Jahresbericht 2020 SMZ Oberwallis

smzoberwallis

Das Sozialmedizinische Zentrum Oberwallis (SMZO) leistet einen grundsätzlichen Versorgungsauftrag im pflegerischen und sozialen Bereich. Das SMZO bedient die Gemeinden des Oberwallis und verfügt einerseits über kompetentes Fachpersonal vor Ort (Standorte), andererseits über eine gemeinsame Leitung in Brig (Organisation).

Behandelte Dossiers / Anfragen im Kalenderjahr

1200

BERUFSBEISTANDSCHAFT

1000

800

600

400

200

0

1025

571

253

2014

1075

496

261

2015

989

526

258

2016

2017

Wirtschaftliche Sozialhilfe Nichtfinanzielle Dossiers Beistandschaften Anmeldungen, Auftragsklärung

Schlussbestand Dossiers per 31.12. des Jahres

800

700

600

500

400

300

200

100

0

668

191

202

2014

668

130

200

2015

661

146

189

2016

853

636

334

101

237

211

2017

214

62

844

640

204

89

229

2018

192

2018

204

88

843

640

216

105

222

2019

203

2019

147

78

853

617

248

107

223

2020

196

2020

285

145

Im Geschäftsjahr 2020 betreuten die Berufsbeistandspersonen

223 Mandate. Die zugewiesenen Fälle stellen sich mehrheitlich

als sehr komplexe Dossiers dar. So handelt es sich bei den Klienten

beispielsweise um Personen mit schweren psychischen Beeinträchtigungen

oder erhöhtem Aggressionspotential sowie um

Menschen, welche sich in komplexen, persönlich oder finanziell

herausfordernden Verhältnissen befinden.

Im letzten Jahr wurden Arbeits-Tandems gebildet, d.h. die Beistandsperson

und die administrative Person sind fest aufeinander

zugeteilt. Die administrativ arbeitende Person erledigt alle

anfallenden Administrationsaufgaben, welche bei den Falldossiers

üblicherweise anfallen. Die Gestaltung der internen Zusammenarbeit

durch Arbeits-Tandems hat sich in kürzester Zeit

etabliert und wird sowohl von den Beistandspersonen als auch

von den administrativ arbeitenden Personen geschätzt. Dies

auch vor dem Hintergrund, dass aufgrund dieser neuen Team-

Konstellation eine signifikante Effizienzsteigerung in der Arbeit

festgestellt werden konnte.

Wirtschaftliche Sozialhilfe Nichtfinanzielle Dossiers Beistandschaften Anmeldungen, Auftragsklärung

TOPJOB – BERUFLICHE INTEGRATION

Entwicklung Verteilung der Dossierkategorien (behandelte Dossiers / Abfragen im Kalenderjahr)

60

50

40

30

20

10

0

55.4

30.9

13.7

2014

58.7

27.1

14.2

2015

55.8

29.7

14.6

2016

59.9

23.5

2017

Wirtschaftliche Sozialhilfe Nichtfinanzielle Dossiers Beistandschaften Anmeldungen, Auftragsklärung

Erläuterung: Die Anzahl Dossiers haben über die Jahre stets abgenommen. Während im Jahr 2014 688 Dossier mit finanzieller Hilfe bearbeitet wurden,

waren es im Jahr 2020 noch 617 Dossiers. Auch die nicht finanziellen Dossiers haben über die Jahre abgenommen. Im Jahr 2020 waren es 107 Dossiers.

Die Berufsbeistandschaft bearbeitete über die Jahre immer ca. 200 Dossiers.

16.6

13.1

55.6

15.8

15.1

2018

13.8

57.9

14.8

15.3

2019

12.0

53.0

15.4

13.9

2020

17.7

Erfolg hat drei Buchstaben: TUN! (Johann Wolfgang von Goethe).

Es war, wie überall auch, COVID-19 geschuldet, dass bei topjob im

Geschäftsjahr 2020 nicht ganz so viel getan werden konnte, wie

es Anfang des Jahres zunächst noch angedacht war. So mussten

die Eingliederungsmassnahmen im Zeitraum Mitte März bis Mitte

Mai vorübergehend komplett eingestellt werden. Erst nach der Erarbeitung

eines Schutzkonzeptes konnte die Arbeit wieder aufgenommen

Werden. Allerdings gestaltete sich die Tätigkeit vor dem

Hintergrund, dass die Wirtschaft und deren Arbeitsplätze stark

getroffen wurden, auch weiterhin alles andere als einfach. Entsprechend

erwies sich die Suche nach passenden Praktikums- und

Arbeitsplätzen als sehr anspruchsvoll. Die Arbeitgeber, welche

wohl gerne Hand bieten wollten, reagierten aufgrund der aktuellen

Lage und den damit verbundenen und vielfältigen Unwägbarkeiten

sehr verhalten. Im Sommer entspannte sich die Situation

vorübergehend wieder etwas, und dank der Vorlaufzeit seit Mai

konnten auch wieder einzelne Klienten platziert werden. Durch

die erneuten, wiederholten und dann dauerhaften Schliessungen

der Gastrobetriebe fiel in der Folge allerdings ein weiterer wichtiger

Arbeitsbereich fort, da Platzierungen in den Berufsfeldern

Küche, Service und Reinigung komplett wegbrachen.

Die vorübergehende Einstellung der Eingliederungsmassnahmen,

die Tatsache, dass das gesamte topjob Team seit März 2020 und

mindestens bis Ende Geschäftsjahr zu Kurzarbeit überging, die

allgemeine Unsicherheit für die Arbeitgeber und die grundsätzlich

herausfordernde wirtschaftliche Arbeitsmarktlage führten dazu,

dass das Tagesgeschäft bei topjob nicht wie gewohnt abgewickelt

werden konnte. Dies hatte zur Folge, dass – trotz unvermindert

grosser Motivation und hohem Engagement der Teammitglieder

– auch die Zahlen der Vorjahre nicht erreicht werden konnten.

Die Auswirkungen von COVID-19 werden im Arbeitsmarkt noch

lange zu spüren sein. Topjob ist aber zuversichtlich, dass schon

bald wieder vermehrt Platzierungen vorgenommen werden können

und arbeitet parallel bereits an einer Angebotserweiterung

mit dem Ziel, zukünftig Klienten im Oberwallis im Bereich der sozialen

Eingliederung noch besser unterstützen zu können.

14 Statistiken Sozialdienst

Berufsbeistandschaft | topjob – berufliche Integration

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