FINDORFF Magazin | Mai-Juni 2021

vogelmediabremen
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ISSN 2567-2061 MAI - JUNI 2021

FINDORFF

NEU! Jetzt mit

Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

KINDERTHEATER MIT KARINA SCHIECK

Theaterpädagogin spielt „Violetta und der graue Klaus“

NEUER STADTTEILMANAGER

Oliver Nullmeyer verstärkt die Findorffer Geschäftsleute

KUNST AUS FINDORFF

Über Speed-Malerei und Insekten-Persönlichkeiten

WWW.MAGAZINEFUERBREMEN.DE


2

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


EDITORIAL

Liebe Findorfferinnen,

liebe Findorffer!

So konnten wir – nach vielen

kleinen Festen – 2012

das erste richtig große Findorffer

Sommerfest in der

Hemmstraße und der Admiralstraße

feiern. Ich weiß

noch, wie beim Open-Air-

Kino die Menschen zu

„Mamma Mia“ auf der

Straße getanzt haben. „Staubig“

war da höchstens die

Straße!

Gabriele Greger-Gleitze

2. Vorsitzende der Findorffer Geschäftsleute

Als ich vor zwölf Jahren in den Stadtteil Findorff

kam, hörte ich von meiner Vorgängerin über die

Geschäftsleute immer diesen destruktiven und

wenig motivierenden Satz: „Das ist ein verstaubter

Verein, da ändert sich eh nix.“

Doch mein Ansatz ist von jeher: Wenn du

etwas bewirken möchtest, dann musst du den

ersten Schritt tun und selbst aktiv werden! Das

habe ich dann auch getan und bin in den Verein

der Findorffer Geschäftsleute e.V. eingetreten.

Dort habe mich engagiert und schnell festgestellt,

dass der Verein gar nicht so „verstaubt“

war, sondern dass sich da seit Jahren Menschen

für den Stadtteil einsetzten, die viel Erfahrung

und auch Traditionen mitbrachten. Ist das etwa

schlecht? Nein, natürlich nicht. So trafen Generationen

aufeinander, die viel voneinander

lernen konnten. Das tat mir als Jungunternehmerin

gut, um meinen Weg zu finden und zugleich

meine Spuren zu hinterlassen.

Und wo stehen wir heute?

Seit nunmehr sechs Jahren

schenken mir die Mitglieder

der Findorffer Geschäftsleute

e.V. das Vertrauen, ihre

2. Vorsitzende zu sein. Eine

Aufgabe, die ich mit Leidenschaft

ausfülle, die mich jedoch

auch immer wieder an

Grenzen bringt. Dieses Ehrenamt

erfordert Zeit und

Kraft, und diese kann im Nebenjob

niemand zu 100%

geben. Es gibt so viele, die

dieses sehen – sich einbringen

und mitmachen. Das

tröstet über die auch manchmal

nicht so schönen Momente

hinweg.

Besonders in dieser Zeit, in

der Zusammenhalten so

wichtig ist, freue ich mich,

dass Findorff ein Stadtteil ist, in dem die Menschen

sich eher unterstützen, als sich im Weg

zu stehen. Und dieser Weg der Gemeinschaft

geht weiter: Wir haben das Glück, mit Oliver

Nullmeyer einen engagierten, motivierten und

kompetenten Menschen gefunden zu haben,

der unsere ehrenamtliche Arbeit professionell

einen Schritt weiterbringt. In dieser Ausgabe

wird er ausführlich vorgestellt.

Es bleibt also spannend, weiterhin „unverstaubt“,

und es ändert sich etwas – mit jedem

Schritt!

Ich wünsche allen Menschen im Stadtteil viel

Freude und Gesundheit.

Ihre

Rolladen

Markisen

Jalousien

Insektenschutz

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 3


INHALTSVERZEICHNIS

NEUER

STADTTEILMANAGER

Seit dem 1. März ist Oliver

Nullmeyer hauptamtlich im

Dienst für den Stadtteil Findorff

18

KUNST AUS FINDORFF

Die beiden Künstlerinnen Birte Plutat

und Frauke Beck-Domin, Mitglieder

der Gruppe Kaf – Kunst aus Findorff

14

KINDERTHEATER

Die Schauspielerin und Kindertheaterleiterin

Karina Schieck

und ihr Kindertheaterstück

„Violetta und der graue Klaus“

22

FRISCH GEMISCHTES

06 Aktuell, informativ, menschlich:

unser buntes Stadtteilleben

FINDORFFER GESCHÄFTSLEUTE

12 Die Findorffer Geschäftsleute

offerieren viel Service und

Engagement, um ihre Kunden

lokal glücklich zu machen

BIRTE PLUTAT &

FRAUKE BECK-DOMIN

14 Die beiden Künstlerinnen haben

ganz unterschiedliche kreative

Ansätze und sind Mitglieder

in der Künstlervereinigung KaF

OLIVER NULLMEYER

18 Um viele Dinge im Stadtteil

anzustoßen, voranzubringen und

umzusetzen verstärkt der neue

Stadtteilmanager die Findorffer

Geschäftsleute

KARINA SCHIECK

22 Mit viel Elan und Engagement

hat die Theaterpädagogin ein

kurzweiliges Theaterstück für

Kita-Kinder auf die Beine gestellt

NUKLEARMEDIZIN

28 Osteoporose ist eine weit verbrteitete

und oft unentdeckte chronische

Erkrankung der Knochen

RUNDUM GESUND

30 In unserer Rubrik Rundum gesund

stellen wir diesmal das Thema

Ölziehen vor, was für weiße Zähne

und Entgiftung sorgt

FAMILIE & CO.

34 Auch Füße brauchen ein besonderes

Augenmerk, um gesund zu bleiben,

denn Fußfehlstellungen sind nicht

nur im Erwachsenenalter, sondern

auch bei Kindern und Jugendlichen

verbreitet

4

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


INHALTSVERZEICHNIS

Für Weltentdecker

30

RUNDUM

GESUND

Ölziehen am Morgen

verspricht viele gesundheitliche

Vorteile – wir stellen

die alte ayurvedische

Methode vor

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Größen 74 bis 86

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Gesunde Kinderfüße

sind das A und O für

einen sicheren Gang

durch’s Leben –

die Roland-Klinik

gibt Tipps

34

Hemmstraße 192, 28215 Bremen, Tel. (0421) 37 94 990

WICHTIGE ADRESSEN

40 Die Ärztetafel für Findorff

SPORT IM STADTTEIL

41 Neuigkeiten von der

SG Findorff

IMPRESSUM

42 Wer, was und wann

Osterfeuerbergstraße 56 · 28219 Bremen

Tel. (0421) 38 22 39

Di, Mi, Fr 8.30-18h | Do 8.30-20h | Sa 7.30-13h

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 5


FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Dirk und Martin Busch haben als Vater-Sohn-Duo den aktuellen Song „Rauf und

Runter“ veröffentlicht

BUSCH hoch 2:

Wenn der Sohne mit dem Vater…

1982 standen Dirk Busch („Sie beißt und kratzt“, „Liebst Du auch den rauen

Wind?“, „Du bist keine Mona Lisa“) und Martin Busch erstmals gemeinsam vor

der Kamera. „Du, das machen wir später…“ hieß der Song von der allerersten

Schallplatte des Vaters, der damals noch als Professor an der Universität Bremen

tätig war. Der NDR drehte ein Video und der 9-jährige Filius agierte laut Filmteam

wie ein alter Hase. 2007 entstand auf der Tour von Dirk Busch und Band die Aufnahme

des Live-Duetts „In meinem Bett“, eine Geschichte aus Kindersicht über

die Träume vom bevorstehenden Leben.

Von dem handelt auch das neueste Werk der beiden Busch-Generationen: „Rauf und

Runter“ (erschienen am 16.4. bei SophistiCat Music) ist ein Song aus der Feder von

Martin Busch und Karsten Günther. Mit nun fast 50 Jahren Lebenserfahrung beschreibt

Radiomoderator Busch, der mittlerweile selbst zweifacher Vater ist, in seinem

Text die schwierige Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft („Es

gibt unendlich Möglichkeiten, Tag und Nacht Jahr für Jahr zu verbringen; nach und

nach füllst Du die Lebensseiten mit Tätigkeiten, Menschen und Dingen“), das Auf

und Ab, die Widrigkeiten und Rückschläge, aber auch Hochs und Glücksmomente,

die jeder kennt – privat wie beruflich. Entscheidend ist, dass man dranbleibt. „Aufgeben

zählt nicht, was soll’s!“ heißt es am Ende des Textes. Väter spielen wie Mütter

bei diesem komplexen Prozess als Orientierung und Stütze eine wichtige Rolle.

Und wenn Söhne groß sind, übernehmen sie diese Rolle bei ihren Kindern. Denn

das Spiel beginnt immer wieder aufs Neue. Und für ausnahmslos jeden geht es:

Rauf und Runter.

»»» martin-busch.de

Der Vorstand der Uniwildnis hat sich um neue Nistgelegenheiten für die heimischen

Vögel gekümmert (Foto: Norbert Kück/Uniwildnis)

Neue Nistkästen für

die Uni-Wildnis

Vorstand „Freunde der

Uniwildnis“ schafft

Nistkästen über NABU an

Bei der letzten Begehung der Uniwildnis durch den Vorstand wurden auch die vorhandenen

Nistkästen begutachtet. Dabei fielen ein paar Nistkästen durch ihren

schlechten Zustand auf, so dass der Vorstand eine Besserung ins Auge fasste. Zu

Beginn der Brut- und Setzzeit hat der Vorstand "Freunde der Uniwildnis" mehrere

Nistkästen über den NABU angeschafft.

Die Vorstandsmitglieder haben sich mit Leiter und Werkzeug in der Uniwildnis getroffen

und die neuen Nistkästen an verschiedenen Stellen aufgehängt. Die Aktion

war offensichtlich ein Erfolg, denn auf dem Rückweg war zu sehen, dass der zuerst

aufgehängte Nistkasten schon angenommen wurde. Eine Kohlmeise begutachtete

den Nistkasten von allen Seiten und blickte auch mehrfach hinein. Beim

Gang durch die Uniwildnis fielen außerdem auf dem See Bläßhühner und auch

eine Graugans auf. Nachdem sie einmal kurzzeitig weggeflogen war, kehrte sie

doch recht schnell wieder zurück. Anscheinend ist das Areal für diese Graugans gerade

richtig zur Aufzucht ihrer Brut. Hoffentlich bleibt sie dabei ungestört! Der Vorstand

weist in diesem Zusammenhang noch einmal nachdrücklich darauf hin, dass

während der Brut- und Setzzeit die Leinenpflicht auch in der Uniwildnis gilt.

»»» uniwildnis.de

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Der Freiwilligendienstleistende Lennart Jaeschke bereitete den Magerboden

auf dem Gelände des DAV Kletterzentrum Bremen vor, damit die von der Firma

Allos bereitgestellte mehrjährige Fruḧjahrsansaat anwachsen kann

Biene sucht Blüte

Deutscher Alpenverein e.V.

ist Projektpartner

Bienen machen leckeren Honig, klar. Aber sie bestäuben auch zahlreiche Nutzpflanzen

wie Äpfel, Tomaten oder Kräuter und sind von größter Bedeutung für ein

intaktes Öko-System. Aufgrund intensiver Landwirtschaft, dem Einsatz von Pestiziden

und Flächenversiegelungen haben sie es heute allerdings schwer. Daher hat

Allos bereits 2012 das Herzensprojekt „Biene sucht Blüte" ins Leben gerufen, mit

dem Bienen und andere Bestäuberinsekten unterstützt werden. Der Grundstein für

das Blühwiesenprojekt des Bio-Pioniers wurde im Rahmen eines Azubi-Projektes

und mit einem kleinen Blühwiesenstreifen direkt hinter dem Allos Hof in Drebber

gelegt. Was klein begann, ist mittlerweile zu einem nachhaltig angelegten Großprojekt

geworden, das sich mit viel Pionier-Geist für den Erhalt der Biodiversität

einsetzt. Gemeinsam mit Kooperationspartnern lässt Allos so jährlich eine Vielzahl

Blühwiesen erblühen und verteilt zusätzlich im Bio-Fachhandel das „Biene sucht

Blüte“-Saatgut, um auch die Konsumenten zum Mitmachen aufzurufen.

Als einer der neuen Projektpartner legt die Sektion Bremen des Deutschen Alpenverein

e.V. auf dem Gelände seines UNTERWEGS – DAV Kletterzentrum Bremen nahe

dem Fallturm im Technologiepark eine Blühwiese an. Ausgeführt wird das Projekt

durch den Freiwilligendienstleistenden Lennart Jaeschke. Dieser absolviert in der

Alpenvereins Sektion Bremen sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Der Freiwilligendienst

dient vielen Schulabgängern als Orientierung und zur Persönlichkeitsbildung,

um sich für den bevorstehenden Lebensabschnitt vorzubereiten. Der

Freiwilligendienst kann dabei verschiedene Schwerpunkte haben, zum Beispiel

Sport, Kultur aber auch Ökologie, wie in diesem Fall. Damit ist Lennart beim Alpenverein

bestens aufgehoben, der neben Sportverein auch Naturschutzverein ist

und diese Ziele fest in seiner Satzung verankert hat. Den Natur- und Umweltschutzgedanken

versucht auch das Kletterzentrum der Sektion mit seinem eigenen

Nachhaltigkeitskonzept für seine Sportstätte umzusetzen, bei dessen Erstellung

die Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen unterstützend zur Seite stand. Das Projekt

“Biene sucht Blüte“ von Allos initiiert, passt da natürlich bestens ins Konzept

um die Artenvielfalt vor Ort zu fördern. Die ersten Blüten werden bereits sehnsüchtig

erwartet. Seit vergangenem Jahr beheimatet der Imker und Landesgeschäftsführer

des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund e.V., Thorsten Wilkens,

fünf Bienenvölker am Kletterzentrum, der erste „Kletterzentrumshonig“ wird Ende

Juni erwartet.

»»» kletterzentrum-bremen.de

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 7


FRISCH GEDRUCKT

FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

StarLigner

Die durchsichtige Zahnschiene

aus Bremen für das

perfekte Lächeln

Sebastian Copien

Herzhaft-intensiver Genuss

Herzhaft-intensiv schmecken die über 75 pflanzlichen Rezepte von Vegan-Koch Sebastian

Copien. Geschmortes, Geröstetes und Gebratenes, Frittiertes, Geräuchertes

und Gegrilltes – hier zählen Würze, Aroma und Biss. Man genießt das wohlige

Gefühl zu schlemmen und richtig satt zu werden. Mit diesem veganen Kochbuch

setzt Sebastian Copien neue Maßstäbe in der pflanzlichen Küche und begeistert so

nicht nur Veganer und Vegetarier. Neben den vielen wundervollen Rezepten gibt

der Profikoch sein Wissen über richtiges Abschmecken und die wichtigsten Kochtechniken

weiter. Die Rezepte im Buch sind alle handwerklich gut gekocht mit vielen

traditionellen Zubereitungen aus der ganzen Welt. Ein Buch für viel Geschmack

auf dem Teller aber kein Buch für die schnelle Küche – denn manchmal braucht

deftige Wohlfühlküche einfach etwas Zeit. Das 2018 erstmals publizierte Buch erscheint

jetzt in kompletter Überarbeitung mit neuem Layout, zahlreichen neuen

Fotos und einem Vorwort von Niko Rittenau.

Heftig deftig vegan

Grillen, Rösten, Schmoren,

Räuchern & Braten

Paperback , Klappenbroschur,

192 Seiten, 21,0 x 26,0 cm

ca. 160 Farbfotos

ISBN: 978-3-517-09991-0

Paperback

Preis: 20,00 Euro

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„Herzhaft-intensiver

Genuss“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. Juni an:

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Der Rechtsweg ist

ausgeschlossen.

Wer wünscht sich nicht ein Traumlächeln? Transparente Zahnschienen für das perfekte

Lächeln sind gerade der neueste Trend der Beauty-Industrie. In der SternKlinik

Bremen kann jeder, der sich seine Zähne mit einer durchsichtigen Zahnschiene

korrigieren lassen möchte, seine ganz persönliche Sternstunde erleben: mit der

unsichtbare Zahnschiene StarLigner. Hundert Prozent individuell mit medizintechnischer

Perfektion.

StarLigner ist ein sogenannter Aligner. Dies sind herausnehmbare, transparente

Zahnschienen aus medizinischem Kunststoff, die mindestens 22 Stunden am Tag

getragen werden müssen, um ein schnelles und gutes Ergebnis zu erzielen. Zur

Korrektur von leichten bis mittleren Fehlstellungen sind Aligner ideal. Bei größeren

Zahnkorrekturen können unterstützend weitere Behandlungsmethoden nötig

sein. Kieferorthopäden nutzen diese transparenten Schienen schon lange als Alternative

zur festsitzenden Zahnspange. Die herausnehmbaren Schienen haben

einen hohen Tragekomfort, sind bequem in der Handhabung und auch die tägliche

Zahnputzroutine kann problemlos beibehalten werden. Der erste Schritt zu einem

schönen Lächeln ist dabei ein 3D-Scan des Kiefers, um die Zähne digital auf dem

Monitor sehen und planen zu können. Der Kieferorthopäde kann dann zeigen, wie

die Zahnstellung nach der Behandlung mit durchsichtigen Zahnschienen aussehen

wird. Abdrücke sind nicht notwendig, aber ein Röntgenbild ist für eine professionelle

medizinisch richtige Behandlung unerlässlich. Eine Behandlung mit

Schienen wird in der SternKlinik regelmäßig kontrolliert und angepasst. Deshalb

bekommt man mit jedem Kontrolltermin neue individuell hergestellte Zahnschienen

für zwei bis vier Wochen mit. Längere Behandlungsdauern ohne Kontrolle bei

anderen Anbietern sind medizinisch bedenklich und haben oft zur Folge, dass vorgefertigte

Schienen aus dem Internet nicht mehr passen und Folgekosten verursachen.

Die Kosten für die StarLigner beginnen bei leichten Fehlstellungen bei

1.500 Euro für die gesamte Behandlung mit Zahnschienen inklusive fachzahnärztlicher

Betreuung. Im Beratungsgespräch wird die Therapie individuell erläutert

und die anfallenden Kosten gemeinsam im Vorfeld besprochen. So gibt es keine

Überraschungen! Natürlich sind auch Ratenzahlungen möglich, so dass dem

Wunsch vom Traumlächeln nichts mehr im Wege steht.

Für eine unverbindliche und individuelle Beratung und das Einholen einer Zweitmeinung

durch die Kieferorthopäden erreicht man die SternKlinik in Bremen Mitte

telefonisch unter (0421) 16 83 41 00 und in Schwachhausen unter (0421) 20 34

30.

»»» sternklinik.net

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Initiator Jürgen Schnier von der Klimazone Bremen-Findorff bei der Vorbereitung der Aktion „Findorff macht den Sack zu - Plastikmüll reduzieren, Gelben Sack halbieren“

auf dem Findorff-Markt. Aktuell haben sich 55 Marktleute und Einzelhändlerinnen und -händler der Findorffer Geschäftsleute bereit erklärt, ihren gesamten

Verpackungsmüll zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten und verstärkt Mehrweg einzusetzen. (Fotos: © Jörg Sarbach)

Aktionsstart:

„Findorff macht den Sack zu – Plastikmüll

reduzieren, Gelben Sack halbieren“

Rund 33 Gelbe Säcke, prall gefüllt mit leeren Plastikverpackungen, stellt jeder Bremer

Haushalt pro Jahr an die Straße. Mit der Aktion „Findorff macht den Sack zu

– Plastikmüll reduzieren, Gelben Sack halbieren“ macht die Klimazone Bremen-

Findorff derzeit auf die Müllmenge aufmerksam, die Bremerinnen und Bremer im

Jahresdurchschnitt verursachen. Der Verein wirbt vor allem bei Handel und Gastronomie

für den Einsatz von Mehrwegverpackungen und für die Vermeidung von

Plastikmüll. Zum Aktionsstart würdigte Bürgermeisterin und Klimaschutzsenatorin

Dr. Maike Schaefer auf dem Findorffmarkt das Engagement aller Beteiligten:

„Ein ganzer Stadtteil geht hier mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie nachhaltiges

Einkaufen aussehen kann, wenn alle mitmachen. Der Klimazone Bremen-Findorff

e.V. hat nicht nur Markt- und Geschäftsleute sondern auch die Bürgerinnen

und Bürger im Stadtteil dazu motiviert, auf materialintensive Verpackungen zu

verzichten und stattdessen alternative Mehrweglösungen zu nutzen.“

Jürgen Schnier, Initiator des Projektes „Findorff geht voran: Verpackungsmüll reduzieren,

Mehrweg nutzen!“ bei der Klimazone Findorff, setzt sich seit einem Jahr

in persönlichen Gesprächen, mithilfe von Infofaltblätter, Aufklebern und Plakaten

sowie bei Veranstaltungen und mit Aktionen wie „Findorff macht den Sack zu“ für

einen neuen Umgang mit Verpackungen ein: „Unser Ziel ist es, Bürgerinnen und

Bürger weiter auf die Plastikmüll-Problematik aufmerksam zu machen.“ Denn egal,

ob der Kaffee oder das Mittagsgericht zum Mitnehmen, Brot oder Käse, Fleisch und

Fisch: Der Einsatz von Mehrweg ist bei Lebensmitteln unter festgelegten hygienischen

Voraussetzungen nicht verboten, weiß Schnier. An vielen Marktständen und

Ladentüren prangt mittlerweile der grüne Smiley auf pinkem Grund „Wir machen

Mehrweg“. Das eigens entwickelte Label weist daraufhin, dass Mehrwegverpakkungen

hier willkommen sind. Die Aktion des Klimazone Bremen-Findorff e.V. und

das Projekt „Findorff geht voran: Verpackungsmüll reduzieren, Mehrweg nutzen!“

wird unterstützt von: Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung

und Wohnungsbau, Bündnis für Mehrweg, Die Bremer Stadtreinigung,

Findorffer Geschäftsleute e.V., Großmarkt Bremen, Marktleute Findorffmarkt, Ortsamt

West/Beiräte Findorff, RENN.nord sowie Verbraucherinnen und Verbraucher.

»»» klimazone-findorff.de

»»» umwelt-unternehmen.bremen.de/mehrweg-19413

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 9


FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Nominiert für den deutschen Podcastpreis: Der Bremer Marcel Kueck und sein Podcast „Telefonbuch spontan“ (Foto: Josephine Gotzes)

Nominierung zum deutschen Podcastpreis

Marcel Kueck ist mit „Telefonbuch spontan“ dabei

Seit einem halben Jahr ist der Bremer-Podcast "Telefonbuch Spontan" nun schon

auf allen bekannten Streaming-Portalen zu hören. Nach der 22. Folge ist der gebürtige

Bremer Marcel Kueck für den Publikumspreis beim deutschen Podcast-

Preis 2021 nominiert, welcher am 3. Juni in Berlin verliehen wird. Er durfte bereits

Gäste wie Kader Loth, Markus Becker, Joy Gruttmann sowie die Instagram-Sensation

Twenty4Tim in seinem Podcast begrüßen. Aber auch bekannte Bremer Stimmen

waren bereits zu Gast. Neben dem Erfolgs-Autor Ben Safier und Johannes Strate von

Revolverheld, war ebenfalls schon Bremen Vier Moderator Malte Janssen in der anderen

Leitung.

„Das Konzept ist simpel“, erzählt Marcel Kueck. „In jeder Ausgabe rufe ich spannende

Kontakte aus meinem Telefonbuch an und spreche mit ihnen 25 Minuten

lang über Gott und die Welt.“ Das Konzept hört sich spannend an und ist es auch,

doch dafür hat Marcel Kueck hart gearbeitet. Nach Schulabbruch, nachgeholtem

Abi und diversen Jobs in Restaurants und Hotels hat er schließlich in Berlin bei

der TV-Produktionsfirma „Endemol Shine“ ein Praktikum absolvieren können. Anschließend

ist er nach Köln gezogen, um für den WDR zu arbeiten, um auch in Hamburg

beim NDR „nach dem Rechten“ zu sehen. Schließlich zog es ihn wieder zurück

zu seinen Wurzeln - nach Bremen. „Hier habe ich unter anderem als Reporter für

Cosmo gearbeitet, dem internationalen und interkulturellen Hörfunkprogramm des

Westdeutschen Rundfunks und Radio Bremens“, berichtet er. Was Marcel Kueck

besonders am Herzen liegt: „Jetzt, wo ich diesen Podcast mache und mir damit

meinen eigenen Traum erfüllt habe, weiß ich, dass es sich auszahlt, an sich selbst

zu glauben und das zu tun, wofür man brennt - egal, woher man kommt.“

»»» marcelkueck.com

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR FINDORFF

Unkonventionelle Fotomotive sollen das Thema Inklusion in den Vordergrund rücken und die öffentliche Wahrnehmung verändern

Für Vielfalt. Gegen Barrieren. Mit uns.

Martinsclub startet Werbekampagne

Werbekampagne vom Martinsclub animiert zum Mitmachen

Inklusion ist das Stichwort, wenn es um Gleichberechtigung von Menschen mit

einer Beeinträchtigung geht. Genau dafür tritt der Behindertenhilfeträger Martinsclub

Bremen e. V. ein. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung gibt es ein Problem:

„Inklusion ist wichtig, das Wort ist geläufig. Aber viele Menschen wissen gar

nicht, was Inklusion wirklich bedeutet, was dahintersteckt. Dies möchten wir ändern“,

erklärt Martinsclub-Vorstand Thomas Bretschneider. Deshalb geht der Martinsclub

nun mit der Werbekampagne „Für Vielfalt. Gegen Barrieren. Mit uns.“ in

die Offensive.

Provokation soll zum Nachdenken anregen

Auf Plakaten und Straßenbahnen wird im Bremer Stadtgebiet für die Inklusion geworben.

Hingucker sind dabei die Slogans „Behindern verhindern“, „Behindert,

wenn du nicht mitmachst“ oder „Barrieren zerbrechen“ in Verbindung mit unkonventionellen

Fotomotiven. Diese durchaus provokante Ansprache ist ganz bewusst

gewählt. „Menschen mit einer Beeinträchtigung stoßen im täglichen Leben immer

wieder auf Barrieren, die ihren Alltag erschweren. Unserer Meinung nach sind sie

nicht von sich aus behindert, sie werden erst durch äußere Einflüsse behindert.

Indem wir mit dieser deutlichen Wortwahl spielen, wollen wir zum Nachdenken und

Diskutieren anregen“, führt Bretschneider aus. Ziel der Aktion ist es, interessierte

Menschen für ein ehrenamtliches oder finanzielles Engagement im Martinsclub zu

gewinnen. „Wir bieten eine Fülle an Leistungen und Angeboten für Menschen mit

einer Beeinträchtigung. Um dies aufrechterhalten zu können, sind wir auf Hilfe angewiesen.

Es gibt viele Möglichkeiten, unsere Arbeit zu unterstützen“, so Bretschneider.

Alle Informationen zur Kampagne und zur aktiven Teilnahme sind im

Internet unter der Adresse www.martinsclub.de/machmit sowie auf den sozialen

Medien des Martinsclub nachzulesen.

»»» martinsclub.de

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 11


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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


Findorffer Geschäftsleute e.V.

Hemmstraße

Münchener Straße

Utbremer Ring

TEXT & FOTO | IRA SCHEIDIG

Hemmstraße

Herbststraße

1

Neukirchstraße

Admiralstraße

Bürgerpark

1

Findorffer Bücherfenster

Plantage

Findorffstraße

Hemmstraße 175 | 28215 Bremen

Telefon: 0421 – 354086

E-Mail: kontakt@buecherfenster.de | www.buecherfenster.buchhandlung.de

Geöffnet Montag bis Freitag von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr

Es ist der Treffpunkt für alle Leseratten in Findorff.

Das Findorffer Bücherfenster bietet für

alle großen und kleinen Lesebegeisterten alles,

was das Bücherherz begehrt. Und das schon

seit 1984. Seit Barbara Hüchting den Buchladen

2010 übernommen hat, ist sie mit ganz viel

Herzblut und Leidenschaft unsere Buchspezialistin

im Stadtteil. Man fühlt sich sofort wohl

bei ihr und spürt die angenehme und herzliche

Atmosphäre im Laden, einer kleinen Leseoase.

Im Angebot hat sie alles im Bereich der Literatur

sowie Sachbücher und Kinderbücher. Schönes

Allerlei rundet das Sortiment ab. Und was

nicht vorrätig ist, wird bis zum nächsten Tag bestellt.

Mit dem von ihr sehr geschätzten Mitarbeiterteam,

zu dem auch eine Auszubildende gehört,

kümmert sie sich um alle literarischen Wünsche.

Denn es gibt viel zu tun. Das letzte Jahr

war für sie eine Riesenherausforderung. Ihre

Kunden blieben ihr nicht nur treu, sondern sie

konnte sogar viele Neukunden gewinnen. Auch

sehr viele junge Menschen waren dabei, die

zuvor vielleicht eher beim großen Onlinehändler

gekauft haben. Sie hat sich sehr über die

große Unterstützung der Findorffer gefreut, die

ihre Bücher bei ihr bestellt oder ihren Online-

Shop so stark genutzt haben. Auch im Umfeld

fand sie Unterstützung, um alles zu bewältigen.

Sei es der Findorffer Weinladen, bei dem zeitweise

eine Abholmöglichkeit geschaffen wurde,

als der Buchladen coronabedingt schließen

musste. Im Juni plant sie übrigens zwei bis drei

Veranstaltungen, die ein bisschen Leichtigkeit

und Fröhlichkeit in diesen Zeiten zurückbringen.

Barbara Hüchting vom Findorffer Bücherfenster bringt ganz viel Leselust in den Stadtteil

Sie findet, sie hat den schönsten Beruf, den es

gibt. „Ich bin umgeben von vielen Büchern,

von tausend Geschichten und Welten. Ich lerne

jeden Tag etwas Neues und ich mag die Vielfalt

der Dinge, die ich mache.“ Ihre Arbeit sei

immer mit etwas positivem verbunden, denn

ihre Kunden möchten sich entweder selbst

etwas Gutes tun, ein Geschenk kaufen, sich

weiterbilden oder vieles mehr. Ihr ist es wichtig,

dass die Kunden gern in den Laden kommen

und sich wohlfühlen.

Ihr Weg zum eigenen Buchladen war eher ungewöhnlich.

Die Literatur lag ihr zwar schon

immer am Herzen, und sie wollte eigentlich

mal als Lektorin in einem Verlag arbeiten. Aber

nach dem Studium der Anglistik und Germanistik

verschlug es sie durch eine damals schwierige

Lage in der Buch- und Medienlandschaft

zunächst in den PR-Bereich zu einer großen

Agentur in Köln, wo sie die Literatur jedoch

schnell vermisste. Es folgten einige Jahre, in

denen sie als Dramaturgin am Theater in Hagen

arbeitete. Dann zog es sie zurück in ihre Heimatstadt

Bremen und durch glückliche Umstände

übernahm sie als Quereinsteigerin von

ihren Vorgängerinnen das Bücherfenster und ist

seitdem dann doch in der Literaturbranche angekommen.

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 13


KUNST AUS FINDORFF

Ob Speed-Malerei, Insekten oder Inspirationen

aus dem Alltag usowie die Arbeit

mit verschiedenen Materialien – die beiden

Künstlerinnen haben unterschiedliche

kreative Anzätze, ihre Kunst zu leben

14

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


KUNST AUS FINDORFF

Von Speed Malerei &

Insekten-Persönlichkeiten

Die beiden Künstlerinnen Birte Plutat &

Frauke Beck-Domin, Mitglieder der

Gruppe KaF – Kunst aus Findorff

TEXT & FOTOS | FRIEDERIKE HOLTMANN

Das Atelier von Birte Plutat liegt am Rande von Findorff.

Es ist eine ehemalige Autowerkstatt und hat diesen typischen

Gewerbegebäude-Charme, ein bisschen rustikal

mit großem Stahltor zum Atelier, dazu viele

Pflanzen. Der überdachte Innenhof lädt an einem Tisch

zum gemeinsamen Gespräch ein. Ganz corono-konform

unterhalten wir uns nacheinander und draußen Kunst,

über Findorff und das Leben. Birte Plutat ist eigentlich

Bibliothekarin, arbeitet in der Universitätsbibliothek in

Hamburg und hat Indologie studiert. Sie ist Bremerhavenerin

und seit vielen Jahren leidenschaftliche Findorfferin.

„Ich bin 2009 nach Bremen gezogen und

seither hier in meinem wunderbaren Atelier, über dem

ich auch wohne. An Findorff liebe ich die Mischung der

Menschen und auch der Gebäude und Plätze. Es mischt

sich Zweckbau mit Wohnbau in einer Straße, das macht

alles lebendig“, erklärt die Malerin begeistert.

Zur Malerei hat sie schon immer einen engen Bezug gehabt.

„Als Kind habe ich mit Tusche und Buntstiften gezeichnet.

Ich war nicht sehr begabt, aber es hat mir

immer Spaß gemacht“, erläutert sie den Beginn ihrer

Malerei. „Nach dem Studium und nachdem ich im

Beruf als Bibliothekarin angekommen war und hier in

Bremen wohnte, hörte ich von dem Weiterbildungsstudium

Malerei an der Hochschule Bremen. Ich habe

diese Zeit unglaublich genossen, wir konnten so viele

Techniken ausprobieren und in der Praxis lernen, hatten

spannende und professionelle Lehrende. Eine inspirierende

Zeit war das“, sagt Birte Plutat. Aus dieser Zeit

hat sie ihre Lieblingstechnik, die Arbeit mit Acryl, mitgenommen

sowie das Anfertigen von Objekten aus

Draht und Stoffen. „Mich inspiriert der Alltag. Dinge,

die ich sehe und die mich auf irgendeinen Gedanken

bringen. Ein Lieblingsthema von mir sind Insekten, ich

FINDORFF Magazin | März - April 2021 15


KUNST AUS FINDORFF

Die Künstlerin Birte Plutat und ihre

Kellerassel „Ranghild“ – sie findet,

auch Asseln haben Persönlichkeiten

Birte Plutat liebt Insekten. Mit Kellerasseln hat sie

sich viel beschäftigt und sie sind, wenn man sie

genau betrachtet, wirklich schöne Geschöpfe.

beobachte die lebenden Tiere, ich lerne sie sozusagen

kennen. Ich bin überzeugt, jedes Lebewesen

hat einen eigenen Charakter und den

versuche ich zu malen“, erklärt sie ihre Kunst.

Im Atelier dann sehe ich sie, die Insekten und

ja, sie haben Namen und sie wirken recht lebendig.

Da hängt die Kellerassel neben der

Fliege. „Die Kellerassel „Ranghild“ ist im Augenblick

mein Lieblingsstück. Ich habe sie einfach

gern“, erklärt die Künstlerin den Bezug zu

ihren Bildern. Verkauft hat sie noch nicht viel,

aber das ist ihr auch nicht wichtig. „Ich freue

mich darauf, bei der Edition der Künstlerinnen

und Künstler-Gruppe KaF dabei zu sein. Das

wird eine Sammlung mit exklusiven Drucken

unserer besten Werke mit Bezug zu Findorff. Die

Idee ist, ein bisschen Kunst unter die Leute zu

bringen, jetzt wo keine Ausstellungen möglich

sind“, führt die Künstlerin aus.

Wieder am Tisch angekommen unterhalte ich

mich mit Frauke Beck-Domin über ihre Kunst.

Sie hat kein eigenes Atelier sondern malt zu

Hause oder wie sie sagt „plein air“ - also draußen.

Neben ihrem verantwortungsvollen Job als

Leiterin des Sozialpsychatrischen Dienstes in

Bremen-Mitte und ihren zwei Kindern bleibt

fürs Malen eben nicht viel Raum. „Ich habe

nicht viel Zeit in meinem Alltag zum Malen,

aber ich liebe es. So bin ich zur „Speed Malerei“

gekommen: Ich habe immer zwei Stunden Zeit

für ein Bild“, erläutert die Malerin ihren Ansatz.

Schon als Kind hat sie gerne Szenen aus ihren

Lieblingsgeschichten gemalt und diesem erzählenden

Stil ist sie auch treu geblieben. „Ich habe

bei Carola Schapals gelernt, sie hat mich auch

auf das „plein air“ Speed Malen gebracht. Dabei

arbeite ich meist mit Acryl, damit kann ich sehr

gut schnell arbeiten, man kann es wischen, wieder

übermalen, da ist Acryl sehr gnädig. Mit Öl

male ich nie, das dauert einfach zu lange“, erzählt

Frauke Beck-Domin.

Die gebürtige Findofferin ist nach dem Studium

der Medizin wieder nach Bremen-Findorff zurückgekehrt.

„Es sollte eigentlich nur ein kurzer

Aufenthalt sein, aber dann lernte ich meinen

jetzigen Mann kennen und so bin ich geblieben

und wir haben heute zwei Kinder zusammen“,

beschreibt sie ihre Rückkehr nach Bremen. Findorff

ist für die Medizinerin und Malerin ein tolles,

kommunikatives, lebendiges Viertel, indem

sie sich geborgen fühlt und alles vorfindet, was

man zum Leben braucht. „Ich bin zudem sehr

froh, Mitglied bei KaF zu sein, denn hier werde

ich immer wieder durch die anderen angetrieben,

neue Projekte zu entwickeln“, sagt sie.

Mit einer Freundin trifft sie sich 14-tägig, um

zu bestimmten Themen zu malen. Das können

Weihnachtskarten sein, oder sie malen eben

„plein air“. Ansonsten kommt sie besonders in

den Ferien dazu, zu malen und das kann dann

wegen der neuen Umgebung besonders inspirierend

sein. Ihre neuen „Lieblingsbilder“ hat

sie mitgebracht. Man erkennt sofort, wo sie gemalt

hat und tatsächlich sehen die Werke wie

eine Momentaufnahme aus. Das Café am Emmasee

oder die „umgedrehte Kommode“ kann

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


Die Malerin, Medizinerin und

Mutter Frauke Beck-Domin liebt

das „Speed painting“ - in kurzer

Zeit einen Eindruck auf das

Papier bringen

KUNST AUS FINDORFF

KORZUS

und

PARTNER

RECHTSANWÄLTE UND NOTARE

„Frau Rechtsanwältin

Denise Fromme berät

und vertritt Sie im

Scheidungsverfahren,

insbesondere im

Rahmen der Vermögensauseinandersetzung,

Scheidungsfolgenvereinbarungen

und

Eheverträgen, sowie in

allen weiteren Bereichen

rund um das Familienrecht.“

Denise Fromme

Rechtsanwältin

Fachanwältin für Familienrecht und Notarin

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Telefon: (0421) 37 77 90 | Telefax: (0421) 376 00 86

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www.korzus-partner.de

man sofort erkennen. „Ja, ich mag dieses Spontane und Schnelle, auch

wenn es ein bisschen gezwungenermaßen so ist, da mir eben im Alltag

wenig Zeit bleibt, aber es ist schon gut so“, erklärt sie mir. Sie ist eine sehr

lebendige Frau mit viel Energie, da passt das Thema „Speed Malerei“ ganz

gut. Es war ein sehr anregender Besuch mit interessanten Gespräche und

tollen Bildern.

Nun können wir gespannt auf die Herausgabe der Edition der Künstler-

Innen der Gruppe KaF warten, die es dann unter www.kaf-bremen.de

zu bestellen gibt.

www.kastanienwerk.de

www.kaf-bremen.de/Frauke-Beck-Domin

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 17


STADTTEILMANAGER

Oliver Nullmeyer

Neuer Stadtteilmanager

für Findorff

TEXT | IRA SCHEIDIG

FOTOS | FINDORFFER GESCHÄFTSLEUTE, IRA SCHEIDIG

Seit dem ersten März ist Oliver Nullmeyer im Dienst für unseren

Stadtteil. Auf der neugeschaffenen Position des hauptamtlichen

Stadtteilmanagers, die durch das Engagement der Findorffer Geschäftsleute

und durch städtische Projektfördermittel möglich geworden

ist, möchte sich Oliver Nullmeyer mit viel Herzblut für

den Stadtteil einsetzen.

Seit Jahrzehnten engagieren sich Findorffer Geschäftsleute

Vor über 30 Jahren organisierten sich glücklicherweise einige Geschäftsleute

um sich in Findorff zu engagieren. Dieser Einsatz trägt

seit vielen Jahren dazu bei, dass die derzeitige Situation hier sehr

gut ist. Es gibt ein großes und attraktives Angebot sowie eine Vielfalt

im Einzelhandel, bei Dienstleistungen und in der Gastronomie.

Der Findorffmarkt ist über die Grenzen hinaus bekannt und

beliebt. Es gibt alle Dinge für den täglichen Bedarf vor Ort mit

ausgezeichneter Nahversorgung. Hier möchte der neue Stadtteilmanager

ansetzen. „Die Ausgangssituation ist sehr gut. Es geht

vor allem darum, vorhandene Stärken zu stärken.“

Bisher lief das Engagement der Aktiven des Vereins ja mit viel Leidenschaft

ehrenamtlich neben dem Beruf. Das habe viel Respekt

verdient, findet Nullmeyer. Aber ehrenamtliches Engagement hat

auch Grenzen. Es entstand der Wunsch, das Ganze zu professionalisieren,

jemanden zu haben, der mit vollem Einsatz die Interessen

der Mitglieder und des Stadtteils vertritt. Ein „Kümmerer“

sozusagen, wie es Nullmeyer augenzwinkernd nennt. So etwas

gäbe es ja auch schon erfolgreich in anderen Stadtteilen. Es gehe

darum, insgesamt noch zielgerichteter und fokussierter vorzugehen

und auch einen Blick auf das Ganze und von außen zu haben,

beschreibt er sein Anliegen.

Tatkräftig loslegen

Er möchte nun die Ärmel hochkrempeln und loslegen. Ideen zusammentragen,

alles strukturieren, Multiplikator sein für Themen,

Strategien festlegen, um auf die Ziele ganz konkret hinzuarbeiten.

Ihm ist es wichtig, die Menschen innerhalb des Vereins abzuholen

und mitzunehmen sowie möglichst alle im Blick zu

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


Oliver Nullmeyer ist der neue Stadtteilmanager

von Findorff und freut sich auf

die vor ihm liegenden Aufgaben

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 19


STADTTEILMANAGER

Mit dem ehrenamtlichen Engagement des Vereins der Findorffer Geschäftsleute ist schon viel erreicht, gemeinsam soll nun noch mehr geschafft werden

haben mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen. Es ist

für ihn maßgebend, neue Impulse zu setzen, den Blick von außen mitzubringen

und über den Tellerrand zu schauen. „Mit dem ehrenamtlichen

Engagement ist schon viel erreicht, gemeinsam kann nun noch mehr

geschafft werden. Es geht um Fragen wie: Was ist mit den vorhandenen

Mitteln realisierbar und was erwartet der Kunde heute, aber auch morgen?“

Drei Hauptaufgaben

Nullmeyer sieht seine Aufgaben in drei Hauptbereichen: Kommunikation,

Netzwerken und Digitalisierung. Kommunikation im Stadtteil, gepaart

mit Marketing, auch für die etablierten und bewährten Events in Findorff,

sei es das Sommerfest oder das traditionelle Nikolauslaufen. Die Beziehung

der Findorffer zu ihrem Einzelhandel und die Kommunikation miteinander

sieht er als etwas Besonderes an. „Das ist ein echtes Pfund, dass

wir noch mehr herausstellen möchten.“ Kampagnen wie „Lass die Kohle

im Dorff“ haben gezeigt, das Bewusstsein im Stadtteil ist da. „Im letzten

Jahr gab es hier die Kampagne, die das „Dorff mit Herz“ hervorgehoben

hat. Dieses Bild gefällt mir bisher am besten“, sagt Nullmeyer auf die

Frage, was er an Findorff besonders mag.

Ein weiteres Aufgabenfeld ist es, die Mitglieder des Vereins noch weiter

zu vernetzen. Dazu gehören zum Beispiel Evening Talks oder auch das

Fördern des Kulturnetzwerkes im Stadtteil. Es gilt Synergien, die hier

schon schlummern, zu stärken und zu bündeln. Dabei hilft ihm seine offene

und kommunikationsstarke Art, mit der er auf andere zugeht, ganz

sicher. Auch Leerstandsmanagement zählt er als wichtigen Punkt dazu,

denn der Standort Findorff sei attraktiv für Start-ups und Neugründungen.

Besonderes Augenmerk legt er auf die Themen rund um Digitalisierung.

Er hat einen Blick für die Entwicklung und die Möglichkeiten im Handel

und plädiert dafür, laufende Bemühungen noch weiter zu professionalisieren.

Sei es die Homepage, soziale Medien oder mehr Kommunikation

per E-Mail.

Was er auch anstrebt: „Das Bild des Vereins zu schärfen, denn der ist eine

starke Marke. Ein Logo reicht da noch nicht. Wir möchten den Wiedererkennungswert

steigern, auch mit visuellen Elementen. Dort müssen wir

kontinuierlich dranbleiben.“

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


STADTTEILMANAGER

Vielfalt an Möglichkeiten

Er ist dabei, ein Konzept zu erstellen und zeitnah an die Umsetzung zu

gehen. „Einen bunten Strauß an Möglichkeiten und Maßnahmen zu entwickeln“,

so Nullmeyer. Ein ganz wichtiger Punkt ist für ihn, das WIR-Gefühl

im Stadtteil zu stärken, auch unter Einbeziehung der Bevölkerung,

sowie weitere Akteure zur Stadtteilentwicklung zu gewinnen. „Es ist für

alle ein Gewinn, wenn sich mehr Aktive einbringen“, findet er. Leider

werde ehrenamtliches Engagement nicht von allen wertgeschätzt. „Es ist

schöner und sinnvoller, sich einzubringen, als einfach nur zu missbilligen“,

empfiehlt er.

Lust auf die neuen Aufgaben

Was macht den Reiz an dieser Aufgabe für ihn aus? „Ich konzipiere und

plane gerne, bin zudem umsetzungsstark. Es ist wie eine grüne Wiese,

auf der ich aktiv werden und sehr selbstständig arbeiten kann. Ich habe

hier die Möglichkeit, etwas zu gestalten, Impulse zu geben, Dinge neu

aufzustellen, Ideen zu entwickeln und einen Teil dieser Visionen umzusetzen.“

Nullmeyer ist im Viertel aufgewachsen, er kennt also einen bunten multikulturellen

Stadtteil, in dem auch ökologische Zusammenhänge und die

Mobilitätsfrage eine Rolle spielen. Beruflich war er in unterschiedlichen

Branchen tätig, sei es im Handel und Dienstleistungssektor. Auch bringt

er viel Expertise im Bereich der Digitalisierung mit.

Die Arbeit mit den Findorffer Geschäftsleuten empfindet er als sehr angenehm.

„Die Chemie stimmt“, lacht er. „Es fühlte sich sofort richtig an.

Die Findorffer Geschäftsleute sind stark verwurzelt im Stadtteil, sie arbeiten

und leben mehrheitlich in Findorff. Gleichzeitig sind alle sehr offen

für externe Impulse von mir“, freut er sich.

Präsenz im Stadtteil

Perspektivisch möchte der neue Stadtteilmanager präsent und vor Ort

sein, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Was coronabedingt

zur Zeit noch nicht so möglich ist, wie er es sich vorstellt. Ideen für

die nahe Zukunft hat er schon viele im Kopf. „Ich möchte Veranstaltungen

reaktivieren, die in der Corona-Zeit in virtuelle Räume umgezogen

sind.“ Er wird die nächsten Wochen und Monate nutzen, um Ideen und

Möglichkeiten zu konkretisieren und an der Umsetzung zu arbeiten. Wir

dürfen gespannt sein und halten Sie auf dem Laufenden.

E-Mail von Oliver Nullmeyer: stadtteilmanagement@findorff.de

„Ich habe hier die Möglichkeit, etwas zu gestalten, Impulse zu geben, Dinge neu

aufzustellen, Ideen zu entwickeln und einen Teil dieser Visionen umzusetzen.“

www.findorff.de

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 21


Violettas Farben haben eigene Charaktere und

bestimmte Geräusche und Bewegungen, die mit

ihnen verbunden sind. Es gibt das flirrenden

Gelb, das sanften Blau und das wilde Rot.

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


Wie gut, dass

das Leben bunt ist

Die Schauspielerin und Kindertheaterleiterin Karina Schieck und

ihr Kindertheaterstück „Violetta und der graue Klaus“

INTERVIEW | FRIEDERIKE HOLTMANN

FOTOS | JASMINE SHAH, VERA DÖPCKE, KARINA SCHIECK, SCHLACHTHOF BREMEN

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 23


KINDERTHEATER

Die Schauspielerin und Theaterpädagogin Karina Schieck möchte Theater für kleine Kinder mit professionellen Kollegen und Mitteln umsetzten

Die große Kesselhallenbühne im Schlachthof in Findorff ist mit einem

weißen flachen Zelt und einer blauen, einer gelben und einer roten Tablett-Insel

ausgestattet. Vielmehr braucht das multimediale Kindertheaterstück

„Violetta und der graue Klaus“ für Kita- und Grundschulkinder

nicht an Ausstattung. Karina Schieck und die Regisseurin Franziska-Theresa

Schütz haben das mobile Kindertheaterstück zusammen entwickelt.

„Die Idee und der Entwurf lag schon lange in meiner Schublade, immer

schon wollte ich ein Ein-Personen-Stück für Kinder schreiben und aufführen.

Schlussendlich hat mich eine gute Freundin dann ermutigt, beim

Fonds Darstellender Künste einen Antrag zu stellen. Und er ist, zu unserer

großen Freude, bewilligt worden“, erzählt die Schauspielerin.

Angefangen hat Karina Schiecks Laufbahn als Schauspielerin schon in der

Kindheit und Jugend. Ihre Mutter leitete das Packhaus Theater. Theater

und Schauspiel war allgegenwärtig. Nach dem Abitur kam folgerichtig

die Schauspielschule in München und danach ein Engagement nach dem

nächsten. Sie spielte auf vielen Bühnen, sowie auch in diversen Fernsehproduktionen

mit. Nach einer längeren Zeit am Schauspiel in Konstanz

zog die „Urbremerin“ mit ihrer kleinen Familie zurück nach Bremen.

Bald schon wurden sie begeisterte Findorfferin. Sie liebt den Findorff

Markt, den nachbarschaftlichen Zusammenhalt und das multikulturelle

Leben in ihrem „FinDORFF“.

„Am Anfang kannte ich hier keinen und das machte den Einstieg nicht so

leicht, aber dann habe ich am Moks Theater hier in Bremen bei dem Stück

„Nachtblind“ mitgespielt, damals schon mit Franziska als Regisseurin. So

kam ich dann auch zu den „Jungen Akteuren“ und wurde immer mehr

als Theater-Pädagogin tätig. Zeitgleich bin ich mit „Mik und Tik, Musik

und Theater in der Kita“ in Kindergärten unterwegs gewesen. Daraus

kann man sagen, hat sich die Idee für ein solches Stück wie „Violetta“

über die letzten Jahre entwickelt“, erläutert die Theatermacherin.

Ich habe das Glück bei einer Probe dabei sein zu können. Schon seltsam,

in einem solch großen Saal nur zu dritt zu sein und das mit Maske und

Abstand. „Ja, leider müssen wir auf öffentliche Proben verzichten und die

Premiere wird auch ohne Kinder und nur mit ein paar Zuschauenden sein.

Trotzdem hoffen wir, bald in Kitas und Grundschulen spielen zu können.

Das Stück habe ich ja ganz bewusst an die geltenden Corona-Regeln angepasst.

Man kann es direkt in den Gruppenräumen spielen, ich kann

alles selbst aufbauen und bedienen,“ erklärt Karina Schieck. Trotzdem ist

es natürlich schade, dass die Uraufführung ohne die Kinder auskommen

muss, da es vor allem auch interaktiv angelegt ist.

„Guten Moooooooooorgen Violetta“, so begrüßt Violetta nicht nur sich

selbst gut gelaunt, sondern auch die Farben, die ihre Welt so kunterbunt

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


KINDERTHEATER

Die Ausstattung des Stücks kommt mit wenig Mitteln aus, dafür

ist es multimedial und die Zeichnungen des Videokünstlers Manuel

Kolip begeistern

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 25


KINDERTHEATER

„Violetta und der graue Klaus“ – zwei gegensätzliche Charaktere, die die Schauspielerin in dem Stück wunderbar spielt und verkörpert

machen. Violetta hat für ihre Freunde Rot, Gelb und Blau musikalischspielerische

Rituale und fühlt sich einfach wohl. Aber eines Morgens bemerkt

sie, dass eine Farbe fehlt. Die zwei anderen kann man zwar auch

noch mischen und die Welt bunt machen, aber irgendwie ist sie auch ein

wenig trauriger. Der graue Klaus, ebenfalls dargestellt von Karina Schieck,

liebt nur grau, er findet es „graus-artig“! Die Farben hat er gestohlen, sie

sollen: weg, weg, weg! Wie kann Violetta nun die Farben zurückholen,

wo ihr doch so langsam die Kraft ausgeht? Dafür braucht sie die Kinder.

„Los, macht alle mit, wir müssen laut sein, so dass uns die Farben hören

können und zurückkommen“, beschwört Violetta die Kinder auf der

Bühne. Das multimediale Stück, was mit toller Musik und fantastisch gezeichneten

Videoanimationen arbeitet, will Mut machen. Es zeigt, wie

wichtig das farbenfrohe bunte Leben ist und wie wichtig es ist, zusammen

zu halten, um eben diese Vielfalt zu erhalten. Wir kennen alle die grauen

Kläuse, denen die Welt nicht grau genug sein kann und denen alles, was

anders, laut und bunt ist, ein Dorn im Auge ist. Das Stück neigt sich dem

Ende zu, die Farben sind durch das Mitwirken der Kinder wieder zurück

zu Violetta gekommen. Endlich kann sie wieder mit dem flirrenden Gelb

Spaß haben, mit dem sanften Blau entspannen und mit dem wilden Rot

tanzen, bis alle müde und glücklich sind.

Für diese komplexe wunderbare künstlerische Bearbeitung konnte Karina

Schieck eigens den Video-Künstler Manuel Kolip, den Musiker und Komponisten

Jan-Willem Fritsch, die Choreografin Alexandra Bentin und den

Dramaturg Alex Gesch sowie für die Ausstattung Silke Schumacher-Lange

gewinnen.

„Es war und ist mir wichtig, wirkliche Profis auch beim Kindertheater

dabei zu haben. Wir planen, was das angeht, auch ein nächstes Projekt

hier am Schlachthof. Es heißt “Bande“ und arbeitet mit dem Thema Familie.

Hier werden Schauspielprofis mit den Kindern zusammenspielen“,

erklärt die Kindertheaterleiterin. Ob Kindertheater oder Theater für Erwachsene

- was wieder bleibt, ist die Erkenntnis, dass ohne Theater, Kunst

und Kultur die Welt immer ein bisschen grauer wird. Wir drücken also fest

die Daumen, dass Violetta und der graue Klaus bald durch Kindergruppen

und Grundschulklassen ziehen können, um die Welt wieder bunter zu

machen.

Gefördert wurde die Produktion vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln

der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und

aus Projektmitteln des Senators für Kultur der Freien Hansestadt Bremen

sowie in Kooperation mit dem Kulturzentrum Schlachthof e.V.

Das etwa 35 Minuten dauernde Stück ist mobil buchbar für KITA´s und

andere Einrichtungen. Termine und Infos unter kindertheater@schlachthof-bremen.de

oder unter Telefon (0421) 37 77 535

www.schlachthof-bremen.de

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


KINDERTHEATER

Die Musik des Stücks ist so konzipiert, dass die Kinder gut mitmachen und integriert werden können. Sie müssen Violetta schließlich lautstark helfen, die Farben

zurückzuholen!

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 27


Osteoporose

Weit verbreitet - oft unentdeckt

„Osteoporose ist eine chronische Erkrankung der

Knochen, bei der das Verhältnis von Knochenaufbau

und -abbau gestört ist, wodurch die Knochenmasse

abnimmt. Dies geht einher mit einer Verschlechterung

des Knochengewebes und krankhaft erhöhter

Knochenbrüchigkeit.“ (Dachverband für Osteoporose,

DVO)

Gut sechs Millionen Menschen sind in Deutschland von

Osteoporose betroffen. Ca. jede dritte Frau und jeder

fünfte Mann über 50 Jahren erleiden einen Knochenbruch

ohne adäquates Trauma. Abhängig von der Ursache

der Erkrankung werden zwei Typen der

Osteoporose unterschieden:

» Bei der primären Osteoporose gibt es keine krankhafte

Ursache für die Erkrankung. Sie tritt unter

anderem als postmenopausale Osteoporose bei

vielen Frauen nach den Wechseljahren oder als

Altersosteoporose bei älteren Menschen ab

70 Jahren auf.

» Die sekudäre Osteoporose bezeichnet den vermehrten

Knochenabbau als Folge oder Begleiterscheinung

einer anderen Erkrankung oder deren

Behandlung. Zum Beispiel kann eine schwere

chronische Nierenschwäche oder die Therapie mit

Glukokortikoiden bei rheumatisch-entzündlichen

Erkrankungen oder eine antihormonelle Therapie

zum Knochenschwund führen.

Wie kann eine Osteoporose diagnostiziert werden?

In den Frühphasen der Erkrankung ist die Diagnose

einer Osteoporose aufgrund fehlender klarer Symptome

häufig schwierig. Es gibt jedoch eine Reihe

möglicher Anzeichen: Rückenschmerzen, Knochenbrüche

ohne erkennbaren Anlass und eine Verringerung

der Körpergröße. Das Aktionsbündnis Osteoporose

„KNOCHEN.STARK.MACHER“ möchte für eine

rechtzeitige Diagnostik und Therapie sensibilisieren.

Hierzu wurde eine Anzeigenkampagne in den letzten

Monaten geschaltet.

Meist ist nach Abklärung durch den Hausarzt, Internisten

oder Orthopäden eine Knochendichtemessung

eine Möglichkeit, eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen.

Als Standarddiagnostik gilt die DXA-Messung

(Dual Energy X- ray Absorptiometry), eine spezielle

Röntgentechnik, die meist an der Lendenwirbelsäule

und am Oberschenkelknochen eingesetzt wird. Sie ist

schmerzfrei und geht mit einer nur minimalen Strahlenbelastung

einher. In den meisten Fällen werden die

Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Rund 35 Prozent der Patienten im Alter von über 90

Jahren müssen nach einer Hüftfraktur in Langzeitpflege.

Damit es hierzu nicht kommt, ist eine möglichst

frühzeitige Erkennung und Behandlung auch

schon der Vorstufe der Osteoporose - der Osteopenie

- für uns alle notwendig und sinnvoll.

Was kann ich tun?

Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren von Osteoporose

werden Bewegungsmangel, Rauchen, übermäßiger

Alkoholkonsum, Untergewicht und die Einnahme

bestimmter Medikamente gezählt. Nicht beeinflussbare

Risikofaktoren der Osteoporose sind das Alter,

familiäre genetische Belastung, hormonelle Veränderungen

(auch durch Therapien), Schwangerschaft und

Stillzeit sowie bestimmte Grund- und Begleiterkrankungen.

(Quelle: Aktionsbündnis Osteoporose)

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


NUKLEARMEDIZIN BREMEN

Allgemeinmaßnahmen: Diese dienen zum einen der

Vorbeugung einer Osteoporose oder einer Osteopenie,

sind aber auch bei eingetretener Erkrankung eine unerlässliche

Begleittherapie.

Körperliches Training: Unsere höchste Knochenqualität

und -masse erreichen wir im frühen Erwachsenenalter.

Daher sollte bereits in der Kindheit und bei

Jugendlichen auf ein gut aufgebautes Knochengewebe

geachtet werden. Dieses muss durch regelmäßiges

lebenslanges Training erhalten werden. Es ist

jedoch möglich, in jedem Alter mit einem Training zu

beginnen. Ein regelmäßiges und an den Gesundheitszustand

angepasstes Training sollte erfolgen.

(z.B. zwei Mal wöchentlich 30 bis 60 Minuten). Ein

solches Training verbessert nicht nur die Knochenqualität

und -masse, sondern verhindert auch Stürze

und verbessert die allgemeine Leistungsfähigkeit.

Entsprechende Übungen können z.B. über die Internetseite

des Aktionsbündnisses gegen Osteoporose

abgerufen werden oder Sie schließen sich einer entsprechenden

Sportgruppe an. Auch das Netzwerk

Osteoporose bietet weitere Informationen.

Knochenstarke Ernährung mit ausreichend Calcium

und Vitamin D3

Dr. Alexandra Haase (Nuklearmedizin, Expertin für spezielle Osteoporoseversorgung DVO)

und Dr. Anna Gertrud Michael (Nuklearmedizinerin, Internistin und Osteologin DVO)

Für ein kräftiges Knochenskelett ist Calcium neben

anderen Mineralien entscheidend. Calcium festigt

das aus elastischem Kollagen aufgebaute Grundgerüst

des Knochens. Da Calcium auch als Botenstoff

wichtig ist, hält der Körper den Calciumspiegel im

Blut möglichst konstant. Wird nicht genug Calcium

über die Nahrung aufgenommen, setzt der Körper dieses

aus dem Knochen frei und baut ihn somit ab. Um

dem Vorzubeugen sollten daher 800 bis 1000 mg Calcium/Tag

über die Nahrung aufgenommen werden.

Gute Calciumlieferanten sind z.B. Milch, Joghurt,

Käse, calciumreiche Mineralwasser oder bestimmte

Nüsse und Samen. Auch einige Gemüsesorten (z.B.

Grünkohl, Broccoli) enthalten relevante Calciummengen.

Damit das Calcium gut über den Darm aufgenommen

werden kann ist zudem eine ausreichende Versorgung

mit Vitamin D3 notwendig. Auch die Vitamine K sowie

B12 und B9 sind für einen guten Knochenaufbau relevant.

Über die Ernährung (fetter Fisch, Eier, Pilze)

können wir jedoch nur ca. 20% unseres täglichen Vitamin

D3-Bedarfs decken. Der größte Anteil wird durch

das Sonnenlicht in der Haut aus Vorstufen gebildet.

Bei älteren Menschen, bei aufgetragenem Sonnenschutzmittel,

im Winter oder bei Einnahme bestimmter

Medikamente ist dies jedoch nur eingeschränkt

möglich. Ein insbesondere in den Sommermonaten

ausreichender Aufenthalt im Hellen (z.B. täglich 20

bis 30 Minuten mit unbedecktem Gesicht und Armen,

kein Sonnenbrand!) und ggf. eine regelmäßige

Vitamin D3-Einnahme kann einem Mangel jedoch Vorbeugen.

(Quelle: Netzwerk Osteoporose)

Spezielle Therapie: Wird in der Knochendichtemessung

ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Knochenbruch

festgestellt oder ist es bereits zu einem solchen

bei Osteoporose gekommen, können häufig neben den

o.g. Allgemeinmaßnahmen spezielle knochenstärkende

Medikamente ein weiteres Fortschreiten der

Erkrankung und weitere Knochenbrüche verhindern.

Hier erweitert sich das Spektrum der Möglichkeiten

ständig.

Wichtig ist daher, wenn von Ihren betreuenden Ärzten

der Verdacht auf eine Osteoporose geäußert wurde,

eine DEXA-Knochendichtemessung durchzuführen,

wie wir sie im Zentrum für Nuklearmedizin und

PET/CT für Sie anbieten. Neben unserer speziellen

Fort- und Ausbildung ist das in unserer Praxis verwendete

Gerät aus der neuesten Generation. Das bedeutet

für Sie eine sehr schnelle, komfortable

Messung mit höchster Genauigkeit und Reproduzierbarkeit.

Zudem haben wir eine spezielle Software zur

weiteren Beurteilung der Knochenqualität implementiert,

um die Diagnostik noch weiter zu verbessern.

Schwachhauser Heerstraße 54

28209 Bremen

Telefon: 0421 84131313

Mail: info@nuklearmedizin-bremen.de

www.nuklearmedizin-bremen.de

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 29


Ölziehen

WEISSE ZÄHNE UND ENTGIFTUNG

FÜR DEN KÖRPER

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


Ölziehen ist derzeit in aller Munde. Weiße Zähne

und eine Entgiftung des ganzen Körpers: Ölziehen

am Morgen verspricht viele gesundheitliche

Vorteile - und das trotz des

vergleichsweise geringen Aufwands,

denn morgendliches

Ölziehen kann man als Ergänzung

zur täglichen

Zahn- und Gesundheitspflege

einfach

und kostengünstig in

den Alltag integrieren.

Doch wie funktioniert

diese uralte

ayurvedischer Methode,

die lange Zeit

in Vergessenheit geraten

war und derzeit ein

Comeback erlebt?

Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

Beim Ölziehen bewegt man eine kleine Menge Öl im Mund einige

Minuten lang hin und her, um Bakterien und gesundheitsschädliche

Stoffe zu binden und anschließend loszuwerden. Dem Ölziehen wird

eine entgiftende und heilende Wirkung auf den Körper und insbesondere

auf die Mundhöhle nachgesagt, es soll aber auch positive Auswirkungen

auf verschiedene Krankheiten wie Migräne, Asthma,

Darmerkrankungen und Herzprobleme haben und zudem das Immunsystem

stärken.

DURCHFÜHRUNG UND DAUER

Am besten beginnt man mit dem Ölziehen unmittelbar nach dem Aufstehen,

noch bevor man etwas gegessen oder getrunken hast, denn

nüchtern befinden sich mehr Bakterien im Mund als nach dem Essen.

Hierfür nimmt man etwa einen Esslöffel Öl in den Mund. Man kann

dafür zum Beispiel Oliven-, Sesam- oder Kokosöl verwenden. Die Flüssigkeit

im Mundraum sollte man nun stetig hin und her bewegen.

Empfehlenswert ist es, das Öl durch die Zähne zu ziehen, darauf herumzukauen,

es anzusaugen oder im Mund hin und her zu schleudern

– Hauptsache, es bleibt immer in Bewegung. Dies sollte man 20 Minuten

lang tun, denn wenn ein antibakterieller Stoff 20 Minuten lang

auf Bakterien einwirken kann, ist es für ihn ein leichtes, bis in die letzten

Winkel zu gelangen, um dort alle schädliche Bakterien zu erwischen

und die Zahnfleischtaschen sauber zu halten.

Anschließend spuckt man das benutzte Öl in ein Taschentuch und

wirft es in den Müll, damit das Öl samt den Toxinen und Bakterien

nicht in den Wasserkreislauf gelangt. Auf diese Weise werden auch

Fettablagerungen und Verstopfungen in den Abwasserrohren vermieden.

Runterschlucken sollte man das Öl auf keinen Fall, da man

die gebundenen Bakterien und Giftstoffe ja loswerden werden

möchte. Danach den Mund mit Wasser ausspülen und die Zähne im

Anschluss wie gewohnt putzen. Insgesamt sollte man eine Ölkur vier

Wochen lang durchhalten und jeden Morgen Ölziehen.

WELCHE ÖLE SIND ZUM ÖLZIEHEN GEEIGNET?

Für das Ölziehen raten Heilpraktiker ausschließlich kaltgepresste Bio-

Öle zu verwenden. Gern genommen wird Kokosöl, da es in hoher

Qualität erhältlich ist und darüber hinaus aufgrund der antibakteriellen

Wirkung gut für die Mundflora und die Zahngesundheit sein soll.

Kokosöl hat einen angenehmen Geschmack, ist von der Konsistenz

her meist fest und verflüssigt sich erst im Mund. Weite Transportwege

und eine schlechte Klimabilanz sind jedoch nachteilig.

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 31


Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

Sonnenblumenöl ist aufgrund seiner Konsistenz besonders gut zum

Ölziehen geeignet. Es hat einen milden Geschmack, eine gute Umweltbilanz

sowie einen günstigen Preis. Manchmal ist es jedoch von

minderwertiger Qualität, sodass man unbedingt ein Bio-Öl wählen

sollte.

Olivenöl hat fast jeder zu Hause vorrätig. Es hilft besonders bei

Mundgeruch und erhöhtem Cholesterinspiegel. Zum Ölziehen ist nur

das relativ teure, kaltgepresste native Olivenöl geeignet.

Gemäß der traditionellen ayurvedischen Lehre wird Sesamöl zum

Ölziehen verwendet. Es hat einen nussigen Geschmack, ist sehr flüssig

und daher zum Ziehen durch die Zähne etwas schwieriger. Es soll

gegen Zahnfleischentzündungen helfen und das Immunsystem stärken.

Weizenkeimöl soll zellerneuernd wirken und den Stoffwechsel ankurbeln.

Es ist nicht lange haltbar und sollte im Kühlschrank aufbewahrt

werden.

Rapsöl beim Ölziehen zu verwenden kann bei Asthma, Husten,

Bronchitis und Heiserkeit helfen. Es hat einen herben Geschmack,

kann aber mit Sonnenblumenöl im Verhältnis 1:1 gemischt werden.

Angebrochen ist es nicht lange haltbar, sodass man es auch im Kühlschrank

aufbewahren sollte.

Wer möchte kann seinem Speiseöl auch naturreine ätherische Öle in

Lebensmittelqualität hinzufügen: Pfefferminze beispielsweise sorgt für

einen frischen Atem und lindert Kopfschmerzen, Lavendel hingegen

beruhigt die Nerven und Fenchel hat sich bei Atemwegsbeschwerden

bewährt.

WIRKUNGSWEISE DES ÖLZIEHENS

Durch das Umherbewegen des Öls im Mund wird die Speichelproduktion

angekurbelt, Bakterien und Schadstoffe werden gebunden

und sollen ausgeschieden werden, sodass sich die Anzahl der kariesverursachenden

Bakterien im Mund verringert. Positive Effekte des

Ölziehens sollen weiße Zähne, weniger Probleme mit Karies, Zahnfleischbluten

und Mundgeruch sein. Aber auch das Lymph- und das

Immunsystem sollen durch das Kauen, Saugen und Ziehen des Öls

angeregt werden. Daher wird eine Ölkur gegen eine Vielzahl von

Krankheiten wie Atemwegsinfekte, Allergien, Arthritis, Asthma und

Migräne angewandt.

WORAUF MAN BEIM ÖLZIEHEN ACHTEN SOLLTE

Alternative Heilmethoden werden immer beliebter, denn sie haben

den Ruf, sanft und risikoarm zu sein, auch wenn eindeutige wissenchaftliche

Beweise bisher fehlen. Das gilt auch für das Ölziehen. Es ist

eine kostengünstige, sichere und wenig aufwendige Methode, die

Zahngesundheit und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Um

das Ölziehen auszuprobieren beginnt man am besten mit einem hochwertigen

kaltgepressten Öl wie Olivenöl oder Kokosöl. Teure Spezialöle

wie extra Mundöle benötigt man dafür nicht unbedingt.

Nebenwirkungen hat man beim Ölziehen im Allgemeinen nicht zu erwarten.

Bei Amalgamfüllungen sollte man jedoch vorsichtig sein, da

durch das Umherbewegen des Öls giftiges Quecksilber aus den Füllungen

gelöst werden könnte, was zu schweren Gesundheitsproblemen

führen kann. Hierfür sollte man im Vorfeld am besten mit seinem

Zahnarzt oder seiner Zahnärztin sprechen.

32

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


Ölziehen ist eine alte ayurvedische Methode, um Krankheiten zu bekämpfen, und wird seit Jahrhunderten praktiziert. Auch hierzulande wird die Anwendung immer

beliebter.

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 33


„Familie & Co“

Gesunde Kinderfüße:

Immer in Bewegung

TEXT | ROLAND-KLINIK

FOTOS | NIKOLAI WOLFF, FOTOETAGE

Für Eltern ist es ein emotionaler Moment, wenn ihr Kind das erste Mal auf seinen kleinen zarten

Füßen steht und vorsichtig eigene Schritte wagt. Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Kinderfüße

rundum gesund. Einige Jahre später sieht es dagegen leider oft schon ganz anders aus:

Fußfehlstellungen sind nicht nur im Erwachsenenalter, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen

verbreitet – aber zum Glück meist nicht gleich ein Fall für den Fußchirurgen.

34

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


Unsere

„Viele kindliche Fußfehlstellungen

sind harmlos und verschwinden

durch das Wachstum

und die Entwicklung der

entsprechenden Muskulatur bis

zum Grundschulalter von

selbst“, beruhigt Prof. Dr. Ralf Skripitz,

Chefarzt im Zentrum für Endoprothetik,

Fußchirurgie, Kinder- und

Allgemeine Orthopädie der Bremer Roland-Klinik.

„Fast alle Kinder kommen zum Beispiel mit einem sogenannten

Knicksenkfuß zur Welt“, so Skripitz, „aber das ist kein Grund zur Sorge.

Das Fettpolster im Bereich des sich erst später, mit etwa drei bis vier Jahren,

entwickelnden Längsgewölbes ist bei Säuglingen und Kleinkindern

stärker ausgeprägt und täuscht deshalb eine Fußfehlstellung vor.“

„Familie & Co“

Seiten

Muskeln stärken in Eigenregie

Die Muskelgruppen, die den Fuß aufrichten, sind bei Babys einfach noch

nicht kräftig genug – so knickt der Fuß des Kindes bei ersten Steh- und

Gehversuchen häufig ein. Mit den Jahren verschwindet das Fett nach und

nach, das zunächst weiche Bindegewebe wird stärker, die Muskelkraft

nimmt zu und die Drehung im Oberschenkel ab. Mit etwa zehn Jahren

haben dann nur noch vier Prozent der Kinder ein abgeflachtes Fußgewölbe.

„Ein Knicksenkfuß macht Kindern in der Regel keine Probleme“,

ergänzt Alisa Mehrtens, Fachärztin aus dem Team um Prof. Skripitz.

„Aber natürlich kommt es immer auch auf die individuelle Ausprägung an.

Ist etwa die Wadenmuskulatur verkürzt, können bei Belastung Schmerzen

in der Wade auftreten.“ Abhängig von den jeweiligen Beschwerden empfehlen

sich zunächst Übungen unter Anleitung von Physiotherapeuten

oder in Eigenregie. Besonders effektiv zur Aktivierung der Muskelfunktion

ist viel Barfußlaufen. „Aber auch spielerische Fußgymnastik, wie zum Beispiel

der Hackengang zur Dehnung der Wadenmuskulatur, der Zehenspitzengang

oder das Greifen von Gegenständen mit den Zehen kann

helfen“, so Alisa Mehrtens.

Plattfuß: Selten angeboren

Der Plattfuß ähnelt in seinem Erscheinungsbild häufig dem kindlichen

Knicksenkfuß, ist aber eine Fehlstellung des Sprungbeines in der Knöchelgegend.

Bei älteren Kindern zeigt sich der Plattfuß als Absinken des

Fußlängsgewölbes mit einer Fehlstellung der Ferse. „In sehr seltenen Fällen

kann ein Plattfuß angeboren sein“, erläutert Alisa Mehrtens. Bei Babys

mit einem solchen angeborenen Plattfuß wird der Fuß durch eine Gipsbehandlung

in eine bessere Stellung gebracht und später durch gezielte

Krankengymnastik unterstützt. „Meistens entwickelt sich ein Plattfuß jedoch

im Kindesalter, begünstigt durch Übergewicht, allgemeine Schlaffheit

der Bänder oder durch das regelmäßige, zu frühe Tragen von zu engem

Schuhwerk. Aber auch schwere Erkrankungen wie zum Beispiel Polio

(Kinderlähmung) oder Spina bifida („offener Rücken“) können zur Entwicklung

eines Plattfußes führen“, erklärt Mehrtens.

Operative Therapiemethoden

„Familie & Co“


Mit Hilfe spezieller Untersuchungsmethoden werden etwa Verkürzungen

von Muskelgruppen und knöcherne Fehlstellungen als Ursache der Plattfüße

aufgedeckt. Manchmal kommt es auch zu einem Zusammenwachsen

von Knochen oder Bindegewebe – sogenannte „Coalitio“ – von zwei

Fußknochen wie etwa Fersenbein und Kahnbein. Dadurch wird die Beweglichkeit

eingeschränkt und eine unflexible Fehlstellung, die mit

Schmerzen einhergeht, verursacht. „Ein Plattfuß, der Beschwerden verursacht,

bei dem die konservative Therapie keinen Erfolg gebracht hat,

kann auch operativ behandelt werden. Hier wird minimalinvasiv in einen

Kanal zwischen Sprungbein und Fersenbein ein metallischer Platzhalter

eingebracht und auf ein gewisses Maß aufgedehnt, so dass sich das Fußgewölbe

anhebt. Nach einer gewissen Zeit wird die Schraube dann wieder

entfernt“, erklärt Mehrtens. Weitere Therapiemethoden sind zum

Beispiel Sehnenverlängerungen und knöcherne Korrekturen. Eine „Coalitio“

kann ebenfalls operativ gelöst werden – mit und ohne knöcherne

Korrektur der Fehlstellung.

„Fußfehlstellungen sind nicht nur im Erwachsenenalter, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen verbreitet. Kinder sollten sich daher von Anfang an möglichst

viel bewegen“, erklärt Alisa Mehrtens, Fachärztin aus dem Team um Prof. Skripitz. (Archivmaterial)

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 35


„Familie & Co“


Besonders effektiv zur Aktivierung der Muskelfunktion ist viel Barfußlaufen. Aber auch spielerische Fußgymnastik, wie zum Beispiel der Hackengang zur Dehnung

der Wadenmuskulatur, der Zehenspitzengang oder das Greifen von Gegenständen mit den Zehen kann helfen.

Konservative Behandlung

„Bei älteren Kindern mit sogenannten flexiblen Plattfüßen setzt man aber

zunächst auf eine konservative Therapie. Mit intensiv und regelmäßig

durchgeführten gezielten Trainingseinheiten können Fehlstellungen behandelt

werden. Die Kinder werden dabei zunächst von Physiotherapeuten

angeleitet und sollten die Übungen dann über einen längeren

Zeitraum alleine weitermachen“, rät Prof. Dr. Skripitz.

Eltern die Füße ihres Nachwuchses regelmäßig nachmessen. Generell

lässt sich festhalten: Weiche, bequeme Schuhe mit flexibler, rutschhemmender

Sohle aus einem atmungsaktiven Material sind für Kinder perfekt

geeignet. Einlegesohlen dagegen braucht ein gesundes Kind normalerweise

nicht: „Wenn sie nicht optimal sind, könnten sie eine Fehlstellung

des Fußes sogar noch verstärken“, sagt Alisa Mehrtens.

Auch bei Jugendlichen ein Thema: der Ballenzeh

Als Ballenzeh oder Hallux valgus bezeichnet man eine Abweichung der

Großzehe zum äußeren Fußrand. Normalerweise ein verbreitetes Krankheitsbild

im Erwachsenenalter, kann es auch schon bei Jugendlichen auftreten.

In diesen Fällen entwickelt sich der Ballenzeh meistens im

Zeitraum des letzten Wachstumsschubes zwischen 16 und 20 Jahren. „Im

Normalfall ist keine Operation erforderlich, bei ausgeprägtem Befund oder

großem Leidensdruck kann aber auch ein Eingriff erfolgen“, so Alisa Mehrtens.

Dafür gibt es verschiedene Operationstechniken, über die individuell

entschieden wird. Doch wie und warum entsteht eigentlich ein Hallux

valgus? „Es gibt verschiedene Faktoren, die als Ursache in Frage kommen.

Unter anderem spielt die Genetik eine Rolle“, erklärt Alisa Mehrtens.

„Wenn eine familiäre Vorbelastung vorliegt, beobachten wir zum Teil ein

frühes Auftreten des Ballenzehs. Weitere Faktoren sind allerdings auch: zu

früh zu enges Schuhwerk und zu wenig barfuß gelaufen.“ Um einem Hallux

valgus vorzubeugen, rät die Fachärztin dazu, ausreichend Sport zu

treiben und möglichst oft ohne Schuhe zu laufen.

Wo drückt der Schuh? So kann man vorbeugen

„Um Fußfehlstellungen vorzubeugen, sollten Kinder sich von Anfang an

möglichst viel bewegen und barfuß laufen. Zu Hause können sie auch

rutschhemmende Socken tragen“, so Alisa Mehrtens. Beim Schuhkauf ist

es unter anderem wichtig, darauf zu achten, dass zwischen Zehe und

Schuhwerk etwa 1,5 cm Platz bleiben. Da Kinderfüße schnell und manchmal

in Schüben wachsen, aber insbesondere kleine Kinder kaum ein Empfinden

dafür haben, wenn ein Schuh nicht mehr richtig passt, sollten

„Viele kindliche Fußfehlstellungen sind harmlos und verschwinden durch das

Wachstum und die Entwicklung der entsprechenden Muskulatur bis zum Grundschulalter

von selbst“, sagt Prof. Dr. Ralf Skripitz, Chefarzt im Zentrum für Endoprothetik,

Fußchirurgie, Kinder- und Allgemeine Orthopädie der Bremer

Roland-Klinik (Archivmaterial)

36

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


„Familie & Co“



NABU bedeutet Naturschutz, Artenschutz, Biotopschutz und Umweltbildung –

genau das dürfen die Kinder im Ferienlager eine Woche lang mit ganz viel Spaß

erleben (© NABU Bremen)

Ferienlager auf

Pfingstfreizeit und Sommerlager

des NABU mit buntem

Programm in der Natur


der Dreptefarm

Gerade erst hat der NABU seine Osterfreizeit mit 42 frisch auf Corona getesteten

Kindern durchgeführt, nun liegen Pfingstfreizeit und die Sommerlager

an. Da der NABU anerkannter Träger der freien Jugendhilfe ist, können seine

Freizeiten auch stattfinden. Mit Hygienekonzept und Testpflicht direkt vor den Freizeiten

sollen Kinder von 8 bis 14 Jahren wieder ein Stück Kindheit in der Natur erleben

dürfen. „Natürlich gehen wir davon aus, dass sich die Situation bis Pfingsten

und erst recht bis zu den Sommerferien deutlich entspannen wird“, hofft NABU-Geschäftsführer

Sönke Hofmann. „Auf der Osterfreizeit konnten wir gerade so sehr

sehen, wie dankbar die Kinder für etwas gelebte Normalität, Ablenkung und neue

Freunde waren.“ Immerhin eine Woche konnten die Kinder die Natur rund um die

Dreptefarm im Ferienort Wulsbüttel erkunden. „Neben Tests und besonderer Hygiene

halten wir die Freizeiten wie eine Quarantänewoche, es gibt keine Einkaufstouren

und keine Kontakte zu anderen Leuten“, betont Hofmann. Da die Ferienlager

des NABU ohnehin viel Zeit in der freien Natur bedeuten, sei das Programm äußerst

coronakonform. Neben Ausflügen auf dem Rad und Basteleien stehen Lagerfeuer,

Gruppenspiele und natürlich der Badeteich im Mittelpunkt der Gruppe. „Die Farmtiere

werden von den Kindern in Kleingruppen versorgt und verwöhnt und natürlich

sind die Eselwanderungen geradezu ein Markenzeichen der NABU-Freizeiten“, freut

sich Hofmann. Er leitet die erste Sommerwoche und hat nach über 21 Jahren und

mehr als 50 Freizeiten immer noch einen Riesenspaß daran.

Voraussetzung für die Teilnahme ist ein maximal 24 Stunden alter Testbescheid

oder ein Selbsttest vor Ort, dann steht einer Woche voller Spaß und Spielen nichts

im Weg.

Die Pfingstfreizeit geht von Freitag, den 21. bis Dienstag, den 25. Mai und kostet

129 Euro für NABU-Familienmitglieder für Nicht-Mitglieder 179 Euro. Die einzeln

buchbaren Wochen des Sommerlagers starten jeweils am Samstag und kosten 229

Euro für NABU-Mitglieder, sonst 249 Euro. Los geht es am 24. Juli. In dem Preis sind

Unterkunft, Verpflegung und Programm enthalten. Infos und Anmeldung unter (04

21) 48 44 48 70.

www.NABU-Bremen.de

Frank Schwieger

Ich, Kleopatra, und

die alten Ägypter

Kleopatra erklärt,

wie’s wirklich war!


Das alte Ägypten fasziniert seit eh und je Kinder und Erwachsene, aber wirklich

Ahnung haben nur die wenigsten! Zum Glück trommelt Kleopatra die berühmtesten

Götter und Pharaonen und die mutigsten Menschenkinder zusammen,

um uns aus dem Grab der Unwissenheit herauszuhelfen. Endlich gibt es Antworten

auf die spannendsten Fragen: Wie lief der Bau einer Pyramide ab? Gab es wirklich

Fallen, um die Grabkammern vor Räubern zu schützen? Warum wurden Tote

mumifiziert und wie funktionierte das Ganze? Wie sah der Alltag am Hof eines Pharaos

aus? Was sind Hieroglyphen?

dtv Junior

Mit Illustrationen von Ramona Wultschner

Originalausgabe

256 Seiten

ab 10 Jahren

ISBN 978-3-423-76329-5

23. April 2021

Preis: 13,95 Euro


www.dtv.de

Verlosung!

2 x „Ich, Kleopatra,

und die alten Ägypter“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. Juni an:

gewinnen@schwachhausenmagazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 37


„Familie & Co“



Mit dem kostenfreien AOK-Programm „Zuckerkompass“ können Lehrer ihre

Schüler für das Thema Zucker sensibilisieren

AOK-Zuckerkompass

Programm fördert die

Ernährungskompetenz

Mit dem „AOK-Zuckerkompass – Ihr Programm für den digitalen und praktischen

Unterricht“ steht Lehrerinnen und Lehrern ab sofort ein neues Programm zur Prävention

und Gesundheitsförderung im Setting Schule zur Verfügung. Es wurde speziell

für die Klassen 5 bis 8 an weiterführenden Schulen entwickelt und setzt auf

einen Mix aus verschiedenen interaktiven Methoden der Wissens- und Kompetenzvermittlung

rund um das Thema Zucker. „Ziel ist es, das Bewusstsein der Schülerinnen

und Schüler hinsichtlich ihres täglichen Zuckerkonsums zu schärfen und so

ihre Ernährungskompetenz zu stärken“, sagt Jörg Twiefel, Stellvertreter des Vorstands

der AOK Bremen/Bremerhaven. Das Programm besteht aus 20 Lernbausteinen.

Diese Bausteine enthalten Aufgaben für die Schulklassen, Animationen,

Videosequenzen, interaktive Übungen, Experimente und Diskussionsvorschläge.

Im Modul „Geschmackstest Eistee“ stellen die Schülerinnen und Schüler

beispielsweise Eisteemischungen in verschiedenen Süße-Graden her und küren

gemeinsam ihren Favoriten. Gleichzeitig vergleichen sie die Eigenkreationen mit ungesüßten

und gekauften Produkten. Die Lernbausteine selbst sind genauso abwechslungsreich

wie die Methoden der Wissensvermittlung. Zum Einsatz kommen

dabei unter anderem digitale Tafelbilder sowie Arbeitsblätter zum Downloaden und

ein Schüler-Workbook. Die Materialien beziehen auch das häusliche Umfeld der

Schülerinnen und Schüler mit ein. Auf der Website ww.aok.de/zuckerkompass kann

die Lehrkraft nach einer Anmeldung direkt loslegen. Für den Einsatz im Unterricht

wird nur ein Beamer oder ein Whiteboard im Klassenzimmer benötigt. Twiefel:

„WLAN während des Unterrichts ist nicht nötig, denn die Materialien können vorher

bequem heruntergeladen werden.“ „Die AOK Bremen/Bremerhaven unterstützt

gerne dabei, gesundheitsfördernde Bedingungen für Schülerinnen und Schüler, Eltern

und Lehrkräfte zu schaffen“, so Twiefel, der als Direktor Markt auch den Bereich

Prävention verantwortet. In einer „gesunden Schule“ müsse

Gesundheitsförderung nicht nur im Unterricht, sondern an der gesamten Schule

gelebt werden. AOK-Präventionsexpertinnen und –experten unterstützen Lehrkräfte

im Rahmen des Programms auch dabei, gesunde Strukturen an den Schulen aufzubauen.

Bei der AOK Bremen/Bremerhaven ist Lisa Zwiazek Ansprechpartnerin für das

Programm. Kontakt: Lisa Zwiazek, Abteilung Gesundheit, Telefon:

0421 1761-28110; E-Mail: lisa.zwiazek@hb.aok.de

„Wunder dich schlau – der Wissenschaftspodcast vom Universum® Bremen“

kann überall gehört und abonniert werden, wo es Podcasts gibt. Alle zwei

Wochen wird eine neue Folge veröffentlicht. (Foto: Universum® Bremen)

Wunder dich

schlau

Universum® Bremen

startet neuen Wissenschaftspodcast

für Kinder


Warum können Vögel fliegen, aber Menschen nicht? Weshalb kann man

Musik nur hören und nicht sehen? Wieso gibt es jeden Menschen nur einmal?

Vieles in unserem Leben wirkt auf den ersten Blick wie ein Wunder – und lässt sich

doch wissenschaftlich erklären. Antworten darauf, warum die Dinge so sind, wie sie

sind, gibt ab sofort der neue Wissenschaftspodcast „Wunder dich schlau“ des Science

Centers Universum® Bremen. Er richtet sich an Kinder ab sechs Jahren –

und auch wissbegierige Eltern sind hinterher garantiert klüger als vorher.

In jeder Folge erklärt Tobias Wolff, Ausstellungsleiter des Universum®, im Gespräch

mit Peer Gahmert auf anschauliche Weise ein wissenschaftliches Phänomen.

Der Podcast ist dabei nicht nur für Kinder gemacht, sondern auch mit ihnen:

Die „Wunder“, denen Tobias und Peer auf den Grund gehen, kommen von Kindern

selbst. So fragt sich die achtjährige Malia in der ersten Episode, warum es Sternschnuppen

am Himmel gibt. Bei einem Rundgang durch die aktuelle Universum®-

Sonderausstellung „Up to Space“ erfahren die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer

zum Beispiel, was Sternschnuppen eigentlich sind, wann sie besonders häufig zu

beobachten sind und warum sie glühen. Und woher stammt überhaupt die Bezeichnung

„Schnuppe“?

Wer in einer der nächsten Ausgaben eine wissenschaftliche Erklärung für ein eigenes

Wunder erfahren möchte, kann ganz einfach in einer Sprachnachricht den

Satz „Für mich ist ein Wunder, dass …“ ergänzen und die Audiodatei per Mail an

wunder@universum-bremen.de schicken.

„Wunder dich schlau – der Wissenschaftspodcast vom Universum® Bremen“ kann

überall gehört und abonniert werden, wo es Podcasts gibt. Alle zwei Wochen wird

eine neue Folge veröffentlicht.

www.universum-bremen.de/wunder-dich-schlau


38

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


„Familie & Co“



Das Naturbastelbuch

für Kinder

41 Projekte zum Basteln mit allem, was Wald,

Wiese und Strand hergeben

Die Natur selbst bietet das ideale Material für kleine Bastelkünstler. In diesem Buch versammeln

sich 41 tolle Projekte, für die es die Schätze der Natur braucht: geniale Masken mit Vogelfedern, Figuren

aus Kiefernzapfen, dekorative Sterne aus feinen Ästen oder drollige Tiere aus Nussschalen. Die bebilderten

Schritt-für-Schritt-Anleitungen garantieren Kindern ab 5 Jahren einen schnellen Bastelerfolg. Im

Anhang befinden sich Vorlagen für einzelne Projekte. Also auf in die Natur, Material sammeln und gleich losbasteln!

Aus dem Englischen von Ulrike Kretschmer

Originaltitel: Nature Craft

Originalverlag: Quarto

Für Kinder ab 5 Jahren

Paperback , Broschur, 80 Seiten, 19,0 x 25,0 cm

durchgehend farbige Abbildungen

ISBN: 978-3-8094-4179-3

Bassermann

Preis: 7,99 Euro, inkl. MwSt.

www.penguinrandomhouse.de

Verlosung!

2 x „Das Naturbestelbuch

für Kinder“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. Juni an:

gewinnen@

findorff-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 39


ENTDECKERZENTRUM IN DER BOTANIKA

ÄRZTE & APOTHEKEN IN FINDORFF

Carmen Groninga

Winterstraße 54

28215 Bremen

(0421) 35 50 61

ALLGEMEINMEDIZIN

Regina Lüers

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 55 45

HAUTKRANKHEITEN

LUNGENFACHARZT

Pneumologikum am Bürgerpark

Dr. Marcus Berkefeld

Hemmstraße 212-240, 28215 Bremen

Telefon: 0421/22159320

Izedin Fejzullahu

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 37 61 000

UROLOGIE

Alle Angaben sind ohne Gewähr

Dr. Gabriele Hartlap

Augsburger Straße 8

28215 Bremen

(0421) 354647

Hausärztliche Gemeinschaftspraxis

Dr. Maya Trapp und Elke Sennholz

Hemmstraße 214

28215 Bremen

(0421) 35 10 10

Dr. Jörg Janssen

Admiralstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 43 66

Dr. Spatz & Partner

Gemeinschaftspraxis

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 35 35 35

Dr. Klaus Zimmermann

Brandtstraße 54

28215 Bremen

(0421) 35 57 67

Dr. Michael Schlenz

Admiralstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 41 31

AUGENHEILKUNDE

HEILPRAKTIKER

Dr. Regine von Gerkan

Lohmannstraße 98

28215 Bremen

(0421) 37 58 21

Kathleen Giersch

Falkenberger Straße 66

28215 Bremen

(0421) 390 90 50

Naturheilpraxis Schwanenberg

Andrea Hella Schwanenberg

Geibelstraße 4

28215 Bremen

(0421) 4 91 99 81

KINDERHEILKUNDE

Dr. Wolfgang Soldan,

Elke Brecher-Müller

und Anne Stadler

Hemmstraße 212

28215 Bremen

(0421) 350 90 50

INNERE MEDIZIN

Dr. Sigrid Geerken-Gröticke

Am Weidedamm 4

28215 Bremen

(0421) 35 18 18

NEUROLOGIE

Dr. Forssmann & Lübbert

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 35 46 82

ORTHOPÄDIE

Orthopädische Gemeinschaftspraxis

Regina Langhammer, Stefan Balkausky

und Dr. Ares Akbar

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 35 20 95

PSYCHOTHERAPIE

Psychotherapeutische Praxis

Ute Kampen

Dresdener Straße 15

28215 Bremen

(0421) 35 74 43

SPRACHHEILKUNDE

Atemschulung, Sprechtechnik,

Stimmtraining

Elisabeth Frintrop

Frielinger Straße 44

28215 Bremen

(0178) 59 17 533

ZAHNMEDIZIN

Silke Aner

Halberstädter Straße 17

28215 Bremen

(0421) 35 22 66

Zahnärzte Findorff

Innsbrucker Straße 96

28215 Bremen

(0421) 37 17 77

Die Zahnärzte

Dr. Edzard Fink & Peter Knor

Hemmstraße 214

28215 Bremen

(0421) 35 85 85

Dr. Anke Charlotte Krüger

Hemmstraße 202

28215 Bremen

(0421) 35 60 67

Zahnarztpraxis Primadent

Zahnärztin T. Irikova

Heinrich-Böll-Straße 1

28215 Bremen

(0421) 37 35 20

FRAUENHEILKUNDE

Frank Davidsmeyer, Dr. Marion Jagdt

und Martina Bolte

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 354 14 14

Dr. Astrid Kania. Dr. Julia Dehmel,

Katja Hitzegrad

Hemmstraße 212 – 240

28215 Bremen

(0421) 35 04 744

KIEFER-CHIRURGIE

Schumann & Rolfsen

Praxis für chirurgische Zahn-, Mundund

Kieferheilkunde

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 37 81 78 0

Findorffer Logopädiehaus

Dorothea Hunke

Karlshafener Straße 36

28215 Bremen

(0421) 378 14 11

Praxis für Logopädie und PäPKi

Andreas Pohl

Plantage 13

28215 Bremen

(0421) 37 62 822

Findorff-Apotheke

Admiralstraße 159

28215 Bremen

(0421) 37 78 78

APOTHEKEN

Jan-Reiners-Apotheke

Hemnmstraße 214

28215 Bremen

Telefon: 0421-351935

HALS-NASEN-OHREN

Dr. Karsten Jacob

Hemmstraße 133

28215 Bremen

(0421) 35 42 42

Roland Apotheke

Hemmstraße 231

28215 Bremen

(0421) 35 19 55

Vitalis-Apotheke

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 38 18 14

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FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021


Sport mit angezogener Handbremse

Vielfältige Online-Angebote – Individualsport eingeschränkt

Seit über einem Jahr stellt uns die Corona-Pandemie im Sport vor große

Herausforderungen. Wo lange Zeit keine bzw. kaum Sportangebote möglich

waren, hat sich aber jetzt in punkto Bewegung einiges bei der SGF

getan. Seit Anfang des Jahres wird für Erwachsene ein umfangreiches Online-Bewegungsangebot

per Zoom angeboten. Die ganze Woche können

alle Mitglieder, Kursteilnehmer und Interessierte der SG Findorff an einem

vielseitigen Sportprogramm teilnehmen. Sie haben die Wahl zwischen

Yoga, Yogilates, Fitness, Bauch, Beine, Po, Rücken- und Funktionsgymnastik.

Auch die KampfsportlerInnen von Karate und Taekwondo halten

sich per Onlinesport fit. Das in diesen Zeiten solche Sportangebote stattfinden

können, ist auch dem unermüdlichen Einsatz der ÜbungsleiterInnen

und TrainerInnen zu verdanken. So bietet unsere Taekwondotrainerin

Johanna aus ihrem Studentenzimmer in Bochum Onlinesport für den Verein

an.

Auch im Individualsport, wenn auch noch sehr eingeschränkt, findet wieder

Sport statt. Sportarten wie Tennis, Tischtennis und Badminton bieten

bereits einige Stunden wieder an. Hierfür ist immer eine Voranmeldung

notwendig, um die Vorschriften einzuhalten. Auch die Mannschaftsportler

versuchen aus den schwierigen Bedingungen das Beste zu machen

und werden zeitweise ebenfalls zu IndividualsportlerInnen.

Insbesondere wird versucht, für die Kinder ein kleines Sportprogramm

anzubieten. Zurzeit ist dieses nur Outdoor machbar und die neue Bundesnotbremse

hat hier die Hürden noch einmal höher gelegt. Nur noch

fünf Kinder mit Abstand dürfen jetzt zusammen Sport treiben. Hinzu müssen

die Übungsleiter und Trainer einen tagesaktuellen Corona-Test nachweisen.

Dieser Aufwand erschwert es sehr, genügend Bewegungsangebote

für die Kinder anbieten zu können. So ist vieles immer noch anders und

für uns alle nicht zufriedenstellend, aber der Verein bewegt sich wieder.

Und so bedanken wir uns bei allen MitgliederInnen, die der SG Findorff

in diesen Zeiten die Treue halten und sich solidarisch zeigen mit ihrem

Sportverein.

Welche Sportangebote inzwischen unter den aktuellen Corona-Verordnungen

wieder stattfinden, kann man bei den Ansprechpartnern unserer

Sportabteilungen erfahren. Die entsprechenden Kontaktdaten stehen auf

der SGF Homepage.

SG FINDORFF

Hemmstraße 357-359

28215 Bremen

Tel. (0421) 35 27 35

www.sg-findorff.de

ÜbungsleiterInnen gesucht!

Als großer Bremer Sportverein suchen wir engagierte oder angehende

ÜbungsleiterInnen für unsere Turnabteilung in den Bereichen Kinderturnen

und Gymnastik/Fitness. Wenn Du Spaß an der Arbeit mit Kindern

oder Erwachsenen hast, dann melde Dich bei der SG Findorff. Die Mit-

arbeit in einem Verein lohnt sich immer. Soziale Kontakte, Freude an der

Bewegung und die Vermittlung von Wissen sind wichtige Aspekte der Arbeit

in/für einen Verein. Sei mit dabei in der großen SGF-Familie! Die

Übungs- und Trainingszeiten können individuell abgesprochen werden.

FINDORFF Magazin | Mai - Juni 2021 41


WIR, DIE MENSCHEN AUS FINDORFF

IMPRESSUM

Herausgeber

Lars Hendrik Vogel

Verlag

VOGEL MEDIA

Mühlenweg 9, 28355 Bremen

Tel. +49 (421) 200 75 90

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Chefredakteur

Lars Hendrik Vogel [LHV] V.i.S.d.P.

LHV@magazine-bremen.de

WIR SIND MITTENDRIN

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Drei Magazine für drei liebenswerte Stadtteile

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Ihre Redaktion des FINDORFF Magazins

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Redaktion & Autoren

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Vera Döpcke

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Nr. 01/2021

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öffentlichen Einrichtungen usw.

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ESTHER BIEBACK

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Das nächste FINDORFF Magazin

erscheint ab 15. Juli 2021

Made with in Bremen

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