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SchlossMagazin Augsburg Nordschwaben + Fünfseenland April 2021

Schönes Leben in der Region

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04<br />

21<br />

Das Lifestyle-Magazin<br />

für <strong>Augsburg</strong>, <strong>Nordschwaben</strong> + Fünfseenland<br />

Preis: unbezahlbar<br />

www.schlossmagazin.com<br />

Schönes Leben in der Region<br />

Hochzeit<br />

halten<br />

Inspirationen<br />

und Tipps für den<br />

großen Tag<br />

Es gibt was zu sehen<br />

Kunst + Kultur<br />

Mmmh… Spargel<br />

Lukullisches<br />

Draußen-Möbel<br />

Natur + Garten


Sehenswürdigkeiten mit Kult-Charakter –<br />

kann man auch auf Asphalt entdecken.<br />

Der neue Taycan Cross Turismo. Soul, electrified.<br />

Entdecken Sie die atemberaubende Performance und Alltagstauglichkeit des<br />

neuen Taycan Cross Turismo. Jetzt im Porsche Zentrum <strong>Augsburg</strong>.<br />

Porsche Zentrum <strong>Augsburg</strong><br />

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86368 Gersthofen<br />

Tel. +49 821 45544-900<br />

www.porsche-augsburg.de<br />

Taycan 4 Cross Turismo · Stromverbrauch (in kWh/100 km): kombiniert 28,1; CO₂-Emissionen (in g/km): kombiniert 0; Stand: 04/<strong>2021</strong>


Editorial | 3<br />

Es liegt was<br />

in der Luft<br />

Vorbei die graue Winterzeit – es<br />

ist Frühling weit und breit! Mögen<br />

wir noch in vielem eingeschränkt<br />

sein: Echte Frühlingsgefühle kann<br />

uns niemand nehmen. Wie lässt<br />

sich das Frühjahr also am besten<br />

auskosten?<br />

Da wäre zum einen der Spargel –<br />

DAS Frühlingsgemüse überhaupt.<br />

Duft und Anblick der frischen<br />

Stangen machen Appetit – bis<br />

weit in den Juni hinein. So bleibt<br />

viel Zeit, neue Rezepte auszuprobieren. Diese – und Wissenswertes<br />

zum Spargel an sich – finden Sie auf unseren lukullischen Seiten.<br />

Mit neuen Schuhen gelingt ein frühlingsfrischer Auftritt noch beschwingter.<br />

Im „Schuh-Geschäft“ bahnt sich derzeit eine Trendwende<br />

an: Nachhaltig und fair produziertes Schuhwerk aus recycelten bzw.<br />

recycelbaren Materialien verlassen mehr und mehr ihre Nischen<br />

und mausern sich zu modischen Hinguckern. Am stärksten ist dieser<br />

Trend bei Sneakern zu beobachten. Wir haben eine Auswahl der<br />

Besten für Sie zusammengetragen. Auf Nachhaltigkeit achten auch<br />

die Hersteller von Möbeln – speziell Outdoormöbeln. Die Tendenz<br />

geht längst weg von billigem „Ex-und-Hopp“ hin zu langlebigem<br />

wetterfestem Mobiliar aus wiederverwendbarem Material, ausgestattet<br />

mit jeder Menge Schick und komfortablen Eigenschaften.<br />

Kein Wunder, denn die Terrasse ist längst zum zweiten Wohnzimmer<br />

geworden. Lassen Sie sich von unserer Auswahl inspirieren!<br />

Frühlingsluft genießen lässt sich auch auf Rädern. „Oben luftig –<br />

unten elektrisch“ sind zum Beispiel die aktuellen E-Cabrios, die wir<br />

Ihnen nicht vorenthalten wollen. Wer lieber in die Pedale tritt, wird<br />

sich vielleicht für ein teilüberdachtes E-Rad begeistern, das sich anschickt,<br />

von Norwegen aus den Kontinent zu erobern.<br />

Schwerpunktthema der <strong>April</strong>-Ausgabe des <strong>SchlossMagazin</strong>s ist aber<br />

das Heiraten. Die Brautpaare „trauen sich“ wieder. Da freut man sich<br />

natürlich über praktische Tipps und Adressen, die die Hochzeitsvorbereitungen<br />

erleichtern, angefangen bei A wie Anzug bis zu V wie<br />

Versicherung.<br />

Aber seien Sie gewiss: Auch Nicht-Hochzeiter werden bei der Lektüre<br />

unserer <strong>April</strong>-Ausgabe auf ihre Kosten kommen.<br />

Mit frischen Frühlingsgrüßen<br />

persönliche<br />

Beratung<br />

Peter Dallmaier & Heinz Dallmaier<br />

Geschäftsführer<br />

www.kueche-wohnkultur.de<br />

Dallmaier GmbH<br />

Ihre<br />

Hannelore Eberhardt-Arntzen<br />

Chefredaktion


4 | Inhaltsverzeichnis<br />

Inhalt<br />

Titelfoto<br />

Chris Weber<br />

Besuchen Sie das <strong>SchlossMagazin</strong><br />

auch auf der Website<br />

www.schlossmagazin.com<br />

Region aktuell<br />

6 „Wir können, sobald wir dürfen“<br />

Neue Theater-Perspektiven machen Hoffnung<br />

8 Wir sind A 3 ♦ Ergebnisse des Plakat-Gestaltungswettbewerbs<br />

der Regio A 3 und UNI <strong>Augsburg</strong><br />

10 Musik liegt in der Luft ♦ Neue Klangräume – klassisch und modern<br />

12 Vom Kruse-Haus nach Titiwu<br />

Ausstellung: Max Kruse zum 100. Geburtstag<br />

13 Ehre, wem Ehre gebührt ♦ 18. Donauwörther Sport-Gala am 21. Mai<br />

10<br />

14 Mit Baumwolldruck zum Erfolg ♦ Ausstellung: Johann Heinrich Schüle<br />

15 Konkret – Minimal – Abstrakt<br />

Schrobenhausen: Bilder und Objekte aus der Sammlung Hans Schreier<br />

16 Ludwig II., Sisi und die Königinnen<br />

Margit Grüner stellt in Schrobenhausen aus<br />

17 Europäisches Spargelmuseum Schrobenhausen<br />

Geschichte, Botanik, Anbau, Kunst und Kuriositäten<br />

18 Frauenpower im Hause Habsburg<br />

Ausstellung: Sisi-Schloss Aichach-Unterwittelsbach<br />

19 Die Leute hören zu! ♦ Lauschtour-Rekorde<br />

Bild des Monats<br />

22<br />

20 Kopfhörer ♦ Foto Yensen Tan<br />

Lukullisches<br />

22 Deliziöse Spargel-Spitzen ♦ Rezepte mit dem gewissen Etwas<br />

26 Genuss-Guide für die Spargelzeit ♦ Vom Wildkraut zum Luxusgemüse<br />

Special Hochzeit<br />

28 Lebe deinen Traum! ♦ Brautmode <strong>2021</strong><br />

Die Trendstyles in Stichworten<br />

32 Bewegte Optik ♦ Highlights <strong>2021</strong> für den Bräutigam<br />

34 Mit Herz dabei ♦ DIY-Tischkarten für die Boho-Hochzeit<br />

36 Je ausgefallener, desto besser! ♦ Ein Hochzeitsfotograf erzählt<br />

28<br />

38 Jawort ohne Risiko<br />

Eine Hochzeitsversicherung schützt vor finanziellen Folgen.<br />

39 Braut-Dirndl ♦ Heiraten in Tracht


Inhaltsverzeichnis | 5<br />

Sofort.<br />

Wirksam.<br />

Wow.<br />

Der Feuchtigkeits-<br />

Booster für jede Haut.<br />

48<br />

54<br />

Feuchtigkeit<br />

spendend<br />

Beauty + Fashion<br />

40 Grüner Auftritt<br />

Nachhaltig produziertes Schuhwerk liegt im Trend<br />

aufpolsternd<br />

Fältchen mildernd<br />

Gesundheit + Wellness<br />

42 „Die Natur ist die beste Apotheke“<br />

200 Jahre Sebastian Kneipp, 130 Jahre Marke Kneipp<br />

Kunst + Kultur<br />

44 Sehnsucht ♦ Ausblick auf die Kreiskulturtage 2022<br />

46 Homedancing ♦ DJ Rupen: „Tanzen ist ein Lebensmittel“<br />

sofort sichtbares<br />

Ergebnis<br />

made in Germany<br />

Motor + Technik<br />

48 Oben luftig, unten elektrisch ♦ E-Cabrios am Start<br />

52 Clevere Technik für Stadtmenschen<br />

Das CityQ E-Bike Auto aus Norwegen<br />

Natur + Garten<br />

54 Die Terrasse – Komfortzone deluxe ♦ Die aktuellen Outdoormöbel<br />

Promotions<br />

25 Konferenz und Tagung während Corona<br />

Kongress am Park <strong>Augsburg</strong><br />

29 Beauty nach Maß ♦ Anna Uspek: Die Brautkleid-Schneiderei in Bayern<br />

31 Brautcouture in der Altstadt<br />

Emma the Bride Designerkleider aus <strong>Augsburg</strong><br />

33 Reine Männersache ♦ Der Anzugexperte Mode Burkhard, Aichach<br />

Die intensive Hyaluron-Wirkstoffampulle –<br />

glättend und aufpolsternd. Unser professioneller<br />

Anspruch sowie wissenschaftliche<br />

Methoden sorgen für eine effektive Kosmetik.<br />

Ampullen-Experte seit mehr als 60 Jahren.<br />

Perfektion, die berührt.<br />

What's your Wow? Entdecken Sie die<br />

Ampullen-Vielfalt von DR. GRANDEL in ausgewählten<br />

Kosmetikinstituten, Parfümerien,<br />

Apotheken, Reformhäusern, Naturshops<br />

und unter grandel.de<br />

47 Tierhold City Pop-up ♦ Autohaus-Showroom in der Fußgängerzone<br />

53 Der Name ist Programm<br />

Willkommen bei Küche & Wohnkultur in Donauwörth<br />

58 Vorschau + Impressum


6 | Region aktuell | Perspektiven des Staatstheaters<br />

Wenig Planbarkeit für die Vorstellungen in geschlossenen Räumen, dafür<br />

ein lebendiges und vielfältiges Programm für den Open-Air-Sommer und<br />

einige Änderungen im Zeitplan für die verbleibende Spielzeit – das versprach<br />

vor kurzem der Intendant des Staatstheater <strong>Augsburg</strong>, André Bücker.<br />

„Wir können,<br />

sobald wir dürfen“<br />

Neue Theater-Perspektiven machen Hoffnung<br />

Grafik Staatstheater <strong>Augsburg</strong><br />

Bücker nennt die Öffnungsperspektiven des<br />

Staatstheaters <strong>Augsburg</strong> „diffus“; nichts<br />

desto trotz sind die verantwortlichen<br />

Mitarbeiter rege dabei, Wiedereröffnungsszenarien<br />

zu entwickeln. Theoretisch könnte das Theater<br />

Mitte <strong>April</strong> loslegen – wenn es nur die Umstände<br />

erlaubten. Doch nach wie vor ist kein konkretes Datum<br />

für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in Indoor-<br />

Spielstätten in Sicht. Darauf reagiert das Staatstheater<br />

<strong>Augsburg</strong> mit verschiedenen organisatorischen<br />

Änderungen.<br />

Änderungen im Plan<br />

Erstmals gibt es für die Mitarbeiter*innen Osterferien<br />

vom 2. bis 11. <strong>April</strong>. Dafür fällt die Spielzeitpause<br />

im Sommer kürzer aus und der Vorstellungsbetrieb<br />

im September kann frühzeitig wieder aufgenommen<br />

werden, in der Hoffnung, dann wieder vor großem<br />

Publikum spielen zu können. Die erste Premiere der<br />

neuen Spielzeit ist für den 11. September geplant.<br />

Das Abo-System wird umstrukturiert, um zukünftig<br />

auch spielzeitübergreifende Abos anbieten und<br />

Stücke länger im Repertoire halten zu können. Das<br />

Theaterfest, das traditionell die Spielzeit eröffnet,<br />

wird in den Sommer vorverlegt und zwar auf Sonntag,<br />

den 4. Juli.<br />

Stücke in den Startlöchern<br />

Nach Monaten der Kurzarbeit haben nun wieder die<br />

Proben begonnen (natürlich unter besonderen Hygienemaßnahmen),<br />

in der Hoffnung, nicht wieder<br />

nur für die Schublade zu produzieren, was ein echtes<br />

Motivations-Hindernis für die Akteure darstellen<br />

würde. Doch man will ja gewappnet sein. Für den<br />

Fall, dass ab 17. <strong>April</strong> der Vorhang wieder hochgehen<br />

darf, könnte man Wiederaufnahmen aus eben dieser<br />

Schublade ziehen. Am 24. <strong>April</strong> wäre dann die erste<br />

Premiere mit dem Drama „Wittgensteins Mätresse“ in<br />

Halle C14 des martini-Parks. Am 1. Mai stünde dann<br />

die musikalische Komödie „Die Kunst des Wohnens“<br />

von Ringsgwandl auf dem Programm, gefolgt vom<br />

Theaterprojekt „Klang des Regens“ am 28. Mai auf<br />

der brechtbühne. Weiterhin werden zahlreiche für<br />

die Spielzeit 2020/21 geplante Vorstellungen in die<br />

Spielzeit <strong>2021</strong>/22 bzw. Spielzeit 2022/23 verschoben.<br />

Der genaue Spielplan für die kommende Spielzeit soll<br />

am 11. Mai vorgestellt werden.


Region aktuell | 7<br />

Digital erfolgreich<br />

Ohne Unterbrechung und sehr erfolgreich liefen<br />

in dieser Spielzeit die Aktivitäten der Digitalsparte.<br />

In Kürze wird auch die Virtual Reality-Produk -<br />

tion zu den „Bildern einer Ausstellung“ von Modest<br />

Mussorgsky, eingespielt von den <strong>Augsburg</strong>er Philharmonikern<br />

(Ltg. Domonkos Héja) verfügbar sein.<br />

Außerdem das Ballett „Kinesphere“ (Choreographie:<br />

Ricardo Fernando), in dem die Tänzer*innen mit<br />

einem speziell konfigurierten Roboter (KUKA AG)<br />

in Interaktion treten. Die VR-Sparte verzeichnet<br />

stetig steigende Publikumsquoten; die über Inflight<br />

VR und Boxbote versandten VR-Brillen sind ununterbrochen<br />

im Einsatz.<br />

Vorfreude auf die Open-Air-Bühnen<br />

Auf der Freilichtbühne feiert das Blockbuster Musical<br />

„Chicago“ in der Inszenierung von Choreograph<br />

und Regisseur Gaines Hall (Bühnenbild von Harald<br />

Thor) am 19. Juni seine Premiere. Stepptanz zur jazzigswingenden<br />

Musik ist darin ein wichtiges Stilmittel<br />

und so hat das Ballett bereits mit dem Stepp-Training<br />

begonnen. Zum Cast gehören so bekannte Gesichter<br />

wie Alexander Franzen (Anwalt Billy Flynn),<br />

Sidonie Smith (Velma) und allen voran Katja Berg<br />

in der Hauptrolle der Roxie Hart. Insgesamt 23 Vorstellungen<br />

sind bis zum 31. Juli geplant. Das personalintensive<br />

Fugger-Musical „Herz aus Gold“ muss<br />

dafür heuer leider entfallen.<br />

Als sommerlicher Musikgenuss für Opernfans wird<br />

am 24. Juni und 21. Juli die Konzertgala „Oper unterm<br />

Sternenhimmel“ auf die Freilichtbühne gebracht.<br />

Auf dem Kunstrasen im martini-Park ist das<br />

Schauspiel „Cyrano de Bergerac“ in der Regie von<br />

David Ortmann (Premiere: 17. Juni) zu erleben; das<br />

Serenadenkonzert der <strong>Augsburg</strong>er Philharmoniker<br />

wird am 20. Juni und weiteren Tagen aufgeführt.<br />

Und auch das im vergangenen Sommer so beliebte<br />

Sunset Clubbing wird ab dem 24. Juni wieder aufgenommen.<br />

Vom Kruse-Haus<br />

nach Titiwu<br />

Max Kruse zum 100. Geburtstag<br />

Sonderausstellung im<br />

Käthe-Kruse-Puppen-Museum<br />

8. Mai – 26. September <strong>2021</strong><br />

Di - So 11:00 bis 18:00 Uhr<br />

Käthe-Kruse-<br />

Puppen-Museum<br />

86609 Donauwörth<br />

Pfl egstr. 21 a<br />

www.donauwoerth.de<br />

donauwörth<br />

Bilder: Erich Hölle © Thienemann Verlag; Archiv Käthe Kruse Manufaktur GmbH<br />

Der Vorverkauf startet<br />

Der Vorverkauf für Freilichtbühne und Kunstrasen<br />

beginnt bereits am 12. <strong>April</strong>. Bestellungen dafür<br />

sind telefonisch, per Mail oder online möglich, solange<br />

der Besucherservice am Rathausplatz noch<br />

geschlossen hat. Eine Öffnung dort orientiert<br />

sich an der Öffnungserlaubnis für den Einzelhandel<br />

und die Tourist Information der Regio GmbH.<br />

Abonnent*innen erhalten rechtzeitig vorab einen<br />

Zugangscode, mit dem sie bereits vom 6. bis 10.<br />

<strong>April</strong> ihre Tickets bestellen können.


8 | Region aktuell | Plakatwettbewerb<br />

Wir sind A 3<br />

Die Plakate des Gestaltungswettbewerbs<br />

„Unser Wirtschaftsraum <strong>Augsburg</strong>“ und der Sieger<br />

Acht Studierende des Bachelorstudiengangs Kommunikationsdesign an der Hochschule<br />

<strong>Augsburg</strong> haben im Sommersemester 2020 Plakat-Serien zum Wirtschaftsraum<br />

<strong>Augsburg</strong> entwickelt. Die sehenswerten Ergebnisse samt der Gewinnerplakate<br />

sind nach Ende der Ausstellung in den Schaufenstern des HSA_transmitter,<br />

dem Innovationsraum der Hochschule <strong>Augsburg</strong> an der Haunstetter Straße 27, ab<br />

9. <strong>April</strong> virtuell auf der Website der Hochschule <strong>Augsburg</strong> zu besichtigen.<br />

Fotos HS <strong>Augsburg</strong><br />

Im Fokus der Arbeiten stand eine offene und<br />

künstlerische Herangehensweise an das Thema<br />

Wirtschaft aus einer Text-Bildkombination mit<br />

Fotografien bzw. 3D-Visualisierungen. Alle Arbeiten<br />

weisen einen Bezug zu regionalen Unternehmen<br />

auf. Insgesamt sind acht Plakat-Serien entstanden, die<br />

durch eine unabhängige Jury aus der regionalen Wirtschaft<br />

bewertet wurden. Die beste Plakat-Reihe mit<br />

dem Titel „Wir sind A 3 “, gestaltet von Bastian Lindner,<br />

wurde mit einem Scheck über 1.500.- Euro belohnt,<br />

der von Regio A 3 Geschäftsführer Andreas Thiel, Prof.<br />

Dr.-Ing. Elisabeth Krön, Vizepräsidentin der Hochschule<br />

<strong>Augsburg</strong> und Prof. Andreas Kunert von der<br />

Der Gewinner Bastian Lindner und Andreas Thiel,<br />

Regio A 3 , bei der Scheckübergabe


Region aktuell | 9<br />

Digitale<br />

Veranstaltung<br />

Fakultät für Gestaltung symbolisch überreicht wurde.<br />

„Alle acht Plakatentwürfe waren kreativ und handwerklich<br />

gut umgesetzt. Der Entwurf von Herrn<br />

Lindner hat das Thema besonders gut auf den Punkt<br />

gebracht und besticht mit seiner optischen klaren<br />

Darstellung“, so Andreas Thiel.<br />

Über seine Freude am Gewinn hinaus nimmt Bastian<br />

Lindner viel aus dem Projekt mit: „Wie bei fast allen<br />

Projekten habe ich auch hier etwas dazugelernt, sowohl<br />

was Fotografie im Studio angeht als auch Typografie<br />

und Layoutgestaltung.“ „Für die Studierenden<br />

lag der Vorteil der Zusammenarbeit (mit der Regio<br />

<strong>Augsburg</strong> Wirtschaft GmbH, d. Red.) im Praxisbezug,<br />

denn obwohl ein Studium an der Hochschule<br />

<strong>Augsburg</strong> per se sehr praxisnah aufgebaut ist, stellt<br />

die Kooperation mit einem externen Partner aus der<br />

Wirtschaft, an deren Ende die Realisierung der eigenen<br />

Entwürfe steht, die Studierenden noch einmal<br />

vor ganz andere Herausforderungen“, erklärte Andreas<br />

Kunert, Professor für Fotografie an der Hochschule<br />

<strong>Augsburg</strong>, der das Projekt zusammen mit seiner Kollegin<br />

Christina Strenger betreut hat.<br />

Transferaktivitäten dieser Form stellt die Hochschule<br />

übrigens u. a. im HSA_transmitter im Rahmen der<br />

Bund-Länder-Initiative Innovative Hochschule der<br />

Öffentlichkeit vor.<br />

Sämtliche Plakate des Projekts sind nach dem 9. <strong>April</strong><br />

unter https://www.hs-augsburg.de/HSA-transfer/<br />

HSA-transmitter-virtuell.html im Rahmen von virtuellen<br />

Rundgängen zu besichtigen. Darüber hinaus können<br />

auch andere Ausstellungen des HSA_transmitters<br />

online besucht werden.<br />

<br />

<strong>Augsburg</strong>er<br />

Europawoche <strong>2021</strong><br />

vom 01. bis 09. Mai<br />

Hochkarätige Expertinnen und<br />

Experten diskutieren und informieren<br />

zu den Prioritäten der Europäischen<br />

Kommission:<br />

• Europäischer Green Deal<br />

• Digitalisierung<br />

• Wirtschaft<br />

• Die EU in der Welt<br />

• Rechtsstaatlichkeit<br />

• Demokratie<br />

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.<br />

augsburg.de/europa<br />

EUROPE DIRECT<br />

<strong>Augsburg</strong><br />

Bild: Markus Spiske on Unsplash<br />

Ein Angebot des städtischen Europabüros mit Europe Direct <strong>Augsburg</strong><br />

und Kommunale Entwicklungszusammenarbeit, in Kooperation mit:<br />

<strong>Augsburg</strong> International e. V., Büro für gesellschaftliche Integration der<br />

Stadt <strong>Augsburg</strong> im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“,<br />

Europa Union <strong>Augsburg</strong> und Europa Union Deutschland, European<br />

Employment Services beim Berufsbildungszentrum <strong>Augsburg</strong> und<br />

Schwaben und der Agentur für Arbeit <strong>Augsburg</strong>, Nationale Agentur<br />

beim Bundesinstitut für Berufsbildung sowie der Professur für politische<br />

Bildung und Politikdidaktik der Universität <strong>Augsburg</strong>.<br />

@stadtaugsburg


10 | Region aktuell | Musik liegt in der Luft<br />

Die Steinmeyer-Orgel wird<br />

gestimmt. ♦ Foto Holger Ziegler<br />

Musik liegt in der Luft<br />

Neue Klangräume – klassisch und modern<br />

Pünktlich zum „Jahr der Orgel“ <strong>2021</strong> ist die <strong>Augsburg</strong>er Steinmeyer-Orgel<br />

im Kongress am Park wieder spielbereit. Zu Beginn der kommenden Theater-<br />

Spielzeit soll sie im Rahmen eines Festakts eingeweiht werden. Bis es soweit<br />

ist, bietet das Staatstheater <strong>Augsburg</strong> derweil andere musikalische Goodies<br />

in der Mediathek: „Metamorphosen“ – Das fünfte „M“, aufgenommen im tim.<br />

Dank jahrelanger unermüdlicher Spendenakquise<br />

aus den Kreisen der <strong>Augsburg</strong>er Philharmoniker<br />

ist die Generalsanierung der<br />

1972 erbauten Steinmeyer-Orgel im Kongress<br />

am Park nun geschafft: Das Instrument konnte<br />

kürzlich intoniert warden. Im Spätsommer dieses Jahres<br />

soll es mit einem Festakt und einem Festkonzert<br />

seiner Bestimmung übergeben werden. Im Lauf der<br />

Saison wird die Orgel regelmäßig in Konzerten der<br />

<strong>Augsburg</strong>er Philharmoniker eingesetzt, damit das Publikum<br />

möglichst oft in den Genuss des frisch sanierten<br />

Instruments und der eher selten erklingenden Konzertliteratur<br />

für Orgel und Orchester kommt.<br />

Bereits ab <strong>April</strong> bieten Mitglieder der <strong>Augsburg</strong>er Philharmoniker<br />

ein weiteres Schmankerl und zwar in der<br />

Mediathek: zeitgenössische Musik, aufgenommen im<br />

Staatlichen Textil- und Industriemuseum <strong>Augsburg</strong>.<br />

Der Titel: „Metamorphosen“ – Das fünfte „M“. Was bedeutet:<br />

Zu den vier „M’s“ des tim – Mensch, Maschine,<br />

Muster, Mode – gesellt sich ein fünftes M, die Metamorphosen.<br />

Wie die vom Menschen bedienten Maschinen<br />

das gleiche Material einzelner Fäden immer wieder neu<br />

zusammensetzen, neue Gewebe, Stoffe, Muster und<br />

gar Mode schaffen, so wird bei diesem digitalen Neue-<br />

Musik-Projekt vorhandenes musikalisches Material neu<br />

formiert und in verschiedene Zusammenhänge gestellt.


Region aktuell | 11<br />

Die „Metamorphosen“ wurden<br />

u. a. aufgenommen im Umfeld der<br />

Rouleaux-Druckmaschine im tim.<br />

Foto Robert Allmann<br />

Aribert Reimann beschäftigt sich in seiner Komposition „Metamorphosen“<br />

mit einem Menuett von Franz Schubert, während sich Jonathan<br />

Harvey mit Wolfgang Amadeus Mozart auseinandersetzt. Sofia Gubaidulina<br />

legt ihrem Streichquartett das berühmte B-A-C-H-Thema zugrunde<br />

und Tobias PM Schneid taucht ein in die Klangwelt von Robert Schumann.<br />

Das Klavierstück „Mad Rush“ von Philip Glass erscheint in einem<br />

neuen Gewand als Bearbeitung für Marimbaphon und Vibraphon, arrangiert<br />

vom <strong>Augsburg</strong>er Philharmoniker-Schlagzeuger Michael Ahne.<br />

Die Aufnahmen werden an verschiedenen, akustisch gut geeigneten<br />

Orten im tim eingespielt, so etwa in der Dauerausstellung, bei der eindrucksvollen<br />

Rouleaux-Druckmaschine. Ab Ende <strong>April</strong> können die Metamorphosen<br />

voraussichtlich in der Mediathek abgerufen werden. Der<br />

genaue Termin wird zu gegebener Zeit bekanntgemacht.<br />

<br />

Die Orgel: „Work under progress“<br />

Foto Holger Ziegler<br />

In der Mediathek auf der Website<br />

des Staatstheaters können Video-<br />

Clips mit Kammermusik von der<br />

Spätrenaissance bis in die Moderne<br />

angehört und betrachtet werden. Sie<br />

wurden im Malsaal, im Ballettsaal, im<br />

Chorsaal und im Orchesterprobensaal<br />

(ab 9. <strong>April</strong>) aufgenommen.<br />

Informationen<br />

www.staatstheater-augsburg.de<br />

Foto Jan-Pieter Fuhr


12 | Region aktuell | Kruse Jubiläumsausstellung<br />

Zum 100. Geburtstag widmet das Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth,<br />

Pflegstraße 21 a, dem Schöpfer unvergessener Kinderbuchfiguren<br />

eine Ausstellung, in der nicht nur Urmel und seine Freunde aus Titiwu eine<br />

Hauptrolle spielen, sondern auch Käthe-Kruse-Puppen. Denn Max Kruse war<br />

der jüngste Sohn der berühmten Puppenmacherin Käthe Kruse (1883–1968).<br />

Vom Kruse-Haus nach Titiwu<br />

Max Kruse zum 100. Geburtstag: 8. Mai bis 26. September<br />

Fotos Käthe-Kruse-Puppen-Museum<br />

Urmel, Wutz, Professor<br />

Tibatong, Onkel Guckaus,<br />

Pips, Ka, Schusch<br />

und viele andere Geschöpfe<br />

mit ebenso fantasievollen<br />

Namen wie liebenswerten Eigenheiten<br />

leben in den Geschichten des<br />

Schriftstellers und Kinderbuchautors<br />

Max Kruse (1921 – 2015).<br />

Max Kruse wurde am 19. November<br />

1921 in Bad Kösen an der Saale<br />

geboren. Er war das jüngste von<br />

sieben Kindern und wuchs inmitten<br />

der berühmten Käthe Kruse<br />

Werkstätten auf. Schon als Kind<br />

wollte Max Kruse Schriftsteller<br />

werden und schrieb seit seiner Jugend<br />

Gedichte. Nach dem Zweiten<br />

Weltkrieg ging er mit seiner Jugendfreundin<br />

und späteren Frau<br />

Mechthild Heilner nach Bad Pyrmont<br />

und baute ein Zweigwerk<br />

der Käthe Kruse Werkstätten auf,<br />

das bis 1949 bestand. Von 1949 bis<br />

1958 lebte Max Kruse in Donauwörth.<br />

Hier leitete er nach Zusammenlegung<br />

der Standorte Bad Pyrmont<br />

und Donauwörth, zunächst<br />

gemeinsam mit seinem Bruder Michael,<br />

die Käthe Kruse Werkstätten.<br />

In dieser Zeit erschien Max Kruses<br />

erstes Kinderbuch „Der Löwe ist<br />

los“. Sein berühmtestes Geschöpf<br />

schlüpfte 1969 auf der Insel Titiwu<br />

aus einem gefrorenen Ei: Urmel<br />

aus dem Eis. Die Geschichten wur-<br />

den in 14 Sprachen übersetzt und<br />

zählen heute zu den Klassikern der<br />

Kinderliteratur. 1958 zog sich Max<br />

Kruse aus dem Familienunternehmen<br />

zurück und widmete sich ganz<br />

seiner Berufung. Neben Kinderbüchern<br />

schrieb er historische Romane,<br />

Jugendbücher, Reiseberichte,<br />

Gedichte und die Autobiographie<br />

„Im Wandel der Zeit“.<br />

Die Ausstellung führt in Max Kruses<br />

Kindheit, zu den spannenden Jahren<br />

der Nachkriegszeit und zeigt die<br />

Entwicklung der Käthe Kruse Werkstätten<br />

von 1945 bis 1958 ebenso<br />

wie die vielfältigen Seiten des<br />

Schriftstellers Max Kruse. Käthe-<br />

Kruse-Puppen aus Bad Kösen, Bad<br />

Pyrmont und Donauwörth geben<br />

sich ein Stelldichein mit Urmel,<br />

Löwe und Don Blech.<br />

Ein Höhepunkt für Urmelfans der<br />

ersten Stunde sind Original-Illustrationen<br />

der frühen Urmel-Bände.<br />

Die feinen und expressiven Tuschezeichnungen<br />

des Illustrators Erich<br />

Hölle (1925 – 1993), mit dem Max<br />

Kruse eine Freundschaft verband,<br />

sind als Leihgabe zu sehen, ebenso<br />

wie neue Urmel-Illustrationen von<br />

Günther Jakobs. Die Freilichtbühne<br />

Donauwörth, die im Max Kruse Jubiläumsjahr<br />

als Kinderstück „Urmel<br />

aus dem Eis“ spielt, gewährt in der<br />

Ausstellung einen Blick hinter die<br />

Kulissen.<br />

Für Kinder gibt es einen eigenen<br />

Kinderpfad. Mit dem Esel „Rosinchen“,<br />

der in Max Kruses Kindheit<br />

im Garten des Kruse-Hauses lebte,<br />

können sie die Ausstellung kindgerecht<br />

entdecken.<br />

Geöffnet: Di bis So, 11:00 bis 18:00<br />

Uhr und an Feiertagen <br />

Informationen<br />

Tel. 0906-789-170<br />

www.kaethe-kruse-puppenmuseum.de


Donauwörther Sport-Gala | Region aktuell | 13<br />

Die Rollstuhl-Tanzgruppe des<br />

Universitäts-Clubs München aus<br />

der Gala 2019<br />

Ehre, wem Ehre gebührt<br />

18. Donauwörther Sport-Gala am 21. Mai<br />

Heuer sollen sie wieder im Rahmen einer feierlichen Gala im Stauferpark<br />

geehrt werden, die besten Sportlerinnen und Sportler des Jahres <strong>2021</strong> und<br />

nachträglich auch aus dem Jahr 2020.<br />

Foto Thomas Schneid<br />

Bekanntlich musste die Sportler ehrung<br />

im März vergangenen Jahres pandemiebedingt<br />

sehr kurzfristig abgesagt werden.<br />

Deshalb werden diese Auszeichnungen<br />

nun nachgeholt.<br />

Die Stadt Donauwörth hofft, dass das Pandemiegeschehen<br />

die geplante Veranstaltung am 21. Mai zulässt,<br />

hat aber auch bereits einen Ausweichtermin<br />

für den 18. Juni vorgesehen.<br />

Es werden bei diesem Anlass Sportlerinnen und Sportler,<br />

die Mitglied eines Donauwörther Sportvereins<br />

sind oder in Donauwörth ihren ständigen Wohnsitz<br />

haben bzw. durch ihre sportliche Tätigkeit im Besonderen<br />

auch mit der Stadt Donauwörth verbunden sind,<br />

geehrt. Erfolge bei Wettkämpfen der offiziellen Sportverbände<br />

(BLSV, DSB, etc.) ab einer schwäbischen<br />

Meisterschaft können berücksichtigt werden. Die Donauwörther<br />

Sportvereine und Bürger wurden bereits<br />

schriftlich von Oberbürgermeister Jürgen Sorré eingeladen,<br />

ihre Meldung dazu ab zugeben.<br />

Die Gala, die in der Sporthalle im Stauferpark stattfindet,<br />

wird traditionell von einem abwechslungsreichen,<br />

sehenswerten Showprogramm mit sportlichem Background<br />

und hörenswerten musikalischen Einlagen der<br />

Stadtkapelle umrahmt. Es bleibt spannend, denn welche<br />

Akteure ihr Können zeigen, wird bis zur Veranstaltung<br />

geheim gehalten.<br />

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bereits<br />

jetzt für die begehrten Karten der Sport-Gala in der<br />

Sportabteilung vormerken lassen. Sie werden im Rahmen<br />

des zur Verfügung stehenden Kontingents in der Reihenfolge<br />

der Vormerkung vergeben. Übrigens: Es wird kein<br />

Eintritt verlangt. Die Spenden der Gäste kommen 1 : 1<br />

der Jugend arbeit der lokalen Sportvereine zu Gute. <br />

Anmeldung Tel. 0906-789140<br />

Informationen www.donauwoerth.de


14 | Region aktuell | Johann Heinrich Schüle<br />

Am 13. Dezember 2020 jährte sich zum 300. Mal der<br />

Geburtstag des bedeutendsten Kattunfabrikanten des<br />

späten 18. Jahrhunderts. Er machte den bedruckten<br />

Baumwollstoff von <strong>Augsburg</strong> aus zum größten textilen<br />

Massenartikel der damaligen Welt. Diesen Weg<br />

zeichnet die Ausstellung nach, die noch bis zum 27.<br />

Juni im Grafischen Kabinett <strong>Augsburg</strong> zu sehen ist.<br />

Mit Baumwolldruck<br />

zum Erfolg<br />

Ganz oben: der renovierte Kopfbau der<br />

Fabrik, heute Teil der Hochschule für Gestaltung.<br />

Oben: Colorierter zeitgenössischer<br />

Stich (Ausschnitt)<br />

Ausstellung: Johann Heinrich Schüle<br />

Fotos Sascha Pöschl, wikimedia, KuSa<br />

In Künzelsau in einer Nagelschmied-Familie<br />

geboren, zeigte<br />

Johann Heinrich Schüle schon<br />

früh großes Interesse an Textilien.<br />

Nach einer Lehre als „Schnittwarenhändler“<br />

kam er 1745 nach<br />

<strong>Augsburg</strong>, wo er nach Heirat als<br />

Großhändler, Kattundrucker und<br />

Produzent zu einem der führenden<br />

süddeutschen Unternehmer aufstieg.<br />

Als erster Unternehmer in Deutschland<br />

bedruckte er 1771 in seiner Manufaktur<br />

Kattunstoff mit Kupferplatten.<br />

Er gilt als Begründer der<br />

industriellen Textilproduktion auf<br />

diesem Gebiet. In seiner Veredelungs-Manufaktur<br />

verarbeitete er neben<br />

<strong>Augsburg</strong>er Stoffen unerlaubt<br />

auch große Mengen holländischer<br />

und ostindischer Kattune. Das brachte<br />

ihm großen Ärger und eine gewaltige<br />

Geldstrafe ein. Im Streit<br />

mit Weber-Zunft und Stadt verließ<br />

er 1766 <strong>Augsburg</strong> für zwei Jahre.<br />

Unterstützt durch den Kaiser wurde<br />

Schüle rehabilitiert und erhielt sein<br />

Vermögen zurück. 1772 wurde er in<br />

den Adelsstand erhoben und konnte<br />

sich fortan Edler von Schüle nennen.<br />

Auch durfte er weiterhin fremde<br />

Stoffe veredeln. In seiner besten<br />

Zeit beschäftigte er in der Stadt<br />

3.500 Menschen, fast 10 Prozent<br />

der Bevölkerung. Vor den Stadtmauern<br />

nahe dem Roten Tor ließ er<br />

in den Jahren 1770/ 1771 die später<br />

so genannte „Schülesche Kattunfabrik“<br />

errichten. Johann Heinrich<br />

Schüle blieb auch in hohem Alter<br />

voller Tatendrang, selbst nachdem<br />

er sein Lebenswerk an seine Söhne<br />

übergeben hatte. Aufgrund wirtschaftlicher<br />

Probleme ging die Firma<br />

schließlich während der Napoleonischen<br />

Kriege in Konkurs.<br />

Das Stammhaus der <strong>Augsburg</strong>er<br />

Textilindustrie, eines der schönsten<br />

Fabrikgebäude im vereinfachten Stil<br />

eines Barockschlosses, wurde von<br />

anderen Textilunternehmen bis in<br />

die 1990er Jahre hinein zur Produktion<br />

genutzt. Nach dem Konkurs<br />

der Firma Nagler & Sohn stand es<br />

längere Zeit leer und wurde dann<br />

von einem Bauträgerunternehmen<br />

erworben. Wegen angeblicher Baufälligkeit<br />

wurden der Süd- und der<br />

Nordtrakt der Dreiflügelanlage trotz<br />

Protesten 1996 abgebrochen. Der<br />

Ostteil mit der denkmalgeschützten<br />

Fassade blieb als Ruine stehen. Der<br />

Freistaat Bayern erwarb das Gelände<br />

und errichtete darauf einen Neubau<br />

für die Hochschule <strong>Augsburg</strong><br />

unter Erhalt der historischen Bausubstanz.<br />

Im historischen Kopfbau<br />

und in den neu errichteten Seitenflügeln<br />

aus Glas haben die Hochschulleitung<br />

sowie die Fakultäten<br />

für Gestaltung und Informatik Arbeits-<br />

und Lehrräume bezogen. Aus<br />

der Entstehungszeit herübergerettet<br />

ist auch ein schmiedeeisernes<br />

Gitter, das monumental im Westen<br />

den Innenhof der Kattunfabrik abschloss.<br />

Es ist ein Blickfang im Staatlichen<br />

Textil- und Industriemuseum<br />

tim in <strong>Augsburg</strong>.<br />

Ausgewählte Kupferstiche und Dokumente<br />

aus dem Bestand der Grafischen<br />

Sammlung belegen die Geschichte<br />

von Johann Heinrich Schüle. Für<br />

den Besuch dieser interessanten Ausstellung<br />

ist eine Ticket reservierung<br />

erforderlich.<br />

<br />

Informationen www.kunstsammlungenmuseen.augsburg.de


Ausstellung Hans Schreier | Region aktuell | 15<br />

Ian Crook, Farm (Ausschnitt)<br />

Skryl, Euklidischer Knoten (Ausschnitt)<br />

Konkret – Minimal – Abstrakt<br />

Schrobenhausen: Bilder und Objekte aus der Sammlung<br />

Hans Schreier<br />

Es war ein Glücksfall für die örtlichen Museen, dass der Kunstsammler Hans<br />

Schreier, in Schrobenhausen geboren, seine umfangreiche Sammlung kurz<br />

seinem Tod <strong>2021</strong> der Stadt vermachte. Sie ist nun im Pflegschloss bis zum<br />

31. Dezember <strong>2021</strong> zu sehen.<br />

Fotos Museen Schrobenhausen<br />

Den Kontakt zum Sammler hatte der<br />

Schrobenhausener Künstler Max Biller<br />

hergestellt in der Absicht, mit den Gemälden,<br />

Zeichnungen, Grafiken, Objekten<br />

und Fotografien der Sammlung im städtischen<br />

Museum eine Ausstellung zu realisieren.<br />

Bisher hatte die Pandemie das Vorhaben verhindert,<br />

doch das Museumsteam war in den letzten Wochen<br />

mit der Aufarbeitung der Schenkung befasst und<br />

kuratierte eine erste Ausstellung mit einem Teil der<br />

Sammlung. Zu sehen sind seit kurzem Gemälde und<br />

Objekte; in einer weiteren Ausstellung, deren Terminierung<br />

noch nicht festliegt, wird die gesamte<br />

Druckgrafik gezeigt werden.<br />

Hans Schreier, 1949 in Schrobenhausen geboren,<br />

studierte Pharmazie an der ETH Zürich, ging anschließend<br />

in die USA und lehrte dort an verschiedenen<br />

Universitäten. Schon als Student begann<br />

Hans Schreier in den 1970er Jahren, Kunst zu sammeln.<br />

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland eröffnete<br />

er in Düsseldorf die Galerie „schreier & von<br />

metternich fine arts“. Zahlreiche Ausstellungen mit<br />

international agierenden Künstlern folgten und belebten<br />

die Galerie. Schließlich zog es ihn zurück in<br />

seine Geburtsstadt.<br />

Zu vielen Künstlern pflegte Hans Schreier freundschaftliche<br />

Kontakte. Besondere Freundschaft verband<br />

Amelie Meyer, Ohne Titel<br />

ihn über viele Jahre bis zu seinem Tod mit Nikaolai<br />

Skryl und dessen Frau Galina aus St. Petersburg (beide<br />

leben heute in Berlin) sowie Pierre Cazal, einem französischen<br />

Künstler, der als einer von mehreren Künstlern<br />

die konkrete Kunst in der Sammlung vertritt.<br />

Die Ausstellung kann unter Einhaltung der jeweils aktuellen<br />

Coronabedingungen bis zum 31. Dezember besichtigt<br />

werden.<br />

<br />

Informationen www.schrobenhausen.de


16 | Region aktuell | Pflegschloss Schrobenhausen<br />

Ludwig II.,<br />

Sisi und die<br />

Königinnen<br />

Margit Grüner stellt in Schrobenhausen aus<br />

Foto Martin Bornemann<br />

Die Räume des Schrobenhausener Pflegschlosses erstrahlen in<br />

royalem Glanz: In den Mittelpunkt ihrer aktuellen Ausstellung<br />

hat die Scheyerer Mosaik-Künstlerin Margit Grüner König<br />

Ludwig II. und Kaiserin „Sisi" gestellt. Ein imposanter Märchenkönig<br />

im „Hermelinmantel“ und eine Sisi, ganz aus Porzellanteilen<br />

der Porzellanfabrik Sandizell gestaltet. Margit Grüner erschafft ihre oft<br />

lebensgroßen Figuren ausschließlich aus Geschirr. Im Ganzen oder in Teilen<br />

verwendet, fügt sie daraus üppige Kleider zusammen, z. B. wie bei der<br />

Sisi-Figur, oder designt ein Gewand aus unzähligen Spargeltellern. In<br />

einem weiteren Raum bilden die Hopfen-, Bier-, Wein- und Jagdkönigin,<br />

Erdbeer-, Apfel-, Zwiebel-, Kartoffel- und Rosenkönigin einen dekorativen<br />

Reigen. Aber in der Mitte des Museums-Schaufensters thront – wen<br />

wundert es – die Spargelkönigin. Insgesamt werden zwölf Figuren ausgestellt,<br />

die sich durch einen hohen ästhetischen Anspruch auszeichnen,<br />

Künstlerin Margit Grüner<br />

und der „Kini“<br />

gepaart mit einem Schuss Humor.<br />

Im Laufe des Sommers wird dann<br />

voraussichtlich eine Fischerkönigin<br />

die royale Gruppe ergänzen.<br />

Als ganz besonderes Projekt soll<br />

Schrobenhausen im Laufe des<br />

Jahres noch eine „eigene Königin"<br />

bekommen – die Künstlerin plant<br />

eine Figur zur Stadt Schrobenhausen,<br />

gestaltet aus Krügen, Tellern,<br />

Tassen und Schüsseln mit Schrobenhausen-Motiven.<br />

Außerdem natürlich<br />

mit „Spargelgeschirr" – ob<br />

grün, weiß oder lila. Zur Gestaltung<br />

der „Königin von Schrobenhausen“<br />

werden deshalb gerne Materialspenden<br />

angenommen in Form von<br />

Porzellan oder Keramik mit entsprechenden<br />

Motiven.<br />

Die Ausstellung im Pflegschloss<br />

dauert bis zum 31. Dezember <strong>2021</strong><br />

und kann unter Einhaltung der Coronabedingungen<br />

besich tigt werden. <br />

Informationen<br />

www.schrobenhausen.de


Europäisches Spargelmuseum | Region aktuell | 17<br />

Spargeldeckeldose, Meißen<br />

Königliches Spargelmahl, Diorama von Rudolf Höfler<br />

Europäisches Spargelmuseum<br />

Schrobenhausen<br />

Geschichte, Botanik, Anbau, Kunst und Kuriositäten<br />

In einem Turm der Stadtmauer, dem früheren Gefängnis- und Amtsturm, befindet<br />

sich seit 1991 das Europäische Spargelmuseum, in seiner Art immer noch einmalig<br />

in Europa. Es zeigt Exponate zum Thema Spargel unter zahlreichen Aspekten.<br />

Fotos Europäisches Spargelmuseum<br />

Im Erdgeschoss finden sich<br />

ausgewählte Exponate über<br />

Geschichte, Botanik und Anbau<br />

des Spargels. Alte Kräuterbücher<br />

und Kupferstiche zeigen<br />

die Pflanze und deren Bedeutung<br />

für Wissenschaft und Medizin. Eines<br />

der wohl schönsten Bücher hier<br />

ist das außergewöhnlich umfangreiche<br />

Werk von Jakob Theodor<br />

Tabernaemontanus aus dem Jahr<br />

1664. Spezielle Arbeitsgeräte und<br />

Werkzeuge zeigen die mühevolle<br />

Kultivierung des Spargels; ein interessanter<br />

Kurzfilm informiert über<br />

die Herkunft und Bedeutung des<br />

edlen Gemüses.<br />

Das erste Obergeschoss steht unter<br />

dem Motto „Spargelessen". Neben<br />

Rezepten und Kochbüchern<br />

ist hier eine einzigartige Sammlung<br />

von Spargelgeschirren zu<br />

sehen, so zum Beispiel eine wertvolle<br />

Spargeldeckeldose aus Meißen<br />

aus dem Jahr 1780, von der es<br />

weltweit nur noch zwei Exemplare<br />

gibt, ferner ein Teller mit Spargelmotiven<br />

des bekannten Jugendstilkünstlers<br />

Emile Gallé oder die<br />

wunderschöne Spargelzange des<br />

russischen Hofjuweliers Carl Peter<br />

Fabergé von 1890.<br />

<br />

Informationen<br />

www.museen-schrobenhausen.byseum.de<br />

www.spargel.de


18 | Region aktuell | Sisi-Schloss Aichach<br />

Frauenpower im<br />

Hause Habsburg<br />

Maria Theresia war wie Elisabeth eine<br />

leidenschaftliche Reiterin. (l.) Die Monarchin<br />

in Trauerkleidung<br />

Ab 8. Mai im Sisi-Schloss Unterwittelsbach<br />

Die Vorbereitungen für die neue Ausstellung im Sisi-Schloss Unterwittelsbach bei<br />

Aichach laufen auf vollen Touren. Kastellanin Brigitte Neumaier freut sich auf den<br />

spannenden Vergleich zweier besonderer Frauen: Maria Theresia und Elisabeth.<br />

Fotos Pfarrei St. Andrä<br />

Beide Damen haben beide eine bemerkenswerte Vita und<br />

prägten die Habsburger-Monarchie nachhaltig, jede auf ihre<br />

Weise. Maria Theresia (13. Mai 1717 bis 29. November 1780) war<br />

die erste Frau auf dem Habsburger Thron. Von 1740 bis zu ihrem<br />

Tod war sie Regentin von Österreich und – wie Elisabeth – Königin u.<br />

a. von Ungarn (mit Kroatien) und Böhmen. Ihr Gatte Franz I. Stephan war<br />

1745 zum römisch-deutschen Kaiser gewählt worden. Wie jede Frau eines<br />

Kaisers wurde sie, obwohl nicht selbst gekrönt, als Kaiserin tituliert, war<br />

es de facto jedoch nicht. Da hatte es die junge Wittelsbacherin Elisabeth<br />

einfacher, weiß Brigitte Neumaier: „Sie wurde mit ihrer Vermählung und<br />

einem gehauchten Ja zur Kaiserin.“ Einer von zahlreichen Adelstiteln, die<br />

beide innehatten.<br />

Im ersten Stock gibt es die im vergangenen Jahr neu eingerichtete Dauerausstellung<br />

rund um Elisabeths Leben von der Kindheit bis zum Tod zu<br />

sehen. Wenn es die Corona-Auflagen erlauben, soll heuer auch die Duftstation<br />

genutzt werden können, wie einige weitere Mitmachstationen auch.<br />

Im zweiten Stock bekommen die Besucher dann Originalexponate aus dem<br />

Kloster St. Andrä im Lavanttal zu sehen. Brigitte Neumaier freut sich unter<br />

anderem auf einen kostbaren Ornat, das aus einem der Kleider Maria Theresias<br />

geschneidert wurde, oder ein Smaragdkreuz der Kaiserin. „Maria<br />

Theresia hatte ich schon länger im Kopf “, erzählt sie, doch die Idee zu einer<br />

Gegenüberstellung der beiden Monarchinnen kam ihr erst im vergangenen<br />

Jahr. Wobei Gegenüberstellung nicht ganz richtig sei, es gebe auch zahlreiche<br />

Parallelen im Leben der beiden Frauen, angefangen vom frühen Tod<br />

der Kinder über die gemeinsame Leidenschaft fürs Reiten bis zum Wohlwollen<br />

gegenüber Ungarn, so Brigitte Neumaier. Und dann gibt es da noch<br />

das eine oder andere Detail aus dem Leben von Maria Theresia und Eli-<br />

sabeth, das hinter die Kulissen blicken<br />

lässt. So stand Maria Theresia<br />

mehrmals kurz vor der Staatspleite<br />

und nur der Geschäftssinn ihres<br />

Gemahls verhinderte Schlimmeres.<br />

Maria Theresia war einerseits eine<br />

fürsorgliche Mutter von 16 (!) Kindern,<br />

zwang ihre Töchter aber zu<br />

politisch sinnvollen Hochzeiten. So<br />

waren gleich drei ihrer Töchter mit<br />

König Ferdinand I. von Bourbon-<br />

Sizilien verlobt. Und von Kaiserin<br />

Elisabeth kann Brigitte Neumaier eh<br />

Geschichten und Anekdoten ohne<br />

Ende erzählen. Allerdings ist zum<br />

jetzigen Zeitpunkt noch unklar, ob<br />

heuer öffentliche Führungen möglich<br />

sind. Auf das Rahmenprogramm<br />

mit den beliebten Vorträgen und<br />

Konzerten wird vermutlich wieder<br />

verzichtet werden müssen.<br />

Die Ausstellung im Sisi-Schloss Unterwittelsbach<br />

lädt jedenfalls ein<br />

zum Rendezvous mit zwei außergewöhnlichen<br />

Monarchinnen, voraussichtlich<br />

zu sehen ab 8. Mai <strong>2021</strong>. <br />

Informationen www.aichach.de


Lauschtour | Region aktuell | 19<br />

Die Leute hören zu!<br />

Foto Trykowski<br />

Plus 200 % bei den App-<br />

Downloads, plus 100 %<br />

bei den geladenen Touren.<br />

2020 war ein Rekordjahr<br />

für die Bayerisch-Schwaben-Lauschtour!<br />

Die Outdoor-Audioguides treffen<br />

gerade in Corona-Zeiten den<br />

Nerv. 22.500 Touren wurden im vergangenen<br />

Jahr insgesamt geladen.<br />

Unter den Top10 der meist genutzten<br />

Touren gibt es alte Bekannte<br />

genauso wie neuere Hörspaziergänge.<br />

So schaffte es 2020<br />

die Tour „Ein Moor fürs Ohr“ im<br />

Donaumoos auf Platz 1. Der Audioguide,<br />

der die Wiederbewässerung<br />

eines Moors auf informative und<br />

höchst unterhaltsame Weise inszeniert,<br />

gehört zu den Lauschtouren<br />

der ersten Stunde aus dem Jahr<br />

2012. Gleichzeitig konnte sich der<br />

erst 2019 eröffnete Günzburg-Rundgang<br />

„Das kleine Wien in Bayerisch-<br />

Schwaben“ auf Rang 6 platzieren.<br />

Knapp dahinter folgt die Tour<br />

„Prinzessin Elisabeth und der legendäre<br />

Clan der Wittelsbacher“ rund<br />

ums Sisi-Schloss Aichach, die sicher<br />

von der Wittelsbacher-Landesausstellung<br />

2020 profitierte. Die tatsächliche<br />

„Lauscher“-Zahl liegt dabei<br />

noch ein Stück weit höher als<br />

die Download-Zahl, da oft Paare,<br />

Freunde oder Familien zusammen<br />

unterwegs sind und die Tour gemeinsam<br />

mit einem Smartphone nutzen.<br />

Vom überaus positiven Feedback in<br />

den AppStores ganz zu schweigen. <br />

Informationen<br />

www.bayerisch-schwaben.de/lauschtouren<br />

Station der Lauschtour LandArt<br />

Bonstetten<br />

Wer hin hört,<br />

sieht mehr!<br />

20 Hörwanderungen – spannend & informativ zugleich: Ob auf den Spuren<br />

von Kelten, Römern oder Kaiserin Sisi, ob als Zeuge einer kosmischen<br />

Katastrophe im Ries oder bei der Wanderung durch eine mystische Moorlandschaft<br />

im Donaumoos.<br />

• Das Smartphone wird zur Zeitmaschine: 20 Audioguides in einer<br />

App – zu interessanten Natur- & Kultur-Themen.<br />

• Alle Touren outdoor, ganz in Ruhe, ohne Menschenansammlungen<br />

• Auf eigene Faust via kostenloser App erkunden – zum Download<br />

unter Bayerisch-Schwaben-Lauschtour in den App Stores.<br />

!<br />

Zum 200. Geburtstag von Sebastian Kneipp ist die Lauschtour<br />

durch Dillingen dieses Jahr ein besonderer Tipp. Die Hör-Tour erzählt<br />

am Originalschauplatz vom Leben Kneipps und der Entwicklung<br />

seiner revolutionären Wassertherapie.<br />

Geh auf Lauschtour und entdecke Bayerisch-Schwaben!<br />

Broschüre bestellen unter:<br />

www.bayerisch-schwaben.de/infomaterial<br />

Mehr Infos unter www.bayerisch-schwaben.de/lauschtour


20 | Bild des Monats | Kopfhörer<br />

Kopfhörer<br />

Herr Frosch! Nur zu gesungen,<br />

Du bist ein lust’ger Mann;<br />

Im Lenz muss alles singen,<br />

so gut es singen kann! – Quak! Quak!<br />

Fünfte Strophe<br />

aus dem Gedicht „Der Frosch“<br />

von Georg Christian Dieffenbach, 1854<br />

Foto Yensen Tan


Bild des Monats | 21


22 | Lukullisches | Spargel-Rezepte<br />

Deliziöse<br />

Spargel-Spitzen<br />

Rezepte mit dem gewissen Etwas<br />

Foto pixabay


Spargel | Lukullisches | 23<br />

Spargel-Gazpacho<br />

mit Knoblauch-Croûtons<br />

Zutaten für 4 Portionen<br />

Gazpacho: 500 g weißer Spargel ♦ 200 g Mandeln,<br />

blanchiert und enthäutet ♦ 1 Sträußchen Zitronenmelisse<br />

♦ 300 ml Gemüsebrühe (ersatzweise Wasser) ♦ 200 ml<br />

Olivenöl ♦ Salz ♦ 2 EL Sherry-Essig<br />

Knoblauch-Croûtons: 1 Stück Baguette ♦ 1 Knoblauchzehe<br />

♦ 2 EL Butter<br />

Zubereitung<br />

♦ Den Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden.<br />

Der Spargel wird nicht gekocht. Spargel<br />

mit den Mandeln im Mixer zerkleinern. Zitronenmelisse<br />

waschen, trocknen und die Blättchen<br />

zupfen. Einige Blättchen für die Garnitur beiseitelegen.<br />

Zitronenmelisse und Brühe in den Mixer<br />

geben. Bei laufender Maschine nach und nach das<br />

Olivenöl zufügen. Alle Zutaten sehr fein pürieren<br />

und durch ein Sieb passieren. Mit Salz und Sherry-<br />

Essig abschmecken. Eine Stunde kühl stellen.<br />

♦ Vom Baguette 1 cm dünne Scheiben schneiden und<br />

im Toaster rösten. Die gerösteten Scheiben mit der<br />

Knoblauchzehe von beiden Seiten einreiben und in<br />

1 cm große Würfel schneiden. In aufschäumender<br />

Butter zu knusprigen Croûtons braten.<br />

♦ Spargel-Gazpacho in Teller oder Schalen füllen.<br />

Knoblauch-Croûtons darüber streuen. Mit Melisse-<br />

Blättchen garnieren.<br />

Emulsion von grünem Spargel<br />

auf Entenconfit<br />

Zutaten für 4 Portionen<br />

2 Entenkeulen, im eigenen Fett fertig gegart ♦ 200 g<br />

grüner Spargel ♦ 200 ml Gemüsebouillon ♦ 200 ml<br />

Schlagsahne ♦ 1 Blatt Gelatine ♦ 1 Schuss Olivenöl ♦ Salz,<br />

Pfeffer aus der Mühle<br />

Zubereitung<br />

♦ Die Spargelstangen schälen und die Köpfe abschneiden,<br />

diese aufheben. Die Gelatine in kaltem<br />

Wasser einweichen.<br />

♦ Den geschälten Spargel in der Gemüsebrühe bei<br />

mittlerer Hitze garen. Schlagsahne zugeben, salzen<br />

und pfeffern und im Mixer fein pürieren.<br />

♦ Anschließend durch ein Sieb passieren und die ausgedrückte<br />

Gelatine in der noch warmen Mischung<br />

auflösen.<br />

♦ Die Mischung in einen Siphon geben, Gaspatrone<br />

aufschrauben und kaltstellen.<br />

♦ Die Spargelköpfe in Olivenöl anbraten.<br />

♦ Das Entenfleisch von den Keulen lösen und auf<br />

vier Gläser verteilen. Die Spargelemulsion darauf<br />

sprühen. Die Spargelköpfe längs in feine Scheiben<br />

schneiden und die Gläser damit dekorieren.<br />


24 | Lukullisches | Spargel-Rezepte<br />

In Kokosmilch pochierte<br />

Geflügelbrust mit Spargel<br />

Zutaten für 4 Personen<br />

Geflügelbrust: 3 Stangen Zitronengras ♦ 500 ml Kokosmilch<br />

♦ 200 ml Geflügelfond ♦ 600 g Maispoularden-<br />

Brust ♦ ½ Chilischote ♦ 1 Knoblauchzehe ♦ 100 ml Crème<br />

fraîche ♦ ½ Limette ♦ Salz, Pfeffer<br />

Spargel: 8 Stangen weißer Spargel ♦ 8 Stangen grüner<br />

Spargel ♦ Salz ♦ 1 EL Butter ♦ ½ Zitrone ♦ 1 Bund Koriander<br />

Zubereitung<br />

Geflügelbrust<br />

♦ Zitronengras längs halbieren und in Kokosmilch<br />

und Geflügelfond 5 Minuten kochen. Maispoularden-Brüstchen<br />

sauber parieren, von Haut, Fett<br />

und Sehnen befreien. In 4 möglichst gleich große<br />

Stücke teilen. Brüstchen in den heißen Koch-Fond<br />

geben und bis knapp unter den Siedepunkt erhitzen.<br />

Im heißen Fond 15 Minuten bei etwa 90 °C pochieren.<br />

Herausheben und zugedeckt warmhalten.<br />

♦ Aus der Chilischote die Kerne entfernen, Knoblauch<br />

pellen und beides fein gewürfelt 10 Minuten im Pochier-Fond<br />

kochen. Fond durch ein feines Sieb passieren<br />

und 300 ml davon abmessen. Zusammen mit der<br />

Crème fraîche zu einer sämigen Sauce einkochen. Mit<br />

Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.<br />

Spargel<br />

♦ Den weißen Spargel ganz, vom grünen Spargel nur<br />

das untere Drittel schälen. Holzige Enden abschneiden.<br />

Alle Spargelstangen schräg in etwa 3 cm lange<br />

Stücke schneiden. In Salzwasser mit einem Stück<br />

Butter und Zitronensaft nach Farbe getrennt al<br />

dente garen, je nach Dicke den weißen Spargel 8 bis<br />

9 Minuten, grünen Spargel 5 bis 6 Minuten.<br />

♦ Geflügelbrust auf vorgewärmte Teller setzen. Spargelstücke<br />

zufügen und mit der Kokos-Sahnesauce leicht<br />

überziehen. Korianderblättchen darüber streuen.<br />

Lachsklößchen mit Spargel<br />

in Orangen-Safransauce<br />

Zutaten für 4 Personen<br />

1 Schalotte ♦ 1 EL Butter ♦ 1 Dose Lachsklößchen (von Hagen<br />

Grote) ♦ 250 ml Fischfond (aus der Lachsklößchendose) ♦<br />

1 Bio Orange ♦ 400 ml Orangensaft ♦ ½ Zitrone ♦ 2 TL<br />

Zucker ♦ 6 Pfefferkörner ♦ ½ Chilischote ♦ 150 ml Crème<br />

fraîche ♦ 1 g Safranfäden ♦ Salz, Pfeffer ♦ Piment d'Espelette<br />

(würzig-milder Chili) ♦ Weißer und grüner Spargel ♦<br />

Zucker, Salz ♦ 1 EL Butter ♦ Estragon<br />

Zubereitung<br />

♦ Die fein gehackte Schalotte in Butter ohne zu bräunen<br />

glasig dünsten. Mit Fischfond ablöschen. Abgeriebene<br />

Schale der Bio Orange, Orangensaft, Zitronensaft,<br />

Zucker und Pfefferkörner zufügen. Die<br />

Chilischote entkernen, in feine Streifen schneiden<br />

und in die Sauce geben.<br />

♦ Auf lebhafter Flamme auf etwa 300 ml einkochen<br />

und durch ein feines Sieb passieren. Crème fraîche<br />

mit dem Schneebesen in die Sauce rühren. Safranfädchen<br />

zufügen und 5 Minuten auf kleiner Flamme<br />

köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und Piment<br />

d’Espelette abschmecken.<br />

♦ Vom Spargel die holzigen Enden abschneiden. Den<br />

weißen Spargel ganz, vom grünen Spargel nur das<br />

untere Drittel schälen. Alles in 3 cm lange Stücke<br />

teilen. In kochendem Salzwasser mit Zucker, Salz<br />

und Butter den weißen Spargel drei Minuten kochen.<br />

Grüne Spargelstücke zufügen und weitere<br />

5 Minuten kochen. In einem Sieb abtropfen lassen.<br />

♦ Die Sauce als Spiegel auf vorgewärmte heiße Teller<br />

geben. Erwärmte Lachsklößchen und Spargelstücke<br />

darauf anrichten. Mit Estragon-Blättchen<br />

garnieren.<br />

<br />

Rezepte + Fotos<br />

Hagen Grote


Promotion<br />

Kongress am Park | Region aktuell | 25<br />

Im neuen<br />

„digitalen Kongresssaal“<br />

können Gäste aus der<br />

ganzen Welt Hybridveranstaltungen<br />

besuchen<br />

Konferenz und Tagung<br />

während Corona<br />

„Kongress am Park“ wurde um virtuelle Räume erweitert<br />

Fotos Kongress am Park<br />

Das „Digitale Foyer“ (o.) versorgt Kongress- und Tagungsteilnehmer<br />

mit allen notwendigen Informationen<br />

M<br />

it seinen neuen virtuellen Räumen hat<br />

Kongress am Park nun ein digitales Kongresszentrum<br />

geschaffen. Sie ergänzen die<br />

moderne Tagungstechnik vor Ort und bieten<br />

die Infrastruktur für digitale und hybride Veranstaltungen<br />

aller Art. Die neuen virtuellen Räume im Kongress<br />

am Park ermöglichen beliebig vielen externen<br />

Personen, sich von über all auf der Welt in Veranstaltungen<br />

unkompliziert einzuwählen und teilzunehmen. Ähnlich<br />

wie in der realen Welt betritt man im neuen virtuellen Foyer<br />

das Kongresszentrum. Hier erhält der User vorab alle<br />

relevanten Informationen zu seiner gebuchten Veranstaltung<br />

und über das Kongresszentrum. Von dort aus gelangt<br />

man nun mit nur einem Klick in den virtuellen Kongresssaal,<br />

wo der Teilnehmer den Event auf der Bühne,<br />

genau wie das Publikum vor Ort, live miterleben kann.<br />

Natürlich können je nach Größe und Bedarf der Veranstaltung<br />

beliebig viele weitere virtuelle Räume besucht<br />

werden, um zum Beispiel parallellaufende Vorträge oder<br />

Workshops live zu verfolgen.<br />

Für Veranstalter bedeutet das, ohne viel Mühe, die Kapazität<br />

der Teilnehmer beliebig zu erweitern und auch<br />

den virtuellen Besuchern die gleichen Möglichkeiten<br />

zu bieten wie dem Präsenzpublikum. Das Portal verfügt<br />

über alle Raffinessen und nutzt modernste Technik.<br />

Verschiedene Funktionen offerieren dem Veranstalter,<br />

auch online ein ansprechendes und individuelles Eventprogramm<br />

zu gestalten. Betreut werden die Vorbereitung<br />

und Durchführung rundum vom kompetenten<br />

technischen Personal des Kongress zentrums.<br />

Diese technische Weiterentwicklung war notwendig, um<br />

den großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie<br />

zu begegnen und um Rückgänge im Geschäftsreiseverkehr<br />

zu kompensieren. Götz Beck, Geschäftsführer der<br />

Kongress am Park Betriebs GmbH, erläutert: „Der prognostizierte<br />

Rückgang des Geschäftsreiseverkehrs wird<br />

nach der Corona-Pandemie zu einem Wachstum im Tagungs-<br />

und Kongressmarkt führen – es besteht ein starkes<br />

Bedürfnis der Menschen, wieder zusammen zukommen,<br />

Vertrauen aufzubauen und Netzwerke persönlich zu stärken.<br />

Kongress am Park bietet dafür professionelle und sichere<br />

Bedingungen. Mit dem Tagungs- und Kongresssegment<br />

sowie mit <strong>Augsburg</strong> und der Region als starke Marke<br />

im Städtetourismus werden wir die Verluste im Geschäftsreiseverkehr<br />

weitgehend kompensieren.“<br />

<br />

Informationen www.kongress-augsburg.de<br />

Kongress am Park <strong>Augsburg</strong><br />

Gögginger Straße 10 ♦ 86159 <strong>Augsburg</strong><br />

Tel. 0821-455 355-0 ♦ info@kongress-augsburg.de<br />

www.kongress-augsburg.de


26 | Lukullisches | Spargel<br />

»Spargelteller«,<br />

Mischtechnik auf Papier, Karin Welponer,<br />

veröff. im Playboy 1975<br />

Genuss-Guide<br />

für die Spargelzeit<br />

Vom Wildkraut zum Luxusgemüse<br />

Foto Europ. Spargelmuseum Schrobenhausen


Spargel | Lukullisches | 27<br />

„Bis Johanni nicht vergessen, sieben Wochen Spargel essen”, sagt der Volksmund.<br />

Und in der Tat gilt es, die kurze deutsche Spargelsaison ausgiebig zu nutzen. Je<br />

nach Witterung gibt es bei uns heimischen Spargel etwa ab <strong>April</strong>. Fest steht jedoch<br />

das Ende der Saison: Spätestens am 24. Juni, dem Johannistag, ist Schluss<br />

mit der Ernte. Danach darf sich die Pflanze fürs nächste Jahr erholen. Noch mehr<br />

Wissenswertes zum Thema Spargel erfahren Sie hier.<br />

Spargel – schon beim Aussprechen des<br />

Wortes läuft Gourmets das Wasser im Mund<br />

zusammen. „Die ganze Welt ist wie verhext.<br />

Veronika, der Spargel wächst”, heißt es im<br />

Schlager der Comedian Harmonists. Und tatsächlich<br />

geraten Genießer sofort in Verzückung, wenn mit dem<br />

Lenz der erste heimische Spargel auf den Märkten Einzug<br />

hält. Heute ist er für die meisten Menschen erschwinglich,<br />

was aber nicht immer so war.<br />

Die Wiege des Spargels stand wahrscheinlich in Vorderasien,<br />

wo er als Wildpflanze verzehrt wurde. Die Griechen<br />

verehrten ihn als Heilkraut und sogar als heiliges<br />

Gewächs, das sie der Liebesgöttin Aphrodite weihten.<br />

Zur Kulturpflanze machten ihn die genussfreudigen<br />

und bekanntlich gut organisierten Römer. Sie perfektionierten<br />

den Anbau und brachten den Spargel im<br />

Zuge ihrer Eroberungen auch auf die Nordseite der<br />

Alpen. Mit dem Niedergang des römischen Reiches geriet<br />

der Kulturspargel jedoch wieder in Vergessenheit.<br />

Einzig als Heilpflanze behielt er seine Bedeutung.<br />

Am Ende des Mittelalters erlebte er seine Renaissance<br />

als Nahrungsmittel und eroberte die Königs- und<br />

Adelshäuser. Mit der beginnenden Industrialisierung<br />

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Spargelanbau<br />

professionalisiert. In diese Zeit fällt auch die „Entdeckung”<br />

des Bleichspargels. Lange Zeit blieb er<br />

jedoch ein Luxusgemüse – auch, weil er mit seinen<br />

wenigen Kalorien das gemeine Volk nicht sättigen<br />

konnte. Apropos Kalorien: Es gibt wirklich kaum ein<br />

Nahrungsmittel, dass so wenig davon hat. Dafür besteht<br />

der Spargel zu über 90 % aus Wasser und kann<br />

mit vielen Mineralstoffen und Vitaminen aufwarten.<br />

Von letzteren hat übrigens die grüne Variante wegen<br />

ihres Chlorophylls mehr zu bieten.<br />

Grün oder Weiß – eine Frage des Anbaus<br />

Spargel gehört zur Familie der Liliengewächse. Rund<br />

300 Arten gibt es weltweit. Die in Europa gängigste<br />

Sorte heißt Asparagus officinalis L. Das, was wir gemeinhin<br />

als Spargel bezeichnen, sind die Sprosse<br />

der mehrjährigen Staude. Anders als man vermuten<br />

könnte, sind grüner und weißer Spargel keine verschiedenen<br />

Sorten, sondern eher verschiedene Typen.<br />

Die Unterschiede entstehen einzig und allein<br />

durch den Anbau. Der weiße Spargel verdankt seine<br />

vornehme Blässe der Tatsache, dass die Sprosse unter<br />

der Erde wachsen. Aufgeschichtete Erdwälle sorgen<br />

dafür, dass sie bis zur Ernte vor Tageslicht – und<br />

damit vor der Chlorophyllsynthese – geschützt bleiben.<br />

Die wichtigste Voraussetzung ist der richtige<br />

Boden. Am liebsten mag die Spargelpflanze leichte,<br />

sandige Böden, wie sie zum Beispiel rund um<br />

Schrobenhausen zu finden sind. Damit die Sonne die<br />

Sprosse zum Treiben anregen kann, bevorzugen die<br />

Spargelbauern nach Süden ausgerichtete vollsonnige<br />

Freiflächen. Im Anbau erweist sich die Pflanze als anspruchsvoll.<br />

Erst im dritten Jahr nach der Pflanzung<br />

kann der Spargel zum ersten Mal gestochen werden.<br />

Acht bis zehn Jahre bleibt ein Feld dann ertragreich,<br />

danach sinkt die Ausbeute erheblich.<br />

Noch immer Handarbeit<br />

Auch in Zeiten der Mechanisierung bleibt die<br />

Bleichspargelernte Handarbeit. Denn keine Maschine<br />

kann das menschliche Auge und Fingerspitzengefühl<br />

ersetzen. Die Spargelstecher suchen die<br />

Erdwälle nach feinen Rissen ab – ein Zeichen dafür,<br />

dass bald ein Spross herausbrechen will. Behutsam<br />

legen sie die Triebe von Hand frei und schneiden<br />

die Stange in ca. 25 cm Tiefe mit einem besonderen<br />

Messer ab. Das entstandene Loch wird sofort wieder<br />

zugeschüttet und mit einer Kelle glattgestrichen,<br />

um bald durchstechende Nachbarstangen wieder<br />

erkennen zu können. Insgesamt muss die Ernte sehr<br />

schnell gehen. Denn ist der Spross einmal durch die<br />

Erde gestoßen, verfärbt er sich rasch.<br />

Lange Zeit galt der weiße Spargel bei uns als Nonplusultra.<br />

Doch in den letzten Jahren kommt auch<br />

der grüne Bruder vermehrt auf unsere Teller. Seine<br />

Sprosse wachsen oberirdisch der Sonne entgegen<br />

und werden abgeschnitten, sobald sie eine Länge<br />

von ca. 25 cm haben. Aus den Mittelmeerländern gelangt<br />

vereinzelt auch violetter Spargel zu uns. Er hat<br />

wegen des Farbstoffs Anthozyan eine etwas bitterere<br />

Note. Auch Wildspargel findet man immer häufiger<br />

im gut sortierten Gemüsehandel. Neben wild wachsendem<br />

Kulturspargel werden unter dieser Bezeichnung<br />

aber auch andere Pflanzen zusammengefasst. <br />

Quelle Hagen Grote


28 | Special Hochzeit | Brautkleider<br />

Lebe deinen<br />

Traum!<br />

Brautmoden <strong>2021</strong><br />

Die Trendstyles in Stichworten<br />

Luftig leicht<br />

Schön schlicht und weich fließend:<br />

aus der Serie Purewhite von Lilly


Special Hochzeit | 29<br />

Modern Look New Boho Understatement<br />

Schulterfreier Overall, von St.-Patrick-<br />

Studio<br />

Promotion<br />

Zauberhaft mädchenhaft, von Rembo<br />

Styling<br />

Rassige Eleganz, von Pronovias<br />

➵<br />

Beauty nach Maß<br />

Anna Uspek: Die Brautkleid-Schneiderei in Bayern<br />

Porträtfoto Tom Trenkle<br />

Wer sich für seine Traumhochzeit ein wirklich exklusives, extravagantes und<br />

absolut einzigartiges Brautkleid gönnen möchte, ist bei Anna Uspek in Olching<br />

bestens aufgehoben. Mehr als 3.000 Unikate gingen bereits durch die<br />

fachkundigen Hände der Spezialistin. Was den Stil oder<br />

das edle Material betrifft, so richtet sich die Maßschneiderin<br />

nach den individuellen Wünschen der Kundinnen<br />

und steht natürlich auch beratend zur Seite. Anna Uspek<br />

nimmt sich für jede Kundin Zeit und besucht sie auf<br />

Wunsch gerne in deren Zuhause, bayernweit. Genäht<br />

wird dann ausschließlich von der Meisterin selbst, exakt<br />

auf Figur. Gut Ding hat natürlich Weile, doch dafür erstellt<br />

Anna Uspek ein faires und transparentes Fixpreis-<br />

Angebot. Vereinbaren Sie einen Termin!<br />

<br />

Brautkleid-Schneiderei Anna Uspek<br />

Johann-G.-Gutenberg-Str. 33<br />

Eingang 5‘ ♦ 82140 Olching<br />

Tel. 089-8130 1700<br />

anna@brautkleid-schneiderei.bayern<br />

www.brautkleid-schneiderei.bayern


30 | Special Hochzeit | Brautkleider<br />

Modern Look New Boho<br />

Kurz und gut, von Eva Lendel<br />

Seventies-Look mit tiefer Taille, von KüssdieBraut<br />

Glanz & Glamour<br />

Luftig leicht New Boho<br />

Mit Perlen übersät, von Demetrios Spitze allover, von Aire Barcelona Hauchzarte Rüschen, von Lillian West


Special Hochzeit | 31<br />

Prinzessinnen Power Modern Look<br />

Understatement<br />

Ein Traum in Tüll, von St.-Patrick<br />

Promotion<br />

DIE Masche: Netzstoff, von Kisui<br />

Überzeugende Schlichtheit, von Jesús<br />

Peiró<br />

Brautcouture in der Altstadt<br />

Emma the bride Designerkleider<br />

aus <strong>Augsburg</strong><br />

Fotos Emma the bride<br />

Im romantischen Ambiente des<br />

Concept Stores am Hunoldsgraben<br />

wird der Traum vom<br />

entspannten Brautkleid-Kauf<br />

wahr.<br />

Hier gibt es Brautmode internationaler<br />

Marken in allen Stilrichtungen,<br />

abseits vom Mainstream. Zur Zielgruppe<br />

zählen moderne und stilbewusste<br />

Frauen, die nicht nur ein<br />

Brautkleid kaufen, sondern es erleben<br />

wollen. Und dort findet die<br />

Kundin natürlich auch coole Hochzeitsaccessoires,<br />

passend zum Kleid.<br />

Einfach rechtzeitig einen Termin<br />

vereinbaren, telefonisch oder per<br />

E-Mail und seinen Hochzeitstraum<br />

wahr werden lassen.<br />

<br />

Brautmode Emma the bride<br />

Hunoldsgraben 38 ♦ 86150 <strong>Augsburg</strong><br />

Tel. 0821-50 88 00 94<br />

mobil 0176 76 63 40 17<br />

info@emmathebride.de<br />

www.emmathebride.de


32 | Special Hochzeit | Herrenanzüge<br />

Wilvorst, Green<br />

Wedding<br />

Wilvorst, Green Wedding<br />

Bewegte Optik<br />

Highlights <strong>2021</strong> für den Bräutigam<br />

Carl Gross, Black Line<br />

An einem so emotionalen Tag wie dem der Hochzeit sollte Mann nicht<br />

irgendetwas tragen, sondern ein Outfit, das seine Persönlichkeit unterstreicht<br />

und zum Stil der Veranstaltung passt. Und natürlich im Trend liegt<br />

Fotos Hersteller<br />

Eine Tendenz, die sich<br />

schon länger abzeichnet,<br />

ist die zu mehr Lässigkeit,<br />

was aber keinesfalls<br />

Nachlässigkeit bedeutet. Das betrifft<br />

vor allem die Haptik der Stoffe,<br />

vorwiegend Leinen und leichte<br />

Baumwollmischgewebe. Ebenfalls<br />

im Vordergrund steht eine gewisse<br />

Multifunktionalität der Outfit-Elemente,<br />

so dass diese auch<br />

nach dem großen Tag separat wei­<br />

tergetragen werden können. Ein<br />

besonderes Augenmerk liegt auf<br />

Accessoires, die genau auf den Anzug<br />

abgestimmt sind und im Lauf<br />

des Tages leicht verändert werden<br />

können, vom formellen Teil bis zur<br />

After-Party.<br />

„Nichts geht ohne Weste“ weiß<br />

auch Robert Burkhard vom Herrenmode-Spezialisten<br />

Burkhard in<br />

Aichach, der gerade einen Trend<br />

zu mehr Festlichkeit beobachtet,<br />

„vielleicht gerade wegen Corona“ mutmaßt<br />

er. „Da auch Männer nicht<br />

immer eine einheitliche Konfektionsgröße<br />

tragen, bieten wir Anzug-Baukastensysteme,<br />

bei denen<br />

Jacken und Hosen in unterschiedlichen<br />

Größen zusammengestellt<br />

werden können.“ Von Vorteil sei<br />

es auch, so Burkhard, wenn der<br />

Stil des Anzugs bewusst auf den<br />

der Feier bzw. auf den Look der<br />

Braut abgestimmt werde.


Promotion<br />

Mode Burkhard | Special Hochzeit | 33<br />

Reine Männersache<br />

Der Anzugexperte Mode Burkhard, Aichach<br />

Fotos Mode Burkhard, Alex Mayer<br />

Am schönsten Tag Ihres Lebens – Ihrem<br />

Hochzeitstag – ist die perfekte Harmonie<br />

zwischen Braut und Bräutigam der Maßstab<br />

aller Dinge – auch in Sachen Garderobe.<br />

Bei dieser wichtigen Entscheidung stehen wir Ihnen<br />

mit fachmännischer Hilfe und gleichzeitig mit großer<br />

Freude zur Seite. In entspannter Atmosphäre beraten wir<br />

Sie kompetent, ehrlich und mit dem Blick fürs Detail.<br />

Auf rund 150 qm finden Sie und natürlich auch Ihre Gäste,<br />

z. B. Brautvater, Trauzeugen oder Hochzeitsgäste eine riesige<br />

Auswahl an aktuellsten Anzügen und den dazu passenden<br />

Accessoires wie z. B. Schuhe, Fliegen, Krawatten,<br />

Hosenträger usw. Wir setzen alles daran, Ihren Aufenthalt<br />

so angenehm wie möglich zu gestalten; deshalb bieten wir<br />

unseren Kunden eine Reihe von Serviceleistungen.<br />

Hier ein kleiner Auszug!<br />

Gratis-Änderung: Wir führen anfallende Änderungen<br />

in unserer hauseigenen Schneiderei schnellstmöglich<br />

durch, für unsere Stammkunden sogar kostenlos.<br />

Personal Shopping: Vereinbaren Sie mit Ihrem persönlichen<br />

Berater einen individuellen Termin, gerne<br />

auch außerhalb der Geschäftszeiten.<br />

Übergrößen: Unser Sortiment umfasst auch den Bereich<br />

der Übergrößen (bis 32, bis 62, bis 114) <br />

Mode Burkhard – Reine Männersache<br />

Stadtplatz 27 ♦ 86551 Aichach<br />

Tel. 0 82 51-8 77 50<br />

info@mode-burkhard.de<br />

Beachten Sie<br />

bitte auch unsere<br />

neue Website<br />

www.<br />

mode-burkhard.de


34 | Special Hochzeit | DIY-Tischkarten<br />

Mit Herz dabei<br />

DIY-Tischkarten für die Boho-Hochzeit<br />

Diese Tischkarten aus Knetmasse sind schnell gebastelt und lassen sich daher<br />

leicht beliebig vervielfachen. Und sie werden von den Gästen gerne als<br />

Erinnerung mit nachhause genommen, um ein zweites Mal zum Einsatz zu<br />

kommen, z. B. als Schlüsselanhänger.<br />

Idee arstextura ♦ Fotos Staedtler<br />

Man benötigt:<br />

FIMO soft in Weiß (Menge je nach Anzahl der Gäste) ♦ Acryl-Roller oder Nudelholz<br />

♦ Metall-Lineal und Cutter ♦ Herzförmiger Ausstecher ♦ Stempelschiene<br />

mit 3D-Buchstaben ♦ Fester Karton in Naturfarbe ♦ Bäckergarn ♦ Schere ♦<br />

Doppelseitiges Klebeband<br />

Und so wird’s gemacht:<br />

♦ Pro Tischkarte einen halben Block Knetmasse auf einem glatten Untergrund<br />

ca. 4 mm dick ausrollen.<br />

♦ Aus Karton eine Schablone 8,5 × 4,5 cm anfertigen und anhand dieser<br />

mit Hilfe von Lineal und Cutter ein Rechteck aus der Knetmasse-Platte<br />

ausschneiden.<br />

♦ Auf der linken Seite wie abgebildet ein Herz ausstechen.<br />

♦ Mit einem Stempel daneben den gewünschten Namen eindrücken. Tischkarte<br />

und Herz auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen<br />

und im Ofen 30 Minuten bei 110°C härten. Dann auskühlen lassen.<br />

♦ Währenddessen aus Karton eine Klappkarte (10 × 12 cm) fertigen (gefaltet<br />

5 × 6 cm). Die FIMO-Karte mit doppelseitigem Klebeband auf der Vorderseite<br />

befes tigen, Bäckergarn wie abgebildet herumschlingen und eine Schleife<br />

binden. Das ausgestochene Herzchen für die Tischdeko verwenden.


Unsere neue<br />

Trachtenwelt<br />

Inhabergeführt in der zweiten Generation steht Lechtaler<br />

Dirndl & Tracht mehr denn je für Qualität, Auswahl und<br />

guten Service. Wir bieten unseren Besuchern nicht nur<br />

die neuesten Kollektionen der besten Marken, sondern ein<br />

Einkaufserlebnis für die ganze Familie, mit Biergarten,<br />

tollem Kinderspielplatz und einem Lagerverkauf auf<br />

über 300 m 2 . Wir haben für jeden genau die Trachtenmode,<br />

die wirklich zu ihm passt.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!<br />

Ihre Familie Mair und das Lechtaler-Team<br />

Über<br />

1000 m 2<br />

Verkaufsfläche<br />

EINKAUFSERLEBNIS AUF ÜBER 1000 m 2<br />

Josef-Eigner-Straße 1· 86682 Genderkingen/Rain<br />

Tel: 09090 9679-0 · www.lechtaler.de


36 | Special Hochzeit | Hochzeitsfotograf Chris Weber<br />

Oft sind es gerade Fotos von ungewöhnlichen Situationen, die beim Betrachten<br />

für große Emotionen sorgen. Chris Weber, Hochzeitsfotograf aus <strong>Augsburg</strong>, hat<br />

sich genau diesen speziellen Momenten verschrieben, die er professionell festhält.<br />

Je ausgefallener, desto besser!<br />

Ein Hochzeitsfotograf erzählt<br />

von seinen außergewöhnlichsten Bildern<br />

Text Sandra Weber ♦ Fotos Chris Weber<br />

Szenen, die wirklich ans Herz gehen, bleiben anderen im Trubel<br />

oft verborgen: der Bräutigam zum Beispiel, wie er sich verstohlen<br />

eine Träne wegwischt, während die Braut zum Altar schreitet.<br />

Der Pfarrer, der abgehetzt aus dem Auto springt, weil er zu<br />

spät zur Trauung kommt. Der Fahrradfahrer, der sich ins Bild schummelt,<br />

während sich das Paar im Straßencafé küsst. Doch Chris Weber hält nicht<br />

nur diese ganz besonderen Momente fest, er fotografiert seine Brautpaare<br />

auch leidenschaftlich gerne an ausgefallenen Locations. „Eine meiner<br />

ersten Kundinnen hatte ganz genaue Vorstellungen, wo ihr Brautshooting<br />

stattfinden sollte: auf dem Ikea Parkplatz, ihrem Lieblingscafé in der Maxstraße,<br />

einer großen grünen Wiese und bei McDonalds.“ Nun mag man<br />

Chris Weber


Special Hochzeit | 37<br />

zunächst denken, dass ein Fast Food Lokal doch keine<br />

schöne Kulisse für ein Brautshooting sein könne,<br />

doch die Bilder sprechen etwas anderes: So viel<br />

Freude, Liebe und Verrücktheit diese ungewöhnlichen<br />

Motive ausstrahlen, so ausgeprägt sind diese<br />

Eigenschaften auch beim Brautpaar. „Kein anderes<br />

Motiv hätte besser zu diesem Paar gepasst“, verrät<br />

der Hochzeitsfotograf.<br />

Nachdem die Bilder auch online Aufsehen erregt<br />

hatten, gingen bei Chris Weber unzählige Anfragen<br />

für ausgefallene Hochzeitsshootings ein. Ein<br />

Paar wollte sich gerne im Regen fotografieren lassen,<br />

da es eben gerne im Regen tanzt. Ein anderes<br />

Brautpaar wollte an der Tankstelle des Brautvaters<br />

abgelichtet werden. Ein weiteres Paar spielt<br />

leidenschaftlich Golf und wünschte sich Bilder<br />

von sich auf dem Golfplatz. Und auch alte Garagen<br />

mit Oldtimern, eine Münchener U-Bahn-Station<br />

und ein kleines kroatisches Küstenstädtchen als<br />

Location findet man im Portfolio von Chris Weber.<br />

„Meine Fotografien zeigen oft, wie die Menschen<br />

tatsächlich sind, was ihnen im Leben besonders<br />

wichtig ist, woran sie glauben und wovon sie träumen“,<br />

erzählt uns der Hochzeitsfotograf.<br />

Und für das eine perfekte Bild kann es auch schon<br />

einmal länger dauern. „Eine zukünftige Braut ließ<br />

mir für ihren Hochzeitstag freie Hand, was die<br />

Motivauswahl anging. Doch einen großen Wunsch<br />

hatte sie: Sie wollte unbedingt ein Bild von sich<br />

und ihrem Lieblingsmenschen im Kornfeld. Doch<br />

just an diesem Tag waren die meisten Kornfelder<br />

bereits abgeerntet. Zusammen mit dem Brautpaar<br />

bin ich von Feld zu Feld gefahren, vergeblich. Kein<br />

Kornfeld mit Ähren weit und breit. Die Braut war<br />

fix und fertig und den Tränen nahe. Nach knapp<br />

einer Stunde Fahrt hatten wir dann endlich das<br />

anscheinend letzte, noch ungemähte Kornfeld<br />

gefunden. Und wundervolle Bilder gemacht, von<br />

denen die Braut heute noch schwärmt. Der Hochzeitstag<br />

war gerettet“, erinnert sich Chris Weber<br />

an diesen aufregenden Tag zurück.<br />

Solche Wunschbilder und all die kleinen Momente,<br />

die die Gäste und das Paar vielleicht gar nicht bewusst<br />

erlebt haben, rufen noch Jahre später große<br />

Emotionen hervor. Und allein dafür macht Chris<br />

Weber sich die Mühe, einen etwas anderen Blick<br />

auf die Hochzeiten seiner Brautpaare zu werfen. <br />

Informationen<br />

www.chrisweberphotography.com


38 | Special Hochzeit | Hochzeitsversicherung<br />

Jawort ohne Risiko<br />

Eine Hochzeitsversicherung schützt vor finanziellen Folgen.<br />

Was tun, wenn unvorhergesehene Ereignisse bei den Hochzeitsplänen einen Strich<br />

durch die Rechnung machen und die Feier womöglich abgesagt werden muss?<br />

Foto Waldenburger<br />

Für viele gilt die Heirat als der schönste Tag<br />

des Lebens. Das Jawort wird oft über Monate<br />

vorbereitet, das Fest bis ins Detail geplant,<br />

eine Location gebucht und das Catering<br />

frühzeitig bestellt. Schnell kommen da Kosten von<br />

mehreren tausend Euro auf die zukünftigen Brautleute<br />

zu. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Hochzeit<br />

plötzlich ausfallen muss, z. B. wegen schwerer Krankheit.<br />

Im ungünstigsten Fall bleibt das Paar dann auf<br />

einem Großteil der hohen Kosten sitzen.<br />

Liebe kann man selbstverständlich nicht versichern –<br />

die Eheschließung aber schon. Es gibt spezielle<br />

Hochzeitsversicherungen, die vor unangenehmen und<br />

kostspieligen Folgen einer Absage schützen. Denn Unverhofft<br />

kommt oft, sagt das Sprichwort. Gegen Zahlung<br />

eines Einmalbetrags, der abhängig von der Versicherungssumme<br />

ist, sind sowohl der Polterabend als<br />

auch die kirchliche und standesamtliche Feier abgesichert.<br />

Der Kostenschutz gilt für die Brautleute selbst,<br />

ebenso wie für ihre Angehörigen und die Trauzeugen.<br />

Abgedeckt sind unter anderem ein Unfall oder schwere<br />

Erkrankungen der versicherten Personen, Todesfälle<br />

oder Sachschäden durch Elementarereignisse. Und<br />

selbst wenn die Eheschließung in letzter Sekunde vor<br />

dem Standesamt abgelehnt wird, gibt es eine finanzielle<br />

Entschädigung.<br />

Die passende Hochzeitslocation zu finden, ist einfacher<br />

gesagt als getan. Beliebte Feierstätten sind gerade<br />

in den klassischen Hochzeitsmonaten lange im<br />

Voraus ausgebucht. Entsprechend frühzeitig empfiehlt<br />

es sich, mit den Planungen und Vorbereitungen für<br />

das feierliche Jawort zu beginnen. Doch was passiert,<br />

wenn ein bereits Monate vorher gebuchter Dienstleister<br />

wie der Caterer zwischenzeitlich Insolvenz anmeldet?<br />

Oder wenn die Hochzeitslocation kurzfristig<br />

absagt, beispielsweise wegen einer versehentlichen<br />

Doppelbuchung? Auch in diesem Fall treten Hochzeitsversicherungen<br />

mit verschiedenen Leistungen<br />

ein. Und falls es bei der Feier allzu fröhlich zugeht, ist<br />

auch vorgesorgt: Die Versicherung haftet ebenfalls für<br />

Schadensersatzansprüche und eventuelle Beschädigungen<br />

am Ort der Hochzeitsfeier.<br />

<br />

Quelle Waldenburger


Braut-Dirndl | Special Hochzeit | 39<br />

Schlichte Eleganz: zwei Brautdirndl<br />

von Wenger, mal mit rosa<br />

Akzenten, mal mit viel Tüllspitze<br />

Braut-<br />

Dirndl<br />

Fotos Wenger<br />

Trachten-Hochzeiten liegen im Trend und die<br />

Auswahl an Brautdirndln ist entsprechend<br />

groß. Wer nicht ganz in Weiß heiraten möchte,<br />

kann mit zartfarbigen Accessoires wie zum<br />

Beispiel Schürzen in Rosé oder Creme die Optik<br />

leicht individualisieren. Zarte Spitzenblusen adeln jedes<br />

Dirndl. Die vorderen Plätze in der Gunst der Trachtenbraut<br />

belegen derzeit edle Leinenstoffe, gerne mit Tonin-Ton-Stickerei<br />

oder Häkelborten. Aber auch wertvolle<br />

Jacquards oder fließende Seide bleiben im Trend. <br />

Sedlmeirs Trachtenhofhof<br />

Wenger<br />

Neue,<br />

größere Verkaufsräume<br />

erwarten<br />

Sie!<br />

Schwabaich 3<br />

Schwabmühlhausen<br />

86853 Langerringen<br />

(Kreis <strong>Augsburg</strong> Land)<br />

ÖFFNUNGSZEITEN:<br />

Mo-Fr 9.30-18.00 Uhr<br />

Sa 9.00-15.00 Uhr<br />

www.sedlmeir-trachtenhof.de<br />

Wir sind für euch da!*<br />

Call & Meet:<br />

Onlineshop/<br />

Click & Collect:<br />

Tel. Beratung:<br />

- Termin vereinbaren<br />

- Im Laden anprobieren<br />

- Online im Shop bestellen und liefern<br />

lassen oder abholen.<br />

Laufend neue Ware!<br />

* je nach Inzidenzwert<br />

- Wir senden Fotos von passenden Artikeln<br />

- Sie treffen Ihre Auswahl<br />

- Abholung der Ware/Versand


40 | Beauty + Fashion | Nachhaltiges Schuhwerk<br />

Grüner Auftritt<br />

Nachhaltig produziertes Schuhwerk liegt im Trend<br />

Es muss nicht immer Leder sein! Die aktuellen Stichworte lauten Nachhaltigkeit<br />

und Recycling – auch bei Schuhen. Viele Hersteller achten mittlerweile vermehrt<br />

auf faire Produktionsbedingungen, verzichten auf Rohstoffe tierischer<br />

Herkunft und setzen sogar auf Wiederverwertung. Was dabei herauskommt,<br />

kann sich auch unter modischen Gesichtspunkten sehen lassen.<br />

Fotos Hersteller, Anbieter<br />

Veja: vegane Sneaker mit<br />

textiler Oberfläche


Beauty + Fashion | 41<br />

Hier können sich die Designer<br />

so richtig austoben.<br />

Hergestellt werden die stylishen<br />

Treter meist im<br />

Ausland, aber zu ökologisch-fairen<br />

Bedingungen. Für die Sohlen findet<br />

oft Naturkautschuk Verwendung. Wenn<br />

Le der zum Einsatz kommt, dann pflanzlich<br />

gegerbt, z. B. mit Akazien-Extrakt.<br />

Es gibt Marken, die ihre Mo delle in<br />

limitierter Auflage in Manufakturen<br />

anfertigen lassen, was kleinere Unternehmen<br />

unterstützt – und sich dann<br />

auch im Preis niederschlägt.<br />

Selbst recycelte PET-Flaschen oder PES-<br />

Artikel können in Form von Schuhen<br />

ein zweites Leben erhalten. Daneben<br />

stellen Fasern aus Ananasblüten, veganes<br />

Leder aus Blättern, alte Reisschalen,<br />

Maisabfälle oder handgewebtes Bananen-Canvas<br />

nachhaltige Grundmaterialien<br />

dar. Auch Kork findet in mehrfacher<br />

Hinsicht nachhaltig Verwendung.<br />

Mit Unterstützung der Umweltorganisation<br />

Parley stellt adidas Sneaker<br />

her, die aus Plastikmüll bestehen, der<br />

aus den Ozeanen recycelt wird. Die<br />

Parley-Teile bestehen zu mindestens<br />

75 % aus aufbereitetem Mikroplastik.<br />

Auch Nike hat sich stark mit dem Thema<br />

Nachhaltigkeit beschäftigt und die<br />

„Space Hippie Collection“ herausgebracht.<br />

So werden alle Schuhe aus der<br />

Hippie Kollektion aus mindestens 85 %<br />

recycelten Plastikflaschen, alten T-Shirts<br />

und anderem Stoffabfall gefertigt. Ein<br />

französisches Unternehmen lässt „Social<br />

Sneaker“ in Vietnam herstellen, bei denen<br />

landestypische handgewebte Stoffe<br />

mitverarbeitet werden, was den dortigen<br />

Kunst handwerker*innen ein langfristiges<br />

Einkommen sichert. Auf kunsthandwerkliche,<br />

unter fairen Bedingungen produzierte<br />

Webstoffe setzt auch ein kanadisches<br />

Label, das in Lateinamerika Boots<br />

& Co. in Handarbeit anfertigen lässt.<br />

Die Auswahl ist also groß und reicht<br />

von quietschbunt bis klassisch uni.<br />

So kann jeder mit seinem Lieblingsstyle<br />

ein Quäntchen zum nachhaltigen<br />

„Auf tritt“ beitragen.<br />

<br />

Ethletic: fair und vegan produzierte Baumwoll-Trainer im Retro-Look<br />

Inkkas: Ethno-Sneaker aus<br />

peruanischen Webstoffen<br />

Genesis: nachhaltige Sneaker,<br />

großenteils aus Recycling-Material<br />

Ella & Witt: total vegan, Obermaterial<br />

aus Maisleder<br />

Doghammer: veganer Fairtrade-Schuh,<br />

u. a. aus recyceltem Kork<br />

Adidas: brandneues extravagantes<br />

Modell „ZX 8000 SuperEarth“ aus<br />

recycelten Textilien<br />

Nike: aus der „Space-Hippie-Collection“,<br />

hergestellt mit Industrieabfällen


42 | Gesundheit + Wellness | 200 Jahre Kneipp<br />

Am 17. Mai 1821 erblickte ein großer<br />

Reformer des Gesundheitswesens das<br />

Licht der Welt, doch sollte es viele<br />

Jahre dauern, bis er die Gesellschaft<br />

von seinen Erkenntnissen überzeugen<br />

konnte. Diese stellen bis heute das<br />

Fundament der Kneipp’schen Lehre<br />

und der Marke Kneipp dar, von der<br />

nicht nur seine Wahlheimat Bad<br />

Wörishofen bis heute profitiert. Alles<br />

begann mit der Kneipp-Kur.<br />

„Die Natur<br />

ist die beste<br />

Apotheke“<br />

200 Jahre Sebastian Kneipp, 130 Jahre Marke Kneipp<br />

Foto wikipedia<br />

Wasserdoktor, Kräuterpfarrer … Wie<br />

kommt der Sohn eines bayrischen<br />

Webers zu solchen Spitznamen – und<br />

nach Jahren sogar zu Ruhm weit über<br />

die Landesgrenzen hinaus? Sebastian Kneipp entwickelte<br />

bereits als junger Mann den Wunsch, Geistlicher<br />

zu werden. Dank zweier Mäzene konnte er die lateinische<br />

Sprache erlernen und Bekanntschaft mit der<br />

Welt der Pflanzenheilkunde machen. Nach dem Abitur<br />

begann Kneipp Theologie zu studieren, doch er litt immer<br />

noch unter den Folgen der Tuberkulose, die er<br />

sich während seiner Gymnasialzeit zugezogen hatte.<br />

Durch Zufall entdeckte er ein Buch des Arztes Johann<br />

Siegmund Hahn über die Heilkraft von kaltem Wasser.<br />

Davon inspiriert machte er einen Selbstversuch in der<br />

Donau. Mit erstaunlichem Erfolg. Vollständig von der<br />

Tuberkulose geheilt trat er im Alter von 31 Jahren das<br />

Priesteramt an und vertiefte seine Erkenntnisse über<br />

die positiven Kräfte von Wasser. Auch bei vielen kranken<br />

Menschen sorgte seine Wasserkur für Linderung,<br />

ja sogar Heilung. Was einigen Ärzten und Apothekern<br />

damals nicht gefiel. Doch Kneipp war nicht aufzuhalten.<br />

Im Zuge seiner Forschungen ergänzte er seine bisher<br />

entwickelten und überarbeiteten Therapieformen<br />

um weitere Heilmethoden. Er entwickelte ein ganzheitliches<br />

Gesundheitskonzept für Körper und Geist,<br />

das er in Sachbüchern niederschrieb, darunter der<br />

Band „Meine Wasserkur“, der bereits ein Kapitel zur<br />

Kräuterheilkunde enthielt. Damals wie heute ruht das<br />

Kneipp’sche Konzept auf den fünf Säulen Wasser, Bewegung,<br />

Ernährung, Heilpflanzen und Lebensordnung.<br />

1891 wurde der wirtschaftliche Grundstein der Marke<br />

Kneipp gelegt. Sebastian Kneipp selbst erhielt von<br />

Papst Leo XIII. sogar den Titel Monsignore. Im Alter<br />

von 76 Jahren verstarb Kneipp am 17. Juni 1897 und<br />

wurde in Bad Wörishofen beigesetzt. Bis heute wirken<br />

seine Erkenntnisse und das daraus gewonnene Therapiekonzept<br />

nach und gelten als Meilenstein in der Medizin.<br />

Seine Erkenntnisse sind nach wie vor das Fundament<br />

der Marke Kneipp ® und der Kneipp Produkte. Seit<br />

Dezember 2015 gehört das Naturheilverfahren nach<br />

Kneipp zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO.<br />

Veranstaltungen und Aktionen<br />

Anlässlich des Jubiläums finden bis in den Winter <strong>2021</strong><br />

hinein in Bad Wörishofen und anderen Städten zahlreiche<br />

Veranstaltungen statt, darunter Konzerte, Vorträge, Gottesdienste,<br />

Theaterstücke sowie ein großer Festakt im<br />

Kursaal Bad Wörishofen am Jubiläumstag, dem 17. Mai.<br />

Diverse Kneipp-Vereine planen außerdem interessante<br />

Jubiläums-Aktionen.<br />

Informationen www.kneipp<strong>2021</strong>.de


Gesundheit + Wellness | 43<br />

Die 5 Elemente<br />

Wasser: Das Wasser veranlasst durch thermische,<br />

chemische, mechanische oder hydroelektrische Reize<br />

den Organismus zu sinnvollen Reaktionen, die insgesamt<br />

zu positiven Regulationen aller Körperfunktionen<br />

führen.<br />

Bewegung: Die aktive und passive Bewegungstherapie<br />

umfasst alles, was guttut, bis hin zu Bewegungsbädern<br />

und Massagen. Zur maßvollen Bewegung<br />

an der frischen Luft zählen Wandern, Schwimmen,<br />

Radfahren, Walken und vieles mehr.<br />

Ernährung: Eine bedarfsgerechte, vollwertige, schmackhafte,<br />

möglichst regionale und naturbelassene Ernährung<br />

ist wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden.<br />

Sie trägt zum Gesundbleiben wie zum<br />

Gesundwerden bei.<br />

Heilpflanzen: Heilpflanzen unterstützen die Therapie<br />

in Form von Badezusätzen, Tinkturen, Salben,<br />

Tees und Säften.<br />

Lebensordnung: Gesundheit beruht auf der Balance<br />

zwischen den gesund erhaltenden Kräften im Menschen<br />

und den belastenden Anforderungen des täglichen<br />

Lebens an ihn. Im Maße liegt die Ordnung. <br />

Natürlich im Gleichgewicht<br />

Ein stabiles Gleichgewicht von Säuren und Basen ist ein<br />

wichtiger Grundstein für Gesundheit und Wohlbefinden.<br />

Es ist unabdingbar für den optimalen Ablauf des Stoffwechsels.<br />

Unsere von Stress und Bewegungsmangel geprägte Lebensweise<br />

kann ein Ungleichgewicht von Säuren und Basen begünstigen.<br />

Um dies zu vermeiden, können neben einem achtsamen Lebensstil<br />

auch spezielle Nahrungsergänzungsmittel bzw. Tees Körper<br />

und Seele aufblühen lassen.<br />

Apotheker Georg Fläxl e. K. · Stadtplatz 21 · 86551 Aichach<br />

Tel. 08251 - 79 79 · Fax 08251 - 5 11 50<br />

info@wittelsbacherapotheke.de · www.wittelsbacherapotheke.de<br />

Logopädie PLUS<br />

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86150 <strong>Augsburg</strong><br />

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praxis@logopaedie-plus.com<br />

Logopädie PLUS<br />

zu Hause.<br />

Nachhaltige<br />

Hausbesuche.<br />

Im Stadtgebiet <strong>Augsburg</strong> mit<br />

dem E-Fahrrad, dem E-Roller oder<br />

weiter weg mit unserem Elektroauto.<br />

Nachhaltigkeit steht für uns an oberster<br />

Stelle. Auch wir möchten unseren Anteil<br />

für einen bewussten Umgang mit der<br />

Umwelt leisten.<br />

Jetzt Termine<br />

buchen!<br />

Unser kurzer<br />

Video-Rundgang<br />

durch die Praxis!


44 | Kunst + Kultur | Ausblick Kreiskulturtage<br />

Sehnsucht<br />

Ausblick Kreiskulturtage 2022<br />

Interview Maren Martell<br />

Foto Oliver Grüner<br />

Nach den erfolgreichen Kreiskulturtagen in 2017 und 2019 wird die dritte Auflage<br />

des Veranstaltungsreigens im Landkreis Landsberg im Jahr 2022 stattfinden.<br />

Motto ist diesmal „Sehnsucht“. Vom 14. Mai bis 2. Juni 2022 werden erneut bis zu<br />

40 Kulturveranstaltungen geboten. Im Interview erläutert die Beauftragte der<br />

Kreiskulturtage, Annunciata Foresti, was es mit dem neuen Motto auf sich hat und<br />

was die Besucher erwartet.


Kunst + Kultur | 45<br />

Frau Foresti, 2017 standen die Kreiskulturtage<br />

unter dem Motto „Schnittstelle Heimat“, 2019 hatten<br />

sie „Mut“ zum Thema. Jetzt ist es „Sehnsucht“.<br />

Was waren ihre Überlegungen dazu?<br />

Annunciata Foresti: Das Thema Sehnsucht beinhaltet<br />

viele Facetten und Wege. Es gibt einen schönen<br />

Satz von dem leider viel zu früh verstorbenen<br />

Künstler Christoph Schlingensief: „Der Mensch besteht<br />

eben nicht nur aus Chemie, sondern auch aus<br />

ganz viel Sehnsucht.“ Sehnsucht ist für mich das<br />

tiefe Verlangen nach einem Zustand oder Ort, nach<br />

einem Menschen oder einer Idee. Sehnsucht ist real<br />

und auf jeden Fall ein Motor für unsere Handlungen,<br />

Gedanken und Wünsche, vielleicht sogar der Motor<br />

für unser Leben. Sehnsucht könnte man auch mit<br />

Vision gleichstellen. Einem Zukunftsentwurf. Visionen<br />

zu entwickeln bringt uns persönlich weiter; sie<br />

sind wie die Paddel in einem Boot.<br />

Das Thema ist gut mit den verschiedensten Medien<br />

und in praktisch allen Kunstgattungen umsetzbar,<br />

sei es mit Musik, Theater, Film, Malerei, Installation<br />

usw. Außerdem haben wir uns zu diesem Motto entschlossen,<br />

weil wir glauben, dass die Menschen nach<br />

der Pandemie das Verlangen haben werden, zusammenzukommen<br />

und gemeinsam Kultur zu genießen.<br />

Bis zu den dritten Kreiskulturtagen ist es zwar<br />

noch etwas hin, doch können Sie jetzt schon verraten,<br />

was uns ungefähr erwartet?<br />

Einige Eckpfeiler mit eigenen Veranstaltungen konnten<br />

wir bereits setzen. So wird der Auftakt mit<br />

einem bunten künstlerischen Programm am 14. Mai<br />

wieder im Landsberger Stadttheater veranstaltet. Insgesamt<br />

haben wir die Kulturtage um gut eine Woche<br />

verlängert. Sie werden damit also an fast drei<br />

Wochen mit insgesamt drei Wochenenden, einem<br />

Feiertag und einem Brückentag stattfinden. Wir haben<br />

uns dazu entschlossen, da die Erfahrung aus<br />

den letzten Jahren gezeigt hatte, dass wir sonst<br />

nicht alle Programmpunkte der Künstler gut unterbringen<br />

können.<br />

Die kreiseigenen Veranstaltungen werden in etwa<br />

folgende sein: Am Ammersee wird voraussichtlich<br />

wieder ein großes Fest steigen, ein „Seensuchtsfest“<br />

mit Angeboten auch für Kinder und am Abend ein<br />

Tanzfest am „See der Sehnsucht“. Bei der Hochzeitskapelle<br />

haben wir schon angefragt. Auch wird es wieder<br />

Konzerte geben sowie eine Musikveranstaltung für<br />

unsere älteren Mitbürger und Mitbürgerinnen im<br />

Pflege- und Seniorenheim Vilgertshofen.<br />

Was für eine Intention steht eigentlich hinter<br />

den Kreiskulturtagen?<br />

Der Schwerpunkt der Kreiskulturtage soll auf der Förderung<br />

des Gemeinschaftsgefühls im Landkreis Landsberg<br />

liegen, wie auch auf dem Sichtbarmachen unserer<br />

Kulturschaffenden. In erster Linie sind die Kulturtage<br />

für die Landkreisbürger gedacht, aber auch für Besucher<br />

aus den benachbarten Landkreisen. Sie bieten<br />

zum einen die Chance, den heimischen Kulturreichtum<br />

abseits vom Mainstream abzubilden und andererseits<br />

eigene kulturelle Ressourcen zu präsentieren.<br />

Der Landkreis begrüßt es ausdrücklich, wenn sich verschiedene<br />

kulturelle Gruppen – auch unterschiedlicher<br />

Genres – zu einem gemeinsamen Projekt bzw. einer<br />

gemeinsamen Veranstaltung zusammenschließen. Wir<br />

bieten eine Plattform mit Begleitprogramm, Homepage,<br />

Öffentlichkeitsarbeit, Programmheft, Plakaten,<br />

Vernetzung usw. Einige Ausstellungsorte sind bereits<br />

gebucht oder wir können vermitteln. Die Verhandlungen<br />

dazu habe ich im Vorfeld geführt. Wir würden<br />

uns freuen, wenn die einzelnen Gemeinden im Landkreis<br />

aktiv mitmachten, indem sie Künstlern einen kostenfreien<br />

Raum anbieten oder selbst Veranstaltungen<br />

organisieren und sich bewerben, Plakatierungen übernehmen,<br />

Banner aufhängen und vieles mehr.<br />

Außerdem wollen wir noch mehr als in den vergangenen<br />

Jahren die Jugend anregen, mitzumachen.<br />

Daher ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring<br />

und dem Landsberger Jugendzentrum<br />

geplant und es werden einige Veranstaltungen als<br />

eigenständiger Bereich erarbeitet.<br />

Es war in der Vergangenheit ein anderer Name<br />

für die Kreiskulturtage im Gespräch. Wie ist da der<br />

Stand der Dinge?<br />

Im Austausch mit vielen Künstlern sind wir zu dem<br />

Schluss gekommen, dass wir bei dem jetzt schon<br />

eingeführten und bewährten Begriff „Kreiskulturtage“<br />

bleiben möchten. Da haben wir bereits eine Marke<br />

gesetzt und die Corporate Identity mit dem nun<br />

schon seit 2017 bestehenden Logo ist wichtig für die<br />

Außenwirkung und die Bewerbung der einzelnen<br />

Veranstaltungen. Ein neuer Name würde neue Bewertungen<br />

zur Folge haben und neue Erwartungen<br />

wecken. Wir sind daher geneigt, die Linie weiterzuführen,<br />

die wir in den ersten beiden erfolgreichen<br />

Kulturtagen gefunden haben. Eine kleine Variation<br />

werden wir aber eventuell einbauen. So zum Beispiel:<br />

Kulturtage im Landkreis Landsberg am Lech.<br />

Frau Foresti, wir danken für das Gespräch.


46 | Kunst + Kultur | Rupen Gehrke<br />

Ausgelassenes Tanzen mit anderen ist seit rund einem Jahr nicht mehr möglich<br />

– leider, wo doch die positiven Auswirkungen des Tanzens wissenschaftlich<br />

nachgewiesen sind. Ein Musiker und DJ hat aus der Not eine Tugend<br />

gemacht: In Corona-Zeiten streamt DJ Rupen aus Penzberg Tanzmusik für<br />

alle, die in die Beine geht, in die Wohnzimmer seiner weltweiten Fans. Jetzt<br />

ist sein Homedancing ein Jahr alt.<br />

Homedancing<br />

DJ Rupen: „Tanzen ist ein Lebensmittel“<br />

Text Maren Martell ♦ Foto Massimo Fiorito<br />

Es gäbe für den DJ, Veranstalter<br />

und Produzenten<br />

Rupen Gehrke sicher<br />

andere Jubiläen, die er<br />

feiern könnte. Normalerweise legt<br />

er deutschlandweit in zahlreichen<br />

Städten auf, zumeist in außergewöhnlichen<br />

Locations. So eröffnete<br />

er 2018 im Münchner Gasteig<br />

das Faustfestival mit seiner DJ-<br />

Party, mehrmals legte er im Völkermuseum<br />

in München auf. In der<br />

Fünf Seen Region ist er immer<br />

wieder im Buchheim Museum in<br />

Bernried zu hören und vor zwei<br />

Jahren sorgte er für Bombenstimmung<br />

bei der Eröffnung der Kreiskulturtage<br />

im Landkreis Landsberg<br />

am Lech. Die Corona-Pandemie<br />

zwang jedoch auch DJ Rupen zum<br />

Umdenken: Seit nunmehr einem<br />

Jahr lädt der in Penzberg lebende<br />

Global Beat Guru seine Fangemeinde<br />

zum Homedancing ein<br />

und das mit großem Erfolg, wie er<br />

resümiert. Zum einjährigen Jubiläum<br />

veranstaltet er am 10. <strong>April</strong><br />

eine große Party. Dann wird live<br />

aus dem Ampere Club des Münchner<br />

Muffatwerk gestreamt. Mit von<br />

der Partie werden sein: Florian<br />

Decker als Gast-DJ, Manuel da<br />

Coll Aka Cpt. Yossaria (Drummer/<br />

von La Brass Banda und Meerkat<br />

Meerkat) und Massimo Fiorito<br />

(Visuals).<br />

Let's dance!<br />

Gestreamt wird (fast) immer samstags<br />

von 20:00 bis 22:30 Uhr auf dem<br />

YouTube Channel Rupen Gehrke<br />

www.youtube.de/rupengehrke.<br />

Alle Infos und Termine<br />

www.rupidoo.de<br />

Das einjährige Jubiläum<br />

Das erste Jubiläum findet am 10.<br />

<strong>April</strong> um 20:00 Uhr statt. Es wird<br />

live aus dem Ampere Club des<br />

Münchner Muffatwerk gestreamt.<br />

Mit seinem Angebot, jede Woche<br />

samstags aus verschiedenen Locations<br />

über ganz Deutschland verteilt<br />

in die Wohnzimmer seiner Fans<br />

zu streamen, erreichte DJ Rupen<br />

bereits mehrere tausend Tanzbegeisterte,<br />

darunter nicht nur seine<br />

Stammgäste, sondern deutschlandund<br />

sogar weltweit ein völlig neues<br />

Publikum. Jeder ist zwar allein zu<br />

Haus, aber alle sind dennoch miteinander<br />

verbunden. „Das ist sozusagen<br />

eine neue Qualität, die nur<br />

das Streaming möglich macht. Es<br />

gibt jedes Mal regen Austausch in<br />

den YouTube Chats zum Streaming.<br />

Manchmal konnte man die Leichtigkeit<br />

und das Feiern förmlich spüren<br />

…, das ist außergewöhnlich in<br />

Corona zeiten“, berichtet Rupen.<br />

Rupens Parties sind genre-, generations-<br />

und kulturübergreifende Veranstaltungen,<br />

die scheinbare Grenzen<br />

überwinden. Und genau das ist<br />

ihm wichtig. Ein buntes Publikum<br />

und kein musikalisches Einerlei,<br />

sondern Musik aus aller Welt, die in<br />

seinen spontanen Sets immer tanzbar<br />

und immer wieder neu und ungewöhnlich<br />

ist: Global Beats, Global<br />

Pop, Oriental, Latin, Afro, Cumbia<br />

und Balkan Stiles für Menschen<br />

verschiedener Generationen und Nationen.<br />

„Tanzen ist für mich ein<br />

Lebensmittel” – ein lebenslanger<br />

Slogan für Rupen Gehrke.


Promotion<br />

Tierhold City-Pop-up | Motor + Technik | 47<br />

Ab Mitte <strong>April</strong> können Passanten in der<br />

<strong>Augsburg</strong>er Annastraße quasi im Vorbeigehen<br />

mit den jeweils neuesten Modellen<br />

der Automarken Volvo, Mazda und Kia<br />

Bekanntschaft schließen. Wo gibt es das<br />

noch – ein Autohaus mitten in der Stadt?<br />

Tierhold<br />

City Pop-up<br />

Test: Der Wagen passt durch die Tür!<br />

Autohaus-Showroom in der Fußgängerzone<br />

Fotos pro air Medienagentur GmbH<br />

Bauphase: Ab Mitte <strong>April</strong> sieht es so aus.<br />

Automobile Tierhold startet in der Innenstadt<br />

ein neues Verkaufsformat. Seit 40<br />

Jahren im Unteren Talweg in Haunstetten<br />

beheimatet – und das natürlich auch weiterhin<br />

– wagt sich das Familienunternehmen mit seinem<br />

City Pop-Up an die Laufkundschaft-Front und<br />

zeigt nun mitten in <strong>Augsburg</strong> Präsenz. Ins Auge gefasst<br />

haben die Tierholds damit insbesondere die urbanen<br />

und jüngeren Zielgruppen.<br />

Der Tierhold City Pop-Up, der nur auf Zeit gepachtet<br />

ist, wird Mitte <strong>April</strong> direkt an der Ecke Annastraße-<br />

Königsplatz eröffnet, in den Räumen des ehemaligen<br />

Bonita Bekleidungshauses, die eigentlich bis Anfang<br />

November leer zu stehen drohten. Hier stellt Automobile<br />

Tierhold nun in wechselndem Turnus die neuesten<br />

Modelle der Marken Kia, Mazda und Volvo vor.<br />

Zudem soll – sobald es die Situation zulässt – in dieser<br />

Location auch das Jubiläum „40 Jahre Tierhold“<br />

gefeiert werden. Ebenso sind Sonderausstellungen<br />

und eine Vernissage geplant.<br />

„Mit dem City-Pop Up bringen wir die neuesten Modelle<br />

zu unseren Kunden, nicht umgekehrt. In einer<br />

lockeren, urban gestalteten Atmosphäre möchten wir<br />

vermehrt Zielgruppen ansprechen, die bisher noch wenig<br />

Berührungspunkte mit den Marken Volvo, Mazda<br />

und Kia hatten oder den Gang zum klassischen Händler<br />

scheuen“, argumentiert Tobias Tierhold, Geschäftsführer<br />

von Automobile Tierhold. „Unser Ziel ist es,<br />

neue Impulse zu setzen – für den Handel und für die<br />

Kunden.“ Mit dem Konzept möchte das Autohaus Tierhold<br />

auch einem Trend entgegenwirken, der vielen Autoherstellern<br />

Sorge bereitet, denn Neuwagenkäufer in<br />

Deutschland werden immer älter. Außerdem gilt es,<br />

endlich ein Zeichen zu setzen, um die Attraktivität der<br />

Innenstadt zu stärken und Leerstände zu vermeiden.<br />

Die pro air Medienagentur <strong>Augsburg</strong> – Marketing<br />

Agentur des Autohaus Tierhold und bekannt für ihre<br />

kreativen und zukunftsweisenden Konzepte – konnte<br />

Familie Tierhold spontan von der Umsetzung begeistern:<br />

„Wir freuen uns, mit unserem innovativen Show<br />

Room das Angebot in der Innenstadt ergänzen und<br />

dem Leerstand entgegen wirken zu können."<br />

Die Öffnungszeiten orientieren sich an den Regeln für<br />

den <strong>Augsburg</strong>er Einzelhandel. Doch alleine der Blick<br />

von außen ist schon einen Schaufensterbummel wert. <br />

Kraftstoffverbrauch Volvo XC60 M<br />

kombiniert 6,8, CO₂Emissionen ko<br />

¹ Ein Gewerbe-Leasing-Angebot der Volvo Ca<br />

XC60 Momentum Pro B4 Geartronic, 8-Gang<br />

km Laufleistung pro Jahr, einer Leasing-Sonde<br />

Gewerbekunden bis 31.12.2020. Ausgeschloss<br />

eines Volvo mit Mild-Hybrid-Antrieb einen Prei<br />

eines Fahrzeugs der Baureihe, die Ausstattung<br />

Tierhold City Pop-up<br />

Annastraße 34 ♦ 86150 <strong>Augsburg</strong><br />

Automobile Tierhold GmbH<br />

Unterer Talweg 48 ♦ 86179 <strong>Augsburg</strong><br />

info@tierhold.com ♦ Tel. 0821-80899-0<br />

www.tierhold.com<br />

INK


48 | Motor + Technik | E-Cabrios<br />

Oben luftig,<br />

unten elektrisch<br />

E-Cabrios am Start<br />

Offen für neue Energie: Cabrio-Feeling lässt sich jetzt auch mit<br />

elektrischem Antrieb genießen. Mit Oben-ohne Stromern kommt<br />

man sauber und fast lautlos zum Badesee und anderswohin.<br />

Die Palette der Marken ist leider noch überschaubar.<br />

Fotos Hersteller


Motor + Technik | 49<br />

Smart EQ fortwo Cabrio<br />

Die Daimler AG ist mit dem Smart EQ fortwo in den<br />

E-Cabrio-Markt eingestiegen. Mit der Marke Smart<br />

setzt Daimler zu hundert Prozent auf Elektromobilität<br />

und da ist es nur logisch, dass es in der Produkt-<br />

Range auch einen „Offenen“ geben muss. Der Name<br />

fortwo macht klar, dass dieser Stromer für zwei Personen<br />

konzipiert ist. Familien oder Freunde müssen<br />

leider draußen bleiben. Es wäre also schön, wenn<br />

bald ein „forfour“-Cabrio das Angebot ergänzen<br />

würde. Ansonsten ist der offene EQ in allen Punkten<br />

dem Smart-Image treu geblieben. Unter anderem<br />

wendet das intelligente Stadtfahrzeug quasi<br />

auf einem Handtuch. Nur die Elektrik öffnet neue<br />

Horizonte in puncto Fahrgefühl und Emission. Einstecken,<br />

aufladen und los: Das Fahren mit der kraftvollen<br />

stufenlosen Beschleunigung macht richtig<br />

Spaß. Die smart EQ control App und die optionalen<br />

smart „ready to“-Services erleichtern den Alltag in<br />

der Stadt und verbinden den Smart konstant mit<br />

dem Smartphone. Auch die Reichweite ist nicht zu<br />

verachten: Bis zu 157 km sind genug für alle Wege<br />

in der Stadt und im Umland. Mit dem optionalen<br />

22kW-Lader lässt sich der Wagen in 40 Minuten aufladen.<br />

Und dank der 60 kW in zwölf Sekunden auf<br />

100 km/h beschleunigen. So viel zur Technik. Jetzt<br />

zu Optik und Ausstattung: Das flotte Gefährt mit<br />

elektrischem Textilverdeck kann aus vier verschiedenen<br />

Paketen individuell konfiguriert werden. Zu<br />

haben ist der vollelektrische Wagen mit 60 kW/82<br />

PS schon ab 25.200.- Euro.<br />


50 | Motor + Technik | E-Cabrios<br />

Fiat 500e Cabrio „La Prima“<br />

Deutlich höher in der Preisklasse als der Smart liegt<br />

das Fiat 500e Cabrio mit textilem Faltdach. Und<br />

es ist ein Viersitzer mit dem unverwechselbaren<br />

Look des Fiat 500. Das Modell „La Prima“ hat eine<br />

Reichweite von bis zu 320 km; im reinen Stadtverkehr<br />

können sogar bis zu 450 km erreicht werden.<br />

Aufladbar ist das Fahrzeug mit 85 kW: 50 km mit<br />

einer Ladung von 5 Minuten, 80 % der vollen Batterieladung<br />

werden in 35 Minuten erreicht. Dank des<br />

serienmäßigen CCS2-Anschlusses lässt sich jede öffentliche<br />

Schnellladestation zum Laden nutzen. Ansonsten<br />

kann der Fiat „La Prima“ an jeder haushaltsüblichen<br />

Steckdose aufgeladen werden – oder über<br />

die easyWallbox. Der Fiat beschleunigt mit seinen<br />

87 kW/118 PS von 0 auf 100 in 9 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit<br />

150 km/h. Das rechte Pedal dient<br />

übrigens sowohl zum Beschleunigen als auch zum<br />

Verzögern. Sobald der Fahrer den Fuß vom Pedal<br />

nimmt, wird das Fahrzeug verlangsamt. Dabei wird<br />

kinetische Energie umgewandelt und zurückgewonnen,<br />

um Strom zu erzeugen und die Batterie aufzuladen.<br />

Eine normale Bremse gibt es natürlich auch.<br />

„La Prima“ kann aber noch mehr. Verkehrsschilder<br />

lesen zum Beispiel oder Abstand und Fahrspur<br />

halten. Und er erleichtert mit Sensoren und Rückfahrkamera<br />

das Einparken. Ein multifunktionales<br />

Infotainment-Tool mit 10,25 Zoll Touchscreen und<br />

weitreichende Konnektivitäts-Funktionen gehören<br />

ebenso zum Standard. Das Sondermodell gibt es für<br />

ca. 37.900.- Euro.<br />

Bolloré Bluesummer<br />

Das Cabrio ist nicht neu, aber in Ferien oasen beliebt.<br />

Aus Frankreich kommt ein elektrisches E-Cabrio<br />

mit Kunststoff-Karosserie und Alu-Chassis namens<br />

Bluesummer, das nicht von ungefähr an ein Beach-<br />

Car erinnert. Das minimalistische Fahrgerät ohne<br />

seitliche Fensterscheiben ist ideal für sommerlichen<br />

Freizeit-Fun. Bis zu vier Personen haben Platz. Zum<br />

E-Cabrio wird der Wagen aber nicht etwa durch<br />

Umklappen des Dachs. Nein, es lässt sich komplett<br />

abnehmen. 50 Kilowatt beschleunigen den minimalistischen<br />

offenen Stromer auf maximal 120 km/h.<br />

Als Reichweite wird 200 km bei Stadtfahrten angegeben.<br />

In Frankreich findet man dieses E-Cabrio in<br />

einigen Flotten von Carsharing-Anbietern. Wer den<br />

Bluesummer kaufen möchte, zahlt neu etwas mehr<br />

als 20.000.- Euro. Für diesen Preis bietet er zwar<br />

eine überschaubare Ausstattung, aber dafür ein ganz<br />

spezielles Fahrgefühl von Freiheit und Vergnügen.


Motor + Technik | 51<br />

Nächstes Jahr: Tesla Roadster<br />

Wer sich das Außergewöhnliche leisten<br />

möchte und kann, muss sich noch ein<br />

gutes Jahr gedulden. Mitte 2022 soll der<br />

Tesla Roadster serienmäßig auf den Markt<br />

kommen – in jeder Hinsicht ein Superlativ.<br />

Höchstgeschwindigkeit 400 km/h, 1.000<br />

km Reichweite! Der Hersteller behauptet,<br />

dass der Wagen von 0 auf 96 km/h in weniger<br />

als zwei Sekunden sprinten kann. Damit<br />

wäre der offene Stromer bei Produktionsstart<br />

voraussichtlich ein Kandidat für das<br />

Serienfahrzeug mit der weltweit schnellsten<br />

Beschleunigung. Drei Motoren bilden<br />

den Antrieb. Die dafür nötige Energie wird<br />

in einer Batterie mit einer Kapazität von<br />

WELCOME BACK FUTURE.<br />

¹<br />

250 Kilowattstunden gespeichert. Laut Firmenchef<br />

Elon Musk soll der Roadster eine<br />

spezielle „SpaceX Sonderausstattung mit<br />

allerlei technischen Spielereien” erhalten.<br />

Der reguläre Kaufpreis soll bei ca. 170.000.-<br />

Euro plus X liegen.


52 | Motor + Technik | CityQ<br />

Immer mehr Deutsche sind bereit, aufs E-Bike umzusteigen. Das CityQ-E-<br />

Bike Auto, von Norwegischen Tüftlern entwickelt, schließt die Lücke zwischen<br />

dem bequemen, aber platzraubenden Auto und dem E-Bike, welches<br />

für den Stadtverkehr bestens geeignet ist, allerdings unter widrigen äußeren<br />

Bedingungen von manchen Menschen eher nicht genutzt wird.<br />

Clevere Technik<br />

für Stadtmenschen<br />

Das CityQ E-Bike Auto aus Norwegen<br />

Foto Hersteller<br />

Radfahrer sind nicht bereit, auch<br />

bei Regen, Schnee und Frost das Rad zu<br />

„Viele<br />

nehmen. Damit ein dauerhaftes Umsteigen<br />

gelingt, muss Radfahren somit das<br />

ganze Jahr über bequem und trocken sein. Mit dieser<br />

Vision sind wir gestartet“, sagt Morten Rynning, CEO<br />

von CityQ.<br />

Das CityQ verfügt über Pedale, nutzt aber einen Elektroantrieb<br />

statt einer mechanischen Kette. Trotzdem<br />

muss getreten werden, um vorwärts zu kommen. Zu<br />

den Fahrmodi zählen Rückwärtsgang, Tempomat,<br />

Regenerationspausen oder ein spezieller Schwerlastmodus.<br />

Auch eine automatische Schaltung ist integriert.<br />

Nutzer können das Fahrzeug über eine App<br />

und ein mobiles Dashboard bedienen. Ein Bordcomputer<br />

verwaltet das Fahrzeug. Über die CityQ-Cloud<br />

kann das Fahrzeug nachverfolgt und dezentral mit<br />

Upgrades ausgestattet werden.<br />

Der CityQ wiegt 70 Kilo und ist 87 cm breit sowie<br />

222 cm lang. Seine beiden Batterien haben eine Kapazität<br />

von 800 Wh. Damit kann eine Reichweite von 70<br />

bis 100 km erzielt werden. Die Karosserie ist mit Drehtüren<br />

ausgestattet, die man halb oder ganz schließen<br />

kann. Damit fahren können zwei bis drei Personen.<br />

Lanciert wird das Gefährt bundesweit Ende <strong>2021</strong>. Zum<br />

Preis gibt es noch keine Aussagen.<br />

Ähnliche E-Bike Autos anderer Hersteller befinden<br />

sich noch in Entwicklung. Ausnahme ist das in Berlin<br />

konstruierte E-Bike citkar Loadster, das für die Beförderung<br />

von Lasten konzipiert ist und nicht für Personen.<br />

Es wird bereits im Rahmen eines Pilotprojekts<br />

in Freiburg für die Abfallwirtschaft eingesetzt. <br />

Informationen www.cityq.biz


Promotion<br />

Küche & Wohnkultur | 53<br />

Der Name ist Programm<br />

Willkommen bei Küche & Wohnkultur in Donauwörth<br />

Das Einrichtungsfachgeschäft Küche & Wohnkultur Dallmaier GmbH bringt<br />

Schwung in jedes Zuhause, vom Wohn- und Schlafbereich bis zum Spezialgebiet<br />

Küchenplanung.<br />

Fotos Küche & Wohnkultur<br />

In der Ludwig-Auer-Straße im<br />

Stadtteil Riedlingen berät das<br />

kompetente und freundliche<br />

Team um die Geschäftsführer<br />

Peter und Heinz Dallmaier die Kunden<br />

individuell und detailliert. Die<br />

geschmackvolle, mit vielen Accessoires<br />

und Wohntex tilien ergänzte<br />

Präsentation des Angebots in der<br />

über 800 qm großen Ausstellung<br />

gibt unzählige Anregungen und<br />

Inspirationen und lädt zum Bummeln<br />

ein. Da Küche und Wohnbereich heute vermehrt<br />

eine optische Einheit bilden, wächst auch die Nachfrage<br />

nach einer kombinierten Planung. Besonders hierfür<br />

ist Küche & Wohnkultur weit über Donauwörth<br />

hinaus die erste Adresse.<br />

Der Einsatz einer modernen 3D-Software garantiert<br />

die perfekte Planung und Visualisierung des neuen<br />

Traum-Ambientes. Zum Service gehört neben Beratung<br />

und detailliertem Aufmaß natürlich die Betreuung<br />

bei Lieferung und Aufbau. Für den Feinschliff bei<br />

der Küchenmontage sorgen erfahrene Profischreiner.<br />

Wer Unterstützung bei der Finanzierung braucht, dem<br />

kann mit flexiblen Finanzierungsmodellen<br />

geholfen werden. Und wenn<br />

unerwarteter Weise doch einmal etwas<br />

kaputt gehen sollte – Küche &<br />

Wohnkultur repariert Küchenmöbel<br />

und Hausgeräte aller Marken fachgerecht.<br />

Kurzum: Die Kunden profitieren<br />

vom Rundum-Sorglos-Service.<br />

Das Sortiment umfasst die Bereiche<br />

Küche, Essen, Home Office, Wohnen<br />

und Schlafen. Für jeden Geschmack<br />

ist das Richtige dabei, ganz gleich<br />

ob der individuelle Schwerpunkt auf Funktionalität<br />

liegt oder auf repräsentativem Design. Einfach Termin<br />

verein baren, vorbeischauen und inspirieren lassen! <br />

Dallmaier GmbH<br />

Küche und Wohnkultur GmbH<br />

Ludwig-Auer-Straße 7 ♦ 86609 Donauwörth<br />

info@kueche-wohnkultur.de ♦ Tel. 0906-7058890<br />

www.kueche-wohnkultur.de


54 | Natur + Garten | Outdoor-Living<br />

Mit den aktuellen Outdoormöbeln erleben deren „Be-sitzer“ eine neue Leichtigkeit.<br />

Vieles fußt auf witterungsbeständigem, filigran geformtem Metall oder<br />

Kunststoff, mal in sanften Naturtönen oder gerne auch in kräftigen Farben. Weich –<br />

nicht nur fürs Auge – wird das Ganze in Kombination mit lässigen Kissen.<br />

Die Terrasse –<br />

Komfortzone deluxe<br />

Fotos Hersteller<br />

Leyasol von Freifrau: Das Kernstück des Entwurfs ist das<br />

Drahtgestell, das einerseits das „Outdoorgefühl“ gibt, andererseits<br />

aber in Verbindung mit den lässigen Kissen eine<br />

eigenständige Indoorästhetik bekommt. In vielen Varianten<br />

erhältlich, auch als Couch (ges. bei Stilmanufaktur)


Natur + Garten | 55<br />

Dedon: Lounger „Mbrace“, Geflecht auf<br />

Alu-Gestell<br />

Cane-line: Armlehnstuhl „Ocean“ im<br />

Strick-Design<br />

Nardi: Schaukelstuhl „Folio“ aus recycelbarem<br />

Kunststoff<br />

Tribú: Armlehnstuhl „Nodi“ aus Geflecht<br />

mit Naturhanf<br />

Nardi: Bank und Stuhl „Net“ aus recycelbarem<br />

Kunststoff<br />

Ames: „Circo“, pulverbeschichtetes Stahlrohr<br />

und Kunststoffgeflecht<br />

➵<br />

Sonnenanbeter?<br />

Wir planen für Sie ins Blaue.<br />

Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin mit unserem Planungsbüro.<br />

Stilmanufaktur | Maximilianstraße 30 | 86150 <strong>Augsburg</strong> | Parkhaus: Hotel Maximilian´s<br />

0821 - 50 87 18 60 | hallo@stilmanufaktur.de | www.stilmanufaktur.de


56 | Natur + Garten | Outdoor-Living<br />

Quasi als Gegenentwurf zu den leichten<br />

Draußen-Möbeln laden großzügige Sofalandschaften<br />

und geräumige Lounge-<br />

Sessel zum Lümmeln an der Luft ein.<br />

Michael Franke, Geschäftsführer der Stilmanufaktur<br />

<strong>Augsburg</strong>, setzt heuer auf die Outdoor-Version des<br />

Bestsellers Mah Jong von Roche Bobois (unten).<br />

Eichholtz: in Luxus schwelgen mit der Loungegruppe Ocean<br />

Club. Sieht aus wie Holz, ist aber aus extra schwerem, besonders<br />

robustem Aluminium und trotzt jedem Wetter.<br />

Mah Jong von Roche Bobois: Die vielseitigen Module mit<br />

den farbenfrohen Missoni-Stoffbezügen werden durch bequeme<br />

Chaiselongue-Elemente ergänzt. Die Polster ruhen<br />

auf perforierten Metallgestellen.<br />

Artelia (o.): Lounge-Gruppe „Ariel“ mit attraktivem Geflecht.<br />

Ethimo (u.): Kollektion „Swing“ mit stilprägenden<br />

Holzelementen


Natur + Garten | 57<br />

Cane-line: Lounge-Sofa aus der Modulserie „Conic“ mit<br />

strapazierfähigen Polsterbezügen<br />

Gloster: Kuschel-Lounge-Chair „Mistral“ aus Holz und Alu<br />

mit separatem Fußelement<br />

B & B Italia: Sofa aus der Klassiker-Kollektion „Canasta“ mit<br />

zeitlosem Kunststoff-Geflecht<br />

Erleben Sie die Mazda Skyactiv Technologie<br />

in den Ad‘vantage Sondermodellen.<br />

Benziner, Diesel, Hybrid oder Elektro – wählen Sie Ihr Ad‘vantage<br />

Sondermodell mit innovativer Mazda Skyactiv Technologie.<br />

Nur jetzt mit bis zu € 8.500 Preisvorteil*.<br />

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€ 8.500<br />

PREISVORTEIL*<br />

* Maximaler Preisvorteil für einen Mazda CX-5 Ad'vantage gegenüber der unverbindlichen Preisempfehlung der Mazda Motors (Deutschland) GmbH für ein vergleichbar<br />

ausgestattetes Serienmodell.<br />

Außerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten keine Beratung, keine Probefahrten und kein Verkauf.<br />

Beispielfotos von Fahrzeugen der jeweilligen Baureihe, die Ausstattungsmerkmale der abgebildeten Fahrzeuge sind nicht Bestandteil des Angebotes.


58 | Vorschau + Impressum<br />

Vorschau<br />

Fotos<br />

Ella James, Glampingwelt, Wolfgang Schneider/GPP<br />

Tropical studio / Shutterstock<br />

Glamping<br />

Balkonien<br />

Impressum<br />

Das regionale Lifestylemagazin<br />

7. Jahrgang ♦ www.schlossmagazin.com<br />

MedienFusion<br />

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3 ♦ D - 86573 Obergriesbach<br />

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Das <strong>SchlossMagazin</strong> erscheint monatlich jeweils zum Anfang<br />

Marcus Bail ♦ Tel. 08022 -7 044303 ♦ bail@medienfusion-online.de des Monats. Der Preis für ein Jahres abonnement beträgt<br />

48.– € inkl. MwSt und Versandkosten (Inland).<br />

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Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 8,<br />

gültig seit 1. Januar <strong>2021</strong><br />

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Martina Vodermayer<br />

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Kössinger AG<br />

Fruehaufstraße 21<br />

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für und mit Menschen, die aktiv einen Unterschied<br />

beim Thema Nachhaltigkeit machen wollen.<br />

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