MLL Ausgabe 6 April 2021

Mein.Leben.Live.Online

Interaktives Magazin. Hier schreiben Leser*innen Geschichte - Story of My Life

Liebe Leserin, lieber Leser,

in dieser aktuellen Ausgabe, mit 140 Seiten Lesevergnügen, sind einige Seiten absichtlich

undeutlich dargestellt. Es folgt eine sehr ausführliche Leseprobe von ca.

60% der gesamten Ausgabe. Wir würden uns freuen, wenn Ihr uns unterstützen

würdet und das ganze Heft für nur 1,09 Euro bei unserem Vertriebs-Partner United

Kiosk, mit all seinen Vorteilen, wie zum Beispiel App - Bibliothek – Reader Formate

– Streamingdienste u.v.m. downloaden würdet.

Hier geht’s zur Webseite von United Kiosk (zum Magazin):

https://www.united-kiosk.de/search/ALL/mein%20leben%20live/?c=70-

0900&new=1

Die älteren Ausgaben sowie auch unsere Hefte zu den Themen Gesundheit und

Natur bleiben weiterhin kostenfrei.

Gern würden wir Euch auch in Zukunft mit unseren spannenden Themen unterhalten.

Unsere Magazine sind tatsächlich interaktiv! Bei uns schreiben Leser*innen

Geschichte.

Infos dazu auf unserer Webseite: https://www.mein-leben-live.de/

Vielen Dank, Euer Team von - Mein Leben Live!


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wieder steht der Frühling vor der Tür, wir

tragen weiterhin die Sonne in unseren

Herzen und lassen uns nicht unterkriegen.

Hier nun eine neue Ausgabe unseres

Magazins, in der festen Absicht, weiterhin

ein wenig Sonne auch in Euren Alltag zu

bringen. Das Team von – Mein Leben Live – hofft von ganzem

Herzen, dass auch Ihr den Mut in diesen ungewöhnlichen und vor

allem schweren Zeiten nicht verloren habt und nie verlieren werdet.

Auch mit der vorliegenden Ausgabe möchten wir wieder ein wenig

Hoffnung und Zuversicht zu Euch nach Hause tragen. Dazu sollen

Beiträge wie zum Beispiel – The Story of My Life (Menschen, die

ihrem Herzen folgen) beitragen. Viele Beispiele zu den Themen

Selbstfindung und Selbstverwirklichung werden durch unsere

Autor*innen aufgezeigt und auch unser Expertenteam steht Euch

für Eure Fragen gern zur Verfügung. Wir möchten erneut dazu

einladen, dieses Magazin aktiv mitzugestalten. Dazu stehen Euch

wie immer verschiedene Möglichkeiten offen.

Ihr könnt als Gastautor*innen verschiedenster Themenbereiche,

durch Leser*innen-Briefe in denen Ihr Eure Meinung mit anderen

teilt oder in Form von Verbesserungsvorschlägen oder neuen Ideen

maßgeblich dazu beitragen, Euer Magazin noch interessanter zu

gestalten.

In diesem Sinne, wünschen wir Euch nun viel Freude an dieser

Ausgabe und freuen uns auf Eure Resonanz. Bleibt gesund!

Euer Team

3


90 Italienische Küche 6 Beziehungswissen für frisch Verliebte

110 Ein Lebensalphabet

34 Anderssein ist eine Superkraft

60 Frühling – Zeit der Erneuerung

118 Feng Shui - Das (Home) Office

86 Freie Trauung

100 Astrologischer

Einblick in die Liebe

72 Qi Formel

4


Inhalt

Ausgabe 6 | April – Juni 2021

Ausgabe 6 | April – Juni 2021

3 | Editorial

Selbstverwirklichung

6 | Beziehungswissen für frisch Verliebte

12 | Kinder schreiben ihr eigenes Buch

16

|

Wie sich dein Selbstwert auf deine

Beziehung zu Geld auswirkt

Selbsthilfe/Inspiration

18 | Diagnose Borderline - Du + ich = Chaos?

22

30

|

In jeder Krise steckt ein Funken

Hoffnung

|

Wissenschafts-Salat Verwirrung durch

die Medien

34

|

Anderssein ist eine Superkraft –

Interview mit Steven Elijah Neuhaus

(Musiker und Autor)

The Story of My Life

40 | Interview mit Christine Jung

46 | Biografie - Elisabeth Udelhofen

Gesundheit/Ernährung/

Schönheit

60

|

Frühling, Zeit der Erneuerung -

Wandlungsphasen nach dem Model der

Traditionellen – Chinesischen - Medizin

(TCM)

64

|

Sanfte Therapie - Biodynamische

Craniosacrale Energiearbeit oder

Körperarbeit die in die Tiefe geht

68

72

Wichtiger Hinweis!

Die Artikel zum Thema Gesundheit ersetzen

keinen Besuch beim Arzt, Therapeuten oder

Heilpraktiker.

Sie stellen nur eine mögliche Hilfe zur

Selbsthilfe dar!

|

Die Trauma Buster Technique (TBT)

– eine neue, sanfte und nachhaltige

Technik zur Behandlung eines

Schocktraumas

Qi Formel – Übungen in Zeiten des

|

Digital-Home Office

78 | Sabinas Beauty World

86

|

Neu! Freie Trauung als Möglichkeit

einer individuellen und einzigartigen

Hochzeitszeremonie

90

|

Rezepte – Meravigliosa cucina italiana

oder die wundervolle italienische Küche

Wohlfühloase

98 | Gisela Rieger Geschichten

100 | Astrologischer Einblick in die Liebe

106 | Kissen gefüllt mit Liebe & Geborgenheit

110 | Ein Lebensalphabet

116

118

|

Fauststarker Herzschlag

Buchvorstellung

|

Feng Shui - Das (Home) Office – Arbeit,

die dich erfüllt & glücklich macht

122

|

Home Staging - Auch im Sommer

wohltemperiert und gleichzeitig

schöner wohnen

126 | Floradies – Eine wunderbare

Blütenpracht

136 | Leserbriefe

138 | Impressum

5


für frisch

Verliebte

von Ralf Hillmann

wissen

Es ist ganz bestimmt tausendmal

leichter, eine Beziehung von

Anfang an so zu gestalten, dass

jeder sich vom jeweils anderen

dauerhaft geliebt fühlen kann,

als dies erst viel später aus

einer Beziehungskrise heraus

hinbekommen zu müssen.

Um genau dieser Problematik

vorzubeugen, dafür ist die

Beziehungswissen-Bucket-List

gedacht. Das Buch dient allen

Verliebten in der ersten Phase

ihrer Beziehung dazu, sich

über beziehungsrelevantes

Wissen bewusst zu werden und

sich Beziehungskompetenzen

anzueignen, die es ermöglichen,

Beziehungsglück dauerhaft

zu bewahren. Im Kern geht es

darum, den grundlegenden

menschlichen Bedürfnissen nach

Wertschätzung, Anerkennung,

Verständnis, Respekt, Achtung,

Vertrauen, Gemeinsamkeit,

emotionaler Sicherheit, Bindung,

Gleichberechtigung, Lebensfreude

etc. von Anfang an genügend

Aufmerksamkeit zu schenken. Für

das Erleben von Glück ist dies für

jede Beziehung unverzichtbar!

Zu dieser Buchidee kam es, weil

ich als Paarberater in meiner

Beratungspraxis immer wieder

von Paaren Folgendes zu hören

bekomme: „Ach, Herr Hillmann,

wenn wir das, was wir hier in

der Beratung von Ihnen erfahren

haben, schon viel früher gewusst

und beachtet hätten, wäre es gar

nicht erst zu unseren Problemen

gekommen!“

Kurzinformation zum Inhalt:

1. Wovon wir alle träumen:

Zuerst gibt es einen kurzen

Überblick über das, wovon wir

alle träumen! Wie stellen wir

uns eine glückliche Beziehung

vor? Wie realistisch sind unsere

Vorstellungen? Und was tut

unserer Beziehung tatsächlich

gut?

2. Vom Ursprung fast aller

Beziehungsprobleme: Hier

gibt es eine kurze Übersicht

über die Vielzahl von

Beziehungsproblemen, an

denen unglückliche Paare leiden

können. Im weiteren Verlauf des

Buches wird deutlich werden,

welche Ursachen es für diese gibt

und wie man es besser machen

kann!

3. Von der Basis gemeinsamen

Beziehungsglücks: Hier gibt es

eine kurze Übersicht darüber,

wie wunderbar eine Beziehung

sich anfühlt, wenn es zu den

zuvor genannten Paarproblemen

nicht kommt! Es wird deutlich,

wie lohnend es ist, sich über

einige beziehungsrelevante Dinge

bewusst zu werden!

4. Beziehungswissen für

dauerhaftes Paarglück:

Hier finden Sie 182

Beziehungswissensaspekte

vor (183 bis 185 folgen

später), die zum Nachdenken,

Miteinanderreden und

Beantworten einladen! Sie stellen

bei dieser gemeinsamen Arbeit

fest, für welche Bereiche Ihres

Beziehungslebens Sie bereits

über genügend Wissen und

Kompetenz verfügen und wo es

sich lohnen könnte, künftig noch

ein wenig achtsamer miteinander

zu sein. Auf einer Zahlenskala

von 1 bis 10 bewerten Sie Ihren

gemeinsamen Umgang selbst.

5. Ergänzendes

Beziehungswissen: Hier

erfahren Sie noch einmal

Grundlegendes über das

beziehungsrelevante Wissen. Bei

der Reflexion und Bearbeitung

der unter 4. erwähnten

Beziehungswissensaspekte

werden Sie bereits des Öfteren

auf diese grundlegenden

Erkenntnisse aufmerksam

gemacht.

6. Übungen zur Beziehungspflege:

Hier lernen Sie die relevanten

Beziehungswissensaspekte 183

bis 185 kennen. Es handelt sich

dabei um drei Übungen bzw.

Rituale, die sich bei Paaren einer

großen Beliebtheit erfreuen

6


und sich für die Pflege und

den Erhalt des gemeinsamen

Beziehungsglücks sehr bewährt

haben.

7. Bucket List: Hier lädt das

Buch Sie dazu ein, Ihre ganz

persönliche Paar-Bucket-List zu

erstellen. Diese setzt sich aus

mehreren Listen zusammen,

die Sie beide sich gemeinsam

erarbeiten und dauerhaft

aktualisieren. Diese sind im

Einzelnen: Eine Liste über

Freizeitgestaltungsmöglichkeiten,

die Sie bereits immer wieder mal

gemeinsam unternehmen oder

irgendwann noch unternehmen

möchten; eine Liste über

Interessen, Wünsche und Ziele,

die jeder Einzelne von Ihnen

für sich selbst hat; eine Liste

über Interessen, Wünsche und

Ziele, die Sie gemeinsam haben;

eine Liste über Ihre wichtigsten

sozialen Kontakte; eine Liste über

Möglichkeiten, bei denen Sie

beide ungestört Zeit miteinander

verbringen können; eine Liste

über Ausflugs- und Urlaubsziele,

an die Sie beide bereits gereist

sind oder zu denen Sie künftig

noch reisen möchten; eine

Liste, die Sie aufgrund Ihrer

Selbstbefragung zum Thema

Beziehungswissen erstellen und

auf der Sie auflisten, welches

Beziehungswissen Sie bereits

zufriedenstellend praktizieren,

welchem Sie zukünftig noch

mehr Aufmerksamkeit schenken

möchten und welches überhaupt

wichtig für Sie ist.

Wovon wir alle träumen

Wir alle träumen von einer

Partnerin oder einem Partner,

die bzw. der uns liebt und

glücklich macht. Wir sehnen

uns nach einem Menschen,

der sein Leben mit uns teilen

möchte und sich wünscht,

für immer mit uns zusammen

zu sein. Wir stellen uns vor,

dass wir für einen anderen so

interessant, so einzigartig, so

besonders, so attraktiv und

so begehrenswert sind, dass

dieser sich genau aus diesen

Gründen für uns entscheidet.

Kurzgesagt: Wir alle träumen

davon, jemandem zu begegnen,

der uns deshalb liebt und mit

uns zusammen sein möchte, weil

wir genau so sind, wie wir sind

und sein möchten. Ja, wir alle

wünschen uns jemanden, der

uns als die Person akzeptiert,

respektiert, wertschätzt, erkennt

und anerkennt, die wir sind.

Denn nur wenn wir solch einen

Menschen an unserer Seite

haben, können wir uns rundum

geliebt fühlen. Da wir uns alle

7


geliebt fühlen möchten, träumen

wir auch alle davon, einem

Menschen zu begegnen, der gut

zu uns passt. Es gibt allerdings

etwas, das die Erfüllung dieses

Traumes nicht gerade zur aller

einfachsten Übung macht. Und

das ist die Tatsache, dass jeder

Mensch sich im Denken, Fühlen

und Handeln unterscheidet.

Das heißt, jeder Mensch hat

eigene natürliche sowie erlernte

Komponenten, die sein Denken,

Fühlen und Handeln beeinflussen

und bestimmen. Wir sind also

von Natur aus und aufgrund

unserer gesellschaftlichen und

kulturellen Lernerfahrungen

alle unterschiedlich. Aufgrund

dessen haben wir alle

unterschiedliche Interessen,

Talente, Wertesysteme, soziale,

emotionale und mentale

Kompetenzen, Vorstellungen,

Meinungen, Weltsichten, Stärken

und Schwächen entwickelt. Kein

Mensch ist ganz genauso wie ein

anderer. Keiner will ganz genau

dasselbe wie ein zweiter. Keiner

passt demnach hundertprozentig

und ganz genau zum Denken,

Fühlen und Handeln eines

anderen. Das ist einfach gar nicht

anders denkbar und deshalb

auch ganz selbstverständlich.

Diese Unterschiedlichkeit führt in

sehr vielen Beziehungen jedoch

zu Problemen. Dabei sollte man

wissen, dass Unterschiedlichkeit

allein im Grunde gar kein Problem

darstellt. Schließlich ist sie ganz

normal und natürlich. Zum

Problem werden Unterschiede

erst dann, wenn Menschen nicht

die psychosoziale Reife, sprich die

soziale Kompetenz besitzen, die

selbstverständliche, natürliche

Unterschiedlichkeit des anderen

als gegeben und zu ihm gehörend

anzuerkennen.

Was bedeutet das für den

Wunsch, jemanden zu finden,

der uns genau deshalb liebt,

weil wir so sind, wie wir sind?

In der Regel ist es so, dass

Beziehungen daran zerbrechen,

weil viele Menschen es eben

nicht längerfristig hinbekommen,

Unterschiede im Denken, Fühlen

und Handeln zu respektieren und

dem jeweils anderen das Gefühl

zu geben, dass er so, wie er ist,

in Ordnung ist. Mit der Zeit fühlt

sich keiner mehr vom anderen als

der Mensch geachtet, respektiert,

anerkannt und geliebt, der

er nun einmal ist und sein

möchte. Stattdessen empfindet

man genau das Gegenteil von

dem, was man sich eigentlich

wünscht. Beide geben einander

zu verstehen, dass der jeweils

andere sich ändern soll. So, wie

er ist, soll er nicht sein. Bis eine

Beziehung daran zerbricht, dauert

es oft viele Jahre. Glücklich sind

beide Beteiligten jedoch unter

Umständen schon länger nicht

mehr miteinander gewesen.

Während der ganzen Zeit haben

beide gegenseitig versucht, den

jeweils anderen entsprechend

den eigenen Vorstellungen

umzuerziehen und zu einem

anderen Menschen zu machen.

Geliebt kann sich bei solch einem

8


Umgang jedoch niemand mehr

fühlen. Auf Erziehung reagiert

jeder erwachsene Mensch

zurecht allergisch. Man fühlt sich

dann vom Partner in der eigenen

Autonomie und Persönlichkeit

beschnitten. Einerseits scheinen

wir uns also alle einen Menschen

zu wünschen, der uns genau

so anerkennt, wie wir sind.

Andererseits scheinen viele

von uns aber selbst nicht bereit

zu sein, einen anderen so

anzuerkennen, wie er ist. Wir

selbst möchten alle für das,

was wir denken, fühlen und tun

wertgeschätzt oder zumindest

respektiert werden. Einem

anderen können viele scheinbar

nur dann mit Wertschätzung und

Respekt begegnen, wenn dieser

zum eigenen Denken, Fühlen

und Handeln passt. Das liegt

eben genau daran, dass man

das eigene Denken, Fühlen und

Handeln für gut, richtig, wichtig,

angebracht, ehrwürdig, gerecht

und berechtigt betrachtet und

nicht erkennt, dass jeder andere

dies ganz genauso von sich denkt.

Es fehlt das Bewusstsein, dass

jeder Mensch sich selbst, seine

Umgebung und die Welt durch

eine eigene Brille erlebt und

bewertet. Die eigene Brille ist

für einen selbst genauso wichtig,

richtig, wahr und bedeutend,

wie die Brille des anderen für

ihn wichtig, richtig, wahr und

bedeuten ist. Was für den einen

richtig ist, kann für den anderen

falsch sein. Sich der eigenen

Brille und der des anderen nicht

bewusst zu sein, sorgt dafür, dass

jeder an den jeweils anderen

nur den eigenen Maßstab

anlegt. Probleme sind dann

unvermeidlich, weil sich niemand

mehr vom anderen gesehen,

anerkannt und respektiert

fühlt. Liebe kann unter solchen

Bedingungen nicht lange

gedeihen.

Noch einmal, weil es so

wichtig ist: Unterschiede

im Denken, Fühlen und

Handeln sollten nicht zu

Streitereien, Bevormundungen,

Anschuldigungen etc. führen.

Jeder möchte schließlich als

der Mensch anerkannt werden,

der er ist. Beide Seiten sollten

versuchen, die jeweiligen

Bedürfnisse, Wünsche und

Interessen zu respektieren und

unter einen Hut zu kriegen.

Das heißt natürlich nicht, dass

man mit allen Unterschieden

einverstanden sein muss! Es

heißt nur, dass man Unterschiede

respektieren sollte. Es ist auch

ganz und gar nicht falsch, sich

einen Partner zu wünschen, der

so ist, wie man ihn sich vorstellt.

Nur, falls jemand nicht zu den

eigenen Vorstellungen passt,

ist es auf jeden Fall falsch, ihn

dafür zu kritisieren, schuldig zu

sprechen oder umerziehen zu

wollen. Aus diesem Grund ist es

für das gemeinsame Glück von

allergrößtem Vorteil, wenn die

ganz bedeutenden Lebensziele

wenigstens einigermaßen

zueinander passen. Alle anderen

Unterschiede sollten bei einem

entsprechend respektvollen,

wertschätzenden und

gleichberechtigten Umgang kein

Problem darstellen. Jeder stellt

dem anderen dann den Raum zur

Verfügung, den er für die eigene

Entwicklung und Entfaltung

braucht. Jeder darf – im Rahmen

der Beziehung – der Mensch sein,

der er ist oder sein möchte! Wer

solch einen Partner hat, fühlt sich

geliebt. Aus der euphorischen

Verliebtheit kann sich dann eine

tiefe, einander verbindende Liebe

entwickeln. Das ist die Basis für

ein dauerhaftes, glückliches,

gemeinsames Leben!

Hinweis: Für Paare, die schon

länger zusammen sind und in

deren Beziehung sich schon die

Alltagsroutine eingeschlichen hat,

ist dieses Buch nicht gedacht. Für

jene gibt es das Buch in einer für

die Paarberatung entwickelten

Fassung, die vom Inhalt her zwar

zu ca. 60 Prozent mit der hier

vorliegenden Version identisch

ist, aber dennoch für einen ganz

anderen Zweck und Gebrauch

aufbereitet wurde.

9


Der Titel lautet: „5 Minuten Paartherapie an

jedem Tag“. Wer die erste Phase der euphorischen

Verliebtheit bereits durchlebt hat, besitzt

vermutlich nicht die spielerische Leichtigkeit, mit

der man an die „Beziehungswissen-Bucket-List“

herangehen können sollte. Und Paaren, die bereits

an Beziehungsproblemen leiden, empfehle ich mein

Buch „Unser Paar-Projekt“. Dieses Arbeitsbuch

ist ein intensiver Selbsthilfekurs, in dem es in

erster Linie darum geht, zu lernen, sich künftig

mit mehr Interesse, Verständnis, Wertschätzung,

Gleichberechtigung, Verständnis und Empathie

zu begegnen und dadurch zu neuem Paarglück zu

finden!

Weitere Bücher von Ralf Hillmann

Unser Paar-Projekt

Sprache: Deutsch

Taschenbuch: 256 Seiten

ISBN-10: 3751934073

ISBN-13: 978-3751934077

Abmessungen: 14.8 x 1.5 x 21 cm

Herzlichst – Ihr Ralf Hillmann

Beziehungswissen-Bucket-List für Verliebte

zum Bewahren von Beziehungsglück:

5 Minuten Paartherapie an jedem Tag

Sprache: Deutsch

Taschenbuch: 172 Seiten

ISBN-10: 3752609818

ISBN-13: 978-3752609813

Abmessungen: 14.81 x 0.94 x 21.01 cm

185 Denkanstöße, Fragen und Fakten, die Paare

unbedingt beherzigen sollten, um gemeinsam

glücklich zu bleiben

Überall im Handel erhältlich

Sprache: Deutsch

Taschenbuch: 152 Seiten

ISBN-10: 3752657359

ISBN-13: 978-3752657357

Abmessungen: 14.81 x 0.84 x 21.01 cm

10


Foto: Stefan Korbion

11


Kinder

schreiben

ihr eigenes Buch

Bild

Sabina Sagmeister wollte

ursprünglich Bibliothekarin in

der Wiener Nationalbibliothek

werden. Doch dann lockte

Amerika und sie belegte am

Harper College in Pallatine bei

Chicago den Studienlehrgang

„Creative Writing“. Heute lebt sie

mit ihrer Familie in Wien.

Zu Beginn ihrer

schriftstellerischen Tätigkeit

hat sich Sabina Sagmeister

mehr der Lyrik, mit dem

Schwerpunkt Dialektliteratur,

verschrieben. 2006 erhielt sie

dafür den Anerkennungspreis

des burgenländischen

Mundartliteraturwettbewerbs.

Heute kennt man Sabina

Sagmeister in erster Linie als

Kinderbuchautorin. Neben ihren

ansprechenden Kinderbüchern

hat sie großartige Ideen

verwirklicht, die den Kindern die

Freude am Lesen und an Büchern

näherbringen.

Bei einem gemütlichen Plausch

mit Ulrike Treiber gab sie Einblicke

in ihre Projekte:

Liebe Sabina, war es schon als

Kind dein Wunsch, Autorin zu

werden oder kam die Lust am

Schreiben erst später?

Nein, Autorin wollte ich damals

nicht werden. Ich habe einfach

gerne geschrieben. Deutsch- oder

Englisch-Schularbeiten, manchmal

auch die meiner Sitznachbarin,

waren meine leichtesten

Übungen. Denn meine Devise

war: Schreiben kann man einfach.

Da muss man nichts lernen.

Was waren deine ersten

Buchprojekte?

Das erste Buchprojekt habe

ich nach der Buchpräsentation

meines ersten Jugendromans

„Leo Pold und Lysira oder Das

Geheimnis der blauen Lichtung“

durchgeführt. Damals noch sehr

aufgeregt und nicht ahnend, dass

es so ein Erfolg werden würde,

habe ich die Schülerinnen und

Schüler zu einem bestimmten

Thema schreiben lassen. Daraus

ist dann ein selbstgedrucktes

Büchlein entstanden, das am

Ende Lehrerinnen, Lehrern und

den Eltern präsentiert wurde.

Du wurdest dafür auch

ausgezeichnet?

Ja, toll. Ich wusste das erst gar

nicht. Die Klassenlehrerin, mit

der ich dieses erste Projekt

gemacht habe, hat es beim

Philipp-Award eingereicht. Und

dann wurde es unter die besten

100 Schulprojekte Österreichs

gewählt.

Das war 2010, wie ging diese

Erfolgsgeschichte weiter?

Sehr gut. Ich bin von einer Klasse

zur anderen weitergereicht

worden und habe somit jedes

Julian Weiss - Offizielles

Pressefoto von Sabina Sagmeister

Jahr eine andere Mittelschulklasse

bei diesem Buchprojekt begleiten

dürfen.

Später wurden dann auch andere

Schulen auf mich aufmerksam

und ich habe es bisher in

Volksschulen, Gymnasien,

Mittelschulen und in einer

Kindergartenpädagogik-Schule

durchführen dürfen. Mittlerweile

werden meine Buchworkshops

auch von KulturKontaktAustria

gesponsert.

Was hat dich veranlasst oder

inspiriert Kinderbücher zu

schreiben?

Als mein jüngerer Sohn mit 8

Jahren im Krankenhaus lag und

dort keine Bücher zu finden

waren, die ich hätte vorlesen

können, habe ich beschlossen,

selbst eine Geschichte zu

erfinden, aufzuschreiben und

sie ihm vorzulesen. Das war im

Grunde der Anfang, für Kinder

zu schreiben. Ich dachte damals,

das kann ich auch. Aber es wurde

noch ein langer Weg bis zum

ersten Verlagsvertrag.

Legst du bei deinen Geschichten

auch Wert auf einen

erzieherischen Faktor?

Nein, das habe ich nur einmal

gemacht. Und dann bekam ich

auf Amazon die Bewertung einer

Mutter: „Nettes Buch, aber

pädagogisch zu wertvoll“.

12


Du engagierst dich auch sehr

in Schulen. Haben Kinder heute

noch Lust am Lesen, bzw. hast du

das Gefühl mit deinen Besuchen

die Lust zu wecken?

Doch. Viele Kinder haben

Lust am Lesen. Meist sind es

die Mädchen, aber auch die

Burschen sind interessiert. Ich

denke schon, dass die Begegnung

mit einer Autorin, die das Buch

geschrieben hat, das man

vielleicht schon kennt, hilft, die

Lust am Lesen zu steigern.

Ein ganz tolles Projekt sind deine

Buch-Work-Shops „Eine Klasse –

Eine Geschichte – Ein Buch“. Wie

ist die Idee dazu entstanden?

Also ehrlich gestanden, ist mir

das „passiert“. Ich wurde von

einer Deutschlehrerin eingeladen,

in die Klasse zu kommen, aus

meinem Buch vorzulesen und

vielleicht auch etwas mit den

Kindern zu schreiben. Tja,

und somit habe ich überlegt,

wie ich meinen Besuch am

interessantesten gestalten

könnte. Daraus wurde dann „Eine

Klasse – Eine Geschichte – Ein

Buch“.

Viele Kinder und eine

Geschichte – wie erfolgt da die

Zusammenarbeit, wie kann man

sich das vorstellen?

Ja, das ist eine organisatorische

Herausforderung. Aber es

geht. Zuerst bespreche ich mit

der ganzen Klasse, was alle

wissen müssen: Thema, Genre,

Handlung, Figuren ... dann teilen

wir Gruppen ein und jede Gruppe

übernimmt ein Kapitel. Dazu

müssen sie sich untereinander

absprechen. Denn das Kapitel

3 muss wissen, wie das Kapitel

2 zu Ende geht. Nach der

Schreibarbeit wird vorgelesen

und nochmals besprochen und

korrigiert, sodass zum Schluss

eine schöne, runde Geschichte

herauskommt. Diese wird danach

selbst illustriert, der Titel wird

festgelegt, Cover gezeichnet und

dann geht das alles in den Druck.

Ist das Ergebnis ein richtiges

Buch mit Geschichte und Bildern

und Cover, …und auch mit ISBN-

Nr.?

Richtig, wenn gewünscht, dann

auch mit ISBN auf dem Softcover.

Das heißt, man könnte es auch

in der Buchhandlung bestellen.

Wird aber selten genutzt, denn

das ist so ein persönliches Werk,

das nur die Autorinnen und

Autoren ein Exemplar kaufen.

Aber, wir hatten bei einem

Projekt eine Buchhandlung als

Sponsor, dort lagen dann einige

Exemplare aus.

Foto: Sabina Sagmeister

13


Was würdest du Eltern raten,

wie sie ihren Kindern die Freude

am Lesen vermitteln können?

Ich finde, vorlesen ist immer gut.

Die Kinder/Jugendlichen können

genauso gut gegenseitig vorlesen.

Oma, Opa, die Eltern ... jeder ist

willkommen. Natürlich ist ein

Buch zum Angreifen das Beste,

aber lesen kann man auch am

Tablet, am PC, am Handy ...

Du machst auch für Erwachsene

Work-Shops, was kann man bei

dir lernen?

Ja, unter dem Titel „Textstrudel“

biete ich auf Anfrage

verschiedene Formate von

Schreibwerkstätten am

Schreibtisch oder unterwegs

an besonderen Orten an. Dort

verfassen wir nach Herzenslust

Gedichte und Geschichten.

Auch Creative Writing ist für

Erwachsene ein Thema. Vieles ist

möglich.

Wo können Interessierte mehr

Information bekommen, bzw.

Kurse oder Lesungen buchen?

Auf meiner Website

www.sabina-sagmeister.com

sind alle Kontaktmöglichkeiten

zu finden. Facebook, Instagram,

Xing, gerne natürlich auch per

E-Mail oder Telefon.

Wird es vielleicht in absehbarer

Zeit auch ein neues Buch für die

Großen geben?

Ja, im Jänner kommt ein neues

Buch für die Altersgruppe ab der

4. Klasse VS. Es heißt „Wolfsblick“

und erscheint im G&G-Verlag in

der Buchreihe Leseprofi.

Und worauf können sich die

Kleinen wieder freuen?

Derzeit arbeite ich an einem

Weihnachts-Bilderbuch für

nächstes Jahr. Mal sehen, ob es

dem Verlag genauso gut gefällt,

wie mir.

Für einen lyrischen Abschluss

noch ein paar schöne Gedanken

von Sabina Sagmeister:

14


Die perfekte Kombination

aus Superfood und Natur

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eingeben und

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sparen

www.special-fitness.de/mynatura/

15


Wie sich dein

SELBSTWERT

Geld

auf deine

Beziehung zu

auswirkt

von Yvonne Iris Heil

Seit Jahren bin ich nun schon

Coach und Mentorin von

Solopreneur*innen und immer

wieder erlebe ich es, dass

sich Frauen selbst sabotieren.

Besonders beim Thema Geld.

So wie ich es jahrelang getan

habe. Deswegen kann ich

so gut nachvollziehen, wo

meine Kundinnen stehen

und als Mentorin und Coach

praxiserprobte Methoden

weitergeben, mit denen sie

sich aus dem Teufelskreis aus

zu viel Monat am Ende des

Geldes herauskatapultieren.

Es ist mir einfach eine

Herzensangelegenheit

Solopreneur*innen einen neuen

Weg in eine finanziell freie und

selbstbestimmte Zukunft zu

zeigen.

Woher kommen nun diese

Selbstsabotage-Muster? Aus

eigener Erfahrung kann ich

sagen, dass sie aus der frühesten

Kindheit stammen, die ja für

alle von uns die prägendsten

Jahre waren. Denn in dieser

Zeit sind wir absolut abhängig

von der Zuneigung unserer

Bezugspersonen, damit wir

überleben. Bis zu deinem 18.

Lebensjahr nimmst du an die

270.000 Glaubenssätze auf

und speicherst sie in deinem

Unterbewusstsein ab, das wie ein

Schwamm ist, und keinen Filter

und kein Gewissen hat. Und jedes

Jahr kommen an die 10.000 neue

Glaubenssätze dazu.

Bei mir war es, dass ich immer zu

spüren bekam, dass ich immer zu

wenig so war, wie meine Eltern

mich haben wollten. Ich war

einfach nie genug.

Von Kindesbeinen an wurde mir

immer suggeriert, dass ich nicht

genug bin: nicht gut genug in

der Schule, nicht schlank genug.

Ich war immer ein Pummelchen.

Ich habe einfach nicht den

Idealvorstellungen meiner Eltern

entsprochen – und die waren

sowas von unterschiedlich.

So ging es weiter in meiner

Schulzeit, in meinen angestellten

Jobs und auch als Selbstständige.

Da hat mir mein Vater immer

attestiert, dass ich es ohnehin

nicht schaffen würde.

Ständig wurden mir diese

Glaubenssätze eingebläut,

bis sie so fest in meinem

Unterbewusstsein abgespeichert

waren, dass sie mich davon

abgehalten haben, meine großen

Ziele zu verwirklichen. Als Kind

und darüber hinaus war ich

immer sehr schüchtern und

hatte Probleme Freundschaften

zu schließen, weil es auch

seitens meiner Mutter gar nicht

erwünscht war, dass ich das

machte.

In meinen Jobs habe ich immer

so viel gegeben, wie ich konnte

und dennoch war es nie genug.

Deshalb bin ich heute hier und

mache, was ich mache, um dir

zu zeigen, dass es einen Ausweg

gibt und dich dabei zu begleiten.

Dafür habe ich eine neue

Methode kreiert, die dich dabei

unterstützt.

Durch meinen geringen

Selbstwert und mein geringes

Selbstvertrauen, ausgelöst

durch die verschiedensten

Glaubenssätze, die mir seit

frühester Kindheit eingeimpft

16


wurden, holte ich mir oft eine

blutige Nase.

Das brachte mich 2010 an einen

krassen Tiefpunkt in meinem

Leben. Also suchte ich nach

einem Ausweg aus diesem

Teufelskreis. Dabei bin ich auf

die Energetik gestoßen. Dank

meiner Ausbildung in diesem

Bereich bekam ich mein Leben

wieder ganz gut in den Griff.

Dennoch schaffte ich es nicht,

mein Business ebenfalls ins

Laufen zu bringen. Und so fuhr

ich meine erste Firma grandios

an die Wand und begab mich

für kurze Zeit wieder zurück

ins Angestellten-Dasein. Dieser

scheinbare Ausweg aus meiner

finanziellen Misere kippte sehr

schnell in eine unmenschliche

psychische Belastung. Trotz

meinem extremen Engagement

und obwohl ich immer alles in

meiner Macht Stehende getan

habe, um den Anforderungen

gerecht zu werden, reichte es

einfach nie. Ein altbekanntes

Muster seit meiner Kindheit.

Doch Ende 2017 zog ich die

Notbremse. Denn ich konnte

eines Tages nicht mehr aus dem

Bett aufstehen. So sehr war

ich körperlich und psychisch

geschwächt. Da besann ich mich

wieder darauf, was ich in meiner

Ausbildung zum energetischen

Coach gelernt hatte.

Ich nahm mir viel Zeit für

mich und beschäftigte mich

ausschließlich damit, mich

selbst wieder auf die Beine

zu stellen, und binnen 6

Monaten war ich wieder voller

Kraft und Tatendrang. Dabei

geholfen haben mir systemische

Aufstellungen und eine

Methode, die ich aus meinem

energetischen Erfahrungsschatz

speziell zusammengestellt hatte,

um meine Glaubenssätze zu

erkennen und aufzulösen. Auch

wusste ich ganz genau, dass ich

ab jetzt nur noch selbstbestimmt

für mich arbeiten würde. Und

das hat mich dazu gebracht,

mein eigenes Ding zu machen.

Denn wenn du so intensiv

an und mit dir arbeitest und

Schicht für Schicht limitierende

Glaubenssätze und Paradigmen

abträgst, verschaffst du deiner

Seele endlich wieder Gehör.

So fand ich meine

Herzensmission: Frauen

dabei zu unterstützen, durch

Neuprogrammierung ihres

Mindsets sich den Weg in

eine finanziell freie uns

selbstbestimmte Zukunft zu

bahnen.

In meinem neuesten Buch „Deine

Wirklichkeit verstehen“, an dem

ich mit 6 großartigen Frauen als

Co-Autorin gearbeitet habe, gebe

ich dir tieferen Einblick in mein

Seelenleben und wie ich den

Perspektivwechsel geschafft und

meinem Leben eine nachhaltige

Wende gegeben habe.

http://bit.ly/perspektivwechsel

17


Nach meinem zweiten

Burnout und viel zu vielen

Lebenskrisen erhielt ich 2013

die Diagnose Borderline. Damit

war mein weiterer Lebensweg

vorgezeichnet – oder auch

nicht. Denn ich entschied

mich, die Herausforderung

Borderline anzunehmen, aus dem

destruktiven Kreislauf von Leere,

Schmerz und Selbstzerstörung

zurückzufinden in ein Leben,

das von Geborgenheit, (Selbst)

Freude und Selbstliebe bestimmt

wird. Und so schuf ich eine

Alternative – meinen Plan B – zu

den Vorurteilen und Klischees

Borderline.

Wer ich bin? Lesley B.

Strong … Autorin, Bloggerin,

Lebensphilosophin, Borderlinerin

… und so ganz nebenbei mit

beiden Beinen in der Berufswelt

verankert als Führungskraft im

operativen Management.

In diesem und den folgenden

Beiträgen berichte ich

von meinen persönlichen

Erfahrungen, meinen Methoden

für einen ausbalancierten

Alltag und meiner Gedanken-/

Gefühlswelt.

Du + ich = Chaos?

Diagnose

Borderline

– und nun?

Zwischenmenschliche

Beziehungen – ganz gleich,

welcher Art – stellen für viele

Borderliner eine schier unlösbare

Herausforderung dar. Sie gehören

zu den häufig diskutierten

Themen in Selbsthilfegruppen.

Die Zerrissenheit zwischen dem

Wunsch nach Nähe und dem

Drang, alles und jeden von sich zu

stoßen, durchleben viele von uns.

Meine persönlichen Erfahrungen

sind da nicht anders. Echte,

emotionale Nähe war lange

Zeit schlichtweg unmöglich. Auf

der anderen Seite gewährte ich

Menschen, die ich kaum kannte,

nahezu grenzenlose Einblicke in

mein Leben, in der Hoffnung,

ihre Zuneigung zu erringen.

Manchmal schien ich über

keinerlei Empathie zu verfügen,

ganz gleich, ob es um Krankheit

oder Tod ging. Ein anderes Mal

rissen mich die Emotionen

meines Gegenübers, die in mir

wie ein Echo nachhallten, völlig

aus der Bahn.

Ausgeliefert dem Willen des

anderen und gleichzeitig

um Selbstbestimmung

kämpfend … steuerlos auf

einem Schiff unterwegs, das

von einem tobenden Orkan

umhergeschleudert wird … ein

stachliger Kaktus, der sich nach

einer Umarmung sehnt … unfähig

Liebe zu zeigen und unersättlich,

Zuneigungsbekundungen zu

… Plan B

bekommen … dies sind nur

einige bildhafte Vergleiche,

wie ambivalent ich mich in

zwischenmenschlichen

von Lesley B. Strong

18


Beziehungen wahrnahm.

Schließlich fand ich nach vielen

Jahren, Irr- und Umwegen

heraus, wie ich meinen inneren

Emotionsschalter bewusst ON/

OFF schalten bzw. stufenlos

regulieren konnte und gewann

dadurch die Fähigkeit, Ordnung

in das emotionale Chaos (und

meine Beziehungen) zu bringen

und situationsadäquat zu

agieren. Bevor es jedoch soweit

war, entwickelte ich für mich

einen „Kodex für Verhalten

in zwischenmenschlichen“

Beziehungen – eine Struktur

zum Anhalten. Einen Punkt aus

meinem Kodex werde ich nun

vorstellen:

[Beziehungstipps von einer

Borderlinerin … das hat schon

etwas Erheiterndes, gelten doch

den Vorurteilen entsprechend

von Borderline Betroffene als

beziehungsunfähig.]

Wer sich an das altbekannte

Motto „Behandle den anderen so,

wie du selbst behandelt werden

willst“ hält, liegt grundsätzlich in

Punkto Beziehungen schon mal

ganz gut. Allerdings – wenn nun

jemand dazu neigt, sich selbst

nicht gut zu behandeln, weil mit

einigen Selbstzerstörungsmustern

belastet, wird es schwierig, dieses

Motto zielgerichtet umzusetzen.

Es gibt eine Unzahl an schlauen

Kalenderblattsprüchen, die auch

gerne zitiert und mit allerlei

bunten Bildchen gepostet

werden, doch – so mein Eindruck

19


– nur ganz wenige Menschen

denken über diese Sprüche nach

und wie sie im Alltag umgesetzt

werden können. Zitiert wird

locker flockig, reflektiert eher

zurückhaltend. Und so werden

Sprüche – oftmals auch als

Affirmationen – unzählige

Male wiederholt, ohne dabei je

verstanden zu werden, weshalb

sie schlichtweg nicht wirken.

Sorry, aber diese Ernüchterung

muss die Mentaltrainerin, die ich

auch bin, hier mal anbringen.

Affirmationen, Mantras,

Glaubenssätze … egal, welche

Bezeichnung wir dafür wählen

wollen, können nur dann ihr

volles Potenzial entfalten,

wenn die verwendeten Worte

im Unterbewusstsein die

gewünschten Bilder und Gefühle

aktivieren. In Bezug auf einen

Spruch, wie den oben erwähnten,

ist es hilfreich, sich eine Story

dafür zurechtzulegen. Hier ein

Beispiel:

Behandle in Beziehungen –

gleich ob Freundschaft oder

Partnerschaft – den anderen

stets so, als wäre er/sie ein

willkommener Gast in deinem

Leben. Du bist nun Gastgeber

auf Zeit, ob eine Stunde, Tage

oder Jahre ist dabei völlig

gleich. Wie behandelst du

deine Gäste üblicherweise?

Höflich, zuvorkommend,

mit Wertschätzung …? Die

Konzentration auf die Rolle

der Gastgeberin half mir in der

Vergangenheit dabei, meine

chaotischen Emotionen in den

Hintergrund zu rücken (wo sie

sich in Folge auch beruhigten),

aber auch so manche Ängste und

Unsicherheiten zu überwinden,

um in der Situation gelassen zu

agieren. Ich wähle hier bewusst

das Wort „agieren“, denn darum

geht es meistens: agieren

(bewusst und zielführend),

nicht reagieren (fremdgesteuert

von alten Mustern). Diesen

existenziellen Unterschied werde

ich bei nächster Gelegenheit

näher ausführen.

Nun bist du also Gastgeber/

Gastgeberin für jene Person, die

zeitlich begrenzt ein Teil deines

Lebens ist. Gleichzeitig bis du

aber auch Gast im Leben der

anderen Person. Also, wenn ich

bei jemand zu Gast bin, benehme

ich mich gesittet, respektiere

meinen Gastgeber und bedanke

mich für das, was mir angeboten

bzw. mit mir geteilt wird.

Es geht bei dieser Übung

nicht darum, irgendetwas zu

unterdrücken oder Theater

zu spielen, nicht um die

Veränderung der Information,

sondern um die Art und Weise,

wie sie präsentiert wird.

Vielleicht mag das jetzt für

manche unvorstellbar klingen,

aber es ist möglich, auch Kritik

oder Missfallen wertschätzend

zum Ausdruck zu bringen. Dafür

verweise ich gerne auf die Arbeit

von Marshall Rosenberg und die

von ihm entwickelte „Gewaltfreie

Kommunikation“. Die eigene

Meinung kann immer höflich

und vorwurfsfrei formuliert,

und somit zumeist auch vom

Gegenüber gut angenommen

20


werden. Ohne hier die gesamte

Methodik vorzustellen – die im

Übrigen bereits Schulkindern

erfolgreich vermittelt werden

kann – geht es darum, vier

Aspekte in Bezug auf eine

Aussage anzuwenden: die

eigene (und damit subjektive

Beobachtung: ich sehe, erlebe,

…), das daraus resultierende

Gefühl sowie das folgende

Bedürfnis und dieses letztendlich

als Bitte zu formulieren. So wird

aus einem Vorwurf in der Art

von „Du hast schon wieder nicht

zurückgerufen.“ eine gewaltfreie

Aussage ála „Ich konnte dich

telefonisch nicht erreichen.

Es kam kein Rückruf von dir.

Ich habe mir Sorgen um dich

gemacht. Ich würde mich besser

fühlen, wenn ich wüsste, ob alles

in Ordnung ist. Kannst du bitte

nächstes Mal zurückrufen oder

eine Nachricht senden?“

Zugegeben, um eine Botschaft

gewaltfrei zu formulieren,

braucht es einiges mehr an

gesprochenen Worten und

durchdachten Überlegungen,

doch das ist nur eine Frage der

Übung. Was anfangs sperrig

wirkt, wird rasch zur Routine –

und eine echte Wohltat

für zwischenmenschliche

Beziehungen. Indem bewusst

über die Formulierung

nachgedacht wird, bekommt das

zuvor steuerlose Schiff ein Ruder

und kann in der aufgewühlten

See der Emotionen besser den

Kurs halten.

Als ich begann, diese Methode

auch in Beziehungskrisen

einzusetzen, begann ich mich

allmählich aus der Opferrolle

und dem damit verbundenen

Ausgeliefertsein einer Situation

herauszubewegen und lernte,

gestaltend zu agieren. Meine

Gäste begannen sich bei mir

wohlzufühlen ebenso wie

ich mich als Gast bei ihnen,

denn ich konnte alles sagen,

ohne verletzend zu werden.

Mehr noch, ich erkannte

auch, wie oft andere daran

scheiterten, wertschätzend zu

kommunizieren, dass es ihnen

nicht anders erging als mir zuvor

… und dass der Unterschied

zwischen Borderline und Nicht-

Borderline vielleicht kleiner

ist, als angenommen wird.

Vielleicht war ich doch nicht

so viel anders. Mit Sicherheit

war ich nicht die Einzige, die

in Bezug auf das Gelingen

von zwischenmenschlichen

Beziehungen noch

Optimierungspotenzial hatte und

auch weiterhin hat.

Für sich selbst einen Kodex

formulieren, die eigene Rolle

überlegen, bewusst agieren und

kommunizieren … hat mich zu

dieser Formel geführt:

Du + ich + ein wenig Struktur und

Hirnschmalz = OK

… und die fühlt sich in meinem

Borderline-Alltag echt gut an.

Mehr über Gewaltfreie

Kommunikation gibt’s hier:

https://www.gewaltfrei.at/ueberdie-gewaltfreie-kommunikation

Bilder: pixabay.com

21


Wir alle befinden uns seit geraumer Zeit in

einer Ausnahmesituation. Nichts ist mehr,

wie es einmal war. Ängste, Stress, Wut

und Frust stehen auf der Tagesordnung.

In meinem Artikel möchte ich jedoch nicht

auf die Situation an sich eingehen, sondern

Perspektiven aufzeigen, wie auch du es

schaffen kannst, neue Ideen, Strategien und

Wege zu entwickeln.

22


Vielleicht gehörst auch du zu

denjenigen, die gezwungen

sind, neue Wege einzuschlagen.

Egal, ob du deinen Job verloren

hast, deine Branche unrentabel

geworden oder was auch immer

passiert ist, dass du vor dem

Aus stehst. Auch wenn die

Situation im Moment aussichtslos

erscheint, gibt es immer neue

Wege und Lösungen, die dich

voranbringen und dir vielleicht

völlig neue Türen öffnen. Du

musst es nur wirklich wollen.

Ich möchte dir heute drei

Schritte an die Hand geben,

wie auch du es schaffen kannst,

neue Perspektiven für dich zu

entwickeln.

Schritt 1: Konzentriere dich

wieder auf das Positive

Auch wenn du gerade

niedergeschmettert bist – gib

nicht auf! Versuche in jeder

noch so aussichtslosen Situation,

einen positiven Funken zu

finden. Anfangs wird dieser

Funke sehr klein sein, aber je

mehr Funken du findest, umso

größer werden sie. Am besten

meidest du auch sämtliche

Nachrichten, Informationen

und Meldungen, die dich

runterziehen. Das Wichtigste

ist jetzt, wieder eine positivere

Einstellung zu schaffen. Denn wie

du sicher weißt, folgt die Energie

unserer Aufmerksamkeit. Das

bedeutet, egal worauf wir uns

konzentrieren, es wird unsere

eigene Realität. Da unser Fokus

darauf gerichtet ist, wird alles

andere ausgeblendet. Dann

sehen wir nur noch schwarz

oder weiß. Wie also soll etwas

Positives in unser Leben kommen,

wenn wir uns nur auf das

Negative konzentrieren?

Schritt 2: Finde heraus, was du

wirklich willst bzw. was dich

erfüllt

Hast du dich schon einmal mit

deinen Grundmotiven und

Motivationen beschäftigt? Was

sind deine Stärken und was

spornt dich innerlich wirklich an?

Beantworte einmal die folgenden

vier Fragen für dich:

• Wer bin ich im Moment?

• Wo stehe ich im Moment?

• Wer möchte ich wirklich sein?

• Wo möchte ich wirklich hin?

Beantworte diese Fragen

möglichst spontan und aus dem

Bauch heraus, ohne dir lange

und viel Gedanken darüber

zu machen. Was möchtest du

wirklich?

Kennst du deine Stärken und

Schwächen und kannst du diese

konstruktiv einsetzen?

23


Ich möchte dir hier ein kleines

Beispiel zur Veranschaulichung

aufzeigen:

Vielleicht hast auch du das schon

einmal erlebt: Du hast eine

neue Anstellung bekommen.

Anfangs, als alles neu und

ungewohnt war, war der Job

noch total spannend, aufregend

und schön. Mit der Routine aber

wurde der Job langweilig, du

warst unterfordert und letzten

Endes vielleicht sogar frustriert,

weil die einseitige Tätigkeit dir

mit der Zeit sinnlos erschien.

Und als deine Unzufriedenheit

immer größer wurde, fingen

logischerweise auch noch die

Probleme mit Kollegen und

Vorgesetzten an. Dies kann daran

liegen, dass du vom Grundmotiv

her ein sehr neugieriger und

unternehmungslustiger Typ bist

und die Abwechslung liebst. Nun

aber hast du dir eine Anstellung

am Fließband gesucht, wo

du tagein, tagaus die gleiche

Tätigkeit ausführen musst. Es gibt

keine Abwechslung und nichts

Neues. Nun mal Hand aufs Herz:

das kann doch auf Dauer nicht

funktionieren! Hättest du vorher

gewusst, dass es die Abwechslung

ist, die dich im Job glücklich

macht, hättest du dann die Stelle

am Fließband angenommen?

Wohl eher nicht!

Es gibt mehrere Möglichkeiten,

die eigene Persönlichkeit

zu erforschen. Einen ersten

Einblick und Aufschluss kann

ein Persönlichkeitstest geben.

In meinen Coachings hat sich

24


für mich der B5T® (Big-Five-

Persönlichkeitstest nach Dr. Lars

Satow) bewährt. Zusätzlich zu

diesem Test biete ich meinen

Kunden ein Strategiegespräch

an, um ihnen zu erläutern, was

sie mit dem neu gewonnenen

Wissen nun tun können. Auch

Strategien für deine zukünftige

Orientierung können gemeinsam

entwickelt werden.

Natürlich findest du auch

Persönlichkeitstest im Internet,

die dir theoretisch einen ersten

Einblick in deine Persönlichkeit

geben und mit denen du neue

Schritte entwickeln kannst. Es

gibt viele Möglichkeiten, und du

hast die freie Wahl, welcher Weg

für dich der richtige ist.

Schritt Nr. 3: Entwickle

einen Plan und komme

schnellstmöglich in die

Umsetzung

Du hast es geschafft, deine

Einstellung wieder auf das

Positive zu lenken und hast dich

selbst besser kennengelernt?

Super, dann ist es jetzt an der

Zeit, neue Möglichkeiten zu

finden.

Was wäre jetzt genau das

Richtige?

Welche Eigenschaften müsste z.B.

dein künftiger Job haben?

Was ist für dich sinnstiftend und

erfüllt dich mit Freude?

Was ist der erste, zweite und

dritte Schritt?

25


26


Dieser Schritt beinhaltet natürlich

die Recherche, was dir wirklich

Freude machen würde und wie

du dieses Ziel erreichen kannst.

Anhand deiner ganz individuellen

Persönlichkeit gibt es bestimmt

vieles, was eine neue Perspektive

für dich darstellen kann. Vielleicht

ist es auch sinnvoll, Gespräche

zu suchen, um dich über deine

Vorhaben auszutauschen. Denn

andere Gedanken können

dich auch wieder einen Schritt

weiterbringen, weil sich dir neue

Blickwinkel aufzeigen, an die du

selbst gar nicht gedacht hättest.

Das Leben hält immer wieder

Herausforderungen für uns

bereit, welche uns veranlassen,

neue und ungewohnte Wege

einzuschlagen und auch

einmal mutig neue Dinge

auszuprobieren. So wächst nicht

nur deine eigene Persönlichkeit,

weil du mit jedem Erfolg an

Stärke gewinnst. Du wirst

auch flexibler im Umgang mit

auftretenden Herausforderungen

und wirst mit der Zeit gelassener

darauf reagieren, weil du die

Sicherheit hast, dass es immer

irgendwo einen neuen Weg gibt.

„Nutze diese besondere Zeit,

um deine Persönlichkeit zu

stärken, und öffne dich für neue

Möglichkeiten!“

Wenn du fragen hast, schreibe

mir gerne eine E-Mail an

hello@sabine-reischl.com

oder besuche meine Webseite

www.sabine-reischl.com

Bücher von

Sabine Reischl

Lebe endlich selbstbestimmt

Sprache: Deutsch

Taschenbuch: 140 Seiten

ISBN-10: 3739244097

ISBN-13: 978-3739244099

Abmessungen: 13.5 x 0.8 x 21.5 cm

Stress Ade

Sprache: Deutsch

Taschenbuch: 44 Seiten

ISBN-10: 3753423882

ISBN-13: 978-3753423883

Abmessungen: 12 x 0.3 x 19 cm

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28

Am Ijsselmeer, Niederlande


Foto: Stefan Korbion

29


Salat

Wissenschafts-

von Jochen Dürselen (Arzt)

„Studien haben gezeigt, dass...“,

„Experten sind sich sicher...“,

„Warum Sie definitiv 15 Eier

am Tag essen sollten...!“, „Eine

Untersuchung ergab...“.

So oder so ähnlich kennt man

den Einstieg von Artikeln, die

uns gerne von etwas überzeugen

möchten. Insbesondere auch

Texte mit wissenschaftlichem und

medizinischem Zusammenhang.

Dabei ist es in der Flut an

Medien und Nachrichten-

Apps, an Fernsehbeiträgen und

Radiokommentaren gar nicht so

einfach, da den Kopf über Wasser

zu halten – selbst für diejenigen,

die sich täglich damit befassen

oder über Hintergrundwissen

verfügen. In diesem Kommentar

möchte ich Ihnen nahebringen,

wie Sie zum Beispiel den oben

genannten Formulierungen als

Laie begegnen können, wenn

man Sie auf diese Weise mit

Wissenschaft überrollen will.

Dabei spielt ganz zu Beginn die

Quelle natürlich eine bedeutende

Rolle. Doch wie kann man sich

der Vertrauenswürdigkeit einer

guten Quelle sicher sein? Das

ist gar nicht so einfach, denn

oft sind Quellen befangen, das

heißt, diese möchten Ihnen ein

bestimmtes Bild vermitteln,

um dazu ein bestimmtes

Verhalten bei Ihnen auszulösen.

Ein einfaches Beispiel ist ein

Autor, der für sein neues Buch

wirbt. Dieser möchte natürlich

gerne möglichst viele seiner

Exemplare verkaufen. Dazu ist

es ihm natürlich wichtig Ihnen

klarzumachen, was für einen

überragenden Mehrwert Sie

durch den Kauf und das Lesen

seines Buches hätten. Natürlich

kann Ihnen letztendlich niemand

eine Garantie für etwas geben,

aber es hilft ungemein, wenn

Sie schon beim ersten Blick in

den Internet-Link erkennen, was

Sie da in etwa vor sich haben

könnten.

In erster Linie gibt es da die

Deutschen Fachgesellschaften.

Oftmals bieten diese nicht nur

für Ärzte und Fachpersonal,

sondern eben auch für Laien,

sehr anschaulich beschriebene

Informationen. Manchmal

werden Sie dazu sogar recht

komfortabel bereits auf der

Homepage der Webseite oder in

den ersten Zeilen einer Broschüre

darauf hingewiesen, an wen die

folgenden Ausführungen gehen

sollen. Ich würde also in erster

Linie solche Informationsquellen

weiterempfehlen.

Weiterhin gibt es aber auch die

sogenannten Fachzeitungen,

die sich mit Ihren enthaltenen

Studien, Artikeln und Nachrichten

explizit an bestimmte

30


Berufsgruppen wenden, darunter

Ärzte, Apotheker, aber auch

Rettungsdienstfachpersonal

und viele weitere. Auch wenn

es sich für den Laien verlockend

anfühlen mag, da einmal

reinzuschauen, so empfehle ich

dieses Vorgehen zum reinen

Informationsgewinn nicht.

Nicht etwa, da es sich um

einen geheimen Kodex handeln

würde. Dennoch lauern hier

zwei Gefahren. Die erste ist

schlichtweg die, dass man einfach

nichts von dem versteht, was

dort geschrieben ist. Das ist

auch überhaupt nicht schlimm

– ich weiß beispielsweise nicht,

wie ich einen neuen Backofen

anschließen müsste und ein

Fachartikel dazu würde mir bei

fehlenden Grundkenntnissen

bestimmt nicht ausreichend

weiterhelfen. Die zweite,

wesentlich schlimmere Gefahr

wäre der Fall, dass ich meine,

etwas verstanden zu haben, es

im Grunde aber nicht tue und

dann Dinge verkehrt wiedergebe

– in der Annahme es mit höchst

wissenschaftlichen Erkenntnissen

belegen zu können. Dies ist

sogar ein Punkt, der Leuten mit

reichlich Vorerfahrung passieren

kann, weswegen ein kritischer

Austausch mit Fachkollegen stets

wichtig bleibt!

Zum Schluss bleiben da

noch diverse Zeitschriften

und Blogs, die teils ein sehr

unterschiedliches Bild abgeben.

Wie bereits beschrieben, wird

gerade hier gerne etwas verkauft.

Sei es eine neue Diät, ein Buch

oder ein ganz besonderes

Proteinpulver. Ich würde die

dort genannten Empfehlungen

31


nur mit Vorsicht genießen und

eine gesunde Skepsis walten

lassen. Ohne mich auf irgendein

spezielles Produkt zu berufen, so

sind meiner Erfahrung nach, die

dazu vorliegenden Texte häufig

weniger gut dafür geeignet, sich

objektiv zu informieren. Denn

in der Regel ist die Welt nicht so

eindeutig wie sie scheint. Sie hat

Vor- und Nachteile, allerdings

verkaufen sich Dinge besser,

wenn sie tadellos klingen. Ich

will nicht geschäftsschädigend

wirken, es bleibt letztendlich

Ihre eigene Entscheidung. Es

sollte immer darauf geachtet

werden, dass einem nicht mit

schmückenden Worten das Blaue

vom Himmel versprochen wird.

Fragen Sie sich immer: Soll ich

hier wirklich informiert oder

unterhalten werden, indem man

mir sagt, was ich hören will?

Andere Vertreter dieser Kategorie

machen einen weitaus besseren

Eindruck – geläufige Magazine

sind hinreichend bekannt,

jedoch muss auch hier davon

abgeraten werden, eine Aussage

zum unumstößlichen Dogma zu

machen. Nicht zuletzt kann auch

einfach nur ein unbeabsichtigter

Fehler im Text vorliegen.

Im Zweifel hilft da letztendlich

der Gang zu einem Fachkollegen,

hier erhalten Sie in aller Regel

glaubwürdige Aussagen und eine

gute Beratung zu seriösen und

für Sie speziell, angemessene

Quellen.

Nun lassen Sie uns noch

einmal auf das Wort „Studie“

zurückkommen. Leider

verwechseln die meisten Leute

dies mit dem Wort „Gesetz“.

Zunächst einmal ist eine

Studie eine wissenschaftliche

Untersuchung. Es wird eine

Fragestellung oder eine

Hypothese aufgestellt, welche

man nähergehend überprüfen

will. Dazu wird sich dann auf

eines der verschiedenen Designs

geeinigt wie diese Studie genau

ablaufen soll. Zum Schluss wird

die in Erfahrung gebrachte

Datenmenge ausgewertet und

ein Ergebnis gebildet.

Ein Studienergebnis ist allerdings

nicht die Weisheit Gottes,

auch wenn bestimmte Studien

sehr glaubwürdig sein können.

Oft wird aber auch in den

Studien gegen Ende dargelegt,

dass beispielsweise weitere

Untersuchungen notwendig

wären, um das Ergebnis zu

festigen. Außerdem kann eine

Studie immer von sogenannten

„Verzerr-Faktoren“ beeinflusst

werden, die das Ergebnis

verfälschen können, auch wenn

man versucht, diese Faktoren

möglichst klein zu halten. Das

soll nicht heißen, dass unsere

wissenschaftliche Arbeit generell

quatsch ist! Jedoch muss man

sich klar machen, welche

Studien aussagekräftig sind

und welche nicht. Und darüber

wird in Fachkreisen nicht selten

diskutiert. Sie sehen also, dass

dies nichts ist, was man einem

Laien aufbürden sollte.

Nehmen Sie beispielsweise das

Thema „Kaffee und Gesundheit“.

Vereinfacht gesagt: Es gibt

eine Vielzahl an Studien, die

nahelegen, Kaffee sei gesund,

andere wiederum behaupten

genau das Gegenteil. Also

machen Sie sich bitte bewusst:

nicht jeder, der mit einer Studie

um die Ecke kommt, hat die

Wahrheit für sich gepachtet.

Leider läuft es in vielen Beiträgen

von Newslettern oder Blogs

jedoch wie folgt ab: Der Autor

hat eine Meinung und will diese

seinen Lesern aufs Auge drücken.

Nun können Sie sich irgendeine

Studie herauspicken, die dazu

passt – wohlgemerkt, es kommen

allein in Deutschland Hunderte

davon jährlich heraus. Das gibt

über den Verlauf von einigen

Jahren ein hübsches Depot aus

dem man sich bedienen kann. Es

werden also fünf, sechs Studien

herausgepickt und als Beweis

für die Richtigkeit der eigenen

Meinung dargestellt. Merken Sie

etwas? Richtig, das könnte man

mit jeder beliebigen Meinung

machen und wäre eine Studie

32


ein Gesetz, dann müssten alle

diese Meinungen Stimmen –

gleichzeitig. Ein bisschen was

von der eigenen Auffassung

dazugeschrieben und fertig ist

der „unanfechtbare“, „hoch

wissenschaftlich, kompetente“

Beitrag. Wer will das wirklich

noch überprüfen? Ich behaupte,

ein guter meinungsbildender

Autor legt seine Meinung dar,

begründet diese möglichst

gut, aber behält sich stets vor,

dass auch er fehlbar ist und

die Weisheit nicht mit Löffeln

gegessen hat.

Damit wären wir beim letzten

wichtigen Aspekt: „Dem

Experten“.

Meine Frage dazu vorab: „Wer

ist denn ein Experte? Wer ist ein

Profi oder ein Coach?“ Erstmal

ist wichtig zu bemerken, dass

dies alles keine geschützten

Begriffe sind. Grundprinzipiell

kann sich also jeder „Experte“,

„Profi“ oder sonst wie nennen

bzw. von irgendwem dazu

gemacht werden, ohne dass dies

maßgebend für irgendwas sein

muss! In der Medizin spricht

man auch von den sogenannten

Evidenzklassen. Von denen gibt

es eine ganze Reihe, teilweise

mit mehreren Unterkategorien.

Diese beschreiben das Maß

der wissenschaftlichen

Aussagefähigkeit.

„Mehrere Expertenmeinungen“

bilden dabei die unterste

Kategorie dieser ganzen Klassen.

Nun ist nicht jeder, der zum

Expertentum gilt, ein Schwätzer,

aber man sollte auch hier nicht

vergessen, dass keine Allmacht

vor einem steht, egal welche

Position er vertritt. Und nebenbei

bemerkt: zwei Experten, drei

Meinungen...

Lassen Sie sich also in Zukunft

nicht weiter von solchen

Standartformulierungen

beeindrucken oder zur

übermäßigen Zustimmung

oder Ablehnung bewegen.

Sehr oft werden diese leider

zweckentfremdet.

Alles Gute, Ihr Jochen Dürselen

Bilder: pixabay.com

33


N

A

D ERS

Bild von Christoph Behrmann

„Anderssein

ist eine

Superkraft“

S

E

I

N

von Ulrike Treiber im Interview mit Steven Elijah Neuhaus

das ist nicht nur der Titel zu

seinem interessanten Buch über

Asperger Autismus, sondern

auch die Lebenseinstellung von

Steve Elijah Neuhaus, der eine

bewegende Lebensgeschichte

hat, die ihm vom Außenseiter

zum Sänger, Songwriter und

Autor führte und die noch lange

nicht den Höhepunkt erreicht

hat.

Ich hatte nun das große

Vergnügen, Elijha – so sein

Künstlername – eine Menge

Fragen stellen zu dürfen und er

gab interessante Einblicke, wie

er es geschafft hat, trotz seines

„Andersseins“ ein erfülltes und

erfolgreiches Leben zu führen!

„Anderssein ist eine Superkraft“

ist der Titel deines 1. Buches, ist

das auch deine Überzeugung?

Es ist ein Narrativ, das mich

überzeugt, es sagt für mich aus,

dass Menschen mit Ecken und

Kanten willkommen sind. Oft

haben diese ja auch besondere

Fähigkeiten und ich möchte

das gar nicht auf mich direkt

beziehen, sondern auch auf

Menschen wie Einstein, Winston

Churchill oder im künstlerischen

Bereich der deutschsprachigen

Popkultur der neueren Zeit

Falco. Es ist meine volle

Überzeugung, dass zwischen

Genie und Wahnsinn große

Dinge entstehen, das Anderssein

bezeichne ich deswegen als

34


Superkraft von Menschen, die

unsere Welt oder unser Leben

aus den Angeln gehoben haben

und mit ihrer ganz besonderen

Art und Weise inspirieren.

Konnte das Buch trotz Corona

termingerecht erscheinen?

Durch Corona entstand ein

Umdenken, daher ist das Buch

noch nicht fertig und mit den

Verlagen, die interessiert sind,

gibt es eine abwartende Haltung.

Da ich das Glück hatte, in der

Corona-Zeit einen Plattenvertrag

bei RTLZWEI, dem Label El Cartel

mit Universal Music im Vertrieb

zu unterzeichnen, liegt der

Fokus gerade auf meiner neuen

Single und EP „Mut machen’’

mit dem deutschen DJ Duo

Gestört aber GeiL, die mitten

in der Veröffentlichungsphase

steckt. Da musste ich die Priorität

anders setzen, denn für meinen

Hauptberuf als Musiker war

es das größte Bestreben, mit

meiner eigenen Musik einen

Plattenvertrag zu bekommen.

Wenn aber alles läuft, können

wir Ende 2021/Anfang 2022 mit

dem Buch rechnen, vielleicht

sogar gleichzeitig mit der

Veröffentlichung meiner ersten

LP, das wäre das Optimum!

Bekommt man darin auch Tipps

für den Umgang mit Personen

mit Asperger Autismus, bzw.

gibst du Ratschläge, wie man als

Betroffener gut damit umgehen

kann?

Definitiv wird es keine

Autobiografie, sondern ein

biografischer Roman. Ich arbeite

mit verschiedenen Autismus-

Zentren zusammen, da es

neben meinen Erfahrungen

und Schilderungen auch einen

wissenschaftlichen Anteil geben

soll, aber immer mit Blick auf

die positiven Möglichkeiten

– die man trotz einer

Entwicklungsstörung wie dem

Asperger Autismus – hat.

Wie alt warst du, als dein

Verhalten einen Namen bekam,

also deine Krankheit erkannt

wurde?

In der Wissenschaft spricht

man nicht von einer

Krankheit, sondern von einer

Entwicklungsstörung, ähnlich wie

es sich bei Teilleistungsstörungen

wie Legasthenie oder Dyskalkulie

verhält, die nicht ohne Grund

bei manchen Asperger Autisten

zusammentreffen. Ich war 12

Jahre als ich die Diagnose bekam,

frühkindlicher Autismus war bei

mir schon bekannt, auch eine

Legasthenie wurde im Alter von

8 Jahren diagnostiziert.

Elijah – Foto von Johannes krieg

35


Du hast in einem Interview

erwähnt, dass deine Schulzeit

Horror war. Haben Lehrer keine

Rücksicht auf dich genommen,

bzw. das Thema im Kreis der

Mitschüler – damit sie dich und

dein Verhalten besser verstehen –

angesprochen?

Nein, ich war sogar auf einer

Waldorfschule und litt unter

starkem Mobbing seitens der

Lehrer und Schüler. Das Ganze

geriet irgendwann außer Kontrolle.

Ich musste eine Therapie machen,

da sich eine generalisierte

Angststörung dadurch entwickelte.

Es wurde von den Lehrern immer

nur auf das geschaut, was ich nicht

konnte. Man hielt mich sogar für

unmusikalisch und schmiss mich

aus dem Schulchor. Meine Eltern

nahmen mich von der Schule

und ich hatte das Glück, auf eine

Regelschule zu kommen, die mir

etwas den Druck nahm und ich

mich freier entwickeln konnte.

Deine Mutter war alleinerziehend,

konnte sie dich unterstützen, bzw.

aufbauen?

Meine Mutter war ein Fels in der

Brandung und fast täglich in der

Schule. Für sie war es die größte

Herausforderung und sie hat wie

eine Löwin für mich gekämpft,

vieles in Gang gesetzt, damit ich

heute der bin, der ich bin! Ab dem

Alter von 7 Jahren hatte ich einen

Stiefvater, das war wichtig für eine

Konstante zu Hause. Doch Eltern

können ihr Kind leider nicht vor

allem schützen.

Hast du viele Therapien gemacht?

Ja, ich habe sehr vieles freiwillig

in Anspruch genommen, wie

Psychotherapie, Ergotherapie,

Heilpädagogik, Sprachtherapie,

NLP Coaching. Wenn solche

schwierigen Dinge so früh in der

Kindheit und Jugend passieren,

muss man auch als erwachsener

Mensch immer auf sich achten.

Mit 30 Jahren kann ich sagen,

dass ich die Erfahrungen, so

schlimm sie auch waren, nicht

missen möchte. Ich bin auf einem

Lebensweg angekommen, den ich

von ganzem Herzen liebe.

Du wärst beinahe Profiboxer

geworden, wieso gerade dieser

Sport?

Ich habe neben Boxen auch Tea-

Kwon-Do erlernt und Kickboxen

betrieben. Kampfsport war eine

der wichtigen Lebenstherapien

für mich, da ich dort meine

Erfolgserlebnisse hatte, viele

Meisterschaften gewann und

vor allem, das Fallen und wieder

Aufstehen und Weitermachen

für mich sehr früh perfektioniert

habe. Der Sport linderte Ängste

und stärkte das Selbstbewusstsein.

Was war ausschlaggebend, dass

du dich der Musik zugewandt

hast?

Eine schwere Darmerkrankung,

die meine Profiboxkarriere

scheitern ließ und mir sehr

viel Augenlicht nahm. Ich sehe

heute mit Brille nur noch 30%.

Meine Mutter hat mich in der

schweren depressiven Phase dann

einfach zum Gesangsunterricht

angemeldet. Das bewog mich, mit

meinem leiblichen Vater Kontakt

aufzunehmen, da er selbst,

wie auch mein norwegischer

Großvater, Musiker war. So hatte

auch mein Vater die Chance

einiges wieder gut zu machen.

Tatsächlich standen mit meinem

Gesangslehrer und meinem

Stiefvater vier Menschen hinter

mir, die mir in Sachen Musik

Zuspruch gaben. Talente, die

beim Boxen schon wichtig waren,

nämlich Rhythmus und Schwung

stachen heraus und ich wollte

mit all meiner Kraft Profi-Musiker

werden, obwohl ich nicht die

Begabung hatte, ein Instrument

gut spielen zu können. Ein

weiteres Talent erkannte ich im

Texte schreiben und so war mein

erstes Stilmittel die Rap-Musik.

Welches Instrument hast du

gelernt und damit auch die

Legasthenie überwunden?

Ehrlich gesagt, kein physisches

Instrument so richtig. Ich gehe

autodidaktisch und über mein

Gehör vor und würde als mein

Instrument das Keyboard

deklarieren. Mein „Instrument“,

das ich wirklich erlernt habe, ist,

mit meiner Stimme zu singen,

denn mit 18 Jahren traf ich

keinen Ton. Die Legasthenie

ist nicht mit einer LRS (Leseund

Rechtschreibstörung) zu

vergleichen, meine Legasthenie

ist erblich erworben, das zeigte

sich früh, da meine motorischen

Fähigkeiten nicht gut waren.

Deshalb habe ich es nie

verstanden, z.B. Gitarre wirklich

zu lernen. Meine Mutter hatte

aber einen 7. Sinn und ich begann

mit 4 Jahren mit meinem ersten

Kampfsport Hapkido. Das half

mir, mein Gleichgewicht und

meine Motorik zu verbessern.

Die Legasthenie habe ich nie

ganz überwunden, aber in einen

kreativen Griff bekommen.

Ist es dir sehr schwergefallen?

Dass ich lange nicht Lesen und

Schreiben konnte, ja, aber dann

kam 1997 Harry Potter auf den

Markt und ich war süchtig danach.

Tatsächlich entwickelte ich da

einen großen Ehrgeiz, das Lesen

und Schreiben zu erlernen und

heute ist es natürlich ein schönes

Gefühl, wenn man sieht, dass

ich aus einer Schwäche eine

Stärke machen konnte und mit

Schreiben und der Musik mein

Geld verdiene.

Hat dir deine Krankheit

dabei geholfen, dass du dich

uneingeschränkt auf die Musik

konzentrieren konntest?

Die Erkrankung in meiner

Jugend zusätzlich zu meinem

Autismus und der Legasthenie

sowie die Sehbehinderung und

die darauffolgenden schweren

36


Steven Elijah Neuhaus (Mitte) & Band

(Quelle - offizielle Pressefotos)

Erlebnisse haben mich früh auf

meine eigene Art erwachsen

werden lassen. Ich habe die Musik

seit dem Schreiben meines ersten

Songs sehr ernst genommen.

Man lernt dadurch auch ein Stück

Gelassenheit und ich konnte

mir den Traum von einer Band

erfüllen, die so unkonventionell

andere Musik gemacht hat, in der

ich mich absolut individualisieren

konnte.

Wie hast du deine

Bandmitglieder von SOUL-ON

kennengelernt?

Mein Vater Roland stellte einen

Proberaum zur Verfügung. Er war

auch Mitbegründer und zuständig

für die Drums. Weitere Mitglieder

waren mein Gesangslehrer Kevin

Jones für Gesang und Gitarre,

mein Freund James Cooper,

der uns mit seiner Stimme den

Black Soul verlieh und Jürgen,

unser bayrischer Bassist, der mit

meinem Vater bereits in einer

anderen Band gespielt hatte.

Nach zwei Jahren kam es zum

Zerwürfnis mit meinem Vater und

ich stand ohne Band da. Ich hatte

allerdings noch ein Live-Video

und einen produzierten Track.

Optimistisch wie ich bin, sandte

ich den Song an die ARD und

wurde in die Sendung „Kaffee

oder Tee“ zu einem Live-Auftritt

mit Band eingeladen. Ich rief

daraufhin meine ehemaligen

Gesangskollegen Kevin und

James an. Kevin schaffte es durch

seine guten Beziehungen in der

Musikbranche kurzfristig eine

Band zusammenzustellen. Ich

kannte niemanden, trotzdem

gelang uns nach zwei Tagen

Probe ein erfolgreicher Auftritt.

Wir beschlossen danach,

Soul-On wieder ins Leben zu

rufen. Kevin war von da an

unser musikalischer Direktor

und ich der Booking Manager,

Songschreiber und Rapper.

Unser Ziel war es, raus aus dem

„Garagen-Band-Niveau“ und

rauf auf die Festivalbühnen. Dies

gelang uns und wir waren fast

zehn Jahre auf sehr hohem Live-

Niveau tätig, mehrmals auch als

Vorband für The Hooters, Max

Mutzke oder auch der Stefan

Raab Band The Heavytones.

Wie hast du es geschafft, so

schnell musikalisch Erfolg

zu haben und Auftritte zu

bekommen?

Ich habe sehr unkonventionelle

Methoden, mein Gedanke war,

wenn ich an 5000 Veranstalter

von Stadtfesten, Festivals, Clubs,

usw. schreibe, werden wir

schon irgendwelche Zusagen

bekommen. Wir hatten durch den

ARD-Auftritt gutes Videomaterial,

also zog ich mich in mein Büro

zurück und hatte quasi für 3

Monate mit 12 – 14 Stunden am

Tag einen unbezahlten Booking

Job. Ich verbrachte die Zeit mit

E-Mails schreiben, telefonieren

und recherchieren, bei welchem

Event wir einen Gig bekommen

könnten. Am Ende hatten wir pro

Jahr offiziell 30 bis 40 Konzerte

und Privatfeiern. Das rentierte

sich sehr schnell auch finanziell.

Ihr seid ca. 10 Jahre miteinander

getourt, dann hast du eine Solo-

Karriere gestartet. War das nicht

schwer für deine Bandkollegen?

Ja sicherlich, man hatte ein

gemeinsames Ziel, musikalisch

hatte man sich jedoch

auseinanderentwickelt. Im

Songwriting-Bereich habe

ich mich mit einigen wieder

zusammengefunden. Wir hatten

immer gute Songs geschrieben,

doch heute ist der Ablauf ein

anderer und wir sind Freunde!

Sofern es Corona zulässt, spielen

wir auch das eine oder andere

Soul-On Konzert im August.

37


Wer begleitet dich jetzt

musikalisch auf der Bühne?

Eine junge Band von

Profimusikern, die schon

Erfahrung im Tourneeleben

mit LEA, Cro oder Mine hat.

Der Bandkern verteilt sich auf

Mannheim, Heidelberg und

Berlin, aber das funktioniert, da

jeder seine Aufgaben kennt.

Schreibst du Musik und Text

selbst?

Bei den Texten bin ich zu 100

% immer der Autor, manchmal

gibt es auch Writing Sessions

mit mehreren Personen. Wenn

man beginnt erfolgreich zu

sein, kommt man auch immer

öfter mit anderen erfolgreichen

Menschen zusammen.

Musikalisch produziere ich vor

oder habe eine Gesangsmelodie

im Kopf, die mit dem

Produzenten dann ausgearbeitet

wird.

Deine Texte sind sehr

lebensnah, motiviert dich dein

tägliches Leben dazu?

Ja, das ist sicher so, meine

Biografie spielt dabei eine große

Rolle und die Entwicklung,

die ich selbst durchlebe, aber

auch Menschen, die man

kennen lernt, haben einen

großen Einfluss. In Zeiten

von Corona sind es aber

auch gesellschaftliche und

sozialkritische Dinge, die dazu

anregen.

„Federleicht“ ist ein äußerst

ansprechendes Liebeslied. Im

Video ist eine sehr hübsche

junge Frau zu sehen, ist das

deine Lebenspartnerin? Man

fühlt eine Vertrautheit oder seid

ihr nur gute Schauspieler?

Wir sind Schauspieler-Kollegen

und kennen uns aus der

Musical-Studien-Zeit als ich

noch als Tontechniker gearbeitet

habe. Ich wurde darauf öfters

angesprochen und habe darüber

mal einen Witz gemacht und

gesagt, wir seien ein Paar! Was

aber tatsächlich stimmt, wir sind

ziemlich gute Freunde!

Im Video von „Wahre Märchen“

sind viele Kinder zu sehen,

geht es in diesem Lied einzig

um Kinder, oder auch um gute

Zeiten mit dem Partner, den

Freunden usw.?

Nein, das Video hat vor allem

einen wichtigen Aspekt, es

geht um Kinder mit nur einer

Herzklappe, die sogenannten

Fontanherzen-Kinder,

(Fontanherzen ist ein Verein

für Kinder und Erwachsene

mit halbem Herz, benannt

nach dem Herzchirurgen Prof.

Fontan - Anm. d. Red.) für die

ich mich seit 2014 einsetze.

Wir hatten die Möglichkeit ein

schönes Video und einen Song

schreiben zu dürfen, der für alle

Betroffenen ist und bewegt.

Zu dem noch unveröffentlichten

Lied „Dein Leuchten“ hat dich

aber etwas anderes, bzw.

jemand anderer inspiriert.

Erzähle uns bitte, wie es dazu

kam!

Ja der Song liegt mir sehr am

Herzen. Es war ein besonderer

Moment, in dem man von einer

Person einen kreativen Schubs

bekommt und intuitiv darauf

losschreibt und den Song so

skizziert als sei es ein Drehbuch,

eine Geschichte und die Person,

die einen dazu inspiriert hat,

leuchtet für einen!

Du schreibst auch Songs für

Stars beim Sony Musikverlag.

Für wen hast du schon

geschrieben, bzw. welche

Lieder?

Für kleine Künstler gab es schon

einige Veröffentlichung. Sicher

war das Größte eine Roland

Kaiser Session und ein Lied

für Mark Forster. Ob die Songs

genommen werden, steht noch

in den Sternen.

Hast du Vorbilder?

Musikalisch vor allem Falco, und

Xavier Naidoo, international

Eminem, Sting und ein wenig

die Rolling Stones. Ansonsten

Winston Churchill!

Was würdest du als deinen

größten Erfolg bisher

bezeichnen?

Sicherlich meinen Eintritt

in die DANCE-CHARTS 2018

mit „Federleicht“ und meine

Konzerte vor LEA und Max

Giesinger, meinen Verlagsdeal

bei Sony Music und meinem

Plattenvertrag mit Universal

Music und RTLZWEI und

die daraus resultierende

Veröffentlichung des Songs

„Mut machen“ mit dem DJ Duo

Gestört aber GeiL.

Was sind deine nächsten Ziele?

Sicher ein Chart-Erfolg, ein

Alben-Deal bei einer großen

Plattenfirma, dass Konzerte

wieder stattfinden dürfen und

ich die neuen Songs der Welt

präsentieren kann.

Und natürlich mein Buch zu

Ende schreiben!

38


Unter dem Motto „Träume nicht

dein Leben – lebe deinen Traum“,

wie sieht dein Lebenstraum aus?

Ich habe in meinem Mindset

viel visualisiert und erreicht.

Ich denke, dass ich mit dieser

gedanklichen Ausrichtung weiter

verfahren sollte und nach einer

erfolgreichen Karriere als Musiker

ein beschauliches Häuschen in

Kanada haben werde und von da

aus alles machen möchte, was

mit Kunst zu tun hat.

Du singst, du schreibst Lieder,

veröffentlichst ein Buch –

beeinflusst dein „Anderssein“

dein Leben heute auch noch

sehr?

Nein, wie gesagt, ich sehe es

nicht als Krankheit. Bei einer

Entwicklungsstörung ist es kein

pathologischer Befund wie etwa

bei Krebs. Ich habe gelernt, mit

mir selbst und meinem Umfeld

umzugehen und arbeite an

mir, ich komme sehr gut klar!

Vielleicht sollte diese Frage eher

meinem Umfeld gestellt werden!

(Lacht dabei!)

Am Anfang des „Corona-

Zeitalters“ hast du in einem

Interview gemeint, dass du gut

mit der vielen Zeit zu Hause

umgehen kannst und noch

keinen Lagerkoller hast. Wie

geht es dir jetzt, nach rund

einem Jahr?

Genauso, ich persönlich habe am

Anfang mal über das Finanzielle

nachgedacht, wie es wohl werden

wird, aber über diesen Punkt

war ich schnell hinaus. Ich bin

viel in der Natur unterwegs,

schreibe Lieder, telefoniere mit

kreativen Leuten und habe in

der krisenhaftesten Zeit einen

Plattenvertrag bekommen. Ich

darf mich nicht beschweren.

Der Schwarzwald schenkt mir

Ruhe und Kraft und bald ist

wieder Bärlauchzeit dann wird

viel gewandert, gesammelt und

gekocht.

In der Zwischenzeit ist dein

Nachwuchs vom Baby zum

Kleinkind geworden, hat sitzen,

krabbeln und laufen gelernt,

spricht schon einige Worte… Wie

ging, bzw. geht es dir damit, dass

man stolze Großeltern oder auch

Freunde und Bekannte nicht so

gut besuchen kann? Macht dich

das traurig?

Es ist schade, wenn Kinder rein

gedanklich so abgeschottet

aufwachsen, aber noch sind sie

jung, meinem Sohn geht es gut

und das ist das Wichtigste. Alles

andere kommt wieder. Er hat ja

seinen großen Spielgefährten,

seinen Vater!

Gibt es eine Antwort, die du

gerne geben würdest, dir aber

noch nie die entsprechende

Frage dazu gestellt wurde?

Scheitern ist ein Glücksfall, um

sich an diesem Punkt wieder

aufzurappeln, zu verbessern und

das nächste Level zu erreichen.

Hast du eine Botschaft, die du

uns allen auf den Weg mitgeben

möchtest?

Mut machen, die Menschen

unterstützen, sie motivieren,

ihnen sagen, dass es nichts gibt,

das man nicht erreichen kann

und gemeinsam können wir viel

erreichen!

Steven Elijah Neuhaus (Mitte) & Band

(Quelle - offizielle Pressefotos)

39


Story

The

OF MY

LIFE

Geschichten die

das Leben schreibt

und Menschen die

ihrem Herzen folgen

mit freundlicher Unterstützung von Nicole Führing

Der in Osnabrück geborenen

Unternehmerin Nicole Führing

liegt das Thema „Zuhören“ sehr

am Herzen.

Echtes Interesse an anderen

Menschen hat sie nicht nur

beruflich, sondern auch

ehrenamtlich.

So hat sie vor einigen Jahren die

Plattform „The Story of my Life“

ins Leben gerufen.

Hier erzählen Menschen wie

Du und ich ihre persönliche

Geschichte. Warum sie das tun,

was sie jetzt tun und was sie dazu

bewegt hat.

Unter dem Motto „Was sagt Dein

Herz“ entstehen dann kleine,

oftmals berührende Geschichten,

die anderen Mut machen sollen.

Jeder befindet sich mal in einer

herausfordernden Situation,

aber vielleicht möchte nicht

jeder direkt zu einem Coach

gehen, oder mit anderen

darüber sprechen. Die Seite

„The Story of my Life“ soll hier

eine Art Hilfestellung sein. Mit

einem Fragebogen wird der

Suchende durch seine aktuelle

Herausforderung begleitet und

kann anhand der Coachingfragen

alles für sich selbst erarbeiten.

Kontakt:

www.nicolefuehring.de

info@nicolefuehring.de

Nicoles eigene Geschichte, ist auf

folgender Webseite zu finden:

https://www.thestoryofmylife.de/

lebensgeschichte-nicole-fuehring/

Gemeinsam mit Nicole

Führing und ihrem Team,

stellt die Redaktion von

Mein Leben Live wieder zwei

außergewöhnlichen Geschichten

bzw. Erfahrungsberichte bereit.

• Interview mit Christine Jung

• Elisabeth Udelhofen

40


Selbstbestimmt

das Eigene

gestalten…

Interview mit Christine Jung (von Nicole Führing)

• Wofür schlägt Dein Herz?

Menschen zu helfen,

selbstbestimmt ihr Eigenes zu

gestalten, damit sie tun können,

was sie wirklich (wirklich) wollen,

spielerisch und mit Leichtigkeit –

dafür brenne ich.

Menschen darin zu unterstützen

ist mir ein großes Anliegen,

welches mich nachhaltig

inspiriert. Es dauerte allerdings

längere Zeit, bis ich auf den Punkt

bringen konnte, um was es mir

wirklich geht. Inzwischen ist es

mir sonnenklar!

• Erinnerungen aus der Kindheit

die Dich dahin führen, wo Du

bist.

Schon als Kind gab es viele

Interessen, die ich erst

rückblickend als kreativ

wahrnahm. Zuhause bekam ich

keine Unterstützung, um mich

weiter zu entwickeln, allerdings

wurden mir auch keine Steine

in den Weg gelegt. Meine

Eltern hatten als Selbstständige

wenig Zeit für mich und meine

Schwester. Allerdings erinnerte

ich auch sehr vieles aus meiner

Kindheit und Jugend nicht. Erst

mit über 30 Jahren und in der

Aufarbeitung meiner Trauma-

Geschichte tauchten nach und

nach die Erinnerungen auf. In und

durch die Beschäftigung mit dem

Ansatz von Frithjof Bergmann

(dazu später mehr) entdeckte

ich, was ich wirklich (wirklich) will

und meine kreative Ader.

• Was heißt für Dich: Deinem

Herzen zu folgen?

Es war ein langer und harter

Weg zu mir selbst, in dem ich

lange nicht beantworten konnte,

was ich wirklich will, was mich

ausmacht und wer ich überhaupt

bin. Umso kostbarer ist es für

mich, dass sich die harte Arbeit

an und mit mir gelohnt hat. Ich

bin inzwischen so gut mit mir

verbunden, dass ich meine innere

Stimme gut wahrnehme. Ich bin

geduldig zu warten, wenn sie sich

nicht äußert, weil ich weiß, dass

die Zeit dann noch nicht reif ist.

Meinem Herzen folgen bedeutet

im Umkehrschluss, dass ich heute

so viel über mich weiß und mich

überwiegend wohl mit mir fühle,

dass ich sagen kann: Ich lebe und

tue, was meins ist.

• Wie kann ich mir Deinen Alltag

vorstellen?

Ich lebe gemeinsam mit

meinem Mann seit dreieinhalb

Jahren in einem Wohnprojekt,

mit siebenzwanzig anderen

Menschen. Diese Entscheidung

ist eine der Konsequenzen, die

wir neben vielen anderen, aus

unserem nachhaltigen Interesse

an einer lebenstauglichen Welt

getroffen haben. Wir haben unser

Auto abgeschafft und nutzen

öffentliche Verkehrsmittel, das

Fahrrad oder leihen uns bei

Bedarf ein Auto. Das Geld, das

wir dadurch sparen, investieren

wir z. B. in Bioprodukte. Mir

und meinem Mann liegen

Klimafragen, Ökologie und eine

Ökonomie, die den Menschen in

den Mittelpunkt stellt, sehr am

Herzen.

Besonders wichtig sind mir

und meinem Mann unsere drei

erwachsenen Kinder. Unser

Verhältnis ist sehr gut, wir sind

regelmäßig im Austausch und

ich bin so froh darüber. Aus

allen dreien ist etwas ganz

Wunderbares geworden.

Ich lese sehr gerne und liebe

es Neues zu lernen, ich habe

einen großen Wissensdurst.

Meine Interessen umfassen viele

Aspekte, beruflicher und privater

Natur. Allen gemeinsam ist

meine umfassende Neugier auf

Menschen und ihr Verhalten, um

zu verstehen, warum, weshalb,

wieso sie sich so verhalten und

was sie antreibt. Überhaupt will

ich vieles verstehen, weil ich

dann einen Umgang für mich

selbst damit finde. Das gibt mir

Sicherheit, aber auch Freiraum

für Entscheidungen.

41


42

Ich bin eine Frühaufsteherin.

Morgens nach dem Kaffee,

Zeitung lesen und Instagram

durchstöbern, sind es besonders

Gespräche mit meinem Mann,

die mir besonders wichtig sind.

Wir führten schon die tollsten

und gerne auch tief intensive

Gespräche über Gott und die

Welt, in denen viele Ideen ihren

Anfang nahmen.

Viel Zeit geht in meine berufliche

Tätigkeit. Durch zwei Umzüge

innerhalb recht kurzer Zeit bin ich

dabei mich in Hannover weiter

bekannt zu machen, vernetze

mich und bin auf verschiedenen

SocialMedia Kanälen unterwegs.

In diesem „Corona“-Jahr nahm

ich zum ersten Mal an einem

„Working out Loud Circle“ teil,

der mich sehr bereicherte und

mit dessen Mitgliedern ich

unverändert nach dessen Ende in

einem sehr guten Austausch bin.

In der Regel sitze ich gegen 8 Uhr

am Schreibtisch, tummle mich

in den sozialen Netzwerken,

erledige Schriftverkehr, bereite

Coaching, Seminare und

Workshops vor oder führe sie

durch. Ich schreibe Texte wie

diesen, entwickele mittlerweile

Videobeiträge, nehme an

Vernetzungstreffen teil, bilde

mich weiter und vieles mehr. Der

Morgen ist für mich eine sehr

gute Arbeitszeit, in der ich mich

mit am besten konzentrieren

kann.

Ich koche und esse gerne,

obwohl ich durch diverse

Unverträglichkeiten ein wenig die

Lust daran verloren habe.

Außerdem treibe ich Sport und

liebe alles, was mit Laufen zu tun

hat: Walken, Joggen, Wandern.

Und Yoga mache ich gerne, obwohl

da Luft nach oben ist.

• Was war Deine schlimmste

Situation im Leben, die sich

im Nachhinein als besonders

wertvoll herausgestellt hat?

Mich meinem Trauma zu stellen.

Ich hatte keinerlei Erinnerung

daran und als die Erinnerungen

auftauchten, sprengte das alles in

meinem Leben auseinander. Ich

wusste bis dahin nicht, dass ich

keine eigene Identität besaß. Viele

Jahre folgten, in denen sich nach

und nach Erinnerungen einstellten,

viele Tränen flossen und es schien

kein Ende zu nehmen. Ohne

meinen Mann und teilweise

therapeutische Unterstützung wäre

das für mich nicht zu bewältigen

gewesen.

• Was hast Du daraus gelernt?

Im Laufe der Jahre bin ich meine

eigene Therapeutin geworden.

So langwierig und schmerzhaft

der Weg zu mir selbst war, ich

entdeckte mich und mein Eigenes.

Das möchte ich um keinen Preis in

der Welt wieder hergeben. Meine

Gefühle, meine Fähigkeiten, meine

Begabungen – ich selbst sein. Das

ist großartig!

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The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!


43


Ich lernte, dass es sich lohnt,

sich den eigenen Gefühlen zu

stellen, genau hinzuschauen.

Meine allergrößte Angst war

immer, dass all das Leid, all der

Schmerz zu nichts führen, in

mir nichts zu finden ist. Genau

das Gegenteil ist der Fall. Im

Bodensatz des Schmerzes fand

ich mich und im gewissen Sinn

auch Gott, und entdeckte, dass

ich schön bin und dass sich

dem tiefsten Schmerz zu stellen

bedeutet, Heilung zu erfahren.

Diese Gefühle begleiteten mich

lange Jahre, und immer wieder

erlebte ich Heilung, und zwar

dann, wenn ich hinschaute,

mich auseinandersetze, zuließ.

Nach und nach entstand echtes

Selbstvertrauen, das mich

inzwischen durch mein Leben

trägt, echtes Selbstbewusstsein,

das ich nicht mehr in Frage

stellen brauche.

• Wie hast Du Dich und Deine

Bestimmung gefunden

und Deinen ersten Auftrag

bekommen?

2007 besuchte ich eine

Veranstaltung des Kirchentages

in Köln, zum Thema Arbeitswelt.

Ein merkwürdig aussehender

Professor fing an, einen Vortrag

zu diesem Thema der eigenen

Bestimmung zu halten – und

innerhalb von Minuten hing ich,

hingen alle an seinen Lippen.

Eins seiner Themen beschäftigte

sich mit der Bedeutung des

wirklich (wirklich) Wollens für

Menschen in der Arbeitswelt und

wie essentiell es sei, sich damit

auseinanderzusetzen. Ich war

völlig fasziniert und elektrisiert.

In der Beschäftigung mit seinem

Ansatz (Neue Arbeit, neue

Kultur), fand ich heraus, was ich

wirklich (wirklich) will: Menschen

zu helfen, das für sich zu klären.

Damit sie eine berufliche Tätigkeit

finden, die ihnen entspricht und

die sie von Herzen gerne tun.

• Gab es einen besonderen

Auslöser oder war es ein

Prozess?

Eindeutig ein Prozess. Die

Initialzündung war der Vortrag

von Frithjof Bergmann und

sein Buch (Neue Arbeit, neue

Kultur). Daran anschließend

folgte eine Zeit, in der ich zwei

Dinge gleichzeitig klärte: was

heißt es für mich und was

heiß es für meine Coachees?

Über einen Zeitraum von

eineinhalb Jahren entwickelte

ich das Wesenskernspiel und

noch einige Jahre später den

Wesenskernansatz. Die Idee

dahinter ist, dass Menschen, die

existenzielle Fragestellungen

bewegen, eine solide Grundlage

benötigen, um für sich Antworten

zu finden. Es ist so wichtig

zu wissen, wo sie mit Freude

dabei sind und was sie wirklich

motiviert. Daran anschließend ist

es ein Leichtes herauszufinden,

was das Eigene ist, um es

selbstbestimmt zu gestalten.

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The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

Nachdem ich einen Prototyp

entwickelt hatte, den ich mit

verschiedenen Probandinnen

getestet hatte, fand sich

überraschend schnell der erste

Auftrag über mein Netzwerk.

• Was war schwierig daran und

welchen Hindernissen, Ängsten

und Herausforderungen

durftest Du Dich stellen?

Alles machte ich zum ersten

Mal, niemand konnte sagen,

ob das, wovon ich träumte,

erfolgreich sein würde – das fand

ich ziemlich herausfordernd. Ich

investierte viel Zeit und Geld im

Laufe der Jahre, weil ich an meine

Idee und meinen Ansatz glaube.

Es wäre toll gewesen, wenn ich

den ganzen Weg mit einem Team

hätte gehen können und die

Lasten auf mehreren Schultern

verteilt gewesen wären.

Von einem Team träume ich

übrigens immer noch.

• Warum glaubst Du, erlebt jeder

von uns diese schwierigen

Zeiten?

Wir haben alle unsere

Päckchen mitbekommen und

wir lernen nur, wenn wir uns

den Dingen stellen, um uns

weiterzuentwickeln. Wenn

immer nur alles gut ginge und

glatt liefe, gäbe es keinen Anreiz,

um sich weiterzuentwickeln.

Meine Erfahrungen ermöglichen

ein tiefes und umfassendes

Verständnis für Menschen, weil

ich so vieles aus eigenem Erleben

kenne.

• Was waren für Dich wichtige

‚Helfer’ und Orientierungen?

Mein Mann und meine Familie

stehen an erster Stelle, sie

unterstützen mich immer.

Darüber hinaus gibt und gab es

eine Fülle von Menschen, die

mein Tun überzeugend fanden

und sich dafür begeisterten. Das

ermutigte mich immer wieder.

In speziellen Fällen nahm ich

Coaching oder Supervision in

Anspruch, um anstehende Fragen

zu klären. Das Netzwerk „NANK“

und vor allem die „Offene

Mentor*innen-Akademie“ der

Neuen Arbeit, waren und sind

wesentliche Netzwerke für

mich. Dort finde ich eine hohe

Offenheit und Unterstützung für

alle Beteiligten in ihren jeweiligen

Prozessen.

44


• Was hat sich alles verändert

und was ist heute für Dich

wichtig?

Ich lerne immer weiter und

tauche tiefer in menschliche

Vielfalt ein. Das bereichert

mich und mein Tun als Coach

für meine Klient*innen. Ich bin

deutlich gelassener und habe

mehr Selbstvertrauen. Ich bin

klarer und eindeutiger als früher.

Die vielen positiven Feedbacks

über die Jahre motivieren mich

sehr. Über die Jahre hinweg

lernte ich meine vorrangige

Zielgruppe kennen, sie kamen

einfach.

• Wie hat Dein Umfeld auf Deine

Veränderung reagiert?

Privat sind einige Freundschaften

verloren gegangen. Ich erhalte

Bewunderung für meine

Veränderungen, viele sind

beeindruckt, manche aber auch

überfordert.

• Was sind noch so persönliche

Baustellen, an denen Du

knabberst?

Nach wie vor träume ich von

einem Team, mit dem ich meine

große Vision umsetzen kann. Ich

wünsche mir Menschen, die mir

Tätigkeiten abnehmen, die ich

nicht mag und auch nicht gut

kann.

• Woher nimmst Du Energie?

Gute Frage, so genau weiß ich das

nicht. Ich nehme meinen starken

innerer Antrieb war, kann aber

nicht sagen, woher er gespeist

wird. Zum Teil sicher auch durch

viele positive Bestätigungen für

mein Tun.

• Wie triffst Du (heute) Deine

Entscheidungen?

Vorrangig nach Stimmigkeit,

ich achte auf Impulse. Sollte

alles mal nicht da sein, was nun

mal vorkommt, dann treffe ich

Entscheidungen pragmatisch und

bestmöglich.

• Was macht Dich auch heute

noch traurig?

Das der Weg, den ich zu gehen

hatte und noch gehe, so lang

war. Ich sehe ein, dass es auf

dem Weg zu sich selbst keine

Abkürzung gibt. Vieles war aber

eben auch nicht möglich und ich

hätte gerne mehr von der Welt

gesehen, mehr genießen wollen.

• Möchtest Du den Lesern noch

etwas mitgeben?

Hinter allem Leid und Schmerz

existiert Deine Schönheit. Ich

wünsche mir, dass Du Dich daran

immer wieder erinnerst und Dir

die Unterstützung suchst, die Dir

hilft und guttut.

• Möchtest Du für den Leser

kontaktierbar sein

christine.jung@frei-raeume.info

Coaching Tool Coachingtool - Wesenskernspiel Frei-Räume

45


Die Geschichte von E- li -sabeth

(Elisabeth Udelhoven)

Försterin und Umweltpädagogin

ihre Stimmungen und Gefühle.

Ich wohnte in einem Haus an der

Grenze, das aus Büchern gebaut

war. Jedes Werk war wie ein

Stein und wenn ich es aus dem

Regal zog und öffnete, tat sich

ein Fenster auf. Licht fiel dann auf

die Geschichten und Bilder einer

bunten Welt voller Möglichkeiten.

Dort vermochte ich mich zu

verlieren, und zu befinden. Das

Gemäuer des Gebäudes nun

warf Schatten in einem irdischen

Tal, was von bergender Natur

mit atmenden Bäumen und

strömenden Gewässern umgeben

war. Dort konnte ich meine

eigene Wirklichkeit erleben und

erschaffen mit einem Dach aus

Himmel.

Ja, als Fünfjährige war ich 1973

aus der Stadt mit meinen Eltern

und Geschwistern auf dieses

neue Land zur Heimat gekommen

und mit der Entdeckung eben

dieser spannenden Welten

fand ich in mein Wunderland.

Ich zog hinaus in Wald und

Flur und blieb mir sachte

selber beobachtend auf der

Spur, schweigend und später

auch beim Tagebuchschreiben

und als Briefeverfasserin, die

in Austausch ging mit dem

NaturSein in Wald und Flur und

den Menschen. Als Erforscherin,

Entdeckerin, Probiererin,

Formuliererin und als Erfasserin

war ich unterwegs. All die

Eindrücke suchten Ausdruck

voller Drang nach Sprachbildern

und Verdichtung. Kleine

Kunstwerke entstanden, wie

Elisabeth U. naturverbunden

Abdrücke der geheimnisvollen

Auenlandschaft, die mich umgab.

Frankiert ließ ich alsbald die

Menschen in der Weite finden,

was mich aufsuchte und sich

spiegelte in Fotokreationen

der Kommunikation. War ich

als Teenager unterwegs in

Frankreich gewesen und im

Norden von Europa, so reisten

die tellerranderweiterten

und buchdeckeleröffneten

Gedanken und Fragen, sowie

die hautnahen Erlebnisse der

Jahreszeiten meines zauberhaften

Lebens in mein Inneres und ich

veräußerte es auf Papier. Mit

der Post kehrte es aus der Ferne

an eben diesen Ort zurück.

Kosteten wir das Hier und Jetzt

dann als junge Familie auf den

Feldwegen der Landschaft

weiter aus, so ließen wir das

einfach wundersame Leben

uns auf der Zunge genüsslich

zergehen, eben auch durch die

Leichtigkeit des Kindseins mit

den kleinen Kindern und das mit

selbstgebackenen Brötchen und

Wildkräuterbutter im Gepäck.

Abends gab es dann bärenstarke

GutenachtGeschichten.

Als dann zur Einschulung

meiner Kinder dieses so

wertvolle Erleben seiner

selbst in den Pfützen und

Hochsitzen der Umgebung, das

Wahrnehmen und Wirken der

Naturheilkunde, persönliches

Ergriffensein, Erkenntnisse von

Zusammenhängen, erstaunliche

Einsichten über die Wunder und

meine mich gewählten Worte

weiter genutzt und gestreut

werden wollten, fand sich auch

46


dieser Auftrag. 2003 wurde

für mich eine halbe Stelle als

Umweltpädagogin bei einem

Naturschutzverein geschaffen

und ich durfte diesen Dienst

aufnehmen und weiterhin

mit Kindern hinausziehen ins

Abenteuerland. Zudem fand ich

in deren Zeitschrift „Naturzeit“

auf der letzten Seite Raum für

ein Gedicht. So nahm ich mir

die Chance, mich und meine

Werte im Schreiben verständlich

zu machen und mitzuteilen, zu

berichten, zu kreieren. Es folgten

Artikel und Dossiers, Buchkritiken

und Kinderseiten… und 14 Jahre

umweltbildnerische Arbeit. Mit

Füßen, die Böden erkundeten

und Spuren hinterließen in Liebe.

Mein Anliegen und meine

Herausforderung war immer die

Natur und das Menschsein in

seiner Ganzheitlichkeit (Natur

und Kunst und Mensch...), das

Selbst- und Umweltbewusstsein

und das Erleben und Erkennen

von Zusammenhängen mit Kopf,

Herz und Hand und endlich

auch mit Humor... fach- und

generationsübergreifend. Und

das als Empfangende, die durch

Worte und Taten neues ErLeben

zu formen vermochte. So war ich

Seele unterwegs.

Im August 2018 dann verlasse

ich fünfzigjährig mit dem Fahrrad

dieses ostbelgische Auelland mit

seinem Gehöft und radele nach

Berlin. Ich will es erfahren, wie

ich unendliche, alte, zehrende

und geheimnisvoll verborgene

Forderungen tatsächlich

zurücklassen kann. Würde ich die

Loslösung von diesem verbrannten

Land meistern können? Es war

mein zweiter Aufbruch. Als

Neunzehnjährige war ich nach

dem erfolgreichen Abbruch meines

ForstwissenschaftsStudiums zum

Sommeraufenthalt gen Norden

gefahren und kurzentschlossen

einfach dort geblieben. Ich

Elisabeth Udelhoven im Aufbruch zu neuen Ufern

empfand damals plötzlich diese

Sehnsucht, (einfach) zu bleiben.

Ja, ich wollte dort meinen Herbst,

meinen Winter und meinen

eigenen Frühling erleben.

Gab es in meinem Leben der

Rätselhaftigkeiten so viele, von

denen ich mich nicht zu lösen

vermochte, so wollte ich gerne

in Ruhe mit mir allein sein.

Ich wollte mich verstehen und

dazu eine neue Sprache lernen.

Eine herausfordernde aus der

finnugrischen SprachenFamilie.

Sie folgte einem Regelwerk, das

mir eine Grundlage bot, die ich für

mein eigenes Leben noch nicht

gefunden hatte.

47


Ich begegnete dabei dem

Duft ihrer Melodie aus der

Kindheitstraumzeit dort am

See mit dem moorweichen

kupferglänzenden Wasser, den

hellhäutigen Birkenwäldern

und den ach so wohlwollenen

Freunden von meinem Großvater

Ukki, meiner Großmutter Mummi

und meiner Eltern. JA, ich wollte

dort mit den einheimischen

Kindern und mit den alten

Finnen in ihrer Muttersprache

sprechen können und ihnen

verständnisvoll in ihren Alltag

folgen, im Steinofen Pirakka

backen, in der Sauna Löyly

machen und schwitzen nicht nur

im Sommer. Ich blieb zwei Jahre

im alten Holzhaus, was meine

Großeltern vor vielen Jahren

einer Bauernfamilie abkaufte.

Bleibe in der Stille Kareliens,

nahe der russischen Grenze,

wo auch meine Eltern vor der

Familiengründung für eine Zeit

verweilten.

Im Winter zog ich dann in

die Stadt Joensuu unter die

Menschen, denn schlafende

Bären sind keine guten

Sprachlehrer und das Alleinsein

war nicht meine einzige Heimat,

da gab es ja doch auch die

Menschen. Mit ihnen hieß es

Piimä trinken, Pulla teilen und mit

nach feuchtem Wald duftenden

Puolukkapuuro löffeln, einem

warmen Brei aus Preiselbeeren.

Schreiben lernte ich mit einer

Erstklässlerschulfibel voller

Zeichnungen, Sprechen konnte

ich immer wieder mit der

Leser*innen Geschichte

schreiben uns Bei

Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

punatukkainen großherzigen

Raija üben und mit einem

zweijährigen Matti wie aus dem

Bilderbuch.

Jetzt breche ich wiederholt auf,

bin eine erwachsene Frau, seit

einigen Jahren von dem Vater

meiner Kinder geschieden und

seit einiger Zeit arbeitslos. Vor

zwei Monaten hat die Flut dann

noch meinen Hof überschwemmt

und nahm hinweg „die Leichen“

aus dem Keller meines Hauses.

Ich bin reif und so frei. Das Leben

hat mich mit allerlei Tränen

gewaschen und gereinigt.

Um mich herum und hinter

meinem Rücken gab es Worte: Sie

verweigert Versöhnung. Sie redet

ihre Geschwister schlecht. Sie

tut nicht das, was sie sagt,... und

letztendlich auch direkt in mein

Gesicht: “Du bist eine faule Sau.

Wie gehst Du mit Deiner Mutter

um?“

Genug der Feuerprobe. Selbst

mein Verständnis für die

Situationen, aus denen solche

48


Formulierungen zu entstehen

schienen, lassen mich allein im

Regen stehen. Dieses Trauerspiel

meiner Person reicht dann doch

endlich. Zwar glaube ich, große

Rätsel meines Seins endlich

verstanden zu haben, habe ich

doch immer aus der Schwere der

unendlichen Verantwortlichkeit

wieder in die Bewegung und

somit in den Flow des Fließens

und in das Licht der Hoffnung

gefunden. Jetzt brauche ich

Abstand zu all den Geschichten.

Ja, ich will hinaus, alleine mir und

meinem Gedankenfluss in der

sich erneuernden Wirklichkeit

folgen und dem Neuen begegnen.

Meine Kinder sind groß, die

Scheidung einvernehmlich

gemeistert, in dem Job, wo ich

kündigte, eine Nachfolge definiert

und gefunden, die Enttäuschung

des letzten Jobs soweit verdaut,

der Keller leer. Mir bleiben die

tiefe Dankbarkeit und der gute

Glauben. Mit ihnen will ich in

die Konfrontation mit dem Alltag

der weiteren Welt. Ich bin so gut

voller Hoffnung.

Die jüngere meiner Töchter, die

zurzeit mit mir den Haushalt und

die Verantwortlichkeiten teilt,

hatte vor Wochen gesehen, wie

es doch noch an meinen Kräften

zehrt, wenn ich meine Mutter mit

77 Jahren im Wohnzimmer des

anliegenden Nachbarhauses Holz

hacken höre.

Auch, wenn sie keine Gespräche

über Heizung, Zukunft und

Geld führen möchte (der

Notar sprach nach einem

gemeinsamen Gespräch von

Beratungsresistenz), so kann ich

nicht glauben, dass sie sich frei

für ihre Situation entschieden

hat, zumal sie mir ganz andere

Weisheiten über Ehrlichkeit,

Kommunikation und Familie

gelehrt hat. Gespräche über diese

Themen empfindet bzw. betitelt

sie als entwürdigend. Mir ist als

solle ich sie mein Leben lang wie

eine Kaiserin bedienen, ohne

dass sie jemals um etwas bitten

müsste und sie vor dem Gefühl

schützen, bedürftig zu sein.

Wenn ich mich selber bedürftig

zeige, spricht sie von Erpressung.

Dann bin ich vom Teufel und sie

beißt und kratzt mit gemeinen

Worten wie ein bedrohter Hund

und eine Wildkatze zugleich.

Und wenn sie glaubt, dass sie ein

Familienmensch sei, ihre Kinder

sich aber nicht trauen, sich mit

ihr an einen Tisch zu setzen, um

offen über alles zu reden, und

meine Kinder nicht wirklich mehr

Lust haben, ihr zu begegnen, und

sie sagt, das sei nicht schlimm,

dann fühle ich hinter der Mauer

einen Stausee voller Gefühle,

die nicht nur meine sind. JA,

und sie wollte nur mein Bestes,

wohlmöglich nämlich mich

und die über den Steg von mir

transportierten und übersetzten

heilvollen GefühlsBilder der

Barmherzigkeit. Und, mir war als

sollte ich sie vor der Wirklichkeit

schützen und mit ihr ewiglich

Bullerbü spielen.

Ja, es war eine verdammt

gute Zeit, das gelobte Land zu

verlassen. Vielleicht wussten sie

nicht, was SelbstLiebe ist – und

ich auch nicht wirklich.

49


In meiner Geburtsstadt dann

eröffnete sich mir in dem

Rahmen meines halbjährigen

Aufenthalts eine immense und

leichtfüßige Schreibflut. Es ist

als entschlüsselten ihre Sätze

meine gesammelten Rätsel und

führten zum Anfang zurück. So

lese ich selbst mit euch mein

offenes TageBuch. Es eröffnet

einen Austausch zwischen dem

ostbelgischen Land und der

Stadt Berlin, zwischen Fragen

und Antworten, zwischen

Innen und Außen. Aus dieser

Trennung heraus wächst mein

Tränenbächlein zu einem

Verbindungsstrom. Er versöhnt

mich und wendet sich mit mir

immer mehr dem inneren

Meer zu. Es ist, als stehe ich

am Strand, und da ist ein Steg

der hinausführt und an dem ich

landen kann.

Inzwischen habe ich den ersten

Band meines feuilletonesken

Reisetagebuches veröffentlicht.

Meine Eltern erhielten die ersten

Probeexemplare. Einhundert

Exemplare verschenkte ich mit

der Aufforderung, nach der

Lektüre eins zum Verschenken

zu kaufen, um den doch recht

eckigen Stein ins Rollen zu

bringen. Gedachte ich, dass die

Menschen in der kleindörflichen

Landschaft alleine aus Vorwitz

mein Buch lesen würden, so

hatte ich mich getäuscht. Indem

ich so offen auch über meine

Geschichten innerhalb des

Familiensystems spreche, scheine

ich ein Tabu gebrochen zu habe.

Dass auch meine Schmerzen groß

und meine Art zu schreiben bei

aller Tragödie rücksichtsvoll ist,

scheint kaum wahrgenommen

zu werden... Nun, ich bleibe

dran. Ich habe das Gefühl, dass

es eine Aufgabe ist, diese meine

Rolle einzunehmen und selbst

in der Einsamkeit ständig an

dem Werk weiterzuarbeiten

und zwischendurch immer

wieder den Kontakt zu suchen

zu den Betroffenen. Ich lebe und

schreibe aus Liebe und diese setzt

Grenzen und ermöglicht Heilung.

Hätte ich die Hoffnung auf

Genesung des FamilienDramas

nicht, ich würde schweigen.

Mein erstes Buch

Teil 1, Oktober 2020 Die

Verteidigung meines eigenen

Landes

Teil 2, Oktober 2021 Die

Eroberung meines Lebens

Das mit dem Buch überkam

mich wie ein stiller Zauber

und gleichzeitig war es wie

ein himmlischer Gedanke, der

nun durch mich Mensch auf

Erden werden wollte. Ich fühlte

mich selber als Gedanke und

als dieser wie eine Wespe, die

angeflogen kommt, an altem Holz

schrabbt, die Späne mit ihrer

Spucke vermischt und von einer

Sehnsucht geführt daraus ein

neues Haus baut auf Erden für

die erste Brut. Diese würde sich

dann entpuppen als Mitbauer

an dem weiteren Haus in einer

neuen Welt.

Oh, da waren die weisen Worte

und der Zuspruch meiner Eltern

und da war das verklemmte

Gefühl, dass da irgendetwas nicht

stimmt. Diese Unstimmigkeit

begegnete mir immer wieder. Es

war mir bis dato nichts anderes

übrig geblieben, als zu glauben,

dass etwas mit mir nicht stimmt.

Das sollte sich klären. Ich hatte

mich doch immer gezeigt wie ich

bin, flüchtig, unsicher, sensibel,

bunt, mutig, flexibel, langsam,

lernbereit und flink. Hatte aus

der tiefen Sehnsucht, in meiner

merkwürdigen Art, verstanden zu

werden, immer wieder intensives

Verständnis verschenkt und

mich entwickelt. Doch wie eine

geschlagene Magd musste ich

dieses immer abgeben, again

and again, welch ErpresserNatur

des Geschehens. Und es reichte

nie. Wie da bei Verstand und in

Liebe zu mir bleiben? War das

trotzdem mein Auftrag? Ich habe

genug der flutenden Worte. Ich

glaube es sind so viele geworden,

weil sie aus den dicken Wolken

gefallen kommen und ich immer

noch meinen Eltern die Chance

geben möchte, dass sie sehen

können, wie ich es empfunden

habe und dass auch sie ihrem

Heilungsweg folgen können.

Ja, sie sollen wissen, dass ich

mein Bestes gebe. Jetzt gebe

50


ich es wirklich, ich gebe es in

meiner Tatkraft preis und es ist

als würde ich dafür sorgen, dass

es als Erzählung bewahrt wird

auf dem Papier, was ich falte

zwischen meinen Händen. Und

ich mag es glauben. Dann kann es

hinausfliegen in die Welt und sich

verschenken die gereifte Ernte,

die an die Fülle erinnert, an das

Paradies und den Garten Eden in

uns. Ja, mit der Verwirklichung

meines Traumes auf Erden wird

mein Glaube wahr. Sodenn kann

auch ich ihnen glauben, dass sie

ihr Bestes gegeben haben... weil

ich es getan habe. Yeeeeeeeees.

Ich kann jetzt loslassen und

der Reise das Wort überlassen!

All die Ungewissheiten dieser

Expedition sollten ein Klacks sein

gegenüber der Ungewissheit

wie und was sie verstehen und

wie sie reagieren werden. Ich

erinnere mich an die Leichtigkeit

meiner ersten Abfahrt und

nehme die Lenkstange meines

Fahrrades in beide Hände. Ach,

was erzähle ich da. Ich sitze doch

Leser*innen schreiben

Geschichte

uns Bei

Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

nach einer längeren Zugfahrt

im Flugzeug nach Berlin und

war zuvor nach einem längeren

Kampf mit der Müdigkeit

gerade ein paar Minuten vor

dem Flughafenhalt in Frankfurt

eingeschlafen und sollte über

wunderliche Wege mit einer

SkyLine, wie im Traum, gerade

noch rechtzeitig zum Einchecken

vor Ort sein. Ich strahle vor

Glück und spreche ein Kinde an,

das mit mir unterwegs ist, wie

schwebend und außerhalb des

gläsernen Gebäudes entlang.

Später ist es dann der Pilot und

seine Crew, die ihr Bestes tun,

damit auch ich im Zeitraffer

gut in der Landeshauptstadt

ankomme. Kurz gibt es dort

oben im Himmelgebälk ein

HolterdipolterGefühl im Bauch.

Bin ich durch ein Luftloch

geschlüpft und auf einer anderen

Ebene angekommen? Sorry für

den Schreck liebe Passagiere mit

an Bord. Pardon werter Herr zu

meiner linken. Welche Sprache

Du wohl sprichst. Du trägst

Kopfhörer und hast die Augen

geschlossen. Ein Baby drückt

in der vorderen Reihe seine

Unbehaglichkeit aus und wird

an die Brust genommen. Kennt

ihr übrigens diesen Druck auf

den Ohren beim „Next level“?

Bei mir hilft da, wenn kein

warmes Getränk vorhanden ist

KaugummiKauen. Scharfer Zimt,

mein LieblingsGeschmack aus

Schulendtagen.

51


Werte Eltern, habt ihr mich

immer dafür geschätzt, dass

ich nach dem Waldlauf auf

stillenden Worten heimkehrte,

mit würzig duftendem Haar, die

Hände verkratzt und verklebt

von süßen Beeren und die

Hosentaschen voller Fundstücke?

Nun, ihr habt mir das Laufen

gelehrt, mich den Zugang zu

dem Naturwissen praktisch

und hautnah erleben lassen,

habt mein Durchhaltevermögen

trainiert und die Sehnsucht nach

der Weite ans Herz gelegt. Jetzt

gönne ich mir im Fluge zwischen

den Welten selber eine Heilzeit

wie einen Zaubertrank während

meiner Reise und schreibe wie mit

dem Presssaft der Pflanzen und

Waldfrüchte mein buntes Buch

über die Liebe.

Den ersten Teil meines

Schriftstückes, einer

Menschwerdung gleich, habe

ich verfasst als Verteidigung

meines eigenen Landes. Hier

ein Umriss von den Reaktionen

dazu, nachdem ich aus meiner

beobachtenden Haltung dabei

Fakten einfach ausgesprochen

habe, Tatsachen anfasse und

etwas unpoetisiert mitteile. Ja,

hier soll jetzt schwarz auf weiß

stehen, was passiert, wenn

ich mal das Blatt vorm Mund

wegnehme und mir die Stimme

gebe und den Raum, von meinem

Weg der Befreiung zu berichten,

indem ich das Licht auch ins

Verborgene lasse. Ich gebe mich

im Schutz der Sichtbarkeit preis

und mit mir diese fraglichen

Worte. Ich wende mich jetzt mit

ihnen noch einmal kurz an meine

Eltern und die Menschen, die ihr

Euch von mir bedroht fühlt: Wer

muss hier immer Recht haben

und angehimmelt werden? Wer

braucht das unbedingt? Ja, ich

ziehe mich da jetzt mal raus und

nehme mir das Recht zu erzählen,

was ich erlebe und euch diese

Fragen zu stellen, indem ich

eure Worte einfach zurückgebe.

Mein Verteidigungsschild ein

Spiegel mit hölzernem Rand.

Wenn ich dann Phrasen zu hören

bekomme, von einer Seite, dass

ich vom Teufel sei und von der

anderen, dass auch zu Hitlers

Zeiten Kinder ihre Eltern verraten

hätten, dann ist das harter Tobak.

Man kann das drehen wie man

will, doch ziehe ich mir den nicht

mehr rein. Selbst wenn ich von

den Bäumen gelernt zu haben

scheine, aus eurem Kohlendioxid

mit viel Verständnis und einem

sensiblen Blick durch grüne

Augen süßen Zucker herzustellen,

so reicht das jetzt. Ich mag nun

die Finger davon lassen, hole

mir sonst noch euren Tod, Bye

bye, eitel Sonnenschein und

Höllendrama. Mir ist als wäre

ich durch das ewige Verstehen-

Müssen eurer Zerrissenheit wie

von Schmarotzern befallen. Ich

habe mich endlich entschieden.

Ich möchte Symbiose erleben.

Dafür möchte ich reich sein,

Schatten spenden, im Licht

stehen, mit den Wurzeln in

lebendiger Erde. Mag meine

Arme in den Himmel werfen und

meine Knospen, meine Blüten,

und Blätter, meine Früchte und

meine Krone tragen eben wie

ein Baum. Die Freude ist groß.

Ihr habt mich werden lassen,

was ich bin und gleichzeitig ist

mir, als habt ihr mich zu einer

Heiligen machen wollen, die jetzt

den Märtyrertod sterben soll.

Ich bin dabei, mich von diesem

Kreuz zu lösen, besehe das Grab,

weine in mein Leinentuch, besehe

mir meine wunden Punkte und

berühre sie. Wenn ich nach

vielen Jahrzehnten der Schule

der wohlgewählten Worte, der

Bescheidenheit, Ausdauer und

Dankbarkeit viel gelernt habe,

dann will ich damit letztendlich

wie mit einem Gelee royal in

seiner wundersamen Mischung

meine eigene Seele nähren und

mein Fleisch heilen. Jetzt mag ich

mit alledem und eben mit meinen

Narben als Arbeiterin mal mit

Leser*innen schreiben

Geschichte

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Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

meiner endlichen Bescheidenheit

wortmutig und liebesrebellisch

auf die Straße gehen. Und auch

wenn ich den Honig meines

inneren fleißigen Lieschens gerne

teile, dann nicht um ihn euch

um den Bart zu schmieren und

mich mit Zuckerwasser zufrieden

zu geben. Habe ich im Grunde

nicht auch von euch gelernt und

eben diesen Auftrag übergeben

bekommen, an das Königreich zu

glauben. Dort möchte ich Königin

und Magd sein. So lasse ich mir

meine Wahl, stehe auf, richte mit

der Beuge meiner Dankesworte

meinen Blick wieder nach vorne.

Es ist wohl nun an der Zeit, meine

hilfsbereiten Gaben nachhaltig

nutzbar zu machen für mich und

die Welt. Wem hatte ich gedient?

Hatte ich die intrigen und gierigen

Herrscherstrukturen des Mangels

im System übersehen? Mit einer

neuen Form und in Fürsorge will

ich mich nun für meine Gaben

einsetzen. Das hatte ich nicht

gelernt und doch habe ich mit

meiner Beobachtungshaltung

und selbstgemachten

Erkenntnissen das Leben

geübt und geübt. Es gilt jetzt

aus der Selbstverständlichkeit

meines Seins zu mir selbst in

das Bekenntnis zu kommen. Ich

vermag aus der Kraft meiner

inneren Heilsarbeit meinen

Glauben zu leben und vermag

eben daraus mit meinen Wunden

in das Wunder zu wachsen,

dass in mich gelegt wurde.

52


Meinen Eltern habe ich nun

genug gedient, sie gelohnt. Nun

sollten neue Lehrmeister folgen

und ich immer auf die innere

Meisterin in mir hören und in

die Kommunikation gehen.

Nachdem das erste Buch mir

wie eine Handreichung war,

die Verbindung zu mir selbst

aufzunehmen, um meine eigene

innere Heimat zu schützen, so

kommt spontan eine zweite

konkrete Phase daher als

Phrase: „Wer nicht will, der hat

schon“. Ich forme sie zu dem

Satz „Wer vermag, kann seinen

Lebensfaden aufgreifen und

sich selber um die Eroberung

seines Lebens kümmern,

verantwortungsvoll und wie es

ihm gefällt. Um Unterstützung

können wir natürlich bitten.“ Es

ist eine Befreiung meines Seins

wie ein Eisprung. JA, ich bin auf

meinem Weg neu zu werden

UND darf zurücklassen, was

nicht empfangen und sich nicht

wandeln will. Ich darf loslassen

die, die mich besitzen und

nicht freilassen wollen in ihrer

Bedürftigkeit. E li sabeth – so

finde ich das bergende Bett in

mir selbst, niste mich ein und

bin im Vertrauen getragen mit

meiner Vision, die hinauswächst

und eine neue Welt erschaffen

mag. Wir werden wie ein Gebet

hinausfliegen, sodenn ich mir nun

selber einen vollwertigen und

nahrhaften mütterlichen Kuchen

backen kann für unterwegs und

mich im Inneren warmhalte.

Die Hauptaussage im ersten

Buch: Ich würde und werde so

gerne jedem Menschen in seiner

heiligen Haut begegnen können

und ihm sagen, dass er in Würde

getragen ist , und dass das, was

ihm genommen worden ist, er in

der Realität selber wieder finden

kann, ganz tief in sich drin... ein

göttlicher Same.

Schleppe Worte an

und möchte ein Nest bauen

in deinen Gedanken -

wer dann darin dichtet

weiß der Himmel.

E li sabeth 2008

Wie das Leben meine

Geschichten weiter schreibt

Es ist der 21. März. Gestern

habe ich begonnen, im

Schuppen aufzuräumen und

das angesammelte Holz zu

sortierten. Dafür räumte

ich das Sammelsurium aus

EichenSchwarten, alten

Schuppenpfosten, Sparren... auf

die Wiese. Im Licht des Tages

konnte ich mir den Bestand

Empfang / Terrasse der Liebellenschule

53


esehen. Es galt zu entscheiden,

was ich als Brennholz für den

SpecksteinOfen auf die passende

Länge sägen würde, was als

mögliches BauHolz aufgehoben

und was direkt auf dem Feuer

landen wird. Ich freute mich auf

die Arbeit. Entsprach sie meinem

entfachten Aktionswillen.

Ich wollte nach getaner

GedankenArbeit nun wieder

Dinge anpacken, neu definieren,

etwas offensichtlich verändern.

Zudem konnte ich an diesem

sonnigen Frühlingstag unter dem

Himmel sein und es kamen einige

meiner LieblingsDisziplinen vor:

Holz in die Hand nehmen, die Axt

schwingen, Schubkarre fahren,

die Motorsäge anwerfen....

Und etwas Neues vorbereiten.

Der Blick in die Flammen

lässt mich Pläne schmieden.

Ja, ich würde zugleich auch

Holz vorbereiten für das

LagerFeuer mit Stockbrot nach

der WildpflanzenWanderung.

Im Frühjahr würden nämlich

mit dem frischen Grün diese

Aktivitäten wieder möglich sein.

Oh ja, zum Saisonstart werde

ich im Kessel demnächst mit

einer BrennnesselSuppe für die

Familie starten, nachdem diese

Zauberpflanze als Tee schon

ihren Einstand gehalten hatte.

Die alte geflieste Tischplatte

übrigens, die im Keller lagerte,

sollte in den nächsten Wochen

unter dem Dachvorstand in der

neudefinierten OutdoorKüche

ihren Platz finden... Oh Freude.

Ach ja, und so ganz nebenbei

schaffte ich Platz für ein

besonderes stilles Örtchen,

nämlich die Komposttoilette

und das hinter der HolzTüre, die

früher in den kleinen Hühnerstall

führte – sie würde alsbald ein

ausgefeiltes Herzchen tragen...

Das Buch von „Findus zieht um“

von Sven Nordqvist mag dort

als PlumskloLektüre seinen Patz

finden.

Nach einem anfänglichen

Kraftakt gestaltete ich mir nach

einer Zeit eine Pause. Ich kniete

mich hin und startete ein Feuer,

das alte Aschenbett lag dort

nassgetränkt und kalt zu meinen

Füßen. Es gelang mir dennoch

ein neues Licht zu entfachen

und auch am Leben zu halten.

Dazu nährte ich es bedacht,

wie ein zartes Wesen, was ich

aus der Streichholzschachtel

gezaubert hatte. Es begann

mit den zerknüllten großen

Zeitungsblättern voller Lettern,

dann zerriss ich Pappkartons

und fütterte Holzsplitter... Upps,

mir fällt gerade auf, dass ich,

sobald ich am Feuer sitze, zur

Geschichtenerzählerin werde.

Nun, ganz leichtes morsches Holz

folgte und völlig verschlammte

Bretter. Auf sie war ich in

den untersten Schichten des

Gebäudes getroffen, als alte

Spuren der Flut. Das Wasser

war nämlich auch durch diesen

Schuppen hindurchgeflossen.

Im Sommer ist das dann schon

drei Jahre her. Puh, es ist

Zeit, die letzten Spuren der

Katastrophe zu räumen und

Platz zu schaffen für Neues.

Nun, als die Glut eine große

Hitze entwickelt hatte, zerrte

Aus einem Bericht des BRF über das bunte Treiben in der Liebellenschule. Hier wird Kindern die Natur näher

erklärt. Link zum Bericht: https://m.brf.be/beitraege/920025/

54


Liebellenschule oder die Liebe zur Natur

ich auch die Zaunpfähle heran.

Sie waren schon samt Draht

in der Wiese eingewachsen,

nachdem die Kraft des Wassers

sie aus dem Boden gerissen und

sie der Länge nach auf unser

Grundstück gelegt hatte. Den

verwirrten Stacheldraht löste ich

nur an der Stelle, wo inzwischen

ein neuer befestigt wurde. Mit

der Kneifzange musste ich die

Drähte einzeln durchpitschen,

so stabil erwies er sich. Nach

einiger Anstrengung konnte ich

dann zwei Knäuel mit aller Kraft

wie auf einen Scheiterhaufen

werfen. Der Draht riss dabei

noch ein Loch in meine Hose und

in die Handschuhe und schien

mit letzter störrischer Kraft

sich diesem Akt zu verwehren.

Die Flammen würden die

alten Eichenstippen von der

alten Geschichte zu befreien

vermögen. Mir kam das Bild, dass

ich alte Wunden aufreiße, als ich

den doppelt verdrillten Draht

aus der Grasnarbe zerre. Nun,

Stacheldraht in der Landschaft

bleibt über viele Jahrzehnte

hinweg ein fataler Fallstrick

mit verhängnisvollen starren

Stacheln. Es würde Ewigkeiten

dauern, bis der Rost das Eisen

eines Tages zerbröseln ließ. Zu

guter Letzt finden meine Blicke

auf dem Weg über das Gelände

noch das uralte Gartentörchen.

Es war damals aus den

Jägerzaunlatten gezimmert

worden. Längst hatte es auch als

Solches ausgedient und nachdem

es noch als Seitenwand meines

Komposthaufens fungiert hatte,

war es nun morsch. Jetzt sollte

es das Tor in mein neues Lebens

sein. Ich lege es obendrauf.

Leser*innen Geschichte

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Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

Auf dem Weg ins Nachtlager

räumte ich noch die seitlichen

Scheite aus der Dunkelheit ins

Licht des Feuers und nachdem

ich mich einen Moment

gewärmt hatte, sah ich, dass der

Nachthimmel sich inzwischen

bedeckt und den zunehmenden

Mond hinter dem Birnbaum

gebettet hatte. Mit meiner

Wärmflasche nahm ich eben

diesen Tag als erschöpftes und

doch tieferfreutes Gefühl mit in

meinen Schlafsack. Ich schlief

unter der Schräge aus Brettern

über dem ehemaligen Schafstall

direkt ein, mit einem würzigen

Duft von Rauch auf der Haut.

So habe ich also die Tag- und

Nachtgleiche gefeiert und

sogleich den Weltgeschichtentag.

Heute früh wache ich dann

in meinem trautseligen

BachRauschen auf. Es begleitet

mich die Restdämmerung wie

in einem zarten Schleier bis

zur Feuerstelle. Hauchfeiner

Nieselregen segnet den Moment

und befeuchtet mein Haupt.

Ob die Flammen ihren Teller

aufgegessen haben. Was sie

wohl für ein Bild hinterließen.

Ob noch Glut da war? Ganz still

liegt dort dieser Moment. Ich

berühre die Asche, sie ist warm

und luftig weich. Sie zeigt sich in

verschiedenen Grautönen mit

weißen und schwarzen Einheiten.

Oh, was sehe ich da. Es ist als

55


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Geschichte

Bei

Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

wäre durch meinen Atem ein

zartes Rauchzeichen erwacht, fein

steigt es von einem der letzten

verkohlten Holzreste auf. Es ist

die Spitze eines Zaunpfahles, die

ein LebensZeichen des Friedens

in die Luft zu malen scheint...

Es ist entschieden und der

Wink erkannt. Ich schreibe die

Geschichte weiter und werde sie

nachher meiner Mutter erzählen.

Ich besehe mir sodenn den Ort

des Geschehens. Der verwickelte

Draht, die letzten verankerten

Holzstücke erscheinen mir wie

ein menschliches Herz in 3D mit

den vielen Verästelungen und

Kreisläufen. In der Mitte ist da

das noch warme Nest, aus dem

sich mit einem kleinen Atemzug

das Leben wieder entfachen lässt.

Ich setze mich dazu und schreibe,

bewache das Feuer bei der Arbeit

seinen Auftrag gewissenhaft

zu beenden. Ja, ich sehe die

unendlichen Verstrickungen

des Drahtes und in ihnen auch

ein Bild von Verbundensein.

So konnte er unser Stück Land

von der Weide trennen und

vor den Kühen des Nachbarn

schützen. Sein Einsatz war gefragt

gewesen. Jetzt war seine alte

Story vorbei. Jetzt schienen seine

Zacken sich in einem eigenen

Knoten zu verfangen und selbst

zu verletzen. Ich lege die letzten

Holzstücke zueinander, auf dass

sie sich freibrennen können

und wickele vorsichtig die

beiden Endstücke des Drahtes

zusammen. Einen Haufen rostiger

und krummer Nägel sammele ich

aus der feinen Asche und da ist

auch der Riegel des alten roten

Gartentores. Mir ist, als wäre ich

durch diese letzte Nacht in einen

neuen Garten geschritten. Ein

neues Leben geht weiter, eben

jetzt.

Hatte ich mich auf dem Weg

zum inneren Frieden in den

Konflikten meiner Eltern

fast verzehrt, so glaube ich

jetzt, dass jeder Mensch, der

will, mit NaturErlebnissen,

KreativHandwerk und

GeschichtenSchreiben die alten

FamilienStorys in sich heilen

und mit dieser traditionellen

Kraft der Geborgenheit der

Gestalter seines frohgemuten

und innovativen Lebens werden

kann und das in Freiheit und aus

einem inneren Frieden heraus.

Mir ist, als durchlebte die ganze

Welt eben das... Bist Du bereit für

Deine Antwort? Ich begleite Dich

gerne ein Stück auf Deinem Weg,

Dich und Dein Leben lieben zu

lernen, solange wir da sind. Voilà!

Liebellenschule als liebevoller

Lernort für natürliche

PersönlichkeitsEntfaltung und

einfache SelbstErkenntnis à la

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einfachen Angeboten in der

Obhut der Landschaft und als

Erinnerung nach dem Motto:

Wir entscheiden unser Leben

hier & überall & täglich.

Bist Du bereit? Es ist ein Fest!

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58

Kaisergarten Oberhausen


Foto: Stefan Korbion

59


FRÜHLING

ZEIT DER ERNEUERUNG

(Bildquelle: Almut Kleist)

'Jeder Augenblick im

Leben ist ein neuer

Aufbruch, ein Ende

und ein Anfang, ein

Zusammenlaufen

der Fäden und ein

Auseinandergehen.'

Sir Yehudi Menuhin

Nach einem langen Winter

kommt endlich der Frühling.

Die Tage werden länger, die

Temperaturen steigen und

die Sonne besitzt eine höhere

Intensität. Wir verbinden

das häufig mit einem Gefühl

der Leichtigkeit. An so einem

perfekten Frühlingstag scheinen

uns die Menschen fröhlicher, die

Vögel lauter und die Welt bunter.

Und das ist auch tatsächlich so.

Die Natur erwacht aus ihrem

Winterschlaf, Schneeglöckchen

und Krokusse sind die ersten

bunten Vorboten.

In dem Modell der

Wandlungsphasen aus der

Traditionellen Chinesischen

Medizin, TCM, wird der Frühling

60


dem Element Holz und der Farbe

Grün zugeordnet. Wenn wir an

das Holz eines Baumstammes

denken, würden wir es als robust

bezeichnen, denn es hält etwas

aus. Aus ihm werden Zäune,

Türen und ganze Häuser gebaut.

Manchmal wird auch ein gerader

Ast zum Wanderstock oder

Knüppel. Und doch fand alles mit

einem winzigen Samen seinen

Anfang, der nur unter günstigen

Bedingungen aufkeimen konnte;

sich seinen Weg durch die Erde

bahnte, um als kleines Pflänzchen

seine ganz eigene Geschichte

zu schreiben. Der Frühling steht

für Neuanfang oder auch für

Erneuerung. Jedoch bevor etwas

Neues entstehen kann, muss

vorher Chaos herrschen. Chaos

beschreibt die Vernichtung der

herkömmlichen Ordnung, das

kann im Wald eine Baumfällung

oder das Aufwühlen der Erde

durch ein Wildschwein sein.

Manchmal ist es auch einfach

gerade der richtige Moment für

etwas Neues. Der Samen, der an

der richtigen Stelle genährt und

61


durch optimale Bedingungen

anfängt zu gedeihen, das Wagnis

der Geburt eingeht.

Unser Leben ist gespickt mit

Neuanfängen. Etwa, wenn wir

durch ein beliebiges Ereignis

aus der Bahn geworfen werden.

Beliebig für die Welt, von großer

Bedeutung für den Einzelnen.

Irgendwie scheinen die Schienen,

auf denen wir schon sehr lange

fahren, nicht mehr zu passen,

uns nicht in die richtige Richtung

zu bringen. Wie kommt es,

dass unser Weg sich irgendwie

nicht mehr „richtig“ anfühlt?

Manchmal wird Chaos durch eine

schmerzhafte oder schwierige

Erfahrung hervorgerufen.

Trennung, Unfall, Krankheit

oder Tod können solche, oft

traumatischen, Ereignisse sein.

Sie heben uns regelrecht aus

den Angeln, zerstören unsere

Gleise. Es müssen aber nicht

immer negativ empfundene

Ereignisse sein. Auch die Geburt

eines Kindes, die Einschulung,

eine interessante Begegnung,

eine berufliche Veränderung,

eine Reise, können uns den

Anstoß geben, oder das Gefühl,

den Ist-Zustand zu hinterfragen.

„Passt mein Leben immer noch

zu mir? Bereue ich etwas? Habe

ich meine Ziele erreicht? Bin ich

glücklich?“

Die Holzenergie hat etwas

Spontanes, Direktes, Zündendes.

Ein kleiner Funke kann

ausreichen, um einen ganzen

Waldbrand zu entfachen.

Dieser Funke kann sinnbildlich

aber auch für das kreative

Potential stehen, das in jedem

von uns steckt. In der Mitte

des Lebens angekommen,

habe ich mich wieder daran

erinnert, dass ich ursprünglich

mit Menschen arbeiten wollte.

Begegnungen haben mich schon

als Kind fasziniert. Warum auch

immer, habe ich mich jedoch

damals für einem Bürojob

entschieden und beherzt viele

Jahre ausgefüllt. Nichts gegen

Bürojobs, die können ungemein

zufriedenstellend und genau das

Richtige für einen bestimmten

Lebensabschnitt oder auch ein

ganzes Leben sein. Ich habe

gemerkt, für mich ist er es nicht.

Schade eigentlich, denn mein

Leben lief in geordneten Bahnen.

Doch der Funke war nun mal

da, und störte mich wie ein

Holzsplitter unter der Haut. Die

gewohnte Ordnung fühlte sich

schal, unecht an. Das Chaos war

da und der Funke ließ sich nicht

mehr ignorieren. Um neue Wege

zu gehen, benötigen wir Mut,

eine gute Portion Vertrauen in

das eigene Potential und eine

Umgebung, die einen unterstützt

und trägt.

Ist das Chaos erst einmal da,

muss es irgendwann beseitigt

werden. Es gibt unendlich viele

Möglichkeiten, dies zu tun. In

Form einer neuen Ordnung etwa

oder indem die alte Ordnung

als überarbeitete Neuauflage

wieder hergestellt wird. Es gibt

dabei kein Richtig oder Falsch.

Der Weg führt jedoch immer

unumgänglich ins Tun. Man

muss aktiv werden, ins Tun

kommen, und sei es, dass die

erste Aktion bedeutet, sich aus

allem herauszuziehen. Um den

nötigen Abstand zu gewinnen

und sich die Zeit zu nehmen, in

sich hineinzuhorchen. Denn sehr

oft haben wir schon eine leise

Ahnung, in welche Richtung die

Reise für uns weitergehen soll.

Manchmal erkennen wir sie nicht

vor lauter Trauer, Schmerz, Angst,

Mut-, oder Energielosigkeit.

In solchen Zeiten sind wir gut

beraten, uns unserer ureigene

Körperintelligenz bewusst zu

werden. Diese setzt sich aus

unserem emotionalen, mentalen,

physischen und spirituellen

Wissen zusammen, unserer

Intuition. Diesen Schatz trägt

ein jeder in sich und er kann

uns helfen, besser in Einklang

mit uns selber zu leben. Es ist

ein Hineinhorchen, ein Ganzbei-sich-Sein.

Manchmal merkt

man dabei, dass man sich im

Kreis dreht, oder immer wieder

an dieselben Grenzen stößt. Das

berüchtigte Bauchgefühl, die

Schmetterlinge im Bauch, die

Panik vor gewissen Situationen,

mögen uns manchmal nicht

opportun erscheinen. Doch sie

können auch als Aufforderung

wahrgenommen werden, da mal

genauer hinzuschauen oder sich

beraten zu lassen, wenn diese

einem immer wieder Stress

bereiten.

Sich einzugestehen, dass man

Hilfe benötigt, fällt dem einen

oder anderen schwer. Sich Hilfe

zu holen, wird häufig von uns

als Schwäche empfunden. In

unserer Leistungsgesellschaft

ist dieser Glaubenssatz häufig

in uns verankert und beeinflusst

unsere Wahrnehmung. Dabei

ist es mitnichten ein Zeichen

von Schwäche, sondern zeugt

von sehr viel Mut und Stärke.

Ganz im Gegenteil, es ist sogar

ein wichtiger Resilienzfaktor:

Zu erkennen, wann ich es allein

nicht mehr schaffe. Vielleicht

hilft es einem, wenn man sich

bewusst wird, dass man gerade

in diesem Moment mit einem

ganz bestimmten Thema nicht

mehr weiter kommt. Bestimmte

Situationen sind einfach genau in

diesem Moment zu stressbeladen

für uns, und unser Gehirn

schaltet auf den reflexartigen

Kampf-Flucht-Erstarrungs-Modus

um. In diesem Modus ist kein

klares, lösungsorientiertes

Denken mehr möglich! Jeder

kennt solche Momente, der

berüchtigte Blackout vor einer

wichtigen Präsentation, das

lähmende Gefühl in einer

peinlichen Situation oder der

Drang zu fliehen, wenn der

Leistungsdruck zu groß wird.

Mit den meisten Situationen

lernen wir umzugehen. Stecken

62


wir jedoch fest oder es häufen

sich ähnliche Situationen, ist

man gut beraten, sich das mal

genauer anzuschauen. In der

Kinesiologie sprechen wir von

Blockaden, die auf energetische

Weise gelöst werden können.

Dadurch wird der Stress

abgebaut und der Körper kann

wieder entspannen. In der

herbeigeführten Entspannung

können die gleichen Situationen

anders wahrgenommen werden

und wir lernen besser mit ihnen

umzugehen. Sind sie nicht mehr

Auslöser für Stress, können wir

einfacher die nächsten Schritte

planen und auch gehen. Das

Leben empfinden wir danach

oft leichter und Gelassenheit

und Wohlbefinden können sich

einstellen.

Ein weiterer Aspekt, der im

Wandlungsmodell der TCM eine

Rolle spielt, ist die Zuordnung

der Lebensphasen: Im Falle des

Frühlings ist es die Kindheit.

Die Kinder tragen die Energie

des Holzes in sich. Sie sind wild,

spontan, voller Tatendrang und

Ideen. Sie zeigen immer genau,

wie es ihnen gerade geht und

können manchmal auch wütend

werden, wenn sie ihren Willen

nicht bekommen. Sie sind in der

Entwicklung, bringen ständig

Chaos hervor und erfinden sich

unermüdlich immer wieder neu.

Sie leben im Moment. Sie sind

authentisch. Ein Impuls für uns

könnte sein, sich zu erinnern,

wie wir als Kinder waren.

„Was hat mir Freude bereitet?

Wo war ich richtig wütend?“

Der Frühling kann uns auch

inspirieren uns zu hinterfragen:

„Bin ich authentisch, führe ich

ein Leben in dem das möglich

ist?“ Wenn Sie schon lange das

Gefühl haben, Sie möchten etwas

in Ihrem Leben ändern, dann

können Sie diese frische, etwas

wilde Frühlingsenergie nutzen.

Einfach mal etwas Neues wagen,

einfach mal etwas anderes

ausprobieren, ein langersehntes

Projekt in Angriff nehmen, das

Fahrrad reparieren, wohlüberlegt

einen Hund anschaffen,

jemanden anrufen, einen Kurs

belegen...

Vor allem die Farbe Grün, die

Ihnen im Moment überall

entgegen sprießt, kann dabei

unterstützend wirken. Kaufen

Sie sich mal zur Abwechslung

ein grünes T-Shirt, bereiten Sie

sich einen grünen Smoothie

oder Salat, gönnen Sie sich einen

Blumenstrauß oder malen Sie

eine Wand grün an. Sich mit Grün

zu umgeben, ist ganz einfach. Das

Eintauchen in das Grün während

eines Waldspazierganges ist

durch nichts zu toppen. Grün ist

eine der Heilfarben und kann sich

auch positiv auf Heilungsprozesse

und Rekonvaleszenz auswirken.

Ich lade Sie ein, den Frühling

willkommen zu heißen! Lassen

Sie sich von seiner erneuernden

Energie inspirieren.

Manches muss man einfach

erfahren!

Wenn Sie das Gefühl haben,

Sie möchten Hilfe in Anspruch

nehmen, heiße ich Sie in meiner

kinesiologischen Beratungspraxis

herzlich willkommen und freue

mich auf die Begegnung mit

Ihnen.

So erreichen Sie mich:

Almut Kleist

H: 0163 6865148

T: 06074 920714

almut@sanate.net

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63


Sanfte Therapie

Biodynamische Craniosacrale Energiearbeit

oder Körperarbeit die in die Tiefe geht

Bild Claudia Andersch-Pecha

Du musst lernen, inmitten

der Aktivität still und in der

Ruhe lebendig zu sein“,

Mahatma Gandhi

Das ist nicht immer leicht, denn

die heutige Zeit ist geprägt von

Erfolgsdruck, Zahlen und Fakten

und wir vergessen ganz, auf uns

selbst und unsere Gefühlswelt zu

achten.

Claudia Andersch-Pecha ist der

Stimme ihres Herzens gefolgt, hat

die berufliche Erfüllung gefunden

und unterstützt heute in ihrer

Praxis, mit dem schönen Namen

Cranial Active, Menschen dabei,

ihre Gefühle wieder zu erkennen,

zuzulassen und Blockaden

zu lösen, um dadurch ein

ausgeglicheneres Leben führen zu

können.

Im Interview mit Ulrike Treiber hat

sie darüber erzählt und Einblicke

in ihre Arbeit gegeben:

Liebe Claudia, du hast ursprünglich

einen kaufmännischen Beruf

ausgeübt, wie begann dein

Interesse an der Biodynamischen

Cranio Sacralen Arbeit?

Als ich damals auf der Suche

nach etwas Neuem in meiner

beruflichen Tätigkeit war, suchte

ich etwas mehr Erfüllung als bei

dem, was ich bis dahin machte.

Nach kurzer Suche, wobei es

eigentlich keine Suche war,

sondern vielmehr ein (mein) Weg,

der mich zu dieser wundervollen

Arbeit führte. Es war wie ein

Blitzeinschlag, und ich wusste

genau, das möchte ich!

Es fühlte sich an, als ob ich es

schon immer in mir getragen

hätte, aber es bis dahin nicht zum

Vorschein kam. In mir begann

die innere Stimme lauter zu

werden und ich suchte zuerst

verschiedene Einzelsitzungen auf,

um selbst zu erfahren, wie es sich

anfühlt, bei einer Cranio Sacralen

Sitzung dabei zu sein.

Das heißt, du hast bei deiner

beruflichen Umorientierung

in erster Linie auf „die Stimme

deines Herzens“ gehört?

Ja, diese Stimme war einfach

zu laut als das ich sie hätte

überhören können. Und man folgt

dann seinem inneren Weg zum

sinnerfüllten Leben.

Hat dich die Cranio Sacrale

Energiearbeit verändert?

Cranio verändert dich immer

und das im positiven Sinn. Sie

hat meine Lebenseinstellung

neu ausgerichtet und somit die

Sicht auf das Leben anerkennend

beeinflusst.

Was fasziniert dich so an der

Biodynamischen Cranio Sacralen

Körpertiefenarbeit?

Das Wichtigste bei dieser

Arbeit ist das genaue Zuhören

der Körpersysteme. Was ist

jetzt genau in diesem Moment

wichtig, welche Strukturen

sind jetzt dran? Was ist hier zu

tun? Betrifft es die Knochen,

Bindegewebe-Faszien, Organe,

das Nervensystem, ...? All das ist

in jeder Sitzung wichtig.

Man braucht doch auch viel

Feingefühl für die Ausübung, ist

das eine Gabe, die angeboren

ist oder kann man das auch

erlernen?

Ich glaube, wir alle könnten diese

Technik erlernen und anwenden,

doch leider haben wir in unserem

64


Alltag verlernt „zu spüren“

was unser Körper jetzt wirklich

braucht. Ein gesundes Maß an

Feinfühligkeit und Empathie

sollte jeder mitbringen, der mit

Menschen zu tun haben möchte.

Welche Ausbildungen hast du

gemacht?

Meine Ausbildung zur

diplomierten biodynamischen

Cranio Sacral Praktikerin wurde in

Wien absolviert. Zusätzlich bin ich

ausgebildete Humanenergetikerin

(Klangschalen und Chakra

Lehre) und derzeit besuche ich

eine Weiterbildung zum Thema

Jenseitskontakte.

Wenn ein Klient zu dir

kommt, wie stellst du fest,

welche Heilmethoden (z.B.

auch unterstützend mit

Klangschalentherapie,

Energiearbeit mit Farben, …)

für ihn am besten geeignet ist?

Grundsätzlich kommen meine

Klienten schon mit der Absicht zu

mir, eine biodynamische Cranio

Sacrale Köpertiefenarbeit in

Anspruch zu nehmen. Individuell

und je nach Bedürfnis meiner

Klienten lasse ich mein Wissen in

jede Sitzung miteinfließen.

Kann man genau definieren,

für welches Problem die

Biodynamische Cranio Sacrale

Körpertiefenarbeit notwendig

ist?

Prinzipiell kann jeder zur Cranio

kommen. Viele meiner Klienten

kommen nach Unfallverletzungen,

bei Kopfschmerzen

oder Muskelverspannungen, bei

Wirbelsäulen-Problemen oder

Bandscheibenbeschwerden, bei

chronischen Schmerzen, nach

sehr anstrengenden Geburten,

wegen Schrei-Babys, oder bei

traumatischen Erlebnissen jeder

Art.

Wie lange dauert es

durchschnittlich, bis ein Erfolg

festzustellen ist?

Das ist so individuell wie jeder

einzelne meiner Klienten.

Manchmal reicht eine Sitzung

und manchmal dauert es auch

länger, bis sich alles wieder neu

ausgerichtet hat.

Ist Cranio auch für Kinder

geeignet?

Ja, gerade nach zu schnellen

und langen Geburten ist eine

Cranio für Mutter und Kind sehr

sinnvoll. Meine Erfahrung ist

es auch, dass in verschiedenen

Entwicklungsstadien, wie

beispielsweise erste Zähne, oder

bei physischen und psychischen

Leiden, eine Cranio Sacrale

Sitzung sehr hilfreich und sehr

unterstützend wirken kann.

Wie erkennen Eltern, dass ihren

Kindern eine Behandlung helfen

könnte. Welche Beschwerden

oder Anzeichen gibt es?

Meistens werden die Eltern schon

beim Kinder- oder Frauenarzt,

oder durch eine Hebamme

informiert, dass eine Cranio für

ihr Kind oder für die Mutter

selbst sehr sinnvoll wäre.

Bild Elisabeth Lechner – Fotografin, 1170 Wien

65


Eltern wissen im Grunde meist

ganz genau, wenn bei ihrem Baby

irgendetwas nicht stimmt. Zum

Beispiel bei unruhigem Schlaf, bei

Kopfschieflage, oder bei über das

Maß hinausgehend ängstlichen

Kindern, und ganz viel mehr. Es

gibt nichts, was es nicht gibt…

Hast du ein besonders schönes

Erlebnis, an das du dich immer

wieder gerne erinnerst?

Es ist alles sehr schön, jede

einzelne Sitzung ist immer

wertvoll. Aber Kinder zeigen

dir ganz genau was sie von

dir und deiner Behandlung

halten. Deswegen braucht

man, um Kinder zu erreichen,

ein wenig mehr Geduld,

Einfühlungsvermögen und innere

Ruhe. Babys und Kleinkinder

spüren sofort, wenn man in Eile

oder nicht bei der Sache ist. Doch

wenn man gut arbeitet, geben

einem die Kleinen so viel zurück.

Das ist so schön und äußert

herzerwärmend.

Welchen Ausgleich betreibst

du zu deiner Arbeit? Hast du

Hobbies?

Ich bin gerne sehr kreativ und

male häufig Aquarelle.

66


Gib es eine Botschaft, die du uns

allen auf den Weg mitgeben

möchtest?

Höre auf deine innere Stimme,

sie trägt dich zu deinem Herzen

und somit zu dir selbst.

Anmerkung der Redaktion:

Hier vorgestellte Therapieformen

ersetzen nicht den

Arztbesuch.

Die Biodynamische

Craniosacral-Therapie

mit ihren Wurzeln in der

Osteopathie hat sich in

den letzten ca. 20 Jahren

in eine eigenständige

Behandlungsrichtung

entwickelt. Das Hauptaugenmerk

hat sich in dieser

Zeit vom reinen Korrigieren

struktureller Probleme

hin zu einer umfassenden

energetischen, spirituellen und

emotionalen Dimension der

Körperarbeit entwickelt.

Quelle: https://de.wikipedia.

org/wiki/Wikipedia

Bild: pixabay.com

67


Maya de Vries

Die Trauma Buster Technique (TBT)

– eine neue, sanfte und nachhaltige Technik

zur Behandlung eines Schocktraumas

eine Erinnerung mit hochentzündlichem Inhalt

Ein Trauma kann man sich wie

einen Blindgänger vorstellen:

eine Bombe, die unter der Erde

verschüttet liegt. Diese Bombe

– egal wie lange sie sich dort

unbemerkt befindet – bleibt

hoch explosiv. Mit der Trauma

Buster Technique entschärft

man eine solche Bombe,

indem man deren Zündung

entfernt. Auf eine traumatische

Erinnerung bezogen, kann

man sagen: TBT entkoppelt

die Verbindungen im Gehirn

zwischen einem traumatisch

verarbeiteten Ereignis und

den damit verbundenen,

oft unbewusst ablaufenden

körperlichen und emotionalen

Reaktionsprogrammen. TBT

unterbricht das Traumamuster

im Gehirn, sodass sich das

innere Erleben des Geschehenen

dauerhaft verändert.

Die tickende Zeitbombe Traumata

Bild: pixabay.com

68


Unfälle als Initiatoren traumatischer Erinnerungen

Bild: pixabay.com

TBT hilft bei großen und kleinen

erinnerbaren Traumatisierungen

Die Trauma Buster Technique

eignet sich ausschließlich

für die Behandlung von

Traumatisierungen, bei denen

eine bewusste Erinnerung

vorhanden ist. Sie eignet

sich also nicht für solche, die

im vorsprachlichen Raum

liegen (frühkindliche bzw.

Entwicklungstraumatisierungen),

oder wenn eine Amnesie

(Gedächtnislücke) in Bezug

auf das Erlebte vorliegt. Dabei

ist es unerheblich, wie lange

das Trauma zurückliegt und

wie schwer es war. Auch

die emotionalen Folgen der

kleineren Traumatisierungen

des Lebens lassen sich mit TBT

neurologisch entkoppeln. Gerade

solche, für die die meisten

Betroffenen gar nicht erst zum

Therapeuten gehen, können mit

TBT meist sogar in Selbstarbeit

gelöst werden. Daher ist die

Weiterbildung in TBT auch offen

für interessierte Laien.

Am Anfang steht die persönliche

Betroffenheit

Entwickelt wurde TBT von der

Australierin Rehana Webster. Ihr

Vater kam nach dem 2. Weltkrieg

mit einer posttraumatischen

Belastungsstörung aus der

japanischen Kriegsgefangenschaft

wieder. Seine Albträume und

Flashbacks prägten Rehanas

Kindheit und legten die

Rehana Webster

(entwickelte TBT)

Grundlage für ihr Interesse

am Thema Trauma. So

lernte sie unter anderem

NLP (Neurolinguistisches

Programmieren) bei Richard

Bandler und die Emotional

Freedom Techniques (EFT-

Klopfakupressur) bei Gary

Craig und studierte die

Werke der Kapazitäten in der

Traumaforschung wie Peter

Levine und Bessel van der Kolk.

69


Erfahrungen mit traumatisierten

Menschen im Gefängnis

Als sie einige Zeit in Neuseeland

lebte, wurde Rehana die

Möglichkeit geboten, mit

Langzeitinsassen eines

Gefängnisses zu arbeiten. Sie fing

an, ihr Wissen und Können in

NLP und EFT zu kombinieren, und

erzielte mit ihren Behandlungen

nachhaltige Ergebnisse – auch

bei Insassen, die bis dahin immer

wieder rückfällig geworden

waren. Auf der Basis dieser

Erfahrungen entwickelte Rehana

im Laufe von zehn Jahren ihre

Trauma Buster Technique. Damit

reiste die nunmehr 72-Jährige

u. a. nach Pakistan, Jordanien

und in den Libanon, um vor

Ort sowohl mit traumatisierten

Erwachsenen und Kindern zu

arbeiten als auch Interessierte in

TBT zu unterrichten. Regelmäßige

Einladungen nach Pakistan

bekommt sie von hiesigen

gemeinnützigen Organisationen,

die sich für Opfer von

Missbrauch, Krieg und anderen

traumatischen Ereignissen

einsetzen. Dort hat sie bislang

schon über zweihundert

Ärzte, aber auch Apotheker,

Lehrerinnen und Sozialarbeiter in

TBT ausgebildet.

Eine Traumasitzung mit einer

Prise Humor: eine unübliche

Kombination

Die Arbeit mit TBT zeichnet sich

durch eine gewisse Leichtigkeit

aus und ist für Betroffene

minimal belastend. Die Grundlage

dafür bietet das Zusammenspiel

dreier Elemente. Erstens: Klopfen.

Während Klienten erzählen, was

ihnen passiert ist, werden eine

Reihe von Akupunkturpunkten

beklopft. Hierdurch wird die

Ausschüttung des Stresshormons

Cortisol unterbrochen. Zweitens:

NLP. Gleichzeitig wird das Erlebte

sowohl auf der auditiven als

auch auf der visuellen Ebene

durch Verzerrungen und

Übertreibungen verfremdet.

Weiter unten finden Sie hierzu

ein konkretes Beispiel. Diese

Verfremdungen verändern die

Struktur der Gedächtnisinhalte

im Gehirn und folglich das innere

Erleben der traumatischen

Erinnerung. Sie sind mitunter

ziemlich absurd und provozieren

bei vielen ein Schmunzeln oder

sogar ein herzhaftes Lachen,

was als höchst erleichternd

empfunden wird. Drittens:

Atmen. Das letzte Stress

reduzierende Element ist eine

geführte Atemtechnik, die

zwischen den einzelnen Schritten

des TBT-Prozesses das autonome

Nervensystem immer wieder

einlädt, in den entspannten

(vagotonen) Modus zu wechseln.

Bild: pixabay.com

70


Die pfeifende

Bombe im Ohr

Bild: pixabay.com

Eine einzigartige Technik mit

vielen Vorzügen

Eine Sitzung zu einem einzelnen

traumatischen Ereignis, auf

das alle vier Schritte der TBT-

Behandlungsabfolge angewandt

wurden, hat eine nachhaltig

Wirkung und braucht in der

Regel keine Folgesitzungen

oder sonstige Nachbearbeitung.

Ein weiterer Vorteil ist, dass

die praktische Anwendung

der Technik schnell, leicht

und ohne viel Sprache erklärt

werden kann. Wenn der Ablauf

einmal verstanden worden ist,

können dessen Einzelschritte

von Betroffenen in ihrer

Muttersprache durchlaufen

werden.

So auch eine Workshop-

Teilnehmerin, die erzählte,

dass vor elf Jahren unweit ihrer

Wohnung im Irak eine Bombe

fiel. Sie hörte ein pfeifendes

Geräusch, dann zersprangen

in dem Zimmer, wo ihre kleine

Tochter gerade spielte, die

Fenster. Geschockt rannte sie

ins Kinderzimmer, in dem sie

wie durch ein Wunder ihre

Tochter unverletzt vorfand.

Trotz der Erleichterung saß der

Schock so tief, dass er sich in all

den Jahren nicht gelöst hatte.

Bei Gedanken an ihr Leben

im Irak war diese furchtbare

Erinnerung sofort wieder da, und

ihr Körper reagierte mit akuten

Traumasymptomen: Herzrasen,

Zittern und hemmungslosem

Weinen. Während einer

Paarübung im Seminar ergab

sich die Möglichkeit, diese

Traumatisierung aufzulösen:

Sie imitierte die Geräusche

der fallenden Bombe und des

zerbrechenden Glases – zunächst

in Originalstärke, danach

flüsterte sie diese einige Male

und schließlich machte sie dieses

Geräusch äußerst langsam nach.

Im Laufe eines solchen auditiven

Protokolls wird die Verzerrung

immer stärker: So verwandeln

sich verletzende Worte und

schockierende Geräusche etwa

in eine Tierstimme, werden

am Ende sogar gesungen.

Als die TBT-Trainerin ein Jahr

nach dem Workshop mit der

Kursabsolventin telefonierte,

bestätigte Letztere die

Nachhaltigkeit des Ergebnisses

und fügte hinzu, dass sie nun

anderen Flüchtlingsfrauen mit

TBT auf Arabisch helfe, ihre

Traumatisierungen von Krieg und

Flucht zu überwinden.

Eine Traumatechnik – keine

Therapie

Wie der Name schon sagt, ist

TBT eine Technik und erhebt

nicht den Anspruch, eine eigene

Therapiemethode zu sein. Diese

Technik kann freilich punktuell

als Kurzintervention im Rahmen

einer Therapie eingesetzt

werden, wenn die Erinnerung an

ein schockierendes Ereignis ins

Bewusstsein tritt. Die Ausbildung

zum zertifizierten TBT-Practitioner

gibt es im deutschsprachigen

Raum seit dem Jahr 2016.

Therapeuten und Coaches, die

TBT in ihrer Praxis einsetzen,

können auf der Webseite der

Autorin gefunden werden.

Maya de Vries, Köln

TBT-Trainerin, EFT Master

www.tbt-workshops.de

Logo von TBT Bild

71


Die Qi-Formel

in Zeiten des

Digital-Home Office

Einführung

Einleitung

Stress am Arbeitsplatz

Test: Ihr Stressprofil

Das Qi-Fitness-Training

Leben im Gleichgewicht

Qi – die vitale Kraft

Praxis – das Qi-Fitness Programm

Einführung

Der stressreiche Berufsalltag

bietet in der Regel wenig Zeit, um

ausreichend Kraft und Energie

zu tanken. Umso mehr gilt es,

tägliche Inseln der Ruhe zu

schaffen, um positive Energien

zu stärken und die innere

Balance wiederherzustellen. Was

kann ich selber tun, um aktiv

zu entspannen? Wie steigere

ich meine persönliche Fitness,

ohne mein Leben komplett

umzustellen?

Das Qi-Formel-Konzept ist

auf die berufsspezifischen

Anforderungen von Menschen,

die vor allem eine sitzende

Tätigkeit haben, zugeschnitten.

Es bietet stressgeplagten

Berufstätigen kreative Anleitung

für mehr aktive Entspannung,

Fitness und Wohlgefühl durch

ausgewählte Übungen aus dem

Yoga und Qigong und der sanften

Akupressur. Der Einfachheit

halber nennen wir diese

Kombination das „Qi-Fit-Training.

Die Vorzüge des Qi-Fit-Trainings

bestehen darin, dass Sie die

Übungen nahezu überall und

zu jeder Tageszeit ausführen

können, unabhängig davon, ob

Sie gerade in der Praxis oder im

Büro arbeiten, ein anstrengendes

Kongressprogramm absolvieren

oder unterwegs sind auf einer

langen Geschäftsreise. Schon mit

wenig Aufwand können Sie jeden

Tag entspannter und gesünder

gestalten, sei es durch meditative

Entspannungsübungen,

Bewegungs- und Rückentraining.

Einleitung

Stress am Arbeitsplatz

Sie fühlen sich in letzter Zeit oft

gestresst und ausgepowert?

Und Sie merken allmählich, wie

Sie mit Ihren Kräften an Ihre

physischen Grenzen stoßen?

Eine Erfahrung, die Berufstätige

heutzutage immer häufiger

machen.

Stress am Arbeitsplatz ist

ein weltweites Problem, das

insbesondere in westlichen

Industriestaaten an Bedeutung

gewinnt. Nach Ansicht der

Weltgesundheitsorganisation

(WHO) zählt Stress sogar zu den

größten Gesundheitsgefahren

des 21. Jahrhunderts. Viele

Menschen muten sich mitunter

mehr zu, als sie im wörtlichen

Sinne verkraften können.

Die Folgen: persönlicher

Frust, Antriebsschwäche,

nervliche Anspannung und

Gesundheitsbeschwerden. Umso

wichtiger ist es, effektive Anti-

Stress-Strategien zu entwickeln,

um Stress wirksam und dauerhaft

vorzubeugen.

Stressfaktoren im Alltag

• Sorgen, Ängste, Probleme

• Informationsflut,

Reizüberlastung

• Zeit- und Termindruck

• Eigene Erwartungshaltung

• Bewegungsmangel

• einseitige Körperhaltung, zu

langes Sitzen

Wer die Alarmzeichen

des Körpers erkennt und

rechtzeitig handelt, kann Stress

wirksam mindern und durch

Entspannungstechniken im Alltag

ausgleichen. Nur so kann es

gelingen, länger erfolgreich und

gesund seinen Beruf auszuüben.

72


Test: Ihr Stressprofil

Wie gehen Sie mit Ihrem täglichen „Päckchen Stress“ um? Wie

schätzen Sie Ihr persönliches Stressempfinden ein? Bitte nehmen

Sie sich einige Minuten Zeit und lesen Sie die folgenden Aussagen.

Kreuzen Sie die Aussagen an, denen Sie zustimmen und entwerfen

Sie Ihr persönliches Stressprofil.

Welche dieser Aussagen trifft auf Sie zu?

Im Beruf ist es oft sehr

stressig. Ich habe dann das

Gefühl, alles wächst mir über

den Kopf.

Bevor ich lange Erklärungen

abgebe, mache ich lieber alles

selbst.

Unerledigte Arbeit erledige

ich öfters im Büro oder auch

spät abends zu Hause.

Per Handy(s) bin ich fast

immer erreichbar.

Nach der Arbeit fällt es

mir schwer, gedanklich

abzuschalten.

Mein Terminplaner ist immer

voll, aber auf wichtige

Termine kann und will ich

nicht verzichten.

Für ein warmes Mittagessen

fehlt mir oft die Zeit.

Meine Devise: „Was ich

heute kann besorgen, das

verschiebe bloß auf überübermorgen.“

Für sportliche Aktivitäten

fehlt mir oft die Zeit.

Ich nehme mir vor, mehr für

meine Gesundheit zu tun,

aber ich tue es nicht.

Am Abend mache ich es

mir gerne auf dem Sofa

gemütlich.

Wenn es stressig wird, versuche

ich, ruhig zu bleiben.

Mein Motto: “Don’t worry, be

happy!“

Ich arbeite gerne im Team.

Das entlastet mich und verbessert

auch das Arbeitsklima.

Meine freie Zeit nutze ich,

um meinem/n Hobby/s nachzugehen.

Ich kann es auch genießen,

einmal nichts zu tun.

Ich lese gerne aus Vergnügen

und um mich weiterzubilden.

Es ist mir wichtig, viel Zeit mit

der Familie und Freunden zu

verbringen.

Ich ernähre mich weitgehend

gesund und ausgewogen und

nehme mir Zeit zum Genießen.

Ich setze Prioritäten und

versuche, wichtige Aufgaben

möglichst zeitnah zu

erledigen.

Ich versuche, sportlich aktiver

zu sein, aber das gelingt mir

nicht regelmäßig.

Jeden Tag ein kurzer Spaziergang:

Das gibt mir Kraft und

ich kann abschalten.

Ich will aktiver sein und

habe Lust, Neues auszuprobieren.

Sie haben mehr Übereinstimmungen

auf der linken

Seite als auf der rechten? Dann

sollten Sie darüber nachdenken,

Energiedefizite auszugleichen

und auf ausreichende Bewegung

und Erholungsphasen zu

achten. Stress können Sie leider

nicht völlig aus Ihrem Leben

verbannen, aber Sie können

lernen, besser mit Stress

umzugehen, beispielsweise durch

gezielte Entspannungstechniken.

Grundsätzlich haben Sie den

Willen, mehr für eine gesunde

Lebensweise zu tun, aber es

hapert noch an der praktischen

Umsetzung. Werden Sie ab

heute aktiv! Wenn es um Ihren

beruflichen Erfolg geht, zeigen

Sie vollen Einsatz und beruflichen

Sportsgeist. Zeigen Sie

Begeisterung, wenn es um Ihre

persönliche Gesundheit geht. Wir

ermutigen Sie hierzu! Sie können

dabei nur gewinnen: an innerer

Kraft, Ausstrahlung, Vitalität und

Wohlbefinden.

Je mehr positive Aussagen Sie auf

der rechten Seite verzeichnen,

umso besser. Sie wissen, was im

Leben wirklich zählt und schätzen

es, ab und zu eine Auszeit zu

nehmen und das Leben zu

genießen. Sie sind aktiv und

wollen es auch bleiben. Nun gilt

es, eigene Kraftressourcen zu

stärken, um weiterhin aktiv und

leistungsfähig zu bleiben.

Wie Sie weiterhin fit und gesund

bleiben, um die beruflichen

Herausforderungen der Zukunft

zu meistern, zeigen wir Ihnen mit

unserem Qi-Fitness-Training.

Das Qi-Fitness-Training

Unser Spezialtraining vereint

ausgewählte Elemente der

traditionellen chinesischen

Medizin, Yoga und Qigong, mit

den Erfahrungswerten aus dem

modernen Berufsalltag. Ohne

großen Aufwand können Sie

lernen, was im Alltag notwendig

ist, um sich rasch zu regenerieren

73


und wieder voll durchzustarten.

Denn je mehr Lebensenergie

wir haben, desto gesünder,

ausgeglichener und glücklicher

sind wir.

Leben im Gleichgewicht

Was ist das Ziel vom Qi-

Fitness-Training? Durch das

Zusammenspiel von Bewegung,

Atmung und Vorstellungskraft

sollen nicht nur Stresspotentiale

abgebaut, sondern auch Körper,

Seele und Geist wieder in

Einklang gebracht werden.

Wer es versteht, regelmäßigen

Ausgleich zu finden zwischen

Aktivität und Ruhe, zwischen

Anspannung und Entspannung,

Lärmbelästigung und Stille,

der schafft die besten

Voraussetzungen für ein

harmonisches Leben in Balance.

Qi – die vitale Kraft

In der chinesischen Medizin und

Philosophie bezeichnet Qi die

universalen Gestaltungskräfte,

die in jeder Naturerscheinung

vorhanden sind. Qi befindet sich

in der Luft, die wir atmen (Qi des

Himmels) und in der Nahrung,

die wir zu uns nehmen (Qi der

Erde). Qi bewirkt Wachstum,

Veränderung, zeitlichen Wandel

und Erneuerung.

Auch der Mensch verfügt über

eigenes Qi. Qi wird benötigt, um

Muskelbewegungen auszuführen,

die Körpertemperatur aufrecht

zu halten und zu gewährleisten,

dass die inneren Organe

funktionstüchtig bleiben.

Die vitale Lebensenergie

durchströmt den menschlichen

Körper auf definierten

Leitbahnen, den sogenannten

Meridianen. Diese Energiekanäle

durchziehen den gesamten

menschlichen Körper und stellen

eine Verbindung zu den inneren

Organen her. Auf den Meridianen

befinden sich Energietore, die als

Akupunkturpunkte bezeichnet

werden. Je nach Bedarf können

ausgewählte Akupunkturpunkte

stimuliert werden, um

regulierenden Einfluss auf die

einzelnen Organe ausüben zu

können und Heilprozesse zu

fördern.

Praxisteil – das Qi-Fitness-

Programm

Die nachfolgenden 3 Übungen

für das Home Office sind so

aufgebaut, dass Sie sich, wie

in einem Regal, die Übung

aussuchen, die Sie gerade

benötigen. Wir zeigen Ihnen

Übungen für die Augen, Nacken-

Schulter und Achtsamkeit.

Mini-Workout

Augentraining – Entspannung für

müde Augen

Wer lange konzentriert vor

dem Computer sitzt, spürt

die Folgen der anstrengenden

Bildschirmarbeit: Die Augen

sind gereizt, fangen an zu

brennen, werden müde und

die Konzentration lässt nach.

Das Auge wird trocken. Durch

das Starren auf den Bildschirm,

vergessen wir zu blinzeln und

die Netzhaut mit ausreichend

Tränenflüssigkeit zu versorgen.

Um die Augen zu schonen,

sollte man daher regelmäßig

zehnminütige Pausen einlegen,

den Blick ins Weite schweifen

lassen, aus dem Fenster sehen

oder sich zwischendurch mit

anderen Tätigkeiten beschäftigen.

Bevor Sie die Arbeit fortsetzen,

können Sie zur Vorbeugung

mehrmals hintereinander

Blinzeln. Kurzfristige Linderung

schafft auch das Palmieren.

Palmieren

Reiben Sie Ihre Hände warm

und decken Sie beide Augen mit

den gebogenen Handflächen ab.

Stützen Sie sich dabei auch gern

mit den Ellenbogen auf dem

Tisch ab und entspannen Sie sich.

Das Auge wird keinen Reizen

ausgesetzt und erfrischt sich.

Dauer: 60 Sekunden

Wirkung: Entspannung für müde,

gereizte Augen

Fotograf Harry Schnittger

Fotograf Harry Schnittger

74


Nacken-Schulter-Übungen

Butterfly

1. Stehen Sie im schulterbreiten

Stand und strecken Sie beide

Arme so nach vorn, als würden

Sie mit den Händen ein Dreieck

bilden.

2. Beim nächsten Einatmen ballen

Sie beide Hände zu Fäusten und

öffnen im 90-Grad-Winkel beide

Arme nach außen. Gleichzeitig

drehen Sie den Kopf nach links.

Fotograf Harry Schnittger

3. Beim Ausatmen nehmen Sie

wieder die Ausgangsposition an

und wechseln zur anderen Seite.

Dauer: 8 × links, 8 × rechts

Wirkung: entspannt die Nackenund

Schultermuskulatur, kräftigt

die Brustmuskulatur

75


Achtsamkeit

Phönix

1. Beim Einatmen schwingen Sie

die Arme nach außen.

2. Beim Ausatmen klopfen Sie

mit dem Dickdarm-4-Meridian

der rechten Hand auf das

Energiezentrum unterhalb

des Bauchnabels und mit dem

Dickdarm-4-Meridian der linken

Hand in gleicher Höhe am

Rücken.

3. Kehren Sie in die

Ausgangsposition zurück und

wechseln Sie zur anderen Seite.

Der Blick bleibt nach vorn

gerichtet.

Dauer: 4 × links, 4 × rechts

Wirkung: Die schwungvollen

Bewegungen der Arme beleben

und vitalisieren den Körper. Sie

fühlen die Energie und Stärke

eines glücklichen und stolzen

Phönix.

Fotograf Harry Schnittger

Schlussworte

Tanken Sie neue Kraft und Energie

mit dem Qi-Fitness-Training!

Mit meinem Programm möchte

ich Sie inspirieren, motivieren

und Ihnen neue Wege aufzeigen,

wie Sie auch langfristig im Job

gesund und aktiv bleiben können.

Herzlichst

Awai Cheung

www.Business-Qigong.com

76


Bild: pixabay.com

ORIENTIERUNGSHILFE

Eine Frau war zu Besuch in einer fremden Stadt

und hatte sich verlaufen.

Sie hatte sich mit ihrer Tante in einem Kaffeehaus

im Stadtpark verabredet und befürchtete nun,

dass sie zu spät kommen würde. Da sah die Frau

ein junges Mädchen an einer Bushaltestelle auf

einer Bank sitzen und fragte das Kind nach dem

Weg.

„Tut mir leid, ich bin neu in der Stadt. Aber

ich bin mir sicher, dass Sie in diese Richtung

gehen müssen.“ Mit diesen Worten deutete

das Mädchen in die Richtung, aus der ein

Vogelschwarm geflogen kam. „Wie kommst du

denn darauf?“, fragte die Frau das Mädchen.

„Können Sie die Bäume und Sträucher denn

nicht riechen? Auch die Vögel hört man aus

dieser Richtung zwitschern.“ Die Frau fragte

weiter: „Aber wie kannst du dir so sicher sein,

dass sich die Vögel im Park befinden und nicht

auf irgendeinem allein stehenden Baum?“ Das

Mädchen lächelte: „Weil ein einzelner Baum

niemals so intensiv duften und auch niemals so

viele unterschiedliche Aromen vereinen könnte.

Es riecht ganz stark nach Lindenblüten, Lavendel,

nach Rose, Rosmarin und vielen anderen Blüten.

Und wenn Sie ganz tief einatmen, dann können

Sie sogar Kaffeeduft wahrnehmen.“

Die Frau war zutiefst beeindruckt und wollte

sich mit einem Handschlag bei dem Mädchen

bedanken. Da erst bemerkte sie, dass das Kind

blind war.

©Aus dem Buch von Gisela Rieger: „Die

Sonnenseiten des Lebens“ Geschichten,

Weisheiten und Zitate ISBN: 978-3-9819881-2-3

*************

Wenn du deine Augen öffnest, kannst du sehen.

Wenn du deine Ohren öffnest, kannst du hören.

Wenn du deinen Mund öffnest, kannst du singen.

Wenn du dein Herz öffnest, kannst du sehen,

hören, singen und FÜHLEN.

©Aus dem Buch von Gisela Rieger: „Die

Sonnenseiten des Lebens“ Geschichten,

Weisheiten und Zitate ISBN: 978-3-9819881-2-3

77


Sabinas

Beauty

world

von Sabina Furthmayer

und Ulrike Treiber

Hallo, meine wunderschönen

lieben Ladies,

ich wünsche euch einen tollen

Start in den Frühling und

Frühsommer.

Da ja die Regel lautet, eine

glückliche Seele wohnt in

einem gepflegten, gesunden

und schönen Körper, haben wir

uns wieder speziell für euch

meine Damen, die besten Tipps

und Ideen für tolle Momente

ausgesucht.

Die wunderbare Mona, zeigt

euch an mir die Schritte zu einem

tollenFrühlings-Make-Up.

Um das perfekte Ergebnis so

richtig in Szene zu setzen, ließ

ich mich im bezaubernden,

frühlingshaften Ambiente

der Gärtnerei Floradies in

Schlüsselberg/Oberösterreich

von Fotograf Anton Eitzinger,

der mittlerweile ja auch schon

zu meiner fixen Crew gehört,

shooten.

Zu guter Letzt verrät uns unsere

liebe Julianne, die ihr ja schon

aus früheren Ausgaben kennt, so

einiges über unsere Haut, denn in

dieser sollen und wollen wir uns

ja wohlfühlen.

Das gilt übrigens nicht nur für uns

Ladies, sondern natürlich auch für

die Herren der Schöpfung:

Und niemals vergessen meine

Lieben,

„Charme ist der unsichtbare

Teil der Schönheit, ohne den

niemand wirklich schön sein

kann. Ganz und gar man selbst

zu sein, kann schon einigen

Mut erfordern.“

(Sophia Loren)

Viel Spaß beim Schmökern und

Nachmachen unserer Beautytipps

wünscht euch

Sabina Furthmayer-Goldberg

TV Moderatorin und Journalistin

78


In angenehmer Atmosphäre bei „On Point“ plauderte ich mit Mona Pointinger über die

Kosmetikfrage, die sich die meisten Frauen stellen, nämlich:

Wie schminke ich mich richtig?

Fotograf Anton Eitzinger

Das ist eine Frage, die viele

Frauen sich immer wieder, wenn

nicht sogar täglich stellen. Es gibt

kein richtig oder falsch, jeder

Mensch ist einzigartig und so

auch die Schminktechniken und

Varianten.

Auch bei der Farbenauswahl

gehen die Meinungen

weitgehend auseinander. Heller

oder doch einen Hautton dunkler,

Rouge in Rosa oder doch in

Brauntönen?

Jeder kennt sie, die Frage, was

passt am besten zu mir?

Ich bin Visagistin und gelernte

Friseurin und immer schon der

Meinung, am besten passt einem

Menschen das, mit dem er/sie

sich wohlfühlt, denn das strahlt

er dann auch aus!

Mein Motto: Ich will die

Schönheit eines jeden Menschen

hervorheben und unterstreichen!

Schritt für Schritt – Anleitung

MAKE-UP:

2. Foundation auftragen

Der Ton, der mit Ihrer Haut ein

ebenmäßiges Hautbild schafft, ist

der richtige.

Das Auftragen kann mit einem

Schwämmchen, einem Pinsel

oder auch mit den Händen

erfolgen.

Wichtig dabei ist, die Foundation

von der Stirn bis zum Hals

gleichmäßig in kreisenden

Bewegungen in die Haut

einzuarbeiten.

3. Augenbrauen

Falls die perfekte Form nicht

gegeben ist, kann man mit einem

Augenbrauen-Puder, mit einem

passenden Lidschattender einem

Augenbrauenstift die optimale

Form zeichnen.

4. Lidschatten

Um die Haltbarkeit und die Farbe

noch etwas zu intensivieren, gebe

ich immer ein wenig Concealer

auf das Augenlid.

Man beginnt mit der dunkleren

Farbe außen und wird nach

innenverlaufend heller. Damit es

einen schönen Übergang gibt,

werden die Farben mit einem

weichen Pinsel verblendet.

1. Reinigen

Das Gesicht gehört vorab

gereinigt und gepflegt. Es

reicht eine feuchtigkeitsspende

Tagescreme.

Mona Pointinger bei der Arbeit

79


5. Lidstrich

Der Lidstrich muss nicht immer

schwarz sein.

Er kann auch in Brauntönen die

Augen wunderbar betonen, da er

dann nicht so „hart“ wirkt.

7. Lippen

Die Lippen kann man mit einem

Lipliner „vorzeichnen“. Dieser

unterstreicht besonders schmale

Lippen, da sie dann voller und

größer aussehen.

9. Fixierung

Es gibt verschiedene

Möglichkeiten, das fertige Makeup

zu fixieren. Zum Beispiel mit

einem Fixierpuder oder einem

Fixierspray.

6. Wimperntusche

Es ist nicht immer zwingend

nötig, die Wimpern

vorher mit einer Wimpernzange

zu biegen. Wichtig ist, eine gute

Wimperntusche zu verwenden,

damit die Wimpern nicht

verkleben.

8. Rouge

Das Rouge wird schräg zu den

Schläfen, knapp unter den

Wagenknochen platzieren. So

wirkt das Gesicht etwa schmaler.

Je nach Gesichtsform kann das

Rouge etwas angepasst werden.

Die Hautbilder und ihre

Hautzustände

Jede Haut ist unterschiedlich,

keine Haut ist gleich!

Man unterscheidet vier

verschiedene Grundhauttypen.

Die „normale“, „trockene“,

„Mischhaut“ und „fettige“ Haut.

80


Aufgrund der genetischen oder

hormonellen Dispositionen sowie

äußeren Einflüssen ergeben

sich die Unterschiede. Nikotin,

Stress, Kälte, UV-Strahlung,

Medikamente und die Qualität

von Kosmetika tragen zu Ihrem

Hautbild stark bei.

Erkennungsmerkmale

Die „normale“ Haut:

Die „normale Haut“ erstrahlt

in natürlicher Schönheit.

Feine Poren, ein optimaler

Feuchtigkeitsstatus, ein

ebenmäßiger Teint sowie

jugendliche Strahlkraft zeichnen

sie aus.

Leider findet man dieses Hautbild

jedoch äußerst selten.

Die „trockene“ Haut“:

Die „trockene“ Haut zeichnet

sich durch eine zarte und

dünne Erscheinung aus. Ein

Mangel an Feuchtigkeit und

Fett verursachen oft ein

unangenehmes Spannungsgefühl

und/oder Juckreiz. Die trockene

Haut neigt zu Irritationen,

Hautschuppungen, erweiterten

Äderchen (Couperose), Mangel

an Spannkraft und einer erhöhten

Tendenz zur Fältchenbildung.

Gesunde und frische

Ausstrahlung – Fehlanzeige!

Sabina Furthmayer-Goldberg

(Model und Schauspielerin)

und großporiger Haut. Die

Talgdrüsenproduktion neigt

zur Überfunktion und löst

dadurch Pickel und Komedonen

(Mitesser) aus. Hartnäckige

Unterlagerungen und ein grobes

Hautrelief sind absolut typisch

und meist sehr unangenehm für

die Betroffenen. Das Positive

daran ist, dass die Faltenbildung

erst spät einsetzt.

Die Sonderform der „fettigen“

Haut ist die „fett-trockene“

Mischhaut. Die Hautoberfläche

ist trocken, wobei die Talgdrüse

in der Überfunktion ist. Die Haut

ist meist verhornt und verursacht

eine Störung des Hydrolipidfilms,

sprich, die Hautfeuchtigkeit

„verdampft“ sehr schnell.

Die Haut leidet unter einem

eigenen Glanz bei einem

starken Spannungsgefühl und

geringer Flexibilität, was auch zu

Unreinheiten und schlimmster

Akne führen kann.

Dieses Hautbild ist sehr

kompliziert und Betroffene

sollten unbedingt Rat bei Profis

suchen. Mangelnde oder falsche

Produkte, können dieses Hautbild

herbeirufen.

Unter einer professionellen

Beratung erhalten Sie

maßgeschneiderte Produkte,

die genau Ihrem Hauttyp

entsprechen und gleichzeitig

noch auf Ihr Alter, Ihre Haut-

Vorgeschichte und sonstige

Einflüsse abgestimmt sind. Eine

individuelle Gesichtspflege

– genau auf Sie und Ihre

Bedürfnisse reguliert – das

ist die Lösung eines jeden

Hautproblems.

Oder einfach Online

Hautbildanalyse unter:

https://bit.ly/2UMC2L1

Das gleiche gilt natürlich auch

für Männer! Männer leiden

oft sogar noch mehr unter den

beschriebenen Hautzuständen.

Aufgrund von Rasur und mäßiger

bis gar keiner Pflege, werden

diese Hautbilder belastet. Es

bedarf einer speziellen und

intensiven Pflege, welche eine

hohe Wirkstoffdichte und

Wirkstoffbreite beinhalten.

Die „Mischhaut“:

Die „Mischhaut“ äußert sich in

den verschiedensten Facetten.

Typisch ist eine ölige, meist

unreine T-Zone (Stirn, Nase, Kinn)

und eine trockene Wangen- und

Augen-Schläfenpartie.

Die „fette“ Haut:

Gekennzeichnet wird diese durch

einen verstärkten Fettglanz

Die Lösung:

Eine optimale Systempflege,

wie z.B. der Marke CHANNOINE

ist daher nur empfehlenswert.

Die tierversuchsfreien,

österreichischen Kosmetika

gefüllt mit Wirkstoffen, die der

Natur nahe sind, umschmeicheln

Ihre Haut. Binnen kürzester

Zeit werden Sie bereits einen

Unterschied auf Ihrer Haut

bemerken.

Robin Czerny (Model und

Schauspieler. Foto: Oliver Betke)

Autor: Juliane Brummayer/

Beauty Point and Make-Up Artist

Eferding

Terminvereinbarung unter:

+43 650 23 380 83

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Auf in den Frühling

Die

Lila

Farbe

von Jasminka Velic

Hallo meine lieben Beautyfans,

hier meine absolute Empfehlung

für den Frühling. Das

Kosmetikstudio von Jasminka

in Wels, ist die absolute

Wohlfühloase.

Und nicht vergessen meine

Ladies, die Nägel sieht man

immer, auch wenn die Masken

unsere hübschen Gesichter

verdecken.

Eure

Sabina Furthmayer-Goldberg

Liebe Leserinnen und Leser,

heute nehme ich euch auf eine

schöne Reise mit. Ich erzähle

euch heute etwas über das

Thema Frühlingsnägel. Meiner

Meinung nach ist der Frühling

eine wundervolle Jahreszeit,

die man meines Erachtens nach

natürlich mit einer schönen

lebendigen Farbe auf den Nägeln

erwachen lassen kann. Im

Frühling erwacht nicht nur die

Natur zu neuen Leben, sondern

auch ich selbst möchte diese

Jahreszeit herzlich willkommen

heißen und den dunklen kalten

Winter hinter mir lassen. Das

ist leider nicht das einzige, das

wir alle gerne hinter uns lassen

würden. Wir möchten auch

spazieren gehen, Eis essen gehen

oder einfach Freunde draußen

in der Natur treffen. Es ist leider

seit dem Jahr 2020 ziemlich

frustrierend und unser Leben ist

eingeschränkt. Deshalb dachte

ich mir, wenn Sabina heute

kommt, mache ich ihr wenigstens

schöne Frühlingsnägel – Covid 19

zum Trotz.

Jasminka Velic - Inhaberin Nagelstudio (rechts) mit Sabina Furthmayer

82


Bild: pixabay.com

Ich war am Abend davor sehr

aufgeregt, eigentlich schon die

ganze Woche, und habe mir

Gedanken gemacht, welche Farbe

wir machen könnten. Ich habe

mich für die Farben Flieder und

Bananengelb entschieden, dazu

einige Blumenmotive, um das

Ganze aufzufrischen.

würde mich sehr freuen, wenn

ich euch auch in unseren Studios

begrüßen dürfte.

Jasminka Velic

Sabina Furthmayer

Als sie kam, wusste ich, dass ich

ins Schwarze getroffen hatte,

sie hatte einen pinkfarbenen

Hut und einen weißen Schal mit

lila Motiven an. Für mich hat

die Farbe Lila eine besondere

Bedeutung, ich verbinde sie

mit Opulenz und Erhabenheit.

Die Farbe Purpur war einst die

teuerste aller Farben und war

für Könige vorbehalten. Ich hoffe

sehr, dass euch meine Nägel an

Sabinas Händen gefallen und

Inhaberin Nagelstudio Jasminka

(mitte) - rechts Marina Todorovic

und Links Tochter Irena

83


Mein Weg von der Stammkundin zur

Nageldesignerin

von Marina Todorovic - Nagel und Lash Stylistin

Hallo liebe Leute, heute erzähle

ich euch meinen Weg von der

Stammkundin bis zur Ausbildung

zur Nagel-Designerin. Das erste

Mal war ich beim Nagelstudio

Jasminka in Thalheim bei Wels im

Sommer 2016. In diesem Sommer

wollten wir meine Familie in

Wien besuchen, da wir nicht in

die Heimat nach Serbien fahren

wollten. Also dachte ich mir, ich

telefoniere alle Nagelstudios

in Wels und Umgebung ab

und schaue einfach, ob ich so

schnell wie möglich einen Termin

bekomme. Dreimal dürft ihr

raten, bei wem ich sofort am

nächsten Tag einen bekommen

habe, richtig, natürlich beim

Nagelstudio Jasminka. Am

nächsten Tag war es so weit, ich

http://www.nagelstudio-jasminka.at

84


war ziemlich aufgeregt und wollte

unbedingt türkisblaue Nägel mit

viel Glitzer und viel Strass. Als

ich in das Nagelstudio Jasminka

eingetroffen bin, dachte ich mir

zuerst, wie süß und sinnvoll das

wohl für sie sein muss, dass sie

selbstständig und natürlich legal

in ihren eigenen vier Wänden

arbeiten darf, beziehungsweise

kann. Ich habe mich sofort mit

ihr verstanden, wir waren auf

einer Wellenlänge, ich fand

sie einfach faszinierend, süß,

zuvorkommend. Und vor allem

extrem schnell bei ihrer Arbeit.

Ich war mit dem Ergebnis total

zufrieden, mehr noch, die Nägel

haben bei mir fünf Wochen

lang gehalten, also machte ich

mir natürlich in Zukunft meine

Termine bei ihr – und so fing

das an. Ich arbeitete damals als

Storemanager in der Shopping-

City Wels beim Forever 18. Ich

hatte aber schon immer großes

Interesse an Nagel-Design und

hab mich auch schon selber

ausprobiert, beziehungsweise

auch an anderen, wie z.B. meinen

Cousinen, experimentiert. Als ich

dann den Job gewechselt habe

und in die PlusCity gegangen bin,

hatte ich da einige Probleme,

mich zurecht zu finden. Irgendwie

war das doch nicht das Richtige

für mich. Also erzählte ich

Jasminka, dass mir meine Arbeit

nicht so gut gefiel, es nicht so

gut läuft und ich wahrscheinlich

wieder neue Arbeit suchen

werde.

Nageldesign in Perfektion will

gelernt sein

Sie war sofort begeistert und

sagte, ich könnte sofort bei ihr

anfangen, weil Diana (meine

Vorgängerin) schwanger

wäre. Also fingen wir an, mich

einzuschulen. Ich muss sagen,

man muss echt viel Geduld

aufbringen und vor allem, wenn

man ein kleiner Perfektionist

ist. Aber es ist kein Meister

vom Himmel gefallen und

man lernt nie aus, weil beim

Nageldesignen immer was Neues

auf dem Markt erscheint. Als

mein Kurs beendet war, habe

ich geringfügig neben meinem

Vollzeitjob in der PlusCity als

Nageldesignerin und Lashstylistin

gearbeitet. Am Anfang war es

wirklich verdammt hart, weil

Jasminka mir auch Kunden

eingetragen hat, die wirklich

anspruchsvoll waren. Nach einem

Jahr geringfügigen Arbeitens

wurde die Arbeit immer mehr

und mehr, und somit beschloss

Jasminka, mich als Vollzeitkraft

im Nagelstudio aufzunehmen. Ja

ich kündigte meinen Job in der

PlusCity und fing an im Oktober

2019 Vollzeit im Nagelstudio

Jasminka zu arbeiten. Ich bereue

meine Entscheidung nicht,

denn ich habe so eine hohe

Kundenkommunikation, die sonst

kaum ein anderer Job zu bieten

hat. Ich höre Geschichten, die

traurig sind, lustig sind, und echt

sind, das ist das, was zählt.

Eure Marina

Bilder- Anton Eitzinger

85


Freie

Trauung

… als Möglichkeit einer individuellen

und einzigartigen Hochzeitszeremonie

von Jasmin L. Wagenblaß

Viele Brautpaare wünschen sich

nach ihrer standesamtlichen

Trauung noch eine ganz

besondere Zeremonie, aber

ohne Kirche. Eine Trauung, die

sie als Liebende, als Paar und

individuelle Persönlichkeiten

widerspiegelt.

Mit einer freien Trauung kann

dieser Wunsch erfüllt werden.

Als zeremonieller Akt bietet die

freie Trauung eine wunderschöne

alternative Möglichkeit zur

kirchlichen Trauung.

Das Brautpaar kann den

Inhalt (Musik, Rituale),

Ablauf, Zeitpunkt und Ort der

Trauungszeremonie nach den

ganz persönlichen Wünschen

und Vorstellungen festlegen.

Ob klassisch-traditionelle

Trauung, Mottohochzeit,

Regenbogen-Trauung für

gleichgeschlechtliche Paare –

oder falls bereits Nachwuchs

da ist, eine kombinierte

Zeremonie in Form einer freien

Trauung mit Kindersegnung

(Willkommensfeier/freie Taufe)

alles ist möglich, was dem

Brautpaar gefällt.

Es gibt so viele verschiedene

freie Zeremonien, um die Liebe

zweier Menschen und deren tiefe

Verbundenheit zueinander zu

feiern und zu besiegeln.

Wir, vom Team:

www.hochzeitsreden-seelenspiegel.de

freuen uns sehr, als freie

Hochzeitsredner und

Zeremonieleiter über das

Thema: „Freie Trauungen“ in der

nächsten Ausgabe des Magazins

„Mein Leben Life“ in der Ausgabe

7 – Juli bis September 2021

berichten zu dürfen.

Herzliche Grüße aus Wiesloch bei

Heidelberg,

Jasmin L. Wagenblaß

Freie Hochzeitsrednerin &

Zeremonieleiterin

vom Team: SEELENSPIEGEL

– Horst Wagenblaß | Freie

Hochzeitsreden & Trauungen und

Zeremonien

Bilder J. Wagenblaß

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Hochwertigkeit ist der neue Trend!

- Anzeige -

Immer mehr Menschen kehren dem Fast-Fashion-Zeitalter den Rücken zu! Billige Kleidung, die man nur

ein paar Mal trägt und dann wieder entsorgt, gehören in vielen Haushalten bereits der Vergangenheit an.

Gründe dafür sind die oft äußerst umweltschädlichen Bedingungen der Herstellung, die Kinderarbeit oder

die schlechte Entlohnung. Besonders aber auch Gifte, die unter anderem durch das Färben oder Bleichen

der Kleidung in die Abwässer gelangen. Auch wenn wir denken, das ist weit weg, sollten wir uns nicht

täuschen lassen. Die Abwässer gelangen in die Weltmeere, dort leben Fische, die wir gerne essen …

Ist es nicht unsere Aufgabe, unsere Umwelt zu schützen, unseren Kindern und Kindeskindern ein

lebenswertes Umfeld zu hinterlassen. Fangen wir endlich damit an!

Um die Umwelt zu entlasten, stellen viele, vor allem auch

kleine Unternehmen, bereits großartige Produkte aus recycelten

Materialien her.

Andere wieder achten

auf die Verarbeitung

guter und langlebiger

Materialien. So auch

das aufstrebende Label

Rubin ART Design

aus Wien. Der kleine Meisterbetrieb widmet sich dem mondänsten

aller Kleidungsstücke, nämlich dem stylischen und immer trendigen

Cape! Durch hochwertige Stoffe und perfekte Verarbeitung

entstehen Textilien, die über lange Zeit erfreuen!

Die mit viel Liebe entworfenen und in Handarbeit hergestellten Einzelstücke bereichern jede Garderobe, da

sie zu unzähligen Outfits passen. Ob elegant oder sportlich, ob Businesslook oder lässiger Freizeitstyle, ein

Rubin Cape verwandelt immer in ein einzigartiges Erscheinungsbild!

Besonders variantenreich sind die Rubin Capes mit Gürtel. Man kann sie je nach Anlass und Kleidung mit

oder ohne Gürtel tragen. Ganz speziell wirken sie, wenn der Gürtel nur vorne die Taille betont. Mit einem

passenden Ledergürtel oder einer Gürteltasche lassen sich noch viele weitere interessante Kombinationen

kreieren. Eine Crossbody Bag unter dem weiten Cape getragen, schützt im Gedränge auch Ihre Wertsachen.

Mehr Rubin Capes und viel Interessantes zu diesem Thema finden

Sie auf www.rubinartdesign.at.

Fotorechte: Für alle Fotos liegen die Fotorechte bei Rubin ART Design.

Bei Foto Cape Skylla, Cape Skylla und Tessa, sowie Cape Coci und

Colette ist der Fotograf Elias Hartmann. Die anderen 3 Fotos wurden

auch von Rubin ART Design fotografiert.

87


FREUDE AM LEBEN

Eine Frau lag am Strand und amüsierte sich über Kinder,

welche geschäftig den ganzen Tag an einer riesigen

Sandburg bauten. Gerade als sie die letzten Türmchen

aufsetzten, kam eine riesige Welle und zerstörte das

gesamte, kunstvoll errichtete Bauwerk.

Die Frau war zutiefst bestürzt. Doch zu ihrer

Verwunderung sah sie, dass die Kinder lachten und

vergnügt den Strand hinunterliefen.

„Ich sollte mein Leben nicht immer so schwer nehmen“,

dachte sie, „und wieder mehr Leichtigkeit zulassen.“

Aus dem Buch von Gisela Rieger: „Die Sonnenseiten des Lebens“

Foto: Stefan Korbion

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Renesse Niederlande

LEBENSFREUDE BEDEUTET:

Sich über Kleinigkeiten zu freuen,

aus jeder Situation

das Beste zu machen,

den Augenblick zu genießen,

im Regen zu tanzen,

und auch mal

über sich selbst zu lachen.

Aus dem Buch von Gisela Rieger:

Die Sonnenseiten des Lebens

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Meravigliosa

cucina italiana

oder wundervolle italienische Küche

von Hermann Dürselen

Italien, das wundervolle Land am Mittelmeer,

südlich im Herzen Europas. Das Urlaubsziel vieler

Deutschen und anderer Nationen. Nicht nur durch

seine Menschen und die Landschaft ist Italien

ein beliebtes Reiseziel vieler Reisenden. Schon in

den 80er Jahren, als junger Mann, habe ich mit

Freunden dort in Castiglione della Pescaia Urlaub

verbracht und darf sagen, dass es ein wunderbares

Erlebnis war. Das Meer, die zahlreichen Inseln, die

gewaltige Stadt Rom, die Menschen und ihre Art,

das Leben zu genießen, haben mich schon damals

fasziniert.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die warmen

Sommernächte, die wir auf den Terrassen der

ansässigen Ristoranti verlebt haben, an das tolle

Essen, mit dem ich meine Liebe zur italienischen

Küche und zu diesem Land entdeckt habe.

Besonders die imposante Stadt Rom hatte es mir

angetan. Ich weiß noch sehr gut, wie meine Freunde

und ich in sengender Hitze durch die Straßen Roms

gelaufen sind, begeistert von den zahlreichen

Sehenswürdigkeiten der Stadt. Wurden die Abende

dann endlich kühler, saßen wir noch lange Zeit

in den schönen Gelato caffetterias der Stadt, bei

Gelato und Espresso. Wie gesagt, reine italienische

Lebenskultur.

Zuhause angekommen, war es schon etwas

anderes, wieder hiesiges Essen zu kochen und

zu essen. So war es natürlich nicht abwegig,

sich intensiver mit der italienischen Küche zu

befassen, um die Erinnerungen an Italien

und seiner Küche nicht in Vergessenheit

geraten zu lassen.

1952 eröffnete in Deutschland die erste

Pizzeria und seit diesem Zeitpunkt nahmen

die Ristoranti Eröffnungen in Deutschland

sprunghaft zu. Es war eigentlich

unbeschreiblich, wie viele Menschen

die italienische Küche durch ihre Urlaube

in Italien lieben und zu schätzen gelernt

haben. Fast nichts mehr war zu spüren von der

anfänglichen Ablehnung der Menschen, die in den

Anfängen der 50er Jahre als erste Gastarbeiter in

unser Land kamen. Die italienischen Menschen,

die Küche und die Ristoranti waren kulinarisch eine

Bereicherung für Deutschland und heute nicht mehr

wegzudenken.

So ist es nicht verwunderlich, dass die italienische

Küche in meinem Berufsleben eine dominierende

Rolle spielte. Mein großes Glück war, dass ich

in meinem ersten Betrieb, wo ich als Koch und

dann später als Küchenchef arbeiten durfte,

einen Italiener als Oberkellner, Geschäftsführer

und später Inhaber hatte. Zusammen förderten

wir von 1982 an die italienische Küche in diesem

Restaurant, und ich erhielt alle Unterstützung, die

ich mir wünschen konnte. Obwohl ich natürlich

noch auf Kindesbeinen, was die Perfektion der

italienischen Küche betraf, stand, versuchten wir

doch gemeinsam, diese Küche in unserer Region zu

präsentieren und bekannt zu machen. Wir lagen voll

im Trend, und die italienische Küche nahm Jahr für

Jahr einen größeren Platz in der Speisekarte ein. Die

Gäste waren von der „anderen Küche“ sehr angetan,

weil sie eben noch nicht diesen Bekanntheitsgrad in

der gehobenen Gastronomie hatte. Die italienische

Küche besteht aus einer Vielfalt kulinarischer

Köstlichkeiten.

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Angefangen mit der herrlichen Antipasti, individuell

bestehend aus

• Mozzarella

• Pomodori (Tomate)

• Basilikum

• Artischockenherzen

• Oliven

• Salami

• Melone

• Parmaschinken

• Melone

• Peperonata (gegrillte rote Paprika)

• Carpaccio

• Meeresfrüchte (Frutti de Mare)

• Frisch gebackenes Ciabatta

um nur einige Komponenten aufzuzählen, bis zur

einfachen Pizza, den zahlreichen Nudel-Gerichten

in ihren verschiedenen Formen, sowie ihrer

mannigfachen Zubereitungsarten. Traditionell

besteht das Essen in Italien aus verschiedenen

Gängen. Hier sind Fisch oder Fleisch in jeder

Mahlzeit vorhanden. Ein sämiges Risotto, egal in

welcher Zubereitungsart, sorgt schon dafür, dass

ein Essen zu einem Hochgenuss wird. Das einmalige

an der italienischen Küche ist ihre Einfachheit. Ein

Gericht braucht nicht unzählige Komponenten, um

typisch italienisch zu sein. Gerade das macht die

italienische Küche aus, ihre Einfachheit. Ich bin auch

der festen Überzeugung, dass in Italien die besten

Desserts zubereitet werden. Zu nennen sind hier,

• Tiramisu

• Zuppa inglese

• Caramelcreme

• Zabaione

• Pana Cotta

• Gelati

• Cassata

• Amarenakirschen

Nicht zu vergessen, auch die wunderbaren Gebäcke

sind zu erwähnen, um nur einige zu nennen.

• Cantuccini

• Pannetone

• Krapfen

• Cannoncini

• Pasticcini

Regionale Vielfalt, hohe Qualität und die Tradition

sind die Säulen der italienischen Küche. Das Essen

hat bei den italienischen Menschen einen ganz

anderen Stellenwert als in Mitteleuropa. Es ist

unverfälscht geblieben und es werden vorwiegend

frische Zutaten verwendet, so wie es seit „ewigen

Zeiten“ der Fall ist. Wenn eine italienische Mama für

ihre Familie Bolognese kocht, wird nicht mit einer

Fix-Mischung gearbeitet, nein hier steht Bolognese

noch Stunden auf dem Herd und blubbert eine

Sinfonie des Genusses leise vor sich hin. Frischer

Nudelteig wird mit den Händen geknetet und mit

einem Nudelholz in die passende Form gebracht.

Allein das Wort Tomaten-Sugo löst in mir ein

Glücksgefühl der Sinne aus. Frische Tomaten,

verkocht mit Olivenöl, Zwiebeln, Knoblauch und

Basilikum, ist pures Italien erleben.

Man überlege, weniger ist mehr, so sehen das

auch die Italiener und somit bleibt, wie ich es

schon anmerkte, die italienische Küche in ihrer

Originalität und Einfachheit unschlagbar. Oftmals

wird das hier in unseren Pizzerien und italienischen

Ristoranti falsch wiedergeben. Das Augenmerk wird

leider zu selten auf die Zubereitung - nach original

italienischer Art – gerichtet. Oft wird einfach mehr

Wert auf die Vielfalt der Zutaten gelegt.

Nochmals: Eine Portion Spaghetti mit etwas

Tomaten-Sugo und gehobeltem Parmesan, dazu

ein kühler italienischer Weißwein. Frage: Was will

man mehr? Leider herrscht bei den Ristoranti und

den Gästen die Auffassung, dass ein Essen erst

dann richtig gut ist, wenn es reichhaltige Zutaten

beinhaltet. Eine einfache Pizza „Margherita“ original

nur mit Tomaten-Sugo, Mozzarella und Basilikum

belegt, liegt nicht so im Trend, wie eine Pizza „Mista“

die zahlreiche Komponenten aufzuweisen hat.

Es gibt natürlich hervorragende Fleischgerichte in

Italien, dennoch ist dem Italiener Gemüse oder Fisch

genauso lieb, wenn nicht sogar wichtiger. Es fällt auf,

dass gerade bei uns der Fleischverzehr sehr hoch

angesehen ist und eine Mahlzeit mit wenig oder

keinem Fleisch, als minderwertig angesehen wird.

Das sieht der Italiener anders, obwohl, wie erwähnt,

auch der Italiener Fleisch liebt, was wir auch jetzt in

dem folgenden Rezeptteil sehen werden.

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Fangen wir an mit einem Klassiker italienischer

Vorspeisen:

Vitello Tonnato

Vorab ist zu sagen, dass es zwei verschiedene

Zubereitungsarten des Kalbfleisches gibt. Einmal

wird es gekocht in einem Wurzelsud, und bei der

zweiten Variante wird das Kalbfleisch rosa gebraten.

Original wird das Fleisch gekocht, also bleiben wir

dabei.

Für 4 Personen:

Zutaten: Vitello Tonnato

• 700 g Kalbfleisch (aus der Keule)

• 100 g Möhren

• 100 g Sellerie-Knolle

• 100 g Zwiebeln

• 2 Lorbeerblätter

• 2 Gewürznelken

• 10 zerdrückte schwarze oder weiße Pfefferkörner

• 1 l trockener Weißwein

• Salz

Zubereitung. Vitello Tonnato

• Das Kalbfleisch einen Tag vor der Zubereitung mit

den Möhren, Sellerie, Zwiebeln und den Gewürzen

und mit Weißwein übergießen, anschließend in

einer Schüssel marinieren lassen.

• Nach dem Marinieren den Weißwein mit dem

Gemüse und den Gewürzen in einen Topf

umgießen und aufkochen lassen. Das Fleisch

hinzugeben und mit Wasser bedeckt

auffüllen. Salz hinzugeben und das Fleisch

gar köcheln lassen. (Nadelprobe) Danach in

dem Sud auskühlen lassen.

• Ist das Fleisch abgekühlt, für eine Stunde

im Kühlschrank aufbewahren.

Zutaten: Thunfischsauce

• 150 g Thunfisch in eigenem Sud

• 5 g mittelscharfer Senf

• 120 g Kapern (60 g für die Thunfischsauce & 60 g

Garnitur)

• 2 Sardellenfilets

• 3 Volleier Größe M

• 300 ml Rapsöl

• 50 ml Olivenöl

• Saft einer halben Zitrone

• Salz & Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung: Thunfischsauce

Herstellung einer Blitz-Mayonnaise (Hierzu

benötigen wir einen Mixstab)

• Den Thunfisch auf einem Sieb abtropfen lassen.

• In einen hohen Becher die Eier mit dem Senf und

den beiden Ölsorten geben.

• Den Mixstab auf den Boden des Bechers setzen

und mit kleiner Stufe am Becherboden beginnen,

eine Emulsion herzustellen. Danach langsam den

Mixstab mit höherer Stufe nach oben ziehen, bis

die ganze Mayonnaise gebunden ist.

• Den Thunfisch, Sardellenfilets, 60 g Kapern und

den Zitronensaft hinzugeben und nochmals gut

durchmixen.

• Salzen und pfeffern.

Für Dekozwecke: 1 Bnd Rucola

Anrichten: Vitello Tonnato

• Das Kalbfleisch gegen die Faser mit einem Messer

in dünne 3 mm Scheiben schneiden (Am besten

auf einer Aufschnittmaschine)

• Auf einem großen Teller das Fleisch kreisförmig

auslegen, so dass es nicht zu sehr überlappt.

• Die Thunfischsauce mit einem Löffel gut bedeckt

auf dem Kalbfleisch verteilen.

• Die restlichen Kapern über das Vitello Tonnato

streuen und den Rucola Salat großflächig verteilen.

Minestrone

Minestrone gilt als eine der ältesten Gerichte

Italiens. Diese Suppe ist deliziosamente italiano

Für 8 Personen:

Zutaten: Minestrone

In der Tat können alle möglichen Gemüsesorten in

einer Minestrone Verwendung finden. Hier gibt es

keine festgelegte Regel.

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• 80 g Borlotti Bohnen (über Nacht in kaltem Wasser

eingeweicht)

• 120 g Kartoffeln (festkochend) geschält in Würfel

schneiden

• 100 g Möhren geschält und in feine 2 cm große

Würfel schneiden

• 100 g Bleichsellerie in 2 cm große Stücke schneiden

• 100 g Lauch in Ringe

• 100 g Zucchini in 2 cm große Würfel schneiden

• 100 g Spitzkohl oder Wirsing blättrig geschnitten

• 100 g Zwiebeln in Würfel

• 130 g Tomaten vierteln

• 10 g Tomatenmark

• 100 g durchwachsener Speck in feine Würfel

(gegebenenfalls Pancetta)

• 80 g Rotelle (ital Nudelsorte)

• 1 l helle Geflügelbrühe (Handel)

• 50 ml Olivenöl

• Geriebener Parmesan oder Pecorino

• Salz & Pfeffer aus der Mühle

Hier noch einmal die Zubereitung für eine helle

Geflügelbrühe:

• Hierzu benötigen wir ca. 3 kg Knochen vom Geflügel

(Hähnchen oder Suppenhuhn; gibt es als TK Produkt

im Handel)

• Weißer Lauch (Poreé), Möhren, Sellerie, auch

Bouquet Garni genannt, und leicht gebräunte

Zwiebelhälften.

• Die Knochen geben wir nun in einen ausreichend

großen Topf von ca. 5 l und geben kaltes Wasser

hinzu. Etwas Salz hinzugeben. Die Knochen sollten

knapp mit Wasser bedeckt sein.

• Dieses bringen wir nun langsam zum Köcheln. Bitte

nicht wild kochen lassen.

• Nach einiger Zeit, wenn die Brühe aufgekocht hat,

bildet sich ein grauer Schaum (Albumine), der

lediglich aus Proteinen, besteht auf der Oberfläche,

den wir nach und nach behutsam abschöpfen

(degraissieren), damit die Brühe möglichst klar

bleibt.

• Danach können wir das Bouquet Garni und

die gebräunten Zwiebeln hinzugeben.

Ergänzend können wir auch noch vorhandene

Petersilienstängel und ein Lorbeerblatt, Nelke und

einige weiße Pfefferkörner hinzugeben. Die Brühe

bitte nach diesem Prozess nochmal mit Wasser

auffüllen, so dass ausreichend Flüssigkeit im Topf ist.

• Zwei bis drei Stunden sollte die Brühe dann

langsam vor sich hin köcheln.

• Ist nach der angegebenen Kochzeit alle Kraft aus

den Knochen herausgekocht, werden die Reste mit

einer Schaumkelle aus der Brühe genommen und

können entsorgt werden.

• Der nächste Schritt ist, die Brühe durch ein

Passiertuch (etaminé) durchzuseihen, damit alle

Trübstoffe aus der Brühe entfernt werden.

• Nun sollten wir als Ergebnis, eine schmackhafte und

klare Geflügelbrühe gekocht haben.

Zubereitung: Minestrone

• Die Borlotti Bohnen in Wasser ohne Salz

weichkochen und abgießen.

• Rotelle Nudeln separat garkochen.

• Das Olivenöl in einem Topf leicht erhitzen, und die

durchwachsenen Speckwürfel darin anschwitzen.

• Nach und nach die gewürfelten Gemüsesorten,

Zwiebeln, Möhren, Sellerie, Kartoffeln hinzugeben

und leicht mitanschwitzen lassen.

• Die gewürfelten Zucchini und den gewählten Kohl

(Spitzkohl oder Wirsing) beigeben, salzen und

pfeffern.

• Das Tomatenmark einrühren und die

Tomatenviertel hinzugeben.

• Mit gut 2 l heller Geflügelbrühe aufgießen und das

Gemüse garkochen. Schauen, ob das Verhältnis

von Brühe zur Einlage stimmig ist! Die Suppe sollte

nicht zu dick oder flüssig geraten.

• Zum Schluss die gekochten Borlotti Bohnen und

die gekochten Rotelle Nudeln hinzugeben und

alles sämig kochen.

Anrichten:

• Mit einer Suppenkelle die Minestrone in

tiefe Suppenschüsseln portionieren und nach

Geschmack mit geriebenem Parmesan oder

Pecorino bestreuen.

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Spaghetti|„Carbonara“

Fälschlicherweise werden in Deutschland „Spaghetti

Carbonara“ immer mit Sahne zubereitet. Das ist nicht

original und leider falsch! Kochschinken ist genauso

falsch, also machen wir es perfekt italienisch.

Gambas|Zitronen-Risotto

Für 4 Personen:

Zutaten: Spaghetti Carbonara

• 400 g Spaghetti

• 200 g Pancetta (italienischer Bauchspeck).

Bekommen Sie keinen Pancetta Speck, greifen Sie

bitte auf unseren hiesigen durchwachsenen Speck

zurück.

• 250 g geriebener Parmesan oder Pecorino

• 4 Stck. Eigelbe Größe M

• 2 Volleier Größe M

• Salz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle

• Frisch gehackte Petersilie

Zubereitung: Spaghetti Carbonara:

• In einem großen Topf mit Salzwasser die Spaghetti

al dente kochen.

• In der Zwischenzeit den gewürfelten Speck in

einem Topf leicht knusprig braten.

• Die Eier mit dem Hartkäse in einer Schüssel

verquirlen, salzen und pfeffern.

• Die Spaghetti abgießen und bitte nicht kalt

abschrecken, (ein wenig Nudelwasser auffangen)

in den Topf mit der Pancetta geben und die Ei-

Käsemischung untermengen. Etwas Nudelwasser

beigeben und so eine cremige Saucen-Basis für

die Spaghetti erstellen.

Anrichten:

• Tiefe warme Teller bereitstellen und vorab

schon mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle

bestreuen, somit spart man sich das Pfeffern,

wenn die Spaghetti angerichtet sind. Zum

Schluss etwas gehackte Petersilie über die

Carbonara streuen.

Für 4 Personen:

Zutaten: Gambas auf Zitronen-Risotto

• 400 g Risotto Reis (Arborio, Carnaroli)

• 200 ml trockener Weißwein

• 150 ml Olivenöl

• 150 g Zwiebeln in feine Würfel

• 1,2 l helle heiße Geflügelbrühe

• 1 Stange Zitronengras (leicht mit einem flachen

Messer zerdrückt)

• 1 Zehe Solo Knoblauch fein gewürfelt (jeweils halb

für Risotto und für die Gambas)

• Saft von 2 Zitronen (den Geschmack der Säure

während des Kochens prüfen)

• 20 g Pinienkerne (leicht ohne Fett in einer Pfanne

anbräunen)

• 100 g Butter

• Salz und Pfeffer aus der Mühle

• 70 g geriebener Parmesan oder Pecorino

• 16 Stck. Salzwasser Gambas „Black Tiger“ ohne

Schale

• Jeweils 1 Zweig Thymian und Rosmarin

Zubereitung: Zitronen-Risotto

• 50 ml Olivenöl in einem Topf erwärmen und

die gewürfelten Zwiebeln und die Hälfte des

gewürfelten Knoblauchs hell glasig werden lassen.

• Den Risotto Reis mit dem Weißwein ablöschen,

Zitronensaft und Zitronengras hinzugeben, salzen

und pfeffern.

• Nun nach und nach die heiße Geflügelbrühe

kellenweise nach „Risotto-Art“ hinzugeben. Es ist

darauf zu achten, dass die Geflügelbrühe immer

wieder vom Risotto aufgenommen wird (sämig wird)

bevor mit neuer Geflügelbrühe aufgegossen wird.

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• Das Risotto häufig durchrühren und bissfest

garen. Falls nötig, immer wieder Geflügelbrühe

hinzugeben.

• Zum Schluss die Butter und den geriebenen

Hartkäse unterrühren.

Zubereitung: Gambas

• Die restlichen 100 ml Olivenöl in einer Pfanne

erhitzen.

• Gambas salzen und pfeffern und braten.

• Knoblauch, Rosmarin, sowie den Thymianzweig

hinzugeben und mit den Kräuterzweigen glasig

braten.

Anrichten:

• Das sämige Risotto auf einem länglichen Teller

anrichten und die gebratenen Gambas obenauf

platzieren. Als Dekoration bietet sich hier ein

Thymian oder Rosmarinzweig an.

• Salzen, pfeffern und mit dem Parmaschinken

sowie den Salbeiblättern belegen und mit einem

Zahnstocher fixieren.

• Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die

Saltimboccas mit der Schinkenseite zuerst kurz in

der Pfanne anbraten und anschließend auf der

ungarnierten Seite fertig braten.

• Die Saltimboccas im vorgeheizten Backofen bei

100° warm stellen.

• In die Bratpfanne, die Röstaromen enthält, nun

den Weißwein gießen, reduzieren lassen und die

Geflügelbrühe hinzugeben.

• Mit der eiskalten Butter den Sud zu einer cremig

emulgierten Sauce abbinden.

Das geschieht unter ständigem Rühren mit Hilfe

eines Saucenschneebesens.

• Die Saltimboccas nun wieder zur Sauce geben,

abdecken und nicht mehr kochen lassen.

Poularden Saltimbocca alla

Romana|Kartoffel-Gnocchi

Für 4 Personen:

Zutaten: Poularden Saltimbocca

• 600 g Poulardenbrust ohne Haut (Hähnchenbrust)

• 8 große Scheiben Parmaschinken

• 8 Salbeiblätter

• 100 g eiskalte Butter

• 50 ml Olivenöl

• 100 ml trockener Weißwein

• 20 ml helle Geflügelbrühe

• Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung: Poularden Saltimbocca alla Romana

• Die Poulardenbrust in 8 längliche Medaillons

schneiden und leicht klopfen.

Zutaten: Kartoffel-Gnocchi

• 400 g mehlig kochende Kartoffel ungeschält

• 60 g Hartweizengrieß

• 60 g Mehl (Typ 405)

• 60 g Speisestärke (Mondamin)

• Salz & Pfeffer & Muskatnuss aus der Mühle

• 1 Ei Größe L

• Butterschmalz

Zubereitung: Kartoffel-Gnocchi

• Die ungeschälten mehligen Kartoffeln waschen

und gut garkochen. Vollkommen erkalten lassen

(am besten über Nacht im Kühlschrank)

• Die Kartoffeln pellen und durch eine

Kartoffelpresse pressen.

• Den Grieß, Mehl, Speisestärke und das Ei zur

kalten Kartoffelmasse hinzugeben, mit Salz und

Muskat würzen und kräftig durchkneten.

• Den fertigen Kartoffelteig in mehrere 3-4 cm dicke

Rollen auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen

und diese in 2 cm dicke Scheiben schneiden.

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• Die Kartoffel Scheiben mithilfe einer Gabel leicht

flach drücken, so dass sie ihre charakteristischen

Rillen erhalten.

• Reichlich Salzwasser in einem Topf zum Sieden

bringen. Die Gnocchi hineingeben, und gar ziehen

lassen, bis sie an die Oberfläche steigen. Die

Gnocchi mit einer Schöpfkelle herausnehmen und

auf einem Küchenpapier erkalten lassen. Nicht mit

kaltem Wasser abspülen!

Anrichten:

• Die Poularden-Saltimboccas auf vorgewärmte

Teller mittig platzieren und die Kartoffel-Gnocchi

am Rand stückweise nebeneinander kreisförmig

anrichten.

Tiramisú

Meraviglioso tiramisù ein unvergleichlicher

Siegeszug

Für 4 Personen:

Zutaten: Tiramisú

• 250 ml Espresso

• 50 ml Amaretto

• 3 Stck. Eier Größe M

• 85 g Zucker

• 300 g Mascarpone

• Löffelbiskuits

• Dunkles Kakao Pulver

Zubereitung: Tiramisú

• Den Espresso brühen und erkalten lassen und mit

dem Amaretto mischen.

• Die Eier trennen und das Eiweiß mit einer Prise

Salz zu Schnee schlagen.

• Den Zucker und die Eigelbe mit dem elektrischen

Mixer schaumig schlagen.

• Die Mascarpone unter die Eiermasse rühren und

zum Schluss das geschlagene Eiweiß in kleinen

Teilen unterheben.

• Den Boden einer Jena Form (25 cm x 16 cm) oder

einer ähnlichen Porzellanform mit den ersten

Löffelbiskuits auslegen und großzügig mit dem

Espresso-Amaretto-Gemisch tränken.

• Die Hälfte der Mascarponemasse auf die

Löffelbiskuits aufstreichen.

• Eine zweite Lage mit Löffelbiskuits schichten,

mit dem Espresso-Amaretto-Gemisch ebenfalls

tränken und mit dem Rest der Mascarponemasse

abdecken.

• Für 6 Std. im Kühlschrank abgedeckt lagern.

• Vor dem Servieren großflächig mit dem dunklen

Kakaopulver bestreuen.

Ich hoffe, Ihnen hat unsere kleine kulinarische

Rundreise rund um Italien gefallen und Sie

verspüren Spaß daran, Italiens Küche mit den

Rezepten von „Mein Leben Live“ nachzukochen.

Für weiter Infos stehe ich gerne bereit unter:

f.hermannduerselen@gmx.de

Bilder: H. Dürslen und pixabay.com

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Geschichten

Meine (Lebens)Reise

Gisela Rieger

Bild: pixabay.com

Wenn ich auf mein Leben zurückblicke, vergleiche ich dies

gern mit einer Reise im Zug. Meine Fahrkarte wurde vor

vielen Jahren von meinen Eltern gelöst, welche mich in

den ersten Lebensstationen begleitet haben. Zugestiegen

sind meine Geschwister, Freunde und etliche weitere

Mitreisende.

Es gibt viele Passagiere, die in den Zug einstiegen und mein

Leben bereichert haben und wenn sie wieder ausstiegen,

dann haben sie eine Lücke hinterlassen. Bei anderen

hingegen habe ich gar nicht wahrgenommen, dass sie

überhaupt zugestiegen sind.

Manche wollten mich von meinem Platz verdrängen und

andere setzten sich neben mich oder boten mir sogar

einen Fensterplatz an.

An manchen Stationen gab es ein freudiges Wiedersehen

oder einen schmerzlichen Abschied. Bei manchen

Aufenthalten erlebte ich angenehme Überraschungen

sowie tiefe Traurigkeit bei anderen.

Manchmal blieb der Zug auf freier Strecke stehen oder

es kam zu kleinen Unfällen. Aber ich bin immer auf

den Schienen geblieben und ich bin niemals entgleist.

An manchen Reiseabschnitten war es an der Zeit, die

Weichen neu zu stellen. Ich hatte immer die Wahl, meine

Fahrtgeschwindigkeit zu steuern oder rechtzeitig die

Notbremse zu ziehen.

Das Mysterium dieser Reise ist, dass ich nicht weiß, wann

ich an der Endstation ankommen werde. Und wenn es so

weit ist, dann möchte ich Folgendes sagen können: »Ich

habe bergeweise wertvolle Souvenirs gesammelt und

unendlich viele Glücksmomente erlebt. Die Reise war

wunderschön!«

© Aus dem Buch von Gisela Rieger: „111

Herzensweisheiten“; ISBN: 978-3-9819881-0-9

Ich wünsche dir auf deinem Weg …

• viele Passagiere, die dein Leben bereichern

• immer Liebe, Gesundheit, Erfolg und Glück im Gepäck

• an jeder Station einen Grund zum Lachen und zum Feiern

• eine traumhafte Reise ...

GUTE FAHRT

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Marktforschung

Der Geschäftsführer eines renommierten

Schuhherstellers wollte den Markt international

ausweiten. Daher wurden zwei der besten

Außendienstmitarbeiter beauftragt, in ferne Länder

zu reisen, um vor Ort die Nachfrage zu prüfen.

Tage später erhielt der Geschäftsführer zwei E-Mails

aus Südafrika:

Keine Absatzmöglichkeiten! – Viele laufen barfuß.

Beste Absatzmöglichkeiten! – Viele laufen noch

barfuß.

Nach einer Erzählung

Wenn zwei dasselbe sehen, heißt es noch lange

nicht, dass sie dieselbe Sichtweise teilen.

© Gisela Rieger; aus dem Buch: „111

Herzensweisheiten“ ISBN: 978-3-9819881-0-9

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S.Klade

Kennt das jemand, wenn Uranus

und Mars auf Venus treffen?

Der Mars ist, von der Sonne aus

gezählt, der vierte Planet im

Sonnensystem und der äußere

Nachbar der Erde. Er zählt zu

den erdähnlichen Planeten. Sein

Durchmesser ist mit knapp 6800

Kilometern etwa halb so groß

wie der der Erde, sein Volumen

beträgt gut ein Siebtel des

Erdvolumens. Wikipedia

Die Venus ist mit einer

durchschnittlichen

Sonnenentfernung von 108

Millionen Kilometern der

zweitinnerste und mit einem

Durchmesser von ca. 12.100

Kilometern der drittkleinste

Planet des Sonnensystems. Sie

zählt zu den vier erdähnlichen

Planeten, die auch terrestrische

oder Gesteinsplaneten genannt

werden. Wikipedia

Ich erläutere nun mal die

wichtigsten Planetenaspekte

eines Partnervergleiches von,

nennen wir sie mal: Tobias und

Elena.

Wow wie erotisch…. und

plötzlich (Uranus) entsteht Liebe

(Venus) auf den ersten Blick…

beide Herzen fangen Feuer (Mars

Feuerzeichen)….

…also ein Mars-Aspekt zur

Venus zeigt eine starke, erotische

Bild: pixabay.com

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Bild: pixabay.com

Anziehung beider Partner an und

im folgenden Partnervergleich

sind schöne Aspekte von Tobias

seiner Venus zu Merkur und

Venus von Elena vorhanden.

Harmonische Aspekte zwischen

Jupiter und Mars deuten auf eine

starke, beidseitige Faszination

füreinander hin und auch auf

das (anfängliche!) Verstehen,

Verständnis, den Optimismus und

die Bereitschaft, sich aufeinander

einzulassen.

Das Bedürfnis und die

Eigenschaften der Venus, also

das hübsche Aussehen, Kleidung,

Umgangsformen, Witz und

Charme dürften dabei eine Rolle

gespielt und den Geschmack

beider getroffen haben. Sie

lernten sich im Theater kennen.

Dem 5. Haus im Horoskop

werden die Bereiche Spiel und

Spekulation, Kinder, Theater,

Liebesangelegenheiten und

Kunst etc. zugeordnet und beide

haben (interessanterweise) die

meisten Planeten im 5. Haus ihres

Geburtshoroskopes stehen.

Elena faszinierte der Witz, die

Fröhlichkeit, der Schmäh und

die Intelligenz von Tobias, einem

Zwilling. Und Tobias verliebte sich

in die Schöne (Waage-Aszendent)

Elena.

Die Zurückhaltung, Sanftmütigkeit

und das geheimnisvolle Wesen

der Fischedame forderten ihn

heraus, machten den Zwilling

neugierig.

Nach nicht allzu langer Zeit, in

der Phase großer Verliebtheit,

zog man zusammen, heiratete,

bekam Kinder und alles sah

blendend aus! Die Erotik passt,

die Zuneigung passt!

Doch Vorsicht:

Beide Sonnen (diese zeigen das

jeweilige Sternzeichen an) stehen

in unterschiedlichen Zeichen:

Tobias Sonne im Zwilling und

Elenas Sonne im Fischezeichen.

Auch beide Aszendenten (AC)

stehen in unterschiedlichen

Zeichen: Tobias AC im Steinbock

und Elenas AC in der Waage.

Sein Mond steht in der Waage

und das zeigt, dass er sich zu

Waagefrauen hingezogen fühlt.

Ihr Mond steht im Steinbock

und der Mond zeigt die

Gefühle eines Menschen an.

So ist ein Steinbock-Mond eher

zurückhaltend und ein Waage-

Mond offener und leutseliger.

Und wenn da nicht im

Partnervergleich der Pluto von

Tobias im Finanzhaus (Haus 2)

von Elena stehen und einen

kritischen Winkel zu Elenas

Merkur und ihrer Venus im 5.

Haus haben würde…

Es kommt zu Streitigkeiten

wegen den Finanzen, weil Elena

durch ihren eigenen Pluto

im Finanzhaus sehr sparsam

ist, Existenzängste hat und

durch Neptun die Armut, die

Wurzellosigkeit, Verluste und

den Verzicht schon im Elternhaus

erfahren musste und Tobias durch

Jupiter im Finanzhaus keinen

Bezug zu Geldangelegenheiten

hat und zu großzügig mit Geld

umgeht, was Elena am Beginn der

Beziehung faszinierte. Tobias wirft

später Elena Geiz, Elena ihm das

101


Gegenteil vor, also dass er alles

haben muss, spielsüchtig (Haus 5)

sei, mit Geld nicht umgehen kann

und Schulden macht.

Es treten nach einiger Zeit

erhebliche Schwierigkeiten auf,

weil es an Verständnis füreinander

mangelt. Merkur steht für

die Ansichten, Meinungen,

Denkweisen, Aussprachen,

Verhandlungsgeschick, also

Kommunikation in jeder Form,

und da der Merkur von Tobias

im kritischen Aspekt zu Elenas

Merkur steht, kommt es zu

ständigen Missverständnissen und

Reibereien, weil die Ansichten

der Partner zu verschieden

sind. Der Zwillings-Merkur von

Tobias möchte sich schlau und

spitzfindig, bzw. seine Anliegen

und Ansichten auf intellektuelle,

manchmal vielleicht sogar

auch kühle oder emotionslose

Weise durchsetzen, während

Elenas Merkur sich eher auf ihr

Bauchgefühl verlässt, feinfühlig

reagiert und vielleicht auch mal

auf die Tränendrüse drückt, um

ihre Vorhaben zu erreichen. Tobias

Pluto schaltet jedoch auf stur,

bleibt hart und unzugänglich. Die

Unvereinbarkeit der Gegensätze

wird durch Misstrauen und

hinterlistige Handlungsweise

verschärft, sich auszusprechen

scheitert ständig.

Auch Streitigkeiten in Bezug

auf die Erziehungsmethoden

(5. Haus) sind Grund für

Auseinandersetzungen und

die anfängliche Erotik und das

Liebesempfinden füreinander

bleiben nach und nach auf der

Strecke.

Fragen:

Warum komme ich schicksalshaft

in so eine Beziehung?

Was hat man daraus für sich selbst

durch den Partner (ein deutscher

Astrologe nannte solche Partner:

Erfüllungsgehilfen des Schicksals)

zu erkennen und zu lernen?

Kann man vorbeugen bevor man

zusammenzieht oder kann man

Kompromisse eingehen?

Vor allem: Ist noch Liebe

vorhanden?

Mögliche Lösungen:

1) Man sollte sich, besonders

am Beginn einer Beziehung,

nicht selbst belügen und nur

das sehen, was man sehen

möchte und glauben, was

einem vorgegaukelt wird.

Meist sieht man schon vom

Beginn einer Beziehung an

die Schwachstelle des einen –

verdrängt sie jedoch.

2) Man sollte sich selbst und

seinen Selbstwert erkennen

und sich selbst zu lieben

beginnen.

3) bevor man eine Beziehung

legalisiert, sich lange genug

Zeit lassen, um auch die

Schattenseiten beider

Liebenden zu erkennen,

diese auch ehrlich zu sagen

und nicht nur das Schöne

von sich zeigen, denn früher

oder später kommt so und

so alles zum Vorschein.

Sollte man jedoch schon

vor einer Legalisierung

zusammenziehen, Finanzielles

zuerst mal trennen,

gemeinsame Pläne machen.

4) Sollte man jedoch schon im

Hafen einer Ehe gelandet

sein und gemeinsame Kinder

haben, dann sollte man,

sofern auf beiden Seiten noch

Liebe vorhanden ist, eine

Paartherapeutin bzw. einen

Paartherapeuten aufsuchen,

damit diese(r) Wege aufzeigt

und man Kompromisse

eingehen kann.

5) Sollte auch das alles

nicht helfen, dann ist es

wahrscheinlich besser, sich

voneinander, wenn möglich in

Freundschaft, schon der Kinder

wegen, zu trennen.

Das gilt nicht nur für junge

Leute, sondern auch für reifere

Menschen, wo der Verstand

aussetzt, weil das Herzgefühl/

Verliebtsein überhandnimmt.

Bei Interesse erreicht man mich

unter:

0043 650 90 11 280

In Facebook und im WhatsApp

www.facebook.com/sonja.klade

Meine Webseite: Meine

Homepage wird nach Erneuerung

nachgereicht.

Ich wünsche euch einen schönen

Frühling, bleibt und/oder werdet

gesund!

102


DER BAUM DER LIEBE

Als Großvater gestorben war,

besuchte ich wieder öfter meine

Großmutter. Häufig fand ich sie im

Garten, auf ihrer Lieblingsbank unter

einem Lindenbaum. Wie oft hatte

ich in all den Jahren die beiden dort

händchenhaltend sitzen sehen.

Als ich meiner Großmutter sagte, dass

dieser Lindenbaum der allerschönste

sei, den ich je in meinem Leben

gesehen hätte, meinte sie: „Das ist ja

auch keine gewöhnliche Linde, sondern

ein Baum der Liebe. Dein Großvater

und ich haben ihn gemeinsam zu

unserer Hochzeit gepflanzt.“

Ich nickte: „Deshalb ist er so prächtig

gewachsen.“ Die Großmutter schüttelte

den Kopf: „Der Baum wollte am Anfang

nicht richtig gedeihen. Unsere Ehe war

auch keine harmonische Beziehung.

Wir zankten viel und stritten heftig,

und nach drei Jahren überlegten wir

sogar, ob wir uns nicht lieber trennen

sollten. Zu dieser Zeit schien es, als ob

unser Hochzeitsbaum eingehen würde.

So beschlossen wir, unsere

Entscheidung von dem Bäumchen

abhängig zu machen. Sollte es sterben,

so wollten wir uns trennen. Sollte der

Baum jedoch gedeihen, so wollten

wir unserer Ehe noch eine Chance

geben. Du wirst es kaum glauben, was

dann geschah“, sagte sie mit einem

Schmunzeln.

„Immer wieder haben wir uns

gegenseitig dabei ertappt, wie wir

heimlich dem Bäumchen Wasser

gaben.“

Bild: pixabay.com

©Aus dem Buch von Gisela Rieger:

„Die Sonnenseiten des Lebens“

Geschichten, Weisheiten und Zitate

ISBN: 978-3-9819881-2-3

103


Interessengemeinschaft

Naturheilpraxis ohne Grenzen e.V.

und

Mein Leben Live (VGK Verlag)

Ein gemeinnütziger Verein, ein Zeitschriften-Verlag,

drei Magazine, ein großes Netzwerk

und eine gemeinsame Vision:

Zusammen möchten wir

Menschen in Not unterstützen.

Herausgeber Magazine Guido Kreft

NoG-Gründerin Heike Goebel

104


Gemeinsam sind wir stark –

besonders in Krisenzeiten!

Der gemeinnützige Verein

Naturheilpraxis ohne Grenzen NoG

und der VGK- Verlag arbeiten nun

zusammen, denn wir haben eine

gemeinsame Vision für die Zukunft:

Wir möchten Menschen in Not

– aktiv und dauerhaft – nun

auch gemeinsam unterstützen!

Der Verein NoG hilft Menschen

in Armut und finanzieller Not,

die sich eine naturheilkundliche

Behandlung nicht leisten können

und ist durch die Zusammenarbeit

mit den Gesundheitsämtern und der

Schulmedizin auch in der Lage, über

die naturheilkundliche Behandlung

hinaus, hilfebedürftige Mitmenschen

zu unterstützen und zu begleiten.

Der Verlag VGK möchte sich zusätzlich

für Obdachlose Menschen einsetzen

und kooperiert dazu auch mit

Institutionen, die besonders in dieser

Richtung aktiv sind.

In Zusammenarbeit mit dem Verein

NoG, erstellt der VGK Verlag ein

neues, unabhängiges Fachmagazin in

dessen Auftrag. Damit verfügen wir

gemeinsam über 3 Magazine, ein sehr

großes, soziales Netzwerk, mit vielen

angeschlossene Therapeut*innen

sowie zahlreichen prominenten

Herzmenschen, die unsere Idee

mittragen.

In dieser gemeinschaftlichen

Arbeit suchen wir Autor*innen und

Therapeutinnen, die unser Projekt

unterstützen möchten.

Wir setzen auf Solidarität und Du?

Unsere Webseiten:

https://www.mein-leben-live.de/

https://www.nog-praxen.de

Mach mit und sei dabei! – Wir freuen

uns auf Dich!

105


Kissen gefüllt mit

Liebe &

Geborgenheit

Draußen ist es kalt, du kuschelst dich unter die

warme Decke, nimmst dein Kräuterkissen und

riechst seinen Duft. Du fühlst dich rundum wohl und

geborgen.

Ich glaube, dass jeder Mensch eine tiefe Sehnsucht

verspürt, sich geborgen und aufgehoben zu fühlen.

Damit verbunden ist ein „Alles ist OK-Gefühl“. Alles

ist in Ordnung, so wie es ist. In diesem Moment fällt

der ganze Druck von dir ab, du entspannst dich und

kannst einfach nur genießen.

Mein Wunsch ist es, dir genau dieses Gefühl,

aufgehoben zu sein, in meinen Kissen zu schenken.

Alle Kissen sind mit wohltuenden Kräutern gefüllt

und sollen dich durch deinen Alltag begleiten und

bei Bedarf ein Wohlgefühl spenden.

Fühl dich aufgehoben und entspanne

106


Tue dir gut und gönne dir etwas

Wohlduftendes

Augenkissen

Der Alltag ist oft vollgestopft

mit Verpflichtungen und ganz

viel Müssen. Vielleicht fühlst du

dich an manchen Tagen wie im

Hamsterrad.

Wie gut es dann tun kann, sich

eine kleine Pause zu gönnen, kurz

abzuschalten und neue Kräfte zu

sammeln. Dabei reichen oft schon

15 Minuten aus.

Zirbenkissen

Er duftet nach Erholung und den

Wäldern Südtirols.

Das Zirbenaroma ist etwas ganz

Besonderes. Mittlerweile ist die

„Zirbe“ Königin der Alpen, wie

sie oft bezeichnet wird, in aller

Munde. „Ich habe das Gefühl, ich

liege im Wald“. Der waldig harzige

Duft der Zirbe ist zudem für seine

beruhigende und schlaffördernde

Wirkung bekannt.

Einfach an der Schnur ziehen

und den Mut-Modus aktivieren.

Dazu enthält das Mutkissen eine

besondere Mutmischung von

Thymian, Lavendel und Salbei.

Selbstliebekissen

Das Selbstliebekissen hat ein

besonderes Zauberfach, in das

du Dinge sammeln kannst. An

schlechten Tagen kannst du diese

hervorkramen und hast einen

ganzen Fundus, mit Dingen,

die dir guttun. Das können z.B.

Sprüche, Gedichte, Karten oder

Affirmationen sein.

Augenkissen

Kurz, aber dafür besonders

intensiv und schön.

Nimm dir bewusst 15 Minuten Zeit

für dich und gönne dir dabei etwas

Besonderes und Wohltuendes.

Das Augenkissen z.B. kann dir bei

einem Powernap schnell Entspannung

bringen. Einfach auflegen und

genießen. Seine Amaranth Füllung

hat eine sandartige Leichtigkeit,

die als sehr angenehm empfunden

wird. Durch den leichten Druck auf

die Augäpfel wird eine parasympathische

Wirkung ausgelöst und

Entspannung stellt sich ein. Eine

vorherige Kühlung ist besonders

wohltuend. Wenn du magst, kannst

du dir während der Entspannung

noch deine Lieblingsmusik auflegen.

Das Besondere an den Aromakissen

ist, dass sich, während du dich

entspannst, der Geruch mit dem

Entspannungsgefühl verknüpft.

Über das Geruchsgedächtnis kannst

du später immer schneller in die

Entspannung kommen.

Zirbenkissen

Meine besonderen Lieblinge

Für spezielle Anlässe gibt

es spezielle Kissen. Manche

Situationen erfordern einige Kraft

und eine besondere Energie.

Mutkissen

Brauchst du besonders

viel Mut, weil du vor einer

Herausforderung stehst, z.B. vor

deinem ersten Kindergarten- oder

Schultag? Dann erinnert dich

die Zündschnur des Mutkissens

daran, dass du selbst deinen Mut

zum Explodieren bringen kannst.

Mutkissen

Selbstliebekissen

Lernkissen

Das Lernkissen enthält Kräuter,

deren Aromen wie Rosmarin dich

beim Lernen unterstützen und

deine Konzentration verbessern

können. Dazu das Kissen einfach

in Schreibtischnähe legen und tief

einatmen.

Lernkissen

107


Erinnerungskissen

Es gibt dieses alte Hemd, das

immer noch nach Opa riecht. Die

karierte Bluse, aus der die Tochter

längst rausgewachsen ist, die

aber auf allen Schweden-Fotos

zu sehen ist. Und die schöne

Lieblingsbluse, die blöderweise

schon länger zu straff sitzt.

Stoffe, die Erinnerungen bergen

– und auf die jetzt ein zweites

Leben warten – vielleicht in

einem Erinnerungskissen.

Meine Idee:

Ich mache aus deinem

Lieblingsstoff dein persönliches

Erinnerungskissen. Gefüllt

mit deinen Erinnerungen und

Geschichten.

Lebenskissen

Wie schön wäre es, wenn dich

ein Kissen durch dein ganzes

Leben begleiten könnte? Als

„Willkommensgeschenk“ zur

Geburt oder Taufe ist das Kissen

ein sehr persönliches und

besonderes Geschenk. Dazu

kann sogar der Name aufgestickt

werden.

Bilder Nicole Borho Nicole Borho

Als Special gibt es die sieben

Karo-Dachs Krafttiere, die die

Kissen begleiten. Damit verleiht

es dem Kissen - wenn man an

die Magie der Krafttiere glauben

mag – eine besondere Energie.

Der Bär beispielsweise kann

einem den Rücken stärken, wenn

man gerade schwere Aufgaben zu

bewältigen hat. Der Dachs bringt

alles Verborgene ans Licht.

Die Füllung der Stoffe kann

individuell zusammengestellt

werden.

Recycling und Nachhaltigkeit

sind mir wichtige Anliegen

Alle Kissen werden in der

Aromakissen Werkstatt Karo-

Dachs in Angelbachtal (Kraichgau)

gefertigt. Ich designe und nähe alle

Kissen selbst. Mir ist das Thema

Nachhaltigkeit ein besonderes

Anliegen. Die Kissen sollen

möglichst lange ihren Nutzen

finden, daher haben alle Kissen

ein Inlett, das bei Bedarf neu

befüllt werden kann. Außerdem

nutze ich für die Fertigung

vorwiegend Recyclingmaterialien,

die entsprechend gereinigt sind.

So entsteht aus etwas Altem etwas

Neues durch die Zutat Kreativität.

Statt in der Kleidertonne zu

landen, wird den Stoffen Leben

eingehaucht.

Alle Kissen sind über meinen

Onlineshop erwerbbar.

Meine Homepage:

https://www.karo-dachs.de/

Onlineshop:

https://www.karo-dachs.de/Online-Shop/

108


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109


„Mein Lebens-Alphabet“

- Denkanstöße mal anders!

Spiritualität entdecken,

entwickeln, erweitern

Ralf Kellmereit

Denkanstöße mal anders

– in meinem persönlichen

Lebensalphabet!

Ein paar Gedankensplitter

zu wichtigen

Lebensthemen.

Mal philosophisch,

mal psychologisch,

mal humorvoll.

Von A bis Z – ich habe

es tatsächlich geschafft,

keinen Buchstaben

auszulassen.

A: Abenteuer

Meine Abenteuer brachten neue

Erfahrungen, Selbsterkenntnis,

Weiterentwicklung und

sinnenfrohe Erlebnisse! Traue

dich, dein eigenes Abenteuer zu

leben. Es gibt für dieses Leben

nur einen Durchgang! Mach was

draus!

B: Barfußgehen

Auf lauschigen Wiesen und

Waldpfaden. Köstliche Impulse

für Füße und Seele! Und super

effektiv für deine Gesundheit!

Probiere es mal aus und lerne

deinen Körper neu kennen.

C: Charakter

Wenn man ihn positiv entwickelt

hat …. dann hat man

ihn als wundervolle

Rückenstärkung – auch wenn

die Welt um einen herum in

Scherben zerfällt. Geld, Macht,

Besitz, Image und Ruhm, das kann

man alles verlieren. Charakter ist

wahrhaft tiefe Essenz – die bleibt!

110


D: Dankbarkeit

Der Schöpfung gegenüber. Sie

ermöglicht uns, mit dem Potential

von Körper, Geist und Seele unser

Bestes zu geben. Dankbarkeit

unseren Familien, Freunden und

Bekannten gegenüber. Wenn

sie gut zu uns sind – für ihre

Unterstützung.

Wenn sie negativ zu uns sind

– dass wir durch sie in unsere

innere Kraft finden.

E: Empathie

Entwickle sie, stärke sie – und alle

deine Beziehungen werden sich

verbessern. Und da kein Mensch

wirklich alleine stehen kann (wir

sind alle abhängig voneinander)

– verbessert sich mit der Qualität

deiner Beziehungen auch dein

ganzes Leben!

F: Fehler

Habe ich eine Million gemacht.

Und im Nachhinein betrachtet:

jeder war „richtig“. Jeden

habe ich „gebraucht“, um

weiterzukommen in meiner

persönlichen Entwicklung. Wenn

du also nicht genug Fehler

machst – trau dich, mehr zu

machen

G: Gott

Umso intensiver unsere

Verbindung zur Schöpfung wird

(völlig egal, welchen Namen ich

ihr gebe), umso mehr Gnade

kann durch uns wirken. Umso

mehr Heilung bringen wir in die

Welt.

H: Hannover

Meine Heimatstadt. Von

außen eine oft unterschätzte

Stadt, dabei sehr schön und

liebenswürdig. Und dieses

viele Grün überall – die vielen

Stadtparks und Wälder,

wundervoll! Es ist sehr schön,

wenn man sich „verbunden“

fühlt. Das muss keine Stadt sein,

darf es aber. Bei mir passt mein

inneres zu meinem äußeren

Heimatgefühl. Wo bist du zu

Hause?

I: „Innere Stimme“

Ich selbst habe früher gefühlt

"eine Million Mal" nicht

auf meine innere Stimme

gehört – und musste dann die

Konsequenzen tragen. Und die

Erfahrung machen, dass mich

das Leben mit seinen Lektionen

da abholte, wo ich gestanden

habe. Was mich wiederum da

hingebracht hat, wo ich heute

stehe.

Aber warum musste das

manchmal nur so wehtun?

Vielleicht brauchen wir Menschen

manchmal den Schmerz, um uns

aus der eigenen Komfortzone

zu bewegen. Egal, schmunzel ...

heute scheint die Sonne, draußen

und in meinem Herzen.

J: Judo

Judo kann uns zeigen, wie man

sich von den Schattenseiten des

Lebens nicht unterkriegen lässt:

Hinfallen – aufstehen, hinfallen –

aufstehen, hinfallen – aufstehen

...

K: Kämpfe(n)

Ja gerne. Aber ich führe nur noch

meine eigenen Kämpfe, gegen

mein eigenes kleines Ego mit all

seinen Schwächen, Fehlern und

Defiziten! Nicht mehr die Kämpfe

der anderen, die mich nichts

angehen und in die ich mich

immer wieder habe reinziehen

lassen.

L: Liebe

Das Edelste im Universum.

Wir sind alle würdig geboren,

vergessen das zumeist in der

Kindheit (man lässt es uns

vergessen …) und dann ist es

111


manchmal ein langer Weg,

zur Liebe und Selbstliebe

zurückzufinden! Wie schal und

arm ist das Leben ohne sie – wie

reich mit ihr! Gut und böse,

positiv und negativ – es ist immer

unsere Entscheidung.

M: „Macken“

Wenn du dir damit nicht

gravierend selbst im Weg

stehst – dann gebe ihnen nicht

übermäßig Bedeutung und

konzentriere dich auf deine

Stärken und Fähigkeiten. Leute,

die etwas Großes geschaffen

haben, fokussierten nicht ihre

Defizite, sondern ihre besondere

Begabung.

N: „Nein“

Manche Menschen sagen zu

oft Nein – und bringen sich

um viele neue Impulse und

Erfahrungen. Manche Menschen

sagen zu wenig Nein. Dadurch

überschreiten sie ihre eigenen

Grenzen oder lassen zu, dass es

andere tun. Finde deine Balance,

die zu dir passt!

O: wie Original

"Sei du selbst – alle anderen

gibt es schon!" So lautet ein

bekannter Spruch, den ich nur

unterschreiben möchte. Wir

sind geboren, um unser eigenes

Potential zu verwirklichen – und

nicht, um den Vorstellungen von

Regierungen, Gesellschaften,

Eltern und Lehrern zu

entsprechen. Wobei nix gegen

sinnvolle Regeln zu sagen ist,

anders kann eine Gesellschaft

nicht funktionieren. Als

Vierzigjähriger dann immer

noch den Berufsjugendlichen

abzugeben und den ewig

pubertären Rebellen zu spielen,

ist ja so was von peinlich ...

erwachsen zu werden bedeutet

nicht, zwangsläufig zum Spießer

zu mutieren, sondern seelisch

und emotional reif zu werden.

Sich im wahrsten Sinne des

Wortes persönlich zu "entwickeln".

Die eigenen Fähigkeiten

und Begabungen zu fördern,

macht auch jede Menge Spaß.

Und ab einer bestimmten

Stufe der Entwicklung ist das

persönliche Wachstum zugleich

auch Engagement an der

Gesellschaft. Über Beziehungen

und Beruf bringe ich diese

Qualitäten ja schließlich auch in

das öffentliche Leben. Das Große

baut auf dem Kleinen auf. Das,

was ich für mich positiv tue, tue

ich dann auch positiv für die

Gesellschaft. Als Original – nicht

als Kopie! Wundervoll!

P: Probleme

Wir leben in Deutschland in

einem absolut privilegierten

Land – trotz aller berechtigten

Kritik an gesellschaftlichen und

politischen Gegebenheiten. Wir

haben keine Vulkanausbrüche,

Erdbeben, Dürrekatastrophen

oder Überschwemmungen,

die alles kaputt reißen, wie

anderswo auf der Welt. Für die

Menschen dort „fällt das vom

Himmel“, ohne dass sie in der

Verantwortung oder Macht

stehen, das zu verhindern oder

zu ändern. Unsere „Probleme“

sind „soziale Probleme“, mit der

Riesenchance, sie anzupacken

und zu lösen. Das gilt für unsere

großen und kleinen Systeme bis

zum innerpsychischen System.

Also: packen wir es an !!!

Q: Qi Gong

Eine wundervolle

Bewegungsmeditation. Sanft und

doch effizient. Entspannend und

stärkend zugleich. Möchte ich

nicht mehr missen in meinem

Leben. Hat mir auch geholfen,

einen schweren Muskelriss in

der Schulter auszukurieren.

Ich kombiniere in meinem

Training östliche Methoden mit

westlichen Methoden, die sich

beide vom Ansatz her wundervoll

ergänzen (ähnlich wie unsere

Schulmedizin und TCM).

Beide zusammen wirken

wahrhaft ganzheitlich. Schaue

einem Baum nur auf die Wurzel

und du siehst ihn nicht. Schaue

ihm nur auf die Zweige und du

112


siehst ihn auch nicht. Probiere es

mal aus – und dein Körper und

Geist werden jubilieren :-))

R: Rauchen

Wenn ich eine Zeitmaschine hätte,

würde ich rückgängig machen,

dass ich mit dem Rauchen

angefangen habe. Ich stehe ja zu

Fehlern … aber so etwas Sinnloses

anzufangen, oje! Man zahlt

anderen Leuten Geld dafür, dass

sie einen vergiften! Mit vierzig

Jahren habe ich endgültig die

Kurve gekriegt, weil ich so eine

negative Angewohnheit nicht mit

in die zweite Lebenshälfte nehmen

wollte. War nicht ganz leicht, mit

dem Abgewöhnen – lohnt aber!

S: Schokolade

Kluge Wissenschaftler sagen, in

Schokolade ist keine Liebe drin

enthalten! Meine Seele sagt was

anderes.

und so muss ich an dieser Stelle

eine alte Erkenntnis zitieren: „Da

Kakao auf Bäumen wächst, ist

Schokolade doch irgendwie auch

Obst“!

Wir waren ja mit dem

Vorbuchstaben schon beim

Sündigen. Rauchen aufhören,

o.k.! Aber Schokolade – never.

T: Tod

Früher dachte ich mal, wenn man

tot ist, ist man so absolut tot, das

man gar nicht merkt, das man

tot ist. Jetzt glaube ich an ein

Weiterexistieren der Seele. Aber

das wird unfassbar anders sein

als unser Leben hier auf Erden.

Da wir den Aufenthalt im Geist-

Kontinuum wohl für ziemlich

lange Zeit genießen können

und ich Gott einfach positiv

konnotiere, dass er oder sie sich

was dabei gedacht hat, uns in

diese Raum-Zeit-Geschichte hier

zu werfen … glaube ich jetzt,

dass wir diese materielle

Schöpfung mit allen Sinnen

genießen sollten.

Ich schreibe das nicht nur,

ich lebe das auch, lach …

wahrscheinlich kommt daher

meine Resilienz. Meine Negativ-

Erfahrungen würden für mehrere

Alkoholikerleben ausreichen.

Mein Rezept: Ich liebe die

Schöpfung :-)) Ein sehr starkes

Anti-Depressiva!

U: Unterbewusstsein

Von vielen Menschen völlig

unterschätzt oder manchmal

auch überschätzt. Wir können

die geheimen Programme und

Glaubenssätze in unserem

Unterbewusstsein fortwährend

transzendieren: durch Reflexion

und Selbstreflexion, durch

Meditation und Kontemplation,

durch das Nachspüren im

Herzen – eine aufregende Reise

in unsere Innenwelt. Viel zu

viele Menschen sind nur mit

ihren Erfahrungen und Reisen im

Außen beschäftigt – und kennen

sich selbst nicht. Die Reise nach

Innen kann mehr Mut benötigen

als eine Reise in den wildesten

Dschungel.

V: Vertrauen

In meinen jungen, wilden Jahren

habe ich das Vertrauen von

Menschen gebrochen. Später,

nach Reifung und Entwicklung,

113


wurde mir dasselbe von anderen

Menschen angetan. Beides ist

nicht schön. Das erste machte

mir Schuldgefühle, das zweite ein

gebrochenes Herz. Beim ersten

musste ich lernen, andere für

mein Verhalten um Verzeihung

zu bitten und dann mir selbst

dafür zu verzeihen. Beim

zweiten musste ich lernen, bei

Menschen besser hinzuschauen

und einen gesunden Selbstschutz

zu entwickeln. Letztendlich hat

mich beides in meine innere Kraft

gebracht. Ich danke allen dafür!

W: Wald

So unendlich wichtig für das

Leben auf der Erde. So bedeutsam

für die Seele. Ohne Bäume …

wäre ich schon längst seelisch

verhungert :-) Wenn du dich

schlecht fühlst, geh in den Wald …

die beste Therapie der Welt!

X: X-mal

... mich selbst in den

Allerwertesten getreten – bis ich

es geschafft habe, verschiedene

negative Angewohnheiten

aufzugeben. Und hey – das Leben

macht „trotzdem“ noch Spaß!

Überprüfe von Zeit zu Zeit deine

Angewohnheiten und Alltags-

Rituale. Sind sie wirklich noch

sinnvoll, passen sie noch aktuell in

dein Leben? Oder schleppst du sie

nur aus Gedankenlosigkeit noch

mit?

Y:

Da fällt mir echt nix Sinnvolles

ein. Doch, jetzt: Betrachte das

Aussehen des Buchstaben: sieht

aus wie eine Wegkreuzung.

Oh ja, an Wegkreuzungen

stand ich oft in meinem

Leben. Manchmal richtig und

manchmal falsch entschieden

– aber Umwege erhöhen die

Ortskenntnis, sagt man!

Z: Ziele

Wenn man nicht irgendwo ankommen

möchte, sondern da wo man

hin will, dann braucht es eben Ziele.

Man kann sie träumen, planen,

überprüfen, verwerfen, nochmals

neu planen, wieder in die Tonne

treten …

Um authentisch zu werden, kann

es auch einfach mal notwendig

sein, die Richtung zu ändern.

Es heißt „Menschen ändern sich

nicht“ – zum Glück ist das nicht

meine Erfahrung. Ich habe mich

sehr verändert, weil ich mich getraut

habe, auch mal die Richtung

zu ändern. Von Zeit zu Zeit lohnt

die Überprüfung, ob die Ziele noch

passen – oder einer sinnvollen

persönlichen Weiterentwicklung

im Wege stehen.

114


Das hier ist mein Alphabet. Ich

freue mich darauf, etwas von

dir zu erfahren. Schickst du mir

deins?

Viele liebe Grüße von Ralf

Kellmereit

Wenn dir dieser Artikel gefallen

hat, kannst du ihn auch auf

YouTube als Video anschauen.

A B

C

Bilder: pixabay.com

HERZLICH WILLKOMMEN AUF MEINEM BLOG

Hallo liebe Leute,

herzlich willkommen auf meinem Blog. Ich bin hauptberuflich

im Sozialen Bereich beschäftigt und "nebenbei" als Blogger und

YouTuber tätig. Mich interessiert alles, was mit Natur, Psychologie,

Gesundheit, Spiritualität und persönlicher Entwicklung zu tun hat.

Kurz – alles was irgendwie hilfreich und wohltuend für Menschen ist

:-)

Das sind auch die Themen meiner Videos und Artikel. Fühl dich

herzlich eingeladen, da ein bisschen zu stöbern (unten die Info,

wo du mich überall findest). Ich wünsche dir ganz viel Spaß und

Inspiration!

Viele liebe Grüße von Ralf

Wenn Du mehr erfahren und lesen möchtest:

Meine Website (mit wundervollen Weisheitsgeschichten!):

http://kellmereit.simplesite.com/

Meine Netzwerke: Facebook und Pinterest

Kontakt: heart-and-spirit@t-online.de

115


BUCHVORSTELLUNG

Fauststarker Herzschlag

Über die Tücken des Teenagerlebens, die Kraft der Freundschaft

und den Mut, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen

Dr. Thomas Hartl und Sohn Lukas

erfolgreichen Büchern für

Erwachsene ist »Fauststarker

Herzschlag« sein erstes

Jugendbuch und von seinem

Sohn Lukas inspiriert. Mehr Infos

zum Autor unter

www.thomas-hartl.at

Die Illustratorin

Mirjam Zels arbeitet als

selbstständige Illustratorin in

Hamburg und ist Preisträgerin der

»Serafina«

Ein Buch, das unter die Haut

geht. Einfühlsam und mit

einer großen Portion Humor

schreibt Thomas Hartl über die

Verwicklungen eines Teenagers,

die Wechselfälle des Lebens,

die Kraft der Freundschaft und

den Mut, die Dinge selbst in die

Hand zu nehmen. Die stillen

Helden sind zwei Jungs, die

darum kämpfen, dass die Welt

um sie herum wieder ins Lot

gerät. Sie schwingen sich zu

einem „magischen Duo“ auf, das

Grenzen überschreitet, um das

Richtige zu tun.

Inhalt

Wenn Luke seine Fäuste ballt

und sie in den Boxsack treibt,

kann er alles vergessen. Dann

fühlt er sich frei und unbesiegbar.

Denn Luke hat es nicht leicht.

Seine Mutter liegt im Koma,

sein Vater kapituliert vor den

Problemen des Alltags und das

Leben droht aus den Fugen zu

geraten. Doch an der Seite seines

besten Freundes Ali kämpft Luke

unerschrocken um die Würde

seiner Familie, um Ehre und

Gerechtigkeit und nicht zuletzt

um die Rückkehr seiner Mutter.

Fazit: Thomas Hartl erzählt die

Geschichte aus der Perspektive

des 14-jährigen Luke – frech,

direkt, tiefsinnig und auch

voll Humor. Das Buch ist für

Jugendliche und für Erwachsene

gleichermaßen ein packendes

und emotionales Leseabenteuer.

Der Autor

Dr. Thomas Hartl ist Schriftsteller

und Büchercoach, wobei

er anderen Menschen hilft,

sich den Traum vom eigenen

Buch zu erfüllen. Nach vielen

Das Buch

Thomas Hartl (Text) Mirjam Zels

(Illustration)

Fauststarker Herzschlag

Hardcover mit Halbleinen

Umfang: 160 Seiten

ISBN: 978-3-942795-98-2

Preis: 22 € (D)/22,70 € (A)

116


Schloss Borbeck (Essen)

117


Feng Shui – Teil 6

Das (Home)Office

– Arbeit, die dich erfüllt & glücklich macht

© von Andrea Docter-Haslach – diehausflüsterin.com

Das Arbeiten von Zuhause

ist für viele von uns im

letzten Jahr zu einer

Normalität geworden,

zumindest wenn keine

zwingende Anwesenheit

am Arbeitsplatz

notwendig war.

Viele sehen es auch als großen Vorteil

an, von Zuhause zu arbeiten.

Denn in einem schönen Arbeitsumfeld

geht vieles leichter von der

Hand.

Oft arbeitet man Zuhause konzentrierter,

ist kreativer und weniger

abgelenkt.

Am besten ist es natürlich, wenn

dein Home-Office einen festen Ort

hat.

Wenn das nicht der Fall ist, achte

darauf, dass es eine möglichst klare

Trennung von Arbeit und Privatleben

gibt.

Raumteiler sind hier eine gute

Alternative oder du räumst deinen

Arbeitsplatz jedes Mal nach getaner

Arbeit frei.

Denn wenn dein Esszimmertisch als

dein Büro dient und voll mit Arbeit

liegt, hast du ganz klar das Gefühl

rund um die Uhr erreichbar zu sein.

Da fällt Entspannen und Regenerieren

schwer.

Photo by Arnel Hasanovic on Unsplash

118


Geeignete Räume für dein Home

Office

Im Feng-Shui gehört ein Arbeitszimmer

in eine Yang angeregte

Himmelsrichtung. Yang steht für

das männliche Prinzip, Aktivität

und Produktivität.

Daher eignen sich ganz besonders

alle Räume im Südosten, Süden

und Osten als Arbeitszimmer.

Eher ungünstig hingegen ist ein

Arbeitsplatz im Schlafzimmer. Dieser

Raum strahlt mehr Yin Energie

aus. Diese sorgt dafür, dass du

nachts zur Ruhe kommst, dich

regenerierst. Diese Qualität passt

einfach nicht zur Arbeitsenergie

und beim Blick aufs Bett bekommst

du leicht andere Impulse

als kreativ zu sein. Das kann auch

verwirren.

Ein Arbeitsplatz unter Treppen

und Dachschrägen oder in einem

Raum ohne Fenster kann ebenfalls

für deine Produktivität hinderlich

sein und erdrückend wirken.

Was auch immer du wählst, achte

auf viel Ordnung und Sauberkeit.

Räume regelmäßig auf und verlasse

einen ordentlichen Schreibtisch.

Das ermöglicht dir am

nächsten Tag einen frischen Start.

Um frei und motiviert arbeiten zu

können, ist es notwendig, dass der

Schreibtisch eine möglichst große

Arbeitsfläche hat. Nach der Lehre

des Feng-Shui fördern viel Platz,

Klarheit in Formen und Farben

deine Kreativität.

Je weniger Ablenkung du hast, um

so produktiver kannst du dich auf

das fokussieren, was du zu tun

hast.

Photo by Ben Kolde on Unsplash

Das sorgt für Stabilität und

Sicherheit. Dadurch fühlst du

dich beschützt und behältst

gleichzeitig einen guten Überblick

über den Raum.

Sollte dies nicht möglich sein,

kannst du dir einen solchen

Rückenschutz schaffen, z.B. mit

einem geschlossenen stabilen

Bücherregal, einem Raumteiler

oder eine große Pflanze, die du

hinter dir aufstellst.

Die Pflanze verbindet dich so

gleichzeitig auch mit der Natur

und schafft durch ihre reinigende

Wirkung ein angenehmes

Raumklima. Dadurch wird

die positive Energie im Raum

gehalten.

Vermeide den Blick auf eine

Wand. Das kann deinen freien

Gedankenfluss blockieren, denn

es wirkt wie das sprichwörtliche

‚Brett vorm Kopf‘. Außerdem

Photo by Huseyn Kamaladdin from Pexels

Photo by Alexa Williams

on Unsplash

ist dein Rücken ungeschützt,

was oftmals als unangenehm

empfunden wird, denn du kannst

nicht sehen, was hinter dir

passiert.

Sicher kennst du das. Auch in

anderen Räumen sitzen oder

stehen wir lieber am Rand und

so, dass wir das Geschehen

überblicken können.

Vor einem Fenster zu sitzen

mit Blick nach draußen kann

deine Konzentration stören und

dich leicht ablenken, da deine

Gedanken abschweifen und sich

nach draußen verlieren.

Halte die Mitte deines Raumes

offen und frei. Dort kann sich

die Raumenergie sammeln und

frei zirkulieren. Du kannst diesen

Mittelpunkt noch extra betonen

z.B. durch einen runden Teppich,

ein schönes Deko-Objekt oder

eine Lampe.

Die starke Sitzposition –

‚Command Position‘

Idealerweise stellst du deinen

Schreibtisch in die Kraftposition.

Bei der ‚Command Position‘

sitzt du mit einer festen Wand

im Rücken mit Blick zur Tür und

angenehmer Aussicht.

119


Auswahl und Einrichtung

Umgib dich am Schreibtisch nur

mit Dingen, die dich unterstützen

und an denen du gerade

arbeitest.

Papierstapel oder unerledigte

Dinge verstaust du besser in

einem praktischen Ablagesystem.

Das hilft dir, eins nach dem

anderen zu bearbeiten und

gibt dir das gute Gefühl, etwas

geschafft zu haben.

Stelle Gegenstände auf, die für

dich Erfolg, Stabilität, Wohlstand

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und deine Vision darstellen und

bringe dadurch diese Energie in

den Raum. Sie erhöhen deine

Motivation am Arbeitsplatz.

Vermeide jedoch spitze oder

scharfe Gegenstände, vor allem

wenn sie in deine Richtung

zeigen.

Für die Farben in einem Home

Office empfehle ich eine oder

zwei reduzierte Farben als Basis

und den Einsatz von kräftigeren

Farben als Highlights oder

Akzente. Wichtig ist auch hier: Es

muss dir gefallen und zu deinen

Räumen passen und ganz auf

deine Wünsche und Bedürfnisse

abstimmt sein.

Papierkram

Natürlich werden sich am

Arbeitsplatz mit der Zeit

Unterlagen, Schriftstück,

Ausdrucke oder ähnliche Papiere

ansammeln. Dennoch solltest

du regelmäßig dafür sorgen,

dass du diese Papierberge vom

Schreibtisch entfernst, denn

diese Stapel verhindern den Fluss

positiver Energie und sorgen für

eine Stagnation, was sich auf

deine Arbeitsleistung auswirkt.

Wenn du einen großen

Rückstand bei deinen

Papierangelegenheiten hast,

dann fange immer bei den

aktuellen Sachen an mit der

Bearbeitung. Das macht es dir

leichter und du kommst schneller

voran.

Schaffe dir ein neues, einfaches

System für alle Dinge an, die

täglich bei dir eingehen und das

für dich funktioniert. Weiter

kannst du dann jeden Tag ein

wenig von deinem Rückstand

abarbeiten, bis du wieder ganz

up-to-date bist.

Entsorge daher so viel wie

möglich und verwende ein

cleveres Ablagesystem und einen

gut durchdachten Stauraum,

indem du alle notwendigen

Requisiten griffbereit, aber nicht

unbedingt sichtbar verstauen

kannst. Ordner und Mappen sind

immer noch eine hervorragende

Lösung, denn manche Unterlagen

müssen als Original vorliegen.

Du kannst dir auch überlegen,

auf ein digitales Ablagesystem

umzustellen, deine Unterlagen

zu scannen und in die

entsprechenden Files abzulegen,

wo du sie leicht zurückfinden

kannst. Somit schaffst du auch

gleichzeitig weiter Freiraum für

dich, denn die ständige Suche

nach Unterlagen kostet viel Zeit

und Energie.

Mit deinem E-Mail-Postfach

verhält es sich ähnlich.

"Entmülle" es ebenfalls

regelmäßig.

Entscheidend ist, dass du

deinen persönlichen Arbeitsstil

und ein Ablagesystem findest,

damit du dein Büro in einem

organisierten, aufgeräumten

Zustand halten kannst. Natürlich

wird es immer wieder Zeiten

geben, wo die Zettelwirtschaft

grösser ist, aber mit der richtigen

Einstellung, Strukturierung und

Ausrichtung deines Büro's auf

Erfolg und Glück wird dies immer

überschaubarer.

Wie schon Kurt Tucholsky sagte:

"Die Basis einer gesunden

Ordnung ist ein großer

Papierkorb."

Extra Tipps für deinen

produktiven Kraftort

• Nutze einen geschlossenen

Stauraum für die Aktenordner,

Fachbücher oder das

Büromaterial und vermeide

offene Regale. Regale wirken

120


immer unaufgeräumt und

schaffen so Unruhe. Alles

weggeräumt, wirkt der Raum

gleich viel weniger stressig.

• Stelle regelmäßig einen Strauß

frischer Blumen an deinen

Arbeitsplatz. So hast du ohne

viel Aufwand bereits mehrere

der 5 Elemente um dich: Die

Vase (Erde), die Blumen (Holz)

und das Wasser. Wenn du eine

rote und weiße Blume für den

Strauß wählst, dann sind Feuer

und Metall ebenfalls präsent.

Probiere es einfach aus, welches

der Elemente dich besonders

anspricht und welches dich

bereichert durch mehr Ideen,

bessere Konzentrationsfähigkeit

und Tatkraft.

• Umgebe dich am Schreibtisch

nur mit Dingen, die dich

unterstützen und an denen du

gerade arbeitest. Alles andere

verstaue, bis du es bearbeiten

willst. So fängst du nicht zu viele

Dinge auf einmal an und kannst

eine Sache in Ruhe beenden.

Das gibt dir schließlich das

gute Gefühl, etwas geschafft zu

haben.

• Entsorge oder ersetze alles,

was kaputt ist, wie z.B. Stifte,

die nicht mehr schreiben und

schaue auch, dass sonst alles

einwandfrei funktioniert.

• Halte Durchgänge und Türen

frei von Hindernissen, damit das

Chi – die Lebensenergie – gut

fließen kann.

• Vermeide Uhren oder Kalender

an der Wand. Ansonsten hast

du ständig im Blick, wie die

Zeit vergeht und du setzt dich

unnötig unter Druck.

Nun ab ins Home Office und

zu Arbeit, die dich erfüllt und

glücklich macht …

Erschaffe dir Räume, die dir

gut tun für ein Leben und ein

Zuhause, das du aus ganzem

Herzen liebst.

Photo by Alexa Williams on Unsplash

Andrea Docter-Haslach ist

leidenschaftliche Feng Shui

Raumexpertin + Home Energy-

Coach für äußere und innere

Ordnung und Klarheit, besser

bekannt als „Die Hausflüsterin“.

Ihr Motto lautet: Räum dich

glücklich und frei!

Schaffe Raum für dein bestes

Leben – innen wie außen.

In ihren Kursen, Seminaren

und Beratungen unterstützt sie

Menschen dabei, Altes auflösen

und Neues zu manifestieren

- ohne Angst, das Falsche

loszulassen und es später zu

bereuen.

Andrea zeigt in einfachen

Schritten wie du mentalen und

physischen Ballast einfach loslässt

und wie durch Einbeziehung

von Feng Shui neue Impulse in

einem Zuhause gesetzt werden

können. Dies bereichert nicht nur

die Räume, sondern auch das

Leben selbst und es wird somit

noch schöner, freudvoller und

sinnerfüllter.

Andrea lebt mit ihrem Mann

& Hund Mooney in den

Niederlanden.

https://diehausfluesterin.com

Kontakt:

andrea@bright-delight.com

Bilder https://unsplash.com/ und

https://www.pexels.com/de-de/

121


Homestaging

Auch im Sommer wohltemperiert wohnen?

Von Dipl. Ing. Ferdinand Brejcha

Die Wintersonne, die

durchs Fenster scheint,

sorgt für Wohlbefinden und

Heizkostenersparnis. Einige

Monate später eine gänzlich

andere Situation. Dieselbe Sonne

heizt die Räume unbarmherzig

auf und die Klimaanlage läuft

auf Hochtouren, der Stromzähler

auch. Die Ersparnis des Winters

verflüchtigt sich rasch.

Aber wir sind dieser Situation

nicht ausgeliefert. Die Lösung ist

uralt und heißt Sonnenschutz.

Während die Möglichkeiten für

unsere Vorfahren beschränkt

waren, stehen uns heute

viele ausgereifte Systeme zur

Verfügung.

Der oberste Grundsatz ist:

Außenliegend ist besser als

innenliegend. Auch wenn es

viele nicht wahrhaben wollen,

physikalische Grundsätze lassen

sich nicht überlisten. Was ist

der grundlegende Unterschied?

Glas hat bezüglich langwelliger

Wärmestrahlung eine relativ

hohe Hemmwirkung. Kurzwellige

Strahlung kann jedoch das Glas

passieren.

Befindet sich der Sonnenschutz

außen vor dem Glas, so treffen

die Sonnenstrahlen zunächst

auf diesen. Die Strahlen werden

zum Teil absorbiert und der

vorhandene Sonnenschutz heizt

sich auf. Die dabei entstehenden

langwelligen Infrarotstrahlen sind

somit vor der Verglasung und

können diese nicht passieren. Die

restliche Strahlung wird entweder

durchgelassen oder reflektiert.

Liegt der Sonnenschutz

innen, dann verhält es sich

prinzipiell genauso, nur mit

dem Unterschied, dass die

Wärmestrahlen hinter der

Verglasung – also im Innenraum

– entstehen und diese nicht mehr

nach außen passieren können.

Dieses physikalische Prinzip

lässt sich nicht umgehen, man

nennt es auch Wärmefalle oder

Treibhauseffekt.

Innenliegender Sonnenschutz

erfüllt daher in erster Linie

die Funktion als Sicht und

Blendschutz!

Außenliegender Sonnenschutz

verändert das Erscheinungsbild

des Gebäudes. Um eine positive

Foto: Fa. Schmidt Norm

Veränderung zu bewirken,

stehen verschiedene Systeme zur

Auswahl. Die meisten können

auch nachträglich angebracht

werden und tragen damit zur

Steigerung des Wohnwertes bei.

Fensterläden

Eine der ältesten und dennoch

wirkungsvollsten Systeme sind

Fensterläden. Diese werden

in verschiedenen Formen aus

Holz oder Alu gefertigt und

mittels Drehbeschlägen außen

am Fenster angebracht. Neben

der Sonnenschutzfunktion

haben diese Fensterläden

einen gewissen Einbruchschutz

vorzuweisen. Wenn genug

Platz vorhanden ist, können

Fensterläden auch nachträglich

angebracht werden.

122


Die moderne Version des

klassischen Fensterladens ist der

Schiebe- und Faltschiebeladen.

Mit ihm können, in der moderne

Architektur, neben Funktionalität

vor allem starkes und

zeitgemäßes Design abgedeckt

werden. Breite Glasfronten

werden zuverlässig und dabei

optisch ansprechend beschattet.

Textile Beschattung:

Ausnahmen bilden Jalousien

oder Rollos, die in den

Scheibenzwischenraum

von Isolierverglasungen

integriert sind. Mit speziellen

Beschichtungen ausgestattet,

reflektieren sie die auftreffenden

Sonnenstrahlen und reduzieren

so den solaren Eintrag ins

Gebäude. Auch für innenliegende

Rollos gibt es spezielle

Sonnenschutzbeschichtungen.

Außen

Außenliegende

Sonnenschutztextilien sind

diesbezüglich effizienter,

denn sie schützen vor Licht,

vor Wärme und sofern

entsprechend ausgerüstet auch

vor Insekten. Um Sonne, Wind

und Regen im Außenbereich

entsprechend standzuhalten,

sollten die Gewebe lichtecht,

wasserabweisend und reißfest

sein.

Mit einer Senkrechtmarkise,

Fenstermarkise bzw. einem

Außenrollo wird eine

Fensteröffnung mit einem

aufrollbaren Textilgewebe gegen

Sonnen- und Lichtstrahlen

geschützt. Der Stoff wird

außenseitig parallel zur

Wandfläche montiert. Je nach

System haben Fenstermarkisen

seitliche Führungsschienen,

welche die Windstabilität

verbessern. Fenstermarkisen

haben den Vorteil gegenüber

Außenraffstores oder Rollläden

eines geringeren Platzbedarfs im

aufgerollten Zustand.

Foto: Fa. Valetta Fassadenmarkise

Foto: Fa. Valetta ISP

Innen

Innenliegender Sonnenschutz

hat den Vorteil, dass er nicht

der Witterung ausgesetzt ist.

Die angebotenen Systeme sind

relativ kostengünstig, flexibel

und einfach zu montieren. Sie

sind für waagerechte, senkrechte

und geneigte Fensterflächen

geeignet. Der Farben- und

Formenvielfalt sind keine

Grenzen gesetzt. Ob Plissee-

Rollos, die Vorhänge ersetzen

können, Doppelrollos, Faltrollos

oder Designerstücke, die Auswahl

hat in den letzten Jahren gewaltig

zugenommen. Eine Beeinflussung

des Fassadenbildes findet nicht

statt. Die Lage im Rauminneren

wirkt sich hinsichtlich des

Wärmeschutzes nachteilig aus.

Trotz der Verschattung gelangt

ein Großteil der Wärme nach

innen.

123


Rollläden

Foto: Fa. Valetta

Tageslichtrolladen

Ein Rollladen ist ein

zusätzlicher Abschluss eines

Fensters oder einer Fenstertür.

Er besteht aus gelenkig

verbundenen Stäben, dem

Rollpanzer. Dieser ist außen

aufrollbar und wird in seitlichen

Schienen geführt. Der Rollpanzer

kann je nach Anforderung aus

Holz, Kunststoff, Alu oder Stahl

bestehen.

Rollläden können

unterschiedliche Anforderungen

erfüllen. Neben den optischen

Auswirkungen stehen oft auch

funktionale Gründe bei der

Entscheidung für Rollläden im

Vordergrund.

Sommerlicher Wärmeschutz

Durch Absenken des Rollladens

wird der Innenbereich vor dem

Aufheizen geschützt. Helle und

reflektierende Oberflächen

haben den Vorteil, dass sich der

Rollpanzer weniger erwärmt.

Geöffnete Schlitze können

eine Hinterlüftung bewirken.

Der Innenraum wird jedoch

durch den klassischen Rollladen

verdunkelt. Um diesem Manko

Abhilfe zu schaffen, wurden

Tageslichtrollläden entwickelt.

Durch eine spezielle Geometrie

regulieren sie die Menge des

einfallenden Lichtes bis hin zur

Abdunkelung.

Winterlicher Wärmeschutz

Foto: Fa. Valetta

Unterputzrolladen

Ein dicht schließender

Rollladen bewirkt durch die

zusätzliche Luftschicht und dem

Wärmedurchlasswiderstand des

Rollladens eine Verminderung

des Wärmeverlustes.

Wetterschutz

Rollläden sind ein guter

Witterungsschutz. Direkte

Sonneneinstrahlung und die

Schädigung der Fenster durch

Witterungseinflüsse werden

verhindert.

Einbruchschutz

Rollläden können auch

eine wichtige Funktion als

Einbruchschutz übernehmen.

Raffstore:

Raffstore sind bewegliche

Sonnenschutzsysteme, die

in ihrer Form den Jalousien

ähnlich sehen. Die Ausführung

ist jedoch größer und stabiler.

Damit können sie den

Witterungsbelastungen durch

Regen, Wind, Schnee und

Hagel standhalten. Sie bieten

einen guten Sonnenschutz

können durch ihre beweglichen

Lamellen den Lichteinfall

bis zur fast vollständigen

Verdunkelung steuern. Durch

die Montage vor der Verglasung

wird eine ausgezeichnete

Sonnenschutzleistung erreicht.

Raffstores bieten guten

Wärme- und Sichtschutz und

die gleichzeitige Möglichkeit der

Tageslichtnutzung. Ein weiterer

Vorteil ist die gute Steuerbarkeit

des Lichteinfalls. Die Bedienung

ist einfach und kann manuell oder

elektrisch erfolgen. Raffstores

sind sehr witterungsbeständig

und damit langlebig.

Bedienung:

Die Sonnenschutzanlagen können

sowohl manuell (Kurbel, Seilzug,

etc.) oder elektrisch betrieben

werden. Solarmodule und

Batterien ermöglichen einen

elektrischen Antrieb, ohne auf

das Stromnetz angewiesen zu

sein. Über Sonnensensoren ist

Foto: Fa. Haidl

124


auch die automatische Steuerung

möglich, bis hin zur Bedienung

am Handy über eine App.

Zukunft:

Neben der Weiterentwicklung

der bestehenden Systeme wird

an vielen neuen Ideen gearbeitet.

Spezielle Gläser sollen durch

steuerbare Abdunkelung die

Räume vor Sonnenlicht schützen.

Das Fenster als Energiequelle ist

ebenfalls angedacht. Solarzellen

sollen in das Glas eingebracht

werden und jedes Fenster in ein

kleines Kraftwerk verwandeln.

Welche Ideen sich letztlich

durchsetzen werden, wird die

Zukunft weisen.

Resümee:

Lass die Sommersonne in

dein Herz, aber nicht in deine

Wohnung!

Helle Fenster am Arbeitsplatz

oder in der Wohnung sind

nützlich und angenehm.

Aber nur dann, wenn aus der

Sonnenwärme nicht Hitze wird

und wenn das helle Sonnenlicht

nicht blendet.

Rollläden, Raffstores, Jalousien

und Fensterläden aus Aluminium

– unser vielseitiges Programm

lässt Licht und Schatten in

den verschiedensten Formen

entstehen. Viele Farb- und

Gestaltungsvariationen lassen

neugierige Blicke vergessen.

Neben intelligenten Lösungen

für Raumatmosphäre und

Raumklima bieten Rollladen,

Raffstoren und Textilscreens mehr

Sicherheit und Energieeffizienz

für Ihr Haus und werden auch

ästhetischen Ansprüchen gerecht.

Grundsätzlich ist ein außen

liegender Sonnenschutz einem

innen liegenden vorzuziehen. Das

hat vor allem bauphysikalische

Gründe: Der nicht sichtbare

Anteil aus dem gesamten

Spektrum der Sonnenstrahlen

(Wellenlängen ca. 800 nm bis

2.500 nm) beträgt ca. 50 Prozent.

Man nennt diese Strahlen

auch nahes Infrarot. Für diese

Strahlen ist normales Fensterglas

relativ gut durchlässig. Haben

die Strahlen das Fenster erst

einmal passiert, werden sie

von im Raum befindlichen

Oberflächen absorbiert und

dann umgewandelt in Form

von Wärmestrahlung wieder

abgegeben (auch fernes

Infrarot genannt, in einem

Wellenlängenbereich von 5.000

nm bis 50.000 nm). Für diese

langwelligen Strahlen ist Glas

aber nahezu undurchlässig. Die

Strahlen werden dann entweder

in der Verglasung absorbiert oder

in das Rauminnere reflektiert.

Sie können jedenfalls nicht

ungehindert ins Freie zurück.

Diesen Effekt nennt man

Wärmefalle oder Treibhauseffekt.

Befindet sich der Sonnenschutz

vor der Verglasung – also

außen liegend –, so treffen die

Sonnenstrahlen zunächst auf

diesen Sonnenschutz, werden

zum Teil absorbiert und heizen

diesen auf. Die restliche Strahlung

wird entweder durchgelassen

oder reflektiert. Die langwelligen

Infrarotstrahlen, die der

Sonnenschutz dann abgibt,

entstehen vor der Verglasung und

können diese nicht passieren.

Liegt der Sonnenschutz innen,

dann verhält er sich prinzipiell

genauso wie ein außen liegender,

nur mit dem Unterschied, dass

die Wärmestrahlen hinter der

Verglasung entstehen und diese

nicht mehr nach außen passieren

können. Dieser physikalische

Effekt lässt sich nicht umgehen.

Die Tatsache, dass ein außen

liegender einem innen liegenden

Sonnenschutz in Bezug auf die

unerwünschte Steigerung der

Raumtemperatur überlegen

ist, gilt als lang bekannt und ist

unumstritten. Ebenso eindeutig

ist die Tatsache, dass der

sogenannte Treibhauseffekt

diese Vorgänge verursacht und

die Stärke des Treibhauseffektes

auch in Abhängigkeit von der

Verglasungsart steht. Deshalb

sollte ein weiterer Aspekt

der Planung je nach der Lage

des Sonnenschutzes auch die

Wahl der dazu passenden

Verglasungsart sein.

Sollten in einem Bauvorhaben

wirtschaftliche Engpässe

entstehen, ist der innen

liegende Sonnenschutz meist

kostengünstiger umzusetzen als

sein außen liegendes Pendant.

Außerdem gibt es klimatische

Bedingungen etwa in sehr

windreichen Regionen oder in

sonnenarmen Ländern.

Foto pixabay.com

125


Eine wunderbare

Blütenpracht

erlebten wir dann

bei Peter Maier in

seinem

Floradies!

Peter Maier

https://www.floradies.at/

126


„Nach der tristen Winterzeit erwacht die Natur zu neuem Leben

und erscheint in vielen bunten Farben. Die ersten Sonnenstrahlen

des Frühlings „küssen“ die Pflanzen wach.

127


Mit einem liebevoll gebundenen Strauß lässt sich

der Frühling in jede Wohnung holen.

Der Duft und die Farben erhellen unseren Alltag und

unser Gemüt.

Damit man in seinen eigenen vier Wänden lange

Freude mit Schnittblumen hat, sollte man folgende

Tipps beachten:

Frühlingsstrauß mit Tulpen und gelben Narzissen

(Osterglocken)

Zitrusduft ist vitalisierend für Körper und Geist und

ruft positive Emotionen und Erinnerungen hervor.

Die milden Temperaturen lassen alles wachsen und blühen!

Der betörende Duft und die bunte Farbenpracht der Blüten locken nicht

nur die Insekten in den Garten.

Auch wir Menschen schöpfen neue Energie aus den ersten warmen

Sonnenstrahlen und lassen uns vom Frühlingserwachen der Natur

inspirieren. Wir werden ins Freie gelockt, um auch selbst etwas Neues

zu pflanzen und wachsen zu lassen.“

In der Wohnung brauchen Zitruspflanzen viel

Wasser, da die Luft oft sehr trocken ist. Wichtig

ist beim Gießen, dass sich keine Staunässe in den

Übertöpfen oder Untersetzern sammelt. Während

der Heizsaison sollten die Blätter täglich mit

Wasser besprüht werden, um der Lufttrockenheit

entgegenzuwirken. Wer viele wohlduftende und

wohlschmeckende Früchte haben will, muss

regelmäßig düngen. Dafür bitte unbedingt spezielle

Zitrusdünger verwenden, da diese den erhöhten

„Eisen-Bedarf“ der Pflanzen abdecken.

Am besten stellt man die Pflanzen auf sogenannte

Pflanzroller. So sind sie leicht zu bewegen und

helfen beim Reinigen. Zudem ermöglichen sie, die

Pflanzen hin und wieder etwas zu drehen, damit alle

Blätter Licht bekommen und sich nicht einseitig in

Richtung Sonne beugen.

Hier fühlt sich Sabina von einem Spathiphyllum

angezogen.

Diese Pflanze wird auch Friedenslilie genannt.

Ihr wird eine spirituell reinigende Wirkung

zugeschrieben. Sie wächst auch in dunklen Ecken

und erhellt mit ihren weißen Blüten die Düsterkeit.

Besonders empfohlen wird die Friedenslilie auch für

Schlafzimmer und Büros.

Vasen immer sauber halten.

Ein wahres Paradies das Floradies!

Im Fachhandel bekommt man oft ein Tütchen

Frischhalte-Mittel für die Vase. Dieses in lauwarmes

Wasser einrühren und die Schnittblumen darin

einwässern.

Schöner hätten wir unsere

Frühlingsgefühle nicht ausdrücken

können. Herr Maier hatte für uns auch

noch ein paar wertvolle Tipps für

schöne Pflanzen und Blumen:

Es hilft, die Blumen mit Nähstoffen zu versorgen,

das Wasser sauber zu halten und die Haltbarkeit zu

verlängern.“

Wir bedanken uns bei unserem Fotografen Anton

Eitzinger für die stimmungsvollen Bilder!

Zitrusfrüchte in und aus der eigenen Wohnung:

Es reicht oft schon in die Nähe unserer

mediterranen Pflanzen zu kommen, um von ihrem

Duft gelockt zu werden.

128


Mit einem liebevoll

gebundenen

Strauß lässt sich

der Frühling in jede

Wohnung holen.

Der Duft und die

Farben erhellen

unseren Alltag und

unser Gemüt.

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Damit man in seinen

eigenen vier Wänden

lange Freude mit

Schnittblumen hat,

sollte man folgende

Tipps beachten:

Vasen immer sauber

halten.

Im Fachhandel

bekommt man

oft ein Tütchen

Frischhalte-Mittel für

die Vase. Dieses in

lauwarmes Wasser

einrühren und die

Schnittblumen darin

einwässern.

Es hilft, die Blumen

mit Nähstoffen

zu versorgen, das

Wasser sauber

zu halten und die

Haltbarkeit zu

verlängern.“

Frühlingsstrauß mit Tulpen

und gelben Narzissen (Osterglocken)

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Zitrusfrüchte in und aus der eigenen

Wohnung:

Es reicht oft schon in die Nähe unserer

mediterranen Pflanzen zu kommen, um

von ihrem Duft gelockt zu werden.

Zitrusduft ist vitalisierend für Körper und

Geist und ruft positive Emotionen und

Erinnerungen hervor.

In der Wohnung brauchen Zitruspflanzen

viel Wasser, da die Luft oft sehr trocken

ist. Wichtig ist beim Gießen, dass sich

keine Staunässe in den Übertöpfen oder

Untersetzern sammelt. Während der

Heizsaison sollten die Blätter täglich

mit Wasser besprüht werden, um der

Lufttrockenheit entgegenzuwirken.

Wer viele wohlduftende und

wohlschmeckende Früchte haben

will, muss regelmäßig düngen. Dafür

bitte unbedingt spezielle Zitrusdünger

verwenden, da diese den erhöhten

„Eisen-Bedarf“ der Pflanzen abdecken.

Am besten stellt man die Pflanzen auf

sogenannte Pflanzroller. So sind sie leicht

zu bewegen und helfen beim Reinigen.

Zudem ermöglichen sie, die Pflanzen hin

und wieder etwas zu drehen, damit alle

Blätter Licht bekommen und sich nicht

einseitig in Richtung Sonne beugen.

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Hier fühlt sich Sabina von einem Spathiphyllum angezogen.

Diese Pflanze wird auch Friedenslilie genannt. Ihr wird eine spirituell

reinigende Wirkung zugeschrieben. Sie wächst auch in dunklen Ecken und

erhellt mit ihren weißen Blüten die Düsterkeit.

Besonders empfohlen wird die Friedenslilie auch für Schlafzimmer und Büros.

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Ein wahres Paradies das

Floradies!

Wir bedanken uns bei unserem Fotografen Anton Eitzinger für die stimmungsvollen Bilder!

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Leser

briefe

Luckas B. aus Herford schreibt:

Hallo liebes Team von Mein Leben

Live,

ich finde eure Themen allesamt

sehr interessant. Ich persönlich

interessiere mich sehr für

den Bereich Gesundheit und

Wohlbefinden und frage mich, wie

man eigentlich mitmachen kann.

Gern würde ich als sog. Gastautor

mein Glück versuchen, da ich

selber Altenpfleger bin und gern

einmal etwas über die Arbeit und

den manchmal harten Alltag in

diesem Beruf berichten möchte.

Ich möchte nun keine Romane

darüber verfassen, aber ich

denke, ein solcher Beitrag könnte

durchaus in das Magazin passen.

Über ein positives Feedback würde

ich mich freuen. Viele Grüße aus

Herford, Luckas.

Hallo Luckas,

ein spannendes Thema sprichst

du da an. Gerne würden wir

mehr über deine Arbeit erfahren

und ganz sicher, geht es den

Leser*innen ebenso. Schreib uns

doch einfach in einer E-Mail deine

Gedanken dazu oder sogar einen

kompletten Artikel zu diesem

Thema. Wir hatten in einer

früheren Ausgabe einmal einen

solchen Bericht und dieser ist

allgemein sehr gut angekommen.

Menschen, die diesen Beruf

ausüben, verdienen in unseren

Augen den größten Respekt. Auch

da werden sicher viele Leser*innen

zustimmen. Wir freuen uns auf

deinen Beitrag.

Viele Grüße Das Team

Heidemarie L. aus Bremen

schreibt:

Hallo liebes MLL-Team,

ich lese schon länger eure

Zeitschrift und finde auch

gut, dass ihr eine zusätzliche

Gesundheitszeitschrift auf den Weg

gebracht habt. Beide Ausgaben

sind klasse! In dem großen

Magazin würde ich mir allerdings

etwas über Handarbeiten

wünschen. Wäre es evtl. möglich

in Zukunft ein paar Seiten zu dieser

Kategorie einzufügen. Häkeln oder

Strickarbeiten wären sicher auch

allgemein interessant. Gern stehe

ich mit Tipps und eigenen Ideen

dafür zur Verfügung. Eigentlich

gehört so etwas doch schon

dazu, wie auch z.B. Horoskope in

jeder Zeitschrift zu finden sind.

Also, macht weiter so und ich

würde mich freuen, wenn in den

kommenden Heften auch meine

Idee Anklang finden würde.

Herzliche Grüße Heidemarie

Liebe Heidemarie,

vielen Dank für dein Lob an

unseren Magazinen und deinen

Anregungen. Gerne greifen

wir deine Idee zum Thema

handarbeiten einmal auf, können

jedoch nichts versprechen.

Wir sind generell an Ideen und

Verbesserungsvorschlägen

unserer Leser*innen interessiert,

müssen allerdings auch nach

Schwerpunkten sortieren. Sollten

allerdings weitere, in diesem

Fall sicher vermehrt Leserinnen,

Interesse an solchen Beiträgen

bekunden, werden wir uns auch

darum bemühen. So sehr wir auch

gern jeden einzelnen Wunsch

erfüllen würden, ist dies nicht

immer möglich, da dies schnell

den Rahmen eines Magazins

sprengen könnte. Wir hoffen auf

dein Verständnis, liebe Heidemarie

und dürfen hoffentlich auch weiter

mit deiner Unterstützung rechnen,

auch wenn das Thema Handarbeit

in den nächsten Ausgaben nicht zu

finden sein wird.

Viele Grüße Das Team

Mein Leben Live

Mail:

leben.live.postfach@gmail.com

Webseite:

https://mein-leben-live.de/

Gerda M. aus Frankfurt schreibt:

Sehr geehrt es Team,

ich habe über meine

Schwiegertochter von der

Zeitschrift erfahren und lese nun

auch sehr interessiert mit. Ich

persönlich bin am meisten an den

prima Rezepten interessiert, da

ich gern koche und zu besonderen

Anlässen auch meine Familie oder

Bekannte damit überrasche. Wen

könnte ich denn mal fragen, wenn

ich mit einem Rezept nicht ganz

klarkomme? Ich meine, wenn ich

nicht ganz verstanden habe, wie

die Ausführungen vom Herrn Koch

genau auszuführen sind. Ich könnte

auch über meine Schwiegertochter

eine Nachricht schreiben lassen,

wenn das auf dem Postweg heute

nicht mehr so geht. Ich grüße Sie

ganz herzlich und freue mich auf

Ihre Antwort.

Liebe Frau Gerda M.,

vielen Dank für ihr Interesse an

unserem Magazin. Bedanken

möchten wir uns natürlich auch

bei Ihrer Schwiegertochter,

durch die Sie ja letztendlich zu

unserem Magazin gefunden

haben. Auch möchten wir uns

im Namen unseres Kochs, Herrn

Dürselen, bedanken, von dem Sie

mittlerweile sicher eine Antwort

erhalten haben. Wir sind immer

bemüht, alle Nachrichten an

unsere Autor*innen weiterzuleiten.

Da unsere Magazine interaktiv

sind, gehört ein solcher Service

(Austausch) selbstverständlich

dazu. Wir wünschen auch

weiterhin viel Freude an den

Rezepten.

Viele Grüße Das Team

136


Ihr könnt schreiben, wenn Ihr rechtliche Probleme zu

bewältigen habt. Mit dabei ist nun auch der Rechtsanwalt

MANUEL EUFINGER (Deutsches Recht),

der sich nachfolgend kurz vorstellen möchte:

Liebe Leserinnen und Leser,

gerne möchte ich mich Ihnen

in diesem Rahmen als tätiger

Rechtsanwalt kurz vorstellen.

Ich bin seit 2017 bei der

Rechtsanwaltskammer Frankfurt

am Main zugelassener und

entsprechend im Rhein-Main-

Gebiet ansässiger Rechtsanwalt.

Zuvor war ich während sowie

nach der Studienzeit in der

mittelhessischen Stadt Gießen

bei diversen Professuren unter

anderem auch lehrend vor

Studenten tätig. Meine Heimat

wie auch nunmehriger Sitz der

Kanzlei liegen daher in Hessen.

Die von mir ausgeübten

kanzleiinternen

Tätigkeitsschwerpunkte belaufen

sich weitestgehend auf alle

Rechtsfragen zivilrechtlicher

Natur. Bezogen auf die aktuelle

COVID-19-Pandemie ergeben

sich daher derzeit auch

vermehrt Mandate und aktuelle

Rechtsfragen zu Reiserücktritten

und deren finanziellen Folgen

bzw.den Urlaubern drohende

Stornierungskosten vonseiten

der Reiseanbieter.

Das Thema „Corona“ und

dessen Auswirkungen wird wohl

noch einige Zeit nicht nur die

Wirtschaft und Arbeitswelt,

sondern dem einhergehend

auch die weitere Rechtspraxis

zunehmend beschäftigen.

Zu diesen, ähnlichen und/oder

weitergehenden Rechtsfragen

und Problemfeldern

zivilrechtlicher Natur stehe

ich Ihnen, liebe Leserinnen

und Leser, gerne beratend

zur Verfügung. So werde ich

gelegentlich die ein oder

andere Rechtsfrage im Rahmen

der nächsten Ausgaben des

Magazins für Sie beantworten.

Bitte beachten Sie jedoch,

dass lediglich die Gesetzesund

Rechtslage in Deutschland

dabei Berücksichtigung finden

kann.

Weitergehende Rechtsauskünfte

über anderweitige

Rechtsordnungen, insbesondere

im Hinblick auf geltendes

Recht in Österreich, können

trotz Ähnlichkeit dagegen nicht

geleistet werden.

Bei entsprechenden rechtlichen

Anliegen können Sie sich gerne

auch per Email an mich wenden.

Manuel Eufinger, Rechtsanwalt

Siemensstraße 11

63071 Offenbach a.M.

069 856073

kanzlei@zeiser.net

Aber auch zu anderen

Themenbereichen

findet Ihr ab sofort Hilfe.

Für den Bereich Psychologie

Birgit Lehner

Dipl. Psychologische Beraterin

Dipl. Sozial- und Berufspädagogin

Dipl. Kinder- und

Jugendmentaltrainerin

Bacheler of Arts in Counceling

wird Euch auf Wunsch in ihrem

Fachbereich zur Seite stehen und

gern Eure Fragen beantworten.

Sie ist auch aus einigen Beiträgen,

wie zum Beispiel Typ- u.

Stilberatung und Interviews zu

verschiedenen Themen bekannt.

Ihr könnt Fragen unter folgender

Mail-Adresse einsenden:

birgit.lehner@coaching-and-more.com

Natürlich werden Eure Fragen

vertraulich behandelt und nur auf

ausdrücklichen Wunsch veröffentlicht!

Traut Euch, sie auch in sehr

persönlichen Angelegenheiten

anzuschreiben.

Euer Team von

Mein Leben Live

137


Impressum:

Heft Nummer 06 | 2021 April – Juni

Mein Leben Live

– Entdecke die Vielfalt –

ISSN 2698-525X (Print)

Bezugsmöglichkeiten:

Exklusive Verteilerstellen und Verlag (Print)

United Kiosk - https://www.united-kiosk.de/

Im Technologiepark, 76131 Karlsruhe (Digital)

Herausgeber:

VGK-Verlag Kreft, Fontanestraße 26, 46242 Bottrop

Bankverbindung: G. Kreft

IBAN: DE31360501050002724938

BIG: SPESDE3EXXX

Mail: leben.live.postfach@gmail.com

Webseite: https://mein-leben-live.de/

Redaktion: Guido Kreft, Marcel Kreft

Bildbearbeitung/Coverdesign (Art Direktion):

Renee Rott – Dream Design – Cover and Art

Text: Guido Kreft, Susanna Csenkey, Ralf Hillmann

Anzeigen/Werbung/Marketing:

Guido Kreft, Susanna Csenkey

Gestaltung und Layout: Christoph Becker

Druck: Wir machen Druck, 71522 Backnang Deutschland

PR/Öffentlichkeitsarbeit: Marcel Kreft

Hinweise:

Autoren der Berichte und Artikel, können auch über die

Redaktion angeschrieben werden.

Für unaufgeforderte Einsendungen von Text und Bild wird

keine Haftung übernommen. Die Autoren sind für den

Inhalt ihrer Beiträge selbst verantwortlich!

Ansichten der Autoren entsprechen nicht unbedingt der

Meinung der Redaktion!

Der Verlag behält sich das Recht vor, Beiträge zu kürzen

oder zu ändern. Alle nicht exklusiven Rechte von Autoren-

Beiträgen gehen an den Verlag über, sobald diese von

der Redaktion angenommen worden sind. Diese Rechte

beinhalten uneingeschränkten Nachdruck und Nutzung

im digitalen Segment.

Wichtiger Hinweis! Die Artikel zum Thema Gesundheit

ersetzen keinen Besuch beim Arzt, Therapeuten oder

Heilpraktiker. Sie stellen nur eine mögliche Hilfe zur

Selbsthilfe dar!

Quellen-Hinweise: Bilder zu den einzelnen Artikeln

wurden von den Autoren zur Verfügung gestellt oder

sind freien Bildquellen entnommen. Für weitere

Quellenangaben bitte Hinweise am Seitenende/

Seitenrand beachten.

Texte: Autoren werden in den einzelnen Beiträgen

benannt. Redaktionelle Hinweise sind gesondert

gekennzeichnet.

2021 für den gesamten Inhalt (VGK-Verlag Kreft)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit vorheriger

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Alle Rechte vorbehalten!

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Eigentlich sollte

Mein Leben Live

bereits im Handel zu finden sein,

aber leider hat Corona uns

ein wenig ausgebremst.

Im Juli wird es dann, so hoffen

wir, endlich so weit sein.

Für die Verzögerung bitten wir

um Verständnis!

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