gab Mai / Juni 2021

blumediengruppe

06.2021 І MAI • JUNI І HEFT 278

FRANKFURT | MANNHEIM | MAINZ | STUTTGART

VIP

MARCELLA

ROCKEFELLER

im exklusiven Gespräch

GESELLSCHAFT

POLEN:

Eine Community

in Angst

STYLE

Unsere DESIGN-

Highlights für 2021

06

4 193289 401906

INTERVIEWS: JENDRIK, OWEN PALLETT, MARINA

PETITION: LIEBE KENNT KEINE PAUSE / AKTIONEN: IDAHOBIT* + QUEER IS NOT ANTI


HANDGEFERTIGT . MASSGESCHNEIDERT . INDIVIDUELL

Kaiserstraße 23 | 60311 Frankfurt am Main

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INTRO 3

Inhalt

SZENE

4 Frankfurt

12 Rhein-Main-

Neckar

14 Stuttgart

16 Mannheim

LEBEN

40 Design

• Gesellschaft

• Gesundheit

• Film

20 Bühne

32 Homoskop

34 Pink Pages

• Musik

• Kunst

• Buch

LIEBE GAB-LESER*INNEN

noch einmal gibt’s eine pandemiebedingte Doppelausgabe für Mai und Juni, prall

gefüllt mit viel Stoff zum Lesen, Anschauen und einer kräftigen Prise Inspiration.

Gegen Queer*feindlichkeit engagiert sich Benjamin Näßler mit seiner Petition

„Liebe kennt keine Pause“, ebenso wie das unermüdliche Bündnis Akzeptanz und

Vielfalt Frankfurt, das regelmäßig Aktionen zum Thema veranstaltet und für den

IDAHOBITA* eine Plakataktion samt aufwändigem digitalem Konzept entwickelt

hat. Mit Plakaten schafft auch das Queer Festival in Heidelberg Sichtbarkeit in

Zeiten des Shutdowns – checkt unsere Interviews zum Thema. Für Zerstreuung

wird auch gesorgt: Kulturtipps und Designideen fördern den süßen Eskapismus.

Achtet auf euch und die anderen – und bleibt gesund!,

Björn Berndt

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IMPRESSUM

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Leischow, Leander Milbrecht,

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(dr), Steffen Rüth, Marcel Schilling

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Lektorat (ausgewählte Texte):

Tomas M. Mielke,

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4 FRANKFURT

FOTOS: BÜNDNIS AKZEPTANZ UND VIELFALT FRANKFURT

Kolumne

ILLUSTRATION: JANIS CIMBULIS

Revolution ist ein großes Wort

für ein paar sehr kleine Zeichen.

Denn meist ist sie durch

einen nachhaltigen, grundlegenden

strukturellen Wandel

in relativ kurzer Zeit gekennzeichnet.

Ob die Einführung

von Sternchen, Unterstrich

oder Doppelpunkt in die

öffentliche Schreibweise dem

gerecht werden wird oder

bloße Symbolhandlung bleibt,

wird sich zeigen. Die Lager in

der öffentlichen Debatte um

mehr Geschlechtervielfalt und

-gerechtigkeit in der Sprache

ähneln aber denen einer

veritablen Revolte. Hier die gemäßigten

Revolutionär*innen,

die Veränderung fordern,

weil es an der Zeit ist. Dort

jene, die das bestehende

Prinzip für gottgegeben und

unumstößlich halten, vor

allem aber davon profitieren.

Darüber hinaus gibt es die

Radikal-Revoluzzer*innen, die

jeden als Feind*in betrachten,

der oder die nicht die

rigorosesten Ideen teilt.

Ihnen gegenüber stehen die

Konterrevolutionär*innen, die

alle hassen, die etwas ändern

wollen. Anders als bei ordentlichen

historischen Umstürzen

finden die Auseinandersetzungen

leider nicht mittels

mutig an Türen genagelter

Streitschriften oder rhetorisch

fulminanter Reden statt.

Vielmehr beharken sich die

Debattenteilnehmer*innen

vor allem auf Twitter und

Facebook, wobei offenkundig

wird, dass viele von ihnen

schon mit den bestehenden

Buchstaben und

Zeichen der deutschen

Sprache

heillos überfordert

sind ...

... weiterlesen auf

www.männer.media/regional/gab

Eigentlich findet der Frankfurter IDAHOBITA*

am 17.5. statt – als Erinnerung an den 17. Mai

1990, als die WHO Homosexualität aus der

Liste der Krankheiten gestrichen hatte. Der

Frankfurter IDAHOBITA* 2021 findet jedoch am

22. Mai statt – auch um am Samstagstermin

möglichst Vielen die Teilnahme zu ermöglichen.

Wegen Corona kann auch in diesem Jahr

keine Aktion auf der Hauptwache stattfinden.

Als Ersatz lädt das Bündnis Akzeptanz

und Vielfalt zu einem virtuellen Straßenfest

in einem interaktiven und dynamischen

Virtual-Reality-Raum – inklusive Themenzelten,

Aktionen und einem bunten Bühnenprogramm,

das man als Avatar besuchen

kann. Dabei kann man sich nicht nur an

verschiedene Ständen informieren, sondern

auch mit den anderen Bescher*innen per

Videochat-Fenster unterhalten.

Parallel dazu gibt es einen Livestream

mit verschiedenen Redebeiträgen,

unter anderem vom

Kai Klose, dem Hessischen

Staatsminister für Soziales

und Integration. Die Talkrunden

legen den Fokus auf geschlechtliche

Vielfalt. Dazu

gibt’s DJ-Sets, Lyrik, Theater

und Comedy von Malte Anders

COMMUNITY

IDAHOBITA*

IM VIRTUELLEN RAUM

Das Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt lädt anlässlich des IDAHOBITA*, dem

Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-. Inter*-, Trans*- und Asexuellenfeindlichkeit,

in diesem Jahr zu einem innovativen digitalen Event: Neben einem mehrstündigen

Livestream kann man außerdem ein virtuelles Straßenfest besuchen und mit anderen

Gästen ins Gespräch kommen. Begleitet wird die Veranstaltung außerdem mit

einer Identitäten-Plakataktion.

und verschiedene Videobeiträge. Durch das

Programm führen das Moderator*innenteam

Shenja Kerepesi und Jordan Hanson.

Zusätzlich gibt es unter dem Titel „zwölf

Menschen – zehn Identitäten – eine Gemeinschaft“

eine Plakat- und Online-Kampagne,

die Personen mit unterschiedlichen

geschlechtlichen wie sexuellen Orientierungen

sowie und die aufmunternde Aufforderung

„Lern mich kennen“ zeigt. Zu jedem

Motiv gibt es einen Videoclip, in dem die Person

sich vorstellt. Die Identitätenkampagne

läuft unter #ichbinmensch. *bjö

22.5., IDAHOBITA* virtuell, Livestream

16 – 21 Uhr auf dem YouTube-Kanal des

Bündnis Akzeptanz und Vielfalt Frankfurt,

virtuelles Straßenfest ab 17 Uhr bei Gather

Town.

Links und Infos auch zur Plakataktion gibt

es über www.vielfalt-frankfurt.de

Für die Künstler*innenhonorare des

IDAHOBITA* sowie zur Kostendeckung des

virtuellen Straßenfests und der Kranzniederlegung

am Frankfurter Engel hat das

Bündnis eine Spendenaktion gestartet und

freut sich über finanzielle Unterstützung:

www.startnext.com/suppoertidahobita-ffm-2021


6 FRANKFURT

LIEBE

PETITION

KENNT

KEINE

PAUSE

FOTO: RENE BECK – WEIGANGPHOTOGRAPHY

„Wer ein weltoffenes und weltumfassendes

Sportevent organisiert, der muss auch weltoffen

und tolerant sein.“

Im Vorfeld der Fußball-WM

2022 in Katar tauchten bereits

einige Unstimmigkeiten auf;

unter anderem ließ die dortige

Regierung verlauten, dass Homosexualität

während der WM nicht öffentlich gezeigt

werden dürfe. Das animierte den amtierenden

Mr Gay Germany Benjamin Näßler

Ende November 2020 dazu, die Kampagne

„Liebe kennt keine Pause“ ins Leben zu

rufen, die sich dafür einsetzt, eine WM zu

ermöglichen, bei der alle Menschen unabhängig

von Herkunft, Religion, Geschlecht,

Hautfarbe und sexueller Neigung willkommen

sind.

Mit einer Unterschrift kann man die

Petition „Liebe kennt keine Pause“ unterstützen

– Einzelheiten erklärt Benjamin

Näßler im Interview.

Erkläre kurz die Kampagne und Petition

„Liebe kennt keine Pause“.

„Liebe kennt keine Pause“ mache ich

gemeinsam mit Bernd Reisig und seiner

Stiftung „helfen helfen“. Der Name „Liebe

kennt keine Pause“ bezieht sich auf ein

Zitat der Organisatoren, die homosexuelle

Menschen bitten, ihre Homosexualität für

die vier Wochen zu pausieren. Wir finden,

wer ein weltoffenes und weltumfassendes

Sportevent organisiert, der muss auch

weltoffen und tolerant sein. Da gehört

es sich einfach nicht, dass man sagt, die

Homosexuellen dürfen kommen, aber

sie sollen doch bitte ihre Homosexualität

nicht ausleben. In Katar ist Homosexualität

verboten; wer öffentlich Händchen hält

oder ähnliches wird mit bis zu fünf Jahren

Gefängnis bestraft.

Das Ziel der Petition ist auch, Aufmerksamkeit

für das Thema zu bekommen.

Und wir wollen, dass der DFB während

der WM Flagge zeigt und sich solidarisiert.

Zum Beispiel im Form eines öffentlichen

Statements, nach dem Motto „Wir haben

die klare Botschaft, dass der DFB alle Lebensweisen

unterstützt, toleriert, akzeptiert

und respektiert, genau so bunt und

vielfältig wie das Leben eben ist“. Und dass

der DFB es nicht gutheißt, dass während

der WM homosexuelle Liebe pausieren

soll. Das I-Tüpfelchen wäre, wenn der DFB

zusätzlich ein visuelles Zeichen setzt, zum

Beispiel mit einem regenbogenfarbenen

Logo, regenbogenfarbenen Schnürsenkeln

oder einer regenbogenfarbenen Kapitänsmütze

oder ähnlichem. Oder dass einer

der Sponsoren sein Logo auf den Trikots

regenbogenfarben bringt.

Wie läuft die Petition?

Wir haben bereits knapp 1.700 Unterschriften

gesammelt (Stand: Mitte April,

Anm. d. Red.), aber wir würden schon gerne

noch ein paar tausend Stimmen mehr

sammeln. Die Fußball-WM startet ja erst

2022, von daher haben wir ja noch ein

bisschen Zeit. Nichtsdestotrotz ist es klar,

je früher wir die Petition abgeben, umso

einfacher wird es.

Du hast mir im Vorfeld erzählt, dass

ihr auch ein Fußballturnier plant?

Ja, die Kampagne „Liebe kennt keine Pause“

setzt auf mehrere Bausteine. Neben

der Petition wollen wir unser Anliegen auch

mit einem Fußballturnier publik machen,

zu dem wir nicht nur gezielt LGBTIQ*-Ver-


FRANKFURT 7

eine einladen, sondern alle Sportvereine ansprechen wollen.

Volker Bouffier hat die Schirmherrschaft übernommen und

es wird mit ziemlicher Sicherheit im Deutsche Bank Park

Stadion stattfinden. Aber wir müssen schauen, ob das mit

Corona noch in diesem Jahr möglich ist. Zum Fußballturnier

soll auch eine Party stattfinden.

Wir möchten unsere Kampagne außerdem mit Videobotschaften

von nationalen und internationalen prominenten

Menschen bekannt machen.

Wir haben bereits einige Prominente gewinnen können, unter

anderem Vize-Kanzler Olaf Scholz und Politiker wie Lars

Klingbeil, die Hessische Umweltministerin Priska Hinz, dann

die Rheinland-Pfälzische Familienministerin Anne Spiegel

oder Stefan Reuß vom Hessischen Fußballverband. Aus

dem LGBTIQ*-Bereich sind zum Beispiel Lauritz Hofmann

und Lars Tönsfeuerborn aus der „Prince Charming“-TV-

Show dabei. Auch Mr Gay Germany 2019 Marcel Danner hat

ein Statement abgegeben.

Apropos Prominente: Der ehemalige Profi-Fußballer

Philipp Lahm hat in diesem Zusammenhang

Schlagzeilen mit seinem Buch „Das Spiel: Die

Welt des Fußballs“ gemacht; dort rät er von einem

Outing während der aktiven Phase als Fußballer

ab. Die Chancen, dies unbeschadet zu überstehen,

seien gering, da es im Profifußballalltag vermutlich

an Akzeptanz fehlen würde. Wie viel Wahres steckt

in Lahms Aussage?

Er hat Recht damit, dass es weiterhin ein Tabuthema

ist. Aber mit so einer Aussage, wie er sie getroffen hat,

kommen wir natürlich auch nicht weiter. Das sehe ich eher

als einen Rückschritt als ein Fortschritt. Und das finde ich

schon sehr schade.

Ich finde es schwierig, dass er grundsätzlich von Outings

abrät. Jeder Mensch ist anders, jeder Mensch hat andere

Voraussetzungen und jedem Menschen sind andere Dinge

wichtig. Besonders als Botschafter und Turnierdirektor

der EM 2024 in Deutschland hätte ich mir von Lahm

gewünscht, dass er Mut macht und für ein weltoffenes

Deutschland spricht und sagt, wir Deutschen haben damit

kein Problem und wir setzen uns dafür ein. Wie zum Beispiel

die vielen Fußballerinnen und Fußballer, die in einer Kampagne

des Magazins „11 Freunde“ gesagt haben „Ihr könnt

auf uns zählen“. Das hat Philipp Lahm meiner Meinung nach

verpasst.

1.4.21

—30.1.22

Farben ordnen

Welten

Interview: Björn Berndt

Wer die Petition unterstützen möchte, die eine Fußball-

WM fordert, bei der alle Menschen unabhängig von

Herkunft, Religion, Geschlecht, Hautfarbe und sexueller

Neigung willkommen sind, klickt auf die Website

www.LiebeKenntKeinePause.de oder auf

www.change.org/Liebe-kennt-keine-pause

Das komplette Interview gibt’s auf www.männer.de/

regional/gab


8 FRANKFURT

FOTOS: ANNETTE KÜHN

COMMUNITY

GEMEINSAM

gegen queer*feindliche Gewalt

Jessica Walker

Im Rahmen einer Kundgebung

des Bündnis Akzeptanz und

Vielfalt Frankfurt haben sich

Vertreter*innen aus Politik und

Community am 1. April auf der Frankfurter

Hauptwache solidarisch mit Opfern

queerer Gewalt gezeigt.

Trauriger Anlass war unter anderem der

Angriff auf eine Trans*frau am 20. März in

der Frankfurter Innenstadt, bei dem die

27-jährige erheblich verletzt wurde.

Das sei „beschämend für unsere Stadt“

beschrieb Frankfurts Dezernentin für

Integration und Bildung Sylvia Weber den

Angriff, auch nachdem es im November

vergangenen Jahres bereits einen ähnlichen

drastischen Fall in der Frankfurter Innenstadt

gegeben hat. Petra Weitzel von der

Deutschen Gesellschaft für Transidentität

und Intersexualität forderte in ihrer Rede

mehr Aufklärung zu den Themen Homosexualität

und Trans*identität; dies müsse

bereits in der Schule beginnen, denn Hass

sei nicht gegeben, sondern erlernt.

Neben Weber, Weitzel und weiteren

Vertreter*innen aus Politik und Community,

fanden auch zwei Dragqueens den

Weg ans Megaphon: Jessica Walker, Mutter

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FRANKFURT 9

der Frankfurter Dragszene und Zeugin

des Angriffs im März, überzeugte mit

einer energischen wie emotionalen Rede

und kommentierte den Angriff mit dem

entschiedenen Appell „Das geht so nicht!“.

Mit Queen Christy Moon sprach eine

Vertreter*in der jüngeren Dragszene zum

Publikum und fand solidarische Worte.

MEHR QUEER*FEINDLICHE GEWALT?

Bundesweit nehmen die Zahlen

queer*feindlicher Gewalt zu: Der LSVD

veröffentliche kürzlich eine Statistik des

Bundesinnenministeriums, nach der 2020

insgesamt 782 Straftaten von Hasskriminalität

gegen LSBTIQ* registriert wurden,

darunter 154 Gewalttaten – ein Anstieg

von 36 Prozent gegenüber 2019.

Auch für Frankfurt muss der Trend bestätigt

werden: Laut der Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums

Frankfurt PKS für 2020 gab es

im Vergleich zu 2019 einen Anstieg von 198

auf 247 angezeigte Fälle. Queer*feindlich

motivierte Straftaten werden derzeit in

der PKS Frankfurt unter „politisch motivierte

Kriminalität von rechts“ erfasst und

subsummiert; eine eigene Kategorie gibt es

noch nicht.

Schaut man auf die allgemeine Entwicklung

der Kriminalitätsstatistik, so ist die Quote der

Rohheitsdelikte, also Körperverletzung und

gefährliche Körperverletzung, von 8,1 auf 9,5

Prozent gestiegen sei, ergänzt Felicia Krapp,

Ansprechpartnerin für gleichgeschlechtliche

Lebensweisen AgL der Polizei Frankfurt. In

der Betrachtung des allgemeinen Anstiegs

von Straftaten machen queer*feindliche

Straftaten also leider keine Ausnahme.

„Wir werten die Statistiken und die Orte, wo

sie begangen wurden, aus“, erklärt Felicia

Krapp weiter. Beleidigungen und Körperverletzungen

seinen in diesem Zusammenhang

die häufigsten Straftaten. Die Zeil und ihre

Umgebung stehen dabei erfahrungsgemäß

im Fokus. „Die Kolleg*innen dort wissen um

das Problem und sind entsprechend geschult“,

versichert Felicia Krapp und ermutigt,

sich bei Vorfällen an die Beamt*innen vor Ort

zu wenden. Denn die Dunkelziffer im Bereich

der queer*feindlichen Delikte sei nach wie

vor hoch – und nur wenn queer*feindliche

Straftaten gemeldet werden, können sie in

die Statistik einfließen und entsprechende

Maßnahmen erfolgen.

Ein mehr oder weniger positives Beispiel:

Am Rande der Veranstaltung am 1. April

kam es zu einem queer*feindlichen Zwischenfall.

Gäste der Kundgebung wurden

auf dem Weg zur Hauptwache beschimpft

und angepöbelt; die Polizei konnte jedoch

eingreifen und die Betroffenen konnten

Anzeige erstatten.

„In allen Belangen, wie beispielsweise

allgemeine Fragen und Information zum

Thema, Problem- und Konfliktberatung,

bei Straftaten oder sonstigen Vorkommnissen,

die homo- oder transphobe

beziehungsweise diskriminierende Motive

erkennen lassen, kann man sich natürlich

jederzeit auch an mich wenden“, ergänzt

Felicia Krapp. *bjö

Kontakt zur Ansprechpartnerin für

gleichgeschlechtliche Lebensweisen

AgL der Polizei Frankfurt Felicia Krapp,

069 75566777 und 069 75566999,

www.polizei.hessen.de/rainbow

www.vielfalt-frankfurt.de


10 FRANKFURT

FOTO: PEXELS.COM/COTTONBRO

MASKE

TRAGEN

zeugt auch von Respekt!

FOTO: PRÄVENTIONSRAT DER STADT FRANKFURT

Seit November vergangenen

Jahres gilt in der Frankfurter

Innenstadt eine Maskenpflicht

zwischen 8 und 22 Uhr. Um

der sinkenden Bereitschaft zum Tragen

einer Maske entgegenzuwirken, hat der

Präventionsrat der Stadt Frankfurt eine

Plakataktion gestartet: „Respekt heißt,

Maske zu tragen, um sich und andere zu

schützen“ lautet ihr Slogan.

Die Plakataktion ist Teil der bestehenden

Kampagne „Frankfurt zeigt Respekt“, die

seit 2018 mit Plakaten den respektvollen

Umgang aller Menschen der Stadtgemeinschaft

thematisiert. Die Kampagne

startete zunächst mit acht Motiven, die

exemplarisch die Bereiche sexuelle Orientierung,

Geschlecht, Hautfarbe, religiöse

Anschauung, Behinderung, Herkunft und

Alter ansprachen. Erweitert wurden die

Motive um drei weiter Motive, die Helfer

wie einen Feuerwehrmann, eine Polizistin

und eine Ersthelferin zeigen – auch sie verdienen

Respekt, wie jeder andere auch. Mit

dem neuesten Plakatmotiv „Respekt heißt,

Maske zu tragen“ wirbt die Stadt Frankfurt

insbesondere in Coronazeiten erneut für

respektvolles Miteinander im öffentlichen

Raum. Das Hauptproblem mit gegenseitigem

Respekt: Er wird gerne eingefordert,

aber leider viel seltener gezeigt.

Sich in andere hineinzuversetzen kann ein

erster Schritt sein. Die Frage sollte lauten:

Was muss ich nach außen darstellen, um

selbst respektvoll behandelt zu werden?

Und was kann ich tun, damit der oder die

andere* sich respektvoll behandelt fühlt?

Ein Perspektivwechsel, der wichtig für ein

gutes Miteinander ist. *bjö

Mehr Infos zu „Frankfurt zeigt Respekt“

gibt’s über www.gewalt-sehen-helfen.de


NACHRUF

René-Patrick Bischel

Ende Februar ist René Bischel unerwartet

gestorben. Er gehörte seit Anfang der 90er

fest zur Frankfurter Szene – angefangen

hat er als Barkraft im Club „Blue Angel“

mit Mama Hesselbach und Henk, anschließend

arbeitete er im Lucky’s Manhattan,

Comeback, Tangerine und Zur Hex, die

zuerst in der Gelbehirschstraße in unmittelbarer

Nähe zur Konstablerwache war und

später in die Elefantengasse umzog – die

legendäre Bar im Basement, die René als

Inhaber betrieb. Nachdem die Hex Ende

2019 schließen musste, arbeitete René

zuletzt im „Le Kaschemm“ im Frankfurter

Nordend. Eigensinnig wie scharfzüngig war

Patrick nicht immer einer der einfachsten

Zeitgenossen, aber hat als Persönlichkeit

der Frankfurter Szene das Bermudadreieck

mitgeprägt. René wurde 48 Jahre. Mit ihm

geht ein Stück Frankfurt. *fd, bjö

Hinweis der Redaktion: In der Printausgabe 04/2021 hatten wir ein falsches

Foto zum Nachruf abgedruckt; wir bitten dies zu entschuldigen.

FOTO: FD

GESUNDHEIT

Vorträge der AHF

Die monatliche Vortragsreihe der

AIDS-Hilfe Frankfurt AHF findet

nach wie vor als online-Veranstaltung

statt. Im Mai und Juni stehen

zwei unterschiedliche Themen auf

dem Programm: Ganz praktisch

erklärt Steve Willich, Projektkoordinator

des maincheck_up, am 26. Mai

den Heimtest sam health. Mit ihm

kann man sich nicht nur eine HIV-

Infektion nachweisen, sondern sich

auch auf die STIs Syphilis, Chlamydien

und Gonorrhoe testen; die jeweiligen

Proben kann jede Testperson zu

Hause entnehmen und sie per Post

ins Labor schicken. Steve Willich

erläutert den genauen Ablauf und

die Vorteile von sam health.

Erstmal theoretischer ist der Vortrag

FRANKFURT 11

am 9. Juni: Dr. Ute Engelbach, Oberärztin

im Bereich Psychosomatische

Medizin in der Uniklinik Frankfurt,

spricht über ein immer noch aktuelles

Thema: Die Stigmatisierung

und Diskriminierung von Menschen

mit HIV und Aids, die sich trotz der

heutigen guten Behandlungs- und

Präventionsmöglichkeiten hartnäckig

hält. Welche psychischen Folgen

Anfeindungen und Diskriminierung

haben, wird an diesem Abend diskutiert.

*bjö

26.5. und 9.6., Vorträge der AHF,

kostenlose Videokonferenzen über

Cisco WebEx, 19:30 Uhr;

Anmeldung vorab über

frankfurtervortrag@maincheck.de

FOTO: MAREK STUDZINSKI, PIXABAY.COM, GEMEINFREI

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12

RHEIN-MAIN-NECKAR

Community

IDAHOBIT* IN WIESBADEN

Der Verein Warmes Wiesbaden,

die Aidshilfe Wiesbaden

und die Kana Jugendkirche

laden am Internationalen Tag

gegen Homo-, Bi-, Inter*- und

Trans*-Feindlichkeit zu einer

gemeinsamen Kundgebung

auf dem Mauritiusplatz.

Freuen kann man sich auf

Redebeiträge und Mitmachaktionen

– natürlich alles im

Rahmen der dann geltenden

Corona-Regeln. Details gibt es

immer aktuell über die Warmes

Wiesbaden-Website oder

die Facebookgruppe. *bjö

17.5., Mauritiusplatz,

Wiesbaden, 15 – 18:30 Uhr,

www.warmeswiesbaden.de,

www.facebook.com/

warmeswiesbaden

FOTO: YOKSE ZOK, UNSPLASH.COM, GEMEINFREI

FILM

RUN – Coming-out-Drama

aus dem Rhein-Main-Gebiet

Das „open mind Ensemble“ präsentiert

mit „RUN“ einen ambitionierten

Coming-out-Film, der

komplett im Rhein-Main-Gebiet

entstanden ist. Die Premiere ist für Anfang

Juli geplant.

Leon geht oft Joggen. Das macht seinen

Kopf frei. Und das braucht Leon, denn er

fühlt sich schlecht. Der 22-jährige ist schwul

und hat seinen Platz im Leben noch nicht

gefunden. Viel schlimmer: Er glaubt, dass

die Welt sich gegen ihn verschworen hat –

insbesondere wegen seiner Homosexualität.

Bevor er allerdings erkennt, dass es in

Ordnung ist, so wie er ist, muss er sich mit

einigen ganz anderen, unvorhergesehenen

Ereignissen herumschlagen.

Das Coming-Out-Drama „RUN“ ist das

neueste Projekt des „open mind Ensembles“,

das 2018 von den Theaterpädagog*innen

und Regisseur*innen und Oli Becker und

Heike Englisch gegründet wurde. Becker

ist unter anderem auch als CSD-Moderator

in Frankfurt und Hanau bekannt. Im ehren-

interiors

stimpert fotografie


RHEIN-MAIN-NECKAR 13

FOTOS: OPEN MIND ENSEMBLE

amtlich agierenden Ensemble sind alle

willkommen und vertreten – Menschen

unterschiedlicher Nationen, Sexualitäten

und teils mit körperlichen Einschränkungen.

Das Projekt möchte sich mit Mitteln

der Kunst gegen Ausgrenzung engagieren

und hat bereits zwei Theaterstücke zum

Thema Mobbing und Selbstbehauptung

auf den Weg gebracht. Für das neueste

Projekt „RUN“, das sich dem Thema Outing

widmet, hat sich das Team bewusst

für das Medium Film entschieden – „einfach,

weil wir mehr Nachhaltigkeit und

mehr Menschen anderer Altersklassen

erreichen möchten“, erklärt Oli Becker.

„Das zentrale Thema des Films ist, dass

der Protagonist Leon nicht zu seiner

Sexualität stehen kann. Daher beurteilt

er Reaktionen aus seinem Umfeld

oftmals als überspitzter als sie wirklich

sind und bezieht vor allem alles Negative

auf seine Homosexualität“, erklärt

Becker weiter. Damit möchte der Film

weg von der klassischen Opferrolle. „Es

soll natürlich nichts heruntergespielt

werden“, erklärt Becker weiter. „Allein im

Hinblick auf die europaweit wachsende

Homofeindlichkeit. Aber wir möchten

im Film den Aspekt herausarbeiten,

dass es auch darauf ankommt, wie man

selbst mit Reaktionen aus dem Umfeld

umgeht“. Und oftmals haben Menschen

auch weniger Vorurteile als man denkt:

„Man sollte nicht pauschalisieren. In einer

Umfrage in unserem Ensemble haben wir

zum Beispiel herausgefunden, dass ältere

Menschen oftmals weniger Vorurteile

haben als jüngere. Natürlich gibt es auch

diejenigen Menschen, die sagen ‚ich

habe kein Problem damit, aber …’. Die

kommen auch in unserem Film vor“. Der

charismatische Yannik Arora spielt Leon.

Unter den 28 Laiendarsteller*innen und

90 Kompars*innen zwischen 16 und 75

Jahren sind auch die Dragqueens Tante

Gladice und René Rexhausen sowie

Radio-Moderator Steve Euler und Karbens

Bürgermeister Guido Rahn zu sehen.

„RUN“ soll am 2. Juli Premiere im Open Air

Kino in Karben feiern und in Folge auch in

anderen Open Air Kinos, Programmkinos

und auf Festivals gezeigt werden und auch

als Unterrichtsfilm für Schulen zur Verfügung

stehen. *bjö

Mehr Infos, auch zur Premiere am 2. Juli

im Open Air Kino Karben, über

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14 STUTTGART

FOTSO: IG CSD STUTRTGART E.V.

CSD STUTTGART

#Schaffe, schaffe – bunter werden

Polit-Parade Stuttgart, 2019

Echt schwäbisch ist das

diesjährige Motto des CSD

Stuttgart. Es ist aber nicht

nur angelehnt an das Sprichwort

„Schaffe, schaffe, Häusle baue“,

sondern schlägt im 20. Jubiläumsjahr

des CSD Vereins den Bogen zurück zu

dessen erstem CSD-Motto „Stuttgart

ist bunt“.

Eine Menge Stolz schwingt schon mit,

wenn der CSD Verein Stuttgart auf

seine 20 Jahre zurückblickt; denn neben

bekannten Queer-Metropolen wie Köln

oder Berlin kann Stuttgart sich durchaus

behaupten: Hier wird – gemessen an

den Besucher*innenzahlen – nicht nur

Deutschlands drittgrößter CSD gefeiert,

dessen Ursprung sogar bis ins Jahr

1979 zurück reicht, als unter dem Titel

„Homobefreiung“ die erste Demo für

queere Rechte in Stuttgart stattfand.

„Szenekneipen wurden toleriert, Paragrafen

dafür ignoriert. Die geschah bereits

zu Zeiten, als Homosexuellen in den sich

ihrer Toleranz rühmenden Metropolen

noch von der Polizei nachgestellt wurde“,

heißt es in einer Erklärung des CSD Vereins

zur langjährigen Kultur von Akzeptanz

und Toleranz in Stuttgart.

„Allerdings sorgt auch eine aktive und

engagierte LSBTIQ*-Szene alleine

nicht für ein buntes Stuttgart. Vielmehr

braucht es auch eine Mehrheitsgesellschaft,

die dieser Vielfalt offen begegnet“,

so der CSD Verein weiter. „Der Weg

zu einer bunteren Gesellschaft ist ein

langer Prozess, den wir vor vielen Jahren

eingeleitet haben und an dessen Ende

wir noch lange nicht angelangt sind“.

Genau darauf zielt das Motto 2021 ab: „Es

liegen noch große Aufgaben vor uns, dessen

müssen wir uns zum einen bewusst

sein und zum anderen müssen diese Missstände

sichtbar für alle sein“. Beispielhaft

nennt der Verein die Modernisierung des

Abstammungs- und Personenrechts sowie

des Transsexuellen-Gesetzes, Verbot der

Konversionstherapien zur „Heilung“ von

Homosexualität, eine realistische Regelung

für Blutspenden von homo- und bisexuellen

Männern oder eindeutige Regelungen

für LSBTIQ*-Geflüchtete – „diese Aufzählung

könnte noch eine ganze Weile so fortgeführt

werden“, so der Verein. Also muss

weiterhin angepackt werden – „Schaffe,

schaffe – bunter werden“.

Der CSD Verein plant derzeit für den 31.

Juli eine Polit-Parade in der Stuttgarter Innenstadt

sowie eine queere Infomeile am

31. Juli und 1. August auf dem Schlossplatz

als Alternative zum „Hocketse“-Straßenfest.

Auch die CSD Kulturtage sollen vom

16. Juli bis 1. August mit einer Vielzahl von

Veranstaltungen und Diskussionsrunden

für queere Sichtbarkeit sorgen. *bjö

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16 MANNHEIM

Dominic Hauser Martin Müller Frederik Busch

FOTO: BENJAMIN SCHNEPP

FOTO: M.MÜLLER

QUEER FESTIVAL:

Queer Is Not Anti

FOTO: BENJAMIN SCHNEPP

Das Queer Festival Heidelberg

muss aufgrund der aktuellen

Situation und fehlender

Planungssicherheit auch in

diesem Mai entfallen. Trotz der traurigen

Nachricht bleibt der Verein Queer Play

e.V., der das Festival zusammen mit dem

Kulturhaus Karlstorbahnhof e.V. veranstaltet,

aktiv. Wir haben mit Dominic

Hauser und Martin Müller von Queer Play,

sowie Frederik Busch, dem Vorsitzenden

des diesjährigen Fotowettbewerbs, über

die Alternativpläne gesprochen. *bjö

Die Absage des Queer Festivals

bedeutet mehr als die bloße Absage

einer Konzert-, Party- und Kulturreihe;

wieso ist das Fehlen des Events

besonders dramatisch?

Dominic Hauser: Wir fiebern ja alle

darauf zu, dass es mit Kultur, Partys et

cetera möglichst bald wieder losgehen

kann und das betrifft natürlich nicht

nur die queeren Veranstaltungen. Doch

wenn solche Events dem einzigen

Zufluchtsort entsprechen, in dem man

gemeinsam mit anderen LSBTIQ* queere

Kultur und positiv gelebte Queerness

erleben kann, dann geht es doch um

mehr. Unser Kontakt zur Community im

letzten Jahr hat uns verdeutlicht, wie

einschneidend die Absagen sind und

wie wichtig das Community Festival als

Treffpunkt für LSBTIQ* Menschen in der

Region ist.

Auch aktuelle Studien – zum Beispiel

„Die Situation von Menschen in

Deutschland während der Corona-

Pandemie“ der Charité Berlin vom März

2021 – belegen, dass queere Menschen

in besonderem Maße von den derzeitigen

Einschränkungen betroffen sind

und aktuell häufiger als cis-hetero Menschen

unter Einsamkeit und Depressionen

leiden. Dies betrifft alle LGBTIQ*,

doch im Besonderen queere Jugendliche,

die seit Monaten in Isolation

und teilweise in nicht-akzeptierenden

Familien leben. Dies betrifft auch all

diejenigen, die nach wie vor aus verschiedensten

Gründen ungeoutet sind,

ältere LGBTIQ* oder Neuzugezogene,

ob Student*innen oder Geflüchtete,

die seit mehr als einem Jahr kaum eine

Möglichkeit haben, in einer teils fremden

Stadt Anschluss zu finden.

Könnt ihr wie im vergangenen Jahr

trotzdem Alternativen anbieten?

Martin Müller: Der Verein Queer Play e.V.

versucht mit einem enormen ehrenamtlichen

Kraftakt weiter neue Partizipationsangebote

zu schaffen. Die wenigen

Veranstaltungen, die 2020 physisch

umsetzbar waren, waren ausgebucht

und auch digital hatten wir beeindruckende

Teilnehmendenzahlen.

Unsere Priorität besteht daher darin,

auch jetzt die LSBTIQ* Community in

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MANNHEIM

17

den kommenden Monaten zu unterstützen und wenn

möglich zusammenbringen. Neben Beratungsangeboten

ist es ebenso wichtig, positiv besetzte und gemeinsame

Erlebnisse zu schaffen – was digital aber leider nur

bedingt möglich ist. Sobald es grünes Licht für die Open

Air-Sommerbühne am Karlstorbahnhof gibt, werden wir

mit Events und Veranstaltungen für Vielfalt und queeres

Leben sorgen. Zum Beispiel soll es dann auch wieder

Konzerte oder den genderfluiden Flohmarkt geben. Auf

unserer Webseite halten wir dazu auf dem Laufenden.

Was auf jeden Fall stattfinden wird, ist die Plakatausstellung,

die in diesem Jahr Fotos zum Thema

„Queer Is Not Anti“ zeigt. Stellt das Projekt bitte kurz

vor und erklärt die Kriterien der Jury, die die eingereichten

Fotoarbeiten ausgewählt und prämiert hat.

Frederik Busch: Wie letztes Jahr mit der „Breaking Gender

Stereotypes“ Ausstellung, werden wir auch in diesem

Jahr wieder die Straßen Heidelbergs zum Ausstellungsraum

machen. Bei „Queer Is Not Anti“ geht es uns darum,

den Blick für das gesamte Spektrum von Queerness zu

öffnen, insbesondere auf gelebte Queerness in nichteuropäischen

Gesellschaften. In der diesjährigen Auswahl

sind inhaltliche Originalität, formale Konsistenz, kollaborative

Ansätze und die innere Haltung der Fotograf*innen

entscheidend. Ebenso wichtig ist uns, dass die fotografischen

Blicke nicht nur auf Queerness blicken, sondern

selbst Queerness in sich tragen. Mehr als 140 Fotoprojekte

von allen Kontinenten dieser Erde erreichten uns in

diesem Jahr. Entsprechend der wachsenden Anzahl von

Einreichungen wählte die internationale Jury dieses Jahr

gleich zwölf Projekte aus, die ab dem 8. Mai online auf

unserer Website und im öffentlichen Raum in Heidelberg

sichtbar gemacht werden. Die ausgezeichneten Projekte

stammen aus Israel, Mexiko, Spanien, der Elfenbeinküste,

Thailand, Brasilien, der Schweiz, Großbritannien, den USA,

Russland und China.

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Seit wann gibt es den Verein „Queer Play“ und was

macht ihr? Wird der Verein finanziell gefördert?

Dominic Hauser: Das Queer Festival selbst gibt es seit

2009. Um den schnell wachsenden Handlungsfeldern

zum Beispiel in der Programm- und Festivalorganisation,

Fördermittelakquise oder der Arbeit mit verschiedenen

Kooperationspartner*innen der Stadt gerecht zu werden,

gründeten wir 2014 den gemeinnützigen Verein Queer

Play e.V.. Über einzelne projektbezogene Förderungen hinaus,

hat der Verein keine eigenen Mittel. Wir sind jedoch

aktuell dazu in Gesprächen mit unserer Stadt beziehungsweise

dem Gemeinderat. Allein ehrenamtlich ist die

Arbeit nach all den Jahren einfach nicht mehr zu leisten.

Und die Situation durch Corona bedeutet noch zusätzlichen

Organisationsaufwand.

Wir denken, die Stadtverwaltung hat mittlerweile erkannt,

wie wichtig das Festival für die eigene Bevölkerung im

lokalen Kulturbetrieb geworden ist. Das gilt ebenso für

den Tourismus, die Studienortwahl oder für Expats der in

der Region ansässigen Unternehmen. Nach der Bewerbung

und Aufnahme Heidelbergs in das Rainbow Cities

Network 2020, zu dessen Erfolg wir mit dem Festival

einen gewichtigen Beitrag leisten konnten, hoffen wir nun

sehr auf eine Förderung durch die Stadt Heidelberg um

das Projekt Queer Festival weiter am Leben zu halten.

Mehr Infos zu Angeboten und Veranstaltungen

sowie dem Fotowettbewerb „Queer Is Not Anti“ über

www.queerfestival.de


18 MANNHEIM

Mehr als 140 von Amateur- und

Profifotograf*innen aus der ganzen Welt

eingereichte Fotoarbeiten machten die Entscheidungsfindung

für die internationale Jury

des Heidelberger Foto- und Plakatprojekts „Queer

Is Not Anti“ nicht leicht. 12 Fotografien wurden

ausgewählt, deren Werke gelebte Queerness zeigen

und die, als Poster in der Innenstadt Heidelbergs

plakatiert, den Blick für die Bandbreite des Queeren

Spektrums öffnen sollen. Wir zeigen ausgewählte

Arbeiten der 12 Finalisten. Alle 12 Arbeiten sind seit

dem 8. Mai in der Heidelberger Innenstadt sowie auf

der Website des Queer Festivals zu sehen. *bjö

FOTO: LYDIA MORALES

Lydia Metral aus Spanien: Les Insouciants

QUEER IS NOT ANTI:

Kunstaktion in Heidelberg

FOTO: ODED WAGENSTEIN FOTO: NELSON MORALES

Nelson Morales aus Mexiko: „Muxes“

www.queerfestival.de

FOTO: JAMES EMMERMAN

James Emmerman aus den USA: „Queer New York“, Portraits

Oded Wagenstein aus Israel: „Transparent Curtains: aging through the eyes of gay elders living in Israel“


COMMUNITY

DAHOBIT* Rhein-Neckar

Das Queere Netzwerk Heidelberg wird zusammen mit Queer

Play, dem Queer Festival Heidelberg vom 13. bis zum 17.

Mai verschiedene Aktionen und digitale Veranstaltungen

anbieten. „Am 17. Mai selbst sollte es einen gemeinsamen

Community-Tag in Präsenz geben“, erklären Dominic Hauser

und Martin Müller vom Queer Festival und Queer Play e.V.. „Da

mit der aktuellen Pandemie-Entwicklung generell die Chancen

auf eine mögliche Veranstaltung in Präsenz schwinden,

haben wir parallel die Planungen auf digitale Inhalte umgestellt.

Teile des bereits geplanten Programms, wie Ansprachen,

Drag-Shows et cetera müssen wohl im Netz gestreamt

werden, andere werden sobald möglich nachgeholt“.

Auch PLUS Mannheim ist Teil des IDAHOBIT* Rhein-Neckar

und wird bei einer Paneldiskussion vertreten sein. *bjö

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MANNHEIM 19

Alle Infos gibt’s über www.queeres-netzwerk-hd.de

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COMMUNITY

CSD Rhein-Neckar: Na K.L.A.R.

Das Motto des diesjährigen CSD Rhein-Neckar wurde am 28.

April bekannt gegeben: „Na K.L.A.R.“ – K.L.A.R. steht für Kultur,

Lebenslust, Akzeptanz und Respekt. Das Team möchte mit

dem Motto vor allem einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft

werfen: „Die Kulturszene und die Queere Kulturszene haben einen

bedeutsamen Einfluss auf die queere Selbstverwirklichung,

da bestehende gesellschaftliche Konstrukte in Frage gestellt

werden und Leute dazu ermutigt werden, neue unerforschte

Wege zu bestreiten“, heißt es dazu in einer Erklärung. „Da

verschiedene queere Gruppierungen aufgrund der Pandemie

besonders benachteiligt wurden, erhoffen wir für sie in diesem

Jahr das Wiederfinden ihrer Lebensfreude und Lebenslust.

Akzeptanz und Respekt sind dieses Jahr ebenfalls von großer

Bedeutung, da wir besonders an den Beschluss der #LGBTIQ-

FreedomZone des Europaparlaments appellieren. *bjö

www.dademit.de www.dademit.de

14.8., CSD Rhein-Neckar, Infos über www.csdrn.de,

www.facebook.com/csdrn und www.instagram.com/csdrn

FOTO: MP

Geiles Stück!

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Biss dann

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CSD Rhein-Neckar 2018


20 BÜHNE

AUSSTELLUNG

FARBEN

ordnen die Welt

Armring (Detail), Federn, Rindenbast, Palmblatt und Baumwolle Kaypaó Txukarramãe, gesammelt von Lutz Boglar, 1988

Obwohl die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Wahrnehmung von Farben bei allen

Menschen gleich sind, gibt es in den Sprachen der Welt nicht nur ganz unterschiedliche und

auch ganz unterschiedlich viele Worte für ein und denselben Farbeindruck. Auch die Bedeutungen

und Assoziationen die Farben variieren zwischen den Kulturkreisen. Das Frankfurter

Weltkulturen Museum hat dazu geforscht.

Der Titel der Ausstellung „Grüner Himmel,

blaues Gras“ verdeutlicht das Phänomen: In

der japanischen Dichtung ist oft von blauem

Gras und grünem Himmel die Rede; diese

Zuschreibung stimmt mit den europäischen

Sehgewohnheiten nicht überein. Das japanische

„aoi“ steht eigentlich für „himmelblau“,

aber gleichzeitig auch für die komplette

Farbpalette zwischen grün und blau; Gras

wird zum Beispiel dann als „blau“ bezeichnet,

wenn Nässe das Grün besonders leuchtend

erscheinen lässt.

Klingt kompliziert, aber auch spannend. Die

Ausstellung im Weltkulturen Museum zeigt

anhand von 200 Objekten aus seiner Sammlung

unterschiedliche kulturelle Farbordnungen

in der Welt. Der Schwerpunkt liegt dabei

auf Neuguinea, Polynesien, dem Amazonasgebiet,

Ostafrika, Tibet und Java.

Zum Start wird’s erst mal naturwissenschaftlich:

Als Vorbereitung auf die Ausstellung

erklären zunächst vier Experimente die

Farbwahrnehmung des menschlichen Auges.

Prismen projizieren Farbspektren und aus

sich überlagernden Lichtprojektionen in rot,

blau und grün errechnen die Rezeptoren des

menschlichen Auges Mischfarben wie gelb

oder magenta. Auch Goethes Kantenspektrum

lässt verblüffende Farbeffekte in einer

eigentlich schwarz-weißen Grafik sehen.

So geschult, kann man sich den anderen

Ausstellungsräumen auf zwei Ebenen des

Museums widmen, die anschaulich zeigen,

wie Farben in unterschiedlichen Kulturen

unterschiedlichen Bedeutungen zugeordnet

werden: Zu sehen ist prächtiger

Federschmuck, asiatische Schattenspielfiguren,

das Geisterhaus der Ableam, die

unterschiedliche Verwendung von Farben

im Trauerfall oder die Körperbemalung mit

dem Farbstoff der Samen des Annattostrauchs,

der unter anderem weltweit auch

als Lebensmittelfarbe und Rohstoff für

Lippenstift dient.

Höhepunkt der Ausstellung sind die

Werke des Künstlerkollektivs Dorf Avim im

Papua-Neuguinea, die die binäre Formund

Farbensprache der indigenen Gruppe

dokumentiert und historische Kultgegenstände

neu entstandenen Bildern

gegenübergestellt.

FOTOS: WOLFGANG GÜNZEL

Eine spezielle Ausstellung, bei der sich

genaues Hinschauen lohnt und zusätzliche

Informationen des Begleitheftes oder einer

Führung insbesondere für ethnologische

Laien empfehlenswert ist. *bjö

Bis 30. Januar 2022, Weltkulturen

Museum, Schaumainkai 29, Frankfurt,

www.weltkulturenmuseum.de

Checkt die Website für Online-Angebote

während des Shutdowns.


22 BÜHNE

FOTOGRAFIE

DAS KRITISCHE POTENZIAL

der Kunst

FOTO: YVES SAMBU

Yves Sambu „Vanitas project“, 2010-2017

FOTO: EDDO HARTMANN

Die internationale Fotografie-Triennale RAY steht in

ihrer vierten Ausgabe unter dem Titel „Ideologien“. Die

Arbeiten der vorgestellten Künstler*innen zeigen, wie

bestimmte politische wie gesellschaftliche Systeme

mit Weltanschauungen mit Macht, Manipulation,

Missbrauch, Ausgrenzung und Ausbeutung umgehen,

sie unterstützen oder selbst erzeugen.

Eddo Hartmann „Trolley Bus, Somun Street, Pyongyang“, 2015, aus der Serie

„Setting the Stage“, Pyongyang, North Korea , 2014-2017

FOTO: MÁTÉ BARTHA

Máté Bartha „Kontakt I“ , 2018, aus der Serie

„Kontakt“ (2018)

Der ungarische Fotograf Máté Bartha begleitet

in seinem Projekt „Kontakt“ verschiedene

Sommercamps für Kinder zwischen 10 und 18

Jahren. Mit militärischem Drill, Spielzeuggewehren

und Lagerfeuerromantik ist beispielsweise ein

Kriegscamp für viele der teilnehmenden Kinder

eine Art sicherer Hafen innerhalb ihrer ansonsten

schwierigen Lebensumstände – aber was

bedeutet das für unsere Gesellschaft? Zu sehen

in der Deutsche Börse Photography Foundation

The Cube in Eschborn. Ebenda stellt auch der

niederländische Fotograf Edo Hartmann aus. Er

zeigt in seiner Serie „Setting the Stage“ Szenen

aus dem totalitär geführten Nordkorea. Die darin

portraitierten Menschen wirken wie Spielzeugfiguren

in einem surreal künstlichen Setting.

Der in Kinshasa lebende Künstler Yves Sambu

portraitiert mit seinem „Vanitas project“ kongolesische

Sapeure – Männer, die einen extrem

exaltierten, dandyhaften Kleidungsstil pflegen.

Die Wurzeln der „Le Sape“-Bewegung liegen in

der Kolonialzeit: Der Sapeur adoptiert zwar den

Kleidungsstil der ehemaligen kolonialen Unterdrücker,

durch seine Übertriebenheit distanziert

er sich aber gleichzeitig davon – eine Art textiler

Widerstand. Yves Sambus Fotos sind im Museum

Angewandte Kunst zu sehen.

Neben The Cube und dem Museum Angewandte

Kunst sind die zentralen RAY-Ausstellungsorte

das Fotografie Forum Frankfurt, die DZ BANK

Kunstsammlung und das Museum für Moderne

Kunst. Begleitende Ausstellungsprojekte finden

sich im Historischen Museum Frankfurt, im

Kunstforum der TU Darmstadt, in der Kunststiftung

Opelvillen Rüsselsheim, im Stadtmuseum

Hofheim, im Museum Giersch und im Nassauischen

Kunstverein Wiesbaden. *bjö

RAY 2021, 3.6. – 12.9., mehr Infos über

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kombiniert 97–94 g/km, CO 2

-Effizienzklasse A+. Gesetzlich vorgeschriebene Angaben gem. Pkw-EnVKV, basierend auf NEFZ-

Werten. Die Kfz-Steuer richtet sich nach den häufig höheren WLTP-Werten (Kraftstoffverbrauch kombiniert nach WLTP 5,6–5,3 l/

100 km, CO 2

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24 BÜHNE

FOTO: DANIEL DORNHÖFER

„ECHT, MANN?!“

Compagnie en Route auf der Suche

nach neuen Männerbildern

Szene aus „Striptease“

„Wann ist man ein Mann?“ hat

Sänger Herbert Grönemeyer

bereits 1984 gefragt und schon

damals die sich wandelnde

Männerrolle thematisiert. Mit metrosexuellen

und retrosexuellen Männerbildern,

zwischen #MeToo, neuer Homophobie,

Fitnesswahn und Elternteilzeit hat

sich an der „Krise der Männer“

nicht viel geändert.

FOTO: MELINA JOHANNSEN

Die Frankfurter

Theatermacherin

Carola Moritz hat

mit ihrem Projekt

Compagnie en

Route und den

Schauspielern

Christoph Gérard

Stein und Ives

Pancera unter dem

Titel „Echt, Mann?!“ vier

Theaterstücke zusammengestellt,

die sich auf

unterschiedliche Art und Weise mit dem

Thema Männlichkeit auseinandersetzen;

dabei stellt sich das Ensemble die Fragen

„Wie wollen wir heute unsere Sexualität leben?“

und „Ist das biologische Geschlecht

noch wirklich wichtig?“.

Auf dem Spielplan stehen die Parabel

„Striptease“ des polnischen satirischen

Theaterschreibers Sławomir Mrożek,

Manuel Puigs „Der Kuss der Spinnenfrau“,

Bodo Kirchhoffs Solo-Einakter „Der Ansager

einer Stripteasenummer gibt nicht

auf“ sowie die musikalisch-theatralische

Revue „Echt, Mann?!“, die sich mit Texten

und Liedern von Aristophanes bis Herbert

Grönemeyer auf eine Reise der Diversität

geht. Ende April sollte mit „Striptease“

die Premiere des ersten der vier Stücke

gefeiert werden – die konnte leider

nicht stattfinden. Wir haben

mit Christoph Gérard Stein

über „Echt, Mann?!“ und

die „neue Männlichkeit“

gesprochen.

Christoph

Gérard Stein

Christoph, wie

ist der aktuelle

Stand eurer Produktion?

Wir hatten schon

die Termine für alle

Stücke geplant, die mit

dem neuen Lockdown

leider alle hinfällig geworden

sind. Im Moment sind wir ratlos,

weil wir keine Planungssicherheit haben.

Auf die Plakate haben wir „Coming soon“

gedruckt. Wir hoffen, dass wir im Laufe

des Mai oder Juni spielen können, aber

sicher ist das natürlich auch nicht.

„Striptease“ habt ihr inhaltlich

umgestaltet: In eurer Version sitzen

zwei Dragqueens in dieser besagten

„Zelle“. Enthält das Stück in seiner

ursprünglichen Form schon entsprechende

Untertöne?

Nein, gar nicht, Das Stück wurde in den

60er Jahren geschrieben und beschreibt

die Situation in Systemen, die das Individuum

unterdrücken. Im Originaltext sind

es zwei Herren in grauen Anzügen, die

keine erkennbare Individualität besitzen.

Beim Lesen ist uns das Thema quasi entgegengesprungen

und wir haben gemerkt,

dass zwei Dragqueens super passen.

Es war mit Sicherheit nicht die Absicht

des Autors. Aber dadurch, dass er sehr

verrückte Stücke und Parabeln geschrieben

hat, könnte ich mir vorstellen, dass er

damit gar nicht so unglücklich wäre.

Wir sind ja auch davon beeinflusst, was

gerade in Frankfurt und darüber hinaus

passiert. Und gerade hatten wir hier in

Frankfurt ja wieder ein unschönes Beispiel.

Die Hemmungen zur Gewalt scheinen

mittlerweile viel niedriger geworden zu

sein. Man merkt, da ist eine hohe Aggression,

und ich glaube, dass nicht wenige

Menschen, die wie auch immer „anders“

aussehen, tatsächlich häufiger Gewalt erleben.

Für uns war das Anlass, das auch ins

Stück aufzunehmen. Und das funktioniert

sehr gut. Wir haben zwei Figuren, die als

Drags richtig aufgedonnert erscheinen,

und die gar nicht wissen, was mit ihnen

geschieht. Sie erfahren eine Demütigung

nach der anderen. Sie werden dazu

aufgefordert, das was sie als Dragqueens

ausmacht, nach und nach abzulegen, bis

sie quasi nackt sind. Zwei Häufchen Elend.


BÜHNE 25

Die Individualität geht verloren, all das was

uns ausmacht geht verloren, es geht nur

noch um Anpassung und Unterwerfung.

Das ist das Thema des Stücks.

Wie passt „Der Ansager einer Stripteasenummer

gibt nicht auf“ in eure

Reihe?

Im Stück gibt es Andreas, der eine Stripteasetänzerin

namens Andrea ankündigt.

Im Laufe des Stücks kommt heraus, dass

Andreas und Andrea vermutlich ein und

dieselbe Person sind. In der Regel wird das

von einem männlichen Darsteller gespielt.

Wir haben das völlig verändert und die

Rolle bewusst mit einer Frau besetzt, die

sowohl männliche als auch weibliche Anteile

in sich trägt. Wir spielen immer wieder

mit dieser Möglichkeit, sich der binären

Ausrichtung zu verweigern, sich nicht

festlegen zu wollen.

Was habt ihr denn jetzt über Männlichkeit

rausgefunden? Wann ist ein

Mann ein Mann?

In letzter Zeit tauchen immer wieder Zeitungsartikel

mit Stichworten wie „toxische

Männlichkeit“ auf, auch viele Fotografen

setzen sich mit dem Thema Männlichkeit

auseinander. Das ist im Grunde genommen

alles nichts Neues, aber es scheint, als setze

man sich gerade jetzt wieder verstärkt

damit auseinander. Und da gibt es ganz

unterschiedliche Herangehensweisen und

mehr Fragen als Antworten! Ich persönlich

sehe darin viele Chancen, weil man sich

vom überlieferten archetypischen Männerbild

verabschiedet. Das ist auch generationenbedingt:

Es gibt viele jüngere Männer,

die neue Aspekte der Männlichkeit suchen

und auch an sich ausprobieren. Es mangelt

noch an Vorbildern. Es gibt zu wenige

Männer, die das vorleben. Aber auch das

entwickelt sich.


Es gibt viele jüngere

Männer, die neue

Aspekte der Männlichkeit

ausprobieren.


Der Mainstream tendiert im Gegensatz

dazu aber auch wieder zurück

zum klassischen Macho. Offensichtlich

scheuen Männer die Weiblichkeit

immer noch wie der Teufel das

Weihwasser – wahrscheinlich auch,

weil Weiblichkeit immer noch mit

Schwäche assoziiert wird.

Absolut, das stimmt. Diese Tendenzen

nehmen stark zu. Es gibt immer noch sehr

viele Kulturen auf der Welt, die mit einem

veränderten Männlichkeitsbild überhaupt

nicht klarkommen. Da sind die Probleme

noch größer, wenn sie Männer sehen, die

sich irgendwie feminin verhalten oder

die feminin aussehen. Dieses Problem ist

noch allgemeiner und wir bewegen uns da

auf sehr dünnem Eis. Zum Beispiel all die

Errungenschaften die wir als Homosexuelle

haben sind zwar hart erkämpft, aber ob die

so selbstverständlich sind und bleiben, sei

mal sehr dahingestellt. Da braucht man gar

nicht so weit zu schauen.

Interview: Björn Berndt

Mehr Infos und das Update der Termine

zur Theaterreihe „Echt, Mann?!“ gibt’s

über www.compagnie-en-route.eu und

www.kulturhaus-frankfurt.de

Das komplette Interview gibt’s auf

www.männer.media/region/gab

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(neben der Kleinmarkthalle)

Tel. 069 - 283519 • www.goldpavillon.de


26 BÜHNE

BUCH

LEBEN MIT CORONA-BLUES


Angenommen, wir verfügen über ein

Relais, das unser Liebesleid verringern

könnte, und nehmen wir weiter an, dass

wir die Herren über unsere Schaltkreise

sind, dann müsste es doch aller Theorie

nach möglich sein, die Allherrschaft unserer

Maschine zu stürzen und uns selbst

ans Steuer zu setzen - oder nicht?

In seinem Roman „Es wird schon hell“

beschreibt der Autor André Schneider

Gedanken, die ihm im März 2020 mit der

damals frisch gestarteten Corona-Pandemie

durch den Kopf gingen.

So könnte man den Inhalt grob zusammenfassen.

Spannend ist das Ganze

deswegen, weil er seine aufmerksamen Alltagsbeobachtungen

in poetische Worte zu

verpacken weiß: „Affenähnlich hangeln wir

uns von Ast zu Ast, von Tag zu Tag“, heißt

es da zum Beispiel. Schneider schafft es,


mit seinen zwischen Nüchternheit, einer

pragmatischen Düsternis und ebensolcher

Zuversicht hin- und herpendelnden

Gedanken das Gefühl der geraubten Unbeschwertheit

treffend zu beschreiben.

Spannend ist auch André Schneiders impulsiver

Lebenslauf: Nach Ausbildungen in

Indischer Kunstgeschichte und Philologie

sowie Schauspielerei, seiner Arbeit als Comedian,

Schauspieler, Drehbuchschreiber

und Filmproduzent sowie Autor für Lifestyle-

und Film-Magazine entschloss er

sich 2019 für eine Ausbildung zum Erzieher:

„Ich hatte schlicht den Spaß verloren

und hatte mir mehr und mehr einen Sinn

hinter meinem Tun ‚kreieren‘ müssen“,

erklärt er seine Entscheidung. „Im sozialen

Bereich ist der Sinn immer da.“ Bleibt zu

hoffen, dass er in Zukunft auch noch Zeit

für neue Bücher finden wird. *bjö

André Schneider „Es wird schon hell“,

erschienen im MAIN Verlag,

www.main-verlag.de

FOTO: MAIN VERLAG

BUCH

„IN DIESER MINUTE“

Frühlingslektüre der anspruchsvollen

Art: Der Wahl-Frankfurter

Steffen Georg Beitz legt mit seiner

politischen Liebesgeschichte ein

beachtliches Romandebüt vor.

Dirk ist 26 Jahre jung, introvertiert und angehender

Gartenarchitekt in Düsseldorf; Rahim

studiert Literaturwissenschaft im Pariser

Exil, weiß genau, was er will und wie er es bekommt.

Klar, das ist Liebe auf den ersten Blick.

Bald stellen sie fest, dass zwischen ihnen

und ihrer aufkeimenden Liebe mehr als nur

räumliche Distanz liegt. Rahims Familie wird

zum Ziel des iranischen Geheimdienstes, sein

Bruder Davood nämlich bangt als politischer

Gefangener in Teheran um sein Leben, Rahims

Vater ist zudem strikt gegen die Verbindung

zu Dirk.

Gern blenden wir aus, dass jedes Individuum

im Kontext eines gesellschaftlichen, oft unerbittlichen

Zeitgeschehens lebt und handelt.

Unser Jammern auf hohem Niveau relativiert

sich schnell durch den oft unbarmherzigen

Blick in den überregionalen Teil der Tageszeitung.

Als ehemaliger freier Journalist weiß

Steffen Georg Beitz um diesen psychischen

Konflikt und macht ihn zum eigentlichen Kern

seiner Geschichte. Intimste Momente werden

durchbrochen von Berichten tagtäglicher

Brutalität und Ungerechtigkeit. Schilderungen

erfüllender Verbundenheit wechseln sich ab

mit der nüchternen Darstellung einsamer,

vertriebener Menschen. Dabei hebt sich Beitz´

Prosa angenehm wortgewandt und poetisch

vom vorherrschenden Stakkato-Stil ab. Sein

Mut zur ausladenden Beschreibung macht

„In dieser Minute“ zur espritvollen Lektüre mit

manchem Aha-Moment. *mas

Steffen Georg Beitz „In dieser Minute“,

erschienen bei www.tredition.de

FOTO: TREDITION


WAS IST

WIRKLICH

WICHTIG?

Gesundheit ist wichtig, gute Ernährung ist wichtig, Nachhaltigkeit ist

wichtig, Tradition ist wichtig, sich etwas Gutes tun ist wichtig. Tun Sie sich

etwas Gutes, entscheiden Sie sich für ein Bett, gefertigt von Meisterhand

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28 BÜHNE

THEATER

Lichtblick

SOMMERBAU

Mit einem temporären Freiluft-

Theater mit spektakulärer

Architektur wollen der Mousonturm

und das Frankfurt LAB

im Sommer coronagerechtes Theater

möglich machen.

FOTOS: RAUMLABORBERLIN

Das Freiluft-Logentheater SOMMERBAU

soll auf einer der momentan noch unbebauten

Flächen am Kaiserlei-Kreisel an

der Offenbacher Stadtgrenze entstehen

und Platz für 200 bis 300 Gäste bieten.

Für den Entwurf zeichnet erneut das

Architekturkollektiv raumlaborberlin verantwortlich,

das bereits im vergangenen

Jahr den Theatersaal im Mousonturm

in das Logentheater BAU im Stil von

Shakespeares Globe Theater-Rundbau

verwandelte: Rund 38 Gäste konnten in

voneinander getrennten Zweier-Logen

I hr Spezialist für Designmöbel


BÜHNE 29

Platz nehmen und das Geschehen auf

der runden Bühne in der Mitte verfolgen.

Wegen der pandemiebedingten Theaterschließungen

im November konnte

der BAU zwar nur zwei Monate bespielt

werden – trotzdem ist die Entschlossenheit

von Mousonturm-Chef Matthias

Pees, neue, innovative Theaterlösungen

zu finden, weiterhin bemerkenswert ungebrochen,.

Der aus Metallgestänge und

Holz gezimmerte sechseckige SOMMER-

BAU wird mit 380.000 Euro von Bund

und Land gefördert.

Am Grundprinzip der Zweier-Logen wird

auch im Freilufttheater festgehalten;

allerdings sollen sie sich nun über drei

Etagen erstrecken. Als Freiluft-Spielfläche

dient der rund 25 Quadratmeter

große Freibereich in der Mitte. Von Juli

bis Oktober soll er vom LAB Frankfurt

mit dem Ensemble Modern, der Dresden

Frankfurt Dance Company, dem

Mousonturm sowie weiteren Kooperationspartnern

aus der freien Szene sowie

von städtischen Institutionen genutzt

werden. Auch schön: Das solidarische

Preissystem mit vier Stufen vom Minimal-

bis zum Unterstützerpreis wird es

auch im SOMMERBAU geben – damit

kann jede*r selbst wählen, was pro Loge

bezahlt werden möchte. *bjö

SOMMERBAU, voraussichtlich

ab Juli 2021, Kaiserleiviertel,

direkt an der S-Bahn-Station Kaiserlei

Noch nie war er so wertvoll -

Ihr Garten

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Erholung, Ruhe und unermessliche Freude – all das kann ein schön gestalteter

Garten bieten. Und alles, was Sie dafür brauchen, finden Sie in unserem Gartencenter

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30 BÜHNE

GAYBOYS

LIVE AM

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FOTOS: SALZGEBER

NUR

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Cent/ Min.

KINO

queerfilmnacht:

„Sommer wie Winter“

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SD - 14 Cent/Min. aus d. deutschen Festnetz Mobilfunktarif max. 42 Cent/Min.

Ein Klassiker des Queer Cinema ist im Mai in restaurierter

Fassung im Rahmen der digitalen queerfilmnacht

zu sehen.

Die Sommerferien verbringt der 18-jährige Matthieu wie jedes

Jahr mit seiner Familie in einem französischen Küstenort.

Die entspannte Zeit des Nichtstuns wird in diesem Sommer

allerdings mächtig durcheinandergebracht, als Matthieu den

smarten Cédric kennenlernt. Es ist Liebe auf den ersten Blick,

und im Zeichen eines heißen Sommers lassen die beiden

Jungs ihren ebenso heißen Gefühlen freien Lauf.

Sébastien Lifshitz’ Debütfilm aus dem Jahr 2000 gilt als

Klassiker des französischen Queer Cinema. Der Regisseur hat

die schwule Liebesgeschichte sinnlich und unverkrampft in

Szene gesetzt. Im Mai wird die digital restaurierte Fassung

des Films zusammen mit den teilnehmenden Kinos der

queerfilmnacht als Stream gezeigt.

In Frankfurt ist das Mal Seh’n Kino wieder mit dabei. Ein Blick

auf die Website des Programmkinos lohnt außerdem, denn

das Mal Seh’n hat sein digitales Streamingangebot ausgebaut

und präsentiert neben der queerfilmnacht weitere Spielfilme

on Demand. Für die queerfilmnacht im Juni checkt ebenfalls

die Websites. *bjö

1. – 31.5., Infos über www.malsehnkino.de und

www.queerfilmnacht.de


BÜHNE

31

FOTOS: NIPPON CONNECTION

NIPPON CONNECTION

DIGITAL

Das Japanische Filmfestival Nippon Connetion

hat in Frankfurt eine lange Tradition

und findet in diesem Jahr zum 21. Mal

statt. Im digitalen Programm zu sehen ist

der queere Film „his“ des Regisseurs Rikiya

Imaizumi.

Während ihrer Studienzeit waren Shun und

Nagisa ein Paar. Mit dem Start ins Berufsleben

entscheidet sich Nagisa jedoch gegen

seinen Freund. Seine Homosexualität

hatte Nagisa bisher geheim gehalten – aus

Angst vor gesellschaftlicher Ächtung und

aus Angst um seine berufliche Karriere.

Das Paar trennt sich und Nagisa startet

ein völlig neues Leben: Er wandert nach

Australien aus, heiratet eine Frau und das

Ehepaar bekommt eine Tochter. Doch mit

dieser Beziehung wird Nagisa nicht glücklich:

Er lässt sich von seiner Ehefrau scheiden

und kehrt nach acht Jahren zurück

nach Japan, zusammen mit seiner Tochter

Sora – um wieder mit Shun zu leben. Dieser

hat sich inzwischen in ein kleines Dorf

in der japanischen Provinz zurückgezogen.

Die Liebe zwischen den beiden kehrt

zurück, doch Nagisa sieht sich mit einem

Sorgerechtsstreit konfrontiert. Rückhalt

finden die beiden überraschenderweise in

der überalterten Dorfgemeinschaft.

Regisseur Riyika Imaizumi spielt in seinem

Film sowohl mit den gängigen Geschlechternormen

als auch mit dem traditionellen

Begriff der Familie. Obwohl Homosexualität

in Japan gesetzlich nicht verboten ist, gilt sie

gesellschaftlich als Makel. Ein gemeinsames

Leben eines gleichgeschlechtlichen Paares

ist aufgrund der strengen gesellschaftlichen

Regeln kaum denkbar. Scheinehen sind für

Homosexuelle daher relativ üblich.

Das Filmfest Nippon Connection zeigt

Riyika Imaizumis Film „his“ im Rahmen

seines digitalen Programmes. Er ist von

1. bis 6. Juni als Video-on-Demand zu

sehen. *bjö

Mehr Infos zum weiteren Programm

sowie Tickets gibt’s über

www.NipponConnection.com

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Di.-Sa. 11.00 - 19.00

Tel.: 069 / 200 23 940

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FOTO: PHILIPP MEINWELT, MEINWELT PHOTOGRAPHY

32 HOROSKOP

HOMOSKOP

Mai/Juni 2021

VON BENJAMIN HOFMANN

Geburtstagskinder des Monats:

GUIDO MARIA KRETSCHMER, 11.5.1965: Die Karriere des Modedesigners

begann auf Ibizas Hippiemärkten. Heute ist er vor allem als Moderator der TV-Serie

„Shopping Queen“ bekannt. Seinen Freund Frank Mutters heiratete er 2018 in Berlin.

JIMMY SOMERVILLE 22.6.1961: Der schottische Popstar wurde in den 80ern mit

der Band Bronski Beat bekannt. Obwohl ihre Songs explizit schwule Themen behandelten,

stürmten sie die Charts und machten Somerville zum Rolemodel. *bjö

FOTO: JAMES KEMMENOE

STIER

21. APRIL – 20. MAI

In dir regt sich ein stärker

werdender Kampfgeist, der dich zu beruflichen

Höhenflügen befähigen kann.

Ein bisschen Zurückhaltung und Feintuning

auf dem Feld der diplomatischen

Kommunikation kann da hilfreich sein.

ZWILLINGE

21. MAI – 21. JUNI

Wenn´s gurrt, schnäbelt und

balzt, ist er da: der Frühling mit seinem

Drang zur Romantik. Ein willkommener

Hochgenuss für Zwillinge, ob mit dem

Herzensmenschen oder einer neu-heißen

Bekanntschaft.

KREBS

22. JUNI – 22. JULI

Den Mai kannst du durchpowern,

im Job und Privatleben. Im Juni solltest

du darauf achten, dich nicht abzuschotten:

Bleibe in regem Kontakt zu deinem

Umfeld und verbringe so wenig Zeit wie

möglich allein auf der Couch.

LÖWE

23. JULI – 23. AUGUST

Viele Ideen kreisen im Löwenkopf,

doch ist dezente Vorsicht geboten:

Statt sich mit neuen Projekten zu verzetteln,

ist es schonender für die Nerven,

erst die alten abzuschließen – oder

endgültig auszusortieren.

JUNGFRAU

24. AUGUST – 23. SEPTEMBER

Im Saturnjahr ist alles möglich.

Eine Veränderung zeichnet sich ab, aber

den Zeitpunkt dafür entscheidet nicht

das Schicksal, sondern du allein. Hast

du jedes erdenkliche Pro und Contra

gecheckt? Dann kann´s ja losgehen!

WAAGE

24. SEPTEMBER – 23. OKTOBER

Der wiederholte Ausfall des

Jahresurlaubs mag enttäuschend sein;

optimistische Waagen sehen darin aber

die Chance, auf eine ausgedehnte innere

Reise zu gehen. Viele Fragen zur Lebensplanung

lassen sich so vielleicht klären.

SKORPION

24. OKTOBER – 22. NOVEMBER

Hier und dort kostbare Zeit

abzwacken für Freunde und Familie? Das

kann echt herausfordernd sein, und doch

sind gerade diese Stunden, die das Leben

erst lebenswert machen. Gönn dir im

Frühling unbedingt mehr davon!

SCHÜTZE

23. NOVEMBER – 21. DEZEMBER

Innere Blockaden lösen sich im

Mai wie von selbst. Diesen wundervollen

Umstand kannst du mit viel Bewegung

an der warmen Luft noch verstärken. Im

Juni stellt sich dann endlich das Gefühl ein,

wieder voll im Leben zu stehen.

STEINBOCK

22. DEZEMBER – 20. JANUAR

Manchmal ist der beste Rat, auf

jeden noch so gut gemeinten Rat einfach

zu pfeifen. Du meisterst dein Leben und

hast den besten Überblick darüber, lass

dich also nicht verunsichern. Vertraue auf

deine Stärken und sei stolz auf dich.

WASSERMANN

21. JANUAR – 19. FEBRUAR

Während du den Mai in vollen

Zügen genießen kannst, sorgt Uranus

im Juni für manche Gewitterfront im

familiären Umfeld. Versuche, Streitfragen

bereits frühzeitig und behutsam anzusprechen,

dann ist´s bald überstanden.

FISCHE

20. FEBRUAR – 20. MÄRZ

Das Rad dreht sich immerfort,

aber du entscheidest, ob es sich um ein

produktives Mühlen- oder ein frustrierendes

Hamsterrad handelt. Verschaffe

dir an langen Mai-Wochenenden – gern

verlängert – innere Klarheit.

WIDDER

21. MÄRZ – 20. APRIL

Gegen innere Angespanntheit

hilft nur eins: raus ins Licht, an die

Sonne, so oft es geht. Motiviere dich

dazu, ausgelatschte Pfade zu verlassen

und plane schöne Wochenend-Touren zu

Fuß oder auf dem treuen Drahtesel.


FRANKFURT

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Große Eschenheimer Straße

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FRANKFURT

SZENE

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CENTRAL 9

Elefantengasse 11,

(069) 292926,

Mo-Do 20 – 2 Uhr,

Fr+Sa 20 – 3 Uhr,

bei Messen bis 4 Uhr.

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blau und dunkel. Junges,

urbanes Publikum, beliebt.

Do 20 Uhr Mädelsabend

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Alte Gasse 33,

tägl. ab 17 Uhr, modernes,

gemütliches Ambiente,

regelmäßige Getränkespecials.

Geburtstags- und

Privatpartys mögl., Musikwünsche

EAST GRAPE

www.eastgrape.de

Louis-Appia-Passage 12,

(069) 17526232, Di-Do

15-24 Uhr, Fr+Sa bis 1 Uhr,

moderne, gesellige Weinbar

im Ostend: echt, ehrlich

und entschleunigt, 150

Weinsorten, Snacks, Wine-

Tasting-Abende

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Alte Gasse 24,, Mo: 19-1,

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Frankfurts.

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15 Uhr, Kaffee, Kuchen,

Di + 2.Sa Karaoke, Mi

Longdrinktag, Do Cocktailspecial,

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Klapperfeldstr. 16, täglich

ab 15 Uhr bis open end,

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Stammpublikum aller

Altersklassen, Raucherlokal

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Fr+Sa 16 – 3, So + Mo

Ruhetag, wechselnde Deko,

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Feiertagen bis 6 Uhr,

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Bleichstraße

Elefantengasse 11, tägl. ab

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Bar mit gemischtem

Publikum

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Alte Gasse 36, (069)

283535, Di-Do 19-24

Uhr, Fr 19-1 Uhr, Sa 20-24

Uhr, So 14-23 Uhr. Cafe

der AHF, Treffpunkt vieler

Gruppen. Gelegentlich Veranstaltungen.

Die Barleute

arbeiten ehrenamtlich!

Wechselnde Aktionen; So

Stephanstraße

Brönnerstraße

Töngesgasse

Berliner Straße

14 Uhr Cream-Team (nicht

im Sommer). 1.+3. Di 15-18

Uhr Café Karussell für

Schwule ab 60.

WEISSGOLD

www.weissgold-bar.de

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Uhr, Fr+Sa 17-1 Uhr, So

17-23 Uhr, moderne, gesellige

Weinbar mit Küche

im Alt-Bornheimer Kiez,

im Sommer mit Terrasse,

große Auswahl an Weinen,

variantenreiche Speisekarte

mit Tapas, POKÉ und mehr

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LA GATA

Facebook: Club-La-Gata

Seehofstr. 3, (069) 614581,

Mo, Mi+Do ab 20 Uhr,

Fr+Sa 21 – open end,

So+Di geschlossen, Ricky

leitet Frankfurts legendäre

Lesben-Kneipe, in der auch

Schwule herzlich willkommen

sind

PARTYLOCATIONS

CLUB 78

www.club78.de

Europas langjährigste

schwul-lesbische 70er,

80er, 90er Party findet 5

bis 7 mal im Jahr statt

DELICIOUS

www.delicious-party.de

Neue, opulente House-

Party mit DJs und Show-

Acts, mehrmals im Jahr im

chicen Gibson Club, Zeil 77,

mitten in der City.

PURE GAY CLUBBING

www.facebook.com/

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Monatliche House-Party im

Klub On, Karlstr. 17, urbaner,

cooler Szenetreff

Vilbeler Straße

Hauptwache 46 55

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Große Eschenheimer Straße

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Eschenheimer Tor

Stiftstraße

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32

Hasengasse

Bleichstraße

33

Schäfergasse

Alte Gasse

Große Friedberger Straße

Elefantengasse

Stephanstraße

40

Brönnerstraße

45

Töngesgasse

3

Berliner Straße

51

Konrad-Adenauer-Straße

U

Battonnstraße

Kurt-Schumacher -Straße

RESTAURANTS/

CAFÉS

BEI FRAU NANNA

www.beifraunanna.de

Ernst-Achilles-Platz 3,

(069) 48000335, Tapas,

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modernes Ambiente,

cooler Hang-out

ESTRAGON

www.estragon-frankfurt.de

Jahnstr. 49, (069) 5978038,

Mo-Sa 17-24 Uhr, Sonntag

ist Ruhetag, kreative,

französische Küche mit

mediterranem Einschlag,

stilvolles Ambiente.

GRÖSSENWAHN

www.cafe-groessenwahn.de

Lenaustr. 97, (069) 599356,

So-Do 16-2 Uhr,

Fr+Sa 16-1 Uhr, populäres

Restaurant im Nordend mit

entspanntem Publikum und

familiärer Atmosphäre,

Reservierung empfohlen.

HUÉ

www.restaurant-hue.de

Schopenhauerstr. 5,

(069) 432500, täglich

12-14:30 und 17:30-24 Uhr.

Hervorragendes vietnamesisches

und thailändisches

Restaurant, Sommergarten

GLUTENFREIE KAFEE-

BAR BY ALEX

www.glutenfrei-byalex.de

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Hanauer Landstr. 50

(069) 76025728, Mi-So

ab 9 Uhr, Alles glutenfrei:

Gemütliches Szenecafé mit

selbstgebackenen Kuchen,

leckerem Kaffee, außergewöhnlichen

Teesorten und

Weinen eines jungen Winzers

aus Rheinhessen.

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Konstablerwache

Klingerstraße

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THAI ART

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Klapperfeldstraße

Oeder Weg 61, (069)

90554820, tägl. ab 11:30

Uhr, frische, aromatische

und leckere Thai-Küche,

Gerichte auch zum Mitnehmen.

TAVERNE AMSTERDAM

Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23,

So 13:30-22 Uhr, schwules

Restaurant mit gutbürgerlicher

Küche, reichhaltiger

Auswahl und sep. Raucherraum.

Men only!.

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www.schoene-muellerin.de

Baumweg 12, (069)

432069, tägl. 16-24 Uhr,

Traditionelles Apfelweinlokal

mit hessischen Spezialitäten

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GAYSAUNA AMSTERDAM

www.gaysaunaamsterdam.com

Waidmannstr. 31, (069)

6313371, Di-Sa 13:30-23

Uhr, So 13:30-22 Uhr.

Schwule Sauna für Männer

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Restaurant, Whirlpool, Turbobräuner

und Sommergarten.

Di-Fr ab 15 Uhr

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Gratis-Buffet.

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Fitness- und Saunabereich,

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Hauptwache 46 55

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Große Friedberger Straße

45

Elefantengasse

37

3

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Konrad-Adenauer-Straße

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(tel. Anmeldung), Wellness,

Raucherlounge.

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moderne Sauna mit

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großem Wellnessangebot.

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(069) 95678004, queere

Radiosendung auf Radio X,

Mo 20-22, Wdhlg: Di, 11-13,

FM 91,8, Livestream auf

radiosub.de und in der

Mediathek radiox+7

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Frankfurt und dagnä

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oder Gewalt

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Krapp: (069) 75566-777,

(069) 75566-999, rainbow.

ppffm@polizei.hessen.de

GEWALTFREILEBEN

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Kasseler Str. 1A,

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psychosoziale Beratung

für lesbische, schwule,

genderqueere und trans*-

Personen sowie Beratung

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Tel. 069 / 951401-70

Fax 069 / 951401-55

info@sidw.de

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35

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für Stricher,

persönliche und ärztliche

Beratung: Mo+Di 14-18,

Do 16-20, Mi+Fr nur nach

Vereinbarung. Tagesruhebetten:

Mo+Di 9-17, Mi+Fr

9-14, Do 9-19 Uhr

COMMUNITY

CSD FRANKFURT E.V.

www.csd-frankfurt.de

c/o Uwe Koppens,

Am Webergarten 4,

Bad Vilbel, das Orga-Team

des CSD Frankfurt

LSKH 44

www.lskh.de

Klingerstr. 6, (069) 2977296,

Lesbisch-schwules Kulturhaus.

Raum für Veranstaltungen,

Gruppen, Events,

Partys, Theater, Musik,

Spieleabende, Gespräche

TRANSMAIN

www.transmain.de

Klingerstr. 6, Gruppe für

Transmänner. Treff 1. Mi

19:30 Uhr im LSKH

ERMIS

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Griechische Lesben und

Schwule

40 PLUS SCHWULES

FORUM

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CAFÉ KARUSSELL

www.frankfurt.gay-web.de/

40plus

Alte Gasse 36, (069)

13387930, Offener Treff

für Schwule ab 60, 1.+3. Di

15-18 Uhr im Switchboard.

ROSA PATEN

www.ah-frankfurt.de

Friedberger Anlage 24,

(069) 40586835, Ehrenamtlicher

Besuchsdienst

der AIDS-Hilfe Frankfurt

für ältere Homosexuelle

QUB – QUEER &

BEHINDERT

www.qub-frankfurt.de

Gesprächsgruppe für

Lesben, Bisexuelle und

Trans* mit Behinderung,

Treff: 3. So, 13:30 Uhr,

LSKH, Klingerstr. 6

SPES

Selbsthilfegruppe für

Schwule mit Depressionen

und Ängsten,

spes_ffm@web.de,

Treff: 1. Do, 19:30 Uhr,

Switchboard, Alte Gasse

36

YACHAD

Queere Jüdinnen und Juden

in Frankfurt, lockerer Treff,

Austausch, Gemeinsamkeit,

Stammtisch: letzter So, 14

Uhr, Café Morcolade, Infos

über joan-aaron@gmx.de

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

FrauenLesben-Sportverein.

Mehr Infos unter SPORT

BROKEN RAINBOW

www.broken-rainbow.de

Kasseler Str. 1a,

(069) 70794300,

Lesbische Anti-Gewalt-

Arbeit, Opferberatung,

Selbsthilfegruppen,

Vernetzung und Politik.

FRAUEN IN BEWEGUNG

www.fraueninbewegung.com

Baumweg 8 HH, (069)

4950710, Selbstverteidigung

und Gewaltprävention

von Frauen für Frauen und

Mädchen.

FRAUEN MUSIK BÜRO /

MELODIVA

www.melodiva.de

Roßdorfer Str. 24, (069)

4960848, Vernetzung von

musikmachenden Frauen

FRAUENVEREIN FÜR

SELBSTVERTEIDIGUNG

www.wendo.de

Baumweg 10, (069) 7411419,

Selbstbehauptungs- und

-verteidungskurse

LIBS 5

www.libs.w4w.net

Alte Gasse 38, (069)

282883, Lesben Informations-

und Beratungsstelle,

mehrere Gruppen für Lesben

verschiedenen Alters,

Mi, Do, Fr 14-19 Uhr: JuLe

- offener Treff für Mädchen

zw. 14 und 20 Jahren, Do

19-21 Uhr: Gruppe für junge

Frauen zw. 14 und 25 Jahren

LLL - LESBENARCHIV 44

www.lll-frankfurt.de

Klingerstr. 6, (069)

293044, Lebendiges

Lesben Leben im LSKH (2.

OG), Mo 16-19, Di 11-13, Mi

17-20 Lesbische Literatur

und Filme in entspannter

Atmosphäre. So ab 16 Uhr

Frauentreffpunkt LesCafé

(Spiele, Infos, Gespräche)

NAHAL

libs.w4w.net

Hohenstaufenstr. 8, (069)

282883, Für Frauen liebende

Migrantinnen und

Flüchtlingsfrauen. 4. So

16-19 Uhr, Frauenschule

WIRTSCHAFTSWEIBER

www.wirtschaftsweiber.de

Netzwerk lesbischer Fachund

Führungskräfte

JUGEND &

FAMILIE

ILSE HESSEN

www.ilse.lsvd.de

(069) 94549616, Initiative

lesbischer & schwuler Eltern

KUSS41 55

www.kuss41.de

Kurt-Schumacher-Str. 41,

(069) 29723656, Queeres

Jugendzentrum. Café

(Di 18-22 Uhr, Fr 17-22

Uhr) und Beratung für

queere Jugendliche bis 27.

Ansprechpartner: Oliver

König + Alisa Weidinger, Trägerverein:

our generation e.V.

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeterfrankfurt.de

Alte Gasse 36, (0172)

9602103, Treff 1.+3. Fr,

20 Uhr imSwitchboard

KIRCHE & GLAUBE

HUK FRANKFURT

www.huk.org

Frankenallee 150, (069)

5974376, Homosexuelle

und Kirche, Treff: 1. + 3. So

16 in der Friedensgemeinde

PROJEKT: SCHWUL UND

KATHOLISCH

www.psk-ffm.de

Rebstöcker Str. 70, Gottesdienst:

1. So 18:30 Uhr in

der Pfarrkirche Maria Hilf

PROJEKTGEMEINDE (MCC)

www.projektgemeindefrankfurt.de

Eckenheimer Landstr.

90, Gottesdienste 1. + 3.

Sa 18 Uhr, Gethsemane-

Gemeinde

YACHAD

Treff für jüdische Lesben

und Schwule, Infos:

Yachad-Frankfurt bei

Facebook oder

joan-aaron@gmx.de

SPORT

FVV

www.fvv.org

Gartenstr. 145, (069)

21995890, Schwuler

Sportverein mit gut 30

Sportarten im Angebot

ARTEMIS

www.artemis-sport.de

Spohrstraße 3, (069)

289060, FrauenLesben-

Sportverein mit vielen

Sportarten

GOC GAY OUTDOOR CLUB

www.gocrheinmain.jimdo.com

(069) 563456, Schwule

Wander- und Freizeitgruppe.

PINK TIGERS

www.schwarzgold.de

Wittelsbacherallee 6-12,

(0177) 3253690, Schwule

Showtanzgruppe. Training

Mo 20-22 Uhr in der Turnhalle

der Herderschule.

REGENBOGENADLER

www.regenbogenadler.de

Lesbisch-schwuler Eintracht

Frankfurt Fußball-Fanclub

VOLLESROHR

www.vollesrohr.de

Alte Gasse 36, (0173)

3225108, Freundeskreis

schwuler Motorradfahrer.

1. Di, 20h, Switchboard.

Touren und Trainings siehe

Homepage

POLITIK

AG QUEER

www.gruene-frankfurt.de

LGBTIQ*-Arbeitsgruppe

des Kreisverbands der

Frankfurter Grünen, Kontakt:

kreisverband@gruenefrankfurt.de

LSU HESSEN

www.lsuhessen.de

Frankfurter Str. 6, Wiesbaden,

Lesben und Schwule

in der Union, Kontakt:

Landesvorsitzender.

Hessen@lsu-online.de.

LISL HESSEN

www.lisl-hessen.de

Liberale Schwulen und Lesben

(FDP), Landesverband

Hessen

Lebenspartnerschaft

und Familie

Strafverteidigung

Erb- u. Vertragsrecht

Ausländerrecht

Arbeitsrecht

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Streitschlichter

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StudentInnenhauses

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www.schlau-hessen.de

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Kurt-Schumacher-Str. 41,

Bildungs- u. Antidiskriminierungsprojekt

zu

geschlechtlichen Identitäten

und sexuellen Orientierungen

für Schulklassen.

DIE LINKE.QUEER HESSEN

www.die-linke-hessen.de/

lagqueer3

Große Seestr. 29, LAG der

Schwulen, Lesben, Trans-,

Bi- und Intersexuellen in

der Linken Hessen. Treff

3. Di 19:30 im Switchboard.


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SPD QUEER

www.spd-hessen.de

Hessen-Süd: (069)

299888140, Hessen-Nord:

Hessen-Nord@schwusos.de,

Arbeitsgemeinschaft der SPD

für Akzeptanz & Gleichstellung

LSVD HESSEN

www.hessen.lsvd.de

(069) 94549616,

Lesben- und Schwulenverband,

2. Fr 19:15 Uhr im

LSKH

STUDENTEN / UNI

FRANKFURTER SCHWULE

www.fs-gu.de

Mertonstr. 26 – 28, Studierendenhaus

Raum B102,

autonomes queerfeministisches

Schwulenreferat

VORLIEBEN &

FETISCH

FLC – DER FETISCHCLUB

IM RHEIN-MAIN GEBIET

www-flc-frankfurt.de

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christian.badhaus

Häfnergasse 3, Szene-Bar,

Di-Do 20-2, Fr+Sa 20-3

TREND

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Am Römertor 7, (0611)

373040, Bistro-Bar für Gays,

Lesbians und aufgeschlossene

Leute, tägl. ab 15 Uhr

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Rheinstr. 27, (0611) 5806766,

Mo-Sa 10-22. Erotikshop mit

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Friedrichsring

P5

Bismarckstraße

5

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Kunststraße

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HIV / STI

AIDS-HILFE WIESBADEN

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Karl-Glässing-Str. 8, (0611)

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10-14, Mo auch 19-21, Prävention,

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Rechtsberatung, Coming-

Out, TransAlive, Frauen,

Betreutes Wohnen, Rosa

Paten

COMMUNITY

WARMES WIESBADEN

www.warmeswiesbaden.de

Stammtische, Jugend- und

Beratungsangebote, Partyreihe

„Let’s Go Queer!“,

Veranstalter des CSD,

Wanderungen, gesellschaftspolitische

Arbeit uvm.

Aktuelle queere Infos im

Telegram-Kanal: https://t.me/

WaWiPublic

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RUNGSSTELLE

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zwischen Politik, Stadtverwaltung

und Community.

Beratung und Akzeptanzförderung

von LSBT*IQ

im Wiesbadener Rathaus,

Mo-Do 9:30-16:30, Termine

nach Vereinbarung.

BERATUNG

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Fragen zum Coming-Out;

jeden Di+Do 19-21 Uhr

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LSBT*IQ-Jugendliche im

Alter von 14 bis 27 Jahren

jeden zweiten Do von

18-20 Uhr, Jungbrunnen

- Haus der Jugendorganisationen,

Saalgasse 11.

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Hebelstraße

20

Kaiserring

8

Goethestraße

Reichs

SPORT

WAWI SPORTS

www.warmeswiesbaden.de/

sportangebote/

Lauftreff: Di 19 Uhr, Kurpark

Wiesbaden, weitere

Fitness-Angebote für

LGBTIQ* & Friends

POLITIK

REFERAT FÜR GLEICH-

GESCHLECHTLICHE

LEBENSWEISEN

www.hsm.hessen.de

Hessisches Ministerium

für Soziales und Integration,

Dostojewskistraße 4,

(0611) 817-0

LSU WIESBADEN

www.lsuhessen.de

Kreisverband der Lesben

und Schwulen in der Union,

Kontakt über stefanloewer@lsu-online.de

MAINZ

Friedrichsplatz

SZENE

BARS

CHAPEAU

www.chapeau-mainz.de

Kleine Langgasse 4, (06131)

223111, tgl. 18 Uhr-open

end, Stimmung bis tief in

die Nacht. Fr + Sa Schnäpschenabend.

Raucherkneipe

SAUNEN

BLUEPOINTSAUNA

www.bluepointsauna.de

Frauenlobstr. 14, (06131)

9724800, Di – So 12 – 22

Uhr, Mo Ruhetag. Schön

gestaltete, höhlenartige

Gay-Sauna.

SEXSHOPS UND

-KINOS

CITY SEXSHOP

www.sexshop-mainz.de

Große Langgasse, (06131)

220479, Mo-Fr 10-21, Sa

9-21, großes schwules

Sortiment

CRAZY VIDEO SHOW

Dominikanerstr. 5, (06131)

214750, Mo-Sa 9-23,

So 13-23. Gay-Erlebniskino,

8 Programme.

Seckenheimer Straße

Schwetzinger Straße

25

kanzler-Müller-Straße

Bassermannstraße

Kolpingstraße

Augustaanlage

FUNTOY

www.funtoy.de

Frauenlobstr. 14a, (06131)

3276883, Mo-Sa 10-22

Uhr, Erotikshop, Kino/

Gloryhole

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSBERATUNG LAND-

KREIS MZ-BINGEN

Große Langgasse 29,

(06131) 693334258, Beratung,

Aufklärung, kostenloser

HIV-Test.

AIDS-HILFE MZ

www.aidshilfemainz.de

Mönchstr. 17, (06131)

222275, Tel. Beratung

Mo 12-17, Di-Do 10-17

und Fr 10-15. Außerdem

betreutes Wohnen und

Präventionsarbeit

COMMUNITY

BAR JEDER SICHT

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29,

(06131) 5540165,

Di-Sa 18-o.e., So 16-22.

Kulturzentrum, anonyme

Beratung nach tel. Vereinbarung

(0174) 4985286

oder per Mail beratung@

sichtbar-mainz.de, Gruppentreff

und Kneipe

50 PLUS

www.sichtbar-mainz.de

Hintere Bleiche 29, schwule

Männer und lesbische Frauen

ab 50, Treffen in der Bar jeder

Sicht, Termine online

MAINZ TS

Selbsthilfegruppe für transidente

Menschen, Stammtisch:

4. So, 19 Uhr, Bar

Jeder Sicht, Kontakt über

info@sichtbar-mainz.de.

MEENZELMÄNNER

www.meenzelmaenner.de

Heinrich-Wothe-Str. 2,

(0171) 6840826, Schwullesbischer

Mainz-05-Fanclub

SCHWUGUNTIA

www.schwuguntia.de

PF 3643, Verein für Vielfalt

und Akzeptanz in Mainz,

Veranstalter der Sommerschwüle,

Tanzkurse, Wanderungen,

Treff: 1.Di, 19:30

Uhr in der Bar jeder Sicht

FRAUEN

ALLEFRAUENREFERAT

frauenreferat-mainz.de

Jacob-Welder-Weg 18,

(06131) 3924713, Plenum:

Mo 18:30. Ausleihe Mo,

Mi, Do 12-16h, Di 12-19h.

6.000 Bücher und Zeitschriften,

großer Bestand

an Lesbenliteratur

FRAUENZENTRUM

www.frauenzentrummainz.de

Kaiserstr. 59 – 61, (06131)

221263, Feministisches

Zentrum, Beratung, Frauennotruf.

Frauencafé Mi

18-23h. Do 19h Junglesbengruppe,

20h Lesbengruppe.

Lesbische Mütter:

1. Sa 14 Uhr.

NKAL

www.netzwerkkatholischer-lesben.de

PF 2844, Netzwerk

katholischer Lesben

JUGEND & FAMILIE

ILSE MZ

www.ilse.lsvd.de

(06131) 3367075, Initiative

lesbischer und schwuler

Eltern. Treff 3. So.

J.I.M.

www.jugendinmainz.jimdo.com

Jugend in Mainz, Treff für

Jugendliche in der Bar jeder

Sicht, 2.Di 19 Uhr 18-27

Jahre, 4.Mo 18-22 Uhr bis

21 Jahre

SCHWULE VÄTER

www.schwule-vaeter.org/

mainz

(06130) 207261, Treff 4. Di,

18 Uhr in der Bar jeder Sicht

ELTERNGRUPPE

Treff für Eltern von homo-,

bi- und transsexuellen Kindern

in der Bar jeder Sicht,

in ungeraden Monaten am

3.Di 19:30 Uhr

KULTUR

DIE UFERLOSEN

www.uferlose.de

(06131) 235671,

Schwullesbischer Chor.

SPORT

KDO KINDER DES OLYMP

www.kinder-des-olymp.org

Hintere Bleiche 29,

Schwullesbische Sportgruppe:

Badminton, Fußball,

Laufen, Nordic Walking,

Radfahren, Schwimmen,

Volleyball. Stammtisch in

der Bar jeder Sicht.

STUDENTEN / UNI

SCHWULENREFERAT MZ

schwulenreferat-mainz.de

Staudinger Weg 21, (06131)

3926851, Treff und Beratung:

Mi 18 Uhr

MANNHEIM

SZENE

BARS / CAFÈS

BAR2 6

www.facebook.com/

bar2mannheim

T6 19, (0621) 3974270,

Mo-Do 17-0, Fr 17-3,

Sa 18-3, So 14-23, stylishe

Szene-Bar, Kaffee, Cocktails,

gute Drinks, Nichtraucher

CAFÉ LEGENDÄR 21

www.facebook.com/

cafeLegendaer

N7 9, Mo-Do 16-24, Fr+Sa

und vor Feiertagen 16-5,

So + Feiertag geschlossen,

Stimmungsvolle Raucherbar

mit gemischtem Publikum

jeden Alters, direkt am

Wasserturm

CAFÉ SOLO 3

www.facebook.com/

SoloMannheim

U4 15-16, Café-Bar,

So-Do 18-23, Fr+Sa 18-1,

Mo Ruhetag, Terrasse mit

Blick auf den Neckar

CAFÉ KLATSCH 4

www.facebook.com/

CafeKlatschMA

Hebelstr. 3, (0621) 76049737,

Mo-Do 18-4, Fr + Sa 18-5,

So 16-4 So + Feiertag

geschlossen, gemütliches

Theater-Café und legendäre

Party-Location, Live-Events,

Sonntags Kaffeeklatsch

LELLO 8

www.cafe-lello.de

Berliner Str. 17, (0621)

3709000, Di-Do 18-1,

Fr+Sa 18-3, So+Mo Ruhetage.

Italienisches Dolce

Vita in abgefahren-gemütlichem

Ambiente. Exzellente

Weinkarte, mittwochs

hausgemachte Pizza.

FETISCH-BARS

JAILS

www.jails-mannheim.de

Angelstr. 33, (0621),

8544146, Bar- und Cruising-Area

im MS Connexion-Komplex,

wechselnde

Fetisch-Partys, Do ab 17,

Fr+Sa ab 21, So ab 18 Uhr

PARTYLOCATIONS

DISCOTHEK ZWEI 5

www.ponyclub-mannheim.de

T6, 14, (0621) 3974270,

Sa 22-o.e. Neuer Club (ex-

T6/Hans), Sa „Ponyclub“-

Party für Gays and Friends.

MIXED CLUB ACTION 2

www.club-action-disco.de

U5, 13, (0621) 153435,

So-Do 22-5 Uhr, Fr+Sa

22-12 Uhr. tgl. mixed Music

mit wechselnden DJs, am

Wochenende After Hour.

GAYWERK

www.gaywerk.de

Angelstr. 33, Regelmäßige

Mega-Gay-Party im Club

MS Connexion

SAUNEN

ATLANTIS SAUNA

www.atlantis-sauna.de

Wöllnerstr. 10, Ludwigshafen,

(0621) 54590137,

Di-Do 15-24 Uhr, Fr 15-1

Uhr, Sa-So 13-1 Uhr. Gay-

Sauna-Park mit Schwimmbad

u. Garten. Do+Fr FKK-

Tag, Sa Partnertag, 2.+4.

So Bärensauna

GALILEO CITY SAUNA 20

www.galileo-sauna.com

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Mo-Do 13-1, Fr 13 durchgehend

bis Mo früh 1 Uhr „60h

Nonstop“, Spezialtarif für

Youngsters (U26). Nachtsauna

am WE. Massagen:

Mo, Mi, Do 16-21 Uhr


PINK PAGES

37

SEXSHOPS &

-KINOS

CRUISING POINT

www.cruisingpointmannheim.de

Mittelstr. 15, (0621) 36407,

Mo-Fr 12-24, Sa 12-3,

So 15-24. Sexshop, Videoverleih,

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Kostenloser Kino-Eintritt

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Heinrich-Lanz-Str. 32,

(0621) 449306,

Mo-Fr 11-23, Sa 11-1

(Nachtkino mit gratis

Kaffee und Snacks),

So + Feiertags 14-23 Uhr.

Ältestes Gaykino

BUSINESS

ÄRZTE

ANDREA LANG

www.lang-praxis.de

Diplom-Psychologin. O6,9,

(0621) 43655721,Di+Do

8-9 und 14:30-15 Uhr

BÜCHER

FRAUENBUCHLADEN

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www.frauenbuchladenxanthippe.de

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Auswahl lesbischer Bücher,

auch Versand

FINANZEN &

RECHT

RECHTSANWALT

JÜRGEN E. WOLF

www.anwalt-mannheim.de

Deutsche Gasse 20, (0621)

7773670, Fachanwalt für

Arbeits- und Familienrecht

RAT & TAT

HIV / STI

KOSI.MA

www.kosima-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

33939478, Beratung zu

sexuell übertragbaren Infektionen,

Schnelltest kostenlos

und anonym, Gruppe

HIV+NewGeneration,

Präventionsteam

AIDSBERATUNG IM

GESUNDHEITSAMT

R1, 12, (0621) 2932249,

Di 8-12h, Do 14-18h, HIV-,

Hepatitis- und Syphilis-

Tests anonym und kostenlos

AIDSBERATUNG,

GESUNDHEITSAMT HD

Kurfürstenanlage 38-40,

Heidelberg, (06221)

5221820, Beratung zu Aids

und sexuell übertragbaren

Infektionen, HIV-Test

kostenlos und anonym

AIDSHILFE AK LU

www.checkpointludwigshafen.com

Frankenthaler Str. 71,

Ludwigshafen, (0621)

68567521, Anonyme

Beratung unter (0621)

68567514.

AIDSHILFE HD

www.aidshilfe-heidelberg.de

Rohrbacher Str. 22, Heidelberg,

(06221) 19411,

Telefonberatung: Mo 10-14

Uhr, Di 14-16 Uhr, Mi 16-18

Uhr, Checkpoint: Anmeldung

über Aids-Beratung

Gesundheitsamt HD

ARBEIT & BERUF

VK RHEIN-NECKAR

www.vk-online.de

Netzwerk schwuler

Führungskräfte und Selbständiger,

Regionalgruppe

Rhein-Neckar, regelmäßiger

Stammtisch in Mannheim,

rhein-neckar@vk-online.de

BERATUNG

PLUS BERATUNG

www.plus-mannheim.de

Max-Joseph-Str. 1, (0621)

3362110, Psycholog. Lesben-

u. Schwulenberatung,

kostenl. Jugendberatung,

Gipfelstürmer (schwule

Jugendgruppe) Mo 18 Uhr,),

JuLe (junge Lesben,

Do 18 Uhr). Weitere Angebote

und Selbsthilfegruppen

siehe Homepage

COMMUNITY

CSD RHEIN NECKAR E.V.

www.csd-rhein-neckar.de

M2, 1, (0621) 21755,

CSD-Parade- und CSD-

Fest-Organisation

OFFENES NETZWERK

LSBTTIQ

www.schlimm-online.de

Überparteiliche Plattform

von Vertreter*innen der

LSBTTIQ-Community

Mannheim (ehemals

SchLIMm)

ROSA KEHLCHEN

www.rosakehlchen.de

PF 12 05 11, 69067 Heidelberg,

Schwuler Chor, Probe:

Mo, 19:30, Kulturzentrum

Mannheim-Käfertal

FRAUEN

LESBENRING

www.lesbenring.de

Postfach 11 02 14, Heidelberg,

(0441) 2097137,

Dachverband für lesbische

Frauen, Lesbengruppen

und Organisationen.

JUGEND & FAMILIE

ILSE RHEIN-NECKAR

www.ilserheinneckar.

wordpress.com

Initiative lesbisch-schwuler

Eltern

KIRCHE & GLAUBE

HUK KURPFALZ

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche,

Regionalgruppe Kurpfalz

POLITIK

LADS

www.antidiskriminierungsstelle-bw.de

| www.lads-bw.de

Antidiskriminierungsstelle

Baden-Württemberg im

Ministerium für Soziales

und Integration, Else-

Josenhans-Str. 6, (0711)

123-3990, beratung@

lads-bw.de

SPORT

MVD

www.mvd-mannheim.de

gegründet als „Mannemer

Volley Dolls“ bietet der

Verein Menschen der

LSBTT*IQ-Community in

der Rhein-Neckar Region

eine sportliche Heimat.

Abteilungen: Asian Sports,

Badminton, Fitness, Fußball,

Schwimmen, Volleyball

STUDENTEN / UNI

QUEER IM SCHLOSS

www.queerimschloss.

uni-mannheim.de

L9, 7, (0621) 1813380,

SchwuLesBische und

transidente AStA-Gruppe

VORLIEBEN &

FETISCH

LUG MANNHEIM

www.lugman.de

Postfach 102117, (0621)

1221765, Leder-Uniform-

Gummi-Club

RUBCLUB

www.rubclub.de

Gustav-Seitz-Str. 4, (0172)

7334444, Fetischgruppe,

Schwerpunkt Gummi.

Regelmäßige Fetischpartys

in Karlsruhe und Berlin

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www.lesezeichendarmstadt.de

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SZENE

BARS

3KLANG

www.3klang-bar.de

Riegerplatz 3, (06151)

6698847, Mo 18-24, Di-Sa

10-1, So 10-24. Szene-Bar,

bunt gemischtes Publikum.

Tgl. Frühstück bis 15 Uhr.

So 10-15 Frühstücksbüffet

(Reservierung erbeten).

KULTUR

RADIO

GANZ SCHÖN QUEER

www.radiodarmstadt.de

(06151) 87000, Schwullesbisches

Radiomagazin,

1. Mo 18-20 Uhr auf Radio

Darmstadt, UKW 103,4

(Antenne) oder 99,85

(Kabel)

RAT & TAT

HIV / STI

AIDSHILFE

DARMSTADT E.V.

Elisabethenstr. 45, (06151)

28073, Beratung: Mo, Di,

Do 9-17 Uhr, Mi 13-17 Uhr,

Fr 9-15 Uhr

COMMUNITY

QUEERES ZENTRUM

www.vielbunt.org/queereszentrum-darmstadt

In der Oetinger Villa,

Kranichsteiner Str. 81,

zwangloses Beisammensein

für queere Jugendliche

von 14 bis 27 Jahren, Di,

Do+Fr 16-20 Uhr, Kontakt:

jugend@vielbunt.org

VIELBUNT

www.vielbunt.org

Kranichsteiner Str. 81,

Queeres Zentrum Darmstadt,

Veranstalter des CSD,

der Party „Schrill & Laut“,

Jugend- und Beratungsangebote

u.v.m.

FRAUEN

FRAUENKULTURZEN-

TRUM

www.frauenkulturzentrumdarmstadt.de

Emilstr. 10 in der Kyritzschule,

(06151) 714952,

2. So 10:30-13 Uhr Frauenfrühstück;

letzter Sa 21 Uhr

Frauendisco „tanzbar“

KIRCHE & GLAUBE

HUK DARMSTADT

www.huk.org

Homosexuelle und Kirche

Regionalgruppe Darmstadt,

Treff: Das Offene Haus,

Rheinstr. 31

STUTTGART

SZENE

BARS / CAFÉS

JAKOBSTUBE

www.jakobstube.de

Jakobstr. 6, (0711)

2238995, Nachtcafe. Tgl.

18-6. tgl. ab 21 Uhr Karaoke

MONROES

www.cafe-monroes.de

Schulstr. 3, (0711)

2262770, Rustikalromantisches

Ambiente

und schöne Terrasse.

Mo 19-22 Happy Hour,

Di 22 Karaoke

RUBENS HOME

www.rubens-home.de

Geißstr. 13, (0711)

5532305, So-Do 9:30-2,

Fr+Sa 9:30-3. Christaas

glamouröse Event-Bar jetzt

auf zwei Etagen

TOM’S BAR

www.facebook.com/

Toms.Bar.Stuttgart

Pfarrstr. 13, Di-Sa 17-1,

neue Bar der Stuttgarter

Szene-Legende Laura

Halding-Hoppenheit

FETISCH-BARS

EAGLE

www.eagle-stuttgart.com

Mozartstr. 51, (0711)

6406183, So-Do 21-2,

Fr+Sa 21-3. Lederbar,

Clublokal des LC Stuttgart

K29

www.gaykeller.de

Blumenstr. 29,

(0711) 2333323,

Ex-“Treffpunkt Kellergewölbe”

mit zahlreichen

Spielmöglichkeiten

PARTYLOCATIONS

KC KINGS CLUB

www.kingsclub-stuttgart.de

(0711) 2264558, King’s

Club im Exil: Während der

Renovierung der Original-

Location befindet sich Lauras

Club übergangsweise in

der Torstr. 15

SAUNEN

SAUNA CLUB POUR LUI

www.pour-lui.de

Schmidener Str. 51, (0711)

9005391, tägl. 10-2 Uhr,

Sa bis 3 Uhr. Gaysauna in

Cannstatt

VIVA SAUNA

www.vivasauna.de

Charlottenstr. 38, (0711)

2368462, So-Do 14-24,

Fr+Sa 14-2, Gaysauna am

Olgaeck

SEXSHOPS &

-KINOS

BLUEBOX

www.blueboxstuttgart.de

Steinstr. 15, (0711)

4704841, Mo-Do 9-24,

Fr+Sa 9-4, So 14-24. Gayund

Heterokino auf zwei

Ebenen, mit Cruising Area,

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Rotebühlplatz 1, (0711)

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Dr. Müller

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Waiblinger Str. 7, (0711)

5094400, Mo-Fr 10-21,

Sa 10-20, Video Lounge,

Samstag Gay-Day

BUSINESS

BÜCHER

ERLKÖNIG

www.buchladen-erlkoenig.de

Nesenbachstr. 52, (0711)

639139, lesbisch-schwuler

Buchladen. Mo-Fr 10-19,

Sa 10-18

RAT & TAT

HIV / STI

AIDS-HILFE STUTTGART

www.aidshilfe-stuttgart.de

Johannesstr. 19, (0711)

22469-0, umfangreiches

Beratungs- und Hilfeangebot,

Mo-Fr 10-12 und

Mo-Do 14–17 Uhr

POLITIK

LADS

www.antidiskriminierungsstelle-bw.de

www.lads-bw.de

Antidiskriminierungsstelle

Baden-Württemberg im

Ministerium für Soziales und

Integration, Else-Josenhans-

Str. 6, (0711) 123-3990,

beratung@lads-bw.de

SPORT

ABSEITZ

www.abseitz.de

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ZENTREN

ZENTRUM WEISSENBURG

www.zentrum-weissenburg.de

Weißenburgstr. 28a, (0162)

9567235, Mo-Mi+Fr 19-22,

Do 17-22, So 15-22. Stuttgarts

schwules Zentrum,

Treffpunkt vieler Gruppen

und gemütliches Café.

Die Thekenkräfte arbeiten

ehrenamtlich

für Männer

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MICHAEL WINGERT

Andreas Gummel

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Tel. 0163 2780681

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Lebensberatung

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sowie bei beruflichen und geschäftlichen Problemen

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Tel.: 0170 890 1700 | Fax: 069 - 67 58 70

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38 STYLE

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Ob und wann du wieder im Fitnessstudio

oder im Sportkurs trainieren

kannst, ist derzeit schwer einzuschätzen.

Also raus in die Sonne und

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Ob Laufen, Slacklining oder Stand-Up-

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und praktisches Equipment

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noch mehr zu bewegen, werden dafür

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FOTO: WWW.VIBRAM.COM

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MODE

Wickelschuh

Der italienische Sohlenspezialist

Vibram überzeugt auch in diesem

Jahr mit neuen Variationen der

einzigartigen Barfußschuhe Furoshiki.

Die praktischen Wickelschuhe

sind inspiriert von der japanischen

Tradition Furoshiki, die das Verpacken

und Transportieren etwa

von Geschenken mit nur einem

Stück Stoff bezeichnet. Neben

einer schlichten Sohle aus Vibram-

Hochleistungsgummi bestehen die

Modelle aus zwei Stoffflügeln, die

im Bereich des Sprunggelenks per

einen Hauch bella vita in jedes

Outfit.

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MOBILITÄT

Einfach tierisch

Klett fixiert werden. Neben minimalem

Die österreichische Fahrradschmiede My Esel

Packmaß, etwa vergleichbar mit

verfolgt bei ihren aus einem Holzrahmen be-

zwei Fäusten für ein Paar, überzeugen

stehenden Bikes einen revolutionären Ansatz

die Furoshikis mit rücken-

im Bereich der Fahrradherstellung. Basierend

schonendem Gehen, auffälligem

auf der simplen Tatsache, dass jeder Mensch

Design und absoluter Vielseitigkeit.

anders ist, bietet My Esel die Möglichkeit, alle

Ob als Back-up im Reisegepäck, als

Fahrräder und E-Bikes an die individuellen Anforderungen

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10 bis 18 Uhr | Samstag: 10 bis 16 Uhr | Parkmöglichkeiten: Öffentliche Tiefgarage Motel One


40 DESIGN

FOTO: WINDOWS / UNSPLASH, GEMEINFREI

SCHÖN

EINRICHTEN

In Haus und Garten soll’s schön und gemütlich

sein – gerade jetzt, wo man mehr Zeit in den

eigenen vier Wänden oder Outdoor im Garten

verbringt, wachsen die Wünsche an eine

komfortable wie funktionale Einrichtung. Checkt

unsere Tipps auf den folgenden Seiten. *bjö

LIEGEN

HÄSTENS:

Besser schlafen, besser leben

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Mit keinem anderen Möbelstück geht man eine

so enge Verbindung ein, wie mit dem eigenen

Bett. Beim schwedischen Hersteller Hästens

kann man sich dabei sicher sein, ausschließlich

von Naturmaterialien umarmt zu werden.

Gut zu wissen ist außerdem, dass ein Bett von Hästens nicht aus

dem Regal kommt, sondern ganz individuell gefertigt wird – so

individuell, dass sogar zwei verschiedene Härtegrade in einem Bett

realisiert werden können. Schließlich sind nicht alle Menschen

gleich oder gleich schwer. Und auch bei der Wahl des richtigen

Modells findet man hier das Bett, das genau zu den eigenen

Schlafgewohnheiten, den räumlichen Gegebenheiten und zum

Budget passt.

Das Hästens Bett besteht aus sechs Grundmaterialien: Baumwolle,

Schurwolle, Rosshaar und Leinen für die verschiedenen

Schichten der Liegefläche. Hinzu kommen Kiefernholz für das

Bettgestell sowie Metall für die Taschenfederkerne.

Neben den ökologischen Produktionsbedingungen steht Hästens

auch für familiäre Unternehmenskultur und Verbundenheit zur

Region. Nachhaltigkeit ist für Hästens also kein Trend, sondern hat

Tradition, seit der Gründung im Jahr 1852.

Hästens 2000 T mit Satin-Bettwäschekollektion in sommerlichen Farben.

Diese Werte gelten auch im Jahr 2021 weiter, wenn Luxus neu

definiert wird: Nachhaltigkeit kommt vor Prunk, Sinnsuche vor

Verschwendung und ein verantwortungsvolles Kaufverhalten

wertschätzt ehrliches Handwerk, Vertrauen und Langlebigkeit. Es

spricht also vieles für Hästens – und doch: Eine Liegeprobe sagt

mehr als tausend Worte. Im Frankfurter Sleep Spa kann man sich

dafür soviel Zeit nehmen, wie man benötigt, um sich für das ganz

persönliche Bett zu entscheiden. *dr

Hästens Store Frankfurt, Kirchnerstr. 3 –5 , Frankfurt,

Terminvereinbarung über 069 21997376


„Ab jetzt endet Design

nicht mehr an der Decke.“

INTERIOR DESIGN

SCHÖNES

aus Glas und Porzellan

Ein Auge für Außergewöhnliches hat der Interior

Designer Clemens Hummel, der in seinem Frankfurter

Showroom P22 nicht nur komplette Inneneinrichtungen

plant, sondern auch eine Reihe von

fein gestalteten Designobjekten präsentiert, die

den Alltag hübscher machen.

Zum Beispiel Porzellan der Designerin Stefanie Hering aus

Berlin, mit der Clemens Hummel seit Jahren persönlichen

Kontakt pflegt. Mit einer klaren, puristischen Formensprache

produziert Hering seit 1992 vor allem strahlend

weißes Porzellan-Geschirr. Aber auch moderne Dekors wie

grafische Muster, Zeichnungen oder Farbflächen zieren

Teller, Tassen und Schalen. Nach traditionell handwerklicher

Methode entstehen die Unikate aus sogenanntem Bisquitporzellan,

das zart aussieht, jedoch extrem robust ist.

Exklusiv bei P22 sind Entwürfe der Wiener Glasmanufaktur

Lobmeyr zu sehen. Das österreichische Familienunternehmen,

ehemals K&K Hoflieferant, ist seit fast 200 Jahren

für Wiener Glaskultur bekannt. Tradition präsentiert sich

hier aber nicht konservativ: Die handwerkliche Erfahrung in

mundgeblasenem und handgeschliffenen Glas bildet die

Basis für die stets zeitgenössischen Designs mit Sinn für

die Ausgewogenheit von Form und Funktion. Die hübsch

wienerisch als „Trinkservice“ betitelten Serien für Gläser, Karaffen

und Schalen gibt’s bei P22 ebenso wie die prächtigen

Leuchter von Lobmeyr. *dr

P22 Interior Design, Berliner Str. 26, Frankfurt,

www.p22interior.design und

Instagram: p22_interior_design

FOTOS: HERING BERLIN

100%

MADE IN

FRANKFURT

WWW.CEELINGS.COM


42 DESIGN

SCHRANKSYSTEME

CABINET

schafft Raum

FOTO: CABINET

Platz ist in der kleinsten Wohnung – man

muss nur wissen wie! Zum Beispiel mit

den ausgeklügelten Schranksystemen

von Cabinet. Mit viel Liebe zum Detail

werden hier Regale, Raumteiler und

komplette Schranksysteme individuell

auf die Bedürfnisse des Kunden angepasst

und vor allem auch den Gegebenheiten

der Wohnung.

Dachschrägen oder andere Eigenheiten

können dabei clever und funktional

genutzt werden. Cabinet kann noch mehr:

Schöne Lösungen sind zum Beispiel

schicke Garderoben für den Flur, elegante

Regalwände im Wohnzimmer, Schränke

als intelligente Raumteiler oder praktische

Aufbewahrungssysteme fürs Schlafzimmer.

In puncto Design, Funktion und Stil

ist Cabinet seit über 40 Jahren stilprägend.

Individualität gilt auch für die Gestaltung

der Oberflächen: Neben einer Fülle von

verschiedenen Designs und Farben kann

man auch individuelle Druckgrafiken oder

Tapetenmuster verwenden – bis hin zum

eigenen Fotomotiv. Jeder Schrank ist ein

Unikat – und alles Made in Germany!

Inspiration geben die bundesweit über 80

Cabinet-Erlebniswelten, in denen man die

verschiedenen Möglichkeiten und Stilrichtungen

anschauen kann. Für die konkrete

Planung jedes Cabinet-Projekts wird vom

kompetenten Team im eigenen Heim Maß

genommen und die individuelle Schranklösung

passgenau entwickelt und gebaut. *dr

DIE EXKLUSIVEN CABINET-PARTNER

IN RHEIN-MAIN-NECKAR:

Hedegger in Frankfurt,

Friedensstr. 1 (am Willy-Brandt-Platz),

Hedegger in Wiesbaden,

Wilhelmstr. 2 – 4 (gegenüber RMCC),

www.hedegger.de,

Cabinet in Stuttgart, Lautenschlagerstr.

3, www.cabinet-stuttgart.de

und Cabinet Mannheim, Q7, 17,

www.cabinet-mannheim.de

Fliesenträume

Sanitärwelten

Naturstein

www.fliesen-kny.de

Benzstraße 3 • 64546 Mörfelden • Tel. 06105 / 330 67 • info@fliesen-kny.de

Öffnungszeiten: Mo–Fr 9–12.30 Uhr und 14-18 Uhr, Samstag 9–12.30 Uhr


DESIGN

43

WOHNIDEEN

HOME

SWEET HOME

FOTOS: HEIDE & BECHTHOLD

In herausfordernden Zeiten wie

diesen ist Wohlfühlen in den eigenen

vier Wänden wichtiger denn je. Der

positive Effekt: Die Motivation wächst,

Dinge zu verändern und Kreativität

zu leben. Oftmals zeigen schon

kleine Veränderungen große Wirkung:

Schönes Design bereichert das Leben

und gibt ein gutes Gefühl.

Das wissen auch Carmen und Christian

Heide, die Inhaber des Einrichtungshauses

Heide & Bechthold in Frankfurt. Mit

langjähriger Erfahrung und Leidenschaft

ist das Team von Heide & Bechthold der

perfekte Einrichtungspartner für die persönliche

Wohlfühlatmosphäre: „Wichtig

ist uns: Es ist die Einrichtung des Kunden

und nicht die des Innenarchitekten oder

Einrichtungsberaters“, erklären die beiden

ihre Arbeit.

Dabei entstehen moderne Einrichtungskonzepte

nach Maß, die sich den

individuellen Wünschen der Kunden

ebenso, wie den räumlichen Gegebenheiten

anpassen. Mit einer Reihe namhafter

deutscher und internationaler Möbelmarken

wie Interlübke, Walter Knoll, COR,

FREIFRAU, JANUA, Flexform, Cassina,

Möller Design, Wittmann, Riva 1920 oder

Giorgetti bietet der Frankfurter Showroom

jede Menge Inspiration; auch ein

Blick in das regelmäßig erscheinende

hauseigene Einrichtungsmagazin macht

Lust auf schöner Wohnen! *dr

Heide & Bechthold Einrichtungshaus,

Schießhüttenstr. 16, Frankfurt-Fechenheim,

www.heide-bechthold.de

NEU IN UNSEREM FLAGSHIP STORE:

NATURBETTEN · NATURMATRATZEN · BIO BETTWÄSCHE · RELAXSESSEL

2X IN FRANKFURT UND 1X IN BAD HOMBURG

www.betten-zellekens.de


44 DESIGN

ANTI-KABELSALAT

CEELINGS:

Design an der

Decke

Markant markant: Die Faust

ist kein Sextoy, sondern eine

Hängelampenbefestigung,

die an der Decke angebracht

den Kabelsalat samt

Lampenanschluss elegant

versteckt.

GEWINNE

FOTOS: 58PRODUCTS.COM

Über www.

männer.media/

gewinne verlosen

wir sechs Ceelings

nach Wahl!

Die Alternative zu langweiligen Baldachin-

Dosen stammt aus der Schmiede des

Frankfurter Unternehmens FIFTYEIGHT

PRODUCTS und nennt sich „Ceelings“ –

als Modell diente übrigens die Hand des

Firmen-Chefs Max Zimmermann. Zur

Ceelings-Familie gehört aber nicht nur

diese „Hand des Lichts“ sondern auch

das lustige Gespenst „Happy Hermann“.

Wer dafür Modell stand ist unbekannt. Die

Ceelings sind aus recycelfähigem, farbbeständigem

und robustem ABS-Kunststoff

und werden in einer Förderwerkstatt

im Rhein-Main-Gebiet hergestellt.

FIFTYEIGHT startete vor 23 Jahren als

Agentur für 3D-Animationsfilme; bekannt

wurden sie mit ihren Meckertassen-

Videoclips („Immer zwei Mal mehr wie du“),

seinerzeit vertont mit den Stimmen des

Frankfurter Comedyduos Mundstuhl. Die

Agentur hat daraufhin ihr Angebot erweitert

und entwirft seitdem auch handfeste

Produkte wie die knuffigen Meckertassen

aus Porzellan. Verkauft werden sie inzwischen

weltweit. Eine echte, sympathische

Frankfurter Erfolgsstory! Gutes Design

mit Humor, nachhaltig und regional – das

wollen wir! *bjö

Mehr Infos, Bestellmöglichkeiten sowie

lustige Videoclips zum Herstellungsprozess

und zur Installation gibt’s über

www.ceelings.com

KÜCHENHAUS SÜD

DIE URBANE KÜCHE

Funktionales Küchendesign verbunden

mit ansprechenden Wohnkonzepten: Diese

Kombination macht jede Küche zum Ort, an dem

nicht nur gekocht, sondern auch allein, mit der

(Wahl-)Familie oder mit Freunden gelebt wird

– genau das, was man heute wieder von einer

modernen Küche erwartet.

FOTO: SIEMATIC / KÜCHENHAUS SÜD

Im Küchenhaus Süd widmet man sich diesem Anspruch

bereits seit 1957. Tina Müller ist die Chefin in der zweiten

Generation des Familienunternehmens, das mit Know-

How und Begeisterung nicht nur technisch und designorientiert

immer auf dem neuesten Stand ist. Das Küchenhaus

Süd ist außerdem dafür bekannt, raumübergreifende

Einrichtungskonzepte für eine Küche als Lebensort zu

entwickeln und sie dann mit festangestellten Monteuren

umzusetzen. Der Küchenhersteller SieMatic passt genau

zum Credo vom Küchenhaus Süd: Die Kollektion SieMatic

URBAN zum Beispiel gestaltet die Küche mit offenen und

geschlossenen Stauräumen lebendig und unkonventionell.

Frei planbare Solitärmöbel geben außerdem viel Flexibilität

beim Einrichten – da ist sogar Platz für einen Kräutergarten

in der Küche! *dr

Küchenhaus Süd, Mörfelder Landstr. 77, Frankfurt,

www.kuechenhaus-sued.de


WO DIE

NATUR

NOCH

IN ORDNUNG

IST?

In Ihrem wohnoffice

TEAM 7 Stuttgart, www.team7-stuttgart.de

TEAM 7 Frankfurt, www.team7-frankfurt.de

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TEAM 7 München, www.team7-muenchen.de

TEAM 7 Berlin, www.team7-berlin.de

TEAM 7 Hamburg City, www.team7-hamburg.de

TEAM 7 Hamburg, www.team7-hamburg.de


46 DESIGN

INNENAUSSTATTUNG

Gestalten mit

FLIESEN

FOTO: FLIESEN KNY

50 Jahre Fliesen Kny: Das Unternehmen

in Mörfelden feiert in diesem Jahr sein

goldenes Jubiläum und gilt – im besten

Sinne – nach wie vor als Geheimtipp für

ausgefallene Fliesen für alle Bereiche.

Modern oder klassisch, edle Materialien,

trendige Farben und Formen geben fast

unbegrenzte Deko- und Gestaltungsmöglichkeiten:

Fliesen sowie Mosaike mit unterschiedlichen

Optiken, wie zum Beispiel

Marmor, Holzoptik, in leuchtenden Farben

oder handgefertigte Zementfliesen aus

Marokko – das Team ist ein kompetenter

Berater und Planer für tolle Innenausstattungen.

Auch im Sanitärbereich steht Fliesen Kny

als fachkundiger Einrichtungspartner zur

Seite: Ebenerdig begehbare Duschen

mit dezenter Linienentwässerung, dazu

ausgefallene Armaturen, Waschtische aus

Mineralmarmor, Glas, Keramik oder Holz,

Stein- und Travertinwaschbecken oder

passende Naturholzbadmöbel – fertig ist

der eigene Wellnessbereich!

Fliesen lassen sich aber nicht nur in Bad

und Küche gekonnt einsetzen: Natursteinfliesen

setzen als attraktive Verblendung

oder als Mosaik insbesondere im Gartenbereich

schöne wie beständige Akzente.

Ideen und Inspiration für eine individuelle

Planung liefert das Team ebenso wie die

Vermittlung von qualifizierten Handwerksbetrieben

zur Umsetzung des eigenen

Projekts.

Neu im Sortiment sind Tapeten auch für

den Nassbereich – auch hier kann man

Motive aus unzähligen Vorlagen auswählen.

Ein besonderes Highlight! *dr

Fliesen Kny OHG, Benzstr. 3, Mörfelden,

www.fliesen-kny.de

SITZEN

BOCONCEPT:

Gemütlich ist Trumpf!

Dass Gemütlichkeit und gradliniges Design

sich nicht widersprechen müssen, beweist das

dänische Möbelhaus BoConcept seit vielen

Jahren mit Bravour, insbesondere mit seinen

Polstermöbeln.

FOTOS: BOCONCEPT

Bestes Beispiel ist der neue Sessel Porto: Das organisch

gestaltete, umschließende Schalendesign und

die großen Polster mit dezenten Faltendetails in beruhigenden

Farben strahlen nicht nur optisch Behaglichkeit

aus, sondern sind auch extrem bequem. Die hohe

Rückenlehne mit markanter Kopfstütze, die weichen

Textilien und die stufenlos einstellbare Kippfunktion,

die sich in jeder beliebigen Position einrasten lässt, machen

aus Porto einen wahren Relax-Sessel. Noch mehr

Komfort verspricht der passende Fußhocker.

Typisch für BoConcept lässt sich der Sessel individuell

gestalten: Über 120 Stoffe und Lederarten stehen für

die Polsterung zur Auswahl und auch die Beinfarben

lassen sich in zwei Farben variieren. Jetzt zu sehen bei

BoConcept in Frankfurt. *bjö

BoConcept City, Stephanstr. 1 – 5, BoConcept East,

Hanauer Landstr. 83 – 87, Frankfurt,

www.boconcept.com


KUNST

GILBERT & GEORGE

fürs Wohnzimmer

Die Schirn hat fünf Motive der aktuellen Ausstellung

„Gilbert & George – The Great Exhibition“

als Kunstdrucke herausgebracht: Neben

„Red Morning Attack“, „City Drop“ (als Querund

Ausschnitt-Hochformat), „Beard Toast“

und „Christs“ gibt es auch die bunten „Sperm

Eaters“ in DIN-A-1-Format fürs heimische

Wohnzimmer.

JAHRE GARANTIE

Der neue Kia Sorento.

Die neue Gelassenheit.

DESIGN

47

Mit knalligen Farben und provozierenden Motiven ein echter

Hingucker. Die Ausstellung ist noch bis September zu

sehen. In Shutdownzeiten lohnt ein Blick auf die Schirn-

Website und das digitale Schirn-Magazin, die verschiedene

Beiträge und Videoclips zur Ausstellung präsentieren.

Zusätzlich gibt es am 1. Mai und in der Folge donnerstags

jeweils um 19 Uhr ein einstündiges abwechslungsreiches

Zoom-Event mit Highlights der Ausstellung – inklusive exklusiver

Hintergrundinformationen, interaktiver Bildbesprechungen

und der Möglichkeit zum persönlichem Austausch

mit dem jeweiligen Guide. *bjö

Kia Sorento

1.6 T-GDI VISION

für € 42.990,–

Abbildung zeigt kostenpflichtige

Sonderausstattung.

www.schirn.de – Tickets für Online-Events sowie

Infos und Bestellmöglichkeit

der Kunstdrucke über

den Schirn-Shop auf

www.schirn.de.

FOTO: SCHIRN KUNSTHALLE

GEWINNE

Über www.männer.

media/gewinne

verlosen wir sechs

Plakate der Gilbert &

George Edition

Der neue Kia Sorento ist die perfekte Vereinigung von Komfort

und Erlebnis: Durch sein charismatisches Äußeres und viele

exklusive Interieur-Highlights setzt er neue Maßstäbe im

Premiumsegment. Lassen Sie sich begeistern von hochwertigen

Materialien, aufwendiger Verarbeitung und zahlreichen

innovativen Technologien – und genießen Sie gleichzeitig die

Vorzüge der einzigartigen 7-Jahre-Kia-Herstellergarantie*.

Digital-Kombiinstrument mit 31,2 cm Bildschirmdiagonale

(12,3 Zoll) • Frontkollisionswarner mit Abbiegefunktion¹ •

Geschwindigkeitsregelanlage, adaptiv, mit Stop-and-Go-

Funktion¹ • 7 Airbags (2 Frontairbags, 2 Seitenairbags, 2 Vorhangairbags

bis in den Fond reichend, 1 Mittenairbag zwischen

den Frontsitzen) • 2. Sitzreihe verschiebbar und umklappbar

(60 : 40) • u. v. a.

Kraftstoffverbrauch Kia Sorento 1.6 T-GDI VISION (Super,

Automatik (6-Stufen)), 169 kW (230 PS), in l/100 km: innerorts

5,6 - 5,2; außerorts 5,4 - 5,2; kombiniert 5,4 - 5,2. CO 2 -Emission:

kombiniert 124 g/km. Effizienzklasse: A+.²

Gerne unterbreiten wir Ihnen Ihr ganz persönliches Angebot.

Besuchen Sie uns und erleben Sie den neuen Kia Sorento bei

einer Probefahrt.

Häusler Automobile GmbH

Heidelberger Straße 191 • 64285 Darmstadt

Tel.: 06151/95 10 920 • www.kia-häusler-darmstadt.de

* Max. 150.000 km Fahrzeug-Garantie. Abweichungen gemäß den gültigen

Garantiebedingungen, u. a. bei Batterie, Lack und Ausstattung.

Einzelheiten unter www.kia.com/de/garantie

1 Der Einsatz von Assistenz- und Sicherheitssystemen entbindet nicht von

der Pflicht zur ständigen Verkehrsbeobachtung und Fahrzeugkontrolle.

2 Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind

nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken

zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen.

Sperm Eaters und City Drop (als Ausschnitt-Hochformat)


48 DESIGN

SUNFLOWER Gartencenter

GARTEN

Wer’s noch nicht getan hat – jetzt aber schnell: Die Frühjahr-Sommer-Saison ist im vollen Gange

und Garten und Balkon wollen bepflanzt sein. Im Sunflower Gartencenter findet man alles zur Ausstattung

der eigenen Open-Air-Oase.

Ein Ausflug zu Sunflower lohnt sich, denn

man betritt hier eine echte Erlebniswelt

inklusive Frischemarkt und Restaurant.

Äußerst beliebt sind außerdem die Kultur-

Veranstaltungen wie das jährliche Weihnachtskonzert

oder die Opern- und Jazz-

Abende; sobald die Pandemiebedingen es

zulassen, werden auch diese Veranstaltungsreihen

wieder aufgenommen.

Herzstück ist natürlich der Gartenmarkt

in dem neben Beet-, Balkon- und Zimmerpflanzen

vor allem Bäume, Sträucher,

Stauden und Saisonpflanzen in großer

Auswahl angeboten werden: Magnolien,

Zierkirschen, immergrüne Sträucher und

Rhododendren bis hin zu mediterranen

Gehölzen wie Citrus und Olive in hoher

Qualität stehen bereit zur Gestaltung der

eigenen Wohlfühlzone. Saisonal abgestimmt

kann man hier für jede Jahreszeit

die richtigen Pflanzen finden. Das Team

berät ausführlich und kompetent zu

Standortfragen und Pflanzenpflege.

Wer neben der Auswahl der richtigen Bepflanzung

auch Hilfe bei der Gestaltung

des eigenen Gartens braucht, bekommt

sie: Vom Entwurf bis zur endgültigen Umsetzung

kann man sich beim Einrichten

des Grünbereichs vom Sunflower-Team

beraten und unterstützen lassen. Sogar

die passenden Garten- und Freizeitmöbel

kann man im Obergeschoss des Gebäudes

finden. Und Grillfreunde sollten sich

keinesfalls die beeindruckende Grillwelt

entgehen lassen: Die große Ausstellung

mit Grillstationen namhafter Hersteller

lässt keine Wünsche offen. So kann der

Sommer im Garten, auf Terrasse oder

Balkon kommen! *dr

Sunflower Gartencenter, Markthalle

und Restaurant, Am Martinszehnten 15,

Frankfurt-Kalbach,

www.sunflower-gartencenter.de

FOTO: SUNFLOWER GARTEN CENTER

OUTDOOR

Gartenkultur mit

MÖBEL + DESIGN

FOTO: FERMOB

Bereit für den Sommer? Ein Balkon,

eine Terrasse oder gar ein Schrebergärtchen

sind gerade in Pandemiezeiten

Gold wert. Natürlich möchte man sich

die eigene Freiluft-Oase so hübsch und

gemütlich wie möglich einrichten.

In puncto Outdoormöbel ist der französische Hersteller Fermob

ein echtes Kleinod: Seine farbenfrohen Tische, Stühle, Hocker,

Sitzgruppen und Bänke, sowie die passenden Accessoires wie

Kissen und Outdoortextilien bringen mit ihrer Leichtigkeit ein

erfrischendes „savoir vivre“ in den eigenen Wohlfühlort.

Auch stimmungsvolle Beleuchtung gibt’s von Fermob: Klassiker

sind bereits die Leuchte Balad mit ihrem charakteristischen

Henkelgriff und die kugelrunde Tischleuchte „Mooon!“ mit ihrem

farbigen Standfuß. Beide Modelle gibt es jeweils in sechs Farben

und drei Größen. Lustig sind außerdem die Girlande Hoop mit ihren

ringförmigen LEDs und der leuchtende Sitzhocker Inouï. Neu

ist Apolô in einer klassischen Glühbirnen-Optik, die als Tischlampe

oder Hängeleuchte einsetzbar ist. Alle Modelle sind stoßfest,

wasserdicht, kabellos, haben mehrere Lichtstufen und leuchten

draußen mit den akkubetrieben LEDs rund sieben Stunden.

Die Fermob-Gartenkollektion kann man schön bei Möbel +

Design in der Bockenheimer Ladengalerie an der Leipziger Straße

/ Adalbertstraße erleben: Auch im Shutdown sind hier alle Möbel

und Objekte durch die großen Schaufenster bestens zu sehen

und natürlich bestell- oder abholbar. Da lohnt sich das Windowshopping!

*dr

Möbel + Design, Leipziger Str. 5, Frankfurt,

www.moebel-design-frankfurt.de


CABIprint

So individuell wie Du!

Was immer Du wünschst: Realisiere Deinen individuellen

Traumschrank mit Deinem ganz persönlichen Wunschmotiv!

Ihre exklusiven CABINET-Partner in:

FRANKFURT

Friedensstr. 1

Willy-Brandt-Platz

Tel.: 069 23 33 58

WIESBADEN

Wilhelmstr. 2-4

Ecke Rheinstraße

Tel.: 0611 4 50 41 67 0

www.hedegger.de

STUTTGART

Lautenschlagerstr. 3

Tel.: 0711 50426191

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MANNHEIM

Q7, 17

Tel.: 0621 86241132

www.cabinet-mannheim.de


FOTO: RUBY LOUISE HOTEL

INNENARCHITEKTUR

RUBY HOTELS

– jetzt auch in Frankfurt

„Biedermeier trifft Streetart“ – diesen gewagten Design-Spagat legt

das neue Lean Luxury Design Hotel Ruby Louise ganz elegant hin!

Alle 11 Minuten 1)

verliebt sich ein

Single mit

1) Hochrechnung aus Nutzerbefragung 2016, Deutschland

Mitten in der Frankfurter City, im Karree

der Neuen Rothofstraße parallel zur Goethestraße,

hat im März das Lean Luxury

Design Hotel Ruby Louise eröffnet.

Mit 250 exquisit ausgestatteten und designten

Zimmern auf acht Etagen und einer

grandiosen 400 Quadratmeter großen

Dachterrasse ist das Hotel der Münchner

Ruby Gruppe ein echter Hingucker!

Das Interior Design taucht in die Geschichte

des Biedermeier ein, kombiniert

dies gekonnt mit Streetart und Graffitis

und schlägt so den Bogen zwischen

beschützender Gemütlichkeit und dem

modernen Mainhattan.

Gutes Beispiel: Die Hotel-Namenspatin

Louise von Rothschild, eine Frankfurter

Bankiersfrau, ist von Street Artist Big

Birne überlebensgroß mit roten Kopfhörern

in Szene gesetzt und überblickt die

Lounge im siebten Stock. Die Bar bildet

den Mittelpunkt der über zwei Etagen

reichenden, mit einer Wendeltreppe

verbundenen öffentlichen Bereiche des

Hotels.

Auf der Dachterrasse schließlich zaubern

Kräuterbeete und Äpfel-, Birnen- und

Kirschbäume einen typischen Garten der

Biedermeierzeit. Der Hang-Out ist mit

Sonnenliegen, knautschigen Sitz-Säcken,

zahlreichen Tischen, einer Rooftop-Bar

und einem Gartenpavillon besonders toll

gelungen du bietet einen sensationellen

Blick auf die Frankfurter Skyline.

Die Ruby-Hotels der Münchener Hotelgruppe

gibt es bereits in vielen Metropolen

wie London, Wien oder Hamburg.

Sie alle zeichnen sich nicht nur durch

ihr besonderes Design und die hochwertige

Ausstattung aus, sondern auch

durch ihr faires Preis-Leistungsverhältnis

mit Zimmerpreisen in fünf Kategorien

zwischen 89 und 179 Euro. „Das

funktioniert, weil wir, nach dem Vorbild

moderner Luxusyachten, unseren Luxus

auf relativ kleiner Fläche unterbringen

und Unwesentliches einfach weglassen“,

erklärt Michael Struck, Gründer und CEO

der Hotelgruppe. *dr

Ruby Louise Hotel & Bar,

Neue Rothofstr. 3, Frankfurt,

www.ruby-hotels.com/louise


DESIGN

BESTES AUS

ARCHITEKTUR

JAPAN

Der japanische Architekt Shigeru Ban ist ein Paradebeispiel dafür, dass man niemals

nur an die unmittelbaren Tätigkeiten des eigenen Berufs gebunden ist. Er hat bewiesen:

Der Blick über den professionellen Tellerrand kann die Karriere sogar vorantreiben.

Seine humanitären Bemühungen auf internationalem Boden haben ihm nicht nur den Ruf

eines engagierten Philanthropen eingebracht, sondern auch den wichtigsten Preis der

Architekturszene.

Shigeru Ban wurde 1957 in Tokio geboren. Er studierte am

Southern California Institute of Architecture in Los Angeles

und später an der Cooper Union’s School of Architecture in

New York. Das Resultat sowohl japanischer als auch westlicher

Stileinflüsse lässt sich heute gut an Bans Arbeiten ablesen.

Bekannt wurde er aber vor allem durch den Einsatz von Papier

und Pappe als Baumaterial. Papier wird aus nachwachsenden

Rohstoffen hergestellt und kann vollständig recycelt werden.

Ban wird deshalb auch zu den Vertretern des sogenannten

Ökologischen Bauens gezählt. So schuf er 2013 eine Kirche

in Neuseeland, die teilweise aus Karton besteht, und zeichnete

bereits im Jahr 2000 für den japanischen Pavillon auf

der Expo in Hannover verantwortlich, für das vornehmlich

die Ban-typischen Pappröhren verwendet wurden. Seit 1995

setzt er sich außerdem für die Katastrophenhilfe ein, für die er

ein eigenes Netzwerk von Architekten (Voluntary Architects’

Network) gründete. Mithilfe von simplen Materialien wie Papier,

Pappe, Bierkästen oder Sandsäcken hat Ban Notunterkünfte

in der ganzen Welt geschaffen, die schnell auf- und abzubauen

sind. Für seine Aktivitäten als Architekt und Wohltäter erhielt

er 2014 den Pritzker Architecture Prize. Der TASCHEN Verlag

hat Shigeru Ban ein Sammelwerk seiner wichtigsten Arbeiten

gewidmet. *fj

www.shigerubanarchitects.com / www.taschen.com

„Shigeru Ban. Das vollständige Werk 1985 – 2015“, Philip

Jodidio, Hardcover, 22,8 x 28,9 cm, 2,90 kg, 568 Seiten


ARCHITEKTUR

THE YORK

DESIGN

HOUSE

Architekt Alex Nerovnya erlangte dank dem ungewöhnlichen Einsatz von Glas und dem Spiel mit

geometrischen Formen Bekanntheit über die Grenzen seiner russischen Heimat hinaus. Das im letzten Jahr

von ihm konzipierte York House verbindet seine beiden großen Stärken auf ungewöhnliche Weise.

Eigentlich könnte das York

House ein ganz normales

Ferienhaus in irgendeinem

Tannenwald in Nordosteuropa

oder Kanada sein, wenn es nicht

mit einer Front daherkäme, die

anmutet, als hätte jemand das

Gebäude in der Mitte schlichtweg

durchgeschnitten und die

andere Hälfte weggeworfen.

Darüber hinaus hat Alex Nerovnya

die klassische Form des

Spitzdachhauses leicht entrückt

und die links und rechts vom

Mittelblock verlaufenden Seiten

einige Meter versetzt angelegt.

Das ausgefallene Design soll

zum einen die Interaktion mit

der natürlichen Umgebung

intensivieren und das Gefühl

aufkommen lassen, Innen- und

Außenbereiche würden verschwimmen.

Zum anderen will

Nerovnyas Entwurf einer bereits

unzähligen Male verwendeten

Form einen modernen Anstrich

verleihen. Insgesamt sollen auf

200 Quadratmetern bis zu acht

Personen in vier Schlafzimmern

Platz haben. *fj

en.alex-nerovnya.com


REISE

SPARTACUS CRUISE

die einzige deutschsprachige

Gay Cruise

Endlich ist es so weit: Die zweite Gay

Cruise der blu Mediengruppe sticht in See.

Termin ist der 8. bis 18. Februar 2022 mit

einer Route vor der afrikanischen Küste.

Bei deutlich über 20 Grad im Schatten und

acht Sonnenstunden pro Tag kann man

den Winter hinter sich lassen und Wärme

tanken. Gleichzeitig sind es angenehme

Temperaturen für Ausflüge. Die Cruise wird

ohne Social-Distancing-Maßnahmen und

Maskenpflicht durchgeführt. Daher muss

jeder Gast spätestens 14 Tage vor der

Abfahrt eine abgeschlossene Covid-Impfung

oder Immunitätsbescheinigung nachweisen.

Diese Kreuzfahrt kombiniert die unbekannteren

Inseln der Kanaren mit der

Blumeninsel Madeira. Damit auch Raum

für Erkundungen ohne Zeitdruck bleibt,

ist an mehreren Orten ein Overnight

eingeplant. Geplant ist folgende Route:

Neben diesen Anläufen sind zahlreiche

Highlights, die dem späteren Ausflugsprogramm

entnommen werden können,

geplant. Dazu gehört die kleine Schwester

Madeiras, Porto Santo, wo man wandern

oder edlen Wein verkosten kann.

Zurück auf den Kanaren lernt man

Lanzarotes imposante Vulkanlandschaft

kennen und besucht auch La Graciosa,

die kleinste der Kanarischen Inseln. Auf

Gomera warten in den Nebeln des hoch

gelegenen Nationalparks Garajonay dichte

Wälder aus Farnen und moosbedeckten

Bäumen. La Palma bietet neben engen

Gassen aus Kopfsteinpflaster und

Häusern mit Holzbalkonen in der

Hafenstadt Santa Cruz auch spektakuläre

Sehenswürdigkeiten der Natur wie den

Wasserfall der Farben oder den Idafe Rock

/ Roque Idafe im Nationalpark Caldera

de Taburiente. Wer seine Reise nicht

8. – 18. FEBRUAR 2022

8.2. LAS PALMAS (GRAN CANARIA) Abfahrt um 18 Uhr

9.2. FUNCHAL (MADEIRA) Ankunft um 15 Uhr (Overnight)

10.2. Abfahrt Funchal um 20 Uhr

11.2. At sea

12.2. ARRECIFE (LANZAROTE) Ankunft um 7 Uhr (Overnight)

13.2. Abfahrt Arrecife um 20 Uhr

14.2. At sea

15.2. SANTA CRUZ (LA PALMA) von 8 bis 24 Uhr

16.2. LA GOMERA von 8 bis 21 Uhr

17.2. LAS PALMAS (GRAN CANARIA) Ankunft um 8 Uhr (Overnight)

18.2. Ausschiffung


REISE

verlängern will, hat am vorletzten Tag die

Gelegenheit, die Dünen von Maspalomas

auf Gran Canaria zu besuchen. Zwei Seetage

an Bord der Vasco da Gama schaffen

eine echte Kreuzfahrtatmosphäre, die wir

mit Poolspielen verbringen werden.

DAS BORDPROGRAMM

Zusätzlich zum Bordprogramm des

Schiffes werden auf der Spartacus Cruise

wieder zahlreiche Künstler der Community

auftreten. Auf der Agenda stehen

außerdem zahlreiche Themenpartys am

Pool wie „White“, „Wig“ oder „Kinky“, bei

denen der Kreativität bei den Outfits

keine Grenzen gesetzt sind. Auch die

beliebten Pool Games mit der Wahl

zum „Mr. Cruise“ werden auf keinen Fall

fehlen. Alle Gäste sind natürlich wieder

herzlich eingeladen, ihre Türen individuell

zu gestalten, wobei die verrückteste Idee

prämiert wird. Die Details zu Künstlern

und DJs werden im Laufe der kommenden

Wochen ständig ergänzt. Zu den

Künstlern gehört Joel von Lerber, der die

Tea Times mit seinem Harfenprogramm

von Klassik bis Pop begleiten wird. Für

den fetten Sound sorgt u. a. Star-DJ Chris

Bekker.

SINGLE MATCH

Kreuzfahrten sind leider keine optimale

Reiseform für Singles, da sich die Preise

nach Kabinen in Zweierbelegung berechnen.

Das heißt, für die alleinige Nutzung

einer Kabine ist immer der Preis einer

Zweierbelegung zu entrichten. Auf der

letzten Cruise wurden erfolgreich

vierzig Singles verknüpft, die sich eine

Kabine geteilt haben. Auch dieses Mal

wird es in der Buchungsmaske wieder die

Option „Singlematch“ geben. Wer sich

dafür entscheidet, wird kontaktiert und

kann im persönlichen Gespräch ein paar

Anhaltspunkte zu seinem gewünschten

Match geben. Gesichtspunkte a) ähnliches

Alter, b) ähnlicher Tagesrhythmus

(Morgenmensch versus Nachtmensch),

c) gleiche Kabinenkategorie. Selbstverständlich

können sich auch Zweiermatches

melden, die sich bereits gefunden

haben. Dafür gibt es auf Romeo einen

Club unter dem Namen „mCruise“.

Mehr Infos unter

www.spartacus.cruises


GESELLSCHAFT

ZWEI

REPORT

GESICHTER

EINER STADT

LANGE WIRKTE KRAKAU WIE EIN SICHERER HAFEN DER LGBTIQ*-COMMUNITY IM

FEINDSELIG GESTIMMTEN POLEN. DOCH SEIT DIESEM JAHR MEHREN SICH AUCH

HIER DIE ANGRIFFE AUF DIE QUEERE GEMEINSCHAFT. NUN REGT SICH WIDERSTAND

GEGEN DEN HASS.

Eigentlich wollte Han nur seinen Freund

besuchen. Doch als er eine Straße

überquerte, bemerkte er, dass ein

parkender Autofahrer ihn beobachtete.

„Als er mich gesehen hat, hat er den Motor

angelassen – und ist in mich reingefahren“,

erzählt Han, friemelt eine Zigarette aus der

Packung und steckt sie sich zwischen die

Lippen. Er verharrt einen Moment, bevor

er sie anzündet, und blickt in die Ferne, als

sehe er dort die Situation, in der er vor ein

paar Monaten am Stadtrand von Krakau

war. „Der Typ machte das Fenster runter

und starrte mich böse an. Er sagte nichts,

bis ich weggerannt war.“

Das Auto hatte nicht genug Geschwindigkeit,

um Han ernsthaft zu verletzen.

Trotzdem ging an diesem Tag etwas

kaputt: Krakau ist Hans Heimat, hier

wurde er geboren. Und doch fühlt sich der

21-Jährige nun nicht mehr sicher, denn

Han möchte sich nicht festlegen, welchem

Geschlecht er sich zugehörig und von welchem

er sich angezogen fühlt. Bisexuell,

non-binär, queer – es gibt viele Labels, mit

denen er sich identifiziert. Jedes einzelne

ist gefährlich, wenn es die falsche Person

in der falschen Ecke Krakaus zur falschen

Uhrzeit erkennt – oder sich von seinen

auffälligen roten Haaren provoziert fühlt.

Es sind die zwei Seiten einer Stadt,

die damit ringt, wer sie ist und wer

sie sein möchte. Im Zentrum der

800.000-Einwohner-Metropole gibt es

queere Klubs, Regenbogenfahnen hängen

in den Fenstern. An den Stadträndern, wo

die Häuserblocks abgelöst werden von

Einfamilienhäusern mit Garten und Garage,

ist es für Han, als sei er in einer anderen

Stadt. „Wenn ich an die Stadtgrenze gehe,

bekomme ich seltsame Blicke, ich werde

angeschrien, auf mich wird gezeigt und

ich werde verfolgt“, sagt Han, setzt die

Zigarette an und nimmt einen tiefen Zug.

Krakau bei Nacht ist ein anderer Ort als

Krakau bei Tag. Sich bloß nicht von der

Gruppe trennen, nicht alleine unterwegs

sein, nicht auffallen: Han kennt die Regeln,

er erinnert seine Freunde daran, wenn sie

abends gemeinsam unterwegs sind. Muss

Han alleine los, hat er inzwischen eine

Dose Pfefferspray bei sich, „nur für den

Fall“. Außerdem trainiert er seit einigen

Monaten Selbstverteidigung, „weil viele

meiner Freunde angegriffen worden sind,

vor allem in letzter Zeit.“

MIT MESSERN GEJAGT

In diesem Jahr häufen sich die Angriffe auf

queere Menschen, beobachtet Mateusz

Gędźba. „Die Gewalt von Bürger*innen

gegenüber der LGBTIQ*-Community

wächst. Im Sommer hatten wir einige

besorgniserregende Vorfälle, bei denen

queere Menschen vor Schwulenbars

wie dem „Club Papuga“ mit Messern

gejagt wurden“, sagt er. Mateusz ist

Vorstandsvorsitzender von DOM EQ, einer

Föderation, die verschiedenste LGBTIQ*-

Gruppierungen zusammengebracht hat.

Gemeinsam versuchen sie, die Situation

für queere Menschen in Krakau zu verbessern.

Im vergangenen Jahr eröffnete

das Team ein Gemeinschaftszentrum: ein

altes Einfamilienhaus, mit Glitzer am Zaun

und Regenbogenlichterkette, umfunktioniert

zum queeren Hauptquartier Krakaus.

Hier treffen sich verschiedene Selbsthilfegruppen,

der queere Chor probt in den

Räumen und Literaturliebhaber*innen

organisieren Gedichtlesungen. Für

Mateusz mit am wichtigsten sind die

Beratungsangebote. Sowohl rechtlich

als auch psychologisch können sich


GESELLSCHAFT

LGBTIQ*-Personen hier helfen lassen:

„Wenn jemand selbstmordgefährdet ist,

lädst du ihn nicht auf ein Bier in einer Bar

ein“, sagt der 36-Jährige. Deshalb sei es so

wichtig gewesen, einen sicheren Ort wie

das DOM EQ zu schaffen.

Wie es scheint, ist DOM EQ gerade

zur rechten Zeit entstanden. Mateusz

erschreckt, wie schnell Szenen wie vor der

Schwulenbar Papuga Alltag geworden sind,

wie selbstverständlich die LGBTIQ*-Community

zur Zielscheibe wahlloser Angriffe.

Für ihn ist klar, wer dafür verantwortlich

ist: „Der Ton wird von oben angegeben,

das ist mehr als deutlich. Wenn hohe

Offizielle im Staat nach Aggression rufen,

sie rechtfertigen, die Täter*innen schützen,

dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis alle

anderen glauben, das sei normal.“

Auch Han hat bemerkt, wie sich die

Stimmung in Krakau seit der letzten Wahl

verändert hat. Trotzdem geht er weiter

feiern, Freunde besuchen, versteckt seine

roten Haare nicht unter der Kapuze: „Ich

will nicht so viel Angst haben, dass ich

nicht mehr mein Leben leben kann.“

„MEINE KIRCHE

HASST MICH“

Nicht nur die Politik ist Auslöser für die

wachsende LGBTIQ*-Feindlichkeit. Auch

die katholische Kirche ist eine treibende

Kraft des Hasses. Von einer „Regenbogenpest“

sprach der Erzbischof von Krakau,

Marek Jedraszewski, im Sommer 2019.

Nicht sein erster Kommentar gegen

die queere Community und nicht sein

letzter. Regelmäßig stellt er die LGBTIQ*-

Gemeinschaft als eine Ideologie des

„Wenn ich an die

Stadtgrenze gehe,

bekomme ich seltsame

Blicke, ich werde angeschrien,

auf mich wird

gezeigt und ich werde

verfolgt“

HAN


GESELLSCHAFT

KAROL

„Hier in Polen scheinen die Kirche und die LGBTIQ*-

Community das Gegenteil voneinander zu sein

und klar getrennt. Wir als queere Christ*innen wollen

zeigen, dass es möglich ist, diese beiden Identitäten

miteinander zu verbinden.“

Westens dar, die bekämpft werden müsse.

Was der Erzbischof sagt, hat Gewicht:

Etwa neunzig Prozent der polnischen

Bevölkerung sind katholisch.

„Meine Kirche hasst mich.“ So fasst Karol

Szymonik die aktuelle Situation zusammen.

Der 26-Jährige ist gläubiger Christ

– und schwul. „Ich habe zu Gott gebetet,

dass er das von mir nimmt“, sagt er, wenn

er an seine Schulzeit zurückdenkt. Karol

stammt aus der kleinen Stadt Oświęcim.

Dort kannte er keinen anderen schwulen

Mann. Sich zuzugestehen, homosexuell

zu sein, fiel ihm schwer. „Erst als ich für

mein Studium nach Krakau kam, habe

ich mich freier gefühlt.“ Dort hörte er das

erste Mal von anderen schwulen Männern

und vertraute sich seinen engsten

Freund*innen an. Nach und nach erzählte

er es mehr Kommiliton*innen, ehe er sich

schließlich outete. Am schwersten war

es für Karol, gegenüber seinen streng

katholischen Eltern offen zu sein: „Sie

waren sehr überrascht, sie haben nicht

einmal in Erwägung gezogen, dass so

etwas möglich ist.“ An das Gespräch

mit seiner Mutter kann er sich noch gut

erinnern, obwohl es inzwischen vier Jahre

her ist: „Als ich mich geoutet habe, hat

meine Mutter heftig geweint. Das war

eine schwierige Unterhaltung zwischen

uns. Danach wusste ich nicht, ob das für

sie in Ordnung ist oder nicht.“ Seit dem

Gespräch wird über Karols Sexualität in

der Familie geschwiegen.

Karol arbeitet inzwischen in Krakau als

Tierarzt. „Während meines Studiums

habe ich darüber nachgedacht, aufs

Land zu ziehen und Kühe zu behandeln.

Aber dann habe ich mir gedacht: Ich

bin schwul – so kann ich nicht leben.

Auf dem Land ist es viel gefährlicher für

mich.“ In Krakau fühlt sich Karol wohl,

zumindest bis zu einem gewissen Grad:

„Es gibt Orte, an denen wir uns gemeinsam

treffen können, es gibt Kirchen, in

die wir gehen können, wo wir akzeptiert

sind – es ist sehr viel angenehmer als

in den Dörfern. Aber trotzdem gibt es

überall Zeichen von Homophobie.“ Es

fällt Karol schwer, diese Ambivalenz in

Worte zu fassen. Auf der einen Seite eine

Freiheit, von der er in seinem Heimatdorf

nicht einmal träumen konnte, auf der

anderen Seite die ständige Angst, doch

auf die falschen Leute zu treffen. „Wenn

ich nachts mit meinen Freunden unterwegs

bin, habe ich diesen Gedanken im

Kopf, dass die Leute erkennen, dass wir

schwul sind, und uns deswegen zusammenschlagen

werden.“ Vieles könnte

besser sein in Krakau, „aber es ist gerade

nun einmal, was es ist“, sagt Karol..

ABLENKEN VOM MISS-

BRAUCHSSKANDAL

Karol redet ruhig und konzentriert, nur

wenn er über die Ungerechtigkeiten in

seinem Land spricht, wird er merklich

aufgebrachter, seine Stimme wird

schneller, er fängt an zu gestikulieren.

„Hier in Polen scheinen die Kirche und

die LGBTIQ*-Community das Gegenteil

voneinander zu sein und klar getrennt.“

Um das zu ändern, engagiert sich Karol in

der Initiative „Glaube und Regenbogen“.

„Wir als queere Christ*innen wollen

zeigen, dass es möglich ist, diese beiden

Identitäten miteinander zu verbinden.“

Mit der aktuellen Kirchenführung fällt das

nicht immer leicht, aber Karol hat einen

Weg für sich gefunden: „Die Bischöfe in

Polen sind die eine Sache, mein Glaube ist

etwas anderes. Ich höre nicht so genau hin,

worüber die Priester in ihrer Predigt reden

– denn das tut mir manchmal weh.“

Dass sich die Rhetorik der katholischen

Kirche in den vergangenen Monaten noch

einmal verschärft hat, ist für Karol kein

Zufall. Ähnlich wie in Deutschland erschütterte

auch in Polen ein Missbrauchsskandal


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Seit 20 Jahren in der Community bekannt unter ebab


GESELLSCHAFT

der katholischen Kirche die Öffentlichkeit.

Die Enthüllungsdokumentation „Aber

sag es nur keinem“ zeigte 2019, wie

Kirchenoberste missbrauchende Priester

schützten und sie beispielsweise in andere

Gemeinden versetzten, anstatt sie anzuzeigen.

Seitdem kämpft die katholische

Kirche mit Ablenkungsmanövern gegen

den Imageschaden. Weil mehr Jungen

als Mädchen vergewaltigt wurden, müsse

es einen Zusammenhang zwischen

Pädophilie und Homosexualität geben,

so die haltlose Behauptung der Kirche.

„Sie musste irgendetwas angreifen, und

wir als Minderheit in Polen sind leicht zu

fassen“, sagt Karol. Besonders für Teenager

sieht Karol die Rhetorik der Kirche als

große Gefahr. „Jugendliche, die gerade

erst verstehen, wer sie sind, die glauben,

vielleicht bin ich schwul ... Wenn sie Worte

wie ,Regenbogenpest‘ hören, was halten

die dann von sich selbst? Ich mag mir das

gar nicht vorstellen.“

100 „LGBTIQ*-

FREIE“ ZONEN

Besonders schwierig ist die Situation

für queere Jugendliche im ländlichen

Polen, sind sich Karol und Han einig. Dort

gibt es keine Klubs, keine Treffs, keine

Gemeinschaft wie in Krakau. „Wenn du

auf dem Land als LGBTIQ*-Person keine

Unterstützung deiner Familie hast, bist

du ziemlich allein“, sagt Han. Und auch

der Druck der Politik auf die LGBTIQ*-

Gemeinschaft ist stärker. Seit 2019 riefen

sich mehr als 100 Kommunen als frei von

„LGBTIQ*-Ideologie“ aus. „Du kannst doch

nicht einfach ein Gebiet für LGBTIQ*-frei

erklären und dann gibt es dort keine

queeren Menschen mehr“, sagt Han. „Die

Politiker erreichen nur eines: Sie verletzen

diese Personen.“ Rechtlich gesehen

haben die Deklarationen keine Wirkung

– bislang. Aber DOM-EQ-Leiter Mateusz

Gędźba blickt mit Bangen nach Russland,

wo zunächst ähnliche Erklärungen

verabschiedet und dann in einem zweiten

Schritt auch die Gesetze angepasst wurden.

„Wir befinden uns an einem ziemlich

traurigen und empfindlichen Moment,

der für ganz Europa gefährlich ist. Wenn

wir sagen: ‚Ach Werte, was bedeuten die

schon?‘, dann wird das einen Moment

lang funktionieren. Aber bald werden

die Probleme auch in anderen Ländern

losgehen. Es ist wie Krebs: Wenn wir nicht

früh genug dagegen kämpfen, wird es sich

weiter ausbreiten.“

Fünf der 16 polnischen Woiwodschaften,

vergleichbar mit den deutschen Bundesländern,

verabschiedeten inzwischen

eine entsprechende Deklaration. Darunter

auch Kleinpolen, die Woiwodschaft, in der

Krakau liegt. Doch Krakau machte bei der

homophoben Kampagne nicht mit. Stadtpräsident

Jacek Majchrowski betonte in

einem offenen Brief, dass Krakau eine

tolerante und weltoffene Stadt sei: „Alle,

darunter auch Vertreter der LGBTIQ*-

Community, sind hier willkommen. Wir alle

sollen uns in Krakau wie zu Hause fühlen“,

schrieb er darin.

Mateusz sieht Statements wie dieses

kritisch. Er glaubt, hinter der Erklärung

stecke vor allem politisches Kalkül. 2023

sollen in Krakau die Europaspiele stattfinden.

Das bedeutet viel Aufmerksamkeit

und viel Geld für die Stadt. Ausländische

Politiker*innen kritisierten den

Austragungsort aufgrund der Erklärung

Kleinpolens zur LGBTIQ*-freien Zone

und forderten, die Spiele nicht in Krakau

zu veranstalten: „Krakau profitiert enorm

von den europäischen Geldern. Wenn das

Geld zurückgehalten wird, steckt Krakau

in großen Schwierigkeiten. Das haben die

Politiker*innen recht schnell verstanden“,

sagt Mateusz. Mit Blick auf das Ausland

unterstütze man die Community, gehe

„Wenn hohe Offizielle Aggression

rechtfertigen, die Täter*-

innen schützen, dann ist es

nur eine Frage der Zeit,

bis alle anderen glauben,

das sei normal.“

MATEUSZ


GESELLSCHAFT

es aber um echte Bekenntnisse, etwa

finanzielle Unterstützung, halte sich die

Stadt zurück.

Gleichzeitig gehen kirchliche rechtskonservative

Gruppen immer aggressiver vor,

um auch die etwas besser geschützten

LGBTIQ*-Gemeinschaften in den Städten

anzugreifen – wie in Krakau. Regelmäßig

fahren Trucks mit großen Lautsprechern

durch die Städte des Landes und rufen

homophobe Propaganda aus. Damit

schüren sie in den Großstädten den Hass

und verunsichern queere Menschen. Vor

einigen Monaten hatte Han endgültig

genug davon. Mit ein paar anderen

queeren Aktivist*innen Krakaus schloss

er sich zur Bewegung „Der Regenbogen

ist nicht tot“ zusammen. Gemeinsam

starteten sie eine Petition, in der sie den

Stadtrat aufforderten, das Fahren dieser

Trucks durch Krakau zu verbieten. Dafür

sammelten sie Unterschriften, organisierten

Veranstaltungen und versuchten,

bei der Bevölkerung ein Gegengewicht

zur Homophobie von Politik, Kirche und

Medien zu sein: „Das Wichtigste ist, Aufmerksamkeit

zu erzeugen, die Bevölkerung

aufzuklären und ein Bewusstsein für

die LGBTIQ*-Community zu erzeugen“,

sagt Han. Große Erfolgschancen rechnet

sich DOM-EQ-Sprecher Mateusz Gędźba

für die Petition nicht aus: „Um ehrlich zu

sein, bin ich mir ziemlich sicher, dass der

Stadtrat den Bürgervorschlag ablehnen

wird – aber trotzdem hat es etwas Gutes:

Es wird eine Diskussion angestoßen, die

die Stadt weiter unter Druck setzen wird,

etwas gegen die Trucks zu unternehmen.“

OPTIMISTISCH

TROTZ ALLEM

Je stärker der Gegenwind, desto selbstbewusster

wird die Gemeinschaft, meint

Gędźba: „Vor ein paar Jahren waren wir

eine soziale Gruppe hier in Krakau. Aber wir

hatten kein Bewusstsein für unsere verschiedenen

Herkünfte, keine gemeinsame

Identität. Mein Eindruck ist, dass Initiativen

wie DOM EQ dabei geholfen haben, so

eine gemeinsame Identität entstehen zu

lassen.“

Wenn Han an die Zukunft denkt, ist er

vorsichtig optimistisch: „Es gibt viele junge

Personen, die aufstehen, ihre Stimme

erheben und Pride-Proteste organisieren

– mit 15 Jahren. Ich bin so stolz, dass sie

vieles in die eigene Hand nehmen und viel

motivierter sind, als ich es in ihrem Alter

war.“ Und nicht nur die Jugend macht ihm

Hoffnung für die Zukunft: „Ich sehe auch

Menschen über vierzig, die sich auf einmal

outen und sagen: ‚Ich habe genug von dem

Scheiß‘, die protestieren gehen und sich

zeigen.“

Auch Karol will sich nicht länger verstecken:

„Ich versuche, sehr extrovertiert zu

sein. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir

uns als LGBTIQ*-Personen den anderen

Menschen zeigen. Wenn sie uns nicht

sehen, dann denken sie auch nicht über

uns nach.“ Seit diesem Jahr bietet er in

Krakau Tanzkurse für gleichgeschlechtliche

Paare an und ist damit polenweit ein Vorreiter.

„Bei heterosexuellen Paaren ist klar,

der Mann führt. Aber wie ist das bei gleichgeschlechtlichen

Paaren? Das bringe ich

ihnen bei“, sagt er. Bis Karol coronabedingt

pausieren musste, betreute er zwölf Paare.

Das Feedback sei sehr positiv, berichtet

Karol. Wenn er von seinen Tanzkursen

spricht, erzählt er mit einer Freude, dass

man meinen könnte, als schwuler Christ

Tanzkurse für gleichgeschlechtliche Paare

im streng katholischen Krakau anzubieten,

sei das Normalste auf der Welt. Und

vielleicht ist es das bald auch. Aktuell ist in

Polen einiges in Bewegung. Die Menschen

gehen auf die Straße, um gegen das

Abtreibungsverbot zu demonstrieren, und

damit auch gegen die Regierung, gegen

die Einmischung der katholischen Kirche

in die Politik, für Menschenrechte. Karol

macht eine kurze Pause, als müsse er über

die nächsten Worte gut nachdenken. Als er

sich entschieden hat, bringt er diese Sätze

mit einer Überzeugung zum Ausdruck,

dass man ihm am liebsten glauben will:

„In den Köpfen der Leute passiert etwas –

langsam, aber es gibt eine Veränderung.“

*Astrid Benölken und Tobias Zuttmann

„In den Köpfen der Leute

passiert etwas – langsam,

aber es gibt eine

Veränderung.“


ADVERTORIAL

GABLE

das LGBTQ+ Netzwerk von P&G

Bei Procter & Gamble sind

Chancengleichheit, Vielfalt und

Inklusion zentrale Elemente der

Unternehmenskultur.

Procter & Gamble hat es sich zur Aufgabe

gemacht, gleiche und inklusive Arbeitsplätze

für alle Mitarbeitenden zu schaffen.

Dies schließt ganz ausdrücklich auch die

Gruppe der LGBTQ+-Gemeinschaft ein.

Die Unternehmenspolitik von Procter

& Gamble wendet sich sehr klar gegen

Diskriminierungen aufgrund sexueller Orientierung

oder geschlechtlicher Identität.

GABLE (GAY, ALLY, BISEXUAL,

LESBIAN AND TRANSGENDER

EMPLOYEES)

1996 gründete Procter & Gamble

das Netzwerk GABLE für LGBTQ+-

Mitarbeitende und ihre Unterstützer in

den USA. Im Jahr 2014 startete GABLE

in Deutschland und ist seither schnell

gewachsen. Inzwischen ist das Netzwerk

an zehn Standorten in der DACH-

Region, darunter acht in Deutschland,

aktiv – sowohl in städtischen als auch in

ländlichen Gegenden. Ziel des Netzwerks

ist es, eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen,

in der LGBTQ+-Menschen sich vollständig

und ohne Einschränkungen in ihre Arbeit

einbringen können. Ein wesentlicher

Faktor, um dieses Ziel zu erreichen, sind

Unterstützer – sogenannte „Allies“. Sie

sind ausgebildet, Verantwortung für ihr

eigenes Verhalten zu übernehmen und

einzugreifen, wenn sie in der Sprache oder

dem Verhalten anderer eine Diskriminierung

gegen LGBTQ+-Menschen erkennen.

Die Unterstützer erhalten außerdem

Sticker mit denen sie ihre Hilfe für die

LGBTQ+- Gemeinschaft visuell deutlich

machen können.

#WEAREUNIQUEANDUNITED

Jedes Jahr im März feiert Procter

& Gamble seine Equality&Inclusion

Woche – in diesem Jahr wurde daraus

ein ganzer Monat unter dem Motto

#WeAreUniqueAndUnited. Mitarbeitende

aus verschiedenen Netzwerken haben

Workshops, Vorträge und Mitmach-

Aktionen organisiert mit dem Ziel, das

Bewusstsein für Vielfalt zu fördern, für

dieses Thema weiter zu sensibilisieren und

Bias zu reduzieren. GABLE nutzt die Veranstaltungen,

um Informationen zu seinen

Zielen im Unternehmen vorzustellen, um

neue Mitglieder zu finden und als Allies

auszubilden.

CAN’T CANCEL PRIDE

Zusätzlich unterstützt das Netzwerk

Procter & Gamble dabei, sich auch extern

und weltweit gegen die Diskriminierung

der LGBTQ+-Community einzusetzen,

beispielsweise durch die Organisation

der Hilfsaktion „Can’t Cancel Pride“

mit iHeartRadio während der Corona-

Pandemie zur Unterstützung betroffener

LGBTQ+-Gemeinschaften oder durch

verschiedene LGBTQ-zentrischen

Marketing-Kampagnen.

AUSZEICHNUNGEN

Im letzten Jahr war das GABLE-Netzwerk

von P&G einer der Prout At Work-Award-

Gewinner in der Kategorie GLOBAL

LEADER NETWORK. Diese Würdigung

bezog sich auf diverse Aktivitäten, wie

der Produktion einer Film-Trilogie zur

Unternehmensgeschichte im Hinblick

auf LGBTQ+ -Inklusion. Die Filme,

die in Zusammenarbeit mit CNN

entstanden sind, erhielten internationale

Auszeichnungen.

Vor wenigen Wochen hatte P&G einen

weiteren Grund zum Feiern: Das Unternehmen

wurde mit dem PRIDE Champion

Arbeitgebersiegel in Silber ausgezeichnet.

Dieses wird von der UHLALA Group vergeben

und steht für eine offene, inklusive

und wertschätzende Unternehmens- oder

Organisationskultur. Das Siegel ist nicht

käuflich und kann nur durch Nachweise

und eine Prüfung in Form des PRIDE

Audits erhalten werden.

P&G freut sich über viele Bewerber:innen

aus der LGBTQ+-Community. Offene

Stellenangebote sind hier zu finden:

www.pgcareers.com


INTERVIEW

Die Sprache der Liebe entschlüsselt?

GESELLSCHAFT

FOTO: ELITE CONTACTS

Anita G. und ihr Sohn Philipp Schwarzenberg

bezeichnen sich mit einer

angemessenen Portion Stolz als Partnervermittler.

Wir trafen Philipp in Berlin und

hatten viele Fragen – denn er weitete das

Geschäft mit der Partnerschaftsvermittlung

auf die Liebe Homo-sexueller aus.

Wie kam es denn dazu?

Meine ersten Berührungspunkte mit homosexuellen

Paaren waren glückliche Männer in

langfristige Partnerschaften. Für mich war es

damals klar, dass da einfach ein Mann einen

Mann liebt und mit ihm zusammen ist. Erst

heute ist mir vollumfänglich bewusst, dass

das Thema offene Homosexualität damals

nicht so einfach war. In den 2010ern wurde

Liebe zu einem Konsumgut und unzählige

Menschen machten sich auf die Suche

nach einem kurzfristigen (gemeinsamen)

Endorphinrausch. Zurückzuführen ist

dies auf unsere Gesellschaft selbst, dem

menschlichen Streben nach Perfektion

sowie dem Trend der Digitalisierung durch

Smartphones und Apps. Das was wir dort

finden, ist aber etwas völlig anderes als das

sich in einer langfristigen Partnerschaft

entwickelnde Wir-Gefühl. Ich betone das

immer wieder: Egal, wer wen liebt, der

Kern des Ganzen und damit auch unserer

Arbeit, ist die Sprache der Liebe. Die hat mit

Hormonen und Geschlechtern erst einmal

nichts zu tun.

Es gibt moderne Formen von

Partnerschaften jenseits dem

„Standardmodell“ Zweierbeziehung.

Kommen auch zum Beispiel polyamore

Menschen zu euch?

Es ist spannend, wie sich der Mensch in

dieser Beziehung weiterentwickelt hat.

Das Gros unserer Klientel ist jedoch nach

wie vor auf der Suche nach einer stabilen

Zweierbeziehung mit den klassischen

Parametern Treue, Wir-Gefühl, Vertrauen

und emotionaler Identifikation.

Bemerkenswert finde ich, dass sich die

Wünsche und Ziele von heterosexuellen

und homosexuellen

Singles

in vielerlei Hinsicht

gleichen. Was mich auch noch

mal zu dem Satz bringt, dass es nicht

darum geht, wer wen liebt, sondern um

die Sprache der Liebe.

*Interview: Christian Knuth

www.elite-contacts.com

Das ganze Interview findet ihr auf

www.männer.media.

#Diversity

#Inventingforlove

MSD.PARTNER.HIV.

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Auf MSD Gesundheit finden Sie Informationen zu HIV: http://m.msd.de/rwQ

MSD Sharp & Dohme GmbH, Lindenplatz 1, 85540 Haar

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GESUNDHEIT

Welchen Einfluss eine

HIV-Therapie im Alltag hat

Mit HIV kann man heutzutage ein

gesundes und langes Leben führen.

Dennoch kann die Diagnose ein einschneidendes

Ereignis sein und viele neue

Fragen aufwerfen. Eine davon ist, wie man

die HIV-Therapie nun bestmöglich in den

eigenen Alltag integrieren kann.

Das erste, woran viele dabei denken, sind

klassische Einnahmevorschriften – wie

zum Beispiel die Einnahme zum Essen. Bei

der modernen HIV-Therapie sind solche

strikten Vorschriften mittlerweile eher

Ausnahme als Regel.

HERAUSFORDERUNG ARBEITSALLTAG

Es gibt aber auch einige Punkte, die

man vielleicht nicht gleich im Kopf hat.

Beispielsweise spielt der Arbeitsrhythmus

eine wichtige Rolle: Wenn man geregelte

Arbeitszeiten hat, lässt sich die täglich

etwa zeitgleiche Einnahme der Medikamente

deutlich leichter planen, als wenn

man in einem Beruf mit Schichtdienst

arbeitet. Selbst mit geregelten Arbeitszeiten

kann es zu Herausforderungen im

Arbeitsalltag kommen, etwa wenn eine

Dienstreise mit Zeitverschiebung ansteht.

DIE FREIZEIT GESTALTEN

Auf die Wahl der Freizeitaktivitäten hat

eine HIV-Therapie so gut wie keinen

Einfluss. Dennoch gibt es für HIV-positive

Menschen einige Punkte zu beachten,

um eine erfolgreiche Behandlung

sicherzustellen: Natürlich sollte man bei

Ausflügen immer daran denken, seine

Medikamente mit einzupacken, falls

es mal später wird. Aber auch Hobby-

Sportler*innen sollten bei der Einnahme

von Nahrungsergänzungsmitteln, um zum

Beispiel den Muskelaufbau zu fördern,

im Hinterkopf behalten: Nahrungsergänzungsmittel

können Wechselwirkungen

mit HIV-Medikamenten verursachen, die

im ungünstigsten Fall den Therapieerfolg

gefährden.

MUSS MAN SICH ALSO MIT HIV

EINSCHRÄNKEN?

Natürlich ist das jetzt nicht gleich ein

Grund, um mit dem Sport aufhören. Man

sollte allerdings mit seinem/r Ärzt*in

darüber sprechen, was es zu beachten

gilt. Das ist wichtig, um auch mit HIV-

Therapie den bisherigen Lebensrhythmus

beibehalten und vor allem die eigene

Lebensqualität hochhalten zu können.

Nur weil man HIV-positiv ist, muss sich

also nicht gleich der gesamte Alltag

ändern.

VERÄNDERUNGEN IM BLICK BEHALTEN

Viele Dinge im Alltag verändern sich ja

meist nicht über Nacht, sondern Stück für

Stück. Diese oft unbemerkten Veränderungen

sollte man im Blick behalten, denn

sie können zu Reibungspunkten mit der

HIV-Therapie führen. Gerade in solchen

Situationen ist ein offenes Gespräch mit

dem/r Ärzt*in sehr wichtig.

HIV ZU EINEM KLEINEN TEIL IM

LEBEN MACHEN

Es kann manchmal herausfordernd

sein, die eigene HIV-Therapie in den

persönlichen Tagesablauf zu integrieren.

Manchmal liegt das auch daran, dass die

momentan eingenommenen Medikamente

plötzlich nicht mehr in den eigenen

Alltag passen.

Es gibt für jeden Lebensrhythmus eine

geeignete individuelle Therapie. Wenn man

diese gemeinsam mit seinem/r Ärzt*in für

sich findet, wird HIV dadurch zu einem

kleineren Teil im eigenen Leben.

Weitere Infos sowie persönliche Geschichten

zum Leben mit HIV findest

du unter www.livlife.de.

Unterstützt von ViiV Healthcare


SCHLAU ZU HIV

Warum du an der IAS

teilnehmen solltest

Der alle zwei Jahre stattfindende

Kongress der IAS (International

AIDS Society) ist die weltgrößte

offene wissenschaftliche Konferenz

zum Thema HIV/Aids.

Ihre 11. Ausgabe findet vom

18. bis 21. Juli in Berlin und

erstmals auch online statt. Also

ist die Konferenz sogar aus dem

heimischen Wohnzimmer heraus

bequem zu besuchen.

DAS PROGRAMM

Fast alle namhaften Akteure

im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit

werden die

neuesten Erkenntnisse vorstellen

und die dringendsten aktuellen

Themen erörtern. Aufgeteilt in

vier Themenblöcke.

Im Block Grundlagenforschung

wird unter anderem über

den Stand der Forschung zur

Regulierung und Heilung der HIV-

Reservoirs diskutiert. Außerdem

soll über den Einfluss von

Geschlecht und Bevölkerungsdiversität

auf die Bekämpfung des

Virus gesprochen werden.

Der Block klinische Wissenschaft

hält eine für unsere Kernleserschaft

sicher besonders interessanten

Thematik vor: HIV und

sexuell übertragbare Krankheiten.

Es geht aber ausnahmsweise

nicht um die Aufforderung,

regelmäßig zum Test zu gehen,

sondern um das Ausloten von

Möglichkeiten, aus der HIV-

Therapie für den Umgang mit

Antibiotika-Resistenzbildungen

zu lernen.

Mehr Informationen zum

Programm und zur Anmeldung

unter ias2021.org!


GESUNDHEIT

Die Konferenz der

„International

Aids Society“,

kurz IAS ist

neben der

„Conference

on Retroviruses

and Opportunistic

Infections“

(CROI) die wichtigste

internationale Konferenz zu

HIV, bei der Wissenschaftler

aus aller Welt Ergebnisse aus

Grundlagenforschung und

Studien präsentieren.

Siegfried Schwarze, Aids-Aktivist

und Vorstand Projekt Information e.V.

(www.projektinfo.de)


# HIVersity

Weil wir mehr sind als nur HIV-positiv: LiVLife.de

NP-DE-HVU-ADVT-200009-11/2020


FILM

INTERVIEW

JAKOB M.

ERWA:

„Da habe ich

viel von mir und

meiner Welt

hineingepackt“

Panische Menschen, dichter Rauch

und ein Meer an Einsatzkräften:

Was für ein Unglück hat sich am Münchner

Hauptbahnhof ereignet? Diesem Ereignis

geht die brandneue Coming-of-Age-Serie

„Katakomben“ auf den Grund.

Jakob, „Katakomben“ ist Ihr erstes

Projekt seit dem Kinofilm „Die Mitte

der Welt“. Wie kam es dazu?

Nach der Verleihung des Bayerischen

Filmpreises, den ich für „Die Mitte der

Welt“ bekommen habe, haben mich die

Jungs von der Produktionsfirma NEUE-

SUPER angesprochen. Die mochten, was

ich da auf der Bühne gesagt hatte, und

fragten, ob wir nicht einmal zusammen

ein Projekt entwickeln wollen. So habe ich

dann angefangen, mit Florian Kamhuber

an einer Geschichte über moderne Liebe

zu arbeiten, an der wir auch nach wie

vor noch dran sind. Doch irgendwann

kam uns „Katakomben“ in die Quere,

weil Flo einen Zeitungsartikel über das

Tunnelsystem unter München gelesen

hatte und mich fragte, ob wir nicht schnell

mal eine Geschichte dazu pitchen wollen.

Wir haben uns dann drei Tage in Berlin

eingeschlossen, einen groben Plot überlegt

und die Figuren entwickelt.

Entstanden ist jetzt eine spannende

Mischung aus Coming-of-Age-

Geschichte und Sozialdrama mit

Gruselthriller-Elementen ...

Geschichten über junge Menschen finde

ich immer cool, denn über die sogenannte

First-Life-Krise kann man einfach spannende

Sachen erzählen. Aber besonders

interessant an unserer Idee fand ich

tatsächlich die soziale Komponente. Das

ist schließlich schon eine perfide Sache.

München ist einerseits diese schicke,

cleane, teure Stadt, in der es immer heißt,

dass es kein Drogenproblem gibt. Doch

andererseits gibt es eben diese Katakomben,

wo plötzlich eine Grauzone und

all die Leute akzeptiert werden, die oben

das saubere Stadtbild zerstören würden.

Also Drogensüchtige, Obdachlose oder

Sexarbeiter*innen. Das fand ich heftig. Und

ich wollte unbedingt einen Weg finden,

diese beiden Welten aufeinanderknallen zu

lassen und – bei aller Unterhaltung – etwas

Kritisches über unsere Gesellschaft zu

erzählen.

War von Anfang an klar, dass Sie

die Geschichte als Serie erzählen

wollen?

Ja, das war tatsächlich von Anfang an klar.

Da habe ich nie drüber nachgedacht, ob

man auch einen Film draus hätte machen

können. Mich hat diese Art des Erzählens

eh interessiert, und ich habe auch andere

serielle Ideen, an denen ich arbeite. Schon

damals in Österreich habe ich nach meinem

ersten Film „Heile Welt“ eine kleine

Miniserie gemacht: „Tschuschen:Power“.

Ich finde das Format einfach toll, weil man

viel länger und kleinteiliger erzählen und

sich tiefer auf Figuren einlassen kann.

Aber nicht zu früh freuen – ich werde auch

weiterhin Filme drehen. Hahaha.

Gibt es unter den vielen Figuren der

Serie welche, die Ihnen besonders

am Herzen liegen?

Janosch, der queere Influencer und beste

Freund der Protagonistin, ist auf jeden Fall

eine Figur, die mir sehr wichtig und nah

ist. Da habe ich viel von mir und meiner

Welt hineingepackt. Und an ihm Fragen

von Zugehörigkeit, Entwurzelung und dem

Zwiespalt, zwischen mehreren Welten

zu stehen, durchgespielt, die man nicht

zuletzt als queerer Mensch kennt. Mir war

sehr wichtig, dass er nicht nur schillernd

ist, sondern auch eine echte Breite und

Tiefe bekommt. Aus der eher oberflächlichen

Figur am Anfang wird schließlich

eine ganz traurige, feine und suchende.

Mit der ActOut-Aktion und

dem zugehörigen Manifest

hatten kürzlich 185 deutsche

Schauspieler*innen ihr öffentliches

Coming-out. Wie fanden Sie das?

Das war ein ganz großer, längst

überfälliger Schritt. Ich habe darüber

mit vielen Kolleg*innen vor und hinter

der Kamera in den letzten Jahren immer


FILM

FOTOS: JOYN / NEUESUPER / A. UHLIG

wieder gesprochen und mir genau so

etwas gewünscht. Eine breite Front,

die daherkommt und sagt: „Wir sind

hier und wir sind überall.“ Dass man die

Privatleben eines Schauspielers oder einer

Schauspielerin von ihrer Arbeit trennen

kann, sollte eigentlich kein Problem

sein. Aber auch das ist noch lange nicht

selbstverständlich, deswegen muss man

immer mal wieder solche großen Bretter

fahren.

Es geht in diesem Kontext immer

auch darum, wen man für welche

Rollen besetzt. In der neuen Serie

„It’s a Sin“ zum Beispiel werden alle

queeren Rollen auch von queeren

Schauspielern gespielt ...

Ich würde das jedes Mal als Einzelfall

behandeln. Ich arbeite seit Langem an

einem Film mit dem Titel „Valeska“ über

eine trans* Frau, den ich unter anderem

deswegen noch nicht umgesetzt habe,

weil ich einfach noch keine perfekte

trans* Schauspielerin für die sehr herausfordernde

Rolle gefunden habe. Da muss

man sich dann die Frage stellen, ob ein

Projekt gar nicht stattfinden soll, bloß weil

man nicht „politisch korrekt“ besetzen

kann? Ist das sinnvoll, wenn es gleichzeitig

bedeutet, dass die entsprechenden

Themen womöglich gar nicht auf der

Leinwand behandelt werden? Man kann

außerdem nicht unsere Situation hier im

deutschsprachigen Raum mit den USA

oder so vergleichen.

In welcher Hinsicht?

Englischsprachige Produktionen wie

gerade „It’s a Sin“ haben es natürlich

wesentlich leichter, alle queeren Rollen

mit queeren Schauspieler*innen zu

besetzen. Schon einfach, weil der Markt

riesig ist – und es gleichzeitig sehr viel

früher Role Models gab und sich das

Selbstbewusstsein entwickelt hat,

dass man queer sein und trotzdem als

Schauspieler*in zum Star werden kann. So

weit sind wir noch nicht. Weswegen eben

ActOut auch so ein Meilenstein war. Allein

um zu zeigen, was für einen großen Pool

an queeren Schauspieler*innen es gibt,

der einem zur Verfügung steht, wenn man

bewusst so besetzen und die Community

stärken will.

Kurz noch ein Blick zurück zu

Ihrem Film „Die Mitte der Welt“,

der in diesem Jahr seinen fünften

Geburtstag feiert. Wie haben Sie es

damals erlebt, dass der ganz große

Erfolg an der Kinokasse ausblieb?

Angesichts der wahnsinnig langen

Entstehungsgeschichte und der Tatsache,

dass die Vorlage ein Bestseller war, war ich

im ersten Moment schon sehr ernüchtert

und enttäuscht, dass die Sache nicht so

aufgegangen ist, wie ich es erhofft hatte.

Und war auch eifersüchtig auf Filme

wie „Love, Simon“ und „Call Me By Your

Name“, die als queere Filme groß und

aufwendig vermarktet wurden und stolz

riesige Banner gedruckt bekamen. Während

bei unserem Film die Thematik eher

versteckt wurde und man nicht wusste,

wie man damit umgehen soll. Das hat

mich schon sehr frustriert. Aber natürlich

freue ich mich auch, dass der Film dann

trotzdem noch ein kleines Eigenleben

entwickelt hat. Es gibt sehr viele Leute,

die den Film kennen, und denen er – so

wie mir damals das Buch – irgendwie

geholfen hat.

Würde er heute besser laufen?

Vielleicht. Gerade durch Streamer wie

Netflix ist die queere Community im

Moment ja wieder stärker vertreten in

den Geschichten, die erzählt werden.

Dadurch kommen diese Themen und

Figuren in der Gesellschaft stärker an

und werden selbstverständlicher. Und die

Leute wollen das scheinbar sehen. Es ist

traurig, das sagen zu müssen, aber wenn

ich im Moment einen queeren Stoff hätte,

würde ich damit vermutlich eher bei

einem Streamingdienst anklopfen als bei

einem Kinoverleih.

*Interview: Patrick Heidmann


FILM

FOTO: WARNER / HBO

STREAMING

SIE KOMMEN ZURÜCK

Seit Ende der 1990er war die US-Serie „Sex and the

City“ ein Muss für Frauen und Queers, wenn man sich

auch über die zum Teil klischeehafte Darstellung der

(queeren) Charaktere ärgern konnte. Trotzdem waren

die Serie und die beiden Kinofilme extrem lustig und sorgten

auch für den ein oder anderen Denkanstoß. Jetzt wird an der auf

der Original-TV-Serie und dem Buch basierenden Nachfolgeserie

„And Just Like That“ gearbeitet, so HBO Max, der Streamingdienst

von Warner.

Die in der weißen oberen Mittelschicht New Yorks angesiedelte

Glamour-Soap ließ uns teilhaben am geselligen Leben einer

Frauenclique und ihren Liebschaften. Lange bevor es Social Media

gab, wurde hier kommentiert, polarisiert und gelacht. Vor allem

Schauspielerin Sarah Jessica Parker wurde in Sachen Mode zur

Influencerin, die auch bestens mithalten konnte, als Social Media

dann den Ton angab. Waren die vier Freundinnen –Lifestyle- und

Modefachfrau Carrie Bradshaw (Sarah Jessica Parker), Heimchen

Charlotte York (Kristin Davis), Vamp Samantha Jones (Kim Cattrall)

und Anwältin Miranda Hobbes (Cynthia Nixon) – zu Beginn

der Serie in ihren 30ern, Samantha schon damals wesentlich älter,

so können wir uns jetzt auf Damen freuen, die auf die sechzig

zugehen. Ein wichtiger und sicherlich unterhaltsamer Kontrapunkt

zum überall herrschenden Jugendwahn. Nicht mehr dabei sein

wird allerdings Kim Cattrall, die vor allem in den letzten Jahren ihre

Abneigung gegenüber Sarah Jessica Parker betonte.

In „Sex an the City“ ging es eigentlich immer um die Suche nach

der wahren Liebe in der hektischen und so extrem hippen Großstadt.

Darum, den einen Mann zu finden, für intensive Stunden

oder für immer. Aufs Amüsanteste unterbrochen wurde dieser,

bei aller etwaigen Melancholie immer lebensfroh umgesetzte,

rote Faden durch Episoden und Szenen, die mal ironisch, mal

traurig das Leben in seiner manchmal abstrusen Art abbildeten.

Gaststars waren unter anderem Bradley Cooper, Liza Minnelli,

Matthew McConaughey, Heidi Klum, Alanis Morissette und auch

David Duchovny. Und Dido sang im Soundtrack. *rä

Funfact: Donald Trump hatte ebenfalls einen Cameo-Auftritt in

„Sex and the City“. Gottlob nur kurz. Aber wo war er nicht?

FOTOS: ITV STUDIOS

SERIE

Ausgezeichneter Serienspaß:

„Schitt’s Creek“

Die kanadische Serienproduktion „Schitt’s Creek“ ist nicht nur extrem erfolgreich,

diese humorvolle Gesellschaftssatire zeigt auch, wie man queere Charaktere

sinnvoll und nicht nur als „skurrile Minderheit“ einsetzen kann. Dafür gab es zum

Beispiel den „GLAAD Media Award für herausragende Comedy-Serien“.

Autor, Regisseur und Schauspieler Daniel Levy, der gemeinsam mit seinem Vater

Eugene die Idee zur Serie hatte und auch als David und Johnny Rose zum Hauptcast

gehören, war dann auch sehr gerührt: „Ich möchte unseren Fans danken, die eine

Bewegung für das Gute geschaffen haben [...] Wir lieben euch alle. Ich kann mir keine bessere

Fanbase vorstellen – Menschen, die für die Botschaft unserer Serie einstehen, für Liebe, für

Akzeptanz und dafür, füreinander da zu sein. Die queeren Charaktere zu kreieren, war die größte

Freude meines Lebens [...] Diese Serie zu machen, war sechs Jahre lang mein absolutes Glück.“

Die Serie erzählt von einer einst reichen, dann verarmten Familie, die dorthin ziehen muss, wo sie noch

Besitz hat: in ein Motel nach Schitt’s Creek. Die exzentrische Großstadtfamilie Rose muss sich fortan

mit Rednecks und Dorfturbulenzen rumschlagen. Schreiend komisch! *rä


meine

gay

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Gran Canaria - Madeira -

Lanzarote - La Palma - Gomera -

Gran Canaria FEBRUAR 2022

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MUSIK

INTERVIEW

MARCELLA

ROCKEFELLER

Seit über zehn Jahren ist Marcella in

der Szene und auch in den Medien

eine feste Größe. Was sie so besonders

macht, ist, dass sie eine Sängerin ist. Wir

sprachen mit La Rockefeller über ihr erstes

Album, Céline Dion, Rosenstolz und Drag.

Ein großer Einfluss war Rosenstolz.

Ja, ich fand das schon immer extrem

verblüffend, wie diese Texte mein Leben

repräsentiert haben. Zum Beispiel „Wenn

Du jetzt aufgibst“, was habe ich dieses

Lied nächtelang gehört, weil ich dachte,

es geht nicht mehr! Aber die Botschaft

ist: Du hast schon einen Riesenberg hinter

dir, du schaffst es. Diese Ehrlichkeit der

Texte!

Ein gutes Stichwort. Ist Ehrlichkeit

in der Musik wichtiger als Glamour

und Show?

Nun, ich sage mal so: Showbusiness ist

eben Show. Aber ich bin einfach eine

sensible Seele, die sehr viel Wert darauf

legt, dass Texte etwas ausdrücken, womit

man sich identifizieren kann. Oft hatte

ich etwas „Angst“, Stars kennenzulernen,

weil sich mitunter rausstellte, dass die gar

nicht so cool sind, dass da mehr Show

als Sein war … Und bei Peter und Ulf (von

Rosenstolz, Anm. d. Red.) ist das genau

das Gegenteil, da steht SO viel mehr

hinter der Musik.

Glaubst du, dass deine perfekte

Optik deiner „handgemachten“

Musik im Weg steht? Oder dass du

eine Dragqueen bist?

Ich mache mir aus der Erscheinung

überhaupt nichts. Aber ich habe

schon vor zwölf Jahren gemerkt, dass

Marcella ein viel größeres Sprachrohr

für mich ist, als wenn ich als Marcel

stehe und singe. Ich habe diesen Weg

und dass ich dieses Album machen

konnte, Marcella zu verdanken! Wenn

eine Dragqueen singt oder auf der Bühne

steht, dann schauen die Leute … Es ist

einfach schön, bei jungen Leuten, bei

Kindern, dieses Leuchten in den Augen

zu sehen. Ich bin es aber auch gewohnt,

von manchen Menschen Abneigung zu

erfahren. Authentischer als Marcella

kann ich nicht sein.

Glaubst du, es ist heute einfacher als

vor zehn Jahren, als Dragqueen ernst

genommen zu werden?

Ich muss sagen, dass ich selbst immer

wieder überrascht bin, wie ernst ich

genommen werde. Aber dafür kämpft

man ja als Musiker. Das macht mich

unendlich glücklich. Ich bin ja kein

Clown, der Stimmung macht! Meine

Musik ist auch nicht Drag-typisch, ich

breche die Erwartungen der Leute, die

Elektronisches oder Lady Gaga erwarten.

Ich mache melancholische Musik, aber

keine depressive …

Wie ist das Album entstanden?

Warst du in Drag?

Nein, ich habe die Lieder als ungeschminkter

Mann aufgenommen. (lacht)

Wobei, manchmal hatte ich tatsächlich


„Das hätten

noch 100

mehr werden

können“

MUSIK

eine Perücke auf, wenn wir danach noch

etwas gedreht haben. Entstanden ist

es mit Elias Kunz in Hannover, der zwar

etwas jünger als ich, aber auch eine

„alte Seele“ ist. Wir haben einige Songs

von Rosenstolz und von Peter Plates

Soloplatte überarbeitet. 2020 hatten wir

„Der größte Trick“ rausgebracht, eigentlich

war das nur ein Projekt, nachdem mich

Peter Plate zuvor auf Instagram mit

Sarah Connors „Vincent“ entdeckt hatte.

Dann kam „Der blaue Sonntag“ … Das hat

alles so Spaß gemacht, dass Peter mir

vorschlug, ein ganzes Album zu machen.

Wir hatten so viele Ideen … Das hätten

noch 100 Lieder mehr werden können.

Verzeih mir das Wort: „Verstellst“ du

deine Stimme beim Singen?

Alles gut, ich weiß, was du meinst. Heute

mache ich das nicht mehr. Tatsächlich

habe ich aber früher gedacht: „Ich muss

die Höhen von Céline Dion treffen, egal,

wie beschissen das nachher klingt.“ Ich

habe lange versucht, meine Stimme

zu verstellen, heute bin ich bei meiner

Stimme angekommen und fühle mich

sehr wohl so, wie ich singe.

Welches Lied sollte ein hektischer

Spotify-Hörer mal anhören, um

einen guten Eindruck vom Album zu

erhalten?

Hm, ich würde „Die Liebe kennt mich

nicht“ empfehlen, jeder hatte schon mal

das Gefühl, dass man an den Falschen

geraten ist, der es nicht gut mit einem

meint. Einfach eine wunderschöne

Nummer, und „Lass sie reden“, im Original

von Rosenstolz.

FOTOS: MIRKO PLENGEMEYER

Findest du deine Version besser?

Ich würde mich nie mit AnNa R. oder

Rosenstolz messen. Ich kann es nicht

vergleichen, ich möchte es auch nicht.

Meine Follower kennen die Lieder im

Original nicht, sie folgen mir, weil ich bin,

wie ich bin. Und ich freue mich, dass ich

einer neuen Generation die Message

von Rosenstolz, von Peter, AnNa und Ulf,

weitergeben kann.

Du bist ein sensibler Mensch. Ist

dann der Beruf im Showbusiness

eine Mutprobe?

Ich habe schon viel Schlimmes gelesen,

vor allem damals beim „Supertalent“, die

Kommentare kann man ja heute noch

lesen. Es ist mir eigentlich relativ egal.

Was mich damals getroffen hat, ist, dass

es meine Mutter getroffen hat, sie hatte

mich auf Facebook verteidigt … Ich habe

einen extrem festen und lieben Inner

Circle im Freundeskreis, auch Peter und

Ulf stehen voll und ganz hinter mir. Diese

Unterstützung stärkt. Aber ich war zwölf

Jahre lang Dragqueen, ich habe eine harte

Schule hinter mir! (lacht)

*Interview: Michael Rädel

www.facebook.com/

MarcellaRockefellerOfficial


MUSIK

NACHGEFRAGT

OWEN

FOTO: YUULA BENIVOLSKI

PALLETT

„Es ist so wichtig,

mit Fremden zu

reden“

Es hat lange gedauert, bis Owen

Palletts neustes Album „Island“

erscheinen konnte – der Vorgänger „In

Conflict“ stammt immerhin schon aus

dem Jahr 2014. Woran es lag? Zum Großteil

an ihm selbst.

Der Kanadier, der seine ersten Schritte

unter dem Namen Final Fantasy gemacht

hat und mittlerweile für seine Arbeit mit

Arcade Fire mit einem Grammy ausgezeichnet

wurde, hat einfach viel zu tun.

Ob Arrangements für Frank Ocean und

Christine and The Queens, Taylor Swift

oder die Pet Shop Boys oder die zahlreichen

Aufträge für Filmmusik. Es dauerte

einfach. „Dabei habe ich gar nicht hart

an dem Album arbeiten müssen, es kam

schnell zusammen. Sehr schnell. Es hat

sich nur lange hingezogen aufgrund all der

anderen Projekte.“ Selbst die Aufnahmen

mit dem London Contemporary Orchestra

in den Abbey Road Studios waren kein

Drama. „Das war ein symbiotisches

Verhältnis. Und es ist auch einfach meine

Aufgabe als Arrangeur, so zu schreiben,

dass man mich versteht.“

Zu seiner eigenen Überraschung setzt

Owen auf „Islands“ eine Geschichte fort,

die er mit seinem Solodebüt „Heartland“

2010 begonnen hat, und die von einem

Mann namens Lewis und seinem Ringen

mit einem Gott namens Owen handelt –

und die am Ende des neuen Albums dazu

führt, dass Lewis in den Weltraum gefickt

wird („Lewis Gets Fucked Into Space“

heißt dieses Lied dann auch bestechend

direkt). Erst als Owen mit dem Album

fast durch war, spürte er, wie gut er mit

diesen dunklen, intensiven Liedern Lewis’

Story fortsetzen konnte. „Ich hatte die

meisten Lyrics fertig, als mir auffiel, dass

es Sinn ergibt, wenn die Songs in sein

Narrativ eingepasst werden.“ Jetzt weiß

Owen auch, dass es irgendwann ein drittes

Album um diesen eigenartigen Charakter

geben wird, selbst wenn es unsicher ist,

wann es kommt. Bis dahin schwebt Lewis

einfach weiter im Weltraum umher.

Doch selbst so eine eigenartige Handlung

wie diese hat es schwer, mit unserer

Realität zu konkurrieren, denn es waren

auch für Owen Pallett sehr eigenartige

zwölf Monate. „Dabei hat sich mein

Leben weniger als das Leben anderer

Menschen geändert. Ich habe wie immer

zu Hause gearbeitet, mein Studio ist ja

auch hier. Irgendwo war es zwar schon

enttäuschend, nicht auf Tour zu sein –

andererseits war ich aber auch seit 2017

nicht mehr unterwegs.“ Was Owen am

meisten berührt, ist, wie sich die Pandemie

auf seine Freunde, Familie und Liebhaber

auswirkt: „Sie sind so gestresst, so einsam.“

Owen selbst fehlt es vor allem, neue

Menschen zu treffen. „Es ist so wichtig,

mit Fremden zu reden, für dich, für dein

Gehirn. Bei mir in Toronto begegne ich

normalerweise immer neuen Leuten.“

Inwieweit sich das alles auch auf ihn

auswirkt, kann er kaum sagen, er weiß nur,

dass er in diesen Monaten nichts Neues

geschrieben hat, „ich fühlte mich nicht

so. Aber ich habe Aufträge gesucht und

viele gefunden.“ Doch vor allem hat er die

Zeit genutzt, um an seinem Instrument

zu üben, der Violine. „Ich bin richtig gut

geworden!“, sagt er, obwohl er sie bereits

seit dem dritten Lebensjahr spielt und

am Anfang seiner Karriere gerade für sein

Geigen berühmt wurde. Doch jetzt habe er

ein ganz neues Niveau erreicht, berichtet

er stolz. „Wenn ich wieder auf der Bühne

bin, werde ich richtig spektakulär sein.

Diese Wochen waren wie musikalische

Push-ups für mich. Allerdings“, lacht er,

„habe ich dafür keine echten gemacht.

Ich bin in einer schlechteren körperlichen

Verfassung als jemals zuvor in meinem

Leben!“ Und er klingt dabei nicht, als würde

ihm das Sorgen bereiten. *fis


MUSIK

TIPP

Ungewöhnlich:

Charlotte Cardin

Hier ist es also, das Debütalbum der kanadischen Sängerin:

„Phoenix“. Für sie sei das stimmige Werk eine Befreiung

gewesen, „und wenn andere sich damit ebenfalls von Druck

und Erwartungen befreien können“, habe es seinen Zweck

erfüllt. Ganz wunderbarer Pop mit Kanten, Ecken und

Melodien einer großen

Singer-Songwriterin mit

starker und wandlungsfähiger

Stimme. Unsere

Anspieltipps sind

„XOXO“, „Meaningless“

sowie „Je quitte“ und

„Passive Aggressive“. *rä

JAZZ

ERIK LEUTHÄUSER:

„Gegen jede Art von

Depression hilft ja

bekanntlich Lachen“

Der queere Sänger ist einer DER Geheimtipps der Jazz-

Welt. Sein kommendes Album nimmt sich des Œuvre

eines weniger bekannten US-Songwriters an: Kent

Carlson.

Über sein neues Album „In The Land of Kent Carlson“

verrät der Künstler: „Kents Song-Lyrics erinnern mich

manchmal an die Direktheit und den Witz eines Dave

Frishberg oder Bob Dorough.“ In der Tat: Doppeldeutige

oder ungewöhnliche Geschichten scheinen in den Texten

immer durch. Etwa bei „The Obsessing-on-my-Baby

Blues“, darüber verrät Erik Leuthäuser: „Er erzählt von

einer Zeit, in der man die besessene Verrücktheit nach

einer Person noch durchaus poetisch als Krankheit

bezeichnen konnte, die einem den ,Blues‘ gibt. Aber

gegen jede Art von Depression hilft ja bekanntlich

Lachen. Und lachen musste ich zahlreich beim Lernen

dieses fast schon absurden Textes.“ „Alle Songs von Kent

haben die Zeitlosigkeit von Jazzstandards gemischt mit

tollen authentischen Texten. Bei ,You Never Have to Say

(I Love You)‘ speziell schätze ich sehr die Message: Liebe

braucht keine vielen Worte. Love is action!“ Das Album,

übrigens eingespielt

mit dem Pianisten

Wolfgang Köhler, soll

am 11. Juni erscheinen.

*rä

www.facebook.com/

erikleuthaeuserpage,

erik-leuthaeuser.de

IM NAMEN DER LIEBE TOUR 2022

MIT

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UND

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NACHHOLTERMIN

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15.05. BOCHUM


MUSIK

INTERVIEW

JENDRIK:

Auf einmal ist er da: Jendrik Sigwart,

26 Jahre alt, Hamburger und von

Beruf Musicaldarsteller, war ein komplett

unbeschriebenes Blatt, als er im Februar

von der zuständigen Jury zum deutschen

Teilnehmer am diesjährigen Eurovision

Song Contest am 22. Mai in Rotterdam

auserkoren wurde. Sein federleicht

klingender Popsong „I Don’t Feel Hate“

geht ohne Umwege in die Ohren, hat eine

sinnvolle Botschaft und eine Ukulele. Aber

wer ist dieser Typ überhaupt? Am Telefon

erlebten wir einen aufgeweckten, quirligen

und komplett sympathischen Jendrik.

Der Name Jendrik ist ziemlich

ungewöhnlich. Gibt es dazu eine

Geschichte?

Es ist einfach so, dass meine Eltern Namen

mögen, die ein bisschen besonders sind.

Oder sie haben herkömmlichere Namen

genommen und einfach einen Buchstaben

ausgetauscht. So wie bei mir. Oder bei

meinem älteren Bruder Marten. Tatsächlich

habe ich in meinem gesamten Leben

bisher nur einen einzigen anderen Jendrik

kennengelernt.

Wie viele Geschwister hast du?

Vier. Die fiebern jetzt natürlich alle mit

mir mit. Aber ich bin definitiv der einzige

richtige Mega-ESC-Fan in der Familie.

Wie sehr bestimmt die Teilnahme am

Eurovision Song Contest momentan

dein Leben?

Tatsächlich ist mein Leben aktuell noch

recht entspannt. Vorhin hatte ich sogar

noch Zeit zum Playstation-Spielen.

Was hast du gespielt?

„Dead by Daylight“. Das ist ein Horrorspiel,

das man online mit mehreren Leuten spielt.

So eine Art virtuelles Versteckspiel. Mir

macht das sehr viel Spaß, obwohl ich mir

Horrorfilme absolut nicht angucken kann.

Warum das nicht?

Weil ich vor ihnen Angst habe. (lacht) Ich

bin sehr schreckhaft, und einmal musste

ich während eines Gruselfilms im Kino laut

schreien. Ich konnte es nicht unterdrücken

und habe mich ein bisschen geschämt.

Obwohl du keine Horrorfilme guckst,

hast du dir also doch einen angeschaut.

Zwei Freunde und ich. Wir sind immer zu

einer ganz bestimmten Uhrzeit ins Kino

gegangen und haben dann grundsätzlich

den Film ausgesucht, der als Nächstes lief.

Warst du beliebt in der Schule?

Innerhalb unserer Klasse war ich einer von

den „coolen“ Kids, aber nach außen galten

wir komplett als die Loser- und Opferklasse.

Also ja und nein. Ich selbst war auch beides:

der Mobber und der Gemobbte.

Die Aussage deines ESC-Songs ist ja,

dass du auf Hass nicht mit Gegenhass,

sondern mit Gelassenheit und

Mitleid reagierst. Erinnerst du dich,

wann und warum du dieses Lied

geschrieben hast?

Als wäre es gestern gewesen! Das war im

Frühsommer 2019, nachdem mich eine

andere Person respektlos und von oben

herab behandelt hat. Ich dachte „Was

bist du für ein übler Mensch“, aber dann

beschloss ich, eben nicht aggressiv auf

diesen Angriff zu reagieren. Denn dadurch

lernt die oder der andere nichts. Stattdessen

habe ich der Person ganz ruhig gesagt,

dass ich ihr Verhalten respektlos finde.

Daraus ist dieser Song entstanden.

Funktioniert dieses Konzept?

Sehr häufig ja. Wobei es, grob gesagt, zwei

Arten von Anfeindungen gibt: Auf oberflächliche

Sprüche wie „Deine Frisur finde

ich scheiße“ reagiere ich überhaupt nicht.

So was ist mir echt egal, denn ich mag

meine Frisur ja. Bei wirklich diskriminierenden

Beleidigungen, bei Homophobie oder

Rassismus sollte man aber etwas sagen.

Man sollte dem anderen klarmachen, dass

das, was er sagt, absolut falsch ist. Diesen

Weg versuche ich in dem Song aufzuzeigen.

Auf eine sehr unterhaltsame Weise.

Klar. Ich habe „I Don’t Feel Hate“ ja auch

geschrieben, um gute Laune zu verbreiten

und negative Gefühle in etwas Positives zu

verwandeln.

Hast du persönlich Erfahrungen mit

Diskriminierung gemacht?

Natürlich. In letzter Zeit vor allem online.

Kommentare wie „Du Schwuchtel“ gibt es

immer wieder. Ich reagiere sachlich darauf

und antworte: „Das verletzt mich.“

*Interview: Steffen Rüth

Das ganze Interview findet ihr auf

männer.media. Mehr Features dieser Art

gibt es auf Instagram/blumediengruppe.


www.männer.media

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informiert


MUSIK

FOTO: WARNER MUSIC

NACHGEFRAGT

MARINA

Zoom-Interview mit Katze

Marina Diamandis plagen gleich

mehrere Allergien. Dauernd muss

sie niesen und schniefen, sie unterbricht

sogar kurzfristig das Gespräch, um sich

neue Taschentücher zu holen. Weil sie

nicht in Bestform ist, möchte die Sängerin

während des Zoom-Interviews die Kamera

lieber ausgeschaltet lassen.

Auch ohne Bildübertragung kriegt man

allerdings einiges von ihrem Leben in Los

Angeles mit. Eigentlich wollte sie dort

lediglich ihr fünftes Album „Ancient Dreams

in a Modern Land“ aufnehmen und dann

wieder nach London zurückkehren, doch

während des ersten Lockdowns beschloss

die Waliserin, ganz nach Kalifornien zu

ziehen. Mit ihrer schwarzen Katze, die sich

lautstark bemerkbar macht, nachdem sie

aufgewacht ist. Daran ist die 35-Jährige

gewöhnt, somit bringt sie das Miauen nicht

gleich aus der Fassung. Sie redet völlig

gelassen weiter über das Konzept ihres

jüngsten Langspielers. Im Grunde sei er in

zwei Teile geteilt, sagt sie: „Die erste Hälfte

fokussiert sich mehr auf das Sozialkritische,

dann kommen die Trennungssongs.“

Zu ihnen zählt zum Beispiel „I Love You,

But I Love Me More“. Mit diesem Lied

verabschiedet sich Marina, die ihren

Künstlernamen Marina and the Diamonds

schon mit ihrer letzten Platte „Love + Fear“

abgelegt hat, endgültig von ihrem Exfreund.

Es knüpft musikalisch zweifellos mit seinem

eingängigen Indie-Pop an das Debüt

„The Family Jewels“ an – was im Übrigen für

die meisten Nummern gilt. Eine bewusste

Entscheidung sei das aber nicht gewesen,

hält Marina dagegen: „Wahrscheinlich stellt

sich dieser Sound einfach ein, wenn ich

alleine schreibe.“

So entstanden Ohrwürmer wie „Purge

the Poison“. In dieser Powerpop-

Nummer bringt Marina allerlei Themen

von Rassismus über Frauenhass, #MeToo,

Quarantäne und Mutter Natur bis zu

Menschlichkeit aufs Tableau. „Es hat 91

Botschaften“, witzelt sie. „Im Ernst: Dieser

Track entstand zu Beginn der Pandemie,

also in einer äußerst verwirrenden Zeit.

Mein Ziel war es, Schnappschüsse des 21.

Jahrhunderts einzufangen.“ Mal erinnert

sie daran, wie sich Britney Spears 2007 ihre

Haare abrasiert hat. Mal beschwört sie den

Harvey-Weinstein-Missbrauchsskandal

herauf: „Letztlich wirft dieser Song die Frage

auf: Was ist eigentlich Weiblichkeit?“

Die Bedürfnisse der Frauen treiben

Marina auch in dem Stück „Man‘s World“,

für dessen Produktion sie sich ein rein

weibliches Team zur Seite stellte, um. Da

spricht sie mit der Zeile „I don‘t wanna live

in a man‘s world anymore“ Klartext. „Ich

kämpfe jeden Tag gegen das Patriarchat“,

erklärt sie. „Meiner Ansicht nach profitieren

Männer von Gleichberechtigung nicht

weniger als wir Frauen.“ Ginge es nach ihr,

dann dürfte sich niemand über andere

erheben. Insbesondere die Diskriminierung

von Minderheiten wie LGBTIQ*-Bewegung

geht ihr gegen den Strich. Nicht umsonst

spielt sie in „Man‘s World“ auf einen Sultan

an, der in seinem Land die Todesstrafe für

Homosexuelle eingeführt hat. Gemeint

ist Hassanal Bolkiah, ihm gehört das

„Beverly Hills Hotel“ in Los Angeles. „Wie

kann jemand auf der einen Seite ein

wunderschönes Hotel besitzen, das bei

der queeren Community extrem angesagt

ist und auf der anderen Seite homophob

sein“, empört sich Marina. „Ich habe gehört,

dass dieser Mann in seiner Heimat Schwule

zu Tode steinigen lässt.“ Nicht nur für die

Künstlerin ist das ein Verstoß gegen die

Menschenrechte: „Keiner sollte aufgrund

seiner Sexualität verurteilt werden.“

*Dagmar Leischow


POP

Lana Del Rey

Seit etwa zehn Jahren lässt die Sängerin uns

melancholisch werden – und das auch noch

genießen. Unlängst erschien ihr neues Album:

„Chemtrails over the Country Club“, das einmal

mehr chillen und träumen lässt. „Vielleicht war ich

mit meiner Geschichte und meinen Erlebnissen,

die ich in die Songs einfließen ließ, zu ehrlich? Komplexität im Pop ist immer noch verwirrend

für manche Menschen. Ich habe tatsächlich aus meinem Leben berichtet, und

nicht nur nichtssagende, freundliche Sommerliedchen geträllert.“ Vertonte Sehnsucht,

großer Pop. Lana Del Rey (geboren am 21. Juni 1985) haucht, singt und flüstert und

macht auch ihr siebtes Studioalbum „Chemtrails over the Country Club“ – erhältlich als

CD, Kassette, Download und auf Vinyl – zum großen Wurf. *rä

COMEBACK

KLEE trotz alledem

Das Kölner Pop-Duo KLEE meldet sich zurück!

2021 starten Suzie und Sten mit neuen Hits und

dem Album „TROTZALLEDEM“ wieder durch.

Gerade jetzt in der Pandemie machen sie Mut

und lenken ab von den alltäglich gewordenen

(Corona-)Hiobsbotschaften aus aller Welt.

Über KLEE: 2002 begann die Karriere der Band mit dem Klub-Hit „Erinner dich“,

einem melancholischen Rückblick auf eine Beziehung, umschmeichelt von sanften

Elektrobeats. 2005 gelang KLEE dann mit dem poppigen „Gold“ der erste richtige

Hit und 2008 mit „Zwei Herzen“ aus dem Album „Berge versetzen“ dann der bisher

größte Wurf in Sachen Vielfalt. 2011 folgte das bis dato erfolgreichste Album „Aus

lauter Liebe“. Musiziert hat die Band bereits schon ab 1997, damals nannte man sich

aber noch Ralley. 2015 erschien ihr letztes Album „Hello Again“ – Platz 23 war für die

neuinterpretierten Schlager drin. Unsere Anspieltipps auf „TROTZALLEDEM“ sind

„Kopfüber“, „Glitzer drauf“ und „Septembernebel“. *rä

www.kleemusik.de

EURODANCE

Retro-Freuden

auf Platte

In den 1990ern gab es unzählige Musikprojekte,

die mit wechselnden Sängerinnen sowie von Techno,

Trance und House inspirierten Beats und nicht mehr

als vier Sätzen pro Lied weltweit Hits landeten.

Nicht alle waren schlecht.

Zu den Guten gehört zum Beispiel Odyssey (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen

Soul-Disco-Formation). Dieses deutsche Eurodance-Projekt landete zwischen

1993 und 1998 diverse Hits und veröffentlichte zwei Alben – das eine gibt es jetzt

erstmals auf Vinyl: „Love Train“. Unsere Anspieltipps sind die Chart-Erfolge „Move

Your Body“, „Into The Light“ und „Riding on a Train“. Mit involviert bei Odyssey waren

unter anderem DJs wie Quicksilver und Projekte wie U.S.U.R.A., gesungen hat immer

die großartige Lisa Cash, die auch heute noch Erfolg hat – etwa mit und bei Nina

Hagen, den Brothers Keepers/Sisters Keepers oder Samy Deluxe. *rä

www.maschinarecords.com

CD, 2xLP & DIGITAL

“Unter all den großen

Werken, die uns Pallett in

den letzten anderthalb

Jahrzehnten geschenkt

hat, ist dies das größte,

berührendste - und

das verstörendste.“

ROLLING STONE GERMANY

JULY 2020


KUNST

FOTOGRAFIE

MÄNNER

AUS STOCKHOLM

Der Fotograf Jonas Norén war gerade einmal vier

Jahre alt, als er das erste Mal eine Kamera in den

Händen hielt.

Mittlerweile ist der Skandinavier einer der ganz

Populären in der queeren und homoerotischen

Fotografenszene. Wir haben einige seiner besten

Bilder für dich versammelt. „Ich finde meine Models

im Fitnessstudio, auf Facebook und auf Instagram.

Und manchmal finden sie mich ...“, verriet uns

Jonas Norén im Chat. Wer von dem schwedischen

Künstler abgelichtet werden will, der kann sich via

Social Media bei ihm melden. Vor Kurzem erschien

auch ein Buch von Jonas Norén (wir berichteten):

„Human Behind the Penis“. Schwule Kunst, die

durch das Können des Machers und ihre innewohnende

Erotik überzeugt. *rä

www.jonasnoren.se,

www.facebook.com/jonasnoren.se,

www.instagram.com/jonasnoren.se,

mehr Features dieser Art auf instagram.com/

blumediengruppe


MALEREI

ROSS

WATSON

Oft widmete sich der australische

Künstler Ross Watson der malerischen

Neuinterpretation von Stilen

und Werken alter Meister, momentan

erfreut er mit nackten Ansichten

und Uniformen.

KUNST

Unbekleidete Trainierte neben den

Wachen der Königshäuser! Das mag

den einen oder anderen sicher vor

den Kopf stoßen, schafft aber auch

eine Intensität, die sonst selten so

schnell beim Betrachter hervorgerufen

wird. Denn so verbindet sich

der erotische Muskelmann mit dem

ehrwürdigen Traditionellen, was ja

auch schon fast wieder etwas Sakrales

hat. Der 1962 geborene australische

Maler Ross Watson stellte

schon erfolgreich in London, Berlin

und Los Angeles aus und nahm an

Gruppenausstellungen zeitgenössischer

internationaler Künstler in

der australischen Nationalgalerie

und auf der Kunstmesse Toronto

teil. Weltstar Sir Ian McKellen ist Fan

und unser aller Piano-Meister Sir

Elton John hat auch schon Watsons

Kunst gekauft. *rä

www.rosswatson.com,

mehr Features dieser Art auf

instagram.com/blumediengruppe

3DVD

mit beiden

Halbfinals und

Finale

ab 25. Juni

erhältlich!

Album

mit allen

Teilnehmersongs

ab sofort als

2CD und

Download

erhältlich!

www.eurovision.tv · www.universal-music.de/eurovisionsongcontest


BUCH

ROMAN

Noch immer erleben Trans* Gewalt, werden umgebracht, verjagt, verspottet

und zur Prostitution gezwungen. Harter Tobak, thematisiert in

einem wunderbaren Buch.

Die 1982 in Argentinien geborene Autorin und Schauspielerin Camila Sosa Villada

erzählt in ihrem unlängst beim Berliner Suhrkamp Verlag erschienenen Roman „Im

Park der prächtigen Schwestern“ (im Original erschienen als „Las Malas (Tusquets

Editores, Planeta de Libros, Buenos Aires“) vom Zusammenhalt und dem Leid

einer Gruppe von Trans*-Prostituierten in einem Park in Córdoba, der nachts „zur

Wildnis“ wird. Hierher, in den Sarmiento, verschlägt es die junge Camila, als sie vor

familiärem Hass in die angebliche Anonymität der Stadt flüchten muss ... Hier

erlebt sie Fürsorge, Freundschaft und Akzeptanz. Sie alle wollen keine Opfer sein,

sie wollen leben. *rä

KINDER

ELIAS

LIEBT EINEN MÄRCHENPRINZEN

Gleichgeschlechtliche Liebe

kommt in den allermeisten

Geschichten nicht, kaum oder

nur am Rand vor. Schön, dass es

Bücher wie diese gibt: „Elias und

die Märchenrevolution“ und „Elias

und die Konferenz der Gefühle“.

Beide Bücher stammen aus der

Feder des in Bayern geborenen

Wahl-Wieners Harald Buresch,

der als Musical-Darsteller

tätig war und jetzt hinter den

Bühnenkulissen in der Kinder- und

Jugendpädagogik wirkt. Und

eben als Buchautor in diesen

belastenden Zeiten von Krisen-,

Pandemie- und Internet-Hass-

News ganz wunderbar ablenkt.

„ELIAS, ein moderner Held in Märchengeschichten,

die Klein und

Groß gleichermaßen begeistern.

Nicht zuletzt die Liebesgeschichte

zwischen ELIAS und dem

Märchenprinzen sowie viel Humor

machen die ELIAS-Bücher zu

etwas ganz Besonderem“, verrät

uns der Autor via E-Mail.

„Die altbekannten Märchen von

Rotkäppchen bis Aschenputtel

haben ausgedient: Kinder von

heute interessieren sich nicht

mehr für sie. Es herrscht Welt-

Märchen-Krise! Elias gibt ihnen

neue Botschaften und verhilft

den märchenhaften Held*innen

zu einem modernen und

zeitgemäßen Neuanfang“, so der

Wiener Queer. In seinen Büchern

treffen wir auch alte Bekannte,

doch Queerness scheint in dieser

Märchenwelt keine neue Erscheinung:

„Selbst Rotkäppchens

** Großmutter hat darüber die

ein oder andere Story parat“, so

Harald Buresch. *rä

www.maerchenheld.com

** Es gibt viel ältere Versionen als die der

Gebrüder Grimm. Nicht in allen hilft ein Jäger,

mitunter befreit sich Rotkäppchen selbst. Immer

schwingt aber mit, dass sich Mädchen nicht

auf fremde Männer einlassen, „nicht vom Weg

abkommen“ sollen.


DATES. FREUNDE. LIEBE.

Willkommen bei ROMEO, dem offensten Netzwerk weltweit für Schwule, Bi-Männer

und Transgender. Lade die App herunter oder logge dich in unsere Webseite ein.

app.planetromeo.com


BUCH

BILDBAND

ZWANZIG NACKEDEIS

IN DER NATUR

Und im Pool! Diese Jungs hatten dabei viel Spaß – und lassen dich dank

Salzgeber an ihren Erinnerungen teilhaben.

Die Macher der Vollerotikseite CockyBoys, Jake Jaxson und RJ Sebastian,

veröffentlichten gerade zusammen mit Salzgeber diesen äußerst

erotischen, aber nicht peinlichen, Bildband. „SUMMER BOYS“ bietet auf 160

Seiten farbenfrohe, schwule und vom Sommer geküsste Fotografie(-Erotik)

in Buchform. Entstanden seien diese Bilder in einem Camp im Wald samt

Ferienhütte und Pool ... Dort war der Sommer dann doch schöner als in

den überhitzten deutschen Großstädten mit zu wenigen Straßenbäumen,

oder? Zwanzig Models der Vollerotik-Seite CockyBoys waren dabei, hundert

Fotografien sind herausgekommen. Schwul! *rä

FOTOS: SALZGEBER


LEICHT UND ELEGANT.

AUCH IN SCHWEREN ZEITEN.

100 HANDS · 8 EDEN AVENUE · ALBERT · THURSTON · ALT WIEN · ANDREA`S 1947 · ANTONELLI · AMINA RUBINACCI · ANTONIO BARBUTO ·

ARTE E CUOIO · BOGLIOLI · BOWHILL & ELLIOTT · BROSKA · CALZE GALLO · CROSSLEY · CHRYSALIS · CLOTHES · CODIS MAYA · CORTE DI KEL ·

CROCKETT & JONES · DELLA CIANA · DE BRUNÉ · DIETER KUCKELKORN · DI POLDO · DORIANI · EDWARD GREEN · ELFCRAFT · EMANUELE ·

MAFFEIS · F.UNO · FELISI · FINAMORE · FIORIO · FIORONI · FRATELLI PERONI · FRANCESCO · MAGLIA · FRANCESCO AVINO · GABO · G.INGLESE .

GIUSTO · HAMMANN · HAVERSACK · HENRY BÉGUELIN · HERBERT JOHNSON · JACOB COHEN · JOHN · SMEDLEY · KREIS · LA RANA ·

LUCIANO · BARBERA · MAGLIA FRANCESCO . MANDELLI · MARIA SANTANGELO · MAURO · N_8 · PESCAROLO · PESERICO · POST&CO ·

PORTOFINO JEANS · ROSSI · SAINT · CRISPIN´S · SANTONI · SIMONONT GODARD · STILE BLASI LATINO · SUZUSAN · SWIMS · TATEOSSIAN ·

TESSITORE NAPOLI · THOMAS · RIEMER · TISSA FONTANEDA · TRAMONTANO · TORTONA · WHY · YAEL NADIV · ZANIERI

HOCHSTRASSE 45 · 60313 FRANKFURT AM MAIN

TELEFON 069 / 29 57 35 · WWW.DIEHLUNDDIEHL.DE


GILBERT & GEORGE

KUNST

DRUCKE

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19 €

SCHIRN.DE/

SHOP

BIS 5. SEP. 2021

SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT RÖMERBERG 60311 FRANKFURT AM MAIN SCHIRN.DE DI, FR–SO 10–19 UHR, MI UND DO 10–22 UHR

EINE AUSSTELLUNG DER LUMA FOUNDATION UND DES MODERNA MUSEET, STOCKHOLM IN KOOPERATION MIT DER SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT.

GILBERT & GEORGE, CITY DROP, 1991, COURTESY OF GILBERT & GEORGE

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