BayernMetall_05_2021

fachverbandmetallbayern

74. Jahrgang · München, 15. Mai 2021

Heft 5

B 1616

Offizielles Organ des Fachverbandes Metall Bayern

für das Handwerk der Metallbauer, Feinwerkmechaniker

sowie Metall- und Glockengießer

Thema des Monats:

Stahlbau und Schweißen


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Ausgabe 7/2021

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Inhalt

▶ Unser Titelbild

(Foto: KST Kugel-Strahltechnik)

KST Kugel-Strahltechnik reinigt

„Eiffelturm des Ruhrgebiets“ –

Reinheitsgrad SA 2,5.

Weitere Informationen

auf den Seiten 4/5.

▶ Das Thema

Stahlbau und Schweißen

KST Kugel-Strahltechnik: Wasserturm

„Lanstroper Ei“ erstrahlt in neuem Glanz......... 4

▶ Metallbautechnik

LMB Automation: Kein Lithiumbrand durch

Wärmeeintrag ............................. 5

LACKER GmbH: Nachhaltige Fenster für die

Nachhaltigkeitsforschung .................... 7

ZINKPOWER Schörg: feuerverzinkter Stahl trägt

Mobilitätszentrum in Oberstdorf................ 8

Super Spacer ® Isolierglaslinien von Edgetech

sind Herzstück der Produktion bei Deschanet .....10

▶ Metallgestaltung

Deutschlands beste Metallgestalter*innen

im Bundeswettbewerb „Die Gute Form 2021“ ....12

▶ Forschung & Entwicklung

TÜV SÜD AG: saubere Luft in Innenräumen .......14

Walter AG: höchste Standzeit in Stahl............15

Angenehme Abende auf der Terrasse durch

Sunflex-Glaselemente .......................16

Neue Drehmomentschlüssel von 5 bis 1000

Newtonmeter von Atlas Copco .................16

▶ Feinwerktechnik

Hochfest und zerspanbar durch die

XTP ® -Technologie von Stelltec.................18

Iscar Germany GmbH: Wechselkopfsysteme

reduzieren Ausfallzeiten......................20

▶ Schließ- & Sicherungstechnik

Eingesperrt! – Klage gegen die Kosten eines

Schlüsseldienstes abgewiesen ................22

▶ Aus- & Fortbildung

Akademie der HWK für Schwaben: Meisterkurs

„Landmaschinenmechaniker“ .................23

BHT-Nachwuchskampagne „Macher gesucht!“ ....24

Pilotphase der „DigiWorldMetall hat begonnen ....25

Lehrgänge „Geprüfter Fachbauleiter“ und

„Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten“......26

▶ ABZ Metallhandwerk

Kurse im Mai und Juni 2021 ..................28

▶ Messen & Ausstellungen

Internationale Maschinenbaumesse MSV

und Streichinstrumentenbaumesse

Mondomusica 2021 ........................33

automatica sprint: Neues Messeformat

vom 22. bis 24. Juni 2021 in München ..........33

4. Leitmesse für Entgrattechnologien

und Präzisions oberflächen vom 12. bis

14. Oktober 2021 in Karlsruhe ................34

IMPRESSUM

Verlag: Wirtschaftsgesellschaft des

Fachverbandes Metall Bayern mbH,

Lichtenbergstraße 10, 85748 Garching.

Verantwortlich für den Herausgeber und

für die Schriftleitung:

Geschäftsführer Richard Tauber,

Lichtenbergstraße 10, 85748 Garching,

Telefon 089 2030077-0,

Telefax 089 2030077-50.

E-Mail info@fachverband-metall-bayern.de

Sämtliche Zuschriften an diese Anschrift.

Erscheint am 15. jeden Monats.

Der Bezugspreis ist für Mitglieder mit dem

Beitrag zum Fachverband abgegolten.

Annahme und verantwortlich für die

Anzeigen:

Frau Diana Pritzl

Wirtschaftsgesellschaft des

Fachverbandes Metall Bayern mbH,

Lichtenbergstraße 10,

85748 Garching,

Telefon 089 2030077-41,

Telefax 089 2030077-50.

E-Mail pritzl@fachverband-metall-bayern.de

www.fachverband-metall-bayern.de

Sämtliche Zuschriften bitte an diese Anschrift.

Zurzeit ist Anzeigen-Preisliste Nr. 22 gültig.

Herstellung:

Universal Medien GmbH,

Geretsrieder Straße 10, 81379 München.

Veröffentlichung nach § 8 Abs. 3b) BayPrG:

Alleingesellschafter der Wirtschafts gesellschaft

des Fachverbandes Metall Bayern

mbH ist der Fachverband Metall Bayern,

München, als juristische Person des

priva ten Rechtes (§ 80 Satz 1 Handwerksordnung)

Lichtenbergstraße 10, 85748 Garching.

Nachdruck von Veröffentlichungen nur

mit Genehmigung der Schriftleitung.

Für unverlangt übersandte Manuskripte

wird nicht gehaftet.

bayern Metall 5/2021 3


Das Thema

Stahlbau und Schweißen

Wie aus dem Ei gepellt:

Wasserturm „Lanstroper Ei“ erstrahlt in neuem Glanz

KST Kugel-Strahltechnik reinigt „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ – Reinheitsgrad SA 2,5

Das historische Lanstroper Ei im Nordosten

von Dortmund.

Zeichen der Zeit: Rostfraß, Altbeschichtungen,

Schmutz und Moos.

Die betagten Stahlteile des „Eiffelturms des Ruhrgebiets“

benötigen den Reinheitsgrad SA 2,5.

Bald strahlt es wieder – wie aus dem Ei gepellt. Das historische

Lanstroper Ei im Nordosten von Dortmund durchläuft gerade eine

Runderneuerung. KST Kugel-Strahltechnik hat im ersten Schritt das

stählerne Fachwerkgerüst des Baudenkmals von Grund auf gereinigt.

Ziel der Intensivbehandlung am „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ war der

für die Restaurierung erforderliche hohe Reinheitsgrad SA 2,5.

Detailarbeit: sorgfältige Nummerierung

des stählernen „Puzzles“

Schon vor dem Prozess des Reinigungsstrahlens

waren höchste Sorgfalt

und strategisches Vorgehen angesagt:

„Wir haben die zahlreichen

Oberflächenspezialisten nehmen

Kampf gegen Rostfraß auf

Mit der Reinigung der Tragekonstruktion

startete die lang geplante, rund zwei

Millionen Euro teure Rettung des denkmalgeschützten

Lanstroper Eis. Das 55

Meter hohe und 180 Tonnen schwere

Bauwerk ist eines der letzten Exemplare

eines sogenannten geschlossenen

Barkhausen-Behälters – benannt nach

dem gleichnamigen Ingenieur. Witterung

und Alter hatten in gut 115 Jahren

Spuren hinterlassen, der Rostfraß

machte dem Bauwerk zu schaffen. Im

Auftrag der Stadt Dortmund nahmen

die Oberflächenspezialisten von KST

Kugel-Strahltechnik den Kampf gegen

die Zeichen der Zeit auf. Und befreiten

das K-Fachwerk systematisch von

Rost, Altbeschichtungen, Schmutz,

Moos und vielem mehr.

KST, Kugel-Strahltechnik GmbH,

ist seit 1982 Dienstleister auf dem

Sektor der Strahltechnik. Standort

ist Hagen. Der Lohnstrahler ist Outsourcing-Partner

für unterschiedlichste

Branchen der metallverarbeitenden

Industrie. Sein Slogan

„Ein Grund zum Strahlen!“ steht für

Erfahrung, Kompetenz, Qualität

und Serviceorientierung.

4 bayern Metall 5/2021


unterschiedlichen Werkstücke – Konstruk

tionsteile, Winkel, Tränenbleche,

Geländerelemente, Flach eisen etc. –

zunächst nummeriert. Nur so konnten

wir den aufwendigen Wiederaufbau

des stählernen ‚Puzzles‘ sicherstellen“,

erklärt KST-Geschäftsführer Marco

Heinemann.

Haftgrund erzeugen und

Grundmaterial freilegen

schichtung. Außerdem trugen

sie gezielt auch minimale

Ablagerungen ab, um das

Grundmaterial freizulegen –

als Voraussetzung für anstehende

Schweißarbeiten.

Reinheitsgrad SA 2,5

Mit dem erreichten Reinheitsgrad SA

2,5 sind jetzt mindestens 95 Prozent

der Gerüstoberflächen frei von sichtbaren

Rückständen. Die Bearbeitung

des Behälters soll folgen. Der 1904/05

erbaute Wasserhochbehälter war bis

1980 für die Wasserversorgung

verschiedener Stadtteile

und Orte rund um Dortmund

im Einsatz. Im zweiten Leben

wird er zum glanzvollen Ausflugsziel.

(Text u. Fotos: KST Kugel-Strahltechnik)

Weitere Informationen:

KST Kugel-Strahltechnik GmbH

Volmarsteiner Straße 17

58089 Hagen

www.kst-hagen.de

Metallbautechnik

E-Mobilität

Kein Lithiumbrand durch Wärmeeintrag

Effiziente Laseranlagen mit optischer und sensorischer Temperaturüberwachung zum

Schweißen von Li-Io-Zellen verhindern Erwärmung des Bauteils auf über 80 °C

Laserschweißen bildet für Bearbeitungsverfahren

im Rahmen der

E-Mobilität wie das Rotorschweißen

oder die Batteriefertigung

aufgrund der berührungslosen und

präzisen Bearbeitungstechnik eine

sinnvolle Alternative zu herkömmlichen

Fügemethoden.

Jedoch kommen dabei stark reflektierende

Materialien wie Kupfer und Aluminium

zum Einsatz. Deren geringe

Oberflächenabsorption und hohe Wärmeleitfähigkeit

machen eine besondere

Auslegung der Laser-Anlage erforderlich,

um Streustrahlung und den

Anstieg der Materialtemperatur auf

über 80 °C zu verhindern; denn beim

Schweißen entsteht einiges an Wärme.

Wird dieser Wert überschritten, kann

sich beispielsweise das Lithium der

Batterie entzünden und einen Brand

oder eine Explosion verursachen.

Neben der Temperaturkontrolle und einem

geeigneten Laser wird eine spezielle

Optik mit intelligenter Bildverarbeitung

benötigt, damit der Laser alle

Schweißpunkte trotz teils unterschiedlicher

Batterietypen uneingeschränkt

erreichen kann. Um all diesen Anforde-

Durch das Reinigungsstrahlen erzeugten

die Experten einen optimalen Haftgrund

für die neue Korrosionsberungen

gerecht zu werden, entwickelt

die LMB Automation GmbH unter anderem

speziell auf das Laserschweißen

der Kontaktverbindungen bei Batterien

ausgelegte Anlagen. Sie verfügen

in der Regel über eine angepasste

Gehäuseausführung, in der sich eine

kombinierte Bewegungseinheit mit einer

schnellen, Scanner-Optik-basierten

Strahlführung befindet. Ergänzt

wird diese durch eine intelligente Bildverarbeitung

sowie Temperatursonden.

„Bei der Herstellung von Batterien sind

an den Elektroden die Verbindungen

zwischen den Batteriezellen zu schweißen,

um höhere Leistungen zu erreichen.

Der große Vorteil beim Laserschweißen

liegt vor allem im präzisen

und kurzen Energieeintrag, sodass eine

Erwärmung des umliegenden Materials

wesentlich reduziert wird“, erklärt

Peter Schlüter, Geschäftsführer der

LMB Automation GmbH. „Mittels genauer

Führungssysteme lassen sich

präzise Positionierungen in sehr kurzer

Bei der Herstellung

von Batterien sind

an den Elektroden

die Verbindungen

zwischen den

Batteriezellen zu

schweißen, um

höhere Leistungen

zu erreichen. Der

große Vorteil beim

Laserschweißen liegt

vor allem im präzisen

und kurzen Energieeintrag,

sodass eine

Erwärmung des umliegenden

Materials

wesentlich reduziert

wird.

(Foto: LMB Automation

GmbH)


bayern Metall 5/2021 5



Zeit auf weniger als 0,05 mm durchführen,

was in der Batterietechnik völlig

ausreichend ist.“

Andere Fügeverfahren wie das Crimpen,

Schrauben oder Ultraschall sind

deutlich langsamer, kostenintensiver

oder bei dickerem Material ungeeignet.

Jedoch gilt es bei der Auslegung einer

Laserschweißanlage für Batterien einiges

zu beachten, da aufgrund der

schwierigen Materialeigenschaften sowie

der Hitzeempfindlichkeit des verbauten

Lithiums Reflexionen, Einschlüsse

und eine Erwärmung der

Schweißumgebung vermieden werden

müssen. Zudem können unsauber gearbeitete

Bauteilbereiche wie Fräskanten

das Schweißergebnis beeinträchtigen,

sodass die Integration einer guten,

die Laser-Optik unterstützenden

Bildverarbeitung sinnvoll ist.

Daher entwickelt die LMB Automation

GmbH spezielle Laserschweißlösungen,

die auf verschiedene Batteriegrößen

wie auch für Lkw und Flurförderfahrzeuge

angepasst sind. Aber auch

für andere Aufgaben in der E-Mobilität

wie das Schweißen von Rotoren bietet

das Unternehmen Anlagen. Dafür werden

im Vorfeld eines Projekts mit dem

Auftraggeber die entscheidenden Parameter

wie eingesetzte Werkstoffe

und Materialdicke, die Anforderungen

an die Schweißung sowie die Bauteilgeometrie

festgelegt. Dank der langjährigen

Erfahrung im Bereich des Laseranlagenbaus

sowie des Schweißens

von Aluminium oder Kupfer, kann

LMB dementsprechend die verschiedenen

Maschinenkomponenten für

Positionierung, Überwachung sowie

Sicherheit bestimmen und effizient

miteinander verknüpfen.

Lasergerechte Schweißtechnik für

anspruchsvolles Material

„Für ein gefahrfreies und effektives Laserschweißen

von Batterien kommt es

im Wesentlichen auf die richtige Kombination

von Laserwerkzeug und Überwachung

an. Sinnvoll ist daher eine

Maschinenkonstruktion mit spezieller

Gehäuseausführung, einer kombinierten

Bewegungseinheit mit einem

schnellen optischen Präzisions-Führungssystem

und einer zusätzlichen

schnellen Strahlführung mit Scanner-

Optik“, erklärt Schlüter. Der verwendete

Laser sollte mit einer hohen Strahlqualität

arbeiten und dennoch ausreichend

Leistung erbringen, denn das

Schweißen muss schnell erfolgen, um

einen Wärmestau an der Schweißstelle

zu vermeiden. Insgesamt darf sich das

Um eine schnelle

Bearbeitung zu erreichen,

sind Bewegungen

zu minimieren.

Dies wird durch

eine Strahlteilung

erreicht. Bei dieser

Anordnung wird mit

4 Optiken gleichzeitig

geschweißt, was

wesentlich schneller

geht, als die Schweißstellen

nacheinander

anzufahren.

Für das Positionieren

des Lasers zur

Schweißung eines

Rotors und dessen

Geometrie ist eine

Bewegungseinheit

mit Scanner-Optik

ideal.

(Fotos: LMB

Automation GmbH)

Material in der Umgebung der Schweißung

nicht auf über 80 °C erhitzen, da

sich sonst das Lithium in der Batterie

entzünden könnte. Faser- oder Scheibenlaser

mit einer mittleren Leistung

von 4 bis 6 kW haben sich bei LMB bewährt,

da sie eine gute und reproduzierbare

Strahlqualität besitzen, sodass

ihre Leistung in eine Faser von

0,1 bis 0,2 mm Durchmesser eingekoppelt

werden kann. Auf diese Weise

ist ein sehr präzises und reproduzierbares

Punkt- und Nahtschweißen sichergestellt,

was bei Nahtlängen von

bis zu 30 mm pro Bauteil von Vorteil ist.

Für das Positionieren des Lasers ist eine

Bewegungseinheit mit Scanner-Optik

ideal, da diese sehr unterschiedliche

Geometrien und Bewegungsprofile

ruckelfrei ausführen kann, selbst bei

beengten Platzverhältnissen. Dadurch

lassen sich auch in einem kleinen Bereich

beispielsweise Kreisbahnen oder

Achterlinien präzise mit bis zu 10 m/s

realisieren. Ein Scanner-System kann

den Laserstrahl dabei in der Bearbeitungsposition

um eine Zehnerpotenz

genauer positionieren als eine herkömmliche

Optik. Diese flexible Bewegungseinheit

ergänzen die Anlagenbauer

von LMB um eine selbstentwickelte

Bildverarbeitung, welche die

richtige Positionierung der vorgegebenen

Schweißstellen sicherstellt. „Da

bei modernen Batterien die Lage der

Schweißpunkte aufgrund der auf den

einzelnen Zellen liegenden Verbindungsplatte

nicht immer direkt sichtbar

ist, muss die definierte Schweißstrategie

noch vor der Positionierung

des Lasers mit Echtzeitbildern abgeglichen

werden“, erläutert Schlüter.

„Die Software-basierte Bildverarbeitung

sorgt für einen Abgleich der Istund

der Soll-Position, woraufhin der

Laser automatisch ausgerichtet wird.“

6 bayern Metall 5/2021


Schutzgas und Temperaturkontrolle

verhindern Materialreaktion mit der

Umgebungsluft

Da bei Batterien temperatursensibles

Aluminium, Kupfer und Lithium verbaut

sind, müssen Sicherheits- und Überwachungskomponenten

wie Schutzgaszufuhr

und Temperatursonden in die Anlage

integriert werden, ohne den Laser zu

behindern oder das Gehäuse zu überdimensionieren.

Hier greift LMB auf Materialerfahrungen

aus anderen Schweißarbeiten

dieser Werkstoffe in der eigenen

Lohnfertigung zurück. So sollte das

Schutzgas, welches die Zufuhr von

Sauerstoff auf dem Aluminium verhindern

soll, verwirbelungsfrei in den

Schweißbereich eingebracht werden.

Denn durch das Verwirbeln wird Luft

mitgerissen, wodurch Sauerstoff auf die

Schweißstelle gelangt. Um die Entzündung

des Lithiums zu verhindern, welches

nur sehr schwer und aufwendig

zu löschen ist, sorgen Temperatursensoren

in Kombination mit hohen

Schweißgeschwindigkeiten des Lasers

dafür, dass die Materialtemperatur

nicht über

80 °C steigt. Zudem ist

das Gehäuse des Arbeitsraums

so ausgelegt,

dass es komplett

abgeschottet werden kann, um den

Brandherd zu isolieren und dem Feuer

den Sauerstoff zu entziehen.

Wie bei den entscheidenden Komponenten

für Positionierung, Überwachung

und Sicherheit passt LMB die

Anlagen auch in Bezug auf Bauteiltyp

und Standort entsprechend der Kundenanforderungen

an. Dies umfasst

neben der Laserstation auch Peripherieergänzungen

zum Sortieren, Zuführen,

Spannen und zur Qualitätssicherung.

„Da wir eine Lohnfertigung mit 16

Laseranlagen betreiben, können wir

die Bearbeitung der einzelnen Batteriebauteile

in Produktionstestläufen

vorab simulieren“, berichtet Schlüter.

„Somit ist eine Anpassung des Prozesses

sowie der Anlagenkomponenten

exakt auf das Bauteil möglich. Gleich-

zeitig können wir prüfen,

wie sich der Laser verhält

und ob Spalte durch

möglichen Verzug auftreten.“

Zudem werden

nach Absprache mit

dem Kunden Schliffbilder angefertigt,

um die Nahtqualität sicherzustellen

und Einschlüsse und Poren auszuschließen.

Dummies mit denselben

Materialeigenschaften und Geometrien

dienen dabei häufig als Bauteilersatz.

Daneben berät LMB seine Kunden

sowohl vor als auch nach der Beauftragung.

Dies schließt die Fernwartung

nach Freigabe durch den Kunden

mit ein, um beispielsweise Fehler einzugrenzen

und Kalibrierungen vorzunehmen.

Weitere Informationen:

LMB Automation GmbH

Schmölestraße 13

58640 Iserlohn

www.lmb-gruppe.de

Nachhaltige Fenster für die Nachhaltigkeitsforschung

Mit dem Neubau für Nachhaltige Chemie wird das Wissenschaftszentrum

am Campus Straubing um ein Lehr- und Forschungsgebäude für Chemie

und Biotechnologie erweitert. In diesem soll zukünftig zu den Themen

Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung geforscht und gelehrt werden.

Am Bau des neuen Gebäudes war auch der Spezialist für Fenstertechnik

Lacker GmbH beteiligt, der mit seinen individuellen Lamellenfenster-Elementen

zur Entstehung der Fassade beitrug.

Im Neubau für Nachhaltige Chemie

werden neben Labor- und Büroflächen

ebenfalls ein teilbarer Hörsaal für 300

Personen, Seminarräume mit 200 Plätzen,

Praktikumsräume mit mehr als

100 Arbeitsplätzen sowie eine Cafeteria

vorhanden sein. Durch seine Außenmauern

aus Infraleichtbeton sowie

Fassaden aus Holz und ein begrüntes

Flachdach wird das Thema Nachhaltigkeit

auch nach außen hin wiedergegeben.

Dank der großen Fensterflächen

gelangt zudem viel Sonnenlicht in

das Gebäudeinnere, weshalb gerade

die Fenster ein wichtiger Teil in Bezug

auf die Nachhaltigkeit des Gebäudes

sind.

Mit seinen bigAir ® Fassade Lamellenfenstern

lieferte Lacker speziell für das

Gebäude angefertigte Fensterelemente,

die diesen Aspekt berücksichtigen

Um dem Thema Nachhaltigkeit Rechnung

zu tragen, wurden die Fenster mit 3-fach

Sonnenschutzverglasungen ausgestattet, die

einen Ug-Wert von 0,5 W/m 2 K aufweisen.


(Foto: LACKER GmbH)


bayern Metall 5/2021 7



und gleichzeitig mit einigen weiteren

Funktionen ausgestattet sind.

Niedriger Ug-Wert für hohe

Nachhaltigkeit

Die Lamellenfenster wurden in Ganzglasoptik

hergestellt, um eine hohe

Transparenz und somit eine große

Lichtausnutzung zu gewährleisten. Um

dem Thema Nachhaltigkeit Rechnung

Weitere Informationen:

LACKER GmbH

Schellenbergstraße 1

72178 Waldachtal

www.lacker.de

folgt beschrieben wird: „Das sich nach

Nordosten leicht aufwölbende Dach

ermöglicht einen Blick auf das nahe

Rubihorn. Gleichzeitig verweist die

Holzuntersicht auf die regionale Bauzu

tragen, wurden die Fenster mit

3-fach Sonnenschutzverglasungen

ausgestattet, die einen Ug-Wert von

0,5 W/m 2 K aufweisen. Für höchste Sicherheit

sorgen zudem integrierte Kontaktleisten,

die ein Einklemmen von

Gliedmaßen verhindern und wodurch

die Fenster die Einklemmschutzklasse

4 erfüllen.

Alle Fenster wurden als NRWG-Elemente

nach DIN EN 12101-2 konzipiert,

um die beste Rauch- und Wärmefreihaltung

zu gewährleisten. Damit verfügen

sie normkonform unter anderem

über einen geprüften Öffnungsmechanismus

und eine Wärmebeständigkeit

gegen hohe Temperaturen. Bei Bedarf

können die Fenster nach vorheriger Absprache

zudem auch DGNB konform

geliefert werden, um die Bauherren bei

der Planung und Durchführung des

nachhaltigen Gebäudebaus zu unterstützen.

Darüber hinaus ist ebenfalls

Die Lacker GmbH steht für innovative

und technisch ausgereifte

Lösungen für Fassadenbau und

Fenstertechnik aus Glas und Metall.

Umgesetzt werden ausgefallene

Fassaden, Glasdächer, Lüftungselemente

und Sonderkonstruktionen.

Das 1964 gegründete

Familienunternehmen bietet dabei

alle Lösungen aus einer Hand, beginnend

bei der Planung bis hin zur

fachgerechten Montage. Mit seinen

100 Mitarbeitern arbeitet das Unternehmen

zudem stetig an Weiterentwicklungen

und Innovationen,

um seinen Kunden für jedes Projekt

die optimale Lösung in erstklassiger

Qualität bieten zu können.

der optionale Einsatz von innenseitigen

Insektenschutzgittern möglich, da sich

die Glaslamellen der bigAir ® Fassade

nur nach außen öffnen.

Mobilitätszentrum Oberstdorf

Seit Februar 2021 ist das neue Mobilitätszentrum in Oberstdorf in Betrieb.

Holz sorgt für Atmosphäre, Stahl für Stabilität und Feuerverzinkung

schützt den Stahl vor Korrosion.

tradition. Die Verwendung des im Allgäu

verwurzelten Baumaterials Holz

schafft eine warme Atmosphäre.“

Holz für die Optik, Stahl für die

Traglast

Hybride Stahl-Holz-Konstruktion.

Die Gestaltung des Dachs am neuen

Mobilitätszentrum (kurz MOZ) geht

auf einen Entwurf von Fischer & Gibbesch

Architekten zurück, in dessen

Begründung die Überdachung wie

(Fotoquelle: all-in.de; Bildautor: Benjamin Liss)

Realisiert wurde die Überdachung der

Bussteige als hybride Stahl-Holz-Konstruktion.

Für die Dachkonstruktion sowie

die Holzuntersicht wurde heimisches

Fichtenholz verwendet. Überall

dort, wo hohe Traglasten aufgenommen

werden müssen oder lange Distanzen

zu überbrücken sind, kommt

feuerverzinkter Stahl zum Einsatz.

Hauptstützen mit Durchmessern von

324 mm und Wandstärken von 12,5

mm nehmen die Last des Dachs auf.

„Stahl bietet im Vergleich zu Holz den

Vorteil, mit verhältnismäßig kleinen

Querschnitten hohe Traglasten aufnehmen

zu können“, so Philipp Rimmel

Geschäftsführer von Schmid Metallbau,

dem ausführenden Metallbau-Unternehmen

aus Bolsterlang. Auch die

Längsverbinder der Überdachung sind

als feuerverzinkte Schweißkonstruktion

ausgeführt. Denn, zur Überspannung

langer Distanzen ist eine hohe

Steifigkeit erforderlich. Ist dazu eine

8 bayern Metall 5/2021


schlanke Bauform bzw. ein geringer

Querschnitt gewünscht, wird dies einzig

mit Stahl erreicht.

Insgesamt 40 Tonnen Stahl verarbeitete

das Allgäuer Unternehmen fürs

Oberstdorfer MOZ. Jeder Handgriff

musste dabei sitzen. Zur Verfügung

standen nur rund 6 Wochen, in denen

der Stahlbau gefertigt und feuerverzinkt

werden musste. Thomas Verscht

von ZINKPOWER Schörg aus Fürstenfeldbruck

formuliert es so: „Ein enger

Zeitplan gepaart mit über 11,5 m langen

HEA 450 Trägern, das ist eine Herausforderung

– aber durchaus machbar.“

Verscht übernahm das Handling

des Verzinkungs-Auftrags und stellte

die termingerechte Ausführung sicher.

In enger Abstimmung mit seinen Kollegen

in Meckenheim wurden alle Teile

über 10 m Länge dort, alles andere in

Fürstenfeldbruck verzinkt. „Ich bin

froh, dass ich mich auf meine Kollegen

verlassen kann und wir über

die Gruppe hinweg die

gleich hohen Qualitätsstandards

bieten“, ergänzt

Verscht.

Zur Qualität der Feuerverzinkung

trägt auch wesentlich

eine feuerverzinkungsgerechte

Konstruktion bei.

Gerade bei Konstruktionen

wie den Längsträgern ist

das Metallbau-Unternehmen

gefordert. Mehrere

konstruktive Punkte wurden

hierbei bereits in der Planungsphase

beachtet. Unter

anderem sind in die, zur Verstärkung in

die HEA-450-Träger eingeschweißten,

Rippen und Stegbleche Freischnitte

und Durchflussöffnungen nach DIN EN

ISO 14713-2 eingebracht. Damit war

sichergestellt, dass sämtliche Medien

der Vorbehandlung, wie auch jeglicher

Zink, beim Eintauchen in die Bäder sowie

beim Herausziehen schnell und

vollständig abfließen konnten.

Ein besonderes Augenmerk legt

Schmid Metallbau auf den Schweißprozess.

Getreu dem Motto „Weniger

ist mehr“ wird auf das großflächige

Auftragen von Trennmittel-Sprays zur

Vermeidung von Schweißspritzern verzichtet.

Außerdem gilt es für Mitarbeiter

als „Muss“ die Schweißnaht zu

kontrollieren und ggf. Schweißspritzer

bzw. etwaige Verunreinigungen zu entfernen,

um Fehlstellen in der Verzinkungsschicht

zu vermeiden.

Rohrstützen als Casus

knacksus

Sprichwörtlich „in sich“ haben

es die bis zu 7,2 m langen

Rohrstützen. Neben ihrer

Hauptaufgabe, der Lastaufnahme,

beinhalten die Stützen

sowohl die Entwässerung

des Dachs wie auch

Teile der Blitzschutzanlage:

Dazu ist ein zweites, kleineres

Rohr mit 60 mm Durchmesser

eingebracht und sta-

Rohrstütze mit multipler

Funktion.

bil verschweißt. Im unteren Bereich

führt ein 90° Bogen den Blitzschutz

über einen Ausschnitt im Mantelrohr

zur Erdung aus.

„Diese Konstruktion war für mich der

Casus knacksus“, so Philipp Rimmel.

Wie konnten Zinkansammlungen innerhalb

der Rohrkonstruktion verhindert

und eine vollständige Verzinkung

gewährleistet werden? Gemeinsam mit

dem Team von ZINKPOWER Schörg

wurde die optimale Aufhängung für die

Rohrstützen definiert. Auch hier gilt:

sowohl beim Eintauchen der Doppelrohrkonstruktion

in die Vorbehandlungsbäder

bzw. in das Zinkbad, als

auch beim Herausziehen, müssen die

Medien schnell und vollständig abfließen

können. „Gerade bei Konstruktionen

wie dieser, in die verschiedene Teile

eingeschweißt sind und unterschiedliche

Wandstärken vorliegen, ist eine

detaillierte Abstimmung mit der Feuerverzinkung

sehr wichtig, um perfekte

Qualität zu erzielen“, ist sich Rimmel

sicher.

Weitere Informationen:

ZINKPOWER Schörg

GmbH & Co. KG

Fraunhoferstraße 3

82256 Fürstenfeldbruck

www.zinkpower.com

bayern Metall 5/2021 9


So profitieren KMUs von Automation

Super Spacer ® Isolierglaslinien sind Herzstück

der Produktion bei Deschanet

Fachkräftemangel ist auch in Frankreichs Glasindustrie ein Thema.

Die Automation gilt als ein wichtiges Werkzeug, um der demografischen

Entwicklung entgegenzuwirken. Doch ist dieser Schritt auch für

ein relativ kleines oder mittleres Familienunternehmen rentabel? Der

Isolierglashersteller SA Michel Deschanet beweist, dass es mit Mut,

Flexibilität und Innovationen gelingt, in einem umkämpften Markt

wettbewerbsfähig zu bleiben.

fach- und Dreifachverglasung ist bei

Deschanet heute der komplette Fertigungsprozess

durchgehend automatisiert.

Flexibel können jetzt Einheiten

mit unterschiedlichen Glasaufbauten

und Kombinationen aus Floatglas und

Verbundglas produziert werden. Allein

durch den automatisierten Zuschnitt

erhöhte sich das Tagesvolumen um

40 %.

Deschanet setzte frühzeitig auf

Dreifachverglasung mit Super

Spacer ® Warmer Kante.

15.000 m 2 Glas wurden für die kaltgebogene Doppelverglasung benötigt. Rechteckige, dreieckige

und trapezförmige Gläser formen die Krümmung der „Orangenspalten“. (Foto: Deschanet)

Dass sie bereits im Jahr 2012 in eine

automatische Linie für die Fertigung

von Dreifachisolierverglasung mit Super

Spacer ® Abstandhaltern investiert hat,

hat Pascale Roche-Deschanet nie bereut.

Heute, in Zeiten von Corona, ist

sie doppelt froh. In ihrer automatisierten

Produktion sind Sicherheitsabstände

leichter einzuhalten und krankheitsbedingte

Ausfälle einfacher zu kompensieren.

„Dank der durchgehenden

Automatisierung können wir unsere

Mitarbeitenden optimal schützen, flexibel

auf Kundenanforderungen reagieren

und eine termingerechte Lieferung

garantieren“, zieht Frau Roche-Deschanet

Bilanz.

Automation sichert Wettbewerbsfähigkeit

Gemeinsam mit ihrem Mann Didier

Roche führt die Tochter des Firmengründers

den Isolierglashersteller SA

Michel Deschanet mit Sitz im französischen

Augny. 2019 haben sie für einen

zweiten Automatisierungsschritt noch

einmal einen Millionenbetrag in die

Hand genommen. Der Trend zu laminiertem

Glas und die erheblich gestiegene

Zahl an Glasvarianten, die vorgehalten

werden mussten,

zwangen dazu, die Lagerhaltung

zu rationalisieren.

„Als Familienbetrieb

müssen wir immer beweglich und

innovativ sein, um bei Aufträgen wettbewerbsfähig

zu bleiben. Also erarbeiteten

wir 2018 ein Konzept für die Automatisierung

der vorgelagerten Produktionsstufen“,

erklärt Roche. Vom

Entladen der angelieferten Glastafeln

über das Schneiden und Einlagern in

einen Pufferspeicher bis hin zur Zuführung

von rund 100 verschiedenen

Glaszuschnitten an die Linien für Zwei-

Neben der Produktionseffizienz spielten

vor allem Qualitätsaspekte eine

Rolle bei der Investition in die erste

Super Spacer ® Linie im Jahr 2012.

„Wir haben bei Deschanet fest daran

geglaubt, dass energieeffiziente Dreifach

verglasungen uns einen Wettbewerbsvorsprung

bringen werden“, erläutert

die Firmenchefin. Tatsächlich

war zu diesem Zeitpunkt in den nordeuropäischen

Ländern und auch in

Deutschland bereits ein großer Teil der

neuen Fenster dreifach verglast. In

Frankreich hingegen boomte noch die

Zweifachverglasung. Die Entwicklung

gab den Deschanets Recht. Heute

sind 40 % der im Haus produzierten

Isolierglaseinheiten dreifach verglast,

überwiegend mit Super Spacer ®

T-Spacer Premium Plus als Warme

Kante Abstandhalter.

„Bei anspruchsvollen Structural Glazing-

und Fassadenprojekten holen wir

in puncto Qualität und Effizienz das

Maximum aus unserer Produktion heraus“,

erklärt Roche. „Wir waren das

erste französische Unternehmen,

das Super

Spacer ® automatisiert

verarbeitet hat. Dadurch

konnten wir den Produktionsprozess

im Wesentlichen auf die vier Schritte

Abstandhalter-Applikation, Zusammenfügen

der Glasscheiben, Gasbefüllung

und Verpressen sowie Aufbringen

der Sekundärdichtung reduzieren.“

Vor allem die Präzision, mit der

die Abstandhalter appliziert werden

können, ist ein Qualitätsmerkmal, das

auch die Kunden zu schätzen wissen,

denn es zeigt sich bei der Ästhetik der

10 bayern Metall 5/2021


ei ein wesentlicher Aspekt. Egal, welches

Fensterformat und welcher Glasaufbau,

die Linie kann dank der ausgeklügelten

Komponentenlogistik unterbrechungsfrei

arbeiten.“

Das erste Deschanet-Projekt mit Super Spacer ® : Tropenhaus im Zoo de Vincennes.


(Foto: Deschanet)

eingebauten Fenster und insbesondere

am sauber verarbeiteten Randverbund.

Eine Toleranz von wenigen

Zehntelmillimeter selbst bei den großen

Scheiben von 2.500 x 3.500 mm

ist mit manueller Verarbeitung nicht zu

schaffen.

Energieeffiziente Verglasung für

Gewächshäuser und Tropenhäuser

Schätzungsweise 900.000 m 2 Verglasung

mit Super Spacer ® Abstandhalter

wurden bis heute geliefert. Gleich der

erste Großauftrag mit der flexiblen

Warmen Kante war ein Leuchtturmprojekt

in Frankreich: 6.000 m 2 kaltgebogene,

hochperformante Zweifachisoliergläser

für ein neues tropisches Gewächshaus

im Zoo Vincennes in Paris.

Mit 100 Metern Länge, 40 Metern Breite

und 16 Metern Höhe ist das 4.800

m 2 große Glasgewölbe, unter dem sich

auf 3.000 m 2 bepflanzter Fläche die

Landschaften von Guyana und Madagaskar

in einem feucht-tropischen Klima

ausbreiten, ungemein beeindruckend.

Die Glaspaneele sind extrem

lichtdurchlässig, um den Pflanzen ideale

Wachstumsbedingungen zu geben,

die Zweifachverglasung soll im Zusammenspiel

mit natürlicher Belüftung

die ehrgeizigen Energieeffizienzziele

unterstützen. Denn natürlich ist die

konstante Klimatisierung einer so großen

Glashalle auf 20 °C bis 25 °C und

75 % relative Luftfeuchte eine energetische

Herausforderung. Regelmäßig

wird das Innere mit einem System an

Düsen befeuchtet, was für den Besucher

auch einmal eine überraschende

Dusche bedeuten kann. Die 1,5 x 0,75 m

großen Paneele wurden vor Ort mit einer

Wölbung von 4° bis 5° in die Konstruktion

eingepasst. Für die ATeX-

Zulassung waren im Vorfeld umfangreiche

statische Berechnungen sowie

Tests wie beschleunigte Alterung

durchgeführt worden.

Alle Deschanet-Produkte sind CEKALzertifiziert.

Mit der Ausrichtung auf

energieeffiziente Isolierverglasung mit

herausragender thermischer Performance

bietet Deschanet für Kunden,

die eine HQE ® -Zertifizierung (Haute

Qualité Environmentale), eine BBC-

Qualifizierung (Bâtiment Basse Consommation)

oder eine Zertifizierung

nach einer der anderen international

gebräuchlichen Normen anstreben, ein

echtes Unterscheidungsmerkmal.

Automation macht schneller

und besser!

„Deschanet ist ein Paradebeispiel, wie

man durch die Automatisierung seine

Produktionskapazitäten erhöhen und

gleichzeitig qualitativ hochwertiges

Isolierglas wesentlich schneller und

gewinnbringender fertigen kann“, so

Fabrice Keller, Area Manager für Frankreich

bei Edgetech Europe GmbH. „Die

reibungslose Einbindung des Applikationsroboters

für Super Spacer ® ist da-

Schnelligkeit war auch bei ihrem zweiten

großen Greenhouse Projekt, das

die Deschanets 2017 realisiert haben,

gefordert. Der Fassadenbauer Mtechbuild

hatte den Auftrag für die Errichtung

von fünf kuppelförmigen Gewächshäusern

gewonnen. Mtechbuild

lieferte die Stahlkonstruktion, Deschanet

produzierte innerhalb von zweieinhalb

Monaten 15.000 m 2 gehärtetes

Glas für die Doppelverglasung, die vor

Ort kalt gebogen wurde. „Das Projekt

war eine ganz besondere Herausforderung,

da fünf Glaskuppeln, eine davon

größer als die Kuppel des Berliner

Reichstagsgebäudes, in 6 Monaten

hergestellt, mit dem Schiff nach Vietnam

transportiert und komplett montiert

werden mussten“, erläutert Franck

Champaign, Chef von Mtechbuild.

Die Gewächshäuser sind zentraler Teil

des „Weltgartens“ im Themenpark Vin

Pearl in Nha Trang und symbolisieren

jeweils eine andere Klimazone. Das

größte hat einen Durchmesser von

52 m und beheimatet Kakteen, die anderen

vier haben 36 m Durchmesser.

Die Klimatisierung erfolgt größtenteils

über natürliche Belüftung und textilen

Sonnenschutz, unterstützt durch die

Zweifachverglasung mit den energieeffizienten

Warme Kante Abstandhaltern.

Die Struktur der Glashalbdome

gleicht einer Orangenschale mit nach

oben hin sich verjüngenden Spalten

und bedeutete eine besondere Herausforderung

für Deschanet: um der

Kuppelform exakt zu folgen, wurden

neben den Basisgläsern im Format

1,60 x 1 m dreieckige und trapezförmige

Gläser für den passgenauen Anschluss

gefertigt. Der gesamte Glasaufbau

mit Super Spacer ® , einer Sekundärdichtung

aus Silikon und einer

speziellen härtbaren Glasbeschichtung

wurde im Vorfeld auf die Eignung für

das Kaltbiegen getestet, um die Dichtigkeit

des Randverbunds auch unter

Spannung sicherzustellen.

Weitere Informationen:

Edgetech Europe GmbH

Gladbacher Straße 23

52525 Heinsberg

www.superspacer.com

bayern Metall 5/2021 11


Metallgestaltung

Deutschlands beste Metallgestalter*innen

im Bundeswettbewerb

Die Gute Form 2021 in Online-Live Preisverleihung ausgezeichnet

Am 09.04.2021 wurden im Rahmen einer Online-Preisverleihung die

Bundessieger*innen des Wettbewerbs „Die Gute Form – Gestaltung im

Metallhandwerk 2021“ ausgezeichnet. „Auch in dieser außergewöhnlichen

Zeit konnten wir drei Sieger*innen ehren, die mit ihren Arbeiten Stücke von

herausragender Qualität geschaffen haben“, lobte Michael Stratmann,

Jurymitglied und Vorsitzender der Bundesfachgruppe Metallgestaltung die

Arbeit der Nachwuchs-Gestalter*innen im Metallhandwerk.

Der Sieger heißt Marius Römlein (23

Jahre, Ausbildungsbetrieb Schmiede

Erwin Hardwig aus Kaufbeuren, Bayern).

Er erfüllt alle Bedingungen, um

sich für ein Weiterbildungsstipendium

des Bundesministeriums für Bildung

und Forschung im Wert von 7.200 Euro

über einen Zeitraum von 3 Jahren zu

bewerben. Der 2. Platz ging an Mia-Lisa

Hauser (27 Jahre, Ausbildungsbetrieb

Dipl.-Designerin Petra Schmalz aus

Kakentorf-Bötersheim, Niedersachen).

Den 3. Platz belegte Stefan Herzog (27

Jahre, Ausbildungsbetrieb Uwe Weber

Zum Wettbewerb

Der Wettbewerb „Die Gute Form“

wird organisiert vom Zentralverband

des deutschen Handwerks

und umfasst alle Berufsbereiche

der Produktion, also Steinmetze

wie Tischler, Schmuckgestalter wie

Metallgestalter etc. In „normalen

Zeiten“ werden die Exponate auf

der IHM in München ausgestellt.

Ziel des Wettbewerbs ist die ästhetische

Qualität von Produkten des

Handwerks in der Ausbildung zu

fördern und die schöpferische Fantasie

sowie die Entwicklung zeitgerechter

Produktlösungen mit traditionellen

oder neuen Werkstoffen anzuregen.

Unter anderem gilt es, die

Öffentlichkeit auf die Bedeutung

der Formgebung in der handwerklichen

Ausbildung aufmerksam zu

machen und für die Berufsbilder zu

werben. Der Wettbewerb wird in

vier Stufen, und zwar auf der Innungs-,

Kammer-, Landes- und

Bundesebene durchgeführt.

und Roland Hermann aus Langenzenn,

Bayern). Am Bundeswettbewerb haben

acht junge Metallgestalter*innen teilgenommen.

Ihre Stücke wurden in einem

Katalog veröffentlicht, der auf der

Website www.metallhandwerk.de/die

guteform zu sehen ist. Ein Kurzvideo

mit Detailaufnahmen der Siegerstücke

wird u. a. auf YouTube und Instagram

veröf-fentlicht.

Die Preisträger und ihre

Werkstücke

Platz 1: Marius Römlein (Bayern)

Marius Römlein, 23 Jahre, Ausbildungsbetrieb

Schmiede Erwin Hardwig,

87600 Kaufbeuren. Gesellenstück:

Wandgarderobe Fakir. Begründung

der Jury: Marius Römlein erhält den

1. Preis für seine innovative Wandgarderobe

„Fakir“. Die Wandgarderobe

besticht laut Jury durch ihre klare geometrisch

reduzierte Körperform. Wichtiger

Gestaltungsbestandteil sei die

Formgebung der einzelnen „Nägel“, denen

durch das Schmieden Spannung

und Bewegung eingehaucht wurden.

Dies lässt einen Kontrast zum sonst so

funktionellen, konstruktiven Körper entstehen.

Als Designobjekt gedacht, lässt

die Garderobe im ausgeklappten Zustand

eine hohe Auslastung zu. Laut

Jury ist es Herrn Römlein gelungen,

Funktion und Ästhetik sinnvoll in einem

Werkstück zu kombinieren.

Platz 2: Mia-Lisa Hauser

(Niedersachsen)

Mia-Lisa Hauser, 27 Jahre, Ausbildungsbetrieb

Dipl.-Designerin Petra

Schmalz, 21255 Kakentorf-Bötersheim.

Begründung der Jury: Mia-Lisa Hauser

erhält für ihre Arbeit den 2. Preis. Mit

einem sehr feinen Gefühl für Maß, Proportion

und Materialkombination wurde

eine Leuchtenidee umgesetzt, die

handwerklich vorzüglich gelungen ist.

Eine schwere runde Scheibe nimmt einen

senkrechten Rundstab auf, über

welchen ein geschmiedeter Rundstab

mittels traditioneller Lochungstechnik

gestülpt wurde. In die Leuchtenschale

ist ein modernes Leuchtmittel inklusive

Batterie eingesetzt. Über eine Fernbedienung

kann das Licht geschaltet

werden. Frau Hauser überzeugte die

Jury u. a. mit der klaren Formensprache.

Platz 3: Stefan Herzog (Bayern)

Stefan Herzog, 27 Jahre, Ausbildungsbetrieb

Uwe Weber und Roland Hermann,

90579 Langenzenn. Begründung

der Jury: Den 3. Preis erhält

Stefan Herzog für eine Wandgarderobe.

Diese besteht aus einem Winkelstahl,

der zu einem U gebogen wurde.

Über zwei Scharniere ist die Garderobenplatte

montiert. Aus dieser sind

rundförmige Haken ausgebogen,

wechselseitig nach innen und nach außen.

Bei kleinerem Bedarf bleibt die

Hakenplatte geschlossen und kann so

an fünf Haken Kleidungsstücke aufnehmen.

Bei erweitertem Bedarf wird die

Garderobe aufgeklappt, sodass weitere

fünf Haken zur Verfügung stehen.

Das hohe Niveau der handwerklichen

Realisierung beeindruckte die Jury. Die

Materialwahl, die formale Gestaltung

und die Proportionen zeugen von einer

intensiven Auseinandersetzung.

Weitere Informationen:

YouTube-Video:

„Die Gute Form 2021

Infos und Katalog:

www.metallhandwerk.de/

dieguteform/

12 bayern Metall 5/2021


Platz 1: Wandgarderobe

von Marius Römlein

(Fotos: M. Römlein)

Platz 2: Leuchte von

Mia-Lisa Hauser

(Fotos: Silas Wagner)

Platz 3: Wandgarderobe

von Stefan Herzog

(Fotos: S. Herzog)

NÄGEL

Seit langer Zeit wird der geschmiedete Nagel als Symbol für Verbindung

und Verbindendes genutzt. So findet man an mancher Schule

für Metallgestaltung, an mancher Firma und an Orten, an denen

Schmiede und Metallgestalter zusammenwirkten, einen sogenannten

Nagelbaum. Schüler, Besucher oder Teilnehmer schmieden oder

formen einen Nagel und schlagen diesen in den Baum. „Ich war

hier.“ So entsteht eine Sammlung der verschiedensten Nägel als

Zeichen für die vielen Individualitäten und guten Verbindungen. Für

den Wettbewerb „DIE GUTE FORM“ ist es mittlerweile Tradition,

dass für die Sieger individuelle Nägel geschmiedet werden.

Gestalter der

Nägel: Kunstschmiede

Bender 54338

Schweich.

bayern Metall 5/2021 13


Forschung & Entwicklung

Saubere Luft in Innenräumen

TÜV SÜD gibt Tipps für den Kauf von Luftfiltern

Corona-Viren sind eine Gefahr in

geschlossenen Räumen, besonders,

wenn diese nicht oder nur

unzureichend gelüftet werden.

Dabei reduziert regelmäßiges und

ausgedehntes Lüften die Aerosole

in der Raumluft. Doch von draußen

kommen nicht nur Frischluft,

sondern auch Kälte, Lärm oder

Pollen hinein − Faktoren, die dazu

führen, dass nicht so häufig gelüftet

wird wie nötig. Ob Luftfilter hier

Abhilfe schaffen können und welche

Eigenschaften diese für den privaten

Gebrauch haben sollten, erläutert

TÜV SÜD-Experte Christian

Kästl.

Ein Luftreiniger reduziert die Konzentration

von Schadstoffen wie Staub,

Pollen und Zigarettenrauch, die sich in

der Innenraumluft befinden. Hochwertige

Filter helfen auch gegen Bakterien,

Viren, Keime, Schimmelsporen und Ultrafeinstaub

und können daher die

Konzentration von virushaltigen Aerosolen,

also feinster Tröpfchen in der

Luft, reduzieren. Auch das winzige

SARS-CoV-2-Virus: Es misst etwa 0,12

Millionstel Meter – 500 Viren nebeneinander

sind ungefähr so dick wie ein

Tipps im Überblick:

• Luftreiniger sollten einen HEPA-

Filter mindestens der Klasse H13,

besser H14 besitzen.

• Der Luftfilter muss auf die Raumgröße

und Personenzahl abgestimmt

werden.

• Eine sinnvolle Platzierung im

Raum ist wichtig.

• Mobile Luftreiniger ersetzen im

Kampf gegen Corona nicht die

AHA-Maßnahmen oder das Lüften,

und können Übertragungen

im Bereich unter 1,5 Metern laut

Robert Koch-Institut nicht verhindern,

selbst wenn sie die Zahl der

Viren in der Raumluft wirkungsvoll

reduzieren.

Haar. Luftfilter sind daher grundsätzlich

dort sinnvoll, wo Menschen in geschlossenen

Räumen zusammenkommen.

Christian Kästl erklärt, worauf

Verbraucher achten sollten.

Hoher Wirkungsgrad

„Die wichtigste Komponente eines

Luftreinigers ist der verwendete Filter.

Luftreiniger, die über sogenannte „High

Efficiency Particulate Air“(HEPA-)Filter

der Klassen H13 oder H14 verfügen,

können Viren sowie feinste, mit Viren

beladene Tröpfchen filtern. Dabei können

wiederum H14-Filter kleinere Partikel

10-mal besser aussondern als die

der Klasse H13.“ HEPA-H14-Filter besitzen

einen Wirkungsgrad von zirka 99

Prozent, das heißt, sie filtern zuverlässig

fast alle Partikel aus der Luft, die

sie umgewälzt haben. Zusätzlich können

reguläre HEPA-Filter mit einem

Karbonfilter kombiniert werden, um

noch effektiver gegen Viren zu wirken.

Manche Hersteller haben zusätzliche

Filtersysteme entwickelt, die eine separate

Filtermethode für organische

Teilchen haben. „Filter können nur richtig

wirken, wenn sie regelmäßig ausgetauscht

werden“, erläutert Christian

Kästl. Hier empfiehlt sich ein Blick auf

die Herstellerangaben zur Angabe der

Betriebsdauer. Die Kosten für die Filter

können je nach Modell stark variieren

und liegen zwischen 60 und 500 Euro.

Luftreiniger-Leistung

Um einen vernünftigen Infektionsschutz

zu bieten, sollte der Luftreiniger

in der Lage sein, die Raumluft mindestens

zwei- bis dreimal pro Stunde

komplett zu säubern. Daher sollten

Verbraucher die Größe des Luftfilters

entsprechend der Raumgröße wählen

oder mehrere kleinere Luftreiniger im

Raum verteilt verwenden. „Die Luftdurchsatzrate

pro Stunde zeigt auf, wie

hoch die Luftumwälzungsleistung eines

Luftreinigers ist. Die meisten Hersteller

haben diese Angabe aber direkt

umgerechnet und geben auf der Packung

Empfehlungen zur maximalen

Raumgröße für den jeweiligen Luftreiniger“,

erklärt Christian Kästl. Die gefilterte

Luftmenge sollte auf die Raumgröße

und -belegung abgestimmt werden.

Befinden sich mehrere Menschen

dicht beieinander, beispielsweise auf

dem Sofa, kann kein Luftfilter seine

Aufgabe erfüllen. Der Luftreiniger sollte

so ausgerichtet werden, dass er beim

Ansaugen einen großen Anteil der

Raumluft erwischen kann. Sonst

kommt es unter Umständen noch zu

einer zusätzlichen Verwirbelung und

Verteilung virenbeladener Luft im

Raum.

Geräuschbelastung

Gerade, wenn Luftreiniger viele Stunden

pro Tag laufen, ist eine geringe Geräuschbelastung

wichtig. Hochwertige

Geräte sind auch im Dauerbetrieb

kaum bemerkbar und stören wenig. Je

größer das Gerät, desto lauter ist es

meist auch – auch daher empfiehlt sich

die Verwendung mehrerer kleiner Lüfter,

um eine schnellere Luftfilterung auf

leiserer Stufe zu erzielen.

Fazit: Luftreiniger machen AHA-

Regeln nicht überflüssig

Als Ergänzung sind Raumluftfilter eine

gute Sache – doch einen 100-prozentigen

Schutz vor Viren bieten sie nicht.

14 bayern Metall 5/2021


Dazu spielen zu viele Faktoren eine

Rolle, wie die Anzahl der Personen im

Raum, die Abstände oder das regelmäßige

Wechseln des Luftfilters.

„Nach Angaben des Umweltbundesamts

haben die mobilen Luftreiniger

im Kampf gegen Aerosole in der

Raumluft nur eine unterstützende

Funktion“, stellt der TÜV SÜD-Experte

klar. Daher gilt es, auch mit einem

Luftreiniger regelmäßig zu lüften, um

Sauerstoff hineinzulassen und die

überschüssige Feuchtigkeit im Raum

sowie etwaige Viren abzuführen.

Weitere Informationen:

TÜV SÜD AG

Westendstraße 199

80686 München

www.tuvsud.com/de

Höchste Standzeit in Stahl

Neue, innengekühlte Walter Gewindeformer TC430 Supreme

Weitere Informationen:

Walter AG

Derendinger Straße 53

72072 Tübingen

www.walter-tools.com

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Mit dem TC430 Supreme erweitert

Walter sein Gewindeformer-Programm.

Die HSS-E-PM-Gewindeformer

für Grundloch- und Durchgangsgewinde

mit Gewindetiefen

bis 3,5 × DN sind speziell für sehr

hohe Standzeiten in Stahl konzipiert.

Dazu trägt neben deren verschleißfester

HIPIMS-Beschichtung

(AlCrN), insbesondere die im Markt

bisher einmalige Kombination aus

Innenkühlung und dem Verzicht auf

Schmiernuten für Grundlochgewinde

bei. Diese sorgt neben der Kühlung

für gute Schmiereigenschaften.

Die Kühlflüssigkeit wird an den Formkanten

vorbei aus dem Grundloch »gedrückt«,

schmiert diese dabei und verringert

so den Verschleiß. Beim Formen

von Grund- und Durchgangsgewinden

ist die Innenkühlung radial

ausgeführt. Eine dritte Variante für kurze

Gewinde < 3×D kommt ohne

Schmiernuten und Innenkühlung aus.

Mit dem TC430 Supreme profitieren

Anwender selbst bei langer Standzeit

von dauerhaft hoher Gewindequalität.

Die sehr glatte HIPIMS-Beschichtung

reduziert Aufschweißungen bei Stahl-

Werkstoffen mit hoher Adhäsion. Der

für Gewindeformer typische, stabile

Werkzeugquerschnitt ohne Spannuten

und die spanlose Bearbeitung erhöhen

die Prozesssicherheit. Walter bringt

den TC430 Supreme mit und ohne

Schmiernuten in den Abmessungen

M2–M20 (metrisch) und M8×1–

M16×1,5 (metrisch-fein) heraus. Ne-

Die Walter Gewindeformer der TC430

Supreme-Familie

ben der HIPIMS-Sorte WW60EL

(HSS-E-PM + AlCrN) hat Walter den

Gewindeformer auch in der TiNbeschichteten

Sorte WW60AD

(HSS-E-PM + TiN) im Programm.

Als typische Einsatzgebiete für den

Stahl-Spezialisten nennt Walter den

allgemeinen Maschinenbau oder

auch die Automobil- und Energieindustrie.

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bayern Metall 5/2021 15


Angenehme Abende auf der Terrasse

Schöne Stunden bis in die Nacht dank moderner Glaselemente

gängiger, wartungsarmer und rostfreier

Laufrollen innerhalb weniger Augenblicke

schließen.

In der warmen Jahreszeit gehören Garten

und Terrasse zu den Lieblingsorten

vieler Hausbesitzer. Um vor allem die

Sommermonate ausgiebig zu nutzen,

verlängern Gartenfreunde gern den

Tag, indem sie die Abendsonne in vollen

Zügen genießen. Sobald diese aber

untergegangen ist, sinken auch die

Temperaturen. „Damit weder Grillpartys

noch gemütliche Abende aufgrund

von Witterungsbedingungen verkürzt

werden müssen, schützen feste Terrassendächer

und bewegliche Elemente

aus Glas vor kühlem Wind und

un erwarteten Regenschauern“, erklärt

Dennis Schneider, Geschäftsführer der

SUNFLEX Aluminiumsysteme GmbH.

Er weiß, wie Aufenthalte im Freien bis

tief in die Nacht angenehm bleiben.

Weitere Informationen:

SUNFLEX

Aluminiumsysteme GmbH

Im Ruttenberge 12

57482 Wenden

www.sunflex.de

Neuer Lieblingsplatz für jede

Tageszeit

Wer bei schlechtem Wetter Abende auf

der Terrasse nicht missen möchte,

schafft einen geschützten Platz mit

Überdachungen aus Glas und Aluminium.

„Unsere Terrassendächer sind in

verschiedenen Größen, Formen und

Farben erhältlich, sodass wir sie an jede

Terrasse und jedes Haus ganz individuell

anpassen können“, erklärt Dennis

Schneider. „In Kombination mit unseren

Schiebe- oder Schiebe-Dreh-

Systemen bieten sie zusätzlich optimalen

Schutz vor stärkerem Wind und

Regen.“ Bei schlagartigen Wetterumschwüngen

lassen sich die beweglichen

Elemente aus Glas dank leicht-

Ganzglas-Systeme wie das ungedämmte

SF 20 oder das SF 35 mit Isolierverglasung

halten im geschlossenen

Zustand die Temperatur im Inneren

länger auf einem angenehmen Level

und schützen zugleich vor Insekten.

Es entsteht ein neuer Wohnraum im

Freien, durch die transparenten und

großflächigen Glaselemente bleibt die

Gartenatmosphäre dennoch erhalten.

Integrierbare LED-Beleuchtung sorgt

für das gewünschte Ambiente bis spät

in die Nacht und Heizelemente machen

die Terrasse auch an kälteren

Abenden zu einem behaglichen Ort.

Je nach Witterung und Belieben ist

auch eine Teilöffnung möglich, sodass

etwa ein Windschutz von einer Seite

und Frischluftzufuhr von der anderen

Seite gegeben sind. „Unsere Schiebe-

Dreh-Systeme können wahlweise nach

innen oder außen und entweder zu einer

oder zu zwei Seiten öffnen“, so

Schneider. „Am Ende des Abends können

die Systeme mit verschiedenen

Griff- und Schlossoptionen geschlossen

und verriegelt werden. Möbel, Sitzkissen,

Grill und Pflanzen bleiben so

über Nacht sicher und geschützt unter

dem Dach.“

Neue Drehmomentschlüssel von 5 bis 1000 Newtonmeter

Manuelles Schrauben in Bestform

Bei Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben

müssen Schraubverbindungen

nach dem Wiederzusammenbau

oft auf ihr korrektes

Dreh moment überprüft werden.

Für derartige Arbeiten an nicht sicherheitskritischen

Bauteilen stellt Atlas

Copco Tools die neuen und kompakten

PRO-Drehmomentschlüssel der

ACTW-Serie vor. Atlas Copco Tools

präsentiert mit den PRO-Drehmomentschlüsseln

der ACTW-Serie seine Einstiegsmodelle

für Qualitätsverschraubungen.

Die neue Baureihe umfasst

insgesamt fünf Modelle für einen wei-

ten Drehmomentbereich von 5 bis

1000 Newtonmetern (Nm) und alle fünf

bieten eine hohe Drehmoment-Wiederholgenauigkeit

von ±4 % gemäß

EN ISO 6789:2017. Dank der klar ablesbaren

doppelten Skala am ergonomischen

Handgriff ist die Drehmomenteinstellung

in Nm und ft-lb denk-

16 bayern Metall 5/2021


ar einfach. Durch ihre kompakte Bauweise

und das geringe Gewicht erleichtern

die robusten ACTW-Schlüssel

das Arbeiten auch unter beengten

Platzverhältnissen und die handhabungsfreundlichen

Werkzeuge geben

ein deutlich hörbares Klick-Signal beim

Erreichen des voreingestellten Drehmoments

ab. Diese akustische Rückmeldung

gibt dem Bediener Sicherheit

über das Schraubresultat. Noch ein

cleveres Detail ist der Schnellwechselmechanismus

an dem soliden Ratschenkopf,

der abtriebsseitig die gängigen

Vierkantgrößen von 1/4, 3/8, 1/2,

3/4 und 1 Zoll aufweist.

haltungsaufgaben häufig die Anzugsmomente

nach dem Wiederzusammenbau

überprüft, oder etwa mit

Schlagschraubern vorangezogene Verschraubung

präzise endangezogen

werden.

Das umfangreiche PRO-Zubehörsortiment

von Atlas Copco vervollständigt

die Drehmomentschlüssel. Es umfasst

beispielsweise auf die jeweiligen

ACTW-Modelle abgestimmte Steckschlüsselsätze

und vieles mehr.

Neue Einstiegswerkzeuge für manuell erstellte Qualitätsverschraubungen von Atlas Copco Tools:

Die PRO-Drehmomentschlüssel der ACTW-Baureihe decken Drehmomente von 5 bis 1000 Nm

ab. Auch von Schlagschraubern vorangezogene Verschraubung können mit den ACTW-Klickschlüsseln

präzise endangezogen werden. Die robusten Werkzeuge bieten interessante Details wie

eine doppelte Drehmomentskala und einen Schnellwechselmechanismus am Ratschenkopf.


(Fotos: Atlas Copco Tools)

Weitere Informationen:

Atlas Copco in Deutschland

Langemarckstraße 35

45141 Essen

www.atlascopco.de

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• Brandschutzglaselemente

in T-30, T-90

und F-30 Ausführung

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DIN 18095

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und Stahl

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Ein typisches Einsatzgebiet der ACTW-

Drehmomentschlüssel ist die industrielle

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bayern Metall 5/2021 17


Feinwerktechnik

Hochfest und zerspanbar

Steeltec stellt XTP ® in Versuchsreihe mit Ohnmacht Zerspanungstechnik auf die Probe

Die Anforderungen der Zukunft verlangen einem Stahl einiges ab, etwa,

dass er zwei eigentlich konträre Eigenschaften vereint – eine hohe

Festigkeit bei gleichzeitig hoher Zerspanbarkeit. Um die eigenen Werkstoffe

in dieser Hinsicht weiterzuentwickeln, hat der Blankstahlspezialist

Steeltec in Zusammenarbeit mit dem langjährigen Partner Ohnmacht

Zerspanungstechnik Zerspanungstests durchgeführt. Das Ergebnis: Mit

der Steeltec-eigenen Xtreme Performance Technology (XTP ® ) behandelt,

sind Stähle auch mit Festigkeiten von über 1500 N/mm² zerspanbar. In

der Testreihe sammelt das Unternehmen der Swiss Steel Group viel

Know-how und Werkzeugwissen rund um die extrem hochfesten und

zähen XTP ® -behandelten Stähle.

Die Firma Ohnmacht Zerspanungstechnik

aus Epfendorf im baden-württembergischen

Landkreis Rottweil fertigt

seit mehr als 40 Jahren einbaufertige

Präzisionsdrehteile. Genutzt werden

CNC-Drehzentren mit einem Stangendurchlass

von 10 bis 80 mm. Die

Produkte werden in der Hydraulik und

Antriebstechnik, im Maschinenbau, im

Hochdruckbehälterbau, in Armaturen

und Rohrleitungen sowie im Motorsport

eingesetzt. Darüber hinaus fertigt

Ohnmacht Sonderdrehteile in Kleinund

Mittelserien. In diesen Zielanwendungen

herrschen extrem hohe Drücke

und Antriebsmomente, daher setzt

Ohnmacht seit jeher besonders hochfeste

Stähle ein. Mit Bauteilen aus

Standardstählen kommen die Kunden

des süddeutschen Unternehmens in

puncto Festigkeit schnell an ihre Grenzen.

Bei normaler Zugfestigkeit treten

erfahrungsgemäß Störungen – zum

Beispiel Brüche oder Risse – auf, wie

Geschäftsführer Gunther Ohnmacht

berichtet.

Spezialstahl für komplexe

Anwendungen

Deswegen setzt Ohnmacht seit rund

drei Jahrzehnten auf die Zusammenarbeit

mit Steeltec und fertigt Teile aus

den hochfesten Spezialstählen ETG ®

88 und ETG ® 100. Sie eignen sich für

komplexe Teile sowie anspruchsvolle

Herstellungsprozesse und sind dabei

viel besser zerspanbar als Standardvergütungsstahl.

Letzterer muss für eine

hohe Zugfestigkeit in der Regel zunächst

einer Wärmebehandlung unterzogen

werden. Darauf folgt die oft beschwerliche

Nachbearbeitung.

Um einen Stahl zu erhalten, der weder

diese aufwendigen Schritte noch die

Zugabe teurer Legierungselemente

benötigt, hat Steeltec die Xtreme Performance

Technology (XTP ® ) entwickelt.

Über eine kontrollierte thermomechanische

Prozessführung entsteht

bei der Stahlherstellung ein extrem homogenes,

ultrafeinkörniges Gefüge.

Die im Stahl eigentlich gegenläufigen

Eigenschaften Festigkeit und Zähigkeit

werden gleichermaßen erzielt. Das erspart

Anwendern Kosten und gibt ihnen

einen multifunktionalen Stahl, dessen

Eigenschaften sich kundenspezifisch

exakt wie benötigt gestalten lassen.

Kontinuierlich Stähle mit höherer

Festigkeit gesucht

Werkzeugsysteme – wie sie bei Ohnmacht

im Einsatz sind – weisen heutzutage

immer höhere Standzeiten auf

und können immer mehr Stahl in geringerer

Zeit bearbeiten. Doch damit diese

Vorteile im Herstellungsprozess

wirklich genutzt werden können, muss

auch der zu bearbeitende Werkstoff

selbst ständig weiterentwickelt werden.

Gefragt ist ein Stahl mit verbesserten

dynamischen und mechanischen

Eigenschaften – sowohl hochfest

als auch gut zerspanbar. Ob ein

Werkstoff gut zerspanbar ist, hängt vor

allem von seiner Festigkeit und Zähig-

Die einbaufertigen Präzisionsdrehteile der Firma

Ohnmacht Zerspanungstechnik kommen

in Hydraulik, Antriebstechnik, Maschinenbau

und anderen Anwendungen zum Einsatz.


(Foto: Ohnmacht)

keit ab. Ist er hochfest und zäh, verschleißen

die Werkzeuge schneller, da

eine höhere Schnittkraft und mehr

Energie zum Zerspanen benötigt werden.

Auch auf die Oberflächengüte des

Werkstoffs wirkt sich dies negativ aus.

Gut zerspanbare Werkstoffe zeigen je

nach Bedarf glatte Oberflächen, produzieren

kurze Späne, benötigen geringere

Zerspankräfte und ermöglichen

insgesamt hohe Werkzeugstandzeiten

– dafür mussten Anwender jedoch bisher

Abstriche bei der Festigkeit ma-

18 bayern Metall 5/2021


chen. Steeltec vereint mit XTP ® beide

Eigenschaften miteinander. Eine Versuchsreihe

gemeinsam mit dem langjährigen

Partner Ohnmacht sollte nun

zeigen, ob diese Vorteile auch Anwendung

in der Praxis finden können. Bei

der Beurteilung des Testergebnisses

waren besonders die folgenden Faktoren

von Bedeutung: die Länge der

Späne, die Standzeiten der Werkzeuge

und die Oberflächen der Bauteile. Bei

Festigkeiten von über 1500 N/mm²

werden als Schneidstoff verstärkt Bornitrid

und Schneidkeramik verwendet.

Die Zerspanbarkeit hängt jedoch nicht

nur vom Werkstoff, sondern auch von

den Zerspanungsbedingungen ab –

vom Zusammenspiel von Maschine,

Werkzeug und Schnittgeschwindigkeit.

XTP ® -Stahl im Zerspanungsversuch

Für eine erhöhte Produktions- und Liefersicherheit

sucht Ohnmacht stets

nach Werkstoffen mit einer Festigkeit

bis 1400 N/mm 2 – ein Wert weit außerhalb

herkömmlicher Grenzen. Eine Anforderung,

die Steeltec mit der einzigartigen

XTP ® -Technologie erfüllen

kann. Um das Potenzial des Verfahrens

in dieser Hinsicht weiter zu erforschen,

ist Steeltec auf Ohnmacht zugegangen.

Denn der langjährige und zuverlässige

Partner setzt genau die passenden

Werkzeuge und Maschinen für

den hochfesten Bereich ein. Ziel der

Zerspanungsversuche war es, einen

sowohl hochfesten als auch gut zerspanbaren

Werkstoff zu finden und

neue Anwendungsbereiche für das

Präzisionsdrehteile: Die dafür eingesetzten

Werkstoffe aus Spezialstählen sollen zugleich

hochfest und gut zerspanbar sein – eine

Herausforderung, der Steeltec und Ohnmacht

Zerspanungstechnik mit einer gemeinsamen

Versuchsreihe entgegengetreten sind.

XTP ® -Verfahren im eigenen Stahlportfolio

auszuloten. Für Ohnmacht ging es

um einen optimierten Werkstoff für die

zukünftige Anwendung. Grundlage für

die gemeinsame Testreihe war ein Vertrauensverhältnis,

berichtet Christoph

Reiser, Technischer Berater bei Steeltec,

der verantwortlich für die Zerspanungsversuche

zeichnet. „Wir legen in

der Zusammenarbeit mit unseren Kunden

seit jeher einen großen Wert auf

gute Kommunikation und die persönliche

Betreuung sowie die punktgenaue

Einhaltung von Fristen und Absprachen.

Denn der eingesetzte Blankstahl

mit all seinen Eigenschaften muss für

die Kunden perfekt zugeschnitten sein

und ist wertvoll. Speziell im hochfesten

Bereich entscheiden Kleinigkeiten darüber,

ob er zum Einsatz kommt oder

nicht. Hierzu gehört auch die Ausführung

des Materials, damit für die Zerspanung

an den Anlagen alles passt“,

so beschreibt der Technische Berater

das Verhältnis zum langjährigen Kunden.

Bei dem Test setzten Steeltec und

Ohnmacht unterschiedliche Materialien

wie C45 XTP ® und 42CrMo4 XTP ®

ein. Die XTP ® -Anlagentechnik ist für

einen Abmessungsbereich von rund 16

bis rund 40 mm verfügbar. Die Firma

Ohnmacht stellt jedoch Produkte mit

Durchmessern von 25 bis 300 mm her,

somit kamen beim Test Stahlstangen

im Abmessungsbereich von 25 bis 40

mm zum Einsatz. Das XTP ® -Material

wurde mit Festigkeiten auf einer Skala

von 800 N/mm² bis 1700 N/mm² zerspant.

Bewertet wurden die Ergebnisse

anschließend hinsichtlich Oberflächengüte,

Spanform, Schnittparametern

und Verschleiß der einzelnen

Werkzeuge. Speziell beim Einstechen

und beim Gewindeformen stellte sich

je nach Zugfestigkeit des getesteten

Materials ein hoher Verschleiß vor allem

beim Abstechen des fertigen Teils

von der Stange ein. Doch das erhoffte

Ergebnis konnten die Partner bestätigen:

Der XTP ® -behandelte Werkstoff

mit hohen Zähigkeits- und Festigkeitswerten

konnte im Test mit speziellen

Werkzeugen für diese Festigkeit gut


Besuchen Sie uns im Internet:

www.fachverband-metall-bayern.de

bayern Metall 5/2021 19



zerspant werden. „Passendes Material

mit einer Festigkeit von 1700 N/mm 2

gab es am Markt bislang nicht. In der

Vergangenheit merkten wir bei hochvergütetem

Material teilweise schon

nach der Bearbeitung von 10 bis 15

Teilen, dass die Werkzeuge der Maschine

zerschlissen sind“, sagt Ohnmacht-Geschäftsführer

Gunther Ohnmacht.

„Neue Werkzeugsysteme können

heute aber das Fünffache leisten.

Mit dem Spezialstahl von Steeltec können

dank unserer Drehversuche so

mehr Teile von hoher Qualität produziert

werden – für alle Beteiligten eine

Win-win-Situation.“

Spannende Einsatzmöglichkeiten

Mit der XTP ® -Technologie

betritt Steeltec Festigkeitsbereiche,

die Zerspanungsbetriebe vor

Herausforderungen stellen können.

Bei den Zerspanungsversuchen mit

der Firma Ohnmacht gewann der

Blankstahlproduzent viele Erkenntnisse,

die den Einsatz von XTP ® -Stahl

auch für zerspanungsintensive Teile

rechtfertigen. Beide Partner profitieren

von dem Ergebnis: Steeltec konnte

das Optimierungspotenzial seiner

Werkstoffe weiter austesten; für Ohn-

macht birgt XTP ® spannende

Einsatzmöglichkeiten für

die Fertigung. Den Endkunden

stehen somit leistungsfähigere

Bauteile mit deutlich

verbesserten dynamischen Kennwerten

zur Verfügung.

Weitere Informationen:

(Quelle: Steeltec AG)

Swiss Steel Holding AG

Landenbergstrasse 11

CH-6005 Luzern

www.swisssteel-group.com

Rüstzeitfreie Werkzeuge von ISCAR für die smart factory

Wechselkopfsysteme reduzieren Ausfallzeiten

Die umfassende Digitalisierung wirkt sich in der smart factory auf alle

Unternehmensbereiche aus – vom Produktdesign über die Prozessplanung

bis zur Fertigung. In einer Fabrik mit vernetzten Anlagen ist es

besonders wichtig, Ausfallzeiten zu minimieren, um produktiv und

wirtschaftlich zu fertigen. Hierbei können Werkzeugsysteme mit

Wechselköpfen von ISCAR helfen, die ohne Rüstzeiten auskommen

und die Nebenzeiten beim Werkzeugwechsel minimieren.

Die MULTI-MASTER-Linie umfasst eine Vielzahl von Fräskörpern mit verschiedenen Aufnahmen,

Reduzierungen und Verlängerungen. So haben Anwender die Möglichkeit, die bestmögliche

Konfiguration zusammenzustellen und die Auskraglänge des Werkzeugs zu minimieren.

Digitale Technologien verbinden Fertigungssysteme

untereinander, mit der

virtuellen Welt und der 3D-Modellierung.

Das Ziel ist eine erhebliche Leistungssteigerung.

Je intelligenter und

technologisch ausgereifter diese Anlagen

sind, desto komplexer und teurer

werden sie auch. Für einen wirtschaftlichen

und effektiven Betrieb müssen

Anwender deshalb die Nebenzeiten

minimieren. Dabei spielen gerade

Werkzeuge eine wichtige Rolle.

Wechselkopfsysteme bringen

kurze Rüstzeiten

Noch vor 20 Jahren gab es nur sehr

wenige Werkzeugsysteme mit auswechselbaren

Köpfen. Inzwischen bietet

fast jeder führende Werkzeughersteller

eine Variante in seiner Produktpalette.

Besonders verbreitet sind

Werkzeuggruppen aus Stahlgrundkörpern

mit Hartmetall-Wechselköpfen –

und das trotz der stetigen Weiterent-

wicklung von Schleifmaschinen, die es

stark vereinfacht hat, Vollhartmetall

(VHM-)Werkzeuge herzustellen und

nachzuschleifen. Als Resultat stieg die

Zahl kleiner und mittlerer Werkzeughersteller

und es entstanden zahlreiche

Nachschleifdienste. Es wäre zu erwarten

gewesen, dass das Prinzip VHM

die auswechselbare Alternative ernsthaft

bedrängen würde. Tatsächlich ist

die Situation aber genau umgekehrt:

Dank der Fortschritte im Maschinenbau

und des Trends zur intelligenten

Fertigung setzen Anwender verstärkt

auf Werkzeuge mit auswechselbaren

Köpfen. So hat auch Werkzeugspezialist

ISCAR seine Wechselkopf-Systeme

dahingehend verbessert, dass Nutzer

die Köpfe praktisch ohne Rüstzeit

tauschen können. Beispiele dafür sind

die rotierenden MULTI-MASTER- und

SUMOCHAM-Werkzeuge. Bei den

neuen nicht rotierenden Werkzeugfamilien

MULTI F GRIP und LOGIQ5GRIP

zum Ab- und Einstechen verfolgt

ISCAR einen anderen Lösungsansatz:

Das Werkzeug besteht aus einem

Spannschaft und einem Wendeplattenadapter

mit auswechselbaren

Schneideinsätzen. Beide Ansätze reduzieren

die Nebenzeiten der Maschinen

erheblich. Der Werkzeugkörper

verbleibt während des Kopfwechsels

in der Maschine und es fällt keine zusätzliche

Rüstzeit für die Neujustierung

des Werkzeugs an. Möglich wird dies

20 bayern Metall 5/2021


durch die hohe Wiederholgenauigkeit

der auswechselbaren Köpfe. Diese

werden mit so engen Fertigungstoleranzen

hergestellt, dass Anwender sie

auswechseln können, ohne dass sie

die Maschine anpassen oder die CNC-

Programmierung korrigieren müssen.

Große Zahl Werkzeugkombinationen

für ein breites

Anwendungsspektrum

Werkzeuge mit Wechselköpfen reduzieren

nicht nur die Nebenzeiten, sie

sind auch vielseitig und flexibel einsetzbar.

Bei der MULTI-MASTER-Familie

beispielsweise passt ein Fräskopf

auf unterschiedliche Fräskörper, und

die verschiedenen Fräskörper können

wiederum unterschiedliche Fräsköpfe

aufnehmen. Damit stehen Anwendern

sehr viele Werkzeugkombinationen für

ein breites Anwendungsspektrum wie

Schulter-, Plan- oder Scheibenfräsen,

das Fräsen komplexer Profile, Bohren

oder Fasen zur Verfügung. Bei den

Während der SUMOCHAM-Bohrkopf gewechselt

wird, bleibt der Werkzeughalter in der

Maschine. Die in engen Toleranzen gefertigten

Bohrköpfe machen ein neues Einmessen des

Werkzeugs und Anpassungen am Bearbeitungsprogramm

überflüssig.

Bei der MULTI-MASTER-Familie beispielsweise

passt ein Fräskopf auf unterschiedliche

Fräskörper und die verschiedenen Fräskörper

können wiederum unterschiedliche Fräsköpfe

aufnehmen.


(Fotos: ISCAR)

nicht rotierenden Werkzeugen lohnt ein

Blick auf das neue MULTI F GRIP-System.

Damit können Anwender Schneideinsätze

sowohl der TANG-Grip- als

auch DO-Grip-Serie zum Abstechen

einsetzen.

Werkzeugkonfiguration an

Anforderungen anpassbar

Ein weiterer Vorteil von Werkzeugen

mit auswechselbaren Köpfen: Anwender

können die Werkzeugkonfiguration

bauteilspezifisch an den Bearbeitungsprozess

anpassen. Multitasking-Maschinen,

die verschiedene Zerspanungsprozesse

mit rotierenden und

nicht rotierenden Werkzeugen in einem

einzigen Bearbeitungsprozess ermöglichen,

sind inzwischen weit verbreitet

und steigern die Produktivität enorm.

Maschinenhersteller bieten zudem eine

Reihe von Möglichkeiten, um aus

einer herkömmlichen CNC-Maschine

eine Multitasking-Maschine zu machen.

Dazu wird die Anlage einfach um

angetriebene Werkzeugfunktionen er-

Aufgrund seiner robusten Konstruktion sorgt

MULTI F GRIP für vibrationsfreies Abstechen

auch bei großen Stangendurchmessern,

längere Lebensdauer der Wendeschneidplatten,

höhere Oberflächengüten und geradere

Schnitte.

gänzt, die die Leistung eines typischen

kleinen Bearbeitungszentrums aufweisen.

Die MULTI-MASTER-Linie umfasst

eine Vielzahl von Fräskörpern mit

verschiedenen Aufnahmen, Reduzierungen

und Verlängerungen. So haben

Anwender die Möglichkeit, die bestmögliche

Konfiguration zusammenzustellen

und die Auskraglänge des

Werkzeugs zu minimieren. Je kürzer

die Aufnahme, desto geringer fällt die

Biegebelastung der Spindel aus – davon

profitieren die Leistungsfähigkeit

und Standzeit des Werkzeugs.

Weitere Informationen:

ISCAR Germany GmbH

Eisenstockstraße 14

76275 Ettlingen

www.iscar.de

bayern Metall 5/2021 21


Schließ- & Sicherungstechnik

Eingesperrt!

Der in seine Wohnung Eingesperrte kann sich hier gegenüber dem herbeigerufenen

Schlüsseldienst nicht auf Wucher berufen. Das Amtsgericht

München wies mit Urteil vom 08.01.2020 die Klage eines Münchners

gegen einen Schlüsseldienstbetreiber aus Essen auf Rückerstattung eines

Großteils des gezahlten Lohnes in Höhe von 621,51 Euro ab.

Als der Kläger seine Wohnung in München-Johanneskirchen

gegen 22.00

Uhr verlassen wollte, um seine Mutter

zu besuchen, konnte er die Wohnungstüre

nicht öffnen. Auf der Suche nach

einem gewerblichen Schlüsseldienst,

an den ihn die Feuerwehr verwiesen

hatte, fand er eine Internetseite, die einen

24-Stunden-Notservice anbot. Auf

telefonische Frage nach einem konkreten

Angebot wurde der Kläger darauf

verwiesen, dass sich die Kollegen erst

ein genaues Bild vor Ort machen müssten.

Gegen Mitternacht erschien der

Beklagte vor der Wohnungstüre. Durch

deren Briefschlitz übergab er dem Kläger

ein Formular. Dort waren jeweils

„netto“ ein „Fallspezifischer Einsatzwert

Mo. bis Fr. 9 bis 18 Uhr“ von 189

Euro, Pauschalen von An- und Abfahrt

von je 20 Euro, ein Sonntag/Feiertagszuschlag

von 189 Euro bereits ausgefüllt.

Ohne Unterschrift werde die Türe

nicht geöffnet werden. Der Kläger habe

jedenfalls, auch bei Verweigerung der

Unterschrift, die Kosten für den Zeitaufwand

und die An- und Abfahrt zu tragen.

Der Kläger leistete daraufhin die

verlangte Unterschrift.

Nach umstandslos rascher Öffnung der

Tür stellte sich heraus, dass die Türfalle

nicht hängen geblieben, sondern gebrochen

war. Der Kläger beauftragte

den Beklagten nun auch mit dem Austausch

des Schlosses, dessen Preis

von 169,00 Euro damit begründet wurde,

dass es sich nicht um Massenware

aus dem Baumarkt handeln würde. Das

Formular wurde um die Posten „Mehrarbeitszeit“

in Höhe von 139,00 Euro

und „Sicherheitsschloss“ von 169,00

Euro ergänzt. Der Kläger unterschrieb

dann unter dem Titel „Abnahmeprotokoll“

erneut und bestätigte damit u.a.,

dass er die Arbeit ohne Mängel abgenommen

habe, die obenstehenden Artikel

verbaut worden seien und er die

Zahlung ohne Abzüge vornehmen werde.

Der Kläger bezahlte den Rechnungsbetrag

von 863,94 Euro in bar,

nachdem ihm für den Fall einer Zahlung

per EC-Karte weitere Kosten

von 9,90 Euro genannt

worden waren.

Der Vermieter erstattete

dem Kläger nur einen

Betrag von 217,18

Euro und verwies ihn

auf ein entsprechendes

Angebot eines

anderen Anbieters

sowie Preisempfehlungen

des Bundesverbands

Metall aus

dem Jahr 2011.

Der Kläger beruft sich

wegen des auffälliges

Missverhältnisses zwischen

Leistung und

Gegenleistung auf

die Unwirksamkeit

des sittenwidrigen

Vertrags, zumal er sich auch in

einer Zwangslage befunden habe, da er

am nächsten Morgen zur Arbeit erscheinen

habe müssen.

Der Beklagte wendet ein, dass niemand

den Kläger genötigt habe, die angebotene

Dienstleistung in Anspruch zu nehmen.

Der Kläger hätte ihn auch – maximal

belastet mit den Anfahrtskosten –

weiterschicken können. Auch eine

Zwangslage habe nicht vorgelegen.

Der zuständige Richter am Amtsgericht

München gab dem Beklagten Recht:

„Der Kläger befand sich nicht in einer

Zwangslage, wie dies von § 138 Abs. 2

BGB tatbestandlich vorausgesetzt wird.

(…) Eine Situation, in der es dem Kläger

nicht möglich oder nicht zumutbar war,

den Beklagten (…) schlicht weiterzuschicken,

lag nicht vor. Der Kläger befand

sich in seiner Wohnung und hatte

normalen und zuverlässigen Kontakt

zur Außenwelt. Er verfügte über einen

funktionierenden Telefon- und Internetanschluss.

Es mag sein, dass sich der

Kläger in einer für ihn unangenehmen

Lage befand, eine Art von Zwang, gerade

den Beklagten (…) zu beauftragen,

erwuchs aus dieser Lage aber nicht. Der

Beklagte (…) hat dem Kläger sein schriftliches

und detailliertes

Angebot unterbreitet.

(…) Zum einen hätte

der Kläger das Angebot

schlicht ablehnen können,

auch Anfahrtskosten

hätte er zunächst faktisch

nicht zahlen müssen

und den Beklagten

auf den Rechtsweg

verweisen

können. Zum anderen

hätte der Kläger

auf zumutbare Weise

einen anderen Schlüsseldienst

beauftragen

können. (…) Es ist weder

vorgetragen noch

anderweitig ersichtlich,

dass die Beklagten

im Raum München über

eine Monopolstellung verfügten.

(…)“

Auch ein Verstoß gegen § 138 Abs.1

BGB liege nicht vor. „In einer vom

Grundsatz der Vertragsfreiheit geprägten

freien Marktwirtschaft muss es

grundsätzlich den Parteien überlassen

werden, eine angemessene Vergütung

für eine konkrete Leistung zu bestimmen.

(…) Wenn ein Anbieter dauerhaft

überteuerte Angebote macht, wird er

entweder seine Preisvorstellungen reduzieren

müssen oder aber vom Markt

verschwinden.“

Das Urteil ist – nach entsprechendem

Hinweisbeschluss des Landgerichts

München I – aufgrund Rücknahme

der klägerischen Berufung

vom 30.04.2020 rechtskräftig.

(Jüngst/Amtsgericht München)

22 bayern Metall 5/2021


Aus- & Fortbildung

Akademie der Handwerkskammer für Schwaben: Meisterkurs „Landmaschinenmechaniker“

Entscheidender Mehrwert

Kaum ein Beruf ist so vielseitig und innovativ wie der des Land- und

Baumaschinenmechatronikers. Kaum ein Beruf erfordert ein so breites

Wissen, denn die Vielfalt an Maschinen in der Land-, Bau- und Forstwirtschaft

ist immens. Sie reicht vom Holzspalter über den Aufsitzrasenmäher

bis hin zu riesigen Hightech-Maschinen, Traktoren, Baumaschinen

und Mähdreschern. Da ein simpler Elektromotor, dort ein hochkomplizierter

Antrieb, die Steuerungen vollgepackt mit Elektronik. Während

der Erntezeit drängt dann auch noch die Zeit. Ist eine Maschine defekt,

muss es mit der Reparatur schnell gehen.

Auf all diese Szenarien sind die 21 Absolventen

des Meisterkurses Landmaschinenmechaniker

im BTZ Augsburg

nun optimal vorbereitet. Besonderer

Anreiz für die Teilnehmer: Sie erhielten

den Unterricht als erster Jahrgang im

neuen Schulungsgebäude der Hwk

Schwaben. In den hellen, großzügigen

Räumen konnten sie sich beispielsweise

an einem modernen Hydraulik-

Schulungsstand üben. Dieser enthält

die komplette Traktorhydraulik inklusive

Pumpen, Lenkung, Steuerblock,

Heckkraftheber und elektronischem

Bedienpult mit Touchscreen. „Darüber

hinaus sind unsere Absolventen fit in

Maschinen- und Instandhaltungstechnik.

Ebenfalls gehört die Betriebsorganisation,

Betriebsführung und Auftragsabwicklung

zu den Kursinhalten.

Und sie dürfen selbst ausbilden“, erläutert

Kursleiter und Lehrmeister

Jürgen Herzing. Zusätzlich profitieren

die Teilnehmer von der Qualifikation

zur Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

und erwerben während des

Meisterkurses den Sachkundenachweis

Fahrzeugklimaanlagen. „Damit

haben sie sich einen entscheidenden

Mehrwert gesichert.“

Wegen der starken Nachfrage sollten

sich Interessenten bereits jetzt für den

Meisterkurs 2024 vormerken lassen.

Informationen dazu gibt es bei

Andrea Hacker, Telefon 0821/3259-

1323, E-Mail: andrea.hacker@hwkschwaben.de

oder im Internet unter

www.hwk-schwaben.de/weiterbildung.

Weitere Informationen:

Handwerkskammer für Schwaben

Siebentischstraße 52–58

86161 Augsburg

www.hwk-schwaben.de

Die 21 frisch gebackenen Landmaschinenmechanikermeister konnten ihren Vorbereitungskurs als erster Jahrgang im neuen Bildungsgebäude

der Hwk für Schwaben absolvieren. (Foto: Lexhaller)

bayern Metall 5/2021 23


BHT-Nachwuchskampagne „Macher gesucht!“

Peteranderl: „Ausbildung für die Fachkräfteversorgung im Handwerk entscheidend“

„Berufe-Checkers“ herausfinden, welche

Handwerksberufe zu ihnen passen.

Im „Berufe-Wiki“ finden Jugendliche

alle Informationen zum Berufsbild

und zur Ausbildung. Mit dem „Lehrstellenradar“

können junge Leute nach

einem Ausbildungsplatz in ihrer Nähe

suchen. Offene Fragen zur Ausbildung

werden in der „WhatsApp-Sprechstunde“

beantwortet. Im „Macher-

Blog“ berichten Azubis aus unterschiedlichsten

Gewerken über ihre

Lehrzeit. Um die Handwerksberufe

noch anschaulicher darzustellen, werden

für die Social-Media-Kanäle (Instagram,

YouTube, WhatsApp und

Facebook) künftig noch mehr sogenannte

„Vlogs“ (Video-Blogbeiträge)

und „Reels“ (kurze Multi-Clip-Videos)

produziert.

Der Bayerische Handwerkstag

(BHT) hat die Internetseite seiner

Nachwuchskampagne „Macher

gesucht!“ generalüberholt: Unter

www.lehrlinge-fuer-bayern.de wirbt

der BHT seit 2008 mit Unterstützung

des Wirtschaftsministeriums

um Berufsnachwuchs.

„Die Ausbildung ist für die Fachkräfteversorgung

im Handwerk entscheidend.

Neben Berufsorientierung in

Schulen, auf Ausbildungsmessen und

bei Elternabenden spielen Internet und

soziale Netzwerke eine besondere Rolle.

Der Corona-Lockdown zeigt, wie

wichtig es ist, Jugendliche mit nutzerfreundlichen

Inhalten abzuholen und

so für eine Lehre im Handwerk zu begeistern“,

sagt BHT-Präsident Franz

Xaver Peteranderl.

Die neue Internetseite besticht durch

ihre moderne, jugendliche Optik und

den klaren Aufbau. Unter www.lehrlinge-fuer-bayern.de

können Schülerinnen

und Schüler zunächst mithilfe des

Damit bei der Berufsorientierung der

Spaß nicht zu kurz kommt, wurde das

Mini-Game „Crafty Tap“ entwickelt.

Es soll u. a. auf digitalen Messen für

Unterhaltung sorgen und ist auch auf

der Internetseite www.lehrlinge-fuerbayern.de

zu finden. Dabei können

Schülerinnen und Schüler Macher-

Werkzeuge einsammeln und den High-

Score knacken.

(Quelle: Ulrich/

Bayerischer Handwerkstag)

TERMINE

FÜR Ausgabe 6/2021

Redaktionsschluss: 11.05.2021

Anzeigenschluss: 18.05.2021

Bitte beachten!

Ausgabe 7/2021

Redaktionsschluss: 11.06.2021

Anzeigenschluss: 18.06.2021

24 bayern Metall 5/2021


Die Pilotphase der „DigiWorldMetall hat begonnen

Nach fast drei Jahren Entwicklungszeit steht ein digitales Projekt

des Metallverbandes kurz vor der Fertigstellung. Die DigiWorldMetall

ist in Pilotbetrieb. Was ist die DigiWorldMetall und wie können Sie

davon profitieren?

Ziel der Plattform ist es, die Unternehmen

im Metallhandwerk bei ihren Digitalisierungsmaßnahmen

zu unterstützen

und ein branchenspezifisches

Netzwerk aufzubauen. Die DigiWorld-

Metall stellt Informationen, Beratung,

fachlichen Austausch und Unterstützung

bei der Netzwerkarbeit bereit.

Von Fachleuten für Fachleute

Nirgendwo ist die hochspezialisierte

Expertise zu bestimmten Verfahren

oder Techniken stärker entwickelt als

in genau denjenigen Betrieben, die

diese Technologien täglich anwenden.

Zum Konzept der DigiWorldMetall gehört

es daher, genau diese Betriebe in

die Lage zu versetzen, ihr Wissen zur

Verfügung zu stellen und im Gegenzug

von spezialisierten Kompetenzen aus

anderen Unternehmen zu profitieren.

So entsteht ein Kooperationsnetz.

Digitale Berater

Um die Betriebe bei ihren Aktivitäten in

der DigiWorldMetall zu unterstützen,

haben die teilnehmenden Landesverbände

die Funktion des digitalen Beraters

ins Leben gerufen. Die Digitale Beraterin

des Fachverbands Metall Bayern,

Karen Ende, hilft Ihnen bei der

Recherche von Inhalten und dabei, das

Bildungsnetzwerk um neue Angebote

zu erweitern.

Was hat die DigiWorldMetall

zu bieten?

Das Angebot wird kontinuierlich wachsen.

Vom Start an sind folgende Lerninhalte

auf der DigiWorldMetall:

Onboarding

Informationen zur Einführung neuer

Mitarbeiter in den betrieblichen Alltag.

Informationen zum Förderprogramm

Go-Digital

Das Bundesministerium für Wirtschaft

und Energie fördert klein- und mittelständische

Unternehmen bei der Digitalisierung.

Datenschutz (DSGVO)

Um den Datenschutz als Mitarbeitender

zu verinnerlichen, benötigt es einen

Bezug zum eigenen Arbeitsalltag. Genau

das leistet diese Kursreihe.

Das Qualifizierungschancengesetz

Die wichtigsten Inhalte zum Qualifizierungschancengesetz

und Fördermöglichkeiten

für Ihren Betrieb.


bayern Metall 5/2021 25



Nachwuchsgewinnung durch

Social Media

Das (Metall-)Handwerk muss neue Wege

gehen, um seine Ausbildungsstellen

auch zukünftig besetzen zu können.

Social Media bietet hier neue und ungeahnte

Möglichkeiten.

Softskills

Lernen lernen, Cultural Habits und

Nachhaltigkeit: Mit diesen Online-Trainings

bekommen Sie einen neuen

Blick auf scheinbar alltägliche Kompetenzen,

rundum Lern- und Kulturtechniken

sowie zu Themen der Nachhaltigkeit.

... und noch viele weitere Angebote

Machen Sie mit bei der

DigiWorldMetall

Jeder Mitarbeitende eines Mitgliedsbetriebes

kann an der DigiWorldMetall

kostenlos teilnehmen. Um die Inhalte

exklusiv für unsere Betriebe zu halten,

wird die Mitgliedschaft bei der Erstanmeldung

automatisch geprüft. Das

geht ganz einfach über die Mitgliedsnummer.

Während der Pilotphase erhalten Sie

eine individuelle Einführung durch den

Digitalen Berater des Fachverbandes

und stehen in direktem Austausch mit

allen Akteuren der Plattform aus den

teilnehmenden Regionen.

So melden Sie sich an:

1. Geben Sie https://metall.link/digi in

Ihren Browser ein oder klicken Sie

auf den Button auf der Webseite des

Fachverbandes. Dort wird alles

noch einmal Schritt für Schritt erklärt.

2. Klicken Sie auf „Jetzt registrieren“.

3. Füllen Sie das Formular aus und

notieren Sie sich das Kennwort, welches

Sie sich selbst gegeben haben.

4. Vergessen Sie nicht die Mitgliedsnummer

anzugeben. Falls Sie Ihre

Nummer nicht kennen, hilft die Geschäftsstelle

des Fachverbandes

gerne weiter.

5. Wenn Sie das Formular abschicken,

bekommt Ihr Betrieb automatisch

eine E-Mail, um Sie zu legitimieren.

6. Sobald ein Mitarbeiter Ihres Betriebes

in dieser E-Mail auf „Ja“ geklickt

hat, ist Ihr Zugang aktiv.

Wer ist an der DigiWorldMetall

beteiligt?

Unter der Koordination des Bundesverbandes

Metall und dem Bildungswerk

Metall haben sich neben dem

Fachverband Metall Bayern auch der

Fachverband Metall Nordrhein-Westfalen,

der Fachverband Metallhandwerk

Thüringen, der Landesinnungsverband

Metall Berlin-Brandenburg

sowie die FernUniversität in Hagen zusammengefunden.

(Quelle: Tim Heinzen; LV NW)

Lehrgänge „Geprüfter Fachbauleiter“ und „Elektrofachkraft

für festgelegte Tätigkeiten“ erfolgreich durchgeführt

Dank Online-Unterricht trotz Lockdown möglich

Neben vielen Veranstaltungen des Seminarwesens, die dem pandemiebedingten

Lockdown zum Opfer fielen, gelang es dennoch, die beliebten

Lehrgänge „Fachbauleiter“ und „Elektrofachkraft“ mit Zertifikatsabschluss

durchzuführen.

Schriftlicher Prüfungsteil im Lehrgang „Fachbauleiter“ am 26.03.2021 im ABZ Garching.


(Fotos: FVMB)

Der Lehrgang zum „Geprüften Fachbauleiter

im Metallbauerhandwerk“

war von vornherein als Blended-Learning-Kurs

geplant, was sich tatsächlich

als rettend für die Durchführung

erweisen sollte. Hinter dem Begriff

„Blended-Learning“ verbirgt sich die

Kombination aus Online-Lernangeboten

mit Präsenzveranstaltungen, die

erstmalig in dieser Variante seitens der

Wirtschaftsgesellschaft des Fachverbandes

Bayern angeboten wurde.

Der Landesverband NRW, der schon

seit Längerem verstärkt auf Online-

Lernangebote setzt, hatte die Kursinhalte,

die in einem Curriculum des

Bundesverbandes definiert sind, vornehmlich

in Form von Videos aufbereitet.

Dank der guten Kooperation mit

dem LV NRW konnten die Online-Inhalte

so übernommen werden, und mit

der Anmeldung erhielten die Teilneh-

26 bayern Metall 5/2021


menden den Zugang zu den Materialien,

die ihnen zum Selbststudium zur

Verfügung standen und vollkommen

flexibel genutzt werden konnten.

Die weitere inhaltliche und organisatorische

Ausgestaltung des Lehrgangs

fand jedoch in bayerischer „Eigenregie“

statt, und da in den ersten Monaten

des Jahres keine Präsenzseminare

erlaubt waren und um trotzdem die

Teilnehmenden bei ihrem Lernfortschritt

zu unterstützen, entschied man

sich zu einzelnen begleitenden Online-

Meetings, bis endlich im März die Präsenztage

stattfinden konnten. Hier

wurden die Inhalte noch einmal vertieft

und diskutiert. Die abschließende Prüfung

wurde am 26. und 27. März im

ABZ Garching durchgeführt und man

konnte allen 11 Teilnehmenden zur bestandenen

Prüfung gratulieren!

Anschließend bleibt zu dieser neuen

Lehrgangs-Variante zu sagen, dass

ohne das Online-Angebot eine Durchführung

nicht möglich gewesen wäre.

Dennoch wurde von vielen Teilnehmern

betont, dass die wichtige Funktion

des Austausches untereinander,

sich persönlich kennen- und voneinander

zu lernen und Fragen und Diskussion

zu praktischen Anwendungen am

besten im Präsenzunterricht möglich

sind und diesen damit nahezu unabdingbar

machen – was somit ein wichtiges

Resümee für die Planung weiterer

Lehrgänge bleiben wird.

Ähnlich erging es im Lehrgang „Elektrofachkraft“.

Nachdem bereits zwei

Kurse aufgrund des Lockdowns abgesagt

werden mussten, Teilnehmende

aber dringendes Interesse und vor allem

Bedarf an dem Zertifikat hatten,

konnte ein Kurs realisiert werden, indem

der theoretische Teil in einigen

Sitzungen online über „Teams“ abgehalten

wurde. Dank des Engagements

Aufgrund der hohen Flexibilität, die mit dem Blended-Learning-Kurs gegeben

ist, bieten wir den Lehrgang „Geprüfte/r Fachbauleiter/in“ im Sommer noch

einmal an. In einer Informationsveranstaltung am 30.07.2021 werden die

Kursziele und -inhalte erläutert, sowie alle Fragen zum Umgang mit den

Online-Tools geklärt.

Ab Kursbeginn stehen Ihnen alle Kursinhalte vollständig zur Verfügung,

sodass Sie diese bei freier Zeiteinteilung bearbeiten können. Ebenso werden

Sie über den gesamten Zeitraum stets eine*n Ansprechpartner*in für mögliche

Fragen haben!

Weitere Präsenztermine sind voraussichtlich am: 10.09. | 17.09. | 24.09. |

30.09.2021, jeweils 08:00 bis 16:00 Uhr, Prüfungstermine sind am

01./02.10.2021.

Infos dazu gibt Frau Ende, Telefon: 089 2030077-48

Absolventen des Lehrgangs „Fachbauleiter“ mit dem Referenten Robert Weinerek/März 2021.

und der Flexibilität des Referenten

Karl-Heinz Saur und natürlich auch seitens

der Teilnehmenden, war diese Variante

eine sinnvolle Alternative. Trotz

üblicher „Anfangsschwierigkeiten“ mit

dem neuen Unterrichtsmedium zeigte

sich auch hier, dass die Kombination

aus online-gestütztem Lernen mit der

Präsenzphase, d.h. hier in dem Praxisteil,

in dem „herkömmlich“ unterrichtet

und vor allem das theoretisch erworbene

Wissen in der Praxis umgesetzt

und geübt wurde, ein gangbarer Weg

ist. Auch hier konnte allen Teilnehmenden

zum bestandenen Abschlusszertifikat

gratuliert werden!

Wenngleich die „Geschmäcker“ sehr

verschieden sind und tendenziell für

das Metallhandwerk die Praxisnähe

immer ein wichtiger Aspekt im Seminarwesen

sein wird, so war es auch

hier – wie so häufig in den letzten Monaten

– unabdingbar „Online-Alternativen“

zu schaffen, die uns zukünftig

wohl auch weiterhin begleiten werden.

Ein herzliches Dankeschön daher an

alle, die uns bei der Umsetzung unterstützt

und diese neuen Wege mit uns

beschritten haben!

Ausbildung im

Metallhandwerk

Zukunft bewegen

www.metallausbildung.info

bayern Metall 5/2021 27


AUSBILDUNGSZENTRUM

METALLHANDWERK

Kurse im Mai 2021

Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606-1

Die Ausführung von Schweißarbeiten muss für Arbeiten im

„geregelten Bereich“ durch einen „geprüften Schweißer“ erfolgen.

Im „nicht geregelten Bereich“ wird dieser Nachweis zunehmend

durch die Auftraggeber gefordert. Nach der DIN EN ISO 9606 muss

dieser Nachweis alle drei Jahre erneuert werden.

Teil I: Prüfungsvorbereitung und Prüfung Theorie

Teil II: Schweißerprüfungen nach DIN EN ISO 9606-1

• Prüfung A – ISO 9606-1 135 P FW FM1 S t8 PB ml

• Prüfung B – ISO 9606-1 135 P BW FM1 S t8 PA oder PF ss nb

• Prüfung C – ISO 9696-1 135 T FW FM1 S t3 D48, 3 PB sl

Die Prüfung umfasst das Schweißen des Prüfstücks inkl.

Prüfaufsicht, Prüfen und Bewerten, die Fachkundeprüfung,

das Ausstellen der Prüfungsbescheinigung sowie die

Zertifizierung durch die Metall-Zert GmbH und erfolgt

gemäß den Regularien zur zertifizierten Schweißerprüfung.

Zielgruppe: „Geprüfte Schweißer“, deren Zertifikat

erneuert werden muss; erfahrene Schweißer

Weitere Schweißerprüfungen auf Anfrage!

22. Mai 2021

ABZ Garching

Sie finden hier die ursprüngliche Planung unseres

Seminarprogramms. Wir weisen jedoch darauf hin,

dass wir bezüglich der Veranstaltungen an die jeweilig

geltenden Regeln gebunden sind und es möglicherweise

zu Änderungen des Angebotes kommen kann.

In jedem Fall werden wir versuchen, die angegebenen

Themen in Schulungsformen für Sie zu realisieren und

Sie jeweils aktuell darüber informieren. Vielen Dank

für Ihr Verständnis!

Seminarveranstalter:

Wirtschaftsgesellschaft des

Fachverbandes Metall Bayern mbH

Lichtenbergstraße 10

85748 Garching

28 bayern Metall 5/2021


Kurse im Juni 2021

Statik für Metallbauer*innen – Grundlagen und MetallStat

In dem 2-tägigen Seminar werden Grundlagen der Statik vermittelt und einfache

statische Systeme und Nachweise nach DIN EN 1993 (EC3) behandelt. Das erlernte

Wissen wird im zweiten Teil vertieft, die Anwendung des Programms MetallStat

geübt und einzelne Berechnungen durchgeführt und erprobt.

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Metallhandwerk

Theoretische und praktische Inhalte mit abschließender Prüfung und Zertifikat vom

BVM. Voraussetzung ist eine Ausbildung im Metallhandwerk sowie einschlägige

Berufspraxis. Der 90-Stunden-Kurs hier für das Metallhandwerk in nur 48 Stunden!

09./10. Juni 2021

Aschaffenburg

11./12. +

17. bis 19. Juni 2021

ABZ Garching

Nachschulung – Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Metallhandwerk

Die eintägige Nachschulung richtet sich an Teilnehmende, die bereits den verkürzten

Lehrgang „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten im Metallhandwerk“ durchlaufen

haben. Der theoretische und praktische Kenntnisstand wird aufgefrischt und

aktualisiert und jeweils in einer Prüfung abgefragt.

Rechtsfragen aus der Baupraxis – Tagesseminar

BGB-Bauvertragsrecht im Vergleich zu den Regelungen der VOB/B. Welche Unterschiede

gibt es, insbesondere beim Nachtragsmanagement? Weitere Inhalte: Regeln

bei der Abwicklung von Bauleistungen, Behinderungsanmeldung, Bedenken und

Nachtragsleistungen, richtiges Gewährleistungsmanagement. Sie erhalten aktuellen

Input und hilfreiche Tipps vom Experten und haben zudem die Möglichkeit, Ihre

individuellen Fragen zu stellen.

21. Juni 2021

ABZ Garching

25. Juni 2021

ABZ Garching

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie auf unserer Homepage

www.fachverband-metall-bayern.de

Anmeldung unter: www.abz-metallhandwerk.de

● Veranstaltungs-Hotline: 089 2030077-48 – Frau Karen Ende

● Veranstaltungs-Hotline: 089 2030077-48 – Frau Karen Ende

● Falls der Veranstaltungsort nicht angegeben ist, finden die Veranstaltungen in 85748 Garching,

Lichtenbergstraße

Falls der Veranstaltungsort

10, statt.

nicht angegeben ist, finden die Veranstaltungen in 85748 Garching,

Lichtenbergstraße 10, statt.

● Der Veranstalter behält sich das Recht vor, Veranstaltungen kurzfristig abzusagen, wenn die erforderliche

Mindestteilnehmeranzahl nicht erreicht wird, sowie Anmeldungen abzuweisen, wenn die Veranstaltung

bereits ausgebucht ist. Die Seminarbelegung erfolgt in der Reihenfolge der eingegangenen Anmeldungen.

bayern Metall 5/2021 29


Geschäftliches

NICOLAI Bicycles – made in Germany

Höchste Teilepräzision und Produktivität mit Schwanog Verzahnungsstoßen

Das Unternehmen NICOLAI Bicycles ist ein außergewöhnlicher und

faszinierender Hersteller von Mountainbikes und Gravelbikes mit Sitz in

der beschaulichen Kleinstadt Mehle. Vor über 20 Jahren erfüllte sich

Karlheinz Nicolai seinen Traum vom eigenen Mountainbike-Unternehmen

und gründete NICOLAI mit zwei Schweißern in einer Garage.

Einsatz. Auf seiner Website www.

nicolai-bicycles.com lassen sich dazu

alle Details und Vorteile abrufen sowie

natürlich die begehrten Bikes konfigurieren.

NICOLAI MTB mit selbst gefertigtem Rahmen.

Völlig entgegen der Markttrends realisierte

Karlheinz Nicolai seine Vision

von High-End Bikes, bei der auch die

Rahmen von der Entwicklung über das

Fräsen, Schweißen, Richten, Wärmebehandeln

und Beschichten komplett

im eigenen Hause handgefertigt werden.

Mit Detailversessenheit, hoher

Handwerks- und Schweißkunst, der

Erfahrung leidenschaftlicher Biker sowie

der gewissen Portion Extra-Liebe

werden hier einige der besten Bike-

Rahmen der Welt bis zum kleinsten

Einzelteil selbst gebaut.

Inhaber Karlheinz Nicolai sieht darin

keinen Selbstzweck, sondern den

enormen Vorteil, sehr schnell die Ergebnisse

von Fahrerprobungen in neue

Bikes umzusetzen und sich auf die Bedürfnisse

seiner Kunden in Perfektion

einstellen zu können. Getreu dem Unternehmensmotto

„100 % made in

Germany“ kann so sichergestellt werden,

dass alle Bauteile den hohen Ansprüchen

genügen. Dabei kommen

Materialien wie Aluminium in Speziallegierungen,

Stahl und Edelstahl zum

Antriebswelle, bearbeitet mit Schwanog

Verzahnungswerkzeug.

Heute produziert NICOLAI mit einem

Team von rund 30 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern High-End Bikes, die

durch ein direktes Feedback von

Kunden und Sportlern kontinuierlich

neue Impulse für Innovationen erfahren.

Anspruch an höchste Qualität –

in beeindruckender Komplettbearbeitung

In seinem Anspruch an höchste Qualität

bis in jedes Detail, hat sich Projektleiter

Stephan Wickenhäuser, CNC-

Produktion/Leiter Betriebstechnik, an

Schwanog gewandt, um eine Antriebswelle

aus Aluminium noch optimaler zu

fertigen.

Klaus Rosenfeld, als Technischer Vertriebsmitarbeiter

für den Kunden NI-

COLAI verantwortlich, analysierte die

bislang eingesetzten Fertigungsprozesse

des Bauteils und empfahl mit

dem Verzahnungsstoßen eine Alternative,

die noch höhere Prozesssicherheit

und Produktivität versprach. Denn

mit dem Schwanog Verzahnungswerkzeug

können Kerbverzahnungen und

Nuten als Komplettbearbeitung auf

CNC-Drehmaschinen in einem Arbeitsgang

gefertigt werden. Das Verfahren

wurde auf ersten Prototypen eingesetzt

und überzeugte Projektleiter Stephan

Wickenhäuser sofort.

„Das Fertigen einer Kerbverzahnung

gehörte bislang nicht zu unseren internen

Produktionsprozessen. Schwanog

hat es auf Anhieb geschafft, mit ihrem

Verzahnungs-Werkzeugsystem die Vorgaben

unserer Entwicklungsabteilung

an den Prototypen perfekt und professionell

umzusetzen. Das hat uns rundum

begeistert!“

30 bayern Metall 5/2021


Der entscheidende Produktivitätsvorsprung

ergibt sich aus der Komplettbearbeitung

in einem Durchgang, während

bei der konventionellen Drehteilfertigung

immer ein zusätzlicher, separater

Arbeitsgang auf einer Nachbearbeitungs-Maschine

erforderlich ist.

Und so profitiert NICOLAI von vier zentralen

Vorteilen:

• Wirtschaftliche Komplettfertigung

von Kleinserien in nur einem

Arbeitsgang

• Einfaches und schnelles Wechseln

der Werkzeuge

• Höchste Prozesssicherheit durch

Wegfall von Nachbearbeitungen

• Deutliche Senkung der Rüstkosten

Weitere Informationen:

Projektleiter Stephan

Wickenhäuser (links)

und Betriebsleiter

Markus Schmidt,

NICOLAI.

Schwanog Siegfried Güntert GmbH

Niedereschacher Straße 36

78052 VS-Obereschach

www.schwanog.com

Tarif ZahnGesund des Münchener Verein:

Testsieger bei Stiftung Warentest

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe erzielte im aktuellen Test

privater Zahnzusatzversicherungen von Stiftung Warentest für ihren

Premium-Tarif „ZahnGesund 100“ die Bestnote „sehr gut (0,5)“ und holte

damit den Testsieg. Top-Platzierungen erhielten auch die zwei weiteren

ZahnGesund-Kompakttarife ZahnGesund 75+ und ZahnGesund 85+.

Stiftung Warentest hat insgesamt 244 Tarifangebote getestet.

„Mit ZahnGesund haben wir ein Erfolgsprodukt,

das bereits wenige

Monate nach der Einführung auf

überwältigende Resonanz bei unseren

Kunden stößt. Jetzt wurde dessen

Preis- und Leistungsstärke auch

von Stiftung Warentest bestätigt“,

betont Dr. Rainer Reitzler, CEO der

Münchener Verein Versicherungsgruppe.

„Wir haben uns sehr über

die hervorragende Benotung gefreut,

sie ist ein deutliches Zeichen,

dass wir mit den Leistungskomponenten

unserer Zahnzusatzversicherungen

exakt den Bedarf der

Kunden abdecken.“

Der Tarif „ZahnGesund 100“ ist der

Top-Tarif für den anspruchsvollen

Kunden, es werden 100 Prozent für

hochwertige Füllungen, Zahnersatz

sowie Wurzel- und Parodontose-Behandlung

gezahlt. Sogar die Kosten für

Zahnbleaching werden im tariflichen

Umfang erstattet. Stiftung Warentest

hat aus den Kriterien Regelversorgung,

Privatversorgung, Inlays und Implantate

die Gesamtnote für „ZahnGesund

100“ von 0,5 und damit den Testsieger

ermittelt. Die Verbraucherorganisation

hat in den Testergebnissen auch weitere

Produktleistungen aufgeführt, die

nicht bewertet wurden: Bei Kunststofffüllungen,

Wurzel-, Parodontalbehandlung,

Funktionsanalytik, Akupunktur/

Hypnose/Narkose und professionelle

Zahnreinigung nimmt „ZahnGesund

100“ im Vergleich zu anderen Versiche-

rern, die diese Leistungen nicht anbieten,

ebenfalls eine Spitzenposition

ein. „Rechnen wir diese eingeschränkten

oder fehlenden Leistungen

der Konkurrenten in der Gesamtbewertung

mit hinzu, heißt das,

dass wir Testsieger bei Preis und

Leistung sind“, unterstreicht Dr.

Reitzler. „Wir lassen damit namhafte

Mitwerber klar hinter uns.“

Mit der Note „sehr gut“ hat Stiftung

Warentest auch die anderen beiden

ZahnGesund-Kompakttarife Zahn-

Gesund 75+ und ZahnGesund 85+

bewertet. Der Wechsel zu ZahnGesund

ist einfach, die üblichen Nachteile

einer neu beginnenden Zahnstaffel

fallen weg. Der Münchener

Verein rechnet die Vorversicherungszeit

der Kunden bei unmittelbarem

Übergang komplett und kostenfrei

an. Ein Plus für Vermittler ist

die digitale Lösung: Der Abschluss

ist papierlos und ohne Unterschrift

möglich.

Weitere Informationen unter

www.muenchener-verein.de

bayern Metall 5/2021 31


Moderner Auftritt begeistert Besucher

Berner Torantriebe bei Messe „R+T digital“ im Rampenlicht

Das andere Schaufenster war für die

Berner-Marke Supeero reserviert, wobei

der Torhersteller unter anderem mit zwei

Lösungen für repräsentative Einfahrten,

„Schwebendes Tor“ und „Kubus“, punkten

konnte. Gleichzeitig konnte Supeero

noch stärker als Berner-Marke ins Gespräch

gebracht werden.

Neues Bedienzubehör auf dem virtuellen Messestand von Berner: Handsender (1, 2, 4 Kanal),

Funkcodetaster und Funkinnentaster.

(Foto: Berner Torantriebe KG)

Eine neue Garagentorantriebsserie,

neues Bedienzubehör und dazu moderne

Produktvideos: Der Auftritt von Berner

Torantriebe (Rottenburg am Neckar)

bei der R+T digital steckte voller Innovation.

Gleichzeitig konnte sich die

Berner-Marke Supeero mit repräsentativen

Toreinfahrten so richtig in Szene

setzen. Mit dem realistischen digitalen

Nachbau des Stuttgarter Messegeländes,

Online-Vorträgen und Livestreams

schöpfte zudem der Veranstalter sämtliche

Möglichkeiten aus, die das Internet

hergibt. Dennoch möchte man bei

Berner wegen des persönlichen Austauschs

auf eine reale Messe nicht verzichten.

Coronabedingt fand die R+T-Weltleitmesse

für Rollladen, Tore und Sonnenschutz

in diesem Jahr erstmals nur digital

statt. 193 Aussteller, 65 Prozent davon

aus dem Ausland, präsentierten

sich Ende Februar unter www.rt-expo.

digital auf 299 virtuellen Messeständen

und vor 22 000 Besuchern.

Auch Berner Torantriebe mit Sitz in Rottenburg

am Neckar nutzte das neue Angebot,

um sich im virtuellen Raum zu

vernetzen und „für den Markt sichtbar

zu bleiben“. Für den Aufbau des virtuellen

Messestandes gab es nur eine kurze

Vorbereitungszeit, die der international

agierende Hersteller von Torantrieben

und Einfahrtstoren jedoch optimal

für sich nutzen konnte. „Digitalisierung

ist für uns kein Neuland, deshalb sind

wir mit dem Feedback sehr zufrieden“,

resümiert Berner-Seminarleiter René

Hirschka. Eigentlich waren es zwei

Messestände, an denen das schwäbische

Unternehmen sich zeigte. Bei Berner

stand das neue Bedienzubehör wie

Handsender (1, 2, 4 Kanal), Funkcodetaster

und Funkinnentaster im Fokus.

Die Geräte bieten nicht nur eine einfache

und unkomplizierte Handhabung,

sie sind auch passend zum Design der

Antriebe gestaltet. Für den Fachhandel

verfügbar sein wird das neue Bedienzubehör

bereits in diesem Jahr. Auch die

neue Garagentorantriebsserie GA 205

und GA 405 mit ihrem hellen LED-Rahmen

sorgte für Aufsehen. So lassen

sich die Antriebe nicht nur einfach starten

und bedienen, sondern mittels einer

App auch programmieren. Eine neue

Schnittstelle auf der Steuerungsplatine

ermöglicht zudem die Kompatibilität

mit verschiedensten Zusatzkomponenten.

Das im Gehäusedeckel der Antriebe

integrierte LED-Licht ermöglicht ein

ungeblendetes Arbeiten an der Steuerung

und ist jetzt noch deutlich heller.

2022 kommen die neuen Antriebe in

den Fachhandel.

Weitere Informationen:

Berner Torantriebe KG

Graf-Bentzel-Straße 68

D-72108 Rottenburg

www.berner-torantriebe.de

Beide virtuellen Messestände wurden

während des offiziellen Besuchszeitraums

ständig durch Fachkräfte des

schwäbischen Unternehmens betreut.

Professionell gestaltete Videoclips sowie

schöne Objektbilder ermöglichten

es den Besuchern, die hochwertigen

Berner-Produkte konkret in Augenschein

zu nehmen. Die Resonanz darauf

war sehr positiv: „Unser Mut zum

modernen Stil wurde belohnt“, freut

sich Geschäftsführer Frank Kiefer. Sowohl

mit der Anzahl der Besucher als

auch mit dem Echo auf die breite Produktpalette

war Berner zufrieden,

wenngleich der Austausch doch deutlich

zu kurz kam. Dabei verteilten sich

die insgesamt 400 Nutzer gleichmäßig

auf beide Messestände des Rottenburger

Mittelständlers.

Mit dem realistischen digitalen Nachbau

des Stuttgarter Messegeländes,

den Livevideos und Vorträgen bot der

Veranstalter den Besuchern einen hohen

Wiedererkennungswert. Die R+T

digital sei somit besser gewesen als reine

Plattformlösungen, lobt Berner. Eine

reale Messe mit den so wichtigen persönlichen

Kontakten könne das digitale

Format nicht ersetzen. Die Digitalisierung

sei aber „ein unverzichtbares Instrument

auf dem Weg zu einer echten

Publikumsveranstaltung“. Deshalb setze

man bei Berner auf eine Mischung

aus physischem Treffen und dem digitalen

Mehrwert, so die Rottenburger.

Tipp: Noch bis zum Jahresende können

sämtliche Messestände unter www.rtexpo.digital

besichtigt werden, so auch

der Stand von Berner.

Mit dem neu errichteten Produkt- und

Schulungszentrum am Standort in Rottenburg

bietet Berner seinen Kunden

künftig die Möglichkeit, sich weiterzubilden.

Erfahrene Techniker und Experten

geben dabei ihr gesammeltes Wissen

weiter. Die Seminare werden sowohl

online als auch vor Ort angeboten.

32 bayern Metall 5/2021


Messen & Ausstellungen

Die Planungen der Herbstmessen 2021 beginnen

Internationale Maschinenbaumesse MSV, Brünn (CZ) vom 13. bis 17. September 2021

und Streichinstrumentenbaumesse Mondomusica (im Rahmen der Cremona Musica),

Cremona (IT) vom 24. bis 26. September 2021

Seit vielen Jahren ist das bayerische

Handwerk auf der Instrumentenbaumesse

Mondomusica in

Cremona (IT) und der Internationalen

Maschinenbaumesse MSV in

Brünn (CZ) mit einem geförderten

Gemeinschaftsstand vertreten.

Präsenzmessen sind für das Handwerk,

trotz steigender Digitalisierungsangebote,

nach wie vor eines der wichtigsten

Instrumente für die Geschäftsanbahnung,

die Präsentation von Produkten,

Innovationen und Dienstleis-

tungen und die Vernetzung innerhalb

der Branche.

Deshalb wird an den Planungen für die

diesjährigen Septembertermine für

diese beiden Messen festgehalten. Für

die bayerischen Gemeinschaftsstände

erhalten Aussteller neben einer finanziellen

Förderung durch den Freistaat

Bayern auch einen Rundum-Service:

Unterstützung bei der Voraborganisation

sowie vor Ort, einen schlüsselfertigen

Messestand schon ab 2 m² und

das Profitieren von gemeinsamen Angeboten

wie z. B. einer Lounge.

Weitere Informationen:

Bayern Handwerk International

GmbH

Josephsplatz 8

90403 Nürnberg

www.bh-international.de

automatica sprint: Neues Messeformat

vom 22. bis 24. Juni 2021 in München

• Flexibles Messekonzept mit digitalen Angeboten

• Konzeption gemeinsam mit der Branche Robotik + Automation

• Neue Robotik- & KI-Plattform munich_i im Rahmen der automatica sprint

Die Messe München erweitert das

Portfolio der automatica im Sommer

2021 um ein kompaktes, neues

Veranstaltungsformat: Während die

reguläre automatica erst wieder

2022 stattfindet, feiert die automatica

sprint vom 22. bis 24. Juni 2021 auf

dem Münchner Messegelände

Premiere.

Mit klarem Fokus auf Kundendialog und

Maschinen zum Anfassen, ist das innovative

Event eine zeitgemäße Antwort

auf die aktuelle Situation. Dabei ist sie

eine der ersten Chancen für die Community,

sich wieder persönlich zu treffen.

Rahmenbedingungen wie feste

Standgrößen, ein einheitlicher Standbau,

zentrales Catering, vereinfachte

Prozesse oder neue Stornierungsmöglichkeiten

reduzieren den Messevorlauf

für Aussteller erheblich. Dadurch ist für

die notwendige Flexibilität in der Corona-Zeit

für alle Beteiligten gesorgt.

Die automatica sprint ist von Anfang

an sowohl als Präsenz- als auch als

Digitalveranstaltung konzipiert, sodass

bereits jetzt die Durchführbarkeit des

neuen Formats garantiert ist. Ein durchdachtes

Hygienekonzept ermöglicht

zudem die bestmögliche Sicherheit der

Teilnehmer vor Ort.

Neues Konzept mit maximaler

Flexibilität bei gewohnter Qualität

Bei der automatica sprint handelt es

sich um eine eigenständige „Tochter“

der automatica, die alle bekannten

Qualitätsstandards erfüllt. Inhaltlich

stehen auch bei dem neuen Format

Robotik, Montage-/Handhabungstechnik,

Industrielle Bildverarbeitung sowie

digitale Lösungen für die Smart Factory

im Mittelpunkt. Ziel ist die Intensivierung

des Dialogs und die Vernetzung

der Teilnehmer mit Lösungen, Wissen

und Erfahrungen. Wesentliche Merkmale

des neuen Marktplatzes sind Flexibilität,

Modularität und Offenheit. Dafür

sorgen unter anderem ein zentraler

Standbauer, zentrales Catering in jeder

Halle und einheitliche Standgrößen (20

bis 200 qm). Ihre Fläche können die

Aussteller im Rahmen fester Vorgaben

individuell gestalten. Die vorgegebenen

Paketstände vereinfachen dabei auch

den Aufplanungsprozess erheblich. Des

Weiteren gibt es großzügige, an die Gegebenheiten

der Corona-Pandemie angepasste

Stornierungsmöglichkeiten.

automatica sprint findet in jedem

Fall statt

Im Idealfall wird die automatica sprint

als Präsenzveranstaltung in München

mit digitalen Zusatzangeboten veran-


bayern Metall 5/2021 33



staltet. Sollte die Durchführung des

Präsenzteils Pandemie-bedingt nicht

möglich sein, findet das Event als reine

Digitalveranstaltung statt. Digital ist dabei

keine Notlösung, sondern integraler

Bestandteil des Konzepts. Die flexible

Veranstaltungsform stellt sicher, dass

Aussteller und Besucher unabhängig

von möglichen Reiserestriktionen überall

auf der Welt garantiert an der neuen

Messe teilnehmen können.

Neue Robotik- & KI-Plattform

munich_i im Rahmen von automatica

sprint

Gemeinsam mit der automatica sprint

feiert munich_i vom 22. bis 24. Juni

2021 Premiere. Die von der automatica

und der Munich School of Robotics and

Machine Intelligence (MSRM) der Technischen

Universität München (TUM)

neu ins Leben gerufene Plattform zu

den Themen Robotik und Künstliche Intelligenz

ist weltweit einzigartig. Unter

dem Leitmotiv intelligence empowering

tomorrow liefert die Plattform Antworten

auf wirtschaftlich und gesellschaftlich

drängende Fragen wie: Auf welche

Art und Weise lässt sich unsere Arbeit

mithilfe von künstlicher Intelligenz einfacher,

sicherer und auch produktiver

erledigen? Wie kann KI bereits heute für

die großen Herausforderungen in den

Bereichen Gesundheit, Mobilität und

Arbeit genutzt werden? Herzstück von

munich_i ist der Hightech Summit am

22. Juni 2021 im ICM – Internationales

Congress Center München. Weitere

Elemente während der gesamten Messelaufzeit

sind die Sonderschau namens

AI.Society, der Elite-Nachwuchs-

Wettbewerb Robothon ® sowie der „Roboterführerschein“

zur Grundlagenvermittlung.

Das Führungsteam von munich_i besteht

aus Prof. Dr. Alena Buyx und Prof. Dr. Sami

Haddadin. Prof. Dr. Buyx ist Direktorin

des Instituts für Geschichte und Ethik

der Medizin sowie Inhaberin des Lehrstuhls

für Ethik der Medizin und Gesundheitstechnologien

an der TUM. Prof. Dr.

Haddadin ist Direktor der MSRM sowie

Inhaber des Lehrstuhls für Robotik und

Systemintelligenz an der TUM. Darüber

hinaus findet parallel zur automatica

sprint auf dem Messegelände in Mün-

chen vom 21. bis 24. Juni die LASER

World of PHOTONICS, Weltleitmesse

für Komponenten, Systeme und Anwendungen

der Photonik, statt. Für die

ausstellenden Unternehmen und die

Besucher von automatica sprint und

LASER bestehen attraktive Synergieeffekte.

Während für die LASER die Hallen

B1–B3 sowie C1–C3 vorgesehen

sind, sind für die automatica sprint die

Hallen A1 bis A3 reserviert.

Weitere Informationen:

Messe München GmbH

Messegelände

81823 München

messe-muenchen.de

automatica-munich.com/de

4. Leitmesse für Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen

vom 12. bis 14. Oktober 2021 in Karlsruhe

DeburringEXPO – gratfreie, präzise und saubere Oberflächen zunehmend wichtiger

Geschäftsklima und Auftragslage verbessern sich in der Industrie. Für

Unternehmen geht es dabei jetzt auch darum, mit neuen und weiterentwickelten

Lösungen, Impulse zu setzen. Eine optimale Plattform dafür

ist in den Bereichen Entgrattechnologie und Präzisionsoberflächen die

DeburringEXPO, die vom 12. bis 14. Oktober 2021 auf dem Messegelände

Karlsruhe durchgeführt wird. Mit den Themenparks „Reinigung nach

dem Entgraten“, „Automatisiertes Entgraten mit Industrierobotern“ und

„AM Parts-Finishing“ werden bei der 4. Leitmesse für Entgrattechnologien

und Präzisionsoberflächen zusätzlich brandaktuelle Themen aufgegriffen.

Außerdem bietet das als Wissensquelle gefragte Fachforum

Informationen über neueste Trends und Entwicklungen sowie praxisorientierte

Lösungen.

In vielen Industriebereichen wie dem

Maschinenbau, der Medizin- und Pharmatechnik,

Werkzeugherstellung,

Mess-, Feinwerk-, Sensor- und Antriebstechnik

sowie Automobilindustrie

zieht die

Nachfrage an. Auch getrieben

durch den Export.

Dadurch werden Investiti-

onen, die im vergangenen Jahr zurückgestellt

wurden, wieder aktuell. Eine

bedeutende Rolle spielen dabei auch

Themen wie Entgraten, Kantenverrunden

und die Herstellung

von Präzisionsoberflächen.

In der Fertigung

und Wiederaufbereitung

von Produkten sind auch

bei diesen Arbeitsschritten teilweise

höhere und veränderte Anforderungen

zu erfüllen.

Wettbewerbsentscheidende

Trendthemen auch im Rahmenprogramm

Ergänzt werden die Ausstellerpräsentationen

auch bei der kommenden Veranstaltung

durch ein an die aktuellen

und vielschichtigen Anforderungen der

Anwenderbranchen angepasstes Rahmenprogramm.

Der gemeinsam mit

dem Kooperationspartner Robofunktion

GmbH organisierte Themenpark

Automatisiertes Entgraten mit Industrierobotern

bildet die Möglichkeiten

der Roboter automatisierten Oberflächenbehandlung

komplett ab. Von der

Bauteilzuführung über die Lageerkennung,

Handhabung, die Graterkennung

durch Kamera oder Sensorik und

34 bayern Metall 5/2021


den Entgratprozess mit integriertem

Werkzeugwechsel bis zur Qualitätssicherung

und abschließenden Ablage

des Bauteils in Warenträgern.

Insbesondere im Bereich metallischer

Komponenten wird die additive Fertigung

immer stärker in der Serienfertigung

eingesetzt. Eine Herausforderung

stellt dabei jedoch nach wie vor die

Nachbearbeitung der Oberflächen dar.

Automatisierte Lösungen, die prozesssicher

ein reproduzierbares Ergebnis

sicherstellen, werden bei der DeburringEXPO

konzentriert im Themenpark

AM Parts Finishing präsentiert.

Immer stärker in den Fokus rückt in der

Fertigung und der Wiederaufbereitung

die Bauteilreinigung. Dabei sind steigende

Anforderungen sowohl an die

partikuläre als auch filmische Sauberkeit

zu erfüllen, um die Qualität nachfolgender

Prozesse wie Beschichten,

Schweißen, Verkleben und Montieren

sicherzustellen. Entsprechend sind

nach dem Entgraten beziehungsweise

einem Präzisionsfinish bedarfsgerecht

ausgelegte Reinigungsprozesse unverzichtbar.

Dieser Aufgabenstellung widmet

sich der Themenpark Reinigen

nach dem Entgraten.

Mehrwert Wissen

Als Wissensquelle gefragt, ist auch das

integrierte, dreitägige Fachforum der

DeburringEXPO. Im Mittelpunkt der simultan

(Deutsch/Englisch) übersetzten

Vorträge stehen Lösungen für konkrete

Anwendungsfälle ebenso wie aktuelle

Entwicklungen und Trends sowie Zukunftsstrategien.

Weitere Informationen:

fairXperts GmbH & Co. KG

Hauptstraße 7

72639 Neuffen

www.fairxperts.de

www.deburring-expo.de

Die Nachbearbeitung

additiv gefertigter

Metallkomponenten

stellt nach wie vor

eine Herausforderung

dar. Der

Themenpark AM

Parts Finishing

präsentiert automatisierte

Lösungen, die

ein reproduzierbares

Ergebnis sicherstellen.

(Foto: fairXperts

GmbH & Co. KG)

Bücher

VOB und BGB am Bau

Rechtssichere Abwicklung von Bauprojekten

Ulrike Gantert, Helmut Aschenbrenner, Gritt Diercks-Oppler (Hrsg.);

Print-Ausgabe: Handbuch, DIN A5 Ringordner; 177,10 EUR (zzgl.

MwSt.); Dieses Werk ist auch mit erweitertem Umfang und zusätzlichen

Vorteilen als Premium- und Digital-Ausgabe verfügbar

Wer in der Baubranche arbeitet,

muss die Regelungen des aktuellen

Baurechts kennen und sicher anwenden.

Das umfassende Standardwerk

bietet Rechtssicherheit

vom Vertragsschluss bis zur Vertragserfüllung

nach VOB und BGB.

Die Neuregelungen der VOB/A und

VOB/C 2019 sind in die im Werk enthaltenen

ausgewählten Kommentierungen

eingearbeitet. Auch ist das

Werk auf aktuellem Stand nach dem

neuen Bauvertragsrecht 2018. Da-

rüber hinaus bietet das Werk aktuelle

Informationen und Handlungsempfehlungen

zu den Auswirkungen der Corona-Krise

auf Bauprojekte.

Baurechtsexperten liefern in diesem

Werk verständliche Kommentierungen,

praktische Musterklauseln und ein Lexikon

der wichtigsten Begriffe zum

Baurecht. Selbst schwierige Sachverhalte

erläutern die Autoren leicht verständlich

und geben konkrete Tipps für

die Baupraxis.

Kontakt & Bestellung:

Forum Verlag Herkert GmbH

Mandichostraße 18

86504 Merching

www.forum-verlag.com

bayern Metall 5/2021 35


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Fachverband Metall Bayern

Lichtenbergstraße 10, 85748 Garching

TERMINE

FÜR Ausgabe 6/2021

Redaktionsschluss: 11.05.2021

Anzeigenschluss: 18.05.2021

Bitte beachten!

Ausgabe 7/2021

Redaktionsschluss: 11.06.2021

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