SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai- Juni 2021

vogelmediabremen

ISSN 2197-5450 MAI | JUNI 2021

SCHWACHHAUSEN

NEU! Jetzt mit

Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

IT’S TOFU-TIME

Victor Thomas kreiert Tofu-Spezialitäten

GEMEINSAM FÜR DIE NÄCHSTE GENERATION

Der Verein Bremerkinder

FREIHEIT UND HANDWERK

Der Fotograf Jens Lehmkühler

IMMER IN BEWEGUNG

Tipps für gesunde Kinderfüße

WWW.MAGAZINEFUERBREMEN.DE


EDITORIAL

Liebe Leserinnen

und Leser!

Ralf Möller

Neuer Ortsamtsleiter Schwachhausen/Vahr ab Mitte Juli

Seit vielen Jahren führte mein fast täglicher Arbeitsweg

quer durch Schwachhausen. Der Bürgerpark

war und ist ein Ort, um Freunde zu

treffen, zu flanieren und um Sport zu machen.

Ich kann mich für die zum Teil tollen Häuserfassaden

und die größeren und kleineren Alleen

begeistern. Schwachhausen ist aber noch viel

mehr. Mit seinen Kulturangeboten, Läden,

Initiativen bis hin zu den Kleingärten ist der

Stadtteil voller Leben.

Ich hoffe sehr, dass wir uns in den kommenden

Monaten nicht mehr mit Inzidenzen, R-Werten

und dergleichen beschäftigen müssen. Doch

eines hat uns die Pandemie gezeigt. Gemeinsam

können wir in unserer Gesellschaft viel bewegen.

Ich bin dabei der festen Überzeugung,

dass dies in Schwachhausen im Besonderen

möglich ist.

Die (Regional-)Politik hat dabei

eine wichtige Funktion. Im

Schwachhausener Beirat zeigen

sich die Parteien sehr engagiert

und mitunter auch sehr streitbar.

Ich möchte dazu beitragen, dass

bei allen Unterschieden ein

möglichst fraktionsübergreifender

Konsens erreicht wird, um eine

klimagerechte Mobilität, eine lokale

Energiewende und einen

besseren Baum- und Artenschutz

zu erzielen.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden

im letzten Jahr bundesweit 17%

mehr (neue) Fahrräder verkauft,

ohne, dass es hierfür Fördermittel

gab. Ein solcher Trend könnte

sich auch bei der Photovoltaik

entwickeln. Vielleicht müssen die

Bürgerinnen und Bürger einmal

Vorbild für die öffentliche Hand

sein. Potenzial wäre jedenfalls auf

beiden Seiten vorhanden.

Es wäre schön, wenn jede und

jeder das gibt, wozu sie oder er

vielleicht doch bereit und in der

Lage ist. Dass dies funktionieren kann, sehen

wir am Beispiel des durch Spenden finanzierten

Bürgerparks und den vielen Pflegepatenschaften

im Straßenbegleitgrün. Vielleicht darf

der neue Motor zukünftig weniger als 150 PS

haben, ohne Verzicht üben zu müssen. Vielleicht

ist etwas weniger und bringt eine Umorientierung

oder Umverteilung im Ergebnis

mehr.

Mitte Juli werde ich die Ortsamtsleitung

Schwachhausen/Vahr übernehmen. Ich wünsche

mir sehr, dass wir gemeinsam erfolgreich

sein werden. Alleine werden wir nicht die

Welt retten, aber wir können im Kleinen doch

einfach mal anfangen. Erste Schritte wurden

schließlich auch schon gemacht. Machen wir

uns also (mit schnelleren Schritten) auf den

vor uns liegenden Weg.

In den kommenden Jahren wird es umso wichtiger

sein, dass die Ideen zum Klimaschutz konsequenter

und mutig umgesetzt werden. Dies

gilt insbesondere nach dem aktuellen Urteil des

Verfassungsgerichts. Der Klimaschutz erhielt

augenblicklich einen verfassungsrechtlichen

Rang.

Ihr


INHALTSVERZEICHNIS

FOTOGRAFIE

Ein präzises Auge fürs Detail hat

der Fotograf Jens Lehmkühler

34

BREMERKINDER E.V.

Die Vereinsgründer tragen gemeinsam

mit freiwilligen Unterstützern

zur Chancengleichheit für Bremer

Kinder und Jugendliche bei

28

PASSION TOFU

Mit viel Liebe und Leidenschaft

bereitet Victor Thomas seine

verschiedenen Tofu-Kreationen zu

22

FRISCH GEMISCHTES

06 Aktuell, informativ, menschlich:

unser buntes Stadtteilleben

TOFU HANDGEMACHT

22 Der 29-jährige Franzose und

Wahlbremer Victor Thomas stellt

handgemachten Tofu ohne

Plastikverpackung her – den

Unterschied schmeckt man

VEREIN BREMERKINDER

28 Der Verein fördert gerne jene

Konzepte, die längerfristig

angelegt, kompetenzorientiert

und reproduzierbar sind, so dass

möglichst viele Kinder und

Jugendliche von ihnen profitieren

können

JENS LEHMKÜHLER FOTOGRAFIE

34 Als offizieller Fotograf begleitete

Jens Lehmkühler den Umbau

des Weserstadion 2008

KUNSTWERKSTATT

BUCHENSTRASSE

40 Ursula Häckell und Ingrid

Kemnade haben eine große

Begeisterung für die Malerei

THEATER BREMEN

46 Schauspiel Istanbul

von Selen Kara, Torsten Kindermann

und Akın Emanuel Şipal

KUNSTHALLE BREMEN

47 Ausstellung Haarige Geschichten.

Bilder vom Menschen Teil 2

NUKLEARMEDIZIN

48 Osteoporose ist eine weit verbreitete

und oft unentdeckte chronische

Erkrankung der Knochen

RUNDUM GESUND

50 Ölziehen ist eine alte ayurvedische

Methode, um Krankheiten zu

bekämpfen, und wird seit Jahrhunderten

praktiziert. Auch hierzulande

wird die Anwendung immer

beliebter.

4

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


INHALTSVERZEICHNIS

40

KÜNSTLERISCHE

EINBLICKE

Die Künstlerinnen Ursula

Häckell und Ingrid Kemnade

stellen ihre Werke und ihre

Kunst vor

FAMILIE

& CO.

Gesunde Kinderfüße

sind das A und O für

einen sicheren Gang

durch’s Leben –

die Roland-Klinik

gibt Tipps

54

FAMILIE & CO.

54 Auch Füße brauchen ein besonderes

Augenmerk, um gesund zu bleiben,

denn Fußfehlstellungen sind nicht nur

im Erwachsenenalter, sondern auch bei

Kindern und Jugendlichen verbreitet

NEWS VON BREMEN 1860

62 Immer in Bewegung

IMPRESSUM

66 Wer, was und wann

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 5


FRISCH GEDRUCKT

Sabrina Sue Daniels

Knockin‘ on Currys door

70 himmlische Rezepte

von einfach bis exotisch

Curry up your life! Himmlische

Currys – von klassisch bis raffiniert.

Der neue Band der innovativen

Kochbuchreihe mit allerlei

Wissenswertem und raffinierten

Rezepten rund ums Curry – für

Experimentierfreudige, Asienliebhaber

und Kochverrückte. Egal

ob grün oder rot, Gemüse-Curry,

Fisch-Curry, Tofu-Curry, Currypaste,

indisches Curry oder Curry-

Suppe – hier wird man fündig!

In diesem Kochbuch erwarten

einen 70 himmlische Curry-Rezepte

von einfach bis exotisch:

Linsen-Kokos-Curry, Chana Masala,

Express Butter Chicken,

Rotes Garnelen-Curry, Paneer

Kormas. Dazu Grundlagenwissen

in Form von Rezepten für Beilagen, Gewürzmischungen und Dips und eine praktische

Unterteilung der Kapitel in Klassiker, Express-Currys und Raffinierte Currys.

Currys mit WOW-Effekt: Salsicca-Tomaten-Curry, Aprikosen-Curry-Suppe, Fisch-

Curry mit Jakobsmuscheln, Erdnuss-Kokos-Curry mit Pfeffer-Ente …

Himmlisch kochen mit dem Wok oder der Pfanne. Mit

diesem Buch kann man in die orientalische

Küche der verschiedenen Currys eintauchen:

indisch, thailändisch, vegetarisch,

mit Fisch oder mit Fleisch,

scharf oder mild. Soulfood-Rezepte

mit Lieblingscurry-Potential.

Einfach himmlisch!

ISBN 978-3-7459-0250-1

Seiten 144

Format 21,6 x 17,5 cm

Preis: 15 Euro

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Verlosung!

2 x „Knockin‘ on

Currys door“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. Juni an:

gewinnen@schwachhausenmagazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der Vorstand der Uniwildnis hat sich um neue Nistgelegenheiten für die heimischen

Vögel gekümmert (Foto: Norbert Kück/Uniwildnis)

Neue Nistkästen für

die Uni-Wildnis

Vorstand „Freunde der

Uniwildnis“ schafft

Nistkästen über NABU an

Bei der letzten Begehung der Uniwildnis durch den Vorstand wurden auch die vorhandenen

Nistkästen begutachtet. Dabei fielen ein paar Nistkästen durch ihren

schlechten Zustand auf, so dass der Vorstand eine Besserung ins Auge fasste. Zu

Beginn der Brut- und Setzzeit hat der Vorstand "Freunde der Uniwildnis" mehrere

Nistkästen über den NABU angeschafft.

Die Vorstandsmitglieder haben sich mit Leiter und Werkzeug in der Uniwildnis getroffen

und die neuen Nistkästen an verschiedenen Stellen aufgehängt. Die Aktion

war offensichtlich ein Erfolg, denn auf dem Rückweg war zu sehen, dass der zuerst

aufgehängte Nistkasten schon angenommen wurde. Eine Kohlmeise begutachtete

den Nistkasten von allen Seiten und blickte auch mehrfach hinein. Beim

Gang durch die Uniwildnis fielen außerdem auf dem See Bläßhühner und auch

eine Graugans auf. Nachdem sie einmal kurzzeitig weggeflogen war, kehrte sie

doch recht schnell wieder zurück. Anscheinend ist das Areal für diese Graugans gerade

richtig zur Aufzucht ihrer Brut. Hoffentlich bleibt sie dabei ungestört! Der Vorstand

weist in diesem Zusammenhang noch einmal nachdrücklich darauf hin,

dass während der Brut- und Setzzeit die Leinenpflicht auch in der Uniwildnis gilt.

»»» uniwildnis.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Der Freiwilligendienstleistende Lennart Jaeschke bereitete den Magerboden

auf dem Gelände des DAV Kletterzentrum Bremen vor, damit die von der Firma

Allos bereitgestellte mehrjährige Fruḧjahrsansaat anwachsen kann

Biene sucht Blüte

Deutscher Alpenverein e.V.

ist Projektpartner

Bienen machen leckeren Honig, klar. Aber sie bestäuben auch zahlreiche Nutzpflanzen

wie Äpfel, Tomaten oder Kräuter und sind von größter Bedeutung für ein

intaktes Öko-System. Aufgrund intensiver Landwirtschaft, dem Einsatz von Pestiziden

und Flächenversiegelungen haben sie es heute allerdings schwer. Daher hat

Allos bereits 2012 das Herzensprojekt „Biene sucht Blüte" ins Leben gerufen, mit

dem Bienen und andere Bestäuberinsekten unterstützt werden. Der Grundstein für

das Blühwiesenprojekt des Bio-Pioniers wurde im Rahmen eines Azubi-Projektes

und mit einem kleinen Blühwiesenstreifen direkt hinter dem Allos Hof in Drebber

gelegt. Was klein begann, ist mittlerweile zu einem nachhaltig angelegten Großprojekt

geworden, das sich mit viel Pionier-Geist für den Erhalt der Biodiversität

einsetzt. Gemeinsam mit Kooperationspartnern lässt Allos so jährlich eine Vielzahl

Blühwiesen erblühen und verteilt zusätzlich im Bio-Fachhandel das „Biene sucht

Blüte“-Saatgut, um auch die Konsumenten zum Mitmachen aufzurufen.

Als einer der neuen Projektpartner legt die Sektion Bremen des Deutschen Alpenverein

e.V. auf dem Gelände seines UNTERWEGS – DAV Kletterzentrum Bremen nahe

dem Fallturm im Technologiepark eine Blühwiese an. Ausgeführt wird das Projekt

durch den Freiwilligendienstleistenden Lennart Jaeschke. Dieser absolviert in der

Alpenvereins Sektion Bremen sein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Der Freiwilligendienst

dient vielen Schulabgängern als Orientierung und zur Persönlichkeitsbildung,

um sich für den bevorstehenden Lebensabschnitt vorzubereiten. Der

Freiwilligendienst kann dabei verschiedene Schwerpunkte haben, zum Beispiel

Sport, Kultur aber auch Ökologie, wie in diesem Fall. Damit ist Lennart beim Alpenverein

bestens aufgehoben, der neben Sportverein auch Naturschutzverein ist

und diese Ziele fest in seiner Satzung verankert hat. Den Natur- und Umweltschutzgedanken

versucht auch das Kletterzentrum der Sektion mit seinem eigenen

Nachhaltigkeitskonzept für seine Sportstätte umzusetzen, bei dessen Erstellung

die Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen unterstützend zur Seite stand. Das Projekt

“Biene sucht Blüte“ von Allos initiiert, passt da natürlich bestens ins Konzept

um die Artenvielfalt vor Ort zu fördern. Die ersten Blüten werden bereits sehnsüchtig

erwartet. Seit vergangenem Jahr beheimatet der Imker und Landesgeschäftsführer

des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bund e.V., Thorsten Wilkens,

fünf Bienenvölker am Kletterzentrum, der erste „Kletterzentrumshonig“ wird Ende

Juni erwartet.

»»» kletterzentrum-bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 7


SOMMER-REZEPT

Holunderblüten-Gelee

Zutaten (reicht für 5 Gläser á 200ml)

40 Holunderblütendolden

1100 ml Apfelsaft naturtrüb

500 g Gelierzucker 2:1

Zubereitung

Die Holunderblütendolden gut abschütteln und in eine Schüssel geben und den

Apfelsaft dazu gießen. Mit einem Geschirrtuch abgedeckt über Nacht an einem

kühlen Ort durchziehen lassen.

Ein Haarsieb in einen großen Topf hängen und die Flüssigkeit abseihen.

Den Gelierzucker hinzugeben und einrühren. Anschließend 15 Minuten bei mittlerer

Hitze köcheln lassen.

Das Holunderblütengelee sofort in vorbereitete Gläser füllen. Diese sollten vorher

mit heißem Wasser sterilisert worden sein. Die sauberen Deckel mit Alkohol spülen

und sogleich die mit dem Gelee befüllten Gläser damit verschließen.

Wenn man das Gelee kühl und dunkel lagert, hält es bis zu einem Jahr. Angefangene

Gläser sollte man im Kühlschrank aufbewahren und bald verbrauchen.

Early English für Kinder

Für das neue Kindergartenjahr

21 / 22 werden ehrenamtliche

KursleiterInnen gesucht

Early English ist ein Programm, mit dem Kinder ab fünf Jahren mit viel Spaß Grundlagen

der englischen Sprache kennen lernen. Mit den Freunden Annie und Alex und

ihrer spannenden Geschichte, mit Musik, lustigen Spielen, Basteleien und vielem

mehr können die Kinder schnell selbst erste Sätze sprechen.

Vor 20 Jahren hatte Paul Lindsay vom Roten Kreuz in Bremen die Idee zu „Early

English“. Seitdem wird es erfolgreich weiterentwickelt. Inzwischen gibt es Early

English bereits in mehreren Bundesländern. Insgesamt sind mehr als 5.000 Kinder

bundesweit im Programm. In Bremen nehmen etwa 1.000 Kinder teil.

Wer pädagogische Erfahrungen mit Kindern, Spaß an der englischen Sprache und

am Singen hat, kann sich beim Roten Kreuz, bei Caroline Luxa (Tel. 34 03 119,

Mail: luxa@drk-bremen.de) oder bei Christine Krüger (Tel. 34 03 105, Mail: krueger@drk-bremen.de)

melden. Dieses Engagement eignet sich besonders für ehemalige

Lehrerinnen und Lehrer sowie für Studentinnen und Studenten. Die

Kursleiter/-innen werden beim DRK geschult und arbeiten mit erprobten Materialien.

»»» annie-alex.com

»»» drk-bremen.de

Ihre

persönliche

Rechtsanwältin im

Mühlenviertel

Heike Leonhardt-Langhammer

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Ziel der Aktion ist es, die Bevölkerung und die Institutionen für das Thema

Sterben stärker zu sensibilisieren und zu ermuntern, die kostenlose Unterstützung

der Ehrenamtlichen in Anspruch zu nehmen

„Beistand mit Abstand

– Wir geben Halt!“

Ehrenamtliche der Hospizhilfe

bieten Begleitung am

Lebensende an

In Einsamkeit zu sterben ist grausam, doch in Zeiten von Corona kommt diese Situation

nur allzu häufig vor. Institutionen wie Krankenhäuser und Pflegeheime wollen

die PatientInnen bzw. BewohnerInnen vor Ansteckung schützen. Dabei treten

leider die Bedürfnisse der Sterbenden nach Nähe und Beistand oft in den Hintergrund,

weil die Pflegekräfte das neben ihren anderen Aufgaben nicht immer leisten

können. Angehörige wissen oft nicht, welche Unterstützung und Hilfe sie sich für

ihre Liebsten an deren Lebensende holen könnten und dass SterbebegleiterInnen

trotz Corona zu ihren sterbenden Familienmitgliedern nach Hause oder in die Einrichtung

kommen würden.

Menschen am Lebensende und ebenso auch ihre Angehörigen haben ein Recht auf

persönlichen und liebevollen Beistand. Die Ehrenamtlichen in der ambulanten Hospizhilfe

sind für Menschen in ihrer letzten Lebensphase und auch deren Angehörige

da, unterstützen sie und geben zusätzlich Halt. Sie sprechen mit ihnen, hören

zu, versuchen Trost zu spenden und liebe- und rücksichtsvoll einfach da zu sein.

Allerdings werden sie aufgrund der Kontaktbeschränkungen viel seltener gerufen.

Darum hat die Hospizhilfe Bremen e.V. sich entschlossen, auf diese prekäre Lage

aufmerksam zu machen und dafür zu werben, ehrenamtliche BegleiterInnen auch

oder gerade in Zeiten von Corona in Anspruch zu nehmen, um die Situation von

Sterbenden und ihren Angehörigen zu verbessern.

Die Ehrenamtlichen der Hospizhilfe sind gut vorbereitet und können auch mit allen

erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen eine Begleitung am Lebensende anbieten.

Viele der Ehrenamtlichen sind mittlerweile geimpft. Die Ehrenamtlichen sind auch

in der Lage, den Angehörigen beizustehen und ihnen in ihrem Abschied und ihrer

Trauer Halt zu geben.

»»» hospiz-bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 9


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

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Jürgen Jansen

to the start of forever

Malerei

Jürgen Jansen widmet sich einer farbintensiven, experimentellen Malerei. Er lasiert

vielschichtige, transparente Farbschleier, die in den unteren Lagen wie hauchzarte

Aquarelle wirken. Er sprüht, tupft und streicht diese Ebenen mit breitem

Pinsel zu „Farbströmen“, auf denen die später darauf „erblühenden“ Farbflecken

wie abstrakte Blüten treiben. So scheinen seine Kompositionen leicht, nahezu

schwerelos. Der Malprozess endet mit schimmernd-glänzenden Oberflächen, die

den Gemälden zusätzliche Tiefe verleihen und durch Lichtreflexe den umgebenden

Raum einbeziehen.

Jürgen Jansen arbeitet mit einer Mischung aus Pigmenten, Öl und Harzen, deren

brillante Strahlkraft charakteristisch für sein Oeuvre ist. Innerhalb der abstrakten

Inszenierungen lassen amorphe Formen reiche Assoziationen erkennen. Zeichenhafte

Momente, Strukturen und Verläufe verleihen Jürgen Jansens Kompositionen

Dynamik und Ausstrahlung. So erscheinen Farbspritzer als gewaltige Eruptionen

oder lasierende Verwischungen wie Bewegungsimpulse in nebulös flirrendem

Raum. Demgegenüber erzeugt der Künstler mit ruhigem Duktus und den ebenmäßig

glatten Oberflächen seiner Gemälde eine ausgewogene Bildordnung. Ihre überraschende

Tiefe geleitet den Blick in ein auratisches Farb-Raum-Kontinuum.

Jürgen Jansen, geb. 1960 in Rheydt, studierte Biologie und Kunst in Essen, anschließend

Malerei an den Kunstakademien in Karlsruhe und Düsseldorf. Seine

Werke waren u. a. im Märkischen Museum, Witten, Kunstmuseum Düsseldorf und

Forum Kunst, Rottweil zu sehen sowie in der Städtischen Galerie Gladbeck und den

Kunstvereinen Hürth und Augsburg. Der Künstler lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Bitte melden Sie sich telefonisch unter (0421) 346 74 74 oder (0163) 460 09 02

oder per Email (cu@galerie-corona-unger.de), um einen individuellen Ausstellungsrundgang

zu vereinbaren. Die Ausstellung geht bis zum 1. August.

Veranstaltungshinwei.

Sonntag, 20. Juni von 12 bis 18 Uhr Kunstsommer I, offene Galerie mit Führungen

zu ausgewählten Werken der Ausstellung – Jürgen Jansen ist anwesend.

»»» galerie-corona-unger.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Neu in Schwachhausen:

Der kleine Hofladen

Frische vom Feld in

der Metzer Straße

Mitten in Schwachhausen, in der Metzer Straße hat die Familie Alfken, die seit über

dreißig Jahren Spargel und Erdbeeren und seit 2011 auch Himbeeren und Heidelbeeren

produziert, im April ihren neuen Hofladen eröffnet.

Sonja Alfken wollte gerne ihre Produkte nicht nur auf dem Hof in Groß Köhren verkaufen,

sondern die Frische vom Feld in die Stadt bringen. Als dann ihre Schwester

vor kurzem das alte Geburtshaus kaufte, entstand die Idee, dort auch einen

Hofladen zu eröffnen. Neben einer großen Bandbreite an Spargel - je nach Geschmack

oder Anlass – gibt es frische Erdbeeren, Himbeeren und Heidelbeeren.

Aber auch hausgemachte Fruchtaufstriche, Liköre und Säfte findet man hier.

Ergänzt wird das Sortiment durch Produkte von Betrieben aus der Umgebung. Sonja

Alfken legt großen Wert darauf auch hier für Transparenz zu sorgen und bietet in

ihrem kleinen Hofladen nur Produkte an, deren Herkunft sie persönlich kennt. So findet

man z.B. frische Wurst- und Fleischwaren vom Hof Pleus aus Klein Henstedt,

besondere Ziegenkäsespezialitäten aus Visbek, Honig eines regionalen Imkers,

leckeres Bio-Eis und Trinkjoghurt von Kaemenas Hof aus dem Blockland oder Kaffee

von CATUCHO aus Bücken bei Hoya, der im Laden auf Wunsch auch frisch gemahlen

wird.

Seit April sind auch die Verkaufsstände von Alfkens Hof in der Wachmannstraße vor

der Bäckerei Otten, in der Scharnhorststraße vor der Bäckerei Ruchel und in der Kulenkampffallee

bei der Riensberg-Apotheke geöffnet. Hier bekommt man ebenfalls

frischen Spargel und köstlichen Beeren, sowie Kartoffeln und hausgemachte Marmeladen

quasi direkt vor der eigenen Haustür.

Der kleine Hofladen in der Metzer Straße 3 hat täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet

(außer sonntags 9 bis 13 Uhr). Auf der Facebook-Seite findet man zusätzliche Informationen

zum aktuellen Hofgeschehen.

»»» alfkens-hof.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 11


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Anerkennung für den Friedenstunnel als Kunstwerk der Stadt Bremen

(Foto: Raphael Heygster)

Friedenstunnel

gehört zu „Kunst im

öffentlichen Raum“

Vorstand und Vereinsmitglieder des Friedenstunnel-Vereins freuen sich außerordentlich,

dass das Kulturressort im Bereich „Kunst im öffentlichen Raum“ das Projekt

„Friedenstunnel“ ab sofort auf seiner Webseite mit zahlreichen Fotos

präsentiert. Damit ist der Friedenstunnel ein Teil von Kunst im öffentlichen Raum

in dieser Stadt. Der Verein ist für die Anerkennung, die der Friedenstunnel als Kunstwerk

der Stadt Bremen auf diese Weise erfährt, sehr dankbar.

Seit der Einweihung des Friedenstunnels, Bremens Baudenkmal für Frieden, Kunst

und Kultur, im Jahr 2015 setzen sich Vorstand und Vereinsmitglieder sowohl für

den baulichen und künstlerischen Erhalt als auch die Pflege des Friedenstunnels

ein. Im März wurde die gesamte LED-Beleuchtung des Tunnels instand gesetzt, sodass

der Friedenstunnel wieder wie üblich in den bekannten Regenbogen-Farben

leuchtet. Jeden Sonntag um 12 Uhr finden kleine Sonntagskonzerte direkt im Friedenstunnel

statt.

»»» friedenstunnel.de

Dirk und Martin Busch haben als Vater-Sohn-Duo den aktuellen Song „Rauf und

Runter“ veröffentlicht

BUSCH hoch 2:

Wenn der Sohne mit dem Vater…

1982 standen Dirk Busch („Sie beißt und kratzt“, „Liebst Du auch den rauen

Wind?“, „Du bist keine Mona Lisa“) und Martin Busch erstmals gemeinsam vor

der Kamera. „Du, das machen wir später…“ hieß der Song von der allerersten

Schallplatte des Vaters, der damals noch als Professor an der Universität Bremen

tätig war. Der NDR drehte ein Video und der 9-jährige Filius agierte laut Filmteam

wie ein alter Hase. 2007 entstand auf der Tour von Dirk Busch und Band die Aufnahme

des Live-Duetts „In meinem Bett“, eine Geschichte aus Kindersicht über

die Träume vom bevorstehenden Leben.

Von dem handelt auch das neueste Werk der beiden Busch-Generationen: „Rauf und

Runter“ (erschienen am 16.4. bei SophistiCat Music) ist ein Song aus der Feder von

Martin Busch und Karsten Günther. Mit nun fast 50 Jahren Lebenserfahrung beschreibt

Radiomoderator Busch, der mittlerweile selbst zweifacher Vater ist, in seinem

Text die schwierige Suche nach dem eigenen Platz in der Gesellschaft („Es

gibt unendlich Möglichkeiten, Tag und Nacht Jahr für Jahr zu verbringen; nach und

nach füllst Du die Lebensseiten mit Tätigkeiten, Menschen und Dingen“), das Auf

und Ab, die Widrigkeiten und Rückschläge, aber auch Hochs und Glücksmomente,

die jeder kennt – privat wie beruflich. Entscheidend ist, dass man dranbleibt. „Aufgeben

zählt nicht, was soll’s!“ heißt es am Ende des Textes. Väter spielen wie Mütter

bei diesem komplexen Prozess als Orientierung und Stütze eine wichtige Rolle.

Und wenn Söhne groß sind, übernehmen sie diese Rolle bei ihren Kindern. Denn

das Spiel beginnt immer wieder aufs Neue. Und für ausnahmslos jeden geht es:

Rauf und Runter.

»»» martin-busch.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Unkonventionelle Fotomotive sollen das Thema Inklusion in den Vordergrund rücken und die öffentliche Wahrnehmung verändern

Für Vielfalt. Gegen Barrieren. Mit uns.

Martinsclub startet Werbekampagne

Werbekampagne vom Martinsclub animiert zum Mitmachen

Inklusion ist das Stichwort, wenn es um Gleichberechtigung von Menschen mit

einer Beeinträchtigung geht. Genau dafür tritt der Behindertenhilfeträger Martinsclub

Bremen e. V. ein. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung gibt es ein Problem:

„Inklusion ist wichtig, das Wort ist geläufig. Aber viele Menschen wissen gar

nicht, was Inklusion wirklich bedeutet, was dahintersteckt. Dies möchten wir ändern“,

erklärt Martinsclub-Vorstand Thomas Bretschneider. Deshalb geht der Martinsclub

nun mit der Werbekampagne „Für Vielfalt. Gegen Barrieren. Mit uns.“ in

die Offensive.

Provokation soll zum Nachdenken anregen

Auf Plakaten und Straßenbahnen wird im Bremer Stadtgebiet für die Inklusion geworben.

Hingucker sind dabei die Slogans „Behindern verhindern“, „Behindert,

wenn du nicht mitmachst“ oder „Barrieren zerbrechen“ in Verbindung mit unkonventionellen

Fotomotiven. Diese durchaus provokante Ansprache ist ganz bewusst

gewählt. „Menschen mit einer Beeinträchtigung stoßen im täglichen Leben immer

wieder auf Barrieren, die ihren Alltag erschweren. Unserer Meinung nach sind sie

nicht von sich aus behindert, sie werden erst durch äußere Einflüsse behindert.

Indem wir mit dieser deutlichen Wortwahl spielen, wollen wir zum Nachdenken und

Diskutieren anregen“, führt Bretschneider aus. Ziel der Aktion ist es, interessierte

Menschen für ein ehrenamtliches oder finanzielles Engagement im Martinsclub zu

gewinnen. „Wir bieten eine Fülle an Leistungen und Angeboten für Menschen mit

einer Beeinträchtigung. Um dies aufrechterhalten zu können, sind wir auf Hilfe angewiesen.

Es gibt viele Möglichkeiten, unsere Arbeit zu unterstützen“, so Bretschneider.

Alle Informationen zur Kampagne und zur aktiven Teilnahme sind im

Internet unter der Adresse www.martinsclub.de/machmit sowie auf den sozialen

Medien des Martinsclub nachzulesen.

»»» martinsclub.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 13


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Melanie Raabe:

Kreativität

So originell wie Picasso, so produktiv wie

Beyoncé und so glücklich wie der Dalai Lama

Kreativität macht glücklich – und sie hilft uns dabei, die Herausforderungen des

Lebens zu meistern, im Großen wie im Kleinen. Melanie Raabe, SPIEGEL-Bestsellerautorin

und selbst lange auf der Suche nach ihrem „ganz persönlichen Ding“,

erklärt, weshalb wir alle kreativ sind und wie wir die Inspiration finden, um auf

das zu stoßen, was uns im Innersten ausmacht und weiterbringt. Dabei geht es um

Mut und Beharrlichkeit, Leichtigkeit und Durchhaltevermögen, um Originalität und

Schnapsideen, um Produktivität und Prokrastination,

ums Scheitern und vor allem: ums Weitermachen,

auch wenn ein rauer Wind bläst.

Denn Kreativität ist mehr als der gelegentliche

Geistesblitz. Kreativität

ist eine Lebenseinstellung.

Hörbuch Download

Laufzeit: 7h 33min

ISBN: 978-3-8445-3925-7

Preis: 14,95 Euro

Originalverlag: btb HC

»»» penguinrandomhouse.de

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2 x „Kreativität“

Einfach eine E-Mail bis

zum 15. Juni an:

gewinnen@schwachhausenmagazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das für Mitte Mai geplante Realtime Festival wird auf den Herbst verschoben

und glänzt spätestens dann mit den verschiedensten Highlights für große und

kleine Musikfans

Verschoben: Realtime Festival

Neuer Termin im Herbst mit

großer Vielfalt an zeitgenössischer,

klassischer Musik

Schweren Herzens verschieben wir das für den 12. bis 16. Mai 2021 geplante Internationale

Realtime Festival für Neue Musik aufgrund der gegenwärtigen COVID-

19 Pandemie. Schade vor allem, da wir schon alles bis ins letzte Detail

ausgearbeitet hatten, um dieses besondere und in Bremen und der Bundesrepublik

einmalige Festival steigen zu lassen. Doch nun sind große Veranstaltungen

im Mai leider nicht möglich und auch die vielen Events mit unserem Gastland Polen

sind unter diesen pandemiebedingten Umständen nicht zu realisieren. Aber wir

lassen die Köpfe nicht hängen und greifen im Herbst richtig an: Am 22. und 23. Oktober

2021 sowie am ersten Novemberwochenende werden unter Vorbehalt einige

Highlights aus unserem Festival-Programm präsentiert. Musik & Film sowie der

große Gala-Abend im Metropol-Theater zur Verleihung des hochdotierten Köster-

Preises stehen im Mittelpunkt. In spannenden Konzertformaten, multimedialen Beiträgen

und Lectures gepaart mit exzellenter Unterhaltung möchten wir einem

breiten Publikum die Vielfalt der zeitgenössischen, klassischen Musik darbieten. Mit

Workshops und einem speziell für Kinder konzipierten Programm möchten wir die

Jüngsten in unserer Gesellschaft, die mitunter am meisten in dieser Coronakrise zu

leiden haben, mit dieser einzigartig schönen Musik ansprechen. Horizonte eröffnen,

Fesseln sprengen, den Atem rauben und an- und erregen: All das werden unsere

Künstler mit Ihnen - unserem Publikum - beim Realtime Festival zelebrieren. Mitreißende

Lichtshows, Performances, Konzerte & Poetry, Pop-Up-Konzerte in der Innenstadt

und betörende Musikvideos werden die Hansestadt leuchten und erklingen

lassen. Lassen Sie sich von nie gehörten Klängen und Bildern in Sphären entführen,

die Kulturen, Disziplinen, Genres, Konventionen und Gräben jedweder Art überschreiten.

Gemeinsam über den Tellerrand schauen! Konventionell war gestern.

»»» realtime-festival.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


Unter dem Aufruf #UnitedforBiodiversity bzw. #VereintfürBiodiversität fordern

alle Mitglieder der Initiative einen verstärkten Einsatz für den Schutz der biologischen

Vielfalt unserer Erde

Die botanika in Bremen tritt der „Globalen Koalition für Artenvielfalt“ der Europäischen

Kommission bei und setzt so ein Zeichen für den Erhalt der biologischen

Vielfalt unseres Planeten. Mit Blick auf die nächste Biodiversitätskonferenz möchte

die Initiative die UN-Delegierten dazu auffordern, mutige und weitreichende Maßnahmen

gegen das dramatische Artensterben zu vereinbaren. Dem Koalitionsaufruf

#UnitedforBiodiversity (vereint für Artenvielfalt) sind weltweit bereits über 200

Forschungszentren, Wissenschafts- und Naturkundemuseen, botanische Gärten,

Nationalparks, Zoos und Aquarien aus 47 Ländern gefolgt. „Die biologische Vielfalt

ist der größte Schatz unseres Planeten und ihr Erhalt die Aufgabe unserer Generation.

Dies an unsere Besucher zu vermitteln und hierfür Handlungsansätze an

die Hand zu geben, ist Kernaufgabe der botanika“, erläutert Petra Schäffer, Geschäftsführerin

der botanika den Beitritt. Die „Globale Koalition für Artenvielfalt“

wurde am 3. März 2020 von Virginijus Sinkevičius, dem Europäischen Kommissar

für Umwelt und Ozeane, anlässlich des Tags des Artenschutzes ins Leben gerufen.

Auf der für dieses Jahr geplanten CoP15-Konferenz in Kunming, China, wollen Vertreter

aller Nationen einen neuen, globalen Rahmen für den Schutz der Natur vereinbaren

– ähnlich dem Pariser Klimaschutz-Abkommen aus dem Jahr 2015.

Nach Schätzungen der Wissenschaft sind momentan etwa 1 Million Arten weltweit

vom Aussterben bedroht. Die Mitglieder der Globalen Koalition für Artenvielfalt wollen

deshalb gemeinsam die Öffentlichkeit für den Wert einer intakten Natur sensibilisieren

und somit Handlungsdruck erzeugen, um Artenvielfalt und Ökosysteme

stärker zu schützen und wiederherzustellen. „Wir sind mit unserer Arbeit Teil der

weltweiten Anstrengungen zum Artenschutz und unterstützen als Mitglied nun auch

die Globale Koalition für Artenvielfalt“, ergänzt Schäffer. Zudem ruft die botanika

alle ihre Partner dazu auf, sich dieser Koalition ebenfalls anzuschließen, das gemeinsame

Versprechen zu unterzeichnen und so zur Verbreitung der wichtigen Botschaft

über die Bedrohung der Biodiversität beizutragen.

»»» botanika-bremen.de

Vereint für

Biodiversität

botanika tritt

Globaler Koalition

für Artenvielfalt bei

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FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Wer sich umfassend über den Großen Wiesenknopf und seinen gefährdeten Lebensraum informieren möchte, für den hat die Loki Schmidt Stiftung verschiedene Informationsmaterialien

erarbeitet (Foto: Karin Rollett-Vlcek und Julian Denstorf)

Blume des Jahres

Loki Schmidt Stiftung wählt den Großen Wiesenknopf

Mit der Wahl des Großen Wiesenknopfes zur Blume des Jahres setzt sich die Loki

Schmidt Stiftung für den Erhalt seines artenreichen Lebensraumes, dass extensiv

genutzte Grünland, ein. Bunte Blumen, umherschwirrende Bienen, Schmetterlinge

und Libellen: Der Anblick artenreicher Wiesen mag noch einigen vertraut vorkommen.

Extensives, also schonend genutztes Grünland ist in den letzten 50 Jahren jedoch

massiv zurückgegangen. Dabei zählt es zu den artenreichsten Lebensräumen

unserer Kulturlandschaft. Der Blüten-und Strukturreichtum des Grünlands, insbesondere

der Feucht-und Nasswiesen, bietet nicht nur dem Großen Wiesenknopf

(Sanguisorba officinalis), sondern zahlreichen Tier-und Pflanzenarten eine wichtige

Lebensgrundlage. Aufgrund der maschinell schwierig durchzuführenden Bewirtschaftung

und des relativ geringen Ertragswurde vielerorts die klassische Heugewinnung

auf solchen Standorten aufgegeben. Stattdessen wurden viele dieser

Wiesen trockengelegt, intensiv beweidet oder zu Äckern umgebrochen. Schilf, Hochstauden

und Gehölze traten an die Stellen der bunten Wiesenblumen. Mit der Benennung

des Großen Wiesenknopfes zur Blume des Jahres möchte die Loki Schmidt

Stiftung auf die komplexen Probleme der Intensivierung der Grünlandwirtschaft

aufmerksam machen. Mit faszinierenden Naturaufnahmen und informativen Texten

gibt eine hochwertig gestaltete, ausführliche Broschüre einen Einblick in den

Lebensraum und beleuchtet dabei auch die zwei Schmetterlingsarten, den Hellen

und Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling, die auf besondere Art und Weise von

der Blume des Jahres abhängig sind. Wer Garten oder Balkon hat, kann sich mit der

Samenpostkarte 2021 nicht nur einen wahren Blickfang heranziehen, sondern sorgt

durch die Aussaat auch gleich für ein reichhaltiges Nahrungsangebot für zahlreiche

Insekten. Auch der Kalender und die alljährliche Postkarte zur Blume des Jahres

sind bei der Loki Schmidt Stiftung unter bestellung@loki-schmidt-stiftung.de

gegen eine Gebühr erhältlich (Broschüre: EUR 4,-, Samenpostkarte: EUR 3,-, Kalender:

EUR 4,-, Postkarte: Spende erbeten).

»»» loki-schmidt-stiftung.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Eine prickelnde Hommage an Bremen

Küstenprickler: Seccos mit maritimem Touch

Die Moselanerin Christa Roewer hat ihre Weinleidenschaft mit in den Norden gebracht.

Zwischen Weinbergen aufgewachsen, war es schon immer ihr Traum, etwas

Eigenes zu kreieren. Motiviert auch durch die Feststellung, dass die Auswahl an

guten Seccos überschaubar war, hat sie mit dem Winzer Markus Fries, einem Winzer

aus ihrer Heimat, ihre kreativen Ideen in die Tat umgesetzt. Das Weingut ist als

ökologischer Betrieb zertifiziert und wird in der achten Generation in einem Seitental

der Mosel geführt. Nach langen Jahren beim Zweiten Deutschen Fernsehen

hat sie nun als „SchoppenQueen“ - so der Name ihrer Firma - den Küstenprickler

- in weiß und rosé auf den Markt gebracht, der mit Qualität und frischem Design

ein Highlight setzt. Die Wahlbremerin bietet ein prickelndes Secco-Ensemble und

lässt sich bei Spaziergängen im Bürgerpark immer wieder inspirieren. Auch neue

Wein-Ideen sind bereits in Planung.

Der Küstenprickler weiß, ein deutscher Qualitätsperlwein Mosel (Riesling / Weißburgunder),

ist nicht nur für Seebären und Landratten. Die Frische Brise im Glas

erinnert an entspannte Urlaubstage am Meer und an der See. Ein Genuss für Zuhause

- mit oder ohne Balkon. Der Küstenprickler rosé, ein Deutscher Qualitätsperlwein

Mosel (Spätburgunder / Dornfelder) ist ein fruchtig frischer Trinkgenuss.

„SchoppenQueen“ ist hergeleitet vom moselländischen Begriff „Schoppen“. Landläufig

nennen Einheimische an der Mosel ein Glas Wein mit 0,2 l „Schoppen“. Heute

nutzt man diesen Begriff immer noch, um genau diese Weine zu beschreiben –

ehrliche und bodenständige Weine mit Charakter.

Die Küstenprickler sind erhältlich beim REWE Markt in der Wachmannstraße, REWE

Markt Jan-Reiners-Center in Findorff, Weine und Spirituosen Julius Kalbhenn,

Schüsselkorb 12, bei Made in Bremen, Stadtwaage und im Online-Shop sowie in

Kürze auch bei EDEKA im Weserpark. Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf der Flaschen

wird dem Projekt "Schwache stärken" zugutekommen.

»»» SchoppenQueen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 17


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Die Erfinder des Nœrdmans (von links): Dr. Jannis Stoppe vom DLR Bremerhaven und Professor Rolf Drechsler von der Universität Bremen (Copyright: Privat)

Noch analog oder lebst du schon?

Erfinder des Nœrdman bringen Buch raus

Viele kennen ihn: den Nœrdman. Der Nerd aus dem Norden. In seinen Comics bringt

er uns in den sozialen Medien zum Schmunzeln. Doch sind wir in dieser digitalen

Welt nicht mittlerweile alle Nerds? Das meinen zumindest die Erfinder des Nœrdmans,

Rolf Drechsler, Informatikprofessor der Universität Bremen, und Dr. Jannis

Stoppe vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bremerhaven. Mit

den Geschichten der Comicfigur erklären sie Menschen die digitale Welt mit einem

Augenzwinkern. Jetzt haben sie ihr erstes Buch mit dem Nœrdman herausgebracht:

„Noch analog oder lebst du schon?“„Wir leben heute so gut wie alle ganz selbstverständlich

unseren Alltag mit Smartphones, E-Mails, sozialen Medien und sind

digital vernetzt“, sagt Drechsler, der nicht nur Informatikprofessor ist, sondern

auch Leiter am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI).

„Dann sollten wir uns auch aktiv damit auseinandersetzen, wie diese Technologie

funktioniert.“ Hätten wir früher abfällig über Nerds gedacht, seien die meisten von

uns heute selbst Computerfreaks. In dem Buch kann man sich in den kurzweiligen

zehn Kapiteln über die Hintergründe der Digitalisierung und ihrer Technologien informieren.

Wie abhängig sind wir von Smartphones und sozialen Medien? Wohin

entwickelt sich die Technologie? Das sind einige Fragen, die Drechsler und Stoppe

beantworten. Die Idee für den Nœrdman kam Rolf Drechsler vor einigen Jahren bei

einer Tagung. Denn sein Wissen weiterzugeben ist dem Wissenschaftler quasi eine

Herzensangelegenheit. Mit Jannis Stoppe hat er einen Partner für das Projekt gefunden,

der nicht nur gut zeichnen kann, sondern auch Spaß daran hat, die Geschichten

und Texte über den Noerdman mit den blonden Strubbelhaaren zu

entwickeln. „Viele denken immer noch, dass Informatik kompliziert sei. Aber vieles

kann man Laien gut vermitteln“, ist Drechsler überzeugt. Ihm und Jannis Stoppe

ist es wichtig, dass alle am Wissen teilhaben. „Wir müssen an dieser Stelle auch

der digitalen Spaltung entgegenwirken“, so Drechsler. Um dafür ein Verständnis zu

ermöglichen, möchten er und Stoppe einen Beitrag leisten. Doch warum veröffentlichen

Drechsler und Stoppe eigentlich noch ein Buch in diesen digitalen Zeiten?

„Bücher sind nicht zu ersetzen“, sagt Drechsler. Ein Buch in der Hand zu haben sei

sinnlich einfach etwas vollkommen anderes. So etwas müsse es weiterhin geben.

Aber selbstverständlich gibt es das 118-seitige Buch auch als E-Book, sagt der Informatiker

mit einem Augenzwinkern.

»»» noerdman.de

»»» uni-bremen.de

»»» springer.com/de/book/9783658324124

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

StarLigner

Die durchsichtige Zahnschiene

aus Bremen für das

perfekte Lächeln

Wer wünscht sich nicht ein Traumlächeln? Transparente Zahnschienen für das perfekte

Lächeln sind gerade der neueste Trend der Beauty-Industrie. In der SternKlinik

Bremen kann jeder, der sich seine Zähne mit einer durchsichtigen Zahnschiene

korrigieren lassen möchte, seine ganz persönliche Sternstunde erleben: mit der

unsichtbare Zahnschiene StarLigner. Hundert Prozent individuell mit medizintechnischer

Perfektion.

StarLigner ist ein sogenannter Aligner. Dies sind herausnehmbare, transparente

Zahnschienen aus medizinischem Kunststoff, die mindestens 22 Stunden am Tag

getragen werden müssen, um ein schnelles und gutes Ergebnis zu erzielen. Zur

Korrektur von leichten bis mittleren Fehlstellungen sind Aligner ideal. Bei größeren

Zahnkorrekturen können unterstützend weitere Behandlungsmethoden nötig

sein. Kieferorthopäden nutzen diese transparenten Schienen schon lange als Alternative

zur festsitzenden Zahnspange. Die herausnehmbaren Schienen haben

einen hohen Tragekomfort, sind bequem in der Handhabung und auch die tägliche

Zahnputzroutine kann problemlos beibehalten werden. Der erste Schritt zu einem

schönen Lächeln ist dabei ein 3D-Scan des Kiefers, um die Zähne digital auf dem

Monitor sehen und planen zu können. Der Kieferorthopäde kann dann zeigen, wie

die Zahnstellung nach der Behandlung mit durchsichtigen Zahnschienen aussehen

wird. Abdrücke sind nicht notwendig, aber ein Röntgenbild ist für eine professionelle

medizinisch richtige Behandlung unerlässlich. Eine Behandlung mit

Schienen wird in der SternKlinik regelmäßig kontrolliert und angepasst. Deshalb

bekommt man mit jedem Kontrolltermin neue individuell hergestellte Zahnschienen

für zwei bis vier Wochen mit. Längere Behandlungsdauern ohne Kontrolle bei

anderen Anbietern sind medizinisch bedenklich und haben oft zur Folge, dass vorgefertigte

Schienen aus dem Internet nicht mehr passen und Folgekosten verursachen.

Die Kosten für die StarLigner beginnen bei leichten Fehlstellungen bei

1.500 Euro für die gesamte Behandlung mit Zahnschienen inklusive fachzahnärztlicher

Betreuung. Im Beratungsgespräch wird die Therapie individuell erläutert

und die anfallenden Kosten gemeinsam im Vorfeld besprochen. So gibt es keine

Überraschungen! Natürlich sind auch Ratenzahlungen möglich, so dass dem

Wunsch vom Traumlächeln nichts mehr im Wege steht.

Für eine unverbindliche und individuelle Beratung und das Einholen einer Zweitmeinung

durch die Kieferorthopäden erreicht man die SternKlinik in Bremen Mitte

telefonisch unter (0421) 16 83 41 00 und in Schwachhausen unter (0421) 20 34

30.

»»» sternklinik.net

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FRISCH GEMISCHTES FÜR SCHWACHHAUSEN

Das Bremer Kaffeehausorchester besteht aus Constantin Dorsch (Violine), Klaus

Fischer (Flöte, Piccolo, Klarinette, Saxophon, Bassklarinette, Moderation), Gero

John (Cello), Johannes Grundhoff (Klavier) und Anselm Hauke (Kontrabass)

Verdi, Jazz

und Himalaya

Bremer Kaffeehausorchester

gibt Konzert in

der Bergwelt der botanika

Das Bremer Kaffeehaus-Orchester gibt am Sonntag, den 13. Juni um 18.30 Uhr

sein zweites Konzert in der Bergwelt des Himalaya – das womöglich mit Abstand

schönste Konzertereignis in der botanika. In der stimmungsvollen Umgebung der

felsigen Himalayalandschaft entfaltet sich eine einzigartige Akustik. Dieser Spielort

führt aber auch dazu, dass die Musiker beim Spielen zwar überall hervorragend

zu hören, aber nur von den Sitzplätzen der Galerie auch direkt zu sehen sind. Die

etwas romantischer gelegenen Sitzplätze „mitten im Himalaya“ sind reine Hörplätze,

die zum Ausgleich mit einem ganz besonderen Ambiente punkten können.

Ganz wie gewohnt kombinieren die fünf Herren im Frack mit spielerischer Leichtigkeit

die strahlende, seelenvolle Musik von Giuseppe Verdi mit eingängigen Rhythmen

aus Pop- und Rockmusik sowie Klassikern und Gassenhauern aus ganz

verschiedenen Musik-Genres. Wegen der Abstandsregeln ist die Anzahl aller Plätze

sehr begrenzt, es wird daher dringend empfohlen, die Karten im Voraus zu kaufen.

Die Kontaktdaten der Gäste werden gemäß der derzeit geltenden Coronaverordnung

erfasst und für drei Wochen aufbewahrt.

Tickets:

Eintritt Galerie (mit Sicht auf die Musiker) 29,00 Euro / ermäßigt 15,00 Euro / Vorverkauf

in der botanika, Telefon (0421) 42 70 66-65

Eintritt Himalaya (Zuhörerplatz) 25,00 Euro / ermäßigt 11,00 Euro / Vorverkauf in

der botanika, Telefon (0421) 42 70 66-65

»»» botanika-bremen.de

Aussagekräftige Musik u.a. mit Anna Kellnhofer (Sopran) bietet das Konzert Caravaggios

Narziss und de Vanitas

Ensemble

»Musica getutscht«

Caravaggio & Monteverdi 2021:

Das Erwachen der Emotion

2021 jährt sich zum 450. Mal der Geburtstag eines der berüchtigtsten Maler der

Kunstgeschichte: Michelangelo Merisi da Caravaggio. Er prügelte und trank, war

wegen Todschlags auf jahrelanger Flucht und ließ SexarbeiterInnen für die Heiligenfiguren

seiner Gemälde Modell stehen. Dieser faszinierende Künstler brachte revolutionären

Neuerungen in die Malerei ein, die genau mit der radikalen Wende

zusammenfielen, die sich zur gleichen Zeit in der Musikwelt vollzog: Während Caravaggio

mit seiner realistisch-dramatischen Helldunkel-Malerei zur Geburt des

Barocken in der bildenden Kunst beitrug, krempelte Claudio Monteverdi die Musikwelt

um.

Der Konzertzyklus von »Musica getutscht« vermittelt dem Publikum einen Eindruck

davon, wie zwei revolutionäre Künstler zeitgleich die künstlerische Nachwelt prägten.

Dafür werden in der Konzertreihe Kompositionen Monteverdis und seiner Zeitgenossen

jeweils Bilder von Caravaggio gegenüber gestellt: Als Ausdruck der

Emotionalisierung in Musik und bildender Kunst sowie der kulturellen Umbruchstimmungen

in Musik- und Kunstgeschichte zu Beginn der Barockzeit. Initiiert

wurde das Projekt von dem Lautenisten Bernhard Reichel, der gemeinsam mit dem

Cembalisten Julius Lorscheider das instrumentale Fundament des Ensembles bildet.

Dazu kommen je nach Art des Repertoires und des Programms unterschiedliche

Vokal- und InstrumentalsolistInnen. »Musica getutscht« möchte keine

Unterhaltung gegen Geld anbieten, sondern aussagekräftige Musik, auf hohem Niveau

interpretiert und für jeden zugänglich. Das Konzert “Caravaggios Narziss und

die Vanitas“ findet am 27. Juni um 17 Uhr in der St. Ansgarii Kirche statt.

Ensemble »Musica getutscht« mit Werken von Claudio Monteverdi und Zeitgenossen

Besetzung:

Erika Tandiono & Anna Kellnhofer - Sopran

Bernhard Reichel - Chitarrone

Julius Lorscheider - Cembalo

Das Konzert dauert eine Stunde und die Zuhörer*innen erhalten eine Einführung in

die dargebotenen Werke.

»»» musicagetutscht.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


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Mit viel Liebe und Leidenschaft

bereitet Victor Thomas seine

verschiedenen Tofu-Kreationen zu

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VICTORS TOFU

It’s Tofu-

Time

Es ist acht Uhr morgens an einem Freitag im April.

Im Gebäude der Stadtbibliothek am Wall brennt

kaum ein Licht, doch Victor Thomas ist schon auf

den Beinen und erwartet uns zwischen allerlei Töpfen

und Kochgeschirr zum Interview. Der Wahlbremer

erfüllt sich hier einen Traum - und dafür

steht er gerne früh auf. Nach Bremen gekommen

ist der neunundzwanzigjährige Franzose aus einem

anderen Grund. „Nicht wegen des Wetters“, sagt

er zwar, aber irgendwie auch schon, denn ursprünglich

war Victor Thomas Windkraftingenieur.

Doch zufrieden war er damit nicht. Es sei ein komisches

Business, sagt er, es gehe viel um Regierungen

und Subventionen – und so beschloss er,

dass er „die Umwelt besser retten“ könne, indem

er handgemachten Tofu ohne Plastikverpackung

herstellt.

TEXT | CHRISTIAN KLARMANN

FOTOS | VERA DÖPCKE

Von der eigenen Küche ins Herz der Stadt

So entstand „Victors Tofu“. Am Anfang – ganz klassisch

– in der eigenen Küche. Dort hat Thomas

seine ersten Experimente mit der Sojaspeise durchgeführt

und schnell festgestellt, dass Tofu handgemacht

„so viel besser ist als aus dem Supermarkt“.

Eine Erfahrung, die er teilen wollte. Dazu brauchte

es zunächst eine Infrastruktur, die über die heimische

Küche hinausgeht. Hilfe fand er bei seinen

Freunden von der Zwischenzeitzentrale (ZZZ),

einer Organisation, die sich darauf spezialisiert hat,

kleinen Firmen und kreativen Menschen leerstehende

Räume zur Zwischennutzung zu vermitteln.

Vermittelt durch die ZZZ zog er zunächst mit seinen

Töpfen und seinen Säcken voller Sojabohnen

in die ehemalige Wilkens Villa nach Hemelingen.

Die dort zubereiteten Tofuvariationen lieferte er anfangs

noch selbst aus. Ende 2020 ergab sich, wiederum

über die Zwischenzeitzentrale, die

Möglichkeit, vom äußersten Osten mitten ins Herz

der Stadt zu ziehen. Seitdem püriert, kocht und

würzt Victor Thomas in bester Lage direkt am Wall.

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VICTORS TOFU

Tofu ist inzwischen nicht mehr nur etwas für VeganerInnen und Fans der asiatischen Küche

Den Unterschied schmeckt man

Tofu ist inzwischen nicht mehr nur etwas für VeganerInnen und Fans der

asiatischen Küche, sondern hat längst seinen Weg in sämtliche Supermarkttheken

und sogar zu den Discountern gefunden. Für Victor Thomas

sind diese Fabrikate allerdings keine Alternative. Aus einer Vielzahl an

Gründen. Sein Tofu ist besser, davon ist er überzeugt. Die Textur nicht so

gummiartig, wie man es aus dem Supermarkt kennt. Das Produkt nicht

vakuumiert und pasteurisiert natürlich. Aber der Hauptunterschied liegt

auf der Zunge. Bei Tofu aus dem Supermarkt „müssen die Menschen tricksen,

weil der Tofu schlecht ist“, erklärt Thomas. Das Wasser entziehen

und „krass marinieren“ zum Beispiel. Er hingegen habe Kunden, die seinen

Naturtofu einfach nur mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl genießen

würden, weil er von sich aus bereits eine gute Textur und einen guten Geschmack

habe.

Handgemacht

Um diese Qualität zu erreichen, schwingt sich Victor Thomas oft schon

frühmorgens hinter die Töpfe und beginnt mit dem Einweichen der Sojabohnen,

der Grundlage seines und jedes anderen Tofus. Sind die Bohnen

schön weich, nimmt er einen großen Pürierstab zur Hand. Er zerkleinert

die Masse zu einem Brei, dem er anschließend die Flüssigkeit entzieht.

Dabei handelt es sich um Sojamilch. Diese wird erst einmal gekocht und

im nächsten Schritt mit Nigari, einem japanischen Meersalz versetzt, das

bei Victor Thomas als Gerinnungsmittel dient. Die Eiweiße verbinden

sich, flocken auf und werden in Blöcke gepresst. Das ist dann Tofu. Naturtofu,

genauer gesagt.

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VICTORS TOFU

Der 29-jährige Franzose und Wahlbremer war in seinem ursprünglichen Beruf

als Windkraftingenieur nicht mehr glücklich, sodass er beschloss, dass er „die

Umwelt besser retten“ könne, indem er handgemachten Tofu ohne Plastikverpackung

herstellt

Pur oder verarbeitet

In dieser Grundform mag Thomas seinen Tofu am Liebsten. Weil er so

vielfältig anwendbar ist. In einer japanischen Ramen-Suppe zum Beispiel.

Gemüsebrühe, Nudeln, Tofu - fertig. Oder als Rührei-Ersatz mit Kurkuma

und Schwefelsalz. Aber natürlich hat der gebürtige Elsässer auch andere

Varianten der Sojaspeise im Angebot. Zum Zeitpunkt des Interviews einen

Schnittlauch-Chili-Koriander-, einen frittierten und einen Räuchertofu zum

Beispiel. Außerdem einige Brotaufstriche und auch Tempeh, eine Verwandte

des Tofu aus Indonesien.

Ziel Torfkanal

Zu kaufen gibt es Victors Tofu aktuell natürlich direkt bei ihm am Wall und

außerdem in vier Unverpackt- und Bioläden im Stadtgebiet. Neue Geschäfte

sind ihm natürlich jederzeit herzlich willkommen, Victor Thomas

eigentliches großes Ziel ist aber ein eigener Wagen auf dem Wochenmarkt.

Vorzugsweise dem am Torfhafen in Findorff, wo er sich zwischen den regionalen

Obst und Gemüse-, Käse und Wurst-Ständen perfekt einreihen

würde. Leider ist es nicht ganz so einfach, dort an einen Stand zu kom-

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 25


VICTORS TOFU

Tofu ist vielfältig anwendbar. Der gebürtige Elsässer hat verschiedene Varianten der Sojaspeise im Angebot wie beispielsweise Schnittlauch-Chili-Koriander-, einen

frittierten und einen Räuchertofu. Außerdem einige Brotaufstriche und auch Tempeh, eine Verwandte des Tofu aus Indonesien.

men. Aktuell noch mehr als sonst, da wegen der Hygieneregeln keine

neuen Plätze vergeben werden. Aber Victor Thomas gibt die Hoffnung

nicht auf.

Für sich, nicht für Hedgefonds

Leben kann er von seinem Tofu-Geschäft aktuell noch nicht, denn die Gewinne,

die er macht, reinvestiert er meist sofort in neue Küchengeräte

für seine Firma. Trotzdem liebt er seine Arbeit als Selbstständiger, denn

hier arbeitet er „für sich und nicht für einen Hedgefond“ und auch noch

mit einem Produkt, dass er „geil findet“. Außerdem habe er während seiner

Selbstständigkeit extrem viel gelernt. Über Unternehmensführung natürlich,

aber auch für sich selbst. Denn als Unternehmer müsse er lernen,

aktiver zu sein und potentielle Kunden von sich aus anzusprechen. Und

das, wo er die lauten Töne normalerweise lieber seinen Boxen überlässt.

Denn, dass er bei seiner Arbeit jetzt laut Techno hören könne, nennt Thomas

bei der Frage nach den Vorteilen der Selbstständigkeit gleich als erstes,

wenn auch mit einem kleinen Augenzwinkern.

Viel Lebensqualität für wenig Geld

Tatsächlich sind die „Underground Technoparties“ aber eine Sache, die

der Franzose an seiner neuen Heimat besonders schätzt, auch wenn sie

derzeit natürlich ausfallen müssen. Dass man in Bremen lecker vegan

essen könne, sei ein anderer. Außerdem könne man hier gut in Wohngemeinschaften

wohnen, was in Frankreich nicht so verbreitet ist. Allgemein

sei es laut Thomas so, dass es sich an der Weser auch mit weniger

Geld gut leben ließe als im Nachbarland. Was wiederum automatisch zu

mehr Freiheiten führt – der Freiheit seinen Ingenieursjob aufzugeben und

Tofu zu machen beispielsweise. Auch wenn das heißt, dass man viel arbeiten

und früh aufstehen muss.

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BREMERKINDER E.V.

Bremerkinder e.V.

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BREMERKINDER E.V.

Gemeinsam

für die nächste

Generation

TEXT | KATJA ALPHEI

FOTOS | BREMERKINDER E.V., GUTSKINDER E.V., KATJA ALPHEI

Alles begann vor gut 10 Jahren in einem gemeinsamen

Urlaub der drei alten Schulfreunde.

Nach dem Abschluss über die ganze Republik

verteilt, haben sich die Bremer Robert Meyer-

Heye, Oliver Würdemann und Lüder Kathmann

dennoch nicht aus den Augen verloren. Was sie

alle miteinander verbindet, ist eine glückliche,

unbeschwerte und behütete Kindheit in Bremen.

Während sie gemeinsam in guten alten Erinnerungen

schwelgen, wird ihnen klar, dass sie

gern etwas zurückgeben möchten, dass sie gern

junge Menschen unterstützen möchten, die es

nicht so gut haben. Von der Idee begeistert, war

schnell ein weiterer guter Freund und Wegegefährte

mit im Boot: Henning Struck.

In Bremen fest verankert

Ihre Bremer Wurzeln haben die Freunde nicht

losgelassen. Daher war auch der Wunsch groß,

insbesondere für diejenigen Kinder und Jugendlichen

etwas aufzubauen, die hier in ihrer Heimatstadt

leben. Auch wenn schnell klar war,

dass sich ein Verein doch nicht "mal eben so"

gründen lässt, hielten sie zielstrebig an ihrem

Plan fest. Seit 2010 dürfen sich die Vier nun Bremerkinder

e.V. nennen. Mittlerweile leben sie

alle wieder in ihrer Heimat und haben hier mit

ihren eigenen Familien ein neues altes Zuhause

gefunden.

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BREMERKINDER E.V.

Die Vereinsgründer Robert Meyer-Heye, Henning Struck, Lüder Kathmann und Oliver Würdeman tragen gemeinsam mit freiwilligen Unterstützern

zur Chancengleichheit für Bremer Kinder und Jugendliche bei

Brücke zur Chancengleichheit

Zahlreiche gemeinnützige Einrichtungen möchten

Kindern und Jugendlichen in Bremen und

umzu gern Sport- und Freizeitangebote, Angebote

zur kulturellen Bildung oder individuelle

Förderungen ermöglichen. Leider scheitern entsprechende

Projekte oft an den finanziellen Mitteln,

die zur Realisierung erforderlich wären.

Mithilfe von Mitgliedsbeiträgen und der Sammlung

von Spendengeldern hat sich der Bremerkinder

e.V. zum Ziel gesetzt, bei der Umsetzung

dieser geplanten Projekte finanziell zu unterstützen

und somit auch zur Chancengleichheit

in sozialschwächeren Stadtteilen beizutragen.

Gern fördert der Verein jene Konzepte, die längerfristig

angelegt, kompetenzorientiert und reproduzierbar

sind, so dass möglichst viele

Kinder und Jugendliche von ihnen profitieren

können. So kann eine Instandhaltung von Spielgeräten

ebenso bezuschusst werden wie die Anschaffung

notwendiger Ausstattungsgegenstände

oder ein Dozentenhonorar.

Ausschüttung der Spendengelder

Gegen Ende eines jeden Kalenderjahres wird

das gesammelte Geld auf der Website des Vereins

und in der lokalen Tageszeitung zur Ausschüttung

ausgeschrieben. Um eine Förderung

bewerben können sich gemeinnützige Kinderund

Jugendeinrichtungen, die ein geplantes Angebot

ohne zusätzliche Förderung nicht zu finanzieren

in der Lage wären. Die eingegangenen

Bewerbungen werden gesichtet und

allen Mitgliedern des Vereins transparent und

Fenster

Haustüren

Treppen

Einbaumöbel

Holz und mehr ...

Durch unser gut ausgebildetes Personal

und den modernen Maschinenpark können

alle auszuführenden Leistungen in hoher

Qualität und zudem noch kostengünstig

ausgeführt werden.

Überzeugen Sie sich doch in einem

persönlichen Gespräch von der Vielfältigkeit

und der Qualität unserer Arbeiten.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


BREMERKINDER E.V.

umfassend vorgestellt. Zuletzt wird demokratisch

darüber abgestimmt, in welchem Umfang

die jeweils zur Verfügung stehenden Gelder in

welche Einrichtungen fließen werden. Bekanntgegeben

werden die dann geförderten

Projekte ebenso transparent auf der Internetseite

des Bremerkinder e.V., so dass nicht nur

die Vereinsmitglieder sondern auch die Spender

einsehen können, welche Institutionen sie mit

ihren Zuwendungen im Folgejahr unterstützen

werden.

Zuwendung dort, wo sie gebraucht wird

Die zugewiesenen Spenden sind zweckgebunden

und ausschließlich an das beworbene Projekt

geknüpft. Auf diese Weise kommt das Geld

genau dort an, wo es benötigt wird. Der Verein

organisiert sich ohne unnötige Personal- oder

Raumkosten, alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich,

ein Büro gibt es nicht. „Wir möchten

von den Spendengeldern keine Overheadkosten

finanzieren. Die einzigen anfallenden Aufwendungen

sind die Gebühren für die Domain der

Internetseite und hier und da mal eine Briefmarke.

Der Rest des Geldes landet direkt beim

Kind.“

Heute zählt der Bremerkinder e.V. neben den

vier Gründern etwa 50 weitere Mitglieder. Der

Beitrag zur Mitgliedschaft ist frei wählbar, lediglich

ein Minimum von 1 Euro pro Monat ist

Voraussetzung für ein eigenes Stimmrecht. Je

höher der Beitrag eines jeden, desto höher ist

natürlich am Ende die Summe, die zur jährlichen

Ausschüttung und somit zur Förderung

von kulturellen, Freizeit- oder Bildungsprojekten

zur Verfügung steht.

Seit der Gründung vor 10 Jahren konnte der

Verein bereits über 40.000 Euro an Fördermitteln

ausschütten. Bisher sind alle Spendengelder

mit sichtbaren Ergebnissen auf fruchtbaren

Boden gefallen. Auch wenn die finanziellen Hilfen

häufiger in anderen Stadtteilen angefragt

sind, konnten ebenfalls in Schwachhausen bereits

Projekte durch Spenden des Bremerkinder

e.V. realisiert werden.

Der Bauspielplatz für Alten Eichen e.V.

Unterstützt durch Pädagogen können Kinder

und Jugendliche auf dem Gelände der Zentrale

von Alten Eichen e.V. Bretterbuden, Tische,

Bänke, Türme und Vieles mehr bauen. Der

Phantasie sind nur motorische Grenzen gesetzt.

Gruppendynamik, das Verfolgen eines gemeinsamen

Ziels und der Umgang mit Werkzeugen

werden spielerisch gefördert. Der dazugehörige

Kindergarten profitiert von dem Projekt, da die

gebauten Buden und Möbel auch von den Kindern

dort bespielt werden können. Ebenso ist

das Projekt reproduzierbar, da die Bauwerke

mit dem Material mehrfach hergestellt und variabel

verändert werden können.

Das Projekt KochKinder des

Gutskinder e.V. vermittelt jungen

Menschen mit Essstörungen

Spaß an gesunder Ernährung

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 31


BREMERKINDER E.V.

Der Alten Eichen e.V. freut sich bei der Spendenübergabe durch den Vereinsvorstand über die Realisierung ihres Bauspielplatzes

Für dieses Projekt wurden 2.500 Euro vom Bremerkinder e.V. zur Verfügung

gestellt. Davon finanziert wurden sowohl das Baumaterial also auch

die entsprechenden Werkzeuge.

Die KochKinder des Gutskinder e.V.

Der Verein zur Unterstützung von Familien mit Kindern mit besonderen

Anforderungen hat das Projekt „KochKinder“ ins Leben gerufen. Während

dieser Kochkurse zur Gesundheitsförderung von Kindern mit Essstörungen

werden gemeinsam Rezepte gesucht, die Zutaten auf dem

Markt und im Supermarkt besorgt und die Speisen im Anschluss miteinander

zubereitet und gegessen. Im Rahmen des Projektzeitraums finden

sechs Termine mit je zehn Kindern statt.

Die Vereinsmitglieder haben gemeinsam beschlossen, die KochKinder mit

einer Summe von 1.700 Euro zu unterstützen. Von dem Geld wurden

die Zutaten und Honorare bezahlt.

Spendentipp

„Die größte Einnahmequelle des Vereins ist derzeit leider stillgelegt“, erklärt

Oliver Würdemann. In den vergangenen Jahren haben viele die

Chance einer privaten Feier oder eines Betriebsevents genutzt, um den

Gästen die Gelegenheit zu bieten, Geld in einen Spendentopf zu geben anstatt

Geschenke zu überreichen. Aufgeben kommt für die vier Schulfreunde

aber nicht in Frage. Gemeinsam heißen sie jederzeit neue

Mitglieder in ihrem Verein herzlich willkommen. Darüberhinaus bedarf es

aber keiner Mitgliedschaft, um den Bremerkinder e.V. zu unterstützen.

Die Gründer freuen sich über jede Zuwendung auf das unten angegebene

Spendenkonto, damit auch weiterhin viele spannende Projekte im Bereich

Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht werden können.

Spendenkonto des Bremerkinder e.V.

NORD/LB

IBAN: DE59 2905 0000 1052 2930 02

BIC: BRLADE22XXX

PayPal: info@bremerkinder.de

www.bremerkinder.de

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„Eigentlich bin

ich Handwerker“

TEXT | CHRISTIAN KLARMANN FOTOS | JENS LEHMKÜHLER

„Eigentlich bin ich Handwerker“ sagt Jens Lehmkühler im Interview

und meint damit nicht nur, dass er als Jugendlicher

mal eine Ausbildung zum Tischler absolviert hat, sondern auch

die Einstellung zu seinem heutigen Beruf: der Fotografie.

Schnelligkeit, Verlässlichkeit, soziale Kompetenzen

und ein präzises Auge fürs Detail sind einige

Facetten, die neben dem reinen Fotografieren,

zum Job von Jens Lehmkühler gehören

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FOTOGRAF JENS LEHMKÜHLER

Einer der aufregendsten und schönsten Jobs von Jens Lehmkühler war es, den Umbau des Weserstadion 2008 offiziell als Fotograf zu begleiten

Nicht für sich, für andere

Zwar gebe es „vermutlich kaum ein Handwerk,

das so nah an der Kunst ist, wie die Fotografie“,

aber letztlich gehe es ihm bei seinen Bildern

nicht darum, sich selbst in Szene zu setzen, also

nicht um einen wie auch immer gearteten künstlerischen

Ausdruck. Wichtiger für seinen Job sei,

dass der Auftraggeber oder die Auftraggeberin

am Ende zu ihm sagt: „Herr Lehmkühler, genau

so haben wir uns das vorgestellt“. Das berichtet

der Sechsundvierzigjährige, verhehlt dabei aber

auch nicht, dass ihm sein Job mehr Spaß bringt,

wenn ihm auf dem Weg zu diesem „genau so“

viel Freiheit zugebilligt wird, sich selbst und seinen

eigenen Stil in die Arbeit einzubringen.

Stagnation ist langweilig

Freiheit – das ist eh ein Wort, das im Gespräch

mit Jens Lehmkühler viel Platz einnimmt. „Freiheit

ist das Wichtigste“, sagt er sogar und meint

damit nicht nur die während des Arbeitsprozesses

selbst. Auch die Flexibilität als Selbstständiger

ist etwas, das er nicht missen möchte.

„Ich bin ein Typ, der immer in Bewegung ist“,

sagt er von sich selbst. „Stagnation ist langweilig.“

Um dieser Langeweile zu entkommen, hat

er sich neben den klassischen Handwerkzeugen

seines Berufes nach und nach weitere Techniken

angeeignet. Die Bedienung einer Kameradrohne

gehört dazu, aber besonders begeistert ist

der aus Schierbrok im Bremer Umland stammende

Jens Lehmkühler von seiner erst vor wenigen

Jahren aufgeflammten Leidenschaft für

das bewegte Bild. „Da kann man auf mehr Ebenen

gestalten“ erklärt er, „Filmsequenzen,

Schnitt, Ton und Musik.“ Freiheit eben, das

weiß er zu schätzen. Und nach gut vierzig kurzen

Clips und Imagefilmen für verschiedenste

Kunden, von der GraftTherme bis zur AOK,

dürfte auch das Handwerk kein Problem mehr

darstellen.

Werbung statt Walz

Freiheit und Handwerk – kein Wunder, dass

Jens Lehmkühler nach der Ausbildung eigentlich

vorhatte, als Tischler auf die Walz zu ziehen.

Dieser Plan hielt allerdings nicht lange vor,

stattdessen ging es hinter die Schulbank der

Fachoberschule für Gestaltung Huchting. Dem

Fachabi im Produktdesign dort folgte ein Stu-

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FOTOGRAF JENS LEHMKÜHLER

Zu Jens Lehmkühlers Selbstverständnis als Fotograf gehört es, dass er sich

als Part eines Teams und seine Bilder als Beitrag zu einem größeren Projekt

betrachtet

dium des Grafikdesigns an der Hochschule für Künste in Bremen. Schwerpunkt:

Fotografie. Natürlich. Nach der HfK fing er fest bei der Bremer

Werbeagentur an, für die er auch im Studium schon gearbeitet hatte. Nach

insgesamt zehn Jahren dort sei das Wasser der Selbstständigkeit, in das er

dann im Jahr 2006 gesprungen ist, eher vorgewärmt als kalt gewesen.

Schließlich kannte man ihn in der Bremer Agenturszene bereits.

Offizieller Umbau-Fotograf

Einen der aufregendsten und schönsten Jobs seiner Selbstständigkeit, hatte

Jens Lehmkühler eher persönlichen Kontakten und einem Quäntchen

Glück zu verdanken als knallharter Kaltakquise. Zu Beginn des Weserstadion-Umbaus

2008 erhielt der Fotograf einen aufgeregten Anruf eines

Freundes, der am Bau beteiligt war. „Jens, komm mal her, die bringen

jetzt die großen Träger hoch“, rief der ins Handy. Jens Lehmkühler zögerte

natürlich nicht lange, packte sein Equipment ein und knipste vor

der Kulisse eines malerischen Sonnenuntergangs einfach drauflos. Später

wurde dann sogar zum offiziellen Fotografen des Umbaus ernannt, was

ihm die Möglichkeit gab, sich mit seiner Kamera frei zu bewegen. Dabei

sind Bilder von den Kränen und sogar von den Flutlichtmasten aus entstanden,

die ihrem Erschaffer auch zehn Jahre später immer noch Freude

bereiten.

Drachen, Rutschen, Bürgermeister

In seinem Beruf gibt es immer wieder solche besonderen Augenblicke.

Ob liegend im Bug eines Drachenbootes, während die Sonne im Fluss ver-

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FOTOGRAF JENS LEHMKÜHLER

sinkt und es leicht zu regnen beginnt. Oder

rückwärts mit der Unterwasserkamera in der

Hand eine Wasserrutsche hinterrutschend. Er

schätzt diese Action-Momente – ebenso wie die

ruhigen. So berichtet er von einem Interview

mit Andreas Bovenschulte in einer Bücherei,

das er fotografisch begleitet und in guter Erinnerung

hat. „Das Licht war schön, alle haben

sich gut verstanden und die Fotos sind was geworden“,

resümiert er. Was will man mehr?

Der Profi bleibt hängen

Dass sein Job in einer Zeit, in der beinahe alle

Menschen ständig Fotos mit ihren Handys

schießen und auf Instagram und Co. veröffentlichen,

an Wertschätzung verliert, glaubt er

nicht. Im Gegenteil: Wenn die Menschen einer

solch steten Bilderflut ausgesetzt seien, sei es oft

das Foto vom Profi, das unbewusst anspricht

und im Gedächtnis hängen bleibt. Abgesehen

davon, gehörten zum Job des Fotografen viele

Facetten, die über das reine Fotografieren hinausgehen.

Schnelligkeit, Verlässlichkeit, soziale

Kompetenzen und ein präzises Auge fürs Detail,

um vor dem Shooting noch fix die verrutschte

Krawatte auf dem Porträtfoto des Vorstands korrigieren

zu können.

Anwendungsfotografie

Zu Jens Lehmkühlers Selbstverständnis als Fotograf

gehört es, dass er sich als Part eines

Teams und seine Bilder als Beitrag zu einem größeren

Projekt betrachtet. „Ich mache nur selten

Bilder zum an die Wand hängen“, sagt er. Die

meisten seiner Fotos würden angewendet – in

Zeitschriften, auf Webseiten oder in Broschüren

– und müssten daher den Regeln des Mediums

gehorchen, in das sie eingebettet seien. Wie ein

Tisch, der noch so schön gearbeitet sein kann,

aber nicht zu gebrauchen ist, wenn er nicht in

die Nische in der Küche passt, für die er bestellt

worden ist. Aber dafür gibt es schließlich gute

TischlerInnen. Und gute FotografInnen, die sich

dem Handwerk verbunden fühlen.

„Ich mache nur selten Bilder zum an die Wand hängen“, sagt Jens Lehmkühler. Die meisten seiner Fotos

werden angewendet – in Zeitschriften, auf Webseiten oder in Broschüren – und müssten daher den Regeln

des Mediums gehorchen, in das sie eingebettet sind.

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KUNSTWERKSTATT BUCHENSTRASSE

In ihrem Atelier „KunstWerkstatt“ mit

besten künstlerischen Gegebenheiten

fühlen sich die beiden Künstlerinnen

Ursula Häckell und Ingrid Kemnade sehr

wohl und lassen ihrer Kreativität freien

Lauf

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KUNSTWERKSTATT BUCHENSTRASSE

»

Es ist eben

nicht alles

grau!

Ursula Häckell und Ingrid Kemnade

von der KunstWerkstatt Buchenstraße

TEXT & FOTOS | FRIEDERIKE HOLTMANN

Heute fahre ich mit dem Fahrrad zur KunstWerkstatt in

die Buchenstraße 8a in Schwachhausen, um mit zwei

Künstlerinnen der Kunstgruppe KaF – Kunst aus Findorff

zu sprechen. Ursula Häckell und Ingrid Kemnade

haben hier ihr Traum-Atelier in einem Hinterhof gefunden.

An diesem schönen Ort kann man sich sehr wohlfühlen,

gerade wenn im Frühjahr im Innenhof alles

wunderbar blüht.

Das Atelier lässt keine Wünsche offen, es gibt Teppichboden,

tiefe Fenster mit ganz viel Licht, das Ganze war

ursprünglich eine Autowerkstatt und wurde dann von

Architekten als Büro genutzt. „Ursula Häckell entdeckte

die Zeitungsanzeige über diese frei gewordenen Räume,

sie sprach mich an, da sie wusste, dass ich auch einen

Atelierplatz suchte. Fantastische 130 qm! Wir fanden

schnell zwei weitere Malerinnen – so dass wir die

Raummiete finanzieren konnten“, erzählt die Künstlerin

Ingrid Kemnade. Seit 2010 wird dieser Teil des Gebäudes

von vier Künstlerinnen genutzt. Jede hat ihre große

Arbeitsecke und in der Mitte steht ein einladender

Tisch. Das Atelier ist geräumig, aber auch gemütlich

und natürlich voller Bilder und Materialien.

Coronagerecht treffe ich mich in den großen Räumen

mit den Künstlerinnen nacheinander, mit vorgeschriebener

Lüftungspause. Zunächst spricht Ingrid Kemnade

mit mir über ihre Kunst und ihren ganz besonderen

Weg zur Malerei. „Ich bin erst recht spät, über eine

Krankheit, zur Malerei gekommen. Während der Reha

habe ich an einem Malkurs teilgenommen und war begeistert.

In Bremen fand ich 1997 eine Malgruppe, hier

konnte ich mich unter Anleitung fortbilden. 2000 begann

ich, neben meinem Beruf, mein sechsjähriges Weiterbildungsstudium

an der HFK Bremen und lernte viele

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KUNSTWERKSTATT BUCHENSTRASSE

Ganz klar: „Es ist eben nicht alles

grau“ – sondern auch bunt

Ursula Häckell malt gelegentlich auch figürlich und experimentiert dabei mit verschiedenen Techniken

Varianten und Techniken der Malerei, Objektund

Zeichenkunst kennen“, beschreibt die

Künstlerin ihren Werdegang. Die quirlige und

unternehmungslustige Pensionärin hat bis 2006

erfolgreich und engagiert im Bildungsbereich gearbeitet.

Ihr bevorzugtes Malmittel ist Acryl, das sie auch

mit weiteren Substanzen vermischt, z. B. mit

Kohle, Blei-, Bunt- Öl- und Wachsstiften. Von

ihren Reisen bringt sie Naturmaterialien mit, die

sie ebenfalls in Bilder einarbeitet.

„Ich arbeite zu Themen und Projekten, die mich

aktuell berühren. Das ist meine Inspiration, woraus

sich das Bild Schicht auf Schicht entwickelt.

Mein Ziel ist, Unsichtbares sichtbar machen:

Manchmal kann man es erahnen, und geht es

mir darum, den Betrachtenden dazu zu bringen,

genauer hinzuschauen, tiefer in das Kunstwerk

einzutauchen“, erklärt Frau Kemnade ihr Anliegen

in der Malerei. Aus dem Zusammenwirken

und Aufeinandertreffen von Farben und Linien

und Formen entstehen spannende Bilder, die

viel zu erzählen haben. Die Künstlerin experimentiert

auch mit Materialen - wie Zeitungsauschnitte,

eigene Fotos, Erde, Kaffee u. ä. auf

Leinwänden, Holzplatten, verschiedenste Papiere.

Ihre jüngste Arbeit zum Thema Corona Pandemie

erzählt in der Bilderreihe „Remember: Balance

halten in Corona Zeiten“ die Stationen

des Virus.

Ihre Familiengeschichte verarbeitet sie u.a. materiell,

indem sie die Stoffe aus dem Erbe ihrer

Mutter verarbeitet, wie ein Taschentuch, eine

Schürze, Stücke von Tisch- und Bettdecken. „Es

ist wunderbar, Vergangenes und Aktuelles malerisch

zu verarbeiten – denn in der Malerei ist

alles erlaubt“, erläutert Ingrid Kemnade ihren

künstlerischen Prozess. Da nun leider die letzten

geplanten Ausstellungen alle nicht stattfanden,

hofft die Künstlerin auf den Sommer und

darauf, endlich wieder Bilder und Menschen

vor Ort zusammenzubringen.

Nachdem wir gut durchgelüftet haben, verabschiedet

sich Ingrid Kemnade, und ich begrüße

ihre Atelierfreundin Ursula Häckell. Sie ist noch

voll berufstätig als Leiterin in einer Einrichtung

für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen

und besonders in dieser Zeit gefordert. Deshalb

kommt sie vorwiegend nur am

Wochenende zum Malen: „Ja, leider komme

ich aufgrund der aktuellen Situation noch weniger

zum Malen als sonst, ich hoffe das ändert

sich bald wieder“, erklärt sie.

Obwohl Ursula Häckell bereits als Jugendliche

eine hohe Affinität zum Malen hatte, gehörte

ihre künstlerische Neigung zunächst der Musik,

dem Chorgesang. Aber 2008 auf Spiekeroog

entdeckte sie zufällig ihr Talent wieder. Denn

im damaligen Künstlerhaus wurde ein Wo-

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KUNSTWERKSTATT BUCHENSTRASSE

„Let`s dance“! Das Bild gehört zu der Serie „Let`s walk, let`s

talk, let`s dance“ – in Kontakt bleiben, auch in Zeiten in

denen Abstand gewahrt werden muss

chenend-Mal-Workshop angeboten, und es war

noch ein Platz frei. Sie nahm daran teil und

malte an zwei Tagen zwei Bilder in Eitempera.

Dieser Technik ist sie bis heute treu geblieben.

Ihre abstrakten Bilder leben in der Fläche und

Farbe. Eitempera ist etwas ganz Spezielles,

denn die Farbe wird selbst hergestellt aus Pigmenten,

Ei, Leinöl und in Terpentin aufgelösten

Dammarharz. Diese Farbe lässt sich auch nach

dem Auftragen noch gut bearbeiten, was der

Künstlerin, die besonders gerne im Prozess arbeitet,

gut gefällt. „Ich kann eine Schicht Farbe

auftragen, die obere Schicht trocknet langsam,

so dass in den anderen darunterliegenden

Schichten unerwartete Effekte entstehen. Diese

nutze ich dann, um das Bild weiterzuentwikkeln.

Manche Bilder brauchen sehr lange, bis

sie fertig sind. Durchgetrocknet ist Eitempera

nach etwa 12 Wochen – ich habe also Zeit. Dadurch

verwirkliche ich mein Anliegen, Licht

und Schatten und Durchblicke zu malen“, beschreibt

Ursula Häckell ihre Kunst.

Ihre Bilder sind lebendige Farbspiele, die oft an

Landschaften erinnern. Gegenständlicher und

figürlicher wird es, wenn sie mit anderen Techniken

arbeitet – wie Druck, Acryl oder Wachs

auf Leinwand. „Es macht mir großen Spaß,

mich in neue Techniken einzuarbeiten und

damit zu experimentieren. Besonders auch

Drucktechniken und falsche Aquatinta in kleinen

Formaten. Hierbei entstehen auch gegenständliche

Bilder mit Figuren. Hierfür hätte ich

gerne mehr Zeit, die ich dann nach dem Ende

Berufstätigkeit finden werde. Darauf freue ich

mich“, erklärt die Künstlerin. Seit ihrer Begegnung

mit Eitempera auf Spiekeroog und dem

Entschluss mehr zu malen, belegte sie regelmäßig

weitere Kurse und nahm an verschiedenen

Ausstellungen, auch überregional, teil.

Alles in allem zwei spannende Künstlerinnen

mit viel Energie und Lebensmut, was sich

durchaus in den Bildern wiederfindet. Hoffentlich

gibt es bald wieder die Möglichkeit, ihre

Bilder in Ausstellungen zu sehen. Die Kunst-

Werkstatt Buchenstraße 8a bietet Interessenten,

Anfängern wie Fortgeschrittenen, zu spannenden

Themen Fortbildungskurse, mit professionellen

KünstlerInnen, an.

www.ursula-häckell.de

www.ingridkemnade.de

www.Kaf-bremen.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 45


THEATER BREMEN

Istanbul

von Selen Kara, Torsten Kindermann und

Akın Emanuel Şipal

Sie haben Bremen schon längere Zeit nicht mehr verlassen? Fernweh oder

Sehnsucht nach Neuem? Dann kommen Sie doch zu „Istanbul“ in den

Theatergarten – für zwei wunderbare Theaterstunden und ganz ohne aufwändige

Anreise. Der Sezen Aksu-Liederabend von Selen Kara, Torsten

Kindermann und Akın Emanuel Şipal geht in die sechste Spielzeit und

nach draußen. Nach 89 ausverkauften Vorstellungen spielt das Theater

Bremen jetzt live als Open Air im Theatergarten in den Wallanlagen.

Ausgehend von eigenen Familienerfahrungen und Fragen, die sie sich zum

Thema Heimat und Ankommen stellen, haben sich Regisseurin Selen Kara

und Musiker Torsten Kindermann für eine Drehung der Perspektive, für

eine Utopie der Gastarbeitergeschichte, entschieden.

Stellen wir uns vor: Das Wirtschaftswunder fand nach dem Zweiten Weltkrieg

in der Türkei statt und deutsche Gastarbeiter halfen, die Türkei wiederaufzubauen.

Statt Bremen war Istanbul die Stadt, die die

Neuankömmlinge willkommen hieß. Mit einem deutschsprachigen Ensemble

und einer deutsch-türkischen Band setzt sich das Team diesem

Gedankenspiel aus. Autor Akın Emanuel Şipal hat Texte verfasst, die die

Lieder von Sezen Aksu und die Ideen von Torsten Kindermann und Selen

Kara zu einer tragikomischen Geschichte verweben. Auf Deutsch wird

von der Lebenssituation der AuswandererInnen erzählt und auf Türkisch

die Sehnsucht nach Glück und Heimat besungen. Im Zentrum stehen die

Lieder von Aksu, der Königin des türkischen Pop, die drei Generationen

der türkischen Gesellschaft weltweit begleiten.

Premiere: Freitag, 28. Mai 2021, 19 Uhr

Im Theatergarten in den Wallanlagen

Weitere Spieltermine und aktuelle Informationen zum Vorstellungsbetrieb

in Zeiten des Corona-Virus finden Sie unter www.theaterbremen.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


Haarige Geschichten.

Bilder vom Menschen Teil 2

22. Mai bis 19. September

Mit einer Auswahl von knapp 60 Fotos möchte die

Kunsthalle Bremen den vielfältigen Gedanken, Erfahrungen

und Konzepten zu Haaren eine Stimme

geben. Gleichzeitig möchte das Museum mit den

Fotos und den dazugehörigen Geschichten (auch

in der Kunst) vorherrschende Schönheitsideale und

Gendernormen diskutieren und hinterfragen. Die

Ausstellung „Haarige Geschichten“ wird vom 22.

Mai bis 19. September 2021 in der Dauerausstellung

im Skulpturen-Saal „Bilder vom Menschen“

präsentiert, um das Bild vom Menschen um das

kleine, aber feine Detail Haare zu erweitern.

Gemessen an gängigen Schönheitsidealen hat jeder

Mensch irgendwo am Körper zu viele oder zu wenige

Haare. So wundert es nicht, dass Umfragen zufolge

immer mehr Menschen ihren Körperhaaren

den Kampf ansagen und sich rasieren, epilieren,

zupfen, wachsen und sugarn. Auch in der Kunst

findet eine Auseinandersetzung mit Schönheitsvorstellungen

statt. Allerdings oder gerade deshalb

werden Körperhaare an gewissen Stellen nur selten

dargestellt. Die Kunstwerke aus der Sammlung

der Kunsthalle Bremen sind da keine Ausnahme.

In der Ausstellung „Die Picasso-Connection“ sind

sie allerdings doch zu finden: jene Bilder von Körperhaaren,

die heutzutage vielfach mit Gefühlen

von Scham, Unwohlsein oder Peinlichkeit besetzt

sind. Diese Darstellungen hat die Kunsthalle zum

Anlass für einen Call for Photos zum Thema „Haarige

Geschichten“ genommen. Auf den Aufruf hin,

Fotos von Körperbehaarungen in all ihren Facetten

und damit verbundene Erinnerungen, Gedanken

oder Erfahrungen einzureichen, sind mehr als

1.000 Fotos eingegangen. Die Fotos machen in

ihrer überwältigenden Anzahl nicht nur die Relevanz

des Themas für unterschiedliche Generationen,

Geschlechter und Identität deutlich. Sie

zeigen zugleich auch die Vielfalt des Themas: Die

Geschichten umfassen humorvolle, nachdenklich

stimmende und traurige Erfahrungen mit vorhandenen

oder fehlenden Haaren auf dem Bauch,

unter den Achseln, an den Beinen, im Gesicht oder

auf dem Kopf.

Trauer in Pink, 2020,

Foto: Clara Kaltenbacher

(FAUL&HÄSSLICH.)

Marc, 2018,

Foto: Melanka Helms

Blonde Füße, Fotoserie 2021,

Foto: Ninya Lehrheuer

www.kunsthalle-bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 47


Osteoporose

Weit verbreitet - oft unentdeckt

„Osteoporose ist eine chronische Erkrankung der

Knochen, bei der das Verhältnis von Knochenaufbau

und -abbau gestört ist, wodurch die Knochenmasse

abnimmt. Dies geht einher mit einer Verschlechterung

des Knochengewebes und krankhaft erhöhter

Knochenbrüchigkeit.“ (Dachverband für Osteoporose,

DVO)

Gut sechs Millionen Menschen sind in Deutschland von

Osteoporose betroffen. Ca. jede dritte Frau und jeder

fünfte Mann über 50 Jahren erleiden einen Knochenbruch

ohne adäquates Trauma. Abhängig von der Ursache

der Erkrankung werden zwei Typen der

Osteoporose unterschieden:

» Bei der primären Osteoporose gibt es keine krankhafte

Ursache für die Erkrankung. Sie tritt unter

anderem als postmenopausale Osteoporose bei

vielen Frauen nach den Wechseljahren oder als

Altersosteoporose bei älteren Menschen ab

70 Jahren auf.

» Die sekudäre Osteoporose bezeichnet den vermehrten

Knochenabbau als Folge oder Begleiterscheinung

einer anderen Erkrankung oder deren

Behandlung. Zum Beispiel kann eine schwere

chronische Nierenschwäche oder die Therapie mit

Glukokortikoiden bei rheumatisch-entzündlichen

Erkrankungen oder eine antihormonelle Therapie

zum Knochenschwund führen.

Wie kann eine Osteoporose diagnostiziert werden?

In den Frühphasen der Erkrankung ist die Diagnose

einer Osteoporose aufgrund fehlender klarer Symptome

häufig schwierig. Es gibt jedoch eine Reihe

möglicher Anzeichen: Rückenschmerzen, Knochenbrüche

ohne erkennbaren Anlass und eine Verringerung

der Körpergröße. Das Aktionsbündnis Osteoporose

„KNOCHEN.STARK.MACHER“ möchte für eine

rechtzeitige Diagnostik und Therapie sensibilisieren.

Hierzu wurde eine Anzeigenkampagne in den letzten

Monaten geschaltet.

Meist ist nach Abklärung durch den Hausarzt, Internisten

oder Orthopäden eine Knochendichtemessung

eine Möglichkeit, eine Osteoporose frühzeitig zu erkennen.

Als Standarddiagnostik gilt die DXA-Messung

(Dual Energy X- ray Absorptiometry), eine spezielle

Röntgentechnik, die meist an der Lendenwirbelsäule

und am Oberschenkelknochen eingesetzt wird. Sie ist

schmerzfrei und geht mit einer nur minimalen Strahlenbelastung

einher. In den meisten Fällen werden die

Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Rund 35 Prozent der Patienten im Alter von über 90

Jahren müssen nach einer Hüftfraktur in Langzeitpflege.

Damit es hierzu nicht kommt, ist eine möglichst

frühzeitige Erkennung und Behandlung auch

schon der Vorstufe der Osteoporose - der Osteopenie

- für uns alle notwendig und sinnvoll.

Was kann ich tun?

Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren von Osteoporose

werden Bewegungsmangel, Rauchen, übermäßiger

Alkoholkonsum, Untergewicht und die Einnahme

bestimmter Medikamente gezählt. Nicht beeinflussbare

Risikofaktoren der Osteoporose sind das Alter,

familiäre genetische Belastung, hormonelle Veränderungen

(auch durch Therapien), Schwangerschaft und

Stillzeit sowie bestimmte Grund- und Begleiterkrankungen.

(Quelle: Aktionsbündnis Osteoporose)

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


NUKLEARMEDIZIN BREMEN

Allgemeinmaßnahmen: Diese dienen zum einen der

Vorbeugung einer Osteoporose oder einer Osteopenie,

sind aber auch bei eingetretener Erkrankung eine unerlässliche

Begleittherapie.

Körperliches Training: Unsere höchste Knochenqualität

und -masse erreichen wir im frühen Erwachsenenalter.

Daher sollte bereits in der Kindheit und bei

Jugendlichen auf ein gut aufgebautes Knochengewebe

geachtet werden. Dieses muss durch regelmäßiges

lebenslanges Training erhalten werden. Es ist

jedoch möglich, in jedem Alter mit einem Training zu

beginnen. Ein regelmäßiges und an den Gesundheitszustand

angepasstes Training sollte erfolgen.

(z.B. zwei Mal wöchentlich 30 bis 60 Minuten). Ein

solches Training verbessert nicht nur die Knochenqualität

und -masse, sondern verhindert auch Stürze

und verbessert die allgemeine Leistungsfähigkeit.

Entsprechende Übungen können z.B. über die Internetseite

des Aktionsbündnisses gegen Osteoporose

abgerufen werden oder Sie schließen sich einer entsprechenden

Sportgruppe an. Auch das Netzwerk

Osteoporose bietet weitere Informationen.

Knochenstarke Ernährung mit ausreichend Calcium

und Vitamin D3

Dr. Alexandra Haase (Nuklearmedizin, Expertin für spezielle Osteoporoseversorgung DVO)

und Dr. Anna Gertrud Michael (Nuklearmedizinerin, Internistin und Osteologin DVO)

Für ein kräftiges Knochenskelett ist Calcium neben

anderen Mineralien entscheidend. Calcium festigt

das aus elastischem Kollagen aufgebaute Grundgerüst

des Knochens. Da Calcium auch als Botenstoff

wichtig ist, hält der Körper den Calciumspiegel im

Blut möglichst konstant. Wird nicht genug Calcium

über die Nahrung aufgenommen, setzt der Körper dieses

aus dem Knochen frei und baut ihn somit ab. Um

dem Vorzubeugen sollten daher 800 bis 1000 mg Calcium/Tag

über die Nahrung aufgenommen werden.

Gute Calciumlieferanten sind z.B. Milch, Joghurt,

Käse, calciumreiche Mineralwasser oder bestimmte

Nüsse und Samen. Auch einige Gemüsesorten (z.B.

Grünkohl, Broccoli) enthalten relevante Calciummengen.

Damit das Calcium gut über den Darm aufgenommen

werden kann ist zudem eine ausreichende Versorgung

mit Vitamin D3 notwendig. Auch die Vitamine K sowie

B12 und B9 sind für einen guten Knochenaufbau relevant.

Über die Ernährung (fetter Fisch, Eier, Pilze)

können wir jedoch nur ca. 20% unseres täglichen Vitamin

D3-Bedarfs decken. Der größte Anteil wird durch

das Sonnenlicht in der Haut aus Vorstufen gebildet.

Bei älteren Menschen, bei aufgetragenem Sonnenschutzmittel,

im Winter oder bei Einnahme bestimmter

Medikamente ist dies jedoch nur eingeschränkt

möglich. Ein insbesondere in den Sommermonaten

ausreichender Aufenthalt im Hellen (z.B. täglich 20

bis 30 Minuten mit unbedecktem Gesicht und Armen,

kein Sonnenbrand!) und ggf. eine regelmäßige

Vitamin D3-Einnahme kann einem Mangel jedoch Vorbeugen.

(Quelle: Netzwerk Osteoporose)

Spezielle Therapie: Wird in der Knochendichtemessung

ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Knochenbruch

festgestellt oder ist es bereits zu einem solchen

bei Osteoporose gekommen, können häufig neben den

o.g. Allgemeinmaßnahmen spezielle knochenstärkende

Medikamente ein weiteres Fortschreiten der

Erkrankung und weitere Knochenbrüche verhindern.

Hier erweitert sich das Spektrum der Möglichkeiten

ständig.

Wichtig ist daher, wenn von Ihren betreuenden Ärzten

der Verdacht auf eine Osteoporose geäußert wurde,

eine DEXA-Knochendichtemessung durchzuführen,

wie wir sie im Zentrum für Nuklearmedizin und

PET/CT für Sie anbieten. Neben unserer speziellen

Fort- und Ausbildung ist das in unserer Praxis verwendete

Gerät aus der neuesten Generation. Das bedeutet

für Sie eine sehr schnelle, komfortable

Messung mit höchster Genauigkeit und Reproduzierbarkeit.

Zudem haben wir eine spezielle Software zur

weiteren Beurteilung der Knochenqualität implementiert,

um die Diagnostik noch weiter zu verbessern.

Schwachhauser Heerstraße 54

28209 Bremen

Telefon: 0421 84131313

Mail: info@nuklearmedizin-bremen.de

www.nuklearmedizin-bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 49


Ölziehen

WEISSE ZÄHNE UND ENTGIFTUNG

FÜR DEN KÖRPER

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


Ölziehen ist derzeit in aller Munde. Weiße Zähne

und eine Entgiftung des ganzen Körpers: Ölziehen

am Morgen verspricht viele gesundheitliche

Vorteile - und das trotz des

vergleichsweise geringen Aufwands,

denn morgendliches

Ölziehen kann man als Ergänzung

zur täglichen

Zahn- und Gesundheitspflege

einfach

und kostengünstig in

den Alltag integrieren.

Doch wie funktioniert

diese uralte

ayurvedischer Methode,

die lange Zeit

in Vergessenheit geraten

war und derzeit ein

Comeback erlebt?

Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

Beim Ölziehen bewegt man eine kleine Menge Öl im Mund einige

Minuten lang hin und her, um Bakterien und gesundheitsschädliche

Stoffe zu binden und anschließend loszuwerden. Dem Ölziehen wird

eine entgiftende und heilende Wirkung auf den Körper und insbesondere

auf die Mundhöhle nachgesagt, es soll aber auch positive Auswirkungen

auf verschiedene Krankheiten wie Migräne, Asthma,

Darmerkrankungen und Herzprobleme haben und zudem das Immunsystem

stärken.

DURCHFÜHRUNG UND DAUER

Am besten beginnt man mit dem Ölziehen unmittelbar nach dem Aufstehen,

noch bevor man etwas gegessen oder getrunken hast, denn

nüchtern befinden sich mehr Bakterien im Mund als nach dem Essen.

Hierfür nimmt man etwa einen Esslöffel Öl in den Mund. Man kann

dafür zum Beispiel Oliven-, Sesam- oder Kokosöl verwenden. Die Flüssigkeit

im Mundraum sollte man nun stetig hin und her bewegen.

Empfehlenswert ist es, das Öl durch die Zähne zu ziehen, darauf herumzukauen,

es anzusaugen oder im Mund hin und her zu schleudern

– Hauptsache, es bleibt immer in Bewegung. Dies sollte man 20 Minuten

lang tun, denn wenn ein antibakterieller Stoff 20 Minuten lang

auf Bakterien einwirken kann, ist es für ihn ein leichtes, bis in die letzten

Winkel zu gelangen, um dort alle schädliche Bakterien zu erwischen

und die Zahnfleischtaschen sauber zu halten.

Anschließend spuckt man das benutzte Öl in ein Taschentuch und

wirft es in den Müll, damit das Öl samt den Toxinen und Bakterien

nicht in den Wasserkreislauf gelangt. Auf diese Weise werden auch

Fettablagerungen und Verstopfungen in den Abwasserrohren vermieden.

Runterschlucken sollte man das Öl auf keinen Fall, da man

die gebundenen Bakterien und Giftstoffe ja loswerden werden

möchte. Danach den Mund mit Wasser ausspülen und die Zähne im

Anschluss wie gewohnt putzen. Insgesamt sollte man eine Ölkur vier

Wochen lang durchhalten und jeden Morgen Ölziehen.

WELCHE ÖLE SIND ZUM ÖLZIEHEN GEEIGNET?

Für das Ölziehen raten Heilpraktiker ausschließlich kaltgepresste Bio-

Öle zu verwenden. Gern genommen wird Kokosöl, da es in hoher

Qualität erhältlich ist und darüber hinaus aufgrund der antibakteriellen

Wirkung gut für die Mundflora und die Zahngesundheit sein soll.

Kokosöl hat einen angenehmen Geschmack, ist von der Konsistenz

her meist fest und verflüssigt sich erst im Mund. Weite Transportwege

und eine schlechte Klimabilanz sind jedoch nachteilig.

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 51


Rundum

GESUND

Die Gesundheits-Tipps

Sonnenblumenöl ist aufgrund seiner Konsistenz besonders gut zum

Ölziehen geeignet. Es hat einen milden Geschmack, eine gute Umweltbilanz

sowie einen günstigen Preis. Manchmal ist es jedoch von

minderwertiger Qualität, sodass man unbedingt ein Bio-Öl wählen

sollte.

Olivenöl hat fast jeder zu Hause vorrätig. Es hilft besonders bei

Mundgeruch und erhöhtem Cholesterinspiegel. Zum Ölziehen ist nur

das relativ teure, kaltgepresste native Olivenöl geeignet.

Gemäß der traditionellen ayurvedischen Lehre wird Sesamöl zum

Ölziehen verwendet. Es hat einen nussigen Geschmack, ist sehr flüssig

und daher zum Ziehen durch die Zähne etwas schwieriger. Es soll

gegen Zahnfleischentzündungen helfen und das Immunsystem stärken.

Weizenkeimöl soll zellerneuernd wirken und den Stoffwechsel ankurbeln.

Es ist nicht lange haltbar und sollte im Kühlschrank aufbewahrt

werden.

Rapsöl beim Ölziehen zu verwenden kann bei Asthma, Husten,

Bronchitis und Heiserkeit helfen. Es hat einen herben Geschmack,

kann aber mit Sonnenblumenöl im Verhältnis 1:1 gemischt werden.

Angebrochen ist es nicht lange haltbar, sodass man es auch im Kühlschrank

aufbewahren sollte.

Wer möchte kann seinem Speiseöl auch naturreine ätherische Öle in

Lebensmittelqualität hinzufügen: Pfefferminze beispielsweise sorgt für

einen frischen Atem und lindert Kopfschmerzen, Lavendel hingegen

beruhigt die Nerven und Fenchel hat sich bei Atemwegsbeschwerden

bewährt.

WIRKUNGSWEISE DES ÖLZIEHENS

Durch das Umherbewegen des Öls im Mund wird die Speichelproduktion

angekurbelt, Bakterien und Schadstoffe werden gebunden

und sollen ausgeschieden werden, sodass sich die Anzahl der kariesverursachenden

Bakterien im Mund verringert. Positive Effekte des

Ölziehens sollen weiße Zähne, weniger Probleme mit Karies, Zahnfleischbluten

und Mundgeruch sein. Aber auch das Lymph- und das

Immunsystem sollen durch das Kauen, Saugen und Ziehen des Öls

angeregt werden. Daher wird eine Ölkur gegen eine Vielzahl von

Krankheiten wie Atemwegsinfekte, Allergien, Arthritis, Asthma und

Migräne angewandt.

WORAUF MAN BEIM ÖLZIEHEN ACHTEN SOLLTE

Alternative Heilmethoden werden immer beliebter, denn sie haben

den Ruf, sanft und risikoarm zu sein, auch wenn eindeutige wissenchaftliche

Beweise bisher fehlen. Das gilt auch für das Ölziehen. Es ist

eine kostengünstige, sichere und wenig aufwendige Methode, die

Zahngesundheit und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Um

das Ölziehen auszuprobieren beginnt man am besten mit einem hochwertigen

kaltgepressten Öl wie Olivenöl oder Kokosöl. Teure Spezialöle

wie extra Mundöle benötigt man dafür nicht unbedingt.

Nebenwirkungen hat man beim Ölziehen im Allgemeinen nicht zu erwarten.

Bei Amalgamfüllungen sollte man jedoch vorsichtig sein, da

durch das Umherbewegen des Öls giftiges Quecksilber aus den Füllungen

gelöst werden könnte, was zu schweren Gesundheitsproblemen

führen kann. Hierfür sollte man im Vorfeld am besten mit seinem

Zahnarzt oder seiner Zahnärztin sprechen.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


Ölziehen ist eine alte ayurvedische Methode, um Krankheiten zu bekämpfen, und wird seit Jahrhunderten praktiziert. Auch hierzulande wird die Anwendung immer

beliebter.

Sebastian Köhler e.K.

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 53


„Familie & Co“

Gesunde Kinderfüße:

Immer in Bewegung

TEXT | ROLAND-KLINIK

FOTOS | NIKOLAI WOLFF, FOTOETAGE

Für Eltern ist es ein emotionaler Moment, wenn ihr Kind das erste Mal auf seinen kleinen zarten

Füßen steht und vorsichtig eigene Schritte wagt. Zu diesem Zeitpunkt sind die meisten Kinderfüße

rundum gesund. Einige Jahre später sieht es dagegen leider oft schon ganz anders aus:

Fußfehlstellungen sind nicht nur im Erwachsenenalter, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen

verbreitet – aber zum Glück meist nicht gleich ein Fall für den Fußchirurgen.

54

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


Unsere

„Viele kindliche Fußfehlstellungen

sind harmlos und verschwinden

durch das Wachstum

und die Entwicklung der

entsprechenden Muskulatur bis

zum Grundschulalter von

selbst“, beruhigt Prof. Dr. Ralf Skripitz,

Chefarzt im Zentrum für Endoprothetik,

Fußchirurgie, Kinder- und

Allgemeine Orthopädie der Bremer Roland-Klinik.

„Fast alle Kinder kommen zum Beispiel mit einem sogenannten

Knicksenkfuß zur Welt“, so Skripitz, „aber das ist kein Grund zur Sorge.

Das Fettpolster im Bereich des sich erst später, mit etwa drei bis vier Jahren,

entwickelnden Längsgewölbes ist bei Säuglingen und Kleinkindern

stärker ausgeprägt und täuscht deshalb eine Fußfehlstellung vor.“

„Familie & Co“

Seiten

Muskeln stärken in Eigenregie

Die Muskelgruppen, die den Fuß aufrichten, sind bei Babys einfach noch

nicht kräftig genug – so knickt der Fuß des Kindes bei ersten Steh- und

Gehversuchen häufig ein. Mit den Jahren verschwindet das Fett nach und

nach, das zunächst weiche Bindegewebe wird stärker, die Muskelkraft

nimmt zu und die Drehung im Oberschenkel ab. Mit etwa zehn Jahren

haben dann nur noch vier Prozent der Kinder ein abgeflachtes Fußgewölbe.

„Ein Knicksenkfuß macht Kindern in der Regel keine Probleme“,

ergänzt Alisa Mehrtens, Fachärztin aus dem Team um Prof. Skripitz.

„Aber natürlich kommt es immer auch auf die individuelle Ausprägung an.

Ist etwa die Wadenmuskulatur verkürzt, können bei Belastung Schmerzen

in der Wade auftreten.“ Abhängig von den jeweiligen Beschwerden empfehlen

sich zunächst Übungen unter Anleitung von Physiotherapeuten

oder in Eigenregie. Besonders effektiv zur Aktivierung der Muskelfunktion

ist viel Barfußlaufen. „Aber auch spielerische Fußgymnastik, wie zum Beispiel

der Hackengang zur Dehnung der Wadenmuskulatur, der Zehenspitzengang

oder das Greifen von Gegenständen mit den Zehen kann

helfen“, so Alisa Mehrtens.

Plattfuß: Selten angeboren

Der Plattfuß ähnelt in seinem Erscheinungsbild häufig dem kindlichen

Knicksenkfuß, ist aber eine Fehlstellung des Sprungbeines in der Knöchelgegend.

Bei älteren Kindern zeigt sich der Plattfuß als Absinken des

Fußlängsgewölbes mit einer Fehlstellung der Ferse. „In sehr seltenen Fällen

kann ein Plattfuß angeboren sein“, erläutert Alisa Mehrtens. Bei Babys

mit einem solchen angeborenen Plattfuß wird der Fuß durch eine Gipsbehandlung

in eine bessere Stellung gebracht und später durch gezielte

Krankengymnastik unterstützt. „Meistens entwickelt sich ein Plattfuß jedoch

im Kindesalter, begünstigt durch Übergewicht, allgemeine Schlaffheit

der Bänder oder durch das regelmäßige, zu frühe Tragen von zu engem

Schuhwerk. Aber auch schwere Erkrankungen wie zum Beispiel Polio

(Kinderlähmung) oder Spina bifida („offener Rücken“) können zur Entwicklung

eines Plattfußes führen“, erklärt Mehrtens.

Operative Therapiemethoden

„Familie & Co“


Mit Hilfe spezieller Untersuchungsmethoden werden etwa Verkürzungen

von Muskelgruppen und knöcherne Fehlstellungen als Ursache der Plattfüße

aufgedeckt. Manchmal kommt es auch zu einem Zusammenwachsen

von Knochen oder Bindegewebe – sogenannte „Coalitio“ – von zwei

Fußknochen wie etwa Fersenbein und Kahnbein. Dadurch wird die Beweglichkeit

eingeschränkt und eine unflexible Fehlstellung, die mit

Schmerzen einhergeht, verursacht. „Ein Plattfuß, der Beschwerden verursacht,

bei dem die konservative Therapie keinen Erfolg gebracht hat,

kann auch operativ behandelt werden. Hier wird minimalinvasiv in einen

Kanal zwischen Sprungbein und Fersenbein ein metallischer Platzhalter

eingebracht und auf ein gewisses Maß aufgedehnt, so dass sich das Fußgewölbe

anhebt. Nach einer gewissen Zeit wird die Schraube dann wieder

entfernt“, erklärt Mehrtens. Weitere Therapiemethoden sind zum

Beispiel Sehnenverlängerungen und knöcherne Korrekturen. Eine „Coalitio“

kann ebenfalls operativ gelöst werden – mit und ohne knöcherne

Korrektur der Fehlstellung.

„Fußfehlstellungen sind nicht nur im Erwachsenenalter, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen verbreitet. Kinder sollten sich daher von Anfang an möglichst

viel bewegen“, erklärt Alisa Mehrtens, Fachärztin aus dem Team um Prof. Skripitz. (Archivmaterial)

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 55


„Familie & Co“


Besonders effektiv zur Aktivierung der Muskelfunktion ist viel Barfußlaufen. Aber auch spielerische Fußgymnastik, wie zum Beispiel der Hackengang zur Dehnung

der Wadenmuskulatur, der Zehenspitzengang oder das Greifen von Gegenständen mit den Zehen kann helfen.

Konservative Behandlung

„Bei älteren Kindern mit sogenannten flexiblen Plattfüßen setzt man aber

zunächst auf eine konservative Therapie. Mit intensiv und regelmäßig

durchgeführten gezielten Trainingseinheiten können Fehlstellungen behandelt

werden. Die Kinder werden dabei zunächst von Physiotherapeuten

angeleitet und sollten die Übungen dann über einen längeren

Zeitraum alleine weitermachen“, rät Prof. Dr. Skripitz.

Eltern die Füße ihres Nachwuchses regelmäßig nachmessen. Generell

lässt sich festhalten: Weiche, bequeme Schuhe mit flexibler, rutschhemmender

Sohle aus einem atmungsaktiven Material sind für Kinder perfekt

geeignet. Einlegesohlen dagegen braucht ein gesundes Kind normalerweise

nicht: „Wenn sie nicht optimal sind, könnten sie eine Fehlstellung

des Fußes sogar noch verstärken“, sagt Alisa Mehrtens.

Auch bei Jugendlichen ein Thema: der Ballenzeh

Als Ballenzeh oder Hallux valgus bezeichnet man eine Abweichung der

Großzehe zum äußeren Fußrand. Normalerweise ein verbreitetes Krankheitsbild

im Erwachsenenalter, kann es auch schon bei Jugendlichen auftreten.

In diesen Fällen entwickelt sich der Ballenzeh meistens im

Zeitraum des letzten Wachstumsschubes zwischen 16 und 20 Jahren. „Im

Normalfall ist keine Operation erforderlich, bei ausgeprägtem Befund oder

großem Leidensdruck kann aber auch ein Eingriff erfolgen“, so Alisa Mehrtens.

Dafür gibt es verschiedene Operationstechniken, über die individuell

entschieden wird. Doch wie und warum entsteht eigentlich ein Hallux

valgus? „Es gibt verschiedene Faktoren, die als Ursache in Frage kommen.

Unter anderem spielt die Genetik eine Rolle“, erklärt Alisa Mehrtens.

„Wenn eine familiäre Vorbelastung vorliegt, beobachten wir zum Teil ein

frühes Auftreten des Ballenzehs. Weitere Faktoren sind allerdings auch: zu

früh zu enges Schuhwerk und zu wenig barfuß gelaufen.“ Um einem Hallux

valgus vorzubeugen, rät die Fachärztin dazu, ausreichend Sport zu

treiben und möglichst oft ohne Schuhe zu laufen.

Wo drückt der Schuh? So kann man vorbeugen

„Um Fußfehlstellungen vorzubeugen, sollten Kinder sich von Anfang an

möglichst viel bewegen und barfuß laufen. Zu Hause können sie auch

rutschhemmende Socken tragen“, so Alisa Mehrtens. Beim Schuhkauf ist

es unter anderem wichtig, darauf zu achten, dass zwischen Zehe und

Schuhwerk etwa 1,5 cm Platz bleiben. Da Kinderfüße schnell und manchmal

in Schüben wachsen, aber insbesondere kleine Kinder kaum ein Empfinden

dafür haben, wenn ein Schuh nicht mehr richtig passt, sollten

„Viele kindliche Fußfehlstellungen sind harmlos und verschwinden durch das

Wachstum und die Entwicklung der entsprechenden Muskulatur bis zum Grundschulalter

von selbst“, sagt Prof. Dr. Ralf Skripitz, Chefarzt im Zentrum für Endoprothetik,

Fußchirurgie, Kinder- und Allgemeine Orthopädie der Bremer

Roland-Klinik (Archivmaterial)

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


„Familie & Co“


NABU bedeutet Naturschutz, Artenschutz, Biotopschutz und Umweltbildung –

genau das dürfen die Kinder im Ferienlager eine Woche lang mit ganz viel Spaß

erleben (© NABU Bremen)

Ferienlager auf

Pfingstfreizeit und Sommerlager

des NABU mit buntem

Programm in der Natur



der Dreptefarm

Gerade erst hat der NABU seine Osterfreizeit mit 42 frisch auf Corona getesteten

Kindern durchgeführt, nun liegen Pfingstfreizeit und die Sommerlager

an. Da der NABU anerkannter Träger der freien Jugendhilfe ist, können seine

Freizeiten auch stattfinden. Mit Hygienekonzept und Testpflicht direkt vor den Freizeiten

sollen Kinder von 8 bis 14 Jahren wieder ein Stück Kindheit in der Natur erleben

dürfen. „Natürlich gehen wir davon aus, dass sich die Situation bis Pfingsten

und erst recht bis zu den Sommerferien deutlich entspannen wird“, hofft NABU-Geschäftsführer

Sönke Hofmann. „Auf der Osterfreizeit konnten wir gerade so sehr

sehen, wie dankbar die Kinder für etwas gelebte Normalität, Ablenkung und neue

Freunde waren.“ Immerhin eine Woche konnten die Kinder die Natur rund um die

Dreptefarm im Ferienort Wulsbüttel erkunden. „Neben Tests und besonderer Hygiene

halten wir die Freizeiten wie eine Quarantänewoche, es gibt keine Einkaufstouren

und keine Kontakte zu anderen Leuten“, betont Hofmann. Da die Ferienlager

des NABU ohnehin viel Zeit in der freien Natur bedeuten, sei das Programm äußerst

coronakonform. Neben Ausflügen auf dem Rad und Basteleien stehen Lagerfeuer,

Gruppenspiele und natürlich der Badeteich im Mittelpunkt der Gruppe. „Die Farmtiere

werden von den Kindern in Kleingruppen versorgt und verwöhnt und natürlich

sind die Eselwanderungen geradezu ein Markenzeichen der NABU-Freizeiten“, freut

sich Hofmann. Er leitet die erste Sommerwoche und hat nach über 21 Jahren und

mehr als 50 Freizeiten immer noch einen Riesenspaß daran.

Zoom-Workshop

Kekse, Kunst & Limonade


Endlich darf wieder Kunst genascht und erschaffen werden. In diesem Online-Workshop

mit Vanessa Hartmann werden kreative Kinder ab 6 Jahren zu

Freestyle-KünstlerInnen.

Und das ist alles, was gebraucht wird:

Bleistift

Papier DinA4

Kugelschreiber schwarz

Buntstifte

Radiergummi

Spitzer

Jetzt müssen nur noch die Eltern überredet werden, Kekse und Limonade zum Snakken

bereitzustellen!

Die Kosten für den Workshop betragen pro Kind 8 Euro. Nach der Buchung erhält

man per E-Mail eine Materialliste, einen Link zum Seminar und ein Zugangspasswort.

Für dieses Seminar verwendet die Kunsthalle Bremen die Kommunikation-

Plattform ZOOM.


www.kunshalle-bremen.de

Voraussetzung für die Teilnahme ist ein maximal 24 Stunden alter Testbescheid

oder ein Selbsttest vor Ort, dann steht einer Woche voller Spaß und Spielen nichts

im Weg.

Die Pfingstfreizeit geht von Freitag, den 21. bis Dienstag, den 25. Mai und kostet

129 Euro für NABU-Familienmitglieder für Nicht-Mitglieder 179 Euro. Die einzeln

buchbaren Wochen des Sommerlagers starten jeweils am Samstag und kosten 229

Euro für NABU-Mitglieder, sonst 249 Euro. Los geht es am 24. Juli. In dem Preis sind

Unterkunft, Verpflegung und Programm enthalten. Infos und Anmeldung unter (04

21) 48 44 48 70.

www.NABU-Bremen.de

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 57


„Familie & Co“




Thade Precht

111 x Papierfalten


Kinderleichter

Faltspaß

Großer Origamispaß für kleine Faltkünstler! Mit 111 bunten Origamipapieren

und kinderleichten Schritt-für-Schritt Anleitungen für Kinder ab fünf

Jahren entstehen im Handumdrehen viele tolle Projekte. So wird spielend einfach

die Feinmotorik der kleinen Origami-Künstler geübt und das Erfolgserlebnis stellt

sich dank des kindgerechten Großformats schnell ein. Das Papier hat die typische

Origamipapiergrammatur und ist mit fröhlich-bunten Mustern für Kinder ausgestattet.

Autor

Precht, Thade

ISBN 978-3-7459-0004-0

Seiten 256

Format 20 x 20 cm

Ausstattung

Preis: 9,99 Euro

www.emf-verlag.de


Verlosung!

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zum 15. Juni an:

gewinnen@schwachhausenmagazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Mit dem kostenfreien AOK-Programm „Zuckerkompass“ können Lehrer ihre

Schüler für das Thema Zucker sensibilisieren

AOK-Zuckerkompass

Programm fördert die

Ernährungskompetenz


Mit dem „AOK-Zuckerkompass – Ihr Programm für den digitalen und praktischen

Unterricht“ steht Lehrerinnen und Lehrern ab sofort ein neues Programm

zur Prävention und Gesundheitsförderung im Setting Schule zur Verfügung.

Es wurde speziell für die Klassen 5 bis 8 an weiterführenden Schulen entwickelt und

setzt auf einen Mix aus verschiedenen interaktiven Methoden der Wissens- und

Kompetenzvermittlung rund um das Thema Zucker. „Ziel ist es, das Bewusstsein

der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihres täglichen Zuckerkonsums zu schärfen

und so ihre Ernährungskompetenz zu stärken“, sagt Jörg Twiefel, Stellvertreter

des Vorstands der AOK Bremen/Bremerhaven. Das Programm besteht aus 20 Lernbausteinen.

Diese Bausteine enthalten Aufgaben für die Schulklassen, Animationen,

Videosequenzen, interaktive Übungen, Experimente und Diskussionsvorschläge.

Im Modul „Geschmackstest Eistee“ stellen die Schülerinnen und Schüler

beispielsweise Eisteemischungen in verschiedenen Süße-Graden her und küren

gemeinsam ihren Favoriten. Gleichzeitig vergleichen sie die Eigenkreationen mit ungesüßten

und gekauften Produkten. Die Lernbausteine selbst sind genauso abwechslungsreich

wie die Methoden der Wissensvermittlung. Zum Einsatz kommen

dabei unter anderem digitale Tafelbilder sowie Arbeitsblätter zum Downloaden und

ein Schüler-Workbook. Die Materialien beziehen auch das häusliche Umfeld der

Schülerinnen und Schüler mit ein. Auf der Website ww.aok.de/zuckerkompass kann

die Lehrkraft nach einer Anmeldung direkt loslegen. Für den Einsatz im Unterricht

wird nur ein Beamer oder ein Whiteboard im Klassenzimmer benötigt. Twiefel:

„WLAN während des Unterrichts ist nicht nötig, denn die Materialien können vorher

bequem heruntergeladen werden.“ „Die AOK Bremen/Bremerhaven unterstützt

gerne dabei, gesundheitsfördernde Bedingungen für Schülerinnen und Schüler, Eltern

und Lehrkräfte zu schaffen“, so Twiefel, der als Direktor Markt auch den Bereich

Prävention verantwortet. In einer „gesunden Schule“ müsse

Gesundheitsförderung nicht nur im Unterricht, sondern an der gesamten Schule

gelebt werden. AOK-Präventionsexpertinnen und –experten unterstützen Lehrkräfte

im Rahmen des Programms auch dabei, gesunde Strukturen an den Schulen aufzubauen.

Bei der AOK Bremen/Bremerhaven ist Lisa Zwiazek Ansprechpartnerin für das

Programm. Kontakt: Lisa Zwiazek, Abteilung Gesundheit, Telefon:

0421 1761-28110; E-Mail: lisa.zwiazek@hb.aok.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021




„Familie & Co“

Kuschelflosse &

seine Freunde

Inszenierte Lesung mit Musik



Tauche ein in die Unterwasserwelt von Fischhausen und erlebe mit Kuschelflosse,

Seebrillchen Sebi, Herrn Kofferfisch und der Schwimmerdbeere

Emmi drei spannende Abenteuer: Es geht auf eine abenteuerliche Reise zu einem

geheimnisvollen Zauber-Riff, es geht um die Suche nach den Eltern des Neuankömmlings

Schlürfi und um die Teilnahme an der sagenhaften Blubberweltmeisterschaft.

Eins ist dabei sicher: Die Freunde halten zusammen!



Ausgabeformat & Laufzeit:

Hörbuch CD | 4h 37min

Autor*innen: Nina Müller

Anzahl: 6 CDs

Höralter: ab 4 Jahren

ISBN: 978-3-8371-5323-1

Preis: 14,99 Euro (inkl. MwSt.)

Verlag: cbj audio

www.randomhouse.de

Verlosung!

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Freunde“

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Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 59


„Familie & Co“


Ganz Bremen auf einem

einzigen Spielteppich!



Ein bisschen stolz auf seine Heimatstadt ist wohl jeder. Und darum hoffen

wir auch man auch, dass die eigenen Kinder Bremen von seiner besten Seiten

kennenlernen können. Dass das ganz spielerisch funktionieren kann, zeigt nun

das junge Unternehmen City-Play mit seinen Stadtspielteppichen gezeigt.

Ein jeder kennt die Stadtspielteppiche noch aus seiner Kindheit – eine breite Straße,

ein paar bunte Häuser und vielleicht ein kleiner Weiher in einer Ecke. So viel Spaß

es auch immer gemacht hat, mit seinem Spielzeugauto auf dem Teppich herumzufahren,

so wirklich einfallsreich und einzigartig waren die Spielteppiche eigentlich

niemals gestaltet. Diesem langweiligen Einheitsbrei will nun das

Niederländische Unternehmen City-Play ein Ende bereiten. Nach mehreren erfolgreichen

Projekten in den Niederlanden bringt das Start-Up nun seine einzigartigen

Spielteppiche auch nach Bremen. Dabei wird das Konzept Spielteppiche völlig neu

gedacht: Individuell, mit viel Liebe fürs Detail und mit zahlreichen lehrsamen und

berühmten Sehenswürdigkeiten, die die kleinen Bremer/-innen beim Spielen entdecken

können. Dabei erkennen die Kinder nicht nur die bekanntesten und schönsten

Ecken ihrer Heimat wieder, sie bekommen auch ganz spielerisch einen

Überblick über den Aufbau von Bremen und lernen ganz nebenbei die Grundlagen

der Verkehrsregeln.

Um sicherzustellen, dass der Spielteppich auch wirklich den einmaligen Flair von

Bremen einfängt, wurde eng mit Einheimischen bei der Entwicklung zusammengearbeitet.

So wurde nicht nur versucht, die beliebtesten und ikonischsten Plätze

in Bremen auf dem Teppich abzubilden, sondern auch wirklich den Geist von Bremen

einzufangen. Das gelingt dem Spielteppich durch seine mehr als 25 sorgfältig

designten Illustrationen, die Kinder durch ihre farbenfrohe Detailliebe zu den

tollsten Abenteuern in ihrer Heimatstadt einladen. Dabei können sich die Kleinen

auch stundenlang auf dem Teppich austoben, denn die rutschfeste Unterseite des

aus anti-allergenen und umweltfreundlichen Stoffen hergestellten Teppichs hält

auch den wildesten Abenteuern zuverlässig stand.

Doch City-Play möchte mit seinem Stadtspielteppich nicht nur die Kinder glücklich

machen, die mit dem Teppich spielen dürfen. Das Unternehmen möchte auch den

weniger privilegierten Kindern ein Lächeln auf ihr Gesicht zaubern. So wird von

jedem verkauften Spielteppich 1 Euro an einen lokalen, wohltätigen Zweck für Kinder

gespendet. Mehr Details zu dem Spielteppich und den Spendenaktionen findet

man unter www.stadtspielteppich.de/stadtspielteppich/stadtspielteppich-bremen

„Wunder dich schlau – der Wissenschaftspodcast vom Universum® Bremen“

kann überall gehört und abonniert werden, wo es Podcasts gibt. Alle zwei

Wochen wird eine neue Folge veröffentlicht. (Foto: Universum® Bremen)

Wunder dich

schlau

Universum® Bremen

startet neuen Wissenschaftspodcast

für Kinder


Warum können Vögel fliegen, aber Menschen nicht? Weshalb kann man

Musik nur hören und nicht sehen? Wieso gibt es jeden Menschen nur einmal?

Vieles in unserem Leben wirkt auf den ersten Blick wie ein Wunder – und lässt sich

doch wissenschaftlich erklären. Antworten darauf, warum die Dinge so sind, wie sie

sind, gibt ab sofort der neue Wissenschaftspodcast „Wunder dich schlau“ des Science

Centers Universum® Bremen. Er richtet sich an Kinder ab sechs Jahren –

und auch wissbegierige Eltern sind hinterher garantiert klüger als vorher.

In jeder Folge erklärt Tobias Wolff, Ausstellungsleiter des Universum®, im Gespräch

mit Peer Gahmert auf anschauliche Weise ein wissenschaftliches Phänomen.

Der Podcast ist dabei nicht nur für Kinder gemacht, sondern auch mit ihnen:

Die „Wunder“, denen Tobias und Peer auf den Grund gehen, kommen von Kindern

selbst. So fragt sich die achtjährige Malia in der ersten Episode, warum es Sternschnuppen

am Himmel gibt. Bei einem Rundgang durch die aktuelle Universum®-

Sonderausstellung „Up to Space“ erfahren die jungen Zuhörerinnen und Zuhörer

zum Beispiel, was Sternschnuppen eigentlich sind, wann sie besonders häufig zu

beobachten sind und warum sie glühen. Und woher stammt überhaupt die Bezeichnung

„Schnuppe“?

Wer in einer der nächsten Ausgaben eine wissenschaftliche Erklärung für ein eigenes

Wunder erfahren möchte, kann ganz einfach in einer Sprachnachricht den

Satz „Für mich ist ein Wunder, dass …“ ergänzen und die Audiodatei per Mail an

wunder@universum-bremen.de schicken.

„Wunder dich schlau – der Wissenschaftspodcast vom Universum® Bremen“ kann

überall gehört und abonniert werden, wo es Podcasts gibt. Alle zwei Wochen wird

eine neue Folge veröffentlicht.

www.universum-bremen.de/wunder-dich-schlau


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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


„Familie & Co“


SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 61


Bogenschießen: Starttermin verschoben.

Der Startschuss für den Bogenschießstand wäre am 19.04.2021 gewesen.

Aufgrund der zu dem Zeitpunkt laufenden Infektionslage konnte das

Datum nicht eingehalten werden. Die Wartezeit wird für das Aufhübschen

der 800 m2 großen Rasenfläche genutzt. Fünf Scheiben auf einer

Distanz von 18 bis 40 Meter stehen bereit. Die Kurse sind geplant und die

Anmeldungen laufen. Sobald die Infektionsquote für den Sport spricht,

startet Bremen 1860 mit den Kursen. Auch die Trainer stehen in den Startlöchern.

Holger Pinnow-Locnikar kam über sein Interesse am Mittelalter

vor rund 15 Jahren zum historischen Schießsport, Inga Steinmüller ist

durch ihre Familie ans Bogenschießen gekommen und bringt 20 Jahre Erfahrung

mit und Holger Wischhusen hat sich vor 12 Jahren von dieser

uralten Sportart faszinieren lassen. Eine Bereicherung für den Verein sind

sie alle drei, starten dürfen sie leider noch nicht.

Die Finanzierung des Projekts hat der Verein größtenteils den Menschen

zu verdanken, die beim Crowdfunding fleißig Geld gespendet haben. ÖVB

Vertretung Joachim Lodders sicherte sich mit ihrer Spende in Höhe von

500 Euro die Prämie für den Startschuss am Bogenschießstand. Auch

wenn nicht sicher ist, wann dieser sein wird, freut sich Joachim Lodders

auf dieses große Ereignis. Ob er die Schießscheibe trifft, wird sich zeigen,

aber es wird mit Sicherheit der Schuss in die richtige Richtung sein; und

zwar in die Eröffnung eines neuen Sportangebots und einer weiteren Möglichkeit

sich sicher an der frischen Luft zu bewegen.

Das Bogenschießangebot ist für Anfänger, Fortgeschrittene und freie Schießer.

Geschossen werden kann Montag, Dienstag oder Donnerstag um 18

Uhr oder um 19.30 Uhr. Für den Anfängerkurs sind 5 Termine, einmal pro

Woche à 90 Minuten angedacht. Mitglieder zahlen 89 Euro, Gäste 119

Euro. Für den Fortgeschrittenenkurs sind es 5 Termine, einmal pro Woche

à 90 Minuten. Mitglieder zahlen 179 Euro, Gäste 239 Euro. Leihbögen

und Pfeile sind im Preis inbegriffen.

Wer Lust hat, Zeit an der frischen Luft zu verbringen, durchzuatmen und

zur Ruhe zu kommen, ist beim Bogenschießen genau richtig. Diese einzigartige

Sportart fordert Konzentration, ein scharfes Auge und Präzision

und bereitet außerdem jede Menge Spaß.

BREMEN 1860

Baumschulenweg 6

28213 Bremen

Tel. (0421) 21 18 60

www.bremen1860.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


Freiwilliges

Soziales Jahr

in der Herausforderung

Amelie Quaas ist während ihres FSJ in den Verein hineingewachsen

Letztes Jahr erzählte Bremen 1860 von sieben jungen, motivierten Jugendlichen,

die gerne die vielfältigen Aufgaben des Sportvereins kennenlernen

wollten. Nun ergab es sich doch anders. Anstatt eines wie

gewöhnlich lebendigen Vereins mit rund 30 verschiedenen Sportangeboten

und permanentem Kontakt zu den Sportlern und Mitarbeitern war

plötzlich alles anders. Im November sah sich der Verein entsprechend der

Infektionslage gezwungen, die Hallen zu schließen. MembersOnly wurde

entwickelt. Die engagierten FSJler: Wichtiger und essenzieller Teil dieser

Mission.

Wie sich das FSJ so anfühlt, erzählt Amelie Quaas: „Schon im August

2020, zu Beginn meines FSJs bei Bremen 1860, war mir klar, dass das

kommende Jahr kein normales werden würde. Mir war bewusst, dass wir

uns alle - insbesondere im Sportbereich - auf ständig wechselnde Vorschriften

einstellen müssen und trotzdem hatte ich Lust auf mein FSJ. In

den sieben Monaten bis jetzt hat sich daran auch nichts geändert, obwohl

ich gerade mal seit vier Monaten ansatzweise einen „Normalbetrieb“ miterlebe.

Stattdessen bekomme ich dafür gerade hautnah mit, was es heißt,

Teil eines Sportvereins während der Corona-Pandemie zu sein und wie

viel Arbeit es ist, immer neue Lösungen für den Fortbestand des Vereins

zu finden. Außerdem habe ich schon jetzt so viele verschiedene Dinge

erlebt und gelernt: Ich habe beispielsweise beim Bau der neuen Außenanlagen

geholfen, Erfahrungen mit unterschiedlichen Menschen am

Check-In gemacht, habe meine erste eigene Volleyball-Jugend-Mannschaft

übernommen, die ich jetzt auch zumindest im Einzeltraining weiter betreuen

kann, und den KBZ-Ab- und Aufbau miterlebt. Vor allem aber bin

ich in den Verein herein gewachsen und habe großartige Menschen kennengelernt.

Jetzt liegen noch drei Monate des FSJs vor mir und ich bin gespannt, was

in dieser Zeit auf mich zukommen wird. Ich hoffe, dass die Corona-Zahlen

fallen und wir bald mehr anbieten können, aber erstmal bin ich froh,

dass wir durch das „MembersOnly Programm“ und „Outdoor Kids“ überhaupt

geöffnet haben, und ich so weiterhin Erfahrungen sammeln kann.“

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 63


Bewegung an der frischen Luft macht Spaß und tut gut: Ein tolles Outdoorangebot für Kinder hat Bremen 1860 erstellt.

Bewegungsmangel bei Kindern!

Nicht bei Bremen 1860!

Seit Mitte März dürfen Sportvereine in Bremen Kinder bis 14 Jahren im

Freien trainieren. Bremen 1860 hat in dieser Pandemie bewiesen spontan

zu reagieren und alles dafür zu tun, damit Menschen mit Spaß in Bewegung

kommen. Das Zoomangebot ist schon seit Frühjahr 2020 fester Bestandteil

des sportlichen Angebots. MembersOnly folgte als ein exklusives

Angebot für Mitglieder.

Um schnellstens Kontakt mit den Kids aufnehmen und live mit ihnen trainieren

zu dürfen, hat Bremen 1860 ein Outdoorangebot erstellt. „Den

Kindern wieder in die Augen zu gucken und sie lebendig, laut und energisch

zu erleben, ohne dass sie, wie über Zoom üblich ist, stummgeschaltet

sind, hat mir als Trainerin so viel Freude gemacht. Die Tatsache,

dass sie freiwillig gekommen sind und Gutes für sich tun, füreinander und

auch für mich. Sport im Freien ist wichtig für Körper und Seele und genau

das ist doch in dieser Zeit essenziell“, erzählt Elizabeth Gerhard, Übungsleiterin

in Acrobatic Dance bei Bremen 1860. Die Rugby Abteilung hat

sich etwas Neues ausgedacht und zieht die Kids mit einem Fitnessprogramm

in ihr Training. „Mit diesem Angebot wollen wir auch unseren

kleinsten Vereinsmitgliedern die Möglichkeit bieten, eine neue Sportart

kennenzulernen, sich spielerisch an den ovalen Ball heranzutasten und

auch mal genüsslich eine „Säule“ umzutackeln. Vielleicht wird hiermit

der Grundstein für eine erfolgreiche Rugbykarriere gelegt“, erhofft sich

Julio Shkembi, Rugbytrainer im Verein.

Die Trainer verschiedenster Abteilungen haben ihren Trainingsplan auf

den Rasenplatz umgestellt. „Solange die Inzidenzwerte für den Sport sprechen,

werden wir das Angebot so breit wie möglich aufstellen“, versichert

Sebastian Stern, Geschäftsführer von Bremen 1860. Wer seine Kinder

gerne zu Bewegung und Spaß motivieren möchte kann sie über die Homepage

www.bremen1860 anmelden. Mitglieder zahlen keinen Aufpreis,

nicht Mitglieder können sich für 10 Euro als Gast anmelden.

Neues Pilates Angebot

für Einsteiger

· Dienstags 10 bis 11 Uhr

· Kurs mit Quartalskarte

· Momentan über Zoom

Infos auf www.bremen1860.de

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SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021


Ricarda Kochems ist eine der jüngsten Trainerinnen des

Vereins. Seit dem vergangenen Jahr ist sie lizensierte

Übungsleiterin C im Breitensport.

Neues/altes Gesicht des Vereins

Ricarda Kochems

Ricarda Kochems ist seit ihrem 1. Lebensjahr Mitglied bei Bremen 1860.

Ihren Drang nach Bewegung stillte sie beim Kindersport mit Raimund Michels

und wechselte mit sieben Jahren zu Judo. Im Alter von acht Jahren

startete sie ihre tänzerische Karriere beim Gym&Dance. Mit 16 Jahren

übernahm sie ihre erste Modern Dance Gruppe als Trainerin. Heute sind

es vier. Ricarda ist Studentin im Master Wissenschaftspsychologie. Nebenbei

hat sie letztes Jahr eine Fortbildung gemacht. Seit Sommer 2020

ist sie lizenzierte Übungsleiterin C im Breitensport. Mit ihren 21 Jahren

ist sie eine der jüngsten Trainerinnen des Vereins mit solch einer Lizenz.

Wie sie noch so ist, erzählt sie selbst.

Steckbrief Ricarda Kochems:

Gefühls- oder Kopfmensch?

Ein manchmal zu verkopfter Gefühlsmensch.

Theorie oder Praxis?

Praxis, aber nicht ohne vorher nachzudenken.

Was machst du als erstes nach dem Aufstehen?

Kaffee trinken und bloß mit niemandem reden!

Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?

Familie/Freunde, auf die man sich immer verlassen kann.

Was darf in deinem Kühlschrank niemals fehlen?

Eine Packung Kinderschokolade.

Wie hältst du dich fit?

Überall mit dem Fahrrad hinfahren, Tanzen und Hula-Hoop.

Wo würde man dich an einem freien Nachmittag antreffen?

Café Piano im Viertel.

Welchen berühmten Sportler würdest du gerne mal kennenlernen?

Am liebsten eine/n Profitänzer/in von „Let´s Dance“.

Bei welcher olympischen Disziplin hättest du die größten Chancen eine

Medaille zu gewinnen?

Im Kreis laufen beim Telefonieren.

Welche Sportart würdest du in deinem nächsten Leben gerne ausüben?

Kunstturnen oder Ballett.

Was macht dir in den Trainingsstunden am meisten Spaß?

Der Moment, wenn die Sportler ausgepowert und mit einem Lächeln

nach Hause gehen.

Was müssen die Teilnehmer/innen deiner Stunde mitbringen?

Spaß an Bewegung und Musik und eine gewisse Gelassenheit.

Wie sehr freust du dich auf neue Kinder und Jugendliche in deinen Stunden?

Immer sehr! Damit kommen neue Ideen und eine neue Dynamik in die

Gruppe, was uns alle inspiriert.

SCHWACHHAUSEN Magazin | Mai - Juni 2021 65


WIR, DIE MENSCHEN AUS SCHWACHHAUSEN

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