Nahmobilität im Lebensraum Stadt - Arbeitsgemeinschaft ...

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Nahmobilität im Lebensraum Stadt - Arbeitsgemeinschaft ...

queren einer Straße. Im Rahmen eines

Forschungs- und Modellvorhabens konnte

nachgewiesen werden, dass in vielen

Fällen situationstypisch angepasste und

gut gestaltete Zebrastreifen sicherer und

kostengünstiger sind als Ampeln.

Für eine deutliche Steigerung der Nah-

mobilität gilt es, den Fußgänger endlich

als eigenständigen Verkehrsteilnehmer

wahrzunehmen und ihm ein durchgängiges,

kontinuierlich geführtes und

beschildertes Wegenetz zur Verfügung

zu stellen. Vereinzelte gut ausgebaute

Abschnitte können nicht das Ziel sein.

Für die Radfahrer stellen sich ähnliche

Ansprüche an Netz und Dimensionierung.

Im übergeordneten Netz spielen

l eigenständige Radverkehrsfüh-

rungen wie bauliche Radwege,

l Radfahrstreifen,

l Schutzstreifen,

l Abbiegespuren an Knotenpunkten

und

l entsprechende Abstellanlagen,

die wichtigste Rolle.

Im Nebennetz bieten

l Fahrradstraßen,

l geöffnete Einbahnstraßen und

l Tempo-30-Zonen

große Vorteile für die Durchlässigkeit

eines Netzes.

Wenn es um die Flächenzuteilung für

Fußgänger und Radfahrer geht, so ist

zukünftig ein neuer Maßstab anzulegen.

Wirkliche Chancengleichheit der

Verkehrsteilnehmer, hohe Potenzialausschöpfung,

optimale Sicherheit und

Spaß an der Bewegung sind nur dann

möglich, wenn der Paradigmenwechsel

vom Minimalnetz mit Minimalbreite zum

Komfortnetz mit bewegungsadäquater

Dimensionierung gelingt. Gefragt sind

also – im wahrsten Sinne des Wortes –

„neue Wege“. Je nach Funktion im Straßennetz

wird es hierbei zu unterschiedlichen

Gestaltungsprinzipien kommen.

Wichtig ist jedoch ein durchgehendes

Netz für die Nahmobilität. Weiterhin

sind insbesondere Freizeitrouten für den

Inlinerverkehr vorzuhalten.

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HANDLUNGSANSÄTZE

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