Betriebsanleitung Tm III Baudiensttraktor mit Bühne Refit - Vorgängerversion 12.01.2021

stauffer8500

Betriebsanleitung

Lok

Tm III Fahrleitungsbühne Refit

Stauffer

Schienen- und Spezialfahrzeuge

Langdorfstrasse 16

8500 Frauenfeld

Tel 052 / 723 00 30

stauffer@schienenfahrzeuge.ch

Letzte Änderung, Vers. 12.01.2021

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 1 von 70 12.01.2021


Inhaltsverzeichnis

_____________________________________________________________________

Thema

Seite

1. Fahrzeugseiten ................................................................................. 4

2. Zu diesem Dokument ....................................................................... 5

3. Periodische Kontrollen .................................................................... 5

3.1 Tägliche Kontrolle vor Dienstantritt .................................................. 5

3.2 Wöchentliche Kontrolle anlässlich der Reinigung ............................ 6

4. Inbetriebsetzung .............................................................................. 7

4.1 Zugsicherung (wenn vorhanden) ........................................................ 8

5. Fahrbereitschaft ............................................................................... 9

6. Anhalten .......................................................................................... 11

7. Fahrtrichtungswechsel .................................................................. 11

8. Dieselpartikelfilter (DPF) oder zus. mit SCR-Anlage / Deutz

Display .................................................................................................... 12

9. Hebebühne ..................................................................................... 14

10. Ausserbetriebssetzung .................................................................. 26

11. Einrichten zum Schleppen............................................................. 27

12. Vorkehrung bei Störungen ............................................................ 28

12.1 Sicherheitsmassnahmen ................................................................ 28

12.2 Brandausbruch ............................................................................... 28

12.3 Nothalt durch Überdrehzahlschutz während des Betriebs .............. 28

12.3.1 Nothalt durch Überdrehzahlschutz während der Schleppfahrt ..... 29

12.4 Fehlerliste zu Arbeitsbühne, Blinkcode Störlampe Hebebühne ...... 30

12.5 Störung Zugsicherung .................................................................... 31

13. Hilfreiche Bilder .............................................................................. 32

13.1 Innen, Führerpult ........................................................................ 32

13.2 Innen, Führerpult ........................................................................ 33

13.3 Innen, Führerpult ........................................................................ 34

13.4 Innen, Führerpult ........................................................................ 35

13.5 Innen, Führerpult und Deutz Display .......................................... 36

13.6 Innen, Verriegelung vom Getriebe ............................................. 37

13.7 Innen, Sicherheitssteuerung Reset Knopf und Pedal ................. 38

13.8 Innen, Batterien .......................................................................... 39

13.9 Innen, Motorraum ....................................................................... 40

13.10 Innen, Schlepphahn und Hauptluftbehälter Ventil .................... 41

13.11 Innen, Datenspeicher Variante 1 ............................................. 42

13.12 Innen, Datenspeicher Variante 2 ............................................. 43

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13.13 Innen, Feuerlöscher, Materialkiste, Zugsicherungskasten ....... 44

13.14 Aussen, Auspuff ...................................................................... 46

13.15 Aussen, Signallampen und Nothalt ......................................... 47

13.16 Aussen, Achsabstützung ........................................................ 49

13.17 Aussen, Kühler ....................................................................... 50

13.18 Aussen, Brennstoffpumpe ....................................................... 52

13.19 Aussen, Nothandpumpe für Hebebühne / PowerBlue Tank .... 53

13.20 Aussen, Deckel für Notventil der Hebebühne .......................... 55

13.21 Aussen, Notschaltung Generator ............................................ 56

13.22 Aussen, Sandkasten und Hydraulikölkühler ............................ 57

13.23 Aussen, Brennstoffanzeige ..................................................... 58

13.24 Aussen, Kranaretierung .......................................................... 60

13.25 Aussen, Kran Manuelle Steuerung .......................................... 61

13.26 Aussen, Inspektionsdeckel...................................................... 62

13.27 Aussen, Zahnriemen Hydraulikpumpe .................................... 63

13.28 Aussen, Kompress or .............................................................. 64

13.29 Aussen, Hebebühne Bedienung ............................................. 65

13.30 Aussen, Hebebühne ............................................................... 66

13.31 Aussen, Hebebühne Rettungsgerät ........................................ 67

13.32 Aussen, Kleber Hydraulikölniveau und Power Blue ..................... 69

13.33 Aussen, Fettbehälter zur Spurkranzschmierung .......................... 70

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1. Fahrzeugseiten

_____________________________________________________________________

Hinterseit

e

Vorderseit

e

Linke Seite

Rechte Seite

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2. Zu diesem Dokument

_____________________________________________________________________

Zum besseren Verständnis sind in den Beschreibungen Kapitelangaben

beigefügt, welche das Thema 13 mit Bildansichten illustrieren.

3. Periodische Kontrollen

_____________________________________________________________________

3.1 Tägliche Kontrolle vor Dienstantritt

a) Schmierölstand am Dieselmotor prüfen [SAE 10W40, orig. Deutz].

b) Allgemeine Kontrolle beim Dieselmotor und unter dem Fahrzeug

ausführen (auf Leckagen Öl, Kühlwasser prüfen)

c) Kühlwasserniveau prüfen. Im hinteren Vorbau von rechts, unter

Kühlerabdeckung, Kühlerdeckel öffnen das Kühlwasserniveau muss

fühl- oder sichtbar sein.

Zusätzlich wird der Kühlwasserstand elektrisch überwacht.

d) Brennstoffvorrat prüfen, Schauglas links und rechts bei Kabine vorne.

Teilweise sind am Schauglas oben und unten Absperrhähne montiert.

Diese müssten bei der Kontrolle beide geöffnet sein. Wir raten,

während dem Betrieb diese geschlossen zu halten.

e) Schmierölstand am Kompressor prüfen,

[SAE 10W40].

Kondenswasser aus den Luftbehältern ablassen, die

Entwässerungsstelle der Kompressorleitung wird mit einem

automatischen Entwässerungsventil entwässert.

f) Sandvorrat in den Sandkästen kontrollieren.

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3.2 Wöchentliche Kontrolle anlässlich der Reinigung

a) Radsätze inkl. die Sichtbarkeit und das Übereinstimmen der

Bandagen- und Achsmarkierungen, Rollfederelemente,

Bremsgestänge, Bremsklötze (ab 15 mm meldepflichtig), Puffer und

Kupplungseinrichtung auf Mängel, Schäden und Abnützung prüfen.

b) Säurestand in den Batterien kontrollieren, wenn nötig mit destilliertem

Wasser auffüllen. Platten müssen immer mit Flüssigkeit bedeckt sein.

c) Batterieanschlüsse kontrollieren, wenn nötig reinigen ev. mit

Batteriespray einsprühen

d) Am Keilrippenriemen die Positionierung und die Spannung hinten beim

Dieselmotor auf der Seite des Lüfters prüfen [dies ist nur durch die

hintere Wartungstüre der Dieselmotorverschalung in der Kabine links

möglich]. Die Keilrippenriemenspannung wird durch eine Spannrolle

gewährleistet.

Ein loser Keilriemen muss der Unterhaltsstelle gemeldet werden.

e) Kontrolle der Hebebühne auf Defekte und Flüssigkeitsverluste.

f) Optische Kontrolle, durch den Servicedeckel, des

Hydraulikpumpenantriebriemens vor der Kabine (Riemen muss stark

gespannt sein). Ein loser Zahnriemen muss der Unterhaltsstelle

gemeldet werden.

g) Falls vorhanden Spurkranzschmierfett kontrollieren (hinten rechts am

Chassis, unter der Kabine)

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4. Inbetriebsetzung

_____________________________________________________________________

Dies ist nur mit dem Fahrzeug vertrauten und instruierten Personen

gestattet.

➔➔ Anderes Handeln ist grobfahrlässig!!!

a) Sämtliche Kontrollen nach 3.1 und wenn nötig gemäss 3.2

durchführen.

b) Kabel externe Speisung für das Ladegerät ausstecken ( falls

vorhanden). Signalleuchte externe Speisung muss löschen

c) Hauptbehälterhähne öffnen (in Kabine rechter Schrank).

d) Die beiden verbundenen Schlepphähne im rechten Schrank öffnen

(offen ist, wenn der Griff gegen oben zeigt).

e) Rangier- Streckengang einlegen. Dazu den Hebel Verriegelung

Getriebe auf 0 oder Schloss offen stellen.

f) Drehschalter (Zündung, Motorstart) einschalten (dies ist gleichzeitig

der Hauptschalter). Warten bis der Rechner hochgefahren ist und die

Störlampe Hebebühne erlischt. Die Lampe Schlepphahn in

Schleppstellung darf nicht brennen. Erlischt die Störlampe Hebebühne

nicht liegt ein Nothalt an (Nothalttaster gedrückt).

Alle 6 Nothalttaster kontrollieren. 4 Stück an oder neben den

Stirnlampen, 1 Stück im Korb der Hebebühne und 1 Stück in der

Kabine auf dem Armaturenbrett. Die Nottaster müssen mit einer

Drehung des roten Tasters entriegelt werden.

Anschliessend Reset Sicherheitssteuerung u Hebebühne betätigen.

Störlampe Hebebühne muss löschen.

g) Motor mit dem Drehschalter (Zündung, Motorstart)„0, I, N" starten.

Bei Baustellenbetrieb, vor allem in der kalten nebligen Jahreszeit,

Motor laufen lassen, bis der Partikelfilter und das Getriebe etwas

erwärmt sind. Dazu kann eine Fahrtrichtung am Getriebe

eingelegt werden und mit erhöhter Motorendrehzahl gemässigt

gegen die Bremse gefahren werden.

h) Kontrolle der restlichen Anzeigegeräte.

i) Druck im Hauptluftbehälter aufpumpen auf mindestens 5 bar. Der

Kompressor bringt schon im Motorleerlauf die volle Leistung. Deshalb

muss die Motordrehzahl dazu nicht erhöht werden.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 7 von 70 12.01.2021


j) Stirnlampen nach Vorschrift einschalten und kontrollieren.

k) Funktion der Sandstreuvorrichtung in beiden Fahrtrichtungen

kontrollieren (Manuelle Betätigung).

l) Elektrische Anlage kontrollieren [Beleuchtung und Bedienelemente].

m) Partikelfilterbeladung im Deutzdisplay kontrollieren.

n) Wenn vorhanden, Power Blue (AdBlue) Vorrat prüfen, auf

Deutzdisplay im Führerstand zweite Taste von Links mehrmals

drücken, um die verschiedenen Ansichten durchzublättern (siehe

Kapitel - 13).

4.1 Zugsicherung (wenn vorhanden)

Bedienung und Kontrollen gemäss Betriebsvorschriften der jeweiligen

Infrastrukturbetreiberin.

Prüf- und Rückstelltaste sind im Zugsicherungskasten gegenüber vom

Führerpult (Rechte Seite).

Das Fahrzeug ist mit Integra LIX und ETMS 21S ausgerüstet. Beide

Systeme können Halt und Warnung auswerten.

Halt und Warnung wird vom Fahrdatenspeicher registriert und kann bei

Bedarf, nach dessen Auslesung, grafisch dargestellt werden

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5. Fahrbereitschaft

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Voraussetzung ist, dass die Lok nach Punkt 4 in Betrieb gesetzt

wurde.

a) Kontrolle der Drücke: Vorratsdruck 10 bar, Hauptleitungsdruck 5 bar.

b) Probe der Druckluftbremse. Bremszylinderdruck auf 3.6 bar aufbauen,

dabei muss der Hauptleitungsdruck unter 3.5 bar sinken.

c) Hauptluftleitung Dichtheitsprobe, gleichzeitig die Überprüfung, ob bei

eventueller Anhängelast die Bremsgeräte gefüllt sind.

d) Sicherheitssteuerung, gemäss gesetzlichen Bestimmungen, testen.

Es ist ein Testknopf am Führerpult dazu vorhanden (siehe Kapitel

13.1). Testknopf während des Tests gedrückt halten.

Zurücksetzen der Sicherheitssteuerung nach Ansprechen der

Schnellbremsung: Pedal oder gelbe Resettaste am Führerpult

drücken, gleichzeitig muss der Taster Reset Sicherheitssteuerung u

Hebebühne (rot) am Führerpult rechts gedrückt werden (siehe Kapitel

13.1). Die Schnellbremsung kann nur mit dem Drücken beider Taster

und dem anschliessend gleichzeitigen Lösen derselben aufgelöst

werden.

e) Feststellbremse lösen.

f) Achtung! Es darf nur mit genügend Bremsdruck in der Lok und den

Wagen angefahren werden.

➔➔ Missachtung bedeutet grobe Fahrlässigkeit und gefährdet

Menschenleben!!!

g) Fahrzeug, wenn nötig mit der Schleuderbremse gebremst halten, dazu

Schleuderbremsknopf im Fahr-Bremshebel betätigen.

Fahrrichtungsschalter aus der senkrechten „0“-Stellung in die

gewünschte Fahrrichtung stellen. Zugkraft durch nach Vornschieben

des Fahr-Bremshebels links oder rechts aufbauen.

h) Für Schweranfahrten, z.B. bei feuchter Witterung, kann die Sandung

durch Drücken der Tasten „Sa“ rechts oder links am Führertisch

ausgelöst werden.

➔➔ Schleudern soll möglichst vermieden werden

Wenn die Lokomotive schleudert, zuerst Gas weg, dann sanden.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 9 von 70 12.01.2021


i) Während der Fahrt, müssen die Anzeigeinstrumente am Führerpult in

regelmässigen Abständen abgelesen werden.

j) Quittieren der Sicherheitssteuerung während der Fahrt:

Bewegen der Pedale oder betätigen des Resettasters gelb, links und

rechts am Führertisch.

Wird eines der Bedienelemente gedrückt ist der Langsamgang der

Sicherheitssteuerung aktiviert. Wenn keines gedrückt ist, ist der

Schnellgang eingeschaltet.

Für einen angenehmen Betrieb am besten immer auf dem Pedal

stehen und dieses von Zeit zu Zeit lösen. Spätestens aber wenn das

akustische Warnsignal ertönt, welches nach dem optischen Signal

ausgelöst wird.

Werden all diese Warnungen ignoriert erfolgt eine Notbremsung.

Rückstellung wie unter d) beschrieben.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 10 von 70 12.01.2021


6. Anhalten

_____________________________________________________________________

a) Den Fahr-Bremshebel leicht in Stellung "Bremsen" nach hinten ziehen,

bis die hydraulische Bremse wirksam wird. Die hydraulische Bremse

wirkt über das Fahrgetriebe. Dazu wird die Motordrehzahl erhöht. Die

Bremskraft kann mit dem Fahr-Bremshebel reguliert werden, die

Motordrehzahl ändert linear zur Bremskraft.

Sollte diese Bremsart nicht ausreichen, den Fahr-Bremshebel weiter in

Stellung „Bremsen“ ziehen, bis die direkte Bremse wirksam wird.

Eventuell angehängte Wagons werden jetzt mitgebremst.

Dazu muss beachtet werden, dass bei einem hydraulischen

Bremsvorgang nur die Lok (Tm) gebremst wird. Die Anhängelast

schiebt weiter ungebremst am Fahrzeug. Wenn der Fahr-Bremshebel

weitergezogen wird, bremst die Anhängelast nur mit, wenn der

Schalter "Hauptluftleitung Abgesperrt" in der Stellung "1" steht!

7. Fahrtrichtungswechsel

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a) Traktor, wie oben beschrieben, anhalten.

b) Fahrrichtungsschalter in die gewünschte Fahrrichtung stellen,

Zugkraft mit dem Fahr-Bremshebel aufbauen (nach vorne drücken).

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 11 von 70 12.01.2021


8. Dieselpartikelfilter (DPF) oder zus. mit SCR-Anlage /

Deutz Display

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Das Deutz Display zeigt die Funktionen und Betriebszustände des

Partikelfilters, der SCR-Anlage, sowie des Dieselmotors an. Die

Beschreibung dieser Anzeigen und Funktionen können dem Deutz

Benutzerhandbuch "Electronic Display" entnommen werden, welches

im Anhang an diese Bedienungsanleitung, in einer separaten Datei,

ersichtlich ist.

Regeneration ohne SCR-Anlage:

a) Das Fahrzeug kann normal betrieben werden.

Der Regenerationsvorgang startet automatisch und läuft selbständig

ab, nach Zeit oder Gegendruck. Dies wird im Deutz Display angezeigt.

b) Beim Regenerationsvorgang darf der Dieselmotor nicht abgestellt

werden. Sonst sind Schäden oder zumindest Störungen des DPF

vorprogrammiert.

c) Am Auspuffende treten während der Regeneration Gase mit einer

Temperatur von über 500°C aus. Sollte sich der Traktor an einem Ort

befinden, wo dies gefährlich ist (Brandgefahr), kann das Abbrennen

manuell mit dem Taster "Störlampe / Regeneration / Start, Stopp"

unterbrochen werden. Es sollte jedoch so schnell wie möglich

regeneriert werden!

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 12 von 70 12.01.2021


Regeneration mit SCR-Anlage

(siehe auch Benutzerhandbuch Deutz Electronic Display, Punkt 9.3):

a) Auf dem Deutz Display wird angezeigt, wenn eine Regeneration nötig

ist.

Das Fahrzeug kann nicht normal betrieben werden, sondern muss

stehen und der Fahrrichtungshebel in Neutralposition sein.

Die Regeneration muss über das Deutz Display manuell gestartet

werden. Die Hebebühne kann während der Regeneration betrieben

werden.

b) Beim Regenerationsvorgang darf der Dieselmotor nicht abgestellt

und auch kein Gang eingelegt werden. Sonst sind Schäden oder

zumindest Störungen des DPF vorprogrammiert. Während der

Regeneration erhöht sich die Motordrehzahl, dies ist normal.

c) Am Auspuffende treten während der Regeneration Gase mit einer

Temperatur von über 500°C aus. Sollte sich der Traktor an einem Ort

befinden, wo dies gefährlich ist (Brandgefahr), kann das Abbrennen

unterdrückt werden. Es sollte jedoch so schnell wie möglich

regeneriert werden!

Bitte beachten:

Es gibt Fahrzeuge, welche zusätzlich zum Dieselpartikelfilter über eine

SCR-Anlage verfügen. Die SCR- Anlage funktioniert mit PowerBlue,

es sollte kein herkömmliches AdBlue verwendet werden!

Wie in der Inbetriebnahme definiert, muss der Füllstand kontrolliert werden.

Andernfalls wird im Display folgender Fehler angezeigt («DEF»):

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 13 von 70 12.01.2021


9. Hebebühne

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Die Hebebühne wird mit dem Fahrzeugdieselmotor betrieben.

Bei dessen Ausfall, oder der Hydraulik, kann diese mit einer

Nothandpumpe in die Grundstellung gebracht werden.

a) Betrieb mit Fahrzeugdieselmotor:

Nach Inbetriebnahme des Fahrzeugs

- Im Führerstand den Schalter „Hebebühne Ein Schalter“ auf «Ein» stellen

und den Schlüssel abziehen. Dabei schaltet sich die Federblockierung

der hinteren Achse automatisch zu. Dies zum Zweck, dass das

Fahrzeug beim Arbeiten mit der Hebebühne stabiler steht. Da nur eine

Achse blockiert wird, ist es weiterhin entgleisungssicher.

- Um die Standstabilität zu verstärken und eine höhere Sicherheit, durch

die Zuschaltung von einem weiteren Blockierzylinder, zu gewährleisten,

kann die zweite Achse, aus dem Hebebühnenführerstand, auch blockiert

werden. In diesem Zustand ist der Fahrantrieb blockiert. Diese Stellung

ist für Arbeiten mit grosser Ausladung und eingeschränkten

Platzverhältnissen gedacht, sodass die Korbposition möglichst stabil

bleibt, weil die Federn des Fahrzeuges durchgehend blockiert sind.

- Der Schlüssel ist mit einem Anhänger versehen, welcher die

Erdungsfarben trägt. Dies soll nochmals darauf aufmerksam machen,

dass die Sicherheit besteht, dass die Fahrleitung auch wirklich geerdet

ist.

- Diesen Schlüssel im Kranstand, in das dafür vorgesehene Schloss

stecken und die Hebebühnenelektrik damit einschalten. Jetzt kann die

Bühne in Betrieb genommen und damit gearbeitet werden.

- Es existiert ein Reserveschlüssel. Dieser ist im Kasten, Kabine links

(Sicherungskasten), oben rechts, versorgt und plombiert.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 14 von 70 12.01.2021


b) Betrieb mit der Handpumpe:

- Die Elektrik kann ein- oder ausgeschaltet sein. Ist die ganze

Elektrik noch intakt, kann der Hebebühnenführer die Signale aus dem

Korb betätigen. Eine zweite Person muss mit der Not-Handpumpe,

welche sich auf der linken Fahrzeugseite befindet, den Hydraulikdruck

erzeugen. Der Pumpenhebel ist in der Kabine rechts in der Materialkiste,

welche sich unter dem Sitzt befindet.

- Bei einem kompletten Ausfall ist eine weitere Person notwendig, welche

manuell die Hydraulikhebel unterhalb des Kranfusses am Fahrzeug

betätigt, unter der Riffelblechabdeckung. Diese Person muss gleichzeitig

die Bewegungen überwachen, da dies für die Person, welche die

Pumpe bedient, nicht möglich ist. Aus diesem Grund wurden die

Handhebel und die Pumpe voneinander entfernt montiert.

- Zu diesem Zweck muss vorgängig das Nothaltventil am Kranfuss (rechte

Fahrzeugseite) notgeschaltet werden. Dazu den blauen Deckel

entfernen und die darunterliegende rote Arretierschraube von Hand

ganz lösen. In dieser Stellung kann der blauen Deckel mit eingebauter

Distanzschraube nicht mehr montiert werden. Dies dient der visuellen

Kontrolle, dass das Ventil nicht in der Notschaltung steht.

Motorfehler beim Arbeiten mit der Hebebühne

(nur bei Fahrzeugen mit SCR-Anlage):

Wenn es zu einem Motorfehler kommt, während dem Arbeiten mit der

Hebebühne, blinken in der Hebebühne alle vier Taster rot (Fehler-Code 51,

5x lang / 1x kurz) und der Buzzer spricht impulsweise an (alle 60 Sek.,

für 1. Sek.)

Vorgehen:

Die Hebebühne senken, Grundstellung, am Führerstand den Fehler

ablesen und durch die nötigen Massnahmen beheben.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 15 von 70 12.01.2021


Arbeitsbeginn:

Auf der Seite links und rechts des Krans die Kranarretierungen lösen,

indem der Hebel angehoben und in Richtung Kabine gedreht wird

(Verriegelungsbolzen ist auf der Unterseite nicht mehr sichtbar). Danach

die Hebebühne immer zuerst aus der Verankerung einziehen,

anschliessend kann diese gehoben und gedreht werden. Nothalt-Taster:

beim ersten Ausfahren der Hebebühne ist immer die Funktion des Nothalts

zu prüfen. Die Hebebühne muss halten. Hält sie nicht ist zu prüfen, ob die

Schraube mit dem roten Deckel für die Notbedienung der Hebebühne

eingedreht ist. Damit die Nothaltfunktion einwandfrei funktioniert, muss die

Schraube mit dem roten Decke Handfest angezogen sein.

Nothalt Reset aus dem Korb: Nothalt-Taster mit Drehung entriegeln.

Hebebühnen Schlüsselschalter ausschalten. Reset mit Taste C.

Hebebühnen Schlüsselschalter einschalten.

Arbeitsende:

Hebebühne ausmitteln, anschliessend in die Verankerung ausstossen.

Auf der Seite links und rechts des Krans die Kranarretierungen arretieren

(Verriegelungsbolzen ist an der Unterseite sichtbar).

Den Schlüsselschalter auf "0" stellen und den Schlüssel wieder in der

Führerkabine, ins Schloss der Hebebühne ein Schalters stecken.

Danach ausschalten.

Fahren mit den Bedienelementen der Hebebühne:

a) Fahrzeugmotor wurde gestartet und läuft, die Hebebühne ist

eingeschaltet.

b) Bedienhebel „Fahren Vorwärts Rückwärts“ soweit in die gewünschte

Fahrtrichtung drücken, bis der Motor die Drehzahl erhöht und

Zugkraft aufgebaut wird.

c) Druckknopf „Bremsen lösen“ drücken, die Luftbremse löst.

d) Danach kann der Druckknopf "Bremsen lösen" wieder losgelassen

werden. Die Bremse bleibt gelöst, solange der Bedienhebel ausgelenkt

ist. Wird der Bedienhebel in Mittelstellung gebracht, wird die

Bremse sofort aktiv.

e) Innerhalb von 2 Sekunden kann der Bedienhebel wieder ausgelenkt

werden und die Bremse löst wieder. Ist der Bedienhebel länger als

2 Sekunden in der Mittelstellung muss der Druckknopf „Bremsen

lösen“ erneut betätigt werden.

Vorgehen wie unter Punkt b) + c) beschrieben.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 16 von 70 12.01.2021


f) Beim Rollen ohne Leistung wird der Bedienhebel in Mittelstellung

gebracht und der Druckknopf „Bremse lösen“ wird dauernd

gedrückt. Solange der Druckknopf gedrückt bleibt, ist die Bremse

gelöst.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 17 von 70 12.01.2021


Federblockierung:

a) Es wird, wie vorgängig beschrieben, nur die hintere Achse blockiert.

Die vordere Achse kann, je nach Wunsch des Bedieners, manuell

blockiert werden. Um dies zu tun muss der Schalter am Kranstand

mit dem liegenden O betätigt werden. Danach ist das Fahren aus

dem Kranstand nicht mehr möglich. Angezeigt wird dies durch das

akustische Warnsignal bei Auslenkung des Fahrjoysticks.

b) Soll die Federblockierung wieder auf eine Achse wirken und somit

das Fahren aus dem Kranstand wieder freigegeben werden, müssen

die Resettaste C und die Federblockiertaste O zusammen betätigt

werden.

Wichtig zu wissen ist, dass die Federblockierung keinen Einfluss auf die

Standsicherheit des Fahrzeuges hat. Die Federblockierung ist eine reine

Komfortfunktion, um das Schwanken des Fahrzeuges zu minimieren.

Blockierte Federn werden mit roten Melderingen angezeigt. Freie Federn

mit grünen Ringen.

Störungen und Beleuchtungsgenerator:

a) Der Beleuchtungsgenerator kann im Führerstand der Lok ein- und

ausgeschaltet werden. Dieser ist verantwortlich, dass die Steckdosen

im Korb sowie eine in der Kabine mit Spannung versorgt werden. Tritt

eine Isolationsstörung auf, so wird die Schalterbeleuchtung

"Generator ein/aus" Rot.

b) In diesem Fall muss zuerst alles ausgesteckt, der Generator

abgeschaltet, eine Minute gewartet und dieser danach wieder

eingeschaltet werden.

Die Isolationsüberwachung befindet sich im Führerstand, unten im

Kasten auf der rechten Seite. Danach können die Verbraucher wieder

eingesteckt werden. Derjenige, welcher die Isolationsüberwachung

ausgelöst hat, muss der Reparatur zugeführt und kann nicht mehr

betrieben werden. Die Isolationsüberwachung wirkt wie ein

Fehlerstromschalter in einem Gebäude, überwacht also die korrekte

Funktion der Erdung (Personenschutzschalter).

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 18 von 70 12.01.2021


Wichtig und grundsätzlich gilt die originale Betriebsanleitung der

SBB, in Bezug auf die Hebebühne, wie auch das Fahren aus dem

Korb der Hebebühne. Da technisch und statisch an der Hebebühne

nichts verändert wurde, sind die bisher bestehenden Regeln wie

Diagramme weiterhin gültig. Die Bedienungsanleitung der SBB

befindet sich auf der Folgeseite. Besondere Beachtung ist dem

Fahren aus der Hebebühne bei Gleisüberhöhungen zu

schenken!

Der Hebebühnenbetrieb ist nur instruierten Personen gestattet.

➔➔ Anderes Handeln ist grobfahrlässig!!!

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 19 von 70 12.01.2021


Bedienungsanleitung SBB:

Weiter wird das Fahren unterbunden, wenn beide Achsen blockiert, also alle

vier Zylinder aktiv sind.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 20 von 70 12.01.2021


Zwischen den zwei vorgängig beschriebenen Zylindern, wird mehr oder

weniger immer das gleiche Öl hin und her gepumpt.

Bei kalten Temperaturen (unter dem Gefrierpunkt) kann es sein, dass beim

Senken der Bühne der Druck im Niveauausgleichsystem so hoch ansteigt,

dass Öl über das Überdruckventil abgelassen wird. Dieser Umstand hat zur

Folge, dass sich während dem Absenken des Hauptarms, sich gleichzeitig

der Korb nach vorne neigt (leichtes Auskippen). Um dies zu verhindern, soll

die Senkbewegung um so viel verlangsamt werden, bis die

Plattformregulierung wieder gleichschnell funktioniert wie die

Senkbewegung. Die Korbneigung bleibt vorerst aus dem Niveau.

Um das korrekte Korbniveau wiederherzustellen, diesen in die

Transportstellung bringen, so dass der Hauptarm ganz auf den Anschlägen

aufliegt. Dann, obwohl der Teleskop schon ganz eingezogen ist, diese

Funktion für ca. 5 Sekunden betätigen. In dieser Stellung wird die

Grundeinstellung der Korbnivellierung vorgenommen.

Anschläge

müssen

anliegen, dann

einziehen

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 21 von 70 12.01.2021


Sollte der Korb so stark aus dem Niveau sein, dass dieser nicht mehr in die

Transportsellung passt, kann er mit einer Auflage (Holz oder ähnlichem)

zurückgedrückt werden. Im Normalfall sollte dies nicht passieren, wenn

darauf geachtet wird, dass die Korbnivellierung regelmässig in der

Transportstellung vorgenommen wird und bei einem Absenken oder

Heben, wo das Nivelliersystem wegen zu kaltem Öl langsamer arbeitet wie

das Hauptsystem, die Arbeitsgeschwindigkeit verlangsamt wird.

Bild unten:

Schlimmste Korbneigung die eintreten kann, mehr ist mechanisch nicht

möglich.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 22 von 70 12.01.2021


Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 23 von 70 12.01.2021


Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 24 von 70 12.01.2021


Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 25 von 70 12.01.2021


10. Ausserbetriebssetzung

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a) Hebebühne gemäss vorheriger Beschreibung ausser Betrieb nehmen

und verriegeln.

b) Luftdruck im Hauptbehälter auf 10 bar ergänzen.

c) Feststellbremse anziehen.

d) Fahrten-Kontrollbuch nachführen.

e) Motor kann mit dem Drehschalter (Zündung, Motorstart) oder mit dem

Drucktaster Motorstopp abgestellt werden.

Wird der Motor mit dem Drehschalter abgestellt, ist das ganze

Fahrzeug elektrisch abgerüstet. Die ganze elektrische Anlage wird

stromlos und alle Rechner werden heruntergefahren. Somit löscht

auch die Innen- und Aussenbeleuchtung ab. Das sofortige

Wiedereinschalten des Schlüsselschalters führt zu Störungen, weil die

Rechner während des Herunterfahrens wieder aktiviert werden.

Falls das Fahrzeug (elektrisch) aktiv bleiben soll, muss der Motor mit

dem Drucktaster Motorstopp ausgeschaltet werden.

f) Hauptlufthahn schliessen.

g) Wenn nötig, Schlepphahn schliessen.

h) Fenster schliessen.

i) Dieselvorrat prüfen.

j) Kleinere Mängel und Störungen, soweit möglich, beheben. Jeder

Führer, der die Maschine verlässt, ist verantwortlich, dass diese in

fahrbereitem Zustand verlassen wird. Notwendige Servicearbeiten sind

rechtzeitig zu melden!

k) Wenn nötig, Hemmschuh legen und Sicherheitstafel einstecken.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 26 von 70 12.01.2021


11. Einrichten zum Schleppen

_____________________________________________________________________

a) Gemäss Punkt 10 ausser Betrieb setzen.

Schlepphahn in Stellung "Schlepp", Hebel gegen unten stellen.

b) Hebel Verriegelung Getriebe, in Stellung „1“ oder Schloss

geschlossen stellen [Führerpult linke Seite unten].

c) Grosser Hebel Rangier- und Streckengang in Stellung „N“ stellen.

Diesen kontrollieren, dass er auch wirklich verriegelt ist. [Führerpult

linke Seite, oben].

d) Kontrollieren, dass die Achsblockierung ausgeschaltet und die

Federwege frei sind.

e) Schlepp-Protokoll ausfüllen.

f) Abschleppen:

- Mit Triebfahrzeug kuppeln.

- Feststellbremse lösen.

- Bremsprobe ausführen [Nachbremse].

- Fahrzeug darf mit V-max. 100 km/h geschleppt werden.

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12. Vorkehrung bei Störungen

_____________________________________________________________________

12.1 Sicherheitsmassnahmen

Bei Störungen, zu deren Behebung am Dieselmotor oder der elektrischen

Ausrüstung manipuliert werden, immer zuerst den Dieselmotor mit dem

Drehschalter Zündung Motorstart abstellen.

12.2 Brandausbruch

a) Möglichst Fahrzeug ins Freie bringen.

b) Sofort sicher anhalten.

c) Personen aus dem Arbeitskorb zu Boden bringen.

d) Dieselmotor abstellen.

e) Brandbekämpfung mit Feuerlöscher oder nach örtlichen Vorschriften.

Der Feuerlöscher ist in der Kabine, rechte Seite am Motordeckel

montiert (siehe Kapitel 13.3).

f) Während allen Löschversuchen ist die Sicherheit des Personals das

oberste Gebot. Das heisst:

Bei Feuer, Fahrleitungen und Nachbargleise nicht vergessen!

g) Hilfe anfordern und Brandplatz sichern.

12.3 Nothalt durch Überdrehzahlschutz während des Betriebs

Wird ein Nothalt durch den Überdrehzahlschutz ausgelöst, muss nach dem

Stillstand der Taster "N" beim Wahlhebel Rangier-/Streckengang gedrückt

werden. Danach kann die Störung mit dem Taster Reset

Sicherheitssteuerung u Hebebühne quittiert werden (siehe Kapitel 13.1).

Sollte die Rückstellung wie oben beschrieben einmal nicht funktionieren, ist

das Fahrzeug komplett abzurüsten und auf Schlepp zu stellen, inkl.

Neutralstellung des Getriebes. Nach einer Wartezeit von ca. zwei Minuten,

kann das Fahrzeug wieder, wie gewohnt (unter Kapitel 4 beschrieben), in

Betrieb genommen werden. Die Hauptluftleitung kann nur befüllt werden,

wenn entweder der Strecken- oder der Rangiergang eingelegt ist.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 28 von 70 12.01.2021


12.3.1 Nothalt durch Überdrehzahlschutz während der Schleppfahrt

Wird der Nothalt während der Schleppfahrt durch den Überdrehzahlschutz

ausgelöst, wird er automatisch zurückgesetzt, wenn die Geschwindigkeit

wieder im Normalbereich liegt.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 29 von 70 12.01.2021


12.4 Fehlerliste zu Arbeitsbühne, Blinkcode Störlampe Hebebühne

Störlampe der Hebebühne,

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 30 von 70 12.01.2021


Fehlerliste zu Arbeitsbühne (Fortsetzung)

Sammelstörung Dieselmotor

12.5 Störung Zugsicherung

Zugsicherung funktioniert nicht.

Massnahme:

Schalter "Automatische Zugsicherung" (Kabine, Mitte, Bedientafel rechts

unten) um 90° auf 0 drehen.

Die Leuchte im Quittierschalter leuchtet dauernd gelb.

Weiterbetrieb der Lok nach Betriebsvorschriften des führenden EVU`s.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 31 von 70 12.01.2021


13. Hilfreiche Bilder

13.1 Innen, Führerpult

___________________________________________________________________

Instrumenten

Dimmer

Generator ein/aus

Störlampe (leuchtet

rot bei Störung)

Legende 1, 2. 3

1. Reset Sicherheitssteuerung und Hebebühne

2. Testknopf Sicherheitssteuerung

3. Fahrdatenspeicher RAG

Drehschalter

Zündung Motorstart

(Hauptschalter)

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 32 von 70 12.01.2021


13.2 Innen, Führerpult

Mögliche Zusatztasten

Manöver-Taste

Quittier-Taste

Zugsicherung

Quittier-Taste

Sicherheitssteuerung

Spurkranzschmierung Manuell

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 33 von 70 12.01.2021


13.3 Innen, Führerpult

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 34 von 70 12.01.2021


13.4 Innen, Führerpult

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 35 von 70 12.01.2021


13.5 Innen, Führerpult und Deutz Display

Mit der zweiten Taste von Links, können verschiedene Anzeigen

durchgeblättert werden. Darunter auch die Anzeige für den

Füllstand vom PowerBlue (AdBlue)

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 36 von 70 12.01.2021


13.6 Innen, Verriegelung vom Getriebe

Oder:

Bei gelöster Verriegelung kann der

Gang eingelegt werden:

Rangiergang/Neutralstellung/Streckengang

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 37 von 70 12.01.2021


13.7 Innen, Sicherheitssteuerung Reset Knopf und Pedal

Reset-

Sicherheitssteuerung und

Hebebühne

Quittier Taste

Sicherheitssteuerung

Quittier - Fusspedal

Sicherheitssteuerung

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13.8 Innen, Batterien

Batteriekasten,

hinten links

Batteriekasten offen

Oder:

Ladegerät

Steckdose für

Ladegerät

Im Ladevorgang leuchtet folgende

Signalleuchte: Externe Speisung.

Das Kabel muss daher ausgezogen sein,

um den Motor zu starten.

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13.9 Innen, Motorraum

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13.10 Innen, Schlepphahn und Hauptluftbehälter Ventil

Hauptbehälterhähne

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 41 von 70 12.01.2021


13.11 Innen, Datenspeicher Variante 1

Oder wie auf nächster Seite:

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 42 von 70 12.01.2021


13.12 Innen, Datenspeicher Variante 2

RAG’s,

zu finden:

Links vom

Führerstand

Reserve RAG

Reserve RAG

RAG Lok

RAG Zugsicherung

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 43 von 70 12.01.2021


13.13 Innen, Feuerlöscher, Materialkiste, Zugsicherungskasten

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 44 von 70 12.01.2021


Oder: Mit Zugsicherungskasten (wenn vorhanden)

Feuerlöscher

Deutz PowerBlue

Notfallapotheke

Pack Putzlappen

Motorenöl

Set mit Ersatzglühbirnen

Frostschutzkonzentrat

Militärtaschenlampe

Handhebel zu

Notbedienpumpe

Trichter

Ladekabel,

Netzkabel

LED

Arbeitsleuchte

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 45 von 70 12.01.2021


13.14 Aussen, Auspuff

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13.15 Aussen, Signallampen und Nothalt

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 47 von 70 12.01.2021


Oder:

Signallampe

Nothalt

Nothalt

Signallampe

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 48 von 70 12.01.2021


13.16 Aussen, Achsabstützung

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 49 von 70 12.01.2021


13.17 Aussen, Kühler rechts

Verriegelung der

Kühlerabdeckung

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 50 von 70 12.01.2021


Verriegelung

Kühlerabdeckung

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 51 von 70 12.01.2021


13.18 Aussen, Brennstoffpumpe

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 52 von 70 12.01.2021


13.19 Aussen, Nothandpumpe für Hebebühne / PowerBlue Tank

Oder wie auf nächster Seite

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Sandkasten

Power Blue Tank

(50 Liter)

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 54 von 70 12.01.2021


13.20 Aussen, Deckel für Notventil der Hebebühne

Deckel der mechanischen Arretierung des

Nothaltventils

Anschlag zu Sicherstellung dass Deckel nur

zugedreht werden kann wenn das Ventil in

Betriebsstellung ist

Nothaltventil ist notgeschaltet für den manuellen

Betrieb der Hebebühne.

Nach Gebauch immer zudrehen da sonst die

Notaus Funktion des Korbes nicht

gewährleistet ist.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 55 von 70 12.01.2021


13.21 Aussen, Notschaltung Generator

Generator 230 Volt

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 56 von 70 12.01.2021


13.22 Aussen, Sandkasten und Hydraulikölkühler

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13.23 Aussen, Brennstoffanzeige

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 58 von 70 12.01.2021


Oder:

Dieselschauglas

Absperrhahn zu

Schauglas,

wenn vorhanden

Entwässerungshahn

Luftbehälter

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13.24 Aussen, Kranaretierung

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 60 von 70 12.01.2021


13.25 Aussen, Kran Manuelle Steuerung

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 61 von 70 12.01.2021


13.26 Aussen, Inspektionsdeckel

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 62 von 70 12.01.2021


13.27 Aussen, Zahnriemen Hydraulikpumpe

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 63 von 70 12.01.2021


13.28 Aussen, Kompressor

Ansicht Deckel aufgeklappt

Hier wird das Öl eingefüllt.

Zugangsdeckel wegdrehen

Ansicht Deckel aufgeklappt

Hier wird das Öl eingefüllt.

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 64 von 70 12.01.2021


13.29 Aussen, Hebebühne Bedienung

Steckdosen

230 V

2. Achse

Federblockierung

ein, mit Reset:

aus.

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13.30 Aussen, Hebebühne

Steckdosen 230 V

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 66 von 70 12.01.2021


13.31 Aussen, Hebebühne Rettungsgerät

Wenn vorhanden:

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 67 von 70 12.01.2021


Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 68 von 70 12.01.2021


13.32 Aussen, Kleber Hydraulikölniveau und Power Blue

Wenn vorhanden:

Betriebsanleitung Tm III Fahrltg-Bühne Seite 69 von 70 12.01.2021


13.33 Aussen, Fettbehälter zur Spurkranzschmierung

Wenn vorhanden:

leer

voll

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DEUTZ Electronic Display

Deutsche Ausgabe

Benutzerhandbuch


DEUTZ Electronic Display

Copyright © 2018 Deutz AG

Hinweis: Diese Dokumentation ist Eigentum der DEUTZ AG. Eine Verwendung für oder Weitergabe an Dritte darf nur

mit ausdrücklicher Genehmigung durch die DEUTZ AG erfolgen!

Teilenummer

Version

Erstelldatum

0312 2026

2.2.0

08.08.2018

Herausgeber

DEUTZ AG

Verantwortlich für den Inhalt

Application Engineering

Autoren

VT-SI


Inhalt

1 Anleitung 6

2 Einführung 7

3 Installation 7

3.1 Montage Armaturenbrett ............................................................................................................... 7

3.2 Anschluß ............................................................................................................... 9

4 Allgemeine Beschreibung 10

5 Inbetriebnahme 11

6 Bedienungsanleitung 12

6.1 Einstellung Kontrast ............................................................................................................... und Beleuchtung

12

6.1.1 Allgemeines

................................................................................................................................ 13

6.2 Tastaturverriegelung ............................................................................................................... 13

6.3 Benutzung der Funktionstasten

............................................................................................................... 14

6.4 Motorhauptanzeige ............................................................................................................... 15

6.5 Vierfachanzeige ............................................................................................................... 18

6.5.1 Vierfachanzeige ................................................................................................................................ 1

20

6.5.2 Vierfachanzeige ................................................................................................................................ 2

20

6.5.3 Vierfachanzeige ................................................................................................................................ 3

20

6.5.4 Vierfachanzeige ................................................................................................................................ 4

21

6.5.5 Vierfachanzeige ................................................................................................................................ 5

21

6.5.6 Vierfachanzeige ................................................................................................................................ 6

24

6.5.7 Vierfachanzeige ................................................................................................................................ 7

26

6.5.8 Vierfachanzeige ................................................................................................................................ 8

27

6.6 Grafische Anzeige ............................................................................................................... 28

6.7 Auswählbare Messwerte ............................................................................................................... 29

7 Fehlermeldungen 33

8 SCR/DEF Information Bar 34

9 Popup Nachrichten und Warnmeldungen 36

9.1 Pop-Up-Meldungen ............................................................................................................... bezüglich CAN-Bus Kommunikation

36

9.2 Pop-Up-Meldungen ............................................................................................................... bezüglich DPF-System

37

9.2.1 Regeneration

................................................................................................................................ 37

9.2.2 Fehlermeldungen ................................................................................................................................ Regeneration

43

9.3 Pop-Up-Fehlermeldungen ............................................................................................................... bezüglich SCR-System

44

10 Displaykonfiguration 46

10.1 Sicherheitseinstellungen ............................................................................................................... und PIN

46

10.2 Konfiguration ............................................................................................................... 47

10.2.1 ................................................................................................................................ Menü-Punkt "EINSTELLUNGEN"

48

10.2.2 ................................................................................................................................ Menü-Punkt "SYSTEM"

50

10.2.3 ................................................................................................................................ Menü-Punkt "EAT Test" ausführen

52

11 Technische Daten 56

11.1 Montagewerkzeug ............................................................................................................... 58

12 Wartung 58

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V.2.2.0


13 Glossar 59

Index 60

V.2.2.0

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Vorwort

Es ist unser Bestreben, den Inhalt dieses Dokuments kontinuierlich zu optimieren, wobei praktische

Erfahrungen aus dem Kreis der Anwender eine besonders wertvolle Hilfe darstellen. Sollten Sie daher

Änderungen, Erweiterungen oder Verbesserungen wünschen, bitten wir um eine entsprechende Nachricht

(E-Mail: Application.de@deutz.com). Wir bewerten jede Meldung sorgfältig und veröffentlichen Neuauflagen

dieses Dokumentes, sobald sein Inhalt verändert wurde.

Im Voraus bedanken wir uns für Ihre Unterstützung.

Our aim is to continuously optimise the contents of this document, whereby practical experience from the

circle of SERDIA users is very valuable. So, if you want any changes, extensions or improvements made,

please notify us accordingly (E-mail: Mr. Finken, finken.h@deutz.com). We will examine all messages

carefully and publish new editions of this document as soon as its content is changed.

Thank you in advance for your kind support.

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V.2.2.0


6

DEUTZ Electronic Display

1 Anleitung

Abbildung 1.1: Display

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10

DEUTZ Electronic Display

4 Allgemeine Beschreibung

Das DEUTZ Display ist ein kompaktes, robustes und integrierbares Modul, welches es dem

Benutzer ermöglicht, Motordaten abzufragen und darzustellen. Das Gerät verwendet dazu ein

CAN-Bus Protokoll im Industriestandard, um mit dem Motor durch einen SAE J1939 CAN Data

Link verbunden zu werden.

Taste 1 Taste 5

Abbildung 4.1: vorbelegte Tasten

Das DEUTZ Display vereint eine grafische LCD Anzeige mit fünf Funktionstasten am Fuß des

Bildschirms , was eine sehr flexible und intuitive Mensch-Maschine-Schnittstelle ermöglicht. (vgl.

Abb.4.1). Verbunden mit den Funktionstasten ist eine grafische Menüstruktur im Anzeigebereich

des Displays, die leicht verständliche Symbole verwendet um die derzeitige Funktion der Tasten

anzuzeigen. Dies ermöglicht es dem Anwender, die benötigten Motordaten auszuwählen und sie in

den folgenden Formaten darzustellen:

• Analoganzeige

• Digitale Daten

• Grafiken

• Multi-data (eine Kombination des o.g.)

• Aktuelle Alarmmeldungen

Zusätzlich sind verschiedene Diagnosebildschirme verfügbar, die eine detaillierte Kontrolle der

CAN-Bus-Kommunikation erlauben.

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12

DEUTZ Electronic Display

6 Bedienungsanleitung

Alle in dieser Dokumentation beispielhaft dargestellten verfügbaren Messwert-

Anzeigen sind abhängig vom jeweils an das Display angeschlossenem

Motorsteuergerät, der Motorsteuergerätekonfiguration und dessen Softwarestand! Um

die Möglichkeiten des Deutz Electronic Displays aufzuzeigen, wird in der

Dokumentation davon ausgegangen, daß die für eine bestimmte Anzeigefunktionalität

benötigte CAN-Botschaft verfügbar ist.

6.1 Einstellung Kontrast und Beleuchtung

• Durch Drücken der Taste 5 wird das Kontrast- und Beleuchtungsmenü aufgerufen, wenn die

Menüsymbole nicht angezeigt werden.

• Der Monitor hat vier Hintergrundbeleuchtungsebenen, die es erlauben die Anzeige auch im

Dunkeln zu lesen. Die jeweilige Ebene wird durch Drücken der Taste 1 zum Verdunkeln oder

Taste 2 zum Erhellen der Beleuchtung erreicht. (siehe Abb. 6.1).

Abbildung 6.1: Einstellung der Beleuchtung

• Die optimale Kontrasteinstellung des Monitors stellt sicher, daß das Display klar lesbar ist und

daß die Grauwerte entsprechend angezeigt werden. Der Kontrast wird durch Drücken der Taste

3 reduziert und durch drücken der Taste 4 erhöht (welches die Anzeige dunkler werden lässt).

(siehe Abb. 6.2)

• Kontrast-und Beleuchtungsmenü können durch Drücken der Taste 5 verlassen werden.

• Die gewählte Einstellung wird im Festspeicher abgelegt und automatisch aufgerufen, wenn das

DEUTZ Display wieder eingeschaltet wird.

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Bedienungsanleitung 13

Abbildung 6.2: Einstellung des Kontrast

KONTRASTRÜCKSTELLUNG Falls das Display so eingestellt wurde, daß es

unleserlich ist und nicht eingestellt werden kann, drücken Sie bitte die vier Tasten 1

bis 4 gleichzeitig. So wird der Kontrast auf einen Mittelwert eingestellt und die

Beleuchtung auf maximal zurückgesetzt. Alle anderen Einstellungen bleiben davon

unberührt.

6.1.1 Allgemeines

Beim Einschalten vollzieht das DEUTZ Display eine Reihe von Selbsttest Routinen. Deren

Fortschritt wird in der rechten unteren Ecke des Displays angezeigt. Der unwahrscheinliche Fall

einer Fehlfunktion wird mit einem tiefen Piepton signalisiert. Der Nutzer kann versuchen den

Fehler zu beheben, in dem er auf die Werkseinstellungen zurückgeht (siehe "Konfiguration").

Sollte der Fehler fortbestehen, wenden Sie sich bitte an ihren Verkäufer oder den Deutz Service

um Hilfe.

• Nach dem erfolgreichen Selbsttest, beginnt das DEUTZ Display mittels der im Festspeicher

vorhandenen Konfigurationseinstellungen Motordaten anzuzeigen.

• Drücken sie eine der 4 grauen Tasten 1 bis 4 um den Menübalken auf dem LCD Bildschirm

anzuzeigen. Drücken Sie bitte die Taste unter dem jeweiligen Symbol um einen Anzeigemodus

einzustellen.

• Das Symbol einer gefalteten Seite mit einem Pfeil zeigt an, das Sie durch das Drücken der

dazugehörigen Taste durch die verschiedenen Anzeigen mit einem bestimmten Anzeigeformat

blättern können.

• Die Menüleiste verschwindet nach ca. 5 Sekunden wenn keine Taste gedrückt wird.

6.2 Tastaturverriegelung

TASTATURVERRIEGELUNG: Die Tastatur kann durch gleichzeitiges Drücken der

Tasten 1 und 5 für 2 Sekunden verriegelt und durch nochmaliges Drücken beider

Tasten auch wieder entriegelt werden. Wenn die Displaytastatur verriegelt ist, so wird

bei Tastendruck einer beliebigen Taste ein Schlüsselsymbol im Display angezeigt.

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14

DEUTZ Electronic Display

Abbildung 6.3: Verriegeltes Display

Das Schlüsselsymbol verschwindet ca. 1 Sekunde nach Tastendruck aus der Anzeige. Da die

Tastatur nach Verriegelung gesperrt ist, kann durch Tastendruck keine Displayfunktion mehr

ausgelöst werden.

6.3 Benutzung der Funktionstasten

• Die Verwendung von Funktionstasten vereinfacht den Umgang mit dem DEUTZ Display

erheblich und stellt sicher, daß dem Benutzer nur aktive Tasten zur Verfügung gestellt werden,

die der jeweiligen aktiven Funktion entsprechen. Dies wird durch die Bildschirmdarstellung von

Symbolen erreicht, die die momentane Funktion für jede Taste anzeigt. Die Positionierung der

Symbole über der jeweiligen Taste erlaubt den Wechsel der Tastenfuktion wobei sichergestellt

wird, daß dem Benutzer klar und unmißverständlich angezeigt wird, was jeder Tastendruck

auslöst. (siehe Abbildung 6.4)

Abbildung 6.4: Haupttasten-Menü

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6.4 Motorhauptanzeige

Bedienungsanleitung 15

Dieses Display vereint vier unabhängige Fenster und zeigt die wichtigsten und am häufigsten

verwendeten Motordaten an.

Abbildung 6.5: Bildschirmaufteilung

• Um die Motorhauptanzeige anzuzeigen, drücken sie eine beliebige graue Taste um die

Menüsymbole der ersten Ebene anzuzeigen. Drücken Sie dann die Taste 1 ganz links.

Abbildung 6.6: Hauptbildschirm

• Das Hauptfenster im oberen Teil der Anzeige zeigt zwei Skalen: Motordrehzahl auf der linken

und Geschwindigkeit auf der rechten Seite. Beachten Sie, dass wenn die

Geschwindigkeitsdaten nicht verfügbar sind,der Öldruck angezeigt wird.

Abbildung 6.7: Hauptbildschirm (ohne Geschwindigkeitsanzeige)

• Das Fenster unten rechts am Display zeigt die Kühlmitteltemperatur.

• Das Fenster unten links gibt Zugriff auf die Kraftstoffdaten und ähnelt einem Bordcomputer im

PKW. Durch wiederholten Druck der Taste 1 (ganz links) können verschiedene Parameter

durchgeblättert werden. Bitte beachten Sie, dass Kraftstoffparameter nur angezeigt werden

können, wenn die Daten auch vom Motor oder einem anderen CAN-Bus Teilnehmer gesendet

werden.

• Momentaner Kraftstoffverbrauch

Der momentane Kraftstoffverbrauch, der vom Motor empfangen wird, wird in Menge pro

Stunde angezeigt.

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16

DEUTZ Electronic Display

Abbildung 6.8: Kraftstoffverbrauch

• Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch pro Stunde

Wenn Gesamtverbrauch und Kraftstoffverbrauch empfangen werden, wird ein Durchschnitt

berechnet seit der letzten Rücksetzung von Kraftstoffverbrauch und Fahrzeit. Dies wird in

Mengeneinheiten pro Stunde angezeigt.

Abbildung 6.9: durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch

• Durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch pro Fahrstrecke

Wenn die Fahrzeuggeschwindigkeit empfangen wird, wird ein Durchschnitt berechnet seit der

letzten Rücksetzung des Kraftstoffverbrauchs. Dies wird in Mengeneinheiten pro Strecke

angezeigt.

Abbildung 6.10: durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch pro Strecke

• Verbrauch pro Fahrt

Wenn der Totalverbrauch vom Motor empfangen wird, wird dieser seit dem letzten Rücksetzen

berechnet.

Abbildung 6.11: Verbrauch pro Fahrt

• Betriebsstunden

Gesamtbetriebsstundenzahl empfangen vom Motor.

Abbildung 6.12: Betriebsstunden

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Bedienungsanleitung 17

• Betriebszeit pro Fahrstrecke

Betriebszeit seit der letzten Rücksetzung, berechnet anhand der Gesamtbetriebszeit.

Abbildung 6.13: Betriebsstunden pro Strecke

Um eine Rücksetzung für jeden rücksetzbaren Parameter auszuführen muß der Menübalken

verschwunden sein, drücken und halten Sie Taste 1 für mindestens 3 Sekunden.

Achtung: Wenn der Menübalken nicht verschwunden ist, geht die Anzeige zum

nächsten Parameter vor der Rücksetzung über!

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V.2.2.0


18

DEUTZ Electronic Display

6.5 Vierfachanzeige

Diese Anzeige gibt dem Benutzer einen schnellen Zugriff auf vier Anzeigen, jede von ihnen kann

vier Instrumente anzeigen. Die erste Anzeige zeigt vier Digitalinstrumente, während die zweite und

dritte vier analoge Instrumente zeigen. Seit Einführung der neuen Abgasnorm Tier4 bietet Deutz

auch die Möglichkeit die Abgasnachbehandlungssysteme auf dem Deutz Electronic Display

anzuzeigen. Dafür sind die Viefachanzeigen 5 und 6 vorgesehen. Beispiele werden nachfolgend

gezeigt. Bei den Abbildungen der s.g. Vierfachanzeigen sind geringfügige Abweichung zur Anzeige

des Display und den SAE-Normen möglich.

Abbildung 6.14: Beispiel Ansicht 1 der Vierfachanzeige

• Um die Vierfachanzeige auszuwählen, drücken Sie irgendeine der vier grauen Tasten um die

Menüsymbole der ersten Ebene anzuzeigen und drücken Sie dann Taste 2.

• Die Bildschirme werden in Sequenzen angezeigt als Antwort auf das wiederholte Drücken von

Taste 2.

• Durch Benutzung des Einstellmodus kann jedes auf dem Bildschirm angezeigte Instrument vom

Benutzer eingestellt werden um verschiedene Motorparameter aus einer langen Liste anzeigen

zu können. Der Einstellmodus wird aktiviert durch Drücken der Taste 5, wenn das DEUTZ

Display im Vierfachanzeigenmodus läuft und das Menü sichtbar ist. Wenn das Menü nicht

sichtbar ist, drücken Sie einfach irgendeine graue Taste um es wieder erscheinen zu lassen.

Abbildung 6.15: Beispiel Ansicht 2 der Vierfachanzeige

• Im Einstellmodus erscheint das Menü wie in Abbildung 6.16 gezeigt.

V.2.2.0

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Bedienungsanleitung 19

• Durch Drücken der Taste 1 wandert die obere linke Anzeige durch alle verfügbaren

Motorparameter, Taste 2 wandert durch die obere rechte Anzeige etc. Der Einstellmodus wird

durch Drücken der Taste 5 verlassen.

• Eine Liste der darstellbaren Motormesswerte finden Sie im Kapitel "Auswählbare Messwerte".

• Bei den EAT spezifischen Anzeigen (Vierfachanzeige 5-8) kann nur zwischen den

in den einzelnen Kapiteln angegebenen Werten gewechselt werden.

Abbildung 6.16 Bildschirmaufteilung

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V.2.2.0


20

DEUTZ Electronic Display

6.5.1 Vierfachanzeige 1

Von oben links im Uhrzeigersinn: Drehzahl, Kühlmitteltemperatur, Drehmoment bezogen auf

Dachkurve in %, Öldruck

6.5.2 Vierfachanzeige 2

Von oben links im Uhrzeigersinn: Drehzahl, Kühlmitteltemperatur, Betriebsstunden,

Batteriespannung in Volt.

6.5.3 Vierfachanzeige 3

Von oben links im Uhrzeigersinn: Drehzahl, Gaspedalstellung, Verbrauch, Drehmoment bezogen

auf Dachkurve in %.

V.2.2.0

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Bedienungsanleitung 21

6.5.4 Vierfachanzeige 4

Von oben links im Uhrzeigersinn: Kühlmitteltemperatur, Ladelufttemperatur, Umgebungsluftdruck,

Ladeluftdruck

6.5.5 Vierfachanzeige 5

Vierfachanzeige bis Version 4.11

Von oben links im Uhrzeigersinn: Eingangstemperatur Oxi-Cat, DPF Aschebeladung, Zeit seit

letzter Regeneration, Brennertemperatur

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V.2.2.0


22

DEUTZ Electronic Display

Ab Softwareversion 4.11 kann der Inhalt der Vierfachanzeige 5 je nach angeschlossener

Abgasnachbehandlung variieren. Die Anleitung wie zwischen den einzelnen Messwerten

umgeschaltet werden kann finden sie am Anfang des Kapitels "Vierfachanzeige".

Die Bilder werden von oben links nach oben rechts und dann von unten rechts nach unten links

beschrieben.

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Bedienungsanleitung 23

1. Bei Motoren mit Brenner System

Bild 1

oder

Eingang Abgastemperatur

Diesel Oxidations Katalysator

Differenzdruck

Diesel Oxidations Katalysator

Bild 2

oder

DPF Rußbeladung in % DPF Aschebeladung in %

Bild 3

Zeit seit der letzen Regeneration

Bild 4

oder

Ausgang Abgastemperatur

Diesel Oxidations Katalysator

Brenner Temperatur

2. Bei Motoren mit CRT Systemen

Bild 1

Bild 2

Eingang Abgastemperatur Diesel Oxidations Katalysator

Bild 3

oder

DPF Rußbeladung in % DPF Aschebeladung in %

Bild 4

Restzeit der Standstill Regeneration in Minuten

Differenzdruck Diesel Oxidations Katalysator

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V.2.2.0


24

DEUTZ Electronic Display

6.5.6 Vierfachanzeige 6

Vierfachanzeige bis Version 4.11

Von oben links im Uhrzeigersinn: Urea Temperatur, Urea Füllstand, Eingangstemperatur

Katalysator, Ausgangstemperatur Katalysator.

Ab Softwareversion 4.11 kann der Inhalt der Vierfachanzeige 6 je nach angeschlossener

Abgasnachbehandlung variieren. Die Anleitung wie zwischen den einzelnen Messwerten

umgeschaltet werden kann finden sie am Anfang des Kapitels "Vierfachanzeige".

Von oben links im Uhrzeigersinn: DEF Temperature, DEF Tank Level, Umgebungsluft

Temperatur oder Ausgangstemperatur Katalysator, Eingangstemperatur Katalysator

V.2.2.0

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Bedienungsanleitung 25

1. Bei Motoren mit SCR System

Bild 1

Bild 2

DEF Temperatur in °C

Bild 3

DEF Tanklevel in %

Bis zu einem Tanklevel von 10% leuchtet das Tanklevel Symbol konstant.

Bei einem Tanklevel von 10% - 5% blinkt das Tanklevel Symbol langsam

mit einer Blinkrate von 1 sec..

Ab einem Tanklevel von unter 5% blinkt das Tanklevel Symbol schnell

mit einer Blinkrate von 0,5 sec..

oder

Umgebungsluft

Ausgangstemperatur

Temperatur in °C Katalysator in °C

Bild 4

Eingangstemperatur Katalysator

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V.2.2.0


26

DEUTZ Electronic Display

6.5.7 Vierfachanzeige 7

Vierfachanzeige ab Version 4.11 ( SCRT - SCR Teil)

Von oben links im Uhrzeigersinn: Urea Temperatur, Urea Füllstand, Ausgangstemperatur

Katalysator Umgebungsluft Temperatur.

1. Urea Temperatur

Bild 1

2. Urea Füllstand

Bild 2

DEF Temperatur in °C

DEF Tanklevel in %

Bis zu einem Tanklevel von 10% leuchtet das Tanklevel Symbol konstant.

Bei einem Tanklevel von 10% - 5% blinkt das Tanklevel Symbol langsam

mit einer Blinkrate von 1 sec..

Ab einem Tanklevel von unter 5% blinkt das Tanklevel Symbol schnell

mit einer Blinkrate von 0,5 sec..

3. Ausgangstemperatur Katalysator

Bild 3

Ausgangstemperatur Katalysator in °C

4. Umgebungsluft Temperatur

Bild 4

Umgebungsluft Temperatur in °C

V.2.2.0

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Bedienungsanleitung 27

6.5.8 Vierfachanzeige 8

Vierfachanzeige ab Version 4.11 ( SCRT - DPF Teil). Die Anleitung wie zwischen den

einzelnen Messwerten umgeschaltet werden kann finden sie am Anfang des Kapitels

"Vierfachanzeige".

Von oben links im Uhrzeigersinn: Differenzdruck DPF, DPF Ruß oder Asche Beladung, Zeit seit

der letzen Regeneration oder Restzeit der Standstill Regeneration in Minuten, Eingangstemperatur

oder Ausgangstemperatur DPF

1. Differenzdruck DPF

Bild 1

Differenzdruck

Diesel Oxidations Katalysator

2. DPF Ruß oder Aschebeladung

Bild 2

oder

DPF Rußbeladung in % DPF Aschebeladung in %

3. Zeit seit der letzten Regeneration oder Restzeit Standstill in Minuten

Bild 3

Zeit seit der letzen Regeneration oder

Restzeit der Standstill

Regeneration in Minute

4. Ein oder Ausgangstemperatur DPF

Bild 1

oder

Eingang Abgastemperatur

DPF

DPF

Ausgang Abgastemperatur

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V.2.2.0


28

DEUTZ Electronic Display

6.6 Grafische Anzeige

Die grafische Anzeige zeigt Datenverläufe in einem großen Fenster und funktioniert wie ein

analoger Datenschreiber.

Abbildung 6.17: Beispiel der grafischen Anzeige zeigt die Kühlmitteltemperatur.

• Dieser Modus kann durch Drücken einer beliebigen grauen Taste zur Anzeige der

Hauptmenü-Symbole und dann durch Drücken der Taste 3 eingestellt werden.

• Die Daten werden in grafischer Form angezeigt, mit den jüngsten Daten beginnend von links

nach rechts. Das benötigte Zeitraster kann im Konfigurationsmenü von 2, 10 oder 30 Minuten

bis zu 1, 2, 4 oder 8 Stunden eingestellt werden. Siehe entsprechendes Kapitel für weitere

Details.

• Der Maximal-und Minimalwert der Y-Achse (definieren die Spannweite der Anzeige) werden

automatisch angepaßt um einen optimalen Überblick der sichtbaren Daten zu geben.

• Die anzuzeigenden Daten können durch wiederholtes Drücken der Taste 3 im Grafikmodus

ausgewählt werden.

• Siehe Kapitel "Auswählbare Messwerte" für eine Liste der anzeigbaren Messwerte.

V.2.2.0

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6.7 Auswählbare Messwerte

Bedienungsanleitung 29

Die hier dargestellten Motormesswerte können nur angezeigt werden, wenn die

entsprechende benötigte CAN-Botschaft von einem Motorsteuergerät oder einer

entsprechenden kundenseitigen Elektronik geliefert und mit sinnvollen Werten

bedatet wird.

In der unten stehenden Tabelle sind die Parameter der Überwachungsfunktionen aufgeführt und in

welcher Art und Weise diese auf dem Deutz Elektronik Display angezeigt werden können. Diese

Tabelle bezieht sich nur auf Parameter die den Motor und die Kundenspezifischen Nachrichten

betreffen.

Parameter

Vierfa

ch

Grafis

ch

1 Motordrehz

ahl (min -1 )

√ √

Kunde

n-

spezifi

sch

Symbol

2 Kühlmittelte

mperatur √ √

3 Elektrische

s Potential √ √

4 Batteriespa

nnung √ √

5 Umgebung

sdruck √ √

6 Ansaugdruc

k √ √

7 Ladeluftdru

ck √ √

8 Kühlmitteldr

uck √ √

9

Kraftstoff-

Versorgung

sdruck

10 Motoröldruc

k √ √

11

Luftfilter-

Differenzdr

uck 1

12 Ansaugluftt

emperatur √ √

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V.2.2.0


30

DEUTZ Electronic Display

13

14

15

Aktuelles

Drehmome

nt bezogen

auf

Dachkurve

[%]

Drehmome

nt bezogen

auf Mmax

bei der

aktuellen

Drehzahl

[%]

Angefordert

es

Drehmome

nt

(Sollwert-V

orgabe)

bezogen

auf Mmax

[%]

- √

16 Position

Gaspedal √ √

17 Kraftstoffve

rbrauch √ √

18

Durchschnit

tlicher

Kraftstoffve

rbrauch pro

Strecke

- √

19 Füllstand

Kühlmittel √ √

20 Kraftstoff-

Niveau √ √ √

21 Temperatur

Hydraulik

√ √ √

22 Druck

Hydraulik

23

Betriebsstunden

des Motors

√ √ √

- √

V.2.2.0

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Bedienungsanleitung 31

In der unten stehenden Tabelle sind die Parameter der Überwachungsfunktionen aufgeführt und in

welcher Art und Weise diese auf dem Deutz Elektronik Display angezeigt werden können. Diese

Tabelle bezieht sich nur auf Parameter die die Abgasnachbehandlung betreffen.

Parameter Vierfach Grafisch Symbol

1

Temperatur im Brenner

des DPF Systems

2

Temperatur Katalysator

Ausgangsmassenstrom

3

Temperatur Katalysator

Eingangsmassenstrom

4

5

Eingangstemperatur

Katalysator

Ausgangstemperatur

Katalysator

6

Abgastemperatur vor

DOC

7

Wartungsanzeige DPF

Filter.

8

Differenzdruck im

Partikelfilter

9

Ruß- oder

Aschenbeladung

10

Fehler bezüglich dem

DPF System

11

Fehler im Urea

Versorgungssystem

12 Fehler im SCR-System √

13 Regeneration Aktiv √

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V.2.2.0


32

DEUTZ Electronic Display

14 Regeneration beendet √

15

16

Regeneration DPF

unterdrückt

Vergangene Zeit seit

letzter Regeneration

17 Urea Niveau √

18 Temperatur Urea √

V.2.2.0

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7 Fehlermeldungen

Bedienungsanleitung 33

Das DEUTZ Display erkennt Fehlermeldungen, die vom Motor über die Datenverbindung gesendet

werden. Wenn eine neue Fehlermeldung empfangen wird, beginnt das DEUTZ Display zu piepen,

ein blinkendes Pop-up Fenster mit den neuesten Fehlermeldungen und -details öffnet sich.

Abbildung 7.1: Beispiel einer aktiven Fehlermeldung (Fehler CANBUS TSC1)

Durch Drücken einer beliebigen Taste wird die Fehlerliste angezeigt, welche Details aller

vorhergehenden Fehlermeldungen enthält. Die bereits gelesenen Fehler erscheinen in

schwarzem Text auf grauem Grund. Neue Meldungen, die bisher noch nicht gelesen wurden,

erscheinen als hervor gehobener grauer Text auf schwarzem Hintergrund. Wenn die

Betriebsstundenanzeige verfügbar ist, wird auch die Stundenzahl angezeigt, zu der der Fehler

erstmalig aufgetreten ist. Beim ersten Aufrufen der Fehlerliste wird automatisch der zuletzt

empfangene Alarm angezeigt. Wenn die Liste länger als der Bildschirmausschnitt ist, kann die

Liste mittels der Tasten 1 und 2 vor und zurückgeblättert werden.

Abbildung 7.2: Die Fehlerliste zeigt bisher nicht quittierte Fehlermeldungen

Die Anzeige kann solange nicht verlassen werden, bis alle Alarme durch Drücken der Taste 3

quittiert wurden. Fehlermeldungen, die nicht länger empfangen werden, werden automatisch aus

der Liste gelöscht. Die Anzeige der Fehlerliste kann jederzeit durch Drücken der Taste 4 aktiviert

werden.

Abbildung 7.3: Die Fehlerliste zeigt bereits quittierte Fehlermeldungen

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V.2.2.0


34

DEUTZ Electronic Display

8 SCR/DEF Information Bar

Die Information Bar wird am oberen Bildschirmrand eingeblendet.

Sie ist nur sichtbar wenn das DEF Level unter 15% sinkt oder ein anderer DEF Inducment Grund

vorliegt (siehe "Bedeutung der Texte" Text 2 Seite 31)

In der Information Bar gibt es zwei Zeilen auf denen Text augegeben wird, sowie zwei zusätzliche

Symbole welche vor der DEF Level Anzeige angezeigt werden.

Aus der Kombination von Text 1 (obere Zeile hier "Warning") und Text 2 (untere Zeile hier "DEF

Level") ergibt sich die komplette Meldung.

V.2.2.0

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SCR/DEF Information Bar 35

Bedeutung der Texte:

Text1:

Warning: Warnung

PWR Red. Ahead: Leistungsreduktion steht an

PWR Red. Active: Leistungsreduktion aktiv

PWR & SPD Red. AHD: Leistungsreduktion und Drehzahlreduktion steht an

PWR & SPD Red. ACT: Leistungsreduktion und Drehzahlreduktion aktiv

Override active: Override aktiv

Text 2:

DEF Level: DEF Level

DEF Qualitiy:

DEF Qualität

DEF Consumption: DEF Verbrauch

Tampering: Manipulation

Hardware Failure: Hardware Fehler

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V.2.2.0


36

DEUTZ Electronic Display

9 Popup Nachrichten und Warnmeldungen

Im Konfigurationsmenü (siehe Kapitel "Konfiguration") kann der Benutzer die Serviceintervalle in

Stunden einstellen. Wenn das DEUTZ Display erkennt, daß ein Wartungstermin fällig ist, zeigt es

die Nachricht „Wartung erforderlich“ an, welche vor dem Start für sieben Sekunden auf dem

Startbildschirm angezeigt wird.

9.1 Pop-Up-Meldungen bezüglich CAN-Bus Kommunikation

Sollte das DEUTZ Display keine gültigen Motordaten empfangen, erscheint ein blinkendes Fenster

mit einem Symbol für ein „Kommunikationsproblem“. Werden wieder Motordaten empfangen,

verschwindet das Fenster und die normale Datenanzeige erscheint wieder.

Abbildung 8.1: Anzeige bei fehlerhafter CAN-Bus-Kommunikation

Zur Gewährleistung einer fehlerfreien CAN-Bus Kommunikation sind an den

Leitungsenden Leitungsabschlußwiderstände erforderlich. Dies gilt auch für den

Anschluß des Deutz Electronic Display. Sollte das angeschlossenen Display nicht

ordnungsgemäß mit dem Motorsteuergerät kommunizieren, so ist der korrekte Einbau

der Abschlußwiderstände zu kontrollieren.

V.2.2.0

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9.2 Pop-Up-Meldungen bezüglich DPF-System

Popup Nachrichten und Warnmeldungen 37

In diesem Abschnitt werden die DPF spezifischen Pop-Up-Meldungen behandelt.

9.2.1 Regeneration

1. Regeneration nötig

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V.2.2.0


38

DEUTZ Electronic Display

2. Regeneration läuft.

2.1: Anzeige bei laufender Regeneration beiT4i

V.2.2.0

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Popup Nachrichten und Warnmeldungen 39

2.2: Anzeige bei laufender Regeneration bei T4f

Im Fall von Regenration needed (Punkt 1) sowie von Regeneration läuft T4f (Punkt 2.2)

erscheint die unten im Bild angezeigte Menu Bar.

Diese Menu Bar bleibt solange im Bildvordergrund

wie die Regenerationsanforderung anliegt.

Durch das Drücken des mitteren Knopfes in der Menu Bar für mehr als 3 Sekunden,

wechselt das angezeigt Symbol im Display (Punkt 2.2.1).

Der Standstill (Regeneration) wird gestartet.

Während der Regeneration kann durch Drücken des rechten Knopfes (Exit Symbol)

für 20 Sekunden auf die normale Bedienoberfläche gewechselt werden.

Dies bietet z. B. die Möglichkeit die angezeigten Messwerte zu ändern.

2.2.1: Symbol für Regeneration ausgelöst.

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V.2.2.0


40

DEUTZ Electronic Display

3. Regeneration unterdrücken

Durch drücken des zweiten Knopfes von links auf der Menu Bar läßt sich der Standstill

unterdrücken.

Nach dem Drücken des Knopfes wird für 7 Sekunden das Symbol für Standstill

abgebrochen angezeigt (Punkt 4.1)

Solange der Standstill unterdrückt wird, blinkt das mittlere Symbol der menu Bar.

3.1: Symbol für Standstill abgebrochen

V.2.2.0

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Popup Nachrichten und Warnmeldungen 41

4. Regenration abgeschlossen.

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V.2.2.0


42

DEUTZ Electronic Display

5. Regenration gesperrt.

V.2.2.0

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Popup Nachrichten und Warnmeldungen 43

9.2.2 Fehlermeldungen Regeneration

Eine Popup Failure Message bezüglich des DPF System wie im unteren Bild dargestellt zeigt die

Meldung, dass die Diesel Partikel Filter Regeneration aufgrund von einem aktivem Systemfehler

gesperrt ist.

Abbildung 8.2: Anzeige aktiver Systemfehler DPF System

Die aktive Regeneration des DPF Systems kann aus verschiedenen Gründen blockiert werden.

Der Bediener wird vom Display mittels Pop-Up Message über den Grund bzw. den Status des

Motors informiert. Die Pop-Up Message wird mittig im Display, wie im unteren Bild gezeigt

dargestellt.

Abbildung 8.3: Popup Inhabitations Message

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V.2.2.0


44

DEUTZ Electronic Display

Nachfolgend eine Auflistung der möglichen Gründe zur Unterdrückung der DPF Regeneration,

links die englische Meldung und rechts die entsprechende Übersetzung auf deutsch:

Text for inhibit (English)

engaged machine

pedal pressed

neutral switch

velocity high

parking brake

Low temperature exhaust

system timeout

Filter overloaded

Not warmed up

velocity to low

Deutsch

Fahrpedal gedrückt

Getriebe in Neutral-Position!

Geschwindigkeit zu hoch!

Park-Bremse Aktiv!

Abgastemperatur nicht hoch genung!

Timeout des Systems

DPF-Filter ist überladen!

Motor nicht warm genug!

Geschwindigkeit zu niedrig!

Erscheint die unten dargestellte Pop-Up Meldung auf dem Deutz Elektronik Display, hat der Diesel

Partikel Filter sein Wechselintervall erreicht und muss ausgetauscht werden. Wird dieser

notwendige Austausch nicht unternommen, kann der Motor folgenschwer beschädigt werden. Im

Falle einer Zerstörung bzw. Beschädigung des Motors durch ein ignorieren dieser Meldung

übernimmt die Deutz AG keine Haftung! Die unten dargestellte Pop-Up Nachricht wird bei jedem

Motorstart für jeweils sieben Sekunden angezeigt.

Abbildung 8.4: Diesel Partikel Filter Service Anzeige

9.3 Pop-Up-Fehlermeldungen bezüglich SCR-System

Abbildung 8.5: EPA 1: AdBlue Tank Level Warnung

V.2.2.0

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Das gezeigte Symbol blinkt wie folgt:

Tanklevel > 15 % Symbol wird nicht angezeigt

15 % > Tanklevel > 10 % Symbol blinkt 0,5 sec.

10 % > Tanklevel > 5 % Symbol blinkt 1 sec.

5 % > Tanklevel Symbol blinkt 1 sec.

Popup Nachrichten und Warnmeldungen 45

Abbildung 8.6: EPA 1: AdBlue Tank Level Restriktion - Warnung

Wird die Tanklevelgrenze von 5 % unterschritten blinkt das gezeigte Symbol abwechselnd mit dem

oben gezeigten Symbol im Sekundentakt.

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V.2.2.0


46

DEUTZ Electronic Display

10 Displaykonfiguration

Der Konfigurations-Modus erlaubt dem Benutzer, verschiedene Betriebsparameter und Modi des

DEUTZ Displays einzustellen. Dies beinhaltet Auswahlen wie zöllige oder metrische Einheiten,

Messbereichseinstellungen für Tachometer, Motor Serviceintervalle etc.

10.1 Sicherheitseinstellungen und PIN

Um die Konfiguration des Displays abzusichern, verlangt das Display die Eingabe einer

PIN-Nummer vor dem Öffnen des Konfigurationsmenüs (sie kann durch Drücken der Taste 5 für

mehr als 3 Sekunden aktiviert werden). Die PIN-Nummer ist ein Code, bestehend aus 4 Ziffern,

der in ein Pop-Up Fenster eingegeben werden muß, wenn das Konfigurationsmenü geöffnet

werden soll. Die Vorgehensweise zur Eingabe der PIN-Nummer ist wie folgt:

Öffnen des Konfigurationsmenüs

Abbildung 9.1: Bildschirmaufbau zur Eingabe der PIN-Nummer

Um die erste Stelle einzugeben, muß die Taste 1 so oft gedrückt werden, bis die richtige Zahl

erscheint (z. B. zweimal für Ziffer 2, fünfmal für Ziffer 5). Dies wird für jede Stelle mit der

entsprechenden Taste wiederholt. Wenn alle Stellen eingegeben wurden, dient die Taste 5 zur

Bestätigung der Information. Die Standardeinstellung für jede Ziffer ist die Null. Die werksseitige

PIN-Nummer lautet „1111“, wenn von Deutz nicht anders mitgeteilt.

Falsche PIN Eingabe

Abbildung 9.2: Bildschirmaufbau Falscheingabe der PIN-Nummer

Wird die PIN-Nummer nicht korrekt eingegeben, erscheint das oben dargestellte Fenster. Nach

drei Sekunden verschwindet die Anzeige und kehrt zum vorherigen Fenster zurück.

Versehentliches Öffnen des Fensters

Falls das Eingabefenster für die PIN-Nummer versehentlich geöffnet wird (durch Drücken der

Taste 5 für mehr als 3 Sekunden) kann das Fenster durch sofortiges wiederholtes Drücken von

Taste 5 wieder geschlossen werden. Drückt der Benutzer irgend eine andere Taste und dann

Taste 5, erscheint das Fenster der falschen PIN für drei Sekunden, bevor es auf die vorherige

Anzeige zurück springt.

Ändern der PIN

V.2.2.0

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Displaykonfiguration 47

Sobald der Benutzer die richtige PIN-Nummer eingegeben hat, wird das Konfigurationsmenü

angezeigt. Von hier kann der Benutzer die PIN ändern, durch Drücken von

SYSTEM -> PIN-EINSTELLUNGEN.

Abbildung 9.3: Bildschirmaufbau PIN-Änderung "Alte PIN"

Der Benutzer wird zur Eingabe der aktuell gültigen PIN aufgefordert. Wird diese nicht korrekt

eingegeben, erscheint wieder das Fenster der falschen PIN, wie zuvor beschrieben für 3

Sekunden.

Abbildung 9.4: Bildschirmaufbau PIN-Änderung "Neue PIN"

Wird die PIN korrekt eingegeben, wird der Benutzer aufgefordert, die neue PIN einzugeben. Nach

der Eingabe erscheint durch Drücken der Taste 5 die folgende Anzeige:

Abbildung 9.5: Bildschirmaufbau PIN-Änderung "Bestätigung"

Die neue PIN muß durch erneute Eingabe bestätigt werden. Danach erscheint die PIN

korrekt/falsch Anzeige für 3 Sekunden, bevor zum Konfigurationsmenü zurückgekehrt wird.

10.2 Konfiguration

Das Konfigurationsmenü kann durch Drücken und Halten der Taste 5 für mindestens 3 Sekunden

aufgerufen werden, wenn sich das DEUTZ Display im normalen Betriebszustand befindet. Nach

Abfrage der Sicherheits-PIN erscheint das Haupt-Konfigurationsmenü auf dem LCD Bildschirm

wie unten abgebildet.

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V.2.2.0


48

DEUTZ Electronic Display

Abbildun 9.6: Hauptbildschirm Konfigurationsmenü, sowie Bildschirme "EINSTELLUNGEN" und "SYSTEM"

Die Tasten 1 und 2 erlauben eine Auf-und Abwärtsbewegung im Menü, während Taste 4 die

hervorgehobene Auswahl aufruft. Über Taste 5 kann das Konfigurationsmenü verlassen werden,

bzw. eine Ebene zurückgeblättert werden. Die Konfigurationsdaten werden dabei im Festspeicher

gesichert. Das Untermenü "EINSTELLUNGEN" erlaubt eine benutzerdefinierte Konfiguration

während "SYSTEM" Zugriff auf Wartung und Systemeinstellungen zulässt.

10.2.1 Menü-Punkt "EINSTELLUNGEN"

Abbildung 9.7: Darstellung Menü "EINHEITEN"

Wählen sie "EINHEITEN" aus dem Untermenü "EINSTELLUNGEN", erhalten sie fünf darstellbare

Parameter, deren Einheiten aus einer Liste ausgewählt werden können. Benutzen Sie die Auf-und

Abwärts Tasten (Taste 1 und 2) um die gewünschten Parameter einzustellen und drücken Sie die

Taste 4 um durch die möglichen Maßeinheiten zu blättern. Durch Druck auf die Taste 5 gelangt

der Benutzer in das Menü "EINSTELLUNGEN" zurück.

Abbildung 9.8: Darstellung Menü "SPRACHE"

Das Untermenü "SPRACHE" erlaubt dem Benutzer die Einstellung der Sprache, in der die

Nachrichten und Auswahlen angezeigt werden sollen. Benutzen Sie die Tasten 1 und 2 um die

gewünschte Sprache zu markieren und wählen Sie sie durch Drücken der Taste 4 aus. Durch

Druck auf die Taste 5 gelangt der Benutzer in das Menü "EINSTELLUNGEN" zurück.

Bei Auswahl von "PIEP" im Menü "EINSTELLUNGEN" wird jeder Tastendruck durch ein hörbares

Piepgeräusch quittiert. Bitte beachten Sie, dass auch bei ausgeschalteter Funktion "PIEP" der

akustische Alarm ertönt, wenn eine Fehlermeldung empfangen wird.

V.2.2.0

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Displaykonfiguration 49

Abbildung 9.9: Darstellung Menü "ANZEIGE"

Das "ANZEIGE" Untermenü erlaubt dem Benutzer die maximale Drehzahl für den Drehzahlmesser

einzustellen, die Höchstgeschwindigkeit auf dem Tacho und die Größe des Anzeigebereiches,

wenn das DEUTZ Display im grafischen Anzeige Modus betrieben wird (siehe Kapitel "Graphische

Anzeige" für weitere Details zum grafischen Modus).

Abbildung 9.10: Darstellung Menü "Service"

"SERVICE" erlaubt dem Benutzer die Wartungsintervalle des Motors so einzustellen, daß der

Benutzer nach Einschalten der Anzeige an eine anstehende Wartung erinnert wird. Siehe "Popup

Nachrichten und Warnmeldungen" für weitere Details zur Pop-Up Nachricht, die diesen Zustand

anzeigt.

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V.2.2.0


50

DEUTZ Electronic Display

10.2.2 Menü-Punkt "SYSTEM"

"DEMO", die erste Auswahl des "SYSTEM" Menüs erlaubt es, das DEUTZ Display in einem

Demonstrationsmodus laufen zu lassen. Es zeigt die Funktionen auch ohne mit einem aktiven

CAN-Bus verbunden zu sein. Es gibt drei verschiedene Demo-Modi: DEMO 1 simuliert

Geschwindigkeitsmeßwerte, DEMO 2 generiert keine Geschwindigkeitsmeßwerte, DEMO 3

simuliert verschiedene Alarmzustände. Für den Normalgebrauch muß der Demo-Modus auf AUS

gestellt werden, sonst schaltet das Display immer dann in den DEMO-Modus, wenn keine

CAN-Messages empfangen werden.

"STANDARDEINSTELLUNGEN" erlaubt dem Benutzer, alle Konfigurationsdaten auf den

Auslieferungszustand zurückzusetzen. Der Benutzer kann metrische oder zöllige Einheiten

wählen. Die Standardwerte für jede Einstellung werden nachfolgend gezeigt.

Einstellung

Sprache

metrisch zöllig

Deutsch

Max min-1 3000

Max Geschwindigkeit 110 Km/h 70 MPH

Grafische Bandbreite 2 min

Geschwindigkeit Km/h MPH

Entfernung Km Meilen

Druck bar PSI

Volumen L Gal

Temperatur ºC ºF

Abbildung 9.11: Darstellung Menü "COM BETRACHTER"

Durch Auswahl von "COM BETRACHTER" können die letzten Daten eingesehen werden, die im

CAN Bus Eingangspuffer gespeichert wurden. Dies wird nur als Diagnosewerkzeug verwendet.

Abbildung 9.12: Darstellung Bildschirm "INFO"

Der "INFO" Bildschirm zeigt die folgende Information über das DEUTZ Display:

ID/Build:

Eindeutige Identifikationsnummer des Displays

V.2.2.0

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Displaykonfiguration 51

EEPROM: Anzahl der Einträge in das EEPROM

PART No:

VERS:

CHK:

SOURCE:

LIB:

Software Teilenummer

Software Versionsnummer

Prüfsumme des Kurzzeitspeichers

Angabe der Quelle der empfangenen Daten

Vergebene Kennziffern im Bus. Jedes Gerät im gleichen Bus sollte eine eigene

Gerätekennziffer verwenden.

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V.2.2.0


52

DEUTZ Electronic Display

10.2.3 Menü-Punkt "EAT Test" ausführen

Der EAT-Test befindet sich im Konfigurations -Menü des Displays.

Wird der Menüpunkt “EAT test“ ausgewählt öffnet sich das Testmenü wie unten dargestellt.

Um die Testroutine zu starten, halten Sie die linke Taste (Play) für ca. 4s gedrückt. Über die rechte

Taste (Stop) kann der Test abgebrochen werden. Wurde der Test gestartet, verändert sich die

Anzeige wie folgt:

(Hinweis: Der Zusatztext "regeneration adsorption mode" muss nicht

zwangsweise erscheinen)

Wurde der Test erfolgreich durchlaufen, wird nachfolgende Anzeige zu sehen sein.

Wird der Test durch den Bediener abgebrochen, wird die nachfolgende Anzeige zu sehen sein.

V.2.2.0

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Displaykonfiguration 53

Verschiedene Zustände können den Test verhindern oder nicht zulassen und müssen dem Fahrer

angezeigt werden. Sollten irgendwelche Zustände eingetreten sein, die einen Test des EAT-

Systems nicht zulassen, wird die unten dargestellte Meldung angezeigt werden.

Der EAT-Test kann auch aus bestimmten Gründen bzw. Zuständen verhindert bzw. blockiert

werden. Sollte dies der Fall sein so wird das Display die nachfolgend dargestellte Meldung

anzeigen.

Mögliche Gründe für das Verhindern des Tests sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

Links in Englisch und rechts auf Deutsch übersetzt.

T4i-Motoren:

Messages on Display regarding EAT-Test

faults active in ECU

engine not running

Soot load too high

Reg. start not possible

no stationary condition

supply release not in range

Meldungen auf dem Display bezügl. EAT-Test

Fehlerspeicher der ECU hat einen aktiven

Eintrag!

Motor läuft nicht.

Ruß-beladung des DPF ist zu groß!

Regeneration kann nicht gestartet werden!

Stationäre Bedingungen nicht erfüllt!

Versorgungs-Bedingungen nicht gegeben!

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V.2.2.0


54

DEUTZ Electronic Display

T4F-Motoren (ab Software-Version V4.33):

Meldungen auf dem Display bzgl. EAT-Test Übersetzung

faults active in ECU

Fehlerspeicher der ECU hat einen aktiven

Eintrag!

engine not running

Motor läuft nicht.

Soot load too high

Ruß-beladung des DPF ist zu groß!

Reg. start not possible

Regeneration kann nicht gestartet werden!

No stationary condition

Stationäre Bedingungen nicht erfüllt!

supply release not in range

Versorgungs-Bedingungen nicht gegeben!

OxyCat sensors swapped Vertauschte Temperatursensoren

Oxidationskatalysator Ein- und Auslass

Temp OxyCat US too high Zu hohe Temperatur am Eingang des

Oxidationskatalysators

Engine operation point left

Motorbetriebspunkt verlassen

Temp OxyCat DS too high Zu hohe Temperatur am Ausgang des

Oxidationskatalysators

OxyCat sensor difference too high

Temperaturdifferenz zwischen Ein- und Ausgang

des Oxidationskatalysators zu hoch

Airpath not ready

Luftpfad nicht bereit

Engine not warmed up

Kühlmitteltemperatur zu gering

SCR system not ready

SCR System nicht bereit

Nox sensors swapped Vertauschte Temperatursensoren

Oxidationskatalysator Ein- und Auslass

V.2.2.0

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Displaykonfiguration 55

Ebenfalls ist es möglich das der Test nach dem erfolgreichen Start unterbrochen wird. Welche

Gründe dazu führen können, sehen Sie in der unten stehenden Tabelle.

Der EAT-Test kann unter bestimmten Bedingungen von der ECU unterbrochen werden.

T4i-Motoren:

Messages on Display regarding EAT-Test

DOC temp. not properly

ECU error occurred

no stationary condition

supply release not in range

Meldungen auf dem Display bezügl. EAT-Test

Temperatur im DOC-System nicht ausreichend

Innerhalb der ECU ist ein Fehler aufgetreten

Stationäre Bedingungen nicht erfüllt!

Versorgungs-Bedingungen nicht gegeben!

T4F-Motoren (ab Software-Version V4.33):

Meldungen auf dem Display bzgl. EAT-Test Übersetzung

Fault during test

Fehler aufgetreten

No stationary condition

Stationäre Bedingungen nicht erfüllt!

OxyCat sensors swapped Vertauschte Temperatursensoren

Oxidationskatalysator Ein- und Auslass

Temp OxyCat US too high Zu hohe Temperatur am Eingang des

Oxidationskatalysators

Engine operation point left

Motorbetriebspunkt verlassen

Temp OxyCat DS too high Zu hohe Temperatur am Ausgang des

Oxidationskatalysators

OxyCat sensor difference too high

Temperaturdifferenz zwischen Ein- und Ausgang

des Oxidationskatalysators zu hoch

Airpath not ready

Luftpfad nicht bereit

Engine not warmed up

Kühlmitteltemperatur zu gering

SCR system not ready

SCR System nicht bereit

Nox sensors swapped Vertauschte Temperatursensoren

Oxidationskatalysator Ein- und Auslass

Über den rechten Knopf (Exit) verlassen Sie das Testmodul.

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V.2.2.0


56

DEUTZ Electronic Display

11 Technische Daten

Technische Daten:

Display

Auflösung

Spannungsversorgung

Stromverbrauch

Schutz gegen

Akustischer Alarm

Anschluss

Spezifikationen

Gehäuse

Größe

Gewicht

graphisch

160 x 128 Pixel

10 – 32 V DC

140 mA ohne, 160 mA mit eingschalteter Hintergrundbeleuchtung

Verpolung, Überspannung

80 dB, bei 4 kHz

Integrierter Deutsch Stecker 12 polig DT04-12PA für

Anschlußbuchse DT06-12SA, Wedgelock W12S,

PIN Sockets 0462-201-1631

Crimpwerkzeug:

Deutsch-Bezeichnung HDT-48-00

Ausdrückwerkzeug: Deutsch-Bezeichnung DT/RT1 für

DT-Kontakte

CE-Kennzeichnung

Einsatzbereich: von –25°C bis +75°C

Lagertemperatur:

von –40°C bis +80°C

Schutzklasse: IP 67

Umweltprüfungen nach: SAE J 1810, IEC 60068, IEC 60529

EMV nach: IEC 610000, ISO 7637, EN 55022

Verpolsicher, Überspannungsfest

ABS Kunststoff, Farbe Grau anthrazit

110 mm x 110 mm x 38,5 mm (B x H x T) Frontseitig montierbar

250g

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Wartung 59

13 Glossar

CAN

DEF

Deutz Display

DPF

HMI

J1587

Controller Area Network (oftmals auch CAN BUS). Ein serielles

Kommunikationsprotokoll, ursprünglich entwickelt von BOSCH für den

Gebrauch in Kraftfahrzeugen.

Diesel Exhaust Fluid

Generisches Motordaten Anzeigemodul

Diesel Partikel Filter

Human-Machine Interface (Mensch-Maschine-Schnittstelle)

SAE Motordaten Übertragungsprotokoll, verwendet J1708 (ähnlich RS-485)

J1939 SAE Motordaten Übertragungsprotokoll verwendet CAN 2.0B

LCD

Flüssigkristallanzeige (Liquid Crystal Display)

RS-232

RS-485

SAE

SCR

Soft Keys

Ein Standard, der eine elektrische Schnittstelle für serielle Kommunikation

definiert

Ein Standard, der eine elektrische Schnittstelle für serielle Kommunikation

definiert

Vereinigung der Kraftfahrzeugingenieure (Society of Automotive Engineers Inc)

Selective Catalytic Reduction

Multifunktion Drucktasten, deren Funktion sich je nach Gebrauch ändert.

Die aktuelle Funktion wird oberhalb der Taste über ein Symbol am

LCD Bildschirm angezeigt.

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60

DEUTZ Electronic Display

Stichwortverzeichnis

- A -

Abschlusswiderstand 36

Abschlußwiderstände 11, 36

Alarm 33

analoge Instrumente 18

analoger Datenschreiber 28

Ändern der PIN 46

Anschluss 56

Anschlußbuchse 9

Anschlußschema 9

Anzeige 28

Anzeigefunktionalität 12

Anzeigemodus 13

Ausdrückwerkzeug 56

Auslieferungszustand 50

- B -

Befestigungsmaterial 7

Beleuchtung 12

Beleuchtungsmenü 12

benutzerdefinierte Konfiguration 47

Betriebsparameter 46

Bildschirm "INFO" 50

Blinken 34

- C -

CAN 59

CAN-Bus 36

CAN-Kommunikation 36

CHK 50

Code 46

Crimpwerkzeug 56

Crimpzange 58

- D -

DEF 34

Demo 50

Demo-Modi 50

Demonstrationsmodus 50

Deutsch Stecker 9

Deutz Display 59

Diagnosebildschirme 10

Diagnosewerkzeug 50

Digitalinstrumente 18

Displaykonfiguration 46

DPF 59

DPF-System 36

- E -

EEPROM 50

Eingabe der PIN-Nummer 46

Einsatzbereich 56

Einstellmodus 18

Einstellungen 47, 48

EMV 56

entriegelt 13

- F -

Falscheingabe der PIN-Nummer 46

Fehler 33

Fehlerliste 33

Fehlermeldungen 33

Funktionstasten 10, 14

- G -

Gehäuse 56

Gewicht 56

Gewindebolzen 7

grafische Anzeige 28

Größe 56

- H -

Haupt-Konfigurationsmenü 47

Haupttasten-Menü 14

Helligkeit 11

Hintergrundbeleuchtungsebenen 12

HMI 59

- I -

ID/Build 50

- J -

J1587 59

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Index 61

J1939 59

Justierung 11

- K -

Kommunikation 36

Kommunikationsproblem 36

Konfigurationsmenü 46, 47

Konfigurations-Modus 46

Kontrast 11

Kontrasteinstellung 12

Kontrastmenü 12

KONTRASTRÜCKSTELLUNG 12

- L -

Lagertemperatur 56

LCD 59

Leitungsabschlußwiderstände 11, 36

Leitungsenden 36

LIB 50

Luftzirkulation 7

- M -

Meldungen 33

Menü 47

Menü "ANZEIGE" 48

Menü "COM BETRACHTER" 50

Menü "EINHEITEN" 48

Menü "SERVICE" 48

Menü "SPRACHE" 48

Menübalken 13, 15

Menüleiste 13

Menüstruktur 10

Messbereichseinstellungen 46

Messwert-Anzeigen 12

metrische Einheiten 46

Montage 7

Montageschablone 7

Motorhauptanzeige 15

Motorparameter 29

- P -

PART No 50

PIEP 48

PIN 46

PIN-Änderung 46

Pinbelegung 9

PIN-Nummer 46

Pop-up Fenster 33

Pop-Up Nachricht 48

Popup Nachrichten 36

- Q -

quittierte Fehlermeldungen 33

- R -

Regeneration 37

Reiniger 58

RS-232 59

RS-485 59

Rücksetzung 15

- S -

SAE 59

Schablone 7

Schlüsselsymbol 13

Schutzklasse 56

SCR 34, 59

SCR-System 36

Selbsttest 11

Sequenzen 18

Serviceintervalle 36, 46

Sicherheitseinstellungen 46

Soft Keys 59

SOURCE 50

Spezifikationen 56

STANDARDEINSTELLUNGEN 50

Standard-Motordatenanzeige 11

Startbildschirm 11

Stecker 7

Stromverbrauch 56

System 47, 50

Systemeinstellungen 47

- T -

Tastatursperre 13

Tastaturverriegelung 13

Tastenbelegung 10

Technische Daten 56

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V.2.2.0


62

DEUTZ Electronic Display

- U -

Umweltprüfungen 56

- V -

Verdunkeln 12

verriegelt 13

VERS 50

Vierfachanzeige 18

- W -

Warnmeldungen 36

Wartung 47, 48, 58

Wartung erforderlich 36

Wartungstermin 36

- Z -

zöllige Einheiten 46

zurückzusetzen 50

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DEUTZ AG

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Phone: +49 (0) 2 21 - 822 - 0

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