Nahmobilität im Lebensraum Stadt - Arbeitsgemeinschaft ...

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Nahmobilität im Lebensraum Stadt - Arbeitsgemeinschaft ...

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zugleich auch der Geh- bzw. Fahrkomfort

für alle nicht motorisierten Verkehrsteilnehmer

erheblich gesteigert.

Nahmobilität ist nicht als Gegenstrategie

zur Fernmobilität zu verstehen, auch

wenn in der aktuellen verkehrspolitischen

Debatte stets die Probleme und

Defizite des Fernverkehrs im Vordergrund

stehen. Stichworte: Anti-Stau-Programm,

Güterverkehr, Telematik etc. übersehen

wird: Verkehr beginnt und endet in Städten.

Gute Nahmobilitätsbedingungen

insbesondere im direkten Wohnumfeld

hemmen nicht nur die Suburbanisierung,

sondern sind auch unverzichtbar,

wenn wir die Funktionstüchtigkeit der

Städte auf Dauer sichern und der „Stadt

als Lebensraum“ eine neue Bedeutung

geben wollen.

Das Auto wird sicherlich auch in Zukunft

im Mittelpunkt aller verkehrspolitischen

überlegungen stehen. Aber erst die wirkliche

Chancengleichheit und Vernetzung

der verschiedenen Verkehrsteilnehmer

und -systeme mit ihren unterschiedlichen

Ansprüchen ermöglichen mobile,

zukunftsfähige und lebendige Städte

– für alle Bewohner.

Mit Nahmobilität kann sofort begonnen

werden: bei jeder Quartiersplanung, bei

jeder Straßenplanung, bei jeder städte-

baulichen und verkehrsplanerischen

Entscheidung. Sie ist sowohl als übergeordnetes

Leitbild als auch als Konzept

der vielen kleinen Schritte zu verstehen,

so dass viele Akteure unabhängig

voneinander aktiv werden können.

Dabei ist zu beachten: Nahmobilität

sollte in einem integrierten Ansatz, also

in der konsequenten Verknüpfung von

Stadt- und Verkehrsplanung, verwirklicht

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