20212/16 | Kreissparkasse Göppingen | 175 Jahre | ET:21.04.2021

suedwest.presse

Sonderveröffentlichung

175 Jahre

Kreissparkasse

Göppingen

Weil’s um mehr

als Geld geht

Zum Jubiläum unterstreicht die Kreissparkasse

Göppingen ihr Engagement für den Landkreis und

ihre Kundinnen und Kunden.

Nachhaltig.

4000 gepflanzte Bäume sind ein

sichtbares Zeichen für Nachhaltigkeit

bei der Kreissparkasse Göppingen.

Hinter dem Begriff steckt aber

wesentlich mehr. Seite 10

Mutig.

Digitalisierung, Strukturwandel und

veränderte Lebensweisen: Dr. Hariolf

Teufel und Klaus Meissner erklären im

Interview, warum die Kreissparkasse

Mut beweist und Lösungen hat. Seite 8

Gestalten.

Für die Menschen im Landkreis: Seit

der Gründung der Kreissparkasse

Göppingen am 22. September 1846

setzt sie Akzente im gesellschaftlichen

Leben. Seite 2


Für die

Menschen

im Landkreis

175 Jahre

Kreissparkasse

Göppingen

feiert Jubiläum

Digitalisierung, Minuszinsen,

Pandemie, Strukturwandel:

große Herausforderungen im

Jubiläumsjahr – und in Zukunft.

Drei Worte, die ganz bewusst gewählt sind:

„Nachhaltig. Mutig. Gestalten.“ – sie bilden

das Motto zum Jubiläum der Kreissparkasse

Göppingen, die 2021 ihr 175-jähriges Bestehen

„feiert“. Die Partystimmung ist aufgrund aktueller Pandemiebeschränkungen

zwar gedämpft, dennoch will das Kreditinstitut

Akzente setzen

und als gemeinnützige öffentlich-rechtliche

Bank in

kommunaler Trägerschaft

gerade jetzt ein dynamischer

Motor für die Region

sein.

„Die Kreissparkasse

Göppingen ist eine tragende

Säule in unserem Landkreis

– als traditionsreiche

und zuverlässige Institution

rund um alle Bankdienstleistungen

– aber sie

Die

Kreissparkasse

Göppingen ist

ein wichtiger

Impulsgeber.

Edgar Wolff

Landrat und Vorsitzender des

Verwaltungsrats der

Kreissparkasse Göppingen

ist noch viel mehr“, sagt

Landrat Edgar Wolff, der

Verwaltungsratsvorsitzender

der Kreissparkasse

Göppingen ist. „Die Kreissparkasse

ist an vielen

Stellen ein wichtiger Impulsgeber.“

Neben ihrem

Kerngeschäft ist sie in vielen

Bereichen sozial und

gesellschaftlich engagiert

und beweist so immer

wieder aufs Neue, dass sie

den Gründungsgedanken

und die Sparkassenidee bis heute lebt. Auf ihrem erfolgreichen

Weg hat die Kreissparkasse Göppingen den Fokus

immer mehr auch für das Thema Nachhaltigkeit geschärft.

„Und nicht zuletzt die Investitionen in die Sparkassenstandorte

unterstreichen, wie verwurzelt die Kreissparkasse

hier vor Ort ist,“ so der Verwaltungsratsvorsitzende Edgar

Wolff.

Der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg,

Peter Schneider, erklärt: „Das Jubiläum fällt mitten

in die Corona-Pandemie.

So passt das Motto „Nachhaltig.

Mutig. Gestalten.“

nicht nur gut zur Geschichte

der Kreissparkasse

Göppingen, sondern es

sind auch Begriffe, die wir

zur Überwindung der aktuellen

Krise brauchen. Dass

die Sparkasse durch ihre

umfangreichen Finanzdienstleistungen

und die

zuverlässige Kreditvergabe

ihren Teil dazu beiträgt,

stellen die über 1.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

täglich unter Beweis.

So ist die Kreissparkasse

Göppingen seit 175 Jahren

ein nachhaltiger Stabilitätsanker

für die Region

und wird dies auch mutig

und gestaltungsstark in der

Zukunft bleiben.“

Die

Kreissparkasse

Göppingen ist ein

Stabilitätsanker für

die Region.

Peter Schneider

Präsident des Sparkassenverbands

Baden-Württemberg

FOTOS: SVBW, LANDRATSAMT GÖPPINGEN, KREISSPARKASSE GÖPPINGEN/PAULE, GIACINTO CARLUCCI, STAUFENPRESS, STAUFERFESTSPIELE, SINA ETTMER, MUSIKVEREIN DEGGINGEN, MAITISER WIESENKICKER

Die Kreissparkasse Göppingen

engagiert sich in vielfältiger Weise

und übernimmt an zahlreichen Stellen

gesellschaftliche Verantwortung.

Die Übernahme von gesellschaftlicher

Verantwortung

gehört zur Geschäftsphilosophie

der

Kreissparkasse Göppingen. Neben

der direkten Förderung der heimischen

Wirtschaft durch Wertschöpfung

unterstützt das Kreditinstitut

unmittelbar eine Vielzahl

von Aktivitäten im Landkreis Göppingen.

Seit Jahrzehnten gilt die

Kreissparkasse Göppingen so als

der wohl wichtigste Sponsor im

Landkreis, wenn es für Sport- und

Kulturvereine, für Umwelt-, Bildungs-

und Sozialeinrichtungen darum

geht, bei ihren Aktivitäten und

Initiativen finanzielle Hilfe und

Unterstützung zu bekommen. Für

die Kreissparkasse ist dieses Sponsoring

einerseits ein effektives

Kommunikationsinstrument – aber

es ist eben auch eine gemeinnützige

Aufgabe. Seit den 1990er-Jahren

wurde dieses Engagement auf vielfältige

Weise ausgebaut und in

zahlreichen festen Projekten, aber

auch punktuellen Unterstützungen

etabliert. So soll die Attraktivität

des Landkreises gestärkt werden –

was auch geschieht. Zu einem attraktiven

Standort gehört aber auch

eine gesunde Wirtschaftskraft –

auch hier bringt sich die Kreissparkasse

Göppingen intensiv mit ein.

Vereine

Die ganze

Gesellschaft

Von der Nachwuchsförderung

der Kleinsten über den Breitenbis

zum Spitzensport: Vieles

wäre ohne die Kreissparkasse

Göppingen nicht möglich. Im Jubiläumsjahr

startete jüngst die

Spendenplattform „WirWunder“

für Vereine und soziale Organisationen

aus dem Landkreis Göppingen,

die seitdem schon von

zahlreichen Spenden profitiert

haben – viele weitere werden folgen.

Auch die NWZ-Aktion „Gute

Taten“ und die GZ-Aktion „Gemeinsam

geht’s besser“, die jeweils

lokale Projekte im Fokus

haben, werden unterstützt.

Und das seit Jahren. Sie war maßgeblich

daran beteiligt, dass in

Göppingen mit der Wirtschaftsund

Innovationsförderungsgesellschaft

(WIF) eine Institution geschaffen

wurde, die den Unternehmen

Impulse gibt, sie aber auch mit

ihrem vielfältigen Netzwerk unterstützt.

Immer wieder war die WIF,

die 1995 aus einem bis dato ehrenamtlich

organisierten „Wirtschaftskreis“

entstanden ist, sehr aktiv. Sie

wird von Kommunen und der

Kreissparkasse finanziert.

Alle zwei Jahre verleiht die

Kreissparkasse unter fachlicher Federführung

der WIF den Innovations-

und Unternehmerpreis, der

herausragende Ideen und Persönlichkeiten

der regionalen Wirtschaft

auszeichnet. Mit Veranstaltungsangeboten

wie dem „Unternehmerforum“

ist die Kreissparkasse

selbst aktiv – aber auch durch die

Unterstützung von Initiativen wie

dem G-Inno, dem Gründer- und Innovationszentrum

in Geislingen,

das Start-ups Raum und Möglichkeiten

geben will.

Es ist die Vielfalt, die das Engagement

der Kreissparkasse im Landkreis

ausmacht. Und das ist kein

Zufall, sondern ganz bewusst so

gewollt – seit 175 Jahren.

Alle Generationen

Vom Knax-Schiff auf dem

Spielplatz bis zur Seniorenuni

Die Kreissparkasse hat bei ihrem Engagement alle

Generationen im Blick: Spielgeräte auf Spielplätzen

für die Jüngsten zum Beispiel – die „Knax-Schiffe“

(Foto) sind in vielen Orten zu finden. Aber auch die

Bildungsförderung über Förderpreise für Schulen und

Hochschulen, Veranstaltungen, Lehr- und Lernmaterialien

für die etwas älteren Kinder und Jugendlichen.

Soziale Angebote erfahren ebenfalls immer wieder

Zuwendungen von der Kreissparkasse und können

so ihre wertvolle Arbeit in der Gesellschaft fortführen.

Und: Die Senioren-Uni Geislingen sowie die

Uni der Generationen Göppingen des Stadtseniorenrats

können auf die Unterstützung der Sparkasse bauen

und so ein attraktives Programm gestalten.

2


Kultur

Musik, Kunst

und mehr

Die Stauferfestspiele

Göppingen (Foto), die weit

über die Kreisgrenzen hinaus

bekannt sind, gehören zu den

wohl größten Projekten, die

von der Kreissparkasse

Göppingen im Kulturbereich

unterstützt werden. Sie bringen

alle zwei Jahre rund 150 Profis

und Laiendarstellerinnen und

Laiendarsteller bei viel

beachteten Opern- und

Operetteninszenierungen auf

die Bühne und locken Tausende

Besucherinnen und Besucher

nach Göppingen. Aber auch die

Sommerkonzerte von „Musik

auf Schloss Filseck“ sowie die

Galerie im Ostflügel des

Schlosses und andere

Veranstaltungen stehen auf der

langen Liste der geförderten

Kunst- und Kulturinitiativen im

Landkreis.

Weil’s um

mehr als

Geld geht.

Stiftungen

Langfristiges Engagement

für die Allgemeinheit

Für langfristige Ideen hat die

Kreissparkasse Göppingen Stiftungen

initiiert, die Dauerhaftes

gestalten sollen. Das Kapital der

Organisation bleibt dabei unangetastet,

nur Zinserträge und eingeworbene

Spenden können ausbezahlt

werden. Durch die Stiftungen

können Projekte realisiert

werden, die aufgrund ihres Volumens

und Zeithorizonts durch

Spenden nicht realisierbar wären.

Schloss-Filseck-Stiftung

Im Jahr 2004 gründete die Kreissparkasse

die Schloss-Filseck-Stiftung.

Die satzungsmäßige Zielsetzung

der Stiftung ist die Förderung

kultureller Zwecke, des

Denkmalschutzes sowie der Landschaftspflege

im Geschäftsgebiet

der Kreissparkasse. Mit dem Erwerb

von Schloss Filseck (Foto)

zum 1. Januar 2008 hat die Stiftung

einen vorrangigen Stiftungszweck

erfüllt, der mit der Umsetzung des

Landschaftsparks, der Kunstgalerie

sowie weiteren Angeboten

weiterentwickelt wurde. Verschiedene,

zwischen rund dreieinhalb

und gut neun Kilometer lange

Spazier- und Wanderwege erschließen

in diesem Landschaftspark

das nähere und weitere

Umfeld und bringen so Natur, Genuss

und Kultur zusammen.

Das Gourmetrestaurant im

Schloss ist seit 2020 mit einem

Stern des Guide Michelin ausgezeichnet.

Für Wandernde und Familien

gibt es die „Schloss-Schänke“

für eine Stärkung sowie einen

Spielplatz. Regelmäßig finden

Veranstaltungen rund um Musik,

Kunst und Kultur statt.

Stiftung Altendank

Die Stiftung Altendank wurde

1965 durch die Kreissparkasse

Göppingen gegründet. Ziel der

Stiftung ist insbesondere der Betrieb,

die Bewirtschaftung und der

Unterhalt des Altenwohnheimes

„Haus Altendank“ in Uhingen.

Unterstützt werden aber auch

Themenprojekte rund um das

Thema „Alter und demografische

Entwicklung“.

Stauferstiftung

Anlässlich des 800. Geburtstags

von Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen

wurde 1994 die Stauferstiftung

gegründet. Ziel ist die

Erforschung der Geschichte der

Stauferzeit, um das Interesse der

Bevölkerung an dieser wichtigen

Epoche des Stauferkreises zu stärken.

Die Stiftung vergibt darum

regelmäßig den Staufer-Schülerpreis,

einen mit 5000 Euro dotierten

wissenschaftlichen Preis sowie

Förderpreise für herausragende

Forschungsarbeiten zur Staufergeschichte.

Jugendstiftung

Das Christliche Jugenddorfwerk

Deutschlands e. V. (CJD) nimmt

seit 1979 die satzungsmäßigen

Aufgaben der 1958 gegründeten

Jugendstiftung der Kreissparkasse

Göppingen wahr. Der Schwerpunkt

der Arbeit des CJD liegt in

der Unterhaltung eines Jugendwohnheims

auf dem Bläsiberg

oberhalb von Wiesensteig. Dort

leben Reha-Teilnehmende, die

eine einjährige Berufsvorbereitung

oder eine drei Jahre dauernde

Berufsausbildung absolvieren.

Außerdem fördert die Jugendstiftung

das NwT-Bildungshaus

der Hochschule Esslingen in Göppingen

(Foto) sowie das Kinderhaus

K19 in Geislingen.

363

Millionen Euro hat die Sparkassen-

Finanzgruppe im Jahr 2020 für gemeinwohlorientierte

Projekte zur Verfügung

gestellt. Die Kreissparkasse

Göppingen förderte zusätzlich zu ihrer

Stiftungsarbeit Initiativen im Landkreis

mit rund 2,6 Millionen Euro.

3


Das Sparen

hat eine lange

Tradition

Von der „Hohen Kante“ damals zum

Nachhaltigkeitsfonds heute – eine kurze

Geschichte des Sparens.

Werbeschilder aus der Zeit

vor 1934 (links) und aus

dem Jahr 1948 (rechts).

Sparen ist ein kurzes Wort,

das große Emotionen auslösen

kann. Das gilt im Positiven

ebenso wie im Negativen.

Um das zu erfahren, genügt

es, eine Zeitung aufzuschlagen

oder auf die Alltagssprache zu

achten: „Tipps zum Sparen“ wecken

Neugier, „Erspartes“ stimmt

zufrieden, während „Einsparungen“

in der Regel nichts Gutes verheißen.

Auch ein lockeres „Das

kannst du dir sparen“ ist nicht unbedingt

das, was man gerne hört.

Die Geschichte des Sparens beginnt

jedoch lange bevor es dieses

Wort gab, ja, sie ist sogar älter als

das Geld selbst. „Der Gedanke des

Sparens liegt in der bäuerlichen

Gesellschaft begründet“, erklärt

Dr. Thorsten Wehber, Leiter des

Sparkassenhistorischen Dokumentationszentrums

in Bonn. „Wer

Korn aussäen wollte, musste einen

Teil der Ernte zurücklegen.“ Selbstverständlich

war dabei, dass das

Korn nicht unendlich lange gehortet

werden konnte. Wurde es nicht

gesät, verdarb es – wie das himmlische

Manna im zweiten Buch

Mose. Sparen war und ist also Teil

eines natürlichen Kreislaufs: Man

legt zurück, sät, erntet und legt

dann erneut zurück, um auszusäen.

Die Einführung des Münzgelds

machte es möglich, Vermögen auch

längerfristig aufzubewahren. Dabei

ergab sich aber schnell ein neues

Problem: Wo sollte man das Geld

lagern? Eine Antwort war die Spardose.

Das früheste erhaltene Exemplar

bargen Archäologen in der antiken

Stadt Priene in der Türkei. Es

handelt sich um ein Tongefäß in

Form eines Miniatur-Schatzhauses,

das auf das zweite Jahrhundert

vor Christus datiert wird. Solche

Schatzhäuser hießen „Thesauros“

– ein Wort, von dem sich unter anderem

der Begriff „Tresor“ ableitet.

Sparschränke für Familien

und Vereine

Tatsächlich erinnern alte Sparbüchsen,

wie sie unter anderem im

Archiv der Kreissparkasse Göppingen

in Wäschenbeuren aufbewahrt

werden, an Tresore. Die meisten

sind aus stabilem Stahlblech und

stammen aus den 1930er- und 40er-

Jahren. Einige sind so schwer, dass

es beide Hände braucht, um sie

hochzuheben. Das gilt zum Beispiel

für die sogenannten Sparschränke,

die Familien und Vereine

nutzen, um gemeinsam für Feste

und Ausflüge zu sparen.

Ebenso verbreitet war es, Geld

zu verstecken. Besonders beliebt

war dabei der Platz auf dem

Schrank. Das hat sogar in die Sprache

Eingang gefunden: Die Redewendungen

„etwas auf die hohe

Kante legen“ und „etwas auf dem

Kasten haben“ spielen auf diese

Gewohnheit an. Da die Verstecke

alles andere als geheim waren, waren

sie auch nicht sicher. Bereits

früh ließen Sparende deshalb Vertrauenspersonen

ihr Geld aufbewahren.

„Dienstboten zum Beispiel

gaben ihr Geld oft ihrer Herrschaft“,

erklärt Thorsten Wehber.

Allerdings war dies ein Geschäft

auf Treu und Glauben. „Man konnte

niemals sicher sein, dass man

das Geld auch zurückbekam.“ Oft

erhielten Sparende nicht einmal einen

Nachweis für das hinterlegte

Geld.

Sparkassen brachten Sicherheit

In dieser Situation waren die frühen

Waisen- und Leihkassen des

18. Jahrhunderts sowie die Sparkassen,

die in Baden und Württemberg

ab 1818 nach und nach entstanden,

eine enorme Erleichterung

– wenn nicht gar eine Revolution.

Das galt besonders für die

einfachen Leute. „Sparkassen

machten es möglich, dass jeder und

jede Vorsorge treffen konnte – und

das unter gesetzlich geregelten

Bedingungen“, erklärt Thorsten

Wehber. Das Geld investierten die

Sparkassen damals wie heute in

ihre Regionen. Sparende finanzierten

und stützten damit die

wirtschaftliche Entwicklung ihrer

Landstriche – ein durch und durch

nachhaltiges Modell. Städte und

Kreise fungierten dabei als Träger.

„Damit war von Anfang an gewährleistet,

dass man das Geld zurückbekam,

wenn man es benötigte“,

so Wehber.

Anfangs erhielten die Sparenden

bei den Sparkassen eine Bestätigung

über ihre Sparsumme in

Form eines „Sparkassenscheins“.

Später wurde er durch das „Quittungsbuch“

ersetzt, den Vorläufer

des heutigen Sparbuchs. Einige

der ursprünglich handschriftlich

geführten Sparbücher sind heute

im Sparkassenhistorischen Dokumentationszentrum

in Bonn archiviert.

Auch wenn Ein- und Ausgaben

bei Weitem nicht so detailliert

nachvollziehbar sind wie auf

den heutigen Kontoauszügen, bieten

sie für Historikerinnen und

Historiker doch wichtige Anhaltspunkte

– zum Beispiel zur Wirtschaftsgeschichte

einzelner Regionen.

Sparen und Moral

Auch sozialgeschichtlich ist das

Sparen ein interessantes Phänomen.

Durch das sichere Sparen

wurde es möglich, Vorsorge zu

treffen und Verantwortung für die

eigene materielle Existenz zu übernehmen.

Das beeinflusste auch die

Moralvorstellungen in der Gesellschaft:

Der abendliche Gang in die

Wirtschaft oder fröhliches Geldausgeben

bei Tanzveranstaltungen

bekamen ein „Geschmäckle“. „So

gesehen kann man die ersten Sparkassen

durchaus als moralische

Anstalten verstehen“, erläutert der

Historiker. Nicht in allen Ländern

setzte sich das Spar-Ideal so durch

wie in Deutschland. In Österreich

und der Schweiz sowie in Italien,

Japan und China spielt es eine vergleichbare

Rolle. Angelsächsische

Länder hingegen verzeichnen

deutlich niedrigere Sparquoten.

Verschuldungen sind dort weit üblicher

und gesellschaftlich akzeptierter

als hierzulande. Durchschnittlich

zehn Prozent des Einkommens

wurden in den vergangenen

Jahrzehnten in Deutschland

in Form von Sparanlagen zur Seite

gelegt. Die jeweilige Zinshöhe

wirkt sich dabei kaum auf die Sparquote

aus. „Entscheidend sind andere,

oftmals psychologische Faktoren“,

so Thorsten Wehber.

„Wenn es der Wirtschaft schlecht

geht und Arbeitslosigkeit droht,

sparen die Menschen mehr als in

guten Zeiten.“ Dazu kommt, dass

hohe Zinssätze für sich genommen

noch kein positives Signal sind. Es

gilt stets auch die Inflation im Blick

zu behalten. So richtig lohnt sich

Sparen nur, wenn der Zins höher

ist als die Inflationsrate.

Die Inflationsrate zählt

Das war zum Beispiel Mitte der

80er-Jahre der Fall, als die Inflationsrate

zeitweise sogar unter null

fiel. In den frühen 70er-Jahren hingegen,

die etliche Zeitgenossinnen

und Zeitgenossen aus Hochzeiten

des Zinses in Erinnerung

haben, lohnte sich Sparen weniger.

Zwar wurden damals bis zu

acht Prozent Zinsen gezahlt. Zugleich

übersprang die Inflationsrate

in diesen Jahren aber auch

immer wieder die 6-Prozent-Marke.

Eine interessante Möglichkeit,

unabhängig vom Zinsniveau Vermögen

aufzubauen, waren und

sind Wertpapiere. Bis in die 60er-

Jahre war diese Option vor allem

vermögenden Kundinnen und

Kunden vorbehalten. Das änderte

sich mit dem Aufkommen von

Fondssparplänen. Sie ermöglichten,

dass Normalverdienende in

Wertpapiere investieren konnten

– bei überschaubarem Risiko und

ohne große Börsenkenntnisse.

Neu ist die Entwicklung, dass

Kundinnen und Kunden von

Fonds mit ihrem Geld auch gezielt

die regionale Entwicklung fördern

können – zum Beispiel in Sachen

Nachhaltigkeit. „Das Geld wird

somit für etwas Sinnvolles produktiv

gemacht – das passt ausgezeichnet

zur Sparkassenidee“,

fasst der Historiker zusammen.

Das Sparbuch in Nullzinszeiten

Das Sparbuch bleibt dennoch für

viele eine wichtige Anlagemöglichkeit.

„Noch nie sank das Zinsniveau

so tief wie in den letzten

Jahren. Das ist eine historische

Tiefmarke“, zieht Thorsten Wehber

Bilanz. Trotzdem sind die Einlagen

im letzten Jahr deutlich gestiegen.

Rund 16 Prozent ihres

Einkommens legen Sparerinnen

und Sparer aktuell zur Seite. Das

zeigt, dass das Sparbuch in Krisenzeiten

Sicherheit schenkt.

„Das beweist, dass die ursprüngliche

Sparkassen-Idee auch zweihundert

Jahre nach Gründung der

ersten Sparkassen hochaktuell

ist.“

Wir gratulieren der Kreissparkasse Göppingen

zum 175-jährigen Jubiläum.

Herzlichen Glückwunsch!

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4


Nachgefragt

Simone Schmid erklärt im

Interview, wie sich das

Sparen verändert hat.

Gründung

16 003 Gulden

waren der Anfang

Eines haben das Gründungsjahr der Kreissparkasse

Göppingen und das Jahr 2021 gemeinsam: Es waren bewegte

Zeiten – heute durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie,

während 1846 der Kampf ums tägliche Brot den Alltag vieler

Menschen bestimmte. Ein Rückblick zu den Wurzeln.

„Die individuellen

Ziele zählen“

Wie spart man heute? Simone Schmid, Leiterin des

Beratungs-Centers in Süßen, erklärt im Interview,

welche Möglichkeiten zurzeit sinnvoll sind.

Seit einigen Jahren macht

Nullzinspolitik denen, die

Geld anlegen wollen, einen

Strich durchs Sparbuch. Zum

Glück gibt es auch andere

Möglichkeiten zu sparen. Finanzberaterin

Simone Schmid

erklärt, womit aktuell Rendite

erzielt werden kann.

Frau Schmid, lohnt sich

Sparen nicht mehr?

Simone Schmid: Mit dem klassischen

Sparbuch lohnt es sich

nicht. Es gibt aber gute Alternativen.

Welche?

Das hängt von den Zielen und

Wünschen der Kundinnen und

Kunden, aber auch von der

Höhe der Summe, der Anlagedauer

und der Risikobereitschaft

ab. Geldanlage ist etwas

sehr Individuelles, deshalb ist

gute Beratung wichtig.

Welche Möglichkeiten gibt es

denn, wenn das Geld verfügbar

bleiben soll?

Wer sich die Notfallliquidität

offenhalten möchte, kann zum

Beispiel über ein Tagesgeldkonto

nachdenken. Das bringt

zwar derzeit keine Rendite,

das Geld ist aber kurzfristig

verfügbar.

Keine 175 Jahre alt –

aber durchaus historisch:

Sparbücher im Laufe

der Zeit. Wo einst rein

handschriftlich Buch

geführt wurde, übernahm

später der Computer die

EIntragungen.

Was raten Sie, wenn man das

Geld mittelfristig anlegen

möchte?

In diesem Fall ist das Fondssparen

interessant. Hier gibt

es inzwischen eine große Auswahl

an Aktien, Renten- oder

Mischfonds. Risikostreuung

ist das Maß aller Dinge. Wichtig

ist die Risikobereitschaft

des Kunden oder der Kundin.

Je nachdem, wie viel man wagen

möchte, werden Aktien

oder Rentenpapiere im Fonds

stärker gewichtet.

Und wenn ich mehr anlegen

möchte?

Bei einem Anlagevermögen ab

15 000 Euro wird eine gut gestreute

Fondsanlage mit beigemischten

Zertifikaten lukrativ.

Erträge und Fälligkeiten können

so terminiert werden, dass

es zu laufenden Einnahmen

kommt. Das fühlt sich dann

fast so an, als gäbe es Zinsen.

Haben Sie noch mehr

Angebote?

Die Palette ist breit. Je nach

Ziel können beispielsweise

Versicherungssparen oder

Bausparen interessant sein.

Möglich wird dies alles schon

ab einer Sparsumme von

25 Euro im Monat. Zusätzlich

möglich sind staatliche Förderungen,

daher lohnt sich eine

individuelle persönliche Beratung

immer.

Zur Person

Simone Schmid ist Leiterin des

Beratungs-Centers in Süßen. Dort

berät sie seit 20 Jahren rund ums

Thema Geldanlage.

FOTOS: GIACINTO CARLUCCI, KREISSPARKASSE GÖPPINGEN/BEUTTENMÜLLER, HISTORISCHES ARCHIV DER KREISSPARKASSE GÖPPINGEN

In der ersten Hälfte des

19. Jahrhunderts war es

nicht nur im 1806 entstandenen

Königreich Württemberg

wirtschaftlich bergauf

gegangen. Die Zeichen standen in

vielen Teilen Deutschlands auf

Wachstum. Hauptverantwortlich

dafür waren verbesserte Produktionsmethoden

bei Ackerbau und

Viehzucht, aber auch die beginnende

Industrialisierung. Zwar

blieb die Landwirtschaft noch für

lange Zeit der beherrschende

Wirtschaftsfaktor, doch 1831 wurden

in Württemberg bereits 345

Manufakturen und Industrieähnliche

Betriebe mit zusammen

rund 10 000 Beschäftigten gezählt.

Zu den Vorreitern der industriellen

Entwicklung gehörten

im Vorland der Schwäbischen

Alb – vor allem durch Textilbetriebe

– Städte wie Heidenheim,

Ulm, Geislingen, Göppingen und

Reutlingen.

Hungersnot und

Auswanderungswellen

Mitte der 1840-er Jahre kam es jedoch

zu einem herben Rückschlag

bei der wirtschaftlichen

Entwicklung. Auslöser waren

mehrere Missernten durch Unwetter

und ein aus Nordamerika

eingeschlepptes Kleinstlebewesen.

In diesem Fall kein Corona-

Virus, sondern der Pilz Phytophthora

infestans, der vor allem bei

Kartoffeln und Tomaten Krautund

Knollenfäule auslöst. Ein Gegenmittel

gab es damals nicht.

Die Ernteausfälle durch Krautund

Knollenfäule waren verheerend

und führten in ganz Europa

zu Hungersnöten und Auswanderungswellen.

Auch im Königreich

Württemberg war die Versorgung

der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln

nicht mehr in

ausreichendem Maß gegeben. In

dieser existenzbedrohenden Situation

brauchten auch die sogenannten

kleinen Leute Zugang zu

Finanzdienstleistungen – beispielsweise

die bäuerliche Bevölkerung,

die Geld leihen musste,

um neue Saatkartoffeln zu kaufen.

Oberamts-Spar- und

Leihkasse Göppingen

Als erste Sparkasse der Welt gilt

die 1778 ins Leben gerufene „Ersparungs-Classe“

der Allgemeinen

Hamburger Versorgungsanstalt,

die auch an Dienstboten

und Tagelöhner Sparbücher ausgab

und ihnen Zinsen für Erspartes

zahlte. Diese Initialzündung

für das Sparkassenwesen hieß

tatsächlich Ersparungs-Classe,

weil die Hamburger Versorgungsanstalt

auch andere Dienstleistungen

wie Renten- oder Sterbegeldversicherungen

anbot. Die

unterschiedlichen Sparten oder

Tarife, wie man heute sagen würde,

wurden im damaligen Sprachgebrauch

Classen genannt.

In Württemberg hatte Königin

Katharina dafür gesorgt, dass 1818

in Stuttgart die Württembergische

Spar-Casse gegründet wurde.

Auch damals war die Versorgungslage

nach mehreren witterungsbedingten

Missernten angespannt.

In der neuerlichen

Notsituation Mitte des Jahrhunderts

wurde begonnen, das Prinzip

der landesweit tätigen Spar-

Casse auf die 64 Oberamtsbezirke

(aus denen später die Landkreise

hervorgingen) des

Königreichs zu übertragen. So

wurde am 22. September 1846 die

Oberamts-Spar- und Leihkasse

Göppingen gegründet. Die Aufgaben

waren in der Satzung klar

definiert: Der ärmeren Volksklasse

sollte die Möglichkeit zur Unterbringung

von Ersparnissen

und kleinen Vermögensteilen gegeben

werden. Außerdem sollten

Oberamtsangehörige, also die Bevölkerung

des Verwaltungsbezirks,

unterstützt werden, die „zu

ihrem Fortkommen auf längere

oder kürzere Zeit Anlehen bedürfen“.

Wohlhabende gesucht

Schon in ihrer Urform erwies

sich die Kreissparkasse Göppingen

als agiles Unternehmen. Nur

gut drei Wochen nach der Gründung

wurde der Geschäftsbetrieb

aufgenommen. Im verkürzten

ersten Geschäftsjahr vom 15. Oktober

1846 bis zum 30. Juni 1847

wurden bereits 405 Bürgschaftsdarlehen

ausgegeben. Die Kredite

summierten sich auf 49.000

Gulden, demgegenüber standen

Spareinlagen in Höhe von 16.003

Gulden. Um die Diskrepanz zwischen

Ausleihungen und Einzahlungen

auszugleichen, hatte man

per Zeitungsannonce wohlhabende

Personen gesucht, die bereit

waren, gegen Zinsen namhafte

Summen als „Anlehen“ zur Verfügung

zu stellen. Eine Verpflichtung,

Überschüsse zu erwirtschaften,

war in der ersten Satzung

der Oberamts-Spar- und

Leihkasse Göppingen ausdrücklich

nicht vorgesehen. In dieser

Hinsicht haben sich die Zeiten

natürlich geändert. Wie jedes

Unternehmen muss die Kreissparkasse

Göppingen heute Gewinne

erzielen, um ihr Fortbestehen

zu sichern.

Stärkung des

Gemeinwesens

„Im Grundsatz sind wir aber unserem

Erbe treu geblieben“, sagt

Dr. Hariolf Teufel, Vorstandsvorsitzender

der Kreissparkasse

Göppingen, „wir sind nach wie

vor ein Unternehmen, das Verantwortung

für das Gemeinwohl

übernimmt.“ Als Institut in öffentlicher

Trägerschaft sieht sich

die Kreissparkasse als Teil des

Gemeinwesens, in dem sie ihre

Geschäfte betreibt, und richtet

ihr Handeln danach aus, dieses

Gemeinwesen zu stärken. Dies

geschieht beispielsweise durch

Stiftungen, Spenden und Sponsoring,

durch die Finanzierung von

Lehrstühlen, durch Umweltschutz-Maßnahmen,

die Förderung

von gemeinnützigem Engagement

der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter oder durch gezielte

Förderung von Wirtschaft und

Handel. Letzteres ist übrigens

auch kein Produkt der Neuzeit.

Schon in ihren Anfangsjahren

kümmerte sich die Oberamts-

Spar- und Leihkasse keineswegs

nur um die kleinen Leute, sondern

versorgte auch das Handwerk

und Gewerbetreibende mit

den notwendigen Finanzspritzen.

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Herzlichen

Glückwunsch

zum Jubiläum!

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Digital.

Persönlich.

Vor Ort

Apps, Online-Banking, Videochat – das bietet die

Kreissparkasse Göppingen ihren Kundinnen und

Kunden. Bei allen Fragen rund um die Finanzen beraten

aber immer die Expertinnen und Experten aus dem

Stauferkreis. Auf digitalem Wege – oder klassisch in der

Filiale.

Mediales Beratungs- und Service-Center

und die Internet-Filiale

Digitale Nähe – ein Widerspruch? Ganz und gar

nicht. Das beweisen rund 70 Mitarbeitende, die

ihre Kundinnen und Kunden tagtäglich Nähe

erleben lassen – am Telefon, per Videoberatung

oder ganz einfach über den Beraterchat. Selbstverständlich

ist das nicht, doch der Kreissparkasse

Göppingen ist es ein besonderes Anliegen.

Ihr Credo: „Wir wollen jederzeit für unsere

Kundinnen und Kunden erreichbar sein.“ Wer

zwischen 8 und 18 Uhr anruft, erreicht in der

Regel innerhalb von 20 Sekunden eine Mitarbeiterin

oder einen Mitarbeiter. Außerhalb dieser

Zeit hilft ein Sprachsystem weiter.

Der Komfort setzt sich bei der Internet-Filiale

oder beim Mobile-Banking per Sparkassen-

App fort. Viele neue Funktionen helfen dabei,

dass Kundinnen und Kunden einige Anliegen

rund um die Uhr erledigen können. So hanen

alle selbst die Wahl, ab welchem Zeitpunkt die

Fachberaterin oder der Fachberater hinzugezogen

werden. Immer mehr Bankgeschäfte lassen

sich bequem von zu Hause aus erledigen. So

lassen sich digitale Nähe und Beratung in der

Filiale ganz nach Belieben kombinieren. Ein Angebot,

das sich sehen lassen kann.

Beraterchat unter www.ksk-gp.de/beraterchat.

Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr.

Video-Beratung: Alle Informationen dazu unter

www.ksk-gp.de/video-beratung.

Telefon-Banking mit persönlichem Kontakt unter

( (07161) 603-0 von Montag bis Freitag jeweils von

8 bis 18 Uhr oder mit einem Sprachcomputer unter

( (07161) 603-11 555 täglich rund um die Uhr.

Weitere Informationen unter

www.ksk-gp.de/telefon-banking.

Business-Center für Geschäftskunden – ein neuer Service seit dem

1. April. Hier werden gewerbliche finanzielle Angelegenheiten schnell,

einfach und flexibel über mediale Wege geklärt. Erreichbar

unter ( (07161) 603-0 oder per E-Mail an business-center@ksk-gp.de

von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr. Weitere Informationen unter

www.ksk-gp.de/business-center.

Internet-Filiale: Für viele war es lange Zeit das

„Online-Banking“, doch die Internet-Filiale kann viel mehr.

Einfach ausprobieren unter www.ksk-gp.de.

Sparkassen-App: Mit mehr als 11 Millionen Nutzern ist sie die führende

MultiBanking-App in Deutschland und steht über die jeweiligen App-

Stores zum kostenfreien Download zur Verfügung. Weitere Informationen

unter www.ksk-gp.de/app.

Service und Kompetenz weiterhin vor Ort

FOTOS: KREISSPARKASSE GÖPPINGEN/ BEUTTENMÜLLER, PAULE

Beratungs-Center Privat- und Firmenkunden,

Mediales Beratungs- und Service-Center

Finanzberatung nach dem Sparkassen-Finanzkonzept

Baufinanzierungsberatung

Vermögensmanagement

Beratung für Gewerbetreibende

Private Banking, Unternehmens- und

Firmenkunden- sowie Spezialberatung

Immobilienberatung

Versicherungsberatung

Nachlass- und Generationenberatung

Treffpunkt Gold

Service-Leistungen

Bargeldeinzahlung/

Bargeldauszahlung

Alle Kassentätigkeiten

Beratungs-Center

Finanzberatung nach dem

Sparkassen-Finanzkonzept

Baufinanzierungsberatung

Vermögensmanagement

Beratung für Gewerbetreibende

(nicht an allen Standorten)

Service-Leistungen

Bargeldeinzahlung/

Bargeldauszahlung

Infos zu den Standorten unter

www.ksk-gp.de/filialen.

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zum Jubiläum!

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6


Firmenkunden und Corporate Finance

Privatkunden

Die Kreissparkasse Göppingen investiert in ihre

Privatkundenberatung. Rund 300 Mitarbeitende

sind in den Regionaldirektionen „Geislingen & Süßen“

beziehungsweise „Göppingen & Uhingen“ für

die Kundinnen und Kunden im Landkreis da. Dabei

spielt die qualifizierte Beratung die wichtigste

Rolle: Ob Immobilienfinanzierung, Altersvorsorge

oder Wertpapieranlage – die Beraterinnen und Berater

wissen, worauf es ankommt. Auch im Privatkundengeschäft

gilt: Die maßgeschneiderte Lösung

ist das Ziel. Und das wird sicher erreicht, denn mit

dem Sparkassen-Finanzkonzept steht den Beraterinnen

und Beratern ein bewährtes Beratungstool

zur Verfügung. Darüber hinaus stellt die Kreissparkasse

mit 30 Beratungs-Centern beziehungsweise

Filialen das flächendeckendste Filialnetz im Landkreis.

Nähe und Menschlichkeit werden nach wie

vor großgeschrieben.

Traditionell ist die Kreissparkasse Göppingen stark im Firmenkundengeschäft.

Unternehmen und Gewerbetreibende wissen es zu

schätzen, dass die Kreissparkasse für ihre Fragen rund ums Finanzgeschäft

gut aufgestellt ist. Die 60 Mitarbeitenden

in diesem Bereich punkten

nicht nur mit Finanzexpertise, sondern

auch mit Orts- und Branchenkenntnis.

Die Beraterinnen und Berater sind im regelmäßigen

Austausch mit den Unternehmen

und können so auch schnell mit

passgenauen Lösungen unterstützen. Das

ist ein großes Plus, wie es sich gerade

jetzt während der Corona-Pandemie

zeigt. Ob Dienstleistungen im internationalen

Geschäft, strukturierte und syndizierte

Finanzierungen, Projektfinanzierungen,

öffentliche Kredite, Leasing, Existenzgründungsberatung,

Unternehmensnachfolge

und vieles mehr – die

Kreissparkasse und ihre Verbundpartner

decken das gesamte Spektrum ab. Und

das in unmittelbarer Nachbarschaft, vor

Ort im Stauferkreis.

Versicherungsagentur mit

dem Kompetenz-Center

Generationenberatung

Bankangelegenheiten und Versicherungsleistungen unter

einem Dach: Die Kreissparkasse Göppingen bietet

diesen Service. Die 20 Mitarbeitenden der hauseigenen

Versicherungsagentur machen es möglich. Seit diesem

Jahr wird das Thema Zukunftssicherung hier sogar neu

definiert. Das Kompetenz-Center Generationenberatung

berät bei Fragen zu den Themen Vollmacht, Vorsorge

für den Erbfall, Testamentsvollstreckung, Nachlassabwicklung,

Stiftergemeinschaft, Verrentungsmodelle mit

Immobilien, Geldrentenmodelle, Pflegeabsicherung und

vielem mehr.

Rund um Immobilienprojekte: FGWI

(Standorte ab Mai 2021)

Filiale

Finanzberatung nach dem

Sparkassen-Finanzkonzept

Service-Leistungen

Bargeldauszahlung

SB-Filiale

Bargeldauszahlung am

Automaten rund um die Uhr.

Standortabhängig stehen auch

Geldautomaten mit Einzahlfunktion,

Überweisungsterminals und

Kontoauszugsdrucker zur Verfügung.

Stabsbereiche

und Marktfolge

Viele Kundinnen und Kunden haben ihre persönlichen

Kontaktpersonen in den Filialen vor Augen,

wenn sie an die Kreissparkasse denken. Doch

damit zum Beispiel Kreditanfragen bearbeitet

werden können oder passende Konzepte und Produkte

für die jeweilige Kundensituation vorbereitet

sind, arbeiten im Hintergrund rund 400

Mitarbeitende in den Stabsbereichen und in der

Marktfolge. Etwa die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,

die im vergangenen Jahr und auch noch

aktuell die zahlreichen zusätzlichen Kreditanfragen

rund um die Covid19-Pandemie bearbeitet

haben. Oder die engagierte IT-Abteilung, die dafür

sorgt, dass die Technik funktioniert und die

vertraulichen und hochsensiblen Bankdaten sicher

übertragen werden. Egal in welchem Bereich:

Jeder der gut 1000 Menschen, die bei der

Kreissparkasse Göppingen arbeiten, ist wichtig,

um die Vielzahl

an Aufgaben im

Sinne der Kundinnen

und

Kunden zu lösen.

Die Bereiche Wohn- und Gewerbeimmobilien der Kreissparkasse Göppingen,

die bislang getrennt waren, wurden in der Tochtergesellschaft „Fachpartner

Gewerbe- und Wohnimmobilien GmbH“ (FGWI) zusammengeführt.

Die Expertinnen und Experten aus beiden Welten nutzen nun Synergien

und bieten gemeinsam unterschiedliche Dienstleistungen rund um

die Immobilie an: Vermittlung und Verkauf von Wohnimmobilien, Grundstückssuche,

Marktanalysen und Machbarkeitsstudien, Planung und Betreuung

von Genehmigungsverfahren, Projektmanagement, Vermietung,

Immobilienverwaltung bis hin zur Modernisierung, Nutzungsänderung

oder Neuplanung.

Die Geschäftsführer Tobias Kocherscheidt und Ralf Bressmer haben

mit ihren Teams in den vergangenen Jahren namhafte Projekte und Objekte

begleitet. Im Landkreis suchen viele Menschen den Rat der Wohnimmobilien-Spezialisten,

denn sie kennen den Immobilienmarkt und wissen

Objekte einzuschätzen. Darüber hinaus entwickeln und bauen sie

Wohnimmobilien vom Reihenhaus bis zu Anlagen mit modernen Wohnungen

wie in Geislingen und aktuell

in Bartenbach. Im gewerblichen

Bereich macht die

Sparkassen-Tochter auch von

sich reden – etwa bei der Entwicklung

und Vermarktung

des neuen B10-Centers in Göppingen

oder der Entwicklung

des ehemaligen Dehner-Areals

in Eislingen. Sie war auch

maßgeblich daran beteiligt,

dass aus dem eigentlich als

städtischer Verwaltungsbau

geplanten Gebäude am Göppinger

Bahnhof nun die Firmenzentrale

des weltweit aktiven

Softwareunternehmens

TeamViewer wurde. Längst ist

das Know-how der FGWI über

die Kreisgrenzen hinaus bekannt

und sie entwickelt namhafte

Projekte im süddeutschen

Raum.

Private Banking

Vertrauen ist von jeher das beste Fundament

für eine gute Geschäftsbeziehung. Den rund

20 Mitarbeitenden des Private Banking der

Kreissparkasse Göppingen ist es darüber hinaus

wichtig, sich regelmäßig mit ihren Kundinnen

und Kunden auszutauschen. Ihr Motto:

„Vermögensentwicklung ist Typsache“ oder

anders ausgedrückt: Was für die eine Kundin

passt, ist für den anderen Kunden undenkbar.

Wer sich also mit den Relationship-Managerinnen

und -Managern zusammensetzt, darf

sich nicht wundern, wenn viele Themen besprochen

und zahlreiche Fragen erörtert werden

– das ist die Voraussetzung für eine individuell

passende Beratung. Ob Vermögensstrukturierung,

Nachfolgeberatung, Vermögensverwaltung,

Stiftungsberatung oder Absicherung

– es können unterschiedliche Wege zum Ziel

führen. Bei der Kreissparkasse sind die Beraterinnen

und Berater erst zufrieden, wenn sie

den besten Weg gefunden haben.

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herzlichen Glückwunsch!

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Ihre Baufinanzierer

in der Region.

LBS-Bezirksdirektion Göppingen, Freihofstraße 17,

Tel. 07161 96403-0, Goeppingen@LBS-SW.de

Wir geben Ihrer Zukunft ein Zuhause.

Wir gratulieren herzlich

zum 175. Jubiläum!

Kreissparkasse Göppingen und LBS:

Herzlichen

Glückwunsch!

Wir gratulieren der Kreissparkasse Göppingen

ganz herzlich zum 175-jährigen Jubiläum und

freuen uns auf die weitere Zusammenabeit.

sparkassenversicherung.de

7


„Es ging schon bei der

Gründung der Kreissparkasse

um gesellschaftliche und

soziale Nachhaltigkeit“

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Göppingen,

Dr. Hariolf Teufel, sowie Vorstandsmitglied Klaus Meissner

im Gespräch.

Herr Dr. Teufel, blicken wir auf das

Jubiläumsjahr und zugleich auf

die Gründungsjahre der

Kreissparkasse. Was hat sich

verändert, was hat sich bewährt?

DR. HARIOLF TEUFEL: Wie bei

der Gründung sind es auch heute

bewegte Zeiten. 1846 waren es

wirtschaftliche Schwierigkeiten

nach Naturkatastrophen, die ganze

Ernten vernichteten und die

Menschen so vor große Herausforderungen

stellten. Heute sind

es die spürbaren Auswirkungen

der Digitalisierung, des Klimawandels

oder jetzt durch das Corona-Virus,

die sich auf die ganze

Weltwirtschaft und natürlich auch

bis zu uns ins Filstal bemerkbar

machen. Doch: Bei aller Rückschau

blicken wir im Jubiläumsjahr

vor allem nach vorne. Unser

Motto „Nachhaltig. Mutig. Gestalten.“

beschreibt die Zielrichtung.

KLAUS MEISSNER: Ich kann es

nur unterstreichen: Wir wollen

nach vorne denken. Natürlich ist

es so, dass die soziale Idee der

Sparkasse seit 175 Jahren besteht

und immer wieder den Rahmenbedingungen

angepasst wurde.

Wir wollen für die Bürgerinnen

und Bürger im Landkreis Gutes

tun. Das funktioniert trotz Kriegen

und anderen Herausforderungen

in den jüngsten Jahrzehnten.

Und die aktuelle Krise zeigt, dass

8

Nähe definiert

sich heute

anders als bisher,

nicht mehr nur

über Filialen.

Klaus Meissner,

Stellvertretender

Vorstandsvorsitzender der

Kreissparkasse Göppingen

Dr. Hariolf Teufel: „Die Lebensumstände und Rahmenbedingungen

sind heute komplizierter und unübersichtlicher als noch vor zehn oder

zwanzig Jahren.“

wir als Kreissparkasse in diesen

Zeiten eine besondere Rolle spielen

und wir die Nähe zu unseren

Kundinnen und Kunden als unsere

Stärke ausspielen können.

Wie sieht dieser Blick nach vorne

aus, was bewegt die

Kreissparkasse heute?

DR. TEUFEL: Zum Beispiel: Wie

schaffen wir für uns und unsere

Kundinnen und Kunden ein Geschäftsmodell,

das sich auch im

Bereich der Digitalisierung bewährt

– nicht zuletzt gegenüber

den rein digitalen Wettbewerbern

wie Google, Amazon und anderen.

Dann: Wie schaffen wir die Transformation

der Sparkasse, der

Wirtschaft und auch der Gesellschaft

in Richtung Nachhaltigkeit?

Das Thema hat in der Kreissparkasse

seit den 90er-Jahren bereits

viel Aufmerksamkeit erfahren.

Nachhaltigkeit wird in diesem

Jahr trotz aller weiteren Herausforderungen

das Schwerpunktthema

sein. Ein weiterer Punkt: Wie

schaffen wir es, die Sparkasse in

der gegenwärtigen Minus-Zinsphase,

die nach unserer Auffassung

noch einige Jahre anhalten wird,

wirtschaftlich so zu entwickeln,

dass wir auch unabhängig von

Zinsentwicklungen ein stabiles

Unternehmen sind? Kurz gefasst:

Wir wissen, woher wir kommen

und was der Ursprungsimpuls war,

Sparkassen zu gründen. Es ging

schon bei der Gründung der Kreissparkasse

um wirtschaftliche und

soziale Nachhaltigkeit. Genau diesen

Impuls wollen wir im Sinne der

Menschen in unserem Landkreis

in die Zukunft denken. Das ist die

wichtigste Aufgabe.

Wie sieht der

Transformationsprozess bei der

Kreissparkasse Göppingen aus?

MEISSNER: Für Kundinnen und

Kunden besonders spürbar ist sicher

die weitere Digitalisierung

des bisherigen Angebots. Es geht

darum, den Kunden alle digitalen

Wege zur Sparkasse zu ermöglichen

– zusätzlich zur persönlichen

Beratung, die für uns nach

wie vor im Mittelpunkt steht.

Auch intern werden Prozesse weiter

automatisiert und digitalisiert

ablaufen. Nähe definiert sich heute

anders als früher. Bislang haben

wir Nähe über Filialen definiert:

Die Sparkasse war um die Ecke

und ich konnte meine Bankdienstleistung

dort zu festen Öffnungszeiten

erledigen. Die heutige Nähe

heißt, dass wir zusätzlich auf allen

digitalen Kanälen für unsere

Kunden nah sind, dass wir ihnen

überall und jederzeit die Möglichkeiten

geben, ihre Bankgeschäfte

problemlos und komfortabel zu

erledigen.

Was heißt das konkret für die

Kunden?

MEISSNER: Die Bankfiliale ist in

die Hand- beziehungsweise Hosentasche

unserer Kundinnen und

Kunden gewandert. Homebanking,

die Sparkassen-App, mediale

Beratung per Chat oder Videotermine

sind alles große Erleichterungen.

Unsere Sparkassen-App

ist übrigens mit über zwanzig Millionen

Downloads die populärste

Finanzanwendung in Deutschland.

Sie ist auch von der Stiftung

Warentest seit Jahren die am besten

bewertete Banking-App in

Deutschland. Denken Sie auch an

das Bezahlen im Geschäft. Vor

zehn Jahren gab es in den Läden

Schilder, dass man erst ab einem

gewissen Mindestbetrag mit Karte

bezahlen kann. Deutschland

war bis zur Corona-Pandemie ein

Land der Bargeldzahler. Heute

Aber nicht nur die Wirtschaft

gehört zum Landkreis. Was ist mit

Kultur, Kunst, Sport – das

gesellschaftliche Spektrum ist

doch größer?

MEISSNER: Das stimmt. Wir unterstützen

diese Bereiche ebenso

– erst jüngst haben wir mit unserer

„WirWunder“-Spendenaktion

vor allem Vereine finanziell geförzahlen

wir an der SB-Kasse im Supermarkt

auch Kleinstbeträge

kontaktlos mit der Smartwatch.

Der Komfort, Bankdienstleistungen

auszuführen, hat sich enorm

verändert und die Sparkassen waren

schon immer führend, diese

Themen und Technologien in der

Breite voranzubringen. Unser Anspruch

dabei heißt: „Wir machen

es den Menschen einfach, ihr Leben

besser zu gestalten“. Die Sparkassen

als Gruppe haben es geschafft,

deutschlandweit die führende

Digitalbank zu sein – das

wird oft nicht wahrgenommen.

Wenn im Bankgeschäft so viel

digital abläuft, wozu brauchen

Kunden die Sparkasse vor Ort?

DR. TEUFEL: Unser Anspruch ist,

dass wir die Menschen im Landkreis

Göppingen in ihren Lebenslagen

und in ihren finanziellen Situationen

beraten. Das ist unsere

Daseinsberechtigung. Die Lebensumstände

und Rahmenbedingungen

sind heute komplizierter und

unübersichtlicher als noch vor

zehn oder 20 Jahren. Die Zeit ist

kurzlebiger, Verwerfungen und

Brüche kommen häufiger vor. Das

erhöht den Bedarf nach intensiver

und individueller Beratung. Dafür

wollen wir uns mehr Zeit nehmen

und die Beratung unserer Kunden

ausbauen und verbessern. Deshalb

stellen wir in den 30 Beratungs-

Centern und Filialen im Landkreis

die qualifizierte Fachberatung in

den Vordergrund und das spielt

auch in Zukunft eine große Rolle.

Können Sie Beispiele nennen?

MEISSNER: Nehmen wir das Thema

Altersvorsorge. Früher war

klar: Ich habe meine gesetzliche

Rente und mit den Jahren regelmäßig

Tarifabschlüsse, die zu steigenden

Renten führen. Damit war

die Altersvorsorge quasi gesichert.

Jeder sollte aber inzwischen

wissen, dass die gesetzliche Rente

durch private Vorsorge ergänzt

werden muss. Bei niedrigen Zinsen

ist die private Vorsorge fürs

Alter wesentlich schwieriger. Die

Konzepte zur Vermögensbildung

dafür sind anspruchsvoller. Es ist

Es gibt keinen

Bereich, den

wir nicht auf

irgendeine Weise

unterstützen.

Klaus Meissner

eine wesentliche Kernkompetenz

der Sparkasse, in diesem Bereich

zu beraten. Gerade unsere jüngeren

Kundinnen und Kunden müssen

wir mitnehmen, denn Altersvorsorge

muss früh beginnen und

es ist gut, wenn man mit der Sparkasse

dabei eine zuverlässige Ansprechpartnerin

hat.

DR. TEUFEL: Ein weiteres Beispiel

ist die stete Weiterentwick-

lung des Geschäftsfelds Immobilien.

Der Erwerb einer Immobilie

ist für viele unserer Kundinnen

und Kunden oft die wichtigste finanzielle

Entscheidung in ihrem

Leben. Wir sind der führende Finanzierer

von Immobilien im

Landkreis. Darüber hinaus unterstützen

wir unsere Kunden beim

Kauf, Verkauf, bei der Vermietung

und bei der Weiterentwicklung ihrer

Immobilien. Wir machen das

mit unserer Tochtergesellschaft

„Fachpartner Gewerbe- und

Wohnimmobilien“ (FGWI) sehr

erfolgreich und sind über die

Kreisgrenzen hinaus für dieses

Know-how bekannt und vielfach

Vorbild. Wir wollen die Dienstleistungen

rund um die Immobilie

weiter ausbauen.

MEISSNER: Ähnliches gilt beim

Versicherungsgeschäft, das wir im

Sinne der Absicherung der Lebensrisiken

unserer Kunden noch

breiter etablieren wollen. Weitere

Beispiele sind das Generationenmanagement

mit seinen vielen

Facetten. Überall dort brauchen

unsere Kundinnen und Kunden

die Kreissparkasse – und an

vielen Stellen sehen wir zudem

eine gesellschaftliche Verantwortung.

Wie nehmen Sie Ihre Kunden bei

diesen Transformationsprozessen

mit?

MEISSNER: Wir helfen unseren

Kundinnen und Kunden auch weiterhin,

sich in dieser unübersichtlichen

Zukunft gut zurechtzufinden.

Daran wird sich nichts ändern.

Es bleibt unsere wichtigste

Aufgabe, unseren Kunden so beizustehen,

dass sie wirtschaftlich

nachhaltig und selbstbestimmt ihr

Leben gestalten können. Hier gibt

es Kontinuität. Darauf können

sich unsere Kunden auch zukünftig

verlassen.

Ein wichtiger Anspruch der Kreissparkasse

ist, gesellschaftliche

Verantwortung zu übernehmen

und gestalterisch zu wirken. Wie

bestimmen Sie als öffentlichrechtliches

Unternehmen die

gesellschaftliche Verantwortung

der Kreissparkasse?

DR. TEUFEL: Wir sind für alle

Bürgerinnen und Bürger im Landkreis

da und leisten einen Beitrag,

den Landkreis attraktiv und aktiv

zu gestalten. Das ist an vielen Stellen

der Fall. Eine davon ist zum

Beispiel die Wirtschaftsförderung

im Landkreis, die wir schon seit

Unser

Anspruch ist,

die Menschen in

allen Lebenslagen

zu beraten.

Dr. Hariolf Teufel,

Vorstandsvorsitzender der

Kreissparkasse Göppingen

Jahrzehnten finanziell und inhaltlich

intensiv begleiten und Impulse

setzen. Wir fördern hier sowohl

die Wirtschaftsförderung des

Landkreises als auch die Wirtschafts-

und Innovationsförderungsgesellschaft

(WIF) sowie das

G-Inno, das Geislinger Innovations-

und Start-up-Center. In diesem

Bereich zu erwähnen ist aber

auch die Unterstützung der Hochschulen

in Geislingen und Göppingen

mit Stiftungsprofessuren.

Schließlich zählt dazu das NwT-

Bildungshaus, eine höchst erfolgreiche

Einrichtung der Hochschule

Esslingen in Göppingen, an die

wir von Anfang an geglaubt haben.


dert. Viele Projekte unterstützen

wir direkt, einige auch über unsere

Stiftungen, die man an dieser

Stelle nicht vergessen darf.

Die bekannteste ist sicher die

Schloss-Filseck-Stiftung, in der

wir uns für das Schloss und den

gleichnamigen Landschaftspark

engagieren. Woche für Woche

genießen tausende Menschen

aus der ganzen Region das kulinarische

oder kulturelle Angebot

auf Schloss Filseck und die Natur

im Landschaftspark. Es gibt

also kaum einen Bereich, den wir

nicht auf irgendeine Weise finanziell

oder mit Know-how begleiten

und Impulse setzen. Rein finanziell

gesehen ist uns die gesellschaftliche

Verantwortung

jährlich mehr als zwei Millionen

Euro wert.

Sie haben den Begriff „Mutig“

für Ihr Jubiläumsmotto gewählt.

Wo braucht es Mut im

Bankgeschäft?

DR. TEUFEL: Für mich steht der

Begriff dafür, dass wir für die Zukunft

Entscheidungen treffen

müssen, die wir nicht so leicht

aus der Vergangenheit ableiten

können. Viele Jahre sind wirtschaftliche

und gesellschaftliche

schaft, die einerseits eine ganz

neue Infrastruktur für die Elektromobilität

bereitstellen, andererseits

den weiteren Wandel zu

regenerativen Energien vollziehen

muss.

Was heißt das für die

Kreissparkasse?

MEISSNER: Sicherlich muss sich

auch die Kreissparkasse zumindest

in Teilen neu erfinden. Mutig

heißt für mich in diesem Zusammenhang

auch, dass wir neue

Wege gehen und Themen ausprobieren

im Bewusstsein, dass

wir damit scheitern können und

dürfen. Nur so können wir die

Sparkasse weiterentwickeln. Sehen

Sie sich unser Konzept für

ältere Menschen an, die sich mit

dem Thema Pflege beschäftigen

müssen. Da haben wir uns gefragt:

Welche Unterstützung

brauchen die Menschen in dieser

Phase ihres Lebens? Diesen

Punkt gehen wir an und bauen

zusammen mit anderen Sparkassen

an einer Pflegeplattform. Wir

werden sehen, ob die Kunden das

annehmen. Wenn es nicht funktioniert,

haben wir es wenigstens

mutig versucht. Auch in anderen

Bereichen denken wir über neue

WIR GRATULIEREN ZU

175 ERFOLGREICHEN

JAHREN UND

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Wir gratulieren

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Kreissparkasse Göppingen.

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Finanzgruppe.

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Klaus Meissner: „Bei der Digitalisierung geht es darum, den Kunden

weitere Wege zur Sparkasse zu ermöglichen – zusätzlich zur persönlichen

Beratung in der Filiale.“ Fotos: Staufenpress

Ein ,Weiter so‘

kann es in

vielen Bereichen

nicht mehr

geben.

Dr. Hariolf Teufel

Entwicklungen eher linear verlaufen,

mal mehr, mal weniger

dynamisch. Ein „Weiter so“ kann

es aber in vielen Bereichen nicht

mehr geben. Was wirtschaftlich

und gesellschaftlich in den

nächsten zehn bis 20 Jahren vor

uns liegt, hat eine andere Qualität

als vieles, was wir heute kennen.

Ja, Reformen und Veränderungen

gab es immer, aber die

Veränderungen der nächsten

zehn bis 20 Jahre sind strukturell

tiefgreifender und stellen vielfach

einen Bruch mit der Vergangenheit

dar. Das gilt übrigens

nicht nur für uns als Sparkasse.

Dienstleistungen nach, die zu

uns als Sparkasse passen.

Sehen Sie also die Sparkasse

für das nächste Jahrzehnt gut

aufgestellt?

DR. TEUFEL: Weit mehr als

100 000 Kundinnen und Kunden

im Landkreis vertrauen der

Kreissparkasse Göppingen in ihren

finanziellen und wirtschaftlichen

Anliegen. Dieses Vertrauen

ist das wichtigste Kapital, das

wir als Kreditinstitut haben und

für uns die wertvollste Basis für

die Zukunft. Rund 1000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der

Kreissparkasse kämpfen Tag für

Tag leidenschaftlich, dieses Vertrauen

zu rechtfertigen und zu

mehren. Auch unsere Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sind

ein äußerst wertvoller Eckpfeiler

für die Zukunft. Nicht zuletzt

haben wir strategisch mutig die

Weichen gestellt und sind zuversichtlich,

die nächsten zehn Jahre

nachhaltig erfolgreich gestalten

zu können.

Gemeinsam

allem gewachsen.

Wir gratulieren der

Kreissparkasse Göppingen

zu 175 Jahren in der

Region – für die Region.

Was bedeutet das konkret?

DR. TEUFEL: Schauen Sie sich

die Wirtschaft im Landkreis an:

Der Verbrennungsmotor ist ein

Auslaufmodell, dem Elektromotor

gehört die Zukunft, später

vielleicht der Wasserstofftechnologie.

Das bedeutet einen massiven

Wandel in unserer Region,

die bislang vom Automobil mit

Verbrennungsmotor geprägt ist.

Ähnliches gilt für den Einzelhandel,

der vom Onlinehandel massiv

bedrängt wird. Nicht zu vergessen

ist auch die Energiewirt-

Zu den Personen

Dr. Hariolf Teufel ist Vorstandsvorsitzender

der Kreissparkasse Göppingen,

Klaus Meissner ist sein

Stellvertreter.

gemeinsamallemgewachsen.de

9


Nachhaltig.

Seit 175 Jahren.

Und in Zukunft

Das Thema Nachhaltigkeit ist eine der

Wurzeln der Kreissparkasse Göppingen,

es ist fest in der Philosophie verankert –

und blüht zurzeit besonders auf.

Klimaschutzziele und

nachhaltiges Engagement

der Kreissparkasse

Göppingen

Die Kreissparkasse Göppingen

hat ihr Engagement beim Thema

Nachhaltigkeit festgeschrieben.

Die Kernpunkte sind:

den Geschäftsbetrieb bis 2035

CO 2 -neutral gestalten

Finanzierungen und Eigenanlagen

auf Klimaziele ausrichten

Kundinnen und Kunden bei der

Transformation unterstützen

Bewusstsein der Kundinnen und

Kunden für nachhaltige Wertpapierinvestments

fördern

Führungskräfte und Mitarbeitende

zum Klimaschutz befähigen

den Klimaschutz vor Ort in den

Kommunen voranbringen.

Nachhaltige Ideen schon

lange im Fokus – auch bei

den eigenen Immobilien

Standards Die Kreissparkasse Göppingen

hat beschlossen, bei wesentlichen

Baumaßnahmen künftig die

strengen Standards der Deutschen

Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

(DGNB) anzuwenden. Diese umfassen

neben ökologischen und ökonomischen

Kriterien auch den Nutzerkomfort,

etwa im Hinblick auf Barrierefreiheit.

Der Neubau in Göppingen

zum Beispiel wurde mit der

DGNB-Plakette in Gold ausgezeichnet.

Wärme Am Hauptstandort in Göppingen

nutzt die Kreissparkasse Abwärme

aus dem Abwasserkanal –

die dortigen Wärmetauscher sorgen

für aufgeheiztes Wasser. Ähnlich

wird auch die Filiale in Süßen versorgt.

Dort wird Wasser der Fils für

die Klimatisierung genutzt.

Strom Die Kreissparkasse hat ihren

Verbrauch vollständig auf Ökostrom

umgestellt. Damit spart sie nach eigenen

Angaben pro Jahr 725,58 Tonnen

CO 2 ein. Das entspricht etwa

dem CO 2 -Ausstoß von 190 Flügen

von München nach New York – hin

und zurück.

11

Die Kreissparkasse Göppingen

hat die Selbstverpflichtung

für klimafreundliches

und

nachhaltiges Wirtschaften der

deutschen Sparkassen unterzeichnet.

„Auch wenn wir derzeit durch

die Corona-Pandemie gefordert

sind, dürfen wir den Klimaschutz

nicht aus den Augen verlieren.

Um hier ein Ausrufezeichen zu

setzen, hat die Kreissparkasse

Göppingen diese Selbstverpflichtung

unterzeichnet“, berichtet

Dr. Hariolf Teufel, Vorsitzender

des Vorstands der Kreissparkasse

Göppingen. Das Kreditinstitut aus

dem Stauferkreis hat große Ziele:

Der eigene Geschäftsbetrieb solle

bis 2035 CO 2 -neutral gestaltet

werden. Doch es gehe um mehr:

„Außerdem unterstützen wir Unternehmen,

Privatpersonen und

Kommunen auf ihrem Weg hin zu

mehr Nachhaltigkeit“, erklärt

Dr. Teufel.

Die seit mehr als 50 Jahren andauernde

Übernutzung der natürlichen

Ressourcen wirkt sich auf

kommende Generationen aus. Das

scheint zunächst in weiter Ferne

– doch die Entwicklung ist sehr

dynamisch und für das Klima und

die Gesellschaft bedenklich. Es

bleibe nicht mehr viel Zeit, an dieser

Stelle einen Wandel zu vollziehen

– zehn oder 15 Jahre, schätzen

Fachleute. Darum fragt die

Kreissparkasse: Was muss sich ändern,

damit wir auf diese offensichtliche

Situation angemessen

reagieren? Wie schaffen wir die

Vereinbarkeit von Ökonomie und

Ökologie? Wie schaffen wir ökonomische,

ökologische und soziale

Nachhaltigkeit? „Vor uns liegt

eine massive Transformation unseres

Wirtschaftssystems und unserer

Lebensweise – und zwar

weltweit“, prognostiziert Dr. Hariolf

Teufel. Banken und Sparkassen,

Versicherungen und Investmentgesellschaften

spielen in diesem

Transformationsprozess eine

zentrale Rolle. Die Finanzwelt

lenkt mit Anlage- und Kreditentscheidungen

große Summen an

Kapital und kann damit durchaus

Akzente setzen. Und genau das

will die Kreissparkasse Göppingen

tun – aus Überzeugung. Denn

nicht erst in den vergangenen Jahren,

sondern im weitesten Sinne

Jahre gibt es die Energieagentur

des Landkreises Göppingen, die

maßgeblich von der Kreissparkasse

Göppingen und den Kommunen

finanziert wird.

schon seit der Gründung ist ihr

die nachhaltige Geschäftspolitik

mit auf den Weg gegeben worden.

Das nachhaltige Engagement für

den Landkreis, das einst vor allem

auf gesellschaftliche Themen abgezielt

hatte, ist Teil eines ganzheitlichen

Gedankens der Nachhaltigkeit

– heute wird mit dem

Begriff häufig der Blick auf die

ökologischen Aspekte gemeint. Er

bedeutet aber mehr.

Nachhaltiges Engagement in der

DNA der Kreissparkasse

„Generell sind wir davon überzeugt,

dass wir durch die Unterstützung

vielfältiger sozialer, kultureller

und wirtschaftsnaher Aktivitäten

im Landkreis Göppingen

einen wichtigen Beitrag insbesondere

zur sozialen Komponente

von Nachhaltigkeit leisten“, erklärt

Dr. Teufel. Nicht zuletzt sei

das Geschäftsmodell der Kreis-

Vor uns liegt

eine massive

Transformation

der Wirtschaft und

des Lebensstils.

Dr. Hariolf Teufel

Vorstandsvorsitzender der

Kreissparkasse Göppingen

sparkasse Göppingen auf die regionale

Wirtschaft ausgelegt. „Das

heißt, wir unterstützen den regionalen

Kreislauf von Sparen und

Investieren und wir fördern eine

ausgewogene regionale wirtschaftliche

Entwicklung“, so

Dr. Teufel. Auch die Kreissparkasse

beauftrage soweit möglich und

zu einem großen Teil regionale

Unternehmen, um die Wertschöpfung

im Landkreis zu halten. Dass

diese Philosophie für die Bank

kein Trend ist, sondern eine echte

Herzensangelegenheit, unterstreicht

der Beitritt zur WIN-

Nachhaltigkeitsinitiative der Landesregierung

Baden-Württemberg,

die ein ganzheitliches Ziel

verfolgt und alle gesellschaftlichen

Bereiche einbindet. Und das

bereits seit 2014 als eines der ersten

Unternehmen überhaupt.

Thema bei der Risikobewertung

Nachhaltigkeit entlang von Lieferketten

und in Geschäftsmodellen

wird künftig bei der Risikobewertung

von Unternehmen weiter in

den Fokus rücken. Wenn die Bankberaterin

oder der Bankberater

zum Beispiel beim Kreditantrag

des Firmenkunden nach Lieferketten

fragt, kommt damit oft auch

der Blick auf Ressourcenmanagement

und soziale Verantwortung

für Vorlieferanten ins Spiel. Wie

sind dort die Arbeitsbedingungen

und die Arbeitssicherheit – auch

im Ausland? Wie ist der ökologische

Fußabdruck des Produkts

oder der Dienstleistung? Hat ein

Unternehmen diese Themen im

Blick und kann und will es künftig

klimaneutral produzieren?

Doch warum ist dies für das Kreditrisiko

künftig bedeutend? Bereits

Ende 2019 hat die Bundesagentur

für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin) ein von der

Politik initiiertes „Merkblatt zu

Nachhaltigkeitsrisiken“ veröffentlicht.

Es sei zu erwarten, dass Unternehmen

immer stärker auf eine

nachhaltige Geschäftsphilosophie

achten müssen, um am Markt bestehen

zu können. Hat ein Unternehmen,

dessen Kundschaft auf

diese Themen achtet oder achten

muss, kein nachhaltiges Konzept,

erhöhen sich für das Kreditinstitut

die Risiken und gleichzeitig

verschlechtert sich damit die Kreditwürdigkeit

des Unternehmens,

so die Einschätzung der Bankenaufsicht.

Nachhaltigkeit bringt Gewinn –

auch für Anlegerinnen und Anleger

Auf der anderen Seite, also bei den

Geldanlagen im Wertpapierbereich,

werden nachhaltige Unternehmen

und Anlagestrategien

noch beliebter. Und wertvoller.

Die Player in der Finanzwelt – also

Banken und Investmentgesellschaften

– werden ihre Finanzströme

in gewinnbringende Kanäle

lenken. Und diese sind mittlerweile

vielfach ökologisch geprägt

– regenerative Energien sind ganz

klassisch ein solches Feld für

nachhaltige Investitionen. Ebenso

Geschäftsmodelle, die auf Wiederverwertbarkeit

verwendeter

Ressourcen setzen – um nur zwei

Beispiele zu nennen. Wenn Nachhaltigkeitsrisiken

und Nachhaltigkeitschancen

zukünftig noch stärker

in den Entscheidungen der Finanzdienstleistungsbranche

verankert

sind, kann eine positive

Dynamik für ein nachhaltiges

Wirtschaften generiert werden.

Jubiläumsjahr im Zeichen der

Nachhaltigkeit

Die „Nachhaltigkeit.“ ist ganz bewusst

ein Teil des Mottos im Jubiläumsjahr

der Kreissparkasse

Göppingen und setzt neben den

gesamtgesellschaftlichen Aktivitäten

ökologische Schwerpunkte.

Auch das ist nicht neu. Die Kreissparkasse

Göppingen hat sich bereits

in den 1980er-Jahren sehr intensiv

in Umweltthemen eingebracht

und wertvolle Beiträge für

den Landkreis Göppingen in ihrer

damaligen Kundenzeitschrift

„Grashüpfer“ gebündelt. In den

vergangenen Jahrzehnten wurden

immer wieder ökologisch nachhaltige

Projekte umgesetzt. In

jüngster Vergangenheit zum Beispiel

mit dem Landschaftspark

rund um das Schloss Filseck –

samt Aufwertung der Pomologie,

einem grünen Klassenzimmer,

Bioland-Bienenvölkern, Informationstafeln

zur Natur und vielem

mehr. Neben Kunst, Genuss und

Kultur war der Fokus auf das Bewusstsein

für die natürlichen Ressourcen

an dieser Stelle ein zentraler

Gedanke.

Forschung und Wissenschaft

Zwei weitere Beispiele sind Stiftungsprofessuren

für nachhaltige

Forschung im Mobilitätsbereich.

Am Göppinger Campus der Hochschule

Esslingen ist auf dieser Basis

ein Labor zur Erforschung der

„Energieeffizienz von Elektromotoren

– speziell für den Automobilbereich“

entstanden, das mit

namhaften Automobilherstellern

aus der Region zusammenarbeitet.

Aus einer zweiten Stiftungsprofessur

hat sich am Geislinger

Standort der Hochschule für

Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

(HfWU) ein Reallabor

entwickelt, das vom Land

Baden-Württemberg mit rund

1,1 Millionen Euro gefördert wird.

Ohne die Stiftungsprofessur der

Kreissparkasse wäre es wohl nie

so weit gekommen. Das Reallabor

Klima trägt den offiziellen Titel

„MobiQ – Nachhaltige Mobilität

durch Sharing im Quartier“. „Es

freut uns sehr, dass hier praxisnahe

Forschung betrieben werden

kann – und wir auch im wissenschaftlichen

Bereich einen Beitrag

für nachhaltige Konzepte leisten

können“, so Dr. Hariolf Teufel.

Pflanzaktion im Gewann

Katzenzipfel in Oberwälden:

Forstwirt Jürgen Kehrer und

Forstrevierleiter Reiner Ertl (im

Vordergrund v. l.) brachten mit

ihren Teams vor Ostern 800

Eichensetzlinge in die Erde.

Reiner Ertl zeigt eine Eiche, die

rund dreieinhalb Jahre alt ist.

Fotos: Kreissparkasse

Göppingen/Beuttenmüller

4000 Bäume für den Landkreis

Als eine ihrer Jubiläumsaktionen

wird die Kreissparkasse an verschiedenen

Standorten im Landkreis

insgesamt 4000 Bäume

pflanzen lassen. Dafür hat sie insgesamt

20 000 Euro bereitgestellt.

„Waldwirtschaft ist eine Generationenaufgabe

und sie stellt uns

durch die Klimaerwärmung vor

zusätzliche Herausforderungen.

Daher danke ich der Kreissparkasse

für diesen wichtigen Beitrag

zum Walderhalt und ich danke unserem

Forstamt, aber auch allen

Initiativen, die sich vorbildlich für

eine nachhaltige Waldwirtschaft

einsetzen“, sagt Landrat Edgar

Wolff. Ein Teil der Bäume wurde

bereits gepflanzt. In Oberwälden

waren es vor allem Eichen, in den

Stadtwäldern von Ebersbach,

Geislingen und Wiesensteig sowie

in Böhmenkirch werden zudem

als Nadelbäume Douglasien und

Atlaszedern und als weitere Laubbäume

überwiegend Bergahorn,

Feldahorn, Linde und Elsbeere gepflanzt

– die meisten noch im

Frühjahr, ein Teil dann im Herbst.

Mit vielen Impulsen und Förderungen

– und das nicht nur im

Jubiläumsjahr – setzt die Kreissparkasse

Göppingen ihren sozialwirtschaftlichen

Gründungsauftrag

zeitgemäß in die Zukunft um,

denn Nachhaltigkeit ist kein

schneller Trend, sondern die Basis

für ein generationenübergreifendes

Zusammenleben – heute

und morgen.

10


Aussichtsreiche

Karrieremöglichkeiten

Ausbildung 4.0: Nicht erst seit den vergangenen Monaten gehört

die Onlinewelt für die Kreissparkasse Göppingen bei der Aus- und

Weiterbildung fest dazu. Azubis erhalten Tablets und werden

auf ihrem Weg individuell und nachhaltig begleitet.

Alles Gute

zum Geburtstag.

Wir gratulieren zu 175 Jahren Kreissparkasse

Göppingen und danken für die langjährige

gute Zusammenarbeit!

Investieren schafft Zukunft.

SIE IST

FEUER UND

FLAMME!

DU AUCH?

Mit einer Postkartenaktion

hat die Kreissparkasse Göppingen

jüngst für sich als

Arbeitgeber geworben. Die Botschaft:

„Hier arbeiten ganz normale

Menschen, die Hobbys und Freizeit

haben“, berichtet Katja Oberst aus

dem Ausbildungsbereich der Kreissparkasse

Göppingen. Eine Ausbildung

bei einer Bank sei sehr modern

und vielfältig. Und: „Es ist uns wichtig,

unsere Auszubildenden für ihre

Zukunft bestmöglich zu qualifizieren“,

erklärt sie. Davon profitieren

die jungen Leute – aber vor allem

auch die Kundinnen und Kunden, die

sich auf die Kompetenz bei den Beratungen

verlassen können. Auch das

digitale Lernen ist für die angehenden

Finanzfachleute kein Neuland.

Bereits vor der Pandemie und Homeoffice-Vorgaben

war das Tablet ein

wichtiges Lern- und Kommunikationsinstrument

während der

Ausbildung. Dies ist mit ein

Grund, warum die Aus- und

Weiterbildung bei der Sparkasse

von unabhängigen Instituten

immer wieder ausgezeichnet wird

und sie so zu einem der attraktivsten

Arbeitgeber in der Finanzwelt zählt.

Ob Privat- und Firmen kundengeschäft,

Immobilien oder Anlageberatung,

Verwaltung – es gibt viele

Bereiche, um seine berufliche Karriere

zu starten. Und die Weiterbildungs-

und Aufstiegsmöglichkeiten

sind zudem sehr gut.

Vielfältige Möglichkeiten

Neben den klassischen Berufen und

Studiengängen der Finanzwelt bildet

die Kreissparkasse Göppingen zum

Beispiel auch Servicefachkräfte im

Dialogmarketing aus. Damit passt

sich die Sparkasse aktuellen Anforderungen

an. Neben Kaufleuten im

E-Commerce ist auch dies ein Bereich,

der in der Wirtschaft, aber

auch in der Bankenbranche gefragt

ER HAT

TAKTGEFÜHL!

DU AUCH?

Artur Ostolos, Auszubildender bei der Kreissparkasse

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ist, da individuelle Anfragen immer

mehr online und via Telefon bearbeitet

werden.

Tipp: Die Auszubildenden der

Kreissparkasse Göppingen sind bei

Instagram sehr aktiv und stellen sich

und die Vielfalt der Aufgaben in der

Finanzbranche regelmäßig vor:

instagram.com/kskgpausbildung –

ein Klick lohnt sich.

Ausbildungsmöglichkeiten bei

der Kreissparkasse Göppingen:

Bankkau f rau/Bankkauf mann bzw.

Finanzassistentin/Finanzassistent

Kau f rau/Kauf mann für

Büro management

Duales Studium

Kaufrau/ Kaufmann für

Versicherungen und Finanzen

Servicefachkraft für Dialogmarketing

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Wir gratulieren

der Kreissparkasse Göppingen

zum 175jährigen Jubiläum!

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11


Die richtige Beratung ist

das Erfolgskonzept

Nur im engen Dialog ist man erfolgreich. Das weiß auch Alexander Kern,

Betreiber des Gloria-Kinos in Geislingen – und Sparkassen-Kunde.

Fast hätte es in Geislingen

kein Kino mehr gegeben –

vor fast zehn Jahren, als

die Familie Kern vor einem

ablaufenden Pachtvertrag für

das Gloria-Kino stand. „Wir wollten

aber unbedingt verhindern,

dass das Gloria Kino Center seine

Pforten für immer schließen

muss“, erinnert sich Alexander

Kern, dessen Familie das Kino seit

vielen Jahren betreibt und der

heute die Geschäfte führt, „und so

entschloss sich meine Familie

dazu, das Gebäude zu kaufen.

Ohne die tatkräftige Unterstützung

der Kreissparkasse Göppingen

wäre dies nicht möglich gewesen.“

Im engen Austausch mit

den Expertinnen und Experten

Unternehmer

Alexander Kern vor seinem

Kino in Geislingen.

Foto: Kreissparkasse

Göppingen/Paule

der Kreissparkasse Göppingen

wurde so gemeinsam mit dem Unternehmen

ein solides und zukunftsweisendes

Konzept erstellt,

das sodann realisiert wurde. Mit

dem Kauf des Gebäudes sollte

auch eine umfangreiche Sanierung

einhergehen, um die Räume

und die technische Ausstattung

den Bedürfnissen des Publikums

anzupassen.

„Das alles bedeutete natürlich

einen großen Aufwand, auch finanziell

betrachtet. Aus diesem

Grund haben wir uns mit vielen

Fragen an die Kreissparkasse Göppingen

gewendet, die uns als kompetenter

Partner schon bekannt

war. Wir haben gleich gemerkt,

wie wichtig es der Kreissparkasse

von Anfang an war, das Kino in

Geislingen zu erhalten und wurden

jederzeit umfassend, kompetent

und persönlich beraten. Das

alles gab letztendlich den Ausschlag

dafür, das Wagnis einzugehen“,

erinnert sich Alexander

Kern. So hat die Familie öffentlich

geförderte Mittel in Anspruch genommen,

um ihr Vorhaben in die

Realität umzusetzen. Heute ist das

Gloria Kino Center ein gemütliches

kleines Kino mit vier Sälen,

moderner Technikausstattung

und einem Charme, der den großen

Kinokomplexen schon lange

verloren gegangen ist. Doch es ist

nicht nur dieser Charme, der die

Kreissparkasse Göppingen überzeugte

– alle Voraussetzungen für

ein durchdachtes Finanzierungskonzept

standen durch detaillierte

Planungen und Förderprogramme

für Unternehmen.

Die Kreissparkasse Göppingen

engagiert sich stark im Bereich öffentlicher

Förderkredite, um

Wirtschaft und Kultur in der Region

zu unterstützen. Dass mit

Wir wurden

jederzeit

umfassend,

kompetent und

persönlich

beraten.

Alexander Kern

Unternehmer in Geislingen

diesem Engagement und dem

persönlichen Dialog so das

Geislinger Gloria-Kino weiter

ein Teil der Kulturlandschaft

im Landkreis ist, sei umso besser,

sagt Gewerbekundenberater

Sven Steiner von der Kreissparkasse

Göppingen.

Über die Jahre hinweg entwickelte

sich die Zusammenarbeit

von Familie Kern mit der Kreissparkasse

und heute besteht ein

vertrauensvolles Verhältnis, wie

Alexander Kern betont: „Die

Kreissparkasse Göppingen und

ihre Berater sind Partner in Finanzierungsfragen,

denen die

Kultur in der Region am Herzen

liegt. Das bemerken wir vor allem

auch jetzt, wo sie viel Verständnis

für die schwierige Lage

zeigt, in der wir uns – wie so viele

andere Kulturstätten – derzeit

befinden.“

Jubiläum

Aktionen und

Informationen

Im Jubiläumsjahr 2021 hat sich die

Kreissparkasse viel vorgenommen

und blickt auf ihre Geschichte zurück.

Auf www.ksk-gp.de/175jahre

hat die Kreissparkasse Göppingen

auf ihrer Webseite interessante

Geschichten und

Momentaufnahmen aus ihrer

Historie in lesenswerten

Berichten zusammengestellt.

Jeden Monat finden Kunden

dort zudem ein jeweils neues

Online-Gewinnspiel, bei

dem es attraktive Preise zu

gewinnen gibt. Weitere Informationen

zu den im Jubiläumsjahr

geplanten Aktionen

gibt es dort auch – so

Impressum

Die Sonderveröfentlichung

175 Jahre Kreissparkasse

Göppingen erscheint als

Beilage in der NWZ und

GEISLINGER ZEITUNG und

wird in Kooperation mit der

Kreissparkasse Göppingen

herausgegeben.

zum Beispiel zu einem Projekt

rund um den Erhalt der

Kulturlandschaft „Streuobstwiese“

und einer weiteren

Initiative, mit der die Pflege

von Wacholderheiden unterstützt

werden soll.

Am 22. September 2021 –

auf den Tag genau 175 Jahre

nach der Gründung – soll es

einen offiziellen Festakt geben,

um so gebührend auf die

vergangenen Jahre und vor

allem auf eine gute und gesunde

Zukunft anzustoßen.

Herausgeber:

Neue Pressegesellschaft

mbH & Co KG, Rosenstraße 24,

73037 Göppingen

Verantwortlich für die

Anzeigen: Stefan Schaumburg

Redaktion: Helge Thiele

(verantwortlich), Constantin

Fetzer, Daniela Strohmaier

Mit diesem QR-Code und

einem Smartphone gelangt

man zur Jubiläumsseite:

sowie Martina Schwalbe

(Kreissparkasse Göppingen),

Angelika Brunke und

Dieter Ott. Titelfoto:

Ulrich Beuttenmüller.

Druck: Druckhaus Ulm-

Oberschwaben, Ulm.

21. April 2021

Weil’s um

mehr als

Geld geht.

Wir setzen uns ein für das, was im

Leben wirklich zählt. Für Sie, für

die Region, für uns alle. Mehr auf

sparkasse.de/mehralsgeld

Respekt

Vielfalt

Weitsicht

Teilhabe Verantwortung Vorsorge

Kreissparkasse

Göppingen

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