streifzug - Gießener Allgemeine

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streifzug - Gießener Allgemeine

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Blickpunkt

Chris

Liebing

»Kleine Inseln«: Sechs

Gießener öffnen die

Haustür und zeigen

ihr Paradies. Seite 4

Der DJ aus Gießen ist in der Techno-Szene

ein Weltstar und jettet um die Erde,

um in angesagten Clubs aufzulegen. Im

Interview spricht er über Musik, die

besten Locations und die Partyinsel Ibiza…

Kultur

Kulturkeller: Die

Gießener Diskothek

»Monkeys« hat ein

neues Profil. Seite 42

4. Jahrgang · 7/2011

WIR MACHEN


• Interviews und

Reportagen

• Kultur

• Sport

• Universität

• Trends

• Veranstaltungskalender

• Kino

• Gastro-Führer

• Frankfurt-Tipps

AUGUST AUGUST-AUSGABE

-AUSGABE

Sie finden das hochwertige und informative Kultur- und Veranstaltungsmagazin

im handlichen DIN-A4-Format am Donnerstag, dem 28. Juli 2011, in der Ausgabe

der Gießener/Alsfelder Allgemeinen und an über 250 Auslagestellen in Stadt

und Landkreis. Sichern Sie sich schon heute Ihren Anzeigenplatz in einem informativen

und ansprechenden Umfeld!

Erscheinungstermin August-Ausgabe: Donnerstag, 28. Juli 2011

Anzeigenschluss: Freitag, 15. Juli 2011

Wir beraten Sie gerne!

Gießener Allgemeine ·Anzeigenverkaufsleitung

Tel. 06 41/30 03-2 23, -2 24 ·Fax 06 41/30 03-3 00

E-Mail: anzeigenverkauf@giessener-allgemeine.de

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AUGUST-AUSGABE

In Stadt und Landkreis Gießen …

1

…die Nr.


Editorial

Zu Hause ist es immer noch am schönsten, sagt man. Darüber kann man sicher streiten. Wir haben in den letzten

Wochen allerdings sechs Gießener besuchen dürfen, die diese These sofort bestätigen würden. Sie haben uns eingeladen

auf ihre Dachterrasse, ihren Balkon oder in ihren Innenhof und haben gezeigt, was sie daran so lieben. Ihre

persönlichen »Inseln der Glückseligkeit« sind es, die das Leben in der Stadt für sie so liebenswert macht. Fotograf

Oliver Schepp hat diese Begegnungen visuell festgehalten, Volontär Florian Dörr hat zudem aufgeschrieben, was die

Bewohner über ihr Leben und ihre »Inseln« erzählt haben. Daraus ist eine Fotoreportage geworden, die auf sehr persönliche

Weise zeigt, wie diese Gießener den Sommer verbringen und die Sonne genießen. Eine Insel – dieses Mal

eine echte – spielt auch im Leben von Chris Liebing eine große Rolle: Ibiza. Dort legt der weltbekannte DJ regelmäßig

auf und verzückt die Techno-Fans mit seinen Klängen. Im Interview spricht der Gießener über sein verrücktes

Leben, seine Gigs auf der ganzen Welt, und er äußert sich kritisch über die kommerziellen Zwänge auf der Partyinsel Nummer eins. Aber

auch für ihn ist es zu Hause immer noch am schönsten. Also, ab nach Hause, Füße hochlegen und streifzug lesen! Marc Schäfer

Inhalt

Foto: Schepp

BLICKPUNKT 4

Ein Inselmodel: Sechs Gießener erlauben dem streifzug einen Blick auf ihre »Inseln der

Glückseligkeit«, ihr persönliches Rückzugsgebiet in diesem Sommer.

STADTGESPRÄCH 16

Im Flirtwaschgang: Sind Waschsalons der

ideale Ort zum Flirten? · Im Elefantenwagen:

Ein seltsames Gefährt bewässert die

Grünflachen der Stadt

BLICK IN DIE REGION 20

Die Gail’sche Tafelrunde in Biebertal

UNTERWEGS 22

Das kommt mir spanisch vor: Die Tapas-

Bar »Bar Celona« in Gießen · Das Open-Air-

Kino in Butzbach öffnet wieder

AUSLESE 24

VERANSTALTUNGSKALENDER 27

BIERGARTEN-SPECIAL 34

Im Test: Ein Besuch im Biergarten des »Alt

Gießen« und des »Klosters Schiffenberg«

VINOTHEK 36

AM MAIN 37

Ex-Beatle Ringo Starr gastiert in der Jahrhunderthalle

· Live, umsonst und draußen:

Stoffel-Festival im Günthersburgpark

CAMPUS 40

Das Ende des Zivildienstes: Fakten zum

Bundesfreiwilligendienst

KULTUR 42

Kulturkeller: Das »Monkeys« in der Liebigstraße

hat sich verwandelt

SPORTWELT 44

Bälle im BH: Nichts da Familienaktivität –

»Psychosport« Minigolf

CDS VOR GERICHT 45

Neue Alben im Test: Lady Gaga ·

Snoop Dogg und Arctic Monkeys

SPERRSITZ 46

Neu im Kino: »Brautalarm«

RAMPENLICHT 10

Meister-DJ: Chris Liebing, Techno-Experte

aus Gießen hat es zu Weltruhm gebracht.

streifzug

IMPRESSUM

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Herausgeber: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft

mbH

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel

Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr

E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de

Foto: pm

Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft mbH

Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige

Anschrift für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der

»Gießener Allgemeine Zeitung«, »Alsfelder Allgemeine Zeitung«

sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten

Auslagenstellen. Auflage: 40000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Wilfried Kämpf

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 0641/3003-224, Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigentarif Nr. 2 vom 1. Januar 2011

streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Titelbild: Chris Liebing / Foto: pm

Mitteilung gemäß § 5, Absatz 2 des Hessischen Pressegesetzes:

An der Finanzierung des Verlages sind beteiligt:

D. Obermann-Weller, Dr. Ch. Rempel, Dr. J. E. Rempel, Dr. M.

Rempel, B. Sälzer.

Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elektronischen

Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die

erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder

unter Telefon 030/284930, Presse-Monitor Deutschland

GmbH & Co. KG. © Streifzug, Gießen

7/2011 streifzug 3


BLICKPUNKT

Gießener Inseln

der Glückseligkeit

4 streifzug 7/2011


BLICKPUNKT

Rafaele Sommerlatte, Neustadt: »Dass Gießen nicht die

schönste Stadt ist, weiß jeder. Aber ein sonniger Nachmittag

auf der Dachterrasse lässt vieles vergessen«, bringt Rafaele

Sommerlatte das »Inselmodell« auf den Punkt. Sein Ruheort

über den Dächern der Neustadt ist gesäumt von stattlichen

Bäumen und zierlichen Blumen. Wenn er nicht will, muss er

den architektonischen Wildwuchs der Umgebung nicht sehen.

»Die Pflanzen machen natürlich Arbeit«, sagt Sommerlatte, der

Freude hat am Rosenschneiden. Aber auch, wenn es gerade

einmal nichts zu tun gibt, lässt es sich aushalten. »Bei Sonnenschein

ist die Dachterrasse das perfekte Wohnzimmer«, erklärt

er die Freude am Zwitschern der Vögel, am Duft der Lavendelsträucher

und am Blick in den Himmel.

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BLICKPUNKT

Kritiker sagen, Gießen geize mit seinen Reizen. München oder Hamburg, dort lasse es sich

leben. Gießen hingegen müsse man ertragen. Paris. Amsterdam. Madrid. Keine Frage: Als

Tourist will man schöne Städte bereisen. Aber kann man nur dort glücklich werden? Wir

denken: Nein! Denn wir glauben an ein »Inselmodell«. Demnach kommt es einzig darauf an,

dass man einen Platz hat, an dem man sich geborgen fühlt. Dass wir nicht die Einzigen sind,

die so denken, haben wir nun gelernt: Von sechs Gießenern wurden wir eingeladen auf ihre

persönlichen Inseln. Entstanden ist eine Fotoreportage über Dachterrassen, Innenhöfe und

Balkone. Zugegeben: Gießen ist nicht Florenz und nicht Barcelona. Daran kann auch Foto-

graf Oliver Schepp nichts ändern. Doch seine Bilder zeigen, dass die vermeintlich hässliche

Stadt gespickt ist mit kleinen Oasen. Auf den nächsten Seiten finden sich ein Plädoyer für die

Lebensqualität in der viel kritisierten Stadt und sechs kleine Portraits von ihren Menschen.

6 streifzug 7/2011


Björn Bayer, Steinstraße: »Auf unserer Terrasse beginnt die Grillsaison

im Januar und endet im Dezember«, lächelt Björn Bayer. An

den Wänden rankt der Wein, von gegenüber winken die Nachbarn,

die Sonne scheint den ganzen Tag auf die rund 15 Quadratmeter.

Auch das ältere Ehepaar aus dem anderen Stockwerk habe

keine Probleme damit, dass die WG ihren Lebensmittelpunkt auf

die Terrasse verlegt hat: »Oma und Opa sind super«, lacht Björn

Bayer und ergänzt: »Die Terrasse ist eine Art Basis für unseren

Freundeskreis.« Hier wird bis tief in die Nacht über die großen

Themen debattiert und über die kleinen Absurditäten des Alltags

gelacht. »Diese Terrasse war Schauplatz für unzählige Geschichten,

die ich nie vergessen werde.« Am Tor zur Nordstadt ist die Aussicht

zwar bescheiden, doch Björn Bayer ist mehr als zufrieden mit

seiner Insel der Glückseligkeit: »Aber ich würde auch die ganze

Stadt vor jedem Fremden verteidigen«, sagt er. Hinter den Häuserfassaden

biete die WG-Szene eine wahre Schatztruhe an privaten

Oasen. Nur ein Problem gebe es eben doch in Gießen: Nach dem

Studium zieht es viele Leute weiter. Auch für ihn beginnt diese

schmerzhafte Phase nun. »Aber später habe ich dann Anker in

ganz verschiedenen Städten«, erklärt er. Und bis zum Abschiednehmen

haben die Freunde noch die Treffen auf der Terrasse.

BLICKPUNKT

Eva Pflästerer, Reinhard-Strecker-Weg: Einen gewissen Luxus bei

größtmöglicher Naturverbundenheit genießt Eva Pflästerer auf ihrer

kleinen Terrasse in Gießen-Wieseck. Dort wird die Sonne genossen.

Dort wird gekocht. Dort wird gegessen. Und dort wird sogar

ferngesehen. »Es ist eben unser kleines Sommer-Wohnzimmer«,

sagt die Frau, die sich an sonnigen Tagen fast ausschließlich im

Freien aufhält. Die Wände zum Haus sind geschmückt mit Urlaubserinnerungen

von Nord- und Ostsee. Rund um einen kleinen

Springbrunnen tummeln sich kleine Keramikfrösche: »Meine Bekannten

wissen, dass ich da eine gewisse Sammelleidenschaft habe

und bringen mir deswegen häufig welche mit.« Und wenn der

Platz auf ihrer kleinen Oase im Grünen einmal nicht reicht, dann

zieht es Eva Pflästerer und ihre Gäste eben auf die andere, die größere

Terrasse am anderen Ende des Hauses. »Da geht es hin, wenn

sich die ganze Familie angesagt hat«, erzählt sie von ihren Kindern

und den inzwischen sechs Enkeln. Auch auf dieser anderen Insel

steht ein Grill, auch dort gibt es den gewissen Luxus bei großer

Naturverbundenheit. Besser als auf ihren kleinen Inseln in der

Nähe der Wieseckaue, auf der sie sogar durch dichtbewachsene

Hecken und Büsche vor neugierigen Blicken geschützt ist, habe sie

es nicht treffen können. »Wirklich nicht«, sagt sie und lacht.

7/2011 streifzug 7


BLICKPUNKT

Mareile Coninx, Ebelstraße: Kinderlachen. Viel mehr hört Mareile

Coninx nicht, wenn sie in ihrem Innenhof an der Ebelstraße sitzt.

»Das ist herrlich«, beschreibt sie die Geräuschkulisse des benachbarten

Kindergartens. Genau wie ihr Mann arbeitet sie »von zu

Hause aus« und braucht in der Mittagspause nur wenige Schritte

bis zu ihrer Insel der Glückseligkeit. Ein Kaffee, eine Zeitung, und

der Stress ist plötzlich ganz weit weg. Die grüne Oase im Herzen

der Stadt ist der ganze Stolz von Coninx. Die Pflanzenvielfalt ist

beachtlich. Vor sechs Jahren zog sie in das kleine Idyll. Heute erinnert

sie sich: »Das Haus war in abenteuerlichem Zustand und

auch im Innenhof gab es viel zu tun.« Diesen Sommer will sie ausschließlich

genießen. »Es ist der erste, in dem wir nichts zu tun

haben.«

Alena Gröschner, Plockstraße: »Ein Balkon im Sommer ist für mich

das, was im Winter eine Badewanne ist«, sagt Alena Gröschner. Sie

und ihr Freund haben in ihrer Wohnung gleich zwei Balkone. »Den

kleinen nutzen wir zum Frühstücken. Den größeren für den Rest

des Tages«, erklärt sie. Neben ganztägigem Sonnenschein genießen

die beiden Gießener so auch noch den Blick auf zwei der

schönsten Ecken der Stadt: Theaterpark und Plockstraße sind je-

8 streifzug 7/2011

weils von einer ihrer »Badewannen« aus zu sehen. Zumindest normalerweise.

In diesem Sommer verdeckt ein Baugerüst den Ausblick.

»Das ist schade, aber wir haben das Beste daraus gemacht

und das Frühstück auf das Gerüst verlegt«, sagt Gröschner und

lacht. Mit der nötigen Gelassenheit kann man es sich eben auch

so gut gehen lassen.

Siegfried Neumann, Marktplatz: Der »Himmel« von Siegfried Neumann

ist zwei Meter breit und zwölf Meter lang. Nur eine Armlänge

vom Grill und zwei Palmen entfernt thront der »Goldene

Engel« über ihm. »Seit meine Frau vor neun Jahren verstorben ist,

verbringe ich jede freie Minute hier«, sagt der 76-Jährige. Der Balkon

weit über der Engelapotheke ist seine Insel. Hier zieht er sich

zurück und beobachtet das Treiben auf dem Marktplatz. »Häufig

winken Kinder hinauf zum Engel. Dann grüße ich an seiner Stelle

zurück. Der Engel kann ja nicht«, sagt er lachend. Seit 1963 war

Neumann Hausmeister in dem Gebäude. Für seinen Ruhestand

habe er sich kein besseres Plätzchen wünschen können. »Hier

habe ich das Leben direkt zu meinen Füßen«, schwärmt Neumann

und fügt an: »Wenn die Sonne scheint, fühlt sich jeder Tag wie

Urlaub an.« Florian Dörr


BLICKPUNKT


RAMPENLICHT

Chris Liebing:

Weltstar am Mischpult

10 streifzug 7/2011


Wie wird man zum angesagten DJ? Die Frage

stelle ich mir auch regelmäßig. Es ist eine

Leidenschaft nötig, Musik machen und Leute

zum Tanzen bringen zu wollen. Und eine gewisse

Opferbereitschaft, gerade am Anfang,

denn man kann nicht mitfeiern, sondern

steht in der Ecke und sucht Musik aus.

Fühlen Sie sich da manchmal einsam? Anfangs

auf Schulpartys war ich schon der, der

einsam in seiner Ecke stand, weil sich kein

Mensch für den DJ interessiert hat. Mittlerweile

ist das nicht mehr so, und man kann

zu Star-Ruhm kommen. Wissen Sie, manchmal

wünsche ich mir meine Ecke zurück.

Partypeople suchen heute die Locations oft

nach dem Lineup aus… Ja, das hat sich in

den letzten Jahren so entwickelt. Der Zusammenhang

zwischen dem, der auflegt und

der Musik, die aus den Boxen kommt, wurde

erkannt. Man geht nicht mehr pauschal in

einen bestimmten Club, sondern schaut, wo

ein spezieller DJ spielt. So gerät die Person,

die die Musik macht, in den Fokus.

Warum geht man zu einer Party von Chris

Liebing? Da müsste man die Leute fragen.

Ich habe jedenfalls extrem viel Spaß an meiner

Arbeit und komme auch nach 20 Jahren

noch von Gigs nach Hause und sage: So viel

Spaß hatte ich noch nie. Ich freue mich nach

sechs Gigs in Reihe noch wie wahnsinnig auf

den siebten. Das ist das Entscheidende. Man

kann den Leuten nur eine gute und intensive

Zeit geben, wenn man selbst begeistert ist.

Und was ist Ihr musikalisches Markenzeichen?

Der treibende Bass. Ich lege sehr viel

Wert darauf, denn das ist das Fundament.

Die tiefen Frequenzen treiben uns an. Alles,

was hinzukommt, ist das Salz in der Suppe.

Das Gewürz. Das Spielen mit Bass und einer

Klang-Collage ist meine Spezialität.

Sie sagen, Ihr Ziel ist es, Partygäste auf eine

Reise zu schicken? Genau. Sie sollen Zeit

und Raum vergessen und sich in einen Zustand

hineintanzen, der sie alles vergessen

lässt. Deswegen geht man doch aus. Auf der

einen Seite will man einen Partner finden für

das Leben oder für eine Nacht, aber auf der

anderen Seite wollen sich die Leute gerade

auf Techno-Veranstaltungen in einem Trancezustand

verlieren. Das möchte ich ermöglichen.

Auch ich komme irgendwann in den

Flow und weiß dann nicht mehr genau, was

ich mache oder welcher Track gerade die

Vorherrschaft hat. Dann entsteht ein Zusammenhaltsgefühl

nach dem Motto: Wir

sind eins. Das ist mit der elektonischen Musik

am besten möglich.

Sind Ihre Gigs alle einzigartig oder wiederholen

sich Sequenzen? Wenn es um Details

geht, ist definitiv alles einzigartig. Ich bin relativ

faul, wenn es um die Vorbereitung geht,

deswegen verlasse ich mich auf meine Improvisationsfähigkeit

und meine Intuition.

Und ich weiß, dass das richtig ist. Eine Vorbereitung

hindert mich daran, den Flow zu

erzeugen. Natürlich habe ich ein Grundmuster

im Kopf. Ich weiß, wie ich anfange. Ungefähr.

Was dann nach einer Viertelstunde passiert,

lasse ich geschehen. Interessant wird

es, wenn man aus dem Habitus ausbricht.

Welche Fähigkeiten muss ein DJ denn mitbringen?

Auf jeden Fall eine Persönlichkeit.

Es macht einen Unterschied, wenn der DJ

seine Musik auch lebt. DJs brauchen ein

Charisma, das den Sound auch visuell übermittelt.

Und ein ausbalanciertes Ego. Ich

möchte den Leuten nämlich das Gefühl geben,

dass wir die Party zusammen erleben.

Und nicht, dass ich der Herrscher bin. Es gibt

DJs, die durch ihre Aura einen Vibe rüberbringen,

denen entschuldigt man auch merkwürdige

Tracks.

Sie waren einer der ersten DJs, die auf digitale

Musik gesetzt haben… Genau. Und ich

muss diese Art zu spielen noch immer mit

Händen und Füßen verteidigen. Ich habe

von Anfang an daran geglaubt, dass es nur

darauf ankommt, was aus den Lautsprechern

kommt; egal, wie es hergestellt wird. Ob mit

Tape-Deck auf Schulpartys oder mit Plattenspielern

im »Omen«. Ich mag Vinyls sehr und

vermisse auch das Stöbern im Plattenladen,

aber ich sehe das nüchtern. Vinyl ist nur

einer von vielen Trägern. Ich habe früh erkannt,

dass ich digital mehr Möglichkeiten

habe, dass ein Lied dort nicht aufhören

muss, wenn die Platte zu Ende ist. Doch die

digitale Musik hatte und hat einen schlechten

Ruf. Als das damals auf den Markt kam,

war die Technik nicht so weit. Die Wandler

haben den Sound verschlechtert. Außerdem

waren die digitalen Veröffentlichungen ungemastert.

Das hat sich aber gegeben, denn inzwischen

hat jeder verstanden, dass man

auch die digitalen Dinge mastern muss. Den

schlechteren Klang konnte ich aber immer

schon wettmachen, indem ich verschiedene

Dinge übereinandergelegt habe. Ich verstehe

die Kritiker nicht, die sich beschweren, wenn

man mit Laptop auf der Bühne steht.

Zumal die Digitalisierung den weltweiten

Erfolg der elektronischen Musik erst ermöglich

hat. Ja, denn sie ist so überall erhältlich

gewesen. Man kann die Leute, die Vinyl verteidigen,

weil sie gegen die digitale Welt

sind, ja sogar als elitär beschimpfen und sa-

RAMPENLICHT

gen: Ihr macht Musik nur für einen bestimmten

Kreis und wollt sie Leuten vorenthalten,

die sich keinen Plattenspieler oder keine

Platte leisten können. Außerdem: Ein Junge

in den Bergen kann nicht einfach so mal in

einen Plattenladen spazieren, wie einer in

Berlin. Ich habe auch kein Problem damit,

wenn sich Leute aus ärmeren Ländern meine

Musik kostenlos downloaden. Hauptsache,

sie haben die Musik. Warum sollte ich ihnen

das vorenthalten? Weil ich aus einem sentimentalen

Grund an Vinyl festhalten will?

Durch das Internet und MP3 ist die elektronische

Musik erst zur globalen Musik geworden.

Die Kutscher, die früher mit Kutschwagen

durch die Straßen geeiert sind, haben

auch die ersten Autos verflucht.

Die Techno-Szene ist praktisch gemeinsam

mit dem Internet aufgewachsen? Irgendwie

schon. Beides kam Ende der 1980er auf und

hat sich über die ganze Welt ausgebreitet.

Ich würde zwar nie behaupten, dass ich ein

Weltstar bin, denn Techno ist immer noch

eine Nische und ich kann in Frankfurt unerkannt

durch die Straßen schlendern, aber das

Schöne an der Musik und ihrer Szene ist,

dass man durch die Digitalisierung auf der

ganzen Welt seine Fans hat. Es müssen nicht

viele sein, nur genügend, um irgendwo auf

der Welt einen Club vollzumachen. Das gelingt

mittlerweile ständig.

Anhand Ihres Kalenders bemerkt man, dass

Sie auf der ganzen Welt gefragt sind. Erzählen

Sie vom Leben eines Techno-DJs. Ich

will es nicht eintauschen, denn ich habe unglaublich

Spaß. Durch das Reisen habe ich

viele unterschiedliche Menschen in unterschiedlichen

Ländern kennengelernt und viel

erfahren. Grundsätzlich spiele ich am Wochenende

und bin unter der Woche bei

meiner Familie oder im Studio. Es ist aber

auch nicht so, dass ich unter der Woche

nichts zu tun habe. Im Grunde bin ich sieben

Tage beschäftigt. Ich empfinde es aber

als befreiend, im Studio zu sein, um Musik

zu machen. Das ist für mich Urlaub. In den

letzten Jahren ist es normal geworden, dass

ich auch mittwochs und donnerstags einen

Gig habe, oft sogar auf einem anderen Kontinent.

Daraus wird schnell eine Zehn-Tages-

Tour. Da ich inzwischen zwei Kinder habe,

bin ich nie länger als zehn Tage am Stück

unterwegs. Als DJ muss man das Reisen mögen.

Der einzige Kontinent, auf dem ich

noch nicht gearbeitet habe, ist Afrika.

Also ein Traumberuf? Trotz der miesen Arbeitszeiten

bis tief in die Nacht? Ja. Der einzige

Nachteil an meinem momentanen Leben

ist, dass ich keinen Rhythmus habe. Es

7/2011 streifzug 11


RAMPENLICHT

gibt Momente, wenn die Kinder im Bett

sind, in denen ich acht Stunden schlafen

könnte, ich aber wach bleibe, weil gerade

nicht Schlafenszeit ist, bedingt durch Jetlags.

Zudem bin ich ein Nachtmensch. Abends

fängt mein Hirn an zu arbeiten. Das ist nervig.

Aber es ist unglaublich, was ein Körper

aushalten kann. Das habe ich durch diesen

Job gelernt. Man sollte es aber auch nicht

übertreiben. Ich versuche, eine Balance zu

haben, mache viel Sport und ernähre mich

gesund.

Auf der Suche nach Ihrem Traumjob haben

Sie einen Tag lang BWL studiert… Nee, es

waren schon mehrere Tage. Aber ich bin für

einen Tag zurückgegangen an die Gießener

Uni. Ich wusste nach dem Zivildienst nicht,

was ich machen soll und habe dann BWL

studiert. Drei Semester. Sogar Statistik habe

ich bestanden. Vor dem Vordiplom habe ich

mich aber entschieden, das »Red Brick« zu

übernehmen und daraus den »Spinclub« zu

machen. Im Hinterkopf hatte ich die Option,

an die Uni zurückkehren zu können. Im

Nachhinein betrachtet war das damals aber

schon die Entscheidung, selbstständig in der

Musikbranche zu arbeiten. Nachdem ich mit

dem »Spinclub« pleitegegangen bin – nach

eineinhalb Jahren musste ich zumachen, weil

mir die Bank kein Geld mehr geben wollte –

bin ich noch mal einen Tag an die Uni zurück,

habe aber schnell bemerkt: Nee, das

geht auch nicht.

Erzählen Sie uns aus »Ihrem« Gießen. Gerne.

Ich bin mit 19 aus Großen-Linden wieder

nach Gießen gezogen. In meine erste eigene

Wohnung. Ich fand Gießen damals sensationell

und hätte mir keine bessere Stadt vorstellen

können. Es gab ein tolles Nachtleben.

Das »Vogue« war so legendär, dass Leute aus

Frankfurt gekommen sind, um DJ Serge zu

12 streifzug 7/2011

hören. Dann gab es das Bermuda-Dreieck

im Alten Wetzlarer Weg, u.a. das »Ragazza«,

das »Krokodil«. In der Ecke konnte man den

kompletten Abend verbringen. Bis 3 Uhr.

Auch das »Ausweg« hat damals Geschichte

geschrieben, weil man andere Musik gespielt

hat als alle anderen Läden. Indie-Grunge.

Ihre Karriere begann aber im »Red Brick«.

Das war meine erste Residentstelle, da habe

ich zum ersten Mal als DJ Geld verdient. Am

Anfang gab es zwölf Mark die Stunde. Teilweise

musste ich als DJ auch zapfen. Meine

Schwester hatte mir den Job damals vermittelt,

als für donnerstags ein DJ fehlte. Wir

hatten eine gute Zeit. Da das »Brick« der einzige

Club war, der bis 3 Uhr aufhaben durfte,

war das ein Anziehungspunkt. Das war mein

Anfang. Aber noch jenseits von Techno.

Wann fing es denn mit Techno an? In Gießen

gab es den legendären Plattenladen

»Downtown-Records«, der 1991 von Tommy

Bingel aufgemacht wurde. Der hatte Musik

von Michael Jackson, aber auch die ersten

Techno-Sachen aus Frankfurt. Im »Downtown«

habe ich Bekanntschaft mit Techno

gemacht. Im »Brick« konnte ich das aber

nicht einbauen. Dort klebte zeitweise ein

Schild mit einem durchgestrichenen tanzenden

Männchen. Drunter stand: Hier wird

kein Techno gespielt. Leider gibt’s davon

kein Foto, wie ich dahinter stehe (lacht).

1993 sollte das »Brick« zumachen, ich habe

dann den Club übernommen, ohne eine Ahnung

zu haben, worauf ich mich einlasse.

Aber es hat Spaß gemacht und auch heute

wird noch über den »Spinclub« gesprochen.

DJ Steve hat House gespielt und einen guten

Job gemacht. Es kamen Leute aus Würzburg

zum Feiern. Freitags war nie was los, samstags

waren die Techno-Abende. Sogar Ricardo

Villalobos, heute ein Star der Szene, hat

Chris Liebing wurde 1968 in Gießen geboren. Er wuchs in

Großen-Linden auf. Nach dem Abi an der Ricarda-Huch-Schule

studierte er an der Justus-Liebig-Universität drei Semester

BWL. Seine DJ-Karriere begann 1990 im »Red Brick« im Alten

Wetzlarer Weg. Diesen Club übernahm Liebing 1994 und

machte daraus den »Spinclub«, der 1996 geschlossen wurde.

Liebing legte im Technoclub »Omen« in Frankfurt auf, ein

Club, der noch heute – obwohl längst geschlossen – Kultstatus

hat. Sein Durchbruch. Später bespielte der Gießener die

Loveparade, Mayday, Nature One oder das Detroit Festival.

Im Frankfurter »U60311« genauso wie auf Ibiza veranstaltete

er erfolgreiche Partyreihen. 2001 gründete Liebing das Label CLR. Sein 2003 veröffentlichtes

Album »Evolution« wurde besonders beachtet. In diesem Jahr gewann er die

Dance Awards als Bester Nationaler DJ. Heute legt Liebing in den besten Clubs auf der

ganzen Welt auf. Im Oktober veranstaltet er im »Cocoon« Frankfurt eine Party, auf Ibiza

gastiert er mit einer eigenen Reihe im »Amnesia«, einem der Topclubs der Insel. mac

in Gießen aufgelegt. Wir hatten gute Lineups.

Ich habe teilweise in Frankfurt Werbung

gemacht. Völlig naiv. Vor dem »Nachtleben«

wurde ich ausgelacht: Denkst du, wir fahren

nach Gießen? Es war schnell eine Grenze erreicht.

Wegen der hohen Pacht habe ich sowieso

Miese gemacht, sodass nach 16 Monaten

Ende war. Das war aber auch gut so,

sonst würde ich vielleicht heute noch in

einer Eckkneipe Bier zapfen und alte Musik

spielen. So habe ich Gießen 1996 in Richtung

Frankfurt verlassen.

Das Ende der Techno-Szene in Gießen? Haben

Sie die Stadt heute noch im Blick? Ich

weiß ein wenig Bescheid. Zum Beispiel, dass

im MuK ein gutes Programm läuft. Es gibt

wohl eine neue Generation, die viel macht.

Aber so weit ich mich erinnern kann, ist

1996/97 das Nachtleben in Gießen komplett

kollabiert. Davon hat es sich nie erholt.

Kann man Frankfurt und das Rhein-Main-

Gebiet heute noch als Herz des Techno bezeichnen?

Nicht mehr. Es passiert noch was,

aber verglichen mit anderen Städten ist das

ein Witz. Ich spiele teilweise in kleineren

Städten und erlebe Partys, von denen Frankfurter

nur träumen können. Die Banker haben

dort alles übernommen. Die Mieten

sind so teuer, dass sich kein Club mehr leisten

kann, experimentell zu sein. Wenn es

mal einen Kampf gab Frankfurt vs. Berlin, hat

Berlin gewonnen.

Haben Sie trotzdem einen Geheimtipp zum

Weggehen? Ich gehe kaum in Clubs. Aber

das »Robert Johnson« oder das »Cocoon«, da

kann man hingehen. Im »Cocoon« mache

ich auch selber Partys. Das funktioniert super.

Aber ich bin der allerletzte, den man fragen

sollte, wo man in Frankfurt weggeht. Zu meinen

Lieblingsclubs zählt defintiv das »Berghain«

in Berlin. Das ist außergewöhnlich.

Sie gehören seit über 20 Jahren zur Technoszene.

Wie hat die sich verändert? Sie ist aus

den Kinderschuhen herausgewachsen. Am

Anfang hatten sich Leute zusammengetan,

um Party zu machen. Wenn ich Tapes von

1995 höre, schlage ich meine Hände über

dem Kopf zusammen. So langweilig war das.

Damals lief acht Minuten ein Track, dann

mischte man den nächsten rein. Es ist wahnsinning

viel passiert. Die Anlagen sind heute

auf einem Stand, auf dem sie noch nie waren,

weil die Veranstalter endlich erkannt haben,

dass die Musik davon lebt. Es gibt keine

Limits mehr, aber eine unglaublichen Vielfalt.

Das Interesse an elektronischer Musik ist

größer geworden, sie hat weltweit eine große

Fangemeinde. Und als DJ muss man in-


zwischen mehr bieten. Man muss genau wissen,

was man wann spielen kann.

Wer kommt heutzutage zu Ihren Partys? Das

hat sich auch gewandelt. 2000 war das noch

einfach zu beschreiben. Es waren 16- bis 23-

Jährige, die rebellisch sein wollten und sich

lustige Frisuren gemacht hatten. Mittlerweile

sind die Gäste auch älter als 30. Sie interessieren

sich für die Musik, weil sie alles andere

schon hinter sich haben. Die müssen keine

Partner mehr suchen, sondern wollen

tanzen. Diese Leute sind auf der Straße auch

nicht als Techno-Hörer zu erkennen.

Gibt es diese typischen Technos noch? Auf

Großveranstaltungen sieht man das noch. Extrem

in den USA. Kürzlich in Detroit habe

ich mich wieder gefragt, wie kommen Leute

auf diesen Geschmack? Neongelbe Fellstiefel,

Schlaghosen, Stachelfrisur, Leuchtsticks

am Körper und Smiley-Pullis. Wo haben die

das her? Von uns DJs läuft jedenfalls keiner

so herum. Ich trage Jeans, T-Shirt und Turnschuhe.

Da ist nicht viel nachzumachen

(lacht). Ich frag mich, wer sind ihre Vorbilder

für diese Kleidung? Ich bin es definitiv nicht.

In welche Richtung entwickelt sich der

Techno? Ein bisschen ins Undergroundige.

Ich mache seit 20 Jahren übrigens nichts anders

(lacht). Ich versuche, mit einer Anhäufung

von Frequenzen eine Atmosphäre zu

schaffen, in der man sich verlieren kann, und

will die Menge herausfordern, indem ich

düster, dark, übersteuert und verdreckt spiele.

Momentan geht es in diese Richtung. Das

ist aber nicht radiotauglich. Außerdem wollen

die Leute draußen feiern. Festivals stehen

hoch im Kurs. Die guten sind grundsätzlich

alle lange vorher ausverkauft.

Warum hatten Sie noch keinen Chart-Erfolg?

Ich mache einfach nicht die Musik dafür. Das

liegt auch daran, dass ich keinerlei musikalische

Ausbildung habe und auch wenn ich

wollte, kein dreiminütiges Popstück auf die

Reihe bekommen würde. Außerdem habe

ich nie daran gedacht, einen Chart-Erfolg zu

haben. Ich hatte nie das Bedürfnis.

Ihr Geld verdienen Sie wohl sowieso mit

den Gigs? Ja. Aber schon seit 15 Jahren. Wir

haben Anfang 2000 zwar unglaublich viele

Platten verkauft, aber ich habe immer mit

Vertrieben zusammengearbeitet, die nie

richtig bezahlt haben oder irgendwann pleite

waren. Aus irgendwelchen dummen Gründen

haben wir nie viel Geld damit verdient.

Das schreibe ich mir aber selber zu, da ich

nicht gerade geschäftstüchtig war. Mittlerweile

ist das anders, meine Firma ist gut aufge-

stellt und mittlerweile verdienen wir auch etwas

Geld mit digitalen Verkäufen. Ich muss

diesen Markt aber immer noch durch die DJ-

Gagen mitfinanzieren. Ich glaube, kein Label

verdient mehr richtig Geld. Alle DJs, die ich

kenne, schaffen es, ihr Label auf Break-Even

laufen zu lassen. Im Endeffekt legt man

drauf, aber es ist das Hobby, das man liebt.

Was verdient man denn mit einem Gig? Es

hängt davon ab, wo man spielt und was angesagt

ist. Ab einem gewissen Grad bewegt

sich das bei mindestens vier-, teilweise fünfstelligen

Beträgen pro Gig. Es gibt Clubs, wo

ich eher aus Liebe spiele. Dann spiele ich

eben einen Tag später auf einer Großveranstaltung

und nehme dafür das Vierfache mit.

Mein Ziel – in finanziellen Dingen – ist, dass

alle Beteiligten glücklich sind. Der Veranstalter

soll Gewinn machen, der DJ soll seinen

gerechten Anteil bekommen, und die Leute

sollen das Gefühl haben, gut investiert zu haben.

Am liebsten arbeite ich mit Veranstaltern,

die das auch so sehen und nicht am

falschen Ende sparen.

Sie legen auch viel auf Ibiza auf. Ist die Insel

immer noch das Nonplusultra der Szene?

Ein dickes Ja. Und ein dickes Nein. Im Sommer

wollen alle nach Ibiza. DJs und Raver.

Die Insel ist einzigartig, nicht zu groß, nicht

zu klein, super Klima, aus allen mitteleuropäischen

Städten günstig zu erreichen. Es gibt

gutes Essen, gute Strände. Man kann auch

außerhalb der Clubszene toll Urlaub machen.

Das Nein kommt hinzu, weil es extrem

kommerzialisiert ist. Hinter den Kulissen

RAMPENLICHT

Foto: pm

geht es nur ums Geld. Ich krieg die Krise,

wenn im »Space« für 0,2 l Wasser zehn Euro

verlangt werden. Die Clubbesitzer wollen

den Leuten so viel Geld wie möglich aus der

Tasche ziehen. Aber wenn du 60 Euro Eintritt

hinlegst und dann für einen Schluck Wasser

zehn Euro zahlen musst, hört der Spaß auf.

Mir tut das weh, wenn ich dort Partys mache,

aber ich kämpfe gegen Windmühlen.

Solange die Clubs voll sind, wird sich nichts

ändern. »Cocoon Amnesia« könnte 200 Euro

Eintritt nehmen, und das Ding wäre voll. Das

ist Ibiza-Wahnsinn. Aber du kannst dort eben

auch Partys erleben wie sonst nirgendwo auf

der Welt. Deshalb will jeder DJ dort spielen.

Im Trance-Bereich wird dort alles geboten,

was man haben kann. Ich habe aber die perfekte

Location noch nicht gefunden. Vielleicht

haben wir dieses Jahr Glück. Wir sind

mit unseren Partys jetzt im »Amnesia«.

Wo war bisher der Haken? Wir hatten in allen

Clubs Spaß, aber ich möchte mit den

Clubbesitzern gut zusammenarbeiten. Das

war im »Space« nicht der Fall, deshalb haben

wir uns da verabschiedet. Die Betreiber wollten

nur Geld verdienen. Später im »Privilege«

habe ich mich immer gefreut, wenn mir das

Dach nicht auf den Kopf gefallen ist und die

Anlage durchgehalten hat. Es ist teilweise unglaublich,

aber du musst eben dabei sein.

Sie haben mit der Partyreihe »Spinclub« ja

auch etwas Gießen nach Ibiza gebracht?

Ja. 2007 habe ich den »Spinclub« dort im

»Space« reanimiert. Ich hänge eben noch an

meinem alten Club in Gießen. Marc Schäfer

7/2011 streifzug 13


KOLUMNE

Der Zeitgeist überlebte in den Beats

Es war im Jahr 1994. In der Schule lernten

wir den Satz des Pythagoras und den

Erlkönig auswendig, zu Hause die Vokabeln

einer neuen Ära. Einer Ära, die

gleich zu Beginn Milli Vanilli als Hampelmänner

outete und konsequenterweise

nicht mehr Interpreten, sondern DJs zu

Stars erhob und Musik fortan ohne große

Worte machte.

Scooters »Hyper, Hyper« fasste das Lebensgefühl

der aufstrebenden »I can’t

stop raving«-Generation zweifellos so gut

zusammen wie Madonnas »Material Girl«

die Achtziger. Doch in den neunziger

Jahren ging es nicht mehr um den puren

Materialismus. Es ging bereits um Labels.

Wir saßen vor dem CD-Player und sagten

sie gebetsmühlenartig auf: Westbam,

Marusha, Sven Väth. Und immer wieder:

»Hyper, Hyper«. Die Generation Golf war

so yesterday. Und mit ihr das ganze Yuppie-Gehabe.

Wir hatten Labels, aber

protzten nicht. Höchstens mit der 501

von Levi’s. In die angesagten Clubs kamen

wir aber auch in Jogginghosen. Berlin

Calling!

1994 war überhaupt ein gutes Jahr für

die elektronische Musik. Unter dem

Motto »The spirit makes you move«

knackte die Love-Parade in Berlin erstmals

die 100000-Besucher-Marke. Eine

Zahl, die sich bis zum Ende des Jahrzehnts

mehr als verzehnfacht haben sollte.

Auf »Spiegel Online« war jüngst vom

großen Rausch zu lesen, von den Jahren

der Spaßgesellschaft: »In bauchfreien

Tops und Plateauschuhen feierten Millionen

Techno-Jünger auf der Love-Parade –

jeden Sommer wieder, fast ein Jahrzehnt

lang.« Die Teenager von damals sind die

Around-Thirties von heute. In gleichem

Maße, wie der Techno aus dem Underground

irgendwann mit dem Mainstream

zusammenprallte, flirteten wir irgendwann

mit dem Bürgertum unserer Eltern.

Erfolgreich. Längst sind wir zu Tatort-

Guckern und Bewusst-Ernährern mutiert.

Heute besuchen wir lieber Yogakurse

und Elternschulen, statt jedes Wochen-

14 streifzug 7/2011

Fotos: dapd

ende wild durch die Gegend zu zappeln.

Und wenn wir uns die Bilder von damals

ansehen, befällt uns Scham: Buffalo-Plateauschuhe,

neonfarbene Flokati-Jacken

und knallbunte Haare. Waren das wirklich

wir? Peinlich!

Trotzdem: Dank Nostalgie und einer gehörigen

Portion Selbstironie haben wir es

geschafft, unseren wilden Jahren den

Kult-Stempel aufzudrücken. Neulich rief

ich auf der Facebook-Seite meines Brad-

Sticks-Blogs zum kollektiven Nineties-

Brainstorming auf. Hintereinander gelesen

ergeben die Posts so etwas wie ein

Lexikon des schlechten Geschmacks.

Von A wie »Arabellas Talkshow« bis Z

wie »Zahnspangen mit Glitzereinlagen«.

Dazwischen Diddl-Mäuse, Beverly Hills

90210, Schnullerketten und die Kelly

Family.

Im neu erschienenen Buch »Lexikon der

Jugendsünden« rechnen die beiden Journalistinnen

Elena Senft und Lisa Seelig,

beide Jahrgang 1979, herrlich mit dem

schlechten Geschmack unserer Generation

ab: mit Pizza-Baguettes aus der Tiefkühltruhe,

mit David Hasselhoff, Cliff-Duschern

und eben auch mit den billigen

Beats aus der Techno- und Eurodance-

Konserve. Sie kommen zu einem absehbaren

Resümee: »Schön, dass wir nie

wieder Teenager sein müssen. Aber

schön auch, sich daran zu erinnern.«

Kaum gedruckt, rätseln die Rezensenten,

was die nächste Generation in zehn,

zwanzig Jahren als peinlich empfinden

wird: Emo-Frisuren, Pietro Lombardi, Ed

Hardy oder Germany’s next Topmodel?

Vielleicht sogar Lady Gaga?

In den neunziger Jahren war weder

Medienlandschaft noch Mediennutzung

so vielfältig wie heute. Wir guckten ein

MTV. Europaweit. Da warst du entweder

Grunger oder Raver. Zwischendrin dümpelten

höchstens noch Vanilla Ice, die

Spice Girls und die Backstreet Boys. Aber

der Hip-Hop gehörte den Amis. Und die

Popper hatten noch nie Profil. Girl Power?

Coolnessfaktor: gleich Null!

»Hyper, Hyper« kam zum richtigen Zeitpunkt.

Denn 1994 gab sich Kurt Cobain

die Kugel. Peng, der Grunge war tot! Wir

ravten: »Over the rainbow« zu »Hardcore

vibes«, ohne Limit und manchmal sogar

»Out of space«.

Endlich mal wieder

eine Jungendbewegung,

die

ihren Siegeszug

um die Welt in

Deutschland begann.

Diesmal ohne

Nenas unrasierte

Achseln.

Wohin ihre zunehmende Kommerzialisierung

führen sollte, wurde uns erst

Jahre später schmerzhaft bewusst. Am

24. Juli 2010. 21 Tote, 500 Verletzte.

Die Love-Parade fand in Duisburg ein tragisches

Ende. Wir waren schockiert, weil

sie für unsere Generation doch immer

das bedeutet hatte, was Woodstock für

die Sechziger war, die Discowelle für die

Siebziger und Live Aid für die Achtziger:

ein friedlicher Gipfel der Jugendkultur.

Und so saßen wir weinend vor den Bildschirmen.

Wie damals beim Tod Lady

Dianas, als der Glamour der Neunziger

in einem Tunnel verendete. Jetzt hatte es

die Spaßgesellschaft, den Rausch unserer

Ära getroffen. Ebenfalls in einem Tunnel.

Die große Party war offiziell vorüber. Seit

wenigen Tagen erinnert ein zehn Tonnen

schweres Mahnmal an die Opfer.

Das goldene Zeitalter des Techno ist

seither endgültig vorbei. Nach dem Dorian

Gray und dem Omen ist mit dem

Massenrave die letzte legendäre Bastion

gefallen. Widerstandslos. Doch der Zeitgeist

lebt in den Beats von damals weiter.

Scooter haben überlebt – und mit ihnen

die Geschmacksverirrungen unserer

Jugend, obgleich sich diese nicht überall

unverblümt offenbaren. Mein Nostalgie-

Tipp: Fahrt mal nach Ludwigshafen. Dort

tragen die Menschen noch heute Buffalos

mit Plateau. Und dort spielt der DJ

noch immer »Hyper, Hyper« – traditionsbewusst

seit 1994. Ehrlich!

Brad Shaw

Brad Shaw schreibt exklusiv Kolumnen

für den streifzug. Normalerweise veröffentlicht

der Journalist sie auf bradsticks.com.

Sein Blog befasst sich mit

Lifestyle, Fashion, Musik, Promis und

Kultur – und immer wieder mit der

Suche nach Mr. und Mrs. Right.


Restaurant »Zum Heiligen Stein«

bietet hohe Kochkunst verbunden mit

der Einfachheit ländlicher Gerichte

Seit November 2010 geöffnet, vereint das Restaurant »Zum

Heiligen Stein« am Kirchberg in Muschenheim hohe Kochkunst

mit der Einfachheit schmackhafter ländlicher Gerichte

und hat sich damit bereits in der überregionalen Gastroszene

einen Namen gemacht. Vornehmlich Produkte aus der Region

verarbeitet Küchenchef Jörg Bullmann zusammen mit seinem

dreiköpfigen Team.

Auf den umliegenden Wiesen werden aus der eigenen Zucht

die Lämmer geboren und mit ausgiebigem Weidegang natürlich

aufgezogen. Dort in der Nähe befindet sich auch der

»Heilige Stein«, ein um 3000 vor Christus errichtetes

Megalithgrab, das quasi Namensgeber des Restaurants ist.

Neben einer bewusst überschaubar aber erlesen gehaltenen

»normalen« Speisekarte hat das Restaurant eine wöchentlich

wechselnde Karte, die der Charakteristik der Küche mit Frische

und Leichtigkeit entspricht.

Auch die Weinkarte hat einen besonderen Charakter. So sind

die Weißweine deutscher Herkunft sowie die Rotweine alle

offen im Ausschank.

An den Wochenenden bietet das Kuchenbuffet eine reichhaltige

Auswahl an selbst gebackenen Kuchen.

Günstig gelegen zwischen der Münzenburg und dem Kloster

Arnsburg befindet sich das Restaurant »Zum Heiligen Stein«

in einer der schönsten Regionen Hessens. Hier kommen Naturfreunde

ebenso auf ihre Kosten wie kulturhistorisch interessierte

Wanderer. Zu Fuß, mit dem Rad oder dem Auto, es gibt

für jeden viel zu sehen und viel zu erleben.

»Essen zum Wohlfühlen« bietet Restaurantleiter Robert

Knorr seinen Gästen. So kann man beispielsweise das

Wochenende schon mit einem gepflegten Mittagessen in

Muschenheim beginnen. Das Restaurant samt seiner überdachten

wie beheizbaren Terrasse ist zudem eine prädestinierte

Lokalität für gesellschaftliche Veranstaltungen wie

Hochzeiten, Taufen, Konfirmationen oder Geburtstage für

bis zu 60 Personen.

Geöffnet ist das Restaurant »Zum Heiligen Stein« mittwochs

bis freitags ab 17.30 Uhr, samstags und sonntags ab 11 Uhr

durchgehend. Weitere Informationen gibt es im Internet unter

www.zum-heiligen-stein.de

– Anzeige –

Restaurant »Zum Heiligen Stein« · Kirchberg 1a · 35423 Lich-Muschenheim · Telefon 06404/6680908

E-Mail: info@zum-heiligen-stein.de · www.zum-heiligen-stein.de


STADTGESPRÄCH

16 streifzug 7/2011


geht es

rund. Ich habe

den Tipp von

elitepartner.de befolgt

und mir ein

Buch mitgenommen.

Zum Glück. Meines

heißt nicht: »Hey

Baby, mach

mich an«

son-

hat das Thema für sich entdeckt. Aber

was ist so reizvoll am gemeinsamen Wäsche

waschen? Hans Rösling, Professor für Internationale

Gesundheit in Schweden, beschäftigt

sich in einem Vortrag mit der Waschmaschine

und wie sie das Leben in der westlichen Welt

verändert hat. Er fragt nach dem Grund ihrer

Beliebtheit und kommt zu dem Ergebnis, dass

es der Zeitgewinn ist, der die »Magie« des Gerätes

ausmacht. Die Zeit, in der die Waschmaschine

dem Menschen die Arbeit abnimmt,

könne er mit dem Lesen von Büchern verbringen.

Damit gibt er der Waschmaschine einen

kulturellen Wert. In der westlichen Welt ist

das Nutzen von freier Zeit, die sich durch

den Einsatz von Maschinen ergibt, ein

alltägliches Phänomen. Ist die

Wäsche in der Maschine

lässt sich Staubsaugen,

Putzen, Aufräumen

– wer setzt

sich

dern

»Sein und

Zeit«, denn wer damit

etwas anzufangen

weiß, mit dem komme

ich gerne ins Gespräch.

Aber wo sind die 60-

Grad-Männer? Ich sitze,

warte und lese – kein

Flirt weit und breit. Stattdessen

hocke ich beim

Im Flirtwaschgang

Im

Waschsalon

geht es rund.

Nicht nur die Wäsche,

auch Menschen

können dort ins Schleudern

geraten, gefühlsmäßig –

quasi im Schonwaschgang,

denn der Flirt im Waschsalon

steht auf der Rangliste der Flirtlocations

ganz oben und ist eine Symbiose

aus Zweckmäßigkeit und Freude.

Schleudern im doppelten Sinn also?

Haben Sie keinen Hund? Dann gehen

Sie in den Waschsalon! Diesen Rat gibt

elitepartner.de und empfiehlt die Mitnahme

eines Buches mit eindeutigem Titel. So

habe man, sollte es an »Flirtmaterial« fehlen,

wenigstens etwas zum Lesen dabei. Des

Weiteren wird geraten, bei der Auswahl des

Waschortes auf eine »trendige Wohngegend«

zu achten, denn da, so die Partneragentur,

»könnten ganz interessante Singles herumlaufen«.

Das klingt einleuchtend. Die

genannte Internetseite ist nur eine

von vielen, die sich mit

dem Thema Flirtloca-

tionbeschäftigen. Flirt,

STADTGESPRÄCH

Weichspüler und frage mich, ob

ich die Maschine zum dritten Mal anstellen

soll? Vielleicht kommt er ja noch,

der flirtlustige Washman. Aber zweimal

5,50 Euro für jeweils eine Dreiviertelstunde

sind genug. Außer der Wäsche

ist zwar nichts ins Schleudern geraten,

aber der Besuch hat trotzdem

seinen Reiz, der einen über die

Last des Wäschewaschen hinwegtröstet.

Und wenn er

doch kommt? Man sollte

ihm auch im Waschsalon

nicht ungefragt

an die Wäsche

gehen. Anna

Lischper

heute

noch daneben

und liest

ein Buch? Im Waschsalon

bleiben einem

nicht viele Möglichkeiten. Anstatt

sich also vor die Maschine zu

setzen und die hypnotische Wirkung der

Trommel zu genießen, schaut man sich einfach

mal um. Der Besuch im Waschsalon hat

weitere Vorteile: Trägt man seine Wäsche in

den Waschsalon, ist man schon mal nicht alleine,

einsame Menschen gehen gerne in den

Waschsalon, wo die Chance auf saubere Kleidung

und auf das Ende des Alleinseins groß

ist. Das klingt einleuchtend, ist aber wohl

nicht mehr als ein weit verbreitetes Klischee.

Warum eine Partnerbörse aufsuchen, wozu

sich die Nacht in der Disco um die Ohren

schlagen, wofür sich einen Hund ausleihen?

Wenn es doch den Waschsalon gibt. So einfach

ist es nicht, oder?

Das will ich testen. Ich gebe meiner Maschine

frei und mache mich auf eine schmutzige Recherche

– sozusagen. Kaum habe ich die Wäsche

in der Maschine,

der;

unverbindlichesLiebesabenteuer,

Liebelei – so

erklärt es der Duden. Filmemacher

lassen sich von der

Kommunikation auf engstem

Raum zu Singlekomödien

und Erotikfilmen inspirieren,

Musikbands

singen davon und

auch die Werbeindustrie


18 streifzug 7/2011

Fotos: fd

Der Elefantenwagen

Rüssel raus und Wasser marsch. Wenn Manfred Leib mit

dem Elefantenwagen des Gartenamts auf Patrouille geht,

dann zieht er die Blicke auf sich. Mit seinem Bewässerungs-

fahrzeug versorgt er das durstige Grün der Stadt. Im

trockensten Frühling seit 1893 hatte der Mann mit dem

grünen Daumen besonders viel zu tun…

Manfred Leib ist in Eile. Denn bald öffnen

die Geschäfte ihre Tore, und der Seltersweg

erwacht. Der gelernte Forstwirt erklärt: »Die

erste Tour fahre ich um sechs Uhr morgens.

Spätestens um neun Uhr muss ich aus der

Fußgängerzone verschwunden sein. Sonst

wird es stressig.« Leib sitzt am Steuer eines

der drei Bewässerungsfahrzeuge des Gießener

Gartenamts. Seit 18 Jahren ist er inzwischen

im Einsatz und kümmert sich um das

Erscheinungsbild der Stadt, die in den letzten

Jahren deutlich grüner geworden ist.

Häufig wird dort gepflanzt, wo gerade aufgebohrt,

umgegraben, ausgehoben oder sonstwie

gewerkelt wird. Aufgrund der Umgestaltungsmaßnahmen

und der damit einhergehenden

Baustellen sind die meisten der

jungen Bäume nur mit viel Kurbelei zu erreichen.

Passanten meckern, Geschäftsleute

leiden, Leib rangiert. Besonders schlimm sei

es im vergangenen Jahr in der Licher Straße

gewesen. »Da denke ich heute noch mit

Schrecken dran«, sagt er und erinnert sich,

dass ihm beim Bewässern der jungen Bäume

– um den Verkehr auf der provisorischen

Fahrspur nicht lahmzulegen – nur der Gehsteig

blieb. »Es war die Hölle«, murmelt er.

An diesem Morgen im Juni dreht Leib im

Seltersweg relativ gelassen am Steuerrad

und sagt zwei wunderschöne Sätze, die er

noch mehrmals wiederholen wird: »Jede

einzelne Pflanze ist mir wichtig. Wenn ein

Baum eingeht, verstehe ich das als persönli-

che Niederlage.« Man spürt: Da hat sich jemand

genau den richtigen Job geschnappt.

Weiter geht’s vorbei an wild geparkten Fahrrädern

und anderen Hindernissen zum

nächsten Baum. Leib hat dabei immer die

Zeit im Blick, denn sonst wird es hektisch in

der Fußgängerzone. Und auf Hektik kann

der Mann am Steuer des Bewässerungsfahrzeugs

in diesen Tagen ganz gut verzichten.

In den vergangenen Wochen hatte Leib genug

Stress. Der Frühling in Deutschland war

so trocken wie seit 1893 nicht mehr. Und

lange Zeit war ausgerechnet Gießen der Ort,

an dem der wenigste Niederschlag gemessen

wurde. In den Zeitungen konnte man

mit ziemlicher Regelmäßigkeit lesen, wie

sehr die Landwirte unter der Trockenheit litten.

Aber auch beim Gartenamt blieb die

Trockenperiode nicht unbemerkt. »Seit Anfang

März sind wir täglich mit unseren Bewässerungsfahrzeugen

unterwegs. In normalen

Jahren läuft das erst Mitte April langsam

an«, erklärt Leib. Und da niemand eine dürre

Steppe in der Einkaufszone oder am

Straßenrand sehen möchte, sorgen die Mitarbeiter

des Gartenamts dafür, dass es nicht

so weit kommt. Täglich verteilen sie rund

40000 Liter Wasser in der Stadt.

Immer wieder zieht Leib dabei die Blicke

der Passanten auf sich. Denn er sitzt am

Steuer des Elefantenwagens: Durch die

Windschutzscheibe schaut er auf ein Rohrkonstrukt,

das er mithilfe einiger Joysticks


vom Steuer aus bedienen kann: Dieser

Rüssel ist direkt mit dem Tank auf der Ladefläche

des Elefantenwagens verbunden. Notfalls

kann Leib damit Bäume und Beete bewässern,

die bis zu vier Meter von seinem

Elefantenwagen entfernt stehen. Rund

3500 Liter Wasser verteilt er damit bei jeder

Tour. Das sieht ulkig aus, bringt aber eine

große Erleichterung mit sich. Früher sah seine

Arbeit so aus: einparken, aussteigen, Gartenschlauch

ausrollen, Baum gießen, Gartenschlauch

einrollen, einsteigen, ausparken,

weiterfahren. Seine Kollegen in den anderen

Bewässerungsfahrzeugen des Gartenamts arbeiten

noch immer so.

Den Seltersweg hat Leib inzwischen verlassen.

Er rollt im Elefantenwagen über die

Nordanlage. »Wenn man sich anschaut, wie

viele Bäume in letzter Zeit in der Stadt gepflanzt

wurden: Das ist schon Wahnsinn«,

sagt Leib. Allein im vergangenen Jahr kamen

im Stadtgebiet rund 250 junge Bäume dazu.

Sie sind das Klientel der Bewässerungsfahrer,

denn Bäume brauchen gerade in den ersten

Jahren sehr viel Pflege. »Das ist wie mit Kin-

MEIN GIESSEN

Für Skater

einmalig

Frank Loth

Geboren und aufgewachsen in Gießen gehört

Frank Loth zu den markanten Köpfen

der Stadt. Nach einem kurzen Intermezzo

in Marburg betreibt er seit 2005 den

»Green Hill Skateshop« an der Bahnhofstraße.

»Schon als Teenager haben meine

Freunde und ich uns die Stadt auf Skateboards

zu eigen gemacht. Da war der Laden

die logische Folge«, sagt der 36-Jährige.

Doch auch jenseits der Ladentheke

gibt Loth der popkulturellen Szene der

Stadt immer wieder Impulse. Mit Gießen

verbindet ihn eine Hassliebe: »Aus der

Sicht eines Skateboardfahrers ist Gießen

einmalig im Land, weil es keine Plätze mit

gutem Bodenbelag,

Treppen und Mauern

gibt, an denen wir

uns austoben können.«

Alternativen

bieten zum Glück

die Skatelounge im

Heegstrauchweg und

Fotos: fd/bf

Fotos: fd/bf

der Schwanenteichpark.

fd

dern. Erst nach einiger Zeit kommen sie

auch ohne größere Hilfe einigermaßen zurecht.«

Leib schaut in den Rückspiegel und

bringt den Elefantenwagen auf der linken

Fahrspur der Nordanlage zum Stehen. »Hier

leben meine Sorgenkinder«, sagt er und

zeigt auf den begrünten Mittelstreifen. Wieder

kommt der Rüssel zum Einsatz. An diesem

Morgen wird seine Arbeit nicht von

einem Hupkonzert begleitet: Viele Autofahrer

haben Verständnis. Ein bisschen Grün hat

schließlich jeder gerne in seiner Stadt. Häufig

wird die mühsame Arbeit des Gartenamts

aber auch übersehen. Oder mit Kopfschütteln

und anderen Gesten goutiert. Leib

zuckt dann mit den Schultern.

Die Arbeit im Elefantenwagen ist kein Zuckerschlecken.

»Es fühlt sich schnell an wie

in einer Sauna«, sagt Leib. Das Dilemma:

Leib muss gerade dann ausgiebig auf Tour,

wenn es draußen richtig heiß ist. Der Elefantenwagen

ist sein Ross im Kampf gegen die

Dürre. Damit muss sich Leib vorbei an geparkten

Autos und Fahrrädern seinen Weg

durch enge Gassen bahnen.

1 Schwanenteichpark

Die erste Rampe in Gießen

wurde 1989 dort gebaut, wo

sowieso schon der schönste

Platz der Stadt war. Dort war

ich vom ersten Tag an unterwegs.

Unzählige Kindheitserinnerungen

sind daher mit der

Halfpipe verbunden.

Schwanenteich

Uferweg

Oberes

Wehr

dheimer Str.

ger

Flutraben

Hammstr.

Hi er d.

nt

Westanlage

ahnhofstraße

bigstraße

Zu den

Mühlen

Westanlage

Westanlage

Alicenstraße

t.-Josephs-

Krankenhs.

Bonifatiuskirche

(kath.)

Bootshausstraße

Oswaldsgarten

Mühlstr.

Schanzenstr.

Selterstor

(Elefantenklo)

BfA

Frankfurter Str.

Nordanlage

Neustadt

Johannette-

Bahnhofstraße

Wieseck

Alicenstraße

Liebigstraß

nifaweg

STADTGESPRÄCH

Zwischen 150 und 200 Liter Wasser bringt er

pro Woche zu jedem bedürftigen Baum. Regen

spiele eigentlich keine Rolle, sagt er.

Und so rückt die Brigade auch aus, wenn es

in der vergangenen Nacht geregnet hat und

Pfützen auf den Straßen stehen. »Viele verstehen

das nicht«, sagt Leib und erklärt: »In

diesem Frühling hat es der Regen häufig

nicht einmal durch die trockene Erdkruste

geschafft.« Deswegen hat das Gartenamt bei

vielen frisch gepflanzten Bäumen eine Drainage

bis zum Wurzelballen gelegt. Davon

sieht man nur die Enden der Rohre, die einige

Zentimeter aus der Erde ragen und mit

einem kleinen Gitter geschützt sind. Wenn

Leib am Steuer des Elefantenwagens sitzt,

versucht er, den Rüssel mithilfe der Joysticks

genau an diese Stellen zu manövrieren. Vorbei

an massiven Bauzäunen, Rädern und

Autos bahnt sich der Rüssel dann seinen

Weg. »Wenn es nötig ist, kann man damit

ein bisschen zaubern«, sagt der Forstwirt

und lenkt den Elefantenwagen weiter zum

nächsten durstigen Sorgenkind.

Florian Dörr

Schiller- straße

Damm- straße

Lein-G.

Stein- straße

Pfarrgarten

Lö-

wen-gas- Katharinengasse

Seltersweg

Kirchenplatz

Goethestr.

Johanneskirche

(ev.)

Versorgungsamt

Bleichstraße

Südanlage

Goethe-

Nord

Marktplatz

s

Mark t

Kap an

ße

Wetzste nstr.

t r.

ll sg.

Plockstraße

2 On the Rock’s

Hier gibt es die beste Auswahl an alkoholischen

Getränken. Der kleine Biergarten ist

die urbane und charmante Alternative zu

einem Plätzchen an der Lahn. Und Mike,

der Wirt, ist auch eine Wucht.

Seltersweg 11

3 Liebigstraße

Dort habe ich gewohnt und möchte

wieder hin. Ob Bäcker, Klimbim oder

Melchiors – überall trifft man Freunde.

Im Krankenhaus bin ich wegen Unfällen

mit dem Skateboard auch regelmäßig.

Reichensand

3

se

i

Mäausburg

2

Asterweg

Lindenplatz

IHK

Ludwigstraße

Arbeitsagentur

Bruchstraße

Reg.-

Präsidium

Landgraf-

Phillipp-Platz

Walltorstraße

Brandplatz

Schulstr. Neuen Bäue

Sonnen- str.

Neuenweg

Johannesstr.

Bismarck-

Lonystraße

Löberstraße

straße

Sencken e

Justiz-

Berliner

Platz

Rathaus

Kongresshalle

straße

Uni–Hauptgebäude

Less

st

Diezstr.

Ostanlage

b rgstraße

behörden

Standesamt/

Ortsgericht

Platz d. Dt.

Einheit Fachhochschule

Ostanlage

Ludwigsplatz

Akad. Auslandsamt

Bismarckstr

Stephan- straße

ns l-

str.

He e

Gutfleischstr.

Am alten

Gaswerk

Hinter der

Ostanlage

Gartenstraße

Keplerstr.

Ringallee

1

Wiesenstr.

Moltkestraße

Roonstraße

Großer

Steinweg

Am

Brennofen

Gutenbergstr.

Hein-Heck- roth-Str.

Nahrungsberg

An Steins

Garten

Wieseck

Wolfstraße

Eichgärten- allee

Pestalozzi- straße

Grünberger Straße

Am alten Friedhof

Hessenstr.

Eichgärten

Südhang

Wolf-

Licher Straße

Alter Friedhof

Südhang

Alfred-Bock-Straße

7/2011 streifzug 19

str.

Curtmannstra

Pestal

Fröbelst

Am en Fried

4 Schiffenberg

Natürlich ist es ein Ort der Naherholung.

Aber den Schiffenberg

verbinde ich auch mit Skateboardrennen,

die ich bis vor einiger

Zeit regelmäßig dort veranstaltet

habe. Ich sehe die Jungs heute

noch die Straße herunterbrettern.

Schiffenberg

alt

4

Landmann-

str.

E.-Ec


BLICK IN DIE REGION

Die Retter der Tafelrunde

Sommerliches Amüsement in einzigartigem Ambiente, intelligente Bespaßung und leckere

Gaumenfreuden, ein pyrotechnischer Paukenschlag als optische Krönung und das unter ster-

nenklarem Himmel. Das sind die idealen Parameter für ein Event, das gehobenen Ansprü-

chen gerecht wird – die »Gail’sche Tafelrunde«, die am 2. Juli zum achten Mal gefeiert wird.

Die Veranstaltung inmitten von Biebertal,

im englischen Landschaftsgarten rund um

die denkmalgeschützte Gail’sche Villa, erinnert

an die glanzvollen Feste einer Unternehmerfamilie

vor rund 100 Jahren. Möglich

gemacht hat das der Wagemut von

Jörg Wießmann und seiner Agentur »Wiesel

Events« aus Laubach-Münster.

Auch die achte Auflage der inzwischen viel

beachteten »Tafelrunde« ist mit 336 Eintrittskarten

seit Monaten ausverkauft,

obwohl sie bei 103 Euro pro Ticket ein exklusives

Vergnügen ist. »In der wunderschönen

Parklandschaft gehen Kunst und

Kultur an diesem Abend eine nahezu perfekte

Verbindung mit kulinarischen Genüssen

unter freiem Himmel ein«. Viele Gäste

lassen sich schon zum wiederholten Male

20 streifzug 7/2011

auf dieses Versprechen ein und wissen,

dass die »Wiesel«-Werbung mitnichten

überzogen ist. Die »Tafelrunde«, das ist

längst ein Synonym für »Sehen und gesehen

werden«, ein willkommener Platz zum

»Small Talk« zwischen Geschäftsleuten und

ihren Kunden oder eben das gewisse

Etwas, wenn es ein besonderes Geschenk

sein soll.

Damit alles reibungslos funktioniert, beginnt

ein stattlicher Helferstab schon Tage

vor dem eigentlichen Abendvergnügen mit

dem Aufbau der »Tafelrunde«. Zelte, Tische,

Hussen und – ein wesentliches Element –

die für die Feuershow nötige Wasserbühne

aus 25 einzelnen Elementen werden aus

dem Lager in Gießen herangeschafft.

Schon die Premiere anno 2004 war mit

Foto: pm

gleich 250 Gästen eine logistische Herausforderung

– allerdings von Wießmann &

Co. damals noch nicht in ihrer ganzen

Bandbreite erkannt. Allein um die an Ort

und Stelle vom Bio-Caterer »Safran« frisch

zubereitete Menüabfolge schnellstmöglich

durch den weitläufigen Park an die festlich

gedeckten Tische in den schmucken Zelten

zu befördern, bedarf es eines hoch

motivierten Stabes an Servicepersonal –

knapp zwei Dutzend Kräfte sind diesmal

am Start, in der Open-Air-Küche wirbeln

weitere zehn. Bewährt hat sich auch der

kostenlose Shuttleservice für den Nachhauseweg

– das macht weitere zehn Helfer,

die in der Nacht dann auch schon mal

bis Hanau, Friedberg, Marburg oder Freigericht

fahren.


Wer jemals zu einer »Tafelrunde« gehörte

weiß, dass einer der Erfolgsfaktoren dieser

Veranstaltung das freundliche Personal mit

seiner »Gute-Laune-Garantie« ist: Nicht wenige

ehemalige »Wiesel«-Praktikanten reihen

sich an diesem Abend in die Helferschar

ein. Des Jobs wegen reist eine junge

Frau sogar eigens aus Chemnitz an, wieder

einmal.

»Total fertig« seien sie dann, wenn gegen

Mitternacht alles vorbei ist, lacht Jörg Wießmann

im Rückblick auf die bisherigen sieben

»Tafelrunden«. Vor zehn Jahren wagte er

den beruflichen Neuanfang und er hat es

nicht bereut. In seiner Künstler- und Eventagentur

beschäftigt der 45-Jährige heute

einen festangestellten und vier freie Mitarbeiter.

Nachdem der studierte Jurist 2001

seinen sicheren und gut dotierten Job als

Anwalt eines großen mittelhessischen

Unternehmens an den Nagel gehängt hatte,

wuchs sein Engagement in Sachen Kultur

stetig an. Er kreierte Veranstaltungsreihen

wie die »Biebertaler Kulturtage«, organisiert

Kaffee. Kult. Genuss.

DAS GENIESSER CAFÉ

•Bester Genießer Kaffee

•Leckere Stullen mit Brotaufstrichen

•Genießer-Frühstück den ganzen Tag

•Entspannung in Wohlfühlatmosphäre

•Café-Rabatte für Studenten

noahs

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www.noahs.de

Bahnhofstr.22

DI-SA 9-18 Uhr

SO 10-18 Uhr

Anzeige ist

Gutschein

für einen

Cappuccino

inzwischen Firmenveranstaltungen im ganzen

Land ebenso wie das Programm für die

Hauptbühne des Gießener Stadtfests und

darf obendrein noch Prominente wie Rüdiger

Nehberg oder Hardy Krüger sen. zu seinen

Freunden zählen. Zu seinen »Steckenpferden«

zählt »Wiesel« das Projekt »Icefire«,

bei dem Bildhauer Eisskulpturen kreieren,

die durch ihre Vergänglichkeit eine unglaubliche

Anziehungskraft ausüben. »Feuermenschen«

umgarnen die eisigen Kontrahenten

und so entsteht eine eindrucksvolle Musikfeuertanzshow,

die ihresgleichen sucht.

Ähnlich wie die »Tafelrunde« nach deren

Ende am späten Abend für ihn und seine

Angestellten noch eine Menge Arbeit

bleibt: Das, was an drei, vier Tagen mühevoll

aufgebaut wurde, muss am Sonntag um

10 Uhr verschwunden sein – das ist die Vereinbarung

mit dem Hausherrn, dem Freundeskreis

»Gail’sche Villa und Park«.

Der gehört genauso zu den Unterstützern

der Veranstaltung wie Schunk-Group und

Gemeinde Biebertal.

PRIMAVERA

1Kännchen Teeoder Kakao, Filter-

Kaffee soviel man möchte,

2Brötchen, 1Croissant, Käse,

Aufschnitt, Konfitüre, Butter,1gek.

Ei, 1Glas O-Saft

od. Prosecco 4.

HANDWERKER

1Kännchen Teeoder Kakao, Filter-

Kaffee soviel man möchte, 4halbe

belegte Brötchen,

Rührei mit Schinken

od. Bakon, 1Brötchen

90

4. 90

BLICK IN DIE REGION

GEWINNSPIEL

Seit Monaten ist die »Gail’sche Tafelrunde«

in Biebertal ausgebucht. Der streifzug

hat sich aber zwei Karten gesichert

und verlost diese unter den Lesern. Wer

die einzigartige Veranstaltung besuchen

möchte, muss allerdings schnell sein

und bis zum 1. Juli (13 Uhr) eine Mail an

streifzug@giessener-allgemeine.de

senden oder an diesem Tag zwischen

12 und 12.30 Uhr unter 0641/3003123

anrufen. Das Los entscheidet.

Sämtlichen »Tafelrunden« heftet das Attribut

»ausverkauft« an; selbst für die neunte

Auflage 2012 sind ohne jegliche Werbung

und ohne konkreten Termin bereits

80 Tickets verkauft. Das stößt auf Beachtung

– etwa in der Technischen Hochschule

Mittelhessen. Eine angehende Betriebswirtin

hat die »Gail’sche Tafelrunde« zum

Gegenstand ihrer Diplomarbeit gemacht.

Gabriele Krämer

7/2011 streifzug 21


UNTERWEGS

»Bar Celona«

Frankfurter Straße 84 · 35390 Gießen · Telefon 0641/2037195

»Mein Herz schlug schon immer für die

Gastronomie – und für Gießen«, sagt der

gebürtige Katalane José Vidal und bekennt

sich damit zu seiner Wahlheimat in Mittelhessen.

Nachdem er seit Anfang der

1980er Jahre in Gießen und Umgebung bereits

drei spanische Restaurants betrieben

hat, eröffnete er Mitte Dezember vergangenen

Jahres die »Bar Celona«, eine Tapasbar

in der Frankfurter Straße als kleine

Hommage an seine katalanische Heimat.

In einem edel-rustikalen Ambiente ertönt

gedämpfte traditionelle spanische Musik.

Immer wieder entdeckt man zwischen den

Weinregalen – dem Steckenpferd des Inhabers

– landestypisches Dekor, das die

gemütliche Atmosphäre eines kleinen

Stücks Spaniens schafft. »Ich lege sehr viel

Wert darauf, dass alles so original wie möglich

gemacht wird. Vor allem bei den Zutaten«‚

erklärt der erfahrene Gastronom, der

22 streifzug 7/2011

Fotos: Schepp

neben der Bar noch einen spanischen Feinkosthandel

führt. So seien viele der Zutaten

direkt aus Spanien importiert. »Ich

möchte, dass die Gäste, obwohl wir preisgünstig

sind, sehr gutes Essen bekommen,

denn man kann zugleich günstig und gut

anbieten«, betont er sein Ziel, das die Speisekarte

nur bestätigt.

Von Aioli (Knoblauchdip) und Tortilla Espanola

(spanisches Kartoffelomelette) über

Gambas a la Plancha (gegrillte Garnelen)

und Muslitos del Mar (frittierte Krebsschwänze)

bis hin zu Queso Manchego

(Manchegokäse) und Pimientos de Patrón

(kleine, grüne gebratene Paprika mit Salz) –

die »Bar Celona« bietet eine authentische

kulinarische Reise durch die spanische

Tapaswelt. Und das zu fairen Preisen ab

2,50 Euro pro Gericht.

Das spanische Traditionsessen sei jedoch

etwas, das man den Gästen oft noch erklä-

ren müsse, sagt Vidal. »Die Leute kommen

hier her mit der Idee, das Essen zu genießen,

drei bis vier Stunden zu bleiben und

einen schönen spanischen Abend zu verbringen.

In Spanien hingegen geht man in

eine Tapasbar, isst etwas und zieht weiter.«

Ihm sei es deshalb wichtig, Kompromisse

zwischen der spanischen und der deutschen

Esskultur zu schließen. Im Gegensatz

zu den meisten ihrer südländischen spartanischeren

Originale präsentiere sich die

»Bar Celona« so bewusst als edle Tapasbar,

in der man sehr gut einen gemütlichen

Abend nach deutscher Gewohnheit bei

spanischen Gaumenfreuden auskosten

kann.

Unbedingt dazu gehört eine Fülle von großen

und kleinen, fischig, fleischig, käsig

und gemüsig gefüllten Tonschälchen mit

feurigen sowie aromatischen, kalten und

heißen Gaumenfreuden, die mit Leidenschaft

und perfektem Timing zubereitet

werden.

Habe er an seinem ersten Öffnungstag lediglich

eine Cola verkauft, freut sich Vidal

nun sehr über sein stetig wachsendes Publikum

aus altbekannten Gästen früherer

Restaurants, aber auch neuen, jungen Neugierigen.

»Mein Wunsch ist immer: Meinen

Gästen die beste Qualität anzubieten, so

dass sie ihr sauer verdientes Geld hier gerne

ausgeben, sich zufrieden mit einem

Lächeln verabschieden und: Bis zum

nächsten Mal! rufen«, sagt Vidal und erklärt

im Anschluss, wie man Tapas in seiner Bar

am besten genießt: »Man komme mit vielen

Freunden, setze sich zusammen und

gebe ausreichend spanischen Wein dazu.

Dann nehme man die Speisekarte und

einen Zettel zur Hand, notiere alle Essenswünsche,

warte voller Vorfreude auf die

vielen Tontöpfchen, platziere sie alle in der

Mitte des Tisches und tauche dann gemeinsam

ein in die Geschmackswelt der

Spanier.« Isabelle Egon

Im Überblick

Sitzplätze: 50 im Restaurant

Küche: Spanische Tapas

Spezialitäten: Aioli, Tortilla Espanola,

Gambas a la Plancha, Muslitos

del Mar und Pimientos de Patron

Öffnungszeiten: montags bis

samstags jeweils ab 17 Uhr.

Sonntag Ruhetag

Küche ★★★✩

Ambiente ★★★✩

Service ★★★✩

Preise UU


…vor der Leinwand:

Premiere am 21. Juli mit »Das Schmuckstück«

UNTERWEGS

Das Butzbacher Open-Air-Kino verwandelt auch in diesem Sommer den Innenhof

des Langrafenschlosses in Hessens größten Kinosaal. Vom 20. Juli bis 4. August

werden an 16 Abenden Filme über die Leinwand laufen. Highlights sind u.a.

die Vorpremiere von »Nichts zu verzollen«, dem neuen Film der »Sch’tis«-Macher

(27. Juni), der Filmklassiker »Metropolis«, die Aufführung des Deutschen Filmpreis-

Gewinners »Poll« sowie die Vorpremiere der Culture-Clash-Komödie »Sommer in

orange«. Karten gibt es im Vorverkauf im Butzbacher Filmtheater, bei der Kulturund

Touristikinfo der Stadt sowie online unter www.openairkino.info. Los geht es

mit einer öffentlichen Generalprobe am 20. Juli und der »Relativitätstheorie der

Liebe«. Die französische Komödie »Das Schmuckstück« eröffnet dann den Filmreigen

offiziell am 21. Juli. Der Blockbuster »Der Zoowärter« mit Kevin James verspricht

am 22. Juli Unterhaltung für die ganze Familie. Eine der erfolgreichsten

deutschen Produktionen dieses Kinojahres, »Almanya – Willkommen in Deutschland«,

steht am 28. Juli auf dem Plan, die Til-Schweiger-Komödie »Kokowääh« am

30. Juli. Letzter Film ist traditionell der Kult-Streifen »The Rocky Horror Picture

Show« am 4. August. Der VVK läuft seit 25. Juni.Es können sowohl Einzeltickets für die 16 Abende als auch Logenkarten erworben werden.

Das Kino im Landgrafenschloss bietet eine wunderbare Atmosphäre, lauschige Plätze und ein breites Gastro-Angebot. Veranstaltet wird es

seit 1999 vom Butzbacher Filmtheater und der Stadt. Einlass 19 Uhr, Filmbeginn mit Einbruch der Dunkelheit. www.openairkino.info.

…in der Sommerlounge:

Entspannung und ein toller Blick ins Salzbödetal

Foto: dpa

Die Lahn-Dill-Bergland-Therme lädt ein, Sommertage in stimmungsvollem Ambiente zu genießen.

Ruhe, Erholung und das »Sich-verwöhnen-Lassen« stehen an erster Stelle. Das Außengelände der

Therme und der Blick in das Salzbödetal bilden den optimalen Rahmen für eine einzigartige Idee.

Entlang des großen Außenbeckens stehen hochwertige Liegen und Relaxmöbel zur Verfügung.

Egal, ob in aller Ruhe lesen, gemütliche Stunden verbringen oder einfach abschalten, die Sommerlounge

ist perfekt geeignet. Samstags (ab 17 Uhr) gibt es an der Bar zudem frische Cocktails und

ein leckeres Barbecue. Mit dem Erwerb des Zwei-Stunden-Tickets kann man bis August vier Stunden

in der neuen Sommerlounge bleiben. Gemeinsam mit der Lahn-Dill-Bergland-Therme in Bad

Endbach verlosen wir 3x2 Tageskarten (inkl. Cocktails) sowie 3x1 Tageskarte. Wer teilnehmen

möchte, sollte bis zum 20. Juli eine Karte mit dem Kennwort »Therme« an streifzug, Marburger

Straße 20, 35390 Gießen oder eine E-Mail an streifzug@giessener-allgemeine.de senden.

Foto: pm

GEWINNSPIEL

7/2011 streifzug 23


AUSLESE

24 streifzug 7/2011

23. Juli: »Sancto Petrolio«

Feuertheater in der Eisenkaute

Im Rahmen des Projekts »Feuer und Flamme«,

das sich rund um den Eisenerzbau im

Vogelsberg rankt,

tritt das Feuertheater

»Sancto Petrolio«

aus Hanau

am 23. Juli um 22

Uhr in Weickartshain

(Eisenkaute)

auf. Zwölf Künstler entwickeln mit Feuer

und Musik in phantasievollen Kostümen eine

Inszenierung, die an Dramatik kaum zu

überbieten ist. Ein nachhaltiges Erlebnis für

alle Besucher. Infos: www.weickartshain.de

3. Juli: Carolin Weber liest

Großstadtgeschichten

Die dritte Veranstaltung der »Eine(r) liest«-

Reihe führt die Besucher am 3. Juli ab

12.15 Uhr in das pulsierende Leben einer

Großstadt. Nicht monumentale Bauten stehen

im Mittelpunkt, sondern Geschichten

von Menschen, die der Hektik der Metropolen

auf ihre ganz eigene

Art begegnen.

Schauspielerin Carolin

Weber (Foto) liest die

heiteren, ironischen,

melancholischen und

trautigen Kurzgeschichten.

8. Juli: »Italienische Nacht«

im Hof von Burg Gleiberg

Ein formidabler Opernabend wartet auf

die Besucher der »Italienischen Nacht« am

8. Juli ab 20.30 Uhr im Burghof der Burg

Gleiberg. Fünf Gesangssolisten werden bekannte

Opernmelodien vortragen, dabei

unterstützt werden sie

von der großpolnischen

Philharmonie Kalisch.

Stargast ist Eduardo Villa,

der auf allen wichtigen

Bühnen sang. Mit dabei

ist auch Sopranistin Elena

Daniela Mazilu (Foto).

Eintritt an 26,40 Euro.

16. Juli: »Gießen bleibt bunt«

in der Innenstadt

Mit einem Aktionstag stellt sich Gießen am

16. Juli gegen eine an diesem Tag geplante

NPD-Demonstration in der Stadt. Die Initiatoren

von »Gießen bleibt bunt« wollen

mit einem Bündel von Ereignissen – Musik,

Kultur, Information – in

der gesamten Innenstadt

Zeichen setzen. An der

Johanneskirche und dem

Kirchenplatz werden die

Schwerpunkte liegen.

Weitere Infos unter:

www.giessen-bleibtbunt.de


13. Juli: Georg-Meier-

Abend im Ulenspiegel

Der Georg-Meier-Abend ist der Beitrag des

LZG zum »Gießener Ring« und viel mehr

als eine Lesung. Es sollen Erinnerungen geweckt

werden, an die Zeit der »kulturellen

Erneuerung« in den 60ern/70ern. Zur Lesung

gibt es Musik,dokumentarische

Fotos, und

Zeitzeugen werden

berichten.

»Erinnerungen an

eine bewegte

Zeit« beginnt um

20 Uhr.

29. Juli: »Absurd Minds«

zu Gast bei DJ Andypendent

Seit zehn Jahren steht die Dresdner Dark-

Wave-Electro-Formation um Sänger Stefan

Grossmann auf nationalen und internationalen

Bühnen. DJ Andypendent, der Organisator

der 55. Electric Porn Party im MuK,

hat sie am 29. Juli nach Gießen eingeladen,

wo sie ihre »schwarzen Fans« begeistern

werden. Stilistisch

ist ihre Musik

an den Electro

der frühen

90er angelegt.

Beginn 22 Uhr.

Eintritt 6 Euro.

1. Juli: Patrick de Santos

& Band in Staufenberg

Brasilianische Rhythmen, jazzige Harmonien

und eine akrobatische Gesangstechnik,

darauf dürfen sich Besucher der Konzerte

von Patrick de Santos

freuen. Der Sänger von

den Kapverdischen Inseln

tritt am 1. Juli auf Burg

Staufenberg auf, am 9. Juli

ist er in der Bezalel-Synagoge

Lich (jeweils 20 Uhr)

zu Gast. Der dreimalige

Gewinner des Washington Music Award

wird begleitet von den »Conjunto Creolos«.

Eintritt 12 Euro.

31. Juli: The Ukulele

Orchestra of Great Britain

AUSLESE

Das sensationelle Londoner Ensemble

kombiniert britischen Humor und Popkultur

auf einzigartige Weise. Die Kombo gastiert

im Rahmen des Kultursommers Mittelhessen

am 31. Juli um 21 Uhr in der Tanzschule

Astaires. Tickets sind erhältlich unter

Tel. 0641/4941212.

7/2011 streifzug 25


Stadtführungen im Juli

SA 2.7.2011, 17.00 Uhr|Der FriedhofRodtberg

SA 2.7.2011, 21.00 Uhr|Akademischer Forstgarten Nachtder Sinne

MI 6.7.2011, 11.00 Uhr|DetektiveinGießen unterwegs

FR 8.7.2011, 11.00 Uhr|Detektiveauf der BurgGleiberg

SA 9.7.2011, 11.00 Uhr|Ferien im Museum

SA 9.7.2011, 15.00 Uhr|Jugendstil in Gießen

SA 9.7.2011, 16.00 Uhr|Naturschutzwanderung Flechten in der Hardt

SO 10.7.2011, 11.00 Uhr|Märchenhaftes Gießen

MO 11.7.2011, 16.00 Uhr|Sommerzeit in Gießen Eis und Desserts

SA 16.7.2011, 11.00 Uhr|Ferien im Museum

SA 16.7.2011, 16.00 Uhr|Der BahnhofGießen

DO 21.7.2011, 11.00 Uhr|Detektiveauf dem Schiffenberg

Ausführliche Infos

und Jahresprogramm unter:

www.giessen-tourismus.de

und in der Tourist-Information Gießen

Berliner Platz 2(Kongresshalle)

35390 Gießen

Tel: 0641306 -1890

E-Mail: tourist@giessen.de

Montag –Freitag: 9.00 –18Uhr

Samstag: 10.00 –14.00 Uhr

Stadtfest

19. –21. August 2011

Gießen-Innenstadt

Lahnlust

28. –29. August 2011

Lahnufer

Entdeckedie vielen Gesichter der Stadt!

und mehr...

hr4-Radtour 2011

Startund Ziel: Gießen!

4. –7.August 2011

Anreise Donnerstag,4.August, in Gießen.

Treffpunkt: Kirchenplatz. Hier erhalten die

Teilnehmer alle nötigen Informationen, können

einchecken und auf der hr4-Tanzparty feiern.

WeitereInfos:

hr4-Radtour-Telefon 0180-500 15 95 (gebührenpflichtig)

und im Internet unter: www.hr4.de

Gießen Marketing GmbH |www.giessen-marketing.de


Veranstaltungen

Ihre

der Region

1 FREITAG

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Fckn Roll: Wein, Woman & Song – Vintage

Soul, Rock’n’Roll, Sixties mit DJ Fantomas

➛ 21.00 Scarabée

Mixed dancemusic by Captain Disco

➛ 21.30 Ulenspiegel

Desperados Night mit DJ Hot Flava an den

Decks und Desprados promo Team

Eintritt 5 Euro

➛ 22.00 Monkeys

Mixtape

Mit DJ Lil JAY und DJ Ebony

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Staufenberg

HouseArrest meets Electro

➛ 21.00 Festplatz Treis

KONZERTE

Gießen

Maracatas und Mutschoko & Band

– Doppelkonzert

➛ 17.00 Kloster Schiffenberg (auch 19.00 Uhr)

Lenz-Trio – Basilika-Konzert

➛ 19.30 Kulturrathaus, Konzertsaal

Gelon

Solo Electric/Acoustik Rock

➛ 21.00 Irish Pub

Laubach

Ohrenspeise – Junge Vocalisten –

Von Schütz bis Kverno

Das Vokalensemble »Junge Vocalisten« deckt

alle Musikepochen ab. An der Orgel spielt

Miriam Appel

➛ 19.30 Ev. Stadtkirche

Staufenberg

Patrick de Santos & Band

Brasilianische und kapverdische Rhythmen, jazzige

Harmonien und akrobatische Gesangstechnik.

AK: 12 Euro

Infos: www.kultursommer-mittelhessen.de

➛ 20.00 Burg Staufenberg

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Mit Schaufel und Spaten, Kelle und

Kratzer auf Schatzsuche

Freitag.Vier. Geschichten und Geschichtliches für

Kinder ab 5 Jahren mit dem Archäologen Dennis

Gladner

➛ 16.00 Stadtbibliothek

Gesund werden – Gesund sein –

Gesund bleiben

Ein Vortrag über die Ernährungslügen unserer

Zeit. Mit Helmut Matzner

➛ 19.30 Betten Schmidt, Henriette-Fürth-Str. 8

2 SAMSTAG

Biebertal

BÜHNE

Gail’sche Tafelrunde – Das Sommeramüsement

– Künstlerische und kulinarische Genüsse

Infos: Tel. 06405/5057-11 oder

www.wieselevents.com

➛ 19.00 Gail’scher Park

Hungen

Tartuffe – Open-Air-Theater

Komödie von Molière

➛ 20.30 Schlosshof

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

DISKO/PARTY

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

Dancing Devils in Angels’ Way

Alles vom himmlischen Rock bis zu teuflisch

gutem Metal mit DJ Dead Jes7er

➛ 21.00 Scarabée

Affentanz vol. 2

Mit DJ Matt und zwei Bands

➛ 22.00 Monkeys

Neon Knights

Presents Marel Billen und Ricone

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Gießen

FLOHMÄRKTE

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße

Gießen

FÜHRUNGEN

Führung durch das Mathematikum

➛ 11.00 Mathematikum

Der Friedhof Rodtberg –

Erinnerungsort der Universität

Führung mit Dagmar Klein. Teilnahme 2 Euro,

ohne Voranmeldung

➛ 17.00 Haupteingang Friedhof Rodtberg

Akademischer Forstgarten –

Die Nacht der Sinne

Eintauchen in die zauberhafte Welt der Dämmerung

und Nacht. Teilnahme 5 Euro. Anmeldung

unter info@lugena.de oder Tel. 0641/9697 9084

➛ 21.00 Waldparkplatz Schiffenberger Tal (links

nach den Autobahn-Auffahrten)

Biebertal

Die Kelten und der Dünsberg

➛ 15.00 Parkplatz Dünsberg

VERANSTALTUNGEN IM JULI

Veranstaltungen in der

Kongresshalle Gießen

07.10. | Freitag | 20 Uhr

Badesalz »Bindannda«

08.10. | Samstag | 20 Uhr

Jubiläumskonzert »Die Drei Stimmen«

15.10. | Samstag | 20 Uhr

Paul Panzer »HART BACKBORD –

Noch ist die Welt zu retten!«

21.10. | Freitag | 20 Uhr

VIVA VOCE die a capella Band

22.10. | Samstag | 20 Uhr

Ute Freudenberg und Band

27.10. | Donnerstag | 20 Uhr

Ulla Meinecke

»UNGERECHT WIE DIE LIEBE«

28.10. | Freitag | 20 Uhr

Dr. Mark Benecke »Herr der Maden«

01.11. | Dienstag | 20 Uhr

Carolin Kebekus »Pussy-Terror«

03.11. | Donnerstag | 20 Uhr

MAREK FIS

»Ein Pole legal in Deutschland«

10.11. | Donnerstag | 20 Uhr

David Werker

»Morgens 15:30 Uhr in Deutschland!«

17.11. | Donnerstag | 17 Uhr

»Rapunzel voll verwirrt«

Pop-Oper für die ganze Familie

22.11. | Dienstag | 20 Uhr

Magier Thorsten Havener

»Denken und andere Randsportarten«

25.11. | Freitag | 20 Uhr

Maddin Schneider »Lach oder stirb«

27.11. | Sonntag | 20 Uhr

THE CAVERN BEATLES

01.12. | Donnerstag | 20 Uhr

Vince Ebert »Freiheit ist alles«

09.12. | Freitag | 20 Uhr

Dieter Nuhr »Nuhr unter uns«

11.12. | Sonntag | 10–16 Uhr

Modellbahn-Auto-Tauschbörse

17.12. | Samstag | 20 Uhr

Rüdiger Hoffmann

»OBWOHL… das neue Comedyprogramm«

18.12. | Sonntag | 19.30 Uhr

Weihnachtskonzert mit dem

Blasorchester Reiskirchen

29.12. | Donnerstag | 15 Uhr

Morgen Findus, wird’s was geben!

31.12. | Samstag | 19.30 Uhr

Großer Silvesterball

7/2011 streifzug 27


VERANSTALTUNGEN IM JULI

KONZERTE

Gießen

Hairless

80s Rockcoverband

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Grünberg

Swingstars

Open-Air-Jazz-Konzert und Grillvergnügen

➛ 19.00 Grillhütte, Sportschule

Lich

Vom Reisen

Konzert und Texte mit »Acht Ohren« & Ursula

Illert

➛ 20.00 Kulturzentrum Bezalel-Synagoge

PARTYS

Gießen

Houseparty mit Sophie Nixdorf, Sascha Krohn

und Marco Gorek

➛ 23.00 Kunstkeller

SONSTIGES

Gießen

Flamenco-Workshop für Kinder

Mit Alma Gitana. Infos: www.almagitana.de/workshops.htm

➛ 14.00 (für 6 bis 10-Jährige) und 16.00 (für 10

bis 17-Jährige) MuK

3 SONNTAG

BÜHNE

Hungen

Tartuffe – Open-Air-Theater

Komödie von Molière

➛ 20.30 Schlosshof

FESTE

Gießen

Supp’cultur und Stadtgeschmack

Bewohnerfest rund um die Suppe

➛ 12.00 Grünstreifen Sudetenlandstraße

FLOHMÄRKTE

Gießen

Antik- und Trödelmarkt

➛ 8.00 Hessenhallen

FÜHRUNGEN

Gießen

Tag der Offenen Pforte

Gärten öffnen sich und werden vorgestellt

➛ 14.00 Familie Paetow, Gleisanlagenpark,

Frankfurter Straße

Sonntagsführungen im Botanischen Garten

Granatapfel, Koriander & Seerose –

Pflanzen im alten Ägypten

➛ 18.15 Botanischer Garten

KONZERTE

Gießen

Botanische Konzerte

Jean Faure & Band spielen Klassiker des französischen

Chanson von Gregorges Brassens über

Boris Vian bis zu Claude Nougaro

➛ 11.00 Botanischer Garten

Blaskapelle des Musikvereins Allendorf/Lahn

Böhmische Blasmusik

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

Jack FM!

Rock, Pop und Balladen

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

28 streifzug 7/2011

Gießen

Jam-Session

➛ 21.00 Irish Pub

Laubach

Laubacher Schlossparkkonzert mit Gerhard Fay,

dem singenden Postboten

➛ 15.00 Schlossparkbühne

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Eine(r) liest: Quietschblanke Tage,

spiegelglatte Nächte

Großstadtgeschichten. Gelesen von Carolin

Weber

➛ 12.00 Arkaden, Marktlaubenstraße

SONSTIGES

Rabenau

3. Oldtimertreffen

➛ 10.00 Oldtimerpark, Weiherstraße 30

4 MONTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Pub Quiz

➛ 21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

Rock, Alternative, Indie mit DJ Harry Kane

➛ 21.30 Ulenspiegel

5 DIENSTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Speed Dating

➛ 21.00 Irish Pub

Affenkammer mit DJ Matt

➛ 22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

Black Feet/Dulac –

Punk aus Stockholm und Mainz

➛ 20.00 AK44, Wetzlarer Weg 44

SONSTIGES

Gießen

Ferienspiele im Mathematikum

Für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Mitzubringen

ist Verpflegung für den Vormittag

➛ 9.00 Mathematikum

SPORT

Gießen

Tuesday Night Skating

Mit Inlinern durch die Stadt. Infos: www.tns-giessen.de

➛ 19.30 Intersport Begro, Schiffenberger Tal 117

Public Viewing: Frauenfußball-WM

Deutschland – Frankreich

➛ 20.00 Schiffenberger Tal

6 MITTWOCH

DISKO/PARTY

Gießen

La Danse Macabre

Gothrock, Darkwave, EBM, 80s Industrial mit

DJ Domino

➛ 21.00 Scarabée

Fantastic Holidays

Mit Chris Fernandez und Danielo

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Indie Wolken tanzen

Mit DJ Demian & Friends

➛ 23.00 Monkeys

FÜHRUNGEN

Gießen

Detektive in Gießen unterwegs

Für Kinder von 8 bis 10 Jahre mit Peter Schlagetter-Bayertz.

Anmeldung bei der Tourist-Information

➛ 11.00 Stadtkirchenturm, Kirchenplatz

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Jetzt los zur Uni

Vortragsreihe der Studienberatung mit Informationen

rund um den Studienalltag

➛ 16.00 Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34

Grünberg

Feuer und Flamme

Im Rahmen des Kultursommer Mittelhessen

Landschaftssymposium zum Eisenerzbergbau

➛ Eisenkaute

7 DONNERSTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Land unter macht’s electronisch

Indietronics, Newrave, Discopunk, Electro &

House mit DJ Jimmy

➛ 21.00 Scarabée

KONZERTE

Gießen

Hardcharger

Die neue Band von Guckart zwischen Mob47

und Motörhead

➛ 20.00 AK44, Wetzlarer Weg 44

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Online-Lectures: Eine Chance zur Entwicklung

kollektiver Vortragsformate?

Interactive-Science-Vortragsreihe mit Sibylle

Peters und Joshua Sofaer

➛ 18.00 Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34

Graphic Novel – Mehralsnureincomic

Barbara Yelin präsentiert Graphic Novel »Gift«

➛ 19.00 Hugo-von-Ritgen-Haus, Aula (THM)

The Baron and the Tank

Original Alternative Rock

➛ 21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Black Swan

Filmvorführung des Dramas.

➛ 20.00 Zeughaus, Großer Hörsaal

8 FREITAG

DISKO/PARTY

Gießen

Grillfest mit Hardcore-Musik

Hardcore in allen Facetten, von Oldschool über

NYHC bis hin zu aktuelleren Sachen

➛ 18.00 MuK


Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

IÍI Attack!! – Britpop strikes again

Hypes und Sensationen aus 40 Jahren Pop von

der Insel mit DJ Jimmy

➛ 21.00 Scarabée

Mixed dancemusic by Captain Disco

➛ 21.30 Ulenspiegel

Burzeltagsparty mit DJ Demian

Eintritt 3 Euro

➛ 22.00 Monkeys

Mixtape

Mit Kosta Minor und DJ Fresh Nova

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

FESTE

Marburg

Stadtfest – Live, umsonst und draußen

➛ Innenstadt (bis 8. 6.)

FÜHRUNGEN

Gießen

Detektive auf Burg Gleiberg

Wanderung und Spiel für Leute von 8 bis 88 Jahre.

Anmeldung bei der Touristinformation

➛ 11.00 Krofdorfer Straße/Gleiberger Weg

Pohlheim

Kleine Tiere der Nacht –

Exkursion mit Michael Klee

➛ 21.00 Butzbacher Straße in Holzheim,

Richtung Gambach zum Steinbruch

KONZERTE

Gießen

Musikalischer Sommer: Dreiklang

Oldies und aktuelle Hits

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

Philip Korte

Hip-Hop, Funk und Jazz

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Nick Parker

Acoustic/Country/Folk

➛ 21.00 Irish Pub

Wettenberg

Italienische Nacht auf der Burg Gleiberg

Arien und Ensembles aus Opern von Rossini,

Ponchielli, Verdi, Bellini, Donizetti und Offenbach.

Stargast ist Eduardo Villa

➛ 20.30 Burg Gleiberg

9 SAMSTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Rock of Ages

Rock, Metal, Classics mit DJ Cel’ardor

➛ 21.00 Scarabée

90er Party vol. 9 mit DJ Matt

Eintritt 4 Euro

➛ 22.00 Monkeys

Planet Radio Nightwax

Mit Leonardo Aquino, Rony und Marcel Walter

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Houseparty mit Mike Väth und Tom Schön

➛ 23.00 Kunstkeller

Electrified!

Deep, Tech, Electro, Minimal, Dubstep

➛ 23.00 MuK

Gießen

FLOHMÄRKTE

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße 116

Mücke

LESUNGEN

Alles für Nichts

Autorenlesung mit Volker Bauch

➛ 20.00 Kunstcafe am Windhainer See

Gießen

FÜHRUNGEN

Ferien im Museum – Geheimnisvolle

Nachrichten im Burgmannenhaus

Führung mit Kay-Hermann Hörster für Kinder

von 6 bis 10 Jahren

➛ 11.00 Eingang zum Leib'schen Haus,

Kirchenplatz

Jugendstil in Gießen

Ein Rundgang im Randbereich der Kernstadt mit

Günter Boyens

➛ 15.00 Alicenstraße/Ludwigstraße

Flechten in der Hardt

Naturschutzwanderung

➛ 16.00 Brandplatz/Senckenbergstraße

Gießen

KONZERTE

Rattlesnake Blues Band

Blues und Soul

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Livemusik

➛ 21.00 Irish Pub

Großen-Linden

Benefizkonzert des Marsch- und Showband

»musikcorps«

Eintritt 8 Euro

➛ 20.00 Festplatz

Lich

Patrick de Santos & Band

Brasilianische und kapverdische Rhythmen,

jazzige Harmonien und akrobatische

Gesangstechnik

➛ 20.00 Kulturzentrum Bezalel-Synagoge

Lich

Sommermusik mit Werken von Liszt und

Schumann

➛ 20.00 Ev. Marienstiftskirche

10 SONNTAG

Romrod

FESTE

Schlossfest mit Flohmarkt

➛ 11.00 Schloss

Buseck

FLOHMÄRKTE

Antik- und Sammlermarkt

➛ 9.00 Sammler- und Hobbywelt Alten-Buseck

Gießen

FÜHRUNGEN

Märchenhaftes Gießen

Stadtführung für Interessierte von 6 bis 96 Jahren

mit Ulrike Steinweg

➛ 11.00 Brunnen vor dem Leib’schen Haus

VERANSTALTUNGEN IM JULI

61231 Bad Nauheim, Ludwigstraße 21

Telefon 06032-925 25 30

www.theater-am-park.de

streifzug

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

AUGUST-AUSGABE

Erscheinungstermin: 28. Juli 2011

Anzeigenschluss: 15. Juli 2011

Sichern Sie sich schon heute Ihren

Anzeigenplatz in einem informativen

und ansprechenden Umfeld!

Wir beraten Sie gerne!

Telefon 0641/3003-223, -224

Fax 0641/3003-300 ·

anzeigenverkauf@giessener-allgemeine.de

GIESSENER WOCHENMARKT

Immer mittwochs und samstags

herrscht in Gießen auf dem Brandplatz,

dem Lindenplatz und in der Marktlaubenstraße

von 7 bis 14 Uhr beim

größten traditionellen Wochenmarkt

der Region mit frischen Produkten ein

buntes Treiben.

7/2011 streifzug 29


VERANSTALTUNGEN IM JULI

Ulrichstein

Schabab-Kräuter im Korb –

Liebes-, Orakel- und Zauberpflanzen in

der Kulturgeschichte

Führung durch den Vogelsberggarten Ulrichstein.

Informationen: www.ritz-naturattraktionen.de

➛ 15.00 Eingangsportal Vogelsberggarten/

Schlossberg

Gießen

KONZERTE

Agie Hardt Swing All Stars

Jazzkonzert

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

Kammer- und Chorkonzerte der

Sankt Petersburger Musikschule Tutti

Mit Werken von Bach, Beethoven u.a.

➛ 17.00 Petruskirche

Sigrun Bepler & Burkhard Mayer

Jazzkonzert

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Laubach

Laubacher Schlossparkkonzert

Mit der Marinekameradschaft Shanty Crew Lich

➛ 15.00 Schlossparkbühne

Münster

Sommerkonzerte

Klavierquintett mit Jakob Spahn, Johnathan Aner

(Klavier), Julien Szulman,Simon Roturier (Violine)

und Barbara Buntrock (Viola) spielen Schostakowitsch,

Ravel und Dvorak

➛ 18.00 Hessenbrückenmühle

Gießen

SONSTIGES

Lahn-Fenster

Einen Blick unter die Wasseroberfläche der Lahn

ermöglicht das Lahnfenster

➛ 16.00 Lahnfenster, Uferweg, Bootshausstraße

11 MONTAG

Gießen

DISKO/PARTY

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

Rock, Alternative, Indie mit DJ Harry Kane

➛ 21.30 Ulenspiegel

Gießen

FÜHRUNGEN

Sommerzeit in Gießen – Eis und Desserts

Sommerlich leichte Desserts im Café

»Der Tortenkavallier«

➛ 16.00 Café »Der Tortenkavallier«,

Gießener Str. 163, Wieseck

12 DIENSTAG

Gießen

DISKO/PARTY

Independent tanzbar

Rock, Alternative, Indie mit DJ Harry Kane

➛ 21.30 Ulenspiegel

Affenkammer mit DJ Matt

➛ 22.00 Monkeys

30 streifzug 7/2011

SPORT

Gießen

Tuesday Night Skating

Mit Inlinern durch die Stadt

➛ 19.30 Intersport-Begro, Schiffenberger Tal 117

13 MITTWOCH

DISKO/PARTY

Gießen

Der Untergrund lebt

Electro, EBM, Metal, Gothic, Darkwavel mit

DJ Lecur

➛ 21.00 Scarabée

Bananen in den Ohren – Die Kopfhörerparty

➛ 22.00 Monkeys

Fantastic Holidays

Mit Chris Fernandez und Danielo

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

FÜHRUNGEN

Gießen

Ferienspiele im Mathematikum

Aufsichtsbegleitete Kinder-Erkundung

des Mathematikums

➛ 16.00 Mathematikum

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Jetzt los zur Uni

Vortragsreihe der Studienberatung mit Informationen

rund um den Studienalltag

➛ 16.00 Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstraße 34

»Gießener Ring«: Der Georg-Meier-Abend –

Erinnerungen an eine bewegte Zeit in Gießen

Beitrag des LZG zum Projekt »Gießener Ring«

➛ 20.00 Ulenspiegel

14 DONNERSTAG

BÜHNE

Laubach

Kino-Open-Air-Nächte

»The King’s Speech«. Im Vorprogramm:

Paul Simpson Project

➛ 20.00 Schlossparkbühne

FESTE

Breitenbach

Hippie-Festival

Mit der Freak City Band, Stoppok & Band,

Motorpsycho, Crippled Black Phoenix. Infos und

Tickets: www.burgherzberg-festival.de

➛ 17.00 Burg Herzberg (an der B 62)

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Land unter macht’s elektronisch

Indietronics, Newrave, Discopunk, Electro &

House mit DJ Jimmy

➛ 21.00 Scarabée

Salsa-Party powerd by Salsamotion

Eintritt 4 Euro

➛ 22.00 Monkeys

KONZERTE

Gießen

Mac Frayman

Amerikanisch/Folk Rock/Grunge

➛ 21.00 Irish Pub

Gießen

SONSTIGES

Harry Potter and the Deathly Hallows

Teil 1 (OmU)

Filmvorführung. Informationen unter

www.flimmerkiste-giessen.de

➛ 20.00 Zeughaus, Großer Hörsaal

15 FREITAG

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

DISKO/PARTY

Seek & Destroy

Metal-Party mit DJ Cel’ardor

➛ 21.00 Scarabée

Mixed dancemusic by Captain Disco

➛ 21.30 Ulenspiegel

Connect Party

➛ 22.00 Kloster Schiffenberg

Party mit DJ Matt

➛ 22.00 Monkeys

Mixtape

Mit Kid Istanbul und DJ Ebony

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Breitenbach

FESTE

Hippie-Festival

Mit Martin C. Herberg, Station 17, Graveyard,

Asaf Avidan & The Mojos, Maqma und Vibravoid

Infos und Tickets: www.burgherzberg-festival.de

➛ 13.30 Burg Herzberg (an der B 62)

Gießen

KONZERTE

Mac Frayman

Amerikanisch/Folk Rock/Grunge

➛ 21.00 Irish Pub

16 SAMSTAG

Gießen

Open Air Galerie

➛ 11.00 Neuenweg

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

AUSSTELLUNGEN

DISKO/PARTY

Straight to your Ears

Das Beste aus den letzten Jahrzehnten Rock,

Metal bis Rock’n’Roll mit DJ Loki

➛ 21.00 Scarabée

Best of 90s-Party

➛ 21.00 Festplatz in Allendorf

How I met your Mother vs. Two and a half Men

Battle-Party mit DJ Demian & Friends

➛ 22.00 Monkeys

Semester-Abschluss-Party: 90er Eurodance

Vol. 16 & 90er Rockfloor

Eurotrash mit DJ-Team Shorty Lex

➛ 22.00 MuK

Neon Knights

Presents Chris Coman, Sonah und Tobi Bolesta

➛ 22.00 Admiral Music Lounge


Gießen

FESTE

Straßenfest – Gießen bleibt bunt

➛ 10.00 Innenstadt

Laubach

Kirmes mit den Trenkwäldern

Volksmusik- und Alpenrockkapelle aus Tirol

➛ 20.00 Festplatz Freienseen

Breitenbach

Hippie-Festival

Mit Mardi Gras.bb, Hardin & York, Femi Kuti &

The Positive Force, Gregg Allmann, Marillion und

Orange. Infos und Tickets: www.burgherzbergfestival.de

➛ 13.30 Burg Herzberg (an der B 62)

Gießen

FLOHMÄRKTE

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße 116

Gießen

FÜHRUNGEN

Ferien im Museum – Das Feuer aus den

Steinen: Reise in die Steinzeit

Stadtführung mit Kay-Hermann Hörster

➛ 11.00 Kirchenplatz, Wallenfels’schen Haus

Der Bahnhof Gießen –

Eine Kathedrale des Verkehrs

Führung mit Günter Boyens

➛ 15.00 Haupteingang Bahnhof

Gießen

KONZERTE

2injoy

Sängerin aus Manila

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

C.U. Next

Rocksongs

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Livemusik

➛ 21.00 Irish Pub

DISKO/PARTY

Houseparty mit Bill Youngman

und Timo Baldoa

➛ 23.00 Kunstkeller

Gießen

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen bleibt bunt – Dauer-Lesebühne

Studierende und Mitarbeiter der JLU lesen aus

der Chronik des Gettos Lodz/Litzmannstadt, den

Gedichten Hilda Stern Cohens, den Tagebüchern

von Friedrich Kellner

➛ 10.00 Kongresshalle

Bolivien: Eine Wanze als Grund für eine

abenteuerliche Reise nach Südamerika

Nur für Frauen

➛ 10.30 FrauenKulturZentrum

17 SONNTAG

Breitenbach

FESTE

Hippie-Festival

Mit Violon Barbares, Jamaram, Oquestrada, Götz

Widmann, Eloy. Infos und Tickets: www.burgherzberg-festival.de

➛ 12.00 Burg Herzberg (an der B 62)

FÜHRUNGEN

Gießen

Pflanzenfarben – Färberpflanzen

Sonntagsführungen im Botanischen Garten

➛ 18.15 Botanischer Garten

Biebertal

Über den Kunstweg zum Gipfel

Öffentliche Führung

➛ 11.00 Parkplatz Dünsberg

KONZERTE

Gießen

Botanische Konzerte: Free Spirits

Europäische Akzente mit Rainer Winterschladen,

Ekkehard Jost, Kubi Kubach und Achim Krämer

➛ 11.00 Botanischer Garten

Bloco Baiano Percussion

Feuer auf dem Schiffenberg

Afro-Brasil Grooves

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

Kassadondo

Afro-Brasil-Latin Grooves

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

18 MONTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Pub Quiz

➛ 21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

Rock, Alternative, Indie mit DJ Harry Kane

➛ 21.30 Ulenspiegel

19 DIENSTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Gießen 46ers Bingo-Night

➛ 21.00 Irish Pub

Affenkammer mit DJ Matt

➛ 22.00 Monkeys

SPORT

Gießen

Tuesday Night Skating

Mit Inlinern durch die Stadt

➛ 19.30 Intersport-Begro, Schiffenberger Tal 117

20 MITTWOCH

DISKO/PARTY

Gießen

Fantastic Holidays

Mit Chris Fernandez und Danielo

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Indie Wolken tanzen

Mit DJ Demian & Friends

➛ 23.00 Monkeys

La Danse Macabre

Gothrock, Darkwave, EBM, 80s Industrial mit

DJ Domino

➛ 21.00 Scarabée

LESUNGEN/VORTRÄGE

Grünberg

»Adel verpflichtet« – Die Rolle des deutschen

Adels im Widerstand

Vortrag von Pfarrer Miethe

➛ 20.00 Barfüßerkloster

VERANSTALTUNGEN IM JULI

COVER

X

TOUR 2011

29. Juli 2011

Allendorf/Lumda

Festzelt, 21.30 Uhr

Eintritt: 5,- €

Wünsche • Anregungen • Kritik

streifzug@giessener-allgemeine.de

Wünschen Sie Ihre Veranstaltung

in der August-Ausgabe des

streifzug

Schreiben Sie bis zum 15. Juli per E-Mail an:

streifzug@giessener-allgemeine.de

Die Auswahl obliegt der Redaktion. Für die

Richtigkeit der Angaben übernehmen wir

keine Gewähr.

7/2011 streifzug 31


VERANSTALTUNGEN IM JULI

21 DONNERSTAG

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Ausstellungseröffnung Cave Canem

Malerei und Installation von Ricardo Mojardin

➛ 19.00 Oberhessisches Museum, Brandplatz 2

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Land unter: Indiepassion mit DJ Jimmy

➛ 21.00 Scarabée

Mixed dancemusic by Captain Disco

➛ 21.30 Ulenspiegel

Party mit DJ Matt

➛ 22.00 Monkeys

FÜHRUNGEN

Gießen

Detektive auf dem Schiffenberg

Wanderung und Spiel für Kinder von 8 bis

10 Jahren mit Peter Schlagetter-Bayertz

➛ 11.00 Parkplatz Schiffenberger Weg

KONZERTE

Gießen

Miller and Heath

Rock/Pop/Hessen Dreck’s

➛ 21.00 Irish Pub

22 FREITAG

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

More Than A Depeche Mode Party

Electro, 80s Wave, Classics and more mit

DJ Cel’ardor

➛ 21.00 Scarabée

Mixtape

Mit Riccardo La Roccia und DJ Fresh Nova

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Hüttenberg

Aye-Carramba-Festival

➛ 16.00 Grillhütte Volpertshausen

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das Mathematikum

➛ 16.00 Mathematikum

KONZERTE

Gießen

Keith Coles – Rock & Blues

➛ 21.00 Irish Pub

23 SAMSTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Achterbahn statt Bällchenball mit DJ Nightnoize

➛ 21.00 Scarabée

Pink Box 2 – die kleine elektronische Party

➛ 22.00 Monkeys

Rhythm and House mit DJ Spy u. David Puentez

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

32 streifzug 7/2011

Houseparty mit Gregor Kempf B-Day Bash

und Chris Robin & Gennaro

➛ 23.00 Kunstkeller

Lich

Altstadtfest

➛ 18.00 Innenstadt

FESTE

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße

FÜHRUNGEN

Gießen

Ferien im Museum:

Menschenskinder! Kunst im Alten Schloss

Führung mit Kay-Hermann Hörster

➛ 11.00 Brandplatz, Altes Schloss, Foyer

KONZERTE

Gießen

Keith Coles – Rock & Blues

➛ 21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Marktcafé

Treff nur für Frauen

➛ 11.00 FrauenKulturZentrum

Grünberg

Feuer und Flamme

Landschaftskunstsymposium zum

Eisenerzbergbau. Mit Feuertheater aus Hanau

➛ 10.00 Eisenkaute

24 SONNTAG

FÜHRUNGEN

Gießen

Bis wir uns wiedersehen

Führung für Familien (ab 10 Jahren) auf dem Alten

Friedhof. Referentin: Dr. Jutta Failing

➛ 17.00 Vorplatz Kapelle, Eingang Licher Straße

KONZERTE

Gießen

TSG-Big-Band Fernwald

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

Short Line – Blues & Rock

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Laubach

Laubacher Schlossparkkonzert

Mit dem Gesangverein Germania Harbach 1894

➛ 15.00 Schlossparkbühne

Münster

Sommerkonzerte: Trio Tricolor

Christoph Eß (Hornist), Karbinian Altenberger

(Violine), Boris Kusnezow (Klavier) spielen Werke

von Koechlin, Beethoven, Berkeley und Brahms

➛ 18.00 Hessenbrückenmühle

SONSTIGES

Gießen

Lahn-Fenster

➛ 16.00 Lahnfenster, Uferweg, Bootshausstraße

Grünberg

Feuer und Flamme

Kunstsymposium zum Eisenerzbergbau

➛ 10.00 Eisenkaute

25 MONTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Karaoke mit Andy Pfälzer

➛ 21.00 Irish Pub

Independent tanzbar

Rock, Alternative, Indie mit DJ Harry Kane

➛ 21.30 Ulenspiegel

FÜHRUNGEN

Gießen

Sommerzeit in Gießen – Eis und Desserts

Sommerlich leichte Desserts im Café »Der

Tortenkavallier«. Referent Torsten Rosendahl

➛ 16.00 Café »Der Tortenkavallier«,

Gießener Str. 163 Wieseck

26 DIENSTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Affenkammer mit DJ Matt

➛ 22.00 Monkeys

FÜHRUNGEN

Gießen

Ferienspiele im Mathematikum

➛ 9.00 Mathematikum

SPORT

Gießen

Tuesday Night Skating

Mit Inlinern durch die Stadt

➛ 19.30 Intersport-Begro, Schiffenberger Tal 117

27 MITTWOCH

DISKO/PARTY

Gießen

Der Untergrund lebt

Electro, EBM, Metal, Gothic, Darkwave mit

DJ Lecur

➛ 21.00 Scarabée

Fantastic Holidays

Mit Chris Fernandez und Danielo

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Erasmusclub mit DJ Demian

Internationale Studentsparty

➛ 23.00 Monkeys

Grünberg

Ferienspiele: Modellage auf Leinwand

Kinder (ab 8 J.)entwickeln Kunstwerke

➛ 10.00 Eisenkaute

28 DONNERSTAG

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Land unter mit DJ Jimmy

➛ 21.00 Scarabée

Salsa-Party

➛ 22.00 Monkeys

FÜHRUNGEN

Gießen

Ferienspiele im Mathematikum

➛ 9.00 Mathematikum


KONZERTE

Gießen

Tobias Wessel - Rock-Covers

➛ 21.00 Irish Pub

29 FREITAG

DISKO/PARTY

Gießen

Tanzparty

➛ 20.00 Astaire’s

Worldmetal

Mit DJ Lecur

➛ 21.00 Scarabée

Land unter: Indiepassion

Indie, Rock, Pop,Tronics mit DJ Jimmy

➛ 21.00 Scarabée

Electronic Porn Party No. 55

EBM, Futurepop, Industrial & more. Live-Act:

Absurd Minds

➛ 22.00 MuK

Funk & Soul Monsters mit DJ Ill´Kamil und

Lukas Loce (Live)

➛ 22.00 Monkeys

Million Dollar Boys Special

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das Mathematikum

➛ 16.00 Mathematikum

KONZERTE

Gießen

Liquid Move

Cover von Aretha Franklin, James Brown, Chic

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

Pistol Pete’s Dinosaur Truckers

Americana/Folk/Roots

➛ 21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Lollar

Open-Air-Kino am Pool

Kokowääh – Filmkomödie mit Til Schweiger

➛ 20.15 Lollarer Waldschwimmbad

Wettenberg

Golden Oldies (bis 31. 7.)

Deutschlands schönste Oldiefete. Drei Tage,

neun Bühnen, 52 Bands, 1500 Oldtimer – ein

ganzer Ort steht unter dem Motto – Musik,

Motoren, Wirtschaftswunder

➛ 20.00 Wettenberg

30 SAMSTAG

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Open Air Galerie

➛ 11.00 Neuenweg

DISKO/PARTY

Gießen

Rock of Ages

Rock, Metal, Classics mit DJ Cel’ardor

➛ 21.00 Scarabée

Indie Fresse Party mit DJ Demian & Friends

➛ 22.00 Monkeys

Admiral Special

Mit Boogie Pimps

➛ 22.00 Admiral Music Lounge

Houseparty mit Mikel (plastic city/cirus records/BCBtec),

Magdalena & Marella

➛ 23.00 Kunstkeller

FESTE

Wettenberg

Golden Oldies

Nostalgiemarkt der 50er/60er Jahre

➛ 11.00 Innenstadt

FLOHMÄRKTE

Gießen

Trödelmarkt

➛ 6.00 Rodheimer Straße 116

KONZERTE

Gießen

GosPop

Gospel, Rock, Pop und Soul

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

The Ukulele Orchestra of Great Britain

Ukulele-Konzert mit dem Londoner Ensemble

➛ 21.00 Astaire’s

LESUNGEN/VORTRÄGE

Gießen

Come together

Methodenseminar zur Gruppenfindung. Bis

31. Juli. Anmeldung erforderlich

➛ 10.00 Jokus

Julia Neigel

Nach 12-jähriger Pause gibt Julia Neigel – früher

auch als Jule Neigel bekannt – mit

»Neigelneu« ihr musikalisches Comeback. Die

Tour führt sie auch nach Gießen.

Stadtfest Gießen

➛ 20. August

Gentleman

Die sommerlichen Klänge aus seinem aktuellen

Album »Diversity« bringt Gentleman aus

seiner zweiten Heimat Jamaica auch auf den

Schiffenberg.

Schiffenberg Gießen

➛ 27. August

VERANSTALTUNGEN IM JULI

✗✗✗ IM KALENDER

31 SONNTAG

FÜHRUNGEN

Gießen

Mathematische Stadtführung

➛ 15.00 Mathematikum

Der Gießener Kunstweg –

Wege zur Kunst im Schiffenberg Tal

Führung mit Annette Luh

➛ 15.00 Mensa, Otto-Behaghel-Straße

KONZERTE

Gießen

Frankie Boys

Unterhaltungsmusik aus sechs Jahrzehnten

➛ 15.00 Kloster Schiffenberg

AutoHarpSinger Alexandre Zindel

Folksongs, Chansons, Blues und Lieder

➛ 20.00 Kloster Schiffenberg

Laubach

Laubacher Schlossparkkonzert

Mit dem Turn- und Sportverein Freienseen

➛ 15.00 Schlossparkbühne

Wettenberg

Golden Oldies

Nostalgiemarkt der 50er/60er Jahre

➛ 10.00 Ortskern

Ulla Meinecke

In ihrem Titel »Ungerecht wie die Liebe« betrachtet

Ulla Meinecke in gewohnt ironischreflektierter

und persönlicher Manier das Leben

und die Liebe.

Kongresshalle Gießen

➛ 27. Oktober

Philipp Poisel

Die deutsche Songwriter-Hoffnung Philipp

Poisel hat bei seinem Besuch in den Hessenhallen

sein aktuelles Album »Bis nach Toulouse«

im Gepäck.

Hessenhalle Gießen

➛ 1. Dezember

7/2011 streifzug 33


BIERGARTEN-SPEZIAL

Mit den orangen Tischgarnituren sieht

der Biergarten des »Alt Gießen« fast

aus wie ein Musterbiergarten. Wer es

schmeichelhafter für das Gesäß möchte,

kann an bestuhlten Tischen oder

auf gemütlichen Holzbänken mit Lehne

Platz nehmen, die überdacht und

damit vor Sonne und eventuellen

Sommerregenschauern geschützt sind.

Im Innenhof sitzen die Gäste ruhig unter

mächtigen Platanen fast ausschließlich

im Grünen – besser geht es nicht.

Mehr Beleuchtung und leise musikalische Unterhaltung werden demnächst angeboten, sagt Betreiber

Habibollah Shobeiri. Ob Besucher mit dem Rad, Motorrad oder Auto kommen, spielt keine

Rolle, auf dem großen Hotelparkplatz findet sich ein sichererer Abstellplatz. Die Speisekarte bietet

saisonale Leckereien der nationalen und internationalen Küche. Deftige Schweinshaxen, Fleischkäse,

Pizzen, Handkäs, Flammkuchen oder Grüne Soße. Je nach Jahreszeit hat man auch besondere

Biere aus der eigenen Brauerei im Angebot – zurzeit ein süffiges »Sommerbier«. Es besteht auch

die Möglichkeit einer Brauereibesichtigung (mit Verkostung). Fakten /Service: Ja. Sky: Nein. Schattenplätze:

Ja. Öffnungszeiten: tägl. ab 11.30 Uhr. Bierpreis: Pils (0,5 l): 3,40 Euro, Weizen (0,5 l):

3,40 Euro. one

Ob und wie die Herren des Ex-Augustiner-Stifts auf dem Schiffenberg

ihr Bier genossen haben, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.

Dass es sehr gemütlich gewesen sein muss, davon bekommt

man aber eine Ahnung, wenn man an einem Sommertag innerhalb der alten Mauern des »Klosters

Schiffenberg« eine Rast einlegt. Den Autofahrern steht ein großer Parkplatz zur Verfügung,

das Kloster wird zudem von Bussen angefahren und ist über Fahrradwege, etwa von Gießen aus,

leicht zu erreichen. Im Innenhof mit alten Kastanien und pittoresken Steinmauern der alten Basilika

laden Holzbänke zum Verweilen ein. Ein Rundgang um die Klostermauern bietet Abwechslung.

Die Karte des Außenausschanks ist funktional, neben obligatorischen Bieren gibt es Tagesangebote

wie Erdbeerbowle. Gegen den

kleinen Hunger helfen Laugenstangen

oder Bockwurst, auch der Außengrill

wird je nach Wetterlage angeworfen.

Höhepunkte im Biergarten sind Open-

Air-Konzerte des »Musikalischen Sommers«.

Fakten / Service: Selbstbedienung.

Sky: Nein. Schattenplätze: Ja. Öffnungszeiten:

Di. bis Fr. 14 bis 23 Uhr, Sa./So.

10 bis 23 Uhr. Bierpreis: Pils und Weizen

(0,5 l): 3 Euro. Infos zu den Konzerten:

musikalischer-sommer-giessen.de. one

34 streifzug 7/2011

Foto: Neumann

Foto: Neumann


Der gebürtige Vietnamese Ba Hy Nguyen ist

ein Gastronom mit gutem Gespür für Neuheiten

und Trends. Er war der erste, der vor rund

zehn Jahren in Gießen eine Sushi-Bar eröffnete

und den Mittelhessen rohen Fisch mit Reis,

Wasabi und Ingwer schmackhaft machte. Nun

hat der 52-Jährige ein weiteres Lokal eröffnet,

um den Gießenerinnen und Gießenern eine

neue asiatische Spezialität näherzubringen, die

in großen Städten wie München oder Frankfurt schon einem breiteren

Publikum bekannt ist: Reichhaltige, raffiniert gewürzte Nudelsuppen

mit Einlagen wie Gemüse, Garnelen, Rindfleisch, Hähnchen, Ente oder

Tofu. Das Ungewöhnliche: Die Suppen werden nicht als Vorspeise,

sondern als Hauptgericht serviert. Und: Alle Speisen sind aus frischen

Zutaten gekocht und enthalten kein Glutamat. »Nudelbar & Asian

Food« lautet der Name des kleinen Restaurants in der Neustadt 28, das

direkt an der Bushaltestelle vor der Galerie Neustädter Tor liegt und

über 26 Plätze im Inneren sowie über drei Außentische verfügt.

»Ich bin gespannt, wie das neue Angebot angenommen wird«, sagt Ba

Hy Nguyen. Dass er als Gastronom erfolgreich ist, hat er schon bewiesen:

Die »Kim Phat GmbH«, die er zusammen mit seinem in Deutschland

geborenen Sohn Duc Anh Nguyen führt, steht in Gießen für

leckere asiatische Küche. Das »Kim Phat« Restaurant am Lindenplatz ist

stets sehr gut besucht. Folglich wird es die Asia-Gerichte vom Lindenplatz

auch in der »Nudelbar« geben, um denjenigen Gästen ein Angebot

zu machen, die sich nicht sofort für eine Suppe als Hauptspeise erwärmen

können.

Wir gratulieren zur Neueröffnung:

– Anzeige –

»Kim Phat« hat neues asiatisches Restaurant in Gießen eröffnet

Wer jedoch eine der vietnamesischen, japanischen oder koreanischen

Suppenleckereien probiert, dürfte begeistert sein: Von Limette über

Koriander bis zu Ingwer und anderen exotischen Gewürzen reicht

die Geschmackspalette. Ebenso auf der Karte stehen eine große Auswahl

an Nudel- und Reisgerichten aus dem Wok. Eine »Kim Phat«-

Spezialität ist auch »Bun«, ein lauwarm serviertes Gericht mit Reisvermicelli

(aus Reis gefertigte dünne Nudeln), Zwiebeln, Erdnüssen,

Minze, Koriander, Gurken, Karotten und pikanter Soße, das wahlweise

vegetarisch oder mit Frühlingsrolle oder gegrilltem Schweinebauch

erhältlich ist.

Die »Nudelbar« ist täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet.

Nudelbar & Asian Food

Neustadt 28

35390 Gießen


WEIN DES MONATS

DIE MUSIK

ZUM WEIN

36 streifzug 7/2011

Höfling zeigt Manieren

Der Kunststoffpfropfen

pfropft bedenklich kurz

aus dem Flaschenhals.

Ansonsten gibt es nichts

zu meckern am trockenen

Riesling des Moselweinguts Eckzeilerhof.

Im Gegenteil: Weil Riesling von der

Mosel seit dem Superjahrgang 2003 von

Jahr zu Jahr üppiger zu

werden droht, ist der

spritzige Stoff vom

Eckzeilerhof in Zell-

Kaimt ein Paradebeispiel

dafür, wie schmackhafter

Riesling generiert werden

kann, wenn der

Winzer seine Arbeit gut

verrichtet.

Die Rede ist vom trockenen

Qualitätswein des

Hauses, Jahrgang 2008, der sich zum veritablen

Sommerschoppen mausert und in

der dicken Literflasche schlanke 3,50 Euro

kostet. Auf den Preis lässt sich anstoßen.

Auf das, was im Glas glanzhell leuchtet,

auch.

In der Nase typischer Duft nach Limette,

grünem Apfel und Würznoten. Am Gaumen

frisch, spritzig, mit knackiger Frucht,

runder Würze und einer soliden Säure, die

dem Wein zu seiner schnörkellosen Balance

verhilft. Das Finale ist zwar kurz, geht

Weinautor Manfred Merz

für eine Erzeugerabfüllung dieser Kategorie

aber völlig in Ordnung.

Der Eckzeilerhof bietet auch zwei Hochgewächse

an, darunter die »Zeller Schwarze

Katz« als edelsüßen Tropfen zum Preis

von 3,75 Euro. Wer die Katze nicht im Sack

kaufen will, kann vor Ort alle Weine probieren

und im Falle eines Falles, ebenfalls

für kleines Geld, ein

Zimmer für die Übernachtung

buchen.

Weinfreunde, die sich

häufig im Discounter mit

Rebsaft eindecken,

dürften vom trockenen

Qualitätswein des Familienbetriebs

angenehm

überrascht sein. Und

wer weingewordene

Skepsis im Herzen trägt,

wird nicht umhinkommen, dem Eckzeilerhöfling

beste Manieren auf der Zunge und

am Gaumen zu bescheinigen. Noch ein

Glas, bitte!

Meinungen zur Vinothek:

vinothek@mdv-online.de

Weingut Eckzeilerhof, Mosel, Riesling

trocken, Qualitätswein, Jahrgang 2008,

12 Prozent Alkohol, 3,50 Euro für die

Literflasche. Bezug direkt ab Weingut,

Telefon: 06542/416 44

Schlanker Riesling will in einer lauen Sommernacht tanzen. Leicht entrückt, mit

einem Sound, der schwebt. Musik von Sade ist dafür unverzichtbar. Auch wenn

die Songs aus dem Vorjahresalbum über Groove verfügen, bleibt der alte Hit

von 1984 unerreicht: »Smooth Operator« aus dem Album »Diamond Life«. Sie

erinnern sich: Sade erzählt von diesem unwiderstehlichen Typen, der mit den

Frauen tanzt. Natürlich hat der »Smooth Operator« seine Herzdame zuvor zu

einem Glas Riesling eingeladen. Nachahmung empfohlen. mm

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Ein Beatle in Frankfurt

Ringo Starr gastiert mit seiner »All Starr Band« am 16. Juli um 20 Uhr in der Frankfurter

Jahrhunderthalle. Wenn man es genau betrachtet, dann beeindruckt der Ex-Beatle schon

lange nicht mehr durch das, was er einmal war, sondern durch das, was er jetzt ist.

Als Schlagzeuger war er früher stets ein

Synonym für rock steady, heute begeistert

sich Ringo Starr dafür, dass er insgesamt

wieder in einen gesunden und beständigen

Groove gefunden hat. »Ich habe das

immer wieder betont: Ich liebe es, in einer

Band zu sein. Und ich liebe es, mit einer

Meute von Musikern herumzuhängen.

Das sind wir und das tun wir auch«, sagt

der erfolgreiche Künstler.

Seit Anbeginn seiner Karriere in den

1960ern mit den Beatles zählt Ringo Starr

zu den weltweit führenden Pop-Koryphäen.

Als Sänger, Schlagzeuger und

Songwriter hat er eine von etlichen Erfolgen

gekrönte Solokarriere absolviert. Aber

auch als vielfach engagierter Gastmusiker

und als Schauspieler hat sich Ringo Starr

immer wieder hervorgetan. Der Musiker,

der sich vom klassischen Blues, von Soul,

Country, Honky-Tonk und Rock’n’Roll

gleichermaßen inspirieren lässt, spielt auch

in der zeitgenössischen Musik mit seinen

Soloaufnahmen und Tourneen nach wie

vor eine wichtige Rolle.

Ringo Starr hat erst kürzlich betont, dass

seine Musik mit der Zeit immer persönlicher

werde. Seine freimütige Ader, sein

großer Witz und seine Beseeltheit sind in

allen seinen Songtexten und vor allem im

Herzschlag jedes einzelnen Songs zu hören.

Was den Puls seines Lebens aber vor

allem schlagen lässt, ist die Botschaft der

unvergänglichen Werte von Liebe und

Frieden.

Tickets für das Konzert von Ringo Starr am

16. Juli ab 20 Uhr in der Jahrhunderthalle in

Frankfurt Höchst sind zwischen 49,60 Euro

und 73,75 Euro erhältlich. An allen bekannten

VVK-Stellen sowie im Internet. bf

Ringo Starr spielt in der Musikszene immer noch eine wichtige Rolle.

Die Eisenmänner sind wieder unterwegs

Das Super-Ausdauer-Ereignis »Ironman European Championship« wird am 24. Juli

wieder über 350000 Zuschauer nach Frankfurt locken. Über 2300 Sportler aus über

55 Nationen werden die knüppelharte Aufgabe auf sich nehmen und wollen an diesem

Tag nach 3,8 km schwimmen, 180 km Rad fahren und einem anschließenden

Marathon entlang des Mainufers am Frankfurter Römer über die Ziellinie laufen und

sich als »Finisher« eines der härtesten Wettbewerbe der Welt feiern lassen. Champions

wie Peter Reid oder Norman Stadler machen den Ironman seit 2005 zu einem Spitzensportereignis,

aber auch Amateure dürfen am Main an den Start gehen. Das Preisgeld

von insgesamt 100000 Dollar dürfte für die »Jedermänner« aber deutlich außerhalb

der Reichweite liegen. Los geht es an diesem Sonntagmorgen im Juli schon in

aller Frühe am Langener Waldsee. Am Ende gibt es am Römer dann eine Riesenparty.

Foto: imago

Foto: Frankfurt-Tourismus

7/2011 streifzug 37


AM MAIN

Live, umsonst und draußen

Im Hintergrund rauchen in den Hochhäusern die Köpfe der Banker, im Günthersburgpark die

Grills und vor allem Michi Herl, künstlerischer Leiter des Stalburg Theaters. Er organisiert vom

8. Juli bis zum 7. August das Stoffel (Stalburg Offen Luft) – das deutschlandweit größte

Umsonst-und-draußen-Festival mit Kabarett, Musik, Theater und Lesungen. Im Interview spricht

er darüber und erzählt, was er von Mario Barth hält, und worum er sich beim Stoffel sorgt.

Michi Herl

Veranstaltungen in Frankfurt

Freitag, 1. Juli

38 streifzug 7/2011

Foto: Al-Khanak

Dido und Aeneas/Herzog

Blaubarts Burg

Um unerfüllte Beziehungen ringen die

Protagonisten der beiden Musikdramen –

das Scheitern der Liebespaare natürlich

inklusive

➛ 19.30 Opernhaus

Barabbas-Dialoge

Archaische Unmittelbarkeit ist das Wesen

der Musik von Auslis Sallinen, die von fünf

Solisten, Erzähler und sieben Instrumenten

gespielt wird

➛ 19.30 Bockenheimer Depot

Samstag, 2. Juli

Geheimgesellschaften

In einer öffentlichen Führung wird diskutiert,

inwieweit Geheimgesellschaften gewisse

Mechanismen der zeitgenössischer Kunst

widerspiegeln

➛ 15.00 Schirn

Herr Herl, zum achten Mal findet das Stoffel

im Günthersburgpark statt. Was tun Sie,

damit sich bei 80 Gigs das Line-up nicht

wiederholt?

MH: Das ist kein Problem. Wir haben jedes

Jahr neue Künstler, die sich anbieten und

mitmachen wollen. Wer in einem Jahr dabei

war und wieder mitmachen will, muss eine

Pause machen. Außerdem gibt’s in Frankfurt

eine hohe Einwohnerfluktuation; also haben

wir auch nicht immer die gleichen Gäste.

Die Wiederholungsgefahr ist also gering.

Was müssen die Künstler mitbringen, damit

sie auftreten können?

MH: Es muss anspruchsvoll sein, aber nicht

verkopft in Wort und Ton. Mario Barth könnte

auf Knien kommen, wir würden ihn nicht

Sonntag, 3. Juli

Marlene-Dietrich-Revue

Die Revue rund um die Berlinerin mit

Charme und Schnauze steht unter dem

Motto »Nach meene Beene is ja janz

Berlin verrückt«

➛ 19.00 Die Katakombe

William Fitzsimmons

Langer Bart, Holzfällerhemd und gefühlvolle

Balladen sind das Markenzeichen des

amerikanischen Singer-Songwriters.

Support: Slow Runner und Maria Taylor

➛ 21.00 Mousonturm

Montag, 4. Juli

Agent Fresco

Trotz Minimalbesetzung (vier wackere

Rocker) spielt und singt die isländische Band

in Sachen Vertracktheit, Progressivität und

technischer Versiertheit die Konkurrenz

häufig an die Wand

➛ 20.00 Das Bett

nehmen. Es ist schon eine Gratwanderung:

Wir wollen nicht populistisch auswählen,

aber auch keine Zwölftonmusik holen.

Aus welchen Sparten kommen Künstler?

MH: Erst mal aus dem Kabarett. Aber es sind

auch viele Bands, die noch keinen Durchbruch

haben, aber Profis sind. Mit dabei sind

auch Cover-Bands, obwohl ich dieses Genre

eigentlich nicht mag. Was das angeht, bin

ich nahe bei Woody Allen, der gesagt hat:

Ich hasse Unterhaltung.

Wie werden die Künstler bezahlt?

MH: Am Ende machen wir Kassensturz. Und

dann wird das Geld paritätisch verteilt. In

der Regel springen 250 bis 400 Euro für die

Künstler raus. Die Nachwuchsjazzband freut

Dienstag, 5. Juli

Janelle Monáe

Die als Tochter eines Müllmanns und einer

Putzfrau geborene Amerikanerin spielt

Funk- und Soul-Musik

➛ 21.00 Mousonturm

Mittwoch, 6. Juli

Haris Epaminonda

Die öffentliche Führung soll einen Überblick

über die Konzeption und Idee der Ausstellung

über die junge zypriotische Künstlerin

Haris Epaminonda geben

➛ 20.00 Schirn

Donnerstag, 7. Juli

Tony Lakatos Quintett

Der Top-Saxofonist Tony Lakatos und einige

der besten Musiker aus der Rhein-Main-

Szene improvisieren über Jazz-Standards

und verschiedene hörenswerte Original-

Kompositionen

➛ 21.00 Jazzkeller


sich über das Geld, der Kabarettist ist zufrieden,

dass er sich zeigen konnte.

Nennen Sie uns doch einige Höhepunkte

des achten Stoffel?

MH: Im vergangenen Jahr ist Soulsängerin

Kaye-Ree aufgetreten. Sie sieht klasse aus

und singt auch so. Deswegen haben wir sie

als Opener am 8. Juli gebucht. Der Krimiautor

Jan Seghers tritt am 19. Juli auf. Tausende

Menschen werden alleine wegen ihm kommen.

Mit dabei sind auch einige Musiker der

Rodgau Monotones wie Kerstin Pfau am

29. Juli oder Peter Osterwold am 1. August.

Es gibt auch wieder ein Kinderprogramm.

Klingt, als wollten Sie es jeder Altersgruppe

rechtmachen. Fehlt nur Volksmusik…

MH: Wenn's nach mir ginge, wäre auch eine

Blaskapelle dabei. Aber das ist bei uns nicht

mehrheitsfähig (lacht). Wir organisieren nun

mal keine Szeneveranstaltung, sondern ein

Fest für die ganze Familie.

Apropos Organisation: Wie läuft die?

MH: Ende November starte ich mit den Buchungen,

im März bin ich durch. Beim Aufbau

kann ich nicht viel helfen; ich habe zwei

linke Hände. Aber das Team ist eingespielt,

und deswegen sind die Aufbauarbeiten

nicht wirklich anstrengend. Positiv ist auch,

dass wir so das Personal auch im Sommer

weiterbeschäftigen können.

In den vier Wochen kommen über 40000

Besucher. Haben Sie schon mal darüber

nachgedacht, Eintritt zu nehmen?

Tides from Nebula

Die polnische Band spielt düsteren Post-

Rock und setzt auf wuchtige Songs

➛ 20.00 Das Bett

Sonntag, 10. Juli

PJ Harvey

Die Grande Dame des Indie-Szene rockt mit

ihrem neuen Album »Let England Shake«

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

Dienstag, 12. Juli

Architecture in Helsinki

Ab auf die Tanzfläche, heißt es bei der australischen

Band, die Indie, Elektro und Pop

verbindet

➛ 20.00 Brotfabrik

Donnerstag, 14. April

Primaten wie wir

Die Mitmach-Ausstellung im Borgori-Wald

zeigt, was Menschen mit Affen verbindet

➛ 10.00 Zoo

Freitag, 15. Juli

Nächtliche Expedition

Junge Forscher im Alter von acht bis zwölf

Jahren können im Schutz der Dunkelheit im

Zoo auf Entdeckungstour gehen

➛ 19.30 Zoo

Samstag, 16. Juli

Salome

Das Stück von Oscar Wilde wird an diesem

Tag zum letzten Mal in dieser Spielzeit aufgeführt.

➛ 20.00 Die Katakombe

Ringo Starr

Der Ex-Beatles-Drummer ist mit

seiner Allstar-Band auf Tour

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

Montag, 18. Juli

Faust-Vogelhallen

Die Ausstellung zum 50. Jubiläum informiert

über die Lebensweise des Schwarzstorches

➛ 10.00 Zoo

Freitag, 22. Juli

AM MAIN

Soulsängerin Kaye-Ree eröffnet am 8. Juli das Frankfurter Stoffel.

MH: Nein, auf keinen Fall. Auch im reichen

Frankfurt gibt es viele Familien, die keinen

Urlaub machen und keinen Eintritt zahlen

können. Deswegen darf auch jeder sein

Essen mitbringen. Wir machen trotzdem unser

Geschäft, wenn nur einige wenige Wurst

kaufen oder Bier trinken.

Wenn wir schon mal bei der Wurst sind.

Die Stoffel-Wurst hat ja Kultcharakter.

MH: Das Rezept kommt von meinem Onkel

aus der Pfalz. Der ist Metzger. Uns liegt viel

daran, Biofleisch anzubieten und damit Qualität

zu günstigen Preisen. Wie es anders

geht, sieht man beim Museumsuferfest. Da

Lara Rúnars

Sie könnte als nächster Musikstar aus Island

in die Fußstapfen von Björk treten

➛ 21.00 Das Bett

Samstag, 23. Juli

Joe Krieg Quartett

Die Musiker bieten Cool-Jazz voller Wärme

und Bop mit starker melodischer Qualität

➛ 21.00 Jazzkeller

Mittwoch, 27. Juli

Noche de Salsa

DJ Lobo und DJ Fred legen auf

➛ 21.45 Brotfabrik

Samstag, 30. Juli

Foto: Birk-Events

gibt es für viel Geld ungenießbares Essen.

Das gehört sich nicht. Es gibt einen Mann

aus Sachsenhausen, der kommt wegen der

Wurst aufs Stoffel geradelt, isst eine und

fährt wieder. Das macht den Volksfestcharakter

aus.

Das Stoffel ist das größte Festival seiner Art

in Deutschland. Haben Sie nicht Angst, dass

die Veranstaltung zu groß wird und so den

Charme verliert?

MH: Deswegen erweitern wir nicht. Täten

wir es, verlören wir den Volksfestcharakter,

der das Stoffel ausmacht. Man kann sich

auch zu Tode erweitern. Kays Al-Khanak

Christopher Street Day

Das Event für Homosexuelle, an dem über

100000 Besucher erwartet werden, ist ein

Mix aus Party, Demonstration und Show

➛ 11.45 Römer (Beginn der Parade)

7/2011 streifzug 39


Neue Pfleger

braucht das Land

»Zivi oder Bund?« Diese Frage hat in den vergangenen 30 Jahren so ziemlich jeden männ-

lichen Heranwachsenden beschäftigt. Ob politisches Statement, Vaterlandstreue, keine Lust,

sich bei kilometerlangen Waldmärschen den Allerwertesten abzufrieren oder kein Interesse,

Rentner mit dem Rollstuhl durch die Gegend zu kutschieren: Jeder hatte seine guten oder

schlechten Gründe, das eine oder das andere zu wählen. Ob Zivi oder Bund, diese Monate

haben viele junge Männer geprägt. Und man konnte etwas Nützliches tun. Doch die Zeiten

sind vorbei, ab dem 1. Juli ist die Wehrpflicht und damit der Zivieldienst Geschichte. An ihre

Stelle tritt der Bundesfreiwilligendienst. Ob der das große entstehende Loch stopfen kann?

Lukas Meyers ist einer der letzten Zivis in

Deutschland. Er leistet seinen Dienst bei

der AWO in Gießen, wo er sich um chro-

Lukas Meyers (2.v.r.) hat Spaß, wenn er mit Patienten Karten spielt.

40 streifzug 7/2011

nisch Mehrfachabhängige kümmert. »Am

Anfang dachte ich, die Leute hätten Hemmungen,

offen mit Fremden zu sprechen«,

Foto: Hoffmann

erzählt der 23-Jährige. Dem war aber nicht

so: »Die waren von Anfang an ganz offen.«

Am liebsten unterhält sich der Pohlheimer

mit den Bewohnern des Männerwohnheims,

oder er spielt mit ihnen Rommé.

Zudem begleitet er sie zum Arzt. Auch

Essen auf Rädern fährt er aus. Warum er

sich für den Zivi und gegen den Bund entschieden

hat? »Meine Mutter und meine

Schwester arbeiten im sozialen Bereich. Da

dachte ich mir, ich versuch es auch mal.«

Doch im Gegensatz zu früheren Zivis war

es ihm freigestellt, den Dienst zu leisten:

Seit Februar geht es allen jungen Männern

so, Grund ist eine neue Regelung im Zuge

der Wehrpflichtabschaffung. »Ich hab es

trotzdem gemacht, weil ich durch den Zivi

elternunabhängiges Bafög bekomme.«

Lukas Meyers ist gelernter Industriemechaniker,

das Bafög braucht er, um später studieren

zu können. Den Zivildienst macht

er gerne. Dennoch: Als Pfleger zu arbeiten,

kann er sich nicht vorstellen. »Ich bin lieber

Industriemechaniker.«

»Das ist doch super«, wirft Kornelia Steller-

Nass ein, die Zivildienstbeauftragte der


AWO. »Es muss doch nicht jeder Zivildienstleistende

zwangsläufig Pfleger werden.

Wenn jemand merkt, dass der Job

nichts für ihn ist, hat das doch auch einen

Zweck.« Ohnehin sei der Zivildienst viel

mehr als nur Berufsfin-

dung: »Die Zeit prägt.

Wir haben häufig junge

Männer hier, die am Anfang

sehr verschüchtert

sind. Wenn sie dann mit

pflegebedürftigen Menschen arbeiten, öffnen

sie sich und merken: Ich kann was.«

Kornelia Steller-Nass weiß, wovon sie

spricht, schließlich macht sie den Job seit

36 Jahren und hat in dieser Zeit rund

600 Zivis betreut. Derzeit sind es bei der

AWO sechs – noch.

Spätestens 2012 ist Schluss, den Zivildienst

gibt es dann nicht mehr, der Bundesfreiwilligendienst

tritt an seine Stelle. Ein Problem

für soziale Einrichtungen, findet Steller-

Nass: »Ich glaube nicht, dass viele junge

Männer nach der Schule freiwillig in den

sozialen Bereich reinschnuppern wollen.«

Um die Lücke füllen zu können, die der

Zivildienst hinterlässt, müssten sich 30000

Freiwillige melden. »Ich glaube nicht, dass

das klappt«, befürchtet Steller-Nass.

Und die Folgen? »Wir können nicht mehr

alle zusätzliche Leistungen anbieten«, erklärt

sie. Schon jetzt sei der Engpass zu

spüren, 2012 könnte es noch enger wer-

»Zivildienst ist mehr

als eine Berufsfindung«

den. »Wir müssen dann ganz genau planen.

Extra-Spaziergänge sind dann nicht

mehr drin, weil wir die Ressourcen dafür

nicht haben. Zum Glück haben fast alle unsere

Zivis verlängert. Sonst sähe es noch

schlimmer aus.«

Auch an der Uni-Klinik

könnten Leistungen

wegfallen, zum Beispiel

die zusätzliche Begleitung

von Patienten.

Dennoch: »Auch ohne die Zivis findet die

ärztliche und pflegerische Betreuung auf

hohem universitären Niveau statt«, versichert

Sprecher Frank Steibli. Ohnehin prüfe

die Geschäftsführung, ob die Klinik künftig

überhaupt noch Freiwilligendienste anbieten

werde. Denn viele Prozesse seien

durch den Neubau opti-

miert worden, etwa der

Transportdienst.

Kleinere Einrichtungen

hingegen sind auf die

Freiwilligen angewiesen.

Und machen sich Sorgen

um die Zukunft: »Wir glauben nicht,

dass es für den Bundesfreiwilligendienst

viele Interessenten geben wird«, sagt Alea

Lenz, Lehrerin an der Martin-Buber-Schule.

Daher will die Schule auf das Freiwillige

Soziale Jahr (FSJ) umstellen.

Damit steht sie nicht allein. Viele Einrichtungen

setzen auf das FSJ. Grund ist vor al-

»Ich liebe Gießen, weil…«

Ob wegen der leuchtenden

Bushäuschen am

Marktplatz, dem Döner-

Dreieck, der singenden

Oberbürgermeisterin und

der ständig wechselnden

Baustellenpracht: Gießen

muss man lieben. Warum

das so ist, beschrieb der

streifzug bereits in der

Oktober-Ausgabe des vergangenen

Jahres. Unter

dem Titel »I love Gießen«

stellten wir 35 Gründe zusammen,

warum an Gießen

kein Weg vorbei führt.

Die Bruchbude mit dem

»Liebe«-Schriftzug, vielleicht

auch das Stadttheater

oder die Bahnschranke

an der Frankfurter Straße:

Gießen bietet für jeden

Geschmack etwas. Und

das findet – Überraschung!

– auch die Stadtverwaltung.

Deswegen hat sie die

Liste des streifzug auf der

neuen Internetplattform

www.giessen.de übernommen

und aufgerufen, unsere

Sammlung auf der Website

zu ergänzen. Denn

auch wir müssen zugeben:

35 Gründe, warum man

Gießen lieben muss, sind

nur die Spitze des Eisbergs.

Tatsächlich bietet die Stadt

noch viel mehr Großartigkeiten.

Die besten Gründe,

die bis zum 30. September

über das Online-Formular

eingesendet werden, sollen

auf www.giessen.de

veröffentlicht werden. Der

beste wird prämiert! Und:

Aufkleber (siehe unten)

gibt’s auch noch. (Bestellungen

über streifzug@

giessener-allgemeine.de.)

CAMPUS

lem die mit den Jahren gesunkene Zivildienstdauer.

Während es früher noch zwölf

Monate gewesen sind, waren es zuletzt

nur noch sechs. Urlaub und Seminare nicht

mitgerechnet. »Wir sind allmählich auf das

FSJ umgestiegen«, sagt daher auch Susanne

Papendorf, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit

beim Rettungsdienst Mittelhessen des

Deutschen Roten Kreuzes. Mittlerweile

seien über 60 FSJler in Gießen und Marburg

mit dem Rettungswagen unterwegs.

Steller-Nass kennt das Problem: »Es hat

sich fast nicht mehr gelohnt, Zivis einzustellen.

Viele Einrichtungen haben sich

nicht mehr die Mühe gemacht, die jungen

Männer auszubilden. Man muss mehr investieren,

wenn der Dienst nur noch sechs

Monate dauert.« Mehr investieren müsse

man auch, wenn man

neue Freiwillige finden

»Extra-Spaziergänge wolle. Daher fordert die

Zivi-Beauftragte der

sind nicht mehr drin« AWO, gezielt in Schulen

zu werben: »Sonst finden

wir die rund 30000

benötigten Helfer nicht.«

Auch Lukas Meyers glaubt nicht, dass sich

viele für den Bundesfreiwilligendienst

melden werden: »Hätte ich das Bafög nicht

gebraucht, hätte ich den Zivi nicht gemacht«,

sagt er, wohl wissend, dass er dann

um eine wichtige Erfahrung ärmer gewesen

wäre. Christoph Hoffmann

DER BUNDESFREIWILLIGENDIENST

Der Bundesfreiwilligendienst (BFD)

wurde von der Bundesregierung als

Nachfolger für den Zivildienst eingeführt.

Der Name sagt es bereits, im

Gegensatz zum Zivildienst ist der BFD

freiwillig. Der Unterschied zum freiwilligen

sozialen Jahr (FSJ): Personen jeden

Alters können mitmachen.

Der Dienst dauert in der Regel zwölf

Monate, mindestens jedoch sechs, maximal

18 Monate.

Der Bundesfreiwilligendienst ist eine

Vollzeitbeschäftigung, wer älter als

27 ist, kann auch Teilzeit (20 Stunden)

leisten. Voraussetzung ist aber die Beendigung

der Schule. Offiziell ist der

BFD ein unentgeltlicher Dienst, die

Freiwilligen erhalten jedoch ein Taschengeld

von maximal 330 Euro. Die

Sozialversicherungsbeiträge werden

ebenfalls von der Einsatzstelle übernommen.

7/2011 streifzug 41


Die Affen sind los

Mit Mottopartys wie »Bananen in den Ohren« und Livemusik wandelt sich das »Monkeys«

in der Gießener Liebigstraße vom HipHop-Club zum angesagten Kulturkeller…

»Wer ist eigentlich dieses Monkeys und

warum macht das auf einmal so auf Indie?«

So war es kürzlich auf Facebook zu lesen.

Tatsächlich: Das im Dezember 2009 in den

Räumen des ehemaligen »Baba Jaga« in der

Gießener Liebigstraße eröffnete »Monkeys«

hat in seinem Programm merklich umgeschwenkt.

Hatte der Laden mit House- und

Hip-Hop-Abenden begonnen, hält seit

einigen Monaten der Rock Einzug. Wurden

die Gäste Anfang des Jahres bei den ersten

»Indie-Fresse-Partys« auf Pappschildern am

Eingang informiert, dass »Heute KEIN

House oder Hip-Hop« läuft, hat sich das

»Monkeys« rasch als kultige Studentenkneipe

mit Musik etabliert. Jüngst machte sich

die Kellerbar darüber hinaus als Live-Location

einen Namen – einmal im Monat

spielt am »Affenkammer«-Dienstag eine Indierock-Band,

und auch zum »Affentanz in

den Mai« hatte man ein akustisches Liveset

als Warm-up angeboten. »Die Premiere mit

42 streifzug 7/2011

der Livemusik am Dienstag hat eingeschlagen

wie eine Bombe«, freut sich Marian

Radovcic, der das »Monkeys« gemeinsam

mit Mirko Sonneborn betreibt. Grund genug,

die Räume umzubauen: Prangte bis

Mai ein Podest mitten im Raum, das die

Tanzfläche stark begrenzte, wurde dieses

zurückgebaut, um eine ebene Fläche zu

erhalten und mehr Platz für die Gäste zu

schaffen. Kuschelige Wohnzimmeratmosphäre

mit Stehlampe und Ledercouch in

einer Ecke, Raucherlounge, Tanzfläche und

Theke am anderen Ende sorgen dafür, dass

das »Monkeys« alles in einem ist: Studentenkneipe,

Konzert-Location, Disko und

Kulturkeller zugleich. »Mit dem Laden

kannst du alles machen«, erklärt Radovcic,

»es ist einfach cool und lässig.«

Doch wie kam es zu dem Richtungswechsel?

Angefangen habe das mit der »Affenkammer«.

Schon früh begann Christian

Wagner, der unter dem Namen DJ Demian

Foto: Glinke

als absoluter Experte für Indie-Musik bekannt

ist, diesen kultigen Tag zu etablieren.

Bislang war es keinem Veranstaltungsort in

Gießen gelungen, den Dienstag als Ausgehtag

zu manifestieren. Das ist jetzt anders

– die »Affenkammer«, bei der DJ Demian

sich mit DJ Matt abwechselt, ist ein

Publikumsmagnet, erst recht, wenn ein

Livekonzert angekündigt ist. Im Juni gab es

mit dem auf 100 Karten limitierten Gig von

jona:S ein echtes Highlight in Sachen Livemusik,

als die Truppe ihre neue Scheibe

»Grau« vorstellte. Radovcic gefällt der Wandel

seines Ladens, musste das »Monkeys«

mit dem ehemaligen Publikum doch eher

schlechte Erfahrungen machen. »Es kam

immer wieder mal zu Schlägereien, das

Monkeys hatte einen schlechten Ruf«,

bedauert er und fügt an: »Außerdem machen

die Rocker mehr Umsatz.« Er lacht.

Dabei ist Indie nicht unbedingt Rockmusik,

vielmehr steht der Begriff für Musik jenseits


der Charts und des Mainstreams, und so

gibt es auch Indie-Pop oder Indie-Elektro.

Seit Juni wird im »Monkeys« auch am Mittwoch

gefeiert, etwa alle zwei Wochen

beim »Indie Wolken Tanzen«. DJ Demian

sucht dafür noch Leute ohne DJ-Erfahrung,

die gerne mal an den Plattentellern stehen

möchten. Wer Interesse hat, kann über

Facebook mit ihm Kontakt aufnehmen.

Neue Akzente setzte der »Affenkeller«

auch mit »Bananen in den Ohren – Gießens

erste Kopfhörerparty«, ein Trend, der

aus den großen Städten nun nach Gießen

schwappt. Die Besucher hören dabei die

Musik nur via Funkkopfhörer und können

zwischen unterschiedlichen Kanälen wählen,

die von DJs unterschiedlichster Stilrichtungen

bespielt werden. Ein Heidenspaß,

wenn alle scheinbar völlig ohne Musik zu

unterschiedlichen Genres tanzen und dabei

am besten noch aus vollem Halse mitsingen.

Die nächste Kopfhörerparty steigt

am 13. Juli.

Es gibt fast nichts, was Radovcic nicht

machen würde – Konzerte, Lesungen, eine

Ausstellung gab es bereits. Insgesamt aber

hat sich das »Monkeys« den Mottopartys

verschrieben. Neben den regelmäßigen

Mottos gibt es jede Menge Specials,

etwa die »Bad-Taste-Party« für den schlechten

Geschmack, »Alter Schwede«, ein

Abend, an dem nur Musik aus dem

skandinavischen Land gespielt wird. Und

auch Unipartys einzelner Fachbereiche

haben sich bereits in die Liebigstraße

verlagert.

Die in der Stille tanzen: Kopfhörerparty im »Monkeys«.

Das »Monkeys«-Team wird nicht müde, sich

für den Club immer wieder etwas Neues

auszudenken. Mal heißt es: »Orange kommen,

blau gehen«, dann ist bei der »Pink

Box« alles in selbige Farbe getaucht. Und

im Juli geht es sogar auf einen gemeinsamen

Ausflug: Unter dem Motto: »Monkeys

goes Phono Pop Festival« startet eine Gruppe

auf das »Phono Pop Festival« nach Rüsselsheim.

Dort wird auf dem Campingplatz

KULTUR

Deutschlands schönste Oldiefete

Bereits zum 22. Mal steht ganz Wettenberg

vom 29. bis zum 31. Juli für drei Tage

im Zeichen von Musik, Motoren und

Wirtschaftswunder. Auf neun Bühnen in

Krofdorf-Gleiberg werden allein 52 Musikgruppen

Beat, Soul, Pop und Rock’n’Roll

der 50er Jahre präsentieren, aber auch

Klassiker der 20er bis 40er Jahre werden

in diesen Tagen am Fuße der Burg Gleiberg

zu hören sein. Neben diesem umfangreichen

Musikprogramm sorgen zahlreiche

Aktionen, Ausstellungen und ein

Kinderprogramm für Abwechslung.

Auf dem »Nostalgiemarkt« wird an über

100 Verkaufsständen Originalware aus der

Wirtschaftswunderzeit angeboten. Petticoats,

Tulpenlampen, Schallplatten und

Jukeboxen stehen dort zum Verkauf. Inzwischen

zum Kult ist die Kinderwagen-

Foto: Glinke

die Original »Monkeys«-Festung eröffnet.

Tickets für 32 Euro inklusive Camping gibt

es im »Monkeys«. Peppige und ansprechende

Flyer sind ein Teil des Marketingkonzeptes,

auch sind schon als Affen verkleidete

Helfer durch die Stadt oder über

Veranstaltungen gezogen, um das »Monkeys«

auch als Marke zu etablieren. In der

Liebigstraße geht es mittlerweile richtig ab.

Dort sind die Affen los! Sabine Glinke

parade am Samstag um 17 Uhr geworden.

Natürlich flanieren viele der unzähligen

Besucher auch im passenden Outfit der

damaligen Zeit durch Krofdorfs Straßen.

Ein Höhepunkt ist aber auch die Ausstellung

der Klassikfahrzeuge. Über 2000

Oldtimer werden bei ihrer Einfahrt in den

Ort von Moderator Johannes Hübner begrüßt.

Zum weiteren Rahmenprogramm

zählen ein Petticoat-Wettbewerb am

Sonntag zwischen 14 und 15 Uhr, die

Oldtimer-Prämierung am Sonntag um

16 Uhr sowie das Open-Air-Karaoke, das

am Samstag von 15 bis 19 Uhr stattfinden

wird. Dort haben Besucher die Möglichkeit,

nach dem Hören der Hits von

Sinatra, Elvis und anderen die Evergreens

auf einer Bühne selbst zu singen. bf

7/2011 streifzug 43


Bälle im BH

Es waren die eigenen Eltern, die ihr Kind auf die schiefe Bahn brachten. Acht Jahre war

Robin Hettrich damals gerade einmal alt. Mit Mama und Papa ging es zum Minigolf, die

Bundesliga war in Wanne-Eickel zu Gast. Verzückt von der präzisen Kunst spähte der Junge

zu den Bahngolf-Sportgrößen hinüber, und von da an ließ es ihn nicht mehr los.

»Die Faszination ist, dass man jede Bahn auf kuriosestem Wege mit

einem Schlag treffen kann«, sagt Hettrich über seine Leidenschaft.

»Wenn man auf einer neuen Anlage ist, versucht man, es auf jeder Bahn bis

zur Perfektion zu bringen.«

Das hat nichts mehr von lustigen Familienaktivitäten: Rituale, Tricksereien, Psychokniffe

– die Minigolf-Szene ist eine Welt für sich. »Leute, die mich nicht kennen, finden

das eher witzig und lachen ein bisschen«, sagt der Junioren-Weltmeister. »Aber

wenn ich erzähle, wie das so läuft, finden sie das ganz interessant. Es ist ja auch cool,

eher etwas Ausgefallenes.« Besonders heiß geht es in der kalten Jahreszeit zu. Bewaffnet

mit wintertauglicher Spezialausrüstung kämpft sich die Minigolf-Elite von Loch zu Loch.

»Ich wärme die Spielbälle in zusätzlichen Socken in meiner Hose. Sie verändern dann ihre

Eigenschaften, werden weicher und bleiben sofort liegen«, erklärt Hettrich das merkwürdige

Treiben. »Im Winter muss man jeden Ball warm machen. Da beginnt dann die Sucherei, da

steht man an der Bahn und sucht fünf Minuten lang Bälle – und erwischt immer den falschen.«

Mit seinem ungewöhnlichen Prozedere ist der 18-Jährige in der Szene kein Sonderling. Weibliche

Minigolferinnen greifen noch tiefer in die Trickkiste und fischen in ihren BHs nach dem Ob-

jekt der Begierde. »Da gibt es viele Kniffe«, sagt Hettrich. Weniger ausgefallen geht es im Sommer

zu, wenn die Bälle zu warm werden. Die Spieler schleppen dann Kühltaschen von Loch zu Loch.

In Deutschland spielen 11 000 organisierte Mitglieder in 300 Vereinen von der Kreisklasse bis zur

Bundesliga ihre Meister aus. Weltweit gibt es 40 nationale Verbände. Der internationale Spielbetrieb

reicht vom Europacup der Landesmeister bis hin zu Europa- und Weltmeisterschaften. Der Kreis Gießen

gilt in Sachen Vereinsminigolf aber bisher als unbeschriebenes Blatt. Organisiert ist man erst

wieder in Wetzlar oder Aßlar. Im Freizeitbereich sollen pro Jahr rund 20 Millionen Spieler ihre Bälle

durch die Bahnen jagen. Doch auch hier sieht es rund um Gießen zurzeit nicht so rosig aus:

»Die Zahlen sind rückläufig«, lässt sich in Pohlheim erfahren, auf einem von sieben Anlagen in

der Gegend.

Für Profis ist ohnehin klar, dass die Freizeitaktivität mit dem Profisport wenig zu tun hat:

Mit der Standardware vom Freibad-Kiosk können Anfänger nicht mithalten. »Damit

das Gleiche herauszuholen, geht nicht», sagt Hettrich. »Die Bälle, die man auf den

Anlagen kriegt, haben Noppen und bleiben liegen. Die sind hart, da wird nur

draufgekloppt.« Doch um das Spielgeschehen zu beeinflussen, beschränken

sich die Cracks nicht nur auf Feintuning des Materials. »Ich versuche, die

Psychologie des anderen anzugreifen, dem Gegner die Lust zu nehmen«,

erzählt Hettrich. »Wenn mir ein guter Schlag gelungen ist, schreie ich ihm

auch mal ins Gesicht.« Das gilt besonders für Duelle gegen Schweden,

den Erzrivalen der deutschen Minigolfer. »Die sind arrogant«, sagt

Hettrich. »Abseits des Platzes sind sie ganz okay, aber auf dem

Platz sind das Schweine.« Minigolf ein Gentlemen’s Sport? »Bei

mir nicht«, sagt Hettrich. Um im teils stundenlangen Psychokrieg

auf der Bahn die Oberhand zu behalten, setzte das

deutsche Team zuletzt auf die Hilfe von Psychologen.

»Das hat einen großen Wert«, sagt Hettrich. »Es hat

etwas gebracht, wenn man abends noch Entspannungsübungen

machen kann.« Damit die Tricksereien

den legalen Rahmen nicht sprengen,

unterliegt auch das Minigolf den Anti-Doping-

Richtlinien. »Bei Wettkämpfen kommt nach

der letzten Bahn jemand von der NADA

oder WADA, bleibt auf Schritt und Tritt

44 streifzug 7/2011

hinter dir,

verfolgt

dich, bis du

alles unterschrieben

hast. Und

dann geht’s ab auf

die Toilette«, sagt Hettrich.

Die Gefahr eines

dopingverseuchten Minigolf-Sports

hält der Youngster

aus Herne aber für gering. sid

Minigolfplätze in der Region

Laubach: Andree Allee 14. Telefon

06405/5016 56. Öffnungszeiten: nur nach

vorheriger Anmeldung. Preise: Kinder:

1,50 Euro; Jugendliche und Studenten: 2,50 Euro;

Erwachsene: 3,50 Euro.

Rabenau-Londorf: Gaststätte »Burggarten«. Gießener

Straße. Öffnungszeiten: Mo.–Di. und Do.–Fr.

16–21 Uhr, Sa. 15–21 Uhr, So. 14–21 Uhr. Preise: Kinder

2 Euro. Erwachsene 2,50 Euro.

Pohlheim-W.-Steinberg: Am Schwimmbad 23. Telefon

01 73/771 6611. Öffnungszeiten: Do.–Mo. 16–20 Uhr. Preise:

Kinder: 1Euro, Erwachsene 2Euro.

Hüttenberg-Hochelheim: Gaststätte »Kunstmühle«. Kunstmühle 1.

Telefon 06403/2435. Öffnungszeiten: Di.–Sa. 15–24 Uhr; So.:

12–24 Uhr, Mo. Ruhetag. Preise: Kinder: 1,50 Euro; Erwachsene 2Euro

Wettenberg: Wißmarer See. Telefon 06406/75697. Öffnungszeiten:

Mo.–So. 11–18 Uhr. Preise: 1,50 Euro. – Freibad Gleiberger Land: Rodheimer

Straße. 35435 Krofdorf-Gleiberg. 0641/82745. Öffnungszeiten: Mo.–So.

9–20 Uhr. Preise: 1,50 Euro + 3Euro für Schwimmbad.

Gießen: Am Freibad an der Ringallee. Gutfleischstraße 24. 35390 Gießen. Telefon

0641/37742. Öffnungszeiten: Mo.–So. 13–19 Uhr. Preise: 2Euro, Kinder bis 12 Jahre

frei.


Born this way

268 Millionen Hits bei Google, nur Jesus hat mehr Treffer. 1,89

Milliarden Views auf YouTube und die meisten Downloads in der

Geschichte der digitalen Musik. Das ist die 25-jährige Stefani Germanotta,

oder Lady Gaga, der aktuell erfolgreichste lebende Popstar.

Kaum ein Tag vergeht, an dem sie nicht in extravaganten Kleidern

die News beherrscht. Zuletzt war es Madonna, die derart

systematisch zum Super-Hyper-Mega-Star gepusht wurde. Die

LADY GAGA

Promotion hat ihr Ziel aber nicht verfehlt.

Nur eine Woche nach Veröffentlichung

der CD erhielt das Album

rund um den Globus Gold- und Platin-Auszeichnungen

und stürmte in

22 Ländern an die Spitze. Der Verkaufserfolg

war aufgrund der weltweiten

Vermarktungsstrategie zu erwarten,

doch kann das neue Album auch

qualitativ das Debutalbum »The Fame«

(2008) toppen? Nein! Fand man

damals mit Pokerface, Just Dance, Bad Romance und Alejandro

vier Hits, muss man auf dem neuen Album lange danach suchen.

Keiner der 17 Songs auf »Born this way« drängt sich in die Gehörgänge,

stattdessen wird der Hörer mit Eurodisko-Trash, Techno

und Elektro-Rock strapaziert. Lady Gaga bezeichnet diesen Mix

als neues Genre: Metal Dance. Eine passende Bezeichnung für

die verschiedenen Stilarten, mit denen sie die Fans überfordert.

Zwar enthält das Album fünf passable Stücke, über die 17 Titel

stellt sich der »Metal Dance« jedoch als anstrengend heraus. §§

ARCTIC MONKEYS

Suck it and see

SNOOP DOG

CDS VOR GERICHT

Doggumentary

Mit »Doggumentary« legt Snoop Dogg,

einer der bekanntesten Rapper, sein elftes

Album vor. Ursprünglich durch Dr.

Dre auf dessen 1992er Hip-Hop-Meilenstein

»The Chronic« als Gastrapper eingeführt,

hat sich Snoop Dogg schnell einen

Namen gemacht und mit dem millionenfach

verkauften »Doggystyle« 1993

einen Klassiker veröffentlicht. Mittlerweile dürfte Snoop Dogg seinen

Mentor hinter sich gelassen haben. Dabei beschränkt er sich keineswegs

auf Musik. Er hat sein eigenes Label gegründet, eine eigene

Modelinie kreiert und ist zudem im amerikanischen TV in einer eigenen

Serie aufgetreten. Nicht zu vergessen die Produktion diverser

Pornofilme mit ihm als Hauptdarsteller. Bei so vielen Aktivitäten

könnte man meinen, dass für Alben keine Zeit bleibt. Doch weit gefehlt!

Mit elf CDs in 17 Jahren hat Snoop Dogg sich als einer der produktivsten

Künstler in der Hip-Hop-Szene erwiesen, der auch den

Krieg zwischen WestCoast- und EastCoast-Rappern mit seinen Opfern

2Pac und The Notorious B.I.G. überlebte. Leider konnte Snoop

Dogg die hohe Qualität seines Debuts nicht über seine weiteren

Veröffentlichungen aufrechterhalten. Zwar gelangen ihm in regelmäßigen

Abständen Top-Ten-Single-Erfolge, doch auf den CDs waren

erhebliche Qualitätsschwankungen zu verspüren. Dies trifft auch auf

»Doggumentary« zu. 21 Songs in 80 Minuten sind zu viel. Zwar wird

Snoop Dogg von Gaststars wie R. Kelly, Kanye West oder David

Guetta begleitet, doch dies hat auch Nachteile. Oft ist von ihm

nichts mehr zu hören. Dabei ist er am besten, wenn er im entspannten

Westcoaststyle mit seiner prägnanten Stimme rappt. Von den 21

Werken sind fünf o.k., nur ein Song (»Wet« mit David Guetta ) ist

richtig gut. Das reicht nicht aus. §§

»Who the Fuck are the Arctic Monkeys?« War diese Frage vor fünf Jahren noch berechtigt, als die junge Band aus

Sheffield mit ihrem Debut »Whatever people say I am. Thats what I’m not« 2006 das bestverkaufte Debutalbum

der britischen Musikgeschichte vorlegte, so stellt diese Frage nun keiner mehr. Die Arctic Monkeys haben sich mit

ihren letzten drei Alben in der Musikszene etabliert und insbesondere nach ihren NME-Awards 2008 in den Königsdisziplinen

»Beste Band« und »Bestes Album« gehören sie zumindest im UK zu den großen Nummern. Die

Kehrseite des Erfolgs sind die mit jedem Album gestiegenen Erwartungen an die Neuveröffentlichungen. Gerade

nach dem großartigen Album »Humbug« waren die immens. Vielleicht um ihnen zu entgehen, hat die Band die

Insel für die Aufnahmen verlassen und ein Studio in L.A. aufgesucht. Der Ortswechsel hat sich auf den Stil ausgewirkt. Waren die ersten Alben

noch im Britpunk und Britpop verwurzelt, geht die Reise nun in Richtung Rock mit US-Einschlag. Eine Richtung, der die verwöhnten Fans nur

schwer folgen werden. Allerdings sollte man Künstlern diese Freiheit zugestehen, zumal die Monkeys nach wie vor tolle Songs schreiben.

Zwar geht das neue Album nicht sofort ins Gehör, es steht aber in keiner Weise hinter den Vorgängern zurück. §§§

Er ist Rechtsanwalt – Schwerpunkt Insolvenzrecht – und geübt im Einschätzen

unterschiedlicher Sachverhalte. In seiner Freizeit legt er seit über 20 Jahren als

DJ auf und sorgt bei Veranstaltungen aller Art für musikalische Unterhaltung.

Seine Leidenschaft für die Musik ist groß, der CD-Kauf- und -Sammel-Zwang

stark ausgeprägt. Wer also könnte CDs vor Gericht besser vertreten als der

42-jährige Tim Schneider aus Gießen. Unser Musik- und Paragraphen-Experte.

Bewertung:

§: Verurteilung (Wegsperren oder gleich in die Schrottpresse)

§§: Freispruch aus Mangel an Beweisen (Ins Regal damit, in die hinterste Ecke)

§§§: Einstellung des Verfahrens (Kaufen und bei Gelegenheit hören)

§§§§: Freispruch (Ab in den CD-Player und abspielen lassen)

7/2011 streifzug 45


SPERRSITZ

Kinostart: 21. Juli

Im Leben von Annie (Kristen Wiig) läuft es

nicht rund: ihr Freund hat sie verlassen, der

aktuelle Lover (Jon Hamm) will außer Sex

nichts von ihr wissen, und beruflich sieht es

nach dem Verlust ihrer Bäckerei so schlecht

aus, dass sie sich außer einem WG-Zimmer

nicht viel leisten kann. Kein Wunder also,

dass es ihr nicht leicht fällt, sich mitzufreuen,

als ihre beste Freundin Lillian (Maya Rudolph)

sich verlobt.

Trotzdem nimmt Annie

ihre Aufgabe als Trauzeugin

und oberste

Brautjungfer, die die

Hochzeit organisieren

muss, ernst. So ernst,

dass sie sich auf keinen Fall von der reichen

Zicke Helen (Rose Byrne) die Show stehlen

lassen will.

So wird aus simplen Trauungsvorbereitungen

ein erbitterter Zweikampf und ein schamloses

Brautjungfern-Stelldichein, in dem auch

46 streifzug 7/2011

Lillians toughe Schwägerin Megan (Melissa

McCarthy), die frustrierte Hausfrau Rita

(Wendi McLendon-Covey) und die naive

Becca (Ellie Kemper) mitmischen. Kein Fettnäpfchen

wird auf dem Mienenfeld der

Hochzeitsrituale zwischen Verlobungsparty,

Aussuchen des Brautkleides und der Festlegung

der Menüfolge von der bunten Lady-

Truppe ausgelassen. Ganz zu schweigen von

einem legendären Junggesellinnenabschied,

bei dem nicht nur die

Kopfschmerzen am

nächsten Tag in die Geschichte

eingehen.

Doch dieser wilde

Brautjungfern-Trip könnte neben jeder Menge

Chaos und Ausschweifungen auch ein

paar positive Folgen haben – in Sachen

Freundschaft genauso wie in Sachen Liebe,

schließlich gerät Annie auch noch der Polizei

in die Quere.

Von »Die Nacht vor der Hochzeit« bis zu

»Die Braut, die sich nicht traut«: Auf der

Leinwand waren Hochzeit und Humor ein

grandioses Paar. Nach »Die Hochzeits-Crasher«

und »Hangover« gesellt sich nun ein

weiteres deftiges Exemplar dieser Gattung

dazu und lässt ehrenwerte Heiratstraditionen

auf hemmungslosen Witz prallen.

GEWINNSPIEL

Der streifzug verlost mit den Gießener

Kinos 3x2 Tickets für die Ladykinopremiere

des Films »Brautalarm« am 20. Juli

um 20.30 Uhr. Wer den Film sehen

möchte, sollte bis zum16. Juli eine Karte

mit dem Kennwort »Kino« an streifzug,

Marburger Straße 20, 35390 Gießen

oder eine Mail an streifzug@giessenerallgemeine.de

senden. Viel Glück


Neu

im Kino

Gießen

Kinocenter Gießen

Bahnhofstraße 34, Telefon 0641/72108

Heli

Frankfurter Straße 34, Telefon 0641/74511

Roxy

Ludwigsplatz 4, Telefon 0641/32547

www.die-giessener-kinos.de

Kommunales Kino JOKUS

Ostanlage 25 a, Telefon 0641/306-2495

Grünberg

Bismarckstraße 10, Telefon 06401/6869

Lich

Kino »Traumstern«

Gießener Straße 15, Telefon 06404/3810

Weitere Kino-Tipps

finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine

Zeitung oder auf unserer Internetseite unter

www.giessener-allgemeine.de/kino.

Unser Festival-Highlight!

Erleben Sie am Mittwoch, 29.06.2011

um 20:30 Uhr**die

filmreif-Vorpremiere von

»Larry Crowne«

+++ The King’s Speech +++ Black Swan +++ Kokowääh +++ Goethe! +++

+++ Das Schmuckstück +++ Bergblut +++ und viele weitere Filme +++

*Festival-Preis greiftnicht bei der filmreif-Vorpremiere

Die schönsten Filme der letzten

Monate zum günstigen Festival-Preis * .

Mehr Infos im Kino und unter www.die-giessener-kinos.de

Der Zoowärter

Im Zoo bricht die Hölle los

Griffin Keyes geht voll und

ganz auf in seiner Arbeit

als Zoowärter. Weil er aber

in seinem Privatleben

keinerlei Fortschritte

macht, beschließt er, sich

einen anderen Job zu suchen, mit dem er

bei Frauen Eindruck schinden kann. Das ruft

die Tiere im Zoo auf den Plan, die Griffin

auf keinen Fall verlieren wollen. Seinethalben

geben sie ihren Schweigeschwur auf

und offenbaren ihm, dass sie tatsächlich reden

können. Sie haben nämlich vor, ihm

beizubringen, wie man Frauen gewinnt.

Darsteller: Kevin James, Leslie Bibb, Rosario

Dawson, Donnie Wahlberg

Start: 7. Juli

★★✩✩

Company Men

Führungskräfte als Opfer

gravierender Misswirtschaft

Weil ein gieriger Konzern

sich gesundschrumpfen

will, wird Bobby Walker

gefeuert. Wie viele andere

hoch qualifizierte Manager

sucht Walker danach einen neuen Job, der

ihm die Weiterführung seines alten Lebens

garantiert. Im Laufe der Monate verliert

Walker vieles, gewinnt aber eine neue

Lebensperspektive. Eine weitere Entlassungswelle

trifft schließlich auch einige

Ex-Kollegen, doch nicht alle sind stark und

jung genug, um sich wieder aufzurichten.

Darsteller: Ben Affleck, Tommy Lee Jones,

Chris Cooper, Kevin Costner

Start: 7. Juli

★★★✩

Harry Potter

…und die Heiligtümer des

Todes – Teil 2

Hogwarts hat als Zuflucht

ausgedient, Voldemorts

Schergen haben die Macht

über ganz England an sich

gerissen. Harry, Ron und

Hermine sind auf der Flucht. Eine letzte

Chance bleibt dem Trio noch, die Welt der

Menschen vor dem Untergang zu bewahren:

Sie müssen die legendären Heiligtümer

des Todes finden. Nur mit diesen magischen

Artefakten kann Voldemort noch besiegt

werden. Doch wo befinden sich die

vor langer Zeit verschollenen Objekte?

Darsteller: Daniel Radcliffe, Emma Watson,

Rupert Grint, Ralph Fiennes

Start: 14. Juli

★★★✩

SPERRSITZ

Willkommen

in Cedar Rapids

Ein Landei in der Großstadt

Versicherungsvertreter Tim

Lippe reist für seine Firma

zu einem jährlichen Kongress

nach Cedar Rapids.

Tim hat noch nie zuvor

seinen Heimatort verlassen. Der Unerfahrene

gerät unter die Fittiche von drei geübten

Kongressbesuchern, die ihm beibringen,

wie man Spaß haben kann. Neue Freundschaften

konfrontieren ihn mit den Dingen,

die er immer gefürchtet hat – Sex, Lügen

und Verführung. Aber auch mit der Chance,

endlich ein »richtiger« Mann zu werden.

Darsteller: Ed Helms, Anne Heche, John

C. Reilly, Sigourney Weaver

Start: 7. Juli

★★★✩

Barney‘s Version

Eine geistreiche Geschichte

Auf seiner Hochzeit trifft

Barney die große Liebe

seines Lebens – wobei es

sich unglücklicherweise

nicht um die Braut handelt.

Mit mäßigem Erfolg

produziert er TV-Serien und ist alles andere

als politisch korrekt, nicht besonders sympathisch

und hat zwei gescheiterte Ehen

hinter sich. Zusätzlich hängt ein ungelöster

Mordfall wie eine dunkle Wolke über seinem

Leben. Mit 65 erinnert sich Barney –

Kampftrinker, Zigarrenraucher und Schandmaul

– an seine Version seines Lebens.

Darsteller: Paul Giamatti, Dustin Hoffman,

Rosamund Pike, Minnie Driver,

Start: 14. Juli

★★✩✩

Nichts zu verzollen

Bissige Komödie mit

nationalen Vorurteilen

1993, an der französischbelgischen

Grenze: Die

Kontrollen zwischen den

Beneluxländern, Frankreich

und Deutschland sollen

wegfallen. Nicht jedoch, wenn es nach

dem belgischen Grenzbeamten Ruben

geht. Sein Leben dreht sich nur um die Frage,

wie er die Nachbarn beim Grenzübertritt

in ihre Schranken weisen kann. Ausgerechnet

er muss mit dem Franzosen Mathias

zusammenzuarbeiten, und der will auch

noch seine Schwester Julie heiraten.

Darsteller: Benoît Poelvoorde, Dany Boon,

Julie Bernard, Karin Viard

Start: 28. Juli

★★★★

7/2011 streifzug 47


Butzbacher

• Einlass ab 19.00 Uhr

• Filmbeginn ca. 21.45 Uhr (nach Einbruch der Dunkelheit)

• Biergarten, 130 qm Leinwand, 2.000 Sitzplätze

• Veranstaltungen finden bei jedem Wetter statt

• Karten unter www.openairkino.info

• Telefon 06033/65577

20.Juli bis 4.August

OPEN OPEN AIR-KINO

im im Landgrafenschloss

Mi. 20.07. Die Relativitätstheorie der Liebe

Do. 21.07. Das Schmuckstück

Fr. 22.07. Der Zoowärter

Sa. 23.07. Fluch der Karibik -Fremde Gezeiten

So. 24.07. Serengeti

Mo. 25.07. Black Swan

Di. 26.07. Wasser für die Elefanten

Mi. 27.07. Nichts zu verzollen (Vorpremiere)

Do. 28.07. Almanya-Willkommen in Deutschland

Fr. 29.07. The King’s Speech

Sa. 30.07. Kokowääh

So. 31.07. Metropolis

Mo. 01.08. Larry Crowne

Di. 02.08. Poll

Mi. 03.08. Sommer in orange (Vorpremiere)

Do. 04.08. The Rocky Horror Picture Show

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