smartLiving Stuttgart Magazin | Ausgabe 03/2021

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IMMOBILIEN Nach dem Kauf die Folgekosten nicht unterschätzen
ARCHITEKTUR So baut die Welt – Inspirationen aus fünf Kontinenten
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gutem Weg – ja, die Internationale Bauausstellung

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StadtRegion Stuttgart 2027 (IBA' 27) hat ihr Programm

und wegweisendes Vorhaben wie die Internatio-

gefunden, wie jüngst ihr Intendant nale Bauausstellung muss von vielen Schultern

Andreas Hofer in einem virtuellen Pressegespräch

getragen werden. Die IBA ist die ideale Plattform,

resümiert hat. Im Mittelpunkt steht dabei um neue Konzepte für bezahlbaren und flä-

erkennbar die Idee der „Produktiven Stadtregion“,

chensparenden Wohnraum, für zukunftsfähige

die Wohnen und Freizeit mit Arbeit, Industrie‐ und Gewerbeflächen, für die Zukunft

industrieller und landwirtschaftlicher Produktion der Innenstädte und die Praxis des klimaneutralen

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sitzenden. Dieser sagte: „Die Internationale Bauausstellung

(IBA' 27) passt zu Stuttgart und der

Region wie angegossen: Hier lebt noch immer der

Geist der Werkbundausstellung von 1927,

die uns mit den Le Corbusier‐Häusern das bisher

einzige Unesco‐Weltkulturerbe beschert hat. Wir

gehören deutschland‐ und europaweit zu den herausragenden

Architektenstädten. Die Industrieund

Automobilregion Stuttgart bietet wie nur wenige

die herausragende Chance, Mobilität und Nachhaltigkeit,

Ökonomie und Ökologie, ja, die Transformation

der Wirtschaft und den Klimawandel

zusammen zu denken. Zu guter Letzt: Stuttgart und

unsere Region stehen, wie nur ganz wenige in der

Welt, für einen Tüftler‐, Erfinder‐ und Ingenieursgeist,

der Innovationen hervorbringt, die überallhin

getragen werden“, so Nopper.

Thomas S. Bopp, Vorsitzender des Verbands Region

Stuttgart und stellvertretender Vorsitzender

Wir sind sicher, dass sie ein Erfolg wird, die

IBA' 27, und das Image der Landeshauptstadt,

welches durch die Ausschreitungen und Plünderungen

im letzten Sommer und so mancher

Immobilien

Querdenker-Demo doch stark gelitten hat, wieder

nachhaltig verbessern wird. Wir werden mit

unserer Berichterstattung dazu beitragen – auch

in dieser Ausgabe.

Ihr

Armin Gross

gut Immobilien GmbH Große Falterstraße 101 70597 Stuttgart

3


INHALT

APRIL 2021

IMMOBILIEN

06

Nachfolgekosten richtig einschätzen

10

Neues vom Markt

14

15

Mehr Eigenkapital für junge Immobilienkäufer

Aktuelle Immobilienangebote

16

ARCHITEKTUR

16

„Produktive Stadtregion“ –

die IBA' 27 hat ihr Programm gefunden

20

28

So baut die Welt – Inspiration aus fünf Kontinenten

Beispielhaftes Bauen – ein Haus mit Weitsicht

20

PLANEN & BAUEN

32

„Es ist, als könnte man sofort einziehen“ –

ein Besuch der Fertighausausstellung in Fellbach

34

38

Baumaßnahmen –

Erhaltungs- oder Herstellungsaufwand?

Dachbegrünungen – grüne Oasen in der Stadt

72

42

FINANZIERUNG

Vermögensaufbau mit Immobilien –

was gilt es zu beachten?

72

WOHNEN & LEBEN

Urlaub am eigenen Pool

47

51

Lohnt sich ein Forward-Darlehen?

Baugeldkonditionen

VERSICHERUNG & RECHT

80

84

Outdoor-Küchen –

Kochvergnügen unter freiem Himmel

Auf die Würste, fertig, los!

Start in die Grillsaison

52

55

Fallstricke und Gestaltungsmöglichkeiten

bei der Grundstücksschenkung

Luxussanierung und Mieterhöhung –

wie können sich Mieter dagegen wehren?

90

96

98

Marktplatz

Auslage,- Verkaufsstellen und Veranstaltungen

Vorschau / Impressum

59

Länger zu Hause wohnen – Zuschüsse

bei notwendigen Umbauten für Pflegebedürftige

60

62

66

Interessante Urteile

SANIERUNG & ENERGIE

Altbausanierung plus energetische Sanierung –

worauf ist zu achten?

Neue KfW-Förderung –

die Förderprogramme 2021 im Überblick

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zeigt diesmal eine

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des Architekturbüros

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Mailand

70

Kampf dem Schimmel

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IMMOBILIEN Nach dem Kauf die Folgekosten nicht unterschätzen

ARCHITEKTUR So baut die Welt – Inspirationen aus fünf Kontinenten

FINANZIERUNG Vermögensaufbau mit Immobilien

WOHNEN & LEBEN Urlaub am eigenen Pool

4

Fotos: IBA’27 – JOTTArchitecture; Jordi Hidalgo Tané; djd/www.abrideal.de


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Immobilien

NACHFOLGEKOSTEN

RICHTIG EINSCHÄTZEN

WER EINEN HAUSBAU ODER DEN ERWERB VON WOHNEIGENTUM PLANT ODER BE-

REITS IM BESITZ IST, SOLLTE DIE KOSTEN FÜR UNTERHALT UND INSTANDHALTUNG

MIT EINRECHNEN. INSTANDHALTUNGSKOSTEN FALLEN ZWAR NICHT REGELMÄSSIG

AN, ALLERDINGS SOLLTEN EIGENTÜMER DAFÜR REGELMÄSSIG GELD ZURÜCKLEGEN.

Rund 29 Prozent der Deutschen wohnen im eigenen Haus,

wie eine repräsentative Umfrage von YouGov Deutschland

im Auftrag des Immobilienverbands Deutschland IVD

ergab. Diese Popularität ist nachvollziehbar, genießen Hauseigentümer

doch einen größeren Gestaltungsspielraum und

mehr Freiheiten als Mieter oder Wohnungseigentümer. Natürlich

bleibt auch ein Eigentümer, selbst wenn der Kredit getilgt

ist, von regelmäßig anfallenden Kosten nicht verschont.

Erwerber sollten sich deshalb vor der Kaufentscheidung

über Art und Höhe der Kosten informieren. Zur Orientierung

erläutert der Immobilienverband Deutschland IVD, aus

welchen Bestandteilen sich die Kosten für Unterhalt und Instandhaltung

zusammensetzen und wie sich diese einschätzen

und berechnen lassen.

UNTERHALTSKOSTEN

Die Unterhaltskosten fallen für all jene Liefer- und Dienstleistungen

an, die eine Immobilie bewohnbar machen. Mieter

kennen diesen Kostenpunkt als Betriebskosten. Darunter fallen

zum Beispiel Gebühren für die Abfallentsorgung und Straßenreinigung,

Wasserversorgung und Abwasserentsorgung,

Heizung und Heizungswartung, Strom, Gas, Versicherungen,

Telekommunikation und Schornsteinfeger. Hinzu kommt die

Grundsteuer. Diese Kosten sind meist monatlich, im Fall der

Grundsteuer in der Regel einmal jährlich zu entrichten.

Im Unterschied zu Mietern müssen sich Hauseigentümer in

eigener Regie darum kümmern, Versorgerverträge abzuschließen,

Reparaturen und Wartungen in Auftrag zu geben und das

Haus allgemein in Schuss zu halten. Zwar unterscheiden sich

6

Adobe Stock – NDABCREATIVITY


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die Unterhaltskosten von Region zu Region und von Anbieter

zu Anbieter, doch potenzielle Hauseigentümer können sich an

folgender Faustformel orientieren:

• Pro Quadratmeter Wohnfläche 4,00 Euro/Monat

Das bedeutet, dass der Eigentümer eines Hauses mit 150 Quadratmeter

Wohnfläche im Monat mit 600 Euro und im Jahr mit

7.200 Euro für den Unterhalt der Immobilie kalkulieren sollte.

INSTANDHALTUNGSKOSTEN

Zur Instandhaltung zählen Reparaturen sowie die Prüfung,

Wartung und Instandsetzung von Bausubstanz und technischen

Anlagen wie Heizungssystem, Haustechnik sowie Solarund

Photovoltaikanlage. Diese Kosten fallen nicht regelmäßig

an. Allerdings sollten Eigentümer dafür regelmäßig Geld zurücklegen.

Da Instandhaltungs- und Instandsetzungsbedarf stark vom Zustand

der Immobilie abhängen und die Preise von Handwerker

zu Handwerker anders ausfallen können, lässt sich die Höhe

der erforderlichen Rücklage nur schätzen. Dafür sind drei Verfahren

gebräuchlich. Im Zweifelsfall sollten Hauseigentümer

einen Fachmann zurate ziehen, um die Frage zu beantworten,

welches Verfahren bei ihrer Immobilie angemessen ist:

1. Das Alter der Immobilie

Gemäß § 28 der 2. Berechnungsverordnung des Wohnungsbaugesetzes

beträgt die empfohlene Rückstellung:

• 7,10 Euro pro Quadratmeter/Jahr für ein Haus, das seit weniger

als 22 Jahren bezugsfertig ist.

• 9,00 Euro pro Quadratmeter/Jahr für ein Haus, das seit mindestens

22 Jahren bezugsfertig ist.

• 11,50 Euro pro Quadratmeter/Jahr für ein Haus, das seit

mindestens 32 Jahren bezugsfertig ist.

Für ein Haus mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern

beträgt der jährliche Rückstellungbetrag demnach abhängig

vom Alter 1.065 Euro, 1.350 Euro beziehungsweise 1.725 Euro.

2. Die Herstellungskosten der Immobilie

Gemäß der „Petersschen Formel“ fällt innerhalb von 80 Jahren

für die Instandhaltung eines Wohngebäudes das 1,5-Fache der

Herstellungskosten an. Die empfohlene jährliche Rückstellung

beträgt also:

• Herstellungskosten x 1,5 geteilt durch 80

Für ein Haus mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern,

das im Jahr 2010 gebaut wurde, betrugen die Herstellungskosten

laut Statistischem Bundesamt 1.359 Euro pro Quadrat-

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Finanzierung

Immobilien

Alles wird gut: Wenn Senioren das Geld nicht reicht, gibt es die Möglichkeit

einer Immobilienrente. Hier wird das Geld freigesetzt, ohne dass die

Eigentümer ihr vertrautes Zuhause verlassen müssen. Gleichzeitig sind sie

von den Lasten der Instandhaltung befreit.

meter. Damit ergibt sich eine jährliche Rückstellungssumme

pro Quadratmeter von 1.359 x 1,5 geteilt durch 80 = 25,48

Euro. Auf die gesamte Wohnfläche gerechnet, ergibt sich ein

jährlicher Rückstellungsbetrag von 3.822,18 Euro.

3. Eine Pauschale von einem Euro pro Quadratmeter und

Monat

Es gibt aber auch den pauschalen Ansatz, wonach ein Euro pro

Quadratmeter und Monat in Anrechnung gebracht werden

sollte. Für ein Haus mit einer Wohnfläche von 150 Quadratmetern

beträgt der monatliche Rückstellungsbetrag demnach 150

Euro, im Jahr 1.800 Euro.

KOSTEN AUS DEN GESETZLICHEN PFLICHTEN

Neben den Kosten für die Instandhaltung gesellen sich oft auch

Kosten, die aus den gesetzlichen Pflichten für Hauseigentümer

entstehen. Als Grundsatz gilt: Hauseigentümer sind dafür verantwortlich,

dass von ihrem Eigentum weder Dritte noch das

Allgemeinwohl beeinträchtigt werden. Zu den Pflichten als

Hauseigentümer, die Kosten verursachen können, gehören unter

anderem:

• Verkehrssicherungspflicht:

Sämtliche Grundstücksflächen (Grundstück, Gebäude, Bauteile,

Einrichtungen und Anlagen) müssen verkehrssicher gehalten

werden. Das heißt, keinem Dritten darf ein Schaden aus der

Nachlässigkeit des Hauseigentümers entstehen. Dazu gehört

beispielsweise auch, Spielgerät im Garten regelmäßig zu überprüfen.

Den rechtmäßigen Anordnungen der zuständigen Baubehörde

muss er Folge leisten.

• Umsetzung energetischer Sanierungsmaßnahmen:

Unter bestimmten Voraussetzungen sind Hauseigentümer zur

energetischen Sanierung verpflichtet. So zum Beispiel, wenn das

Haus nach dem 01.02.2002 gekauft oder geerbt wurde und Dach

oder Dachgeschoss nicht die Anforderungen der Energieeinsparverordnung

(EnEV) erfüllen. Auch bei der Sanierung einzelner

Bauteile müssen die EnEV-Vorgaben eingehalten werden.

WENN SENIOREN DAS GELD NICHT REICHT

Mehr als 18 Millionen Menschen in Deutschland sind heute 65

Jahre und älter. Die Mehrheit lebt im Eigenheim und wollte dort

einen finanziell sorgenfreien Lebensabend verbringen. Doch bei

vielen geht die Rechnung nicht auf, denn auch die Immobilie

kommt in die Jahre. Marode Leitungen, alte Heizung, kaputtes

Dach, sanierungsbedürftige Terrasse – die Instandhaltungskosten

sorgen oftmals für Ebbe in der Kasse und eine Menge Arbeit.

Statt sich um die Enkel oder Hobbys zu kümmern, müssen viele

Senioren mit spitzem Bleistift kalkulieren, wie sie die nächste

Reparatur stemmen können.

MIT DER IMMOBILIENRENTE EINEN RENOVIERUNGS-

STAU VERMEIDEN

Für viele Senioren mit knapper Rente und ohne weiteres Vermögen

sind Reparaturen am Haus sogar ein unlösbares Problem.

Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Seniorenliga,

8

Foto: djd/Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG


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kennt das aus vielen Schilderungen: „Für ihre Immobilie haben

die Senioren oft hart gearbeitet und auf vieles verzichtet. Wenn

das Geld im Alter nicht reicht, sollten die Senioren sich damit

beschäftigen, dass darin gebundene Vermögen zu nutzen.“

Mit einer Immobilienrente beispielsweise, so Hackler, könne

Betongold in Bares umgewandelt werden, ohne dass die Senioren

ausziehen müssten. Eigentümer ab 70 Jahren können Haus

oder Eigentumswohnung verkaufen und erhalten auf Wunsch

monatliche Rentenzahlungen. „Bei der Immobilienrente wird

das Geld freigesetzt, ohne dass die Eigentümer ihr vertrautes

Zuhause verlassen müssen. Gleichzeitig sind sie von den'

Lasten der Instandhaltung befreit“, erklärt Friedrich Thiele,

Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leibrenten Grundbesitz

AG. Die monatliche Leibrente und das lebenslange Wohnrecht

des Verkäufers werden im Grundbuch abgesichert. Unter www.

deutsche-leibrenten.de gibt es mehr Informationen zur Immobilienrente

und wie sie berechnet wird. Die Immobilienrentner

bekommen zusätzlich zweimal pro Jahr Besuch von einem

technischen Dienstleister, der sich Haus und Garten anschaut.

Er organisiert die Instandhaltung und bessert kleine Schäden

häufig sofort aus. So wird der Wert der Immobilie erhalten.

kg/djd

Die Immobilienrentner bekommen zweimal pro Jahr Besuch

von einem technischen Dienstleister, der sich Haus

und Garten anschaut. Er organisiert die Instandhaltung

und bessert kleine Schäden häufig sofort aus.

Foto: djd/Deutsche Leibrenten Grundbesitz AG

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Immobilien

NEUES VOM MARKT

PREISANSTIEG GEHT WEITER:

HÄUSER UND WOHNUNGEN

TEURER

Die eigenen vier Wände werden immer teurer. Auch die

Corona-Krise hat am Preisanstieg bei Immobilien nichts

geändert. Mehr zahlen müssen Käufer nicht nur in Großstädten,

sondern auch auf dem Land.

Wiesbaden. Ob Häuschen im Grünen oder Eigentumswohnung

– der Anstieg der Immobilienpreise in

Deutschland setzt sich trotz der Corona-Krise ungebremst fort.

Käufer von Wohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäusern

mussten nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes

vom Montag im Krisenjahr 2020 im Schnitt 7,4 Prozent

mehr zahlen als ein Jahr zuvor. Teurer wurde es nicht nur in

Großstädten, sondern auch auf dem Land.

Allein im vierten Quartal stellte die Behörde insgesamt einen

Preisanstieg von durchschnittlich 8,1 Prozent fest. Es war der

stärkste Zuwachs in einem Vierteljahr seit dem Schlussquartal

2016 mit damals durchschnittlich 8,4 Prozent.

Viele Experten hatten in der Corona-Krise mit Millionen

Kurzarbeitern und gestiegener Arbeitslosigkeit zumindest mit

einer Preisdelle gerechnet. Doch an wichtigen Rahmenbedingungen

hat sich bislang nichts geändert.

Die Nachfrage nach Wohnraum wird seit Jahren befeuert von

anhaltend niedrigen Bauzinsen und der lange Zeit guten Konjunktur.

Auch professionelle Investoren setzen auf der Suche

nach Anlagealternativen angesichts der Niedrigzinsen verstärkt

auf „Betongold“. Zudem fehlt weiter Bauland, wie das

Gewos-Institut für Stadt-, Regional- und Wohnforschung

jüngst erläuterte. Zugleich haben sich die Bedürfnisse vieler

Menschen in der Krise geändert. Sie legen Maklern und Ökonomen

zufolge angesichts von Lockdowns und Homeoffice

mehr Wert auf größere Wohnflächen oder Platz im Freien.

Der Grünen-Politiker Chris Kühn warf der Bundesregierung

Untätigkeit vor. „Weder Corona und erst recht nicht die Große

Koalition stoppen die Preisexplosion bei den Wohnimmobilien“,

kritisierte der Bau- und Wohnungspolitische Sprecher der

Partei im Bundestag. „Egal ob in den Metropolen oder auf

dem Land, die Wohnungspreise gehen durch die Decke.“

Die Kommunen brauchten endlich funktionierende Instrumente,

um vor Ort der Bodenpreisexplosion entgegenwirken

zu können. Notwendig seien umfassende Vorkaufsrechte für

brachliegende Flächen und eine rechtssichere Anwendbarkeit

von Baugeboten.

Besonders deutlich verteuerten sich nach Daten der Statistiker

zum Jahresende Ein- und Zweifamilienhäuser, allen voran

in den sieben größten Metropolen – Berlin, Hamburg,

München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Dort

stiegen die Häuserpreise gegenüber dem Vorjahresquartal um

12,1 Prozent.

Die Deutsche Bundesbank war jüngst zu dem Ergebnis gekommen,

dass sich im vergangenen Jahr der Trend zu überhöhten

Immobilienpreisen vor allem in deutschen Großstädten

noch etwas verschärft habe. Es gebe Anzeichen dafür, dass

„die markanten Preisübertreibungen auf den städtischen

Wohnungsmärkten während der Coronavirus-Pandemie etwas

zunahmen“, warnte die Notenbank in ihrem Monatsbericht

Februar. Doch auch die Regionen außerhalb der Städte

hätten weiter an Attraktivität gewonnen.

Das zeigt sich auch an den Daten der Wiesbadener Behörde.

Käufer von Häusern in dünn besiedelten ländlichen Kreisen

10

Adobe Stock – Tomasz Zajda


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mussten im vierten Quartal 11,0 Prozent mehr zahlen als ein

Jahr zuvor; in dichter besiedelten ländlichen Kreisen stiegen

die Preise um 9,8 Prozent.

Eigentumswohnungen verteuerten sich besonders deutlich

außerhalb der Städte. Den stärksten Preisanstieg gab es in

dichter besiedelten ländlichen Kreisen mit 8,9 Prozent.

Am geringsten fiel der Zuwachs in städtischen Kreisen aus

(5,7 Prozent).

Quelle: © dpa-infocom, dpa: 210329-99-13957/2

NEUE STEUERLICHE

UNBEDENKLICHKEITS-

BESCHEINIGUNG BEIM

IMMOBILIENKAUF

Nur für diejenigen, die in der Vergangenheit ihrer Steuerpflicht

nachgekommen sind.

Wer künftig eine Immobilie kaufen will oder eine ausländische

Erbschaft antritt, benötigt nunmehr eine steuerliche

Unbedenklichkeitsbescheinigung (sog. Bescheinigung in

Steuersachen). Diese gibt Auskunft darüber, wie ein Steuerpflichtiger

in der Vergangenheit seiner Steuerpflicht

nachgekommen ist.

Auch wenn ein Eigentumsübertrag rechtlich nicht davon abhängt,

ob Sie die Grunderwerbssteuer bezahlt haben, sind die

Grundbuchämter angehalten, erst dann umzuschreiben, wenn

eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vorliegt.

Haben Sie eine Immobilie erworben, müssen Sie selbst nicht

aktiv werden. Der Notar muss dann nämlich dem Finanzamt

den Kaufvertrag und die amtliche Veräußerungsanzeige schicken.

Sobald beides vorliegt, schickt Ihnen das Finanzamt

ohne Ihr Zutun eine Zahlungsaufforderung für die Grunderwerbssteuer.

Haben Sie die Steuerschuld beglichen, erstellt

Ihnen das Finanzamt automatisch die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung.

Sie müssen sie in diesem Fall also

nicht selbst beantragen.

Grundsätzlich haben Sie Anspruch auf eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung,

wenn Sie aufgrund Ihres Verhaltens

als steuerlich zuverlässig gelten. Bestimmte Gesetze

gibt es dafür nicht. Als zuverlässig gelten Sie, wenn Sie dem

Finanzamt keine Steuernachzahlungen schulden und auch

sonst alle steuerlichen Pflichten erfüllt haben. Je nach Bundesland

kostet die steuerliche Bescheinigung vom Finanzamt

zwischen 5 und 15 Euro.


© Autor: Kern Dietmar

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WIE SICH DER WERT

EINER IMMOBILIE BERECHNET

MEHRERE FAKTOREN BESTIMMEN DEN WERT EINER IMMOBILIE. IHN ZU ERMITTELN IST BESONDERS

BEI EINEM ANSTEHENDEN VERKAUF WICHTIG. WARUM EIN ZU HOHER ANGEBOTSPREIS EBENSO

Wer eine Immobilie verkaufen will, muss ihren Wert

kennen. Im Gegensatz zu Gebrauchtwagen sind

Häuser aber nur bedingt miteinander vergleichbar. Denn

jede ist ein Unikat.

Bei der Wertermittlung einer Immobilie werden verschiedene

Faktoren wie Lage, Gebäudezustand und Ausstattung

unter die Lupe genommen. „Ein Eigenheim aus den

1980er Jahren, das zwischenzeitlich eine Fassadendämmung

erhielt, ein neues Dach und zeitgemäße Fenster, hat

einen höheren Wert, als ein ähnliches Haus in der gleichen

Straße, bei dem weniger investiert wurde“, erläutert Julian

Tolias, Geschäftsführer der TOLIAS Immobilien GmbH in

Stuttgart.

Diese drei Faktoren fließen in die Wertermittlung ein

Drei Bereiche bestimmen den Wert eines Hauses oder einer

Wohnung. Erstens: der Standort. Hierbei spielt neben

der verkehrlichen Anbindung (Bus, Bahn, Autobahn-

Nähe), die Nachbarschaft eine Rolle: ist die Wohnlage

ruhig, gibt es viel Grün? Wie gut ist die Versorgung mit

Ärztinnen, Kitas, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten?

Ein zweiter wichtiger Faktor sind Bauqualität und Gebäudezustand,

die sich unter anderem aus dem Baujahr

ergeben: „Bei Häusern aus den 1990er Jahren ist zum

Beispiel die Gebäudedämmung und der Trittschallschutz

besser als bei Immobilien aus den 1970er Jahren“,

sagt Immobilienprofi Julian Tolias.

Drittens fließt die Nachfrage in die Preisfindung ein. Der

Immobilienboom in vielen Regionen, so auch in Stuttgart,

ließ die Immobilienpreise binnen weniger Jahre stark

steigen. Das belegen Recherchen von Banken wie der DZ

Bank, der Deutschen Bank, dem Immobilienverband

Deutschland (IVD), großer Immobilienportale wie Immoscout24

sowie die aktuellen Zahlen aus dem Immobilienmarktbericht

Stuttgart 2021 – herausgegeben von TOLIAS

Immobilien in Zusammenarbeit mit dem iib Dr. Hettenbach

Institut: Ein Objekt, das vor zwei Jahren für 350.000

Euro verkauft wurde, ist heute vielleicht 380.000 Euro wert.

Online-Rechner liefern nur groben Immobilienwert

Im Internet gibt es kostenlose Online-Rechner, die auf

Basis einzelner Angaben wie dem Standort der Immobilie,

der Objektart (Einfamilien- oder Zweifamilienhaus, Eigentumswohnung

etc.), der Wohnungsgröße und dem

SCHÄDLICH SEIN KANN WIE EIN ZU NIEDRIGER.

Baujahr den Immobilienwert berechnen. Dieser kann

jedoch nur als Annäherungswert dienen: Eigentümer, die

ein Haus oder eine Wohnung veräußern möchten, sollten

diesen nicht als Angebotspreis verwenden.

Eine wichtige Datensammlung liefert der örtliche Gutachterausschuss

für Grundstückswerte. Das Amt sammelt

alle Immobilienverkäufe und wertet sie anonymisiert aus.

Der Vorteil: Hierbei handelt es sich um Verkaufs-, nicht

um Angebotspreise, die oftmals während des Verkaufsprozesses

angepasst werden. Diese Daten leisten ebenfalls

für eine Wertannäherung große Hilfe.

Bei einem anstehenden Verkauf ist zu einer Marktwertermittlung

durch einen Experten, wie einen Makler, zu raten.

„Er nimmt das Objekt bei einer Begehung unter die Lupe,

sieht Gebäudeunterlagen ein, kennt die Nachfragesituation

und die erzielbaren Preise“, so Julian Tolias. Auf dieser

Basis kann er einen fundierten Angebotspreis ermitteln.

Die Gefahr eines zu hohen Angebotspreises

Denn der Immobilienboom bedeutet nicht, dass Immobilienverkäufer

einen überhöhten Angebotspreis aufrufen

sollten, um abzuwarten, ob jemand zugreift. Kaufinteressenten

sind in der Regel ein Jahr auf der Suche, bevor sie

ihr Traumhaus finden. Dabei lernen sie den Markt bestens

kennen und können überhöhte von realen Offerten unterscheiden.

Überteuerte Angebote erzeugen oft eine

geringe Nachfrage. Gleichzeitig macht es keinen guten

Eindruck, wenn sie monatelang bei Immobilienplattformen

online stehen. Mit der Zeit sinkt die Resonanz, der

Angebotspreis muss nach unten korrigiert werden. Bei Interessenten

entsteht der Eindruck, dass mit der Immobilie

etwas nicht stimmt. „Schlussendlich muss sie gar unter

Wert verkauft werden“, gibt Julian Tolias zu bedenken.

Daher sollten sich Immobilienverkäufer gründlich mit dem

Thema befassen und die Expertise von Maklerinnen und

Maklern hinzuziehen.

Sie haben Fragen oder wollen den Wert Ihrer Immobilie

wissen? Dann wenden Sie sich an TOLIAS Immobilien,

Telefon: 0711 – 88 200 780, E-Mail: anfrage@toliasimmobilien.de.

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Immobilien

MEHR EIGENKAPITAL

FÜR JUNGE IMMOBILIENKÄUFER

MIT DIESEN TIPPS LÄSST SICH DER TRAUM VOM EIGENHEIM

SCHON FRÜH VERWIRKLICHEN

Mehr Platz für die Kinder, ein großer

Garten, neue Freiheiten: Besonders

für Familien ist das Leben in

den eigenen vier Wänden attraktiv. Der

Kauf eines Eigenheims erfolgt daher

überwiegend in jungen Jahren. Aber

wie ist das bei den hohen und stetig

steigenden Immobilienpreisen finanziell

zu schaffen? Vor allem das vorhandene

Eigenkapital spielt dabei eine entscheidende

Rolle.

ZUSÄTZLICHES EIGENKAPITAL

AUS DER FAMILIE

Doch gerade jüngere Menschen verfügen

selbst meist nicht über entsprechende

finanzielle Reserven. In diesem

Fall kann es hilfreich sein, sich Unterstützung

aus dem familiären Umfeld zu

suchen. Die Finanzierung der eigenen

vier Wände in jungen Jahren geht kaum

ohne die Verwandtschaft, das bestätigt

etwa eine deutschlandweite repräsentative

Umfrage der Dr. Klein Privatkunden

AG unter privaten Immobilienbesitzern.

Bei über einem Drittel der

Befragten zwischen 18 und 39 Jahren

kam das Eigenkapital von der Familie.

So können Eltern die Eigenkapitalquote

ihrer Kinder verbessern, indem sie zum

Beispiel die eigene, möglichst lastenfreie

Immobilie als Sicherheit einbringen

oder über eine Kapitalbeschaffung

Mittel beitragen. Die Bedeutung dieser

Unterstützung bei der Immobilienfinanzierung

hat in den letzten Jahren

deutlich zugenommen. Im Zehnjahresvergleich

erhöht sich der Anteil von Kapital

aus dem Familienkreis von 17 auf

25 Prozent und die Nutzung von Erbschaften

verdoppelt sich fast von 7 auf

13 Prozent.

FÖRDERMITTEL UND MUSKELHY-

POTHEK EINSETZEN

Daneben gibt es noch weitere Wege, das

Eigenkapital aufzustocken. So lohnt es

sich, nach Fördermitteln Ausschau zu

halten. Von der KfW bis zu den Landesförderbanken

– je nach Bundesland

und im Rahmen bestimmter Einkommensgrenzen

– gibt es gerade für junge

Familien Darlehen zu attraktiven Konditionen.

„Besonders interessant daran

ist, dass einige Banken die Fördermittel

als Teil der Eigenkapitalquote ansehen,

eine individuelle Beratung dazu zahlt

sich also aus“, betont Heidi Brunke,

Spezialistin für Baufinanzierung von

Dr. Klein.

Für alle Heimwerkertalente ist außerdem

eine „Muskelhypothek“ interessant:

Wer beim Bau selbst Hand anlegt,

kann die Baukosten senken und dies als

Eigenkapital ansetzen. Banken akzeptieren

in der Regel bis zu 15 Prozent der

Darlehenssumme als Eigenleistung –

meist aber nicht mehr als 30.000 Euro.

Hierbei werden die Lohnkosten veranschlagt.

Wie häufig mit angepackt wird,

ist regional sehr unterschiedlich: Laut

Umfrage haben 23 Prozent der Immobilienbesitzer

aus den neuen Bundesländern

ihre Immobilie unter anderem

durch Eigenleistungen finanziert, in

den alten Bundesländern geben das nur

16 Prozent an.

djd

14

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Je jünger Immobilienkäufer sind, desto stärker

sind sie beim Eigenkapital auf Unterstützung von Angehörigen angewiesen.

Foto: Getty Images – gorodenkoff; djd/Dr. Klein Privatkunden


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Architektur

Was für unsere Großeltern selbstverständlich war,

soll bald auch für uns und unseren Kinder wieder

möglich sein: Baden im Neckaar.

„PRODUKTIVE

STADTREGION“

DIE IBA' 27 HAT IHR PROGRAMM GEFUNDEN

DIE THEMEN SIND GESETZT UND DIE PROJEKTE AUF GUTEM WEG: DIE INTERNATIONALE BAUAUSSTELLUNG

2027 STADTREGION STUTTGART ZIEHT EINE ZWISCHENBILANZ.

Illustration: IBA’27 / L2M3 / Max Guther

Das Vorhaben IBA' 27 wächst und

nimmt weiter Gestalt an. Mehr als

130 Projektvorschläge haben die IBA

erreicht, rund 80 Vorhaben wurden in

das IBA' 27-Netz aufgenommen, davon

sind die ersten 14 als IBA’ 27-Projekte

offiziell benannt. (smartLiving berichtete

über die erste 13 Projekte in der

Ausgabe 6/2020.)

Im Mittelpunkt steht nun dabei erkennbar

die Idee der „Produktiven Stadtregion“,

die Wohnen und Freizeit mit

Arbeit, industrieller und landwirtschaftlicher

Produktion in lebenswerten

und urbanen Räumen zusammenbringt.

„Die IBA hat ihr Programm

gefunden“, resümiert ihr Intendant

Andreas Hofer. Auch als Organisation

entwickelt sich die IBA weiter:

Mit dem neuen Stuttgarter Oberbürgermeister

Dr. Frank Nopper bekommt die

IBA' 27 GmbH einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden.

STUTTGARTS OB DR. NOPPER

NEUER VORSITZENDER DES

AUFSICHTSRATS

Dr. Nopper ist im November als Nachfolger

von Fritz Kuhn an die Stuttgarter

Rathausspitze gewählt worden. Der

Aufsichtsratsvorsitz wechselt alle zwei

Jahre zwischen Landeshauptstadt und

Region Stuttgart. Dass die IBA' 27 für

ihn ein Thema ist, das seine volle

Unterstützung hat, macht Dr. Frank

Nopper gleich zu Beginn deutlich: „Die

IBA' 27 passt zu Stuttgart und der

Region Stuttgart wie angegossen: Hier

lebt noch immer der Geist der Werkbundausstellung

von 1927, die uns mit

den Le Corbusier-Häusern das bisher

einzige UNESCO-Weltkulturerbe beschert

hat. Wir gehören deutschlandund

europaweit zu den herausragenden

Architektenstädten. Die Industrie- und

Automobilregion Stuttgart bietet wie

nur wenige die herausragende Chance,

Mobilität und Nachhaltigkeit, Öko-

nomie und Ökologie, ja, die Transformation

der Wirtschaft und den Klimawandel

zusammen zu denken. Zu guter

Letzt: Stuttgart und unsere Region stehen,

wie nur ganz wenige in der Welt,

für einen Tüftler-, Erfinder- und Ingenieursgeist,

der Innovationen hervorbringt,

die überall hingetragen werden.“

THOMAS S. BOPP WIRBT FÜR

WEITERE UNTERSTÜTZUNG

Die Landeshauptstadt gehört zusammen

mit dem Verband und der Wirtschaftsförderung

Region Stuttgart zu

den Hauptträgerinnen der IBA' 27. Hinzu

kommen die Architektenkammer

Baden-Württemberg und die Universität

Stuttgart. Das Wirtschaftsministerium

Baden-Württemberg fördert die

IBA mit jährlich rund 250.000 Euro.

Thomas S. Bopp, der Vorsitzende des

Verbands Region Stuttgart und stellvertretende

Vorsitzende des IBA-Aufsichtsrats,

betonte die gute Zusammen-

16

Foto: IBA' 27/Niels Schubert


smartLiving.

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arbeit und warb für weitere Unterstützung:

„Ein so innovatives und wegweisendes

Vorhaben wie die Internationale

Bauausstellung muss von vielen Schultern

getragen werden. Die IBA ist die

ideale Plattform, um neue Konzepte

für bezahlbaren und flächensparenden

Wohnraum, für zukunftsfähige Industrie-

und Gewerbeflächen, für die Zukunft

der Innenstädte und die Praxis

des klimaneutralen und ressourcenschonenden

Bauens auszuprobieren.

Einige Kommunen und andere Projektträger

in der Region Stuttgart gehen dafür

viele Schritte mehr, als sie müssten.

Von ihrem Mut und dem damit verbundenen

Aufwand profitiert nicht nur

die Region, sondern das ganze Land.“

Deshalb wünscht sich Bopp, dass das

Land Gesellschafter der IBA' 27 GmbH

werden sollte. Es gebe nun die Gelegenheit,

dies bei den Koalitionsverhandlungen

zu vereinbaren.

In Fellbach wird ein Gewerbegebiet mit einem landwirtschaftlichen Areal neu geordnet.

Am Ende steht eine Transformation der klassischen Gewerbe-Blechkisten in neue

lebenswerte Gebäudetypen.

KARIN LANG: IBA BRINGT NEUE

KOOPERATIONEN AUF DEN WEG

Die kaufmännische Geschäftsführerin

der IBA' 27 GmbH, Karin Lang, berichtete

über die Organisation und die wirtschaftliche

Situation. „Drei Jahre nach

Gründung und zwei Jahre nach unserem

Projektaufruf zeigt sich, dass die

IBA schon jetzt eine immense Kraft in

der Region Stuttgart entfaltet. Das fordert

uns als öffentlich getragenes Unternehmen

mit einem hoch motivierten

Team von mittlerweile 21 Fachleuten

ziemlich heraus“, so Karin Lang.

Die Grundfinanzierung der GmbH

durch die Gesellschafterinnen und die

Förderung des Landes seien eine gute

Basis. Diese Mittel müssten nun jedoch

aufgestockt werden. Das erfordere zusätzliches

Engagement auf allen Ebenen

wie auch Unterstützung aus der Wirtschaft.

„Wir haben uns daher auch auf

die Suche nach innovativen Firmen gemacht,

die sich in die IBA einbringen

wollen. Die ersten Signale aus Unternehmen

zeigen neben der Bereitschaft

der Mitfinanzierung ein großes Interesse,

Teil des IBA-Prozesses zu werden, an

Vernetzung und fachlichem Austausch“,

signalisiert Lang.

ANDREAS HOFER: IBA’ 27

HAT IHR PROGRAMM GEFUNDEN

„Mit der ‚Produktiven Stadtregion‘ hat

die IBA’27 ihr Programm gefunden.“

Das sagte IBA' 27-Intendant Andreas

Hofer bei seinem Bericht über die laufende

Projektarbeit. Mit diesem in der

Fachwelt intensiv diskutierten Konzept

verbinden sich dichte, lebenswerte und

gemischt genutzte Quartiere, in denen

die Menschen wohnen, arbeiten und

ihre Freizeit verbringen. Räume in denen

sich emissionsarme Industrie und

urbane Landwirtschaft vermischen.

„In Winnenden beispielsweise haben

wir kürzlich einen Wettbewerb entschieden

mit einem wirklich pionierhaften

Entwurf, der Produktion, Freizeit,

Gewerbe und Wohnen in ganz

neuer Weise in dichten Baublöcken

mischt und in grüne Landschaft einbettet“,

berichtete Hofer. Ähnlich Wegweisendes

erwartet die IBA' 27 beim

Projekt Backnang-West, wo der Wett-

bewerb Ende April entschieden wird.

In Fellbach will die Stadt ihr größtes

Gewerbegebiet zusammen mit einem

landwirtschaftlichen Areal neu ordnen.

„Hier stehen wir am Anfang eines

Prozesses, an dessen Ende die vorbildhafte

Transformation von reinen Gewerbegebieten

mit ihren einstöckigen

Blechkisten zu dichten, lebenswerten

und produktiven Stadträumen stehen

könnte.“ Ganz neue Gebäudetypen

könnten bei innerstädtischen multifunktionalen

Stadtbausteinen entstehen,

wie sie etwa beim Postareal in

Böblingen oder auf dem Züblinareal in

Stuttgart angedacht sind.

Die zentrale Frage der IBA' 27 ist: „Was

macht die Innenstädte künftig attraktiv?

Wo treffen wir uns als Stadtgesellschaft,

wie können Flächen anders und

besser genutzt werden?“, so Hofer. Auch

deshalb sei der Neckar heute vor allem

ein „produktiver Ort“. Hier gelte es,

Zugänge zu schaffen, welche die

Lebensqualität verbessern. „Das ist

vielleicht eines der dicksten Bretter, die

wir uns vorgenommen haben“, so die

Einschätzung von Andreas Hofer.

Das Projekt „Flussregion werde – Zugang

zum Neckar“, wurde vom IBA' 27-

Team bewusst (zu den bislang 13 Projekten)

als 14. IBA' 27-Projekt benannt.

Ilustration: IBA' 27 – JOTTArchitecture

17


Architektur

In Winnenden wurde mit einem wirklich pionierhaften Entwurf ein Wettbewerb entschieden, der Produktion, Freizeit, Gewerbe und

Wohnen in ganz neuer Weise in dichten Baublöcken mischt und in grüne Landschaft einbettet.

Mit der IBA' 27 als Impulsgeber können

Initiativen vernetzt und die imagebildende

Rolle des einmaligen Systems aus

Gewässern, Topografie und Landschaftsräumen

für die Region erschlossen

werden: als grün-blaue Infrastruktur,

die Städte und Gemeinden verbindet

und unterschiedliche Aufgaben des

Flusses in eine Balance setzt – ökologische,

ökonomische und soziale. Und

das Beste daran: Der Neckar ist nicht

Stuttgart-zentrisch.

Mit dem Aufruf „Der Fluss gehört allen“

wird der Blick darauf verschoben, wie so

eine integrative Flusslandschaft Realität

werden kann. Er ermöglicht und verlangt

die aktive Beteiligung vieler an der

Umdeutung des so zentral gelegenen

Raums. Um einen anderen Zugang – im

doppelten Wortsinn – zum Neckar zu

bekommen, bedarf es eines absichtlich

forcierten Prozesses, in dem Menschen

unterschiedlichsten Interessen neue

Erfahrungen im, am und mit dem

Fluss machen. Wichtig dabei ist die

sukzessive Verdichtung von Aktivitäten

und Programmen.

Die Ausnahmesituation der IBA' 27 ermöglicht

es Anrainern und Kommunen,

in einem Schutzraum Gewagtes zu erproben

oder zuzulassen. Mit wenigen

(oder gar keinen) finanziellen Mitteln

können sie kraftvolle Veränderungsimpulse

setzen: Aktivitäten im Wasser,

temporäre Bauten am Ufer, Rooftop

Cinemas oder urbane Gärten am Fluss.

Es zeigt sich, welche Initiativen und

Interessen sich verstetigen und was vor

Ort funktioniert.

DAS ERBE DER MODERNE

Natürlich befasst sich die IBA' 27 mit

dem Erbe der Moderne: „Mit der Weissenhof-Siedlung,

die 2027 ihren hundertsten

Geburtstag feiert, hat die Moderne

starke Wurzeln in Stuttgart“, so

Hofer. Zum Präsentationsjahr wird sie

ein wichtiger Besuchermagnet sein.

Damit dies nicht allein bei einer architektonischen

Erlebniswelt stehen bleibt,

muss die IBA' 27 Denkprozesse weiterführen,

um Chancen und Lösungen

für die Zukunft aufzuzeigen oder zumindest

anzuregen.

Ziel der „Produktiven Stadt“ ist es mit

der intensiven Nutzungsmischung in

der Stadt, die klassische die Funktionstrennung

als Planungsprinzip zu überwinden.

Ein Prinzip, das noch aus der

mittelalterlichen Städtestruktur herrührt

und in der Nachkriegsmoderne

als Nonplusultra der Gemeindeplanung

vorangetrieben wurde.

Ein weiteres zentrales Thema ist die

Umnutzung bestehender, ungenutzter

Baukomplexe wie zum Beispiel dem

Sindelfinger Krankenhausareal. „Solche

Gebäude möglichst zu erhalten und neu

zu nutzen sei nicht nur ein Gebot der

Baukultur, sondern spare auch Baustoffe

und die darin gebundene Energie. Verbunden

mit dem Baustoffrecycling,

gehört der Erhalt dieser ,grauen Energie‘

wahrscheinlich zu den wichtigsten

18

Foto: IBA' 27


smartLiving.

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„Flussregion werden – Zugang zum Neckar" ist laut IBA' 27-Intendant Andreas Hofer „vielleicht eines der dicksten Bretter”.

Stellschrauben, um künftig klimaschonender

zu bauen“, unterstreicht Hofer

die Bedeutung des Themas.

PROJEKTEINREICHUNGEN

KÖNENN BIS ENDE 2021

IBA' 27-PROJEKT WERDEN

Seit dem Projektaufruf im Jahr 2018

sind mehr als 130 Vorhaben für die IBA

vorgeschlagen worden, rund 80 davon

sind in das IBA' 27-Netz aufgenommen,

14 davon als offizielle IBA' 27-Projekte

benannt.

Insgesamt könnten es vielleicht rund

25 bis 30 IBA' 27-Projekte werden,

schätzt Andreas Hofer. Schon heute

hätten einige erkennbar das Potenzial

zum IBA' 27-Quartier – großflächige

und komplexe Stadtentwicklungsprojekte,

die 2027 Ankerpunkte der Ausstellung

werden sollen. Vorhaben, die

bis Ende 2021 eingereicht werden,

können noch zum IBA' 27-Projekt

werden. „Das ist kein Aufnahmestopp“,

betonte Hofer. „Das Netzwerk der IBA

bleibt offen. Aber allein schon aus

zeitlichen Gründen werden es später

eingereichte komplexe Bauvorhaben

vermutlich nicht mehr schaffen, als

IBA' 27-Projekt bis zum Jahr 2027

ausstellungsreif zu sein.“

Einreichungen für das IBA' 27-Netz

sind bis voraussichtlich gegen Ende der

Laufzeit derIBA' 27 möglich.

© Autor: Klaus Bossert

Quelle: Internationale Bauausstellung 2027

StadtRegion Stuttgart GmbH (IBA' 27)

Fotos: IBA' 27/Niels Schubert

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Architektur

Villa Lake Berlin von Peter Pichler, Mailand

SO BAUT DIE WELT

BEISPIELHAFTES, ÜBERRASCHENDES UND INSPIRIERENDES AUS FÜNF KONTINENTEN

Seit dem Bauhaus besitzt Architektur eine internationale Grundsprache. In Verbindung mit traditioneller Bauweise

und lokaler Bedingungen entstehen jedoch immer wieder völlig neue Lösungen. smartLiving stellt eine

kleine und subjektive Auswahl besonderer Wohnbauten vor.

Berlin/Deutschland. Beginnen wollen wir mit einer klassischen

und erfolgreichen Kombination: deutscher Bauherr und italienischer

Architekt. Das Mailänder Architekturbüro Peter Pichler

Archtitecture ist eines der angesagtesten Büros in Italien.

Für einen Berliner Bauherrn hat Peter Pichler ein Wohnhaus

am See entworfen.

Die Architektur der Villa repräsentiert die Geschichte ihres Ortes.

Die geneigten Satteldächer des Obergeschosses erinnern an

die nahe gelegene ehemalige

Ziegelfabrik, in der

Lehm aus dem See verbrannt

wurde, um Ziegel

herzustellen. Die linearen

Dachformen und die bewusste

Verwendung von

Ziegeln als lokales und

einheimisches Material

dienten als Inspiration für das Projekt. Die freitragenden Elemente

des Obergeschosses sorgen mit ihrer unterschiedlichen

Positionierung für visuelle Privatsphäre aber auch für eine

Beschattung der Terrasse. Im Erdgeschoss befinden sich ein

offener Wohnraum mit Küche und Bar sowie ein Weinkeller.

Im Obergeschoss liegt das Schlafzimmer mit Badezimmer und

Toilette für den Hausherrn mit einem Bereich für das

Home-Office. Daneben ist Platz für ein weiteres Schlafzimmer

und ein Gästezimmer für

zwei Personen, jeweils

mit eigenem Badezimmer.

Die Fußböden sind

mit Parkett ausgelegt.

Zum See hin eröffnet sich

dem Gebäude mit den

raumhohen Glasfronten

ein Panoramablick.

20

Visualisierung: Peter Pichler Architecture


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„Landaburu borda”

von Jordi Hidalgo Tané,

Barcelona

Bera/Navarra/Spanien. Wenige Kilometer entfernt von Bera

liegt das „Landaburu borda“, erbaut und entworfen von dem

spanischen Architekten Jordi Hidalgo Tané.

An diesem außergewöhnlichen Ort zu arbeiten, verlangt

Respekt vor der mystischen Kraft der Navarra-Berge, die

reich sind an Geschichten und Legenden. Das Projekt besteht

aus einem bestehenden, zweigeschossigen Gebäude mit

mehreren Zimmern und einem neu gebauten, geräumigen

Wohnbereich als Nebengebäude mit Küche.

Dieser neue Wohnbereich wurde in den Berg eingebaut,

als wäre der Anbau bereits vor dem Bau des alten Gebäudes

dort gewesen. Konstruiert wurde es aus Beton und Holz, was

dem Ganzen einen rohen, ehrlichen Charakter verleiht, wie

sie der umgebenden Landschaft zu eigen ist. Geschützt wie in

einer „Höhle“ öffnet sich der Raum durch die Glasfronten zu

einem grandiosen Blick über die herrliche Landschaft, die vor

einem liegt.

Fotos: Syndikat4

Photos: Jordi Hidalgo Tané

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Wohnen Architektur & Leben

Kent/England. Oast-Houses nannte man in der lokalen

Umgangssprache Häuser, die zum Trocknen des Hopfens

gebraucht wurden, den man wiederum zum Bierbrauen verwendete.

Für eine Familie, die nach Kent zog und für diese

Art von Häuser ein Faible hatte, entwarf Friedrich Luwdig,

Director des Londoner Architekturbüros ACME, eine moderne

Interpretation eines klassischen Ost-House. Vier mit

Schindeln verkleidete Türme erheben sich aus der natürlichen

Umgebung und schaffen ein extrem energiesparendes Haus

mit einer kühnen zeitgenössischen Ästhetik. Dabei wurden

Fliesen im typischen Kent-Stil verwendet, um die Außenhaut

in sechs Farbtönen von dunkelrot an der Basis zu hellorange

an der Spitze so zu gestalten, dass ein sanfter Verlauf entsteht.

Bumpers Oast von ACME, London

Das Innere der Rondelle ist mit Sperrholz verkleidet, als

durchgehende Oberfläche für die zylindrischen Teile und als

überlappende Sperrholzschindeln für die Dachkegel. Wo immer

möglich, wurden die Möbel in die Räume eingebaut, um

den Raum optimal zu nutzen. In der Küche, die sich als zentraler

Treffpunkt der Familie warm anfühlen sollte, wurde

Holz verwendet auch um maßgeschneiderte gekrümmte Einheiten

und Fronten zu erstellen. Ein Mikrozement wurde verwendet,

um die Arbeitsplatte zu bilden. Die Badezimmer sind

als offene Räume geplant. Durch die gedrehten Wände fällt

das Licht durch die Dachfenster bis in die im Erdgeschoss liegenden

Badezimmer, wo sich das Sonnenlicht an den matt

glänzenden Oberflächen widerspiegelt.

Die nachhaltigen Eigenschaften des Gebäudes beruhen auf

seine stark isolierte Holzrahmenstruktur, die von der traditionellen

Bauweise mit massiven Ziegelwänden abweicht, die

früher beim Bau der Oast-Houses üblich waren.

22

Fotos: Jim Stephenson

Fotos: Kettnaker; Bretz


smartLiving.

ARCHITEKTUR. IMMOBILIEN. WOHNEN. LIFESTYLE.

Gota Dam Residence

von Studio Seilern

Ein felsiger Hang/Afrika. An einem diskreten Ort auf einer

felsigen Klippe in Afrika, hat das Londoner Studio Seilern Architects

mit dem Architekten Muzia Sforza für einen Musiker

ein Privathaus mit Tonstudio gebaut.

Die 1.500 Quadratmeter große Wohnung wurde zwischen

zwei überhängenden Holzplattenpaaren eingeplant, die den

Blick auf den künstlichen Stausee lenken und den Hauptwohnräumen

zugleich Schatten vor der starken Sonne bieten.

„Die Gegend ist, gelinde gesagt, atemberaubend und beeindruckend

und hat ein Stück Architektur verdient, das ebenso

beeindruckend ist“, sagten die Architekten. „Die freitragenden

Dächer und ausgedehnten Terrassen lassen das Haus

sanft über dem Felsen schweben.“ Im Kern befinden sich zwei

Glaskästen zwischen einem Paar Platten und bilden einen

zweigeschossigen Raum mit einem offenen Wohn- und Essbereich

auf der oberen Etage und einer Hauptschlafzimmersuite,

umgrenzt von einem Wasserbecken, im unteren Bereich.

Eine rot gestrichene Wand kräuselt sich um eine Ecke des

Wohnraums und umschließt eine Bibliothek und ein Klavierzimmer.

Eine überdachte Terrasse liegt geschützt unter dem überhängenden

Dach und ist mit Bäumen bepflanzt, die unter kreisförmigen

Lichtschächten stehen. Ein paar kleine, mit Granit

verkleidete Kuben beherbergen zusätzliche Schlafzimmer und

Badezimmer für Gäste. Sie ragen über den halbüberdachten

Bereich hinaus und sind in dan Hang eingelassen. So verankern

sie das Haus am Felsen und sichern das Gebäude in dem

felsigen Boden.

www.freifrau.com

Fotos: Bruce Bowland und Angela Gaddes

23


Architektur

Toyonaka Bunker

von FujiwaraMuro

Architects

Toyonaka/Provinz Osaka/Japan. Wohnraum ist in Japan extrem

eingeschränkt. Oft liegen die Häuser dicht beieinander, was

wiederum im Gegensatz steht zum Anspruch der Japaner nach

Schutz und Geborgenheit ihrer Privatsphäre und Intimität. Die

Platzenge hat so zu einer minimalen Wohnform einerseits geführt

und zum anderen Wohngebäude entstehen lassen, die zum

Teil an private Bunker erinnern.

Das japanische Studio FujiwaraMuro Architects entwarf das

Haus in Toyonaka, Osaka, als eine Reihe von versetzten Kuben,

mit Lücken dazwischen, damit die Privatsphäre der Bewohner

gewahrt bleibt. Das Gelände bietet außer den direkten Nachbarn

keine nennenswerten Aussichten. Aus diesem Grund haben die

Architekten ein Gebäude mit minimalen Öffnungen in den

Fassaden entworfen.

offenen Raum im Herzen des Hauses. Ein weiterer Glaseinsatz

im Boden zwischen Wohn- und Essbereich ist in die Lücke zwischen

den beiden vertikalen Volumen eingefügt und schafft eine

visuelle Verbindung zwischen den beiden Ebenen. Eine Reihe

freitragender Metallstufen führt vom Wohnraum zum Obergeschoss.

Dort bilden Holzböden im Schlafzimmer und in der

Küche einen wärmeren Kontrapunkt zum Beton der Wohnzone.

Eingebaute Regale sind an einer Wand des offenen zentralen

Raums angebracht, und eine monolithische Betoneinheit befindet

sich in der Nähe der Stufen, die als zusätzliche Sitzgelegenheiten

dienen können. So entstand aus minimalem Raum eine

maximale intime Ausnutzung.

„Das Ziel des Entwurfs war es, einen anregenden und schönen

Raum zu schaffen, der dennoch keine großen Fenster hatte und

für die Außenwelt geschlossen war“, erklärt das Studio. Das

Haus ist mit einem L-förmigem Grundriss angelegt und besteht

aus drei Kuben, die durch enge Lücken voneinander getrennt

sind. Diese horizontalen und vertikalen Öffnungen leiten frische

Luft und Tageslicht in das Gebäude.

Die Außenwände der drei Kuben sind mit unterschiedlichen

Materialien versehen, die sich ergänzen, aber dazu beitragen, die

verschiedenen Teile des Hauses zu differenzieren.

Das Erdgeschoss, in dem sich die Garage und der Eingang befinden,

besteht aus rohem Sichtbeton, der noch Löcher von den

Verbindungsbolzen aufweist.

Auf einer Seite des Wohnraums befindet sich ein Lichtschacht,

der sich vertikal durch das Gebäude erstreckt. Frische Luft tritt

in das verglaste Volumen und verströmt sich dann in einen halb-

24

Fotos: Katsuya Kaira/Studio Sem


smartLiving.

ARCHITEKTUR. IMMOBILIEN. WOHNEN. LIFESTYLE.

Haus an der

Großen Mauer

von MDDM Studio

Chinesische Mauer/China. Das in Peking ansässige MDDM

Studio hat ein Haus in der Nähe der Chinesischen Mauer dadurch

erweitert, indem es mit einer nahe gelegene Lagereinheit

verbunden und in ein minimalistisches Wohnreal verwandelt

wurde. Die Erweiterung, die nun treffend den Titel

„Haus an der Großen Mauer“ trägt, verfügt über moderne

Wohnräume inmitten alter Steinmauern. Früher war es ein

bescheidenes Gebäude, worin in den letzten 50 Jahren Obst

für das Dorf gelagert wurde.

Das Architekturbüro erhielt die ursprünglichen Wände der

Lagereinheit, die mit groben Steinbrocken eingelegt waren,

und fügte Fenster hinzu, um das Gebäude mit ausreichend natürlichem

Licht zu versorgen und den Blick auf das umliegende,

hügelige Gelände zu ermöglichen.

Zunächst grub das Studio einen kurzen Tunnel, um die beiden

Gebäude zu verbinden, und schuf dann ein neues Dach für die

Erweiterung. Dies besteht aus zwei dicken Betonplatten, die in

unterschiedlichen Höhen angebracht wurden und einen kleinen

Spalt hinterlassen, durch den zusätzliches Tageslicht dringen

kann und in den warmen Sommermonaten für zusätzliche

Belüftung sorgt.

Beide Platten ragen über den Baukörper hinaus und überdecken

teilweise zwei Innenhöfe.

Eine Steinmauer des alten Lagerhauses wurde durch eine

raumhohe Glasfront ersetzt. Dahinter befindet sich der offene

Wohn- und Essbereich, der mit neutral getönten Möbeln und

einem trichterförmigen, bis an die Decke reichenden Holzofen

ausgestattet ist. Die Küche besteht aus einer pechschwarzen

Frühstücksinsel mit eingebautem Herd und Spüle.

Eine holzverkleidete Trennwand zur Garage hin, gibt einen

Hauch von wärmendem Kontrast zu den kühlen Wänden der

Erweiterung, welche zum Großteil aus weißem Gips gefertigt

wurden. Drei kurze Stufen führen zu einem Flur, der zu

den Schlafräumen führt. Jedes Schlafzimmer wurde in einem

ähnlich sanften Farbschema fertiggestellt und verfügt über

ein eigenes Bad.

Die Fenster in den Schlafräumen befinden sich direkt unterhalb

der Deckenlinie, wodurch der Blick nach außen bewusst

beeinträchtigt wird, um so in den Gemächern eine kontemplative

und ruhige Atmosphäre zu erzeugen.

Fotos: Jonathan Leifjonhufvød

Fotos: Skargaaarden; Tribu; Cane-Line

25


Architektur

Courtyard House von Ranch Mine, Arizona

Phoenix/Arizona/USA. Wir kennen die Bungalows der Stars

in Hollywood und Beverly Hills, geprägt vom Gropius und

Le Corbusier einerseits und dem mexikanisch-spanischen

Pueblostil andererseits. Für einen Pianisten als „Pause zum

Stadtleben“ hat das Architektur Studio Ranch Mine ein Anwesen

in der Wüste von Arizona konzipiert, nahe einem

Naturschutzgebiet, entlang einer Gebirgskette gelegen.

Die 380 Quadratmeter große Residenz hat einen O-förmigen

Grundriss und ist um einen zentralen Innenhof herum angeordnet.

Fast alles im Haus kann drahtlos gesteuert werden, einschließlich

der Lichter, Lautsprecher, Jalousien und Schlösser.

Sonnenkollektoren auf dem Dach, gekoppelt mit einer Tesla-

Batterie versorgen das Anwesen mit ausreichend Strom.

Ein eigener Gemüsegarten versorgt die Bewohner mit frischen

Lebensmitteln. Ein Source-Hydropanel-System ist zusätzlich

geplant. „Es ist eine wirklich coole Technologie, die mit

Solarenergie Trinkwasser aus der Luftfeuchtigkeit erzeugt“,

fügte Costello, CEO von Ranch Mine, hinzu.

Stark isolierte Wände sind mit weißem Stuck umwickelt, während

vertiefte Nischen mit einem exotischen Hartholz, das für

seine Langlebigkeit bekannt ist, dazu im Kontrast stehen.

Das Haus liegt tief im Boden und erhebt sich nur 3,8 Meter.

Durch ein Foyer gelangt man in das Gebäude. Der Innenhof ist

durch eine Glaswand getrennt und mit einer Betonbank sowie

der umgebenden Wüstenvegetation bestückt. Durch ihn dringt

Tageslicht und frische Luft in die Innenräume.

Den Hauptbereich, der mit verglasten Taschentüren ausgekleidet

ist, bildet ein langer, schlanker Raum, der Bereiche zum Entspannen

und Essen sowie Platz für einen Flügel umfasst. An einer

Wand hängen Latten aus Walnuss, die mit akustischem Filz

hinterlegt sind, um die Klangqualität im Raum zu verbessern.

Der Yoga-Raum öffnet den Blick auf den angelegten Garten.

In der Lamellenwand verbirgt sich eine Drehtür, die zur

Master-Suite führt. Der Schlafbereich wurde absichtlich klein

gehalten. „Die Master-Suite stellt die Konvention auf den Kopf

und begrenzt die Größe des Schlafzimmers auf gerade genug

Platz für das eingebaute Bett, wobei der größte Teil des Raums

für vom Spa-Spirit inspirierten Badezimmer und den vom

Einzelhandel inspirierten Kleiderschrank genutzt wird“, so

das Architektenteam. Im Badezimmer wurde warm getöntes

Holz für Regale und Schränke verwendet.

Gleich hinter dem Hauptwohnraum befindet sich ein Swimmingpool.

Ähnlich wie im Innenhof befindet sich im Hinterhof

eine lange Betonbank, die eine Feuerstelle enthält. Hier

lässt sich bei Nacht ohne Großstadtlichter ein beeindruckender

Sternenhimmel genießen.

26

Fotos: Rohner + Rayn


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Casa Mérida von Ludwig Godefroy, Mérida

Mérida/Yucatán/Mexiko. Sacbé („Weißer Weg“), so nannten die

Mayas eine Straße, die Zeremonienbauten innerhalb einer

Siedlung oder nahe gelegene Städte miteinander verband.

Der Architekt Ludwig Godefroy entwarf in Mérida, Mexiko,

nach dem Vorbild einer Scabé ein fragmentiertes Anwesen, das

sich über eine Länge von 80 Meter erstreckt.

Indem der Baukörper immer wieder durchbrochen wurde und

sich die einzelnen Fragmente mit den Außenbereichen vermischten,

lässt sich das Haus auf natürliche Weise lüften. Ein Prinzip,

das sich auf die Bauweise der Mayas bezieht. Fast alle

Materialien der Casa Mérida stammen aus der Region oder beziehen

sich auf die Maya-Kultur. So erinnern die cremigen Steinmauern,

deren Fugen mit Steinsplittern bedeckt sind, in ihrer Art

an die Mauerwerke der Maya-Pyramiden und -Tempel.

Im Gegensatz dazu der Sichtbeton, der das Hauptvolumen des

Hauses und der Böden bildet. Zumindest wurde er vor Ort in

Mérida hergestellt. Kontrastiert wird dieser durch lokal gestaltete

Holzlamellen an Fenstern und Türen. „Das Haus besteht

aus massiven Materialien, die keine besonderen Behandlungen

oder Wartungsarbeiten erfordern. Alterung und Zeit wird als

Teil des Architekturprozesses berücksichtigt. Die Ästhetik spiegelt

sich auch im einfachen Dekor bei den Holzmöbeln, der

Steinbadewanne und dem rauen Waschbecken wider.

Godefroys Ziel war es, ein für sich geschlossenes und autonomes

Wassersystem zu installieren. Zunächst wurde ein Bohrloch

ausgehoben, um das Anwesen mit Grundwasser zu versorgen.

Zusätzlich wurden Absorptionsbrunnen unter skulpturalen

Wassersammlern platziert, um Regenwasser zu sammeln.

Schließlich filtert ein Biodigester das Abwasser des Hauses, um

es für die Gartenpflege zu verwenden. Mit Photovoltaikmodulen

und einem Solarkessel wird zudem Energie gewonnen.

So verbinden sich in der Casa Mérida fragmentarisch angelegte

Lebenszentren als architektonischer Zyklus zu einem vernetzten

Gemeinschaftskomplex.

Fazit: Das Bauhaus revolutionierte und prägte mit seinen

Ideen die Architektur, doch eröffnet dieser Denkprozess auch

Chancen, vergangene lokale Bauweisen neu zu entdecken und

damit nachhaltige Lösungen wiederzuentdecken.

© Autor: Klaus Bossert

Fotos: Rory Gardener

27


Albstraße Gehweg Grünstreifen

Straßenhöhe ø an Zufahrt

gepl.Gelände

+2.72

+3.36

+3.16

42

+2.90

±0.00

-2.83

geplanter KS

KD 799,47

KS 798,70

Auslauf SW

798,73

Attikahöhe 1

+3.16 = 805.66

EFH = FFB EG

±0.00 = 802.50

UFH = FFB UG

-2.83 = 799.67

Attikahöhe 2 + OK Garage

+3.36 = 805,86

geplanter KS

außerhalb der Schnittebene

KD 797,63

KS 796,75

Gehweg

Albstraße

LEGENDE SCHNITTFLÄCHEN

Stahlbeton

Dämmung

PLAN:

DATUM: 18.06.2018

MAßSTAB: 1:100

BAUHERR:

PLANUNG:

Gelände

Schnitt A-A

Tuttlingen, 29.06.2018

GEZ.: OM

St.Georgen, 29.06.2018

Holzständerkonstruktion

Fassadenkonstruktion

GRÖSSE: 297x750mm

Architektur

Ein Haus mit Weitsicht

SCHNITT A-A

805,00

805,04

805,00

804,50

804,00

Grenze

803,67

803,50

best.Gelände

803,00

802,50

Geländeschnitt 1-1 802,20

SW GA 1 799,10

802,00

SW GA 5 799,04

SW GA 2 799,08

SW GA 7 799,06

801,50

SW GA 3 799,05

SW GA 8 799,08

801,00

SW GA 6 799,02

SW GA 4 798,94

800,50

43 5 2.50 66

2.40

800,00

Geländeschnitt 3-3 799,63

799,50

799,00

best.Gelände=gepl.Gelände

!geplanter Leitungsverlauf außerhalb

der Schni tebene. ø Tiefe ≥ 0,80 unter Gelände !

798,50

798,00

797,50

797,00

796,50

796,00

795,50

795,18

Grenze

795,01

HORIZONT 795.00mNN

Die Jury zur Auszeichnung für „Beispiehaftes Bauen

2011–2020“ nannte es ein „Haus mit Aussicht“. Mit

Weitsicht wäre treffender, berücksichtigt man nicht nur die

Lage und den Hang zur klaren Formensprache, sondern auch

die nachhaltige Bauweise.

Als die Eltern des Bauherrn vor Jahren für sich eine moderne

Flachdachvilla erwarben, kauften sie das Nachbargrundstück

gleich mit. Zwischen dessen alten Bäumen bot sich ausreichend

Platz, um nun ein neues Zuhause für den Sohn zu

erbauen.

BAUGESUCH

Neubau EFH mit Garage

Flst. 4234/1 Albstraße 6 (u.V.)

78564 Wehingen

Vom alten Baumbestand sollte so viel wie möglich erhalten

bleiben, das war dem Bauherrn ein Anliegen. Dann galt es

den optimalen Platz für das neue Gebäude auf dem leicht

nach Südwesten geneigten Hang zu finden. Neben dem Erhalt

der Bäume sollte vor allem die schöne Aussicht in den Entwurf

miteinbezogen werden – bei zugleich größtmöglicher

Jessica & Johannes KLAIBER

Gutenbergstraße 1

78532 Tuttlingen

Privatsphäre.

Die Schwarzwälder GmbH mit Architekt Oliver Müller in

St. Georgen wurde mit der Planung und Realisation des Bauvorhabens

betraut. Markus Schwarzwälder, Inhaber und Geschäftsführer,

hat sich schon seit Jahren mit seinem Team aus

Fachkräften auf die Realisation von energieeffizienten und

nachhaltigen Wohnhäusern auf Holzbauweise spezialisiert.

„Auf die Frage, wie wir morgen wohnen möchten, kann es

nur eine Antwort geben: in einem Haus aus Holz, das uns in

Funktion und Ästhetik gleichermaßen überzeugt“, so Markus

Schwarzwälder.

Bruderhausweg 11

D 78112 St. Georgen

T +49 (0)7724 30 16

F +49 (0)7724 91 67 17

28

Fotos: Rene Lamb Fotodesign


smartLiving.

ARCHITEKTUR. IMMOBILIEN. WOHNEN. LIFESTYLE.

Der markante Holz-Kubus scheint auf dem glas-transparenten

und zurückgesetzten Untergechoss zu schweben.

Das Wohnhaus in Wehingen überzeugt mit einer klaren

Ästhetik. Der markante Holz-Kubus scheint auf dem

glas-transparenten Untergeschoss zu schweben und gibt dem

Haus seine charakteristische Leichtigkeit. In klassischer Holztafelbauweise

ist es auf einem festen Sockel errichtet. Die

vorgehängte Fassade besteht aus schnellnachwachsender

Weißtanne. Die Außenwände des KfW-55-Effizienzhauses

sind durch eine Holzfaserdämmung (240 mm) mit zusätzlicher

nahtloser Zusatzdämmung aus Holzweichfaserplatten

(60 mm) verdichtet. Die Decken wurden als Brettsperrholzdecken

ausgeführt.

Die kurz gehaltene Zufahrt sorgt für eine geringe Versiegelung.

Der Höhenversatz, die Grundrissanordnung sowie auskragende

Balkonzonen und die seitliche Verkleidung der Loggia

mit Holzlamellen schützen das Haus vor neugierigen Einblicken.

An der Nordseite erreicht man über die Hofeinfahrt den

überdachten Eingangsbereich. Die möglichst kurz gehaltene

29


Architektur

Die seitliche Verkleidungen der Loggia mit ihren Holzlamellen

schützen das Haus vor neugierigen Einblicken.

Zufahrt sorgt für eine geringe Versiegelung der umgebenden

Grünfläche. Das Wohnhaus gliedert sich in ein Eingangsund

ein Gartengeschoss.

Aufgrund der Hanglage entstand die Idee, die klassische

Organisation des Hauses, in der die Schlafbereiche oben angesiedelt

sind, umzudrehen. So befinden sich die großen

und offenen Wohnräume auf der oberen Eingangsebene,

denn hier ist die Aussicht am schönsten. Die gesamte Talseite

des Gebäudes öffnet sich durch raumhohe, schwellenund

sturzfreie Glasfronten. Durch sie verschmelzen die Innenräume

mit dem Außen und eröffnen einen Blick

zwischen den Baumkronen hindurch auf das traumhafte Panorama

der typisch hügeligen Landschaft des „Heubergs“,

wie die Region genannt wird. Die Fernsicht wird über die

seitlich gelegene Loggia selbst dem zum Hang hin versetzten

Badezimmer gewährt. So lässt es sich entspannen.

Der offene Raum im Obergeschoss vereint den Wohn- und

Essbereich mit der Küche. Über eine gerade, einläufige

Betontreppe gelangt man vom Entree nach unten ins

Gartengeschoss. Die Schlafzimmer sind ebenfalls nach

Süden orientiert. Auch hier bieten raumhohe Fenster einen

weiten Ausblick in den Garten.

Im hinteren, in den Hang gebauten Bereich, befinden

sich die Nebenräume. Die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit

integrierter Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerück-

Seitliche Loggia

Treppe zum Gartengeschoss

Panaoramablick über den „Heuberg”.

30

Fotos: Rene Lamb Fotodesign


smartLiving.

ARCHITEKTUR. IMMOBILIEN. WOHNEN. LIFESTYLE.

Der offene Raum im Obergeschoss vereint

den Wohn- und Essbereich mit der Küche.

gewinnung sowie die Fußbodenheizung sorgen für ein

angenehmes Raumklima bei niedrigem Energieverbrauch.

Das Grundstück wurde bis auf die Zufahrt und die vom

Gebäude überdeckten Terrassen vollständig begrünt. Die

Hecke entlang der Straße wird in ein paar Jahren auch dem

Gartengeschoss ausreichend Sichtschutz bieten.

Dann kann die Familie ihren Logenplatz „auf dem Heuberg“

mit der gewünschten Privatsphäre in aller Ruhe genießen.

In Wehingen vereinen sich durch innovative Architektur und

traditionelles Handwerk, Holz mit Raum zu neuer Lebensqualität

– am Hang mit Aussicht.


1

© Autor: Klaus Bossert

Bauweise: Holzständerbauweise 240 mm mit Holzfaserdämmung

+60 mm Holzfaserplatten außen.

Raumhohe, rahmenlose Dreifach-Festverglasungen,

raumhohe Balkontüren in Weißtanne, naturgeölt

Fassade: Hinterlüftete vertikale Weißtanne-Latten, 40 x 40 mm,

Oberfläche sägerau, farblos grundiert auf Wasserbasis

Dach: Flachdach mit EPDM-Flachdachabdichtung

Wohnflächen: Untergeschoss: 122,60 m²

Erdgeschoss: 92,50 m²

Garage: 39,50 m²

Überdachte Loggia EG: 30 m²

Über die Loggia eröffnet sich vom Bad aus ein Fernblick.

Raumhohe, Glasfronten im Obergeschoss ... und in den Schlafzimmern.

31


Planen & Bauen

Die Ausstellung Eigenheim & Garten in Fellbach ist mit einer Fläche von

40.000 Quadratmetern Süddeutschlands größte Musterhausausstellung.

„ES IST, ALS KÖNNTE MAN

SOFORT EINZIEHEN“

EIN BESUCH DER FERTIGHAUS-AUSSTELLUNG IN FELLBACH

22,2 Prozent der insgesamt 105.962

neu genehmigten Ein- und Zweifamilienhäuser

in Deutschland waren

nach Angaben des Statistischen Bundesamtes

im letzten Jahr Fertighäuser.

Höher war die Fertigbauquote nach

Angaben des Bundesverbandes Deutscher

Fertigbau (BDF) noch nie. 2019

hatte sie mit 20,8 Prozent erstmalig die

Marke von 20 Prozent übertroffen. Das

Wachstum der mittelständisch geprägten

Branche geht also weiter und immer

mehr Bundesbürger erfüllen sich

ihren Wunsch nach einem Eigenheim

mit einem Holz-Fertighaus.

Ein eigenes Haus zu bauen, ist eine aufregende

Angelegenheit: man hat viele

Wünsche und Vorstellungen, wie das

neue Eigenheim aussehen sollte, ist

sich aber oft nicht sicher, ob sich die

eigenen Ideen auch realisieren lassen.

Wer sich einen Überblick über das Angebot

verschaffen möchte, kann sich

auf den Weg nach Fellbach bei Stuttgart

machen: In Baden-Württembergs

größter Hausausstellung geben dort

über 55 Musterhäuser Interessenten

die Gelegenheit, sich über den Hausbau

allgemein und neueste architektonische

Trends, aber auch über spezielle

Punkte wie die Vorteile der Fertigbauweise,

energieeffizientes, nachhaltiges

Bauen, barrierefreies Wohnen als Vorausplanung

fürs Alter oder auch das

Thema Finanzierung zu informieren.

Nina und Tobias B. haben sich unlängst

auf den Weg nach Fellbach gemacht.

Das junge Ehepaar will sich nämlich

seinen Traum vom Eigenheim wahr

machen. Die beiden buchten einen

Termin über die Homepage. „Das hat

auf Anhieb gut geklappt“, sagt Nina.

Die Anreise mit dem Auto war problemlos

und fürs Parken gibt es unweit

der Ausstellung ein Parkhaus.

Der Besuch hatte sich dann auch gelohnt:

„Das Angebot war unglaublich

groß und gut“, schwärmt Nina. Denn

ob geräumiges Einfamilienhaus mit

traditionellem Satteldach, extravagantes

Designerhaus in Bauhaus-Architektur,

ob KfW-Effizienzhaus oder gar

Plusenergie-Haus: Die Musterhäuser

in Fellbach präsentieren sich in allen

Größen, Varianten und Preisklassen.

Nicht nur die tatsächliche Beschaffenheit

der eingebauten Materialien, architektonische

Details und smarte

Haustechnik können direkt unter die

Lupe genommen werden; modernste

Küchen und Bäder sowie liebevoll

eingerichtete und dekorierte Wohn-,

Kinder- und Schlafzimmer sorgen für

jede Menge Inspiration und geben einen

detaillierten Vorgeschmack auf

das spätere Wohngefühl.

Bei einem Rundgang nutzte das Ehepaar

die Gelegenheit, mehrere Häuser

in Augenschein zu nehmen. Zwar waren

an diesem Tag coronabedingt nicht

alle Musterhäuser geöffnet, aber ein

halbes Dutzend davon haben die beiden

angeschaut. „Viel mehr schafft man

an einem Besuchsnachmittag auch fast

nicht“, meint Nina. Die Häuser seien

komplett eingerichtet, es ist so, als

könnte man sofort einziehen, da gebe

es schließlich viel zu schauen.

Zwei Häuser hat es den beiden besonders

angetan. Nach einem ersten Überblick

standen dann jeweils ein Berater

für Fragen jeglicher Art und Detailinformationen

zur Bauweise oder technischen

Einzelheiten mit Rat und Tat zur

Seite. Auch das für sie wichtige Thema

klimafreundlicher, nachhaltiger Hausbau

wurde erläutert. So präsentierte

der Fachberater im Heizungsraum die

Luft-Wasser-Wärmepumpe, erklärte

die Funktionsweise des Be- und Entlüftungssystems

und erläuterte die Vorteile

einer Photovoltaikanlage. Zudem

kamen die Fördermöglichkeiten ebenso

zur Sprache wie das Sparpotenzial,

das in den energetisch optimierten

Häusern steckt. Um sich außerdem der

Seriosität der Fertigbauunternehmen

zu versichern, kann man sich Referenzadressen

und bei Interesse auch einen

32 Fotos: Eigenheim & Garten


smartLiving.

ARCHITEKTUR. IMMOBILIEN. WOHNEN. LIFESTYLE.

Bis zu 58 Häuser können in Fellbach besichtigt werden.

Die Musterhäuser sind vollständig eingerichtet.

Bei einem Rundgang nehmen jährlich rund 65 000 Besucher

die ausgestellten Häuser in Augenschein.

Termin zur Besichtigung des Herstellerwerkes,

das sich in der Regel am

Stammsitz des Unternehmens befindet,

geben lassen. Mit Taschen voller Prospekte

traten die beiden schließlich ihre

Heimreise an.

Der erste Schritt war für das junge

Paar also getan. Im zweiten geht es

nun darum, bei einem weiteren Termin

mit dem jeweiligen Berater ins

Detail zu gehen, denn meistens gibt es

noch Änderungswünsche: das Traumhaus

sollte ein bisschen größer und

mit einem offenen Wohn- und Essbereich

ausgestattet sein, die Kinder

wünschen sich vielleicht ein eigenes

Bad, die Eltern ein Ankleidezimmer.

Ein Balkon und eine große Terrasse

dürfen auch nicht fehlen.

Kein Problem, denn die Häuser werden

ganz nach den Wünschen der Kunden

gestaltet. Der Individualität sind im

Fertigbau keine Grenzen gesetzt. Und

das Angebot geht schon lange über das

„typische“ Einfamilienhaus hinaus:

„Aufstockungen und Anbauten – in

gewachsenen Wohngebieten eine zunehmend

genutzte Möglichkeit der

Wohnraumvergrößerung – ist durch

die industrielle Vorfertigung der Holzfertighäuser

schnell realisierbar“, sagt

Kerstin Kuhn, Pressesprecherin der

Fertighausausstellung in Fellbach.

Auch sogenannte Tiny-Häuser und

die innovative Bauweise mit Raummodulen,

die einige Fertighaushersteller

anbieten, ebenso wie Mehrgenerationenhäuser

würden zunehmend

nachgefragt.

Neben all diesen Dingen geht es im

zweiten Beratungsgespräch natürlich

auch ums Geld. Was kosten die Änderungswünsche?

Wieviel kann als Eigenleistung

herausgenommen werden?

Was kostet das Haus dann unterm

Strich ganz genau? Die Eheleute machen

sich nun Gedanken darüber, wie

sie alles gerne hätten. Dann vereinbaren

sie mit dem Berater einen weiteren Termin.

„Darauf sind wir jetzt schon gespannt“,

freut sich Nina.

Die Ausstellung kann derzeit nur eingeschränkt

besucht werden. Informationen

über die weiteren Entwicklungen

und eventuelle Änderungen der Öffnungszeiten

finden Interessierte unter

www.musterhaus-online.de.

© Autor: Karl Gutbrod

INFO

1971 wurde die Musterhausausstellung in Fellbach eröffnet.

Adresse:

Ausstellung Eigenheim & Garten

Höhenstraße 21

70736 Fellbach

Telefon: 0711 / 52 04 94 26

Öffnungszeiten:

Geöffnet von 11–18 Uhr, auch an Sonn- und

Feiertagen. Montag und Dienstag Ruhetag.

Service:

Kostenloser Musterhauskatalog mit Infos

zu Musterhäusern und Herstellern

· Infobereich mit kostenlosen Zeitschriften

· Ausstellungsbistro

· Kinderspielplatz

· Regelmäßige Veranstaltungen/Events

Daten & Fakten:

· Süddeutschlands größte Musterhausausstellung

· Ausstellungsfläche: 40.000 m²

· Anzahl der Musterhäuser: 58

· Anzahl der Hersteller: 50

· Grundbaustoffe der Musterhäuser: Holz,

Holzwerkstoffe (90 %), Porenbeton,

Leichtbeton und sonstige Baustoffe (10 %)

· Besucher seit 1971: rund fünf Millionen

· Jährlich ca. 65.000 Besucher

· Rund 60 % der Besucher wollen in den

nächsten 2 Jahren bauen

· 90 % Weiterempfehlungsrate

33


Planen & Bauen

BAUMASSNAHMEN

ERHALTUNGS- ODER HERSTELLUNGSAUFWAND?

Zwar stellt jeder Neubau eine Investition

dar, dennoch kommt einmal der

Zeitpunkt, zu dem verschiedene Teile

saniert bzw. renoviert werden müssen.

Gleiches gilt, wenn eine bereits bestehende

Immobilie erweitert wird oder über

seinen eigentlichen Zustand hinaus eine

wesentliche Verbesserung erfährt bzw.

die vorhandene Gebäudesubstanz in ihrer

Funktion oder ihrem Wesen verändert

wird (bspw. aus Wirtschaftsgebäuden/Büros

werden Wohnungen). Und genau hier

muss abgegrenzt werden, denn dies ist

mit erheblichen steuerlichen und finanziellen

Auswirkungen verbunden. Nicht

selten landen die Baumaßnahmen vor einem

Gericht.

Während Anschaffungs- und Herstellungskosten

für Neubauten in der Regel

einfach zu definieren sind, beginnen die

Probleme, wenn es sich um Um-, Ausbauten

oder Erneuerungen handelt. Denn

nur eine reine Instandsetzung ist sofort

absetzbar. Erhaltungsaufwand findet von

daher immer dann Verwendung, um die

Substanz oder die Verwendungs- oder

Nutzungsmöglichkeit eines Wirtschaftsgutes

zu erhalten oder wiederherzustellen,

denn hier kommt es zu keiner Veränderung

der Wesensart. Erhaltungsaufwand

ist somit zu finden bei Aufwendungen für

Instandhaltung und Instandsetzung. Herstellungsaufwand

muss von daher stets

aktiviert und auf die Laufzeit verteilt (d. h.

abgeschrieben) werden. Zudem muss Erhaltungsaufwand

sofort als Aufwand angesetzt

werden.

DIE UNTERSCHEIDUNGSMERKMA-

LE SIND IM EINKOMMENSTEUER-

RECHT EXAKT FORMULIERT

Aufwendungen für die Erneuerung von

bereits vorhandenen Teilen, Einrichtungen

oder Anlagen stellen regelmäßig Erhaltungsaufwand

dar. Zum Erhaltungsaufwand

gehören z. B Aufwendungen für

den Einbau messtechnischer Anlagen zur

verbrauchsabhängigen Abrechnung von

Heiz- und Wasserkosten oder für den

Einbau einer privaten Breitbandanlage

und einmalige Gebühren für den Anschluss

privater Breitbandanlagen an das

öffentliche Breitbandnetz bei bestehenden

Gebäuden.

Betragen die Aufwendungen nach Fertigstellung

eines Gebäudes für die einzelne

Baumaßnahme nicht mehr als 4.000 Euro

(Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer) je

Gebäude, ist auf Antrag dieser Aufwand

stets als Erhaltungsaufwand zu behandeln.

Auf Aufwendungen, die der endgültigen

Fertigstellung eines neu errichteten

Gebäudes dienen, ist die Vereinfachungsregelung

jedoch nicht anzuwenden.

Kosten für die gärtnerische Gestaltung

der Grundstücksfläche bei einem Wohngebäude

gehören dann zu den Herstellungskosten

eines Gebäudes, soweit diese

Kosten für das Anpflanzen von Hecken,

Büschen und Bäumen an den Grundstücksgrenzen

(sog. „lebende Umzäunung“)

entstanden sind. Im Übrigen bildet

die bepflanzte Gartenanlage ein selbst-

34

Foto: Getty Images – AndreyPopov


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ständiges Wirtschaftsgut. Bei Gartenanlagen,

die die Mieter mitbenutzen dürfen

und bei Vorgärten sind die Herstellungskosten

der gärtnerischen Anlage gleichmäßig

auf deren regelmäßig 10 Jahre betragende

Nutzungsdauer zu verteilen.

Aufwendungen für die Instandhaltung

von Gartenanlagen können sofort abgezogen

werden. Soweit Aufwendungen für

den Nutzgarten des Eigentümers und für

Gartenanlagen, die die Mieter nicht nutzen

dürfen, entstehen, gehören sie zu den

nach § 12 Nr. 1 EStG nicht abziehbaren

Kosten (grundsätzlich Aufteilung nach

der Zahl der zur Nutzung befugten Mietparteien).

Werden Teile der Wohnung oder eines

Gebäudes zu eigenen Wohnzwecken

genutzt, sind die Herstellungs- und Anschaffungskosten

sowie die Erhaltungsaufwendungen

um den Teil der Aufwendungen

zu kürzen, der nach objektiven

Merkmalen und Unterlagen einwandfrei

dem selbst genutzten Teil zugeordnet werden

kann. Soweit sich die Aufwendungen

nicht eindeutig zuordnen lassen, sind sie

um den Teil, der auf eigene Wohnzwecke

entfällt, nach dem Verhältnis der Nutzflächen

zu kürzen.

Wird das Eigentum an einem Gebäude

unentgeltlich auf einen anderen übertragen,

kann der Rechtsnachfolger Erhaltungsaufwand

noch in dem von seinem

Rechtsvorgänger gewählten restlichen

Verteilungszeitraum geltend machen. Dabei

ist der Teil des Erhaltungsaufwands,

der auf den Zeitraum des Eigentumswechsels

entfällt, entsprechend der Besitzdauer

auf den Rechtsvorgänger und

den Rechtsnachfolger aufzuteilen.

seiner Zweckbestimmung nutzen zu

können, sind die Aufwendungen hierfür

Anschaffungskosten. Zweckbestimmung

bedeutet die konkrete Art und Weise, in

der der Erwerber das Gebäude zur Erzielung

von Einnahmen im Rahmen einer

Einkunftsart nutzen will (z. B. ob er das

Gebäude zu Wohnzwecken oder als Büroraum

nutzen will).

Beispiel 1: Im Anschluss an den Erwerb

eines leer stehenden, bisher als Büro genutzten

Einfamilienhauses, das für eine

Vermietung zu fremden Wohnzwecken

vorgesehen ist, wird im bisher nicht ausgebauten

Dachgeschoss ein zusätzliches

Badezimmer eingerichtet. Außerdem

werden einfach verglaste Fenster durch

isolierte Sprossenfenster ersetzt und die

Leistungskapazität der Elektroinstallation

durch den Einbau dreiphasiger an Stelle

zweiphasiger Elektroleitungen maßgeblich

aufgebessert sowie die Zahl der Anschlüsse

deutlich gesteigert. Neben der

Erweiterung des Gebäudes als Herstellungskosten

durch den Einbau des Badezimmers,

tritt die Verbesserung von zwei

weiteren Bereichen der zentralen Ausstattungsmerkmale

ein. Die hierdurch verursachten

Aufwendungen führen zu Anschaffungskosten

des Gebäudes.

Beispiel 2: Der Eigentümer eines bewohnten,

verwahrlosten Wohnhauses lässt die

alten Kohleöfen durch eine moderne

Heizungsanlage ersetzen. Er baut anstelle

der einfach verglasten Fenster Isolierglasfenster

ein. Er modernisiert das Bad,

wobei er neben der Badewanne separat

eine Dusche einbaut. Außerdem lässt er

es durchgängig fliesen. Im Übrigen lässt

er Schönheitsreparaturen durchführen.

Hinsichtlich der Aufwendungen für die

zentralen Ausstattungsmerkmale liegen

Herstellungskosten als wesentliche Verbesserung

vor. Bei den Schönheitsreparaturen

handelt es sich hingegen um sofort

abziehbare Erhaltungsaufwendungen.

Beispiel 3: Im Dachgeschoss eines mehrgeschossigen

Gebäudes werden erstmals

Bäder eingebaut. Diese Herstellungsar-

Bei einer Badsanierung werden die Aufwendungen für die zentralen Ausstattungsmerkmale

als wesentliche Verbesserung angesehen. Bei den Schönheitsreparaturen handelt es sich hingegen

um sofort abziehbare Erhaltungsaufwendungen.

VERÄNDERTE NUTZUNG FÜHRT

ZU WEITEREN ENTSCHEIDUNGS-

MERKMALEN

Wird ein Gebäude im Zeitpunkt der

Anschaffung nicht genutzt, ist zunächst

offen, ob es aus Sicht des Erwerbers betriebsbereit

ist. Führt der Erwerber im

Anschluss an den Erwerb und vor der

erstmaligen Nutzung Baumaßnahmen

durch, um das Gebäude entsprechend

Foto: Getty Images – moman11

35


Planen & Bauen

beiten machen das Verlegen von größeren

Fallrohren bis zum Anschluss an das öffentliche

Abwassernetz erforderlich. Die

hierdurch entstandenen Aufwendungen

sind ebenso wie die Kosten für die Beseitigung

der Schäden, die durch das Verlegen

der größeren Fallrohre in den Badezimmern

der darunter liegenden Stockwerke

entstanden, den Herstellungskosten zuzurechnen.

Von einem bautechnischen Ineinandergreifen

ist nicht allein deswegen auszugehen,

weil der Steuerpflichtige solche

Herstellungsarbeiten zum Anlass nimmt,

auch sonstige anstehende Renovierungsarbeiten

vorzunehmen. Allein die gleichzeitige

Durchführung der Arbeiten, z. B.

um die mit den Arbeiten verbundenen

Unannehmlichkeiten abzukürzen, reicht

für einen solchen sachlichen Zusammenhang

nicht aus. Ebenso wird ein sachlicher

Zusammenhang nicht dadurch

hergestellt, dass die Arbeiten unter dem

Gesichtspunkt der rationellen Abwicklung

eine bestimmte zeitliche Abfolge

der einzelnen Maßnahmen erforderlich

machen – die Arbeiten aber ebenso unabhängig

voneinander hätten durchgeführt

werden können.

Beispiel 4: Durch das Aufsetzen einer

Dachgaube wird die nutzbare Fläche eines

Gebäudes geringfügig vergrößert.

Diese Maßnahme wird zum Anlass genommen,

gleichzeitig das alte, schadhafte

Dach neu einzudecken. Die Erneuerung

der gesamten Dachziegel steht insoweit

nicht in einem bautechnischen Zusammenhang

mit der Erweiterungsmaßnahme.

Die Aufwendungen für Dachziegel,

die zur Deckung der neuen Gauben verwendet

werden, sind Herstellungskosten,

die Aufwendungen für die übrigen Dachziegel

sind Erhaltungsaufwendungen.

Um sofort steuerlich absetzbare Erhaltungsaufwendungen

handelt es sich von

daher immer dann, wenn Geld für die

bloße Instandsetzung vorhandener Gebäude,

Gebäudeteile oder -anlagen ausgegeben

wird.

Zum Erhaltungsaufwand gehören alle Ausgaben für die laufenden Instandhaltungsarbeiten,

wie z. B. für Fenster, wenn diese erneuert oder verbessert werden.

ERHALTUNGSAUFWENDUNGEN

UND ABSCHREIBUNGEN

Zum Erhaltungsaufwand gehören alle

Ausgaben für die laufenden Instandhaltungsarbeiten

bzw. Reparaturen sowie

alle Kosten, die dadurch entstehen, dass

bereits vorhandene Teile (z. B. Fenster)

oder Anlagen (z. B. Heizung) erneuert

oder verbessert werden. Werden dagegen

bisher noch nicht vorhandene Teile neu

eingefügt (z. B. Einbau eines bisher noch

nicht vorhandenen Badezimmers), liegt

kein Erhaltungsaufwand, sondern Herstellungsaufwand

vor, der sich nur über

die Abschreibungen auswirkt.

Nur Erhaltungsaufwendungen können

Vermieter sofort als Werbungskosten abziehen.

Die anderen Ausgaben müssen

über die Nutzungsdauer des Gebäudes

– meist über einen Zeitraum von 50 Jahren

– abgeschrieben werden. Abschreiben

lässt sich nur der Gebäudewert, nicht

aber der Grundstückswert. Ist nur der

Gesamtpreis bekannt, ist er auf diese beiden

Werte aufzuteilen. Am besten ist es,

wenn bereits im Kaufvertrag beide Posten

aufgeteilt sind und die Bewertung plausibel

erscheint. Falls die Aufteilung fehlt,

muss sie anderweitig ermittelt werden.

Erwerbsnebenkosten wie die Grunderwerbsteuer,

Notar-, Makler- und Gerichtskosten

gehören hingegen zu den

Anschaffungskosten.

Erhaltungsaufwendungen sind steuerlich

am einfachsten und schnellsten geltend

zu machen. Diese werden im Jahr des

Geldabflusses vollständig als Werbungskosten

abgezogen und mindern somit

den Überschuss aus Vermietung und

Verpachtung. Erhaltungsaufwendungen

sind sämtliche Reparatur-, Pflege- und

Wartungskosten, die ein Vermietungsobjekt

und dessen Nutzungsmöglichkeit in

einem angemessenen Zustand erhalten.

Insbesondere zählt die Erneuerung von

bereits vorhandenen Teilen, Einrichtungen

und Anlagen zum regelmäßigen Erhaltungsaufwand.

Übliche Beispiele sind

eine neue Fassade, neue Fenster oder ein

neues Dach.

Sollten Sie für Ihre Immobilie Eigennutzung

anmelden müssen, ist allein der

Zeitpunkt der Reparatur maßgeblich.

Fällt dieser in die Zeit der Vermietung,

können Sie den Aufwand als Erhaltungsaufwand

geltend machen, danach nicht

mehr. Dies gilt natürlich nur für übliche

Aufwendungen und nicht für Luxussanierungen.

Aufwendungen zur Beseitigung eines

Schadens, der die gewöhnliche Abnutzung

übersteigt und vom Mieter herbeigeführt

wurde, stellen immer Erhaltungsaufwand

dar. Dies wiederum führt

zu einer gewissen Absicherung eines

Vermieters, dass insbesondere nach dem

Erwerb der Immobilie vom Mieter mutwillig

herbeigeführte Schäden nicht zu

Lasten des Investors ausfallen (bspw. die

Abnutzung durch Mietnomaden).

© Autor: Dietmar Kern

36

Foto: Getty Images – Damir Ismagilov


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37


Planen & Bauen

Gründächer sind optisch ein Gewinn und können

zudem in dicht bebauten und urbanen Bereichen

das Mikroklima verbessern. Den Platz 1 der

„BuGG-Gründach-Bundesliga" nimmt übrigens

die Stadt Stuttgart ein.

GRÜNE OASE

IN DER STADT

GRÜNDÄCHER BRINGEN MEHR NATUR UND EIN BESSERES MIKROKLIMA IN

DICHT BEBAUTE BEREICHE. HIER LESEN SIE NÜTZLICHE TIPPS ZUM AUFBAU

EINER DACHBEGRÜNUNG.

Nachverdichtung“ ist ein Schlagwort

in der Stadtentwicklung. Selbst

kleinste Baulücken werden geschlossen,

um neuen Wohnraum zu schaffen. Damit

ist jedoch die Natur in urbanen

Bereichen immer stärker auf dem

Rückzug. Als Alternative lassen sich-

Dachflächen ökologisch nutzen. Eine

Dachbegrünung schafft neue Bereiche

für die Pflanzenwelt, lockt Insekten an

und wirkt positiv auf das Mikroklima.

Derzeit werden nur etwa zehn Prozent

der jährlich entstehenden Flachdächer

begrünt. Dabei vereinen Dachbegrünungen

eine Vielzahl an positiven Wirkungen.

Das Leistungsvermögen von

Intensivbegrünungen ist am größten.

Und was hier entscheidend dazu

kommt ist deren Nutzung als zusätzliche

Wohn-, Pausen- und Sportfläche.

Auf jedem Flachdach könnte ein Garten

mit Pflanz- und Gemüsebeet, Spielplatz

und Jogginglaufbahn sein – schnell und

barrierefrei erreichbar.

EXTENSIV ODER INTENSIV

Bei begrünten Dächern wird zwischen

Extensiv- und Intensivbegrünungen

unterschieden. Extensivbegrünungen

sind einfache Begrünungsformen mit

geringem Schichtaufbau, wenig Gewicht,

trockenheitsverträglichen Pflanzen

und relativ überschaubarem Pflegeaufwand.

Sie werden nur zur Pflege

begangen.

Dagegen sind Intensivbegrünungen

begehbare Begrünungen, sogenannte

Dachgärten. Damit das dauerhaft funktioniert,

ist der Gründachaufbau höher

und damit auch schwerer. Er ist die

Grundlage für Pflanzen und Nutzungen,

wie wir sie vom ebenerdigen

Garten her kennen. Der Pflegeaufwand

ist dementsprechend auch größer.

Wenn Statik, Wurzelschutz, Absturzsicherung

und Budget passen, lassen

sich auf dem Dach Begrünungen und

Nutzungsformen anlegen wie sie ebenerdig

zu finden sind:

• Grünflächen (Staudenbeete, Rasenflächen,

Sträucher, Kleinbäume)

• Urban Farming (Obst-, Gemüse- und

Gewürzpflanzenanbau)

• Sport- und Spielflächen (Sandkasten,

Schaukeln, Rutschen, Laufbahn)

• Wellness (Swimming-Pool, Whirlpool).

38

Foto: djd/Paul Bauder


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Dachgärten lassen sich bei fachgerechter

Planung und Erfüllung der notwendigen

baulichen Voraussetzungen auf

jedem Dach realisieren, ob auf dem Einoder

Mehrfamilienhaus, einem Gewerbeobjekt,

Shopping Center oder ehemaligen

Parkdeck.

Nach einer aktuellen Umfrage des Bundesverbands

GebäudeGrün e.V. (BuGG)

wurden im Jahr 2019 von 7,2 Millionen

Quadratmetern Dachfläche 17 Prozent

intensiv begrünt. 83 Prozent wurden als

Extensivbegrünungen begrünt, meist

aufgrund von Bauauflagen. Vor zehn

Jahren lag das Verhältnis von intensiver

zu extensiver Begrünung noch bei 11 zu

89 Prozent. Die Tendenz geht also, wenn

auch in kleinen Schritten, eindeutig in

Richtung Dachgärten.

Doch ein Dachgarten hat nicht nur

seinen Vorteil in der direkten Nutzung,

er hat noch viele weitere positive

Aspekte:

• Wasserrückhalt und damit Entlastung

der Kanalisation

• Verbesserung des Stadtklimas durch

Verdunstungskühlung

• Energieeinsparung: Wärmedämmung

im Winter und Hitzeschutz im

Sommer

• Schutz der Dachabdichtung vor

Extremtemperaturen, Sturm- und

Hagelschäden

• Ersatzlebensraum für Tiere

• Staubbindung

• Lärmminderung.

Begehbare Dachbegrünungen sind zusätzlich

nutzbare Flächen, und das Reizvolle

für alle Investoren ist, dass der

„Baugrund" dafür kostenlos vorliegt. Er

wurde ja schon ebenerdig bezahlt und

erfährt oben auf dem Dach eine „Zweitnutzung“.

Und der Quadratmeterpreis

eines Dachgartens ist in größeren Städten

bei Weitem geringer als der eines

Grundstücks.

Der Gründach-Index, den der Bundesverband

GebäudeGrün für elf Städte ermittelt

hat, liegt im Durchschnitt bei 1,5

Quadratmeter Gründach pro Einwohner

– allerdings sind hierbei alle Dachbegrünungen

(extensiv und intensiv)

berücksichtigt. Den Platz 1 der

„BuGG-Gründach-Bundesliga“ nimmt

die Stadt Stuttgart mit einem

Gründach-Index von 4,1 ein. Schön

wäre, laut BuGG, wenn diese 4,1 Quadratmeter

begehbare Dachgärten wären.

Mittelfristig müsse dies das Ziel sein.

Quelle: GPP / BuGG

ZUSAMMENFASSEND HIER EIN

PAAR TIPPS ZUM AUFBAU EINER

DACHBEGRÜNUNG

1. Welche Gründe sprechen für eine

Dachbegrünung?

Überall dort, wo freie, unbebaute Flächen

zur Mangelware werden, sind

Gründächer eine interessante Alternative.

Da Pflanzen Kohlendioxid aufnehmen,

fördert die Dachbegrünung bessere

Luftbedingungen vor Ort. Vor allem

auch an heißen Sommertagen verbessert

sich das Mikroklima. Gleichzeitig

bieten grüne Dächer Raum und Nahrungsquellen

für Insekten, Schmetterlinge

und Bienen, die ansonsten vielerorts

immer weniger Lebensräume finden.

Viele Kommunen fördern die Anlage

von Gründächern mit günstigeren

Sätzen bei den Abwassergebühren – als

Maßnahme gegen die zunehmende Flächenversiegelung.

Zu den Möglichkeiten

können Sie sich vor Ort bei der Gemeindeverwaltung

informieren.

2. Wie ist der Aufbau einer

Dachbegrünung?

Unabhängig von der späteren Nutzung

bestehen Gründächer stets aus mehreren

Schichten. Jede übernimmt eine

wichtige Funktion für Stabilität, Dichtigkeit

und Langlebigkeit. Die Begrünung

bildet die oberste Schicht im Aufbau

einer Dachbegrünung, darunter

werden Vegetationssubstrate genutzt,

um die Pflanzen dauerhaft mit Flüssigkeit

und Nährstoffen zu versorgen. Als

nächste Abgrenzung nach unten dient

eine Filterschicht, auf sie folgt die Dränund

Wasserspeicherschicht. Sie kann

Investoren und Bewohner profitieren

gleichermaßen von der Anlage eines

Dachgartens: die Immobilie samt Umfeld

werden attraktiver und wertvoller.

Die Vorteile eines eigenen Dachgartens

liegen auf der Hand:

• Schnell und (bei Neubau) barrierefrei

erreichbar

• Zusätzliche Nutzfläche (Freizeit,

Wohnraum, Sport und Spiel)

• Wohltuend, abgeschottet, (krisen-)

sicher

• Anbau eigener Lebensmittel

• Naturerlebnisse, Naturnähe, Naherholungsfläche.

Begehbare Dachbegrünungen sind zusätzlich nutzbare Flächen und das Reizvolle

für alle Investoren ist, dass der Baugrund „kostenlos“ vorliegt.

39


Planen & Bauen

Derzeit werden nur etwa zehn Prozent der jährlich

entstehenden Flachdächer begrünt.

Wasser speichern und überschüssige

Flüssigkeit, etwa nach einem Regenguss,

ableiten.

Darunter folgt die Schutzschicht, die

mechanische Beschädigungen verhindert.

Zwingend notwendig ist zudem

eine durchwurzelungsfeste Abdichtungsoberlage.

Der unterste Bereich im

Aufbau ist der Trenn- und Gleitschicht

vorbehalten.

3. Was zeichnet eine extensive

Dachbegrünung aus?

Die extensive Dachbegrünung gilt auch

als preislich attraktive Einstiegsvariante.

Die Bepflanzung macht wenig Arbeit,

nur ein regelmäßiges Düngen und das

Beseitigen von Unkraut sind hier notwendig.

4. Für wen ist eine intensive

Dachbegrünung empfehlenswert?

Wie der Name es schon andeutet, ist bei

der intensiven Dachbegrünung deutlich

mehr zu tun. Wer Spaß am Gärtnern

hat, kann individuelle Gestaltungsideen

verwirklichen. Ausgedehnte Blumenbeete,

Gehwege, sogar Bäume

und Büsche oder ein Liegebereich

zum Sonnen: Vieles ist auf entsprechend

großen Flachdächern möglich

– fast so wie in einem „normalen“

Garten. Damit verbinden sich ein

laufender Pflegeaufwand sowie höhere

Kosten bei der Erstanlage im

Vergleich zu einer extensiven Dachbegrünung.

Mehr Informationen finden sich

etwa unter https://www.ratgeberdach.de/de/dachloesungen/gruendach.htm.

5. Was ist für ein Dachbiotop

notwendig?

Eine Extensivbegrünung wird mit einer

guten Planung und fachkundigen

Ausführung zum Biotop. Substrat,

Grobkies, Steinfelder und Holz

schaffen einen naturnahen Lebensraum.

Kombiniert mit einer insektenfreundlichen

Samenmischung

bieten sich hier sehr gute Voraussetzungen

für Artenreichtum.

6. Was sind Leichtgründächer?

Dies sind Systeme, die speziell für

Dachkonstruktionen mit nur geringer

Tragfähigkeit geeignet sind. Meist handelt

es sich dabei nicht um Wohngebäude,

sondern um Produktionsstätten

oder Lagerhallen.


Unabhängig davon, welche Bepflanzung

später gewählt wird, bestehen Gründächer

stets aus mehreren Schichten mit

jeweils getrennten Funktionen.

djd

40 Foto: Zinco


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Fotos: BuGG/G. Mann; djd/Paul Bauder;

41


Finanzierung

VERMÖGENSAUFBAU

MIT IMMOBILIEN

WAS GILT ES ZU BEACHTEN?

Egal ob zur Altersvorsorge, als Basis

für die finanzielle Freiheit oder

als Fulltime-Job: Privat in Immobilien

zu investieren, funktioniert. Schließlich

ist Wohnen ein Grundbedürfnis

und Wohnen werden wir auch noch

in 100 Jahren. Von daher lohnt es sich,

Immobilien zu kaufen, um diese anschließend

rentabel zu vermieten. Vielleicht

auch mal verkaufen. Richtig umgesetzt

entsteht so Vermögen, passives

Einkommen und finanzielle Freiheit.

Mit Immobilien lässt sich seriös und

nachhaltig Geld verdienen – und wie

das geht, kann man lernen.

RISIKOLOSE ANLAGEMÖGLICH-

KEIT: DIE IMMOBILIE ALS WERT-

ERHALTENDE KAPITALANLAGE

Der Traum vom eigenen Haus steht

bei den Bundesbürgern ganz oben auf

der Wunschliste, denn mit Immobilien

wurde bislang jede Krise nahezu unbeschadet

überstanden. Vor allem für Eigenheime

und Mietshäuser konnte der

Wert stets beibehalten werden – egal,

ob es sich dabei um eine Eigennutzung

oder um eine Kapitalanlage handelte.

Im Klartext: Eigenheime versprechen

zwar keine riesige Rendite, stellen dafür

aber eine solide Geldanlage-Form

dar.

Im eigenen Haus bzw. in der eigenen

Wohnung früher oder später einmal

schuldenfrei zu wohnen, stellt nicht

nur ein solides finanzielles Fundament

dar, auf dem sich eine Vermögensbildung

aufbauen lässt. Vielmehr schafft

es auch ein Gefühl der Sicherheit für

die Lebensplanung und für ein finanziell

unbeschwertes Alter, in dem die

Beibehaltung des gewohnten Lebensstandards

möglich ist.

Dennoch reicht die aktuelle positive

Wertentwicklung für den Investor noch

lange nicht aus, um eine gewinnbringende

Investition im Wohnungsbau

zu sichern. Vielmehr muss er künftige

Projekte sehr genau prüfen und bewerten.

Und hierzu gehören nun einmal

eine gute Lage einschließlich einer befriedigenden

Infrastruktur sowie eine

gute Qualität bei günstigen Preisen.

Was die Wohnungsgröße anbelangt,

geht die Nachfrage zunehmend auf große

Wohnungen, was sowohl die Zahl

der Zimmer als auch die Wohnfläche

insgesamt betrifft.

Nicht zuletzt ist auch die Steuerersparnis

ein entscheidender Grund dafür,

um als Privatmann in die heimatliche

Immobilie zu investieren. Denn Verluste

mindern stets das zu versteuernde

Einkommen. Und wer sich mit dem

Gedanken trägt, Wohnungseigentum

zu erwerben, der sollte dies niemals

unter Zeitdruck tun, sondern vielmehr

42

Foto: Getty Images – golero


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vor einem Erwerb jedes Angebot auf

Werthaltigkeit und Qualität prüfen.

Nicht zuletzt bedeutet ein gut wärmegedämmter

Wohnraum einen Wettbewerbsvorteil.

Wem es dann noch gelingt, einen Architekten

sowie ein Bauunternehmen

zu finden, welche sich Kosten sparendes

Bauen – und das ohne Qualitätsverlust

– zutrauen, der kann auch künftig

mit einer soliden Rendite rechnen.

Die günstigen Rahmenbedingungen am

Immobilienmarkt sowie eine fundierte

Finanzierungsberatung ebnen den

Weg zu den eigenen vier Wänden. Und:

Eine eigene Immobilie ist die einzige

Altersvorsorge, die man heute schon

genießen kann. Anstatt Miete zu zahlen,

steckt man jeden Euro ins eigene

Heim und ist vom Vermieter unabhängig.

Darüber hinaus ist die Immobilie

im bisherigen langfristigen Trend wertbeständig

und im Gegensatz zu manch

anderen Anlageformen grundsätzlich

risikolos und inflationssicher.

Von daher ist der Aufbau einer kapitalgedeckten

privaten Altersvorsorge

zweifellos erforderlich geworden und

„ein Schritt in die richtige Richtung.“

Es empfiehlt sich deshalb auch in Zukunft,

seine persönliche Vorsorge auf

mehreren Säulen aufzubauen und neben

Geldvermögen auch krisensichere

Sachwerte für seine Alterssicherung

zu schaffen. Denn: Wer in sein Eigenheim

investiert, kann schon heute seine

Altersvorsorge genießen und später

mietfrei wohnen!

EIGENHEIM GILT WEITERHIN

ALS SCHRITT SICHERER ALTERS-

VORSORGE

Zwei Drittel der Deutschen sind von

Wohneigentum überzeugt. Denn die

Zukunft der öffentlichen Renten wird

auch in der Zukunft umstritten bleiben.

Mietfreies Wohnen im entschuldeten

Eigenheim wird daher als Grundlage

für finanzielle Sicherheit im Alter immer

wichtiger. Wer im Ruhestand keine

Miete mehr zahlen muss, entlastet sein

Haushaltsbudget ganz erheblich. Eigentümer

sind somit gegenüber Mietern

fast immer im Vorteil. In jungen Jahren

genauso wie im Ruhestand. Mieterhöhungen

schränken nämlich gerade im

Rentenalter die Lebensqualität besonders

stark ein. Beim schuldenfreien

Wohneigentum spielen die eingesparten

Mietzahlungen dagegen die Rolle

einer Zusatzrente.

Zudem werden Kündigung und Wohnungswechsel

ab einem gewissen Alter

regelrecht als Bedrohung empfunden.

Denn der Wert der eigenen vier Wände

steigt über die Jahre hinweg nicht nur

im rein materiellen Sinn. Das eigene

Haus oder die eigene Wohnung wird

ein Stück Heimat, steht für Geborgenheit

und Unabhängigkeit. Mit dem Bau

oder Kauf einer beliebigen Immobilie

ist es allerdings nicht getan. Die Absicherung

im Alter hängt ganz entscheidend

von Lage und Qualität des

Wohneigentums ab. Ältere Menschen

haben stark veränderte Anforderungen

an Technik, Komfort und Umgebung,

die in jungen Jahren meist unterschätzt

werden. Vor allem Ausstattungsmängel

können später die selbständige Lebensführung

unnötig erschweren. Sinnvoll

ist deshalb, für altersgerechte Modernisierungsmaßnahmen

Mittel zurückzustellen.

HAUS ODER EIGENTUMS-

WOHNUNG? CHECKLISTE FÜR

DIE RICHTIGE ENTSCHEIDUNG

Der Entschluss ist gefasst: Der Traum

von den eigenen vier Wänden soll

ALLGEMEINE KRITERIEN

BEIM ERWERB EINES

EINFAMILIENHAUSES

BEIM ERWERB EINER

EIGENTUMSWOHNUNG (ETW)

1. Lage

2. Infrastruktur

3. Anschaffungskosten

4. Kostenrisiko

Der Kauf oder Bau eines Einfamilienhauses

bietet sich eher am Stadtrand

an. Aber auch an ein Haus im

Grünen kann gedacht werden.

Der Kauf oder Bau eines Einfamilienhauses

am Stadtrand gelegen ist eher

ungünstig.

Da ein Einfamilienhaus auch noch

ein Grundstück benötigt, sind die

Kosten deutlich höher als beim Kauf

einer ETW.

Bei einem Einfamilienhaus sind keine

Festpreisvereinbarungen mit

dem Architekten möglich. Dadurch

kann das Kostenrisiko auch nicht exakt

begrenzt werden.

Die Lage für eine Eigentumswohnung

sollte sich eher in der Stadt

befinden (besserer Wiederverkaufswert).

Es ist immer günstig, wenn eine

Eigentumswohnung mitten in der

Stadt erworben wird.

Die Kosten beim Kauf einer Eigentumswohnung

sind im Vergleich zu

einem Haus deutlich niedriger.

Das Kostenrisiko bei einer Eigentumswohnung

ist dadurch begrenzbar,

weil Festpreisvereinbarungen

grundsätzlich möglich sind.

43


Finanzierung

5. Kosten für den Unterhalt

6. Gestaltungsfreiheit bei der

Immobilie

7. Nachträgliche Änderungen

8. Kontrollaufwand bei der

Errichtung

9. Zeitaufwand bei der Verwaltung

10. Bewegungsfreiheit

11. Unabhängigkeit

12. Nachbarn und Geräusche

Bei einem Einfamilienhaus hat der

Eigentümer nicht nur die Reparaturen

alleine zu tragen, er muss auch

für die höheren Heiz- und Nebenkosten

selber aufkommen.

Bauherren haben beim Erwerb eines

Einfamilienhauses eine hohe Gestaltungsfreiheit.

Einschränkungen bieten

lediglich das Baurecht und die

Finanzierungsgrenze.

Erwerber eines Einfamilienhauses

sind Alleineigentümer. Von daher

sind nachträgliche Änderungen an

der Immobilie problemlos möglich.

Hoher Kontrollaufwand notwendig,

da der Bauherr – trotz Haftung des

Architekten – letztendlich in der Gesamtverantwortung

steht.

Eigentümer eines Einfamilienhauses

müssen sich um kleinere Reparaturen

selbst kümmern. Gartenpflege

führt zu weiterem Arbeitsaufwand.

Allein durch das Grundstück und

den Garten haben Erwerber eines

Einfamilienhauses große Bewegungsfreiheit.

Einerseits besteht eine fast völlige

Unabhängigkeit, da jeder Eigentümer

seine Hausordnung selbst bestimmen

kann. Andererseits steht der Eigentümer

dafür in der Verantwortung,

sich alleine um den Garten und um

den Schneeräumdienst zu kümmern.

Erwerber eines Einfamilienhauses

erleben in der Regel eine sehr feste

Einbindung in den Nachbarschaftskreis

– was wiederum mit Vor- und

Nachteilen verbunden ist. Aufgrund

des räumlich größeren Hausabstandes

zum Nachbarn ist die Geräuschbelästigung

regelmäßig geringer.

Da alle anfallenden Reparaturen

durch die gesamte Hauseigentümergemeinschaft

getragen werden,

halten sich die Unterhaltskosten in

Grenzen. Lediglich die Bestellung

eines Hausverwalters führt zu zusätzlichen

Kosten.

Erwerber einer Eigentumswohnung

sind in ihrer Gestaltungsfreiheit weitestgehend

eingeschränkt. Das liegt

daran, dass die Wohnung selbst in

die Planung des gesamten Hauses

eingefügt wird.

Erwerber einer Eigentumswohnung

haben nur eingeschränkte Möglichkeiten,

Änderungen vorzunehmen.

Da nämlich die Wohnung selbst in

das gesamte Haus eingefügt ist,

muss bei jeder grundlegenden Veränderung

eine Beschlussfassung

durch die Eigentümergemeinschaft

erfolgen.

Eigentumswohnungen werden meist

schlüsselfertig erworben. Von daher

ist lediglich ein niedriger Kontrollaufwand

nötig.

Weniger zeitaufwendig, da kleinere

Reparaturen in der Wohnanlage

der Hausmeister erledigt. Für

größere Reparaturmaßnahmen ist

der Verwalter zuständig (Auftragsvergabe).

Eher eingeschränkte Bewegungsfreiheit,

da das Grundstück auch

von allen anderen Eigentümern bzw.

Mietern genutzt werden darf.

Erwerber einer Eigentumswohnung

haben sich bedingungslos an die

Hausordnung zu halten. Dafür stehen

sie in einer deutlich geringeren

Verantwortung, weil sich die Hausverwaltung

um die Auftragsvergabe

wie Gartenpflege und Schneeräumen

kümmert.

Erwerber einer Eigentumswohnung

haben trotz vielfachen anonymen

Wohnens ihre Vor- und Nachteile.

Dafür ist die Geräuschbelästigung

meist höher, weil der räumliche Abstand

von Wohnung zu Wohnung

meist sehr gering ist.

44


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Wirklichkeit werden. Aber welche Art

der Immobilie ist die richtige? Soll es ein

Haus oder eine Eigentumswohnung sein?

Der Bau oder Kauf der eigenen vier

Wände ist meist die größte Investition

im Leben und sollte daher gut überlegt

sein. Anhand der folgenden Checkliste

können zukünftige Immobilienbesitzer

systematisch prüfen, welche Immobilie

am besten zu ihren Wünschen und Bedürfnissen

passt.

Ob also Haus oder Eigentumswohnung:

Der Traum von den eigenen vier Wänden

kann Wirklichkeit werden. Dies

gelingt jedoch nur, wenn vorab die

richtige Entscheidung getroffen wird.

Denn hier geht es hauptsächlich um

die Frage, welche Art der Immobilie

überhaupt die richtige ist. Berücksichtigt

werden müssen nämlich die Unterschiede,

die ein Einfamilienhaus mit

sich bringt, das von einem Architekten

erstellt wird und einer Eigentumswohnung.

In diesem Fall müssen sowohl

die Vorteile als auch die Nachteile gegenüber

gestellt werden. Da gerade der

Bau oder der Kauf einer Immobilie die

meist größte Investition im Leben eines

Menschen darstellt, muss systematisch

überlegt werden, welche Immobilie am

besten zu den Wünschen und Bedürfnissen

des künftigen Immobilienbesitzers

passt.

PREISGÜNSTIGES BAUEN:

VERGLEICHSANGEBOTE

SORGEN FÜR ÜBERBLICK

Ohne Erbschaft oder gutes Einkommen

kann sich heutzutage keine normale

Familie mehr leisten, Eigentum zu erwerben.

Doch gerade der Erwerb einer

Immobilie im Grünen sollte heute in

einem der führenden Wirtschaftsländer

für jeden möglich sein. So benötigt

beispielsweise ein „normaler“ deutscher

Arbeitnehmer in der Regel sechs

bis neun Jahresgehälter für den Erwerb

eigener vier Wände, während im Vergleich

dazu andere europäische Nachbarn

nur drei bis fünf benötigen.

Das nötige Geld und das Grundstück

sind vorhanden und am liebsten sollte

schon morgen der Bagger anrollen:

Viele Menschen erfasst beim geplanten

Hausbau eine Euphorie, die nicht selten

den Blick auf das Wesentliche etwas

trübt. Bereits bevor sich die Ideen in

konkreten Plänen niederschlagen, sollte

der Bauherr einige Überlegungen anstellen.

Wenn erst der Plan genehmigt

ist und der Bagger im Garten steht, ist

zwar noch Zeit für Feinschliff, für die

großen Weichenstellungen ist es dann

aber zu spät. Am Anfang aller Überlegungen

muss deshalb der finanzielle

Aspekt stehen: Was kann ich mir überhaupt

leisten?

Der Grund: Ein Haus, in dem dauerhaft

zufriedene Menschen leben sollen, darf

nicht auf einem wackeligen finanziellen

Fundament stehen. Hier gilt es, einen

gesunden Mittelweg zwischen einem

Traumhaus und der Wirklichkeit zu

finden. Was unter dem Gesichtspunkt

der Lebensqualität wünschenswert ist,

muss auf seine Finanzierbarkeit abgeklopft

werden. Denn was nützt der bewunderte

Wintergarten, wenn der Gedanke

an die drückende Schuldenlast

das Sonnenbad vermiest?

Durchaus überlegenswert ist es, einen

Antrag auf Fördermittel zu stellen, der

jedoch die planerische Freiheit einschränken

kann. Eine wichtige Rolle

in den Überlegungen spielt zudem die

Familienplanung. Für den Single stellt

sich die Frage, ob und wann er eine

Familie gründen will. Ehepaare sollten

sich darüber klar werden, ob und,

wenn ja, wie viele Kinder sie aufziehen

möchten.

Diese Überlegungen schlagen sich

nämlich nicht nur in der Größe des

Hauses, sondern auch in der Raumaufteilung

nieder. Speziell ältere Bauherren

sollten die Frage nicht unbedacht

lassen, ob das Haus so konzipiert ist,

dass es auch im hohen Alter noch ein

bequemes und zufriedenes Leben ermöglicht.

Foto: Getty Images – anyaberkut

45


Finanzierung

ERST DENKEN, DANN PLANEN

Im nächsten Schritt empfiehlt es sich,

Anregungen einzuholen. Auch der Architekt

tut sich leichter, ein Haus nach

konkreten Anhaltspunkten zu entwerfen.

Experten raten in diesem Zusammenhang

unbedingt zur Besichtigung

bereits bestehender Häuser. Denn oft

lassen sich im Verwandten- und Bekanntenkreis

wertvolle Anregungen gewinnen.

Erst wenn man dann wirklich

in einem Haus steht, werden die Auswirkungen

von Dimension und Gestaltung

so richtig deutlich.

Computerprogramme sind zwar praktisch,

geben meist aber nur einen eindimensionalen

Blick auf das neue Haus.

Eine auf praktische Erfahrungen basierende

Grundvorstellung ist dagegen ein

guter Ausgangspunkt für Gespräche mit

dem Architekten. Eine ganz entscheidende

Rolle kommt auch einer frühzeitigen

Raumplanung zu. Denn bei

der Konzeption der Räume sind praktische

Gesichtspunkte zu beachten. Die

Wohn- und Lebensräume sollten den

Sonnenseiten zugewandt sein, gemeinsam

benutzte Räume (z.B. Bad und WC)

auch räumlich beieinander liegen.

Genauso wichtig wie die Innengestaltung

ist die Außenfassade eines Hauses.

Oft sind Vorgaben durch kommunale

Bebauungspläne zu beachten, die beispielsweise

die Dachart betreffen können.

Auch im Außenbereich muss ein

Mittelweg bei der Einbindung durchaus

schöner, aber gleichzeitig meist auch

kostenintensiver Elemente (Balkone,

Gauben etc.) gefunden werden. Diese

Gestaltungsmerkmale schlagen sich

nämlich nicht nur in den Baukosten

nieder: Auch der Energiebedarf des

Hauses klettert durch das Mehr an Fläche.

Von daher sollten – bei aller Wertschätzung

für die Optik eines Hauses -

die anfangs oft verborgenen „Schattenseiten“

der Schönheit nicht übersehen

werden.

Kostengünstig bauen bedeutet von daher,

einfach effizienter und mit erheblich

höherer Produktivität zu arbeiten.

Günstiger als im Moment kann man

durch das billige Baugeld kaum finanzieren.

Aber eine bessere Finanzierung

bedeutet zwangsläufig auch nicht unbedingt,

dass diese unter dem Strich

weniger kostet. Vielmehr kommt es

darauf an, dass die Finanzierungsphase

anders gestaltet wird, d.h., dass die größere

Belastung für den Bauherrn in die

späteren Jahre verschoben wird. Hier

ist seine finanzielle Leistungsfähigkeit

nämlich erheblich besser. Liegt dagegen

bereits zu Beginn der Finanzierung

eine unüberwindliche Geldhürde vor,

wird der Traum vom eigenen Heim sehr

schnell zum Alptraum.

Ein erhebliches Einsparpotenzial liegt

daher in der Planungsphase. Standardisierung,

gute Bauvorbereitung und

ein überschaubarer und rationeller

Bauablauf sind die Ansatzpunkte. Die

wesentlichen Goldgruben im Sinne der

Einsparung liegen im Baugesetzbuch, in

der Entwicklung von Bauland sowie in

der Art der Erschließung. Auch die Eigenleistung

muss in diesem Punkt mit

einbezogen werden. Allerdings sollte

es sich hierbei nur um Arbeiten handeln,

die im Zeitraum des angesparten

Jahresurlaubs zu erledigen sind. Denn

zieht sich durch die Eigenleistung die

Bauzeit zu sehr in die Länge, dann fressen

alleine die Zwischenfinanzierungskosten

sowie die Miet-Doppelbelastung

den angestrebten Finanzvorteil schnell

wieder auf.

Damit ist viel Haus für wenig Geld

bereits mit einfachen Mitteln möglich.

Wer sich beispielsweise für ein

Doppelhaus entscheidet, spart bei den

Außenwänden im Vergleich zu freistehenden

Häusern ca. 4.500 Euro, bei

einem Reihenhaus sind es sogar bis zu

10.500 Euro. Wer bei einem freistehenden

Haus mit ca. 100 m² Wohnfläche

hochdämmende Porenbetonsteine statt

eines zweischaligen Mauerwerks verwendet,

spart an den Kosten etwa die

Hälfte ein. Gleiches gilt für Verkehrsflächen.

Wer diese bewohnbar, bspw. aus

einer Diele eine Ess- oder Wohndiele

macht, gewinnt bis zu 20 Prozent mehr

an Wohnraum hinzu.

Enorme Kosten lassen sich auch beim

Dach bzw. bei Dachaufbauten sparen.

Bei Sattel- bzw. Pultdächern lassen sich

bei einer Fläche von 150 m² rund 5.000

Euro sparen, zudem ist diese Lösung

wesentlich günstiger als ein Walmdach.

Aber auch zusätzliche Dachaufbauten

schlagen sich auf den Preis nieder. Vorteilhafter:

eine einfache, vorgefertigte

Dachgaube mit Isolierglasfenster, Dämmung

und Deckung. Eine Nichtunterkellerung

spart bei 100 m² Grundfläche

rund 15.000 Euro, bei der Planung von

Kellerersatzräumen können die Kosten

auf bis zu 10.000 Euro gedrückt werden.

Wird hingegen die Wohnfläche von 120

m² auf nur 100 m² reduziert, erspart

sich der Bauherr bis zu 30.000 Euro an

Kosten. Auch der Grundriss sollte so

einfach wie möglich gehalten werden.

So können bspw. Kinderzimmer größer

geplant und nachträglich durch Wände

in Leichtbauweise getrennt werden. Wer

so bei einer Wohnfläche von 100 m² den

Anteil der Innenwandfläche um nur 30

m² reduziert, kann eine Kostenersparnis

von bis zu 2.500 Euro verzeichnen.

Wer dann noch auf Balkon mit Fenstertür

verzichtet, kann sein Budget nochmals

um ca. 3.500 Euro entlasten.

Beim Innenausbau sollte darauf geachtet

werden, dass Bad, Küche und WC

ins Erdgeschoss verlagert werden. Der

Grund: Je höher die Nassräume liegen,

umso mehr Steigleitungen werden benötigt.

Werden dagegen alle Räume

mit Wasseranschluss ins Erdgeschoss

verlagert, reduzieren sich die Kosten

auf bis zu 2.000 Euro. Interessierte erhalten

hierzu weitere Informationen

vom Bund Deutscher Architekten (Tel.

0228/285011) oder vom Bundesverband

unabhängiger Baufinanzberater (Tel.:

02871/37880).

Fazit: Wer günstiger baut, sichert sich im

Nachhinein auch eine höhere Rendite.

© Autor: Dietmar Kern

46


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DIE ZINSEN STEIGEN WIEDER LEICHT AN:

Lohnt sich ein

Forward-Darlehen?

Viele Experten sehen bereits heute

Anzeichen dafür, dass die Kreditkosten

weiter in die Höhe klettern könnten.

Vor allem die steigende Inflationserwartung

macht ihnen Sorgen: Wegen

der nationalen und europäischen Konjunkturprogramme

zur Bewältigung

der Corona-Pandemie und der expansiven

Geldpolitik der Europäischen Zentralbank

(EZB) könnte die Inflation bald

anziehen. In der Folge würden dann

auch die Renditen deutscher Staatsanleihen

steigen. Das Problem daran: Die

Rendite von Bundesanleihen mit zehnjähriger

Laufzeit ist direkt mit den Bauzinsen

gekoppelt. Und so rechnen viele

damit, dass die Bauzinsen im zweiten

Halbjahr 2021 auf bis zu 1,25 Prozent

ansteigen könnten.

Von daher kann es jetzt nur noch heißen:

Sicherheit durch Forward-Darlehen

– denn eine wohl durchdachte

Finanzierung darf nicht nur für den

Augenblick passen!

HISTORISCH NIEDRIGE

BAUZINSEN SICHERN

Die historisch niedrigen Bauzinsen können

sich Kreditnehmer mit einem Forward-Darlehen

bereits heute sichern,

auch wenn die aktuelle Finanzierung

noch bis zu drei Jahre läuft. Wer heute

den Kauf einer Immobilie ins Auge fasst,

für den steht die Frage der Finanzierung

mit an oberster Stelle. Das Wichtigste dabei:

Die Finanzierung darf nicht nur für

den Augenblick passen, sondern muss

Foto: Getty Images – undefined undefined

47


Finanzierung

auch mögliche Veränderungen in der

Zukunft mit berücksichtigen. Schließlich

sind die meisten Baufinanzierungen auf

15 bis 20 Jahre ausgelegt. So lange dauert

es heute im Schnitt, bis eine mit Kredit

finanzierte Immobilie dem Käufer tatsächlich

ganz gehört.

Mit bangem Blick schauen deshalb die

Immobilienbesitzer mit laufenden Finanzierungen

auf die Entwicklung der

Bauzinsen. Die lange Zeit, in der die

Zinsen für Baudarlehen schon auf niedrigem

Niveau verharren, verleitet dazu,

dies als Normalfall zu betrachten. Das

aktuelle Zinstief würden sie gern nutzen,

bevor die Zinskurve wieder nach oben

zeigt. Und damit ist auf einem historischen

Tiefstand durchaus zu rechnen.

Doch Immobilienbesitzer haben sich

inzwischen an das niedrige Zinsniveau

gewohnt und vergessen dabei, dass – auf

zwei bis fünf Jahre betrachtet – Schwankungen

der Zinssätze am Kapitalmarkt

um mehrere Prozentpunkte nichts Ungewöhnliches

sind.

Doch Vertrag ist Vertrag. Bei einer

Umschuldung schwindet die Hoffnung

auf Zinsersparnis leider meist rasch.

Denn bei einem Darlehen von 100.000

Euro bedeutet ein Zinsanstieg um zwei

Prozent bereits eine Mehrbelastung

von 170 Euro im Monat. Manch eh

schon knapp kalkulierte Finanzierung

könnte da schon eng werden – ganz

zu schweigen von den Belastungen

eines noch größeren Zinsanstiegs.

Ohne gesetzliches oder vertragliches

Kündigungsrecht sitzt die Bank am längeren

Hebel. Denn Darlehensnehmer,

die umfinanzieren wollen, benötigen

vorab die Zustimmung des Darlehensgebers.

Darüber hinaus muss dieser meist

noch mit einer saftigen Vorfälligkeitsentschädigung

an die Bank rechnen.

Die Vorfälligkeitsentschädigung fällt jedoch

umso niedriger aus, je kürzer die

Restlaufzeit des Kredits ist. Zudem spielt

es eine gewichtige Rolle, wie die Zinsen

sich entwickelt haben. Sind die Zinsen

nämlich seit Vertragsabschluss stark gesunken

– und davon ist beim derzeitigen

Zinsniveau auszugehen – erhöht dies

den Ablösebetrag. Rasch ist dann der

einstige Zinsvorteil in Frage gestellt.

Der Gesetzgeber gewährt dem Darlehensnehmer

allerdings die Möglichkeit,

sein Darlehen nach Ablauf

von zehn Jahren nach vollständigem

Empfang mit einer 6-monatigen Frist

ohne Vorfälligkeitsentschädigung zu

kündigen. Dadurch besteht die Option,

Darlehensteile zu tilgen und einen

niedrigeren neuen Kredit aufzunehmen.

Im Vorteil sind dabei zahlreiche

Darlehensnehmer, deren momentane

Zinsfestschreibung noch maximal drei

Jahre läuft. Sie haben die Chance, mit

48

Foto: Getty Images – Ta Nu


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so genannten Forward-Darlehen vom

heutigen Zinstief auch nach Ablauf der

Zinsbindung ihres derzeitigen Darlehens

zu profitieren.

DIE VORTEILE EINES

FORWARD-DARLEHENS

Forward-Darlehen sind Anschlussfinanzierungen,

mit denen die heutigen

Zinssätze reserviert werden. Zwar verlangen

Kreditinstitute dafür einen Zinsaufschlag,

doch meist in einer akzeptablen

Höhe. Wie bei herkömmlichen

Darlehen werden Zinssatz, Tilgung,

Monatsrate und sonstige Konditionen

festgelegt.

Der Zinsaufschlag, den Banken für die

Zinsgarantie verlangen, berechnet sich

aus der Restlaufzeit des Altkredits. Je

länger die Wartezeit, desto höher der

Zinsaufschlag.

Bei drei Jahren Reservierungsdauer ist

bei ordentlichen Angeboten mit rund einem

Prozent Aufschlag zu rechnen und

bei einem Jahr mit 0,3 Prozent. Gegenüber

Umschuldungen laufender Kredite

spricht einiges für Forward-Darlehen.

Während bei einer Umfinanzierung

der Schuldner an seine Bank gebunden

bleibt, ermöglicht das Forward-Darlehen

die Auswahl verschiedener Angebote

und letztlich den Abschluss des

günstigsten Vertrags. Es ist zudem keine

Zustimmung des bisherigen Kreditinstituts

einzuholen.

Die Vorteile eines Forward-Darlehens

gegenüber Umfinanzierungen:

• Wahlfreiheit des Anbieters

• Günstiger Zinsaufschlag

• Höhere Tilgung möglich

• Keine Zustimmung der Bank nötig

• Längere Sicherheit der finanziellen

Belastung.

DIE RESTLAUFZEIT ALS

ENTSCHEIDENDES MERKMAL

Forward-Darlehen werden in der Regel

interessant, wenn die Restlaufzeit

der Zinsbindungsfrist noch länger als

ein Jahr läuft. Bei kürzerer Frist ist ein

neuer Kredit mit Zahlung von Bereitstellungszinsen

eventuell die bessere

Alternative. Kreditnehmer sollten auf

jeden Fall beide Optionen prüfen. Die

Höhe der Bereitstellungsprovision ist

von Bank zu Bank unterschiedlich.

Ganz darauf verzichtet wird in den seltensten

Fällen.

DIE RICHTIGE BEDARFS- UND

BELASTUNGSANALYSE DURCH

FORWARD-DARLEHEN

Bei der Wahl der Zinsbindung ist aber

auch zu berücksichtigen, dass die Belastung

für den Darlehensnehmer

grundsätzlich langfristig tragbar sein

muss. Insbesondere diejenigen Zinsen,

die nicht festgeschrieben sind, stellen

zwar gewisse Chancen dar, bilden aber

auch ein Risikopotenzial. Deshalb sind

grundsätzlich Zinsfestschreibungen anzustreben.

Die Vorteile für den Immobilienfinanzierer

sind:

• Unabhängigkeit von den Schwankungen

des Geld- und Kapitalmarktes;

Nette Erbengemeinschaft?

Lassen Sie Ihr Haus sicher,

unabhängig und gerichtsfest

bewerten.

• eine gute Kalkulationsgrundlage in

dem vereinbarten Zeitraum, da die

monatliche Belastung aus dem Kapital

„lange“ exakt zu berechnen ist.

• Bei sehr langer Bindung des Zinssatzes

treten weniger Belastungssprünge

für den Darlehensnehmer auf.

Dadurch wird das Risiko einer

Planungsunsicherheit verringert.

Der Nachteil einer langfristigen Zinsfestschreibung

ist der allgemein höhere

Zinssatz, mit dem das ausgeschaltete

Zinsrisiko kompensiert wird. Aber

auch Sondertilgungen sind nur nach

Ablauf der Zinsbindungsfrist möglich.

Zu den Vorteilen einer variablen

Zinsanpassung gehören hingegen:

• der allgemein niedrige Zinssatz;

• die jederzeitige Möglichkeit von

Sondertilgungen (z. B. durch Erbschaft,

Zuteilung eines Bausparvertrages)

zur Verminderung der

Restschuld.

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Sachverständige f. Immobilienbewertung.

49


DIE NACHTEILE:

• völlige Abhängigkeit von den Geldund

Kapitalmarktbedingungen;

• die Gefahr, dass ein Zinsanstieg sehr

viel schneller als eine Zinssenkung

aus dem Darlehensvertrag weitergegeben

wird;

• eine schlechte Kalkulationsgrundlage,

da sowohl die Höhe als auch

der Zeitpunkt der Zinsanpassung

nicht prognostiziert werden können.

Auch die Anzahl der Belastungssprünge

ist nicht bestimmbar.

ES GIBT ALTERNATIVEN

ZUR UMSCHULDUNG

Wer stattdessen erst in den nächsten

drei Jahren einen neuen Baukredit benötigt,

der kann sich mit einem sog.

Forward-Darlehen schon heute seine

niedrigen Zinsen sichern. Gerade momentan

liegen die Zinsen am Boden,

Baugeld gab es noch nie so günstig wie

jetzt. Die aktuellen Bauzinsen für eine

Standardfinanzierung liegen bei etwa 0,9

bis 1 Prozent effektiv. Standardfinanzierung

bedeutet: Die Kreditsumme beträgt

80 Prozent des Immobilienwerts, die

Zinsbindung liegt bei zehn Jahren. Und

daran bleiben Sie bis zum Ende der Zinsbindung

vertraglich gebunden. Wenn Sie

Pech haben, zieht die Niedrigzinsphase

spurlos an ihnen vorbei, denn bis zur

Anschlussfinanzierung in zwei oder drei

Jahren könnten die Zinsen längst wieder

gestiegen sein.

Darlehensnehmer, die in einer solchen

Situation sofort auf ein anderes Darlehen

umsteigen wollen, stoßen dann

meist bei ihrer Kredit gebenden Bank

auf taube Ohren. Doch es gibt hier eine

Alternative zur Umschuldung: Läuft

nämlich die Zinsbindung eines Darlehens

innerhalb der nächsten drei Jahre

aus, kann sich der Darlehensnehmer mit

einem so genannten Forward-Darlehen

schon heute seinen festen Zinssatz für

die künftige Anschlussfinanzierung sichern.

Was bedeutet: Beim Abschluss

eines Forward-Darlehens läuft das Altdarlehen

unverändert weiter. Am Ende

der Zinsbindung wird dann die Restschuld

aus diesem Altdarlehen mit dem

Forward-Darlehen abgelöst. Der Vorteil:

Da Zinssatz und Ratenhöhe bereits vorab

festgelegt werden (egal, wie sich die

Hypothekenzinsen in der Zukunft entwickeln),

weiß der Kreditnehmer genau,

wie viel ihn die Anschlussfinanzierung

kosten wird.

Hierauf verlangt die Bank allerdings einen

Zinszuschlag (in der Regel zwischen

0,02 – 0,03 Prozentpunkte) auf die aktuellen

Hypothekenkonditionen. Dieser

Zuschlag liegt umso höher, je länger die

Zinsbindung des Altkredits noch läuft.

Allerdings ist der Kreditnehmer jetzt

nicht mehr auf die Zustimmung seiner

Bank angewiesen, d. h. er kann sein Anschlussdarlehen

auch bei einer neuen

Bank abschließen. Hierdurch fließt dann

die Zinsersparnis gegenüber dem Altdarlehen

automatisch in eine höhere Tilgung

und führt so zu einem schnelleren

Schuldenabbau.

Allerdings kann der Kreditnehmer nicht

in allen Fällen die freie Tilgung wählen,

denn einige Banken begrenzen den

Tilgungssatz für das Forward-Darlehen

auf bspw. drei Prozent der Darlehenssumme.

Dann aber führt die Tilgungsbegrenzung

für Kreditnehmer, die mehr

zahlen können, zu einer unnötigen Verlängerung

der Finanzierungslaufzeit und

somit auch zu einem unnötig höheren

Zinsaufwand.

Bei kürzerer Restlaufzeit (in der Regel

bis zu einem Jahr) lohnt es sich in den

meisten Fällen, ein neues Darlehen abzuschließen,

für das der Kreditnehmer

bis zur Ablösung des Altdarlehens Bereitstellungszinsen

zahlt. Hierbei sollte

jedoch versucht werden, den Zeitpunkt,

ab dem Bereitstellungszinsen verlangt

werden, so weit wie möglich nach

hinten zu verschieben.


© Autor: Dietmar Kern

50 Foto: Getty Images – PashaIgnatov


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BAUGELDVERGLEICH DER

FMH-FINANZBERATUNG

Zinsvergleiche zum Thema Baufinanzierung haben

eine lange Tradition bei der FMH-Finanzberatung:

Bereits seit 1986 werden hier Daten erhoben, gespeichert

und aufbereitet. Aktuell befinden sich 64 Anbieter

mit 257 Angebotsvarianten in der Datenbank.

Wer den Zinsvergleich auf der FMH-Seite (www.fmh.

de/hypo) nutzt, kann zudem sicher sein, dass alle

KAUFPREIS 400.000 EURO; DARLEHEN

280.000 EURO (70 % FINANZIERUNG);

TILGUNG 2,5 %

wichtigen Zinsaufschläge oder Rabatte in der Zinsnennung

berücksichtigt werden, z.B. unterschiedliche

Beleihungsauschläge, Rabatte für schnellere Tilgung

oder größere Darlehensbeträge, Sondertilgungsoptionen

und Tilgungsveränderungen. Auch regionale

Angebote sind berücksichtigt.

© Autor: FMH-Finanzberatung

Effektivzinsen in % für 5 JAHRE 10 Jahre 15 Jahre 20 Jahre

Interhyp 0,51 0,59 0,85 1,14

Dr. Klein 0,51 0,61 0,95 1,21

DTW-Immobilienfinanzierung 0,51 0,61 0,95 1,21

PlanetHome 0,51 0,61 0,95 1,21

HypoVereinsbank 0,51 0,61 0,95 1,23

BBBank eG 0,89 0,59 0,94 -

Santander 0,77 0,77 1,07 -

1822direkt 0,74 0,82 1,09 -

Degussa Bank 0,51 0,61 1,12 1,32

ING 0,82 0,84 1,12 1,36

Der Effektivzins

beinhaltet Kosten der

Grundschuldeintragung;

unveränderter Zinssatz

nach Zinsbindung.

Die Tabelle ist unterteilt

in Angebote von Vermittlern,

bundesweite

und regionale Angebote.

Stand: 15.04.2021

Quelle: FMH-Finanzberatung

www.fmh.de/hypo

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Versicherung & Recht

FALLSTRICKE UND GESTALTUNGSMÖGLICHKEITEN

BEI DER GRUNDSTÜCKSSCHENKUNG

Wollen Sie Grundbesitz durch

Schenkung unter Lebenden oder

durch vorweggenommene Erbfolge auf

andere Personen – insbesondere Ihre Familienangehörigen

– übertragen, dann

fallen Kosten an, die normalerweise bei

einer Geldschenkung nicht entstanden

wären (Notar- und Grundbuchkosten,

Grunderwerbsteuer etc.). Diese Kosten

für den Grundstückserwerb sind aber

von untergeordneter Bedeutung. Denn an

diesem Ergebnis ändert sich auch nichts,

wenn Ihre Kinder diese Grundstücke später

wieder zu Bargeld machen. Grunderwerbsteuer

sowie sonstige Kosten trägt

nämlich immer der Käufer.

Ein weiterer Weg, mit dem Sie sich die

erbschaftsteuerlichen Vorteile einer Immobilien-Übertragung

verschaffen, ohne

dass Sie dem Beschenkten ein Grundstück

übertragen, ist die unmittelbare

Grundstücksschenkung. Bei dieser Art

der Schenkung können Sie bspw. Ihren

Kindern Hilfe bei deren Hausbau oder

-kauf leisten, ohne dabei teure Umwege

zu gehen. Sie brauchen nicht erst ein

Grundstück zu kaufen, das Sie dann anschließend

Ihren Kindern schenken.

Der Vorteil einer unmittelbaren Grundstücksschenkung

liegt vielmehr darin,

dass Sie sich mit dem Beschenkten vertraglich

darauf einigen, dass Gegenstand

der Schenkung ein bestimmtes – bebautes

oder unbebautes – Grundstück sein

soll, das Ihnen gar nicht gehört. Sie geben

dann dem Beschenkten das Geld, das notwendig

ist, damit dieser dann das Grundstück

von einem Dritten erwerben kann.

Die Möglichkeit, durch eine unmittelbare

Grundstücksschenkung ohne weiteres

ganz erhebliche Summen an Erbschaftsteuer

einzusparen, ist übrigens auch

von der Rechtsprechung der Steuergerichte

sowie der Finanzverwaltung voll

anerkannt. Sie brauchen von daher nicht

zu fürchten, dass Ihnen das Finanzamt

diese Gestaltung hinterher als rechtsmissbräuchlich

vorwirft.

Beispiel: Die Eltern wollen ihrem Sohn

ein Haus, dessen Verkehrswert 150.000

Euro beträgt, im Rahmen der vorweggenommenen

Erbfolge übertragen. In diesem

Fall vereinbaren sie mit ihrem Sohn

zum Beispiel eine regelmäßige Rentenzahlung.

52

Foto: Getty Images – ferrantraite


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VERTRAUEN IST WICHTIG

Wer bereits zu seinen Lebzeiten die richtige

Strategie anwendet, hat große Vorteile

gegenüber dem Fiskus. Zudem werden

sämtliche Vermögenswerte für die Familie

gesichert. Nicht zuletzt sind Zahlungen an

die Eltern auch noch steuerlich absetzbar.

Die Möglichkeit für diese Vermögensübertragung

gibt die vorweggenommene

Erbfolge. Allerdings dürfen auch all

die steuerlichen Möglichkeiten nicht den

Blick darauf verstellen, dass alle Beteiligten,

d. h. Übergeber und Übernehmer,

reif sein müssen für diese Art der Vermögensübertragung.

Im Klartext: Ohne das

volle Vertrauen der Beteiligten zueinander,

ist die Art der vorweggenommenen

Erbfolge nur begrenzt zu empfehlen.

VOR- UND NACHTEILE

EINER UNMITTELBAREN

GRUNDSTÜCKSSCHENKUNG

Eine Steuersparvariante ist auch in den

Fällen gegeben, wenn Eltern ihrem Kind

Geld schenken und das Kind dann anschließend

die Wohnung aus „eigenen“

Mitteln erwirbt. Diese Gestaltungsmöglichkeit

wird von der Finanzverwaltung

nicht als unentgeltlicher Erwerb einer

Wohnung angesehen. Dies kann jedoch

umgangen werden, indem die Eltern ihre

Einkünfte auf das Kind verlagern, wodurch

das Kind selbst nicht gehindert ist,

diese Gelder zum Erwerb von Grundbesitz

zu verwenden. In diesem Falle liegt

auch keine Schenkung vor!

Eine weitere Möglichkeit besteht darin,

dass Eltern ihrem Kind schon einige Zeit

vor dem Wohnungserwerb Geld schenken,

zweckmäßigerweise auf mehrere

Teilbeträge verteilt. Dies hat folgenden

Grund: Für die Finanzbehörde darf nämlich

kein sachlicher und zeitlicher Zusammenhang

zu einem Grundstückserwerb

erkennbar werden. Das Kind kann innerhalb

dieser Zeit die Gelder verzinslich

anlegen.

Eine unmittelbare Schenkung können Eltern

umgehen, wenn sie schenkungsweise

alle Bau- und Anschaffungsdarlehen

des Kindes tilgen (BFH, Az. II R 87/92).

Dingliche Voraussetzung hierfür: Das

Kind muss diese Bau- und Anschaffungskosten

zuerst mit eigenen Kreditmitteln

bezahlen. Und: Die schenkungsweise

Darlehenstilgung sollte nicht zeitnah mit

dem Erwerb bzw. der Wohnungsfertigstellung

vorgenommen werden. Ansonsten

besteht sehr schnell die Gefahr eines

Gestaltungsmissbrauches.

VOR- UND NACHTEILE

EINER MITTELBAREN

GRUNDSTÜCKSSCHENKUNG

Bei einer mittelbaren Grundstücksschenkung

erhält der Steuerpflichtige zur Herstellung

oder Anschaffung einer Wohnung

regelmäßig von einem Angehörigen

die erforderlichen Geldbeträge mit der

Auflage zugewendet, dafür ein ganz bestimmtes

Grundstück anzuschaffen oder

herzustellen. Bei dieser Gestaltung sind

sich die Beteiligten einig, dass der Beschenkte

die Geldbeträge zum Erwerb

eines ganz bestimmten Grundstücks verwenden

muss.

Dieser Vorgang ist jedoch schenkungsteuerpflichtig.

Das heißt: Das vom Beschenkten

erworbene Grundstück wird

der Besteuerung unterworfen. Dies kann

jedoch erhebliche Nachteile für den Beschenkten

bei der Einkommensteuer

bedeuten, wenn er eine Wohnung zu eigenen

Wohnzwecken nutzen will. Die Finanzverwaltung

geht nämlich davon aus,

dass bei einer mittelbaren Grundstücksschenkung

der Steuerpflichtige wie ein

unentgeltlicher Einzelrechtsnachfolger

behandelt wird.

Vereinbaren die Parteien hingegen,

dass nur ein Teil des Grundstücks geschenkt

wird und der Schenker insoweit

nur diesen Teil der Anschaffungs- oder

Herstellungskosten trägt, kann der Beschenkte

die von ihm aufgewendeten

Anschaffungs- oder Herstellungskosten

zuzüglich der Hälfte der anteiligen Anschaffungskosten

des Grund und Bodens

in die Bemessungsgrundlage wie bei einer

gemischten Schenkung einbeziehen. Der

Schenkungsteuer unterliegt dadurch nur

der Teil des mit dem Geld angeschafften

Grundstücks.

Die Vor- und Nachteile der mittelbaren

Grundstücksschenkung müssen somit

gegeneinander abgewogen werden. Die

Steuerpflichtigen müssen entscheiden,

ob sie den Ansatz des Verkehrswertes

des Grundstücks bei der Schenkungsteuer

beantragen wollen. Hierzu ein

Beispiel: A hat ein Grundstück mit einem

Einfamilienhaus erworben. Der

Kaufpreis beträgt 200.000 Euro zuzüglich

50.000 Euro für Grund und Boden.

Seine Eltern vereinbaren mit ihm, dass

sie den halben Kaufpreis übernehmen,

um ihm das halbe Grundstück schenkungsweise

zu überlassen. In Höhe

des übernommenen Kaufpreises liegt

nunmehr eine mittelbare Grundstücksschenkung

vor.

Bei A bemisst sich die Gestaltung an den

hälftigen von ihm getragenen Anschaffungskosten

für das Gebäude (100.000

Euro) und aus 50 Prozent der hälftigen

Anschaffungskosten für den Grund und

Boden (12.500 Euro).

DIE SCHULDRECHTLICHE

NUTZUNGSVEREINBARUNG

Die Übertragungen der Einkunftsquelle

eines Mietwohngrundstücks mit steuerlicher

Wirkung auf die Kinder lassen

sich auch durch einen schuldrechtlichen

Nutzungsüberlassungs-Vertrag

erreichen. In der schriftlich abzuschließenden

Vereinbarung müssen die

Kinder das Nutzungsrecht für einen

festgelegten Zeitraum von mindestens

einem Jahr erhalten. Anders als beim

Nießbrauch treten die Kinder aber nicht

kraft Gesetzes in die Vermieterstellung

ein. Deshalb ist eine entsprechende

Umwandlung der Mietverträge unerlässlich.

Als nutzungsberechtigte Vermieter

versteuern nunmehr die Kinder die

Mieteinnahmen aus dem Grundstück,

gekürzt um alle Aufwendungen, die sie

tragen. Aber Achtung: Absetzungen für

Abnutzung können allerdings weder sie

noch die Eltern geltend machen, weil

diese als Grundstückseigentümer keine

Einkünfte mehr erzielen.

53


Versicherung & Recht

DIE ÜBERTRAGUNG

MIT RENTENVEREINBARUNG

Neben der Vereinbarung über ein lebenslanges

Wohnrecht können Eltern

die Übertragung mit einer anderen Form

der Vermögens-Vorsorge verknüpfen:

Sie schenken oder verkaufen ihr Haus

an die Kinder, die ihnen dafür eine Rente

zahlen. Beispiel: A ist 55 Jahre alt. Er

will sein Mehrfamilienhaus an seinen

achtzehnjährigen Sohn übertragen und

zugleich eine lebenslange Rente für sich

vereinbaren. Das Haus hat einen Zeitwert

von 175.000 Euro. Nach Abzug der

Aufwendungen hat A durchschnittliche

Mieteinnahmen in Höhe von 6.000 Euro

jährlich zu versteuern.

Die Frage ist nunmehr: Kann die Rente,

die A auf 250 Euro festgesetzt hat, in

beliebiger Höhe vereinbart werden? Die

Antwort teilt sich in Ja und Nein. Denn:

Bei einem Hauskauf muss die vereinbarte

Rente – gegebenenfalls zusammen mit

einer daneben ausgehandelten Barzahlung

– dem Wert des übertragenen Grundvermögens

entsprechen und eine auch unter

fremden Vertragspartnern angemessene

Gegenleistung darstellen. Bei einer Schenkung

– wie im Fall A – kann man sich

dagegen ausschließlich am Unterhaltsbedürfnis

der Eltern orientieren. Aber: Der

Wert des übertragenen Vermögens sollte

wenigstens die Hälfte des Rentenbarwertes

ausmachen. Nur dann brauchen die

Eltern lediglich einen Teil der Rente zu

versteuern, und die Kinder können durch

diesen Ertragsanteil ihre steuerpflichtigen

Mieteinnahmen mindern.

Nach der Übertragung ergibt sich bei A

folgende Rechnung:

Der Vorteil durch den Eigentumswechsel von Vater zu Sohn: Der Sohn erhält regelmäßig

Mieteinnahmen, von denen er zum Beispiel ein Studium finanzieren kann und

die er zu einem relativ niedrigen Tarifsatz versteuern muss.

Der Vorteil durch den Eigentumswechsel

von Vater zu Sohn:

Der Vater hat jetzt nur noch 1.040

Euro anstelle von 6.000 Euro zu versteuern.

Da anzunehmen ist, dass er

noch andere Einkünfte – etwa ein hohes

Gehalt – hat, spart er angesichts

der Progression mit Sicherheit Steuern.

Der Sohn erhält regelmäßig Mieteinnahmen,

von denen er zum Beispiel

ein Studium finanzieren kann und

die er zu einem relativ niedrigen Tarifsatz

versteuern muss.

A (Vater)

Jährliche Rentenzahlung (12 x 250 Euro)

3.000 Euro

Davon Ertragsanteil (38 %)

1.140 Euro

./. Werbungskostenpauschale 100 Euro

Zu versteuernder Betrag:

1.040 Euro

Sohn

Jährliche Netto-Mieteinnahmen

./. Sonderausgaben

Ertragsanteil der Rente

Zu versteuernder Betrag

6.000 Euro

1.140 Euro

4.860 Euro

Abschließend noch eine Anmerkung

zur Höhe der Rente: Diese muss nicht

von vornherein festgeschrieben werden!

Vielmehr ist es üblich, in die Vereinbarung

eine Wertsicherungs- oder Währungsklausel

(genehmigungspflichtig)

aufzunehmen. Damit wird die Höhe der

Rentenleistungen etwa an die Beamtenbesoldung

oder den vom Statistischen

Bundesamt festgestellten Preisindex gekoppelt.

Aber: Eine Abänderungsklausel (Anpassung

der Rente an geänderte Verhältnisse

beim Rentenberechtigten oder Rentenverpflichteten)

darf niemals im Vertrag

stehen, da die Zahlungen sonst nicht

mehr als Rente anerkannt und somit vom

Empfänger in voller Höhe zu versteuern

wären!

Deshalb ist stets zu empfehlen, den Verzicht

auf eine derartige Abänderungsmöglichkeit

ausdrücklich im Vertrag

aufzunehmen. Außerdem sollte die Rente

durch eine Eintragung im Grundbuch abgesichert

sein.


© Autor: Dietmar Kern

54

Foto: Getty Images – Alina Rosanova


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Luxussanierung

und Mieterhöhung:

WIE KÖNNEN SICH MIETER DAGEGEN WEHREN?

In Deutschland wird Wohnen zum

Problem: Der Mietmarkt explodiert,

die Wohnungsnot steigt rapide! Familie

Sander aus Hamburg hat die Nase

voll von hohen Mieten und lebt nun auf

einem Campingplatz. Endstation Notunterkunft

heißt es für den gebürtigen

Münchner Hakan Ö.: Er lebt trotz Festanstellung

in einem Männerwohnheim.

Die SAT.1-Reportage am 22.02.2021 hat

Familien in Not begleitet und beleuchtete

die Gründe, warum Mieten immer

mehr zum finanziellen Problem für viele

Gesellschaftsschichten werden. Die Sendung

hat für viel Aufsehen gesorgt – und

zwar deutschlandweit.

Der Grund: Eigenbedarfskündigungen

werden vorgeschrieben, obwohl es sich

– sorry, nur um Fake handelt. Dabei

handelt es sich um Gründe in einem fast

rechtsfreien Raum. Da zählen die Familienbande,

die es gar nicht gibt, aber den

Grund, eine 87-Jährige aus ihrer Wohnung

zu vertreiben. Vermieter „opfern“

sich für wahre Luxussanierungen, nur

um Familien mit kleinen Kindern aus

der Wohnung zu drängen. Sie können

einfach ihre Miete nicht mehr bezahlen.

Dabei sieht Luxussanierung anders aus.

Ganze Familien werden aus ihren Wohnungen

getrieben, Beispiel München:

Kaltmiete für 80 Quadratmeter, Miete

1.700 Euro. Und 90 Prozent der Bevölkerung

sagen: das ist noch billig! Betrug,

Geldmacherei, Skrupellosigkeit – wo

führt dieser Wahnsinn in Deutschland

noch hin? Das hat Sat 1 mit seiner Sendung

mehr als deutlich gemacht. Doch

welche Möglichkeiten haben Menschen,

Mieter, Familien, Arbeitslose, Menschen

– egal welcher Hautfarbe – sich gegen

derartige „unwürdigen Zustände“ – Verbrechen

wäre das richtige Wort – zu

schützen?

MODERNISIERUNGSMASS-

NAHMEN: WANN MUSS EIN

MIETER BEZAHLEN?

In Deutschland herrscht der Grundsatz:

„Vermieter haben jederzeit das Recht,

ihre Wohnungen zu modernisieren. Entsprechend

haben die Mieter sich auch

an diesen Kosten zu beteiligen.“ Weit

gefehlt, denn Mieter müssen sich nicht

alles gefallen lassen, insbesondere dann,

wenn es sich um sog. „Luxussanierungen“

handelt, bei dem die Miete gleich

um das Doppelte erhöht wird. Vorgeschobene

Luxussanierungen können

durch einen Mieter jederzeit gestoppt

werden.

Denn bei allen Bauarbeiten gilt auch

der Grundsatz: der Vermieter ist stets

angehalten und rechtlich auch dazu verpflichtet,

die Interessen der Bewohner zu

berücksichtigen! Und von daher dürfen

all diejenigen Kosten, die für Repara-

Foto: Getty Images – Charday Penn

55


Versicherung & Recht

Mieter müssen sich nicht alles gefallen lassen, insbesondere

dann, wenn es sich um sog. „Luxussanierungen“ handelt.

turen modernisierter Bauteile anfallen,

rechtlich nicht auf einen Mieter umgelegt

werden.

Die Mieterhöhungsmöglichkeit über

eine Sanierung ist deshalb so vorteilhaft,

weil die Umlagemöglichkeit aus der Investitionssumme

nicht der ortsüblichen

Vergleichsmiete hinzuzurechnen ist. So

kann ganz einfach die Miete unabhängig

vom Mietspiegel erhöht werden.

DIE RECHTLICHE SITUATION

Vermieter haben zwar das Recht, ihr

Wohneigentum zu verbessern. Für diesen

Fall ist es den Vermietern auch erlaubt,

einen Teil ihrer Kosten auf die

Mieter umzulegen. Allerdings schreibt

das BGB exakt vor, was ein Vermieter

beachten muss, wenn er in die Wohnung

eines Mieters investieren will. Der BGH

schaffte damit mit einem Grundsatzurteil

einen gewissen Schutz für alle Mieter

in Deutschland: (Zitat) „Wenn Vermieter

eine Wohnung modernisieren, dürfen

sie die Jahresmiete um acht Prozent der

auf die Wohnung entfallenden Modernisierungskosten

erhöhen. Höchstens darf

die Miete wegen Modernisierungen innerhalb

von sechs Jahren um drei Euro

je Quadratmeter und Monat steigen. Das

galt aber erst seit Anfang 2019.“

Beispiel: Der Vermieter lässt sein vermietetes

Mehrfamilienhaus für 100.000

Euro dämmen. Die Gesamtwohnfläche

des Gebäudes beträgt 1.000 Quadratmeter.

Acht Prozent der Dämmkosten, also

8.000 Euro, darf der Vermieter auf seine

Mieter umlegen. Das bedeutet: Die Jahresmiete

pro Quadratmeter erhöht sich

für jeden um 8 Euro. Monatlich macht

das eine Erhöhung um rund 67 Cent je

Quadratmeter aus. Ein Mieter, der bisher

für seine 80-Quadratmeter-Wohnung

500 Euro gezahlt hat, muss nach der

Dämmung monatlich dauerhaft rund 54

Euro mehr bezahlen.

Doch zwischenzeitlich gibt es eine neue

Ansage durch den Bundesgerichtshof

(BGH): (Zitat) „Vermieter müssen sich

Kosten nur für den Fall anrechnen lassen,

die sie sonst für eine Reparatur der

modernisierten Bauteile hätten aufbringen

müssen. Das gilt auch, wenn die Reparatur

nicht sofort fällig gewesen wäre.

Es muss dann der dem Grad der Abnutzung

entsprechende Teil der Reparaturkosten

von den Kosten der Modernisierung

abgezogen werden.

Beispiel: Ein Vermieter lässt die 60 Jahre

alten Fenster einer Wohnung durch

Schall- und Wärmeisolierung und Sicherheitsschlössern

austauschen (Kosten:

20.000 Euro). Die alten hätten schätzungsweise

noch 20 und damit insgesamt

80 Jahre gehalten, bis ein Austausch nötig

gewesen wäre. Der hätte 12.000 Euro

gekostet. Der Vermieter muss (12.000/

80 Jahre/60 Jahre) also 9.000 Euro auf

die Modernisierungskosten anrechnen

und darf entsprechend 11.000 Euro auf

die Miete umlegen. Die Jahresmiete

steigt damit um acht Prozent (also auf

880 Euro) und die Erhöhung der Monatsmiete

entsprechend um 73,33 Euro.

WEITERE RECHTLICHE UND

MIETERFREUNDLICHE VORGABEN

DURCH DEN BGH

Insgesamt dürfen Vermieter, die Modernisierungen

vornehmen, ihre Monatsmiete

innerhalb von sechs Jahren maximal

um drei Euro pro Quadratmeter

erhöhen. Beträgt die Miete weniger als

56

Foto: Getty Images – imaginima


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sieben Euro pro Quadratmeter, darf die

Monatsmiete durch die Modernisierung

in sechs Jahren sogar nur um maximal

zwei Euro je Quadratmeter steigen.

Beispiel: Ein Mieter zahlt vor der Modernisierung

pro Quadratmeter 6,25 Euro.

Außer den 100.000 Euro für die Dämmung

investiert der Vermieter noch einmal

insgesamt 400.000 Euro in bessere

Badezimmer für jede der Wohnungen. Er

kann also insgesamt 40.000 Euro pro Jahr

und 40 Euro je Quadratmeter auf die Mieter

umlegen. Dies ergibt pro Monat und

Quadratmeter: 3,33 Euro – zu viel. Denn

die Miete darf rechtlich um höchstens

zwei Euro auf 8,25 Euro steigen.

VON VORTEIL:

UNTERSCHIEDLICHE REGELUNGEN

Um Mieter vor Überforderung und

der Umlage von unzulässigen Kosten

zu schützen, sind Vermieter rechtlich

dazu angehalten, zahlreiche Vorschriften

zu beachten, wenn sie eine

Modernisierung auf Kosten der Mieter

durchführen wollen. Doch was

bedeutet dieses Zauberwort „Modernisierung“?

Rechtlich zulässig ist nur

die Umlage von Investitionen, durch

die das Haus besser bewohnbar wird.

Dazu gehört auch alles, was die Energieeffizienz

steigert und Energie- und

Wasserverbrauch auf Dauer reduziert.

Ausgeschlossen: Luxus.

Luxussanierungen hingegen müssen

Mieter nicht nur nicht zahlen, sondern

können sie komplett stoppen. Beispiel:

Ein Vermieter will in einen einfachen

Altbau Badezimmer mit schicken italienischen

Fliesen sowie teuren Design-Wannen,

-Becken und -Armaturen

einbauen. Das ist übertrieben. Die

Mieter müssen sich das nicht gefallen

lassen. Wo die Modernisierung aufhört

und der Luxus anfängt, ist im Einzelfall

allerdings schwer zu sagen. Immer ist es

zulässig, Wohnungen auf den heute üblichen

Standard zu bringen – auch wenn

schon das zu einer drastischen Mieterhöhung

führt. Auch Verbesserungen

über den Standard hinaus können zulässig

sein. Hierzu ist jedoch ein entsprechendes

Ankündigungsschreiben durch

den Vermieter erforderlich.

Ein Vermieter ist rechtlich dazu verpflichtet,

Bauarbeiten spätestens drei

Monate vor Beginn anzukündigen und

dem Mieter darüber aufzuklären, um

wie viel Euro die Miete voraussichtlich

steigt. Soweit die Kosten für eine gesamte

Reparatur anfallen, dürfen sie nicht umgelegt

werden. Nur um acht Prozent des

auf die Verbesserung der Wohnungen

entfallenden Geldes darf der Vermieter

auf die Mieter umlegen. Insbesondere

die notwendigen Instandhaltungen und

Reparaturen am Gebäude muss der Vermieter

selbst bezahlen.

Beispiel: Eine Dämmung kostet 100.000

Euro. Darin enthalten sind 25.000 Euro

für ein Baugerüst. Das wäre aber auch

für Reparaturen am Außenputz nötig

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MITGLIED WERDEN &

VORTEILE NUTZEN

57


Versicherung & Recht

Monatelanges Verhängen von Fenstern mit einer blickdichten Plane, ohne

dass ein Baufortschritt zu erkennen ist, wird als Fehlverhalten eingeschätzt.

gewesen. Die Reparatur des Putzes hätte

weitere 25.000 Euro gekostet. Der Vermieter

kann daher nur 50.000 und nicht

100.000 Euro auf die Mieter umlegen.

NEUE HÄRTEFALLREGELUNG

Die Miete darf nicht stärker steigen als

es den Mietern zumutbar ist. Erscheint

die Modernisierungsmieterhöhung als

Härte für die Mieter, die sich auch bei

Würdigung der berechtigten Interessen

des Vermieters nicht rechtfertigen lässt,

hat sie zu unterbleiben. Ausnahme: Soll

das Haus auf den inzwischen üblichen

Standard gebracht werden, ist diese

Maßnahme dem Vermieter rechtlich erlaubt,

auch wenn es die Mieter hart trifft.

Das gleiche gilt, wenn die Arbeiten aus

Gründen nötig sind, die der Vermieter

nicht zu verantworten hat.

Hat ein Vermieter etwa 2020 die Miete

im vereinfachten Verfahren erhöht, ist

in den folgenden fünf Jahren eine Erhöhung

wegen einer „normalen“ Modernisierung

(§ 559 BGB) ausgeschlossen.

Eine wichtige Ausnahme gilt für

vermietete Eigentumswohnungen: Hier

sind Mieterhöhungen für „normale“

Modernisierungen nur zwei Jahre lang

ausgeschlossen. Mieter können zudem

Schadenersatz verlangen, wenn sich

Vermieter bei Modernisierungsarbeiten

pflichtwidrig verhalten. Ein solches Fehlverhalten

kann etwa sein:

• monatelanges Verhängen von Fenstern

mit einer blickdichten Plane, ohne

dass ein Baufortschritt zu erkennen ist;

• das längerfristige Abstellen von

Wasser;

• das langfristige Aushängen der

Haustür;

• laute Bauarbeiten, die ohne Grund

sehr früh morgens oder sehr spät

ausgeführt werden.

SO KÖNNEN SICH

MIETER WEHREN

Kündigt ein Vermieter eine Modernisierung

an, sollten Sie sofort prüfen, ob

dieser ein Recht dazu hat. Benennen Sie

gegenüber dem Vermieter entsprechende

Argumente, hierfür haben Sie einen Monat

Zeit. Lassen Sie gegebenenfalls durch

einen Anwalt bzw. den Mieterschutzverein

prüfen, ob die Modernisierungsankündigung

wirksam ist. Stellt die Modernisierung

für Sie eine besondere Härte

dar, muss der Vermieter sie stoppen.

Beispiele: Der Austausch von Fenstern

im Winter ist unzumutbar. Wer die

Wohnung wegen Krankheit nicht verlassen

kann, braucht keine größeren Arbeiten

in der Wohnung zu dulden. Wenn

sich die Raumaufteilung ändert, kann

das ebenfalls unzumutbar sein.

Führt die Modernisierung zu einer Miete,

die für Sie eine besondere Härte darstellt,

müssen Sie zwar die Modernisierung

dulden. Der Vermieter muss aber

auf die Mieterhöhung verzichten und

wird daher die Modernisierung vielleicht

absagen.


© Autor: Dietmar Kern

58

Foto: Getty Images – Karl-Hendrik Tittel


LÄNGER

ZU HAUSE

WOHNEN

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Will man so lange wie möglich

zu Hause wohnen, sind

oft Umbauten erforderlich.

Pflegeberater können bei

der Planung helfen.

PFLEGEBEDÜRFTIGE KÖNNEN FÜR NOTWENDIGE WOHNUNGS-

UMBAUTEN HOHE ZUSCHÜSSE ERHALTEN

Der Einstieg in die Badewanne wird

zum gefährlichen Balanceakt, die

Treppe zur unüberwindlichen Hürde und

der Rollator bleibt an der Türschwelle

hängen: Für pflegebedürftige Menschen

gleicht die eigene Wohnung oft einem

Hindernisparcours.

Bevor dann an einen – meist nicht gewünschten

– Umzug ins Heim gedacht

wird, sollten geeignete Umbauten in Erwägung

gezogen werden. Diese heißen

im Fachjargon „wohnumfeldverbessernde

Maßnahmen“ und können eine selbstständigere

Lebensführung ermöglichen

oder die Pflege deutlich erleichtern. Nach

dem Grundsatz „ambulant vor stationär“

gibt es für solche Maßnahmen Zuschüsse

von der Pflegeversicherung.

ZUSCHÜSSE VON

DER PFLEGEVERSICHERUNG

„Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen

spielen eine immense Rolle, wenn es

darum geht, länger in den eigenen vier

Wänden zu leben“, weiß Kathrin Delfs,

Pflegeberaterin vor Ort bei der compass

private pflegeberatung. Manchmal genüge

es dafür schon, Stolperfallen zu beseitigen

oder Orientierungshilfen anzubringen.

Oft sind aber größere und kostspieligere

Veränderungen nötig, zum Beispiel der

Einbau von Rampen oder einem Treppenlift,

Türverbreiterungen, Haltegriffe,

ein Badezimmerumbau oder die Verlegung

von Lichtschaltern in Rollstuhlhöhe.

„Pro Maßnahme ist ein Zuschuss von

bis zu 4.000 Euro möglich, bei mehreren

zusammenwohnenden Versicherten, etwa

in einer Pflege-WG, bis zu 16.000 Euro“,

erklärt Delfs. Darüber hinaus entstehende

Kosten müssen selbst getragen werden.

ERST BEANTRAGEN,

DANN UMBAUEN

Wer Zuschüsse erhalten will, darf aber

nicht einfach drauflosbauen. „Am Anfang

steht das Gespräch mit der Versicherung

und die Antragstellung“, informiert

die Pflegeberaterin. Dafür kann man zum

Beispiel einen Kostenvoranschlag für die

geplante Maßnahme einholen und diesen

bei der Pflegekasse einreichen. Bei Fragen

und Problemen mit der Beantragung hilft

etwa die kostenlose compass-Hotline unter

der Telefonnummer 0800–101-8800

weiter, Infos gibt es auch unter www.

pflegeberatung.de

Ist der Antrag gestellt, erfolgt eine Begutachtung

vor Ort, nach der entschieden

wird, ob und welche Zuschüsse gewährt

werden. Für die Bearbeitung hat die Pflegeversicherung

maximal fünf Wochen

Zeit. Überschreitet sie diese ohne hinreichenden

Grund, gilt der Antrag als genehmigt.


djd

Foto: djd/compass private pflegeberatung; Getty Images – onurdongel

59


Versicherung & Recht

INTERESSANTE

URTEILE

§

MIETER MÜSSEN NUR NACH ANKÜNDIGUNG

FÜR WARTUNG VON RAUCHMELDERN ZAHLEN.

UMLEGUNG DER RAUCHMELDER-WARTUNGS-

KOSTEN ALS BETRIEBS KOSTEN ABER NUR NACH

VORHERIGER VEREINBARUNG.

Mieter müssen nach einem Urteil des Land gerichts München

I die Wartungs kosten für Rauchmelder zwar

übernehmen – aber nur, wenn der Vermieter vorher ganz

ausdrücklich darauf hingewiesen hat. „Grund sätzlich können

Betriebs kosten nur dann auf den Mieter umgelegt werden,

wenn dies vorher im Einzelnen vereinbart wurde“, entschied

das Gericht (Az. 31 S 6492/20).

„Da dem Mieter deutlich gemacht werden muss, welche

Betriebs kosten auf ihn übergewälzt werden, ist es erforderlich,

auch die ,sonstigen Betriebs kosten, im Einzelnen zu

benennen.“

AG SPRICHT KLAGENDEM VERMIETER

WARTUNGSKOSTEN ZU

Das Verfahren hatte zwei Instanzen durchlaufen. Das Amtsgericht

München hat dem klagenden Vermieter im Streit mit

seiner Mieterin die ausstehenden Betriebs kosten inklusive

16,35 Euro Wartungs kosten für Rauchmelder zugesprochen.

LG: Die Kosten für Rauchmelder-Wartung müssen

Mieter nicht übernehmen

Das Landgericht München I entscheid anders: Die Kosten

für die Rauchmelder-Wartung muss die Mieterin dem Urteil

zufolge nicht übernehmen. Das Urteil ist rechts kräftig und

könnte dazu führen, dass Mieter bereits gezahlte Wartungskosten

für Rauchmelder gegebenenfalls vom Vermieter

zurück fordern können, sollte der Posten im Mietvertrag

nicht ganz ausdrücklich unter den sonstigen Betriebs kosten

aufgeführt worden sein oder der Vermieter nicht anderweitig

explizit darauf hingewiesen haben.


(Landgericht München I, Urteil vom 15.04.2021,

AZ. 31 S 6492/20)

Quelle: dpa/DAWR/ab

GRUNDSTÜCKSBEZOGENE BESEITIGUNGSAN-

ORDNUNG GILT AUCH IM NATURSCHUTZRECHT.

1. Der im Baurecht entwickelte Grundsatz, dass die grundstücksbezogene

Beseitigungsanordnung auch gegenüber dem

Rechtsnachfolger des Adressaten wirksam ist und daher gegenüber

diesem vollstreckt werden kann, gilt auch im Naturschutzrecht.

GRÜNDE

Die zulässige Beschwerde ist nicht begründet. Der Senat

stimmt dem Verwaltungsgericht darin zu, dass im Rahmen

der nach § 80 Abs. 5 VwGO gebotenen Abwägung der beiderseitigen

Belange dem Interesse des Antragsgegners an einer

sofortigen Durchsetzung der Beseitigungsverfügung vom

28.7.1986 der Vorrang einzuräumen ist. Diese Beseitigungsanordnung

ist bestandskräftig. Die Einwendungen des Antragstellers

dagegen, dass das Landratsamt die Vollstreckung

dieser Beseitigungsanordnung ihm gegenüber als Miteigentümer

des betroffenen Grundstücks und Rechtsnachfolger des

früheren Grundstückseigentümers betreibt, sind unbegründet.

Der Senat nimmt insoweit gemäß § 122 Abs. 2 S. 3 VwGO

n. F. Bezug auf die in jeder Hinsicht zutreffenden Ausführungen

des Beschlusses des Verwaltungsgerichts. Ergänzend

60

Adobe Stock – Michael Stifter


§

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hierzu ist im Hinblick auf das Beschwerdevorbringen des Antragstellers

auszuführen: Die Einwendungen des Antragstellers

gegen die Rechtsansicht des Verwaltungsgerichts, dass bei

einem Wechsel des Eigentums am Grundstück eine gegen den

früheren Eigentümer ergangene naturschutzrechtliche Anordnung

gegenüber dem neuen Eigentümer vollstreckt werden

kann, sind unbegründet. Es gelten insoweit die gleichen

Grundsätze wie im öffentlichen Baurecht, wo seit dem Urteil

des 3. Senats des beschließenden Gerichtshofs vom 14.5.1976

(III 741/75 – NJW 1977, 861) in ständiger Praxis aller Verwaltungsgerichte

des Landes von der Wirkung einer Abbruchsanordnung

auch gegenüber dem Rechtsnachfolger ausgegangen

wird, weil es sich bei einer Abbruchsanordnung nach § 64

LBO um einen objektbezogenen Verwaltungsakt handelt

(ebenso auch BVerwG, Urt.v. 22.1.1971 – IC C 62.66 – NJW

1971, 1624 für den Gesamtrechtsnachfolger). Dem Senat ist

bekannt, daß diese Rechtsfrage vom Hessischen VGH (Beschl.v.

25.7.1985 – 4 TH 1278/85 – BRS 44 Nr. 207) sowie einem

Teil der Literatur anders beurteilt wird (Martens, JUS

1972, 190; von Mutius, Verwaltungsarchiv 1980, 93; Schoch,

Baurecht 1983, 532).

Der Senat hält an der bisherigen Rechtsprechung fest und

überträgt sie auch auf naturschutzrechtliche Beseitigungsanordnungen.

Diese sind in gleicher Weise wie baurechtliche

Beseitigungsanordnungen objektbezogen. Entgegen der Behauptung

des Antragstellers kommt es auf die Person des

Grundstückseigentümers auch bei naturschutzrechtlichen

Eingriffsmaßnahmen in der Regel nicht an; für mögliche Ausnahmefälle

gilt nichts anderes als im Baurecht (vgl. VGH

Bad.-Württ., Urt.v. 5.9.1974 – III 224/74 – BRS 28 Nr. 164).

Für die Entscheidung des Rechtsstreits ist es nicht von Bedeutung,

dass der Antragsteller schon vor der Rechtshängigkeit

der vom Voreigentümer ... erhobenen Klage gegen die Beseitigungsanordnung

vom 28.7.1986 Eigentümer des betroffenen

Grundstücks geworden ist. Entscheidend ist allein, dass er

Rechtsnachfolger des früheren Eigentümers ist. Ebenso hat

der Einwand des Antragstellers, die Verfügung vom 28.7.1986

sei lediglich an Herrn ..., nicht aber an die Miteigentümerin

Frau ... gerichtet gewesen, rechtliche Relevanz. Es entspricht

gefestigter verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung, dass die

Anordnung des Abbruchs eines im Miteigentum stehenden

Gebäudes auch dann rechtmäßig ist, wenn sie nur gegen einen

Miteigentümer gerichtet worden ist (BVerwG, Urt.v. 28.4.1972

– IV C 42.69 – BRS 25 Nr. 205; VGH Bad.-Württ., Urt.v.

1.12.1972 – VIII 1040/71 – BRS 25 Nr. 206). Schließlich ist

auch nichts dagegen einzuwenden, dass das Landratsamt die

Zwangsgeldandrohung gegenüber dem Antragsteller und seiner

Ehefrau als Miteigentümer des Grundstücks in zwei getrennten

Bescheiden ausgesprochen hat. Eine rechtliche Verpflichtung,

einen einheitlichen Bescheid zu erlassen, gibt es

nicht.

Die Höhe des angedrohten Zwangsgelds im Bescheid vom

26.9.1990 ist im Hinblick darauf, dass es immerhin um die Beseitigung

der Einzäunung von neuen Grundstücksparzellen

am Bodenseeufer mit einem bis zu 1,70 m Maschendrahtzaun

geht, nicht zu beanstanden; es könnte sich allenfalls die Frage

stellen, ob nicht die Androhung eines wesentlich höheren

Zwangsgeld geboten gewesen wäre.

Das Verwaltungsgericht hat schließlich zutreffend entschieden,

dass auch der Bescheid des Landratsamts vom 4.12.1990,

in dem das Zwangsgeld von 1.000,– DM festgesetzt und ein

weiteres Zwangsgeldes in Höhe von 2.000,– DM angedroht

wurde, rechtmäßig ist.


VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12.03.1991 - 5 S 618/91

Adobe Stock – rungarun makanaso/EyeEm

61


Sanierung & Energie

ALTBAUSANIERUNG

PLUS ENERGETISCHE SANIERUNG

WORAUF IST ZU ACHTEN?

Nach der EnEV (Energieeinspar-Verordnung)

müssen Hauskäufer die

oberste Geschossdecke oder wahlweise

das Dach eines Altbaus dämmen. Altbau-Eigentümer

sind übrigens nicht

gezwungen, ihr Haus umfassend energetisch

zu sanieren. Beauftragen sie allerdings

Sanierungsarbeiten, müssen diese

den Vorgaben der EnEV entsprechen.

Denn wer ein altes und ungedämmtes

Haus besitzt, ist zu bestimmten energetischen

Sanierungsarbeiten verpflichtet. So

legt es das Gebäudeenergiegesetz (GEG)

fest. Wer nichts tut, riskiert ein Bußgeld.

Viele Eigentümer von Altimmobilien

sind daher unter bestimmten Umständen

verpflichtet, an ihrem Haus energetische

Sanierungen durchzuführen. Das GEG

enthält einige Regelungen zur Sanierungspflicht

von Altbauten. Die Sanierung

bietet in vielen Fällen weitere, auch

nicht-materielle Vorteile: Wer sich die

emotionale Verbundenheit zur eigenen

Familiengeschichte erhalten und dabei

im Vergleich zum Neubau auch deutlich

weniger Geld ausgeben möchte, der

entscheidet sich oft für eine energetische

Sanierung. Denn auch bei der Sanierung

bzw. Modernisierung können sehr weitreichende

Energieeinsparungen umgesetzt

werden.

Die Wände beispielsweise können mit einem

modernen Wärmedämm-Verbundsystem

erneuert, Fenster ausgetauscht

und Anlagentechnik je nach Alter ersetzt

oder optimiert werden. So erhalten

Sie ein rundum behagliches und

gesundes Wohn- und Raumklima – im

Sommer wie im Winter, obwohl Sie

weiterhin in Ihrem „alten“, über die

Jahre lieb gewonnenen Haus wohnen.

Wer seinen Altbau saniert, statt neu

zu bauen, engagiert sich außerdem für

den Klimaschutz. Denn viele alte Häuser

bieten großes Potenzial für Sanierungsmaßnahmen,

die deutlich weniger

Ressourcen erfordern als ein Neubau.

Wärmebrücken können reduziert, Luftdichtheit

verbessert und Fenster sowie

Gebäudehülle auf moderne Standards

gehoben werden, ohne mehrere Tonnen

Bauschutt zu verursachen.

62

Foto: Getty Images – Avitranc


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SCHMUCKSTÜCK ALTBAU:

BAUSANIERER SCHÜTZEN SIC

VOR ÜBERRASCHUNGEN

Häuser sind wie Individuen – dementsprechend

unterschiedlich ist auch ihr

jeweiliger Modernisierungsbedarf. Architekten

und spezialisierte Handwerker

meistern jedoch die Überraschungen einer

Altbausanierung. Denn welche Maßnahmen

am effektivsten für das jeweilige

Haus sind, das können oftmals nur Experten

herausfinden. So erfordert bspw. die

Sanierung eines 150 Jahre alten Bauwerks

in der Regel ganz andere Maßnahmen als

die Renovierung eines vor wenigen Jahrzehnten

gebauten Eigenheims. Entsprechend

unterschiedlich sind von daher

auch die jeweils anfallenden Kosten.

Dennoch: Für die meisten dieser Eigenheimbesitzer

ist der gute Ratschlag eines

Fachmannes vor Ort immer noch zu teuer.

Nicht selten scheut man deshalb auch

die Kosten für ein fachliches Gutachten.

Ob also Renovieren oder Modernisieren

angesagt ist, immer gibt es Fragen, die vor

Beginn der Arbeiten geklärt sein müssen.

Hilfreiche Tipps erhalten Eigentümer

von der Arbeitsgemeinschaft Wohnbau-Modernisierung

e.V. (Bahnhofstraße

44, 74254 Offenau, Tel. 07136/3322, Fax

07136/8545).

Eine Altbausanierung erfordert nicht nur

sehr viel Einfühlungsvermögen, sondern

auch eine gehörige Portion an Sachkenntnis.

Es sind viele Entscheidungen zu treffen,

vor allem für denjenigen, der mit

spitzem Bleistift rechnen muss. Und wer

Umweltbewusstsein demonstrieren will,

der renoviert anders als derjenige Bauherr,

der sich fragt, ob sich das alles letztendlich

auch rechnet. So kostet etwa ein

Isolierputz das Dreifache eines normalen

einfachen Putzes, sieht aber deshalb nicht

unbedingt besser aus. Weist der Altbau

aber Risse auf (aufgrund sinkendem

Grundwasserspiegel), dann kann der Isolierputz

auch für den sparsamen Sanierer

Sinn machen.

Der Grund: Unter einem Verbundsystem

werden kleine Risse nicht so schnell

sichtbar wie beim einfachen Mineralputz.

Und wer als energiebewusster Hausherr

alle alten Leitungen, Heizkörper usw. herausreißt,

der macht sein bisher bewohnbares

Eigenheim schnell zum Rohbau. An

die Maßnahmen, die seinen künftigen

Wohnraum vor allzu großem Wärmeverlust

schützen, hat der Bauherr allerdings

bis dahin noch gar nicht gedacht. Nicht

zu vergessen die versteckten Mängel,

die in einem alten Haus lauern können.

Gerade in den 60er-Jahren waren gefährliche

Schadstoffe wie asbesthaltige

Bodenbeläge oder Deckenverkleidungen

noch kein Thema.

Ein weiteres Manko der 60er-Jahre waren

nicht nur gesundheitsgefährdende Kleber

und lindanhaltige Holzschutzmittel,

sondern auch aus PU-Schaum nachgebildete

Balken. Dies wiederum erfordert

nicht nur den Ersatz durch natürliche

Baustoffe, sondern auch noch eine fachgerechte

Entfernung dieser Materialien

inklusive deren Entsorgung. Aber auch

die damals entstandenen Baumärkte

Bausünden der Vergangenheit: Die 30e-Jahre zeichneten sich

durch Sparmaßnahmen an den Sparren im Dachstuhl aus.

Foto: Getty Images – Halfpoint

63


Sanierung & Energie

Zu den grundsätzlichen Pflichten gehört die Dämmung der obersten Geschossdecke

machten viele Bauherren zu „Architekten“,

mit der Folge, dass Bauschäden

wegen Pfusch vorprogrammiert waren.

Die 30er-Jahre wiederum zeichneten sich

durch Sparmaßnahmen an den Sparren

im Dachstuhl aus. Hier lag der Querschnitt

oftmals nur zwischen zehn und

zwölf Zentimetern. Schädlingsbefall ist

hier also vorprogrammiert. Um dies zu

verhindern, wurden über Jahre hinweg

hochgiftige Schädlingsbekämpfungsmittel

eingesetzt, deren giftige Wirkstoffe im

Laufe der Zeit auch an angrenzende Bauteile

abgegeben wurden.

In diesem Falle darf also nicht einfach das

Dach nachträglich nur wärmegedämmt

werden, vielmehr wird eine umfangreiche

Sanierung der gesamten Bausubstanz

notwendig. Nicht zu vergessen die

Verwendung von Industriemüll als Baumaterial

bzw. zur Füllung von Fußböden

und Wänden, die Wasserleitungen aus

Blei, die Keller-Gewölbedecken aus Vollziegelstein

und Eisenträger (aufsteigende

Feuchtigkeit führt zu Korrosionen an den

Eisenträgern). Wichtig für den Sanierer

ist deshalb immer die Frage, was einmal

war und was bzw. warum verändert wurde.

Dieser Vorgang muss sinnvoll und

nachvollziehbar sein.

Wichtig: Weder eine Wohnung noch

ein Ausbau bzw. eine Erweiterung sind

steuerbegünstigt, wenn sie entgegen den

baurechtlichen Vorschriften ohne Baugenehmigung

errichtet worden sind. Eine

Erweiterung im Sinne des Gesetzes bedeutet

das Schaffen von neuem, bisher

nicht vorhandenem Wohnraum durch

Aufstockung des Gebäudes bzw. der Anbau

an das Gebäude. Ausbau bedeutet das

Schaffen von Wohnraum durch Ausbau

des Dachgeschosses oder auch die Umwandlung

von Räumen, die bisher nicht

zu Wohnzwecken dienten.

Von daher ist eine nachträglich erstellte

Garage keine förderungswürdige Erweiterung

bzw. Ausbaumaßnahme im Sinne

dieses Gesetzes, während der Anbau eines

Wintergartens als Erweiterungsmaßnahme

begünstigt wird, wenn der Wintergarten

nach seiner baulichen Gestaltung

(d. h. Raumhöhe, Belüftung, Beheizung

etc.) zum dauerhaften Aufenthalt von

Menschen – auch in den Wintermonaten

– objektiv geeignet ist. Des Weiteren

gilt eine Wohnung bzw. ein Haus vor

dem Finanzamt nur dann als Altbau,

wenn die Immobilie erst nach Ablauf des

zweiten auf das Fertigstellungsjahr folgende

Kalenderjahr erworben wurde.

Im Klartext: Wer im Jahre 2020 eine Wohnung

oder ein Haus gekauft hat, das vor

dem 1.1.2017 fertig gestellt wurde, erwarb

finanzamtstechnisch einen Altbau.

Entsprechend gelten im Jahr 2017 fertig

gestellte Immobilien ab dem 1.1.2020 als

Altbauten. Wer also einen Altbau kauft

und auf einen zeitgemäßen Standard

bringen möchte, der muss wissen: Dies

kostet mindestens genauso viel bzw. noch

mehr Geld als der Kauf eines Neubaus.

Welche Zuschüsse von der öffentlichen

Hand gewährt werden (bspw. Denkmalbedingter

Mehraufwand, Einbau einer

Solaranlage), weiß der Architekt.

64

Foto: Getty Images – vitranc


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Was Sanierungen anbelangt, sollten passende

Handwerker eingesetzt werden, da

häufig nicht pauschal abgerechnet werden

kann. Zudem sind Bebauungspläne

und einzuhaltende Abstände zum Nachbarn

zu beachten. Zuletzt sollte noch ein

wichtiger Punkt angesprochen werden:

die Lage. Denn ein Haus kann umgebaut

oder gar abgerissen werden, an der Lage

des Grundstücks lässt sich stattdessen

nichts mehr ändern.

DIESE ENERGETISCHEN

SANIERUNGSPFLICHTEN

SOLLTEN SIE KENNEN

Zu den grundsätzlichen Pflichten gehören

die Dämmung der obersten Geschossdecke,

der Heizungstausch sowie

die Einhaltung des GEG (Gebäudeenergiegesetz),

sofern mindestens 10 %

eines Bauteils erneuert werden. Allerdings

müssen längst nicht alle alten

Dächer oder Geschossdecken gedämmt

werden. Laut GEG gilt die Pflicht zur

Dämmung als erfüllt, wenn das Dach

den Anforderungen an den Mindestwärmeschutz

nach DIN 4108-2 genügt.

Es empfiehlt sich, dies von einem Energieberater

überprüfen zu lassen.

Fertiginstallationen können auch in

Fußleisten oder Deckenprofilen verlegt

werden, sodass nicht gleich das gesamte

Haus beim Sanieren im Baustaub

versinkt. Soll das Haus mit intelligenter

Haustechnik nachgerüstet werden,

kann statt der Verlegung der Steuerleitungen

ein leistungsfähiges Funk-Standard-System

installiert werden.

Laut GEG müssen Hauseigentümer diejenigen

Heizkessel austauschen, die bis

Ende des Jahres 1990 eingebaut wurden.

Heizkessel, die dagegen im Jahr 1991

oder später eingebaut wurden, dürfen

nach einem Ablauf von 30 Jahren nicht

mehr betrieben werden. Ausnahme:

Niedrigtemperatur-Heizkessel, Brennwert-Heizkessel

und Heizungsanlagen

mit einer Nennleistung unter vier Kilo-

watt (kW) oder über 400 kW. Diese dürfen

weiterhin betrieben werden.

Wer Sanierungsarbeiten beauftragt oder

auch selbst anpackt und dabei mehr als

zehn Prozent eines Bauteils erneuert,

muss die Arbeiten so ausführen, dass

das Bauteil anschließend den Vorgaben

des GEG entspricht. Ein Beispiel: Wer

mehr als 10 % der Fassadenfläche seines

Hauses erneuern lässt, muss diese

auch dämmen. Das bedeutet: Wird nur

ein kleiner Riss ausgebessert, ist keine

energetische Sanierung nötig, ist eine

größere Fläche betroffen, so muss diese

in ihrer Gesamtheit gedämmt werden.

Wird ein neues Fenster eingebaut, muss

auch dieses dem GEG entsprechen.

Durch eine Sanierung im Altbau kann

sogar Passivhausstandard erreicht wer-

© Autor: Dietmar Kern

HST-Axxent_88X120_4c_kneer.qxp_Layout 1 13.04.21 16:54 Seite 1

den! Kombiniert werden dabei in der

Regel eine nachträgliche Wärmedämmung,

die Optimierung der Fenster und

der Heizung. Welcher Energiestandard

erreicht wird, hängt vor allen Dingen

von der Dicke der Dämmung ab. Dafür

müssen allerdings die konstruktiven

Voraussetzungen vorhanden sein oder

geschaffen werden können.

Die KfW bietet auch Bauherren, die ihr

Haus energetisch sanieren wollen, Fördergelder

in Form von zinsgünstigen

Krediten oder Zuschüssen. Dabei werden

sowohl Komplettsanierungen als

auch Einzelmaßnahmen gefördert. Eine

professionelle Baubegleitung durch einen

Sachverständigen kann ebenfalls

bezuschusst werden.


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Sanierung & Energie

NEUE KfW-FÖRDERUNG

DIE FÖRDERPROGRAMME 2021 IM ÜBERBLICK

Geld sparen kann man nicht nur

durch eine gut durchdachte Finanzierung,

sondern auch dann, wenn

es darum geht, Altbauten energetisch

zu sanieren. Doch wer an seinem Haus

einmal Fassade oder das Dach dämmen

ließ, der weiß, dass hierbei hohe

Kosten zusammenkommen können.

Gleiches gilt für die Heizungssanierung

oder den Austausch alter Fenster gegen

Dreifach-Verglasungen. Allesamt

Sanierungsmaßnahmen, die auf Dauer

gesehen eine Menge an Energiekosten

sparen. Doch bevor man diese Kosteneinsparungen

genießen kann, muss erst

einmal Alt gegen Neu ausgetauscht werden

– und das ist wiederum mit hohen

Kosten verbunden.

Wer hier nicht über das nötige Kleingeld

verfügt, der hat die Möglichkeit, entsprechende

Zuschüsse von der Kreditanstalt

für Wiederaufbau (kurz KfW Förderbank)

zu beantragen. Wer sein Haus

oder seine Wohnung energetisch sanieren

lässt, hat immerhin die Möglichkeit,

auf diese Weise bis zu 80 Prozent aller

anfallenden Energiekosten einzusparen.

Ein weiterer Vorteil der Förderbank:

Es muss nicht unbedingt ein Kredit bei

der KfW beantragt werden, man kann

die Sanierungsmaßnahmen auch aus

eigener Tasche finanzieren. In diese eigene

Finanzierung sollten dann aber in

jedem Falle die Zuschüsse einfließen, die

die KfW vergibt. Hierzu bedarf es lediglich

eines entsprechenden Antrags auf

Fördermittel.

BEIM VERGLEICH DER EINZELNEN

FINANZIERUNGSFORMEN

SOLLTEN AUCH FÖRDERMITTEL

DURCH DIE KfW MIT EINBEZOGEN

WERDEN

So hat die KfW bspw. das Programm

„Energieeffizient Sanieren“ aufgelegt,

mit dem sich der Immobilieneigentümer

günstige Zinsen sichern kann. Interessant

ist dieses Förderprogramm für all

diejenigen, die ihre Immobilie umbauen

oder eine Komplettsanierung vornehmen

wollen. Der Immobilieneigentümer

kommt bei diesem Programm in den

Genuss eines Kredits mit einem 1-prozentigen

Zinssatz, der über 10 Jahre festgeschrieben

ist. Einen weiteren zusätzlichen

Tilgungszuschuss erhält derjenige,

der seine Immobilie nach dem KfW-

Effizienzhaus-Standard modernisieren

lässt.

Je besser der Immobilieneigentümer

seine energetische Finanzierung vornimmt,

desto höher fällt auch der Zuschuss

durch die KfW-Förderung aus.

So gibt es zum Beispiel einen Tilgungszuschuss

von bis zu 12,5 Prozent für die

höchste Energie-Effizienzklasse. Was

viele Immobiliensanierer nicht wissen:

Die KfW-Förderung gibt es nicht nur

bei Krediten. Profitieren können auch all

diejenigen, die ihre Sanierung vollständig

durch Eigenmittel finanzieren möchten.

Die Förderungen werden lediglich

aufgeschlüsselt:

• 7,5 Prozent gibt es für jede einzelne

Sanierungsmaßnahme

• 20 Prozent gibt es beim KfW-

Effizienzhaus,

ausgehend von den gesamten förderfähigen

Kosten. Wer entsprechend viel in die

energetische Modernisierung investiert,

der erhält auch entsprechend höhere Zuschüsse.

Lediglich bei der Antragstellung

muss beachtet werden, dass diese nicht

direkt über die KfW-Förderbank erfolgen

kann. Zuständig für die Anträge ist

entweder die Hausbank oder ein anderes

Geldinstitut. Sanierer und Modernisierer

sollten sich hier nicht davon abhalten

lassen, wenn viele Banken über eine

66

Foto: Getty Images – filmfoto


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solche Antragstellung nicht sehr begeistert

sind. Der Grund: Die Vermittlung

entsprechender KfW-Förderprogramme

ist für die Banken weniger lukrativ als

der Verkauf ihrer hauseigenen Produkte.

Hier können höhere Gewinne durch

die Banken eingefahren werden. Sprechen

Sie daher mit ihrem Bankmitarbeiter

und schöpfen Sie tatsächlich alle zur

Verfügung stehenden Fördermöglichkeiten

aus.

NICHT JEDE MODERNISIERUNGS-

MASSNAHME WIRD DURCH DIE

KfW GEFÖRDERT

Ganz wichtig: Vor jeder Antragstellung

sollten Sanierer und Modernisierer vergleichen,

denn nicht jede Modernisierungsmaßnahme

wird durch die KfW

gefördert. Zudem sind die Bedingungen,

die für die jeweilige Fördermaßnahme

gefordert werden, für den Laien schwer

verständlich. Hinzu kommt, dass sich

die Programme ständig ändern, sobald

die zur Verfügung stehende Fördersumme

für das jeweilige Programm ausgeschöpft

ist.

Interessenten können sich entweder an

die Hotline der KfW – 0800-5399002

(kostenlos) – wenden, wo sie die entsprechende

Beratung für die Antragstellung

erhalten. Gleichzeitig erhält der

Antragsteller eine Unterstützung bei der

Suche nach einem geeigneten Sachverständigen.

Modernisierer und Sanierer

erhalten über die Hotline der KfW nicht

nur Unterstützung bei der Antragstellung,

sondern können sich gleichzeitig

nach dem aktuellen Stand des Antrages

erkundigen.

Sanier- und Modernisierungswillige, die

keinen Anspruch auf Förderung haben,

können auf spezielle Angebote zurückgreifen,

die zwischenzeitlich auch Banken,

Sparkassen oder andere Finanzdienstleister

anbieten. Allerdings heißt

es auch hier: vergleichen, vergleichen

und nochmals vergleichen. Der Grund:

Meist variieren die Effektivzinsen von

Institut zu Institut sehr stark und können

nur selten mit denen der KfW-

Förderbank mithalten. Insbesondere

die Absicherung spielt bei den privaten

Kreditinstituten eine große Rolle bei der

Festlegung des Zinssatzes.

Beispiel: Ein Kreditnehmer nimmt für

Sanierungsmaßnahmen bei einem privaten

Kreditinstitut 30.000 Euro auf.

Ohne Grundschuldeintrag zahlt er – je

nach Kreditinstitut – einen Zinssatz, der

zwischen 3,44 und 7,99 Prozent liegt.

Derselbe Kreditnehmer, der sich allerdings

seinen Kredit über das Grundbuch

absichern lässt, zahlt – je nach Institut –

jetzt nur noch 1,44 bis 5,99 Prozent an

Zinsen. Lohnenswert ist die Eintragung

eines Kredits im Grundbuch allemal, da

hierfür nur geringfügig Kosten für den

Darlehensnehmer anfallen.

MIT EINER GÜNSTIGEN

KfW-BAUFINANZIERUNG

GUTES GELD SPAREN

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau

(KfW) hilft Immobilienfinanzierern

mit günstigen Förder-Krediten, die sich

in jedem Falle auszahlen. Dabei können

nicht nur Käufer, sondern auch Sanierer

viel Geld sparen, in dem sie einfach ihre

Grundfinanzierung mit einem Kredit

der KfW-Bank kombinieren. Wichtig

ist dabei lediglich, festzustellen, ob das

geplante Bauvorhaben auch tatsächlich

förderberechtigt ist.

Wenig bekannt ist in diesem Zusammenhang

ein Programm der KfW (Kreditanstalt

für Wiederaufbau), das sich

besonders für junge Familien eignet.

Das Programm selbst bietet Kredite zu

Zinssätzen weit unterhalb der üblichen

Hypothekenkosten. Angesprochen werden

insbesondere Familien, bei denen

Bausparmittel oder sonstiges Eigenkapital

noch nicht für den Haus- oder Wohnungskauf

ausreichen. Das KfW-Programm

bietet Kredite mit einer Laufzeit

bis zu 30 Jahren, von denen bis zu fünf

Jahre tilgungsfrei bleiben können. Die

Auszahlung beträgt 100 Prozent. Die

Darlehen selbst sind grundsätzlich auf

bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten

für Haus oder Wohnung und auf einen

Höchstbetrag von 100.000 Euro begrenzt.

Wichtig: Es handelt sich bei diesem Programm

um ein echtes Zusatzdarlehen

neben der üblichen Finanzierung. Unter

die Förderung fallen Neubaumaßnahmen

ebenso wie der Kauf von Wohnung

oder Haus aus dem Bestand. Die Anträge

hierzu müssen grundsätzlich vor

Beginn des Bauvorhabens, spätestens

jedoch unmittelbar nach Abschluss des

Kaufvertrages gestellt werden. Die Anträge,

die nicht für Umschuldungen bzw.

Nachfinanzierungen geeignet sind, werden

über die jeweilige Hausbank gestellt.

Antragsberechtigt für dieses KfW-Programm

sind junge Ehepaare, von denen

keiner der Partner älter als 40 Jahre sein

darf. Eingeschlossen sind auch Familien

und Alleinerziehende mit wenigstens

einem minderjährigen Kind. Für diesen

Fall darf dann auch die Altersgrenze von

40 Jahren überschritten werden.

Aber auch für Immobiliensanierer ist

die Förderbank besonders attraktiv. Die

Staatsbank vergibt in diesem Zusammenhang

an die Hauseigentümer 75.000

Euro Kredit – und das lediglich für einen

Zinssatz von nur 1 Prozent! Zudem

erhält jeder Hauseigentümer noch zusätzlich

einen Tilgungszuschuss. Einige

Banken sehen sogar noch eine Vergabe

eines zusätzlichen Zinsrabattes zum

KfW-Kredit vor. Vergleicht man eine Finanzierung

mit und ohne KfW-Kredit,

dann spart ein Hauseigentümer in den

meisten Fällen auf diese Weise bis zu

1.000 Euro. Allerdings kommt es nicht

direkt durch die KfW zur Kreditvergabe,

diese übernehmen andere Banken.

Als erster Ansprechpartner sollte die

Hausbank gesehen werden. Ist dies

nicht gewollt, dann kann auch eine andere

Bank gewählt werden, die ebenfalls

KfW-Kredite anbietet. Nach Antragstellung

kommt es dann zu einer Überprüfung

der Finanzierung durch die Bank,

denn diese haftet letztlich gegenüber der

KfW für die entsprechende Rückzahlung

67


Sanierung & Energie

durch den Darlehensnehmer. Geht es

um die Finanzierung von Immobilien,

dann ist auch die KfW in der Lage, ihren

Zinssatz unter die 2,5-Prozentmarke

zu senken. Weitere Zuschüsse erhalten

Bauherren, die eine Photovoltaik-Anlage

auf ihrem Hausdach anbringen oder

energetisch sanieren. Informationen erhalten

Interessierte auf der Internetseite

der KfW.

TROTZ KfW-FÖRDERUNG:

BEIM KAUF EINER ALT- BZW.

GEBRAUCHTIMMOBILIE SOLLTEN

VERGLEICHE ANGESTELLT

WERDEN

Zwei Tendenzen zeigt das momentane

Immobilien-Barometer auf: Zum einen

erwartet die Mehrzahl der Experten

eine weiter steigende Nachfrage nach

gebrauchten, freistehenden Einfamilienhäusern,

aber auch nach Reihenhäusern

und Eigentumswohnungen

aus dem Bestand. Zum anderen soll

die Nachfrage nach neuen Reihenhäusern

und Wohnbauland stabil bleiben,

während sie bei Neubauwohnungen

(Eigentumswohnungen) eher noch etwas

steigen soll. Die Bauland-Nachfrage

hält insgesamt an. Im Allgemeinen

werden auch die Immobilienpreise für

die nächsten sechs Monate (05.2021 bis

11.2021) stabil gesehen. Lediglich bei

gebrauchten Eigentumswohnungen und

Bauland sind geringfügige Rückgänge

um etwa ein Prozent möglich. Auf der

Angebotsseite erwarten die Immobilienprofis

zum Jahresende 2020 und darüber

hinaus eine wachsende Auswahl an

Gebrauchtimmobilien (Eigentumswohnungen,

Reihenhäuser und freistehende

Einfamilienhäuser) und – analog zur

Nachfrage – auch an neuen Wohnungen.

Beim Neubau von Reihenhäusern und

bei der Baulandbereitstellung werden

leichte Rückgänge prognostiziert.

Auf der Suche nach kostengünstigem

Wohneigentum in einem lebendigen

Umfeld entscheiden sich viele Bauwillige

für den Zusammenschluss mit Gleichgesinnten.

Denn bei allem Charme können

Bei allem Charme können insbesondere ältere Wohnhäuser

oftmals kaum ihre baulichen Mängel verbergen.

insbesondere ältere Wohnhäuser oftmals

kaum ihre baulichen Mängel verbergen:

Durch die in vielen Fällen äußerst dünnen

Wände entweicht im Winter viel

Wärme, das Raumklima ist ungemütlich,

im schlimmsten Fall zieht es. Insbesondere

wenn Reparaturen anstehen oder

der Besitzer ein vorhandenes Gebäude

wechselt, drängt sich eine energiebewusste

Modernisierung auf.

Je nach konkretem Zustand des Gebäudes

schlägt der Architekt als Maßnahme

zur Senkung des Energieverbrauchs

die Modernisierung der Heizanlage,

den Einbau einer Lüftungsanlage oder

die Nutzung von Sonnenenergie vor.

Auf diese Weise lassen sich durch eine

Verbesserung der Wärmedämmung an

Außenwänden und Fenstern, Dach und

Kellerdecke nicht nur die Heizkosten

senken, sondern auch ein behagliches

Raumklima durch wärmere Wände und

Böden erzeugen.

Jenseits der freiwilligen Entscheidungen

sind Hausbesitzer dazu verpflichtet,

Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen,

die in unbeheizten Räumen wie

z. B. im Keller liegen, zu dämmen. Auch

für die sog. nicht begehbaren, jedoch

zugänglichen obersten Geschossdecken

ist eine entsprechende Dämmung vorgeschrieben.

Damit sind Decken gemeint,

die aus konstruktiven Gründen weder

für einen späteren Dachausbau noch für

eine Nutzung als Abstellkammer oder

Ähnliches in Frage kommen, jedoch für

die entsprechenden Nachrüstarbeiten

ausreichend zugänglich sind. Die Vorschriften

beziehen sich somit auf die

Durchführung von Erneuerungsmaßnahmen,

für die sich der Bauherr gemäß

seinen individuellen Bedürfnissen entscheidet.

Wird zum Beispiel die Fassade neu verputzt,

die Fenster ausgetauscht oder gar

das Dach ausgebaut, gilt grundsätzlich,

dass sich die energetische Qualität des

Gebäudes nicht verschlechtern darf. Eine

wichtige Größe für die Beurteilung eines

Gebäudes ist in diesem Zusammenhang

die Energiekennzahl. Diese gibt an, wie

viel Energie pro Quadratmeter Wohnfläche

in einem Jahr für die Raumheizung

rechnerisch benötigt wird. Mit Modernisierungsmaßnahmen

lässt sich diese

Größe verringern – den angestrebten

neuen Wert legen Bauherr und Architekt

gemeinsam fest.

Die Energiekennzahl ist für ein Gebäude

das, was der Benzinverbrauch eines

Autos auf 100 Kilometer ist. So hat ein

typisches Einfamilienhaus aus den 60er

Jahren einen Jahres-Primärenergiebedarf

zwischen 160 bis 220 kWh. Ein vergleichbarer

Neubau darf nach der Energie-Einsparverordnung

(EnEV) 100 bis

120 kWh nicht überschreiten. Bei einem

echten Niedrigenergiehaus liegt der Wert

zwischen 60 und 70 kW.


© Autor: Dietmar Kern

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Foto: Getty Images – vitranc


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Sanierung & Energie

Hinter Schränken,

insbesondere an

Außenwänden, sammelt

sich oft Feuchtigkeit.

Ein Minilüfter

kann dies verhindern.

KAMPF DEM

SCHIMMEL

AUCH DER RAUM ZWISCHEN MÖBELN UND WAND

MUSS REGELMÄSSIG BELÜFTET WERDEN

Jedes Haus „lebt“ – im wahrsten Sinne

des Wortes. Arglose Hausbesitzer,

so warnt der Verband Privater Bauherren

(VPB), teilen sich ihr Heim mit unliebsamen

und lästigen Mitbewohnern:

Schimmelpilzen, Bakterien, Hefepilzen,

Schädlingen und Milben. Im Laufe der

Jahrtausende hat sich der Mensch zwar

mehr oder weniger an die Störenfriede

gewöhnt, lästig – und mitunter auch gesundheitsschädlich

– sind sie dennoch.

Schimmelpilze sind ein klassisches Beispiel

für dieses Zusammenleben. Unter

den über 100.000 Schimmelpilzarten

existieren viele nützliche. Sie beseitigen

organische Rückstände, helfen bei der

Humusbildung und haben ihren festen

Platz im biologischen Kreislauf. Nur die

wenigsten Schimmelpilzarten sind wirklich

schädlich – einer allerdings fällt sogar

als potenzielle biologische Waffe unter

das Kriegswaffenkontrollgesetz. Problematisch

sind beim Schimmel nicht nur

der Befall selbst, sondern auch und vor

allem die Begleitumstände: Wo Schimmelpilze

sich wohl fühlen, da ist es feucht,

und im Feuchten gedeihen auch Bakterien,

die wiederum dem Menschen erheblich

zusetzen können.

Neben der Feuchtigkeit benötigen Schimmelpilze

zwei weitere Dinge zum Gedeihen:

Wärme und Nahrung, sprich

energiereiches organisches Material. In

bewohnten Häusern sind Wärme und

entsprechendes Nährmaterial vorhanden,

die zur Schimmelbildung notwendige

hohe Feuchtigkeit fehlt aber meist,

zumindest wenn normal geheizt wird. Es

reichen allerdings schon geringe Schäden,

wie etwa ein kleines Loch im Dach, durch

das es hineinregnet, oder ein defektes Leitungsrohr,

das die Wände durchnässt, um

das Wachstum des Schimmelpilzes auszulösen.

Das Foto zeigt einen typischen Befall

Schwärzepilzen und Gießkannenschimmel.

Ursachen für diese Art der Schimmelbildung

ist die kalte, nicht gedämmte Außenwand.

Der Befall entwickelt sich vorzugsweise

zwischen der Wand und den zu dicht davor

aufgestellten Möbeln.

70

Fotos: Adobe Stock – wabeno; Getty Images – Ekspansio, coja1108


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Schimmelpilze können verschiedene

schwere Gesundheitsstörungen auslösen,

wie entzündliche Erkrankungen

des Organsystems, der Nägel, Haare und

Atmungsorgane. Schimmelsporen sind

auch für Allergiker gefährlich. Schimmel

kann zu Hautreizungen führen, zu

grippeähnlichen Beschwerden, ja sogar

zu Erschöpfungszuständen, Schwindel,

Gedächtnis- und Sprachstörungen sowie

zu Atemwegserkrankungen bis hin zu

schwerem Asthma. Viele Gründe also,

um schimmelbefallene Räume im Haus

gründlich zu sanieren.

Der VPB warnt allerdings davor, gleich

bei ersten Anzeichen von Schimmel

sogar komplett ausgetauscht. Wichtig dabei:

Der Erfolg der Sanierung muss später

noch einige Male kontrolliert werden,

damit kein Schimmel unerkannt zurückbleibt.

MIT LÜFTUNG SCHIMMEL

VORBEUGEN

Aus den Augen, aus dem Sinn: Wie

es hinter oder neben dem Schrank im

Schlafzimmer oder hinter der Kommode

im Wohnraum aussieht, bleibt meist über

Jahre unbeachtet. Erst bei einem gründlichen

Renovieren werden die Möbel wieder

zur Seite gerückt – und dann kommen

oftmals unangenehme Überraschungen

zum Vorschein. Denn hinter den Möbeln

Um dem Schimmel auf die Spur zu kommen,

klärt der Fachmann zunächst die Ursache für

die Schimmelbildung.

Für Nischen im Haus, an denen sich oft Feuchtigkeit

ansammeln kann, gibt es spezielle Lüftungsgeräte.

unkontrolliert verschiedene Produkte

zur Schimmelentfernung einzusetzen,

denn viele dieser Mittel können ihrerseits

wieder gesundheitliche Beschwerden bei

den Bewohnern hervorrufen. Bei der Sanierung

befallener Räume brauchen die

Hausbewohner grundsätzlich qualifizierte

Hilfe. Zunächst suchen erfahrene Bausachverständige

die Feuchtequelle und

beseitigen deren Ursache. Anschließend

wird das Haus getrocknet. Parallel dazu

wird die genaue Art des Schimmelpilzes

von erfahrenen Innenraumanalytikern

untersucht, damit die Sanierungsfachleute

wissen, mit welchem der zahlreichen

„Gegner“ sie es zu tun haben. Danach

werden die mit dem Schimmelpilz belasteten

Bauteile sorgfältig gereinigt oder

kann die Luft nicht ausreichend zirkulieren.

Feuchtigkeit sammelt sich an, mit der

Zeit kann sich gesundheitlich bedenklicher

Schimmel bilden.

Besonders wichtig ist daher die Lüftung

hinter oder neben Möbeln an Außenwänden

des Gebäudes. An diesen Stellen ist

die Temperaturdifferenz zwischen innen

und außen hoch – sehr gute Voraussetzungen

für Feuchtigkeitsschäden und

Schimmel. Zu diesem Problem kann es

selbst in umfassend wärmegedämmten

Gebäuden kommen. Um die Luft dennoch

auszutauschen, bietet der Markt

spezielle Lüftungsgeräte, die etwa acht

bis zehn Stunden am Tag laufen. Am

einfachsten lässt sich dies mit einer Zeitschaltuhr

regeln. Für lange Möbelfronten

können zwei Geräte in Reihe geschaltet

werden. Wichtig: Wenn es bereits Feuchtigkeitsprobleme

gibt, sollte zuerst ein

Handwerker die Schäden fachgerecht beheben.

Danach kann der Lüfter dann zur

Vorbeugung eingesetzt werden.

vpb/djd

Fotos: Getty Images – AndreyPopov∞; vpb

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Wohnen & Leben

URLAUB AM EIGENEN

SO WIRD DER SOMMER AUCH OHNE FERNREISEN ZUM ERLEBNIS

FLOATING FARM

Sommerurlaube und Kurzreisen waren und sind nicht mehr so einfach möglich, wie wir das gewohnt waren.

Hoch im Kurs stehen daher Alternativen für attraktive Urlaubserlebnisse zu Hause. Mit einem Swimmingpool

hält ein großes Stück Ferienfeeling Einzug in den eigenen Garten. So kann man Urlaubsatmosphäre nicht nur

an wenigen Wochen im Jahr genießen, sondern die gesamte warme Jahreszeit über.

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POOL

Klassische Swimmingpools lassen sich heute

ohne all zu großen Aufwand in einen

Naturpool umbauen

Foto: de.bio.top

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Wohnen & Leben

Wolken in Sicht: Mit einer Schwimmbadüberdachung

macht man sich unabhängig von den Launen des Sommers.

Die Nutzung ist unabhängig vom Wetter möglich,

die Saison lässt sich deutlich verlängern.

INVESTITION IN URLAUBSLAUNE,

DIE DEN GANZEN SOMMER

ÜBER ANHÄLT

Ein eigener Pool lässt sich heute genau

auf die persönlichen Bedürfnisse seiner

Besitzer zuschneiden. „Ob klassisch

rechteckig, rund, oval oder individuell

geformt: Beim Zuschnitt der Becken ist

heute fast alles möglich“, erklärt Markus

Reichert von Fluidra Deutschland. Einen

günstigen Einstieg bieten Komplettbecken-Sets,

die fix und fertig mit

Filteranlage und Starterset angeliefert

werden – der Badespaß kann direkt

nach dem Einbau und der Befüllung beginnen.

Wer sich mehr Individualität

wünscht, kann das Becken mit Freiformen

perfekt in seine Gartenanlage einpassen.

Das geht zum Beispiel mit Bausteinen

wie dem Styropool-System, die

vor Ort aufgebaut und mit Beton verfüllt

werden. Der Zusatzvorteil solcher

Systeme: Sie isolieren das Becken und

sorgen so dafür, dass das Wasser weniger

Wärme an den Boden abgibt. Auch

die individuelle Ausstattung und Gestaltung

von Polyesterbecken ist möglich.

STIMMUNGSVOLL IN SZENE

GESETZT MIT UNTERWASSER-

BELEUCHTUNG

Zusatzausstattungen perfektionieren

das Poolerlebnis zu Hause. Wärmepumpen

und Solaranlagen beispielsweise

nutzen Umweltwärme zur klimafreundlichen

Beheizung des Wassers.

Unterstützend wirken auch Luftkammer-Wärmeplanen

zur Abdeckung der

Wasserfläche, die durch Solareffekte zur

Aufheizung des Beckens beitragen. Unerlässlich

für stimmungsvolle Abende

am Pool sind zudem Unterwasserbeleuchtungen.

Sie lassen die Wasserfläche

sanft erstrahlen und faszinieren

mit Lichtbrechungen und Reflexen. Beleuchtungen

können von Anfang an in

die Beckenwände eingelassen werden.

Es gibt aber auch Lösungen, die sich mit

74

Foto: djd/www.abrideal.de


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© Facedisco

überschaubarem Aufwand nachrüsten

lassen. Stand der Technik sind

LED-Strahler mit Niedervolt, die höchste

Sicherheit mit minimalem Stromverbrauch

verbinden.

NEUER TREND: LOUNGE-POOLS

FÜR GARTEN UND TERRASSE

Wohl noch selten war die Sehnsucht

nach Sonne, Strand und Meer so groß

wie dieses Jahr. Schön, dass man sich

entspannte Urlaubsmomente jetzt ganz

einfach nach Hause holen kann: Sogenannte

Lounge-Pools bieten Badespaß

mit Stil und müssen nicht mehr kosten

als der Jahresurlaub mit der Familie.

STILVOLLE UND KOMFORTABLE

KOMPLETTPAKETE

Lounge-Pools sind komfortable Komplettpakete,

die Badespaß mit stilvollem,

elegantem Ambiente verbinden.

Kernstück ist immer ein Becken, das

sich mit geringem Aufwand im Garten,

auf einer Dachterrasse oder sogar

in einem gut zugänglichen Raum indoor

aufstellen lässt. Besonders spannend

bei Lounge-Pools sind die Mög-

Urlaub zu Hause:

Badespass Dank

bester

Wasserqualität

Der eigene Swimmingpool im Garten ist das Herzstück für einen

vergnügten und entspannten Sommer für die ganze Familie. Ein

Pool lässt das Wochenende zum Kurzurlaub und den Familienurlaub

zum Traum im eigenen Garten werden.

Mit der GRANDER®-Wasserbelebung verbessern Sie auf natürliche

Weise nicht nur die Qualität Ihres Trinkwassers sondern auch

Ihres Poolwassers.

• reduziert Chloreinsatz und Chlorgeruch

• verringert den Verbrauch von Desinfektionsmitteln

und chemischen Zusätzen

• reduziert pH-Wert-Schwankungen

• sorgt für optimale Wasserstabilität

• erleichtert die Reinigung

• schützt die Schwimmbadtechnik

• macht das Poolwasser weich und angenehm

• verringert Augen- und Hautreizungen

• sorgt für ein hohes Wohlbefinden

• garantiert erhöhtes Bade- und Schwimmvergnügen

Mit GRANDER® erhöhen Sie den Badegenuss und minimieren den

Zeit- und Kostenaufwand! So werden Sie schnell und einfach zum

Meister Ihres Pools und können Ihre Wellnessoase den ganzen

Sommer lang unbeschwert genießen.

Die gut geschulten und kompetenten GRANDER®-Fachberater

beraten Sie gerne kostenlos und unverbindlich – natürlich bei

Ihnen vor Ort – für Ihr nachhaltiges, natürliches und bestes

WASSER-Konzept.

www.grander.com

Stimmungsvolle Poolabende: Eine Unterwasserbeleuchtung

gehört einfach dazu.

Foto: djd/www.abrideal.de; Biotop

75

...die ganze Kraft des Wassers.


Wohnen & Leben

lichkeiten zur Umfeldgestaltung, verschiedene

Beispiele hierzu werden auf

der Website www.laghetto.de vorgestellt.

Die Becken lassen sich sehr gut

mit modularen Sitz- und Liegeelementen

kombinieren, die nicht nur zum

Baden, sondern auch zum Entspannen

und Erholen rund um die Wasserfläche

einladen. Ganz nach persönlichem

Geschmack sind die Sitzelemente in

natürlich schöner Rattanoptik in verschiedenen

Farben gestaltbar.

MEHR WELLNESS IM HAND-

UMDREHEN INSTALLIERT

Die Technik für die problemlose Wasserpflege

und die Beheizung ist unsichtbar

und gut zugänglich eingebaut,

Wärmepumpenheizungen stellen eine

energiesparende Möglichkeit dar, das

Wasser immer auf angenehmen Temperaturen

zu halten.

Als Standard- oder Zusatzausstattung

bieten die Hersteller – abhängig vom

Modell – komfortable Wellness-Extras

wie eine Whirl-Funktion, dekorative

Wasserfälle oder bequeme Einstiegslösungen

oder gepolsterte Sonnenliegenauflagen

an. Für Sportliche gibt es Gegenstromanlagen.

Empfehlenswert sind

zudem Bodensauger für die Pflege sowie

Sommer- und Winterabdeckungen,

die das Wasser und die Liegemodule

schützen. In den meisten Fällen nimmt

der Einbau nicht mehr als ein oder zwei

Tage in Anspruch.

Ein Lounge-Pool mit angegliederten Liegeflächen

macht aus einer Dachterrasse ein privates Luxus-Spa.

WER EINEN POOL IM GARTEN

PLANT ODER SCHON BESITZT,

SOLLTE IHN ÜBERDACHEN

LASSEN

Wer über einen Pool im eigenen Garten

verfügt, konnte sich im letzten

Sommer glücklich schätzen. Denn das

Baden im öffentlichen Freibad war,

wenn überhaupt, nur unter Einhaltung

strenger Hygienevorschriften erlaubt.

Die ohnehin hohe Nachfrage nach heimischen

Bädern ist noch einmal

sprunghaft gestiegen, die Auftragsbücher

der Fachfirmen sind voll. Ganz

gleich, ob man sich einen Pool neu anschafft

oder das bestehende Schwimmbecken

schützen möchte: Eine Überdachung

sorgt über viele Jahre für ungetrübten

Badespaß. Diese fünf Gründe

sprechen für eine solche Lösung:

1. Die Badesaison verlängern

Mit einer Schwimmbadüberdachung

treten die Launen des Sommers in den

Hintergrund. Die Nutzung des Pools

ist unabhängig vom Wetter möglich,

die Saison lässt sich deutlich verlängern.

Man startet im Frühjahr und

kann das Badevergnügen bis in den

Herbst hinein genießen.

So wird der Sommer noch schöner:

Ein Lounge-Pool lädt zum Relaxen im eigenen Garten ein.

2. Energie sparen

Durch eine Poolüberdachung wird ein

zu starkes Auskühlen des Wassers verhindert

– das wirkt sich positiv auf den

Energieverbrauch im Schwimmbadbetrieb

aus. Sie ist dabei viel effektiver als

eine Plane, denn durch die Sonneneinstrahlung

via Verglasung erwärmt sich

das Wasser um etwa sechs bis acht

Grad Celsius mehr als ohne Überdachung

– und das ohne zusätzlichen

Energieaufwand.

3. Pool vor

Verschmutzungen schützen

Wer sich für eine Poolüberdachung

entscheidet, kann sich das lästige Beseitigen

von Blättern, Blütenstaub,

Pollen, Insekten und Co. ersparen.

Dies macht sich vor allem etwa nach

Gewittern oder nach dem Winter

76 Fotos: djd/Piscine Laghetto


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IMMOBILIEN

AWARD

2021

Metropolregion

Stuttgart

© EKZ Grundstücksverwaltung GmbH & Co. KG

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ENDSPURT FÜR EINREICHUNGEN BEIM IWS IMMOBILIEN AWARD –

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Der Verband Immobilienwirtschaft Stuttgart e. V. (IWS) schreibt zum achten Mal seinen

ImmobilienAward Metropolregion Stuttgart aus. Verliehen wird er am 11. November 2021 in der

Alten Reithalle in Stuttgart.

Noch bis zum 31. Mai 2021 können sich private und öffentliche Bauherren, Entwickler,

Architekten und Investoren mit ihren Objekten aus den Segmenten Gewerbeimmobilien,

Wohnimmobilien und öffentliche Immobilien bewerben.

Informationen und Teilnehmer-Unterlagen finden Sie unter www.iws-immobilienaward.de.

Für Fragen steht Ihnen die Geschäftsstelle des IWS unter Tel. (0711) 27 38 24-85

oder per E-Mail: info@iws-stuttgart.de gerne zur Verfügung.

Verband für die Metropolregion Stuttgart

Immobilienwirtschaft Stuttgart e.V. / Verband für die Metropolregion Stuttgart

Sophienstraße 40 . 70178 Stuttgart . Tel. (0711) 27 38 24-85 . Fax (0711) 27 38 24-84

info@iws-stuttgart.de . www.iws-stuttgart.de

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Wohnen & Leben

Innovative Technik für die sparsame

Poolheizung: Wärmepumpe mit der

Möglichkeit der Fernsteuerung über

Smartphone-App.

DEN RECHTLICHEN RAHMEN BEACHTEN

Je nach Größe oder Bauweise ist für den Swimming-Pool im eigenen

Garten eine Baugenehmigung erforderlich. Darauf weist der Verband

Privater Bauherren (VPB) hin. Entscheidend ist das Landesbaurecht.

Viele Länder folgen in Sachen Swimming-Pool der Musterbauordnung.

Danach sind zum Beispiel Schwimmbecken bis 100 Kubikmeter im Garten

für private Freizeit-Nutzung genehmigungsfrei, wenn sie im Siedlungsgebiet

und nicht in einem Außenbereich im Sinne des § 35 BauGB

liegen (§ 61 Nr. 10 a) MBO) installiert werden. Soll aber der Pool fest

überdacht und von (Glas-)Wänden umfasst sein, handelt es sich dagegen

um ein Gebäude, das genehmigungspflichtig sein kann. Wenn solch ein

Pool an das bestehende Haus angebaut werden soll, löst auch das meist

eine Genehmigungspflicht aus.

Unabhängig von der Genehmigungspflichtigkeit müssen Bauherren

auch alle bauordnungs- und bauplanungsrechtlichen Vorschriften einhalten.

Es kann etwa sein, dass der Bebauungsplan Vorgaben macht.

Wenn dort Nebenanlagen nicht zulässig sind, ist auch ein einfaches Becken

planungsrechtlich untersagt. Es gibt sogar Bebauungspläne, die

Swimming-Pools explizit verbieten.

Vor Baubeginn sollten also frühzeitig die rechtlichen Rahmenbedingungen

vor Ort ermittelt werden.

durch den deutlich geringeren Pflegeaufwand

bemerkbar.

4. Erhöhter Komfort durch einseitige

Führung oder Motorisierung

Für das einfache Öffnen und Schließen

von Überdachungen stehen heute verschiedene

Lösungen zur Wahl. Mittels

einer einseitigen Bodenführung zum

Beispiel kann die Überdachung leicht

verschoben werden. So sind keine

Bodenschienen erforderlich und der

schöne Terrassenbelag um den Pool

bleibt erhalten, auch kann ein Solarantrieb

für mehr Komfort sorgen.

5. Mehr Sicherheit

Auch unter Sicherheitsaspekten ist eine

Poolüberdachung ein sinnvolles Extra.

Fatal können die Folgen sein, wenn

ein Kind oder ein Haustier in einem unbeobachteten

Moment in den Pool

fällt und sich womöglich allein nicht

helfen kann. Abschließbare Abdeckungen

können solche Unglücke verhindern.

Die Überdachung wird nur dann

geöffnet, wenn man tatsächlich schwimmen

möchte.

ERNEUERBARE ENERGIEN

BRINGEN DEN POOL KLIMA-

FREUNDLICH AUF ANGENEHME

TEMPERATUR

Wer einen Pool im eigenen Garten hat,

kann den Start in die Badesaison kaum

erwarten. Gerade nach den Urlaubsbeschränkungen

der vergangenen Monate

ist die Sehnsucht nach Sport und

Bewegung an der frischen Luft groß.

Auch bei kühleren Außentemperaturen

macht das Schwimmen und Planschen

Spaß, wenn die Wassertemperaturen

im Becken passen. Doch die

Poolheizung sollte weder die Umwelt

noch die Haushaltskasse über Gebühr

belasten. Gefragt sind daher klimafreundliche

und energiesparende

Techniken sowie Ausstattungen, die

Wärmeverluste reduzieren.

WÄRMEPUMPEN EINFACH

NACHRÜSTEN

Für die Poolheizung eignen sich etwa

Wärmepumpen. Sie nutzen überwiegend

Umweltenergie, indem sie der

Luft Wärme entziehen und diese in

einem bewährten thermodynami-

schen Prozess als Heizenergie nutzbar

machen. Nur ein kleinerer Teil der

Energie muss als Betriebsstrom für

die Wärmepumpe zugeführt werden.

Wer über eine eigene PV-Anlage auf

dem Haus Strom erzeugt, kann diesen

auch für die Pool-Wärmepumpe nutzen

und sie nahezu vollständig

klimaneutral betreiben. Die Installation

einer Wärmepumpe ist auch

nachträglich möglich, Informationen

und Tipps dazu gibt es unter www.

zodiac-poolcare.de/blog/waermepumpen-fuer-pools.

Sie kann einfach

neben dem Becken aufgestellt werden.

Neben dem Stromanschluss sind dafür

lediglich Schläuche für den Wasserzulauf

und -ablauf erforderlich.

RUNDUM-WÄRMESCHUTZ

FÜR WENIGER HEIZAUFWAND

Zusätzliche Wärmeschutzmaßnahmen

am Becken selbst sorgen dafür, dass die

Wärme im Wasser und die Energierechnung

niedrig bleibt. Bereits bei der Planung

und beim Bau können wärmedämmende

Materialien wie Styropor

eingebaut werden, doppelt isolierte

78 Fotos: djd/Zodiac


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Wände reduzieren Energieverluste aus

dem Wasser. Wichtig ist auch

eine isolierende Poolabdeckung, zum

Beispiel mit Luftkammer-Wärmeplanen.

Sie leisten tagsüber durch Solareffekte

einen Beitrag zur Aufheizung

des Wassers und minimieren nächtliche

Wärmeverluste.

BADESPASS AB

DREI EURO AM TAG

Der eigene Pool ist heute für fast jeden

Eigenheimbesitzer erschwinglich. Laut

Bundesverband Schwimmbad und

Wellness e. V. (BSW) müssen Betrieb

und Heizung nicht mehr als drei Euro

am Tag kosten – dafür gibt es nicht

einmal die Tageskarte fürs Freibad.

Voraussetzung ist eine optimale Planung

des Beckens und der Technik:

„Lage und Ausstattung des Schwimmbeckens

haben direkte Auswirkungen

auf die Kosten für Beheizung und Wasserpflege“,

erklärt Markus Reichert von

Fluidra Deutschland. Und das sind die

wichtigsten Einflussfaktoren.

GUTE PLANUNG FÜR

GÜNSTIGE BETRIEBSKOSTEN

Sonnige Plätze mit wenig Zugluft sind

ideal für den Einbau des Beckens. Sie

senken den Aufwand für die Beheizung,

zudem ist der Aufenthalt im und

am Wasser in der Sonne angenehmer.

Zugluft lässt sich unter Umständen

mit clever platzierten Mauern oder

Hecken fernhalten. Spezielle Beckensysteme

wie Styropool dämmen das

Becken zum Erdreich hin und verringern

Wärmeverluste. Diese Bauart,

über die es auf www.duw-pool.de

mehr Infos gibt, ermöglicht zudem

eine freie Formgestaltung des Pools.

Unbedingt empfehlenswert sind Abdeckungen.

Sie verringern die Wärmeabgabe

während der Nacht oder an

kühlen Tagen und verhindern zugleich,

dass Schmutz oder Laub ins

Wasser gelangen. Spezielle Wärmeplanen

können sogar die Sonnenstrahlen

absorbieren und zur Erwärmung des

Poolwassers beitragen.


red/djd

Abschließbare Abdeckungen sind auch aus Sicherheitsgründen sinnvoll,

etwa wenn Kinder im Haushalt leben. Die Überdachung wird nur dann

geöffnet, wenn man tatsächlich schwimmen möchte.

GUTE POOLWASSER-QUALITÄT

Ist der Pool in Betrieb genommen, gilt die Aufmerksamkeit der Wasser-Qualität.

Hier ist die Lösung immer eine Kombination aus optimaler

Pooleinstellung, regelmäßigen messtechnischen Kontrollen, Pflege und

Wartung – und einer Wasserbelebung, wie sie der Hersteller GRANDER®

anbietet. Mit dieser Methode wird die innere Wasserstruktur verbessert,

dadurch werden Desinfektionsmittel und chemische Zusätze auf ein Minimum

reduziert. Zudem wird die Schwimmbadtechnik geschützt und

die Anfälligkeit des Wassers gegen pH-Wert-Schwankungen ebenso reduziert

wie die Neigung zur Bildung von mineralischen Ablagerungen

(im Pool, bei der Abdeckung, Überlaufrinne usw.). Die Wasserbelebung

macht so das Poolwasser weich und angenehm, sie reduziert das Risiko

von Augen-/Hautreizungen und schenkt genussvolles Badeerlebnis.

DIE FACHBERATUNG IST DAS A UND O

Private Schwimmbäder werden hinsichtlich der Wasseraufbereitung

oft sehr unterschiedlich betrieben – daher ist für eine nachhaltige

Verbesserung eine gute Systemanalyse unbedingt erforderlich. Die

GRANDER®-Fachberater zum Beispiel erheben vor Einsatz der Wasserbelebung

den Ist-Zustand vor Ort. Unter Berücksichtigung der

Wasseranalysedaten und den Gegebenheiten im jeweiligen Pool werden

die zum Einsatz kommenden Geräte dimensioniert. Aus jahrelanger

Erfahrung wissen die geschulten Fachkräfte, wie eine optimale Einstellung

einer Poolanlage zu erfolgen hat. Mehr darüber unter www.grander.com.

red

Foto: djd/www.abrideal.de

79


Wohnen & Leben

KOCH-VERGNÜGEN

UNTER FREIEM HIMMEL

FLOATING FARM

OUTDOOR-KÜCHEN SIND IM TREND – MITTLERWEILE IST BEINAHE ALLES MÖGLICH

OCQ-05, WHITE – Modulare Designerküche aus Esslingen a.N.

Sobald die Temperaturen steigen,

gibt es einen weiteren Grund, in den

Garten zu ziehen: Würstchen werden

gebräunt, Salate geschnitten und Folienkartoffeln

mit Dip gereicht. Die Luft

ist von ausgelassenen Gesprächen erfüllt

und wenn nicht unbedingt nötig,

bekommen uns keine zehn Pferde ins

Haus. Müssen sie auch gar nicht, denn

das Draußen ersetzt immer mehr das

Drinnen: Mit beschatteten Sitzplätzen,

gemütlichen Lounge-Möbeln, köstlichen

Naschbeeten und vielleicht sogar

einem erfrischenden Pool haben wir im

Freien alles, was unser sommerliches

Herz begehrt.

DARF'S NOCH

ETWAS MEHR SEIN?

Wer Spaß am Kochen hat, aber ungern

die Sonnenstunden im Haus verbringen

möchte, für den ist eine Outdoor-

Küche perfekt. Mit ihr steht dem Braten

und Brutzeln unter freiem Himmel

nichts mehr im Weg. Während das

Würstchen auf dem Grill liegt, kann am

Waschbecken der Salat gewaschen und

in einem Wok leckeres Risotto gekocht

werden. Vielleicht ist auch ein luxuriöser

Plancha-Grill eingebaut, auf dem

sich buntes Gemüse schmackhaft anbraten

lässt. Einfach herrlich! „Bei

Outdoor-Küchen ist mittlerweile beinahe

alles möglich“, erklärt Dr. Michael

Henze vom Bundesverband Garten-,

Landschafts- und Sportplatzbau (BGL)

e.V. „Angefangen bei einer schlichten

Kochzeile mit Gasgrill bis hin zu einer

komfortablen und multifunktionalen

Freiluftküche, die der Küche im Haus in

fast nichts nachsteht.“ Welche Variante

für den eigenen Garten und die persönlichen,

kulinarischen Vorlieben am geeignetsten

ist, lässt sich am besten in einem

Gespräch mit einem Landschaftsgärtner

klären. Der Profi kennt sich mit

den verschiedenen Möglichkeiten und

Materialien aus und weiß, wie sich der

Traum von der Freiluftküche im Garten

individuell umsetzen lässt.

DINIEREN IM GRÜNEN

An erster Stelle steht die Frage nach

dem Standort. Befindet sich die Draußen-Küche

in der Nähe des Hauses,

sind die Wege zu den Zutaten, Gewürzen

oder dem Geschirr kürzer. Platziert

man die Küche zentral im Garten, ist

das Gefühl vom Kochen in der Natur

und unter freiem Himmel noch eindrucksvoller.

Schön ist es, wenn sich an

die Outdoor-Küche auch ein Bereich

mit großem Esstisch und stimmungs-

80

Foto: OCQ – Esslingen


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Schicke Outdoor-Küchen lassen sich besonders bequem nutzen,

wenn man einen Erdgasanschluss auf der Terrasse einplant.

vollen Lichtinstallationen anschließt.

Integrierte Lautsprecher runden das

ausgelassene Freiluftgefühl ab und erschaffen

mit leiser Hintergrundmusik

ein entspanntes Ambiente. „Wichtig ist,

dass sich die Outdoor-Küche und auch

der Essbereich harmonisch in den Garten

einfügen und sich die Gartenbesitzer

und Freunde dort wohlfühlen“, hebt

Dr. Michael Henze hervor. „Das erreicht

man nicht zuletzt mit einer ansprechenden

Bepflanzung. Umgeben

von Hecken, beschattet von Bäumen

und neben wohlduftenden Kräutern –

mit denen die Gerichte zugleich individuell

verfeinert werden können – lässt

sich das Draußen wunderbar in großem

Kreis genießen.“

Hecken, Mauern oder Sträucher dienen

zudem auch als Windschutz, was besonders

beim Grillen mit Holzkohle

wichtig ist. Eine Überdachung ermöglicht

es, auch bei Regen im Freien zu

sein. Schöne Varianten sind halboffene

Gartenhäuser oder ein Pavillon. Eine

bewachsene Pergola oder ein leichtes

Sonnensegel spenden während der heißen

Tage im Sommer schützenden

Schatten.

WETTERFESTE MATERIALIEN

Damit die Freude an der Outdoor-Küche

viele Jahre lang anhält, ist es wichtig,

dass die Küchenelemente, der Bodenbelag

und auch die Möbel robust,

witterungsfest, frostsicher und UV-beständig

sind. Denn sie sind durch das

Jahr hindurch von Wind und Regen,

Schnee und direkter Sonneneinstrahlung

ausgesetzt. Materialien wie Teakholz,

Edelstahl, Schiefer oder Granit

eignen sich beispielsweise gut. Für einen

puristischen Look ist Sichtbeton

eine gute Wahl – mittlerweile gibt es

sogar die Möglichkeit, den Baustoff mit

Farbpigmenten einzufärben.

STROM- UND GASANSCHLÜSSE

Um bei Bedarf auch Geräte wie einen

Mixer oder einen kleinen Pizzaofen

draußen anschließen zu können, ist es

ratsam, ein paar Steckdosen in die Outdoor-Küche

zu integrieren. Und wer

sowieso Erdgas in seinem Haus nutzt,

kann sich auch das Schleppen von Gasflaschen

ebenso ersparen wie der Ärger,

wenn mitten im schönsten Grillvergnügen

die Gasflasche leer ist. Fast ebenso

einfach wie eine Außensteckdose für

elektrischen Strom ist die Installation

eines Outdoor-Gasanschlusses an der

Außenwand des Hauses. Im Rahmen

Foto: djd/Kupferinstitut/unsplash

81


Wohnen & Leben

Die Gartenküche von Gartenmetall ® aus Metall in Edelrostoptik mit hochwertigem Gasgrill

und speziellem Outdoor-Kühlschrank lädt zu gemütlichen Grillabenden im Freien ein.

Die jüngste Generation der Outdoor-

Küchen des Unternehmens OCQ setzt

neue Maßstäbe: Die modulare bbqubeX

(rechts) bietet ungeahnte Möglichkeiten.

Mehr als 20 Dekors wie Marmor, Beton,

Corten oder auch Granit stehen zur Auswahl.

Links: OCQ-01 mit Pizzahaube.

eines Neubaus oder einer Modernisierung

kann der Installateur eine Verlängerung

der vorhandenen Gaskupferleitungen

bis auf die Terrasse vorsehen.

Als Übergabestelle stehen heute

Gassteckdosen zur Verfügung, die ähnlich

unkompliziert funktionieren wie

eine Elektrosteckdose. Der Schlauch

des Gasgeräts wird mit einem passenden

Stecker versehen und kann einfach

eingesteckt werden. Sicherungen sorgen

dafür, dass beim Entfernen des

Steckers kein Gas austreten kann.

Doch Vorsicht: Alle Arbeiten, die mit

den Gasanschlüssen zu tun haben, dürfen

ausschließlich nur von Fachhandwerkern

durchgeführt werden.

EXKLUSIVE OUTDOORKÜCHEN

AUS METALL

Moderne Outdoorküchen sind die Krönung

für jeden Garten und liegen stark

im Trend. Damit können die Besitzer

Freunde oder Kollegen beeindrucken

und Grillabende bei sommerlichen

Temperaturen und in geselliger Runde

genießen.

Die Gartenküchen von „gartenmetall“

aus Nürtingen zum Beispiel sind hochwertigen

Einbauküchen nachempfunden,

nur dass sie in Material und Robustheit

speziell für den Außenbereich

konzipiert wurden. Sie müssen auf ebenem

und stabilem Untergrund aufgestellt

werden, damit die Elemente sicher

stehen und nichts wackelt.

Abmessungen, Einteilung der Module

und Aufbau können auf die Bedürfnisse

der Bauherren angepasst werden, so

dass eine passgenaue Küche entsteht, an

der das Kochen im Freien richtig Spaß

macht. Beim Material kann der Kunde

zwischen rostrotem Cortenstahl, rotex-geschliffenem

Edelstahl oder farbbeschichtetem

Edelstahl wählen, bei

den Arbeitsplatten zwischen schwarzem

Granit, Edelstahl oder innovativer

Glaskeramik. Alle Oberflächen lassen

sich mit einem normalen Lappen reinigen,

sind lebensmittelecht und halten

Wind und Wetter stand.

Wer es noch individueller und exquisiter

mag, kann die Küche mit verschiedenen

Zusatzelementen erweitern:

82 Fotos: Gartenmetall®; OCQ


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der zur Verfügung stehenden Module:

Die bbqubeX kann klassische Küchenzeile

sein – oder aber vollausgestattete

Kochinsel mit Theke und passenden

Sitzmöglichkeiten. Alles ist möglich,

der Gestaltungsspielraum ist groß – der

Planungsaufwand jedoch klein: Denn

die Module sind bestens aufeinander

abgestimmt und lassen sich mühelos

kombinieren.

Hinzu kommen verschiedenste Geräteund

Ausstattungsoptionen: Angefangen

bei der puristischen Version mit Gasgrill,

BBQ-Haube und Waschbecken bis

hin zur Vollausstattung mit Induktionskochfeldern

und Kühlschrank.

Mit ihren klaren Linien und ihrem puristischen

Design passt die bbqubeX

hervorragend zur Architektur moderner

Häuser. Durch eine Vielzahl an

wählbaren Dekors wie Marmor, Beton,

Corten oder auch Granit können Stilelemente

der Architektur aufgegriffen

oder bewusst Kontrapunkte gesetzt

werden. Über 20 Dekors stehen in Summe

zur Auswahl. Egal, für welchen

Look man sich am Ende entscheidet:

Dank der innovativen Ceramic-Oberfläche

ist jede bbqubeX gleichermaßen

robust, wetterbeständig und pflegeleicht.

Edelstahl-Gasgrill, Spülbecken, Kühlschrank

und Mülleimer sind nur einige

der Elemente, die als Ergänzung angeboten

werden. In diesen Fällen müssen

vorher Anschlüsse für Strom und (Ab-)

Wasser gelegt werden. Und für den

Gasgrill muss im Unterschrank eine

Gasflasche deponiert werden. So ausgestattet

steht die Küche im Garten der

im Haus in nichts nach. Nur ist der

Sommer im Freien einfach einen Tick

schöner.

bbqubeX – ARCHITEKTUR TRIFFT

KÜCHE. FÜR DRAUSSEN.

Die brandneue Generation der Outdoor-Küchen

der Marke OCQ aus

Esslingen setzt nicht nur durch ihren

Look neue Maßstäbe: Die modulare

bbqubeX bietet Architekten und Gartenästheten

X-Möglichkeiten hinsichtlich

Dekor, Ausstattung und Layout – auf

allerhöchstem Qualitätsniveau.

In die Entwicklung der bbqubeX ist all

das Firmen-Know-how mit eingeflossen,

wichtiges Kundenfeedback – einfach

sämtliche Erkenntnisse, die über

die Jahre gesammelt wurden.

„Herausgekommen ist eine Outdoor-Küche,

die sich hochindividuell

gestalten lässt, die viele Eigenschaften

vereint und wirklich kaum Wünsche offen

lässt“, schwärmt Nadine Pollex,

Gründerin des Unternehmens OCQ.

Was sie damit meint, zeigt sich bereits

bei den verschiedenen Aufbauvarianten

Zum Erscheinungsbild der bbqubeX

sagt Designer Michael Schmidt, der

bereits die ersten bbqube-Kollektionen

entworfen hat: „ Für mich gehört ein

Grill nicht an die Hauswand oder ans

entlegene Ende einer Terrasse, sondern

genau mittenrein in die Gartenparty,

den Kindergeburtstag, das entspannte

Abendessen mit Freunden.

bbqubeX soll Lebensmittelpunkt sein.

Hier, wo das Essen zubereitet wird, soll

man sich austauschen, lachen, einfach

eine gute Zeit haben. Aus diesem

Grund haben wir besonders darauf geachtet,

dass die Elemente von allen Seiten

richtig gut aussehen. Das Auge isst

schließlich mit.“


red/djd

Foto: OCQ-Bernd Kammerer

83


Wohnen & Leben

AUF DIE

WÜRSTE,

FERTIG,

LOS –

Zusammen Rezepte ausprobieren und

genießen: Grillen ist ein geselliger Spaß.

START IN DIE GRILLSAISON

ES IST EINE HEISSE LIEBESGESCHICHTE ZWISCHEN DEN DEUTSCHEN UND DEM SPIEL

MIT DER GLUT. 1,6 MILLIARDEN MAL (!) PRO JAHR WIRD HIERZULANDE DER GRILL

ANGEFEUERT. TIPPS UND TRENDS RUND UM DIESE BESONDEREN GAUMENFREUDEN.

Sobald das Wetter es erlaubt, sind draußen die Grills in Aktion. Für Abwechslung auf dem Rost sorgen neben Steaks, Würstchen

und Co. auch Gemüse, Kartoffeln und Obst. Doch falsche Handhabung am Grill ist riskant, etwa wenn sich durch auf die Glut

tropfendes Fett krebserregende Stoffe bilden oder krank machende Keime durch unsachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln

übertragen werden. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hat Tipps für ungefährliche Gaumenfreuden am Gril

Tipp 1: Grillgut – tierisch gut!

Fleisch, Würstchen, Fisch, Käse und Co.

sind für viele Menschen kulinarische Höhepunkte

auf dem Teller. Essen Sie sich an

leckeren Gemüse- und Salatbeilagen satt

und genießen Sie die tierischen „Highlights“

bewusst und in Maßen. Weniger

Wurst und Fleisch ist gesünder und lässt

finanziellen Spielraum für Produkte aus

verbesserter Tierhaltung, beispielsweise

Fleisch mit einer Haltungskennzeichnung

des Handels der Stufe 3 oder 4, mit dem

Tierschutzlabel oder Bio.

Nachhaltig gefangener Fisch ist an Siegeln

wie MSC und Naturland Wildfisch zu erkennen,

Fisch aus nachhaltiger Aquakultur

an Kennzeichnungen wie Bio oder

dem ASC-Logo.

Auch Käse gibt es in verschiedenen Varianten

für den Grill. Halloumi zum Beispiel

– eine Grillspezialität aus Zypern,

aus Schaf-, Ziegen- oder Kuhmilch. Er behält

auch beim Erhitzen seine feste Struktur.

Zwar eignen sich auch andere Käsesorten

zum Grillen – allerdings zerfließen

sie in der Regel bei Hitze und eignen sich

daher nicht „solo“. Keinesfalls sollte Käse

und anderes Salziges in Alufolie gewickelt

werden, da sonst Aluminium herausgelöst

werden kann (siehe auch unter Tipp

3: Grillwürze)! Wird Käse bereits in Aluschalen

verkauft, sind diese in der Regel

speziell beschichtet.

Gepökeltes gehört nicht auf den Grill.

Denn beim Erhitzen von Kassler oder

Räucherspeck, Fleisch- und Bockwurst

oder Leberkäse können aus dem Nitritpökelsalz

krebserregende Nitrosamine

entstehen.

Tipp 2: Grillvarianten –

Vegetarisch lecker!

Im Handel findet sich eine Fülle von

vegetarischen Fleischersatzprodukten.

Aber auch die Gemüse- und Obsttheken

bieten eine reiche Auswahl: Festfleischige,

saftige Gemüsearten – etwa Zucchini,

Auberginen, Cocktailtomaten, Champignons,

Fenchel, Spargel, Maiskolben, Paprika,

Kürbis, Kartoffeln oder Zwiebeln

– eignen sich hervorragend zum Grillen.

Gemüse mit Öl bestreichen, dickere Ware

vorher in Scheiben schneiden oder vorgaren.

Einfache Desserts vom Rost sind

84

Foto: djd/naturdarm.de/bernardbodo - stock.adobe.com


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Äpfel, Birnen, Bananen, Erdbeeren, Pfirsiche,

Pflaumen, Aprikosen, Ananas oder

Mangos. Fünf Minuten auf dem Grill und

sie besitzen ein besonderes Aroma.

Komplett wird ein gesundes und kalorienmoderates

Grillbüfett durch frische

Salate, Gemüsesticks mit Dips, Folienkartoffeln

und Brot.

Tipp 3: Grillwürze

Fleisch, Fisch oder Gemüse erst nach

dem Grillen salzen. Das Grillgut verliert

sonst Wasser, wird trocken und leidet am

Geschmack. Wer Alu-Grillschalen oder

Alufolie verwendet, sollte später auf dem

Teller würzen: Denn Salz und Säure lösen

Aluminium und übertragen es aufs Grillgut.

Eine Alternative sind Grillschalen

aus Edelstahl, die zudem immer wieder

verwendet werden können.

Um das Austrocknen zu verhindern, sollte

das Grillgut dünn mit hitzestabilem Öl

bestrichen werden. Grillsachen mit würziger

Marinade am besten selber einlegen,

weil hierbei auf Zusatzstoffe verzichtet

wird und die Beschaffenheit von Fleisch

und Fisch besser beurteilt werden kann.

Die Grillwaren vollständig mit der Marinade

bedecken, zwischen 30 Minuten

bis zu 24 Stunden einwirken lassen – im

Kühlschrank! Regel hierbei: Fischfilets

nur kurz, zarte Steaks und Filets wenige

Stunden und je dicker das Fleischstück,

umso länger marinieren. Vor dem Grillen

die Marinade gut abtupfen!

Tipp 4: Grillhygiene

Rohe tierische Lebensmittel können

krankheitserregende Keime enthalten.

Bei gut durchgegrillten Steaks sind Bakterien

kein Problem. Eine Übertragung von

Keimen von rohen auf gegarte Lebensmittel

muss vermieden werden, deshalb

verschiedenes Besteck und Teller verwenden.

Hände, Geräte und Flächen, die mit

rohem Fleisch, Fisch oder verwendeten

Marinaden in Kontakt waren, gut mit heißem

Wasser und Spülmittel säubern.

Möglichst keine Speisen – etwa Mayonnaise

oder Desserts – mit rohen Eiern

zubereiten, vor allem dann nicht, wenn

die Speisen nicht gekühlt werden können.

Tipp 5: Grillgerät

Während eingefleischte Grillfans gerne

offenes Holzkohlefeuer entfachen, das

dem Grillgut den typischen Geschmack

verleiht, schätzen andere die kurze Vorheizzeit

von Gas- und Elektrogeräten.

Durch den fehlenden Rauch entstehen

hierbei weniger gesundheitsschädliche

Stoffe, und es gibt keine Asche zu entsorgen.

Um sich vor Fettspritzern zu schützen,

gehören Schürze, Handschuhe und

eine lange Grillzange zur Grundausstattung

von Grillmastern.

Tipp 6: Grillplatz

Jeder Rost braucht einen sicheren und

festen Standplatz. Ein mit Holzkohle betriebener

Grill darf jedoch niemals in der

Garage oder in Räumen angefacht werden

– auch nicht, wenn Fenster oder Türen

geöffnet sind. Das entstehende Kohlenmonoxid

kann zu tödlichen Vergiftungen

führen. Deshalb darf die Restwärme des

Grills auch drinnen nicht als Heizquelle

dienen.

Tipp 7: Grilltechnik

Als Brennmaterial für den Holzkohlegrill

nur Holzkohle oder -briketts verwenden!

Altpapier oder Holz hingegen können

beim Abfackeln krebserregende Stoffe

entwickeln, die sich mit dem Rauch auf

die Grillwaren legen. Den Grill rechtzeitig

mit Holzkohle anheizen und so lange

durchglühen lassen, bis sich eine weiße

Ascheschicht gebildet hat. Fleisch, Fisch

oder Gemüse erst auflegen, wenn kein

Rauch mehr aufsteigt.

Damit kein Fett in die Glut oder auf die

Heizschlange gelangt, sollte das Grillgut

auf Grillschalen, am besten aus Edelstahl

oder mit emaillierter Oberfläche, gelegt

werden. Verzichten Sie außerdem auf das

ständige Bestreichen mit Marinade oder

das Bespritzen mit Bier! Verkohlte Stellen

an gegrilltem Fleisch, Gemüse oder Obst

sollten nicht verzehrt werden!

Tipp 8: Grillkohle

Bei Grillkohle und -briketts Produkte aus

Deutschland bevorzugen und auf Zeichen

für nachhaltige Waldwirtschaft achten,

wie etwa das FSC-Siegel. Es kennzeichnet

Holzprodukte, die aus einer nachhaltigeren

Waldbewirtschaftung stammen.

Nicht näher gekennzeichnete Grillkohle

kann auch durch Raubbau an Urwäldern

entstanden sein. Ohne die Zerstörung

von Wäldern wird Grillkohle aus Reststoffen

gewonnen. In einigen Geschäften

erhalten Sie beispielsweise Grillbriketts

aus Olivenkernen, Maisspindeln oder Kokosnussschalen.

SICHERER START IN DIE GRILL-

SAISON MIT EINEM GASGRILL

Wer im Besitz eines Gasgrills ist, sollte

sein Gerät überprüfen und fit für die

Grillsaison 2021 machen. Der Internet-Blog

GasProfi24 hat eine Reihe von

Tipps zusammengestellt, so dass einem

sicheren Angrillen nichts im Wege steht.

GASREGLER UND GASSCHLAUCH

AUF DICHTIGKEIT PRÜFEN

Nach einer so langen Pause ist das Bedürfnis

groß, schnell und ohne aufwendige

Vorarbeit den Grill anzuschmeißen

und das erste Grillgut aufzulegen. Da sind

Gasgriller ja auch verwöhnt – immerhin

ist die kurze Vorlaufzeit ein gewichtiger

Grund, wieso man sich für einen Gasgrill

entscheidet. Dennoch sollte man sich

vor dem ersten Steak insbesondere den

gasführenden Teilen wie Gasschlauch,

Bratwürste sind Klassiker für den Grill, im Naturdarm

werden sie besonders knusprig.

Foto: djd/naturdarm.de/Alexander Raths - stock.adobe.com

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Wohnen & Leben

Wie die Trendforschung zeigt, ist die Grillfreude der Deutschen ungebrochen.

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Wohnen & Leben

Im Trend: Neben Würstchen kommen bei den Deutschen

immer mehr Burger Patties auf den Grill.

Gasregler und Brenner widmen und diese

auf Dichtigkeit und ordentliche Beschaffenheit

überprüfen. Das Flüssiggas

der Raffinerien ist mit Geruchsstoffen,

einer sogenannten Odorierung, versetzt,

so dass austretendes Gas relativ schnell

bemerkt wird. Eine weitere, gründliche

Überprüfung ist dennoch natürlich ebenfalls

auszuführen!

Übrigens: Nach rund acht Jahren sollten

Gasschläuche generell ausgetauscht werden

– unabhängig davon, ob sie porös

sind oder nicht. Der Zeitpunkt der Herstellung

ist dabei direkt auf den Schlauch

aufgedruckt. Überprüfen Sie auch den

Gasdruckminderer auf seine Beschaffenheit.

Druckminderer, die technisch nicht

mehr einwandfrei funktionieren, verschließen

sich meistens und führen dann

kein Gas mehr. Sollte dies der Fall sein,

einfach leicht mit einem Holzstück (z.B.

Hammerstiel) auf den Regler klopfen. Oft

lässt sich somit die eingebaute festgesetzte

Gummimembran wieder lösen. Dann arbeitet

der Regler wieder ordnungsgemäß.

Den Gasgrill reinigen

Für das gründliche Reinigen des Grills

empfehlen die GasProfis24 die Vorgehensweise

der Pyrolyse. Diese Technik

kennt man auch von modernen Backöfen

und funktioniert so auch beim Gasgrill.

Sie funktioniert auch bei einigen kompakten

Campinggrills.

Durch die Zuführung hoher Hitze über

einen Zeitraum von rund 15 Minuten findet

eine Zersetzung der einzelnen Moleküle

statt. Fett- oder Marinadenreste lassen

sich danach ganz einfach entfernen.

Ein Vorteil dieses Verfahrens: Grillroste

und weiteres Zubehör bleiben im Grill

und das Verwenden von chemischen Reinigern

ist nicht notwendig.

Nach dem Abkühlen sind die einzelnen

Teile mit einer weichen Messing- oder

Edelstahlbürste zu reinigen. Achtung:

auch den Brenner (mit einer kleinen

Handbürste) reinigen. Ebenfalls die

Innenwände des Grills, die leicht in

Vergessenheit geraten.

Zusätzlich zur Reinigung mittels der

Pyrolyse hilft auch der altbewährte Trick

mit Zeitungspapier:

• Nach dem Abkühlen das Grillrost in

feuchtes Zeitungspapier einwickeln

• Längere Zeit (einige Stunden)

einwirken lassen

• Verkrustungen mit Schwamm und

Spülmittel entfernen

Tipp: Sollte es einmal Probleme mit dem

Zünden des Brenners über die Piezozündung

haben, reicht das Befreien von

Rückständen mit einer Bürste am Kontaktdraht

der Zündkerze (sitzt direkt am

Brenner) oftmals schon aus.

Weiteres Grill-Equipment überprüfen –

und gegebenenfalls austauschen

Die Grillabdeckhaube oder die Reinigungsbürste

hat bereits bessere Tage gesehen?

Die Grillzange zum Wenden des

Grillgutes ist mittlerweile nicht mehr zu

reinigen? Dann ist es höchste Zeit, diese

Teile zu ersetzen.

Hygiene gehört zum Grillen dazu

Generell sollte die Hygiene beim Grillen

nicht zu kurz kommen. Verunreinigte

Grills oder Grillzangen und schmutzige

Grillroste können nicht nur den Geschmack

des Grillguts negativ beeinflussen,

sondern auch zu gesundheitlichen

Problemen führen. Dazu GasProfi24-Geschäftsführer

Sascha Busch: „Vergessen

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Fotos: Bilder: djd/www.rainpro.de; djd/naturdarm.de; Foto: licht.de/Paulmann

djd/Kupferinstitut/Unsplash


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Sie nicht, Ihren Grill und Zubehörteile

wie Grillroste gründlich zu reinigen. Ersetzen

Sie alte oder abgenutzte Bürsten

oder Grillzangen – denn diese können im

schlimmsten Falle sogar zu gesundheitlichen

Problemen führen.“

Inspiration gibt etwa der Blick auf andere

Nationen. Wer Italien liebt, probiert

sich an der Salsiccia, einer grobkörnigen

Rohwurst mit vielen Kräutern und Gewürzen

wie frisch geschrotetem schwarzen

Pfeffer. Die Franzosen lieben besonders

Merguez, eine ursprünglich aus

Nordafrika stammende scharf gewürzte

Hackfleisch-Bratwurst. Spanienfans kommen

an der Chorizo nicht vorbei: einer

luftgetrockneten Rohwurst aus Schweineoder

Kalbfleisch mit feuriger Paprikanote.

Beim Abfüllen der Wurst können Kinder

oder Gäste mitmachen – ein großer Spaß

für alle.


Karl Gutbrod/djd

IM TREND: GRILLWURST

SELBST HERGESTELLT

Es ist eine heiße Liebesgeschichte zwischen

den Deutschen und dem Spiel mit

der Glut. 1,6 Milliarden Mal (!) pro Jahr

wird hierzulande der Grill angefeuert.

Dabei landen – nach Steaks und Schnitzeln

– am häufigsten Würstchen auf dem

Rost. Marktforscher beobachten aktuell

eine starke Rückbesinnung auf traditionellen,

bodenständigen Genuss mit regionalen

Wurzeln. Hier treffen Thüringer,

Nürnberger und Co. natürlich voll ins

Schwarze. Mit über 1.800 verschiedenen

Sorten sucht die Wurstvielfalt zwischen

Flensburg und Garmisch weltweit ohnehin

ihresgleichen.

Naturdarm sorgt für knackigen Biss

Noch ein weiterer Trend fällt auf: „Wurst

it yourself “ heißt das Zauberwort. Die

Deutschen entdecken ihre Freude an

kreativen Rezeptideen und stellen ihre

Grillwürste selbst her. Anregungen dazu

gibt es auf Youtube oder noch besser beim

Fleischer um die Ecke. Hier bekommen

die Hobby-Wurster auch die Zutaten, vom

Fleisch bis zum zarten Naturdarm (vorbestellen!).

Die Wursthülle ist ein wichtiges

Qualitätsmerkmal, sie sorgt für den knackigen

Biss und wird beim Grillen schön

knusprig. Mehr Tipps und Informationen

gibt es unter www.naturdarm.de

Neben Darm, Fleisch, Gewürzen und je

nach Belieben weiteren Zutaten braucht

man einen Fleischwolf – oder lässt das

Zerkleinern im Fachgeschäft erledigen.

Außerdem ist eine Wurstfüllmaschine

oder ein Wurstfüllhorn für die Küchenmaschine

nötig. Und schon kann es losgehen.

Rezepttipp für einen lauen Sommerabend:

Gegrillter Kartoffelsalat mit Zwiebeln und Bierdressing.

REZEPT-TIPP: GEGRILLTER

KARTOFFELSALAT MIT BIERDRESSING

EINEN BESONDEREN REZEPTTIPP HAT JULIA KLOSE, BIERSOMMELIÈ-

RE BEI DER BRAUEREI C. & A. VELTINS: GEGRILLTER KARTOFFELSALAT

MIT BIERDRESSING.

Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten, Grillzeit ca. 15 Minuten

Zutaten: 600 g Kartoffeln (festkochend), Salz, 1 rote Zwiebel, 150 ml Veltins Pils, 2 EL

dunkle Crema di Balsamico, 1 EL Senf (grobkörnig), Pfeffer, 5 EL Olivenöl, 1/2 Gurke,

1/4 Bd. Radieschen, 50 g getrocknete Tomaten (in Öl), 2 EL grüne Oliven (ohne

Stein), 1/2 Bd. Schnittlauch

Zubereitung: Grill vorheizen. Kartoffeln waschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben

schneiden. Diese in Salzwasser ca. 10 Minuten kochen. In der Zwischenzeit Zwiebel

schälen und in feine Ringe schneiden. Für das Dressing Pils/Pilsner, Balsamico und

Senf verrühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Öl unter ständigem Rühren darunter

schlagen. Kartoffeln abgießen, abtropfen lassen und auf dem vorgeheizten Grill

1 Min. von jeder Seite grillen. Zwiebeln ebenfalls auf dem Grill 1 Min. grillen. Gurke

schälen, der Länge nach vierteln, Kerngehäuse entfernen, trocken tupfen und in

Spalten schneiden. Tomaten abtropfen lassen und würfeln. Oliven abtropfen lassen.

Schnittlauch waschen, trocken schütteln und grob kleinschneiden. Alle vorbereiteten

Zutaten, bis aufs Dressing, in einer Schüssel vermengen. Mit Dressing beträufeln.

Tipp: Zum Kartoffelsalat passt sehr gut Burrata, eine cremige Mozzarella-Variante.

Foto: djd/Brauerei C. & A. Veltins

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Marktplatz

VASE „ÉCHASSE“ von MENU Space

Die ÉCHASSE-Kollektion interpretiert die klassische Eleganz

von Glasvasen und -schalen neu und bringt eine minimalistische

Silhouette mit einer verspielten Note in moderne und

traditionelle Räume. Das spielerische Konzept von Theresa

Rand interpretiert das Wort „échasse“ wunderschön: französisch

für „Stelzen“.

Das erste Stück der mittlerweile ikonischen Kollektion wurde

von Laborreagenzgläsern inspiriert. Die Rauchglasversion mit

gebürsteten Messingfüßen ist in drei Größen erhältlich. Die

einzigartigen Farbverläufe des Glases geben dem Design Tiefe

und kontrastieren mit den klaren Linien der Beine. Die kleinste

Vase ist jetzt mit klarem Glas und bronzierten Messingfüßen

erhältlich.

Gefüllt mit Lieblingsblumen, -früchten und -objekten oder alleine

als skulpturale Blickpunkte, beleben diese Stücke

moderne Räume mit gleichen Teilen Wagemut und Anmut.

Gesehen bei: albertgrimm.de

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MARKTPLATZ


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Marktplatz

WESTWING OUTDOOR COLLECTION

Mit der Westwing Outdoor Collection lässt sich der Frühling stilvoll aufmöbeln.

Leicht im Marinestil die modulare Sitzgruppe „Acton“. Dazu passende Accessoires,

wie Leuchten und Sitzkissen. www.westwingnow.de

Handgefertigter

Pouf-Bono im

Boho-Style

Aufbewahrungskorb

„Julek“

Ganz lässig,

der klappbare

Liegestuhl „Zoe“.

Vase „Chysocolla“ aus Porzellan

Hamamtuch „Freddy“

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MARKTPLATZ


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BEISTELLTISCH „GRID 01” von weld & co

Die klar strukturierte GRID-Tischplatte

sorgt für ein attraktives Schattenspiel und

macht den Beistelltisch zu einem echten

Hingucker. Das Tischgestell aus Rundeisen

unterstreicht die charakteristische, grazile

Optik der Tische.

Die kufenförmigen Beine ermöglichen die

Nutzung auf Terrasse und Balkon. Der

Beistelltisch GRID 01 ist in Schwarz und in

Weiß erhältlich. Die Langlebigkeit von

Garten- und Balkonmöbeln hängt von den

Witterungsbedingungen und der Nutzung

ab. Für eine möglichst lange Lebensdauer

der Beistelltische von weld & coo sollten

diese im Winter an einem trockenen und

gut belüfteten Ort aufbewahrt werden.

www.blickfang-designshop.com/

collections/weld-co

WOLLDECKE „COSIMA CHUNKY KNIT, MINT” von adorist

Eine sanfte Umarmung, wann immer Du sie

brauchst. Dank der kuschligen Strickdecke aus

Wolle des Merinoschafs wollen wir das Sofa gar

nicht mehr verlassen. Wir schweben auf mehreren

Zentimetern wie in Watte gepackt.

Die Decke ist durch das natürliche Material sehr

verträglich, weich, anschmiegsam und damit auch

für Kinder ab 1 Jahr und Tiere geeignet, ausgenommen

Katzenkrallen natürlich. Die Decke

besteht aus Wolle des Merinoschafs und jede Wollfaser

ist 26 Micron. Ein Micron entspricht einem

tausendstel Millimeter und gibt die Feinheit der

Wollfaser an. Je höher der Micronwert, desto gröber

die Faser. Im Gegensatz zu anderen Decken,

die aus Acryl oder Acrylwollgemisch bestehen, ist

die Decke COSIMA aus reinem Naturmaterial.

Die Wolle ist hypoallergen, das heißt optimal verträglich

– sie wärmt im Winter und ist auch im

Sommer einsetzbar, da sie atmungsaktiv ist.

www.blickfang-designshop.com/

collections/adorist

93


Marktplatz

GRANDER ® -BELEBUNGSPLATTEN

GRANDER®-Belebungsplatten hält Lebensmittel länger frisch,

belebt Getränke und macht sie bekömmlicher, stärkt Pflanzen und macht sie robuster, vitalisiert das Gießwasser für Pflanzen

– als Untersatz in der Küche, im Kühlschrank, usw. Die Lebensmittel können unverpackt oder verpackt in Behältern aus Glas,

Porzellan, Keramik und Kunststoff auf die Platte gestellt werden, um ihre belebende Wirkung zu erfahren.

Und so geht es: Im Inneren der Belebungsplatten befinden sich Kupferrohrspiralen, die mit dem GRANDER®-

Wirkmedium gefüllt sind. Durch das Prinzip der Informationsübertragung können Lebensmittel, Getränke und Pflanzen,

die auf die Platte gestellt werden, einfach belebt und ihre Haltbarkeit erhöht werden.

de.grander.shop

GRILL- UND FEUERSCHALE „BARROW” von Konstantin Slawinski

Seit jeher übt das Feuer eine große Anziehungskraft auf die Menschen aus. Es spendet Wärme, hält wilde Tiere fern und

hilft beim Zubereiten köstlicher Speisen. Die Feuerschale BARROW ist aus stabilem Stahlblech (Nasslack) gefertigt.

Sie wird zum Design-Element für Garten, Terrasse & Co. BARROW ist mehr als nur wärmende Dekoration. Die Feuerschale

kann im Handumdrehen zum mobilen Grill umfunktioniert werden. Sie sieht nämlich nicht nur aus wie eine

Schubkarre, sie kann auch so von einer Stelle zur nächsten geschoben werden. Stolze 81 Zentimeter misst die Feuerschale

mit Grillfunktion im Durchmesser. Hier finden Steaks, Schaschlik-Spieße und auch vegetarische Alternativen wie Ofenkartoffeln

bequem Platz.

www.blickfang-designshop.com/products/feuerschale-barrow

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MARKTPLATZ


LA NUOVA

ELEGANZA.

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„love chair”

Sessel D.154.2 aus der

Gio Ponti Kollektion.

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Sofa Octave, ein System

erweiterbarer Polstermöbel,

dessen Design durch rigorose

Formen geprägt ist.

Wir freuen uns, Ihnen mit der alteingesessenen

Traditions-Marke Molteni&C einen weiteren italienischen

Top-Möbelhersteller vorstellen zu dürfen.

Neben avangardistischen Wohn-, Hotel- und Home-

Office-Collectionen „made in Italy“ bietet Molteni&C

Ihnen eine feine Stoff- und Lederauswahl, sowie

eine Bed Dressing Collection mit Accessoires,

Decken und Bettengarnituren zur Abrundung ihres

Programms.

Albert Grimm Einrichtungen Mittlere Karlstraße 93 -97 73033 Göppingen T +49 (0) 71 61 / 96 33 70 kontakt@albertgrimm.de

Öffnungszeiten Mo - Fr 10.00 - 19.00 Uhr Sa 10.00 - 16.00 Uhr oder nach Vereinbarung www.albertgrimm.de

Wir beraten Sie auch während des Lockdowns telefonisch oder bei Ihnen zuhause.

95


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Ottenbruch, Bäderausstellung und Sanitär

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repabad GmbH

Restaurant Adler (Gemeindehalle Jesingen)

Restaurant Goldener Ochse

Ristorante Adesso

Robert Wolf GmbH

Tobien e.K.

Verband Garten- und Landschaftsbau

Wegmann Einrichtungsstudio

Wohnwerk Esslingen GmbH

xilobis Deutschland GmbH

LANDKREIS GÖPPINGEN / KIRCHHEIM

Badplanung Barbara Blum

Holzmanufaktur Ballert e.K.

LANDKREIS REUTLINGEN / TÜBINGEN

comfort Polstermöbelfabrik GmbH & Co. KG

Deutsche Immobilien Württemberg

Wurster Bauunternehmung GmbH

LANDKREIS BÖBLINGEN/SINDELFINGEN

Autohaus Gohm

Bannasch Immobilien

BoConcept Sindelfingen

Dongus Architekten

Fischer`s Lagerhaus

Golfclub Schönbuch e.V.

Wolfgang Henne Immobilien

Hofmeister Erlebnis-Wohnzentrum

Keller GmbH & Co. KG

Markus Döttling-Tresore u. Einbruchschutz

Möbelhaus Mornhinweg GmbH

MR Immobilien

OBI-Markt

RauMagie

RW RealWerte GmbH

Schaal Bad + Design

Schloss Höfingen

V8 Hotel

VPB Regionalbüro Stuttgart

Porschestraße 8, 74321 Bietigheim-Bissingen

Steinbeisstr. 8-10, 71691 Freiberg a.N.

Aldinger Straße 975, 70806 Kornwestheim

Leintalstraße 14a, 74321 Bietigheim-Bissingen

Schorndorfer Str. 42/2, 71638 Ludwigsburg

Kirchheimer Str. 5, 74321 Bietigheim-Bissingen

Dorfstraße 2 - 6, 71636 Ludwigsburg

Schillerstraße 19, 71638 Ludwigsburg

Alleenstraße 2, 71679 Asperg

Pflugfelder Straße 36, 71636 Ludwigsburg

Solitudestraße 49, 71638 Ludwigsburg

Reithausplatz 21, 71634 Ludwigsburg

Wilhelmstraße 11, 71638 Ludwigsburg

Stuttgarter Straße 60, 70825 Korntal-Münch.

Schwieberdinger Straße 74, 71636 Ludwigsburg

Hohenzollernstraße 12 - 14, 71638 Ludwigsburg

Wüstenrotstraße 1, 71638 Ludwigsburg

Gottlieb-Daimler-Straße 10, 73614 Schorndorf

Röntgenstraße 40, 71522 Backnang

Schulstraße 22, 73614 Schorndorf

Waiblinger Straße 124, 70324 Fellbach

Daimlerstraße 22, 70736 Fellblach-Oeffingen

Mühlwiesen 16, 73660 Urbach

Ulrichstraße 41, 71384 Weinstadt

Senefelderstraße 3, 70736 Fellbach-Schmiden

Gottlieb-Daimler-Straße 68, 71711 Murr

Bertha-Benz-Str. 1, 71522 Backnang

Goethestraße 31, 73630 Remshalden

Schüttelgrabenring 14, 71332 Waiblingen

Becherlehenstraße 26, 73527 Schwäbisch Gmünd

Erwin-Bahnmüller-Straße 20, 71394 Kernen

Mercedesstraße 35, 71384 Weinstadt

Bahnhofstraße 19, 71332 Waiblingen

Marktplatz 6, 71332 Waiblingen

Quellenstraße 14, 71334 Waiblingen-Beinstein

Riani Platz 1, 73614 Schorndorf

Neue Rommelshauser Str. 15, 71332 Waiblingen

Manfred-von-Ardenne-Allee 33, 71522 Backnang

Galgenberg 21, 71334 Waiblingen

Ziegelgraben 26, 73614 Schorndorf

Allmersbacher Straße 50, 71546 Aspach

Albertviller Straße 38, 71364 Winnenden

Stuttgarter Straße 106, 70736 Fellbach

Brunnhölzleweg 16, 71364 Winnenden

Bahnhofstraße 2, 71332 Waiblingen

Heinrich-Otto-Str. 3-5, 73240 Wendlingen

Weinbergweg 16, 72654 Neckartenzlingen

Untere Straße 3, 73730 Esslingen

Am Hafenmarkt, 73728 Esslingen

Schulerberg 1, 73230 Kirchheim u.Teck

Gaiernweg 17, 73669 Lichtenwald

Reichenbachstraße.8, 70794 Filderstadt

Hornbergstraße 35, 70794 Filderstadt

Einwaldweg 36, 70794 Filderstadt

Herrenlandweg 6, 73779 Deizisau

Boschstraße 10, 73734 Esslingen

Beurener Straße 31, 72636 Frickenhausen

Metzinger Straße 47, 72622 Nürtingen

Nikolaus-Otto-Str. 20, 70771 Leifelden-Echterd.

Schurwaldstraße 19, 73765 Neuhausen/Filder

Zwerchstraße 12, Esslingen

Bosslerstraße 13 - 15, 73240 Wendlingen

Im Oberhof 42, 73230 Kirchheim u. Teck

Schlachthausstraße 13, 73728 Esslingen

Hauptstr. 57, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Esslinger Straße 7, 70771Leinfelden-Echterdingen

Tübinger Straße 33, 70771 Leinfelden-Echterd.

Filderstr. 109/111, 70771 Leinfelden-Echterd.

Zeppelinstraße 17, 73760 Ostfildern-Kemnat

Kanalstraße 55, 73728 Esslingen

Heilbronner Str. 1, 70771 Leinfelden-Echterd.

Dettinger Straße 37, 73230 Kirchheim/Teck

Schlosserstraße 21, 73257 Köngen

Max-Plank-Straße 11, 72555 Metzingen

Goethestraße 11, 72827 Wannweil

Nürtinger Straße 31, 72661 Grafienberg

Graf-Zeppelin-Platz 4, 71034 Böblingen

Marktplatz 6, 71229 Leonberg

Hanns-Martin-Schl.-Str. 4, 71063 Sindelfingen

Seestraße 13, 71229 Leonberg

Mahdentalstraße 84, 71065 Sindelfingen

Schaichhof, 71088 Holzgerlingen

Hildrizhauserstr. 2, 71155 Altdorf

Eschenbrünnlestraße 12, 71065 Sindelfingen

Sindelfinger Straße 28, 71032 Böblingen

Laurentiusstraße 18, 71069 Sindelfingen

Grabenstraße 12-18, 71063 Sindelfingen

Binsenwiesenstraße 2, 71711 Steinheim

Mahdentalstraße 78, 71065 Sindelfingen

Poststraße 53, 71032 Böblingen

Burghaldenstraße 2, 71065 Sindelfingen

Brennerstraße 49, 71229Leonberg

Am Schloßberg 17, 71229 Leonberg

Graf-Zeppelin-Platz 1, 71034 Böblingen

Brühlstraße 27. 71069 Sindelfingen

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INFO

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BAHNHOF REUTLINGEN

AUSZUG UNSERER VERKAUFSSTELLEN

LESEZIRKEL SOCIALMEDIA INFO ONLINE-MEDIEN

Verteilung über Lesezirkel

Im Großraum Stuttgart, in einer Gesamtauflage von

bis zu 5.300 Exemplaren pro Ausgabe. Ein Exemplar

hat einen Lesekontakt von ca. 60 Personen, was in der

Summe ca. 314.400 Leser ausmacht.

Im Bodensee-Raum erfolgt die Verteilung in einer

Gesamtauflage von 2.100 Exemplaren pro Ausgabe.

Somit beträgt der Lesekontakt hier ca. 72.000.

Im Jahr 2019 haben wir auf der Facebook-Seite des

Stuttgarter Magazins 132.577 Menschen und 25.613

Interaktionen mit insgesamt 296 Posts erreicht. Auf der

Facebook-Seite der Bodensee-Ausgabe waren es 58.610

Menschen und 16.848 Interaktionen mit insgesamt 79

Posts. Mit beiden Seiten haben wir somit im letzten Jahr

mit 375 Posts 191.187 Personen erreicht und 42.461

Interaktionen.

2020 haben wir mit unseren Posts aus Stuttgart und der

Region im Zeitraum von Januar bis April 39.237 Personen

erreicht und 8.243 Interaktionen.

Lesekontakt gesamt:

386.000 pro Ausgabe Facebook-Seite Stuttgart: 1.650

Likes Facebook-Seite Bodensee: 1.085

Readly ist ein Internetdienst, der via Browser und

App Digitalversionen zahlreicher Printmagazine

gegen eine Abonnement-Gebühr zur Verfügung

stellt. Wir sind bei Readly mit unseren Magazinen

vertreten und generieren schon jetzt fast 6.000

zusätzliche Leser pro Ausgabe.

Online haben wir 2019 mit unseren

e-Papern insgesamt 6.905 weitere

Leser erreicht.

2020 sind bis jetzt 1.685 weitere Leser

hinzugekommen.

DATUM* VERANSTALTER/THEMA ORT INFORMATION/ANMELDUNG

22.06.2021

DETAIL Kongress 2021: »Future Cities – Reshaping Architecture«

Fachsymposium für Architekten*, Planer* und Bauingenieure*

Virtuell-Event

INFO

eppg.expo-ip.com

events@detail.de

15.07.2021 IWS Migliederversammlung WAC Stuttgart iws-stuttgart.de

21.–24.09.2021

interbad – 27. Internationale Fachmesse für Schwimmbad,

Sauna und Spa mit Kongress für das Badewesen

* Alle Veranstaltungshinweise sind unter Vorbehalt der aktuellen gesetzlichen Corona-Bestimmungen.

Stand ist zum Redaktionsschluss 19. April 2021.

Stuttgart

www.messe-stuttgart.de

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im smartLiving

Magazin hinweisen wollen,

dann schreiben Sie uns gerne bitte

an verlag@smartliving-magazin.de

REICHWEITE

AKTUELLE VERANSTALTUNGEN & TERMINE

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THEMENVORSCHAU

Die nächste Ausgabe des smartLiving-Magazins

erscheint ab dem 08.06.2021.

Folgende Schwerpunktthemen sind geplant:

Immobilien

Stuttgarter Wohnungspolitik – welche Akzente

setzt Dr. Frank Nopper, der neue Oberbürgermeister?

Bundesverfassungsgericht kippt Berliner

Mietendeckel – die Auswirkungen

Architektur

Vorbildliche Quartiersentwicklung in Stuttgart-Süd

Traumvillen in Europa – Inspirationen für das eigene

Ferienhaus

Planen & Bauen

Kommende Neubaugebiete in der Region Stuttgart

Eigenleistung beim Hausbau – Was können

Bauherren leisten?

Finanzierung

Steigende Bauzinsen: Wie geht es weiter?

Eine Experten-Umfrage

Belastungen im Grundbuch: Worauf müssen

Sie beim Kauf achten?

Versicherung & Recht

Corona-bedingte Mietausfälle: Was kann der

Eigentümer tun?

Steuerfalle Ehescheidung – was wird aus der Immobilie?

Sanierung & Energie

Wie arbeitet ein Energieberater und lohnt sich

dessen Beauftragung?

Stromanbieter: Wann ist ein Wechsel sinnvoll?

Wohnen & Leben

Bodensee-Special: Neues vom schwäbischen Meer

Gartenmöbel 2021 – Trends für Terrasse, Balkon

und Garten

IMPRESSUM

Herausgeber:

Armin Gross, Robert Reisch (v.i.S.d.P.)

Verlag:

TFV Technischer Fachverlag GmbH

Ein Unternehmen der Gentner Verlagsgruppe

Postfach 10 48 36, 70042 Stuttgart

Forststraße 131, 70193 Stuttgart

Telefon: +49 (0) 711/ 6 36 72-0

Telefax: +49 (0) 711/ 6 36 72-747

verlag@smartliving-magazin.de

Redaktion:

Klaus Bossert, Karl Gutbrod, Dietmar Kern, Gastautoren

Gesamtleitung Media Sales:

Oliver Scheel (verantwortlich)

Telefon (0711) 63672-837

Telefax (0711) 63672-760

scheel@smartliving-magazin.de

Media Sales, Verlagsvertretung:

Sabine Dittrich

Telefon (07472) 9625399

Mobil (01520) 8561675

dittrich@smartliving-magazin.de

Art Direction

Klaus Bossert, Stuttgart

Druckvorstufe:

Green Tomato, Stuttgart

Druck:

Vogel Druck und Medienservice GmbH, Höchberg

Vertrieb/Einzelverkauf:

IPS Pressevertrieb GmbH, Meckenheim

Erscheinungsweise:

8 Ausgaben pro Jahr

A u fl a g e : 20.000 pro Ausgabe

Bildernachweis: siehe Einzelseite

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enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich

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der Annahme, dass solche Namen ohne Weiteres von jedermann

benutzt werden dürfen; oft handelt es sich um gesetzlich geschützte

eingetragene Warenzeichen, auch wenn sie nicht als solche

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