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Ernahrung und Prophylaxe
Ernahrung und Prophylaxe
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Das Praxisteam-Magazin<br />
2/<strong>21</strong><br />
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Parodontitis<br />
Richtige Ernährung für die<br />
Gesundheit und Heilung<br />
des Immunsystems<br />
Ernährung &<br />
Prophylaxe
Editorial<br />
3<br />
Liebe Leserinnen und Leser,<br />
dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Allgemein- und Mundgesundheit hat, ist hinlänglich bekannt.<br />
Wie ihr dieses Wissen in die tägliche Arbeit integrieren und dadurch euren Patienten und auch euch selbst etwas Gutes<br />
für die Gesundheit tun könnt, erfahrt ihr in verschiedenen Beiträgen auf den folgenden Seiten.<br />
Julia Diedrich ist zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zentrum in Hamburg und schreibt in ihrem Beitrag ab Seite 4 über<br />
steinzeitliche Ernährung und deren Bedeutung für die Allgemein- und Mundgesundheit. Dass eine gesunde Ernährung<br />
oft nicht ausreichend ist, um die Allgemeingesundheit jedes Einzelnen sicherstellen zu können, darüber sprachen wir mit<br />
Human- und Sportmediziner Peter-Hansen Volkmann, Gründer der Firma hypo-A in Lübeck. Er zeigt euch im Interview<br />
ab Seite 8 die Wichtigkeit der Supplementierung von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen und Spurenelementen in<br />
engem Zusammenhang mit ausreichend Bewegung sowie natürlicher frischer Biokost für die Heilung des Immunsystems<br />
und dessen positive Auswirkungen zum Beispiel bei Parodontitiserkrankungen.<br />
Einige weitere interessante Beiträge zu unserem Titelthema von Birgit Thiele-Scheipers, Désirée Voglau, Doreen Schladitz<br />
und ein umfassender Abrechnungstipp von unserer Spezialistin Jana Brandt komplettieren dieses spannende Themenfeld.<br />
Im letzten Artikel aus der „Klinischen Erprobung“ mit Produkten von Ivoclar Vivadent zeigt euch Janine Hensel aus<br />
Leipzig, wie durch eine umfassende Anamnese und die Erhebung aller Indizes eine erfolgreiche Therapie resultieren kann.<br />
In der Rubrik „Lifestyle“ findet ihr wieder verschiedene Gewinnspiele. Neben einer Luvos-Heilerde Detox-Kur könnt ihr<br />
zwei interessante Bücher gewinnen. Viel Erfolg!<br />
Wir hoffen, dass euch die Themenauswahl in der vorliegenden Ausgabe gefällt und wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre.<br />
Euer <strong>recall</strong> Redaktions-Team<br />
© Hans Genthe pixabay.com<br />
22<br />
Abrechnung der<br />
Ernährungsberatung<br />
28<br />
4<br />
Zurück in die<br />
Steinzeit<br />
© freepik / wayhomestudio<br />
© Freepik Company S.L.<br />
Gruselzahnarzt &<br />
Schockerpraxis<br />
Inhalt<br />
8 Parodontitis<br />
Richtige Ernährung für die Gesundheit &<br />
Heilung des Immunsystems<br />
12 Die individuelle Prophylaxe<br />
Ernährungslink für Patienten<br />
16 Mundhygiene in der Schwangerschaft<br />
Tipps von einer Kollegin und werdenden<br />
Mutter<br />
20 Ernährungslenkung in der Prophylaxe<br />
Wie wichtig ist sie?<br />
24 Klinische Erprobung<br />
Anamnese und Indizes versprechen eine<br />
erfolgreiche Therapie<br />
30<br />
32 TePe Talk<br />
Nachhaltig Putzen<br />
38 CGM Hygiene-Ratgeber<br />
Die Zukunft ist digital!<br />
40 Aufgefrischt<br />
Die Kalkulation analoger<br />
Berechnung in der GOZ<br />
42 Fortbildung<br />
44 Dentalmarkt<br />
46 Lifestyle/<strong>recall</strong>-Rätselspaß<br />
50 Vorschau/ Impressum<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de
4 Ernährung & Prophylaxe<br />
Zurück in die Steinzeit –<br />
zumindest ein bisschen<br />
© Freepik Company S.L. - www.freepik.com<br />
Der Zusammenhang zwischen Ernährung, allgemeiner Gesundheit und Mundgesundheit ist unbestreitbar.<br />
Meist gerät diese Tatsache bei einer zahnmedizinischen Behandlung nicht zuerst<br />
in den Blick, sollte jedoch vom zahnmedizinischen Fachpersonal den Patienten immer wieder<br />
verdeutlicht werden. Was Ernährung vorbeugend gegen Karies und Parodontitis leisten kann,<br />
zeigt Julia Diedrich, zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zahnzentrum Hamburg, im folgenden<br />
Artikel. Sie spricht darin über bildhafte Beratung und flankierende Maßnahmen in der Therapie.<br />
Text Julia Diedrich<br />
Im Negativ-Fokus sollten vor allem hochglykämische Kohlenhydrate<br />
stehen, sie liefern unmittelbar Nahrung für Kariesbakterien und begünstigen<br />
zudem Entzündungsreaktionen im Körper. Zusammen mit<br />
gesättigten Fettsäuren spielen Zucker und Weißmehl – vor allem in<br />
stark verarbeiteten Lebensmitteln vorkommend – eine tragende Rolle<br />
bei Übergewicht und damit häufi g verbundenen Zivilisationskrankheiten<br />
wie Diabetes Typ II, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf- und Stoffwechselproblemen<br />
sowie Zahnbetterkrankungen (Parodontitis). Woran es<br />
beim mundgesunden Essen hapert, sind pfl anzenbasierte Lebensmittel.<br />
Möglicherweise lautet eine gangbare Empfehlung: Zurück in die<br />
Steinzeit – zumindest ein bisschen. Die erstaunlichen Ergebnisse eines<br />
Experimentes halten jedenfalls der wissenschaftlichen Überprüfung<br />
stand – häufi g ein Augenöffner im Patientengespräch.<br />
Zehn Teilnehmer, die vier Wochen unter Steinzeitbedingungen gelebt<br />
hatten, standen 2007 im Mittelpunkt einer Serie im Schweizer Fernsehen.<br />
Neben den Kameras begleitete auch ein Stab aus Medizinern<br />
das Experiment. Der zahnärztliche Befund: Aufgrund mangelnder,<br />
moderner Mundhygiene nahm erwartungsgemäß der Zahnbelag zu.<br />
Erstaunlich war jedoch, dass dies nicht zu vermehrten Zahnfl eischentzündungen<br />
führte. Der Gingivitis-Index blieb praktisch unverändert,<br />
Sondierungstiefen und der Blutungsidex (BOP) gingen sogar zurück.<br />
Eine randomisierte, kontrollierte Pilotstudie der Universität Freiburg bestätigte<br />
2016, dass dies unter anderem auf das Fehlen von raffi niertem<br />
Zucker und Weißmehl zurückging. Da sich mit einer entsprechend optimierten<br />
Ernährung sämtliche Entzündungsparameter reduzierten, lautet<br />
die Schlussfolgerung: Moderne, westliche Ernährungsgewohnheiten mit<br />
vielen kurzkettigen Kohlenhydraten und gesättigten Fettsäuren − fettigem<br />
Gebäck, Schokolade, Sahne oder Wurst – fördern entzündliche Reaktionen<br />
nicht nur im Mund, sondern im ganzen Körper. Daraus ließen<br />
sich in ergänzenden Studien weitere Ernährungsempfehlungen zur<br />
Prävention und Behandlung von Gingivitis und Parodontitis ableiten.<br />
Vor allem Omega- 3- Fettäuren (beispielsweise aus Fisch und Nüssen)<br />
wirken offensichtlich durch aktive Metabolite (spezielle Lipidmediatoren)<br />
entzündungshemmend. Gesättigte Fettsäuren oder Transfette,<br />
die bei starker Hitze entstehen (Frittierfett) lassen dagegen Blutzucker<br />
und Insulin schnell ansteigen, was wiederum entzündliche Prozesse<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Ernährung & Prophylaxe<br />
5<br />
© Hans Genthe pixabay.com<br />
fördert. Der Zusammenhang von Diabetes und Parodontitis ist demnach<br />
kein Zufall!<br />
Ebenfalls wird zunehmend über den Zusammenhang von Ernährung<br />
und gesunder Mundfl ora diskutiert. Die Mikrobiom-Forschung zeigt<br />
beispielsweise eine klare Beziehung zwischen dem Darm-assoziierten<br />
und dem Schleimhaut-assoziierten Immunsystem. Damit erhalten<br />
Probiotika in der Parodontitistherapie ein stärkeres Gewicht. Über<br />
die Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine, Fette) hinaus rücken<br />
häufi ger die Mikronährstoffe in den Fokus, vorwiegend aus Früchten,<br />
Gemüsen, Beeren oder Hülsenfrüchten. Diese bilden die Grundlage,<br />
damit Stoffwechsel und Immunsystem reibungslos funktionieren.<br />
Über die bekannten Vitamine C und D hinaus werden immer mehr<br />
Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und vor allem sekundäre Pfl anzenstoffe<br />
in ihrer Wirksamkeit bestätigt. Ballaststoffe aus pfl anzlicher<br />
Kost wirken Entzündungen entgegen und haben zudem positive<br />
Effekte auf einen konstanten Blutzuckerspiegel.*<br />
Wie Convenience schadet<br />
Paradoxerweise kann sich das moderne Streben nach gesunder Ernährung<br />
mit viel Früchten und Gemüse sogar schädlich auf die Zähne<br />
auswirken. Convenience-Produkte machen es möglich.<br />
Bei Kindern sind beispielsweise sogenannte Quetschies beliebt, aus<br />
denen Fruchtpüree genuckelt wird. Erwachsene bedienen sich oftmals<br />
in ähnlicher Weise an Smoothies oder isotonischen Getränken aus einer<br />
Sportfl asche (häufi g aromatisiert mit Zitronensäure). Fruchtmus<br />
oder Getränk umspülen über längere Zeit die Zähne.<br />
Zahnschmelz ist die härteste Substanz im menschlichen Körper, allerdings<br />
ist der Hauptbestanteil – kristallines Hydroxylapatit – säurelöslich.<br />
Die Fruchtsäure fördert Erosionen und der Fruchtzucker gibt<br />
den Kariesbakterien Nahrung. Weil die Keime mit sehr wenig Zucker<br />
auskommen, ist schon ein kleiner Schuss Apfelsaft im Mineralwasser<br />
schädlich. Je länger säurehaltiges Essen oder Getränke im Mund<br />
bleiben, desto größer wird die Belastung, weil sich die Zähne nicht<br />
mehr remineralisieren können. Manchmal haben jedoch schon kleine<br />
Veränderungen eine große Wirkung. Zum Beispiel kann das Kalzium<br />
in Milchprodukten die erodierenden Eigenschaften von Säuren verringern.<br />
Obst mit Joghurt zu essen, wäre ein zahnschonender Ansatz.<br />
Früchte und Gemüse zu kauen, statt Fruchtmus zu schlürfen, würde<br />
die Gesichtsmuskulatur und den Speichelfl uss fördern. Speichel verdünnt<br />
und neutralisiert die Säure und trägt außerdem zur Remineralisation<br />
von Zahnschmelz bei. Auch das Kauen von zuckerfreiem<br />
Kaugummi kann einen Beitrag leisten.<br />
Wie bildhafte Erklärungen helfen<br />
Patienten ist zu raten, nach einem säurehaltigen Essen den Mund<br />
nur mit Wasser zu spülen und die Zähne erst mit etwas Verzögerung<br />
zu putzen, eine fl uoridierte, niedrig abrasive Zahncreme (also keine<br />
Whitening-Produkte) zu nutzen und auf den Andruck der Zahnbürste<br />
zu achten.<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de
6 Ernährung & Prophylaxe<br />
© freepik azerbaijan_stockers<br />
Schließlich werden fortschreitende Erosionen zunehmend unangenehm,<br />
wenn die Dentintubuli freiliegen. Die Zähne reagieren hypersensibel<br />
auf Wärme, Kälte, osmotische Reize (zuckerhaltige Lebensmittel<br />
und Getränke) oder Luftzug. Somit kann sich eine notwendige Professionelle<br />
Zahnreinigung schon wegen des Speichelsaugers schmerzhaft<br />
gestalten. Grundsätzlich kann man sagen, dass Gesundheit – im<br />
Mund und anderswo – mit der Ernährung beginnt. Möglicherweise<br />
kann das eine bildhafte Beschreibung verdeutlichen: Was wir essen<br />
und trinken, ist Treibstoff für unsere Körperzellen. Niemand würde auf<br />
die Idee kommen, einen Benziner mit Diesel zu betanken. Aber da der<br />
Körper nach dem Verzehr von Schokoladenkuchen, Mettbrötchen oder<br />
Fertigpizza nicht unmittelbar den Betrieb einstellt, geht man davon<br />
aus, dass dies ja nicht so schädlich sein könne.<br />
Guter Treibstoff für die Zellen steckt in komplexen Kohlenhydraten,<br />
am besten in Form von Vollkornbrot, Hülsenfrüchten, Obst, Salaten<br />
und Rohkost. Was bissfest ist, wird gut gekaut, regt den Speichelfluss<br />
an und neutralisiert damit schädliche Säuren. Bei Süßigkeiten<br />
sollte man Vernunft walten lassen und sie im Idealfall zu den Mahlzeiten<br />
essen. Alles was klebt oder lange im Mund bleibt, richtet<br />
vermehrten Schaden an. Einfache Kohlenhydrate und schlechte Fette<br />
fördern nicht nur Übergewicht, sondern auch Karies, Entzündungen<br />
von Zahnfleisch und Zahnbett. Außerdem bedenkenswert: Eine<br />
gesunde Mundschleimhaut stellt eine erste Barriere gegen Corona-<br />
Viren und andere Erreger dar. Ernährung ist zwar ein Lifestyle-<br />
Thema (siehe Kochsendungen, Veganismus oder Diättrends), doch<br />
die Verbindung zu gesunden Zähnen und Zahnfleisch wird gedanklich<br />
nicht immer hergestellt. Die Herausforderung in der Kommunikation<br />
ist, dem Patienten die Eigenverantwortung für seinen Körper<br />
bewusst zu machen.<br />
Niemand will Ängste schüren. Gangbare Schritt für Schritt-Lösungen<br />
aufzuzeigen, dürfte wesentlich wirkungsvoller sein (beispielsweise<br />
süße Snacks nur als Nachtisch zu essen, verstärkt Wasser statt Limo<br />
zu trinken, mehr Gerichte mit Bohnen, Linsen oder Kichererbsen zu<br />
versuchen). Zu bedenken ist: Wenn Zähne bereits wackeln und das<br />
Zahnfl eisch schmerzt, kann sich gesundes Essen mit kernigem Brot,<br />
viel rohem Obst und Gemüse schwierig gestalten. Begreift man<br />
Parodontitis als Volks- und Zivilisationskrankheit, könnte ein bisschen<br />
„Zurück in die Steinzeit“ nicht schaden.<br />
11 Tipps zur mundgesunden Ernährung fi nden Sie unter:<br />
www.alldent-zahnzentrum-hamburg.de/leistungen/tipps-zur-ernaehrung/<br />
mundgesunde-ernaehrung/<br />
*https://www.researchgate.net/publication/3<strong>21</strong>193192_Die_Ernahrung_aus_der_Steinzeit_<br />
und_die_Zahngesundheit_-_Ein_Update<br />
Julia Diedrich<br />
Zahnärztliche Oberärztin im<br />
AllDent Zahnzentrum Hamburg<br />
AllDent Zahnzentrum Hamburg<br />
Glockengießerwall 1<br />
20095 Hamburg<br />
Tel.: +49 40 797 242 891<br />
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www.alldent-zahnzentrum-hamburg.de<br />
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8 Interview<br />
Parodontitis:<br />
Richtige Ernährung<br />
für die Gesundheit &<br />
Heilung des Immunsystems<br />
© freepik valeria_aksakova<br />
Die Ernährung hat einen essentiellen Einfluss auf unsere allgemeine wie auch die Mundgesundheit.<br />
Das ist heute allgemein bekannt. In vielen Zahnarztpraxen wird zunehmend mehr Ernährungsberatung<br />
in Verbindung mit der professionellen Prophylaxe angeboten. Doch wie effektiv<br />
und sinnvoll eine gute Beratung ist, dazu gibt uns Peter-Hansen Volkmann, Human- und Sportmediziner<br />
mit Schwerpunkt Regulationsmedizin sowie Gründer der Firma hypo-A GmbH aus<br />
Lübeck, im folgenden Interview seine Antworten.<br />
Interview mit dem niedergelassenen Arzt Peter-Hansen Volkmann Grafik hypo-A GmbH<br />
<strong>recall</strong> Glauben Sie, dass die Ansätze solch einer Ernährungsberatung<br />
ausreichend sind, um entweder mundgesund zu bleiben beziehungsweise<br />
eine Parodontitistherapie erfolgreich und nachhaltig zu<br />
unterstützen?<br />
Peter-Hansen Volkmann Dazu müsste man<br />
zunächst die Qualifi kation und die Qualität<br />
der Beratung kennen. Beratungen nach DGE<br />
– Deutsche Gesellschaft für Ernährung – sind<br />
weitgehend hilfl os, weil sie sich primär auf<br />
Eiweiß, Fett, Kohlenhydrate und Kalorienzählen,<br />
nicht aber auf die ganze Palette moderner,<br />
gesundheitsschädlicher Chemikalien zum Beispiel in Form von<br />
E-Stoffen beziehen.<br />
<strong>recall</strong> Sie vertreten eine ganz klare Linie. Was müsste jeder Einzelne<br />
konkret tun, um tatsächlich für sich das gute Gefühl zu haben, sich<br />
gesund zu ernähre n und damit einen wesentlichen Beitrag für seine<br />
Gesundheit zu leisten?<br />
Peter-Hansen Volkmann Die Qualität Ihrer Ernährung bestimmt Ihr<br />
Denken 1 , Ihren Darm und Ihre Gesundheit bis zur Parodontitis! Manche<br />
Parodontologen sind ja heute noch stolz, dass sie intime Kenntnis<br />
der „Parodontitis auslösenden“ Bakterien im Mundraum haben.<br />
Dabei ist die Besiedelung des Zahnhalteapparates nicht bakteriell<br />
gesteuert, sondern durch das Immunsystem. Das jedoch hat seinen<br />
Schwerpunkt im Darm mit Wechselwirkungen in den Mundraum und<br />
zum Beispiel in die Nasennebenhöhlen und ins Mittelohr mit dem bekannten<br />
Serotympanon. Um es auf den Punkt zu bringen: E-Stoffe<br />
konsequent meiden! Wer sich NICHT frisch mit biologischen, reinen<br />
Lebensmitteln ernährt, schädigt seine Gesundheit mit jedem Bissen.<br />
Das hat jeder sprichwörtlich in seiner eigenen Hand. Oder anders:<br />
Was Sie bei Aldi, Lidl & Co sparen, bezahlen Sie langfristig mit Ihrer<br />
Gesundheit!<br />
<strong>recall</strong> Nur von biologischen Lebensmitteln ernähren und auf zum<br />
Beispiel beschichtetes Kochgeschirr zu verzichten, das wird die meisten<br />
abschrecken. Dem einen ist es zu teuer, der andere denkt, woher sollen<br />
all diese Bio-Lebensmittel kommen? Kurzum: Gibt es einen alternativen<br />
Stufenplan, wie man sich sukzessive in seinen „Ernährungs“-Gewohnheiten<br />
umstellen kann, um für sich den Weg zu einer, Ihrer Aussage<br />
nach, besseren Lebensweise zu fi nden?<br />
Peter-Hansen Volkmann Mit der Frage „Woher sollen all diese Bio-<br />
Lebensmittel kommen?” kommt die allgemeine klare Abwehr gegen<br />
Veränderungen zum Ausdruck! Auf gleicher Linie liegt die Frage, ob man<br />
denn einer Bio-Zertifi zierung und Bio-Qualität im Handel überhaupt vertrauen<br />
könne? Dazu antworte ich gern: Solange meine schwerstkranken<br />
Patienten mit Morbus Crohn, Colitis ulcerosa und Asthma, Rheuma<br />
oder Infertilität unter unserer hypoallergenen Therapie in Verbindung<br />
mit den oben skizzierten Ernährungshinweisen in wenigen Wochen bis<br />
Monaten gesund oder schwanger werden, solange ist die Bio-Qualität<br />
in Deutschland offenbar zumindest ausreichend.<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Wer chronisch krank ist, sollte sich<br />
einfach überlegen:<br />
Was mache ich falsch, dass es mir so schlecht geht?<br />
Warum habe ich immer Schmerzen oder Migräne?<br />
Warum habe ich schon in jungen Jahren kaputte Zähne<br />
oder Parodontitis?<br />
Warum kneift mein Bauch?<br />
Warum habe ich dauernd Durchfall oder Verstopfung?<br />
Warum bin ich immer müde, antriebslos und depressiv?<br />
Warum macht mein ganzes Leben keinen Spaß mehr?<br />
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– soweit ich nach echten Ursachen und Lösungen für meine<br />
Probleme suche – gar nicht mehr so schwierig. Bio ist zu teuer?<br />
Alles was einfach, praktisch und billig ist, ist gesundheitsgefährdend!<br />
Und ist nicht vielmehr eine lädierte Gesundheit wirklich<br />
teurer und frustrierender?<br />
<strong>recall</strong> Nahrungsergänzungsmittel können dazu beitragen, einen<br />
kranken Körper zu heilen und den Nährstoff- und Vitaminmangel,<br />
der durch die heutige Ernährung mit Convenience-Food quasi vorprogrammiert<br />
ist, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Sie stellen mit<br />
Ihrer Firma hypo-A GmbH solche Nahrungsergänzungsmittel (NEM)<br />
her, die für ganz verschiedene Ansätze empfohlen werden. Was unterscheidet<br />
Ihre Produkte von den sonst im Handel erhältlichen?<br />
Peter-Hansen Volkmann Vor mehr als 25 Jahren habe ich begonnen,<br />
für meine Patienten nach besonders reinen, unbelasteten<br />
NEM zu suchen – auch international. Es gab Vieles, was scheinbar<br />
sehr sauber und gut war, aber: You never lie to an allergic patient!<br />
So sah ich mich gezwungen, selber mit einer nahe gelegenen<br />
Apotheke nach eigenen Rezepturen hypoallergene und somit<br />
besonders verträgliche NEM für meine Praxis zu kreieren. Dafür<br />
setzten wir von mir mit Applied Kinesiology getestete, reine<br />
DAB-Rohstoffe der Apotheke, also Rohstoffe in Arzneibuchqualität,<br />
ein. Aufgrund des schon damals großen Einzugsbereiches<br />
meiner Praxis bis in den Alpenraum oder nach Paris mussten<br />
unsere Apothekenrezepturen oft auf dem Postweg versandt werden,<br />
und das war gelegentlich mit Zustellungs- und Zahlungsproblemen<br />
belastet.<br />
Diese Probleme waren neben meinen damaligen GKV-Problemen<br />
als Kassenarzt letztlich der Anlass für unsere Firmengründung<br />
1998 in Lübeck. Der geschützte Name hypo-A leitet sich von hypoallergen<br />
ab und ist für Therapeuten der Garant für besonders<br />
reine Präparate, die selbst zuverlässig bei Multiallergikern, Umweltkranken<br />
oder Fibromyalgiepatienten durch instantane orale<br />
Schmerzlöschungen segensreich wirken. Unverändertes Ziel der<br />
hypo-A GmbH, auch unter der erfolgreichen Geschäftsführung<br />
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als temporäre adjuvante Therapie zur mechanischen Reinigung bei bakteriell bedingten Entzündungen<br />
der Gingiva und der Mundschleimhaut sowie nach parodontalchirurgischen Eingriffen, bei eingeschränkter<br />
Mundhygienefähigkeit. Gegenanzeigen: Bei Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder einem der<br />
sonstigen Bestandteile des Arzneimittels, bei schlecht durchblutetem Gewebe, am Trommelfell, am Auge<br />
und in der Augenumgebung. Nebenwirkungen: Reversible Beeinträchtigung des Geschmacksempfindens,<br />
reversibles Taubheitsgefühl der Zunge, reversible Verfärbungen von Zahnhartgeweben, Restaurationen (Zahnfüllungen)<br />
und Zungenpapillen (Haarzunge). Selten treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf. In Einzelfällen<br />
wurden auch schwerwiegende allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock nach lokaler<br />
Anwendung von Chlorhexidin beschrieben. In Einzelfällen traten reversible desquamative Veränderungen der<br />
Mukosa und eine reversible Parotisschwellung auf. CP GABA GmbH, 20097 Hamburg. Stand: 02/2018<br />
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1 Lorenz K. et al. J Clin Periodontol 2006;33:561– 567.<br />
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15<br />
10<br />
5<br />
0<br />
Krank<br />
Gesund<br />
Start<br />
Itis I<br />
Monat 1<br />
Nach 3 Monaten wurde die Therapie in dieser Gruppe erfolgreich<br />
abgeschlossen.<br />
Itis II<br />
Monat 2<br />
50 % der Patienten<br />
Itis III<br />
Monat 3<br />
60 % der Patienten<br />
Itis IV<br />
Monat 4<br />
Nach Itis-Protect ® III wurde die Behandlung mit Itis-Protect ® IV in der auf 4 Monate<br />
angelegten Studie fortgeführt. Die kurzfristige Verschlechterung hängt mit der stark<br />
gestörten Darmflora zusammen.<br />
unserer Tochter Wiebke T.H. Volkmann, ist die Herstellung hochwertiger,<br />
besonders reiner, hypoallergener NEM für chronisch Kranke zur Genesung<br />
und zum Gesundheitsmanagement für den Arzt oder Zahnarzt.<br />
<strong>recall</strong> Hypoallergen, laktosefrei und vegan. Warum haben Sie so<br />
einen Aufwand betrieben, der es Ihnen im Wettbewerb zu den im Handel<br />
angebotenen Nahrungsergänzungsmitteln schwer macht, den Endkunden<br />
von Ihren Produkten zu überzeugen? Denn verständlicherweise<br />
kosten hypo-A-Produkte oftmals einiges mehr als Massenware.<br />
Peter-Hansen Volkmann „Qualität, die sich auszahlt!” ist einer unserer<br />
Slogans mit breiter Zustimmung in Kreisen der Regulationsmedizin.<br />
Zu Ihrer Frage „vegan” vorab kurz: Es gibt heute zunehmend Menschen<br />
die meinen, vegan sei die gesündere Lebensweise für Menschen<br />
– die definitionsgemäß Omnivoren „Allesfresser” sind. Wir sehen das<br />
nicht so und vor allem kleine Kinder sollten keinesfalls vegan ernährt<br />
werden. Um aber auch Veganern eine Option auf Heilung ihrer chronischen<br />
Parodontitis als Ausdruck ihrer Silent Inflammation zu geben, sind<br />
viele unserer Präparate vegan beziehungsweise in veganen Kapseln.<br />
Ganzheitliche Gesundheit braucht ganz dringend zum Beispiel auch<br />
Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl – OHNE Wenn und OHNE Aber!<br />
Leinöle usw. sind da nur begrenzt hilfreich, wie erfolgreiche Kinderwunschbehandlungen<br />
ohne Hormone seit fast 30 Jahren immer wieder<br />
eindrucksvoll bestätigten: ohne Fischöl keine Schwangerschaft!<br />
Das mit dem Preis ist so eine Sache. Ich weiß, Menschen kaufen gerne<br />
nach Preis – sehr oft ohne darüber nachzudenken, was sie sich damit<br />
eigentlich antun. Beispielsweise ein Immunpräparat eines Mitbewerbers<br />
kostet wenig mehr als 20 Euro pro Packung. Unser Acerola-Zink<br />
mit ähnlicher Zielrichtung kostet 26,95 Euro. Das ist offensichtlich „viel<br />
teurer!“ Aber das „günstige Präparat“ reicht genau 7 Tage und unsere<br />
Packung unter Normaldosierung 100 Tage. Und hier einige deklarierte<br />
Inhaltsstoffe des „günstigen Präparates“, die die Darmschleimhäute<br />
zerstören und zum Leaky Gut (durchlässigen Darm) führen können:<br />
Trägerstoff Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren, Magnesiumstearat,<br />
modifizierte Stärke, Maltodextrin, Trägerstoff Gummi<br />
Arabicum, pflanzliche Öle (Palm-, Sonnenblumen-, Mais-, Palmkern-,<br />
Kokosöl) in veränderlichen Gewichtsanteilen.<br />
Mit einem solchen Präparat kann kein Mensch wirklich gesund werden<br />
und die Parodontitis kommt trotz Antibiotika – die zum Teil vergleichbare<br />
Chemikalien zuführen – zu neuem Erblühen. Ein Preisvergleich<br />
mit Supermarktangeboten heißt Äpfel mit Birnen vergleichen, weil die<br />
Sensibilität für Qualität im „Geiz ist geil!-Deutschland“ offenbar immer<br />
mehr verloren geht. Nur das eigene Auto, Haus und der Urlaub<br />
müssen teuer sein. Das sieht und hört ja der Nachbar und Kollegen…<br />
<strong>recall</strong> hoT – also die hypoallergene orthomolekulare Therapie 2 ,<br />
können Sie uns diese kurz erläutern?<br />
Peter-Hansen Volkmann hoT bedeutet, dass wir in der Entwicklung<br />
und Herstellung komplett auf Fertigungshilfsstoffe wie Füllstoffe,<br />
Rieselhilfen, Schmiermittel für die Tablettiermaschine, Schönungsmittel<br />
oder Aromen usw. verzichten.<br />
Dort, wo die Kapsel zum Beispiel mit 100 µg Selen – das ist ein kleines<br />
Stäubchen an Menge – nicht ordentlich zu füllen ist, überlegen wir uns<br />
genau, für welche Patienten das Präparat konzipiert wird:<br />
· Für ältere Patienten zum Beispiel mit einer Krebserkrankung, die oft<br />
schon länger Gelenkprobleme haben, gibt es pflanzliches Glucosaminsulfat<br />
als „Füllstoff“ in unserem Selen, der arthritische Gelenke<br />
schmiert.<br />
· Für jüngere Patienten zum Beispiel mit Kinderwunsch oder Hashimoto<br />
wird mit natürlichem Acerolapulver Vitamin C zugeführt. Selen plus<br />
Acerola Vitamin C ist also eine Antioxidanzien-Kombination mit zwei<br />
synergistischen Therapieansätzen OHNE chemische Zusatzstoffe.<br />
hoT bedeutet immer auch ein umfassendes Therapiekonzept zur Entgiftung<br />
und Ausleitung, Dünndarm- und Dickdarmsanierung über mindes-<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Interview<br />
11<br />
tens drei Monate – unter begleitender Bio-Frischkost und mindestens<br />
2 l Frischwasser pro Tag. Das sehr oft zu erreichende Ziel der hoT ist die<br />
Heilung und Gesundheit des Patienten oder zumindest eine signifikante<br />
Linderung seiner Leiden.<br />
<strong>recall</strong> Zusammen mit Kollegen, wie zum Beispiel Dr. med. dent.<br />
Heinz-Peter Olbertz, haben Sie die Itis-Protect ® -Kur entwickelt. Worum<br />
handelt es sich dabei?<br />
Peter-Hansen Volkmann Itis-Protect ® ist ein Lebensmittel für besondere<br />
medizinische Zwecke (bilanzierte Diät) zum Diätmanagement bei<br />
Parodontitis. Die viermonatige Kur ist eine schrittweise, logisch aufgebaute<br />
hoT-Substitutionstherapie, die sich ursprünglich in den neunziger<br />
Jahren in meiner Praxis bei der Behandlung chronisch Kranker entwickelt<br />
hat und zum Beispiel auch erfolgreich in der Therapie einer CMD 3<br />
ist. Im ersten Schritt der ergänzenden, bilanzierten Diät für Parodontitispatienten<br />
kommt es zu einer Abdichtung der Schleimhäute auch bei<br />
Leaky Gut mit Ausleitung von Bindegewebsschlacken aus der Grundsubstanz.<br />
In den Folgeschritten werden alle wichtigen Vitamine, Spurenelemente,<br />
Mineralstoffe und Omega-Fettsäuren neben Präparaten<br />
mit lebensfähigen Symbionten zur schrittweisen Dünndarm- und Dickdarmsanierung<br />
zugeführt.<br />
Die vier Phasen Itis-Protect ® I-IV bauen aufeinander auf und umfassen<br />
unter anderem:<br />
· Vitamine: verschiedene B-Vitamine, die vier fettlöslichen Vitamine A,<br />
D3, E und K sowie natürliches Vitamin C<br />
· Spurenelemente: Zink, Selen, Mangan, Chrom, Molybdän<br />
· Mineralstoffe: Calcium, Kalium, Magnesium<br />
· Darmpflege: Darmsymbionten, spezielle lebensfähige Darmbakterien<br />
· Öle: Bio-Schwarzkümmelöl und Fischöl mit mehrfach ungesättigten<br />
Fettsäuren<br />
· Außerdem: natürliches Coenzym Q10, dem Tomatenextrakt Lycopin,<br />
Kieselerde.<br />
Umsetzung dieser Empfehlung wird Ihr Beratungsfrust signifikant gesenkt<br />
und Sie haben wieder mehr Zeit für GUTE Gespräche, die auch<br />
den Umsatz Ihrer Praxis mit Abgabe von Itis-Protect ® steigern können.<br />
In Zeiten von Corona sollte eigentlich auch bei Medizinern und zahnmedizinischem<br />
Fachpersonal das Bewusstsein für die eigene Verantwortung<br />
in Gesundheitsfragen geschärft worden sein. Eine aktuell publizierte Studie<br />
zeigt: Parodontitis erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen schweren,<br />
oft letalen Covid-19-Verlauf. Es gibt danach<br />
· 3,5-mal häufigere Einweisungen auf Intensivstationen<br />
· 4,5-mal häufigere Druckbeatmungen<br />
· 9-mal mehr Sterbefälle.<br />
So lautet das erschreckende Ergebnis der aktuellen Studie aus Katar 4<br />
über die Auswirkungen einer Parodontitis auf den Verlauf einer Coronavirus-Infektion.<br />
Das alles sind für mich gute Gründe, dass sich jeder Einzelne profunde<br />
Gedanken um die eigene Lebensführung, Ernährung und Gesundheit<br />
machen sollte. Darüber hinaus kann es helfen, das Praxismanagement<br />
schrittweise auf Gesundheitsmanagement statt Disease-Management<br />
auszurichten, um zukünftig mit glücklicheren, zufriedeneren Patienten<br />
zu arbeiten gemäß unserer Devise: Gesundheit ist mehr als fehlender<br />
Schmerz – Gesundheit ist Lebensfreude!<br />
Sie dürfen mir glauben, wenn meine Patienten mich nach einer Behandlung<br />
erstaunt, weil schmerzfrei anstrahlen, geht auch mir das Herz auf!<br />
Vielen Dank Herr Volkmann für das offene und informative Gespräch.<br />
1<br />
www.youtube.com/watch?v=hd2wZGWnzIM - Du denkst, was Du isst! Prof. Th. Bosch, Zoologie CAU Kiel<br />
2<br />
www.vbn-verlag.de, aktuell zum Beispiel: Darm gesund – Mensch gesund! Ganz einfach.<br />
3<br />
www.youtube.com/watch?v=G6FKCedqdCo CMD ganzheitlich, Prof. O. Winzen, Prof. S. Kopp Ff/M<br />
4<br />
www.idw-online.de/de/news762486<br />
<strong>recall</strong> Und zu guter Letzt Herr Volkmann, Hand aufs Herz. Wir<br />
wissen, dass nicht jeder bereit sein wird, einen radikalen Wandel umzusetzen,<br />
um nach Ihren Empfehlungen seine Gesundheit zu sichern. Manche<br />
werden denken, das ist „Schwarz-Weiß-Denken“ beziehungsweise<br />
werden sich die Leser*innen dieses Interviews vielleicht auch fragen,<br />
wie soll ich diese „radikalen“ Empfehlungen meinen Patienten glaubhaft<br />
vermitteln? Was können Sie unserer Leserschaft dazu sagen?<br />
Peter-Hansen Volkmann Lesen Sie zum Beispiel die Patienten-Informationsbroschüre<br />
zu Itis-Protect ® I-IV und geben diese Betroffenen<br />
leihweise mit – mit der großen Bitte um Rückgabe – aus Umweltgründen.<br />
Warum Rückgabe? Weil interessierte Patienten bei der Rückgabe<br />
in der Praxis gezielt bei Ihrer ZMP oder DH nachfragen und Sie jetzt auf<br />
einen an Ihrer Parodontitistherapie interessierten Patienten treffen. Wer<br />
ohne Nachfrage nur dankt, demonstriert sein Desinteresse an Ihren Lösungsvorschlägen:<br />
Wasted time is wasted money! Durch konsequente<br />
Peter-Hansen Volkmann<br />
Niedergelassener Arzt<br />
hypo-A GmbH Lübeck<br />
Möllerung 9A · 23569 Lübeck<br />
Tel.: +49 451 307 <strong>21</strong> <strong>21</strong><br />
Fax: +49 451 30 41 79<br />
E-Mail: info@hypo-a.de<br />
www.hypo-a.de<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de
12 Ernährung und Prophylaxe<br />
Die individuelle und professionelle<br />
Prophylaxe beinhaltet einen<br />
Ernährungslink für Patienten!<br />
© proDente e.V.<br />
Die Ernährungsanamnese- und beratung sollte in jeder Praxis zu einem wichtigen und festen<br />
Bestandteil gehören. Zucker, Säuren, Mangel- und/oder Fehlernährung fördern nicht nur<br />
Schäden in der Mundhöhle, sondern können auch Auslöser oder Verstärker für verschiedene<br />
Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus, Adipositas, zahlreiche Krebsarten, Herz-Kreislauferkrankungen<br />
und Atherosklerose, sein. Ein individuelles Ernährungsberatungskonzept,<br />
indem wir die Patienten auf Risiken und Defizite aufmerksam machen, gehört in unserer prophylaxeorientierten<br />
Praxis in jedes präventive Konzept.<br />
Text Birgit Thiele-Scheipers<br />
Mundschleimhauterkrankungen, Gingivitis- und Parodontitisverläufe<br />
können durch Mineralien (Kalzium, Magnesium), mikro- (Vitamin<br />
A,C,D,B12) und makronährstoffreicher Ernährung (Omega-3-Fettsäuren)<br />
und zuckerarmer Ernährung positiv beeinfl usst werden. Oftmals<br />
sind es schon geringe Veränderungen beziehungsweise Ergänzungen<br />
in der Ernährung, die einen positiven Einfl uss erkennen lassen.<br />
Prophylaxe-Konzept mit Ernährungsberatung<br />
Die Skepsis gegenüber einer individuellen Ernährungsberatung verhindert<br />
häufi g das Einbauen dieses Themas in das bereits vorhandene<br />
Prophylaxe-Konzept. Oft ist es die Unsicherheit über die „richtige“<br />
Kommunikation, wie dieses Thema bei den Patienten angesprochen<br />
werden soll. Auch der zeitliche Ablauf, gegebenenfalls entstehende<br />
Zusatzkosten und das „wann“ binde ich die Beratung in den Prophylaxeablauf<br />
am besten mit ein, sind häufi g Kriterien, womit sich auch<br />
unser Praxisteam auseinandergesetzt hat.<br />
Wichtig war uns, dass allem voran die ausführliche und individuelle<br />
(Ernährungs-) Anamnese und Auswertung steht. Zusammen mit<br />
der Befundung wird die Diagnose- und Therapieplanung erstellt. In<br />
Teamsitzungen wurde die einheitliche Kommunikation des Prophylaxeteams<br />
in der Ernährungsberatung besprochen und Fachliteratur<br />
sowie themenbezogene Fortbildungen brachten die nötige Basis für<br />
die Kommunikation und Beratung der Patienten.<br />
Kommunikation und Instruktion<br />
Der erste Schritt zu einer erfolgreichen und zeitlich gut im Prophylaxeablauf<br />
etablierten Kommunikation und Instruktion ist eine umfangreiche<br />
Anamnese, in der die Ernährungsanamnese ihren Stellenwert hat.<br />
Zudem bildet die Erstbefundung mit unserem praxisindividuellen Ernährungsanamnesebogen<br />
für die weitere Aufklärung und Instruktion<br />
die Basis. Bei Befunden wie häufi gen Kariesläsionen, Erosionen, Gingivitis<br />
oder Parodontitis fi ndet nach Befundung und Auswertung des<br />
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Ernährung und Prophylaxe<br />
13<br />
Ernährungsanamnesebogens zeitnah ein Beratungsgespräch statt.<br />
Wichtig ist, dass man sich als Team Gedanken zu den verschiedenen<br />
Patientengruppen (Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Senioren), deren<br />
Ernährungsgewohnheiten, Bedürfnissen und Bereitschaft für Veränderungen<br />
macht. Viele Faktoren müssen individuell betrachtet und<br />
abgeklärt werden.<br />
Wichtig<br />
Bei Patienten mit allgemeinmedizinischen Problemen, wie zum<br />
Beispiel Diabetes oder Adipositas, ist zu beachten, dass diese<br />
bereits eine Ernährungsberatung erhalten haben. Somit sollte<br />
unsere zahngesunde Ernährungsempfehlung nicht mit anderen<br />
Empfehlungen kollidieren. Fragt bitte gezielt nach!<br />
Jede Ernährungsanamnese ist individuell und erfordert von uns eine auf<br />
den Patienten abgestimmte Aufklärung und Beratung.<br />
Diese sollte in kleinen Schritten erfolgen und natürlich zielführend sein.<br />
Einfühlungsvermögen und sensibler Umgang, mit dem Wunsch nach<br />
Veränderung der Ernährung, bringen uns das Vertrauen der Patienten.<br />
Ernährungsanamnese-/protokoll, Abrechnung<br />
und Dokumentation<br />
Wir erörtern in der Praxis beim Abgleich der Anamnese die Ernährungsgewohnheiten<br />
und bieten bei Bedarf die notwendige Aufklärung<br />
und Unterstützung an. Die Beratung wird im Rahmen der<br />
Professionellen Zahnreinigung bei Erwachsenen und der Individualprophylaxe<br />
bei Kindern und Jugendlichen und deren Erziehungsberechtigten<br />
durchgeführt. Bei sehr umfangreichen Beratungen, die<br />
den zeitlichen Rahmen von circa fünf bis zehn Minuten deutlich überschreiten,<br />
bieten wir dem Patienten einen gesonderten Termin an. Je<br />
nach Umfang und Dauer des Aufklärungsgespräches berechnen wir<br />
nach GOZ/GOÄ Analogpositionen/Verlangensleistungen.<br />
Ernährungsprotokolle und Informationsblätter bekommt der Patient für<br />
seine häusliche Mitarbeit und Dokumentation von uns ausgehändigt.<br />
Zusätzlich können wir mit dem Screening Programm ParoStatus.de<br />
Befunde und Beratungen dokumentieren und im weiteren Verlauf mit<br />
dem Patienten vergleichen und analysieren. Das Ernährungsprotokoll<br />
macht deutlich, wie der Patient sich unter den oben genannten<br />
Faktoren ernährt. Anhand des Protokolls ist die Wahrnehmung einer<br />
Mangel- und/oder Fehlernährung für unsere Patienten deutlicher<br />
Anzeige
14 Ernährung und Prophylaxe<br />
und sie sind prinzipiell motivierter ihre Ernährung dauerhaft umzustellen.<br />
Regelmäßige Recalltermine und die Auswertung der Protokolle<br />
unterstützen und begleiten den Patienten.<br />
Interdiziplinäre Zusammenarbeit mit Hausärzten<br />
und Kontrolle durch Blutabnahme<br />
Zur Kontrolle der Vitaminwerte bitten wir den Patienten bei seinem<br />
Hausarzt ein umfangreiches Blutbild anfertigen zu lassen. Dieses gibt<br />
Aufschluss über eventuelle Mangelerscheinungen oder Zufallsbefunde,<br />
wie zum Beispiel eine bis jetzt nicht diagnostizierte Diabetes. Das<br />
hierbei ein großes Risiko liegt, zeigt die hohe Dunkelziffer der nicht<br />
erkannten Diabetes Typ 2-Patienten.<br />
Mangelerscheinungen wirken sich sowohl auf die Zahn- als auch auf<br />
die allgemeine Gesundheit aus. In unseren Aufklärungsgesprächen<br />
motivieren wir die Patienten, dass durch eine ausgewogene Ernährung<br />
auch die Lebensqualität verbessert werden kann. Raucher sind<br />
besonders gefährdet und haben einen erhöhten Bedarf an Mikro- und<br />
Makronährstoffen. Wir empfehlen bei Rauchern die Mundhygienehilfsmittel<br />
wie Zahnpasta/Spüllösung mit Vitamin C-haltigen Produkten<br />
zu ergänzen. Dies geschieht auch bei Patienten, die keine Veränderung<br />
in ihren Ernährungsgewohnheiten wünschen. Zielführend ist<br />
hierbei, dass auch minimale positive Einwirkungen eine Veränderung<br />
des Krankheitsbildes schaffen.<br />
In der Karies- und Gingivitisprävention weisen wir auf die Gefahren<br />
hin, die sich durch zu hohen und gegebenenfalls versteckten Zuckerkonsum<br />
zeigen. Die Kombination von Zucker und Säure in einem<br />
Getränk ist besonders gefährlich, denn sie verstärkt die kariogene<br />
Wirkung. Reduktion von weißem Zucker und Alternativen wie zum<br />
Beispiel Birkenzucker (Xylit) sind Bestandteil eines Aufklärungsgespräches.<br />
Um die Gefahr von Erosionen zu mindern, empfehlen wir<br />
möglichst stilles Wasser oder Schorlen zu trinken. Nach den Mahlzeiten<br />
ist das Kauen von zuckerfreiem Xylit-haltigem Kaugummi zu<br />
empfehlen.<br />
Gesundes Trinkverhalten und Kauaktive Nahrung<br />
Jeder Mensch sollte täglich circa zwei bis zweieinhalb Liter Flüssigkeit<br />
zu sich nehmen. Bei einem Erwachsenen liegt der tägliche Bedarf zwischen<br />
20 und 45 ml Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht.<br />
Oftmals erkennen die Patienten erst durch das Ernährungsprotokoll<br />
wie viele zucker- und säurehaltige Getränke über den Tag verteilt getrunken<br />
werden. Betrachtet man als Beispiel die Mischgetränke, stellt<br />
man fest, dass sie mit Kohlensäure angereichert werden und einen hohen<br />
Kaloriengehalt, viel Zucker und einen nicht unerheblichen Säureanteil<br />
aufweisen. Deshalb werden in einer zahngesunden Ernährungsberatung<br />
besonders kalorien- und säurearme Getränke empfohlen.<br />
Kauaktive Nahrung festigt den Zahnhaltapparat, fördert den Speichelfluss<br />
und damit die orale Clearance der Mundhöhle. Als kauaktiv<br />
gelten naturbelassene Gemüse, Vollkornbrot, frisches Obst, Haferflocken,<br />
Kartoffeln, Vollkornreis und Hülsenfrüchte.<br />
Probiotika und Mikronährstoffpräparate<br />
Eine gesunde Ernährung, reich an frischer biologischer Kost, unterstützt<br />
den Körper und Heilungsprozesse. Wo sich jedoch ein Krankheitsgeschehen<br />
manifestiert hat, reicht das unter Umständen nicht<br />
aus. Hier empfehlen wir bei einer immer wieder auftretenden Gingivitis<br />
oder chronischen Parodontitis als Kur unter anderem Probiotika.<br />
Ein Probiotikum unterstützt die Gesunderhaltung des Zahnfleisches<br />
und fördert das Gleichgewicht der Mundflora. Der Patient lutscht<br />
in der Regel einmal täglich eine Pastille, da über die Schleimhäute<br />
die größtmögliche Wirksamkeit erzielt wird und beendet nach einer<br />
Packungseinheit die Einnahme. Auch das Mikronährstoffpräparat<br />
Itis-Protect ® kommt unterstützend in der Parodontitistherapie zum<br />
Einsatz, wenn trotz guter Mundhygiene und Compliance bei Patienten<br />
mit chronischen Zahn- und Zahnfleischproblemen nicht der gewünschte<br />
Heilungsverlauf eintritt.<br />
Abrechnung<br />
Eine ausführliche individuelle Beratung über zahngesunde Ernährung,<br />
in Zusammenhang mit der Auswertung eines Ernährungsfragebogens/Ernährungsanamnese<br />
und Protokolls, ist eine Privatleistung und<br />
wird daher von uns auch einem Kassenpatienten in Rechnung gestellt.<br />
Dabei ist zu beachten, dass die Berechnung weder in der GOZ noch<br />
in der GOÄ geregelt ist. Entsprechend gibt es unterschiedliche Empfehlungen,<br />
wie zum Beispiel die Berechnung nach §2 Abs.3 GOZ als<br />
„Verlangensleistung“ oder nach §6 Abs.2 GOZ als „Analogleistung“.<br />
Die Vereinbarung mit den Kassenpatienten ist nach §4 Abs.5 BMV-Z<br />
bzw. §7 Abs.7 EKVZ zu treffen und schriftlich zu dokumentieren.<br />
Abrechnungsbeispiel<br />
GOÄ 6 a<br />
Erhebung der Ernährungsanamnese und gegebenenfalls<br />
Defizite analog gemäß §6(1) GOZ entsprechend<br />
GOÄ 6, einschließlich Dokumentation<br />
GOZ 6020 Ausführliche Auswertung der Ernährungsanamnese<br />
analog gemäß §6(1) GOZ entsprechend<br />
GOZ 6020<br />
GOÄ 34a Ausführliche Ernährungsberatung gemäß §6(1)<br />
GOZ entsprechend GOÄ 34, Dauer mindestens<br />
20 Minuten<br />
GOÄ 76<br />
Individueller schriftlicher Plan, für jeden Patienten<br />
einzeln ausgestellt<br />
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Praxistipp<br />
Wir rechnen die ausführliche Ernährungsberatung zur<br />
Ausschaltung zahnschädlicher Gewohnheiten mit der<br />
GOÄ-Nr. 3 ab. Hierbei handelt es sich beim Privatpatienten<br />
um eine eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende<br />
Beratung von mindestens zehn Minuten Dauer.<br />
Fazit<br />
Ernährungsberatungen haben in der Prophylaxe ihren Stellenwert<br />
und sollten in jedes professionelle Praxiskonzept integriert<br />
werden. Die Unterversorgung von Nährstoffen kann negative<br />
Auswirkungen auf die Immunabwehr sowie die Anfälligkeit<br />
für eine Vielzahl von Krankheitserregern haben und dadurch<br />
zu einem erhöhten Risiko für Infektionen, Komplikationen und<br />
Schweregrad der Erkrankung beitragen. Grundsätzlich empfehlen<br />
wir den Patienten eine abwechslungsreiche, ausgewogene,<br />
zucker- und säurearme Ernährung reich an wertvollen Mikronährstoffen<br />
und unterstützen sie bei der Umstellung.<br />
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Itis-Protect®<br />
Zum Diätmanagement<br />
bei Parodontitis<br />
„Mit Itis-Protect können<br />
Entzündungen des<br />
Zahnhalteapparates effektiv<br />
bekämpft werden.“<br />
Wiebke Volkmann,<br />
Geschäftsführerin hypo-A GmbH<br />
Studien-<br />
geprüft!<br />
Bei Verdacht auf eine Mangelernährung erwägen wir die Verwendung<br />
von Nahrungsergänzungsmitteln, Probiotika und<br />
die interdiziplinäre Zusammenarbeit mit den Hausärzten. So<br />
können wir in der Zahnarztpraxis unsere Patienten nicht nur<br />
im Zusammenhang mit der Kariesprävention, sondern auch in<br />
Bezug auf parodontale Erkrankungen, die Wirkung und Bedeutung<br />
einer gesunden Ernährung auf die orale und systemische<br />
Gesundheit erläutern und ihre Lebensqualität verbessern.<br />
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chronischer Parodontitis<br />
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reduziert Parodontitis-bedingten Zahnverlust<br />
stabilisiert das Immunsystem<br />
Lebensmittel für besondere medizinische Zwecke (bilanzierte Diät).<br />
Nicht zur Verwendung als einzige Nahrungsquelle geeignet. Nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden.<br />
Birgit Thiele-Scheipers<br />
Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin<br />
Referentin der ZÄK Westfalen-Lippe,<br />
Freie Referentin und Praxistrainerin<br />
E-Mail: birgit.thielescheipers@gmail.com.<br />
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16 Ernährung und Prophylaxe<br />
Mundhygiene und<br />
Ernährung „nicht nur” in<br />
der Schwangerschaft<br />
© proDente e.V.<br />
Eine Schwangerschaft ist eine ganz besondere Erfahrung für jede Frau. In dieser Zeit werden<br />
an die werdende Mutter besondere körperliche und seelische Anforderungen gestellt. Ich selbst<br />
befinde mich nun schon zum zweiten Mal in diesem glücklichen Zustand und würde euch gerne<br />
ein paar Empfehlungen zur Ernährung, zur optimalen Mundhygiene, sowie nützliche Tipps für die<br />
Praxis, gegen die ,,typischen“ Schwangerschaftsbeschwerden geben.<br />
Text Désirée Voglau<br />
Über meine Schwangerschaftsverkündung haben sich auch meine<br />
Chefs wirklich gefreut und darauf glücklicherweise positiv reagiert<br />
(was ja eigentlich der Fall sein sollte, aber leider nicht immer zutrifft).<br />
Da ich überwiegend als Dentalhygienikerin tätig war und somit viel<br />
Patientenkontakt hatte, fehlte ich nun von einem auf den anderen<br />
Tag im Prophylaxebereich. Durch eine gute Organisation im Vorfeld<br />
und Flexibilität von Seiten der Kolleginnen wurde mein Ausfall relativ<br />
schnell kompensiert. Durch das Engagement meiner Chefs, die mir<br />
einen Arbeitsplatz schwangerengerecht einrichteten, konnte ich noch<br />
für ein paar Wochen im Büro arbeiten und so unser Qualitätsmanagement<br />
optimieren.<br />
Seit Januar bin ich nun freigestellt und befi nde mich im Beschäftigungsverbot.<br />
Durch die aktuelle Corona-Situation kommt mir das<br />
sehr entgegen und auch ohne Arbeit wird mir nicht langweilig. Ich<br />
habe ja bereits ein Kleinkind, den Haushalt und es gibt zahlreiche<br />
Angebote für Webinare, man will ja die Zeit nicht ungenutzt lassen.<br />
Auch was die kommende Elternzeit angeht, sind die Chefs sehr fl e-<br />
xibel und freuen sich auf meinen Wiedereinstieg in absehbarer Zeit.<br />
Eine Schwangerschaft geht natürlich nicht spurlos an einem vorbei.<br />
Sie macht sich unter anderem auch in unserer Mundhöhle bemerkbar.<br />
Man muss wissen, dass Schwangere ein erhöhtes Risiko für Zahnfl<br />
eischentzündungen (Gingivitis) und Parodontitis haben. Die Hormonumstellung<br />
hat Auswirkungen auf unser Zahnfl eisch. Es wird stärker<br />
durchblutet, ist dadurch weicher und manchmal leicht angeschwollen.<br />
Vermehrtes Zahnfl eischbluten ist oft das erste Anzeichen einer Zahnfl<br />
eischentzündung, der sogenannten Schwangerschaftsgingivitis.<br />
Wichtig ist zu wissen, dass dieser Zustand meist nur vorübergehend<br />
ist und durch eine gründlichere Mundhygiene behoben werden kann.<br />
Hilfreich können hier verschiedene Produkte wie zum Beispiel ParoMit<br />
Q10 (Zantomed) sein, die begleitend zu einer Gingivitis oder Parodontitis<br />
genommen werden können und das Zellwachstum sowie die<br />
Abwehrkräfte optimal unterstützen.<br />
In Ausnahmefällen kann es während der Schwangerschaft zu extremen<br />
Zahnfl eischwucherungen und Parodontitis kommen. Deswegen<br />
ist es ratsam, bereits vor Beginn einer Schwangerschaft beziehungsweise<br />
bei der Planung an eine gesunde Mundfl ora sowie an eine gute<br />
Mundhygiene zu denken. Durch zahnärztliche Kontrollen und professionelle<br />
Zahnreinigung(en) können so schon frühzeitig eventuelle<br />
Störfaktoren wie Karies, Gingivitis oder ähnliches vermieden oder<br />
beseitigt werden.<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Ernährung und Prophylaxe<br />
17<br />
Während der Schwangerschaft ist es sinnvoll mindestens zweimal zur<br />
zahnärztlichen Untersuchung (im ersten und letzten Drittel) sowie zur<br />
Prophylaxe zu gehen. Selbstverständlich gilt das auch für mich. Bereits<br />
vor meiner Schwangerschaft war ich regelmäßig zur Kontrolle wie auch<br />
zur Professionellen Zahnreinigung, habe auf eine gute Mundhygiene<br />
geachtet und auch bereits im ersten Schwangerschaftsdrittel war ich<br />
beim Zahnarzt und zur Prophylaxe. Doch vielen unserer Patientinnen ist<br />
der Zusammenhang zwischen Schwangerschaft und Mundgesundheit<br />
leider oft nicht bekannt. Hierfür ist die Aktualisierung der allgemeinen<br />
Anamnese immens wichtig, da ihr im Zuge der Erhebung auch diese<br />
Informationen abfragen könnt. Hilfreich sind zudem ausgelegte Infobroschüren<br />
im Wartezimmer oder ein Hinweis auf der Praxishomepage. Bei<br />
Interesse können euch die Patientinnen dann direkt darauf ansprechen.<br />
Im Zuge einer solchen Beratung sollte die werdende Mutter auch gleich<br />
darüber aufgeklärt werden, dass Kariesbakterien nicht von Geburt an<br />
in der Mundhöhle heimisch sind und das eine ,,Ansteckung“ durch<br />
Speichelkontakt im Babyalter, zum Beispiel durch abgeleckte Löffel<br />
oder Schnuller, erfolgen kann. Eltern und andere Bezugspersonen sollten<br />
möglichst kariesfrei sein (also rechtzeitig saniert werden), um das<br />
Übertragungsrisiko zu minimieren und ihr solltet auf solche Verhaltensweisen<br />
hinweisen, damit diese Fehler vermieden werden können.<br />
Voraussetzung für die Prävention von Zahn- und Parodontitiserkrankungen<br />
in Schwangerschaft, Säuglings- und Kleinkindalter ist eine<br />
frühzeitige und gute Aufklärung über die optimale Mundhygiene, eine<br />
Ernährungsberatung und die frühzeitige Zahnpfl ege des Säuglings!<br />
Mundhygienetipps<br />
· Wenn möglich nach jeder Mahlzeit die Zähne mit einer fl uoridhaltigen<br />
Zahnpasta putzen.<br />
· Die Zähne mindestens zweimal täglich putzen, insbesondere<br />
abends vor dem Schlafengehen, da in der Nacht durch eine<br />
geringere Speichelproduktion leicht Karies entstehen kann.<br />
· Bei empfi ndlichem Zahnfl eisch empfehlen wir die Verwendung<br />
einer weichen Zahnbürste.<br />
· Alle acht bis zwölf Wochen die Bürste oder den Bürstenkopf<br />
wechseln.<br />
· Für eine ideale Mundhygiene ist auch die Interdentalraumreinigung,<br />
egal ob mit Bürstchen, Zahnseide oder Minifl osser,<br />
zu empfehlen.<br />
· Auch die Zunge sollte bei Bedarf gereinigt werden, sie beherbergt<br />
viele Bakterien.<br />
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18 Ernährung und Prophylaxe<br />
Tipps bei Würgereiz und Übelkeit<br />
Übelkeit, Würgereiz und dadurch häufiges Erbrechen können die<br />
Zähne durch die sehr aggressive Magensäure schädigen und der<br />
Zahnschmelz wird angegriffen. Die Reinigung der Prämolaren<br />
kann häufig ein zusätzlicher Auslöser für einen Brechreiz sein.<br />
Hier rate ich zu sehr behutsamen Putzen, möglichst nicht auf<br />
nüchternen Magen und zur Erleichterung eventuell eine kleine<br />
Kinderzahn- oder Einbüschelbürste (zum Beispiel TePe Compact<br />
Tuft) zu verwenden. Sie bringt den Vorteil, dass man nicht gegen<br />
die Schleimhäute im Rachen- oder den hinteren Zungenbereich<br />
stößt, was den Brechreiz verursachen kann.<br />
Wer unter starkem Würgereiz oder gar Erbrechen leidet, sollte<br />
Folgendes beachten:<br />
· Die Zähne nach dem Essen nicht sofort putzen (circa eine halbe<br />
Stunde warten).<br />
· Besser mit einer fluoridhaltigen Mundspülung (alkoholfrei)<br />
oder mit lauwarmen Wasser ausspülen.<br />
· Für die Zahnpflege zwischendurch oder falls die Zeit zum<br />
Zähne putzen fehlt, empfehlen wir zuckerfreie Zahnpflegekaugummis.<br />
Das Kauen von zuckerfreien Kaugummis unterstützt die Neutralisierung<br />
von Plaque-Säuren, führt zu einer Remineralisierung<br />
und Kräftigung der Zähne und kann Sodbrennen lindern.<br />
Käse mit niedriger Fettstufe. Den Kohlenhydratbedarf decken Getreideprodukte,<br />
Reis, dunkles Brot und Teigwaren (Vollkornprodukte), sowie<br />
Kartoffeln.<br />
Auf extrem scharfe, fetthaltige und saure Lebensmittel sollte lieber verzichtet<br />
werden. Diese können unter anderem Sodbrennen verstärken.<br />
Bei Heißhunger auf Süßes oder Saures sollte auf das Timing geachtet<br />
werden. Wenn möglich am besten direkt nach einer Hauptmahlzeit zu<br />
sich nehmen. Dadurch kann sich zum einen die Mundflora erholen und<br />
zum anderen kommt es zu weniger Säureattacken auf den Zahnschmelz.<br />
Zugegeben passt das Timing nicht immer. Wenn es dann zwischendurch<br />
doch etwas sein darf, dann lieber Obst, Gemüse oder auch Trockenfrüchte.<br />
Generell sollten lieber kleinere Mahlzeiten, dafür aber öfter,<br />
konsumiert werden. Ideale Durstlöscher sind (Mineral-) Wasser, ungesüßte<br />
Kräuter- und Früchtetees und verdünnte Obst- und Gemüsesäfte.<br />
Es gibt aber auch einige Lebensmittel auf die ihr, aufgrund der Gefahr<br />
vor Toxoplasmose, Salmonellen und Listerien, verzichten solltet. Das<br />
sind unter anderem Rohwürste (Mettwurst, Salami, Teewurst, etc.),<br />
Räucherlachs, Sushi, Speisen mit rohen Eiern, Weich- und Rohmilchprodukte,<br />
sowie Schimmelkäse. Auf Alkohol und Nikotin sollte während<br />
der gesamten Schwangerschaft und am besten schon davor komplett<br />
verzichtet werden. Koffeinhaltige Getränke, wie Kaffee, schwarzer Tee,<br />
etc., solltet ihr in Maßen zu euch nehmen. Süße und zuckerhaltige Lebensmittel<br />
und Getränke (Säfte, Süßigkeiten, etc.) sollten kein Dauerzustand<br />
sein, sondern eine Ausnahme darstellen. Zugegeben ganz ohne<br />
Süßigkeiten geht es nicht immer.<br />
Ernährungsempfehlungen<br />
Gerade in der Schwangerschaft solltet ihr und natürlich auch eure<br />
schwangeren Patientinnen auf eine ausgewogene Ernährung achten,<br />
denn diese ist nicht nur für die Zahngesundheit sehr wichtig, sondern<br />
unterstützt auch gleichzeitig die Allgemein- und Zahnentwicklung bei<br />
den ungeborenen Babys.<br />
Nachfolgend möchte ich euch ein paar Ernährungsempfehlungen für die<br />
Schwangerschaft mitgeben, welche ihr selbst berücksichtigen solltet<br />
und auf jeden Fall euren Patientinnen weitergeben dürft.<br />
In der Schwangerschaft empfiehlt es sich besonders auf eine vitaminund<br />
mineralstoffreiche, aber fettarme Kost zu achten. Die Versorgung<br />
mit Folsäure, Eisen, Vitamin B12, Jod und Calcium ist während der<br />
Schwangerschaft immens wichtig. Reichlich frisches Obst und Gemüse<br />
sowie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sollten auf dem Speiseplan<br />
nicht fehlen. Es sollten möglichst Produkte mit Bio-Siegel gekauft werden,<br />
da diese weniger mit Umweltgiften, wie zum Beispiel Pestiziden,<br />
belastet sind. Auch Kräuter, Pilze, Nüsse und Sprossen sind günstige<br />
Nährstofflieferanten. Für die notwendige Eiweißzufuhr sorgen Fisch,<br />
gegartes (mageres) Fleisch, Eier, Sojaprodukte, Milcherzeugnisse und<br />
Die Schwangerschaft betreffend gibt es viele weitere Beschwerden von<br />
denen doch einige Frauen betroffen sind. Eine dieser Beschwerden ist<br />
die oben bereits erwähnte Übelkeit und das Erbrechen. Auch ich blieb<br />
dieses Mal (leider) nicht davor verschont und hatte das ein oder andere<br />
Mal ziemlich damit zu kämpfen. Vor allem bei morgendlicher Übelkeit<br />
hilft es den Tag entspannt und ohne Hektik zu beginnen. Den Wecker<br />
am besten eine halbe Stunde früher als notwendig stellen. Vor dem Aufstehen<br />
eine Tasse Tee oder eine Scheibe trockenes Brot im Bett essen,<br />
das hilft wirklich sehr gut. Wer die Zeit und einen fürsorglichen Partner<br />
hat, kann auch gerne das Frühstück im Bett genießen und sich danach<br />
noch etwa eine halbe Stunde ausruhen. Wer bereits Kinder hat, weiß,<br />
dass das nicht immer umsetzbar ist. Zum Mittagessen eine warme Suppe<br />
oder öfter die „gesunde“ Lieblingsspeise essen und auf sehr fetthaltige<br />
Speisen lieber verzichten. Was auch tatsächlich gegen Übelkeit<br />
hilft, ist frische Luft, das kann ich euch wirklich nur empfehlen! Auch<br />
Entspannungsübungen wie Yoga oder ähnliches haben sich als hilfreich<br />
erwiesen.<br />
Weitere Unannehmlichkeiten können unter anderem noch nächtliche<br />
Wadenkrämpfe sein, die ein Zeichen von Magnesiummangel sind.<br />
Nüsse, Hülsenfrüchte, Leinsamen, Mangold, etc. enthalten ausreichend<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Ernährung und Prophylaxe<br />
19<br />
Magnesium, die diese lindern können. Eine Zufuhr über Magnesiumpräparate<br />
sollte vom Arzt verschrieben werden.<br />
Auch Sodbrennen tritt bei der ein oder anderen Schwangeren auf. Milderung<br />
verschaffen hier Leinsamentee, Kartoffelsaft (aus dem Reformhaus),<br />
Heilerde (fein gemahlen), Silicea, Puffreis oder Reiswaffeln, ein<br />
Stück trockenes Brot und Mandeln (langsam kauen). Ebenfalls leiden einige<br />
unter Verstopfung (Obstipation). Die Einnahme von Eisenpräparaten<br />
kann diese noch verschlimmern. Linderung schafft hier unter anderem<br />
viel trinken, am besten sulfathaltiges Mineralwasser (mehr als 1400<br />
ml täglich), sowie viele Ernährungstipps wie zum Beispiel: Morgens auf<br />
nüchternen Magen ein Glas warmes Wasser trinken, eingeweichte Trockenpflaumen,<br />
Pflaumensaft trinken und vieles mehr.<br />
Abschließend kann man sagen, dass für die Aufrechterhaltung der<br />
Zahn- und Allgemeingesundheit eine optimale Mundhygiene sowie eine<br />
abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung sehr wichtig sind.<br />
Hier kommt es nicht auf die Quantität, sondern Qualität an. Eine ausgewogene<br />
Ernährung hat einen wesentlichen Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf<br />
und die Entwicklung des Kindes. Daher sollte nicht ,,für<br />
zwei gegessen“, sondern ,,an zwei gedacht“ werden.<br />
Es gibt noch viele weitere Tipps und Hinweise, was die Ernährung in der<br />
Schwangerschaft betrifft. Ich hoffe, ich konnte euch einige hilfreiche<br />
Tipps geben, die ihr selbst anwenden oder euren schwangeren Patientinnen<br />
an die Hand geben könnt. Denkt bitte nicht nur bei Schwangeren<br />
an die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung. In solchen Umständen<br />
umso mehr, denn wir haben nicht nur uns selbst gegenüber eine enorme<br />
Verantwortung, auch für das Neugeborene.<br />
Désirée Voglau<br />
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20<br />
Ernährung und Prophylaxe<br />
Ernährungslenkung<br />
in der Prophylaxe<br />
Wie wichtig ist sie?<br />
Bild links: © master 1305 freepik; Bild rechts: © www.freepik.com<br />
Die Allgemein- und Mundgesundheit hängen unmittelbar mit der Ernährung zusammen und in der<br />
Prophylaxe haben wir die Möglichkeit, unsere Patienten dafür zu sensibilisieren und zu lenken.<br />
In den nachfolgenden Gedanken, Tipps und Empfehlungen von der Dentalhygienikerin Doreen<br />
Schladitz aus der Smile Health GmbH - MVZ Zahncenter Am Bahnhof erfahrt ihr, wie sie und ihre<br />
Kolleginnen darüber denken und es während der Prophylaxe umsetzen.<br />
Text Doreen Schladitz<br />
Jeder Patient, der zu uns kommt, wird natürlich immer freundlich empfangen<br />
und auch in Corona-Zeiten mit einem Lächeln hinter der Maske<br />
begrüßt. Wir nehmen uns grundsätzlich ausreichend Zeit für die allgemeine<br />
und spezielle Anamnese. Dazu gehören neben Fragen nach dem<br />
Wohlbefi nden auch die nach allgemeinen Erkrankungen, Stressfaktoren<br />
und natürlich auch zur Ernährung beziehungsweise zur Basis- und<br />
erweiterten Fluoridierung (Verwendung von fl uoridiertem Speisesalz,<br />
fl uoridhaltigen Zahnpasten und Mundspüllösungen etc.).<br />
Was man im Vorfeld abfragen kann, ist immer sehr hilfreich bei der anschließenden<br />
Inspektion der Mundhöhle. Hier stellen wir fest, ob Patienten<br />
Zahnhartgewebsdestruktionen in Form von Erosionen, Abrasionen,<br />
Karies, Attritionen, Demastikationen und Abfraktionen haben. Eine zunehmend<br />
wichtige Rolle bei unseren jungen Patienten spielt auch das<br />
Erkennen der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH). Hierfür gibt<br />
es eine Klassifi kation, den MIH-Treatment Need Index. Die Besonderheiten<br />
der Strukturen des Zahnschmelzes und des Dentins geben immer<br />
Rückschlüsse auf Ernährungsgewohnheiten und bilden so die Grundlage<br />
für den Aufbau einer individuellen Beratung und der daraus resultierenden<br />
Motivation des Patienten. „Man kann heute schon sehen, wo<br />
das Morgen alles hinführt…” Leider ist die Ernährungsberatung nicht<br />
im BEMA implementiert, weshalb es auch schwierig ist eine umfassende<br />
Beratung durchzuführen. Jedoch wissen wir, wie ein Prophylaxekreis<br />
aufgebaut ist und man muss leider erkennen, dass für individuelle Beratung<br />
ohne privatärztliche Abrechnung oft nicht genügend Zeit zur<br />
Verfügung steht.<br />
Unsere Patienten werden zunehmend älter und laut Fünfter Deutscher<br />
Mundgesundheitsstudie haben sie länger ihre eigenen Zähne. Das<br />
stellt uns vor große Herausforderungen, da diese Patientengruppe<br />
zum großen Teil auch Medikamente einnimmt, welche den Speichelfl<br />
uss stark beeinfl ussen (Stephankurve) und wir alle wissen, was verminderter<br />
Speichelfl uss für einen Effekt in der Mundhöhle hat. Aber<br />
auch Lifestyle-Produkte, wie diverse Limonaden und andere stark<br />
säurehaltige Getränke und Convenience-Produkte, führen gerade bei<br />
den jüngeren Patienten immer mehr zu Erosionen. Nach Schätzungen<br />
liegen bei etwa einem Drittel der westlichen Bevölkerung Zahnerosionen<br />
vor. Dazu kommt, dass Zahnerosionen an Milchzähnen das Risiko<br />
der Entstehung erosiver Läsionen am bleibenden Zahn (Ganss et al<br />
2001a) signifi kant erhöhen.<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Ernährung und Prophylaxe<br />
<strong>21</strong><br />
Insgesamt bleibt die Frage, wie wir die Prophylaxe so aufbauen können,<br />
dass wir unsere Patienten stärker an uns binden? Dabei ist die Vorstellung,<br />
dass wir bei der Professionellen Zahnreinigung nur Zähne putzen<br />
nicht mehr zeitgemäß.<br />
Uns als Fachpersonal fällt daher eine große Schlüsselrolle zu. Wir müssen<br />
über gute kommunikative Fähigkeiten, aber auch therapeutisches<br />
Wissen verfügen und einen großen Anspruch an unsere Arbeit haben,<br />
welches uns in die Lage versetzt umfassend und zusammenhängend<br />
zu arbeiten.<br />
Wir sollten auch zu jedem Befund im Mund eine Überleitung zur<br />
Ernährung herstellen können und das auch tun! Der Patient bekommt<br />
dadurch das Gefühl optimal und individuell beraten worden zu sein<br />
und nimmt das meist dankend mit nach Hause. Außerdem stärkt es die<br />
Compliance und seine orale Kompetenz!<br />
Weiterhin können im Ablauf einer Prophylaxesitzung auch andere<br />
Erkrankungen im Mund festgestellt und hergeleitet werden. Auch hier<br />
ist die Befundung und Aufnahme von Blutungs- und Plaqueindizes<br />
unerlässlich. Das Erkennen einer Parodontitis und das daraus resultierende<br />
Handeln ist wichtig für das Verständnis um eine Erkrankung, welche<br />
zunächst keine Beschwerden hervorruft. Hier spielt die Ernährung<br />
neben der richtigen Putztechnik, dem Anwenden von Interdentalraumbürstchen<br />
sowie additiv einer Mundspüllösung, eine wichtige Rolle.<br />
hinzuschauen. Ausgehend von einem möglichen Verdacht Prädiabetes<br />
bauen wir gerade ein Konzept zur interdisziplinären Zusammenarbeit<br />
aus. Nicht zu vergessen: Wir in der Zahnarztpraxis sehen jeden Patienten<br />
und es liegt in unserer Verantwortung mit einem breit aufgestellten<br />
Wissen immer „up to date“ zu sein.<br />
Dazu gehört mindestens eine Ernährungslenkung und am besten auch<br />
eine Abfrage zu sportlichen Aktivitäten und allgemeinem Stress sowie<br />
eine Raucherintervention. Wir sollten unseren Patienten eine<br />
Anleitung für ein zahngesundes Leben geben und darüber hinaus auch<br />
mit unserem Wissen der Erhaltung der Gesundheit insgesamt dienen.<br />
Wir in der Smile Health Praxis bieten unseren Patienten und natürlich<br />
auch unseren Kollegen*innen in unserem Instagram Channel regelmäßig<br />
Live-Streams zu verschiedenen Themen. Hier könnt ihr euch das<br />
gerne einmal anschauen: www.instagram.com/toothfairies_smilehealth/<br />
Es sollte uns ein Vergnügen sein, zusammen mit unseren Patienten<br />
einen neuen gesünderen Weg zu beschreiten!<br />
Doreen Schladitz<br />
Dentalhygienikerin<br />
Was passiert aber, wenn der Patient richtig putzt, jedoch den ganzen<br />
Tag schlecht isst!? Welchen Therapieerfolg werden wir haben?<br />
Ein weiterer Zusammenhang besteht auch zwischen Parodontitis und<br />
Diabetes. In unserer Praxis ist es uns ein wichtiges Anliegen genauer<br />
Smile Health GmbH - MVZ Zahncenter Am Bahnhof<br />
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Tel.: +49 341 301 47 45<br />
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22 Abrechnung<br />
Ernährungsberatung in der<br />
Zahnarztpraxis – wie abrechnen?<br />
Zahngesunde Ernährung ist ein Grundpfeiler in der Individualprophylaxe. Für Patienten der GKV<br />
stehen euch ab dem 6. Lebensmonat die ersten FU-Untersuchungen zur Verfügung. Im Anschluss<br />
erfolgt ab dem 6. bis 17. Lebensjahr das IP-Programm der GKV. Für eure Patienten gilt daher, sie<br />
können ab dem 6. Lebensmonat unterstützende Informationen zur zahngesunden Ernährung erhalten.<br />
Text Jana Brandt<br />
Das ist wichtig, denn der Gesetzgeber hat erkannt, dass die Ernährung<br />
eine wichtige Rolle in der Zahn- und Mundgesundheit spielt. Hierbei<br />
geht es nicht um die Körperfülle des Patienten, sondern um das Vorbeugen<br />
von Zahnschäden durch zuckerhaltige Ernährungsgewohnheiten.<br />
Insbesondere im Kleinkindalter besteht hier ein großes Risiko, denn die<br />
Industrie lockt mit bequemen und „gesunden“ Produkten. Viele Eltern<br />
erkennen nicht die Gefahr der Zuckerzusätze in Obstbrei und Smoothies<br />
für Kinder. Hier seid ihr gefragt! Euer Fachwissen muss diese Gefahr benennen<br />
und die Eltern eindringlich darauf hinweisen, dass auch Fruchtzucker<br />
schädigende Wirkungen haben kann und eine süße Prägung der<br />
Kleinstkinder ungesunde Vorlieben begünstigen kann. Die Ermittlung<br />
der Ernährungsgewohnheiten solltet ihr schon frühzeitig in die Kontrolluntersuchungen<br />
einbinden und in einem Kinderanamnesebogen integrieren.<br />
Folgenden Ablauf könnt ihr für eure kleinsten Patienten anbieten:<br />
FU 1a 6. bis zum vollendeten<br />
9. Lebensmonat<br />
FU 1b 10. bis zum vollendeten<br />
20. Lebensmonat<br />
FU 1c <strong>21</strong>. bis zum vollendeten<br />
33. Lebensmonat<br />
1. FU 2 vom 34. bis zum vollendeten<br />
72. Lebensmonat,<br />
2. FU 2<br />
je 1× in Abstand von 12 Monaten<br />
3. FU 2<br />
IP 2 Von 6 bis 17 Jahren unter anderem:<br />
unter anderem:<br />
Erhebung der Anamnese zum Ernährungsverhalten (insbesondere zum Nuckelflaschengebrauch)<br />
sowie zum Zahnpflegeverhalten durch die Betreuungspersonen, Ernährungs- und Mundhygieneberatung<br />
der Betreuungspersonen mit dem Ziel der Keimzahlsenkung durch verringerten Konsum<br />
zuckerhaltiger Speisen und Getränke auch mittels Nuckelflasche sowie durch verbesserte Mundhygiene,<br />
Aufklärung der Betreuungsperson über die Ätiologie oraler Erkrankungen<br />
unter anderem:<br />
Ernährungs- und Mundhygieneberatung der Betreuungspersonen mit dem Ziel der Keimzahlsenkung<br />
durch verringerten Konsum zuckerhaltiger Speisen und Getränke und verbesserte Mundhygiene<br />
Aufklärung über Ursachen von Karies und Gingivitis v sowie deren Vermeidung, gebenenfalls Ernäh-<br />
v<br />
rungshinweise und Mundhygieneberatung v<br />
Die Inhalte der IP 2 sollen im Turnus von 3 Jahren je einmal erbracht werden. Das bedeutet die<br />
Ernährungsberatung gehört 1× in den Rhythmus von 3 Jahren dazu. Die IP soll altersgerecht<br />
durchgeführt werden.<br />
Patienten der GKV sind somit langfristig ab dem 6. Lebensmonat eingebunden.<br />
Die FU 1 und 2 sind nicht vollständig delegierfähig. Daher müssen<br />
sich Behandler und zahnärztliche Mitarbeiter die Inhalte aufteilen.<br />
Patienten der privaten Versicherung haben diese Vorgaben nicht. Eine<br />
Früherkennungsuntersuchung ist in der GOZ nicht vorhanden, es bleibt<br />
somit euch überlassen, wie ihr in der Praxis die notwendigen Maßnahmen,<br />
Diagnostiken und Unterweisungen plant. Achtet bitte darauf, dass<br />
der Zugriff auf die GOÄ einem ärztlichen Behandler vorbehalten ist. Die<br />
Positionen GOÄ Ä 4, GOÄ Ä 1, GOÄ Ä 3, GOÄ Ä 5 kann nicht von zahnärztlichen<br />
MitarbeiterInnen ohne Approbation erbracht werden. Dennoch<br />
stehen genügend Alternativen zur Verfügung, wenn Leistungen<br />
aufgeteilt und delegiert werden sollen:<br />
6190 Beratendes und belehrendes Gespräch mit Anweisungen zur<br />
Beseitigung von schädlichen Gewohnheiten und Dysfunktionen<br />
Fachgebietsübergreifende Berechnung möglich, sofern schädliche<br />
Gewohnheiten beraten werden – auch für die zahnschädliche<br />
Ernährung Nicht neben GOZ 0010<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Abrechnung<br />
23<br />
Ä 2<br />
1000<br />
1010<br />
§ 6 (1)<br />
Übermittlung von Befunden oder ärztlichen Anordnungen<br />
- auch mittels Fernsprecher - durch die Arzthelferin ohne<br />
Beratung, bei einer Inanspruchnahme des Arztes<br />
Erstellung eines Mundhygienestatus und eingehende Unterweisung<br />
zur Vorbeugung gegen Karies und parodontale<br />
Erkrankungen<br />
Kontrolle des Übungserfolges einschließlich weiterer<br />
Unterweisung<br />
Kein Arztkontakt, Anweisung zur Übermittlung von<br />
Anweisungen/Befunden<br />
Dauer mindestens 25 Minuten<br />
Dauer mindestens 15 Minuten<br />
Ernährungsanamnese, Ernährungsberatung, Auswertung Ernährungsanamnese, individueller zahngesunder<br />
Ernährungsplan nach Ernährungsanamnese<br />
Mithilfe der analogen Berechnung lassen sich für Zahnarztpraxen mit<br />
Spezialisierung auf zahngesunde frühkindliche Ernährung spezielle Programme<br />
zusammenstellen. Die zahngesunde Ernährung, die Anamnese<br />
und Betreuung ist in der GOZ nicht vorgesehen. Achtet aber bitte mit<br />
Blick auf die Honorierung auf die Vergütung in der GKV via BEMA. Eine<br />
Leistung nach FU 1a ist mit circa 33,00 € vergütet. Dementsprechend<br />
sollte auch bei ähnlicher Leistung in der privaten Abrechnung ein entsprechendes<br />
zahnärztliches Honorar gefunden werden:<br />
GOZ/GOÄ Leistung F: 2,3<br />
0010 Untersuchung 12,94 €<br />
Ä 1 Beratung 10,72 €<br />
Ä 4 Beratung Bezugsperson 29,49 €<br />
Summe 53,15 €<br />
Alternativ:<br />
GOZ/GOÄ Leistung F: 2,3<br />
Ä 5 Untersuchung 10,72 €<br />
K 1 Kinderzuschlag für Kinder bis 4 Jahre, 6,99 €<br />
zum Beispiel zur Ä5<br />
Ä 1 Beratung 10,72 €<br />
Ä 4 Beratung Bezugsperson 29,49 €<br />
Summe 57,92 €<br />
Hinzu könnt ihr noch die GOZ 1000, 1010 oder analoge Positionen zur<br />
Ernährungsberatung berechnen. Denkt also daran, dass es keine FU 1<br />
und 2 in der GOZ gibt und ihr die Leistungsinhalte der BEMA FU 1 und<br />
2 aus dem BEMA flexibler in die GOZ übernehmen könnt.<br />
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24<br />
Klinische Erprobung<br />
© pikselstock / AdobeStock<br />
Die PZR – Anamnese<br />
und Indizes<br />
versprechen eine<br />
erfolgreiche Therapie<br />
Im Rahmen der klinischen Erprobung mit Ivoclar Prophylaxe-Produkten stellt euch dieses Mal<br />
Janine Hensel aus der Zahnarztpraxis Dipl. Stom. Andrea Fuchs ihre Ergebnisse bei der professionellen<br />
Zahnreinigung vor. Eine aktuelle Anamnese und die genaue Erhebung aller Indizes<br />
erlauben eine individuelle und erfolgreiche Therapie. Dies ist der letzte Fallbericht aus dieser<br />
Aktion, welchen wir euch an dieser Stelle vorstellen möchten. Viel Spaß beim Lesen.<br />
Text/Bilder Janine Hensel<br />
Aktualisierung der Anamnese<br />
Unser Patient ist 25 Jahre jung und männlich. Zum Kontrolltermin<br />
wurde er mit Zahnfleischbeschwerden und starker Kälteempfindlichkeit<br />
der Zähne vorstellig. Zahnersatz ist weder festsitzend noch<br />
herausnehmbar vorhanden. In den halbjährlichen Recall zur U1 ist<br />
er integriert, eine professionelle Zahnreinigung wurde jedoch bisher<br />
nicht regelmäßig in Anspruch genommen.<br />
Anamnestisch versicherten wir uns, dass keine Allergien vorliegen.<br />
Auch unterliegt der Patient keiner regelmäßigen Medikation oder<br />
leidet an Allgemeinerkrankungen. Er gibt an Nichtraucher zu sein.<br />
im Anschluss die Indizes API (Approximaler-Plaque-Index), SBI (Sulkus-<br />
Blutungs-Index) sowie BOP (Bleeding on Probing), siehe Tabelle Seite 20.<br />
Der API unseres Patienten deutet mit 42 Prozent auf eine verbesserungsbedürftige<br />
Zahnpflege und Mundhygiene hin, was wir ihm<br />
entsprechend erläutern und Tipps zum Beispiel zur Zungenreinigung<br />
geben. Der mit 14 Prozent gemessene SBI weißt auf eine schwächere<br />
Entzündung des Zahnfleisches hin, welche der Grund für die<br />
beschriebenen Beschwerden sein kann und die, bei weiterhin unzureichender<br />
Pflege, auch zu schweren Erkrankungen wie einer Parodontitis<br />
führen können.<br />
Erhebung der Indizes<br />
Zu Beginn unserer professionellen Zahnreinigung besprechen wir mit unseren<br />
Patienten den Ist-Zustand der häuslichen Zahnpfl ege und erheben<br />
Auch wenn bei der Erhebung des BOP mit einem Wert von acht Prozent<br />
dahingehend noch keine Bedenken geäußert werden müssen,<br />
sensibilisieren wir unseren Patienten, indem wir ihn für die tägliche<br />
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Klinische Erprobung<br />
25<br />
Mundhygiene instruieren. Laut eigener Aussage verwendete er derzeit<br />
zweimal täglich eine Handzahnbürste und gelegentlich Zahnseide.<br />
Prophylaxebehandlung und Instruktion<br />
Zu Beginn der Zahnreinigung bringen wir den Lippen-Wangen-Halter<br />
OptraGate ein. Dieses Produkt verwenden wir schon seit vielen<br />
Jahren. Es ist leicht einzubringen, für den Patienten angenehm<br />
im Sitz und uns ermöglicht er eine optimale Übersicht und bessere<br />
Möglichkeiten zur Reinigung, Applikation von Fluoridpräparaten<br />
und auch zur Absaugung. Im Rahmen der Instruktion und zur besseren<br />
Verdeutlichung der aktuellen Situation mit all ihren Symptomen<br />
zeigen wir unseren Patienten das Ergebnis nach Anfärbung mit<br />
Mira-2-Ton ® im Handspiegel (Abb. 1). Anhand der unterschiedlich<br />
violetten Verfärbungen, auffällig waren die dunkelvioletten Bereiche<br />
in den Zahnzwischenräumen, zeigen wir dem Patienten die<br />
Schwachstellen auf, die er bei der häuslichen Mundhygiene gründlicher<br />
reinigen muss.<br />
Für diese Bereiche empfehlen wir die regelmäßige Verwendung von<br />
Zahnseide und bestimmten, für die etwas größeren Interdentalräume,<br />
Interdentalraumbürstchen. Die Ergebnisse dieser Instruktion<br />
dokumentieren wir und geben Sie dem Patienten mit den „Übungs“-<br />
Bürstchen am Ende der Behandlung mit.<br />
Im Frontzahnbereich des Oberkiefers stellten sich zervikale Demineralisationen<br />
dar, welche die Überempfi ndlichkeit begünstigen.<br />
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26 Klinische Erprobung<br />
Abb. 1: Anfärben<br />
Abb. 2: Zustand nach<br />
Reinigung<br />
Abb. 3: Politur<br />
1<br />
Mögliche Ursachen in der Ernährung, wie zum Beispiel säurehaltige<br />
Getränke, wurden ausführlich erläutert und auch an dieser<br />
Stelle wurde noch einmal die Wichtigkeit der häuslichen Mundhygiene<br />
hervorgehoben und der Gebrauch einer elektrischen<br />
Zahnbürste, zur Verbesserung der Mundhygiene, angeraten. Wir<br />
beginnen mit der Entfernung der weichen Beläge mit einem niedrigabrasiven<br />
AIRFLOW ® Pulver und anschließend verwenden wir<br />
einen Ultraschallansatz für die harten Konkremente. Die bei unserem<br />
Patienten stärker verschmutzten Interdentalräume werden zusätzlich<br />
noch einmal mit Handküretten vorsichtig gereinigt (Abb. 2).<br />
Danach verwenden wir wiederholt Zahnseide in den Interdentalräumen.<br />
Abschließend polieren wir alle Zahnflächen gründlich mit<br />
der feinen Polierpaste Proxyt ® (Abb. 3). Final wird der Lack bezie-<br />
Erhebung der Indizes<br />
42% API<br />
– – – – + + + + + + – – – –<br />
-8- -7- -6- -5- -4- -3- -2- -1- -1- -2- -3- -4- -5- -6- -7- -8-<br />
– – – – + + + + + + – – – –<br />
14% PBI<br />
– – – – – – – – – – – – – –<br />
-8- -7- -6- -5- -4- -3- -2- -1- -1- -2- -3- -4- -5- -6- -7- -8-<br />
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Klinische Erprobung<br />
27<br />
2 3<br />
hungsweise das Gel aufgetragen. Im vorliegenden Fall haben wir<br />
uns für Fluor Protector S entschieden, da eines der Hauptanliegen<br />
unseres Patienten die Linderung der Kälteempfindlichkeit seiner<br />
Zähne war. Durch seinen sehr hohen Fluoridanteil von 7700 ppm<br />
eignet er sich gut zur Therapie von überempfindlichen Zahnhälsen<br />
und erhöht die Säureresistenz des Zahnschmelzes.<br />
Ergänzend konnten wir dem Patienten Fluor Protector Gel zur häuslichen<br />
Anwendung zur Verfügung stellen. Neben den üblichen Inhaltsstoffen<br />
(Fluorid, Calcium, Phosphat) enthält dieses Präparat zusätzlich<br />
Xylit und Vitamin D-Panthenol, was zum einen den Einfluss<br />
kariogener Bakterien hemmt und zum anderen eine gingivapflegende<br />
Wirkung aufweist.<br />
Fazit<br />
Die Prophylaxe-Produkte von Ivoclar Vivadent decken das gesamte<br />
Spektrum für eine professionelle Zahnreinigung ab. Lacke und Gele,<br />
wie zum Beispiel Fluor Protector S, sind in Kombination mit dem<br />
Lippen-Wangen-Halter OptraGate leicht zu applizieren.<br />
Auch für unsere Patienten in der häuslichen Anwendung stellen die<br />
Produkte eine angenehme Alternative zu anderen Produkten dar.<br />
Unser Patient empfand die geschmackliche Komponente der Fluoridpräparate<br />
als sehr angenehm und die Anwendung leicht.<br />
Wir entließen unseren Patienten mit der Empfehlung der Wiedervorstellung<br />
in drei Monaten zum Monitoring der Mineralisationsstörungen<br />
in der Oberkieferfront, sowie zur Kontrolle der Mundhygiene.<br />
Ich möchte mich für die Teilnahmemöglichkeit recht herzlich bei<br />
allen Beteiligten bedanken. Ich erhielt dadurch die Möglichkeit neue<br />
Produkte kennenzulernen, Erfahrungen zu sammeln beziehungsweise<br />
zu vertiefen und bin stolz euch nun auch noch meinen eigenen<br />
Fallbericht präsentieren zu können.<br />
Janine Hensel<br />
Zahnmedizinische Fachangestellte<br />
Das Anlegen des OptraGate ist für uns Behandler sehr einfach und<br />
der Tragekomfort für unsere Patienten hervorragend. Er ermöglicht<br />
uns einen exzellenten Blick über das Behandlungsareal, was die<br />
Arbeitseffizienz enorm steigert.<br />
Zahnarztpraxis Dipl. Stom. A. Fuchs<br />
Wurzner Straße 154a<br />
04318 Leipzig<br />
E-Mail: info@zahnarztpraxis-fuchs-lehmann.de<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de
28 Praxismarketing<br />
Gruselzahnarzt &<br />
Schockerpraxis –<br />
Teil 2<br />
Das Grauen<br />
geht weiter...<br />
© freepik / wayhomestudio<br />
Bevor ich Coach für Qualitätsmanagement, Hygienemanagement und Azubiausbildung wurde,<br />
besuchte ich als Patient eine Zahnarztpraxis, die mich genau dazu bewegte. Kein Patient sollte<br />
mehr das erleben, was ich dort erlebt hatte. Im ersten Teil dieser Serie hatte ich euch schon mit in<br />
die Praxis genommen und ihr durftet miterleben, wie die Begrüßung und das Wartezimmer waren.<br />
Text Susanne Axmann<br />
Heute geht unsere gemeinsame Reise in die Patiententoilette. Ob diese<br />
überzeugen kann oder ob es ähnlich schauderhaft wie das Wartezimmer<br />
ist, entscheidet selbst.<br />
Wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, habe ich einen Anamnesebogen<br />
zum Ausfüllen mitbekommen, als ich ins Wartezimmer gesetzt<br />
wurde. Diesen gebe ich nun ausgefüllt an der Rezeption zurück und<br />
gehe auf die Toilette. Eine kleine Tür, mit einer lockeren Türklinke. Hoffentlich<br />
komme ich da auch gleich wieder raus.<br />
Ich suche den Lichtschalter und als ich ihn finde, beleuchtet eine grelle,<br />
nackte Glühbirne den Raum. Ein ranziger Geruch nach altem Klostein<br />
und Urin liegt in der Luft. Vorsichtig klappe ich den Toilettendeckel nach<br />
oben und hoffe dabei, dass das wackelige Teil nicht gleich abfällt, am<br />
besten, wenn ich draufsitze.<br />
Als ich fertig bin und toitoitoi nicht nebst Toilettenbrille runtergefallen<br />
bin, fällt mir auf, dass das Toilettenpapier leer ist. Eine neue Rolle steht<br />
schon leicht angefeuchtet am Waschbeckenrand. Ich wechsele die Rolle<br />
aus und möchte die alte Rolle in den Mülleimer werfen. Das Fußpedal<br />
funktioniert aber nicht und ich muss den verschmierten Deckel mit<br />
spitzen Fingern anheben. Dabei fällt mir der halbe Mülleimerinhalt vor<br />
die Füße. Ich versuche nun alles möglichst ohne Berührung wieder in<br />
den Mülleimer zu stopfen, was aufgrund der Größe des Eimers und der<br />
Menge des Mülls sehr schwierig ist.<br />
Beim anschließenden Händewaschen bemerkte ich dann, dass der Seifenspender<br />
leer ist. Also wasche ich mir notdürftig die Hände mit Wasser<br />
ab. Danach nehme ich mir ein paar Papierhandtücher von einem<br />
Stapel und trockne mir die Hände ab. Nun gehe ich geradewegs an<br />
die Rezeption, um Bescheid zu geben, dass keine Seife mehr da ist.<br />
Die Dame braucht wieder sehr lange, bis sie mich bemerkt, ist sie doch<br />
sehr damit beschäftigt, ihre Fingernägel zu feilen. Nachdem ich mich<br />
bemerkbar gemacht und das Problem geschildert habe, schlurft sie los.<br />
Vorher tippt sie aber noch einige Dinge in den Computer.<br />
Während sie dann ins Patienten-WC geht, höre ich, wie sie vor sich hin<br />
grummelt, dass sie immer alles allein machen muss. Als sie in der Toilette<br />
ankommt, stutzt sie: „Wat ham‘ se denn mit dem Müll jemacht?“ Ich<br />
erkläre, dass der Mülleimer sehr voll war, woraufhin sie wieder murmelnd<br />
anfängt zu meckern. Als sie die Seife kommentarlos aufgefüllt hat, wasche<br />
ich mir nochmal richtig die Hände und gehe wieder ins Wartezimmer.<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Praxismarketing<br />
29<br />
Und, hattet ihr es euch schon gedacht? Es hat mich geschüttelt. Diese<br />
Toilette war grauenhaft. Ein fl ackerndes Licht hätte noch gefehlt, um die<br />
Illusion eines Psychothrillers perfekt zu machen, aber das gibt es wohl<br />
zum Glück doch nur in Hollywood. Auch ist es mir immer noch schleierhaft,<br />
warum die Dame an der Rezeption so unfreundlich, gestresst und<br />
genervt mir gegenüber war. Doch schauen wir mal, wie es besser hätte<br />
laufen können.<br />
Eine Toilette ist immer ein heikler Ort. Können die meisten Leute noch<br />
viele Dinge tolerieren, muss die Toilette in perfektem Zustand sein. Der<br />
Raum soll gut riechen, gepfl egt sein und ordentlich aussehen. Da in den<br />
meisten Praxen die Toilette jedoch innenliegend ist und man dadurch<br />
nicht regelmäßig lüften kann, muss man andere Lösungen fi nden, damit<br />
die Toilette frisch und wohlriechend ist. Dabei helfen: Hygiene, Ordnung<br />
und Hilfsmittel wie Raumspray, eventuell sogar als Frischluft-Diffuser.<br />
Ebenfalls sollten alle Hygieneprodukte in ausreichender Menge vorhanden<br />
sein. Schaut am besten jeden Morgen bei Arbeitsbeginn nach, was<br />
aufgefüllt werden muss und erledigt das sofort. Besonderes Augenmerk<br />
solltet ihr hier auf das Toilettenpapier, die Einmalhandtücher und die<br />
Seife legen, also alles, was direkt den Patienten betrifft.<br />
Nachfüllungen, wie zum Beispiel Toilettenpapier, sollten generell ausreichend<br />
(mindestens 2 Ersatzrollen) vorhanden und geschützt gelagert<br />
sein, da es am Waschbeckenrand leicht nass und beschmutzt wird.<br />
Auch die Papierhandtücher solltet ihr in einem passenden Spender anbieten.<br />
Diese können ansonsten ebenfalls nass und beschmutzt werden.<br />
Kennt ihr das auch, ihr nehmt euch Papierhandtücher von einem losen<br />
Stapel, und mindestens ein Papierhandtuch landet auf dem Boden?<br />
Auch das Problem wird so verhindert. Der Mülleimer sollte regelmäßig<br />
von euch überprüft werden. Muss er geleert werden? Ist er einwandfrei<br />
bedienbar? Alle Gegenstände, die defekt oder nicht mehr vorzeigbar<br />
sind, sollten von euch zeitnah ausgetauscht werden. Überhaupt solltet<br />
ihr regelmäßig den Toilettenraum überprüfen. Besonders, wenn ein<br />
Patient zuvor auf der Toilette war, schadet ein Blick in die Räumlichkeit<br />
nicht: Ist die Toilette sauber, ist noch alles ausreichend vorhanden, muss<br />
eventuell ein Raumduft eingesetzt werden? Auch hier gilt: Wie möchtet<br />
ihr, dass eine Toilette aussieht und duftet?<br />
König“. Nichts ist so wichtig, wie die Zufriedenheit eurer Patienten. Außerdem<br />
gehe ich mal davon aus, dass der Patient das Problem nicht selber<br />
geschaffen hat, um euch persönlich zu ärgern. Auch wenn der Raum<br />
aussieht, als wäre eine Bombe explodiert, sollte man dies dem Patienten<br />
nicht vorwerfen. Eine Reaktion, wie ein freundliches „Huch, hier liegt aber<br />
nicht nur die Seife im Argen“, ist erlaubt und ausreichend. Sagt dann der<br />
Patient noch Bescheid, dass das am defekten Mülleimer liegt, könnt ihr<br />
euch darum auch direkt kümmern.<br />
Ihr seht, mit eins der wichtigsten Dinge für eine gute Patientenbeziehung<br />
ist die Art wie ihr euch dem Patienten gegenüber verhaltet. Aber<br />
auch eine Toilette trägt dazu bei, ob sich der Patient in der Praxis wohl<br />
fühlt. Obwohl, gehören Verhalten und Räume nicht in gewisser Weise<br />
zusammen? Achtet immer genau darauf, dass ihr und die Räume so<br />
freundlich und ordentlich auf den Patienten wirken, wie ihr es von anderen<br />
erwartet.<br />
In der nächsten Folge der Serie geht es ins Behandlungszimmer. Was<br />
ich dort für eklige Situationen erleben durfte, wartet ab! bei „Gruselzahnarzt<br />
und Schockerpraxis Teil 3“. Wenn ihr gerne einmal jemanden<br />
einen Blick von außen auf eure Praxis werfen lassen wollt, sprecht eure<br />
Chefi n/euren Chef gerne an. Ich freue mich darauf, euch dabei zu unterstützen,<br />
die verborgenen Potentiale in den Bereichen Hygiene und<br />
Praxismanagement aufzudecken.<br />
Susanne Axmann gehört seit 2018 zum Team<br />
„Praxisinsider“ der ZA – Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft<br />
eG.<br />
Sie ist Expertin in den Bereichen Qualitäts- und Hygienemanagement.<br />
Besonders viel Freude macht ihr die Azubi-<br />
Ausbildung.<br />
Es kann immer wieder mal vorkommen, dass man in der Hektik des<br />
Alltags die Toilette nicht rechtzeitig überprüfen konnte. Das ist so auch<br />
nicht schlimm, mal den „Worst Case“ ausgeschlossen. Daher sollte<br />
man dankbar sein, wenn man von Patienten auf Missstände hingewiesen<br />
wird. Hierbei ist es sogar egal, ob der Patient euch freundlich<br />
informiert oder sauer herummeckert. Auch hier wieder die Frage: Wie<br />
würdet ihr reagieren, wenn keine Seife zum Händewaschen vorhanden<br />
ist? Vielleicht hatte der Patient heute schon einen schlechten Tag und<br />
die fehlende Seife ist nur eine weitere schlechte Sache. Kommt es nun<br />
dazu, dass ihr informiert wurdet, reagiert freundlich und kümmert euch<br />
sofort darum. Auch wenn es gerade unpassend ist, ist der „Kunde immer<br />
Susanne Axmann<br />
Praxiscoach<br />
ZA – Zahnärztliche Abrechnungsgenossenschaft eG<br />
Werftstraße <strong>21</strong> · 40549 Düsseldorf<br />
Tel.: +49 <strong>21</strong>1 56 93-387<br />
E-Mail: saxmann@die-za.de<br />
www.die-za.de<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de
30<br />
Im zweiten Teil meiner Kolumne zum Thema Nachhaltigkeit<br />
in der Prophylaxe und der häuslichen Zahnpflege geht es um<br />
Zahnpasten und deren Alternativen.<br />
© Humble Brush<br />
Text Tanja Rosellen<br />
Worauf beim Kauf beziehungsweise der<br />
nächsten Empfehlung achten?<br />
Das Wichtigste ist unsere Gesundheit und die unserer Patienten. Also<br />
sind Fragen nach Inhaltsstoffen, auf die eine eventuelle Unverträglichkeit<br />
besteht, zuerst zu beantworten. Ist in dieser Hinsicht alles geklärt,<br />
kann ich mich bei der patientenindividuellen Auswahl auf die Nachhaltigkeit<br />
konzentrieren.<br />
Die nachhaltige Zahnpasta und ihre Alternativen<br />
Schauen wir uns zuerst die Verpackung an - ist sie aus recyclebarem Material<br />
hergestellt und auch selbst recyclebar? Aufgrund der häufig verwendeten<br />
Aluminiumschicht im Inneren gibt es nicht selten ein massives<br />
Problem beim Recycling. Hier lohnt es sich ganz genau hinzuschauen!<br />
Außerdem ist auf den Tuben oft schon ein Hinweis darauf, ob diese frei<br />
von Mikroplastik sind. Polyethylen oder -propylen sind nicht abbaubar<br />
und verschmutzen so unsere Gewässer dauerhaft.<br />
Mittlerweile gibt es auch Pulver im Glas oder Zahnputztabletten.<br />
Letztere erhaltet ihr im Drogeriemarkt in theoretisch voll kompostierbaren<br />
Tüten. Theoretisch deshalb, weil sie aus Biokunststoffen bestehen,<br />
die das deutsche Entsorgungssystem aktuell noch nicht recyceln kann.<br />
Informiert euch dazu gerne über die Initiative Kreislaufverpackung, die<br />
Bewegung in das veraltete System bringt! Bis es soweit ist, könnt ihr<br />
sie am besten mit eurem eigenen Glas im Unverpacktladen einkaufen.<br />
Nachhaltigkeit hat auch immer mit<br />
unseren Tieren zu tun<br />
Was nützt uns ein plastikfreies Produkt, wenn es tierische Inhaltsstoffe<br />
aus der Massentierhaltung enthält und auch noch zahlreiche<br />
Tierversuche durchläuft? Leider ist das nicht direkt in den Inhaltsstoffen<br />
ersichtlich. Hydroxylapatit beispielsweise kann aus Tierknochen<br />
oder synthetisch hergestellt werden. Um es einfacher zu gestalten<br />
und nicht zahlreiche Firmen anzuschreiben, empfehle ich, auf<br />
zertifizierte Siegel zu achten, welche zeigen, ob das Produkt beispielsweise<br />
vegan oder tierversuchsfrei ist. Tipp: Informiert euch vorher,<br />
was das entsprechende Siegel tatsächlich aussagt.<br />
Empfehlenswert ist der Hasenkopf der Tierschutzorganisation PETA<br />
oder auch der Hase unter einer schützenden Hand vom deutschen<br />
Tierschutzbund. Zahnpflegeprodukte wie Zahnpasten zählen zu den<br />
Kosmetikartikeln. Hier gibt es Online Listen oder auch Apps, die<br />
schnell Gewissheit verschaffen, ob der Hersteller tierversuchsfrei produziert.<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
31<br />
CHECKLISTE für eine nachhaltige Zahnpasta<br />
· Sind Zahnpulver oder Zahnputztabletten eine Alternative?<br />
· Kann ich es unverpackt kaufen?<br />
· Sind umweltschädliche oder tierische Inhaltsstoffe enthalten?<br />
· Wurde auf Tierversuche verzichtet?<br />
· Wurde es regional produziert?<br />
In diesem Sinne – lasst uns Verantwortung für unsere Patienten<br />
und Umwelt übernehmen!<br />
Habt ihr noch Fragen zu dem Thema oder selbst noch<br />
Ideen und Hinweise dazu? Dann schreibt unserer Autorin<br />
eine E-Mail, sie antwortet gern.<br />
Tanja Rosellen<br />
Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin &<br />
Qualitätsmanagementbeauftragte<br />
E-Mail: nachhaltige-praxistipps@posteo.de<br />
© Humble Brush<br />
© DENTtabs<br />
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TePe Share –<br />
unsere Wissensplattform<br />
von Experten, für Experten.<br />
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Sweden<br />
Schon immer arbeiten wir eng mit zahnmedizinischen<br />
Fachkräften zusammen und folgen dabei stets unserer<br />
Mission, zu einem gesunden Lächeln und einer guten<br />
Mundgesundheit beizutragen. Über TePe Share möchten<br />
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informiert bleiben.
32 TePe Talk<br />
Nachhaltig Putzen –<br />
Umweltfreundlicher mit<br />
neuen Interdentalbürsten<br />
Dentalprofis wissen, dass es die sicht- und spürbaren Details sind, die eine gute Interdentalbürste<br />
besonders machen. Aber bei den Materialien kommt es auf die inneren Werte an. Zum<br />
Beispiel, wenn ein neues Produkt gleich aussieht und funktioniert, aber zusätzlich umweltfreundlicher<br />
geworden ist.<br />
Text Dr. Ralf Seltmann Bilder TePe<br />
Bekanntlich kommt es oft auf die unscheinbaren kleinen Dinge an, die<br />
den Unterschied machen. Deshalb tüfteln Produktingenieure und Industriedesigner<br />
gemeinsam mit Klinikern unermüdlich an der Verbesserung<br />
eigentlich so ausgereifter Produkte wie Interdentalbürsten (IDB). Dabei<br />
kann Bemerkenswertes entstehen – beispielsweise solche mit deutlich<br />
verbesserter Klimabilanz.<br />
mit, dass bis Ende 20<strong>21</strong> alle Produkte und Verpackungen CO 2 -neutral<br />
werden. Das bedeutet, dass der Nettoausstoß von CO 2 während des<br />
Produktlebenszyklus null sein muss. Sophia sagt: „Für uns ist die Balance<br />
zwischen Haltbarkeit und Umweltschutz wichtig. Deshalb sind unsere<br />
Verpackungen leicht zu recyceln und gleichzeitig nutzen wir mehr<br />
erneuerbare Materialien.“<br />
Für hochwertige und bezahlbare Medizin- und Hygieneprodukte ist<br />
Biokunststoff ein ideales Material. Bezüglich Sicherheit, Hygiene, Haltbarkeit,<br />
Formbarkeit, Effi zienz und automatisierte Herstellung gibt es<br />
bisher kein Besseres. Die Verwendung verbraucht wenig Energie und<br />
Wasser, es fallen kaum Reststoffe an und die Erzeugnisse sind relativ<br />
leicht. So entstehen bei TePe nachhaltigere IDB ohne Kompromisse<br />
in Qualität und Funktion, die sich auch in Aussehen und Haptik nicht<br />
unterscheiden. Für Anwender bedeutet das, sich voll auf die gewohnten<br />
Vorteile verlassen zu können – von allen Sicherheitsaspekten des<br />
Designs über die Reinigungswirkung des Borstenfeldes bis zum ergonomischen<br />
Handgriff. Der Nutzen sind Komfort und Produktvertrauen,<br />
was zu zufriedenen Patienten und besserer Compliance führt.<br />
Eine bessere Ökobilanz – auch bei Verpackungen<br />
Sophia Engqvist ist Senior Produktmanager bei TePe und arbeitet daran<br />
Denn für die Ökobilanz sind natürlich auch die Verpackungen wichtig.<br />
So besteht der Blister jetzt zu 63 Prozent aus Recycling-PET mit hauchdünnen<br />
Schichten neuen Materials auf der Innen- und Außenseite. Das<br />
ist für Mundhygieneprodukte sicher und sogar von der FDA zugelassen.*<br />
Die Beutel sind zu 80 Prozent aus Bio-PE, ebenfalls zugelassen<br />
und recyclebar, und endlich auch leichter zu öffnen! Selbst die Schutzkappen<br />
(Griffverlängerung) der IDB sind pfl anzenbasiert.<br />
Nachhaltigere Produkte – auch eine Frage des Prinzips<br />
Die neuen IDB und ihre Kappen werden übrigens nach dem Massenbilanz-<br />
Prinzip gefertigt. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir an, ihr habt euch in der Praxis<br />
für Grüne Energie entschieden. Habt ihr schon mal überlegt, wie eigentlich<br />
dieser Strom, sagen wir von den Solaranlagen, bis zum Stuhl oder der<br />
Kaffeemaschine kommt? Ganz einfach – zusammen mit dem Strom aus<br />
anderen Quellen fließt exakt die benötigte Menge Ökostrom durch dasselbe<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
TePe Talk<br />
33<br />
nur noch ein Gramm CO 2 frei. Zum Vergleich: Ein Mensch atmet pro Tag<br />
circa 900 Gramm CO 2 aus.<br />
Neue Konzepte für Industrie und Praxis<br />
Ökologische Nachhaltigkeit ist natürlich viel mehr als Materialaustausch,<br />
denn es geht darum, insgesamt Ressourcen einzusparen. In nachwachsenden<br />
Rohstoffen und noch mehr Recycling liegen weiterhin große<br />
Chancen. Dr. Sanjay Haryana vom TePe Regionalbüro Singapur dazu:<br />
„Hygieneabfall-Recycling ist schwierig, aber chemisches Recycling, am<br />
besten mit Grüner Energie, macht inzwischen große Fortschritte. Damit<br />
kann Kunststoff in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden,<br />
also sauber und mit idealen Eigenschaften.” So könnte die Ökobilanz<br />
der Praxis auch bei Verwendung bester Materialien weiter verbessert<br />
werden. Die Schweden setzen schon lange komplett auf Grüne Energie,<br />
stellen schrittweise alle Materialien um und verfolgen in der Fertigung<br />
den Kreislaufansatz, um Reststoffe weiterzuverwenden und die Umwelt<br />
zu entlasten.<br />
Netz, vom Erzeuger bis zu euch. Dieses Prinzip heißt Massenbilanz, wobei<br />
Masse auch für Menge steht. Das erspart ein Ökostromnetz, was teuer und<br />
nicht ökologisch wäre, und macht Grüne Energie bezahlbar. Auch Fair Trade<br />
funktioniert so, nur mit Tee oder Kakao. Und auch die neuen IDB von TePe.<br />
Damit auch alles stimmt, wird das komplette Verfahren von ISCC**<br />
regelmäßig überwacht und zertifiziert. Die Nachhaltigen sind, einmal<br />
ausgepackt, optisch nicht von den alten IDB zu unterscheiden. Aber das<br />
Griffmaterial hat es in sich. Dafür wird Kiefernöl eingekauft, ein erneuerbares<br />
Nebenprodukt der lokalen Zellstoffindustrie. Das ersetzt in der<br />
Produktion Erdöl und verbessert die Klimabilanz der IDB um 80 Prozent!<br />
Jede IDB setzt somit im Lebenszyklus (ohne Transport zu euch) statt fünf<br />
Schaden zu vermeiden gehört zu den wichtigsten ethischen Prinzipien<br />
der (Zahn-) Medizin. Brett Duane, Professor in Dublin und Autor zahlreicher<br />
Artikel über Nachhaltigkeit im Gesundheitswesen, schlägt vor,<br />
diesen Grundsatz auch auf ökologische (und soziale) Therapieaspekte<br />
anzuwenden.¹ Konkret wird empfohlen, bei gleicher Wirksamkeit die<br />
nachhaltigere Therapieoption zu berücksichtigen. Das würde bei gleicher<br />
Effizienz und Qualität auch die Verwendung und Empfehlung umweltfreundlicher<br />
Mundhygieneprodukte einschließen.<br />
Eine Befragung von IDB-Nutzern hat übrigens gezeigt, was sie von Qualitätsprodukten<br />
außerdem erwarten: Keine Tierversuche (44 Prozent),<br />
recycelbare Verpackungen (42 Prozent) und umweltfreundliches Material<br />
(41 Prozent).² Die neue nachhaltige Interdentalbürsten-Edition erfüllt<br />
diese Erwartungen.<br />
* FDA - Lebens- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten<br />
**ISCC - Internationale Zertifizierungsstelle für nachhaltige Beschaffung und Produktion.<br />
Stellt sicher, dass ökologische und soziale Nachhaltigkeit sowie Materialrückverfolgbarkeit in<br />
der gesamten Produktions- und Lieferkette gewährleistet ist.<br />
1 – 2<br />
Die Literaturliste kann bei der Redaktion angefordert werden.<br />
© Autorenbild Dr. Ralf Seltmann: Elfriede Liebenow Fotografie<br />
Dr. Ralf Seltmann (M.A.)<br />
Senior Manager Clinical Affairs,<br />
TePe in Hamburg<br />
TePe D-A-CH GmbH<br />
Langenhorner Chaussee 44 a · 22335 Hamburg<br />
E-Mail: kontakt@tepe.com<br />
www.tepe.com/de<br />
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34 Prophylaxe<br />
Motivation leicht gemacht –<br />
Untersuchen, Anfärben, Motivieren<br />
– Basis der Guided Biofilm Therapy<br />
Abb. 2: Das routinemäßige Anfärben gelingt besonders sauber mit vorgetränkten Pellets.<br />
Warum erscheinen viele Patienten nicht mehr zur PZR oder zur unterstützenden Parodontaltherapie?<br />
Was ist zu tun, damit sie zuverlässig dabeibleiben? Schlüssel zum Erfolg sind positive Gefühle, gute Kommunikation<br />
– und das Anfärben des Biofilms.<br />
Text Dr. Jan H. Koch Bilder EMS<br />
Ohne Motivation ist alles nichts. Jeder Mensch benötigt einen Anreiz für<br />
sein Tun – und der hat immer zuerst mit Gefühlen zu tun 1 . Nach einer<br />
aktuellen Übersicht, in der 39 Studien ausgewertet wurden, springen<br />
die meisten Parodontitispatienten schon in den ersten Jahren nach der<br />
Initialtherapie ab 2 . Als Ursachen nennen sie am häufi gsten:<br />
· dass sie nicht ausreichend über den Nutzen des Recall informiert<br />
wurden und<br />
· dass die regelmäßige „Motivation“ fehlte.<br />
Motivation lässt sich mit Botschaften erreichen, die auch Emotionen<br />
ansprechen – mit der sich Patientinnen und Patienten „mitgenommen“<br />
fühlen. Wichtig ist bekanntlich, einfühlsam zu sein, zum Beispiel durch<br />
aktives Zuhören 3, 4 : Auf offene Fragen berichten Patienten, was ihnen<br />
wichtig ist. Meist werden gutes Aussehen, frischer Atem und Gesundheit<br />
genannt. Aus den Antworten ergeben sich Argumente für bessere<br />
Pfl egegewohnheiten oder regelmäßiges Erscheinen zur Prophylaxe 4 .<br />
Wer die Praxis mit einem guten Gefühl verlässt, kommt wieder. Wichtig<br />
ist deshalb, dass am Ende jeden Recalls Zähne und Weichgewebe „tiptop“<br />
gereinigt werden – mit einer modernen und schonenden Methode.<br />
Stand der Technik ist die Guided Biofi lm Therapy (GBT) (Abb. 1, Seite<br />
36): Deren Grundprinzip ist, dass der Biofi lm angefärbt und mit Airfl<br />
ow vollständig und sehr schonend entfernt wird 5, 6 . Dieser Beitrag beschreibt<br />
die GBT-Schritte 01 Diagnose, 02 Anfärben und 03 Motivation.<br />
01 Diagnose<br />
Nachdem mögliche akute Probleme abgeklärt sind, beginnt jede Recallsitzung<br />
mit der, gegebenenfalls aktualisierten, Anamnese. Raucht der<br />
Patient zum Beispiel, hat Übergewicht oder zurzeit persönliche Probleme,<br />
kann er oder sie schwieriger zu motivieren sein und benötigt<br />
besondere Aufmerksamkeit. Bei anderen Patienten erhöht ein nicht optimal<br />
eingestellter Diabetes die Entzündungsneigung und kann zu mehr<br />
Sondierungsblutungen führen 4 .<br />
Zu Beginn jeder GBT-Sitzung spülen Patienten grundsätzlich für mindestens<br />
40 Sekunden mit der antimikrobiellen Lösung BacterX ® Pro. Neben<br />
0,1% CHX enthält BacterX ® Pro 0,05 % Cetylperidiniumchlorid (CPC) und<br />
0,005 % Fluorid. CPC rückte in letzter Zeit als wirksame antivirale Substanz<br />
immer mehr in den Fokus. So zeigen sowohl eine In-vitro- als auch eine<br />
klinische Studie mit Covid-19-Patienten, dass SARS-CoV-2-Viren im Speichel<br />
bis zu 6 Stunden nach Spülung mit CPC signifi kant reduziert werden 7, 8 .<br />
In jeder Sitzung sollten im Rahmen der Untersuchung ausgewählte Taschen<br />
sondiert werden, zum Beispiel mit dem Parodontalen Screening<br />
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Index (PSI) 9 . Wer seine Recallpatienten kennt, kennt auch dessen<br />
dentale Problemzonen und kann dort gezielt untersuchen.<br />
Karies ist am besten nach der Zahnreinigung erkennbar. Die<br />
gründliche Untersuchung durch die Zahnärztin oder den Zahnarzt<br />
erfolgt deshalb am zweckmäßigsten am Ende der Sitzung.<br />
02 Anfärben / 03 Motivation<br />
Wenn die Mundhygiene schlecht funktioniert, kann das an fehlendem<br />
Wissen und nicht ausreichender Fingerfertigkeit liegen.<br />
Hier hilft ein gründliches Aufklärungsgespräch und Mundhygienetraining,<br />
wenn nötig gemeinsam mit einer Betreuungsperson.<br />
Der optimale Start ist immer das Anfärben des Biofi lms,<br />
am besten mit vorgetränkten Pellets (Biofi lm Discloser, EMS).<br />
Mundhygieneinstruktion mit Anfärben praktizierten schon die<br />
„Prophylaxe-Väter“ Axelsson und Lindhe – bei kleinen und<br />
großen Patienten. Das Vorgehen ist ebenso Teil aktueller Empfehlungen<br />
und bei präventiver PZR und Parodontitispatienten<br />
im Prinzip gleich 10, 11 .<br />
CGM Z1.PRO –<br />
Meine Zukunft.<br />
Mein Weg.<br />
cgm-dentalsysteme.de<br />
Bevor Patienten dem Anfärben widersprechen können, wird<br />
ihnen kurz erklärt, wozu angefärbt wird:<br />
· Damit die wichtigste Ursache für Karies und Parodontitis<br />
(und andere Munderkrankungen) sichtbar wird – der Biofi lm.<br />
· Damit der Patient diesen zuhause effektiv entfernen kann,<br />
um gesund und attraktiv zu bleiben.<br />
· Damit der Patient sieht, dass die Prophylaxe-Expertin ihn<br />
bei der PZR vollständig entfernt hat – als Qualitätssicherung<br />
(der Patient zahlt!).<br />
Angesichts dieser Argumente sind Patienten in der Regel überzeugt<br />
und lassen bereitwillig anfärben. Traditionell wird meist<br />
empfohlen, Patienten zuerst zuhause oder in der Praxis putzen<br />
zu lassen und danach zur Kontrolle anzufärben. Alternativ kann<br />
es sinnvoll sein, die ungeputzten Zähne anzufärben und die gewohnte<br />
Mundhygiene erst in der Praxis durchführen zu lassen<br />
– in Ruhe und nach Möglichkeit mit der eigenen Zahnbürste.<br />
Damit werden gleich vier Ziele erreicht:<br />
· Der Patient hat keinen Stress, wenn vor dem Termin zu wenig<br />
Zeit für die gewohnte Hygiene war.<br />
· Der Patient sieht den Biofi lm, der nach dem Putzen verbleibt.<br />
Ein gutes Ergebnis ist eine positive Bestärkung.<br />
· Die Prophylaxe-Fachkraft kann beobachten, ob mit geeigneter<br />
Technik und sinnvoller Systematik geputzt wird.<br />
· Die Zeit lässt sich messen, die für eine (fast) perfekte Reinigung<br />
benötigt wird (Empfehlung Prof. Dr. Stefan Zimmer,<br />
Witten-Herdecke). Das ist ein guter Anhaltspunkt, wie lange<br />
zuhause geputzt werden sollte. Meist reichen zwei Minuten<br />
nicht aus.<br />
ZAHNARZTSOFTWARE<br />
Ich wünsche mir einen verlässlichen<br />
Ansprechpartner, der mich bei allen<br />
Herausforderungen unterstützt – ein<br />
Rundum-sorglos-Paket aus einer Hand.<br />
Und das bekomme ich bei CGM Z1.PRO.“<br />
CGMCOM-11612_DEN_03<strong>21</strong>_RRH
36 Prophylaxe<br />
08 NEUER RECALL<br />
TERMIN<br />
GESUNDER PATIENT = GLÜCKLICHER PATIENT<br />
Bestellen Sie Ihren Patienten<br />
risikoabhängig zum Recall<br />
Fragen Sie, wie ihm oder ihr<br />
die Behandlung gefallen hat<br />
07 QUALITÄTS-<br />
KONTROLLE<br />
PATIENTEN ZUM STRAHLEN BRINGEN<br />
Prüfen Sie anschließend, ob der Biofilm<br />
vollständig entfernt wurde Stellen Sie<br />
sicher, dass Zahnstein und Konkremente<br />
vollständig entfernt wurden<br />
Untersuchen Sie Zähne auf<br />
kariöse Läsionen Schützen<br />
Sie die Zähne mit Fluorid<br />
Keine Politur mehr nötig<br />
06 PIEZON ® PS<br />
VERBLEIBENDEN ZAHNSTEIN ENTFERNEN<br />
Verwenden Sie supragingival und bis zu<br />
10 mm subgingival das minimalinvasive<br />
EMS PS Instrument Reinigen Sie<br />
Taschen >10 mm mit einer Minikürette<br />
Verwenden Sie für Implantate bis zu<br />
3 mm subgingival und implantatgetragene<br />
Restaurationen das<br />
EMS PI Instrument<br />
05 PERIOFLOW ®<br />
BIOFILM ENTFERNEN IN TASCHEN >4 BIS 9 MM<br />
Verwenden Sie AIRFLOW ® PLUS<br />
Pulver in tiefen Taschen bei natürlichen<br />
Zähnen, Furkationen und an Implantaten<br />
Verwenden Sie die neuen und schmaleren<br />
tiefenmarkierten PERIOFLOW ® Nozzles<br />
R<br />
01 BEURTEILUNG UND<br />
INFEKTIONSSCHUTZ<br />
MUNDGESUNDHEIT BEURTEILEN UND<br />
HYGIENEMASSNAHMEN BEACHTEN<br />
Lassen Sie ihren Patienten zuerst mit<br />
BacterX ® Pro spülen Untersuchen Sie<br />
Zähne auf Karies, Gingivitis, Parodontitis<br />
Untersuchen Sie das periimplantäre<br />
Gewebe auf Mukositis, Periimplantitis<br />
02 ANFÄRBEN<br />
ANFÄRBEN UND BIOFILM<br />
SICHTBAR MACHEN<br />
Zeigen Sie Ihrem Patienten den<br />
angefärbten Biofilm und die<br />
Problemzonen mit<br />
dem EMS Biofilm Discloser<br />
Die Farbe steuert die Biofilm-<br />
Entfernung Sobald der Biofilm<br />
entfernt ist, ist der Zahnstein<br />
leichter zu erkennen.<br />
03 MOTIVATION<br />
INSTRUIEREN UND MOTIVIEREN<br />
Betonen Sie die Wichtigkeit der<br />
Prävention Instruktion der<br />
Mundhygiene EMS empfiehlt die<br />
tägliche geeignete Mundhygiene mit<br />
Philips Sonicare und Interdentalbürsten<br />
oder Philips AirFloss Ultra<br />
04 AIRFLOW ® MAX<br />
BIOFILM, VERFÄRBUNGEN UND<br />
JUNGEN ZAHNSTEIN ENTFERNEN<br />
Verwenden Sie AIRFLOW ® MAX für<br />
natürliche Zähne, Restaurationen und<br />
Implantate Entfernen Sie supra- und<br />
subgingivalen Biofilm und jungen Zahnstein<br />
mit PLUS Pulver 14 μm Entfernen Sie<br />
Biofilm auch von Gingiva, Zunge und<br />
Gaumen Entfernen Sie restliche Schmelz-<br />
Verfärbungen mit CLASSIC Comfort Pulver<br />
Abb. 1: Die 8 Schritte der Guided Biofi lm Therapy (GBT): Jede Sitzung beginnt mit Anamnese und Diagnose (1), Anfärben (2) und Mundhygiene-<br />
Instruktion (3). Die letzten beiden Punkte beziehen sich direkt oder indirekt (auch) auf häusliche Maßnahmen. (alle Abbildungen: EMS)<br />
Diese Maßnahme kostet Zeit, die aber bei den folgenden Prophylaxe-Sitzungen<br />
durch weniger Biofi lm und Zahnstein wieder herausgeholt wird.<br />
Als sehr wirksame Hilfsmittel für die tägliche Mundhygiene haben sich<br />
zum Beispiel Philips Sonicare Schall-Zahnbürsten und AirFloss Interdentalreinigungs-Geräte<br />
erwiesen (beide: Philips) 12, 13 . Vor allem approximal<br />
und am Gingivasaum verbleibt jedoch – auch nach gründlicher Mundhygiene<br />
– Biofi lm und damit Plaque-Färbemittel 14 . Dieses wird dann im<br />
Rahmen der professionellen Zahnreinigung mit Airfl ow und schonendem<br />
Pulver (zum Beispiel Airfl ow Plus, beide: EMS) vollständig entfernt.<br />
Kontrolle und Empathie<br />
Für eine besondere Patientengruppe scheint Anfärben – in Verbindung<br />
mit einem motivierenden Gespräch – besonders wirkungsvoll zu sein:<br />
für Jugendliche in kieferorthopädischer Behandlung 15 . Junge Patienten<br />
wollen also sowohl Empathie als auch Leistungs-Feedback und damit<br />
Kontrolle. Im Prinzip gilt das auch für Erwachsene. Die auf der Basis von<br />
Axelssons Prophylaxestunde entwickelte Guided Biofi lm Therapy bietet<br />
dafür die optimalen Werkzeuge.<br />
Der Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Firma E.M.S. und erschien bereits in<br />
der P&C 2-2020.<br />
Die Literaturliste kann bei der Redaktion angefordert werden.<br />
Dr. Jan H. Koch<br />
freier Fachautor und Berater, unter anderem<br />
für die Firma EMS<br />
E-Mail: service@dental-journalist.de<br />
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Unter diesem Wert beträgt die Transportkostenpauschale für Deutschland 4,99 € und für Österreich sowie Niederlande 5,49 €. Für eventuelle Druckfehler übernehmen wir keine Haftung.
38 Hygiene-Ratgeber<br />
© Copyright<br />
Die Zukunft ist digital –<br />
auch in der Zahnarztpraxis<br />
Die Zeiten analoger Patientenverwaltung und Materialerfassung sind vorbei: Über alle Einsatzbereiche<br />
der Zahnarztpraxis hinweg helfen digitale Lösungen dabei, den Praxis-Workflow zu erleichtern<br />
und so dem stressigen Arbeitsalltag gewappnet zu sein. Im sechsten und letzten Teil unserer<br />
Serie möchten wir euch beweisen, dass die Zukunft eines erfolgreichen Praxismanagements vor<br />
allem eins ist: Digital.<br />
Text Olaf Tegtmeier Bilder CGM Dentalsysteme GmbH<br />
Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter, wir googlen Dinge oder<br />
fragen gleich Alexa und über unser Smart-Home sorgt unsere Kaffeemaschine<br />
dafür, dass wir uns jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen<br />
über den heißgebrühten Kaffee freuen können. Die Digitalisierung ist<br />
in unserem Alltag längst angekommen. In vielen Praxen jedoch kämpfen<br />
eure Kollegen immer noch mit Kateikarten und Bestelllisten. Dabei<br />
ist eine umfangreiche und intuitiv bedienbare Praxissoftware nicht nur<br />
dazu in der Lage, euren Arbeitsalltag erheblich zu erleichtern.<br />
Strukturierter arbeiten, dank verlässlicher Software<br />
Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass beispielsweise die manuelle<br />
Karteikartenführung viel fehlerbehafteter und zeitintensiver ist<br />
als eine digitale. „Damit Arbeitsabläufe strukturiert und transparent<br />
werden, sollte das Praxisteam darin bestrebt sein, den gesamten<br />
Praxis-Workfl ow zu systematisieren und rationalisieren“, sagt Dr. Uta<br />
Schaub, Praxisinhaberin in Kreuztal. „In unserer Zahnarztpraxis unterstützt<br />
uns die Software CGM Z1.PRO von CompuGroup Medical<br />
Dentalsysteme dabei, genau das zu erreichen.“ Denn die gesamte<br />
Praxis kann über die CGM Z1.PRO-Software verwaltet und organisiert<br />
werden.<br />
Eine Umstellung auf digitale Prozesse macht nicht nur vieles einfacher<br />
für euch, sondern in Bezug auf Hygienemanagement und Materialverwaltung<br />
auch sicherer. „Das ist vor allem vor dem Hintergrund<br />
interessant, dass die Anforderungen an Praxen in diesen Bereichen<br />
durch viele gesetzliche Forderungen immer weiter ansteigen und eine<br />
lückenlose Dokumentation unabdingbar machen“, so Sabine Zude<br />
Geschäftsführerin der CGM Dentalsysteme. So kann eine gut durchdachte<br />
Praxissoftware Sicherheit im Sinne der Hygienerichtlinien und<br />
des Patientenrechtegesetzes bieten. Die Aufbereitung der Instrumente<br />
kann mithilfe von digitalen Helfern kinderleicht und rechtsicher<br />
dokumentiert werden. Genauso lückenlos können geplante Behandlungsschritte,<br />
Beratungsgespräche und Maßnahmen erfasst werden.<br />
Dadurch seid ihr als Praxis in der Lage, bei möglichen Rechtsstrei-<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Hygiene-Ratgeber<br />
39<br />
tigkeiten ohne Probleme der Beweispfl icht nachzukommen. Darüber<br />
hinaus spart euch die integrierte, digitale Materialverwaltung nicht<br />
nur Zeit, sondern auch Kosten ein.<br />
Sabine Zude<br />
Geschäftsführerin CGM Dentalsysteme<br />
Begeisterte Patienten sichern den Praxiserfolg<br />
Alle diese Aspekte haben zusätzlich einen positiven Einfl uss auf die<br />
Beziehung zwischen euch und euren Patienten. Euren Patienten alle<br />
gewünschten Informationen per Knopfdruck aushändigen zu können,<br />
vermeidet unnötige Hektik. Die Zeit, die ihr durch eine integrierte,<br />
digitale Hygiene- und Materialverwaltung einspart, kann in die individuelle<br />
Betreuung eurer Patienten investiert werden. Wenn sich der<br />
Patient gut aufgehoben fühlt, macht das nicht nur eure Arbeit einfacher.<br />
Denn begeisterte Patienten kommen nicht nur wieder, sondern<br />
empfehlen die Praxis auch weiter. So sichern sie nachhaltig den Erfolg<br />
eurer Praxis.<br />
Das war der sechste und letzte Teil unserer Serie. Wir hoffen, dass wir<br />
euch ein paar gute Tipps für euer erfolgreiches Praxismanagement an<br />
die Hand geben konnten!<br />
Dr. Uta Schaub<br />
Zahnärztin<br />
Olaf Tegtmeier<br />
Pfadfi nder Kommunikation<br />
CGM Dentalsysteme GmbH<br />
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Aufgefrischt!<br />
Die Kalkulation analoger Berechnung in der GOZ<br />
Selbstständige Leistungen, die weder in der GOZ noch in der<br />
GOÄ für die private Abrechnung zur Verfügung stehen, können<br />
gemäß § 6 (1) analog berechnet werden. Die Kalkulation<br />
dieser analogen Berechnung bereitet in der Zahnarztpraxis<br />
immer noch Probleme. Obwohl die GOZ diese Art der Leistungsabrechnung<br />
seit vielen Jahren zur Verfügung stellt, ist<br />
die Anwendung des § 6 (1) nicht immer einfach.<br />
Text Jana Brandt<br />
Grund genug diesen Abrechnungsweg mal aufzufrischen und die<br />
wichtigsten Fragen zu klären:<br />
1. Wie erfolgt die Kalkulation?<br />
Diese erfolgt nach der Wirtschaftlichkeitsstunde des Behandlers und<br />
dem Zeitbedarf zum Erbringen der Leistung. In den Zeitbedarf sollte<br />
die Vor- und Nachbereitung des Behandlungszimmers einfließen. Aus<br />
der Gesamtzeit wird mittels individueller Wirtschaftlichkeitsstunde ein<br />
Honorar errechnet.<br />
2. Welche Position nehmen wir?<br />
Steht das Honorar fest, erfolgt die 2. Phase – die passende Gebührenposition.<br />
Benötigt die Praxis ein Honorar von 20,00 Euro kann eine entsprechende<br />
GOZ-Position gesucht werden. Die passende GOZ-Position wird<br />
in die Software kopiert und im Leistungstext umgeschrieben, so dass auf<br />
der Rechnung eine korrekte Darstellung der analogen Position ausgewiesen<br />
wird. Finden Sie keine entsprechende GOZ-Position, darf auch auf<br />
die GOÄ in dem gemäß § 6 (2) geöffneten Bereich zugegriffen werden.<br />
3. Wie definieren wir die Abrechnung?<br />
Die analoge Position muss hinter der vierstelligen Nummer ein „a“ auf<br />
der Rechnung aufweisen. Der Leistungstext wird für einen medizinischen<br />
Laien verständlich formuliert, mit dem Hinweis „gemäß § 6 (1)<br />
GOZ“ sowie den Bezug zur verwendeten GOZ/GOÄ-Position „entsprechend<br />
GOZ xxxx ……..“.<br />
4. Welche Vorgabe in der Formulierung gibt es?<br />
Neben einer verständlichen Bezeichnung für einen Laien, kann die Praxis<br />
den Bezug der Position selbst festlegen. Unabhängig von der originalen<br />
GOZ/GOÄ-Position legt die Praxis eine eigene Definition fest: zum Beispiel:<br />
· Je Zahn<br />
· Je Kavität<br />
· Je Kiefer<br />
· Je Kieferhälfte/Frontzahnbereich<br />
· Je Sitzung usw.<br />
5. Darf Material berechnet werden?<br />
Die Materialberechnung ist bei der analogen Berechnung nach § 6 (1)<br />
GOZ nicht eindeutig definiert. In der Regel erfolgt die Berechnung der<br />
GOZ-Positionen nach § 4 (3) inklusive Praxiskosten einschließlich der<br />
Kosten für Füllungsmaterial, für den Sprechstundenbedarf, für die Anwendung<br />
von Instrumenten und Apparaten sowie für Lagerhaltung.<br />
Eine zusätzliche Berechnung von Material ist nur erlaubt, wenn dies<br />
ausdrücklich in der GOZ bestimmt wurde. Insofern kann Material zusätzlich<br />
nach der Materialberechnung der GOZ erfolgen, ansonsten<br />
sollte die Materialberechnung in die Kalkulation einbezogen werden.<br />
Beispiel:<br />
GOZ/<br />
Leistung<br />
GOÄ<br />
Ausführliche Auswertung der<br />
GOZ Ernährungsanamnese, je Auswertung<br />
6020a gemäß §6 (1) GOZ entsprechend GOZ<br />
6020 „Anwendung von Methoden zur<br />
Untersuchung des Gesichtsschädels“<br />
Ausführliche Ernährungsberatung,<br />
GOÄ je angefangene 15 min gemäß §<br />
34a 6 (1) GOZ entsprechend GOÄ 34<br />
Erörterung der Auswirkungen einer<br />
Krankheit auf die Lebensgestaltung<br />
Tel.: +49 341 231 032-0<br />
Jana Brandt<br />
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für eine<br />
Auswertung<br />
der Ernährungsanamnese<br />
35,00 €<br />
für eine Ernährungsberatung<br />
je 15 min<br />
Ihr habt Fragen an unsere Abrechnungsexpertin oder<br />
möchtet mehr Informationen zu diesem Beitrag?<br />
Dann schreibt uns an info@<strong>recall</strong>-magazin.de<br />
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Zahnzusatzversicherung<br />
41<br />
PZR und Prophylaxe: So viel erstatten<br />
die Zahnzusatzversicherungen<br />
In der letzten <strong>recall</strong> beschrieb die Abrechnungsexpertin Jana Brandt, was rund um die Gebührenposition<br />
GOZ 1040 alles abgerechnet werden kann. Doch wie sehen das die Versicherer? Welche<br />
Kosten bekommen eure Patienten von der Zahnzusatzversicherung erstattet?<br />
Text Gabriele Bengel<br />
Neue Generation der Zahntarife<br />
Früher war die Kostenerstattung für Prophylaxe und PZR durch private<br />
Zahnzusatzversicherungen nicht üblich. Deshalb haben viele eurer Patienten<br />
in den alten Tarifen Versicherungsschutz für Kronen, Brücken und Prothesen<br />
– mehr nicht. Doch die hochwertigen Zahnzusatzversicherungen,<br />
die in den letzten fünf Jahren auf den Markt gekommen sind, zahlen auch<br />
für Prophylaxe. Sie unterscheiden sich nur darin, in welcher Höhe sie die<br />
Kosten übernehmen und was alles unter „Prophylaxe“ als erstattungsfähig<br />
anerkannt wird.<br />
Höchstgrenzen beachten<br />
Die Bedingungen regeln auch, wie oft im Kalenderjahr PZR und Prophylaxe<br />
bezahlt werden. Und meistens wird ein Höchstbetrag genannt – ausgenommen<br />
bei Barmenia, die ab Vertragsbeginn 100 Prozent ohne Höchstgrenze<br />
bezahlt. Andere Beispiele: Bayerische zahlt im günstigen Smart-Tarif<br />
zwei Mal pro Jahr jeweils maximal 80 Euro, im Komfort-Tarif 200 Euro pro<br />
Jahr – egal, wie oft man die PZR machen lässt. Die DKV zahlt im Hochleistungstarif<br />
300 Euro pro Jahr, die Gothaer 150 Euro und die SDK in den<br />
neuen Zahntarifen zwischen 100 Euro und 200 Euro – je nach Tarifstufe.<br />
Ein Blick ins Kleingedruckte<br />
In den Versicherungsbedingungen wird in der Regel aufgelistet, welche<br />
Maßnahmen als Prophylaxe eingestuft werden. Bei DKV steht „prophylaktische<br />
Leistungen” nach Abschnitt B der GOZ. Andere listen auf: „Entfernen<br />
harter und weicher Beläge (GOZ 1040), Fluoridierungsmaßnahmen (GOZ<br />
1020), erstellen Mundhygienestatus (GOZ 1000), Kontrolle Übungserfolg<br />
(GOZ 1010), Fissurenversiegelung (GOZ 2000) und Behandlung überempfindlicher<br />
Zahnflächen (GOZ 2010).“ Nicht als Prophylaxe-Maßnahmen<br />
gelten bei vielen Tarifen die GOZ-Ziffern 4000 ff. Diese werten die Versicherer<br />
– wie es ja auch in der GOZ steht – als Behandlungsmaßnahmen bei<br />
Erkrankung des Parodontiums. Erstattungsfähig sind diese Kosten, wenn<br />
euer Patient eine Zahnversicherung hat mit umfassendem Versicherungsschutz<br />
für Zahnbehandlung inklusive Parodontitisbehandlung.<br />
Ihr habt Fragen oder wollt eine Auflistung, welcher Versicherer welchen<br />
Betrag für die PZR erstattet? Schreibt eine E-Mail an redaktion@<strong>recall</strong>-magazin.de<br />
Kennwort „ZZV-PZR“. Wir leiten diese an unsere Spezialisten weiter,<br />
welche euch schnellstmöglich über die passende Lösung informieren.<br />
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42 Fortbildung<br />
Nachhaltig in eine bessere Zukunft<br />
Digitale Wissensplattform TePe Share startet – Wissen teilen, gemeinsam wachsen<br />
TePe Share: Schon gewusst?<br />
Von A wie Allgemeingesundheit bis Z wie Zahnpflege – das Themenspektrum<br />
auf TePe Share ist groß. So können Nutzer sich im Rahmen<br />
von Tutorials, Online-Seminaren oder als Studienzusammenfassung,<br />
etwa zum Zusammenhang von Mund- und Allgemeingesundheit informieren,<br />
aber auch zu vielen weiteren Themenbereichen – wie Interdentalreinigung,<br />
Prävention und Parodontalerkrankungen, Mundpflege,<br />
Kommunikation und Motivation, Kinderzahnheilkunde, Implantatpflege<br />
oder Kieferorthopädie – weiterbilden. Auch der direkte Austausch wird<br />
möglich: Im Rahmen von kostenlosen Online-Vorträgen und Webinaren,<br />
die regelmäßig auf TePe Share stattfinden.<br />
Zum Terminkalender geht’s hier entlang: https://www.tepe.com/sharede/veranstaltungen-webinare-newsletter/.<br />
Kommende Termine im Überblick:<br />
· 4. und 5. Mai 20<strong>21</strong>: Implant Maintenance – the Foundation for<br />
Long-term Success (englisch)<br />
· 2. Juni 20<strong>21</strong>: Nachhaltigkeit in aller Munde?<br />
Zu einer guten Zahnpflege inspirieren und über deren Zusammenhang<br />
zur Mund- sowie allgemeinen Gesundheit aufklären – gemäß diesem<br />
Credo arbeitet TePe kontinuierlich an der Entwicklung innovativer Lösungen<br />
für die präventive Mundhygiene. Alle Produkte werden auf<br />
der Grundlage klinischen Wissens und in Zusammenarbeit mit zahnmedizinischen<br />
Experten entwickelt. Diese Kompetenzen aus langjähriger<br />
Erfahrung möchte TePe weitergeben – und bündelt dieses Wissen<br />
rund um die Mundgesundheit in Form von Fachvorträgen, Webinaren,<br />
Veröffentlichungen und Videotutorials jetzt auf der neuen digitalen<br />
Wissensplattform TePe Share (www.tepe.com/share-de). Damit geht<br />
das Unternehmen einen weiteren Schritt in Sachen nachhaltiger Unternehmensstrategie<br />
voran: Denn die allgemeine Gesundheitsfürsorge<br />
als öffentliches Gut voranzutreiben und damit das Wohlergehen aller<br />
Menschen zu fördern ist in den Nachhaltigkeitszielen der UN verankert,<br />
die TePe aktiv unterstützt. Für eine bessere Zukunft. Mit der neuen Wissensplattform<br />
stehen zahnmedizinischem wie medizinischem Fachpersonal,<br />
Apothekern, Studenten aber auch Verbrauchern wertvolle Infos<br />
rund um das Thema Mundgesundheit zur kostenfreien Verfügung. Die<br />
Mission: Mittels kostenloser Webinare, Videos und Artikel sowie Newsletter,<br />
die auf klinischer Erfahrung und zahnmedizinischer Forschung<br />
basieren, zu begeistern, weiterzubilden und Wissen zu teilen. „Damit<br />
möchten wir über Themen aufklären, die uns am Herzen liegen und<br />
gleichzeitig unser Wissen und unsere Kompetenzen weitergeben, um<br />
andere zu unterstützen und zu inspirieren“, erklärt Helena Ossmer Thedius,<br />
Marketing & Innovation Director bei TePe.<br />
© TePe<br />
In Kürze startet Dr. Ralf Seltmann, Zahnarzt und Senior Manager Clinical<br />
Affairs bei TePe, mit seinem Live-Webinar zum Thema „Nachhaltigkeit<br />
in aller Munde?“. Das Thema trifft den Nerv der Zeit. Denn: Ausgelöst<br />
durch Klimafolgen und Plastikdiskussion interessieren sich immer mehr<br />
Menschen für das Konzept Nachhaltigkeit und sehen eine Mitverantwortung<br />
für den Umwelterhalt und soziale Fragen. TePe nimmt seine<br />
Verantwortung wahr: Mit neuen, nachhaltig hergestellten Produkten<br />
wird effektive Mundhygiene gleichzeitig umweltfreundlich. So berichtet<br />
Dr. Seltmann: „Bis Ende 2022 werden wir alle TePe-Produkte und ihre<br />
Verpackungen klimaneutral anbieten.“ Doch das ist nicht alles.<br />
Heute an morgen denken:<br />
Nachhaltigkeit in der Unternehmens-DNA<br />
Die Arbeit, die TePe im Rahmen von TePe Share für die Steigerung des<br />
Gesundheitsbewusstseins leistet, ist eng mit dem UN-Nachhaltigkeitsziel<br />
3 – gute Gesundheit und Wohlbefinden – verbunden und damit<br />
grundlegend für die nachhaltige Unternehmensstrategie, die TePe<br />
konsequent verfolgt: Ausgerichtet an der UN-Nachhaltigkeitsagenda*<br />
hat TePe eigene Fokusbereiche für sich definiert – Good People, Good<br />
Practice, Good Product. Konkret bedeutet das: Nachhaltigkeit wird in<br />
allen Unternehmensbereichen großgeschrieben – von einer respektvollen<br />
Zusammenarbeit über eine verantwortungsvolle Unternehmensführung<br />
bis hin zu ressourcenschonenden und innovativen Qualitätsprodukten.<br />
„Was uns antreibt? Der verantwortungsvolle Blick auf die<br />
Chancen zukünftiger Generationen. Dafür sind der bewusste Umgang<br />
mit Ressourcen und die Reduktion des CO 2 -Fußabdrucks in unserem<br />
täglichen Handeln unerlässlich“, betont Helena Ossmer Thedius.<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Fortbildung<br />
43<br />
Immer up-to-date<br />
Nichts mehr verpassen – das geht mit den Newslettern von TePe: „TePe<br />
News & Angebote“ informiert über Unternehmens-Neuigkeiten, Produkte,<br />
Aktionen sowie spezielle Angebote und kostenlose Webinare<br />
für die dentale Praxis. Auf aktuelle Studiendaten und Veröffentlichungen<br />
fokussiert sich der Newsletter „Zahnheilkunde News“, der von Dr.<br />
Anna Nilvéus Olofsson, Fachzahnärztin für Kinderzahnheilkunde und<br />
Managerin für Zahnmedizin und Wissenschaft bei TePe in Malmö, herausgegeben<br />
wird. Er richtet sich an zahnärztliches Fachpersonal und<br />
Studenten der Zahnmedizin weltweit.<br />
Das klingt spannend? Hier geht’s zur Anmeldung:<br />
https://www.tepe.com/de/for-professionals/newsletter/<br />
TePe D-A-CH GmbH<br />
Langenhorner Chaussee 44a · 22335<br />
Hamburg<br />
E-Mail: kontakt@tepe.com<br />
www.tepe.com/de<br />
* Auswahl der 17 UN Nachhaltigkeitsziele, die TePe besonders<br />
aktiv unterstützt: 3/Gesundheit und Wohlergehen; 7/<br />
Bezahlbare und saubere Energie; 8/Menschenwürdige Arbeit<br />
und Wirtschaftswachstum; 9/Industrie, Innovation und<br />
Infrastruktur; 12/Nachhaltiger Konsum und Produktion; 13/<br />
Maßnahmen zum Klimaschutz.<br />
Studium B.Sc. Dentalhygiene in Heidelberg startet durch!<br />
Die Medical School 11 hat in einem Kooperationsmodell mit der SRH Hochschule für Gesundheit<br />
planmäßig den Studiengang Dentalhygiene in Heidelberg gestartet!<br />
Der Studiengang erstreckt sich bei erfolgreicher individueller Anrechnung<br />
der ZFA-Ausbildung über 24 Monate und kann neben einer Berufstätigkeit<br />
studiert werden. Das Studium ist gegliedert in circa ein<br />
Drittel Präsenzphasen an der Hochschule, ein Drittel Selbstlernphasen<br />
zu Hause und ein Drittel Transferphasen in der beruflichen Praxis. Der<br />
Studiengang zeichnet sich nicht nur durch eine umfangreiche berufspraktische<br />
Ausbildung in Vorklinik und Klinik aus, sondern auch durch<br />
das Schwerpunktthema „Mobile Betreuung von Pflegebedürftigen/<br />
Pflegeheimen“ in Theorie und Praxis.<br />
ZMP-Aufstiegsfortbildung: ideale Vorbereitung zum Studium<br />
Durch die enge Kooperation der Medical School 11 mit dem praxis-<br />
Dienste Institut für Weiterbildung können ZMP-Absolventinnen bares<br />
Geld sparen: der Besuch einer praxisDienste-Aufstiegsfortbildung wird<br />
auf das Studium angerechnet und sorgt für reduzierte Studiengebühren.<br />
ZMP-Absolventinnen erhalten beispielsweise 16 ECTS Leistungspunkte<br />
und können damit 1.280,- € an Studiengebühren einsparen! In diesem<br />
Fall reduzieren sich die Studiengebühren auf nur 14.320,- €.<br />
Jetzt Studienplatz sichern für das Wintersemester 20<strong>21</strong>!<br />
Interessenten können sich für den kommenden Semesterstart im Oktober<br />
20<strong>21</strong> auf der Internetseite der Medical School 11 unverbindlich<br />
online bewerben. Die Medical School 11 prüft dann unverbindlich, ob<br />
alle Zulassungsvoraussetzungen erfüllt sind. Ein Studienstart ist auch<br />
ohne Abitur dafür mit einem Ausbildungsabschluss als ZFA plus Arbeitserfahrung<br />
möglich.<br />
Weitere Informationen und Anmeldung<br />
www.medicalschool11.de<br />
© medical school 11<br />
Medical School 11<br />
c/o Medicus Education Heidelberg AG (Verwaltungsanschrift)<br />
Brückenstrasse 28 · 69120 Heidelberg<br />
Tel.: +49 62<strong>21</strong> 649 971-0<br />
WhatsApp: +49 178 69 65 437<br />
E-Mail: studium@medicalschool.de<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de
44 Dentalmarkt<br />
Zahnpflege To Go<br />
Frühlingsstart mit zuckerfreiem Kaugummi<br />
Mit dem Kauen von zuckerfreiem Kaugummi nach dem Süßen pflegt man die<br />
Zähne zahnmedizinisch perfekt, auch unterwegs. Denn durch das Kauen wird<br />
der Speichelfluss angeregt. Dies sorgt außerdem für frischen Atem und kann<br />
beim Tragen von Mund- und Nasenmasken dazu beitragen, dass der Mundraum<br />
nicht austrocknet.<br />
Gründliches Zähneputzen am Morgen und Abend ist der feste Grundbestandteil<br />
der täglichen Routine für gesunde Zähne, wie sie die Kariesprophylaxe-Leitlinie<br />
der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) empfiehlt.<br />
Zahnarztpraxen können ihren Patienten nach der Behandlung ein kleines Lächeln<br />
ins Gesicht zaubern und gleichzeitig Lust auf Prophylaxe machen – mit<br />
Wrigley’s Extra-Kaugummi im passend zum Frühlingsstart gestalteten Envelo-<br />
Anzeige<br />
pe (Abb. 1). Mit den drei Leitlinien-Tipps zur täglichen Kariesprophylaxe auf<br />
der Innenseite – Zähne putzen, wenig Zucker, Kaugummi kauen – erinnern die<br />
Envelopes daran, beim Genuss auch an die Zähne zu denken.<br />
Abb. 1<br />
Abb. 2<br />
© Wrigley<br />
Regelmäßig nach Mahlzeiten, Snacks und zucker- oder säurehaltigen Getränken<br />
den Speichel zu stimulieren, funktioniert sehr schnell und einfach mit<br />
zuckerfreiem Kaugummi: Der aktivierte Speichel verstärkt die Spülfunktion,<br />
unterstützt damit die Reinigung der Mundhöhle von Nahrungsbestandteilen,<br />
fördert die Pufferung von Säuren und wirkt remineralisierend auf den Zahnschmelz.<br />
Dass Kaugummi immer schnell und leicht zur Hand ist, macht ihn<br />
zur perfekten „Zahnpflege To Go“. Zusätzlich dazu kann das Praxisteam den<br />
Patientinnen und Patienten mithilfe des Leitlinien-Patientenflyers alle sieben<br />
Empfehlungen der Leitlinie aufzeigen und die Broschüre anschließend mitgeben.<br />
So bleibt die Praxis in guter Erinnerung, Patienten kommen gerne wieder<br />
und empfehlen sie weiter.<br />
PRAXISFASHION<br />
Tel. 02744/9200-19<br />
WWW.PRAXISFASHION.DE<br />
PRAXIS-<br />
MODE<br />
Unter www.wrigley-dental.de, dem Fachportal des Wrigley Oral Healthcare<br />
Program (WOHP), können ab sofort die Frühlings-Envelopes mit den fruchtigen<br />
EXTRA Professional White Erdbeere sowie die Oster-Envelopes mit den<br />
frischen EXTRA Professional White Kaugummis bestellt werden – solange der<br />
Vorrat reicht. Den Leitlinien-Patientenflyer „7 grundlegende Empfehlungen zur<br />
Kariesprophylaxe bei bleibenden Zähnen“ der DGZ gibt es ab einem Bestellwert<br />
von 32 Euro kostenlos dazu, sowie den 7-Punkte-Plan als Praxisposter (Abb.2).<br />
Mars GmbH<br />
Wrigley Oral Healthcare Program<br />
Biberger Str. 18 · 82008 Unterhaching<br />
E-Mail: kontakt@de.mars.com<br />
www.wrigley-dental.de<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Dentalmarkt<br />
45<br />
BioLactis ® - Orales Probiotikum<br />
Stärkt die orale Immunabwehr und ersetzt Chlorhexidinspülungen<br />
Eine gesunde orale Immunabwehr ist gerade in diesen schwierigen<br />
Zeiten Grundlage der Infektionsprävention. Viele, auch bisher bewährte<br />
Mundspüllösungen decken mit Ihrem antimikrobiellen Spektrum nur<br />
Teile an Keimen ab und sind zum Beispiel gegen Corona-Viren nur<br />
bedingt wirksam.<br />
Symptome wie Gingivitis aber auch Blutungen bei Parodontitis oder das<br />
Kariesrisiko können nachhaltig minimiert werden. Studien zeigen dies in<br />
gleichem Umfang wie beim Chlorhexidin, jedoch gänzlich ohne dessen<br />
unangenehme Nebenwirkungen. Gleichzeitig wird die orale Immunantwort<br />
signifi kant gestärkt was zur Minimierung auch von viralen Infektionsrisiken<br />
beiträgt. BioLactis Probiotikum ist ein wohlschmeckendes<br />
Pulver, das einmal täglich auf die Zunge gestreut wird und dabei die<br />
Mundhöhle mit gesundheitsfördernden Bakterien besiedelt. Eine Anwendungs-Kur<br />
dauert 30 Tage und kann bis zu 3 Monaten nachhalten.<br />
Gleichzeitig wird die schützende Vielfalt des oralen Mikrobioms reduziert.<br />
Anders bei Probiotika: Diese unterstützen und stabilisieren eine gesunde<br />
Mundfl ora (ohne Nebenwirkungen) und können dennoch parodontalpathogene<br />
Keime sowie kariesverursachende Bakterien zurückdrängen.<br />
Cumdente GmbH<br />
Paul-Ehrlich-Straße 11<br />
72076 Tübingen<br />
Tel.: +49 7071 9 75 57 <strong>21</strong><br />
E-Mail: info@cumdente.de<br />
www.cumdente.com<br />
© Cumdente<br />
Mit wellsamed erwacht der Frühling<br />
Bunte Saisonmotive bringen frischen Wind in den Praxisalltag<br />
Begrüßen Sie den Frühling mit den nachhaltigen Papier-Mundspülbechern von<br />
wellsacup. Eintönig kann jeder – unsere bedruckten Einwegbecher machen<br />
das gewisse Etwas im Behandlungszimmer aus und unterstützen Sie zudem in<br />
der nachhaltigen Einrichtung Ihrer Praxis – auch der Umwelt zuliebe!<br />
Mundspülbecher sind wichtige Verbrauchsmaterialien im dentalmedizinischen<br />
Bereich. Deshalb sollten diese auch sorgsam ausgewählt werden. Wellsamed<br />
macht es sich zur Aufgabe, das Behandlungserlebnis für<br />
Patient*innen in der Zahnarztpraxis zu verbessern. Oftmals ist der<br />
Gang in die Zahnarztpraxis für viele mit einem mulmigen Gefühl im<br />
Bauch verbunden – da ist es doch schön, ein freundliches Ambiente<br />
im Behandlungsraum vorzufi nden. Florale Motive, knallige Farben<br />
und lockere Sprüche, vermögen es leicht, beim Spülen des Mundes,<br />
die Stimmung zu heben.<br />
der Einwegbecher in gebräuchliche Becherspender, wie zum Beispiel auch in<br />
die wellsamed Edelstahl-Modelle.<br />
Entdecken Sie, neben den Motiven „Frühling“ und „Sommer“, auch die ganze wellsacup<br />
Kollektion, sowie die große Produktvielfalt von wellsamed jetzt bei Europas<br />
größtem Prophylaxeversand Oral Care Center (www.oral-care-center.de).<br />
Dabei erfahren Sie mit wellsamed eine Marke in bewährter Qualität:<br />
Die Becher sind aus Hartpapier gefertigt, haben einen festen Stand<br />
und sind gegenüber Kunststoffbechern besonders formstabil. Ein rund<br />
gezogener Becherrand bietet zudem den Patient*innen ein angenehmes<br />
Trinkgefühl.<br />
Selbstverständlich sind die bunten Mundspülbecher ganz genau auf die besonderen<br />
Anforderungen einer Praxis abgestimmt. Mit einer Füllmenge von<br />
180 ml, einer Becherhöhe von 8,3 cm, sowie einer Standfl äche von 5 cm, passt<br />
wellsamed GmbH<br />
Brahestr. 16 · 04347 Leipzig<br />
www.wellsamed.com<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de
46<br />
Lifestyle<br />
Liebe<br />
deineZunge<br />
www.liebedeinezunge.de<br />
„Liebe deine Zunge“<br />
Liebe deine<br />
geht online<br />
Zunge<br />
Mit der kostenlosen Schulungs- und Informationsplattform www.liebedeinezunge.de bringt<br />
die Medical School 11 das Thema Zunge in die Zahnarztpraxen.<br />
Text / Bilder Medical School 11<br />
Über 60 bis 70 Prozent aller Bakterien im Mundraum befinden sich auf<br />
der Zunge und bilden somit ein gefährliches Reservoir für Erkrankungen<br />
an Zähnen und Zahnfleisch sowie für Mundgeruch. Trotzdem ist<br />
dieses wichtige Organ, das für uns beim Sprechen, Essen, Schmecken<br />
und Fühlen im Mund unverzichtbar ist, in der zahnmedizinischen Lehre<br />
und Praxis – auch kulturell bedingt - wenig präsent.<br />
und Zahnärzte*innen kreiert, die kostenfreie Schulungsvideos von<br />
Dentalhygieniker*innen zu allen Facetten der Zunge enthält. Die Themen<br />
reichen von der Anatomie der Zunge, über mögliche Erkrankungen<br />
bis hin zu Wechselwirkungen von allgemeinmedizinischer Bedeutung.<br />
Auch die professionelle Reinigung und Pflege der Zunge im Rahmen<br />
der PZR wird anschaulich erklärt.<br />
Mit dem Aktionsprogramm „Liebe deine Zunge“ möchte die Medical<br />
School 11 die Bedeutung der Zunge für Mund- und Allgemeingesundheit<br />
in den Fokus rücken. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern<br />
und Experten wurde eine Plattform für Prophylaxefachkräfte<br />
Als Highlight kann man sich zum Zungenprophy mit entsprechender<br />
Urkunde zertifizieren lassen. Nach erfolgreich bestandenem Test winkt<br />
ein wertvolles „Liebe deine Zunge Paket“ mit vielen Informationen,<br />
Gutschein und Materialien rund um die Zunge für die Zahnarztpraxis.<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Lifestyle<br />
47<br />
Fotowettbewerb Werde das nächste<br />
Zungen-Top-Model in Deutschland<br />
Außerdem kann man durch die Teilnahme an dem Fotowettbewerb<br />
„Werde das nächste Zungen-Top-Model in Deutschland“<br />
monatlich einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Euro<br />
gewinnen. Alle Informationen dazu findet ihr auf der Homepage<br />
www.liebedeinezunge.de. Angesprochen sind alle, die sich mit der<br />
Mundpfl ege professionell auseinandersetzen: Zahnmedizinische<br />
Fachangestellte, Prophylaxeassistenten*innen,Dentalhygieniker*innen<br />
und natürlich Zahnärzte*innen. Werden Sie Zungen-Prophy und<br />
lassen Sie ihre Patienten von dem Know-how profi tieren – ganz<br />
nach dem Motto: Saubere Zunge für mehr Gesundheit!<br />
Medical School 11<br />
Brückenstraße 28<br />
69120 Heidelberg<br />
E-Mail: info@liebedeinezunge.de<br />
www.medicalschool11.de<br />
Weitere Informationen:<br />
www.liebedeinezunge.de<br />
©nakaridore/freepik<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de<br />
© David Marcu by Unsplash
48<br />
Lifestyle<br />
Ganzheitlich entgiften<br />
Endlich wieder fi t mit einer Detox-Kur – Bringen Sie Körper, Geist und Seele in Balance<br />
Viele Menschen klagen darüber, dass sie sich müde und antriebslos<br />
fühlen. Oft sind eine einseitige Ernährung, Stress und Bewegungsmangel<br />
dafür verantwortlich. Zu den Folgen zählen Energiemangel, unreine<br />
Haut und eine erhöhte Infektanfälligkeit. Dann sorgt eine Detox-Kur<br />
mit Luvos-Heilerde imutox wieder für Energie und Wohlbefi nden.<br />
Detoxen ist eine ganzheitliche Methode, mit der sich Körper und<br />
Seele in Balance bringen lassen. Dabei fördert Luvos-Heilerde imutox<br />
auf natürliche Weise die Entgiftung von innen. Sie kann belastende<br />
Umweltgifte, Schwermetalle, Weichmacher, Bakterien- und Schimmelpilzgifte<br />
aus der Nahrung binden. Zusätzlich kann sie als mineralischer<br />
Katalysator zellschädigende freie Radikale aus der Nahrung abbauen.<br />
Das schützt den Organismus vor oxidativem Stress, der für viele Krankheiten<br />
verantwortlich ist. Damit eignet sich Luvos-Heilerde imutox für<br />
die tägliche Reinigung von innen. Nebenwirkungen sind keine bekannt.<br />
Entgiftung über die Haut unterstützen<br />
Um die Wirkung zu steigern, kann die Entgiftung von außen über<br />
die Haut unterstützt werden. Daher enthält das Luvos-Detox-Set<br />
auch Luvos-Heilerde imutox-Paste zur Hautentgiftung. Regelmäßiges<br />
SkinDetoxing sorgt für gesunde, strahlende Haut und macht die<br />
Kur zu einem ganzheitlichen Detox-Erlebnis. Zusätzlich können Sie<br />
die zarte Gesichtshaut mit der SOS-Detox-Maske mit Heilerde und<br />
Seefenchel verwöhnen.<br />
Tipps und Rezepte für Ihre Detox-Kur zu Hause<br />
Das Luvos-Detox-Set beinhaltet auch eine Anleitung für Ihre ganz persönliche<br />
5 Tage-Detox-Kur zu Hause. Denn zum Detoxen gehört noch<br />
mehr; es basiert auf den folgenden vier Säulen:<br />
Detox<br />
Tipps<br />
Gesunde Ernährung.<br />
1 2 3<br />
Greifen Sie vermehrt zu<br />
frischem Obst, Gemüse und<br />
Salat. Verzichten Sie während<br />
der Detox-Kur auf belastende<br />
Lebensmittel wie Zucker, Weißmehlprodukte,<br />
fettreiche Speisen,<br />
Alkohol und Kaffee.<br />
Ganzheitliche<br />
Körperpflege.<br />
Widmen Sie auch Ihrem<br />
Körper in diesen Tagen mehr Sorgfalt,<br />
indem Sie ausreichend schlafen, heißkalte<br />
Wechselduschen anwenden<br />
oder in die Sauna gehen.<br />
Aktivierende<br />
Bewegung.<br />
Täglich 30 Minuten Bewegung<br />
fördern das Ausleiten von<br />
Giftstoffen und tun der Seele gut.<br />
Wählen Sie eine Sportart, die Ihnen<br />
Spaß macht.<br />
4<br />
Innere Balance.<br />
Nicht nur unser Körper wird mit belastenden Stoffen überschwemmt,<br />
auch auf unseren Geist strömen ständig Reize ein. Nutzen Sie die Detox-Kur und<br />
gehen Sie bewusst offl ine. Tun Sie sich mit Achtsamkeitsübungen, Meditation,<br />
Yoga oder autogenem Training etwas Gutes.<br />
Für die Verlosung hat uns das Unternehmen sechs Pakete im Wert von je<br />
37 Euro zusammengestellt, welche ihr ganz einfach gewinnen könnt: Sendet<br />
uns eine E-Mail bis spätestens 31.05.20<strong>21</strong> mit dem Kennwort „Detox“<br />
an info@<strong>recall</strong>-magazin.de und gehört zu den glücklichen Gewinnern. Die<br />
Gewinner werden per Los ermittelt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.<br />
Viel Glück! Weitere Informationen unter: www.luvos.de<br />
Illustration © Rawpixel Ltd. freepik<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
Lifestyle<br />
49<br />
Hotspot – Eine globale Herausforderung<br />
Der erste große Ausbruch von Covid-19 in Deutschland bot eine unglaubliche<br />
Chance. Denn was in Heinsberg passierte, würde bald überall passieren. Für Hendrik<br />
Streeck stand deshalb fest, dass man nicht tatenlos zuschauen konnte, wie<br />
sich das Infektionsgeschehen entwickelte. Vielmehr stellte er sich die Frage: Was<br />
können wir dazu beitragen, das Virus zu bekämpfen, seine Ausbreitung einzudämmen?<br />
„Hotspot“ bietet einen spannenden Einblick in die aktuelle Forschung und<br />
liefert zugleich neueste Erkenntnisse zu SARS-CoV-2 und dem Pandemiegeschehen.<br />
Gewinnt eins von zwei Exemplaren. Löst das Rätsel und schickt uns<br />
die Lösung mit dem Kennwort „Hotspot“. Viel Glück!<br />
Isabelle Bitterli &<br />
Werner Nydegger<br />
König Corona<br />
Prof. Dr. Hendrik Streeck<br />
Hotspot<br />
©Amanda Dahms<br />
ISBN: 978-3-9525235-4-4<br />
32 Seiten, Hardcover<br />
Geschichte: Isabelle Bitterli<br />
Illustrationen: Werner Nydegger<br />
Kobold-Books<br />
www.kobold-books.ch<br />
ISBN: 978-3-492-07103-1<br />
192 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag<br />
Erschienen am 01.02.20<strong>21</strong><br />
Mitautor: Margret Trebbe-Plath<br />
Das aktuelle Kinderbuch<br />
zum Thema Corona<br />
Wie erklärt man eine so komplexe gesellschaftliche Herausforderung<br />
wie die Corona-Pandemie Kindern? Genau das haben sich<br />
Isabelle Bitterli und Werner Nydegger auch gefragt und prompt<br />
mit „König Corona“ die Antwort darauf geliefert. Auf 32 Seiten<br />
werden nicht nur Viren und ihre Verbreitung spielerisch erklärt,<br />
sondern auch welche notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und<br />
Regeln bei der Eindämmung helfen. Die Kinder erfahren außerdem<br />
mehr über die Forschung der Virologen, über die nötige<br />
Geduld und den Zeitbegriff „Monat“, ohne dass das Buch dabei<br />
belehrend oder zu sachlich wirkt. Zum Schluss gibt es ein Happy<br />
End und als Anhang ein kleines Lexikon mit Begriffen, die im<br />
Zusammenhang mit einer Viruserkrankung gebraucht werden.<br />
Gewinnt eines von zwei handsignierten Exemplaren.<br />
Löst das Rätsel und schickt uns die Löung mit dem<br />
Kennwort „König-Corona”. Viel Glück!<br />
6 9<br />
7 9 4 6<br />
8 9 1<br />
9 6 4 7<br />
7 4 8 1<br />
6<br />
1<br />
3<br />
4 5 6 9<br />
2 5<br />
1 5 2 8 7<br />
4<br />
5<br />
2<br />
5<br />
So nehmt ihr an der Verlosung teil:<br />
Sendet den Lösungscode, eure vollständigen Kontaktdaten und das<br />
entprechende Kennwort per E-Mail an: info@<strong>recall</strong>-magazin.de. Die<br />
Gewinner werden per Los ermittelt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der<br />
Barometer Verlagsgesellschaft mbH sowie deren Angehörige dürfen nicht<br />
teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Einsendeschluss ist der<br />
31.05.20<strong>21</strong>.<br />
Lösungszahl:<br />
1 2 3 4 5 6<br />
Viel<br />
Glück<br />
www.<strong>recall</strong>-magazin.de
50 Vorschau<br />
Die nächste Ausgabe erscheint am 17. Juni 20<strong>21</strong> mit folgenden Themen*<br />
©Konstantin Yuganov - stock.adobe.com<br />
© freepik / wayhomestudio<br />
Titelthema<br />
Prophylaxe vom Kind bis zum Erwachsenen<br />
Praxismarketing<br />
Gruselzahnarzt oder Schockerpraxis - Teil 3<br />
Kolumne<br />
Nachhaltigkeit in aller Munde<br />
... und viele weitere interessante Beiträge der Zahnmedizin.<br />
*Die Redaktion behält sich Änderungen der Themen vor.<br />
<strong>recall</strong> – Das Praxisteam-Magazin im Abo<br />
Ihr wollt pünktlich und regelmäßig über Fachartikel und Tipps informiert<br />
werden? Dann bestellt ein oder mehrere Exemplare für die Praxis oder zur Lektüre<br />
für zu Hause gleich per Fax oder Mail – ohne Risiko, ohne „Kleingedrucktes“.<br />
E-Mail: info@<strong>recall</strong>-magazin.de Fax: +49 341 231 032-11<br />
Preise und Informationen: Für Auszubildende kostenlos (Nachweis in<br />
Form einer Mail/Schreiben vom Chef erforderlich). Der Jahresabonnementpreis<br />
beträgt derzeit (6 Ausgaben) 10,80 € zzgl. MwSt. und Versandkosten. Wird das<br />
Abonnement nicht fristgerecht gekündigt, verlängert es sich stillschweigend<br />
um weitere 12 Monate. Die fristgerechte Kündigung richten Sie bitte schriftlich<br />
Versand- und Rechnungsadresse:<br />
Name: .................................................................<br />
bis vier Wochen vor Ablauf der 12 Monate an den Verlag. Der Gesamtbetrag<br />
wird im Voraus in Rechnung gestellt.<br />
Vorname: .................................................................<br />
Straße: ................................................................ Nr. .........................<br />
PLZ: ....................... Ort: .................................................................<br />
E-Mail: .................................................................<br />
Tel.: ................................................................. Menge: ..................<br />
(pro Ausgabe)<br />
Datum:<br />
Unterschrift:<br />
IMPRESSUM<br />
Verlag/Herausgeber<br />
Barometer Verlagsgesellschaft mbH<br />
Brahestraße 16<br />
04347 Leipzig<br />
Telefon: +49 341 231 032-0<br />
Telefax: +49 341 231 032-11<br />
Internet: www.<strong>recall</strong>-magazin.de<br />
ISSN: 1869-2842<br />
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Uwe Bräutigam (V.i.S.d.P.)<br />
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Leibnitzstraße 5, 97204 Höchberg<br />
Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen<br />
der Barometer Verlagsgesellschaft mbH<br />
Bild Titelseite<br />
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Mitglied der<br />
www.facebook.com/<strong>recall</strong>magazin
So zaubern Sie Ihren<br />
Patienten ein Lächeln<br />
auf s Gesicht!<br />
Mit dem OCC Marketingservice fördern Sie die<br />
Patienten bindung und schaffen eine positive<br />
Erinnerung an den Praxisbesuch. Patienten, die<br />
sich wertgeschätzt fühlen, kommen gerne wieder.<br />
© drobotdean / freepik<br />
Wir bringen Ihr Logo und Ihre Praxisdaten in die<br />
beste Position. Bei uns finden Sie viele Produkte,<br />
die wir mit Ihrem individuellen Praxisbrandig<br />
personalisieren können.<br />
01<br />
OCC Werbeset<br />
Besuchen Sie uns online<br />
unter www.oral-care-center.de<br />
und wählen sie Ihr<br />
Wunsch-Produkt aus.<br />
02<br />
Nach eingegangener Bestellung<br />
nimmt unser Marketing-<br />
Team Kontakt mit Ihnen<br />
auf, um Ihre Wünsche zu be-<br />
sprechen.<br />
03<br />
Unsere Grafiker erstellen<br />
einen 1:1 Korrekturabzug für<br />
Sie. Diesen bestätigen Sie<br />
uns, nachdem alles zu Ihren<br />
Wünschen erstellt wurde.<br />
04<br />
Sie geben uns den Korrekturabzug<br />
zum Druck frei und<br />
schon wenige Tage später<br />
können Sie Ihren Patienten<br />
eine Freude bereiten.<br />
Wir sind für Sie da<br />
Für eine persönliche Beratung und bei<br />
Fragen, erreichen Sie uns telefonisch oder<br />
unter marketing@oral-care-center.<br />
AWS 011<br />
OCC_Anzeige_20<strong>21</strong>_03_<strong>recall</strong> 02_OCC Marketingservice<br />
AWS 007<br />
OCC Werbeset: AWS 007<br />
KFO / Schienenbox weiß<br />
• Druckartikel: wellsamed<br />
Schienenbox (78 x 25 x 78 mm)<br />
• VE = 200 Schienenboxen weiß,<br />
Gesamtpreis: 349,00€<br />
OCC Werbeset: AWS 011<br />
KFO / Schienenbox Mini<br />
• Druckartikel: wellsamed KFO /<br />
Schienenbox Mini (70 x 25 x 65 mm)<br />
• farblich sortiert<br />
• VE = 200 KFO / Schienenboxen<br />
Mini, Gesamtpreis: 299,00€<br />
AWS 010<br />
Noch nicht das<br />
Richtige dabei?<br />
Weitere Werbe-Produkte, wie Zahnbürsten,<br />
-seide und Kältekompressen,<br />
finden Sie auf unserer Website<br />
unter „OCC Werbeset“.<br />
OCC Werbeset: AWS 010<br />
Prothesenzahnbürste<br />
• Druckartikel: wellsamed<br />
Prothesenzahnbürste<br />
• VE = 200 Zahnbürsten,<br />
Gesamtpreis: 299,00€<br />
ORAL CARE CENTER | TEL.: 0341 14 956-10 | FAX: 0341 14 956-20 | www.oral-care-center.de