Bericht 2009 als PDF - in der Berndorf AG

berndorf

Bericht 2009 als PDF - in der Berndorf AG

GESCHÄFTSBERICHT 2009


FACTS & FIGURES

in Mio. Euro 2009, 2008, 2007 , 2006 ,

Umsatz 337,0 446,0 232,5 217,7

Betriebsleistung 330,7 453,1 253,2 216,1

EGT 17,3 35,3 25,0 17,3

Jahresüberschuss 0,3 16,1 21,3 12,4

Brutto Cashflow 32,7 48,6 33,5 26,9

Eigenmittel 106,6 113,1 101,7 78,0

Verzinsliches Fremdkapital* 18,3 10,3 30,6 14,0

Anlagevermögen 115,8 117,8 113,0 74,1

Working Capital** 126,6 139,4 52,0 59,7

Gesamtkapital* 262,2 304,5 282,3 178,1

Ergebnisrendite 5,2% 7,8% 9,9% 8,0%

Brutto Cashflow Rendite 9,9% 10,7% 13,2% 12,5%

Eigenmittelquote* 40,7% 37,1% 36,0% 43,8%

Langfristiger Kapitalanteil** 70,7% 60,4% 49,1% 58,3%

MitarbeiterInnen 2.136 2.383 2.288 1.068

Betriebsleistung pro MitarbeiterIn*** 0,15 0,19 0,19 0,20

* um freie Liquidität gekürzt

** gemäß Konzernrichtlinie

*** im Jahr 2007, bezogen auf die Mitarbeiterzahl ohne HASCO (1.368), da HASCO in diesem Jahr im Ergebnis nicht erfasst wurde


Vorwort

Organigramm

Die Unternehmen der Berndorf AG

Geschichte

Strategie & Positionierung

Bereiche

Meilensteine

Lagebericht

Umfeld

Umsatz

Ertrag

Finanzlage

Investitionen

Forschung & Entwicklung

MitarbeiterInnen

Chancen & Risikomanagement

Ausblick

Bericht des Aufsichtsrates

Finanzteil

Bilanz

G&V

Kapitalfl ussrechnung

Bestätigungsvermerk

Adressen

Seite 2

Seite 4

Seite 6

Seite 22

Seite 31

Seite 38

INHALT

BERNDORF AG 2009 1


Franz Viehböck, CTO Peter Pichler, CEO Dietmar Müller, CFO

2 BERNDORF AG 2009

Liebe Freundinnen und Freunde des Hauses Berndorf!

Nach mehreren Jahren, in denen die Berndorf Gruppe organisch und durch Zukäufe

gewachsen ist und immer wieder die erfreulichen Ergebnisse der Vorjahre

übertroffen hat, setzte im Jahr 2009 durch die weltweite Rezession ein Rückgang

ein, den nur wenige von uns bisher miterlebt hatten. Nach einem partiellen

Kollaps der Finanzmärkte begann ein dramatischer Wandel und unterbrach die

seit 2003 andauernde Periode des Wachstums. Sowohl Ausmaß als auch Geschwindigkeit

der Krise waren ungewöhnlich und haben wie erwartet zu einem

Rückgang bei Umsatz und Ergebnis geführt, wie er in der jüngeren Geschichte

der Berndorf Gruppe ohne Beispiel ist.

Die Korrektur mit Rückgängen in einigen Segmenten (nicht nur der Berndorf

Gruppe, sondern auch anderer Unternehmen) von 25% bei Umsatz und Auftragseingang

war heftig und in einigen Bereichen vielleicht übertrieben; die nun wieder

ungewöhnlich stark steigenden Exporte zeigen, dass das Umfeld viel volatiler

geworden ist als in der Vergangenheit und neue Antworten auf diese Herausforderungen

gefunden werden müssen.

Eine langfristige Betrachtung zeigt, dass sich das Wachstum in den Jahren 2006

bis 2008 beschleunigt hat und stärker als in den Jahren zuvor war. So wie dieser

plötzliche Anstieg phasenweise übertrieben gewesen sein mag, so kann nun auch

der plötzliche Rückgang als überzogen interpretiert werden. Fest steht, dass nach

einigen guten Jahren für die Berndorf Gruppe im Jahr 2009 ein starker Rückgang

erfolgte, was vorallem eines genau zeigt, dass die Schwankungen größer werden,

das Umfeld volatiler und dadurch herausfordernder.


Wir sind davon überzeugt, dass wir in diesem Umfeld ein respektables Ergebnis

erzielen konnten. Obwohl die Unternehmen der Berndorf Gruppe als Lieferanten

von Investitionsgütern den Schwankungen des Zyklus stark ausgesetzt

sind, konnten wir aus mehreren Gründen adäquat auf das Umfeld reagieren:

Wir haben die Krise rechtzeitig erkannt und schnell reagiert; wir konnten uns in

den vergangenen Jahren vorbereiten, Rückstellungen bilden und das Risikomanagement

vorausschauend planen, und nicht zuletzt konnten wir unsere Stärke

als Konglomerat ausspielen. Die einzelnen Unternehmensbereiche der Berndorf

Gruppe waren zeitversetzt von der Krise betroffen; durch den permanenten internen

Erfahrungsaustausch profi tierten die einzelnen Bereiche voneinander.

Trotzdem war es im vergangenen Jahr unumgänglich, schmerzhafte Einschnitte

vorzunehmen und zum ersten Mal seit langer Zeit die Zahl der MitarbeiterInnen

zu reduzieren. Diese Entscheidungen waren nicht leicht und wurden mit großer

Umsicht vorgenommen.

Das Jahr 2009 hat alle Führungskräfte und MitarbeiterInnen vor neue Aufgaben

gestellt. Wir haben erlebt, wie wichtig das vertrauensvolle Verhältnis ist, das wir

in den letzten Jahren aufbauen konnten. Gerade nach einer Krise, die wahrscheinlich

vorrangig durch den Verlust von Vertrauen gekennzeichnet war, sind

wir dankbar, das vertrauensvolle und konstruktive Verhältnis unter den MitarbeiterInnen,

aber auch zu Kunden und Lieferanten täglich zu erleben. Wir danken allen

MitarbeiterInnen, die sich in dieser Krise bewährt haben und dem Betriebsrat

und dem Aufsichtsrat für die gute Zusammenarbeit. Dies hat maßgeblich dazu

beigetragen, die richtigen Entscheidungen zügig treffen zu können.

VORWORT DES VORSTANDES

BERNDORF AG 2009 3


ORGANIGRAMM

B

E

R

N

D

O

R

F

G

R

U

P

P

E

B

E

R

N

D

O

R

F

K

0

N

Z

E

R

N

4 BERNDORF AG 2009

WERKZEUGBAU

PROZESS- &

OBERFLÄCHEN-

TECHNIK

WÄRME-

BEHANDLUNG

BÄDERBAU

MASCHINENBAU,

BAND

WÄRME-

BEHANDLUNG

JOINT VENTURES

INDUSTRIE

Die Unternehmen der Berndorf AG

HASCO Hasenclever

GmbH + Co KG

Berndorf Band GmbH

HASCO Austria GmbH

Berndorf Band

Engineering GmbH

HASCO Romania

S.R.L.

Berndorf Belt

Technology, Inc.

Aichelin GmbH Aichelin Service GmbH EMA Indutec GmbH

Berndorf Metall- und

derbau GmbH

Berndorf Belt

Systems Inc.

Aichelin

Brasil Ltda.

Berndorf Metallwaren

GmbH

Nippon Belting

Co., Ltd.

Aichelin Heat

Treatment Systems

Inc. Ltd.

PC Electric GmbH Joh. Pengg AG

Berndorf Metall- und

derbau AG

Steel Belt

Systems s.r.l.

BÄDERBAU

Lumpi-Berndorf

Draht- und

Seilwerk GmbH


RUNO Rundteile GmbH SFR Formenbau GmbH

Hueck Rheinische

GmbH

NOXMAT GmbH

Berndorfderbau

s.r.o.

Berndorf Steel

Belt Systems

Ltd. Co.

Berndorfderbau

Polen sp. z o.o.

JOINT VENTURES

DIENSTLEISTUNG

Hueck Engraving

GmbH & Co. KG

Four Electrique

Delémont S.A.

VERFAHRENS-

TECHNIK

Beijing Baidefu

Technology

Developement Co., Ltd

Berndorfderbau

SK s.r.o.

Imagination

Computer

Services GmbH

Die Unternehmen der Berndorf AG

HATAG Handel

& Technik

Berndorf Hueck

America, Inc.

SAFED

France S.A.S.

Silica

Verfahrenstechnik

GmbH

Rheinische Technology

GmbH

Berndorfderbau

Hungária Kft.

Online Media

Communications

Design GmbH

HASCO formservice

AB

SAFED Industrieöfen

GmbH

Silica

Anlagenbau GmbH &

Co. KG

Berndorfderbau

Rumänien s.r.l.

Atensor Engineering

and Technology

Systems GmbH

ORGANIGRAMM

Aichelin Heat

Treatment Systems

(Beijing) Co. Ltd.

Berndorf

Sondermaschinenbau

GmbH

BERNDORF AG 2009 5


6 BERNDORF AG 2009

Die Unternehmen der Berndorf AG

DIE ERGFOLGSGESCHICHTE DER BERNDORF AG

1843

1856

1870

1874

1900

1924

1932

1938

1945

1957

1986

1988

Alfred Krupp und Alexander Schoeller gründen die Berndorfer Metallwerke

Ab 1856 arbeitet das Unternehmen profi tabel

Über 1.000 Mitarbeiter

Erstes Unternehmen in Österreich mit elektrischem Strom

Weltmarktführer für Tafelkultur, ca. 3.000 Mitarbeiter

Ca. 6.000 Mitarbeiter

Die Creditanstalt wird Eigentümer, infolge der Weltwirtschaftskrise kommt es zu

Schließungen, Entlassungen und Kurzarbeit, 800 Mitarbeiter

Eingliederung in den Krupp-Konzern, Rüstungsproduktion

USIA Betrieb unter sowjetischer Verwaltung, Demontage aller Maschinen

Zusammenführung mit den Aluminiumwerken Ranshofen zu den Vereinigten

Metallwerken Ranshofen-Berndorf

Restrukturierung und Sanierung unter der Leitung von Norbert Zimmermann

Management-Buy-out durch das neunköpfi ge Führungsteam

Gründung der

Berndorfer Metallwerke

1843

1856

Weltmarktführer

1874

1900

1924

1932

1957

1986

Vereinigte Metallwerke

Ranshofen-Berndorf


Management-Buy-out

1988

1997

Börsengang SBO

Akquisitionen Hasco, Safed und

Rheinische Press Pad

2001

Die Unternehmen der Berndorf AG

2007

2005

Vorstandswechsel in der

Berndorf AG

2008

2009

Beginn einer weltweiten

Wirtschaftskrise

Beteiligung an Silica Verfahrenstechnik

Beteiligung an PC Electric

Akquisition der Schoeller Bleckmann Oilfi eld Equipment (SBO)

Akquisition Aichelin

Börsengang der SBO an der EASDAQ in Brüssel

Beteiligung an Joh. Pengg

Kooperation von Berndorf Band und Hueck Engraving

Verkauf der Bestecksparte an Guy Degrenne

Kapitalerhöhung der SBO und Reduktion der Anteile auf 31%, Start eines

Investitionsprogrammes von über 150 Mio. Euro bei SBO

Joint Venture Lumpi-Berndorf Draht- und Seilwerk

Akquisitionen HASCO, SAFED und Rheinische Press Pad

Vorstandswechsel in der Berndorf AG

BERNDORF AG 2009 7

1991

1994

1995

1997

1999

2001

2005

2006

2007

2008


STRATEGIE & POSITIONIERUNG

Mittelständisch organisiert

und dezentral geleitet

„Hidden champions“

Langfristige Perspektiven

8 BERNDORF AG 2009

Die Unternehmen der Berndorf AG

Der Berndorf Konzern besteht aus global agierenden und sehr gut positionierten

Unternehmen, die in Nischenmärkten tätig sind. Die Unternehmen sind mittelständisch

organisiert und werden dezentral von unternehmerischen Geschäftsführern

geleitet. Die Geschäftsführer können in Eigenverantwortung rasch entscheiden.

Diese Struktur ermöglicht es, schnell und fl exibel auf die Anforderungen

der Kunden und der Märkte einzugehen. Die Unternehmenskultur ist stark von

Vertrauen und Offenheit geprägt. Die Beteiligung der Geschäftsführer und MitarbeiterInnen

am jeweiligen Leitunternehmen mittels Genussrechten trägt wesentlich

zum Erfolg des Berndorf Konzerns bei und führt zu einer unternehmerischen

Motivation jedes Mitarbeiters des Konzerns. Dieses Beteiligungsmodell wurde

2004 überarbeitet und mit großem Erfolg angenommen. Die direkte Beteiligung

am Unternehmenserfolg stärkt die langfristig verantwortungsvolle Zugehörigkeit

zum Unternehmen.

Die strategische Positionierung in Nischenmärkten ermöglicht es den Unternehmen,

eine starke Marktposition zu besetzen und zu den „hidden champions“ der

österreichischen und deutschen Exportwirtschaft zu zählen. Durch ein fokussiertes

Produktprogramm und das Wissen um die eigenen Stärken können entscheidende

Wettbewerbsvorteile erzielt werden. Effektive Innovationsprozesse

und die weltweite Vermarktung der Produkte, Lösungen und Services sollen auch

in Zukunft eine führende Stellung am Markt sichern und weiteres Wachstum

ermöglichen.

Zu den Kernkompetenzen des Berndorf Konzerns zählen wir Akquisitionen und

Sanierungen. Wir haben in mehreren Situationen bewiesen, dass wir schnelle

Entscheidungen treffen können, und dadurch Unternehmerpersönlichkeiten,

Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden eine langfristige Perspektive der Zusam-


Die Unternehmen der Berndorf AG

menarbeit bieten. Dabei legen wir großen Wert auf eine Kultur des Vertrauens

und des Respekts, um gemeinsam die besten Lösungen entwickeln zu können.

Durch unsere langjährige Erfahrung mit Akquisitionen haben wir Verständnis für

die Charakteristika von internationalen Konzernen, aber auch von traditionellen

Familienunternehmen entwickelt.

Nach dem Management-Buy-Out 1988 hat sich der Berndorf Konzern zu einem

international ausgerichteten Unternehmen gewandelt. Während 1988 nur 2% der

MitarbeiterInnen im Ausland arbeiteten, so waren es 2009 rund zwei Drittel; die

Auslands- und Exportumsätze betragen mehr als 90% des Konzernumsatzes.

Die Unternehmen des Berndorf Konzerns sind schwerpunktmäßig im Bereich

des Werkzeugbaus im High-Tech-Segment, des Anlagenbaus und der Metallbearbeitung

tätig. Zu den Kompetenzen unserer MitarbeiterInnen zählen all jene

Arbeitsschritte, die zur Fertigung unserer hochtechnologischen Nischenprodukte

notwendig sind: Schmieden, Bohren und Fräsen unter Einsatz hoch entwickelter,

modernster Maschinen sowie Richten, Schleifen, Polieren, Schweißen und Strukturieren

mit höchster Genauigkeit und geringsten Toleranzen. Ferner entwickeln

wir Maschinen und Anlagen für innovative Prozesstechnologien.

Als internationaler Konzern verfügen die über 60 Unternehmen der Berndorf

Gruppe über Produktions- und Servicegesellschaften in über 20 Ländern, vor

allem in Europa, den USA, China, Indien und Brasilien.

Die Berndorf AG ist in den letzten Jahren zu einem international erfolgreichen

Konzern geworden. Dies soll die Basis für ein weiteres Wachstum sein, das getrieben

wird von Innovationen und der Freude, die Zukunft zu gestalten.

STRATEGIE & POSITIONIERUNG

Werkzeug- und Anlagenbau

Metallbearbeitung

Global agierend

BERNDORF AG 2009 9


WERKZEUGBAU

10 BERNDORF AG 2009

Die Unternehmen der Berndorf AG


Die Unternehmen der Berndorf AG

Hasco mit Stammsitz in Lüdenscheid im nordrhein-westfälischen Sauerland gilt

mit über 20 Standorten weltweit als einer der leistungsfähigsten Partner des

Werkzeug- und Formenbaus.

Das Produktionsprogramm umfasst Normalien, Heißkanallösungen und Sonderanfertigungen

sowie ein umfassendes Serviceangebot in der technischen

Beratung der Kunden. Normalien sind der Grundbestandteil für Werkzeuge im

Spritzguss und bei Stanzbearbeitungen.

Das Unternehmen wurde 1924 gegründet und entwickelte sich vom Handwerks-

betrieb zum weltweit aktiven Industrieunternehmen. Durch die Erfindung des

ersten Normalien-Baukastensystems zur Herstellung von Formen für die Metallund

Kunststoffverarbeitung durch Rolf Hasenclever im Jahre 1959 begann eine

sehr erfolgreiche Ära. Dieses System, seinerzeit weltweit patentiert, ist heute

Stand der Technik.

Im Jahr 2009 erzielte Hasco etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes des Bern-

dorf Konzerns. Hasco war die bisher größte Beteiligung des Berndorf Konzerns

nach dem Management-Buy-out im Jahr 1988 und passt in mehrfacher Hinsicht

perfekt zu den anderen Unternehmen im Portfolio. Hasco ist im Business-tobusiness-Bereich

tätig und ein erfolgreicher Nischenanbieter in der metallverarbeitenden

Branche. Darüber hinaus ist das Unternehmen international tätig und

hat in seinem Markt eine starke Stellung unter den Top-3-Anbietern der Branche.

Hasco ist für die außergewöhnlich hohe Qualität der Produkte bekannt und hat

durch ständige Innovationen einen ausgezeichneten Ruf in Kundenkreisen.

Heißkanallösungen

WERKZEUGBAU

Normalien: Grundelemente des

Werkzeug- und Formenbaus

BERNDORF AG 2009 11


PROZESS- & OBERFLÄCHENTECHNIK

12 BERNDORF AG 2009

Die Unternehmen der Berndorf AG


Die Unternehmen der Berndorf AG

Berndorf Band

Berndorf Band erzeugt Bänder und Pressbleche, die vor allem in der Holzindustrie,

der Chemieindustrie und der Lebensmittelindustrie eingesetzt werden.

Diese Bänder werden in Form von Maschinenteilen größerer Maschinen und Anlagen

als Prozessbänder oder als Transportbänder für Förderzwecke eingesetzt.

Die Ausgangsmaterialien für die Bänder sind Edelstahl, Kohlenstoffstahl oder

Titan. Die Bänder mit einer Länge von bis zu 200 Metern und mit wenigen Millimetern

Dicke müssen in den Produktionsprozessen resistent gegen Druck- und

Temperaturschwankungen sein. Entscheidend für die Güte des Bandes ist die

Oberflächenbehandlung, wobei auch nach Schweißprozessen eine spiegelglatte

Oberfläche erzielt werden kann. Diese hochglanzpolierten Bänder werden z. B.

für die Erzeugung von Folien für LCD-Flachbildschirme verwendet.

Berndorf Band Engineering

Berndorf Band Engineering ist der weltweite Spezialist zur Optimierung von kontinuierlichen

Produktionsprozessen, bei denen vorwiegend Stahlbänder eingesetzt

werden. Prozesse in den Sektoren Kunststoff-, Papier- und Lebensmittelindustrie

werden mitgestaltet und optimiert.

Pressblechtechnik und Oberflächenbehandlung

Die Unternehmensgruppe Hueck Rheinische mit Sitz in Viersen, Deutschland ist

der am Weltmarkt führende Spezialist für oberflächenstrukturierte Pressbleche

und neueste Entwicklungen im Druckdekor für HPL-, KT-Bleche und Presspolster.

Die Produkte der Hueck Rheinischen werden in der Holz- und Laminatindustrie

verwendet, in der das Unternehmen aufgrund der technologischen Innovationen

großes Ansehen genießt. Durch den Einsatz der Pressbleche können in der Herstellung

von beschichteten Holzwerkstoffen verschiedene Oberflächenstrukturen

erzielt werden, wie sie bei Möbeln und Fußböden bekannt sind.

PROZESS- & OBERFLÄCHENTECHNIK

Breites Edelstahlband

Pressebleche für Perl- und Quarzdekore

BERNDORF AG 2009 13


WÄRMEBEHANDLUNG

14 BERNDORF AG 2009

Die Unternehmen der Berndorf AG


Die Unternehmen der Berndorf AG

Aichelin ist ein weltweit führender Hersteller von Industrieanlagen für die Wärme-

behandlung von bearbeiteten Metallteilen. Die Anlagen werden hauptsächlich in

der Automobil- und Zulieferindustrie, in Lohnhärtereien, in der Schrauben- und

Wälzlagerindustrie sowie in der Industrie für Präzisions- und Massenkleinteile

eingesetzt. Im Bereich der Industrieöfen werden elektrisch- oder gasbeheizte Anlagen

wie z.B. Mehrzweckkammer-, Durchstoß-, Förderband-, Ringherd-, Drehherd-

oder Rollenherd-Ofenanlagen erzeugt.

Das Tochterunternehmen EMA Indutec GmbH bildet das Kompetenzzentrum für

Induktions-Erwärmungsanlagen und Frequenzumrichter.

Noxmat GmbH ist ein Spezialist für Industriegasbrenner und Steuergeräte. Diese

finden in Ofenanlagen zur Wärmebehandlung und Erwärmung von Metallen und

NE-Metallen ihre Verwendung.

Entscheidend für die Zukunft der Wärmebehandlung ist – wie in vielen anderen

Bereichen auch – der energieeffiziente Einsatz neuer Technologien. Durch verschiedene

Maßnahmen und neue Technologien bieten die Wärmebehandlungsanlagen

von Aichelin nicht nur Kosteneinsparungen durch die Reduktion des

Energieverbrauches, sondern tragen auch zur Schonung der Umwelt und der

Ressourcen bei. Insbesondere bei Anlagen, die einen hohen Energieverbrauch

haben, ist dieser Beitrag zur Energieeinsparung ein wesentlicher technologischer

Vorteil.

Im Jahr 2009 war Aichelin das umsatzstärkste Unternehmen des Berndorf

Konzerns und erzielte etwa ein Drittel des Gesamtumsatzes des Berndorf

Konzerns. Zur Aichelin Gruppe gehören Unternehmen in Österreich, der Schweiz

und Deutschland, aber auch internationale Niederlassungen in China, Indien,

den USA und Brasilien.

WÄRMEBEHANDLUNG

Anlage für die automotive Industrie

Anlage für die Halbzeugindustrie

BERNDORF AG 2009 15


BÄDERBAU

16 BERNDORF AG 2009

Die Unternehmen der Berndorf AG


Die Unternehmen der Berndorf AG

Berndorfderbau fertigt Gesamtlösungen rund um das Schwimmbad: Ausgehend

von Schwimmbecken aus Edelstahl tritt Berndorfderbau auch als Generalunternehmer

für Ganzjahresbäder auf und bietet von der Planung bis zur

schlüsselfertigen Badeanlage maßgeschneiderte Lösungen für die unterschiedlichsten

Anwendungen. Die Becken aus Edelstahl werden bei privaten Schwimmbecken,

in Hotels und Wellnessbetrieben, aber auch in kommunalen Bädern eingesetzt.

Gefertigt werden die Schwimmbäder am Standort in Berndorf und auch

in der neuen Fertigungsanlage in der Tschechischen Republik.

Mit Niederlassungen in Deutschland, der Schweiz, der Tschechischen Republik,

Slowakei, Polen und Rumänien ist Berndorfderbau führender Anbieter von

Edelstahlbecken in Mitteleuropa. Vertriebspartner in Europa und Russland unterstützen

die Projekte, die mittlerweile in rund 20 Ländern umgesetzt wurden. Seit

der Gründung im Jahr 1960 wurden mehr als 5.000 Schwimmbecken errichtet.

Die Leistungen von Berndorfderbau beschränken sich nicht nur auf die Errichtung

von Schwimmbädern: Im Rahmen von Public-Private-Partnership-Modellen

wird auch die Finanzierung und der Betrieb der Badeanlagen angeboten.

Lichtfl iesen

BÄDERBAU

Olympisches Becken in Cluj (Rumänien)

BERNDORF AG 2009 17


VERFAHRENSTECHNIK, JOINT VENTURES

18 BERNDORF AG 2009

Die Unternehmen der Berndorf AG


Die Unternehmen der Berndorf AG

Verfahrenstechnik

Silica Verfahrenstechnik mit Sitz in Berlin liefert Adsorptionstechnik vom Design

bis zur schlüsselfertigen Anlage. Silica plant und fertigt komplette Adsorptionsanlagen

für verschiedenste Einsatzgebiete wie Trocknung und Reinigung von Luft

und Gasen, Prozessgasreinigung, Abluftreinigung und Rückgewinnung von Lösemitteln

sowie für die Erdgasaufbereitung.

Joint Ventures

Zu den Joint Ventures des Berndorf Konzerns zählen PC Electric, Joh. Pengg,

Lumpi- Berndorf und einige kleinere Unternehmen im Dienstleistungsbereich.

PC Electric produziert Industriestecker, Schutzkontaktsteckvorrichtungen, Schalter

und Kunststoffverteiler. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden

Anbietern von CEE-Steckvorrichtungen und hat einen Exportanteil von 80%. Mit

Niederlassungen und Tochtergesellschaften in Polen, Deutschland und Sri Lanka

können lokale Märkte schnell und flexibel beliefert werden.

Joh. Pengg hat sich auf die Herstellung von Drahtprodukten mit höchsten Anforderungen

für Federn und federnde Elemente spezialisiert. Die Produktionsstandorte

in Österreich, Tschechien und Indien erfüllen mit ihren hoch entwickelten

technischen Spezialdrahtprodukten die individuellen Anforderungen der

Automobil-, Elektro- und Maschinenbauindustrie in höchster Qualität. Produziert

werden gezogene, ölschlussvergütete oder beschichtete Federstahldrähte und

Profildrähte.

Lumpi-Berndorf Draht- und Seilwerke ist ein führender Hersteller von Seilen und

Freileitungen in Europa. An den Standorten Linz und Berndorf werden Stalumdrähte

und Spezialseile für die elektrische Energieübertragung gefertigt.

VERFAHRENSTECHNIK, JOINT VENTURES

Adsorptionsanlage zur

Gas-Konditionierung

Industriestecker

BERNDORF AG 2009 19


MEILENSTEINE 2009

Aichelin: Joint Venture Indien

Aichelin: Gründung EMA und

Noxmat China

Hasco: Restrukturierung

20 BERNDORF AG 2009

Die Unternehmen der Berndorf AG

Ein weiterer Schritt zur Internationalisierung der Aichelin Gruppe wurde in

Indien gesetzt: Gemeinsam mit einem lokalen Partner wurde ein Unternehmen

zur Produktion von Wärmebehandlungsanlagen gegründet, um am wachsenden

indischen Markt partizipieren zu können. Durch die Kooperation mit dem etablierten

Anlagenbauer kann der Markt schneller und effi zienter bearbeitet werden.

Nach dem bisherigen Erfolg der Wärmebehandlungsanlagen von Aichelin in

China werden nun zwei weitere Unternehmen der Aichelin Gruppe in China Fuß

fassen: EMA Indutec hat eine Niederlassung in China gegründet, um Härteanlagen

in China zu vertreiben. Insbesondere für den boomenden Markt der

Windenergieanlagen fertigt EMA Indutec Härteanlagen für die Behandlung von

Zahnrädern und anderen Teilen für Windenergieanlagen. Noxmat gründet zurzeit

eine Niederlassung mit lokaler Produktion, um schneller und preiswerter für den

asiatischen Markt produzieren zu können.

Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte die Restrukturierung von Hasco

zügig fortgesetzt werden. Der Umzug in den Büroneubau wurde abgeschlossen,

weitere Investitionen in die Modernisierung der Produktion wurden umgesetzt

und notwendige Anpassungen vorgenommen. Damit wird Hasco für den kommenden

Zyklus gut positioniert und in Zukunft noch schneller auf Markterfordernisse

reagieren können.


Die Unternehmen der Berndorf AG

Auch bei Hueck Rheinische geht der Trend zur Internationalisierung: In Russland

wurde ein Presspolsterhersteller gekauft, der in Zukunft für den russischen Markt

produzieren soll. Dadurch wird Hueck Rheinische ihre internationale Präsenz verstärken

und vermehrt am russischen Wachstumsmarkt ihre Produkte anbieten.

Als größter Anbieter von Schwimmbecken im zentraleuropäischen Raum hat

Berndorfderbau ein Investitionsprogramm zur Erneuerung der Anlagen in Angriff

genommen. Zentral dabei ist die Modernisierung der Fertigung und eine

Generalsanierung der Produktionshalle in Österreich, um schneller auf Kundenwünsche

eingehen zu können und die Qualität der Produktion weiterhin zu verbessern.

Zusätzlich zum Investitionsprogramm am Standort Berndorf wurde in

Bystrice nad Olsi (Tschechische Republik) eine neue Halle für Fertigung und

Montage errichtet, um die lokalen Märkte in Tschechien und Polen schneller

beliefern zu können.

Weiterbildung und Vernetzung des Wissens werden auch in Zukunft Grundpfeiler

für wirtschaftlichen Erfolg sein. Um die Aktivitäten im Bereich der Personalentwicklung

zu verstärken, wurde im Jahr 2009 die Berndorf Academy ins Leben

gerufen. Bei regelmäßigen Treffen sollen die Wissensträger der Unternehmen

besser vernetzt werden und Karriereperspektiven innerhalb des Konzerns aufgezeigt

werden.

MEILENSTEINE 2009

Hueck Rheinische:

Presspolsterhersteller gekauft

Berndorfderbau: Investitionspro-

gramm und neuer Standort in Tschechien

Berndorf Academy

BERNDORF AG 2009 21


UMFELD

Globaler Rückgang der

Wirtschaftsleistung

Wachstumsmarkt China

22 BERNDORF AG 2009

Lagebericht

Im Laufe des Jahres 2008 setzte zuerst in Japan, dann im Euroraum und

schließlich in den Vereinigten Staaten ein Rückgang der Wirtschaftsleistung ein,

der bis weit in das Jahr 2009 andauerte. Erst ab dem dritten Quartal 2009

kam es wieder zu einem Wachstum auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2009 fi el

zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg das BIP in den USA um 2%. Die

Rezession endete mit dem vierten Quartal 2009. Noch stärker fi el die Wirtschaftsleistung

im Euroraum um beinahe 4% und in Deutschland sogar um 5%.

Von dieser Entwicklung war besonders die Investitionsgüterindustrie betroffen.

Zusätzlich wurden im Jahr 2009 Lager abgebaut, wodurch nach Angaben der

österreichischen Industriellenvereinigung die Auftragseingänge in Österreich um

bis zu 25% zurückgingen.

Gänzlich anders verlief die Entwicklung in China, wo die Wirtschaftsleistung auch

im Jahr 2009 um 9% wuchs. China überholte im Jahr 2009 Deutschland als

Nation mit den meisten Exporten.

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Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich stark auf die Entwicklung

des Umsatzes des Berndorf Konzerns ausgewirkt: Nach mehreren Jahren des

Wachstums musste im Jahr 2009 ein Rückgang des Umsatzes um 24% auf 337

Mio. Euro verzeichnet werden. Die Veränderung ist nicht, wie im Vorjahr, durch

Sondereffekte wie Akquisitionen oder Entkonsolidierungen beeinfl usst. Ohne

Berücksichtigung der letzten Akquisition, der 2008 erstmals konsolidierten

Hasco, läge der Umsatz über den erfreulichen Jahren 2005 bis 2007. Bedingt

wurde dieser Rückgang durch das ausgesprochen schwache wirtschaftliche

Umfeld, das zu großer Zurückhaltung bei Investitionen, Verschiebungen von

Aufträgen und Reduktionen des in Aussicht gestellten Auftragsvolumens führte.

Der Abschwung war in fast allen Unternehmensteilen im gleichen Umfang zu

verzeichnen. In der Wachstumsregion China war die Entwicklung deutlich erfreulicher.

Der Auftragsstand ist im Laufe des Jahres 2009 kontinuierlich gesunken:

Während in der ersten Jahreshälfte noch bestehende Aufträge abgearbeitet wurden

und der Auftragseingang gering war, konnte ab der zweiten Jahreshälfte eine

immer deutlichere Verbesserung des Auftragseinganges verzeichnet werden.

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Lagebericht

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Abschwung in fast allen

Unternehmensbereichen

Verbesserung ab der zweiten

Jahreshälfte

UMSATZ

BERNDORF AG 2009 23


ERTRAG, FINANZLAGE

Respektables Ergebnis

Hohe Eigenkapitalquote

24 BERNDORF AG 2009

Lagebericht

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2009 17,3

Mio. Euro und liegt somit auf dem Niveau von 2006. Trotz einer Halbierung

gegenüber dem Vorjahr sprechen wir von einem respektablen Ergebnis, da das

Umfeld so herausfordernd war wie selten zuvor. Wir bleiben auch in diesem

Umfeld im deutlich positiven Bereich und sehen die Unternehmen des Konzerns

nachhaltig positiv positioniert.

Das Gesamtvermögen des Berndorf Konzerns sank per 31. Dezember 2009 gegenüber

dem Vorjahr um 51,1 Mio. Euro auf 375,0 Mio. Euro. Erfreulicherweise

beträgt das Eigenkapital nach wie vor 101,9 Mio. Euro.

Die Eigenkapitalquote hat sich durch die Senkung der Bilanzsumme auf 28,4%

(Vorjahr: 26,5%) erhöht. In der Betrachtung der Eigenkapitalstruktur ist es aufgrund

der nach wie vor hohen Liquiditätsbestände sinnvoll, die Eigenkapitalquote

auf Basis der um die freie Liquidität gekürzten Bilanzsumme zu errechnen. Die

gekürzte Eigenmittelquote hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht und beträgt

40,7%.

Der Cashfl ow aus dem operativen Bereich belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf

32,7 Mio. Euro nach 48,6 Mio. Euro im Vorjahr.

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Lagebericht

Dem Berndorf Konzern steht freie Liquidität in Höhe von 112,8 Mio. Euro zur

Verfügung, die jederzeit für Investitionsvorhaben eingesetzt werden kann. Gleichzeitig

bedeutet diese Liquidität eine große Flexibilität, um in wirtschaftlich anspruchsvolleren

Zeiten adäquat und schnell reagieren zu können, aber auch um

plötzlich auftretende Chancen bei Transaktionen zu nutzen. Mit dieser Finanzlage

ist der Berndorf Konzern auch in herausfordernden Zeiten gut positioniert.

Wir konnten die Reserven in diesem Jahr gut verteidigen, und die Unternehmen

konnten die auftretenden Belastungen durch die Wirtschaftskrise weitgehend aus

eigener Kraft bewältigen. Die langfristige Finanzierung ist auch durch die Anleihe

gut gesichert; es bestand keine Notwendigkeit, Bankenlinien nachzuverhandeln.

Wir sahen im letzten Jahr keinen Bedarf, die Inanspruchnahme von öffentlichen

Förderungen, wie sie als Konjunkturimpuls gewährt werden, zu diskutieren. Diese

exakte und vorausschauende Liquiditätsplanung gibt uns die Möglichkeit, in

Zukunft langfristig unabhängig zu disponieren. Es wird zum jetzigen Zeitpunkt

von der Möglichkeit eines Forderungsfactorings kein Gebrauch gemacht, und es

wurden keine Forderungen verbrieft (asset backed securities) Wir favorisieren -

wie auch in der Vergangenheit - eine vorsichtige Bilanzierung ohne das Ausnützen

von Berechnungsspielräumen.

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Flexibilität durch Liquidität

Langfristige Finanzierung

FINANZLAGE

BERNDORF AG 2009 25


Investitionen

Forschung & Entwicklung

26 BERNDORF AG 2009

Lagebericht

INVESTITIONEN, FORSCHUNG & ENTWICKLUNG

Investitionen wurden im Jahr 2009 krisenbedingt nur sehr umsichtig vorgenommen

und den wirtschaftlichen Gegebenheiten angepasst. Bei Hasco wurden im

Rahmen des Umstrukturierungsprogramms die begonnenen Investitionen fortgesetzt

und zu Ende geführt. Bei Hueck Rheinische wurden Erweiterungsinvestitionen

genehmigt, mit deren Umsetzung bereits begonnen wurde.

Darüber hinaus wurden laufend Ersatzinvestitionen vorgenommen, um den Maschinenpark

aller Unternehmen auf gewohnt hohem und modernem Niveau zu

halten und die Innovationskraft des Konzerns zu stärken. Es wurde nach wie

vor in Rationalisierungsmaßnahmen investiert sowie in Maßnahmen, die zu einer

Effi zienzsteigerung beitragen.

Die Investitionstätigkeit des Berndorf Konzerns entsprach mit 19,1 Mio. Euro

rund 58,4% des Brutto-Cashfl ows; gegenüber dem Vorjahr sind die Investitionen

um 24,8% (Vorjahr: 25,4 Mio. Euro) gesunken. Die Unternehmen fi nanzierten

ihre Investitionen größtenteils aus dem operativen Cashfl ow.

Den Investitionen in das immaterielle und das Sachanlagevermögen von

12,2 Mio. Euro stehen Abschreibungen von 12,8 Mio. Euro gegenüber.

Die Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte des Berndorf Konzerns wurden

im Rahmen der Kooperationen mit dem Kompetenzzentrum ECHEM fortgesetzt.

Die Unternehmen des Berndorf Konzerns befi nden sich bei ihrer Forschungs- und

Entwicklungsarbeit an der Schnittstelle zwischen Universitäten, Forschungseinrichtungen

und Kunden. Ein zentraler Anstoß für weitere Entwicklungen ist die


enge und kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Kunden, sodass aus der Praxis

die entscheidenden Impulse für direkt verwertbare Innovationen gewonnen

werden können. Es ist wichtig zu betonen, dass Aufwendungen für die Forschung

auch in turbulenten Zeiten konstant bleiben werden, um jenen Innovationsvorsprung

zu sichern, der auch in einer wirtschaftlich herausfordernden Zeit einen

Wettbewerbsvorteil sichert.

Im Jahr 2009 beschäftigten wir in den voll konsolidierten Unternehmen durchschnittlich

2.136 MitarbeiterInnen, davon 990 Arbeiter und 1.146 Angestellte.

Nachdem im letzten Quartal 2008 Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet

worden sind, mussten in diesem Jahr in fast allen Bereichen strukturelle Anpassungen

vorgenommen werden, die auch das Stammpersonal betrafen. Nach

einem Abbau der Überstunden und der Urlaube wurde es notwendig, die Anzahl

der Leiharbeiter und in der Folge auch der Mitarbeiter zu reduzieren. In einigen

Betrieben wurde Kurzarbeit eingeführt, um die Know-how-Träger besser auszulasten

und langfristig beschäftigen zu können. Darüber hinaus wurden verstärkt

Instandhaltungsarbeiten und Schulungsmaßnahmen vorgenommen.

Obwohl über 90% der Umsätze im Ausland erwirtschaftet wurden und die letzten

Akquisitionen fast ausschließlich außerhalb Österreichs stattfanden, sind nach

wie vor rund ein Drittel der Mitarbeiter des Konzerns in Österreich angestellt.

Daraus ist das klare Bekenntnis der Berndorf AG zum Standort Österreich – insbesondere

Niederösterreich (Berndorf, Mödling, Guntramsdorf) – ersichtlich.

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Lagebericht

FORSCHUNG & ENTWICKLUNG, MITARBEITERINNEN

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MitarbeiterInnen

BERNDORF AG 2009 27


Chancen & Risikomanagement

Ausblick auf das Jahr 2010

28 BERNDORF AG 2009

Lagebericht

CHANCEN & RISIKOMANAGEMENT, AUSBLICK

Das Risikobewusstsein aller MitarbeiterInnen und die Wachsamkeit gegenüber

Risiken aus dem Bereich Beschaffung, Vertrieb und Kundenbindung sowie aus

der technologischen Entwicklung der Produkte sind im Konzern stark ausgeprägt

und gut verwurzelt. Das heterogene Produktionsportfolio federt teilweise zyklische

Schwankungen ab, die breite Kundenbasis lässt keine umfangreichen punktuellen

Ausfälle befürchten. Das Hochwasser der Triesting stellt durch die getroffenen

Vorkehrungen nur ein geringes Risiko dar. Bedingt durch die Krise wurde

in diesem Jahr besonderes Augenmerk auf das Risikomanagement gerichtet und

ein Enterprise-Risk-Management-Modell institutionalisiert. Damit wurden einzelne

Risikopositionen evaluiert, punktuell bearbeitet und dadurch das Risikoprofi l

der Gruppe optimiert.

Finanzielle Risiken werden durch Zinssatzfi xierungen gesteuert, Währungsrisiken

können – soweit sinnvoll – durch Devisentermingeschäfte und Fertigung vor Ort

ausgeglichen werden. Schwankungen bei den Preisen und Vormaterialien können

entsprechend fl exibel an die Kunden weitergegeben werden. Liquiditätsrisiken

sind durch das ausreichende Eigenkapital (Eigenmittelquote brutto 28,4%, netto

40,7%) und die frei verfügbare Liquidität von 112,8 Mio. EUR nicht zu befürchten.

Ausfallsrisiken sind durch Versicherungen und den breiten Kundenstock der

Berndorf Gesellschaften breit gestreut.

Die Risiken im Berndorf Konzern bleiben überschaubar, sodass keine Gefährdung

des erfolgreichen Fortbestandes des Unternehmens zu befürchten ist.

Nach den Berichten über eine Wiederbelebung der Konjunktur seit Mitte des Jahres

2009 sehen die Wirtschaftsforscher die Wirtschaft nach dieser Krise langsamer

wachsen als in den Jahren zuvor. Das WIFO erwartet in Österreich bis 2014

ein durchschnittliches Wachstum unter 2%, während das BIP in den Jahren vor

der Finanzkrise durchschnittlich um 3% wuchs. Im Jahr 2010 wird für Österreich

ein Wachstum von unter 1,5% erwartet, das 2011 leicht ansteigen soll. Dynamischer

sollen sich die Exporte entwickeln. Für den Euroraum wird 2010 wieder

mit einem moderaten Wachstum gerechnet. Treiber des Wachstums bleibt der

Aufholbedarf in China und Indien, die sich nach wie vor dynamisch entwickeln.


Wir wünschen uns, dass diese positiven Prognosen langfristig haltbar bleiben und

die Wirtschaft wieder von einem Realwachstum profi tieren kann. Auch wenn wir

bei den Auftragseingängen eine Stabilisierung erkennen, können immer wieder

Belastungssituationen entstehen, die die Wachstumsdynamik dämpfen. Wir gehen

davon aus, dass der Rückgang der Wirtschaftsleistung in Europa mittelfristig

nicht durch zukünftiges Wachstum kompensiert werden kann. Wir müssen uns

auch darauf vorbereiten, dass die Planungen durch größere Schwankungen als

in der Vergangenheit erschwert werden. Folglich haben wir je nach Umfeld verschiedene

Strategien vorbereitet, die wir kurzfristig anpassen können. Flexibilität

und rasches Reagieren wird in der Zukunft noch wichtiger werden als bisher.

Wachstum wird durch Internationalisierung entstehen: Wir haben mit der Gründung

von Joint Ventures und Neugründungen bereits Schritte in diese Richtung

gesetzt und sind bereit, die Internationalisierung des Berndorf Konzerns weiter

voranzutreiben. Darüber hinaus haben wir für 2010 ein ausreichendes Investitionsbudget

bewilligt und werden in Innovationen und Maßnahmen zur Steigerung

der Effi zienz und Verbesserung der Qualität investieren. Bedingt durch

die Wirtschaftskrise sehen wir auch die Chance, in den bestehenden Bereichen

zusätzliche Marktanteile zu gewinnen und interessante Akquisitionen prüfen zu

können. Die Gründung der Beteiligungsgesellschaft ABAG bietet hier eine neue

Möglichkeit den Akquisitionsradius zu erweitern.

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

für die Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren und sind zuversichtlich, dass

wir gemeinsam die Herausforderungen der nächsten Jahre meistern werden.

Berndorf, März 2010

Der Vorstand

Lagebericht

Strategien vorbereitet

Wachstum durch Internationalisierung

und Investitionen

Franz Viehböck Peter Pichler Dietmar Müller

seit 8 Jahren bei Berndorf seit 20 Jahren bei Berndorf seit 20 Jahren bei Berndorf

AUSBLICK

BERNDORF AG 2009 29


BERICHT DES AUFSICHTSRATES

30 BERNDORF AG 2009

Lagebericht

Im Geschäftsjahr 2009 hat der Aufsichtsrat in fünf Sitzungen die ihm nach Gesetz

und Satzung zukommenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich über den

Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft Auskunft gegeben und dabei

auch über die Lage der Konzerngesellschaften berichtet. Alle Maßnahmen, die

der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen, wurden eingehend beraten.

Erörtert im Aufsichtsrat wurden insbesondere Akquisitionen, die wirtschaftliche

Lage und die Perspektiven der Konzerngesellschaften, Maßnahmen zur Stärkung

der Wettbewerbsfähigkeit und Marktposition sowie die Investitions- und Finanzplanung

des Konzerns.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss der Berndorf

AG sowie der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht

für das Geschäftsjahr 2009 sind von der Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

geprüft. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss haben zu keinen Beanstandungen

Anlass gegeben und wurden mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk

versehen.

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung an, erklärt sich mit

dem vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss samt Lagebericht einschließlich

Gewinnverwendungsvorschlag einverstanden und billigt den Jahresabschluss gemäß

§ 125 Absatz 3 Aktiengesetz, wodurch er festgestellt ist.

Außerdem erklärt er sich mit dem gemäß § 246 UGB aufgestellten Konzernabschluss

einverstanden.

Besonderer Dank gebührt den Vorständen sowie allen MitarbeiterInnen für ihren

Einsatz und die geleistete Arbeit.

Berndorf, im März 2010

Norbert Zimmermann, Aufsichtsratsvorsitzender


FINANZTEIL

BERNDORF AG 2009 31


BILANZ (AKTIVA)

32 BERNDORF AG 2009

Finanzteil

IN TEUR 2009 2008

A. Anlagevermögen 115.825 117.796

I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.524 4.085

II. Sachanlagen 82.272 85.087

III. Finanzanlagen 30.029 28.624

B. Umlaufvermögen 257.558 306.668

I. Vorräte 64.344 92.392

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 23.930 30.172

2. Unfertige Erzeugnisse abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 14.286 26.807

3. Fertige Erzeugnisse, Waren abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 12.412 17.897

4. N. n. abrechenbare Leistungen abzgl. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.595 7.596

5. Geleistete Anzahlungen 11.121 9.920

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 80.397 92.645

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 54.490 66.002

2. Forderungen geg. n. kons. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 10.809 12.085

3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 15.098 14.558

III. Wertpapiere und Anteile 69.338 67.795

Sonstige Wertpapiere und Anteile

IV. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 43.479 53.836

C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.652 1.636

(davon aktivistische Abgrenzung für latente Steuern TEUR 537; i. Vj. TEUR 531)

SUMME AKTIVA 375.035 426.101

Für nähere Informationen kontaktieren Sie:

Maximilian Berger, T: +43 / 2672 / 82 900-206, mabe@berndorf.co.at


Finanzteil

BILANZ (PASSIVA)

IN TEUR 2009 2008

A. Eigenkapital 101.864 108.018

I. Grundkapital 11.000 11.000

II. Substanzgenussrechte 1.222 1.222

III. Kapitalrücklagen 1.778 1.778

IV. Gewinnrücklagen 22.009 22.077

V. Ausgleichsposten aus Währungsumrechnung 439 1.729

VI. Fremdanteile 12.375 17.535

VII. Bilanzgewinn 53.041 52.677

B. Unversteuerte Rücklagen 4.747 5.047

1. Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 3.779 3.738

2. Sonstige unversteuerte Rücklagen 968 1.309

C. Öffentliche Förderungen 1.056 1.241

Subventionen gemäß § 3 Abs 1 Z 6 EStG

D. Rückstellungen 75.241 93.754

1. Rückstellungen für Abfertigungen 10.094 15.880

2. Rückstellungen für Pensionen 14.793 14.625

3. Steuerrückstellungen 3.130 6.197

4. Sonstige Rückstellungen 47.224 57.052

E. Verbindlichkeiten 190.062 215.012

1. Anleihen 45.000 45.000

2. ERP-Kredite 5.526 6.561

3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.628 80.412

4. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 29.721 47.875

5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.974 21.736

6. Verbindlichkeiten a. d. Annahme gez. Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0 35

7. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (nicht konsolidiert) 1.577 2.758

8. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.246 622

9. Sonstige Verbindlichkeiten 9.390 10.058

F. Rechnungsabgrenzungsposten 2.066 3.029

SUMME PASSIVA 375.035 426.101

Haftungsverhältnisse 27.090 18.112

BERNDORF AG 2009 33


GEWINN- & VERLUSTRECHNUNG

34 BERNDORF AG 2009

Finanzteil

IN TEUR 2009 2008

1. UMSATZERLÖSE 336.999 445.961

2. Veränderung des Bestands -8.019 4.561

an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen

3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1.697 2.579

4. Sonstige betriebliche Erträge 12.373 15.791

a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 455 1.298

b) Erträge aus der Aufl ösung von Rückstellungen 2.532 1.752

c) Übrige 9.387 12.740

5. Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -151.074 -209.635

a) Materialaufwand -133.570 -182.185

b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -17.504 -27.450

6. Personalaufwand -101.111 -127.537

a) Löhne -29.106 -38.768

b) Gehälter -52.119 - 63.526

c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebl. Mitarbeitervorsorgekassen -687 -1.659

d) Aufwendungen für Altersversorgung -1.514 -1.737

e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom -17.828 -21.024

Entgelt abhängige Abgaben und Pfl ichtbeiträge

f) Sonstige Sozialaufwendungen 143 -823

7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -15.368 -13.246

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -57.692 -81.856

a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 21 fallen -475 -721

b) Übrige -57.217 -81.135

9. BETRIEBSERGEBNIS 17.805 36.618


Finanzteil

GEWINN- & VERLUSTRECHNUNG

IN TEUR 2009 2008

10. Erträge aus sonstigen Beteiligungen 2.091 4.444

a) Aus assoziierten Unternehmen 2.052 1.651

b) Sonstige 39 2.793

11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 223 326

12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.299 3.742

(davon von verbundenen Unternehmen TEUR 415; i. Vj.: TEUR 823)

13. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens 828 2.161

14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -446 6.530

a) Abschreibungen -439 -955

b) Sonstige -7 -5.575

15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.467 -5.439

(davon betreffend verb. Unternehmen TEUR 20; i. Vj.: TEUR 414)

16. FINANZERGEBNIS -472 -1.297

17. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 17.333 35.322

18. Außerordentliche Erträge 995 22

19. Außerordentliche Aufwendungen -12.924 -13.840

20. AUSSERORDENTLICHES ERGEBNIS -11.929 -13.818

21. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -5.077 -5.431

22. JAHRESÜBERSCHUSS 327 16.073

23. Aufl ösung unversteuerter Rücklagen 662 849

24. Fremdanteile am Jahresergebnis 3.816 -821

25. Zuweisung zu unversteuerten Rücklagen -345 0

26. Gewinnvortrag 48.581 36.576

27. BILANZGEWINN 53.041 52.677

BERNDORF AG 2009 35


KAPITALFLUSSRECHNUNG

36 BERNDORF AG 2009

Finanzteil

IN TEUR 2009 2008

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 17.333 35.322

Überleitung auf den Nettogeldfl uss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit:

Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Investitionsbereichs 15.945 14.201

Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Investitionsbereichs -211 0

Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Investitionsbereichs -1.283 -3.159

Aufl ösung von Investitionszuschüssen -186 -159

Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -750 0

Veränderung der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva 40.286 -18.222

Rückstellungen, ausgenommen für Ertragssteuern -16.284 9.174

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -25.139 10.479

Netto-Geldfl uss aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 29.711 47.636

Netto-Geldfl uss aus außerordentlichen Posten -11.026 -4.225

Zahlungen für Ertragssteuern -8.150 -3.220

Netto-Geldfl uss aus laufender Geschäftstätigkeit 10.535 40.191

Einzahlungen aus Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen) 3.124 7.213

Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen 2.203 2.908

Aus-/Einzahlungen für den Erwerb von erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen

Tochterunternehmen und den Erwerb weiterer Anteile 0 -1.660

Auszahlungen aufgrund der Entkonsolidierung von Tochterunternehmen -157 0

Auszahlungen für Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen) -12.167 -19.588

Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und sonstige Finanzinvestitionen -4.947 -5.769

Netto-Geldfl uss aus der Investitionstätigkeit -11.944 -16.896

Auszahlungen aus der Bedienung des Eigenkapitals -5.686 -5.011

Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -774 47.442

Aus-/Einzahlung aus unversteuerten Rücklagen und Förderungen 0 705

Einzahlung aus der Ausgabe von Genussrechten 0 119

Netto-Geldfl uss aus der Finanzierungstätigkeit -6.460 43.255

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -7.869 66.550

Wechselkursbedingte und sonstige Veränderungen -945 1.147

Finanzmittel aus Erstkonsolidierung BBE 0 20

Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 121.631 53.914

Finanzmittelbestand am Ende der Periode 112.817 121.361

Zusammensetzung des Finanzmittelbestandes 112.817 121.631

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 69.338 113.836

Wertpapiere des Umlaufvermögens 43.479 7.795


Finanzteil

Wir haben den Konzernabschluss der Berndorf Aktiengesellschaft, Berndorf, für

das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung

und der Inhalt dieses Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichtes

in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften

liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem

Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der

Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen

Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt.

Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen,

dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der

Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage

getroffen werden kann, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in

Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse

über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche

Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.

Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben

im Konzernabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt.

Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze

und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen

Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung

gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Berndorf

Aktiengesellschaft nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und

vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme

des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2009 in

Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung

abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk

zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird.

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wien, am 31. März 2010

Deloitte Wirtschaftsprüfungs GmbH

Christoph Waldeck

Gudrun Dorner

Wirtschaftsprüfer

BERNDORF AG 2009 37


ADRESSEN

Berndorf AG

HASCO Hasenclever GmbH + Co KG

Aichelin GmbH

Berndorf Band GmbH

38 BERNDORF AG 2009

Leobersdorfer Str. 26

A-2560 Berndorf – Austria

T: +43 / 2672 / 829 00

F: +43 / 2672 / 834 26

www.berndorf.at

Im Wiesental 77

D-58513 Lüdenscheid – Germany

T: +49 / 2351 957 / 0

F: +49 / 2351 957 / 237

www.hasco.de

Fabrikgasse 3

A-2340 Mödling – Austria

T: +43 / 2236 / 236 46-200

F: +43 / 2236 / 222 291

www.aichelin.at

Leobersdorfer Str. 26

A-2560 Berndorf – Austria

T: +43 / 2672 / 800

F: +43 / 2672 / 84 176

www.berndorf-band.at


Leobersdorfer Str. Str. 26

A-2560 Berndorf – Austria

T: +43 / 2672 / 836 40

F: +43 / 2672 / 836 40-49

www.berndorf-baederbau.com

Wittestr. 24

D-13509 Berlin – Germany

T: +49 / 30 / 435 73 73 5

F: +49 / 30 / 435 73 300

www.silica.de

A-8621 Thörl – – Austria

T: +43 / 3861 / 5090 5090

F: +43 / / 3861 3861 / / 2318 2318

www.wire-pengg.com

Diesseits 145

A-4973 St. Martin – Austria Austria

T: +43 / 7751 / 61 220

F: F: +43 / 7751 / 69 69

www.pcelectric.at

Binderlandweg 7

A-4030 Linz – Austria

T: +43 / 732 / 381 271-0

F: +43 / 732 / 383 848-20

www.lumpi-berndorf.at

ADRESSEN

Berndorf Metall- und Bäderbau GmbH

Silica Silica Verfahrenstechnik GmbH

Joh. Pengg AG

PC PC Electric GmbH

Lumpi-Berndorf Draht- und

Seilwerk GmbH

BERNDORF AG 2009 39


IMPRESSUM

Herausgeber

Berndorf AG

Leobersdorfer Straße 26

A-2560 Berndorf, Austria

Firmenbuchnummer: FN117391i

Firmenbuchgericht: LG als HG Wr. Neustadt

UID-Nr.: ATU14689005

Konzept und Umsetzung

Online Media Communications Design GmbH

Fotos

Chillidesign, Archiv Berndorf AG

Layout, Druckvorstufe

Art & Designhouse

Druck

Digitaldruck.at, Offset 3000

40 BERNDORF AG 2009

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