2021/16 | Was Experten raten | ET: 23.04.2021

suedwest.presse

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Was Experten raten

Themenschwerpunkt Orthopädie

Ihre Experten

Gesunde Gelenke

und starker Rücken

impulse health

management

Dr. Matthias Meier (D.O.)

Orthopädische

Universitätsklinik Ulm

am RKU

Professor Dr. Heiko Reichel

Alb-Donau Klinikum

Professor Dr. Michael Kramer

SPINEWELL –

Spezialpraxis für die

Wirbelsäule

Dr. Peter Neef

Zentrum für ambulante

Rehabilitation (ZAR) Ulm

Dr. Roland Trautwein

Praxis für Orthopädie

und Unfallchirurgie

Dr. Christoph Buck

FOTO: © RUSLAN HUZAU/SHUTTERSTOCK.COM

ARTHROS Klinik

Dr. Dieter Wiest

ARTHROS Klinik

Dr. Markus Bischoff

ARTHROS Klinik

Dr. Michael Huhn

Haltung bewahren! Yoga fürs Homeoffice

Jeder zweite Arbeitnehmer arbeitet derzeit von zu Hause aus. Orthopäden schlagen Alarm: Mit Küchenstuhl und Co. ist die Wirbelsäule in

Gefahr. Yoga-Lehrerin Eva Finken stellt die wichtigsten Übungen fürs heimische Büro vor. Von Julia Haaga

Jeder vierte Arbeitnehmer arbeitet

derzeit im Homeoffice. Das

entspricht 10,5 Millionen Berufstätigen.

Insgesamt arbeitet damit

aktuell fast jeder Zweite (45 Prozent)

zumindest teilweise im

Homeoffice. So das Ergebnis einer

Befragung im Auftrag des Digitalverbands

Bitkom.

Gerade in heimischen Gefilden,

wenn der Küchenstuhl den

Arbeitsplatz ergänzt, ist die Wirbelsäule

gefährdet. Wer zuhause

vor dem Rechner kauert und sich

kaum bewegt, riskiert langfristige

Haltungsschäden. „Auch ein

gebeugtes Hüftgelenk kann sich

nachteilig auswirken“, wie Jonas

Vogt im Blog der Kurkliniken

warnt. Das Thromboserisiko

könne dadurch ansteigen. Gelegentliches

Aufstehen,

Dehnübungen und eine aufrechte

Haltung seien daher

Pflicht. Die beste Vorbeugung

sind laut Vogt Yoga-Übungen:

„Hierdurch

wird

der gesamte

Rückenbereich

1

gelockert.“

Sechs Yoga-

Übungen fürs Homeoffice

Yoga-Lehrerin Eva Finken von

moveup.de hat exklusiv für die

SÜDWEST PRESSE die effektivsten

Übungen fürs heimische Büro

zusammengestellt.

Übung 1:

Herabschauender Hund –

Adho Mukha Svanasana

Im Liegestütz starten.

Die Hände in den Boden

pressen, Arme strecken

und Gesäß nach oben

schieben. Den Rücken in

die Länge und die Schulterblätter

aktiv auseinanderziehen.

Die Fersen tiefschieben,

der

Nacken bleibt

dabei entspannt.

2

Übung 2:

Berghaltung – Tadasana

Im hüftbreiten Stand starten. Die

Fußinnenkanten sind parallel,

Knie gestreckt und die Hüftmuskulatur

ist angespannt. Den

Bauchnabel in Richtung Wirbelsäule

ziehen und eine Weite im

Brustkorb kreieren. Die Wirbelsäule

ist aufrecht. Die Handflächen

vor der Brust verbinden

und den Blick senken.

Übung 3: Dreibeiniger

Hund – Eka

Pada Adho Mukha

Svanasana

Im Herabschauenden

Hund starten (s. Übung 1),

die Spannung im Rumpf

halten und ein Bein nach

oben strecken. Schultern und

Hüften parallel halten. Aus

den Schultern in den langen,

geraden Rücken herausschieben.

Der Nacken bleibt

entspannt. Mit dem

anderen Bein wiederholen.

Übung 4:

Tiefer Ausfallschritt (Variation)

– Anjaneyasana

Einen Fuß zwischen die Hände

setzen und das Knie über dem

Sprunggelenk ausgerichtet halten.

Das andere Knie zum Boden

senken, den Fußrücken erden und

möglichst tief schieben. Die Spannung

im Rumpf halten. Optional

das hintere Bein beugen

und den Fuß greifen.

Übung 5:

Schneidersitz – Sukhasana

Im Sitz starten, die Beine nach

vorne ausgestreckt. Die Knie

nach außen beugen und die

Unterschenkel kreuzen.

Den Oberkörper aufrichten,

Spannung im

Rumpf halten, die

Schultern tief.

Dann die Wirbelsäule

in die

Länge ziehen.

3

5

4

6

Übung 6:

Vorgebeugte Taube –

Eka Pada Rajakapotanasana I

Im „Vierfüßlerstand“ starten, ein

Bein beugen und den Unterschenkel

zwischen die Hände legen.

Den Fuß anspannen und das andere

Bein nach hinten bringen. Je

gestreckter, desto intensiver. Die

Hüfte parallel halten und den

Oberkörper nach vorne senken.


Was Experten raten

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Vieles ist möglich

Auch mit einer Hüftprothese sollten Patienten weiter Sport machen, um weitere

Erkrankungen zu vermeiden.

ZAR Zentrum für ambulante

Rehabilitation Ulm

Dr. med. Roland Trautwein

Aktiv zurück ins Leben

Übungen zur systematischen Kräftigung der Arm- und

Beinmuskulatur gehören zum Behandlungskonzept.

Ausgefeilte Operationstechniken, hochwertiges Endoprothetikmaterial,

neue Möglichkeiten bei der Fixation

der Prothese und nicht zuletzt die Fertigkeiten der

operierenden Ärzte geben Patienten nach Hüft- oder

Knie-OP in aller Regel die Chance, ihr weiteres Leben

schmerzfrei und aktiv zu gestalten. Nach gelungener

Operation bildet die Rehabilitation eine weitere wichtige

Grundlage hierfür. Optimal ist ein enges Zusammenspiel

zwischen operierender Klinik und nachbehandelnder

Rehabilitationseinrichtung. Dafür steht Dr.

med. Roland Trautwein. Als Mediziner mit fünf Facharztbezeichnungen,

Chirurg, ehemaliger Chefarzt und

ärztlicher Direktor des Ehinger Klinikums sowie als

Chefarzt des Ulmer Rehabilitationszentrums „ZAR“ hat

er vieles gesehen. Während seiner ärztlichen Laufbahn

hat er unzählige Operationen, vor allem prothetische

Versorgungen, selbst durchgeführt und seit 2015 auch

rehabilitativ nachbetreut.

Langfristige Therapie: Erfolge

Der erfahrene Arzt ist von der mehrwöchigen ambulanten

Rehabilitation, die auf einem multimodalen Behandlungskonzept

basiert, überzeugt. Das kombinierte

Therapieangebot des multiprofessionellen Reha-Teams

(Ärzte, Physio- Ergo- und Sporttherapeuten,

Psychologen, Sozialarbeiter, Ernährungsberater, Pflegepersonal)

richtet sich nach den individuellen Voraussetzungen

der Patienten.

Zu Beginn der Reha stehen isometrische Übungen,

die systematische Kräftigung der Arm- und Beinmuskulatur

und vor allem die Gangschulung auf der Ebene

sowie an der Treppe im Mittelpunkt. Die allgemeine

Beweglichkeit, der Aufbau des umgebenden Muskelgewebes

sowie die Stabilisierung des neuen Gelenks

werden mit manueller und gezielter medizinischer Trainingstherapie

wiederhergestellt, Schwellungen mit

Lymphdrainage behandelt. Patienten mit Gelenkersatz

sind oft unsicher, welche Bewegungen womöglich

schädlich für ihr neues Gelenk sein könnten. In der

Reha werden daher Verhaltensregeln besprochen, die

eine Luxation – also das Ausrenken des Gelenkes – vermeiden.

Zur Person

»»

Dr. med. Roland Trautwein war langjähriger Chefarzt der Fachabteilung

Chirurgie und ärztlicher Direktor des Alb-Donau-Klinikums

Ehingen. Seit 2015 leitet er die Geschicke der Fachabteilung Orthopädie

des Zentrums für ambulante Rehabilitation (ZAR) in Ulm. Als

wichtigen Faktor in der Patientenversorgung sieht er die Verzahnung

zwischen dem akutmedizinischen und rehabilitativen Bereich.

Kontakt

ZAR Ulm

Rehabilitation für Orthopädie, Kardiologie

Praxen für Physio- und Ergotherapie

Pfarrer-Weiß Weg 10

89077 Ulm

E-Mail: info@zar-ulm.de

Tel.: 0731 964 293-100

www.zar-ulm.de

Eine Hüftprothese ist keine Ausrede,

nicht mehr aktiv zu sein.

Eher im Gegenteil. „Inaktivität erhöht

wahrscheinlich das Risiko

für Knochenbrüche“, betont der

Chirurg und Orthopäde Prof.

Carsten Perka von der Berliner

Charité. Er ist überzeugt: „99 Prozent

der Träger könnten mehr

tun, als sie machen – weil sie sagen,

sie müssten vorsichtig sein.“

Es sei Bewegung, die Muskeln

und Knochen rund um die Prothese

gesund halte. Elementar ist

aus Sicht des Mediziners nur, dass

man koordinativ zu der Tätigkeit

in der Lage ist und die Sportart

im Idealfall schon vor der Hüft-

OP beherrscht hat. „Es geht darum,

dass der Körper diese Abläufe

kennt.“ Perka hält es zum

Beispiel für keine gute Idee, mit

dem künstlichen Gelenk das erste

Mal Skifahren auszuprobieren.

Wer indes darin geübt ist, kann

weiter die Pisten herunterjagen.

Koordinationsprobleme

durch neues Gelenk

Durch die Bewegungseinschränkungen

mit dem neuen Gelenk

könnten koordinative Probleme

entstehen. Die seien dann wiederum

oft Ursache für die Brüche

rund um die Prothese, ordnet der

Experte von der Deutschen Gesellschaft

für Endoprothetik ein.

Beim Material der Prothesen

habe es in den letzten zehn bis

zwanzig Jahren indes große Fortschritte

gegeben. „Die brechen so

gut wie nie, halten viel mehr aus

und werden selten lockerer.“

Niedrigschwellige Sportarten

für Einsteiger

Es gibt auch Sportarten, die für

Menschen mit künstlichem Hüftgelenk

besonders gut geeignet

sind und einen niedrigschwelligen

Einstieg bieten, falls man sie

das erste Mal macht. Vor allem

Walking, Laufen, Schwimmen,

Wandern, Radfahren auf der Ebene

– also keine Mountainbiking –

oder Tanzen, zählt Perka auf. Zu

Zurückhaltung rät er bei Sportarten

wie Handball, Hockey, Basketball,

Boxen. Aber das bedeutet

Mit einem schmerzenden Knie

macht die Jogging-Runde keine

Freude. Dahinter könnte das sogenannte

Läuferknie stecken –

eine Überlastung einer Faszie

(Tractus iliotibialis), die vom

Oberschenkel kommend seitlich

am Knie entlangführt. Diese

Überlastung kann vielfältige Ursachen

haben – am häufigsten

eine zu schwache Oberschenkel-,

Hüft- und Beckenmuskulatur, erklärt

der Orthopäde Patrik Reize.

„Dadurch sinkt die Hüfte immer

beim Laufen auf der Gegenseite

ab und das führt zu einer Überdehnung

des Tractus.“ Die Folge:

stechende Schmerzen an der

Knie-Außenseite.

Warum ausgetretene

Laufschuhe ein Problem sind

Auch O-Beine oder X-Beine könnten

die Entwicklung eines Läuferknies

begünstigen, sagt Reize.

Ebenso Fehlstellungen im Fußbereich

– und ausgetretene Laufschuhe.

„Dann drückt sich die

Sohle zusammen und man bekommt

eine Dysbalance beim

Auftritt des Fußes“, erläutert der

ärztliche Direktor der Klinik für

Orthopädie und Unfallchirurgie

am Klinikum Stuttgart.

Das Problem mit dem Läuferknie:

Der Tractus reißt zwar in

der Regel nicht, so der Experte.

Die chronische Überdehnung sorge

aber dafür, dass er und auch

umliegende Sehnen ihre Elastizität

verlieren und nicht mehr so

gut dämpfen. „Und man gewöhnt

sich weitere Fehlstellungen an,

Auch nach einer Hüftoperation ist Bewegung wichtig, damit Muskeln und Knochen rund um die Prothese

gesund bleiben.

nicht, dass man sie nicht mehr betreiben

kann nach der Operation.

Mit Operateur reden

Der Experte empfiehlt aber: „Wer

einen bestimmten Sport weiter

ausüben möchte, sollte das dem

Operateur sagen.“ Der könne

etwa einen muskelschonenderen

Zugang und eine zementfreie

Technik wählen. Oft werde in so

einem Fall auch ein Gelenkkopf

mit relativ großem Durchmesser

gewählt. „Da ist der Weg bis zum

Ausrenken aus der Pfanne größer,

was das Risiko des Ausrenkens

bei bestimmten Belastungen

senkt.“ Möglich ist vieles. Perka

erzählt vom britischen Tennis-Profi

Andy Murray, der mit

Wie man ein Läuferknie vermeidet

Hüftprothese ein wichtiges Turnier

gewonnen hat. Auch wenn er

wegen der Belastungen von sogenannten

Stop-and-Go-Sportarten

wie eben Tennis oder Hockey abrät,

so sagt der Orthopäde auch,

dass es gute Argumente dafür

gebe, es trotzdem weiterzumachen:

„Wenn es Teil des Lebensglücks

ist zum Beispiel.“ dpa

Stechende Schmerzen an der Seite des Knies können auf ein Läuferknie hindeuten.

Gute Laufschuhe sind wichtig, damit die Gelenke beim Laufen nicht

zu stark belastet werden. Foto: ©WAYHOME studio/shutterstock.com

Leichtere Gänge schonen beim Radfahren die Knie

FOTO: ©GYORGY BARNA/SHUTTERSTOCK.COM FOTO: © FIZKES/SHUTTERSTOCK.COM

Beim Radfahren sollten

Menschen mit

Knieproblemen, etwa

einer Arthrose, leichte

Gänge auflegen.

Das sei gut für den

Knorpel im Gelenk, sagt

der Orthopäde-Professor

Sven Ostermeier.

Aus dem Grund sieht er

für Patienten mit fortgeschrittener

Kniearthrose

E-Bikes als eine

gute Alternative an, weil

sie das Treten mit ihrer

Elektromotor-Unterstützung

erleichtern.

Obacht: Bei einer Arthritis,

also einer Entzündung

im Gelenk, sollte

man nicht aufs Rad -

dann ist Schonung fürs

Knie angesagt. dpa

FOTO: ©KZENON/SHUTTERSTOCK.COM

FOTO: ©RIDO/SHUTTERSTOCK.COM

weil man dem Schmerz ausweicht.

Man sollte das also schon

ernst nehmen“, sagt Reize.

Viele Möglichkeiten

zum Gegensteuern

Was hilft? Zunächst einmal passendes

und nicht zu ausgetretenes

Schuhwerk und eine möglichst

kräftige Muskulatur rund

um Oberschenkel und Hüfte. Gegen

mögliche Fehlstellungen sind

Einlagen eine Option – hier kann

eine Laufbandmessung genauere

Hinweise geben. „Man sollte alle

Register ziehen, um es wieder loszubekommen“,

sagt Reize. Orthopäden

könnten feststellen, ob es

Auffälligkeiten im Gangbild, bei

der Beinlänge oder im Fuß gibt.

Wer sportliche Ambitionen hat,

könne sich an einen auf Sportler

spezialisierten Physiotherapeuten

wenden. „Der blickt dann

eher auf Muskeln, Sehnen und

Faszien“, sagt Reize. Auch Massagen,

Wärmesalben oder Elektrotherapie

seien denkbar, so der

Orthopäde.

In vielen Fällen können bei

Problemen mit Füßen oder Knien

auch Einlagen helfen: Bei

Senk- oder Spreizfüßen zum Beispiel

oder bei Instabilitätsbeschwerden

im Sprunggelenk. Die

treffen vor allem Menschen, die

schon häufiger umgeknickt sind.

Auch bei X-Beinen nach Meniskusverletzungen,

dem Läuferknie

oder Instabilitäten nach einem

Kreuzbandriss könnten spezielle

Einlegesohlen eine Option sein,

zählt Reize auf.

dpa


Was Experten raten

Gelenkerhalt und Gelenkersatz auf

höchstem Niveau

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Orthopädische Universitäts klinik am RKU

Professor Dr. med. Heiko Reichel; Ärztlicher

Direktor der Orthopädischen Universitätsklinik

Gelenke. Bewegen. Menschen.

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

ich freue mich, Ihnen auf dieser Seite einige Schwerpunkte

der Orthopädischen Universitätsklinik Ulm

zum Thema „gesunde Gelenke“ vorstellen zu können.

Die Gelenke des menschlichen Körpers tragen wesentlich

zu unserer täglichen Lebensqualität bei. Schmerzfreie

und gut funktionierende Gelenke sorgen für unsere

Mobilität, lassen uns Alltag und Beruf bewältigen,

sind Voraussetzung für sportliche Betätigung – kurzum:

Unsere Gelenke halten uns in Bewegung.

Deshalb ist es immens wichtig, dass Erkrankungen

und Verletzungen der Gelenke konsequent und kompetent

behandelt werden. Dies sollte – wann immer

und solange wie möglich – konservativ geschehen, mit

Krankengymnastik, Medikamenten, speziellem Aufbautraining

und manchmal auch mit orthopädischen Hilfsmitteln.

Hilft dies nicht mehr, kommen operative Maßnahmen

zum Einsatz. Dabei gilt stets der orthopädische

Grundsatz: „Gelenkerhalt vor Gelenkersatz“.

Bei jedem zweiten Patienten mit Arthrose liegt die

Ursache des Gelenkverschleißes in einer angeborenen

oder erworbenen Fehlstellung oder in unfallbedingten

Vorschäden. Mit Hilfe gelenkerhaltender Maßnahmen

kann man die Entstehung oder das Voranschreiten der

Arthrose verzögern und lange eine gute Gelenkfunktion

aufrechterhalten. Um Gelenkpatienten optimal behandeln

zu können, sollten Kliniken deshalb das gesamte

Spektrum der gelenkerhaltenden und -ersetzenden

Verfahren auf hohem Niveau beherrschen.

Künstliche Gelenke kommen erst bei fortgeschrittener

Abnutzung zum Einsatz, wenn ein Erhalt des Gelenkes

nicht mehr möglich ist und die Schmerzsituation

des Patienten dies notwendig macht. Für das bestmögliche

Ergebnis sollten betroffene Patienten dann

ein zertifiziertes Endoprothesenzentrum aufsuchen.

Solche Endoprothesenzentren arbeiten heute nach

höchsten Standards und Qualitätsvorgaben der wissenschaftlichen

Fachgesellschaften, minimieren das

perioperative Risiko und melden ihre Ergebnisse an

das zentrale Endoprothesenregister Deutschland

(EPRD).

Die Orthopädische Universitätsklinik Ulm hat in den

letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um

die Genesung nach dem Eingriff noch weiter zu verbessern

und die Patienten nach der OP schneller auf

die Beine zu bringen. Das von uns gelebte Konzept „Enhanced

Recovery“ (Schnellere Genesung) umfasst eine

optimale OP-Vorbereitung, wenig belastende Narkoseverfahren

sowie knochen- und weichteilschonendes

Operieren. Das Patientenwohl hat für uns oberste Priorität

– wir kümmern uns um Ihre Bewegung.

Herzlichst,

Prof. Dr. Heiko Reichel

Hauptoperateure des Endoprothetikzentrums der

Maximalversorgung am RKU: PD Dr. Martin Faschingbauer,

Dr. Tobias Freitag, Prof. Dr. Heiko Reichel (v. l.).

Kontakt

Orthopädische Universitäts klinik Ulm am RKU

Oberer Eselsberg 45

89081 Ulm

E-Mail: sekretariat.orthopaedie@rku.de

Tel.: 0731 177-0

www.rku.de

Gelenkerhaltende Eingriffe – minimal

invasiv, aber maximal effektiv

Ob angeborene Fehlstellungen, Knorpelschäden oder

Sehnenrisse: Viele Verschleißerscheinungen und Verletzungen

an den Gelenken des menschlichen Körpers

können behoben und somit die Funktionsfähigkeit

langfristig gesichert werden. „Häufig ist eine normale

Belastbarkeit und auch Sportfähigkeit nach einer gelenkerhaltenden

Operation möglich – fast wie bei einem

gesunden Gelenk“ sagt Oberarzt PD Dr. Daniel

Dornacher. Er nimmt komplexe Beckenumstellungen

vor oder korrigiert in Schlüssellochtechnik subtile

Fehlstellungen am Oberschenkelknochen, die zum sog.

Impingement am Hüftgelenk führen. „Technisch hat

sich am Hüftgelenk in den letzten Jahren viel getan“,

führt der Hüftspezialist aus, „sodass Verschleißerscheinungen

früh und effektiv behandelt werden können.“

So kann das Labrum, der Dichtungsring der Hüfte, heute

über eine minimal-invasive Arthroskopie wieder befestigt

werden. „Dazu ist kein großer Hautschnitt nötig“,

so Dornacher weiter. „Durch den technischen Fortschritt

haben sich die Behandlungsmöglichkeiten zum

Erhalt des Hüftgelenkes enorm verbessert. So können

viele Krankheitsbilder heute besser verstanden und

wirksam behandelt werden.“

Röntgenbilder eines Kniegelenkes nach Umstellungsosteotomie

(links) sowie eines Beckens nach einer

beidseitigen Triple-Osteotomie.

Früh reagieren, bevor die Gelenke kaputt gehen

Selbst wenn Gelenke sich abnutzen und die Arthrose

beginnt, kann vielen Patienten geholfen werden. „Am

liebsten sehen wir unsere Patienten, bevor die Gelenke

kaputt gehen, wenn die Knorpelschäden noch lokal

begrenzt sind“ führt Prof. Dr. Thomas Kappe, leitender

Oberarzt der Klinik aus. „Dann kann eine Knorpeltherapie,

beispielsweise eine Knorpeltransplantation,

vorgenommen werden. Damit wird das Gelenk

im Optimalfall dauerhaft erhalten.“ Zusätzlich sind

meist weitere Therapiemaßnahmen erforderlich. Am

Kniegelenk ist dies oft eine Achskorrektur, die sog.

Umstellungsosteotomie, bei der die Lastverteilung im

Knie durch eine Begradigung des Beines verbessert

wird. „Auch wenn die Arthrose bereits begonnen hat,

aber noch nicht zu weit fortgeschritten ist, kann eine

solche Operation gut funktionieren“ berichtet der

Knie- und Schulterspezialist. „Natürlich fangen wir mit

der Behandlung aber schon vorher an, ehe Folgeschäden

entstehen. Dabei kommt dem Sport als „Frühwarnsystem“

eine besondere Bedeutung zu: Was sich heute

bei sportlicher Belastung bemerkbar macht, tut in

einigen Jahren schon im Alltag weh.“ Auch am Schultergelenk

sind derartige Eingriffe längst Standard. Entscheidend

ist, für jeden Patienten die richtige Therapie

zu finden: oft können Gelenke noch lange funktionsfähig

erhalten werden. Ist der Verschleiß jedoch

zu weit fortgeschritten, kommt ein Kunstgelenk in Frage

- egal ob am Kniegelenk, an der Hüfte oder an der

Schulter.

Optimale Nachbehandlung

Nach jeder OP ist eine gute Anschlussheilbehandlung

wichtig. Diese wird im RKU im hauseigenen Patientenhotel

RECOVER auf hohem Niveau gewährleistet.

Wenige Tage nach der OP kann der Patient in das benachbarte

Patientenhotel umziehen, er erhält dort eine

kompetente Nachbehandlung durch versierte Krankengymnasten,

Masseure und Sporttherapeuten – und hat

dabei noch besten Hotelstandard.

Sind spezialisiert auf gelenkerhaltende

Eingriffe am RKU: PD Dr. Daniel Dornacher

und Prof. Dr. Thomas Kappe (v. l.).

Künstlicher Hüft- und Kniegelenkersatz

– eine Erfolgsgeschichte

Die Notwendigkeit eines Gelenkersatzes wird im

RKU gemeinsam mit dem Patienten in spezialisierten

Sprechstunden der Hochschulambulanz besprochen.

Diese Sprechstunden werden wie alle endoprothetischen

Eingriffe im RKU von sogenannten Hauptoperateuren

geleitet. Die Ernennung zum Hauptoperateur

erfolgt im Rahmen einer Zertifizierung zum EndoprothetikZentrum

der Maximalversorgung (EPZmax), die

die Klinik als Einzige der Region seit 2014 jährlich erfolgreich

absolviert hat.

Minimal-invasive Operationen beim Hüftgelenkersatz

Die Hüftoperationen erfolgen im RKU unter Verwendung

von herz- und kreislaufschonenden Narkoseverfahren,

dabei werden keine Katheter oder Drainagen

mehr eingesetzt („schlauchloses Operieren“). Ein modernes

Blut- und Schmerzmanagement sorgt dafür, dass

der Blutverlust so gering wie möglich bleibt und der

Patient während der OP und auch danach schmerzfrei

ist. Die Implantation der Prothese wird in einer minimal-invasiven

Technik durchgeführt: die gelenkumspannende

Muskulatur wird nicht durchtrennt, sondern

schonend auseinandergehalten, um nach dem Eingriff

sofort wieder funktionsfähig zu sein. Wenn die

Knochenqualität dies zulässt, werden am RKU vorwiegend

„knochensparende“ Kurzschaftendoprothesen

eingesetzt. Bei älteren Patienten mit schwächerer

Knochenqualität kann der Hüftschaft „einzementiert“

werden, um auch in diesen Fällen eine sofortige Belastung

nach der OP zu gewährleisten. Denn: Jeder Patient

sollte am Abend nach der OP aufstehen und die

ersten Schritte z. B. zur Toilette gehen können.

Röntgenbild einer beidseitigen Kurzschaftendoprothese

am Hüftgelenk (oben). Robotisch-gesteuerte

Handfräse für den Kniegelenkersatz. Die Fräsebene

wird vom Roboter vorgegeben (unten).

Robotik: höchste Präzision beim Kniegelenkersatz

In der Klinik ist seit einem Jahr ein OP-Roboter für

den Kniegelenkersatz im Einsatz. Das System besteht

im Kern aus einer Infrarotnavigation und einer roboter-assistierten

Hochgeschwindigkeitsfräse. Nachdem

die Indikation zur Operation überprüft wurde,

tastet der Operateur zu Beginn der Operation mit einem

Fühler des Roboters die individuelle Gelenkoberfläche

des Patienten ab und analysiert die Bewegungsmuster

und die Bandspannung des Kniegelenkes. Dann

schlägt der Roboter eine optimal an den Patienten angepasste

Position der Gelenkkomponenten vor. Der erfahrene

Operateur überprüft diese OP-Planung, kann

diese noch weiter optimieren und mit Hilfe der robotisch

gesteuerten Fräse, die von der Hand des Operateurs

geführt wird, zehntelmillimetergenau umsetzen.

Der Roboter ist vor allem für stärkere Fehlstellungen

und beim Teilgelenkersatz des Knies geeignet

und soll eine bessere Gelenkfunktion nach dem Eingriff

ermöglichen. Selbstverständlich werden künstliche

Kniegelenke auch weiterhin von erfahrenen Operateuren

händisch eingesetzt, dies wird mit dem Patienten

vor der Operation besprochen.

Eigenverantwortung des Patienten

Für eine gute Langzeitfunktion seiner Endoprothese

hat der Patient auch eine Eigenverantwortung. In den

ersten 3 – 6 Monaten nach der OP sollte die gelenkumgreifende

Muskulatur gekräftigt und weitgehend auf

sportliche Betätigung verzichtet werden. Danach sind

gleitende Sportarten wie Schwimmen, Radfahren, Skilanglauf

oder Nordic Walking problemlos möglich.

Bedingt geeignet sind Tennis, Tischtennis, Kegeln,

Bergwandern und Alpin Skifahren. Kontaktsportarten,

Sprünge und hohe Belastungsspitzen sollten möglichst

vermieden werden.


Was Experten raten

So sind Hände fit und gesund

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Damit die Hände fit und gesund bleiben, müssen sie bewegt werden. Wie das geht und

welche Risikofaktoren den Händen schaden, beschreibt Orthopäde Michael Lehnert.

Solange sie keine Probleme machen,

schenkt kaum jemand seinen

Händen größere Beachtung.

Dabei haben sie das verdient, sagt

der Orthopäde und Buchautor

Michael Lehnert. Im Interview

beschreibt er Übungen für stärkere

Hände.

Herr Lehnert, Hände regelmäßig waschen,

gut abtrocknen, eincremen –

reicht das nicht aus in Sachen Handpflege?

Michael Lehnert: Das ist auf jeden

Fall schon eine ganze Menge und

eine gute Grundvoraussetzung.

Vor der Pandemie haben viele ja

nicht mal das regelmäßig gemacht.

Dabei ist es wichtig: Die

Hände müssen geschmeidig bleiben,

der Säureschutzmantel muss

aufrechterhalten werden. Das

reicht jedoch trotzdem nicht. Die

Hand braucht auch Muskelkraft

und Beweglichkeit. Und beides

geht immer mehr zugrunde, weil

uns vieles in den letzten Jahrzehnten

zu einfach gemacht wurde.

Wie meinen Sie das?

Lehnert: Bei Jalousien drückt man

oft nur einen Knopf, statt am

Bändchen zu ziehen. Kaum jemand

muss sein Auto noch mit

dem Schlüssel im Türschloss öffnen.

Wir haben Rührgeräte in der

Küche. Selbst das Tippen am

Computer fällt heutzutage viel

leichter – bei den früheren mechanischen

Schreibmaschinen

brauchte man auch noch Kraft aus

dem Handgelenk. Ich will damit

nicht sagen, dass früher alles besser

war, doch für viele Tätigkeiten

brauchen wir unsere Hände

heutzutage gar nicht mehr.

Sehnenscheidenentzündungen sind bei Menschen, die viel am Computer

arbeiten, eine regelrechte Berufskrankheit.


Foto: Franziska Gabbert/dpa

Was würden Sie empfehlen?

Lehnert: In der Hand sind Muskeln,

das ist vielen gar nicht bewusst.

Eine einfache Möglichkeit,

um sie zu kräftigen, ist das Fausttraining.

Dabei gibt es die große

Faust und die kleine Faust. In der

Ausgangsposition sind die Ellenbogen

aufgestellt, die Finger zeigen

nach oben und die Handinnenflächen

zeigen zueinander.

Bei der großen Faust versucht

man nun, die Finger so tief wie

möglich in die Handinnenflächen

zu krallen. Die Fingernägel sollten

nicht mehr zu sehen sein. Bei

der kleinen Faust rollt man nur

die Fingerspitzen ein und drückt

diese an den unteren Teil der Finger,

die Innenflächen der Hände

bleiben frei. Man krallt die Finger

immer für ungefähr sechs Sekunden,

dadurch trainiert man die

Maximalkraft. Um die Daumensattelgelenke

zu stärken, drückt

man den Daumen auf den kleinen

Finger und danach auf den Ringfinger,

auch jeweils immer sechs

Sekunden. Mit solchen Übungen

hält man seine Hände täglich fit.

Sehnenscheidenentzündungen sind

bei Menschen, die viel am Computer

arbeiten, eine regelrechte Berufskrankheit

– wie beugt man solchen

und anderen Problemen vor?

Lehnert: Im Moment ist das sehr

schwierig. Weil genau die Probleme,

die dazu führen, extrem forciert

werden, seitdem viele Menschen

im Homeoffice arbeiten.

Kaum einer hat zu Hause den optimalen

Schreibtisch, die optimale

Sitzhöhe, ein gutes Mousepad

und eine gute Tastatur. Wer nicht

ergonomisch arbeitet, belastet

Dr. Michael Lehnert ist Orthopäde und

Buchautor. Foto: Christian M. Weiss/Südwest

Verlag/dpa

seine Hände oft mehr. Das ist ein

wichtiger Tipp, dass man darauf

achtet. Dazu kommt, dass man

Pausen machen muss, um die

Hände aus der ständigen Tipp-Position

rauszubringen. Da reichen

schon fünf Minuten pro Stunde,

in denen man die Finger mal so

richtig durchstreckt und die Unterarme

dehnt.

Sie beschreiben in Ihrem Buch die

zehn größten Gefahren für die Hand.

Auch das Smartphone gehört dazu

– warum?

Lehnert: Hier ist der Daumen am

schlimmsten betroffen. Die meisten

bedienen das Smartphone mit

einer Hand und das belastet das

Daumengelenk auf unnatürliche

Weise. Denn das ist eigentlich gar

nicht für diese Wischbewegungen

ausgelegt. Für die Daumen ist

es viel weniger belastend, das Gerät

mit beiden Händen zu bedienen.

Es kommen viele Menschen

in die Sprechstunde und wissen

schon, was los ist. Sie sagen: „Ich

habe einen Handy-Daumen.“ Das

hat sich während Corona vermehrt,

weil viel mehr Leute die

Messenger-Dienste zur Kommunikation

nutzen als früher. dpa

SPINEWELL – Spezialpraxis

für die Wirbelsäule

Dr. Peter Neef

Vorsprung durch

Spezialisierung

Die Wirbelsäule. Ein spezielles und besonders teures Gesundheitsproblem.

„Die Gesamtkosten der Wirbelsäulenerkrankungen

werden auf bis zu 25 Milliarden Euro

pro Jahr geschätzt“, sagt der Orthopäde und Sportmediziner

Dr. Peter Neef. „Dies entspricht etwa zehn Prozent

des Bundeshaushaltes.“ Da sich an der Wirbelsäule

viele Fachgebiete wie Orthopädie, Neurologie, aber

auch Schmerz- und Muskelphysiologie sowie Trainingswissenschaft

vereinen, fordert Neef eine sondierte und

gezielte Herangehensweise bei der Behandlung von Patienten

mit Rückenbeschwerden. Seit fast drei Jahrzehnten

dreht sich bei Neef alles um das Thema Wirbelsäulenerkrankungen.

Es ist der Herbst 1987, in dem

Peter Neef mit „Nautilus“ Deutschlands erstes medizinisches

Gerätetraining eröffnet. „Ich erkannte schon

in jungen Jahren, dass das Wohlgefühl nach gezieltem

Krafttraining viel stärker ist, als das nach dem Joggen.

Nach meinem ersten Semester im Herbst 1970 nahm

ich mir vor: Wenn ich eines Tages eine eigene Praxis

habe, dann eröffne ich auch direkt ein medizinisches

Fitnessstudio. Bis dato gab es in keiner Reha geräteunterstütztes

Training zur Stärkung der Wirbelsäule!“

Im Nautilus-Training erklären spezialisierte Lehrer die

Trainingseinheiten für die Wirbelsäule.

Schritte ins Leben zurück

Als eine der ersten Praxen Deutschlands hat Neef 1992

zudem das MedX-System zur computergestützten Therapie

der Lenden- und Halswirbelsäule in seinen Therapieplan

integriert. Die Muskulatur spielt eine tragende

Rolle bei der Stabilität der Wirbelsäule. Um dies nachzuweisen,

hat sich Neef 1996 sogar eine Sonde in die

Bandscheiben implantieren lassen. „Damit konnte ich

neue Erkenntnisse zum Nutzen meiner Patienten gewinnen.“

Die Erkenntnis? „Um den Rückenmuskel zu

verbessern, bedarf es eines gezielten Trainingsanreizes.

Doch es geht hier nicht nur um Kraft, sondern auch

um Ausdauer. Um gezieltes ärztliches Training, das

peu à peu zum Wohle der Wirbelsäule gesteigert wird,

die sogenannte „progressive Belastungssteigerung.“

Wenn man sich schwerpunktmäßig über Jahrzehnte auf

ein Thema spezialisiere, führe das unweigerlich zu neuen

Erkenntnissen, verdeutlicht Neef. So beispielsweise

auch, dass die Osteoporose keine Erkrankung im

gewöhnlichen Sinne ist. Auch Knochenschwund kann

auf einen Bewegungs- und damit Trainingsmangel zurückgeführt

werden.

Zur Person

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Dr. med. Peter Neef ist Facharzt für Orthopädie, Sportmedizin

und Chirotherapie.

»»

Bei Dr. Peter Neef und seinen Spezialisten im Nautilus-Training

gibt es Trainingspläne nach medizinischem Konzept. Patienten mit

Teillähmungen, wie beispielsweise nach einem Schlaganfall oder

Bandscheibenvorfällen, finden neuen Mut und machen im medizinischen

Training große Fortschritte.

Kontakt

SPINEWELL – Spezialpraxis für die Wirbelsäule

Magirusstraße 45, 89077 Ulm

Tel.: 0731 14 06 46 16

www. praxis-dr-peter-neef.de


Was Experten raten

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impulse health management

Dr. Matthias Meier (D.O.)

Alb-Donau Klinikum und Gesundheitszentrum Ehingen

Prof. Dr. Michael Kramer

Selbstheilender Organismus Mensch

„97 Prozent aller chronischer Erkrankungen

könnte unser Körper selbst heilen –

wenn man ihn lassen würde! Die Antwort

liegt in unserem zentralen Nervensystem

innerhalb der Wirbelsäule. „Ob Immunsystem,

Verdauung, Herz- oder Kreislauffunktion:

Es gibt nichts, was nicht der

Kontrolle dieses Systems unterliegt“, sagt

Dr. Matthias Meier, Inhaber der Praxis impulse

health management. Seit 2019 bietet

der Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie,

Rehabilitative und Physikalische

Medizin das gesamte Spektrum Manueller

Medizin nach amerikanischem

Vorbild. „In meiner Praxis wende ich

Techniken zur strukturellen Rekonstruktion

der Wirbelsäule wie Chirotherapie,

Chiropraxis und Osteopathie an, um das

zentrale Nervensystem zu stärken. In den

USA wird dieses Konzept nur von einigen

wenigen Zentren praktiziert, in

Deutschland ist es nahezu unbekannt!“

Die optimalen Voraussetzungen für die

Heilung schafft der Mediziner, der Körper

heilt sich am Ende selbst. Was Stress

verursachen kann, ist vielen schmerzlich

bekannt: Allergien, Kopfschmerzen, Diabetes,

Asthma, Herzrhythmusstörungen,

Übergewicht, Knieschmerzen, Schlafstörungen,

Bandscheibenvorfälle, Arthrose

und Verdauungsprobleme. Die meisten

Krankheiten haben ihren Ursprung zumindest

teilweise in der Wirbelsäule und

entstehen durch stressbedingtes Ungleichgewicht

oder durch eine körperliche

Fehlstellung.

Zusammenspiel der Kontrahenten

Der Manualmediziner vergleicht das autonome

Nervensystem mit zwei Kontrahenten,

die für den Kräfteausgleich im

Körper zuständig sind: Sympathikus und

Parasympathikus. „Dieses System lässt

sich mit einer lebendigen Batterie vergleichen,

die Stoffwechsel, Energielevel,

Schlafbedürfnis und -Qualität sowie die

Durchblutung unbewusst kontrolliert.

Das sympathische Nervensystem ist unser

„Flucht/Kämpf-System“ und damit

überlebensnotwendig in vergangenen

Zeiten. Ging es etwa darum, vor einem

nahenden Tiger zu flüchten, musste der

Körper seine Stoffwechselfunktionen anpassen.

Ist das sympathische Nervensystem

andauernd überreguliert, erhöht sich

der Herzschlag, der Blutdruck steigt an,

die Verdauung und der Schlaf verschlechtern

sich dauerhaft. Beziehungsprobleme,

finanzielle Sorgen oder Mobbing sind die

heutigen emotionalen Faktoren, die den

Sympathikus auf den Plan bringen.“ Der

Parasympathikus ist zuständig für Schlaf,

Verdauung, eine gute Schilddrüsen- und

Immunfunktion sowie für die Geweberegeneration.

„Es ist immer günstig, in einer

Balance zwischen den beiden zu stehen,

um in beide Richtungen adaptieren

zu können, dann wird auch der Stoffwechsel

gut kontrolliert werden. Es gibt drei

Formen von Stress: emotional, chemisch

und körperlich/mechanisch. Alle drei haben

Einfluss auf unser autonomes Nervensystem.

Wenn der Stress dauerhaft besteht,

besteht auch die Stressreaktion dauerhaft.

Die Stressursache zu finden und

zu beseitigen ist der Schlüssel zur Gesundung,

denn die Beseitigung oder zumindest

die Reduktion geht mit einer zunehmenden

Balance des autonomen Nervensystems

einher, einer Reduktion der

Stressreaktion. Symptome verschwinden,

der Körper fängt an zu heilen. Physischer/

Mechanischer Stress auf das Nervensystem,

meistens verursacht durch Fehlstellungen

der Wirbelsäule, wird in der

modernen Medizin überhaupt nicht adressiert.

Der Nervus vagus beispielsweise ist

einer der wichtigsten parasympathischen

Nerven. Sein Nervenkern ist in der oberen

Halswirbelsäule angesiedelt und

übernimmt die Nervenversorgung von

Bronchien, Lungen, Herz, Speiseröhre,

Magen und Anteilen des Darms. Durch

Blockierungen oder Fehlstellungen der

Halswirbelsäule kann dieser Hauptnerv

eingeschränkt funktionsfähig sein oder irritiert

werden. Das kann zu Symptomen

wie Asthma, Bluthochdruck, Herzrhytmusstörungen,

Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen

und vielen mehr führen. „In

meiner ganzheitlichen Therapie finde ich

zunächst heraus, um welchen Stress es

sich handelt und lokalisiere die Fehlstellungen

an der Wirbelsäule, um sie nach

Möglichkeit zu beseitigen.“ Vor dem

Steißbein am Becken befindet sich ein parasympathisches

Nervengeflecht. Bei Unfällen,

Fehlstellungen des Beckens oder

nach Geburten beispielsweise kann dieses

Nervengeflecht irritiert werden.

Schlafstörungen oder eine erhöhte Infektanfälligkeit?

Möglicherweise ein Resultat

eines irritierten Nervengeflechts. „Jegliche

Einwirkung auf die Wirbelsäule hat

auch Auswirkungen auf Organe, Muskeln

und Gelenke, da sie alle von Nerven versorgt

werden müssen. Sogar Emotionen

können dadurch beeinflusst werden, da

sie Ausdruck biomechanischer Vorgänge

sind, die durch Nervensignale gesteuert

werden. Diese werden über die Nervenwurzeln

aus der Wirbelsäule vermittelt.

Wenn Druck oder Spannung die Nervensignalweiterleitung

vermindert, kommt es

über kurz oder lang zu Symptomen in diesem

Bereich. Die autonome Funktion lässt

sich einfach messen, sodass der Patient

ein objektives Biofeedback zu seiner Gesundheit

bekommt. Fehlstellungen in der

Wirbelsäule sind im Röntgenbild sichtbar.

Im Optimalfall wird die Diagnostik

nach einer Therapieserie wiederholt. Der

Patient sieht dann die Veränderungen und

kann nachvollziehen, warum sich Symptome

verringern oder sogar verschwinden.

Dies ist nicht bei jedem Patienten gleich

effektiv, aber es hilft in den meisten Fällen

– unabhängig von der Diagnose oder

dem Fachbereich, aus dem sie kommt.“

Roboter-assistierte Knieprothesen –

schnellere Genesung, verbesserte

Kniefunktion

Der künstliche Gelenkersatz zählt in der

Orthopädie zu einer der häufigsten Operationen.

Viel hängt bei diesen Eingriffen

davon ab, wie nah das Implantat der Anatomie

des originalen Gelenks kommt. Die

exakte und individuelle Platzierung aller

Prothesenkomponenten ist für eine zügige

Genesung und verbesserte Kniefunktion

außerordentlich wichtig. Die Patienten

des Ehinger Alb-Donau Klinikums

können bei Kniegelenksersatzoperationen

auf die neueste Technik vertrauen: der

Roboterarm „MAKO“ ist der perfekte Assistent

des Operateurs. Als erste Klinik

in Baden-Württemberg setzt man seit

Ende 2019 auf das computerbasierte Assistenzsystem.

Schneller beweglich, weniger Schmerzen

„Das Besondere des MAKO-Systems ist

die hohe Präzision“, erklärt Professor Michael

Kramer, Chefarzt der Chirurgischen

Klinik in Ehingen und MAKO-Operateur,

„sowohl in der dreidimensionalen

Planung als auch in der exakten Ausführung

der Operation.“ Der Roboterarm

wird vom Operateur gesteuert und unterstützt

beim Sägeschnitt durch eine optische

und haptische Kontrolle. „Patienten

haben weniger Schmerzen, der Schmerzmittelverbrauch

wird damit deutlich geringer

und auch die 90-Grad-Beweglichkeit

wird schneller erreicht“, so der zertifizierte

Kniechirurg über die Vorteile

Erfahrene Operateure setzen auf die Roboter-assistierte

OP-Technik „MAKO“.

des Roboter-Kollegen. Inzwischen haben

in Ehingen und im Umkreis über 250 Patienten

ein neues Kniegelenk mit MAKO

erhalten. „Im Vergleich zum Vorjahr eine

Steigerung um mehr als 50 Prozent – trotz

Corona und dem damit verbundenen

mehrwöchigen Stopp von nicht dringenden

Operationen.“ Man habe Anfragen

von weit außerhalb des Einzugsbereichs

erhalten: „Das hat uns wieder einmal gezeigt,

dass sich Patienten ausgesprochen

gut informieren und bereit sind, für eine

Operation lange Wege in Kauf zu nehmen,

um ein besseres Ergebnis zu bekommen.

Inzwischen setzen wir das Roboterassistierte

Operationsverfahren bei der

überwiegenden Zahl der Neuimplantationen

im Knie ein. Insbesondere Patienten,

die zuvor schon ein konventionell

operiertes Knie hatten, merken den

Unterschied deutlich.“

Die Patientenzufriedenheit entscheidet

Wie sehen die Operateure ihren neuen

Kollegen nach 15 Monaten im OP? „Die

Unterstützung durch den Roboter erhöht

die Präzision beim Sägen, wodurch das

Implantat noch idealer positioniert werden

kann“, hebt Dr. med. Jochen Weißenburger,

leitender Oberarzt der Chirurgischen

Klinik und einer der vier Operateure,

hervor. „Entscheidend für uns ist die

Zufriedenheit unserer Patienten. Hier bekommen

wir immer wieder positive

Rückmeldungen – schon nach sehr kurzer

Zeit“, fasst Dr. med. Martin Elbel,

Sektionsleiter Endoprothetik am

Alb-Donau Klinikum Ehingen, die Entwicklungen

zusammen.

Info Patienten können sich unter 07391 586-

5550 über Voraussetzungen und Möglichkeiten

zum Roboterarm-assistierten Kniegelenksersatz

informieren.

MAKO, das innovative Roboterarmsystem

unterstützt die Operateure bei

Kniegelenksersatzoperationen.

Zur Person

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Zur Person

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Dr. D. Matthias Meier ist Facharzt für Orthopädie,

Unfallchirurgie, Rehabilitative und Physikalische

Medizin, Manuelle Medizin, Osteopathie, Kinder

Manuelle Medizin und Sportosteopathie. Er

schloss zusätzlich die amerikanische Osteopathiausbildung

ab.

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Bei impulse health management ist er spezialisiert

auf rekonstruktive Chirotherapie und regenerative

Medizin und zertifizierter Mannschaftsarzt

für Leistungs- und Spitzensport.

impulse health management

Ehinger Straße 25

89077 Ulm

E-Mail: info@impulse-hm.de

Tel.: 0731 8 50 72 19-0

www.impulse-hm-medizin.de

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Prof. Dr. med. Michael Kramer ist Chefarzt

der Chirurgischen Klinik am Alb-Donau Klinikum

Ehingen und Facharzt für Chirurgie, Orthopädie,

Unfallchirurgie sowie spezielle Unfallchirurgie.

Alb-Donau Klinikum Ehingen

Spitalstraße 29

89584 Ehingen

Info zum Mako-System: 07391 586-5550

www.adk-gmbh.de


Was Experten raten

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Praxis für Orthopädie und Unfallchirurgie

Dr. Christoph Buck

ARTHROS Klinik

Dr. Dieter Wiest, Dr. Markus Bischoff, Dr. Michael Huhn

Aktiv gegen Rückenschmerz

Oberstes Ziel: Bewegungsfreiheit

Ganzheitliche Orthopädiekonzepte werden

in der Praxis von Dr. Christoph Buck,

Spezialist in den Fachgebieten Orthopädie,

Unfallchirurgie und Sportmedizin,

großgeschrieben.

„Es ist mir wichtig, meinen Patienten

ganzheitlich zu behandeln. Wie sieht seine

Work-Life-Balance aus? Mit welchen

Problemen ist der Betroffene im Alltag

konfrontiert? Welchen Herausforderungen

und Ängsten steht er gegenüber?“

Nach individueller Diagnosestellung arbeitet

Dr. Buck mit unterschiedlichen

konservativen Behandlungsansätzen und

nimmt den Patienten grundsätzlich mit

ins Boot. „Gemeinsam finden wir einen

Weg, um die körpereigenen Heilungsprozesse

in Gang zu setzen. Diese werden

allzu oft unterschätzt und in den meisten

Fällen können operative Maßnahmen vermieden

werden.“ Aus diesem Grund finden

sich auch Ernährungskonzepte zur

Stoffwechselregulation und Stressmanagement

über die Herzraten-Varibilitätsmessung

im Rüstzeug des Mediziners.

Neben der nebenwirkungsfreien konservativen

Therapie der Arthrose mit Knorpelaufbaumaßnahmen

unter anderem mit

der Kernspinresonanztherapie (MBST)

nimmt die Behandlung von Schmerzen

an der Wirbelsäule einen großen Teil der

Arbeit des Orthopäden in Anspruch. Seine

Patienten haben oftmals einen langen

Leidensweg hinter sich.

Rückenkiller Homeoffice

Bei Rückenschmerzen unterscheiden wir

zunächst den spezifischen und unspezifischen

Schmerz. Unspezifischer Rückenschmerz

hat viele Komponenten: mangelnde

Bewegung, falsche Haltung am Arbeitsplatz,

wie beispielsweise im Homeoffice,

psychischer und emotionaler

Druck. Betroffene haben meist einen

stressigen Arbeitsalltag, stehen unter

Leistungsdruck und balancieren die mangelnde

Bewegung unter Umständen noch

mit einer ungesunden Ernährung aus. Mit

der „Applied Kinesiology“ steht dem Orthopäden

ein Diagnostik- und Therapieverfahren

zur Verfügung, das häufig auch

versteckten Ursachen auf den Grund

geht. „Gezielte sportliche Aktivitäten

müssen intensiviert werden. Es empfiehlt

sich ein regelmäßiges Kraft- und Ausdauertraining,

mindestens zwei- bis dreimal

pro Woche. Ein rückengerechter Arbeitsplatz,

rumpfstabilisierende Maßnahmen

in Verbindung mit einer gesunden Ernährung

und auch Ansätze zur Stressbewältigung

über neurovegetative Regulationstechniken

helfen Betroffenen, die oftmals

bereits kurz vor der Operation stehen.“

Spezifische Rückenschmerzen sowohl mit

akutem, aber auch chronischem Verlauf

lassen sich über moderne bildgebende

Verfahren darstellen. Die Therapieansätze

sieht Dr. Buck nicht primär in der Gabe

von Schmerzmitteln, sondern häufig über

neuraltherapeutische Infiltrationstechniken,

der Akupunktur oder osteopathischen

Behandlungen. Auch die Korrektur

von Fehlhaltungen über sensomotorische

Spezialeinlagen ist hier häufig ein

probates Mittel.

Wunderwaffe gegen den Schmerz

In beiden Fällen von Rückenschmerz bietet

der Fachmediziner mit SpineMed einen

neu entwickelten und methodisch eigenständigen

Therapieansatz. Einzelne

Regionen der Wirbelsäule werden per

Computer zielgenau angesteuert und die

Zwischenräume sanft und schmerzlos gedehnt.

„Das System führt selbständig und

computerüberwacht eine Distraktion der

Wirbelsäule im Hals- oder Lendenwirbelbereich

durch. Die Behandlung erfolgt in

bis zu 20 Sitzungen à 30 Minuten. Das Gerät

misst im Millisekunden-Bereich die

Abwehrspannung des Patienten und passt

die Zugkraft entsprechend an.“ Die Resultate?

„Spektakulär! Wir sprechen hier

von einer ganzheitlichen Behandlungsmethode,

die häufig eine wirksame Alternative

zu einem operativen Eingriff darstellen

kann. Die Wirbelsäule wird zur

Vergrößerung des Zwischenwirbelabstands

gedehnt, dadurch nehmen der

Bandscheibendruck und damit auch der

Schmerz ab. Potentielle OP-Patienten mit

Bandscheibenvorfall oder –vorwölbung,

Patienten mit Verschleißerscheinungen,

aber auch chronische Schmerzpatienten

oder Patienten nach einer Wirbelsäulenoperation

mit unzufrieden stellendem Ergebnis

eignen sich für das neuartige Verfahren.

Mit der sogenannten spinalen Dekompression

wird zudem die Selbstheilung

des Körpers stimuliert.“

Als Gast behandelt und nicht als Kranker

verwaltet. Das ist die Arthros Klinik

– chirurgische Praxisklinik und innovatives

Operationszentrum unter einem

Dach. „Wir sind wie eine kleine Klinik

und dabei komplett autark aufgestellt“,

wie Dr. Michael Huhn, Facharzt für Chirurgie

und Unfallchirurgie und zertifizierter

Hauptoperateur für Endoprothetik,

erklärt.

Im Vordergrund stehen Sportverletzungen,

wie etwa der Riss des vorderen

Kreuzbandes. Jährlich kommt es zu etwa

100000 solcher Verletzungen. Das gerissene

vordere Kreuzband wird durch eine

körpereigene Sehne ersetzt. Skifahrer,

Fußballer und Basketballer zählen zu den

häufig Betroffenen. Aber auch im Handball

oder auf dem Trampolin reißt oftmals

das vordere Kreuzband. 400 Kreuzbänder

werden bei Arthros jährlich operativ

behandelt. „Gute Vorbereitung und

Aufwärmtrainings helfen dabei, die Muskelführung

zu trainieren, um es gar nicht

erst so weit kommen zu lassen“, rät Dr.

Markus Bischoff, ebenfalls zertifizierter

Hauptoperateur für Endoprothetik. Als

Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie

nimmt er sich auch der selteneren

hinteren Kreuzbandrissverletzungen an.

Von etwa 400 Kreuzbandoperationen ist

maximal jede 15. ein Eingriff am hinteren

Kreuzband.

„Die Indikation muss stimmen“

Ein wesentlicher Behandlungsschwerpunkt

sind die degenerativen Gelenkerkrankungen.

Jährlich werden von den

Gelenkspezialisten etwa 15000 Patienten

behandelt. Nach einer sorgfältigen Untersuchung

und Sichtung der Röntgenund

MRT-Bilder erfolgt immer bedarfsgerecht

die Überprüfung zur operativen

oder konservativen Behandlung. „Das

Ausschöpfen der konservativen Behandlungsmöglichkeiten

nimmt einen hohen

Stellenwert ein“, sagt Bischoff. Die Zahlen

sprechen für sich. Von 15000 behandelten

Patienten werden etwa 2000 operativ

behandelt. Ein breites Spektrum

Die Gelenkspezialisten: Dr. Michael Huhn (l.), Dr. Dieter Wiest, Dr. Markus Bischoff.

konservativer Maßnahmen schließt sich

bei Arthros an. Beispielsweise können

mit der sogenannten PRP (platelet-rich-plasma)-Therapie

sehr effizient

sowohl degenerative Gelenkveränderungen,

zum Beispiel bei der Arthrose, aber

auch Sportverletzungen, wie Muskelfaserrisse

konservativ behandelt werden.

Die körpereigenen Immunfaktoren werden

dabei gezielt eingesetzt. Was der Patient

zur Heilung benötigt, trägt er bereits

in sich. Das Blut wird lediglich

durch Zentrifugation aufbereitet, Zusatzstoffe

oder Medikamente werden nicht

beigemischt. Um eine schlüssige Therapie

anbieten zu können, arbeitet man eng

mit Orthopäden und Physiotherapeuten

zusammen. „Der Patient hat immer den

gleichen Arzt als Ansprechpartner“, hebt

Bischoff hervor. Gerade in der Vorfußchirurgie,

wie bei der Korrektur von Hallux

valgus Fehlstellungen oder Hammerzehen,

die im operativen Schwerpunkt

von Dr. Huhn individuell behandelt werden,

kommt es auf die Verbandtechnik

in der nachoperativen Phase an. „Wir sehen

unsere Patienten dann manchmal bei

bis zu sieben Nachuntersuchungen.“

Den Heilungsprozess in Gang setzen

Ein Gefühl der Sicherheit für die Patienten,

zu wissen, dass sich immer der gleiche

Arzt um die Belange kümmert. „Menschen

sind individuell“, erklärt Bischoff.

Die Gelenkspezialisten schaffen in der

nachoperativen Patientenversorgung die

besten Therapieansätze, ob PRP-Eigenbluttherapie,

oder Knorpelzellentherapie,

um die Rekonvaleszenz, also den

Heilungsprozess zu verkürzen. „Wir hatten

sogar schon einen Patienten, der für

seine PRP-Therapie bis vom Erzgebirge

zu uns gekommen ist“, erinnert sich

Huhn. „Mit Erfolg.“

Die Arthros Klinik setzt von der Untersuchung,

über die Beratung bis zur Indikation

und Nachsorge für jeden Patienten

den Standard individuell hoch. Bis

es dann im letzten Schritt wieder heißt:

„Return to Sport“.

Wunderwaffe gegen den Schmerz: SpineMed steuert einzelne Regionen der Wirbelsäule

zielgenau an. Dann werden die Zwischenräume sanft gedehnt.

Zur Person

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Dr. Christoph Buck ist Facharzt für Orthopädie,

Traumatologie und Sportmedizin. Auch im Leistungs-

und Profisport setzt man auf die langjährige

Erfahrung des Orthopäden. Seit über 20

Jahren werden verschiedene Mannschaften wie

die Fußballer des SSV Ulm, die deutsche Leichtathletik-Nationalmannschaft

und die Tischtennisspieler

des TCC Neu-Ulm von Dr. Christoph

Buck sportmedizinisch betreut.

Kontakt

Praxis Dr. Christoph Buck

Frauenstraße 47

89073 Ulm

E-Mail: info@orthopaedie-ulm.de

Tel.: 0731 69640

www.orthopaedie-ulm.de

Über die Arthros Klinik

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Die Gelenkspezialisten führen sämtliche Behandlungen

bis zum operativen Eingriff im Haus

durch. Für die Endoprothetik von Knie und Schulter

bestehen seit vielen Jahren Kooperationen mit

stationären Krankenhauseinrichtungen, in denen

die Patienten von den Arthros-eigenen Hauptoperateuren

operiert werden. Das übergeordnete Ziel

von Dr. med. Michael Huhn, Dr. med. Markus Bischoff

und Dr. med Dieter Wiest, der den Sektor

der Schulterchirurgie, betreut: Bewegungsfreiheit.

Die Fachärzte sind Spezialisten im Bereich der

Kniegelenksverletzungen, am Schultergelenk, am

oberen Sprunggelenk, am Ellenbogen und in der

Hand- und Vorfußchirurgie.

Kontakt

ARTHROS Klinik

Gartenstraße 36

89231 Neu-Ulm

E-Mail: info@arthros-klinik.de

Tel.: 0731 800 19 90

www.arthros-klinik.de

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