Ausgabe Nr. 3 / 2003 - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

st.vincenz.de

Ausgabe Nr. 3 / 2003 - St. Vincenz Krankenhaus Limburg

50 Jahre Kinderfachabteilung

am St. Vincenz

Eine interne Zeitschrift

des St. Vincenz-Krankenhauses

Limburg

Ausgabe 3/2003


Editorial:

Redaktion

Nicola v. Spee, Ulrich Haßler, Petra Hoffmann,

Frank Mellein

V.i.S.d.P.: Horst Schneider

Telefon-Nr. Redaktion und Anzeigenaquisition:

N. v. Spee 0 64 31 / 292-4103, Fax 292-4118

Gestaltung

klein-druck steeden, Nicola von Spee

Druck

klein-druck steeden

Herausgeber

St. Vincenz-Krankenhaus

Auf dem Schafsberg

65549 Limburg

Internet: http://www.st-vincenz.de

Auflage

3.500

Die Beiträge geben die Meinungen der

jeweiligen Verfasser wieder

2

Liebe Leserinnen und Leser,

das Titelbild dieser dritten Ausgabe von UnserHaus in 2003 fällt

aus dem Rahmen: eine Foto-Collage von zahlreichen kleinen Patienten,

die im Laufe von 50 Jahren unsere Kinderfachabteilung bevölkert

haben! 50 Jahre Bestehen einer Abteilung - dies ist ein besonders

herausragendes Ereignis in der Geschichte eines Krankenhauses,

welches wir entsprechend würdigen wollten. Unter anderem

eben mit diesem Titelbild. Die Fotos, so befand das Redaktionsteam,

sprechen ihre eigene Sprache. Um diese nonverbale Aussage

nicht zu verwässern verzichteten wir auf die sonst üblichen

Themenanrisse auf der Titelseite, ebenso auf ein weitschweifendes

Editorial. Die Themen präsentieren wir Ihnen deshalb im folgenden

in einer Inhaltsangabe.

Wir wünschen Ihnen wie immer einen hoffentlich ergiebigen Einblick

in Unser Haus,

herzlichst,

Ihr Redaktionsteam

Seiten 2,3 und 4: Ein neues Gesicht für die Radiologie - Über die Ergänzung

des medizinischen Leistungsspektrums einer Schlüssselabteilung

Seite 5: Was, Wann, Wo im St. Vincenz: Themen der Gesundheitstage

2003 und der herbstlichen Vortragsreihe der Krankenhausgesellschaft

Seiten 6 und 7: Protestnote im Sinne der Patienten:

Krankenhauschefs legen ein Veto ein

Seiten 8: Bilanz nach einem Jahr Interdisziplinäres Brustzentrum

Seite 9: Neue Oberarztstruktur in der Allgemeinchirurgie

Seite 10: Examen an der Krankenpflegeschule

Seite 11: Gesundheitstag für Vincenz-Mitarbeiter

Seiten 12: Fünf Jahre Neurologische Fachabteilung - Bilanz und Ausblick

Seite 13: Zur Medizin gehört ein persönliches Verhältnis zum Patienten:

Neue Oberärztin in der Hämatologie

Seiten 14/15: „Bonn macht kreative Lösungen unmöglich“ -

HKG-Geschäftsführerin übt harsche Kritik

Seiten 16/17: Freiwilliger Hilfseinsatz in Ruanda -

ehrenamtlicher Einsatz von Vincenz-Mitarbeitern

Seiten 18/19: 50 Jahre Kinderfachabteilung:

Impressionen zwischen Gestern und Heute

Seite 20/21: Physikalische Therapie im Wandel /

Erstes ZSVA-Überwachungsaudit erfolgreich

Seite 22: Klimt im St. Vincenz

Seite 23: Patientenbefragung: Impuls für die Qualitätssicherung

Seiten 24/25: Neues aus St. Anna: Projekt Schmerztherapiezentrum

Seiten 26/27: Personalien / Spotlights vom Betriebsfest

Seiten 28 bis 32: Anzeigen

Inhalt:

Impressum:

Radiologie

bekommt

neues

D

r. Thomas Hess ergänzt

als Chefarzt der Radiologischen

Klinik bereits seit August

2003 das medizinische

Kompetenzteam des St. Vincenz-Krankenhauses

Limburg:

Nun wurde er im Beisein von

zahlreichen Vertretern von

Klinikleitung und Verwaltungsrat,

Ärzteschaft und Politik offiziell

in sein Amt eingeführt.

Mit dem 40jährigen Radiologen

komplettiert sich an der

Limburger Klinik medizinischer

„Fundus“ von der Universitätsklinik

Heidelberg:

Hess ist neben den beiden chirurgischen

Chefärzten bereits

der dritte Mediziner aus dem

renommierten Klinikum, den

das St. Vincenz für die medizinische

Versorgung der Limburger

Region gewinnen konnte.

Mit ihm setzt das Schwerpunktkrankenhaus

im Kreis

Limburg-Weilburg Akzente,

die der neuesten medizinischen

Entwicklung einerseits und der

Radiologie als den anderen

Abteilungen zuarbeitende

Schlüsselabteilung andererseits

gerecht werden. Gleichzeitig

wurde die Zusicherung der

Klinikleitung bekräftigt, dass

die Weichen für ein neues

Konzept der Radiologischen

Klinik mit hochmodernem

„Gerätepark“ auf dem neuesten

Stand der Technik gestellt sind.

Eine Investition von rund fünf

Millionen Euro, an deren Umsetzung

Dr. Hess maßgeblich

beteiligt sein wird.

Eine faszinierende Aufgabe,

wie auch der letzte Chef des

40jährigen Radiologen, Prof.

Dr. W.G. Kauffmann, Ärztlicher

Direktor der Abteilung

Radiodiagnostik der Radiologischen

Klinik der Universität

Heidelberg, herausstellte. Die

führende Mitgestaltung einer

völlig neuen, technisch zeitgemäßen

Abteilung habe Hess

herausgefordert. Daß dem

40jährigen Amorbacher dies

gelingen werde, daran ließ

Kauffmann keinen Zweifel:

„Sie sind in meinem Institut an

den wichtigsten Großgeräte-

Kauf-Entscheidungen intensiv

beteiligt gewesen und wissen

ganz genau, was jetzt und hier

auf Sie zukommt. Kauffmann

empfahl den Limburger Kollegen

seinen ehemaligen leitenden

Oberarzt aufs Wärmste:

„Dr. Hess ist nicht nur ein

außerordentlich kompetenter

Radiologe, sondern auch als


ein

Gesicht

Mensch und Arzt eine reife

Persönlichkeit.“

Die besondere Eignung des Dr.

Hess für seine neue Aufgabe

stellten seitens des St. Vincenz

der stellvertretende Ärztliche

Direktor des Hauses, Dr.

Klaus-Peter Schalk, sowie der

Vorsitzende des Verwaltungsrates,

Rechtsanwalt Erwin Reuhl,

in ihrer Begrüßung heraus.

Reuhl verwies auf die Tätigkeit

des Radiologen im Deutschen

Krebsforschungszentrum Heidelberg

sowie dessen Zusammenarbeit

mit den Gefäßchirurgen

und Angiologen der Universitätsklinik.

Diese Erfahrungen

und Kompetenzen ergänz-

ten und optimierten das Leistungsangebot

des St. Vincenz

ganz erheblich - dies sowohl

in seiner Bedeutung als onkologischemSchwerpunktkrankenhaus,

als auch im Blick auf

den weiteren Ausbau der Ge-

fäßchirurgie. Reuhl verwies zudem

auf das vielversprechende

Spektrum des neuen Chefarztes:

Seine Kenntnisse in der

Magnet-Resonanztomographie

(MRT), sein Schwerpunkt interventionelle

Radiologie, seine

Erfahrungen in der Rheumato-

Dr. Thomas Hess von der

Universitätsklinik Heidelberg

ergänzt das medizinische

Leistungsspektrum

Mit Dr. Thomas Hess (3.v.l.) komplettiert sich der medizinische „Fundus“ des St. Vincenz-Krankenhauses aus

dem Universitätsklinikum Heidelberg. Neben den Chefärzten der Allgemein- und Unfallchirurgie ist Hess nun

der dritte Chefarzt, den das St. Vincenz von der renommierten Klinik gewinnen konnte. Unser Bild zeigt v.l.n.r.

den Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Horst Schneider, Beate Hess, Dr. Thomas Hess, Dr. Klaus

Peter Schalk, die Mutter des neuen Chefarztes und den Verwaltungsratsvorsitzenden Erwin Reuhl

logie, der Traumatologie (auch

mit moderner Gelenkdiagnostik

mittels MRT) sowie der

radiologischen Diagnostik in

Hämatologie, Kardiologie und

Neurologie.

In Heidelberg habe sich Hess

durch hervorragende wissenschaftliche

und klinische Leistungen

sowie eine breitgefächerte

Ausbildung in seinem

Fachgebiet bewährt. So habe er

u.a. maßgeblichen Anteil an

der Projektierung, Beauftragung

und Umsetzung der digitalen

Bildverarbeitung des Uni-

Lauschte geduldig den Laudatien

der Honorationen auf seinen

Vater, während sein

Schwesterchen nebst Nichten

und Neffen die Ansprachen

zum Amüsement der Zuhörer

lautstark „kommentierte“: Vincent,

der Sohn des neuen

Chefarztes (ganz links).

versitätsklinikums, genannt

RIS/PACS, gehabt. Der gebürtige

Amorbacher sei zudem an

zahlreichen Forschungsprojekten

beteiligt gewesen. So werde

ihm von allen Seiten außerordentlichesVerantwortungsbewusstsein,

Umsicht und profundes

Wissen, teamorientierter

Arbeitsstil und vor allem sehr

gutes Einfühlungsvermögen für

die Patienten bescheinigt. Den

Vater dreier Kinder zeichneten

hohes ärztliches Ethos und kritisches

wissenschaftliches Interesse

aus. So wunderte es

nicht, dass der Vorsitzende des

Verwaltungsrates seinen Zuhörern

den neuen Chefarzt als

Glücksgriff für das Anforderungsprofil

der Radiologie im

St. Vincenz empfahl. Schließlich

sei die Radiologische Klinik

eine zentrale Einrichtung

der Klinik, die für die Funktion

aller klinischen Abteilungen

von großer Bedeutung ist.

Der stellvertretende Ärztliche

Direktor des St. Vincenz, Dr.

Klaus-Peter Schalk, richtete

wie zuvor auch der Vorsitzende

des Verwaltungsrates besonderen

Dank an den Vorgänger im

Amt des Chefarztes, Dr. Helmut

Jörg. Ihm sei es zu danken,

dass Hess ein hochqualifiziertes

Mitarbeiterteam sowie

eine ausgezeichnete Röntgen-

Stellte die besondere Eignung

von Dr. Thomas Hess für dessen

neue Aufgabe in Limburg heraus:

Prof. Dr. W.G. Kauffmann von

der Universitätsklinik Heidelberg.

diagnostik sowie ein therapeutisches

Spektrum auf hohem

Niveau erwarte. Neuanfänge

böten natürlich die excellente

Chance zu gravieren Veränderungen:

„Dr. Hess ist angetreten,

die Abteilung neu zu

strukturieren und der Röntendiagnostik

in unserem Hause

ein neues Gesicht zu geben“,

konstatierte Schalk.

Fortsetzung nächste Seite

3


Bauliche und organisatorische

F

4

Entwicklung in der Radiologie

Von Ulrich Haßler

ür die zukünftige radiologische

Versorgung am St.

Vincenz-Krankenhaus in Limburg

werden bald einschneidende

Veränderungen erwartet.

Der Bedarf an MRT-Leistungen

wird erheblich zunehmen.

Ursachen hierfür sind die allgemeinen

Änderungen des diagnostischen

Fortschritts, aber

auch die Erfordernis, mit der

Anwendung von Röntgenstrahlen

am Menschen noch bewusster

umzugehen.

Gleichzeitig nimmt der Bedarf

auch an CT-Leistungen zu. Die

heute verfügbaren Geräte mit

mehrzeiliger Detektortechnik

eröffnen neue sinnvolle Indikationen

wie z.B. der Herzkranzgefäße,

Untersuchung der Körperarterien

oder visuell endoskopische

Techniken. Die unmittelbare

Verfügbarkeit eines

leistungsfähigen MRT-Gerätes

wird außerdem seitens der

Stroke-Unit - Neurologie gefordert.

Die Erweiterung der allgemeinchirurgischen

Spektren bewirkt

eine stärkere Inanspruchnahme

der Schnittbildverfahren

und der interventionellen

Techniken. Auch die

Kardiologie verändert sich

deutlich hin zum radiologischen

Schnittbild-Verfahren.

Die Bedeutung des konventio-

nellen Röntgens wird sukzessive

abnehmen. Bislang wurden

große finanzielle Aufwände im

personellen Bereich sowie auch

in Geräteinvestitionen, ferner

im Bereich der Mikroverfilmung

und der Röntgenaufnahmen

getätigt. Mit Einführung

eines Radiologie-Informationssystems

(RIS) entsteht die Basis

eines effizienten Arbeitsfeldes.

Auch ist damit eine komplette

Erfassung und Abrechnung

der erbrachten Leistungen

möglich. Die großen Datenmengen

der oben genannten

Verfahren sind nur noch mit digitaler

Speichertechnik (PACS)

Ein ganz besonderes Geschenk ...

... zur Einführung überbrachte

der Verwaltungsratsvorsitzende

Erwin Reuhl dem neuen Chefarzt:

Die Zusicherung, daß die finanziellen

Weichen für die Umstrukturierung

der Abteilung gestellt

sind! Geräteinvestitionen und Digitalisierung

erfordern Investitionen

in Millionenhöhe: Geplant

sind u.a. der Kauf eines Magnetresonanz-Tomographen/MRT),eines

Computertomographen, einer

DSA-Anlage und ein neuer

Aufnahmeplatz. Gleichzeitig soll

in ein hochmodernes Radiologie-

Informationssystem investiert

werden.

gezielt beherrschbar. Das Gleiche

gilt für die ständige Bildverfügbarkeit

in den klinischen

Abteilungen. Über das gesamte

Haus muss ein digitales Netz

(unabhängig von unserem jetzigen

EDV-Haus-Netz) gezogen

werden, welches die schnelle

Bild- und Befundübermittlung

zur anfordernden Stelle gewährleistet.

Die Geräteinvestitionen

und die Digitalisierung

erfordern riesige Investitionen.

Geplant ist der Kauf eines Magnetresonanz-Tomographen,eines

Computertomographen, einer

DSA-Anlage und ein neuer

Aufnahme-Arbeitsplatz.

Fortsetzung von Seite 3

Dies sei nicht von Heute auf Morgen möglich. Jedoch zeigte

sich der stellvertretende Ärztliche Direktor davon überzeugt,

mit Hess einen Chefarzt gefunden zu haben, mit dem der

Sprung der Radiologie in das 21. Jahrhundert gelinge. Da keine

Abteilung ohne Röntgendiagnostik sinnvolle Arbeit leisten

könne, sei es „in unser aller Interesse, dieser zentralen Einrichtung

optimale Arbeitsbedingungen zu schaffen.“ Ein hoher

Anspruch in Zeiten wie diesen, in dem das Spannungsfeld

zwischen Patientenwunsch und medizinisch Machbarem, den

ethisch-moralischen Vorstellungen und der Bezahlbarkeit immer

größer werde. Dennoch müsse die Prämisse des St. Vincenz

gerade jetzt bekräftigt werden: „Was ist für den Menschen,

den Patienten das Beste und nicht, wie hole ich mit

möglichst geringem finanziellen Einsatz das Maximum aus

dem System heraus.“ Schalk zeigte sich überzeugt, dass der

neue Chefarzt seine Kompetenzen unter diesen Bedingungen

konstruktiv ergänzen werde: „Die Röntgendiagnostik in unserem

Hause wird ein neues Gesicht bekommen.“ sp

Gleichzeitig wird investiert in

das Radiologie-Informationssystem,

digitales Archiv, Speicherfoliensysteme

sowie in ein

digitales Netz inner- und außerhalb

der Radiologie.

Die Planungen laufen bereits

auf Hochtouren, gemeinsam

mit den Mitarbeitern der Abteilungen

sind der neue Chefarzt

Dr. Thomas Heß sowie auch

punktuell seine Chefarztkollegen

an den Planungen beteiligt.

Voraussichtlich wird die UC-

Ambulanz ihre Räumlichkeiten

im Neubau/Erdgeschoß der Radiologie

zur Verfügung stellen,

damit zukünftig das gesamte

Spektrum der Radiologie auf

einer Ebene angeboten werden

kann. Mit den ersten Umbauten

und Geräteinvestitionen ist

nicht vor Anfang des kommenden

Jahres zu rechnen. Der

Umbau wird in mehreren Abschnitten

erfolgen müssen da

der laufende Betrieb ohne

größtmögliche Störungen gewährleistet

sein muß. Sobald

alle radiologischen Informationen

jedem involvierten Krankenhausarzt

über eine webbasierte

Bild- und Befundungsverteilung

im Krankenhaus online

zur Verfügung stehen, wird

die Krankenhaus-Organisation

flexibler und die Behandlung

des Patienten effizienter.


Überlebt das Krankenhaus

im Wachstumsmarkt Gesundheit?

D

as Gesundheitswesen ist

ein Wachstumsmarkt par

excellence. Es bewegt sich

zwischen Scylla - Budgetierung

und staatlicher Reglementierung

- und Charybdis - Demographie

und medizinischem

Fortschritt. Neben der Rationalisierung

wird in Zukunft auch

über die Rationierung im Gesundheitswesen

diskutiert werden

müssen. In dieser turbulenten

Umwelt muß geklärt werden,

inwieweit das Krankenhaus

in seiner jetzigen Form

überlebt: Überlebt das Krankenhaus

im Wachstumsmarkt

Gesundheit? So lautet das Thema

von Prof. Dr. Dr. h.c. Peter

Oberender, der am Donnerstag,

6. November 2003, auf Einladung

der Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH im

Kleinen Saal der Josef-Kohlmeier-Halle

sprechen wird. Der

Ordinarius für Volkswirtschaftslehre

an der Universität

Bayreuth ist Gründer des ersten

deutschen Universitätsstudiengangs

Gesundheitsökonomie

sowie Gründer und Direktor

der Forschungsstelle für Sozialrecht

und Gesundheitsökonomie.

Neben seiner Mitglied-

Vortrag Prof. Dr. Oberender:

Donnerstag, 6. November 2003,

20.00 Uhr in der

Josef-Kohlmaier-Halle Limburg

schaft im Wissenschaftsrat ist

er Mitglied im Ausschuß für

Gesundheitsökonomie im Verein

für Sozialpolitik sowie in

der bayerischen Bioethik-Kommission.

Prof. Oberender hat

langjährige Beratungserfahrung

in allen Bereichen des Gesundheitswesens

und wird aufgrund

seines reichen Erfahrungsschatzes

in seinem Vortrag diverse

„Überlebensstrategien“ im

Blick auf Qualitätsoptimierung

und effizienterer Leistungserbringung,

neuer Versorgungsformen

und Kooperationen aufzeigen.

So werden auch abgestimmte

Konzepte der integrierten

Versorgung im Focus

seines Vortrags stehen.

Das deutsche Gesundheitswesen ist ein Wachstumsmarkt par excellence.

Demographische Entwicklung, medizinischer Fortschritt, wachsendes

Gesundheitsbewußtsein - alles deutet auf eine auch in Zukunft weiter

rasch wachsende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen hin. Die Grenzen

zwischen den einzelnen Sektoren verlieren dabei zunehmend an Bedeutung.

Das Management von Gesundheitsdienstleistern muß zunehmend

professionalisiert werden. Gemeinsam mit ihren Kunden begleitet

das Team von Prof. Oberender - hier im Bild mit seinen Partnern, den

beiden Diplomkaufmännnern Jan Hacker und Rainer Schommer - diesen

Wandel ökonomisch.

Das Vincenz auf den Gesundheitstagen: Was, Wann und Wo!

Vom 31. Oktober bis 2. November

2003 wird sich in der Limburger

Josef-Kohlmaier-Halle wieder

alles um die Gesundheit drehen.

Auch Mediziner der Krankenhausgesellschaft

werden interessierten

Besuchern Rede und

Antwort stehen: In diesem Jahr

werden die Chirurgen des St.

Vincenz-Krankenhauses am Informationsstand

der Gesellschaft

über das breitgefächerte und

durch die neuen Chefärzte von

der Universitätsklinik Heidelberg

deutlich erweiterte Leistungsspektrum

berichten.

Die Abteilung für Allgemein-, Gefäß-

und Viszeralchirurgie unter

Chefarzt Dr. Udo A. Heuschen

wird im Rahmen ihrer Präsentation

bei den Gesundheitstagen vor

allem über gut- und bösartige

Darmerkrankungen (Dickdarmkrebs

und chronisch entzündliche

Darmerkrankungen) informieren.

Diverse Kurzfilme zu laparoskopischen

Operationsverfahren

werden zu sehen sein. Mithilfe

eines sogenannten „Pelvi-Trainers“

- dies ist ein Übungsgerät

Schwerpunktthema Interdisziplinäre Medizin

am Sonntag, 2. November 2003:

14.00 Uhr bis 14.15 Uhr

Einführung und Moderation

Dr. med. Klaus P. Schalk, stellv. Ärztlicher Direktor

14.15 Uhr bis 14.45 Uhr

Brustzentrum Limburg

Dr. med. Winfried Obermaier, Oberarzt Frauenklinik

14.45 Uhr bis 15.15 Uhr

Moderne Gefäßdiagnostik und -therapie

Frau Dr. med. Felicitas Rabe-Schmidt, Leitende Oberärztin

Abteilung Allgemein-, Visceral- und Gefäßchirurgie;

Dr. med. Thomas Hess, Chefarzt Diagnostische und interventionelle

Radiologie

15.15 Uhr bis 15.45 Uhr

Interdisziplinäre Schlaganfallbehandlung

Dr. med. Christoph Oberwittler, Chefarzt Abteilung Neurologie

15.45 Uhr bis 16.15 Uhr

Tumorboard - Aufgaben und Funktion

Dr. med. Klaus P. Schalk, Chefarzt Abteilung Hämatologie

und internistische Onkologie

für Anfänger in der laparoskopischen

Chirurgie - können die Besucher

selbst Chirurg „spielen“

und eine „Pseudo-Operation“

durchführen. Für besonders talentierte

Operateure winken originelle

Preise....

Die Abteilung für Unfall- und orthopädische

Chirurgie unter

Chefarzt Dr. Joachim Hillmeier

wird die Leistungspalette im Bereich

der Endoprothetik (künstlicher

Gelenkersatz für Schulter,

Hüfte und Knie) sowie neue

Osteosyntheseverfahren im Rahmen

der Frakturbehandlung präsentieren.

Während der gesamten

Öffnungszeiten werden Ärzte

des Hauses an Ort und Stelle für

die Beantwortung von Fragen zur

Verfügung stehen. Informationen

zum Schwerpunktthema „Interdisziplinäre

Medizin“ gibt es im

Rahmen der Vortragsreihe des

Hauses am Sonntag Nachmittag

(s. links).

5


Gesetzliche Vorgaben

gehören auf den Prüfstand!

D

en Krankenhäusern bläst

finanziell der Sturm ins

Gesicht, im Gesundheitswesen

stehen die Zeichen auf Sturm.

So auch der Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH

Limburg, welche die beiden

Kliniken St. Vincenz-Krankenhaus

Limburg und St. Anna-

Krankenhaus Hadamar betreibt,

und dem Kreiskrankenhaus

Weilburg. Grund genug für die

Verwaltungschefs der regionalen

Kliniken, Geschäftsführer

Horst Schneider und Verwaltungsdirektor

Peter Schermuly,

in Zukunft stärker zusammenzuarbeiten

und sich im immer

enger werdenden Wettbewerb

gemeinsam besser zu positionieren:

Um hier vor allem in

der Konkurrenz mit den großen

Einrichtungen des Ballungsraums

Rhein/Main bestehen zu

können, liegt die Zusammenarbeit

mit dem Nachbarn auf der

Hand.

„Die Region Limburg/Weilburg

ist aufgrund ihrer Entfernung

zu Wiesbaden als selbstständiges

Versorgungsgebiet und

nicht etwa als Anhängsel der

großen Gesundheitszentren

Frankfurt, Wiesbaden oder

6

Gießen anzusehen.“ Schneider

und Schermuly sind die einzigen

Vertreter des Kreises Limburg/Weilburg

in der Krankenhauskonferenz

Wiesbaden, dem

Gremium, welches über Fachabteilungsstrukturen

und Fördermittelvergaben

durch das

Land Hessen berät und Empfehlungen

für den Landeskrankenhausausschuß

ausspricht.

Dort wollen sich die Krankenhauschefs

für eine Sicherung

des medizinischen Angebots

der Region stark machen, das

beide als breit differenziert und

qualitativ hoch angesiedelt bezeichnen:

„Die Bürger brauchen

im Rahmen ihrer Gesundheitsversorgung

keine weiten

Wege zu gehen“, betonten

Schneider und Schermuly in einer

gemeinsamen Pressekonferenz.

Dies schließe eine engere

Abstimmung und Verzahnung

der regionalen Kliniken im

Blick auf eine sinnvolle Vorhaltung

des Angebots natürlich

ausdrücklich mit ein: sinnvollen

Umgang mit knapp vorhandenen

Ressourcen im Miteinander

für den Patienten haben

sich beide Verwaltungschefs

auf ihre Fahnen geschrieben.

Kliniken mit einem breiten Versorgungsauftrag werden vom System bestraft:

Die Verwaltungschefs Schneider und Schermuly legten entschieden

Protest ein und zielen auf engere Abstimmung der Kliniken der Region.

Verzahnung, dies meint konkret

stärkere Spezialisierung der

drei Häuser auf Kernfelder,

stärkere gegenseitige Abstimmung

der medizinischen Struktur,

gemeinsame Nutzung von

medizinischen Geräten und

weitere Stärkung der bisherigen

guten Zusammenarbeit im Einkaufsverband.

Massiv protestierten die Geschäftsführer

gegen die politisch

inszenierte Tatsache, dass

Kliniken mit einem breiten

Versorgungsauftrag bestraft

würden, während private Träger

sich auf wirtschaftlich lukrative

Medizinfelder konzentrieren

könnten, was fast

zwangsläufig zu Versorgungslücken

führen werde.

Scharf kritisierten die Krankenhauschefs

die Zentralisierungsgedanken

von Gesetzgeber und

Krankenkassen sowie die gesetzlich

verordnete Nullrunde

für 2003: „Unsere Kostensenkungspotentiale

haben wir

seit Anfang der 90er Jahre bis

heute absolut ausgereizt“,

meint Geschäftsführer Schneider.

Sein Weilburger Kollege

Peter Schermuly stellt unmissverständlich

klar: „Kostendeckende

Einnahmen sind die

Grundvoraussetzung für eine

wirtschaftliche Betriebsführung.

Krankenhäuser, denen

keine Kostendeckung gelingt,

werden sich nur schwer auf

dem Markt behaupten können.“

Die Krankenhausmanager verwiesen

dabei auf Krankenhäuser

im nächsten Umfeld wie

Altenkirchen, Bad Schwalbach,

Idstein und Siegburg, die privatisiert

wurden. Dauerhaft nicht

gedeckte Kosten müssten notfalls

durch Personalabbau ausgeglichen

werden, „das letzte

Mittel der Wahl“ wie beide

Verwaltungschefs betonten, die


Die Kostenspirale im Gesundheitswesen

dreht sich immer weiter.

Die Kliniken der Region haben

sich im Sinne ihrer Patienten

eindeutig positioniert. Bewegen -

so fürchten jedenfalls gesundheitspolitische

Experten - wird

sich jedoch erst etwas, wenn sich

die Patienten selbst ihrer Lobby-

Funktion bewußt werden und sich

massiv für Sicherung und weitere

Optimierung der Qualität medizinischer

Versorgung einsetzen werden...

Signal für die Patienten

um die Bedeutung ihrer wichtigsten

Ressource für die Patienten

sehr wohl wissen und ihr

großes Gewicht beimessen. Mit

einem jährlichen Gesamtumsatz

von rund 3,7 Milliarden

Euro und über 72.000 Beschäftigten

(immerhin 3,3, Prozent

der Gesamtbeschäftigten in

Hessen) sind die Krankenhäuser

zudem auch bedeutender

Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber.

Bei gleichbleibendem Budget

muß die Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH mit

1033 Beschäftigten steigende

Personalkosten in Höhe von

1,35 Millionen Euro auffangen,

ähnlich ist die Situation im

Kreiskrankenhaus Weilburg:

Hier stiegen die Kosten für 320

Beschäftigte überwiegend tariflich

bedingt um 650.000 Euro.

Einen Ausgleich durch höhere

Einnahmen gibt es durch Nullrund

und Budgetierung nicht.

Die Limburger Krankenhausgesellschaft

wird erstmals ein

internes Budget mit negativem

Ergebnis zu verzeichnen haben.

Möglicherweise kann dies noch

aus nicht medizinischen Leistungen

abgedeckt werden.

Vor allem auch vor dem Hintergrund

des Urteils des Europäischen

Gerichtshofs zum

Bereitschaftsdienst von Ärzten

forderten Schneider und Schermuly

nachhaltig eine angemessene

Bereitstellung von Mitteln

für die Verbesserung der Arbeitszeitbedingungen

im Krankenhaus

sowie die Refinanzierung

aller Kostensteigerungen

im Personalbereich, die aus ta-

rifvertraglichen Regelungen

und gesetzgeberischen Vorgaben

resultieren. Zudem protestierten

sie gegen die im Zusammenhang

mit dem neuen

Abrechnungssystem der

DRG's, der sogenannten Fallpauschalenregelung,zunehmende

„immense zussätzliche

Bürokratisierung und Mehrar-

vor Ort!

beit“ für Ärzte und Pflegepersonal:

„Die zunehmend ausufernden

gesetzlichen Vorgaben

gehören auf den Prüfstand und

müssen zurückgefahren werden.

Oder ist es etwa nicht im

Sinne des Gesetzgebers, wenn

neben aller Arbeitsverdichtung

noch Zeit bleibt auch für persönliche

Zuwendung für kranke

Menschen?“

Um den Bürgern dies auch in

Zukunft gewährleisten zu können,

sehen beide Krankenhauschefs

dringenden Handlungsbedarf

auf politischer Ebene:

„Wir wollen mit unserer `Pro-

Krankenhauschefs

der Region

legen Protest ein

testnote`vor allem den Patienten

vor Ort ein Signal setzen,

denen wir ein hochwertiges

medizinisches Leistungsangebot

erhalten wollen. Die Krankenhausversorgung

auf dem

Lande darf auch in Zukunft

nicht in Frage gestellt werden.“

sp

7


Projekt mit vielen Pluspunkten

E

in Jahr Interdisziplinäres

Brustzentrum am St.

Vincenz-Krankenhaus - so

lautete das Thema einer Informationsveranstaltung,

die

jetzt auf Einladung von Chefarzt

Prof. Dr. Matthias Volk

in den Konferenzräumen der

Klinik durchgeführt wurde.

Oberarzt Dr. Winfried Obermeier,

der auch die Federführung

für das zukunftsweisende

Projekt innehat, stellte

die Bemühungen der Klinik

erstmals öffentlich vor. Zwar

ist die Institution noch nicht

offiziell zertifiziert, jedoch

sind die Aktivitäten des

Brustzentrums streng an

den Leitlinien der Deutschen

Krebsgesellschaft und der

Gesellschaft für Senologie

ausgerichtet. "Eine einmalige

Chance, die Qualität des Leistungsangebots

zum Wohle

der Patienten nochmals zu

steigern" - so wertete der

stellvertretende Ärztliche Direktor

des St. Vincenz-Krankenhauses,

Dr. Klaus-Peter

Schalk, die Einrichtung. Der

Onkologe zollte den

Bemühungen der Verantwortlichen

unter Chefarzt

Prof. Dr. Matthias Volk besonderen

Respekt, trotz des

ohnehin hohen Niveaus ihr

Angebot für die Patientinnen

weiter optimiert zu haben.

Schwerpunkt des Interdisziplinären

Brustzentrums am St.

8

Vincenz-Krankenhaus ist die

enge Abstimmung mit allen an

der Behandlung beteiligten

Disziplinen mit dem Ziel einer

weiteren Optimierung von Diagnose

und Therapie. Alle 14

Tage treffen sich Vertreter der

Frauenklinik, des Instituts für

Strahlentherapie und Radioonkologie,

der Pathologischen

Gemeinschaftspraxis Dr. Paulini

& Partner, der Radiologi-

schen Klinik, der Abteilung für

Hämatologie und Onkologie

sowie der Diplompsychologe

Peter Behrla zur Fallvorstellung

und Diskussion aktueller

diagnostischer und therapeutischer

Fragestellungen. Eine

Abstimmung, die alle beteiligten

Ärzte als besonderen Pluspunkt

des Projekts herausstellten.

In überregionalen Zusammenhängen

könne eine solche

Einrichtung nicht gelebt werden

- die Stärke des Limburger

Zentrums liege vor allem in der

zeitnahen interdisziplinären Zusammenarbeit

und dem kontinuierlichen

Kontakt in etablierten

Besprechungsrunden, so

der einhellige Tenor der Veranstaltung.

Zudem sei dies eine

Referierte über die Erfahrungswerte der

Frauenklinik nach einem Jahr Brustzentrum

am St. Vincenz-Krankenhaus: Oberarzt

Dr. Winfried Obermeier.

zentrale Aktivität im Sinne heimatnaher

Versorgung.

Die Kernleistungen des

Brustzentrums brachte Dr.

Winfried Obermeier in einer

Bilanz der Aktivitäten auf den

Punkt: Das umfassende operative

Leistungsspektrum, die

bildgebenden und diagnostischen

Verfahren, die histologischen

Untersuchen und die

Möglichkeiten in Bestrahlung

Ein Jahr

Interdisziplinäres Brustzentrum

am St. Vincenz Krankenhaus

und Chemotherapie. Besonders

stellte er die räumliche Nähe

und hohe Qualifikation der Pathologen

heraus, die - basierend

auf einem Netzwerk mit Zweitmeinung

- innerhalb von 15

Minuten die Befunde von

Schnellschnitten liefern.

Mit dem Ziel, die Treffsicherheit

der präoperativen Diagnose

weiter zu erhöhen, habe man

den Einsatz der Mammasonographie

deutlich erweitert. Mittels

sonographisch gesteuerter

Hochgeschwindigkeits-Stanzbiopsie

gelinge es meist, bereits

vor der Operation eine histologische

Diagnose zu stellen und

die Voraussetzungen für eine

optimale Therapieplanung zu

schaffen. Bei der operativen

Therapie von Mammatumoren

gelte das Hauptaugenmerk der

weiteren Erhöhung des Anteils

brusterhaltender Operationsverfahren.

Darüber hinaus ist die

Einführung des operativen

Konzepts des Wächterlymphknotens

in der Achselhöhle

vorgesehen, mit der eine weitere

Reduzierung der Beschwerden

nach Operationen zu erwarten

ist.

Besonders erwähnt wurde u.a.

auch die von Oberarzt Dr. Sebastian

Eichinger, Radiologische

Klinik, eingeführte Implantation

von Miniports, die

für Tumorpatienten zur Chemo-

oder Ernährungstherapie

genutzt werden können. Durch

ihre Placierung am Unter- oder

Oberarm werden sie von den

Patientinnen oft besser akzeptiert

als die Ports im Bereich

des Brustkorbs. Mit der Umstrukturierung

der Radiologischen

Abteilung unter dem

neuen Chefarzt Dr. Thomas

Heß ist auch die Anschaffung

eines Stereotaktie-Tisches geplant,

mit dessen Hilfe nicht

tastbare und im Ultraschall

nicht darstellbare Befunde in

der Brust sicher lokalisiert und

in lokaler Betäubung entfernt

werden können.

Durch die Aufrüstung des Linearbeschleunigers

und die excellente,

wegweisende Bestrahlungsplanung

der Radioonkologie

unter Prof. Dr. Ion-Christian

Chiricuta sei die Bestrahlung

der Brust jederzeit wohnortnah

gewährleistet. Die

Durchführung der Chemotherapie

erfolge in enger Kooperation

mit der Onkologischen Abteilung

unter Mitwirkung des

Ernährungsteams.

Sämtliche Aktivitäten des

Brustzentrums am St. Vincenz-

Krankenhaus sind nach Angaben

Dr. Obermeiers in vier Studien

eingebunden. Zudem setzen

die Verantwortlichen auf

einen weiteren Ausbau der

konstruktiven Zusammenarbeit

mit den niedergelassenen Kollegen,

deren aktive Beteiligung

an den regelmäßigen Konferenzen

ausdrücklich erwünscht ist.

Fortsetzung nächste Seite


M

it dem Eintritt des neuen

Chefarztes Dr. Udo A.

Heuschen haben sich weitere

Veränderungen in der Kinik für

Allgemein-, Gefäß- und Viszeralchirurgie

ergeben. So wurden

die oberärztlichen Planstellen

zum 1. September 2003 um

eine auf insgesamt drei erhöht.

Die Abteilung für Allgemein,

Gefäß und Viszeralchirurgie hat

mit den nunmehr drei Oberärzten

und ihren fachlichen Zusatzqualifikationen

eine moderne

personelle Struktur. Damit

ergeben sich beste Voraussetzungen

für eine optimale Patientenversorgung

nach modernen

chirurgischen Therapieprinzipien.

Die Leiterin des

Sektionsbereichs Gefäßchirurgie,

Dr.Felicitas Rabe-Schmidt,

tritt nach dem altersbedingten

Ausscheiden von Dr. Bischof

nun seine Nachfolge an und repräsentiert

die gesamte Abteilung

als leitende Oberärztin.

(Über Frau Dr. Rabe-Schmidt

wurde bereits in einer vorherigen

Ausgabe berichtet!) Komplettiert

wird das oberärztliche

Team durch den neu hinzugewonnenen

Chirurgen Dr.Dieter

Stahl, der ebenfalls die SchwerpunktsbezeichnungGefäßchirurgie

trägt, sowie durch Dr.

Markus Schmirl, der bisher als

Funktionsoberarzt tätig war.

Nach dem Medizinstudium an

der Julius-Maximilians-Universität

zu Würzburg und in den

USA wechselte Dr. Schmirl

1995 an das St. Vincenz Krankenhaus

in seiner Heimatstadt

Limburg. Hier lebt der engagierte

Badminton-Spieler mit

seiner Familie und hat mittlerweile

zwei Kinder. Nach AIP-

Fortsetzung von Seite 8

Kritisiert wurden Aktivitäten

der Kostenträger, Brustzentren

nur bei entsprechenden Patientenzahlen

zu zertifizieren. So

warnte der Onkologe Dr.

Klaus-Peter Schalk davor,

Quantität mit Qualität gleichzusetzen:

"Fallzahlen allein nützen

nichts, wenn nicht die zeitund

ortsnahe Zusammenarbeit

gewährleistet ist". sp

Neue Oberarztstruktur

in der Klinik für Allgemein-,

Gefäß- und Viszeralchirurgie

Bürgt für Patientenversorgung nach modernen chirurgischen Therapieprinzipien: das Oberarzt-Team in der allgemeinchirurgischen

Klinik. V.l.n.r.: Dr. Markus Schmirl, Dr. Felicitas Rabe-Schmidt und Dr. Dieter Stahl.

und Assistenzarztzeit bei Dr.

Aloys Utzig in der Allgemeinchirurgie

und unfallchirurgischer

Ausbildung bei Dr.

Adolph Voorhoeve konnte er

2002 seine Facharztprüfung ablegen.

Seitdem schlägt sein

Herz wieder für die Allgemeinund

Viszeralchirurgie, in der er

sich inbesondere der minimalinvasiven

Chirurgie des Bauchraumes

verpflichtet fühlt. Das

operative Spektrum der Schlüssellochchirugie

im Bauchraum

wurde mittlerweile auf den

Dickdarm und Enddarm sowie

auf den Magen erweitert und

bietet so vielen Patienten eine

schonende Art der Operation.

Der aus dem Stiftungsklinikum

St.Martin Koblenz neu hinzugekommene

Kollege Dr.Dieter

Stahl - er stammt ebenfalls aus

dem Kreis Limburg-Weilburg,

ist verheiratet und ist auch Vater

zweier Kinder - war dort als

Oberarzt in der Abteilung für

Viszeral- und Gefäßchirurgie

tätig. Nach dem Medizinstudium

an der Philipps-Universität

Marburg begann er 1989 seine

ärztliche Tätigkeit im Marienkrankenhaus

Koblenz in der

Abteilung für Gynäkologie und

Geburtshilfe. Der Hang zur

operativen Disziplin veranlasste

ihn jedoch, die Ausbildung

zum Chirurgen anzutreten, wel-

che er in verschiedenen Kliniken

des Rhein-Main-Gebietes

absolvierte. Mit der Facharztanerkennung

für Chirurgie

wechselte der passionierte Marathonläufer

in die Klinik für

Gefäß- und Thoraxchirurgie im

St. Josefs-Hospital Wiesbaden,

wo er als Funktionsoberarzt

tätig war und zusätzlich die

Schwerpunktsbezeichnung Gefäßchirurgie

erlangte. Mit seinem

Wechsel an das St. Vincenz

Krankenhaus Limburg erhält

die Sektion Gefäßchirurgie

unter Leitung von Dr. Felicitas

Rabe-Schmidt somit kompetente

fachliche Unterstützung

und wird weiter ausgebaut.

9


Examen in einer spannenden Umbruchphase: Unser Foto zeigt die 20 Schülerinnen und Schüler der Krankenpflegeschule des St. Vincenz-Krankenhauses,

die jetzt erfolgreich ihr Examen absolviert haben, mit Vertretern des Krankenhausdirektoriums, der Schulleitung, Dozenten und Praxisanleitern.

Pflegende bekommen eine

professionellere Position

20

Auszubildende der

Krankenpflegeschule am St.

Vincenz-Krankenhaus haben

erfolgreich die Prüfung zur

Krankenschwester / zum Krankenpfleger

bestanden. Sie haben

ihr Examen inmitten einer

spannenden Umbruchphase absolviert:

Das Berufsfeld der

Pflege verändert sich zunehmend

hin zu mehr Eigenständigkeit

und Professionalität.

Dies wird sich auch in der Änderung

der Berufsbezeichnung

ausdrücken. So tragen die Absolventen

derzeit noch einen

Namen, der mit dem Inkrafttreten

der Novellierung des Krankenpflegegesetzes

im Januar

2004 seine Gültigkeit verlieren

wird: Alle Auszubildenden ab

2004 werden die staatlich geschützte

Berufsbezeichnung

Gesundheits- und Krankenpfleger/in

führen.

Die Novellierung als zentraler

Punkt dieses Emanzipationsprozesses

wird weitere Veränderungen

nach sich ziehen: Der

Umfang der theoretischen Ausbildung

wird auf 2100 Stunden

angehoben. Zudem wird der

ambulante, präventive und re-

10

habilitative Bereich der Pflege

in der Praxis durch entsprechende

Einsätze aufgewertet.

Ziel ist eine zeitgemäße, den

Erfordernissen unserer Gesellschaft

angepasste Pflege zu er-

lernen. Der gesetzlich neu festgeschriebene

Stellenwert

präventiver und rehabilitativer

Pflege, die Erweiterung der

Lerninhalte auf Gesundheitsberatung

sowie die Rolle der

Pflegenden bei der Überleitung

in ambulante oder nachstationäre

Bereiche betonen noch

stärker die professionelle Position

der Pflegenden im Gesundheitswesen.

Zudem soll

die Praxisbegleitung und -anleitung

eine bessere Verzahnung

zwischen Theorie und

Praxis ermöglichen und die Bedeutung

einer qualifizierten

Erstausbildung betonen.

Diese Veränderungen waren

notwendig geworden, da Krankenpflege

heute nicht nur eine

Vielzahl medizinischer Kenntnisse

erfordert, sondern beinahe

Managementqualitäten - eben

die Fähigkeit, Prioritäten zu

Examen an der

Krankenpflegeschule am

St. Vincenz-Krankenhaus

setzen inmitten eines Spannungsfeldes

vielschichtigster

Aufgaben. Eines jedoch bleibt:

Wichtig ist den Ausbildern der

Krankenpflegeschule am St.

Vincenz-Krankenhaus in erster

Linie eine Sensibilisierung ihrer

Schützlinge für den Menschen

schlechthin. Franz-Josef

Pitton, Leiter der Krankenpflegeschule:

„Uns geht es nicht

nur um die Vermittlung von

Krankheitsbildern oder medizinischen

Inhalten: die Auszubildenden

sollen lernen, den

ganzen Menschen mit seinen

Ängsten, Hoffnungen und seiner

unverwechselbaren Lebensgeschichte

in den Blick zu neh-

men. Wir zielen auf die Befähigung,

dem Kranken in seiner

Gesamtheit beizustehen.“ Unter

diesen Vorzeichen haben folgende

Schüler die Prüfung bestanden:

Lujdmilla Fokin (Hadamar),

Katja Frink (Limburg), Andreas

Gilgenberg (Hühnfelden

/Heringen), Tobias Höhn (Limburg),

Christine Knebel (Zehnhausen/Wallmerod),

Lars Kreusel

(Netzbach), Desiree Kuhlmann

(Beilstein), Mirco Martin

(Schönborn), Julia Menn

(Weinbach-Fürfurth), Andreas

Motz (Hirschberg), Andrea

Müller (Hirschberg), Dilek

Nergis (Limburg), Meena Jose

Odakkal (Limburg), Jasmin

Peuser (Weinbach-Edelsberg),

Tina Pleyer (Runkel), Annabel

Schenk (Elz), Jasmin Traut (Isselbach),

Jens Wagner (Elz),

Tamara Weber (Elsoff), Serap

Yildiz (Limburg). Wer sich für

den Beruf des Gesundheitsund

Krankenpflegers interessiert,

kann sich informieren unter

www.st-vincenz.de oder direkt

bei der Krankenpflegeschule,

Tel.: 06431/292-4221.


Dem

Fett

auf

der

Spur...

E

inen Gesundheitstag für

Mitarbeiter führt das St.

Vincenz Krankenhaus am

Dienstag, 21. Oktober 2003, in

Zusammenarbeit mit der AOK

Hessen durch. Thematische

Schwerpunkte sind eine persönliche

Körperfettanalyse,

Diabetesmessung und kalorienreduziertes

Essen in der Kantine.

Zwischen elf und 15 Uhr

können sich alle MitarbeiterInnen

im Konferenzraum mit

nützlichen Informationen versorgen

und diverse interessante

Angebote rund um die Gesundheit

nutzen.

So können sich beispielsweise

Fischcurry

Zutaten für zwei Personen:

Interessierte bei der persönlichen

Körperfettanalyse ihren

Anteil an Körperfett direkt ermitteln

und ausdrucken lassen.

Denn es ist ein Trugschluss,

dass der Körperfettanteil sich

am Erscheinungsbild eines

Menschen erkennen lässt: Personen,

die schlank sind, können

dennoch einen zu hohen Fettanteil

aufweisen...

Von einem gesunden Fettanteil

spricht man bei Frauen mit einem

Wert von unter 30 Prozent

und bei Männern bei unter 25

Prozent. Bei Frauen sind die

Werte aufgrund biologischer

Voraussetzungen etwas höher

1 Zwiebel

je ½ rote und gelbe Paprikaschote

300 g junge Tiefkühlerbsen

2 TL Sonnenblumenöl

Gemüsebrühe (Instant)

4 EL Kondensmilch

½ - 1 TL Curry, Jodsalz, Pfeffer, Zitronensaft

300 g Fischfilet

Wie sich mit gezielter Ernährung

das Fett in den Griff bekommen lässt...

Informationen rund um das Thema Ernährung gibt es im Rahmen des Gesundheitstages für Mitarbeiter des

St. Vincenz. Tips und Rezepte für die nötigen Schlankmacher (s.unten) werden gleich mitgeliefert.

Zubereitung:

Fischfilet säubern, säuern und salzen und in große Stücke teilen.

Zwiebeln schälen, würfeln, Paprikaschoten waschen, putzen

und in Streifen schneiden. In einem großen flachen Topf

oder in einer tiefen Pfanne Zwiebeln und Paprika andünsten,

Erbsen dazugeben. Mit Currypulver und Gemüsebrühe würzen.

Die vorbereiteten Fischstücke auf das Gemüse geben,

Kondensmilch angießen und mit geschlossenem Deckel bei geringer

Hitze gardünsten. Abschmecken, evtl. mit etwas angerührtem

Mehl binden.

Lecker mit Vollkornreis oder Vollkornbaguette.

als bei Männern. Dabei kann es

jedoch auch zu Tageszeit abhängigen

Schwankungen kommen.

„Manche werden ganz

schön überrascht sein über ihre

Werte“, prognostizieren die Ex-

perten der AOK. „Wenn die

Messwerte extrem hoch sind,

empfehlen wir, einen Arzt aufzusuchen“,

so die Ernährungsberaterin

von der AOK Hessen,

Hildegard Gugler.Natürlich gibt

es dann auch Gratis-Tipps, wie

das Fett besser in den Griff zu

bekommen ist.

Denn ein normaler Fettgewebeanteil

lässt sich in der Regel

durch richtige Ernährung und

ausreichend Bewegung erreichen.

Weitere Informationen rund um

Gesundheitstag

für Vincenz-Mitarbeiter:

Dienstag, 21. Oktober 2003,

11 bis 15 Uhr im Konferenzraum

das Thema Ernährung und Bewegung

gibt es am AOK Info-

Stand. Wenn die Aktion auf

entsprechendes Interesse stößt,

freuen wir uns bereits auf weitere

Aktionen mir der AOK -

denkbar wären zum Beispiel

die Themen Bewegung oder

Nichtrauchen.

Die AOK will ihrem Namen als Gesundheitskasse

Ehre machen und organisiert den Gesundheitstag

für die Vincenz-Mitarbeiter, dessen Erkenntnisse

natürlich auch deren Familien zugute kommen sollen...

11


Strahlendes Neuro-Team: Vor fünf Jahren wurde die neurologische Belegabteilung in eine Hauptfachabteilung

unter Leitung von Chefarzt Dr. Christoph Oberwittler umgewandelt. Seither haben sich die Belegzahlen kontinuierlich

gesteigert.

Zukunftsweisende Entscheidung:

Fünf Jahre Neurologische

Hauptfachabteilung

im St. Vincenz Krankenhaus

D

ie neurologische Hauptfachabteilung

im St. Vincenz

Krankenhaus feiert in diesen

Tagen ihr fünfjähriges Jubiläum.

Im Oktober 1998 wurde

die neurologische Belegabteilung

in eine sogenannte

Hauptfachabteilung unter der

Leitung von Chefarzt Dr. Christoph

Oberwittler umgewandelt.

Die am Versorgungsauftrag

orientierte Entscheidung

des Krankenhauses hat sich

12

auch im fünften Jahr als zukunftsweisend

erwiesen. Die

Zahl der stationär behandelten

neurologischen Patienten hat

sich seit der Eröffnung kontinuierlich

jedes Jahr vermehrt

und ist auch im laufenden Jahr

2003 wiederum um 4,4 Prozent

auf über 1500 Patienten

pro Jahr angestiegen. Ein

Schwerpunkt der neurologischen

Abteilung ist die Akutversorgung

von Schlaganfall-

patienten. Hierzu wird eine interdisziplinär

ausgerichtete

Schlaganfallspezialstation zusammen

mit der medizinischen

Klinik betrieben. Auf dieser

nach den Stroke-Unit Kriterien

eingerichteten speziellen Station

stehen vier sogenannte Monitorüberwachungsplätze

zur

Verfügung. Die Fachgebiete

Neurologie und Innere Medizin

arbeiten eng in der Diagnostik

und Therapie akuter

Schlaganfallpatienten zusammen.

Die diagnostischen Möglichkeiten

der radiologischen

Abteilung, die demnächst noch

erweitert werden, ermöglichen

eine moderne Schlaganfallakutversorgung.

Die neurologische Abteilung

behandelt darüber hinaus ein

breites Spektrum neurologischer

Erkrankungen. Besonde-

Ambulante

Botulinum-Toxin-

Injektionen

re Schwerpunkte sind außerdem

die ambulante Behandlung

mit Botulinum-Toxin-Injektionen

bei neurologischen

Bewegungsstörungen und dem

pathologisch vermehrten

Schwitzen.

Die Abteilung beteiligt sich

außerdem an der Ausbildung

der Medizinstudenten im St.

Vincenz Krankenhaus. Das

Wahlfach Neurologie im letzten

Jahr des Medizinstudiums

kann außerhalb der Universitätsklinik

Gießen nur in Limburg

absolviert werden. In den

letzten fünf Jahren haben so

zahlreiche angehende Ärztinnen

und Ärzte ihre medizinische

Ausbildung in diesem

Fachgebiet erhalten.

Ein weiterer Entwicklungsschritt

steht der Abteilung kurz

bevor. So werden derzeit neue

Funktions- und Arzträume für

die neurologische Hauptabteilung

mit Fördermitteln des

Landes Hessens errichtet. Mit

Bezug dieser Räumlichkeiten

Anfang 2004 ist ein wichtiger

Schritt in der Errichtung der

neurologischen Hauptfachabteilung

erreicht. Zu diesem

Weitere Entwicklungsschritte

sind bereits in der Planung

Zeitpunkt besteht dann ein oppelter

Anlass für Feierlichkeiten.

Das jetzige Jubiläum im

kleinen Kreis wird dann noch

einmal nachgefeiert werden.


D

er Weg zu ihrem Büro

verursacht ein beklemmendes

Gefühl. Ein langer

schmaler Flur, vorbei an zahlreichen

Stühlen für die wartenden

Patienten. Wer hier sitzt,

der weiß, was es bedeutet,

Angst vor einem ungewissen

Schicksal zu haben. Dr. Heike

Martin ist noch nicht da, die

neue Oberärztin der Abteilung

Hämatologie und Internistische

Onkologie führt noch eine

Knochenmarkspunktion durch.

Also Einreihen in die Wartenden,

allesamt schwerkranke Patienten.

Als (Noch-) Gesunder

fühlt man sich unbehaglich.

Das Gespräch mit Frau Dr.

Martin ist lange terminiert, ich

brauche kein schlechtes Gewissen

zu haben. Doch für diese

Menschen wird es eine Verzögerung

bedeuten. Noch länger

Warten auf das entweder erlösende

oder niederschmetternde

Ergebnis des Laborbefundes.

Das Radio im Hämatologischen

Speziallabor spielt Elton

John: „It`s a sad sad situation...“

Zwar ein anderer Zusammenhang,

aber passend.

Wer hier arbeitet, muß eine besondere

„Hand“ haben im Umgang

mit Menschen, im Um-

gang mit dem Leiden. Muß besonders

einfühlsam sein, aber

auch wissen, wo die Grenze

des Mit-Leidens ist, um nicht

selbst daran zu zerbrechen.

„Ein persönliches Verhältnis

zum Patienten gehört für mich

zur Medizin dazu“, meint Heike

Martin dazu. Letztlich sei es

eben gerade die langfristige

Beziehung zum Patienten, die

sie bewogen habe, sich für diese

besonders belastende medizinische

Disziplin zu entscheiden.

Zusätzlich zu einer

grundsätzlichen Tendenz zur

Inneren Medizin habe die Doktorarbeit

den Ausschlag gegeben

- eine molekulargenetische

Arbeit zur Optimierung von

Diagnostik und Therapie bei

akuter lymphatischer Leukämie,

deren Ergebnisse mittlerweile

längst etabliert sind. Im

Rahmen dieser Tätigkeit beschäftigte

sich Dr. Martin überwiegend

mit Erwachsenen und

Kindern mit akuten Tumorer-

krankungen: „Hierbei ist die

Liebe für dieses Fach entstanden.“

Dabei verschweigt sie

nicht, dass es auch für den

Menschen (nicht allein für die

Fachfrau) Heike Martin immer

wieder eine große Herausforderung

ist, einem Patienten eine

Tumorerkrankung mitteilen

zu müssen und diese im Verlauf

zu betreuen. Jedoch gebe

es durchaus Befriedigung in

ihrem Fach, selbst dann, wenn

der Fall sich zu einer Palliativbehandlung,

sprich: einer Sterbebegleitung

entwickle: Die

Gewißheit nämlich, den Patienten

so gut wie möglich über

seine Erkrankung informiert,

ihn fachlich und menschlich

begleitet und ihm größtmögliche

Lebensqualität ermöglicht

zu haben.

Wer sich tagtäglich in einem

solchen Spannungsfeld bewegt,

braucht einen Ausgleich. Für

Heike Martin, die mit einem

Software-Entwickler verheira-

„Zur Medizin gehört ein

persönliches Verhältnis

zum Patienten“

Dr. Heike Martin ist neue

Oberärztin in der Abteilung

Hämatologie und

Internistische Onkologie

tet ist, soll dies „wenn es wieder

Zeit gibt“, vor allem die

Musik sein: Altflöte, Gitarre,

Klavier, aber auch Gesang - einen

gehaltvollen Sopran nimmt

man ihr auch ohne Hörprobe

durchaus ab. Geboren in Münster,

aufgewachsen in einer

musikalischen Familie, absolvierte

sie dort auch ihr Studium.

Im Zuge ihrer Promotion

wechselte sie an die Universitätsklinik

Göttingen und leistete

dort unter Prof. Dr. Wolfgang

Hiddemann ihren Facharzt

für Innere Medizin und ih-

re Weiterbildung für Hämatologie

und Onkologie. Nach einer

weiteren Tätigkeit in einem

Nürnberger Krankenhaus

wechselte Heike Martin Anfang

des Jahres nach Limburg.

Erste Eindrücke nach zehn

Monaten Vincenz: „Die Abteilung

Hämatologie und Innere

Onkologie deckt hier ein sehr

großes Spektrum ab, dies ist

für mich eine besondere Herausforderung.“

Was sie am St.

Vincenz nach ihren Erfahrungen

in den großen Kliniken

von Göttingen und Nürnberg

besonders positiv registriert

hat, ist auch seine Überschaubarkeit:

„Hier gibt es den kleinen

Dienstweg. Kollegen aus

anderen Disziplinen sind kurzfristig

und unbürokratisch

greifbar.“ Auch dass beide

christlichen Konfessionen am

Haus fest etabliert sind und

den Kranken auch von dieser

Seite her Hilfe angeboten wird,

ist der „entschiedenen Christin“

wichtig.

Die Kranken, das war das

Stichwort. Heike Martin will

nicht unhöflich sein, aber sie

muß nun endlich zu ihren Patienten.

Selbstverständlich. Doch

auch der Weg zurück durch

den Flur fällt nach einem solchen

Gespräch ein wenig

leichter... sp

13


„Bonn macht kreative

Lösungen

Geschäftsführerin der Hessischen Krankenhausgesellschaft sprach im St. Vincenz

Scharfe Kritik hat die Geschäftsführerin der Hessischen

Krankenhausgesellschaft, Karin Lübberstedt, jetzt in Limburg

an der gerade verabschiedeten Novelle des Arbeitszeitgesetzes

geübt. Vor dem Hintergrund der Rechtsprechung

des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) und des

Bundesarbeitsgerichtes zum Bereitschaftsdienst forderte

Lübberstedt bei einem Vortrag im St. Vincenz-Krankenhaus

eine Modifizierung des Gesetzes: „Die jetzige Novellierung

ist völlig unzureichend und legt einen gefährlichen

Sprengsatz an die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen“,

meinte Lübberstedt. Innovative Arbeitszeitmodelle

würden hiermit zunichte gemacht: „Es verbleibt nur noch

ein Drei-Schicht-Modell - mit rund drei Milliarden Euro

Mehrkosten die teuerste Alternative, die weder von den

Arbeitnehmern, noch von den Gewerkschaften gewünscht

werde. Die von Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement

erarbeitete Novelle erlaube bundesdeutschen Kliniken keinen

moderaten Übergang in die Zeit nach dem EuGH-Urteil:

„Während das Bundesgesundheitsministerium noch

in einer Studie prüfen lässt, welche Arbeitszeitmodelle in

deutschen Kliniken überhaupt möglich sind, grenzt Clements

Gesetz den kreativen Spielraum in unerträglicher

Weise ein.“

Mahnte stärkere Flexibilisierung

und Kreativität bei der Umsetzung

neuer Arbeitsmodelle an:

HKG-Geschäftsführerin Karin

Lübberstedt.

14

S

eitens der Hessischen

Krankenhausgesellschaft

sei man über diese Praxis mehr

als geschockt: „Hier wurde ohne

jede Not die Chance vertan,

flexible Arbeitszeitregelungen

aus der EG-Richtlinie in das

deutsche Recht zu übernehmen.

Die Umsetzung des

EuGH-Urteils in den Krankenhäusern

wird damit nahezu

verunmöglicht`“`, meinte die

HKG-Geschäftsführerin.

Nach der nun auch vom BGH

gebilligten Rechtsprechung des

Europäischen Gerichtshofes

muß der ärztliche Bereitschaftsdienst

nunmehr in vollem

Umfang als Arbeitszeit verstanden

werden. Für die Krankenhäuser

bedeutet dies, dass

in erheblichem Umfang zusätzliches

Personal eingestellt werden

muß. Die bisherigen

Schätzungen gehen von 41.000

Vollkräften und jährlichen Zusatzkosten

von 1,75 Milliarden

Euro aus. Für die Krankenhausgesellschaft

würden dies

ungedeckte Mehrkosten in

Höhe von 1,5 Million Euro allein

für den ärztlichen Dienst

bedeuten.

Karin Lübberstedt, die anlässlich

des Patronatsfestes im St.

Vincenz-Krankenhauses vor

Ärzten und Pflegepersonal

sprach, forderte u.a. eine Festlegung

der Arbeitszeit pro Siebentageszeitraum

von 48 Stunden

im Durchschnitt von zwölf

Kalendermonaten, die Festlegung

einer ununterbrochenen

Ruhezeit von elf Stunden in-

nerhalb eines Zeitraums von

24 Stunden sowie die Verlängerung

der wöchentlichen Arbeitszeit

über 48 Stunden hinaus

mit Zustimmung des Arbeitnehmers.

Die Krankenhäuser

seien bei der Umsetzung

neuer Arbeitszeitmodelle zwingend

auf solche Flexibilisierungen

angewiesen.

Ausdrücklich begrüßte Lübberstedt

die im Gesundheitsmodernisierungsgesetzvorgesehene

Öffnung der bisher weitgehend

abgeschotteten sektorenbezogenen

Leistungsbereiche,

sprich die stärkere Öffnung der

Besondere

wecken besondere

Immer wieder sind Menschen bereit, sich für

Hierfür danken

... so auch dem Pfarrgemeinderat (PGR) der Pfarrgemeinde St. Nikolaus

in Dehrn, der dem Institut für Strahlentherapie und Radioonkologie

unter Chefarzt Prof. Dr. Ion Christian Chirircuta die stolze Summe

von 750 Euro zur Verfügung stellte. Neben der Partnergemeinde in Indien

wollten die Verantwortlichen auch ein Projekt vor Ort unterstützen,

somit kommt der Erlös des Pfarrfestes zur Hälfte auch Krebskranken

der Region zugute. Auch durch die enge Zusammenarbeit der

Krebsnothilfe Dehrn mit dem Limburger Institut und seinen zukunftsweisenden

Bestrahlungstechniken waren die Vertreter von St. Nikolaus

auf Abteilung von Prof. Dr. Chiricuta aufmerksam geworden! Im Bild

v.l.n.r.: Horst Schneider, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH, Prof. Dr. Ion Christian Chiricuta sowie die Pfarrgemeinderatsmitglieder

Margit Streb, Benno Lassmann und ihrem Vorsitzenden

Ulrich Heun.


unmöglich“

Krankenhäuser für ambulante

Leistungen und die grundsätzliche

Förderung der integrierten

Versorgung. Die politische

Weichenstellung, die mit dem

Gesetzentwurf in dieser Frage

eingeleitet werde, sei richtig

und entspreche den langjährigen

Forderungen ihres Verbandes

auf Bundes- und Landesebene.

Kritisch sei jedoch die „so

harmlos klingende sogenannte

Anschubfinanzierung für die

integrierte Versorgung“ zu sehen.

Aufgrund eines doppelten

finanziellen Abzuges für dieje-

nigen Häuser, die diese bereits

praktizierten, sei dies ein weiterer

Schritt in die chronische

Unterfinanzierung. Die HKG-

Geschäftsführerin sprach von

einer Quersubventionierung

Projekte

Hilfsbereitschaft:

außergewöhnliche Initiativen einzusetzen.

wir ganz herzlich!

Ein ebenso interessiertes wie fachkundiges

Publikum lauschte der ungeschminkten Bestandsaufnahme

von Karin Lübberstedt im

Rahmen des Vincenz-Festes, den das Haus

zu Ehren seines Namenspatrons in jedem

Jahr organisiert.

... So auch den Mitarbeitern der Firma Auto Bach, die den Erlös selbstgebackenen

Kuchens vom Tag der offenen Tür der Firma in einen Gewinn

für die „Vincenz-Kinder“ ummünzten: Verkaufsleiter Gerold

Schwenk überbrachte jetzt einen Scheck von 250 Euro für die Kinderfachabteilung

des St. Vincenz-Krankenhauses Limburg. Die „Vorzeigestation“

der Klinik war vor zwei Jahren phantasievoll und kindgerecht

umgebaut worden - ein Projekt, das nach wie vor auf große Begeisterung

von Patienten wie Besuchern auslöst. Nichtsdestotrotz ist die Klinik

in Zeiten wie diesen bei Angeboten, welche nicht die Medizin betreffen,

auf Hilfe von außen angewiesen. So freuten sich Stationsleiterin

Brigitte Brötz und Verwaltungsdirektor Frank Mellein (rechts) über

die großzügige Unterstützung der Auto-Spezialisten, welche für Spielzeug,

Bücher und sonstige „atmosphärische“ Ausstattung verwandt

werden wird!

des vertragsärztlichen Bereichs

auf Kosten der Krankenhäuser:

Die als Anreiz gedachte Anschubfinanzierung

werde durch

versteckte Winkelzüge des Abrechnungssystems

ad absurdum

geführt.

Zudem kritisierte die Juristin

den vorliegenden Entwurf des

Krankenhausrahmenplans

2005. Dieser soll im November

in Wiesbaden verabschiedet

werden, wird aber von der

HKG „sowohl in der vorliegenden

Form, als auch zum

jetzigen Zeitpunkt“ grundsätzlich

abgelehnt. Der Entwurf sei

„überdefiniert, zu ausdifferenziert

und habe einen so hohen

Überregulierungscharakter,

dass die gewollte Deregulierung

der Krankenhausplanung

völlig konterkariert werde.

Neben diversen anderen „unverzichtbarenÄnderungsvorschlägen“

tritt die Hessische

Krankenhausgesellschaft nach

Aussage ihrer Geschäftsführerin

vor allem dafür ein, von

dem Faktor Krankenhausbett

als Planungsgröße im gesamten

Rahmen der Landeskrankenhausplanung

abzurücken:

„Diese Größe wird in Zukunft

noch mehr an Bedeutung ver-

lieren und steht kaum noch im

Zusammenhang mit dem

tatsächlichen Leistungsgeschehen

in den Krankenhäusern.“

Ferner lehnt die HKG nach

den Worten Lübberstedts die

Vorgabe von Mindestabteilungsgrößen

für einzelne Fachgebiete

sowie die umfangreichen

Strukturvorgaben und

sonstigen Vorgaben zur Notfallversorgung

ab: „Auch ohne

solche Vorgaben leisten die

Mit versteckten Winkelzügen im

Abrechnungssystem zügig voran in die

chronische Unterfinanzierung ...

Krankenhäuser schon heute

und seit jeher eine effiziente

Notfallversorgung“, konstatierte

die Chef-Managerin der hessischen

Krankenhäuser. Entschieden

plädierte sie dafür,

dass die Kliniken selbst entsprechende

Konzepte und Kooperationen

in der Notfallversorgung

entwickeln sollten.

Angesichts anhaltender Unterfinanzierung,

unzureichener

Refinanzierung der Personalkosten

und der damit verbundenen

Personalprobleme in den

Krankenhäusern hatte die Hessische

Krankenhausgesellschaft

erst vor kurzem im Rahmen einer

Öffentlichkeitsinitiative

massiv auf die Probleme der

hessischen Kliniken aufmerksam

gemacht. sp

15


Ruanda-Kenner Pfarrer Norbert Lixenfeld, ehemals Verwaltungsratsvorsitzender

des St. Vincenz und heute Krankenhausseelsorger in Dernbach,

begleitete das medizinische Team aus Limburg als Kontaktperson

und Dolmetscher.

Nach wie vor sind es vor allem

die Kinder, die unter den unsäglichen

medizinischen Bedingungen

leiden müssen: Wenn ein einjähriges

Kind in seinem Bettchen

vor sich hinstirbt, weil es an den

Grundlagen für die einfachsten

diagnostischen Untersuchungen

fehlt, stellt man hierzulande so

manches Anspruchsdenken in

Frage...

16

D

ie Verbindung von Limburg

nach Ruanda kam

nicht von ungefähr. Schließlich

ist Klaus Lanio Gründer und

Vorsitzender des Ruanda-Vereins

Limburg e.V., Pfarrer Norbert

Lixenfeld, Ruanda-Kenner

und ehemaliger Verwaltungsratsvorsitzender

des St. Vincenz,

begleitete die Gruppe als

Kontaktperson und Dometscher.

Der seit 1998 agierende

Ruanda-Verein arbeitet zudem

mit der AG Länderpartnerschaft

des Innenministeriums

Rheinland-Pfalz zusammen

(Ruanda ist Partnerland des

Bundeslandes). So ging es neben

der tätigen Hilfe vor Ort

auch darum, die gravierendsten

Notwendigkeiten zu registrieren:

Es soll sicher gewährleistet

sein, daß die Gelder des

Ruanda-Vereins auch sinnvoll

eingesetzt werden.

Neben solcher Bestandsaufnahme

war der Besuch für Ärzte

wie Krankenschwestern vor allem

ganz persönlich ein einschneidendes,

prägendes Erlebnis

und stellte manch Selbstverständliches

in Frage. Dr.

Brigitte Boss: „Ich habe ein

ganz anderes Verhältnis zu

meiner Arbeit entwickelt und

hinterfrage heute mehr denn je

unser Anspruchsdenken im Gesundheitswesen,

unsere perfekt

entwickelte Vollkasko-Mentalität.“

Kein Wunder, wenn man erlebt,

daß eine junge Frau nicht

operiert werden kann, weil sie

sich das hierzu nötige Osteosynthese-Material

nicht leisten

kann. Daß Operationen erst

viel zu spät durchgeführt wer-

Kochen im Krankenzimmer (rechts im Bild der Herd) - hierzulande eine

nicht vorstellbare Groteske, Realität in Ruanda: Die Patienten, respektive

ihre Angehörigen, müssen sich selbst versorgen...

Vorkasse stat

Ärzte und Krankenschwestern des St. Vinc

Der Patient muß seine Bettwäsche mitbringen,

für Unterkunft und Essen müssen er, respektive

seine Angehörigen, selbst sorgen. Lediglich das

Bett wird vom Krankenhaus gestellt, Behandlung

gibt es nur gegen Vorkasse. Ein Ausblick ins

Krankenhauswesen 2100? Ein nicht ganz ernstgemeintes

Phantasie-Produkt der Sparkommissare

im Gesundheitswesen? Weit gefehlt: dies ist

tatsächlich Realität im Jahre 2003: Ruanda ist

der Schauplatz solcher Genesungs-Bedingungen

- ein Szenario, angesichts dessen einem die im

Maßstab der Industrieländer berechtigte Kritik

an den sich düster abzeichnenden Entwicklun-

den können, weil die Patienten

sich die Kosten hierzu jahrelang

vom Munde absparen

mußten. Oder wenn man damit

konfrontiert wird, daß ein einjähriges

Kind in seinem Bettchen

ganz langsam vor sich

hinstirbt, weil es an den

Grundlagen für die einfachsten

diagnostischen Untersuchungen

fehlt...

Ganz zu schweigen von den

ganz alltäglichen Arbeitsbedingungen:

Ein einziger Chirurg

ist am Krankenhaus Kabgayi

von der Geburtshilfe bis zur

Amputation für alles zuständig.

Und das bei einem riesigen

Einzugsgebiet: Für die acht

Millionen Ruander sind im

ganzen Land insgesamt vier

große Krankenhäuser zuständig,

das Haus in Kabgayi mit

seinen rund 400 Betten hat

nach Schätzung von Dr. Mar-

kus Holzmann einen Einzugsbereich

von mindestens drei

Millionen Menschen. Diese

sind zudem aufgrund der dortigen

Verkehrsbedingungen oft

tagelang unterwegs, bis sie den

Ort möglicher medizinischer


Kooperation zwischen zwei Welten: der Ruanda-Einsatz war für das

Team aus Limburg auch ein Lehrstück, wie man mit wenig Mitteln und

viel Improvisationstalent arbeiten kann.

t Vollkasko ...

enz im freiwilligen Hilfseinsatz in Ruanda

gen im hiesigen Gesundheitswesen im Halse

stecken bleiben mag... Zwei Ärzte des St. Vincenz-Krankenhauses

aus den Fachbereichen Innere

Medizin und Chirurgie und ein neurologischer

Kollege aus dem Krankenhaus Weilmünster,

ihr ehemaliger Kollege am St. Vincenz,

Klaus Lanio, und drei Krankenschwestern des

Hauses haben zehn Tage ihres Urlaubs für einen

ehrenamtlichen Hilfseinsatz im Krankenhaus von

Kabgayi / Ruanda geopfert. Wir sprachen stellvertretend

mit Dr. Brigitte Boss (Medizinische

Klinik) und Dr. Markus Holzmann (Unfallchirurgie).

Versorgung erreichen. Dann

habe die Krankheit oft ein Stadium

erreicht, das man in Europa

gar nicht mehr kenne:

„Wir haben dort Fälle gesehen,

die bekommt man hier gar

nicht mehr zu Gesicht!“

Bei all dem fehlt es an allen

Ecken und Enden am Notwendigsten:

Neben Informationsquellen

und Lehrbüchern

natürlich vor allem an Medikamenten

und medizinischen

Geräten. Dr. Boss: „Die OP-

Sie bildeten das Team von Ärzten

und Krankenschwestern,

das den Hilfseinsatz im Krankenhaus

von Kabgayi geleistet

hat: die Krankenschwestern Nicole

Schmidt, Dajana Wingenbach,

Nina Solf, die Ärzte Dr.

Brigitte Boss, Sandra Lenzen,

Markus Boss, Markus Holzmann,

Klaus Lanio und der

Physiotherapeut Harald Welz.

Auf unserem Foto sind Klaus

Lanio (links) und Dr. Markus

Holzmann im OP-Einsatz.

Für Ärzte wie Krankenschwestern vor allem persönlich eine prägende

Erfahrung: der Hilfseinsatz in Ruanda, für den alle ihre Urlaubstage verwandten.

Auch die Kosten für die Flugtickets übernahm das Team

selbst...

Handschuhe, die wir hier wegwerfen,

werden dort gewaschen

und wieder verwendet.....“

Dennoch empfinden

Boss und Holzmann die Zeit in

Ruanda „für uns, die wir zuhause

aus dem Vollen schöpfen

können“, als Lehrstück, wie

man mit wenig Mitteln und

viel Improvisationstalent arbeiten

kann.

Natürlich muß in einem solchen

Land, das zu den ärmsten

der Welt zählt, strukturell geholfen

werden. Eine Länderpartnerschaft

wie zwischen

Rheinland-Pfalz und Ruanda

sei hierfür eigentlich ideal,

meinen die beiden Limburger

Mediziner: „Es darf nicht jeder

an derselben Stelle helfen.“

Genaue Abstimmung ist angesagt

und das funktioniert ganz

offensichtlich. So hat der Verein

Ruanda-Hilfe Limburg in

enger Koordination mit der

rheinland-pfälzischen Landesregierung,

dem dortigen Partnerschaftsbüro

des Bundeslandes

und dem örtlichen Bischof

ein Brunnenprojekt mitfinanziert,

das in der Prioritätenliste

der Mängel ganz obenan stand.

Mehr als die Hälfte des Krankenhausetats

mußte für die Finanzierung

des benötigten

Wassers verwandt werden,

welches die Klinik dem Staat

abkaufen mußte. Nun kann das

eingesparte Geld für Medikamente

oder gar für neue Ärzte

eingesetzt werden.

Das Limburger Team brachte

allerdings gleich eine neue Liste

mit nach Deutschland, die

es dringend abzuarbeiten gilt:

so wird beispielsweise sofort

für verschiedene alltägliche

Verbrauchsmaterialien dringend

Geld benötigt, französische

Lehrbücher wurden bereits

angeschafft. Größere Projekte

sollen wieder in Angriff

genommen werden. Der direkte

Kontakt verhindert, daß die

Mittel in dunkle Kanäle geraten,

und ermöglicht die Unterstützung

dort, wo sie am

Nötigsten ist. Wer helfen

möchte, kann den Verein unter

folgender Kontonummer unterstützen:

Ruanda-Hilfe Limburg e.V., Kreissparkasse

Limburg 11 957 (BLZ 511

500 18). Steuerlich abzugsfähige

Spendenquittungen werden auf

Wunsch ausgestellt.

17


18

50

Kinder

am St. Vince

Impres

zwischen

Freitag, 21. Nov

Jubiläu

mit

Dr. Alois

„Kinderkli


Jahre

fachabteilung

z-Krankenhaus

ionen

Gestern und Heute...

mber 2003, 16 Uhr,

sfeier

Festvortrag

Putze:

ik im Wandel“

19


Physikalische

Therapie

im

Wandel

D

a eine grundlegende Sanierung

der Physikalischen

Therapie im zweiten Untergeschoss

des Bettenhauses

Ost im Rahmen der Zielplanung

erst in etwa zehn bis 15

Jahren durchgeführt werden

kann, wurde in Absprache mit

den Mitarbeitern sowie den für

die Physikalische Therapie zuständigen

Chefärzten der Neurologie

und der Unfallchirurgie

ein Übergangskonzept entwickelt.

Dies soll den neuen

Anforderungen an eine Physikalische

Therapie hinsichtlich

der geänderten Bedingungen

am St. Vincenz-Krankenhaus

(vor allem im Blick auf Stroke

Unit sowie Unfall- und Allgemeinchirurgie)

besser gerecht

werden. Außerdem werden im

Rahmen der Teilsanierung die

neuesten hygienischen und arbeitssicherheitsrechtlichenBedingungen

erfüllt.

Der größte Kostenfaktor der

Sanierung ist die neue Lüftungsanlage,

die alle Räume

und Flure der Physikalischen

20

Therapie mit ausreichend Zuund

Abluft versorgt. Dies beinhaltet

auch ein neues Lüftungskanalsystem.

Das Bewegungsbad, welches

für ambulante und stationäre

Therapie genutzt wird, bleibt in

seiner Einheit bestehen, jedoch

werden Einzelduschen und

Einzel-Umkleide-Kabinen ent-

sprechend dem heutigen Standard

eingebaut.

In der Mitte der Abteilung erhält

die Krankengymnastik einen

50 Quadratmeter großen

Gymnastikraum, der sowohl

für Einzelgymnastik, als auch

für Gruppengymnastik der verschiedenen

Bereiche und Abteilungen

des Krankenhauses

Von der grauen Maus ...

Neue Konferenz-

und Schulungsräume

in der ehemaligen

Mitarbeiter-Cafeteria

Begutachten die Umbaupläne für die Physikalische Therapie: Patricia

Heckelmann, kommissarische Leiterin der Abteilung, und der Technische

Leiter des Hauses, Ulrich Haßler.

Nach dem Umzug der alten

Personal-Cafeteria aus dem

Untergeschoss des Mittelbaues

in die neue Cafeteria am Haupteingang

steht der gesamte

Grundriss für eine neue Nutzung

zur Verfügung. Die im

Erdgeschoss des Mittelbaues

liegenden Konferenzräume

sind seit Jahren stark frequentiert,

weiterer Bedarf ist dringend

nötig, zumal der EDV-

genutzt werden kann. Angrenzend

wird ein Raum mit zwei

einzelnen Behandlungsbänken

entstehen, von denen eine für

die Behandlung mit dem

Schlingentisch, die andere für

Lymphdrainage eingesetzt werden

wird.

Die drei vorhandenen Behandlungswannen

werden auf zwei

Wannen reduziert - in diesem

Rahmen wird die Stangerbadwanne

erneuert und das

Schmetterlingsbad leicht modifiziert.

Hinter der Anmeldung

wird ein Büro für die Abteilungsleitung

geschaffen. Daran

angrenzend entsteht ein neuer

gemeinsamer Sozialraum mit

getrennter Damen- und Herren-

Umkleide.

Die vier Kabinen auf der gegenüberliegenden

Seite des

Flures werden aus Platzgründen

zu drei größeren umgebaut.

In diesen Kabinen findet

überwiegend Massage, verschiedene

Wärmeanwendungen

(wie z.B. Fango, Heißluft oder

heiße Rolle) sowie alle Formen

der Elektrotherapie statt.

In der Umbaumaßnahme sind

außerdem neue Bodenbeläge,

Decken, Wandfliesen, Türblätter,

Wandschutz sowie eine

neue Notausgangstür enthalten.

Die Umbaumaßnahmen werden

im laufenden Betrieb

durchgeführt. Es sind fünf einzelne

Bauabschnitte geplant,

diese werden voraussichtlich

im November 2003 beginnen

und Mitte 2004 abgeschlossen

sein. u.h.

Schulungsraum aufgrund der

Baumaßnahme Neurologie in

den kleinen Konferenzraum

verlegt werden musste.

Die Räumlichkeiten der alten

Personalcafeteria sind besonders

gut geeignet für Konferenzräume,

da die Raumhöhe

mit rund 50 Centimetern höher

ist als im jetzigen Konferenzraum.

Die Raumtiefe ermöglicht

es, drei gleich große Kon-


E

rfolgreich ist Anfang Oktober

das erste Überwachungsaudit

in der Zentralen

Sterilisations- und Versorgungsabteilung,

kurz ZSVA, der

Krankenhausgesellschaft St.

Vincenz mbH durch die Firma

Niszert durchgeführt worden.

Die akkreditierte Firma hatte

bereits im vergangenen Jahr die

Zertifizierung der ZSVA durchgeführt.

Der Zentralsterilisation

konnte praktiziertes Qualitätsmanagementnachgewiesen

werden, sie erhielt daraufhin

das Zertifikat .

Mit dem Erhalt der Zertifizierungsurkunde

konnten die Mitarbeiterinnen

die Hände allerdings

nicht in den Schoß legen.

Das Qualitätsmanagement der

ZSVA musste geprüft und die

Prozesse im ständigen Kreis-

lauf nach dem Prinzip des PD-

CA - Zyklus - Planen (Plan),

Umsetzen (Do), Überprüfen

(Check) und Handeln (Act) -

angepasst werden. Diese Aufgabe

wurde in Zusammenarbeit

mit den Auditorinnen, der Leitung

der ZSVA und dem QM

Team geleistet.

Im jüngsten Überwachungsaudit

wurde das Qualitätsmanagementsystems

erneut durch

die Firma Niszert anhand vorgelegter

Unterlagen sowie im

Gespräch mit den Mitarbeitern/innen

und Geschäftsleitung

geprüft.

Margit Wissing, freiberufliche

Auditorin, bestätigte die positive

Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems

in der

Abteilung. Die Erkenntisse aus

den Auditberichten sowie anderer

Messgrößen sind durch die

Geschäftsleitung die im Jahresabschlußbericht

(Neudeutsch

„Managementreview“) beschrieben.

Sie zeigen Maßnah-

men und Maßgabe für das neue

Geschäftsjahr auf: Definition

der aktuellen Qualitätsziele ,

Aktivitäten im Bereich Mitarbeiterentwicklung,

Planung und

Etablierung des Leistungsangebotes.

Durch die Erfüllung der gesetzlichen

Anforderung ist das Management

in der ZSVA zu einem

wichtigen Instrument für

Mitarbeiter und Geschäftsleitung

geworden. j.b.

... zum modernen Konferenzriesen

ferenzräume in einer Breite von

acht Metern und einer Tiefe

von 10,3 Metern zu errichten.

Alle Konferenzräume werden

durch eine schallgedämpfte,

mobile Trennwand voneinander

getrennt, können jedoch im

Bedarfsfall zu einem großen

Schulungs-, Besprechungsoder

Versammlungsraum erweitert

werden. Die Ausstattung

für alle Räume wird

grundsätzlich gleich ausgeführt

werden: Technik mit Beamer,

Overhead, TV, Videorecorder,

Leinwänden, Flip-Chart, Standard-Bestuhlung

bestehend aus

acht Tischen und 28 Stühlen.

Für größere Festveranstaltungen

und Mitarbeiterversammlungen

ist eine Erweiterung

über den gesamten Bereich von

bis zu 200 Sitzplätzen möglich.

Gegenüber den Konferenzräu-

Erstes

Überwachungsaudit

in der ZSVA

erfolgreich

Mit dem Erhalt der Zertifizierungsurkunde können die ZSVA-Mitarbeiter nicht die Hände in den Schoß legen:

das Management der Abteilung muß im ständigen Kreislauf nach dem Prinzip des PDCA-Zyklus (Plan, Do,

Check and Act) angepaßt werden. Im Bild die freiberufliche Auditorin Margit Wissing von der Firma Niszert

und Martina Weich vom QM-Management der Krankenhausgesellschaft St. Vincenz mbH.

Wichtiges Instrument im

Krankenhaus-Management

men wird in die Nische der

ehemaligen Ausgabentheke ein

Stuhllager errichtet, selbstverständlich

gehört eine Teeküche

auch zum Raumkonzept. In der

restlichen offenen Fläche am

Flur wird ein Pausen- und Aufenthaltsbereich

mit einem

Heiß- und Kaltgetränkeautomaten

geschaffen.

Im Umbau sind zudem die

neuen mobilen und feststehen-

den Wände, elektrische Jalousien,

neue Starkstrom- und

Schwachstrominstallation nach

den heutigen Anforderungen

sowie Erneuerung des Bodens

und der Decke und die komplette

Möblierung mit technischer

Ausstattung enthalten.

Mit der Maßnahme kann frühestens

Anfang Dezember 2003

begonnen werden, Bauzeit ca.

drei Monate. u.h.

21


Kunst an der Schwelle zur Moderne

F

reunde des Jugendstils

kommen derzeit im St.

Vincenz-Krankenhaus auf ihre

Kosten: Gustav Klimt, die

wohl bedeutendste Persönlichkeit

im Wien der Wende vom

19. auf das 20. Jahrhundert ist

Thema einer Ausstellung, die

noch bis 15. November im

Foyer des Hauses zu sehen ist.

Hans Joachim Krämer vom

Förderverein Bildende Kunst,

der in Kooperation mit der Klinikleitung

für die Organisation

der Wechselausstellung verantwortlich

zeichnet, dankte vor

allem Christine Kohls aus

Diez, die zahlreiche Klimt-

Drucke für die Präsentation zur

Verfügung gestellt hat.

So sind auch Drucke der besonders

populären Werke wie

„Der Kuss“ und „Judith“ im

St. Vincenz zu sehen - eben jene

Gemälde, in denen Metallauflagen

in reicher Abstufung

die Oberfläche des Bildes bestimmen.

Die sogenannte „Goldene Periode“

zähle - trotz ihrer nur

zehn Jahre währenden Dauer -

zum Kernstück der Klimtschen

Schaffensperiode, erläuterte

Krämer anläßlich der Vernissage.

Lange habe der Österreicher

unter dem Eindruck des

Spätimpressionismus in den

Kulturzentren Europas nach eigenen

Ausdrucksmitteln gesucht.

Dies habe ihn zeitweise

ins Abseits gebracht: In der

Wiener Künstlergenossenschaft

herrschte die Tradition akademischer

Historienmalerei.

Etwa um 1900 habe der Sohn

eines Goldschmieds erstmals

Metallauflagen in seinen Bildern

verwendet. Zunächst habe

Klimt durch deren partiellen

Einsatz eine Steigerung des optischen

Reizes erzielen wollen,

in den darauffolgenden Jahren

seien sie schließlich zum bestimmendenGestaltungselement

geworden: „In zahlreicher

Nuancierung erhielten sie

den gleichen Stellenwert wie

die Farbe selbst.“

22

Hauptwerke des

symbolistischen Jugendstils:

Gustav Klimt im St. Vincenz

1902 habe ihn sein erstes

Hauptwerk „Der Beethovenfries“,

ein von der Neunten

Symphonie Beethovens inspiriertes

Werk mit einer Gesamtlänge

von 34 Metern in aufeinanderfolgenden

Szenen, als

hervorragenden Zeichner erwiesen

(ein Ausschnitt ist auch

im St. Vincenz zu sehen). Krämer:

„Die Ausführung der

Körper und die gezielte Verschmelzung

von Linie und

Fläche sowie der gezielte Ein-

- Fassaden-Terminator -

satz von Farbe und Metallauflage

machen dieses Wandgemälde

zu einem Hauptwerk

des symbolistischen Jugendstils.“

Krämer verschwieg nicht, daß

Klimts Position als Künstler zu

seiner Zeit nicht unumstritten

war: die realistische, ungeschönte

Darstellung der Nacktheit

in den symbolistischen

Bildern, aber auch die unterschwellige

Sexualität im lasziven

Gesichtsausdruck seiner

Frauendarstellungen habe Zeitgenossen

mitunter zu harscher

Kritik veranlaßt. Heute jedoch

sei sein Werk jedoch als wichtiger

Baustein in der Entwicklung

der Kunst an der Schwelle

zur Moderne erkannt, welcher

von den Künstlern der

nachfolgenden Generation wie

Egon Schiele und Oskar Kokoschka

aufgegriffen und weitergeführt

worden sei.

Horst Schneider, Geschäftsführer

der Krankenhausgesellschaft

St. Vincenz mbH, dankte

für das Engagement des Fördervereins

und wertete die

Ausstellungen auch in Verbindung

mit der neuen Cafeteria

des Hauses als wesentliches

„Wohlfühl-Element“ im Krankenhaus,

das die Atmosphäre

beim gemeinhin angstbesetzten

oder vielfach als beklemmend

empfundenen Aufenthalt entscheidend

positiv beeinflussen

könne. Schneider: „Kunst im

Krankenhaus ist auch ein Stück

Menschlichkeit im Krankenhaus!“

sp

Auf seine Rundumerneuerung in Sachen Wärmedammputz auf mineralischer Basis, die im Laufe der vergangenen

sechs Jahre im Zuge des Umweltmanagements durchgeführt wurde, sind die Verantwortlichen

des St. Vincenz ohne Umschweife stolz. Um so mehr unterminierten die regelmäßigen Störmeldungen

von der Nordfassade des Bergbaus das umweltpolitische Selbstbewußtsein: Aus anfangs unerklärlichen

Gründen fanden sich in zwei Reihen rund 15 Löcher in der neuen Fassade, jedes kreisrund mit einem

Durchmesser von rund fünf Centimetern in einer Höhe von etwa 20 bis 25 Metern.

Für Aufklärung sorgte eines Morgens ein leichtes Klopfen an meiner Bürowand: ein großer Buntspecht

war gerade dabei, das 16. Loch in die Fassade des Bergbaus zu hacken. Fest steht: Der Vogel lernt von

Loch zu Loch nichts dazu! Denn einen Wurm hat er mit Sicherheit bis heute noch nicht in unserer mineralisch

verdichteten Fassade gefunden.

Fest steht leider auch: Gleich ihm haben auch wir noch zu lernen. Denn wie wir es ohne Schrot schaffen

können, einen unter Naturschutz stehenden (Fassaden-) Terminator loszuwerden, haben auch wir bis

jetzt noch nicht herausgefunden. Ob seine Errungenschaften hierzulande ausreichen, ihn zum Gouverneur

(oder zumindest doch Bürgermeisterposten) wegzuloben? Wir von der Technischen Abteilung haben

diesbezüglich unsere erheblichen Zweifel angemeldet. Für Hinweise, wie wir den Terminator dennoch

unter umweltpolitisch einwandfreien Bedingungen loswerden können, sind wir außerordentlich dankbar.

Nur ernstgemeinte Hinweise bitte an Ulrich Haßler, Telefon: 06431/292-4000...


Französisches Flair

im St. Vincenz

Von Martina Weich

Durch die Einführung des neuen

Entgeltsystems in deutschen

Kliniken sind die Krankenhäuser

vermehrt zum wirtschaftlichem

Einsatz von personellen

und materiellen Ressourcen

aufgefordert. Des weiteren besteht

die gesetzliche Auflage,

ein internes Qualitätsmanagement

einzuführen.

Auch im St. Vincenz-Krankenhaus

wird derzeit ein Qualitätsmanagement

aufgebaut.

Beispielweise wurde die ZSVA

nach der DIN EN ISO

9001:2000 zertifiziert. Angestrebt

wird dieses Qualitätsmanagementsystem

auch für die

Zentralapotheke und den Zentral-OP,

die sich derzeit schon

in der Vorbereitungsphase befinden.

Musik braucht keine Vokabeln

Ein ganz besonderer „Leckerbissen“ wurde

Patienten, Mitarbeitern und Besuchern des

St. Vincenz-Krankenhauses serviert - allerdings

wurde dieser nicht von den „Künstlern“

aus der Vincenz-Küche kreiert, sondern

war musikalischer Natur: Zwölf französische

Jugendliche gaben zum Abschluss

eines zweiwöchigen Sprachferienaufenthalts

in der Cafeteria der

Klinik eine Kostprobe ihres

musikalischen Könnens.

Unter Leitung ihrer Musiklehrerin

Florence Spire hatten

sie ein interessantes

musikalisches Menue zusammengestellt:Unterschiedliche

Duos, Trios,

Quartette sowie das gesamte

Ensemble brachten

Stücke von Telemann,

Schumann, Diabelli, Goldmann

uva. sowie moderne

Jazz-Stücke zu Gehör. So

sorgten Klavier und Klarinette,

Flöte und Violine,

Oboe, Gitarre und Saxofon

für vielfältige Klänge. Dank

Wichtige Impulse für

die Qualitätssicherung

Neben diesen umfangreichen

Zertifizierungsmaßnahmen sind

aber auch andere Bereiche an

qualitätsverbessernden Maßnahmen

beteiligt: so wurden

auch in der Pflege und in der

Cafeteria Qualitätszirkel eingerichtet.

Um einen Aufschluss darüber

zu bekommen, wie die Patienten

die Qualität des Hauses beurteilen,

bieten sich verschiede

Patientenbefragung

im St. Vincenz-Krankenhaus

ne Möglichkeiten der Informa

tionssammlung an. Die Methode,

für die sich das St. Vincenz-Krankenhaus

entschieden

hat, ist die Patientenbefragung

mittels Fragebögen. Ziel dieser

anonymen Meinungsumfrage

ist es, die Erwartungen und die

Zufriedenheit der stationären

Patienten bezüglich der ärztlichen

und pflegerischen Leistungen,

sowie der sonstigen

Serviceleistungen festzustellen.

Aus den Ergebnissen können

Stärken und Schwächen identifiziert

werden, um dadurch

wichtige Impulse für die Qualitätssicherung

und Qualitätsverbesserung

zu erhalten und

das Leistungsgeschehen an den

Patientenbedürfnissen auszurichten.

des Engagements des Studioleiters von TeleRadio

St. Vincenz, Walter Hennecken,

und seinem Zivildienstleistenden Sebastian

Schneider konnten sich auch die Patienten

in den Krankenzimmern per Live-Übertragung

an den Darbietungen erfreuen. Alles

in allem eine gelungene Aktion, bei der es

keinerlei Sprachbarrieren gab!

Um jedoch repräsentative Daten

zu erhalten, ist es wichtig,

viele Patientenfragebögen

zurück zu erhalten. Wir würden

uns daher sehr freuen,

wenn möglichst viele Patienten

den Fragebogen ausfüllen.

23


EXTRA EXTRA EXTRA

Wer als Krankenhaus überleben will, muss seine Prozesse

reorganisieren. Neue Impulse und „Rückenstärkung“ bei

der Umsetzung zukunftsweisender Projekte versprechen

sich Krankenhausexperten auch von der achten nationalen

Konferenz des Deutschen Netzes gesundheitsfördernder

Krankenhäuser vom 22.bis 24. Oktober 2003 in Aachen.

Frank Mellein (Verwaltungsdirektor), Helmut Petri (Pflegedirektor)

und Renate Sietzke (Koordinatorin) werden das St.

Anna-Krankenhaus vertreten. Elimar Brandt, Vorstandsvorsitzender

des DNGfK, schreibt in seinem Grußwort zur

Konferenz: „Die diesjährige Konferenz findet in einer Zeit

statt, in der die grundlegende Umgestaltung unserer Sozialsysteme

mit großem Tempo vorangetrieben wird.“ Mit dem

„Gesundheitssystem-Modernisierungsgesetz“ und dem in

Vorbereitung befindlichem Präventionsgesetz würden Weichen

gestellt, die für die Gesundheitsfördernden Krankenhäuser

von großer Bedeutung seien: „Wir werden uns den

Herausforderungen stellen und versuchen, die neuen Rahmenbedingungen

auch als Chance zu nutzen, das zukunftsweisende

Krankenhauskonzept der WHO in Deutschland

kreativ umzusetzen.“ Auch 2003 gibt es ein breitgefächertes

Workshop-Angebot. Themen sind u.a.:

Konzeptlosigkeit macht krank. Neue Wege im Patientenmanagement

als Chance

Empowerment von Patienten für langfristiges Kraft- und

Ausdauertraining nach Infarkt oder Herzoperationen

Prozessbeschreibung, Pflegeüberleitung und Entlassungsmanagement

Palliativmedizin: Gesundheitsförderung am Lebensende?

Einführung in das Kooperationsmodell von zwei Mitgliedskrankenhäusern

zur Implantation von künstlichen

Hüftgelenk.

Für das diesjährige Preisausschreiben wurde das Projekt

„Schmerztherapiezentrum“ eingereicht - hierzu ein Bericht

von Renate Sietzke:

24

Neues aus

Der Patient als

und Koprodu

Für uns steht die ganzheitliche

Betrachtung unserer Patienten

im gesamten Verlauf ihrer Behandlung

und Pflege in unserem

Haus und darüber hinaus

(Patientenkarriere) im Vordergrund.

Diese ganzheitliche Betrachtung

unserer Patienten als

Menschen - und nicht nur Pati-

seiner Ges

enten - ist die Grundlage, um

deren Bedürfnisse besser zu

erfassen. Dies wiederum ist die

Grundvoraussetzung, um unsere

Patienten zukünftig stärker

als Partner und aktive Mitgestalter

in den gesamten Behandlungs-

und Gesundungsprozess

einbinden zu können.


St. Anna

Partner

ent

ndung

Der Patient als Partner und

Koproduzent erreicht

mit seiner Schmerzkrankheit

leben zu lernen

daß Lebensqualität wieder

hergestellt werden kann

er aus der Ghettosituation

herausgeholt und in das Sozialleben

wieder integriert

wird

dass der Behandlungs- und

Therapietourismus eingedämmt

wird.

Der Patient erhält bei Behandlungsbeginn

einen ausführlichen

Fragebogen. Täglich wird

ein Verlaufsbogen erhoben.

Diese Daten werden in ein spezielles

Programm eingegeben.

Drei Monate nach dem Behandlungsende

wird dem Patienten

ein Abschlussbogen zugesandt,

um den Therapieerfolg

der stationären Behand-

lung zu erfassen. Alle Daten

werden im St. Anna-Krankenhaus

ausgewertet. Durch den

MDK Hessen (Medizinischer

Dienst der Krankenkassen) und

das STK e.V. (Schmerztherapeutische

Kolloquium) erfolgt

Neues vom Deutschen Netz

gesundheitsfördernder Krankenhäuser

Die ganzheitliche Betrachtung

der Patienten steht bei der Umsetzung

der Projektziele im Vordergrund.

Die unterschiedlichsten

Therapieansätze in Verbindung

mit ganzheitlicher Behandlung

und Pflege versprechen einen

erfolgreichen Verlauf der

„Patientenkarriere“.

Steigerung der Lebensqualität ist oberstes Ziel des Projekts Schmerztherapiezentrum am St. Anna-Krankenhaus

Hadamar. Von der Teilnahme an der DGNfK-Konferenz versprechen sich die Verantwortlichen „Rückenstärkung“

bei der Umsetzung der Projektziele.

die fachliche und wirtschaftliche

Evaluation unserer Arbeit.

Wichtige Bestandteile des

Konzeptes sind wöchentliche

Teambesprechungen, monatlich

stattfindende Schmerzkonfe-

renzen, regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen

für Mitarbeiter

und überregionale

Fortbildungsveranstaltungen

zum Thema Schmerz.

In der Realisierung eines solchen

Ansatzes auf der Basis

des Belegarztsystems und in

der Vernetzung im ambulanten

Bereich, liegt unseres Erachtens

der besondere Reiz und

auch die Chance unseres Konzeptes.

Hierdurch werden der oft vorhandene

Bruch zwischen ambulanter

und stationärer Therapie

aufgehoben und Informationsverluste

minimiert.

„Die Therapie von

Schmerzen war wohl

die ursprünglichste

und sollte auch heute

noch eine der

wichtigsten Aufgaben

des Arztes sein.“

aus H.W. Striebel,

Therapie chronischer

Schmerzen, 2. Aufl., 1997

* * *

„Wenn Du den

Schmerz nicht besiegst,

besiegt er

Dich!“

Michele De Montaigne

25


personalnachrichten:

KRANKENHAUSGESELLSCHAFT ST. VINCENZ mbH

Akademisches Lehrkrankenhaus

der Justus-Liebig-Universität Giessen

Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab 14.06.2003:

NAME: EINSATZORT: EINTRITT:

Becker, Anke Patientenaufnahme 14.06.2003

Hürter, Martina Onkologie 01.07.2003

Muth, Christopher Zivildienstleistender 01.07.2003

Dr. Schneider, Martin Allgemeinchirurgie 01.07.2003

Skowronek, Sabine Krankenpflegeschule 01.07.2003

Vetter, Nadja Physikalische Therapie 01.07.2003

Dr. Bubenheim, Ansgar Unfallchirurgie 01.08.2003

Frohmüller, Tanja Station 4/1-2 01.08.2003

Dr. Hess, Thomas Radiologie 01.08.2003

Horst, Ivonne Sekretariat Geschäftsführer 01.08.2003

Lengwenus, Julia Med. Klinik 01.08.2003

Martinka, Maximilian Verwaltung 01.08.2003

Schupbach, Sarah Med. Klinik 01.08.2003

Windolf, Martina Cafeteria 01.08.2003

Heyeckhaus, Pia Küche 22.08.2003

Baschek, Luisa Apotheke 01.09.2003

Böckling, Dominic Zivildienstleistender 01.09.2003

Höhn, Elisabeth Station 6/1-2 01.09.2003

Nagel, Cornelia OP 01.09.2003

Orth, Angelika Station 5/1-2 01.09.2003

Dr. Stahl, Dieter Allgemeinchirurgie 01.09.2003

Jubiläen Juli bis September 2003:

NAME: ABTEILUNG: DATUM: JAHRE:

Mellein, Frank Verwaltungsdirektor 01.07.1993 10

Schlotterbeck, Elisabeth Dialyse 01.07.1993 10

Kühne, Sylvia Station 5/3-4 01.07.1993 10

Dr. Schalk, Klaus-Peter Onkologie 15.08.1993 10

Mester, Carmen Rechnungswesen 01.08.1993 10

Weyrauch, Anneliese Radiologie 01.09.1993 10

Laux, Wolfram Hol- und Bringedienst 01.09.1993 10

Müller-Prüssner, Andrea Röntgendiagnostik 01.09.1993 10

Dorn, Gisela Röntgendiagnostik 01.09.1993 10

Jung, Pia Radiologie 15.09.1993 10

Wagenbach, Ursula Personalabteilung 01.09.1983 20

Brötz, Brigitte Station 7/1-2 01.07.1978 25

Schwarz, Barbara EKG 01.07.1978 25

Weide, Arnold Station E/3-4 01.07.1978 25

Hannemann, Harald Physikalische Therapie 01.07.1973 30

Laux, Ulrike Station 4/3 01.08.1973 30

Ruhestand:

NAME: ABTEILUNG: AUSTRITT

Baldauf, Ulla Station 7/1-2 31.08.2003

Dr. Bischof, Bernd Allgemeinchirurgie 31.08.2003

Gormanns-Borstlap, Carla Station 1/2 31.08.2003

26

Herzliche Glückwünsche von der

Krankenhausleitung des

St. Vincenz-Krankenhauses!

Die frühen Morgenstunden des 29. Juli hat sich Jonas

Weldert ausgesucht, um zum ersten Mal das Licht der

Welt zu erblicken: er wurde um 4.10 Uhr geboren,

ganze 58 Centimeter lang und 3795 Gramm schwer.

Mutter Nicole ist Krankenschwester auf der Station 5/1-2.

Anna Kaempchen

konzentrierte sich

dagegen vielmehr Vincenz-Kinder

auf ein originelles

Geburtsdatum: Sie

wurde am 8. 8. im St. Vincenz-Krankenhaus geboren. Sie

maß stolze 52 Centimeter und 3.715 Gramm! Mutter

Tanja ist Krankenschwester auf der Station E/3-4.

Herzliche Glückwünsche von der Krankenhausleitung

des St. Vincenz-Krankenhauses!!!

Gies Dienstleistungen und Service GmbH

Auf dem Schafsberg, 65549 Limburg

Telefon 0 64 31 - 2 92 40 94

Telefax 0 64 31 - 2 92 40 95

Limburg@giesdl.de, www. giesdl.de


vom Betriebsfest 2003

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Tel.: 06 11-92867-0 _ Fax: 06 11-92867-77

Glückliche Gewinner:

die Preisträger des Luftballonwettbewerbs

am Tag der offenen Tür rund um Kinder

und Umwelt, den das St. Vincenz-Krankenhaus

im Frühjahr organisiert hatte, nahmen

freudestrahlend ihre Gewinne in Empfang:

Gaby Cleven stellvertretend für Tochter Tabea

einen Disc-Player, Markus Schmitt aus

Runkel einen nach Schreibtischstuhl für Tocher

Chiara Sophie - wir gratulieren!!!

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Weil das Leben aktiv ist.

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Permanent erweitern und verfeinern wir unser Repertoire in den Bereichen Orthopädie, Traumatologie und Biologie:

als Bindeglied zwischen Forschung und praktischer Anwendung. Im Erfahrungsaustausch mit den Operateuren vor Ort

bewährt sich die Vielfalt unserer Produkte und innovativer Methoden täglich aufs Neue.

Die Lebensqualität unserer Patienten bestärkt uns in unserem Streben nach Perfektion.

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