17.05.2021 Aufrufe

Gästemagazin Going Sommer und Winter

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Sommer & Winter 2022/23

GOING stärkt!

Das Magazin

The magazine

www.wilderkaiser.info


#inechtnochschöner

Kaiserpanorama.

2 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 3


GOING stärkt!

Herzlich

willkommen!

Am wohl schönsten Fleckchen auf Erden liegt

der Ort Going behutsam gebettet, umgeben

von den schroffen und imposanten Wänden

des Wilden Kaisers auf der einen Seite und den

lieblich abfallenden Grashängen auf der

anderen Seite.

Ein Ort, der mehr als nur Erholung, Entspannung und

Abwechslung bietet. Going ist viel mehr – er bietet,

zeigt und gibt dir vieles. Es zu entdecken und anzunehmen,

liegt aber bei dir. Dich auf ihn einzulassen und

ihn zu spüren – das musst du selber erleben. Er wird

es dir aber danken – mit zahlreichen schönen, stillen

Momenten. Am Berg, im Tal oder auf dem Weg dorthin.

Momente für die Ewigkeit, die dir in Erinnerung bleiben.

Welcome!… to the most beautiful place on Earth.

Surrounded by rugged, imposing walls of rock on one

side and pretty, grassy slopes on the other: Going.

A place that offers more than just rest, relaxation and

a change of scenery. But it’s up to you to discover

and experience it. Moments to remember for all time.

Griaß eich!

4 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 5


Schneespaß 102

14 Goinger Ursaat Mountainbike 38

50 Bergdoktor

80 Zeitreise

110 Winterzauber

Inhalt

5 Herzlich Willkommen

8 Des Kaisers Reich

10 Dein Urlaubsort

14 Die Goinger Ursaat

18 Sommer

20 Gästeprogramm

22 Sommerabende

26 Handwerkskunstmarkt

28 Handwerk aus Leidenschaft

34 Ponyalm

38 Mister Mountainbike

44 Bergsteigen anno dazumal

46 #wirzusammen

50 Bergdoktor

56 Moor & more Erlebniswelt

60 SoKo Moor & more

64 Der Kaiserherbst

74 Brauchtum

& Geschichte

76 Marktplatz Wilder Kaiser

80 Der Traum vom

großen Glück

84 Die Goinger Landjugend

92 Winter

94 Gästeprogramm

96 Advent is a Leuchtn

98 Angebotswochen

100 Going live Winter

102 Abseits der Pisten

110 Unterwegs im

Winterwanderland

114 Langlaufen

116 Der Goinger Eismeister

6 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 7


Tanja Riegler & Johannes Adelsberger.

Die Region Wilder Kaiser

Des Kaisers Reich in Going

Tanja Riegler und Johannes Adelsberger leiten gemeinsam

die touristischen Geschicke in Going am Wilden Kaiser.

Was ihre ganz persönlichen Highlights in ihrer langjährigen

Tourismuslaufbahn waren und wofür sie brennen, haben sie

uns im Going stärkt! Interview verraten.

Wer bist du und

wofür bist du in

Going zuständig?

Tanja: Ich bin Anfang Dreißig,

gebürtige Ellmauerin und hier als

Tourismusmanagerin für die Ortsstelle

Going zuständig.

Johannes: Ich bin seit Geburt dem

Ort Going verbunden und darf in

der Funktion als Vorsitzender des

Ortsausschusses die touristische

Entwicklung mitgestalten.

Was gefällt dir am

besten an deiner

Funktion?

Tanja: Mich begeistert die Abwechslung

– jeder Tag ist anders.

Ich schätze die gute Zusammenarbeit

mit den Menschen, mit dem

Gast und dem Einheimischen.

Johannes: Für mich ist es das

Kennenlernen von neuen Denkweisen

– die Verschiedenheit und

die Gemeinsamkeit die hier bei

uns aufeinandertreffen.

Welche schönen

Erinnerungen konntest

du in deiner Funktion

schon erleben?

Tanja (lacht): Es waren schon so

viele schöne Erlebnisse, aber einmal

habe ich von einem Stammgast

einen ganzen Strauß Rosen geschenkt

bekommen, das war schon

einzigartig.

Johannes: In meiner 30-jährigen

Tourismusgeschichte gab und gibt

es so viele schöne Erlebnisse. Eines

davon war mit Sicherheit die Neugestaltung

des Goinger Badesees, die

am Anfang turbulent startete. Durch

die gute Zusammenarbeit mit der

Gemeinde hat es dann schlussendlich

geklappt und so wurde der See

noch attraktiver und kinderfreundlicher.

GOING stärkt! Wo

erlebst du das ganz

persönlich für dich?

Tanja: Für mich sind es die Kraftplätze.

Ob am Schleierwasserfall

oder am Astberg – wenn man mit

offenen Augen durch die Landschaft

wandert, entdeckt man immer

wieder Neues und das stärkt.

Infobüro Going.

Johannes: Stärken das kann a

gute Jause, ein Schnaps’l oder das

ganz einfache Verweilen auf einem

Bankerl sein. Für mich ist es die Authentizität,

das Echte, hier im Ort.

Ob die natürlichen Zutaten beim

Goinger Bäck‘, bei der Eismanufaktur

oder beim Schnapsbrenner oder

der Austausch zwischen Einheimischen

und Gast.

Was finden eure

Gäste in Going?

Tanja: Erholung vom Alltag, endlich

abschalten, etwas Neues zulassen.

Viele Gäste finden in Going noch

ein Stück „heile Welt“.

Johannes: Ich denke die Zurückgezogenheit

und die echte, erlebbare

Tradition ist einzigartig hier in

Going.

Was wünscht ihr

euch für die Zukunft

in Going?

Tanja: Zufriedenheit für jeden Gast

und Einheimischen. Wenn du zufrieden

bist, dann bist du glücklich.

Johannes: Die Wertschätzung, dass

wir an einem solchen grandiosen

Platz leben dürfen und den behutsamen

Umgang mit den natürlichen

Ressourcen. Ebenso die Stärken der

Regionalität vertiefen und ab und zu

innehalten und nachdenken wie es

nachhaltig weitergehen soll.

The Emperor’s Realm in Going

Tanja Riegler and Johannes Adelsberger

jointly manage tourism development

in the region. Here they

reveal their personal highlights.

Who are you and what are your

responsibilities in Going?

Tanja: I’m a native of Ellmau and

the tourism manager in Going.

Johannes: I have a lifelong connection

to Going and, as the chair of the

local committee, I help to shape how

tourism develops.

Going is invigorating!

Where do you experience this?

Tanja: I feel it in our places of

renewal. Whether at the Schleier

waterfall or on the Astberg mountain

– look around as you walk

through the countryside and you’ll

always discover something new.

That’s invigorating.

Johannes: A hearty snack, a

schnapps or simply lingering awhile

on a bench – those things can be

invigorating. For me, it’s the authenticity

of this place. From the natural

ingredients used at Going’s bakery,

ice cream parlour or distillery, to

the interaction between locals and

visitors.

What are your hopes for

Going’s future?

Tanja: The satisfaction and happiness

of all visitors and residents.

Johannes: That we recognise how

lucky we are to live in this magnificent

place and treat our natural

resources with care. I’d also like us

to build on our regional strengths

and plan our sustainable future.

8 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 9


Going. Dein Ort für Urlaub.

Going und seine Werte

Was ich dir bieten kann

Going ist mehr als ein Dorf in den Bergen.

Es ist das Urlaubsziel vieler Gäste, die hier die

schönsten Tage im Jahr verbringen.

um meinen Badesee, gespeist mit

frischem Wasser aus glasklaren

Gebirgsbächen. Das muss auch

der Grund dafür sein, das sich der

Kaiser so klar darin spiegelt. Hier

geht es schon mal richtig abenteuerlich

zur Sache und das darf es

auch. Ein großes Piratenschiff mit

tollen Spielstationen, die Wellenrutsche

und der spritzige Spielbereich

sorgen für Kinderlachen. Welches

Kind kann dem schon widerstehen?

Für die Großen, da hab ich auch

noch etwas. Nämlich eine Liegewiese

die so groß ist, dass man immer

einen ruhigen Platz findet – ich

verspreche es dir! Wenn du gerne

mein atemberaubendes Spiegelbild

im Wasser sehen möchtest, besuche

doch den Astbergsee – du wirst es

nicht bereuen.

Bitte sei aufmerksam und achte

auf mich. Ein Teil von mir ist ganz

besonders schützenswert. Mein

Schatz ist ein Moor, mitten im

Naturschutzgebiet. Wir nennen es

auch unseren Tiroler Urwald, weil

hier die Natur noch in Ordnung

ist. Verschiedene Touren führen

umher, auch ein Erlebnisweg für

Kinder. Weil Naturschutz von klein

auf gelernt werden soll. Unsere

Moorführer*innen nehmen dich

gerne auf ihre geführte Tour mit.

Mach dich aber auch auf zum

Kirchplatz. Hier sind Tradition und

mein Ursprung daheim. Die anmutige

Kirche wacht über ihn und gibt

ein Gefühl der wohligen Sicherheit.

Ein jeder ist willkommen, der Gast

trifft hier auf den Einheimischen –

und auf den Bergdoktor. Man

kann es ihm nicht verübeln, einen

schöneren Dorfplatz wird man

wohl kaum finden.

Zwei meiner liebsten Begleiter

sind Brauchtum und Musik. Beim

Handwerkskunstmarkt ist beides so

lebendig und echt. Aber auch beim

Sommerabend GOING live haben

Musiker aus allen Richtungen eine

Bühne. Besuche mich, es wird dir

gefallen!

Im Winter

Besonders meine kleinsten Besucher

liegen mir sehr am Herzen. Eigens

dafür gibt es einen Eislaufplatz ganz

am Waldesrand gelegen. Eine kleine

Blockhütte dient zum Aufwärmen

und die Erwachsenen sind bei einer

lustigen Eisstockpartie bestens

beschäftigt.

Wenn du einen Platz zum

Staunen und Kaisergipfel bewundern

suchst, dann empfehle ich dir

das Hollenauer Kreuz. Egal ob zu

Fuß oder mit den Skiern, der Weg

lohnt sich. Seit ich mich erinnern

kann, steht dort oben schon eine

alte Bank. Dort angekommen liegt

dir dann nämlich nicht nur der

Wilde Kaiser zu Füßen, sondern

der ganze Tal boden von St. Johann

bis nach Söll.

Auch wenn ich im Grunde

gerne die Ruhe und die Tradition

mag, so gehört zum Urlaub in Going

eine lustige Rodelpartie einfach

dazu. Mit der Astbergbahn hoch

hinaus und dann schnurstracks die

4,5 Kilometer ins Tal gebraust. Keine

Sorge, wenn der Tag dafür zu kurz

sein mag. Die Astbergrodelbahn hat

auch am Abend geöffnet.

Vor allem rate ich dir, dass du

deinen Freiraum findest. Ein jeder

Mensch braucht seinen Platz, drum

nimm das Angebot an und finde

auch du deinen. Ich gebe dir gern ein

Stück von mir, um zur Ruhe zu kommen

und Kraft zu tanken. Entspann

dich, wo auch immer du möchtest.

Mein Herzstück sind aber

die Bewohner von Going. Denn ich

kann dir die Landschaft und wunderbare

Plätze bieten. Das Gefühl

der Freundschaft und dem Dazugehören,

das geben dir die Goinger

selbst. Schätze ihre Ehrlichkeit und

Verbundenheit. Sie wissen nämlich

was verwurzelt sein und Heimat

bedeuten.

Ich wünsche mir, dass du all das

erleben darfst und deinen Bergmoment

findest. Es geht in Going

nicht um höher, schneller und

weiter, sondern nur um dich, deine

Ruhe und deine Kraft. Und jetzt

mach dich auf und erkunde mich!

Dein Urlaub. Deine Erlebnisse.

Dein Going.

Du hast den Weg zu mir gefunden,

wie wunderbar. Ich fühle mich

geehrt und wenn ich ein Mensch

wär, dann würde ich dir jetzt zur

Begrüßung die Hand reichen.

Aber das bin ich nicht, sondern

ich bin der Ort, an dem du deinen

Urlaub verbringst.

Das macht mich stolz und

erhaben, so wie der Wilde Kaiser

es ist – er gehört einfach zu mir.

Seine schroffen Felsen und seine

unsagbare Kraft begeistern einen

jeden. Und ich rate dir, besuche

ihn. Am besten machst du dich an

einem Sommermorgen auf zum

Berg steigergrab. Dort oben scheint

die Freiheit schier grenzenlos zu

sein und du kannst mich und das

ganze Tal genüsslich bestaunen.

Der Sommer

Vielleicht ist aber auch der Schleierwasserfall

etwas für dich. Hier

wachsen viele über sich hinaus, denn

in dieser Gegend sind Profikletterer

am Werk. Aber auch wenn du die

Wand nicht selbst erklimmst, so ist

es beeindruckend. Über sechzig Meter

fällt ein Gebirgsbach als feiner

Schleier in die Tiefe. Gib Acht, denn

wenn ein Lüftchen weht, dann kann

es für dich schon einmal spritzig

nass werden.

Wenn wir schon beim Wasser

sind, da gibt es noch viel mehr

davon. Keine Sorge, es geht nicht

um Regentropfen. Viel mehr

Klettern am Schleierwasserfall.

Sonnenaufgang am Bergsteigergrab.

10 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 11


What I can offer you. — Going is

so much more than just a village

in the mountains. It is a holiday

destination for many visitors

who spend the best days of the

year here. How wonderful that

you’ve found your way to me.

I’m honoured and, if I were human,

I would welcome you here by

extending a hand to shake yours.

But I’m not. I’m the place you’re

spending your holiday.

This makes me proud and even

a little grand – much like the Wilder

Kaiser. After all, it’s part of me.

Its craggy cliffs and ineffable force

inspire everyone who claps eyes

on it. And I highly recommend

a visit.

Perhaps you’d like to see the

Schleier Waterfall. Many people

surpass themselves here – you’ll

find a lot of professional climbers

in this area. Even if you’re not one

for climbing the cliffs yourself,

it’s still an impressive experience.

A mountain waterfall forms a

watery veil that tumbles more than

60 metres into its depths. Take care –

all it takes is one good breeze to

turn your airy mountain adventure

into a bubbly one.

Please enjoy me with care and

attention. Part of me is particularly

worthy of protection. The treasure

I hold is my moor, at the heart

of the nature reserve. We call it our

Tyrolean jungle because, here,

nature is still intact. There are a

number of different tours through

this area, and there’s even an

adventure trail for kids.

Let me tell you, you’re sure

to find space for yourself. Every one

of us needs their space. Take the

opportunity presented here to find

your own. I’m happy to lend you

a piece of myself to find a bit

of peace and regain your strength.

Relax, wherever you want.

If you’re looking for a place

where you can marvel in wonder at

the peaks of the Kaiser Mountains,

I’d recommend Hollenauer Kreuz.

Whether you travel by foot or on

skis, the journey is worth it. There

has been an old bench up there for

as long as I can remember. Once

you get there, you’ll not only have

the Wilder Kaiser range at your feet,

you’ll also be treated to a view of

an expansive valley plain extending

from St. Johann to Söll.

Even though I actually prefer

peace and quiet and tradition, no

holiday in Going would be complete

without a fun-filled toboggan ride.

Take the Astberg chairlift up the

mountain and then race down the

4.5 kilometre runs into the valley.

And not to worry if the day simply

isn’t long enough. The Astberg

toboggan run is also open in the

evening.

But my heart is truly the inhabitants

of Going. I can only offer you

scenery and lovely places. But the

feeling of friendship and belonging

you get here comes from the people

of Going themselves. Treasure their

honesty and loyalty. They know

what being rooted and what home

means.

I hope you’re able to get the most

out of your experience here and

that you find your own mountain

moment. It’s not about higher,

faster and further in Going. It’s just

about you, your peace and quiet

as well as your strength. So, get to

it and come discover me!

Your holiday. Your adventures.

Your Going.

Echt. Aber doch wie gemalt.

Weiße Winterpracht.

12 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 13


Franz bei der Arbeit.

Goinger Ursaat

Die Urkräfte der Natur

BESUCH

BEI BIOBAUER

FRANZ:

jeden Freitag

10–12 Uhr.

auch Erdäpfel, Getreide und Kräuter

angebaut. So war es kein Zufall, dass

vor einigen Jahren das Projekt Goinger

Ursaat an diesem Ort entstand.

„Alles ist mit allem

verbunden. Die

Goinger Urkraft ist

ein Teil des Ganzen.

Gewachsen aus

der Kraft der Natur.“

Franz Wallner

In Zusammenarbeit mit dem

Tourismus verband Going und der

Kräuterexpertin Cornelia Miedler

wurden sieben Samen aus dem

Bestand der Bio Austria Saatgut und

der Arche Noah ausgewählt. „Die

waren ganz schön knausrig, da hab’

i grade mal 500 Gramm bekommen“,

lacht Franz. Beides sind Vereinigungen,

die sich dem Erhalt rarer

Gemüse-, Obst- und Getreidesorten

verschrieben haben und diese wie

einen Schatz bewahren. Franz

und seine Frau Luise haben diesem

Schatz wieder Leben eingehaucht

und bauen auf Kleinstfeldern – jedes

nur so groß wie ein mittelgroßes

Zimmer – Phacelia, Ringelblume,

Mais, Sonnenblume, Schwarzhafer,

Urweizen und Schlangenknoblauch

an. Die Wahl fiel

dabei nicht zufällig auf die zum Teil

exotisch klingenden Sorten. Jede

hat ihre eigene, ganz besondere

Wirkung – ob als Tee, Heilblume,

Getreide oder Bienenweide.

Im Zeichen

des Mondes

In mühevoller Handarbeit wird gejätet

und geerntet. „Hier muss man

auf den richtigen Zeitpunkt schauen.

Die Samen dürfen nicht zu reif

sein, sonst fallen sie gleich aus der

Blüte. Jede Pflanze hat ihre eigene

Zeit. Die erste Ernte beginnt bereits

zur Egascht, zur ersten Mahd im

Juli. Der Mond spielt auch eine große

Rolle und natürlich das Wetter.“

Luise Wallner ist die perfekte Ergänzung

zu ihrem Mann. Auch die

Pädagogin beschäftigt sich mit dem

weiten Feld der Urkraft. „Früher

habe ich alles genau ausgependelt.

Heute spüre ich einfach, welches

Getreide wo angebaut werden soll.“

Die Wallners betreiben Fruchtfolge-

Wirtschaft. Das bedeutet, dass

jedes Jahr eine andere Sorte am Feld

angebaut wird. Diese Methode steht

ganz im Gegensatz zur Monokultur

und sorgt für ideale Wachstumsbedingungen

und Bodenfruchtbarkeit.

Ein Stück Urkraft

geht auf Reisen

Die Idee hinter der Goinger

Ursaat war es, ein Stück Urkraft

in die Welt zu schicken. Die Samen

werden geerntet, getrocknet und

in der Lebenshilfe in Oberndorf

liebevoll verpackt – bereit, um Kraft

und Energie zu verbreiten. Denn

das Besondere an diesen Samen ist,

dass sie sich vermehren. Eine seltene

Angelegenheit in der heutigen Zeit.

Säht man sie, entsteht die Frucht,

die abgeerntet wird, um die Samen

im nächsten Jahr erneut gedeihen zu

lassen. Ein Weitergeben der Energie,

der Kraft der Natur. Aus Liebe zur

Heimat, ein Stück Going für die

Welt.

TIPP

Holt euch die

Goinger Ursaat kostenlos

im Infobüro. Alle Goinger

Gäste können sich im Infobüro

Going ein Glas Ursaat kostenlos

abholen und zuhause ein klein

bisschen Going einpflanzen.

Auf der Sonnenseite von Going, am Fuße des Wilden Kaisers,

heißt es, sind die Urkräfte der Natur besonders stark.

„Do heroben is’ scho a gonz a

besonderes Platzerl“, sagt er, der

Biobauer Franz Wallner und auch,

dass das mit der Urkraft schon seine

Bedeutung hat. Eigentlich ist es ja

ganz einfach: Mit der Entstehung

unserer Erde wurde plötzlich jede

Menge Energie frei – Urkraft, wenn

man so will. Und die, die dauert

bis heute an. „In jeder Pflanze, in

jedem Grashalm und in jedem Tier,

überall is’ die Urkraft drin. Und

des spürt man auch“, ist der Franz

überzeugt. Schon als Kind hatte

er die Fähigkeit, besondere Plätze

zu spüren, auf denen gebaut oder

gesät werden sollte. Auch mit dem

Wasser kennt er sich aus und hat

seine hofeigene Quelle biologisch

aktiviert. Laut dürfte man das

allerdings nicht sagen, da würde

man gleich als Spinner abgestempelt.

Aber irgendeinen Grund muss

es wohl haben, dass rund um den

600 Jahre alten Bio-Hof alles bestens

blüht und gedeiht. Der Franz war

schon immer etwas anders als die

anderen. Vielleicht auch wegen der

Umstände. Bereits mit 18 musste

er nach einem tragischen Unglück

den Hof seines Vaters übernehmen.

Seitdem ist viel Zeit vergangen.

Zeit, die Franz genützt hat, seinen

konventionellen Bauernhof in einen

Bio-Hof mit Rinderzucht, Milchund

Waldwirtschaft sowie Ackerbau

zu verwandeln. À la Selbstversorger,

wenn man so will, denn am

Blaikenhof werden unter anderem

Die Goinger Ursaat – ein Geschenk an unsere Gäste.

From the primal forces of nature.

On the sunny side of Going, at the

foot of the Wilder Kaiser, the primal

forces of nature are particularly strong.

And they even take up travelling

on occasion, packaged as small gifts.

“Up there is a really special

place,” says organic farmer Franz

Wallner, adding how important

these primal forces are. It’s actually

quite simple. When the Earth was

created, a great deal of energy was

released – what we might call primal

energy. And this energy remains to

this day. “These primal forces are in

every plant, every blade of grass and

every animal everywhere. And you

can feel it,” says Franz confidently.

Even as a child he had the ability

14 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 15


Luise und Franz Wallner.

to recognise, even feel, that certain

places were special and should

be built upon or sown. His powers

extend to water as well, and his farm

has its own biologically activated

water source. This is something that

is best left unsaid – unless you want

people to think you’re a little crazy.

But there must be a reason for the

success of this 600-year-old organic

farm. It’s thriving.

“Everything is connected. The primal

forces in Going are part of a

bigger whole. Grown from the power

of nature.” — Franz Wallner

As part of a collaboration

between the Going tourism office

and herbal expert Cornelia Miedler,

seven seeds were selected from the

Bio Austria and Noah’s Ark seed

vaults. Both of these are organisations

dedicated to conserving rare

vegetables, fruits and grains and

guarding them like treasure. Franz

and his wife, Luise, have breathed

life back into this treasure trove

and are sowing lacy scorpionweed,

calendula, corn, sunflowers, black

oats, native wheat and Chesnok Red

garlic in small fields.

It is weeded and harvested with

laborious manual labour. “You have

to look out for the right time. The

seeds should not be too ripe, otherwise

they’ll immediately fall from

the flower.” The Wallners use crop

rotation on their farm. This means

that a different variety is grown on

each field every year. This method

stands in contrast to monoculture

methods, and provides ideal growing

conditions and soil fertility.

The idea behind the Going native

seed project was to send a bit of

primal energy out into the world.

The seeds are harvested, dried and

lovingly packed at the Lebenshilfe

centre in Oberndorf – ready to

spread power and energy. What’s so

special about these seeds is that they

multiply – something that’s exceedingly

rare these days. For the love of

home, a piece of Going for the world.

Tip

Get the Goinger

Ursaat free of

charge at the tourist office

in Going. All guests from

Going can get a free a glass

of Ursaat free of charge and

plant a little bit of Wilder

Kaiser at home.

Phacelia: Eine

kostbare Bienenweide

und Teeblume

Gartenliebhaber kennen die pflegeleichte

Phacelia auch unter dem

Namen Büschelschön, Büchelblume,

Bienenweide oder Bienenfreund.

Die bläuliche Blume ist so beliebt,

weil sie in einem Garten viele Funktionen

übernehmen kann.

Die Phacelia ist eine echte

Allzweckwaffe unter den Gartenblumen.

Die vielseitige Pflanze

versorgt Bienen und Insekten mit

ihrem süßen Nektar. Sie eignet sich

als vitalisierender Gründünger,

unterdrückt Unkraut.

Ringelblume: Eine

essbare Blüte und Heilblume

in der Medizin

Die Ringelblume ist eine der ältesten

Gartenpflanzen. Sie sorgt für Farbe

im Blumenbeet und hat auch als

Heilpflanze eine lange Tradition.

Ringelblumen sind sehr gute

Heilpflanzen und eine Salbe aus

den geernteten Blüten kann wahre

Wunder wirken.

Mais: Das uralte

Hauptnahrungsmittel,

ein wichtiger Basentee

Im Grunde genommen wird der

Mais heutzutage vor allem als

Futterpflanze genutzt. Allerdings

bietet das schmackhafte Getreide

Mais auch als Heilpflanze für den

Menschen mit seinen zahlreichen

Nährstoffen und Vitaminen viele

positive gesundheitliche Wirkungen.

Sonnenblume: Eine

Ölsaat und Nahrungsmittel

mit Teeblüte

Die Sonnenblume, die zur Familie

der Korbblütler gehört, ist im Grunde

genommen eine recht anspruchslose

Pflanze.

Als Heilpflanze ist die Sonnenblume

weniger bekannt. Für die

Gesundheit sind hauptsächlich die

Kerne und das daraus gewonnene Öl

von Bedeutung.

Schwarzhafer:

Ein uraltes Getreide

und eine Teepflanze

Schwarzhafer unterscheidet sich

nicht nur wegen der dunklen Körner

vom herkömmlichen Gelbhafer,

sondern auch durch seinen süßeren

Geschmack. Auch stellt diese alte

Getreidesorte keine hohen Ansprüche

an den Boden, weist eine

vergleichsweise hohen Toleranz

gegenüber Trockenheit auf und

gedeiht somit auch auf sandigen

Böden.

Urweizen: Ein altes

Hauptnahrungsmittel

für Mehl & Sprossen

Weizen ist nicht gleich Weizen! Der

Ur-Urgroßvater des Weizens ist das

Einkorn, das sich vor rund 10 Millionen

Jahren natürlich entwickelte. Die

heute so kostbaren Urgetreide sind

die Vorgänger moderner Sorten, die

mehrheitlich für die Herstellung von

Brot- und Backwaren verwendet

werden. Ein Beispiel zeigt: echter

Urweizen zeichnet sich durch seine

Erbinformation aus – Ursprünglichkeit

steckt also in den Genen.

Schlangenknoblauch:

Eine alte

Gemüsepflanze

Der auch als Rockenbolle bekannte

Schlangenknoblauch begeistert

durch seine außergewöhnliche

Wuchsform. Denn die Brutknolle

wächst oberirdisch an einem geringelten

Blütenstengel.

Das Aroma von Knoblauch ist

in der Küche sehr gefragt, denn

er bereichert den Geschmack vieler

Gerichte. Im Garten angebaut macht

er sogar optisch, mit seinem in sich

schlängelnden Blütenstängel und

den zahlreichen kleinen Brutzwiebeln,

eine gute Figur.

Die getrocknete Ernte.

Blütenglück.

Ringelblume der Goinger Ursaat.

Schlangenknoblauch der Goinger Ursaat.

16 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 17


GOING stärkt!

Sommer

Sonne & Wandern

Tipps für Veranstaltungen,

die schönsten Touren und Plätze.

All das und noch vieles mehr.


Summer, Sun & Hiking — Tips for events, the most beautiful tours

and places to visit. All that and much more.

18 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 19


Was soll ich heute tun?

Wöchentliche

Veranstaltungen

MI

Wanderung am Morgen – mit Bergfrühstück

Guided hiking tour – “Breakfast on the mountain”

01.06.–14.09.2022; Treffpunkt: Infobüro Going; 7:30–13:30 Uhr; Kosten inkl.

Frühstücksbuffet: Erwachsene: € 24,–, Kinder: € 14,–; Anmeldung: bis Dienstag 12 Uhr

Nach der Sonnenaufgangswanderung durch taunasses Gras, wartet auf der Oberen Regalm

schon die Wirtin Anni mit ihrem Bio-Frühstück auf die ersten Wanderer.

WANDERN

Sommer 2022

DO

Familienmoorwanderung – ein abenteuerliches Naturerlebnis

Guided tour through the moor of Going for the whole family

19.05.–25.08.2022; Treffpunkt: Parkplatz Badesee Going; 10–16 Uhr;

Kosten: pro Person € 5,–; Anmeldung: bis Mittwoch 17 Uhr

FAMILIE

Going gemeinsam erkunden – lernen Sie Ihren Urlaubsort

kennen. Spannende Geschichten beim Ortsrundgang,

sportlich bei einer Wanderung mit Frühstück oder

ganz traditionell am Hof vom Biobauer Franz. Dies alles

und noch viele weitere Programmpunkte haben wir uns

für unsere Gäste einfallen lassen, damit Ihr Urlaub in

Going am Wilden Kaisen etwas ganz Besonderes wird.

MO

Goinger Dorfrundgang – wir sagen „Grüß Gott“

Goinger village tour – we say „Grüß Gott“

Explore Going together – get to know your holiday

destination. Exciting stories on local tours, connect with

your sporty side on a hike with breakfast or take the

more traditional route at organic farmer Franz’s farm.

We’ve come up with all this and much more for our

visitors to ensure that every holiday in Going at Wilder

Kaiser is something really special.

BRAUCHTUM

Herbst

2022

Unsere Moorführerin nimmt sie mit auf Entdeckungsreise durch das Goinger Naturjuwel

mit seinen geschützten Sumpfpflanzen und der eigenartigen Tierwelt.

Wanderung im Goinger Hochmoor

(Herbst: ab 1. September)

Hiking in the Going moor (autumn: starting 1 September)

01.09.–13.10.2022; Treffpunkt: Parkplatz Badesee Going; 10–16 Uhr;

Kosten: pro Person € 5,–; Anmeldung: bis Mittwoch 17 Uhr

Gehen Sie mit unserer Moorführerin auf Entdeckungsreise durch die eindrucksvolle,

renaturierte Moorlandschaft im Ramsar-Gebiet „Wilder Kaiser“.

FAMILIE

DI

23.05.–03.10.2022 (Ersatztermin für den Pfingstmontag ist der 07.06.2022); Treffpunkt: Infobüro Going;

9:45–12 Uhr; Kosten: pro Person € 5,–; Anmeldung: bis Sonntag 17 Uhr

Alle wichtigen Infos zu Ihrem Urlaubsort und so manch geheimes Plätzchen oder interessante

Geschichte wird Ihnen unser Obmann beim gemeinsamen Dorfrundgang verraten.

Sommerliche Fackelwanderung in Going

Torchlight hike in Going

04.07.–29.08.2022; Treffpunkt: Infobüro Going; 20–22 Uhr; kostenlos – nur mit gültiger GästeCard;

Anmeldung: bis Sonntag 17 Uhr

Im Schein der Fackel spazieren Sie gemeinsam mit Carina durch das Dörfchen Going

und genießen den besonderen abendlichen Flair.

Lipizzaner Gestütsführung

Lipizzaner Stock guided tour at Stanglwirt

FAMILIE

FAMILIE

FR

Besuch bei Biobauer Franz – auf den Spuren der Goinger Ursaat

Visit Bio-Farmer Franz on his farm

BRAUCHTUM

06.05.–07.10.2022; Treffpunkt: Biobauer Franz Wallner (Blaikenweg 33, Going);

10–12 Uhr; Kosten: pro Person € 5,–; Anmeldung: bis Donnerstag 17 Uhr

Auf den Feldern rund um den urigen Hof von Biobauer Franz hat die Goinger Ursaat ihren Ursprung.

Franz erklärt Ihnen alles über die Urkraft der Pflanzen, deren Anbau und Heilkräfte. Als Dank dafür erhält

jeder Gast seine eigene „Goinger Ursaat“ zum mit nach Hause nehmen und selbst anpflanzen.

Kaiserliche Kinderolympiade

Imperial Children Olympics

FAMILIE

08.07.–09.09.2022, Treffpunkt: alter Fußballplatz Going (Höhenleitweg), 10–15 Uhr, Kosten: pro Person € 5,–

Verpflegung ist selber mitzubringen; Anmeldung: bis Donnerstag 17 Uhr

Mögen die Spiele beginnen. Auf die Plätze fertig los – es wird gespielt was das Zeug hält!

Jeden Dienstag von 9–9:30 und Samstag von 18:15–18:45 Uhr; Treffpunkt: Reitstall Stanglwirt;

Kosten: pro Person € 8,–; Kinder bis 8 Jahre kostenlos; Anmeldung: bis bis zum Vortag 17 Uhr

Bei einer exklusiven Führung durch die Stallungen der Stanglwirt Reitschule und deren privaten

Lipizzanergestüts tauchen Sie ein in die edle Welt der Barockpferderasse.

Brennerhoagascht in der Schnapsbrennerei

Open-door day at the distillery

06.05.–07.10.2022; Treffpunkt: Brennerhäusl (Söllnerweg 6, Going), 16–18 Uhr;

keine Anmeldung erforderlich; entfällt an den Tagen vom Handwerkskunstmarkt.

BRAUCHTUM

Fichtenliesls abenteuerliche Suche nach Seppi

Fichtenliesl‘s adventurous search for Seppi

05.07.–06.09.2022; Treffpunkt Infobüro Going, 10–15 Uhr, Kosten: pro Person € 5,–

Verpflegung ist selber mitzubringen; Anmeldung: bis Montag 17 Uhr

FAMILIE

Besuchen Sie Schnapsbrenner Hermann und lassen Sie sich in die Welt des Hochprozentigen entführen.

Sommerkonzert der Bundesmusikkapelle Going

Concert of the brass band Going

KONZERT

Seppi, der Specht, verschwindet bei einem Sturm. Mit Hilfe eines Spiegels versuchen

wir ihn gemeinsam wieder zu finden und lernen dabei wissenswertes über den Wald!

03.06.–16.09.2022; Treffpunkt: Kirchplatz Going; 20 Uhr; kostenlos; keine Anmeldung erforderlich

Die Goinger Bundesmusikkapelle präsentiert ein bunt gemischtes Programm für alle Musikliebhaber.

20 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 21


Was soll ich heute tun?

Höhepunkte am Abend

Musik, Tradition und Unterhaltung findet man

reichlich am Wilden Kaiser. Die Sommerabende

sind auf alle Fälle einen Besuch wert.

GOING live

Termine und weitere Informationen ab Seite 24

Going

Ellmauer Sommernacht

jeden Dienstag

Scheffauer Abend

jeden Donnerstag

Ellmau

In Ellmau geht’s jeden Dienstagabend lustig zu, wenn verschiedene

Live Gruppen im autofreien Ortszentrum für Unterhaltung sorgen.

Die Bummelzeile mit lockerer Marktatmosphäre und die zahlreichen

Verpflegungsstände laden in der lauen Sommernacht am Wilden Kaiser

zum Flanieren und Verweilen ein.

Ellmau’s Summer Night. Every Tuesday summer afternoon starting

at 6 p. m. the entire main street in Ellmau turns into a car-free strolling

area with stands where bakers, butchers and publicans dish up their

specialities such as doughnuts, dumplings and sausages. Live groups play

traditional folk and pop music and ensure there is excellent entertainment

in every corner of the inn gardens. While locals and visitors enjoy the

relaxed market atmosphere with stands featuring regional produce and the

convivial gathering at the Wilder Kaiser.

Scheffau

Direkt unterhalb der Kirche, mitten im Dorfkern, treffen sich jeden

Donnerstag Einheimische und Gäste zum gemütlichen Beisammensein

mit den Klängen der örtlichen Bundesmusikkapelle und deftigen Tiroler

Schmankerln. Einmarsch & Konzert der Bundesmusikkapelle Scheffau

um 20:00 Uhr (im September: um 19:30 Uhr).

Scheffau’s village evening. Spend a cozy evening in the village centre

of Scheffau framed by traditional brass music. The musical program begins

with the concert of the brassband Scheffau at 8:00 pm (in September at

7:30 pm). Drinks & local specialties are offered at the stands.

Livemusik bei freiem Eintritt.

Richtig spannend wird’s, wenn in Going der Kirchplatz

zur Freiluftbühne für ganz besondere Künstler wird.

So findet in den Wochen ohne Handwerkskunstmarkt

immer donnerstags GOING live – ein sommerlicher

Kaiserabend statt. Live am Kirchplatz, und somit den

Wilden Kaiser stets im Blick, sorgen Musiker aus nah

und fern für Ihr ganz besonderes Abendprogramm.

Falls dem Wettergott ein Wetterumbruch einmal lieber

ist, informieren wir auf unserer Facebook Seite Goinger

Kaiserin. Eintritt frei.

The “Emperor evening” in summer. Every Thursday

in summer, in the weeks with no handicraft market,

the emperor evening takes place. Artists and musicians

from near and far travel to Going to display their talents

in front of the Wilder Kaiser. If the weather god prefers

a change in the weather for once we will inform you on

our Facebook page Goinger Kaiserin. Admission free!

Söller Freitag

jeden Freitag

Söll

Wenn der Sommer in Söll im Zeichen von gemütlichem Beisammensein,

Live-Musik und Kulinarik steht: Der Söller Freitag lädt wöchentlich unter

dem Motto „Summer Chill“ zum Genießen ein. Ab 18:00 Uhr öffnen

die teilnehmenden Gastgeber*innen im Dorfzentrum die Türen für Sie

und zaubern besondere Gerichte und Getränke. Live-Musik begleitet Sie

stimmungsvoll durch den Abend.

Söller Friday. A summer in Söll, under the sign of the cozy get-together

stands, live music and culinary delights: The Söller Friday invites weekly

under the the slogan “Summer Chill” to enjoy. From 6 p.m. the local gastronomy

in the village center open their doors for you with special dishes

and drinks. Live music will accompany you through the evening.

22 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 23


Was soll ich heute tun?

Going live

Kaiserabende im Sommer.

Ein starkes Dorf wie Going hat neben dem traditionellen

Handwerkskunstmarkt noch weit mehr zu offerieren.

So findet in den Wochen ohne Handwerkskunstmarkt

immer donnerstags ein sommerlicher Kaiserabend

statt. Auf der Freiluftbühne am Kirchplatz und somit

den Wilden Kaiser immer im Blick, sorgen Künstler aus

nah und fern für das besondere Abendprogramm.

GOING live – Every Thursday in summer, a strong

village like Going has much more to offer besides the

traditional handicraft market. In the weeks without

a handicraft market there is always a summer emperor

evening. On the open-air stage at the Kirchplatz with

an incredible in view of the Wilder Kaiser, artists from

near and far provide a special evening program.

Die Hawara vom Gemischten Satz

02.06.2022 • 20 Uhr

Hand aufs Herz

28.07.2022 • 20 Uhr

Austropop in seiner besten Form.

Austropop at its best.

Rock’n’Roll & Petticoats

17.06.2022 (AUSNAHME: Freitag!) • 20 Uhr

Eintauchen in die Musikwelt der 50er- und 60er-Jahre.

Music from the 50s and 60s.

The Western Country Band

23.06.2022 • 20 Uhr

NUR für Countryfans? – KEINESFALLS!

ONLY for country fans? – NEVER!

Oidhoiz

30.06.2022 • 20 Uhr

Sie haben die nötige Würze für einen Liveabend.

They have the necessary spice for a live evening.

Sara De Blues Band

14.07.2022 • 20 Uhr

Zwei Stimmen und eine Gitarre –

einfache und bodenständige Musik.

Two voices and a guitar – simple and

down-to-earth music.

Ratz Fatz–Familienkonzert

11.08.2022 • 19:30 Uhr

Die ganze Familie lacht und singt mit Ratz Fatz.

The entire family will laugh and sing with Ratz Fatz.

The Boons

18.08.2022 • 20 Uhr

Die Cover-Partyband aus Kolsass.

The cover party band from Kolsass.

Die Alpis

01.09.2022 • 19:30 Uhr

Eine bunte Mischung mit einem gewissen

volkstümlichen Charme.

A colorful mix with a certain folk charm.

RatzFatzBänd

Hand aufs Herz

The Western Country Band

Die Stimme mit dem Klang wie eine Geige.

The voice with the sound like a violin.

The Groovebreakers

15.09.2022 • 19:30 Uhr

Rockoustic

21.07.2022 • 20 Uhr

Die Coverband mit einer geballten Ladung fetziger Hits.

The cover band with a load of cool hits.

Ein vielseitiges Repertoire für einen

abwechslungsreichen Abend.

A versatile repertoire for a varied evening.

Oidhoiz

Die Hawara vom Gemischten Satz

24 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 25


Handwerk wird in Going groß geschrieben.

Handwerk erleben

Handwerkskunstmarkt

in Going

Handwerk.

Wenn die Handwerker am Goinger

Dorfplatz ihren Platz einnehmen,

dann wird das alte Brauchtum

wieder zum Leben erweckt. Hier

steht nämlich nicht der Verkauf im

Vordergrund, sondern die Weitergabe

des Handwerks. Bei diesem

Markt haben Sie die Möglichkeit,

dem Simon beim Teppich weben,

dem Sebastian wie er an einem Korb

flechtet oder den Wallner-Brüdern,

die das jahrhundertealte Drechselrad

wieder in Schwung bringen,

über die Schulter zu schauen.

Außerdem gibt es immer wieder

die Möglichkeit, sogar selbst Hand

anzulegen.

Musik.

Beständig hört man melodische

Gesänge und alte Tiroler Volksmusik.

Einen Verstärker wird man

jedoch vergeblich suchen, denn

auch hier ist man seinen Wurzeln

treu geblieben und nur die sanften

Töne von Harfe, Hackbrett oder der

Ziehharmonika sind zu hören. Dazu

treten Trachtentanzgruppen und

Schuhplattler auf und zeigen die

althergebrachten Tänze, ganz wie in

früheren Zeiten.

Kulinarik.

Der Genuss, der darf natürlich nicht

fehlen. So wird direkt am Markt

Holzofenbrot gebacken und Sie werden

mit heimischen Köstlichkeiten

verwöhnt. Gekocht wird natürlich

mit regionalen Produkten und nach

alten Familienrezepten direkt vor

den Augen der Besucher.

Und dann um 20 Uhr, mit

Einbruch der Dämmerung, zieht

die Bundesmusikkapelle Going am

Kirchplatz ein und gibt ein musikalisch

anspruchsvolles Programm

von traditionellen und modernen

Stücken zum Besten.

Der Eintritt ist frei. Die Handwerkskunstmärkte

finden bei jeder

Witterung statt.

Info

Der Handwerkskunstmarkt

findet

an folgenden Terminen jeweils

von 17–21 Uhr statt: 10. Juni,

8. Juli, 5. August, 26. August

und 9. September 2022

Handicraftmarket Going

A market which combines tradition,

culture and crafts.

Crafts.

Once the craftsmen take their place

on the village square of Going, the

old customs are brought back to

life for five Friday evenings in the

summer.

In this market the sale of the product

is not the most important thing –

it’s the preservation of the handicraft.

Because here you have the unique

possibility to watch while Simon is

weaving a carpet or while Sebastian

is braiding a basket. Sometimes you

also have the chance to help out.

Music.

No matter where you are at the market,

melodic chants and traditional

Tyrolean folk music will follow you

everywhere. However, you will not

see an amplifier anywhere because

we are true to our roots and only

the melody of the harp, dulcimer or

accordion can be heard. Also enjoy

the performance of the national

costume group.

Culinary.

The indulgence can’t be missed.

Fresh farmer’s bread is baked

directly at the market and you will

be spoiled with local delicacies.

The chefs certainly only cook with

regional products and the dishes are

based on old family recipes. And at

8 pm before it starts to dawn, the

brass band of Going arrives at the

church square and will entertain you

with their traditional and modern

music programme.

Seit über 32 Jahren zeigt dieser nun jeden Sommer, wie

in Going das Handwerk zur Kunst wird. Ein Markt an dem

sich Tradition, Kultur und Handwerk stimmig vereinen.

An fünf Freitagabenden erwachen auf dem malerischen

Kirchplatz fast vergessene Fertigkeiten zu neuem Leben.

Die Bildhauerei – ein Beruf mit Tradition.

Info

The handicraft

market is held

between 5 pm and 9 pm on the

following dates: 10. June, 8.

July, 5. August, 26. August and

9. September 2022. Entry is

free and the market is held rain

or shine.

26 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 27


Leidenschaft

Handwerk

aus Leidenschaft

Sieben Goinger Handwerker im Portrait

Mit der Motorsäge schafft Künstler Reini sein nächstes Werk.

selbstständig. Als Künstler, Bühnenbildnerin

und als „Teifi“-(Krampus)

Maskenschnitzer verdienen sie ihr

Geld. Das Handwerk findet Anklang

in Tirol und generell in Österreich,

sagt Reini: „Die Schnitzerei ist

Teil unserer Region, sie war schon

immer da.“ Aber er betont, dass auch

eine gewisse Wandlungsfähigkeit

wichtig ist: „In der Kunst kannst du

nicht immer dasselbe machen,

du musst auch mit der Zeit gehen“.

Darum macht er nicht nur traditionelle

Schnitzereien, sondern nimmt

auch Sonderwünsche und

Spezialaufträge an.

Jedes Stück

ein Unikat

Jedes seiner individuellen Kunstwerke

beginnt zuerst auf dem Blatt

Papier, dann wird ein kleines Modell

aus Plastilin oder Ton gefertigt, bis

schließlich die eigentliche Skulptur

nach den Wünschen und Vorstellungen

der Kunden umgesetzt wird.

Und diese sind oft recht ungewöhnlich:

Für einen eingefleischten Fan

des Wilden Westens schnitzt er

gerade aus mehreren Baumstämmen

Lucky Luke und die Daltons. Die

Figuren werden bald den privaten

„Saloon“ des Scheffauer Kunden

zieren, erzählt uns der Bildhauer

schmunzelnd. Seine Auftraggeber

kommen nicht nur aus der Region.

Eines seiner Werke hat er nach

Dubai verkauft. Und den Adler,

der draußen am Vorhaus lehnt,

liefert Reini bald nach Frankfurt am

Main. „Die Fans des Fußballvereins

Eintracht Frankfurt haben schon

zum zweiten Mal einen Adler, das

Wappentier des Clubs, bestellt.“

Die Arbeiten des Künstlers

sind nicht nur in seinem „Rein.art

Atelier“ zu sehen, sondern können

auch jeden Sommer beim Goinger

Handwerkskunstmarkt bestaunt

werden. Schon seit 32 Jahren gibt es

den Markt, bei dem die Weitergabe

längst vergessener Fertigkeiten im

Vordergrund steht.

Kreatives

Upcyling

Auch Daniela Fischbacher ist jedes

Jahr mit Begeisterung am Handwerkskunstmarkt

dabei. Als wir

mit der Goingerin sprechen ist

sofort klar: Sie ist ein besonders

kreativer Mensch. Sie fotografiert,

malt, erzählt uns von der Umgestaltung

ihrer Wohnung. An der

Wand hängt ihr Scherenschnitt von

Jimi Hendrix. Vor einigen Jahren

hat ihr ein Freund, der sie bei ihrer

Schaffenskraft unterstützen wollte,

ein Sandstrahlgerät geschenkt.

„Eines der besten Geschenke, die

ich je bekommen habe“, sagt sie. Bis

ihre filigran verzierten Gläser und

Krüge fertig sind, ist ein langer und

aufwendiger Prozess nötig, erzählt

Daniela. Am meisten Spaß machen

ihr das Auswählen und Ausschneiden

der Motive, das Abkleben der

Gläser: „Das ist beruhigend, man

kann abschalten vom Alltagsstress“.

Nach den Vorbereitungen wird

dann beim Sandstrahlen durch das

Schleifmittel Sand die Oberfläche

der Glasobjekte mattiert. Auf der

behandelten Oberfläche ist am

Ende das zuvor abgeklebte Motiv

sichtbar, zum Beispiel ein Hirsch,

ein Herz oder ein Stern.

Oft verwendet sie Altglas,

Teelichthalter und Weckgläser, die

andere Menschen aussortiert haben.

Sie ist ganz klar gegen die heute

leider weit verbreitete Wegwerfmentalität.

„Aus Altem kann man

doch etwas Neues, Wunderschönes

machen! Gerade die alten Gläser

sind besonders wertig und haben

tolle Formen.“

Die ältesten Berufe

der Erde

Genauso wie Daniela hat sich auch

Johann Kaufmann – kurz Hansä

– sein Handwerk komplett selbst

beigebracht. Eigentlich wollte sein

Vater, dass er wie er selbst Mechaniker

wird. Aber Hansä interessierte

sich immer nur für den Werkstoff

Holz. Seine Leidenschaft dafür wurde

geweckt, als er als Weihnachtsgeschenk

eine Drehbank bekommen

hat. Von da an wurde Hansä zum

Wie schön, dass es in Going am

Wilden Kaiser Menschen gibt, die

Meister ihres Fachs sind und mit viel

Hingabe Handgemachtes fertigen.

Ob Bildhauer, Imker oder Drechsler –

sie alle gehen ganz verschiedenen

Berufen nach und doch haben sie

eines gemeinsam: die Liebe zu ihrem

Handwerk. Wir haben mit sieben

Goingern gesprochen: über ihr Können,

ihre Passion und die Wertschätzung,

die ihrem Metier zuteil wird.

Als wir Reini Meilingers Atelier

betreten, liegt der Geruch von Holz

in der Luft. Wir schauen uns um.

Hobel, Meissel, Modelle für seine

Schnitzereien stehen im Raum.

Ein großer Frosch, Reinis aktuelles

Werk für einen Freizeitpark am

Hartkaiser, wartet draußen auf

die weitere Bearbeitung mit der

Kettensäge. „Davor habe ich für

die Bergbahn einen Uhu mit einem

drehbaren Kopf und einen Zauberer

angefertigt, der eine eingebaute

Nebelmaschine hat“, berichtet

der Bildhauer über seine letzten

Arbeiten.

Sein Job bereitet Reini sichtlich

viel Freude. Die Arbeit ist abwechslungsreich.

Nicht nur Holz, sondern

auch Metall und Stein gehören zu

seinen Werkstoffen und im Winter

fertigt er Skulpturen aus Schnee und

Eis. Die Auftragslage ist gut, erzählt

er uns. Auch seine ehemaligen

Schulkameraden aus der Ausbildungszeit

seien alle erfolgreich

Daniela und ihre sandgestrahlten Kunstwerke.

Hansä mit seinen formschönen Arbeiten.

28 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 29


ichtigen Holzwurm und Drechsler.

Seit mehr als vierzig Jahren macht

der geistig und körperlich gehandicapte

Goinger nun schon mit viel

Geschick und Formgefühl Dekorationsstücke

sowie Möbel. Auch

beim Goinger Handwerksmarkt ist

Hansä vertreten. Besucher können

ihm dort beim Drechseln zusehen

und so mehr über eines der ältesten

Gewerbe der Erde erfahren. Bis

heute wird das Drehen mit der Hand

weltweit ausgeübt und stellt nach

wie vor eine wichtige Ergänzung in

der Holzbearbeitung dar.

Wenn der Beruf wieder

zum Hobby wird

Einer, der ein ebenso traditionsreiches

Handwerk ausübt, ist Hans

Haselsberger. Der gelernte Schmied

hat in seinem Beruf nur sechs Jahre

gearbeitet. Danach zog es ihn ins

Ausland und zu einem anderen

Werkstoff: Zehn Jahre lang war er in

der Schweiz und war im Holzhandwerk

tätig. Dann kam er wieder

zurück nach Going und fand dort

sein privates Glück. Das Schmieden

wollte er doch nie ganz sein

lassen. Heute übt es der Pensionist

noch am Handwerkskunstmarkt

aus, um seine Gemeinde damit zu

unterstützen und um Urlaubern und

Einheimischen einen Einblick in das

Gewerk zu geben, das es schon seit

der Bronzezeit gibt.

Hermann ein Schnapsbrenner aus Leidenschaft.

Handwerk

fürs Mundwerk

Auch der Verkauf von hausgemachten

Lebensmitteln ab Hof hat in Tirol

eine lange Tradition. Von Milch

bis hin zu Käse, Honig, Schnaps und

Wurst – in den Dörfern rund um

den Wilden Kaiser gibt es eine Vielzahl

an Bauern, die ihre Produkte

direkt auf dem Hof und auf dem

Handwerkskunstmarkt verkaufen.

Dass die lokalen Schmankerl mit

viel Erfahrung und handwerklichem

Geschick zubereitet werden,

schmeckt man.

Toni Recheis hat einen jener

Traditionsbetriebe, die Lebensmittel

mit viel Liebe produzieren. Er betreibt

in Going eine kleine Biolandwirtschaft.

Das Steckenpferd seiner

Familie ist bereits seit 130 Jahren der

Honig. Seine Urgroßmutter begann

damals mit der Imkerei und hat das

Wissen rund um die Gewinnung

des flüssigen Golds weitergegeben.

Mit Toni ist mittlerweile die vierte

Generation in der Imkerei am Werk.

Bei unserem Gespräch ist ganz

deutlich zu spüren, mit welchem

Wissen und welcher Begeisterung

Toni seinem Handwerk nachgeht.

Er erzählt von Königin, Drohnen,

Arbeitern und schwärmt von den

intelligenten Abläufen im Bienenstock.

„Am meisten fasziniert mich

der Zusammenhalt, der in einem

Bienenvolk herrscht.“

Sandro – Tirols jüngster Bäckermeister.

Seine 100 Bienenvölker mit circa

vier Millionen Bienen sind fleißig

an unterschiedlichen Ständen in der

Region unterwegs. So kann der Imker

verschiedene Honigsorten vom

Almrosenhonig bis zum Hochgebirgshonig

ernten. Doch der Honig

vom Söllnhof schmeckt nicht nur

gut, mit seiner Imkerei leistet Toni

auch einen wichtigen Beitrag für

die Natur und gegen das Bienensterben.

Wir sprechen darüber, was

jeder Einzelne für die Bienen tun

kann: „Nicht wöchentlich den Rasen

mähen und auch mal Weißklee und

Blumen sprießen lassen. Und mein

Lieblingsspruch ist immer: Ribiseln

(Johannisbeeren) statt Thujen! Wenn

man die Obststräucher pflanzt, profitieren

die Bienen und man selbst

kann auch noch was davon essen.

Generell ganz wichtig für die Natur

und die Insekten ist es, regionale

Bio-Lebensmittel zu kaufen, denn

wenn wenig Spritzmittel eingesetzt

werden, geht es auch den Bienen

gut“, erklärt Toni.

Der Veredler

des Kaiser-Wassers

Den Schnapsbrenner Hermann

Bichler haben frühere Generationen

eher indirekt beeinflusst: Als sein

Wagnerhof 2006 umgebaut wurde,

kam zufällig ein alter Brennkessel

auf dem Dachboden zum Vorschein.

Das 90 Jahre alte Fundstück hat

Toni bei der Honigernte.

Hermann neugierig gemacht und

seine Leidenschaft fürs Schnapsbrennen

entfacht. Nach diversen

Brennkursen und ersten Versuchen,

die laut Hermann noch eher

bescheiden schmeckten, hat sich der

Hobby-Schnapsbrenner weiter dem

Thema gewidmet und sich vieles

selbst beigebracht. Heute erfreuen

sich Hermanns Edelbrände großer

Beliebtheit. Bei der jährlichen Prämierung

der besten Schnäpse Tirols

ist er mittlerweile zum dritten Mal

mit von der Partie. Doch auf seinen

Lorbeeren will sich Hermann nicht

ausruhen: „Im Frühjahr mache ich

noch die Ausbildung zum Edelbrandsommelier“,

erzählt er uns.

Als wir mit ihm sprechen, bereitet

er gerade in seinem Brennerhäusl

einen Apfelbrand zu, dessen süßer

Duft in der Luft liegt. Für einen Liter

Edelbrand werden etwa 15 kg Obst

benötigt. Bei Hermann kommen nur

hochwertige Früchte in den Brennkessel.

„Das Obst ist das Wichtigste.

Es schmeckt jedes Jahr anders. Das

ist das Spannende am Schnapsbrennen!“

Seine Leidenschaft für das

Thema ist deutlich zu spüren. Und

wenn Hermann von den Prozessen

des Schnapsbrennens erzählt, wird

uns bewusst wie viel technisches

Wissen, Erfahrung und Zeit in den

Spirituosen des Goingers stecken.

Der jüngste Bäckermeister

Tirols

Ein Betrieb, dem wir ebenso einen

Besuch abstatten, ist die Backstube

von Sandro Schipflinger, dem jüngsten

Bäckermeister in Tirol. Schon in

der fünften Generation werden hier

Brezen, Brot und weitere Leckereien

nach Familienrezepten gebacken. In

Hochphasen gehen hier bis zu 2000

Semmeln am Tag über den Ladentisch.

Die Produkte der Schipflingers

sind sowohl bei Goingern als

auch den Touristen beliebt, jedoch

gibt es Unterschiede in den kulinarischen

Vorlieben: „Die Niederländer

lieben Zwiebel- und Speckweckerl,

während die Deutschen sehr gern

gesunde Produkte wie Körnerbrot

essen“, schmunzelt Sandro. Und bei

den Einheimischen, das wissen wir

aus eigener Erfahrung, gelten die

Schaumrollen des Goinger Bäcks

als legendär. Das Geschäft beim

Goinger Bäck läuft gut. Auch wenn

andernorts viele Bäcker durch die

Konkurrenz mit Supermärkten und

Discountern zu kämpfen haben, sagt

Sandro, dass auch ein gewisser Gegentrend

zu spüren ist. Viele Leute

legen wieder mehr Wert auf Qualität

und lokale Produkte und wissen,

dass sich der Weg zum Bäcker lohnt.

Der 26-Jährige erzählt uns warum er

seinen Beruf so liebt: „Du weißt, du

hast ein echtes Handwerk geschaffen.

Wir verwenden nur einheimische

Produkte und geben unser

Bestes, damit die Menschen etwas

Gesundes zu essen kriegen. Und das

allerschönste ist, dass uns unsere

Kunden gute Rückmeldungen geben

und uns sagen, wie gut es ihnen

schmeckt.“

Im Gespräch mit Sandro, Reini,

Co. merken wir ganz deutlich, dass

ihr Handwerk bei Einheimischen

30 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 31


wie Urlaubern auf viel Gegenliebe

stößt. Wenn sie im Sommer wieder

an ihren Standl’n Platz nehmen

und sich die Wege, die zum Goinger

Handwerkskunstmarkt führen,

wieder in lauter kleine Freiluft-Ateliers

verwandeln, dann ist deutlich

spürbar: In Going ist das Handwerk

noch lebendige Tradition und wichtiger

Teil der lokalen Identität, die

hoffentlich noch an viele Generationen

weitergegeben wird.

TIPP

Wer dem einen oder

anderen Handwerker

über die Schulter schauen

möchte, findet sie bei den fünf

Handwerkskunstterminen im

Sommer 2022.

TIPP

Es ist nicht nur der

Wilde Kaiser, sondern

es sind auch die Menschen

und ihre Traditionen, die Going

so besonders machen. Folgen

Sie @wilder.kaiser auf

Instagram und entdecken Sie

unter #KAISERsSchätze noch

mehr über unsere Handwerker

aus der Region.

A passion for skilled crafts:

seven Going residents in profile

How wonderful it is that there are

people in the Wilder Kaiser region

who have mastered their trade, producing

handmade items with great

dedication. From sculptors and beekeepers

to woodturners – though

their crafts are very different, they

all have one thing in common: they

love what they do. We spoke to seven

Going residents about their skills

and their passion.

Each Piece is unique

The scent of wood hangs in the air

as we enter Reini Meilinger’s workshop.

Reini’s current project for an

amusement park near the Hartkaiser

mountain, a large frog, is waiting

outside for more work to be done

with the chainsaw. It’s clear that

Reini’s job brings him a lot of joy.

His work is varied, and the requests

he gets from customers are often

unusual. He’s currently carving

Lucky Luke and the Daltons out of

logs for a Wild West fan. Visitors to

the Going artisan and handicrafts

market can watch the chainsaw

artist at work.

Creative upcycling

Daniela Fischbacher also makes an

appearance at the market every year

with her sandblasted glass and stone

creations. She often uses glass items

other people have discarded. She’s

clearly against the throwaway culture

that’s so common today, saying,

“You can make something new and

beautiful out of old things!”

The world’s oldest professions

Just like Daniela, woodturner Johann

Kaufmann, or Hansä for short,

is completely self-taught. Visitors to

the Going artisan and handicrafts

market can watch him work at his

lathe and learn more about one of

the world’s oldest trades. Trained

blacksmith Hans Haselsberger will

be there, too, offering an insight into

his craft, which has existed since the

Bronze Age.

Crafted for the taste buds

Selling homemade food straight

from the farm also has a long tradition

in Tyrol. From milk to cheese,

honey, schnapps and sausage, there

are a large number of farmers in the

villages around the Wilder Kaiser

mountains who sell their produce

directly from their farms and at the

local artisan and handicrafts market.

The fact that the local delicacies

have been prepared with a great deal

of experience and craftsmanship is

evident from their taste.

Toni Recheis from the Söllnhof

farm runs a small organic beekeeping

business in Going. Honey has been

the family hobby for 130 years. When

we speak to him, the knowledge and

enthusiasm with which Toni pursues

his craft is abundantly clear.

Refining the water

from the Kaiser.

Past generations have influenced

distiller Hermann Bichler rather

more indirectly. When his Wagnerhof

guesthouse was being

remodelled in 2006, he happened

upon a 90-year-old still in the attic.

This find ignited his passion for

distilling schnapps.

The youngest master

baker in Tyrol.

Another person who loves his job

as much as Toni and Hermann do is

Sandro Schipflinger, Tyrol’s youngest

master baker. The 26-year-old

says, “You know you’ve produced

a piece of genuine craftsmanship.

We give our all so that people get

something healthy to eat. And the

best part is when our customers tell

us how good it tastes.”

When speaking to Sandro, Reini and

the others, it’s very clear to us that

each of their crafts is highly regarded

by both locals and visitors alike.

When they return to their stalls in

summer, and the roads leading to

the Going artisan and handicrafts

market once again become small,

open-air workshops, you can practically

feel it in the air – skilled crafts

remain a living tradition in Going

and form an important part of local

identity. Hopefully, it’s something

that will be passed on to many generations

to come.

Tip

Those who would

like to look over the

shoulder of one or the other

craftsman, will find them at

the five craftsmanship dates

in summer 2022.

Schmied Hans in seinem Element.

32 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 33


Für die ganze Familie

Reit’ mit mir ins

Abenteuerland

Pony Alm Astberg.

Hoch oben, erwarten einen nicht nur ein fesselndes

Naturkino-Panorama, sondern auch 20 Shetlandponys.

Unscheinbar schaut sie aus, die

Talstation der Astbergbahn, die sich

mitten im Wohngebiet in Going harmonisch

in die grüne Wiese einfügt.

Fast als wäre sie immer schon dort

gestanden. Bereits in den frühen

Morgenstunden, wenn der Wilde

Kaiser von der gegenüberliegenden

Seite herüberblinzelt, lässt sich ein

atemberaubendes, fast kitschiges

Alpenpanorama erahnen.

Zwischen Himmel

und Erde

Nicht ohne Grund wurde an diesem

besonderen Fleckchen Erde „nur“

eine Sesselbahn errichtet. Denn wer

sich einmal gefragt hat, wie es sich

anfühlen mag fliegen zu können,

der kommt dem Gefühl auf der

Astbergbahn sehr nahe. Gemütlich

schaukelt man über Wiesen und

Felder, Bäche und Baumwipfel,

die zum Greifen nahe scheinen.

Immer eine leichte Brise duftender

TIPP:

bequeme Auffahrt

mit der Astbergbahn

GRÖSSERER

SPIELPLATZ!

Bergluft in der Nase. 1.500 m ist sie

lang, die 1961 errichtete 4er-Bahn

auf den Astberg. Sie überwindet

in 10 Minuten mühelos die 470 m

Höhendifferenz. Eine Zeit, in der

sie ihre Mitfahrer in eine andere

Welt entführt, entschleunigt und

beruhigt. Eine Reise fast wie in die

Vergangenheit, in der Augenblicke

zu Erlebnissen werden und Urlaub

genau das ist, was er sein sollte:

erholsam und eins mit der Natur. Im

Rücken liegt das Massiv des Wilden

Kaisers, fast als wollt’ es seine Besucher

bis nach oben begleiten und

seine Pracht auf jedem Höhenmeter

erneut demonstrieren.

Starkino in

der Natur

Sie gelten als Plätze der Inspiration,

der Heilung – voll von Mystik und

Geheimnissen. Seit Jahrtausenden

ziehen sie die Menschen in ihren

Bann. Es heißt: Die Berge der Alpen

strahlen eine ganz besondere Energie

aus. Hier heroben am Kamm

des Astberges zeigt das Massiv des

Wilden Kaisers endgültig stolz seine

wahre Größe. Ob im geheimnisvollen

Morgennebel oder im glamourös,

goldglänzenden Abendlicht, hier

wird die Natur zum Kinoerlebnis

und der Wilde Kaiser zum Hauptdarsteller.

Am besten lässt sich das

Schauspiel von einer der gemütlichen

Holzliegen auf den Plateaus

unterhalb des Astbergsees bewundern.

Apropos bewundern, wer

seinen ganz persönlichen Urlaubsstreifen

drehen möchte, der ist hier

genau richtig. Denn das Kaiserkino

ist einer der zahlreichen Instagram

Spots der Region. Also Film ab!

Die Naturkräfte

der Berge

Auf der gegenüberliegenden Seite

des Wilden Kaisers, in südlicher

Richtung eröffnet sich das Panorama

der Kitzbüheler Alpen mit dem

markanten Kitzbüheler Horn.

Die Grasberge sind es, die diese

Landschaft prägen und ganz im

Kontrast zu den steilen und felsigen

Hängen des Wilden Kaisers stehen.

Von Weitem grüßt Österreichs

höchster Berg, der Großglockner

inmitten der Hohen Tauern. Der

Astbergsee gibt die Schönheit der

Berge wieder und wird deshalb

nicht ohne Grund des „Kaisers

Spiegel“ genannt. Er bildet die

Grenze zwischen den zwei Welten,

zwischen steilen Felsen

und sanften Hügeln. Ein besonderer

Energieplatz mit 360° Rundumblick.

und

Hott

Unweit der Astbergbahn Bergstation

haben Emily und Mambo den besten

Ausblick. Die beiden Shetlandponys

genießen hier gemeinsam mit ihren

18 Mitbewohnern die Sommerfrische

auf der Alm. Sobald die Wiesen

auf der Pony Alm ihre feinsten

Gräser und Kräuter wachsen lassen,

gibt es für die Frischluftpferde aber

kein Halten mehr. Hier auf 1.250

Metern fühlen sie sich wohl, ob auf

ihrer Koppel oder in den gemütlichen

Holzunterständen. Somit ist

für Mensch und Tier eine weitere

einzigartige Erlebniswelt geschaffen

worden. Denn nicht nur die

Ponys, sondern auch die restlichen

tierischen Bewohner der Alm, wie

Schafe und Ziegen genießen die

zahlreichen Streicheleinheiten der

kleinen Besucher. Kinder lernen

hier spielerisch den Umgang mit

Umwelt, Natur und Tier. Zutraulich

schnuppern die Shettys mal hier und

mal dort. Fertig gesattelt geht es ab

auf den Rücken der Pferde entlang

der gut befestigten Trabwege. Während

die Eltern Emily und Mambo

den Fußweg entlangführen, lassen

die kleinen Pferdefreunde die Beine

baumeln. Hinter der nächsten Kurve

bietet der Fotopoint mit überdimensionalem

Hufeisen und Ausblick auf

die Bergwelt eine gute Gelegenheit,

die Kamera auszupacken. Die gutmütigen

Ponys halten still, die kleinen

Reiter strahlen stolz. Am Ende

des Trails nehmen die Mitarbeiter

der Pony Alm Mambo und Emily

wieder in Empfang. Zum Abschied

gibt es noch ein paar Streicheleinheiten

und eine ordentliche Portion

Bergheu.

Frühstück

am Berg

Auch zweibeinige Besucher können

beim sonntäglichen Bergfrühstück

auf der Blattlalm mit frischer Kuhmilch

und hausgemachten Produkten

aus der eigenen Landwirtschaft

Naturkraft tanken. Es ist erstaunlich,

wie anders so ein Frühstück

fernab von jeglicher Hektik inmitten

der wunderschönen Bergwelt

schmeckt. Neben dem Frühstück

bietet Familie Oberleitner auch viele

andere kulinarische Schmankerln.

Ein Geheimtipp ist die täglich frische

Buttermilch von den Kühen der

umliegenden Almen.

Mit leichten Schritten

den Horizont entlang

Gestärkt geht es weiter rund um

den Astberg. Die leichte, auch für

Familien bestens geeignete Wanderung,

führt gut beschildert durch

ein kleines Waldstück, später über

eine Forststraße, vorbei an sanften

Bergwiesen direkt zur Brenner Alm

oder zum Treichlhof. Von hier aus

hat man einen großartigen Blick auf

die westliche Seite des Wilden Kaisers

und das nahe Inntal. Über einen

Wald- und Wiesenweg führt der

Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Wer mag, kann die 470 Höhenmeter

Richtung Tal zu Fuß

erledigen. Oder man gönnt sich

die Talfahrt mit der Astbergbahn.

Dann kann dem Wilden Kaiser noch

einmal Tribut gezollt werden. Dieses

Mal von Angesicht zu Angesicht mit

der südlichen Flanke des majestätischen

Massivs zu Tal schwebend in

der abendlichen Sonne. Ein Ausflug

der einem einmal mehr die Großartigkeit

der Natur gezeigt und die

Stärke in einem selbst genährt hat.

„Adieu, lieber Astberg, wir sehen uns

bestimmt wieder!“

34 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 35


Ride with me into a land of

adventure! It’s not just a captivating,

panoramic natural cinema that

awaits those venturing high above

Going am Wilden Kaiser. Since 2019,

there are also 20 Shetland ponies!

These small, shaggy-coated horses

are the pride of the Pony Alm: the

seventh of SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental’s

themed parks.

Up here on the Astberg ridge, the

Wilder Kaiser massif proudly reveals

its true scale. This is a place of inspiration

and healing, full of mysticism

and secrets, which has held people

in its thrall for thousands of years.

Between heaven and earth

Whether in the mysterious morning

mist or the glamorous, golden light

of evening, here nature becomes a

cinematic experience with the Wilder

Kaiser in the leading role. The top

spot to admire the spectacle is from

one of the comfy wooden loungers

on the plateau below Astberg’s lake.

Speaking of admiring the scenery,

anyone wanting to film their own

holiday feature has come to the

right place, because the Kaiserkino

‘cinema’ is one of the region’s many

Instagrammable locations. So get

shooting!

20 Shetland ponies are waiting

for you at the mountain station

Not far from the Astberg mountain

railway station, Emily and Mambo

have the best view. The two Shetlands

and their 18 friends enjoy their

summer holidays on the mountain

pasture. They feel at home up here

at 1,250 metres, whether in their

paddock or in their cosy wooden

shelters. With the Pony Alm, SkiWelt

Wilder Kaiser-Brixental has added

another unique themed park on the

mountain. Here, children have fun

learning how to interact with the

environment, nature and animals.

The ponies snuffle around confidently.

Once saddled up, the horses

carry youngsters along the well-surfaced

pony trails. While parents lead

Emily and Mambo, little pony pals

get to swing their legs. Around the

next bend, the photo point with its

gigantic horseshoe and view of the

mountain landscape provides a great

opportunity to get cameras out. The

good-natured ponies stand still, and

little riders beam proudly. When

Pony Alm staff collect Mambo and

Emily at the end of the trail there are

a few strokes and a hearty portion of

mountain hay to say goodbye.

With light steps along the

hiking trail

An easy, well-signposted hike

that’s also perfect for families leads

through a small patch of woodland

and then along a forest track past

gentle mountain meadows directly

to the Brenner Alm restaurant and

mountain lodge complex. From

here, visitors can enjoy an amazing

view of the western side of the Wilder

Kaiser and the nearby Inn Valley.

The path then passes through forest

and meadows back to the start.

The 470-metre descent towards

the valley can be tackled on foot. Or

simply take the Astberg mountain

railway for another chance to pay

tribute to the Wilder Kaiser – this

time face to face with the southern

flank of the majestic massif as

you glide down into the valley in

the evening sun. The ticket can be

bought only at the valley station. It’s

a trip that once again highlights the

magnificence of nature and nourishes

your inner strength. “Farewell,

dear Astberg – we’ll definitely

return!”

Bergbahnen Ellmau

Going Astbergbahn

Marchstraße 53

6353 Going am Wilden Kaiser

05358/2442

info@astberg.at

www.astberg.at

#ponyliebe

Bequeme Auffahrt mit der Astbergbahn.

Auf dem Rücken der Ponys.

36 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 37


Mit dem Fahrrad durch die Region Wilder Kaiser.

Biken/Radfahren

Mister Mountainbike

Als Markus Hirzinger vor 17 Jahren seine Liebe fürs

Radfahren entdeckte, tauschte er kurzerhand seine Abfahrtsski

gegen ein Mountainbike. Seit 2009 ist der ehemalige

Nachwuchs-Kaderläufer stolzer Besitzer von „Going Sport“,

der ersten Mountainbike Schule am Wilden Kaiser.

Technik

is King

„Harmonischer“ sei er seitdem bei

seinen geführten Touren unterwegs.

War es früher schwierig Teilnehmer

mit unterschiedlichen Niveaus in

einer Gruppe zu integrieren, sei dies

nun kein Problem mehr. Vorausgesetzt

man beherrsche die Technik.

Dabei ginge es nicht nur um die

korrekte Haltung am und die Bewegung

mit dem Fahrrad, sondern

vornehmlich auch um’s richtige

Reagieren in Notsituationen. „Hier

setzten wir seit einigen Jahren auf

Sensibilisierung. Auch wenn jemand

bereits viel Erfahrung auf einem

klassischen Mountainbike hat, kann

er trotzdem den ein oder anderen

Tipp bei unseren Fahrtechniktrainings

mitnehmen“, so der Bikeprofi.

Denn manche Situationen, wie etwa

das Bergabfahren oder das Bremsen

auf Schotter, würden einfach etwas

Übung benötigen. Aber bereits nach

1 bis 1 ½ Stunden seien wahre Quantensprünge

möglich.

Jump the

Bump

Sieben unterschiedliche Touren pro

Woche bietet Markus mit seiner

Mountainbike Schule an. Dabei ist

für alle Könnerstufen etwas dabei.

Von der einfachen Bergdoktor

E-Bike Runde bis zur herausfordernden

Flow-Trail Tour. Highlight

sind auch die jährlich stattfindenden

Workshops, wie das „E-MTB

Ladies Weekend“ und die „Enduro

Days“. „Viele wollen einfach mal

erleben wie es ist, einen Meter oder

mehr mit dem Bike zu ‚fliegen‘.

Deshalb bieten wir auch immer

öfter Trail-Touren an.“ Dann geht

es für Markus und seine Gruppe ins

benachbarte Oberndorf in Tirol zu

den sechs neu errichteten OD Trails.

Dort werden unterschiedliche Begebenheiten

simuliert und trainiert.

Wer davon noch nicht genug hat,

der bucht ein individuelles Guiding

inklusive Coaching und feilt persönlich

an seiner perfekten Fahrtechnik.

Test, Grip

n’Style

Aber nicht nur die Technik muss

passen, sondern vor allem auch

die Hardware. „Jedes Bike und

jeder Mensch ist anders, man sollte

zumindest einmal vorher auf dem

Rad gesessen haben, bevor man eine

längere Tour unternimmt“, weiß der

Profisportler. Trotz Abmessungen

und Berechnungen sei das Fahrgefühl

aber das Wichtigste. Ebenso

wie der ordentliche Grip. Gerade

am E-Bike sei dieser enorm wichtig.

Schuhe mit härteren Gummisohlen

und einem feinen Profil würden sich

dafür am besten eignen. Der Rest

sei Geschmackssache. Wobei, soviel

sei verraten, die Styles der nächsten

Saison bringen Baggy Shorts und

Merinowoll-Shirts in Erdtönen.

Diese können dann auch bei Markus

in seinem Bikeshop in Going erworben

werden.

Und wenn er gerade einmal

nicht „on tour“ ist? Dann zieht es

den Moutainbikeguide hinauf zur

Oberen Regalm. „Dort oben ist es

einfach am schönsten. Wenn ich

Lust habe, dann gehe ich noch zu

Fuß weiter bis zur Ackerlhütte oder

bis zu den Felsen direkt unterhalb

des Wilden Kaisers.“ Bei einem entspannten

„Radler“ lässt er dann die

Blicke übers Tal und seine Mountainbikerouten

schweifen.

Tipp

Die familienfreundliche

Salvenradrunde

führt Fahrradfahrer aller Könnerstufen

auf 62 Kilometern entlang

einer Genuss-Tour rund um den

Aussichtsberg, die Hohe Salve.

Dabei kann der Startpunkt von jedem

Ort der Region aus beliebig

gewählt werden.

Freiheit

Mountainbike

„Radfahren bedeutet für mich

frei zu sein“, so der Bikeguide aus

Going. Früher nutzte er das Rad als

Trainingsgerät, heute ist Markus

Mountainbiker aus Leidenschaft.

Mit 18 bemerkte er beim Downhill-

und Freeridebiken seine Begeisterung

für den Zweiradsport. Dann

kam eines zum anderen. Als einer

der ersten Bikeguides der Region

nahm er Interessierte mit auf seine

Touren über die Berge. Damals

war das Mountainbiken am Wilden

Kaiser noch eine Randsportart. Dies

änderte sich rasch. Mit Fahrtechniktrainings,

Übungsparcour und

neuen Routen begeisterte Markus

seine Kundschaft. Nicht zuletzt war

auch die Entwicklung des E-Bikes

am Breitensportphänomen Mountainbiken

beteiligt.

Entdecke das Bikeparadies!

Traumhafte Aussichten!

38 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 39


Mr. Mountain Bike When Markus

Hirzinger discovered mountain biking

17 years ago, he dropped downhill

skiing in a flash. Since 2009, this

former junior competitor has been

the proud owner of Going Sport –

the first mountain bike school on the

Wilder Kaiser.

Freedom mountain bike

When Markus became one of the

area’s first mountain bike guides, it

was still a niche sport in the region.

That soon changed. Markus inspired

his customers with riding technique

courses, practice trails and new

routes. E-bikes have also boosted the

popularity of the sport and made the

bike guide’s tours ‘more harmonious’.

He explains how accommodating

participants of different abilities

in one group is no longer a problem,

provided riders have mastered the

technique. “Even if someone already

has a lot of experience on a conventional

mountain bike, they can still

pick up a tip or two on our courses,”

says the bike expert. After all, some

situations, like riding downhill

or braking on gravel, simply take

practice.

Jump the Bump

Markus’ mountain bike school offers

seven different tours each week,

with something for all skill levels.

Those who still want more can

book a bespoke session, including

coaching to perfect their technique.

But having the right hardware is

important too. “Each bike and each

person are different. You need to

have sat on the bike at least once

before heading out on a lengthy

tour,” explains the pro sportsman.

But measurements and calculations

aside, the ride feel is what matters

most.

And when he’s not ‘on tour’? The

mountain bike guide heads up to the

Obere Regalm mountain lodge. With

a relaxing drink in hand, he loves

to take in the view across the valley

and his tour routes.

Tip

Cycle from Going on

cycle path no. 14 to

Söll and enjoy the magnificent

view of the Wilder Kaiser. From

Söll the route leads via the

Salvistabahn in Itter and Itter

Castle to Hopfgarten. Continue

via the Jägerhäusl inn to Westendorf

and on cycle path no.

21 via Brixen to Kirchberg.

Passing the golf course Kitzbühel-Schwarzsee

the route

leads to Reith and towards

Astberg. The tour leads

via the Schösserweg and the

main road back to Going.

For more information, visit:

www.wilderkaiser.info/en/tours/

salve-circular-cycling-route

Biken/Radfahren

Die Salvenradrunde

Der Einstieg ist von jedem Kaiserort möglich.

Die Salvenradrunde eignet sich

wunderbar für einen ausgiebigen

Familienausflug auf Rädern oder E-

Bikes. Auf vorwiegend Asphalt- und

Schotter-Radwegen werden mehr

als 60 Kilometer zurückgelegt. Die

Rad Runde führt Sie entlang des

Salvenradrunde


Höhenmeter bergauf

650 m

Radwanderweges Nr. 14 bis in den

Ortsteil „Am Steinerbach“ in Richtung

Itter am Fuße der Hohen Salve.

Weiter geht es durch das idyllische

Brixental nach Kirchberg in Tirol

und wieder zurück zu Ihrem Ausgangspunkt

Going, Ellmau, Scheffau

oder Söll mit Blick auf das beeindruckende

Bergmassiv des Wilden

Kaisers. Unterwegs gibt es zahlreiche

Einkehrmöglichkeiten, damit

die Stärkung nicht zu kurz kommt.

Sie können die Salvenradrunde in


jedem Kaiserort starten.

Höchster Punkt

829 m


Information

Kilometer

Höhenmeter

bergauf

Höhenmeter

bergab

Schwierigkeit

Streckenlänge

62 kmHöchster Punkt

Beste Jahreszeit

Untergrund

62 km

650 hm

650 hm

mittel

829 m

April – November

Mix aus Asphaltund

Schotterwegen

Ein Teil vom Team GoingSport.

40 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 41


WELLNESS

Bio-Hotel Stanglwirt

SPA-Erlebnis – Ihre ganz persönliche Verschnaufpause

bezahlte Anzeige

Ausflugsziele

Mountain High Adventure Center

Adrenalinkick gefällig?

bezahlte Anzeige

Im Stanglwirt gibt es kein „entweder – oder“, sondern

immer ein „sowohl-als-auch“. Luxus trifft auf Lässigkeit.

Heimatliebe und Naturverbundenheit auf internationale

Hotelstandards.

Eine Auszeit für alle Sinne kann man im neu erweiterten

„Kräuter Spa“ und der in kürzlich fertiggestellten

Friseur-Lounge genießen.

Hier sind Sie beim professionellen Ästhetik-Team

mehr als bestens aufgehoben und kommen in den Genuss

von hochspezialisierten Medical-Beauty- Behandlungsmethoden

sowie rein natürlichen Anwendungen.

Naturstein, Vollholz, grüne Mooswände, Kerzen und ein

leiser plätschernder Brunnen sorgen für eine meditative

Atmosphäre, die auf die hochkarätigen Anwendungen

einstimmt. Die Behandlungssuiten sind über die

Maßen geräumig, hell, luftig und mit edelsten Materialien

ausgestattet. Besonderes Highlight: Treatments

von Schönheitsärztin Dr. Barbara Sturm. Die Anti-

Aging-Spezialistin kommt sogar einmal pro Quartal

persönlich ins Hotel, um Sie individuell zu beraten

und zu behandeln.

Bio-Hotel Stanglwirt

Kaiserweg 1, 6353 Going

T: +43 5358 2000, daheim@stanglwirt.com

www.stanglwirt.vom

Abenteuerlustige kommen hier ganz auf ihre Kosten.

2022 feiert der Hornpark Kletterwand sein 12-jähriges

Bestehen und erweitert das Repertoire auf 101 Elemente

und 10 Parcours. Wer es noch ein bisschen höher mag,

kann sich den Traum vom Fliegen erfüllen. Ein Tandem

Paragleitflug bietet schwereloses Gleiten und einen

traumhaften Ausblick auf das Winterpanorama vom

Kaisergebirge und Kitzbüheler Horn.

Action-Highlights im Sommer und Winter

Mountain High bietet Adrenalinhungrigen den Kick,

den sie suchen und glänzt mit einem bunten Angebot

für Groß und Klein. Die Aktivitäten reichen von Rafting,

Tubing über Canyoning, Segway Touren und Tandem

Paragleiten. Dabei werden sämtliche Möglichkeiten

der Natur, im atemberaubenden Umfeld der Kitzbüheler

Alpen, auf aufregende Art und Weise genutzt.

Erlebnis-Gutschein verschenken

Ein besonderes Weihnachtsgeschenk für Abenteuerer

und -Familien, die besondere Erlebnisse wollen:

Gutscheine sind online unter www.mountain-high.at

erhältlich.

Wenn Sie gleich zwei Sportarten buchen, sichern

Sie sich einen Rabatt von 15% auf die 2. Sportart.

Mountain High Adventure Center

Dorfstraße 17, 6382 Kirchdorf

T: +43 676/848 062 200,

office@mountain-high.at,

www.mountain-high.at

FRISEUR & SPA

… daheim beim Stanglwirt

6353 Going am Wilden Kaiser

Tel.: +43/(0)5358/2000-950

daheim@stanglwirt.com

www.stanglwirt.com

SPORT

KOMBI

-15% auf

die zweite

Sportart

FILMREIFE ACTION

I M G R Ö S S T E N K L E T T E R W A L D

D E R K I T Z B Ü H E L E R A L P E N

Hornweg 21 · 6380 St. Johann in Tirol

Tel: +43 (0) 676 84 80 62100 · www.hornpark.at

www.kirchnerundkirchner.at

Stangl_Going stärkt 12_2020 RZ.indd 1 04.12.20 13:09

Inserat_Going Magazin_116x105.indd 1 09.12.20 16:03

42 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 43


Bergsteigen Anno …

Auffi muass i!

Bergsteigen anno dazumal.

In voller Montur geht es auf Hochtour.

Vom Lammfell zum

Hightech-Material

Was das Leder für die Schuhe

war, waren Wolle und Hanf für

die Kleidung. Auch sie begleitete

Bergkameraden bis ins 20. Jahrhundert.

Wollkleidung und Lederhosen

waren die Topseller bei Felstouren.

Hosen und Hemden aus Leinen oder

Hanfgewebe, Umhänge aus Wolle

und später auch Jacken und Mäntel

aus Baumwolle waren die Bekleidung

der ersten Wanderer. Für

Schneetouren griff man zu den weit

geschnittenen Pumphosen. Nach

dem zweiten Weltkrieg nutzten

Sportartikelfirmen die vormals für

militärische Zwecke entwickelten

Gewebe Polyester und Nylon für

ihre Produktion und legten damit

den Grundstein der Hightech-Kleidungsindustrie.

Not macht

erfinderisch

Die Geschichte der Ausrüstungstechnik

wurde vorwiegend von

Bergsteigern vorangetrieben. Diese

erfanden nicht nur das benötigte

Equipment, sie entwickelten es auch

weiter und stellten es zum Großteil

sogar selbst her. Bereits in den

Anfängen der Bergsteigereuphorie

setzte man auf Bergstöcke und Seile

und zweckentfremdete dafür so

manches technisches Gerät. Wie

etwa Maurerhaken aus dem Bauwesen,

Taue aus der Seefahrt, Griesbeil

oder Karabiner der Holzknechte.

Bei allem Komfort, aller Funktionalität

und Verlässlichkeit,

findet gerade eine Rückbesinnung

auf traditionelle Materialien und

Herstellungsweisen statt. Sozialverträglich

und nachhaltig hergestellte

Produkte aus Wolle oder Hanffasern

halten Einzug in die Läden der

Bergausstatter. Denn der Durchbruch,

der erdölbasierten Synthetikfasern,

in den 40er- und 50er Jahren,

hat neben dem Seil auch all diese

Dinge funktional gemacht. Altes

Wissen neu belebt – gelernt von der

Geschichte für die Herausforderungen

der Gegenwart.

Tipp

Alle Tipps und

Hinweise zum Thema

Sicherheit am Berg gibt es hier:

www.wilderkaiser.info/de/

aktivitaeten/sicher-bergwandern

Onwards and upwards!

When prehistoric man settled in the

Wilder Kaiser range in 1500 BC, his

kit would have included a woollen

tunic, simple leather shoes and a

bronze sword. Today’s experienced

hillwalker favours weatherproof

clothing, sturdy boots, a backpack

and a smartphone.

When ‘Ötzi’ died on the Hauslabjoch

over 5,200 years ago, mountain

equipment was still in its infancy.

Nevertheless, he was already

wearing leather shoes lined with

insulating hay. At the end of the 19 th

century, a new model emerged: the

hobnailed shoe. Leather for mountain

footwear and wool and hemp

for clothing prevailed well into the

20 th century. After the Second World

War, the use of polyester and nylon,

originally developed for the military,

marked the birth of the high-tech

clothing industry.

But despite all the comfort,

functionality and reliability of this

apparel, we’re now seeing a return

to traditional materials and production

methods. Mountain outfitters

are increasingly stocking socially

responsible and sustainable products

made of wool or hemp fibres

– learning from history to tackle

today’s challenges.

Tip

For essential mountain

safety tips and advice,

visit: www.wilderkaiser.info/en/

activities/safe-hiking-in-themountains

Man schrieb das Jahr 1.500 v. Chr. als

der urzeitliche Mensch sich die Hohe

Salve und damit die Berge rund um

den Wilden Kaiser zu eigen machte.

Kittel aus Schafwolle, einfache

Lederschuhe und Bronzeschwerter

gehörten damals zum Equipment.

Heute setzt der erfahrene Bergwanderer

auf wetterfeste Kleidung, Bergstiefel,

Rucksack und Smartphone.

In den letzten rund 3.500 Jahren hat

sich in Sachen Ausrüstung so einiges

getan. Grund genug, sich auf outfittechnische

Spurensuche zu begeben.

Schuhe die die Welt

bedeuteten

Als „Ötzi“ vor gut 5.200 Jahren am

Hauslabjoch ums Leben kam, steckte

die Entwicklung der Bergausrüstung

noch in den Kinderschuhen. Nichtsdestotrotz

trug der wohl berühmteste

Bergverschollene aller Zeiten

bereits damals eine Kombination aus

ledernem Innen- und Außenschuh

mit einer Fütterung aus wärmeisolierendem

Heu. Zudem verbesserten,

die an den Fußsohlen angebrachten

Lederriemen, die Trittsicherheit auf

felsigem Untergrund. Ende des 19.

Jahrhunderts, gerade als der Bergtourismus

am Wilden Kaiser zu boomen

begann, kam ein neues Modell auf

den Markt – genagelte Haferlschuhe.

Diese Schuhe verdienen den Titel

„erste Bergschuhe“. Aufgrund des

Leders waren sie robust und eigneten

sich weitestgehend für das Bergsteigen.

Leisten konnte sich den Maßschuh

meist jedoch nur die betuchte

Kundschaft, die vornehmlich aus der

Bayrischen Hauptstadt stammte.

Überquerung eines Schneefeldes.

Minimale Ausrüstung.

44 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 45


Lebensqualität durch nachhaltigen Tourismus

#wirzusammen

Am Wilden Kaiser ist Zusammenhalt nicht nur eine

Philosophie, sondern echte Lebenseinstellung. Ein Wert,

der die Region wie keine andere prägt, ihr Authentizität

und Charakter verleiht. Was als unscheinbare Idee begann,

ist heute eine Bewegung, eine Leuchtturminitiative mit

Vorbildwirkung – weit über die Grenzen des Landes hinaus.

Panorama Wilder Kaiser.

Schon seit 2013 boomt der Sommertourismus

am Wilden Kaiser,

innerhalb von nur drei Jahren

stiegen die Sommerübernachtungen

von 800.000 auf eine Million Übernachtungen.

Mit dem gleich starken

Winter ergibt das mehr als zwei

Millionen Übernachtungen –

und das bei knapp 13.000 Gästebetten

und einer Auslastung in Hochsaisonzeiten

von über 80 %. Ein

Ergebnis, das jedes Touristikerherz

vor Glück strahlen lässt. Bei all den

schönen Zahlen kamen doch Zweifel

auf: Wollen wir so weiter machen?

Noch mehr Übernachtungen, mehr

Verkehr, mehr Aktivprogramme,

mehr Tagesgäste, mehr von allem?

Soll so der Tourismus der Zukunft

am Wilden Kaiser aussehen? Essenzielle

Kernfragen, die sich damals

Vorstand und Geschäftsführung der

Tourismusdestination Wilder Kaiser

stellen.

Gemeinsamer

Dialog als Basis für

Zukunftsarbeit

Als eine der ersten Urlaubsdestination

der Alpen initiierte der

Wilde Kaiser einen Bürgerbeteiligungsprozess,

um gemeinsam mit

Einheimischen, Mitarbeitern und

(Stamm-)gästen auf die Suche nach

einem Tourismus zu gehen, der allen

dient – einem Tourismus, nicht zum

Selbstzweck, sondern als natürlicher

Wirtschaftsfaktor für alle in der

Region lebenden, arbeitenden und

urlaubenden Menschen. Ein Tourismus

mit hoher Lebensqualität und

intakter Natur, ein Tourismus, der

nicht den einfachsten, sondern den

richtigen Weg geht. In zahlreichen

Dialogabenden wurde gemeinsam

mit regionsfremden Experten über

die neue touristische Zukunft des

Wilden Kaisers diskutiert. Ganz

nach dem Motto „beim Reden kommen

die Leut‘ zusammen“ durfte

und sollte alles gesagt werden, was

relevant war. Nach dem ersten Treffen

war klar, ein nachhaltig funktionierender

Tourismus kann nur

durch das Zusammenwirken aller

mittel- und unmittelbar Beteiligten

entstehen.

Lebensqualität

durch nachhaltigen

Tourismus

Was damals als kleiner Austausch

angedacht war, wurde Dank der

aktiven Teilnahme und Initiative

der gesamten Bevölkerung bald

viel größer. Die gemeinsame Vision

einer Lebensqualität durch nachhaltigen

Tourismus sollte durch

den weiteren offenen Dialog, und

die Verantwortungsübernahme

jedes einzelnen für Natur und Gesellschaft

erreicht werden. Und ein

verantwortungsvoller Tourismus

als treibende Kraft die Region

Wilder Kaiser in die Nachhaltigkeit

führen.

Somit war klar, einzelne Diskussionsforen

waren nur der erste

Schritt – um tatsächlich wirksam

zu werden, brauchte es konkrete

Umsetzungsprojekte. Auch dafür ist

der Wilde Kaiser bekannt. In sechs

Handlungsfeldern wird seitdem

aktiv an der Erreichung der gemeinsamen

Vision gearbeitet:

Wir übernehmen Verantwortung

für

die Natur

Als Lead-Region übernahm der

Wilde Kaiser die Initiative für die

Entwicklung der Naturtrip App.

Die kostenlose App schlägt dem

Besucher in Echtzeit das Erreichen

der jeweiligen Ausflugziele mit den

öffentlichen Verkehrsmitteln vor.

Auch die Taktung der Regionswander-

und Seebusse wurde erhöht und

für alle Gäste wie Einheimische und

Mitarbeiter kostenlos zur Verfügung

gestellt. Ebenso ist die Tourismusdestination

Wilder Kaiser die erste

gemeinwohlökonomiezertifizierte

DMO Europas. Bis 2024 sollen zudem

die Bahnankünfte von Gästen

pro Jahr auf 33.000 (eine Verdreifachung

zu 2018) gesteigert werden.

Wir unterstützen

regionale Kreisläufe

„Regional“ liegt im Trend, das steht

außer Frage. Während so mancher

erst durch Corona, Lockdown und

eingeschränkten Zugang zum Handel

das „Hofladl“ ums Eck so richtig

zu schätzen gelernt hat, weiß die

Region Wilder Kaiser schon lange,

was man an seinen zahlreichen und

vielfältigen Produzenten hat. Mit

dem Projekt „Marktplatz“ wurde

ein wichtiger Schritt gesetzt, um die

regionale Qualität vor den Vorhang

zu holen und Konsument und Produzent

zusammen zu bringen. Die

Plattform gibt Auskunft wann und

bei wem die hochwertigen Produkte

der Region gekauft werden können.

Wir fördern die

Lebensqualität am

Wilden Kaiser

Weg vom hochtouristischen Zwei-

Saisonen-Geschäft hin zu einer

attraktiven Jahresdestination mit ruhigen

Zeiten zum Entspannen und

zum bewussten Rückzug. Der Wilde

Kaiser beschreitet auch hier mit

bewussten Initiativen neue Wege.

Wir übernehmen

soziale Verantwortung

Wir fördern den Dialog und ermöglichen

Mitgestaltung, wir wertschätzen

Vereine und Grundeigentümer

und unterstützen bestehende,

familiengeführte Tourismusbetriebe.

Welcher Tourismus nützt allen?

Diese Frage stellt sich die Tourismusregion

Wilden Kaiser regelmäßig

– gemeinsam in einer Runde, in

der alle ihre Ideen, aber auch Kritik

einbringen können. Wertschätzung

ist dabei die Basis für den Dialog

und die Mitgestaltung.

Wir erleben die

Region gemeinsam

Sichtbar gewordene Wertschätzung

für alle – ob bei der Aktaktivierung

der Begegnungszonen in den Orten,

der Berücksichtigung aller Anspruchsgruppen

bei Veranstaltung

und das Öffnen des touristischen

Angebotes für alle am Wilden Kaiser

lebenden und arbeitenden Menschen

zeichnete den respektvollen

Umgang miteinander aus.

Wir arbeiten

im Tourismus

Und das mit ganz viel Herz und

Engagement, ob im Management

oder in der Küche. Dafür wurde die

Botschaftergruppe „Kaiserschaft ·

Attraktives Arbeiten im Tourismus“

mit 15 engagierten Touristikerinnen

46 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 47


ins Leben gerufen. Sie stärken ihre

Führungsqualitäten und empowern

ihre Mitarbeiter zu systemisch

denkenden Entrepreneuren, setzen

sich für faire Entlohnung und die

Stärkung des regionalen Wohlfühlfaktors

ein. Durch ihre Initiative

verbessern sie nicht nur das Image

des touristischen Arbeitens innerhalb

der Region, sondern durch das

regelmäßige Teilen ihrer Erkenntnisse

auf internationalen Kongressen,

auch das der gesamten touristische

Branche.

Kein Wachstum ohne Wurzeln,

kein Wachstum ohne Respekt, kein

Wachstum ohne Sinn. #wirzusammen

am Wilden Kaiser seit 2017

gemeinsam unterwegs für ein neues

Wilder Kaiser Selbstverständnis

und den Tourismus der Zukunft.

#wetogether

At the Wilder Kaiser, cohesion is not

just a philosophy, but rather a true

attitude to life. A value that shapes

the region like no other, giving it

authenticity and character. What

began as an insignificant idea is now

a movement, a beacon initiative with

a role model effect – far beyond the

borders of the country.

Tourism at the Wilder Kaiser is

booming. With all the nice numbers,

however, a drop of bitterness

remains. Shall we continue like this?

Even more overnight stays? Is the

futures tourism supposed to look

like this at the Wilder Kaiser?

As the first holiday destination in

the Alps, the Wilder Kaiser initiated

a citizen participation process in

order to work together with locals,

employees and (regular) guests in order

to search for tourism that serves

everyone - tourism not as an end in

itself, but as a natural economic factor

for everyone living, working and

vacationing in the region. A tourism

with a high quality of life and intact

nature, a tourism that does not take

the easiest way, but the right way.

In numerous dialog evenings, the

new touristic future of the Wilder

Kaiser was discussed together with

experts from outside the region and

solid implementation projects were

developed:

We take responsibility for nature

As a leading region, the Wilder

Kaiser took the initiative for the

development of the „Naturtrip“ app.

The free app suggests to visitors in

real time how to reach the respective

excursion destinations by public

transport.

We support regional cycles

With the „Marketplace“ project, an

important step was taken to bring

regional quality in front of the curtain

and consumers and producers

together. The platform provides information

on when and from whom

the region’s high-quality products

can be purchased.

We promote the quality

of life at the Wilder Kaiser

Away from the highly touristic

two-season use to an attractive yearround

destination with quiet times

for relaxation and conscious retreat.

The Wilder Kaiser is also breaking

new ground here with conscious

initiatives.

We assume social responsibility

What kind of tourism benefits

everyone? This is a question that

the Wilder Kaiser touristic region

regularly asks itself – together at

a round table where everyone can

contribute their ideas, but also their

criticism. Appreciation is the basis

for dialogue and co-design.

We experience the

region together

Visible appreciation for all – opening

the tourism offers for all people

living and working at the Wilder

Kaiser characterized by respectful

interaction with each other.

We work in tourism

The ambassador group „Kaiserschaft

– Attractive Working in

Tourism“ with committed female

tourism professionals empower

their employees to become systemically

thinking intrapreneurs.

Through their initiative, they do not

only improve the image of working

in tourism within the region, but

also of the entire tourism industry.

No growth without roots, no

growth without respect, no growth

without meaning. #wetogether at

the Wilder Kaiser since 2017 on

the road together for a new Wilder

Kaiser self-image and the tourism of

the future.

Mehr dazu unter:

More information are

available online at:

www.wilderkaiser.info/wirzusammen

Tipp

Naturtrip einfach

hier öffnen:

# WIRZUSAMMEN

Wir übernehmen

VERANTWORTUNG für die Natur

Und gehen mit GUTEM

BEISPIEL voran

www.wilderkaiser.info

tvb_wk_Inserat Ellmauer Zeitung_A4.indd 1 05.07.21 09:05

48 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 49


Bergdoktor

Die Nachbarschaft

des Bergdoktors

Der Kirchplatz in Going ist einer der Hauptdrehorte

für die beliebte Serie Der Bergdoktor.

Wie wir sie kennen und lieben.

Rien ne va plus! Nichts geht mehr!

Bereits ein halbes Jahr vor Veranstaltungsbeginn

lesen wir auf der

Website des Tourismusverbandes

„Die Tickets für den Bergdoktor

Fantag sind ausverkauft.“ Dass die

idyllische Heimatserie solch großen

Erfolg verbuchen würde, daran

glaubte vor 14 Jahren niemand. Auch

die Anrainer rund um die Drehorte

nicht. Heute zählt „Der Bergdoktor“

zu den beliebtesten Heimatserien

des österreichischen und deutschen

Fernsehens.

Logenplatz

am Drehort

„Zu Beginn war’s scho komisch.

Mit wieviel Zeug die Filmleute

damals angekommen sind“. Nachbarin

Kathi Eder erinnert sich an

die Anfänge der Dreharbeiten. Ihre

Wohnung liegt im ersten Stock des

Gemeindeamtes in Going am Wilden

Kaiser. Von hier aus genießen

sie und ihr Mann einen Eins-A-Logenplatz

für den Drehort am Dorfgelände.

„Früher war das Filmen für

uns sehr aufregend. Mittlerweile

blicken wir nur mehr kurz hinunter.“

Es sind die vielen Szenenwiederholungen

welche mit der

Zeit etwas eintönig werden. „Mia

schauen uns lieber die fertige Serie

im Fernsehn an“, lacht Kathis Mann

Gottfried „dann sparen wir uns die

Warterei was als Nächstes gefilmt

wird.“ Über Drehbeginn und -zeit

werden Eders frühzeitig vom Filmmanagement

informiert, so lassen

sich notwendige Einkäufe und Ausfahrten

mit dem Auto gut planen.

Danach geht nichts mehr – Fenster

zu und zuhause bleiben, heißt es.

Lustig ist’s dann aber doch immer

wieder bei den Dreharbeiten. „Einmal

wollte so ein Vogel gar nicht

aufhören zu singen, da hat das Filmteam

alles mögliche versucht um ihn

zu verjagen. “Aber weder Klatschen

noch Radiomusik konnten den

kleinen Spatz davon abhalten sein

Lied zu trällern. Schlussendlich

musst die gesamte Crew warten,

bis das Vogelkonzert beendet war.

Bergdoktorfans seien sie alle beide

erklärt Kathi Eder. „Der Herr Sigl is’

so ein netter Mensch. Er grüßt stets

freundlich und hat immer kurz Zeit

für ein nettes Gespräch mit uns.“

Filmdreh mit

Gottes Segen

„Herzlich Willkommen in Going am

Wilden Kaiser! Schön dass Sie die

Drehorte vom Bergdoktor besuchen!

Die Sonnenapotheke dient als

Filmkulisse, hier gibt’s weder Pillen

noch Salben! Die nächste ‚echte‘

Apotheke ist in Ellmau.“ An der

Anschlagtafel vor dem Pfarrhaus

in Going alias der Sonnenapotheke

stellt Altpfarrer Josef Haas schon

mal klar, was den Besucher in

seinem Haus erwartet, oder eben

nicht. „Griass Gott, magst bloß

reinkommen, ich bin gleich da,“ tönt

es aus dem Nebenzimmer. Pfarrer

Josef ist ein herzlicher Zeitgenosse

und für jeden Spaß zu haben. Kein

Wunder also, dass sich Komparsen

und Make-up Artists so wohl im

Pfarrhaus fühlen. „Das Pfarrhaus ist

so quasi der Aufenthaltsraum für

alle nicht Superstars“, lacht er. „Mia

gefällt das und ich komme mit jedem

ins Gespräch.“ Aus aller Herren Länder

kämen die Nebendarsteller und

Statisten. Das wisse der Altpfarrer

genau, denn er frage jeden einzelnen

danach wo er zu Hause sei und was

seine Aufgabe beim Film wäre. Am

meisten interessiere ihn aber das

Equipment und der Aufwand für

die Effekte. „Einmal durfte ich auch

mitspielen“, erinnert sich Pfarrer

Sepp, „da wurde eine Begräbnisszene

gedreht und der Himmel war

strahlend blau. Dann haben die

den Friedhof komplett mit Laken

verdunkelt und die Regenmaschine

eingeschaltet, weil es im Film bei einer

Beerdigung immer regnen muss.

Ah Wahnsinn!“, lacht er. Jetzt darf er

nicht mehr als Geistlicher mitspielen,

stattdessen als Mesner.

Gasthof ohne

Ausschank

In Wirklichkeit ist der „Gasthof am

Wilden Kaiser“ gar kein Gasthof

und war es auch nie, sondern ein

ganz normales Wohnhaus – nämlich

das von Johann Gschwendtner.

Mit sieben Jahren kam er von

St. Johann in Tirol zur Tante nach

Going, um ihr zur Hand zu gehen.

Die war Mesnerin und Hans bald

ihr Vize-Mesner. Heute wohnen nur

noch er und seine Pflegerin im Haus

der Tante. „Wenn’s zum Drehen

wird, dann müssen wir immer aufs

Zimmer verschwinden, weil die

meine Stube für die Vorbereitungen

brauchen.“ In Hans’ Küche wird

dann das Filmessen für die Gasthofszenen

zubereitet. „Früher war i

immer aufgeregt, wenn die Filmleut’

gekommen sind, heute ist das für

mich ganz normal. Sie sind ja alles

nette Burschen und Dirndln.“

Zimmer mit

Filmblick

Im Brantlhof bei Gabi Schwaiger

werden Fanträume wahr. Während

der Drehsaison seien ihre Zimmer

mit Blick zum Dorfplatz schnell

weg. „Ja, von da oben hat man wirklich

einen ganz tollen Blick auf das

Filmgelände“, lacht die Gabi. „Das

gefällt den Leuten!“ Sonst hat Gabi

eher weniger Berührungspunkte

mit „Dem Bergdoktor“. Ab und zu

begleitet sie Gästekinder zum Herrn

Doktor, um um Autogramme zu

bitten. Und einmal, da gab es auch

ein großes Fest – mit Freibier und

allem – extra für den Film, versteht

sich. „Da durften alle Gäste dabei

sein, das war wirklich nett“, erzählt

Gabi.

Ob passionierter Fan oder nicht,

eins ist für die Nachbarn rund um

die Drehorte klar, für sie gehört

„ihr“ Bergdoktor einfach dazu. Mit

Sack und Pack, Kamera, Tonassistentin

und Regisseur!

Fantag

in Going

Ein kleiner Rückblick auf den

Fantag im Mai 2019: Es ist ein trüber

Frühsommertag im idyllischen

Going am Wilden Kaiser. Dicht an

dicht drängen sich die unzähligen

Besucher in blauen Wilder Kaiser

Regenponchos vor dem Pavillon

zusammen. Handys werden gezückt.

Aufgeregtes Murmeln geht durch

die Reihen. Dann treten SIE auf die

Bühne, die Stars der TV-Serie „Der

Bergdoktor“. Nach vier Jahren Pause

ist die originale Drehkulisse rund

um den Goinger Dorfplatz Treffpunkt

von Fans und Schauspielern.

Beim Bergdoktor Fantag zeigen

sich die TV Stars von ihrer ganz

privaten Seite und begeistern

damit die 1.200 Fans vor Ort.

Tipp

Jährliche Bergdoktorveranstaltungen.

Den Stars ganz nah und

Unterhaltung der Extraklasse.

Alle Infos unter www.wilderkaiser.info/bergdoktor

50 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 51


The Bergdoktor’s Neighbourhood

Der Bergdoktor (‘The Mountain

Doctor’) series is one of the most

popular shows on Austrian and

German television today. Fourteen

years ago, nobody would have

believed that this idyllic local series

would be such a huge success –

not even those who live near the

show’s filming locations.

Front row seats

“It was weird at first with the sheer

amount of equipment the film

people came up here with,” says

neighbour Kathi Eder, recalling the

start of shooting. Her flat is on the

first floor of the Going am Wilden

Kaiser municipal office building.

From here, she and her husband enjoy

first-class box seats when shoots

take place in the village. “We used

to think the filming was so exciting.

Now we just glance down every now

and then.” Shooting multiple takes

of each scene would surely take the

magic out of it for anyone. “We’d

rather watch the finished product

on TV,” laughs Kathi’s husband

Gottfried. “Then we don’t have to

wait around to find out what’s getting

filmed next.”

Filming with God’s blessing

“Welcome to Going am Wilden Kaiser!

The Sonnenapotheke pharmacy

is a film set – you won’t find any

pills or ointments here! The nearest

‘real’ pharmacy is in Ellmau.” On the

notice board in front of the parochial

house in Going, which serves as

the Sonnenapotheke, parish priest

Josef Haas makes it clear what visitors

can expect at his house – and

what they can’t. “My home is like a

common room for all the non-superstars,”

he laughs. “I like it, and I

get to talking with everyone.” The

supporting actors and extras come

from all over the world – something

Father Haas knows well, since he

makes a point of asking every single

one where they call home and what

they’ll be doing during the shoot.

An inn without a bar

In real life, the Gasthof am Wilden

Kaiser is not an inn at all and never

has been. It’s a completely normal

house – specifically, Johann

Gschwendtner’s house. All the

dinner props for the inn scenes are

prepared in Hans’ kitchen. “I used to

get so excited when the film people

came. Nowadays it’s totally normal.

They’re all nice boys and girls.”

Rooms with a view – of filming

Fans’ dreams come true at Gabi

Schwaiger’s Brandtlhof guesthouse.

During the filming season, her

rooms with a view of the village

square go faster than hot cakes.

“You really do get a great view of

the filming from up there,” laughs

Gabi. “People love it!”

The one and only.

52 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 53


Für die ganze Familie

Goinger Badesee

Badespaß mit Panoramablick.

Zwischen grünen Wiesen am Fuße

des Wilden Kaisers befindet sich ein

wahres Naturjuwel – Der Goinger

Badesee. Der mit frischem Quellwasser

gespeiste See ist ein Ort der Begegnung

und sein weitläufiges Areal

hat viel zu bieten. Groß und Klein

kommen hier voll auf ihre Kosten.

Für Kinder ist der Wasser spielplatz

mit Piratenschiff und Klettergerüst

das absolute Highlight. Doch die

hundert Meter lange Breitwellenrutsche,

die direkt ins Kaiserwasser

und den Nichtschwimmerbereich

führt, steht dem in nichts nach.

Sportler können sich nicht nur im

Wasser austoben. Die größte Beachvolleyballanlage

Westösterreichs mit

4 turnierfähigen Plätzen lädt zum

spannenden Match ein. Genießer

finden auf der 50.000 m² großen

Liegewiese das ideale Plätzchen zum

Entspannen oder stärken sich am

Seebuffet.

Am Goinger Badesee, wo Erholung

auf Unterhaltung trifft, ist

Badespaß für jedermann garantiert!

Bathing Lake Going – a gem

of nature with a spectacular

view. Whether you enjoy sunbathing

or you want some family or

quiet time – everyone is in search of

refreshment in summer. Situated

in the midst of green meadows, with

the Wilder Kaiser just nearby and

fed from fresh spring water, the

bathing lake Going with its wide

area has lots to offer.

The water playground with

the pirate ship and a jungle gym

is an absolute highlight for the

kids. Definitely worth mentioning

as well is the 100 m long open air

slide, which leads directly into the

non-swimmers area. Athletes can

run riot either in the water or on

the largest beach volleyball facility

in West Austria. The 50.000 m² big

lawn for sunbathing invites you

to relax after you have had a bite to

eat at the buffet. The bathing lake

Going, where recreation meets entertainment

and fun is guaranteed.

Preise 2022 · Price list

Erwachsene • adults

Ohne GästeCard

without guestcard

Mit GästeCard

with guestcard

Kinder • children

Ohne GästeCard

without guestcard

Tageskarte · day ticket € 6,50 € 6,– € 3,– € 2,50

Nachmittagskarte (ab 14 Uhr) · afternoon ticket € 4,– € 2,–

Abendkarte (ab 17 Uhr) · evening ticket € 3,– € 1,50

10er Block · pack of 10 € 50,– € 25,–

Saisonkarte · ticket for the whole season € 70,– € 30,–

Familiensaisonkarte · family season ticket € 150,–

Parkgebühr · Parking fee € 2,00 pro Tag

Mit GästeCard

with guestcard

54 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 55


Familienführung im Moor.

Für die Ganze Familie

Moor & more

Eine Erlebniswelt inmitten versteckter Bergmoore.

Mit Rocky und Törfchen auf Entdeckungstour in der Natur.

Abwechslung. Die Wege auf der

Törfchen Runde zwischen Rummlerhof

und Römerhof sind breit und

einfach angelegt. Auf der Rocky

Runde in Going wird es etwas steiler

und steiniger, aber alle 15 Minuten

erreicht man mühelos einen Rastplatz.

Hier kann man sich auch die

selbst mitgebrachte Jause schmecken

lassen. Und danach geht es weiter

zum Libellenflug, Kaiserpendel,

3 verkehrte Bäume und Spinnennetz.

Unterwegs

mit unseren

Moorexperten

Wer nicht alleine auf Entdeckungsreise

gehen möchte, lässt

sich am besten von einer unserer

Naturpädagoginen begleiten. Sie

sind Expertinnen für das Goinger

Hüttlmoos und nehmen sich von

Anfang Juni bis Anfang Oktober

jeden Donnerstag von 10 bis 16 Uhr

viel Zeit, um Natur und Tiere des

Moores zu erklären. Ausgerüstet mit

selbstgebasteltem Casher, Lupe und

Döschen geht es mit der gesamten

Familie auf eine spannende Tour

durchs Moor. Beim Verkosten der

Heidelbeeren und Plantschen im

Bach wird das „Gespür für die Natur“

neu entdeckt.

Geschützte

Landschaft

stellte man 2012 das Goinger Hüttlmoor

unter Naturschutz. Seitdem

gilt einmal mehr: Natur erleben –

Natur genießen. Unverfälscht und

echt am Fuße des Wilden Kaisers,

dort wo die Eiszeit die Natur

geformt hat, wie sie heute ist.

Tipp

Alle Moorforscher,

die auf

der Rocky oder Törfchen-Runde

alle Rätselfelder auflösen, bekommen

im Infobüro Going eine

kleine Überraschung.

In a land before our time

The Alps were once covered in a

layer of ice that stretched to a full

km in height, holding the Kaiser

Mountains in its clutches. It was

only towards the end of the last ice

age around 10,000 years ago that

the Earth gradually warmed up

again, and the snow and ice slowly

began to melt, revealing what had

been hidden beneath all those years:

lakes, ponds and pools – areas which

today make up our moors. This is a

landscape that’s equally as bizarre

as it is fascinating, shrouded in

legend and mystery. At the Wilder

Kaiser Moor & more adventure

park, visitors will delve into a truly

magical world that holds surprises

for even the most experienced naturalists.

Hidden marshy pools, newly

discovered insects and even the

moor’s former inhabitants, fairies

and elves, who found refuge in these

swampy meadows, occasionally

peek out from behind the cotton

grass. This includes Törfchen, the

little elf who lives with her parents

on the moor between Going and St.

Johann. Plagued by boredom, she

spontaneously sets out on a journey

with her friend Rocky, her granny

Grusela and grandpa Schneggi to

discover the marsh. They all learn

new things about the flora and fauna

along the way. The stations playfully

wend their way through the

Wilder Kaiser’s landscape and use a

child-friendly approach to explain

the origin of the moors and why

they are so important to nature and

the environment. The two mystery

hikes are ideal excursions that let

visitors keep cool right in the valley

on hot days. There are rest stops

located around every 15 minutes,

where you can sit and enjoy any

snacks you have brought along.

If you’d prefer not to embark on

this voyage of discovery on your

own, join a guided hike with nature

educator Elfriede. She is an expert

on Hüttlmoos, a type of moss local

to Going, and is happy to take time

explaining the flora and fauna on

the moor. However,

the guided tour of the

moor takes place

only in German.

Einst lag in den Alpen eine kilometerhohe

Eisdecke. Erst als sich

gegen Ende der letzten Eiszeit, vor

ca. 10.000 Jahren, die Erde wiederallmählich

erwärmte, schmolzen

Schnee und Eis. Zurück blieben

Seen, Teiche und Tümpel. Heute

finden wir an diesen Stellen unsere

Moore – eine bizarre, faszinierende

und geheimnisvolle Landschaft.

Die Moor & more

Erlebniswelt am

Wilden Kaiser

In der Moor & more Erlebniswelt

am Wilden Kaiser tauchen die

Besucher in eine wahre Zauberwelt

ein, die viele Geheimnisse birgt.

Törfchen, die kleine Elfe, die mit

ihren Eltern im Moor zwischen

Going und St. Johann lebt, hat gerade

Langeweile und geht mit ihrem

Freund Rocky, Oma Grusela und

Opa Schneggi auf Entdeckungsreise

im Sumpfgebiet. Dabei lernen alle

so einiges über die Pflanzen- und

Tierwelt.

Die verschiedenen Spiel-, und

Rätselstationen klären auf kindgerechte

Weise über die Entstehung

der Moore auf, und warum diese

so wichtig für Natur und Umwelt

sind. Dabei bieten zwei Rätselwanderungen

für alle Altersstufen viel

Dass sich die Natur rund um die

Moorlandschaft in Going wieder

so rasch erholen konnte, ist der

schonenden Renaturierung zu verdanken.

Auch hier zu Lande wurden

bis in die späten 70er die vermeintlich

unnützen „sauren Wiesen“

entwässert und daraus brauchbare

Wälder und Felder gemacht. Ebenso

war Torf, da kostengünstig, ein

beliebtes Heizmaterial für die alpine

Bevölkerung. Der wahren Bedeutung

der Moore wurde man sich erst

in den letzten Jahren bewusst und so

Spielerisch über das Moor lernen.

56 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 57


Ausflugsziele

Der Raritätenzoo Ebbs

Seit über 30 Jahren Tirols exotischer Tierpark

am Fuße des Zahmen Kaiser.

Der individuelle Tierpark ist seit vielen Jahren ein

Ausflugsziel für die ganze Familie und bietet Naturund

Tierliebhabern einen wunderbaren Ort, um sich

vom Alltag zu lösen und exotische Tiere zu beobachten.

Der Park ist in seiner natürlichen Umgebung am Fuße

des Zahmen Kaisers ein ganz besonderer Ort. Ihre

Augen sehen, ihre Ohren hören und ihre Seele taumelt

in der Atmosphäre dieses familiär geführten Tierparks.

Zahlreiche kleine Details in der Gartengestaltung, eine

gemütliche Terrasse mit Bergblick werten das gesamte

Bild nochmals sehr auf.

Raritätenzoo Ebbs

Kruckweg 20/Parkplatz Haflingerweg

6341 Ebbs

T: +43 (0) 664 455 36 30

info@raritaetenzoo.at

www.raritaetenzoo.at

bezahlte Anzeige

Shopping

Bio-Hotel Stanglwirt

Hier ist der Style Daheim – Ihr besonderes Einkaufserlebnis

Unter der Leitung von Maria Hauser präsentiert der

Stanglwirt auf mehr als 250 m² seinen einzigartigen

Concept-Store mit exklusiven Highlights aus der Modewelt

und ausgesuchten Wohnaccessoires.

Auf der Suche nach dem Look von Morgen ist die

Junior chefin weltweit auf allen Modemessen unterwegs

und trägt stilsicher aktuelle Marken zu einem angesagten

Modemix zusammen. Trends, Nachhaltigkeit und

modische Fair Fashion Organic Labels stehen dabei im

Fokus.

Hier im „Stangl-Shop“ finden Sie alles, was die

Modewelt für Trendsetter zu bieten hat.

Juvia, Delicate Love, IVI, Grace, Princess, Frieda

& Freddies NY sowie Erdbär, Armed Angel, Lanius,

Lollys Laundry, Lena Hoschek, Meindl, Bademode von

der Kultmarke Melissa Odabash sowie die angesagten

Kinder-Labels Donsje, FUB und Miniature. Ausgefallene

Geschenkideen und nachhaltige Spielsachen runden das

liebevoll ausgesuchte Sortiment ab.

Nebenan im Sport-Eck finden Sie das optimale

Sport-Equipment für Ihre liebste Freizeitbetätigung

und auch hier werden Sie vom bestens geschulten

Sport-Team fachmännisch beraten. Ergänzt werden

Ihre Einkaufserlebnisse durch eine erlesene Auswahl

an hausgemachten Köstlichkeiten und besondere

Stanglwirt-Souvenirs im Stanglwirt Bauernladen.

Bio-Hotel Stanglwirt

Kaiserweg 1, 6353 Going

T: +43 5358 2000, daheim@stanglwirt.com

www.stanglwirt.vom

bezahlte Anzeige

exotisch, tierisch

sehenswert

AM FUßE DES ZAHMEN KAISERS

IN TIROL

Der

Ausflugs-

Tipp

für die ganze

Familie

TOP

SEIT

1991

GEÖFFNET

April, September,

Oktober 10 bis 18 Uhr

Mai bis August

9 bis 18 Uhr

März & November

laut Homepage

im Haflingerweg

Ebbs

Raritätenzoo Ebbs

Kruckweg 20, A-6341 Ebbs/Tirol

Tel.: +43 664 455 36 30, info@raritaetenzoo.at

www.raritaetenzoo.at

MIT FREUDE

SHOPPEN

… daheim beim Stanglwirt

6353 Going am Wilden Kaiser

Tel.: +43/(0)5358/2000-987

daheim@stanglwirt.com

www.stanglwirt.com

Stangl_Going stärkt 12_2020 RZ.indd 2 04.12.20 13:09

58 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 59


Goinger Moor & more

SoKo Moor & more

Die fleißigen Arbeiter.

Törfchen und Rocky sind die guten Elfen der Moor & more

Erlebniswelt in Going am Wilden Kaiser. Wer hier allerdings

die tatsächliche Arbeit erledigt, sieht man oft erst auf den

zweiten Blick.

„Normale“

Arbeiter

Gelb-Orange leuchten die Sicherheitswesten

aus dem Dickicht.

Regelmäßig bleiben auch Wanderer

stehen und erkundigen sich

interessiert nach dem Tun der

Mitarbeiter*innen. „So entstehen

immer wieder schöne Gespräche“,

zeigt sich Franz Lanthaler begeistert.

Es seien die Anerkennung und

Wertschätzung die das Team noch

zusätzlich motiviere und ein erster

Schritt in Richtung Normalität –

für beide Seiten. Berührungsängste

gäbe es hier keine. Auch die Tätigkeiten

am Wilden Kaiser gingen

weit über die frühere Arbeit in einer

Werkstätte hinaus. „Wir wollen als

Lebenshilfe dort arbeiten, wo wir

gebraucht werden. Hier sind wir

‚normale‘ Arbeiter und gehören

einfach dazu.“ Dies symbolisieren

nicht nur die gelb-orangen Westen,

sondern auch das „Einsatzfahrzeug“

mit Rundumleuchte. Mit diesem

seien sie auch in anderen Regionen

unterwegs – selbstverständlich zum

handelsüblichen Stundensatz.

Die Gruppe hat den ersten

Teilabschnitt des Weges fertig mit

Hackgut bestreut. Nun sitzen sie gemütlich

auf einem Bankerl. Genießen

die Ruhe des Waldes, die frische

Luft, die warmen Sonnenstrahlen

und ihre Jause. Alle sind sich einig

– ein herrlicher Tag, so ein Arbeitstag

im Moor & more in Going am

Wilden Kaiser!

Die Lebenshilfe Tirol

Menschen mit Behinderungen, die

am Wilden Kaiser wertvolle Aufgaben

erledigen.

Die Lebenshilfe Tirol ist eine

be herzte Wegbegleiterin von Menschen

mit Behinderungen bei einem

barrierefreien, selbst bestimmten

und erfüllten Leben. Dabei spielen

Kooperationen vor Ort in den

Gemeinden eine wesentliche Rolle,

neben neuen Tätigkeitsfeldern auch

Begegnungen für alle im Alltagsleben

möglich und erlebbar zu

machen. Wenn uns das Team der

Lebens hilfe aus Oberndorf im Infobüro

in Going besucht, dann geht

nicht nur die Tür weit auf. Nein, es

ist vor allem das Herz, welches dann

mit viel Freundlichkeit und guter

Laune regelrecht überschüttet wird.

Die Lebenshilfe unterstützt das Infobüro

Going nicht nur im Bereich

Moor & more - nein auch in einem

Projekt für den Tourismusverband

sortieren die fleißigen Arbeiter der

Lebenshilfe das wertvolle Saatgut

und füllen es in Reagenzgläser, die

als originelle Geschenke an die Gäste

weitergegeben werden.

The Moor & more task force

Törfchen and Rocky are the good

elves at the Moor & more adventure

world in Going am Wilden Kaiser.

But it’s often only at second glance

that you see who’s doing the actual

work. When the gardening team

from the St Johann’s Lebenshilfe

disability support organisation are

in action, they throw themselves

into their work with enthusiasm.

“Every session at the park is a real

highlight,” says assistant Franz Lanthaler.

The Lebenshilfe team have

been regulars at Moor & more since

2013, independently carrying out

visual inspections of the paths and

minor repairs. Hikers also often stop

and enquire with interest about the

work they’re doing. It’s the acceptance

and appreciation that boosts

the team’s motivation and is a first

step towards normality – for both

sides. “As part of Lebenshilfe, we

want to work where we’re needed.

We’re ‘normal’ workers here, and we

simply belong.” The group has finished

spreading wood chips over the

first section of the path. Now they

sit comfortably on a bench, enjoying

the peace and quiet of the forest, the

fresh air, the warm rays of sunshine

and their snack. Everyone agrees –

it’s a wonderful day to be working at

Moor & more in Going am Wilden

Kaiser!

Wahre

Naturtalente

Eifrig wird geschaufelt, der Laubrechen

geschwungen, da und dort eine

Schraube zurück an ihren Platz

gedreht. Wenn das Gartenteam der

Lebenshilfe aus St. Johann unterwegs

ist, dann wird fleißig gearbeitet

und alle sind mit vollem Einsatz und

voller Freude bei der Sache. Alle ein

bis zwei Wochen schaut die Crew in

den Südhängen des Wilden Kaisers

in „ihrem“ Moor & more nach dem

Rechten. „Für uns ist jeder Einsatz

in der Erlebniswelt ein absolutes

Highlight“, weiß Assistent Franz

Lanthaler. „Das sind genau die Aufträge,

die wir suchen weil wir hier

wertvolle Arbeit leisten und etwas

für das Gemeinwohl und die Natur

tun können“.

Leidenschaft

und Können

Bereits seit 2013 ist das Lebenshilfe-Team

fixer Bestandteil der

Erlebniswelt und führt visuelle

Routeninspektionen und kleinere

Reparaturen selbstständig durch.

Laut Arbeitsprotokoll gehören auch

das Einstreuen von Hackschnitzel

auf den Wanderwegen und die allgemeine

Kontrolle der Sauberkeit

zu den regelmäßigen Aufgaben. „Wir

sind ein eingespieltes Team, jeder

kennt seine Handgriffe und weiß

was wann und wo zu tun ist“, so der

Lebenshilfe Mitarbeiter. Größere

Arbeiten werden an den zuständigen

Bauhof weitergeleitet.

In der Ruhe liegt die Kraft.

Wo es Arbeit gibt, wird angepackt.

60 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 61


Ausflugsziele

Tauch ein

in die Urzeit

im interaktiven

Freizeitpark!

Rein in die Gondel und rauf in die Urzeit:

Dinos, Korallen, Ammoniten und Ur-Meer –

bei jedem Wetter! Dort, wo heute das beliebte Ski- &

Wandergebiet Steinplatte ist, war vor 200 Millionen

Jahren das Urmeer Tethys. Der Triassic Park macht

die alpine Erdgeschichte lebendig wie nie – und bietet

mit Triassic Center, Triassic Beach, Triassic Trail,

Aussichtsplattform, Fischers Korallen-Garten und der

neuen Tropfsteinhöhle urzeitlichen Spaß für die ganze

Familie. Und auch neuzeitliche Vergnügungen, wie

Wandern, Klettern, Biken kommen dort oben nicht

zu kurz. Also, nichts wie rauf auf die Steinplatte und

eine unvergessliche Zeit verbringen!

Öffnungszeiten:

Ende Mai bis Anfang Oktober

täglich durchgehend von 9:00 bis 16.45 Uhr

Rollstuhl- und kinderwagentauglich

Der Eintritt in den Park ist frei!

Ausflugsziele

Triassic Park auf

der Steinplatte

Neu: Urzeit-Abenteuer

jetzt auch in der „Eiszeit“

Der Triassic Park auf der Waidringer Steinplatte

schneit neuerdings auch im Winter mit lässigen

Angeboten für die ganze Familie herein – auch

ohne Skier: denn der Winterwanderweg zur Aussichtsplattform

und zur neuen Tropfsteinhöhle sind

saurierstark.

Und während die Großen die Pisten runtersausen

und die kleinen Freestyler die Triassic Funline

unsicher machen, finden die Allerkleinsten (Nicht-

Skifahrer) die Triassic Kinderbetreuung mega – immer

dienstags bis sonntags von 10.00 bis 15.00 Uhr.

Öffnungszeiten:

Anfang Dezember bis Anfang April

täglich von 8:30 bis 16:30 Uhr

Im Skigebiet Steinplatte Winklmoosalm, das

vereint, was Mama, Papa, Oma, Opa und die

Kids begeistert, mitten im Dreiländereck Tirol-

Salzburg-Bayern – leicht zu erreichen von beiden

Seiten: Waidring (AT) und Reit im Winkl (D).

ALPINOLINO & ALPINORAMA

Im Alpinolino geht’s für junge Forscher los zur spannenden Entdeckungsreise.

Über Himmelsteig, Adlerhorst, Holzwurmweg und mit der längsten Kugelbahn der

Kitzbüheler Alpen dem „Spoggolino“ erwarten euch viele tierische Rätsel und Spaß

zum Zerkugeln.

Das Alpinorama begeistert mit Kraftplätzen, Erholung und ganz viel Aussicht. Ganz

nach dem Motto „Raufkommen zum Runterkommen“.

Öffnungszeiten:

Geöffnet vom 21. Mai - 26. Oktober 2022,

täglich von 08.30 bis 17.00 Uhr

Jeden Montag Alpinolino Kinderspieltage,

von 11. Juli - 29. August 2022

bezahlte Anzeige

#icherlebemehr

Bergbahnen Westendorf GmbH

Bergliftstraße 18 . 6363 Westendorf . +43 5334 2000

www.westendorf.at . bergbahnen.westendorf@skiwelt.at

Bergbahnen Steinplatte

Alpegg 10, A-6384 Waidring, T: +43 5353 5330-0, office@steinplatte.co.at,

www.steinplatte.tirol, www.triassicpark.at

Y Bergbahn Steinplatte Waidring, f @steinplatte.waidring & @triassicpark.steinplatte

I @steinplatte, #spassseit200millionenjahren

bezahlte Anzeige

62 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 63


Kaiserherbst


Herbst –

ein Selbstportrait

Der Herbst ist bunt. Der Herbst ist grau in grau.

Der Herbst ist angenehm kühl. Der Herbst ist das Ende

des Sommers. Wofür der Herbst wirklich steht, das

ist wohl jedem selbst überlassen. Wir haben den Herbst

unter die Lupe genommen und zeigen 6 Gründe, warum

der „Kaiserherbst“ die beste Reisezeit ist.

1. Sonne bis zum

Abwinken bei

angenehmen

Temperaturen

Vor kurzem sind wir noch mit

glühendem Kopf und schwitzend im

Schatten gesessen und weder Eiswürfel

noch das Zufächeln mit der

völlig durchweichten Tageszeitung

haben der Hitze Abhilfe geschaffen.

Jetzt, nur zwei Wochen später, lässt

es sich auch wieder in der Sonne

aushalten. Mückenplage und Sonnenstich

sind wie von Zauberhand

verschwunden. Und man traut sich

wieder vor 16 Uhr aus dem Haus.

Herbst ist es, und damit halten

angenehm kühle, aber immer noch

wärmende Temperaturen Einzug.

Ob der Aufstieg auf die Goinger

Halt oder ein wirklich erfrischendes

Bad im Badesee, im Herbst kommt

auch unser Körper wieder voll auf

Touren. Außerdem ist der Altweibersommer

bekannt für seine lang

anhaltende Wärme- und Schönwetterperiode

und somit dem Sommer

um eine Nasenlänge voraus.

2. Kulinarische

Höchstleistungen

3. Meister Lampe

und Reineke Fuchs

auf Sammeljagd

Schwuppdiwupp, gerade noch da,

schon ist’s verschwunden, ab in den

Bau. Und nur mehr die rotbraune

Lunte ist zu sehen. Doch auf der

anderen Seite des Berges pfeift bereits

ein Murmeltier fröhlich durch

die Zähne. Der Hirsch röhrt seinem

Echo zu und auch Puschel das Eichhörnchen

macht letzte Besorgungen.

Wenn die Sonne ihre warmen

Strahlen auf die Natur ausbreitet,

sind auch die Tiere des Waldes

putzmunter. Somit machen Wanderer

interessante Tierbeobachtungen

entlang ihres Weges. Ob Steinbock,

Gämse oder Dachs, jetzt sind sie alle

unterwegs. Aber Achtung, stören

sollte man sie auf keinen Fall, denn

sie haben einen wichtigen Auftrag

vor dem Winter zu erledigen.

4. Auch ein bisschen

Kitsch darf sein

Der Klassiker: Laub in allen erdenklichen

Farben, leise zu Boden schwebend,

unter den Füßen raschelnd

und dazu ein unverwechselbarer,

nach Erde duftender Geruch in

der Nase. Ja, so einen Herbsttag im

Freien zu genießen hat schon was.

Dazu der tiefblaue Himmel, der

beinahe mit dem Schwarz des

Kosmos verschmilzt. Fernsicht

über alle Gipfel und Täler bis zum

Großglockner. Schuld daran ist

die Inversionswetterlage, also der

Wechsel der Luftschichten. Im

Herbst erwärmt sich die Luft in

höheren Lagen besser als im Tal.

Der Unterschied zwischen schwerer,

kalter und leichter, warmer Schicht

ist ausschlaggebend für die hervorragende

Fernsicht. So zeigt sich

dann mancher Berg nahe wie nie.

5. Volles Familienprogramm

bis

Ende Oktober

Was gibt es Schöneres als mit der

ganzen Familie auf Urlaub zu fahren,

wenn zudem der Preis stimmt?

Interessante Angebote gibt es

während den FamilienHerbstWochen.

Vom 24. September 2022 bis

6. November 2022 können Kinder

bis 15 Jahre sowohl die Leistungen

der Bergbahnen, als auch des Kaiser­

Bads in Ellmau kostenlos nutzen.

Herbst. Der Frühling des Winters.

Tataaa – mit großem Stolz präsentiert

der Herbst seine Früchte. Nicht

ohne Grund wird seit jeher zu dieser

Jahreszeit gefeiert und getanzt. Nach

getaner Arbeit auf Feld und Hof

kann endlich wieder aus dem Vollen

geschöpft werden. Nicht nur Äpfel,

Birnen, Nüsse, Gemüse und Getreide

sind nun endlich reif, auch der Käse

von der Alm hat seine Zeit im Felsenkeller

genützt, um zur Perfektion

zu reifen. Früher musste sogar

die Bierproduktion in den warmen

Sommermonaten eingestellt werden

und durfte erst zu Michaeli am

29. September wieder aufgenommen

werden. Wahrscheinlich kein Zufall,

dass genau auf diese Zeit auch das

Erntedankfest fällt.

In den Herbst schaukeln.

64 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 65


Der Regiobus Kaiserjet verkehrt regelmäßig

zwischen den Orten Söll,

Scheffau, Ellmau und Going und ist

für die Gäste der Region Wilder Kaiser

gebührenfrei. Diverese Angebote

sind direkt beim Vermieter, online,

via Telefon oder beim Tourismusverband

Wilder Kaiser buchbar.

6. Jetzt ist

was los!

Ob die Almabtriebe, die Kulinarikwochen

in Scheffau, der Musikherbst

am Wilden Kaiser, oder die

zahlreichen Bauernmärkte und

Heimatabende – im Herbst wird in

der Region Wilder Kaiser einiges

geboten. Kein Wunder also, dass es

so viele in die Berge zieht. Natürlich

ist für Kulinarik und Stimmung

bestens gesorgt. Fragt sich nur noch,

wo es denn eigentlich hingehen soll

– tja, wer die Wahl hat, hat die Qual.

Infos gibt es online oder im Tourismusbüro.

A self-portrait. 6 reasons the “Kaiser

Autumn” is the best time to travel.

Autumn means something different

to everyone. We’ve taken a close

look at autumn to show you why it’s

the best time to travel:

1. Sunshine till you drop with

pleasant temperatures. Whether

you’re climbing the Goinger Halt

or enjoying a refreshing dip in the

lake, our bodies are back at full

throttle during autumn. And Indian

summers are famous for their longer

lasting period of warmth and good

weather, outdoing summer in the

most enjoyable way.

2. Culinary excellence. This time

of year has been celebrated since

time immemorial, and for good

reason. The apples, pears, nuts,

vegetables and grains are all finally

ripe for harvesting and the cheese

from Alm has aged to perfection in

the rock cellars.

3. Meister Lampe and Reineke

Fuchs go hunting. When the sun

spreads its warm rays across the

natural landscape, the forest animals

are wide awake. This makes for fascinating

wildlife viewing for hikers

as they walk. Ibex, chamois and

badgers are all out and about.

4. A little kitsch is okay too

sometimes. Leaves in every colour

imaginable, softly floating to the

ground, a rustling underfoot and

a distinctive, fragrant smell of earth.

Enjoying a nice autumn day outdoors

has its perks. Not to mention

the deep blue sky. That view across

the peaks and valleys all the way to

the Grossglockner.

5. Jam-packed full of family

activities until late October.

Interesting offers are available

during the FamilyAutumnWeeks.

From 24 September to 6 November

2022, children up to 15 years of age

can use the services of the mountain

railroads as well as the KaiserBad in

Ellmau free of charge. The Kaiserjet

regional bus runs regularly between

the region’s villages and is free for

the Wilder Kaiser.

6. Now we’ve got something!

Whether it’s the Almabtrieb festival,

the Culinary Weeks in Scheffau,

the Alpine Autumn Music Festival

(Alpenländischer Musikherbst),

or the numerous farmers’ markets

and folk evenings – autumn in the

Wilder Kaiser region has a lot to

offer. The only question is what to

see first. You’re spoiled for choice

here. Information is available online

or at the tourist office.

Möglichkeiten – so bunt wie der Herbst.

Fröhliche Spiele im Herbstlaub.

So bunt, so schön.

66 GOING stärkt! — Sommer Das Magazin 2022/23 67


Sportprofi

GoingSport

Wir machen Sport in Going

bezahlte Anzeigen

Birkenweg 23 | 6352 Ellmau • Tel.: +43 5358 2548

info@schuh-sport.at • www.schuh-sport.at

bezahlte Anzeigen

GoingSport ist Ihr Komplettanbieter in Sachen Sport in

Going am Wilden Kaiser. Unsere Kernthemen sind BIKE

& SKI bei dem wir mit unseren einzigartigen Dienstleistungen

und Angeboten punkten.

Unser Bike Center ist mit den modernsten und besten

Bikes ausgestattet. Mit unserer Mountainbike Schule

bieten wir ein Komplett Angebot für alle Altersgruppen.

Der Ski- & Boardverleih glänzt mit beeindruckender

Markenvielfallt und Material Qualität. Als einer der wenigen

in unserer Region bieten wir modernste Tourenski

& Allmountainski mit dem passenden Zusatz Equipment

im Verleih.

Unser Skiservice mit unserer eigenen Service Philosophie

(#ibinderberni) ist einzigartig, unser Ski Tuning

ist präzise und hält länger als gewöhnliche Ski und Board

Service Angebote.

Unsere Station direkt an der Astbergbahn bietet Ihnen

noch zusätzlich ein modernes Ski- & Schuhdepot System

und einen hochmodernen Rodelverleih. Nützen Sie die

Möglichkeit und buchen Sie Ihr Verleihequipment vorab

Online auf unserer Homepage.

Goingsport

Dorfstrasse 10 / Marchstrasse 59

6353 Going am Wilden Kaiser

T: +43 (0) 5358 3127

office@goingsport.at

www.goingsport.at

SKIVERLEIH BERGSPORTPROFI SCHUH BOUTIQUE

Fotos: Head, Lowa, Gorilla - stock.adobe.com

Skiwelt Wilder Kaiser Brixental.

68 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 69


Astbergsee: der Spiegel des Kaisers.

70 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 71


Shopping

RIEDEL in Kufstein

Schenkt man sich Gläser aus Tirol

gibt es nur eine Adresse!

bezahlte Anzeige

bezahlte Anzeige

Abfahren lohnt sich. Nur fünf Minuten entfernt von

der Autobahnausfahrt Kufstein-Süd eröffnet sich für

Interessierte und Weinliebhaber die einzigartige Welt

der Weinglasherstellung auf höchstem Niveau.

Hier in Kufstein kommen nicht nur Weinliebhaber auf

ihre Kosten, sondern auch Ausflügler und ihre Familien:

Die RIEDEL Glashütte ist eine der letzten Europas,

in denen man Schritt für Schritt verfolgen kann, wie

ein Glas oder eine Karaffe entsteht. Die Besonderheit –

jedes Stück wird noch von Hand gefertigt und ist somit

ein einzigartiges Unikat. In der Emotionshow „Sinnfonie“

können Familien auf eine abenteuerliche Reise der

Sinne gehen.

In dem modernen lichtdurchfluteten 300 Quadratmeter

großen Shop und Outlet des Glasunternehmens kann

man nicht nur die in Kufstein hergestellten Meisterstücke

erstehen, sondern auch viele andere Artikel und

Sonderposten der RIEDEL Kollektion.

Wir freuen uns auf Sie und Ihre Familie!

Tiroler Glashütte GmbH

Weissachstraße 28–34

6330 Kufstein

Austria

Tel. +43 5372 64896 901

shopkufstein@riedel.com

www.riedel.com

WENN IHR WEIN WÄHLEN KÖNNTE,

DANN RIEDEL!

Solarium

Freibad

erfrischend

Aussenbecken

Klettern

Tennis

Wellness

anders!

© Martin Lifka / TVB Wilder Kaiser

CABERNET/

MERLOT

SYRAH/

SHIRAZ

PINOT

NOIR

CHAMPAGNER

GLAS

GRÜNER

VELTINER/

RIESLING

SAUVIGNON

BLANC

IM FASS

GEREIFTER

CHARDONNAY

BESUCHEN SIE UNS IN KUFSTEIN

SHOP • OUTLET • WERKSBESICHTIGUNG

WEISSACHSTRASSE 28 • 6330 KUFSTEIN • TEL. +43-5372-64896-901 • RIEDEL.COM

Kaiserbad Ellmau • Wimm 1 • Tel. +43 5358 3811 • www.kaiserbad.com

161x110,5_Gästemagazin Going.indd 1 19.01.21 08:32

72 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 73


GOING stärkt!

Brauchtum

& Geschichte

Im Wandel der Zeit den

Mut zur Tradition zu haben.

Das ist eine unserer Stärken.


Custom & History — Embracing tradition

in times of change. That is one of our strengths.

74 GOING stärkt! — Brauchtum & Geschichte Das Magazin 2022/23 75


Regional

Marktplatz

Wilder Kaiser

Regionalität im Korb.

Regionale Kreisläufe am Wilden Kaiser

ihren Erzeugnissen vor den Vorhang

geholt. Oft weiß man zwar, was der

direkte Nachbar herstellt – dass die

Bäuerin zwei Orte weiter nicht nur

guten Speck, sondern auch feine

Filzpatschen hat, schon weniger.

Daher war klar: Basis des Projekts

ist ein Verzeichnis der erzeugenden

und verkaufenden Betriebe. Unter

www.wilderkaiser.info/marktplatz

kann man sich online informieren.

Die Plattform ist nicht abgeschlossen

und weiterhin offen für alle

regionalen Erzeuger*innen bzw.

Anbieter*innen, die sich und ihre

Produkte dort präsentieren wollen.

Im Portrait: Der

Blaikenhof in Going

Einer, der von Anfang an beim

„Wilder Kaiser Marktplatz“ dabei

war, ist Christian Wallner. Er führt

den Blaikenhof in Going in vierter

Generation und wo früher Milchkühe

standen, sind inzwischen Wagyu-

Rinder eingezogen. Das Tierwohl

hat für Christian oberste Priorität,

das können seine Kunden beim Hof-

Verkauf mit eigenen Augen sehen.

In ganz Tirol gibt es rund 80

Wagyu-Rinder – 30 von ihnen leben

am Blaikenhof in Going. Und wer

sich jetzt fragt, wie die schönen

Tiere den weiten Weg von Japan

zum Wilden Kaiser gefunden haben

– wir haben den Hof mit Geschichte

besucht und uns schlau gemacht.

Das erste Mal Wagyu-Rinder gesehen

hat Christian Wallner, der den

Blaikenhof führt, in der Landwirtschaftsschule.

Im Stall seiner Familie

standen damals noch 9 Milchkühe.

Dennoch, die japanischen Rinder

haben ihn nicht mehr losgelassen

und nachdem es gar nicht so

leicht war, in Tirol Wagyu Fleisch

zu bekommen, hat sich Christian

kurzerhand eine Kostprobe aus

Japan bestellt. Ab diesem Moment

war für ihn klar: Wenn er den Hof

übernimmt, werden Waguy-Rinder

in den Stall einziehen.

2016 war es dann soweit: Der

damals 20-Jährige hat den Bio-Hof,

100 Jahre nachdem ihn einst sein

Uropa gekauft hatte, übernommen

und sich online auf die Suche nach

seinen ersten Waguy-Rindern gemacht.

Und wer keine Ahnung vom

„Kuh-Business“ hat: Die richtigen

Tiere zu finden ist gar nicht so

leicht. Schon gar nicht, wenn sie japanischer

Abstammung sein sollen.

Mit viel Engagement und auch ein

bisschen Glück wurde Christian in

Niederösterreich fündig. Und so

sind die ersten zwei Wagyu-Rinder

am Wilden Kaiser eingezogen. Dabei

war immer klar, dass der Hof auch

weiterhin ein Bio-Betrieb bleiben

würde, auf dem das Tierwohl oberste

Priorität hat: „Das ist mir extrem

wichtig“, sagt Christian und jeder,

der ihn über seine Rinder reden hört

oder mit ihm in den Stall geht, weiß,

dass das zu 100 Prozent stimmt.

Heute, sechs Jahre später, ist der

Bestand auf 30 Rinder angewachsen,

von denen jährlich sieben Tiere

geschlachtet werden. Diese Aufgabe

übernimmt derzeit ein junger Metzger,

mit dem Christian zusammenarbeitet

– in naher Zukunft soll das

aber direkt am Blaikenhof passieren,

denn das ist für die Tiere mit dem

wenigsten Stress verbunden. Die

Voraussetzung dafür wurde beim

Stall-Umbau vor zwei Jahren bereits

geschaffen: Hinter dem neuen

geräumigen, hellen und gut durchlüfteten

Stall in dem die Rinder

„wohnen“ (wenn sie nicht gerade

draußen auf der Wiese mit Ausblick

auf den Wilden Kaiser unterwegs

sind), wurden sowohl ein Verkaufswie

auch ein Schlachtraum gebaut.

„Kunden sollen sehen, wie gut es

unseren Tieren geht“

Kaufen kann man das Fleisch

online über die Website oder jeden

Freitag beim Ab-Hof-Verkauf bzw.

täglich mit telefonischer Voranmeldung.

„Uns ist es wichtig, dass die

Kunden selbst sehen, wie die Tiere

leben und wie gut es ihnen bei uns

geht“, so Christian. „Deshalb ist uns

auch der Direktverkauf vom Hof

so wichtig, das stärkt das Vertrauen

der Kunden enorm.“ Damit bestätigt

Christian, was auch Studien zum

Thema belegen: Dass der der „Hofladen“

ums Eck spätestens seit Corona

einen regelrechten „Boom“ erlebt,

Die vier Kaiser-Orte Ellmau, Going,

Scheffau und Söll sind Heimat vieler

regionaler Produzent*innen. Das

Angebot ist dabei besonders vielfältig

und reicht von Fleisch in BIO-

Qualität bis hin zu Edelbränden,

diversen Lebensmitteln, Handwerks-

Erzeugnissen und noch vieles

mehr. Die Produkte aus der Region

überzeugen mit einer schonenden

Herstellung, ausgezeichneter Qualität

und individuellen Geschmack.

Wo, wann und vor allem bei wem

kann ich diese qualitativ hochwertigen

Produkte aus der Region kaufen?

Darüber gibt die Plattform „Marktplatz

Wilder Kaiser“ Auskunft.

„Regional“ liegt im Trend, das

steht außer Frage. Während so

manche*r erst durch Corona, Lockdown

und eingeschränkten Zugang

zum Handel das „Hofladl“ ums Eck

so richtig zu schätzen gelernt hat,

wissen wir in die Region Wilder

Kaiser schon lange, was wir an unseren

zahlreichen und unterschiedlichen

Produzent*innen haben.

Mit den Initiativen zur Förderung

regionaler Kreisläufe wollen wir die

heimischen Produzent*innen unterstützen

und einen weiteren Schritt

in Richtung nachhaltigen Tourismus

gehen.

Was ist der Wilder

Kaiser Marktplatz?

In einem ersten Schritt wurden

die regionalen Anbieter*innen mit

Kobe Qualität.

Franz und Christian Wallner.

76 GOING stärkt! — Brauchtum & Geschichte Das Magazin 2022/23 77


hat vor allem damit zu tun, dass

„Nähe“ ein Hebel für „Vertrauen“

ist – und das beeinflusst vor allem in

Krisenzeiten unser Einkaufsverhalten.

Die Forscher*innen gehen aber

auch davon aus, dass die Herkunft

der Lebensmittel für 41 Prozent der

Konsument*innen noch wichtiger

wird, als in „Vor-Covid-Zeiten“.

Auch, den bzw. die Händler*in zu

kennen, spielt eine gewichtige Rolle.

TIPP

Hofverkauf jeden

Freitag 15–19 Uhr

oder jederzeit nach Terminvereinbarung

Am Blaikenhof braucht man aber

definitiv kein Forschungsteam um

das zu belegen – Christian trifft mit

seinem Zugang zur Landwirtschaft

absolut den Nerv der Zeit bzw. die

Bedürfnisse der Konsument*innen.

Dass sein Wagyu-Rind durchaus

hochpreisig ist, tut der Beliebtheit

seiner Ware (der „Top-Seller“ ist das

Tomahawk-Steak), keinen Abbruch.

„Für den Preis bekommt man auch

beste Bio-Qualität, dafür sind die

Leute schon auch bereit, etwas

auszugeben.“ Dabei ist Christian

aber keineswegs realitätsfern: „Es ist

leider generell immer noch so, dass

hohe Qualität bei Lebensmitteln oft

auch eine Frage der Leistbarkeit ist.“

Daher freut es ihn ganz besonders,

dass nicht nur Gäste und Gastronomie,

sondern auch viele junge Einheimische

bei ihm Fleisch kaufen.

Denn so ein Wagyu-Steak isst man

ja nicht jeden Tag, sondern wenn

man sich einmal etwas Besonderes

gönnen möchte.

Marketplace Wilder Kaiser

The four villages of Ellmau, Going,

Scheffau and Söll are home to many

regional producers. The offer is very

divers and ranges from meat in BIO

quality to noble brandies, various

foodstuffs, handicraft products and

much more. The products from

the region convince with a gentle

production, excellent quality and

individual taste.

Where, when and above all with

whom can I buy these high-quality

products from the region? The platform

„Marketplace Wilder Kaiser“

provides information about this.

50 JAHRE

1972–2022

What is the Wilder

Kaiser Marketplace?

In a first step, the regional suppliers

and their products are brought in

front the curtain. You often you

know what your immediate neighbour

produces - but not so much

that the farmer‘s wife two towns

away not only offers good bacon, but

also fine felt slippers. It was therefore

clear that the project would be

based on a directory of producing

and selling farms.

50 JA H RE

In the portrait:

The Blaikenhof in Going

One of those who has been involved

in the „Wilde Kaiser Marketplace“

from the very beginning is Christian

Wallner. He runs the Blaikenhof

in Going in fourth generation and

where there used to be dairy cows,

Wagyu cattle have now moved in.

Animal welfare is Christian’s top priority,

and his customers can see that

with their own eyes at the farm sale.

There are around 80 Wagyu

cattle in whole of Tyrol – 30 of them

live at the Blaikenhof in Going.

And for all who now wonder how

the beautiful animals found their

long way from Japan to the Wilder

Kaiser – we visited the farm with its

history and found out.

The first time Christian Wallner,

who runs the Blaikenhof in fourth

50 JA H RE

generation, saw Wagyu cattle for

the first time in agricutural school.

At that time, there were still 9 dairy

cows in his family’s barn. Nevertheless,

the Japanese cattle did not

let him go and after it was not that

easy to get Wagyu meat in Tyrol,

Christian ordered a sample from

Japan without further ado. From

that moment on, it was clear to him:

When he takes over the farm, Waguy

cattle will move into the barn.

In 2016, the time had come: the

then 20-year-old took over the

organic farm 100 years after his

great-grandfather had once bought

it and went online in search of his

first Waguy cattle.

Today, six years later, the herd

has grown to 30 cattle, seven of

which are slaughtered each year.

This task is currently taken over by a

young butcher with whom Christian

works - but in the near future this is

to happen directly at the Blaikenhof,

because this is associated with the

least stress for the animals.

„Customers should see how well

our animals are doing“.

You can buy the meat online via

the website or every Friday at the

farm-gate sale or daily with advance

reservation by phone. „It is important

to us that customers see for

themselves how the animals live and

how well they are doing with us,“

says Christian. „That‘s why direct

sales from the farm are so important

to us; it boosts customer confidence

enormously.“

Tip

50 JAHRE

1972–2022

50 JAHRE

50 JAHRE

Have a look at

www.wilderkaiser.

info/marketplace

50 JA H RE

50 JAHRE

Shopping

s’KAISER Ladl

Dein Selbstbedienungsladen –

Regional finden wir genial!

Regionale Produkte unserer heimischen Bauern.

Milchprodukte, Wurst & Speck, Eier, Honig, Schnäpse,

Liköre, Säfte, Tees, Salben und vieles mehr. Bist du auf

der Suche nach einem Geschenk, Dekoration einem

Mitbringsl, oder einem individuellen Geschenkskorb,

bist du bei uns genau richtig. Überzeug dich einfach

selbst und komm vorbei!

50 JA H RE

s’Kaiser ladl

Schwendterweg 28

6353 Going am Wilden Kaiser

Tel. 43 (0) 664 23 35 211

info@drei-linden.at

Täglich von 07.00 bis

22.00 Uhr geöffnet

www.wildpark-tirol.at

50 JA H RE

bezahlte Anzeige

78 GOING stärkt! — Brauchtum & Geschichte Das Magazin 2022/23 79


1959 – Going wie es früher war.

Geschichte

Der Traum

vom großen Glück

Von tiefen Stollen, Goldgräberstimmung, harter Arbeit und

einem Selbstmord, der so gar nie hätte sein müssen.

Es waren einmal drei Bauern, die

auf dem Rückweg vom Kirchweihfest

ihren Rausch ausschliefen und

im Traum einen großen Schatz zu

ihren Füßen sahen. Als sie erwachten,

scharrten sie den Boden auf

und fanden Kupfer und Silber. Ob

die Sage wirklich stimmt, sehen

Historiker eher skeptisch. Dass aber

„das bedeutendste und wertvollste

Erzvorkommen des ganzen Bezirkes

und einer der größten und

großartigsten Bergbaue der Alpenländer“

einst in Going war, ist sich

zumindest Georg Mutschlechner

im Stadtbuch von Kitzbühel sicher.

Überlieferungen aus dem Jahr 1539

zufolge wurde unter dem heutigen

Astberg so einiges an Silber und

Kupfer gefunden. Rasch kam – nicht

nur im Bezirk, sondern weit über

die Landesgrenzen hinaus –Goldgräberstimmung

auf. Vor allem aus

der nahen Bergwerkstadt Schwaz

stammten die Knappen, aber auch

aus Bayern zog es die Bergleute

in das kleine Dorf.

Stollen bis zum Meer

Die Abbaurechte wurden damals

vom Landesfürsten an Unternehmerfamilien

bzw. -zusammenschlüsse

vergeben. Kostenlos war diese Ehre

natürlich nicht und so mussten

sich die so genannten „Gewerken“

mittels ertragsabhängiger Abgaben

beim obersten Herrn revanchieren.

Alles in allem muss es wohl doch ein

sehr lukratives Geschäft gewesen

sein, denn auch die Fugger und der

Herzog von Bayern waren unter

den schürfenden Genossenschaften.

Das Abbaugebiet am Röhrerbichl

im nahen Oberndorf spielte ebenso

eine wichtige Rolle wie der oberhalb

der Reither Ache liegende Fuggerbau,

das sogenannte Abendgebirge.

Dieses bestand aus Schächten, die

zum Teil bis in 890 Meter Tiefe und

somit unter Meeresniveau reichten.

1540 zählten sie zu den tiefsten in

ganz Europa.

Wasser und

Selbstmord

Der Stollenbau war wegen des

flachen Geländes nicht möglich

und so musste mit Bergbarten, auf

Die heutigen Reste des Gablgrabens.

Knien, teils im eiskalten Gebirgswasser

in steilen Schächten nach

Fahlerz gegraben werden. Um das

Grundwasser heben zu können und

das Arbeiten überhaupt möglich zu

machen, baute man Wasserhebemaschinen.

Diese benötigten für den

Betrieb jedoch Oberflächenwasser,

welches aus Seen oder über Rinnen

zugeführt wurde. Als die Grabungen

immer tiefer wurden, brauchte

es noch mehr Wasser. Ein gewisser

Herr Gabl setzte sich für einen

neuen, 1.055 Meter langen Zufluss

von der Weißache in Ellmau zum

St. Georgschacht in Going ein. Als

der Durchfluss nicht auf Anhieb

klappen wollte, nahm sich Gabl das

Leben. Er bedachte dabei nicht, dass

das Wasser einige Zeit benötigt, um

seinen neuen Weg zu finden. Wenige

Monate später wurde der „Gablgraben“

in Betrieb genommen.

Die Verseuchung

des Glaubens

Zur Blütezeit arbeiteten mehr als

1.500 Mann in den Schächten auf

der Südseite von Going. Dies stellte

Arbeitgeber, die heimische Bevölkerung

und selbst die katholische

Kirche vor neue Herausforderungen.

In der Prama, einem Ortsteil von

Going, entstanden einfache Knappensiedlungen,

in denen die Bergleute

teils unter widrigsten Umständen

auf engstem Wohnraum, mit

schlechter Hygiene und einfachster

Nahrung hausten. An sie erinnern

heute nur mehr fünf Knappenhäuser,

eines davon das Haus Gattern. Die

katholischen Oberhäupter waren

nicht sehr erfreut, als sich mit dem

Zuzug aus dem Ausland auch

der Protestantismus und die Sekte

der Wieder täufer verbreiteten.

In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts

wurde mit aller Kraft von

Kirche und Landesfürsten gegen

die „Verseuchung des Glaubens“

vorgegangen. Aufstände und Rebellionen

blieben nicht aus und führten

letztlich zu einem wesentlichen

Rückgang der Erträge und Einnahmen

aus dem Bergwesen.

Von Glanzzeiten

und Untergang

Geschwächt aus der Mitte und mit

allmählich schwindenden Ressourcen

der Natur zeichnete sich um

1700 bald das Ende der Bergbauzeit

ab. Die Fugger bauten als alleinig

übriggebliebene „Gewerke“ in den

darauffolgenden Jahren noch Salz

und letzte Reste von Kupfer und

Silber ab. Doch die Hochzeit konnte

nie wieder erreicht werden. Als

die Verluste im 18. Jahrhundert fast

alljährlich anstiegen, wurde der

Betrieb am 24. Dezember 1774 von

Maria Theresia eingestellt und die

Abbaurechte auf die ehemaligen

Bergknappen übertragen. Seit jener

Zeit gab es immer wieder Untersuchungen

auf Resterze, das letzte

Mal 1970 durch die südafrikanische

Union Corporation. Aber auch

sie musste bald feststellen, dass die

Glanzzeiten mit jährlich 12.000 kg

Kupfer und 70.000 kg Silber längst

der Vergangenheit angehören. Heute

80 GOING stärkt! — Brauchtum & Geschichte Das Magazin 2022/23 81


erinnern nur mehr wenige Überreste

des Gablgrabens, vereinzelte

Knappenhäuser und ein im Jahr

2003 errichteter Gedenkbrunnen an

die ehemalige Goldgräberzeit von

Going. Wer sich aber auf den Spuren

der Bergleute begeben möchte, der

findet den einen oder anderen verlassenen

Weg und geheimnisvollen

Stollen etwas versteckt beschrieben

in der Dorfchronik.

The dream of great happiness.

There once were three farmers

sleeping off their drunkenness on

the way home from the church

festival who dreamt they saw a great

treasure at their feet. When they

awoke, they shuffled around on the

ground and found copper and silver.

Of course, historians are sceptical

of whether this legend rings true.

But one thing is certain – “the most

significant and valuable mineral

deposits of silver and copper in the

entire district and one of the largest

and most magnificent mines of all

the alpine countries” was once in

Going, in 1539. This quickly brought

about a gold rush, not only in the

district but far beyond the country’s

borders as well. The mining area

here was comprised of shafts, some

of which going down 890 metres,

extending below sea level. By 1540,

they were among the deepest in

Europe.

The flat terrain meant tunnel construction

was impossible, steep

fahlerz shafts had to be dug out using

mining axes by miners working

on their knees, sometimes in icy

mountain water. They built water

lifting machines to lift the ground

water to make the job possible in

the first place. A certain Mr Gabl

campaigned for a new 1,055-metre-long

tributary to be built from

the Weissache in Ellmau to the St.

George’s shaft in Going. When the

water failed to flow straight away,

Gabl took his own life. What he

failed to consider was that water

takes time to find its new route.

“Gabl’s Grave” was put into operation

just a few months later.

In its heyday, more than 1,500

men worked in the shafts on the

southern side of Going. This posed

new challenges for employers,

the local population and even the

Catholic Church. Miners’ settlements

cropped up in Prama, a

district of Going, where miners

sometimes lived under arduous

conditions in confined living spaces,

with poor hygiene and only basic

food. Catholic leaders were not

pleased when arrivals from abroad

saw the spread of Protestantism and

the Anabaptist sect. The full might

of the church and local sovereigns

was brought to bear against the

“contamination of the faith” in the

second half of the 16th century.

Insurrections and rebellions were

inevitable and eventually led to a

substantial decline in income and

revenue from mining.

Weakened from the centre and

faced with gradually diminishing

natural resources, the turn of the

18th century was characterised as

the beginning of the end of the

mining period. As losses increased

almost annually during the 18th century,

operations were finally halted

on 24 December 1774 by Maria

Theresa and the mining rights were

transferred to the former miners.

Today what remains are only a few

remnants of Gabl’s Grave, a smattering

of miners’ settlements and

a memorial fountain honouring

Going’s erstwhile gold rush, which

was erected in 2003. Yet anyone

looking to follow in the footsteps

of the miners themselves can find

some abandoned route or other or

one of the mysterious tunnels

hidden away in the village chronicle.

Gepflegte Bauernhäuser.

Der Knappenbrunnen in der Prama.

Die Natur mitten im Dorf.

82 GOING stärkt! — Brauchtum & Geschichte Das Magazin 2022/23 83


Vereinsleben

Die Goinger

Landjugend

Zukunft Jugend!

Ein Teil der Landjugend Going.

In kaum einem Land gibt es so viele

Vereine wie in Österreich: Mehr als

die Hälfte der Bewohner ist Mitglied

in einem von über 124.000 Gemeinschaftsbünde.

Auch in Going

hält man die Dorfgemeinschaften

hoch. Sage und schreibe 52 Vereine

gibt es in der 1.900 Seelengemeinde

am Wilden Kaiser. Grund genug

um hinter die Kulissen zu blicken

und nach dem wie und warum zu

fragen. Ab sofort stellen wir in jeder

Ausgabe des Going stärkt! Magazin

einen der zahlreichen Zusammenschlüsse

vor. Dieses Jahr widmen

wir uns der Landjugend – einem der

größten und bekanntesten Vereine

der Region.

Wo es anders wo Jugendliche

vom Land in die Stadt zieht, haben

entgegen in Going am Wilden

Kaiser 50 junge Leute ihre Bestimmung

gefunden. Die Landjugend

ist nicht nur eine der größten

Jugendorganisationen Österreichs,

sondern auch essenzielle Säule jeder

ländlichen Gemeinde. Die Mädchen

und Burschen zwischen 14 und 35

leisten einen wesentlichen Beitrag

zur Entwicklung und Gestaltung

des ländlichen Raumes – mit ihrer

tatkräftigen Freiwilligenarbeit und

ihrem großartigen Engagement.

Johannes Aigner, Obmann der

Goinger Landjugend erzählt, was

für ihn dieses Engagement ausmacht

und warum die Landjugend nicht

nur feiern, sondern auch richtig

anpacken kann.

Johannes, warum

gibt es die Landjugend

eigentlich und

was macht sie so

besonders?

Zum einen geht es um die aktive

Freizeitgestaltung, aber auch um die

persönliche Weiterentwicklung von

Jugendlichen. Und um das gemeinsame

Gestalten der Zukunft im

ländlichen Raum. Für uns in Going

ist gerade auch die Brauchtumspflege

wichtiger Bestandteil.

Das heißt, ihr seid

auch tatkräftig bei

vielen Veranstaltungen

mit dabei?

Ja, auf jeden Fall. Bei den kirchlichen

Feierlichkeiten wie Fronleichnam

im Frühling und Erntedank im

Herbst tragen wir die Frauenstatuen.

Wir binden die Adventkränze für

die Kirche und gehen vor Weihnachten

zum Anklöpfeln. Wir kochen

Fastensuppe vor Ostern und „Strauben“

(traditionelles Schmalzgebäck)

beim Handwerkskunstmarkt und

Weihnachtsmarkt. Und wir sind für

den Maibaum zuständig. Von der

Organisation über das Dekorieren

bis hin zum Aufstellen und natürlich

für das „Maibaumpassen“. Vom

30. April auf 1. Mai müssen wir den

nämlich bewachen, sodass er auch

am 1. Mai noch heil dasteht und

nicht in der Nacht vermeidlich von

anderen Landjugendgruppen aus

dem Bezirk im Spaß angesägt wird.

Aber das ist schon lange nicht mehr

ganz so schlimm.

Sonst organisieren wir für die

Gemeinschaft auch immer wieder

Ausflüge und Bälle und besuchen

auch gerne Veranstaltungen bei anderen

Verbänden und tauschen uns

mit den Kolleg*innen dort aus.

Du bist jetzt seit

2 Perioden Obmann,

wann bist du damals

zur Landjugend

gekommen?

Eigentlich war ich eh schon relativ

alt – mit 16 oder 17 Jahren. Die

meisten kommen schon mit 14 bzw.

15 dazu. Wir waren beim Rodeln

in Ellmau und haben die Leute

von der Landjugend getroffen. Die

haben uns gefragt, ob wir nicht dazu

kommen wollen. So bin ich dann zur

Landjugend Going gekommen.

Kommt man zur

Landjugend nur auf

Einladung? Oder kann

man einfach sagen

man will dabei sein?

Ja, klar. Wir suchen immer motivierte

und engagierte Mädchen und

Burschen, die gemeinsam mit uns

im Ort etwas bewegen möchten.

Man muss auch nicht aus Going

stammen oder hier wohnen, um bei

uns mitmachen zu können.

Ihr habt eine Landwirtschaft

zu Hause, ist

das ein Muss, für jedes

Landjugendmitglied?

Nein, überhaupt nicht. Bestimmt

2/3 unserer Mitglieder haben keinen

landwirtschaftlichen Hintergrund.

Früher war das schon mal so, damals

hieß es auch noch Jungbauernschaft

– aber das ist bereits 40 Jahre her.

Seitdem heißt es Landjugend und

der Großteil der Mitglieder hat

keinen direkten Bezug zur Landwirtschaft.

Bei uns ist jeder herzliche

willkommen, dem Regionalität

und Zukunftsarbeit in der Region

wichtig sind.

Was gibt dir

die Landjugend?

Gerade jetzt als Obmann merke

ich – ganz viel Erfahrung. Es macht

schon reifer, wenn man sich im

Team mit der Ortsleiterin und dem

Ortsausschuss um etwas kümmern

muss. Und auch die Gemeinschaft,

das prägt im positivsten Sinne. Man

lernt immer wieder neue Leute

kennen, auch aus dem eigenen Ort.

Es ist wichtig, dieses Zusammenkommen

und das Zusammenwachsen

innerhalb der Gemeinde, gerade

unter uns Jungen, gerade jetzt und

für die Zukunft!

Die Landjugend Going besteht

seit über 70 Jahren. Ihr Bestreben

ist es, die Zukunft im ländlichen

Raum zu gestalten und die Interessen

von jungen Menschen zu vertreten.

Gemeinsam in ihrer lebendigen

Gemeinschaft Jugendliche in der

Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu

fordern und fördern. Willst du auch

Teil dieser Initiative werden? Dann

komm zu uns, wir freuen uns auf

dich! Instagram: @landjugend_going

84 GOING stärkt! — Brauchtum & Geschichte Das Magazin 2022/23 85


Future youth!

Elsewhere young people move from

the countryside to the city, but in

Going am Wilden Kaiser 50 young

people have found their destiny.

The rural youth is not only one of

the largest youth organizations in

Austria, but also an essential pillar

of every rural community. The girls

and boys between 14 and 35 make

a substantial contribution to the

development and organization of

the rural area - with their active

volunteer work and their large commitment.

Johannes Aigner, chairman

of the Goinger Landjugend (rural

youth), tells us what this commitment

means to him and why the

rural youth not only celebrates, but

can also really get down to work.

You are now for chairman for

2 periods, when did you join

to the rural youth come to the

Landjugend?

Actually, I was already relatively

old anyway - at the age of 16 or 17.

The Most people join at the age of

14 or 15. We were tobogganing in

Ellmau and met the people from

the Landjugend. The asked us if we

wanted to join them. So then I came

to the Landjugend Going.

Does one come to the Landjugend

only on invitation? Or can you

or can you just say you want to

be there?

Yes, of course. We are always looking

for motivated and committed

girls and and boys who want to

make a difference want to make a

difference in the village. You do not

have to be from Going or live here

to be able to join us.

Johannes, why does the rural

youth actually exist and what

makes it so special?

On the one hand, it’s about active

leisure activities, but also about the

personal development of young people.

And about shaping the future

together in rural areas. For us in

Going, the cultivation of customs is

also an important component.

That means you are also actively

involved in many events?

Yes, definitely. We carry the Holy

figures at church festivities such

as Corpus Christi in spring and

Thanksgiving in fall. Tie Advent

wreaths for church and go to the

“Anklöpfeln” before Christmas. We

cook Lenten soup in Easter time and

„Strauben“ (traditional lard pastries)

at the Handicraft and Christmas

market.

You have a farm at home, is a

must for every member of the

rural youth member?

No, not at all. Certainly 2/3 of our

members have no agricultural

background. It used to be like that,

back then it was called the Young

Farmers' Association – but that was

already 40 years ago. Since then it

is called Landjugend and most of the

members have no direct no direct

relation to agriculture. With us

everyone is cordially welcome, to

whom regionality and future work

in the region are important.

What does the rural

youth give you?

Especially now as chairman I notice

– a lot of experience. It makes you

more mature when you have to take

care of something in a team with the

local leader and the local committee.

And the community, too, shapes you

in a positve sense. You always meet

new people, even from your own

town. It is important, this coming

and growing together within the

community, especially among us

young people, especially now and

for the future!

Der Ausblick vom Hollenauer Kreuz.

KUUHLE Sache!

86 GOING stärkt! — Brauchtum & Geschichte Das Magazin 2022/23 87


Bibliothek

Die Goinger Bibliothek

Die Goinger Bibliothek

Hunde

Urlaub mit Waldi & Co

Auf vier Pfoten am Wilden Kaiser

Die Goinger Bibliothek, die im neu

errichteten Volksschulgebäude ihren

Platz gefunden hat, ist ein Treffpunkt

für Jung und Alt.

Unter der Aufsicht von Gunther

Göbel, seiner Frau Irmgard und

sieben tatkräftigen freiwilligen Helferinnen

können nicht nur Bücher,

die nicht älter als zehn Jahre sind,

sondern auch Zeitschriften ausgeliehen

werden.

Zur Freude der Jugend werden

von der Bibliothek auch DVDs und

Spiele bereitgestellt – je nach Lust

und Laune zum direkt Anschauen

und Spielen, oder bequem zum Mitnehmen

für einen unterhaltsamen

Abend zu Hause.

Die Bibliothek ist aber nicht nur

ein Ort für Leseratten. Der Raum

wird gerne auch von Musikbegeisterten

und Künstlern, um sich zu

entfalten, genutzt. Ab und an finden

dort auch Konzerte statt. Sehr zur

Freude von Gunther, denn dann

kommt sein geliebter Bösendorfer

Flügel zum Einsatz.

Dreimal die Woche, kann die

Bibliothek besucht werden. Das Angebot

wird vor allem von den Klassen

der Volksschule genutzt. Diese

kommen einmal die Woche für zwei

Stunden vorbei, um zu lesen.

„Ein großes Lob an alle Goingerinnen

und Goinger“, so Gunther,

denn ungefähr 18% der Einheimischen

besuchen die Bibliothek

regelmäßig. Der Österreichschnitt

liegt bei knapp 10%.

Going Library

Going Library, which is located

in the newly built primary school

Die führenden Kräfte der Bibliothek.

building, is a meeting point for

young and old alike.

Run by Gunther Göbel, his wife

Irmgard and seven energetic volunteers,

the library offers patrons the

option to borrow both, books (all

under ten years old) and magazines.

To the delight of younger users,

the library also stocks DVDs and

games to either enjoy right there on

the premises or simply take away

for an evening of entertainment at

home.

But the library is not just there

for bookworms. It’s also used by

keen musicians and artists as a space

in which to develop their talents.

If you take a closer look, you can

admire numerous paintings by local

artists who display their work on

the library’s walls. And every now

and again, it even holds concerts

– much to Gunther’s delight, since

that means his beloved Bösendorfer

grand piano takes the stage.

The library is open to visitors

three times a week. It’s mainly used

by pupils from the primary school,

with each class visiting once a week

for two hours to read.

Öffentliche

Bibliothek Going |

GOING PUBLIC LIBRARY

Pramaweg 7,

6353 Going am Wilden Kaiser

www.bibliothek-going.bvoe.at

Öffnungszeiten | Opening times:

Di, Do: 11 – 12:15 Uhr und 16 – 18:30 Uhr

Sa: 10 – 12 Uhr

Tues, Thurs: 11 am to 12:15 pm

and 4 pm to 6:30 pm

Sat: 10 am to 12 pm

Noch einmal überlegen – Leine,

Gassi-Sackerl und Maulkorb – alles

mit dabei, dann kann der Urlaub am

Wilden Kaiser starten! Über 50 Unterkünfte

heißen Sie und Ihre Haustiere

bei uns willkommen. Auch in

den Bergbahnen und regionalen

Bussen dürfen Hunde angeleint und

mit Maulkorb mitfahren. Im Allgemeinen

gelten die üblichen Verhaltensregeln

für Vierbeiner und ihre

Besitzer. Dazu zählen die Leinenpflicht

in bestimmten Bereichen, die

Maulkorbpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln

und Bergbahnen sowie

das Einsammeln des natürlichen

„Geschäftes“. Für letzteres stehen

an den Wegkreuzungen der meisten

Spazierwege Gassi-Sackerl-Spender

und Mülleimer zur Verfügung. Vor

allem im Winter lädt die verschneite

Landschaft zum im Schnee Tollen

ein. Doch viele unserer Winterwanderwege

führen über Wiesen,

auf denen im Sommer Kühe grasen.

Daher müssen alle Wege sauber

gehalten werden. Auch auf die

Leinenpflicht wird auf den Winterwanderwegen

besonders geachtet,

da viele parallel zur Langlaufloipe

verlaufen. Im Sommer ist es bei uns

grundsätzlich nicht gestattet, Hunde

in den Seen der Region baden zu

lassen. Doch wer an heißen Sommertagen

dennoch nicht auf das

kühle Nass verzichten will, ist am

Gieringer Weiher, einem Naturbadesee,

in den Wäldern von Reith bei

Kitzbühel, genau richtig. Damit Sie

und ihr Liebling den Urlaub stressfrei

genießen können, gibt es in den

Infobüros der Region die kostenlose

Hundefibel.

Gemeinsam genießen.

Hundesitter

in der Region

Wer einmal ohne seinen vierbeinigen

Liebling unterwegs sein möchte,

der ist bei den Hundesitterinnen

der Region gut aufgehoben. Hedi

Brandauer bietet außerdem einen

etwas anderen Hundespaziergang

an – den Pack-Walk. Hund und

Mensch begegnen sich auf demselben

Energielevel und sorgen dabei

für Ruhe und Harmonie.

Tipp

Pack Walk –

das etwas andere

Gassi gehen. Von Mitte Juni bis

Mitte Oktober jeden Mittwoch

um 10 Uhr. Treffpunkt Pub 66

in Ellmau.

Wilder Kaiser sniffing experience.

Dog waste bag dispensers and bins

can be found on many paths. So that

holidays with four-legged friends

can be as stress-free as possible for

mistresses and masters, too, our

brochure giving hints and tips for

dog owners is available free of

charge at all tourist offices in the

region.

Dog-sitters in the region

If you want to get out and about

without your four-legged fur baby,

you’re in luck: many dog-sitters

are available in the region.

Tip

Pack Walk –

every Wednesday

from mid-June to mid-October.

Meeting point Pub 66 in

Ellmau at 10 am.

88 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 89


agg_2021_ z.indd 1

12.05.21

Shopping

Aggstein — Tirol im Geiste

Qualität aus Tradition & Innovation.

bezahlte Anzeige

Seit fünf Generationen steht AGGSTEIN EDELBRÄNDE

für geistreiche Gaumenfreuden – ohne Wenn und Aber.

Unsere Edelbrände, Schnäpse und Liköre sind geschmacklich

intensiv und genussvoll mild zugleich. Ein

unvergleichliches Geschmackserlebnis, das Aggstein mit

Fug und Recht zum wilden Milden macht. Eine Einzigartigkeit,

die uns seit 1885 auszeichnet – angereichert mit

Tradition und Innovation sowie hauseigenen Geheimrezepten.

AGGSTEINS SCHNAPS-ERLEBNIS: Das hochprozentige

Erlebnis! Die Schau- und Erlebnisbrennerei von

Aggstein Edelbrände lässt keinen Schnapsliebhaber kalt.

Ob bei einer Führung samt Verkostung oder einer Tour auf

eigene Faust: An 13 spannenden Stationen lernen Sie die

Kunst der Schnapsherstellung mit all Ihren Sinnen kennen,

erfahren Interessantes wie Kurioses rund um Brände,

Liköre & Co und können Ihr „Schnaps-Wissen“ testen.

PRODUKTION UND VERKAUF ALLES UNTER

EINEM DACH! Über 90 verschiedene Gaumenfreuden

und Geschenksideen, die Sie in unserer Schnapsalm

erwarten: von außergewöhnlichen Schnapsgläsern für

jeden Anlass über hochqualitative Edelbrände & Liköre

für ein „geistreiches“ Fest bis hin zu alkoholfreien

Fruchtsirupen, die Ihren Süßen die Jahreszeit versüßen.

Also einfach mal bei Aggstein in St.Johann i. T. reinschauen


Aggstein Edelbrände GmbH

Mauthfeld 2, 6380 St. Johann in Tirol

T: +43 5352 65 500

info@aggstein.co.at, www.aggstein.co.at

Öffnungszeiten

Mo – Fr 8.30 – 18 Uhr, Sa 8 – 12 Uhr,

an Sonn- und Feiertagen geschlossen

Aggstein’s Schnapsalm.

Tirol im

Geiste.

Aggstein’s Schnapserlebnis.

Mauthfeld 2 6380 St. Johann in Tirol

+43 (0)5352 65500 www.aggstein.co.at

anzeige_servusheft_119x170mm_mit_adresse_rz.indd 1

agg_2021_anzeige_servusheft_119x170mm_mit_adresse_r

12.05.21 11:05

Goldener Herbst.

90 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 91


GOING stärkt!

inter

in Going

Es warten perfekte Pisten, Rodelgaudi

und Wanderfreuden – und vielleicht sogar

das ein oder andere Schneespektakel.


Winter in Going — Perfect slopes, tobogganing fun and

beautiful hikes await. And maybe even a snowstorm or two.

92 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 93


Was soll ich heute tun?

Wöchentliche

Veranstaltungen

Winter 2022/23

Weil das gemeinsame Erkunden der Urlaubsgegend

einfach mehr Freude bereitet – genau aus diesem Grund

haben wir uns viele verschiedene Programmpunkte

für unsere Gäste und das besondere Wintererlebnis

einfallen lassen. Von der Kutschenfahrt durch verschneite

Landschaften bis zu einer Schneeschuhwanderung

mit Hans ist sicher für jeden Geschmack

etwas dabei. Unsere bestens ausgebildeten Guides

freuen sich auf Sie.

DI

Lipizzaner Gestütsführung

Lipizzaner Stock guided tour at Stanglwirt

Explore Going together – Because it’s more fun to

explore the holiday region together. This is precisely

why we’ve come up with so many different activities

for our guests to enjoy this special winter experience.

From a carriage ride through snowcovered landscapes

to snowshoeing with Hans – there’s something to

suit every taste. Our well trained guides look forward

to meeting you.

Jeden Dienstag von 9-9:30 und Samstag von 18:15-18:45 Uhr; Treffpunkt: Reitstall Stanglwirt;

Anmeldung erforderlich; Kosten: Preis pro Person € 8,– Kinder bis 8 Jahre: kostenlos

Entdecken Sie die Welt der edlen Barockpferderasse bei einer exklusiven Führung durch

die Stallungen der Reitschule und das Lipizzanergestüt.

Schneeschuhwanderung „Schwendterdörfl“

Snowshoeing „Schwendterdörfl“

20.12.2022–14.03.2023, Treffpunkt: Infobüro Going; 13–15 Uhr; Anmeldung erforderlich.

Kosten: Erwachsene € 22,– inkl. Schneeschuhe und Stöcke

Eine ideale Einstiegstour zum Schneeschuhwandern. Wanderführer Hans begleitet Sie durch die

tiefverschneite Winterlandschaft am Fuße des Wilden Kaisers rund um das Schwendterdörfl.

Pferdeschlittenfahrt

Horse-drawn carriage ride

06.12.2022–11.04.2023; Treffpunkt: Infobüro Going; 15 – 16 Uhr; Anmeldung erforderlich.

Kosten Erwachsene € 13,–; Kinder bis 12 Jahre: € 8,–

Mit 2 PS durch Going – prächtige Gespanne mit schnaubenden Rössern. Erkunden Sie das verschneite Dorf.

Mi

Do

FR

Einsteiger Skitour

Beginners ski tour

je nach Schneelage von Dezember 2022 bis März 2023; Treffpunkt: Going Sport; 9–13 Uhr;

Anmeldung erforderlich. Kosten: Preis pro Person € 50,– exkl. Ausrüstung

Erleben Sie mit Skiführer Josef einen unvergesslichen Tag am Berg. Er zeigt Ihnen die richtige Technik

und die nötigen Grundkenntnisse, um für zukünftige Skitouren bestens gerüstet zu sein.

Abendliche Schneeschuhwanderung

Evening snowshoe hike

21.12.2022–15.03.2023; Treffpunkt: Infobüro Going; 20–22 Uhr; Anmeldung erforderlich.

Kosten: Erwachsene € 22,– inkl. Schneeschuhe und Stöcke

Genießen Sie eine geführte Schneeschuhwanderung in die unberührte Kaiserlandschaft, mit unserem

ausgebildeten Wanderführer Hans Widmoser. Die zauberhafte Stimmung auf den idyllischen Waldwegen

machen diesen Abend zu einem besonderen Urlaubserlebnis.

Winterwanderung zum Hollenauer Kreuz

Winter hike to the Hollenauer Cross

12.01.2023–30.03.2023; Treffpunkt: Infobüro Going; 9–15 Uhr; Kosten: Erwachsene €30,–

Kinder bis 15 Jahre € 20,– (ab 8 Jahren geeignet)

Genießen Sie den Flair der verschneiten Wiesen und Wälder, die klare Luft und die traumhafte

Aussicht vom Hollenauer Kreuz direkt auf den atemberaubenden Wilden Kaiser.

Schnapsverkostung im Wagnerhof

Schnapstasting at the Wagnerhof

15.12.2022–30.03.2023; Treffpunkt: Brennerhäusl (Söllnweg 7); 17–18 Uhr;

Anmeldung erforderlich. Kosten: € 13,– pro Person

Schnapsbrenner Hermann wird Ihnen die einzelnen Schritte erklären, um verschiedenste Edelbrände

herzustellen. Natürlich kann dabei der ein oder andere Tropfen verkostet werden.

Eisstockschießen am Eislaufplatz

Curling at the ice skating rink Going

22.12.2022–16.03.2023; Treffpunkt: Eislaufplatz Going; 20 – 22 Uhr; Anmeldung erforderlich.

Kosten: Erwachsene € 10,–; Kinder bis 14 Jahre € 8,–

Seien Sie dabei, wenn eine spannende Eisstockschießpartie eröffnet wird! Egal ob Profi oder

Amateur – einem lustigen Abend mit vielen anderen Going Urlaubern steht nichts mehr im Wege.

Winterliche Fackelwanderung in Going

Torchlight hike in Going

13.01.2023–24.03.2023; Treffpunkt: Infobüro Going; 20–22 Uhr, Anmeldung erforderlich.

kostenlos – nur mit gültiger GästeCard;

Zusammen mit Carina, erkundet Ihr die verschneite Winterlandschaft von Going im Schein der Fackel.

Ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie, welches noch lange in Erinnerung bleiben wird.

94 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 95


Anklöpfler.

Advent

Advent is a Leuchtn

a Liacht in der Nåcht, a Schein vulla Wünschen und Gfreun.

I spür‘, wånn i Kerzn um Kerzn ånzund‘, kånn båld a in mir

Weihnåcht sein.“

Wenn es draußen vorm Fenster

schon in den frühen Nachmittagsstunden

zu dämmern beginnt, ganz

zaghaft kleine weiße Schneeflocken

immer tiefer Richtung Tal schweben

und ein feiner Duft von gebratenen

Äpfeln, süßen Germkiachln und

würzigem Glühwein in der Luft

liegt – ja dann, dann ist Advent am

Wilden Kaiser.

Was Lorenz Maierhofer in

seinem traditionellen vorweihnachtlichen

Lied „Advent is a Leuchten“

beschreibt, erleben Besucher wie

Einheimische Jahr für Jahr in den

Wochen vor Weihnachten am Wilden

Kaiser. Dann finden nämlich die

zahlreichen Adventveranstaltungen

statt: der Söller Krippenadvent,

der Adventmarkt in Scheffau und

Ellmi’s zauberhafter Bergadvent am

Hartkaiser in Ellmau.

Der Weihnachtsmarkt in

Going allerdings, jeden dritten Adventsonntag,

zählt zu den schönsten

und ursprünglichsten des Landes.

Nicht nur wegen seiner Kulisse,

direkt an der Pfarrkirche mit Blick

zum Wilden Kaiser, sondern auch

und gerade wegen des traditionellen

Angebotes. Zahlreiche heimische

Handwerke zeigen ihre Kunst und

bieten mit viel Liebe zum Detail

hergestellte Besonderheiten zum

Verkauf an. Geflochtene Körbe,

handwerklich hergestellte Filzpatschen

und Wollsocken, Räucherbüschel

und vieles mehr – regionale

Geschenksideen aus heimischen

Materialien und Produkten. Gemütlich

schlendert man von Stand zu

Stand, lauscht der stimmungsvollen

Adventmusik und lässt sich vom

Hirtenspiel und den Anklöpflern in

weihnachtliche Stimmung versetzen.

Am offenen Hirtenlagerfeuer

werden Adventgeschichten erzählt

und Äpfel über der heißen Glut

gebraten. Kinder backen gemeinsam

mit den Bäuerinnen des Dorfes

duftende Brötchen. Während die

Schäfchen im kleinen Gehege

gemütlich das Treiben am Markt

beobachten und sich über Besuch

und Streicheleinheiten freuen. Die

Kutschenpferde warten geduldig auf

neue Kundschaft, um diese durch die

vorweihnachtliche Idylle der Goinger

Winterlandschaft zu kutschieren.

Der Advent am Wilden Kaiser

ist für wahr etwas Besonders, eine

besinnliche Zeit mit gelebten traditionellen

Bräuchen und echten

Werten – ein Advent wie damals.

Tipp Weihnachtsmarkt

in Going am Wilden

Kaiser. Immer der Sonntag

vor Weihnachten. Eintritt frei.

Mehr Informationen dazu unter:

www.wilderkaiser.info/advent

Frohe Weihnachten!

Advent season is a shining

When it begins to dawn outside

the window, already in the early

afternoon hours, very timidly small

white snowflakes float lower and

lower towards the valley and a fine

scent of roasted apples, sweet “Germkiachln”

and spicy mulled wine

is in the air - yes, then it is Advent

at the Wilder Kaiser. This is also

when the numerous Advent events

in the region take place: the Söller

“Krippenadvent”, the Advent market

in Scheffau and Ellmi’s enchanting

BERGADVENT on the Hartkaiser

in Ellmau.

The Christmas market in

Going, however, is one of the most

beautiful and original in the country.

Not only because of its setting,

directly at the parish church with a

view to the Wilder Kaiser, but also

and especially because of the traditional

offer. Numerous local crafts

show their art and offer with great

attention to detail manufactured

specialties for sale. You can stroll

comfortably from stand to stand, listen

to the atmospheric Advent music

and the traditional “Anklöpflern”

put you in the Christmas spirit. The

little sheep in the small enclosure

comfortably observe the hustle and

bustle at the market and are happy

about visitors and caresses. The carriage

horses wait patiently for new

customers to take them through the

pre-Christmas idyll of the Goinger

winter landscape.

Tip

Christmas market

in Going am Wilden

Kaiser. Always Sunday before

Christmas. Free admission.

96 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 97


Was kann ich in der Vor- und Nachsaison tun?

In den Nebensaisonen

ist viel los …

Die SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental ist bekannt für seine

Vielzahl an leichten und mittelschweren Pisten und ist somit

perfekt für Einsteiger und Wiederanfänger geeignet. Insgesamt

warten 126 km blaue Pisten, 127 km rote Pisten, 25 km

Skirouten und 10 km schwarze Pisten auf Ihre Skischwünge.

FamilienSkiWochen

Nebensaison der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental

Frühjahrsskifahren

Nebensaison der SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental

Gratis Skipass für Kinder und Jugendliche. Ein Urlaub ohne Mama oder

Papa? Klingt für den Nachwuchs meist verlockend, kommt in Sachen

Skifahren aber buchstäblich nicht wirklich in Frage. Denn erst in Begleitung

eines Elternteils bekommen Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre bei den

FamilienSkiWochen ihren Skipass gratis! (Gültig ab einem 3 Tages-Skipass)

Family Ski Weeks — December and March (only during low season).

Free lift pass for children and youths. Kids, at last there’s a reason to take

your parents on holiday – it’s totally free for you to ski when you’re accommpanied

by mum or dad – pretty cool, huh? Children and youths in our

area get a lift pass for 90 lifts and 284 kilometres of pistes completely free

when they are accompanied by one of their parents. Prices are valid for a

stay of 3 nights or longer!

Das Wunderbare am Frühjahrsskifahren ist genau diese Mischung aus

Frühling und Winter. Das Beste von beiden Jahreszeiten liegt wie auf dem

silbernen Präsentierteller vor dem Skifahrer. Der Frühling am Wilden Kaiser

überzeugt nicht nur mit seiner wundervollen blühenden Landschaft,

sondern auch mit perfekt präparierten Pisten. Ab 18. März 2023 kommen

Sie somit auch in den Genuss der Nebensaisontarife.

Spring skiing - low season at the Skiwelt Wilder Kaiser - Brixental

The wonderful thing about spring skiing is precisely this mixture of spring

and winter. The best of both seasons lies before the skier as if on a silver

platter. Spring at the Wilder Kaiser is not only convincing with its wonderful

blooming landscape, but also with perfectly prepared slopes.

From March 18th 2023 you can also enjoy the off-season rates.

Winterliche Auszeit.

Pistenspaß für Groß und Klein.

98 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 99


Was soll ich heute tun?

Going live

Kaiserabende im Winter.

Was gibt es schöneres als ein Konzert mit toller Musik

und guter Stimmung unter freiem Himmel? Aber gibt es

das nicht nur im Sommer? In Going lassen wir uns auch

von winterlichen Temperaturen und glasklarer Winterluft

nicht davon abhalten, den Kirchplatz in eine Freiluftbühne

zu verwandeln! Genießen Sie an drei Abenden

Ohrenschmaus vom Feinsten in unterschiedlichen

Musikrichtungen und lassen sich dabei von einem guten

Glühwein wärmen. Nach einer herrlich anstrengenden

Winterwanderung oder einem Skitag sorgt GOING live

für einen unterhaltsamen Ausklang. Gönnen Sie den

Ohren eine Kur an verschiedenen Rhythmen, Melodien

und Takten.

GOING live – What could be better than an open-air

concert with great music and a great atmosphere? But

isn’t that just something for the summertime? In Going,

we don’t let wintry temperatures and crisp winter

air stop us from transforming the church square into

an open-air stage! Enjoy three evenings of the finest ear

candy in different music styles, and let a good mulled

wine warm you up. After a wonderfully strenuous

winter hike or a skiing day, GOING live provides an

entertaining finale. The ears a cure at different rhythms,

melodies and beats.

Going live

12.01.2023 • 19:30 UHR

Going live

09.02.2023 • 19:30 UHR

Rat Bat Blue

Die sechsköpfige Coverband begeistert ihre Zuhörer mit einer geballten

Ladung fetziger Hits. Nicht nur Rock & Pop stehen auf ihrem Programm,

sondern auch die topaktuellsten Chartbreaker der Hitparade. Mit dieser

Mischung an Musikrichtungen wird der Goinger Kirchplatz von der Band

in Partystimmung versetzt.

The six-piece cover band delights its listeners with a concentrated load

of racy hits. Not only rock-pop is on their program, but also the most upto-date

chart breakers of the hit parade. With this mixture of music styles,

the band puts the Goinger Kirchplatz in a party mood.

Die Toten Lederhosen

Die Toten Lederhosen – eine Band, wie es keine zweite gibt. Sie kreuzen

jegliche Musik-Stile (Rock, Pop, Country, Volksmusik, …) mit ihrem Markenzeichen,

der „Zugin“ (steirische Harmonika). Selber nennen sie diese Art

von Musik den Alpenrock. Um es genauer auszudrücken – Volksmusik wird

rockiger und Rockmusik bleibt rockig.

Die Toten Lederhosen – A band like there is no other. They cross all music

styles (rock, pop, country, folk music, …) with their trademark, the “Zugin”

(styrian harmonica). They call this kind of music the alpine rock. To put it

more precisely – folk music becomes more rocky and rock music stays rocky.

Going live

09.03.2023 • 19:30 UHR

The Officers

THE OFFICERS, das ist die etwas andere Partyband. Die Jungs im Businesslook

covern alles was dem partywütigen Publikum und natürlich einem

selbst gefällt und lassen so jeden Dancefloor zum absoluten Hexenkessel

werden.

THE OFFICERS, this is the somewhat different party band. The guys in

business look cover everything what the party guests and yourself like and

thus let every dancefloor shake with it.

Stimmung am Kirchplatz. Die Stimmungsmacher. Flackernder Kerzenschein.

100 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 101


Aktiver Winterurlaub kann so vielfältig sein.

Outdoor

Rein ins Schneevergnügen

Sechs Tipps für viel Spaß abseits der Pisten.

Es gibt 1000 Dinge, die man in

seinem Leben einmal erlebt haben

sollte. Davon stellen wir Ihnen

sechs aus der Region rund um den

Wilden Kaiser vor. Denn abseits der

Pisten wird in Going auch so einiges

geboten.

1. Eisstockschießen –

Ein eiskaltes

Vergnügen.

Der beliebte Gesellschaftssport

an der frischen Luft. Das eiskalte

Vergnügen ist ein fester Bestandteil

der ländlichen Region und erfreut

sich höchster Beliebtheit. Konzentration,

Gefühl und Zielvermögen

braucht’s, um möglichst nahe an die

Daube, oder auch „Hasei“ genannt,

zu kommen. Einen Anlass brauchen

die allerwenigsten zum Eisstockschießen

– denn geschossen werden

kann nach Lust und Laune und

natürlich je nach Eislage. Diese hat

der Goinger Eismeister aber von

Weihnachten bis Mitte März bestens

im Griff.

Tipp

Probieren Sie

eine spannende

Partie Eisstockschießen auf den

zwei Eisstockbahnen. Immer

donnerstagabends beim Eislaufplatz

in Going. Anmeldung

erforderlich.

2. Rodeln –

Kufenreich durch

den Schnee

Mit einem „Bockerl“ unterm Hintern

lässt sich herrlich die Gegend

erkunden. Ob romantisch durch den

verschneiten Winterwald auf der

knapp 2 Kilometer langen Naturrodelbahn

am Tannbichl oder sportlich

auf der bestens präparierten

und gut gesicherten Rodelstrecke

Astberg – Vergnügen ist garantiert!

Ein eigener Mitarbeiter der Bergbahn

Going kümmert sich um die

4,5 km lange Strecke. Das Tiroler

Gütesiegel für Naturrodelbahnen

zeugt zudem von der perfekten

Qualität. Neben einer besonderen

Maschine braucht es vor allen

Dingen Zeit und Geduld bis die

Rodelbahn kufensicher ist. Dafür

bringt die Astbergbahn täglich

bequem ihre Besucher zum Start

auf 1.267 Metern. Die Rodel sollte

man sich allerdings schon davor,

beispielsweise bei Going Sport

im Tal, besorgt haben. Auch einer

abendlichen Partie steht nichts im

Wege. Bestens beleuchtet kann man

sich ordentlich in die Kurven legen.

Nur aufgepasst, dass man vor lauter

Adrenalin und Freuden-Juchitzer

nicht die falsche Abzweigung

nimmt. Dann landet man nämlich

in Ellmau. Und ein guter Tipp noch

zum Schluss: Wird einem das Bockerl

zu schnell, dann gibt’s nur eins:

Mit beiden Füßen kräftig bremsen

und die Rodel vorne fest anheben.

Tipp

Die Astbergbahn

ist tagsüber täglich

in Betrieb. Zu gewissen Zeiten

ist die Bahn auch abends für

eine Rodelgaudi geöffnet. Achtung:

Beleuchtung täglich bis

24 Uhr. Nähere Informationen

entnehmen Sie bitte der Website

www.wilderkaiser.info

3. Eislaufen –

Auf des Eismeisters

Bahn

Bereits im November schreitet

der Goinger Eismeister zur Tat

und verwandelt eine gewöhnliche

Schotterfläche in einen perfekten

Natureislaufplatz. Zuerst muss jede

Menge Schnee planiert werden,

um danach mit dem Auftragen

des Wassers beginnen zu können.

Schicht um Schicht bildet sich eine

feine Eisdecke. Erst wenn diese ca.

10 cm dick ist, kann darauf Schlittschuh

gefahren werden. Das kann

schon mal bis zu 3 Wochen dauern.

Dazwischen wird das Eis regelmäßig

abgezogen um Klümpchen und

Kratzer zu vermeiden. Sobald die

Fläche perfekt vereist ist, können

zu beschwingter Musik leichtfüßige

Schwünge gezogen werden. Dafür

lagern in der gemütlichen, warmen

Hütte direkt neben dem Platz

bestens gepflegte Schlittschuhe und

Helme in verschiedenen Größen.

Hier kann man auch verschnaufen,

sich aufwärmen und einen heißen

Kaffee, Kinderpunsch oder Glühwein

zu sich nehmen. Nach einem

ereignisreichen Tag auf dem Eis

startet für den Wächter des Eis

erneut eine Nacht, in der er als

Eismeister wiederum eine Schicht

gefrorenes Wasser auf seinen Platz

zaubert.

Tipp

Der Goinger

Eislaufplatz ist

von Dienstag bis Sonntag von

14:00 Uhr bis 17:30 geöffnet.

Am Donnerstag und Freitag

sogar bis 22:00 Uhr.

Rodelpartie bei Tag und Nacht.

4. Schneeschuhwandern


Auf leisen Sohlen

durch die Natur

Bereits vor Ötzis Zeiten wurden

Schneeschuhe im alpinen Gelände

benützt. Damals noch um auf die

Jagd zu gehen. Heutzutage wird der

Schneeschuh eher als Sport gerät

angesehen und seit Mitte der 1990er

Jahre ist das Schneeschuhwandern

zur Trendsportart geworden. Das

Praktische daran: Es braucht nahezu

keine Vorkenntnisse um in den

großen „Latschen“ laufen zu können

und der Sport kann bei jeder

Schneedicke und Schneeart betrieben

werden. Die Bewegung an der

frischen Luft tut gut und das meditative

Stapfen durch den Schnee

lässt ganz schnell alle Anspannung

verschwinden. Beim Anblick des

Vollmondes, der den Wilden Kaiser

noch mächtiger erscheinen lässt, ist

auch das letzte bisschen Alltagsstress

vergessen. Selbst der Atem stockt

einem beim Anblick solcher Schönheit.

Ein unvergessliches Erlebnis,

das einmal im Monat gemeinsam

mit einem ausgebildeten Wanderführer

in Going erlebt werden kann.

102 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 103


Gemütliche Kutschfahrt.

Tipp Vollmondschneeschuhwanderung:

Samstag, 07.01.2023

Sonntag, 05.02.2023

Dienstag, 07.03.2023

jeweils von 20 bis 22 Uhr.

Anmeldung bis 12 Uhr desselben

Tages im Infobüro in Going.

€ 22,– pro Person inkl. Schneeschuhe,

Stöcke & Stirnlampe.

5. Pferdekutschen

fahren – Mit 2 PS

durch den Winter

Wer es lieber ganz gemütlich hat,

lässt sich mit einer sogenannten

Droschke durch die verschneite

Winterlandschaft kutschieren.

Der Inbegriff eines romantischen

Winterurlaubs. Besonders schön ist

dieses Erlebnis in der Abenddämmerung,

wenn man dick eingepackt

unter warmen Fell decken zum

Klang von Pferdehufen und leisem

Glockengeläute über die Felder reitet.

So mancher Heiratsantrag wurde

auf diese Weise bereits gemacht

und man kann davon ausgehen,

stets mit Erfolg.

Tipp

Dieses besondere

Erlebnis kann

direkt im Büro des Tourismusverbandes

gebucht werden.

Die Kutschenfahrten finden

jeden Dienstag um 15 Uhr statt.

Abfahrt Infobüro Going.

6. Langlaufen – Auf

zwei Bretteln durch

den Winterwald

Ob Anfänger oder Könner, Klassisch

oder Skating – über 65 Kilometer

warten darauf, befahren zu werden.

Andi, der Goinger Loipenfahrer,

und seine Kollegen spuren von

Going bis Söll fast rund um die Uhr,

um sowohl Gästen als auch Einheimischen

bestmögliche Streckenverhältnisse

bieten zu können. Dabei

ziehen sie ihre Runden über die

sanft hügelige Landschaft am Fuße

des Kaisergebirges. Wer jetzt noch

nicht überzeugt ist, der sollte es einfach

probieren. Rein in die warmen

Wintersachen und ab auf die Loipe –

gerne auch bei Flutlicht in Scheffau,

das geht nämlich auch.

Tipp Langlaufausrüstung

gibt’s bei

Going Sport oder bei der

Skischule Schwaiger.

Winter with a twist. Of the on

thousand things you should experience

in your life, we’d like to present

you with five from the Wilder Kaiser

region. After all, Going is much more

than just ski slopes!

Tip

Experience Bavarian

curling with expert

Hermann at the skating rink in

Going. Registration required.

2. Tobogganing. One of the best

ways to explore the area is to take a

ride on a “Bockerl”, a three-wheeled

miniature scooter. Whether it’s

a romantic trip through the snowcovered

wintry forest along the

nearly 2-kilometre natural toboggan

run on the Tannbichl or more

athletic pursuits on the well-maintained

and well-equipped 4.5-kilometre

toboggan run on the Astberg –

fun is guaranteed! And there’s

nothing to stand in the way of an

evening outing either. The well-lit

curves are easily manoeuvred. Just

be careful that the excitement of

your adrenaline rush doesn’t lead

you down a wrong turn – you’ll end

up in Ellmau.

Tip

The Astberg track is

during the day daily

opened. On certain days the

track is also opened at night for

great tobogganing fun.

Attention: Lighting daily

until 12pm.

3. Ice skating

Rinkside with the ice master

The Goinger zamboni operator

gets to work as early as November,

transforming an ordinary gravel

surface into a perfect, natural ice

rink. First, a lot of snow has to be

added and levelled before he can

start applying water. Layer by layer,

this forms a fine covering of ice.

When everything is perfect, the rink

opens for skaters to come and show

off their moves to the lively music.

The cosy, warm hut right next to the

rink houses well-maintained skates

and helmets in various sizes for just

this purpose. The hut is also a nice

place to take a breather, warm up

and enjoy a cup of coffee, children’s

punch or mulled wine.

Tip

Going’s skating rink

is open Tuesday to

Sunday from 2 pm. It stays open

until 10 pm on Thursday and

Friday (open until 5:30 pm on

all other days).

4. Snowshoeing. Getting out in the

fresh air does you good and meditatively

trudging through the snow

soon has a relaxing effect. The only

sound is the soft crunch under your

feet. You’ll forget the last tendrils

of stress that cling to you at the

sight of the full moon, which makes

1. Bavarian curling. This icy cold

activity has been an integral part

of this rural region for more than

100 years and enjoys great popularity.

There are nearly as many rules and

variants on the game as there are

stocks. Bavarian curling is perfect

for any occasion, as the fancy takes

you and, of course, depending on

the state of the ice. However, the ice

is best between Christmastime

and mid-March in the capable hands

of Going’s master ice technician.

After enjoying a nice drink to warm

your bones in the cosy hut, you’ll

soon hit the target, known as the

“Hasei” or “Daube”. Eisstockschießen. Winterwandern.

the Wilder Kaiser seem even more

mighty. Such a sight is sure to take

your breath away. An unforgettable

experience that can be enjoyed once

a month with one of the region’s

trained guides.

Tip

Full moon snowshoe

hike: 8 – 10 pm on

17 january, 5 february and

7 march 2023. € 22,–

per person incl. snowshoes,

poles & headlamp.

Registration required!

5. Horse-drawn carriage rides.

Those who prefer things downright

cosy will enjoy a carriage ride

through the snow-covered fairytale

landscape. It’s the epitome of a

romantic winter holiday and a particularly

lovely experience at dusk,

nestled under warm fur blankets,

enjoying the sound of horses’ hooves

and soft bells ringing over the fields.

Many a question has already been

popped this way – and it’s safe to

assume the answer is always “yes”.

Tip

This special experience

can be booked

directly at the tourist office. The

carriage rides take place every

Tuesday at 3 pm. Departure at

the tourist office Going.

104 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 105


6b

288 KM PISTENSPASS

90 LIFTE UND BAHNEN

80 URIGE HÜTTEN

www.skiwelt.at

Einseilumlaufbahn (Gondelbahn)

8/10 Kombibahn

8 kuppelbare 8er-Sesselbahn

6 kuppelbare 6er-Sesselbahn

4 kuppelbare 4er-Sesselbahn

4 4er-Sesselbahn

3 3er-Sesselbahn

2 Doppelsesselbahn

Sessellift / Schlepplift

Pisten leicht

Pisten mittel

Pisten schwer

Skiroute

Hütten, Restaurants, Bars

Funpark / Funslopes

ALPENIGLU®-Dorf

Skimovie Strecke

Geschwindigkeitsmessstrecke

Beleuchtete Rodelbahn

Nachtskilauf

Winterwanderweg

Langlaufloipe

Paragleiter Startplatz

Kleinkinderbetreuung

Skibus / Skibusroute

Bahn / Bahnroute

79

107

108

82

39

BLAIKEN

81

102 a

100 b

100 a

100 100

4

90

100 d

90

84

84

90

85

80

61

4

86

60

60

61

61

8

61

4

102

10

80 a 88

88

60

63

102

80d

80

102 a

8

80c

62

61

10

80 a

91

80

60

77

66

6

60

80

91 96

61

66

6

4

66

96 b

99

68 a

96

89

65

64

64

87

8

99

99

6

87

65

66 a

98

97 b

97 6

97

98 c

b

99 78

67

67

6

51

87 a

6

51

4

8

98

98 a

97 97 a

71

71

71

68

6

65 a

18

71 a

6

72 72

2a

51 a

7a

51 42

a

8

42

42 23

b

22

43

42 a 4

69

69 a

69

70

2c

4

70

7

6

7

3

22

7a

4

6

9

6a

10

6

3

2

8

2

2b

1c

25

8

119

118

119

4

118

118 a

117 b

114

4

115

114

111

11

110 111

111

112

16 6

a

112

6

110

11

17

8

1b

11

8

110

18

110

a 113

112

110 b

6 8

12

1

6

1

110

126

110

c

c

113

110 c

4

110 a

125

8

120

120

4

119 a

117

8

111

117 a

117

117

a

43 a

4

43

30

40

30

8

25

8

6

51

b

45

45

31

30

31

30a

21

22

21

3

24

24

6

59

58 57

40 a

10

40

40

44

47

47

10

44

4

46

4

40

46

31

40

31

40

30

10

51 a

20

21

22

73

30

20

8

20 b

74

O

10

N

S

33

34

27a

18

27b

W

34

38

37

36

2

36a

106 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 107


Shopping

Regionaler

Genuss

Wagnerhof Stubn Genusskrämerei

in Going

Ob Schokoladen, Aufstriche, Kaffee, Gewürze, Käse,

Fleisch- oder Milchprodukte, Eier, Nudeln, Marmeladen,

Edelbrände, Wein oder Fruchtsäfte – In der

Wagnerhof Stubn findet man frische und selbstgemachte

Produkte, die sich auch wunderbar verschenken lassen.

Wagnerhof Stubn Genusskrämerei

Söllnerweg 6

6353 Going am Wilden Kaiser

Tel. 43 (0) 650 6622380

wagnerhof@goingnet.at

www.wagnerhof.com

Shopping

Schaukäserei

Wilder Käser

Ein Tiroler mit Laib & Seele

Entdecken Sie dieses herrliche Platzerl ausgereifter

Käse-Kultur, wo reinste Heumilch mit Hand und Herz

in ausgezeichnete Käsespezialitäten verwandelt wird.

Seit wann gibt es Käse überhaupt? Warum sind Tiroler

Kühe glücklich? Haben die beiden Stinker ihren Namen

wirklich verdient? Das und noch viel mehr erfahren

Sie in der Tiroler Schaukäserei. Herzstück ist das

500 Jahre alte Bauernhaus. Hier bekommen Sie ausgewählte

heimische Produkte der Region.

Schaukäserei Wilder Käser

Schwendter Straße 76

6382 Kirchdorf

Tel. 43 (0) 5352 63 666

b.widauer@wilder-kaeser.at

www.wilder-kaeser.at

bezahlte Anzeige

Hochwertige, regionale Produkte verkosten, einkaufen und

in der gemütlichen Stubn genießen – In der Genusskrämerei

wird Genuss mit Liebe zum Detail kreiert.

Der Eierlikör - Omas Klassiker!

108

GOING stärkt!

Das Magazin 2022/23 109

Inserat-WagnerhofGe.indd 2 20.12.21 11:29


Outdoor

Unterwegs im

Winterwanderland

Augenblick zwischen den Bäumen

verschwindet. Ganz weit weg vom

hektischen Alltag und mittendrin

im wildromantischen Naturidyll

kommt auch jede noch so gestresste

Seele zur Ruhe.

Meditativer

Winterzauber

Die verschneiten Traumlandschaften

von Going kennt der Bergwanderführer

Hans Widmoser wie seine

Westentasche. Was für ein Glück,

dass er sein Wissen teilt und uns auf

seinen Schneeschuhwanderungen

die schönsten Ecken am Fuße des

Wilden Kaisers zeigt und Tipps für

Wanderungen auf eigene Faust gibt.

Grenzenlose Weite.

(Schneeschuh-)Wandern für jedermann.

Wer beim Wintersport nur ans

Skifahren denkt, dem sei verraten:

Auch abseits der Pisten ist einiges

geboten. Der Winter in der Region

Wilder Kaiser hat viele faszinierende

Facetten. So hat sich Schneeschuhwandern

in Tirol längst zur äußerst

beliebten, alternativen Wintersportart

entwickelt. Was früher eine

Notwendigkeit in schneereichen

und unwegsamen Gebieten war,

um voranzukommen, dient heute in

erster Linie der Erholung.

Beim beschaulichen Schneeschuhwandern

werden fernab von

präparierten Hängen Eindrücke gesammelt,

die unten im Tal verborgen

bleiben: glitzernde Schneefelder, der

märchenhafte Winterwald oder ein

scheues Wildtier, das im nächsten

„Das leise, ruhige Stapfen durch den

Pulverschnee abseits des Trubels,

das ist es, was die Magie beim

Winterwandern ausmacht“, sagt

Wanderführer Hans Widmoser. „Am

schönsten ist es, wenn noch keiner

vor dir da war und du durch die

unberührte, glitzernde Winterlandschaft

gehst.“

Die Liebe zu Natur und Ruhe

brachte ihn schon vor langer Zeit

zum Wandern. Vor 16 Jahren hat

Hans sein Hobby dann zum (Neben-)Beruf

gemacht. Der Ellmauer

liebt es, fernab der Skipisten, einfach

eins mit der Natur zu werden und

die Stille und Einsamkeit zu genießen.

Das Einatmen der frischen, klaren

Winterluft tut einfach gut und

beim achtsamen Wandern entlang

eingeschneiter Berghänge stellt sich

schnell Entspannung ein.

Und dann sind da die ganz

besonderen Momente: „Vor einigen

Jahren habe ich mit einer Wandergruppe

ein Rudel Gämsen gesehen.

Das war ein echtes Highlight!“,

schwärmt Hans heute noch. Eine

einzigartige Stimmung bieten auch

Wanderungen bei Vollmond. Wenn

der Schnee unter den Schuhen

knirscht, die Sterne am abendlichen

Himmel glitzern und der Wilde

Kaiser im Mondlicht erscheint, dann

verschlägt es einem schon mal den

Atem. Darum betont der Guide:

„Jede Tageszeit hat etwas zu bieten.

Ich sage meinen Gästen immer:

Wandert nicht nur bei Sonnenschein,

auch die Morgenstunden

und die Abenddämmerung haben

ihren Reiz.“ Besonders beeindruckend

sind auch Wanderungen

Wanderführer Hans mit seiner Stärkung.

auf Höhenrundwegen: Nach der

gemütlichen Liftfahrt, einfach die

Schneeschuhe anschnallen und das

weite Bergpanorama und die Wintersonnenstrahlen

von ganz oben

genießen.

Mit dem Profi

wandern

Die vier Kaiser-Orte Ellmau, Going,

Scheffau und Söll lassen sich im

Winter auf einem weit verzweigten

Netz an Winterwanderrouten

ausgiebig erkunden. Auch wenn es

besonders reizvoll erscheint, alleine

durch Tirols verschneite Wälder und

Wiesen zu streifen, macht es Sinn,

gemeinsam mit einem Wanderführer

die Winterlandschaften zu

entdecken. Denn er kann sich bei

eingeschneiten Routen orientieren

und kann einschätzen welche Wege

lawinensicher sind und führt an

geheime, einsame Plätze, die die

schönsten Blickwinkel auf die wildromantische

Natur bieten.

In Going begleitet Hans Gäste

und Einheimische im Rahmen eines

wöchentlichen Programms, zum

Beispiel rundum das Schwendterdörfl,

oder bei einer Abendwanderung

entlang von Goings Waldwegen.

Egal ob lieber gemütlich oder

flotter, der Guide passt dabei die

Intensität der Wanderung immer

den Wünschen der Gruppe an und

macht auch mal Pause mit Glühwein

oder einem Schnapserl. Bei Tagestouren

steht auch die Einkehr in

einem Berggasthof mit auf dem Programm.

Die „Hüttengaudi“ und das

Gesellige gefallen Hans besonders

an seinem Job als Wanderführer:

„Ich liebe es, den Menschen einen

schönen Tag zu bereiten, sie zum

Lachen zu bringen und ihnen meine

Heimat zu zeigen.“

Schneeschuhwandern

kann jeder

Wer am Wochenprogramm nicht

teilnehmen kann oder sich lieber

ganz individuell auf den Weg durch

die winterliche Idylle macht, für den

hat Hans einige Tipps parat.

Das Gute am Winterwandern ist,

es braucht keine Vorkenntnisse und

es wird wenig Ausrüstung benötigt.

Die Schneeschuhe und Wanderstöcke

kann man sich gegen eine

geringe Gebühr in örtlichen Sportgeschäften

ausleihen. Die historischen

Schneeschuhe, die optisch an

Tennisschläger erinnern, sind längst

110 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 111


von modernen, schlankeren Modellen

abgelöst worden. Sie verteilen

das Körpergewicht ebenso gut und

ermöglichen das Wandern durch

unberührte Winterlandschaften.

Auch wenn es in gemächlichem

Tempo dahin geht: „Beim Winterwandern

wird einem schneller

warm als gedacht“, erklärt Hans.

Darum ist es empfehlenswert anstatt

der dicken Skijacke und Hose lieber

mehrere atmungsaktive Kleidungsschichten

übereinander sowie eine

wasserabweisende Hose anzuziehen.

Die Schneeschuhe werden

am besten an gut imprägniertem

Schuhwerk befestigt. Bei Nachtwanderungen

sollte man die Stirnlampe

nicht vergessen.

Wie bei jeder Wanderung ist es

auch hier wichtig, die Zeit richtig

einzukalkulieren und die Ausdauer

sowie die eigene Leistungsfähigkeit

richtig einzuschätzen. Anfänger

sollten, laut Hans, mit einer der

schönen, kürzeren Touren in der

Region beginnen. Dabei sollten

immer Natur und Tiere respektiert

und Wild nicht aufgescheucht werden,

so Hans.

Egal ob alleine oder gemeinsam

mit einem Bergwanderführer – eines

ist gewiss: Wenn der Schnee unter

den Schuhen knirscht und sich

die eingeschneiten Bergspitzen des

Wilden Kaisers wie zum Angreifen

nahe präsentieren, das ist ein ganz

besonderes Erlebnis!

Die Romantik ist überall zu sehen.

Tipp

Hans empfiehlt:

Auch bei kurzen

Winterwanderungen sollte

immer etwas zum Trinken sowie

eine Winterwanderkarte mit dabei

sein. Auch die Wetter-und

Schneeverhältnisse sind vorher

zu prüfen, so dass man sicher

unterwegs ist.

Auf www.wilderkaiser.info sind

Übersichtskarten der Winterwanderwege

in der Region

zu finden.

Tipp

Interesse an einer

geführten Wanderung

mit Bergwanderführer

Hans? Eine Anmeldung zu

seinen Touren ist online oder

im Infobüro möglich. Der Spaß

kommt keinesfalls zu kurz!

Walking in a winter wonderland

Hillwalking guide Hans Widmoser

knows the dreamy, snow-covered

landscapes of Going like the back of

his hand. Lucky for us, he is happy

to share his knowledge of the area

on his guided snowshoe hikes,

showing us the most beautiful spots

to be found at the foot of the Wilder

Kaiser mountain range and offering

tips for hikes of our own.

Snowshoeing has long been an

extremely popular alternative winter

sport in Tyrol. Far away from the

pristinely groomed ski slopes, hikers

Rasten und genießen!

enjoy experiences that otherwise

remain hidden down in the valley:

glittering fields of snow, fairytale

wintry forests and rarely seen wild

animals. At the heart of this natural

idyll, even the most stressed among

us will find peace.

Meditative winter charm

“Quietly trudging through the

powdery snow far away from the

everyday hustle and bustle is

what makes winter hiking so

magical,” says hiking guide Hans

Widmoser. His love of nature and

the tranquillity it offers led him to

hiking a long time ago. But Hans

also enjoys the more sociable aspects

of his job as a guide, including the

uniquely Austrian Hüttengaudi

culture of visiting mountainside

chalets. In his own words,

“I love making sure, people have a

nice day, making them laugh

and showing them the place I call

home.”

Hiking with a pro

Exploring the wintry landscapes

with an experienced guide makes

sense. Guides can better orientate

themselves on snow-covered hiking

routes, determine which paths are

safe from avalanches and lead you to

wild and romantic secluded places.

In Going, Hans offers visitors and

locals a weekly schedule of guided

hikes, including routes around

Vollmondschneeschuhwanderung.

the charming little village of

Schwendterdörfl and evening hikes

along Going’s forest paths.

Snowshoeing is for everyone

Hans has a few tips for those who

are unable to join him on his scheduled

weekly hikes or would prefer

to make their own way through the

idyllic winter landscape.

The good thing about winter

hiking is that you don’t need any

previous knowledge and very little

equipment is required. Snowshoes

and hiking poles can be rented from

sports shops for a small fee.

Winter hiking warms you up

more quickly than you’d think,”

explains Hans. That’s why he recommends

wearing several breathable

layers of clothing and a pair of

waterproof trousers. Well-waterproofed

footwear is best for

attaching snowshoes to. If you’re

venturing off on a night-time hike,

don’t forget your head torch. It’s also

important to calculate your timings

correctly and make a realistic assessment

of your own capabilities. Hans

says beginners should start with one

of the region’s shorter hikes.

Whether you opt to head out on

your own or with a guide, one thing

is certain: the snow crunching under

your feet and the feeling that the

snow-covered peaks of the Wilder

Kaiser mountains are close enough

to touch make for a very special

experience indeed.

Tip

Hans recommends

always taking along

something to drink and carrying

a winter hiking map with

you, even on short winter hikes.

You should also always check

the weather forecast and snow

conditions before setting out

in order to stay safe outdoors.

Outline maps of the region’s

winter hiking trails are available

at www.wilderkaiser.info.

Tip

Interested in a guided

hike with mountain

guide Hans? You can register

for his tours online or in the

information office. There is no

shortage of fun!

112 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 113


Egal ob Skating oder Klassisch.

Langlaufen am Fuße des Wilden Kaisers

Goings Lonesome Rider

Bei den Hubers gehört das Pistenraupe fahren schon fast

zur Familientradition. Was Opa Johann in 28 Einsatzjahren

bereits im kleinen Finger hatte, musste sich Enkel Andi erst

langsam aneignen. Heute ist er selbst stolzer Spuren-Shaper

der 43 Langlaufkilometer in Going am Wilden Kaiser.

Altes Wissen –

neue Technik

Um 6:00 Uhr morgens heißt es

Tagwache für den gelernten Zimmerer.

Und obwohl es draußen noch

stockdunkle Nacht ist, geht der erste

Blick aus dem Fenster. Prüfend ob

und wie viel Schnee über Nacht

zusammengekommen ist. Bei 15 bis

20 cm gibt es für Andi dann kein

Halten mehr. Ist der letzte Schnee

gefallen, schwingt er sich auf seine

210 PS Maschine und los geht’s.

Sein neues „Spitzen-Gerät“, wie es

der Loipenprofi liebevoll betitelt,

unterscheidet sogar zwischen den

verschiedenen Schneearten. Dies sei

wichtig und eine Wissenschaft für

sich. Naturschnee könne mal trocken

und pulvrig oder mal nass und

klebrig sein bzw. sämtliche Stufen

dazwischen annehmen. Was Opa

Johann bei seiner alten Maschine

noch aus dem Bauchgefühl heraus

entscheiden musste, schafft Andi

heute mit technischem Können,

Feinadjustierung und Fingerspitzengefühl.

Unabhängig von Wetterlage

und Schneebeschaffenheit zieht

er so stets die perfekte Spur in die

Landschaft. Bei schönem, sonnigem

Winterwetter dreht Andi abends

seine Runden. So kann der angetaute

Schnee wieder bestmöglich

zusammenfrieren.

Spurensuche

ohne GPS

Bis alle Loipen gespurt und die

parallel dazu verlaufenden Wanderwege

präpariert sind, vergehen acht

bis neun Stunden. So lange cruist

Andi Huber als „Lonesome Rider“

durch die verschneiten Landstriche

Goings. Wo genau er seine Kreise

ziehen muss, das habe er vom Opa

gelernt. Bereits Mitte November

werden in den Wiesen die Routen

mit langen Holzpfählen abgesteckt,

sowie Beschilderungen und Hinweistafeln

angebracht. Ist der erste

Schnee gefallen, weisen Andi die

Pfosten seinen Weg, ganz ohne Navi

und GPS. Dabei müssen stets die

Anbindungen an die benachbarten

Loipennetze im Auge behalten

werden. So etwa nach St. Johann in

Tirol und nach Ellmau. Mit Patrick,

dem Loipenfahrer aus der Nachbargemeinde,

steht Andi regelmäßig

im Kontakt. Und obwohl die Art

der Präparierung je nach Gelände

variiert, so verbindet die beiden der

einheitlich hohe Qualitätsanspruch

an die Spur. Darum sei an dieser

Stelle eine Bitte angebracht, die

beschilderten Winterwanderwege

einzuhalten und die gespurten Loipen

den Langläufern zu überlassen.

Draußen

zu Hause

Die frische Luft, der Fahrspaß und

die Liebe zur Technik, sind es,

die Andi täglich begeistern. Das

Schönste an seiner Arbeit aber sei

der Austausch und das Miteinander

mit seinen „bärigen“ Kollegen. Und

so ziehen die Loipenfahrer Andi, Patrick

aus Ellmau, Matthias aus Söll

und Andi aus Scheffau tagtäglich

und unermüdlich ihre Spuren in den

Schnee. Bis die Sonne Eiskristalle in

Schmelzwasser verwandelt und sich

der nahende Frühling wieder die

Landschaft zurückerobert.

Tipp

Die über 65 gespurten

Loipenkilometer

der Region Wilder Kaiser

lassen das Herz jedes Langlaufbegeisterten

höherschlagen.

Dabei ist für jeden Geschmack

etwas dabei. Ob Klassisch oder

Skating, simple Einsteigerrunden

oder herausfordernde

Naturerlebnisrouten.

Going’s lonesome rider For the

Hubers, driving the snowcat is

almost a family tradition. It took

grandson Andi a long time just to

scrape the surface of the knowledge

his grandpa, Johann, had built up

over 28 years of service. Today,

it’s Andi who proudly shapes the

43 kilometres of cross-country ski

trails in Going am Wilden Kaiser.

With 15 to 20 cm of fresh snow,

there’s no stopping him. Once the

last snowflake has fallen, Andi jumps

aboard his 210 hp machine and gets

started. His new “top model”, as he

lovingly calls it, can even tell the

Opa Johann mit seiner Walze.

difference between various types of

snow. What grandpa Johann on his

old machine had to decide based on

gut instinct, Andi achieves today

with technical skill, fine-tuning and

intuition.

It takes eight or nine hours to

set all the ski tracks and prepare the

hiking trails that run alongside. His

grandfather taught him where to

lay the routes. As early as mid-November,

they’re marked out in the

meadows with tall wooden poles,

and signs and information boards

are put up. Once the first snows

have fallen, Andi is guided by the

posts, with no need for a sat nav or

GPS.

It’s the fresh air, the fun of driving

the machine and his love of the

technology that motivate Andi every

day – until the sun melts the ice

crystals and the approaching spring

reconquers the landscape.

Tip

The over 65 kilometres

of prepared trails in

the Wilder Kaiser region are

enough to make the heart of

every cross-country skiing fan

skip a beat. There’s something

for everyone here – whether it’s

classic skiing or skating,

114 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 115


Für die Ganze Familie

Der Goinger Eislaufplatz

Eislaufen für Klein und Groß, von gemächlich bis sportlich.

Während die Kleinsten mit Eispinguinen das Eislaufen üben,

die Größeren ihre Runden drehen oder ein lustiges Eishockeyspiel

eröffnen, können die Erwachsenen bei einem Becher

Glühwein ihren Winterurlaub genießen.

Der Eislaufplatz Going: für Klein und Groß.

„Heuer wird’s aft a guate Bohn“,

sagt der Eismeister und seine Augen

strahlen dabei mit der eisigen

Fläche um die Wette. An einem fast

unscheinbaren Platz direkt in Going

wird alljährlich aus einer gewöhnlichen

Schotterfläche ein perfekter

Natureislaufplatz. Petrus war dem

Eismeister hold, und die kalten

Temperaturen der letzten Tage haben

das Wasser ordentlich anziehen

lassen. Aber noch mal auf Anfang:

Am Anfang ist die Schotter fläche

und dann „muas i zuerst an Schnee

aufbringen und planieren, danach

die Banden aufstell’n und erst zum

Schluss konn i mit’n Aufspritzen

beginnen.“ Bereits im November

schreitet der Goinger Eismeister zur

Tat und verwandelt den Schnee in

eine ebene Fläche. In warmen Wintern

oft gar keine so leichte Sache.

Sind die Schneefläche geschafft und

die Banden aufgestellt, kann mit

dem Auftragen des Wassers begonnen

werden. Schicht um Schicht

bildet sich dann eine feine Eisdecke.

Erst wenn diese ca. 10 cm dick ist,

kann darauf Schlittschuh gefahren

werden. Das dauert dann schon

mal an die 3 Wochen. „Dazwischen

is’ wichtig, dass ma immer wieder

as Eis oziag“. Was früher mit einem

Eisenschieber mühselig per Hand

vom Eis gekratzt werden musste,

erledigt heute eine kleine Maschine.

Zuerst wird gekehrt, dann abgezogen.

Und dann folgt das Wasser.

„Wasser marsch!“ Mit einem

Feuerwehrschlauch wird vom

hinteren Ende der Bahn „aufgegossen“.

Mit bloßen Händen versteht

sich – so ein Eismeister ist nun mal

abgehärtet. Wer ihm diesen Namen

ursprünglich verlieh, weiß heute

keiner mehr, aber, dass er ein Meister

seines Fachs ist, das sieht man.

In der gemütlichen, warmen

Hütte direkt neben dem Platz lagern

bestens gepflegte Schlittschuhe und

Helme in verschiedenen Größen.

Hier kann man auch verschnaufen,

sich aufwärmen und einen heißen

Kakao, Kinderpunsch oder Glühwein

zu sich nehmen. Der könnte

beispielsweise hilfreich fürs Eisstockschießen

sein. Denn auf der Bahn

direkt nebenan braucht’s Zielvermögen

um möglichst nah an das

„Hasei“, die Daube, zu kommen.

Und wenn dann noch der Kollege

vom anderen Ende der Bahn herüberschreit

„Der hot!“ weiß man:

Es passt – gewonnen! Die Kinder

haben ihrerseits ihre Schwünge

zu beschwingter Musik in das Eis

ge zogen und abermals geht ein

ereignisreicher Tag am Goinger Eisplatz

zu Ende. Für den Wächter des

Goinger Eislaufplatzes startet erneut

eine Nacht, in der er als Eismeister

wiederum eine Schicht gefrorenes

Wasser auf seinen Platz zaubert.

Eislaufplatz Going

Dorfstraße 43,

6353 Going am Wilden Kaiser

Öffnungszeiten:

Witterungsbedingt

kurz vor Weihnachten

bis Mitte März:

Di, Mi, Sa, So: 14 – 17.30 Uhr

Do, Fr: 14 – 22 Uhr

Montag Ruhetag.

Going’s Master of the Ice —

A loyal man and his flair for ice.

Every year, in an unassuming location

right in the centre of Going,

an ordinary gravel surface is transformed

into the perfect natural ice

rink. The rink starts off as a simple

gravel surface and then “I first have

to apply and flatten the snow, then

set up the sides – only then can

I start spraying.” The ice master gets

to work as early as November, turning

the snow into a level surface,

which is often no easy task when

the winters are warm. Once the bed

of snow is finished and the sides

have been set up, he can start adding

the water. Layer by layer, this then

forms a fine covering of ice. The

rink can only be skated on once the

ice is around 10 centimetres thick.

This takes around three weeks.

Spielerisch Eislaufen lernen.

The cosy, warm hut right next

to the rink houses well-maintained

skates and helmets in various sizes.

The hut is also a nice place to take

a breather, warm up and enjoy

a mug of hot cocoa, children’s punch

or mulled wine. The latter may

be beneficial for curling, for example,

since the stretch of ice alongside

demands some accuracy. Another

eventful day at the Going ice rink

draws to a close. And the guardian

of the ice, the master ice technician

begins another night conjuring up a

layer of frozen water on his rink.

Going skating rink

Dorfstraße 43,

6353 Going am Wilden Kaiser

Opening times:

Due to weather conditions

shortly before Christmas

until mid-March:

Tue, Wed, Sat, Sun: 2 – 5:30 pm

Thur, Fri: 2 – 10 pm

Monday day off.

116

GOING stärkt!

Das Magazin 2022/23 117


Früher musste man

Schlachten schlagen,

um hier reinzukommen.

WiDi

Wilder Kaiser Digital

Heute öffnen wir unsere Tore für Gäste aus aller Welt für

Führungen, den Besuch in unseren Museen, die Einkehr in

die Festungswirtschaft und spektakuläre Ausblicke.

Alle Infos

rund um Ihren Urlaub

in der Region Wilder Kaiser!

Jetzt gleich online stöbern!

Find all information about

your vacation in the

Wilder Kaiser region!

Alles rund um Ihren Urlaub!

Für den perfekten Aufenthalt!

For the perfect stay!

Mehr unter www.festung.kufstein.at

Festung Kufstein

118 GOING stärkt! — Winter Das Magazin 2022/23 119


ezahlte Anzeigen

• 3 Wasserfälle – 380 m Fallhöhe

• 4 km Wasserfallweg

• 10 Aussichtskanzeln

• Informationsplatz

• WasserWelten Krimml

• Krimmler Achental

• Nationalpark

Hohe Tauern

www.wasserfaelle-krimml.at

WINTERTAUGLICH

Das gesamte Skigebiet

„Die Buchensteinwand Bergbahn

Pillersee“ freut sich auf Ihren

Besuch. Ganz besonders heißen

wir die „Nachwuchs-Pisten-

Flitzer“ im großen Pletzi-

Kinderpark willkommen.

WANDERBARE

AUSSICHTEN

Mit seinen gepflegten Wanderwegen,

erlebnisreichen Mountainbike-Routen,

dem sehenswerten

Blumenlehrpfad und den

zahlreichen Veranstaltungen ist

die Buchensteinwand das perfekte

Ausflugsziel.

K r a f t p l a t z m i t W e i t b l i c k

Skispaß!

going stärkt orig.indd 1 20.12.21 09:17

120

GOING stärkt!

Das Magazin 2022/23 121


Kaiserliche Abendstimmung.

122 GOING stärkt! Das Magazin 2022/23 123


Wien (380 km)

Salzburg (80 km)

Wilder Kaiser

Innsbruck (80 km)

München (120 km)

DE

CZ

AT

SK

Wien (380 km) CH

Salzburg (80 km)

Wilder Kaiser

Innsbruck (80 km)

München (120 km)

DE

IT

SL

CZ

AT

HU

CR

SK

CH

IT

SL

HU

CR

München

Kufstein

A12

Wörgl Söll

Innsbruck

München

Kufstein

Scheffau Going

Ellmau

SkiWelt

Kitzbühel

Salzburg

St. Johann in Tirol

Fieberbrunn

Lienz

Salzburg

Tourismusverband

Wilder Kaiser

6352 Ellmau · Dorf 35

Tirol · Austria

T: +43 (0) 50509

office@wilderkaiser.info

www.wilderkaiser.info

Scheffau

Herausgeber:Tourismusverband A12 Wilder Kaiser – Bilder: Tourismusverband Wilder Kaiser, Roland Defrancesco, Peter von Felbert, Felbert Reiter, Matthäus Gartner,

Going

Stefan Leitner, Emanuel Adensam, Manuel Bialucha, Claudia Ziegler, St. Johann Martin in Lifka, Tirol

Wörgl

Jessika Kassner, Gemeinde Going, Stefan Schopf, Martin Raffeiner, Michael

Söll

Meisl, Lisa Lederer, LJ Going, Paul Sykes, Carmen Huter, Thomas Hennersbichler, Pixabay, Frank Stolle. – Die Bilder wurden von den jeweiligen Inserenten und

Ellmau

Musikgruppen zur Verfügung gestellt: Gemischter Satz, Oidhoiz, Fieberbrunn Ratz Fatz, TWCB Band, Katharina Beihammer

Texte: Tourismusverband Wilder Kaiser, SkiWelt Katie Tropper – Grafische Gestaltung: himmel. Studio für Design und Kommunikation Scheffau/Innsbruck

Innsbruck

Kitzbühel

Druck: druckvorteil.at Änderungen, Druck- und Satzfehler vorbehalten. © 03.2022

Lienz


Wilder Kaiser GOING stärkt!

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!