Tag des offenen Denkmals

suedkurier.de

Tag des offenen Denkmals

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Geleitwort des Landrats

Im letzten Jahr haben am Tag des offenen

Denkmals wieder viele Bürgerinnen

und Bürger im Landkreis Konstanz

auch mit Hilfe unseres Faltblatts die

offenen Denkmale und Veranstaltungen

besucht.

Dieser wichtige Tag ist 2012 schlicht mit

„Holz“ überschrieben. Holz war früher

der wichtigste Baustoff in unserer Region.

Kunstvoll konstruierte Fachwerkhäuser

und imposante Profanbauten,

wie vor allem die Weintorkel, wurden

mit oder ausschließlich aus Holz errichtet.

Heute, in der Zeit der Energiewende,

bekommt Holz als nachwachsender

Rohstoff erneut eine große Bedeutung.

Bodman-Ludwigshafen

1 Schlosstorkel Bodman

Am Torkel 4

Geöffnet: 10.00 - 19.00 Uhr.

Es findet an diesem Tag auch ein

„Kunstmarkt" im Torkel statt.

Führungen: 11.30 und 12.00 Uhr

durch Wilderich Graf von und zu

Bodman

Kontakt: Bernd Weber, 07773/935850,

Mail: bernd.weber@81fuenf.de

Der Torkel von 1772 gehört zu den

größeren seiner Art am Bodensee und

zeugt von dem über tausend Jahre

alten Weinbau in Bodman. Mit dem

Gewicht des riesigen Torkelbaums

wurde der Saft aus den Trauben

gepresst, er wurde noch bis in die

1960er Jahre genutzt.

Eigeltingen

11

2 Römischer Gutshof

zwischen Eigeltingen und Homberg,

ausgeschildert

Geöffnet: ab 11.00 Uhr

Führungen: 11.00 und 14.00 Uhr

durch Klaus Hauschild

Kontakt:

Klaus Hauschild, Tel.:07771/914456,

Mail: eigeltingia@web.de

9

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4 5

Unser Landkreis hat unzählige Bauten

aus dem Baustoff Holz vorzuweisen,

der unsere Städte und Dörfer nachhaltig

geprägt hat.

Ich möchte Sie einladen, auf einer

Rundreise Neues und Unbekanntes in

unserem Landkreis zu entdecken. Ich

bin sicher, dass diese Reise Sie jedoch

nicht auf den sprichwörtlichen Holzweg

führen wird!

Ich wünsche Ihnen einen erlebnisreichen

Tag des offenen Denkmals im

Landkreis Konstanz.

Herzlichst

Ihr

F. Hämmerle

Landrat

Villa rustica mit 5,4 ha ummauertem

Hofareal aus der 2. Hälfte des 1. bis 2.

Hälfte des 3. Jh. Die Umrisse von

Haupthaus, Tempel, Bad und Wirtschaftgebäuden

sind aufgemauert,

umfangreiche Informationen vor Ort

auf Tafeln, konzipiert als archäologisches

Freilichtmuseum zum Selbstentdecken.

Das Krenkinger Schloss ist im

Ursprung vermutlich eine stauferzeitliche

Anlage (um 1200) und wurde

nach dem Brand von 1640 und

Umbauten 1892/93 zum badischen

Bezirksamt stark verändert. Im Kern

stellt es eine zweiflügelige Anlage mit

rundem Treppenturm dar. Das Gebälk

ist sehr eindrucksvoll.

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Volkertshausen

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Engen

3 Dachboden des Krenkinger

Schlosses

Hauptstraße 43

Führung: 13.00 Uhr mit Karlheinz

Boppel

Gewölbekeller der Stadtapotheke

Vorstadt 8

Führung: 14.00 Uhr mit Karlheinz

Boppel

Das Gebäude wurde 1580 als herrschaftliches

Beamtenwohnhaus erbaut.

Es ist dreigeschossig mit vier

Achsen angelegt und beherbergt seit

2

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1827 die Stadtapotheke. Der Gewölbekeller

ist sehenswert und normalerweise

nicht zugänglich.

5

Narrenkeller im ehem. Dominikanerinnenkloster

St. Wolfgang

Klostergasse 15

Führung: 15.00 Uhr mit Karlheinz

Boppel

Das Kloster wuchs aus einer kleinen

Sammlung frommer Frauen im Lauf

der Jahrhunderte und erhielt erst im

18. Jh. seine jetzige Gestalt. Es wurde

1802 aufgelöst. Der Narrenkeller ist in

einem Gewölbekeller des ehemaligen

Klosters eingerichtet.

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Wendelinskapelle

Jahnstr. 5

Geöffnet: 13.30 - 17.00 Uhr.

Kontakt: Schwester Luzia, Kinderheimat

Sonnenuhr

Die Kapelle ist im Kern ein spätgotischer

Bau aus dem 15. Jh., der 1725

restauriert und barockisiert wurde.

1

Zum Besuch der offenen Denkmale

empfehlen wir die informative, reich

bebilderte Publikation „Kunstschätze

im Kreis Konstanz – entdecken und

erleben“, herausgegeben vom Hegau-

Geschichtsverein (256 S., 12,80 €), erhältlich

in jeder Buchhandlung, in vielen

Tourismusbüros und beim Hegau-Geschichtsverein,

Tel. 07731/85-244.

Der Barockaltar umschließt ein Gemälde

mit einer Fatima-Madonna. In

der Kapelle befinden sich mehrere

Votivtafeln.

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Kapuziner-Gruft in der Spitalkirche

beim Krankenhaus

Geöffnet: 15.45 - 17.30 Uhr

Führungen: 15.45 und 16.30 Uhr

durch Karlheinz Boppel und

Brigitte Meßmer

Nach dem starken Andrang im letzten

Jahr noch einmal der Blick in die klösterliche

Vergangenheit Engens: Die

unrestaurierte Gruft des Kapuzinerklosters

unter der Spitalkirche mit den

Grabstätten von 36 Kapuzinern aus

dem 18. Jh.

Gaugelmühle

Mundingstraße 6

Geöffnet: 11.00 - 17.00 Uhr

Vorführungen alter handwerklicher

Holzbearbeitung mit Hochaxt, Breitaxt

und Schrägsäge sowie der alten Hochgangsäge.

Kontakt: Ulrich Clauss, Tel. 07733/5216

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Die Gaugelmühle ist eine Mahl- und

Sägemühle, die erstmals um 1400

erwähnt wurde. Nach der Einstellung

des Mühlenbetriebs erfolgte die Einrichtung

einer Gaststätte mit Mühlenstube

und historischer Ausmalung.

Die alte Antriebstechnik ist erhalten

geblieben und im Gastraum sichtbar.

Die Säge wurde in mittelalterlicher

Bauweise rekonstruiert und umfasst

ein Vollgatter (um 1900) und eine

wesentlich ältere Hochgangsäge.

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Engen-Welschingen

Alte Kirche

Turmstraße 40

Geöffnet: 13.00 - 17.00 Uhr

Die alte Kirche von Welschingen war

ursprünglich Unserer Lieben Frau vom

Berge Karmel und ab 1806 St. Jakob d.

Älteren geweiht. An ihrem romanischen

Turm befinden sich geheimnisvolle

Figuren. Die ehemalige Wallfahrtskirche

enthält gotische Fresken aus dem

14. Jh., deren Entdeckung 1975 einen

geplanten Abbruch verhinderte. Einen

reizvollen Kontrast bildet die Ausstattung

aus den 1930er Jahren in der Art

eines „verspäteten Jugendstils“.

Gaienhofen

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Hermann-Hesse-Haus

Hermann-Hesse-Weg 2

Geöffnet: 10.00 - 17.00 Uhr

Kontakt: Dipl.-Biol. Eva Eberwein,

Tel.: 07735/440653, Mail: eva-biol@

eberwein.com

Tag des

offenen

Denkmals

im Landkreis Konstanz

9. September 2012

Thema: „Holz“

Landratsamt

Konstanz

Referat für Kultur

und Geschichte Geschichtsverein

Hermann Hesses großzügiges Landhaus,

1907 im Reformstil erbaut, wurde

denkmalgerecht saniert und erhielt

2005 den Denkmalpreis Baden-

Württemberg. Im Haus gibt es zahlreiche

Holzarbeiten, wie Einbauschränke,

Holzschindelwerk, Bibliothek,

Speisekammer, Bänke, Böden etc. zu

betrachten. Im historischen Garten

stehen von Hermann Hesse eigenhändig

gepflanzte „Baumveteranen“.

Gailingen

11 Randegger Trotte

Trottenweg 8

Geöffnet: 11.00 - 16.00 Uhr

Führungen nach Bedarf zum

Thema: „Was ist eine Trotte?“

Kontakt: Adi Auer, Tel: 07734/6471

Die Randegger Trotte wurde 1564

erbaut, zu einer Zeit, in der der

Bodenseeraum eines der Hauptanbaugebiete

von Wein in Deutschland

war. Weinbau ist in Gailingen seit min.

1275 bis heute vorhanden. 1765

betrug die Gailinger Rebfläche ca. 120

ha, 1904 waren es noch 27 ha.


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Gailingen/Diessenhofen

Diessenhofener Brücke

über den Rhein zwischen Gailingen

und Diessenhofen

Immer zugänglich

Führung: 15.00 Uhr

Die erste Rheinbrücke bei Diessenhofen

wird schon um 1180 vermutet und

als Holzbrücke 1292 nachgewiesen.

1667/68 erfolgte ein Neubau, der

1799 von russischen Truppen in Brand

gesetzt wurde.

1814/16 erbaute der Schaffhauser

Stadtwerkmeister Andreas Widtmer

im Diessenhofener Auftrag die heute

noch bestehende Holzbrücke mit

ihren fünf Öffnungen. 1944 wurde sie

durch amerikanischen Bombenabwurf

beschädigt. Die tragenden Teile

sind aus Eichenholz, die Verkleidung

aus Nadelholz.

Die Brücke gehört der Stadt Diessenhofen,

ist seit 1972 „Geschützes Baudenkmal“

und steht seit 1981 unter

„Bundesschutz“.

Konstanz

13 Münster Unserer Lieben Frau

Münsterplatz 2

Zugänglich zu den normalen

Öffnungszeiten

Führungen: zwischen 13.00 und

18.00 Uhr durch die Dachwerke und

zu den Altären (nähere Informationen

an Aushängen im Münster)

Kontakt: Vermögen und Bau Baden-

Württemberg, Amt Konstanz, Alois

Arnold, Tel. 07531/901-301, Mail:

Alois.Arnold@vbv.bwl.de

Das Konstanzer Münster ist im Kern

eine dreischiffige romanische Basilika

(Weihe 1089) mit gotischen, barokken

und klassizistischen Bauteilen.

Es birgt mittelalterliche Dachwerke,

Altäre aus dem 16. bis 19. Jh. und

großartige hölzerne Skulpturen aus

allen baugeschichtlichen Epochen.

Sehenswert auch die reichen Schnitzereien

am Westportal und das figurenreiche

Chorgestühl von 1470 von

Simon Haider und Heinrich Yselin.

14 Mittelalterliches Wohnhaus

Konradigasse 33

und

15 Mittelalterliches Lagerhaus,

Konradigasse 35

Zugänglich nur zu den Führungen.

Führungen zur aktuellen Restaurierung

des Dachwerks: 12.00 bis

17.00 Uhr jeweils zur vollen Stunde.

Voranmeldung erforderlich!

Kontakt: Klaus Voss, Stadt Konstanz,

Tel. 07531/900-987, VossBDA@stadt.

konstanz.de

Das Wohnhaus Konradigasse 33 ist

ein mittelalterliches Wohnhaus und

wurde ursprünglich in Fachwerkbauweise

errichtet.

Das Wohnhaus Konradigasse 35 war

ein mittelalterliches, in Fachwerk

erbautes Speicherhaus und wurde im

16. Jh. zum Wohnhaus umgebaut.

16

Ehem. Domherrenhof

Wessenbergstraße 32

Führungen mit Präsentation der

Restaurierung: 12.00 - 17.00 Uhr

jeweils zur vollen Stunde.

Voranmeldung erforderlich!

Kontakt: Klaus Voss, Stadt Konstanz,

Tel. 07531/900-987, VossBDA@stadt.

konstanz.de

Das Wohnhaus Wessenbergstraße 32

war ein mittelalterlicher Domherrenhof,

der im 19. Jh. zur heutigen Vierflügelanlage

umgebaut wurde. Es enthält

noch das originale Dachwerk und

eine Holzausstattung aus dem 19. Jh..

Es wurde 2010/12 umfassend saniert.

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Inselhotel / ehem. Dominikanerkloster

auf der Insel

Geöffnet: 11.00 - 18.00 Uhr

Führungen: 14.00, 15.30 und

17.00 Uhr

Kontakt: Anja Bantle, Direktorin, Tel.

07531/125-470, Mail: anja.bantle@

konstanz. steigenberger.de

Der mittelalterliche Klosterkomplex

stammt im Kern aus dem 13. Jh. und

wurde 1875 zum Hotel umgebaut. Die

Dominikanerstube präsentiert sich

mit wertvoller Holzausstattung aus

dem Jahre 1924.

18

Konzil

Hafenstraße 2

Geöffnet: 11.00 - 18.00 Uhr

11.00 Uhr: Eröffnung des Konstanzer

Tag des offenen Denkmals

durch Bürgermeister Kurt Werner

Führungen: 12.00, 14.30, 16.00 und

17.00 Uhr

Das Konzilgebäude wurde als mittelalterlicher

Speicherbau 1388/91

errichtet. Es heißt zwar Konzil, in ihm

fanden jedoch nicht die Sitzungen

des Konzils, sondern nur 1417 das

Konklave mit der Wahl des Papstes

Martin V. statt. Im 19. und 20. Jh. wurde

das Gebäude umgebaut, als Veranstaltungsort

und Restaurant genutzt

und zuletzt bis 2012 umfassend

saniert.

19

Bahnhof Konstanz

Bahnhofplatz 43/45/47

Allgemein zugänglich im Rahmen

der normalen Öffnungszeiten

Führungen: 14.00 und 16.00 Uhr

Kontakt: Frank Mienhardt, Stadt Konstanz,

Untere Denkmalschutzbehörde,

Tel. 07531/900-582, Mail: MienhardtF@stadt.konstanz.de

Der Konstanzer Bahnhof ist die repräsentative

Endstation der badischen

Hauptbahn mit Resten originaler

Holzausstattung, er wurde 1863 von

Heinrich Leonhard erbaut.

20 Villa Bantlin

Reichenaustraße 13

Zugänglich zu den Führungen

um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr

mit Rolf-Dieter Blumer (Landesamt

für Denkmalpflege), Karin Hubert-

Kühne, Frank Mienhardt (Stadt

Konstanz) u. a.

Kontakt: Frank Mienhardt, Stadt

Konstanz, Tel. 07731/900-582, Mail:

MienhardtF@stadt.konstanz.de

Fabrikantenvilla der ehem. Chemischen

Fabrik Gebr. Bantlin, später

HIAG und Degussa. Erbaut 1883 von

Architekt Holtzmann, Ausstattung im

Historismus und Reformstil.

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Ev. Pauluskirche

Mainaustraße beim Klinikum

Geöffnet: 12.00 - 18.00 Uhr

Führungen: 13.30, 14.30, 15.30

und 16.30 Uhr

Kontakt: Frank Mienhardt, Stadt

Konstanz, Tel. 07531/900-582, Mail:

MienhardtF@stadt.konstanz.de

Die evangelische Pauluskirche wurde

in Form einer Saalkirche 1929 in

Holzbauweise als Provisorium von

Oskar Delisle errichtet.

22

Loretto-Kapelle

KN-Allmannsdorf, Lorettosteig

Geöffnet: 11.00 - 17.00 Uhr

Die Loretto-Kapelle „auf dem Staader

Berg“ wurde 1638 mitten im 30-jährigen

Krieg erbaut. Sie ist eine der originalgetreuesten

und am besten

erhaltenen Loretto-Kapellen in

Deutschland. Eine Besonderheit ist

die hölzerne Bethalle für die vor der

„Santa Casa“ versammelten Pilger.

23 Fähre Meersburg ex Konstanz

und Fähranleger

Fährhafen in Staad

Zugänglich: 12.00 - 17.00 Uhr

Führungen: nach Bedarf durch Mitglieder

des Vereins „Rettet die

MEERSBURG ex KONSTANZ“,

Ausfahrt um 18.00 Uhr

Kontakt: Franz Hiller, Tel. 07531/

54613, u.f.hiller@t-online. de

Die älteste Binnenseeautomobilfähre

Europas wurde 1928 mit dem zugehörigen

Anleger in Staad in Betrieb genommen

und präsentiert sich heute

nach einer Totalrestaurierung mit originaler

Holzausstattung und rekonstruiertem

Holzdeck im Staader Fährhafen.

24

Pfarrhaus Gallmannsweil

Geöffnet: 11.00 - 16.00 Uhr

Erläuterung der bisher ausgeführten

Arbeiten durch die beteiligten

Restauratoren

Kontakt: Sylvia Hummel, Mail: sylvia.hummel@adi-hummel.de

Das Gebäude wird zurzeit aufwändig

und detailgetreu restauriert.

Das Pfarrhaus Gallmannsweil wurde

1543/44 bei der Kirche errichtet. Es

zeigt zimmermannsmäßige Detaillösungen,

die eher in einem städtischen,

repräsentativen Fachwerkbau

zu vermuten sind. Das Rähm im Erdgeschoss

wurde profiliert ausgearbeitet.

Der Nordgiebel ist mehrfach übersetzt

und besitzt Zierknaggen. Im

Gebäude selbst finden sich gleich drei

„gute Stuben“, was eine Besonderheit

darstellt.

Öhningen

25 Augustiner-Chorherrenstift

Öhningen

Klosterplatz

Führung: 10.00 Uhr durch Landeskonservator

a.D. Franz Meckes mit

neuen Erkenntnissen zur Baugeschichte

Kontakt: Jutta Duttle, Gemeinde

Öhningen, Tel.: 07735/81911, Mail:

hauptamt@oehningen.de

Das Kloster wurde im 10. Jh. gegründet,

es war seit 1378 Chorherrenstift.

1155/66 wurde es in Urkunden von

Kaiser Friedrich Barbarossa belegt

und zählt zu den am besten überlieferten

mittelalterlichen Chorherrenstiften

im deutschsprachigen Raum.

Die wertvollen baulichen Überlieferungen

sind von hohem geschichtlichem

Zeugniswert und bilden ein Kulturdenkmal

von überregionaler Bedeutung.

26 Holz und Wald – Spuren früherer

Nutzung in der Landschaft

Wanderung: 10.00 - 13.00 Uhr mit

Prof. Dr. Manfred Rösch

Treffpunkt: Chorherrenstift, Klosterplatz,

festes Schuhwerk erforderlich,

ein Regenschutz wird empfohlen.

Für Rollstuhlfahrer leider

nicht geeignet.

Kontakt: Landesamt für Denkmalpflege

im Regierungspräsidium Stuttgart,

Tel.:07735/93777151, Mail: manfred.

roesch@rps.bwl.de

Auf der Wanderung werden Spuren

früherer Waldwirtschaft, Holzerzeugung

und Landnutzung in der heutigen

Kulturlandschaft vorgestellt, mit

Erläuterungen zur heutigen Kulturlandschaft

und deren Bewuchs.

27

Orsingen-Nenzingen

Martinskapelle in Nenzingen

Ortsausgang Richtung Stockach

Zugänglich: 14.00 - 17.00 Uhr

Kontakt: Frau Cornelia Luff,

Tel.: 07771/7344

Die Wallfahrtskapelle St. Martin wurde

2006 aufwändig renoviert. Ihre

heutige Gestalt geht auf einen Umbau

von 1716 zurück. Die Ausstattung ist

barock, die wertvollen Feuchtmayer-

Skulpturen befinden sich in der Nenzinger

Ulrichskirche. Das Altarblatt

des Hochaltars stammt von Joseph

Ignaz Wegscheider.

28 Schlosskapelle Langenstein

Schloss Langenstein

Geöffnet: 14.00 - 16.30 Uhr,

Kontakt: Frau Heim, Gräflich Douglas’sche

Verwaltung

Der einschiffige Bau wurde um 1604

errichtet und 1745-49 im Rokokostil

ausgestattet. Er enthält wertvolle

Chorfenster aus der Reformationszeit,

in der Vorhalle und im Schiff

Werke der Konstanzer Malerin Marie

Ellenrieder. Das ehemalige Hochaltarbild

der Fürbitte Mariens vor der heiligsten

Dreifaltigkeit stammt von

Franz Josef Spiegler. Die Kapelle ist

zudem mit religiösen Kunstwerken

aus der Sammlungstätigkeit des gräflichen

Hauses Douglas ausgestattet.

Radolfzell

29 Österreichisches Schlösschen

Marktplatz 8

Geöffnet: 13.00 - 17.00 Uhr

Führungen: 13.00, 14.00 und 15.00

Uhr mit Christof Stadler und Thomas

Schaad. Anmeldung erforderlich

unter 07732/81-350

Kontakt: Hanspeter Fritschi, Stadt

Radolfzell, Tel.: 07732/81-350, Mail:

hanspeter.fritschi@radolfzell.de

Das Gebäude wurde 1618-21 als

Schloss für die österreichische Stadtherrschaft

erbaut, jedoch nie als solches

genutzt, 1825-1975 Schule, seit

1975 Stadtbibliothek. Der Renaissancebau

wurde 1842, 1912-21 und

1966-68 renoviert. Es handelt sich

typologisch um eine nur zur Hälfte

ausgeführte Vierturmanlage.

30 Stadtapotheke

Seetorstraße 3

Geöffnet: 10.00 - 12.30 und

14.00 - 17.30 Uhr,

Führungen: 11.00 und 14.00 Uhr

mit Rüdiger Specht

Ansprechpartner:

Rüdiger Specht, Tel.: 07732/81534,

Mail: ruediger. specht@radolfzell.de

1688/89 als Apotheke errichtet. Sie

ist ein dreigeschossiges, breitgelagertes

Gebäude unter hohem Krüppelwalmdach

mit zweigeschossigem Eckerker.

Es wurde 1834 spätklassizistisch-biedermeierlich

umgestaltet.

Nach Umbau seit 2006 Stadtmuseum

Radolfzell mit originaler hölzerner

Einrichtung der alten Stadtapotheke

und stadtgeschichtlichen Abteilungen.

31

Singen-Friedingen

Pfarrkirche St. Leodegar

Geöffnet: 12.00 - 17.00 Uhr

Führungen: 14.00 und 16.00 Uhr

durch Pfarrer Meier, Architekt

Nägele und einem Restaurator

Kontakt: T. Brügel, Stadt Singen,

Tel: 07731/85-340

Die Friedinger Pfarrkirche war

ursprünglich eine spätgotische Chorturmkirche,

die 1728/29 einen Neubau

erhielt. 1965 kam ein Querbau

mit neuem Chor hinzu. Die Kirche wird

derzeit im Innern renoviert. Sehenswert

sind die spätgotischen Fresken

im ehem. Chor neben dem Tabernakel

aus gleicher Zeit und die Zeugnisse

der bewegten Baugeschichte des Gotteshauses.

Steißlingen

32 Herrentorkel Steißlingen

Kirchstraße 4

Geöffnet: 14.00 - 16.00 Uhr

Führungen: 14.00 und 15.00 Uhr

durch Thomas Schönenberger

Kontakt: Th. Schönenberger, Tel:

07738/929319, mobil 0175 5620265,

tschoenenberger@steisslingen.de

Mitten im Ortskern von Steißlingen

gelegen, ist der Herrentorkel mit seinen

zwei mächtigen Torkelbäumen

eines der ältesten profanen Gebäude

im Ort. Der Herrentorkel, dessen Name

von seinem Eigentümer, dem adeligen

Ortsherrn, herrührt, war der

größte unter den sechs Torkeln, die es

einst in Steißlingen gab. 1991 kaufte

die Gemeinde das Anwesen, sanierte

es und baute es sehr aufwändig, doch

behutsam in ein Veranstaltungsgebäude

um.

Tengen-Blumenfeld

33 Deutschordenschloss Blumenfeld

Schlossstraße 1

Geöffnet: 14.00 - 17.00 Uhr

Kontakt: Stadt Tengen, Frau Kaiser,

Tel: 07736/9233-10, Mail: r.kaiser@

tengen.de

Die Ursprünge des Schlosses reichen

bis ins 11. Jh. zurück. Es wurde im

Schweizerkrieg 1499 zerstört und

ging 1511 an den Deutschen Orden

über. Um 1515 erfolgte der Bau des

Südflügels der heutigen Anlage auf

den Grundmauern des alten Palas, in

den Jahren 1578-82 wurde der Nordflügel

durch den Ordens-Komtur Werner

Schenk von Stauffenberg errichtet.

1511-1806 war das Schloss der Amtssitz

der Mainauer Obervögte des

Deutschen Ordens, 1806-57 badisches

Bezirksamt, danach Erziehungsanstalt

für arme Kinder, ab 1876

Armen- und Krankenhaus, seit 1980

Alten- und Pflegeheim. Einrichtung

einer Holzhackschnitzelheizung mit

Nahwärmeverbund in allen Gebäuden.

Besonders sehenswert sind die

Renaissance-Kamine im nicht renovierten

Teil des Schlosses.

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