und Freiwilligen-Support

palliative.gr.ch

und Freiwilligen-Support

Berner Fachhochschule

Kompetenzzentrum Gerontologie

Diploma of Advanced Studies

Angehörigen- und Freiwilligen-Support

Beraten, Anleiten, Begleiten von Angehörigen und Freiwilligen

Initiieren und Koordinieren von Unterstützungsangeboten

In Kooperation mit:

Schweizerisches Rotes Kreuz

SPITEX-Verband Kanton Bern

Benevol Schweiz

Pro Senectute Schweiz


Kurzinformation

Berner Fachhochschule

Soziale Arbeit

Dritte Durchführung des Studiengangs mit weiter entwickeltem Curriculum

Zielgruppe

Zielsetzung

Studieninhalte

Studienaufbau

Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, welche sich in ihrer aktuellen

oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit mit der Begleitung, Unterstützung

und Schulung von Angehörigen oder Freiwilligen beschäftigen.

Angesprochen sind Sozialarbeitende und Pflegefachpersonen sowie

Personen aus anderen Berufsrichtungen, welche einen Schwerpunkt

ihrer beruflichen Zukunft im Themenfeld Angehörige oder Freiwillige

ausrichten und positionieren wollen.

Angehörigen- und Freiwilligen-Support beinhaltet Dienstleistungen nach

Mass, d. h. dem jeweils individuellen und sich wandelnden Bedarf unterstützungsbedürftiger

Menschen entsprechend. Mit dem Abschluss des

Studiengangs sind Sie in der Lage, aufbauend auf Ihrer fachlichen und

persönlichen Qualifikation

Angehörige und Freiwillige unterstützungsbedürftiger Menschen einzeln

oder in Gruppen kompetent zu beraten und anzuleiten

Unterstützungsangebote zu initiieren und durchzuführen

Konzepte für individuelle und institutionelle Support-Angebote zu entwickeln

und umzusetzen.

Ziele sind die individuelle Förderung der Angehörigen und Freiwilligen

und die Stärkung des Selbstorganisationspotentials aller Beteiligten

unter kooperativer Nutzung der Ressourcen im sozialen und institutionellen

Umfeld.

Sie setzen sich auseinander mit dem Konzept Lebensgestaltung (Berner

Ansatz zur Gerontologie). Sie erhalten die nötigen theoretischen Grundlagen

und lernen handlungs-, ressourcen- und sozialraumorientierte

Instrumente fall- und situationsgerecht anzuwenden. Sie lernen und

üben systemisch-ökologische und weitere Methoden für den Support

von Angehörigen und Freiwilligen.

Eine selbstorganisierte Praxistätigkeit während des Studiengangs wird

vorausgesetzt und ermöglicht eine kontinuierliche Reflexion von Theorie,

Praxis sowie der eigenen Person und Rolle.

50 Studientage (300 Stunden), verteilt über 2 Jahre. Diese sind aufgeteilt

auf die folgenden fünf Themenbereiche:

Theoretische Grundlagen

Lebensgestaltung im Zusammenhang mit Fragen zu Gesundheit und

Krankheit

Werkzeuge und Konzepte für supportives Handeln

Institutionelle Konzepte von Angehörigen- und Freiwilligen-Support

Kontext von Angehörigen- und Freiwilligen-Support


Lern- und Arbeitsformen Die Studientage werden ergänzt durch Selbststudium, Praxisprojekte

mit Dokumentation, Präsentationen sowie durch Lern- und Intervisionsgruppen

(Umfang: 600 Stunden).

Studienleistung

Abschluss

Zulassung

Dauer Zwei Jahre

Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Sie für die gesamthaft erbrachten

Studienleistungen 30 ECTS-Credits. Ein ECTS-Credit entspricht einem

Studienaufwand von 30 Stunden.

Diploma of Advanced Studies (DAS) ‚Angehörigen- und Freiwilligen-

Support’ der Berner Fachhochschule.

Nach Erwerb des Diploma of Advanced Studies (DAS) kann ein Master

of Advanced Studies (MAS) angestrebt werden.

Wer die Ausbildung nach dem ersten Jahr beenden möchte, kann ein

Certificate of Advanced Studies (CAS) erwerben.

Soweit freie Studienplätze verfügbar sind, können Kursteile auch einzeln

besucht werden.

Hochschulabschluss.

Mit dem Diplom einer eidg. anerkannten Höheren Fachschule (HF) besteht

ebenfalls die Möglichkeit einer direkten Zulassung.

Personen ohne den geforderten Bildungsabschluss können „sur dossier“

zugelassen werden, wenn sich die Studierfähigkeit aus einem anderen

Nachweis ergibt.

Mind. 2 Jahre Berufserfahrung.

Start 26. September 2011

Studienorte Bern, Hallerstrasse 8; einzelne Kursteile in Biel

Studiengebühren

CHF 13 800.- (CHF 6900.- pro Jahr) (Änderungen vorbehalten)

Unter gewissen Bedingungen unterstützt die Gesundheits- und Fürsorgedirektion

des Kantons Bern Teilnehmende mit Praxisfeld im Kanton

Bern mit einem Anteil der Studiengebühren.

Studienleitung Elsmarie Stricker, Kompetenzzentrum Gerontologie der Berner Fachhochschule

Dozierende Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis

von Angehörigen- und Freiwilligen-Support

In Kooperation mit Schweizerisches Rotes Kreuz (SRK)

SPITEX-Verband Kanton Bern

BENEVOL Schweiz

Pro Senectute Schweiz

Mit einem Klick zum Ziel Geben Sie unter www.gerontologie.bfh.ch den Code D-GER-1 ein, und

Sie gelangen direkt zu den neusten Informationen zu diesem Angebot.

2


Überblick

Angehörigen- und Freiwilligenarbeit für und mit unterstützungsbedürftigen Menschen nimmt in unserer Gesellschaft

einen immer wichtigeren Platz ein. Sie geht oft einher mit hohen zeitlichen, physischen und psychischen

Anforderungen.

Der DAS-Studiengang Angehörigen- und Freiwilligen-Support vermittelt Ihnen die nötigen theoretischen und

praktischen Grundlagen, damit Sie Unterstützungsangebote für Angehörige und Freiwillige professionell und

wirksam erbringen resp. aufbauen können. Ziel ist, dass dadurch das Selbstorganisationspotential aller Beteiligten

gefördert wird, und die Angehörigen und Freiwilligen ihren Einsatz als kompetenzerweiternd, erfüllend

und sinnstiftend erfahren, verstehen und gestalten können.

Einführung

Themenbereiche

Moduleinführungen

1 ½ Tage (1 Tag zu Beginn des ersten und ½ Tag zu Beginn des zweiten Moduls)

Theoretische Grundlagen

2 ½ Tage (1 ½ Tage im Modul 1; 1 Tag im Modul 2)

Lebensgestaltung im Zusammenhang mit Fragen zu Gesundheit und

Krankheit

13 Tage (9 Tage im Modul 1, 4 Tage im Modul 2)

Werkzeuge und Konzepte für supportives Handeln

17 Tage (6 ½ Tage im Modul 1, 10 ½ Tage im Modul 2)

Institutionelle Konzepte von Angehörigen- und Freiwilligen-Support

7 ½ Tage (2 ½ Tage im Modul 1; 5 Tage im Modul 2)

Kontext von Angehörigen- und Freiwilligen-Support

6 ½ Tage (3 ½ Tage im Modul 1; 3 Tage im Modul 2)

Abschluss Schlusspräsentationen

2 Tage (je 1 Tag am Ende des ersten und des zweiten Moduls)

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Zielgruppen und Zulassungsbedingungen

Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, welche sich in ihrer aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit

mit der Begleitung, Unterstützung und Schulung von Angehörigen oder Freiwilligen beschäftigen. Angesprochen

sind Sozialarbeitende und Pflegefachpersonen sowie Personen aus anderen Berufsrichtungen,

welche einen Schwerpunkt ihrer beruflichen Zukunft im Themenfeld Angehörige oder Freiwillige ausrichten

und positionieren wollen.

Zulassungsbedingungen:

Hochschulabschluss.

Mit dem Diplom einer eidg. anerkannten Höheren Fachschule (HF) besteht ebenfalls die Möglichkeit einer

direkten Zulassung.

Personen ohne den geforderten Bildungsabschluss können „sur dossier“ zugelassen werden, wenn sich die

Studierfähigkeit aus einem anderen Nachweis ergibt.

Vorausgesetzt wird eine selbstorganisierte Tätigkeit mit Angehörigen oder Freiwilligen zum Zeitpunkt des

Studiengangs.

Im DAS-Studiengang Angehörigen- und Freiwilligen-Support wird bewusst mit einer Heterogenität der Studierenden

hinsichtlich ihrer beruflichen Herkunft gerechnet und gearbeitet. Die Weiterbildung ermöglicht Ihnen,

das bestehende Berufsprofil, beispielsweise in Pflege oder Sozialer Arbeit, um den gezielten Fokus Angehörige

und Freiwillige in der Betreuung von (älter werdenden) Menschen zu erweitern und zu vertiefen. Ihre bestehende

berufliche Qualifikation wird als wesentlicher Baustein des neu entstehenden Berufsprofils beibehalten

und integriert. Im Rahmen der Weiterbildung vertiefen, hinterfragen und erweitern Sie Ihre beruflichen und

ausserberuflichen Erfahrungen, die Sie als Ressource in einen lebendigen interdisziplinären Austausch einbringen.

Studienziele und Berufschancen

Viele Institutionen, welche im Bereich der Pflege und Betreuung (älterer) Menschen tätig sind, sind sich der

Notwendigkeit von Unterstützungsangeboten für pflegende resp. betreuende Angehörige und Freiwillige bewusst.

Es gibt bereits eine Anzahl Institutionen, welche Schulungs-, Entlastungs- oder Beratungsangebote für

Angehörige oder Freiwillige anbieten. Es ist davon auszugehen, dass der Bedarf an gezielten Angeboten in

den kommenden Jahren steigen wird.

Der DAS-Studiengang Angehörigen- und Freiwilligen-Support befähigt Sie, in diesem Bereich als Begleiterin,

Berater oder Trainern tätig zu werden, sei es im Rahmen der bereits bestehenden Institutionen und Angebote,

oder indem Sie in Ihrem angestammten Arbeitsfeld (z.B. Pflege oder Soziale Arbeit) entsprechende Projekte

planen, auf- oder ausbauen.

Da es in unserer Gesellschaft bisher kein entsprechendes anerkanntes Berufsprofil «Angehörigen- und Freiwilligen-Support»

gibt, erhalten Sie die Chance, dieses Berufsprofil der Zukunft mit Ihrer Persönlichkeit, Ihren

bisherigen und neu erworbenen Kompetenzen und Ihren institutionellen Netzwerken aktiv mit zu gestalten

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Konzept DAS Angehörigen- und Freiwilligen-Support

Diese Weiterbildung gründet im Berner Ansatz zur Gerontologie mit dem Konzept Lebensgestaltung. Im Zentrum

steht der älter werdende Mensch mit seinen kreativen Gestaltungsmöglichkeiten im körperlichen, geistigpsychischen,

sozio-kulturellen und ökologischen Lebensbereich. Es geht um die Selbstaktualisierung des

Menschen in seinem Lebensentwurf. Bedacht und untersucht werden u.a. Fragen der Identität, des Wandels,

der Rollen, der Tätigkeiten, des Sinns, d.h. Themen, welche für die Lebens- und Alltagsgestaltung von pflegenden

Angehörigen/Freiwilligen eine grosse Bedeutung haben.

Das Konzept Lebensgestaltung bildet den handlungsleitenden Rahmen. Innerhalb dieses Rahmens bildet die

Ressourcen- und Sozialraumorientierung (RSO) ein zentrales Gestaltungsprinzip. Sie richtet den Fokus auf

den Willen sowie auf die sozialen und lebensräumlichen Bedingungen als Ressourcen der familialen Pflege-

und Betreuungstätigkeit.

Lebensgestaltung als Ziel

Pflegende/betreuende Angehörige (A) setzen sich dafür ein, dass Menschen, die wegen Krankheit, Behinderung

oder Desorientierung relevante Aktivitäten ihres täglichen Lebens nicht mehr selbständig bewältigen

können (B), so unterstützt werden, dass diese weiterhin in der Lage sind, ihr Leben aktiv und sinnstiftend zu

gestalten, sei es zu Hause, unterwegs, in einer ambulanten oder stationären Wohnsituation.

Manchmal werden sie dabei ihrerseits unterstützt und entlastet von Freiwilligen (F). Support leistende Menschen

(S) unterstützen ihrerseits die pflegenden Angehörigen und/oder die sie entlastenden Freiwilligen.

Der Support von Angehörigen und Freiwilligen bezweckt, dass Angehörige und Freiwillige sich in jeder Phase

und Situation Zugang schaffen können zu den personalen, sozialen, institutionellen und umgebungsspezifischen

Ressourcen und zu den Möglichkeiten des unterstützungsbedürftigen Menschen, um dessen Selbstorganisationsfähigkeiten

und damit dessen Lebensgestaltung zu fördern. Durch die Support-Dienstleistungen

werden Angehörige und Freiwillige aber auch in ihren eigenen Selbstorganisationskräften gefördert und darin

unterstützt, ihr eigenes Leben bewusst zu gestalten. So können sie in ihrer Aufgabe wachsen und nach einer

Phase des Abschieds und der Trauer gestärkt Neues beginnen. Die Support-Aufgabe für Angehörige und

Freiwillige ist letztlich sinnstiftende Arbeit an der Lebensqualität aller Beteiligten.

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Dimensionen des Supports

Support wird als ganzheitliche Unterstützung verstanden. Ebenso wie das Leben an sich, aber auch Krankheiten

oder Behinderungen körperliche, seelisch-geistige, soziale und lebensräumliche Dimensionen

haben, betrifft und berücksichtigt auch der Support diese unterschiedlichen Lebensbereiche.

In jedem dieser Lebensbereiche kann Support zunächst in kurzfristiger Entlastung bestehen. Information

und Beratung bilden ebenfalls eine Ebene des Supports, und noch umfassender schliesslich die Stärkung

von Ressourcen und Kompetenzen.

Angehörige suchen oft dann Unterstützung, wenn die Belastung ihrer Aufgabe zum Thema wird. Es gilt dann,

einerseits kurzfristige Entlastungsmöglichkeiten zu finden und andererseits Belastungssituationen so zu

verändern, dass sie mit den vorhandenen Ressourcen möglichst leicht gestaltet und getragen werden können.

Viele Angehörige sehen sich plötzlich oder auch langsam und stetig in eine Betreuungsaufgabe hineingestellt,

auf die sie nicht vorbereitet waren. So fehlen ihnen oft wichtige Informationen zum entsprechenden Krankheitsbild,

zu möglichen Entlastungsstrategien, zu verfügbaren menschlichen und finanziellen Ressourcen

u.a.m. Fehlende Informationen ihrerseits bilden einen Teil des Belastungserlebens. Eine wichtige Aufgabe des

Supports besteht deshalb darin, für das Verständnis und die Handhabung der Situation wesentliche Informationen

weiterzugeben resp. die Angehörigen und/oder Freiwilligen an die entsprechenden Informationsquellen

heranzuführen.

Auf einer dritten Ebene schliesslich geht es darum, dass die Betreuungs-/Pflegearbeit für diejenigen, die sie

ausüben, auch zu einer gewinnbringenden Erfahrung werden kann. Dies ist verbunden mit der Erfahrung, an

den vielen komplexen, verantwortungsvollen Tätigkeiten persönlich und fachlich zu wachsen und die Kompetenzen

zu erweitern. So kommen Geben und Nehmen mittelfristig in ein dynamisches Gleichgewicht.

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Support-Handeln und Support-Konzepte

Angehörigen- und Freiwilligen-Support meint zunächst einmal die direkte Unterstützungsleistung, welche vom

Supporter oder der Supporterin ausgeht. Supportives Handeln geschieht situationsbezogen durch Entlastungsangebote,

Information und Beratung sowie durch ein Begleiten über längere Zeit hinweg. Im Zentrum

steht der/die betreuende Angehörige (A) oder Freiwillige (F). Im Fokus ist aber auch das jeweilige Betreuungssystem,

zu dem neben der betreuungsbedürftigen Person oft noch weitere Familienmitglieder sowie ein professionelles

Helfersystem gehören.

Für das supportive Handeln, bezogen auf die spezifischen Herausforderungen im Zusammenhang mit langfristigen

Pflege- und Betreuungssituationen, werden im Studiengang unterschiedliche Werkzeuge (Support-

Tools) vorgestellt und geübt. Angehörigen- und Freiwilligen-Support kann in Einzelfallbegleitung oder im

Rahmen von Gruppen geschehen.

Über diese individuellen oder gruppenbezogenen Handlungskonzepte hinaus verstehen wir Angehörigen-

und Freiwilligen-Support auch in einer institutionellen und gesellschaftlichen Dimension. Dies bedeutet, dass

es darum geht, auf der Ebene von Organisationen, Institutionen (ambulante oder stationäre) oder Gemeinwesen

Unterstützungsangebote für pflegende/betreuende Angehörige und Freiwillige bereitzustellen und konzeptionell

zu verankern (institutionelle Konzepte).

Familiale Pflege/Betreuung und Freiwilligenarbeit sind eingebunden in einen grösseren Kontext u.a. von Gesellschaft,

Politik, Wirtschaft, Recht. Entsprechend geschieht der Angehörigen- und Freiwilligen-Support in

diesem Kontext, sowohl in seiner direkten handlungsorientierten Form, aber auch in der institutionellen Dimension.

Dabei besteht eine wechselseitige Wirkung/Beeinflussung: Der Rahmen bestimmt den Support, der

Support seinerseits wirkt aber auch auf den Kontext zurück.

Integrative Support-Kompetenz

Die Weiterbildung bezweckt die Entwicklung und Förderung einer integrativen Supportkompetenz der

Studierenden, welche

sich am Ziel Lebensgestaltung orientiert

den Menschen (Betreuungsbedürftiger, Angehöriger, Freiwilliger, sich selber) in seiner Ganzheitlichkeit

mit all seinen Lebensbereichen wahrnimmt

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für den Support die Gestaltungsprinzipien der Ressourcen- und Sozialraumorientierung nutzt

im Support die Dimensionen Entlastung, Information, Kompetenz- und Ressourcenförderung berücksichtigt

geeignete Support-Werkzeuge anwendet und -Handlungskonzepte entwickelt

Institutionelle Konzepte für Support-Dienstleistungen anstösst, fördert, erstellt

den gesellschaftlichen, politischen, rechtlichen, wirtschaftlichen Kontext berücksichtigt und wo möglich

mitgestaltet

Die Kooperation des Kompetenzzentrums Gerontologie der BFH mit den Partnern Schweizerisches Rotes

Kreuz SRK, SPITEX-Verband Kanton Bern, Pro Senectute Schweiz sowie BENEVOL Schweiz bietet Ihnen

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Inhalte

Einführung

1. Modul: 1 Tag

2. Modul: ½ Tag

Theoretische Grundlagen

1. Modul: 1 ½ Tage

2. Modul: 1 Tag

Sie setzen sich auseinander mit dem Konzept Lebensgestaltung (Berner Ansatz zur Gerontologie) und dem

Konzept der Ressoucen- und Sozialraumorientierung.

Sie differenzieren und vertiefen Ihr eigenes Beratungs- und Support-Verständnis sowie mitgebrachtes Wissen

und Können und stellen es in den Zusammenhang mit Ihrer Aufgabe und Rolle im Angehörigen- und Freiwilligen-Support.

Berner Ansatz zur Gerontologie mit dem Konzept Lebensgestaltung

Ressourcen- und Sozialraumorientierung im Kontext Angehörigen- und Freiwilligenarbeit

Lebensgestaltung im Zusammenhang mit Fragen zu Gesundheit und

Krankheit

1. Modul: 9 Tage

2. Modul: 4 Tage

Sie setzen sich auseinander mit zentralen Fragestellungen des menschlichen Seins, konfrontieren sich als

Person mit der Lebenswelt, welche Sie im Umfeld der Angehörigen- und Freiwilligenarbeit antreffen und reflektieren

vor diesem Hintergrund Ihr eigenes Denken und Handeln, Ihre Emotion, Motivation, Identität und

Rolle.

Ich, der älter werdende Mensch, der Angehörige/Freiwillige: Gewordensein, Sein und Werden (Phasen,

Identität, Rolle, Wandel)

Bedeutsame Phasen pflegender Angehöriger

Rollen und Beziehungsgestaltung: pflegende Angehörige als Söhne/Töchter; pflegende Angehörige als

Ehepartner

Kulturelle Aspekte und transkulturelle Kompetenz

Geriatrische Syndrome, Bedürfnisse und Einschränkungssituationen

Psychiatrische Krankheitsbilder: Besondere Herausforderungen

Psychosoziale Folgen von Abhängigkeit, Verlusten, Sterben, Tod

Sinnfragen: Salutogenetische und logotherapeutische Verständnis- und Support-Ansätze

Spiritualität und Transzendenz im Zusammenhang mit Vergänglichkeit, Verlusten, Trauer, Abhängigkeit,

Krankheit, Sterben und Tod

Belastung und Entlastung in der Angehörigenpflege

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Werkzeuge und Konzepte für supportives Handeln

1. Modul: 6 ½ Tage

2. Modul: 10 ½ Tage

Sie lernen handlungs-, ressourcen- und sozialraumorientierte Instrumente fall- und situationsgerecht anzuwenden.

Sie werden befähigt, Angehörigen- und Freiwilligensituationen wahrzunehmen und Massnahmen der

Unterstützung, Anleitung und Begleitung professionell, gezielt und unter Einbezug des bestehenden Umfeldes

einzuleiten. Im Hinblick auf Ihre Support-Tätigkeit erhalten Sie Grundlagen-Werkzeuge aus verschiedenen

Beratungsrichtungen.

Grundlagen der systemisch-ökologischen Beratung

Familienzentriertes Coaching: Calgary-Familienmodell mit Assessment und Interventionen

Supportive Beratungsansätze: Ressourcen und Willensorientierung (nach dem Fachkonzept der RSO)

Kommunikative Strategien in Spannungsfeldern (nach dem Fachkonzept der RSO)

Support von pflegenden Angehörigen/Freiwilligen in Gruppen

Einführung in die gewaltfreie Kommunikation

Mediatives Handeln in Konfliktsituationen

Kriseninterventionen

Begleitung von Sterbenden und Angehörigen

Institutionelle Konzepte von Angehörigen- und Freiwilligen-Support

1. Modul: 2 ½ Tage

2. Modul: 5 Tage

Sie werden befähigt, Unterstützungsangebote auf institutioneller resp. übergeordneter Ebene aufzubauen,

konzeptionell zu verankern und auf ihre Wirksamkeit hin zu evaluieren.

Konzepte, Modelle und Standards der Freiwilligenarbeit

Freiwilligenarbeit im Bereich Betreuung: Auswahl, Schulung, Begleitung

Freiwilligenarbeit in der Institution

Konzepte und Modelle der Angehörigenarbeit im ambulanten und stationären Bereich

Organisationales Denken/Verständnis und Handeln

Konzeptarbeit

Öffentlichkeitsarbeit und Umgang mit Medien

Präsentieren

Kontext von Angehörigen- und Freiwilligen-Support

1. Modul: 3 ½ Tage

2. Modul: 3 Tage

Häusliche Pflegearbeit in der Schweiz: Facts and Figures

Familiale Strukturen und Rollensysteme

Helfersysteme: Pflegende Angehörige (Dyade), Familie, Freiwillige, Professionelle

Migration und Alter

Institutionen im Umfeld Betreuung, Beratung, Entlastung, Alter: Schnittstellen und Übergänge

Interdisziplinäre und transinstitutionelle Zusammenarbeit

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Fallbezogene Organisation (Case Management)

Rechtsgrundlagen

Pflegefinanzierung, Sozialversicherungen, Betreuungsgutschriften

Integrative Supportkompetenz entwickeln

Aufbauend auf Ihrer eigenen beruflichen und ausserberuflichen Support-Erfahrung entwickeln Sie unter Einbezug

der unterschiedlichen Studienbausteine Ihre eigene integrative Support-Kompetenz. Dazu nutzen Sie

neben den Studieninhalten und Ihren Praxisprojekten insbesondere auch die reflexiven Bildungsprozesse

(Intervision, Lerngruppen, Reflexionsaufgaben).

Abschluss

Mündliche Präsentationen

Je 1 Tag nach dem ersten und zweiten Modul

Präsentation des eigenen Bildungsprozesses

Evaluation und Abschluss

Lern- und Arbeitsformen

Die 50 Studientage dienen der Darstellung des Themas, der Vermittlung von Wissen, der vertieften Auseinandersetzung

mit zentralen Fragen sowie dem begleiteten Üben von Instrumenten und Interventionen.

Eine selbstorganisierte dokumentierte, reflektierte und evaluierte Praxistätigkeit ist in beiden Modulen wesentlicher

Bestandteil der Weiterbildung.

Sie erhalten vor jeder Kurseinheit spezifische Aufgaben zur Beobachtung und Erfassung Ihrer Praxistätigkeit

im Aufgabenfeld Angehörigen- und Freiwilligen-Support. Die Nachbearbeitung der Lerninhalte erfolgt wiederum

praxisbezogen, d.h. im Hinblick auf deren Umsetzung. Praxiserfahrungen werden unter verschiedenen

Aspekten (Fach-, Sozial- und Selbstkompetenz) reflektiert und evaluiert. Sie organisieren sich zu diesem

Zweck in Lern- und Intervisionsgruppen. Damit wird sichergestellt, dass der Kompetenzerwerb über einen

kontinuierlich fliessenden Prozess zwischen Praxis, Reflexion und Theorie erfolgt.

Das qualifizierende Selbststudium, d.h. die Vor- und Nachbearbeitung der Studientage, Lern- und Intervisionsgruppen,

selbstorganisiertes Lernen, Praxisdokumentationen und -präsentationen, entspricht einem Umfang

von insgesamt 600 Stunden.

Kompetenznachweise

Die Studienleistung wird gemäss dem European Credit Transfer System (ECTS) in Kreditpunkten (ECTS Credits)

gemessen. Bei erfolgreichem Abschluss erhalten Sie für die in den beiden Studienjahren gesamthaft

erbrachten Studienleistungen 30 ECTS Credits, die einer Studienleistung von 900 Stunden (davon 300 Stunden

Lehrveranstaltungen) entsprechen. Voraussetzung dafür ist die Erfüllung aller Kompetenznachweise und

die vollständige Teilnahme an den Studientagen.

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Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

Vollständige Teilnahme an den Studientagen

Teilnahme an Lern- und Intervisionsgruppen

Schriftlich dokumentiertes Praxisprojekt

Mündliche Präsentation Ihrer Kompetenzentwicklung im Rahmen der jeweiligen Abschlusstage

Ihre Beiträge werden nach definierten Kriterien beurteilt und kommentiert.

Anerkennung

Sie erhalten bei erfüllten Qualifizierungsbedingungen ein Diploma of Advanced Studies (DAS) «Angehörigen-

und Freiwilligen-Support» der Berner Fachhochschule.

Aufbauend auf dem DAS kann ein Master of Advanced Studies (MAS) angestrebt werden.

Teilnehmende, welche den Studiengang nach dem ersten Jahr beenden, können bei erfüllten Qualifizierungsbedingungen

ein Certificate of Advanced Studies (CAS) erwerben.

Studienleitung, Dozierende

Studienleitung

Elsmarie Stricker, Studienleiterin, Dozentin und Projektleiterin am Kompetenzzentrum Gerontologie der Berner

Fachhochschule

Dozierende

Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis von Angehörigen- und Freiwilligen-

Support.

Die aktuelle Liste mit den Dozierenden finden Sie auf Seite auf unserer Website.

Durchführung

Start

Die dritte Durchführung beginnt am 26. September 2011. Die genauen Daten finden sie auf unserer Website.

Anmeldetermin

15. August 2011

Studienort

Die Studientage finden in den Lokalitäten des Fachbereichs Soziale Arbeit an zentraler Lage in der Stadt Bern

statt (Hallerstrasse 8), einzelne Studientage in Biel.

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Studiengebühren

Die Studiengebühren betragen CHF 13 800.- (CHF 6900.- pro Modul).

Unter gewissen Bedingungen unterstützt die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern Teilnehmende

des DAS-Studiengangs mit Praxisfeld im Kanton Bern mit einem Anteil der Studiengebühren. Antragsformulare

sind bei der Studienleitung erhältlich.

Rechtliche Hinweise

Für die Bezahlung und Annullierung gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten.

Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Kontakt und Anmeldung

Auskunft

Studienleitung:

Elsmarie Stricker, Telefon 031 848 36 73, elsmarie.stricker@bfh.ch

Anmeldung

Das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Website www.gerontologie.bfh.ch

.

Stand April 2011, Änderungen vorbehalten

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BFH / Kompetenzzentrum Gerontologie

Berner Fachhochschule

Kompetenzzentrum Gerontologie

Durchführungsplan

DAS Angehörigen- und Freiwilligensupport 2011 - 2013

3. Durchführung

Modul 1:

Kurseinheit: Kurstage: Datum: Ort:

Modul 2:

1 4 26. - 29.9.2011 Bern

2 3 1.11. - 3.11.2011 Bern

3 2 5./6.12.2011 Bern

4 2 16./17.1.2012 Bern

5 3 22. - 24.2.2012 Bern

6 3 14. - 16.3.2012 Bern

7 2 17./18.4.2012 Bern

8 3 9. - 11.5.2012 Bern

9 2 4./5.6.2012 Bern

10 1 7.9.2012 Bern

Total 25

Kurseinheit: Kurstage: Datum: Ort:

1 3 15. - 17.10.2012 Bern

2 3 7. - 9.11.2012 Bern

3 3 12. - 14.12.2012 Bern

4 3 16. - 18.1.2013 Bern

5 3 11. - 13.2.2013 Bern

6 3 18. - 20.3.2013 Bern

7 3 17. - 19.4.2013 Bern

8 2 13./14.5.2013 Bern

9 1 10.6.2013 Bern

10 1 9.9.2013 Bern

Total 25

13.4.2011 / Änderungen vorbehalten

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