ERF Medien Schweiz Jahresbericht 2020

erf4medien

Jahresbericht von ERF Medien – Zahlen, Fakten und christliche Werte, die Menschen helfen, neue Perspektiven zu finden. Jahresbericht mit Jahresrechnung. Wir reden über Gott und das Leben.
Hoffnung in Krisenzeiten

ERF Medien haben noch nie ein so grosses Publikum erreicht wie im vergangenen Krisenjahr 2020. Den Menschen mitten in den grossen Herausforderungen der Pandemie Hoffnung zu vermitteln und das Vertrauen auf Gott zu stärken, ist das grosse Anliegen des Teams von ERF Medien. Es ist es der gleiche Auftrag, der uns mit unseren ERF Medien Partnern in Deutschland, Österreich und Italien sowie mit unserem internationalen Partner TWR verbindet.

“Wir berichten über Gott – un dseine Liebe zu allen Menschen. Wir berichten über die Welt, die alltäglichen und existenziellen Fragen»

Hanspeter Hugentobler
Geschäftsführer ERF Medien Schweiz

JAHRESBERICHT 2020

HOFFNUNG

IN

KRISEN-

ZEITEN

comment-


2 ı

ERF MEDIEN

«Herzlich willkommen bei ERF Medien.

Schön, dass Sie da sind!»

SERVICE-CENTER

Dieses Jahr war besonders. Besonders herausfordernd,

besonders berührend und man kann es nicht anders sagen:

besonders hart für viele Menschen.

Im März 2020 schockte eine erste Welle der Corona-Pandemie

die Welt und der erste Lockdown in der Schweiz

folgte umgehend. Unsere Mitarbeitenden wurden so gut es

ging ins Homeoffice geschickt. Was folgte, waren drei

Folgemonate Kommunikation via Teams, Zoom und Telefon.

Den Radiobetrieb konnten wir aufrechterhalten, unser

Team konnte weiterhin vor Ort moderieren.

Auch unsere FENSTER ZUM SONNTAG-Talks konnten wir

weiterhin produzieren – zum grossen Glück, denn uns

erreichten täglich unzählige Rückmeldungen, Anrufe und

E-Mails von verunsicherten, verängstigten und konsternierten

Menschen, die diese Hoffnungsschimmer dringend

benötigten.

Das Service-Center war trotz Homeoffice immer erreichbar

und die meiste Zeit vor Ort. Mit viel Einfühlungsvermögen,

Taktgefühl und Hoffnung waren sie Hafen und

Anlaufstelle für viele Menschen, die ein Wort der Ermutigung

brauchten in diesen stürmischen Zeiten, und hielten

den «Front-Betrieb» unermüdlich aufrecht.

TEAM SERVICE-CENTER

1

2

1 Susanna Balog

Kundenberaterin

Service-Center

2 Brigitte Frischknecht

Kundenberaterin

Service-Center

3 4

3 Ruth Leu

Kundenberaterin

Service-Center

4 Lukas Wyss

Lernender Kaufmann EFZ


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 3

Gute Nachricht in der Krise

MARKUS SCHAAF, PRÄSIDENT DES VORSTANDES ERF MEDIEN SCHWEIZ

Ich liebe Zitate. Manchmal passen sie, manchmal aber auch gar nicht. «Das Wort Krise setzt sich im

Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.»

Dieses Zitat vom ehemaligen amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy mag wohl stimmen.

Aber ich frage mich, ob es einem Menschen mitten in der Krise wirklich hilft.

Oft brechen Krisen unerwartet in unser Leben und reissen uns buchstäblich den Boden unter den

Füssen weg. Ich bin immer wieder neu berührt, wenn ich Geschichten von Menschen höre, die Krisen

durchleiden mussten. Solche Berichte zeigen mir, dass wir nicht alleine sind, wenn es uns schlecht geht.

Es gibt Menschen, die Ähnliches erlebt haben und die mich verstehen. Es ermutigt mich zu sehen, dass

Menschen einen Weg gefunden haben, trotz der schweren Situation ihr Leben weiterzuleben.

Wenn Menschen in Not- und Krisensituationen erleben, dass sie nicht alleine sind und wenn sie in

dunklen Zeiten Trost und Perspektive finden, dann sind das gute Nachrichten.

Für mich ist das einer der wichtigsten Gründe, weshalb es das Unternehmen ERF Medien auch nach

fast 50 Jahren noch braucht. Das ist nur möglich, weil sich Mitarbeitende von ERF Medien jeden Tag mit

viel Leidenschaft und Engagement einsetzen. All die guten Nachrichten sind aber auch nur möglich,

weil viele Menschen die Arbeit von ERF Medien mit einem finanziellen Beitrag unterstützen. Ein grosses

und herzliches DANKE! Ich freue mich, wenn wir auch weiterhin gemeinsam Ermutigung und Hoffnung

in unsere Gesellschaft tragen können. Beides braucht es dringend.

Markus Schaaf

Comment- INHALTSÜBERSICHT

4 Wort des Geschäftsführers Hanspeter Hugentobler

8 Team Marketing

10 Team TV

12 Team Radio Life Channel

16 Jahr in Zahlen

18 Team Online

20 Team Verwaltung

22 Jahresrechnung / Betriebsrechnung

24 Revisionsbericht / Impressum


4 ı

ERF MEDIEN

Hoffnung in Krisenzeiten

HANSPETER HUGENTOBLER, GESCHÄFTSFÜHRER

ERF Medien haben noch nie ein so grosses Publikum erreicht

wie im vergangenen Krisenjahr 2020. Den Menschen mitten

in den grossen Herausforderungen der Pandemie Hoffnung

zu vermitteln und das Vertrauen auf Gott zu stärken, war das

grosse Anliegen des Teams von ERF Medien.

Es ist nicht zu übersehen: Wir stecken in einer weltumspannenden

Krise, die die meisten von uns noch vor gut

einem Jahr nicht für möglich gehalten hätten. Viele Menschen

erkranken oder sterben am Corona-Virus, Unzählige

mehr leiden unter den Folgen der Lockdowns und der

übrigen Pandemie-Massnahmen; die wirtschaftlichen

Folgen und die wachsenden Staatsschulden sind noch

nicht überschaubar. Weltweit trifft die Pandemie vor allem

die Ärmsten hart. In der Schweiz sind die verschiedenen

Branchen unterschiedlich betroffen – aber uns allen

gemeinsam ist wohl die Hoffnung, dass die Krise bald ein

Ende habe.

Schwarzmaler haben in diesen Tagen Hochkonjunktur.

Eine düstere Pandemie-Prognose jagt die andere. Kaum

gibt es einen Silberstreifen am Horizont über die Impferfolge,

zerstört eine Meldung über eine neue Virusmutation

die aufkeimende Hoffnung wieder. Doch wenn wir

in unseren Gedanken immer mehr in eine dunkle Welt

düsterer Zukunftsszenarien eintauchen, verlieren wir nur

allzu rasch Hoffnung und Lebensmut. Umso wertvoller

sind Menschen, die uns mitten in der Krise zur Seite stehen,

auch unter erschwerten Bedingungen Freundschaft

leben und uns Mut zum Leben machen.

Als ERF Medien berichten wir daher besonders gerne

über gute Nachrichten – und über Menschen, die zwar die

Augen vor der schwierigen Realität nicht verschliessen,

in der wir gegenwärtig leben, aber die auch auf die hoffnungsvollen

Perspektiven aufmerksam machen.

Medien in Krisenzeiten

Der steigende Medienkonsum im letzten Jahr zeigt: Gerade

in Krisen sind Medien gefragt. Die Menschen sind isoliert,

die sozialen Kontakte mussten drastisch eingeschränkt

werden, das Leben vieler ist einsamer geworden. Medien

bringen nicht nur aktuelle Informationen in diese eingeschränkten

Lebenssituationen hinein, sondern eröffnen

ein Fenster in die Welt und bringen uns im Idealfall

auf andere Gedanken. Als ERF Medien haben wir uns im

Krisenjahr 2020 daher besonders bemüht, nicht einfach

mit dem Strom der Pandemie-Berichterstattung mitzuschwimmen,

sondern ganz bewusst positive Akzente zu

setzen und mit unseren Beiträgen und Sendungen Hoffnung

zu vermitteln und das Vertrauen auf Gott zu stärken.

Unsere Vision im Leitbild von ERF Medien bringt unseren

Auftrag auf den Punkt: «Wir berichten über Gott und

die Welt». Wir berichten über Gott – und seine Liebe zu

allen Menschen. Wir berichten über die Welt – die alltäglichen

und existenziellen Fragen. Und wir berichten über

Gott und die Welt – und wie Gott Menschen begegnet.

Dass genau diese unsere Berichterstattung «über Gott

und die Welt» einem grossen Bedürfnis entspricht,

zeigen die Rekord-Publikumszahlen der letzten Monate.


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 5

«Ich freue mich, dass wir das gleiche Anliegen haben, dass

Menschen Jesus persönlich kennenlernen dürfen. Ich bin mit ERF

Medien seit rund 50 Jahren sehr verbunden. Zurzeit haben wir einen

schwer kranken Sohn, der eine vierköpfige Familie hat. Da wird man sehr

geprüft und man weiss manchmal kaum, wie man mit dieser Situation

umgehen soll. Es kam schon oft vor, dass eine Sendung in meine Situation

gesprochen hat und mir Hoffnung gab.»

H. KELLER

ERF PLUS HÖRER UND

UNTERSTÜTZER VON

ERF MEDIEN

Wir erleben sehr viel Hoffnungsvolles

So sind nicht nur unsere Zuschauerquoten, Klickraten und

die Radio-Hördauer im Allzeit-Hoch, sondern auch die

Publikumsreaktionen schlagen alle Rekorde. Die letzten

FENSTER ZUM SONNTAG-Sendungen lösten extrem viele

Rückmeldungen aus! Auf manche Sendungen erhielten wir

zwischen 500 und 800 Reaktionen. Unser Service-Center

ist seit Wochen am Anschlag mit der Menge der zu verarbeitenden

Publikums-Rückmeldungen. Und eindrücklich

dabei ist, dass es sich dabei nicht einfach um blosse

Wettbewerbsteilnahmen handelt, sondern um buchstäblich

Hunderte von persönlichen Reaktionen, mit denen

Menschen ihr Herz öffnen, manchmal ihre Lebenssituation

offenbaren, darüber schreiben, wie ihnen die Sendung

Mut gemacht und weitergeholfen hat, wie ihnen Gott

begegnet ist. Bewegt und mit Dankbarkeit sitze ich dann

vor den unzähligen persönlichen Publikumsfeedbacks und

freue mich riesig darüber, dass wir mit unserer Medienarbeit

genau da sind und die Aufgabe tun, für die wir bestimmt

sind. Damit Menschen erstmals oder wieder neu

den lebendigen Gott entdecken, der auch in schwierigen

Zeiten zu uns sagt: «Fürchte dich nicht, denn ich stehe dir

bei; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich mache

dich stark, ich helfe dir, mit meiner siegreichen Hand beschütze

ich dich!»

Herausforderungen bei ERF Medien

Im Rückblick auf das vergangen Krisenjahr bin ich sehr

dankbar, dass wir vor grösseren Einschränkungen unserer

Arbeit verschont worden sind. Nebst der Gesundheit

unserer Mitarbeitenden war und ist es unser primäres Ziel,

in der Krise präsent zu bleiben und trotz technischer und

personeller Engpässe unseren Auftrag zu erfüllen. Mit

zahlreichen organisatorischen Massnahmen, angepassten

Personaleinsatz-Konzepten, Homeoffice mancher Mitarbeitenden

zur Ermöglichung von sicheren Arbeitsplätzen

für die im Medienhaus zwingend Tätigen, Verhandlungen

mit dem Zivilschutz gegen das Aufbieten von Mitarbeitenden,

Schutzkonzepten mit wechselnden Vorschriften und

einem starken Ausbau der IT gelang es bisher, stets ohne

Unterbruch auf Sendung zu bleiben. Alle Mitarbeitenden

konnten auf diese Weise voll weiterarbeiten, so dass wir

keine Kurzarbeit beantragen mussten. Und unser ganzes

Team hat trotz aller Herausforderungen hervorragende

Arbeit geleistet. Dankbar bin ich dabei auch meinen Ge-


6 ı

ERF MEDIEN

«Trotz ständig wechselnder Corona-Bedingungen und -Regeln überwiegt eine grosse Dankbarkeit darüber,

dass wir als Team immer auf Sendung bleiben konnten und auch vor grösseren personellen Ausfällen verschont blieben.»

KARIN KRAUER // ASSISTENTIN GL / HR-KOORDINATORIN

schäftsleitungskollegen – in zahlreichen Krisensitzungen

haben wir laufend auf die ändernden Rahmenbedingungen

reagiert und im konstruktiven Miteinander gute Lösungen

für unsere Arbeit gefunden. Auch die Führung und der

Kontakt unserer Mitarbeitenden über die verschiedenen

elektronischen Kanäle klappte gut. Aber wir alle sehnen

uns natürlich auf eine Zeit nach Corona, wo man wieder

alle Mitarbeitenden regelmässig sieht und auch unseren

Unterstützenden in Hausführungen und Veranstaltungen

begegnet.

Getragen vom Freundeskreis von ERF Medien

Finanziell geht es uns «den Umständen entsprechend»

erstaunlich gut. Die Spendeneingänge waren sogar

300'000 Franken höher als im Vorjahr. Besonders erfreulich

ist auch die Tatsache, dass uns im letzten Jahr mehr

als Tausend zusätzliche Spenderinnen und Spender unterstützten

als im Vorjahr. Dennoch haben wir im Budget

2021 Sparmassnahmen eingeplant, da wir insbesondere im

Werbebereich einen massiven Einnahmenrückgang verzeichnen.

Alles in allem erweist sich in einer Krisensituation

eine starke Spendenfinanzierung aber stabiler als die

bei den meisten anderen Medienunternehmen vorherrschende

hauptsächliche Werbefinanzierung. Allerdings ist

die gegenwärtige weltweite Krise in ihrem Ausmass ohne

Beispiel in den letzten Jahrzehnten, und es gilt zwar mutig

vorwärts zu gehen, aber gleichzeitig mit Augenmass zu

planen.

Es braucht Mut und Zuversicht

In diesem Spannungsfeld drin werde ich an eine mutmachende

Aussage des früheren Nationalrates Franz Steinegger

erinnert. Für seine verschiedenen wertvollen Einsätze

in manchen Krisensituationen - von der Bewältigung von

Unwetterkatastrophen bis zur Rettung der Landesausstellung

- erhielt er den als Kompliment gedachten Beinamen

«Katastrophen-Franz». Als er vor Jahren in einem

Radiointerview über die komplexe politische Zukunft der

Schweiz in Europa einmal gefragt wurde, wie zuversichtlich

er sei, dass es eine Lösung gebe, gab er zur Antwort:

Auch wenn er die Lösung nicht konkret sehe, sage er

immer: «Die Schweiz wird von der Vorsehung Gottes auch

noch geleitet.» – «Vorsehung» – dieser Begriff erinnert

an die Worte auf dem Rand des Fünflibers: «Dominus

providebit» – lateinisch für «Der Herr wird voraussehen /

vorsorgen / Vorsorge treffen / für uns sorgen».

Das wünsche ich uns als ERF Medien, das wünsche ich

Ihnen als unsere treuen Unterstützerinnen und Unterstützer:

Dass wir in der gegenwärtigen Krise im Rahmen unserer

Möglichkeiten immer wieder die Ärmel hochkrempeln,

Mut machen und helfen, Perspektiven zu vermitteln, dabei

aber auch bescheiden bleiben im Wissen: Wir können und

müssen nicht alles im Griff haben. Es gibt eine höhere

Instanz. Daran kann uns der Fünfliber täglich erinnern.

HANSPETER HUGENTOBLER

CEO und Geschäftsführer ERF Medien Schweiz


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 7

JETZT REINHÖREN

Geschäftsführer Hanspeter Hugentobler

zum Jahresbericht 2020.

GESCHÄFTSLEITUNG

1 Mario Dall'Oglio

Leiter Online

2 Mathias Fontana

Leiter Marketing und Fundraising

3 Hanspeter Hugentobler

Geschäftsführer / CEO

4 Hansjörg Keller

Leiter Radio Life Channel

1

2 3

5 Karin Krauer

Assistentin GL /

HR-Koordinatorin

6 Simon Leemann

Leiter Verwaltung /

Stv. Geschäftsführer

7 Rouven Waser

4

5

6

7

Leiter TV


8 ı

ERF MEDIEN

«Ein Lob an Ihre Redaktion.

Ich freue mich immer, wenn ich das Heft

aus dem Briefkasten nehme. Weiter so!

Vielen Dank für Eure Inputs.»

HENRIETTE S.

LESERIN DES

«LIFE CHANNEL MAGAZIN»

Kommunikation in stürmischen Zeiten

MATHIAS FONTANA, LEITER MARKETING UND FUNDRAISING

Wie für alle wahrscheinlich war das vergangene Jahr auch

für mich ganz anders, als erwartet. Es verlangte viel Flexibilität,

Willen, Kraft und ein Immer-wieder-Aufstehen.

Ganz schön zu sehen war der unglaubliche Zusammenhalt

der Mitarbeitenden bei ERF Medien in dem Moment des

ersten Lockdowns. Jetzt, wo es erstmals für die meisten

von uns ins Homeoffice ging, hat bei keinem die Motivation

zum Arbeiten gefehlt. Jeder wusste, was zu tun ist,

jeder trug die Vision im Herzen und brannte, wofür er

arbeitet: Besonders jetzt war es wichtig, den Menschen

hoffnungsvolle Inhalte und Botschaften zu senden.

Lockdown, Homeoffice, Social Distancing

Das technische Aufrüsten von Programmen und Hardware,

die virtuelle Treffen und effiziente Kommunikation

ermöglichen, musste blitzschnell bei allen Mitarbeitern

erfolgen, um unsere Funktionen aufrecht erhalten zu

können. Ebenso rasch waren wir als Marketing-Team

aufgegleist und unterwegs mit regelmässigen kurzen

Update-Sitzungen. Das Team auf diese Distanz zusammenzuhalten

war anfänglich eine grosse Herausforderung

für mich. Es brauchte mehr Absprachen, Planung und

virtuelle Sitzungen, weil man sich «nicht mal eben» und

spontan treffen konnte.

Überrascht vom Team-Geist

Jede und jeder Mitarbeitende hat für sich festgestellt, dass

es keine «Sonder-Motivation» braucht, um die Arbeit zu

machen. Die Motivation ist absolut da, egal von wo aus

man seine Aufgaben wahrnimmt. Unsere Mitarbeitenden

sind leidenschaftlich, und alle haben das gleiche Ziel. So

kann man sie beruhigt ins Homeoffice schicken und weiss,

dass sie genauso feurig weiterarbeiten an ihren Projekten.

Es besteht ein grosses gegenseitiges Vertrauen. Das zu

sehen und zu merken war für mich eine besondere Freude.

Wenn der persönliche Kontakt ausbleibt

Was im letzten Jahr auf der Strecke blieb, war das Zwischenmenschliche.

Spontaner Austausch, sich freuen über

die Erfolge und Geschichten der anderen oder sich bei

guten Ideen gegenseitig anfeuern blieb mehr oder weniger

aus. Natürlich haben wir versucht, dem Raum zu geben,

aber virtuell ist es nicht das Gleiche. Auch Events, Medienhaus-Führungen,

Jubiläen und Feiern unserer Mitarbeitenden

fielen aus. Die Vorstellung, vielleicht doch noch

alles nachzuholen, hilft uns da ein wenig.

Gutes behalten, auf Besseres hoffen

Wir haben - notgedrungen - grosse technische Schritte

gemacht, die uns weiterbringen im Miteinander der Teams

und in der Kommunikation. Wir können neu problemlos

ortsunabhängig arbeiten, was der einen oder anderen

Tätigkeit guttut. Für redaktionelle und konzeptionelle

Arbeiten kann sich ins ruhigere Homeoffice zurückgezogen

werden, und doch ist man jederzeit für Dringendes

erreichbar. Ich kann mir gut vorstellen, auch in Zukunft

ab und zu daheim zu arbeiten und dabei ein Mittagessen

mit der Familie zu geniessen. Sicher geht es einigen unserer

Mitarbeitenden ähnlich.

Unsere Freunde sind wahre Freunde!

Wir haben sehr viel Solidarität und Rückhalt erfahren von

unseren Freunden - unseren Spenderinnen und Spendern.

Das hat mich extrem gefreut und macht mich sehr dankbar.

Ganz praktisch haben wir das an den Spenden gemerkt,

die nicht einfach ausgeblieben sind in der Unsicherheit,

sondern uns weiterhin treu anvertraut wurden.

Die grosse Solidarität erlebten wir auch im direkten Austausch

via Video-Calls, Telefonanrufen und E-Mails. Die

Leute fragten sich, was ist jetzt wichtig? Und viele haben

uns geschrieben, dass sie besonders in dieser Zeit dazu

beitragen möchten, dass Funken der Hoffnung in die

Herzen der Menschen gesendet werden können.


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 9

«Die sehr grosse Solidarität der Spenderinnen und Spender war überwältigend. Ich habe mehr als zuvor dieses starke Interesse gespürt,

die beste Nachricht der Welt in die Schweiz hinauszutragen. Unsere Arbeit wurde schon immer geschätzt und unterstützt, aber

in diesem Jahr empfand ich es noch intensiver als je zuvor.»

MIRJAM KNÖPFLI // KUNDENBERATERIN WERBUNG / SPONSORING, FUNDRAISING MANAGERIN

«Uns erreichten viele Feedbacks unserer Leserinnen und Leser. Das ‹Life Channel Magazin› wurde besonders im Jahr 2020 zu einem

Hoffnungsanker im Sturm. Es enthielt Inspiration von Autoren, die wirklich etwas zu sagen haben, und spendete Trost und Zuversicht

in einer schwierigen Zeit.»

MARNIE HUX-EBERMANN // MANAGERIN FUNDRAISING UND REDAKTORIN

TEAM MARKETING &

FUNDRAISING

Christoph Hegner

Ihr seid grosse Mutmacher, danke für den Einsatz

und Gottes Segen, lg Christoph Hegner und Freundin

Deby Friedlin

Brigitte Schmid

Ihr seid Mutmacher Danke

Felix Bachmann

Danke eu für die guet Unterhaltig!

1 Elena Fiorenza

Digital Marketing Managerin

2 Mathias Fontana

Leiter Marketing / Fundraising

3 Marnie Hux-Ebermann

Fundraising Managerin / Redaktorin

4 Mirjam Knöpfli

Kundenberaterin Werbung /

Sponsoring, Fundraising Managerin

1

2 3

5 Andi Meier

Projektmanager Event

6 Heidi Pauli

Kundenberaterin Marketing

Weitere Teammitglieder

Susanna Balog

Kundenberaterin Service-Center

Brigitte Frischknecht

Kundenberaterin Service-Center

Ruedi Josuran

Moderator / Referent

Ruth Leu

Kundenberaterin Service-Center

Anja Lauwiner

Multimedia-Praktikantin

4 5 6

Michèl Willen

Multimedia-Praktikant


10 ı

ERF MEDIEN

«Wir haben den Beitrag über Ramona Lüthi mit grossem Interesse

angeschaut und finden die Form einer Aktualisierung und Rückschau

ein lebendiges Stilmittel. Gut gefragt auch von Ruedi Josuran, und vor

allem der Wandel im Glauben der Eltern und Ramona ist eindrücklich –

auch für langjährige Christen.»

MARCUS S.

TELEFONISCHE RÜCKMELDUNG EINES

BEGEISTERTEN FENSTER ZUM

SONNTAG-FANS

«Mutmacher-Fernsehen» produzieren –

besonders in der Krise

ROUVEN WASER, LEITER TV

Anfang März, als plötzlich wegen des Lockdowns und «Stay

at home» keine Treffen mehr möglich waren und sich grosse

Unsicherheit wegen des Coronavirus verbreitete, waren wir

allesamt erst mal ratlos. Wir dachten, jetzt müssten wir viele

Wiederholungen einplanen. Gott sei Dank konnten wir, zwar

mit strengen Auflagen, weitere Sendungen planen und drehen.

Auch das Schweizer Fernsehen SRF liess durchblicken,

dass sie froh wären, wenn es besonders jetzt weiterginge mit

dem Mutmacher-Fernsehen.

Und es ging weiter

Wir agierten neu aus dem Homeoffice, und es brauchte

auch bezüglich unserer Gäste eine hohe Flexibilität: Sendungen

wurden verschoben wegen Corona-Erkrankungen

(Jana Highholder, deren Sendung wir dann aber im Herbst

drehen und ausstrahlen konnten) oder abgesagt, weil die

Gäste aus dem Ausland kamen und anschliessende Quarantäne

angesagt gewesen wäre (Familie Oppliger aus

Israel für die Sendung «Auswanderer-Familie kämpft

gegen Menschenhandel»). Durchführen konnten wir

stattdessen die Sendung «Der Schuldensanierer» in einer

Zeit, in der sich bei den Menschen bereits die ersten Existenzängste

aufgrund der Pandemie bemerkbar machten.

Auch die Eishockey-Sendung «Hockey im Kopf» konnten

wir drehen, wenn auch erst verspätet im Herbst. Als Alternative

konnten wir dann im Frühling eine aktuelle Sendung

zum Thema «Viren, Ängste und Chancen» mit dem

Psychiater Hans-Rudolf Pfeifer einschieben.

Anders als gewohnt

Wir waren dankbar, dass wir weiterarbeiten konnten,

wenn auch unter herausfordernden Bedingungen. Die

Lokalitäten mussten neu gross genug sein, um den nötigen

Abstand von zwei Metern einzuhalten. Das Mittagessen

haben wir jeweils kommen lassen durch ein Catering der

Region. Im Sommer kam dann ein wenig Entspannung,

weil wir viel draussen drehen konnten - immer noch mit

dem geforderten Schutzkonzept, sprich Masken, Abstand,

Anzahl Personen im Auto usw. Beim Dreh der Sendung mit

Heinz Julen in einer abgeschiedenen Hütte in Zermatt

fühlte es sich sogar einmal ganz kurz so an, als gäbe es

Corona nicht. Ausser am Drehtag selbst machten wir alles

online – sogar den Schnitt! Der Cutter hatte uns einen

Remote-Zugriff erstellt, und wir konnten schauen, wo und

wie er die Szenen schneidet.

25 Jahre FENSTER ZUM SONNTAG

Seit 25 Jahren produzieren wir die Sendung «FENSTER

ZUM SONNTAG». Ein Grund zu feiern! Das taten wir

auch, obwohl das geplante Fest nicht stattfinden konnte

in diesem Jahr. Unsere Freude zum Jubiläum zeigten wir

mit und in der Jubiläumssendung «Teenie-Mama wird

erwachsen» und «25 Jahre auf Sendung, was auch der

Zukunftsforscher nicht vorhersah». In einem Podiumsgespräch

blickten die Programmleiter Mike Bischoff und

Rouven Waser, die Moderatorin Aline Baumann und der

Moderator Ruedi Josuran auf die Highlights aus 25 Jahren

FENSTER ZUM SONNTAG. Im Radio Life Channel konnten

wir zudem mit Ruedi Josuran und ehemaligen Moderatoren

wie Verena Birchler, Martin Fischer, René Meier und vielen

weiteren Gesprächspartnern eintauchen in die Anfänge

und die Geschichte vom FENSTER ZUM SONNTAG.

Rückblickend war das Jahr 2020 sehr aufregend und geprägt

von Unsicherheit, doch das TV-Team hat grossartige

Arbeit geleistet. Trotz Zusatzaufwand und vermehrtem

Stress sind wunderbare Sendungen entstanden, und dafür

bin ich sehr dankbar. Insgesamt wurde FENSTER ZUM

SONNTAG im Jahr 2020 über 3,1 Mio. Mal gesehen und

erreichte mit den samstäglichen Erstausstrahlungen auf

SRF 1 um 16.40 Uhr einen erfreulich guten Marktanteil von

7,6 Prozent. Das Jahr 2020 war diesbezüglich ein absolutes

Rekordjahr und auch SRF hat sich positiv geäussert und

sich gefreut, dass wir das Mutmacher-Fernsehen besonders

in der Krise weitergeführt haben.


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 11

«Musik bedeutet mir sehr viel. Sie bringt mich in Bewegung, regt mich an, entspannt mich, bringt mich in Berührung mit inneren Bildern,

mit mir und mit Gott. Das vergangene Jahr war für mich trotz aller Herausforderungen ein Jahr voller Musik. Der erste Dreh nach meiner

Nierentumor-OP war bei Roland Grossenbacher, der in einer alten Stickerei seinen Lebenstraum verwirklicht hat: das Rock- & Pop-Museum

Niederbüren. Dann gab es einen unvergesslichen Abend mit dem TV-Team am Türlersee und dem Autor und Songwriter Arne Kopfermann.

Er sagte: «Ich habe mich entschieden, meiner Trauer in die Augen zu sehen und sie nicht zu unterdrücken.» Die Geschichte des

Verlustes seiner Tochter ging nicht nur mir unter die Haut. Und da war noch die Weihnachtssendung mit Peter Reber, einer Musik-Legende

aus der Schweiz, der mit seiner Frau mitten im Atlantik in einen Hurrikan und in Lebensgefahr geriet – doch sie erlebten ein Weihnachtswunder.

Geschichten, die das Leben schreibt. Oder schreibt sie doch ein uns unendlich liebender Gott?»

RUEDI JOSURAN // TV-MODERATOR

«Ein absolutes Highlight war für mich, als zum ersten Mal ein Radiobeitrag von mir über den Sender ging und als ich bei der Live-Produktion

des Videoformats ‹Music Loft› mithelfen konnte. Auch unter erschwerten Bedingungen haben alle Teams versucht, positiv zu bleiben

und das beste aus der Situation zu machen.»

MICHÈL WILLEN // MULTIMEDIA-PRAKTIKANT

TEAM TV

1 Matthias Hauser

TV-Redaktor

2 Ruedi Josuran

Moderator / Referent

3 Anja Lauwiner

Multimedia-Praktikantin

4 Jan Lobsiger

TV-Redaktor

1

2 3

5 Daniel Meister

TV-Redaktor

6 Rouven Waser

Leiter TV

Weitere Teammitglieder

4

5

6

Stephanie Hegglin

TV-Assistentin

Nathanael Kägi

Multimedia-Producer

Michèl Willen

Multimedia-Praktikant


12 ı

ERF MEDIEN

micropho

«Die Botschaft auf Radio Life Channel über die

Samaritanerin zum Thema ‹Lebendiges Wasser› hat mir

bewusst gemacht, Gott sieht jeden, gerade auch in der momentanen

Situation. Er sieht uns nicht nur, sondern er geht

uns entgegen, macht unseretwegen sogar Umwege!»

MONIKA H.

EINE HÖRERIN VON RADIO LIFE

CHANNEL

«Wenn nun viele Menschen zuhause bleiben

müssen, so kann das Radio (und natürlich auch das

Fernsehen) zu einem noch wichtigeren Medium werden, so zusätzlich

viele Menschen mit der Guten Nachricht erreichen und virenfrei mit Wort

und Musik trösten. Wie gut, dass es ERF Medien gibt und sich Menschen wie

Sie dafür einsetzen, Gottes Wort in alle Haushalte zu verbreiten und Hoffnung

zu säen. Diese Aufgabe ist wichtiger denn je. Ich wünsche Ihnen und dem ganzen

ERF Team in dieser ausserordentlichen Zeit gute Gesundheit und Gottes

reichen Segen.»

RADIO

«Herzlichen Dank! Ich könnte nicht mehr

sein ohne Radio Life Channel. Alles Gute und

Gottes Segen für Ihr Team!»

NELLY T.

AUS PFÄFFIKON

CHRISTOPH H.

UNTERSTÜTZER UND SPENDER

VON ERF MEDIEN


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 13

Radio Life Channel –

auf Sendung, egal was passiert

HANSJÖRG KELLER, LEITER RADIO LIFE CHANNEL

Die rund 21'000 Hörerinnen und Hörer von Radio Life Channel

suchten mehr nach unseren hoffnungsvollen Beiträgen

als in den Jahren zuvor. Sehen können wir das an der um

44 Prozent angestiegenen Anzahl Hörminuten im Jahr 2020

gegenüber dem Vorjahr.

uns jedoch nicht davon ab, viele hoffnungsvolle positive

Beiträge zu kreieren, um unsere Hörerinnen und Hörer

aufmunternd durch ihren Alltag zu begleiten. Die Pandemie

musste thematisiert werden, uns war es aber wichtig,

dass wir nicht vor ihr einknicken.

Dieses Jahr, in dem die Menschen durch die Gefahr des

Coronavirus vermehrt zuhause und in Isolation verbrachten,

gewann das Radio wieder an Bedeutung. Während die

Zahl der Hörerinnen und Hörer nicht stieg, erhöhte sich

doch die durchschnittliche Dauer, in der die Leute unsere

hoffnungsvollen Beiträge und die positive Musik hörten.

Auch unser Spotify-Account und die -Playlists haben an

Hörerinnen und Hörern zugelegt.

Corona hält die Welt und die Radiosender in Atem

Es gab eine Flut von Informationen, neuen Regelungen,

ständiges Fiebern, ob nun der Lockdown kommt und

andererseits freute man sich, als im Sommer Lockerungen

in Sicht waren. All das hielt auch uns auf Trab. Der vielgeliebte

kreative Austausch im Team fehlte, weil aufgrund

der Corona-Massnahmen nicht mehr alle Mitarbeitenden

gleichzeitig anwesend sein durften. Flexibilität wurde

gefordert und war auch an anderen Orten verlangt, so

konnten viele Talks nur noch online stattfinden. Das hielt

Feiern mitten im Sturm

Im Jahr 2020 feierten wir voller Freude das 15-jährige

Jubiläum von Radio Life Channel. Grund genug, um schon

im Spätsommer und bis im Jubiläumsmonat unzählige

Rückblicke, Beiträge, Themen und Gespräche zum Jubiläum

und zur Geschichte von Radio Life Channel zu produzieren.

Damit versetzten wir unsere Hörerinnen und Hörer

- wie auch uns selbst – in eine Welt voller Erinnerungen.

Wir hörten viele Stimmen von Freunden, ehemaligen

Mitarbeitenden und auch Rückmeldungen und Dank aus

dem Publikum. Uns erreichten Feedbacks von Menschen,

die durch unsere Arbeit berührt und verändert worden

sind. Dass hat auch uns tief bewegt, vor allem, wenn man

sich vor Augen hält, dass Radio Life Channel ein spendenfinanzierter

Sender ist. Dass wir seit 15 Jahren senden

können, löst grosse Emotionen aus, und ist für uns jedes

Jahr wieder ein neues Wunder und mit grossem Dank

verbunden.


14 ı

ERF MEDIEN

TEAM RADIO

1 Michelle Boss

Leiterin Moderation

2 Pascal Haller

Moderator

3 Sandrine Hegglin

Moderatorin

4 Georg Hoffmann

Stv. Leiter Redaktion

5 Hansjörg Keller

Leiter Radio Life Channel

6 Tabea Kobel

Stv. Leiterin Moderation

7 Jonathan Merz

Redaktor

8 Simon Müller

Head of Music / Stv. Leiter

Radio Life Channel

9 Regina Posthumus

Redaktorin

10 Daniel Rehfeld

Leiter Redaktion

11 Michèl Willen

Multimedia-Praktikant

Weitere Teammitglieder

Patrick Forster

Stv. Head of Music

Evelyne Gutknecht

Moderatorin

Nathanael Kägi

Multimedia-Producer

Zippora Nater

Assistentin Radio Life Channel

Anja Lauwiner

Multimedia-Praktikantin

1

2 3 4

5

6

7

8

9

10 11


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 15

desktop

«Life Channel ist für mich ein Fixpunkt in meinem Leben,

in den ich immer wieder reinklicke und -höre und so von Menschen

erfahre, die mich überraschen, ermutigen, manchmal auch

ärgern; immer aber zum Denken anregen! Und ich höre von Gott, mit

dem ich schon einige Jahre unterwegs bin und den ich durch eure

Sendungen immer wieder anders kennen lerne.»

JUDITH F.

BESUCHERIN LIFECHANNEL.CH, HÖRERIN

RADIO LIFE CHANNEL UND

LESERIN DES MAGAZINS

«Ich höre regelmässig Radio Life

Channel und bin sehr dankbar

für diese Inhalte und das christliche Radio

in der Schweiz

MONIKA P.

HÖRERIN RADIO LIFE

CHANNEL

«Die grosse Aufgabe kam am Anfang des Jahres, als Radio Life Channel Personal-Kürzungen ins Haus standen. Unser unglaublich

positives, tatkräftiges, energetisches und professionelles Team hat aber im Jahr 2020 an Drive zugelegt und sich

entgegen allen Herausforderungen gegenseitig zu Höchstleitungen gebracht. Ich bin Fan von unserem Radio-Team!»

SIMON MÜLLER // HEAD OF MUSIC / STV. LEITER RADIO LIFE CHANNEL

«Für mich war und ist die soziale Distanz die grösste Herausforderung. Auch das Auswärts-Essen oder Kaffee-Trinken fehlt

mir. Ich genoss es aber auch während des ersten Lockdowns, einmal keine Termine zu haben, mich ganz auf meine WG-

Freunde zu konzentrieren und die bestehenden Freundschaften zu vertiefen.»

TABEA KOBEL // STV. LEITERIN MODERATION

«2020 – ein Jahr voller Tiefen und Höhen: Ich durfte mein Mutter-Kind-Singen im Thurgau nicht mehr ausführen, und

auch meine Arbeit im Stundenlohn in einer Integrationsklasse wurde unsicher. Das Stelleninserat von Radio Life Channel

entdeckte ich, als ich wegen Corona nicht wusste, wie es weiter gehen sollte. Zu meiner grossen Freude bin ich nun seit

letztem Sommer Teil des Radio Life Channel-Teams. Am meisten mochte ich im vergangenen Jahr die Geschichten, die eher

am Rande liefen: Projekte, die aus dem Boden gestampft wurden, emotionale Gesänge auf Balkonen oder Weihnachtsfeiern

draussen am Feuer im Schnee. Bewusst positive und hoffnungsvolle Geschichten hervorzuheben hat mir sehr gutgetan, und

ich hoffe unseren Hörerinnen und Hörern auch.»

REGINA POSTHUMUS // REDAKTORIN


16 ı

ERF MEDIEN

Ein besonderes Jahr in Zahlen

RADIO

Radio Life Channel sendete im Jahr 2020 als kleiner, aber

feiner Radiosender unzählige Beiträge an rund 21’000 Hörerinnen

und Hörer.

2020 ist ein Jahr, in dem die Menschen nach Hoffnung

suchten. Ein Zeichen dafür ist, dass bei Radio Life Channel

die Hördauer unserer Sendungen beim Publikum massiv

zugenommen hat. 53 Minuten hörte unser Publikum im

zweiten Semester unsere Inhalte. Im ersten Semester

waren es 37 Minuten. Das entspricht einer Steigerung von

44%. Folgende Sendungen versprühten Hoffnungsfunken

in einem herausfordernden Jahr: 1442 Nachrichten aus

Kirche und Gesellschaft, 104 Beiträge Us em Läbe, 248 mal

die Presseschau, 1571 Kurz- und Bundeshaus-Radiobeiträge,

268 Tages-Chroniken, 244 Beiträge «Us de Bible» und

156 Tipps (Beruf, Fitness, Garten, Gesundheit, Leben und

viele mehr), 148 Musikbeiträge, 255 «Schere, Stei, Papier»,

129 Talks, 56 Gottesdienste und 148 Gebete.

Pro Woche laufen bei Radio Life Channel ca. 700 unterschiedliche

Musik-Titel und die «Likes» auf unserem

allgemeinen Spotify-Profil und den einzelnen Playlists

entwickeln sich positiv. Ende 2020 hatten wir bereits 703

Follower. Am meisten gehört wurde unsere «The Chilled

Christian» Playlist. Viele Musikerinnen und Musiker, die

uns über Spotify kennengerlernt haben, senden uns ihre

neueste Musik zum Anhören. Es gibt noch so viel mehr

gute Interpreten und Künstlerinnen! Mit den Spotify Playlists

machen wir einen kleinen Teil davon hörbar.

LAPTOP

Was hat Bestand, wenn die Welt zu wackeln beginnt?

30 Prozent mehr Besucher fanden Zuversicht und Hoffnung

auf den Online-Portalen von ERF Medien.

Auf der Suche nach hoffnungsvollen Inhalten surften die

Besucher auf 901'015 Seiten unseres Portals. Das FENSTER

ZUM SONNTAG-Talk-Portal wurde 91'228 mal besucht, die

Seite von Radio Life Channel 203'511 mal. Menschen suchen

vermehrt nach Hoffnung und Geschichten mit und

über Gott im Internet. Das zeigt die knapp 30%-Steigerung

der Anzahl Besuche auf all unseren Seiten gegenüber dem

Vorjahr. Unser wöchentlicher E-Mail-Newsletter mit

aktuellen Themen geht zurzeit regelmässig an 991 Abonnentinnen

und Abonnenten mit einer herausragenden

Öffnungsrate von 41,5%. Das heisst, der Newsletter erreicht

mit seinen relevanten News und Inspirationen eine

sehr hohe Aufmerksamkeit und bringt die Menschen dazu,

sich in den jeweiligen Themen zu vertiefen.

Der Post mit der höchsten Reichweite im 2020 auf Facebook

verlinkte auf einen Beitrag über die Biografie von

Damaris Kofmehl. 112'907 Personen wurden mit diesem

Post erreicht.

Mit einem Reisebeitrag über Schweden erzielten ERF

Medien eine Reichweite von 103'947 Personen und mit

einem FENSTER ZUM SONNTAG Instagram-Post über das

Thema «Männer-Identität in Zeiten von Corona» wurden

63'665 Menschen erreicht.


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 17

PEN-NIB

«Der Artikel ‹Gerüttelt und geschüttelt›

aus der Mai-Ausgabe des ‹Life Channel Magazin›

hat mich persönlich sehr angesprochen. Besonders dieser

Zuspruch: ‹Wir haben diesen guten, wahren und liebenden

Gott als unerschütterlichen Fels, auf dem wir stehen können!›

Danke für diese Ermutigung.»

DORIS L.

LESERIN DES «LIFE

CHANNEL MAGAZIN»

tv-alt

«Gestern schaute ich Ihre

Sendung FENSTER ZUM SONNTAG-

Talk ‹Ausgerannt› mit Nathalie Schertenleib.

Vorausschicken will ich, dass ich nicht religiös bin.

Diese Sendung hat mir aber gezeigt, dass es sich doch

lohnt, die Sache mit Gott anzugehen.»

TIM K.

ZUFÄLLIG AUF UNSERE SENDUNG

FENSTER ZUM SONNTAG-

TALK GESTOSSEN

book-ope

Regelmässig spannende Post in ihrem

Briefkasten: tief eintauchen in hoffnungsvolle

und inspirierende Themen

im «Life Channel Magazin».

Anregungen, Inspirationen, heilsame

Geschichten aus dem Leben

verschiedenster Autoren; Buch-,

Alltags- und Surftipps und Porträts

spannender Persönlichkeiten sind

Inhalte des regelmässig produzierten

«Life Channel Magazin». 12

Ausgaben gingen im Jahr 2020 mit

tiefgreifenden Themen wie: Rituale,

Zukunft, Scheitern, Worte, Herkunft,

Resilienz, Glauben, Licht und mehr

an rund 23'000 Haushalte und erreichten

etwa 50'000 Leserinnen und

Leser. Insgesamt erreichten im vergangenen

Jahr somit 276'000 Exemplare

unsere Leserinnen und Leser.

Das Magazin ist im ersten Jahr gratis

und kostet anschliessend 40 Franken

pro Jahr. Diesen Betrag nutzen wir

zur Produktion weiterer fundierter

Ausgaben mit dem Ziel, noch viel

mehr Menschen mit hoffnungsvollen

Geschichten und tiefgreifenden

Inhalten zu erreichen.

tablet-a

Social Media – das Tor zur Welt: Die

Menschen verbrachten im vergangenen

Jahr 20 Prozent mehr Zeit am

Bildschirm und in den sozialen Medien.

71 Prozent der Schweizerinnen und

Schweizer nutzen im vergangenen

Jahr die sozialen Medien. Allein

Facebook hat 3,4 Mio. aktive Nutzer

in der Schweiz. Zusammen mit Instagram

ist es das grösste Netzwerk.

Somit erreichen wir auch die meisten

Personen dort. Laut einer Studie

verbrachten Nutzerinnen und Nutzer

letztes Jahr 20 Prozent mehr Zeit am

Bildschirm, was offensichtlich auf die

Pandemie und die dadurch eingeschränkte

Bewegungsfreiheit zurückzuführen

ist.

Im Jahr 2020 lancierten ERF Medien

3 143 Posts über alle gängigen Social-

Media-Kanäle. Rund 10'000 Interessierte

folgten uns per Ende 2020 auf

Facebook, rund 4000 auf Instagram

und etwa 3500 Personen abonnierten

unseren YouTube-Kanal.

TV-RETRO

Mehr Menschen schauten im Krisenjahr

2020 die hoffnungsvollen Sendungen

vom FENSTER ZUM SONNTAG auf SRF.

2020 hat FENSTER ZUM SONNTAG

auf den drei Sendern SRF 1, SRF zwei

und SRF info mit durchschnittlich

60'800 Zuschauern pro Wochenende

(alle vier Ausstrahlungen pro Wochenende

addiert) eine rund 5 Prozent

höhere Sehbeteiligung erreicht als

2019 (durchschnittlich 58'000 Zuschauer

pro Wochenende). Insgesamt

wurde die TV-Reihe im Jahr 2020 über

3,1 Mio. Mal gesehen und erreichte

mit den samstäglichen Erstausstrahlungen

auf SRF 1 um 16.40 Uhr einen

durchschnittlichen Marktanteil von

7,6 Prozent (2019: 6,2 Prozent). Zudem

wurden die FENSTER ZUM SONNTAG-

Sendungen 321'247 Mal auf YouTube

aufgerufen, beziehungsweise angesehen.

Das Jahr 2020 war ein absolutes

Rekordjahr in Bezug auf die erreichte

Publikumszahl und die Anzahl an

Reaktionen.


18 ı

ERF MEDIEN

«Wir unterstützen Life Channel schon seit

einigen Jahren aus Überzeugung. Ihr macht

eine super Arbeit und kommt sehr sympathisch und

echt rüber, sehr wohltuend.»

FAMILIE C.

LANGJÄHRIGE FREUNDE UND UNTER-

STÜTZER VON ERF MEDIEN

Menschen auf der Suche nach Hoffnung

MARIO DALL' OGLIO, LEITER ONLINE

Zur DNA des Online-Teams gehört das ständige «Fühler-Ausstrecken»

nach aktuellen Themen. Ein übergeordnetes Thema

im Jahr 2020 war wohl oder übel die Corona-Pandemie.

Wir publizieren in der Online-Redaktion die Beiträge,

welche die Fernseh-, Radio- und Magazin-Redaktion

produzieren. Dabei sind die meistbesuchten Beiträge in

erster Linie Lebensgeschichten von Menschen, die unserem

Publikum einen Einblick in ihre Lebensgeschichte

gewähren. In diesen Lebensgeschichten erzählen die Gäste

über ihre Erlebnisse mit Gott, über ihre Zweifel, Tränen,

Hoffnungen und Freuden. Diese Lebensgeschichten sind

authentisch. Sie zeigen auf, dass das Leben in den seltensten

Fällen gradlinig verläuft. Oder anders gesagt: Es gelingt

uns mit diesen Lebensgeschichten, Menschen in

dieser unruhigen Zeit abzuholen und zu begleiten. Grundsätzlich

wollen wir rechtzeitig parat sein mit Dossiers und

Beiträgen, die die Menschen dann suchen, wenn das Thema

aktuell ist.

Vielgesucht und vielbesucht

Besonders die verschiedenen Weihnachtsgeschichten sind

rund 130'000 Mal als PDF runtergeladen worden. Wenn

man bedenkt, dass eine Weihnachtsgeschichte selten

alleine gelesen wird, gehen wir davon aus, dass mit den

Weihnachtsgeschichten rund eine halbe Million Menschen

deutscher Sprache angesprochen worden sind. Diese

grossartige Zahl freut mich aber ebenso wie vielleicht ein

Familientipp, der nur wenige Male angeklickt worden ist.

Möglicherweise war dieser Tipp gerade wegweisend und

absolut wichtig für das Leben einer Person. Über alles

gesehen sind wir sehr dankbar, dass das ganze Team den

Service für unsere Website-Besucherinnen und -Besucher

das ganze Jahr aufrechterhalten konnte. Schon das allein

ist ein kleines Wunder.

Stärkere Nachfrage nach hoffnungsvollen Inhalten

Lebensgeschichten und Themen zum Sinn des Lebens sind

stärker nachgefragt worden. Da wir seit Jahren Beiträge

dazu publizieren, sind wir im Jahr 2020 rechtzeitig bereit

gewesen. Da wir ja 24/7 online sind mit unseren Websites

und praktisch keine Limitation bei Zusammenkünften in

diesen Themenräumen haben, erzielten wir mit praktisch

einer halben Million Besuchen eine 50-prozentige-Steigerung

der Besuche beim Themenportal lifechannel.ch! Dies

im Vergleich zum Vorjahr 2019.


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 19

TEAM ONLINE

1 Emerson Benjamin

Lernender Kaufmann EFZ

2 Mario Dall'Oglio

Leiter Online

3 Marcel Eberle

Online-Redaktor

1

2

4 Nathanael Kägi

Multimedia-Producer

Weiteres Teammitglied

Anja Lauwiner

Multimedia-Praktikantin

3 4

«Innert kürzester Zeit musste ich das Homeoffice für den Lockdown einrichten. Nach einer Gewöhnungsphase erkannte ich aber

auch die Chancen dieser Krise. Themen, wie der Sinn des Lebens, hatten plötzlich viel mehr Raum in der Gesellschaft. Ich war positiv

überrascht über die durchgehend positive Stimmung, auch wenn Homeoffice am Anfang für viele eine Herausforderung war.»

NATHANAEL KÄGI // MULTIMEDIA-PRODUCER

«Das besondere Jahr 2020 hat wohl sehr viele Menschen dazu gebracht, vermehrt über ihr Leben und dessen Sinn nachzudenken.

Und sie haben sich existenzielle Fragen gestellt. Das Medienportal von ERF Medien bietet exzellente Antworten auf diese Fragen

und wurde viel mehr besucht als in den Jahren zuvor.»

MARCEL EBERLE // ONLINE-REDAKTOR


20 ı

MAILBOX

«Vielen Dank für euren

Brief vom 5. Juni 2020. Es ist mir

ein Anliegen, Medien wie ERF Medien zu

unterstützen, damit Gottes Wort in der Schweiz weiterverbreitet

werden kann.»

ERF MEDIEN

ROSMARIE M.

TREUE UNTERSTÜTZERIN

VON ERF MEDIEN

Alles auf den Kopf gestellt

SIMON LEEMANN, LEITER VERWALTUNG

Von einem Tag auf den anderen ist alles anders. Was bis

anhin galt, wurde neu überdacht, geordnet und definiert.

Die Regeln des Zusammenseins, der Zusammenarbeit –

ja des ganzen Lebens – wurden neu geschrieben.

März 2020: Der Handschlag oder die Umarmung bei der

Begrüssung waren von einem Tag auf den anderen nicht

mehr erlaubt und von den Gesichtern sah man nur noch

die Augen oberhalb der Atemmaske. Es wurden Hygieneregeln

neu definiert und maximale Anzahl Personen für

jedes Sitzungszimmer und die Cafeteria bestimmt. Die

Regeln des alltäglichen Zusammenseins und -arbeitens

wurden komplett neu geschrieben.

Eingebettet in einen grösseren Kontext

Das Homeoffice wurde sehr schnell sehr real. Allein

schon, um die Kinder zuhause zu betreuen und zu schulen

neben der Arbeit, die in dieser Zeit nicht gerade weniger

wurde. In der Geschäftsleitung hatten wir fast täglich

Video-Krisensitzungen mit jeweils weiteren Beschlüssen

und Corona-Massnahmen, die wir durchführen mussten.

Dass das überhaupt möglich war, verdanken wir dem

grossen Einsatz unseres IT-Teams und dem Projekt «Technische

Ausrüstung für mobiles Arbeiten», das im Jahr

2019, bereits vor Ausbruch des Coronavirus geplant war für

die Erleichterung der Kommunikation in den Teams.

Anfang der Krise bekam dieses Projekt dann erste Priorität

und wurde sofort umgesetzt. Normalerweise startet

man mit Test- und Schulungsphasen, aber dafür hatten

wir keine Zeit. Aber es hat funktioniert. So konnten viele

von uns ins Homeoffice, und andere Mitarbeitende im

Service-Center im Radio- oder TV-Bereich blieben am

Empfang, im Studio oder am Set. Das hätte sogar bei einer

Verordnung einer Ausgangssperre funktioniert.

Am 24.3.2020 erhielten wir diese Bewilligung mit einem

Schreiben und folgenden Worten des BAKOM: «Alle konzessionierten

Lokalradios haben einen Leistungsauftrag

zu erfüllen. Sie haben die Pflicht, die Bevölkerung in ihren

Konzessionsgebieten mit Informationen zu versorgen …»

Das Team der Verwaltung war viel vor Ort

Es war neu zusätzlich verantwortlich für das Ordnen und

Festlegen neuer Arbeitsprozesse unter den sich jeweils

ändernden Bedingungen. Es war das Bindeglied zum

Radio-Team und übernahm Arbeiten von den Teams, die

im Homeoffice waren. Anfangs versuchten wir auf allen

möglichen Wegen Desinfektionsmittel zu bekommen, die

Frequenz der Büro-Reinigung zu steigern, unsere Arbeitsplätze

mit Plexiglas-Scheiben zu unterteilen, unsere

Mitarbeitenden regelmässig auf den neuesten Stand der

Massnahmen zu bringen und nach und nach unsere Sitzungszimmer

mit Kameras auszurüsten für eine reibungslose

Kommunikation.

Mit Freunden durch die Krise

Das Spendenpublikum der Schweiz hat sich über dieses

Jahr allgemein als sehr solidarisch erwiesen, es war ein

Herzensanliegen, zu teilen. Auch wir hatten über das

ganze Jahr das Gefühl im Gebet und finanziell getragen zu

sein. Bis zum Schluss hat man aber nicht gewusst, ob die

grossen Spenden am Jahresende wirklich kommen oder ob

sich die Unsicherheit auch auf die Spendensituation auswirken

würde. Dankbar haben wir gesehen, dass man uns

nicht vergessen hat. 1001 neue Spenderinnen und Spender

durften wir verzeichnen, und viele, auch grössere Spenden

unserer treuen Freundinnen und Freunde, wurden uns

anvertraut. Wir hoffen und stehen im Glauben, dass diese

Solidarität anhält, denn das Jahr 2021 hat ebenso unsicher

begonnen, wie das Jahr 2020 endete.


JAHRESBERICHT ı 2020 ı 21

1

2

TEAM VERWALTUNG

1 Michi Fässler

Systemadministrator

2 Patrick Forster

Buchhalter /

Stv. Head of Music

4

3 Michel Gmür

Leiter Informatik

und Technik

3

4 Simon Leemann

Leiter Verwaltung /

Stv. Geschäftsführer

Weitere Teammitglieder

Lisa Hediger

Lernende Kauffrau EFZ

Maria Wunderli

Buchhalterin

«Da wir in der Buchhaltung grösstenteils gar nicht im Homeoffice arbeiten konnten, ist bei mir auch die Einarbeitung sehr gut gelaufen.

Bei meiner Tätigkeit als Stv. Head of Music war dies hingegen schwieriger. Viele Beiträge mussten im Homeoffice produziert werden, was

einen viel grösseren Aufwand bedeutet. Leider hat auch die Qualität darunter gelitten. Wir haben eine super IT-Abteilung, welche jederzeit

ihr Bestes gab und uns sehr schnell ermöglicht hat, im Homeoffice zu arbeiten. Dank Microsoft Teams und WhatsApp Video-Call konnte

man zudem den Kontakt zu den einzelnen Arbeitskollegen- und kolleginnen gut aufrechterhalten. Dennoch freue ich mich jedes Mal sehr,

wenn ich wieder vor Ort arbeiten kann und meine «Arbeitsgspänli» live sehen darf. Dank unserem Super-Team und unserer tollen Infrastruktur

empfand ich das Jahr 2020 im Grossen und Ganzen trotz all den schwierigen Umständen als sehr gut.»

PATRICK FORSTER // BUCHHALTER UND STV. HEAD OF MUSIC RADIO LIFE CHANNEL

«Gott sei Dank hatten wir bereits vor Corona eine erprobte Homeoffice-Lösung. Auch hatten wir gerade die neue VoIP-Lösung in Betrieb

genommen, welche die Kommunikation im Homeoffice weiter verbesserte. Die grosse Herausforderung im ersten Lockdown war, sämtliche

Mitarbeitende homeoffice-tauglich zu machen, dazu brauchte es von heute auf übermorgen auch neue Laptops, Microsoft Teams und vieles

mehr. Durch die Auslagerung ins Homeoffice benötigten wir auch mehr Server- und Storage-Ressourcen. Wir schwammen nur so in der

Arbeit und machten einige Überstunden.»

MICHEL GMÜR // LEITER INFORMATIK UND TECHNIK


22 ı

2 %

Legate

2 %

Projektbegleit-

aufwand

3 %

Spenden (Abonnemente

«Life Channel Magazin»)

14 %

Administrativer

Aufwand

84 %

Direkter

Projektaufwand

AUFWAND

NACH PROJEKTEN

UND ADMINI-

STRATION

AUFTEILUNG

BETRIEBS-

ERTRAG

10 %

Spenden zur

direkten Weiterleitung

10 %

Ertrag aus

Leistungserbringung

75 %

Spenden ordentlich

Die Corona-Pandemie beeinflusst Jahresergebnis

von ERF Medien erstaunlich wenig

SIMON LEEMANN, LEITER VERWALTUNG

Covid-19, Shutdown, Homeoffice, Corona und Quarantäne -

diese Ausdrücke haben schweiz- und weltweit das bewegte

Jahr 2020 dominiert. Natürlich haben ERF Medien die

Folgen dieser weltumspannenden Pandemie auch konkret

gespürt; das tägliche Arbeiten war in vielen Bereichen

massiv von den verordneten Massnahmen tangiert.

Etwas überraschend hatte die Pandemie wenig Einfluss auf

das finanzielle Jahresergebnis von ERF Medien.

Einerseits war die Medienbranche nicht direkt von Schliessungen

betroffen, wie zum Beispiel Restaurants oder Freizeit-

und Kulturangebote. Aus diesem Grund waren auch

keine Mitarbeitenden von ERF Medien in Kurzarbeit – im

Gegenteil: Unsere Teams waren gefordert, trotz herausfordernder

Rahmenbedingungen «auf Sendung zu bleiben»

und die erfreulich gestiegene Nachfrage nach unseren

Sendungen permanent abzudecken. Die Aufwandseite von

ERF Medien «profitierte» jedoch davon, dass diverse

Werbeevents abgesagt werden mussten und entsprechend

auch keine Ausgaben dafür getätigt wurden. Dies war

einerseits gut fürs Portemonnaie, andererseits schade, weil

für die Produkte von ERF Medien so weniger gut Werbung

gemacht werden konnte.

Die Einnahmeseite war während des Jahres die grosse

Unbekannte. Bis weit in den Dezember hinein konnte nicht

prognostiziert werden, ob sich die wirtschaftlichen Unsicherheiten

aufgrund der Pandemie negativ auf unser

Spendenergebnis auswirken würden. Dies war Gott sei

Dank nicht der Fall, es gingen sogar rund 300'000 Franken

mehr Spenden ein als im Jahr 2019.

Trotzdem schliesst das Jahr 2020 mit einem finanziellen

Verlust von Fr. 64'021 ab. Da der Verlust 2020 nicht allzu

hoch ausfällt, überwiegt die Dankbarkeit über das finanzielle

Ergebnis dieses besonderen Jahres.

Der Geschäftsleitungs- und Vorstands-Entscheid im

Herbst 2020, das Ausgabenbudget 2021 von ERF Medien zu

senken, ist sicher richtig. Das Ziel ist definiert: ERF Medien

müssen in den nächsten Jahren ohne Jahres-Verluste

die christliche Medienarbeit in der Schweiz finanzieren

können. Mit der Budgetsenkung 2021 sind erste wichtige

Schritte dafür getan.

Der Verlust 2020 konnte über den Spendenschwankungsfonds,

der Gewinne von früheren Jahren enthielt, ausgeglichen

werden. Doch dieser Spendenschwankungsfonds

ist nun leider fast aufgebraucht, der Fonds beinhaltet nur

noch knapp Fr. 55'000. Auf diese Reserve kann zukünftig

nicht mehr zugegriffen werden. Weitere Verluste müssten

dann über die Verminderung des Eigenkapitals gebucht

werden.

Auf der nächsten Seite sind die wichtigsten Informationen

zum Jahresabschluss 2020 von ERF Medien zu finden. Die

vollständige Jahresrechnung mit ausführlicher Bilanz,

Erfolgsrechnung, Mittelflussrechnung, Rechnung über die

Veränderung des Kapitals (Fondsrechnung) sowie der

komplette Anhang zur Jahresrechnung können als PDF auf

unserer Firmenwebsite www.erf-medien.ch heruntergeladen

werden.

Erläuterungen zu der Bilanz und der Betriebsrechnung

sind nach Ziffern geordnet im Kommentar auf der Seite 23

zu finden. Die Rechnungslegung der ERF Medien Schweiz

erfolgt nach der Fachempfehlung zur Rechnungslegung

(Swiss GAAP FER 21) und entspricht dem schweizerischen

Obligationenrecht, den Vorschriften des unabhängigen

Gütesiegels der Stiftung Ehrenkodex sowie den Bestimmungen

der Statuten.


BILANZ PER 31.12.2020

in CHF 2020 2019

Flüssige Mittel 3 310 835 1 3 782 870

Forderungen 53 454 87 029

Vorräte 18 270 17 429

Aktive Rechnungsabgrenzung 38 711 2 16 303

Finanzanlagen 1 168 892 935 948

Mobile Sachanlagen 324 081 220 244

AKTIVEN 4 914 243 5 059 823

Kurzfristige Verbindlichkeiten 199 911 214 007

Passive Rechnungsabgrenzung 80 720 3 33 182

Langfristige Darlehensverbindlichkeiten 1 096 800

4

1 211 800

Zweckgebundene Fonds 0

5

20 437

Erarbeitetes freies Kapital (Vereinsvermögen) 737 438 737 438

Freie Fonds (vor Fondsverbuchung) 2 842 958 6 2 855 819

Jahresergebnis (vor Fondsverbuchung freie Fonds) – 43 584 – 12 860

PASSIVEN 4 914 243 5 059 823

BETRIEBSRECHNUNG, 01.01.–31.12.2020

in CHF 2020 2019

Spenden ordentlich 5 258 293 4 947 021

Spenden (Abos Life Channel Magazin) 186 995 170 457

Spenden zur direkten Weiterleitung 700 850 7 726 446

Legate 168 443 483 666

Ertrag aus Leistungserbringung 733 862 920 800

T O T A L B E T R I E B S - E R T R A G 7 048 443 7 248 389

Aufwand Radio Life Channel / ERF Plus 2 753 668 2 734 242

Aufwand FENSTER ZUM SONNTAG-Talk / Multimedia-Studio 1 084 156 1 186 927

Aufwand Life Channel Magazin 491 279 495 356

Aufwand Onlinedienste 624 658 647 197

Spendenweiterleitungen 700 850 7 751 446

Aufwand internationale Zusammenarbeit 287 008 263 645

Aufwand Übrige (Lebensberatung, ERF Reisen, Verk.produkte) 37 908 140 655

Total direkter Projektaufwand 5 979 527 8 6 219 469

Aufwand Marketing 166 982 173 953

Total Projektbegleitaufwand 166 982 173 953

Aufwand Mittelbeschaffung 528 095 547 806

Aufwand Verwaltung / GL 425 503 404 910

Total administrativer Aufwand 953 598 952 716

TOTAL AUFWAND 7 100 107 7 346 138

BETRIEBSERGEBNIS – 51 664 – 97 749

Finanzerfolg – 12 357 54 482

Ausserordentlicher Erfolg 0 0

ERGEBNIS vor Fondsbewegungen – 64 021 – 43 267

Zuweisung zweckgeb. Fonds (-) / Entnahme zweckgeb. Fonds (+) 20 437 30 406

ERGEBNIS nach zweckgebundenen Fondsbewegungen – 43 584 – 12 860

Zuweisung in freie Fonds (-) / Entnahme von freien Fonds (+) 43 584 12 860

ERGEBNIS nach Zuweisung / Entnahme Organisationskapital 0 0

Kommentar zu Bilanz und Betriebsrechnung

1 Flüssige Mittel

Die Spendeneinnahmen in den Monaten November

und Dezember bewegen sich über dem Durchschnitt.

Dies begründet die relativ hohen flüssigen

Mittel am Jahresende.

2 Aktive Rechnungsabgrenzung

Die aktive Rechnungsabgrenzung beinhaltet vorausbezahlte

Aufwände des Folgejahres und noch

nicht erhaltene Erträge des Rechnungsjahres. Im

Jahr 2020 betrifft die aktive Rechnungsabgrenzung

ein Guthaben bei der Pensionskasse von ERF

Medien und der AHV sowie eine Abgrenzung von

IT-Supportkosten für spätere Jahre.

3 Passive Rechnungsabgrenzung

Die passive Rechnungsabgrenzung beinhaltet Erträge,

die im Rechnungsjahr verrechnet wurden,

aber das darauffolgende Rechnungsjahr betreffen.

Im Jahr 2020 handelt es sich dabei um Werbe- und

Sponsoring-Erträge, die das Jahr 2021 betreffen,

sowie ein Saldo aus Krankentaggeldern. Weiter

wurden Vorauszahlungen von Debitorenrechnungen

aus dem Jahr 2021 abgegrenzt.

4 Langfristige Darlehensverbindlichkeiten

Diese Position beinhaltet zinslosen Darlehen

bei Dritten.

5 Zweckgebundene Fonds

Es handelt sich bei dieser Position um Fonds, welche

aus Zuwendungen entstehen, deren Verwendungszweck

von den Spendenden eingeschränkt wird

(Spenden mit Zweckbestimmung). Die Verwendung

dieser Mittel unterliegt der vorgegebenen

Zweckbestimmung. Der Fonds «Trans World Radio

allgemein» hat im Jahr 2020 um Fr. 20 437 abgenommen

und weist per Ende Jahr einen Saldo von

Null aus, gleich wie alle anderen zweckgebundenen

Fonds.

6 Freie Fonds

Die Position «Freie Fonds» beinhaltet einen

«Fonds für Notlagen» und einen «Fonds für

Spendenschwankungen». Im Jahr 2020 konnte

dem «Fonds für Notlagen» aufgrund des negativen

Betriebsergebnisses wie schon in den Jahren 2018

und 2019 kein Betrag zugewiesen werden. Dem

«Fonds für Spendenschwankungen» mussten Fr.

43 584 entnommen werden, um eine ausgeglichene

Jahresrechnung präsentieren zu können.

7 Spenden zur direkten Weiterleitung

Diese Position enthält alle direkten Spendenweiterleitungen

an Trans World Radio und sonstige

internationale Partner. Der Betrag entspricht den

Einnahmen von Spenden zur direkten Weiterleitung.

Im Jahr 2019 wurde Fr. 25 000 zusätzlich

zu den eingegangenen Spenden für das Projekt

«Women of Hope» an TWR weitergeleitet. In den

Jahren 2020 und 2019 enthielt diese Position je

eine ausserordentliche Projektspende von mehr als

600'000 Franken, die direkt an Trans World Radio

weitergeleitet wurde.

8 Direkte Projektaufwände

Die direkten Projektaufwände zeigen alle Aufwände

inkl. Personalaufwände und Nebenkosten

der einzelnen Produkte von ERF Medien. Weitere

Details dazu sind in der Jahresrechnung auf

unserem Medienportal zu finden. Wie sich die

Projektaufwände des Jahres 2020 im Verhältnis

zum administrativen Aufwand verhalten, zeigt das

Diagramm auf Seite 22.


24 ı

ERF MEDIEN

IMPRESSUM

Herausgeberin

ERF Medien

Witzbergstrasse. 23

8330 Pfäffikon ZH

Tel. 044 953 35 35

E-Mail erf@erf.ch

www.erf-medien.ch

Leistungs- und Revisionsbericht

Zweck der Organisation – Der Verein ERF Medien dient der Förderung des kulturellen

und geistlichen Lebens, sowie diakonischer und sozialer Belange. ERF Medien nutzen

dazu vorwiegend Radio, Fernsehen und weitere elektronische Medien und gestalten

ethische, soziale und erzieherische Programme, die sich an biblischen Prinzipien orientieren.

Durch die Programme soll dem Publikum zudem bei der Bewältigung von Lebensund

Glaubensproblemen in der heutigen Welt Hilfe geleistet werden.ERF Medien arbeiten

nicht gewinnorientiert, sondern gemeinnützig und karitativ.

Leitungsorgane - Die Leitungsorgane von ERF Medien sind nebenan im Impressum

aufgeführt (Geschäftsleitung, Vorstand, Verein)

Kooperationen – Grenzüberschreitende, internationale Aufgaben werden in Zusammenarbeit

mit den ERF Vereinen anderer Länder gelöst. Mit diesen ERF Vereinen kann der

Vorstand Kooperationsverträge abschliessen. ERF Medien unterstützen die internationale

Partnerorganisation TWR in ihrer weltweiten Medienarbeit in mehr als 230 Sprachen.

Revisionsstelle – D + J Treuhand AG, Lenzburg

Rechnungsabnahme – Die Jahresrechnung hat der Verein von ERF Medien am 31. März

2021 auf schriftlichem Weg abgenommen (keine Sitzung vor Ort aufgrund der Corona-

Epidemie). Der Finanzbericht entspricht den gesetzlichen Vorgaben und den Richtlinien

des unabhängigen Gütesiegels der Stiftung Ehrenkodex.

Redaktion

Mathias Fontana,

Leiter Marketing / Fundraising

Geschäftsleitung ERF Medien

Hanspeter Hugentobler

(Geschäftsführer / CEO)

Mario Dall'Oglio (Leiter Online)

Mathias Fontana

(Leiter Marketing / Fundraising)

Hansjörg Keller

(Leiter Radio Life Channel)

Simon Leemann (Leiter Verwaltung /

Technik / Stv. Geschäftsführer)

Rouven Waser (Leiter TV)

Vorstand ERF Medien

Markus Schaaf (Präsident), Matthias

Ziehli (Vizepräsident), Elisabeth

Augstburger, Hansjörg Leutwyler,

Andreas Manig (bis Nov. 2020), Hanna

Maurer, Samuel Röthlisberger, Ingrid

Rubli-Locher

Verein ERF Medien

Ruth Bai-Pfeifer, Markus Baumgartner,

Ulrike Bohni-Leutert, Beatrix Böni,

Josias Burgherr, Walter Donzé, Markus

Erne, Daniel Eschbach-Steudler, Brigitte

Gerber, Philipp Hadorn, Peter Henning,

Jonas Hottiger, Marc Jost, Thomas

Lamprecht, Marcel Mettler, Georges

Morand, Sabrina Müller, Jürgen

Neidhart, Stefan Reichenbach, Daniel

Reuter, Matthias Schöni, Christoph

Schwarz, Philipp Steiner, Barbara

Stotzer-Wyss, Marianne Streiff-Feller,

Heiner Studer, Benedikt Walker, René

Winkler, Mirja Zimmermann

Spendenkonti

ERF Medien Postkonto

IBAN CH96 0900 0000 8400 0183 1

TWR-Postkonto

IBAN CH85 0900 0000 8764 9294 4

Layout, Grafik

PS Werbung AG, Bachenbülach

Druck

gndruck, Bachenbülach

Auflage

6 000 Exemplare

Bildnachweise

Titelseite: Pras Boonwong* / S. 2:

Gaudilab* / S. 5: Golfxx* / S. 7: Vadym

Pastukh* / S. 9: Lovelyday12* / S. 11:

Kamachi209* / S. 12: Carloscastilla* /

S. 14: Andrey Popov* / S. 18: Gaudilab*

/ S. 19: Pras Boonwong* / S. 21: Vadym

Pastukh* / S. 2 – 23: ERF Medien

* dreamstime.com

Die TV-Reihe FENSTER ZUM SONNTAG

wird gemeinsam von ALPHAVISION

und der Partnerorganisation ERF

Medien produziert. Das Magazin wird

redaktionell von der ALPHAVISION, der

Talk von ERF Medien verantwortet.

• Gütesiegel für umfassende Qualität in der christlichen Nonprofit-Arbeit •

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