07.04.2021 Aufrufe

recycling aktiv 02/21

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien recycling aktiv berichtet praxisnah über aktuelle Programme und Entwicklungen aus dem Maschinen- und Anlagenbereich - von Metallen, Kunststoffen, Papier, Baustoffen über andere Recycling-Bereiche.

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Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 2/2<strong>02</strong>1<br />

TITELSTORY<br />

Craco: Ein<br />

unermesslicher<br />

Erfahrungsschatz<br />

ON TOUR<br />

Komptech: Service- und<br />

Technikleidenschaft<br />

KUNSTSTOFFE<br />

VDMA: Nachhaltiger<br />

Umgang mit Kunststoffen<br />

Ihr Partner für<br />

Komplettlösungen<br />

im Verschleißschutz


RAUPENMOBILE PRALLBRECHER<br />

Die raupenmobilen GIPO- Prallbrecher mit Nachsiebeinheit zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität<br />

aus. Das Basismodell Prallbrecher lässt sich nach Kundenwunsch erweitern und kann mit oder<br />

ohne Nachsiebeinheit betrieben und transportiert werden.<br />

Mit dem innovativen Brecher- Direktantrieb, der grossen 1-Deck- Siebmaschine (optional 2- und<br />

3-Deck) und weiteren technischen Highlights überzeugt die Anlage als Gesamtpaket. Die leistungsstarken<br />

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Leitartikel<br />

Nachhaltiger Umgang<br />

mit hochwertigen Kunststoff-<br />

Rezyklaten – auch ein Teil<br />

unserer Recycling-DNA.<br />

Foto: Weima Maschinenbau<br />

Helmut Strauß,<br />

Chefredaktion<br />

helmut.strauss@<br />

stein-verlaggmbh.de<br />

Genau das ist unsere DNA<br />

D<br />

ie Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt,<br />

und dennoch kam die Nachricht<br />

zur Neuterminierung der Demomesse<br />

RecyclingAktiv und TiefbauLive nicht<br />

ganz so überraschend: Schade, finden wir<br />

alle, aber die Entscheidung ist absolut korrekt<br />

und das auch zum richtigen Zeitpunkt.<br />

Planungssicherheit für alle Beteiligten<br />

und natürlich vor allem die Sicherheit<br />

für alle Besucher und Besucherinnen<br />

gehen einfach vor.<br />

Die Projektleiterin Olivia Hogenmüller hat<br />

zur Frage, ob es nicht auch eine digitale<br />

Ausgabe geben könnte, eine aus meiner<br />

Sicht tolle Antwort gegeben: „Maschinentechnik<br />

live erleben, diese mit allen Sinnen<br />

wahrnehmen – sehen, hören und auch<br />

spüren –, bildet die DNA dieser Messe und<br />

dies kann einfach nicht digital transportiert<br />

werden.“ Genau das macht solche Demo-<br />

Messen aus, und wir können nur hoffen,<br />

dass wir dieses Feeling möglichst bald wieder<br />

live erleben dürfen.<br />

anderen Rezyklaten geht und ergehen<br />

kann. Wie sagt Karl Haeusgen, Präsident<br />

des VDMA, sehr treffend: „Wir brauchen<br />

Regelungen, die den Einsatz von Rezyklaten<br />

flächendeckend fördern oder zumindest<br />

nicht unnötig behindern.“ Genau so<br />

ist es, genau das treibt uns an – und gerade<br />

daher ist dieses Papier auch für uns alle<br />

so wichtig.<br />

Hoffen wir also, dass wir weiter in der Diskussion<br />

bleiben, auch wenn im Augenblick<br />

andere Themen im Vordergrund stehen –<br />

unsere Ziele und unsere DNA sollten wir<br />

keinesfalls aus den Augen verlieren.<br />

In diesem Sinne, bleiben Sie am Ball – und<br />

bleiben Sie vor allem gesund!<br />

Ihr<br />

Helmut Strauß<br />

Unsere Recycling-DNA, das kam mir auch<br />

beim Lesen des VDMA-Diskussionspapiers<br />

zum Kunststoff<strong>recycling</strong> in den Sinn: Ein<br />

solches Papier war schon lange überfällig,<br />

denn es zeigt sehr deutlich auf, wie es auch<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 3


INHALT Ausgabe 2/2<strong>02</strong>1<br />

3 LEITARTIKEL<br />

ON TOUR:<br />

Service gehört dazu – Komptech und Revitek<br />

zeigen, wie es funktioniert.<br />

6 BRANCHEN-INFOS:<br />

MÄRKTE • MENSCHEN • NEWS • VERANSTALTUNGEN<br />

18 MATERIALUMSCHLAG & TRANSPORT<br />

24 SCHROTT & METALL<br />

26 VERFAHRENSTECHNIKEN<br />

Zerkleinern<br />

32 KUNSTSTOFFE<br />

32 INTERVIEW<br />

Wir brauchen den nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen<br />

38 VERFAHRENSTECHNIKEN<br />

Separieren<br />

40 BIOMASSE, KOMPOST, HOLZ<br />

40<br />

40 ON TOUR<br />

Komptech & Revitek: Service- und Technikleidenschaft an erster Stelle<br />

46 ABBRUCH & BAUSTOFF-RECYCLING<br />

54 VERSCHLEISS, EDV, ZUBEHÖR<br />

54 TITELSTORY<br />

Craco: Ein unermesslicher Erfahrungs-Schatz<br />

62 RECHT & POLITIK<br />

Aus den Verbänden<br />

64 ZU GUTER LETZT<br />

64 EINKAUFSFÜHRER: IHRE SPEZIALISTEN<br />

66 Inserentenverzeichnis<br />

67 Veranstaltungen, Impressum<br />

4 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Inhalt<br />

TITELSTORY:<br />

Für Craco ist Verschleiß die pure Herausforderung –<br />

die Spezialisten aus dem Westerwald stellen sich jeder Aufgabe.<br />

54<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 5


MÄRKTE<br />

Umsatz Baumaschinen aus deutscher Produktion in Mrd. EUR<br />

Domestic<br />

International<br />

12<br />

10<br />

8<br />

6<br />

4<br />

2<br />

0<br />

2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2<strong>02</strong>0<br />

Quelle: VDMA<br />

VDMA | Sebastian Popp 04/03/2<strong>02</strong>1<br />

VDMA<br />

Baumaschinenbranche sichert Arbeitsplätze<br />

Im vergangenen Jahr lag der Branchenumsatz von Baumaschinen<br />

aus deutscher Produktion bei 10,5 Milliarden Euro. Das<br />

entspricht einem Minus von 17 Prozent gegenüber dem hohen<br />

Niveau im Jahr 2019. Vergleichbar ist das Umsatzvolumen mit<br />

der Situation im Jahr 2017. Die Pandemie wirkte sich somit<br />

nicht so stark aus, wie zur Jahresmitte 2<strong>02</strong>0 befürchtet.<br />

Weltweit ging der Absatz von Baumaschinen im Jahr 2<strong>02</strong>0<br />

um drei Prozent zurück, allerdings legte der chinesische Markt<br />

um 30 Prozent zu, sodass der Weltmarkt ohne China tatsächlich<br />

um 17 Prozent abflaute. In Deutschland und Europa war das<br />

Kompaktmaschinengeschäft kaum betroffen, das Großmaschinengeschäft<br />

verzeichnete dagegen wegen der erforderlichen<br />

höheren Investitionen deutliche Rückgänge. In Deutschland<br />

liegt der Absatz insgesamt bei einem Minus von sieben Prozent,<br />

minus drei Prozent bei den Kompaktmaschinen und minus 18<br />

Prozent bei den Großmaschinen. Das vierte Quartal 2<strong>02</strong>0 und<br />

das erste Quartal 2<strong>02</strong>1 zeigten eine verstärkte Nachfrage, sodass<br />

die Branche ein Umsatzplus im ersten Halbjahr 2<strong>02</strong>1 erwarten<br />

kann. Sie wird die Rückgänge im Jahr 2<strong>02</strong>0 allerdings<br />

nicht mehr ausgleichen.<br />

bvse<br />

Deutscher Schrottaußenhandel 2<strong>02</strong>0<br />

Laut den vorläufigen Daten des Statistischen<br />

Bundesamtes führte Deutschland<br />

im vergangenen Jahr 3,93 Mio. Tonnen<br />

FE-Schrott ein und 8,23 Mio. Tonnen<br />

aus. Die Außenhandelsbilanz blieb mit<br />

4,30 Mio. Tonnen im Vergleich zu 4,44<br />

Mio. Tonnen 2019 trotz des Rückgangs<br />

der Im- und der Exporte fast konstant.<br />

Die Importe fielen im vergangenen Jahr<br />

um insgesamt 5,6 Prozent, während die<br />

Lieferungen aus den Ländern der EU (28)<br />

um 9,5 Prozent bzw. rund 233.000 Tonnen<br />

sanken, zogen die Importe aus Drittländern<br />

um knapp 20 Prozent bzw. über<br />

100.000 Tonnen an. Norwegen steigerte<br />

seine Liefermenge um etwa 57.000 Tonnen<br />

auf 289.000 Tonnen und die Schweiz<br />

um 43.000 Tonnen auf 313.500 Tonnen<br />

und war damit der wichtigste Drittlandlieferant.<br />

Der bedeutendste europäische<br />

Schrottversorger einiger inländischer<br />

Werke bleibt, wie schon 2019, die Tschechische<br />

Republik mit 847.000 Tonnen,<br />

obwohl die Liefermenge 5,5 Prozent<br />

unter der des Vorjahres gelegen hat.<br />

Laut den vorläufigen Zahlen des Statistischen<br />

Bundesamtes hat Deutschland<br />

6 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


MÄRKTE<br />

Deutschland: Der Einfluss von Covid auf den Umsatz 2<strong>02</strong>0 war sehr begrenzt.<br />

7 % Marktrückgang, immer noch der zweithöchste Wert in der Geschichte.<br />

40.000<br />

35.000<br />

30.000<br />

25.000<br />

20.000<br />

15.000<br />

10.000<br />

5.000<br />

0<br />

1995 2000 2005 2010 2015 2<strong>02</strong>0<br />

Absatz von Erdbewegungsmaschinen, 25-Jahres-Durchschnitt, Quelle: VDMA<br />

VDMA | Sebastian Popp 04/03/2<strong>02</strong>1<br />

Die Stimmung ist insgesamt gut, das europäische CECE-<br />

Business-Barometer befindet sich auf dem höchsten Wert<br />

seit Ende 2018. Deutschland wird stabil auf einem hohen<br />

Niveau bleiben, der europäische Markt wird sich erholen<br />

und auch der Weltmarkt leicht wachsen. Momentan wirken<br />

die Konjunkturprogramme, mittelfristig besteht die Gefahr,<br />

dass die öffentliche Hand durch hohe Neuverschuldungen<br />

weniger investieren kann.<br />

Die Baustoffanlagenbranche ist heterogener aufgestellt,<br />

daher lassen sich kaum präzise Markteinschätzungen treffen.<br />

Langfristige Großaufträge teilweise einzelner Unternehmen<br />

bestimmen die Schwankungen im Auftragseingang und<br />

Branchenumsatz. Je nach Baustoff gibt es unterschiedliche<br />

Entwicklungen.<br />

Insgesamt ist die Branche nach einem schwierigen Jahr 2<strong>02</strong>0<br />

wieder im Aufwind, der Auftragseingang der ersten beiden<br />

Monate 2<strong>02</strong>1 lässt die Beteiligten optimistisch auf das laufende<br />

Jahr blicken.<br />

bub.vdma.org<br />

www.cece.eu<br />

mic40.org<br />

2<strong>02</strong>0 mit 8,23 Mio. Tonnen über<br />

366.000 Tonnen weniger Schrott exportiert<br />

als im Jahr zuvor. Während in die<br />

Länder der EU (28) die Mengen um 2,9<br />

Prozent bzw. um <strong>21</strong>0.000 Tonnen gefallen<br />

sind, sanken die Lieferungen in Drittländer<br />

um 11,5 Prozent bzw. rund<br />

157.000 Tonnen. Der Anteil der Lieferungen<br />

in die EU (28) stieg gleichzeitig<br />

von 84,2 Prozent im Jahr 2019 auf 85,4<br />

Prozent im vergangenen Jahr.<br />

Wichtigster Empfänger des deutschen<br />

Schrotts waren im europäischen Binnenmarkt<br />

mit 1,68 Mio. Tonnen die Niederlande.<br />

Ihr Anteil an den Gesamtausfuhren<br />

lag bei 20,4 Prozent. Es folgten Italien mit<br />

einem Anteil von 19,3 Prozent und 1,6<br />

Mio. Tonnen, Belgien mit 14,1 Prozent<br />

und 1,16 Mio. Tonnen sowie Luxemburg<br />

mit 11,6 Prozent und 958.000 Tonnen.<br />

Vor allem in Italien und Luxemburg war<br />

die rückläufige Stahlproduktion wegen<br />

der Pandemie der Grund für den gesunkenen<br />

Lieferumfang aus Deutschland.<br />

Die Lieferungen in die Türkei sanken laut<br />

Statistischem Bundesamt im Jahresvergleich<br />

von 673.300 Tonnen auf 610.000<br />

Tonnen.<br />

www.bvse.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 7


MENSCHEN<br />

Wolfgang Thomale, Leiter der<br />

gesamten Geschäftseinheit<br />

„Spezialreifen“, hat auch die<br />

Verantwortung für den<br />

zugehörigen Bereich Two-Wheel<br />

Tires übernommen, während …<br />

Continental<br />

Führungswechsel in der Geschäftseinheit Spezialreifen<br />

Continental hat zum 1. Januar 2<strong>02</strong>1 die Führung im Spezialreifensegment<br />

umgestellt: Wolfgang Thomale, Leiter der<br />

gesamten Geschäftseinheit „Spezialreifen“, übernimmt zusätzlich<br />

auch die Verantwortung für den zugehörigen Bereich Two-<br />

Wheel Tires (Zweiradreifen). Dieser stand zuvor unter der Leitung<br />

von Thomas Falke. Falke wiederum zeichnet künftig für<br />

den Geschäftsbereich Commercial Specialty Tires (Spezialreifen<br />

für gewerbliche Nutzung) verantwortlich, den Thomale seit<br />

Sommer 2<strong>02</strong>0 geführt hatte.<br />

Mit dem Tausch folgt die Geschäftseinheit weiter dem eingeschlagenen<br />

Wachstumspfad in den zugehörigen Bereichen<br />

Two-Wheel Tires, Hoosier Racing Tires und insbesondere Commercial<br />

Specialty Tires. Dabei profitieren sie besonders vom<br />

… Thomas Falke wiederum<br />

künftig für den<br />

Geschäftsbereich Commercial<br />

Specialty Tires (Spezialreifen<br />

für gewerbliche Nutzung)<br />

verantwortlich ist.<br />

Fotos: Continental<br />

Erfahrungsschatz der beiden Manager: Falke blickt auf sieben<br />

erfolgreiche Jahre als Leiter der Zweiradsparte zurück, in denen<br />

er das Geschäft mit Motorrad- und Fahrradreifen konsequent<br />

entwickeln und erweitern konnte. Als Experte für Wachstum im<br />

Spezialreifensegment soll er nun das Geschäft mit Reifen für<br />

hochspezialisierte Industrie-, Hafen-, Bau- und Landmaschinen<br />

ausbauen. An seine Stelle bei Zweirad tritt Thomale: Vor seinem<br />

Wechsel zu Spezialreifen konnte er langjährige Erfahrungen im<br />

Pkw- und Leicht-Lkw-Reifen-Bereich sammeln. Mit seinem<br />

Know-how im B2C-Geschäft soll er nun das Wachstum bei<br />

Zweirad weiter vorantreiben.<br />

www.continental-specialty-tires.com<br />

FRD<br />

Verkaufsleiter Nitezki in den<br />

Ruhestand verabschiedet<br />

Nach über 20 Jahren hat FRD-Verkaufsleiter Horst<br />

Nitezki seine Tätigkeit bei FRD zum 31. März<br />

2<strong>02</strong>1 beendet und sich in den wohlverdienten Ruhestand<br />

verabschiedet. Ansprechpartner für seinen bisherigen<br />

Verantwortungsbereich sind Nick Sakurai,<br />

CEO und Managing Director, sowie Jos van Son,<br />

Managing Director von FRD Europe B.V. Nitezki selbst<br />

wird als Senior Berater Nick Sakurai noch bis Ende<br />

2<strong>02</strong>1 zur Verfügung stehen.<br />

Mit Dank an alle Geschäftspartner für die Zusammenarbeit<br />

der vergangenen Jahre verabschiedete sich<br />

Horst Nitezki mit den Worten des Schriftstellers Arthur<br />

Schnitzler: „Der Abschied schmerzt immer, auch<br />

wenn man sich schon lange auf ihn freut.“<br />

Geht in den wohlverdienten<br />

Ruhestand: FRD-Verkaufsleiter<br />

Horst Nitezki. Foto: FRD<br />

Horst@Nitezki.eu<br />

8 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


MENSCHEN<br />

Mantovanibenne & MBI Deutschland<br />

Internationaler Vertrieb unter neuer Leitung<br />

Dominik Erath wurde Mitte Februar zum neuen Business Development & Export<br />

Manager des italienischen Unternehmens Mantovanibenne berufen. Seine Hauptaufgabe<br />

wird darin bestehen, die internationale Vertriebsstrategie auszubauen, das<br />

Vertriebsteam zu führen und alle internationalen Vertriebs<strong>aktiv</strong>itäten von Mantovanibenne<br />

zu verwalten.<br />

Dominik Erath verfügt über fast 20 Jahre Erfahrung im internationalen Vertrieb von<br />

Abbruch- und Recyclinggeräten. Der Pflege und der Ausbau der langjährigen Kunden-<br />

Beziehungen sowie die sorgfältige Suche nach neuen strategischen Partnern werden<br />

aus seiner Sicht bei seiner neuen Aufgabe im Mittelpunkt stehen.<br />

www.mbi-deutschland.de<br />

Kennt sich bestens aus: Dominik Erath<br />

wurde Mitte Februar zum neuen Business<br />

Development & Export Manager des<br />

italienischen Unternehmens<br />

Mantovanibenne berufen. Foto: MBI<br />

Mit Thomas Weiß macht Moerschen<br />

Stationärer Anlagenbau einen<br />

weiteren Schritt in der Anlagen- und<br />

Verfahrenskompetenz. Foto: Moerschen<br />

Stationärer Anlagenbau GmbH<br />

Moerschen Stationärer Anlagenbau<br />

Erfahrener Profi verstärkt Vertriebsteam<br />

Um seine maßgenauen Anlagentechniken noch punktgenauer abzustimmen, hat<br />

die Moerschen Stationärer Anlagenbau GmbH ihr Team um den erfahrenen Vertriebsspezialisten<br />

Thomas Weiß verstärkt. Durch langjährige Tätigkeiten im Vertrieb<br />

eines renommierten deutschen Anlagenbauers und als Verfahrensspezialist hat sich<br />

der Maschinenbauingenieur Thomas Weiß bereits überregional einen guten Namen<br />

erworben. Insbesondere auf die individuellen Beziehungen zwischen Konstruktion und<br />

Projektabwicklung ist Thomas Weiß fokussiert. Seinen Ansatz fasst er so zusammen:<br />

„In der Kombination aus innovativen Umsetzungskonzepten mit stetiger Weiterentwicklung<br />

der Verfahrenstechnik lassen sich dauerhaft erstklassige Resultate erzielen.<br />

Dabei ist technisches Know-how ebenso wichtig wie ein intensiver Austausch mit dem<br />

jeweiligen Anwender.“ Umfangreiche Erfahrungen auf beiden Gebieten zeichnen<br />

Thomas Weiß dabei branchenintern seit fast 30 Jahren als qualifizierten Dienstleister<br />

für die erfolgreiche Umsetzung individueller mechanischer Sortieranlagen aus.<br />

www.moerschengmbh.de<br />

20160111_stein_verlag.pdf 3 11.01.2016 11:26:43<br />

Prozesswasser- und<br />

Abwasseraufbereitung<br />

Leiblein<br />

Überzeugen Sie sich von<br />

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E-Mail: leiblein@leiblein.de<br />

Internet: http://www.leiblein.de<br />

C<br />

M<br />

Y<br />

CM<br />

MY<br />

CY<br />

CMY<br />

K<br />

Metallbrikettierung steigert Ihren Profit<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 9


NEWS<br />

Zahlen, bitte!<br />

Kathleen Niendorf<br />

Jung-Redakteurin<br />

kathleen.niendorf@<br />

stein-verlaggmbh.de<br />

Abfallaufkommen 417 Mio. Tonnen<br />

im Jahr 2018<br />

50 % mehr werkstoffliche<br />

Verwertung von Kunststoffen<br />

im Vergleich 2018 zu 2019<br />

(ZSVR). Die Verwertungsquote<br />

von Kunststoffverpackungen<br />

erfüllt damit die gesetzliche<br />

Vorgabe von<br />

58,5 %.<br />

Quelle: destatis.de<br />

33<br />

2019 wurden<br />

5,3 Mio. t<br />

Verpackungsmaterial<br />

verwertet<br />

2<strong>02</strong>0 wurden<br />

%<br />

weniger Plastikmüll<br />

exportiert, als<br />

vor 10 Jahren<br />

Quelle:<br />

destatis.de<br />

Piktogramme/Symbole: freepic; Grafiken: Petra Greb-Gaß<br />

Quelle: <strong>recycling</strong>news.de<br />

10,8 % mehr recycelte Elektroaltgeräte im Jahr 2019<br />

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland<br />

947.100 Tonnen Elektro- und<br />

Elektronik altgeräte recycelt, anderweitig<br />

verwertet oder beseitigt.<br />

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, ist die<br />

Menge der zur sogenannten Erstbehandlung<br />

angenommenen Altgeräte damit um<br />

11,0 % beziehungsweise 94.000 Tonnen<br />

gegenüber dem Jahr 2018 gestiegen.<br />

Quelle:<br />

<strong>recycling</strong>news.de<br />

Die Recyclingquote, also der Anteil der recycelten<br />

oder zur Wiederverwendung vorbereiteten<br />

Geräte, blieb dabei mit 85,4 % nahezu<br />

unverändert (2018: 85,6 %).<br />

Insgesamt wurden 808.400 Tonnen<br />

Elektro- und Elektronikaltgeräte recycelt,<br />

das waren 78.600 Tonnen oder 10,8 %<br />

mehr als 2018.<br />

Quelle: destatis.de<br />

10 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


NEWS<br />

Innovationsforum Altreifen-Recycling<br />

Neue Nutzungsperspektiven in einem ökologischen Reifenkreislauf<br />

Das vom Bundesministerium für Bildung<br />

und Forschung geförderte Innovationsforum<br />

„Altreifen-Recycling“<br />

hat eine groß angelegte Studie zu Marktpositionen<br />

und Anforderungen der Recycler<br />

und Produzenten von Altreifen-Produkten<br />

veröffentlicht. Im Vordergrund<br />

der Studie von Dr.-Ing. Stefan Hoyer vom<br />

Institut für Strukturleichtbau der Technischen<br />

Universität Chemnitz steht die<br />

Analyse des Ist-Zustands der Entsorgung<br />

von Altreifen und das Aufzeigen möglicher<br />

neuer Nutzungsperspektiven. Durch<br />

den drastischen Rückgang der energetischen<br />

Verwertung von Altreifen in Zementwerken,<br />

regulatorische Hürden,<br />

mangelnde Akzeptanz von Recycling-<br />

Produkten, ein niedriges Preisniveau der<br />

Rohstoffmärkte und Umverteilungsdefizite<br />

von Entsorgungsgebühren ist die<br />

Gesamtsituation im Altreifenmarkt prekär.<br />

Diese Defizite tragen erheblich dazu<br />

bei, dass Altreifen nach wie vor in großen<br />

Mengen illegal abgelagert werden. Auch<br />

die Entsorgungskosten und der Export<br />

steigen weiter an.<br />

Wie viele Altreifen es gibt und wo sie<br />

überhaupt am Ende landen, lässt sich<br />

dabei mangels verfügbarer Daten bisher<br />

kaum einschätzen. Daher sollte, so die<br />

Studie, geprüft werden, ob die Ermittlung<br />

aktueller mittlerer Altreifengewichte<br />

verschiedener Reifensorten zweckmäßig<br />

wäre. Ebenfalls seien die Register- und<br />

Meldepflichten schon ab der Altreifenannahmestelle<br />

notwendig, um ein genaueres<br />

Bild über das Altreifenaufkommen<br />

zu erhalten oder illegale Ablagerungen<br />

rückverfolgen zu können. Polyzyklische<br />

Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK),<br />

die im Reifen praktisch immer enthalten<br />

sind und heute überwiegend von dem<br />

wichtigen Füllstoff Ruß stammen, sind<br />

krebserregend und umweltschädlich –<br />

jedoch nur dann, wenn sie auch austreten<br />

und bioverfügbar werden. Laut Dr.-<br />

Ing. Stefan Hoyer weisen internationale<br />

Studien und seine eigenen Messungen<br />

allerdings darauf hin, dass es kaum zu<br />

einem Austritt kommt. Die tatsächliche<br />

Freisetzung, in Form von Migration oder<br />

Emission, liegt meist weit unter relevanten<br />

Grenzwerten. Reifen enthalten<br />

zudem eine unüberschaubare Zahl an<br />

weiteren Stoffen. Somit bestehen auch<br />

hier potenzielle Risiken im Hinblick auf<br />

zukünftige Regelungen. Vor allem hohe<br />

Temperaturen oder Verformungen sowie<br />

Der Altreifenberg sollte nicht<br />

noch größer werden. Foto: AZuR<br />

der Austrag durch Wasser oder Staub bei<br />

der Rezyklierung sind potenzielle Themen,<br />

die von der Branche präventiv angegangen<br />

werden sollten.<br />

Im Straßenbau können Altreifen mit<br />

vielen positiven Effekten eingesetzt werden.<br />

Viele technische Probleme, wie Einbautemperaturen<br />

oder Förder- und Lagerverhalten,<br />

sind bereits gelöst. Der<br />

Markt in Deutschland wurde mit maximal<br />

50.000 Tonnen jährlich abgeschätzt,<br />

bedarf jedoch entsprechender Regelwerke<br />

als Grundlage für Ausschreibungen,<br />

um auch zugänglich zu werden. Auch<br />

das Recycling von Altreifen zu neuen Rezyklatprodukten<br />

bietet ein breites Spektrum<br />

an Optionen und Wachstumsmöglichkeiten.<br />

www.azur-netzwerk.de<br />

Next Level<br />

Shredding<br />

www.jenz.de<br />

JENZ GmbH<br />

Maschinen- und Fahrzeugbau<br />

Wegholmer Straße 14<br />

32469 Petershagen<br />

Tel.: +49 (0) 5704/9409-0<br />

Fax: +49 (0) 5704/9409-47<br />

E-Mail: info@jenz.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 11


NEWS<br />

Auf allen Kanälen gut unterwegs<br />

Von der Online-Offensive des Stein-Verlages profitieren auch<br />

die digitalen Zeitschriftenausgaben. Gerade die Nutzerfreundlichkeit<br />

ist dabei ein äußerst wichtiger Punkt. Deutlich<br />

häufiger als ursprünglich erwartet, werden die aktuellen Ausgaben<br />

angeklickt oder das Archiv nach interessierenden Themen<br />

durchforstet. Dafür ein herzliches Dankeschön an unsere Online-<br />

Leser!<br />

Während über die klassischen Print-Ausgaben jedoch nur<br />

schwierig zu ermitteln ist, welche Beiträge besonders intensiven<br />

Zuspruch finden, ist das im Online-Fall über Aufrufzahlen und<br />

Verweildauer eine recht einfache Geschichte. In unserer regelmäßigen<br />

Ranking-Tabelle finden Sie die fünf jeweils meistgeklickten<br />

– und gemäß Verweildauer auch tatsächlich gelesenen<br />

– Beiträge. Ganz crossmedial gibt es zusätzlich zur Information<br />

auch noch den passenden QR-Code zum Beitrag. Viel Spaß beim<br />

Lesen – und damit auch beim Bewerten!<br />

Top 5 Online<br />

Die Top-5-Beiträge in der Gunst unserer Online-Leser in der <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 1/2<strong>02</strong>1 (Stand: 12.03.2<strong>02</strong>1)<br />

1 Untha<br />

Einstufige Zerkleinerung von Hartkunststoffverbindungen<br />

2 Hagedorn<br />

Rückbau von Windrädern – nachhaltiger geht es kaum<br />

3<br />

RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE<br />

Erstmals branchenübergreifende Anbaugeräte-Arena<br />

4 Jenz<br />

Neue Schreddergeneration ist jetzt vollständig<br />

5 Zeppelin-Cat<br />

Zerlegen eines großen Vogels<br />

12 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


NEWS<br />

Beton2Go<br />

Hillhead Digital – der digitale Weg zu den Kunden<br />

Beton2Go hat Ende März an der britischen<br />

Messe Hillhead Digital teilgenommen.<br />

Normalerweise hätte Hillhead<br />

auf dem Gelände des gleichnamigen<br />

Steinbruchs in der Nähe von Buxton,<br />

Derbyshire, stattgefunden. Aufgrund der<br />

Coronapandemie hatten sich die Veranstalter<br />

in diesem Jahr dafür entschieden,<br />

Hillhead ins Netz zu verlagern. „Für uns<br />

ist Hillhead ein wichtiges Event, um unsere<br />

Bekanntheit in Großbritannien auszubauen,<br />

denn wir sehen großes Potenzial<br />

in diesem Markt. Natürlich wäre uns<br />

eine physische Messe lieber gewesen, wir<br />

sind aber zuversichtlich, unsere Zielgruppen<br />

auch auf digitalem Weg zu erreichen“,<br />

so Geschäftsführer Lukas Massfeller<br />

zum neuen Messeformat.<br />

Das Familienunternehmen konnte Hillhead<br />

Digital dazu nutzen, seine Betontankstelle<br />

und sein SB-Terminal in Großbritannien<br />

bekannter zu machen. Mit der<br />

Betontankstelle von Beton2Go können<br />

Mit der<br />

Betontankstelle von<br />

Beton2Go können<br />

Kunden diverse<br />

Betonmischungen<br />

innerhalb weniger<br />

Minuten selbst<br />

abzapfen.<br />

Foto: Beton2Go<br />

Kunden diverse Betonmischungen innerhalb<br />

weniger Minuten selbst abzapfen.<br />

Dadurch werden lange Wartezeiten an<br />

Betonmischwerken umgangen und es<br />

können auch Kleinstmengen ausgeschüttet<br />

werden. Wer sich zusätzlich mit<br />

dem SB-Terminal von Beton2Go ausstattet,<br />

ermöglicht es seinen Kunden zudem,<br />

ihren Beton an sieben Tagen die Woche<br />

rund um die Uhr kontaktlos zu zapfen.<br />

www.beton2go.com<br />

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Testen Sie uns!<br />

www.untha.com/demo<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 13


NEWS<br />

Bilfinger & Umincorp<br />

Partnerschaft zum Bau neuer Kunststoff-Recyclinganlagen<br />

Bilfinger und Umincorp haben eine<br />

Absichtserklärung für eine lang fristige<br />

EPC-Partnerschaft („Engineering,<br />

Procure ment and Construction“) unterzeichnet.<br />

Ziel ist es, gemeinsam mehrere<br />

Kunststoff<strong>recycling</strong>anlagen zu realisieren,<br />

die auf Umincorps patentierter Magnetic-Density-Separation-(MDS-)Technologie<br />

basieren. Das Umincorp-MDS-<br />

Recyclingverfahren erzielt, so das Unternehmen,<br />

eine um 40 Prozent höhere<br />

Rückgewinnung von Kunststoffen und<br />

eine um 10 Prozent höhere Outputqualität<br />

als die derzeit verwendeten Recyclingverfahren.<br />

Die erste industrielle<br />

MDS-Recyclinganlage in Amsterdam ist<br />

bereits in Betrieb. Nun wird Bilfinger Umincorp<br />

bei der Standardisierung des Anlagenkonzepts<br />

für die internationale Expansion<br />

unterstützen. Als erstes gemeinsames<br />

Projekt soll eine zweite Anlage in<br />

den Niederlanden gebaut werden. Das<br />

gemeinsame Projekt könnte den Grundstein<br />

für eine internationale Expansion<br />

legen und Best Practices für Design, Engineering,<br />

Beschaffung und die Zusammenarbeit<br />

mit lokalen Lieferanten etablieren.<br />

Beispielsweise könnte die Installation<br />

von vorgefertigten Modulen anstelle<br />

von vielen Einzelteilen dazu beitragen,<br />

den Bau der Recyclinganlagen in Zukunft<br />

zu beschleunigen. Jährlich werden auf<br />

der Erde rund 300 Millionen Tonnen<br />

Kunststoff produziert, was einem Rohstoffwert<br />

von mehr als 100 Milliarden<br />

US-Dollar entspricht. Das meiste davon<br />

wird weniger als 15 Minuten genutzt, da<br />

ein großer Teil aller Kunststoffe auf Verpackungen<br />

entfällt. Nach dem Gebrauch<br />

landen etwa 30 Prozent des Plastiks in<br />

Flüssen und Ozeanen – das entspricht<br />

einem Müllwagen voll Plastik pro Minute.<br />

Etwa 10 Prozent des Plastikmülls werden<br />

verbrannt und 40 Prozent werden<br />

deponiert. 20 Prozent werden für das<br />

Recycling gesammelt, aber dies ist eher<br />

ein Downcycling, da nur 5 Prozent des<br />

recycelten Kunststoffs aufgrund der geringen<br />

Rückgewinnung und der schlechten<br />

Ausgangsqualität wirklich als neuer<br />

Rohstoff in die Wirtschaft zurückfließen.<br />

www.bilfinger.com<br />

www.umincorp.com<br />

GIS Recycling<br />

Neues Start-up für nachhaltiges Wertstoffmanagement<br />

Seit Januar 2<strong>02</strong>1 machen es sich die<br />

Gründer von GIS Recycling aus Niederösterreich<br />

zur Aufgabe, Kommunen,<br />

Landwirtschaft und Industrie zu unterstützen,<br />

ein effizientes und zukunftsfähiges<br />

Wertstoffmanagement aufzubauen<br />

und die Potenziale unterschiedlichster<br />

Reststoffe wertschöpfend zu nutzen.<br />

Startbereit ist GIS Recycling bereits mit<br />

innovativen Anlagen zur Trockenfermentation,<br />

mit denen aus biogenen Reststoffen<br />

umweltschonend und effizient Biogas<br />

gewonnen werden kann, das zum Beispiel<br />

als Wärme, Elektrizität oder Bio-<br />

Treibstoff zum Einsatz kommt. Für Betreiber<br />

der Anlagen ergeben sich zahlreiche<br />

Vorteile, die von einer signifikanten Zeiteinsparung<br />

durch beschleunigte Prozesse<br />

über eine optimierte Infrastruktur mit<br />

einem höheren Durchsatz auf geringer<br />

Fläche und einer stark verminderten Geruchsbelastung<br />

bis hin zu relevanten Klimafaktoren<br />

und Erträgen durch den Verkauf<br />

von Biogas und Kompost reichen.<br />

Gleichzeitig arbeitet das Team um Geschäftsführer<br />

Alexander Straßer auch<br />

intensiv an der Entwicklung neuer Technologien<br />

sowie an der Weiterentwicklung<br />

bestehender Nassfermenter-Biogasanlagen.<br />

Mit der GIS Aqua Austria GmbH<br />

und der Ginzler GmbH stehen dem Startup<br />

zudem zwei renommierte Traditionsunternehmen<br />

als enge Kooperationspartner<br />

zur Seite.<br />

www.gis<strong>recycling</strong>.com<br />

14 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


NEWS<br />

Michelin<br />

Weltweit erstes Reifen-Recyclingwerk<br />

Michelin startet den Bau eines<br />

Recyclingwerks für Reifen mit<br />

Enviro. Das schwedische Unternehmen,<br />

an dem Michelin mit 20 Prozent<br />

beteiligt ist, hat eine patentierte<br />

Technologie zur Rückgewinnung von<br />

Kautschuk-Ruß, Pyrolyseöl, Stahl und<br />

Gas aus Altreifen entwickelt. In dem<br />

geplanten Standort in der chilenischen<br />

Region Antofagasta sollen bis<br />

zu 30.000 Tonnen Reifen für Erdbewegungsmaschinen<br />

pro Jahr recycelt<br />

werden. Das entspricht fast 60 Prozent<br />

der jährlich landesweit ausrangierten<br />

Reifen. Die Bauarbeiten, in<br />

die Michelin mehr als 30 Millionen<br />

US-Dollar investiert, beginnen in diesem<br />

Jahr. Ab 2<strong>02</strong>3 soll die Produktion<br />

in Betrieb gehen.<br />

Mit dem neuen Recyclingwerk verfolgt<br />

Michelin das Konzept der Kreislaufwirtschaft<br />

und etabliert neue Recyclingprozesse:<br />

Die Altreifen werden direkt beim<br />

Kunden abgeholt und zum Produktionsstandort<br />

transportiert, wo sie zerkleinert<br />

und recycelt werden. Mithilfe<br />

der Technologie von Enviro ist es dabei<br />

möglich, alle Bestandteile eines Altreifens<br />

für die Wiederverwendung zu verwerten.<br />

Nach derzeitigen Plänen sollen<br />

90 Prozent der zurückgewonnenen<br />

Materialien für die Herstellung von Produkten<br />

auf Gummibasis wie Reifen<br />

oder Förderbänder genutzt werden.<br />

Die restlichen zehn Prozent fließen zurück<br />

in die Erzeugung von Wärme und<br />

Strom für den Eigenbedarf.<br />

https://news.michelin.de<br />

Grafik: Michelin<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 15<br />

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VERANSTALTUNGEN<br />

RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE<br />

Demomesse mit neuem Termin: Jetzt zwölf Wochen später<br />

Die Messe Karlsruhe hat die Demomesse<br />

RecyclingAKTIV & Tiefbau-<br />

LIVE in Absprache mit ihrem Messebeirat,<br />

Ausstellern und Multiplikatoren neu<br />

terminiert. Die Fachmesse findet nun<br />

vom 2. bis 4. September 2<strong>02</strong>1 in der<br />

Messe Karlsruhe statt. Deren Geschäftsführerin<br />

Britta Wirtz begründet die Entscheidung:<br />

„Trotz permanent weiterentwickelter<br />

und an die aktuelle Lage anpassungsfähiger<br />

Corona-Schutzkonzepte<br />

gibt es – auch nach der Bund-Länder-<br />

Konferenz am 3. März – noch keine hinreichend<br />

konkreten Öffnungsperspektiven<br />

für die Branche, die unseren Kunden,<br />

Partnern und Kollegen jetzt die benötigte<br />

Planungssicherheit für den Juni 2<strong>02</strong>1<br />

Britta Wirtz,<br />

Geschäftsführerin der Messe<br />

Karlsruhe:<br />

„Von der Verschiebung um<br />

zwölf Wochen erwarten wir<br />

uns eine bessere Ausgangslage,<br />

um einem möglichst<br />

großen Publikum die Teilnahme<br />

an der Demomesse<br />

zu ermöglichen.“<br />

Foto: Messe Karlsruhe, Andreas Räsch<br />

Direkte Kontakte und<br />

der direkte Austausch<br />

sind gerade bei Messen<br />

sehr wichtig. Foto: Messe<br />

Karlsruhe, Jürgen Rösner<br />

bieten, weshalb wir uns im einstimmigen<br />

Votum mit unserem Messebeirat für eine<br />

Neuterminierung entschieden haben.<br />

Dafür haben wir einen Termin in unserem<br />

Kalender gefunden, der für die<br />

RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE im Marktumfeld<br />

passend sowie von der Branche<br />

akzeptiert ist.“ Die RecyclingAKTIV &<br />

TiefbauLIVE sollte ursprünglich vom 10.<br />

bis 12. Juni 2<strong>02</strong>1 stattfinden. „Eine<br />

Messe erfordert mehrere Monate Vorbereitungszeit<br />

von uns sowie von unseren<br />

Ausstellern und Dienstleistern – kurzum<br />

Planungssicherheit. Von der Verschiebung<br />

um zwölf Wochen erwarten wir uns<br />

eine bessere Ausgangslage, um einem<br />

möglichst großen Publikum die Teilnahme<br />

an der Demomesse zu ermöglichen.<br />

Basis dafür sind unter anderem ein gesichertes<br />

Reisewesen, die Öffnung der<br />

Hotellerie sowie eine höhere Impfquote.<br />

Ferner werden wir die zusätzliche Zeit<br />

nutzen, um die Schnelltest-Strategie der<br />

Bundesregierung umzusetzen“, so Wirtz.<br />

Die Fachmesse hält für die Besucher<br />

2<strong>02</strong>1 drei neue Demoformate bereit: von<br />

Elektromobilität im Kompakt- und GaLa-<br />

Bau über Spezialtiefbau bis hin zur branchenübergreifenden<br />

Anbaugeräte-Arena.<br />

Neben Anbaugeräten sind der Materialtransport<br />

und -umschlag Verbindungsglieder<br />

zwischen den beiden<br />

Branchen des Messeduos ebenso wie das<br />

Bauschutt<strong>recycling</strong>. Die Brechanlagen<br />

werden live an den Outdoor-Messeständen<br />

der Firmen unter realen Bedingungen<br />

vorgeführt. Kurz Aufbereitungsanlagen<br />

ist einer dieser Aussteller und mit<br />

den Marken SBM, Arjes, Anaconda und<br />

McCloskey als Händler vertreten. Für Geschäftsführer<br />

Michel Kurz hat die Messe<br />

eine große wirtschaftliche und zwischenmenschliche<br />

Relevanz: „Trotz digitaler<br />

Alternativen haben wir in den vergangenen<br />

Monaten kein Format gefunden, das<br />

für uns so wertvoll ist wie eine Messebeteiligung<br />

oder sie gar ersetzen könnte.<br />

Das persönliche Beratungsgespräch vor<br />

Ort, Vertragsabschlüsse in zwangloser<br />

Atmosphäre, die Live-Demo unserer<br />

Brechanlagen unter realen Bedingungen<br />

sowie das direkte Feedback unserer Kunden<br />

sind die Gründe, wieso wir den dringenden<br />

Bedarf einer Austausch- und<br />

Handelsplattform haben. Mit großer<br />

Vorfreude sehen wir deshalb der RecyclingAKTIV<br />

& TiefbauLIVE im September<br />

entgegen.“<br />

92 Prozent der Standflächen im Freigelände<br />

sind bereits vergeben, der Bedarf<br />

an Live-Vorführungen am eigenen<br />

Stand und in den sechs Demoformaten<br />

ist groß. Zeppelin Baumaschinen hat die<br />

konzeptionelle Weiterentwicklung der<br />

Demoformate gemeinsam mit der<br />

Projektleitung und anderen Ausstellern<br />

vorangetrieben: „Zeppelin hat sich bewusst<br />

entschieden, an vier der sechs sehr<br />

detailliert geplanten Live-Demo-Formaten<br />

teilzunehmen, um den Messebesuchern<br />

unsere breite und aktuelle Produktpalette<br />

aus den Bereichen Recycling,<br />

Abbruch, Straßen- und Erdbau zu präsentieren.<br />

Sie stellen für uns eine hervorragende<br />

Möglichkeit dar, die Vorzüge<br />

und Leistungen unserer Cat-Flotte in<br />

Action zu zeigen und durch die begleitenden<br />

Interviews genauer zu erläutern“,<br />

macht Anke Hadwiger, Abteilungsleiterin<br />

Messen, Events und Trainings bei Zeppelin<br />

Baumaschinen, klar. „Wir befürworten<br />

aufgrund des derzeitigen schlep-<br />

16 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


VERANSTALTUNGEN<br />

VDMA<br />

Crushing-Zone auf der IFAT 2<strong>02</strong>2:<br />

Jetzt anmelden zu den Live-Demos<br />

Gute eineinhalb Jahre vor der IFAT 2<strong>02</strong>2 (30.5. bis 3.6.2<strong>02</strong>2) in München ist der<br />

VDMA-Fachverband Abfall- und Recyclingtechnik bereits voll in die Planungen<br />

für seine beiden Live-Demonstrationen VDMA-Crushing-Zone und die VDMA-Praxistage<br />

eingestiegen. Während die Praxistage schon lange ein wesentliches Zugpferd<br />

der IFAT in München sind, findet die Crushing-Zone zum zweiten Mal statt. Wie für<br />

die Messe 2<strong>02</strong>0 geplant, soll im Rahmen der Live-Demonstration die gesamte Prozesskette<br />

vom Abbruch bis zur Wiederverwertung dargestellt werden. Rückbau- und<br />

Abbruchtechnologien werden ebenso präsentiert wie mobile Zerkleinerungs- und<br />

Aufbereitungsanlagen sowie Beschickungsgeräte – die Teilnahme ist in diesem Fall<br />

für alle Hersteller und Händler aus diesen Angebotssparten möglich.<br />

Die VDMA-Praxistage wiederum richten sich wie immer an die Hersteller mobiler<br />

Aufbereitungstechnik für Biomasse. Aufgrund der hohen Nachfrage ist auch 2<strong>02</strong>2<br />

die Teilnahme ausschließlich Mitgliedern des VDMA vorbehalten.<br />

Inhaltliche und organisatorische Änderungen für die Durchführung der beiden<br />

Live-Demonstrationen hat der VDMA-Fachverband bereits im Dezember mit den<br />

bisherigen Teilnehmern in einem Workshop diskutiert. Die vorgesehenen Neuerungen<br />

werden in einer der nächsten Ausgaben der <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> vorgestellt. Und ganz<br />

aktuell: Für Unternehmen, die auf der bauma und ebenso der IFAT als Hauptaussteller<br />

vertreten sind, gibt es seitens der Messe München für die Teilnahme auf der IFAT<br />

einen Nachlass von 20 Prozent auf den Beteiligungspreis! Wenn das kein zusätzlicher<br />

Anreiz ist!<br />

penden Impfstarts eine Messeverschiebung<br />

in den Spätsommer,<br />

da die Gesundheit unserer Besucher,<br />

Mitarbeiter und Dienstleister<br />

absoluten Vorrang hat und wir<br />

uns dadurch eine größere Sichtbarkeit<br />

unserer Produktinnovationen<br />

erhoffen. Eine Messe ist viel<br />

mehr als eine reine Produktpräsentation,<br />

lebt sie doch hauptsächlich<br />

von den direkten Kontakten<br />

und Begegnungen mit unseren<br />

Kunden, dem intensiven<br />

Austausch und dem persönlichen<br />

Erlebnis, wenn Maschinen aus der<br />

Nähe begutachtet werden.“<br />

stephanie.schink@vdma.og<br />

www.<strong>recycling</strong>-<strong>aktiv</strong>.com<br />

www.tiefbaulive.com<br />

Weitere<br />

Termine<br />

auf<br />

Seite 67<br />

Nicht vergessen: Schon jetzt kann man sich für die VDMA-Crushing-Zone auf der<br />

IFAT 2<strong>02</strong>2 anmelden. Ganz wichtig dabei: Die Messe München bietet die<br />

Möglichkeit an, Maschinen aus der bauma-Teilnahme (4. – 10.4.2<strong>02</strong>2) kostenlos<br />

auf dem Messegelände bis zur IFAT zu parken! Foto: Messe München<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 17


Materialumschlag & Transport<br />

Kobelco<br />

Nachhaltig wachsen – auch im Abbruchsektor<br />

Seit April 2<strong>02</strong>0 arbeitet der neue 85-Tonnen-Bagger Kobelco SK850LC-10E im<br />

Abbrucheinsatz für die süddeutsche Karl-Gruppe mit Hauptsitz in Innernzell.<br />

Foto: Kobelco<br />

Eine insgesamt zufriedenstellende Bilanz<br />

zieht Kobelco Deutschland für das<br />

zurückliegende Jahr, so Hanns Renz, als<br />

Regional Sales Manager bei Kobelco<br />

Construction Machinery Europe (KCME)<br />

verantwortlich für den deutschen Markt<br />

sowie Österreich und die Schweiz: „Wir<br />

konnten unsere ursprünglichen Verkaufsziele<br />

weitgehend erreichen und registrierten<br />

gegenüber 2019 sogar eine Steigerung<br />

der Maschinenbestellungen quer<br />

durch alle Klassen um knapp 10 Prozent.“<br />

Seit 2013, kurz nach Ende der globalen<br />

Vertriebskooperation mit CNH und dem<br />

europäischen Comeback des traditionsreichen<br />

japanischen Baggerherstellers<br />

unter eigener Marke, betreut Hanns Renz<br />

den deutschen Markt. Ausgehend von<br />

einer kleinen Basis langjähriger Kobelco-<br />

Partner wuchs das Vertriebsnetz beständig<br />

auf heute 7 Regionalhändler mit einer<br />

deutschlandweiten Abdeckung durch<br />

insgesamt 36 eigene Vertriebs- und Servicestützpunkte<br />

bzw. Partnerbetriebe.<br />

Nach wie vor umfasst das Kobelco-<br />

Angebot ausschließlich Kettenbagger,<br />

rund 40 Modelle zwischen 1.000 kg und<br />

85 Tonnen Betriebsgewicht für alle einschlägigen<br />

Anwendungen. Trotz der globalen<br />

Präsenz in über 200 Ländern hält<br />

man für den europäischen Markt auch<br />

konsequent am „Made in Japan“ fest:<br />

„Unsere drei dortigen Fabriken mit einer<br />

Kapazität von rund 17.000 Maschinen<br />

pro Jahr produzieren nach höchsten<br />

Standards – die enge Anbindung der<br />

F&E-Zentren gewährleistet eine rasche<br />

Umsetzung technischer Innovationen bei<br />

Maschinenlösungen und Komponenten<br />

sowie die ständige Weiterentwicklung<br />

bestehender Baureihen.“ Beispiele hierfür<br />

sind etwa Multifunktionsgeräte für<br />

Recyclinganwendungen oder in der Erdbewegung,<br />

die „NEXT“-Wechselausleger<br />

für Abbruchbagger sowie die inzwischen<br />

in zahlreichen Baureihen eingesetzte<br />

iNDr-Kühlertechnik. „Langfristig streben<br />

wir in Deutschland einen Marktanteil von<br />

10 Prozent an“, so Vertriebsexperte<br />

Hanns Renz. Bei voraussichtlich rund 6<br />

Prozent wird Kobelco wohl im branchenoffiziellen<br />

2<strong>02</strong>0-Absatz der Kettenbagger<br />

ab 12 Tonnen Betriebsgewicht liegen –<br />

bezieht man allerdings die volumenstarken<br />

Mini- und Midi-Klassen mit ein, verschiebt<br />

sich dieses Bild zwangsläufig.<br />

Entsprechend aussagekräftiger sind die<br />

derzeitigen Branchenschwerpunkte und<br />

ausbaufähigen Marktsegmente: „Mit<br />

branchenweit 9 bzw. 13,5 Prozent sind<br />

Tief- und Kanalbau sowie Abbruch und<br />

Recycling heute unsere Hauptabnehmer<br />

mit rund der Hälfte unserer platzierten<br />

Einheiten über 12 Tonnen. Hier können<br />

unsere kompakten Maschinen einerseits<br />

ihr überlegenes Handling und die hocheffiziente<br />

Leistungscharakteristik voll ausspielen,<br />

andererseits bieten wir als langjähriger<br />

Marktführer im japanischen<br />

Abbruchsektor ausgereifte Lösungen für<br />

den fachgerechten Rückbau unterschiedlichster<br />

Strukturen auch im sensiblen<br />

urbanen Bereich.“<br />

Für das laufende Jahr kündigt Kobelco<br />

zahlreiche Generationswechsel und Modellpremieren<br />

an. So werden insgesamt<br />

neun Modellreihen ab 20 Tonnen erneuert<br />

und kommen in der „11er“-Generation<br />

jetzt alle mit EU-V-gerechten Antrieben,<br />

weiter optimierten Ausleger-Geometrien<br />

und dem neuen Kobelco-Kabinenkonzept<br />

mit LED-Arbeitsbeleuchtung,<br />

noch besserer Übersichtlichkeit<br />

und ergonomisch optimierten Bedienelementen,<br />

einschließlich 10-Zoll-Statusmonitor.<br />

Als wichtige Ergänzung wird<br />

der neue 38-Tonnen-Kurzheckbagger<br />

Kobelco SK380SRLC eine bestehende<br />

Lücke im Programm schließen.<br />

www.kobelco-europe.com<br />

18 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Materialumschlag & Transport<br />

Liebherr<br />

Modellpflege bringt mehr Leistung und höhere Flexibilität<br />

Liebherr hat zwei Modelle seiner XPower-Großradlader,<br />

den L 550 XPower<br />

und den L 556 XPower, einer umfangreichen<br />

Modellpflege unterzogen. Beide<br />

Radlader verfügen dabei weiterhin über<br />

den leistungsverzweigten Fahrantrieb,<br />

den Liebherr bei allen XPower-Radladern<br />

serienmäßig verbaut. Durch eine Anhebung<br />

der Motorleistung bei beiden Modellen<br />

ist der Fahrantrieb bei gleichbleibend<br />

niedrigem Verbrauch noch kraftvoller,<br />

etwa beim Beschleunigen oder<br />

beim Eindringen ins Material. Das gilt<br />

auch, wenn die Radlader in Industrie-<br />

Einsätzen mit schweren Schutzvorrichtungen<br />

oder Vollgummireifen ausgestattet<br />

sind. Die Leistungssteigerung bei der<br />

Arbeitshydraulik ermöglicht dynamische<br />

Hub- und Kippfunktionen, unabhängig<br />

von Größe oder Gewicht des Anbauwerkzeugs.<br />

Konstruktive Anpassungen<br />

am Hubgerüst sorgen für größere Ausbrech-,<br />

Halte- und Rückholkräfte als bisher.<br />

Folglich kann der Maschinenführer<br />

vor allem im oberen Hubbereich anspruchsvolle<br />

Materialien wie Metallschrott,<br />

Papier, Kompost oder Rundholz<br />

effizient bewegen.<br />

Mit der Z-Kinematik und der Industrie-<br />

Kinematik, jeweils in den Ausführungen<br />

Standard oder High Lift, bietet Liebherr<br />

insgesamt vier Hubgerüstvarianten an.<br />

Beim Kauf können Kunden zwischen diesen<br />

vier Versionen wählen und so den<br />

Radlader für ihre individuellen Anforderungen<br />

konfigurieren. Im Zuge der Modellpflege<br />

hat Liebherr alle Varianten des<br />

Hubgerüsts überarbeitet und den Stahlbau<br />

verstärkt. Die modifizierte Z-Kinematik<br />

hat ihre Stärken im unteren Hubbereich<br />

und sorgt für noch bessere Ausbrechkräfte<br />

als bisher. Die maximale<br />

Kraft entfaltet sich, wenn das Anbauwerkzeug<br />

in Bodennähe arbeitet und<br />

beispielsweise Material aus einem Haufwerk<br />

herausbricht. Auch die Industrie-<br />

Kinematik der beiden Radlader wurde<br />

runderneuert. Sie ist maßgeschneidert<br />

für Industrie-Einsätze, in denen die Betreiber<br />

häufig mit schweren Anbauwerkzeugen<br />

wie Leichtgutschaufeln, Hochkippschaufeln<br />

oder Holzgreifern arbeiten.<br />

Die Industrie-Kinematik bietet<br />

zudem eine Parallelführung, die optimal<br />

für den Einsatz von Ladegabeln ist.<br />

Bei der Variante High Lift (jeweils für<br />

Z- oder Industrie-Kinematik) handelt es<br />

sich um eine verlängerte Version des<br />

Hubgerüsts, die für mehr Reichweite und<br />

einen produktiveren Ladebetrieb in größerer<br />

Höhe sorgt. Die Überarbeitung des<br />

Hubgerüsts führt auch zu einer höheren<br />

Kipplast. Das bedeutet, dass die beiden<br />

Der Liebherr-Radlader L 550<br />

XPower ist häufig in<br />

Industrie-Einsätzen, etwa im<br />

Metall<strong>recycling</strong>, zu finden.<br />

Foto: Liebherr<br />

Lader mit größeren Schaufeln als bisher<br />

arbeiten und pro Ladevorgang mehr Material<br />

bewegen können. Damit wurde<br />

auch das Schaufeldesign bei beiden Modellen<br />

neu gestaltet.<br />

Erstmalig ist für die Radlader das von<br />

den Liebherr-Hydraulikbaggern bekannte<br />

vollautomatische Schnellwechselsystem<br />

Likufix erhältlich. Es entfaltet seine<br />

Vorteile bei Arbeiten, die den Einsatz<br />

unterschiedlicher Anbauwerkzeuge erfordern.<br />

Denn mit Likufix kann der Maschinenführer<br />

mechanische und hydraulische<br />

Anbauwerkzeuge sicher und komfortabel<br />

per Knopfdruck von der Kabine<br />

aus tauschen.<br />

www.liebherr.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 19


Materialumschlag & Transport<br />

Volvo<br />

Konsequente Weiterentwicklungen bei EC250E und EC300E<br />

Die neuen Volvo-Raupenbagger<br />

EC250E und EC300E bieten bei<br />

einem Gewicht von 26 bis 31,5 Tonnen<br />

(EC250E) bzw. 30,2 bis 36,8 Tonnen<br />

(EC300E) eine um bis zu zehn Prozent<br />

gesteigerte Kraftstoffeffizienz – dank<br />

einer Kombination verschiedener Merkmale,<br />

zu denen eine intelligentere Elektrohydraulik,<br />

der klassische ECO-Modus,<br />

wählbare Arbeitsmodi und nicht zuletzt<br />

auch der neue Volvo-Motor D8M gehören.<br />

Dieser verbesserte Motor reduziert<br />

die Drehzahl von 1.800 auf 1.600 Umdrehungen<br />

pro Minute, was eine Leistungssteigerung<br />

von fünf Prozent bedeutet.<br />

Der EC300E verfügt zudem über ein<br />

um 700 Kilogramm schwereres Gegengewicht,<br />

das für noch mehr Stabilität und<br />

für eine um fünf Prozent höhere Hubkapazität<br />

sorgt. Darüber hinaus haben<br />

beide Maschinen neue Prioritätsfunktionen,<br />

die die Steuerbarkeit verbessern,<br />

indem sie es dem Fahrer ermöglichen,<br />

einer Funktion – Ausleger/Schwenkung<br />

und Ausleger/Fahrt – Vorrang vor einer<br />

anderen zu geben. Hinzu kommt eine<br />

erhöhte Hubgeschwindigkeit, die einstellbar<br />

ist und sich ideal für Präzisionsaufgaben<br />

eignet.<br />

Die Bediener profitieren dank des elektrischen<br />

Steuerjoysticks und der vollelektrischen<br />

Fahrpedale von verkürzten Ansprechzeiten.<br />

Sie werden dabei unterstützt<br />

vom optionalen Maschinensteuerungssystem<br />

Dig Assist, das mit den<br />

Softwarepaketen 2-D, In Field-Design,<br />

3-D sowie neuen Anwendungen für das<br />

integrierte Wiegen ausgestattet ist, die<br />

alle auf dem hochauflösenden 10-Zoll-<br />

Tablet des Volvo-Co-Pilot in der Fahrerkabine<br />

angezeigt werden. Hinzu kommt<br />

die Volvo Active Control, die mit automatisierten<br />

Ausleger- und Löffelbewegungen<br />

für effizientere, präzisere und<br />

weniger aufwendige Aushubarbeiten<br />

sorgt und es ermöglicht, Arbeitsvorgänge<br />

um bis zu 45 Prozent schneller abzuschließen.<br />

Bewährte Merkmale wie einfache<br />

Zugänge, verschraubte Anti-<br />

Rutsch-Platten, gut sichtbare Handläufe<br />

und die geräumige, ergonomische und<br />

die geräuscharme Volvo-Komfortkabine<br />

gewährleisten ein Höchstmaß an Fahrerkomfort<br />

und Sicherheit. Dank des neuen<br />

Drei-Punkt-Zugangs auf der rechten<br />

Bei den neuen Volvo-Raupenbaggern EC250E und EC300E verringern<br />

sich Zeitaufwand und Wartungskosten weiter, da die Motoröl- und<br />

Filterwechselintervalle auf 1.000 Stunden verdoppelt wurden.<br />

Foto: Volvo Construction Equipment Germany GmbH<br />

Seite kann der Fahrer sicher auf den<br />

Oberwagen gelangen. Darüber hinaus<br />

sorgen Rück- und Seitenkameras zusammen<br />

mit der 360-Grad-Option Volvo<br />

Smart View für ein sichereres Manövrieren,<br />

insbesondere bei Arbeiten auf<br />

engem Raum.<br />

Volvo hat die Erschütterungen der Maschine<br />

dank einer neuen Technologie zur<br />

Reduzierung von Ausleger- und Stielrückschlägen<br />

gemindert. Mit dem neuen<br />

Steelwrist-Auto-Connect-Schnellwechsler<br />

können hydraulische Anbaugeräte<br />

bequem von der Kabine aus angeschlossen<br />

werden. Die Kompatibilität mit Steelwrist-,<br />

Engcon-, Rototilt-, SMP- und<br />

OilQuick-Tiltrotatoren erhöht die Produktivität.<br />

Das werkseitig montierte Tiltrotator-Vorbereitungssystem<br />

erlaubt es,<br />

sowohl den Bagger als auch den Tiltrotator<br />

mit den Original-Joysticks zu steuern,<br />

wobei die Informationen auf dem<br />

Hauptdisplay angezeigt werden.<br />

Leicht lesbare Berichte – unterstützt<br />

durch das Telematiksystem CareTrack –<br />

helfen den Besitzern, die Produktivität,<br />

die Kraftstoffeffizienz und den Maschinenzustand<br />

zu verfolgen. Noch einfacher<br />

ist die Überwachung der Maschine<br />

durch ein Volvo Uptime Center, das die<br />

Kunden benachrichtigt, sobald vorbeugende<br />

Wartungsmaßnahmen erforderlich<br />

sind. Dieser Service nennt sich Volvo<br />

Active Care.<br />

www.volvoce.com<br />

20 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Zeppelin-Cat<br />

Long-Front-Bagger mit höherer Reichweite<br />

Der neue Cat-340-UHD-Ultra-High-Demolition-Bagger wurde für den Abbruch<br />

von hohen Bauwerken entwickelt und verfügt über eine um mehr<br />

als 13 Prozent höhere Arbeitshöhe als sein Vorgänger Cat 340F UHD. Damit<br />

kann er selbst bei Bauwerken mit bis zu acht Stockwerken eingesetzt werden.<br />

Verschiedene Unterwagen-, Ausleger- und Stieloptionen sowie das große Programm<br />

an Cat-Anbaugeräten für den Abbruch bieten eine erhöhte Flexibilität<br />

der Maschine, um die Maschinenauslastung zu maximieren. Für die schnelle<br />

Anpassung an die aktuelle erforderliche Arbeitshöhe ermöglicht das Kupplungssystem<br />

den Auslegerwechsel ohne Spezialwerkzeug in nur 15 Minuten. Auch<br />

der Transport des rund 55 Tonnen schweren UHD-Baggers wurde durch den<br />

neuen Unterwagen vereinfacht. Mit hydraulisch verstellbarer Spurweite ermöglicht<br />

er sowohl eine hervorragende Stabilität als auch einen effizienten Transport.<br />

Ausgefahren erreicht er 4 Meter Breite mit 600-mm-Bodenplatten, die<br />

sich im Transportzustand auf 3 Meter reduziert. Das neue einteilige Transportund<br />

Wechselgestell reduziert die Transporthöhe des separat transportierten<br />

UHD-Auslegers auf weniger als 3 Meter. Der 340 UHD mit festem Unterwagen<br />

hat eine reduzierte Transporthöhe von 3.403 mm, das sind 117 mm weniger<br />

als bei der bisherigen F-Serie. Die Stiele können entweder mit einem Cat-CW-,<br />

S-Typ- oder Pin-Anschluss geliefert werden, um die Maschine auf die verwendeten<br />

Anbaugeräte und Schnellwechsler abzustimmen. Bei den zwei verfügbaren<br />

UHD-Auslegeroptionen bietet die 22-m-Front ein maximales Gewicht<br />

von 3,7 Tonnen am Stielbolzen und eine maximale horizontale Reichweite von<br />

13,55 m. Die 25-m-Front arbeitet mit einem maximalen Gewicht von 3,3 t am<br />

Stielbolzen und bietet eine maximale Reichweite von 13,33 m, ideal passend<br />

zu den Cat-Multiprozessoren, insbesondere zum MP332 und MP324. An die<br />

schwindende Gebäudehöhe während des Abbruchs passt sich der Cat 340<br />

UHD mit verschiedenen Auslegern an. Die Hydraulikleitungen am Ausleger<br />

lassen sich schnell und ohne Spezialwerkzeug von Hand an- und abkoppeln,<br />

sodass der Auslegerwechsel in wenigen Minuten erfolgen kann.<br />

Der Cat-C9.3B-Motor hat eine Leistung von 232 kW und entspricht der EU-<br />

Abgasnorm Stufe V. Er kann sowohl mit Diesel als auch mit Biodiesel (bis zu<br />

B20) betrieben werden. Drei Motorleistungsmodi – Power, Smart und Eco –<br />

passen die Maschine an die Arbeitsanforderungen an und senken den Kraftstoffverbrauch<br />

gegenüber dem Vorgänger. Der Smart-Modus passt die Motorund<br />

Hydraulikleistung automatisch an die Erfordernisse an, indem er bei Bedarf<br />

die maximale Leistung bereitstellt und bei weniger anspruchsvollen Aufgaben<br />

die Leistung reduziert, um Kraftstoff zu sparen. Ein neues, hocheffizientes,<br />

hydraulisches Umkehrgebläse läuft nur bei Bedarf und trägt so ebenfalls zur<br />

Senkung des Kraftstoffverbrauchs bei.<br />

www.zeppelin-cat.de<br />

Der neue Cat 340 UHD mit 232 kW<br />

(316 PS) und 54 bis 56 Tonnen<br />

Einsatzgewicht kann mit 3,3 Tonnen<br />

Werkzeuggewicht in 25 Meter Höhe<br />

arbeiten. Foto: Caterpillar/Zeppelin<br />

E. DOLD & SÖHNE GmbH & Co. KG<br />

78120 Furtwangen | Tel. 07723 6540 | dold-relays@dold.com


Materialumschlag & Transport<br />

Zeppelin Rental<br />

Multitalent Umschlagbagger: Warum nicht mieten?<br />

Umschlagbagger werden sehr häufig<br />

im Recycling genutzt“, so Dirk<br />

Krispin, Kundenberater im Innendienst<br />

bei Zeppelin Rental in Hannover. „Meist<br />

ausgestattet mit Polyp- oder Sortiergreifer,<br />

sind sie optimal für die Sortierung<br />

und Verladung von Haus- und Industriemüll,<br />

von Schrott, Plastik, Folien oder<br />

Autos geeignet.“ Doch Entsorgungsbetriebe,<br />

Materialumschlagplätze oder<br />

Wertstoffhöfe sind nicht die einzigen<br />

Einsatzgebiete der Maschinen. Auch im<br />

Gleisbau, bei Abbrucharbeiten, in der<br />

Forstwirtschaft, für den Brückenbau oder<br />

Brandschadensanierungen zählen Umschlagbagger<br />

zu den beliebten Arbeitsmaschinen.<br />

Bei Zeppelin Rental stehen<br />

der MH3<strong>02</strong>4 ULM sowie der MH3<strong>02</strong>4<br />

IND des Herstellers Caterpillar zur Miete<br />

zur Verfügung. Die beiden Modelle unterscheiden<br />

sich durch ihre Arbeitsausrüstung:<br />

Die Maschine mit den Buchstaben<br />

ULM in der Nomenklatur ist mit<br />

einem 6,40 Meter langen, sogenannten<br />

MH-Ausleger (MH steht für „Material<br />

Handler“) und einem 4,20 Meter langen,<br />

geraden Stil ausgestattet. Damit hat der<br />

Bagger eine Reichweite von über zehn<br />

Metern. Er zeichnet sich vor allem durch<br />

maximale Traglasten und höchste Stabilität<br />

aus. „Mit einem Sortiergreifer, einer<br />

Abbruchschere oder einem Betonpulverisierer<br />

wird der CAT MH3<strong>02</strong>4 ULM dank<br />

seiner um 2.400 Millimeter hydraulisch<br />

ausfahrbaren Kabine unter anderem zu<br />

einem perfekten Arbeitsgerät für den<br />

Abbruch“, erklärt Dirk Krispin. Die erhöhte<br />

Sitzposition bedeutet eine optimale<br />

Sicht von oben und ermöglicht sowohl<br />

das Zerkleinern und Sortieren als auch<br />

das Verladen von Material in große Container.<br />

„Alle drei Arbeitsschritte lassen<br />

sich bequem mit dem Umschlagbagger<br />

ausführen. So kann gegebenenfalls sogar<br />

auf eine zusätzliche Maschine für das<br />

Sortieren verzichtet werden.“<br />

Kürzlich setzte die Ludwig Freytag<br />

GmbH & Co. KG den CAT MH3<strong>02</strong>4 ULM<br />

aus dem Mietpark von Zeppelin Rental<br />

in Berlin-Charlottenburg für den Abbruch<br />

einer alten Villa ein. Der Kunde<br />

mietete die Maschine samt Sortiergreifer,<br />

Grabenräum- und Tieflöffel unter<br />

anderem für die Sortierung und Verladung<br />

von Bauschutt. In Celle nutzte ein<br />

Bauunternehmer den CAT MH3<strong>02</strong>4 ULM<br />

mit einer Abbruchschere mit S-Backe für<br />

den Rückbau einer Stahlhalle. Von der<br />

erhöhten Kabine aus konnte er seinen<br />

Arbeitsbereich optimal überblicken und<br />

mit der Schrottschere die U-Profile aus<br />

Stahl einfach zerkleinern. „Bei uns sind<br />

die Kabinen aller Umschlagbagger mit<br />

Widerstandsklasse P8B konformem Verbund-Sicherheitsglas<br />

nach DIN EN 356,<br />

die Frontscheibe mit Steinschlag- und<br />

das Dach mit Dachschutzgitter ausgestattet“,<br />

so Dirk Krispin. Durch seinen<br />

OilQuick-Schnellwechsler lassen sich Anbaugeräte<br />

zudem schnell und bequem<br />

von der Fahrerkabine aus wechseln. Weiterer<br />

Vorteil sind unter anderem die geringen<br />

Lärmemissionen des Umschlagbaggers,<br />

wie das anerkannte Umweltzeichen<br />

„Blauer Engel“ bestätigt.<br />

Der CAT MH3<strong>02</strong>4 IND verfügt über<br />

einen gekröpften, 4,90 Meter langen<br />

sogenannten Industriestil. Die Krümmung<br />

nach unten ermöglicht unter anderem<br />

ein optimales Eindringen in Halden,<br />

die Reichweite liegt bei 11 Metern.<br />

„Der Bagger ist damit optimal für jegliche<br />

Projekte im Materialumschlag geeignet<br />

sowie für die Bestückung und Sortierung“,<br />

erklärt Dirk Krispin.<br />

www.zeppelin-rental.de<br />

Ein Einsatzgebiet<br />

des<br />

Umschlagbaggers<br />

CAT MH3<strong>02</strong>4 ULM<br />

liegt im<br />

industriellen<br />

Rückbau.<br />

Foto: Zeppelin-Rental<br />

22 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


IHR FULL-LINER<br />

FÜR DAS RECYCLING<br />

CONTAINERHAKEN<br />

SCHÜTTE | MULDE<br />

ABBRUCHGREIFER<br />

POLYPGREIFER<br />

HOCHKIPPSCHAUFEL<br />

*niedriges Eigengewicht,<br />

da komplett aus HARDOX®<br />

SCHAUFEL MIT NIEDERHALTER<br />

www.hs-schoch.de<br />

Unternehmen der HS-Schoch Gruppe.<br />

HS-Schoch GmbH & Co.KG<br />

73466 Lauchheim, Fon: 07363 9609-6<br />

06869 Coswig, Fon: 034923 700-0<br />

ZFE GmbH<br />

77855 Achern-Gamshurst<br />

Fon: 07841 2057-0<br />

bsg Handels GmbH<br />

85411 Eglhausen<br />

Fon: 08166 9969-0


Schrott & Metall<br />

Höcker Polytechnik<br />

Dezentrale Brikettierlösung für<br />

Metallspäne spart Kosten<br />

Mit einer dezentralen Brikettierlösung<br />

erschließen sich neue Einsparpotenziale<br />

in der Metallbearbeitung. Die Metallpresse<br />

wird zum spanerzeugenden<br />

Bearbeitungszentrum geschoben,<br />

schnell angeschlossen und der Anwender<br />

profitiert von allen Vorteilen der<br />

Brikettierung, einschließlich der direkt<br />

rückgeführten Kühlemulsion.<br />

Die BrikStar iSwarf 50 von Höcker Polytechnik<br />

ist eine mobil einsetzbare<br />

Brikettierpresse, die unkompliziert von<br />

einer Person dorthin bewegt werden<br />

kann, wo sie auch gebraucht wird. Mit<br />

gut 1 m 2 Stellfläche steht sie da, wo sonst<br />

die Spänetonne stand, und minimiert bis<br />

zu 50 kg Aluminiumspäne oder 90 kg<br />

Stahlspäne jede Stunde zu hochwertigen<br />

Briketts. Das reduzierte Volumen und die<br />

direkt rückgeführte Kühlemulsion reduziert<br />

die benötigte Manpower am Bearbeitungszentrum.<br />

Der Aufwand für das<br />

Spänemangement während der Bearbeitung<br />

entfällt und es wird so ein mannloser<br />

Nacht- oder Wochenendbetrieb des<br />

Bearbeitungszentrums ermöglicht.<br />

Die BrikStar iSwarf 50 ist seit 2<strong>02</strong>0 auf<br />

dem Markt und bereits zigfach im Einsatz.<br />

Das leichte Handling und das günstige<br />

Preis-lLeistungs-Verhältnis machen<br />

die Presse auch für Unternehmen interessant,<br />

die bisher von einer Investition in<br />

eine Metallpresse abgesehen haben. Die<br />

Bauweise ist kompakt und doch bietet sie<br />

kompromisslos die Vorteile einer zentralen<br />

Brikettierlösung wie Start-Stopp-<br />

Automatik, Füllstandsensor<br />

oder integrierte Emulsionspumpe.<br />

Die Konfiguration<br />

erfolgt bequem über das integrierte<br />

Panel.<br />

Zu den ersten Nutzern der BrikStar<br />

iSwarf 50 gehört die AVL Schrick GmbH.<br />

Das 1969 gegründete Unternehmen mit<br />

dem Hauptsitz in Remscheid entwickelt<br />

Verbrennungsmotoren und Motorkomponenten<br />

für den Automotivebereich<br />

und weitere Branchen. Der innovative<br />

Kühlmittelkosten<br />

um 90 Prozent<br />

gesenkt<br />

Eine Brikettierpresse für viele Anwendungsfälle: Die BrikStar iSwarf 50 ist flexibel<br />

einsetzbar und schnell installiert. Foto: Höcker Polytechnik GmbH<br />

Entwickler verfügt neben einer Menge<br />

Know-how auch über einen Hightech-<br />

Maschinenpark für das Prototyping und<br />

die Kleinserienproduktion, in dem seit<br />

Frühjahr 2<strong>02</strong>0 auch zwei BrikStar iSwarf<br />

50 arbeiten.<br />

Sebastian Keils (M.Sc.), Junior Toolmanager<br />

Werkzeugmanagement bei AVL<br />

Schrick, leitete das Brikettierprojekt:<br />

„Wir hatten schon<br />

länger geplant, in eine Metallbrikettierung<br />

zu investieren,<br />

doch für uns war eine<br />

zentrale Lösung uninteressant, da wir<br />

genau da automatisieren müssen, wo<br />

auch die Späne erzeugt werden. Mit der<br />

BrikStar iSwarf 50 können wir nun flexibel<br />

reagieren. Der Bediener schiebt die<br />

Presse unter den Kettenbandförderer,<br />

schließt die Emulsionspumpe an und<br />

startet das Bearbeitungszentrum. Er kann<br />

sich nun auf die eigentliche Arbeit konzentrieren,<br />

da die Späne automatisch<br />

brikettiert werden und auch die Kühlflüssigkeit<br />

in einem nachhaltigen Kreislauf<br />

bleibt. Mehr Fokus auf das qualitativ<br />

hochwertige Endprodukt zu haben, ist<br />

für uns der eigentliche Gewinn neben<br />

dem höheren Ertrag im Recycling, den<br />

um 90 Prozent gesenkten Kühlmittelkosten<br />

und der leichteren Lagerung der Briketts.<br />

Die beiden Pressen rechnen sich<br />

für uns. Wir verarbeiten mit den Pressen<br />

sowohl Aluminium- als auch Stahlspäne<br />

ohne Komplikationen.“<br />

www.hoecker-polytechnik.de<br />

24 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


KEINEN CAT KÖNNEN<br />

WIR UNS NICHT LEISTEN.<br />

Keinen Cat auf dem Hof? Dann wären wir nicht Zeller Recycling! Denn wir bevorzugen Cat Lader und Bagger, weil da einfach<br />

alles für uns stimmt: Verbrauch und Emission setzen den Maßstab, die hohe Leistung und Effizienz zahlt sich buchstäblich<br />

aus. Hinzu kommt der punktgenaue, schnelle Service. Wir setzen auf Cat und Zeppelin, denn Kompromisse können wir uns<br />

nicht leisten.<br />

Andreas Zeller, Geschäftsführung / Melanie Holländer, Prokuristin<br />

Zeller Recycling GmbH, Mutterstadt<br />

zeppelin-cat.de


Verfahrenstechniken Zerkleinern<br />

Erdwich<br />

Umweltfreundliche Müllzerkleinerung selbst in der Antarktis<br />

Wer an der Forschungsstation GARS<br />

O’Higgins arbeitet, die vom Deutschen<br />

Zentrum für Luft- und Raumfahrt<br />

(DLR) in der Antarktis betrieben wird, ist<br />

oft monatelang von der Außenwelt abgeschnitten:<br />

Die unwirtlichen und vor<br />

allem im Winter extremen Witterungsbedingungen<br />

erlauben größere Transporte<br />

nur in den Sommermonaten – das gilt<br />

auch für die Müllentsorgung. Bisher<br />

wurde dieser lediglich lose in Sammelbehältern<br />

gelagert und erreichte nach mehreren<br />

Monaten ein erhebliches Volumen,<br />

was die bereits engen Platzverhältnisse<br />

an der Station noch mehr einschränkte.<br />

Aus diesem Grund entschied das DLR,<br />

eine Müllzerkleinerungsanlage zu installieren,<br />

und beauftragte dafür die Erdwich<br />

Zerkleinerungs-Systeme GmbH aus<br />

dem bayerischen Igling. Dazu Geschäftsführer<br />

Harald Erdwich: „Für die Konstruktion<br />

spielten mehrere Faktoren eine<br />

große Rolle. Die Anlage sollte in einem<br />

Container im Bereich der Entsorgung<br />

installiert werden und deshalb bestimmte<br />

Maßvorgaben einhalten, um möglichst<br />

platzsparend integriert werden zu<br />

können. Außerdem war es wichtig, dass<br />

der Zerkleinerer auf lange Standzeiten<br />

ausgelegt ist und bei Bedarf trotzdem<br />

einfach von den dort ansässigen Mitarbeitern<br />

gewartet werden kann.“ Um<br />

diese Anforderungen zu erfüllen, führte<br />

Erdwich zunächst Versuche im hauseigenen<br />

Technikum durch und griff nach<br />

Abschluss der Testphase auf den bewährten<br />

Zwei-Wellen-Zerkleinerer<br />

M450/2-360 zurück. Das kleinste Modell<br />

Die deutsche Forschungsstation GARS O’Higgins ist<br />

im Winter aufgrund der widrigen Wetterbedingungen<br />

mehrere Monate von der Außenwelt abgeschnitten.<br />

Foto: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., CC-BY 3.0<br />

der Serie besitzt<br />

eine relativ geringe<br />

Antriebsleistung<br />

von nur 5,5 kW, erzielt<br />

aber eine hohe<br />

Durchsatzleistung.<br />

Dazu tragen die<br />

sehr engen Schnittspalten<br />

bei, sodass<br />

das Material sauber<br />

und besonders effizient<br />

durchtrennt<br />

wird. Die Anlage ist<br />

außerdem sehr<br />

kompakt und lässt<br />

sich einfach im Container installieren.<br />

Platzsparend ist auch die Volumenreduktion:<br />

Mithilfe des Zerkleinerers kann der<br />

anfallende Müll nun auf ein Fünftel des<br />

bisherigen Volumens verringert und<br />

damit um 80 Prozent reduziert werden.<br />

Um auch die Zerkleinerung sperriger<br />

Materialien zu gewährleisten, wurde zusätzlich<br />

zur Standardausstattung ein manueller<br />

Handeindrücker installiert. Dadurch<br />

können auch größere Verpackungen<br />

oder Behältnisse zuverlässig und sicher<br />

dem Zerkleinerungsprozess zugeführt<br />

werden, ohne dass Mitarbeiter ein<br />

Verletzungsrisiko eingehen. „Sollten<br />

dennoch Materialien in die Anlage geraten,<br />

die zu sperrig oder ungeeignet für<br />

den Zwei-Wellen-Zerkleinerer sind, verfügt<br />

die Maschine über eine SPS-Steuerung<br />

mit Reversier- und Abschaltautomatik“,<br />

erläutert Erdwich. „Dadurch wird<br />

die Maschine vor Beschädigungen oder<br />

Überlast geschützt.“ Ebenso wurde bei<br />

Der neu konstruierte Zwei-Wellen-Zerkleinerer reduziert<br />

das Müllvolumen um 80 Prozent.<br />

Foto: Erdwich Zerkleinerungs-Systeme GmbH<br />

der Entwicklung auf eine einfache Wartung<br />

Wert gelegt. Um besonders lange<br />

Standzeiten zu erzielen, wurden die Messer<br />

außerdem aus Spezialmesserstahl<br />

gefertigt. Somit können sie mehrmals<br />

nachgeschliffen werden und müssen bei<br />

Verschleißerscheinungen nicht sofort ersetzt<br />

werden.<br />

„Damit die in der Antarktis stationierten<br />

Mitarbeiter im schlimmsten Fall nicht<br />

sechs Monate auf einen Techniker zur<br />

Reparatur der Anlage warten müssen,<br />

wurde außerdem eine ausführliche<br />

Schulung in unserem Haus zur Handhabung<br />

der Maschine durchgeführt“, erklärt<br />

Erdwich. „In einer solch speziellen<br />

Umgebung sind die Wartungsfreundlichkeit<br />

und langen Standzeiten ein besonderer<br />

Pluspunkt des Zwei-Wellen-<br />

Zerkleinerers.“<br />

www.erdwich.com<br />

26 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Verfahrenstechniken Zerkleinern<br />

Lindner-Recyclingtech<br />

Patentiertes Zwei-Wellen-Schnitt-<br />

System: Präzise und effektiv<br />

Das Grundprinzip einer Zwei-Wellen-<br />

Zerkleinerungseinheit ist relativ einfach:<br />

Zwei gegenläufig rotierende Werkzeuge<br />

ziehen das zu zerkleinernde Material<br />

aus der Abfallsammlung ein und brechen<br />

es in kleinere Teile. Geht es dabei<br />

um die reine Volumenreduktion, ist das<br />

mit herkömmlich konstruierten Wellen<br />

zu bewerkstelligen. Bei manchen Anwendungen<br />

sind aber prozessbedingt<br />

spezifizierte Korngrößen erforderlich.<br />

Anlagen für die thermische Verwertung<br />

von Altholz sind meist auf eine<br />

genormte Korngröße ausgelegt. Überlange<br />

Partikel im Materialstrom können<br />

die Fördertechnik oder Sicherheitseinrichtungen<br />

wie die Zellradschleuse blockieren.<br />

Zusätzlich wirkt sich ein zu hoher<br />

Feinanteil negativ auf die Verbrennung<br />

aus und Kleinstpartikel können zu Verklumpungen<br />

in der Anlage führen. Wird<br />

also im ersten Zerkleinerungsvorgang die<br />

Vorgabe nicht erreicht, muss das Material<br />

weiter behandelt werden. Die Krux<br />

hierbei: Zusätzliche Aufbereitungsschritte<br />

sind kostenintensiv und senken die<br />

Marge des Verwerters. Schlimmstenfalls<br />

kommt es zu Reklamationen durch den<br />

Abnehmer. Um diese Probleme zu vermeiden,<br />

setzt das patentierte Lindner<br />

Synchron-Fein-Schnittsystem SF auf eine<br />

besondere Geometrie, die auf zwei einfachen<br />

Prinzipien basiert. Der einfachste<br />

Weg, feinere Korngrößen zu erreichen,<br />

Das Scherenprinzip: Mehr Kraft auf<br />

kleinerer Fläche.<br />

Foto: Lindner-Recyclingtech GmbH<br />

wäre die Verkleinerung der Abstände<br />

zwischen den einzelnen Schneidwerkzeugen.<br />

Bei herkömmlichen Wellenpaaren<br />

wird das Material über parallel zueinander<br />

wirkende Reißer gebrochen. Erweitert<br />

man hier den effektiven Arbeitsbereich,<br />

würden auch der Kraftaufwand<br />

und damit der Energieverbrauch signifikant<br />

steigen. Ändert man aber den Winkel<br />

zwischen den Messern, arbeitet die<br />

Zerkleinerungseinheit nach dem Scherenprinzip<br />

und es wird auf eine kleinere<br />

Fläche mehr Kraft ausgeübt. Dadurch<br />

kann der Wirkungsbereich der einzelnen<br />

Werkzeuge bei gleichbleibendem Leistungsbedarf<br />

enorm gesteigert werden.<br />

Durch die spezielle Anordnung der Messer,<br />

Reißer und Klötzchen der Lindner-<br />

SF-Schnitteinheit wird das Material während<br />

eines Arbeitsganges bis zu viermal<br />

geschnitten. So lassen sich kleinere Körnungen<br />

bei geringem Feinanteil realisieren.<br />

Der niedrigere Kraftaufwand wirkt<br />

sich zudem vorteilhaft auf die Beanspruchung<br />

der Wellen aus, verringert dadurch<br />

den Wartungsaufwand und steigert<br />

die Lebensdauer der Schnitteinheit<br />

enorm.<br />

Betrachtet man nun die gesamte Welle,<br />

ergibt sich durch die nichtparallele Ausrichtung<br />

der Schnittkanten der Effekt<br />

zweier gegenläufiger archimedischer<br />

Schrauben. Was die alten Griechen unter<br />

Zuhilfenahme der Schwerkraft nutzten,<br />

um Wasser über große Höhen zu transportieren,<br />

wirkt sich in diesem Fall positiv<br />

auf das Einzugsverhalten der Zerkleinerungseinheit<br />

aus. Durch diesen aggressiven<br />

Einzug wird der Durchsatz enorm<br />

gesteigert und zusätzlich die Endfraktion<br />

für einen möglichst homogenen Austrag<br />

nochmals durchmischt.<br />

In der Praxis zeigt sich, dass ein mit<br />

diesen Werkzeugen ausgestatteter<br />

Schredder der Lindner-Urraco- oder Miura-Baureihe<br />

in der Altholzaufbereitung<br />

die nach ISO 17225-1 genormte Korngröße<br />

P100 bei einem Feinanteil von<br />

unter 4 Prozent in nur einem Arbeitsgang<br />

erzielt. Bei der Produktion dieser Normklassen<br />

erreichen die hocheffizienten<br />

Zwei-Wellen-Zerkleinerer von Lindner je<br />

nach Ausführung Durchsätze von 20 bis<br />

zu 120 Tonnen pro Stunde.<br />

www.lindner.com<br />

für 4 m³ Lader<br />

für 1m³ Lader<br />

robust<br />

flexibel<br />

wartungsfrei<br />

BAUSTOFF-RECYCLINGSIEB SBR 4<br />

+49 (0) 3 51 / 8 84 57 40<br />

www.einfach-aufbereiten.de<br />

einfach-aufbereiten@bhs-dresden.de<br />

BAUSTOFF-RECYCLINGSIEB SBR 3<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 27


Verfahrenstechniken Zerkleinern<br />

Untha<br />

Leistungsstarker<br />

Zerkleinerer mit<br />

Direktantrieb<br />

Die neue CR2000 von Untha ist ein besonders<br />

leistungsfähiges Kraftpaket für die Wertstoffzerkleinerung.<br />

Foto: Untha shredding technology<br />

Für das Kunststoff-Recycling sowie Zerkleinerungsaufgaben in<br />

der Restholzaufbereitung hat die Untha shredding technology<br />

mit der CR2000 ein besonders leistungsfähiges Kraftpaket<br />

entwickelt. Der starke Direktantrieb und das effektive<br />

Schneidsystem sorgen für hohe Durchsatzleistungen.<br />

Herzstück des CR2000-Schredders ist das elektrische Antriebssystem<br />

mit dem leistungs- und drehmomentstarken Untha<br />

Power Drive, der für eine kraftvolle Zerkleinerung sorgt und<br />

gleichzeitig energieeffizient arbeitet. Verfügbar ist der einseitige<br />

Antrieb mit Antriebsleistungen von 75 bis 132 kW. Da kein<br />

Riemen notwendig ist, verringern sich durch den Direktantrieb<br />

zudem Verschleiß- und Instandhaltungskosten. Komplett machen<br />

das betriebssichere Antriebskonzept die wartungsfreie<br />

Kupplung sowie das in den Rotor integrierte Planetengetriebe.<br />

bis zu 150m 3 /h Siebleistung<br />

Das effektive Schneidsystem mit seinem aggressiven Einzugsverhalten<br />

garantiert konstant hohe Durchsatzleistungen und<br />

eine gleichbleibende Granulatqualität. Zusätzlicher Vorteil:<br />

Dank der Rotorlänge von 2 Metern und der großen Einfüllöffnung<br />

des Trichters können auch größere Volumina problemlos<br />

verarbeitet werden.<br />

Für jede Anforderung steht beim CR2000-Zerkleinerer das<br />

passende Schneidsystem zur Verfügung. Abhängig von Material<br />

und der gewünschten Granulatgröße sind unterschiedliche<br />

Messergrößen und -formen erhältlich. Damit erreicht man<br />

beim Output-Material Fraktionsgrößen von 25 bis 80 mm. Es<br />

stehen 4-fach verwendbare Wendeschneidplatten, eine 4-fach<br />

verwendbare Schneidleiste und Messergrößen von 40 x 40 und<br />

60 x 60 mm zur Verfügung. Je nach Anforderung können auch<br />

Messer mit Hartmetallplatten für längere Standzeiten eingesetzt<br />

werden. Die unterschiedlichen Messergrößen garantieren ein<br />

homogenes Granulat oder auch höhere Durchsatzleistungen.<br />

Das innenliegende Nachdrücksystem sorgt für kontinuierlichen<br />

Materialeinzug und bessere Verarbeitung von sperrigen Materialien<br />

und Ballen. Neben dem Antrieb trägt auch die robuste<br />

Maschinenkonstruktion mit dazu bei, dass selbst hohe Belastungen<br />

und Kräfte die Maschine nicht beschädigen. Kommt es<br />

einmal besonders hart, wenn sich zum Beispiel größere Metallteile<br />

im Material befinden, wird der Schredder durch die integrierte<br />

Sicherheitskupplung sofort gestoppt. Die Störstoffe können<br />

dann rasch und einfach über das hydraulische Störstoff-Ausschleusesystem<br />

aus dem Zerkleinerer entfernt werden. Das reduziert<br />

die Stillstandzeit auf ein Minimum.<br />

Je nach Anforderung und Material lassen sich die Zerkleinerer<br />

der CR-Klasse individuell konfigurieren und an die jeweiligen<br />

Bedürfnisse anpassen. Dank unterschiedlicher Schneidsystem-<br />

Varianten und Antriebsleistungen wird die CR2000 sowohl für<br />

die Vorzerkleinerung von schwierig zu zerkleinernden Kunststoffen<br />

als auch für die Aufbereitung von Post-Consumer-Abfällen<br />

in Ballenform eingesetzt. Die Einsatzgebiete sind etwa Kunststoffballen<br />

und Hartkunststoffe, Agrarfolien und Rollenware. Aber<br />

auch Produktionsabfälle aus der Holzindustrie, Paletten und<br />

Restholz können mit der CR2000 effizient zerkleinert werden.<br />

www.untha.com<br />

28 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


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Tel.: +49 8364 9860-79 | susanne.grimm@stein-verlaggmbh.de<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH, Josef-Herrmann-Straße 1–3, D-76473 Iffezheim<br />

Tel.: +49 7229 606-0, Fax: +49 7229 606-10<br />

info@stein-verlagGmbH.de, www.stein-verlagGmbH.de


Verfahrenstechniken Zerkleinern<br />

Eine wichtige Stellschraube in<br />

Zerkleinerern ist der Antrieb für den<br />

Rotor. Der HiTorc-Direktantrieb von<br />

Vecoplan erhöht den Wirkungsgrad<br />

erheblich. Foto: Vecoplan AG<br />

Vecoplan<br />

HiTorc: Hoher Wirkungsgrad und<br />

geringer Wartungsaufwand<br />

Wenn Zerkleinerungsanlagen im harten<br />

Dauerbetrieb arbeiten, setzt die<br />

Vecoplan AG seit Jahren erfolgreich auf<br />

das bewährte Direktantriebskonzept<br />

HiTorc. Die im Frequenzumrichter<br />

integrierte Regelung stellt unter<br />

anderem sicher, dass zu jeder Zeit und<br />

in jedem Betriebszustand das optimale<br />

Drehmoment an der Rotorwelle<br />

anliegt. Das macht ihn nicht nur<br />

äußerst energieeffizient: Weil bei dieser<br />

rein elektrischen Lösung Komponenten<br />

wie Kupplungen, Riemenantriebe oder<br />

Schwungscheiben wegfallen, reduziert<br />

dies auch den Wartungsaufwand<br />

erheblich.<br />

Die Vecoplan AG mit Sitz in Bad Marienberg<br />

im Westerwald entwickelt,<br />

produziert und vertreibt Maschinen und<br />

Anlagen, die Primär- und Sekundärrohstoffe<br />

im Produktions- und Wertstoffkreislauf<br />

zerkleinern, fördern und aufbereiten.<br />

Vor allem das Zerkleinern wird<br />

immer häufiger zu einer Herausforderung.<br />

Da die Maschinen oft rund um die<br />

Uhr und manchmal auch sieben Tage in<br />

der Woche arbeiten, kann ein Ausfall erhebliche<br />

Auswirkungen auf den Gesamtbetrieb<br />

haben. Um robust, störstoffresistent<br />

und zuverlässig arbeiten zu können,<br />

spielt der Antrieb für den Rotor dabei<br />

eine ganz entscheidende Rolle.<br />

Die Idee des HiTorc-Antriebskonzepts<br />

entstand vor knapp 20 Jahren, als die<br />

Techniker einen effizienteren Antrieb für<br />

die Zerkleinerungstechnik entwickeln<br />

wollten. Der damalige Konstruktionsleiter<br />

Wolfgang Lipowski stieß eher zufällig<br />

bei der Lektüre einer Ingenieurszeitschrift<br />

auf einen Beitrag über den Synchronmotor.<br />

Für ein schnelles Hochfahren nach<br />

dem Abbremsen im Zerkleinerungsprozess<br />

schien dies die perfekte Lösung zu<br />

sein. Ein weiterer Vorteil dieser Antriebsvariante:<br />

Mit einem Frequenzumrichter<br />

kombiniert, benötigen sie im Gegensatz<br />

zu herkömmlichen Elektromotoren kein<br />

Getriebe – das erforderliche Drehmoment<br />

wird über ein Magnetfeld erzeugt<br />

und wirkt direkt auf die Zerkleinerungswelle.<br />

Auf der Suche nach einem geeigneten<br />

Partner, der die Motoren für Vecoplan<br />

bauen konnte, kamen die Entwickler<br />

auf die Firma Oswald Elektromotoren<br />

GmbH in Miltenberg. Zusammen<br />

mit dem Umrichterhersteller KEB Automation<br />

KG wurde das Konzept für alle<br />

Antriebsgrößen entwickelt und weiter<br />

ausgebaut. Der HiTorc war geboren. Mit<br />

der Kombination aus Synchron-Elektromotor<br />

und Frequenzumrichter bietet<br />

Vecoplan seit 2005 eine auf dem Markt<br />

einmalige Lösung an – einen langsam<br />

laufenden elektrischen Direktantrieb für<br />

Zerkleinerer.<br />

Der Verzicht auf mechanische Antriebselemente<br />

wie Riemen- oder Zahnradantriebe,<br />

Schwungräder und Kupplungen<br />

macht die Zerkleinerer deutlich<br />

robuster. Die entfallenen Komponenten<br />

ermöglichen aber auch, dass das<br />

30 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Verfahrenstechniken Zerkleinern<br />

Schwungmoment vom Vollstahlrotor<br />

und das Drehmoment vom Motor effizient<br />

zusammenwirken können. Der Hi-<br />

Torc verbessert das Anlauf- und Reversierverhalten,<br />

weil durch die<br />

entfallenen mechanischen<br />

Komponenten deutlich weniger<br />

Massenträgheitsmomente<br />

im gesamten Antriebssystem<br />

vorhanden sind. Das hohe verfügbare<br />

Drehmoment ermöglicht<br />

so einen problemlosen Anlauf unter<br />

Last, also auch bei gefülltem Zerkleinerungsbereich.<br />

Der Bediener kann die<br />

Maschine somit jederzeit per Knopfdruck<br />

starten – ohne den Trichter leeren zu<br />

müssen. Die vollautomatisierte Steuerung<br />

kann eine Überlastung der Maschine<br />

im laufenden Zerkleinerungsprozess<br />

durch die kontinuierliche Drehzahlanalyse<br />

und die Stromauswertung frühzeitig<br />

erkennen. Bei Störstoffen stoppt die Rotorwelle<br />

in wenigen Millisekunden. Dadurch<br />

lassen sich Schäden an wichtigen<br />

Bauteilen vermeiden. Nach einem kurzen<br />

Gegenlauf dreht der Vecoplan-Antrieb in<br />

Dynamisches<br />

Anfahren auch<br />

bei gefüllter<br />

Maschine<br />

wenigen Sekunden wieder in die geforderte<br />

Richtung.<br />

Der Wirkungsgrad des HiTorc ist deutlich<br />

höher als bei einer Getriebe-Lösung<br />

– schon allein durch die fehlenden<br />

mechanischen Antriebselemente<br />

um etwa zehn<br />

bis 15 Prozent. Das macht den<br />

Synchronmotor sehr effizient,<br />

vor allem im Teillastbereich.<br />

Im Leerlauf nimmt er nur etwa<br />

zehn Prozent der Energie auf, die ein vergleichbarer<br />

direkt geschalteter Asynchronmotor<br />

benötigt. Diese Betriebszustände<br />

kommen besonders häufig bei<br />

nicht homogenen Materialien und ungleichmäßiger<br />

Materialaufgabe zum Tragen.<br />

Im Vergleich zu anderen elektromechanischen<br />

Antrieben lassen sich bis zu<br />

40 Prozent Energie einsparen, im Vergleich<br />

zu hydraulischen Antrieben sogar<br />

bis zu 60 Prozent. Einige Vecoplan-Kunden<br />

sparten im Jahr bis zu 50.000 Euro.<br />

Je nach Anwendung bietet Vecoplan den<br />

HiTorc in verschiedenen Leistungsklassen<br />

an. Beim Sackaufreißer etwa dreht die<br />

Maschine sehr langsam, weil sie vor<br />

allem Müllsäcke öffnen muss. Verlangt ist<br />

ein relativ großes Drehmoment. Nachzerkleinerer<br />

drehen in der Regel schneller,<br />

beim VEZ 3200 TT beispielsweise<br />

kommen zwei Synchronantriebe mit<br />

einem Spitzendrehmoment von 110.000<br />

Newtonmeter zum Einsatz. Über zwei<br />

Frequenzumrichter werden die beiden<br />

Antriebe im optimierten Master/Slave-<br />

Betrieb in einer erweiterten Vektorregelung<br />

betrieben. Die im Frequenzumrichter<br />

integrierte Regelung stellt sicher, dass<br />

zu jeder Zeit und in jedem Betriebszustand<br />

das optimale Drehmoment an der<br />

Rotorwelle zur Verfügung steht. Drehmomente<br />

stehen dann zur Verfügung,<br />

wenn sie benötigt werden. Gleichzeitig<br />

wird die Leistung reduziert, wenn sie<br />

nicht für den Zerkleinerungsprozess erforderlich<br />

ist.<br />

www.vecoplan.de<br />

Einzeln stark.<br />

In Kombination unschlagbar.<br />

Die erste Wahl bei der Aufbereitung von Altholz: die Kombination aus<br />

INVENTHOR TYPE 6 und SELECTOR 800.2 mit Spiralwellen. Eine leistungsstarke<br />

mobil-modulare Gesamtlösung, die Ihnen einen optimalen Output in nur einem<br />

Arbeitsgang sichert! Bei äußerst geringem Verbrauch und niedrigen Betriebskosten.<br />

Mehr Power und Wirtschaftlichkeit geht nicht.<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 31


Kunststoffe<br />

Echte Kreislaufwirtschaft<br />

braucht Kunststoff<strong>recycling</strong><br />

Foto: Weima Maschinenbau<br />

Der nachhaltige Umgang mit Kunststoffen gehört zu den<br />

entscheidenden Faktoren, um die ambitionierten Klimaziele<br />

des Pariser Vertrags zu erreichen. Der im VDMA organisierte<br />

Maschinen- und Anlagenbau setzt sich dafür ein, eine echte<br />

Kreislaufwirtschaft bei Kunststoffen zu schaffen. Deshalb<br />

spricht sich der VDMA auch für produktspezifische<br />

Einsatzquoten für Rezyklate aus. Dadurch würden Kunststoffe<br />

mehrfach genutzt und die CO 2<br />

-Bilanz entlastet. Ziel ist, die<br />

Rohstoffmärkte neu auszurichten und die Verwendung von<br />

Rezyklaten preislich attr<strong>aktiv</strong>er zu machen. Bisher sind sie<br />

teurer als neu hergestellte Kunststoffe, weil deren Herstellung<br />

sich an den sehr günstigen Rohölpreisen orientiert.<br />

Der VDMA hat seine Argumente im Diskussionspapier „Für den<br />

nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen – pro<br />

Kreislaufwirtschaft“ vorgelegt. Das Papier wurde gemeinsam<br />

von mehreren Fachverbänden, darunter Abfall- und<br />

Recyclingtechnik und Kunststoff- und Gummimaschinen,<br />

erarbeitet.<br />

Lesen Sie dazu ein hochinteressantes wie aufschlussreiches<br />

Interview mit Frau Dr. Brückner und Herrn Kühmann vom<br />

VDMA, das Diskussionspapier im Original haben wir natürlich<br />

nicht vergessen.<br />

?!<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> EXCLUSIV-INTERVIEW<br />

Wir brauchen den nachhaltigen<br />

Umgang mit Kunststoffen!<br />

ra: Frau Dr. Brückner, Herr Kühmann,<br />

der VDMA hat das Diskussionspapier<br />

„Für den nachhaltigen Umgang mit<br />

Kunststoffen – pro Kreislaufwirtschaft“<br />

veröffentlicht. Was will der Maschinenbau<br />

mit dem Papier bezwecken?<br />

Warum das Papier jetzt?<br />

Dr. Brückner: Der nachhaltige Umgang<br />

mit Kunststoffen gehört zu den entscheidenden<br />

Faktoren, um die ambitionierten<br />

Klimaziele des Pariser Vertrags zu erreichen.<br />

Der Maschinen- und Anlagenbau<br />

setzt sich dafür ein, eine echte Kreislaufwirtschaft<br />

bei Kunststoffen zu schaffen.<br />

Deshalb wollen wir mit dem Papier eine<br />

breite Diskussion anregen. Die gesamte<br />

Wirtschaft muss sich austauschen, diskutieren<br />

und auf diesem Wege Lösungen<br />

finden.<br />

Thorsten Kühmann: Ich kann meiner<br />

Kollegin nur zustimmen. Die EU hat sich<br />

ambitionierte Ziele zu Klimaschutz und<br />

Ressourcenschonung gesteckt, nun werden<br />

die Maßnahmen erarbeitet, um<br />

diese Ziele zu erreichen. Darunter fällt<br />

auch die Förderung der Kreislaufwirtschaft.<br />

Im VDMA sind einige Teilbranchen<br />

des Maschinenbaus bereits besonders<br />

<strong>aktiv</strong>, wenn es um die Umsetzung<br />

geschlossener Kreisläufe geht. Wir halten<br />

es für wichtig, ein gemeinsames Statement<br />

„pro Circular Economy” abzugeben.<br />

Wir wollen zeigen, dass wir im<br />

VDMA mit Überzeugung hinter diesem<br />

Konzept stehen und auch gemeinsam an<br />

seiner Umsetzung arbeiten.<br />

Gleichzeitig wollen wir den Prozess der<br />

Maßnahmenbildung auf EU-Ebene mit<br />

unseren Forderungen und Ideen unterstützen,<br />

indem wir die – manchmal sicher<br />

kontroverse – Diskussion anregen,<br />

aber auch klar unsere Haltung ausdrücken.<br />

ra: Frau Dr. Brückner, die Quote taucht<br />

nun zum zweiten Mal in einem Diskussionspapier<br />

auf, an dem der Fachverband<br />

Abfall- und Recyclingtechnik<br />

beteiligt war.<br />

32 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Kunststoffe<br />

Warum will Ihre Branche eine Quote<br />

für den Einsatz von Rezyklaten und<br />

was erhoffen Sie sich davon?<br />

Dr. Brückner: Die Abfall- und Recyclingtechnik<br />

möchte eine echte Kreislaufwirtschaft<br />

bei Kunststoffen schaffen. Das<br />

große Problem dabei ist jedoch der enorme<br />

preisliche Unterschied zwischen<br />

Kunststoffneuware und recyceltem Kunststoff.<br />

Mit dem Bewusstsein für dieses Problem<br />

spricht sich die Branche für diesen<br />

Markteingriff – die produktspezifische<br />

Einsatzquote für Rezyklate – aus. Durch<br />

die Quote würden Kunststoffe mehrfach<br />

genutzt und die CO 2<br />

-Bilanz entlastet. Ziel<br />

ist, die Rohstoffmärkte neu auszurichten<br />

und die Verwendung von Rezyklaten<br />

preislich attr<strong>aktiv</strong>er zu machen.<br />

Die Branche ist sich natürlich bewusst,<br />

dass produktspezifische Einsatzquoten<br />

für Rezyklate nicht der Weisheit letzter<br />

Schluss sind. Es ist Aufgabe unserer Generation,<br />

eine langfristige Lösung zu finden.<br />

Die Lösung kann nicht das Verbot<br />

von Kunststoffen sein. Wir müssen Anreize<br />

und vor allem Grundlagen schaffen,<br />

damit wir Kunststoffe wieder in neue<br />

Produkte einsetzen können. Deshalb fordern<br />

auch beide Papiere eine Standardisierung<br />

von Kunststoff-Rezyklaten. Mit<br />

der DIN SPEC 91446 ist auf diesem Wege<br />

ein erster Schritt gemacht.<br />

ra: Herr Kühmann, Ihre Mitgliedsunternehmen<br />

händeln aktuell meist<br />

neuen Kunststoff. Sehen Sie die Branche<br />

auf größere Ströme an Rezyklat<br />

vorbereitet? Wo sehen Sie Fallstricke?<br />

Thorsten Kühmann: Wir sehen, dass<br />

schon viele unserer Mitgliedsunternehmen<br />

in Entwicklungsprojekte involviert<br />

sind, bei denen es um Rezyklatherstellung<br />

oder -verwendung geht. Auch die<br />

Entwicklung neuer Materialeigenschaften<br />

bereits bei der Neuware, um bessere<br />

Recyclingfähigkeit zu erreichen, ist ein<br />

Thema. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft<br />

ist nicht nur in Deutschland und<br />

Europa auf dem Vormarsch. Auch in<br />

Asien – allen voran in China – gewinnt es<br />

an Bedeutung. Mit ihren Technologieentwicklungen<br />

werden sich unsere Mitglieder<br />

auf ihren Absatzmärkten weltweit<br />

ein Alleinstellungsmerkmal sichern können.<br />

Die Probleme sehe ich nicht so sehr<br />

im Technologiebereich. Blicken wir auf<br />

Deutschland, sehen wir, dass der Anteil<br />

von Post-Consumer-Rezyklaten in 2019<br />

bei nur 7 Prozent lag. Wir haben hier kein<br />

Abfallproblem, aber bei der Verwendung<br />

von Rezyklaten bleiben wir weit unter<br />

unseren Möglichkeiten. Ein Grund ist,<br />

dass die auf dem Markt verfügbaren Rezyklatqualitäten<br />

den Produktanforderungen<br />

nicht entsprechen, oder die Eigenschaften<br />

von Rezyklaten nicht transparent<br />

genug sind, um sie bei der Produktion<br />

verlässlich einplanen zu können. Hier<br />

wären Standards für Rezyklate hilfreich.<br />

ra: Sie beide haben auf die notwendigen<br />

Standards für Rezyklate verwiesen.<br />

Warum sind aus Ihrer Sicht Normen<br />

so wichtig für den Einsatz von<br />

Rezyklaten?<br />

Dr. Brückner: Wir beschäftigen uns seit<br />

einiger Zeit intensiv mit dem Einsatz von<br />

Rezyklaten in neuen Produkten. Inzwischen<br />

gibt es eine Vielzahl von Initiativen.<br />

Große Inverkehrbringer wie auch große<br />

Markenartikelhersteller haben sich ambitionierte<br />

Ziele im Bereich des Einsatzes<br />

von Rezyklaten gesetzt. Das Grundproblem,<br />

das uns alle beschreiben, sind die<br />

Quantität und die Qualität der Rezyklate.<br />

Hier muss die gesamte Branche ran! Hier<br />

benötigen wir Normen. Der VDMA ist im<br />

engen Austausch mit dem DIN, das in-<br />

Thorsten Kühmann:<br />

„Das Konzept der Kreislaufwirtschaft ist nicht nur in<br />

Deutschland und Europa auf dem Vormarsch. Auch in<br />

Asien – allen voran in China – gewinnt es an Bedeutung.“<br />

Fotos: VDMA<br />

zwischen ein Geschäftsentwicklungsfeld<br />

Kreislaufwirtschaft geschaffen hat und<br />

mit Nachdruck in dem Bereich arbeitet.<br />

Wir als VDMA engagieren uns beispielsweise<br />

im DIN Spec 91446. Ganz<br />

bewusst haben Thorsten Kühmann und<br />

ich entschieden, dass sowohl die Kunststoff-<br />

und Gummimaschinen als auch die<br />

Abfall- und Recyclingtechnik in die Erarbeitung<br />

der DIN SPEC eingestiegen sind.<br />

Wir erhoffen uns von der DIN SPEC einen<br />

ersten Impuls. Der Weg muss aber ganz<br />

eindeutig europäisch und international<br />

beschritten werden.<br />

ra: Zum Abschluss die Frage an Sie<br />

beide. Wo sehen Sie das Thema Kreislaufwirtschaft<br />

von Kunststoffen in<br />

einem Jahr?<br />

Dr. Brückner: In einem Jahr, also im<br />

Jahr 2<strong>02</strong>2 sehe ich die Thematik groß auf<br />

den beiden Weltleitmessen. Der VDMA<br />

wird das Thema Kunststoff<strong>recycling</strong> auf<br />

den beiden Messen darstellen, geplant<br />

ist eine Staffelstabübergabe von der Abfall-<br />

und Recyclingtechnik zu den Kunststoff-<br />

und Gummimaschinen, mit der<br />

Darstellung der jeweiligen Schwerpunkte.<br />

Wir starten Ende Mai mit der IFAT<br />

2<strong>02</strong>2 in München und wollen den Kreis<br />

mit der K 2<strong>02</strong>2, der Weltleitmesse der<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 33


Kunststoffe<br />

Kunststoffindustrie, im September in<br />

Düsseldorf schließen.<br />

Aktuell laufen die Planungen und Gespräche<br />

mit unseren Mitgliedern und der<br />

Messe München, wie wir die Lösungen<br />

der Branche für das Recycling von Kunststoffen<br />

darstellen können. Ich kann Ihnen<br />

heute bereits verraten, die Grundidee<br />

unserer Lösungstour zur IFAT 2<strong>02</strong>2 spielt<br />

in unseren Überlegungen eine Rolle. Ich<br />

hoffe, dass ich Ihnen in der nächsten Ausgabe<br />

der <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> bereits mehr<br />

verraten kann.<br />

Grundsätzlich sehe ich aber das Thema<br />

Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen in<br />

einem Jahr schon weiter als heute. Immer<br />

mehr Teile der Prozesskette erkennen die<br />

Priorität. Der Fortschritt in einem Jahr<br />

wird wichtig sein. Wichtiger ist jedoch<br />

die kontinuierliche Entwicklung.<br />

Thorsten Kühmann: Auch ich sehe die<br />

Thematik ganz groß auf unseren beiden<br />

Leitmessen im Jahr 2<strong>02</strong>2. Ich freue mich,<br />

dass wir die Gelegenheit des gemeinsamen<br />

Messejahres nutzen und darstellen,<br />

welche Lösungen die beiden Branchen<br />

für die gemeinsame Problemstellung bieten.<br />

Die Information über Lösungen,<br />

aber auch der Austausch zwischen den<br />

Branchen ist wichtig. Unsere beiden<br />

Fachverbände im VDMA haben diesen<br />

bereits vor mehreren Jahren gestartet.<br />

Wie wichtig dieser Austausch ist, konnten<br />

wir bereits auf der K 2019 zeigen. Im<br />

VDMA Circular Economy Forum wurden<br />

zahlreiche Projekte zur Kreislaufwirtschaft<br />

präsentiert. Die internationale Resonanz<br />

war groß. Die K 2<strong>02</strong>2 orientiert<br />

sich an den UN-Nachhaltigkeitszielen,<br />

und so stehen Themen wie Klimaschutz<br />

durch CO 2<br />

-Reduktion und Kreislaufwirtschaft<br />

ganz oben auf der Agenda. Der<br />

VDMA plant bereits gemeinsam mit Mitgliedsunternehmen,<br />

wie gute Umsetzungsbeispiele<br />

in einer „Circular Village”<br />

präsentiert werden können, und welche<br />

Visionen wir für die Zukunft zeichnen.<br />

Unser Wunsch ist, dass möglichst viele<br />

Aussteller in Düsseldorf ihren Beitrag zu<br />

Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz auf<br />

der K 2<strong>02</strong>2 präsentieren und wir damit<br />

auch das Interesse von Politik und Öffentlichkeit<br />

wecken.<br />

Nicht nur Sarah Brückner und ich,<br />

auch unsere jeweiligen Vorstände, wir<br />

sind uns einig, wenn wir die Lücke in der<br />

Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen<br />

schließen wollen, brauchen wir intensiven<br />

Austausch nicht nur innerhalb der<br />

Industrie, sondern auch mit der Politik,<br />

mit Entsorgern, dem Handel oder Umweltorganisationen.<br />

Hierbei geht es um<br />

klare Positionierung, aber auch um<br />

Dr. Sarah Brückner:<br />

„Die Lösung kann nicht das<br />

Verbot von Kunststoffen<br />

sein.“<br />

Know-how-Transfer und mehr Kooperation.<br />

Wir brauchen den nationalen und<br />

internationalen Dialog. Das Diskussionspapier<br />

ist ein wichtiger Meilenstein, diesen<br />

Dialog zu befeuern.<br />

www.vdma.org<br />

Kunststoff<strong>recycling</strong> erfordert eine<br />

ausgefeilte Aufbereitungstechnik<br />

– leider werden die gewonnenen<br />

Rezyklate noch immer nicht so<br />

geschätzt, wie sie es verdient<br />

hätten. Foto: Steinert<br />

VDMA-Diskussionspapier<br />

Für den nachhaltigen Umgang<br />

mit Kunststoffen –<br />

pro Kreislaufwirtschaft<br />

Der VDMA setzt sich für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft<br />

für Kunststoffprodukte ein. Damit setzt er ein Zeichen<br />

gegen die Vermüllung der Umwelt durch Plastikabfälle<br />

und für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Kunststoffprodukte<br />

bieten in ihrer Lebensphase große Vorteile bei den<br />

Themen Hygiene, Leichtbau oder CO 2<br />

-Einsparung. Voraussetzung<br />

für eine Kreislaufwirtschaft sind ihre Rezyklierbarkeit nach<br />

Gebrauch und die Wiederverwendbarkeit in neuen Produkten.<br />

Entscheidend für das Gelingen der Kreislaufwirtschaft ist<br />

ein funktionierender Markt für den Einsatz von Kunststoff-<br />

Rezyklaten. Das betrifft sowohl die Menge, die Qualität als<br />

auch das Preisgefüge. Dieser Markt ist unter Druck, weil der<br />

Preis von Kunststoff-Neuware (Primärkunststoff) volatil und<br />

teilweise günstiger ist als der für Rezyklate (Sekundärkunststoff).<br />

Der Primärkunststoffpreis wird stark vom schwankenden<br />

Ölpreis beeinflusst. Dadurch gerät der Rezyklat-Markt<br />

erheblich unter Druck.<br />

34 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Kunststoffe<br />

Abhilfe könnte eine angemessene CO 2<br />

-<br />

Bepreisung schaffen. Dafür setzen wir<br />

uns ein. Der CO 2<br />

-Rucksack von Rezyklaten<br />

ist im Verhältnis zur Neuware um 1,5<br />

bis 3,2 t leichter pro Tonne Kunststoff.<br />

Würde diese positive Klimabilanz eingerechnet<br />

werden, könnte eine Parität zwischen<br />

Primär- und Sekundärkunststoff<br />

hergestellt werden. Dies ist das marktwirtschaftliche<br />

Instrument der Wahl,<br />

bleibt aber seit vielen Jahren unberücksichtigt.<br />

Solange dieses Instrument nicht<br />

greift, sehen wir folgende Handlungsoptionen<br />

auf europäischer Ebene:<br />

1. Pro Einsatzquote für Rezyklate<br />

(produktspezifisch)<br />

Solange die Preisparität zwischen<br />

Primär- und Sekundärkunststoffen nicht<br />

hergestellt ist, sollte eine temporäre<br />

Rezyklat-Einsatzquote differenziert nach<br />

Anwendungsfällen ins Auge gefasst<br />

werden. Damit kann der Markt neu ausgerichtet<br />

und die preisliche Schieflage<br />

zwischen Rezyklaten und Neuware besser<br />

ausgeglichen werden. Die Ausgestaltung<br />

der Quoten sollte schrittweise<br />

und dynamisch erfolgen, ausgehend<br />

von einfachen Anwendungsfällen außerhalb<br />

der Lebensmittelverpackung,<br />

bei denen Standardkunststoffe (PE, PP,<br />

PET, PS und PVC) eingesetzt werden.<br />

Ein guter Startpunkt könnte der sonstige<br />

Verpackungsbereich sein. Eine konsequent<br />

durchgesetzte Quotenregelung<br />

führt zu mehr Verwendung von<br />

Rezyklaten im Markt, trotz höherer Kosten<br />

und Mehraufwand bei der Verarbeitung.<br />

Gleichzeitig wird sie die Materialentwicklung<br />

bei Rezyklaten hin zu besseren<br />

Qualitäten befördern.<br />

Wichtig ist allerdings, dass die Quoten-<br />

Regelung und die Marktüberwachung<br />

europaweit gelten und zügig umgesetzt<br />

werden. Voraussetzung ist, dass die Umsetzung<br />

bürokratiearm und ohne erhebliche<br />

negative wirtschaftliche Auswirkungen,<br />

insbesondere auf KMU und die<br />

Wettbewerbsfähigkeit, erfolgt.<br />

2. Pro Design für Recycling<br />

Kunststoffprodukte sollten grundsätzlich<br />

so designt werden, dass ihre Rezyklierbarkeit<br />

am Lebensende gewährleistet<br />

ist. Es geht darum, ein Bewusstsein zu<br />

schaffen, Kunststoffe in Produkten so zu<br />

kombinieren, dass eine klar definierte<br />

Materialtrennung bei den Abfallströmen<br />

erfolgen und damit die Recyclingfähigkeit<br />

hergestellt werden kann. Dabei darf<br />

es keine allgemeingültigen horizontalen<br />

Design-Vorschriften geben, vielmehr<br />

sollten Best-Practice-Verfahren am Markt<br />

geteilt werden.<br />

3. Pro digitale Identifizierbarkeit<br />

von Altkunststoffen<br />

Ein entscheidender Faktor bei der<br />

Kreislaufführung wird die transparente<br />

Verfolgbarkeit von Kunststoffen über<br />

ihren Lebenszyklus sein. Die Kombination<br />

aus einem <strong>recycling</strong>fähig designten<br />

Produkt und dessen digitaler Nachverfolgbarkeit<br />

ermöglicht eine größtmögliche<br />

Material-Wiederverwertung. Hier<br />

kann der digitale Produktpass, bei richtiger<br />

Ausgestaltung, ein Lösungsansatz<br />

sein.<br />

4. Pro Standardisierung von<br />

Kunststoff-Rezyklaten<br />

Kunststoffprodukte, unabhängig<br />

davon, ob aus Neuware oder Rezyklat,<br />

müssen hohen Qualitätsanforderungen<br />

genügen. Umso wichtiger ist es, gesicherte<br />

Qualitätsstandards auch für Rezyklate<br />

und deren Wiedereinsatz zu definieren.<br />

Das schafft Sicherheit für die Industrie<br />

und Vertrauen bei den Verbrauchern.<br />

5. Keine unnötigen Einschränkungen<br />

bei der<br />

Verwendung von Rezyklaten<br />

Aktuell bestehen Widersprüche in der<br />

Zielrichtung verschiedener Regelsysteme.<br />

Einerseits sollen die Recyclingquoten<br />

deutlich erhöht werden. Andererseits<br />

verhindern oder bremsen Verordnungen<br />

und Gesetze bzw. öffentliche<br />

Ausschreibungen den Einsatz von Rezyklaten.<br />

Beispielsweise wird der Rezyklateinsatz<br />

bei Mülltonnen und Abwasserrohren<br />

unterbunden. Im Bereich der<br />

Lebensmittelanwendungen gibt es zwar<br />

inzwischen Möglichkeiten des Rezyklateinsates<br />

bei PET-Verpackungen, diese<br />

lassen sich allerdings aufgrund des abweichenden<br />

Polymerverhaltens nicht<br />

auf Polyolefine übertragen. Hier stehen<br />

starre Vorgaben einer Belebung der<br />

Kreislaufwirtschaft im Wege. Einige dieser<br />

Regelsysteme müssen aktualisiert<br />

werden, um den Stand der Technik besser<br />

zu spiegeln, und sie müssen gleichzeitig<br />

deutlicher an den umweltpolitischen<br />

Vorstellungen ausgerichtet werden.<br />

Auch dieser Prozess sollte schrittweise<br />

erfolgen.<br />

6. Exportstopp von Plastikabfällen<br />

aus der EU in Drittstaaten mit<br />

geringeren Umweltauflagen<br />

Kunststoffabfälle sind eine wichtige<br />

Ressource und damit wertvoll. Diese Ressource<br />

ist der Grundstock für neue Kunststoffgranulate<br />

und damit neue Kunststoffprodukte.<br />

Der Export dieser Ressource<br />

schmälert den heimischen Grundstock<br />

und führt zu Umweltproblemen, wenn<br />

die Exporte in Länder gelangen mit niedrigeren<br />

ökologischen Auflagen als in der<br />

EU. Die geplante Überarbeitung der<br />

Waste Shipment Directive kann hier Lösungen<br />

liefern. Deshalb sollten die Kunststoffabfälle<br />

im Kreislauf der EU verbleiben,<br />

und es sollte ein Exportstopp in<br />

Länder außerhalb der EU mit niedrigeren<br />

Umweltauflagen verhängt werden.<br />

7. Kunststoff für Klima<br />

Kunststoffprodukte helfen in vielen Anwendungsfeldern,<br />

den CO 2<br />

-Fußabdruck<br />

zu reduzieren, sowohl in der Herstellungs-<br />

als auch in der Produkt-Lebensphase.<br />

Leichtbauteile aus Kunststoff im<br />

Automobil sparen Kraftstoff, Gebäudeisolierungen<br />

mindern den Verbrauch von<br />

Heizöl, Verpackungen verhindern den<br />

Verderb von Lebensmitteln, deren CO 2<br />

-<br />

Fußabdruck besonders groß ist. Kunststoffe<br />

tragen zur Verbesserung der CO 2<br />

-<br />

Bilanz bei und schaffen damit echte<br />

Vorteile für den Klimaschutz. Um diese<br />

Leistungen deutlich zu machen und<br />

auch, um noch mehr beitragen zu können,<br />

sind Transparenz und wirtschaftliche<br />

Anreize notwendig. Im Sinne einer<br />

besseren Transparenz sollten Standards<br />

für die Bilanzierung des CO 2<br />

-Fußabdrucks<br />

erarbeitet werden.<br />

Ansprechpartner im<br />

VDMA:<br />

Dr. Sarah Brückner,<br />

Abfall- und Recyclingtechnik/Technik,<br />

Umwelt und Nachhaltigkeit<br />

069/6603-1226,<br />

sarah.brueckner@vdma.org<br />

Thorsten Kühmann,<br />

Kunststoff- und Gummimaschinen/<br />

Hybride Leichtbautechnologie<br />

069/6603-1831,<br />

thorsten.kuehmann@vdma.org<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 35


Kunststoffe<br />

Westeria<br />

Präzise Sortierung<br />

leichter Fraktionen<br />

mit dem AirLift<br />

Der Ultraleichtstoffabscheider AirLift<br />

von Westeria ermöglicht das Sortieren<br />

von Kunststofffraktionen, bei denen<br />

sich die spezifischen Gewichte der jeweiligen<br />

Bestandteile nur geringfügig unterscheiden.<br />

Zu den Anwendungen gehört<br />

beispielsweise das Recycling von PET-<br />

Flaschen, bei denen sich die wertvolle<br />

PET-Fraktion mit hoher Effizienz und<br />

Reinheit von leichten Verunreinigungen<br />

wie Etiketten aus PE-Folie oder Papier<br />

säubern lässt.<br />

Herkömmliche Überbandabsaugungen<br />

oder auch Windsichter eignen sich<br />

sehr gut, um unterschiedlich schwere<br />

Fraktionen in den Abfallströmen zu trennen.<br />

Sie versagen jedoch, wenn es darum<br />

geht, derart vorsortierte oder von sich<br />

aus ähnliche, leichte Bestandteile zu unterscheiden.<br />

Hier setzt das Konzept des<br />

AirLift an, der sich auch in bestehende<br />

Anlagen als Ersatz für herkömmliche<br />

Windsichter integrieren lässt und dort<br />

dann in der Lage ist, beispielsweise<br />

Kunststofffolie von Papier oder unterschiedliche<br />

Kunststoffe voneinander<br />

zu trennen.<br />

Das gesamte AirLift-System besteht aus<br />

drei Komponenten. Das auf besonders<br />

lange Gurtstandzeiten ausgelegte Hochgeschwindigkeits-Transportband<br />

(Typ<br />

SpeedCon) führt das Material mit bis zu<br />

4 ms -1 dem zentralen Element, dem Air-<br />

Lift zu, dem schließlich das AirWheel<br />

nachgeschaltet ist. Die mögliche Arbeitsbreite<br />

des AirLift liegt je nach Ausführung<br />

zwischen 1.000 und 3.500 mm, wobei<br />

in der breitesten Konfiguration und bei<br />

60 mm bis 250 mm Korngröße bis zu<br />

320 m³/h durchgesetzt werden können.<br />

Die maximale Abzugsleistung beträgt<br />

5,6 t/h. Um eine hohe Betriebssicherheit<br />

zu erreichen, verhindern im Betrieb automatische<br />

Torregulierungen Materialblockaden<br />

auf der Ein- und Austragsseite.<br />

Diese automatische Torregulierung sorgt<br />

durch stufenlose Einstellbarkeit zudem<br />

für exakte Anpassung der Durchlaufhöhe<br />

an das individuelle Trennziel. Direkt unterhalb<br />

der Erfassungsstelle knickt der<br />

SpeedCon um 20 Grad ab. So kann der<br />

Luftstrom besser unter die leichten Teile<br />

gelangen. Dieser „Trick mit dem Knick“<br />

gibt allen zu sortierenden Bestandteilen<br />

Das AirLift-System besteht aus dem Hochgeschwindigkeits-<br />

Transportband SpeedCon, dem AirLift selbst und dem<br />

nachgeschalteten AirWheel mit integriertem Absauggebläse.<br />

Grafik: Westeria<br />

des Input-Stromes eine ballistische Flugkurve,<br />

deren Wurfweite sich mittels der<br />

integrierten Steuerung über die Bandgeschwindigkeit<br />

regeln und damit exakt<br />

der jeweiligen Aufgabe anpassen lässt.<br />

Dabei ermöglicht das diametrale Fallstromprinzip<br />

eine besonders hohe Selektivität.<br />

Je nach Inputmaterial sind damit<br />

Reinheitsgrade von über 95 Prozent erreichbar.<br />

So ergaben zum Beispiel Auswertungen<br />

von in der Zuführung von<br />

Mischkunststoffen zu einem NIR installierten<br />

AirLift-Systemen bei einer Arbeitsbreite<br />

von 2.800 mm, dass sich über 90<br />

Prozent der gewünschten Folien-Fraktion<br />

sicher abtrennen ließen. Auf diese Weise<br />

ermöglicht das System eine erhebliche<br />

Reduzierung der Entsorgungskosten, was<br />

die Kosteneffizienz im Recyclingbetrieb<br />

weiter verbessert. Das gesamte dreiteilige<br />

AirLift-System ist als Teilkomponente<br />

einer umfangreicheren Sortieranlage einsetzbar<br />

und so konzipiert, dass es bei<br />

Bedarf problemlos nachgerüstet werden<br />

kann.<br />

www.westeria.de<br />

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n Containermobile Backenbrechanlagen<br />

n Raupenmobile Backenbrechanlagen<br />

n Raupenmobile Prallbrechanlagen<br />

n Containermobile Siebanlagen<br />

n Raupenmobile Siebanlagen<br />

n Mobile Haldenbänder<br />

BMD-Baumaschinendienst GmbH & Co. KG<br />

Am Taubenfeld 33 · 69123 Heidelberg<br />

Tel.: 0 62 <strong>21</strong> / 83 58-0 · info@bmd-recycler.de<br />

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36 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Im Fokus: Die Branche.<br />

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Verfahrenstechniken Separieren<br />

Doppstadt hat für das Recycling von Tonerkartuschen ein effektives<br />

Aufbereitungskonzept entwickelt. Foto: Doppstadt-Gruppe<br />

Doppstadt<br />

Neuer Wertstoffkreislauf für<br />

Tonerkartuschen<br />

Die Doppstadt Systemtechnik GmbH<br />

hat ein patentiertes Verfahren<br />

entwickelt, mit dem Tonerkartuschen<br />

aufbereitet werden können. Ziel dabei<br />

war die Entwicklung einer kompletten<br />

Aufbereitungsanlage für<br />

Tonerkartuschen, um den<br />

Wertstoffkreislauf zu schließen, kein<br />

Material in die thermische Entsorgung<br />

zu verbringen und den gesetzlichen<br />

Regelungen Genüge zu tun.<br />

Druckertoner dürfen bekanntlich nicht<br />

im normalen Restmüll entsorgt werden.<br />

Der darin enthaltene Feinstaub ist<br />

nicht nur gesundheitsschädlich, sondern<br />

neigt zur Entzündung beim Zerkleinern.<br />

„Bisher gab es keinen vollständigen<br />

Wertstoffkreislauf für dieses Material“,<br />

erklärt Leonhard Boscheinen, Projektentwickler<br />

bei Doppstadt. „Es werden zwar<br />

durch die Hersteller und separate Aufbereiter<br />

leere Kartuschen wieder befüllt,<br />

schadhafte und veraltete Kartuschen sind<br />

hiervon jedoch ausgenommen.“ Letztendlich<br />

verbleibe nur die thermische<br />

Verwertung, welche in Deutschland explizit<br />

nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz<br />

ausgeschlossen ist, oder der<br />

Export. „Dadurch entstehen unnötige<br />

Kosten und es gehen wertvolle Rohstoffe<br />

verloren. Allein der Metallanteil einer<br />

Kartusche liegt bei 50 Prozent. Zudem<br />

sind die verwendeten Kunststoffe, überwiegend<br />

Polystyrole, am<br />

Markt ebenfalls sehr gefragt“,<br />

erläutert Boscheinen<br />

weiter.<br />

Die Doppstadt Systemtechnik<br />

GmbH hat für diese Herausforderung<br />

ein effektives Aufbereitungskonzept<br />

entwickelt: Anstatt die teils krebserregenden<br />

Stäube in einer speziellen<br />

Entstaubungsanlage zu entnehmen,<br />

werden die Kartuschen in einem Ofen<br />

erhitzt, sodass der Feinstaub einschmilzt.<br />

Der geschmolzene Toner ist nun nicht<br />

mehr explosiv. „Diese thermische Vorbehandlung<br />

ersetzt eine aufwendige Ex-<br />

Zonen-Einteilung und eine Entstaubungsanlage“,<br />

sagt Boscheinen. Sowohl<br />

das Tempern als auch der dadurch veränderte<br />

Toner sind durch Patente der<br />

Doppstadt-Gruppe geschützt. Nach dem<br />

Allein der Metallanteil<br />

einer Kartusche<br />

liegt bei 50 Prozent<br />

Tempern kann ein Hochleistungsschredder<br />

aus dem Hause Doppstadt in Kombination<br />

mit moderner Separationstechnik<br />

die Aufbereitung übernehmen. Ziele<br />

hierbei sind zunächst die Rückgewinnung<br />

der Metalle und die Konditionierung<br />

der Kunststoffe für die Weiterveredelung.<br />

Der Arbeitsschutz bei<br />

den Prozessen hat für<br />

Doppstadt höchste Priorität.<br />

Ein Gutachten der unabhängigen<br />

Beratungsgesellschaft IN-<br />

BUREX Consulting bestätigt, dass die<br />

Staubemissionen, die während der patentierten<br />

Aufbereitung entstehen, unbedenklich<br />

sind. Darüber hinaus untersucht<br />

und testet Doppstadt momentan<br />

die Sortierung von Kunststoffarten, um<br />

diese dem stofflichen Recycling zuzuführen<br />

– dies gilt auch für den agglomerierten<br />

Toner. Beispielsweise ließe sich aus<br />

den gewonnenen Regranulaten wieder<br />

eine neue Tonerkartusche herstellen.<br />

www.doppstadt.de<br />

38 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Steinert<br />

Effizienzsteigerung mit<br />

neuem Sortierroboter<br />

UniSort Unibot kombiniert<br />

zuverlässige Sensorik mit moderner<br />

Robotik, um die Effizienz von<br />

Sortieranlagen weiter zu erhöhen. In<br />

Verbindung mit UniSort-Maschinen<br />

der EVO-5.0-Generation ist UniSort<br />

Unibot für die nächste Generation<br />

vollautomatisierter Sortieranlagen<br />

schon startklar.<br />

UniSort Unibot setzt auf schon bewährte<br />

Technologie und erfasst<br />

zusätzlich weitere optische Ausprägungen.<br />

Die aus anderen UniSort-EVO-<br />

5.0-Modellen bekannte Sensorkombination<br />

aus hochauflösender Hyperspektral-NIR-<br />

und Farbkamera<br />

ermöglicht komplexe<br />

Sortierprogramme.<br />

Langjährige Expertise<br />

macht die Erkennung<br />

nicht nur präzise, sondern auch zuverlässig.<br />

Wie alle neuen UniSort-Sortiermaschinen<br />

profitiert auch UniSort Unibot<br />

von dem hohen Entwicklungsstand<br />

der UniSort-EVO-5.0-Modelle: Die EVO<br />

5.0 zeichnet sich insbesondere durch<br />

eine besonders hohe Verfügbarkeit und<br />

erweiterte Möglichkeiten zur Selbstdiagnose<br />

aus. So können aktuelle Betriebszustände<br />

überwacht und das<br />

verfügbare Personal effektiv eingesetzt<br />

werden. Die selbst entwickelte UniSort-<br />

Software integriert objektbezogene,<br />

KI-basierte Sortierprogramme sowie<br />

die Einbindung in Intelligent Digital<br />

Solutions im Abfall<strong>recycling</strong>. UniSort<br />

Unibot integriert sich nahtlos in die<br />

Zuverlässige Sensorik<br />

für präzise KI-basierte<br />

Sortierung<br />

neueste UniSort-Anlagensteuerung. Als<br />

Teil dessen bietet die neue Technik eine<br />

sensorbasierte Qualitätskontrolle und<br />

gleichzeitige Qualitätsbestimmung des<br />

Materialstroms. So kann die bestmögliche<br />

Qualität des Endproduktes gewährleistet<br />

und eine Schnittstelle zur<br />

digitalen Weiterverarbeitung der Daten<br />

geschaffen werden. Diese ermöglicht<br />

es, unmittelbar auf den Materialstrom<br />

zu reagieren, um rechtlichen oder kundenseitigen<br />

Anforderungen zu entsprechen.<br />

UniSort Unibot setzt zudem auf<br />

den Einsatz des auf Künstlicher Intelligenz<br />

basierenden Intelligent Object<br />

Identifiers. Zusätzlich zu den bisher<br />

optisch erfassbaren,<br />

charakteristischen Eigenschaften<br />

profitiert<br />

das Sortierprogramm<br />

auch von der optischen<br />

Ausprägung der Objekte. Das verbessert<br />

den Sortierprozess und damit die<br />

Sortierleistung weiter. Neben zuverlässiger<br />

Sensorik profitiert UniSort Unibot<br />

auch von Kompetenz in Robotik. Ein<br />

moderner Deltaroboter mit eigenem<br />

Werkzeugaufsatz bietet hohe Geschwindigkeit<br />

und Genauigkeit auf<br />

engstem Raum. Der Hochgeschwindigkeits-Deltaroboter<br />

sorgt zum Beispiel<br />

für 60 Picks pro Minute. Die Roboterzelle<br />

wird individuell an Kundenwünsche<br />

angepasst und kann optional um<br />

einen zweiten Picker für höhere Durchsätze<br />

ergänzt werden.<br />

www.steinert.de<br />

UniSort Unibot, in<br />

Verbindung mit der UniSort<br />

EVO 5.0, ist bereit für die<br />

nächste Generation<br />

vollautomatisierter<br />

Sortieranlagen. Foto: Steinert<br />

GmbH<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 39


ecycling <strong>aktiv</strong> ON TOUR<br />

Komptech & Revitek:<br />

Service- und<br />

Technikleidenschaft an<br />

erster Stelle<br />

Das Unternehmen Revitek mit<br />

Sitz im osthessischen Landkreis<br />

Fulda vermietet Bau- und<br />

Recyclingmaschinen für<br />

Umweltanlagen. Es ist eine<br />

international bekannte Adresse<br />

für das Aufarbeiten von<br />

Gebrauchtmaschinen und<br />

übernimmt zudem bundesweit<br />

Serviceeinsätze für Komptech.<br />

Hinter allem steht die Leidenschaft<br />

für Technik von Geschaftsführer<br />

Andreas Peli.<br />

„Ich bin eigentlich jemand,<br />

der lieber eine Maschine zusammenschraubt,<br />

statt am Schreibtisch zu sitzen“,<br />

sagt Andreas Peli schmunzelnd.<br />

Trotzdem vollzog der gelernte Elektrotechniker<br />

mit Unterstützung von Komptech<br />

den Schritt zum Unternehmer. Seit<br />

knapp zehn Jahren führt Revitek im Auftrag<br />

von Komptech Wartungs- und Reparaturarbeiten<br />

durch. Die erbrachte<br />

Servicequalität ist von einer originären<br />

Komptech-Leistung nicht zu unterscheiden.<br />

Dafür sorgen eine vollumfängliche<br />

Zertifizierung sowie ein<br />

sehr gut bestücktes Ersatzteillager.<br />

„Wir sind zu<br />

hundert Prozent Komptech<br />

im Service“, sagt Peli. Manfred<br />

Harb, Direktor Komptech Customer Service,<br />

kann das nur bestätigen: „Revitek<br />

Hohe Kompetenz in<br />

der Sternsiebtechnik<br />

ist ein flexibler und verlässlicher Partner<br />

mit herausragendem technischem<br />

Know-how, der unseren Außendienst<br />

seit mittlerweile einigen Jahren verstärkt.<br />

Davon profitieren wir genauso wie unsere<br />

Kunden.“<br />

Vor seiner Selbstständigkeit arbeitete<br />

Andreas Peli viele Jahre bei Anlagenbau<br />

Günther. Dort entwickelt man seit vielen<br />

Jahren gemeinsam mit Komptech Sternsiebtechnik<br />

für die Kompostierung sowie<br />

die Altholz- und Biomasseaufbereitung.<br />

Mit dem Erfolg, dass die mobilen und<br />

stationären Sternsiebe unter dem Produktnamen<br />

Multistar heute auf vielen<br />

Anlagen zu unverzichtbaren Schlüsselkomponenten<br />

gehören.<br />

Begeistert berichtet der<br />

46-Jährige von den Tüfteleien,<br />

um bei den ersten<br />

Sternsieben den Siebspalt sauber zu halten.<br />

„Der Durchbruch gelang Anlagenbau<br />

Günther mit dem Reinigungsfinger.<br />

40 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Biomasse, Kompost, Holz<br />

Die Werkstatte ist für die Wartung<br />

und Instandsetzung der Komptech-<br />

Maschinen bestens ausgerüstet.<br />

Perfekte Teamarbeit zum Wohle der<br />

Kunden: Revitek-GF Andreas Peli<br />

(Mitte) mit Service Manager Dirk<br />

Brinkmann (links) und Sales<br />

Manager Tim Sudahl (beide<br />

Komptech Vertriebsgesellschaft<br />

Deutschland mbH).<br />

Einen Prototyp aus Holz besitze ich sogar<br />

noch“, erzählt Peli. Auch heute sind<br />

Komptech-Sternsiebmaschinen das Spezialgebiet<br />

von Revitek. Mit dem Cleanstar<br />

System und der guten Trennschärfe sei<br />

Jahr ergänzt es sein Angebotsportfolio.<br />

Eine enge Zusammenarbeit besteht<br />

auch im Bereich der Gebrauchtmaschinen.<br />

Im Auftrag von Komptech<br />

und für den eigenen Maschinenpark<br />

es weltweit die leistungsfähigste<br />

Trenntechnik, findet<br />

der Revitek-Geschäftsführer.<br />

Zur Servicepartnerschaft<br />

Umwelttechnik<br />

zur Miete<br />

kauft Revitek Umwelttechnik-<br />

Maschinen überall in der<br />

Welt, um sie in der eigenen<br />

Fachwerkstatt nach kompletter<br />

mit Komptech sind mit der Zeit zwei<br />

weitere Geschäftsfelder hinzugekommen:<br />

die Vermietung von Bau- und<br />

Recyclingmaschinen und das Aufarbeiten<br />

von Gebrauchtmaschinen. „Mein<br />

Gedanke war, dass sich die Kosten für<br />

eine Anlagenerweiterung mit einer<br />

Mietmaschine oder dem Erwerb einer<br />

Gebrauchtmaschine reduzieren lassen.<br />

Das kann insbesondere kleineren<br />

Entsorgern bei unsicheren Auftragslagen<br />

Demontage wieder fit für den<br />

Einsatz zu machen. Dieses umfangreiche<br />

Nachrüsten könne schon mal 700<br />

Arbeitsstunden und Ersatzteile für<br />

60.000 Euro verschlingen, erklärt Peli.<br />

Aber die Investition lohne sich, denn,<br />

so Peli: „Komptech-Maschinen sind<br />

sehr wertstabil. Durch die Innovationsbereitschaft<br />

von Komptech bleibt<br />

die Technik auch nach Jahren noch konkurrenzfähig.“<br />

helfen“, erklärt Peli. Das Angebot<br />

„Komptech Rental“ kommt für ihn<br />

daher wie gerufen. Ab dem nächsten<br />

Durch und durch<br />

Techniker: Wann immer<br />

es geht, ist Andreas Peli<br />

direkt an den Maschinen.<br />

Fotos: Komptech<br />

Revitek – Bau- &<br />

Recyclingmaschinen<br />

Andreas Peli e. K.<br />

Fuldaer Straße 1c<br />

36137 Großenlüder<br />

Tel.: 06648 / 628 44 91<br />

Fax: 06648 / 628 44 87<br />

service@revitek.de<br />

www.revitek.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 41


Biomasse, Kompost, Holz<br />

Abraservice<br />

Hackschnitzelquetsche trocknet effektiver<br />

Das 17-t-<br />

Kraftpaket hat<br />

einen<br />

Flächenbedarf<br />

von 3 x 4 m<br />

ohne die<br />

Materialzuund<br />

Abführung.<br />

Die Hackschnitzelquetsche der Firma<br />

Bohnert Technik ist das weltweit<br />

erste im industriellen Dauerbetrieb eingesetzte<br />

Presssystem zur mechanischen<br />

Holz-Hackschnitzeltrocknung. Seit 2016<br />

arbeitet eine Maschine in einem Schwarzwälder<br />

Sägewerk im Zwei-Schicht-Dauerbetrieb.<br />

„Kernstück bei uns ist eine<br />

patentierte Förderkette, die zwischen<br />

zwei großen Walzen durchgeführt wird“,<br />

erklärt Geschäftsführer Johannes Bohnert<br />

und ergänzt: „Uns war klar, dass wir für<br />

die Walzen und die Kette hochverschleißfestes<br />

Material nehmen müssen, um eine<br />

lange Standzeit zu erzielen. Der lokale<br />

Steinbruch empfahl uns, Abramax-520-<br />

CR-Verschleißstahl zu nehmen, und so<br />

kamen wir mit Abraservice in Kontakt.“<br />

Mit etwa 100 Tonnen Presskraft werden<br />

die Hackschnitzel durch die 50 cm<br />

breiten Walzen geführt. Dabei liegt auf<br />

der unteren Walze eine spezielle Kette,<br />

die über Reibung angetrieben wird. Sie<br />

fördert das Hackgut in die Presszone und<br />

stellt damit einerseits eine fast geschlossene<br />

Pressfläche dar, deren Gegenstück<br />

die obere Walze bildet. Die Kette bietet<br />

durch viele schmale Spalte einen guten<br />

Abfluss des herausgequetschten Wassers.<br />

Das ist bedeutend, weil die gepressten<br />

Hackschnitzel beim Verlassen der Presszone<br />

entspannen und dann zumindest<br />

einen Teil des Wassers sofort wieder aufsaugen<br />

würden. Die Kette wird nach dem<br />

Pressvorgang mehrfach umgelenkt.<br />

Dabei öffnen sich die Spalte zwischen<br />

den Kettengliedern und die Kette reinigt<br />

sich selbst. Das Verfahren ist für den<br />

24-h-/7-Tage-Betrieb ausgelegt. Prototypen<br />

haben inzwischen über 10.000 Betriebsstunden<br />

absolviert und weisen keinerlei<br />

unvorhergesehene Verschleißerscheinungen<br />

auf. Je nach bearbeiteter<br />

Holzart befinden sich im Quetschwasser<br />

diverse Mineralien, Phenole und anderes<br />

mehr. Das führt zu einem niedrigen pH-<br />

Wert und greift, neben der mechanischen<br />

Beanspruchung, auch chemisch<br />

die Walzenoberfläche und die Kette an.<br />

Der Abramax-520-CR-Verschleißstahl ist<br />

nicht nur durchgehend hart, durch seinen<br />

relativ hohen Chromanteil ist er auch<br />

gegenüber „chemischer Beanspruchung“<br />

widerstandsfähiger als andere<br />

Verschleißstähle. Die gewalzten Bleche<br />

sind nicht nur sehr eben, sondern auch<br />

überdurchschnittlich maßhaltig in der<br />

jeweils festgelegten Blechstärke. Die<br />

DIN-Empfehlung zur Blechstärkentoleranz<br />

wird sehr deutlich unterschritten.<br />

Die Maßhaltigkeit ist beim Zusammenbau<br />

der Kette ein großer Vorteil, sodass<br />

die einzelnen Kettenglieder in der Stärke<br />

nicht weiterbearbeitet werden müssen.<br />

Werden Hackschnitzel direkt am Sägewerk<br />

behandelt, reduziert sich das Gewicht<br />

der Hackschnitzel um rund ein<br />

Die Walzen und die Kette bilden das<br />

Herzstück der Hackschnitzelquetsche.<br />

Fotos: Abraservice Deutschland GmbH<br />

Viertel. Gängige Lkw-Großraumtransporter<br />

können maximal mit Hackschnitzel<br />

beladen werden und fahren dann kein<br />

Wasser. Die Trennung von Hackschnitzel<br />

und Presswasser bietet weitere Vorteile.<br />

Denn das anfallende Presswasser, bei aktuellen<br />

Maschinen fallen ca. 1 bis 2 m³<br />

pro Stunde an, enthält Mineralstoffe und<br />

organische Anteile. Diese sind aus dem<br />

Holz mit ausgeschwemmt worden.<br />

Durch eine starke Senkung dieser Anteile<br />

verringert sich beim Einsatz als Brennstoff<br />

die anfallende Aschemenge, aber<br />

auch der Feinstaubanteil im Abgas. Das<br />

Presswasser wird bei den bisher betriebenen<br />

Anlagen in Absprache mit den<br />

Klärwerksbetreibern in die Kanalisation<br />

eingeleitet. Dabei enthält das Presswasser<br />

Inhaltsstoffe, die bisher in dieser Form<br />

noch nicht zur Verfügung standen. Bei<br />

Bohnert Technik läuft aktuell eine Versuchsanlage<br />

zur Aufbereitung des Presswassers,<br />

die dann als Modul die Hackschnitzelquetsche<br />

ergänzen kann. Die<br />

Anfälligkeit für Schimmel und Fäulnis ist<br />

bei gepresstem Hackschnitzel nachweislich<br />

geringer. Die Lagerfähigkeit bei<br />

Brennstoffen wird erheblich besser, weil<br />

die Bio<strong>aktiv</strong>ität deutlich heruntergesetzt<br />

wird. Bei weiterverarbeiteten Produkten,<br />

wie z. B. Pressspanklötzen oder Spanplatten,<br />

ist eine höhere Dichte mit damit<br />

einhergehenden verbesserten mechanischen<br />

Eigenschaften festgestellt worden.<br />

www.abraservice.com<br />

42 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Biomasse, Kompost, Holz<br />

Christophel<br />

Kompakt und stark: Pronar-Schredder MRW 2.85<br />

Erfolg durch Zuverlässigkeit – mit diesem<br />

Motto hat die Landschaftsbau<br />

Katritzki GmbH aus Luckenwalde in den<br />

letzten Jahren eine dynamische Unternehmensentwicklung<br />

vollzogen. Neben<br />

dem Landschaftsbau ist das Unternehmen<br />

inzwischen auch im Tiefbau, beim<br />

Abriss, mit eigenem Containerdienst und<br />

als zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb<br />

unterwegs. Im Landschaftsbau fallen regelmäßig<br />

kleinere Mengen an Grünschnitt<br />

und Wurzeln an, außerdem Altholz<br />

aus Abrissmaßnahmen. Zur Aufbereitung<br />

dieser Materialien wurde ein<br />

Schredder gesucht, der ebenso leistungsfähig<br />

wie kostengünstig sein sollte.<br />

Der kompakte Pronar-Schredder MRW<br />

2.85 kann diese Anforderungen in allen<br />

Belangen erfüllen. Der Langsamläufer<br />

zeichnet sich durch ein hohes Drehmoment<br />

auf beiden Wellen aus, dabei hat<br />

er auch ein sehr gutes Materialeinzugsverhalten.<br />

Je nach Einsatzbereich kann<br />

eine passende Werkzeugkonfiguration<br />

ausgewählt werden; bei einer geringeren<br />

Anzahl von Werkzeugen auf den Wellen<br />

steht mehr Kraft bei entsprechend<br />

schweren Einsätzen zur Verfügung.<br />

Die maximale Zerkleinerung mittels<br />

Brechen, Reißen und Verformen wird<br />

durch einen langsam laufenden Doppelwellen-Zerkleinerer<br />

erreicht. Die Schredderkammer<br />

misst 1.720 x 2.340 mm. Die<br />

ineinandergreifenden Werkzeuge beider<br />

Wellen nehmen das Schreddergut auf. Je<br />

nach Motorauswahl ziehen der CAT-<br />

Dieselmotor mit 298 kW (405 PS) oder<br />

der Volvo Penta mit 315 kW (428 PS)<br />

kraftvoll durch. Je nach Getriebeauswahl<br />

stehen 2 x 90.000 Nm oder 2 x 120.000<br />

Nm zur Verfügung. So wird auch die<br />

Zerkleinerung von Problemchargen wie<br />

Matratzen, Bahnschwellen und vielem<br />

anderen mehr möglich. Mit drei verschiedenen<br />

Nachbrechbalken und den<br />

dazu passenden Wellen kann die gewünschte<br />

Körnung produziert werden.<br />

Je nach Aufgabematerial stehen drei serienmäßig<br />

hinterlegte Arbeitsprogramme<br />

zur Verfügung; über einen vierten<br />

Leistungsstark, kompakt und<br />

in diesem Fall kettenmobil: der<br />

Pronar Schredder MRW 2.85.<br />

Fotos: C. Christophel GmbH<br />

freien Platz kann ein eigenes Programm<br />

eingegeben werden. Betriebsüberwachung,<br />

reversierbare Lüfterfunktion und<br />

Funkfernbedienung gehören zur Grundausstattung.<br />

Die Überwachung des<br />

1.400 mm breiten Abzugsbandes regelt<br />

das Wellenpaar, sofern Überlast droht.<br />

Den Schredder gibt es in den drei<br />

Varianten Rad-mobil, Container-mobil<br />

und auf Kette. Der MRW 2.85 gelangt<br />

als 3-Achs-Hänger mit EG-Zulassung<br />

für Straßenfahrten bis 100 km/h zum<br />

Einsatzort.<br />

www.christophel.com<br />

Betontankstellen und<br />

Betonautomaten zur:<br />

- Herstellung von Frischbeton<br />

- Herstellung von Beton-System-Steinen<br />

- Veredelung von Recyclingstoffen<br />

Wichtig zu wissen:<br />

- Vollautomatische Bedienung<br />

- Recyclingmaterialveredelung bis 32mm Korngröße<br />

- Reinigung ohne Wasser möglich<br />

- Entwicklung und Produktion in Deutschland<br />

Massfeller Beton2Go GmbH | Sonnenberg 8 | D-56249 Herschbach<br />

www.beton2go.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 43


Biomasse, Kompost, Holz<br />

Eggersmann<br />

Mit der Multi-Channel-Kampagne „Keine Zauberei – einfach gute<br />

Recyclingtechnik“ richtet sich Eggersmann gezielt an die Gruppe der<br />

Kompostplatzbetreiber. Foto: Eggersmann<br />

Attr<strong>aktiv</strong>es Komplett-Angebot<br />

für Kompostplatzbetreiber<br />

Mit der neuen Multi-Channel-Kampagne<br />

„Keine Zauberei – einfach gute<br />

Recyclingtechnik“ richtet sich Eggersmann<br />

gezielt an die Gruppe der Kompostplatzbetreiber,<br />

um ihnen die neuesten<br />

Entwicklungen auf dem Gebiet der<br />

Recyclingtechnologie zu präsentieren. So<br />

erhalten sämtliche Maschinen aus dem<br />

Hause Eggersmann – vom Kompostumsetzer<br />

der Marke Backhus über den Teuton-Universalzerkleinerer<br />

und den Forus-<br />

Vorzerkleinerer bis hin zum Trommelsieb<br />

von Terra Select – mit dem Eggersmann<br />

LLC – Long Life Coating – eine besonders<br />

umweltfreundliche Lackierung ohne chemische<br />

Reinigungs- oder Lösemittel, die<br />

gleichzeitig einen langlebigen Korrosionsschutz<br />

bietet. Mit der NRT – Noise<br />

Reduction Technology – gehören Beeinträchtigungen<br />

durch Maschinenlärm<br />

weitestgehend der Vergangenheit an.<br />

Ein speziell auf die Eggersmann-Maschinen<br />

abgestimmtes Set-up und das Niedrigdrehzahlkonzept<br />

reduzieren den<br />

Schalldruckpegel auf Werte, die weit<br />

unter der Norm liegen. Für mehr Nachhaltigkeit<br />

und niedrigen Kraftstoffverbrauch<br />

sorgen unter anderem die neuesten,<br />

emissionsreduzierten Stufe-V-Motoren<br />

sowie das Eggersmann ASC – Auto<br />

Standby Control. Befindet sich kein Material<br />

mehr in der Maschine, regelt der<br />

Motor automatisch herunter, sodass weniger<br />

Treibstoff verbraucht wird. Eine<br />

erneute Materialaufgabe erkennt die<br />

Maschine ebenfalls automatisch und<br />

regelt selbstständig wieder in den Betriebsmodus.<br />

Das Eggersmann MMS – Minimum<br />

Maintenance System – sorgt für einen<br />

minimierten Wartungssaufwand und<br />

somit größere Maschinenverfügbarkeit<br />

bei gleichzeitig langer Lebensdauer einzelner<br />

Komponenten. Durch die kontinuierliche<br />

Überwachung per Fernwartungstool<br />

Eggersmann Telematic werden<br />

ebenfalls die Standzeiten der Maschinen<br />

reduziert. Die Fernwartung erlaubt den<br />

räumlich getrennten Zugriff auf Parameter,<br />

wie beispielsweise Betriebsstunden.<br />

Das frühzeitige Erkennen von Fehlermeldungen<br />

ermöglicht darüber hinaus ein<br />

pro<strong>aktiv</strong>es Handeln des Service-Personals,<br />

wodurch größere Schäden an der<br />

Maschine vermieden werden können.<br />

Mit der EcoLine präsentiert Eggersmann<br />

seinen Kunden zudem einige seiner<br />

Qualitätsprodukte mit einem ganz<br />

besonderen Ausstattungspaket. So sind<br />

viele bis dato nur als Optionen erhältliche<br />

Features des Trommelsiebs Terra Select<br />

T 60 und des Universalzerkleinerers Teuton<br />

Z 50 in der EcoLine bereits standardmäßig<br />

enthalten. Darüber hinaus verfügen<br />

die EcoLine-Maschinen über ein attr<strong>aktiv</strong>es<br />

Preis-Leistungs-Verhältnis bei<br />

gleichzeitig kurzfristiger Verfügbarkeit.<br />

www.eggersmann-zauberei.de<br />

Arjes<br />

Breites Einsatz-<br />

Spektrum für<br />

starken<br />

Kompaktbrecher<br />

A<br />

uf einer Demotour konnte<br />

der Ajres Impaktor 250 evo<br />

auch das finnische Unternehmen<br />

Kivisampo Oy voll überzeugen.<br />

Der zweiachsige Kompaktbrecher<br />

mit Kettenlaufwerk zerkleinert<br />

dank der zwei langsam rotierenden<br />

Werkzeugwellen unterschiedliche<br />

Materialien wie<br />

Beton, Alt- und Wurzelholz,<br />

Kunststoffe, Gewerbe- und Industrieabfälle,<br />

Bau- und Abbruchabfälle<br />

und sogar Dachpappe.<br />

Dank eines Grundgewichts<br />

von 14 Tonnen kann die<br />

Maschine leicht transportiert<br />

werden, zum Beispiel mit einem<br />

Lkw mit Hakenlift. Wie das finnische<br />

Unternehmen bestätigte,<br />

gibt es auch in Finnland eine<br />

große Nachfrage nach einer kleinen<br />

und vielseitigen Maschine,<br />

die zahlreiche Abfallprodukte<br />

zerkleinern kann. Der 250 evo<br />

kann mit zwei verschiedenen<br />

Arten von Zerkleinerungswellen<br />

ausgestattet werden. Ein Wellenpaar<br />

übernimmt die Zerkleinerung<br />

von Beton und Asphalt, das<br />

andere ist für Abfälle wie Altholz,<br />

Wurzeln, gemischten Bauschutt<br />

und andere Arten von Abfällen<br />

bestimmt.<br />

Die Wellen mit einer Länge<br />

von 1.500 mm und einem<br />

Durchmesser von 680 mm sind<br />

an einer Schnellwechselkassette<br />

befestigt und können so schnell<br />

gewechselt werden. Unterhalb<br />

der Wellen befinden sich ein<br />

Brechbalken und zwei Gegenrechen<br />

auf beiden Seiten. Beim<br />

Brechen von Beton und Asphalt<br />

werden die Gegenrechen geschlossen<br />

gehalten, sodass die<br />

Korngröße des Endprodukts 0<br />

bis 80 mm beträgt. Ändert sich<br />

das zu zerkleinernde Material,<br />

können die Gegenrechen geöffnet<br />

werden, wodurch der Anteil<br />

des Endprodukts vergrößert<br />

44 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

wird. So werden beispielsweise zähe<br />

Dachpappe oder Holzabfälle in Stücken<br />

von 0 bis 250 mm Größe ausgegeben.<br />

Bei einem ersten Testlauf lag die Kapazität<br />

für Beton bei 65 bis 70 Tonnen pro<br />

Stunde. Die Stückgröße des Inputs lag<br />

zwischen 0 bis 700 Millimetern. Im Vergleich<br />

zu Prall- und Backenbrechern gab<br />

es laut Kivisampo keine Materialverstopfungen<br />

und Betriebsunterbrechungen.<br />

Das gesamte Eisen im Beton wurde in<br />

Stücke von etwa 100 bis 350 Millimetern<br />

gebrochen und durch einen Magneten<br />

separat getrennt. Außerdem verfügt die<br />

Maschine standardmäßig über eine Wassersprühanlage,<br />

um den Staub im Trichter<br />

sowie auf dem Austragsband zu reduzieren.<br />

Es gibt drei vordefinierte Programme<br />

zur Einstellung der Wellenrotation.<br />

Die Druckschalter bemerken Veränderungen<br />

im Widerstand der Wellen und<br />

passen so die Drehrichtung an, sodass<br />

auch dadurch Verstopfungen vermieden<br />

werden.<br />

Der Dieselmotor ist ein Stufe-V-kompatibler<br />

und 129 kW starker Volvo Penta<br />

(TAD 581 VE). Ein einfacher Zugang erleichtert<br />

die Wartung und Reinigung der<br />

Einheit. Die Abwurfhöhe des Austragsbandes<br />

beträgt drei Meter. Mit der Fernbedienung<br />

lassen sich alle Funktionen<br />

des Gerätes steuern, auch lässt sich der<br />

Brecher bei Bedarf leicht verfahren.<br />

www.arjes.de<br />

Kein Problem mit einer Vielzahl von<br />

Materialien: Der Arjes Impaktor 250<br />

evo hat sich auch in Finnland<br />

bewährt. Foto: Arjes GmbH<br />

DAS KÖNNEN NUR LINDNER KUNDEN SAGEN:<br />

DU BIST<br />

EINFACH<br />

PERFEKT.<br />

Jan Arie van der Meijden<br />

Verantwortlicher Recycling-<br />

Technologie<br />

Tuytel Group<br />

Niederlande<br />

Die Tuytel Group befasst sich seit 1999 mit der Vermietung von schweren Baumaschinen, Transportlösungen und Recyclingmaschinen.<br />

Bei Schreddern für die Zerkleinerung von Altholz der Klassen A1 bis A4 zur anschließenden Verschiffung vertraut man auf Maschinen<br />

der Lindner Urraco 75 und 95 Serien. Dazu Jan Arie van der Meijden, verantwortlich für Recycling-Technologie bei Tuytel: „Wir wollen<br />

es unseren Kunden nicht zumuten, täglich Messer tauschen oder anschrauben zu müssen, um eine saubere Fraktion ohne lästige<br />

Überlängen zu erhalten. Mit den Urracos schaffen wir ganz locker 600 bis 700 Betriebsstunden ohne uns mit der Schnitteinheit<br />

beschäftigen zu müssen. So kann sich der Maschinenbediener auf die Beschickung konzentrieren und bei einem Durchsatz von bis zu<br />

65 Tonnen pro Stunde eine ganze Menge an perfektem Fertigkorn produzieren.“ Mehr Informationen unter www.lindner.com<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 45


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Apex-Gipo<br />

Solidität als Anti-Aging-Formel<br />

Der kommunale Abfallentsorger der<br />

Stadt Dortmund, die EDG Holding<br />

Dortmund GmbH, betreibt mit der Konzerntochter<br />

DOGA Dortmunder Gesellschaft<br />

für Abfall das Recyclingzentrum an<br />

der Heinrich-August-Schulte-Straße. Die<br />

1997 gegründete DOGA ist heute innerhalb<br />

der EDG Holding GmbH für die Verwertung<br />

von gewerblichen Abfällen verantwortlich.<br />

Neben dem Wertstoffzentrum<br />

Dortmund, das sich vorrangig um die<br />

Sortierung der Dortmunder Wertstofftonne<br />

kümmert, ist das Recyclingzentrum<br />

Dortmund hauptsächlich für die Verwertung,<br />

Aufbereitung und Entsorgung von<br />

mineralischen Schüttgütern und Baustellenabfällen<br />

aller Art sowie Holz- und Grünabfälle<br />

zuständig.<br />

„Grundsätzlich wollten wir uns bei<br />

der Aufbereitung unseres Recycling-Materials<br />

fortwährend verbessern und unser<br />

Sortiment erweitern“, erklärt Betriebsleiter<br />

Jörg Fricke. „Wir produzieren streng<br />

getrennt nach Bauschutt und Beton<br />

güteüberwachtes 0/45-mm-Material,<br />

0/22-mm-Fraktionen sind in Planung.“<br />

Für die DOGA stießen die guten Vorsätze<br />

auf eine in die Jahre gekommene Aufbereitungstechnik.<br />

„Unsere alte Gipo hat<br />

uns über die Jahrzehnte hinweg treue<br />

Dienste geleistet, allerdings gestaltete sich<br />

die Ersatzteilbeschaffung als immer<br />

komplizierter bzw. am Ende als unmöglich“,<br />

so Christian Winterkamp, Leiter<br />

Anlagentechnik.<br />

Als Ersatzinvestition kam erneut eine<br />

Gipo-Anlage in Betracht, was mithilfe des<br />

regionalen Gipo-Vertriebspartners, der<br />

Apex Fördertechnik GmbH aus<br />

Geilenkirchen, auch umgesetzt<br />

werden konnte.<br />

Der neue Prallbrecher R131<br />

FDR GIGA DA überzeugte die<br />

Betriebsleitung in erster Linie durch seine<br />

solide Ausstrahlung, Mobilität und Wendigkeit.<br />

Trotz ihrer massiven Bauweise<br />

und 75 t Gesamtgewicht lässt sich die<br />

Kombianlage innerhalb des 100.000-m²-<br />

Geländes des DOGA-Recyclingzentrums<br />

leicht verfahren. Im neuen Brecher wurde<br />

ein Direktantrieb verbaut, der eine verlustfreie<br />

Leistungsübertragung des 500 PS<br />

starken Scania-Motors an den Prallbrecher<br />

über nur ein Getriebe ermöglicht. Über<br />

Auf sensible<br />

Elektronik<br />

verzichtet<br />

Zufriedene Gesichter vor dem<br />

neu erworbenen GIPO-<br />

Prallbrecher auf dem<br />

Gelände der DOGA mbH<br />

(v. l.): Betriebsleiter Jörg<br />

Fricke und der Leiter<br />

Anlagentechnik, Christian<br />

Winterkamp, Geschäftsführer<br />

der Apex-Fördertechnik<br />

GmbH, Rolf Lieben.<br />

Foto: Apex-Fördertechnik<br />

dieses Konstruktionsmerkmal lässt sich<br />

nach Aussage der Betreiber der Kraftstoffverbrauch<br />

von 70 auf 40 Liter Diesel pro<br />

Betriebsstunde senken.<br />

Bestandteil der Kombianlage ist eine<br />

<strong>aktiv</strong>e Vorsiebeinheit, die das Aufgabematerial<br />

von Feinanteilen trennt, die Zerkleinerung<br />

erfolgt in einem 1.300 mm breiten<br />

Prallbrecher-Rotor. Über dem Hauptförderband<br />

hängt ein in Längsrichtung<br />

montierter Magnetabscheider, der den<br />

Materialfluss von eisenhaltigen<br />

Teilen befreit. Das erhöht die<br />

Lebensdauer des Förderers und<br />

reduziert wartungsbedingte<br />

Standzeiten. Das Zwischenprodukt<br />

gelangt in die 5,50 x 1,80 m großzügig<br />

dimensionierte Doppeldecker-<br />

Nachsiebeinheit, die ebenfalls zur neuen<br />

GIPO-Kombianlage gehört. „Theoretisch<br />

kann man mit ihr bis zu drei Fraktionen<br />

gleichzeitig sieben, derzeit trennt sie aufgabenspezifisch<br />

lediglich 0/45 mm und<br />

Überkornmaterial“, so Rolf Lieben von<br />

Apex-Fördertechnik. Das Überkorn wird<br />

von dort aus erneut dem Brecher zugeführt.<br />

Eine Wasserpumpe zum Bedüsen<br />

46 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

von Brechereinlauf, -austrag und Förderband<br />

zum Zweck der Staubreduktion ist<br />

ebenso Teil der Anlage wie ein auf Wunsch<br />

der DOGA verbauter Luftkompressor, der<br />

zur Maschinenpflege oder für schnelle<br />

Reparaturen genutzt werden kann. Ein<br />

Windsichter zur Ausleitung von Störstoffen<br />

wurde ebenfalls in die Kombianlage<br />

integriert.<br />

Die Verschleißplatten der Prallmühle<br />

sind mit ihren 30 mm doppelt so stark wie<br />

die anderer Modelle. Der bei vielen Herstellern<br />

vorherrschende Trend zu immer<br />

mehr Elektronik birgt auch immer die Gefahr<br />

einer höheren Fehleranfälligkeit.<br />

Schließlich sind die Aggregate stets<br />

hohem Staubaufkommen und starken Erschütterungen<br />

ausgesetzt. Fernabfragen<br />

über eine App oder das Auslesen spezifischer<br />

Daten hatten für die DOGA keine<br />

Priorität, selbst wenn zur Steuerung der<br />

Hydraulik auch mal eigenständig ein<br />

Hebel umgelegt werden muss.<br />

Vom Durchsatz der Anlage sind die Mitarbeiter<br />

der DOGA sichtlich begeistert:<br />

„Die Aufbereitung erfolgt so schnell, dass<br />

man manchmal kaum mit der Beschickung<br />

nachkommt“, so Winterkamp. An<br />

das neue Tempo und die entsprechenden<br />

Verarbeitungsmengen müssen sich die<br />

Betreiber erst einmal gewöhnen. Die<br />

DOGA verarbeitet allein im Bereich Beton<br />

Der ebenfalls in die Anlage<br />

integrierte Windsichter<br />

nutzt das Prinzip der<br />

Schwer- oder<br />

Fliehkrafttrennung, um<br />

unerwünschte Stör- und<br />

Leichtstoffe vom Recycling-<br />

Material zu trennen.<br />

und Bauschutt jährlich etwa 100.000 Tonnen<br />

zu hochwertigem Recyclingmaterial.<br />

Zukünftig wird eine Steigerung um 20<br />

Prozent erwartet.<br />

www.apex-foerdertechnik.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 47


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Der kompakte Prallbrecher<br />

arbeitet auf engem Raum und<br />

sorgt für beste Endprodukte,<br />

worauf Steinbruchleiter Julian<br />

Busold auch vertrauen kann.<br />

Moerschen Mobile Aufbereitung<br />

Markentreue und Innovation ideal kombiniert<br />

Am Standort Hünfeld-Roßbach betreibt<br />

die August Bock & Sohn GmbH<br />

& Co. KG einen Muschelkalk-Steinbruch<br />

mit angeschlossener Bauschuttannahme.<br />

Für die Aufbereitung des Recyclingmaterials<br />

hat sich das Unternehmen eine Flotte<br />

mobiler Maschinen angeschafft. Wesentlicher<br />

Teil der Produktionskette sind<br />

dabei leistungsstarke Prallbrecher. Bereits<br />

seit 1998 setzen die Hessen auf Prallbrecher<br />

von MFL und haben damit laut<br />

Steinbruchleiter Julian Busold beste Erfahrungen<br />

gemacht. Um die anfallenden<br />

Massen auch zukünftig qualitätsbewusst<br />

bearbeiten zu können, hat das Unternehmen<br />

jetzt einen raupenmobilen Prallbrecher<br />

SBM Remax 300 erworben. Über die<br />

Funkfernbedienung lässt sich die Remax<br />

300 schnell und präzise umsetzen. Die<br />

Anlagentechnik muss sich natürlich vor<br />

allem am Endprodukt messen lassen, wie<br />

Julian Busold weiß: „Wir brauchen ein<br />

Material, das ohne Nacharbeiten sofort<br />

verkaufsfähig ist. Zudem werden heute<br />

Fremdstoffe in dem Recyclingmaterial<br />

nicht mehr toleriert.“ Exakt dafür hat<br />

Moerschen Mobile Aufbereitung den<br />

SBM-Prallbrecher mit einem Optionspaket<br />

angeboten, das aus der Brechanlage<br />

eine komplette Aufbereitungsfabrik<br />

macht, so Vertriebsspezialist Johannes<br />

Ett. Für hochwertige Endprodukte sorgen<br />

dabei der angehängte Ein-Deck-Siebkasten<br />

inklusive Magnetabscheider im<br />

Austrag und der Windsichter bei der<br />

Überkornabscheidung.<br />

Innovation und Nachhaltigkeit ist der<br />

neue Leitfaden von Geschäftsführer Andreas<br />

Bock und Julian Busold. In der Vergangenheit<br />

musste das gebrochene Material<br />

immer mit dem Radlader umgesetzt<br />

werden. „Diesen Arbeitsschritt<br />

mussten wir unbedingt optimieren, und<br />

wir haben im Zusammenspiel mit Verkäufer<br />

Johannes Ett eine nachhaltige Lösung<br />

gefunden“, erklärt Julian Busold.<br />

Mit dem raupenmobilen Haldenband<br />

MFB20-90K aus der eigener Fertigung<br />

von Moerschen Mobile Aufbereitung<br />

wurde die ideale Alternative zum Umsetzen<br />

mit dem Radlader gefunden. Die<br />

Prozesskette insgesamt wurde durch die<br />

Kombination der beiden Anlagen nachhaltig<br />

verbessert. Als Erstes wird über das<br />

Haldenband MFB20-90K die Reichweite<br />

zum verlängerten Austrag des SBM<br />

Remax 300 erweitert. Die Aufhaldung auf<br />

mehr als 8 Meter Höhe geht zudem ohne<br />

Radladerbindung. Durch die kontinuierliche<br />

lastabhängige Regelung von Materialfluss<br />

und Aufgabemenge des SBM-<br />

Prallbrechers muss der Radladerfahrer<br />

nicht mehr absteigen und kann sich<br />

durchweg auf die Beschickung des Vibrationsaufgebers<br />

konzentrieren.<br />

Die SBM Remax 300 punktet vor<br />

allem mit hohen Zerkleinerungsgraden<br />

und einer konsistenten Produktkörnung.<br />

Für Anwendungen, die keine Rückfüh-<br />

48 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

rung von Überkorn in die Brechkammer<br />

oder zum Aufhalden erfordern, kann das<br />

komplette Sieb- und Rückführungssystem<br />

in kürzester Zeit von der Anlage<br />

getrennt werden. Dann bleibt die<br />

Remax 300 unter 30 Tonnen Basisgewicht<br />

und kann ohne Sondergenehmigung<br />

transportiert werden. Alternativ<br />

zum dieselelektrischen Betrieb kann die<br />

Remax 300 auch rein elektrisch betrieben<br />

werden, das ist ein großer Vorteil<br />

für den Baustelleneinsatz.<br />

Neben den Qualitäten der Technik<br />

weiß Julian Busold auch den Service zu<br />

schätzen: „Wir haben das Angebot von<br />

Moerschen Mobile Aufbereitung gerne<br />

genutzt, die Anlagenkombination zunächst<br />

im Mietpark zu testen. Nach dem<br />

Test in der Mietzeit haben wir uns für die<br />

Kaufoption entschieden.“ Moerschen-<br />

Vertriebler Johannes Ett freut sich über<br />

den Verkauf: „Wir sind natürlich froh,<br />

einem langjährigen Kunden zu dessen<br />

Zufriedenheit eine solch mobile Kombination<br />

aus Brecher und Haldenband aus<br />

einer Hand bieten zu können.“<br />

Das raupenmobile Haldenband vom Typ Moerschen MF20/90K bringt die<br />

zusätzliche Reichweite bei der Aufhaldung im Alltagsbetrieb. Fotos: Moerschen Mobile<br />

Aufbereitung GmbH<br />

www.moerschenmobil.de<br />

NASS- & MODULARAUFBEREITUNG UMWELTTECHNIK MOBILE AUFBEREITUNGSTECHNIK<br />

ZWEI WELLEN FÜR<br />

EIN HALLELUJA<br />

FRANZOI TAZ 280:<br />

DER ALLESKÖNNER UNTER<br />

DEN ZERKLEINERERN<br />

Sie kennen kein Pardon und machen vor<br />

nichts halt! Die Zähne des TAZ 280 auf<br />

ihren 700 mm starken Wellen beißen<br />

sich durch jede Aufgabe – mit einem<br />

Durchsatz von bis zu 700 t/h und einem<br />

Drehmoment von bis zu <strong>21</strong>0.000 Nm.<br />

Egal wie der Gegner auch heißen mag:<br />

Dieser Schredder zwingt auch Beton,<br />

Ziegel, Asphalt sowie alle Arten von<br />

Bauschutt in die Knie.<br />

Jürgen Kölsch GmbH | Wildspitzstr. 2 | 87751 Heimertingen | www.koelsch.com


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Der neue Takeuchi TB <strong>21</strong>50 R ist als<br />

16-Tonner kompakt gebaut und mit<br />

85 kW/115 PS zugleich leistungsstark.<br />

Foto: Wilhelm Schäfer GmbH<br />

Takeuchi<br />

Kompakt, robust – und dennoch filigran<br />

Die H. Ehlert & Söhne (GmbH & Co.)<br />

KG aus Hamburg hat seit einigen<br />

Monaten einen Takeuchi TB <strong>21</strong>50 R im<br />

Abbrucheinsatz, unter anderem beim<br />

Rückbau einer alten Grundschule. Der<br />

neue Takeuchi TB <strong>21</strong>50 R ist als 16-Tonner<br />

kompakt gebaut und mit 85 kW/115<br />

PS leistungsstark und zugleich sauber,<br />

weil bei Abgasstufe EU V ein Diesel-Oxidationskatalysator,<br />

ein Diesel-Partikelfilter<br />

und die SCR-Nachbehandlung mit<br />

AdBlue zum Einsatz kommen. Für die<br />

Hydraulik sind vier Zusatzkreisläufe mit<br />

variabler Mengen- und Druckeinstellung<br />

vorhanden, um Mehrzweckgreifer, Hydraulikhammer,<br />

Hydraulikschere und Pendelgreifer<br />

bewegen zu können. Für den<br />

schnellen Wechsel von Anbaugeräten ist<br />

der Bagger mit einem vollhydraulischen<br />

OilQuick-Schnellwechsler (OQ-65) der<br />

neuesten Generation mit Fallsicherung<br />

ausgerüstet. Das extrem Fordernde<br />

dabei ist, dass Bewegungen im Abbrucheinsatz<br />

sich manchmal im Zentimeterbereich<br />

abspielen müssen, wenn zum Beispiel<br />

am Dach Folien, Teerpappe und<br />

Verschalung getrennt abgenommen<br />

werden. Im gröberen Einsatzbereich hingegen<br />

muss die volle Kraftentfaltung zur<br />

Verfügung stehen, um Mauern abzureißen<br />

und Fundamente abzubauen.<br />

Der Takeuchi ist für diese Einsätze sehr<br />

gut ausgerüstet. Der Verstellausleger ist<br />

am Löffelstiel eigens mit einem Zylinderschutz<br />

für diese Abbrucheinsätze versehen,<br />

die Kabine ist mit einem nach FOPS-<br />

Kategorie 2 ISO 1<strong>02</strong>62 geprüften Gitter<br />

geschützt. Die Hydraulikleitungen sind<br />

sicher am bzw. im Baggerarm verlegt<br />

und Rohrbruchsicherungen, Lastwarneinrichtung<br />

usw. gehören zur Standardausrüstung.<br />

Die maximale Reichweite<br />

von 8.860 mm lässt einen großen Arbeitsradius<br />

zu. Dabei bewegt sich der<br />

Takeuchi immer auf einer sicheren Basis.<br />

Egal, wie er sich dreht und wendet, die<br />

Bridgestone-GeoGrip-Gummibodenplatten<br />

und die dreiflanschigen Laufwerksrollen<br />

bilden eine robuste Einheit<br />

und stellen so sicher, dass die Gummiketten<br />

auch auf schwierigen Untergründen<br />

nicht abspringen. Ein weiteres Beispiel<br />

für solide Standfestigkeit ist das<br />

Abstütz- und Planierschild, das aus verwindungsfreiem<br />

Stahl hergestellt ist. Das<br />

sorgt auch hier für eine hohe Standsicherheit.<br />

Die extrem starken Buchsen<br />

und Bolzen sind eine gute Voraussetzung<br />

für geringen Verschleiß und wenige Reparaturen.<br />

Das ist bei der wirtschaftlichen<br />

Betrachtung eines solchen Baggers<br />

von großer Bedeutung. Für geringeren<br />

Wartungsaufwand sorgt auch die Zentralschmieranlage,<br />

die in diesem TB <strong>21</strong>50<br />

R eingebaut ist. Angenehm für den Fahrer<br />

ist ebenso die geräumige Kabine mit<br />

einer Klimaautomatik und viel Platz für<br />

Ablage und Werkzeug. Hinzu kommt,<br />

dass das Arbeitsfeld gut überschaubar<br />

und durch die leistungsstarken LED-<br />

Scheinwerfer bestens ausgeleuchtet ist.<br />

www.wschaefer.de<br />

50 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Epiroc<br />

Abbruch mit Power<br />

Nach einem Tanklasterunglück auf der<br />

Autobahn A 40 direkt unterhalb der<br />

Eisenbahnbrücken in Mülheim-Styrum im<br />

September 2<strong>02</strong>0 mussten diese aufgrund<br />

eines Gutachtens abgerissen werden. Mit<br />

Blick auf die sehr wichtigen Bahnstrecken<br />

wie auch die stark frequentierte Stadtautobahn<br />

sollte der Abriss sehr schnell erfolgen.<br />

Samstagsmorgens wurde der<br />

Abbruch gestartet, am folgenden Dienstagnachmittag<br />

konnte er erfolgreich abgeschlossen<br />

werden. Insgesamt sieben<br />

Bagger kümmerten sich um die beiden<br />

Eisenbahnbrücken, jede 1.800 Tonnen<br />

schwer. Die beiden Abbruchzangen CB<br />

7500 und CC 5000 rissen große Betonteile<br />

ab, während die drei eingesetzten<br />

Hydraulikhämmer HB 7000, HB 5800 und<br />

HB 4700 ihre hohe Schlagkraft demonstrierten.<br />

An nur einem Wochenende wurden<br />

bei diesem Einsatz rund 2.000 m 3<br />

Abraum bewegt. Allein 200 Lastwagen-<br />

Ladungen waren nötig, um das Abbruch-<br />

Material wegzufahren.<br />

Die eingesetzten Epiroc-Werkzeuge<br />

konnten sich auch bei dieser Aufgabenstellung<br />

wieder einmal bewähren: Die<br />

Beton-Abbruchzange CB 7500 ist für den<br />

primären Abbruch breiter, verstärkter Betonkonstruktionen<br />

ausgelegt und aufgrund<br />

ihres vergleichsweisen geringen<br />

Gewichts eine sehr gute Wahl für den<br />

Einsatz mit hoher Reichweite oder langen<br />

Auslegern. Die breiten Backenöffnungen<br />

und hohen Bruchkräfte konnten insbesondere<br />

den Abbruch der dicken Brückenteile<br />

aus Beton sehr gut bewerkstelligen.<br />

Ebenso überzeugte auch die Abbruchschere<br />

CC 5000 mit ihrem modularen<br />

Design, einfacher Wartung und der Kombination<br />

aus hoher Brechkraft, kurzen<br />

Zykluszeiten und hoher Zuverlässigkeit.<br />

Die um 360 Grad drehbaren Geräte ermöglichen<br />

eine ausgezeichnete Handhabung.<br />

Darüber hinaus waren auf der A 40<br />

drei Hydraulikhämmer der Typen HB<br />

7000, HB 5800 und HB 4700 im Einsatz<br />

– allesamt flexibel einsetzbar und erstaunlich<br />

geräusch- und vibrationsarm. Ihr<br />

Solid-Body-Konzept steht für hohe Zuverlässigkeit,<br />

Vielseitigkeit, Effizienz und Leistung.<br />

Zudem gelten sie als sehr wartungsfreundlich.<br />

Die Rückstoßenergie des Kolbens<br />

wird automatisch zur Leistungssteigerung<br />

ohne zusätzliche hydraulische<br />

Energie genutzt. Die Belastung durch<br />

Vibrationen ist somit äußerst gering.<br />

Ebenso gesundheitsschonend ist der Luftund<br />

Wassereinlass, der zum Anschluss<br />

einer Druckluftversorgung und eines integrierten<br />

Wasserkanals zur Staubunterdrückung<br />

dient.<br />

www.epiroc.com<br />

Bei einem<br />

Brückenabbruch<br />

demonstrierten<br />

die Epiroc-<br />

Anbaugeräte<br />

wieder einmal<br />

ihre Leistungsfähigkeit.<br />

Foto: Epiroc<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 51


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

Abfahrt: Verteilt auf 9<br />

Schwertransporter, trat der<br />

KMC1600S die Reise zu seinem<br />

ersten Einsatz an.<br />

Kiesel<br />

Deutschlands größter Abbruch-<br />

Bagger: Das kann sich sehen lassen<br />

Vor der beeindruckenden Kulisse des<br />

ehemaligen Steag-Kraftwerks in Lünen<br />

wurde Mitte Februar der KTEG<br />

MultiCarrier 1600S an seinen neuen<br />

Eigentümer übergeben. Im Beisein der<br />

Geschäftsleitungen der beteiligten<br />

Unternehmen Kiesel, KTEG sowie der<br />

Hagedorn-Unternehmensgruppe wurde<br />

der als bislang größte Vertreter seiner<br />

Art in Betrieb genommen.<br />

Wenn in Deutschland neue große<br />

Bauprojekte entstehen, muss in der<br />

Regel zunächst ein Altbestand abgebrochen<br />

und das Gelände revitalisiert werden.<br />

Dabei kann sich auch nach einer<br />

Sprengung der weitere Abbruch durchaus<br />

noch in Höhen von mehr als 35 Metern<br />

abspielen. Auf so einer Baustelle<br />

stehen wir hier. Für solche Aufgaben<br />

braucht der Unternehmer die passenden<br />

Maschinen. Und hier ist KTEG der perfekte<br />

Partner“, so Harald Thum, Geschäftsführer<br />

der KTEG GmbH. „Nicht selten<br />

liegen die Anforderungen, wie auch hier<br />

in Lünen, außerhalb des Rahmens. Bei<br />

KTEG entwickeln und bauen wir Lösungen<br />

für solche und andere Projekte in<br />

enger Abstimmung mit den Auftraggebern.<br />

Auch die Hagedorn-Unternehmensgruppe<br />

ist bei uns fündig geworden<br />

und gemeinsam haben wir das Maschinenkonzept<br />

KMC in einer mehrmonatigen<br />

Projektphase punktgenau auf den<br />

Einsatz zugeschnitten.“<br />

Lösungen „out of the box”<br />

Die KTEG GmbH, ein deutsches Unternehmen<br />

der Kiesel-Gruppe, hat es sich<br />

zur Aufgabe gemacht, maßgeschneiderte<br />

Lösungen in Deutschland zu entwickeln<br />

und zu bauen. Die Geschichte begann<br />

2013 und wurde inzwischen mit<br />

einem Marktanteil von aktuell über 50<br />

Prozent im Segment Abbruch fortgeschrieben.<br />

30 Ingenieure arbeiten daran,<br />

die Produkte stetig weiterzuentwickeln.<br />

Mit dem flächendeckenden Netzwerk für<br />

Vertrieb, Service und Ersatzteilversorgung<br />

der Kiesel-Gruppe hat man einen<br />

starken Partner mit einer über 60-jährigen<br />

Branchenerfahrung an seiner Seite.<br />

„KTEG steht für eine Lösung ohne<br />

Kompromisse. Sei es in der Beratung, der<br />

Entwicklung, dem Bau oder dem After-<br />

Sales-Service. Wir sind dank kurzer Wege<br />

immer für unsere Kunden da“, führt<br />

Thum weiter aus. „Unser KMC ist in den<br />

Grundzügen vergleichbar zum bewährten<br />

Schweizer Taschenmesser. Aus einem<br />

großen Baukasten wählen wir bedarfsgerecht<br />

die passende Ausrüstung aus, die<br />

dann in der Kombination mit dem Anbaugerät<br />

perfekte Ergebnisse liefert.<br />

Dabei denken wir ‚out of the box’, das<br />

heißt, wir denken in Lösungen und fokussieren<br />

uns dabei vollkommen auf die<br />

Branche und den geplanten Einsatz. Wir<br />

sind flexibel und können von der Losgröße<br />

1 bis hin zur Serie alles abbilden.“<br />

Eine Maschine, die sich<br />

selbstständig aufbaut<br />

Um einen Koloss wie den KMC1600S von<br />

einem Einsatzort zum nächsten zu bringen,<br />

sind etliche Vorbereitungen zu treffen.<br />

Aufgrund der Dimensionen muss die<br />

Maschine in mehrere Segmente zerlegt<br />

transportiert werden. Die Seitenschiffe<br />

und das Kontergewicht demontiert die<br />

Maschine dabei in Eigenregie und ohne<br />

externe Hilfsgeräte. Am Zielort baut sie<br />

sich genauso selbstständig wieder auf.<br />

Dieses Konzept macht das Handling<br />

selbst einer solchen Großmaschine einfach<br />

und kostengünstig.<br />

Der Transport des KMC1600S und seiner<br />

Ausrüstungen vom badischen Geisin-<br />

52 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

gen ins westfälische Lünen war natürlich<br />

schon aufsehenerregend. Die Einzelteile<br />

der Maschine und ihre Ausrüstungen belegten<br />

neun Schwerlaster. Obwohl winterliche<br />

Straßenverhältnisse den Transport<br />

verzögerten, erreichte er sicher sein<br />

Ziel, wo er mit der zum aktuellen Einsatz<br />

passenden Ausrüstung aufgebaut wurde.<br />

Unmittelbar nach der feierlichen Übergabe<br />

ging es an die Arbeit. Dabei zeigte<br />

der KMC1600S seine Leistungsfähigkeit,<br />

Kraft und Reichweite. Dank der verschiedenen<br />

Ausleger, wie der Tele-High-<br />

Reach-Ausrüstung, die er je nach Einsatz<br />

ankoppelt, ist er in der Lage, Abbrüche<br />

bis zu einer Höhe von 60 Metern auszuführen.<br />

Parallel dazu greift er je nach<br />

Einsatzanforderung auf eine sogenannte<br />

Triple-Boom-Ausrüstung zurück, die<br />

durch den Einsatz von Verlängerungsstücken<br />

schrittweise von <strong>21</strong> auf bis zu 36<br />

Metern erweitert werden kann.<br />

„Die verschiedenen Auslegerlängen<br />

sind das Resultat unserer Arbeit, in den<br />

jeweiligen Höhen immer das maximale<br />

Anbaugerätegewicht einsetzen zu können“,<br />

erläutert Harald Thum das Konzept.<br />

„So kommen wir schrittweise von<br />

25 Tonnen in <strong>21</strong> Metern, über 12 Tonnen<br />

in 36 Metern bis hin zu beachtlichen<br />

3 Tonnen in 60 Metern. Der Wechsel des<br />

Anbaugerätes erfolgt dank des vollhydraulischen<br />

Schnellwechselsystems Oil-<br />

Quick genauso spielend, wie man das<br />

von Baggern kleinerer Baugrößen kennt.<br />

Aus dem Blickwinkel „Zeit ist Geld“ ist<br />

dies ein entscheidender Faktor für die<br />

Angekommen: In Lünen stand<br />

zunächst die Montage der einzelnen<br />

Elemente auf dem Programm.<br />

Produktivität im Einsatz.“ Thomas Hagedorn,<br />

geschäftsführender Gesellschafter<br />

der Hagedorn-Unternehmensgruppe,<br />

fasst es wie folgt zusammen: „Die neuen<br />

Herausforderungen und Dimensionen<br />

brauchen derartige Innovationen. Der<br />

KMC, der genau nach unseren Anforderungen<br />

entwickelt wurde, ist ein Leistungsträger,<br />

der unsere immer komplexer<br />

werdenden Rückbauprojekte effizient<br />

bewältigen kann.“<br />

www.kiesel.net<br />

Nicht alltäglich: Die symbolische<br />

Schlüsselübergabe (von links: Thomas<br />

Hagedorn, Peter Elstermann, beide<br />

Hagedorn-Unternehmensgruppe, Uwe<br />

Stratmann, Kiesel Nord GmbH & Co. KG).<br />

Einsatz: Der KMC1600S zeigt beim<br />

ersten Einsatz am ehemaligen<br />

Elektrofilter des Kraftwerks, was in<br />

ihm steckt. Fotos: Hagedorn<br />

Unternehmensgruppe, Kiesel GmbH<br />

Formen. Stapeln. Ändern. Umstellen.<br />

Das einzigartige BETONBLOCK® System, Konkurrenzlos!<br />

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<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 53


Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

TITELSTORY<br />

Craco: Ein u<br />

Erfahrungs- S<br />

Eigentlich ist es eine<br />

Binsenweisheit, und dennoch:<br />

Verschleiß ist gerade in der<br />

Recyclingindustrie ein<br />

immerwährendes und wohl nie<br />

endendes Thema. Überall dort,<br />

wo es um die Zerkleinerung<br />

und Weiterverarbeitung<br />

unterschiedlichster Materialien<br />

geht, wird nicht nur der<br />

Verschleiß der Zerkleinerungswerkzeuge<br />

zu einem äußerst<br />

entscheidenden Aspekt in der<br />

Aufbereitung im Sinne von:<br />

Bloß keinen Ausfall riskieren,<br />

sonst steht die gesamte<br />

Aufbereitungslinie still.<br />

Unser Titelfoto zeigt zwei von<br />

Craco konstruierte und<br />

gebaute Komponenten eines<br />

Zwei-Wellen-Zerkleinerers.<br />

Dieser wird zur Aufbereitung<br />

von Haus- und Gewerbemüll<br />

eingesetzt, der anschließend<br />

als Ersatzbrennstoff genutzt<br />

wird. Wellen und Werkzeuge<br />

müssen dabei nicht nur<br />

passgenau sein, sondern auch<br />

die berühmt-berüchtigten<br />

Lastspitzen beim Zerreißen<br />

aushalten. Hinter alle dem<br />

steckt eine immense<br />

Erfahrung, die wir in unserer<br />

Titelstory mal etwas näher<br />

beleuchten werden.<br />

Wenn es um das Thema<br />

Verschleiß geht, dürfte der Name<br />

Craco mit an erster Stelle stehen.<br />

Das im Westerwald ansässige<br />

Unternehmen kann auf eine<br />

jahrzehntelange Erfahrung in<br />

diesem Themenbereich<br />

zurückblicken: Individuelle und<br />

gleichzeitig qualitativ hochwertige<br />

Lösungen für alle Verschleiß-<br />

Anforderungen haben Kunden<br />

aus den unterschiedlichsten<br />

Industriezweigen bis heute mehr<br />

als überzeugt.<br />

Der Westerwald ist nicht nur ein<br />

landschaftlich äußerst abwechslungsreiches<br />

Mittelgebirge<br />

zwischen den Flüssen Dill im<br />

Osten, Lahn im Süden, Rhein im Westen,<br />

Sieg im Norden und Heller im Nordosten,<br />

sondern kann auch auf eine lange<br />

Tradition im Bergbau zurückblicken. Ein<br />

Teil dieser Tradition wird heute insbesondere<br />

über hoch spezialisierte Unternehmen<br />

des Maschinen- und Anlagenbaus<br />

weiter fortgesetzt. Zu diesen Unternehmen,<br />

deren Produkte zum Teil weltweit<br />

ein hohes Ansehen genießen, zählt ohne<br />

Zweifel auch Craco mit seinem Sitz in<br />

Atzelgift, nördlich von Hachenburg.<br />

Craco kann auf eine lange und dennoch<br />

konstante Geschichte zurückblicken:<br />

1936 in Köln als Werkzeughandel<br />

gegründet, entwickelte sich das Familienunternehmen<br />

nach dem Krieg an seinem<br />

neuen Standort im Westerwald<br />

dank der vorhandenen Freiformschmiedetechnik<br />

schnell zu einem führenden<br />

Anbieter von Verschleißschutzlösungen.<br />

Ein wesentlicher Faktor für den Unternehmenserfolg<br />

dürfte die frühzeitig einsetzende<br />

Beratung der Kunden durch die<br />

Craco-Außendienstmitarbeiter sein,<br />

wobei der direkte Kundenkontakt wohl<br />

54 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

nermesslicher<br />

chatz<br />

Craco ist in vielen<br />

Recycling-Branchen<br />

erfolgreich unterwegs –<br />

das moderne<br />

Hallengebäude ist ein<br />

wesentlicher Bestandteil<br />

des Erfolgs.<br />

entscheidend war. Die zunächst zwischengeschalteten<br />

Händler konnten<br />

diese Beratung nur schwer leisten, vor<br />

allem nicht hinsichtlich einer stark qualitätsorientierten<br />

Beratung, die hochwertige<br />

Materialien im Sinne der Kunden<br />

anbieten sollte. So hat man das Geschäft<br />

gleichsam von der Pike auf gelernt.<br />

Individuelle Lösungen,<br />

kein Produkt von der Stange<br />

Ein Beispiel unter vielen: ein Messerschlitten in unterschiedlichen Regenerationsstufen.<br />

Genau das ist es, was auch den heutigen<br />

Erfolg mit ausmachen dürfte. Über den<br />

direkten Kundenkontakt werden nicht<br />

nur einfach Verschleißteile getauscht<br />

oder repariert, nein, es geht vielmehr<br />

darum, die mit dem Verschleiß auszumachenden<br />

Schwachstellen der Maschinen<br />

zu entdecken und diese dann vordringlich<br />

zu beheben. Das funktioniert natürlich<br />

nur dann, wenn man sich in die Maschinentechnik<br />

hineindenken kann, fast<br />

mit einem wissenschaftlichen Anspruch,<br />

um genau dort anzusetzen, wo der Verschleiß<br />

letztendlich mit ausgelöst wird.<br />

Dazu muss man den Kunden auch mitnehmen,<br />

was ein großes, beiderseitiges<br />

Vertrauen voraussetzt. Da Craco herstellerunabhängig<br />

ist, kommt genau an dieser<br />

Stelle die immense Erfahrung mit den<br />

Produkten unterschiedlicher Hersteller<br />

zum Tragen.<br />

Ein solcher Anspruch verlangt einen<br />

äußerst <strong>aktiv</strong>en Außendienst – und bedingt<br />

eine sehr individuelle Herangehensweise<br />

an die Kundenansprüche<br />

und ihre Anforderungen vor Ort: Craco<br />

produziert keine Produkte von der Stange,<br />

alles ist individuell und immer auf<br />

Langlebigkeit ausgelegt, nur das kann<br />

aus Sicht des Unternehmens auf Dauer<br />

überzeugen. In sechs Wochen werden<br />

rund 40.000 verschiedene Positionen in<br />

verschiedenen Arbeitsschritten produziert,<br />

und das macht deutlich, wie<br />

durchorganisiert der gesamte Produktionsprozess<br />

ist. Interessant in diesem<br />

Zusammenhang ist auch die Tatsache,<br />

dass dieser Produktionsprozess nicht<br />

vom Produktionsmanagement, sondern<br />

vom Vertrieb gesteuert wird. Das<br />

bedeutet, dass es eigentlich der Kunde<br />

ist, der über seine Anforderungen direkt<br />

den Vertrieb und damit den Produktionsablauf<br />

steuert.<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 55


Titelgeschichte: Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

Für Craco ist die dahinterstehende Unternehmensphilosophie<br />

klar: Der Antrieb<br />

in jeder Forschung und Entwicklung ist<br />

einzig und allein der Kunde, der Craco<br />

mit seinen Erfahrungen und seiner Expertise<br />

im Einsatz hin zu Produktentwicklungen<br />

und neuen Bearbeitungsverfahren<br />

lenkt. Diese Entwicklungs- und Lernprozesse<br />

sind Kernbestandteil des täglichen<br />

Handelns des Unternehmens und lenken<br />

es so in immer neue Einsatzgebiete. Dadurch<br />

stand man bereits häufig an der<br />

Schwelle, dass vorhandene oder<br />

marktübliche Verfahren für diese Zwecke<br />

nicht ausgereicht haben. Ein, wenn man<br />

so will, nie endender Entwicklungskreislauf,<br />

fast so, als wolle man nicht auf die<br />

nächste Hürde warten, sondern <strong>aktiv</strong><br />

darauf zusteuern, um Neuerungen entwickeln<br />

zu können, und das in den<br />

Grenzbereichen, in denen man bei der<br />

Herstellung und Bearbeitung von Stahl<br />

agiert.<br />

CRACO GmbH<br />

Naubergstraße 6<br />

D-57629 Atzelgift<br />

Tel.: +49 (0) 2662 9552-0<br />

Fax: +49 (0) 2662 9552- 549<br />

info@craco.de<br />

www.craco.de<br />

Eine von Craco<br />

konstruierte<br />

und gefertigte<br />

Siebtrommel<br />

auf dem Weg<br />

zum Kunden.<br />

Mithilfe<br />

modernster FEM-<br />

Analysen lassen<br />

sich die Struktur<br />

und der<br />

Verschleiß eines<br />

Bauteils genau<br />

entschlüsseln.<br />

Dies benötigt eine Mentalität, die Akzeptanz<br />

dafür schafft, dass eben noch<br />

funktionierende Verfahren angepasst<br />

oder gar aufgelöst und neu strukturiert<br />

werden müssen. Alles mit ganzheitlichem<br />

Blick auf die gesamten ineinandergreifenden<br />

Prozesse.<br />

Ständige Weiterentwicklung<br />

Verschleiß ist gerade im Recycling immer<br />

ein Thema – die Bandbreite ist allein mit<br />

den Branchen Baustoff-, Wertstoff-, Metall-<br />

und Holz<strong>recycling</strong> immens, aber für<br />

Craco kein Problem. Maschinentechnisch<br />

gibt es zwischen den Branchen<br />

einige Überschneidungen, sodass die<br />

Konstruktionsabteilung mit über 20 spezialisierten<br />

Ansprechpartnern auch bei<br />

schwierigen Fragestellungen immer eine<br />

passende Lösung findet. Insofern bleiben<br />

die drei Hauptgeschäftsbereiche Regeneration,<br />

Komponentenfertigung und Anlagenbau<br />

ständig „up to date, sie bleiben<br />

nicht stehen und entwickeln sich beständig<br />

weiter. Der Komponentenbau wird<br />

zunehmend stärker, der Rotorenbau war<br />

schon immer ein Spezialgebiet von Craco<br />

und der Sondermaschinenbau im Bereich<br />

Hammermühlen oder Schredder<br />

gewinnt ebenfalls zunehmend mehr an<br />

Bedeutung.<br />

Dass Craco schon immer an seine eigenen<br />

Ideen geglaubt hat, belegt auch<br />

die Entwicklung des eigenen Premiumstahls<br />

unter dem Markennamen Cracox.<br />

Dieser 1997 vorgestellte hochverschleißfeste<br />

Stahl, für den Craco übrigens 1998<br />

mit dem Innovationspreis des Landes<br />

Rheinland-Pfalz ausgezeichnet wurde, ist<br />

inzwischen in den Qualitätsstufen Cracox<br />

400 bis Cracox Ultra erhältlich. Entwickelt<br />

wurde dieser Spezialstahl über eine<br />

hoch interessante Zusammenarbeit mit<br />

einem deutschen Stahlkonzern.<br />

Hervorragend aufgestellt, eine immense<br />

Erfahrung, auch und gerade aus der Praxis<br />

mit den Kunden: Der bei Craco vorhandene<br />

Erfahrungs-Schatz ist ein Schatz im<br />

wahrsten Sinne des Wortes.<br />

(hst)<br />

56 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


STANDORTKARTEN<br />

Online<br />

Für PC, Tablet und Smartphone!<br />

Online-Portal mit zugehörigem Kartensystem – über 7.600 Standorte und Adressen deutscher<br />

Baustoff-Werke und -Verwaltungen inklusive Routenplaner und umfangreicher Suchfunktionen.<br />

Verfügbare Branchen: Asphalt, Baustoff-Recycling, Naturstein betriebe, Sand und Kies,<br />

Transportbeton.<br />

Die wichtigsten Punkte im Überblick:<br />

• Genaue Standorte durch geocodierte Daten<br />

• Übersichtliche Kennzeichnung der<br />

Verwaltungen und Werke<br />

• Vollständige Adressansicht<br />

• Präzise Abgrenzung der Bundesländer<br />

und Landkreise<br />

• Einfachere und schnellere<br />

Routenplanung<br />

• Detaillierte Routenbeschreibung<br />

• Umkreissuche in Entfernung<br />

oder Fahrzeit<br />

• Suche nach PLZ, Ort oder<br />

Werk möglich<br />

Testversion unter: bso.stein-verlaggmbh.de<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH, Josef-Herrmann-Straße 1–3, D-76473 Iffezheim<br />

Tel.: +49 7229 606-0, info@stein-verlagGmbH.de, www.stein-verlagGmbH.de


Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

Kleine Innovation mit großer<br />

Wirkung: Ab sofort verbaut die<br />

B+W GmbH in ihren<br />

Wassernebelsystemen einen<br />

Wasserzähler. Foto: B+W Gesellschaft<br />

für Innovative Produkte mbH<br />

B+W Gesellschaft für Innovative Produkte mbH<br />

Wasserzähler im Sprühsystem: Weniger Wasser schont die Umwelt<br />

Um den wachsenden Ansprüchen der<br />

Ressourcenschonung – Wasser ist ein<br />

kostbares Gut – sowie den Arbeits- und<br />

Umweltschutzverordnungen zu entsprechen,<br />

verbaut die B+W GmbH in all ihren<br />

Wassernebelsystemen ab sofort einen<br />

Wasserzähler. Hiermit erfolgt die Durchflussüberwachung<br />

des zu versprühenden<br />

Wassers, was auch den Vorteil beinhaltet,<br />

dass Undichtigkeiten im System<br />

genauso erkannt werden wie verstopfte<br />

Düsen. Undichtigkeiten kosten durch<br />

auslaufendes und nicht genutztes Wasser<br />

unnötig Geld. Durch den Wasserzähler<br />

wird der Verbrauch der Düsen überwacht.<br />

Sollten Leckagen auftreten, so<br />

wird der erhöhte Wasserverbrauch erfasst<br />

und die Anlage geht in Störung.<br />

Dies ist nicht nur ein wichtiger Aspekt<br />

der Ressourcenschonung.<br />

Es wird aber nicht nur der maximale,<br />

sondern auch der minimale Durchfluss<br />

überwacht. Damit lassen sich verstopfte<br />

Düsen sofort erkennen. Sollten diese<br />

nämlich keinen feinen Wassernebel mehr<br />

erzeugen, so ist die Entstaubungsleistung<br />

ebenfalls nicht mehr gewährleistet. Hier<br />

wird der Wasserzähler wieder <strong>aktiv</strong>: Wird<br />

der minimale Wasserdurchsatz unterschritten,<br />

wird auch in diesem Fall ein<br />

Signal ausgegeben. Die wartungsarmen<br />

B+W-Wasserdüsen lassen sich einfach<br />

und in kurzer Zeit reinigen.<br />

Der angeschraubte Filter lässt sich einfach<br />

mit einem Schraubendreher lösen<br />

und unter fließendem Wasser reinigen.<br />

Somit ist die Entstaubungsanlage schnell<br />

wieder einsatzbereit und trägt weiter<br />

zum Arbeits- und Umweltschutz bei.<br />

www.buwip.de<br />

AXTOR 6<strong>21</strong>0<br />

LEISTUNGSSTARK.<br />

VIELSEITIG. ROBUST.<br />

58 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1<br />

www.komptech.com


Pfreundt<br />

Keine Überladung – mehr Nutzlast<br />

Basierend auf der Richtlinie 96/53/EG der Europäischen Kommission müssen<br />

EU-Mitgliedstaaten bis Mai 2<strong>02</strong>1 Maßnahmen ergreifen, mit denen überladene<br />

Fahrzeuge selektiert und im nächsten Schritt von den zuständigen<br />

Behörden kontrolliert werden können. Ob dies mittels automatischer Systeme<br />

in der Straßeninfrastruktur oder durch in Nutzfahrzeugen installierte mobile<br />

Wiegesystemen erfolgt, ist den EU-Mitgliedstaaten hierbei selbst überlassen.<br />

Zur Erfüllung der Richtlinie setzen die EU-Mitgliedstaaten zurzeit vermehrt auf<br />

die Option der in die Straßeninfrastruktur eingebetteten Systeme. Jedoch<br />

bieten mobile Wiegesysteme Unternehmen Vorteile, die weit über die Erfüllung<br />

der entsprechenden EU-Richtlinie hinausgehen.<br />

Das von Pfreundt angebotene Überlast-Kontrollsystem ist ein mobiles System<br />

zum Schutz vor Überlast und der Optimierung der Nutzlast von Lkw. Es<br />

ermittelt und überwacht das Gewicht einzelner Achsen bzw. Achsgruppen<br />

und gibt bei Überladung dieser oder des gesamten Fahrzeugs einen Warnhinweis<br />

auf der digitalen Anzeige im Führerhaus aus. So ermöglicht das System<br />

eine schnelle Kontrolle der Lastverteilung und verhindert damit, dass Bußgelder<br />

und Überlastungsvermerke verhangen werden. Durch die Optimierung<br />

der Nutzlastverteilung und die damit verbundene Maximierung der Nutzlastkapazität<br />

wird zudem der Fahrzeugverschleiß reduziert und der Kraftstoffverbrauch<br />

gesenkt.<br />

Der Einbau des Überlastkontrollsystems ist sowohl in neue Fahrzeuge ab<br />

3,5 Tonnen als auch nachträglich für Blatt- genauso wie für Luftfederung jederzeit<br />

möglich. Darüber hinaus können auch diverse Anhänger mit einem<br />

Anzeige-Gerät verwaltet werden. Das System erkennt dabei die Anhänger und<br />

Auflieger automatisch. Das Überlast-Kontrollsystem ist einfach zu installieren<br />

und zu bedienen, Eingaben des Fahrers sind nicht erforderlich.<br />

www.pfreundt.de<br />

It takes real<br />

giants to handle<br />

wastemonsters<br />

Vecoplan-Alles-Zerkleinerer<br />

und Holzzerkleinerer – stark<br />

im Einsatz bei Rest- und<br />

Altholzaufbereitung<br />

Vecoplan Maschinen und Anlagen<br />

bieten die besten Voraussetzungen, um<br />

Sie bei Ihren Aufbereitungsprozessen zu<br />

unterstützen. Überzeugen Sie sich!<br />

Das von Pfreundt angebotene Überlast-Kontrollsystem ist ein mobiles<br />

System zum Schutz vor Überlast und der Optimierung der Nutzlast von<br />

Lkw. Foto: Pfreundt GmbH<br />

Vecoplan AG | Vor der Bitz 10<br />

56470 Bad Marienberg | Germany<br />

phone: +49 2661 62 67-0<br />

welcome@vecoplan.com | www.vecoplan.com


Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

Zwei Beispiele aus dem<br />

Programm der Box Family:<br />

Die HS-Box Premium …<br />

HS-Schoch<br />

Ladungssicherung auf der Pritsche: Einfach und sicher<br />

HS-Schoch bietet mit der HS-Box Premium<br />

und der HS-Box Basic spezielle<br />

Ladegutsicherungssysteme für den<br />

Einsatz auf der Transporterpritsche an.<br />

Die HS-Box sichert Werkzeuge und Materialien<br />

während der Fahrt, auf der Baustelle<br />

ist sie Lager und Werkzeug-Kiste in<br />

einem und sorgt für entsprechende Ordnung.<br />

Zugleich wird das Werkzeug vor<br />

Witterungseinflüssen und Diebstahl geschützt.<br />

Die HS-Box Premium wird aus<br />

hochwertigen Materialien gefertigt und<br />

ist präzise verarbeitet. 1,25 mm verzinktes<br />

Stahlblech und die Oberflächenversiegelung<br />

mit KTL zum Schutz vor Korrosion<br />

und die pulverbeschichteten Außenseiten<br />

garantieren einen jahrelangen<br />

Nutzen. Der Farbton der Pulverbeschichtung<br />

kann entsprechend der Fahrzeugfarbe<br />

oder der jeweiligen Hausfarbe des<br />

Unternehmens individuell gewählt werden.<br />

Das Gewicht der Box beträgt 75 kg,<br />

die Maße sind 1.840 x 735 x 740 mm.<br />

Die Box selbst besteht aus einem äußeren<br />

Korpus, der als Grundmodul dient,<br />

und aus verschiedenen Ausstattungsvarianten<br />

für das Innenleben. Nach dem<br />

Baukastenprinzip stehen je nach Anforderung<br />

verschiedene Einsätze, Trennwände<br />

und Behälter zur Auswahl. Alle<br />

Bodenflächen und Fachböden sind mit<br />

einer Antirutschmatte aus Gummi belegt.<br />

Über eine optional erhältliche seit-<br />

60 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Verschleiß, EDV, Zubehör<br />

… und die HS-Box<br />

Light. Fotos: HS-Schoch<br />

liche Öffnung ist der Zugriff von der<br />

Straße aus möglich, ohne dass die Ladefläche<br />

betreten werden muss. Dazu müssen<br />

nur die Ladebordwände heruntergeklappt<br />

werden. Von der Pritschenfläche<br />

aus erfolgt der Zugriff durch Hochklappen<br />

des Deckels auf der Oberseite der<br />

Box. Dieser ist mit zwei Vector-T-Griff-<br />

Verschlüssen gesichert. Optional sind<br />

hierfür auch Schließzylinder erhältlich.<br />

Ebenfalls gibt es die Box auch mit passendem<br />

Transportrahmen. In der HS-Box<br />

Basic lassen sich Werkzeuge, Kanister,<br />

Motorsäge und vieles andere mehr verstauen.<br />

Der Bausatz besteht aus 6 passgenauen<br />

Bauteilen, die sich leicht zusammenbauen<br />

lassen. Man benötigt dazu<br />

nur eine handelsübliche Nietzange. Die<br />

Box ist 1.840 x 715/635 x 730 mm groß<br />

und 57 kg schwer. Die Box wird aus<br />

1 mm starkem verzinktem Blech hergestellt<br />

und ist mit 4 Scharnieren am Kastenkörper<br />

vernietet. An der Kastenfront<br />

sind 3 Schnappverschlüsse angebracht,<br />

die sich mithilfe eines Vorhängeschlosses<br />

verschließen lassen. Jeweils ein Deckelfeststeller<br />

auf der linken und der rechten<br />

Seite lässt ein bequemes Be- und Entladen<br />

zu. Als Sonderzubehör sind abschließbare<br />

Seitentüren für die Fahrer-<br />

und Beifahrerseite erhältlich, die einen<br />

bequemen Zugriff vom Boden aus erlauben.<br />

Dazu müssen nur die Ladebordwände<br />

abgeklappt werden. Zum Auf- und<br />

Abladen von der Pritsche mit dem Gabelstapler<br />

gibt es als Sonderzubehör spezielle<br />

Füße.<br />

Mit einem Eigengewicht von nur 35 kg<br />

ist die aus 2 mm starkem Aluminium-<br />

Riffelblech gefertigte dritte Variante, die<br />

HS-Box Light, extrem leicht und erhöht<br />

somit das zulässige Gesamtgewicht nur<br />

marginal. Mit Maßen von 1.840 x<br />

715/630 x 730 mm bietet die Box genug<br />

Platz, um Werkzeuge, Kanister und Baumaterial<br />

etc. zu transportieren. Zum<br />

Schutz vor Langfingern ist der an 4 Scharnieren<br />

montierte nach oben klappbare<br />

Deckel mit drei abschließbaren Schnappverschlüssen<br />

ausgestattet. Für einen komfortablen<br />

Zugriff von der Straße aus sind<br />

für Fahrerseite und Beifahrerseite optional<br />

seitliche Türen erhältlich. Gleiches gilt für<br />

entsprechende Füße, zum Transportieren<br />

und Aufladen der Box Light mit einem<br />

Gabelstapler oder Radlader. Geliefert<br />

wird die Box als Bausatz in Form von 6<br />

passgenauen Bauteilen.<br />

www.hs-schoch.de<br />

SCHREDDERN UNTER PALMEN<br />

IMPAKTOR 250 evo<br />

Die mobile Kompaktklasse<br />

Die besondere Herausforderung bei der Zerkleinerung von<br />

Palmengewächsen liegt in der langfaserigen und zähen Struktur<br />

dieser Pflanzen. Durch den asynchronen Reißvorgang unserer<br />

Wellen zerkleinert der IMPAKTOR 250 evo dieses Material souverän<br />

und erzeugt ein sauberes Endprodukt zur Kompostierung.<br />

Zahlreiche Einsatzmöglichkeiten finden sich außerdem bei der<br />

Aufbereitung von Altholz, Stammholz und Wurzeln sowie der Zerkleinerung<br />

von Bau- und Abbruchabfällen, Altreifen, Gewerbemüll<br />

und vielen weitere Anwendungen.<br />

Wir nehmen Ihre Herausforderung <strong>recycling</strong> an! <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 www.arjes.de 61


RECHT UND POLITIK<br />

BDSV<br />

Verschrottung ohne<br />

Bürokratie-Aufwand<br />

§<br />

AUS DEN<br />

VERBÄNDEN<br />

Bei der Umsetzung der Förderrichtlinie ENF 2<strong>02</strong>1 gab<br />

es Irritationen hinsichtlich des zu nutzenden Nachweises<br />

für die ordnungsgemäße und umweltgerechte Verschrottung<br />

von Nutzfahrzeugen der Klassen N2 und N3.<br />

In einem gemeinsamen Schreiben an das Bundesverkehrsministerium<br />

haben die Recyclingverbände BDSV<br />

Bundesvereinigung Deutscher Stahl<strong>recycling</strong>- und Entsorgungsunternehmen<br />

e. V., bvse – Bundesverband<br />

Sekundärrohstoffe und Entsorgung e. V. und die FAR<br />

Fachgruppe Autorückmontage den unbürokratischen<br />

Vorschlag unterbreitet, als Nachweis für die ordnungsgemäße<br />

Verschrottung der Nutzfahrzeuge das Formblatt<br />

für den Verwertungsnachweis gemäß AltfzgV analog<br />

zu nutzen und zusätzlich mit dem Vermerk: „Unbrauchbar<br />

gemacht gemäß Förderrichtlinie ENF 2<strong>02</strong>1“<br />

zu versehen. Ferner betonten die Recyclingverbände,<br />

bvse<br />

Even better. Even stronger.<br />

Problematische kommunale<br />

Entsorgungsaufträge für Alttextilien<br />

Abraservice Deutschland ist Ihr<br />

Partner, wenn es um den Einsatz<br />

von verschleißfesten Stählen geht.<br />

Mit unserem modernen Maschinenpark und kompetenten Service leistungen realisieren<br />

wir Ihre Produktanforderungen von Halbzeugen bis hin zu fertigen Baugruppen.<br />

Als europäischer Marktführer in verschleißfesten Stählen und hochverschleißfesten<br />

Sonderwerkstoffen bietet Abraservice seinen Kunden auch Komplettlösungen an.<br />

Von der Beratung, über die Bedarfsanalyse, bis hin zur Lieferung fertiger und<br />

bearbeiteter Teile, bereit für den Einsatz in stark beanspruchten Umgebungen.<br />

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1. Laserzuschnitt mit hoher Toleranzgenauigkeit. 2. Messer mit anschl. Farbeindringprüfung. 3. Sondersieb<br />

für einen Brecher im Steinbruch (t = 145mm). 4. Material verteiler aus hochwertigen Abratube – Rohren.<br />

5. Sieb für die Recyclingindustrie. 6. Brennerbauteil für ein Braunkohlekraftwerk.<br />

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Zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2015<br />

Zertifizierter Schweißfachbetrieb nach DIN EN ISO 3834-2<br />

www.abraservice.com<br />

2 3<br />

4 5 6<br />

Haben Sie Fragen?<br />

Rufen Sie uns an. Gerne beantworten wir auch Ihre Fragen per E-Mail oder in<br />

einem persönlichen Gespräch. Wir freuen uns auf Sie.<br />

Dazu zählen<br />

Stahlproduktion<br />

Bergbau und Steinbrüche<br />

Zementwerke<br />

Baggerarbeiten<br />

Recycling<br />

Handhabung<br />

Heben und Transport von<br />

Schüttgütern<br />

Allgemeiner Bau und<br />

Straßenfertigung<br />

Zuckerraffinerien<br />

Landwirtschaftliche<br />

Maschinen<br />

Stationäre und mobile<br />

Shredderanlagen<br />

DEUTSCHLAND<br />

A20-de-Deutschland-V1-2<strong>02</strong>0-Solodesign AB<br />

Mit Sorge sieht der Fachverband Textil<strong>recycling</strong> die aktuelle<br />

Entwicklung bei der Vergabe von Entsorgungsaufträgen für<br />

Alttextilien durch Kommunen in Deutschland an Unternehmen<br />

ohne Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb.<br />

Alttextilien sind hochwertige Materialien, die möglichst wiederverwendet<br />

werden und deren Erfassung, Transport und<br />

Behandlung höchster Sorgfaltspflicht unterliegen sollten. Da<br />

diese hauptsächlich durch haushaltsnahe Abgabe in den Wertstoffkreislauf<br />

gelangen, greift hier das Kreislaufwirtschaftsgesetz<br />

als gesetzliche Grundlage der zu beachtenden Bestimmungen.<br />

Seit 1996 bietet hier die im § 56 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes<br />

geregelte Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb allen Beteiligten<br />

die Möglichkeit, sich der höchsten Sorgfaltspflicht der<br />

Auftragnehmer zu versichern. Fast ausnahmslos haben sich daher<br />

etablierte Unternehmen dazu entschieden, diese Zertifizierung<br />

zum Nachweis der nötigen Sachkunde vornehmen zu lassen.<br />

Ebenfalls wurde es gängige Praxis, dass kommunale Auftragnehmer<br />

diese Zertifizierung zur Teilnahme an Auftragsvergaben voraussetzen.<br />

Leider wird hiervon nun immer öfter abgewichen,<br />

wie am Beispiel der Vergabe einer Stadt im Norden Baden-Württembergs<br />

und einer Großstadt im Ruhrgebiet zu sehen ist. Die<br />

Vergabe von kommunalen Entsorgungsaufträgen an Unternehmen<br />

ohne gültige Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb<br />

62 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


dass nur die Betriebe, die über eine abfallrechtliche Genehmigung zur<br />

Annahme, Demontage und/oder Verschrottung trockengelegter Fahrzeuge<br />

der Klassen N2 und N3 verfügen, berechtigt sind, die ordnungsgemäße<br />

Verschrottung gemäß der Förderrichtlinie vorzunehmen und<br />

zu dokumentieren.<br />

In einer ersten Reaktion hat das Bundesministerium für Verkehr und<br />

digitale Infrastruktur die Richtigkeit dieser Auslegung bestätigt und<br />

zugesagt, dass dieses zeitnah auf den Projektseiten des Bundesamtes<br />

für Güterverkehr konkretisiert werden wird. Das neue Förderprogramm<br />

des Bundesverkehrsministeriums ist seit dem 08.01.2<strong>02</strong>1 in Kraft und<br />

sieht unter anderem die Verschrottung alter, konventioneller dieselbetriebener<br />

Nutzfahrzeuge der Abgasstufen Euro 0 bis Euro V/EEV und<br />

die Bezuschussung des Erwerbs von Lkw der Abgasstufe Euro VI mit<br />

bis zu 15.000 Euro vor. Es erfasst auch den Erwerb elektro- oder wasserstoffbetriebener<br />

Nutzfahrzeuge. BDSV, bvse und FAR fordern eine<br />

schnelle, unkomplizierte und praktische Lösung. Zusätzliche Formblätter<br />

erhöhen lediglich den bürokratischen Aufwand ohne Nutzen für<br />

Mensch und Umwelt.<br />

www.bdsv.org<br />

bedeutet einen Verzicht auf Sicherheit über die Einhaltung der abfallrechtlichen<br />

Vorschriften sowie die daraus resultierenden Anforderungen<br />

und Pflichten. Jeder Entsorgungsfachbetrieb hat gegenüber den<br />

Anbietern ohne Zertifizierung auch einen deutlichen Wettbewerbsnachteil,<br />

da er im Gegensatz zu diesen einen jährlichen großen finanziellen<br />

und arbeitstechnischen Aufwand betreibt.<br />

Der Fachverband Textil<strong>recycling</strong> fordert daher umgehend die Korrektur<br />

dieser Vorgehensweise und bietet den Kommunen zusätzlich<br />

zum Entsorgungsfachbetrieb eine weitere Hilfestellung bei der Entsorgungsentscheidung<br />

an: „Mit dem seit 2013 etablierten bvse-Qualitätssiegel<br />

für das Textil<strong>recycling</strong> haben wir ein sichtbares Zeichen für<br />

eine hochwertige und seriöse Textilsammlung geschaffen. Unternehmen,<br />

die das Qualitätssiegel für das Textil<strong>recycling</strong> auf ihren Kleidercontainern<br />

aufbringen, dokumentieren transparent ihre Betriebsabläufe<br />

und werden regelmäßig von einem externen und unabhängigen<br />

Sachverständigen überprüft. Kommunen und Verbraucher erhalten<br />

damit gleichermaßen einen sicheren Hinweis auf eine ressourcen- und<br />

umweltschonende Sammlung“, erklärte der Vorsitzende im bvse-<br />

Fachverband Textil<strong>recycling</strong>, Stefan Voigt.<br />

www.bvse.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 63


EINKAUFSFÜHRER: IHRE SPEZIALISTEN<br />

Einkaufsführer – WER BIETET WAS?<br />

Der <strong>recycling</strong>-<strong>aktiv</strong>-Einkaufsführer hilft Ihnen, den richtigen Kontakt zu finden!<br />

Ihr Einkaufsführer für den Bereich<br />

Recycling ist in folgende Rubriken<br />

unterteilt:<br />

• Materialumschlag<br />

• Schrott & Metall<br />

• Kunststoffe<br />

• Papier – Pappe – Kartonagen<br />

• Biomasse, Holz, Kompost<br />

• Abbruch & Baustoff-Recycling<br />

• Verschleiß & Zubehör<br />

• Steuerung & Automatisierung<br />

• EDV<br />

• Dienstleistungen<br />

Kontaktieren Sie uns einfach,<br />

wir beraten Sie gerne:<br />

+49 8364 986079 oder<br />

susanne.grimm@stein-verlagGmbH.de<br />

Abbruch/Baust.-Recyc.<br />

CLEANsweep V-Concept ®<br />

Der Kehrbesen mit Kehrgut-Sammelfunktion<br />

Abbruch/Baust.-Recyc.<br />

Abbruch/Baust.-Recyc.<br />

Die CLEANsweep V-Concept® Kehrbesen<br />

überzeugen durch Kehrkraft, Kehrmenge<br />

und Kehreffizienz.<br />

Patentierte V-Concept® - Anordnung<br />

sorgt für Kehrgut-Sammelfunktion und<br />

bessere Kehrergebnisse!<br />

Bis zu 3-fache Kehrmenge gegenüber<br />

gerader Bauart<br />

70 % Zeitersparnis gegenüber gerader<br />

Bauart<br />

Massiver Verstärkungsrahmen als Anfahrund<br />

Verwindungsschutz<br />

CLEANsweep Hochleistungsbürsten mit<br />

800 km Standzeit!<br />

Randnahes Kehren durch patentierte<br />

Seiten-Sammelbesen<br />

CLEANline Reinigungstechnik<br />

Tel: +49 (0)2778 – 69645-0<br />

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Die GIPO- Anlagen zeichnen sich generell<br />

durch die hohe Zuverlässigkeit, grosse Leistung,<br />

robuste Bauweise und ihre erwiesene<br />

Langlebigkeit aus.<br />

• Raupenmobile Brech- und Siebanlagen<br />

• Raupenmobile Haldenbänder<br />

• Stationäre Brech- und Siebanlagen<br />

• Nassaufbereitungsanlagen<br />

• Schlacken- Entschrottungsanlagen<br />

• Windsichtungsanlagen<br />

• Prall- und Backenbrecher<br />

• Siebmaschinen<br />

• Rollenroste und Plattenbänder<br />

GIPO AG, CH – 6462 Seedorf UR<br />

T +41 41 874 81 10, info@gipo.ch<br />

www.gipo.ch<br />

• Engineering, Beratung, Machbarkeitsstudien<br />

• Siebmaschinen, -anlagen, Pelletierteller<br />

• Materialien (Schlacken; Stäube- Filterstäube,<br />

Flugstäube; Aschen – Flugasche; Filterkuchen,<br />

Baustoffabfälle)<br />

HAVER NIAGARA GmbH,<br />

Robert Bosch Str. 6, 48153 Münster,<br />

Tel.: +49 (0) 251 9793 0<br />

E-Mail: info@haverniagara.com<br />

www.haverniagara.com<br />

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Sehr geehrte Leserschaft,<br />

unsere Fachzeitschrift „<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“<br />

ist für Sie als Leser KOSTENFREI.<br />

Nutzen Sie daher die Möglichkeit,<br />

„<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“ auch Ihren Mitarbeitern<br />

und Geschäftspartnern zur<br />

Verfügung zu stellen. Eine kurze<br />

E-Mail an <strong>recycling</strong>-<strong>aktiv</strong>@steinverlagGmbH.de<br />

genügt.<br />

Bitte teilen Sie uns nur kurz die<br />

Bezugsadresse und die Stückzahl<br />

mit. „<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“ wird Ihnen<br />

dann ab der kommenden Ausgabe<br />

kostenfrei zugesandt.<br />

<br />

Ihre Redaktion<br />

64 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


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KW-Generator produziert Synchron Generatoren<br />

im Leistungsbereich von 7-500kVA.<br />

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unsere Magnetanlagen eine schnelle Magnetisierung<br />

sowie eine geregelte Abmagnetisierung.<br />

Ebenso verfügen wir über Schutzmaßnahmen<br />

wie Kurzschluss, Temperatur oder Unterbrechung.<br />

KW-Generator GmbH &Co.KG<br />

73527 Schwäbisch Gmünd – Lindach<br />

Tel +49 (0) 7171 104 17 – 0<br />

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Im Bereich des Baumaschinenzubehörs stehen<br />

Ihnen mit der HS-Schoch Gruppe ein unschlagbarer<br />

Partner zur Seite. Wir entwickeln,<br />

produzieren und regenerieren Anbaugeräte wie<br />

Löffel, Schaufeln und<br />

Greifer für den Recycling-Bereich:<br />

• Hochkippschaufel<br />

• Sieblöffel<br />

• Container<br />

• Niederhalter-Schaufel<br />

• Sonderkonstruktionen<br />

Sprechen Sie uns an!<br />

HS-Schoch GmbH&Co.KG | Am Mühlweg 4 |<br />

73466 Lauchheim | 0736396096<br />

info@hs-schoch.de<br />

Verschleißschutz<br />

CRACO GmbH<br />

www.craco.de<br />

T. +49 (0)2662-9552-0<br />

info@craco.de<br />

CRACO – Ihr Spezialist für Verschleißteile<br />

Die Firma CRACO aus Atzelgift ist ein<br />

führender Anbieter von Verschleißschutzlösungen.<br />

Das Familienunternehmen wächst schon<br />

seit seiner Gründung vor 80 Jahren stetig und<br />

erweitert dabei ständig seine Möglichkeiten.<br />

Durch modernste Maschinen ist CRACO in der<br />

Lage effizient und wirtschaftlich ein enormes<br />

Produktspektrum zu fertigen. CRACO entwickelt<br />

Ihre Lösung. Den Fokus setzt man auf<br />

die Kostenreduzierung für den Kunden durch<br />

Optimierung der Verschleiß-Situation vor Ort.<br />

Hierfür steht ein flächendeckendes Netz an Außendienstlern<br />

zur Verfügung. Von der Entwicklung<br />

speziell angepasster Materialien über kundenindividuelle<br />

Konstruktionen mit modernster<br />

3-D-Software bis hin zur Auslieferung:<br />

CRACO entwickelt Ihre Lösung.<br />

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Ihres Berichtes aus einer<br />

Ausgabe „<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“?<br />

Gerne senden wir Ihnen ein Angebot zu!<br />

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Tel.: +49 7229 606-0 | Fax: +49 7229 606-10<br />

info@stein-verlaggmbh.de | www.stein-verlaggmbh.de<br />

<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 65


Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 1/2<strong>02</strong>1<br />

TITELSTORY<br />

Zeppelin-Cat: Zerlegung<br />

eines großen Vogels<br />

ABBRUCH<br />

Hagedorn:<br />

Auch Windräder<br />

gehören ins Recycling<br />

BIOMASSE<br />

Moerschen:<br />

Metallabscheidung<br />

sichert Rohstoffe<br />

Die Fachzeitschrift für Recycling-Industrien Ausgabe 3/2019 3/2<strong>02</strong>0<br />

Biomasse<br />

Neue Aufbereitungstechniken<br />

ON TOUR<br />

Schwierige Arbeitsbedingungen<br />

TITELSTORY<br />

Umschlag: Modern<br />

und effizient<br />

Zu guter Letzt<br />

Inserentenverzeichnis <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> Ausgabe 2/2<strong>02</strong>1<br />

Abraservice Deutschland GmbH, 4<strong>02</strong>33 Düsseldorf S. 62<br />

Arjes GmbH, 36433 Leimbach S. 61<br />

B + W Gesellschaft für Innovative Produkte mbH, 46244 Bottrop S. 51<br />

Baljer & Zembrod GmbH & Co. KG, 88361 Altshausen S. 39<br />

Bertram Förderanlagen und Arbeitsbühnen GmbH, 30179 Hannover S. 14<br />

Betonblock / Legobeton BV, 1841 HA Stompetoren, NIEDERLANDE S. 53<br />

BMD Baumaschinendienst GmbH & Co. KG, 69123 Heidelberg S. 36<br />

Coreum GmbH, 64589 Stockstadt S. 63<br />

Craco GmbH, 57629 Atzelgift<br />

Titelseite<br />

E. Dold & Söhne GmbH & Co. KG, 78120 Furtwangen S. <strong>21</strong><br />

Doppstadt Umwelttechik GmbH, 42555 Velbert S. 31<br />

EAG Einfach Aufbereiten GmbH, 01109 Dresden S. 27<br />

Eggersmann Gruppe GmbH & Co. KG, 33790 Halle S. 47<br />

Frutiger Company AG, 8409 Winterthur, SCHWEIZ S. 14<br />

Gipo AG, 6462 Seedorf, SCHWEIZ Umschlagseite 2<br />

Höcker Polytechnik GmbH, 49176 Hilter S. 9<br />

HS-Schoch Gmbh, 73466 Lauchheim S. 23<br />

Hup Schweiß- und Regenerierungstechnik GmbH, 74585 Rot am See S. 60<br />

Jenz GmbH, 32469 Petershagen S. 11<br />

Jürgen Kölsch GmbH, 87751 Heimertingen S. 49<br />

Komptech GmbH, 8130 Frohnleiten, ÖSTERREICH S. 58<br />

Leiblein GmbH, 74736 Hardheim S. 9<br />

Lindner-Recyclingtech GmbH, 9800 Spittal an der Drau, ÖSTERREICH S. 45<br />

Massfeller Beton2Go GmbH, 56249 Herschbach S. 43<br />

Moerschen Mobile Aufbereitung GmbH, 47877 Willich-Anrath S. 19<br />

Rockster Austria International GmbH, 4<strong>21</strong>2 Neumarkt i. M., ÖSTERREICHS. 15<br />

Untha shredding technology, 5431 Kuchl, ÖSTERREICH S. 13<br />

Vecoplan AG, 56470 Bad Marienberg S. 59<br />

Zemmler Siebanlagen GmbH, 03238 Massen-Niederlausitz S. 28<br />

Zeppelin Baumaschinen GmbH, 85748 Garching S. 25<br />

Beilagen:<br />

Cleanline Reinigungstechnik GmbH & Co. KG, 35768 Siegbach<br />

Zeppelin Rental GmbH, 85748 Garching<br />

Die ganze Welt des Recyclings – 6 x im Jahr – kostenlos!<br />

„<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“ ist für die Leser kostenfrei,<br />

d. h., die Zeitschrift wird breit gestreut.<br />

Dabei sind nicht nur Entscheider aus Technik<br />

und Wirtschaft die Zielgruppe; auch der<br />

Betriebsleiter und Maschinenführer werden<br />

ausdrücklich angesprochen.<br />

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Schwerpunkte der Fachzeitschrift „<strong>recycling</strong><br />

<strong>aktiv</strong>“ sind Maschinen-Einsatzberichte, -Übersichten<br />

und -Vergleiche für den Umschlag und<br />

die Aufbereitung von<br />

■ Schrott/Metall<br />

■ Kunststoffen<br />

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Kartonagen<br />

■ Holz<br />

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■ Abbruch/Baustoff-<br />

Recycling<br />

■ Ersatzbrennstoffen<br />

■ Bioabfällen<br />

■ Glas<br />

■ Altreifen<br />

66 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1


Impressum<br />

Chefredaktion:<br />

Helmut Strauß (hst)<br />

Tel., Fax: +49 6898 870592<br />

helmut.strauss@stein-verlagGmbH.de<br />

Redaktion:<br />

Dipl.-Min. Gabriela Schulz (gsz)<br />

Tel.: +49 171 5369629<br />

gabriela.schulz@stein-verlagGmbH.de<br />

Kathleen Niendorf (kn)<br />

Tel.: +49 7229 606-36<br />

kathleen.niendorf@stein-verlagGmbH.de<br />

Mitarbeit an dieser Ausgabe:<br />

J. P. Steiner (jps)<br />

Korrektorat:<br />

Josef Mayer, mayerjosef2@t-online.de<br />

Layout/Herstellung:<br />

Michel Drexel, Petra Greb-Gaß<br />

Tel.: +49 7229 606-23<br />

michel.drexel@stein-verlagGmbH.de<br />

Anzeigenverkauf:<br />

Susanne Grimm-Fasching<br />

Tel.: +49 8364 986079<br />

Fax: +49 8364 984732<br />

Mobil: +49 162 9094328<br />

susanne.grimm@stein-verlagGmbH.de<br />

Anzeigenkoordination:<br />

Gudrun Schwend<br />

Tel.: +49 7229 606-31<br />

gudrun.schwend@stein-verlagGmbH.de<br />

Anzeigenpreise:<br />

Preisliste Nr. 13 vom 01.01.2<strong>02</strong>1<br />

24. – 25.06.2<strong>02</strong>1<br />

<strong>02</strong>. – 04.09.2<strong>02</strong>1<br />

05. – 07.10.2<strong>02</strong>1<br />

09. – 10.11.2<strong>02</strong>1<br />

ZU GUTER LETZT<br />

Veranstaltungen<br />

VDI-Seminar:<br />

Aktuelle Trends im Kunststoff<strong>recycling</strong><br />

Düsseldorf<br />

www.vdi-wissensforum.de/weiterbildungkunststoff/trends-kunststoff<strong>recycling</strong>/<br />

NEU: RecyclingAKTIV & TiefbauLIVE<br />

Die Demonstrationsmessen:<br />

• RecyclingAKTIV – Demonstrationsmesse<br />

für Entsorgung und Recycling<br />

• TiefbauLIVE – Demonstrationsmesse<br />

für Straßen- und Tiefbau<br />

Karlsruhe<br />

www.<strong>recycling</strong>-<strong>aktiv</strong>.com<br />

NEU: 32. Kasseler<br />

Abfall- und Ressourcenforum<br />

Kassel<br />

www.witzenhausen-institut.de<br />

VDI-Seminar:<br />

Aktuelle Trends im Kunststoff<strong>recycling</strong><br />

Frankfurt am Main<br />

www.vdi-wissensforum.de/weiterbildungkunststoff/trends-kunststoff<strong>recycling</strong>/<br />

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Vertriebskoordination:<br />

Iris Merkel<br />

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iris.merkel@stein-verlagGmbH.de<br />

Herausgeber:<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH,<br />

Iffezheim<br />

Verlagsanschrift:<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH<br />

Josef-Herrmann-Straße 1–3<br />

D-76473 Iffezheim<br />

Tel.: +49 7229 606-0<br />

Fax: +49 7229 606-10<br />

infoSTV@stein-verlagGmbH.de<br />

www.stein-verlagGmbH.de<br />

25. – 28.01.2<strong>02</strong>2<br />

19. – <strong>21</strong>.01.2<strong>02</strong>2<br />

16. – 17.<strong>02</strong>.2<strong>02</strong>2<br />

NEU: VDBUM-Großseminar<br />

Willingen-Sauerland<br />

www.vdbum.de<br />

NEU: 20 th International Electronics<br />

Recycling Congress IERC<br />

Salzburg<br />

www.icm.ch<br />

NEU: SOLIDS & RECYCLING-TECHNIK<br />

Dortmund<br />

www.<strong>recycling</strong>-technik.com<br />

Geschäftsleitung:<br />

Dr.-Ing. Friedhelm Rese<br />

Druck:<br />

W. Kohlhammer Druckerei GmbH + Co. KG<br />

70329 Stuttgart<br />

Erscheinungsweise:<br />

6 Ausgaben im Jahr 2<strong>02</strong>1:<br />

1 (Februar), 2 (April), 3 (Juni),<br />

4 (August), 5 (November), 6 (Dezember)<br />

3/2<strong>02</strong>1<br />

Ihre Ansprechpartnerin für eine gezielte<br />

Werbung in „<strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong>“:<br />

Susanne Grimm-Fasching<br />

Tel.: +49 8364 986079<br />

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Mobil: +49 162 9094328<br />

susanne.grimm@stein-verlagGmbH.de<br />

Mit Namen des Verfassers gekennzeichnete<br />

Beiträge sind nicht unbedingt die Meinung<br />

der Redaktion. Die Redaktion übernimmt<br />

keine Haftung für un ver langt eingesandte<br />

Manuskripte. Sie behält sich die redak -<br />

tionelle Bearbeitung eingesandter Manu -<br />

s kripte und Leserbriefe ausdrücklich vor.<br />

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit<br />

Anzeigenschluss: 07.05.2<strong>02</strong>1<br />

Geneh migung des Verlages.<br />

Alle Rechte © Stein-Verlag Baden-Baden<br />

Erscheinungstermin: 04.06.2<strong>02</strong>1<br />

GmbH, Iffezheim, 2<strong>02</strong>1 (13. Jahrgang),<br />

ISBN 978-3-941643-00-0 <strong>recycling</strong> <strong>aktiv</strong> 2/2<strong>02</strong>1 67


© OpenStreetMap<br />

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Übersichtlich | Präzise | Informativ<br />

Ausgabe | 2<strong>02</strong>1<br />

Naturstein/Steinbrüche<br />

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Baden-Württemberg<br />

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STANDORTKARTEN<br />

Ausgabe | 2<strong>02</strong>0<br />

Naturstein/Steinbrüche<br />

Adressregister<br />

www.stein-verlaggmbh.de<br />

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www.steinexpo.de<br />

© Alle Rechte Stein-Verlag Baden-Baden GmbH. Reproduktionen, auch<br />

auszugsweise, sowie die Verwendung des Adressmaterials für kommerzielle<br />

Zwecke (Werbemailings etc.) sind nicht gestattet. Stand: 2<strong>02</strong>1<br />

Bestellungen unter www.stein-verlagGmbH.de<br />

Stein-Verlag Baden-Baden GmbH | Josef-Herrmann-Str. 1–3<br />

76473 Iffezheim | Tel.: +49 7229 606-0 | Fax: +49 7229 606-10<br />

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