,

auch in Zeiten wie der aktuellen Pandemie weiter

erfolgreich ihr Business zu betreiben. Problematisch

ist jedoch, dass die IT-Security plötzlich mit noch mehr

Sicherheitslücken zu kämpfen hat. Im schlimmsten

Fall sind diese den Firmen gar nicht bewusst.

Die Pandemie hat die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben,

fundamental verändert. Ein neuer Trend, der wohl auch

nach der Krise anhalten wird, ist das Homeoffice. Millionen

von Menschen auf der Welt arbeiten von zu Hause aus. Viele

nutzen dafür ihren privaten PC, kaufen andere neue Devices

wie einen Drucker und schließen sie an das Heimnetzwerk

an. Oder sie nutzen eigenes WLAN für das Diensthandy. Mit

einher geht das vermehrte Arbeiten mit File-Sharing in der

Cloud. Gleichzeitig steigt über diese Geräte die private Kommunikation

mit Freunden und Familie. Unternehmen fördern

diese Entwicklung, indem sie – möglichst schnell – Remote-

Systeme oder Netzwerke für das Homeoffice bereitstellen.

Gefahr durch Cyberkriminelle

Das Problem: Die Sicherheit bleibt dabei oft auf der Strecke

– und das nutzen Cyberkriminelle aus. Sie wissen nur zu gut,

wie nachlässig Firmen und ihre Mitarbeiter mit der digitalen

Sicherheit umgehen. So berichtete Interpol im vergangenen

Jahr, dass es unter anderem allein zwischen Januar und

April 2020 rund 48.000 schädliche URLs und 907.000 Spam-

Mails gezählt hat – alle im Zusammenhang mit Covid-19. Im

Zeitraum von Februar bis März 2020 stieg Interpol zufolge

zudem die Zahl der gefährlichen Webadressen, die die

Stichwörter „Coronavirus“ oder „Covid“ beinhalteten, um

569 Prozent an. Über die betrügerischen Domains könne

beispielsweise Phishing betrieben oder schädliche Software

bereitgestellt werden.

Angriff mit Schadsoftware

Denn Cyberkriminelle greifen nicht nur Regierungs- und medizinische

Einrichtungen an, sondern auch Firmen. Vorrangig

versuchen Kriminelle, Schadsoftware einzuschleusen. So gab

es im vergangenen Jahr Kampagnen, in denen sie E-Mails mit

vermeintlichen Geschäftsdokumenten wie Word- oder Excel-

Dateien versendeten. Wer dann darauf klickt, lädt einen Virus

herunter. Im schlimmsten Fall erhält der Kriminelle so Zugriff

auf das Unternehmensnetzwerk. Kriminelle können danach

Daten abgreifen oder Erpresser-Trojaner verschicken. Diese

Entwicklung wird 2021 weiter anhalten. Zwar sind Kriminelle

schon immer so vorgegangen. Allerdings sind die Daten nun

im Homeoffice der Angestellten weniger geschützt.

Sicherheitsupdates und Antiviren-Software

Selbst wenn das Unternehmen einen gesicherten VPN-Zugang

(virtuelles privates Netzwerk) und im Idealfall einen speziellen

Computer zur Verfügung stellt, können die Daten in Gefahr

geraten. Denn der Computer befindet sich dann eben nicht

mehr in der geschützten Unternehmensumgebung, sondern

im heimischen Netzwerk.

Im Büro des Unternehmens achtet die IT darauf, dass Geräte

zum Beispiel mit aktueller Software und einem Virenscanner

ausgerüstet sind. Das gilt jedoch nicht immer für private

Devices. Im schlimmsten Fall verfügen diese nur über veraltete

Systeme, keine Sicherheitsupdates oder keine Antiviren-

Software. Die wenigsten wissen auch, welche Gefahren durch

ungesicherte Router oder Heimnetzwerke ausgehen.

Mehr Bewusstsein für IT-Security

Eine Herausforderung für die IT ist außerdem, dass sich im

Homeoffice das sichere Aufbewahren der Geräte nicht

kontrollieren lässt. Oft haben Familienmitglieder Zugriff auf

die Geräte oder der Mitarbeiter verwendet nicht virenfreie

USB-Sticks. Viele Unternehmen haben auch kein klares

Rechte- und Zugriffsmanagement aufgesetzt. Mangelndes

Bewusstsein und zu viel Gelassenheit gefährden so die

Unternehmensdaten. Das Homeoffice ist auf diese Weise in

Sachen IT-Security viel gefährlicher geworden – und

Cyberkriminalität wächst sich zu einem immer größeren

Unternehmensrisiko aus.


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit ENERGIELENKER entstanden.

Mit energielenker

zur Smart City

Text Dominik Maaßen

Ein stadtweites Energiemanagement, das auf

der innovativen Funktechnologie LoRaWAN

basiert – das setzt die Stadt Lippstadt um,

zusammen mit energielenker, einem ganzheitlichen

Dienstleister für die Energiewende.

Das gemeinsame Projekt soll die Kosten- und

Energiebilanz der Stadt optimieren und einen

Beitrag zum Klimaschutz leisten.

In Zusammenarbeit mit energielenker hat die Stadt

Lippstadt so den Weg zur Smart City eingeschlagen.

Die Stadt in Nordrhein-Westfalen plant die Ausrüstung

von 56 Liegenschaften mit der von energielenker bereitgestellten

Funktechnologie LoRaWAN (Long Range

Wide Area Network). Diese zeichnet sich vor allem

durch große Reichweiten und geringe Wartungs- und

Hardwarekosten aus. Für die automatisierte Energiedatenerfassung

rüstet energielenker die Strom-,

Gas-, Wasser- und Wärmemengenzähler der Liegenschaften

mit speziellen Sensoren aus.

Smarte Zukunft

dank LoRaWAN

Text Dominik Maaßen

Sichere und einfache

Datenübertragung gewinnt in

der heutigen Zeit zunehmend

an Bedeutung. Immer mehr

Parameter sollen gemessen

werden, immer mehr Anlagen

und Geräte sollen engmaschig

überwacht werden können.

Dabei gibt es verschiedenste

Arten, die benötigten Daten

zu übertragen. Eine davon ist

LoRaWAN. Diese Technologie

hat in den vergangenen Jahren

insbesondere im Bereich

Smart City immer mehr an

Bedeutung gewonnen.

Rückschlüsse aus Datenanalyse

In ausgewählten Gebäuden der Stadt gibt es darüber hinaus

Untermessungen, um die Energieverbräuche exakt

zuzuordnen. Kurt Weigelt, verantwortlicher Projektleiter

für den Bereich Smart City bei der Stadt Lippstadt, sieht

großes Potenzial in der Technologie: „LoRaWAN stellt

für uns die Grundlage dafür dar, Sensorwerte aus dem

Stadtgebiet automatisiert erfassen zu können. So werden

die Entwicklungen verschiedener städtischer Systeme

konstant überwacht und aus einer entsprechenden

Datenanalyse können wichtige Rückschlüsse gezogen

werden. Mit dem Aufbau eines Energiemanagements,

als erstem Anwendungsfall für LoRaWAN, optimieren

wir unsere Kosten- und Energiebilanz und leisten damit

einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.“

Mehr Effizienz durch Energiemanagementsysteme

Stadtverwaltungen benötigen als Arbeitsgrundlage

eine korrekte und umfassende Bilanz ihrer Energieverbräuche

und Emissionen. Das Ablesen und Sammeln

der Verbrauchsdaten etwa aus Stromzählern ist jedoch

ein sehr fehleranfälliger und zeitaufwendiger Prozess.

Hier setzen Energiemanagementsysteme (EnMS) an

und entlasten die städtischen Abteilungen. Darüber

hinaus ist ein Energiemanagementsystem ein geeignetes

Instrument, um Einsparpotenziale zu ermitteln

und die Energiekosten zu senken.

Was viele nicht wissen: Allein durch organisatorische

Maßnahmen werden oftmals schon bis zu zehn

Prozent der Energiekosten gespart. Die automatisierten

Energieberichte liefern vollständige Aufstellungen

aller Verbräuche – strukturiert etwa nach Aufgabenfeldern,

Gebäuden oder Kostenstellen. Es können zudem

die energetischen Standards verschiedener Einheiten

verglichen und mögliche Einsparungen durch Modernisierungs-

oder Umbaumaßnahmen ermittelt werden.

Mehr Perspektiven im LoRaWAN-Netz

Perspektivisch besteht die Möglichkeit, neben der

Energiedatenerfassung das aufgebaute LoRaWAN-Netz

auch für weitere Smart-City-Anwendungen wie die

Luftqualitätserfassung in oder außerhalb von Gebäuden

oder das Parkraummanagement zu nutzen. Marc

Henschel, Geschäftsfeldentwicklung bei energielenker,

ergänzt: „Es besteht jederzeit die Möglichkeit, weitere

Liegenschaften mit Sensoren auszustatten. Diese Flexibilität

macht LoRaWAN zu einer attraktiven Technologie

für Städte und Kommunen.“

Zum Leistungsportfolio von energielenker gehören

auch Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

der Stadtverwaltung sowie die stetige Weiterentwicklung

der zugehörigen Software. Das gemeinsame Projekt

der Stadt Lippstadt und energielenker ist zunächst für

drei Jahre angelegt und wird durch das Bundesministerium

für Umwelt im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative

sowie durch das Bundesministerium für

Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gefördert.

Das Long Range Wide Area

Network, kurz LoRaWAN, ist

dabei eine Funktechnologie

für die Datenübertragung

im Internet of Things (IoT)

und ein weltweit offener Industriestandard

für Funktechnologie. Seine Netzwerke

zeichnen sich insbesondere durch

eine hohe Reichweite aus. Bei LoRaWAN

kann diese teilweise sogar circa zehn

Kilometer betragen. Die mögliche Reichweite

eines LoRaWAN-Gateways hängt

dabei aber stark von den räumlichen

Gegebenheiten ab. Deshalb kann sich die

Reichweite im städtischen Bereich auf

einen bis zwei Kilometer abschwächen.

Insbesondere in Ländern wie der

Schweiz, Belgien oder Holland wird

LoRaWAN durch die lokalen Telekommunikationsbetreiber

verstärkt ausgebaut. In

Deutschland hingegen gibt es noch kein

flächendeckendes LoRaWAN-Netz. Vielmehr

betreiben immer mehr Städte und

Kommunen selbstständig ein Netzwerk für

ihre Bedürfnisse. Dies liegt zum einen an

dem günstigen und einfachen Aufbau eines

LoRaWAN-Netzwerkes und zum anderen

an den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten,

insbesondere im Bereich Smart City.

Großer Mehrwert

Als Wegbereiter des Internet of Things

und Baustein der Smart City schafft

LoRaWAN vielfältigen Mehrwert. Es

kann unter anderem in folgenden

Bereichen eingesetzt werden: Energiedatenmanagement,

Luftqualitäts- und

Bodenfeuchtigkeitsmessung, Meldung

von Füllständen von Mülltonnen, Steuerung

von Ampelschaltungen und der

Straßenbeleuchtung oder Parkraummanagement.

Die Sicherheit gerade in

städtischen Netzwerken ist dabei einer

der wichtigsten Aspekte für eine Anwendung

und hat höchste Priorität. LoRaWAN

verwendet daher zwei Sicherheitsebenen,

wobei eine für die Netzebene und eine für

die Applikationsebene zuständig ist.

LoRaWAN zeichnet sich außerdem

durch den niedrigen Stromverbrauch,

die niedrigen Installationskosten und

die hohe Reichweite aus. Durch die

bidirektionale Datenübertragung ist es

mit LoRaWAN sowohl möglich, Daten

zu empfangen, als auch, Geräte aus der

Ferne aktiv zu steuern.

FOTOS: FRIEDERIKE RESCHKE

Offener Standard und herstellerunabhängig

LoRaWAN arbeitet mit einem offenen

Standard und ist somit herstellerunabhängig.

Durch die Verwendung des unlizenzierten

Frequenzspektrums kann also

jeder sein eigenes LoRaWAN-Netzwerk

unkompliziert aufbauen. Dabei ist das

Netzwerk jederzeit beliebig erweiterbar.

Damit ist LoRaWAN anders als zum Beispiel

Narrow Band IoT unabhängig von

Telekommunikationsanbietern.

Es ist somit wohl eines der interessantesten

Netzwerke für Smart City und

Energiedatenerfassung. Durch seinen

offenen Standard und das Vorantreiben

der Technologie durch die LoRa-Alliance

gewinnt LoRaWAN immer mehr an

Bedeutung und kann eine kostengünstige

und einfache Alternative zu NB-IoT,

WLAN und 5G sein. Dabei sollte man sich

zu den möglichen Anwendungsfeldern

im Vorfeld Gedanken machen. So kann

LoRaWAN überall dort seine Vorteile

vollumfänglich ausspielen, wo es um

kleinere Datenmengen geht, wie beispielsweise

bei Zählerständen, Füllständen

oder einfachen Messwerten. Für die

Videoübertragung von Überwachungskameras

ist LoRaWAN dagegen ungeeignet.

Mit den richtigen Anwendungsfällen

rechnet sich die Installation eines

LoRaWAN-Netzwerkes sehr schnell und

bietet große Chancen für die Entwicklung

einer nachhaltigen Smart City.

LoRaWAN-Antenne

(oben) und Sensor

an Stromzähler

(unten)

Mehr Informationen

zu den Services von

energielenker:

energie

lenkersolutions.

de


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Digitale Dekarbonisierung

in der Smart City

Ballungsräume sind für einen Großteil der Treibhausgase verantwortlich.

Der Bundesverband Smart City e. V. engagiert sich für neue Wege,

wie Smart Citys zur Bekämpfung des Klimawandels beitragen können.

Oliver Doleski

ist Principal bei Siemens Advanta

Consulting und Herausgeber

energiewirtschaftlicher Fachbücher.

Sein Beratungsschwerpunkt

liegt auf den Handlungsfeldern

Utility 4.0, Digitale

Dekarbonisierung und Smart City.

Er ist Mitglied im Bundesverband

Smart City e. V.

Text

Mirko de Paoli

Dieser Artikel ist

in Zusammenarbeit

mit

dem BUNDES-

VERBAND

SMART CITY E. V.

entstanden.

Herr Doleski, kann der Einsatz digitaler Technologien

die Freisetzung klimaschädlicher

Gase nachhaltig reduzieren?

Ein klares Ja. Nehmen wir unsere Ballungsräume,

in denen wir leben und arbeiten. Wenn wir uns

in klimatisierten Gebäuden befinden oder im

Verkehr bewegen, werden große Energiemengen

verbraucht und damit unzählige Tonnen Kohlendioxid

freigesetzt.

Smart sind unsere Citys erst dann, wenn beispielsweise

die Verkehre über Datenmodelle in

Echtzeit gesteuert und somit Staus vermieden werden.

In ähnlicher Weise kann eine smarte Optimierung

dazu führen, dass in Städten bedarfsgerecht

geheizt oder beleuchtet wird. Wir müssen nicht nur

CO 2-saubere Erzeugung in den Blick nehmen, sondern

ebenso die smarte Verwendung des Stroms.

Das Thema scheint nicht neu. Warum also

jetzt ein Buch zur Digitalen Dekarbonisierung?

Die Idee der Digitalen Dekarbonisierung ist eine

grundlegende Erweiterung bisheriger Digitalisierungsansätze.

In einem gleichnamigen Fachbuch

zeigen wir, dass reines Bauchgefühl bei der

Optimierung von Energieverbräuchen vielfach

doch trügt. Etablierte Optimierungsverfahren,

auch wenn digital unterstützt, greifen zu kurz.

Wesentliche Verbesserungspotenziale für mehr

Klimaschutz in den Energiesystemen – dazu

zählen alle an einem Ort installierten Turbinen,

Solaranlagen, Windräder, Elektrogeräte usw. –

bleiben ungenutzt.

Das Konzept der Digitalen Dekarbonisierung

setzt insbesondere auf eine datenanalytische Verbesserung

von Anlagenauswahl und -dimensionierung.

Dabei wird zunächst die Wirklichkeit als

digitale Kopie in Form eines digitalen Zwillings

einer Stadt oder Region abgebildet. Mit dessen

Hilfe können alle denkbaren Kombinationen von

Energieanlagen simuliert und bewertet werden.

Es entsteht eine smarte City mit kostengünstigem

Energiesystem und weniger Treibhausgasen.

Aber was bedeutet die Dekarbonisierung

energetischer Prozesse ganz konkret? Können

Sie ein Beispiel nennen?

Mithilfe der Digitalen Dekarbonisierung konnten

wir im Bereich der Fernwärmeversorgung einer

norddeutschen Stadt ein beträchtliches Einsparungspotenzial

für Kohlendioxid ermitteln.

Je nach Szenario zwischen 25 und 75 Prozent

bis 2030. Dies geschieht durch die konsequente

Umsetzung eines optimierten Anlagenparks, der

technologieoffen ausgewählt wird. Unser Buch

zeigt darüber hinaus noch weitere Beispiele im

Rahmen der Digitalen Dekarbonisierung auf.

Unsere Verbandsmitglieder haben die Notwendigkeit

konsequenten Klimaschutzes

erkannt. Ist Digitale Dekarbonisierung ein

wirksamer Hebel?

Ja, durchaus. Mit der Digitalen Dekarbonisierung

zeigen wir, wie im Industriesektor, der etwa

40 Prozent aller Emissionen ausmacht, und bei

der Heizung und Kühlung von Gebäuden, die

etwa 30 Prozent ausmachen, die Ziele des Pariser

Klimaabkommens eingehalten werden können.

Damit ist die Digitale Dekarbonisierung ein global

deutlich wirksamerer Hebel als die vielbeachtete

Elektrifizierung des Mobilitätssektors.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Doleski.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit PLATTFORM INDUSTRIE 4.0 entstanden.

Megatrends Digitalisierung und Gesellschaft:

Nachhaltigkeit ist zukünftige Wettbewerbsfähigkeit

Nachhaltigkeit ist ein zentrales Handlungsfeld. So auch im Leitbild 2030 der Plattform Industrie 4.0. Mit ihrem Impulspapier

„Nachhaltige Produktion“ stellt die Task Force Nachhaltigkeit nun vor, wie Industrie 4.0 zu einer klimafreundlichen

und ressourcenschonenden Zukunft beitragen kann.

Die Sichtweisen auf Industrie 4.0 und

Nachhaltigkeit sind sehr unterschiedlich.

Die einen sehen Digitalisierung als

großen Stromfresser. Für die anderen

macht Industrie 4.0 ökologische Nachhaltigkeit

erst möglich. Expertinnen und Experten der

Plattform Industrie 4.0 (PI4.0) aus Wissenschaft,

Wirtschaft, Politik und Gewerkschaft haben nun

die unterschiedlichen Perspektiven zusammengetragen.

Die Analyse von über 60 Unternehmens-

und Forschungsbeispielen macht klar,

dass vernetzte Industrie zu mehr ökologischer

Nachhaltigkeit beitragen kann. Wie genau das

funktioniert, illustrieren ausgewählte Projekt- und

Unternehmensbeispiele, Interviews und Exkurse.

Die Task Force Nachhaltigkeit der Plattform zeigt

drei Entwicklungspfade in eine zukunfts-, wettbewerbsfähige

und nachhaltige Industrie:

PFAD 1: Verbrauch senken, Wirkung steigern:

Auf dem Weg zu einer ressourceneffizienten

und CO 2-neutralen, digitalisierten Produktion.

PFAD 2: Vom Massenprodukt zum transparenten

Serviceangebot: Wie ein verändertes

Wertversprechen digitale Geschäftsmodelle

beeinflusst.

PFAD 3: Teilen und vernetzen: Nachhaltig digital

wirtschaften heißt, zu kooperieren und in

zirkulären Wirtschaftssystemen zu agieren.

FOTO: PETER POST

Peter Post

Vice President bei

Festo und Leiter der

Task Force Nachhaltigkeit

der Plattform

Industrie 4.0

Um die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten

Nationen zu erreichen, spielt die Digitalisierung

der Industrie (Industrie 4.0) eine große

Rolle. Denn sie ermöglicht die horizontale und

vertikale Datenintegration entlang der gesamten

Wertschöpfungskette. Das erlaubt Transparenz

während des gesamten Prozesses und

damit den Übergang in eine nachhaltige und

zirkuläre Wirtschaft. „Das Potenzial, Ressourcen

zu schonen, ist enorm“, so Prof. Dr. Peter

Post, Vice President bei Festo und seit diesem

Jahr Leiter der Task Force Nachhaltigkeit. Eine

Studie der Internationalen Energieagentur legt

dar, dass der Maschinenbau circa ein Prozent

der CO 2-Emissionen verursacht, aber 67 Prozent

der globalen Emissionen mit seinen Produkten

beeinflusst. In Zukunft kann Nachhaltigkeit als

integrativer Ansatz für Unternehmen verstanden

werden und den Firmen, Kunden sowie den

Beschäftigten einen Mehrwert bringen. „Nachhaltigkeit

ist zukünftige Wettbewerbsfähigkeit!“,

erklärt Prof. Dr. Post.

Dieser Wandel ist im Gange, der jedoch

förderliche politische Rahmenbedingungen

und unternehmerisches Engagement benötigt

beispielsweise mit Blick auf sichere und interoperable

Datenräume oder Anreizstrukturen

für eine zirkuläre Wirtschaftsweise. „Da die

Digitalisierung ohnehin die Wirtschaft fundamental

verändert, sollte man dieses Momentum

zugleich nutzen, um Nachhaltigkeit in die

Wirtschaftsprozesse hineinzutragen“, erklärt

Henning Banthien, Leiter der Geschäftsstelle

der Plattform Industrie 4.0.

Die Plattform Industrie 4.0 ist das zentrale

Netzwerk in Deutschland, um die digitale

Transformation in der Produktion voranzubringen.

Im Schulterschluss zwischen Politik,

Wirtschaft, Wissenschaft, Gewerkschaften und

Verbänden sind über 350 Akteure aus mehr als

150 Organisationen in der Plattform aktiv. Die

Plattform unterstützt deutsche Unternehmen

mit Praxisbeispielen, Informationsangeboten

und Handlungsempfehlungen dabei, Industrie

4.0 zu implementieren.

Mehr Informationen

unter:

plattformi40.de


8

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EXPERTENPANEL

Zukunftsprojekt

Industrie 4.0

Sicher digital

leben

Sicher

digital lernen

Daniela

Schiermeier

Vorsitzende des

Konzernbetriebsrats

ABB AG und

Vorsitzende des

Europäischen

Betriebsrats ABB

Die digitale Revolution

hält in allen Unternehmen

Einzug. Wie können Firmen

ihre Mitarbeiter in Sachen

digitale Skills einbinden?

Am Anfang steht für mich, die

Mitarbeiter bei den Veränderungen

immer auf einem

aktuellen Stand zu halten und

mitzunehmen. Die besten

Ideen kommen dabei von den

eigentlichen Expertinnen und

Experten – und das sind die

Beschäftigten, die die Tätigkeiten

täglich ausführen, die Prozesse

und Strukturen in- und

auswendig kennen. Grundsätzlich

sollte der Weiterbildung

von Beschäftigten als notwendige

Investition in die Zukunft

viel mehr Wert beigemessen

werden.

Wie sehen Sie deutsche

Firmen im Vergleich zu internationalen

aufgestellt?

Wir sollten nicht vergessen, dass die Industrie

4.0 vor zehn Jahren als deutsches

Zukunftsprojekt gestartet ist. Mittlerweile

setzt die Plattform Industrie 4.0 der Bundesregierung

mit ihren mehr als 300 beteiligten

Organisationen internationale Standards und

Maßstäbe bei der Digitalisierung der industriellen

Produktion. Einer unserer größten

Vorteile in Deutschland ist die duale Ausbildung,

durch die viele berufs- und branchenspezifische

Technologien „on the job“ erlernt

werden können.

Digitalisierung geht oft auch einher mit

agilem Arbeiten, was dem deutschen

Perfektionismus entgegensteht. Wie

beurteilen Sie das?

Ja, das stimmt sicherlich in traditionell

geprägten Unternehmen. Agiles Arbeiten

bedeutet auch, flache Hierarchien zu leben,

Entscheidungskompetenz an die Beschäftigten

abzugeben und Fehler zu erlauben. Das ist

bisher nicht die typische Kultur in deutschen

Unternehmen. Dabei geht es vor allem darum,

Vertrauen aufzubauen und Perspektivwechsel

zuzulassen. Ein schwieriges Feld mit hoher

Dynamik und Komplexität für Unternehmensleitungen.

Auch die künstliche Intelligenz hält zunehmend

Einzug. Welche Herausforderungen

sehen Sie hier?

Es müssen gewisse Grundsätze zu Ethik und

Moral diskutiert und es muss ein gesellschaftlicher

Konsens hergestellt werden. Diesem

Konsens müssen sich dann auch die Unternehmen

unterwerfen, es geht hier ja um Akzeptanz

für diese Technik. Die Frage ist ja nicht nur,

was kann KI technisch, sondern vielmehr:

Welche Verantwortung übergeben wir an sie?

Beim Erkennen und Diagnostizieren von Krebs

ist KI sicherlich eine wertvolle Unterstützung.

Gleichzeitig kann das Überbringen der

Diagnose und die Ausarbeitung der Therapie

für den Menschen keine reine Aufgabe für eine

KI-Anwendung sein. Hier sind rein menschliche

Fähigkeiten wie Kreativität oder soziale

Kompetenzen wichtig. Damit sind Menschen

Maschinen eindeutig überlegen.

Das letzte Jahr hat die Welt,

wie wir sie kennen, fundamental

auf den Kopf gestellt.

Vor welchen Herausforderungen

steht die Gesellschaft

und damit auch Avira

als Cybersicherheitsfirma?

Die Welt wird immer digitaler

und die Anzahl an Geräten, die

mit dem Internet verbunden

ist, steigt rasant. Um mit unseren

Familien und Freunden in

Stephan Brenner

Vice President of

Verbindung zu bleiben, nutzen

Product, Avira

wir mehr digitale Kommunikation

als je zuvor. Auch zeigen

die Zahlen, dass Menschen zunehmend

online shoppen. All

diese Entwicklungen wurden

durch die Pandemie natürlich

extrem befeuert. Cyberkriminelle

nutzen das gezielt aus. Die Cyberbedrohungen

nahmen im letzten Jahr erheblich zu.

Aber auch Firmen, die persönliche Daten im

Internet erheben und weiterverkaufen, profitieren

von diesem digitalen Schub – zulasten

des Datenschutzes.

Es gibt immer mehr Bedrohungen auf immer

mehr Geräten – was ist die Lösung?

Als Pionier von kostenlosen Antivirenprodukten

entwickeln wir bei Avira seit mehr

als 30 Jahren branchenführende Lösungen,

um alle Menschen in der vernetzten Welt zu

schützen. Da die Bedrohungen immer komplexer

werden, setzen wir mittlerweile auf ein

komplettes Portfolio an Sicherheits-, Privatsphäre-

und Leistungsoptimierungslösungen.

Wir glauben, dass jeder Anwender das Recht

auf ein sicheres digitales Leben hat, daher

bieten wir unsere Produkte auch kostenlos

an. Unser All-in-One-Schutz für Windows,

Android, iOS und Mac wird durch kostenlose

Stand-Alone-Lösungen, wie einen Passwortmanager

oder das Virtual Private Network,

ergänzt. Auch schützen wir gemeinsam mit

unseren Technologiepartnern internetfähige

Geräte durch den Einsatz unserer führenden

Malware-Erkennungstechnologie, basierend

auf maschinellem Lernen.

Gerade in Corona-Zeiten nutzen Menschen

verstärkt Online-Services. Dabei geben

viele manchmal zu leichtfertig Daten weiter.

Wie kann Avira Menschen dabei helfen,

ihre persönlichen Daten zu schützen?

Zunächst einmal hat Datenschutz für uns

oberste Priorität. Avira verkauft keine Daten

und wird das nie tun. Unser kostenloses

Privatsphäre-Tool Privacy Pal für Windows

verhindert, dass persönliche Daten gesammelt

werden. Außerdem löscht es Online-Spuren

und vernichtet vertrauliche Daten endgültig.

Und mit unserem kostenlosen Avira Phantom

VPN für PC, Mac und Mobilgeräte surfen und

shoppen Anwender anonym und sicher im

Internet.

Die Schule von morgen sollte

auch im Digitalen ein geschützter

Raum sein. Welche

Herausforderungen sehen

Sie hier?

Cloud-Dienste erhalten mehr

und mehr Einzug in den schulischen

Alltag. Sie sind günstig

und ohne Spezialisten-Knowhow

sofort nutzbar. Selbst die

Verwaltung des WLANs läuft

Ralf Koenzen

heute oft über eine Cloud. Damit

werden gleichzeitig Daten-

Gründer und Geschäftsführer

von

LANCOM Systems schutzfragen relevant: Kann

meine Bildungsinfrastruktur

die Daten der Schülerinnen

und Schüler effektiv schützen?

Ich verstehe die individuelle

Motivation und aufgrund des

aktuellen Lockdowns auch

die große Not vieler Schulen,

auf bekannte Videokonferenz- und Kollaborations-Tools

zurückzugreifen. Aber kommen

diese aus dem Nicht-EU-Ausland, wird es

schnell problematisch. Aus meiner Sicht ist

Datenschutz ein nicht verhandelbares Grundrecht.

Erst recht bei Kindern und in der Schule.

Und, das werde ich nicht müde zu betonen:

Es gibt datenschutzkonforme Alternativen!

Was empfehlen Sie als Alternative?

Ob Plattformen oder Messenger – oder, wie in

unserem Fall bei LANCOM, das Schul-WLAN:

Für all diese Lösungen gibt es technisch

hervorragende Angebote von europäischen

Herstellern, die hiesigem Datenschutzverständnis

Rechnung tragen und den Schulen

einen rechtssicheren Betrieb ihrer digitalen

Lernumgebung ermöglichen. Diese Alternativen

haben nur oft nicht dieselbe Sichtbarkeit

und Marketing-Power wie die Lösungen

großer Tech-Konzerne aus dem Nicht-EU-

Ausland. Sie drängen sich daher nicht so auf.

Bei der Suche nach sicheren Tools helfen

Initiativen wie „Deutschland sicher im Netz“

oder die „Open Source Business Alliance“. Für

datenschutzkonforme Schul-WLANs empfehle

ich den Blick auf unsere zahlreichen Best-

Practice-Geschichten.

Welche Vorteile haben Ihre Lösungen von

LANCOM?

Mit demselben Augenmerk auf Vertrauenswürdigkeit

und Sicherheit, das wir seit jeher

bei unseren Hardware-Komponenten verfolgen,

haben wir uns in den letzten Jahren

erfolgreich im Markt für Cloud-basierte

Netzwerklösungen positioniert. LANCOM

Systems ist der einzige Hersteller mit einem

Netzwerkinfrastruktur-Gesamtportfolio, der

das Vertrauenszeichen „IT Security made in

Germany“ tragen darf. Unsere WLAN-Lösungen

dienen deshalb schon seit vielen Jahren

als Basis für kommunale WiFi-Hotspots,

vernetzen Schulen, Universitäten und

Verwaltungsgebäude drahtlos und bilden in

Kliniken und in der Logistik effiziente, voll

digitalisierte Prozesse ab.


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Starter-Paket

für Smart City

Autobahn ohne

Tempolimit

Ganzheitliche

Cloud-

Transformation

Ihr Unternehmen bietet

Städten und Kommunen die

Möglichkeit, schnell und effizient

Smart-City-Projekte

umzusetzen. Sie vertrauen

dabei der Funktechnologie

LoRaWAN. Was verbirgt sich

dahinter?

LoRaWAN ermöglicht ein

energieeffizientes Senden von

Daten über lange Strecken.

Marc Henschel

In Stadtgebieten beträgt die

Geschäftsfeld-

Reichweite bis zu zwei Kilometer

und in ländlichen Gebieten

entwicklung,

energielenker

solutions GmbH sogar rund zehn Kilometer.

Zudem wird eine optimale

Durchdringung von Gebäuden

erreicht. Dicke Wände stellen

also kein Hindernis für die

Datenübertragung dar und

eine Funkverbindung bis in

den Heizungskeller ist somit

ohne Weiteres möglich. Zudem ist die Nutzung

des LoRaWAN-Netzes kostenfrei und,

im Gegensatz zu NB-IoT oder 5G, offen und

herstellerunabhängig. Darüber hinaus fallen

die Hardware- und Wartungskosten gering

aus. Die LoRaWAN-Technologie besticht

durch eine sichere Datenübertragung dank

der zweistufigen symmetrischen Verschlüsselung

sowie durch eine einfache Installation

und Inbetriebnahme.

Sie bieten ein sogenanntes Starter-Paket

an. Was enthält es und für wen eignet es

sich?

Unsere Kunden können damit die ersten

Schritte in Richtung Smart City gehen oder

neue Anwendungsfälle schnell und einfach

testen. Kurzum: Die Starter-Pakete dienen

dazu, unterschiedliche Anwendungsfälle

und Möglichkeiten kennenzulernen. Danach

können diese simpel und modular ausgebaut

werden.

Können Sie Anwendungsbeispiele nennen,

die für diese Technologie infrage kommen?

Mit LoRaWAN können Sie die Zählerstände

Ihrer Wasser-, Strom- oder Gaszähler und

vieles mehr automatisiert und aus der Ferne

erfassen. Sie machen Schluss mit manuellen

Zählerablesungen und unendlich langen

Excel-Listen. Die Installation der Geräte ist

dabei denkbar einfach – so werden viele

Sensoren mit einem einzigen Handgriff auf

den Zähler gesteckt. Oder Sie vermeiden

Verschmutzungen, weil die Füllstände Ihrer

Müllbehälter überwacht werden. Möglich ist

auch, die Luftqualität, Temperatur und

Belegung in Räumen zu überwachen. Das ist

ideal für Schul- und Bürogebäude. Außerdem

können Sie die Parkplatzsuche vereinfachen

und Falschparkern einen Strich durch die

Rechnung machen. Gleichzeitig überwachen

Sie die Auslastung der Parkflächen. Alle Daten

werden dabei durch unsere energielenker-

Software übersichtlich dargestellt. Mit einem

Starter-Paket testen Sie auf diese Weise

unkompliziert und unverbindlich, wie Sie mit

LoRaWAN Ihr Smart-City-Projekt auf Erfolgskurs

bringen.

Tobias Hoedtke

Managing Director,

Senacor Technologies

Ein Großteil der Unternehmen

aus der Finanzbranche

arbeitet inzwischen in der

Cloud. Warum und welche

Vorteile bringt das mit sich?

Die Cloud lohnt sich aus drei

Gründen. Sie bietet Infrastruktur,

die Banken und Versicherer

nicht mehr selbst unterhalten

müssen. Dadurch sinkt die

Fertigungstiefe und die Unternehmen

gewinnen Zeit, sich um

ihr Kerngeschäft zu kümmern.

Inzwischen vertreiben auch

immer mehr Anbieter ihre Software

nur noch über die Cloud.

Microsofts Office 365, das viele

auch privat nutzen, gehört dazu.

Gleichzeitig steigen auch die

Risiken – welche sind das?

Wer in die Cloud geht, steht ständig im Fadenkreuz

von Hackern. Bots scannen permanent nach

Sicherheitslücken auf den großen Plattformen

und greifen alle auf einmal an, die diesen Dienst

nutzen. Anders als früher müssen die Unternehmen

deshalb ihre IT umfassend und auf allen

Ebenen absichern, beispielsweise sowohl in der

Entwicklung wie auch im Betrieb. Weil die Cloud

das von vornherein berücksichtigt, gilt sie sogar als

sicherer als ein klassisches Rechenzentrum.

Wolke ist auch nicht gleich Wolke – worin

unterscheiden sie sich?

Die Cloud lässt sich als Plattform, wie eine

Infrastruktur oder als einzelner Dienst nutzen,

etwa wenn es um eine bestimmte Software

geht. Ähnlich wie beim Autokauf gilt aber

auch hier, dass der richtige Anbieter davon abhängt,

was ein Unternehmen genau tun möchte.

Ob Allrad im Gelände oder Windschott im

Cabriolet, jede Cloud hat eigene Stärken.

Es gibt immer mehr Anbieter, die digital zusammenarbeiten

oder es auch müssen. Was

sollten IT-Verantwortliche dabei bedenken?

Am wichtigsten ist, dass sich meine Dienste gut

integrieren lassen. Wer mit anderen arbeitet,

öffnet dafür seine IT. Das geschieht über

Schnittstellen, sogenannte APIs, die sicher sein

und trotzdem komfortabel zu nutzen sein müssen.

Wir raten unseren Kunden dazu, sich vor

allem um die Entwickler zu kümmern, weil die

künftig eine noch viel größere Rolle spielen.

Gibt es alternative Anbieter in Europa?

Europa verfügt über einige Cloud-Initiativen.

Was die schiere Größe angeht, haben die USA

und China aber klar die Nase vorn.

Große Händler bieten inzwischen auch

Bezahlverfahren, Kreditkarten oder

zusätzliche Versicherungen an. Welche

Konkurrenz wächst hier für deutsche Unternehmen

der Finanzbranche?

Die Cloud, aber auch API-Schnittstellen

erleichtern Unternehmen, schnell ein gutes

Produkt herauszubringen oder ein bestehendes

zu erweitern. Wir beobachten das bei den

großen Tech-Konzernen genauso wie bei

findigen Start-ups. Meist verfügen sie über

einen direkten Kanal zu ihren Kunden und

verbinden die konkurrierenden Angebote mit

Diensten, die Kunden gerne und vor allem

regelmäßig nutzen. Darin steckt die Gefahr.

Während des Digitalisierungsprozesses

sind unter

anderem Plattformen und

der Aufbau von Schnittstellen

zu anderen Plattformen

relevant. Wie können sich

Unternehmen hier idealerweise

vorbereiten?

Sie sollten vor der Implementierung

gezielt überlegen,

welche Schnittstellen benötigt

Milan Sallaba

werden, um sicherzustellen,

Partner und Tech-

dass unterschied liche Software-Anwendungen

miteinan-

nologiesektor-

Lead, Deloitte

der kommunizieren können.

Ich empfehle auch, Funktionalitäten

früh und mit Weitblick

zu testen, um großen Enttäuschungen

vorzubeugen. Klingt

logisch, wird aber dennoch viel

zu wenig praktiziert.

Wichtig zu bedenken ist auch: Viele Unternehmen

erheben täglich Daten, die einen

reellen Wert darstellen und mit anderen Daten

zu kritischen Größen aggregiert, interpretiert,

analysiert oder einfach auch zu diesem

Zweck an Dritte verkauft werden können. So

lässt sich das eigene Dienstleistungsportfolio

erweitern und neue Umsatzquellen können

erschlossen werden. Das müssen sie aber klug

und strategisch umsetzen. Sonst erhält der

Wettbewerb womöglich Einblicke, die er nicht

erhalten sollte.

Cloud-Transformation erfordert die Balance

zwischen Technologie, Organisation und

Menschen. Sie beraten Firmen ganzheitlich

– was bedeutet das?

Der wichtigste Aspekt ist das breite Verständnis,

dass Cloud-Transformation keine reine

IT-Disziplin ist und die Geschäftsleitung

einbezogen werden muss. Wir sehen häufig

gute Absichten, aber zu wenig Abstimmung.

Das kann zu unnötigen Spannungen zwischen

IT und Business führen. Ausgehend von

einem verbesserten Kundennutzen, operativer

Effizienz oder neuen Geschäftsansätzen leitet

das Business die Transformation und gibt die

grobe Richtung vor. Die IT setzt diese dann in

enger Zusammenarbeit um. So ziehen alle am

gleichen Strang.

Auf welche Industrieexpertise können Sie

hier im Markt zurückgreifen?

Eine unserer Stärken ist, dass wir ein globales

Cloud-Verständnis haben, weil wir eng mit

den Hyperscalern zusammenarbeiten, also

den weltweit großen Cloud-Anbietern.

Gleichzeitig kombinieren wir es mit spezifischer

Industrieerfahrung. Wir verknüpfen

unser solides Technologieverständnis auch

mit Blick auf zukunftsorientierte Themen wie

künstliche Intelligenz und Machine Learning.

Wichtig ist solides Verständnis neuer Geschäftsmodelle

sowie fundierte Branchenkenntnis

auch in den Details. Wir wollen den

Wertbeitrag von Cloud und IT zum Unternehmenserfolg

nachhaltig gestalten. Unser Ziel ist

es, unseren Kunden so über alle Industrien

hinweg Innovation und Erneuerung zu

vermitteln – und auf diese Weise ihren

Geschäftserfolg zu optimieren.


10

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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit CLEVERTOUCH entstanden.

Interaktive Touchscreen-Lösungen im Bildungsbereich

Digitale Zukunft an Schulen:

das Ende der Kreidezeit

Deutschlands Schulen müssen digitaler werden – das ist nicht erst seit der aktuellen Coronakrise

klar. Noch sind die deutschen Klassenzimmer Orte, an denen Kreide und Tafeln regieren statt Touchscreens

und Tablets. Der fünf Milliarden schwere Digitalpaket, den das Kultusministeriums dafür

bereitstellt, verspicht endlich genügend Budget für den Ausbau leistungsstarker Infrastrukturen und

digitaler Unterrichtshelfer wie moderne, interaktive Display-Lösungen.

Text Frank Himmel

Mit digitalen Medien und Lernangeboten

können Schüler

besser in ihrer individuellen

Lerngeschwindigkeit lernen“,

meint Frank Himmel, Technical

& Sales Manager von Clevertouch, einer

der marktführenden Touchscreen-Lösungen

auf dem Markt. Die interaktiven Großformat-Touchdisplays

verfügen über eine

intuitiv designte Benutzeroberfläche und

werden mit einer exklusiven Multi-Touch-

Software ausgeliefert, die sie besonders für

den Einsatz im Schulbetrieb qualifiziert.

Touchscreen-Lösungen als simpler

Tafelersatz?

Die wichtigste Rolle für das neue Lernerlebnis

jedoch spielen die Lehrkräfte, meint

Himmel. Es hilft also nichts, wenn die

Klassenzimmer mit modernen, interaktiven

Touchdisplays ausgestattet sind, diese aber

nur wie klassische Tafeln oder Whiteboards,

verwendet werden, anstatt die zahlreichen,

interaktiven Programme zur Unterrichtsgestaltung

zu nutzen. „Dass viele Lehrer das

Potenzial von digitalen Displaylösungen

nicht kennen und nicht ausschöpfen ist kein

Wunder“, so Himmel. „Sie sind einfach überfordert,

weil die Geräte oft ohne Schulung

und Wartung eingeführt wurden“. Schneller,

kostenloser Vor-Ort-Service und vor allem

eine fundierte Beratung spielen für den

Erfolg des digitalen Schubs an Schulen eine

große Rolle.

Clevere Features speziell für Schulbetrieb

Nur so lässt sich sicherstellen, dass intelligente

Digital-Signage-Tools wie etwa Clever

Message genutzt werden. Mit dem Dienst

lassen sich Nachrichten an alle oder nur

an ausgewählte Clevertouch-Displays der

Schule senden. Das Sekretariat kann beispielsweise

Stundenpläne auf die Displays

schicken, Live-Video-Nachrichten vom

Schulleiter versenden, Anweisungen während

einer Brandschutzübung geben, aktuelle

Nachrichten mitteilen oder allgemeine

Ankündigungen verschicken.

Persönliche Nutzer-Accounts für Lehrer

und Interaktion mit anderen Devices

Ein zentrales Kriterium für Schulbetrieb

ist es, dass die Touchscreen-Lösungen

mehrere Nutzerprofile speichern können,

so dass die Lehrer ihre erarbeiteten Unterrichtsstunden

und vorbereiteten Übungen

sicher speichern können. Ebenfalls wichtig

für den Einsatz im Bildungsbereich ist es,

dass die Display-Lösungen flexibel mit

jeder Art von mobilem Device und mit

jedem Betriebssystem funktionieren. So

lassen sich dank der Clevershare-App etwa

Inhalte von Android-, iOS-, Windows und

Chrome-Devices sehr schnell teilen. Bis zu

50 Devices können sich dafür gleichzeitig

mit dem Display verbinden. Zudem ist eine

direkte Übertragung via AirPlay oder Chromecast

möglich. Der Lehrer hat als Moderator

dabei die volle Kontrolle darüber, was

geteilt und gezeigt wird.

Interaktive Lern-Apps aus aller Welt ganz

einfach in den Unterricht integrieren

Das umfangreiche Potenzial interaktiver

Touchscreen-Lösungen für den

Schulbetrieb lässt sich am besten über

die Vielzahl intelligenter Lern-Apps

widerspiegeln, die über die Displays

nutzbar sind. Egal, für welche Altersgruppe,

für welches Fach und in

welcher Sprache – weltweit kommen

täglich neue Apps auf den Markt, die

das Lernen spannender und einfacher

machen. Clevertouch hat dazu für

seine Displays einen eignen App-Store

entwickelt, der bereits über 100 Apps

enthält. Die dort gelisteten Apps

können Lehrer kosten- und werbefrei

für ihren Unterricht nutzen. Darüber

hinaus können sie selbst Anwendungen

vorschlagen, die in den Store

aufgenommen werden sollen. „Wir

prüfen diese Apps dann und passen

sie für den Schulbetrieb an“, so

Himmel. „Der App-Store ist ein

perfektes Beispiel, dafür, welche

Möglichkeiten digitale Touchscreen-

Lösungen für Schulen bieten“, freut

sich Himmel.

Frank Himmel

Technical & Sales

Manager von

Clevertouch

Mehrfach preisgekrönte, digitale

Lösungen für den Bildungsbereich

NEU von Clevertouch

Die IMPACT Serie

Make an IMPACT in the classroom

Perfekt zugeschnitten auf die Bedürfnisse von sowohl

digitalen als auch konventionellen Klassenzimmern,

hat die Clevertouch IMPACT Serie sehr viel mehr zu

bieten, als nur interaktive Touchscreens. Sie ermöglicht

ihren Nutzern ein komplett intuitives und kollaboratives

Arbeits- und Lernerlebnis.

IMPACT

IMPACT Plus

Vollgepackt mit Funktionen und Apps für individuelles

Unterrichten und Lernen ist Clevertouch IMPACT Plus

die ideale Lösung für einen lebendigen, hochwertigen

Unterricht und befreit Lehrer von den Einschränkungen

restriktiver, traditioneller Schultechnik.

Weitere

Informationen:

clevertouch.com

Vertrieb Deutschland | InfoDE@clevertouch.com | Tel. 0211-54085045

Clevertouch.com


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Diese Artikel sind in Zusammenarbeit mit LANCOM entstanden.

WLAN & Co.:

So kommen deutsche

Schulen schnell ins

digitale Zeitalter

Warum warten, wenn es schnell gehen kann: Mit den Lösungen des

deutschen Anbieters LANCOM starten Schulen im Handumdrehen in

die Digitalisierung. Sicher, nachhaltig und datenschutzkonform. Und auf

Wunsch sogar über die Cloud.

Text Dominik Maaßen

Sie ist die kleinste Schule Deutschlands

und spielt technisch doch ganz vorne

mit: Mit einem top-modernen „WLAN

aus der Cloud“ sorgt die Grund- und Gemeinschaftsschule

Helgoland dafür, dass

das Schulnetz jederzeit einwandfrei funktioniert.

Sie hat keinen eigenen IT-Admin und teilt damit

das Schicksal vieler deutscher Schulen, die sich

nach der Installation des heißersehnten Netzwerkes

einer ganz elementaren Frage ausgesetzt sehen:

Wer stellt denn nun die Pflege und den einwandfreien

Betrieb sicher?

Cloud statt Physiklehrer

Statt der vielerorts üblichen Lösung in Form engagierter

Lehrkräfte, die sich ehrenamtlich um die Geräte-

und Netzwerkwartung kümmern, wählten die

Verantwortlichen auf Deutschlands einziger Hochseeinsel

einen völlig neuen Ansatz. Sie entschieden

sich für ein WLAN des deutschen Netzwerkausrüsters

LANCOM Systems, das weitgehend automatisiert

über einen Cloud-Dienst und die städtische IT

verwaltet wird. So ist das Netz jederzeit technisch

auf dem neusten Stand und einsatzbereit.

LANCOM: der Spezialist fürs

Schul-WLAN

Mit diesem Ansatz steht Helgoland nicht alleine da.

Tausende von Schulen hat LANCOM im Rahmen des

Digitalpakts mit leistungsfähigen Netzwerken ausgestattet.

Von ganz klein bis sehr groß ist alles dabei.

Rund 50 Prozent gehen dabei den Weg in die

Cloud und sind auch hier mit LANCOM auf der

sicheren Seite. Denn die Netzwerkmanagement-

Cloud des Herstellers unterliegt deutschem Recht

und ist vom Aus des Datenschutzabkommens

„Privacy Shield“ nicht betroffen. Schulen können

also selbst bei der Cloud-Nutzung in puncto Datenschutz

ruhig schlafen.

Als Spezialist für vertrauenswürdige Netze stellt

LANCOM Schulen auf dem Weg zum digitalen

Klassenzimmer ein breites Portfolio leistungsfähiger

Lösungen – Router, Switches, WLAN, Firewalls,

Jugendschutzfilter – zur Verfügung. Der deutsche

Anbieter punktet mit höchster Sicherheit, kompromissloser

Profiqualität und einer Backdoor-

Freiheitsgarantie, die selbst die strengen vergaberechtlichen

Anforderungen der EVB-IT erfüllt. Die

LANCOM Management Cloud, von der aus ganze

Schulnetze zentral und einfach administriert werden,

komplettiert das Angebot.

Durchstarten in die digitale Zukunft

Jenseits der Technik hält LANCOM umfangreiche

thematische Hilfestellungen bereit. Darunter ein

umfangreiches „Rechtspaket für Schulen zur Einführung

eines pädagogischen Netzes“, das neben

Vorlagen für Nutzungsbedingungen auch hilfreiche

Informationen zur DSGVO sowie ein Muster für

einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag enthält.

Zudem bietet LANCOM mit dem „Themenforum

Digitale Bildung“ eine Dialogplattform für den Austausch

mit unabhängigen Experten aus Bildung,

Medien, Datenschutz und Digitalisierung. Das

mittlerweile dritte Forum dieser Art findet vom

13. bis 15. April als Online-Event statt.

Mit diesem Rundum-sorglos-Paket aus exzellenter

Technik, gesichertem Betrieb und geballter

Information steht einem nachhaltigen Schul-WLAN

mit Bestnote nichts mehr im Wege.

Weitere Informationen:

lancom.de/

digitalpakt-schule

Datenschutz für

die digitale Schule

Text Dominik Maaßen

Eltern, Schüler und Lehrer wünschen sich einen

raschen Ausbau der digitalen Infrastrukturen.

Getragen von einer Politik, die mit Bildung auf

Spitzenniveau nicht weniger als die Wettbewerbsfähigkeit

des Landes sichern möchte. Der Bund

unterstützt finanziell mit dem Digitalpakt und

schießt das Geld für Schul-WLAN und Lernplattformen

zu. Nachholbedarf gibt es allerdings bei

Datenschutz und Sicherheit.

Durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH)

haben im Juli 2020 quasi über Nacht zahlreiche Lösungen

für den digitalen Unterricht ihre Rechtskonformität

verloren. Die Richter stellten ein unzulängliches Datenschutzniveau

in den USA fest, das das Recht auf informationelle

Selbstbestimmung von EU-Bürgerinnen und

-Bürgern – und damit auch Schülerinnen und Schülern

– massiv gefährdet.

Sensible Daten in Unterricht und Verwaltung

In Schulen wimmelt es von sensiblen Daten und Noten,

persönlichen Angaben, E-Mails und IP-Adressen.

Gleichzeitig unterliegen Schulen beim Schutz der Daten

Minderjähriger einer besonderen Sorgfaltspflicht. Nach

der roten Karte für das Datenschutzabkommen „Privacy

Shield“ heißt es daher für die Schulträger, genau hinzusehen.

Sollten sie bereits ein Schul-WLAN, Kollaborations-,

Chat- oder Videokonferenz-Tools auf Cloud-

Basis installiert haben, muss geprüft werden, ob sie von

einem Anbieter mit Sitz in den USA oder beispielsweise

China stammen und die hohen Anforderungen an den

schulischen Datenschutz tatsächlich erfüllen. Sonst

drohen Bußgelder oder Schadenersatzforderungen. Im

schlimmsten Fall werden Fördergelder zurückgefordert.

Sicheres Schul-WLAN

Ist die Datenschutzfrage geklärt, kommen Sicherheitsaspekte

zum Tragen. Schüler, Lehrer und Verwaltung

nutzen unterschiedliche Daten mit eigenen Sicherheitsanforderungen.

Diese Netze müssen sicher voneinander

getrennt und effektive Zugangskontrollen eingerichtet

werden. Ganz wichtig auch: Das Schul-WLAN muss

aktuelle Verschlüsselung unterstützen, im Fachjargon:

„WPA3“. Der Vorgänger WPA2 wurde bereits in 2017

durch massive Sicherheitsvorfälle als unsicher entlarvt

und hat in modernen Schulnetzen nichts verloren. Auch

das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik

warnt vor einem Einsatz.

Die Gretchenfrage der Administration

Gleichzeitig muss das WLAN dauerhaft instand gehalten

werden. Nur wenn es während der gesamten Unterrichtszeit

zuverlässig funktioniert und ausreichend

Bandbreite liefert, kann digital gestütztes Lernen Wirklichkeit

werden.

In Schulen kommen schnell mehr als 1.000 Endgeräte

wie Notebooks, Tablets und Smartphones zum Einsatz,

häufig sogar gleichzeitig. Online-Recherche, Video-

Streaming und der Up- und Download von Materialien

erzeugen jedoch hohe Datenmengen, die nach einem

WLAN der neusten Generation WiFi6 verlangen.

Aber wie gelingt der technische Support, ohne dass

Lehrkräfte im Nebenjob zum IT-Admin werden oder das

Schulbudget überlastet wird? Helfen können Cloud-managed

WLANs, die hoch automatisiert aus der Ferne verwaltet

werden – etwa über ein kommunales Rechenzentrum,

ein Systemhaus oder eine externe IT-Abteilung.

Orientierung im Anbieter-Jungle

Die gute Nachricht für Schulen, die bei der Auswahl

sicherer und datenschutzkonformer Lösungen Orientierung

brauchen: Die Bundesministerien in Berlin haben

schon vor Jahren das Vertrauenszeichen „IT Security

made in Germany“ ins Leben gerufen. Tragen dürfen es

ausschließlich Unternehmen, die sich der Vertrauenswürdigkeit

und vollständigen DSGVO-Konformität ihrer

Lösungen verpflichten. Damit steht auch dem datenschutzkonformen

Schul-WLAN nichts mehr im Wege.


12

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit JABRA entstanden.

Die Digitalisierung als

Chance begreifen

Digitalisierungsdebatten haben in den letzten zwölf Monaten enorm Fahrt aufgenommen. Zum Beispiel, wie

man mit mehr Digitalisierung Geschwindigkeit und Transparenz beim Testen und Impfen hätte gewinnen

können. Daraus ergäben sich zwangsläufig mehr Flexibilität bzw. weniger Einschränkungen für Menschen

und Wirtschaft und somit weniger finanzielle Schäden in den Lockdown-Phasen.

Text Gregor Knipper

Auch der immense

Papieraufwand zum

Beispiel bei Prüfung

und Abwicklung von

Finanzhilfen wäre

digitaler sicher deutlich

effizienter. Noch

präsenter sind jedoch die Themen,

die wir bei Arbeit und Bildung mit

der Digitalisierung verbinden. Nach

einem Jahr Home-Office diskutiert die

Arbeitswelt immer noch kontrovers,

ob selbiges eher Fluch oder Segen ist.

Unternehmen sollten alles daransetzen,

spätestens jetzt die Chancen von

Modern Work zu sehen und dazu eine

Strategie zu entwickeln.

Gregor Knipper

Managing Director EMEA

DACH für Jabra Business

Solutions

Neue digitale Chancen

Digitalisierung ist immer noch mit

vielen negativen Attributen belastet:

Es geht um Datensicherheit, gläserne

Bürger, misstrauische Vorgesetzte,

Kontrollverlust und vieles mehr. Und

was ist Digitalisierung eigentlich?

Laptop, Breitband-Internet und Home-

Office am Küchentisch zwischen

lärmenden Kindern? Viel zu oft wird

Digitalisierung nur auf der Technologieebene

diskutiert. Stattdessen

braucht es Kreativität und vor allem

eine positive Einstellung. Kein ‚Ja,

aber‘, sondern ‚Was wäre, wenn‘ muss

es doch heißen. Nur so nimmt man

die Menschen mit und vermittelt die

Aspekte, die von Vorteil sind. Nicht

jeder Mitarbeiter kann oder möchte

remote arbeiten – das ist klar. Modern

Work heißt aber auch nicht „entweder,

oder“. Modernes Arbeiten ist vielmehr

ein sinnvoller Mix aus Präsenz und

mobilem bzw. virtuellem Arbeiten.

Einfache und langweilige Prozesse

müssen weiter digitalisiert werden,

um mehr Zeit für die komplexen

Themen zu schaffen, die von Mensch

zu Mensch besprochen werden wollen.

Der Bedarf nach flexiblen Arbeitsmodellen

steht nicht im Widerspruch zu

den Anforderungen der Unternehmen,

sondern im Einklang. Firmen

brauchen qualifizierte Mitarbeiter

zu flexiblen Zeiten und diese finden

sie weder im S-Bahn Einzugsgebiet

ihrer Zentrale, noch sind sie für diese

attraktiv mit Arbeitsmodellen, die in

die Jahre gekommen sind.

Video als Bereicherung

Ein konkretes Beispiel: Videokonferenzen.

Virtuelle Meetings werden häufig

als schlechte Alternative zum persönlichen

Treffen dargestellt. Dabei haben

die vergangenen zwölf Monate eher

das Gegenteil gezeigt. Gut geplante

Videokonferenzen sind oft besser

und effizienter als ein zur Routine

gewordenes, persönliches Meeting.

Viele behaupten zwar noch strikt das

Gegenteil, aber wir bei Jabra machen

ganz eindeutig genau diese Erfahrung.

Zudem lassen sich Reisezeit sowie

erhebliche Kosten einsparen. Ein weiterer

Vorteil ist die Möglichkeit, spontan

Gesprächsteilnehmer einzubinden,

die unter normalen Umständen nicht

am Meeting teilgenommen hätten,

obwohl sie einen wertvollen Beitrag

leisten würden. Videokommunikation

ist prädestiniert für alle Gespräche,

in denen Vertrauen aufgebaut werden

muss oder komplizierte Inhalte

verständlich vermittelt werden sollen.

Vorstellungs- oder Verkaufsgespräche

ausschließlich über Video wären noch

vor einem Jahr unvorstellbar gewesen.

Doch das Format funktioniert gut und

ist für viele Firmen zu einer echten

Alternative geworden.

Vorteile abseits der Arbeitswelt

Die Vorteile der Digitalisierung erstrecken

sich nicht nur auf die Arbeitswelt,

sondern auch auf viele andere Bereiche.

Dabei ist besonders die Bildung

spannend. Hier beschränkt sich die

Diskussion oft auf Tablets, WLan und

vielleicht noch digitale Tafeln. Digitale

Kompetenz bedeutet aber nicht, einen

Computer bedienen und über soziale

Netzwerke kommunizieren zu können.

Es geht vielmehr auch darum,

die Fähigkeit zu erlangen, wie man in

einer virtuellen Besprechung effektiv

kommuniziert. Die dazu erforderlichen

Kompetenzen sind z.B. Empathie,

emotionale Intelligenz, Komplexität

zu vereinfachen und zu visualisieren,

Relevanz. Insofern hilft eine über die

reine Technik hinausgehende Strategie

den Schulen, ihre Absolventen auch

methodisch besser auf die Arbeitswelt

vorzubereiten. Ein Umdenken

in Richtung Modern Schooling lohnt

sich: Unterrichtsinhalte können mit

spannenden digitalen Inhalten bereichert

werden. Das erhöht Motivation

und begeistert. Wie bereichernd wäre

es, wenn Experten von „Bildungspartnern“

virtuell zugeschaltet werden

könnten und abseits des Lehrplans

etwas Tolles präsentieren würden?

Gute Konzepte helfen gegen Lern- und

Lehrausfälle, Inhalte können besser

verstanden werden, Betreuungszeiten

und Lernkurven besser berücksichtigt

werden. Mit Kreativität und Tatendrang

ergäben sich hier viele neue

Perspektiven.

Nicht jeder hat in den letzten

Monaten nur positive Erfahrungen mit

dem Thema Digitalisierung gemacht.

Gerade deswegen sollten wir es jetzt

erst recht angehen. Hybride Arbeitsund

Bildungsmodelle werden zu einem

wesentlichen Bestandteil unserer Welt,

sodass wir mit durchdachten Konzepten

bereits jetzt die positiven Aspekte

herausarbeiten und uns bestmöglich

vorbereiten sollten. So überzeugen wir

dann auch Skeptiker und sorgen für

die optimale Verquickung von digitalen

und menschlichen Faktoren.

Die mobile Jabra

PanaCast 180°-Panorama-

Kamera und Speak 710

Freisprecheinrichtung im

Einsatz im Pädagogischen

Zentrum Schloss Niedernfels

in Marquartstein

Weitere

Informationen:

jabra.com/

meetingroomtogo


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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit msg entstanden.

Wie Verwaltungen ihren Datenschatz

heben – und alle davon profitieren

Ein Gespräch mit Jürgen Fritsche, Mitglied der Geschäftsleitung bei msg und Vorstandsmitglied bei der

Initiative D21, über erfolgreiche Datenstrategien für Verwaltungen, Beteiligungstools und Prämissen für die

Datendemokratie.

Text Dominik Maaßen

Mit ihrer Datenstrategie hat die

Bundesregierung ein umfassendes

Programm für eine verbesserte

Datennutzung zur Förderung von

Innovationen vorgelegt. Dabei soll

der Staat zum Vorreiter werden. Was

bedeutet das?

Schon heute verfügt der Staat über

einen großen Datenschatz, der der

Allgemeinheit zur Verfügung gestellt

werden könnte, damit auf dieser Grundlage

Innovationen und neue Geschäftsmodelle

entstehen können. Gleichzeitig

könnte die Verwaltung effektiver und

effizienter, aber auch dienstleistungsorientierter

agieren, wenn sie selbst in

der Lage wäre, diese Daten zu nutzen.

Beide Aspekte erfordern ein hohes

Maß an Datenschutz und -sicherheit,

staatliche Souveränität über die Daten

und entsprechende Datenkompetenz.

Ein Beispiel für dieses Zusammenspiel

ist etwa die Smart City. Schon heute

verfügt eine Kommune über Geodaten,

Daten aus Verkehrskameras, Messdaten

zur Luftqualität, aber auch Daten der

Behörden und viele mehr. Wenn diese

Daten an einer Stelle zusammenkämen

und ausgewertet würden, bieten

sie eine hervorragende Grundlage für

die Stadtplanung. Das geschieht heute

schon, oft jedoch weitgehend analog.

Jetzt kommen über das Internet of

Things Daten aus Sensoren hinzu.

Damit lassen sich städtische – und auch

private – Services dynamisch anpassen:

von einer Steuerung der Verkehrsflüsse

über punktgenaue Transportdienste bis

hin zur Leerung von Mülltonnen.

Wie können Unternehmen von den

staatlichen Daten profitieren und

Geschäftsideen und -modelle entwickeln?

Die „offenen“ Daten, die der Staat

beziehungsweise die Verwaltung zur

Verfügung stellen, sollen keine „ungeregelten“

Daten sein. Das beginnt schon

damit, dass sie in einem bestimmten

Standard vorliegen müssen, um

umfassend und übergreifend genutzt

werden zu können. Selbstverständlich

sind keine personenbezogenen Daten

enthalten. Und wichtig außerdem: Der

Staat beziehungsweise seine Bürger

entscheiden darüber, welche Nutzung

sie zulassen und wie etwa Monopole

zu verhindern sind. Das sind ein paar

Grundelemente einer „Datendemokratie“.

Auch und gerade unter diesen

Prämissen können Geschäftsideen

entstehen, die erfolgreich und nachhaltig

sind. Der Anbieter eines Rufbusses

beispielsweise, der auch noch

Pakete mitnimmt, braucht die Daten

zu den Mülltonnen nicht. Und er muss

auch die Daten zu seinen Touren und

Fahrgästen nicht weiterverkaufen, um

ökonomisch erfolgreich zu sein. Was in

Zukunft denkbar und gewinnbringend

sein wird, können wir uns heute noch

kaum vorstellen – schon allein deshalb,

weil wir die Daten noch nicht kennen.

Die EU geht von einem Wachstum weltweit

gespeicherter Daten um den Faktor

fünf auf rund 175 Zettabyte bis zum Jahr

2025 aus. Besondere Potenziale liegen

sicherlich im Gesundheitsbereich, individualisierte

Medizin ist da ein Stichwort,

sowie generell in Anwendungen

Künstlicher Intelligenz.

Wo liegen die Chancen für die

staatlichen Institutionen, also für die

Verwaltung selbst?

Seit jeher ist es eine Kernaufgabe der

Verwaltung, mit Daten zu arbeiten,

Informationen zu managen. Ein erleichterter

Zugriff auf Bestandsdaten

auch über Behördengrenzen hinweg

und technische Unterstützung bei ihrer

Bearbeitung, auch durch Künstliche

Intelligenz, würde und wird die Arbeit

der Verwaltung deutlich voranbringen.

Die digitale Rentenübersicht ist

ein Beispiel, das die Datenstrategie

benennt. Sie macht jedermann und

jederfrau transparent, mit welchen

Beträgen aus der staatlichen wie auch

der privaten Vorsorge zu rechnen ist.

KI kann die Kommunikation und Interaktion

mit Bürgerinnen und Bürgern

etwa durch Chatbots vereinfachen.

Spracherkennung hilft bei der Auswertung

von Bürgeranliegen, Bilderkennung

bei der Bestimmung der Echtheit

von Dokumenten. Und nicht zuletzt

kann Künstliche Intelligenz entscheidungsvorbereitend

unterstützen, etwa

durch die Prüfung von Unterlagen und

Anträgen.

Können Sie Beispiele geben, national

oder international, wo und wie Kommunen

bereits erfolgreich und vorbildlich

ihren Datenschatz heben? Und wie

profitiert die Gesellschaft davon?

Hamburg hat ein digitales und medienbruchfreies

System zur Bürgerbeteiligung

online und vor Ort entwickelt.

Über sogenannte „digitale Planungstische“

können Bürgerinnen und Bürger

von zu Hause aus, mobil oder in Veranstaltungen

digitale Karten, Luftbilder,

Pläne, 3D Modelle und Geodaten

abrufen und so genaues Feedback zu

Planungsvorhaben geben. Das ist ein

gutes Beispiel der Nutzung von Verwaltungsdaten,

um Bürger an Entscheidungsfindungen

zu beteiligen.

Die Stadt Boston hat ein System, um

die Gesamtleistung ihrer Stadt anhand

des aktuellen Zustandes der kommunalen

Serviceerbringung in Echtzeit

anzuzeigen. Der „Boston City Score“

berechnet sich aus Einzel-Indizes

wie Zahl der Staus, Reaktionszeit der

Servicebereiche der Stadt, Trends für

kriminalistische Delikte und so weiter.

Dazu werden aus diversen Diensten der

Stadt nahezu in Echtzeit Statusinformationen

gesammelt und angezeigt.

Bürgerinnen und Bürger können auf

einem Dashboard jederzeit sehen,

wie ihre Stadt dasteht. Die städtische

Verwaltung kann dann anhand der

Informationen schnell Maßnahmen

ableiten.

Welche Voraussetzungen müssen

geschaffen werden, was sind die

nächsten Schritte?

Manches hat bereits begonnen, etwa

die Registermodernisierung, die auch

in der Datenstrategie als zentrale Säule

benannt wird. Registermodernisierung

bedeutet eine Vereinheitlichung der

Datentöpfe in der Verwaltung und

einen geregelten Zugriff darauf. Daten

müssen dann nicht immer wieder neu

erfasst werden. Damit verbunden ist

die Frage der registerübergreifenden

digitalen Identifizierung – von Bürgern,

Unternehmen und Behörden.

Geplant ist dafür auch die Einführung

eines Datencockpits, das den jeweiligen

fallbezogenen Datenaustausch der

Behörden dem Bürger, der Bürgerin

transparent macht. Erforderlich ist

außerdem ein Ausbau der Datenkompetenz

in der Verwaltung. Benötigt

werden etwa dringend Experten für

Data Science.

Welche Rolle übernimmt msg in diesem

Zusammenhang?

Tatsächlich sind wir schon an vielen

Stellen mit diesen Themen befasst. Wir

unterstützen in der Registermodernisierung.

Wir entwickeln Chatbots zur

Unterstützung von Anfragen an

Behörden. Wir haben Lösungen für

sichere digitalen Identitäten, ein

zentrales Thema. Wir haben darüber

hinaus eine auf DIN-Normen und

internationalen Standards basierte

Datenplattform für Kommunen

entwickelt, bei der die Datensouveränität

in kommunaler Hand liegt. Darauf

aufbauend, haben wir Dienste entwickelt,

die jetzt in Corona-Zeiten unter

anderem die Anmeldung für Schwimmbadbesuche

oder Theater inklusive

digitalem Bezahlen ermöglichen. Das

Informationsmanagement ist die

zentrale Kernkompetenz von msg.

Wir unterstützen staatliche Organisationen

und Kommunen dabei, ihre

Arbeit zum Nutzen der Bevölkerung

und Wirtschaft in die digitale Welt zu

übersetzen.

Jürgen Fritsche

Mitglied der Geschäftsleitung

bei msg und

Vorstandsmitglied bei

der Initiative D21

Weitere

Informationen unter:

msg.group/

public-sector


14

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Die Zukunft beim Bezahlen

Während der Krise haben viele Unternehmen neue Angebote geschaffen, um ihren Betrieb aufrechtzuerhalten oder

neue Einnahmequellen zu erschließen. Gleichzeitig sind sie natürlich auf vertrauenswürdiges und sicheres digitales

Bezahlen angewiesen. Das wird sich auch in Zukunft für Händler wie Verbraucher noch einfacher gestalten.

Text Dominik Maaßen

Die Pandemie hat den Menschen

in Deutschland gezeigt, dass

digitale Zahlungen nicht nur optional,

sondern mittlerweile eine

wesentliche Dienstleistung sind. Gerade

die Deutschen waren vor Corona überwiegend

bargeldorientiert und die Entwicklung

hin zu bargeldlosen Zahlungsmitteln

ging eher langsam voran. Die Pandemie

hat diesen Prozess beschleunigt. Immer

mehr Unternehmen akzeptieren bargeldlose

Zahlungsmittel und immer mehr

Verbraucher fragen diese Option nach

und nutzen sie. Großbritannien und die

USA waren hier bereits vor der Pandemie

viel weiter fortgeschritten.

FOTO:KOONSIRI BOONNAK/SHUTTERSTOCK

Bezahlen über QR-Code

Praktisch sind in diesem Zusammenhang

zum Beispiel neue QR-Code-Funktionalitäten:

So können Händler, die ihre

Produkte auf Wochenmärkten verkaufen,

den QR-Code eines Bezahldienstleisters

ausdrucken und an ihrem Stand gut

sichtbar aushängen. Sie können ihn aber

auch auf dem Tablet oder einem Smartphone

zeigen. Kunden können den Code

dann einfach scannen, den zu zahlenden

Betrag eingeben und sofort das Geld an

den Händler senden. Keine Berührung mit

Bargeld oder Karte, keine PIN-Eingabe,

keine Unterschrift ist notwendig. Auf diese

Weise kann der Verkäufer den physischen

Kontakt minimieren und so sich selbst,

seine Mitarbeiter und seine Kunden

schützen. Gleichzeitig verfügt er über

eine erschwingliche und sofort verfügbare

Lösung, ohne dass er in zusätzliche Hardware

oder Software investieren muss.

Payment im Hintergrund

Außerdem bewegt sich der Handel weg

von Zahlungen zu einem festen Zeitpunkt

hin zu Abonnementmodellen und dem

Abwickeln von Zahlungen über Geräte

wie Fernseher, Sprachassistenten, Messengerdienste,

möglicherweise Autos und

andere Dinge. Shopping kann in jedem

Kontext stattfinden. Wenn man die Absicht

hat, etwas zu kaufen, wird dann die

Zahlung in dem Moment, in dem man die

Absicht zum Ausdruck bringt, im Hintergrund

stattfinden. Die Zahlung muss also

kein separater Schritt mehr sein, nachdem

man die Kaufabsicht geäußert hat.

Bei Abonnements handelt es sich zum

Beispiel um wiederkehrende Zahlungen,

denen man zu einem bestimmten Zeitpunkt

zugestimmt hat und die einfach im

Hintergrund ablaufen. In Zukunft werden

daher immer mehr Zahlungserlebnisse

nahtlos vonstattengehen.

Praktisch für Zahlungen sind auch

Wearables: Uhren sind als Gerät unabhängig.

Man kann einen Anruf entgegennehmen

oder mit der Uhr bezahlen,

auch ohne Telefon. Entscheidend ist am

Ende nur die Identifikation. Interessant

ist daher auch die Möglichkeit, Biometrie

als potenzielles Zahlungsmittel nutzen zu

können.

Schöne neue Shoppingwelt

Ein wichtiger Treiber beim Shoppen

wird zudem 5G sein. Es wird auf der

ganzen Welt für mehr und schnellere

Verbindungen sorgen. Heute hat der

Nutzer digital oft nur statische Erfahrungen

– man sieht beispielsweise einfach

nur eine Seite oder ein Bild. Mit 5G

werden Virtual-Reality-Erfahrungen und

das Erleben alternativer Wirklichkeiten

möglich sein. Und das wird das Einkaufen

noch persönlicher und für alle Sinne

umfassend machen. In nicht allzu ferner

Zukunft werden Verbraucher ein Kleid

per Smartphone anprobieren können

– und das ist besser, als nur das Kleid auf

einer weißen Seite zu sehen. Solche

Erlebnisse und schnellere Erfahrungen

werden dazu führen, dass mehr Einkäufe

online getätigt werden.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit PAYPAL entstanden.

Kontaktlose Bezahllösung am Point of Sale:

Zettle und der PayPal QR-Code

Immer mehr Verbraucher zahlen in der Pandemie bargeld- und kontaktlos. PayPal bietet Ladenbesitzern mit dem Kassensystem

Zettle und dem darin integrierbaren QR-Code neue Möglichkeiten, Zahlungen vor Ort kontaktlos, schnell und sicher zu empfangen.

Text

Paul Howe

Weitere

Informationen:

Barzahlung war in Deutschland

bis vor Kurzem weit

verbreitet. Die Pandemie hat

das verändert: Kontaktlose

Zahlarten werden bei Kunden immer

beliebter. Eine Herausforderung –

insbesondere für kleinere und mittlere

Unternehmen und Selbstständige,

Weitere

Informationen:

paypal.de/qrc

die nicht immer Bargeld-Alternativen

anbieten. PayPal ermöglicht solchen

Händlern schnelle und unkomplizierte

Lösungen am Point of Sale

(PoS), etwa mit dem digitalen Kassensystem

Zettle oder dem PayPal

QR-Code.

Ellen Teschendorf, Inhaberin

der Küchenliebe-Stores in Berlin,

bietet den PayPal QR-Code bereits

seit September 2020 an. Während

des Lockdowns musste sie für ihre

angebotenen Küchen-Accessoires

alternative Verkaufsmöglichkeiten

finden: „Während die Läden geschlossen

sind, biete ich sowohl Click

and Collect, Video-Chat-Shopping

als auch einen Lieferservice in Berlin

an. Bei all diesen Optionen kann der

Kunde gerne bei der Übergabe mit

dem PayPal QR-Code bezahlen.“ So

wie Teschendorf hat jeder Händler

die Möglichkeit, in nur wenigen Minuten

seinen individuellen QR-Code

zu generieren und schnell und sicher

Zahlungen zu empfangen. Dies funktioniert

über die PayPal-App oder

über ihr PayPal-Konto im Browser.

Händler können ihren persönlichen

QR-Code auf dem Smartphone oder

Tablet vorzeigen oder sie drucken

diesen aus, kleben ihn auf die

Theke oder hängen ihn auf. Sticker,

Aufsteller und andere professionelle

Die Anzahl der

bargeldlosen

Zahlungen,

die wir entgegennehmen,

hat sich

verdreifacht.

Verkaufsmaterialien können sie im

PayPal-Webstore bestellen.

Auch im Gastronomiebereich hilft

der QR-Code, Risiken zu reduzieren.

Philip Vocke, Gründer von

FirstLoveCoffee, einem mobilen

Kaffee-Catering-Unternehmen aus

Hamburg, setzt seit September 2020

auf bargeldlose Zahlungen. Im Zuge

der Corona-Pandemie führte er den

QR-Code von PayPal ein. Um das

Angebot an bargeldlosen Zahlungsmethoden

auszuweiten, stieg Vocke

dann im Januar 2021 auf PayPals

Kassensystem Zettle um, welches zusätzlich

zum QR-Code auch Kartenund

weitere kontaktlose Zahlungen

ermöglicht. „Die Anzahl der bargeldlosen

Zahlungen, die wir entgegennehmen,

hat sich verdreifacht. Ich

überlege sogar, in Zukunft nur noch

Bargeld-Alternativen anzunehmen,

da dies die Kassenabrechnung

deutlich vereinfacht“, so Vocke. Ein

weiteres Plus für Händler, die sowohl

online als auch stationär verkaufen:

Zettle lässt sich nicht nur am PoS

integrieren, sondern berücksichtigt

auch die per PayPal getätigten Käufe

im Webshop. Online- und Ladenbestände

lassen sich so gebündelt an einem

Ort prüfen und verwalten sowie

die Umsätze aus beiden Einnahmequellen

vergleichen.

Die Beispiele zeigen: Zettle und der

PayPal QR-Code bieten gute Möglichkeiten,

ohne großen Aufwand

kontaktlose Zahlungen anzubieten,

die Kundenbindung zu erhöhen und

die Gesundheit von Kunden und

Mitarbeitern zu schützen – sowohl

für alle Geschäfte, die derzeit

alternative Einkaufsmöglichkeiten

anbieten, als auch zur Vorbereitung

auf die Zeit nach dem Lockdown.


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Mit „Zero Trust“

sicher in der Cloud

– digitale Strategie

für Banken und

Versicherungen

Die Finanzbranche muss in den kommenden Jahren Antworten

finden, wie sie schneller am Markt ist und gleichzeitig ihre IT-Kosten

senkt. Die Cloud stellt einen von vielen Bausteinen dar, um sich

effizient und zukunftssicher aufzustellen. Doch die Sicherheit dürfen

die Unternehmen dabei nicht ganz aus der Hand geben. Vielmehr

erfordert die Cloud eine „Zero Trust“-Architektur, in der jeder noch so

kleine IT-Baustein penibel sicher gemacht wird.

Text Dominik Maaßen

Ein wichtiges

Element für die

künftigen Strategien

von Banken

und Versicherungen

sind digitale

Technologien wie

Cloud-Computing, aber auch

Data Analytics sowie die intelligente

Automatisierung mithilfe

von künstlicher Intelligenz und

Robotic Process Automation

(RPA). Mit der im März 2020

ausgebrochenen Covid-19-Krise

kommt für viele Banken und

Versicherungen nun noch der

teilweise Verlust physischer

Kunden-Kontaktpunkte wie

Filialen oder Agenturen hinzu.

Dadurch verstärkt sich der

Druck, digitale Geschäftsmodelle

aufzubauen. Corona führt so

in den nächsten Jahren möglicherweise

zu einem Digitalisierungspush

bei Banken und

Versicherungen.

Die Lünendonk-Studie

„Digital Outlook 2025: Financial

Services“ hat sich diesen

Zukunftsstrategien von Banken

und Versicherungen im deutschsprachigen

Raum gewidmet.

Dazu wurden Führungskräfte

aus 129 Banken und Versicherungen

befragt.

IT-Infrastruktur in der Cloud

68 Prozent der Anbieter arbeiten

bereits mit der Cloud und

weitere 29 Prozent verabschieden

sich schon bald davon,

ihre IT-Infrastruktur komplett

selbst vorzuhalten. Rechenleistung

aus dem Netz abzurufen,

gilt inzwischen als normal. 82

Prozent der Versicherer wollen

digitale Technologien nutzen,

um Geschäfts- und IT-Abläufe

zu verbessern, die schon da sind.

Zwei Drittel setzen auf Gimmicks

wie Sprachassistenten

und neue Apps. 63 Prozent wollen

damit beginnen, aus Daten

Mehrwertdienste zu entwickeln

und die bestehenden Produkte

zu verbessern.

Auch die deutschen Banken

sind zu 72 Prozent, das zeigt die

Am Black Friday steigen bei

uns die Anfragen um das

Vielfache eines normalen

Tages. Dafür brauchen

wir Rechenpower auf

Knopfdruck und setzen

deshalb künftig auf die Cloud.

Lünendonk-Studie ebenfalls,

bereits in der Cloud oder kurz

davor. Nichts treibt die Banken

zurzeit mehr um: Sie setzen

von Infrastrukturen (IaaS) über

Plattformen (PaaS) bis hin zu

Software (SaaS) auf die Cloud,

um künftig schneller am Markt

zu sein und ihre Dienste besser

zu skalieren. „Am Black Friday

steigen bei uns die Anfragen um

das Vielfache eines normalen

Tages“, erklärt Luise Linden,

CTO beim Zahlungsdienstleister

Ratepay. „Dafür brauchen wir

Rechenpower auf Knopfdruck

und setzen deshalb künftig auf

die Cloud.“

Gefahr durch Datenverlust

und Cyberkriminelle

80 Prozent der Banken in

Deutschland, Österreich und der

Schweiz wollen sich mit einem

der großen Cloud-Anbieter

zusammentun. Doch damit das

gelingt, müssen sie genauso wie

die Versicherer auch darüber

nachdenken, wie sie ihre Cloud-

Aktivitäten absichern. Denn

Cloud bedeutet, die IT nach

außen zu öffnen und von überall

aus online auf die wichtigsten

Dienste zuzugreifen. Bei einer

Bank reicht der digitale Durchgriff

vom Mobile Banking bis ins

Kernbanksystem.

Das Problem: Auf der digitalen

Autobahn lassen sich Daten

abfangen oder manipulieren.

Schnittstellen (API) erlauben

beispielsweise sehr leicht, von

außen auf die Banksysteme

zuzugreifen. Wer eine API falsch

konfiguriert, kann dadurch

auch Unbefugten ungewollt

ermöglichen, vertrauliche Daten

zu stehlen oder – schlimmer

noch – für finanzielle Schäden

zu sorgen. Dies passiert beispielsweise,

wenn die API wegen

zu vieler Anfragen in kurzer Zeit

ausfällt. „Cyberangriffe können

richtig Geld kosten“, warnt Tobias

Hödtke, Managing Director

beim IT-Dienstleiter Senacor

Technologies. „Die Schäden

gehen schnell in die Millionen

und ramponieren oft auch das

eigene Image.“

Neue Security-Architektur

Unternehmen der Finanzbranche

müssen daher mehr

investieren. Und sie müssen sich

von ihrer bisherigen Security-

Architektur verabschieden.

Diese basiert meist noch auf

der Idee, um die kritischen

IT-Systeme hohe Mauern zu

ziehen und tiefe Gräben zu

graben. Wer hinein will, braucht

die richtigen Passwörter. Doch

das System hat Lücken: Zu viele

Benutzer verfügen über zu viele

Rechte, wichtige Daten landen

auf USB-Sticks oder in E-Mail-

Anhängen. Hinzu kommt, dass

nicht zuletzt durch die Cloud

kaum noch ein Unternehmen

alle Daten an einem Ort verwaltet.

Die Methode der hohen

Mauern funktioniert also wegen

dezentral verwalteter Daten,

mobiler Zugriffe und zunehmend

offener IT-Systeme durch

Programmierschnittstellen und

extern eingebundene Dienste

nicht mehr.

Schutz für jede Komponente

durch „Zero Trust“

Die andere und sichere Strategie:

Statt „die eine IT“ abzusichern,

geht es künftig also vielmehr

darum, jede einzelne Komponente

für sich zu schützen. Der

richtige Ansatz dafür heißt „Zero

Trust“, also nichts und niemandem

zu vertrauen. Weil „Zero

Trust“ bedeutet, sehr detailliert

jede IT-Komponente zu

schützen, führt kein Weg daran

vorbei, die Datenströme automatisch

zu überwachen. „Das

System muss merken, wenn sich

plötzlich jemand statt aus dem

Homeoffice in Frankfurt aus

einem Café in Manila einwählt“,

so IT-Experte Hödtke. „Einfach

jeden reinzulassen, der das

richtige Passwort kennt, ist im

Cloud-Zeitalter viel zu riskant.

Die Unternehmen brauchen

neue Sicherheitskonzepte.“

Drei Methoden sind dafür

notwendig, „Zero Trust“ in die

Tat umzusetzen: 1. Zugänge

kontrollieren: Jeder einzelne

Workload nutzt eine eigene

Identität und einen eigenen

Dienst-Account. 2. Datenverkehr

absichern: An jedem Kontaktpunkt

müssen sich die beiden

beteiligten Komponenten gegenseitig

authentifizieren. Welche

Dienste sich gegenseitig an- und

aufrufen dürfen, regelt eine

Policy. 3. Speicherplätze schützen:

Alle Datenbanken, auch in

der Cloud, sind über Schlüssel

und Network Level Policies vor

unbefugten Zugriffen geschützt.

Dadurch können nur Workloads

auf die Daten zugreifen, die

über die richtige Identität sowie

korrekte Rollen und Privilegien

verfügen.

FOTO: RATEPAY

Luise Linden

CTO beim Zahlungsdienstleister

Ratepay

Spezialisierte Anbieter für

eigene Software-Entwicklung

Wichtig ist aber auch im

nächsten Schritt: Bei diesen

Vorkehrungen sollten sich die

Unternehmen nicht allein auf

ihren Cloud-Provider verlassen.

Zwar verfügen gerade die großen

Konzerne über eine große

Heerschar an Security-Experten,

die viel besser als eine Bank oder

ein Versicherer dafür sorgen

kann, dass alles seine Richtigkeit

hat. Eine hundertprozentige

Garantie gibt es aber nicht.

Beispielsweise bietet sich an,

eigene Schlüssel zu verwenden

statt ein vom Provider gestelltes

Key Management oder auf einen

eigens dafür spezialisierten

Anbieter zu setzen. Denn falls

ausgerechnet dieser Dienst ausfällt,

wären sämtliche Kunden

betroffen und alle hätten auf

einmal mit dem gleichen Sicherheitsleck

zu kämpfen.

Eigene IT-Architektur anpassen

Weil es dafür keine einzelne

Technologie gibt, die Banken

einfach einkaufen können,

müssen sie das dafür nötige

Know-how aufbauen und direkt

in die Software-Entwicklung

integrieren. Das liegt auch daran,

dass sich der Cloud-Provider

nicht dagegen schützen kann,

dass ein schadhafter Code über

eine Kunden-Schnittstelle in die

Systeme gelangt. Dafür sind die

Kunden, also die Banken, selbst

verantwortlich. „Die Cloud kann

einem nicht alles abnehmen“,

so Ratepays IT-Chefin Linden.

„Unternehmen brauchen

redundante Infrastrukturen,

wie gerade erst der Brand beim

größten europäischen Cloud-

Anbieter OVH gezeigt hat.“

Damit diese neuen IT-Systeme

den veränderten Anforderungen

an Offenheit, Vernetzung und

Flexibilität gerecht werden,

müssen die Banken und

Versicherer die Transformation

jetzt rechtzeitig starten. Denn

der Umbau zu einer digitalen

und modularen Plattform in der

Cloud braucht in den kommenden

Jahren ausreichend

Know-how und Zeit.


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Lesen Sie mehr auf zukunftstechnologien.info

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit VIEWSONIC entstanden.

DIE

DIGITALE

TAFEL

FÜR ZUKUNFTS-

FÄHIGEN

UNTERRICHT

Vielseitig, interaktiv und

vor allem system-offen

ermöglicht sie flexiblen

Unterricht. Eine Investition

für die Zukunft.

Eine Unterrichtssoftware für alles –

Präsenz, Distanz, Hybrid

Eine kostenlose Software mit der sich im Handumdrehen virtuelle

Klassenzimmer einrichten lassen. Ohne technische Kenntnisse, ohne

besondere Ausstattung und mit allem, was Schulen für ortsunabhängigen

Unterricht brauchen? Gibt’s!

Text Sonja Mankowsky

Ready to teach

in einer Stunde:

Jetzt zu unserem

nächsten myView-

Board Classroom

Einführungs-Webinar

anmelden:

Einfach in der Handhabung, DSGVOkonform,

auf unterschiedlichen

Endgeräten einsetzbar und nah an den

Möglichkeiten des Präsenzunterrichts –

das waren die Bedingungen, mit denen

sich Sprachlehrerin Franziska Wald-Lemke auf die

Suche nach einer Softwarelösung für den Distanzunterricht,

inmitten der Corona-Pandemie, machte.

Fündig geworden ist sie zufällig: myViewBoard

Classroom von ViewSonic biete alles, was sich ihr

Kollegium gewünscht habe, so Wald-Lemke, die

an der Sprachschule Lingua Masters in Paderborn

Deutsch als Fremdsprache unterrichtet.

Die browserbasierte Online-Plattform ermöglicht

es nun dem gesamten Kollegium trotz der

physischen Distanz fast wie in der Schule zu

unterrichten. Die Kursteilnehmenden können

zudem über ihre Endgeräte nicht nur an die virtuelle

Tafel schreiben, sondern auch per „Handhebe-Funktion“

aufzeigen und – sobald von der

Lehrkraft freigeschaltet – sich mündlich am

Unterricht beteiligen. Darüber hinaus gibt es die

Funktion für Lehrpersonen, einen Live-Stream

starten zu können: „Gerade am Anfang lesen die

Schüler oft von den Lippen ab – und so können

sie uns während des Unterrichts permanent

sehen“, erklärt die Lehrerin.

Vorbereiten und durchführen lässt sich der

Unterricht mit der intuitiven und überwiegend

über Drag-and-Drop-Funktionen arbeitenden

Software sehr einfach. Lehrkräfte und

Schüler(innen) brauchen neben einer Internetverbindung

lediglich noch ein Smartphone oder

ein anderes Endgerät, und loggen sich über einen

Link datenschutzkonform ein.

Flexiblen Unterrichtsmodellen wie zum

Beispiel synchrones Hybrid Lernen sind damit

keine Grenzen gesetzt. myViewBoard Classroom

ist nämlich so konzipiert, dass Schüler(innen) von

jedem Ort aus gleichzeitig aktiv am Unterricht

teilnehmen können. Dabei spielt es keine Rolle,

ob sich ein Teil der Lerngruppe gerade im

Präsenzunterricht vor Ort befindet. Komplizierte

und arbeitsaufwändige Wechselmodelle wie sie

jetzt gerade unter Pandemie-Bedingungen

stattfinden? Passé!

Mathe-Grundkurs am Maria-

Wächtler-Gymnasium in Essen.

Thema: bedingte Wahrscheinlichkeiten.

Die Stimmung ist

konzentriert, aber locker. Dafür

sorgt gerade das Lernvideo mit der

Beispielaufgabe. Für Lehrerin

Laura Marie Walter ist es ein

Leichtes, das Video spontan in den

Unterricht einfließen zu lassen.

Ein Klick genügt – mehr braucht

es mit dem ViewBoard nicht.

Die digitale Tafel des im

nordrhein-westfälischen Dorsten

ansässigen Unternehmens View-

Sonic lässt vieles, was an digitaler

Technik oft kompliziert ist,

einfach werden. Laptop starten,

App aktivieren und im Nu ist das

vorbereitete Tafelbild der Lehrerin

auf dem Bildschirm zu sehen –

ganz ohne HDMI-Kabel. Dabei

ist es gleichgültig, über welches

Betriebssystem das Lehrerlaptop

läuft. Auch welche Art von Endgerät

die Schülerinnen und

Schüler nutzen, um das Tafelbild

interaktiv vom Platz in der Klasse

oder von zu Hause aus mitzugestalten,

spielt keine Rolle.

Das system-offene Whiteboard

benötigt lediglich einen Internetanschluss

für die Zusammenarbeit.

Es funktioniert aber auch offline im

Klassenzimmer als multifunktionales

Präsentations-Tool.

Besonders die digitale Tafelfunktion

mit den zahlreichen

Visualisierungsmöglichkeiten

genießt hohes Ansehen unter den

Lehrkräften des Gymnasiums:

Inhalte lassen sich viel schneller

und eleganter darstellen, DSGVOkonform

abspeichern und teilen.

Und wenn mal was kaputt geht?

Die ViewBoards sind nicht nur

preiswert, sondern auch bruchsicher

und für den Einsatz an

Schulen konzipiert. Sollte dennoch

ein Schaden entstehen,

kommt die volle und für Bildungsträger

exklusive 5-Jahres-

Garantie zur Geltung: Mit Vor-

Ort-Austausch sowie De- und

Reinstallation.

Weitere

Informationen:

viewsonic.com/de/

education/


Wir unterstützen die Öffentliche

Verwaltung bei der

41 Jahre msg

10 Jahre

im Public

Sector

WERTEBASIERTEN

DIGITALISIERUNG

Eine souveräne staatliche und private Infrastruktur ist heute wichtiger denn je für den Wirtschaftsstandort

und das Gemeinwesen. Unsere Beiträge in den Bereichen GAIA-X, Digitale

Identitäten, KI-Lösungen und Chatbots für die Verwaltung in Deutschland und für Europa

ermöglichen verbesserte Prozesse, Interaktionen und Datennutzungen. Diese Arbeit macht

uns stolz und wir setzen uns mit aller Kraft und unserer ganzen Expertise dafür ein.

Wir geben Auftraggebern wie Bundesministerien, Bundesverwaltung,

Landesverwaltungen und Kommunen Impulse und schaffen innovative

Lösungen „Made in Germany“. Der strategische Blick für das Ganze

und für künftige Entwicklungen kennzeichnet die Arbeit unserer

Berater.

Auf allen Ebenen und in den unterschiedlichsten Fachgebieten

beraten und unterstützen wir zu digitaler Interaktion mit den

Verwaltungskunden und zwischen Behörden, zur Digitalisierung

von Prozessen und nicht zuletzt zu einer optimierten Datennutzung

– sowie zu allen organisatorischen Veränderungen, die damit

verbunden sind.

msg.group/public-sector

msg schafft einen Mehrwert in der digitalisierten Welt, indem wir

den Menschen in den Mittelpunkt stellen: als Kunden, als Nutzer

unserer Lösungen und als Mitarbeitende. Wir bauen dabei auf über

40 Jahre Branchenexpertise und den kreativen, lösungsorientierten

Unternehmergeist, der unsere Arbeit schon immer geprägt hat. Zudem

schöpfen wir aus der Vielfalt in unserer Unternehmensgruppe: von

der Ideenfindung bis zur Anwendung. Aus dieser ganzheitlichen Sicht

nutzen wir das gesamte Angebot unserer Gruppe. Dies drückt sich auch

in unserem Slogan „value – inspired by people“ aus.

Mit mehr als 8.500 Expertinnen und Experten in 28 Ländern sind wir

auf den wichtigsten Märkten der Welt vertreten. Langjährige Partnerschaften

verstärken unsere Schlagkraft und sorgen für nachhaltigen

Erfolg. Denn Nachhaltigkeit ist für uns ein entscheidender und

richtungsweisender Wert.

value – inspired by people

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