E-Paper recall 2-21

BarometerVerlag1.de

Ernahrung und Prophylaxe

ecall

Das Praxisteam-Magazin

2/21

Liebe deine Zunge

Kostenlose Schulungs- und

Informationsplattform geht online

Parodontitis

Richtige Ernährung für die

Gesundheit und Heilung

des Immunsystems

Ernährung &

Prophylaxe


Editorial

3

Liebe Leserinnen und Leser,

dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Allgemein- und Mundgesundheit hat, ist hinlänglich bekannt.

Wie ihr dieses Wissen in die tägliche Arbeit integrieren und dadurch euren Patienten und auch euch selbst etwas Gutes

für die Gesundheit tun könnt, erfahrt ihr in verschiedenen Beiträgen auf den folgenden Seiten.

Julia Diedrich ist zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zentrum in Hamburg und schreibt in ihrem Beitrag ab Seite 4 über

steinzeitliche Ernährung und deren Bedeutung für die Allgemein- und Mundgesundheit. Dass eine gesunde Ernährung

oft nicht ausreichend ist, um die Allgemeingesundheit jedes Einzelnen sicherstellen zu können, darüber sprachen wir mit

Human- und Sportmediziner Peter-Hansen Volkmann, Gründer der Firma hypo-A in Lübeck. Er zeigt euch im Interview

ab Seite 8 die Wichtigkeit der Supplementierung von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen und Spurenelementen in

engem Zusammenhang mit ausreichend Bewegung sowie natürlicher frischer Biokost für die Heilung des Immunsystems

und dessen positive Auswirkungen zum Beispiel bei Parodontitiserkrankungen.

Einige weitere interessante Beiträge zu unserem Titelthema von Birgit Thiele-Scheipers, Désirée Voglau, Doreen Schladitz

und ein umfassender Abrechnungstipp von unserer Spezialistin Jana Brandt komplettieren dieses spannende Themenfeld.

Im letzten Artikel aus der „Klinischen Erprobung“ mit Produkten von Ivoclar Vivadent zeigt euch Janine Hensel aus

Leipzig, wie durch eine umfassende Anamnese und die Erhebung aller Indizes eine erfolgreiche Therapie resultieren kann.

In der Rubrik „Lifestyle“ findet ihr wieder verschiedene Gewinnspiele. Neben einer Luvos-Heilerde Detox-Kur könnt ihr

zwei interessante Bücher gewinnen. Viel Erfolg!

Wir hoffen, dass euch die Themenauswahl in der vorliegenden Ausgabe gefällt und wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre.

Euer recall Redaktions-Team

© Hans Genthe pixabay.com

22

Abrechnung der

Ernährungsberatung

28

4

Zurück in die

Steinzeit

© freepik / wayhomestudio

© Freepik Company S.L.

Gruselzahnarzt &

Schockerpraxis

Inhalt

8 Parodontitis

Richtige Ernährung für die Gesundheit &

Heilung des Immunsystems

12 Die individuelle Prophylaxe

Ernährungslink für Patienten

16 Mundhygiene in der Schwangerschaft

Tipps von einer Kollegin und werdenden

Mutter

20 Ernährungslenkung in der Prophylaxe

Wie wichtig ist sie?

24 Klinische Erprobung

Anamnese und Indizes versprechen eine

erfolgreiche Therapie

30

32 TePe Talk

Nachhaltig Putzen

38 CGM Hygiene-Ratgeber

Die Zukunft ist digital!

40 Aufgefrischt

Die Kalkulation analoger

Berechnung in der GOZ

42 Fortbildung

44 Dentalmarkt

46 Lifestyle/recall-Rätselspaß

50 Vorschau/ Impressum

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4 Ernährung & Prophylaxe

Zurück in die Steinzeit –

zumindest ein bisschen

© Freepik Company S.L. - www.freepik.com

Der Zusammenhang zwischen Ernährung, allgemeiner Gesundheit und Mundgesundheit ist unbestreitbar.

Meist gerät diese Tatsache bei einer zahnmedizinischen Behandlung nicht zuerst

in den Blick, sollte jedoch vom zahnmedizinischen Fachpersonal den Patienten immer wieder

verdeutlicht werden. Was Ernährung vorbeugend gegen Karies und Parodontitis leisten kann,

zeigt Julia Diedrich, zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zahnzentrum Hamburg, im folgenden

Artikel. Sie spricht darin über bildhafte Beratung und flankierende Maßnahmen in der Therapie.

Text Julia Diedrich

Im Negativ-Fokus sollten vor allem hochglykämische Kohlenhydrate

stehen, sie liefern unmittelbar Nahrung für Kariesbakterien und begünstigen

zudem Entzündungsreaktionen im Körper. Zusammen mit

gesättigten Fettsäuren spielen Zucker und Weißmehl – vor allem in

stark verarbeiteten Lebensmitteln vorkommend – eine tragende Rolle

bei Übergewicht und damit häufi g verbundenen Zivilisationskrankheiten

wie Diabetes Typ II, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselproblemen

sowie Zahnbetterkrankungen (Parodontitis). Woran es

beim mundgesunden Essen hapert, sind pfl anzenbasierte Lebensmittel.

Möglicherweise lautet eine gangbare Empfehlung: Zurück in die

Steinzeit – zumindest ein bisschen. Die erstaunlichen Ergebnisse eines

Experimentes halten jedenfalls der wissenschaftlichen Überprüfung

stand – häufi g ein Augenöffner im Patientengespräch.

Zehn Teilnehmer, die vier Wochen unter Steinzeitbedingungen gelebt

hatten, standen 2007 im Mittelpunkt einer Serie im Schweizer Fernsehen.

Neben den Kameras begleitete auch ein Stab aus Medizinern

das Experiment. Der zahnärztliche Befund: Aufgrund mangelnder,

moderner Mundhygiene nahm erwartungsgemäß der Zahnbelag zu.

Erstaunlich war jedoch, dass dies nicht zu vermehrten Zahnfl eischentzündungen

führte. Der Gingivitis-Index blieb praktisch unverändert,

Sondierungstiefen und der Blutungsidex (BOP) gingen sogar zurück.

Eine randomisierte, kontrollierte Pilotstudie der Universität Freiburg bestätigte

2016, dass dies unter anderem auf das Fehlen von raffi niertem

Zucker und Weißmehl zurückging. Da sich mit einer entsprechend optimierten

Ernährung sämtliche Entzündungsparameter reduzierten, lautet

die Schlussfolgerung: Moderne, westliche Ernährungsgewohnheiten mit

vielen kurzkettigen Kohlenhydraten und gesättigten Fettsäuren − fettigem

Gebäck, Schokolade, Sahne oder Wurst – fördern entzündliche Reaktionen

nicht nur im Mund, sondern im ganzen Körper. Daraus ließen

sich in ergänzenden Studien weitere Ernährungsempfehlungen zur

Prävention und Behandlung von Gingivitis und Parodontitis ableiten.

Vor allem Omega- 3- Fettäuren (beispielsweise aus Fisch und Nüssen)

wirken offensichtlich durch aktive Metabolite (spezielle Lipidmediatoren)

entzündungshemmend. Gesättigte Fettsäuren oder Transfette,

die bei starker Hitze entstehen (Frittierfett) lassen dagegen Blutzucker

und Insulin schnell ansteigen, was wiederum entzündliche Prozesse

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Ernährung & Prophylaxe

5

© Hans Genthe pixabay.com

fördert. Der Zusammenhang von Diabetes und Parodontitis ist demnach

kein Zufall!

Ebenfalls wird zunehmend über den Zusammenhang von Ernährung

und gesunder Mundfl ora diskutiert. Die Mikrobiom-Forschung zeigt

beispielsweise eine klare Beziehung zwischen dem Darm-assoziierten

und dem Schleimhaut-assoziierten Immunsystem. Damit erhalten

Probiotika in der Parodontitistherapie ein stärkeres Gewicht. Über

die Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) hinaus rücken

häufi ger die Mikronährstoffe in den Fokus, vorwiegend aus Früchten,

Gemüsen, Beeren oder Hülsenfrüchten. Diese bilden die Grundlage,

damit Stoffwechsel und Immunsystem reibungslos funktionieren.

Über die bekannten Vitamine C und D hinaus werden immer mehr

Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und vor allem sekundäre Pfl anzenstoffe

in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Ballaststoffe aus pfl anzlicher

Kost wirken Entzündungen entgegen und haben zudem positive

Effekte auf einen konstanten Blutzuckerspiegel.*

Wie Convenience schadet

Paradoxerweise kann sich das moderne Streben nach gesunder Ernährung

mit viel Früchten und Gemüse sogar schädlich auf die Zähne

auswirken. Convenience-Produkte machen es möglich.

Bei Kindern sind beispielsweise sogenannte Quetschies beliebt, aus

denen Fruchtpüree genuckelt wird. Erwachsene bedienen sich oftmals

in ähnlicher Weise an Smoothies oder isotonischen Getränken aus einer

Sportfl asche (häufi g aromatisiert mit Zitronensäure). Fruchtmus

oder Getränk umspülen über längere Zeit die Zähne.

Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper, allerdings

ist der Hauptbestanteil – kristallines Hydroxylapatit – säurelöslich.

Die Fruchtsäure fördert Erosionen und der Fruchtzucker gibt

den Kariesbakterien Nahrung. Weil die Keime mit sehr wenig Zucker

auskommen, ist schon ein kleiner Schuss Apfelsaft im Mineralwasser

schädlich. Je länger säurehaltiges Essen oder Getränke im Mund

bleiben, desto größer wird die Belastung, weil sich die Zähne nicht

mehr remineralisieren können. Manchmal haben jedoch schon kleine

Veränderungen eine große Wirkung. Zum Beispiel kann das Kalzium

in Milchprodukten die erodierenden Eigenschaften von Säuren verringern.

Obst mit Joghurt zu essen, wäre ein zahnschonender Ansatz.

Früchte und Gemüse zu kauen, statt Fruchtmus zu schlürfen, würde

die Gesichtsmuskulatur und den Speichelfl uss fördern. Speichel verdünnt

und neutralisiert die Säure und trägt außerdem zur Remineralisation

von Zahnschmelz bei. Auch das Kauen von zuckerfreiem

Kaugummi kann einen Beitrag leisten.

Wie bildhafte Erklärungen helfen

Patienten ist zu raten, nach einem säurehaltigen Essen den Mund

nur mit Wasser zu spülen und die Zähne erst mit etwas Verzögerung

zu putzen, eine fl uoridierte, niedrig abrasive Zahncreme (also keine

Whitening-Produkte) zu nutzen und auf den Andruck der Zahnbürste

zu achten.

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6 Ernährung & Prophylaxe

© freepik azerbaijan_stockers

Schließlich werden fortschreitende Erosionen zunehmend unangenehm,

wenn die Dentintubuli freiliegen. Die Zähne reagieren hypersensibel

auf Wärme, Kälte, osmotische Reize (zuckerhaltige Lebensmittel

und Getränke) oder Luftzug. Somit kann sich eine notwendige Professionelle

Zahnreinigung schon wegen des Speichelsaugers schmerzhaft

gestalten. Grundsätzlich kann man sagen, dass Gesundheit – im

Mund und anderswo – mit der Ernährung beginnt. Möglicherweise

kann das eine bildhafte Beschreibung verdeutlichen: Was wir essen

und trinken, ist Treibstoff für unsere Körperzellen. Niemand würde auf

die Idee kommen, einen Benziner mit Diesel zu betanken. Aber da der

Körper nach dem Verzehr von Schokoladenkuchen, Mettbrötchen oder

Fertigpizza nicht unmittelbar den Betrieb einstellt, geht man davon

aus, dass dies ja nicht so schädlich sein könne.

Guter Treibstoff für die Zellen steckt in komplexen Kohlenhydraten,

am besten in Form von Vollkornbrot, Hülsenfrüchten, Obst, Salaten

und Rohkost. Was bissfest ist, wird gut gekaut, regt den Speichelfluss

an und neutralisiert damit schädliche Säuren. Bei Süßigkeiten

sollte man Vernunft walten lassen und sie im Idealfall zu den Mahlzeiten

essen. Alles was klebt oder lange im Mund bleibt, richtet

vermehrten Schaden an. Einfache Kohlenhydrate und schlechte Fette

fördern nicht nur Übergewicht, sondern auch Karies, Entzündungen

von Zahnfleisch und Zahnbett. Außerdem bedenkenswert: Eine

gesunde Mundschleimhaut stellt eine erste Barriere gegen Corona-

Viren und andere Erreger dar. Ernährung ist zwar ein Lifestyle-

Thema (siehe Kochsendungen, Veganismus oder Diättrends), doch

die Verbindung zu gesunden Zähnen und Zahnfleisch wird gedanklich

nicht immer hergestellt. Die Herausforderung in der Kommunikation

ist, dem Patienten die Eigenverantwortung für seinen Körper

bewusst zu machen.

Niemand will Ängste schüren. Gangbare Schritt für Schritt-Lösungen

aufzuzeigen, dürfte wesentlich wirkungsvoller sein (beispielsweise

süße Snacks nur als Nachtisch zu essen, verstärkt Wasser statt Limo

zu trinken, mehr Gerichte mit Bohnen, Linsen oder Kichererbsen zu

versuchen). Zu bedenken ist: Wenn Zähne bereits wackeln und das

Zahnfl eisch schmerzt, kann sich gesundes Essen mit kernigem Brot,

viel rohem Obst und Gemüse schwierig gestalten. Begreift man

Parodontitis als Volks- und Zivilisationskrankheit, könnte ein bisschen

„Zurück in die Steinzeit“ nicht schaden.

11 Tipps zur mundgesunden Ernährung fi nden Sie unter:

www.alldent-zahnzentrum-hamburg.de/leistungen/tipps-zur-ernaehrung/

mundgesunde-ernaehrung/

*https://www.researchgate.net/publication/321193192_Die_Ernahrung_aus_der_Steinzeit_

und_die_Zahngesundheit_-_Ein_Update

Julia Diedrich

Zahnärztliche Oberärztin im

AllDent Zahnzentrum Hamburg

AllDent Zahnzentrum Hamburg

Glockengießerwall 1

20095 Hamburg

Tel.: +49 40 797 242 891

www.hamburg@alldent.de

www.alldent-zahnzentrum-hamburg.de

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Weil es auf jedes

Detail ankommt

Bei Ihrer Arbeit kommt es es auf jedes Detail an –

bei der Zahnpflege Ihrer Patienten ebenso.

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8 Interview

Parodontitis:

Richtige Ernährung

für die Gesundheit &

Heilung des Immunsystems

© freepik valeria_aksakova

Die Ernährung hat einen essentiellen Einfluss auf unsere allgemeine wie auch die Mundgesundheit.

Das ist heute allgemein bekannt. In vielen Zahnarztpraxen wird zunehmend mehr Ernährungsberatung

in Verbindung mit der professionellen Prophylaxe angeboten. Doch wie effektiv

und sinnvoll eine gute Beratung ist, dazu gibt uns Peter-Hansen Volkmann, Human- und Sportmediziner

mit Schwerpunkt Regulationsmedizin sowie Gründer der Firma hypo-A GmbH aus

Lübeck, im folgenden Interview seine Antworten.

Interview mit dem niedergelassenen Arzt Peter-Hansen Volkmann Grafik hypo-A GmbH

recall Glauben Sie, dass die Ansätze solch einer Ernährungsberatung

ausreichend sind, um entweder mundgesund zu bleiben beziehungsweise

eine Parodontitistherapie erfolgreich und nachhaltig zu

unterstützen?

Peter-Hansen Volkmann Dazu müsste man

zunächst die Qualifi kation und die Qualität

der Beratung kennen. Beratungen nach DGE

– Deutsche Gesellschaft für Ernährung – sind

weitgehend hilfl os, weil sie sich primär auf

Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate und Kalorienzählen,

nicht aber auf die ganze Palette moderner,

gesundheitsschädlicher Chemikalien zum Beispiel in Form von

E-Stoffen beziehen.

recall Sie vertreten eine ganz klare Linie. Was müsste jeder Einzelne

konkret tun, um tatsächlich für sich das gute Gefühl zu haben, sich

gesund zu ernähre n und damit einen wesentlichen Beitrag für seine

Gesundheit zu leisten?

Peter-Hansen Volkmann Die Qualität Ihrer Ernährung bestimmt Ihr

Denken 1 , Ihren Darm und Ihre Gesundheit bis zur Parodontitis! Manche

Parodontologen sind ja heute noch stolz, dass sie intime Kenntnis

der „Parodontitis auslösenden“ Bakterien im Mundraum haben.

Dabei ist die Besiedelung des Zahnhalteapparates nicht bakteriell

gesteuert, sondern durch das Immunsystem. Das jedoch hat seinen

Schwerpunkt im Darm mit Wechselwirkungen in den Mundraum und

zum Beispiel in die Nasennebenhöhlen und ins Mittelohr mit dem bekannten

Serotympanon. Um es auf den Punkt zu bringen: E-Stoffe

konsequent meiden! Wer sich NICHT frisch mit biologischen, reinen

Lebensmitteln ernährt, schädigt seine Gesundheit mit jedem Bissen.

Das hat jeder sprichwörtlich in seiner eigenen Hand. Oder anders:

Was Sie bei Aldi, Lidl & Co sparen, bezahlen Sie langfristig mit Ihrer

Gesundheit!

recall Nur von biologischen Lebensmitteln ernähren und auf zum

Beispiel beschichtetes Kochgeschirr zu verzichten, das wird die meisten

abschrecken. Dem einen ist es zu teuer, der andere denkt, woher sollen

all diese Bio-Lebensmittel kommen? Kurzum: Gibt es einen alternativen

Stufenplan, wie man sich sukzessive in seinen „Ernährungs“-Gewohnheiten

umstellen kann, um für sich den Weg zu einer, Ihrer Aussage

nach, besseren Lebensweise zu fi nden?

Peter-Hansen Volkmann Mit der Frage „Woher sollen all diese Bio-

Lebensmittel kommen?” kommt die allgemeine klare Abwehr gegen

Veränderungen zum Ausdruck! Auf gleicher Linie liegt die Frage, ob man

denn einer Bio-Zertifi zierung und Bio-Qualität im Handel überhaupt vertrauen

könne? Dazu antworte ich gern: Solange meine schwerstkranken

Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Asthma, Rheuma

oder Infertilität unter unserer hypoallergenen Therapie in Verbindung

mit den oben skizzierten Ernährungshinweisen in wenigen Wochen bis

Monaten gesund oder schwanger werden, solange ist die Bio-Qualität

in Deutschland offenbar zumindest ausreichend.

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Wer chronisch krank ist, sollte sich

einfach überlegen:

Was mache ich falsch, dass es mir so schlecht geht?

Warum habe ich immer Schmerzen oder Migräne?

Warum habe ich schon in jungen Jahren kaputte Zähne

oder Parodontitis?

Warum kneift mein Bauch?

Warum habe ich dauernd Durchfall oder Verstopfung?

Warum bin ich immer müde, antriebslos und depressiv?

Warum macht mein ganzes Leben keinen Spaß mehr?

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Dann ist die Überleitung zum eigenen Verhalten, Essen und Trinken,

aber auch zum Wohnen und Arbeiten sowie zu Tupper und Teflonpfanne

– soweit ich nach echten Ursachen und Lösungen für meine

Probleme suche – gar nicht mehr so schwierig. Bio ist zu teuer?

Alles was einfach, praktisch und billig ist, ist gesundheitsgefährdend!

Und ist nicht vielmehr eine lädierte Gesundheit wirklich

teurer und frustrierender?

recall Nahrungsergänzungsmittel können dazu beitragen, einen

kranken Körper zu heilen und den Nährstoff- und Vitaminmangel,

der durch die heutige Ernährung mit Convenience-Food quasi vorprogrammiert

ist, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie stellen mit

Ihrer Firma hypo-A GmbH solche Nahrungsergänzungsmittel (NEM)

her, die für ganz verschiedene Ansätze empfohlen werden. Was unterscheidet

Ihre Produkte von den sonst im Handel erhältlichen?

Peter-Hansen Volkmann Vor mehr als 25 Jahren habe ich begonnen,

für meine Patienten nach besonders reinen, unbelasteten

NEM zu suchen – auch international. Es gab Vieles, was scheinbar

sehr sauber und gut war, aber: You never lie to an allergic patient!

So sah ich mich gezwungen, selber mit einer nahe gelegenen

Apotheke nach eigenen Rezepturen hypoallergene und somit

besonders verträgliche NEM für meine Praxis zu kreieren. Dafür

setzten wir von mir mit Applied Kinesiology getestete, reine

DAB-Rohstoffe der Apotheke, also Rohstoffe in Arzneibuchqualität,

ein. Aufgrund des schon damals großen Einzugsbereiches

meiner Praxis bis in den Alpenraum oder nach Paris mussten

unsere Apothekenrezepturen oft auf dem Postweg versandt werden,

und das war gelegentlich mit Zustellungs- und Zahlungsproblemen

belastet.

Diese Probleme waren neben meinen damaligen GKV-Problemen

als Kassenarzt letztlich der Anlass für unsere Firmengründung

1998 in Lübeck. Der geschützte Name hypo-A leitet sich von hypoallergen

ab und ist für Therapeuten der Garant für besonders

reine Präparate, die selbst zuverlässig bei Multiallergikern, Umweltkranken

oder Fibromyalgiepatienten durch instantane orale

Schmerzlöschungen segensreich wirken. Unverändertes Ziel der

hypo-A GmbH, auch unter der erfolgreichen Geschäftsführung

Chlorhexidin-Therapie mit

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200 mg Chlorhexidin bis (D-gluconat), Sorbitol-Lösung 70 % (nicht kristallisierend), Glycerol, Propylenglycol,

Macrogolglycerolhydroxystearat, Cetylpyridiniumchlorid, Citronensäure-Monohydrat, Pfefferminzöl, Patentblau

V (E 131), gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Zur zeitweiligen Keimzahlreduktion in der Mundhöhle,

als temporäre adjuvante Therapie zur mechanischen Reinigung bei bakteriell bedingten Entzündungen

der Gingiva und der Mundschleimhaut sowie nach parodontalchirurgischen Eingriffen, bei eingeschränkter

Mundhygienefähigkeit. Gegenanzeigen: Bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der

sonstigen Bestandteile des Arzneimittels, bei schlecht durchblutetem Gewebe, am Trommelfell, am Auge

und in der Augenumgebung. Nebenwirkungen: Reversible Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens,

reversibles Taubheitsgefühl der Zunge, reversible Verfärbungen von Zahnhartgeweben, Restaurationen (Zahnfüllungen)

und Zungenpapillen (Haarzunge). Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf. In Einzelfällen

wurden auch schwerwiegende allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock nach lokaler

Anwendung von Chlorhexidin beschrieben. In Einzelfällen traten reversible desquamative Veränderungen der

Mukosa und eine reversible Parotisschwellung auf. CP GABA GmbH, 20097 Hamburg. Stand: 02/2018

Für mehr Informationen besuchen Sie www.cpgabaprofessional.de

1 Lorenz K. et al. J Clin Periodontol 2006;33:561– 567.

CHX 0,2 %


10 Interview

ng/ml 30

25

Itis-Protect ® – Studienbasierte Wirkung

Alle aMMP-8-Werte konnten gesenkt werden!

20

Median (aMMP-8)

15

10

5

0

Krank

Gesund

Start

Itis I

Monat 1

Nach 3 Monaten wurde die Therapie in dieser Gruppe erfolgreich

abgeschlossen.

Itis II

Monat 2

50 % der Patienten

Itis III

Monat 3

60 % der Patienten

Itis IV

Monat 4

Nach Itis-Protect ® III wurde die Behandlung mit Itis-Protect ® IV in der auf 4 Monate

angelegten Studie fortgeführt. Die kurzfristige Verschlechterung hängt mit der stark

gestörten Darmflora zusammen.

unserer Tochter Wiebke T.H. Volkmann, ist die Herstellung hochwertiger,

besonders reiner, hypoallergener NEM für chronisch Kranke zur Genesung

und zum Gesundheitsmanagement für den Arzt oder Zahnarzt.

recall Hypoallergen, laktosefrei und vegan. Warum haben Sie so

einen Aufwand betrieben, der es Ihnen im Wettbewerb zu den im Handel

angebotenen Nahrungsergänzungsmitteln schwer macht, den Endkunden

von Ihren Produkten zu überzeugen? Denn verständlicherweise

kosten hypo-A-Produkte oftmals einiges mehr als Massenware.

Peter-Hansen Volkmann „Qualität, die sich auszahlt!” ist einer unserer

Slogans mit breiter Zustimmung in Kreisen der Regulationsmedizin.

Zu Ihrer Frage „vegan” vorab kurz: Es gibt heute zunehmend Menschen

die meinen, vegan sei die gesündere Lebensweise für Menschen

– die definitionsgemäß Omnivoren „Allesfresser” sind. Wir sehen das

nicht so und vor allem kleine Kinder sollten keinesfalls vegan ernährt

werden. Um aber auch Veganern eine Option auf Heilung ihrer chronischen

Parodontitis als Ausdruck ihrer Silent Inflammation zu geben, sind

viele unserer Präparate vegan beziehungsweise in veganen Kapseln.

Ganzheitliche Gesundheit braucht ganz dringend zum Beispiel auch

Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl – OHNE Wenn und OHNE Aber!

Leinöle usw. sind da nur begrenzt hilfreich, wie erfolgreiche Kinderwunschbehandlungen

ohne Hormone seit fast 30 Jahren immer wieder

eindrucksvoll bestätigten: ohne Fischöl keine Schwangerschaft!

Das mit dem Preis ist so eine Sache. Ich weiß, Menschen kaufen gerne

nach Preis – sehr oft ohne darüber nachzudenken, was sie sich damit

eigentlich antun. Beispielsweise ein Immunpräparat eines Mitbewerbers

kostet wenig mehr als 20 Euro pro Packung. Unser Acerola-Zink

mit ähnlicher Zielrichtung kostet 26,95 Euro. Das ist offensichtlich „viel

teurer!“ Aber das „günstige Präparat“ reicht genau 7 Tage und unsere

Packung unter Normaldosierung 100 Tage. Und hier einige deklarierte

Inhaltsstoffe des „günstigen Präparates“, die die Darmschleimhäute

zerstören und zum Leaky Gut (durchlässigen Darm) führen können:

Trägerstoff Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Magnesiumstearat,

modifizierte Stärke, Maltodextrin, Trägerstoff Gummi

Arabicum, pflanzliche Öle (Palm-, Sonnenblumen-, Mais-, Palmkern-,

Kokosöl) in veränderlichen Gewichtsanteilen.

Mit einem solchen Präparat kann kein Mensch wirklich gesund werden

und die Parodontitis kommt trotz Antibiotika – die zum Teil vergleichbare

Chemikalien zuführen – zu neuem Erblühen. Ein Preisvergleich

mit Supermarktangeboten heißt Äpfel mit Birnen vergleichen, weil die

Sensibilität für Qualität im „Geiz ist geil!-Deutschland“ offenbar immer

mehr verloren geht. Nur das eigene Auto, Haus und der Urlaub

müssen teuer sein. Das sieht und hört ja der Nachbar und Kollegen…

recall hoT – also die hypoallergene orthomolekulare Therapie 2 ,

können Sie uns diese kurz erläutern?

Peter-Hansen Volkmann hoT bedeutet, dass wir in der Entwicklung

und Herstellung komplett auf Fertigungshilfsstoffe wie Füllstoffe,

Rieselhilfen, Schmiermittel für die Tablettiermaschine, Schönungsmittel

oder Aromen usw. verzichten.

Dort, wo die Kapsel zum Beispiel mit 100 µg Selen – das ist ein kleines

Stäubchen an Menge – nicht ordentlich zu füllen ist, überlegen wir uns

genau, für welche Patienten das Präparat konzipiert wird:

· Für ältere Patienten zum Beispiel mit einer Krebserkrankung, die oft

schon länger Gelenkprobleme haben, gibt es pflanzliches Glucosaminsulfat

als „Füllstoff“ in unserem Selen, der arthritische Gelenke

schmiert.

· Für jüngere Patienten zum Beispiel mit Kinderwunsch oder Hashimoto

wird mit natürlichem Acerolapulver Vitamin C zugeführt. Selen plus

Acerola Vitamin C ist also eine Antioxidanzien-Kombination mit zwei

synergistischen Therapieansätzen OHNE chemische Zusatzstoffe.

hoT bedeutet immer auch ein umfassendes Therapiekonzept zur Entgiftung

und Ausleitung, Dünndarm- und Dickdarmsanierung über mindes-

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Interview

11

tens drei Monate – unter begleitender Bio-Frischkost und mindestens

2 l Frischwasser pro Tag. Das sehr oft zu erreichende Ziel der hoT ist die

Heilung und Gesundheit des Patienten oder zumindest eine signifikante

Linderung seiner Leiden.

recall Zusammen mit Kollegen, wie zum Beispiel Dr. med. dent.

Heinz-Peter Olbertz, haben Sie die Itis-Protect ® -Kur entwickelt. Worum

handelt es sich dabei?

Peter-Hansen Volkmann Itis-Protect ® ist ein Lebensmittel für besondere

medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) zum Diätmanagement bei

Parodontitis. Die viermonatige Kur ist eine schrittweise, logisch aufgebaute

hoT-Substitutionstherapie, die sich ursprünglich in den neunziger

Jahren in meiner Praxis bei der Behandlung chronisch Kranker entwickelt

hat und zum Beispiel auch erfolgreich in der Therapie einer CMD 3

ist. Im ersten Schritt der ergänzenden, bilanzierten Diät für Parodontitispatienten

kommt es zu einer Abdichtung der Schleimhäute auch bei

Leaky Gut mit Ausleitung von Bindegewebsschlacken aus der Grundsubstanz.

In den Folgeschritten werden alle wichtigen Vitamine, Spurenelemente,

Mineralstoffe und Omega-Fettsäuren neben Präparaten

mit lebensfähigen Symbionten zur schrittweisen Dünndarm- und Dickdarmsanierung

zugeführt.

Die vier Phasen Itis-Protect ® I-IV bauen aufeinander auf und umfassen

unter anderem:

· Vitamine: verschiedene B-Vitamine, die vier fettlöslichen Vitamine A,

D3, E und K sowie natürliches Vitamin C

· Spurenelemente: Zink, Selen, Mangan, Chrom, Molybdän

· Mineralstoffe: Calcium, Kalium, Magnesium

· Darmpflege: Darmsymbionten, spezielle lebensfähige Darmbakterien

· Öle: Bio-Schwarzkümmelöl und Fischöl mit mehrfach ungesättigten

Fettsäuren

· Außerdem: natürliches Coenzym Q10, dem Tomatenextrakt Lycopin,

Kieselerde.

Umsetzung dieser Empfehlung wird Ihr Beratungsfrust signifikant gesenkt

und Sie haben wieder mehr Zeit für GUTE Gespräche, die auch

den Umsatz Ihrer Praxis mit Abgabe von Itis-Protect ® steigern können.

In Zeiten von Corona sollte eigentlich auch bei Medizinern und zahnmedizinischem

Fachpersonal das Bewusstsein für die eigene Verantwortung

in Gesundheitsfragen geschärft worden sein. Eine aktuell publizierte Studie

zeigt: Parodontitis erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen schweren,

oft letalen Covid-19-Verlauf. Es gibt danach

· 3,5-mal häufigere Einweisungen auf Intensivstationen

· 4,5-mal häufigere Druckbeatmungen

· 9-mal mehr Sterbefälle.

So lautet das erschreckende Ergebnis der aktuellen Studie aus Katar 4

über die Auswirkungen einer Parodontitis auf den Verlauf einer Coronavirus-Infektion.

Das alles sind für mich gute Gründe, dass sich jeder Einzelne profunde

Gedanken um die eigene Lebensführung, Ernährung und Gesundheit

machen sollte. Darüber hinaus kann es helfen, das Praxismanagement

schrittweise auf Gesundheitsmanagement statt Disease-Management

auszurichten, um zukünftig mit glücklicheren, zufriedeneren Patienten

zu arbeiten gemäß unserer Devise: Gesundheit ist mehr als fehlender

Schmerz – Gesundheit ist Lebensfreude!

Sie dürfen mir glauben, wenn meine Patienten mich nach einer Behandlung

erstaunt, weil schmerzfrei anstrahlen, geht auch mir das Herz auf!

Vielen Dank Herr Volkmann für das offene und informative Gespräch.

1

www.youtube.com/watch?v=hd2wZGWnzIM - Du denkst, was Du isst! Prof. Th. Bosch, Zoologie CAU Kiel

2

www.vbn-verlag.de, aktuell zum Beispiel: Darm gesund – Mensch gesund! Ganz einfach.

3

www.youtube.com/watch?v=G6FKCedqdCo CMD ganzheitlich, Prof. O. Winzen, Prof. S. Kopp Ff/M

4

www.idw-online.de/de/news762486

recall Und zu guter Letzt Herr Volkmann, Hand aufs Herz. Wir

wissen, dass nicht jeder bereit sein wird, einen radikalen Wandel umzusetzen,

um nach Ihren Empfehlungen seine Gesundheit zu sichern. Manche

werden denken, das ist „Schwarz-Weiß-Denken“ beziehungsweise

werden sich die Leser*innen dieses Interviews vielleicht auch fragen,

wie soll ich diese „radikalen“ Empfehlungen meinen Patienten glaubhaft

vermitteln? Was können Sie unserer Leserschaft dazu sagen?

Peter-Hansen Volkmann Lesen Sie zum Beispiel die Patienten-Informationsbroschüre

zu Itis-Protect ® I-IV und geben diese Betroffenen

leihweise mit – mit der großen Bitte um Rückgabe – aus Umweltgründen.

Warum Rückgabe? Weil interessierte Patienten bei der Rückgabe

in der Praxis gezielt bei Ihrer ZMP oder DH nachfragen und Sie jetzt auf

einen an Ihrer Parodontitistherapie interessierten Patienten treffen. Wer

ohne Nachfrage nur dankt, demonstriert sein Desinteresse an Ihren Lösungsvorschlägen:

Wasted time is wasted money! Durch konsequente

Peter-Hansen Volkmann

Niedergelassener Arzt

hypo-A GmbH Lübeck

Möllerung 9A · 23569 Lübeck

Tel.: +49 451 307 21 21

Fax: +49 451 30 41 79

E-Mail: info@hypo-a.de

www.hypo-a.de

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12 Ernährung und Prophylaxe

Die individuelle und professionelle

Prophylaxe beinhaltet einen

Ernährungslink für Patienten!

© proDente e.V.

Die Ernährungsanamnese- und beratung sollte in jeder Praxis zu einem wichtigen und festen

Bestandteil gehören. Zucker, Säuren, Mangel- und/oder Fehlernährung fördern nicht nur

Schäden in der Mundhöhle, sondern können auch Auslöser oder Verstärker für verschiedene

Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas, zahlreiche Krebsarten, Herz-Kreislauferkrankungen

und Atherosklerose, sein. Ein individuelles Ernährungsberatungskonzept,

indem wir die Patienten auf Risiken und Defizite aufmerksam machen, gehört in unserer prophylaxeorientierten

Praxis in jedes präventive Konzept.

Text Birgit Thiele-Scheipers

Mundschleimhauterkrankungen, Gingivitis- und Parodontitisverläufe

können durch Mineralien (Kalzium, Magnesium), mikro- (Vitamin

A,C,D,B12) und makronährstoffreicher Ernährung (Omega-3-Fettsäuren)

und zuckerarmer Ernährung positiv beeinfl usst werden. Oftmals

sind es schon geringe Veränderungen beziehungsweise Ergänzungen

in der Ernährung, die einen positiven Einfl uss erkennen lassen.

Prophylaxe-Konzept mit Ernährungsberatung

Die Skepsis gegenüber einer individuellen Ernährungsberatung verhindert

häufi g das Einbauen dieses Themas in das bereits vorhandene

Prophylaxe-Konzept. Oft ist es die Unsicherheit über die „richtige“

Kommunikation, wie dieses Thema bei den Patienten angesprochen

werden soll. Auch der zeitliche Ablauf, gegebenenfalls entstehende

Zusatzkosten und das „wann“ binde ich die Beratung in den Prophylaxeablauf

am besten mit ein, sind häufi g Kriterien, womit sich auch

unser Praxisteam auseinandergesetzt hat.

Wichtig war uns, dass allem voran die ausführliche und individuelle

(Ernährungs-) Anamnese und Auswertung steht. Zusammen mit

der Befundung wird die Diagnose- und Therapieplanung erstellt. In

Teamsitzungen wurde die einheitliche Kommunikation des Prophylaxeteams

in der Ernährungsberatung besprochen und Fachliteratur

sowie themenbezogene Fortbildungen brachten die nötige Basis für

die Kommunikation und Beratung der Patienten.

Kommunikation und Instruktion

Der erste Schritt zu einer erfolgreichen und zeitlich gut im Prophylaxeablauf

etablierten Kommunikation und Instruktion ist eine umfangreiche

Anamnese, in der die Ernährungsanamnese ihren Stellenwert hat.

Zudem bildet die Erstbefundung mit unserem praxisindividuellen Ernährungsanamnesebogen

für die weitere Aufklärung und Instruktion

die Basis. Bei Befunden wie häufi gen Kariesläsionen, Erosionen, Gingivitis

oder Parodontitis fi ndet nach Befundung und Auswertung des

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Ernährung und Prophylaxe

13

Ernährungsanamnesebogens zeitnah ein Beratungsgespräch statt.

Wichtig ist, dass man sich als Team Gedanken zu den verschiedenen

Patientengruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren), deren

Ernährungsgewohnheiten, Bedürfnissen und Bereitschaft für Veränderungen

macht. Viele Faktoren müssen individuell betrachtet und

abgeklärt werden.

Wichtig

Bei Patienten mit allgemeinmedizinischen Problemen, wie zum

Beispiel Diabetes oder Adipositas, ist zu beachten, dass diese

bereits eine Ernährungsberatung erhalten haben. Somit sollte

unsere zahngesunde Ernährungsempfehlung nicht mit anderen

Empfehlungen kollidieren. Fragt bitte gezielt nach!

Jede Ernährungsanamnese ist individuell und erfordert von uns eine auf

den Patienten abgestimmte Aufklärung und Beratung.

Diese sollte in kleinen Schritten erfolgen und natürlich zielführend sein.

Einfühlungsvermögen und sensibler Umgang, mit dem Wunsch nach

Veränderung der Ernährung, bringen uns das Vertrauen der Patienten.

Ernährungsanamnese-/protokoll, Abrechnung

und Dokumentation

Wir erörtern in der Praxis beim Abgleich der Anamnese die Ernährungsgewohnheiten

und bieten bei Bedarf die notwendige Aufklärung

und Unterstützung an. Die Beratung wird im Rahmen der

Professionellen Zahnreinigung bei Erwachsenen und der Individualprophylaxe

bei Kindern und Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten

durchgeführt. Bei sehr umfangreichen Beratungen, die

den zeitlichen Rahmen von circa fünf bis zehn Minuten deutlich überschreiten,

bieten wir dem Patienten einen gesonderten Termin an. Je

nach Umfang und Dauer des Aufklärungsgespräches berechnen wir

nach GOZ/GOÄ Analogpositionen/Verlangensleistungen.

Ernährungsprotokolle und Informationsblätter bekommt der Patient für

seine häusliche Mitarbeit und Dokumentation von uns ausgehändigt.

Zusätzlich können wir mit dem Screening Programm ParoStatus.de

Befunde und Beratungen dokumentieren und im weiteren Verlauf mit

dem Patienten vergleichen und analysieren. Das Ernährungsprotokoll

macht deutlich, wie der Patient sich unter den oben genannten

Faktoren ernährt. Anhand des Protokolls ist die Wahrnehmung einer

Mangel- und/oder Fehlernährung für unsere Patienten deutlicher

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14 Ernährung und Prophylaxe

und sie sind prinzipiell motivierter ihre Ernährung dauerhaft umzustellen.

Regelmäßige Recalltermine und die Auswertung der Protokolle

unterstützen und begleiten den Patienten.

Interdiziplinäre Zusammenarbeit mit Hausärzten

und Kontrolle durch Blutabnahme

Zur Kontrolle der Vitaminwerte bitten wir den Patienten bei seinem

Hausarzt ein umfangreiches Blutbild anfertigen zu lassen. Dieses gibt

Aufschluss über eventuelle Mangelerscheinungen oder Zufallsbefunde,

wie zum Beispiel eine bis jetzt nicht diagnostizierte Diabetes. Das

hierbei ein großes Risiko liegt, zeigt die hohe Dunkelziffer der nicht

erkannten Diabetes Typ 2-Patienten.

Mangelerscheinungen wirken sich sowohl auf die Zahn- als auch auf

die allgemeine Gesundheit aus. In unseren Aufklärungsgesprächen

motivieren wir die Patienten, dass durch eine ausgewogene Ernährung

auch die Lebensqualität verbessert werden kann. Raucher sind

besonders gefährdet und haben einen erhöhten Bedarf an Mikro- und

Makronährstoffen. Wir empfehlen bei Rauchern die Mundhygienehilfsmittel

wie Zahnpasta/Spüllösung mit Vitamin C-haltigen Produkten

zu ergänzen. Dies geschieht auch bei Patienten, die keine Veränderung

in ihren Ernährungsgewohnheiten wünschen. Zielführend ist

hierbei, dass auch minimale positive Einwirkungen eine Veränderung

des Krankheitsbildes schaffen.

In der Karies- und Gingivitisprävention weisen wir auf die Gefahren

hin, die sich durch zu hohen und gegebenenfalls versteckten Zuckerkonsum

zeigen. Die Kombination von Zucker und Säure in einem

Getränk ist besonders gefährlich, denn sie verstärkt die kariogene

Wirkung. Reduktion von weißem Zucker und Alternativen wie zum

Beispiel Birkenzucker (Xylit) sind Bestandteil eines Aufklärungsgespräches.

Um die Gefahr von Erosionen zu mindern, empfehlen wir

möglichst stilles Wasser oder Schorlen zu trinken. Nach den Mahlzeiten

ist das Kauen von zuckerfreiem Xylit-haltigem Kaugummi zu

empfehlen.

Gesundes Trinkverhalten und Kauaktive Nahrung

Jeder Mensch sollte täglich circa zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit

zu sich nehmen. Bei einem Erwachsenen liegt der tägliche Bedarf zwischen

20 und 45 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht.

Oftmals erkennen die Patienten erst durch das Ernährungsprotokoll

wie viele zucker- und säurehaltige Getränke über den Tag verteilt getrunken

werden. Betrachtet man als Beispiel die Mischgetränke, stellt

man fest, dass sie mit Kohlensäure angereichert werden und einen hohen

Kaloriengehalt, viel Zucker und einen nicht unerheblichen Säureanteil

aufweisen. Deshalb werden in einer zahngesunden Ernährungsberatung

besonders kalorien- und säurearme Getränke empfohlen.

Kauaktive Nahrung festigt den Zahnhaltapparat, fördert den Speichelfluss

und damit die orale Clearance der Mundhöhle. Als kauaktiv

gelten naturbelassene Gemüse, Vollkornbrot, frisches Obst, Haferflocken,

Kartoffeln, Vollkornreis und Hülsenfrüchte.

Probiotika und Mikronährstoffpräparate

Eine gesunde Ernährung, reich an frischer biologischer Kost, unterstützt

den Körper und Heilungsprozesse. Wo sich jedoch ein Krankheitsgeschehen

manifestiert hat, reicht das unter Umständen nicht

aus. Hier empfehlen wir bei einer immer wieder auftretenden Gingivitis

oder chronischen Parodontitis als Kur unter anderem Probiotika.

Ein Probiotikum unterstützt die Gesunderhaltung des Zahnfleisches

und fördert das Gleichgewicht der Mundflora. Der Patient lutscht

in der Regel einmal täglich eine Pastille, da über die Schleimhäute

die größtmögliche Wirksamkeit erzielt wird und beendet nach einer

Packungseinheit die Einnahme. Auch das Mikronährstoffpräparat

Itis-Protect ® kommt unterstützend in der Parodontitistherapie zum

Einsatz, wenn trotz guter Mundhygiene und Compliance bei Patienten

mit chronischen Zahn- und Zahnfleischproblemen nicht der gewünschte

Heilungsverlauf eintritt.

Abrechnung

Eine ausführliche individuelle Beratung über zahngesunde Ernährung,

in Zusammenhang mit der Auswertung eines Ernährungsfragebogens/Ernährungsanamnese

und Protokolls, ist eine Privatleistung und

wird daher von uns auch einem Kassenpatienten in Rechnung gestellt.

Dabei ist zu beachten, dass die Berechnung weder in der GOZ noch

in der GOÄ geregelt ist. Entsprechend gibt es unterschiedliche Empfehlungen,

wie zum Beispiel die Berechnung nach §2 Abs.3 GOZ als

„Verlangensleistung“ oder nach §6 Abs.2 GOZ als „Analogleistung“.

Die Vereinbarung mit den Kassenpatienten ist nach §4 Abs.5 BMV-Z

bzw. §7 Abs.7 EKVZ zu treffen und schriftlich zu dokumentieren.

Abrechnungsbeispiel

GOÄ 6 a

Erhebung der Ernährungsanamnese und gegebenenfalls

Defizite analog gemäß §6(1) GOZ entsprechend

GOÄ 6, einschließlich Dokumentation

GOZ 6020 Ausführliche Auswertung der Ernährungsanamnese

analog gemäß §6(1) GOZ entsprechend

GOZ 6020

GOÄ 34a Ausführliche Ernährungsberatung gemäß §6(1)

GOZ entsprechend GOÄ 34, Dauer mindestens

20 Minuten

GOÄ 76

Individueller schriftlicher Plan, für jeden Patienten

einzeln ausgestellt

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Praxistipp

Wir rechnen die ausführliche Ernährungsberatung zur

Ausschaltung zahnschädlicher Gewohnheiten mit der

GOÄ-Nr. 3 ab. Hierbei handelt es sich beim Privatpatienten

um eine eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende

Beratung von mindestens zehn Minuten Dauer.

Fazit

Ernährungsberatungen haben in der Prophylaxe ihren Stellenwert

und sollten in jedes professionelle Praxiskonzept integriert

werden. Die Unterversorgung von Nährstoffen kann negative

Auswirkungen auf die Immunabwehr sowie die Anfälligkeit

für eine Vielzahl von Krankheitserregern haben und dadurch

zu einem erhöhten Risiko für Infektionen, Komplikationen und

Schweregrad der Erkrankung beitragen. Grundsätzlich empfehlen

wir den Patienten eine abwechslungsreiche, ausgewogene,

zucker- und säurearme Ernährung reich an wertvollen Mikronährstoffen

und unterstützen sie bei der Umstellung.

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im Zusammenhang mit der Kariesprävention, sondern auch in

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Birgit Thiele-Scheipers

Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin

Referentin der ZÄK Westfalen-Lippe,

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16 Ernährung und Prophylaxe

Mundhygiene und

Ernährung „nicht nur” in

der Schwangerschaft

© proDente e.V.

Eine Schwangerschaft ist eine ganz besondere Erfahrung für jede Frau. In dieser Zeit werden

an die werdende Mutter besondere körperliche und seelische Anforderungen gestellt. Ich selbst

befinde mich nun schon zum zweiten Mal in diesem glücklichen Zustand und würde euch gerne

ein paar Empfehlungen zur Ernährung, zur optimalen Mundhygiene, sowie nützliche Tipps für die

Praxis, gegen die ,,typischen“ Schwangerschaftsbeschwerden geben.

Text Désirée Voglau

Über meine Schwangerschaftsverkündung haben sich auch meine

Chefs wirklich gefreut und darauf glücklicherweise positiv reagiert

(was ja eigentlich der Fall sein sollte, aber leider nicht immer zutrifft).

Da ich überwiegend als Dentalhygienikerin tätig war und somit viel

Patientenkontakt hatte, fehlte ich nun von einem auf den anderen

Tag im Prophylaxebereich. Durch eine gute Organisation im Vorfeld

und Flexibilität von Seiten der Kolleginnen wurde mein Ausfall relativ

schnell kompensiert. Durch das Engagement meiner Chefs, die mir

einen Arbeitsplatz schwangerengerecht einrichteten, konnte ich noch

für ein paar Wochen im Büro arbeiten und so unser Qualitätsmanagement

optimieren.

Seit Januar bin ich nun freigestellt und befi nde mich im Beschäftigungsverbot.

Durch die aktuelle Corona-Situation kommt mir das

sehr entgegen und auch ohne Arbeit wird mir nicht langweilig. Ich

habe ja bereits ein Kleinkind, den Haushalt und es gibt zahlreiche

Angebote für Webinare, man will ja die Zeit nicht ungenutzt lassen.

Auch was die kommende Elternzeit angeht, sind die Chefs sehr fl e-

xibel und freuen sich auf meinen Wiedereinstieg in absehbarer Zeit.

Eine Schwangerschaft geht natürlich nicht spurlos an einem vorbei.

Sie macht sich unter anderem auch in unserer Mundhöhle bemerkbar.

Man muss wissen, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko für Zahnfl

eischentzündungen (Gingivitis) und Parodontitis haben. Die Hormonumstellung

hat Auswirkungen auf unser Zahnfl eisch. Es wird stärker

durchblutet, ist dadurch weicher und manchmal leicht angeschwollen.

Vermehrtes Zahnfl eischbluten ist oft das erste Anzeichen einer Zahnfl

eischentzündung, der sogenannten Schwangerschaftsgingivitis.

Wichtig ist zu wissen, dass dieser Zustand meist nur vorübergehend

ist und durch eine gründlichere Mundhygiene behoben werden kann.

Hilfreich können hier verschiedene Produkte wie zum Beispiel ParoMit

Q10 (Zantomed) sein, die begleitend zu einer Gingivitis oder Parodontitis

genommen werden können und das Zellwachstum sowie die

Abwehrkräfte optimal unterstützen.

In Ausnahmefällen kann es während der Schwangerschaft zu extremen

Zahnfl eischwucherungen und Parodontitis kommen. Deswegen

ist es ratsam, bereits vor Beginn einer Schwangerschaft beziehungsweise

bei der Planung an eine gesunde Mundfl ora sowie an eine gute

Mundhygiene zu denken. Durch zahnärztliche Kontrollen und professionelle

Zahnreinigung(en) können so schon frühzeitig eventuelle

Störfaktoren wie Karies, Gingivitis oder ähnliches vermieden oder

beseitigt werden.

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Ernährung und Prophylaxe

17

Während der Schwangerschaft ist es sinnvoll mindestens zweimal zur

zahnärztlichen Untersuchung (im ersten und letzten Drittel) sowie zur

Prophylaxe zu gehen. Selbstverständlich gilt das auch für mich. Bereits

vor meiner Schwangerschaft war ich regelmäßig zur Kontrolle wie auch

zur Professionellen Zahnreinigung, habe auf eine gute Mundhygiene

geachtet und auch bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel war ich

beim Zahnarzt und zur Prophylaxe. Doch vielen unserer Patientinnen ist

der Zusammenhang zwischen Schwangerschaft und Mundgesundheit

leider oft nicht bekannt. Hierfür ist die Aktualisierung der allgemeinen

Anamnese immens wichtig, da ihr im Zuge der Erhebung auch diese

Informationen abfragen könnt. Hilfreich sind zudem ausgelegte Infobroschüren

im Wartezimmer oder ein Hinweis auf der Praxishomepage. Bei

Interesse können euch die Patientinnen dann direkt darauf ansprechen.

Im Zuge einer solchen Beratung sollte die werdende Mutter auch gleich

darüber aufgeklärt werden, dass Kariesbakterien nicht von Geburt an

in der Mundhöhle heimisch sind und das eine ,,Ansteckung“ durch

Speichelkontakt im Babyalter, zum Beispiel durch abgeleckte Löffel

oder Schnuller, erfolgen kann. Eltern und andere Bezugspersonen sollten

möglichst kariesfrei sein (also rechtzeitig saniert werden), um das

Übertragungsrisiko zu minimieren und ihr solltet auf solche Verhaltensweisen

hinweisen, damit diese Fehler vermieden werden können.

Voraussetzung für die Prävention von Zahn- und Parodontitiserkrankungen

in Schwangerschaft, Säuglings- und Kleinkindalter ist eine

frühzeitige und gute Aufklärung über die optimale Mundhygiene, eine

Ernährungsberatung und die frühzeitige Zahnpfl ege des Säuglings!

Mundhygienetipps

· Wenn möglich nach jeder Mahlzeit die Zähne mit einer fl uoridhaltigen

Zahnpasta putzen.

· Die Zähne mindestens zweimal täglich putzen, insbesondere

abends vor dem Schlafengehen, da in der Nacht durch eine

geringere Speichelproduktion leicht Karies entstehen kann.

· Bei empfi ndlichem Zahnfl eisch empfehlen wir die Verwendung

einer weichen Zahnbürste.

· Alle acht bis zwölf Wochen die Bürste oder den Bürstenkopf

wechseln.

· Für eine ideale Mundhygiene ist auch die Interdentalraumreinigung,

egal ob mit Bürstchen, Zahnseide oder Minifl osser,

zu empfehlen.

· Auch die Zunge sollte bei Bedarf gereinigt werden, sie beherbergt

viele Bakterien.

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18 Ernährung und Prophylaxe

Tipps bei Würgereiz und Übelkeit

Übelkeit, Würgereiz und dadurch häufiges Erbrechen können die

Zähne durch die sehr aggressive Magensäure schädigen und der

Zahnschmelz wird angegriffen. Die Reinigung der Prämolaren

kann häufig ein zusätzlicher Auslöser für einen Brechreiz sein.

Hier rate ich zu sehr behutsamen Putzen, möglichst nicht auf

nüchternen Magen und zur Erleichterung eventuell eine kleine

Kinderzahn- oder Einbüschelbürste (zum Beispiel TePe Compact

Tuft) zu verwenden. Sie bringt den Vorteil, dass man nicht gegen

die Schleimhäute im Rachen- oder den hinteren Zungenbereich

stößt, was den Brechreiz verursachen kann.

Wer unter starkem Würgereiz oder gar Erbrechen leidet, sollte

Folgendes beachten:

· Die Zähne nach dem Essen nicht sofort putzen (circa eine halbe

Stunde warten).

· Besser mit einer fluoridhaltigen Mundspülung (alkoholfrei)

oder mit lauwarmen Wasser ausspülen.

· Für die Zahnpflege zwischendurch oder falls die Zeit zum

Zähne putzen fehlt, empfehlen wir zuckerfreie Zahnpflegekaugummis.

Das Kauen von zuckerfreien Kaugummis unterstützt die Neutralisierung

von Plaque-Säuren, führt zu einer Remineralisierung

und Kräftigung der Zähne und kann Sodbrennen lindern.

Käse mit niedriger Fettstufe. Den Kohlenhydratbedarf decken Getreideprodukte,

Reis, dunkles Brot und Teigwaren (Vollkornprodukte), sowie

Kartoffeln.

Auf extrem scharfe, fetthaltige und saure Lebensmittel sollte lieber verzichtet

werden. Diese können unter anderem Sodbrennen verstärken.

Bei Heißhunger auf Süßes oder Saures sollte auf das Timing geachtet

werden. Wenn möglich am besten direkt nach einer Hauptmahlzeit zu

sich nehmen. Dadurch kann sich zum einen die Mundflora erholen und

zum anderen kommt es zu weniger Säureattacken auf den Zahnschmelz.

Zugegeben passt das Timing nicht immer. Wenn es dann zwischendurch

doch etwas sein darf, dann lieber Obst, Gemüse oder auch Trockenfrüchte.

Generell sollten lieber kleinere Mahlzeiten, dafür aber öfter,

konsumiert werden. Ideale Durstlöscher sind (Mineral-) Wasser, ungesüßte

Kräuter- und Früchtetees und verdünnte Obst- und Gemüsesäfte.

Es gibt aber auch einige Lebensmittel auf die ihr, aufgrund der Gefahr

vor Toxoplasmose, Salmonellen und Listerien, verzichten solltet. Das

sind unter anderem Rohwürste (Mettwurst, Salami, Teewurst, etc.),

Räucherlachs, Sushi, Speisen mit rohen Eiern, Weich- und Rohmilchprodukte,

sowie Schimmelkäse. Auf Alkohol und Nikotin sollte während

der gesamten Schwangerschaft und am besten schon davor komplett

verzichtet werden. Koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee, schwarzer Tee,

etc., solltet ihr in Maßen zu euch nehmen. Süße und zuckerhaltige Lebensmittel

und Getränke (Säfte, Süßigkeiten, etc.) sollten kein Dauerzustand

sein, sondern eine Ausnahme darstellen. Zugegeben ganz ohne

Süßigkeiten geht es nicht immer.

Ernährungsempfehlungen

Gerade in der Schwangerschaft solltet ihr und natürlich auch eure

schwangeren Patientinnen auf eine ausgewogene Ernährung achten,

denn diese ist nicht nur für die Zahngesundheit sehr wichtig, sondern

unterstützt auch gleichzeitig die Allgemein- und Zahnentwicklung bei

den ungeborenen Babys.

Nachfolgend möchte ich euch ein paar Ernährungsempfehlungen für die

Schwangerschaft mitgeben, welche ihr selbst berücksichtigen solltet

und auf jeden Fall euren Patientinnen weitergeben dürft.

In der Schwangerschaft empfiehlt es sich besonders auf eine vitaminund

mineralstoffreiche, aber fettarme Kost zu achten. Die Versorgung

mit Folsäure, Eisen, Vitamin B12, Jod und Calcium ist während der

Schwangerschaft immens wichtig. Reichlich frisches Obst und Gemüse

sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sollten auf dem Speiseplan

nicht fehlen. Es sollten möglichst Produkte mit Bio-Siegel gekauft werden,

da diese weniger mit Umweltgiften, wie zum Beispiel Pestiziden,

belastet sind. Auch Kräuter, Pilze, Nüsse und Sprossen sind günstige

Nährstofflieferanten. Für die notwendige Eiweißzufuhr sorgen Fisch,

gegartes (mageres) Fleisch, Eier, Sojaprodukte, Milcherzeugnisse und

Die Schwangerschaft betreffend gibt es viele weitere Beschwerden von

denen doch einige Frauen betroffen sind. Eine dieser Beschwerden ist

die oben bereits erwähnte Übelkeit und das Erbrechen. Auch ich blieb

dieses Mal (leider) nicht davor verschont und hatte das ein oder andere

Mal ziemlich damit zu kämpfen. Vor allem bei morgendlicher Übelkeit

hilft es den Tag entspannt und ohne Hektik zu beginnen. Den Wecker

am besten eine halbe Stunde früher als notwendig stellen. Vor dem Aufstehen

eine Tasse Tee oder eine Scheibe trockenes Brot im Bett essen,

das hilft wirklich sehr gut. Wer die Zeit und einen fürsorglichen Partner

hat, kann auch gerne das Frühstück im Bett genießen und sich danach

noch etwa eine halbe Stunde ausruhen. Wer bereits Kinder hat, weiß,

dass das nicht immer umsetzbar ist. Zum Mittagessen eine warme Suppe

oder öfter die „gesunde“ Lieblingsspeise essen und auf sehr fetthaltige

Speisen lieber verzichten. Was auch tatsächlich gegen Übelkeit

hilft, ist frische Luft, das kann ich euch wirklich nur empfehlen! Auch

Entspannungsübungen wie Yoga oder ähnliches haben sich als hilfreich

erwiesen.

Weitere Unannehmlichkeiten können unter anderem noch nächtliche

Wadenkrämpfe sein, die ein Zeichen von Magnesiummangel sind.

Nüsse, Hülsenfrüchte, Leinsamen, Mangold, etc. enthalten ausreichend

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Ernährung und Prophylaxe

19

Magnesium, die diese lindern können. Eine Zufuhr über Magnesiumpräparate

sollte vom Arzt verschrieben werden.

Auch Sodbrennen tritt bei der ein oder anderen Schwangeren auf. Milderung

verschaffen hier Leinsamentee, Kartoffelsaft (aus dem Reformhaus),

Heilerde (fein gemahlen), Silicea, Puffreis oder Reiswaffeln, ein

Stück trockenes Brot und Mandeln (langsam kauen). Ebenfalls leiden einige

unter Verstopfung (Obstipation). Die Einnahme von Eisenpräparaten

kann diese noch verschlimmern. Linderung schafft hier unter anderem

viel trinken, am besten sulfathaltiges Mineralwasser (mehr als 1400

ml täglich), sowie viele Ernährungstipps wie zum Beispiel: Morgens auf

nüchternen Magen ein Glas warmes Wasser trinken, eingeweichte Trockenpflaumen,

Pflaumensaft trinken und vieles mehr.

Abschließend kann man sagen, dass für die Aufrechterhaltung der

Zahn- und Allgemeingesundheit eine optimale Mundhygiene sowie eine

abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sehr wichtig sind.

Hier kommt es nicht auf die Quantität, sondern Qualität an. Eine ausgewogene

Ernährung hat einen wesentlichen Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf

und die Entwicklung des Kindes. Daher sollte nicht ,,für

zwei gegessen“, sondern ,,an zwei gedacht“ werden.

Es gibt noch viele weitere Tipps und Hinweise, was die Ernährung in der

Schwangerschaft betrifft. Ich hoffe, ich konnte euch einige hilfreiche

Tipps geben, die ihr selbst anwenden oder euren schwangeren Patientinnen

an die Hand geben könnt. Denkt bitte nicht nur bei Schwangeren

an die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung. In solchen Umständen

umso mehr, denn wir haben nicht nur uns selbst gegenüber eine enorme

Verantwortung, auch für das Neugeborene.

Désirée Voglau

Dentalhygienikerin

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Ernährung und Prophylaxe

Ernährungslenkung

in der Prophylaxe

Wie wichtig ist sie?

Bild links: © master 1305 freepik; Bild rechts: © www.freepik.com

Die Allgemein- und Mundgesundheit hängen unmittelbar mit der Ernährung zusammen und in der

Prophylaxe haben wir die Möglichkeit, unsere Patienten dafür zu sensibilisieren und zu lenken.

In den nachfolgenden Gedanken, Tipps und Empfehlungen von der Dentalhygienikerin Doreen

Schladitz aus der Smile Health GmbH - MVZ Zahncenter Am Bahnhof erfahrt ihr, wie sie und ihre

Kolleginnen darüber denken und es während der Prophylaxe umsetzen.

Text Doreen Schladitz

Jeder Patient, der zu uns kommt, wird natürlich immer freundlich empfangen

und auch in Corona-Zeiten mit einem Lächeln hinter der Maske

begrüßt. Wir nehmen uns grundsätzlich ausreichend Zeit für die allgemeine

und spezielle Anamnese. Dazu gehören neben Fragen nach dem

Wohlbefi nden auch die nach allgemeinen Erkrankungen, Stressfaktoren

und natürlich auch zur Ernährung beziehungsweise zur Basis- und

erweiterten Fluoridierung (Verwendung von fl uoridiertem Speisesalz,

fl uoridhaltigen Zahnpasten und Mundspüllösungen etc.).

Was man im Vorfeld abfragen kann, ist immer sehr hilfreich bei der anschließenden

Inspektion der Mundhöhle. Hier stellen wir fest, ob Patienten

Zahnhartgewebsdestruktionen in Form von Erosionen, Abrasionen,

Karies, Attritionen, Demastikationen und Abfraktionen haben. Eine zunehmend

wichtige Rolle bei unseren jungen Patienten spielt auch das

Erkennen der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Hierfür gibt

es eine Klassifi kation, den MIH-Treatment Need Index. Die Besonderheiten

der Strukturen des Zahnschmelzes und des Dentins geben immer

Rückschlüsse auf Ernährungsgewohnheiten und bilden so die Grundlage

für den Aufbau einer individuellen Beratung und der daraus resultierenden

Motivation des Patienten. „Man kann heute schon sehen, wo

das Morgen alles hinführt…” Leider ist die Ernährungsberatung nicht

im BEMA implementiert, weshalb es auch schwierig ist eine umfassende

Beratung durchzuführen. Jedoch wissen wir, wie ein Prophylaxekreis

aufgebaut ist und man muss leider erkennen, dass für individuelle Beratung

ohne privatärztliche Abrechnung oft nicht genügend Zeit zur

Verfügung steht.

Unsere Patienten werden zunehmend älter und laut Fünfter Deutscher

Mundgesundheitsstudie haben sie länger ihre eigenen Zähne. Das

stellt uns vor große Herausforderungen, da diese Patientengruppe

zum großen Teil auch Medikamente einnimmt, welche den Speichelfl

uss stark beeinfl ussen (Stephankurve) und wir alle wissen, was verminderter

Speichelfl uss für einen Effekt in der Mundhöhle hat. Aber

auch Lifestyle-Produkte, wie diverse Limonaden und andere stark

säurehaltige Getränke und Convenience-Produkte, führen gerade bei

den jüngeren Patienten immer mehr zu Erosionen. Nach Schätzungen

liegen bei etwa einem Drittel der westlichen Bevölkerung Zahnerosionen

vor. Dazu kommt, dass Zahnerosionen an Milchzähnen das Risiko

der Entstehung erosiver Läsionen am bleibenden Zahn (Ganss et al

2001a) signifi kant erhöhen.

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Ernährung und Prophylaxe

21

Insgesamt bleibt die Frage, wie wir die Prophylaxe so aufbauen können,

dass wir unsere Patienten stärker an uns binden? Dabei ist die Vorstellung,

dass wir bei der Professionellen Zahnreinigung nur Zähne putzen

nicht mehr zeitgemäß.

Uns als Fachpersonal fällt daher eine große Schlüsselrolle zu. Wir müssen

über gute kommunikative Fähigkeiten, aber auch therapeutisches

Wissen verfügen und einen großen Anspruch an unsere Arbeit haben,

welches uns in die Lage versetzt umfassend und zusammenhängend

zu arbeiten.

Wir sollten auch zu jedem Befund im Mund eine Überleitung zur

Ernährung herstellen können und das auch tun! Der Patient bekommt

dadurch das Gefühl optimal und individuell beraten worden zu sein

und nimmt das meist dankend mit nach Hause. Außerdem stärkt es die

Compliance und seine orale Kompetenz!

Weiterhin können im Ablauf einer Prophylaxesitzung auch andere

Erkrankungen im Mund festgestellt und hergeleitet werden. Auch hier

ist die Befundung und Aufnahme von Blutungs- und Plaqueindizes

unerlässlich. Das Erkennen einer Parodontitis und das daraus resultierende

Handeln ist wichtig für das Verständnis um eine Erkrankung, welche

zunächst keine Beschwerden hervorruft. Hier spielt die Ernährung

neben der richtigen Putztechnik, dem Anwenden von Interdentalraumbürstchen

sowie additiv einer Mundspüllösung, eine wichtige Rolle.

hinzuschauen. Ausgehend von einem möglichen Verdacht Prädiabetes

bauen wir gerade ein Konzept zur interdisziplinären Zusammenarbeit

aus. Nicht zu vergessen: Wir in der Zahnarztpraxis sehen jeden Patienten

und es liegt in unserer Verantwortung mit einem breit aufgestellten

Wissen immer „up to date“ zu sein.

Dazu gehört mindestens eine Ernährungslenkung und am besten auch

eine Abfrage zu sportlichen Aktivitäten und allgemeinem Stress sowie

eine Raucherintervention. Wir sollten unseren Patienten eine

Anleitung für ein zahngesundes Leben geben und darüber hinaus auch

mit unserem Wissen der Erhaltung der Gesundheit insgesamt dienen.

Wir in der Smile Health Praxis bieten unseren Patienten und natürlich

auch unseren Kollegen*innen in unserem Instagram Channel regelmäßig

Live-Streams zu verschiedenen Themen. Hier könnt ihr euch das

gerne einmal anschauen: www.instagram.com/toothfairies_smilehealth/

Es sollte uns ein Vergnügen sein, zusammen mit unseren Patienten

einen neuen gesünderen Weg zu beschreiten!

Doreen Schladitz

Dentalhygienikerin

Was passiert aber, wenn der Patient richtig putzt, jedoch den ganzen

Tag schlecht isst!? Welchen Therapieerfolg werden wir haben?

Ein weiterer Zusammenhang besteht auch zwischen Parodontitis und

Diabetes. In unserer Praxis ist es uns ein wichtiges Anliegen genauer

Smile Health GmbH - MVZ Zahncenter Am Bahnhof

Brühl 54 · 04109 Leipzig

Tel.: +49 341 301 47 45

E-Mail: info-leipzig@smile-health.de

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22 Abrechnung

Ernährungsberatung in der

Zahnarztpraxis – wie abrechnen?

Zahngesunde Ernährung ist ein Grundpfeiler in der Individualprophylaxe. Für Patienten der GKV

stehen euch ab dem 6. Lebensmonat die ersten FU-Untersuchungen zur Verfügung. Im Anschluss

erfolgt ab dem 6. bis 17. Lebensjahr das IP-Programm der GKV. Für eure Patienten gilt daher, sie

können ab dem 6. Lebensmonat unterstützende Informationen zur zahngesunden Ernährung erhalten.

Text Jana Brandt

Das ist wichtig, denn der Gesetzgeber hat erkannt, dass die Ernährung

eine wichtige Rolle in der Zahn- und Mundgesundheit spielt. Hierbei

geht es nicht um die Körperfülle des Patienten, sondern um das Vorbeugen

von Zahnschäden durch zuckerhaltige Ernährungsgewohnheiten.

Insbesondere im Kleinkindalter besteht hier ein großes Risiko, denn die

Industrie lockt mit bequemen und „gesunden“ Produkten. Viele Eltern

erkennen nicht die Gefahr der Zuckerzusätze in Obstbrei und Smoothies

für Kinder. Hier seid ihr gefragt! Euer Fachwissen muss diese Gefahr benennen

und die Eltern eindringlich darauf hinweisen, dass auch Fruchtzucker

schädigende Wirkungen haben kann und eine süße Prägung der

Kleinstkinder ungesunde Vorlieben begünstigen kann. Die Ermittlung

der Ernährungsgewohnheiten solltet ihr schon frühzeitig in die Kontrolluntersuchungen

einbinden und in einem Kinderanamnesebogen integrieren.

Folgenden Ablauf könnt ihr für eure kleinsten Patienten anbieten:

FU 1a 6. bis zum vollendeten

9. Lebensmonat

FU 1b 10. bis zum vollendeten

20. Lebensmonat

FU 1c 21. bis zum vollendeten

33. Lebensmonat

1. FU 2 vom 34. bis zum vollendeten

72. Lebensmonat,

2. FU 2

je 1× in Abstand von 12 Monaten

3. FU 2

IP 2 Von 6 bis 17 Jahren unter anderem:

unter anderem:

Erhebung der Anamnese zum Ernährungsverhalten (insbesondere zum Nuckelflaschengebrauch)

sowie zum Zahnpflegeverhalten durch die Betreuungspersonen, Ernährungs- und Mundhygieneberatung

der Betreuungspersonen mit dem Ziel der Keimzahlsenkung durch verringerten Konsum

zuckerhaltiger Speisen und Getränke auch mittels Nuckelflasche sowie durch verbesserte Mundhygiene,

Aufklärung der Betreuungsperson über die Ätiologie oraler Erkrankungen

unter anderem:

Ernährungs- und Mundhygieneberatung der Betreuungspersonen mit dem Ziel der Keimzahlsenkung

durch verringerten Konsum zuckerhaltiger Speisen und Getränke und verbesserte Mundhygiene

Aufklärung über Ursachen von Karies und Gingivitis v sowie deren Vermeidung, gebenenfalls Ernäh-

v

rungshinweise und Mundhygieneberatung v

Die Inhalte der IP 2 sollen im Turnus von 3 Jahren je einmal erbracht werden. Das bedeutet die

Ernährungsberatung gehört 1× in den Rhythmus von 3 Jahren dazu. Die IP soll altersgerecht

durchgeführt werden.

Patienten der GKV sind somit langfristig ab dem 6. Lebensmonat eingebunden.

Die FU 1 und 2 sind nicht vollständig delegierfähig. Daher müssen

sich Behandler und zahnärztliche Mitarbeiter die Inhalte aufteilen.

Patienten der privaten Versicherung haben diese Vorgaben nicht. Eine

Früherkennungsuntersuchung ist in der GOZ nicht vorhanden, es bleibt

somit euch überlassen, wie ihr in der Praxis die notwendigen Maßnahmen,

Diagnostiken und Unterweisungen plant. Achtet bitte darauf, dass

der Zugriff auf die GOÄ einem ärztlichen Behandler vorbehalten ist. Die

Positionen GOÄ Ä 4, GOÄ Ä 1, GOÄ Ä 3, GOÄ Ä 5 kann nicht von zahnärztlichen

MitarbeiterInnen ohne Approbation erbracht werden. Dennoch

stehen genügend Alternativen zur Verfügung, wenn Leistungen

aufgeteilt und delegiert werden sollen:

6190 Beratendes und belehrendes Gespräch mit Anweisungen zur

Beseitigung von schädlichen Gewohnheiten und Dysfunktionen

Fachgebietsübergreifende Berechnung möglich, sofern schädliche

Gewohnheiten beraten werden – auch für die zahnschädliche

Ernährung Nicht neben GOZ 0010

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Abrechnung

23

Ä 2

1000

1010

§ 6 (1)

Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen

- auch mittels Fernsprecher - durch die Arzthelferin ohne

Beratung, bei einer Inanspruchnahme des Arztes

Erstellung eines Mundhygienestatus und eingehende Unterweisung

zur Vorbeugung gegen Karies und parodontale

Erkrankungen

Kontrolle des Übungserfolges einschließlich weiterer

Unterweisung

Kein Arztkontakt, Anweisung zur Übermittlung von

Anweisungen/Befunden

Dauer mindestens 25 Minuten

Dauer mindestens 15 Minuten

Ernährungsanamnese, Ernährungsberatung, Auswertung Ernährungsanamnese, individueller zahngesunder

Ernährungsplan nach Ernährungsanamnese

Mithilfe der analogen Berechnung lassen sich für Zahnarztpraxen mit

Spezialisierung auf zahngesunde frühkindliche Ernährung spezielle Programme

zusammenstellen. Die zahngesunde Ernährung, die Anamnese

und Betreuung ist in der GOZ nicht vorgesehen. Achtet aber bitte mit

Blick auf die Honorierung auf die Vergütung in der GKV via BEMA. Eine

Leistung nach FU 1a ist mit circa 33,00 € vergütet. Dementsprechend

sollte auch bei ähnlicher Leistung in der privaten Abrechnung ein entsprechendes

zahnärztliches Honorar gefunden werden:

GOZ/GOÄ Leistung F: 2,3

0010 Untersuchung 12,94 €

Ä 1 Beratung 10,72 €

Ä 4 Beratung Bezugsperson 29,49 €

Summe 53,15 €

Alternativ:

GOZ/GOÄ Leistung F: 2,3

Ä 5 Untersuchung 10,72 €

K 1 Kinderzuschlag für Kinder bis 4 Jahre, 6,99 €

zum Beispiel zur Ä5

Ä 1 Beratung 10,72 €

Ä 4 Beratung Bezugsperson 29,49 €

Summe 57,92 €

Hinzu könnt ihr noch die GOZ 1000, 1010 oder analoge Positionen zur

Ernährungsberatung berechnen. Denkt also daran, dass es keine FU 1

und 2 in der GOZ gibt und ihr die Leistungsinhalte der BEMA FU 1 und

2 aus dem BEMA flexibler in die GOZ übernehmen könnt.

Jana Brandt

Freiberufliche ZMV,

Fachautorin & Referentin

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24

Klinische Erprobung

© pikselstock / AdobeStock

Die PZR – Anamnese

und Indizes

versprechen eine

erfolgreiche Therapie

Im Rahmen der klinischen Erprobung mit Ivoclar Prophylaxe-Produkten stellt euch dieses Mal

Janine Hensel aus der Zahnarztpraxis Dipl. Stom. Andrea Fuchs ihre Ergebnisse bei der professionellen

Zahnreinigung vor. Eine aktuelle Anamnese und die genaue Erhebung aller Indizes

erlauben eine individuelle und erfolgreiche Therapie. Dies ist der letzte Fallbericht aus dieser

Aktion, welchen wir euch an dieser Stelle vorstellen möchten. Viel Spaß beim Lesen.

Text/Bilder Janine Hensel

Aktualisierung der Anamnese

Unser Patient ist 25 Jahre jung und männlich. Zum Kontrolltermin

wurde er mit Zahnfleischbeschwerden und starker Kälteempfindlichkeit

der Zähne vorstellig. Zahnersatz ist weder festsitzend noch

herausnehmbar vorhanden. In den halbjährlichen Recall zur U1 ist

er integriert, eine professionelle Zahnreinigung wurde jedoch bisher

nicht regelmäßig in Anspruch genommen.

Anamnestisch versicherten wir uns, dass keine Allergien vorliegen.

Auch unterliegt der Patient keiner regelmäßigen Medikation oder

leidet an Allgemeinerkrankungen. Er gibt an Nichtraucher zu sein.

im Anschluss die Indizes API (Approximaler-Plaque-Index), SBI (Sulkus-

Blutungs-Index) sowie BOP (Bleeding on Probing), siehe Tabelle Seite 20.

Der API unseres Patienten deutet mit 42 Prozent auf eine verbesserungsbedürftige

Zahnpflege und Mundhygiene hin, was wir ihm

entsprechend erläutern und Tipps zum Beispiel zur Zungenreinigung

geben. Der mit 14 Prozent gemessene SBI weißt auf eine schwächere

Entzündung des Zahnfleisches hin, welche der Grund für die

beschriebenen Beschwerden sein kann und die, bei weiterhin unzureichender

Pflege, auch zu schweren Erkrankungen wie einer Parodontitis

führen können.

Erhebung der Indizes

Zu Beginn unserer professionellen Zahnreinigung besprechen wir mit unseren

Patienten den Ist-Zustand der häuslichen Zahnpfl ege und erheben

Auch wenn bei der Erhebung des BOP mit einem Wert von acht Prozent

dahingehend noch keine Bedenken geäußert werden müssen,

sensibilisieren wir unseren Patienten, indem wir ihn für die tägliche

www.facebook.com/recallmagazin


Klinische Erprobung

25

Mundhygiene instruieren. Laut eigener Aussage verwendete er derzeit

zweimal täglich eine Handzahnbürste und gelegentlich Zahnseide.

Prophylaxebehandlung und Instruktion

Zu Beginn der Zahnreinigung bringen wir den Lippen-Wangen-Halter

OptraGate ein. Dieses Produkt verwenden wir schon seit vielen

Jahren. Es ist leicht einzubringen, für den Patienten angenehm

im Sitz und uns ermöglicht er eine optimale Übersicht und bessere

Möglichkeiten zur Reinigung, Applikation von Fluoridpräparaten

und auch zur Absaugung. Im Rahmen der Instruktion und zur besseren

Verdeutlichung der aktuellen Situation mit all ihren Symptomen

zeigen wir unseren Patienten das Ergebnis nach Anfärbung mit

Mira-2-Ton ® im Handspiegel (Abb. 1). Anhand der unterschiedlich

violetten Verfärbungen, auffällig waren die dunkelvioletten Bereiche

in den Zahnzwischenräumen, zeigen wir dem Patienten die

Schwachstellen auf, die er bei der häuslichen Mundhygiene gründlicher

reinigen muss.

Für diese Bereiche empfehlen wir die regelmäßige Verwendung von

Zahnseide und bestimmten, für die etwas größeren Interdentalräume,

Interdentalraumbürstchen. Die Ergebnisse dieser Instruktion

dokumentieren wir und geben Sie dem Patienten mit den „Übungs“-

Bürstchen am Ende der Behandlung mit.

Im Frontzahnbereich des Oberkiefers stellten sich zervikale Demineralisationen

dar, welche die Überempfi ndlichkeit begünstigen.

Verwendete Produkte von Ivoclar Vivadent

www.recall-magazin.de


26 Klinische Erprobung

Abb. 1: Anfärben

Abb. 2: Zustand nach

Reinigung

Abb. 3: Politur

1

Mögliche Ursachen in der Ernährung, wie zum Beispiel säurehaltige

Getränke, wurden ausführlich erläutert und auch an dieser

Stelle wurde noch einmal die Wichtigkeit der häuslichen Mundhygiene

hervorgehoben und der Gebrauch einer elektrischen

Zahnbürste, zur Verbesserung der Mundhygiene, angeraten. Wir

beginnen mit der Entfernung der weichen Beläge mit einem niedrigabrasiven

AIRFLOW ® Pulver und anschließend verwenden wir

einen Ultraschallansatz für die harten Konkremente. Die bei unserem

Patienten stärker verschmutzten Interdentalräume werden zusätzlich

noch einmal mit Handküretten vorsichtig gereinigt (Abb. 2).

Danach verwenden wir wiederholt Zahnseide in den Interdentalräumen.

Abschließend polieren wir alle Zahnflächen gründlich mit

der feinen Polierpaste Proxyt ® (Abb. 3). Final wird der Lack bezie-

Erhebung der Indizes

42% API

– – – – + + + + + + – – – –

-8- -7- -6- -5- -4- -3- -2- -1- -1- -2- -3- -4- -5- -6- -7- -8-

– – – – + + + + + + – – – –

14% PBI

– – – – – – – – – – – – – –

-8- -7- -6- -5- -4- -3- -2- -1- -1- -2- -3- -4- -5- -6- -7- -8-

– – – – – + + + + – – – – –

www.facebook.com/recallmagazin


Klinische Erprobung

27

2 3

hungsweise das Gel aufgetragen. Im vorliegenden Fall haben wir

uns für Fluor Protector S entschieden, da eines der Hauptanliegen

unseres Patienten die Linderung der Kälteempfindlichkeit seiner

Zähne war. Durch seinen sehr hohen Fluoridanteil von 7700 ppm

eignet er sich gut zur Therapie von überempfindlichen Zahnhälsen

und erhöht die Säureresistenz des Zahnschmelzes.

Ergänzend konnten wir dem Patienten Fluor Protector Gel zur häuslichen

Anwendung zur Verfügung stellen. Neben den üblichen Inhaltsstoffen

(Fluorid, Calcium, Phosphat) enthält dieses Präparat zusätzlich

Xylit und Vitamin D-Panthenol, was zum einen den Einfluss

kariogener Bakterien hemmt und zum anderen eine gingivapflegende

Wirkung aufweist.

Fazit

Die Prophylaxe-Produkte von Ivoclar Vivadent decken das gesamte

Spektrum für eine professionelle Zahnreinigung ab. Lacke und Gele,

wie zum Beispiel Fluor Protector S, sind in Kombination mit dem

Lippen-Wangen-Halter OptraGate leicht zu applizieren.

Auch für unsere Patienten in der häuslichen Anwendung stellen die

Produkte eine angenehme Alternative zu anderen Produkten dar.

Unser Patient empfand die geschmackliche Komponente der Fluoridpräparate

als sehr angenehm und die Anwendung leicht.

Wir entließen unseren Patienten mit der Empfehlung der Wiedervorstellung

in drei Monaten zum Monitoring der Mineralisationsstörungen

in der Oberkieferfront, sowie zur Kontrolle der Mundhygiene.

Ich möchte mich für die Teilnahmemöglichkeit recht herzlich bei

allen Beteiligten bedanken. Ich erhielt dadurch die Möglichkeit neue

Produkte kennenzulernen, Erfahrungen zu sammeln beziehungsweise

zu vertiefen und bin stolz euch nun auch noch meinen eigenen

Fallbericht präsentieren zu können.

Janine Hensel

Zahnmedizinische Fachangestellte

Das Anlegen des OptraGate ist für uns Behandler sehr einfach und

der Tragekomfort für unsere Patienten hervorragend. Er ermöglicht

uns einen exzellenten Blick über das Behandlungsareal, was die

Arbeitseffizienz enorm steigert.

Zahnarztpraxis Dipl. Stom. A. Fuchs

Wurzner Straße 154a

04318 Leipzig

E-Mail: info@zahnarztpraxis-fuchs-lehmann.de

www.recall-magazin.de


28 Praxismarketing

Gruselzahnarzt &

Schockerpraxis –

Teil 2

Das Grauen

geht weiter...

© freepik / wayhomestudio

Bevor ich Coach für Qualitätsmanagement, Hygienemanagement und Azubiausbildung wurde,

besuchte ich als Patient eine Zahnarztpraxis, die mich genau dazu bewegte. Kein Patient sollte

mehr das erleben, was ich dort erlebt hatte. Im ersten Teil dieser Serie hatte ich euch schon mit in

die Praxis genommen und ihr durftet miterleben, wie die Begrüßung und das Wartezimmer waren.

Text Susanne Axmann

Heute geht unsere gemeinsame Reise in die Patiententoilette. Ob diese

überzeugen kann oder ob es ähnlich schauderhaft wie das Wartezimmer

ist, entscheidet selbst.

Wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, habe ich einen Anamnesebogen

zum Ausfüllen mitbekommen, als ich ins Wartezimmer gesetzt

wurde. Diesen gebe ich nun ausgefüllt an der Rezeption zurück und

gehe auf die Toilette. Eine kleine Tür, mit einer lockeren Türklinke. Hoffentlich

komme ich da auch gleich wieder raus.

Ich suche den Lichtschalter und als ich ihn finde, beleuchtet eine grelle,

nackte Glühbirne den Raum. Ein ranziger Geruch nach altem Klostein

und Urin liegt in der Luft. Vorsichtig klappe ich den Toilettendeckel nach

oben und hoffe dabei, dass das wackelige Teil nicht gleich abfällt, am

besten, wenn ich draufsitze.

Als ich fertig bin und toitoitoi nicht nebst Toilettenbrille runtergefallen

bin, fällt mir auf, dass das Toilettenpapier leer ist. Eine neue Rolle steht

schon leicht angefeuchtet am Waschbeckenrand. Ich wechsele die Rolle

aus und möchte die alte Rolle in den Mülleimer werfen. Das Fußpedal

funktioniert aber nicht und ich muss den verschmierten Deckel mit

spitzen Fingern anheben. Dabei fällt mir der halbe Mülleimerinhalt vor

die Füße. Ich versuche nun alles möglichst ohne Berührung wieder in

den Mülleimer zu stopfen, was aufgrund der Größe des Eimers und der

Menge des Mülls sehr schwierig ist.

Beim anschließenden Händewaschen bemerkte ich dann, dass der Seifenspender

leer ist. Also wasche ich mir notdürftig die Hände mit Wasser

ab. Danach nehme ich mir ein paar Papierhandtücher von einem

Stapel und trockne mir die Hände ab. Nun gehe ich geradewegs an

die Rezeption, um Bescheid zu geben, dass keine Seife mehr da ist.

Die Dame braucht wieder sehr lange, bis sie mich bemerkt, ist sie doch

sehr damit beschäftigt, ihre Fingernägel zu feilen. Nachdem ich mich

bemerkbar gemacht und das Problem geschildert habe, schlurft sie los.

Vorher tippt sie aber noch einige Dinge in den Computer.

Während sie dann ins Patienten-WC geht, höre ich, wie sie vor sich hin

grummelt, dass sie immer alles allein machen muss. Als sie in der Toilette

ankommt, stutzt sie: „Wat ham‘ se denn mit dem Müll jemacht?“ Ich

erkläre, dass der Mülleimer sehr voll war, woraufhin sie wieder murmelnd

anfängt zu meckern. Als sie die Seife kommentarlos aufgefüllt hat, wasche

ich mir nochmal richtig die Hände und gehe wieder ins Wartezimmer.

www.facebook.com/recallmagazin


Praxismarketing

29

Und, hattet ihr es euch schon gedacht? Es hat mich geschüttelt. Diese

Toilette war grauenhaft. Ein fl ackerndes Licht hätte noch gefehlt, um die

Illusion eines Psychothrillers perfekt zu machen, aber das gibt es wohl

zum Glück doch nur in Hollywood. Auch ist es mir immer noch schleierhaft,

warum die Dame an der Rezeption so unfreundlich, gestresst und

genervt mir gegenüber war. Doch schauen wir mal, wie es besser hätte

laufen können.

Eine Toilette ist immer ein heikler Ort. Können die meisten Leute noch

viele Dinge tolerieren, muss die Toilette in perfektem Zustand sein. Der

Raum soll gut riechen, gepfl egt sein und ordentlich aussehen. Da in den

meisten Praxen die Toilette jedoch innenliegend ist und man dadurch

nicht regelmäßig lüften kann, muss man andere Lösungen fi nden, damit

die Toilette frisch und wohlriechend ist. Dabei helfen: Hygiene, Ordnung

und Hilfsmittel wie Raumspray, eventuell sogar als Frischluft-Diffuser.

Ebenfalls sollten alle Hygieneprodukte in ausreichender Menge vorhanden

sein. Schaut am besten jeden Morgen bei Arbeitsbeginn nach, was

aufgefüllt werden muss und erledigt das sofort. Besonderes Augenmerk

solltet ihr hier auf das Toilettenpapier, die Einmalhandtücher und die

Seife legen, also alles, was direkt den Patienten betrifft.

Nachfüllungen, wie zum Beispiel Toilettenpapier, sollten generell ausreichend

(mindestens 2 Ersatzrollen) vorhanden und geschützt gelagert

sein, da es am Waschbeckenrand leicht nass und beschmutzt wird.

Auch die Papierhandtücher solltet ihr in einem passenden Spender anbieten.

Diese können ansonsten ebenfalls nass und beschmutzt werden.

Kennt ihr das auch, ihr nehmt euch Papierhandtücher von einem losen

Stapel, und mindestens ein Papierhandtuch landet auf dem Boden?

Auch das Problem wird so verhindert. Der Mülleimer sollte regelmäßig

von euch überprüft werden. Muss er geleert werden? Ist er einwandfrei

bedienbar? Alle Gegenstände, die defekt oder nicht mehr vorzeigbar

sind, sollten von euch zeitnah ausgetauscht werden. Überhaupt solltet

ihr regelmäßig den Toilettenraum überprüfen. Besonders, wenn ein

Patient zuvor auf der Toilette war, schadet ein Blick in die Räumlichkeit

nicht: Ist die Toilette sauber, ist noch alles ausreichend vorhanden, muss

eventuell ein Raumduft eingesetzt werden? Auch hier gilt: Wie möchtet

ihr, dass eine Toilette aussieht und duftet?

König“. Nichts ist so wichtig, wie die Zufriedenheit eurer Patienten. Außerdem

gehe ich mal davon aus, dass der Patient das Problem nicht selber

geschaffen hat, um euch persönlich zu ärgern. Auch wenn der Raum

aussieht, als wäre eine Bombe explodiert, sollte man dies dem Patienten

nicht vorwerfen. Eine Reaktion, wie ein freundliches „Huch, hier liegt aber

nicht nur die Seife im Argen“, ist erlaubt und ausreichend. Sagt dann der

Patient noch Bescheid, dass das am defekten Mülleimer liegt, könnt ihr

euch darum auch direkt kümmern.

Ihr seht, mit eins der wichtigsten Dinge für eine gute Patientenbeziehung

ist die Art wie ihr euch dem Patienten gegenüber verhaltet. Aber

auch eine Toilette trägt dazu bei, ob sich der Patient in der Praxis wohl

fühlt. Obwohl, gehören Verhalten und Räume nicht in gewisser Weise

zusammen? Achtet immer genau darauf, dass ihr und die Räume so

freundlich und ordentlich auf den Patienten wirken, wie ihr es von anderen

erwartet.

In der nächsten Folge der Serie geht es ins Behandlungszimmer. Was

ich dort für eklige Situationen erleben durfte, wartet ab! bei „Gruselzahnarzt

und Schockerpraxis Teil 3“. Wenn ihr gerne einmal jemanden

einen Blick von außen auf eure Praxis werfen lassen wollt, sprecht eure

Chefi n/euren Chef gerne an. Ich freue mich darauf, euch dabei zu unterstützen,

die verborgenen Potentiale in den Bereichen Hygiene und

Praxismanagement aufzudecken.

Susanne Axmann gehört seit 2018 zum Team

„Praxisinsider“ der ZA – Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft

eG.

Sie ist Expertin in den Bereichen Qualitäts- und Hygienemanagement.

Besonders viel Freude macht ihr die Azubi-

Ausbildung.

Es kann immer wieder mal vorkommen, dass man in der Hektik des

Alltags die Toilette nicht rechtzeitig überprüfen konnte. Das ist so auch

nicht schlimm, mal den „Worst Case“ ausgeschlossen. Daher sollte

man dankbar sein, wenn man von Patienten auf Missstände hingewiesen

wird. Hierbei ist es sogar egal, ob der Patient euch freundlich

informiert oder sauer herummeckert. Auch hier wieder die Frage: Wie

würdet ihr reagieren, wenn keine Seife zum Händewaschen vorhanden

ist? Vielleicht hatte der Patient heute schon einen schlechten Tag und

die fehlende Seife ist nur eine weitere schlechte Sache. Kommt es nun

dazu, dass ihr informiert wurdet, reagiert freundlich und kümmert euch

sofort darum. Auch wenn es gerade unpassend ist, ist der „Kunde immer

Susanne Axmann

Praxiscoach

ZA – Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG

Werftstraße 21 · 40549 Düsseldorf

Tel.: +49 211 56 93-387

E-Mail: saxmann@die-za.de

www.die-za.de

www.recall-magazin.de


30

Im zweiten Teil meiner Kolumne zum Thema Nachhaltigkeit

in der Prophylaxe und der häuslichen Zahnpflege geht es um

Zahnpasten und deren Alternativen.

© Humble Brush

Text Tanja Rosellen

Worauf beim Kauf beziehungsweise der

nächsten Empfehlung achten?

Das Wichtigste ist unsere Gesundheit und die unserer Patienten. Also

sind Fragen nach Inhaltsstoffen, auf die eine eventuelle Unverträglichkeit

besteht, zuerst zu beantworten. Ist in dieser Hinsicht alles geklärt,

kann ich mich bei der patientenindividuellen Auswahl auf die Nachhaltigkeit

konzentrieren.

Die nachhaltige Zahnpasta und ihre Alternativen

Schauen wir uns zuerst die Verpackung an - ist sie aus recyclebarem Material

hergestellt und auch selbst recyclebar? Aufgrund der häufig verwendeten

Aluminiumschicht im Inneren gibt es nicht selten ein massives

Problem beim Recycling. Hier lohnt es sich ganz genau hinzuschauen!

Außerdem ist auf den Tuben oft schon ein Hinweis darauf, ob diese frei

von Mikroplastik sind. Polyethylen oder -propylen sind nicht abbaubar

und verschmutzen so unsere Gewässer dauerhaft.

Mittlerweile gibt es auch Pulver im Glas oder Zahnputztabletten.

Letztere erhaltet ihr im Drogeriemarkt in theoretisch voll kompostierbaren

Tüten. Theoretisch deshalb, weil sie aus Biokunststoffen bestehen,

die das deutsche Entsorgungssystem aktuell noch nicht recyceln kann.

Informiert euch dazu gerne über die Initiative Kreislaufverpackung, die

Bewegung in das veraltete System bringt! Bis es soweit ist, könnt ihr

sie am besten mit eurem eigenen Glas im Unverpacktladen einkaufen.

Nachhaltigkeit hat auch immer mit

unseren Tieren zu tun

Was nützt uns ein plastikfreies Produkt, wenn es tierische Inhaltsstoffe

aus der Massentierhaltung enthält und auch noch zahlreiche

Tierversuche durchläuft? Leider ist das nicht direkt in den Inhaltsstoffen

ersichtlich. Hydroxylapatit beispielsweise kann aus Tierknochen

oder synthetisch hergestellt werden. Um es einfacher zu gestalten

und nicht zahlreiche Firmen anzuschreiben, empfehle ich, auf

zertifizierte Siegel zu achten, welche zeigen, ob das Produkt beispielsweise

vegan oder tierversuchsfrei ist. Tipp: Informiert euch vorher,

was das entsprechende Siegel tatsächlich aussagt.

Empfehlenswert ist der Hasenkopf der Tierschutzorganisation PETA

oder auch der Hase unter einer schützenden Hand vom deutschen

Tierschutzbund. Zahnpflegeprodukte wie Zahnpasten zählen zu den

Kosmetikartikeln. Hier gibt es Online Listen oder auch Apps, die

schnell Gewissheit verschaffen, ob der Hersteller tierversuchsfrei produziert.

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31

CHECKLISTE für eine nachhaltige Zahnpasta

· Sind Zahnpulver oder Zahnputztabletten eine Alternative?

· Kann ich es unverpackt kaufen?

· Sind umweltschädliche oder tierische Inhaltsstoffe enthalten?

· Wurde auf Tierversuche verzichtet?

· Wurde es regional produziert?

In diesem Sinne – lasst uns Verantwortung für unsere Patienten

und Umwelt übernehmen!

Habt ihr noch Fragen zu dem Thema oder selbst noch

Ideen und Hinweise dazu? Dann schreibt unserer Autorin

eine E-Mail, sie antwortet gern.

Tanja Rosellen

Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin &

Qualitätsmanagementbeauftragte

E-Mail: nachhaltige-praxistipps@posteo.de

© Humble Brush

© DENTtabs

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TePe Share –

unsere Wissensplattform

von Experten, für Experten.

Made in

Sweden

Schon immer arbeiten wir eng mit zahnmedizinischen

Fachkräften zusammen und folgen dabei stets unserer

Mission, zu einem gesunden Lächeln und einer guten

Mundgesundheit beizutragen. Über TePe Share möchten

wir unser Wissen mit Ihnen teilen.

TePe Share bietet Ihnen zu zahnmedizinischen Themen:

Artikel Vorträge & Webinare Events Newsletter

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unsere Leidenschaft

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anmelden und z. B. über

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32 TePe Talk

Nachhaltig Putzen –

Umweltfreundlicher mit

neuen Interdentalbürsten

Dentalprofis wissen, dass es die sicht- und spürbaren Details sind, die eine gute Interdentalbürste

besonders machen. Aber bei den Materialien kommt es auf die inneren Werte an. Zum

Beispiel, wenn ein neues Produkt gleich aussieht und funktioniert, aber zusätzlich umweltfreundlicher

geworden ist.

Text Dr. Ralf Seltmann Bilder TePe

Bekanntlich kommt es oft auf die unscheinbaren kleinen Dinge an, die

den Unterschied machen. Deshalb tüfteln Produktingenieure und Industriedesigner

gemeinsam mit Klinikern unermüdlich an der Verbesserung

eigentlich so ausgereifter Produkte wie Interdentalbürsten (IDB). Dabei

kann Bemerkenswertes entstehen – beispielsweise solche mit deutlich

verbesserter Klimabilanz.

mit, dass bis Ende 2021 alle Produkte und Verpackungen CO 2 -neutral

werden. Das bedeutet, dass der Nettoausstoß von CO 2 während des

Produktlebenszyklus null sein muss. Sophia sagt: „Für uns ist die Balance

zwischen Haltbarkeit und Umweltschutz wichtig. Deshalb sind unsere

Verpackungen leicht zu recyceln und gleichzeitig nutzen wir mehr

erneuerbare Materialien.“

Für hochwertige und bezahlbare Medizin- und Hygieneprodukte ist

Biokunststoff ein ideales Material. Bezüglich Sicherheit, Hygiene, Haltbarkeit,

Formbarkeit, Effi zienz und automatisierte Herstellung gibt es

bisher kein Besseres. Die Verwendung verbraucht wenig Energie und

Wasser, es fallen kaum Reststoffe an und die Erzeugnisse sind relativ

leicht. So entstehen bei TePe nachhaltigere IDB ohne Kompromisse

in Qualität und Funktion, die sich auch in Aussehen und Haptik nicht

unterscheiden. Für Anwender bedeutet das, sich voll auf die gewohnten

Vorteile verlassen zu können – von allen Sicherheitsaspekten des

Designs über die Reinigungswirkung des Borstenfeldes bis zum ergonomischen

Handgriff. Der Nutzen sind Komfort und Produktvertrauen,

was zu zufriedenen Patienten und besserer Compliance führt.

Eine bessere Ökobilanz – auch bei Verpackungen

Sophia Engqvist ist Senior Produktmanager bei TePe und arbeitet daran

Denn für die Ökobilanz sind natürlich auch die Verpackungen wichtig.

So besteht der Blister jetzt zu 63 Prozent aus Recycling-PET mit hauchdünnen

Schichten neuen Materials auf der Innen- und Außenseite. Das

ist für Mundhygieneprodukte sicher und sogar von der FDA zugelassen.*

Die Beutel sind zu 80 Prozent aus Bio-PE, ebenfalls zugelassen

und recyclebar, und endlich auch leichter zu öffnen! Selbst die Schutzkappen

(Griffverlängerung) der IDB sind pfl anzenbasiert.

Nachhaltigere Produkte – auch eine Frage des Prinzips

Die neuen IDB und ihre Kappen werden übrigens nach dem Massenbilanz-

Prinzip gefertigt. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir an, ihr habt euch in der Praxis

für Grüne Energie entschieden. Habt ihr schon mal überlegt, wie eigentlich

dieser Strom, sagen wir von den Solaranlagen, bis zum Stuhl oder der

Kaffeemaschine kommt? Ganz einfach – zusammen mit dem Strom aus

anderen Quellen fließt exakt die benötigte Menge Ökostrom durch dasselbe

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TePe Talk

33

nur noch ein Gramm CO 2 frei. Zum Vergleich: Ein Mensch atmet pro Tag

circa 900 Gramm CO 2 aus.

Neue Konzepte für Industrie und Praxis

Ökologische Nachhaltigkeit ist natürlich viel mehr als Materialaustausch,

denn es geht darum, insgesamt Ressourcen einzusparen. In nachwachsenden

Rohstoffen und noch mehr Recycling liegen weiterhin große

Chancen. Dr. Sanjay Haryana vom TePe Regionalbüro Singapur dazu:

„Hygieneabfall-Recycling ist schwierig, aber chemisches Recycling, am

besten mit Grüner Energie, macht inzwischen große Fortschritte. Damit

kann Kunststoff in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden,

also sauber und mit idealen Eigenschaften.” So könnte die Ökobilanz

der Praxis auch bei Verwendung bester Materialien weiter verbessert

werden. Die Schweden setzen schon lange komplett auf Grüne Energie,

stellen schrittweise alle Materialien um und verfolgen in der Fertigung

den Kreislaufansatz, um Reststoffe weiterzuverwenden und die Umwelt

zu entlasten.

Netz, vom Erzeuger bis zu euch. Dieses Prinzip heißt Massenbilanz, wobei

Masse auch für Menge steht. Das erspart ein Ökostromnetz, was teuer und

nicht ökologisch wäre, und macht Grüne Energie bezahlbar. Auch Fair Trade

funktioniert so, nur mit Tee oder Kakao. Und auch die neuen IDB von TePe.

Damit auch alles stimmt, wird das komplette Verfahren von ISCC**

regelmäßig überwacht und zertifiziert. Die Nachhaltigen sind, einmal

ausgepackt, optisch nicht von den alten IDB zu unterscheiden. Aber das

Griffmaterial hat es in sich. Dafür wird Kiefernöl eingekauft, ein erneuerbares

Nebenprodukt der lokalen Zellstoffindustrie. Das ersetzt in der

Produktion Erdöl und verbessert die Klimabilanz der IDB um 80 Prozent!

Jede IDB setzt somit im Lebenszyklus (ohne Transport zu euch) statt fünf

Schaden zu vermeiden gehört zu den wichtigsten ethischen Prinzipien

der (Zahn-) Medizin. Brett Duane, Professor in Dublin und Autor zahlreicher

Artikel über Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen, schlägt vor,

diesen Grundsatz auch auf ökologische (und soziale) Therapieaspekte

anzuwenden.¹ Konkret wird empfohlen, bei gleicher Wirksamkeit die

nachhaltigere Therapieoption zu berücksichtigen. Das würde bei gleicher

Effizienz und Qualität auch die Verwendung und Empfehlung umweltfreundlicher

Mundhygieneprodukte einschließen.

Eine Befragung von IDB-Nutzern hat übrigens gezeigt, was sie von Qualitätsprodukten

außerdem erwarten: Keine Tierversuche (44 Prozent),

recycelbare Verpackungen (42 Prozent) und umweltfreundliches Material

(41 Prozent).² Die neue nachhaltige Interdentalbürsten-Edition erfüllt

diese Erwartungen.

* FDA - Lebens- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten

**ISCC - Internationale Zertifizierungsstelle für nachhaltige Beschaffung und Produktion.

Stellt sicher, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie Materialrückverfolgbarkeit in

der gesamten Produktions- und Lieferkette gewährleistet ist.

1 – 2

Die Literaturliste kann bei der Redaktion angefordert werden.

© Autorenbild Dr. Ralf Seltmann: Elfriede Liebenow Fotografie

Dr. Ralf Seltmann (M.A.)

Senior Manager Clinical Affairs,

TePe in Hamburg

TePe D-A-CH GmbH

Langenhorner Chaussee 44 a · 22335 Hamburg

E-Mail: kontakt@tepe.com

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34 Prophylaxe

Motivation leicht gemacht –

Untersuchen, Anfärben, Motivieren

– Basis der Guided Biofilm Therapy

Abb. 2: Das routinemäßige Anfärben gelingt besonders sauber mit vorgetränkten Pellets.

Warum erscheinen viele Patienten nicht mehr zur PZR oder zur unterstützenden Parodontaltherapie?

Was ist zu tun, damit sie zuverlässig dabeibleiben? Schlüssel zum Erfolg sind positive Gefühle, gute Kommunikation

– und das Anfärben des Biofilms.

Text Dr. Jan H. Koch Bilder EMS

Ohne Motivation ist alles nichts. Jeder Mensch benötigt einen Anreiz für

sein Tun – und der hat immer zuerst mit Gefühlen zu tun 1 . Nach einer

aktuellen Übersicht, in der 39 Studien ausgewertet wurden, springen

die meisten Parodontitispatienten schon in den ersten Jahren nach der

Initialtherapie ab 2 . Als Ursachen nennen sie am häufi gsten:

· dass sie nicht ausreichend über den Nutzen des Recall informiert

wurden und

· dass die regelmäßige „Motivation“ fehlte.

Motivation lässt sich mit Botschaften erreichen, die auch Emotionen

ansprechen – mit der sich Patientinnen und Patienten „mitgenommen“

fühlen. Wichtig ist bekanntlich, einfühlsam zu sein, zum Beispiel durch

aktives Zuhören 3, 4 : Auf offene Fragen berichten Patienten, was ihnen

wichtig ist. Meist werden gutes Aussehen, frischer Atem und Gesundheit

genannt. Aus den Antworten ergeben sich Argumente für bessere

Pfl egegewohnheiten oder regelmäßiges Erscheinen zur Prophylaxe 4 .

Wer die Praxis mit einem guten Gefühl verlässt, kommt wieder. Wichtig

ist deshalb, dass am Ende jeden Recalls Zähne und Weichgewebe „tiptop“

gereinigt werden – mit einer modernen und schonenden Methode.

Stand der Technik ist die Guided Biofi lm Therapy (GBT) (Abb. 1, Seite

36): Deren Grundprinzip ist, dass der Biofi lm angefärbt und mit Airfl

ow vollständig und sehr schonend entfernt wird 5, 6 . Dieser Beitrag beschreibt

die GBT-Schritte 01 Diagnose, 02 Anfärben und 03 Motivation.

01 Diagnose

Nachdem mögliche akute Probleme abgeklärt sind, beginnt jede Recallsitzung

mit der, gegebenenfalls aktualisierten, Anamnese. Raucht der

Patient zum Beispiel, hat Übergewicht oder zurzeit persönliche Probleme,

kann er oder sie schwieriger zu motivieren sein und benötigt

besondere Aufmerksamkeit. Bei anderen Patienten erhöht ein nicht optimal

eingestellter Diabetes die Entzündungsneigung und kann zu mehr

Sondierungsblutungen führen 4 .

Zu Beginn jeder GBT-Sitzung spülen Patienten grundsätzlich für mindestens

40 Sekunden mit der antimikrobiellen Lösung BacterX ® Pro. Neben

0,1% CHX enthält BacterX ® Pro 0,05 % Cetylperidiniumchlorid (CPC) und

0,005 % Fluorid. CPC rückte in letzter Zeit als wirksame antivirale Substanz

immer mehr in den Fokus. So zeigen sowohl eine In-vitro- als auch eine

klinische Studie mit Covid-19-Patienten, dass SARS-CoV-2-Viren im Speichel

bis zu 6 Stunden nach Spülung mit CPC signifi kant reduziert werden 7, 8 .

In jeder Sitzung sollten im Rahmen der Untersuchung ausgewählte Taschen

sondiert werden, zum Beispiel mit dem Parodontalen Screening

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Index (PSI) 9 . Wer seine Recallpatienten kennt, kennt auch dessen

dentale Problemzonen und kann dort gezielt untersuchen.

Karies ist am besten nach der Zahnreinigung erkennbar. Die

gründliche Untersuchung durch die Zahnärztin oder den Zahnarzt

erfolgt deshalb am zweckmäßigsten am Ende der Sitzung.

02 Anfärben / 03 Motivation

Wenn die Mundhygiene schlecht funktioniert, kann das an fehlendem

Wissen und nicht ausreichender Fingerfertigkeit liegen.

Hier hilft ein gründliches Aufklärungsgespräch und Mundhygienetraining,

wenn nötig gemeinsam mit einer Betreuungsperson.

Der optimale Start ist immer das Anfärben des Biofi lms,

am besten mit vorgetränkten Pellets (Biofi lm Discloser, EMS).

Mundhygieneinstruktion mit Anfärben praktizierten schon die

„Prophylaxe-Väter“ Axelsson und Lindhe – bei kleinen und

großen Patienten. Das Vorgehen ist ebenso Teil aktueller Empfehlungen

und bei präventiver PZR und Parodontitispatienten

im Prinzip gleich 10, 11 .

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Mein Weg.

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Bevor Patienten dem Anfärben widersprechen können, wird

ihnen kurz erklärt, wozu angefärbt wird:

· Damit die wichtigste Ursache für Karies und Parodontitis

(und andere Munderkrankungen) sichtbar wird – der Biofi lm.

· Damit der Patient diesen zuhause effektiv entfernen kann,

um gesund und attraktiv zu bleiben.

· Damit der Patient sieht, dass die Prophylaxe-Expertin ihn

bei der PZR vollständig entfernt hat – als Qualitätssicherung

(der Patient zahlt!).

Angesichts dieser Argumente sind Patienten in der Regel überzeugt

und lassen bereitwillig anfärben. Traditionell wird meist

empfohlen, Patienten zuerst zuhause oder in der Praxis putzen

zu lassen und danach zur Kontrolle anzufärben. Alternativ kann

es sinnvoll sein, die ungeputzten Zähne anzufärben und die gewohnte

Mundhygiene erst in der Praxis durchführen zu lassen

– in Ruhe und nach Möglichkeit mit der eigenen Zahnbürste.

Damit werden gleich vier Ziele erreicht:

· Der Patient hat keinen Stress, wenn vor dem Termin zu wenig

Zeit für die gewohnte Hygiene war.

· Der Patient sieht den Biofi lm, der nach dem Putzen verbleibt.

Ein gutes Ergebnis ist eine positive Bestärkung.

· Die Prophylaxe-Fachkraft kann beobachten, ob mit geeigneter

Technik und sinnvoller Systematik geputzt wird.

· Die Zeit lässt sich messen, die für eine (fast) perfekte Reinigung

benötigt wird (Empfehlung Prof. Dr. Stefan Zimmer,

Witten-Herdecke). Das ist ein guter Anhaltspunkt, wie lange

zuhause geputzt werden sollte. Meist reichen zwei Minuten

nicht aus.

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36 Prophylaxe

08 NEUER RECALL

TERMIN

GESUNDER PATIENT = GLÜCKLICHER PATIENT

Bestellen Sie Ihren Patienten

risikoabhängig zum Recall

Fragen Sie, wie ihm oder ihr

die Behandlung gefallen hat

07 QUALITÄTS-

KONTROLLE

PATIENTEN ZUM STRAHLEN BRINGEN

Prüfen Sie anschließend, ob der Biofilm

vollständig entfernt wurde Stellen Sie

sicher, dass Zahnstein und Konkremente

vollständig entfernt wurden

Untersuchen Sie Zähne auf

kariöse Läsionen Schützen

Sie die Zähne mit Fluorid

Keine Politur mehr nötig

06 PIEZON ® PS

VERBLEIBENDEN ZAHNSTEIN ENTFERNEN

Verwenden Sie supragingival und bis zu

10 mm subgingival das minimalinvasive

EMS PS Instrument Reinigen Sie

Taschen >10 mm mit einer Minikürette

Verwenden Sie für Implantate bis zu

3 mm subgingival und implantatgetragene

Restaurationen das

EMS PI Instrument

05 PERIOFLOW ®

BIOFILM ENTFERNEN IN TASCHEN >4 BIS 9 MM

Verwenden Sie AIRFLOW ® PLUS

Pulver in tiefen Taschen bei natürlichen

Zähnen, Furkationen und an Implantaten

Verwenden Sie die neuen und schmaleren

tiefenmarkierten PERIOFLOW ® Nozzles

R

01 BEURTEILUNG UND

INFEKTIONSSCHUTZ

MUNDGESUNDHEIT BEURTEILEN UND

HYGIENEMASSNAHMEN BEACHTEN

Lassen Sie ihren Patienten zuerst mit

BacterX ® Pro spülen Untersuchen Sie

Zähne auf Karies, Gingivitis, Parodontitis

Untersuchen Sie das periimplantäre

Gewebe auf Mukositis, Periimplantitis

02 ANFÄRBEN

ANFÄRBEN UND BIOFILM

SICHTBAR MACHEN

Zeigen Sie Ihrem Patienten den

angefärbten Biofilm und die

Problemzonen mit

dem EMS Biofilm Discloser

Die Farbe steuert die Biofilm-

Entfernung Sobald der Biofilm

entfernt ist, ist der Zahnstein

leichter zu erkennen.

03 MOTIVATION

INSTRUIEREN UND MOTIVIEREN

Betonen Sie die Wichtigkeit der

Prävention Instruktion der

Mundhygiene EMS empfiehlt die

tägliche geeignete Mundhygiene mit

Philips Sonicare und Interdentalbürsten

oder Philips AirFloss Ultra

04 AIRFLOW ® MAX

BIOFILM, VERFÄRBUNGEN UND

JUNGEN ZAHNSTEIN ENTFERNEN

Verwenden Sie AIRFLOW ® MAX für

natürliche Zähne, Restaurationen und

Implantate Entfernen Sie supra- und

subgingivalen Biofilm und jungen Zahnstein

mit PLUS Pulver 14 μm Entfernen Sie

Biofilm auch von Gingiva, Zunge und

Gaumen Entfernen Sie restliche Schmelz-

Verfärbungen mit CLASSIC Comfort Pulver

Abb. 1: Die 8 Schritte der Guided Biofi lm Therapy (GBT): Jede Sitzung beginnt mit Anamnese und Diagnose (1), Anfärben (2) und Mundhygiene-

Instruktion (3). Die letzten beiden Punkte beziehen sich direkt oder indirekt (auch) auf häusliche Maßnahmen. (alle Abbildungen: EMS)

Diese Maßnahme kostet Zeit, die aber bei den folgenden Prophylaxe-Sitzungen

durch weniger Biofi lm und Zahnstein wieder herausgeholt wird.

Als sehr wirksame Hilfsmittel für die tägliche Mundhygiene haben sich

zum Beispiel Philips Sonicare Schall-Zahnbürsten und AirFloss Interdentalreinigungs-Geräte

erwiesen (beide: Philips) 12, 13 . Vor allem approximal

und am Gingivasaum verbleibt jedoch – auch nach gründlicher Mundhygiene

– Biofi lm und damit Plaque-Färbemittel 14 . Dieses wird dann im

Rahmen der professionellen Zahnreinigung mit Airfl ow und schonendem

Pulver (zum Beispiel Airfl ow Plus, beide: EMS) vollständig entfernt.

Kontrolle und Empathie

Für eine besondere Patientengruppe scheint Anfärben – in Verbindung

mit einem motivierenden Gespräch – besonders wirkungsvoll zu sein:

für Jugendliche in kieferorthopädischer Behandlung 15 . Junge Patienten

wollen also sowohl Empathie als auch Leistungs-Feedback und damit

Kontrolle. Im Prinzip gilt das auch für Erwachsene. Die auf der Basis von

Axelssons Prophylaxestunde entwickelte Guided Biofi lm Therapy bietet

dafür die optimalen Werkzeuge.

Der Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma E.M.S. und erschien bereits in

der P&C 2-2020.

Die Literaturliste kann bei der Redaktion angefordert werden.

Dr. Jan H. Koch

freier Fachautor und Berater, unter anderem

für die Firma EMS

E-Mail: service@dental-journalist.de

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38 Hygiene-Ratgeber

© Copyright

Die Zukunft ist digital –

auch in der Zahnarztpraxis

Die Zeiten analoger Patientenverwaltung und Materialerfassung sind vorbei: Über alle Einsatzbereiche

der Zahnarztpraxis hinweg helfen digitale Lösungen dabei, den Praxis-Workflow zu erleichtern

und so dem stressigen Arbeitsalltag gewappnet zu sein. Im sechsten und letzten Teil unserer

Serie möchten wir euch beweisen, dass die Zukunft eines erfolgreichen Praxismanagements vor

allem eins ist: Digital.

Text Olaf Tegtmeier Bilder CGM Dentalsysteme GmbH

Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter, wir googlen Dinge oder

fragen gleich Alexa und über unser Smart-Home sorgt unsere Kaffeemaschine

dafür, dass wir uns jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen

über den heißgebrühten Kaffee freuen können. Die Digitalisierung ist

in unserem Alltag längst angekommen. In vielen Praxen jedoch kämpfen

eure Kollegen immer noch mit Kateikarten und Bestelllisten. Dabei

ist eine umfangreiche und intuitiv bedienbare Praxissoftware nicht nur

dazu in der Lage, euren Arbeitsalltag erheblich zu erleichtern.

Strukturierter arbeiten, dank verlässlicher Software

Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass beispielsweise die manuelle

Karteikartenführung viel fehlerbehafteter und zeitintensiver ist

als eine digitale. „Damit Arbeitsabläufe strukturiert und transparent

werden, sollte das Praxisteam darin bestrebt sein, den gesamten

Praxis-Workfl ow zu systematisieren und rationalisieren“, sagt Dr. Uta

Schaub, Praxisinhaberin in Kreuztal. „In unserer Zahnarztpraxis unterstützt

uns die Software CGM Z1.PRO von CompuGroup Medical

Dentalsysteme dabei, genau das zu erreichen.“ Denn die gesamte

Praxis kann über die CGM Z1.PRO-Software verwaltet und organisiert

werden.

Eine Umstellung auf digitale Prozesse macht nicht nur vieles einfacher

für euch, sondern in Bezug auf Hygienemanagement und Materialverwaltung

auch sicherer. „Das ist vor allem vor dem Hintergrund

interessant, dass die Anforderungen an Praxen in diesen Bereichen

durch viele gesetzliche Forderungen immer weiter ansteigen und eine

lückenlose Dokumentation unabdingbar machen“, so Sabine Zude

Geschäftsführerin der CGM Dentalsysteme. So kann eine gut durchdachte

Praxissoftware Sicherheit im Sinne der Hygienerichtlinien und

des Patientenrechtegesetzes bieten. Die Aufbereitung der Instrumente

kann mithilfe von digitalen Helfern kinderleicht und rechtsicher

dokumentiert werden. Genauso lückenlos können geplante Behandlungsschritte,

Beratungsgespräche und Maßnahmen erfasst werden.

Dadurch seid ihr als Praxis in der Lage, bei möglichen Rechtsstrei-

www.facebook.com/recallmagazin


Hygiene-Ratgeber

39

tigkeiten ohne Probleme der Beweispfl icht nachzukommen. Darüber

hinaus spart euch die integrierte, digitale Materialverwaltung nicht

nur Zeit, sondern auch Kosten ein.

Sabine Zude

Geschäftsführerin CGM Dentalsysteme

Begeisterte Patienten sichern den Praxiserfolg

Alle diese Aspekte haben zusätzlich einen positiven Einfl uss auf die

Beziehung zwischen euch und euren Patienten. Euren Patienten alle

gewünschten Informationen per Knopfdruck aushändigen zu können,

vermeidet unnötige Hektik. Die Zeit, die ihr durch eine integrierte,

digitale Hygiene- und Materialverwaltung einspart, kann in die individuelle

Betreuung eurer Patienten investiert werden. Wenn sich der

Patient gut aufgehoben fühlt, macht das nicht nur eure Arbeit einfacher.

Denn begeisterte Patienten kommen nicht nur wieder, sondern

empfehlen die Praxis auch weiter. So sichern sie nachhaltig den Erfolg

eurer Praxis.

Das war der sechste und letzte Teil unserer Serie. Wir hoffen, dass wir

euch ein paar gute Tipps für euer erfolgreiches Praxismanagement an

die Hand geben konnten!

Dr. Uta Schaub

Zahnärztin

Olaf Tegtmeier

Pfadfi nder Kommunikation

CGM Dentalsysteme GmbH

Maria Trost 25 · 56070 Koblenz

Tel.: +49 261 8000 1900

E-Mail: info.cgm-dentalsysteme@compugroup.com

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Modern Dental Connect bietet Zahnärzte*innen,

Zahnmedizinstudent*innen und

Praxismitarbeiter*innen die Möglichkeit,

an Fortbildungsangeboten, Webinaren

und Events in Europa teilzunehmen. Veranstalter

ist meist eine europäische Niederlassung

der Modern Dental Group:

Permadental, Elysee Dental, Labocast oder

Modern Dental Europe oder ein Partner

der Modern Dental Europe.

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40

Aufgefrischt!

Die Kalkulation analoger Berechnung in der GOZ

Selbstständige Leistungen, die weder in der GOZ noch in der

GOÄ für die private Abrechnung zur Verfügung stehen, können

gemäß § 6 (1) analog berechnet werden. Die Kalkulation

dieser analogen Berechnung bereitet in der Zahnarztpraxis

immer noch Probleme. Obwohl die GOZ diese Art der Leistungsabrechnung

seit vielen Jahren zur Verfügung stellt, ist

die Anwendung des § 6 (1) nicht immer einfach.

Text Jana Brandt

Grund genug diesen Abrechnungsweg mal aufzufrischen und die

wichtigsten Fragen zu klären:

1. Wie erfolgt die Kalkulation?

Diese erfolgt nach der Wirtschaftlichkeitsstunde des Behandlers und

dem Zeitbedarf zum Erbringen der Leistung. In den Zeitbedarf sollte

die Vor- und Nachbereitung des Behandlungszimmers einfließen. Aus

der Gesamtzeit wird mittels individueller Wirtschaftlichkeitsstunde ein

Honorar errechnet.

2. Welche Position nehmen wir?

Steht das Honorar fest, erfolgt die 2. Phase – die passende Gebührenposition.

Benötigt die Praxis ein Honorar von 20,00 Euro kann eine entsprechende

GOZ-Position gesucht werden. Die passende GOZ-Position wird

in die Software kopiert und im Leistungstext umgeschrieben, so dass auf

der Rechnung eine korrekte Darstellung der analogen Position ausgewiesen

wird. Finden Sie keine entsprechende GOZ-Position, darf auch auf

die GOÄ in dem gemäß § 6 (2) geöffneten Bereich zugegriffen werden.

3. Wie definieren wir die Abrechnung?

Die analoge Position muss hinter der vierstelligen Nummer ein „a“ auf

der Rechnung aufweisen. Der Leistungstext wird für einen medizinischen

Laien verständlich formuliert, mit dem Hinweis „gemäß § 6 (1)

GOZ“ sowie den Bezug zur verwendeten GOZ/GOÄ-Position „entsprechend

GOZ xxxx ……..“.

4. Welche Vorgabe in der Formulierung gibt es?

Neben einer verständlichen Bezeichnung für einen Laien, kann die Praxis

den Bezug der Position selbst festlegen. Unabhängig von der originalen

GOZ/GOÄ-Position legt die Praxis eine eigene Definition fest: zum Beispiel:

· Je Zahn

· Je Kavität

· Je Kiefer

· Je Kieferhälfte/Frontzahnbereich

· Je Sitzung usw.

5. Darf Material berechnet werden?

Die Materialberechnung ist bei der analogen Berechnung nach § 6 (1)

GOZ nicht eindeutig definiert. In der Regel erfolgt die Berechnung der

GOZ-Positionen nach § 4 (3) inklusive Praxiskosten einschließlich der

Kosten für Füllungsmaterial, für den Sprechstundenbedarf, für die Anwendung

von Instrumenten und Apparaten sowie für Lagerhaltung.

Eine zusätzliche Berechnung von Material ist nur erlaubt, wenn dies

ausdrücklich in der GOZ bestimmt wurde. Insofern kann Material zusätzlich

nach der Materialberechnung der GOZ erfolgen, ansonsten

sollte die Materialberechnung in die Kalkulation einbezogen werden.

Beispiel:

GOZ/

Leistung

GOÄ

Ausführliche Auswertung der

GOZ Ernährungsanamnese, je Auswertung

6020a gemäß §6 (1) GOZ entsprechend GOZ

6020 „Anwendung von Methoden zur

Untersuchung des Gesichtsschädels“

Ausführliche Ernährungsberatung,

GOÄ je angefangene 15 min gemäß §

34a 6 (1) GOZ entsprechend GOÄ 34

Erörterung der Auswirkungen einer

Krankheit auf die Lebensgestaltung

Tel.: +49 341 231 032-0

Jana Brandt

Freiberufliche ZMV,

Fachautorin & Referentin

Honorarwunsch

45,00 €

für eine

Auswertung

der Ernährungsanamnese

35,00 €

für eine Ernährungsberatung

je 15 min

Ihr habt Fragen an unsere Abrechnungsexpertin oder

möchtet mehr Informationen zu diesem Beitrag?

Dann schreibt uns an info@recall-magazin.de

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Zahnzusatzversicherung

41

PZR und Prophylaxe: So viel erstatten

die Zahnzusatzversicherungen

In der letzten recall beschrieb die Abrechnungsexpertin Jana Brandt, was rund um die Gebührenposition

GOZ 1040 alles abgerechnet werden kann. Doch wie sehen das die Versicherer? Welche

Kosten bekommen eure Patienten von der Zahnzusatzversicherung erstattet?

Text Gabriele Bengel

Neue Generation der Zahntarife

Früher war die Kostenerstattung für Prophylaxe und PZR durch private

Zahnzusatzversicherungen nicht üblich. Deshalb haben viele eurer Patienten

in den alten Tarifen Versicherungsschutz für Kronen, Brücken und Prothesen

– mehr nicht. Doch die hochwertigen Zahnzusatzversicherungen,

die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gekommen sind, zahlen auch

für Prophylaxe. Sie unterscheiden sich nur darin, in welcher Höhe sie die

Kosten übernehmen und was alles unter „Prophylaxe“ als erstattungsfähig

anerkannt wird.

Höchstgrenzen beachten

Die Bedingungen regeln auch, wie oft im Kalenderjahr PZR und Prophylaxe

bezahlt werden. Und meistens wird ein Höchstbetrag genannt – ausgenommen

bei Barmenia, die ab Vertragsbeginn 100 Prozent ohne Höchstgrenze

bezahlt. Andere Beispiele: Bayerische zahlt im günstigen Smart-Tarif

zwei Mal pro Jahr jeweils maximal 80 Euro, im Komfort-Tarif 200 Euro pro

Jahr – egal, wie oft man die PZR machen lässt. Die DKV zahlt im Hochleistungstarif

300 Euro pro Jahr, die Gothaer 150 Euro und die SDK in den

neuen Zahntarifen zwischen 100 Euro und 200 Euro – je nach Tarifstufe.

Ein Blick ins Kleingedruckte

In den Versicherungsbedingungen wird in der Regel aufgelistet, welche

Maßnahmen als Prophylaxe eingestuft werden. Bei DKV steht „prophylaktische

Leistungen” nach Abschnitt B der GOZ. Andere listen auf: „Entfernen

harter und weicher Beläge (GOZ 1040), Fluoridierungsmaßnahmen (GOZ

1020), erstellen Mundhygienestatus (GOZ 1000), Kontrolle Übungserfolg

(GOZ 1010), Fissurenversiegelung (GOZ 2000) und Behandlung überempfindlicher

Zahnflächen (GOZ 2010).“ Nicht als Prophylaxe-Maßnahmen

gelten bei vielen Tarifen die GOZ-Ziffern 4000 ff. Diese werten die Versicherer

– wie es ja auch in der GOZ steht – als Behandlungsmaßnahmen bei

Erkrankung des Parodontiums. Erstattungsfähig sind diese Kosten, wenn

euer Patient eine Zahnversicherung hat mit umfassendem Versicherungsschutz

für Zahnbehandlung inklusive Parodontitisbehandlung.

Ihr habt Fragen oder wollt eine Auflistung, welcher Versicherer welchen

Betrag für die PZR erstattet? Schreibt eine E-Mail an redaktion@recall-magazin.de

Kennwort „ZZV-PZR“. Wir leiten diese an unsere Spezialisten weiter,

welche euch schnellstmöglich über die passende Lösung informieren.

Gabriele Bengel

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42 Fortbildung

Nachhaltig in eine bessere Zukunft

Digitale Wissensplattform TePe Share startet – Wissen teilen, gemeinsam wachsen

TePe Share: Schon gewusst?

Von A wie Allgemeingesundheit bis Z wie Zahnpflege – das Themenspektrum

auf TePe Share ist groß. So können Nutzer sich im Rahmen

von Tutorials, Online-Seminaren oder als Studienzusammenfassung,

etwa zum Zusammenhang von Mund- und Allgemeingesundheit informieren,

aber auch zu vielen weiteren Themenbereichen – wie Interdentalreinigung,

Prävention und Parodontalerkrankungen, Mundpflege,

Kommunikation und Motivation, Kinderzahnheilkunde, Implantatpflege

oder Kieferorthopädie – weiterbilden. Auch der direkte Austausch wird

möglich: Im Rahmen von kostenlosen Online-Vorträgen und Webinaren,

die regelmäßig auf TePe Share stattfinden.

Zum Terminkalender geht’s hier entlang: https://www.tepe.com/sharede/veranstaltungen-webinare-newsletter/.

Kommende Termine im Überblick:

· 4. und 5. Mai 2021: Implant Maintenance – the Foundation for

Long-term Success (englisch)

· 2. Juni 2021: Nachhaltigkeit in aller Munde?

Zu einer guten Zahnpflege inspirieren und über deren Zusammenhang

zur Mund- sowie allgemeinen Gesundheit aufklären – gemäß diesem

Credo arbeitet TePe kontinuierlich an der Entwicklung innovativer Lösungen

für die präventive Mundhygiene. Alle Produkte werden auf

der Grundlage klinischen Wissens und in Zusammenarbeit mit zahnmedizinischen

Experten entwickelt. Diese Kompetenzen aus langjähriger

Erfahrung möchte TePe weitergeben – und bündelt dieses Wissen

rund um die Mundgesundheit in Form von Fachvorträgen, Webinaren,

Veröffentlichungen und Videotutorials jetzt auf der neuen digitalen

Wissensplattform TePe Share (www.tepe.com/share-de). Damit geht

das Unternehmen einen weiteren Schritt in Sachen nachhaltiger Unternehmensstrategie

voran: Denn die allgemeine Gesundheitsfürsorge

als öffentliches Gut voranzutreiben und damit das Wohlergehen aller

Menschen zu fördern ist in den Nachhaltigkeitszielen der UN verankert,

die TePe aktiv unterstützt. Für eine bessere Zukunft. Mit der neuen Wissensplattform

stehen zahnmedizinischem wie medizinischem Fachpersonal,

Apothekern, Studenten aber auch Verbrauchern wertvolle Infos

rund um das Thema Mundgesundheit zur kostenfreien Verfügung. Die

Mission: Mittels kostenloser Webinare, Videos und Artikel sowie Newsletter,

die auf klinischer Erfahrung und zahnmedizinischer Forschung

basieren, zu begeistern, weiterzubilden und Wissen zu teilen. „Damit

möchten wir über Themen aufklären, die uns am Herzen liegen und

gleichzeitig unser Wissen und unsere Kompetenzen weitergeben, um

andere zu unterstützen und zu inspirieren“, erklärt Helena Ossmer Thedius,

Marketing & Innovation Director bei TePe.

© TePe

In Kürze startet Dr. Ralf Seltmann, Zahnarzt und Senior Manager Clinical

Affairs bei TePe, mit seinem Live-Webinar zum Thema „Nachhaltigkeit

in aller Munde?“. Das Thema trifft den Nerv der Zeit. Denn: Ausgelöst

durch Klimafolgen und Plastikdiskussion interessieren sich immer mehr

Menschen für das Konzept Nachhaltigkeit und sehen eine Mitverantwortung

für den Umwelterhalt und soziale Fragen. TePe nimmt seine

Verantwortung wahr: Mit neuen, nachhaltig hergestellten Produkten

wird effektive Mundhygiene gleichzeitig umweltfreundlich. So berichtet

Dr. Seltmann: „Bis Ende 2022 werden wir alle TePe-Produkte und ihre

Verpackungen klimaneutral anbieten.“ Doch das ist nicht alles.

Heute an morgen denken:

Nachhaltigkeit in der Unternehmens-DNA

Die Arbeit, die TePe im Rahmen von TePe Share für die Steigerung des

Gesundheitsbewusstseins leistet, ist eng mit dem UN-Nachhaltigkeitsziel

3 – gute Gesundheit und Wohlbefinden – verbunden und damit

grundlegend für die nachhaltige Unternehmensstrategie, die TePe

konsequent verfolgt: Ausgerichtet an der UN-Nachhaltigkeitsagenda*

hat TePe eigene Fokusbereiche für sich definiert – Good People, Good

Practice, Good Product. Konkret bedeutet das: Nachhaltigkeit wird in

allen Unternehmensbereichen großgeschrieben – von einer respektvollen

Zusammenarbeit über eine verantwortungsvolle Unternehmensführung

bis hin zu ressourcenschonenden und innovativen Qualitätsprodukten.

„Was uns antreibt? Der verantwortungsvolle Blick auf die

Chancen zukünftiger Generationen. Dafür sind der bewusste Umgang

mit Ressourcen und die Reduktion des CO 2 -Fußabdrucks in unserem

täglichen Handeln unerlässlich“, betont Helena Ossmer Thedius.

www.facebook.com/recallmagazin


Fortbildung

43

Immer up-to-date

Nichts mehr verpassen – das geht mit den Newslettern von TePe: „TePe

News & Angebote“ informiert über Unternehmens-Neuigkeiten, Produkte,

Aktionen sowie spezielle Angebote und kostenlose Webinare

für die dentale Praxis. Auf aktuelle Studiendaten und Veröffentlichungen

fokussiert sich der Newsletter „Zahnheilkunde News“, der von Dr.

Anna Nilvéus Olofsson, Fachzahnärztin für Kinderzahnheilkunde und

Managerin für Zahnmedizin und Wissenschaft bei TePe in Malmö, herausgegeben

wird. Er richtet sich an zahnärztliches Fachpersonal und

Studenten der Zahnmedizin weltweit.

Das klingt spannend? Hier geht’s zur Anmeldung:

https://www.tepe.com/de/for-professionals/newsletter/

TePe D-A-CH GmbH

Langenhorner Chaussee 44a · 22335

Hamburg

E-Mail: kontakt@tepe.com

www.tepe.com/de

* Auswahl der 17 UN Nachhaltigkeitsziele, die TePe besonders

aktiv unterstützt: 3/Gesundheit und Wohlergehen; 7/

Bezahlbare und saubere Energie; 8/Menschenwürdige Arbeit

und Wirtschaftswachstum; 9/Industrie, Innovation und

Infrastruktur; 12/Nachhaltiger Konsum und Produktion; 13/

Maßnahmen zum Klimaschutz.

Studium B.Sc. Dentalhygiene in Heidelberg startet durch!

Die Medical School 11 hat in einem Kooperationsmodell mit der SRH Hochschule für Gesundheit

planmäßig den Studiengang Dentalhygiene in Heidelberg gestartet!

Der Studiengang erstreckt sich bei erfolgreicher individueller Anrechnung

der ZFA-Ausbildung über 24 Monate und kann neben einer Berufstätigkeit

studiert werden. Das Studium ist gegliedert in circa ein

Drittel Präsenzphasen an der Hochschule, ein Drittel Selbstlernphasen

zu Hause und ein Drittel Transferphasen in der beruflichen Praxis. Der

Studiengang zeichnet sich nicht nur durch eine umfangreiche berufspraktische

Ausbildung in Vorklinik und Klinik aus, sondern auch durch

das Schwerpunktthema „Mobile Betreuung von Pflegebedürftigen/

Pflegeheimen“ in Theorie und Praxis.

ZMP-Aufstiegsfortbildung: ideale Vorbereitung zum Studium

Durch die enge Kooperation der Medical School 11 mit dem praxis-

Dienste Institut für Weiterbildung können ZMP-Absolventinnen bares

Geld sparen: der Besuch einer praxisDienste-Aufstiegsfortbildung wird

auf das Studium angerechnet und sorgt für reduzierte Studiengebühren.

ZMP-Absolventinnen erhalten beispielsweise 16 ECTS Leistungspunkte

und können damit 1.280,- € an Studiengebühren einsparen! In diesem

Fall reduzieren sich die Studiengebühren auf nur 14.320,- €.

Jetzt Studienplatz sichern für das Wintersemester 2021!

Interessenten können sich für den kommenden Semesterstart im Oktober

2021 auf der Internetseite der Medical School 11 unverbindlich

online bewerben. Die Medical School 11 prüft dann unverbindlich, ob

alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Ein Studienstart ist auch

ohne Abitur dafür mit einem Ausbildungsabschluss als ZFA plus Arbeitserfahrung

möglich.

Weitere Informationen und Anmeldung

www.medicalschool11.de

© medical school 11

Medical School 11

c/o Medicus Education Heidelberg AG (Verwaltungsanschrift)

Brückenstrasse 28 · 69120 Heidelberg

Tel.: +49 6221 649 971-0

WhatsApp: +49 178 69 65 437

E-Mail: studium@medicalschool.de

www.recall-magazin.de


44 Dentalmarkt

Zahnpflege To Go

Frühlingsstart mit zuckerfreiem Kaugummi

Mit dem Kauen von zuckerfreiem Kaugummi nach dem Süßen pflegt man die

Zähne zahnmedizinisch perfekt, auch unterwegs. Denn durch das Kauen wird

der Speichelfluss angeregt. Dies sorgt außerdem für frischen Atem und kann

beim Tragen von Mund- und Nasenmasken dazu beitragen, dass der Mundraum

nicht austrocknet.

Gründliches Zähneputzen am Morgen und Abend ist der feste Grundbestandteil

der täglichen Routine für gesunde Zähne, wie sie die Kariesprophylaxe-Leitlinie

der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) empfiehlt.

Zahnarztpraxen können ihren Patienten nach der Behandlung ein kleines Lächeln

ins Gesicht zaubern und gleichzeitig Lust auf Prophylaxe machen – mit

Wrigley’s Extra-Kaugummi im passend zum Frühlingsstart gestalteten Envelo-

Anzeige

pe (Abb. 1). Mit den drei Leitlinien-Tipps zur täglichen Kariesprophylaxe auf

der Innenseite – Zähne putzen, wenig Zucker, Kaugummi kauen – erinnern die

Envelopes daran, beim Genuss auch an die Zähne zu denken.

Abb. 1

Abb. 2

© Wrigley

Regelmäßig nach Mahlzeiten, Snacks und zucker- oder säurehaltigen Getränken

den Speichel zu stimulieren, funktioniert sehr schnell und einfach mit

zuckerfreiem Kaugummi: Der aktivierte Speichel verstärkt die Spülfunktion,

unterstützt damit die Reinigung der Mundhöhle von Nahrungsbestandteilen,

fördert die Pufferung von Säuren und wirkt remineralisierend auf den Zahnschmelz.

Dass Kaugummi immer schnell und leicht zur Hand ist, macht ihn

zur perfekten „Zahnpflege To Go“. Zusätzlich dazu kann das Praxisteam den

Patientinnen und Patienten mithilfe des Leitlinien-Patientenflyers alle sieben

Empfehlungen der Leitlinie aufzeigen und die Broschüre anschließend mitgeben.

So bleibt die Praxis in guter Erinnerung, Patienten kommen gerne wieder

und empfehlen sie weiter.

PRAXISFASHION

Tel. 02744/9200-19

WWW.PRAXISFASHION.DE

PRAXIS-

MODE

Unter www.wrigley-dental.de, dem Fachportal des Wrigley Oral Healthcare

Program (WOHP), können ab sofort die Frühlings-Envelopes mit den fruchtigen

EXTRA Professional White Erdbeere sowie die Oster-Envelopes mit den

frischen EXTRA Professional White Kaugummis bestellt werden – solange der

Vorrat reicht. Den Leitlinien-Patientenflyer „7 grundlegende Empfehlungen zur

Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen“ der DGZ gibt es ab einem Bestellwert

von 32 Euro kostenlos dazu, sowie den 7-Punkte-Plan als Praxisposter (Abb.2).

Mars GmbH

Wrigley Oral Healthcare Program

Biberger Str. 18 · 82008 Unterhaching

E-Mail: kontakt@de.mars.com

www.wrigley-dental.de

www.facebook.com/recallmagazin


Dentalmarkt

45

BioLactis ® - Orales Probiotikum

Stärkt die orale Immunabwehr und ersetzt Chlorhexidinspülungen

Eine gesunde orale Immunabwehr ist gerade in diesen schwierigen

Zeiten Grundlage der Infektionsprävention. Viele, auch bisher bewährte

Mundspüllösungen decken mit Ihrem antimikrobiellen Spektrum nur

Teile an Keimen ab und sind zum Beispiel gegen Corona-Viren nur

bedingt wirksam.

Symptome wie Gingivitis aber auch Blutungen bei Parodontitis oder das

Kariesrisiko können nachhaltig minimiert werden. Studien zeigen dies in

gleichem Umfang wie beim Chlorhexidin, jedoch gänzlich ohne dessen

unangenehme Nebenwirkungen. Gleichzeitig wird die orale Immunantwort

signifi kant gestärkt was zur Minimierung auch von viralen Infektionsrisiken

beiträgt. BioLactis Probiotikum ist ein wohlschmeckendes

Pulver, das einmal täglich auf die Zunge gestreut wird und dabei die

Mundhöhle mit gesundheitsfördernden Bakterien besiedelt. Eine Anwendungs-Kur

dauert 30 Tage und kann bis zu 3 Monaten nachhalten.

Gleichzeitig wird die schützende Vielfalt des oralen Mikrobioms reduziert.

Anders bei Probiotika: Diese unterstützen und stabilisieren eine gesunde

Mundfl ora (ohne Nebenwirkungen) und können dennoch parodontalpathogene

Keime sowie kariesverursachende Bakterien zurückdrängen.

Cumdente GmbH

Paul-Ehrlich-Straße 11

72076 Tübingen

Tel.: +49 7071 9 75 57 21

E-Mail: info@cumdente.de

www.cumdente.com

© Cumdente

Mit wellsamed erwacht der Frühling

Bunte Saisonmotive bringen frischen Wind in den Praxisalltag

Begrüßen Sie den Frühling mit den nachhaltigen Papier-Mundspülbechern von

wellsacup. Eintönig kann jeder – unsere bedruckten Einwegbecher machen

das gewisse Etwas im Behandlungszimmer aus und unterstützen Sie zudem in

der nachhaltigen Einrichtung Ihrer Praxis – auch der Umwelt zuliebe!

Mundspülbecher sind wichtige Verbrauchsmaterialien im dentalmedizinischen

Bereich. Deshalb sollten diese auch sorgsam ausgewählt werden. Wellsamed

macht es sich zur Aufgabe, das Behandlungserlebnis für

Patient*innen in der Zahnarztpraxis zu verbessern. Oftmals ist der

Gang in die Zahnarztpraxis für viele mit einem mulmigen Gefühl im

Bauch verbunden – da ist es doch schön, ein freundliches Ambiente

im Behandlungsraum vorzufi nden. Florale Motive, knallige Farben

und lockere Sprüche, vermögen es leicht, beim Spülen des Mundes,

die Stimmung zu heben.

der Einwegbecher in gebräuchliche Becherspender, wie zum Beispiel auch in

die wellsamed Edelstahl-Modelle.

Entdecken Sie, neben den Motiven „Frühling“ und „Sommer“, auch die ganze wellsacup

Kollektion, sowie die große Produktvielfalt von wellsamed jetzt bei Europas

größtem Prophylaxeversand Oral Care Center (www.oral-care-center.de).

Dabei erfahren Sie mit wellsamed eine Marke in bewährter Qualität:

Die Becher sind aus Hartpapier gefertigt, haben einen festen Stand

und sind gegenüber Kunststoffbechern besonders formstabil. Ein rund

gezogener Becherrand bietet zudem den Patient*innen ein angenehmes

Trinkgefühl.

Selbstverständlich sind die bunten Mundspülbecher ganz genau auf die besonderen

Anforderungen einer Praxis abgestimmt. Mit einer Füllmenge von

180 ml, einer Becherhöhe von 8,3 cm, sowie einer Standfl äche von 5 cm, passt

wellsamed GmbH

Brahestr. 16 · 04347 Leipzig

www.wellsamed.com

www.recall-magazin.de


46

Lifestyle

Liebe

deineZunge

www.liebedeinezunge.de

„Liebe deine Zunge“

Liebe deine

geht online

Zunge

Mit der kostenlosen Schulungs- und Informationsplattform www.liebedeinezunge.de bringt

die Medical School 11 das Thema Zunge in die Zahnarztpraxen.

Text / Bilder Medical School 11

Über 60 bis 70 Prozent aller Bakterien im Mundraum befinden sich auf

der Zunge und bilden somit ein gefährliches Reservoir für Erkrankungen

an Zähnen und Zahnfleisch sowie für Mundgeruch. Trotzdem ist

dieses wichtige Organ, das für uns beim Sprechen, Essen, Schmecken

und Fühlen im Mund unverzichtbar ist, in der zahnmedizinischen Lehre

und Praxis – auch kulturell bedingt - wenig präsent.

und Zahnärzte*innen kreiert, die kostenfreie Schulungsvideos von

Dentalhygieniker*innen zu allen Facetten der Zunge enthält. Die Themen

reichen von der Anatomie der Zunge, über mögliche Erkrankungen

bis hin zu Wechselwirkungen von allgemeinmedizinischer Bedeutung.

Auch die professionelle Reinigung und Pflege der Zunge im Rahmen

der PZR wird anschaulich erklärt.

Mit dem Aktionsprogramm „Liebe deine Zunge“ möchte die Medical

School 11 die Bedeutung der Zunge für Mund- und Allgemeingesundheit

in den Fokus rücken. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern

und Experten wurde eine Plattform für Prophylaxefachkräfte

Als Highlight kann man sich zum Zungenprophy mit entsprechender

Urkunde zertifizieren lassen. Nach erfolgreich bestandenem Test winkt

ein wertvolles „Liebe deine Zunge Paket“ mit vielen Informationen,

Gutschein und Materialien rund um die Zunge für die Zahnarztpraxis.

www.facebook.com/recallmagazin


Lifestyle

47

Fotowettbewerb Werde das nächste

Zungen-Top-Model in Deutschland

Außerdem kann man durch die Teilnahme an dem Fotowettbewerb

„Werde das nächste Zungen-Top-Model in Deutschland“

monatlich einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Euro

gewinnen. Alle Informationen dazu findet ihr auf der Homepage

www.liebedeinezunge.de. Angesprochen sind alle, die sich mit der

Mundpfl ege professionell auseinandersetzen: Zahnmedizinische

Fachangestellte, Prophylaxeassistenten*innen,Dentalhygieniker*innen

und natürlich Zahnärzte*innen. Werden Sie Zungen-Prophy und

lassen Sie ihre Patienten von dem Know-how profi tieren – ganz

nach dem Motto: Saubere Zunge für mehr Gesundheit!

Medical School 11

Brückenstraße 28

69120 Heidelberg

E-Mail: info@liebedeinezunge.de

www.medicalschool11.de

Weitere Informationen:

www.liebedeinezunge.de

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www.recall-magazin.de

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48

Lifestyle

Ganzheitlich entgiften

Endlich wieder fi t mit einer Detox-Kur – Bringen Sie Körper, Geist und Seele in Balance

Viele Menschen klagen darüber, dass sie sich müde und antriebslos

fühlen. Oft sind eine einseitige Ernährung, Stress und Bewegungsmangel

dafür verantwortlich. Zu den Folgen zählen Energiemangel, unreine

Haut und eine erhöhte Infektanfälligkeit. Dann sorgt eine Detox-Kur

mit Luvos-Heilerde imutox wieder für Energie und Wohlbefi nden.

Detoxen ist eine ganzheitliche Methode, mit der sich Körper und

Seele in Balance bringen lassen. Dabei fördert Luvos-Heilerde imutox

auf natürliche Weise die Entgiftung von innen. Sie kann belastende

Umweltgifte, Schwermetalle, Weichmacher, Bakterien- und Schimmelpilzgifte

aus der Nahrung binden. Zusätzlich kann sie als mineralischer

Katalysator zellschädigende freie Radikale aus der Nahrung abbauen.

Das schützt den Organismus vor oxidativem Stress, der für viele Krankheiten

verantwortlich ist. Damit eignet sich Luvos-Heilerde imutox für

die tägliche Reinigung von innen. Nebenwirkungen sind keine bekannt.

Entgiftung über die Haut unterstützen

Um die Wirkung zu steigern, kann die Entgiftung von außen über

die Haut unterstützt werden. Daher enthält das Luvos-Detox-Set

auch Luvos-Heilerde imutox-Paste zur Hautentgiftung. Regelmäßiges

SkinDetoxing sorgt für gesunde, strahlende Haut und macht die

Kur zu einem ganzheitlichen Detox-Erlebnis. Zusätzlich können Sie

die zarte Gesichtshaut mit der SOS-Detox-Maske mit Heilerde und

Seefenchel verwöhnen.

Tipps und Rezepte für Ihre Detox-Kur zu Hause

Das Luvos-Detox-Set beinhaltet auch eine Anleitung für Ihre ganz persönliche

5 Tage-Detox-Kur zu Hause. Denn zum Detoxen gehört noch

mehr; es basiert auf den folgenden vier Säulen:

Detox

Tipps

Gesunde Ernährung.

1 2 3

Greifen Sie vermehrt zu

frischem Obst, Gemüse und

Salat. Verzichten Sie während

der Detox-Kur auf belastende

Lebensmittel wie Zucker, Weißmehlprodukte,

fettreiche Speisen,

Alkohol und Kaffee.

Ganzheitliche

Körperpflege.

Widmen Sie auch Ihrem

Körper in diesen Tagen mehr Sorgfalt,

indem Sie ausreichend schlafen, heißkalte

Wechselduschen anwenden

oder in die Sauna gehen.

Aktivierende

Bewegung.

Täglich 30 Minuten Bewegung

fördern das Ausleiten von

Giftstoffen und tun der Seele gut.

Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen

Spaß macht.

4

Innere Balance.

Nicht nur unser Körper wird mit belastenden Stoffen überschwemmt,

auch auf unseren Geist strömen ständig Reize ein. Nutzen Sie die Detox-Kur und

gehen Sie bewusst offl ine. Tun Sie sich mit Achtsamkeitsübungen, Meditation,

Yoga oder autogenem Training etwas Gutes.

Für die Verlosung hat uns das Unternehmen sechs Pakete im Wert von je

37 Euro zusammengestellt, welche ihr ganz einfach gewinnen könnt: Sendet

uns eine E-Mail bis spätestens 31.05.2021 mit dem Kennwort „Detox“

an info@recall-magazin.de und gehört zu den glücklichen Gewinnern. Die

Gewinner werden per Los ermittelt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Viel Glück! Weitere Informationen unter: www.luvos.de

Illustration © Rawpixel Ltd. freepik

www.facebook.com/recallmagazin


Lifestyle

49

Hotspot – Eine globale Herausforderung

Der erste große Ausbruch von Covid-19 in Deutschland bot eine unglaubliche

Chance. Denn was in Heinsberg passierte, würde bald überall passieren. Für Hendrik

Streeck stand deshalb fest, dass man nicht tatenlos zuschauen konnte, wie

sich das Infektionsgeschehen entwickelte. Vielmehr stellte er sich die Frage: Was

können wir dazu beitragen, das Virus zu bekämpfen, seine Ausbreitung einzudämmen?

„Hotspot“ bietet einen spannenden Einblick in die aktuelle Forschung und

liefert zugleich neueste Erkenntnisse zu SARS-CoV-2 und dem Pandemiegeschehen.

Gewinnt eins von zwei Exemplaren. Löst das Rätsel und schickt uns

die Lösung mit dem Kennwort „Hotspot“. Viel Glück!

Isabelle Bitterli &

Werner Nydegger

König Corona

Prof. Dr. Hendrik Streeck

Hotspot

©Amanda Dahms

ISBN: 978-3-9525235-4-4

32 Seiten, Hardcover

Geschichte: Isabelle Bitterli

Illustrationen: Werner Nydegger

Kobold-Books

www.kobold-books.ch

ISBN: 978-3-492-07103-1

192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag

Erschienen am 01.02.2021

Mitautor: Margret Trebbe-Plath

Das aktuelle Kinderbuch

zum Thema Corona

Wie erklärt man eine so komplexe gesellschaftliche Herausforderung

wie die Corona-Pandemie Kindern? Genau das haben sich

Isabelle Bitterli und Werner Nydegger auch gefragt und prompt

mit „König Corona“ die Antwort darauf geliefert. Auf 32 Seiten

werden nicht nur Viren und ihre Verbreitung spielerisch erklärt,

sondern auch welche notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und

Regeln bei der Eindämmung helfen. Die Kinder erfahren außerdem

mehr über die Forschung der Virologen, über die nötige

Geduld und den Zeitbegriff „Monat“, ohne dass das Buch dabei

belehrend oder zu sachlich wirkt. Zum Schluss gibt es ein Happy

End und als Anhang ein kleines Lexikon mit Begriffen, die im

Zusammenhang mit einer Viruserkrankung gebraucht werden.

Gewinnt eines von zwei handsignierten Exemplaren.

Löst das Rätsel und schickt uns die Löung mit dem

Kennwort „König-Corona”. Viel Glück!

6 9

7 9 4 6

8 9 1

9 6 4 7

7 4 8 1

6

1

3

4 5 6 9

2 5

1 5 2 8 7

4

5

2

5

So nehmt ihr an der Verlosung teil:

Sendet den Lösungscode, eure vollständigen Kontaktdaten und das

entprechende Kennwort per E-Mail an: info@recall-magazin.de. Die

Gewinner werden per Los ermittelt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

Barometer Verlagsgesellschaft mbH sowie deren Angehörige dürfen nicht

teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der

31.05.2021.

Lösungszahl:

1 2 3 4 5 6

Viel

Glück

www.recall-magazin.de


50 Vorschau

Die nächste Ausgabe erscheint am 17. Juni 2021 mit folgenden Themen*

©Konstantin Yuganov - stock.adobe.com

© freepik / wayhomestudio

Titelthema

Prophylaxe vom Kind bis zum Erwachsenen

Praxismarketing

Gruselzahnarzt oder Schockerpraxis - Teil 3

Kolumne

Nachhaltigkeit in aller Munde

... und viele weitere interessante Beiträge der Zahnmedizin.

*Die Redaktion behält sich Änderungen der Themen vor.

recall – Das Praxisteam-Magazin im Abo

Ihr wollt pünktlich und regelmäßig über Fachartikel und Tipps informiert

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beträgt derzeit (6 Ausgaben) 10,80 € zzgl. MwSt. und Versandkosten. Wird das

Abonnement nicht fristgerecht gekündigt, verlängert es sich stillschweigend

um weitere 12 Monate. Die fristgerechte Kündigung richten Sie bitte schriftlich

Versand- und Rechnungsadresse:

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bis vier Wochen vor Ablauf der 12 Monate an den Verlag. Der Gesamtbetrag

wird im Voraus in Rechnung gestellt.

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PLZ: ....................... Ort: .................................................................

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Tel.: ................................................................. Menge: ..................

(pro Ausgabe)

Datum:

Unterschrift:

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Verlag/Herausgeber

Barometer Verlagsgesellschaft mbH

Brahestraße 16

04347 Leipzig

Telefon: +49 341 231 032-0

Telefax: +49 341 231 032-11

Internet: www.recall-magazin.de

ISSN: 1869-2842

Geschäftsleitung

Uwe Bräutigam (V.i.S.d.P.)

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Vogel Druck und Medienservice GmbH,

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Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen

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