Themen der Zeit "50 Jahre Stadtbahnbau in - SSB

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Themen der Zeit "50 Jahre Stadtbahnbau in - SSB

Stuttgarter Straßenbahnen AG | Themen der Zeit | 08.2012

Zweimal Haltestelle Staatsgalerie: einmal heute und einmal

am 9. Mai 1972 mit Eröffnungszug (Charlottenplatz

-) Tunnelabschnitt Staatstheater – Stöckach; heute

mit Hochbahnsteig und dreischienig, damals noch mit

Tiefbahnsteigen und Meterspur. Auf dem historischen

Foto links hinter den Pfeilern das Gleis von der damaligen

Rampe Schillerstraße, heute Arnulf-Klett-Platz.

realisieren war, sprich ein Netz, das in jedem

Bauzustand insgesamt in sich geschlossen und

funktionsfähig blieb.

Weiterhin hielten Lambert /Feuchtinger eine

Ausweitung der City für wünschenswert. Im

vorgeschlagenen Netz wurde deshalb unter

anderem die Tallängslinie aus der Königstraße

herausgenommen und über die Citytangente

Adenauerstraße – Charlottenplatz – Hauptstätter

Straße geführt, so wie wir sie heute kennen, mit

einer zusätzlichen Abspaltung Hauptbahnhof –

Theodor-Heuss-Straße –Wilhelmsbau. Die

Talquerlinie von Möhringen nach Weilimdorf

oder Zuffenhausen lief über den Charlottenplatz

und die untere Königstraße, so wie heute. Die

Sillenbucher Linie war über Stöckach – Haupt-

bahnhof – Kriegsbergstraße und Schlossstraße

nach Botnang vorgesehen.

Selbstverständlich hatten Lambert /Feuchtinger

auch ein U-Bahn-Netz untersucht. Denkbar

erschienen ihnen drei Linien. Die Tallängslinie

hätte von Vaihingen über den Wilhelmsbau, die

Königstraße, Hauptbahnhof Turmseite, Neckarstraße,

Bad Cannstatt, Fellbach führen können,

die Talquerlinie von Möhringen, Degerloch zum

Schlossplatz, von dort durch den Planiedurchbruch

zum Nordportal des Hauptbahnhofs und

weiter über Pragsattel nach Feuerbach und Zuffenhausen.

Als Ergänzungslinie wurde der Weg

Sillenbuch –Geroksruhe – Schlossplatz – Botnang

untersucht.

Trotz der grundsätzlichen Vorteile eines hoch

leistungsfähigen U-Bahnsystems verwarfen die

Gutachter diese U-Bahn-Varianten, da bei der

Umstellung der Straßenbahn auf U-Bahn mindestens

eine U-Bahn-Strecke auf ganzer Länge

in einem Zug erstellt werden muss. Die Finanzierungsmöglichkeiten

hierfür waren nicht gegeben,

und eine in der Königstraße und Planie

liegende U-Bahn-Kreuzung hätte den Ballungstendenzen

in der Innenstadt weiter Vorschub

geleistet.

Der Verfasser hatte im November 1959 das

Glück, mit etwa 40 jungen Studenten in einer

internen Veranstaltung von Walther Lambert

persönlich sein Gutachten erläutert zu bekommen.

Vielleicht war es buchstäblich eine Wei-

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