kunst:stück Magazin c/o Bremen + der Norden | issue 48

agenturh2

Kunst und Kultur aus der Region Bremen / Oldeburg + der Norden für die Monate Juni + Juli 2021

kunst:stück

Magazin für Kunst und Kultur

Bremen / Oldenburg und der Norden

issue 48 | Juni + Juli 20 21

Ausstellungsansicht WILLIAM KENTRIDGE - WHY SHOULD I HESITATE: PUTTING DRAWINGS TO WORK

in der Halle für aktuelle Kunst Foto: Henning Rogge © Deichtorhallen Hamburg


. grußwort

SJOERD

KNIBBELER

IN

ELEMENTS

28.2.2021

-16.1.2022

2 kunst:stück

Hauptstraße 1

25938 Alkersum/Föhr

mkdw.de


. grußwort

Marion Övermöhle-Mühlbach

Vorsitzende Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.

Auf den Spuren bedeutender Frauen –

Die Initiative frauenORTE Niedersachsen

www.frauenorte-niedersachsen.de

Leben und Wirken von Frauen in der Geschichte

gehören zu unserem kulturellen

Erbe. Frauengeschichte muss jedoch in

der Erinnerungskultur in unseren Städten

und Regionen und nicht zuletzt im

Land fester verankert werden. Ausgehend

von dieser kultur- und frauenpolitischen

Überzeugung hat der Landesfrauenrat

Niedersachsen e.V. 2008 die Initiative

frauenORTE Niedersachsen ins Leben gerufen.

Der Landesfrauenrat vertritt als Zusammenschluss

von über 60 Frauenverbänden

und Frauengruppen gemischter Verbände

über 2,2 Millionen Frauen in Niedersachsen.

Wir arbeiten überparteilich und überkonfessionell

und setzen uns für die Stärkung

des Einflusses der Frauen in Politik,

Wirtschaft und Gesellschaft ein.

Als Vorsitzende freue ich mich, dass im

März 2021 der frauenORT Paula Modersohn-Becker

in Worpswede und damit bereits

der 43. frauenORT in Niedersachsen

eröffnet werden konnte. Paula Modersohn-Becker

war eine außergewöhnliche

Künstlerin, der Anerkennung zu Lebzeiten

verwehrt blieb. Ihr Talent und ihre Leidenschaft

bereiteten den Weg für viele weibliche

Kunstschaffende nach ihr.

Die Initiative frauenORTE Niedersachsen

setzt sich dafür ein, dass Künstlerinnen

und ihre Werke in der Öffentlichkeit stärker

wahrgenommen werden. Dies ist notwendig,

denn auch in diesem Bereich gibt

es weiterhin starke Unterschiede im finanziellen

Erfolg zwischen den Geschlechtern.

Wir danken den Kooperationspartnerinnen

für ihr Engagement für den frauenORT

Paula Modersohn-Becker in Worpswede.

Die Initiative frauenORTE Niedersachsen

wird durch das Niedersächsische Ministerium

für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

gefördert.

Marion Övermöhle-Mühlbach

Vorsitzende Landesfrauenrat Niedersachsen e.V.

kunst:stück 3


. grußwort

11.6.–5.9.2021

Foto: Ludger Aundrup Fotografie, ©Nachlass Rudolf Englert

WEGEN UMBAU GEÖFFNET

Museumsquartier Osnabrück | Lotter Straße 2 | 49078 Osnabrück

www.museumsquartier-osnabrueck.de | museum@osnabrueck.de

Telefon: 4 kunst:stück 0541 323-2207 / 323-2237


. grußwort

Michael Dreyer, Foto: Liudmila Jeremies

Morgenland Festival Osnabrück 2021

www.morgenland-festival.com

Liebe Musikfreunde!

Mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie

hat auch das Morgenland Festival

Osnabrück bereits alle erdenklichen Erfahrungen

gesammelt: Für den Sommer 2020

hatten wir eine Art Morgenland TV entwickelt

und damit einen großen Teil unseres

Programms ins Digitale verlegt. Weit über

60.000 Zuschauer haben die Beiträge bislang

gesehen. Das war sowohl für die Musikerinnen

und Musiker als auch für uns

als Team eine spannende Erfahrung. Die

für den vergangenen Dezember geplante

Live-Edition haben wir kurzfristig absagen

müssen, ebenso zwei Sonderkonzerte in

der Elbphilharmonie im April dieses Jahres.

Als ich im vergangenen Herbst das Programm

für 2021 plante, war ich optimistisch

und hatte gehofft, dass wir in

diesem Sommer schon ohne Quarantäneregelungen

würden leben können. Die

aktuelle Situation sieht leider anders aus:

Der Transfer unserer Künstlerinnen und

Künstler aus dem Ausland hätte aktuell zirka

500 Tage und Nächte Quarantäne und

mindestens 200 PCR-Tests erforderlich gemacht.

Das wäre weder finanzierbar noch

eine Freude für die Beteiligten gewesen.

So haben wir in kürzester Zeit ein neues

Programm entwickelt. Wir werden in der

Festival-Woche ausschließlich Musikerinnen

und Musiker präsentieren, die aktuell

in Deutschland leben. Fast alle Konzerte

finden open air im Schlossinnenhof

in Osnabrück statt.

Es war eine besondere Herausforderung,

aber auch eine große Freude, diese erste

und hoffentlich allerletzte „Corona-Live-

Edition“ zu entwickeln. Hindernisse und

Beschränkungen können ja im guten Sinne

auch inspirierend sein. Der vielbeschworene

Familiengeist des Festivals kam uns

hierbei sehr zugute. Über die Jahre ist ein

immenses Netzwerk an – nicht nur – musikalischen

Freundschaften entstanden.

So können Sie die Neue Hofkapelle Osnabrück

im Zusammenspiel mit Wu Wei und

seiner chinesischen Mundorgel erleben,

das Osnabrücker Symphonieorchester mit

Dima Orsho, die Galilee Strings mit Mevan

Younes, Mohannad Nasser und Saleem

Ashkar, fantastische Stimmen von Iva Bittová,

Simin Tander und Rabih Lahoud, den

ersten großen Auftritt der Morgenland

Youngsters und noch so vieles mehr.

Herzlich Ihr

Michael Dreyer

Künstlerischer Leiter

Morgenland Festival Osnabrück

kunst:stück 5


. inhalt

03 Grußwort

03 - Marion Övermöhle-Mühlbach

Vorsitzende Landesfrauenrat

Niedersachsen e.V.

05 - Michael Dreyer

Künstlerischer Leiter

Morgenland Festival Osnabrück

06 Inhalt

06 - Impressum

08 Bremen & Umzu

26 - Worpswede

34 - Leer

35 - Syke

36 - Bassum

38 - Stade

40 - Föhr

42 - Verden

48 Oldenburg & Umzu

46 - Hude

56 - Dangast

58 - Papenburg

60 - Nordhorn

62 Osnabrück

70 Hamburg

xx Spezielles in dieser Ausgabe

08 - Morgenland Festival Osnabrück

26 - frauenORT Paula Modersohn-

Becker in Worpswede

DAS TITELBILD

Ausstellungsansicht WILLIAM KENTRIDGE - WHY SHOULD I HE-

SITATE: PUTTING DRAWINGS TO WORK in der Halle für aktuelle

Kunst Foto: Henning Rogge © Deichtorhallen Hamburg

William Kentridge

why should i hesitate:

putting drawings to work

Deichtorhallen, Hamburg

23.10.2021 bis 1.9.2021

www.deichtorhallen.de

Das Werk des südafrikanischen Künstlers,

Filmemachers, Theater- und

Opernregisseurs William Kentridge

(*1955 in Johannesburg) ist mit einer

groß angelegten Ausstellung in den

Deichtorhallen Hamburg zu sehen. Diese

wurde vom Zeitz Museum of Contemporary

Art Africa (Zeitz MOCAA) in

Zusammenarbeit mit William Kentridge

konzipiert und organisiert. → Seite 70

kunst:stück Magazin

online | 24h / 7day

www.kunststueck-magazine.de

IMPRESSUM

H2 Werbeagentur + Verlag

Eva Hortenbach (V.i.S.d.P.)

Siemes Tannen 9 · 49565 Bramsche

Tel: 05495 85999 00

mail@kunststueck-magazine.de

Redaktionsschluss für die ausgabe

aug / Sept: 16. Juli 2021

anzeigenberatung:

Klaus Hortenbach Tel: 05495 85999 00

Mobil: 0152 389 510 24

6 kunst:stück


. grußwort

WILLIAM

KENTRIDGE

WHY SHOULD

I HESITATE:

PUTTING DRAWINGS

TO WORK

BIS 1. AUGUST 2021

HALLE FÜR

AKTUELLE KUNST

William Kentridge: Garibaldi, 2016, Aquatint

etching on handmade paper, mounted on raw

cotton cloth © Artwork: Courtesy of the Artist

and Goodman Gallery. Image courtesy of Zeitz

MOCAA. Photo: © Anel Wessels

FAMILY

AFFAIRS

FAMILIE IN DER

AKTUELLEN FOTOGRAFIE

2. APRIL – 4. JULI 2021

HAUS DER

PHOTOGRAPHIE

Grégoire Korganow: Gerson and William,

Brasilien, 2015. Aus der Serie father and son,

2010-16 © Grégoire Korganow

KATHARINA

SIEVERDING

FOTOGRAFIEN,

PROJEKTIONEN,

INSTALLATIONEN

2020 - 1966

BIS 25. JULI 2021

SAMMLUNG

FALCKENBERG

Katharina Sieverding: KUNST UND KAPITAL, 2016

(Detail)

© Katharina Sieverding: VG Bild-Kunst, Bonn 2021

Foto: © Klaus Mettig, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

kunst:stück 7


Morgenland Festival Osnabrück 2021

Open-Air-Konzerte im Schlossinnenhof

Osnabrück | www.morgenland-festival.com | 9. — 17. Juli 2021

—Das Morgenland Festival Osnabrück 2021 wird in diesem Sommer wieder

Live-Begegnungen mit der ebenso spannenden wie komplexen Musikkultur

östlich des Mittelmeers ermöglichen. Vom 9. bis 17. Juli stehen sechs Open-

Air-Konzerte und eine Lesung im Schlossinnenhof sowie eine Filmvorführung

in der Lagerhalle auf dem Programm. Ein Prolog findet bereits am 26. und 27.

Juni mit drei Konzertterminen im Theater Osnabrück statt. Der Auftritt der

Roma und Sinti Philharmoniker in der OsnabrückHalle wurde in den november

verlegt. Das Publikum darf sich auf international tätige Künstlerinnen und

Künstler freuen, die sich der faszinierenden Musik des Vorderen Orients widmen,

von traditioneller Musik bis Avantgarde.

—Festival-Leiter Michael Dreyer hat das Programm in den vergangenen Monaten

immer wieder geändert, um den Corona-bedingten Gegebenheiten

gerecht zu werden: „Es war eine besondere Herausforderung, aber auch eine

große Freude, diese erste und hoffentlich allerletzte ‚Corona-Live-Edition‘ zu

entwickeln. Wir werden in der Festival-Woche ausschließlich Musikerinnen und

Musiker präsentieren, die aktuell in Deutschland leben und fast alle Konzerte

finden open air statt. Der vielbeschworene Familiengeist des Festivals mit einem

immensen Netzwerk an musikalischen Freundschaften kam uns dabei zugute.“

8 kunst:stück


linke Seite: Dima Orsho, Foto: © Liudmila Jeremies // 26./27.6. Theater am Domhof // Diese Seite, v.o.n.u. // Simin Tander,

Foto: © Matthis Kleeb // Rabih Lahoud, Foto: © Andy Spyra // 17.7. Schlossinnenhof

—Beim Prolog am 26. und 27. Juni ist in

Kooperation mit dem Osnabrücker Symphonieorchester

im Theater am Domhof

ein Konzertprogramm zu erleben, das der

syrischen Komponistin und Sängerin Dima

Orsho gewidmet ist. Orsho, die in Damaskus

und in den USA ausgebildet wurde, hat

mit Tina Turner und Yo-Yo Ma zusammengearbeitet,

mit dessen Silk Road Ensemble

sie einen Grammy gewann. Der Komponist

und Arrangeur Wolf Kerschek hat ihre

Kompositionen nun für Orchester gesetzt.

Ihre Freunde und Wegbegleiter Manfred

Leuchter (Akkordeon) und Frederik Köster

(Jazztrompete) sind illustre Gäste.

—Zwei Ausnahmesolisten eröffnen am

Freitag, 9. Juli im Schlossinnenhof das Festival.

Iva Bittová wurde als Tochter einer

jüdischen Mutter und eines Rom slowakisch-ungarischer

Herkunft im tschechischen

Bruntál geboren. Sie hat sich als

Schauspielerin, Sängerin und Geigerin

einen Namen gemacht. Allein mit ihrer

Stimme und der Violine erschafft sie eine

unverwechselbare musikalische Welt,

inspiriert von den Klängen ihrer Vorfahren

und einem tiefen Respekt gegenüber

der Natur. Den zweiten Teil gestaltet der

iranische Perkussionist Mohammad Reza

Mortazavi. Der Musiker wird im Sydney

Opera House ebenso gefeiert wie auf

dem Fusion Festival. In Isfahan geboren,

erlernte Mortazavi schon im Kindesalter

das Spiel auf der Tombak, der traditionellen

persischen Kelchtrommel.

—Wenn der Gitarrist Giovanni Weiss

mit seinem Quartett am 10. Juli auf den

Jazz-Violinisten Sandro Roy trifft, ist

das eine Begegnung im Geiste des legendären

„Hot Club de France“ – jener

stilprägenden Gruppe der Jazz-Legenden

Django Reinhardt und Stéphane Grappelli.

Mit Ingolf Burkhardt als Gast wird

an diesem Abend zudem einer der vielseitigsten

europäischen Jazztrompeter

zu erleben sein.

kunst:stück 9


. bremen

Wu Wei, Foto: © Liudmila Jeremies // 16.7. Schlossinnenhof

Die Streicherformation Galilee Strings unter

der Leitung des renommierten Pianisten

Saleem Ashkar hat sich während des zweiten

Corona-Lockdowns in Berlin gegründet.

Am 11. Juli spielt das Ensemble Werke von

und mit den syrischen Musikern Mohannad

Nasser, Mevan Younes sowie Kompositionen

von Mozart von Tschaikowski.

— Am 13. Juli begegnen sich im Schlossinnenhof

der syrische Oud-Virtuose Mohannad

Nasser und Frederik Köster, der als

einer der spannendsten deutschen Trompeter

seiner Generation gilt. Mit „Whose is

this Song?“ wird am 14. Juli in der Lagerhalle

ein Roadmovie voller Ironie und bissigem

Witz gezeigt. Der Dokumentarfilm der

bulgarischen Regisseurin Adela Peeva ist

aus dem Jahr 2003, mit engl. Untertiteln.

— Die deutsch-iranische Journalistin Natalie

Amiri und die in Teheran geborene und

in Hamburg aufgewachsene Schauspielerin

Neda Rahmanian treffen sich am 15. Juli auf

der Bühne des Schlossinnenhofs. Amiris

jüngst erschienenes Buch „Zwischen den

Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran“

bildet den Ausgangspunkt für die spannende

Lesung mit anschließendem Gespräch.

Musikalisch begleitet werden die

beiden von der in Osnabrück lebenden iranischen

Klarinettistin Shabnam Parvaresh.

Wu Wei hat die chinesische Mundorgel

Sheng in die Musikwelt getragen, sei es

als Solist mit den Berliner Philharmonikern,

dem New York Philharmonic Orchestra

oder dem BBC Symphony Orchestra.

Im Zusammenspiel mit der Neuen Hofkapelle

Osnabrück gestaltet er am 16. Juli

ein Programm zwischen europäischem Barock

und chinesischer traditioneller Musik.

— Ein außergewöhnliches Trio wird das

sommerliche Festivalprogramm am 17. Juli

beschließen: Die deutsch-afghanische Jazzsängerin

Simin Tander begegnet dem libanesischen

Sänger Rabih Lahoud und dem

Jazzpianisten Florian Weber. Der Auftritt

in Osnabrück ist das erste gemeinsame

Projekt der drei Ausnahmetalente. Als Vorband

stimmen die Morgenland Youngsters

das Publikum in den Abend ein. Das Nachwuchsensemble

ist aus Absolventen der

Morgenland Akademie hervorgegangen.

10 kunst:stück


. bremen

v.o.n.u. // Shabnam Parvaresh, Foto: © Liudmila Jeremies // Natalie Amiri, Foto: © Johannes Moths // Neda Rahmanian,

Foto: © Christopher Krenz // 15.7. Schlossinnenhof

Es präsentiert ein unter der Leitung des

Akkordeonisten und Produzenten Manfred

Leuchter erarbeitetes Programm.

— Das Morgenland Festival wird bis in den

Herbst nachklingen: Am 8. November sind

bei einem großen Konzert in der OsnabrückHalle

die Roma und Sinti Philharmoniker

unter der Leitung von Riccardo M Sahiti

zu erleben. 2002 gründete der Dirigent

das Orchester in Frankfurt am Main. Unter

seiner Leitung wachsen mit jedem Projekt

professionelle Musikerinnen und Musiker

aus europäischen Staaten zu einem Klangkörper

zusammen, der sich als Botschafter

der lange verfolgten Minderheiten versteht.

Das Kernrepertoire des Orchesters

ist die von Roma-Musik beeinflusste Orchestermusik

des 19. und 20. Jahrhunderts, die

dieser Klangkörper mit unvergleichlicher

Intensität zum Klingen bringt.

Tickets und Infos zum Programm:

www.morgenland-festival.com

Karten gibt es außerdem bei der

Osnabrücker Tourist-Information, unter

www.adticket.de und bei anderen

bekannten Vorverkaufsstellen.

Aufgrund der Corona-bedingten Abstands-

und Hygieneregeln steht nur

ein eingeschränktes Kartenkontingent

zur Verfügung.

Mit freundlicher Unterstützung von:

Stadt Osnabrück, Stiftung Niedersachsen,

Niedersächsische Sparkassenstiftung, Stiftung

der Sparkasse Osnabrück, Niedersächsisches

Ministerium für Wissenschaft und Kultur,

NDR Musikförderung in Niedersachsen,

Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V.,

Sievert SE, Gesellschaft der Freunde. Morgenland

Festival Osnabrück e.V., Dom-Hotel Osnabrück,

Vienna House Osnabrück, Starlight,

Musikland Niedersachsen

– – –

Das Morgenland Festival Osnabrück findet man auch hier:

www.morgenland-festival.com +++ www.youtube.com/morgenlandfestival +++ www.

facebook.com/morgenlandfestivalos +++ www.instagram.com/morgenland.festival.

osnabrueck

kunst:stück 11


. bremen

Abb. oben: Elisabeth Frink, Riace II, 1986, , Riace IV,

1989, Bronze, Yorkshire Sculpture Park, VG Bild-Kunst,

Bonn 2021 | Abb. Mitte, links: Suse Itzel und Gesa

Lange, Tela 2020, Stahl | Mitte rechts: Stefan Tümpel,

Zwei Positionen, 2019, Eiche Grafit (geölt), Stahl mit

Walzhaut, VG Bild-Kunst, Bonn 2021 | Abb. unten:

Joseph Sassoon Semah, Black Fire/White Fire, 2005

12 kunst:stück


. bremen

Elisabeth Frink Man is an Animal

bis 4. Juli 2021

In England ist die Bildhauerin Elisabeth

Frink (1930–1993) ein Begriff, für das europäische

Festland bleibt sie eine völlig

neu zu entdeckende Künstlerpersönlichkeit.

Die erste umfängliche Einzelausstellung

hierzulande unter dem Titel "Man is

an Animal" zeigt ausgewählte Werke aus

ihrem Œuvre mit dem Fokus auf ihre Darstellungen

von Männern, die sich mit dem

Thema menschlicher Gewalt auseinandersetzen,

ohne sie direkt abzubilden. Ausgestellt

werden ca. 20 überlebensgroße

Skulpturen und stilisierte Bronzeköpfe.

Wenigen Bildhauern gelang es so wie ihr,

Figuren mit einer enormen räumlichen Präsenz

und Wucht auszustatten, die sie über

Überlebensgröße und nuancierte Bewegungsmomente

erreicht. Frink hat mehrmals

ihre ambivalente Beziehung zum Faszinosum

»Mann« beschrieben. Körperliche

Anziehung stehen abstoßende Eitelkeit

und Gewalt bis zur Selbstzerstörung gegenüber.

Sie benutzte die männliche Figur,

um die zerstörerische Machtgier der

Menschen zu hinterfragen, die trotz Jahrtausende

alter Zivilisation immer noch die

Welt beherrscht.

Suse Itzel und Gesa Lange Tela

bis 4. Juli 2021

Der Pavillon des Gerhard-Marcks-Hauses

verwandelte sich zu einem Denkraum

der Architektur. Dazu haben die Künstlerinnen

Suse Itzel (geb. 1984) und Gesa

Lange (geb. 1972) eine Rauminstallation

geschaffen, deren Wandflächen und

Bauteile ein neues Raumgefüge ergeben.

Ausgehend von Raumvolumen und Innenform

des Gebäudes bauten die beiden eine

Stahlkonstruktion als Raum im Raum.

Joseph Sassoon Semah Auf der Suche nach der Hütte

Heideggers und den Wolken von Celan

bis 4. Juli 2021

2021 wird an 1700 Jahre jüdisches Leben in

Deutschland gedacht. Aus diesem Grunde

zeigt das Gerhard-Marcks-Haus unter dem

Titel "Auf der Suche nach der Hütte Heideggers

und den Wolken von Celan" eine

Werkgruppe von Joseph Sassoon Semah,

einem 1948 in Bagdad geborenen,

in Israel aufgewachsenen und in Amsterdam

lebenden Künstler. In dieser Arbeit

beschäftigt er sich mit dem Dichter Paul

Celan, für den die deutsche Sprache Mutter-

und Mördersprache zugleich war. Im

Zentrum der Werkgruppe steht sein berühmtes

Gespräch mit dem Philosophen

Martin Heidegger im Juli 1967. Es traf ein

Überlebender des Holocaust auf einen Befürworter

des Nationalsozialismus. Semah

fragt, worüber (nicht) gesprochen wurde.

Stefan Tümpel Stühle mit Haltung

bis 4. Juli 2021

Stefan Tümpel (geb. 1945) schuf Entwürfe

für Stühle, auf denen man nicht sitzen

kann, aber sie zeigen, dass diese Stühle

ganz andere Botschaften in sich tragen.

Sie agieren im Raum und daraus entwickelte

Tümpel sogenannte "Ikonen" mit

eigenwilligem Charakter. Es entsteht eine

Art Körpersprache der Stühle, die Assozi-

ationen zu menschlichen Erfahrungen in

der Kommunikation und im Miteinander

erzeugen. Seine Stühle stehen oftmals für

eine unbequeme, unangenehme und unsichere

Situation, wie zum Beispiel während

der Finanzkrise oder heute in der Corona-

Pandemie.

Gerhard-Marcks-Haus, Am Wall 208, 28195 Bremen | www.marcks.de

25. Juli bis 24. Oktober 2021: Ruud Kuijer. Alles ändert sich +++ Patricia Lambertus.

zweijahrtausendfern +++ Ngozi Schommers. The Way We Mask

kunst:stück 13


. bremen

Richard Earlom, Fischmarkt, undatiert, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen, Kupferstichkabinett

Smell it! Geruch in der Kunst

zehn Ausstellungen von Mai bis Juli 2021 im Bundesland

Bremen. Ein Gemeinschaftsprojekt zum Geruch in der

zeitgenössischen Kunst.

www.smellit.eu

Seit Mai widmen sich die GAK Gesellschaft

für Aktuelle Kunst, das Gerhard-

Marcks-Haus, das kek Kindermuseum,

das Künstlerhaus Bremen, die Kunsthalle

Bremen, der Kunstverein Bremerhaven,

das Paula Modersohn-Becker Museum,

Piero Manzoni, Merda d'artista (Künstlerscheiße), 1961,

Neuauflage 2013 © VG Bild-Kunst Bonn 2021, im Zentrum für

Künstlerpubliktaionen

die Städtische Galerie Bremen, die Weserburg

Museum für moderne Kunst und das

dort beheimatete Zentrum für Künstlerpublikationen

dem Thema Geruch in der

Kunst. Kern des Projektes sind individuelle

Ausstellungen, eine wissenschaftliche

Vortragsreihe sowie ein gemeinsames Begleitprogramm.

In Smell it! werden die vielfältigen

Aspekte des Geruchssinns als Mittel

der menschlichen Welterschließung in

olfaktorisch geprägter Kunst dargestellt.

Der Geruchssinn ist der ursprünglichste

aller Sinne und wird ohne Filterung des

Gehirns direkt im limbischen System aufgenommen.

Dort wird er mit Emotionen

sowie in besonderem Maße auch mit Erinnerungen

verknüpft, triggert unser implizites

Gedächtnis und kann blitzschnell

Empfindungen oder Gemütszustände

hervorrufen. Gerüche sind in der Lage, instinktive

Verhaltens- und Entscheidungsmuster

bei uns Menschen zu erzeugen

und stellen eine außergewöhnliche Möglichkeit

der Beeinflussung dar. Entstanden

sind zehn Einzelprojekte, die durch

individuelle Herangehensweisen in einem

wechselseitigen Prozess zwischen Kunst,

14 kunst:stück


. bremen

Wissenschaft und Gesellschaft generiert

werden. Jede Institution präsentiert eine

unabhängige Ausstellung mit individuellem

Fokus, die durch gemeinsame Aktionen

miteinander verbunden werden.

Dafür lädt Smell it! mit Geruch arbeitende

zeitgenössische Künstler*innen ein, ihre

Positionen zum Thema unter individuellen

Voraussetzungen umzusetzen oder

bestehende Sammlungen olfaktorisch zu

befragen.

Die Ausstellung in der Kunsthalle Bremen

lädt dazu ein, weniger mit der Nase unter

der Maske als vielmehr mit den Augen zu

riechen: Welche Gestalt hat Geruch und

wie erkennen wir durch ihn die Welt? Und

wie wird Geruch im menschlichen Miteinander

inszeniert? Gemälde, Graphiken,

Fotografien und Skulpturen aus verschiedenen

Jahrhunderten kommen dafür in

der Ausstellung zusammen. Speziell für

die Ausstellung in Bremen kreiert der kolumbianische

Geruchskünstler Oswaldo

Maciá (*1960) dazu als aktuelle Arbeit eine

raumgreifende Installation. Inspiriert durch

die Blumengemälde Modersohn-Beckers

hat die zeitgenössische Künstlerin Camilla

Nicklaus-Maurer (*1983) eine olfaktorische

Intervention entwickelt. Ein begehbares

Feld aus am Boden befestigten Samen,

setzt durch das Betreten einen leicht karottigen,

nussigen Duft frei. Besuchende

des Paula Modersohn-Becker Museums

erleben so eine synästhetische Erfahrung,

die über die symbolischen Aspekte hinausgeht.

In der Städtischen Galerie Bremen

entstehen durch experimentelle Herangehensweisen

verschiedener olfaktorischer

Künstler*innen Kunstwerke, welche spezifische

Ortsgebundenheiten von Gerüchen

innerhalb Bremens thematisieren.

Die Aspekte internationaler Kunstschaffender

wie Peter de Cupere (*1970), Maki

Ueda (*1974) und Brian Goltzenleuchter

(*1976) folgen dabei gemeinsam mit der

Bremer Kunstszene originellen Ansätzen,

in denen Geruch als Material und Medium

eingesetzt wird.

Paula Modersohn-Becker, Brustbild einer Frau mit Mohnblumen,

1898, Paula Modersohn-Becker Museum

Die Weserburg Museum für moderne

Kunst zeigt eine Einzelausstellung des italienischen

Künstlers Luca Vitone (*1964).

Im Zentrum der Ausstellung steht die Arbeit

Imperium. Dafür ließ Luca Vitone einen

Geruch kreieren, der Assoziationen von

institutionalisierter Macht weckt. Einen

Geruch, der Vorstellungen von muffigen

Behördenfluren, monumentale Architektur,

Hochfinanz, Politik oder Herrschaftswissen

zusammenbringt. Ebenfalls in der

Weserburg zeigt das Zentrum für Künstlerpublikationen

in einer Gruppenausstellung

auf, wie Gerüche und konzeptuelle

Kunstwerke zusammenkommen.

Die Präsentation führt damit Werke aus

den 1960er und 1970er Jahren bis in die

Gegenwart zusammen, die gesellschaftspolitische

Relevanz und Infragestellungen

über den Weg des Geruches thematisieren.

Es werden unter anderem Werke von Gerhard

Rühm, Dieter Roth und Joseph Beuys

zu sehen sein.

Durch Beobachtung, eigene Sinnesempfindungen

und Experimente erforscht die

Künstlerin Kornelia Hoffmann seit Jahren

die sie umgebende Welt – vom kleinsten

Teilchen bis hin zum Universum. Eine

raumgreifende Installation im Gerhard-

Marcks-Haus, welche über den Köpfen von

Besucher*innen wächst, verströmt durch

Moose, Flechten und Pilze den »Duft der

Erde«. Bei Berührung entstehen allerdings

neue Gerüche, wodurch der Widerspruch

zwischen Gesehenem und Gerochenem

bewusst irritiert. Das kek Kindermuseum

entwirft facettenreiche Mitmachstationen

und bietet viele Vermittlungsaktionen für

das Projekt Smell it! Geruch in der Kunst.

Die Stationen beschäftigen sich mit der

Nase als Organ, dem Duft als Phänomen,

der Bedeutung des Dufts im Alltag und in

der Kunst. Hands-On Objekte, Duftspaziergänge,

mobile Dufthäuser in der Stadt und

weitere partizipative Angebote werden

Teil des umfangreichen Programms von

Smell it! sein.

kunst:stück 15


. bremen

Jens Trimpin, 2020, Kalkstein // unten v.l.n.r.: Dietrich Heller, Michael Croissant, Hans Steinbrenner, Jens Trimpin

Steine

Eine Ausstellung zum 75. Geburtstag von Jens Trimpin. Mit besonderen

Werken von Michael Croissant, Gerson Fehrenbach,

Dietrich Heller, Alf Setzer, Hans Steinbrenner und Jens Trimpin

28. Mai bis 4. Juli 2021

Galerie Ohnesorge | www.galerie-ohnesorge.de

Die Galerie Ohnseorge zeigt mit STEINE

eine Ausstellung zum 75. Geburtstag von

Jens Trimpin auf der besondere Werke

von Michael Croissant (1928 Landau/Pfalz

– 2002 München) // Gerson Fehrenbach

(1932 Villingen – 2004 Berlin) // Dietrich

Heller (1965 Gießen – lebt in Bremen) //

Alf Setzer (1956 Betzigau/Kempten – lebt

in Stuttgart) // Hans Steinbrenner (1928

Frankf./M. – 2008 Frankf./M.) und Jens

Trimpin (1946 Heidelberg – lebt in Mannheim),

gezeigt werden.

Die Ausstellung ist ab Freitag, den 28. Mai

bis zum 4. Juli 2021 zu besichtigen. Am letzten

Ausstellungswochenende ist eine Abschlussveranstaltung

mit Jens Trimpin und

Dr. Arie Hartog geplant. Der genaue Termin

wird auf der Internetseite der Galerie

unter www.galerie-ohnesorge.de, bekannt

gegeben.

Zur Ausstellung STEINE erscheint ein Katalog

mit Beiträgen von Reinhard Ermen

und Jens Trimpin (Gespräch), Arie Hartog,

Jan Peter Kern, Magdalena Nieslony und

Birk Ohnesorge

Galerie Ohnesorge

Contrescarpe 36, 28203 Bremen

16 kunst:stück


. bremen

kunst:stück 17


. bremen

Über die Zeit – Fukushima 2021

Ausstellung + Vorträge mit Jürgen Krause (Künstler/Frankurt)

und Dr. Lars Pohlmeier (IPPNW/Bremen)

Samstag 26. Juni + Sonntag 27. Juni 2021

Kunst [ ] Raum Bremen | www.kunstraum-bremen.de | www.juergenkrause.info

Fukushima – lehrt Demut und dient als

Zeugnis für die Unbeherrschbarkeit atomarer

Kräfte. Der Supergau jährte sich

am 11.03.2021 zum 10. Mal und ist somit

Anlass für die diesjährige Veranstaltung

ÜBER DIE ZEIT – Fukushima 2021 im Kunst

[ ] Raum Bremen.

Seit 2011 erinnert der Kunst [ ] Raum

Bremen mit jährlichen Gedenkveranstaltungen

– Ausstellun-gen in Verbindung

mit Vorträgen an den Vorfall in Fukushima.

In der Zeit nach der Katastrophe wurden

neue Erkenntnisse zu den Auswirkungen

auf die Menschen und Natur gewonnen.

Vorgestellt werden diese von Dr. Lars Pohlmeier

am 27.06.2021 in einem Vortrag: „Im

Schatten der RadiOLYMPICS: Fukushima

im Jahr 10 nach der Katastrophe“. Neue

Erkenntnisse zu den Einflüssen auf Mensch

und Natur.

Dr. Lars Pohlmeier ist Arzt und Vorsitzender

der IPPNW (international physicians to

prevent nuclear war). Wie viel Zeit vergehen

muss, bis die radioaktiven Abfälle nicht

länger strahlen, ist unvorstellbar. Atommüll

benötigt 1 Million Jahre um „auszustrahlen“,

um sich zu neutralisieren. Ähnlich

verhält es sich mit den Anlagen der

„Nuclear Power Plant Fukushima“. Diese

Zeit wird in Rückführungsmaßnahmen

kaum berücksichtigt oder nicht beachtet.

Die Zeit ist ebenfalls ein Faktor in Jürgen

Krauses Arbeiten. Aufgrund dessen

wird der Frankfurter Künstler am 26. und

27.06.2021 jeweils einen Vortrag zu seinem

Werk halten und eine kleine Auswahl seiner

Arbeiten ausstellen.

Jürgen Krauses Arbeit thematisiert nicht

unmittelbar den Faktor Zeit und auch nicht

die Gefahren, die von diesem Unglück ausgegangen

sind und nach wie vor ausgehen.

Sie thematisiert eine Haltung: Grundieren,

schleifen, schneiden, Linien ziehen, Anspitzen

von Bleistiften - die Arbeit von Jürgen

Krause scheint in einer Wiederholung vor

dem Beginn der Arbeit zu kreisen, im Vorbereiten

auf der Stelle zu treten, doch der

Künstler sieht sich mit jedem Schritt angekommen.

Er übt sich ein ins Beginnen.

18 kunst:stück


. bremen

alle Abb. links: Jürgen Krause,

Arbeitsplatz // rechts: Jürgen Krause,

12 Bleistifte (4717-4728)

Fotos: Wolfgang Günzel

Seine Arbeit orientiert sich nicht am

abgeschlossenen erreichbaren Ziel,

sondern ist tägliches diszipliniertes

Üben, um in der Handlung aufzugehen,

mit der fließenden Zeit zu verschmelzen,

Klarheit zu gewinnen. Das

gleichmäßige Tun sichert vor der Verworrenheit

der Welt. So erscheint er

vor dem inneren Auge hoch konzentriert

die Bleistifte bis auf die Mine

herunter schneidend, oder sorgsam

die Grundier-ungen auf dem Papier

schichtend, sodass sie nicht länger als

Mittel der bildenden Kunst dienen,

sondern selbst zu zeitgenössischen

Konzepten werden.

Für die Veranstaltungen sind die zu den

gegebenen Zeiten geltenden Coronaregelungen

zu beachten. Der Einlass erfolgt

nur mit Maske, maximal 10 Personen

gleichzeitig. Deshalb finden die

Vorträge mehrfach statt. Wir bitten

um Anmeldung!

Kunst [ ] Raum Bremen

Rückerstraße 21, 28199 Bremen

über die Zeit – Fukushima 2021

Samstag 26.6. und Sonntag 27.6.2021

im Kunst [ ] Raum Bremen

Samstag 26.06.2021

→ 15.00 Uhr, Jürgen Krause

Über die Zeit (Der Punkt), Vortrag

→ 18.00 Uhr, Jürgen Krause

Über die Zeit (Die Linie), Vortrag

Sonntag 27.06.2021

→ 11.00 Uhr, Dr. Lars Pohlmeier

Im Schatten der RadiOLYMPICS:

Fukushima im Jahr 10 nach der Katastrophe“

Neue Erkenntnisse zu den Einflüssen

auf Mensch und Natur.

→ 12.00 Uhr, Jürgen Krause

Über die Zeit (Die Fläche), Vortrag

→ 14.00 Uhr, Dr. Lars Pohlmeier

Im Schatten der RadiOLYMPICS:

Fukushima im Jahr 10 nach der Katastrophe“

Neue Erkenntnisse zu den Einflüssen

auf Mensch und Natur.

→ 15.00 Uhr, Jürgen Krause

Über die Zeit (Der Raum), Vortrag

Anmeldung unter:

kunstraum-bremen@t-online.de

oder Tel. 0151-12755983

Öffnungszeiten:

26. + 27. Juni, jeweils 11.00–18.00Uhr

Kunst [ ] Raum Bremen

Rückerstraße 21, 28199 Bremen

www.kunstraum-bremen.

kunst:stück 19


. bremen

Elisabeth Frink, Riace II, 1986, ,

Riace IV, 1989, Bronze, Yorkshire

Sculpture Park, VG Bild-Kunst,

Bonn 2021 | Gerhard-Markc-Haus

Kunsthalle Bremen | Am Wall 207 | 28195 Bremen

T. 0421 329080 | www.kunsthalle-bremen.de

– Die Picasso-Connection. Der Künstler und sein Bremer Galerist

| bis 29.8.

– Haarige Geschichten. Bilder vom Menschen Teil 2 | bis 19.09.

– Hertzstücke. Von Kollwitz bis Miró | bis 11.07

– Mit den Augen riechen. Geruchsbilder seit der Renaissance

8.5. bis 15.8.

Gerhard-Marcks-Haus | Am Wall 208 | 28195 Bremen

T. 0421 9897520 | www.marcks.de

– Elisabeth Frink. Man is an Animal | bis 4.7.

– Stefan Tümpel. Stühle mit Haltung | bis 4.7.

– Suse Itzel und Gesa Lange. Tela | bis 4.7.

– Joseph Sassoon Semah. Auf der Suche nach der Hütte Heideggers

und den Wolken von Celan | bis 4.7.

Jürgen Krause, 12 Bleistifte (4717-

4728), Foto: Wolfgang Günzel

Kunst [ ] Raum Bremen

Weserburg – Museum für moderne Kunst | Teerhof

20 | 28199 Bremen | T. 0421 5983970 | www.weserburg.de

– So wie wir sind 3.0 | bis 23.1.22

– Peter Piller - Richard Prince | bis 31.10

– Luca Vitone. Macht | bis 15.8

– DUFT, SMELL, OLOR, … Multiple Darstellungen des Olfaktorischen

in der zeitgenössischen Kunst | bis 15.8.

– das wort steht im raum – skulpturale poesie | bis 4.7.

– Hinweis: Es gibt noch weitere Ausstellungen zu sehen

Städtische Galerie | Buntentorsteinweg 112 | 28201 Bremen

| T. 0421 3615826 | www.staedtischegalerie-bremen.de

– Olfaktor: Geruch gleich Gegenwart | bis 29.8

Paula Modersohn-Becker Bildnis

Lee Hoetger vor Blumengrund,

1906, Museen Böttcherstraße

Übersee-Museum Bremen | Bahnhofsplatz 13 | 28195 Bremen

| T. 0421 160380 | www.uebersee-museum.de

– Korallenriffe im Kabinett Übersee und in der Ozeanien-Ausstellung

| bis 10.7.

Museen BöttcherstraSSe | Böttcherstraße 6–10 | 28195

Bremen | T. 0421 3388222 | www.museen-boettcherstrasse.de

– Avantgarde. Bernhard Hoetger und Paula Modersohn-Becker

in Paris | bis 5.9.

Peter Bialobrzeski, aus: "Give my

Regards to Elizabeth,

Galerie Mitte

Kunst [ ] Raum Bremen | Rückerstraße 21 | 28199 Bremen

www.kunstraum-bremen.de

– Über die Zeit – Fukushima 2021 | 26. + 27.6.

Galerie mitte im Kubo | Beim Paulskloster 12 | 28203

Bremen | T. 0421 76026 | www.galeriemitte.eu

– Peter Bialobrzeski. Give my Regards to Elizabeth | bis 25.6.

Renate Hoffmann, Weit ist der

Weg (Ausschnitt), Acryl, 2021,

Atelier Brandt Credo

Atelier Brandt Credo | Meyerstraße 145 | 28201 Bremen

T. 0421 558455 | www.atelier-brandt-credo.de

– Weit ist der Weg. Malerei von Renate Hoffmann | bis 25.7.

20 kunst:stück


Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr | Donnerstag 10 – 21 Uhr

Gerhard-Marcks-Haus, Am Wall 208, 28195 Bremen

www.marcks.de

In Kooperation mit Gefördert von Medienpartner


. bremen

Galerie Ohnesorge| Contrescarpe 36 | 28203 Bremen |

T. 0421 327550 | www.galerie-ohnesorge.de

– Steine. Zum 75. Geburtstag von Jens Trimpin | bis 4.7.

Künstlerinnenkollektiv Mete

Cheer | Kunstmix

Kränholm Kunstcafé / Galerie | Auf dem Hohen Ufer

35 | 28759 Bremen | www.kraenholm.de

Bremen Vierkant. Robert Schad –Skulpturen in Knoops Park

und auf Kränholm | bis 31.8.

Künstlerhaus Bremen | Am Deich 68/69 | 28199 Bremen

T. 0421 508598 | www.kuenstlerhausbremen.de

– Aleana Egan | bis 20.6.

Kana Mick, Sie kamen um im

Kreis zu tanzen, 2019, Acryl auf

Leinwand, 150 x 150 cm, Foto: Tobias

Hübel, Syker Vorwerk

Kunstmix | Produzentengalerie im Schnoor | Kolpingstraße 18

28195 Bremen | T. 0421 68534406 | www.kunstmixbremen.de

– Künstlerinnenkollektiv Mete Cheer. Dynamic Vibes | bis 25.6.

– Susanne Hesch. on boxing – Malerei, Zeichnung | 27.6. bis 23.7.

GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst e.V. | Teerhof

21 | 28199 Bremen | T. 0421 500897 | www.gak-bremen.de

– 26. Videokunst Förderpreis Bremen | bis 27.6.

– Effrosyni Kontogeorgou. Substrate | bis 4 .7.

– Felix Dreesen | 3.7. bis 29.8.

Galerie des Westens | Reuterstraße 9–17 | 28217 Bremen

T. 0421 3807990 | www.gadewe.de

– Sabine Wewer. Indian Silver – Malerei | bis 2.7.

Sandra Boeschenstein, ohne Titel,

aus dem Zyklus: SONNE UND

NICHT SONNE, 2020. Bleistift,

Ölkreide und Tusche auf Papier.

Foto: Eric Tschernow

Städtische Galerie Delmenhorst

Städtische Galerie Delmenhorst | Fischstraße 30

Delmenhorst | www.staedtische-galerie-delmenhorst.de

–Sandra Boeschenstein. Besuche von Rändern im Zentrum

bis 25.7.

– Kolja Burmester. Service | bis 25.7.

Syker Vorwerk | Waldstraße 76 | 28857 Syke | T. 04242

577410 | www.syker-vorwerk.de

– Kana Mick. Sie kamen um im Kreis zu tanzen | 6.6. bis 18.7.

Kunstverein Achim e.V. | Ausstellungen im Haus Hünenburg

| Schwedenschanze 39 und/oder im Rathaus Achim I

Obernstraße 38 | 28832 Achim | www.kunstverein-achim.de

– KVA 30 + 1 [Digitaler] Raum für junge Kunst

Paula Modersohn-Becker,

Selbstbildnis mit Hand am

Kinn, 1906, WV Nr.676, ©

Landesmuseum Hannover/

Detail-Foto um 1900, © Archiv

des Otto-Modersohn-Museums,

Fischerhude

Die Worpsweder Museen | Barkenhoff | Große Kunstschau

| Haus im Schluh | Worpsweder Kunsthalle | T. 04792

3968 I www.worpswede-museen.de

– Martha Vogeler. Leben mit der Kunst | bis 7.11., Haus im Schluh

– Meckseper, Janssen, Piening – Grafik und Objekte | bis 6.6.,

Kunsthalle

– WIR. Bilder für eine neue Kunst des Zusammenlebens | 20.6.21

bis 6.3.22 | Barkenhoff + Große Kunstschau

22

kunst:stück


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. bremen & umzu

MUSEUM AM MODERSOHN-HAUS | Hembergstraße 19 |

27726 Worpswede | www.museum-modersohn.de

– Paula in Worpswede. Ein Frauenleben um 1900 | bis 31.10.

ALTES RATHAUS | Bergstraße 1 | 27726 Worpswede | www.

gemeinde-worpswede.de

– Paula Modersohn-Becker open air| bis 31.10.

Annegret Maria Kon, Lebensreigen,

2021, Gebrannter Ton, Foto:

© Rüdiger Lubricht, Worpswede

GALERIE ALTES RATHAUS | Bergstraße 1 | 27726 Worpswede

| www.galerie-altes-rathaus-worpswede.de

– Kunst und Frauenleben heute. Hommage an Paula Modersohn-Becker

| 12.6 bis 15.8.

SKULPTUREN IM ÖFFENTLICHEN RAUM | Bergstraße |

27726 Worpswede | www.galerie-altes-rathaus-worpswede.de

– Tote gibt’s hier genug! Fünf lebendige Positionen | bis 08.05.22

Heinrich Vogeler, Zentralasien,

1927, Öl auf Leinwand, Inv. Nr. A

III 274, Nationalgalerie, Staatliche

Museen zu Berlin, Foto: © Nationalgalerie,

SMB / Eike Knopf,

Worpswede

Historisches Museum Bremerhaven | An der Geeste

27570 Bremerhaven | T. 0471 308160 | www.historischesmuseum-bremerhaven.de

– Bremerhavener Werbestrategien. Slogans und Wahrzeichen

27.6. bis 31.10

Kunstverein Bremerhaven von 1886 e. V. | Karlsburg

1/4 | 27568 Bremerhaven | www.kunstverein-bremerhaven.de

– Stefani Glauber ≈350 s | bis 27.6.

– Koen Vermeule | 11.7. bis 29.8.

Stephanie Engel, Originalzeichnung

Pummeleinhorn

Deutsches Pferdemuseum

Deutsches Pferdemuseum e.V | Holzmarkt 9 | 27283

Verden / Aller | T. 04231 807140 | www.dpm-verden.de

– Legendär! Sonderausstellung über Helden mit Hufen | 15.6.

bis 31.10.

Kunsthaus Stade | Wasser West 7 | 21682 Stade | T. 04141

7977320 | www.museen-stade.de

– Piggeldy und Frederick. Nichts leichter als das | bis 5.9.

Piggeldy und Frederick auf einer

Wiese, Foto: © Elke Loewe,

Kunsthaus Stade

Sjoerd Knibbeler, In Elements,

2020, Fotos: Lukas Spörl,

Museum Kunst der Westküste

Schloss Agathenburg | Hauptstraße | 21684 Agathenburg

| T.04141 64011 | www.schlossagathenburg.de

– Weniger ist mehr. 21. Deutschen Karikaturenpreis | bis 13.6.

– d platziert. Stadt, Land, Schloss | 10.7. bis 29.8.

Museum Kunst der Westküste | Hauptstraße 1 | 25938

Alkersum/Föhr | T. 04681 747400 | www.mkdw.de

– Neue Schätze im MKdW. Von Max Liebermann bis Jochen

Hein | bis bis 13.1.2022

– Sjoerd Knibbeler. In Elements | bis 16.1.2022

– Made on Föhr. Fotografie aus dem Artist-in-Residence-Programm

/ Nicole Ahland, Elina Brotherus, Thomas Wrede |

bis 5.12.

24 kunst:stück


SONDERAUSSTELLUNG 27.06.–31.10.2021

BREMERHAVENER

WERBE

STRATEGIEN

Slogans und Wahrzeichen

Historisches Museum Bremerhaven

An der Geeste

27570 Bremerhaven

Di. – So. 10 – 17 Uhr

Eintritt frei

Tel. 0471 308160

www.historisches-museum-bremerhaven.de

IM HISTORISCHEN

MUSEUM FÜR BREMERHAVEN & UMGEBUNG


. worpswede

Paula in Worpswede

Ein Frauenleben um 1900

frauenORT Paula Modersohn-Becker in Worpswede

Museum am Modersohn-Haus bis 31.10.2021 | www.museum-modersohn.de

Stimmungsvolle Moorlandschaften, weite

Himmel und eindrucksvolle Abendstimmungen

prägten lange Zeit den Mythos

der Worpsweder Malerei. Paula Modersohn-Becker

setzt mit ihrer Kunst ein

Zeichen und löst sich von der vorherrschenden

Stimmungsmalerei. Unter dem

Einfluss der französischen Kunst entwickelt

sie ihren eigenen künstlerischen Ausdruck,

der sie heute als eine international

anerkannte Künstlerin auszeichnet. Mit

der Einbindung in die Initiative frauenORTE

Niedersachsen wird Paula Modersohn-Becker

mit zwei Ausstellungen und einer Outdoor

Präsentation geehrt. Weitere Ausstellungshäuser

und Projekte im Künstlerort

legen passend zum Thema den Fokus auf

Künstlerinnen, so dass Worpswede in diesem

Sommer im Zeichen der Frauen steht.

Wenige Monate vor ihrer Hochzeit im Mai

1901 mit dem Maler Otto Modersohn, steht

für die junge Paula Becker (1876-1907) fest:

"…daß ich mich verheirate, soll kein Grund

sein, daß ich nichts werde." Programmatisch

wird sie dieses Ziel bis zu ihrem frühen

Tod verfolgen. Zugunsten ihrer ganz

persönlichen Selbstfindung und Selbstverwirklichung

ist sie bereit, ihr künstlerisches

Streben unbeirrt fortzusetzen.

Mutig und willensstark, setzt sie sich über

gesellschaftliche Konventionen hinweg, so

dass in nur wenigen Jahren ein herausragendes

Werk entsteht.

26 kunst:stück


. worpswede

Das Museum am Modersohn-Haus führt

unter anderem ins Wohnhaus des Künstlerehepaares,

wo zahlreiche Gemälde der

Künstlerin aus der Sammlung Bernhard

Kaufmann zu sehen sind. Im Sonderausstellungsbereich

treten biografische und

emanzipatorische Aspekte im Leben der

Malerin in den Fokus. Neben Zitaten der

Künstlerin aus Briefen und Tagebüchern

wird schlaglichtartig auf bestehende Konventionen

und Rollenmuster verwiesen,

die um die Jahrhundertwende – zu Lebzeiten

Paula Modersohn-Beckers – als

selbstverständlich galten. Zu Wort kommen

ebenfalls ihr Ehemann Otto Modersohn,

Freunde und auch Kunstkritiker.

Abb.: Oben links: Paula Modersohn-Becker, Birkenallee,

um 1900 (links) und Bäuerin mit Kopftuch und erhobener

Hand, um 1905, beide Sammlung Bernhard Kaufmann und

Zitat// Oben rechts: Zitat Paula Modersohn-Becker, 1901,

Grafik: Ueli Heer // Unten links: Meilensteine der Gleichberechtigung

// Unten rechts: Marie Bock, Bauer, um 1900,

Worpsweder Kunststiftung Friedrich Netzel, Fotos: Cornelia

Hagenah

So rückt das Projekt auch ihre Vorbildfunktion

für Generationen von Künstlerinnen

in den Fokus. Meilensteine der

Gleichberechtigung laden ein, sich auf

eine Reise in die Vergangenheit zu begeben

und gleichzeitig eine Bestandsaufnahme

zur Gegenwart herzustellen.

Werkbeispiele und Lebensumstände ihrer

Kolleginnen und Nachfolgerinnen - Hertha

Mackensen, Hermine Overbeck-Rothe, Ottilie

Reylaender, Marie Bock, Clara Rilke-

Westhoff, Emy Rogge, Emmy Meyer, Sophie

Bötjer-Mallet, Lisel Oppel und Agnes

Sander-Plump- verdeutlichen, wie beschwerlich

der Weg einer Künstlerin war.

Museum am Modersohn-Haus

Hembergstraße 19, 27726 Worpswede

kunst:stück 27


. worpswede

Abb. oben: Ansicht auf Paula Modersohn-Becker open air vor der Galerie Altes Rathaus, Foto: Klaudia Krohn

Unten: Paula Modersohn-Becker (Detail), um 1901; Archiv des Otto-Modersohn-Museums, Fischerhude.

Paula Modersohn-Becker open air

frauenORT Paula Modersohn-Becker in Worpswede

am Alten Rathaus bis 31.10.2021 | www.gemeinde-worpswede.de/frauenort

In direkter Nachbarschaft zum Wohnhaus

der Künstlerin findet die Outdoor-Präsentation

Paula Modersohn-Becker open air

statt. Motivauswahl und der Standort auf

der Wiese vor der Galerie Altes Rathaus

verweisen auf das ehemalige Worpsweder

Armenhaus, wo die Malerin zahlreiche

Motive für ihre Bilder fand, die heute zu

wichtigen Werken der Künstlerin zählen

und sich in verschiedenen öffentlichen und

privaten Sammlungen befinden. Bäuerliche

Frauen, Kinder, Menschen aus dem

Armenhaus, Stillleben aber auch Selbstbildnisse

– sie ist die erste Frau, die sich

als Akt malt – bestimmen ihre Motivwahl

und veranschaulichen einen Ausschnitt

aus ihren bedeutenden Werken. Im Kontext

zur Ausstellung im Modersohn-Haus

ergänzen hier ebenfalls Zitate aus Briefen

und Tagebüchern die einzelnen Werke der

Künstlerin.

Auch heute, 120 Jahre nach Paula Modersohn-Beckers

Hochzeit, stellt sich die Frage,

wie sich die Situation von Frauen und

Künstlerinnen darstellt.

In Worpswede sind zahlreiche Orte mit

dem Leben der Künstlerin verbunden. Diese

werden ausführlich in einem Flyer beschrieben,

der anlässlich des frauenORTES

Paula Modersohn-Becker entstanden ist

und zu einem Spaziergang durch den

Künstlerort einlädt.

Galerie Altes Rathaus

Bergstraße 1, 27726 Worpswede

28 kunst:stück


Worpswede: Künstlerkolonie seit 1889

Wo gibt es das: Museen, Galerien, Ateliers, Boutiquen, Hotels, Gastronomie

und Szenetreffs, wie man sie aus Großstädten kennt? Nur in Worps wede!

Einst Bauerndorf im Moor, entstand hier 1889 eine bis heute lebendige

Künstlerkolonie, in der rund 140 Kunstschaffende zu Hause sind. Entdecken

Sie Worpswede und erleben Sie den einzigartigen Dreiklang aus Kunst,

Landschaft und lebendigem Lebensort mit seinen attraktiven Angeboten.

Tourist-Information für

Worpswede und das Teufelsmoor

Bergstraße 13 · 27726 Worpswede

Tel. 0 47 92 - 93 58 20

www.worpswede.de

info@worpswede-touristik.de

Wohlfuhlen

:

und genießen

im Künstlerdorf Worpswede

Wir freuen uns, Sie als Gäste

in unserem Hotel und/oder

in unserem Restaurant paulas

begrüßen zu dürfen.

paulas

RESTAURANT | BAR

Findorffstraße 3 • 27726 Worpswede • 04792 98930 • www.worpsweder-tor.de

Wohnen bei Hans am Ende im Hotel Buchenhof

Übernachtungen · Pauschalarrangements · Tagungen · Feierlichkeiten jeder Art

Hotel garni im Hans-am-Ende-Haus, Ostendorfer Straße 16, 27726 Worpswede

Tel. 04792/93 39-0, Fax 93 39 29, www.hotel-buchenhof.de, info@hotel-buchenhof.de


. worpswede

Ivanka Svobodova-Rinke, Der Herbst ist schön, 2015-2021, Print auf Leinen, 100 x 100 cm

Kunst und Frauenleben heute

Hommage an Paula Modersohn-Becker

12. Juni bis 15. August 2021

Galerie Altes Rathaus | www.galerie-altes-rathaus-worpswede.de

Die Galerie Altes Rathaus zeigt Kunst und

Frauenleben heute. Als Hommage an Paula

Modersohn-Becker ist die Ausstellung ein

wichtiger Beitrag im Rahmen der Ehrung

der Künstlerin durch den Landesfrauenrat

Niedersachen e.V. im März dieses Jahres.

Ausgewählte Worpsweder Künstlerinnen

der Gegenwart sind mit exemplarischen

Werkbespielen präsent: Ursula Barwitzki //

Viktoria Diehn // Gisela Eufe // Birte Hölscher

// Franziska Hofmann // Christine Huizenga //

Margaret Kelley // Ina Landt // Gabriele Schmid

// Angelika Sinn // Ivanka Svobodova-

Rinke // Marie S. Ueltzen

Franziska Hofmann, Stadtgeschichten II, 2021, Bleistift, Acryl,

Papier und Transparentpapier auf Leinwand, 160 x 120cm

Obgleich viele Jahrzehnte nach Paula Modersohn-Becker

und jenen Kolleginnen vergangen

sind, die derzeit im Museum am

Modersohn-Haus gezeigt werden, hatten

auch sie auf ihrem Weg zur Kunst mit gesellschaftlichen

Hürden und wirtschaftlichen

Einschränkungen zu kämpfen. Doch

"allem und allem zum Trotz" (PMB, Tagebuch,

2.4.1902) haben sie sich für größtmögliche

Unabhängigkeit und ein Leben

als freischaffende Künstlerinnen entschieden.

Ihre Arbeiten, die jetzt zu sehen sind, spiegeln

Leben und Werk der berühmten Patronin

in vielen Facetten: beginnend mit

der Worpsweder Landschaft, gefolgt von

Selbstporträts und Kinderbildnissen, Partnerschaft

und Ehe, Experimenten in Form

und Farbe, nachdenklichen Reflexionen

und hoffnungsvollen Visionen samt Reiselust.

Der weibliche Blick fällt genauso

ins Auge, wie die Einbindung typisch weiblicher

Handarbeitstechnik und die begleitenden

Statements von Paula Modersohn-

Becker wirken wie aus dem Hier und Jetzt.

Lassen Sie sich überraschen!

Galerie Altes Rathaus

Bergstraße 1, 27726 Worpswede

30 kunst:stück


. worpswede

Anja Fußbach, Esther, 2021, Stahl, PolyesterSpachtel, LederTextilien und Bootslack, Foto: © Rüdiger Lubricht

Tote gibt’s hier genug!

Fünf lebendige Positionen

Zeitgenössische Kunst in der Bergstraße in Worpswede

5. Mai 2021 bis 8. Mai 2022 | www.galerie-altes-rathaus-worpswede.de

Im März 2021 wurde der frauenORT Paula

Modersohn-Becker•Worpswede offiziell

eröffnet. Damit gehört er zu den 43 frauenORTEN

Niedersachsen, wie sie seit 2008

vom Landesfrauenrat Niedersachsen e. V.

initiiert werden.

Aber was ist eigentlich ein frauenORT?

Was bedeutet es für Frauen, an einem solchen

Ort zu leben und zu arbeiten? Fühlen

Frauen in einem frauenORT besondere Anerkennung?

Paula Modersohn-Becker, die

(tote) Patin des neuen frauenORTES lebte

hier in einer Zeit, als Frauen kaum wahrgenommen

wurden. Heute ist sie omnipräsent,

aber ist sie auch ein Vorbild?

Gisela Eufe, Anja Fußbach, Annegret Maria

Kon, Claudia Piepenbrock und Rima Radhakrishnan

gehen mit der Ausstellung "Tote

gibt’s hier genug! Fünf lebendige Positionen"

diesen Fragen in der Galerie Altes

Rathaus (22.8.–10.10.21) und entlang der

Bergstraße nach. Seit dem 5. Mai sind ihre

Arbeiten im öffentlichen Raum von Worpswede

zu sehen. Dabei treffen drei Generationen

von Künstlerinnen aufeinander,

deren Konzepte kaum verschiedener sein

können. Obwohl die fünf Künstlerinnen

in Worpswede oder Bremen leben und

arbeiten, haben sie die unterschiedlichsten

Blickwinkel auf den frauenORT Paula

Modersohn-Becker•Worpswede.

Der Titel der Ausstellung weist daraufhin,

dass alle Patinnen der niedersächsischen

frauenorte seit mindestens 10 Jahren

verstorben sind und es keine lebende Patronin

eines dieser frauenOrte ist. Außerdem

ist er ein Plädoyer für zeitgenössische

und junge Kunstpositionen in den Ausstellungen

der Künstlerkolonie.

Besucher des Künstlerortes werden bereits

beim ersten Spaziergang durch den

Ort mit zeitgenössischer und auch junger

Kunst willkommen geheißen. Das Projekt

'Skulpturen im öffentlichen Raum' versteht

sich als eine Einladung zum Dialog.

Rima Radhakrischnan, Frauen, 2021, Blaue Acrylfarbe

Foto: © Rüdiger Lubricht

kunst:stück 31


. worpswede

Abb. links: Heinrich Vogeler, Zentralasien, 1927, Öl auf Leinwand, Inv. Nr. A III 274, Nationalgalerie,

Staatliche Museen zu Berlin, Foto: © Nationalgalerie, SMB / Eike Knopf

WIR. Bilder für eine neue Kunst des Zusammenlebens

Barkenhoff + Große Kunstschau

20. Juni 2021 bis 6. März 2022 | www.worpswede-museen.de

Die Corona-Pandemie schärft unseren

Blick auf uns selbst und unser Miteinander.

Sie macht uns bewusst, dass die

zwischenmenschlichen Dimensionen alles

andere als eine Selbstverständlichkeit

sind. Deutlich wird jetzt auch, wie

wenig Aufmerksamkeit wir der Achtung

und Gestaltung des Miteinanders in den

letzten Jahren geschenkt haben. Dabei

zeigen die aktuellen Krisen nur zu deutlich,

wie dringend wir eine neue Kunst des

Zusammenlebens brauchen. Die Ausstellung

»WIR« geht der Frage nach, welche

Impulse die Kunst für eine neue Wir-Kultur

geben kann.

Im Barkenhoff bilden die Komplexbilder

Heinrich Vogelers einen Ausgangs- und

Höhepunkt der Ausstellung. Diese Werke

stehen für die Suche Vogelers nach einer

solidarischen, von Mitmenschlichkeit geprägten

Gesellschaft und für seinen Aufbruch

in eine neue künstlerische, aber auch

ideell-ideologische Lebenswelt.

Die Große Kunstschau wiederum nimmt Figurenbilder

von Paula Modersohn-Becker

zum Ausgangspunkt und bringt Werke

unterschiedlicher Zeiten und Gattungen

zusammen. Die Werke von Judith Albert,

Sonja Alhäuser, Sandra Boeschenstein,

32 kunst:stück


. worpswede

Abb. rechts: Alexej Meschtschanow, Bopparder Kanapee, 2005, Stühle, Stahlrohr, Lack, Kunststoff,

145 × 500 × 150 cm, courtesy Sammlung Halke, Deutschland, Foto: © Gunter Binsack

Beate Engl, Myriam Holme, Barbara

Köhler, Käthe Kollwitz, Wolfgang Laib,

Young-Jae Lee, Thomas Locher, Alexej

Meschtschanow, Paula Modersohn-Becker,

Werner Rohde, Antje Schiffers, Georg

Tappert, Heinrich Vogeler, Simon

Wachsmuth, Jost Wischnewski und Andrea

Wolfensberger wollen gerade in ihrer Verschiedenheit

neue Bilder für eine Kunst des

Zusammenlebens provozieren.

2021 feiert Worpswede das Jahr der

Frauen! Das Künstlerdorf wurde zum

frauenORT in Niedersachsen auserkoren.

Zwei Ausstellungen der Worpsweder Museen

runden das umfangreiche Programm

zum frauenORT Paula Modersohn-Becker

Worpswede ab. Das Haus im Schluh feiert

mit der Ausstellung »Martha Vogeler.

Leben mit der Kunst« sein 100jähriges Jubiläum

und präsentiert gleichzeitig mit seiner

Gründerin und ersten Ehefrau Heinrich

Vogelers eine Frau, die den Lebensweg von

Paula Modersohn-Becker über viele Jahre

in Worpswede begleitete. Die Worpsweder

Kunsthalle erweitert darüber hinaus

mit der Sonderausstellung »Frauke Migge«

den Blick auf die zeitgenössische Malerei.

Beide Ausstellungen laufen bis einschließlich

7. November 2021.

Aktuelle Infos zu Ihrem Besuch, unsere

Öffnungszeiten, den BLOG und die digitalen

Angebote der Worpsweder Museen

finden Sie über den folgenden QR-Code:

http://qrco.de/WorpswederMuseenDigital

www.worpswede-museen.de

kunst:stück 33


. leer

Herbert Müller, Coronabild VI (Engerhafe), 21.4.2020

Öl auf Japanpapier, 52 x 62 cm ↓

Peter Geithe, Signe de vie, 2020

Acryl und Bauxit auf Papier, 10 x 24 cm ↑

Peter & Friends

Bilder aus

pandemischen Zeiten

23. Mai bis 25. Juli 2021

Kunsthaus Leer | www.kunsthaus-leer.de

Hilke Deutscher, Lockdown, 2020

Aquarell mit Mischtechnik, 40 x 45 cm ↓

Der Ausbruch der Corona-Pandemie zu

Beginn des Jahres 2020 veränderte das

gesellschaftliche Leben und fand seinen

Ausdruck auch in der bildenden Kunst.

Peter Geithe, Hilke Deutscher, Herbert

Müller und Ulrich Schnelle schufen vom

Frühjahr bis zum November Gemälde, die

sich auf unterschiedliche Weise mit den

Auswirkungen des Coronavirus befassen

und die jetzt im Kunsthaus Leer vorgestellt

werden.

Die inhaltliche Auseinandersetzung reicht

von informellen Standpunkten über sehnsuchtsvolle

Landschaftsbilder, ungewohnte

Dorf- und Stadtansichten bis hin

zu künstlerischen Reflexionen typischer

Erscheinungen dieser Zeit.

Ulrich Schnelle, aus der Reihe Endje van de Welt

2020, Öl auf Leinwand, 100 x 140 cm ↓

Peter Geithe, von dem das Kunsthaus Leer

eine umfangreiche Sammlung besitzt, betreibt

sein Atelier in Wilhelmshaven. Seine

Freunde leben und arbeiten in Leer,

Fehnhusen und Bunde in Ostfriesland. Es

ist die erste gemeinsame Schau der von

den Künstlern gegründeten Gruppe „Nah

am Wasser“.

Öffnungszeiten

Di. – Do. und So. 14 – 17 Uhr

Kunsthaus Leer

Archiv und Ausstellung

Turnerweg 5, 26789 Leer

34 kunst:stück


. syke

Kana Mick, Sie kamen um im Kreis zu tanzen, 2019, Acryl auf Leinwand, 150 x 150 cm, Foto: Tobias Hübel

Kana Mick

Sie kamen um im Kreis zu tanzen

6. Juni bis 18. Juli 2021

Syker Vorwerk | www.syker-vorwerk.de

Werner-Kühl-Preises 2020. Die Künstlerin

aus Cloppenburg und Bremen wurde im

Januar 2021 von der Werner-Kühl-Stiftung

Syke für ihr Werk „Sie kamen um im Kreis

zu tanzen“ (2019, Acryl auf Leinwand, 150

x 150 cm) mit dem Nachwuchspreis für Malerei

und einer Einzelausstellung im Syker

Vorwerk ausgezeichnet.

Kana Mick findet ihre Inspiration im unterbewussten

Spiel zwischen Realität, phantasievollem

Surrealismus und in Alltagssituationen,

in Mimik, Gestik und Emotionen

menschlicher Kommunikation. Dabei entführt

Kana Mick ihr Publikum in eine Welt

voller surrealer und doch teilweise vertraut

wirkender Situationen und Wesen,

welche in den Betrachter*innen Emotionen

wecken.

Informationen über die Eröffnung und

Besuchsmöglichkeiten der Ausstellung

erhalten Sie mit Blick auf die aktuelle Situation

auf unserer Homepage, über unseren

Newsletter, am Telefon und in der

Tagespresse.

Syker Vorwerk

Zentrum für zeitgenössische Kunst

Am Amtmannsteich 3, 28857 Syke

kunst:stück 35


. bassum

29. Sommer-Akademie

Kreativ-Urlaub in der Freudenburg Bassum

21.07. bis 15.08.2021 | www.freudenburg-bassum.de

Im entspannenden Ambiente des Tagungshauses »Die Freudenburg« lassen

sich vortrefflich Kreativsein & Urlaub verbinden. Das Fachwerkensemble liegt

umgeben von einem kleinen Park am Rande der Stadt Bassum.

Für die Übernachtung stehen Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung.

Genießen Sie die Ruhe und die liebevoll bereiteten Speisen. Die Verpflegung

orientiert sich an der Slow Food-Idee.

Und in der Mittagspause ein Nickerchen auf der Wiese oder vielleicht doch lieber

zum Schwimmen ins nahegelegene Natur-Bad.

Den Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie zum Trotz gehen wir davon aus,

dass die Sommer-Akademie auch in diesem Jahr stattfindet – gegebenenfalls

mit Einschränkungen.

Alle Workshops werden von erfahrenen Künstlerinnen und Künstlern geleitet,

die viel Freude an der Vermittlung von Materialkenntnissen, Techniken

und Werkprozessen haben.

Flyer und weitere Infos, Anmeldungen:

Tel. 04242 976-4071 und unter

www.vhs-diepholz.de

Modellieren mit Porzellan

Mi, 21.07. – So, 25.07.2021

silke Mohrhoff

→ Kursnummer: 00208002

– – –

Experimentelles Papierschöpfen

und Gestalten

Mi, 21.07. – So, 25.07.2021

cordula kagemann

→ Kursnummer: 00210001

– – –

Scherenschnitt

Fr, 23.07. – So, 25.07.2021

Katharina Berndt

→ Kursnummer: 00207003

– – –

Schreibwerkstatt: Alles ist erlaubt

Jutta Reichelt

1. Termin: Mo, 26. – 30.07.2021

→ Kursnummer: 00202001

2. Termin: Mo, 09. – 13.08.2021

→ Kursnummer: 00202002

– – –

Point Zero. Freie Kreativität

in Zeichnung und Malerei

Mo, 26. – Fr, 30.07.2021

Natalia Moor

→ Kursnummer: 00207009

– – –

Buchexperimente:

Vom Sehen und vom Träumen

Mo, 26. – Fr, 30.07.2021

Odine Lang

→ Kursnummer: 00210002

– – –

29. SOMMER

AKADEMIE

Kreativ-Urlaub in

der Freudenburg

Bassum

36 kunst:stück

21.07. bis 15.08.2021

Herzlich willkommen!


. bassum

Sing-Glück. Lieder aus aller Welt

Fr, 30.07. – So, 01.08.21

Stefanie Lubrich und astrid Hauke

→ Kursnummer: 00213001

– – –

Schwarzweiß sehen –

schwarzweiß verstehen

Fr, 30.07. – So, 01.08.21

rainer und simone hoffmann

→ Kursnummer: 00210006

– – –

Upcycling – Kreative Taschen, Körbe

oder Schalen aus Zeitungspapier

Fr, 30.07. – So, 01.08.21

Odine Lang

→ Kursnummer: 00210007

– – –

Mixed Media Collagen

Mo 02.08. – Fr, 06.08.21

cordula kagemann

→ Kursnummer: 00207002

– – –

Mein Reiseskizzen-Tagebuch

Mo, 02.08. – Fr, 06.08.21

ingrid Seidel

→ Kursnummer: 00207004

– – –

Kalligrafie: Schrift & Natur

Mo, 02.08. – Fr, 06.08.2021

Birgit Naß

→ Kursnummer: 00207006

– – –

Impressionistische Fotografie

Mo, 02.08. – Fr, 06.08.21

christiane böttcher, thomas tienz

→ Kursnummer: 00210008

– – –

Bassum ist gut

mit der Bahn

erreichbar.

Schmucke Stöcker –

Gartendeko aus Weidengeflecht

Fr, 06.08. – Sa, 07.08.21

Meike Naughton

→ Kursnummer: 00210003

– – –

Kleine gestickte Gärten

und ihre Bewohner

Fr, 06.08. – So, 08.08.21

Juliette eckel

→ Kursnummer: 00209001

– – –

Betonskulpturen

Fr, 06.08. – Sa, 07.08.21

Judite Weitekamp

→ Kursnummer: 00210005

– – –

Acryl-Malerei

Mo, 09. – Fr, 13.08.21

ingrid Seidel

→ Kursnummer: 00207005

– – –

Experimenteller Hochdruck

Mo, 09. – Fr, 13.08.21

Bernd Romankiewitz

→ Kursnummer: 00207008

– – –

Acryl – Hinterglasmalerei

Fr, 13. – So, 15.08.2021

Laila Seidel

→ Kursnummer: 00207008

– – –

Feuer und Eisen

Fr, 13. – Sa, 14.08.2021

Bernd Bannach

→ Kursnummer: 00210004

– – –

Stoffdruck

Fr, 13. – So, 15.08.2021

H.J. Koch

→ Kursnummer: 00210009

– – –

kunst:stück 37


. stade

oben: Piggeldy und Frederick auf einer Wiese // unten: Dieter und Elke Loewe in den 1970er-Jahren // Fotos: © Elke Loewe

Piggeldy und Frederick

Nichts leichter als das

8. Mai bis 5. September 2021

Kunsthaus Stade | www.museen-stade.de

Schier unermüdlich wandern die Brüder

Piggeldy und Frederick über den Deich

und besprechen dabei die kleinen und die

großen Fragen des Lebens. Die berühmten

Trickfilm-Schweine aus dem Landkreis Stade

werden 2021 bereits 50 Jahre alt und

sind dabei jung geblieben.

Mehr als 140 verschiedene Episoden sind

bis 1997 entstanden und wurden im Rahmen

der Sendung „Sandmännchen“ ausgestrahlt.

Mal philosophisch, mal sozialkritisch

aber immer amüsant sind die

Geschichten, die von Elke Loewe verfasst

wurden. Ihr Mann, der Künstler Dieter Loewe,

zeichnete die Schweine und Szenerien

und animierte die Legetrickfilme. Die

Ausstellung im Kunsthaus Stade stellt Piggeldy

und Frederick in Wort und Bild vor,

beleuchtet ihre vielfältige Karriere und feiert

das Jubiläum. Neben der Präsentation

der Illustrationen wird die Entstehung und

Entwicklung der Filme gezeigt und in die

Technik des Legetricks eingeführt.

Frederick ist ein bedachtes Schwein, dem

immer etwas einfällt, wenn sein kleiner

Bruder Piggeldy ihm eine Frage stellt.

38 kunst:stück


. stade

Abb. v.o.n.u.: Landschaft aus der Piggeldy & Frederick-Folge "Quelle" // Piggeldy und Frederick, Serien-Szene aus den 1970er-

Jahren // Tiertransporter in Piggeldy und Frederick // Alle Fotos: © Elke Loewe

"Nichts leichter als das", sagt Frederick

dann, „komm mit“. Immer ist damit eine

Erkundungstour verbunden, bei der sich

herausstellt, dass es viel zu entdecken gibt.

Das gemeinsame Wandern der beiden wird

oft auch zu einer Entdeckungsreise durch

die Sprache – nicht nur Sinnzusammenhänge,

auch Worte werden hinterfragt.

Auf diese Weise wird allen Fragen des Lebens

unbefangen begegnet, die beiden

tierischen Protagonisten erkunden spielerisch

die Welt. Und wie weit der Weg

auch sein mag, gemeinsam finden sie eine

Lösung.

Auch die Zeichnungen sprühen vor Leichtigkeit

und sind zugleich präzise und überraschend.

Dieter Loewes bildnerische Umsetzung

der sprechenden Schweine ist

virtuos, er lässt sie durch die norddeutschen

Landschaften wandern und zeigt dabei

die Schönheit der Natur im Großen wie

im Kleinen. Flora und Fauna spielen dabei

eine große Rolle, Menschen sind hingegen

nur selten zu sehen, einiges weist jedoch

auf sie hin: Zäune, Gattertore, Hütten und

Hochsitze lassen sich immer wieder in den

Szenerien entdecken. Loewe hatte diese

Motive vielfach vor der Haustüre, zeichnete

jedoch alles aus dem Gedächtnis am

Arbeitstisch. In den mehr als 25 Jahren, in

denen „Piggeldy und Frederick“-Folgen

entstanden, wurden die Darstellungen der

Landschaften und Figuren detaillierter und

das Farbspektrum noch facettenreicher.

Es sind schier unzählige Zeichnungen im

Nachlass Dieter Loewes erhalten – von Piggeldy

und Frederick und von Bäumen, Blumen,

Steinen, Vögeln und so vielem mehr.

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums zeigt

die Schau im Kunsthaus Stade eine Auswahl

von mehr als 100 der schönsten Szenerien

und Schweine-Porträts. Auch Filme

und Hintergründe zur Entstehhung der Geschichten

werden gezeigt. Ausstellungsbegleitend

erscheint ein Magazin mit Texten

von Elke Loewe, Regina Wetjen und Franz

Winzentsen, und mit einer exklusiven, neuen

Geschichte von Piggeldy und Frederick.

Museen Stade, Kunsthaus Stade

Wasser West 7, 21682 Stade

kunst:stück

39


. föhr

Sjoerd Knibbeler

In Elements

28. Februar 2021 bis 16. Januar 2022

Museum Kunst der Westküste | www.mkdw.de

Wie kann Wind sichtbar gemacht werden?

Lässt sich das Element Luft darstellen?

Wie kann fotografisch eingefangen

werden, was sich vom menschlichen Auge

für gewöhnlich nicht erfassen lässt? Der in

Amsterdam lebende Künstler Sjoerd Knibbeler

(* 1981) beschäftigt sich mit komplexen

Naturphänomenen. Ausgangspunkt

ist sein Interesse an der Entdeckung der

Welt durch menschliche Fantasie, an Erfindungen

und Technologien. Jeder seiner

Werkkomplexe setzt akribische Naturbeobachtungen,

Experimente und den

Austausch mit Wissenschaftler*innen voraus.

Auf dieser Grundlage entstehen verschiedenartige

Modelle, durch die flüchtige

Momente – sei es ein Windstoß oder

ein Sonnenstrahl – erfahrbar werden. Im

Medium Fotografie lässt Sjoerd Knibbeler

die gleichsam unsichtbaren Naturprozesse

schließlich in ästhetisch ausgefeilten Bildern

sichtbar werden und lädt zur inhaltlichen

Auseinandersetzung ein.

Die Ausstellung umfasst schwerpunktmäßig

Werke der Serien Current Studies, Ex-

40 kunst:stück


. föhr

l.: Sjoerd Knibbeler, Vortex, 2014, + In Elements, 2020 // r.: Sjoerd Knibbeler, In Elements, 2020, Fotos: Lukas Spörl

ploded Views und In Elements. Bereits im

Jahr 2017 war der Künstler als Artist in Residence

des MKdW ausgewählt worden. Der

Aufenthalt auf der Insel Föhr bildete den

Auftakt zur jüngsten Serie Exploded Views,

die jetzt erstmals umfangreich gezeigt

wird. Im Sommer 2020 suchte Knibbeler

die Insel erneut auf, um sich thematisch

dem Klimawandel zuzuwenden und mögliche

menschliche Interventionen künstlerisch

zu durchdenken. Die daraus hervorgegangenen

Werke In Elements werden

ebenfalls in dieser Einzelausstellung, die

seine erste museale Schau in Deutschland

ist, gezeigt. Zur Ausstellung ist ein Katalog

im Hatje Cantz Verlag erschienen. Es ist

der erste über Sjoerd Knibbelers Schaffen.

Der renommierte Künstler wurde u. a.

als „Foam Talent“ des Foam Magazines

(Amsterdam) sowie mit dem Grand Prix

du Jury Photographie in Hyères (Frankreich)

ausgezeichnet. Er erhielt den ersten

Preis des Backlight 2020 Photo Festivals

(Finnland).

Die Erkundung der aktuellen Ausstellungen

„Made on Föhr“, „Sjoerd Knibbeler. In Elements“

und „Neue Schätze im MKdW. Von

Max Liebermann bis Jochen Hein“ ist auch

virtuell über MKdW-3D möglich:

www.mkdw.de/de/mkdw-3d

Museum Kunst der Westküste

Hauptstraße 1, 25938 Alkersum / Föhr

v.l.n.r.: Sjoerd Knibbeler

current study #2, 2013

current study #3, 2013

current study #9, 2015

current study #1, 2013

current study #9, 2015

kunst:stück 41


. verden

Stephanie Engel, Originalzeichnung Pummeleinhorn

Legendär!

Sonderausstellung über Helden mit Hufen

15. Juni bis 31. Oktober 2021

Deutsches Pferdemuseum | www.dpm-verden.de

Seit tausenden von Jahren begleitet das

Pferd den Menschen in den unterschiedlichsten

Lebensbereichen. Als treuer Helfer

war es über Jahrhunderte eng mit den

Menschen verbunden und prägend für die

kulturelle und gesellschaftliche Entwicklung.

Es wundert daher nicht, dass die

Menschen in allen Jahrhunderten von diesen

eleganten und starken Tieren fasziniert

waren. Immer wieder wurden historische

und fiktive Pferde vergöttert und verehrt

und ihre Geschichten über Generationen

weitergetragen.

In der Mythologie finden sich zahlreiche

Pferdegestalten, welche die Glaubenswelten

der Menschen prägten. Viele berühmte

Schlachtrösser gingen in die Annalen

der Geschichtsbücher ein und die

Briefmarke Luky Luke

Weltliteratur ist bevölkert von Pferden

verschiedenster Art. Sportwettkämpfe

sind die Arena für tierische Idole und das

Kräftemessen ihrer menschlichen Besitzer.

Dass auch im motorisierten Zeitalter die

Faszination für Pferde immer noch ungebrochen

ist, zeigen die vielfältigen hippologischen

Figuren aus der Populärkultur,

die in Büchern, Comics, Fernsehserien und

Kinofilmen für Begeisterung sorgen.

Die Sonderausstellung „Legendär! – Berühmte

Pferde aus Mythologie, Geschichte

und Populärkultur“ stellt mehr als 30 Pferdeberühmtheiten

vor. Die Museumsgäste

sind eingeladen, Pferdepersönlichkeiten

wie den schwarzen Hengst Black Beauty,

das Lieblingspferd Friedrichs des Großen

Condé, die Wunderstute Halla, den Comic-

Helden Jolly Jumper, den sprechenden Serienstar

Mr. Ed, den geflügelten Pegasus,

den Millionenhengst Totilas, den edlen

Schattenfell aus „Herr der Ringe“ und

viele mehr kennenzulernen oder wiederzuentdecken.

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag, 10.00 – 17.00 Uhr

Deutsches Pferdemuseum

Holzmarkt 9, 27283 Verden (Aller)

42 kunst:stück


. bremen

Magie der Stille

21.3.2021 – 9.1.2022

Franz Radziwill Haus

Sielstraße 3 · 26316 Dangast

www.radziwill.de

Öffnungszeiten:

Mi–Fr 15–18 Uhr

Sa, So + Feiertags 11–18 Uhr

Öffnungszeiten, 1.11. bis 23.12.:

Fr 15–18 Uhr,

Sa/So und Feiertag 11–18 Uhr

(24. / 25.12. geschlossen)

Franz Radziwill, Stillleben mit rotem Krug und Weckuhr, Ölgemälde, 1949, Privatsammlung

Jürgen Krause, 12 bleistifte (4717-4728) Foto: Wolfgang Günzel

Fukushima 2021

Über die Zeit

→ 26. + 27. Juni 2021 → 11—18 Uhr

Ausstellung + Vorträge mit Jürgen Krause (Künstler/Frankurt)

und Dr. Lars Pohlmeier (IPPNW/Bremen)

Anmeldung unter:

kunstraum-bremen@t-online.de oder tel. 0151-12755983

Kunst [ ] Raum BRemen

Rückertstraße 21, 28199 Bremen, www.kunstraum-bremen.de

Hilke Deutscher, Lockdown, 2020 (Detail)

PETER & FRIENDS

BILDER AUS PANDEMISCHEN ZEITEN

23. MAI BIS 25. JULI 2021

ÖFFNUNGSZEITEN

DI. – DO. UND SO. 14 – 17 UHR

KUNSTHAUS LEER

Turnerweg 5, 26789 Leer

T. 0491 9261531

www.kunsthaus-leer.de

kunst:stück 43


. bremerhaven

Bremerhavener Werbestrategien

Slogans und Wahrzeichen

27. Juni bis 31. Oktober 2021

Historisches Museum Bremerhaven | www.historisches-museum-bremerhaven.de

Slogans und Wahrzeichen

Viele Orte, Städte und Regionen verfügen

über Slogans und Wahrzeichen. Das

gilt auch für Bremerhaven mit Zuschreibungen

wie „Stadt der Hochseefischerei“

und „jung, modern, weltoffen“ und Bildern

des Leuchtturms „Roter Sand“ und

„Hein Mück“.

Symbole und Sprüche dieser Art haben

vielfache Funktionen. Sie beschreiben

Attraktionen, Wirtschaftsfelder,

Alleinstellungsmerkmale oder den Charakter.

Zudem dienen sie der Werbung von

Kunden*innen, neuen Bewohner*innen

oder Firmen und wenden sich nicht zuletzt

an Tages- und Übernachtungsgäste. Darüber

hinaus wirken sie nach innen. Denn Slogans

und Wahrzeichen sind immer Selbstdarstellungen,

Selbstbeschreibungen des

„Markenkerns“ eines Ortes, seiner Identität.

Ausgehend von Emotionen drehen sie

sich um die „Seele“ eines Ortes.

Die Sonderausstellung

In der Ausstellung „Bremerhavener Werbestrategien

– Slogans und Wahrzeichen“

widmet sich das Historische Museum Bremerhaven

der Geschichte dieser Selbstwahrnehmung

und ihrer Außendarstellung.

Es ist eine Geschichte von berühmten

Besucher*innen, markanten Typen und

schrägen Vögeln. Die Ausstellung erzählt

von der Abgrenzung und Eigenständigkeit

der einstigen Unterweserorte sowie dem

Bemühen um integrative Symbole und

Themen des vereinten Bremerhaven. Und

es ist eine Ausstellung über Umbrüche,

über den Aufstieg und den Niedergang

von Wirtschaftsfeldern, da Werbung und

Wirtschaftsförderung, Stadt- und Standortmarketing

in Bremerhaven stets eng

miteinander einhergingen.

Die Ausstellung gliedert sich in 15 Stationen,

in denen chronologisch die Geschichte

der Werbung für Bremerhaven von der

Anwerbung der Arbeiter für die Anlage des

ersten Hafenbeckens zu Beginn des 19.

Jahrhunderts bis zum Stadt- und Standortmarketing

der Jahre um 2010 nachgezeichnet

wird. Ergänzt wird der zeitliche Blick

durch acht Themeninseln, die einzelnen

Attraktionen, Plänen, Symbolen oder Be-

44 kunst:stück


. bremerhaven . bremen

Bremerhaven Werbestrategien – Slogans und Wahrzeichen, © Historisches Museum Bremerhaven

wertungsfragen gewidmet sind. Alle Themeninseln

und Stationen sind in die Dauerausstellung

integriert, deren Exponate

so unter einer neuen Fragestellung in die

Sonderausstellung eingehen.

Begleitprogramm

Eine Mitmachstation lädt dazu ein, eigene

Ideen rund um Slogans und Wahrzeichen

einzubringen. Das Museumskino zeigt

alle 30 Minuten Bremerhavener Werbefilme

von den 1950er Jahren bis zur Gegenwart.

Für die regelmäßigen öffentlichen

Führungen ist eine Anmeldung nötig. Besondere

Aktionen erwarten Kinder in den

Sommer- und Herbstferien.

Nähere Informationen zu den Terminen

und den aktuell geltenden Auflagen für

die Teilnahme unter www.historischesmuseum-bremerhaven.de

oder unter

0471/308160.

Öffnungszeiten:

Dienstag– Sonntag, 10–17 Uhr

Eintritt frei!

Historisches Museum Bremerhaven

An der Geeste, 27570 Bremerhaven

kunst:stück

45


. hude

Ernst Wolf, Bildpaar 1/18, Öl auf Leinwand, 2018

Ernst Wolf

Unter Strom

20. Juni bis 18. Juli 2021

Galerie am Stall | www.galerie-am-stall.de

Wer den Werken des Stuttgarter Malers

Ernst Wolf gegenübersteht, bemerkt

schnell den Gegensatz von ruhigem Bildduktus

und gleichzeitiger fast elektrisierender

Spannung.

Ernst Wolfs Bilder sind immer als Diptychen

oder Triptychen angelegt, präsentieren

sich als Querformate, deren einzelne

Leinwandtafeln aber Hochformate sind.

Vertikale und Horizontale konkurrieren also

gleichzeitig innerhalb eines Werkes und

evozieren so eine grundlegende gestalterische

Spannung.

Diese wird gesteigert durch die malerische

Gegenüberstellung von monochromen

Farbflächen und mehrfarbigen gerakelten

Bildelementen. Der hierfür genutzte Farbkanon

ist auf jeweils wenige Ölfarben beschränkt,

zusätzlich verwendet Wolf häufig

ein reines oder gedecktes Weiß für die

monochromen Bildflächen.

Eine endgültige Spannungsaufladung erfahren

die Arbeiten Ernst Wolfs durch das

Setzen einfarbiger Vertikalstreifen als grafisches

Element. Die Positionierung dieser

unterschiedlich breiten Streifen in den

Farbflächen und an deren vertikalen Rändern

sorgt für eine starke visuelle Rhythmisierung

der Bilder. Wolf spielt so gerade

an den Leinwandrändern geschickt mit

Schattenbildung und Farblücken zwischen

den Leinwänden, die im Auge des Betrachters

als Teil der bildlichen Darstellung erscheinen.

Wie Wolf die Konstitution von Horizontalität

durch Vertikalität organisiert; wie

er die scheinbaren Gegensätze von teils

irisierenden Farbtafeln und monochromstrengen

Farbflächen in seinen Arbeiten als

homogene Einheit zeigt; und wie er die verschieden

gestalteten Bildteile in eine rhythmisierende

und elektrisierende Spannung

versetzt: all das zeugt von Ernst Wolfs malerischer

Meisterschaft.

Öffnungszeiten:

Mittwoch–Freitag und Sonntag 15-18 Uhr

Infos zu den aktuellen Zugangsbedingungen

immer auf der Website unter:

www.galerie-am-stall.de

Galerie am Stall

Am Ebenesch 4, 27798 Hude

46 kunst:stück


schnell & einfach – immer erreichbar

kunst:stück

Magazin

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. oldenburg + umzu

Horst-Janssen-Museum | Am Stadtmuseum 4–8 | 26121

Oldenburg | T. 0441 2352891 | www.horst-janssen-museum.de

– Ilna Ewers-Wunderwald: Expedition Jugendstil | bis 29.8.

– Was Sie schon immer über und von Janssen wissen wollten.

Neue Dauerausstellung über Leben und Werk

A. R. Penck, Berlin Suite I, Aquatinta,

1990 © VG Bild-Kunst, Bonn

2021 , Stadtmuseum Oldenburg

Stadtmuseum Oldenburg | Am Stadtmuseum 4–8

26121 Oldenburg | www.stadtmuseum-oldenburg.de

– Neue Werke der Artothek | bis 24.6.

– Jubiläumsausstellung 25 Jahre Förderpreis Keramik im Pulverturm

| 4.7. bis 29.8.

Edith-Russ-Haus für Medienkunst | Katharinenstraße 23

26121 Oldenburg | T. 0441 2353208 | www.edith-russ-haus.de

– Language for Sales | bis 13.6.

– Szabolcs KissPál. The Silicon Valse | bis 31.7.

– Infrahauntologies. Internationale Gruppenausstellung | 8.7.

bis 3.10.

Werner Berges, Unterschiedlich,

2017, Landesmuseum Oldenburg,

Foto: Sven Adelaide

Landesmuseum Oldenburg

Oldenburger Kunstverein | Damm 2a | 26135 Oldenburg

| T. 0441 27109 | www.oldenburger-kunstverein.de

– Jonas Weichsel. Debatte | bis 11.7

Jonas-Weichsel, Ohne Titel, aus

der Serie, Fc-51, Detail, 2018,

Siebdruck, 722 x 1024

Oldenburger Kunstverein

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte

Oldenburg | Damm 1 | 26135 Oldenburg | T. 0441 40570400

www.landesmuseum-ol.de

– 600 Jahre Wunderhorn. Ein Oldenburger Kleinod macht

Geschichte(n) | bis 1.8.

– Photogenics. Kunst-Studierende präsentieren fotografische

Experimente | bis 13.6.

– Zehn Jahre Neuerwerbungen | bis 11.7.

– Licht des Südens. Künstler sehen Italien | 17.7. bis 24.10.

– Marieke Ringel. Gewinnerin des Preises der Neuen Keramik

7.8. bis 19.9.

Landesmuseum Natur und Mensch | Damm 38–44

26135 Oldenburg | www.naturundmensch.de

– Von Tieren, Menschen und anderen Wesen | bis 19.9.

– Polarnight 25/24 | 10.06. bis 1.8.

© Esher Horvath, Polarnight

Landesmuseum Natur + Mensch

Franz Radziwill Haus | Sielstraße 3 | 26316 Dangast |

Tel. 04451-2777 | www.radziwill.de

– Franz Radziwill – Magie der Stille. Landschaften und Stillleben

aus privaten Sammlungen | bis 9.1.2022

Galerie am Stall | Am Ebenesch 4 | 27798 Hude | T. 04408

8099848 | www.galerie-am-stall.de

– Ernst Wolf. Unter Strom | 206. bis 18.7.

Franz Radziwill, Stillleben mit

drei Zitronen in weißer Schale,

1926, Privatbesitz,

Franz Radziwill Haus

Palais Rastede | Feldbreite 23 | 26180 Rastede | T. 04402

81552 | www.palais-rastede.de

– Barbara Schmitz-Becker | 11.7. bis 5.9.

48 kunst:stück


. oldenburg . bremen

Damm 38-44

26135 Oldenburg

www.naturundmensch.de

dienstags bis bis freitags: 9 bis 9 bis 17 17 Uhr Uhr

samstags und und sonntags: 10 10 bis bis 18 18 Uhr Uhr

INTERNATIONALE

KERAMIKTAGE

dienstags bis freitags: 9 bis 17 Uhr

samstags und sonntags: 10 bis 18 Uhr

OLDENBURG 2021

07/08

08/08

www.naturundmensch.de

26135 Oldenburg

+ 38-44

Damm

AKTUELLE INFOS

KERAMIKTAGE.COM

Abb.: Bokyung Kim + Minsoo Lee

kunst:stück 49


. oldenburg

Kunsthalle Wilhelmshaven | Adalbertstraße 28

26382 Wilhelmshaven | www.kunsthalle-wilhelmshaven.de

– Malte Bartsch. Wette auf die Zukunft | bis 4.7.

– By the Sea. Land Art am Wasser | 23.7. bis 3.10.

Hilke Deutscher, Lockdown, 2020

Aquarell mit Mischtechnik, 40 x

45 cm, Kunsthaus Leer

Kunsthaus Leer | Turnerweg 5 | 26789 Leer | T. 0491

9261531 | www.kunsthaus-leer.de

– Peter & Friends. Bilder aus pandemischen Zeiten | bis 25.7.

Projektraum CC11 | Christine-Charlotten-Str. 11, 26789

Leer, T. 0491-79693379, www.barbara-haiduck.de/cc11

– meer_landschaft. Barbara Haiduck, Friedrich Dörffler,

Gastkünstler: Herman Haiduck, Malerei und Fotografie |

17./18.7.,12–18 Uhr

© Friedrich Dörffler

Projektraum CC11

Ostfriesisches Landesmuseum emden | Brückstraße 1

26725 Emden | www.landesmuseum-emden.de

→ Zur Zeit geschlossen. Ausstellungen geplant!

– Komplizenschaft | bis 14.11.

– Engelke up de Mue. Fotografien von Prof. Dr. Erhard Bühler

– Fokus Ostfriesland. Szenenwechsel in der Neuen Galerie

Carl Knauf, Morgen bei Purwin,

um 1938, Öl auf Leinwand, ©

Sammlung Bernd Schimpke

Emslandmuseum

Kunsthalle Emden | Hinter dem Rahmen 13 | 26721 Emden

| T. 04921 975050 | www.kunsthalle-emden.de

→ Zur Zeit geschlossen. Ausstellungen geplant!

– Wild/Schön. Tiere in der Kunst | bis 26.9.

– Sven Drühl. Apokryphe Landschaften | 10.7. bis 3.10.

– Wer wir sind - was wir tun. Museales Arbeiten | 10.7. bis 3.10.

Emslandmuseum Schloss Clemenswerth | 49751

Sögel | T. 05952.932325 | www.clemenswerth.de

– Die Künstlerkolonie Nidden auf der Kurischen Nehrung | bis 20.6.

– ParkArt – Kunstmarkt | 07.08. / 08.08., 10–18 Uhr (geplant)

– Die zarte Welt der Asana Fujikawa. Zeichnung, Radierung,

Keramik | 3.7. bis 22.8.

Augusta von Zitzewitz, Bildnis

des Malers Jules Pascin, 1912, Öl

auf Leinwand, 80 x 65 cm

Gut Altenkamp

Ausstellungszentrum Gut Altenkamp | Am Altenkamp

1 | 26871 Papenburg-Aschendorf | T. 04962.6505

www.gut-altenkamp.de

– Kampf um Sichtbarkeit. Künstlerinnen der Nationalgalerie

vor 1919 | bis 5.9.

Kunsthalle Lingen | Kaiserstraße 10a | 49809 Lingen

T. 0591 59995 | www.kunsthallelingen.de

– Helen Feifel. something else shapes, Lingener Kunstpreis

2020 | bis 13.6.

– Altmann. Kunst. Monecke. Wake. | 03. 7. bis 19.9.

– Veit Laurent Kurz. Corium | 31.7. bis 24.10.

Julia Oschatz, aus der Serie „Tool

Making Animal“, 2020/21

Städt. Galerie Nordhorn

Städtische Galerie Nordhorn | Vechteaue 2 | 48529

Nordhorn | staedtische-galerie.nordhorn.de

– Julia Oschatz. Tool Making Animal | 12.6. bis 29.8.

50 kunst:stück


. oldenburg . bremen

Jonas-Weichsel, Ohne Titel, aus der Serie, Fc-51, Detail, 2018, Siebdruck, 722 x 1024

Jonas Weichsel

Debatte

14. Mai bis 11. Juli 2021

Oldenburger Kunstverein | www.oldenburger-kunstverein.de

Jonas Weichsel, Jahrgang 1982, studierte

an den Kunstakademien Mainz, Düsseldorf

und der Frankfurter Städelschule. Er

ist Meisterschüler von Judith Hopf. Seine

mit ungeheurer Akribie entworfenen Bilder,

die in festgelegten Verfahrensweisen

produziert werden, wirken nur auf den ersten

Eindruck geometrisch und reduziert.

Bei näherer Betrachtung ergeben sich vielschichtige

Komplexitäten, skulpturale Dimensionen

und eine Auseinandersetzung

mit dem Ausstellungsraum. Betont wird

dieser Aspekt in einer speziell für die Ausstellung

im Oldenburger Kunstverein ent-

worfenen und aufwendig produzierten

großen Wandmalerei – ein einzigartiges

Unikat. Einblicke in sein Bildverständnis

gibt Jonas Weichsel auch in Serien, die in

seinen Worten „funktionieren wie eine

Musik-Kompilation, die mit ihrer Abfolge

ein bestimmtes Klangbild erzeugt“. In ihrer

Farbigkeit, Maltechnik und räumlichen Interaktion

steht das Werk von Jonas Weichsel

für eine unverkennbare Position der

zeitgenössischen Malerei.

Oldenburger Kunstverein

Damm 2a, 26135 Oldenburg

kunst:stück 51


. oldenburg

38. Internationale Keramiktage Oldenburg

Keramikevent von europäischem Format

Schlossplatz Oldenburg | 06. – 08. August 2021

Aktuelle Infos zur Veranstaltung unter: www.keramiktage.com

Ein Fest für alle von Kunst, Design und

Handwerk Begeisterte mit Freiluft-Galerie,

Keramiker-Portrait, Ausstellungen

und Preisvergaben - mit dieser bewährten

Kombination möchten die „Internationalen

Keramiktage Oldenburg“ vom 6. bis

zum 8. August in diesem Jahr wieder alles

bieten, was das „keramophile“ Herz begehrt:

aktuelle Keramik höchsten Niveaus,

vom individuell gestalteten Geschirr über

das erlesene Gefäßunikat bis zur künstlerischen

Plastik.

Nachdem der angesehene Markt im vergangenen

Jahr nur in digitaler Form auf

www.keramiktage.com stattfinden konnte,

rückt die Möglichkeit einer realen Präsentation

des 38. Oldenburger Keramikmarktes

heuer in greifbare Nähe. Mit

variablen Hygienekonzepten, die unterschiedlichsten

Ansprüchen und Auflagen

an den keramischen Event unter Coronabedingungen

standhalten können, sieht sich

die Werkschule – Werkstatt für Kunst und

Kulturarbeit e.V. als Veranstalterin für alle

Eventualitäten gut gerüstet. Und

das ist der Plan:

Rund 100 juryverlesene Keramikschaffende

aus 12 Ländern werden

auf dem um fast 30 Plätze

reduzierten Keramikmarkt am 7.

und 8. August in jeder Hinsicht

keramisch Erlesenes zeigen: Unikat-Gefäße

und Plastiken, Schönes

und nicht Alltägliches für

den Gebrauch, Individuelles für

Haus und Garten, kurz – Design,

Handwerk und Kunst der Spitzenklasse.

52 kunst:stück


. oldenburg . bremen

Bilder oben: Keramiktage Oldenburg, Marktsituation, © Marjan Grabowski // Abb. unten: © Zsolt Jozsef Simon

Ganz im Zeichen der zeitgenössischen Keramikkunst

stehen auch die begleitenden

Ausstellungen im barocken Ambiente des

Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte

im Oldenburger Schloss. Preisverleihungen

unterstreichen die Bedeutung

dieser internationalen Schauen.

Die nur über das Wochenende zu besichtigende

Ausstellung der Marktteilnehmer:innen

unter dem Motto

„Brandneu - brandnew“, zeigt aktuellste

Arbeiten und erlaubt damit beste Einblicke

in die Gegenwartsbewegungen der heutigen

Keramik. Gleich drei Auszeichnungen

in den Kategorien Innovation, Funktion

und Figur/Objekt werden hier mit dem

"Detlef-Schmidt-Wilkens Preis für Keramik"

für die schöpferisch findigsten Exponate

von einer Fachjury vergeben. Auch

die Besucher dürfen in dieser Ausstellung

votieren und die Träger des Publikumspreises

bestimmen.

Ebenfalls ab dem 7. August zu sehen im

Marmorsaal des Landesmuseums: die

6-wöchige Ausstellung der Trägerin des

„Preises der NEUE(n) KERAMIK“, Marieke

Ringel. Überraschende, kraftvolle und

zugleich zarte Tierbilder – als Wandbilder

oder auch frei im Raum stehend – erwarten

hier die Besucher:innen.

Und auch ihn wird es in diesem Jahr wieder

geben, den „Preis der NEUE(n) KERAMIK"

für zeitgenössische Keramik, ausgelobt

für herausragende Leistungen in der Kategorie

Unikate/Einzelstücke. Vergeben

wird die angesehene Auszeichnung zum

zwölften Mal – ebenfalls von einer Fachjury.

Verbunden mit dem heiß begehrten

Preis ist eine 6-wöchige Einzelausstellung

in 2022 im Landesmuseum für Kunst und

Kulturgeschichte Oldenburg.

Ganz nah an den internationalen Keramikstars

zu sein, ihren Intentionen näher

zu kommen, sie bei der Arbeit und im Gespräch

live zu erleben - dieses Versprechen

löst auch das Keramikerportrait am 6. August

ein. Mit dem ungarischen Keramiker

und Designer Zsolt Joszef Simon und dem

spanischen Ausnahme-Keramiker Alberto

Bustos präsentieren zwei international renommierte

Künstler sowohl von der Idee

ihres Werkes her, wie auch in der Technik

der Ausführung einen höchst originellen,

neuartigen Ansatz gegenwärtiger Keramikkunst.

Eine kleine Schau ihrer Arbeiten ist am 7.

und 8. August ebenfalls im Landesmuseum

für Kunst und Kulturgeschichte zu sehen.

Aktuelle Infos zur Veranstaltung unter :

www.keramiktage.com

kunst:stück 53


. oldenburg

Reisen durch die Zeit und in die Arktis

Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg I www.naturundmensch.de

Damm 38–44, 26135 Oldenburg

Die geheimnisvolle Bilderwelt der Steinzeit erwartet die Besucher*innen des Landesmuseum

Natur und Mensch mit der neuen Sonderausstellung „Von Tieren, Menschen

und anderen Wesen“. Und im Mai präsentiert das Landesmuseum Natur und Mensch

deutschlandweit einmalig Fotografien der Polarstern-Expedition in der Ausstellung

„Polarnight 25/24“ vom 10. Juli bis 1. August.

Von Tieren, Menschen und anderen Wesen

24. April bis 19. September 2021

Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg I www.naturundmensch.de

Die Höhlenmalerei lässt uns teilhaben

am Leben und Wirken der Menschen in

der Steinzeit. Striche, die Jäger darstellen,

Konturen, die ihre erlegte Beute ausformen

und Symbole, die ihre ganz eigene

Bedeutung haben und die wir heute nur erahnen

können. Und heute fragen wir uns

unter anderem: Ist sie Kunst?

Die Künstlerin Ruth Hecker setzt sich mit

der praktischen Umsetzung steinzeitlicher

Kunst auseinander. Die Ausstellung zeigt

ausgewählte Nachbildungen von Höhlenmalereien

auf Zementtafeln. Diese geben

einen Hinweis auf die Art und Weise,

wie die Steinzeitmenschen ihre Umwelt

wahrgenommen haben. Auch Replikate

von Tier- und Frauenstatuetten werden

präsentiert.

54 kunst:stück


. oldenburg . bremen

Polarnight 25/24

10. Juli bis 1. August 2021

Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg I www.naturundmensch.de

Im Herbst 2019 startete unter Federführung

des Bremerhavener Alfred-Wegener-

Instituts eine der größten Expeditionen

unserer Zeit. An Bord der Polarstern befand

sich das MOSAiC-Forscherteam, um

die Auswirkungen des Klimawandels auf

das ewige Eis der Arktis zu erkunden. Mit

dabei war die Fotografin Esther Horvath.

Ihre Bilder bieten Einblicke in ein einmaliges

Projekt und zeigen die spektakuläre,

© Esher Horvath

schützenswerte Polarlandschaft von ihrer

schönsten Seite. Das Foto zweier Eisbären,

die neugierig die Forschungseinrichtungen

betrachten, wurde mit einem World Press

Photo Award prämiert. Die Ausstellung

wird deutschlandweit in keinem anderen

Museum zu sehen sein.

Polarnight 25/24 ist eine Ausstellung der

Mediavanti GmbH in Kooperation mit

PhotoOp, Mailand.

Das Landesmuseum Natur und Mensch

Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg I www.naturundmensch.de

Betrachten Sie die Dinge aus anderen

Blickwinkeln: Im Landesmuseum Natur

und Mensch erleben Klein und Groß zahllose

Aha-Momente. Die einzigartige Dauerausstellung

fasziniert durch ihre außergewöhnliche

Gestaltung. Hier sind originale

archäologische und naturkundliche Objekte

aus der Region zu sehen. Sie zeigen

die Natur, das Leben des Menschen

und den Wandel der Landschaft in Nordwestdeutschland.

Wir freuen uns auf Ihren

Besuch!

kunst:stück 55


. dangast

Franz Radziwill, Stillleben mit drei Zitronen in weißer Schale, 1926, Privatbesitz

Franz Radziwill – Magie der Stille

Landschaften und Stillleben aus privaten Sammlungen

21. März 2021 bis 9. Januar 2022

Franz Radziwill Haus | www.radziwill.de

Die Malerei Franz Radziwills (1895–1983)

ist international durch großformatige Endzeitszenarios

mit mahnender Symbolik bekannt.

Diese Motive bilden jedoch nur einen

Teil seines künstlerischen Schaffens.

Wie seine Stillleben und Landschaften

bezeugen, besitzt der Maler auch eine

Franz Radziwill, Landschaft mit zweiflügeliger Mühle, 1924,

Ölgemälde, Privatbesitz

beschauliche, friedvolle Seite. In der aktuellen

Ausstellung sind Beispiele dieser

stillen Werke versammelt. Präsentiert werden

rund 30 Gemälde, ergänzt um Aquarelle

und Zeichnungen, aus den Jahren 1920

bis 1970. Die ausgewählten Leihgaben

stammen ausschließlich aus Privatbesitz

und wurden in der Vielzahl noch nie öffentlich

ausgestellt.

Radziwills Stillleben faszinieren durch den

nahsichtigen Blick auf alltägliche Dinge.

Sie scheinen ein Geheimnis zu bergen, das

den schlichten Motiven eine magische Dimension

verleiht. Viele Bildgegenstände

sind als Inventar heute noch im Künstlerhaus

zu finden. Auf der Leinwand besitzen

sie eine solche Plastizität, dass sie den Betrachterzum

Anfassen reizen. Das „Stillleben

mit Zitronen“ ist sichtbar geprägt

von der Malerei der alten Niederländer, die

Radziwill ab 1925 begeistert studierte. Seine

Signatur hat er dort auf das Etikett der

Flasche gesetzt. Das Werk mit den leucht-

56 kunst:stück


.. dangast bremen

enden Früchten galt über Jahrzehnte als

verschollen.

Die Landschaftsbilder sind geprägt von

den täglichen langen Spaziergängen des

Malers durch das Dorf und seine Umgebung.

Neben dem Erlebnis unberührter

Natur vermitteln Frühling- und Herbst-,

Sommer- und Winterlandschaften als erkennbare

Jahreszeiten auch Momente des

Geborgenseins, der Entspannung und des

Träumens. In diesen Gemälden zeigt sich

Radziwills tiefe Verbundenheit mit der

Landschaft und ihrer Flora und Fauna.

Im Jahr 1895 an der Unterweser geboren,

wuchs Franz Radziwill in Bremen auf und

entschied sich 1923 mit einem Hauskauf für

den Künstlerort Dangast. In seiner Wahlheimat

schuf er den Großteil seiner rund

850 Ölgemälde. Das Franz Radziwill Haus

gehört zu den wenigen Künstlerhäusern,

die im Originalzustand erhalten sind. Im

Atelier steht noch heute seine Staffelei,

daneben hängt der Malkittel. Radziwills

Bilder am authentischen Ort ihrer Entstehung

zu betrachten, bleibt ein einzigartiges

Erlebnis.

Zur Ausstellung wird ein facettenreiches

Begleitprogramm geboten. Besucher werden

gebeten, sich vorab auf der Website

oder telefonisch zu informieren, ob die

Veranstaltungen im Haus, im Garten oder

online stattfinden. Es gelten die üblichen

Hygieneregeln.

Franz Radziwill Haus

Sielstraße 3, 26316 Dangast

Tel. 04451-2777

Franz Radziwill, Die Heiterkeit der gut gestalteten Dinge, 1966,

Oelgemaelde, Museum am Modersohn Haus, Worpswede

FRaNZ RaDZiWiLL HauS

Foto: © Foto Michael Kusmierz

FaHRRaDtOuReN

11.06. und 20.08.

Auf den Spuren Franz Radziwills

mit Karl-Heinz Martinß u. Michael Kusmierz

(Beginn jeweils 16 Uhr) Treffpunkt

Franz Radziwill Haus, Dauer ca. 3 Std.

inkl. Pause

– – –

VeranstaltunGen

13.6. Wege – Musik von Johann

Sebastian Bach und Violeta Dinescu

Konzert mit Angelika Bönisch,

Violoncello (11 Uhr)

– – –

20.6. Radziwill oder

Der Riss durch die Zeit

Künstlergespräch zum Theaterprojekt

mit Luise Voigt, Regisseurin und Jonas

Hennicke, Dramaturg (11 Uhr)

– – –

24./25.07. Expecto Patronum –

Magier und Zauberer

Comic-Zeichenkurs für Jugendliche

von 12 und 17 Jahren mit dem Dangaster

Künstler Michael Kusmierz

(Anmeldung erbeten)

– – –

29.08. Chinas stille Dörfer

Vortrag von Dr. Hans-Wilm Schütte,

Sinologe (17 Uhr)

– – –

12.09. Die Klage Bremens – Feuersturm

über dem Bremer Westen – 8.8.1944

Vortrag von Prof. Dr. Christoph Ulrich

Schminck-Gustavus, Rechtshistoriker

(17 Uhr)

– – –

26.09. Über die Magie der Stille in der

Musik

Vortrag mit Hör-Beispielen aus der

Musikgeschichte von Prof. Violetta

Dinescu, Komponistin (11 Uhr)

kunst:stück 57


. papenburg-aschendorf

Augusta von Zitzewitz, Bildnis des Malers Jules Pascin, 1912, Öl auf Leinwand, 80 x 65 cm

Kampf um Sichtbarkeit

Künstlerinnen der Nationalgalerie vor 1919

23. Mai bis 5. September 2021

Ausstellungszentrum Gut Altenkamp, Papenburg-Aschendorf | www.gut-altenkamp.de

In Kooperation mit der Stiftung Preußischer

Kulturbesitz widmet sich das

Ausstellungszentrum Gut Altenkamp in

der ersten Ausstellung des Jahres Künstlerinnen

und ihrem Kamp um Sichtbarkeit

im 19. Jahrhundert. Erst seit dem Frühjahr

1919 konnten die ersten Künstlerinnen ein

reguläres Studium an der Akademie der

Künste zu Berlin, der heutigen Universität

der Künste, aufnehmen. Doch ungeachtet

aller Widrigkeiten gab es schon zuvor

zahlreiche Künstlerinnen, von denen heute

viele in Vergessenheit geraten sind. Daher

richtet sich der Blick in dieser Ausstellung

auf jene Malerinnen und Bildhauerinnen,

die es schon vor 1919 in die Kunstöffentlichkeit

geschafft und deren Werke Eingang in

die Sammlung der Nationalgalerie gefunden

haben. Zudem zeigt die Ausstellung

den Kampf um Sichtbarkeit dieser Künstlerinnen

in einem vorwiegenden männlichen

Kunstbetrieb auf.

Die Ausstellung zeigt fast 60 malerische

und bildhauerische Werke aus 140 Schaf-

58 kunst:stück


. papenburg-aschendorf . bremen

Paula Modersohn-Becker, Mädchen mit Blumenkranz, um 1901, Öl auf Lindenholz, 48 x 33,5 cm

fensjahren. Darunter bekannte Größen

wie Caroline Bardua, Käthe Kollwitz oder

Paula Modersohn-Becker. Andere Werke

aus dem Bestand der Nationalgalerie werden

das erste Mal außerhalb Berlins zu sehen

sein, so die Werke der in Paris erfolgreichen

Salonmalerin Friedrike O’Connell

oder der früh verstorbenen Landschaftsmalerin

Marie von Parmentier. Darüber

hinaus werden Skulpturen und Plastiken

von Julie Genthe und der international

erfolgreichen Tierplastikerin René Sintenis

sowie der norwegischen Bildhauerin

Ambrosia Tønnesen präsentiert. In ihrer

Vielfalt leisteten die Künstlerinnen einen

wesentlichen Beitrag zum Kunstgeschehen

ihrer Zeit.

Die Restaurierung zahlreicher Werke wurde

durch die großzügige Unterstützung

der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-

Stiftung ermöglicht.

Informationen zu Corona-bedingten Einschränkungen

sowie zu weiteren Veranstaltungen

sind auf der Website www.

gut-altenkamp.de oder auf Facebook zu

finden.

Öffnungszeiten:

dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr

Ausstellungszentrum Gut Altenkamp

Am Altenkamp 1

26871 Papenburg-Aschendorf

kunst:stück 59


. nordhorn

Abb. l.u.r.S.: Julia Oschatz, aus der Serie „Tool Making Animal“, 2020/21

Julia Oschatz

Tool Making Animal

12. Juni bis 29. August 2021

Städtische Galerie Nordhorn | staedtische-galerie.nordhorn.de

Vom 12. Juni bis zum 29. August 2021 zeigt

die Städtische Galerie Nordhorn die Einzelausstellung

„Tool Making Animal“ von

Julia Oschatz. In ihrem vielfältigen Werk

scheint Julia Oschatz immer wieder aus

dem Vollen zu schöpfen. Zeichnung, Malerei,

Animationen, Performance, Video und

Skulptur verbinden sich in ihren oft komplexen,

raumgreifenden Installationen zu

begehbaren Bühnen, auf und in denen sich

die Realitäten der motivischen Erzählung,

der Materialien und der Betrachter*innen

begegnen. Dass ihre Bildräume nicht nur

begehbar sondern auch bespielbar sind,

also anschlussfähig für weitere Realitäten,

führte zu zahlreichen Bühnenprojekten an

namhaften Theatern wie zuletzt dem Gorki

Theater in Berlin oder dem Nationaltheater

in Weimar. Weil es ihr, wie sie selbst

sagt, sehr gut gefällt, „eine offensichtlich

gezeichnete Welt als Realität bespielt zu

sehen“, schafft Julia Oschatz bei ihren Büh-

60 kunst:stück


. nordhorn . bremen

nenbildern oft einen bruchlosen Übergang

von tatsächlichem Raum, Zeichnung und

Spielraum. Es sind diese Übergänge, in denen

sich das Sehen und damit auch das

Denken öffnet.

Die für den Ausstellungsraum der Städtischen

Galerie Nordhorn konzipierte Installation

ist eine Mischung aus Baustelle,

Ausgrabungsstätte und Landschaft. Ausgangspunkt

der künstlerischen Erzählung

ist hier der Begriff des Werkzeugs, das in

der Kulturgeschichte für einen frühen

Wendepunkt vom Jagen und Sammeln hin

zur menschlichen Sesshaftigkeit steht. Das

Werkzeug hat im Laufe der Zeit eine immense

Entwicklung durchgemacht, von

der einfachen Verstärkung bzw. Ergänzung

des Körpers über die Maschine bis hin zum

komplexen Apparat und zuletzt der künstlichen

Intelligenz. Der Titel der Ausstellung

„Tool Making Animal“ benennt auch

den Beginn der menschlichen Hybris, sich

durch Erfindungsgabe vom Tier abzusetzen,

was längst zu einem existenzbedrohenden

Raubbau an der Erde wurde und

schließlich die Frage nach der Ersetzbarkeit

des menschlichen Körpers und sogar

des Geistes aufgeworfen hat. Insofern entwirft

Julia Oschatz hier eine vielschichtige

und humorvolle, aber auch eine apokalyptische

Vision.

Städtische Galerie Nordhorn

Vechteaue 2, 48529 Nordhorn

kunst:stück 61


. osnabrück

Rudolf Englert, Ohne Titel, aus einem Skizzenblock, 1962, Tusche auf Papier, 40,5 x 31,8 cm, Nachlass Rudolf Englert

Foto: Ludger Aundrup Fotografie © Nachlass Rudolf Englert

ONE ZERO ZERO

Rudolf Englert zum 100. Geburtstag

Ausstellung im Kulturgeschichtlichen Museum, 11. Juni bis 5. September 2021

Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de

Rudolf Englert, „[…] ein sehr Orientierter,

an dem man sich wiederum orientieren

kann“: So bezeichnete der Kunst- und Literaturkritiker

Heinz Ohff 1978 treffend den

Künstler. In Duisburg geboren, verbrachte

Englert seine intensivsten Schaffensjahre

in der Region Osnabrück. 2021 wäre er 100

Jahre alt geworden. Mit verschiedenen

Techniken und Materialien experimentierend,

setzte sich Rudolf Englert mit Serialität

und Bildräumlichkeit auseinander. Dies

rückt einen Teil seiner Werke in die Nähe zu

Arbeiten der Künstlerbewegung ZERO und

deren internationale Pendants. Vielseitig

interessiert, korrespondierte Rudolf Englert

mit Kunsthistorikern, Kritikern und Kollegen.

Was ihn interessierte und inspirierte,

nahm er in seine literarische und künstlerische

Privatsammlung auf. Sein besonderes

Interesse galt dem Thema Schrift,

an dem sich der gelernte Typograph über

Jahre in Serien von rhythmischen Zeichen

62 kunst:stück


. osnabrück

Rudolf Englert, P 1/1971, 1971, Acryl auf Leinwand, 76 x 60,5 cm, Mischtechnik auf Holz, Nachlass Rudolf Englert

Foto: Ludger Aundrup Fotografie ©Nachlass Rudolf Englert

künstlerisch abarbeitete. Die Essenz und

der Hauptgegenstand seines Spätwerkes

war für Englert die Schlaufe, die zu so etwas

wie einem Markenzeichen wurde.

Insbesondere in den 1960er und 1970er

Jahren waren seine Werke in zahlreichen

Gruppen- und Einzelausstellungen zu sehen.

Im Sommer 2005 fand die letzte umfassende

Präsentation zu Rudolf Englert

in der Kunsthalle Dominikanerkirche in

Osnabrück statt. Das Ziel der Ausstellung

und der zugehörigen Publikation war es,

Englerts Oeuvre wiederzuentdecken. Eine

Einbindung in den (inter)nationalen Kunstkanon,

an dem Englert regen Anteil nahm

und den er mitprägte, erfolgte in Ansätzen

im Katalog.

Hier knüpft die Ausstellung ONE ZERO

ZERO – Rudolf Englert zum 100. Geburtstag

an. Anlässlich des Jubiläums werden

Werke aus Englerts Schaffensphasen ausgewählt

und einzelnen Arbeiten von Kollegen

wie Günther Uecker, Heinz Mack,

Otto Piene, Jan J. Schoonhoven oder Lucio

Fontana gegenübergestellt. Das Ziel

der Präsentation im Museumsquartier ist

es, Englert aus der bisher vor allem werkimmanenten

Betrachtung herauszulösen.

Es soll anschaulich werden, wer und was

Rudolf Englert inspiriert und ihn auf dem

Weg hin zu einer eigenen Bildsprache gelenkt

und begleitet hat. Durch die Kontextualisierung

entstehen völlig neue, bisher

unbekannte Perspektiven auf das faszinierende

Werk des Künstlers.

Museumsquartier Osnabrück

Lotter Straße 2, 49078 Osnabrück

kunst:stück 63


. osnabrück

Bildschirmfoto FNH © museumsquartier-osnabrueck

Digitale Zwillinge

Alle Ausstellungen im Museumsquartier Osnabrück virtuell

und sicher vom heimischen Sofa aus besuchen

Museumsquartier Osnabrück | www.museumsquartier-osnabrueck.de

Ab sofort können die Dauerpräsentation

und Sonderausstellungen im Museumsquartier

Osnabrück online besucht werden.

Mit „digitalen Zwillingen“ der Ausstellungsräume

wurden virtuelle 3D Rundgänge zu

den bisher unveröffentlichten Ausstellungen

zu Felix Nussbaum, Justus Möser

und „Taubes Geäst“ mit Werken der Fotografin

Johanna Diehl angefertigt. Diese

sind kostenlos auf der Homepage im Digital

Quartier zu besichtigen und sind sogar

VR-Brillen tauglich.

Die Aufnahmen wurden freundlicherweise

vom Sponsoring-Partner „Mensch und Maschine

At Work GmbH“, Osnabrück erstellt.

Mit dieser weiteren Digitalisierung des

Angebots der Museen sind jetzt endlich

auch Führungen wieder möglich! So kann

man ganz einfach zu Hause auf dem Sofa,

mit der Familie am Küchentisch, in

der Mittagspause oder aus dem virtuellen

Klassenzimmer über einen Internetbrowser

teilnehmen. Abschließend

können natürlich – wie bei einer Führung

vor Ort – Fragen gestellt und gemein-

same Erfahrungen ausgetauscht werden.

Kostenlose öffentliche Online-Führungen

durch die aktuelle Ausstellung zu Felix

Nussbaum werden jeden Samstag und

Sonntag um jeweils 14 Uhr angeboten.

Eine Anmeldung per Mail mit dem Betreff

„Führung (z.B.) 26.6.21“ oder „Führung

(z.B.) 4.7.2021" ist erforderlich unter:

mq4vermittlung@osnabrueck.de

Ab sofort sind auch individuelle Online-

Führungen möglich. Dazu können exklusive

Termine für virtuelle Museumsführungen

als Videokonferenz gebucht

werden. Die Kosten belaufen sich für individuelle

Führungen auf 60 € (max. 25 Personen),

für Schulklassen 40€

Die Dauer der digitalen Führungen beträgt

etwa 60 Minuten, alle Führungen sind auch

in Englisch, Französisch, Italienisch und

Niederländisch möglich.

Anmeldungen nimmt Ralf Langer unter

langer@osnabrueck.de

Tel: 05401-323 2464 entgegen

M

64 kunst:stück


. osnabrück

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MÖSER

Illustration von von Peter Peter Eickmeyer, 2020

2020

WEGEN UMBAU GEÖFFNET

Museumsquartier Osnabrück

Buchen Sie Ihre online Führung

Lotter Straße 2

unter langer@osnabrueck.de

49078 Osnabrück

Tel: 05401-323 2464

kunst:stück https://www.museumsquartier-osnabrueck.de/digital-quartier/

65


. osnabrück

66 kunst:stück


. osnabrück

Eh What's’ up Doc?

Ausstellung mit Daniel Hopp und Gästen

28. Mai bis 23. Juli 2021

Kunstraum hase29 – Gesellschaft für zeitgenössische Kunst

www.hase29.de

Seit dem 15.05. ist der Kunstverein hase29

(Dreh-)Ort einer Performance des Künstlers

Daniel Hopp. Über den Zeitraum von

Mai bis Juli 2021 wird Daniel Hopp mit einer

Reihe von Gästen, darunter eine Gruppe

Osnabrücker Auszubildende handwerklicher

Berufe, an einer neuen Film-Produktion

arbeiten, die zusammen mit weiteren

Arbeiten des Künstlers ab dem 28.05.2021

im Kunstraum hase29 in einer Ausstellung

zu sehen sein werden.

Der Doc sagt über die kommende

Ausstellung:

– – –

Der Künstler Daniel Hopp wäre gerne jemand

anderes, schafft das aber nicht so

ganz – das hat er zum Beruf gemacht. Wer

Daniel Hopp zu einer Ausstellung einlädt,

holt sich immer mehrere ins Haus – Full

House oder “die Wohnung wird voll gewesen

sein”. Euer Haus wird Praxis sein

und Spielothek, Gerichtssaal und Notaufnahme;

wahrscheinlich auch Theater. Euer

Haus wird trotzdem Ausstellungshaus

sein, auch nachdem Daniel wieder weg ist.

Jemand musste Josef K. verleumdet haben,

denn ohne dass er etwas Böses getan hätte,

wurde er eines Morgens verhaftet. 1 Wer Daniel

Hopp einlädt, holt sich den Verleumder

ins Haus, zumindest eine Verleumdung.

Könnte man daraus nicht ein Geschäft

machen? Ließe sich Daniel Hopps künstlerische

Praxis verleumden, indem man

ihn einen Innovator schimpft? Spielt Eifersucht

eine Rolle?

Charlotte Klink schreibt über Daniel Hopps

Arbeit If there is love, you will take it (2020):

Während wir weithin anerkennen, dass die

Realität genauso konstruiert ist wie die Fiktion,

schützt uns diese Erkenntnis nicht vor

den Effekten, die erstere produziert. „Spiele

den Gangster, der du gerne wärst“ ist die

Aufgabe, die die Protagonist:innen, selbsternannte

knallharte Typen und auch der

Künstler und Regisseur selbst [...] auf sich

nehmen.

Daniels künstlerische Praxis ist anziehend,

weil er den Besucher:innen sein eigenes

Genießen aufbindet. Er ist ein Meister seines

Fachs, ein Meister im Schätzen von

Distanzen, von Nähe. Er ist deshalb in Behandlung.

Kurzbiografie:

Daniel Hopp studierte ab 2013 freie Kunst

an der HFBK Hamburg und der ABK Stuttgart.

Seit 2019 nimmt er am Masterprogramm

Contemporary Art Practice - Moving

Image am Royal College of Art in

London teil. Hopp arbeitet unter anderem

im Medium Performance. Er produziert

Räume für die Produktion von Filmen.

Seine künstlerische Praxis bringt professionelle

Schauspieler:innen, Verwandte,

Freund:innen und ihn selbst in situativer

Reaktion auf eine vorgegebene Erkundung

zusammen. Daniel Hopps Arbeiten wurden

in verschiedenen nationalen und internationalen

Kontexten gezeigt, darunter

der Solitude Project Space, Akademie

Schloss Solitude, Stuttgart, die Akademie

der Künste Berlin, der Kunstverein Schwerin,

der Kunstverein Jesteburg, der Videonale

Parcours, Bonn, das Künstlerhaus Bethanien,

Berlin, die Mattflix Matts Gallery

London und das Oberhausener Filmfestival

(Deutscher Wettbewerb 2020).

Das Projekt wird gefördert durch die Stadt

Osnabrück, den Landschaftsverband Osnabrücker

Land dem Ministerium für Wissenschaft

und Kultur sowie aus Mittel Niedersachsen

dreht auf.

hase29

Hasestraße 29 / 30, 49074 Osnabrück

– – –

1 Fußnote: zitiert wird der erste Satz von "Der Prozess" (1925) von Franz Kafka

– – –

Abb. v.o.n.u.: Still, Trailer, Eh What's Up Doc?, © Daniel Hopp 2021 // Schwarzarbeit In Jesteburg, Performace /

Dokumentation, © Daniel Hopp 2017 // Still, If There Is Love You Will Take It, © Daniel Hopp 2020

kunst:stück 67


. osnabrück

Sigrun Jakubaschke

ad absurdum

7. Mai bis 27. Juni 2021

www.skulptur-galerie.de

Sigrun Jakubaschkes künstlerisches Schaffen

umfasst raumbezogene Installationen,

plastische und zumeist großformatige grafische

Arbeiten. Gattungsgrenzen werden

aufgehoben und im Gegenzug einander

angenähert. Statt einer individuell begründeten

Formvorstellung steht der bildnerische

Gesamteindruck im Mittelpunkt. Ihre

Werke umkreisen die Frage nach einer autonom

gesetzten Erfahrung von Wirklichkeit.

Es ist der innovative Umgang mit den

unterschiedlichsten Materialien, das Prinzip

der Collage bzw. der Assemblage, aber

auch das Wissen um den Wert der Form wie

der Nicht-Form und einer daraus hervorgehenden

Neustrukturierung, die eine Kunst

zwischen dem Noch-Abbildlichen und dem

nicht mehr konkret Benennbaren generieren.

Die Künstlerin bleibt indes nicht nur als

aktiv Handelnde und Macherin sichtbar,

sondern sie erklärt den Betrachter innerhalb

dieses offen definierten Kunstgeschehens

zum gleichwertigen Partner.

Sigrun Jakubaschke studierte von 1976 bis

1983 bei Kai Sudeck an der Hochschule der

bildenden Künste Hamburg. 1994 erhielt

sie eine Professur für Malerei und ihre

Grenzüberschreitungen. Seit 2006 lehrt sie

als Professorin für freie Malerei an der Universität

Osnabrück. Die Künstlerin erhielt

zahlreiche Preise und Arbeitsstipendien

– – –

Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do, Fr, 11–18 Uhr /

Sa, So, 11–16 Uhr und auf Anfrage

skulptur-galerie.de

Bierstraße 2, am Rißmüllerplatz

49074 Osnabrück

68 kunst:stück


. osnabrück

links: Objekt von Petra Höcker, Untitled, 2020, Ausstellung IN+OUT // rechts: Installation von Merle Lembeck, Untitled,

2021, Ausstellung IN+OUT // unten: Petra Höcker (l) und Merle Lembeck (r)

Petra Höcker | Merle Lembeck

AR[BEI]T – Raum für Kunst

Besuche nach telefonischer Absprache

Osnabrück | www.room4art.de

2019 entstand die Idee einen Raum für

Kunst zu öffnen. Das eigene Interesse am

Austausch treibt die Künstlerinnen Petra

Höcker und Merle Lembeck an und ist

als Möglichkeit für Besucher*innen und

Künstler*innen gleichermaßen gedacht

um Fachgespräche zu führen aber auch

Kunstwerke zu erwerben. Visionen sollen

umgesetzt und sichtbar gemacht werden.

Improvisation und Professionalität kommen

der Kunst entgegen. Ein leichtes

Konstrukt mit Spielraum lässt Luft zum

Atmen. Es muss nicht immer die Galerie

sein in der die durchdachte Präsentation

nach bekannten Regeln abläuft. Schon

längst ist es ein gängiges Modell, dass

sich Künstler*innen zusammenschließen

und die Initiative ergreifen.

Um einen Einblick in ihr künstlerisches

Schaffen und den begründeten Raum zu

geben, präsentieren die Künstlerinnen und

Gründerinnen Petra Höcker und Merle

Lembeck ausgewählte Werke ihres Oeuvres.

Kunstinteressiertes Publikum ist nach

telefonischer Terminabsprache und unter

Einhaltung der Hygieneregeln herzlich willkommen:

Tel +49 177 7040114

AR[BEI]T – Raum für Kunst

Katharinenstr. 25a, 49078 Osnabrück

AR[BEI]T ist ein Raum der sich auf verschiedensten

kreativen Wegen der Kunst

widmet-Ausstellungen, Workshops und

Symposien bringen Künstler*innen und

kunstinteressierte Besucher*innen in einer

offenen Atmosphäre zusammen, in

der der Austausch und die Begegnung im

Vordergrund steht.

kunst:stück 69


. hamburg

William Kentridge

why should i hesitate: putting drawings to work

23. Oktober 2021 bis 1. August 2021

Deichtorhallen, Halle für aktuelle Kunst | www.deichtorhallen.de

#WILLIAMKENTRIDGEDTH

Das Werk des südafrikanischen Künstlers,

Filmemachers, Theater- und Opernregisseurs

William Kentridge (*1955 in Johannesburg)

ist mit einer groß angelegten Ausstellung

in den Deichtorhallen Hamburg zu

sehen. Diese wurde vom Zeitz Museum of

Contemporary Art Africa (Zeitz MOCAA)

William Kentridge, Porter Series: Norwége, Sueéde et

Danemark, 2005, Tapestry © William Kentridge

in Zusammenarbeit mit William Kentridge

konzipiert und organisiert. Kentridge verarbeitet

Themen wie soziale Ungerechtigkeit,

die Geschichte Südafrikas, Kolonialismus,

Familie, Flucht und Vertreibung mit den

unterschiedlichsten Medien. Am Anfang

seiner künstlerischen Praxis steht jedoch

immer die Zeichnung, welche als Leitmedium

im Mittelpunkt der Ausstellung steht.

William Kentridge gehört zu den weltweit

bedeutendsten zeitgenössischen bildenden

Künstlern, der sich auch als Theaterund

Opernregisseur international einen

Namen gemacht hat. Als Kind gegen die

Apartheid engagierter Eltern in Südafrika

aufgewachsen wird das weltpolitische

Geschehen Teil von Kentridges eigener Biografie

und seines Schaffens. Kentridges

Werke visualisieren die soziokulturellen

Auswirkungen des Postkolonialismus und

der Apartheid aus der Perspektive seines

Heimatlandes.

70 kunst:stück


. hamburg

Ausstellungsansicht WILLIAM KENTRIDGE - WHY SHOULD I HESITATE: PUTTING DRAWINGS TO WORK in der Halle für aktuelle

Kunst, Foto: Henning Rogge, © Deichtorhallen Hamburg

Die Ausstellung WHY SHOULD I HESITATE:

PUTTING DRAWINGS TO WORK bietet einen

umfassenden Überblick über das Gesamtwerk

des südafrikanischen Künstlers

und ist laut Kentridge die bisher größte

Präsentation seines Werkes. Gezeigt werden

Werke aus über 40 Jahren künstlerischer

Produktion, darunter Zeichnungen,

Animationsfilme, Videos, Drucke, Skulpturen,

Tapisserien und groß angelegte Installationen.

Seit den 90er Jahren wurden Kentridges

Arbeiten weltweit ausgestellt, unter anderem

im Museum für moderne Kunst in

New York, dem Louvre in Paris und der

Whitechapel Gallery in London. Der Berliner

Martin-Gropius-Bau widmete ihm 2016 eine

große Schau. William Kentridge war außerdem

mehrfacher Teilnehmer der documenta

in Kassel und der Biennale von Venedig.

Die Ausstellung wurde vom Zeitz MOCAA

in Zusammenarbeit mit William Kentridge

konzipiert und organisiert.

Deichtorhallen

Deichtorstraße 1-2, 20095 Hamburg

William Kentridge: More Sweetly Play the Dance, 2015, Installation at Eye Filmmuseum, Amsterdam, 2015, © Photography:

Studio Hans Wilschut. Courtesy William Kentridge Studio

kunst:stück

71


MORGENLAND

FESTIVAL

OSNABRUECK

SCHLOSSINNENHOF

OPENAIR

09.

17.07

2021

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