FACTS and STORIES 11

Comichunter1982

Hallo liebe Leser,
in diesem Heft ist das Titelthema: KUNST. Wenn man sich die Kunstgeschichte anschaut, dann hatten viele der größten Künstler wohl seelische Probleme!

Jeder Musiker, jeder Maler, und jeder Schauspieler weiß, dass Kunst heilen kann! Sogar Sport ist Kunst, denn Artist heißt ja in der englischen Sprache Künstler. Und meiner Meinung nach ist guter Journalismus auch Kunst. Doch gerade die Mainstream-Presse zeichnet ein negativ verzehrtes Bild von Menschen mit seelischen Erkrankungen.

Doch es gibt auch viele Künstler, die gesund sind, auch die kommen zu Wort und Bild.

Euer Christian Kaiser

Leiter der Mad Artists,
Herausgeber von FACTS & STORIES

April bis

Juni 2021

April - Juni

2021

# 11

# 11

www.facts-and-stories.de

Mit freundlicher Unterstützung von:

Landesverband

seelische

Gesundheit

M-V e.V.


Inhaltsverzeichnis

Seite 3:

Kunst in allen Facetten

von Christian Kaiser

Seite 4-5:

Eine kurze Geschichte der

Psychiatrie - Teil 2

von Mathias Krämer

Seite 6-7:

Claudias Seelenkunst

von Claudia Neuwirth

Seite 8-9:

Cordts Collagen

von Cordt Winkler

Seite 10-11:

Jimi Ducs: Der Schatz

von Christian Kaiser

Seite 12-15:

PLOP & mosaik -

2 Comiclegenden

von Christian Kaiser

Seite 16-22:

DAPHNE erstart

von Andreas Alt & Benedikt Franke

Seite 23-25:

ZEIT - GELD - BENZIN

von Suskas

Seite 26-31:

Hunter & Familie

von Christian Kaiser

Seite 32 -39

Die Akademie - Teil 1

Setting: Elikal Ialborcales

Text: Peter Burgfried

Seite 40-43

Thommy, der Delfin und

der Wal

von Christian Kaiser


Kunst in allen Facetten von Christian Kaiser

Hallo liebe Leser,

in diesem Heft ist das

Titelthema: KUNST.

Kunst ist etwas, was uns

von den Tieren unterscheidet.

So glaubt man.

Doch es gibt Tiere, die in

Gefangenschaft angefangen

haben, zu malen oder

ähnliches. Und eigentlich

ist die gesamte Natur und

das gesamte Universum ein einziges

Kunstwerk!

Wenn man sich die Kunstgeschichte anschaut,

dann hatten viele der größten

Künstler wohl seelische Probleme!

Jeder Musiker, jeder Maler, und jeder

Schauspieler weiß, dass Kunst heilen kann!

Sogar Sport ist Kunst, denn Artist heißt ja

in der englischen Sprache Künstler. Und

meiner Meinung nach ist guter

Journalismus auch Kunst. Doch gerade die

Mainstream-Presse zeichnet ein negativ

verzehrtes Bild von Menschen mit

seelischen Erkrankungen.

Menschen mit seelischen Problemen

haben oft verborgene Talente, aber durch

die Pillen werden sie antriebslos. Doch sie

müssen sie halt oft nehmen, und viele

mögen das aufgrund der Nebenwirkungen

nicht. Das ist problematisch, deshalb finde

ich, dass gerade in meiner Heimat

Mecklenburg-Vorpommern mehr die

Ansicht: „So viel wie nötig und so wenig wie

möglich“, vertreten und gelebt werden

sollte. Teilweise leidet man sogar darunter,

dass die künstlerischen Fähigkeiten

teilweise verschwinden, doch in den

Therapien, in den Kliniken, Tagesstätten,

Werkstätten und Selbsthilfegruppen wie

den Mad Artists lernt man das wieder und

es entstehen tolle Werke.

Ich hoffe, es geht euch nicht auf die

Nerven, dass es so oft um Menschen mit

psychischen Problemen geht, aber es gibt

halt wenige Zeitschriften, die so

konsequent wie wir dieses Thema

behandeln. Und dass muss meine Meinung

nach sein!

Ich glaube an meine Freunde von den Mad

Artists, denn wir können alle die Welt

verändern! Dazu müssen wir nur mehr tun

als reden, wir müssen handeln! Und ich bin

stolz auf die Fridays For Future–Bewegung

und zähle mich sogar dazu. Deshalb

möchte ich zusammen mit den Mad Artists

die Bewegung unterstützen. Und es gibt

auch schon eine ganze Weile die Artists For

Future, die wir gern unterstützen!

Informiert euch und macht mit!

Euer Chr!s

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Eine kurze Geschichte der Psychiatrie - Teil 2

von Mathias Krämer

Vom Tollhaus über das Irrenhaus

zur Anstaltspsychiatrie

Das christliche Mittelalter brach massiv mit dem

humanen Umgang des Altertums und des

islamischen Mittelalters mit psychisch kranken

Menschen.

Vom 12. Jh. bis zum 18. Jh. wurden zahlreiche

Krankheiten, z.B. Schizophrenie oder Epilepsie,

auf eine Besessenheit durch Teufel oder Strafen

Gottes für begangene Sünden zurückgeführt.

Diese glaubte man nur mit einem sog.

Exorzismus (= Teufelsaustreibung) vertreiben

zu können. Entsprechend erfolgte die

Behandlung von Krankheiten nun

weitestgehend nicht mehr durch Ärzte, sondern

durch Teufelsaustreibungsrituale der Kirchen.

Manche Betroffene wurden zudem als Hexen

oder Zauberer von der Inquisition verfolgt.

Insbesondere vom 15. bis 17. Jhd. wurden

zahlreiche von ihnen gefoltert oder verbrannt.

Das damalige Geschehen wird heute oft als ein

Hexenwahn der damaligen Gesellschaft

beschrieben.

Auch wenn die Zeit von Inquisition und

Hexenverfolgung schließlich im 18. Jahrhundert

endete, war die Lage der psychisch kranken

Menschen desolat. Wurden die Meisten von

Ihnen früher noch von ihren Familien oder

Dorfgemeinschaften versorgt, waren sie jetzt

oft aus diesen Zusammenhängen vertrieben. Als

sozial unerwünscht und mitunter gefährlich

angesehen, wurden sie zusammen mit

Straftätern, Prostituierten und Bettlern

außerhalb der Städte in sog. Asylen (oft auch

Tollhäuser genannt wegen der dort

herrschenden Unruhe) festgesetzt und

weggesperrt. Hierbei handelte es sich um reine

Verwahranstalten ohne jede Behandlung.

Pflegekräfte oder gar Ärzte gab es nicht. Wärter

waren zumeist ausgediente Soldaten. Nicht

selten vegetierten die Insassen in dunklen

Kerkern und an Ketten gefesselt vor sich hin.

Erst im Zuge der Aufklärung (ab 1700)

verbreitete sich die Einsicht, dass es sich bei den

4

„Irren“ um Kranke handelt. Sie wurden daher

in eigene Asyle überführt, in sog. „Irren-

Häuser“. Diese entstanden seit dem 18. Jh. in

ganz Europa. Damit findet wieder ein Wandel

statt, weg von den reinen Verwahranstalten hin

zu einem ärztlichen Behandlungsansatz. Zudem

beginnen die Ärzte ihre Erfahrung mit den

„Irren“ aufzuschreiben und zu systematisieren.

Damit entsteht die Psychiatrie als medizinische

Disziplin. Jedoch sollte man sich keiner Illusion

hingeben. Auch wenn es bereits erste

Überlegungen und Ansätze einer humane(re)n

Psychiatrie gab, waren die Zustände in den

meisten Häusern schlichtweg

menschenverachtend. Heilung durch Schmerz

bzw. Erschütterung der erkrankten Seele durch

Gewalt war die Behandlungsmethode der Zeit.

Dazu gehörten Auspeitschen, Zwangsstehen,

Fixierungen, Eintauchen in eiskaltes Wasser, das

Verabreichen von Abführ- und Brechmitteln,

der berüchtigte Drehstuhl (auf diesem wurde

der Patient bis zur Ohnmacht gedreht oder bis

Blut aus Mund oder Nase floss) und vieles

anderes, was wir heute als Folter bezeichnen

würden.

Einstellung und Verständnis zu psychischen

Störungen veränderten sich vor allem mit dem

humanen Menschenbild der Aufklärung, der

zunehmenden Verbreitung der Idee von

Menschenrechten und der französischen

Revolution (1789–1799). Bahnbrechend und

unbedingt in diesem Zusammenhang zu

erwähnen ist das Wirken von Tuke und Pinel.

Der englische Geschäftsmann William Tuke

(1732-1822) erfuhr eher zufällig durch seine

Teilnahme an einem Ausschuss zur

Untersuchung des Todes einer

Irrenhauspatientin von den dort herrschenden

unmenschlichen Bedingungen. Obwohl er

keinen medizinischen Hintergrund hatte, wurde

die Verbesserung der Lebensumstände von

psychisch Kranken von nun an seine

Lebensaufgabe. 1794 gründete Tuke „The

Retreat“, eine völlig neuartige Pflegeeinrichtung


für psychisch kranke Menschen. Revolutionär

war u.a. die Idee, weitestgehend auf Gewalt zu

verzichten (Schlagwort „no restraint“ = „kein

Zwang“). Insassen wurden nicht mehr

angekettet, konnten sich frei auf dem Gelände

bewegen und trugen auch keine (damals sonst

übliche) Anstaltskleidung. Auch wenn sein

Konzept zu dieser Zeit oft belächelt wurde,

wurden seine Ideen zum Grundstein der

modernen Psychiatrie.

Philippe Pinel (1745–1826) war Arzt und von

1794 der Leiter des Pariser „Hopital de da

Salpetriere“, der wohl bekanntesten

psychiatrischen Anstalt der damaligen Zeit. Er

ist berühmt dafür, die Insassen von ihren Ketten

befreit zu haben. Zudem schuf er ein neues

Behandlungskonzept, das von einer

systematischen ärztlichen Untersuchung, aber

auch Verständnis, Freundlichkeit, Milde,

Geduld, sinnvoller Arbeit,

Familienreintegration, einer engen ärztlichpflegerischen

Begleitung, Hygiene, viel Licht

und frischer Luft (sog. traitement moral“ [=

Behandlung mit Moral]) geprägt war. Mit diesen

damals unerhörten Ansätzen zeigte Pinel, dass

die Art der Unterbringung von psychisch

Kranken großen Einfluss auf deren

Krankheitsbild und -verlauf hat. Auch bedeutete

für ihn Heilung nicht ausschließlich die

Wiederherstellung von Leistungsfähigkeit.

Vielmehr ging es ihm auch um die Eingliederung

des Menschen in die Gemeinschaft. Damit gilt

Pinel als einer der ersten Vertreter der

Inklusionsidee.

Diese neuen Konzepte fanden im Laufe des 19.

Jh., vor allem auch im Zuge der bürgerlichen

Revolution von 1848, zunehmend Verbreitung.

In den deutschen Kleinstaaten unter anderem

dadurch, dass es in Mode kam, Psychiater und

(zukünftige) Anstaltsleiter zu Studienzwecken

in die modernsten europäischen Einrichtungen

zu schicken. Die Zeit war von einem

regelrechten Heilungsoptimismus geprägt.

Zahlreiche psychische Einrichtungen wurden

gegründet. Historiker sehen hier den Beginn der

modernen Psychiatrie.

Uneins war man sich damals jedoch hinsichtlich

der bestmöglichen Lage der Anstalten.

Einerseits wurde die Unterbringung der Kranken

fernab ihrer Heimat in ländlicher

Abgeschiedenheit gefordert (nicht aus Gründen

der Sicherheit der Gesellschaft wohlgemerkt,

sondern der besseren Heilungschancen wegen.

Man wollte die Kranken vor den hektischen

Einflüssen der Städte schützen und die heilende

Wirkung der Natur nutzen). Andererseits vertrat

man die Auffassung, dass eine Behandlung in

der gewohnten Umgebung der Patienten in sog.

„Stadtasylen“ erfolgen solle (wo man in

Zusammenarbeit mit den Universitätskliniken

eine bessere wissenschaftliche Behandlung und

Forschung ermöglichen wollte und der Patient

in seinen sozialen Bezügen hätte bleiben

können). In den deutschen Kleinstaaten setzte

sich zunächst die erstere Idee durch. Bspw.

wurde 1842 in der badischen Ländlichkeit die

Heil- und Pflegeanstalt Illenau gegründet. Sie

galt als eine der modernsten und besten

Einrichtung ihrer Zeit. Sie war geprägt von

einem menschlichem Umgang, war frei von

Zwangsmaßnahmen und von einer familiären

Atmosphäre geprägt. So modern die Landasyle

im Einzelnen auch gewesen sein mögen, führten

sie aber auch dazu, dass die meisten Bürger nun

nicht mehr mit psychisch kranken Menschen in

Berührung kamen. Entsprechend konnten sich

Berührungsängste und Vorurteile verstärken.

In vielen Universitätsstädten entstehen in der

zweiten Hälfte des 19. Jh. auf akute

Erkrankungen ausgerichtete Psychiatrien.

Chronisch Kranke verbleiben im Regelfall

dagegen in der Anstaltspsychiatrie der Heil- und

Pflegeanstalten. An den medizinischen

Fakultäten wird Psychiatrie ein Lehrfach mit

eigenen Lehrstühlen. In diesem Zusammenhang

unbedingt zu erwähnen ist Wilhelm Griesinger

(1817-1868). Er war ab 1865 der erste deutsche

Inhaber eines Psychiatrielehrstuhls. Sein 1845

erschienenes Psychiatrielehrbuch war über

Jahrzehnte maßgebend. Griesinger gilt als einer

der Begründer der wissenschaftlichen

deutschen Psychiatrie. Diese war nunmehr

medizinisch orientiert und nicht mehr moralisch.

Fortsetzung folgt…

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Claudias

Seelen-Kunst

Meiner Mutter hat es das Herz

gebrochen.

Mein Leben war früh geprägt von

Traurigkeit, Einsamkeit und einem

Gefühl des Andersseins.

Viel zu früh begann ich mit dem Kiffen

(mit 16), trotz meines vorangegangenen

Deutschaufsatzschwur es nie zu

tun, war es viel zu verlockend und zu

schön. Eine Flucht aus der rauhen Welt

in einen sanfteren Zustand. Zumindest

war es das eine Weile, dann kam der

Rückstoss. Eine unerklärliche übermächtige

Traurigkeit überkam mich,

ich war 21 und sie wurde von Tag zu

Tag schlimmer, bis mir eines Tages

eine Sicherung durchbrannte und ich

begann Stimmen zu hören.

C N

Ich bin Autodidaktin und liebe es

einfach zu zeichnen. Dieses Hobby

begleitet mich bis auf eine ungewollte

Pause seit ich einen Stift gerade halten

kann. Von 2003 bis 2006 litt ich unter

Depressionen und Wahnzuständen.

Doch ganz von vorn...-

Geboren wurde ich am 23.08.1983 in

Heidelberg und wuchs in einem

kleinen Örtchen im Rhein-Neckar Kreis

auf. Als ich 7 Jahre alt war, nahmen

sich die beiden Brüder meiner Mutter

innerhalb einer Woche das Leben und

nichts war mehr wie zuvor.

Ja, meine Eltern selbst überfordert von

der Situation unternahmen lange

nichts.

Diese erwähnten 3 Jahre waren ein

langer Leidensweg. In letzter Minute,

könnte man sagen, wurde ich

behandelt und fand zurück zu mir und

konnte dem Leben wieder die Stirn

bieten.

Langsam fand ich zurück zu meinen

alten Hobbys. Schizophrenie besteht

nicht nur aus positiv- Symptomen, also

einem zuviel wie Stimme hören,

sondern auch negativ- Symptomen

also einem weniger sprich ich hatte

keine Interessen mehr , war zu

6


zerfahren um etwas anzufangen und

zu beenden. Ich lag wochenlang nur im

abgedunkelten Zimmer und grübelte

meinen Gedanken hinterher und ging

nicht aus dem Haus. Einer Psychologin,

die mich einmal fragte was ich da

wochenlang gemacht hatte

antwortete ich ich hätte Gedanken

gelesen.

So weit weg war ich von der

Wirklichkeit. Nach der Behandlung

begann wieder zu malen und zu

zeichnen und konnte so meine

Geschichte verarbeiten und

ausdrücken. Ich arbeite daran meine

figürlichen Zeichnungen dynamisch zu

gestalten.

Ich drücke damit meine fantasievolle

Seite aus ohne viele Worte zu

benutzen.

Ich habe oft das Problem, wenn ich

Menschen kennenlerne meine

Geschichte überhaupt erzählen zu

dürfen. Zu oft verbiete ich es mir

selbst, aus Selbstschutz, man

entwickelt da relativ schnell Sensoren

wem man diese seine Geschichte

erzählen kann und wem nicht.

Es gibt viele Vorurteile und

Verallgemeinerungen über

psychische Erkrankungen.

B: C N

B: C N - Kunst kann erhebend sein

7

Ich denke aber auch, dass es

sehr schwierig ist solche

Erlebnisse und Lebens-

Geschichten zu verstehen ohne

selbst Erfahrungen in dieser

Richtung gemacht zu haben.

Wichtig ist zu wissen, dass diese

Geschichte zu mir gehört, mich

aber nicht ausmacht.

Mit meinen Bildern möchte ich

meine düsteren Erfahrungen

künstlerisch aufbereitet ausdrücken

und auch schöne,

Ideen und Seiten des Lebens

zeigen.

Claudia Neuwirth


Autor: Cordt Winkler

Besonders heftig war es, als sich mein

Tüdelüt während eines Süditalien-Urlaubs

gemeldet hat. Ohne Hab und Gut bin ich

barfuß durch's halbe Land geirrt und

schließlich in einer Klinik in der Toskana

wieder zu mir gekommen.

C W - F: C P

KUCKUCK!

Mein Name ist Cordt und ich habe schon

so manche Zeit im Kuckucksnest

verbracht. Ich bin Buchautor und

Schreibtrainer und unterstütze Menschen

mit einem Kuckuck im Kopf sowie ihre

Angehörigen rund um ihre stürmischen

Krisenzeiten.

Nebenbei habe ich die Weltformel

entdeckt und Bundeskanzler war ich

natürlich auch. Kein einfacher Job. Anders

ausgedrückt: mit Psychosen kenne ich

mich aus.

Tüdelüt!

Ich spreche lieber von Tüdelüt statt von

Schizophrenie. Schon mein Vater hatte so

viele psychotische Episoden, dass ich bald

aufgehört habe mitzuzählen.

Ich kann mich gut erinnern, wie hilflos und

allein meine Mutter in diesen Situationen

war. Mit Anfang 20 hat man mir die

gleiche Diagnose verkündet.

Worte finden

Ein autobiografisches Sachbuch zu

veröffentlichen, hat mich dahin gebracht,

wo ich heute stehe. Schreiben und Worte

zu finden hat eine ungeheure Macht. Ich

biete Schreibkurse an und komme mit

anderen Menschen bei Lesungen ins

Gespräch.

Wenn auch Du ein Profi für mentale

Unwetter bist, hast Du schon so manchen

Sturm überstanden. Darauf kannst Du

stolz sein. Du hast das Recht gesehen zu

werden und selbstbewusst mit Deinen

Erfahrungen umzugehen.

Stürme bewältigen

Auch Angehörige wissen, was ich mit

Tüdelüt, Kuckuck im Kopf und

stürmischen Zeiten meine. Du hast Deine

ganz eigenen Herausforderungen und

Erlebnisse sammeln müssen.

Ich habe selbst erlebt, wie psychotische

Krisen eine ganze Familie aus dem

Gleichgewicht bringen können, zu

Sprachlosigkeit und Überforderung

führen.

Mein Anliegen ist es daher, Angehörigen

in diesen Stürmen zur Seite zu stehen,

Worte für das Erlebte zu finden und zu

erkennen, dass ein gutes Leben trotz

Einschränkungen möglich ist.

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Cordts Collage www.cordtwinkler.com

Wenn ich mein Bild betrachte, dann sehe ich

Menschen, die durch eine Bibliothek joggen,

Menschen, die angezogen duschen, Menschen,

die Eis angeboten bekommen, während sie eine

Leiter aus einem Tal hochklettern, Wein und

Papageien sowie einen Berggipfel und ein

iPhone.

Wenn ich mein Bild betrachte, dann spüre ich,

dass es farbenfroher geworden ist, als ich

dachte und das verspielte und fröhliche daran

strahlt auf mich ab. Die erhabene, ernste

Bibliothek beruhigt mich, vermittelt aber auch

Arbeit, vor der ich Respekt habe.

Dadurch erlebe ich ein etwas flaues Bauchgefühl.

Die Jogger vermitteln mir gute Laune

und selbst beim Anstieg der endlos

erscheinenden langen Leiter, spüre ich ein

Gefühl von Verbundenheit, denn ich werde mit

Wein belohnt, wenn ich oben ankomme. Und

auf halbem Weg wartet Eiscreme. Ein Jogger

balanciert über eine Stange in der Bibliothek.

Ganz schön gewagt. Er sollte nicht nach unten

sehen. Ich muss tief atmen bei dem Gedanken.

Das iPhone mit den verspielten Symbolen ist ein

Steuerungsinstrument und vermittelt mir

Sicherheit. Die Vögel sind sehr ästhetisch und

ich verbinde mit ihnen ein interessenloses

Wohlgefallen.

Wenn ich mein Bild betrachte, dann erkenne

ich, dass es ein paar Elemente gibt wie den

Regen oder das Steinmosaik, was neutral bis

negativ wirken könnte. Die vielen farbenfrohen

Elemente und Figuren vermitteln mir aber

insgesamt sehr viel Zuversicht.

Selbst durch die schönen Fenster der Bibliothek

fällt viel Licht, was mir die Arbeit erleichtert. Ich

bin überzeugt, dass die Vögel heimlich

miteinander sprechen können, wenn niemand

zuhört. Ich bin neugierig zu erfahren, was sie zu

erzählen haben. Alles in allem ist der Weg zum

Berggipfel sehr angenehm.

Cordt Wikler


Mal sehen,

was es heute

gibt. Normalerweise

lese ich dieses

Giftblatt ja nicht.

Aber heute mache

ich mal eine

Ausnahme, ich weiß

auch nicht,

warum...

EIN COOLES

GEWINN-

Spiel!

EINE WOCHE

Später:

Cool, ein Kreuzworträtsel

mit einer Gewinnmöglichkeit in

Höhe von 100.000 Euro! Und es geht auch noch um

UFOs! In welchem Jahr war der UFO- Absturz bei

Roswell, wollen die wissen. Das weiß doch

Jeder! Mal sehen, ob sich so einfach Geld

verdienen lässt. Ich freue mich

schon auf den Gewinn!

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HEY GELBTEUFEL!

Du kennst dich doch Mega gut mit Geld aus.

Kannst Du mir sagen was ich mit den 100.000 EURO

Machen soll? Du bist der reichste Mann

den ich kenne, Dir fällt doch

bestimmt was ein!

ICH KÖNNTE DIR MEINE

Mosaik- und PLOP-Sammlung

Verkaufen. Da sind 100.00 Euro ein

Schnäppchen!

DAS

KLINGT IRGENDWIE

ETWAS ÜBERTEUERT. AUßERDEM HABE

ICH VON MEINEM OPA ALLE MOSAIKS UND

PLOP-HEFTE GEERBT UND DIE NEUEN

KAUFE ICH..

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Hunter & Familie

Zeichnunen und Text: Christian Kaiser

CHRISTOPH HUNTER SOLLTE FÜR EINEN

ZOO IM JAHRE 2006 MEHRERE TIERE IN

DEUTSCHLAND FANGEN UND NACH

BRASILIEN SCHAFFEN.

DOCH NACH SEINER RÜCKKEHR ENT-

WISCHTE IHM EIN FUCHS, DEN ER

SPÄTER ARNY NENNEN SOLLTE. ABER

DAS WAR NICHT ALLLES...

NACHDEM HUNTER DIESEM GOTT

VERDAMMTEN FUCHS ARNY IN DEN

NAHEGELEGENEN REGENWALD FOLG-

TE SAH ER EIN UFO.

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Heute geht es um

alles, es geht um das

Schicksal der Menschheit!

Alles wir sich entscheiden!


Wo bin ich,

was ist passiert?!

ICH BIN GLEICH AM

STÜTZPUNKT UND DORT WIRD DAS

GESPRÄCH MIT DEM PRÄSIDENTEN

BEGINNEN!

Hilfe!!!

Lass’ los!

WÄHREND HUNTER UND SEINE NEUER

FREUND CHUCI IN DIE HÖHLE FLIEHENFLOH

ICH AUF DIE WIPFEL DER BÄUME GEFLOHEN.

ICH BIN ÜBRIGENS CHICO. IN DER HÖHLE SAH

HUNTER EINEN GEIST EINES SCHAMANEN

UND SOGAR ALIENS.

DOCH WAS IHR NOCH NICHT WISST IST, DASS

HUNTER FRAU BONNIE MIT IHREM SOHN

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GREG IM REGENWALD VERSCHOLLEN WAR

UND SIE BEI DEN INDIOS GELEBT HATTEN.

JETZT SOLLTEN SIE SICH ENDLICH WIEDER-

FINDEN!

NACH NEUNE JAHREN KAMEN SIE WIEDER

ZUSAMMEN!


HEY

HUNTER,

WIESO

HAUST DU

AB?

JETZT

LÄSST DU DICH MIT

DEM GEIST EINES

SCHAMANEN ALLEIN

UND GEHST NOCH

WEITER IN DIE

HÖHLE !

Der Tag der Wahrheit ist gekommen! Und ihr sollt sie in die Welt hinaus tragen!

Der Ursprung der Menschheit liegt bei den Göttern von den Sternen! Es

waren jedoch keine echten Götter. Sie spielten es uns nur vor! Denn nicht alle

von diesem Volk waren lichtvolle Wesen. Einige waren finstere Krieger, die uns

beherrschen wollten.

UNSER FREUND

GORRO HAT HEUTE

EIN TREFFEN MIT DEM

PRÄSIDENTEN DER

VEREINIGTEN

ST AA TE N V ON

Amerika.

DER BUSH

REpRäSEN-

TIERT NICHT DIE

JA, DAMALS WAR NOCH PRÄSIDENT BUSH JR. AN DER MACHT UND ER WAR BEI EINIGEN GENAUSO

UNBELIEBT WIE DER EHEMALIGE PRÄSIDENT TRUMP HEUTE.

WIR SOLL-

TEN UNS

ZEIGEN!

ICH GLAUB

ES NICHT WO BIN

ICH DENN HIER

REINGERATEN?

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DU BIST MEIN

SOHN. ICH KENNE

DICH AUS MEINEN

TRÄUMEN!

Hallo

Chuci!

SIE IST WEG! WO

IST DEIN BRUDER

CHICO? ACH DA

OBEN AUF DEM

BAUM!

HUNTER HATTE VISIONEN VON SEINER

FAMILIE GEHABT, GLAUBTE ABER ZUM

SCHLUSS NICHT MEHR DARAN UND HÖRTE

2000 AUF NACH IHNEN ZU SUCHEN.

Lass sie in

Ruhe!

ICH WAR MIT

GREG UND

HUNTER IN

DER STADT

DOCH ES

GESCHAH

ETWAS

SCHRECK-

LICHES. EIN

KOPFGELD-

JÄGER

BEDROHTE

EINE ARME

FAMILIE!

HUNTER WOLLTE SIE VERTEIDIGEN UND STELLTE SICH VOR SIE.

DOCH ES WURDE NOCH SCHLIMMER, DAS SCHWEIN SCHOSS! ICH

KONNTE ES NICHT GLAUBEN ABER HUNTER WÄRE FAST

VERBLUTET.

ICH HABE

DIE WAFFE,

PECH GE-

HABT!

AAAARG!

ICH WIRBELTE DAS SCHWEIN DURCH DIE LUFT, ABER

ES WAR SCHON ZU SPÄT FÜR HUNTER!

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WO

IST BONNIE, WO IST

GREG?!

SIE KOMMEN GLEICH HUNTER!

ES IST EIN WUNDER, DASS DU DAS ÜBERLEBT

HAST! ICH HATTE SCHON IMMER EINE SCHWÄCHE FÜR

DIE HÄRTEFÄLLE, DAS SIEHT MAN SCHON AN MEINEM

BRUDER CHUCI. WIR WERDEN FREUNDE, SO WIE

ICH MIT GREG UND BONNIE FREUNDSCHAFT

GESCHLOSSEN HABE!

GREG,

DER GROßE

GEIST, ODER GOTT,

WIE IHN HUNTER

NENNT, BESCHÜTZT

DEINEN VATER

UND UNS

ALLE!

ER IST BALD

AUßER LEBENS-

GEFAHR!


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keiner der modernen, handelsüblichen

Karten verzeichnet ist.

Die Akademie für okkulte Angelegenheiten

liegt versteckt in den dichten Wäldern der

Insel Pendergast, die sich in den

internationalen Gewässern vor der

Westküste Kanadas befindet und Dank

eines magometrischen Tarnschirms auf

Ein altes Herrschafts-Gebäude, der

verlassene Sitz des Engländers Lord

Pendergast, der es vor etwa 200 Jahren vor

allem zu Erhohlungszwecken und als

Liebesnest nutze. Mit seinen dazugehörigen

Stallungen und einigen aus dem

Wald geschlagenen Feldern, sowie

Sportanlagen und einem Flugplatz, liegt es

irgendwo an der Ostseite des Bergrückens,

der sich in etwa nord-südlicher Ausrichtung

einmal über die Insel zieht.

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Wer sich an dieser Akademie bewirbt, dem

sollte bewusst sein, dass die Rekruten nach

dem Unterricht wöchentlich 6 Stunden

Stalldienst, Feldarbeit, Küchendienst oder

Gebäudereinigung abzuleisten haben. Je

nachdem, was gerade ansteht. Hätte

Andrej das gewusst, hätte er sich zweimal

überlegt, sich einzuschreiben!

Stalldienst war ja noch ganz erträglich,

Feldarbeit kein Problem, aber in der Küche

stehen und Teller abwaschen, wie er das

hasste!

Das war sogar noch schlimmer, als mit dem

Feudel die Gänge zu wischen.

Um nicht völlig in Trübsal zu verfallen,

versuchte er, an etwas Erfreuliches zu

denken. Zum Beispiel daran, wie er morgen

seinen selbst entworfenen und selbst

gebauten Irritations - Granatwerfer auf

dem Übungsplatz ausprobieren würde! Am

liebsten an Paul Holland, diesem

hochnäsigen Schönling, der bereits an

seinem Doktor arbeitete und sich nur alle

paar Wochen an der Akademie blicken ließ,

um seine Arbeitsstunden am Stück

abzurackern und die jüngeren Stundenten

mit kompakt-Lehreinheiten zu quälen. Für

Andrejs Geschmack verstand Paul sich viel

zu gut mit dem süßen Marcel.

Wie oft hatte er die beiden schon trotz

ihres Altersunterschieds von 10 Jahren auf

der Dachterrasse oder im Wintergarten

angeregte Gespräche miteinander führen

sehen und jedes Mal, wenn er versucht

hatte, in die Unterhaltung einzusteigen,

war deren Dynamik irgendwie

eingeschlafen und man hatte sich höflich

verabschiedet.

„Mistkerl“ entwich es Andrej zwischen

zusammen gebissenen Zähnen hindurch

und seine geschlossene Faust sauste auf

den Stapel Teller nieder, den er noch

abzuwaschen hatte.

*

Creats Kopf rauchte. Er hatte seine

Stallarbeitsstunden für diese Woche

bereits hinter sich gebracht und sich heute

nach dem Unterricht von Prof. Strellton den

Laborschlüssel geben lassen, um noch

einige Experimente durchführen zu

können. Er war der Lösung zum greifen

nahe, das konnte er spühren. Vielleicht

noch zwei Jahre, vielleicht sogar nur eins,

oder ein glücklicher Zufall, wie er einst

Eddison zuteil wurde und dann würde er

die Formel abschließen können.

Aber jetzt brauchte er erstmal einen Tee!

Er überlegte kurz in die Caféteria zu gehen,

die um diese Zeit gerade noch geöffnet

hatte, verwarf den Gedanken aber schnell

wieder. 1 Dollar 50 für eine Tasse Tee, das

konnte er sich einfach nicht leisten. Seine

Kommilitonen dachten, er wäre reich.

Creat von Licht, der Erbe der Dynastie! Sie

sollten nicht erfahren, dass seine Familie

bei dem Aufstand alles verloren hatte und

er jeden Cent umdrehen musste.

Creat griff in seine Tasche und zog den

Schlüsselbund heraus, den ihm der

Professor so vertrauensvoll überlassen

hatte. Ein Grinsen huschte über sein

Gesicht, denn daran hing auch ein General-

Schlüssel. Creat beschloss, sich einen

Teebeutel aus der Vorratskammer zu

stibitzen und in der Caféteria um heisses

Wasser zu bitten.

Je näher er auf seinem Weg durch die

langen Gänge des Gebäudes, vorbei an der

Biblothek, vorbei an den Plenar-Säälen, der

Vorratskammer im Untergeschoss kam,

desto zögerlicher wurden seine Schritte.

Sollte er es wirklich tun?

33


Er schlich an der Küche vorbei, in der noch

Licht brannte und stand mit klopfendem

Herzen vor der eisernen Tür der

Vorratskammer, als es hinter ihm

schepperte und ein Schwall russischer

Schimpfworte aus der Küche zu ihm

hinüber schallte.

„Verdammte, scheissverfluchte Mistsauerei!“

Andrej kniete auf dem Boden und

war gerade dabei, die großen Scherben der

oberen drei Teller, die er versehentlich

zerschlagen hatte, aufzusammeln, als ein

Schatten über ihn fiel.

„Du blutest ja!“ Es war der kleine von Licht.

„Oh, Tatsächlich.“ Erst jetzt bemerkte

Andrej die kleine Schnittwunde in seiner

linken Hand.

Creats erster Gedanke war, Andrejs Hand

mit seiner Kravatte zu verbinden, aber

schon zwei Millisekunden später hatte er

eine bessere Idee. „Schnell, gib mir deine

Hand! Wir probieren aus, was wir bei

Meister Nebu gelernt haben.“ Andrej stand

auf. „Was du bei Meister Nebu gelernt

hast.“ sagte er lächelnd. „Mich lässt er

immernoch Pülverchen mischen.“

Ohne das zu kommentieren, nahm Creat

Andrejs verwundete Hand mit seiner

eigenen linken am Handgelenk. „Halte die

Hand jetzt so.“ sagte er und richtete seine

rechte Hand wie zum Gruß auf, was Andrej

ihm gleichtat. Creats linke Hand war jetzt

gespreizt und berührte nur noch mit ihrem

kleinen Finger Andrejs Handknöchel unter

dem Daumen. Creat legte seine rechte

Hand synchron auf Andrejs, die etwas

größer war.

Andrej spürte in seiner Handfläche ein

Zucken und dann ein Kribbeln, wie von

elektrischer Ladung. Als Creat seine

aufgelegte rechte Hand langsam und in

exakt waagerechter Richtung von Andrejs

Hand zurückzog, schien das Blut aus der

Wunde zwischen den beiden Händen hin

und her zu fließen. Bei einer Entfernung

von ca. 15 Centimetern hielt Creats Hand

inne und er schlug sie mit einem kräftigen

Klatsch und dem Wort: „SOLL!“ wieder auf

die Hand von Andrej.

Andrejs Hand war blutig, aber die Wunde

war geschlossen. „Ich wasch mir mal die

Hände.“ sagte er lahm.

„Ja, ich auch.“ hauchte Creat. Er schwitze.

Das war anstrengend gewesen.

„Verdammt, ich werde Ärger kriegen!“

sagte Andrej während er sich die Hände

wusch.

„Das waren die teuren Teller!“

„Was hälst du davon, wenn wir sie kleben?“

Creat hatte Lust dazu.

Das würde ihn entspannen.

„Kleben? Das sieht man doch!“ „Ach was!

Ich habe den Labor-Schlüssel! Wir können

die Bruchkanten mit Alcahest-Lösung

anwixen und dann im Isotonstrahl- Ofen

zusammenbacken. Dann wischen wir nur

schnell den Ruß ab und die Teller sehen

aus, wie neu!“

„Ruß abwaschen! Nimmt die Wascherei

denn kein Ende?“ dachte Andrej, aber er

schluckte seinen Frust herunter und sagte:

„Wenn das gelingt, dann schulde ich dir

etwas. Das tue ich sowieso schon, wegen

der Hand.“

„Eine Tasse Tee wäre nicht schlecht.“ sagte

Creat. „Aber die Caféteria hat jetzt schon

zu.“ fügte er mit Bedauern nach einem Blick

auf seine Uhr hinzu.

*

„So, so!“ dachte Alexander, „Mr. Holland

konnte sich also nicht eine halbe Stunde

früher von seiner Verabredung losreissen,

34


um mir die Maschine betankt zu

übergeben!“ eine grobe Unhöflichkeit, ihm

die Cessna knapp zur verabredeten Zeit mit

leerem Tank auf den Flugplatz der

Akademie zu stellen! Schließlich hatte auch

Alexander Termine, die er einhalten

musste!

„Für welche Strecke hat Paul so viel

Treibstoff verbraucht?“ ging es Alexander

durch den Kopf. „Der Tank reicht für fast

8.000 Kilometer. Einmal über Kanada und

den Atlantik, etwa bis nach Petersburg...

und offenbar hatte er einen Raucher an

Bord.“ wie ihm seine Nase

unmissverständlich mitteilte, während er

den Bordcomputer hochfuhr und versuchte

das Flugprotokoll aufzurufen. Er war nicht

verwundert, es gelöscht vorzufinden. Paul

hatte Geheimnisse. Er kokettierte sogar

damit.

„Hah! Paul hat hier drinnen gekifft!“ sagte

Sam, der rechts von Alexander im Cockpit

saß, lachend. Alexander sagte nichts dazu,

notierte aber nicht zum ersten Mal in

seinen Gedanken, wie nützlich Sams

Strassenerfahrung immer wieder sein

konnte. Paul hatte in der Eile das

Tankprotokoll vergessen. Er war mit vollem

Tank gestartet und hatte ihn dann nach ca.

48 Stunden nocheinmal befüllt. Schnell ließ

Alexander den Motor anspringen. Er hatte

es eilig.

Informanten warten nicht gern.

*

Yashiro schreckte aus seiner Meditation

auf, zu der er sich ein Stück vom

Universitätsgelände entfernt und in den

Wald zurückgezogen hatte, als die Cessna

206 in der Dämmerung über ihm vorbeizog.

Aber es war nicht nur das einmotorige

Leichtflugzeug, das ihn aus seiner Ruhe

gerissen hatte.

Als wäre etwas Schweres auf seinen Geist

nieder gesunken.

Er dachte an die Vision, von der Matteo ihm

berichtet hatte: Ein Hirsch mit

majestetischem Geweih, das Erklingen des

Jagdhorns und wie aus dem Gebüsch ein

Wolfsrudel, von den Jägern gehetzt, an

dem Hirsch vorbei rennt. War die

donnernde Cessna das Jagdhorn?

*

Als Paul in seiner Kammer angekommen

war, zog er mit zitternden Händen den

Brief aus der Tasche. Er verschloss die Tür

seiner Kammer und legte den ungeöffneten

Brief auf seinen Schreibtisch. Er wollte sich

noch etwas sammeln. Was würde ihn

erwarten?

*

Der Innenraum des Leihwagens roch nach

Desinfektionsmittel.

„Fahren wir nicht nach Manhatten? Ich

dachte, es geht in dein altes Revier!“ fragte

Alexander verwundert, als Sam vom

Flugplatz aus, die Richtung aus der Stadt

einschlug. „Weißt du, wenn ich sage: „Mein

Revier in New York!“ dann meine ich den

Staat und nicht die Stadt.“ Sagte Sam und

zwinkerte.

„Wir waren mehr so eine Art Kleinstadt-

Moped Gang, die reiche, alte Säcke

erpresst hat.“ „Hhm.“ Alexander verzog

den Mund. Es fiehl ihm schwer seine

Enttäuschung zu verbergen. „Aber der

Anführer warst du schon?“ „Ja, Mann!“

Sam fuhr auf der Landstrasse, in die sie

eingebogen waren, knapp am Tempolimit.

Nicht zu schnell, aber auch keinen

Kilometer zu langsam.

„Und mit was habt ihr die wohlhabenden,

älteren Herren erpresst?“

35


Sam schürzte die Lippen und zögerte einen

Moment.

„Ich hab meine Mädchen auf sie

losgelassen.“ sagte er dann. „Das waren

Teenager, wie wir alle und brauchten

dringend Geld. Wenn da dann was gelaufen

war, hatten wir Fotos, Videos und natürlich

die jungen Frauen als Zeugen... und zur Not

auch eine Eisenstange und das ganze Zeug.“

„Sowas hast du gemacht?!“

„Sowas hab ich gemacht.“

Sie hatten jetzt die erste Ampel an der

nächtlichen Landstraße erreicht. Dahinter

lag eine Tankstelle, dann began die Stadt.

„Aber anscheinend haben wir mit diesen

Spielchen finstere Mächte angelockt. Da

war ein Typ, der sagte er sei auf der

Durchreise. Der war sowieso unheimlich,

aber hatte das passende Auto, den teuren

Anzug, das ganze Gehabe. Hat seine

Adresse ausgepackt, von seiner Frau

erzählt. Alles, wie es sein sollte. Als er dann

mit Janine in unserem Waldstück

verschwunden ist, war es gar nicht so

einfach dran zu bleiben. Aber wir mussten

ja, denn wir brauchten die Fotos.

Dann hatten wir sie verloren und hörten

Janine plötzlich schreien.“

Sam bremste den Wagen aus und ließ ihn

auf den Parkplatz hinter einem Restaurant

rollen, das noch geöffnet hatte.

„Wir sind da.“

„Wir sind ein bißchen zu früh.“ bemerkte

Alexander und lehnte sich gemütlich in

seinem Beifahrersitz zurück. „Erzähl doch

noch ein bißchen. Wie ging es weiter?“

„Dann hörten wir Schüsse, während Janine

schrie und wir rannten darauf zu. Dann

sahen wir es: Ein Monster, ohne Augen, mit

36

dem Kopf voller Zähne! Es steckte

immernoch in dem maßgeschneiderten

Anzug des Mannes, für den wir es gehalten

hatten, aber seine Gliedmaßen waren völlig

verändert und ragten spinnenbeinartig

daraus hervor. Sie waren beinahe ganz

weiß, rosa und bläulich schimmernd, so als

wenn die Haut darüber durchsichtig wäre.

Mit einem seiner Arme hielt es Janine am

Handgelenk fest, während sie mit der

freien Hand bereits ihr halbes Magazin auf

das Monster abgefeueret hatte.

In seiner anderen Hand, hielt es ein

überdimensional großes Auge.

Peter war zwei Sekunden lang vor Grauen

erstarrt, dann ließ er die Kamera fallen, zog

wie Janine seine Halbautomatik und

begann auf das Monster zu feuern.

Mit mir selbst passierte etwas ganz

seltsames: Es war als wenn eine Blase in

mir platzte und Informationen strömten in

meinen Geist. Ich Kannte den Namen des

Dämons. Er hiess „Grigg“. tiefere Schicht.

Beinahe ein Insekt.

Ich ließ die Kamera an ihrem langen

Halteband in meine Hand gleiten und

began, sie über mir im Kreis zu schwingen.

Ich wusste nicht, warum ich das tat. Ich hob

die andere Hand mit der Handinnenfläche

gegen Grigg und sagte: „Grigg, du musst

jetzt nach Hause gehen! Überlass mir das

Mädchen. Sie gehört zu mir!“ Grigg schien

für eine Sekunde zu erstarren. Das Auge in

seiner Hand blinzelte. Dann ließ er von

Janine ab, die mit zitternden Knien zu

Boden stürzte, und floh. Peter musste

kotzen!

Hehehe.

Nach dieser Sache war nichts mehr wie

vorher.“


„Was denkst du, woher wusstest du was zu

tun war?“ harkte Alexander nach.

Sam zuckte die Schuktern. „Ich bin ein

Naturtalent würde ich sagen.“

Doch in Wirklichkeit dachte er etwas

anderes. Es war kein Geheimnis, dass ihn

ein hochklassiger Dämon auf die Zulassungs

Prüfung der Akademie vorbereitet hatte.

Und nicht nur Sam dachte, dass es vielleicht

sein Vater gewesen war. Lorass hatte das

stets geleugnet. Aber wann sagen

Dämonen schon die Wahrheit?

Sie blickten noch eine Weile gemeinsam

auf die Strasse. Ein Wagen hielt neben

ihrem. Ein Mann mit kurzärmligem Hemd,

Schlips und Anzughose stieg aus dem

Wagen und setzte sich auf die niedrige

Steinmauer, die den Parkplatz zum

Restaurant und zur Strasse hin begrenzte,

um sich eine Zigarette anzuzünden.

„Das ist er!“ sagte Alexander.

Der Mann hatte einen Aktenkoffer dabei.

Alexander und Sam stiegen aus dem Wagen

und schritten in Richtung Restaurant, auf

den Mann zu.

Sie bauten sich vor ihm auf. „Haben Sie

vielleicht ‘ne Zigarette?“

Der Mann lächelte. „Lassen sie uns doch in

das Restaurant gehen. Es ist jetzt fast leer

und ich habe hier ein paar Papiere und ein

paar Geschichten, die ich Ihnen gerne bei

einem guten Essen erzählen würde.

Aber erst das Geld!“

*

Paul nahm den Brieföffner und schlitze den

Umschlag mit einer routinierten Bewegung

auf.

Seine Hände waren ruhig, als er das

Schreiben heraus nahm. Das erste was ihm

auffiehl, war das wackelige, unsaubere

Schriftbild.

37

Dann begann er zu lesen:

„In meinem Gehirn sitzten zwischen dem

Okzipital- und Temporallappen links und

rechts des Kleinhirns zwei Zentral-

Implantate, die alles aufzeichnen, was ich

höre und sehe, deswegen kann ich mit

Ihnen über diese Dinge nicht reden und ich

darf diesen Brief nicht sehen. Bitte

entschuldigen Sie die Handschrift.

Ihre Vermutungen sind korrekt. Die Erde

umgibt ein 8-stufiger Schirm, den keine

Sonde jemals vollständig durchdrungen hat

und der der Erdenbevölkerung das Bild von

dem liefert, was Sie als Ihr Sonnensystem

kennen und allem anderen, was Sie das

Universum nennen. (Ich weiß, Sie sind von

nur 3 Stufen ausgegangen. Nun, Sie dürfen

wissen: Es sind 8.)

Wie Sie richtig vermutet haben, wurde die

innerste Stufe nachträglich angelegt, um

die wachsenden magischen Fähigkeiten der

Menschen zu hemmen und ihren okkulten

Betätigungen die Grundlage zu entziehen.

Dies geschah in der Hoffnung, dass die

kurzlebigen Menschen alles vergessen

haben würden, wenn diese nachträglich

unter dem ursprünglichen Schirm

angelegte Stufe beginnen würde zu

zerfallen, denn das dies nach Ablauf einer

Zeitspanne von etwa 10.000 Jahren

geschehen würde, war absehbar.

Wie Sie richtig erkannt haben, ist dieser

Zeitpunkt jetzt.

Sprechen Sie nicht mehr mit mir über diese

Dinge!

Was Sie mir sagen, das sagen Sie auch dem,

den die Menschen „Satan“ nennen.“

Und so endete der Brief.

„Aber dann ist sie es !“ entfuhr es Paul,

während er den Brief mit der rechten Hand

zerknüllte und mit der linken begann, ihn

in kleine Fetzen zu reissen, die er einen

nach dem anderen über eine am Fenster


stehende Kerze hielt und dann als glühende

Funken hinaus in die Nacht gleiten ließ.

*

„Sieh dir an, wie sie tuscheln!“ sagte Andrej

zu Creat, mit Blick auf Alexander und Sam,

die sich in eine der hinteren Sitzecken der

Mensa zurück gezogen hatten. „Da läuft

doch was!“

Creat blickte verträumt von seinem Tee

auf, den er auf keinen Fall zu schnell trinken

wollte. „Wie meinst du das?“ fragte er

doof. „Weisst du schon.“ erklärte Andrej.

„Wenn der wusste, wie sehr ich in Matteo

verliebt bin!“ dachte Creat und seuftzte.

„Aber das ist doch eine heisse Spur!“ gab

Alexander den Optimisten. „Das nennst du

eine heisse Spur? Ein paar dumme

Geschichten über den kleinen, aufsässigen

Sam Demòn und warum man ihn mit 5

Jahren in eine Anstanlt für schwer

erziehbare Kinder gesteckt hat! Nichts

weiter! Nur der Name eines Krankehauses

in Billspie: Saint Claire! Und um da was

rauszufinden werden wir bis zu den Ferien

warten müssen!“ Sam ließ frustriert den

Kopf hängen. Er hatte sich mehr von

diesem Kontakt versprochen. Im Laufe des

Gespräches hatte Sam einen der Erzieher

in seinem ersten Waisenhaus in dem

„Informanten“ zu erkennen geglaubt. Aber

er war sich nicht sicher. Als er Alexander

auf der Rückfahrt davon erzählte, sagte

Alexander nur: „Dein Erzieher weiß was er

will.“ und grinste.

„Aber bis dahin könnten wir von hier aus…“

began Alexander, als Marcel von Straaten

sich zu ihnen an den Tisch setzte.

„Worüber redet ihr?“ fragte er dreist. „Das

geht dich nichts an!“ sagte Sam. „Warum

nicht?“ erwiderte Marcel. „Weil das eine

Privatangelegenheit ist!“ Alexander sagte

nichts dazu. Er kannte Marcel bereits zu gut

und dessen Art seinen Kommilitonen

notfalls mit magischen Tricks ihre

Geheimnisse aus der Tasche zu ziehen.

„Eine Privatangelegenheit also….Was

familäres?“ „Verzieh dich Marcel!“ fuhr

Alexander ihn an. „Pass auf, wie du mit mir

redest! Meinem Vater gehört die

Akademie!“ drohte Marcel mit erhobenem

Zeigefinger, stand aber dennoch auf und

ging. Nur um einige Schritte später von

Andrej dazu eingeladen zu werden, sich zu

ihm und Creat an den Tisch zu setzen. „Wir

reden gerade über die Aufgabenstellung

von Proffessor Harting.“ fantasierte Andrej.

„Vielleicht kannst du uns helfen.“

„Levitation ist nicht so meins.“ lehnte

Marcel ab. „Ich muss mich auch umziehen

für die Küchenarbeit. Ich soll den Backofen

schrubben.“ entschuldigte er sich. „Ach ja.“

monierte Andrej, der heute

glücklicherweise für den Stalldienst

eingeteilt worden war und setzte sich

wieder zu Creat, der den letzten Schluck

Tee aus seiner Tasse schlürfte.

*

Während Therese noch an Paul Holland

dachte und ob es wohl richtig gewesen war,

ihn einzuweihen, stopfte sie sich die

Ohropax in die Ohren und schaltete den

Nano- Microphonchip aktiv, den sie Chdrr

bei ihrer letzten Begegnung mit ihm in

dessen Blutbahn hatte einspeisen können.

Nach Aktivierung wurden diese Chips

schnell abgebaut und das Microphon

würde jetzt noch etwa 30 Minuten senden.

Aber diese 30 Minuten waren vielleicht

sehr aufschlussreich. Wenn sie Glück hatte.

38


Denn Luzifers Liebling befand sich heute

Nachmittag auf einer Konferenz in

Shanghai.

Soviel hatte sie bereits heraus gefunden.

*

„Schönen guten Tag Herr Meròn. Sie

sprechen mit Alexander Adler vom

Detektiv-Büro Adler. Ich wurde damit

beauftragt, Informationen über die Person

zusammen zu tragen, die im Jahre 2001 den

Säugling Sam Demòn in dem Krankenhaus

St. Claire abgegeben hat und wir haben

erfahren, dass Sie dort im fraglichen

Zeitraum angestellt waren. Können Sie uns

weiterhelfen?“

„Unverschähmtheit! Was gehen Sie meine

Anstellungs Verhältnisse von vor 20 Jahren

an?! Guten Tag!“ und schon hatte Herr

Meròn wieder aufgelegt.

Das war jetzt schon der 34sigste Anruf, der

beim Abtelefonieren seiner Liste mehr oder

weniger ins Leere lief. Nur eine Person

hatte ihm bis jetzt wirklich nützliche

Informationen liefern können. Frau Gerda

Baptiste. Sie hatte 2001 auf der

Kinderstation von St. Claire gearbeitet und

Alexander die Namen einiger Kollegen, die

damals ebenfalls auf dieser Station tätig

waren, mitgeteilt. Somit hatte Alexander

jetzt quasi eine „heisse Liste“. Lang war sie

nicht. 7 Namen. 3 davon hatte er schon

erfolglos abtelefoniert. Herr Meròn war der

4. Es war gar nicht so einfach gewesen, den

kleinen von Licht dazu zu bewegen, die

Datenbank von St. Claire für ihn und Sam

zu hacken. „Nein. Soetwas mache ich

nicht!“ hatte Creat im Brustton der

Überzeugung verkündet. „Aber Creat, du

bist unsere einzige Hoffnung!“ hatte

Alexander ihm zu schmeicheln versucht.

„Es geht um weit mehr, als du dir vorstellen

kannst!“ blies Sam die Sache auf. „Ich weiß,

worum es geht, Sam. Mach dich nicht so

39

wichtig!“ erwiderte Creat patzig. „Aber

wenn er wirklich mein Vater ist, dann…“

Sam wusste selber nicht so genau, was

dann wäre.

„Ich könnte das ganz leicht heraus finden.“

sagte Creat mit vorgestrecktem Kinn und

gesenkten Liedern. „Ich bräuchte dafür nur

einen deiner Finger.“ „Vielleicht will ich

meine Finger aber gerne behalten!“ „Und

ich will vielleicht nicht kriminell werden!“

sagte Creat und war im Begriff, sich auf

seinem Bürostuhl umzudrehen, um sich

wieder seiner Forschungsarbeit

zuzuwenden.

„Aber Creat, ohne dich kommen wir einfach

nicht weiter!“ versuchte Alexander es

nocheinmal. Creat seuftzte. „Warum fragt

ihr nicht Yashiro? Der ist doch Japaner! Der

versteht bestimmt auch was davon.“ „Was

willst du damit sagen?“ schnellte Alexander

aus der Deckung. „Bist du etwa Rassist?“

„Ich Rassist? Nein, nein!“ „Aber du denkst,

Yashiro sollte etwas von Computern

verstehen, nur weil er Japaner ist? Creat,

das ist rassistisch!“ nahm Sam Alexanders

Faden auf. „Das habe ich so überhauptnicht

gesagt!“ protestierte Creat. „Doch, das hast

du!“ sagte Alexander und zog sein Handy

aus der Tasche, das er gewohnheitsmäßig

im Diktiermodus hatte laufen lassen,

spuhlte die Aufnahme 10 Sekunden zurück

und spielte sie Creat vor.

„Was Yashiro wohl dazu sagen würde? Oh,

oh, oh!“ fragte Sam mit gespielter

Besorgnis in den Raum, konnte sich dann

aber ein Grinsen nicht verkneifen.

Creat hatte vor Wut einen ganz roten Kopf

bekommen.

„Narrrgut.“ knurrte er. „Ich mach’s.

Aber zuerst löschst du die Aufnahme!“

Fortsetzung folgt...


Sehnsucht

DAS NÄCHSTE

HEFT ERSCHEINT

JULI 2021!

Sehnsucht nach Menschen,

die nach Liebe und Wahrheit streben.

Ich habe Sehnsucht nach Menschen, die Wärme und

Geborgenheit ausstrahlen.

Sehsucht nach Menschen, die

die Welt erhalten und schützen.

Ich habe Sehnsucht nach Menschen, die für Frieden und Freiheit

stehen.

Sehsucht nach Menschen, die

für Freude und Harmonie sind.

Ich habe Sehsucht nach Menschen, die für

Gerechtigkeit und Gutes auf dieser Welt kämpfen.

Ja, das ist meine Sehnsucht!

von Marco Körk

IMPRESSUM:

ist ein Comic- und Wissensfanzine der Selbsthilfe- und

Kreativgruppe Mad Artists. Es erscheint in unregelmäßigen

Abständen. Wir sind Mitglied im Landesverband seelische Gesundheit M-V e. V.

Wir übernehmen keine Haftung für Manuskripte, die an uns geschickt wurden.

Druck: print24.com · Friedrich-List-Str. 3 · 01445 Radebeul

Herrausgeber: SHG Mad Artists,

institut für neue medien. freie bildungsgesellschaft mbH

Unterstützt von: EX-IN M-V e.V., LSG M-V e.V. und FONDS SOZIOKULTUR

Redaktionsanschrift: Christian Kaiser · Albert-Einstein-Straße 7 · 18059 Rostock

E-Mail: mad.comichunter@gmail.com

Internet: www.facts-and-stories.de

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