13.04.2021 Aufrufe

E-Paper recall 2-21

Ernahrung und Prophylaxe

Ernahrung und Prophylaxe

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

ecall<br />

Das Praxisteam-Magazin<br />

2/<strong>21</strong><br />

Liebe deine Zunge<br />

Kostenlose Schulungs- und<br />

Informationsplattform geht online<br />

Parodontitis<br />

Richtige Ernährung für die<br />

Gesundheit und Heilung<br />

des Immunsystems<br />

Ernährung &<br />

Prophylaxe


Editorial<br />

3<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Allgemein- und Mundgesundheit hat, ist hinlänglich bekannt.<br />

Wie ihr dieses Wissen in die tägliche Arbeit integrieren und dadurch euren Patienten und auch euch selbst etwas Gutes<br />

für die Gesundheit tun könnt, erfahrt ihr in verschiedenen Beiträgen auf den folgenden Seiten.<br />

Julia Diedrich ist zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zentrum in Hamburg und schreibt in ihrem Beitrag ab Seite 4 über<br />

steinzeitliche Ernährung und deren Bedeutung für die Allgemein- und Mundgesundheit. Dass eine gesunde Ernährung<br />

oft nicht ausreichend ist, um die Allgemeingesundheit jedes Einzelnen sicherstellen zu können, darüber sprachen wir mit<br />

Human- und Sportmediziner Peter-Hansen Volkmann, Gründer der Firma hypo-A in Lübeck. Er zeigt euch im Interview<br />

ab Seite 8 die Wichtigkeit der Supplementierung von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen und Spurenelementen in<br />

engem Zusammenhang mit ausreichend Bewegung sowie natürlicher frischer Biokost für die Heilung des Immunsystems<br />

und dessen positive Auswirkungen zum Beispiel bei Parodontitiserkrankungen.<br />

Einige weitere interessante Beiträge zu unserem Titelthema von Birgit Thiele-Scheipers, Désirée Voglau, Doreen Schladitz<br />

und ein umfassender Abrechnungstipp von unserer Spezialistin Jana Brandt komplettieren dieses spannende Themenfeld.<br />

Im letzten Artikel aus der „Klinischen Erprobung“ mit Produkten von Ivoclar Vivadent zeigt euch Janine Hensel aus<br />

Leipzig, wie durch eine umfassende Anamnese und die Erhebung aller Indizes eine erfolgreiche Therapie resultieren kann.<br />

In der Rubrik „Lifestyle“ findet ihr wieder verschiedene Gewinnspiele. Neben einer Luvos-Heilerde Detox-Kur könnt ihr<br />

zwei interessante Bücher gewinnen. Viel Erfolg!<br />

Wir hoffen, dass euch die Themenauswahl in der vorliegenden Ausgabe gefällt und wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre.<br />

Euer <strong>recall</strong> Redaktions-Team<br />

© Hans Genthe pixabay.com<br />

22<br />

Abrechnung der<br />

Ernährungsberatung<br />

28<br />

4<br />

Zurück in die<br />

Steinzeit<br />

© freepik / wayhomestudio<br />

© Freepik Company S.L.<br />

Gruselzahnarzt &<br />

Schockerpraxis<br />

Inhalt<br />

8 Parodontitis<br />

Richtige Ernährung für die Gesundheit &<br />

Heilung des Immunsystems<br />

12 Die individuelle Prophylaxe<br />

Ernährungslink für Patienten<br />

16 Mundhygiene in der Schwangerschaft<br />

Tipps von einer Kollegin und werdenden<br />

Mutter<br />

20 Ernährungslenkung in der Prophylaxe<br />

Wie wichtig ist sie?<br />

24 Klinische Erprobung<br />

Anamnese und Indizes versprechen eine<br />

erfolgreiche Therapie<br />

30<br />

32 TePe Talk<br />

Nachhaltig Putzen<br />

38 CGM Hygiene-Ratgeber<br />

Die Zukunft ist digital!<br />

40 Aufgefrischt<br />

Die Kalkulation analoger<br />

Berechnung in der GOZ<br />

42 Fortbildung<br />

44 Dentalmarkt<br />

46 Lifestyle/<strong>recall</strong>-Rätselspaß<br />

50 Vorschau/ Impressum<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


4 Ernährung & Prophylaxe<br />

Zurück in die Steinzeit –<br />

zumindest ein bisschen<br />

© Freepik Company S.L. - www.freepik.com<br />

Der Zusammenhang zwischen Ernährung, allgemeiner Gesundheit und Mundgesundheit ist unbestreitbar.<br />

Meist gerät diese Tatsache bei einer zahnmedizinischen Behandlung nicht zuerst<br />

in den Blick, sollte jedoch vom zahnmedizinischen Fachpersonal den Patienten immer wieder<br />

verdeutlicht werden. Was Ernährung vorbeugend gegen Karies und Parodontitis leisten kann,<br />

zeigt Julia Diedrich, zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zahnzentrum Hamburg, im folgenden<br />

Artikel. Sie spricht darin über bildhafte Beratung und flankierende Maßnahmen in der Therapie.<br />

Text Julia Diedrich<br />

Im Negativ-Fokus sollten vor allem hochglykämische Kohlenhydrate<br />

stehen, sie liefern unmittelbar Nahrung für Kariesbakterien und begünstigen<br />

zudem Entzündungsreaktionen im Körper. Zusammen mit<br />

gesättigten Fettsäuren spielen Zucker und Weißmehl – vor allem in<br />

stark verarbeiteten Lebensmitteln vorkommend – eine tragende Rolle<br />

bei Übergewicht und damit häufi g verbundenen Zivilisationskrankheiten<br />

wie Diabetes Typ II, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselproblemen<br />

sowie Zahnbetterkrankungen (Parodontitis). Woran es<br />

beim mundgesunden Essen hapert, sind pfl anzenbasierte Lebensmittel.<br />

Möglicherweise lautet eine gangbare Empfehlung: Zurück in die<br />

Steinzeit – zumindest ein bisschen. Die erstaunlichen Ergebnisse eines<br />

Experimentes halten jedenfalls der wissenschaftlichen Überprüfung<br />

stand – häufi g ein Augenöffner im Patientengespräch.<br />

Zehn Teilnehmer, die vier Wochen unter Steinzeitbedingungen gelebt<br />

hatten, standen 2007 im Mittelpunkt einer Serie im Schweizer Fernsehen.<br />

Neben den Kameras begleitete auch ein Stab aus Medizinern<br />

das Experiment. Der zahnärztliche Befund: Aufgrund mangelnder,<br />

moderner Mundhygiene nahm erwartungsgemäß der Zahnbelag zu.<br />

Erstaunlich war jedoch, dass dies nicht zu vermehrten Zahnfl eischentzündungen<br />

führte. Der Gingivitis-Index blieb praktisch unverändert,<br />

Sondierungstiefen und der Blutungsidex (BOP) gingen sogar zurück.<br />

Eine randomisierte, kontrollierte Pilotstudie der Universität Freiburg bestätigte<br />

2016, dass dies unter anderem auf das Fehlen von raffi niertem<br />

Zucker und Weißmehl zurückging. Da sich mit einer entsprechend optimierten<br />

Ernährung sämtliche Entzündungsparameter reduzierten, lautet<br />

die Schlussfolgerung: Moderne, westliche Ernährungsgewohnheiten mit<br />

vielen kurzkettigen Kohlenhydraten und gesättigten Fettsäuren − fettigem<br />

Gebäck, Schokolade, Sahne oder Wurst – fördern entzündliche Reaktionen<br />

nicht nur im Mund, sondern im ganzen Körper. Daraus ließen<br />

sich in ergänzenden Studien weitere Ernährungsempfehlungen zur<br />

Prävention und Behandlung von Gingivitis und Parodontitis ableiten.<br />

Vor allem Omega- 3- Fettäuren (beispielsweise aus Fisch und Nüssen)<br />

wirken offensichtlich durch aktive Metabolite (spezielle Lipidmediatoren)<br />

entzündungshemmend. Gesättigte Fettsäuren oder Transfette,<br />

die bei starker Hitze entstehen (Frittierfett) lassen dagegen Blutzucker<br />

und Insulin schnell ansteigen, was wiederum entzündliche Prozesse<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Ernährung & Prophylaxe<br />

5<br />

© Hans Genthe pixabay.com<br />

fördert. Der Zusammenhang von Diabetes und Parodontitis ist demnach<br />

kein Zufall!<br />

Ebenfalls wird zunehmend über den Zusammenhang von Ernährung<br />

und gesunder Mundfl ora diskutiert. Die Mikrobiom-Forschung zeigt<br />

beispielsweise eine klare Beziehung zwischen dem Darm-assoziierten<br />

und dem Schleimhaut-assoziierten Immunsystem. Damit erhalten<br />

Probiotika in der Parodontitistherapie ein stärkeres Gewicht. Über<br />

die Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) hinaus rücken<br />

häufi ger die Mikronährstoffe in den Fokus, vorwiegend aus Früchten,<br />

Gemüsen, Beeren oder Hülsenfrüchten. Diese bilden die Grundlage,<br />

damit Stoffwechsel und Immunsystem reibungslos funktionieren.<br />

Über die bekannten Vitamine C und D hinaus werden immer mehr<br />

Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und vor allem sekundäre Pfl anzenstoffe<br />

in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Ballaststoffe aus pfl anzlicher<br />

Kost wirken Entzündungen entgegen und haben zudem positive<br />

Effekte auf einen konstanten Blutzuckerspiegel.*<br />

Wie Convenience schadet<br />

Paradoxerweise kann sich das moderne Streben nach gesunder Ernährung<br />

mit viel Früchten und Gemüse sogar schädlich auf die Zähne<br />

auswirken. Convenience-Produkte machen es möglich.<br />

Bei Kindern sind beispielsweise sogenannte Quetschies beliebt, aus<br />

denen Fruchtpüree genuckelt wird. Erwachsene bedienen sich oftmals<br />

in ähnlicher Weise an Smoothies oder isotonischen Getränken aus einer<br />

Sportfl asche (häufi g aromatisiert mit Zitronensäure). Fruchtmus<br />

oder Getränk umspülen über längere Zeit die Zähne.<br />

Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper, allerdings<br />

ist der Hauptbestanteil – kristallines Hydroxylapatit – säurelöslich.<br />

Die Fruchtsäure fördert Erosionen und der Fruchtzucker gibt<br />

den Kariesbakterien Nahrung. Weil die Keime mit sehr wenig Zucker<br />

auskommen, ist schon ein kleiner Schuss Apfelsaft im Mineralwasser<br />

schädlich. Je länger säurehaltiges Essen oder Getränke im Mund<br />

bleiben, desto größer wird die Belastung, weil sich die Zähne nicht<br />

mehr remineralisieren können. Manchmal haben jedoch schon kleine<br />

Veränderungen eine große Wirkung. Zum Beispiel kann das Kalzium<br />

in Milchprodukten die erodierenden Eigenschaften von Säuren verringern.<br />

Obst mit Joghurt zu essen, wäre ein zahnschonender Ansatz.<br />

Früchte und Gemüse zu kauen, statt Fruchtmus zu schlürfen, würde<br />

die Gesichtsmuskulatur und den Speichelfl uss fördern. Speichel verdünnt<br />

und neutralisiert die Säure und trägt außerdem zur Remineralisation<br />

von Zahnschmelz bei. Auch das Kauen von zuckerfreiem<br />

Kaugummi kann einen Beitrag leisten.<br />

Wie bildhafte Erklärungen helfen<br />

Patienten ist zu raten, nach einem säurehaltigen Essen den Mund<br />

nur mit Wasser zu spülen und die Zähne erst mit etwas Verzögerung<br />

zu putzen, eine fl uoridierte, niedrig abrasive Zahncreme (also keine<br />

Whitening-Produkte) zu nutzen und auf den Andruck der Zahnbürste<br />

zu achten.<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


6 Ernährung & Prophylaxe<br />

© freepik azerbaijan_stockers<br />

Schließlich werden fortschreitende Erosionen zunehmend unangenehm,<br />

wenn die Dentintubuli freiliegen. Die Zähne reagieren hypersensibel<br />

auf Wärme, Kälte, osmotische Reize (zuckerhaltige Lebensmittel<br />

und Getränke) oder Luftzug. Somit kann sich eine notwendige Professionelle<br />

Zahnreinigung schon wegen des Speichelsaugers schmerzhaft<br />

gestalten. Grundsätzlich kann man sagen, dass Gesundheit – im<br />

Mund und anderswo – mit der Ernährung beginnt. Möglicherweise<br />

kann das eine bildhafte Beschreibung verdeutlichen: Was wir essen<br />

und trinken, ist Treibstoff für unsere Körperzellen. Niemand würde auf<br />

die Idee kommen, einen Benziner mit Diesel zu betanken. Aber da der<br />

Körper nach dem Verzehr von Schokoladenkuchen, Mettbrötchen oder<br />

Fertigpizza nicht unmittelbar den Betrieb einstellt, geht man davon<br />

aus, dass dies ja nicht so schädlich sein könne.<br />

Guter Treibstoff für die Zellen steckt in komplexen Kohlenhydraten,<br />

am besten in Form von Vollkornbrot, Hülsenfrüchten, Obst, Salaten<br />

und Rohkost. Was bissfest ist, wird gut gekaut, regt den Speichelfluss<br />

an und neutralisiert damit schädliche Säuren. Bei Süßigkeiten<br />

sollte man Vernunft walten lassen und sie im Idealfall zu den Mahlzeiten<br />

essen. Alles was klebt oder lange im Mund bleibt, richtet<br />

vermehrten Schaden an. Einfache Kohlenhydrate und schlechte Fette<br />

fördern nicht nur Übergewicht, sondern auch Karies, Entzündungen<br />

von Zahnfleisch und Zahnbett. Außerdem bedenkenswert: Eine<br />

gesunde Mundschleimhaut stellt eine erste Barriere gegen Corona-<br />

Viren und andere Erreger dar. Ernährung ist zwar ein Lifestyle-<br />

Thema (siehe Kochsendungen, Veganismus oder Diättrends), doch<br />

die Verbindung zu gesunden Zähnen und Zahnfleisch wird gedanklich<br />

nicht immer hergestellt. Die Herausforderung in der Kommunikation<br />

ist, dem Patienten die Eigenverantwortung für seinen Körper<br />

bewusst zu machen.<br />

Niemand will Ängste schüren. Gangbare Schritt für Schritt-Lösungen<br />

aufzuzeigen, dürfte wesentlich wirkungsvoller sein (beispielsweise<br />

süße Snacks nur als Nachtisch zu essen, verstärkt Wasser statt Limo<br />

zu trinken, mehr Gerichte mit Bohnen, Linsen oder Kichererbsen zu<br />

versuchen). Zu bedenken ist: Wenn Zähne bereits wackeln und das<br />

Zahnfl eisch schmerzt, kann sich gesundes Essen mit kernigem Brot,<br />

viel rohem Obst und Gemüse schwierig gestalten. Begreift man<br />

Parodontitis als Volks- und Zivilisationskrankheit, könnte ein bisschen<br />

„Zurück in die Steinzeit“ nicht schaden.<br />

11 Tipps zur mundgesunden Ernährung fi nden Sie unter:<br />

www.alldent-zahnzentrum-hamburg.de/leistungen/tipps-zur-ernaehrung/<br />

mundgesunde-ernaehrung/<br />

*https://www.researchgate.net/publication/3<strong>21</strong>193192_Die_Ernahrung_aus_der_Steinzeit_<br />

und_die_Zahngesundheit_-_Ein_Update<br />

Julia Diedrich<br />

Zahnärztliche Oberärztin im<br />

AllDent Zahnzentrum Hamburg<br />

AllDent Zahnzentrum Hamburg<br />

Glockengießerwall 1<br />

20095 Hamburg<br />

Tel.: +49 40 797 242 891<br />

www.hamburg@alldent.de<br />

www.alldent-zahnzentrum-hamburg.de<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Weil es auf jedes<br />

Detail ankommt<br />

Bei Ihrer Arbeit kommt es es auf jedes Detail an –<br />

bei der Zahnpflege Ihrer Patienten ebenso.<br />

Empfehlen Sie deshalb TePe Interdentalbürsten:<br />

gemeinsam mit Zahnmedizinern entwickelt<br />

und durchdacht bis ins Detail für ein optimales<br />

Reinigungsergebnis.<br />

TePe – für zufriedene Patienten.<br />

Und für Zahnärzte, die zufrieden<br />

mit ihren Patienten sind.<br />

80%<br />

weniger weniger CO2 CO2<br />

und und verbesserte<br />

nachhaltige<br />

Verpackung<br />

abgerundetes Drahtende<br />

einfache und und sichere Handhabung<br />

zylindrische Bürsten<br />

effektiver an an oralen Flächen des des<br />

Approximalraums<br />

ummantelter Edelstahldraht<br />

sicher und und stabil<br />

9 Größen<br />

ein ein Farbschema, übersichtlich,<br />

für für jeden jeden Zwischenraum<br />

Griff, Griff, Schutzkappe und und Verpackung<br />

umweltfreundlich durch<br />

nachhaltige Herstellung<br />

Made Made in in<br />

Sweden


8 Interview<br />

Parodontitis:<br />

Richtige Ernährung<br />

für die Gesundheit &<br />

Heilung des Immunsystems<br />

© freepik valeria_aksakova<br />

Die Ernährung hat einen essentiellen Einfluss auf unsere allgemeine wie auch die Mundgesundheit.<br />

Das ist heute allgemein bekannt. In vielen Zahnarztpraxen wird zunehmend mehr Ernährungsberatung<br />

in Verbindung mit der professionellen Prophylaxe angeboten. Doch wie effektiv<br />

und sinnvoll eine gute Beratung ist, dazu gibt uns Peter-Hansen Volkmann, Human- und Sportmediziner<br />

mit Schwerpunkt Regulationsmedizin sowie Gründer der Firma hypo-A GmbH aus<br />

Lübeck, im folgenden Interview seine Antworten.<br />

Interview mit dem niedergelassenen Arzt Peter-Hansen Volkmann Grafik hypo-A GmbH<br />

<strong>recall</strong> Glauben Sie, dass die Ansätze solch einer Ernährungsberatung<br />

ausreichend sind, um entweder mundgesund zu bleiben beziehungsweise<br />

eine Parodontitistherapie erfolgreich und nachhaltig zu<br />

unterstützen?<br />

Peter-Hansen Volkmann Dazu müsste man<br />

zunächst die Qualifi kation und die Qualität<br />

der Beratung kennen. Beratungen nach DGE<br />

– Deutsche Gesellschaft für Ernährung – sind<br />

weitgehend hilfl os, weil sie sich primär auf<br />

Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate und Kalorienzählen,<br />

nicht aber auf die ganze Palette moderner,<br />

gesundheitsschädlicher Chemikalien zum Beispiel in Form von<br />

E-Stoffen beziehen.<br />

<strong>recall</strong> Sie vertreten eine ganz klare Linie. Was müsste jeder Einzelne<br />

konkret tun, um tatsächlich für sich das gute Gefühl zu haben, sich<br />

gesund zu ernähre n und damit einen wesentlichen Beitrag für seine<br />

Gesundheit zu leisten?<br />

Peter-Hansen Volkmann Die Qualität Ihrer Ernährung bestimmt Ihr<br />

Denken 1 , Ihren Darm und Ihre Gesundheit bis zur Parodontitis! Manche<br />

Parodontologen sind ja heute noch stolz, dass sie intime Kenntnis<br />

der „Parodontitis auslösenden“ Bakterien im Mundraum haben.<br />

Dabei ist die Besiedelung des Zahnhalteapparates nicht bakteriell<br />

gesteuert, sondern durch das Immunsystem. Das jedoch hat seinen<br />

Schwerpunkt im Darm mit Wechselwirkungen in den Mundraum und<br />

zum Beispiel in die Nasennebenhöhlen und ins Mittelohr mit dem bekannten<br />

Serotympanon. Um es auf den Punkt zu bringen: E-Stoffe<br />

konsequent meiden! Wer sich NICHT frisch mit biologischen, reinen<br />

Lebensmitteln ernährt, schädigt seine Gesundheit mit jedem Bissen.<br />

Das hat jeder sprichwörtlich in seiner eigenen Hand. Oder anders:<br />

Was Sie bei Aldi, Lidl & Co sparen, bezahlen Sie langfristig mit Ihrer<br />

Gesundheit!<br />

<strong>recall</strong> Nur von biologischen Lebensmitteln ernähren und auf zum<br />

Beispiel beschichtetes Kochgeschirr zu verzichten, das wird die meisten<br />

abschrecken. Dem einen ist es zu teuer, der andere denkt, woher sollen<br />

all diese Bio-Lebensmittel kommen? Kurzum: Gibt es einen alternativen<br />

Stufenplan, wie man sich sukzessive in seinen „Ernährungs“-Gewohnheiten<br />

umstellen kann, um für sich den Weg zu einer, Ihrer Aussage<br />

nach, besseren Lebensweise zu fi nden?<br />

Peter-Hansen Volkmann Mit der Frage „Woher sollen all diese Bio-<br />

Lebensmittel kommen?” kommt die allgemeine klare Abwehr gegen<br />

Veränderungen zum Ausdruck! Auf gleicher Linie liegt die Frage, ob man<br />

denn einer Bio-Zertifi zierung und Bio-Qualität im Handel überhaupt vertrauen<br />

könne? Dazu antworte ich gern: Solange meine schwerstkranken<br />

Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Asthma, Rheuma<br />

oder Infertilität unter unserer hypoallergenen Therapie in Verbindung<br />

mit den oben skizzierten Ernährungshinweisen in wenigen Wochen bis<br />

Monaten gesund oder schwanger werden, solange ist die Bio-Qualität<br />

in Deutschland offenbar zumindest ausreichend.<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Wer chronisch krank ist, sollte sich<br />

einfach überlegen:<br />

Was mache ich falsch, dass es mir so schlecht geht?<br />

Warum habe ich immer Schmerzen oder Migräne?<br />

Warum habe ich schon in jungen Jahren kaputte Zähne<br />

oder Parodontitis?<br />

Warum kneift mein Bauch?<br />

Warum habe ich dauernd Durchfall oder Verstopfung?<br />

Warum bin ich immer müde, antriebslos und depressiv?<br />

Warum macht mein ganzes Leben keinen Spaß mehr?<br />

Anzeige<br />

meridol ® med CHX 0,2 % :<br />

Klinisch geprüfte Wirksamkeit 1 –<br />

für die Praxis und zu Hause<br />

Dann ist die Überleitung zum eigenen Verhalten, Essen und Trinken,<br />

aber auch zum Wohnen und Arbeiten sowie zu Tupper und Teflonpfanne<br />

– soweit ich nach echten Ursachen und Lösungen für meine<br />

Probleme suche – gar nicht mehr so schwierig. Bio ist zu teuer?<br />

Alles was einfach, praktisch und billig ist, ist gesundheitsgefährdend!<br />

Und ist nicht vielmehr eine lädierte Gesundheit wirklich<br />

teurer und frustrierender?<br />

<strong>recall</strong> Nahrungsergänzungsmittel können dazu beitragen, einen<br />

kranken Körper zu heilen und den Nährstoff- und Vitaminmangel,<br />

der durch die heutige Ernährung mit Convenience-Food quasi vorprogrammiert<br />

ist, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie stellen mit<br />

Ihrer Firma hypo-A GmbH solche Nahrungsergänzungsmittel (NEM)<br />

her, die für ganz verschiedene Ansätze empfohlen werden. Was unterscheidet<br />

Ihre Produkte von den sonst im Handel erhältlichen?<br />

Peter-Hansen Volkmann Vor mehr als 25 Jahren habe ich begonnen,<br />

für meine Patienten nach besonders reinen, unbelasteten<br />

NEM zu suchen – auch international. Es gab Vieles, was scheinbar<br />

sehr sauber und gut war, aber: You never lie to an allergic patient!<br />

So sah ich mich gezwungen, selber mit einer nahe gelegenen<br />

Apotheke nach eigenen Rezepturen hypoallergene und somit<br />

besonders verträgliche NEM für meine Praxis zu kreieren. Dafür<br />

setzten wir von mir mit Applied Kinesiology getestete, reine<br />

DAB-Rohstoffe der Apotheke, also Rohstoffe in Arzneibuchqualität,<br />

ein. Aufgrund des schon damals großen Einzugsbereiches<br />

meiner Praxis bis in den Alpenraum oder nach Paris mussten<br />

unsere Apothekenrezepturen oft auf dem Postweg versandt werden,<br />

und das war gelegentlich mit Zustellungs- und Zahlungsproblemen<br />

belastet.<br />

Diese Probleme waren neben meinen damaligen GKV-Problemen<br />

als Kassenarzt letztlich der Anlass für unsere Firmengründung<br />

1998 in Lübeck. Der geschützte Name hypo-A leitet sich von hypoallergen<br />

ab und ist für Therapeuten der Garant für besonders<br />

reine Präparate, die selbst zuverlässig bei Multiallergikern, Umweltkranken<br />

oder Fibromyalgiepatienten durch instantane orale<br />

Schmerzlöschungen segensreich wirken. Unverändertes Ziel der<br />

hypo-A GmbH, auch unter der erfolgreichen Geschäftsführung<br />

Chlorhexidin-Therapie mit<br />

angenehm mildem Geschmack<br />

• Zur kurzzeitigen Keimzahlreduktion<br />

in der Mundhöhle<br />

• Milder Geschmack – für mehr<br />

Compliance<br />

• Neue 1-Liter-Flasche –<br />

ergiebig, praktisch, hygienisch<br />

NEU 1 L-Flasche<br />

meridol ® med CHX 0,2 % Lösung zur Anwendung in der Mundhöhle. Wirkstoff: Chlorhexidindigluconat-<br />

Lösung. Zusammensetzung: 100 ml Lösung enthalten 1,0617 g Chlorhexidindigluconat-Lösung, entsprechend<br />

200 mg Chlorhexidin bis (D-gluconat), Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend), Glycerol, Propylenglycol,<br />

Macrogolglycerolhydroxystearat, Cetylpyridiniumchlorid, Citronensäure-Monohydrat, Pfefferminzöl, Patentblau<br />

V (E 131), gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Zur zeitweiligen Keimzahlreduktion in der Mundhöhle,<br />

als temporäre adjuvante Therapie zur mechanischen Reinigung bei bakteriell bedingten Entzündungen<br />

der Gingiva und der Mundschleimhaut sowie nach parodontalchirurgischen Eingriffen, bei eingeschränkter<br />

Mundhygienefähigkeit. Gegenanzeigen: Bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der<br />

sonstigen Bestandteile des Arzneimittels, bei schlecht durchblutetem Gewebe, am Trommelfell, am Auge<br />

und in der Augenumgebung. Nebenwirkungen: Reversible Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens,<br />

reversibles Taubheitsgefühl der Zunge, reversible Verfärbungen von Zahnhartgeweben, Restaurationen (Zahnfüllungen)<br />

und Zungenpapillen (Haarzunge). Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf. In Einzelfällen<br />

wurden auch schwerwiegende allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock nach lokaler<br />

Anwendung von Chlorhexidin beschrieben. In Einzelfällen traten reversible desquamative Veränderungen der<br />

Mukosa und eine reversible Parotisschwellung auf. CP GABA GmbH, 20097 Hamburg. Stand: 02/2018<br />

Für mehr Informationen besuchen Sie www.cpgabaprofessional.de<br />

1 Lorenz K. et al. J Clin Periodontol 2006;33:561– 567.<br />

CHX 0,2 %


10 Interview<br />

ng/ml 30<br />

25<br />

Itis-Protect ® – Studienbasierte Wirkung<br />

Alle aMMP-8-Werte konnten gesenkt werden!<br />

20<br />

Median (aMMP-8)<br />

15<br />

10<br />

5<br />

0<br />

Krank<br />

Gesund<br />

Start<br />

Itis I<br />

Monat 1<br />

Nach 3 Monaten wurde die Therapie in dieser Gruppe erfolgreich<br />

abgeschlossen.<br />

Itis II<br />

Monat 2<br />

50 % der Patienten<br />

Itis III<br />

Monat 3<br />

60 % der Patienten<br />

Itis IV<br />

Monat 4<br />

Nach Itis-Protect ® III wurde die Behandlung mit Itis-Protect ® IV in der auf 4 Monate<br />

angelegten Studie fortgeführt. Die kurzfristige Verschlechterung hängt mit der stark<br />

gestörten Darmflora zusammen.<br />

unserer Tochter Wiebke T.H. Volkmann, ist die Herstellung hochwertiger,<br />

besonders reiner, hypoallergener NEM für chronisch Kranke zur Genesung<br />

und zum Gesundheitsmanagement für den Arzt oder Zahnarzt.<br />

<strong>recall</strong> Hypoallergen, laktosefrei und vegan. Warum haben Sie so<br />

einen Aufwand betrieben, der es Ihnen im Wettbewerb zu den im Handel<br />

angebotenen Nahrungsergänzungsmitteln schwer macht, den Endkunden<br />

von Ihren Produkten zu überzeugen? Denn verständlicherweise<br />

kosten hypo-A-Produkte oftmals einiges mehr als Massenware.<br />

Peter-Hansen Volkmann „Qualität, die sich auszahlt!” ist einer unserer<br />

Slogans mit breiter Zustimmung in Kreisen der Regulationsmedizin.<br />

Zu Ihrer Frage „vegan” vorab kurz: Es gibt heute zunehmend Menschen<br />

die meinen, vegan sei die gesündere Lebensweise für Menschen<br />

– die definitionsgemäß Omnivoren „Allesfresser” sind. Wir sehen das<br />

nicht so und vor allem kleine Kinder sollten keinesfalls vegan ernährt<br />

werden. Um aber auch Veganern eine Option auf Heilung ihrer chronischen<br />

Parodontitis als Ausdruck ihrer Silent Inflammation zu geben, sind<br />

viele unserer Präparate vegan beziehungsweise in veganen Kapseln.<br />

Ganzheitliche Gesundheit braucht ganz dringend zum Beispiel auch<br />

Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl – OHNE Wenn und OHNE Aber!<br />

Leinöle usw. sind da nur begrenzt hilfreich, wie erfolgreiche Kinderwunschbehandlungen<br />

ohne Hormone seit fast 30 Jahren immer wieder<br />

eindrucksvoll bestätigten: ohne Fischöl keine Schwangerschaft!<br />

Das mit dem Preis ist so eine Sache. Ich weiß, Menschen kaufen gerne<br />

nach Preis – sehr oft ohne darüber nachzudenken, was sie sich damit<br />

eigentlich antun. Beispielsweise ein Immunpräparat eines Mitbewerbers<br />

kostet wenig mehr als 20 Euro pro Packung. Unser Acerola-Zink<br />

mit ähnlicher Zielrichtung kostet 26,95 Euro. Das ist offensichtlich „viel<br />

teurer!“ Aber das „günstige Präparat“ reicht genau 7 Tage und unsere<br />

Packung unter Normaldosierung 100 Tage. Und hier einige deklarierte<br />

Inhaltsstoffe des „günstigen Präparates“, die die Darmschleimhäute<br />

zerstören und zum Leaky Gut (durchlässigen Darm) führen können:<br />

Trägerstoff Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Magnesiumstearat,<br />

modifizierte Stärke, Maltodextrin, Trägerstoff Gummi<br />

Arabicum, pflanzliche Öle (Palm-, Sonnenblumen-, Mais-, Palmkern-,<br />

Kokosöl) in veränderlichen Gewichtsanteilen.<br />

Mit einem solchen Präparat kann kein Mensch wirklich gesund werden<br />

und die Parodontitis kommt trotz Antibiotika – die zum Teil vergleichbare<br />

Chemikalien zuführen – zu neuem Erblühen. Ein Preisvergleich<br />

mit Supermarktangeboten heißt Äpfel mit Birnen vergleichen, weil die<br />

Sensibilität für Qualität im „Geiz ist geil!-Deutschland“ offenbar immer<br />

mehr verloren geht. Nur das eigene Auto, Haus und der Urlaub<br />

müssen teuer sein. Das sieht und hört ja der Nachbar und Kollegen…<br />

<strong>recall</strong> hoT – also die hypoallergene orthomolekulare Therapie 2 ,<br />

können Sie uns diese kurz erläutern?<br />

Peter-Hansen Volkmann hoT bedeutet, dass wir in der Entwicklung<br />

und Herstellung komplett auf Fertigungshilfsstoffe wie Füllstoffe,<br />

Rieselhilfen, Schmiermittel für die Tablettiermaschine, Schönungsmittel<br />

oder Aromen usw. verzichten.<br />

Dort, wo die Kapsel zum Beispiel mit 100 µg Selen – das ist ein kleines<br />

Stäubchen an Menge – nicht ordentlich zu füllen ist, überlegen wir uns<br />

genau, für welche Patienten das Präparat konzipiert wird:<br />

· Für ältere Patienten zum Beispiel mit einer Krebserkrankung, die oft<br />

schon länger Gelenkprobleme haben, gibt es pflanzliches Glucosaminsulfat<br />

als „Füllstoff“ in unserem Selen, der arthritische Gelenke<br />

schmiert.<br />

· Für jüngere Patienten zum Beispiel mit Kinderwunsch oder Hashimoto<br />

wird mit natürlichem Acerolapulver Vitamin C zugeführt. Selen plus<br />

Acerola Vitamin C ist also eine Antioxidanzien-Kombination mit zwei<br />

synergistischen Therapieansätzen OHNE chemische Zusatzstoffe.<br />

hoT bedeutet immer auch ein umfassendes Therapiekonzept zur Entgiftung<br />

und Ausleitung, Dünndarm- und Dickdarmsanierung über mindes-<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Interview<br />

11<br />

tens drei Monate – unter begleitender Bio-Frischkost und mindestens<br />

2 l Frischwasser pro Tag. Das sehr oft zu erreichende Ziel der hoT ist die<br />

Heilung und Gesundheit des Patienten oder zumindest eine signifikante<br />

Linderung seiner Leiden.<br />

<strong>recall</strong> Zusammen mit Kollegen, wie zum Beispiel Dr. med. dent.<br />

Heinz-Peter Olbertz, haben Sie die Itis-Protect ® -Kur entwickelt. Worum<br />

handelt es sich dabei?<br />

Peter-Hansen Volkmann Itis-Protect ® ist ein Lebensmittel für besondere<br />

medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) zum Diätmanagement bei<br />

Parodontitis. Die viermonatige Kur ist eine schrittweise, logisch aufgebaute<br />

hoT-Substitutionstherapie, die sich ursprünglich in den neunziger<br />

Jahren in meiner Praxis bei der Behandlung chronisch Kranker entwickelt<br />

hat und zum Beispiel auch erfolgreich in der Therapie einer CMD 3<br />

ist. Im ersten Schritt der ergänzenden, bilanzierten Diät für Parodontitispatienten<br />

kommt es zu einer Abdichtung der Schleimhäute auch bei<br />

Leaky Gut mit Ausleitung von Bindegewebsschlacken aus der Grundsubstanz.<br />

In den Folgeschritten werden alle wichtigen Vitamine, Spurenelemente,<br />

Mineralstoffe und Omega-Fettsäuren neben Präparaten<br />

mit lebensfähigen Symbionten zur schrittweisen Dünndarm- und Dickdarmsanierung<br />

zugeführt.<br />

Die vier Phasen Itis-Protect ® I-IV bauen aufeinander auf und umfassen<br />

unter anderem:<br />

· Vitamine: verschiedene B-Vitamine, die vier fettlöslichen Vitamine A,<br />

D3, E und K sowie natürliches Vitamin C<br />

· Spurenelemente: Zink, Selen, Mangan, Chrom, Molybdän<br />

· Mineralstoffe: Calcium, Kalium, Magnesium<br />

· Darmpflege: Darmsymbionten, spezielle lebensfähige Darmbakterien<br />

· Öle: Bio-Schwarzkümmelöl und Fischöl mit mehrfach ungesättigten<br />

Fettsäuren<br />

· Außerdem: natürliches Coenzym Q10, dem Tomatenextrakt Lycopin,<br />

Kieselerde.<br />

Umsetzung dieser Empfehlung wird Ihr Beratungsfrust signifikant gesenkt<br />

und Sie haben wieder mehr Zeit für GUTE Gespräche, die auch<br />

den Umsatz Ihrer Praxis mit Abgabe von Itis-Protect ® steigern können.<br />

In Zeiten von Corona sollte eigentlich auch bei Medizinern und zahnmedizinischem<br />

Fachpersonal das Bewusstsein für die eigene Verantwortung<br />

in Gesundheitsfragen geschärft worden sein. Eine aktuell publizierte Studie<br />

zeigt: Parodontitis erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen schweren,<br />

oft letalen Covid-19-Verlauf. Es gibt danach<br />

· 3,5-mal häufigere Einweisungen auf Intensivstationen<br />

· 4,5-mal häufigere Druckbeatmungen<br />

· 9-mal mehr Sterbefälle.<br />

So lautet das erschreckende Ergebnis der aktuellen Studie aus Katar 4<br />

über die Auswirkungen einer Parodontitis auf den Verlauf einer Coronavirus-Infektion.<br />

Das alles sind für mich gute Gründe, dass sich jeder Einzelne profunde<br />

Gedanken um die eigene Lebensführung, Ernährung und Gesundheit<br />

machen sollte. Darüber hinaus kann es helfen, das Praxismanagement<br />

schrittweise auf Gesundheitsmanagement statt Disease-Management<br />

auszurichten, um zukünftig mit glücklicheren, zufriedeneren Patienten<br />

zu arbeiten gemäß unserer Devise: Gesundheit ist mehr als fehlender<br />

Schmerz – Gesundheit ist Lebensfreude!<br />

Sie dürfen mir glauben, wenn meine Patienten mich nach einer Behandlung<br />

erstaunt, weil schmerzfrei anstrahlen, geht auch mir das Herz auf!<br />

Vielen Dank Herr Volkmann für das offene und informative Gespräch.<br />

1<br />

www.youtube.com/watch?v=hd2wZGWnzIM - Du denkst, was Du isst! Prof. Th. Bosch, Zoologie CAU Kiel<br />

2<br />

www.vbn-verlag.de, aktuell zum Beispiel: Darm gesund – Mensch gesund! Ganz einfach.<br />

3<br />

www.youtube.com/watch?v=G6FKCedqdCo CMD ganzheitlich, Prof. O. Winzen, Prof. S. Kopp Ff/M<br />

4<br />

www.idw-online.de/de/news762486<br />

<strong>recall</strong> Und zu guter Letzt Herr Volkmann, Hand aufs Herz. Wir<br />

wissen, dass nicht jeder bereit sein wird, einen radikalen Wandel umzusetzen,<br />

um nach Ihren Empfehlungen seine Gesundheit zu sichern. Manche<br />

werden denken, das ist „Schwarz-Weiß-Denken“ beziehungsweise<br />

werden sich die Leser*innen dieses Interviews vielleicht auch fragen,<br />

wie soll ich diese „radikalen“ Empfehlungen meinen Patienten glaubhaft<br />

vermitteln? Was können Sie unserer Leserschaft dazu sagen?<br />

Peter-Hansen Volkmann Lesen Sie zum Beispiel die Patienten-Informationsbroschüre<br />

zu Itis-Protect ® I-IV und geben diese Betroffenen<br />

leihweise mit – mit der großen Bitte um Rückgabe – aus Umweltgründen.<br />

Warum Rückgabe? Weil interessierte Patienten bei der Rückgabe<br />

in der Praxis gezielt bei Ihrer ZMP oder DH nachfragen und Sie jetzt auf<br />

einen an Ihrer Parodontitistherapie interessierten Patienten treffen. Wer<br />

ohne Nachfrage nur dankt, demonstriert sein Desinteresse an Ihren Lösungsvorschlägen:<br />

Wasted time is wasted money! Durch konsequente<br />

Peter-Hansen Volkmann<br />

Niedergelassener Arzt<br />

hypo-A GmbH Lübeck<br />

Möllerung 9A · 23569 Lübeck<br />

Tel.: +49 451 307 <strong>21</strong> <strong>21</strong><br />

Fax: +49 451 30 41 79<br />

E-Mail: info@hypo-a.de<br />

www.hypo-a.de<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


12 Ernährung und Prophylaxe<br />

Die individuelle und professionelle<br />

Prophylaxe beinhaltet einen<br />

Ernährungslink für Patienten!<br />

© proDente e.V.<br />

Die Ernährungsanamnese- und beratung sollte in jeder Praxis zu einem wichtigen und festen<br />

Bestandteil gehören. Zucker, Säuren, Mangel- und/oder Fehlernährung fördern nicht nur<br />

Schäden in der Mundhöhle, sondern können auch Auslöser oder Verstärker für verschiedene<br />

Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas, zahlreiche Krebsarten, Herz-Kreislauferkrankungen<br />

und Atherosklerose, sein. Ein individuelles Ernährungsberatungskonzept,<br />

indem wir die Patienten auf Risiken und Defizite aufmerksam machen, gehört in unserer prophylaxeorientierten<br />

Praxis in jedes präventive Konzept.<br />

Text Birgit Thiele-Scheipers<br />

Mundschleimhauterkrankungen, Gingivitis- und Parodontitisverläufe<br />

können durch Mineralien (Kalzium, Magnesium), mikro- (Vitamin<br />

A,C,D,B12) und makronährstoffreicher Ernährung (Omega-3-Fettsäuren)<br />

und zuckerarmer Ernährung positiv beeinfl usst werden. Oftmals<br />

sind es schon geringe Veränderungen beziehungsweise Ergänzungen<br />

in der Ernährung, die einen positiven Einfl uss erkennen lassen.<br />

Prophylaxe-Konzept mit Ernährungsberatung<br />

Die Skepsis gegenüber einer individuellen Ernährungsberatung verhindert<br />

häufi g das Einbauen dieses Themas in das bereits vorhandene<br />

Prophylaxe-Konzept. Oft ist es die Unsicherheit über die „richtige“<br />

Kommunikation, wie dieses Thema bei den Patienten angesprochen<br />

werden soll. Auch der zeitliche Ablauf, gegebenenfalls entstehende<br />

Zusatzkosten und das „wann“ binde ich die Beratung in den Prophylaxeablauf<br />

am besten mit ein, sind häufi g Kriterien, womit sich auch<br />

unser Praxisteam auseinandergesetzt hat.<br />

Wichtig war uns, dass allem voran die ausführliche und individuelle<br />

(Ernährungs-) Anamnese und Auswertung steht. Zusammen mit<br />

der Befundung wird die Diagnose- und Therapieplanung erstellt. In<br />

Teamsitzungen wurde die einheitliche Kommunikation des Prophylaxeteams<br />

in der Ernährungsberatung besprochen und Fachliteratur<br />

sowie themenbezogene Fortbildungen brachten die nötige Basis für<br />

die Kommunikation und Beratung der Patienten.<br />

Kommunikation und Instruktion<br />

Der erste Schritt zu einer erfolgreichen und zeitlich gut im Prophylaxeablauf<br />

etablierten Kommunikation und Instruktion ist eine umfangreiche<br />

Anamnese, in der die Ernährungsanamnese ihren Stellenwert hat.<br />

Zudem bildet die Erstbefundung mit unserem praxisindividuellen Ernährungsanamnesebogen<br />

für die weitere Aufklärung und Instruktion<br />

die Basis. Bei Befunden wie häufi gen Kariesläsionen, Erosionen, Gingivitis<br />

oder Parodontitis fi ndet nach Befundung und Auswertung des<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Ernährung und Prophylaxe<br />

13<br />

Ernährungsanamnesebogens zeitnah ein Beratungsgespräch statt.<br />

Wichtig ist, dass man sich als Team Gedanken zu den verschiedenen<br />

Patientengruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren), deren<br />

Ernährungsgewohnheiten, Bedürfnissen und Bereitschaft für Veränderungen<br />

macht. Viele Faktoren müssen individuell betrachtet und<br />

abgeklärt werden.<br />

Wichtig<br />

Bei Patienten mit allgemeinmedizinischen Problemen, wie zum<br />

Beispiel Diabetes oder Adipositas, ist zu beachten, dass diese<br />

bereits eine Ernährungsberatung erhalten haben. Somit sollte<br />

unsere zahngesunde Ernährungsempfehlung nicht mit anderen<br />

Empfehlungen kollidieren. Fragt bitte gezielt nach!<br />

Jede Ernährungsanamnese ist individuell und erfordert von uns eine auf<br />

den Patienten abgestimmte Aufklärung und Beratung.<br />

Diese sollte in kleinen Schritten erfolgen und natürlich zielführend sein.<br />

Einfühlungsvermögen und sensibler Umgang, mit dem Wunsch nach<br />

Veränderung der Ernährung, bringen uns das Vertrauen der Patienten.<br />

Ernährungsanamnese-/protokoll, Abrechnung<br />

und Dokumentation<br />

Wir erörtern in der Praxis beim Abgleich der Anamnese die Ernährungsgewohnheiten<br />

und bieten bei Bedarf die notwendige Aufklärung<br />

und Unterstützung an. Die Beratung wird im Rahmen der<br />

Professionellen Zahnreinigung bei Erwachsenen und der Individualprophylaxe<br />

bei Kindern und Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten<br />

durchgeführt. Bei sehr umfangreichen Beratungen, die<br />

den zeitlichen Rahmen von circa fünf bis zehn Minuten deutlich überschreiten,<br />

bieten wir dem Patienten einen gesonderten Termin an. Je<br />

nach Umfang und Dauer des Aufklärungsgespräches berechnen wir<br />

nach GOZ/GOÄ Analogpositionen/Verlangensleistungen.<br />

Ernährungsprotokolle und Informationsblätter bekommt der Patient für<br />

seine häusliche Mitarbeit und Dokumentation von uns ausgehändigt.<br />

Zusätzlich können wir mit dem Screening Programm ParoStatus.de<br />

Befunde und Beratungen dokumentieren und im weiteren Verlauf mit<br />

dem Patienten vergleichen und analysieren. Das Ernährungsprotokoll<br />

macht deutlich, wie der Patient sich unter den oben genannten<br />

Faktoren ernährt. Anhand des Protokolls ist die Wahrnehmung einer<br />

Mangel- und/oder Fehlernährung für unsere Patienten deutlicher<br />

Anzeige


14 Ernährung und Prophylaxe<br />

und sie sind prinzipiell motivierter ihre Ernährung dauerhaft umzustellen.<br />

Regelmäßige Recalltermine und die Auswertung der Protokolle<br />

unterstützen und begleiten den Patienten.<br />

Interdiziplinäre Zusammenarbeit mit Hausärzten<br />

und Kontrolle durch Blutabnahme<br />

Zur Kontrolle der Vitaminwerte bitten wir den Patienten bei seinem<br />

Hausarzt ein umfangreiches Blutbild anfertigen zu lassen. Dieses gibt<br />

Aufschluss über eventuelle Mangelerscheinungen oder Zufallsbefunde,<br />

wie zum Beispiel eine bis jetzt nicht diagnostizierte Diabetes. Das<br />

hierbei ein großes Risiko liegt, zeigt die hohe Dunkelziffer der nicht<br />

erkannten Diabetes Typ 2-Patienten.<br />

Mangelerscheinungen wirken sich sowohl auf die Zahn- als auch auf<br />

die allgemeine Gesundheit aus. In unseren Aufklärungsgesprächen<br />

motivieren wir die Patienten, dass durch eine ausgewogene Ernährung<br />

auch die Lebensqualität verbessert werden kann. Raucher sind<br />

besonders gefährdet und haben einen erhöhten Bedarf an Mikro- und<br />

Makronährstoffen. Wir empfehlen bei Rauchern die Mundhygienehilfsmittel<br />

wie Zahnpasta/Spüllösung mit Vitamin C-haltigen Produkten<br />

zu ergänzen. Dies geschieht auch bei Patienten, die keine Veränderung<br />

in ihren Ernährungsgewohnheiten wünschen. Zielführend ist<br />

hierbei, dass auch minimale positive Einwirkungen eine Veränderung<br />

des Krankheitsbildes schaffen.<br />

In der Karies- und Gingivitisprävention weisen wir auf die Gefahren<br />

hin, die sich durch zu hohen und gegebenenfalls versteckten Zuckerkonsum<br />

zeigen. Die Kombination von Zucker und Säure in einem<br />

Getränk ist besonders gefährlich, denn sie verstärkt die kariogene<br />

Wirkung. Reduktion von weißem Zucker und Alternativen wie zum<br />

Beispiel Birkenzucker (Xylit) sind Bestandteil eines Aufklärungsgespräches.<br />

Um die Gefahr von Erosionen zu mindern, empfehlen wir<br />

möglichst stilles Wasser oder Schorlen zu trinken. Nach den Mahlzeiten<br />

ist das Kauen von zuckerfreiem Xylit-haltigem Kaugummi zu<br />

empfehlen.<br />

Gesundes Trinkverhalten und Kauaktive Nahrung<br />

Jeder Mensch sollte täglich circa zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit<br />

zu sich nehmen. Bei einem Erwachsenen liegt der tägliche Bedarf zwischen<br />

20 und 45 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht.<br />

Oftmals erkennen die Patienten erst durch das Ernährungsprotokoll<br />

wie viele zucker- und säurehaltige Getränke über den Tag verteilt getrunken<br />

werden. Betrachtet man als Beispiel die Mischgetränke, stellt<br />

man fest, dass sie mit Kohlensäure angereichert werden und einen hohen<br />

Kaloriengehalt, viel Zucker und einen nicht unerheblichen Säureanteil<br />

aufweisen. Deshalb werden in einer zahngesunden Ernährungsberatung<br />

besonders kalorien- und säurearme Getränke empfohlen.<br />

Kauaktive Nahrung festigt den Zahnhaltapparat, fördert den Speichelfluss<br />

und damit die orale Clearance der Mundhöhle. Als kauaktiv<br />

gelten naturbelassene Gemüse, Vollkornbrot, frisches Obst, Haferflocken,<br />

Kartoffeln, Vollkornreis und Hülsenfrüchte.<br />

Probiotika und Mikronährstoffpräparate<br />

Eine gesunde Ernährung, reich an frischer biologischer Kost, unterstützt<br />

den Körper und Heilungsprozesse. Wo sich jedoch ein Krankheitsgeschehen<br />

manifestiert hat, reicht das unter Umständen nicht<br />

aus. Hier empfehlen wir bei einer immer wieder auftretenden Gingivitis<br />

oder chronischen Parodontitis als Kur unter anderem Probiotika.<br />

Ein Probiotikum unterstützt die Gesunderhaltung des Zahnfleisches<br />

und fördert das Gleichgewicht der Mundflora. Der Patient lutscht<br />

in der Regel einmal täglich eine Pastille, da über die Schleimhäute<br />

die größtmögliche Wirksamkeit erzielt wird und beendet nach einer<br />

Packungseinheit die Einnahme. Auch das Mikronährstoffpräparat<br />

Itis-Protect ® kommt unterstützend in der Parodontitistherapie zum<br />

Einsatz, wenn trotz guter Mundhygiene und Compliance bei Patienten<br />

mit chronischen Zahn- und Zahnfleischproblemen nicht der gewünschte<br />

Heilungsverlauf eintritt.<br />

Abrechnung<br />

Eine ausführliche individuelle Beratung über zahngesunde Ernährung,<br />

in Zusammenhang mit der Auswertung eines Ernährungsfragebogens/Ernährungsanamnese<br />

und Protokolls, ist eine Privatleistung und<br />

wird daher von uns auch einem Kassenpatienten in Rechnung gestellt.<br />

Dabei ist zu beachten, dass die Berechnung weder in der GOZ noch<br />

in der GOÄ geregelt ist. Entsprechend gibt es unterschiedliche Empfehlungen,<br />

wie zum Beispiel die Berechnung nach §2 Abs.3 GOZ als<br />

„Verlangensleistung“ oder nach §6 Abs.2 GOZ als „Analogleistung“.<br />

Die Vereinbarung mit den Kassenpatienten ist nach §4 Abs.5 BMV-Z<br />

bzw. §7 Abs.7 EKVZ zu treffen und schriftlich zu dokumentieren.<br />

Abrechnungsbeispiel<br />

GOÄ 6 a<br />

Erhebung der Ernährungsanamnese und gegebenenfalls<br />

Defizite analog gemäß §6(1) GOZ entsprechend<br />

GOÄ 6, einschließlich Dokumentation<br />

GOZ 6020 Ausführliche Auswertung der Ernährungsanamnese<br />

analog gemäß §6(1) GOZ entsprechend<br />

GOZ 6020<br />

GOÄ 34a Ausführliche Ernährungsberatung gemäß §6(1)<br />

GOZ entsprechend GOÄ 34, Dauer mindestens<br />

20 Minuten<br />

GOÄ 76<br />

Individueller schriftlicher Plan, für jeden Patienten<br />

einzeln ausgestellt<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Praxistipp<br />

Wir rechnen die ausführliche Ernährungsberatung zur<br />

Ausschaltung zahnschädlicher Gewohnheiten mit der<br />

GOÄ-Nr. 3 ab. Hierbei handelt es sich beim Privatpatienten<br />

um eine eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende<br />

Beratung von mindestens zehn Minuten Dauer.<br />

Fazit<br />

Ernährungsberatungen haben in der Prophylaxe ihren Stellenwert<br />

und sollten in jedes professionelle Praxiskonzept integriert<br />

werden. Die Unterversorgung von Nährstoffen kann negative<br />

Auswirkungen auf die Immunabwehr sowie die Anfälligkeit<br />

für eine Vielzahl von Krankheitserregern haben und dadurch<br />

zu einem erhöhten Risiko für Infektionen, Komplikationen und<br />

Schweregrad der Erkrankung beitragen. Grundsätzlich empfehlen<br />

wir den Patienten eine abwechslungsreiche, ausgewogene,<br />

zucker- und säurearme Ernährung reich an wertvollen Mikronährstoffen<br />

und unterstützen sie bei der Umstellung.<br />

Anzeige<br />

Itis-Protect®<br />

Zum Diätmanagement<br />

bei Parodontitis<br />

„Mit Itis-Protect können<br />

Entzündungen des<br />

Zahnhalteapparates effektiv<br />

bekämpft werden.“<br />

Wiebke Volkmann,<br />

Geschäftsführerin hypo-A GmbH<br />

Studien-<br />

geprüft!<br />

Bei Verdacht auf eine Mangelernährung erwägen wir die Verwendung<br />

von Nahrungsergänzungsmitteln, Probiotika und<br />

die interdiziplinäre Zusammenarbeit mit den Hausärzten. So<br />

können wir in der Zahnarztpraxis unsere Patienten nicht nur<br />

im Zusammenhang mit der Kariesprävention, sondern auch in<br />

Bezug auf parodontale Erkrankungen, die Wirkung und Bedeutung<br />

einer gesunden Ernährung auf die orale und systemische<br />

Gesundheit erläutern und ihre Lebensqualität verbessern.<br />

Itis-Protect® wirkt –<br />

bei beginnender und<br />

chronischer Parodontitis<br />

60 % entzündungsfrei in 4 Monaten<br />

unterstützt ein gesundes Mikrobiom<br />

trägt zur Regeneration von Gewebe bei<br />

reduziert Parodontitis-bedingten Zahnverlust<br />

stabilisiert das Immunsystem<br />

Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät).<br />

Nicht zur Verwendung als einzige Nahrungsquelle geeignet. Nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden.<br />

Birgit Thiele-Scheipers<br />

Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin<br />

Referentin der ZÄK Westfalen-Lippe,<br />

Freie Referentin und Praxistrainerin<br />

E-Mail: birgit.thielescheipers@gmail.com.<br />

IT-RECALL 20<strong>21</strong><br />

Mehr Informationen<br />

erhalten Sie unter itis-protect.de<br />

und auf hypo-a.de/infos<br />

hypo-A GmbH, Tel. +49 (0)451 307 <strong>21</strong> <strong>21</strong>, info@hypo-a.de<br />

www.hypo-a.de


16 Ernährung und Prophylaxe<br />

Mundhygiene und<br />

Ernährung „nicht nur” in<br />

der Schwangerschaft<br />

© proDente e.V.<br />

Eine Schwangerschaft ist eine ganz besondere Erfahrung für jede Frau. In dieser Zeit werden<br />

an die werdende Mutter besondere körperliche und seelische Anforderungen gestellt. Ich selbst<br />

befinde mich nun schon zum zweiten Mal in diesem glücklichen Zustand und würde euch gerne<br />

ein paar Empfehlungen zur Ernährung, zur optimalen Mundhygiene, sowie nützliche Tipps für die<br />

Praxis, gegen die ,,typischen“ Schwangerschaftsbeschwerden geben.<br />

Text Désirée Voglau<br />

Über meine Schwangerschaftsverkündung haben sich auch meine<br />

Chefs wirklich gefreut und darauf glücklicherweise positiv reagiert<br />

(was ja eigentlich der Fall sein sollte, aber leider nicht immer zutrifft).<br />

Da ich überwiegend als Dentalhygienikerin tätig war und somit viel<br />

Patientenkontakt hatte, fehlte ich nun von einem auf den anderen<br />

Tag im Prophylaxebereich. Durch eine gute Organisation im Vorfeld<br />

und Flexibilität von Seiten der Kolleginnen wurde mein Ausfall relativ<br />

schnell kompensiert. Durch das Engagement meiner Chefs, die mir<br />

einen Arbeitsplatz schwangerengerecht einrichteten, konnte ich noch<br />

für ein paar Wochen im Büro arbeiten und so unser Qualitätsmanagement<br />

optimieren.<br />

Seit Januar bin ich nun freigestellt und befi nde mich im Beschäftigungsverbot.<br />

Durch die aktuelle Corona-Situation kommt mir das<br />

sehr entgegen und auch ohne Arbeit wird mir nicht langweilig. Ich<br />

habe ja bereits ein Kleinkind, den Haushalt und es gibt zahlreiche<br />

Angebote für Webinare, man will ja die Zeit nicht ungenutzt lassen.<br />

Auch was die kommende Elternzeit angeht, sind die Chefs sehr fl e-<br />

xibel und freuen sich auf meinen Wiedereinstieg in absehbarer Zeit.<br />

Eine Schwangerschaft geht natürlich nicht spurlos an einem vorbei.<br />

Sie macht sich unter anderem auch in unserer Mundhöhle bemerkbar.<br />

Man muss wissen, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko für Zahnfl<br />

eischentzündungen (Gingivitis) und Parodontitis haben. Die Hormonumstellung<br />

hat Auswirkungen auf unser Zahnfl eisch. Es wird stärker<br />

durchblutet, ist dadurch weicher und manchmal leicht angeschwollen.<br />

Vermehrtes Zahnfl eischbluten ist oft das erste Anzeichen einer Zahnfl<br />

eischentzündung, der sogenannten Schwangerschaftsgingivitis.<br />

Wichtig ist zu wissen, dass dieser Zustand meist nur vorübergehend<br />

ist und durch eine gründlichere Mundhygiene behoben werden kann.<br />

Hilfreich können hier verschiedene Produkte wie zum Beispiel ParoMit<br />

Q10 (Zantomed) sein, die begleitend zu einer Gingivitis oder Parodontitis<br />

genommen werden können und das Zellwachstum sowie die<br />

Abwehrkräfte optimal unterstützen.<br />

In Ausnahmefällen kann es während der Schwangerschaft zu extremen<br />

Zahnfl eischwucherungen und Parodontitis kommen. Deswegen<br />

ist es ratsam, bereits vor Beginn einer Schwangerschaft beziehungsweise<br />

bei der Planung an eine gesunde Mundfl ora sowie an eine gute<br />

Mundhygiene zu denken. Durch zahnärztliche Kontrollen und professionelle<br />

Zahnreinigung(en) können so schon frühzeitig eventuelle<br />

Störfaktoren wie Karies, Gingivitis oder ähnliches vermieden oder<br />

beseitigt werden.<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Ernährung und Prophylaxe<br />

17<br />

Während der Schwangerschaft ist es sinnvoll mindestens zweimal zur<br />

zahnärztlichen Untersuchung (im ersten und letzten Drittel) sowie zur<br />

Prophylaxe zu gehen. Selbstverständlich gilt das auch für mich. Bereits<br />

vor meiner Schwangerschaft war ich regelmäßig zur Kontrolle wie auch<br />

zur Professionellen Zahnreinigung, habe auf eine gute Mundhygiene<br />

geachtet und auch bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel war ich<br />

beim Zahnarzt und zur Prophylaxe. Doch vielen unserer Patientinnen ist<br />

der Zusammenhang zwischen Schwangerschaft und Mundgesundheit<br />

leider oft nicht bekannt. Hierfür ist die Aktualisierung der allgemeinen<br />

Anamnese immens wichtig, da ihr im Zuge der Erhebung auch diese<br />

Informationen abfragen könnt. Hilfreich sind zudem ausgelegte Infobroschüren<br />

im Wartezimmer oder ein Hinweis auf der Praxishomepage. Bei<br />

Interesse können euch die Patientinnen dann direkt darauf ansprechen.<br />

Im Zuge einer solchen Beratung sollte die werdende Mutter auch gleich<br />

darüber aufgeklärt werden, dass Kariesbakterien nicht von Geburt an<br />

in der Mundhöhle heimisch sind und das eine ,,Ansteckung“ durch<br />

Speichelkontakt im Babyalter, zum Beispiel durch abgeleckte Löffel<br />

oder Schnuller, erfolgen kann. Eltern und andere Bezugspersonen sollten<br />

möglichst kariesfrei sein (also rechtzeitig saniert werden), um das<br />

Übertragungsrisiko zu minimieren und ihr solltet auf solche Verhaltensweisen<br />

hinweisen, damit diese Fehler vermieden werden können.<br />

Voraussetzung für die Prävention von Zahn- und Parodontitiserkrankungen<br />

in Schwangerschaft, Säuglings- und Kleinkindalter ist eine<br />

frühzeitige und gute Aufklärung über die optimale Mundhygiene, eine<br />

Ernährungsberatung und die frühzeitige Zahnpfl ege des Säuglings!<br />

Mundhygienetipps<br />

· Wenn möglich nach jeder Mahlzeit die Zähne mit einer fl uoridhaltigen<br />

Zahnpasta putzen.<br />

· Die Zähne mindestens zweimal täglich putzen, insbesondere<br />

abends vor dem Schlafengehen, da in der Nacht durch eine<br />

geringere Speichelproduktion leicht Karies entstehen kann.<br />

· Bei empfi ndlichem Zahnfl eisch empfehlen wir die Verwendung<br />

einer weichen Zahnbürste.<br />

· Alle acht bis zwölf Wochen die Bürste oder den Bürstenkopf<br />

wechseln.<br />

· Für eine ideale Mundhygiene ist auch die Interdentalraumreinigung,<br />

egal ob mit Bürstchen, Zahnseide oder Minifl osser,<br />

zu empfehlen.<br />

· Auch die Zunge sollte bei Bedarf gereinigt werden, sie beherbergt<br />

viele Bakterien.<br />

Anzeige<br />

OHNE<br />

MIKROPLASTIK<br />

Exklusive nachhaltige Komplettpflege für Zähne und Zahnfleisch<br />

MEDIZINISCHE SPEZIAL-ZAHNCREME<br />

MIT NATUR-PERL-SYSTEM<br />

✔ optimale Reinigung bei<br />

minimaler Abrasion (RDA 32)<br />

✔ für die 3 × tägliche Zahnpflege<br />

✔ Doppel-Fluorid-System (1.450 ppmF)<br />

✔ für natürliches Zahnweiß<br />

JETZT PROBEN ANFORDERN<br />

Bestell-Fax: 0711 75 85 779-67<br />

Bitte senden Sie uns kostenlos:<br />

ein Probenpaket mit Patienteninformationen<br />

Praxisstempel, Anschrift<br />

DAS PERL-SYSTEM<br />

Kleine, weiche, zu 100 % biologisch<br />

abbaubare Perlen rollen<br />

Beläge einfach weg; schonend<br />

für Zähne und Umwelt –<br />

ohne Mikroplastik.<br />

<strong>recall</strong> April 20<strong>21</strong><br />

Datum/Unterschrift<br />

Dr. Liebe Nachf. GmbH & Co. KG<br />

D-70746 Leinfelden-Echterdingen<br />

bestellung@pearls-dents.de<br />

www.pearls-dents.de


18 Ernährung und Prophylaxe<br />

Tipps bei Würgereiz und Übelkeit<br />

Übelkeit, Würgereiz und dadurch häufiges Erbrechen können die<br />

Zähne durch die sehr aggressive Magensäure schädigen und der<br />

Zahnschmelz wird angegriffen. Die Reinigung der Prämolaren<br />

kann häufig ein zusätzlicher Auslöser für einen Brechreiz sein.<br />

Hier rate ich zu sehr behutsamen Putzen, möglichst nicht auf<br />

nüchternen Magen und zur Erleichterung eventuell eine kleine<br />

Kinderzahn- oder Einbüschelbürste (zum Beispiel TePe Compact<br />

Tuft) zu verwenden. Sie bringt den Vorteil, dass man nicht gegen<br />

die Schleimhäute im Rachen- oder den hinteren Zungenbereich<br />

stößt, was den Brechreiz verursachen kann.<br />

Wer unter starkem Würgereiz oder gar Erbrechen leidet, sollte<br />

Folgendes beachten:<br />

· Die Zähne nach dem Essen nicht sofort putzen (circa eine halbe<br />

Stunde warten).<br />

· Besser mit einer fluoridhaltigen Mundspülung (alkoholfrei)<br />

oder mit lauwarmen Wasser ausspülen.<br />

· Für die Zahnpflege zwischendurch oder falls die Zeit zum<br />

Zähne putzen fehlt, empfehlen wir zuckerfreie Zahnpflegekaugummis.<br />

Das Kauen von zuckerfreien Kaugummis unterstützt die Neutralisierung<br />

von Plaque-Säuren, führt zu einer Remineralisierung<br />

und Kräftigung der Zähne und kann Sodbrennen lindern.<br />

Käse mit niedriger Fettstufe. Den Kohlenhydratbedarf decken Getreideprodukte,<br />

Reis, dunkles Brot und Teigwaren (Vollkornprodukte), sowie<br />

Kartoffeln.<br />

Auf extrem scharfe, fetthaltige und saure Lebensmittel sollte lieber verzichtet<br />

werden. Diese können unter anderem Sodbrennen verstärken.<br />

Bei Heißhunger auf Süßes oder Saures sollte auf das Timing geachtet<br />

werden. Wenn möglich am besten direkt nach einer Hauptmahlzeit zu<br />

sich nehmen. Dadurch kann sich zum einen die Mundflora erholen und<br />

zum anderen kommt es zu weniger Säureattacken auf den Zahnschmelz.<br />

Zugegeben passt das Timing nicht immer. Wenn es dann zwischendurch<br />

doch etwas sein darf, dann lieber Obst, Gemüse oder auch Trockenfrüchte.<br />

Generell sollten lieber kleinere Mahlzeiten, dafür aber öfter,<br />

konsumiert werden. Ideale Durstlöscher sind (Mineral-) Wasser, ungesüßte<br />

Kräuter- und Früchtetees und verdünnte Obst- und Gemüsesäfte.<br />

Es gibt aber auch einige Lebensmittel auf die ihr, aufgrund der Gefahr<br />

vor Toxoplasmose, Salmonellen und Listerien, verzichten solltet. Das<br />

sind unter anderem Rohwürste (Mettwurst, Salami, Teewurst, etc.),<br />

Räucherlachs, Sushi, Speisen mit rohen Eiern, Weich- und Rohmilchprodukte,<br />

sowie Schimmelkäse. Auf Alkohol und Nikotin sollte während<br />

der gesamten Schwangerschaft und am besten schon davor komplett<br />

verzichtet werden. Koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee, schwarzer Tee,<br />

etc., solltet ihr in Maßen zu euch nehmen. Süße und zuckerhaltige Lebensmittel<br />

und Getränke (Säfte, Süßigkeiten, etc.) sollten kein Dauerzustand<br />

sein, sondern eine Ausnahme darstellen. Zugegeben ganz ohne<br />

Süßigkeiten geht es nicht immer.<br />

Ernährungsempfehlungen<br />

Gerade in der Schwangerschaft solltet ihr und natürlich auch eure<br />

schwangeren Patientinnen auf eine ausgewogene Ernährung achten,<br />

denn diese ist nicht nur für die Zahngesundheit sehr wichtig, sondern<br />

unterstützt auch gleichzeitig die Allgemein- und Zahnentwicklung bei<br />

den ungeborenen Babys.<br />

Nachfolgend möchte ich euch ein paar Ernährungsempfehlungen für die<br />

Schwangerschaft mitgeben, welche ihr selbst berücksichtigen solltet<br />

und auf jeden Fall euren Patientinnen weitergeben dürft.<br />

In der Schwangerschaft empfiehlt es sich besonders auf eine vitaminund<br />

mineralstoffreiche, aber fettarme Kost zu achten. Die Versorgung<br />

mit Folsäure, Eisen, Vitamin B12, Jod und Calcium ist während der<br />

Schwangerschaft immens wichtig. Reichlich frisches Obst und Gemüse<br />

sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sollten auf dem Speiseplan<br />

nicht fehlen. Es sollten möglichst Produkte mit Bio-Siegel gekauft werden,<br />

da diese weniger mit Umweltgiften, wie zum Beispiel Pestiziden,<br />

belastet sind. Auch Kräuter, Pilze, Nüsse und Sprossen sind günstige<br />

Nährstofflieferanten. Für die notwendige Eiweißzufuhr sorgen Fisch,<br />

gegartes (mageres) Fleisch, Eier, Sojaprodukte, Milcherzeugnisse und<br />

Die Schwangerschaft betreffend gibt es viele weitere Beschwerden von<br />

denen doch einige Frauen betroffen sind. Eine dieser Beschwerden ist<br />

die oben bereits erwähnte Übelkeit und das Erbrechen. Auch ich blieb<br />

dieses Mal (leider) nicht davor verschont und hatte das ein oder andere<br />

Mal ziemlich damit zu kämpfen. Vor allem bei morgendlicher Übelkeit<br />

hilft es den Tag entspannt und ohne Hektik zu beginnen. Den Wecker<br />

am besten eine halbe Stunde früher als notwendig stellen. Vor dem Aufstehen<br />

eine Tasse Tee oder eine Scheibe trockenes Brot im Bett essen,<br />

das hilft wirklich sehr gut. Wer die Zeit und einen fürsorglichen Partner<br />

hat, kann auch gerne das Frühstück im Bett genießen und sich danach<br />

noch etwa eine halbe Stunde ausruhen. Wer bereits Kinder hat, weiß,<br />

dass das nicht immer umsetzbar ist. Zum Mittagessen eine warme Suppe<br />

oder öfter die „gesunde“ Lieblingsspeise essen und auf sehr fetthaltige<br />

Speisen lieber verzichten. Was auch tatsächlich gegen Übelkeit<br />

hilft, ist frische Luft, das kann ich euch wirklich nur empfehlen! Auch<br />

Entspannungsübungen wie Yoga oder ähnliches haben sich als hilfreich<br />

erwiesen.<br />

Weitere Unannehmlichkeiten können unter anderem noch nächtliche<br />

Wadenkrämpfe sein, die ein Zeichen von Magnesiummangel sind.<br />

Nüsse, Hülsenfrüchte, Leinsamen, Mangold, etc. enthalten ausreichend<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Ernährung und Prophylaxe<br />

19<br />

Magnesium, die diese lindern können. Eine Zufuhr über Magnesiumpräparate<br />

sollte vom Arzt verschrieben werden.<br />

Auch Sodbrennen tritt bei der ein oder anderen Schwangeren auf. Milderung<br />

verschaffen hier Leinsamentee, Kartoffelsaft (aus dem Reformhaus),<br />

Heilerde (fein gemahlen), Silicea, Puffreis oder Reiswaffeln, ein<br />

Stück trockenes Brot und Mandeln (langsam kauen). Ebenfalls leiden einige<br />

unter Verstopfung (Obstipation). Die Einnahme von Eisenpräparaten<br />

kann diese noch verschlimmern. Linderung schafft hier unter anderem<br />

viel trinken, am besten sulfathaltiges Mineralwasser (mehr als 1400<br />

ml täglich), sowie viele Ernährungstipps wie zum Beispiel: Morgens auf<br />

nüchternen Magen ein Glas warmes Wasser trinken, eingeweichte Trockenpflaumen,<br />

Pflaumensaft trinken und vieles mehr.<br />

Abschließend kann man sagen, dass für die Aufrechterhaltung der<br />

Zahn- und Allgemeingesundheit eine optimale Mundhygiene sowie eine<br />

abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sehr wichtig sind.<br />

Hier kommt es nicht auf die Quantität, sondern Qualität an. Eine ausgewogene<br />

Ernährung hat einen wesentlichen Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf<br />

und die Entwicklung des Kindes. Daher sollte nicht ,,für<br />

zwei gegessen“, sondern ,,an zwei gedacht“ werden.<br />

Es gibt noch viele weitere Tipps und Hinweise, was die Ernährung in der<br />

Schwangerschaft betrifft. Ich hoffe, ich konnte euch einige hilfreiche<br />

Tipps geben, die ihr selbst anwenden oder euren schwangeren Patientinnen<br />

an die Hand geben könnt. Denkt bitte nicht nur bei Schwangeren<br />

an die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung. In solchen Umständen<br />

umso mehr, denn wir haben nicht nur uns selbst gegenüber eine enorme<br />

Verantwortung, auch für das Neugeborene.<br />

Désirée Voglau<br />

Dentalhygienikerin<br />

Zahnarztpraxis Plank<br />

Pfitznerstraße 22 · 85057 Ingolstadt<br />

E-Mail: desiree_straub@web.de<br />

www.zahnarzt-ingolstadt.com<br />

Anzeige<br />

TITANDIOXID<br />

NEU<br />

OHNE<br />

Die optimierte Aminomed –<br />

durch klinische Studien bestätigt<br />

1<br />

Klinische Anwendungsstudie unter dermatologischer und<br />

zahnmedizinischer Kontrolle, durchgeführt von dermatest 01/20<strong>21</strong><br />

2<br />

Messmethode „Züricher Modell“. Aminomed bisher: RDA 50<br />

Die weiterentwickelte Formulierung der medizinischen<br />

Kamillenblüten-Zahncreme ist jetzt noch empfehlenswerter<br />

für Sensitiv-Patienten und bei erhöhtem Parodontitis-Risiko:<br />

✔ einzigartiges Doppel-Fluorid-System mit erhöhtem<br />

Fluoridanteil (1.450 ppmF)<br />

✔ ohne Titandioxid – so werden die natürlichen Inhaltsstoffe<br />

wie z. B. Kamillenextrakte sichtbar<br />

✔ noch sanftere Zahnpflege (RDA 31) 2 bei sehr guter<br />

Plaqueentfernung<br />

✔ für die bestmögliche Mundpflege bei gereiztem Zahnfleisch<br />

und empfindlichen Zähnen<br />

Wirksamkeit bestätigt durch zahnmedizinische<br />

Untersuchungen und klinische Studien<br />

68,5<br />

%<br />

54,1<br />

%<br />

Senkung des<br />

Gingiva-Index<br />

nach 4 Wochen 1<br />

56,9<br />

%<br />

weniger Schmerzempfindlichkeit<br />

bereits nach 7 Tagen 1<br />

Senkung des<br />

Plaque-Index<br />

nach 4 Wochen 1<br />

Kostenlose Proben:<br />

Bestell-Fax: 0711-75 85 779-67<br />

E-Mail: bestellung@aminomed.de<br />

Praxisstempel, Anschrift<br />

Datum, Unterschrift<br />

<strong>recall</strong> April <strong>21</strong><br />

Dr. Liebe Nachf. GmbH & Co. KG<br />

D-70746 Leinfelden-Echterdingen<br />

www.aminomed.de/zahnaerzte<br />

aminomed – die medizinische Kamillenblüten-Zahncreme


20<br />

Ernährung und Prophylaxe<br />

Ernährungslenkung<br />

in der Prophylaxe<br />

Wie wichtig ist sie?<br />

Bild links: © master 1305 freepik; Bild rechts: © www.freepik.com<br />

Die Allgemein- und Mundgesundheit hängen unmittelbar mit der Ernährung zusammen und in der<br />

Prophylaxe haben wir die Möglichkeit, unsere Patienten dafür zu sensibilisieren und zu lenken.<br />

In den nachfolgenden Gedanken, Tipps und Empfehlungen von der Dentalhygienikerin Doreen<br />

Schladitz aus der Smile Health GmbH - MVZ Zahncenter Am Bahnhof erfahrt ihr, wie sie und ihre<br />

Kolleginnen darüber denken und es während der Prophylaxe umsetzen.<br />

Text Doreen Schladitz<br />

Jeder Patient, der zu uns kommt, wird natürlich immer freundlich empfangen<br />

und auch in Corona-Zeiten mit einem Lächeln hinter der Maske<br />

begrüßt. Wir nehmen uns grundsätzlich ausreichend Zeit für die allgemeine<br />

und spezielle Anamnese. Dazu gehören neben Fragen nach dem<br />

Wohlbefi nden auch die nach allgemeinen Erkrankungen, Stressfaktoren<br />

und natürlich auch zur Ernährung beziehungsweise zur Basis- und<br />

erweiterten Fluoridierung (Verwendung von fl uoridiertem Speisesalz,<br />

fl uoridhaltigen Zahnpasten und Mundspüllösungen etc.).<br />

Was man im Vorfeld abfragen kann, ist immer sehr hilfreich bei der anschließenden<br />

Inspektion der Mundhöhle. Hier stellen wir fest, ob Patienten<br />

Zahnhartgewebsdestruktionen in Form von Erosionen, Abrasionen,<br />

Karies, Attritionen, Demastikationen und Abfraktionen haben. Eine zunehmend<br />

wichtige Rolle bei unseren jungen Patienten spielt auch das<br />

Erkennen der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Hierfür gibt<br />

es eine Klassifi kation, den MIH-Treatment Need Index. Die Besonderheiten<br />

der Strukturen des Zahnschmelzes und des Dentins geben immer<br />

Rückschlüsse auf Ernährungsgewohnheiten und bilden so die Grundlage<br />

für den Aufbau einer individuellen Beratung und der daraus resultierenden<br />

Motivation des Patienten. „Man kann heute schon sehen, wo<br />

das Morgen alles hinführt…” Leider ist die Ernährungsberatung nicht<br />

im BEMA implementiert, weshalb es auch schwierig ist eine umfassende<br />

Beratung durchzuführen. Jedoch wissen wir, wie ein Prophylaxekreis<br />

aufgebaut ist und man muss leider erkennen, dass für individuelle Beratung<br />

ohne privatärztliche Abrechnung oft nicht genügend Zeit zur<br />

Verfügung steht.<br />

Unsere Patienten werden zunehmend älter und laut Fünfter Deutscher<br />

Mundgesundheitsstudie haben sie länger ihre eigenen Zähne. Das<br />

stellt uns vor große Herausforderungen, da diese Patientengruppe<br />

zum großen Teil auch Medikamente einnimmt, welche den Speichelfl<br />

uss stark beeinfl ussen (Stephankurve) und wir alle wissen, was verminderter<br />

Speichelfl uss für einen Effekt in der Mundhöhle hat. Aber<br />

auch Lifestyle-Produkte, wie diverse Limonaden und andere stark<br />

säurehaltige Getränke und Convenience-Produkte, führen gerade bei<br />

den jüngeren Patienten immer mehr zu Erosionen. Nach Schätzungen<br />

liegen bei etwa einem Drittel der westlichen Bevölkerung Zahnerosionen<br />

vor. Dazu kommt, dass Zahnerosionen an Milchzähnen das Risiko<br />

der Entstehung erosiver Läsionen am bleibenden Zahn (Ganss et al<br />

2001a) signifi kant erhöhen.<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Ernährung und Prophylaxe<br />

<strong>21</strong><br />

Insgesamt bleibt die Frage, wie wir die Prophylaxe so aufbauen können,<br />

dass wir unsere Patienten stärker an uns binden? Dabei ist die Vorstellung,<br />

dass wir bei der Professionellen Zahnreinigung nur Zähne putzen<br />

nicht mehr zeitgemäß.<br />

Uns als Fachpersonal fällt daher eine große Schlüsselrolle zu. Wir müssen<br />

über gute kommunikative Fähigkeiten, aber auch therapeutisches<br />

Wissen verfügen und einen großen Anspruch an unsere Arbeit haben,<br />

welches uns in die Lage versetzt umfassend und zusammenhängend<br />

zu arbeiten.<br />

Wir sollten auch zu jedem Befund im Mund eine Überleitung zur<br />

Ernährung herstellen können und das auch tun! Der Patient bekommt<br />

dadurch das Gefühl optimal und individuell beraten worden zu sein<br />

und nimmt das meist dankend mit nach Hause. Außerdem stärkt es die<br />

Compliance und seine orale Kompetenz!<br />

Weiterhin können im Ablauf einer Prophylaxesitzung auch andere<br />

Erkrankungen im Mund festgestellt und hergeleitet werden. Auch hier<br />

ist die Befundung und Aufnahme von Blutungs- und Plaqueindizes<br />

unerlässlich. Das Erkennen einer Parodontitis und das daraus resultierende<br />

Handeln ist wichtig für das Verständnis um eine Erkrankung, welche<br />

zunächst keine Beschwerden hervorruft. Hier spielt die Ernährung<br />

neben der richtigen Putztechnik, dem Anwenden von Interdentalraumbürstchen<br />

sowie additiv einer Mundspüllösung, eine wichtige Rolle.<br />

hinzuschauen. Ausgehend von einem möglichen Verdacht Prädiabetes<br />

bauen wir gerade ein Konzept zur interdisziplinären Zusammenarbeit<br />

aus. Nicht zu vergessen: Wir in der Zahnarztpraxis sehen jeden Patienten<br />

und es liegt in unserer Verantwortung mit einem breit aufgestellten<br />

Wissen immer „up to date“ zu sein.<br />

Dazu gehört mindestens eine Ernährungslenkung und am besten auch<br />

eine Abfrage zu sportlichen Aktivitäten und allgemeinem Stress sowie<br />

eine Raucherintervention. Wir sollten unseren Patienten eine<br />

Anleitung für ein zahngesundes Leben geben und darüber hinaus auch<br />

mit unserem Wissen der Erhaltung der Gesundheit insgesamt dienen.<br />

Wir in der Smile Health Praxis bieten unseren Patienten und natürlich<br />

auch unseren Kollegen*innen in unserem Instagram Channel regelmäßig<br />

Live-Streams zu verschiedenen Themen. Hier könnt ihr euch das<br />

gerne einmal anschauen: www.instagram.com/toothfairies_smilehealth/<br />

Es sollte uns ein Vergnügen sein, zusammen mit unseren Patienten<br />

einen neuen gesünderen Weg zu beschreiten!<br />

Doreen Schladitz<br />

Dentalhygienikerin<br />

Was passiert aber, wenn der Patient richtig putzt, jedoch den ganzen<br />

Tag schlecht isst!? Welchen Therapieerfolg werden wir haben?<br />

Ein weiterer Zusammenhang besteht auch zwischen Parodontitis und<br />

Diabetes. In unserer Praxis ist es uns ein wichtiges Anliegen genauer<br />

Smile Health GmbH - MVZ Zahncenter Am Bahnhof<br />

Brühl 54 · 04109 Leipzig<br />

Tel.: +49 341 301 47 45<br />

E-Mail: info-leipzig@smile-health.de<br />

www.smile-health.de<br />

Anzeige<br />

JETZT<br />

UNSERE PROPHY<br />

BESTSELLER TESTEN!<br />

Kleiner runder Kopf<br />

verbessert die Sicht<br />

und den Zugang<br />

Kurze und weiche<br />

Kelche schmiegen<br />

sich optimal an die<br />

Zahnoberfläche<br />

Schmalster Hals auf<br />

dem Markt<br />

Verbesserte<br />

Griffigkeit<br />

OHNE<br />

LATEX<br />

UND BPA<br />

Testen Sie unsere<br />

Einweg-Winkelstücke<br />

INKL. HANDSTÜCK!<br />

www.youngdental.de


22 Abrechnung<br />

Ernährungsberatung in der<br />

Zahnarztpraxis – wie abrechnen?<br />

Zahngesunde Ernährung ist ein Grundpfeiler in der Individualprophylaxe. Für Patienten der GKV<br />

stehen euch ab dem 6. Lebensmonat die ersten FU-Untersuchungen zur Verfügung. Im Anschluss<br />

erfolgt ab dem 6. bis 17. Lebensjahr das IP-Programm der GKV. Für eure Patienten gilt daher, sie<br />

können ab dem 6. Lebensmonat unterstützende Informationen zur zahngesunden Ernährung erhalten.<br />

Text Jana Brandt<br />

Das ist wichtig, denn der Gesetzgeber hat erkannt, dass die Ernährung<br />

eine wichtige Rolle in der Zahn- und Mundgesundheit spielt. Hierbei<br />

geht es nicht um die Körperfülle des Patienten, sondern um das Vorbeugen<br />

von Zahnschäden durch zuckerhaltige Ernährungsgewohnheiten.<br />

Insbesondere im Kleinkindalter besteht hier ein großes Risiko, denn die<br />

Industrie lockt mit bequemen und „gesunden“ Produkten. Viele Eltern<br />

erkennen nicht die Gefahr der Zuckerzusätze in Obstbrei und Smoothies<br />

für Kinder. Hier seid ihr gefragt! Euer Fachwissen muss diese Gefahr benennen<br />

und die Eltern eindringlich darauf hinweisen, dass auch Fruchtzucker<br />

schädigende Wirkungen haben kann und eine süße Prägung der<br />

Kleinstkinder ungesunde Vorlieben begünstigen kann. Die Ermittlung<br />

der Ernährungsgewohnheiten solltet ihr schon frühzeitig in die Kontrolluntersuchungen<br />

einbinden und in einem Kinderanamnesebogen integrieren.<br />

Folgenden Ablauf könnt ihr für eure kleinsten Patienten anbieten:<br />

FU 1a 6. bis zum vollendeten<br />

9. Lebensmonat<br />

FU 1b 10. bis zum vollendeten<br />

20. Lebensmonat<br />

FU 1c <strong>21</strong>. bis zum vollendeten<br />

33. Lebensmonat<br />

1. FU 2 vom 34. bis zum vollendeten<br />

72. Lebensmonat,<br />

2. FU 2<br />

je 1× in Abstand von 12 Monaten<br />

3. FU 2<br />

IP 2 Von 6 bis 17 Jahren unter anderem:<br />

unter anderem:<br />

Erhebung der Anamnese zum Ernährungsverhalten (insbesondere zum Nuckelflaschengebrauch)<br />

sowie zum Zahnpflegeverhalten durch die Betreuungspersonen, Ernährungs- und Mundhygieneberatung<br />

der Betreuungspersonen mit dem Ziel der Keimzahlsenkung durch verringerten Konsum<br />

zuckerhaltiger Speisen und Getränke auch mittels Nuckelflasche sowie durch verbesserte Mundhygiene,<br />

Aufklärung der Betreuungsperson über die Ätiologie oraler Erkrankungen<br />

unter anderem:<br />

Ernährungs- und Mundhygieneberatung der Betreuungspersonen mit dem Ziel der Keimzahlsenkung<br />

durch verringerten Konsum zuckerhaltiger Speisen und Getränke und verbesserte Mundhygiene<br />

Aufklärung über Ursachen von Karies und Gingivitis v sowie deren Vermeidung, gebenenfalls Ernäh-<br />

v<br />

rungshinweise und Mundhygieneberatung v<br />

Die Inhalte der IP 2 sollen im Turnus von 3 Jahren je einmal erbracht werden. Das bedeutet die<br />

Ernährungsberatung gehört 1× in den Rhythmus von 3 Jahren dazu. Die IP soll altersgerecht<br />

durchgeführt werden.<br />

Patienten der GKV sind somit langfristig ab dem 6. Lebensmonat eingebunden.<br />

Die FU 1 und 2 sind nicht vollständig delegierfähig. Daher müssen<br />

sich Behandler und zahnärztliche Mitarbeiter die Inhalte aufteilen.<br />

Patienten der privaten Versicherung haben diese Vorgaben nicht. Eine<br />

Früherkennungsuntersuchung ist in der GOZ nicht vorhanden, es bleibt<br />

somit euch überlassen, wie ihr in der Praxis die notwendigen Maßnahmen,<br />

Diagnostiken und Unterweisungen plant. Achtet bitte darauf, dass<br />

der Zugriff auf die GOÄ einem ärztlichen Behandler vorbehalten ist. Die<br />

Positionen GOÄ Ä 4, GOÄ Ä 1, GOÄ Ä 3, GOÄ Ä 5 kann nicht von zahnärztlichen<br />

MitarbeiterInnen ohne Approbation erbracht werden. Dennoch<br />

stehen genügend Alternativen zur Verfügung, wenn Leistungen<br />

aufgeteilt und delegiert werden sollen:<br />

6190 Beratendes und belehrendes Gespräch mit Anweisungen zur<br />

Beseitigung von schädlichen Gewohnheiten und Dysfunktionen<br />

Fachgebietsübergreifende Berechnung möglich, sofern schädliche<br />

Gewohnheiten beraten werden – auch für die zahnschädliche<br />

Ernährung Nicht neben GOZ 0010<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Abrechnung<br />

23<br />

Ä 2<br />

1000<br />

1010<br />

§ 6 (1)<br />

Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen<br />

- auch mittels Fernsprecher - durch die Arzthelferin ohne<br />

Beratung, bei einer Inanspruchnahme des Arztes<br />

Erstellung eines Mundhygienestatus und eingehende Unterweisung<br />

zur Vorbeugung gegen Karies und parodontale<br />

Erkrankungen<br />

Kontrolle des Übungserfolges einschließlich weiterer<br />

Unterweisung<br />

Kein Arztkontakt, Anweisung zur Übermittlung von<br />

Anweisungen/Befunden<br />

Dauer mindestens 25 Minuten<br />

Dauer mindestens 15 Minuten<br />

Ernährungsanamnese, Ernährungsberatung, Auswertung Ernährungsanamnese, individueller zahngesunder<br />

Ernährungsplan nach Ernährungsanamnese<br />

Mithilfe der analogen Berechnung lassen sich für Zahnarztpraxen mit<br />

Spezialisierung auf zahngesunde frühkindliche Ernährung spezielle Programme<br />

zusammenstellen. Die zahngesunde Ernährung, die Anamnese<br />

und Betreuung ist in der GOZ nicht vorgesehen. Achtet aber bitte mit<br />

Blick auf die Honorierung auf die Vergütung in der GKV via BEMA. Eine<br />

Leistung nach FU 1a ist mit circa 33,00 € vergütet. Dementsprechend<br />

sollte auch bei ähnlicher Leistung in der privaten Abrechnung ein entsprechendes<br />

zahnärztliches Honorar gefunden werden:<br />

GOZ/GOÄ Leistung F: 2,3<br />

0010 Untersuchung 12,94 €<br />

Ä 1 Beratung 10,72 €<br />

Ä 4 Beratung Bezugsperson 29,49 €<br />

Summe 53,15 €<br />

Alternativ:<br />

GOZ/GOÄ Leistung F: 2,3<br />

Ä 5 Untersuchung 10,72 €<br />

K 1 Kinderzuschlag für Kinder bis 4 Jahre, 6,99 €<br />

zum Beispiel zur Ä5<br />

Ä 1 Beratung 10,72 €<br />

Ä 4 Beratung Bezugsperson 29,49 €<br />

Summe 57,92 €<br />

Hinzu könnt ihr noch die GOZ 1000, 1010 oder analoge Positionen zur<br />

Ernährungsberatung berechnen. Denkt also daran, dass es keine FU 1<br />

und 2 in der GOZ gibt und ihr die Leistungsinhalte der BEMA FU 1 und<br />

2 aus dem BEMA flexibler in die GOZ übernehmen könnt.<br />

Jana Brandt<br />

Freiberufliche ZMV,<br />

Fachautorin & Referentin<br />

Tel.: +49 341 231 032-0<br />

Anzeige<br />

PAROEX ®<br />

Exklusiv in<br />

Zahnarztpraxen<br />

und Apotheken<br />

GUM ® PerioBalance ®<br />

FÜR DAS ZAHNFLEISCH<br />

✔ Enthält Lactobacillus reuteri Prodentis®, ein einzigartiges<br />

Probiotikum für die Gesunderhaltung des Zahnfleisches. 1<br />

✔ Fördert das Gleichgewicht der Mundflora.<br />

✔ Geeignet für Patienten mit chronischer Parodontitis<br />

und immer wieder auftretender Gingivitis. 2<br />

✔ Um den Nutzen professioneller Zahnreinigung langfristig<br />

zu erhalten.<br />

professional.SunstarGUM.com/de<br />

1 L. reuteri DSM 17938 und L. reuteri ATCC PTA 5289<br />

2 Martin-Cabezas et al. 2016<br />

PZN 10032691<br />

SUNSTAR Deutschland GmbH · Aiterfeld 1 · 79677 Schönau · Tel. +49 7673 885 10855 · service@de.sunstar.com


24<br />

Klinische Erprobung<br />

© pikselstock / AdobeStock<br />

Die PZR – Anamnese<br />

und Indizes<br />

versprechen eine<br />

erfolgreiche Therapie<br />

Im Rahmen der klinischen Erprobung mit Ivoclar Prophylaxe-Produkten stellt euch dieses Mal<br />

Janine Hensel aus der Zahnarztpraxis Dipl. Stom. Andrea Fuchs ihre Ergebnisse bei der professionellen<br />

Zahnreinigung vor. Eine aktuelle Anamnese und die genaue Erhebung aller Indizes<br />

erlauben eine individuelle und erfolgreiche Therapie. Dies ist der letzte Fallbericht aus dieser<br />

Aktion, welchen wir euch an dieser Stelle vorstellen möchten. Viel Spaß beim Lesen.<br />

Text/Bilder Janine Hensel<br />

Aktualisierung der Anamnese<br />

Unser Patient ist 25 Jahre jung und männlich. Zum Kontrolltermin<br />

wurde er mit Zahnfleischbeschwerden und starker Kälteempfindlichkeit<br />

der Zähne vorstellig. Zahnersatz ist weder festsitzend noch<br />

herausnehmbar vorhanden. In den halbjährlichen Recall zur U1 ist<br />

er integriert, eine professionelle Zahnreinigung wurde jedoch bisher<br />

nicht regelmäßig in Anspruch genommen.<br />

Anamnestisch versicherten wir uns, dass keine Allergien vorliegen.<br />

Auch unterliegt der Patient keiner regelmäßigen Medikation oder<br />

leidet an Allgemeinerkrankungen. Er gibt an Nichtraucher zu sein.<br />

im Anschluss die Indizes API (Approximaler-Plaque-Index), SBI (Sulkus-<br />

Blutungs-Index) sowie BOP (Bleeding on Probing), siehe Tabelle Seite 20.<br />

Der API unseres Patienten deutet mit 42 Prozent auf eine verbesserungsbedürftige<br />

Zahnpflege und Mundhygiene hin, was wir ihm<br />

entsprechend erläutern und Tipps zum Beispiel zur Zungenreinigung<br />

geben. Der mit 14 Prozent gemessene SBI weißt auf eine schwächere<br />

Entzündung des Zahnfleisches hin, welche der Grund für die<br />

beschriebenen Beschwerden sein kann und die, bei weiterhin unzureichender<br />

Pflege, auch zu schweren Erkrankungen wie einer Parodontitis<br />

führen können.<br />

Erhebung der Indizes<br />

Zu Beginn unserer professionellen Zahnreinigung besprechen wir mit unseren<br />

Patienten den Ist-Zustand der häuslichen Zahnpfl ege und erheben<br />

Auch wenn bei der Erhebung des BOP mit einem Wert von acht Prozent<br />

dahingehend noch keine Bedenken geäußert werden müssen,<br />

sensibilisieren wir unseren Patienten, indem wir ihn für die tägliche<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Klinische Erprobung<br />

25<br />

Mundhygiene instruieren. Laut eigener Aussage verwendete er derzeit<br />

zweimal täglich eine Handzahnbürste und gelegentlich Zahnseide.<br />

Prophylaxebehandlung und Instruktion<br />

Zu Beginn der Zahnreinigung bringen wir den Lippen-Wangen-Halter<br />

OptraGate ein. Dieses Produkt verwenden wir schon seit vielen<br />

Jahren. Es ist leicht einzubringen, für den Patienten angenehm<br />

im Sitz und uns ermöglicht er eine optimale Übersicht und bessere<br />

Möglichkeiten zur Reinigung, Applikation von Fluoridpräparaten<br />

und auch zur Absaugung. Im Rahmen der Instruktion und zur besseren<br />

Verdeutlichung der aktuellen Situation mit all ihren Symptomen<br />

zeigen wir unseren Patienten das Ergebnis nach Anfärbung mit<br />

Mira-2-Ton ® im Handspiegel (Abb. 1). Anhand der unterschiedlich<br />

violetten Verfärbungen, auffällig waren die dunkelvioletten Bereiche<br />

in den Zahnzwischenräumen, zeigen wir dem Patienten die<br />

Schwachstellen auf, die er bei der häuslichen Mundhygiene gründlicher<br />

reinigen muss.<br />

Für diese Bereiche empfehlen wir die regelmäßige Verwendung von<br />

Zahnseide und bestimmten, für die etwas größeren Interdentalräume,<br />

Interdentalraumbürstchen. Die Ergebnisse dieser Instruktion<br />

dokumentieren wir und geben Sie dem Patienten mit den „Übungs“-<br />

Bürstchen am Ende der Behandlung mit.<br />

Im Frontzahnbereich des Oberkiefers stellten sich zervikale Demineralisationen<br />

dar, welche die Überempfi ndlichkeit begünstigen.<br />

Verwendete Produkte von Ivoclar Vivadent<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


26 Klinische Erprobung<br />

Abb. 1: Anfärben<br />

Abb. 2: Zustand nach<br />

Reinigung<br />

Abb. 3: Politur<br />

1<br />

Mögliche Ursachen in der Ernährung, wie zum Beispiel säurehaltige<br />

Getränke, wurden ausführlich erläutert und auch an dieser<br />

Stelle wurde noch einmal die Wichtigkeit der häuslichen Mundhygiene<br />

hervorgehoben und der Gebrauch einer elektrischen<br />

Zahnbürste, zur Verbesserung der Mundhygiene, angeraten. Wir<br />

beginnen mit der Entfernung der weichen Beläge mit einem niedrigabrasiven<br />

AIRFLOW ® Pulver und anschließend verwenden wir<br />

einen Ultraschallansatz für die harten Konkremente. Die bei unserem<br />

Patienten stärker verschmutzten Interdentalräume werden zusätzlich<br />

noch einmal mit Handküretten vorsichtig gereinigt (Abb. 2).<br />

Danach verwenden wir wiederholt Zahnseide in den Interdentalräumen.<br />

Abschließend polieren wir alle Zahnflächen gründlich mit<br />

der feinen Polierpaste Proxyt ® (Abb. 3). Final wird der Lack bezie-<br />

Erhebung der Indizes<br />

42% API<br />

– – – – + + + + + + – – – –<br />

-8- -7- -6- -5- -4- -3- -2- -1- -1- -2- -3- -4- -5- -6- -7- -8-<br />

– – – – + + + + + + – – – –<br />

14% PBI<br />

– – – – – – – – – – – – – –<br />

-8- -7- -6- -5- -4- -3- -2- -1- -1- -2- -3- -4- -5- -6- -7- -8-<br />

– – – – – + + + + – – – – –<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Klinische Erprobung<br />

27<br />

2 3<br />

hungsweise das Gel aufgetragen. Im vorliegenden Fall haben wir<br />

uns für Fluor Protector S entschieden, da eines der Hauptanliegen<br />

unseres Patienten die Linderung der Kälteempfindlichkeit seiner<br />

Zähne war. Durch seinen sehr hohen Fluoridanteil von 7700 ppm<br />

eignet er sich gut zur Therapie von überempfindlichen Zahnhälsen<br />

und erhöht die Säureresistenz des Zahnschmelzes.<br />

Ergänzend konnten wir dem Patienten Fluor Protector Gel zur häuslichen<br />

Anwendung zur Verfügung stellen. Neben den üblichen Inhaltsstoffen<br />

(Fluorid, Calcium, Phosphat) enthält dieses Präparat zusätzlich<br />

Xylit und Vitamin D-Panthenol, was zum einen den Einfluss<br />

kariogener Bakterien hemmt und zum anderen eine gingivapflegende<br />

Wirkung aufweist.<br />

Fazit<br />

Die Prophylaxe-Produkte von Ivoclar Vivadent decken das gesamte<br />

Spektrum für eine professionelle Zahnreinigung ab. Lacke und Gele,<br />

wie zum Beispiel Fluor Protector S, sind in Kombination mit dem<br />

Lippen-Wangen-Halter OptraGate leicht zu applizieren.<br />

Auch für unsere Patienten in der häuslichen Anwendung stellen die<br />

Produkte eine angenehme Alternative zu anderen Produkten dar.<br />

Unser Patient empfand die geschmackliche Komponente der Fluoridpräparate<br />

als sehr angenehm und die Anwendung leicht.<br />

Wir entließen unseren Patienten mit der Empfehlung der Wiedervorstellung<br />

in drei Monaten zum Monitoring der Mineralisationsstörungen<br />

in der Oberkieferfront, sowie zur Kontrolle der Mundhygiene.<br />

Ich möchte mich für die Teilnahmemöglichkeit recht herzlich bei<br />

allen Beteiligten bedanken. Ich erhielt dadurch die Möglichkeit neue<br />

Produkte kennenzulernen, Erfahrungen zu sammeln beziehungsweise<br />

zu vertiefen und bin stolz euch nun auch noch meinen eigenen<br />

Fallbericht präsentieren zu können.<br />

Janine Hensel<br />

Zahnmedizinische Fachangestellte<br />

Das Anlegen des OptraGate ist für uns Behandler sehr einfach und<br />

der Tragekomfort für unsere Patienten hervorragend. Er ermöglicht<br />

uns einen exzellenten Blick über das Behandlungsareal, was die<br />

Arbeitseffizienz enorm steigert.<br />

Zahnarztpraxis Dipl. Stom. A. Fuchs<br />

Wurzner Straße 154a<br />

04318 Leipzig<br />

E-Mail: info@zahnarztpraxis-fuchs-lehmann.de<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


28 Praxismarketing<br />

Gruselzahnarzt &<br />

Schockerpraxis –<br />

Teil 2<br />

Das Grauen<br />

geht weiter...<br />

© freepik / wayhomestudio<br />

Bevor ich Coach für Qualitätsmanagement, Hygienemanagement und Azubiausbildung wurde,<br />

besuchte ich als Patient eine Zahnarztpraxis, die mich genau dazu bewegte. Kein Patient sollte<br />

mehr das erleben, was ich dort erlebt hatte. Im ersten Teil dieser Serie hatte ich euch schon mit in<br />

die Praxis genommen und ihr durftet miterleben, wie die Begrüßung und das Wartezimmer waren.<br />

Text Susanne Axmann<br />

Heute geht unsere gemeinsame Reise in die Patiententoilette. Ob diese<br />

überzeugen kann oder ob es ähnlich schauderhaft wie das Wartezimmer<br />

ist, entscheidet selbst.<br />

Wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, habe ich einen Anamnesebogen<br />

zum Ausfüllen mitbekommen, als ich ins Wartezimmer gesetzt<br />

wurde. Diesen gebe ich nun ausgefüllt an der Rezeption zurück und<br />

gehe auf die Toilette. Eine kleine Tür, mit einer lockeren Türklinke. Hoffentlich<br />

komme ich da auch gleich wieder raus.<br />

Ich suche den Lichtschalter und als ich ihn finde, beleuchtet eine grelle,<br />

nackte Glühbirne den Raum. Ein ranziger Geruch nach altem Klostein<br />

und Urin liegt in der Luft. Vorsichtig klappe ich den Toilettendeckel nach<br />

oben und hoffe dabei, dass das wackelige Teil nicht gleich abfällt, am<br />

besten, wenn ich draufsitze.<br />

Als ich fertig bin und toitoitoi nicht nebst Toilettenbrille runtergefallen<br />

bin, fällt mir auf, dass das Toilettenpapier leer ist. Eine neue Rolle steht<br />

schon leicht angefeuchtet am Waschbeckenrand. Ich wechsele die Rolle<br />

aus und möchte die alte Rolle in den Mülleimer werfen. Das Fußpedal<br />

funktioniert aber nicht und ich muss den verschmierten Deckel mit<br />

spitzen Fingern anheben. Dabei fällt mir der halbe Mülleimerinhalt vor<br />

die Füße. Ich versuche nun alles möglichst ohne Berührung wieder in<br />

den Mülleimer zu stopfen, was aufgrund der Größe des Eimers und der<br />

Menge des Mülls sehr schwierig ist.<br />

Beim anschließenden Händewaschen bemerkte ich dann, dass der Seifenspender<br />

leer ist. Also wasche ich mir notdürftig die Hände mit Wasser<br />

ab. Danach nehme ich mir ein paar Papierhandtücher von einem<br />

Stapel und trockne mir die Hände ab. Nun gehe ich geradewegs an<br />

die Rezeption, um Bescheid zu geben, dass keine Seife mehr da ist.<br />

Die Dame braucht wieder sehr lange, bis sie mich bemerkt, ist sie doch<br />

sehr damit beschäftigt, ihre Fingernägel zu feilen. Nachdem ich mich<br />

bemerkbar gemacht und das Problem geschildert habe, schlurft sie los.<br />

Vorher tippt sie aber noch einige Dinge in den Computer.<br />

Während sie dann ins Patienten-WC geht, höre ich, wie sie vor sich hin<br />

grummelt, dass sie immer alles allein machen muss. Als sie in der Toilette<br />

ankommt, stutzt sie: „Wat ham‘ se denn mit dem Müll jemacht?“ Ich<br />

erkläre, dass der Mülleimer sehr voll war, woraufhin sie wieder murmelnd<br />

anfängt zu meckern. Als sie die Seife kommentarlos aufgefüllt hat, wasche<br />

ich mir nochmal richtig die Hände und gehe wieder ins Wartezimmer.<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Praxismarketing<br />

29<br />

Und, hattet ihr es euch schon gedacht? Es hat mich geschüttelt. Diese<br />

Toilette war grauenhaft. Ein fl ackerndes Licht hätte noch gefehlt, um die<br />

Illusion eines Psychothrillers perfekt zu machen, aber das gibt es wohl<br />

zum Glück doch nur in Hollywood. Auch ist es mir immer noch schleierhaft,<br />

warum die Dame an der Rezeption so unfreundlich, gestresst und<br />

genervt mir gegenüber war. Doch schauen wir mal, wie es besser hätte<br />

laufen können.<br />

Eine Toilette ist immer ein heikler Ort. Können die meisten Leute noch<br />

viele Dinge tolerieren, muss die Toilette in perfektem Zustand sein. Der<br />

Raum soll gut riechen, gepfl egt sein und ordentlich aussehen. Da in den<br />

meisten Praxen die Toilette jedoch innenliegend ist und man dadurch<br />

nicht regelmäßig lüften kann, muss man andere Lösungen fi nden, damit<br />

die Toilette frisch und wohlriechend ist. Dabei helfen: Hygiene, Ordnung<br />

und Hilfsmittel wie Raumspray, eventuell sogar als Frischluft-Diffuser.<br />

Ebenfalls sollten alle Hygieneprodukte in ausreichender Menge vorhanden<br />

sein. Schaut am besten jeden Morgen bei Arbeitsbeginn nach, was<br />

aufgefüllt werden muss und erledigt das sofort. Besonderes Augenmerk<br />

solltet ihr hier auf das Toilettenpapier, die Einmalhandtücher und die<br />

Seife legen, also alles, was direkt den Patienten betrifft.<br />

Nachfüllungen, wie zum Beispiel Toilettenpapier, sollten generell ausreichend<br />

(mindestens 2 Ersatzrollen) vorhanden und geschützt gelagert<br />

sein, da es am Waschbeckenrand leicht nass und beschmutzt wird.<br />

Auch die Papierhandtücher solltet ihr in einem passenden Spender anbieten.<br />

Diese können ansonsten ebenfalls nass und beschmutzt werden.<br />

Kennt ihr das auch, ihr nehmt euch Papierhandtücher von einem losen<br />

Stapel, und mindestens ein Papierhandtuch landet auf dem Boden?<br />

Auch das Problem wird so verhindert. Der Mülleimer sollte regelmäßig<br />

von euch überprüft werden. Muss er geleert werden? Ist er einwandfrei<br />

bedienbar? Alle Gegenstände, die defekt oder nicht mehr vorzeigbar<br />

sind, sollten von euch zeitnah ausgetauscht werden. Überhaupt solltet<br />

ihr regelmäßig den Toilettenraum überprüfen. Besonders, wenn ein<br />

Patient zuvor auf der Toilette war, schadet ein Blick in die Räumlichkeit<br />

nicht: Ist die Toilette sauber, ist noch alles ausreichend vorhanden, muss<br />

eventuell ein Raumduft eingesetzt werden? Auch hier gilt: Wie möchtet<br />

ihr, dass eine Toilette aussieht und duftet?<br />

König“. Nichts ist so wichtig, wie die Zufriedenheit eurer Patienten. Außerdem<br />

gehe ich mal davon aus, dass der Patient das Problem nicht selber<br />

geschaffen hat, um euch persönlich zu ärgern. Auch wenn der Raum<br />

aussieht, als wäre eine Bombe explodiert, sollte man dies dem Patienten<br />

nicht vorwerfen. Eine Reaktion, wie ein freundliches „Huch, hier liegt aber<br />

nicht nur die Seife im Argen“, ist erlaubt und ausreichend. Sagt dann der<br />

Patient noch Bescheid, dass das am defekten Mülleimer liegt, könnt ihr<br />

euch darum auch direkt kümmern.<br />

Ihr seht, mit eins der wichtigsten Dinge für eine gute Patientenbeziehung<br />

ist die Art wie ihr euch dem Patienten gegenüber verhaltet. Aber<br />

auch eine Toilette trägt dazu bei, ob sich der Patient in der Praxis wohl<br />

fühlt. Obwohl, gehören Verhalten und Räume nicht in gewisser Weise<br />

zusammen? Achtet immer genau darauf, dass ihr und die Räume so<br />

freundlich und ordentlich auf den Patienten wirken, wie ihr es von anderen<br />

erwartet.<br />

In der nächsten Folge der Serie geht es ins Behandlungszimmer. Was<br />

ich dort für eklige Situationen erleben durfte, wartet ab! bei „Gruselzahnarzt<br />

und Schockerpraxis Teil 3“. Wenn ihr gerne einmal jemanden<br />

einen Blick von außen auf eure Praxis werfen lassen wollt, sprecht eure<br />

Chefi n/euren Chef gerne an. Ich freue mich darauf, euch dabei zu unterstützen,<br />

die verborgenen Potentiale in den Bereichen Hygiene und<br />

Praxismanagement aufzudecken.<br />

Susanne Axmann gehört seit 2018 zum Team<br />

„Praxisinsider“ der ZA – Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft<br />

eG.<br />

Sie ist Expertin in den Bereichen Qualitäts- und Hygienemanagement.<br />

Besonders viel Freude macht ihr die Azubi-<br />

Ausbildung.<br />

Es kann immer wieder mal vorkommen, dass man in der Hektik des<br />

Alltags die Toilette nicht rechtzeitig überprüfen konnte. Das ist so auch<br />

nicht schlimm, mal den „Worst Case“ ausgeschlossen. Daher sollte<br />

man dankbar sein, wenn man von Patienten auf Missstände hingewiesen<br />

wird. Hierbei ist es sogar egal, ob der Patient euch freundlich<br />

informiert oder sauer herummeckert. Auch hier wieder die Frage: Wie<br />

würdet ihr reagieren, wenn keine Seife zum Händewaschen vorhanden<br />

ist? Vielleicht hatte der Patient heute schon einen schlechten Tag und<br />

die fehlende Seife ist nur eine weitere schlechte Sache. Kommt es nun<br />

dazu, dass ihr informiert wurdet, reagiert freundlich und kümmert euch<br />

sofort darum. Auch wenn es gerade unpassend ist, ist der „Kunde immer<br />

Susanne Axmann<br />

Praxiscoach<br />

ZA – Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG<br />

Werftstraße <strong>21</strong> · 40549 Düsseldorf<br />

Tel.: +49 <strong>21</strong>1 56 93-387<br />

E-Mail: saxmann@die-za.de<br />

www.die-za.de<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


30<br />

Im zweiten Teil meiner Kolumne zum Thema Nachhaltigkeit<br />

in der Prophylaxe und der häuslichen Zahnpflege geht es um<br />

Zahnpasten und deren Alternativen.<br />

© Humble Brush<br />

Text Tanja Rosellen<br />

Worauf beim Kauf beziehungsweise der<br />

nächsten Empfehlung achten?<br />

Das Wichtigste ist unsere Gesundheit und die unserer Patienten. Also<br />

sind Fragen nach Inhaltsstoffen, auf die eine eventuelle Unverträglichkeit<br />

besteht, zuerst zu beantworten. Ist in dieser Hinsicht alles geklärt,<br />

kann ich mich bei der patientenindividuellen Auswahl auf die Nachhaltigkeit<br />

konzentrieren.<br />

Die nachhaltige Zahnpasta und ihre Alternativen<br />

Schauen wir uns zuerst die Verpackung an - ist sie aus recyclebarem Material<br />

hergestellt und auch selbst recyclebar? Aufgrund der häufig verwendeten<br />

Aluminiumschicht im Inneren gibt es nicht selten ein massives<br />

Problem beim Recycling. Hier lohnt es sich ganz genau hinzuschauen!<br />

Außerdem ist auf den Tuben oft schon ein Hinweis darauf, ob diese frei<br />

von Mikroplastik sind. Polyethylen oder -propylen sind nicht abbaubar<br />

und verschmutzen so unsere Gewässer dauerhaft.<br />

Mittlerweile gibt es auch Pulver im Glas oder Zahnputztabletten.<br />

Letztere erhaltet ihr im Drogeriemarkt in theoretisch voll kompostierbaren<br />

Tüten. Theoretisch deshalb, weil sie aus Biokunststoffen bestehen,<br />

die das deutsche Entsorgungssystem aktuell noch nicht recyceln kann.<br />

Informiert euch dazu gerne über die Initiative Kreislaufverpackung, die<br />

Bewegung in das veraltete System bringt! Bis es soweit ist, könnt ihr<br />

sie am besten mit eurem eigenen Glas im Unverpacktladen einkaufen.<br />

Nachhaltigkeit hat auch immer mit<br />

unseren Tieren zu tun<br />

Was nützt uns ein plastikfreies Produkt, wenn es tierische Inhaltsstoffe<br />

aus der Massentierhaltung enthält und auch noch zahlreiche<br />

Tierversuche durchläuft? Leider ist das nicht direkt in den Inhaltsstoffen<br />

ersichtlich. Hydroxylapatit beispielsweise kann aus Tierknochen<br />

oder synthetisch hergestellt werden. Um es einfacher zu gestalten<br />

und nicht zahlreiche Firmen anzuschreiben, empfehle ich, auf<br />

zertifizierte Siegel zu achten, welche zeigen, ob das Produkt beispielsweise<br />

vegan oder tierversuchsfrei ist. Tipp: Informiert euch vorher,<br />

was das entsprechende Siegel tatsächlich aussagt.<br />

Empfehlenswert ist der Hasenkopf der Tierschutzorganisation PETA<br />

oder auch der Hase unter einer schützenden Hand vom deutschen<br />

Tierschutzbund. Zahnpflegeprodukte wie Zahnpasten zählen zu den<br />

Kosmetikartikeln. Hier gibt es Online Listen oder auch Apps, die<br />

schnell Gewissheit verschaffen, ob der Hersteller tierversuchsfrei produziert.<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


31<br />

CHECKLISTE für eine nachhaltige Zahnpasta<br />

· Sind Zahnpulver oder Zahnputztabletten eine Alternative?<br />

· Kann ich es unverpackt kaufen?<br />

· Sind umweltschädliche oder tierische Inhaltsstoffe enthalten?<br />

· Wurde auf Tierversuche verzichtet?<br />

· Wurde es regional produziert?<br />

In diesem Sinne – lasst uns Verantwortung für unsere Patienten<br />

und Umwelt übernehmen!<br />

Habt ihr noch Fragen zu dem Thema oder selbst noch<br />

Ideen und Hinweise dazu? Dann schreibt unserer Autorin<br />

eine E-Mail, sie antwortet gern.<br />

Tanja Rosellen<br />

Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin &<br />

Qualitätsmanagementbeauftragte<br />

E-Mail: nachhaltige-praxistipps@posteo.de<br />

© Humble Brush<br />

© DENTtabs<br />

Anzeige<br />

TePe Share –<br />

unsere Wissensplattform<br />

von Experten, für Experten.<br />

Made in<br />

Sweden<br />

Schon immer arbeiten wir eng mit zahnmedizinischen<br />

Fachkräften zusammen und folgen dabei stets unserer<br />

Mission, zu einem gesunden Lächeln und einer guten<br />

Mundgesundheit beizutragen. Über TePe Share möchten<br />

wir unser Wissen mit Ihnen teilen.<br />

TePe Share bietet Ihnen zu zahnmedizinischen Themen:<br />

Artikel Vorträge & Webinare Events Newsletter<br />

tepe.com/share-de<br />

Ihr Wissen ist<br />

unsere Leidenschaft<br />

TePe Newsletter –<br />

Einfach QR Code mit dem<br />

Smartphone scannen,<br />

anmelden und z. B. über<br />

kostenlose Webinare<br />

informiert bleiben.


32 TePe Talk<br />

Nachhaltig Putzen –<br />

Umweltfreundlicher mit<br />

neuen Interdentalbürsten<br />

Dentalprofis wissen, dass es die sicht- und spürbaren Details sind, die eine gute Interdentalbürste<br />

besonders machen. Aber bei den Materialien kommt es auf die inneren Werte an. Zum<br />

Beispiel, wenn ein neues Produkt gleich aussieht und funktioniert, aber zusätzlich umweltfreundlicher<br />

geworden ist.<br />

Text Dr. Ralf Seltmann Bilder TePe<br />

Bekanntlich kommt es oft auf die unscheinbaren kleinen Dinge an, die<br />

den Unterschied machen. Deshalb tüfteln Produktingenieure und Industriedesigner<br />

gemeinsam mit Klinikern unermüdlich an der Verbesserung<br />

eigentlich so ausgereifter Produkte wie Interdentalbürsten (IDB). Dabei<br />

kann Bemerkenswertes entstehen – beispielsweise solche mit deutlich<br />

verbesserter Klimabilanz.<br />

mit, dass bis Ende 20<strong>21</strong> alle Produkte und Verpackungen CO 2 -neutral<br />

werden. Das bedeutet, dass der Nettoausstoß von CO 2 während des<br />

Produktlebenszyklus null sein muss. Sophia sagt: „Für uns ist die Balance<br />

zwischen Haltbarkeit und Umweltschutz wichtig. Deshalb sind unsere<br />

Verpackungen leicht zu recyceln und gleichzeitig nutzen wir mehr<br />

erneuerbare Materialien.“<br />

Für hochwertige und bezahlbare Medizin- und Hygieneprodukte ist<br />

Biokunststoff ein ideales Material. Bezüglich Sicherheit, Hygiene, Haltbarkeit,<br />

Formbarkeit, Effi zienz und automatisierte Herstellung gibt es<br />

bisher kein Besseres. Die Verwendung verbraucht wenig Energie und<br />

Wasser, es fallen kaum Reststoffe an und die Erzeugnisse sind relativ<br />

leicht. So entstehen bei TePe nachhaltigere IDB ohne Kompromisse<br />

in Qualität und Funktion, die sich auch in Aussehen und Haptik nicht<br />

unterscheiden. Für Anwender bedeutet das, sich voll auf die gewohnten<br />

Vorteile verlassen zu können – von allen Sicherheitsaspekten des<br />

Designs über die Reinigungswirkung des Borstenfeldes bis zum ergonomischen<br />

Handgriff. Der Nutzen sind Komfort und Produktvertrauen,<br />

was zu zufriedenen Patienten und besserer Compliance führt.<br />

Eine bessere Ökobilanz – auch bei Verpackungen<br />

Sophia Engqvist ist Senior Produktmanager bei TePe und arbeitet daran<br />

Denn für die Ökobilanz sind natürlich auch die Verpackungen wichtig.<br />

So besteht der Blister jetzt zu 63 Prozent aus Recycling-PET mit hauchdünnen<br />

Schichten neuen Materials auf der Innen- und Außenseite. Das<br />

ist für Mundhygieneprodukte sicher und sogar von der FDA zugelassen.*<br />

Die Beutel sind zu 80 Prozent aus Bio-PE, ebenfalls zugelassen<br />

und recyclebar, und endlich auch leichter zu öffnen! Selbst die Schutzkappen<br />

(Griffverlängerung) der IDB sind pfl anzenbasiert.<br />

Nachhaltigere Produkte – auch eine Frage des Prinzips<br />

Die neuen IDB und ihre Kappen werden übrigens nach dem Massenbilanz-<br />

Prinzip gefertigt. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir an, ihr habt euch in der Praxis<br />

für Grüne Energie entschieden. Habt ihr schon mal überlegt, wie eigentlich<br />

dieser Strom, sagen wir von den Solaranlagen, bis zum Stuhl oder der<br />

Kaffeemaschine kommt? Ganz einfach – zusammen mit dem Strom aus<br />

anderen Quellen fließt exakt die benötigte Menge Ökostrom durch dasselbe<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


TePe Talk<br />

33<br />

nur noch ein Gramm CO 2 frei. Zum Vergleich: Ein Mensch atmet pro Tag<br />

circa 900 Gramm CO 2 aus.<br />

Neue Konzepte für Industrie und Praxis<br />

Ökologische Nachhaltigkeit ist natürlich viel mehr als Materialaustausch,<br />

denn es geht darum, insgesamt Ressourcen einzusparen. In nachwachsenden<br />

Rohstoffen und noch mehr Recycling liegen weiterhin große<br />

Chancen. Dr. Sanjay Haryana vom TePe Regionalbüro Singapur dazu:<br />

„Hygieneabfall-Recycling ist schwierig, aber chemisches Recycling, am<br />

besten mit Grüner Energie, macht inzwischen große Fortschritte. Damit<br />

kann Kunststoff in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden,<br />

also sauber und mit idealen Eigenschaften.” So könnte die Ökobilanz<br />

der Praxis auch bei Verwendung bester Materialien weiter verbessert<br />

werden. Die Schweden setzen schon lange komplett auf Grüne Energie,<br />

stellen schrittweise alle Materialien um und verfolgen in der Fertigung<br />

den Kreislaufansatz, um Reststoffe weiterzuverwenden und die Umwelt<br />

zu entlasten.<br />

Netz, vom Erzeuger bis zu euch. Dieses Prinzip heißt Massenbilanz, wobei<br />

Masse auch für Menge steht. Das erspart ein Ökostromnetz, was teuer und<br />

nicht ökologisch wäre, und macht Grüne Energie bezahlbar. Auch Fair Trade<br />

funktioniert so, nur mit Tee oder Kakao. Und auch die neuen IDB von TePe.<br />

Damit auch alles stimmt, wird das komplette Verfahren von ISCC**<br />

regelmäßig überwacht und zertifiziert. Die Nachhaltigen sind, einmal<br />

ausgepackt, optisch nicht von den alten IDB zu unterscheiden. Aber das<br />

Griffmaterial hat es in sich. Dafür wird Kiefernöl eingekauft, ein erneuerbares<br />

Nebenprodukt der lokalen Zellstoffindustrie. Das ersetzt in der<br />

Produktion Erdöl und verbessert die Klimabilanz der IDB um 80 Prozent!<br />

Jede IDB setzt somit im Lebenszyklus (ohne Transport zu euch) statt fünf<br />

Schaden zu vermeiden gehört zu den wichtigsten ethischen Prinzipien<br />

der (Zahn-) Medizin. Brett Duane, Professor in Dublin und Autor zahlreicher<br />

Artikel über Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen, schlägt vor,<br />

diesen Grundsatz auch auf ökologische (und soziale) Therapieaspekte<br />

anzuwenden.¹ Konkret wird empfohlen, bei gleicher Wirksamkeit die<br />

nachhaltigere Therapieoption zu berücksichtigen. Das würde bei gleicher<br />

Effizienz und Qualität auch die Verwendung und Empfehlung umweltfreundlicher<br />

Mundhygieneprodukte einschließen.<br />

Eine Befragung von IDB-Nutzern hat übrigens gezeigt, was sie von Qualitätsprodukten<br />

außerdem erwarten: Keine Tierversuche (44 Prozent),<br />

recycelbare Verpackungen (42 Prozent) und umweltfreundliches Material<br />

(41 Prozent).² Die neue nachhaltige Interdentalbürsten-Edition erfüllt<br />

diese Erwartungen.<br />

* FDA - Lebens- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten<br />

**ISCC - Internationale Zertifizierungsstelle für nachhaltige Beschaffung und Produktion.<br />

Stellt sicher, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie Materialrückverfolgbarkeit in<br />

der gesamten Produktions- und Lieferkette gewährleistet ist.<br />

1 – 2<br />

Die Literaturliste kann bei der Redaktion angefordert werden.<br />

© Autorenbild Dr. Ralf Seltmann: Elfriede Liebenow Fotografie<br />

Dr. Ralf Seltmann (M.A.)<br />

Senior Manager Clinical Affairs,<br />

TePe in Hamburg<br />

TePe D-A-CH GmbH<br />

Langenhorner Chaussee 44 a · 22335 Hamburg<br />

E-Mail: kontakt@tepe.com<br />

www.tepe.com/de<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


34 Prophylaxe<br />

Motivation leicht gemacht –<br />

Untersuchen, Anfärben, Motivieren<br />

– Basis der Guided Biofilm Therapy<br />

Abb. 2: Das routinemäßige Anfärben gelingt besonders sauber mit vorgetränkten Pellets.<br />

Warum erscheinen viele Patienten nicht mehr zur PZR oder zur unterstützenden Parodontaltherapie?<br />

Was ist zu tun, damit sie zuverlässig dabeibleiben? Schlüssel zum Erfolg sind positive Gefühle, gute Kommunikation<br />

– und das Anfärben des Biofilms.<br />

Text Dr. Jan H. Koch Bilder EMS<br />

Ohne Motivation ist alles nichts. Jeder Mensch benötigt einen Anreiz für<br />

sein Tun – und der hat immer zuerst mit Gefühlen zu tun 1 . Nach einer<br />

aktuellen Übersicht, in der 39 Studien ausgewertet wurden, springen<br />

die meisten Parodontitispatienten schon in den ersten Jahren nach der<br />

Initialtherapie ab 2 . Als Ursachen nennen sie am häufi gsten:<br />

· dass sie nicht ausreichend über den Nutzen des Recall informiert<br />

wurden und<br />

· dass die regelmäßige „Motivation“ fehlte.<br />

Motivation lässt sich mit Botschaften erreichen, die auch Emotionen<br />

ansprechen – mit der sich Patientinnen und Patienten „mitgenommen“<br />

fühlen. Wichtig ist bekanntlich, einfühlsam zu sein, zum Beispiel durch<br />

aktives Zuhören 3, 4 : Auf offene Fragen berichten Patienten, was ihnen<br />

wichtig ist. Meist werden gutes Aussehen, frischer Atem und Gesundheit<br />

genannt. Aus den Antworten ergeben sich Argumente für bessere<br />

Pfl egegewohnheiten oder regelmäßiges Erscheinen zur Prophylaxe 4 .<br />

Wer die Praxis mit einem guten Gefühl verlässt, kommt wieder. Wichtig<br />

ist deshalb, dass am Ende jeden Recalls Zähne und Weichgewebe „tiptop“<br />

gereinigt werden – mit einer modernen und schonenden Methode.<br />

Stand der Technik ist die Guided Biofi lm Therapy (GBT) (Abb. 1, Seite<br />

36): Deren Grundprinzip ist, dass der Biofi lm angefärbt und mit Airfl<br />

ow vollständig und sehr schonend entfernt wird 5, 6 . Dieser Beitrag beschreibt<br />

die GBT-Schritte 01 Diagnose, 02 Anfärben und 03 Motivation.<br />

01 Diagnose<br />

Nachdem mögliche akute Probleme abgeklärt sind, beginnt jede Recallsitzung<br />

mit der, gegebenenfalls aktualisierten, Anamnese. Raucht der<br />

Patient zum Beispiel, hat Übergewicht oder zurzeit persönliche Probleme,<br />

kann er oder sie schwieriger zu motivieren sein und benötigt<br />

besondere Aufmerksamkeit. Bei anderen Patienten erhöht ein nicht optimal<br />

eingestellter Diabetes die Entzündungsneigung und kann zu mehr<br />

Sondierungsblutungen führen 4 .<br />

Zu Beginn jeder GBT-Sitzung spülen Patienten grundsätzlich für mindestens<br />

40 Sekunden mit der antimikrobiellen Lösung BacterX ® Pro. Neben<br />

0,1% CHX enthält BacterX ® Pro 0,05 % Cetylperidiniumchlorid (CPC) und<br />

0,005 % Fluorid. CPC rückte in letzter Zeit als wirksame antivirale Substanz<br />

immer mehr in den Fokus. So zeigen sowohl eine In-vitro- als auch eine<br />

klinische Studie mit Covid-19-Patienten, dass SARS-CoV-2-Viren im Speichel<br />

bis zu 6 Stunden nach Spülung mit CPC signifi kant reduziert werden 7, 8 .<br />

In jeder Sitzung sollten im Rahmen der Untersuchung ausgewählte Taschen<br />

sondiert werden, zum Beispiel mit dem Parodontalen Screening<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Anzeige<br />

Index (PSI) 9 . Wer seine Recallpatienten kennt, kennt auch dessen<br />

dentale Problemzonen und kann dort gezielt untersuchen.<br />

Karies ist am besten nach der Zahnreinigung erkennbar. Die<br />

gründliche Untersuchung durch die Zahnärztin oder den Zahnarzt<br />

erfolgt deshalb am zweckmäßigsten am Ende der Sitzung.<br />

02 Anfärben / 03 Motivation<br />

Wenn die Mundhygiene schlecht funktioniert, kann das an fehlendem<br />

Wissen und nicht ausreichender Fingerfertigkeit liegen.<br />

Hier hilft ein gründliches Aufklärungsgespräch und Mundhygienetraining,<br />

wenn nötig gemeinsam mit einer Betreuungsperson.<br />

Der optimale Start ist immer das Anfärben des Biofi lms,<br />

am besten mit vorgetränkten Pellets (Biofi lm Discloser, EMS).<br />

Mundhygieneinstruktion mit Anfärben praktizierten schon die<br />

„Prophylaxe-Väter“ Axelsson und Lindhe – bei kleinen und<br />

großen Patienten. Das Vorgehen ist ebenso Teil aktueller Empfehlungen<br />

und bei präventiver PZR und Parodontitispatienten<br />

im Prinzip gleich 10, 11 .<br />

CGM Z1.PRO –<br />

Meine Zukunft.<br />

Mein Weg.<br />

cgm-dentalsysteme.de<br />

Bevor Patienten dem Anfärben widersprechen können, wird<br />

ihnen kurz erklärt, wozu angefärbt wird:<br />

· Damit die wichtigste Ursache für Karies und Parodontitis<br />

(und andere Munderkrankungen) sichtbar wird – der Biofi lm.<br />

· Damit der Patient diesen zuhause effektiv entfernen kann,<br />

um gesund und attraktiv zu bleiben.<br />

· Damit der Patient sieht, dass die Prophylaxe-Expertin ihn<br />

bei der PZR vollständig entfernt hat – als Qualitätssicherung<br />

(der Patient zahlt!).<br />

Angesichts dieser Argumente sind Patienten in der Regel überzeugt<br />

und lassen bereitwillig anfärben. Traditionell wird meist<br />

empfohlen, Patienten zuerst zuhause oder in der Praxis putzen<br />

zu lassen und danach zur Kontrolle anzufärben. Alternativ kann<br />

es sinnvoll sein, die ungeputzten Zähne anzufärben und die gewohnte<br />

Mundhygiene erst in der Praxis durchführen zu lassen<br />

– in Ruhe und nach Möglichkeit mit der eigenen Zahnbürste.<br />

Damit werden gleich vier Ziele erreicht:<br />

· Der Patient hat keinen Stress, wenn vor dem Termin zu wenig<br />

Zeit für die gewohnte Hygiene war.<br />

· Der Patient sieht den Biofi lm, der nach dem Putzen verbleibt.<br />

Ein gutes Ergebnis ist eine positive Bestärkung.<br />

· Die Prophylaxe-Fachkraft kann beobachten, ob mit geeigneter<br />

Technik und sinnvoller Systematik geputzt wird.<br />

· Die Zeit lässt sich messen, die für eine (fast) perfekte Reinigung<br />

benötigt wird (Empfehlung Prof. Dr. Stefan Zimmer,<br />

Witten-Herdecke). Das ist ein guter Anhaltspunkt, wie lange<br />

zuhause geputzt werden sollte. Meist reichen zwei Minuten<br />

nicht aus.<br />

ZAHNARZTSOFTWARE<br />

Ich wünsche mir einen verlässlichen<br />

Ansprechpartner, der mich bei allen<br />

Herausforderungen unterstützt – ein<br />

Rundum-sorglos-Paket aus einer Hand.<br />

Und das bekomme ich bei CGM Z1.PRO.“<br />

CGMCOM-11612_DEN_03<strong>21</strong>_RRH


36 Prophylaxe<br />

08 NEUER RECALL<br />

TERMIN<br />

GESUNDER PATIENT = GLÜCKLICHER PATIENT<br />

Bestellen Sie Ihren Patienten<br />

risikoabhängig zum Recall<br />

Fragen Sie, wie ihm oder ihr<br />

die Behandlung gefallen hat<br />

07 QUALITÄTS-<br />

KONTROLLE<br />

PATIENTEN ZUM STRAHLEN BRINGEN<br />

Prüfen Sie anschließend, ob der Biofilm<br />

vollständig entfernt wurde Stellen Sie<br />

sicher, dass Zahnstein und Konkremente<br />

vollständig entfernt wurden<br />

Untersuchen Sie Zähne auf<br />

kariöse Läsionen Schützen<br />

Sie die Zähne mit Fluorid<br />

Keine Politur mehr nötig<br />

06 PIEZON ® PS<br />

VERBLEIBENDEN ZAHNSTEIN ENTFERNEN<br />

Verwenden Sie supragingival und bis zu<br />

10 mm subgingival das minimalinvasive<br />

EMS PS Instrument Reinigen Sie<br />

Taschen >10 mm mit einer Minikürette<br />

Verwenden Sie für Implantate bis zu<br />

3 mm subgingival und implantatgetragene<br />

Restaurationen das<br />

EMS PI Instrument<br />

05 PERIOFLOW ®<br />

BIOFILM ENTFERNEN IN TASCHEN >4 BIS 9 MM<br />

Verwenden Sie AIRFLOW ® PLUS<br />

Pulver in tiefen Taschen bei natürlichen<br />

Zähnen, Furkationen und an Implantaten<br />

Verwenden Sie die neuen und schmaleren<br />

tiefenmarkierten PERIOFLOW ® Nozzles<br />

R<br />

01 BEURTEILUNG UND<br />

INFEKTIONSSCHUTZ<br />

MUNDGESUNDHEIT BEURTEILEN UND<br />

HYGIENEMASSNAHMEN BEACHTEN<br />

Lassen Sie ihren Patienten zuerst mit<br />

BacterX ® Pro spülen Untersuchen Sie<br />

Zähne auf Karies, Gingivitis, Parodontitis<br />

Untersuchen Sie das periimplantäre<br />

Gewebe auf Mukositis, Periimplantitis<br />

02 ANFÄRBEN<br />

ANFÄRBEN UND BIOFILM<br />

SICHTBAR MACHEN<br />

Zeigen Sie Ihrem Patienten den<br />

angefärbten Biofilm und die<br />

Problemzonen mit<br />

dem EMS Biofilm Discloser<br />

Die Farbe steuert die Biofilm-<br />

Entfernung Sobald der Biofilm<br />

entfernt ist, ist der Zahnstein<br />

leichter zu erkennen.<br />

03 MOTIVATION<br />

INSTRUIEREN UND MOTIVIEREN<br />

Betonen Sie die Wichtigkeit der<br />

Prävention Instruktion der<br />

Mundhygiene EMS empfiehlt die<br />

tägliche geeignete Mundhygiene mit<br />

Philips Sonicare und Interdentalbürsten<br />

oder Philips AirFloss Ultra<br />

04 AIRFLOW ® MAX<br />

BIOFILM, VERFÄRBUNGEN UND<br />

JUNGEN ZAHNSTEIN ENTFERNEN<br />

Verwenden Sie AIRFLOW ® MAX für<br />

natürliche Zähne, Restaurationen und<br />

Implantate Entfernen Sie supra- und<br />

subgingivalen Biofilm und jungen Zahnstein<br />

mit PLUS Pulver 14 μm Entfernen Sie<br />

Biofilm auch von Gingiva, Zunge und<br />

Gaumen Entfernen Sie restliche Schmelz-<br />

Verfärbungen mit CLASSIC Comfort Pulver<br />

Abb. 1: Die 8 Schritte der Guided Biofi lm Therapy (GBT): Jede Sitzung beginnt mit Anamnese und Diagnose (1), Anfärben (2) und Mundhygiene-<br />

Instruktion (3). Die letzten beiden Punkte beziehen sich direkt oder indirekt (auch) auf häusliche Maßnahmen. (alle Abbildungen: EMS)<br />

Diese Maßnahme kostet Zeit, die aber bei den folgenden Prophylaxe-Sitzungen<br />

durch weniger Biofi lm und Zahnstein wieder herausgeholt wird.<br />

Als sehr wirksame Hilfsmittel für die tägliche Mundhygiene haben sich<br />

zum Beispiel Philips Sonicare Schall-Zahnbürsten und AirFloss Interdentalreinigungs-Geräte<br />

erwiesen (beide: Philips) 12, 13 . Vor allem approximal<br />

und am Gingivasaum verbleibt jedoch – auch nach gründlicher Mundhygiene<br />

– Biofi lm und damit Plaque-Färbemittel 14 . Dieses wird dann im<br />

Rahmen der professionellen Zahnreinigung mit Airfl ow und schonendem<br />

Pulver (zum Beispiel Airfl ow Plus, beide: EMS) vollständig entfernt.<br />

Kontrolle und Empathie<br />

Für eine besondere Patientengruppe scheint Anfärben – in Verbindung<br />

mit einem motivierenden Gespräch – besonders wirkungsvoll zu sein:<br />

für Jugendliche in kieferorthopädischer Behandlung 15 . Junge Patienten<br />

wollen also sowohl Empathie als auch Leistungs-Feedback und damit<br />

Kontrolle. Im Prinzip gilt das auch für Erwachsene. Die auf der Basis von<br />

Axelssons Prophylaxestunde entwickelte Guided Biofi lm Therapy bietet<br />

dafür die optimalen Werkzeuge.<br />

Der Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma E.M.S. und erschien bereits in<br />

der P&C 2-2020.<br />

Die Literaturliste kann bei der Redaktion angefordert werden.<br />

Dr. Jan H. Koch<br />

freier Fachautor und Berater, unter anderem<br />

für die Firma EMS<br />

E-Mail: service@dental-journalist.de<br />

E.M.S. Electro Medical Systems S.A<br />

Ch. de la Vuarpillière 31<br />

CH-1260 Nyon – SWITZERLAND<br />

Tel.: +41 22 99 426 59<br />

www.ems-dental.com<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Frühlingserwachen<br />

mit WELLSACUP<br />

Bringen Sie frischen Wind in den sterilen<br />

Praxis alltag und Begrüßen Sie<br />

den Frühling mit den nachhaltigen<br />

Papier- Mundspülbechern<br />

von wellsamed!<br />

Eintönig kann jeder<br />

Unsere bedruckten Einweg becher machen das gewisse<br />

Etwas im Behandlungs zimmer aus und unter stützen<br />

Sie zudem in der nachhaltigen Einrichtung Ihrer Praxis<br />

— auch der Umwelt zuliebe!<br />

WPC 012<br />

WPC 011<br />

Abwechslung steht Ihnen!<br />

Sind Sie bereit für den bunten Wechsel mit der gewissen<br />

Prise Leichtigkeit und Umweltsinn? Dann schauen<br />

Sie sich unsere WELLSACUPS jetzt online an und sichern<br />

Sie sich Ihre Portion Frühlingsgefühle!<br />

OCC_Anzeige_20<strong>21</strong>_02_<strong>recall</strong> 02_wellsamed Frühlings-Sommermotive für die Praxis<br />

Jetzt bestellen bei ORAL CARE CENTER<br />

OCC Art.-Nr.: Bezeichnung VE €/VE ab 3 ab 6 * Menge<br />

WPC 011<br />

Frühling 1.000 St. 27,99 26,99 25,99 g<br />

WPC 012 wellsacup Papier Sommer 1.000 St. 27,99 26,99 25,99 g<br />

WPC 011 100<br />

Einweg-Mundspülbecher<br />

Frühling 100 St. 2,99 - - g<br />

WPC 012 100 Sommer 100 St. 2,99 - - g<br />

Praxisstempel / Unterschrift<br />

*Artikel mit dem gleichen Buchstaben können gemischt bestellt werden, um einen besseren Staffelpreis zu erzielen.<br />

WELLSACUP PAPIER<br />

EINWEG-MUNDSPÜLBECHER<br />

• polymerbeschichteter<br />

Papierbecher<br />

• recyclebar<br />

• griffig und formstabil<br />

• Füllmenge: 180 ml<br />

ab € 2. 99<br />

ORAL CARE CENTER | TEL.: 0341 14 956-10 | FAX: 0341 14 956-20 | www.oral-care-center.de<br />

Aktion nur einmal pro Praxis gültig. Alle Preise gelten zuzüglich Umsatzsteuer. Sie bestellen zu unseren AGB. Die derzeit gültigen AGB finden Sie unter www.oral-care-center.de. Die Versicherungs- und<br />

Verpackungspauschale beträgt 1,99 €. Transportkostenfreie Lieferung in Deutschland ab einem Nettowarenwert von 99 €, in Österreich und Niederlande, wenn der Nettowarenwert mehr als 199 € beträgt.<br />

Unter diesem Wert beträgt die Transportkostenpauschale für Deutschland 4,99 € und für Österreich sowie Niederlande 5,49 €. Für eventuelle Druckfehler übernehmen wir keine Haftung.


38 Hygiene-Ratgeber<br />

© Copyright<br />

Die Zukunft ist digital –<br />

auch in der Zahnarztpraxis<br />

Die Zeiten analoger Patientenverwaltung und Materialerfassung sind vorbei: Über alle Einsatzbereiche<br />

der Zahnarztpraxis hinweg helfen digitale Lösungen dabei, den Praxis-Workflow zu erleichtern<br />

und so dem stressigen Arbeitsalltag gewappnet zu sein. Im sechsten und letzten Teil unserer<br />

Serie möchten wir euch beweisen, dass die Zukunft eines erfolgreichen Praxismanagements vor<br />

allem eins ist: Digital.<br />

Text Olaf Tegtmeier Bilder CGM Dentalsysteme GmbH<br />

Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter, wir googlen Dinge oder<br />

fragen gleich Alexa und über unser Smart-Home sorgt unsere Kaffeemaschine<br />

dafür, dass wir uns jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen<br />

über den heißgebrühten Kaffee freuen können. Die Digitalisierung ist<br />

in unserem Alltag längst angekommen. In vielen Praxen jedoch kämpfen<br />

eure Kollegen immer noch mit Kateikarten und Bestelllisten. Dabei<br />

ist eine umfangreiche und intuitiv bedienbare Praxissoftware nicht nur<br />

dazu in der Lage, euren Arbeitsalltag erheblich zu erleichtern.<br />

Strukturierter arbeiten, dank verlässlicher Software<br />

Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass beispielsweise die manuelle<br />

Karteikartenführung viel fehlerbehafteter und zeitintensiver ist<br />

als eine digitale. „Damit Arbeitsabläufe strukturiert und transparent<br />

werden, sollte das Praxisteam darin bestrebt sein, den gesamten<br />

Praxis-Workfl ow zu systematisieren und rationalisieren“, sagt Dr. Uta<br />

Schaub, Praxisinhaberin in Kreuztal. „In unserer Zahnarztpraxis unterstützt<br />

uns die Software CGM Z1.PRO von CompuGroup Medical<br />

Dentalsysteme dabei, genau das zu erreichen.“ Denn die gesamte<br />

Praxis kann über die CGM Z1.PRO-Software verwaltet und organisiert<br />

werden.<br />

Eine Umstellung auf digitale Prozesse macht nicht nur vieles einfacher<br />

für euch, sondern in Bezug auf Hygienemanagement und Materialverwaltung<br />

auch sicherer. „Das ist vor allem vor dem Hintergrund<br />

interessant, dass die Anforderungen an Praxen in diesen Bereichen<br />

durch viele gesetzliche Forderungen immer weiter ansteigen und eine<br />

lückenlose Dokumentation unabdingbar machen“, so Sabine Zude<br />

Geschäftsführerin der CGM Dentalsysteme. So kann eine gut durchdachte<br />

Praxissoftware Sicherheit im Sinne der Hygienerichtlinien und<br />

des Patientenrechtegesetzes bieten. Die Aufbereitung der Instrumente<br />

kann mithilfe von digitalen Helfern kinderleicht und rechtsicher<br />

dokumentiert werden. Genauso lückenlos können geplante Behandlungsschritte,<br />

Beratungsgespräche und Maßnahmen erfasst werden.<br />

Dadurch seid ihr als Praxis in der Lage, bei möglichen Rechtsstrei-<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Hygiene-Ratgeber<br />

39<br />

tigkeiten ohne Probleme der Beweispfl icht nachzukommen. Darüber<br />

hinaus spart euch die integrierte, digitale Materialverwaltung nicht<br />

nur Zeit, sondern auch Kosten ein.<br />

Sabine Zude<br />

Geschäftsführerin CGM Dentalsysteme<br />

Begeisterte Patienten sichern den Praxiserfolg<br />

Alle diese Aspekte haben zusätzlich einen positiven Einfl uss auf die<br />

Beziehung zwischen euch und euren Patienten. Euren Patienten alle<br />

gewünschten Informationen per Knopfdruck aushändigen zu können,<br />

vermeidet unnötige Hektik. Die Zeit, die ihr durch eine integrierte,<br />

digitale Hygiene- und Materialverwaltung einspart, kann in die individuelle<br />

Betreuung eurer Patienten investiert werden. Wenn sich der<br />

Patient gut aufgehoben fühlt, macht das nicht nur eure Arbeit einfacher.<br />

Denn begeisterte Patienten kommen nicht nur wieder, sondern<br />

empfehlen die Praxis auch weiter. So sichern sie nachhaltig den Erfolg<br />

eurer Praxis.<br />

Das war der sechste und letzte Teil unserer Serie. Wir hoffen, dass wir<br />

euch ein paar gute Tipps für euer erfolgreiches Praxismanagement an<br />

die Hand geben konnten!<br />

Dr. Uta Schaub<br />

Zahnärztin<br />

Olaf Tegtmeier<br />

Pfadfi nder Kommunikation<br />

CGM Dentalsysteme GmbH<br />

Maria Trost 25 · 56070 Koblenz<br />

Tel.: +49 261 8000 1900<br />

E-Mail: info.cgm-dentalsysteme@compugroup.com<br />

www.cgm-dentalsysteme.de<br />

Anzeige<br />

EDUCATION PLATFORM<br />

WEBINARE<br />

Modern Dental Connect bietet Zahnärzte*innen,<br />

Zahnmedizinstudent*innen und<br />

Praxismitarbeiter*innen die Möglichkeit,<br />

an Fortbildungsangeboten, Webinaren<br />

und Events in Europa teilzunehmen. Veranstalter<br />

ist meist eine europäische Niederlassung<br />

der Modern Dental Group:<br />

Permadental, Elysee Dental, Labocast oder<br />

Modern Dental Europe oder ein Partner<br />

der Modern Dental Europe.<br />

FACHLICHER<br />

AUSTAUSCH<br />

Modern Dental Connect<br />

SEMINARE<br />

Registrieren Sie sich noch heute kostenlos<br />

auf der neuen Fortbildungsplattform<br />

www.moderndentalconnect.eu.<br />

NEWS<br />

VIDEOS<br />

permadental<br />

PERMADENTAL.DE<br />

0 28 22 - 1 00 65


40<br />

Aufgefrischt!<br />

Die Kalkulation analoger Berechnung in der GOZ<br />

Selbstständige Leistungen, die weder in der GOZ noch in der<br />

GOÄ für die private Abrechnung zur Verfügung stehen, können<br />

gemäß § 6 (1) analog berechnet werden. Die Kalkulation<br />

dieser analogen Berechnung bereitet in der Zahnarztpraxis<br />

immer noch Probleme. Obwohl die GOZ diese Art der Leistungsabrechnung<br />

seit vielen Jahren zur Verfügung stellt, ist<br />

die Anwendung des § 6 (1) nicht immer einfach.<br />

Text Jana Brandt<br />

Grund genug diesen Abrechnungsweg mal aufzufrischen und die<br />

wichtigsten Fragen zu klären:<br />

1. Wie erfolgt die Kalkulation?<br />

Diese erfolgt nach der Wirtschaftlichkeitsstunde des Behandlers und<br />

dem Zeitbedarf zum Erbringen der Leistung. In den Zeitbedarf sollte<br />

die Vor- und Nachbereitung des Behandlungszimmers einfließen. Aus<br />

der Gesamtzeit wird mittels individueller Wirtschaftlichkeitsstunde ein<br />

Honorar errechnet.<br />

2. Welche Position nehmen wir?<br />

Steht das Honorar fest, erfolgt die 2. Phase – die passende Gebührenposition.<br />

Benötigt die Praxis ein Honorar von 20,00 Euro kann eine entsprechende<br />

GOZ-Position gesucht werden. Die passende GOZ-Position wird<br />

in die Software kopiert und im Leistungstext umgeschrieben, so dass auf<br />

der Rechnung eine korrekte Darstellung der analogen Position ausgewiesen<br />

wird. Finden Sie keine entsprechende GOZ-Position, darf auch auf<br />

die GOÄ in dem gemäß § 6 (2) geöffneten Bereich zugegriffen werden.<br />

3. Wie definieren wir die Abrechnung?<br />

Die analoge Position muss hinter der vierstelligen Nummer ein „a“ auf<br />

der Rechnung aufweisen. Der Leistungstext wird für einen medizinischen<br />

Laien verständlich formuliert, mit dem Hinweis „gemäß § 6 (1)<br />

GOZ“ sowie den Bezug zur verwendeten GOZ/GOÄ-Position „entsprechend<br />

GOZ xxxx ……..“.<br />

4. Welche Vorgabe in der Formulierung gibt es?<br />

Neben einer verständlichen Bezeichnung für einen Laien, kann die Praxis<br />

den Bezug der Position selbst festlegen. Unabhängig von der originalen<br />

GOZ/GOÄ-Position legt die Praxis eine eigene Definition fest: zum Beispiel:<br />

· Je Zahn<br />

· Je Kavität<br />

· Je Kiefer<br />

· Je Kieferhälfte/Frontzahnbereich<br />

· Je Sitzung usw.<br />

5. Darf Material berechnet werden?<br />

Die Materialberechnung ist bei der analogen Berechnung nach § 6 (1)<br />

GOZ nicht eindeutig definiert. In der Regel erfolgt die Berechnung der<br />

GOZ-Positionen nach § 4 (3) inklusive Praxiskosten einschließlich der<br />

Kosten für Füllungsmaterial, für den Sprechstundenbedarf, für die Anwendung<br />

von Instrumenten und Apparaten sowie für Lagerhaltung.<br />

Eine zusätzliche Berechnung von Material ist nur erlaubt, wenn dies<br />

ausdrücklich in der GOZ bestimmt wurde. Insofern kann Material zusätzlich<br />

nach der Materialberechnung der GOZ erfolgen, ansonsten<br />

sollte die Materialberechnung in die Kalkulation einbezogen werden.<br />

Beispiel:<br />

GOZ/<br />

Leistung<br />

GOÄ<br />

Ausführliche Auswertung der<br />

GOZ Ernährungsanamnese, je Auswertung<br />

6020a gemäß §6 (1) GOZ entsprechend GOZ<br />

6020 „Anwendung von Methoden zur<br />

Untersuchung des Gesichtsschädels“<br />

Ausführliche Ernährungsberatung,<br />

GOÄ je angefangene 15 min gemäß §<br />

34a 6 (1) GOZ entsprechend GOÄ 34<br />

Erörterung der Auswirkungen einer<br />

Krankheit auf die Lebensgestaltung<br />

Tel.: +49 341 231 032-0<br />

Jana Brandt<br />

Freiberufliche ZMV,<br />

Fachautorin & Referentin<br />

Honorarwunsch<br />

45,00 €<br />

für eine<br />

Auswertung<br />

der Ernährungsanamnese<br />

35,00 €<br />

für eine Ernährungsberatung<br />

je 15 min<br />

Ihr habt Fragen an unsere Abrechnungsexpertin oder<br />

möchtet mehr Informationen zu diesem Beitrag?<br />

Dann schreibt uns an info@<strong>recall</strong>-magazin.de<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Zahnzusatzversicherung<br />

41<br />

PZR und Prophylaxe: So viel erstatten<br />

die Zahnzusatzversicherungen<br />

In der letzten <strong>recall</strong> beschrieb die Abrechnungsexpertin Jana Brandt, was rund um die Gebührenposition<br />

GOZ 1040 alles abgerechnet werden kann. Doch wie sehen das die Versicherer? Welche<br />

Kosten bekommen eure Patienten von der Zahnzusatzversicherung erstattet?<br />

Text Gabriele Bengel<br />

Neue Generation der Zahntarife<br />

Früher war die Kostenerstattung für Prophylaxe und PZR durch private<br />

Zahnzusatzversicherungen nicht üblich. Deshalb haben viele eurer Patienten<br />

in den alten Tarifen Versicherungsschutz für Kronen, Brücken und Prothesen<br />

– mehr nicht. Doch die hochwertigen Zahnzusatzversicherungen,<br />

die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gekommen sind, zahlen auch<br />

für Prophylaxe. Sie unterscheiden sich nur darin, in welcher Höhe sie die<br />

Kosten übernehmen und was alles unter „Prophylaxe“ als erstattungsfähig<br />

anerkannt wird.<br />

Höchstgrenzen beachten<br />

Die Bedingungen regeln auch, wie oft im Kalenderjahr PZR und Prophylaxe<br />

bezahlt werden. Und meistens wird ein Höchstbetrag genannt – ausgenommen<br />

bei Barmenia, die ab Vertragsbeginn 100 Prozent ohne Höchstgrenze<br />

bezahlt. Andere Beispiele: Bayerische zahlt im günstigen Smart-Tarif<br />

zwei Mal pro Jahr jeweils maximal 80 Euro, im Komfort-Tarif 200 Euro pro<br />

Jahr – egal, wie oft man die PZR machen lässt. Die DKV zahlt im Hochleistungstarif<br />

300 Euro pro Jahr, die Gothaer 150 Euro und die SDK in den<br />

neuen Zahntarifen zwischen 100 Euro und 200 Euro – je nach Tarifstufe.<br />

Ein Blick ins Kleingedruckte<br />

In den Versicherungsbedingungen wird in der Regel aufgelistet, welche<br />

Maßnahmen als Prophylaxe eingestuft werden. Bei DKV steht „prophylaktische<br />

Leistungen” nach Abschnitt B der GOZ. Andere listen auf: „Entfernen<br />

harter und weicher Beläge (GOZ 1040), Fluoridierungsmaßnahmen (GOZ<br />

1020), erstellen Mundhygienestatus (GOZ 1000), Kontrolle Übungserfolg<br />

(GOZ 1010), Fissurenversiegelung (GOZ 2000) und Behandlung überempfindlicher<br />

Zahnflächen (GOZ 2010).“ Nicht als Prophylaxe-Maßnahmen<br />

gelten bei vielen Tarifen die GOZ-Ziffern 4000 ff. Diese werten die Versicherer<br />

– wie es ja auch in der GOZ steht – als Behandlungsmaßnahmen bei<br />

Erkrankung des Parodontiums. Erstattungsfähig sind diese Kosten, wenn<br />

euer Patient eine Zahnversicherung hat mit umfassendem Versicherungsschutz<br />

für Zahnbehandlung inklusive Parodontitisbehandlung.<br />

Ihr habt Fragen oder wollt eine Auflistung, welcher Versicherer welchen<br />

Betrag für die PZR erstattet? Schreibt eine E-Mail an redaktion@<strong>recall</strong>-magazin.de<br />

Kennwort „ZZV-PZR“. Wir leiten diese an unsere Spezialisten weiter,<br />

welche euch schnellstmöglich über die passende Lösung informieren.<br />

Gabriele Bengel<br />

to:dent.ta GmbH<br />

Dornierstr. 30 · 73730 Esslingen<br />

Tel.: +49 711 69 306 435<br />

www.todentta.de<br />

Anzeige<br />

Schöne Zähne ohne<br />

finanzielle Lücken<br />

Eure Patienten zu informieren,<br />

war noch nie so einfach<br />

kostenlos und unverbindlich<br />

Praxisinformation & Ratgeber anfordern<br />

to:dent.ta<br />

Top Dental Tarif<br />

Füllt das Bestellfeld aus<br />

und sendet uns die Seite<br />

per Fax an:<br />

0341 231 032-11<br />

Ihr Ratgeber für<br />

Zahnzusatzversicherungen<br />

Praxisstempel<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


42 Fortbildung<br />

Nachhaltig in eine bessere Zukunft<br />

Digitale Wissensplattform TePe Share startet – Wissen teilen, gemeinsam wachsen<br />

TePe Share: Schon gewusst?<br />

Von A wie Allgemeingesundheit bis Z wie Zahnpflege – das Themenspektrum<br />

auf TePe Share ist groß. So können Nutzer sich im Rahmen<br />

von Tutorials, Online-Seminaren oder als Studienzusammenfassung,<br />

etwa zum Zusammenhang von Mund- und Allgemeingesundheit informieren,<br />

aber auch zu vielen weiteren Themenbereichen – wie Interdentalreinigung,<br />

Prävention und Parodontalerkrankungen, Mundpflege,<br />

Kommunikation und Motivation, Kinderzahnheilkunde, Implantatpflege<br />

oder Kieferorthopädie – weiterbilden. Auch der direkte Austausch wird<br />

möglich: Im Rahmen von kostenlosen Online-Vorträgen und Webinaren,<br />

die regelmäßig auf TePe Share stattfinden.<br />

Zum Terminkalender geht’s hier entlang: https://www.tepe.com/sharede/veranstaltungen-webinare-newsletter/.<br />

Kommende Termine im Überblick:<br />

· 4. und 5. Mai 20<strong>21</strong>: Implant Maintenance – the Foundation for<br />

Long-term Success (englisch)<br />

· 2. Juni 20<strong>21</strong>: Nachhaltigkeit in aller Munde?<br />

Zu einer guten Zahnpflege inspirieren und über deren Zusammenhang<br />

zur Mund- sowie allgemeinen Gesundheit aufklären – gemäß diesem<br />

Credo arbeitet TePe kontinuierlich an der Entwicklung innovativer Lösungen<br />

für die präventive Mundhygiene. Alle Produkte werden auf<br />

der Grundlage klinischen Wissens und in Zusammenarbeit mit zahnmedizinischen<br />

Experten entwickelt. Diese Kompetenzen aus langjähriger<br />

Erfahrung möchte TePe weitergeben – und bündelt dieses Wissen<br />

rund um die Mundgesundheit in Form von Fachvorträgen, Webinaren,<br />

Veröffentlichungen und Videotutorials jetzt auf der neuen digitalen<br />

Wissensplattform TePe Share (www.tepe.com/share-de). Damit geht<br />

das Unternehmen einen weiteren Schritt in Sachen nachhaltiger Unternehmensstrategie<br />

voran: Denn die allgemeine Gesundheitsfürsorge<br />

als öffentliches Gut voranzutreiben und damit das Wohlergehen aller<br />

Menschen zu fördern ist in den Nachhaltigkeitszielen der UN verankert,<br />

die TePe aktiv unterstützt. Für eine bessere Zukunft. Mit der neuen Wissensplattform<br />

stehen zahnmedizinischem wie medizinischem Fachpersonal,<br />

Apothekern, Studenten aber auch Verbrauchern wertvolle Infos<br />

rund um das Thema Mundgesundheit zur kostenfreien Verfügung. Die<br />

Mission: Mittels kostenloser Webinare, Videos und Artikel sowie Newsletter,<br />

die auf klinischer Erfahrung und zahnmedizinischer Forschung<br />

basieren, zu begeistern, weiterzubilden und Wissen zu teilen. „Damit<br />

möchten wir über Themen aufklären, die uns am Herzen liegen und<br />

gleichzeitig unser Wissen und unsere Kompetenzen weitergeben, um<br />

andere zu unterstützen und zu inspirieren“, erklärt Helena Ossmer Thedius,<br />

Marketing & Innovation Director bei TePe.<br />

© TePe<br />

In Kürze startet Dr. Ralf Seltmann, Zahnarzt und Senior Manager Clinical<br />

Affairs bei TePe, mit seinem Live-Webinar zum Thema „Nachhaltigkeit<br />

in aller Munde?“. Das Thema trifft den Nerv der Zeit. Denn: Ausgelöst<br />

durch Klimafolgen und Plastikdiskussion interessieren sich immer mehr<br />

Menschen für das Konzept Nachhaltigkeit und sehen eine Mitverantwortung<br />

für den Umwelterhalt und soziale Fragen. TePe nimmt seine<br />

Verantwortung wahr: Mit neuen, nachhaltig hergestellten Produkten<br />

wird effektive Mundhygiene gleichzeitig umweltfreundlich. So berichtet<br />

Dr. Seltmann: „Bis Ende 2022 werden wir alle TePe-Produkte und ihre<br />

Verpackungen klimaneutral anbieten.“ Doch das ist nicht alles.<br />

Heute an morgen denken:<br />

Nachhaltigkeit in der Unternehmens-DNA<br />

Die Arbeit, die TePe im Rahmen von TePe Share für die Steigerung des<br />

Gesundheitsbewusstseins leistet, ist eng mit dem UN-Nachhaltigkeitsziel<br />

3 – gute Gesundheit und Wohlbefinden – verbunden und damit<br />

grundlegend für die nachhaltige Unternehmensstrategie, die TePe<br />

konsequent verfolgt: Ausgerichtet an der UN-Nachhaltigkeitsagenda*<br />

hat TePe eigene Fokusbereiche für sich definiert – Good People, Good<br />

Practice, Good Product. Konkret bedeutet das: Nachhaltigkeit wird in<br />

allen Unternehmensbereichen großgeschrieben – von einer respektvollen<br />

Zusammenarbeit über eine verantwortungsvolle Unternehmensführung<br />

bis hin zu ressourcenschonenden und innovativen Qualitätsprodukten.<br />

„Was uns antreibt? Der verantwortungsvolle Blick auf die<br />

Chancen zukünftiger Generationen. Dafür sind der bewusste Umgang<br />

mit Ressourcen und die Reduktion des CO 2 -Fußabdrucks in unserem<br />

täglichen Handeln unerlässlich“, betont Helena Ossmer Thedius.<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Fortbildung<br />

43<br />

Immer up-to-date<br />

Nichts mehr verpassen – das geht mit den Newslettern von TePe: „TePe<br />

News & Angebote“ informiert über Unternehmens-Neuigkeiten, Produkte,<br />

Aktionen sowie spezielle Angebote und kostenlose Webinare<br />

für die dentale Praxis. Auf aktuelle Studiendaten und Veröffentlichungen<br />

fokussiert sich der Newsletter „Zahnheilkunde News“, der von Dr.<br />

Anna Nilvéus Olofsson, Fachzahnärztin für Kinderzahnheilkunde und<br />

Managerin für Zahnmedizin und Wissenschaft bei TePe in Malmö, herausgegeben<br />

wird. Er richtet sich an zahnärztliches Fachpersonal und<br />

Studenten der Zahnmedizin weltweit.<br />

Das klingt spannend? Hier geht’s zur Anmeldung:<br />

https://www.tepe.com/de/for-professionals/newsletter/<br />

TePe D-A-CH GmbH<br />

Langenhorner Chaussee 44a · 22335<br />

Hamburg<br />

E-Mail: kontakt@tepe.com<br />

www.tepe.com/de<br />

* Auswahl der 17 UN Nachhaltigkeitsziele, die TePe besonders<br />

aktiv unterstützt: 3/Gesundheit und Wohlergehen; 7/<br />

Bezahlbare und saubere Energie; 8/Menschenwürdige Arbeit<br />

und Wirtschaftswachstum; 9/Industrie, Innovation und<br />

Infrastruktur; 12/Nachhaltiger Konsum und Produktion; 13/<br />

Maßnahmen zum Klimaschutz.<br />

Studium B.Sc. Dentalhygiene in Heidelberg startet durch!<br />

Die Medical School 11 hat in einem Kooperationsmodell mit der SRH Hochschule für Gesundheit<br />

planmäßig den Studiengang Dentalhygiene in Heidelberg gestartet!<br />

Der Studiengang erstreckt sich bei erfolgreicher individueller Anrechnung<br />

der ZFA-Ausbildung über 24 Monate und kann neben einer Berufstätigkeit<br />

studiert werden. Das Studium ist gegliedert in circa ein<br />

Drittel Präsenzphasen an der Hochschule, ein Drittel Selbstlernphasen<br />

zu Hause und ein Drittel Transferphasen in der beruflichen Praxis. Der<br />

Studiengang zeichnet sich nicht nur durch eine umfangreiche berufspraktische<br />

Ausbildung in Vorklinik und Klinik aus, sondern auch durch<br />

das Schwerpunktthema „Mobile Betreuung von Pflegebedürftigen/<br />

Pflegeheimen“ in Theorie und Praxis.<br />

ZMP-Aufstiegsfortbildung: ideale Vorbereitung zum Studium<br />

Durch die enge Kooperation der Medical School 11 mit dem praxis-<br />

Dienste Institut für Weiterbildung können ZMP-Absolventinnen bares<br />

Geld sparen: der Besuch einer praxisDienste-Aufstiegsfortbildung wird<br />

auf das Studium angerechnet und sorgt für reduzierte Studiengebühren.<br />

ZMP-Absolventinnen erhalten beispielsweise 16 ECTS Leistungspunkte<br />

und können damit 1.280,- € an Studiengebühren einsparen! In diesem<br />

Fall reduzieren sich die Studiengebühren auf nur 14.320,- €.<br />

Jetzt Studienplatz sichern für das Wintersemester 20<strong>21</strong>!<br />

Interessenten können sich für den kommenden Semesterstart im Oktober<br />

20<strong>21</strong> auf der Internetseite der Medical School 11 unverbindlich<br />

online bewerben. Die Medical School 11 prüft dann unverbindlich, ob<br />

alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Ein Studienstart ist auch<br />

ohne Abitur dafür mit einem Ausbildungsabschluss als ZFA plus Arbeitserfahrung<br />

möglich.<br />

Weitere Informationen und Anmeldung<br />

www.medicalschool11.de<br />

© medical school 11<br />

Medical School 11<br />

c/o Medicus Education Heidelberg AG (Verwaltungsanschrift)<br />

Brückenstrasse 28 · 69120 Heidelberg<br />

Tel.: +49 62<strong>21</strong> 649 971-0<br />

WhatsApp: +49 178 69 65 437<br />

E-Mail: studium@medicalschool.de<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


44 Dentalmarkt<br />

Zahnpflege To Go<br />

Frühlingsstart mit zuckerfreiem Kaugummi<br />

Mit dem Kauen von zuckerfreiem Kaugummi nach dem Süßen pflegt man die<br />

Zähne zahnmedizinisch perfekt, auch unterwegs. Denn durch das Kauen wird<br />

der Speichelfluss angeregt. Dies sorgt außerdem für frischen Atem und kann<br />

beim Tragen von Mund- und Nasenmasken dazu beitragen, dass der Mundraum<br />

nicht austrocknet.<br />

Gründliches Zähneputzen am Morgen und Abend ist der feste Grundbestandteil<br />

der täglichen Routine für gesunde Zähne, wie sie die Kariesprophylaxe-Leitlinie<br />

der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) empfiehlt.<br />

Zahnarztpraxen können ihren Patienten nach der Behandlung ein kleines Lächeln<br />

ins Gesicht zaubern und gleichzeitig Lust auf Prophylaxe machen – mit<br />

Wrigley’s Extra-Kaugummi im passend zum Frühlingsstart gestalteten Envelo-<br />

Anzeige<br />

pe (Abb. 1). Mit den drei Leitlinien-Tipps zur täglichen Kariesprophylaxe auf<br />

der Innenseite – Zähne putzen, wenig Zucker, Kaugummi kauen – erinnern die<br />

Envelopes daran, beim Genuss auch an die Zähne zu denken.<br />

Abb. 1<br />

Abb. 2<br />

© Wrigley<br />

Regelmäßig nach Mahlzeiten, Snacks und zucker- oder säurehaltigen Getränken<br />

den Speichel zu stimulieren, funktioniert sehr schnell und einfach mit<br />

zuckerfreiem Kaugummi: Der aktivierte Speichel verstärkt die Spülfunktion,<br />

unterstützt damit die Reinigung der Mundhöhle von Nahrungsbestandteilen,<br />

fördert die Pufferung von Säuren und wirkt remineralisierend auf den Zahnschmelz.<br />

Dass Kaugummi immer schnell und leicht zur Hand ist, macht ihn<br />

zur perfekten „Zahnpflege To Go“. Zusätzlich dazu kann das Praxisteam den<br />

Patientinnen und Patienten mithilfe des Leitlinien-Patientenflyers alle sieben<br />

Empfehlungen der Leitlinie aufzeigen und die Broschüre anschließend mitgeben.<br />

So bleibt die Praxis in guter Erinnerung, Patienten kommen gerne wieder<br />

und empfehlen sie weiter.<br />

PRAXISFASHION<br />

Tel. 02744/9200-19<br />

WWW.PRAXISFASHION.DE<br />

PRAXIS-<br />

MODE<br />

Unter www.wrigley-dental.de, dem Fachportal des Wrigley Oral Healthcare<br />

Program (WOHP), können ab sofort die Frühlings-Envelopes mit den fruchtigen<br />

EXTRA Professional White Erdbeere sowie die Oster-Envelopes mit den<br />

frischen EXTRA Professional White Kaugummis bestellt werden – solange der<br />

Vorrat reicht. Den Leitlinien-Patientenflyer „7 grundlegende Empfehlungen zur<br />

Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen“ der DGZ gibt es ab einem Bestellwert<br />

von 32 Euro kostenlos dazu, sowie den 7-Punkte-Plan als Praxisposter (Abb.2).<br />

Mars GmbH<br />

Wrigley Oral Healthcare Program<br />

Biberger Str. 18 · 82008 Unterhaching<br />

E-Mail: kontakt@de.mars.com<br />

www.wrigley-dental.de<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Dentalmarkt<br />

45<br />

BioLactis ® - Orales Probiotikum<br />

Stärkt die orale Immunabwehr und ersetzt Chlorhexidinspülungen<br />

Eine gesunde orale Immunabwehr ist gerade in diesen schwierigen<br />

Zeiten Grundlage der Infektionsprävention. Viele, auch bisher bewährte<br />

Mundspüllösungen decken mit Ihrem antimikrobiellen Spektrum nur<br />

Teile an Keimen ab und sind zum Beispiel gegen Corona-Viren nur<br />

bedingt wirksam.<br />

Symptome wie Gingivitis aber auch Blutungen bei Parodontitis oder das<br />

Kariesrisiko können nachhaltig minimiert werden. Studien zeigen dies in<br />

gleichem Umfang wie beim Chlorhexidin, jedoch gänzlich ohne dessen<br />

unangenehme Nebenwirkungen. Gleichzeitig wird die orale Immunantwort<br />

signifi kant gestärkt was zur Minimierung auch von viralen Infektionsrisiken<br />

beiträgt. BioLactis Probiotikum ist ein wohlschmeckendes<br />

Pulver, das einmal täglich auf die Zunge gestreut wird und dabei die<br />

Mundhöhle mit gesundheitsfördernden Bakterien besiedelt. Eine Anwendungs-Kur<br />

dauert 30 Tage und kann bis zu 3 Monaten nachhalten.<br />

Gleichzeitig wird die schützende Vielfalt des oralen Mikrobioms reduziert.<br />

Anders bei Probiotika: Diese unterstützen und stabilisieren eine gesunde<br />

Mundfl ora (ohne Nebenwirkungen) und können dennoch parodontalpathogene<br />

Keime sowie kariesverursachende Bakterien zurückdrängen.<br />

Cumdente GmbH<br />

Paul-Ehrlich-Straße 11<br />

72076 Tübingen<br />

Tel.: +49 7071 9 75 57 <strong>21</strong><br />

E-Mail: info@cumdente.de<br />

www.cumdente.com<br />

© Cumdente<br />

Mit wellsamed erwacht der Frühling<br />

Bunte Saisonmotive bringen frischen Wind in den Praxisalltag<br />

Begrüßen Sie den Frühling mit den nachhaltigen Papier-Mundspülbechern von<br />

wellsacup. Eintönig kann jeder – unsere bedruckten Einwegbecher machen<br />

das gewisse Etwas im Behandlungszimmer aus und unterstützen Sie zudem in<br />

der nachhaltigen Einrichtung Ihrer Praxis – auch der Umwelt zuliebe!<br />

Mundspülbecher sind wichtige Verbrauchsmaterialien im dentalmedizinischen<br />

Bereich. Deshalb sollten diese auch sorgsam ausgewählt werden. Wellsamed<br />

macht es sich zur Aufgabe, das Behandlungserlebnis für<br />

Patient*innen in der Zahnarztpraxis zu verbessern. Oftmals ist der<br />

Gang in die Zahnarztpraxis für viele mit einem mulmigen Gefühl im<br />

Bauch verbunden – da ist es doch schön, ein freundliches Ambiente<br />

im Behandlungsraum vorzufi nden. Florale Motive, knallige Farben<br />

und lockere Sprüche, vermögen es leicht, beim Spülen des Mundes,<br />

die Stimmung zu heben.<br />

der Einwegbecher in gebräuchliche Becherspender, wie zum Beispiel auch in<br />

die wellsamed Edelstahl-Modelle.<br />

Entdecken Sie, neben den Motiven „Frühling“ und „Sommer“, auch die ganze wellsacup<br />

Kollektion, sowie die große Produktvielfalt von wellsamed jetzt bei Europas<br />

größtem Prophylaxeversand Oral Care Center (www.oral-care-center.de).<br />

Dabei erfahren Sie mit wellsamed eine Marke in bewährter Qualität:<br />

Die Becher sind aus Hartpapier gefertigt, haben einen festen Stand<br />

und sind gegenüber Kunststoffbechern besonders formstabil. Ein rund<br />

gezogener Becherrand bietet zudem den Patient*innen ein angenehmes<br />

Trinkgefühl.<br />

Selbstverständlich sind die bunten Mundspülbecher ganz genau auf die besonderen<br />

Anforderungen einer Praxis abgestimmt. Mit einer Füllmenge von<br />

180 ml, einer Becherhöhe von 8,3 cm, sowie einer Standfl äche von 5 cm, passt<br />

wellsamed GmbH<br />

Brahestr. 16 · 04347 Leipzig<br />

www.wellsamed.com<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


46<br />

Lifestyle<br />

Liebe<br />

deineZunge<br />

www.liebedeinezunge.de<br />

„Liebe deine Zunge“<br />

Liebe deine<br />

geht online<br />

Zunge<br />

Mit der kostenlosen Schulungs- und Informationsplattform www.liebedeinezunge.de bringt<br />

die Medical School 11 das Thema Zunge in die Zahnarztpraxen.<br />

Text / Bilder Medical School 11<br />

Über 60 bis 70 Prozent aller Bakterien im Mundraum befinden sich auf<br />

der Zunge und bilden somit ein gefährliches Reservoir für Erkrankungen<br />

an Zähnen und Zahnfleisch sowie für Mundgeruch. Trotzdem ist<br />

dieses wichtige Organ, das für uns beim Sprechen, Essen, Schmecken<br />

und Fühlen im Mund unverzichtbar ist, in der zahnmedizinischen Lehre<br />

und Praxis – auch kulturell bedingt - wenig präsent.<br />

und Zahnärzte*innen kreiert, die kostenfreie Schulungsvideos von<br />

Dentalhygieniker*innen zu allen Facetten der Zunge enthält. Die Themen<br />

reichen von der Anatomie der Zunge, über mögliche Erkrankungen<br />

bis hin zu Wechselwirkungen von allgemeinmedizinischer Bedeutung.<br />

Auch die professionelle Reinigung und Pflege der Zunge im Rahmen<br />

der PZR wird anschaulich erklärt.<br />

Mit dem Aktionsprogramm „Liebe deine Zunge“ möchte die Medical<br />

School 11 die Bedeutung der Zunge für Mund- und Allgemeingesundheit<br />

in den Fokus rücken. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern<br />

und Experten wurde eine Plattform für Prophylaxefachkräfte<br />

Als Highlight kann man sich zum Zungenprophy mit entsprechender<br />

Urkunde zertifizieren lassen. Nach erfolgreich bestandenem Test winkt<br />

ein wertvolles „Liebe deine Zunge Paket“ mit vielen Informationen,<br />

Gutschein und Materialien rund um die Zunge für die Zahnarztpraxis.<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Lifestyle<br />

47<br />

Fotowettbewerb Werde das nächste<br />

Zungen-Top-Model in Deutschland<br />

Außerdem kann man durch die Teilnahme an dem Fotowettbewerb<br />

„Werde das nächste Zungen-Top-Model in Deutschland“<br />

monatlich einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Euro<br />

gewinnen. Alle Informationen dazu findet ihr auf der Homepage<br />

www.liebedeinezunge.de. Angesprochen sind alle, die sich mit der<br />

Mundpfl ege professionell auseinandersetzen: Zahnmedizinische<br />

Fachangestellte, Prophylaxeassistenten*innen,Dentalhygieniker*innen<br />

und natürlich Zahnärzte*innen. Werden Sie Zungen-Prophy und<br />

lassen Sie ihre Patienten von dem Know-how profi tieren – ganz<br />

nach dem Motto: Saubere Zunge für mehr Gesundheit!<br />

Medical School 11<br />

Brückenstraße 28<br />

69120 Heidelberg<br />

E-Mail: info@liebedeinezunge.de<br />

www.medicalschool11.de<br />

Weitere Informationen:<br />

www.liebedeinezunge.de<br />

©nakaridore/freepik<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de<br />

© David Marcu by Unsplash


48<br />

Lifestyle<br />

Ganzheitlich entgiften<br />

Endlich wieder fi t mit einer Detox-Kur – Bringen Sie Körper, Geist und Seele in Balance<br />

Viele Menschen klagen darüber, dass sie sich müde und antriebslos<br />

fühlen. Oft sind eine einseitige Ernährung, Stress und Bewegungsmangel<br />

dafür verantwortlich. Zu den Folgen zählen Energiemangel, unreine<br />

Haut und eine erhöhte Infektanfälligkeit. Dann sorgt eine Detox-Kur<br />

mit Luvos-Heilerde imutox wieder für Energie und Wohlbefi nden.<br />

Detoxen ist eine ganzheitliche Methode, mit der sich Körper und<br />

Seele in Balance bringen lassen. Dabei fördert Luvos-Heilerde imutox<br />

auf natürliche Weise die Entgiftung von innen. Sie kann belastende<br />

Umweltgifte, Schwermetalle, Weichmacher, Bakterien- und Schimmelpilzgifte<br />

aus der Nahrung binden. Zusätzlich kann sie als mineralischer<br />

Katalysator zellschädigende freie Radikale aus der Nahrung abbauen.<br />

Das schützt den Organismus vor oxidativem Stress, der für viele Krankheiten<br />

verantwortlich ist. Damit eignet sich Luvos-Heilerde imutox für<br />

die tägliche Reinigung von innen. Nebenwirkungen sind keine bekannt.<br />

Entgiftung über die Haut unterstützen<br />

Um die Wirkung zu steigern, kann die Entgiftung von außen über<br />

die Haut unterstützt werden. Daher enthält das Luvos-Detox-Set<br />

auch Luvos-Heilerde imutox-Paste zur Hautentgiftung. Regelmäßiges<br />

SkinDetoxing sorgt für gesunde, strahlende Haut und macht die<br />

Kur zu einem ganzheitlichen Detox-Erlebnis. Zusätzlich können Sie<br />

die zarte Gesichtshaut mit der SOS-Detox-Maske mit Heilerde und<br />

Seefenchel verwöhnen.<br />

Tipps und Rezepte für Ihre Detox-Kur zu Hause<br />

Das Luvos-Detox-Set beinhaltet auch eine Anleitung für Ihre ganz persönliche<br />

5 Tage-Detox-Kur zu Hause. Denn zum Detoxen gehört noch<br />

mehr; es basiert auf den folgenden vier Säulen:<br />

Detox<br />

Tipps<br />

Gesunde Ernährung.<br />

1 2 3<br />

Greifen Sie vermehrt zu<br />

frischem Obst, Gemüse und<br />

Salat. Verzichten Sie während<br />

der Detox-Kur auf belastende<br />

Lebensmittel wie Zucker, Weißmehlprodukte,<br />

fettreiche Speisen,<br />

Alkohol und Kaffee.<br />

Ganzheitliche<br />

Körperpflege.<br />

Widmen Sie auch Ihrem<br />

Körper in diesen Tagen mehr Sorgfalt,<br />

indem Sie ausreichend schlafen, heißkalte<br />

Wechselduschen anwenden<br />

oder in die Sauna gehen.<br />

Aktivierende<br />

Bewegung.<br />

Täglich 30 Minuten Bewegung<br />

fördern das Ausleiten von<br />

Giftstoffen und tun der Seele gut.<br />

Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen<br />

Spaß macht.<br />

4<br />

Innere Balance.<br />

Nicht nur unser Körper wird mit belastenden Stoffen überschwemmt,<br />

auch auf unseren Geist strömen ständig Reize ein. Nutzen Sie die Detox-Kur und<br />

gehen Sie bewusst offl ine. Tun Sie sich mit Achtsamkeitsübungen, Meditation,<br />

Yoga oder autogenem Training etwas Gutes.<br />

Für die Verlosung hat uns das Unternehmen sechs Pakete im Wert von je<br />

37 Euro zusammengestellt, welche ihr ganz einfach gewinnen könnt: Sendet<br />

uns eine E-Mail bis spätestens 31.05.20<strong>21</strong> mit dem Kennwort „Detox“<br />

an info@<strong>recall</strong>-magazin.de und gehört zu den glücklichen Gewinnern. Die<br />

Gewinner werden per Los ermittelt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />

Viel Glück! Weitere Informationen unter: www.luvos.de<br />

Illustration © Rawpixel Ltd. freepik<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


Lifestyle<br />

49<br />

Hotspot – Eine globale Herausforderung<br />

Der erste große Ausbruch von Covid-19 in Deutschland bot eine unglaubliche<br />

Chance. Denn was in Heinsberg passierte, würde bald überall passieren. Für Hendrik<br />

Streeck stand deshalb fest, dass man nicht tatenlos zuschauen konnte, wie<br />

sich das Infektionsgeschehen entwickelte. Vielmehr stellte er sich die Frage: Was<br />

können wir dazu beitragen, das Virus zu bekämpfen, seine Ausbreitung einzudämmen?<br />

„Hotspot“ bietet einen spannenden Einblick in die aktuelle Forschung und<br />

liefert zugleich neueste Erkenntnisse zu SARS-CoV-2 und dem Pandemiegeschehen.<br />

Gewinnt eins von zwei Exemplaren. Löst das Rätsel und schickt uns<br />

die Lösung mit dem Kennwort „Hotspot“. Viel Glück!<br />

Isabelle Bitterli &<br />

Werner Nydegger<br />

König Corona<br />

Prof. Dr. Hendrik Streeck<br />

Hotspot<br />

©Amanda Dahms<br />

ISBN: 978-3-9525235-4-4<br />

32 Seiten, Hardcover<br />

Geschichte: Isabelle Bitterli<br />

Illustrationen: Werner Nydegger<br />

Kobold-Books<br />

www.kobold-books.ch<br />

ISBN: 978-3-492-07103-1<br />

192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag<br />

Erschienen am 01.02.20<strong>21</strong><br />

Mitautor: Margret Trebbe-Plath<br />

Das aktuelle Kinderbuch<br />

zum Thema Corona<br />

Wie erklärt man eine so komplexe gesellschaftliche Herausforderung<br />

wie die Corona-Pandemie Kindern? Genau das haben sich<br />

Isabelle Bitterli und Werner Nydegger auch gefragt und prompt<br />

mit „König Corona“ die Antwort darauf geliefert. Auf 32 Seiten<br />

werden nicht nur Viren und ihre Verbreitung spielerisch erklärt,<br />

sondern auch welche notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und<br />

Regeln bei der Eindämmung helfen. Die Kinder erfahren außerdem<br />

mehr über die Forschung der Virologen, über die nötige<br />

Geduld und den Zeitbegriff „Monat“, ohne dass das Buch dabei<br />

belehrend oder zu sachlich wirkt. Zum Schluss gibt es ein Happy<br />

End und als Anhang ein kleines Lexikon mit Begriffen, die im<br />

Zusammenhang mit einer Viruserkrankung gebraucht werden.<br />

Gewinnt eines von zwei handsignierten Exemplaren.<br />

Löst das Rätsel und schickt uns die Löung mit dem<br />

Kennwort „König-Corona”. Viel Glück!<br />

6 9<br />

7 9 4 6<br />

8 9 1<br />

9 6 4 7<br />

7 4 8 1<br />

6<br />

1<br />

3<br />

4 5 6 9<br />

2 5<br />

1 5 2 8 7<br />

4<br />

5<br />

2<br />

5<br />

So nehmt ihr an der Verlosung teil:<br />

Sendet den Lösungscode, eure vollständigen Kontaktdaten und das<br />

entprechende Kennwort per E-Mail an: info@<strong>recall</strong>-magazin.de. Die<br />

Gewinner werden per Los ermittelt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der<br />

Barometer Verlagsgesellschaft mbH sowie deren Angehörige dürfen nicht<br />

teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der<br />

31.05.20<strong>21</strong>.<br />

Lösungszahl:<br />

1 2 3 4 5 6<br />

Viel<br />

Glück<br />

www.<strong>recall</strong>-magazin.de


50 Vorschau<br />

Die nächste Ausgabe erscheint am 17. Juni 20<strong>21</strong> mit folgenden Themen*<br />

©Konstantin Yuganov - stock.adobe.com<br />

© freepik / wayhomestudio<br />

Titelthema<br />

Prophylaxe vom Kind bis zum Erwachsenen<br />

Praxismarketing<br />

Gruselzahnarzt oder Schockerpraxis - Teil 3<br />

Kolumne<br />

Nachhaltigkeit in aller Munde<br />

... und viele weitere interessante Beiträge der Zahnmedizin.<br />

*Die Redaktion behält sich Änderungen der Themen vor.<br />

<strong>recall</strong> – Das Praxisteam-Magazin im Abo<br />

Ihr wollt pünktlich und regelmäßig über Fachartikel und Tipps informiert<br />

werden? Dann bestellt ein oder mehrere Exemplare für die Praxis oder zur Lektüre<br />

für zu Hause gleich per Fax oder Mail – ohne Risiko, ohne „Kleingedrucktes“.<br />

E-Mail: info@<strong>recall</strong>-magazin.de Fax: +49 341 231 032-11<br />

Preise und Informationen: Für Auszubildende kostenlos (Nachweis in<br />

Form einer Mail/Schreiben vom Chef erforderlich). Der Jahresabonnementpreis<br />

beträgt derzeit (6 Ausgaben) 10,80 € zzgl. MwSt. und Versandkosten. Wird das<br />

Abonnement nicht fristgerecht gekündigt, verlängert es sich stillschweigend<br />

um weitere 12 Monate. Die fristgerechte Kündigung richten Sie bitte schriftlich<br />

Versand- und Rechnungsadresse:<br />

Name: .................................................................<br />

bis vier Wochen vor Ablauf der 12 Monate an den Verlag. Der Gesamtbetrag<br />

wird im Voraus in Rechnung gestellt.<br />

Vorname: .................................................................<br />

Straße: ................................................................ Nr. .........................<br />

PLZ: ....................... Ort: .................................................................<br />

E-Mail: .................................................................<br />

Tel.: ................................................................. Menge: ..................<br />

(pro Ausgabe)<br />

Datum:<br />

Unterschrift:<br />

IMPRESSUM<br />

Verlag/Herausgeber<br />

Barometer Verlagsgesellschaft mbH<br />

Brahestraße 16<br />

04347 Leipzig<br />

Telefon: +49 341 231 032-0<br />

Telefax: +49 341 231 032-11<br />

Internet: www.<strong>recall</strong>-magazin.de<br />

ISSN: 1869-2842<br />

Geschäftsleitung<br />

Uwe Bräutigam (V.i.S.d.P.)<br />

E-Mail: info@barometer-verlag.de<br />

Redaktions- und Anzeigenleitung<br />

Uwe Bräutigam<br />

Redaktionsassistenz<br />

Carmen Zimmermann<br />

E-Mail: redaktion@<strong>recall</strong>-magazin.de<br />

Gestaltung<br />

Isabel Berger, Sophia Raigrotzky<br />

Druckerei<br />

Vogel Druck und Medienservice GmbH,<br />

Leibnitzstraße 5, 97204 Höchberg<br />

Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen<br />

der Barometer Verlagsgesellschaft mbH<br />

Bild Titelseite<br />

© freepic.diller - de.freepik.com<br />

Mitglied der<br />

www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin


So zaubern Sie Ihren<br />

Patienten ein Lächeln<br />

auf s Gesicht!<br />

Mit dem OCC Marketingservice fördern Sie die<br />

Patienten bindung und schaffen eine positive<br />

Erinnerung an den Praxisbesuch. Patienten, die<br />

sich wertgeschätzt fühlen, kommen gerne wieder.<br />

© drobotdean / freepik<br />

Wir bringen Ihr Logo und Ihre Praxisdaten in die<br />

beste Position. Bei uns finden Sie viele Produkte,<br />

die wir mit Ihrem individuellen Praxisbrandig<br />

personalisieren können.<br />

01<br />

OCC Werbeset<br />

Besuchen Sie uns online<br />

unter www.oral-care-center.de<br />

und wählen sie Ihr<br />

Wunsch-Produkt aus.<br />

02<br />

Nach eingegangener Bestellung<br />

nimmt unser Marketing-<br />

Team Kontakt mit Ihnen<br />

auf, um Ihre Wünsche zu be-<br />

sprechen.<br />

03<br />

Unsere Grafiker erstellen<br />

einen 1:1 Korrekturabzug für<br />

Sie. Diesen bestätigen Sie<br />

uns, nachdem alles zu Ihren<br />

Wünschen erstellt wurde.<br />

04<br />

Sie geben uns den Korrekturabzug<br />

zum Druck frei und<br />

schon wenige Tage später<br />

können Sie Ihren Patienten<br />

eine Freude bereiten.<br />

Wir sind für Sie da<br />

Für eine persönliche Beratung und bei<br />

Fragen, erreichen Sie uns telefonisch oder<br />

unter marketing@oral-care-center.<br />

AWS 011<br />

OCC_Anzeige_20<strong>21</strong>_03_<strong>recall</strong> 02_OCC Marketingservice<br />

AWS 007<br />

OCC Werbeset: AWS 007<br />

KFO / Schienenbox weiß<br />

• Druckartikel: wellsamed<br />

Schienenbox (78 x 25 x 78 mm)<br />

• VE = 200 Schienenboxen weiß,<br />

Gesamtpreis: 349,00€<br />

OCC Werbeset: AWS 011<br />

KFO / Schienenbox Mini<br />

• Druckartikel: wellsamed KFO /<br />

Schienenbox Mini (70 x 25 x 65 mm)<br />

• farblich sortiert<br />

• VE = 200 KFO / Schienenboxen<br />

Mini, Gesamtpreis: 299,00€<br />

AWS 010<br />

Noch nicht das<br />

Richtige dabei?<br />

Weitere Werbe-Produkte, wie Zahnbürsten,<br />

-seide und Kältekompressen,<br />

finden Sie auf unserer Website<br />

unter „OCC Werbeset“.<br />

OCC Werbeset: AWS 010<br />

Prothesenzahnbürste<br />

• Druckartikel: wellsamed<br />

Prothesenzahnbürste<br />

• VE = 200 Zahnbürsten,<br />

Gesamtpreis: 299,00€<br />

ORAL CARE CENTER | TEL.: 0341 14 956-10 | FAX: 0341 14 956-20 | www.oral-care-center.de

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!