FE+ Magazin Ausgabe Dezember 2009 - Steirische Eisenstrasse

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FE+ Magazin Ausgabe Dezember 2009 - Steirische Eisenstrasse

Museumsverbund als Vorzeigeprojekt

Seite 8

Ein Wirtshaus zum Verlieben

Seite 15

Das NAZ als doppelte Karriereschmiede

Seite 32

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AUSGABE: Winter

MAGAZIN

high tech high feeling an der Steirischen Eisenstraße

Eine Region im Aufbruch.


Editorial

Gerfried Tiffner

LEADER-Management Steirische Eisenstraße

Vor gut einem Jahr ist die erste Ausgabe des

Magazins erschienen. Als Regionalmagazin mit

Qualitätsanspruch, das über Entwicklungen in der

Region, über ihr kulturelles Erbe und naturlandschaftliche

Höhepunkte, über außergewöhnliche

Menschen und spannende Projekte berichtet. Ein

Magazin, das stolz auf unsere Region macht und

so zur Identitätsfindung ihrer Bewohner beiträgt.

Mittlerweile halten Sie bereits die 3. Ausgabe in

den Händen. Mit Unterstützung aus dem EU-Förderprogramm

LEADER (einer Initiative der Europäischen

Union zur nachhaltigen Entwicklung von

ländlichen Räumen) werden Sie es auch in den

nächsten Jahren zweimal jährlich in Ihrem Postkasten

finden.

Eines der vielen Projekte, die in der Region mit

Hilfe von LEADER-Förderungen umgesetzt werden,

ist die „Kulinarikinitiative entlang der Steirischen

Eisenstraße“. Als „GENUSS-Reich“ konnte kürzlich

der 1. Preis im Wettbewerb „G´scheit essen“ der

steirischen Landwirtschaftskammer für die beste

Kooperation zwischen Gastronomie und Landwirtschaft

eingeheimst werden – worauf alle Beteiligten

ziemlich stolz sind (mehr davon im Blattinneren).

INHALTSVERZEICHNIS

02 Editorial

03 Neues Wachstum aus alten Gruben

04 Kampf gegen drohende Naturgefahren

05 Fohlenhof-Projekt: Zugpferd für die Region

6 – 9 Museen an der Steirischen Eisenstraße

10 Wo i geh und steh …

11 Alexander der Große

12 – 13 Museumshof Kammern

14 1. Preis für das neue GENUSS-Reich

15 Ein Wirtshaus zum Verlieben

16 Vom Weihnachtsbaum zum Kürbiskern

17 Bierlokal des Jahres am Leobener Hauptplatz

18 – 19 Zwei „feine Gaumen“ machen Karierre

20 Ein durchwachsenes Jahr erfolgreich bewältigt

Förderungstechnisch bewilligt wurde im Spätherbst

das Projekt „Erlebniswege Palten-Liesing“.

Sieben Gemeinden zwischen Gaishorn und St.

Michael (und zusätzlich Proleb) wollen gemeinsam

bis 2011 eine Reihe von höchst spannenden

Wegen umsetzen. Lassen wir uns vom Ergebnis

überraschen. Im selben Gebiet scharrt auch ein

weiteres Vorhaben in den Startlöchern: Der Fohlenhof

in Kalwang ist drauf und dran, sich zum

Impulszentrum für die Kleinregion zu entwickeln.

Angesagt ist für die Realisierung mehr denn je der

Zusammenhalt in der Region.

Dass LEADER – und damit EU-Geld - auch oftmals

recht unbemerkt Nutzen schafft, zeigen Initiativen

wie das „Naturgefahrenmanagement rund um den

Erzberg“. Dort soll die heimische Kulturlandschaft

nachhaltig vor Hochwasser und Lawinen abgesichert

werden. Ein steirisches Pilotprojekt, in dem

erstmals ressortübergreifend die verschiedenen

Abteilungen des Landes gemeinsam ein Schutzkonzept

entwickeln – zum Wohl der Bevölkerung.

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21 Kulinarik pur.Genuss.Erlebnis Leoben

22 – 23 Die „Marke“ Leoben boomt

24 Klein aber oho!

25 Wir sind gut aufgestellt

26 Der Hit „Ich lebe“ kommt aus St. Michael

27 Standing Ovation für die Inszenierung

Hotel Kongress Leoben

28 „Auffi“ auf den Präbichl

29 Langlaufen in der Eisenerzer Ramsau

30 Der Krumpenloipe Trofaiach/Hafning

31 Hallenbad & Entspannungsoase Trofaiach

32 – 33 Das Nordische Ausbildungszentrum in Eisenerz

(NAZ) als doppelte Karriereschmiede

34 – 35 Barbarafeier 2009 – Gelebtes Brauchtum!


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Neues Wachstum aus alten Gruben

Mit dem Ende des Bergbaus gehen

nicht nur Arbeitsplätze verloren,

liegen Flächen brach, sind Umweltschäden

zu beseitigen. Die

betroffenen Städte und Regionen

stehen vor der umfassenden Herausforderung,

ihre Zukunft neu zu bestimmen. Seit Anfang

des Jahres ist der Verein Steirische Eisenstraße

Partner am EU-Projekt ReSource das sich mit der

Neuorientierung von Bergbauregionen auseinandersetzt.

Insgesamt zehn Partner aus fünf

Ländern (Deutschland, Tschechien,

Ungarn, Slowenien sowie Österreich)

beschäftigen sich drei Jahre

lang damit, Strategien für die Nutzung

von Ressourcen aus dem vergangenen

Bergbau zu entwickeln.

Besuch einer Eisenstraßen- und KF-Uni-Graz-Delegation

in einem der größten Kohletagebaugebiete Europas in

der Lausitz (Deutschland)

In einem in seiner Konsequenz einmaligen Ansatz

trägt das Projekt dazu bei, Hinterlassenschaften

des Bergbaus als Potenziale zu verstehen und

nutzbar zu machen.

Für die Umsetzung des Projektes wurden drei

thematische Arbeitsgruppen gebildet:

natürliche Potenziale (Biomasse, Geothermie)

integrative Ansätze (Masterpläne, Wettbewerbe)

kulturelle Potenziale (Bergbauerbe, Mentalitäts-

wandel, Tourismusrouten)

Für die letztere Arbeitsgruppe hat der Verein

Steirische Eisenstraße, seit Jahrzehnten mit der

Erhaltung und Nutzung des kulturellen Erbes der

Region befasst, die Leitung übernommen. In der

Region selbst beschäftigt man sich unter anderem

mit städtebaulichen Maßnahmen im Rahmen

von ReDesign Eisenerz, mit der Entwicklung von

neuen Angeboten für die Erzbergbahn, mit der

Neupositionierung des Erzwanderweges am Präbichl

und mit Veranstaltungen rund um das Bergmännische

Brauchtum

MMag. Gerfried Tiffner

Peter Cmager

Geschäftsführer des Vereins Steirische Eisenstraße.

„Das Projekt ReSource dient als Impulsgeber für Bergbauregionen

in Mitteleuropa und soll zu konkret verwertbaren Ergebnissen führen.

Für uns besonders interessant ist der Erfahrungsaustausch mit

ähnlichen Regionen in Europa und ihren Ansätzen einer nachhaltigen

Entwicklung.“

Das internationale Projektteam

www.resource-ce.eu/


Kampf gegen drohende

Naturgefahren

Die Gemeinden rund um den Erzberg

sind in den letzten Jahren immer

wieder von Hochwasser, Muren und

Lawinen heimgesucht worden. Ein

professionelles Naturgefahrenmanagement

soll dem Abhilfe schaffen. Unterstützung

gibt es durch EU-Mittel aus dem Förderprogramm

LEADER.

„Ich habe für diesen Winter bereits jetzt ein ungutes

Gefühl bzgl. der Wetterkapriolen“. Die Eisenerzer

Bürgermeisterin Christine Holzweber

zeigte sich Anfang November sehr besorgt, als

es ein Abstimmungsgespräch bzgl. der weiteren

DI Gerhard Baumann

Sektionsleiter Wildbach- und Lawinenverbauung:

„Der Schutz vor Naturgefahren hat vor dem Hintergrund des drohenden

Klimawandels für uns hohe Bedeutung. Mit den Ergebnissen

der Regionalstudie wollen wir auf zukünftige drohende Naturgefahren

hinweisen. Daraufhin sollte sich die Entwicklung der Region

rund um den Erzberg ausrichten.“

Vorgangsweise gab. Wie bekannt, waren alleine

im letzten Jahr viele Teile der Region tagelang von

der Außenwelt abgeschnitten, die Schäden gingen

in die Millionen.

Besonders hart getroffen hatte es im Juli und

August 2008 die Gemeinde Radmer mit den Vermurungen

aus dem Weinkellerbach und Schüsserbach.

Im „Lawinenwinter“ 2009 stieß die

Klöchgrabenlawine bis ins Siedlungsgebiet von

Eisenerz vor. In Summe sind die vier Gemeinden

Vordernberg, Hieflau, Radmer und Eisenerz von

44 Wildbächen, 103 Lawinen sowie zahlreichen

Steinschlags- und Rutschungsgebieten betroffen.

Die Studie „Naturgefahrenmanagement“, im Frühjahr

2009 begonnen, wird bis Ende 2010 fertig gestellt

und gilt insofern als Pilotprojekt, als eine gemeinsame

und gesamtheitliche Betrachtung der

Naturgefahren durch Wildbäche, Flüsse, Lawinen

und Erosion in der Region erfolgt. Einzellösungen

sollen damit vermieden werden und Synergien genutzt

werden; Wildbach- und Lawinenverbauung

arbeiten dienststellen- und gemeindeübergreifend

Hand in Hand mit der Abteilung Schutzwasserwirtschaft.

Infolge sollen für die Umsetzung notwendige

Mittel wesentlich treffender und zielgerichteter

als bisher argumentiert werden können

MMag. Gerfried Tiffner

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Fohlenhof-Projekt:

Zugpferd für die Region

Vor zwei Jahren hat die Werner Gröbl

Stiftung das 30.000 qm große Fohlenhof-Areal

in Kalwang erworben. Nun

soll neues Leben in die historischen

Gemäuer im Ortskern kommen.

In den vergangenen Monaten sind wichtige Weichenstellungen

für das regionale Leitprojekt „Fohlenhof“

erfolgt. Ein detailliertes Architektur- und

Nutzungskonzept wurde mit Hilfe von EU-Mitteln

aus dem Förderprogramm LEADER erstellt und

Gespräche mit potenziellen Investoren bzw. Betreibern

geführt. Die Ergebnisse wurden den regionalen

Entscheidungsträgern Anfang November

präsentiert. Einen wichtigen Eckpfeiler stellt die

mögliche Errichtung eines Jugend- und Familiengästehauses

mit 130 Betten dar, das 15.000 – 20.000

Nächtigungen bringen soll. Dadurch soll der Fohlenhof

in touristischer und wirtschaftlicher Hinsicht

zum Initialzünder des Palten-Liesingtales werden:

100 Jahre nach der Errichtung sprichwörtlich ein

weiteres „Jahrhundertprojekt“.

Weitere Konzeptbestandteile sind ein multifunktionaler

Veranstaltungssaal, der der gesamten Region

zur Verfügung stehen soll, sowie „Betreutes

Wohnen“, für das der Baustart voraussichtlich

bereits im Frühjahr 2010 erfolgen wird.

Auch das Thema Pferd steht gemäß der ur-

sprünglichen Nutzung im Fokus. Mit Reitplatz und

beheizter Reithalle, Reitmuseum und Kutschenfahrten

soll nachhaltig ein neues interessantes

Angebot geschaffen werden, mögliche Betreiber

stehen bereits „Gewehr bei Fuß“. Dazu sind ein

Schulungszentrum für Land-/Forstwirtschaft und

Pflanzenaufzucht sowie ein Bauernladen angedacht

MMag. Gerfried Tiffner

Bgm. Mario Angerer

„Das Fohlenhof-Projekt mit dem geplanten Beherbergungsbetrieb

stellt für das gesamte Palten- und Liesingtal einen touristischen Meilenstein

dar. Bisher gab es keine Möglichkeit, größere Gruppen zu beherbergen.

Mit dem Projekt wird ein Grundstein für die touristische

Aufwärtsentwicklung unserer Region gelegt, der auch stark auf die

vorhandenen Einrichtungen wie Elfenberg, Schilift Wald, Fahrtechnikzentrum

etc. ausstrahlen wird.“


MUSEEN an der

S T E I R I S C H E N

E I S E N S T R A S S E

Museumsverbund Steirische Eisenstraße

Von dieser besonderen Form der musealen Zusammenarbeit

profitieren seit der Gründung vor

fünf Jahren sowohl die beteiligten Museen wie

auch die Besucher. Im Gespräch mit der Geschäftsführerin

Mag. a Susanne Leitner-Böchzelt

wird dieses erfolgreiche Leader-Projekt im Detail

beleuchtet.

Fe+ Magazin: Mit der Eröffnung des Museums-

hofes in Kammern am 8. November hat der Museumsverbund

Steirische Eisenstraße attraktiven

Zuwachs bekommen. Wie viele Museen

umfasst der Verbund aktuell und wie weit erstreckt

er sich geografisch?

Leitner-Böchzelt: Der Museumsverbund an der Steirischen

Eisenstraße umfasst mittlerweile 15 Museen

und erstreckt sich von Leoben bis nach Gusswerk. Seit

3 Jahren ist auch Kammern im Museumsverbund vertreten

und mit dem neuen Museumshof Kammern eine

interessante Bereicherung für den Verbund. Mit Kammern

haben wir sowohl eine inhaltliche Erweiterung

des Verbundes erlangt als auch ein sehr schönes neues

Haus dazugewonnen.

Fe+ Magazin: Was waren die Beweggründe, die

zu diesem in der steirischen Museumslandschaft

einzigartigen Zusammenschluss geführt haben?

Leitner-Böchzelt: Der Museumsverbund an der Stei-

rischen Eisenstraße ist aufgrund einer großen Anzahl

an Museen entstanden, die sich alle mehr oder weniger

mit der Geschichte rund um den Steirischen Erzberg befassen.

Vor 5 Jahren hat man sich schließlich zusammengeschlossen

um nach einem gemeinsamen Konzept

die Inhalte zu überdenken und in den einzelnen Museen

Schwerpunkte gesetzt, die eine „Geschichte der Region“

erzählen.

Fe+ Magazin: Wurden mit dem Museumsverbund

auch neue Schwerpunkte in den einzelnen Museen

gesetzt?

Leitner-Böchzelt: Die einzelnen Museen haben nun

regionale Schwerpunkte gesetzt. Dies war, wie gesagt,

die grundsätzliche Idee des Verbundes, die in der Zwischenzeit

auch umgesetzt wurde bzw. in den nächsten

Jahren noch umgesetzt und verfeinert werden wird.

Fe+ Magazin: Auf welche Weise profitieren die

Museen vom Verbund bzw. welche Vorteile hat

der Besucher?

Leitner-Böchzelt: Durch den Museumsverbund wurden

alle Museen an einen Tisch gebracht, haben aber trotzdem

ihre Autonomie erhalten. Wesentliche Aufgaben

des Verbundes sind der Austausch, die Zusammenarbeit

und die gemeinsame Bewerbung sowie die bessere Koordination

von Personal. Für den Besucher besteht vor

allem die Möglichkeit aus einem reichhaltigen Angebot

zu wählen und in den Museen ein tolles touristisches

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als Vorzeigeprojekt Mag a Susanne Leitner-Böchzelt

Zusatzangebot zu bekommen. In den nächsten Jahren

arbeiten wir auch noch weiter an einem Kombiticket für

alle im Museumsverbund vertretenen Häuser sowie an

zusätzlichen musealen Angeboten.

Fe+ Magazin: Bei welchen Aktivitäten tritt der Mu-

seumsverbund verstärkt an die Öffentlichkeit?

Leitner-Böchzelt: Wichtig ist es uns, den Museums-

verbund durch einen gemeinsamen Folder und durch

eine gemeinsame und aktuelle Homepage dem Besucher

näher zu bringen. Wir sind aber auch auf zahlreichen

Tourismus- und Ferienmessen in Österreich mit

unseren Angeboten vertreten. In den vergangenen 3

Jahren hat es auch eine jährliche, gemeinsame Veranstaltung

gegeben. Unter dem Motto „Museen sehen“

gab es einen Tag lang in allen 15 Museen Unterhaltung

und Wissenswertes für den interessierten Gast. Natürlich

wird es auch in den kommenden Jahren notwendig

sein, mit verschiedenen Aktionen in der Region auf sich

aufmerksam zu machen.

Fe+ Magazin: Wo kann man sich über den Muse-

umsverbund Steirische Eisenstraße und sein umfassendes

Angebot am besten informieren?

Die Kunsthistorikerin ist seit 1990 im musealen Bereich tätig. Seit

2000 leitet sie das MuseumsCenter und die Kunsthalle Leoben. Sie

war intensiv in die Gestaltung des neuen MuseumsCenters Leoben

involviert und ist seit 2004 Geschäftsführerin der Museumsverbund

Betriebsges.m.H. der Museen an der Steirischen Eisenstraße.

Leitner-Böchzelt: Wie gesagt, die beste Informationsquelle

zum Museumsverbund ist sicherlich die

Homepage www.eisenstrassenmuseen.at, auf der man

alles zu den einzelnen Museen erfahren kann. Neben

dem laufenden Programm, den Öffnungszeiten und den

Inhalten werden darauf auch die Sonderausstellungen

und andere Veranstaltungen beworben. Auskunft geben

natürlich auch die jeweiligen Museen.

Fe+ Magazin: Welche Projekte sind für die Zu-

kunft geplant?

Leitner-Böchzelt: Wenn es möglich ist für die wei-

teren Jahre wieder EU-Gelder für unser österreichweit

einmaliges Projekt zu lukrieren, so können die Museen

an der Steirischen Eisenstraße sich sowohl museumsdidaktisch

als auch gestalterisch noch weiter entwickeln

und interessante Schwerpunkte anbieten. Die Ideen

dazu sind nicht endenwollend! Vor allem aber wollen

wir in den kommenden Jahren verstärkt noch im Bereich

der Museumspädagogik arbeiten, um den Schulen

attraktive regionale Angebote bieten zu können. Ferner

denken wir über Medien nach, durch die wir den

Museumsverbund noch besser an den Kunden bringen

können und die Einmaligkeit dieser regionalen Besonderheit

hervorheben können

Claus Kastner

MUSEUMSVERBUND

BETRIEBSGES.M.B.h

Kirchgasse 6

8700 Leoben

T: +43 (0) 3842/40 62 442

F: +43 (0) 3842/40 62 410

kunsthalle@leoben.at

www.leoben.at


MUSEEN an der

S T E I R I S C H E N

E I S E N S T R A S S E

Die Museen an

der Eisenstraße

Der Museumsverbund an der Steirischen

Eisenstraße ist aufgrund einer

großen Anzahl an Museen entstanden,

die sich letztlich alle mehr

oder weniger mit der Geschichte

rund um den Steirischen Erzberg

befassen.

Vor fünf Jahren erfolgte der Zusammenschluss

von mittlerweile 15

Museen, um nach einem gemeinsamen

Konzept in den einzelnen

Museen Schwerpunkte zu setzen,

die eine „Geschichte der Region“

erzählen.

KUNSTHALLE LEOBEN

Themen/Inhalte: Kunst- und Kulturhistorische

Ausstellungen

Im kulturellen Zentrum Leobens bietet die Kunsthalle

seit mittlerweile 12 Jahren als besondere Einrichtung

für das Kunst und Kultur interessierte Publikum jährlich

Sonderausstellungen zu speziellen Themen an.

Alexander der Große

21.3.–01.11.2010

täglich von 9:00–18:00 Uhr

METALLURGIEMUSEUM DONAWITZ

Themen/Inhalte: Arbeitswelt Stahl, Stahlindustrie

Die industrielle Entwicklung der Steiermark ist untrennbar

mit der Geschichte der Erzeugung und der Verarbeitung

von Stahl verbunden. Im Mittelpunkt der großen

Tradition steht das Stahlwerk Leoben-Donawitz.

RADWERK IV & LEHRFRISCHHÜTTE

Themen/ Inhalte: Montangeschichte, Eisenerzuegung,

Lebens- und Arbeitswelt im 19. Jhd.

Das Radwerk IV – ein monumentales klassizistisches

Bauwerk – ist der einzige erhaltene und voll ausgestattete

Holzkohlen-Hochofen Europas und somit ein

Industriedenkmal ersten Ranges, das bereits bald nach

der Stilllegung des Betriebes 1911 unter Denkmalschutz

gestellt wurde.

KUPFERSCHAUBERGWERK RADMER

Themen/Inhalte: historischer Kupferbergbau

Im Radmertal wurde erstmals in der Bronzezeit Kufer

abgebaut. Zwischen 1590 und 1620 zählte der Radmerer

Kupferbergbau zu den bedeutendsten in den Alpenländern.

Der weitläufige „Paradeisstollen“ ist heute großteils

reaktiviert und als Schaubergwerk zu besichtigen.

MUSEUM WILDALPEN

Themen/Inhalte: Wasserwirtschaft, Hydrogeologie, Industrie

und Technik, Regional- und Montangeschichte

Das Museum im stattlichen Hammerherrenhaus aus dem

17. Jahrhundert widmet sich der Geschichte der Wasserversorgung,

den technischen Meisterleistungen im Zusammenhang

mit der Errichtung der Wiener Hochquellenwasserleitung

und deren Bedeutung für die Wasserversorgung

der Stadt Wien.

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MUSEUMSCENTER LEOBEN

Themen/Inhalte: Stadt- Regional- Montan- Wirt

Sozial- Ur- und Frühgeschicht

Das nach modernsten Kriterien gestaltete Muse

Center Leoben bietet auf 1200 m² eine vielschic

Erlebniswelt zu 2000 Jahren Stadt-, Regional- u

Montangeschichte.

„Wo I geh’ und steh’… - Einblicke in das Leben u

Region um den steirischen Erzberg zur Zeit Erz

Johanns“ (Ausstellung) 28.11. 2009–7.2.2010

BERG | WERK | ZEUG

Themen/Inhalte: Kohlebergbau, Salinenwesen,

Markscheidewesen

Das neu renovierte Schloss Friedhofen präsenti

stilvollen Ambiente eines ehemaligen Hammerh

zes zentrale Bereiche des Bergbaues. Schloss F

bietet auch ein abwechslungsreiches Kulturang

sowie einen wöchentlichen Bauernmarkt.

STEIL BERGAN… ERZEBRGBAHN

Infos, Buchungen, Fahrplan und Fahrpreise sieh

Homepage www.erzbergbahn.at bzw. telefonisc

03849/832 Kombinieren sie richtig! Abenteuer E

Bahn. Eine Kooperation mit Tradition. Das einzi

sie tun müssen, ist ein-, auf- und umsteigen. Um

Rest kümmern wir uns! Die Erzbergbahn ist die

Normalspurbahn der Europäischen Union. Sie S

führung ist wahrscheinlich einzigartig und führt

an zahlreichen montanhistorischen Denkmälern

beinahe unberührter Natur.

KÖHLERZENTRUM HIEFLAU

Themen/Inhalte: Köhlerei, Holztrift

Das Köhlerzentrum Hieflau bietet seinen Besuc

einen nachgebildeten Kohlenmeiler in Originalg

dokumentiert die einstige Holzkohlenerzeugung

Köhlerei in und um Hieflau belieferten damit die

chen Schmelzöfen in Eisenerz, denn Holzkohle

wesentlicher Bestandteil beim Schmelzen des R

MONTANMUSEUM GUSSWERK

Themen/Inhalte: Montangeschichte, Industrie u

Technik, Kunsteisenguss

Im Amtshaus des ehemaligen k.k. Eisenwerkes

Gusswerk wurde 1998 ein Museum eingerichtet

neben Zeugnissen der reichen montanhistorisc

handwerklichen Vergangenheit auch eine reprä

Kunsteisenguss-Sammlung beherbergt. Im Mu

befindet sich auch einen Schau-Kunstgießerei,

den Techniken von einst nach alten Modellen Ku

genstände hergestellt werden.


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BRAUMUSEUM GÖSS

Themen/Inhalte: Braukultur

Die umfangreiche Sammlung des Braumuseums Göss

reicht von historischen Dokumenten, nostalgischen Werbetafeln

bis zu Gerätschaften, die einst beim Bierbrauen

eingesetzt wurden. In einem eigenen Kino zeigt ein 3D-

Film die Entstehung des Gösser Bieres von der Gerste

bis zum genussfertigen Getränk.

MUSEUM TROFAIACH & MUSEUMSDEPOT

Themen/Inhalte: Ur- und Frühgeschichte, Volkskunde,

Tracht, Volksmedizin

Das Museum Trofaiach im Schloss Stibichhofen liegt im

Zentrum der Stadt. Einer der Schwerpunkte des Hauses

sind die historische Trachten des Gebietes rund um den

Steirischen Erzberg aus der Sammlung des Kaufmannes

Franz Hofer.

STADTMUSEUM KAMMERHOF

Themen/Inhalte: Stadt-, Regional- und Montangeschichte

Seit 1986 befindet sich das Stadtmuseum Eisenerz im

Kammerhof. Von diesem Haus aus wurden über Jahrhunderte

die Geschicke des heimischen und regionalen

Eisenwesens gelenkt.

ÖSTERREICHISCHES FORSTMUSEUM SILVANUM

Themen/Inhalte: Forstwirtschaft, Holzwirtschaft

Im ehemaligen Getreidespeicher der Innerberger

Hauptgewerkschaft aus dem Jahre 1771, wurde 1979

das 1. Österreichische Forstmuseum eingerichtet. Einen

Präsentationsschwerpunkt bietet die Dokumentation der

Holzbringung. Eine Zeitreise zurück in die Anfänge der

Walswirtschaft zeigt die Entwicklung vom Holzknecht

bis zum heutigen Forstfacharbeiter.

MUSEUMSHOF KAMMERN

Themen/Inhalte:Landwirtschaftliche Geräte,

Dorfmuseum, Fossiliensammlung

In einer für für diesen Zweck architektonisch anspruchsvoll

adaptierten Scheune werden die landwirtschaftlichen

Großgeräte aus der Sammlung Böckel präsentiert. Im

zweiten Objekt, dem so genannten Steinrisserhaus, sind

die Kleingeräte aus der Sammlung Böckel ausgestellt.

Ergänzt wird dieser Bereich durch das Dorfmuseum.

Eine Sonderausstellung zeigt bis 2011 die schönsten

Fossilien aus der Sammlung Schüssler.

Nähere Informationen zu Öffnungszeiten und Eintrittspreisen

finden Sie auf der Homepage www.eisenstrassenmuseen.at.


KUNSThALLE LEOBEN

Kirchgasse 6 8700 Leoben

T: +43 (0) 3842/40 62-408

T: +43 (0) 3842/40 62-442

F: +43 (0) 3842/40 62-410

ÖFFNUNGSZEITEN:

täglich 09:00–18:00 Uhr

kunsthalle@leoben.at

www.museumscenter-leoben.at

www.leoben.at

Wo i geh und steh ...

Erzherzog Johann und die Region um den Steirischen

Erzberg - auch ein interessantes Thema für die Jüngsten

vom 28.11.2009 bis 07.02.2010

Wie bereits in den ver-

gangenen Jahren liegt im

Museumscenter | Kunsthalle

Leoben auch bei der Sonderausstellung

„Wo i geh

und steh ...“ wieder ein wesentlicher Schwerpunkt

auf dem begleitenden Vermittlungsprogramm

für Kinder und Jugendliche. Das Thema

Erzherzog Johann und seine Bedeutung für die

Steiermark waren in diesem Gedenkjahr zum

150. Todestages des Steirischen Prinzen ein allgegenwärtiges.

Aus diesem Grund lag es nahe

auch im MuseumsCenter Leoben - dem Museum

mit der zweitgrößten musealen Sammlung in

der Steiermark und einem intensiven Bezug zum

Wirken Erzherzog Johanns - eine Ausstellung zu

veranstalten. Diese widmet sich, wie so viele

Ausstellungen in diesem Jahr, einem speziellen

Thema, das den Bezug Erzherzog Johanns zur

Region um den Steirischen Erzberg zeigt. Anhand

zahlreicher Aquarelle, Zeichnungen und

Ölgemälde aus der Zeit zwischen 1820 – 1850/60

entstand ein interessantes Bild dieser Zeit nach

den Franzosenkriegen, der Zeit des Biedermeier.

Eine Herausforderung für die Museumspädagogik

am MuseumsCenter wieder ein spannendes

und unterhaltsames Programm für MuseumsbesucherInnen

im Alter zwischen 6 und 14 Jahren

zu kreieren. Der am Haus tätigen Museumspädagogin

Mag. Evelyn Hohl ist es jedoch wieder

gelungen, ein für die jungen BesucherInnen

interessantes Begleitprogramm zu erarbeiten.

Workshops, spezielle Führungen für Schulklassen,

aber auch ein Rätselheft werden zu dieser

Ausstellung angeboten.

UNSERE HEIMAT ZURZEIT ERZHERZOG

JOHANNS, Führung durch die Ausstellung

EIN HERZ FÜR DIE STEIERMARK,

Kreativ-Workshop

DAUER: 1½ STUNDEN

DAS STEIRISCHE GWAND, Kreativ-Workshop

DAUER: 1½ STUNDEN

SCHREIBEN WIE ZU ERZHERZOG JOHANNS ZEITEN,

Kreativ-Workshop

DAUER: 1½ STUNDEN

DIE MALER DES STEIRISCHEN PRINZEN,

Kreativ-Workshop

DAUER: 1½ STUNDEN

Führungen und Workshops sind für Schulklassen jederzeit

buchbar! Die Termine für alle Nachmittagveranstaltungen

für Kinder erfahren sie auf unserer Homepage.

Erstmals bei einer Sonderausstellung im Museums-

Center gibt es auch spezielle Stationen für Kinder

und Jugendliche innerhalb der Ausstellung, an denen

man sein Wissen zu Erzherzog Johann testen

kann.

Mit diesem museumspädagogischen Programm

will man sowohl den Schulklassen ein anspruchsvolles

und unterhaltsames aber auch lehrreiches

Erleben der Vergangenheit ermöglichen, will aber

auch den Kindern in den Workshops an den Nachmittagen

- eine überaus beliebte und nachgefragte

Einrichtung im MuseumsCenter - eine Auseinandersetzung

mit spannenden Themen bieten

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen und zu Führungen

erhalten Sie bei unserer Museumspädagogik unter

Tel.: 03842/40 62 - 442 oder an der Ausstellungskassa

unter Tel.: 03842/40 62 - 408. Wir stehen Ihnen mit Rat

und Tat zur Verfügung!

www.museumscenter-leoben.at

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Alexander der Große

21. März bis 1. November 2010 Kunsthalle Leoben

Bereits zum 13. Mal ist die Kunsthalle

Leoben Schauplatz einer kulturhistorischen

Ausstellung von internationalem

Format: Alexander der Große.

Kaum eine andere historische Gestalt

hat die Gemüter so bewegt. Ab 21. März 2010 steht

er im Mittelpunkt der Leobener Großausstellung.

In Zusammenarbeit mit den Reiss-Engelhorn-

Museen Mannheim und dem Kunsthistorischen

Museum Wien werden bei der Präsentation neue

Schwerpunkte gesetzt. Während sich bisherige

Schauen zu Alexander dem Großen meist auf sein

Wirken im europäischen Raum und in Ägypten

beschränkt haben, öffnet diese Ausstellung den

Blick nach Zentralasien. Ausgangspunkt der Reise

auf den Spuren des makedonischen Herrschers ist

die antike Metropole Babylon – das Tor zu einer für

die Griechen bis dahin unbekannten Welt.

Die Ausstellung folgt Alexander dem Großen auf

seinem Eroberungszug durch das riesige persische

Reich, das von den achämenidischen Großkönigen

beherrscht wurde. Sie waren für den jungen

Alexander zwar einerseits Feinde, ihre Kultur und

ihre politische Struktur bedeuteten für ihn aber zugleich

eine große Faszination. Er übernahm nicht

nur das achämenidische Wirtschafts- und Verwaltungssystem,

sondern sah sich schließlich auch in

der Nachfolge der persischen Großkönige.

Der elf Jahre währende Feldzug

führte zu tief greifenden

kulturellen, wirtschaftlichen

und gesellschaftlichen Umbrüchen.

Nichts war mehr

wie zuvor. Durch den Feldzug

Alexanders wurden die

zentralasiatischen Völker mit

der griechischen Kultur und

Lebensweise konfrontiert. Umgekehrt

kamen Alexanders Heer und

Tross nicht nur mit der persischen Lebenswelt,

sondern auch mit den lokalen

Kulturen Zentralasiens in Kontakt. Die

nachhaltigen Wechselwirkungen dieser

Begegnung stehen im Mittelpunkt der

Ausstellung.

Die Ausstellung präsentiert mehr als 400

Exponate, die teilweise erstmalig in Europa

zu sehen sind. Ein besonderer Höhepunkt der

Ausstellung sind Ergebnisse der 2008 abgeschlossenen

archäologischen Ausgrabung einer Festung

in Kurgansol (Usbekistan). Die einzigartigen

und erstaunlichen Kunstobjekte stammen aus

den reichen Archäologischen Nationalmuseen

in Duschanbe (Tadschikistan) und Kabul (Afghanistan)

sowie aus den großen europäischen Museen,

wie beispielsweise dem Louvre, dem British

Museum, der Petersburger Eremitage, dem Moskauer

Museum für Orientalische Kunst und den

Berliner Museen Preußischer Kulturbesitz

KUNSThALLE LEOBEN

Kirchgasse 6 8700 Leoben

T: +43 (0) 3842/40 62-408

F: +43 (0) 3842/40 62-410

21. März – 1. November 2010

ÖFFNUNGSZEITEN:

täglich 09:00–18:00 Uhr

kunsthalle@leoben.at

www.museumscenter-leoben.at

www.leoben.at


Geöffnet: 1. Mai bis 31. Oktober

ÖFFNUNGSZEITEN:

Donnerstag bis Sonntag:

10:00 – 12:00 Uhr

15:00 – 17:00 Uhr

Gruppenführungen auch nach

Voranmeldung:

T: -43 (0) 3844/80 20

DW: 10 oder 16

EINTRITTSPREISE:

Erwachsene: € 4,–

Gruppenpreis (ab 10 Personen):

€ 3,– pro Person

Kinder (von 6 bis 16 Jahre): € 2,–

Schulklassen: € 1,– pro Person

MUSEUMShOF

KAMMERN

A-8773 Gemeinde

Kammern im Liesingtal

T: +43 (0) 3844/80 20

DW: 10 oder 16

gde@kammern-liesingtal.

steiermark.at

www.museumshof-kammern.at

Vorzeigeprojekt „Museumshof Kammern“

Im Beisein von Landesrat Manfred Wegscheider,

zahlreicher Ehrengäste und vieler Interessierter

aus nah und fern hat Bürgermeister

Karl Dobnigg am 8. November ein Museum

der besonderen Art in Kammern eröffnet.

Herzstück des Museums, das rund um den im Vorjahr

eröffneten Dorfplatz gruppiert ist und aus der

so genannten Scheune und dem Steinrisserhaus

besteht, sind die schönsten Exponate aus der

Sammlung Böckl. Der in Kammern ansässige Mediziner

Dr. Rüdiger Böckl sammelt seit mehr als zwei

Jahrzehnten landwirtschaftliche Geräte. Während

die Großgeräte in der für diesen Zweck architektonisch

höchst gelungen umgebauten Scheune

ausgestellt sind, befinden sich die bäuerlichen

Kleingeräte in Teilen des behutsam adaptierten

Steinrisserhauses. Komplettiert wird das Ausstellungsangebot

durch das Dorfmuseum sowie

die Sonderausstellung „500 Millionen Jahre Erd-

geschichte“. Rund 400 Fossilien aus der Sammlung

von Ing. Lambert Schüssler, deren Schönheit

nicht nur Experten begeistert, dokumentieren auf

eindrucksvolle Weise die Entwicklung unserer

Erde. Treibende Kraft hinter dem Bereich Dorfmuseum

ist Dir. Alois Gamsjäger, während Hubert

Butter Interessantes zur Geschichte Kammerns

als Bergbauort beigesteuert hat.

Mit DI Marion Wicher als Architektin und Dr. Reinhard

Mittersteiner als wissenschaftlicher Leiter

konnten zwei weithin anerkannte Experten für die

Umsetzung dieses gewaltigen Projektes gewon-

nen werden. Dass beide ihre Aufgaben hervorragend

gelöst haben, war die einhellige Meinung der

zahlreichen Besucher am Eröffnungstag.

Dieser hatte mit einem großen Festzug unter

Einbindung vieler Kammerner Vereine und einer

Festmesse in der Pfarrkirche begonnen. Die

eigentlichen Eröffnungsfeierlichkeiten haben

anschließend in der zum Museum umgebauten

12


13 13

glanzvoll eröffnet

Scheune stattgefunden. Bürgermeister Karl Dobnigg

hat in seiner Festansprache auf die große

Bedeutung dieses gelungenen Projektes für Kammern

verwiesen: „Heute ist unbestritten ein großer

Tag für Kammern. Der Museumshof Kammern

bietet, sowohl was die ausgestellten Exponate als

auch die architektonische und museale Umsetzung

betrifft, Großartiges.“ Der Bürgermeister hat

sich in weiterer Folge bei allen bedankt, die zum

Gelingen dieses Vorhabens beigetragen haben,

besonders bei Rüdiger Böckel, Lambert Schüssler,

Alois Gamsjäger und Hubert Butter für die zur Verfügung

Stellung der Exponate, bei Marion Wicher

und Reinhard Mittersteiner für die gelungene Umsetzung.

Er hat seinen Dank aber auch den vielen,

vielen Helferinnen und Helfern ausgesprochen,

die unermüdlich an diesem Vorzeigeprojekt gearbeitet

haben.

Bezirkshauptmann Dr. Walter Kreutzwiesner

und Landesrat Ing. Manfred

Wegscheider zeigten sich in ihren

Grußworten von diesem „neuen Juwel“

unter den Museen im Museumsverbund

Steirische Eisenstraße tief beeindruckt.

Sie gratulierten zur gelungenen architektonischen

und inhaltlichen Gestaltung und verwiesen auf die

vielfältige Bedeutung dieses Projektes für Kammern.

Mit Führungen durch den Museumshof, der Verkostung

von Spezialitäten aus Kammern sowie

einem gemütlichen Beisammensein in der unmittelbar

angrenzenden neuen Fahrzeughalle der FF

Kammern hat ein für Kammern besonderer Tag

seinen Ausklang gefunden

Claus Kastner


Die GENUSS-Reich-Wirte:

Gasthof Jetz - Gaishorn am See

Harmonika Waldi - Hieflau

Gasthof International - Hieflau

Landgasthof Gietl - Kammern

Gasthaus Spary - Kammern

Gasthof Judmayer - Kammern

Falkensteiner Hotel - Leoben

Gasthof „Zum Greif“ - Leoben

StadtMeierei - Leoben

Schwarzer Hund - Leoben

Gasthof 3 Raben - Leoben

Restaurant AusZeit - Leoben

Felsenwirt - Mautern

Brücklwirt - Niklasdorf

Gasthof Eberhard - St. Michael

Freiensteinerhof - St. Peter-Freienstein

Gasthaus Meisenbichler - Traboch

VEREIN & LEADER-

MANAGEMENT

STEIRISchE EISENSTRASSE

T: +43 (0) 3848/36 00

www.genussreich.at

1. Preis für das neue GENUSS-Reich

Die besten Wirte und Bauern rund um

Reiting und Eisenstraße haben sich

2009 unter der Marke „GENUSS-

Reich“ zusammengeschlossen, um zu

beweisen, welch kulinarisch Höhenflüge

mit dem Einsatz regionaler Produkte möglich

sind. Bereits kurz darauf wurde die vom EU-

Förderprogramm LEADER unterstützte Initiative

mit dem ersten Preis des Wettbewerbs „G´scheit

Essen“ der steirischen Landwirtschaftskammer

ausgezeichnet.

„Wir versuchen in der Gastronomie bestmöglich

auf Fertigprodukte und Geschmacksverstärker zu

verzichten“, gibt die Obfrau des GENUSS-Reich,

Eberhard-Wirtin Ilse Blachfellner-Mohri, ein Bekenntnis

für kreatives Küchenhandwerk und die

Erzeugnisse der heimischen Landwirte ab. „Der

Einsatz regionaler Lebensmittel ist das oberste

Qualitätskriterium“, so der LEADER-Verantwortliche

Gerfried Tiffner. Jeder der beteiligten Wirte

wird in Zukunft Speisen mit Zutaten regionaler

Produzenten auf seiner Karte führen und diese

entsprechend auszeichnen. Worauf man gleich

beim nächsten Besuch ein Augenmerk richten

sollte!

Im November 2009 hat die Steirische Eisenstraße

mit ihrem „GENUSS-Reich rund um Reiting und

Eisenstraße“ den 1. Preis des Wettbewerbes

„G´scheit Essen“ der Landwirtschaftskammer

Steiermark gewonnen. Eine unabhängige Jury

– vom Haubenkoch bis zur Ernährungsexpertin –

prämierte dabei die innovativsten Projekte rund

um Speisenkombinationen aus heimischen Lebensmitteln

und die gelungensten Kooperationen

mit der Landwirtschaft.

Eine schöne Bestätigung, dass der eingeschlagene

Weg, die Eisenstraße zu einer hochwertigen

Kulinarikregion zu entwickeln, der richtige ist.

Seit kurzem ist die Vereinshomepage www.genussreich.at

mit allen Informationen über Produzenten

und Wirte online. Detto wurde eine 36seitige

GENUSS-Reich-Broschüre erstellt, die unter

anderem bei den 35 Mitgliedsbetrieben und in der

Tourismusinformation Leoben aufliegt

MMag. Gerfried Tiffner

14


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„Ein Wirtshaus

zum Verlieben“

Der Eberhard in St. Michael: Wirtshaus

und Herberge wie aus dem Bilderbuch.

Ein Kulturgut mitten im Dorf, in

dem das Beste von den Produzenten

der Region zu feinsten Spezereien

verarbeitet wird.

Seit fast 125 Jahren im Familienbesitz der Familie

Eberhard, jetzt Mohri, besitzt der Gasthof eine

ausgeprägte Geschichte. Schon 1505 als Postkutschenstation

erwähnt, als Kraftplatz und Ruheort

für Reisende, kam 1685 der Titel „Taferne“ hinzu.

Schon damals war der „Eberhard“ ein fester Bestandteil

des Dorflebens und ist es noch heute.

„Der Gasthof ist tief verwurzelt in der Region und

im Jahreskreis. Für die Leut` aus dem Dorf und der

Umgebung ist er Teil ihrer Heimat, ein Ort für´s

Zusammenkommen und Feiern. Wir führen diese

Jahrhunderte alte Bedeutung des Hauses weiter:

Ursprüngliche Geborgenheit im dörflichen Ambiente“,

so Ilse Blachfellner-Mohri, die heutige Inhaberin.

„Nicht nur der Gasthof ist hier verwurzelt, auch ich

bin ein „erdiger“ Typ. In der Küche nehme ich soviel

wie möglich regionale Produkte: luftgetrockneten

Schinken vom Steinrisser in Kammern, Forellen

vom Igler Hannes aus Kalwang, Butter und

Steirerkäs von der Maria Poier aus Seckau, Leobener

Hauskäse und Caprissimum Ziegenkäse von

Roswitha Tscheliesnig aus Vordernberg, Beeren

und Kürbiskernöl von Familie Hafellner aus Proleb,

Brot vom Bäckermeister Leitner aus Mautern

... Wir haben uns alle in der Kulinarikinitiative

GENUSS-Reich rund um Reiting und Eisenstraße

zusammengefunden. Es ist einfach schön zu wissen,

dass so viele Menschen immer mehr Wert

auf Qualität, Nachhaltigkeit und Bodenständigkeit

legen. Unsere Gäste haben Geschmack gefunden

an unseren Speisen und an der Philosophie, die

dahinter steckt: Das Leben genießen, ehrliches

und liebevolles Handwerk in meiner Küche und bei

meinen Lieferanten, darauf lege ich viel Wert.“ Die

Speisekarte hat für jeden Geschmack etwas parat,

gerne zaubert die Wirtin in der Küche auch spontan

etwas ganz Besonderes. Für die Gäste auf alle

Fälle ein Erlebnis, das den Gourmetpapst Chri-

stoph Wagner veranlasste, über den Eberhard

zu sagen: „Ein Wirtshaus zum Verlieben“.

Das Authentische findet der Gast auch in den

Zimmern. Es sind nur einige wenige, aber diese

liebevoll renoviert, mit zahlreichen Details aus

der 500 Jahre alten Geschichte des Hauses. Hier

lässt es sich noch ausruhen und träumen.

Es gibt nur noch wenige Gasthöfe in der Steier-

mark, die auf eine so lange Geschichte zurückblicken

können, in denen sich der Gast nicht nur

wohl fühlt, weil er das traditionelle Ambiente

spürt, sondern weil er auch bestens bewirtet

wird. Dafür sorgen die Wirtin, Oberkellner Hans

Wagner und das ambitionierte, fröhliche Eberhard-Team

Mag. a Bärbel Wacker

GASThOF EBERhARD

Raiffeisenstraße 24

A-8770 St. Michael

T: +43 (0) 03843/22 22

www.gasthof-eberhard.at

Aufg´sperrt ist: Di – Do, Sa, So

Herd eingeheizt:

12:00 – 14:30 Uhr,

18:00 – 21:30 Uhr


Vom Weihnachtsbaum

zum Kürbiskern

Diesen Spagat hat Familie Hafellner

aus Proleb riskiert und dies mit großem

Erfolg. Angefangen hat es mit dem

Ab-Hof-Verkauf eigener Christbäume

vor über 20 Jahren, bald folgte der

nächste Schritt: Bobby´s Erdbeeren zum Selberpflücken.

Mittlerweile wartet man in den Bezirken

Leoben, Knittelfeld und Judenburg jeden Juni auf

das Öffnen ihrer Erdbeerfelder. Aktuellster Coup

ist die Produktion von obersteirischem Qualitäts-

Kernöl.

Experimentierfreudig wie Robert (Bobby) Hafellner

und seine Frau Barbara sind, wagten sich die beiden

vor zwei Jahrzehnten auf das Neuland „Beerenaufzucht“

- und siehe da: Das Klima spielte mit,

der Absatz war ausgezeichnet. Als Jahre später

der Wandel in der Gesellschaft spürbar wurde –

Einkochen und selber Backen war nicht mehr so

„in“ – musste etwas Zusätzliches her.

Seit 1993 kann man auch Gladiolen und Sonnenblumen

selbst pflücken und seit 1995 Himbeeren im

Herbst. So einfach wie das klingt, war es natürlich

nicht: Unsere Region bietet nicht unbedingt das

typische südländische Klima, wie Beerenfrüchte

es gerne hätten. Viele Gartenbesitzer wissen dies

nur zu gut: Nasse Sommer, starke Winterfröste und

besonders gefürchtet ein Wärmeeinbruch im Jänner

und dann wieder Frost. So ging es auch Familie

Hafellner: Die Konsequenz – keine Erdbeeren mehr

in Murau und Liezen, keine Sommerhimbeeren

mehr. Aufgabe der Heidelbeerkultur nach sieben

Jahren. Dafür entdeckte man den Kürbis.

Seit zwei Jahren wächst er in Proleb. Das ist möglich,

weil dieser kleine Ort ein ganz besonderes

Kleinklima hat: Schon die Römer bauten hier Wein

an. Natürlich ist auch hier der Ertrag abhängig vom

Wetter. „Aber wir wollten unseren Stammkunden

etwas Neues bieten“, so Robert Hafellner. „Das

Kürbiskernöl, die Kerne und das selbst gemachte

Pesto meiner Frau kommen sehr gut am Markt an.

Wichtig ist es für uns, das Vertrauen des Kunden

durch die Transparenz bei der Produktion zu bestätigen

und das Regionalbewusstsein zu stärken. Wir

sind auch Lieferant der regionalen Kulinarikinitiative

GENUSS-Reich, denn nur gemeinsam können

wir das vorhandene Potenzial bei Lieferanten und

Gastronomen ausnutzen und dem Kunden nahe

bringen“

Mag. a Bärbel Wacker

FAMILIE hAFELLNER

VULGO AUMOARhOF

Landesstraße 20

A-8712 Proleb

T: +43 (0) 3842/812 82

www.hafellner.at

www.genussreich.at

16 16


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Bierlokal des Jahres am Leobener

Hauptplatz

„Wir erzählen Biergeschichte, denn wir sind Bier-

geschichte“, lautet das Motto des Arkadenhofs,

der ältesten Brauereigaststätte in Leoben. Seit

vier Jahrhunderten steht das Wohl des Gastes im

Mittelpunkt und heute erlebt man im Arkadenhof

ein gastronomisches Angebot, welches weit über

die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt ist.

Bierpapst Conrad Seidl kürte die historische Gaststätte

zum Bier- und Käselokal des Jahres 2009

und ORF-Gourmet Reinhart Grundner kochte hier

schon den Bierrostbraten und die traditionelle

Gösser Biersuppe in seinem TV-Hit „Grundners

Kulinarium“ nach. Das unverwechselbare Ambiente

des Arkadenhofs lädt zum langen Verweilen

ein und steht in einem ganz natürlichen Bezug zur

Region. Leicht und klassisch, traditionell und gut

bürgerlich, regional und saisonal sind die Adjektive,

die die Speisekarte des Arkadenhofs beschreiben.

Die Weinlaube

Im romantischen Innenhof spendet der vielleicht älteste

Weinstock Österreichs den Gästen der Weinlaube

Schatten und sorgt für eine lauschige Atmosphäre

im Zentrum der Stadt. Bei Schlechtwetter

oder in den kalten Monaten zieht man sich in das

urige Ziegelgewölbe zurück. Der Schwerpunkt liegt

bei den steirischen Weinen, die gemeinsam mit Heu-

rigenspezialitäten aus der Umgebung den Gaumen

verwöhnen. Für jene, denen die Qual der Wahl aus

einem der größten Weinsortimente der Obersteiermark

zu groß ist, findet das charmante Team der

Weinlaube immer den passenden Tropfen und dazu

die korrespondierenden Speisen - oder umgekehrt.

Das Pub o`Cino begleitet Sie

in die nächtlichen Stunden ...

Mag. a Als zentrales Innenstadtlokal wurde das Pub

o`Cino von Bierpapst Conrad Seidl zum 6. Mal in

Serie zum besten Bierlokal der Steiermark gekürt.

Neben »the best music in town« gibt es hier auch

»the best beer in town« - mit der größten Bierauswahl

der Stadt und 50 verschiedenen Biersorten

aus 35 Nationen

Bärbel Wacker

ARKADENhOF | GASTSTäTTE

SchWARZER ADLER |

WEINLAUBE SchWARZER

hUND | PUB O`cINO

Hauptplatz 11

A-8700 Leoben

T: +43 (0) 03842/420 74

www.arkadenhof.at

ÖFFNUNGSZEITEN:

Mo – Do 10:00 – 24:00 Uhr

Frei, Sa 10:00 – 02:00 Uhr

So 11:00 – 23:00 Uhr


Michael und Peter Leypold: Zwei „feine G

Während Michael Leypold

als exzellenter Weinkenner

längst weit über die Grenzen

Österreichs hinaus bekannt

und gefragt ist, zeichnet

Bruder Peter bei der größten Kreuzfahrtsgesellschaft

der Welt für 3.000 Köche und über 100 Millionen

Mahlzeiten im Jahr verantwortlich.

Beginnen wir mit dem Bodenständigen der

Leypold-Brüder: Unbekannt ist Michael in der

Region bei Gott nicht. Als Wirt der „3 Raben“,

als Obmann des Tourismusverbandes Leoben

und als „Chef“ des Tourismusregionalverbandes

Hochsteiermark setzt er immer wieder Akzente.

Doch um diese Themen geht es in dem Bericht

nicht. Wir wollen vielmehr den Weinkenner Michael

Leypold vorstellen. Dass er eine besondere

Beziehung zum Wein hat, merkt jeder, der einmal

unter den „3 Raben“ in einem der schönsten

Weinkeller der Obersteiermark war.

Vor etwa 18 Jahren hat der engagierte Gastronom

seine Begeisterung und bald auch seine

Begabung für Wein entdeckt. Grund- und Aufbauseminare

in der Weinschule Krems und die

Weinakademie Rust waren die logischen Folgen.

Heute agiert Michael Leypold auf einem Level,

dass ihm bei einer Blindverkostung von 48 Weinen

bei rund 85 Prozent die richtige Zuordnung

nach Rebsorte, Land, Gebiet und Jahrgang gelingt.

„Augen, Nase und Gaumen sind die entscheidenden

Hilfsmittel zur Bestimmung. Mit den Augen

kann der optische Eindruck festgestellt werden.

Die Schlierenbildung lässt eine Einschätzung des

Extrakt u. Alkoholgehalts zu, über die Farbe kann

man das Alter feststellen.

„Mit der Nase stelle ich die Sauberkeit, die Fruchtigkeit

und das Entwicklungsstadium des Weins

fest. Mit dem Gaumen, ob der Wein trocken oder

süß ist, wie die Säure und Tanninstruktur ist,

wie der Körper des Weines ist, natürlich die Geschmackskategorien

ob fruchtig, blumig, vegetabil,

würzig, holzig, tierisch, chemisch… das Potenzial

des Weines kann man am Abgang, ob kurz,

mittel oder lang, herausfinden“, erläutert er seine

Vorgangsweise bei Verkostungen.

Was jetzt noch gar nicht so außergewöhnlich

klingt, muss es aber doch sein. Denn Michael

Leypold wird inzwischen von den bekanntesten

Weingütern der Welt eingeladen, um „ihre besten

Tropfen“ bei Veranstaltungen zu präsentieren. Da

können dann schon einmal Weine dabei sein wie

vor kurzem in Wien, wo ein Jahrgang 1934 vom

Weingut Domaine de la Romaneé Conti aus Burgund

zum Flaschenpreis von 28.000 Euro verkostet

18 18


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aumen“ machen Karriere

wurde. „Das sind Dimensionen, die rein aus der

Spekulation resultieren. Von den Gestehungskosten

kann eine Flasche Wein maximal 100 Euro

kosten“, rückt Michael Leypold die Preisstruktur

zurecht.

Auf eine Empfehlung hin angesprochen, verweist

Leypold sofort auf die steirischen Weine: „Unsere

Sauvignons zählen weltweit zu den Besten,- dies

haben sie beim Welt-Sauvignon-Kongress im vorigen

Jahr eindrucksvoll bewiesen. So ist der eine

oder andere französische oder neuseeländische

Winzer blass geworden, welche Top-Qualität wir

in der Steiermark haben. Wirkliche Spitzenweine

sind um rund 30 Euro pro Flasche (z.B. Ratscher

Nussberg, oder Zieregg) erhältlich. Die Steiermark

ist vor allem berühmt für ihre Klassik-Linie,

wo sich der Flaschenpreis zwischen 5 und 12 Euro

(z.B. Muskateller, Welschriesling, Weissburgunder,

Sauvignon blanc…) bewegt. Tolle Weißweine

mit höchster internationaler Anerkennung werden

in der Wachau gekeltert. Ein Tipp in dem Zusammenhang:

der Jahrgang 2006 soll der beste der

letzten 50 Jahre sein! Und nicht zu vergessen sind

natürlich die Süßweine, bei denen Österreich in

der Champions League spielt.“

Punkto Weinverständnis meint Michael Leypold,

dass sich dieses in Österreich positiv entwickelt

habe. In einer eigentlichen Bierregion wie dem

Bezirk Leoben gelte es natürlich noch viel Entwicklungsarbeit

zu leisten. Hier setzt der Weinexperte

auf das gewaltige kulinarische Potenzial der

Region: „Exzellente Produkte aus der Region, zubereitet

von innovativen Köchen, serviert mit edlen

Weinen und einer Portion Herzlichkeit sind der

richtige Mix, damit der Gast gerne wiederkommt.“

Der Pflege des Weins ist Michael Leypold auch

noch aufgrund seiner Mitgliedschaft bei der Europäischen

Weinritterschaft verpflichtet, wo er sich

Junex de vino nennen darf. Rund 100 Mitglieder

umfasst diese Gemeinschaft in unserem Bundesland,

vor kurzem wurde das 15-jährige Bestandsjubiläum

vom Legat Steiermark gefeiert. Darüber

hinaus darf er sich auch zur elitären Weinbruderschaft

St.Christoph am Arlberg zählen

Dass es noch einen „zweiten“ Leypold

gibt – noch dazu in der Branche, war

bisher wohl nur Insidern bekannt. Peter

hat von 1967 bis 1970 beim damaligen

Grand Hotel Baumann in Leoben

Koch gelernt. Nach einigen Positionen im In- und

Ausland heuerte er 1977 auf der Vistafjord an und

startete so eine große Karriere auf Kreuzfahrtsschiffen.

Es folgten dann Stationen als Executive

Chef bei Royal Viking Line von 1978 bis 1991 und

von 1991 bis 1996 als Corporate Chef bei einer

Catering Company in Florida.

1997 war noch eine Zwischenstation als Corporate

Chef bei Costa Cruises, bevor Peter Leypold 1998

zu Carnival wechselte und hier seither als Corporate

Execute Chef tätig ist.

Carnival ist die größte und erfolgreichste Kreuzfahrtsgesellschaft

der Welt. Zurzeit hat diese Gesellschaft

22 Schiffe im Einsatz, wovon das größte

Schiff Platz für 4.683 Passagiere und ungefähr

1.300 Besatzungsmitglieder bietet. „Zu meinen

Aufgaben gehört das Heuern und Trainieren von

ungefähr 3.000 Köchen, das Menü und Rezepte

schreiben sowie Spezifikationen für alle Lebensmittel“,

umreißt Peter Leypold sein vielfältiges

Aufgabengebiet. Noch eine Zahl, die die gewaltigen

Dimensionen untermauert: Carnival serviert

über 100 Millionen Mahlzeiten im Jahr!

Privat lebt Peter Leypold mit seiner Frau Leah und

den beiden Kindern Alexander und Michaela seit

mehr als 15 Jahren in der Nähe von Miami.

Seine alte Heimat hat Peter Leypold natürlich auch

nicht vergessen. Regelmäßig kommt er nach Leoben,

um Familie, Freunde und Verwandte zu besuchen.

Dreimal dürfen Sie raten, worüber sich die

Leypold-Brüder dann hauptsächlich unterhalten!

Claus Kastner

Gasthof 3 Raben

Im Tal 17

A-8700 Leoben

T: +43 (0) 3842/213 34

F: +43 (0) 3842/213 34 6

office@3raben.com

www.3raben.com


Ein durchwachsenes Jahr

erfolgreich bewältigt

Anton Hirschmann

Citymanager und GF des Tourismusverbandes

Trotz teilweise schwieriger Rahmenbedingungen,

verursacht primär

durch die Wirtschaftskrise samt

Auswirkungen, hat der touristische

Aufwärtstrend in Leoben auch 2009

angehalten. Details dazu im Gespräch mit Citymanager

und TV-Geschäftsführer Ing. Anton

Hirschmann.

Fe+ Magazin: herr hirschmann, wie sehen Sie

als Geschäftsführer des Tourismusverbandes

Leoben die momentan schwierige Situation vieler

Städte?

Im Vergleich zu anderen Städten unserer Größe,

aber auch den ganz großen, stehen wir gar

nicht schlecht da. Unsere Ankunftszahlen 2009

haben sich gegenüber dem Rekordjahr 2008 sogar

verbessert, und auch bei den Nächtigungen

konnten wir das Ergebnis von fast 80.000 halten.

Die Aktivitäten in der Stadt, die Verbesserungen

der Infrastruktur, wie Erhöhung des Bettenangebotes,

wirken sich sehr positiv aus. Außerdem

bemühen wir uns schon seit längerem, Leoben

als idealen geografischen Ausgangspunkt für

Ausflüge zu den vielen Sehenswürdigkeiten in

der Hochsteiermark sowie in der gesamten Steiermark,

natürlich inklusive Graz, zu positionieren.

Unsere Netzwerke - sprich sehr aktive Mitgliedschaften

beim Tourismusregionalverband Hochsteiermark

und Steiermark Convention - tragen

ebenfalls Früchte.

Fe+ Magazin: Sie sind ja nicht nur für den Tourismus

der Stadt Leoben mitverantwortlich, sondern

auch Geschäftsführer des citymanagements und

des convention Bureaus Leoben. Welche Perspektiven

ergeben sich daraus?

Vorab möchte ich anmerken, dass sich diese

Geschäftsfelder erst langsam Stück für Stück ergeben

haben. Ich bin quasi in jede Position hineingewachsen.

Die jeweiligen Aufgabenbereiche

haben alle dieselbe Zielrichtung, Leoben als Destination

bekannt zu machen und zu festigen. Es gilt

Synergien zu nutzen und das Zusammenwirken

aller Bereiche zu optimieren.

Als Geschäftsführer des Convention Bureaus ist

es mir ein großes Anliegen, den Tagungstourismus,

die so genannte Königsklasse des Tourismus,

für Leoben zu stärken. Königsklasse deshalb, weil

sich dieser Zweig durch eine enorme Wertschöpfung

auszeichnet. Kongress- und Tagungsteilnehmer

geben nachgewiesen sehr viel Geld aus. Wir

sind auch Mitglied bei der „Steiermark Convention“

und „vermarkten“ Leoben auf zahlreichen

Fachmessen.

Meine Aufgabe als Citymanager liegt darin, als

Bindeglied zwischen der Gemeinde, dem Handel

und der Wirtschaft in Leoben zu fungieren und die

Marke Leoben zu forcieren. Durch gezielte Veranstaltungen

und Aktionen wird die Besucherfrequenz

in der Stadt erhöht. Die Verschränkung von

touristischen Veranstaltungen mit Aktivitäten für

den Handel und die Wirtschaft ist dabei erforderlich.

Beispiele sind „Gratis mit Bus und Bahn nach

Leoben“ in Kooperation mit dem Einkaufszentrum

LCS. Tausende Gäste haben diese Aktion genutzt.

Oder der LE-Gutschein, auf den ich besonders

stolz bin: 2009 wurden LE-Gutscheine im Wert von

knapp 2 Millionen Euro, das wären in alter Währung

ca. 28 Millionen Schilling, verkauft. Dieses

Geld bleibt in unserer Stadt.

Mag. a Bärbel Wacker

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Kulinarik pur.Genuss.Erlebnis.

Leoben

Es gibt jede Menge Restaurants und Gasthöfe

in Leoben, die von heimischer Küche

bis zu internationalen Spezialitäten

alles anbieten. Dieses Potenzial gilt es

zu nutzen, um die kulinarischen Wünsche

der Einheimischen und der vielen Gäste der

Stadt qualitätsvoll und nachhaltig zu erfüllen.

Ausgehend vom Tourismusverband Leoben hat

sich Anfang 2009 eine Gruppe von Gastronomen

zusammen gefunden und das Kulinarik-Projekt

Genuss.Erlebnis.Leoben gegründet.

Die guten Kontakte zu Starkoch Reinhard Gerer

wurden genutzt, um ihn als Schirmherr zu engagieren,

der sich als gebürtiger Steirer begeistert

dieses Projektes angenommen hat. In Zusammenarbeit

mit den mittlerweile neun Gastronomiebetrieben:

AusZeit, Brücklwirt, Gasthof 3 Raben,

Gasthof Zum Greif, Gösser Bräu, Restaurant in der

Au (Falkensteiner), Restaurant Hölzl, Stadt Meierei,

Weinlaube & Vinothek Schwarzer Hund gilt es

Aktivitäten zu setzen, um die Stadt Leoben auch

am kulinarischen Sektor in den Vordergrund zu

rücken. In einem ersten Schritt hat diese Gruppe

zum Teil fast vergessene Leobener Gerichte und

Spezialitäten ausfindig gemacht und als Neuinterpretationen

in ihre Speisekarten aufgenommen.

Unvergessen ist eine Veranstaltung in dem Zusammenhang,

und zwar das spannende Kochduell

„Wirtschaft gegen Sport“ im vergangenen September

am Leobener Hauptplatz. Das Wettkochen

vor einer gestrengen Jury, unter der Aufsicht

von Reinhard Gerer und dem höchst interessierten

Publikum, hat nicht nur den Gästen, sondern

auch den Köchen viel Spaß bereitet. Knapp gewonnen

hat übrigens das Team Sport. Dabei gab

es auch wertvolle Tipps von Schirmherr Gerer,

dessen Koch-Workshop im Jänner 2010 in Leoben

bereits ausgebucht ist.

Was wäre ein Kulinarik-Projekt in Leoben ohne

„unser“ Bier? Der einzige in Leoben noch ansässige

Fleischereimeister Schmidt in Donawitz

hat es sich nicht nehmen lassen, einen LE- Bierleberkäse

und ein LE- Bierwürstel zu kreieren.

Wer beides verkostet hat, ist vom Geschmack

begeistert.

Ach ja, ein Qualitätssignal soll besonders erwähnt

werden: Ganz still und leise haben sich

Martin Neuretter und seine Lebensgefährtin

Isabella Pichler (Restaurant Stadt Meierei in der

Homanngasse) eine „Haube“ erkocht. Herzliche

Gratulation! Wie gesagt, Potenzial ist vorhanden,

man muss es nur erkennen!

Mag. a Bärbel Wacker

GASTRONOMIEBETRIEBE

Restaurant „AusZeit“

Brücklwirt

Gasthof „3 Raben“

Gasthof „Zum Greif“

Gösser Bräu

Restaurant „In der Au“

Restaurant Hölzl

Stadt Meierei

Weinlaube & Vinothek

„Schwarzer Hund“


Die „Marke“ Leoben boomt

Marketingfachleute wissen, wie

schwierig und vor allen Dingen

langwierig es ist, einen Namen

als „Marke“ zu positionieren.

Weltbekannt sind Coca Cola

oder Red Bull, beides Produktnamen, die durch

massiven Einsatz von Werbung in Zeitschriften, im

Fernsehen, im Kino, direkt in der Gastronomie oder

bei Veranstaltungen bekannt wurden. Dietrich

Mateschitz hat enorme Summen in das Marketing

seines Energie Drinks investiert und ist mittlerweile

mehr als erfolgreich. Diese beiden Produkte

haben es geschafft, durch ihren Geschmack und

durch ihr Image zu überzeugen. Sie haben aber

auch einige „Jahre“ dafür gebraucht.

Um eine Stadt als Marke zu etablieren, ist sehr viel

mehr notwendig. Man muss ihren Ruf /ihr Image

nach außen tragen, muss Gäste einladen und sie

motivieren die Stadt zu besuchen, damit sie selber

ausprobieren, ob die Stadt ihrem Ruf gerecht wird.

Ein Teil dieser „Einladung“ sind attraktive Veranstaltungen,

die über das ganze Jahr verteilt, stattfinden.

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Leoben hat diese Herausforderung angenommen

und bietet seinen Einwohnern

und natürlich auch seinen Gästen von

Jahr zu Jahr mehr an Erlebnismöglichkeiten.

Dabei ist es sehr wichtig, möglichst

viele Geschmäcker zu treffen und vor allen Dingen

jeweils qualitativ hochwertig zu sein. Ein zusätzlicher

Ansporn ist natürlich die Exklusivität der

Veranstaltung. Aber damit hat Leoben eigentlich

keine Probleme: Die kulturhistorischen Ausstellungen

in der Kunsthalle, in Kooperation mit dem

Kunsthistorischen Museum Wien und internationalen

Museen, sind bereits Standard (2010 folgt

die 13. Ausstellung mit „Alexander der Große“)

und international anerkannt, Fixgrößen wie Gösser

Kirtag und Stadt Land-Fest gehören ebenso dazu

wie die Gesundheitsmesse „fit&g´sund“, die Automesse

sowie der dreimal jährlich statt findende

Kunsthandwerksmarkt am Hauptplatz.

Als Stadt darf man nie stehen bleiben – so sollte

man sich auch Neuheiten überlegen und ausprobieren.

Wenn sie mit derart großem Erfolg absolviert

werden, ist eine Wiederholung natürlich

vorprogrammiert. Am 12./13.Juni gibt es den 2.

LCS Kart Grand Prix um den „Großen Preis von

Leoben“. Diese Veranstaltung im Sommer 2009

hatte Tausende Besucher nach Leoben gelockt

und derart viel Begeisterung ausgelöst, dass der

Run auf die Teilnahme 2010 bereits eingesetzt hat.

Informationen dazu unter www.citymanagementleoben.at.

Ebenso positiv aufgenommen wurde das im Rahmen

des Leobener Kulinarik-Projektes veranstaltete

1. Leobener Weinfest mit zahlreichen steirischen

Weinbauern, die sich Ende August 2010

gerne wieder in der Innenstadt präsentieren.

Etwas ganz Besonderes wird auch die 1. Steirische

Spezialitäten- und Genussmesse, die Anfang

November im Congress Leoben stattfinden

wird. Die Stadt und die Region um Leoben, aber

auch die gesamte Steiermark haben derart viel an

Kulinarik zu bieten, dass Leoben den Produzenten

und Gastronomen mit dieser Messe eine Plattform

bieten möchte.

Es wird 2010 einen ganzen Reigen an interessanten

Veranstaltungen in der Stadt geben, sodass hier nur

noch ein paar der Highlights angeführt werden können:

Fest der Nationen im Juni, Jubiläum anlässlich

150 Jahre Gösser Brauerei, Jubiläum anlässlich

350 Jahre Jesuitenkirche und 200 Jahre Pfarrkirche

St. Xaver, Messe Hochzeitswelten im Congress im

November, ab Ende November Adventstadt Leoben

und und und.

Auch 2010 wird Leoben seine Gäste herzlich willkommen

heißen und sich bemühen, die „Marke“

Leoben weiter zu festigen.

Mag. a Bärbel Wacker


FÖRDERINFO FüR BIO-

MASSE-NAhWäRME:

LEADER-PROGRAMM

STEIRISchE EISENSTRASSE

MMag. Gerfried Tiffner

T: +43 (0) 3848/36 00

www.eisenstrasse.co.at

Klein, aber oho!

So könnte man das neue Biomasse-

Heizkraftwerk in St. Michael in der

Obersteiermark bezeichnen. Im Zuge

des Neubaus des Gemeindeamtes in

St. Michael wurde schon in der Vorplanungsphase

an ein Heizungssystem mit erneuerbarer

Energie gedacht. Allerdings konnte man

sich mit einer teilsolaren Raumheizung aufgrund

der relativ langen Amortisationszeit nicht so recht

anfreunden, ebenso wenig mit einer Pelletsheizung.

„Und ein Passivhaus kam für uns nicht in

Frage“, so Bürgermeister Heinz Jungwirth.

„Wir haben uns einige Objekte angesehen und

kamen zu dem Entschluss: Wir brauchen frische

Luft.“

Während der Planung des Baus konnte schließlich

Ing. Heinrich Ruhs von der zuständigen Haustechnikfirma

die Gemeindeverantwortlichen für eine

Hackschnitzelheizung erwärmen. - Wie es der Zufall

wollte, steht direkt neben dem Gemeindebau

der große Bauernhof von Helmut Jöchlinger. Er

selber besaß für seinen Hof eine Holz-Stückgutheizung

und hätte diese in einigen Jahren durch

eine Hackschnitzelheizung ersetzt. Als Heinrich

Ruhs ihn ansprach, kam man sich bei den Abwicklungsmodalitäten

bald näher: Das Mikronetz

St. Michael war geboren.

Insgesamt drei Abnehmer (Gemeindeamt, Tier-

arzt, Bauernhof Jöchlinger) in unmittelbarer Nähe

werden über das kleine Nahwärme-Heizkraftwerk

versorgt. Die Voraussetzungen waren ideal, da

die Wärmeleitungen nur geringe Länge aufweisen

und der Hof genügend Lagerfläche für die

Hackschnitzel besitzt. Biomasse-Nahwärmenetze

weisen zahlreiche Vorteile auf: sie sind CO neu- 2

tral, da Holz bekanntlich nachwächst und CO ein- 2

atmet Hackschnitzel sind wesentlich preiswerter

als Pellets und das Ganze läuft vollautomatisch.

Hinzu kommt, dass das Land Steiermark und die

EU solche Anlagen über das LEADER-Programm

großzügig fördern, womit sich die Errichtungskosten

besser rechnen.

Trotzdem gibt es bisher sehr wenige Anlagen in

unserer Region verglichen mit der übrigen Steiermark.

„An sich unverständlich“, so Helmut Jöchlinger,

„denn wir haben wirklich gutes Holz mit

hoher Wärmeausbeute. In der Untersteiermark

gibt es bereits wesentlich mehr Hackschnitzel-

Anlagen, obwohl dort für die Verbrennung eine

eher schlechtere Holzqualität benutzt wird.“ Auch

Bürgermeister Heinz Jungwirth würde sich wünschen,

dass sich bei den Rahmenbedingungen,

auch für Photovoltaikanlagen, noch viel mehr tut.

St. Michael kann jedenfalls stolz auf sein Niedrigenergie-Gemeindehaus

mit Ökoheizung sein – ein

Klimaschutzprojekt mit Vorzeigewirkung

Mag. a Bärbel Wacker

24


25

„Wir sind gut aufgestellt“

Jüngste Schlagzeilen wie

„Uni Standort Leoben in

Gefahr“ und „Montanuni

Leoben bleibt das Nachsehen“

in Verbindung mit der Studienrichtung

Kunststofftechnik gehören der Vergangenheit

an. Obwohl Linz, aus welchen Gründen auch

immer, ein fast identisches Studium aufbaut, besteht

für Leoben keine Gefahr mehr. Land und Bund

haben die Einzigartigkeit der Leobener Ausbildung

in diesem Bereich erkannt, das 4-Säulen-Prinzip

der Ausbildung (Chemie, Verarbeitung, Werkstoffkunde,

Konstruieren, alles in Verbindung mit Kunststoffen)

ist so gut wie einmalig auf der Welt. „Unsere

Absolventen sind extrem gut ausgebildet“, so

Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. mont. Clemens Holzer, Leiter

des Institutes für Kunststoffverarbeitung.

„Die weltweite Nachfrage nach den Studienabgängern

ist nach wie vor sehr groß. Durch die

Etablierung von zwei weiteren Lehrstühlen Anfang

2010 wird die Ausbildung noch detaillierter. Trotz

der Unstimmigkeiten mit Linz und der weltweiten

Wirtschaftskrise geht es unserem Studienbereich

so gut wie lange nicht mehr. Es herrscht absolute

Aufbruchstimmung. Insgesamt sechs Lehrstühle

mit über 130 Mitarbeitern in der Kunststofftechnik,

ab März 2010 im umgebauten ‚Rostschwammerl‘

6.600 qm Fläche nur für uns und die Etablierung

des PCCL (Polymer Competence Center Leoben)

als K1-Kompetenzzentrum für Spitzenforschung,

mit einer Förderung von 20 Mio. E in den nächsten

Jahren. Das lässt eigentlich keinen Wunsch

offen“, so Prof. Holzer.

Der Wegfall der Uni Linz als Partner des PCCL

konnte innerhalb kürzester Zeit wettgemacht

werden durch den Einstieg zahlreicher, vor allen

Dingen großer Industrieunternehmen. Das PCCL

hat mehr Partner als je zuvor. „Durch die Wirtschaftskrise

ist bei Global Playern der Bedarf an

Forschung und Entwicklung noch größer geworden.

Wir haben F&E Aufträge in Hülle und Fülle,

und dies freut mich besonders. Denn neben 50%

Grundlagenforschung wird die zweite Hälfte mit

angewandeter Forschung abgedeckt. D.h. wir ar-

Univ. Prof. Dipl. Ing.

Dr. mont. Clemens Holzer

beiten sehr eng mit Firmen zusammen und bekommen

natürlich auch Aufträge von diesen. Dadurch

sind wir auch finanziell sehr gut aufgestellt.“

Prof. Clemens Holzer bezeichnet sich selbst als

Netzwerker und lobt die hervorragende Zusammenarbeit

an der Montanuni über alles. Die Bindung

ehemaliger Studenten an die Universität

zeigt sich durch viele Aufträge, die ehemalige

Absolventen, jetzt in Topjobs in der Industrie tätig,

nach Leoben bringen. Die Ziele des Institutes sind,

die einzigartige Position und den Bereich F&E noch

weiter auszubauen, die Leistungen des Instituts

und der Mitarbeiter noch stärker nach außen zu

zeigen und das Interesse an Naturwissenschaften

in den Schulen weiter zu wecken, um noch mehr

Studierende zu gewinnen. Denn die Nachfrage

nach Top Leuten wird weiter sehr groß bleiben

Mag. a Bärbel Wacker

Der Versuch zeigt eine Kunststoffprobe

ohne (links) und mit

(rechts) Nanopartikel. Ohne Nanopartikel

brennt der Kunststoff

lichterloh, mit Nanopartikel ist

er flammhemmend. Der Versuch

wurde im Bereich Kunststofftechnik

durchgeführt.


Der Hit „Ich lebe“ stammt aus

St. Michael

Wer kennt den Song nicht! 2003

stürmte Christina Stürmer

mit „Ich lebe“ die österreichischen

Charts, war wochenlang

die Nr. 1. Kaum bekannt

ist, dass Musik und Text von der gebürtigen

Bild unten: Eva K. Anderson zusammen mit Bernhard Bodler, Leiter Jugend- und

Marktmusikkapelle St. Michael, der schon früh ihr Talent erkannte.

St. Michaelerin Eva K. Anderson, im bürgerlichen

Leben Eva Kraus, stammen. Bescheiden und herzlich

wie sie ist, wehrt sie: ab „Das Lied habe ich,

wie alle meine anderen Songs, zusammen mit

meinem Mann Harald Hanisch getextet und komponiert.

Wir machen alles gemeinsam und wenn

es nur um den gegenseitigen Gedankenaustausch

geht.“ Obwohl sie heute zu den ganz Großen im

österreichischen Popgeschäft gehört, sind ihr

Starallüren fremd, denn ihr Weg zum Erfolg war

viel zu steinig. Mit „Fortune Teller“ (2008 Platz drei

des Ö3 Bandwettbewerbes „Soundcheck“ und immer

wieder unter den Top Ten) und mit „A Sound

of Silence“ hat sie mit ihrer Musik in den letzten

Jahren viele Menschen tief berührt.

Der Zugang zur Musik war sehr früh gelegt, die

„Carpenters“ waren bereits für die Dreijährige

ihre Favoriten. Wie bei vielen kreativen Kindern

war ihre Kindheit geprägt vom Unverständnis der

Erwachsenen und viel zu harten Grenzen, sodass

sie sich zunächst in die Musik flüchtete und dann

eine Zeitlang ganz verstummte.

Bei Auftritten mit der Jugendblaskapelle St. Michael,

im Jazzensemble Leoben und im Chor

Mittendrin zeigte sie schon als Jugendliche das

Potenzial ihrer Stimme auf. Aber erst in Wien,

während des Wirtschaftsstudiums, wurden Liedtexte

schreiben, Komponieren und Singen für sie

wieder viel wichtiger. „Ich schreibe und singe auf

Englisch, in dieser Sprache kann ich meine Gefühle

und Träume am besten ausdrücken. Natürlich

steckt ein Teil meines Lebens in den Liedern.

Ich habe hart lernen müssen, meine Persönlichkeit

zu entfalten und zu verteidigen. Es ist ein ständiger

Prozess. Daher singe ich auch sehr gerne für Kinder.

Ich möchte ihnen mitgeben, wie wichtig es ist,

nicht aufzugeben, die Überzeugung zu haben, den

eigenen Traum leben zu können.“

Wer Eva. K. Anderson sieht, hört und mit ihr spricht,

weiß, dass alles absolut authentisch ist. Sie wirkt

wie ihre Lieder – zerbrechlich und schwebend

wie eine Elfe, und doch mit Kraft. Zu hören auf ihren

CDs, nachzulesen auf ihrer Homepage

www.eva-k-anderson.com

Mag. a Bärbel Wacker

26


27

Standing Ovations für die

Inszenierung „Hotel Kongress Leoben“

Man kennt es von den großen Musicals

in Hamburg, London oder

New York: Ein Stück wird tagtäglich

aufgeführt und von Darstellern

sowie Gästen gleichermaßen

gelebt und geliebt. Die täglichen Vorführungen

verlangen dem Team alles ab, der Regisseur spielt

dabei eine ganz wichtige Rolle: Er kontrolliert, ob

alles nach Drehbuch läuft, er motiviert laufend

die Darsteller und engagiert sich

gleichzeitig beim Kartenverkauf.

Genau dies tut auch Uwe

Hackl: Er besitzt zwar kein

Theater und hat auch nicht Regie

gelernt, doch als Direktor

führt er das Hotel Kongress in

Leoben wie eine permanente

Theateraufführung. Wie man

sieht mit größtem Erfolg: Gerade

erhielt er dafür den Tourismusinnovationspreis

2009 in

Bronze der Wirtschaftskammer

Steiermark.

Begonnen hat alles 2007, als Uwe

Hackl kurzerhand das Theaterstück

„Hotel Kongress“ etablierte, um das vorhandene

Qualitätsmanagementsystem zu optimieren. Er

war der Drehbuchautor und Regisseur, die Mitarbeiter

seine Darsteller, die Hotelgäste das Publikum.

Sieben Monate lang wurde gemeinsam

in zehn Workshops das Drehbuch geschrieben,

mit dem Vorteil, dass sich alle Darsteller und ihre

Charaktere darin wieder finden konnten. Das Ziel

war eindeutig: Das Publikum zu begeistern, die

Darsteller permanent zu Höchstleistungen zu motivieren

und „das Theater“ als etwas Besonderes

im Vergleich zur Konkurrenz zu etablieren.

Im August 2008 wurde das Drehbuch zur verbindlichen

Arbeitsgrundlage für alle. Die Premiere

wurde bestens bestanden und täglich wird nun

live, ohne Double, gespielt. Uwe Hackl wäre nicht

Uwe Hackl, wenn er das Erreichte nicht abermals

verbessern wollte. So darf das Publikum mit der

A.P.P.L.A.U.S.-Karte die Inszenierung bewerten:

TECHNIK: Klaus Fluch I ETAGE: Ulli Schmickl, Annemarie Berger, Beatrix Bauer, Maria Karner, Sandra Krause

REZEPTION: Jaqueline Robic, Katharina Herzog, Magdalena Böhm, Andrea Moder I VERWALTUNG: Doris Steinecker

SERVICE: Silvia Seico, Silke Schmidt, Manuela Wirnsperger, Waltraud Eichberger I KÜCHE: Maria Strahjar, Delia Khan

PRODUKTION: Max Klarmann I REGIE: Uwe Hackl

Von 1 – „Standing Ovations“ bis 5 – „Man wirft

Eier auf die Bühne“, mit der Bitte, das Drehbuch

zu verbessern. Bisher gibt es 2.000 retournierte

Publikums-Karten, die eine Gesamtnote von 1,7

ergeben.

Auch die Zufriedenheit und Motivation der Dar-

steller ist extrem wichtig. Daher gibt es eine Ideenbörse

(bisher 300 umgesetzte Verbesserungen

und Ideen), das wöchentliche Schwingungsbarometer,

(wie sich die Darsteller fühlen), die Wall of

Fame mit Auszeichnungen der Darsteller, und, und,

und …

Der komplette Tagesablauf im Theater Hotel Kongress

ist schlüssig nach dem Drehbuch organisiert.

Sowohl das Publikum als auch die Darsteller sind

sehr zufrieden und die Vision des Drehbuchautors

Uwe Hackl ist: „Alle Tätigkeiten, die wir ausführen,

sind darauf gerichtet, mit dem Star-Ensemble

die Erwartungen unseres Publikums weiterhin zu

übertreffen.“ Wie es scheint, ist das Ensemble auf

dem besten Weg dazu

Mag. a Bärbel Wacker

hOTEL KONGRESS

Hautplatz 1

8700 Leoben

T: +43 (0) 3842/468 00

F: +43 (0) 3842/464 33

office@hotelkongress.at

www.hotelkongress.at


„Auffi“ auf den Präbichl!

So lautet für

Schifahrer

und Snowboarder

das Motto,

wenn es um den perfekten

Pistenspaß geht.

Doch auch Sonnenhungrige

und Spaziergänger

kommen am Berg voll auf

ihre Kosten.

Dass der Präbichl ein Schiparadies

im Kleinen ist, hat sich längst bis weit über

die Grenzen unserer Region, ja unseres Landes

herumgesprochen: Herrliche Familienabfahrten,

sanfte Schulhänge für Beginner und die rassigen

Abfahrten am Polster für den sportlichen Schifahrer

bieten alles vom Gleiten bis zum herzhaften

„Tuschen“ im Tiefschnee – die legendäre Polsterrinne

inklusive. Breite Carvingpisten, wilde Buckelpisten,

Variantenabfahrten, ein Winter-Paradies,

das allen Ansprüchen gerecht wird. Für jedermann

ist Erlebnis „pur“ garantiert. Für die komfortable

Bergfahrt sorgen zwei Vierer-Sesselbahnen, der

legendäre Polstersessellift und vier Schlepplifte.

Die Fans der neuen Funsportarten kommen beim

Paragleiten ebenso auf ihre Rechnung wie die

„konservativen“ Gäste beim Rodeln. „Purzelwiese

& Schlumperwald“ nennt sich jener Bereich, wo

die Kids ihre Gaudi haben. Ein Areal für alle kleinen

Flitzer und die, die es noch werden wollen,

mit Übungslift sowie Erlebnisabfahrt durch den

„Schlumperwald“!

Zwischen-Stopp: Powergirls verwöhnen die

Sportler mit heißem Tee oder Kaffee und Süßem,

Gratis-Liegestühle an Sonnenhängen laden als natürliches

Alpin-Solarium zum Rasten ein.

Das Winterwunderland „Präbichl“ erschließt sich

nicht nur den Schifahrern, sondern auch allen anderen,

die gesunde Bergluft atmen wollen; Spaziergänger

bekommen eindrucksvolle Ausblicke auf den

Steirischen Erzberg sowie die Eisenerzer Alpen.

Der Geheimtipp am Präbichl für die Zeit dazwischen

und danach: Urige Hütten und trendige

In-Treffs laden zum Après Ski ein. Hier steigt das

Lebensgefühl genauso wie der Adrenalinspiegel

beim Abfahren.

Die volle Information gibt es unter www.praebichl.

at – neben vielen Infos zu aktuellen Angeboten,

das aktuelle Präbichl-Wetter und die „unbestechlichen“

Webcams, damit sich jeder schon vor dem

Losfahren ein Bild machen kann, was ihn beim

„Auffi“-Fahren erwartet: ungetrübte Wintersport-

Freuden pur!

Claus Kastner

hüTTENURLAUB AM PRäBIchL: 10 komfortable

Selbstversorgerhütten in sonniger Lage bieten

Platz für je 5-7 Personen. Komfort und Gemütlichkeit

stehen im Vordergrund!

PRäBIchL

T: +43 (0) 3849/60 60-0

T: +43 (0) 664/512 46 46

Schneehotline:

+43 (0) 3849/60 60-30

TIPPS:

11.01. – 15.01.2010

Ladies Days am Präbichl

23.01. – 24.01.2010

„Go for Ski – Youth Days“

www.huettendorf-praebichl.at

www.praebichl.at

28


29

Eisenerzer Ramsau: Langlaufen in

märchenhafter Winterlandschaft

Abseits von Trubel und Hektik war-

ten in der Eisenerzer Ramsau

perfekt präparierte Loipen aller

Schwierigkeitsgrade auf die

Wintersportler. Zum Erholen und

Genießen danach lädt das umgebaute und neu

eröffnete Alpengasthaus Ramsau, die ehemalige

Gemeindealm, ein.

Die Eisenerzer Ramsau ist schon ein besonders

schönes Fleckerl Erde. Das sehen nicht nur

die Einheimischen so, das bestätigen auch die

vielen Gäste, die dort vor einer einzigartigen

Gebirgskulisse langlaufen. Was macht nun

den einzigartigen Reiz der Eisenerzer Ramsau

aus?

Da wäre einmal der viele Schnee, die Ramsau

ist auf gut steirisch gesagt ein richtiges

Schneeloch. Schon die Fahrt von Eisenerz

hinein, vorbei an meterhohen Schneewänden,

beeindruckt. Und dann natürlich die Loipen. 21

Kilometer sind es insgesamt, klassische und

Skating-Loipen verlaufen parallel und sind in

die drei Schwierigkeitsgrade Wander-, Sportund

Rennloipe unterteilt. Dass die Loipen perfekt

präpariert sind, zeigt auch die Auszeichnung

mit dem steirischen Loipengütesiegel.

Für diese Auszeichnung sind weiters eine entsprechende

Infrastruktur und Sicherheitsvorkehrungen

Bedingung.

Wer in der Eisenerzer Ramsau seine Runden

zieht, dem kann es schon passieren, dass er

von einem Mitglied der Nationalmannschaft

überholt wird. Denn das Nordische Ausbildungszentrum

Eisenerz, eine Kaderschmiede

für viele Spitzensportler, nützt selbstverständlich

auch das tolle Angebot zum Trainieren.

Die märchenhafte Winterlandschaft der Eisenerzer

Ramsau ist aber auch ein Paradies für

Spaziergänger. Natur pur kann bei ausgiebigen

Wanderungen durch verschneite Wälder genossen

werden; und dies fern jeder Hektik.

Für die Belohnung danach empfiehlt sich die

ehemalige Gemeindealm, jetzt umgebaut und

als Alpengasthaus Ramsau neu eröffnet. Herrliche

steirische Schmankerl sorgen dafür, dass

verbrauchte Kalorien rasch wieder ausgeglichen

werden.

Ein Geheimtipp ist die Eisenerzer Ramsau übrigens,

wenn es um die Schneesicherheit geht. Kaum wo

liegt der Schnee so lange, können Langläufer bis

weit in den April ihrem Hobby nachgehen

STADTGEMEINDE EISENERZ

INFORMATIONSBüRO

Körnerplatz 1 8790 Eisenerz

T: +43 (0) 3848/37 00

F: +43 (0) 3848/21 00

infobuero@eisenerz.at

www.eisenerz.at

Aktueller Loipenbericht

auf www.esam.at.

Claus Kastner


KRUMPENLOIPE

TROFAIAch

www.reitingblick.at

www.krumpenloipe.at

Abfahrt: Hafning

Die Krumpenloipe

Trofaiach/Hafning

Das Loipennetz der Krumpenloipe liegt

am Rande der Eisenerzer Alpen und

überzeugt neben einem tollen Service

mit einer wunderschönen Landschaft.

In mittlerer Höhenlage führt die Loipe

in den Krumpengraben durch bezaubernde

Wälder und entlang des rauschenden Krumpenbaches.

Tipp: Die Kinderwiese für die Kleinsten.

hIGhLIGhT: Die 2,5 km lange Trainingsloipe ist mit

einer Beschneiungsanlage und Flutlicht (bis 21:00

Uhr) ausgestattet und macht somit die Nacht zum

Tag.

DATEN:

Gesamtlänge: 10 km (skate und klassisch)

Flutlichtloipe und Beschneiung: 2,5 km

Schwierigkeit: mittel

Seehöhe: 695 – 845 m

Skiverleih vor Ort

Skischule vorhanden (Tel.: 03847/47 02)

E-Mail Service

Mit dem Erwerb einer Tageskarte erhalten Sie

einen Getränkegutschein!

LANGLAUFEN LERNEN IN 6 STUNDEN:

1 x Übernachtung inkl. Frühstückbuffet im

Landhotel Reitingblick

1 x Langlaufkurs mit geprüften Langlauf-

lehrwarten (2 Tage à 3 Stunden)

1 x Langlaufleihausrüstung

(Ski, Stöcke, Schuhe)

Loipengebühren für die Krumpenloipe

Benützung der Entspannungs-Oase im

Landhotel Reitingblick

Nur EUR 99,– pro Person im Doppelzimmer.

BUchUNGEN, INFOS & TERMINE:

Landhotel Reitingblick, T: +43 (0) 3847/22 72

info@stegmueller

30 30


31

Hallenbad & Entspannungsoase

Trofaiach

Nehmen Sie sich hin und wieder die

Freiheit, etwas nur für sich zu tun!

Entspannung pur für Körper, Seele,

Geist. In einer Oase, die gleichsam

direkt vor der Haustüre liegt. Vertrautes

präsentiert sich neu und modern. Geplant

und verwirklicht für den alleinigen Zweck der Entspannung.

Trotz der Kompaktheit bietet die Oase

Vielfalt.

Allein Sie entscheiden über die Form der Erholung,

ob aktiv oder passiv, vielleicht „sowohl als auch“.

Hallenbad, Sauna, Lichttherapie, Dampfbad, Kneippbecken,

Massage, Ruheraum, Freiraum.

EINFAch GENIESSEN.

Tauchen Sie ein in die Fluten, werden Sie eins mit

dem Ur-Element Wasser. Oder sanfter, Schritt für

Schritt das Nass wahrnehmen. Grander-Wasser.

Angenehm temperiert. Zum Schwimmen, zum Treiben

lassen, für Aqua-Jogging.

Oder bloß um am Rande des Beckens zu sitzen, die

Augen zu schließen, das Plätschern zu hören und

zu fühlen. Abtauchen, das Rundherum vergessen.

Oase eben.

Ö F F N U N G S Z E I T E N

SAUNA:

Montag 14:00 – 21:00 Uhr Männer

Dienstag 14:00 – 21:00 Uhr Frauen

Mittwoch Ruhetag

Donnerstag 14:00 – 21:00 Uhr Frauen

Freitag 14:00 – 21:00 Uhr Männer

Samstag 10:00 – 20:00 Uhr gemischt

Sonntag 10:00 – 20:00 Uhr gemischt

Feiertage 10:00 – 20:00 Uhr gemischt

ERLEBNISAUFGüSSE um 16:30, 17:30, 18:30 Uhr.

(SA, SO und Feiertage: 15:00 und 16:00 Uhr).

Salz Honig Schokozeremonie im Dampfbad

BäDER:

Moorschwebestoffbad Heublumenbad

Kneippbäder

MASSAGEN:

Rückenmassage, 30 min Intensivrücken-

massage, 45 min Ganzkörpermassage, 60 min

hALLENBAD:

Montag 14:00 – 21:00 Uhr

Dienstag 14:00 – 21:00 Uhr

Mittwoch Ruhetag

Donnerstag 14:00 – 21:00 Uhr

Freitag 14:00 – 21:00 Uhr

Samstag 10:00 – 20:00 Uhr

Sonntag 10:00 – 20:00 Uhr

Feiertage 10:00 – 20:00 Uhr

Nähere Auskünfte und Informationen

T: +46 (0) 3847/21 11-19

Gößgrabenstraße 14 8793 Trofaiach

www.trofaiach.at/sport-und-freizeit/

hallenbad-und-sauna.html

Unter Vorlage dieses Abschnittes erhalten Sie um E 15,– :

3 Stunden Eintrittskarte für

hallenbad und Sauna,

30 Minuten Rückenmassage sowie

einen Getränkegutschein

im Wert von E 3,–.

Package einlösbar bis 31.März 2010.


NORDISchES

AUSBILDUNGSZENTRUM

EISENERZ

Seestraße 9

A-8790 Eisenerz

T: +43 (0) 3848/52 55

F: +43 (0) 3848/201 29

office@naz-eisenerz.at

www.nazeisenerz.at

Das Nordische Ausbildungszentrum (NAZ

doppelte Karriereschmiede

Auch bei den kommenden Olympischen

Spielen in Vancouver

werden wieder etliche österreichische

Teilnehmer auf eine

„Eisenerzer-Vergangenheit“ verweisen

können. Namen wie Landertinger, Mesotitsch,

Klapfer, Pichlmayer, Zauner und Stecher

sind untrennbar mit dem NAZ und der Sportstadt

Eisenerz, dieser in Österreich einzigartigen Ausbildungsstätte,

verbunden.

Riesengroß war der Jubel im vergangenen Februar

auch in Eisenerz, als Dominik Landertinger

bei den Biathlon Weltmeisterschaften in

Südkorea sensationell den Weltmeistertitel für

Österreich in der Disziplin Massenstart errungen

hat. Eine beinahe 30 Jahre andauernde Erfolgsstory

hat damit wieder einmal für internationale

Schlagzeilen gesorgt. Die Eisenerzer sind also mit

Recht auf „ihr“ NAZ stolz und das klingt auch bei

Bürgermeisterin Christine Holzweber klar durch:

„Das NAZ ist in dieser Form einzigartig in Österreich

und eine wichtige Säule für die Sportstadt

Eisenerz. Wir möchten das Angebot künftig noch

weiter ausbauen und den jungen Menschen eine

durchgehende Ausbildungsschiene vom Kindergarten

bis zur Matura bieten.“

In Mag. Christian Schwarz, er leitet das NAZ seit

1. September 2009 als Nachfolger von Werner

Franz, hat die Bürgermeisterin einen kongenialen

Partner bei der Umsetzung dieses zukunftsweisenden

Konzeptes. Noch dazu einen, der das NAZ

in- und auswendig kennt, hat der gebürtige Oberösterreicher

das NAZ doch selbst als Sportler und

Lehrling absolviert. Der Karriere als Langläufer

folgte nach Absolvierung der Abendmatura ein

Studium der Wirtschaftswissenschaften. Jetzt ist

er nach Eisenerz zurückgekehrt, um sich dieser

großen Herausforderung zu stellen.

40 Ausbildungsplätze für Lehrlinge umfasst das

Kontingent des NAZ derzeit, rund 10 % werden von

Sportler aus der Region in Anspruch genommen.

Allein schon daran erkennt man die überregionale

Bedeutung dieses Projektes. Die Lehrlingsausbildung,

die ab Herbst 2010 in Kombination mit der

Matura angeboten wird, teilt sich auf folgende

Berufe auf:

MaschinenbautechnikerIn, MechatronikerIn, TischlerIn,

ElektrobetriebstechnikerIn, ZerspannungstechnikerIn,

Informationstechnologie-Techniker-

In, TelekommunikationstechnikerIn, Technische

ZeicherIn, WekzeugmaschineurIn, AnlagenmonteurIn,

Bürokaufmann/Frau, Industriekaufmann/

Frau.

Die Ausbildung wird in Zusammenarbeit mit dem

bewährten Partner Jugend- und Erwachsenenbildungs

GmbH. (J.E.B) durchgeführt.

Die vier Nordischen Sparten Langlauf, Biathlon,

Sprunglauf und Nordische Kombination werden im

NAZ angeboten.

Mag. Christian Schwarz zum Training, das nach

modernsten Erkenntnissen der Trainingswissenschaften

und in enger Zusammenarbeit mit dem

Österreichischen Schiverband und den Landesverbänden

organisiert wird: „Durch die optimale

Nutzung von Ressourcen gelingt es ideal die

sportliche und berufliche Ausbildung zu koordinieren.

Trainiert wird selbstverständlich ganzjährig

in Eisenerz, wobei tolle Rahmenbedingungen

für die Sportler herrschen. Die Sportstätten in

der Eisenerzer Ramsau (Biathlonanlage, Loipen

32


33

) in Eisenerz als

und Sprungschanze) werden auch regelmäßig für

Wettkämpfe genutzt. In diesem Kontext ist die enge

Partnerschaft und konstruktive Zusammenarbeit

mit der Stadtgemeinde Eisenerz und den Partnern

dem WSV, ESAM, J.E.B und dem Internat Schloss

Leopoldstein, hervorzuheben.“

Seit dem laufenden Schuljahr wird an

der Polytechnischen Schule in Eisenerz

eine Nordische Klasse geführt und

werden mit dem NAZ gemeinsame

Trainingstage und Lehrgänge abgehalten.

Damit konnte die Ausbildungslücke zwischen

der Sporthauptschule und dem NAZ geschlossen

werden.

Mag. Schwarz betont die hervorragende Zusammenarbeit

mit der Gemeinde und verweist darauf,

dass man gemeinsam Visionen umsetzen wolle.

Dazu gehört mittel- und langfristig auch die weitere

Verbesserung der vorhandenen Infrastruktur.

Dieses Projekt hat aber eine finanzielle Dimension,

die nur durch gewaltige Unterstützung seitens des

Landes und des Bundes zu bewältigen ist.

Dominik Landertinger

Ganz wichtig ist sowohl Bürgermeisterin Christine

Holzweber wie auch Christian Schwarz die

Verankerung des NAZ im Bewusstsein der Menschen

in Eisenerz und in der Region: „Jeder, der

nach Eisenerz reinfährt, muss sehen, dass sich

hier das NAZ befindet, diese österreichweit einzigartige

Ausbildungsstätte!“

Ende Februar 2010 wird das NAZ Eisenerz hoffentlich

wieder um einiges bekannter sein. Dann

nämlich, wenn NAZ Sportler bei den Olympischen

Spielen in Vancouver hervorragende Ergebnisse

feiern. Zum Beispiel einen Olympiasieger mit Eisenerzer

Vergangenheit

Claus Kastner

Daniel Mesotitsch

Mag. Christian Schwarz


Barbarafeier 2009

Gelebtes Brauchtum!

Barbarafeier Eisenerz

Nach dem Begrüßungsmarsch durch

die Bergkapelle Eisenerz, dem Einzug

der Ehrengäste und dem Fanfarenmarsch

bildete die Begrüßung

der zahlreichen hochrangigen Ehrengäste,

darunter zwei Bundesminister, durch

Bergoffizier Dipl.-Ing. Erhard Klimbacher den

eigentlichen Auftakt zu dieser denkwürdigen

Barbarafeier.

In einer Interviewrunde mit Moderator Erhard

Skupa ließen dann die beiden Geschäftsführer

der VA Erzberg, Dipl.-Ing. Josef Pappenreiter

und Mag. Christian Treml, sowie Betriebsrats-

vorsitzender Bernhard Rothleitner das durchwachsene

Jahr 2009 Revue passieren. In seinen

Grußworten sicherte Landeshauptmann-Stv.

Hermann Schützenhöfer der Region Eisenerz,

aber auch der VA Erzberg seine Unterstützung

zu. Selbst vor kurzem in Leoben in den Bergmannsstand

gesprungen, betonte Schützenhöfer,

dass er sich der Bedeutung solcher Aussagen

aus der Verpflichtung der Aufrichtigkeit und

Ehre dem Bergmannsstand gegenüber durchaus

bewusst sei.

Im Interview mit den Bundesministern, die beide

den Ledersprung wagten, erklärten diese unisono,

dass sie die Ehre, in den Bergmannsstand

aufgenommen zu werden, sehr wohl zu schätzen

wissen. Minister Rudolf Hundstorfer verwies auf

die Vorreiterrolle, die der Bergmannsstand eingenommen

hat, wenn es um soziale Errungenschaften

gegangen ist. Jetzt müsse der Blick in die Zukunft

gerichtet werden, wie gestaltet sich die Region

2020, besonders Arbeitsplätze seien das Thema. Dr.

Mitterlehner unterstrich seinen Respekt gegenüber

der Arbeit der Bergleute. 2009 sei für ihn insofern

ein denkwürdiges Jahr gewesen, weil weitgehend

die Rückkehr von der Spekulations- zur Realwirtschaft

vollzogen wurde.

Eigentlicher Höhepunkt war dann natürlich der Ledersprung,

den beide Minister bravourös bewältigten.

Als frisch erkorene Ehrenbergmänner mussten

sie auf der Bühne noch eine andere wichtige

Fertigkeit unter Beweis stellen, indem sie ein Fass

Barbarabier angeschlagen haben. Mit dem „Bergmannsstand“

hat der offizielle Teil der Barbarafeier

2009 sein Ende gefunden. Bei Barbarabier und

Barbaragulasch hat der bergmännische Frühschoppen

dann seinen Ausklang gefunden.

34 34


35

Barbarafeier Leoben

Auch die Feierlichkeiten in Leoben waren geprägt

von großem Interesse. Die Mettenschicht im

Stadttheater stand ganz im Zeichen des Erzherzog

Johann Gedenkjahres. Die Redner würdigten

sein Schaffen für die Region. Im Stadttheater hatte

Josef Hasitschka, ehemaliger Professor am Stiftsgymnasium

Admont, die Ehre den Sprung über das

Arschleder zu absolvieren und Janos Toth aus Ungarn

erhielt von Organisator Harald Tischhardt und

Gerhard Sperl, Präsident des Montanhistorischen

Vereins, ein Ehren-Berghäckel.

Ursprung der Barbarafeier

Bergleute, Mineure und Geowissenschaftler

feiern auch heute noch die

Barbarafeier am 4. Dezember. Dieser

Tag wird in allen Bergwerken, Stollen

und Tunneln als Feiertag begangen,

an dem die Arbeit ruht und der Schutzpatronin, der

heiligen Barbara von Nikomedien gedacht wird.

Nach der Legende war Barbara eine sehr schöne

und kluge junge Frau, die sich einer Gruppe junger

Christen anschloss, die sich trotz der Christenverfolgung

durch den Kaiser heimlich trafen. Barbara

lernte dort das Evangelium kennen und wollte

Christin werden.

Barbaras Vater war entsetzt und sperrte sie in

einen eigens dafür gebauten Turm. Er versuchte

verzweifelt, Barbaras Hinwendung zum Christentum

zu verhindern. In der Abgeschiedenheit ihres

Gefängnisses bekannte Barbara sich gegen den

Willen des Vaters zum Christentum. Der Vater ver-

suchte, sie mit Marterungen und Peinigungen umzustimmen,

doch dies bestärkte sie noch in ihrem

Glauben. Dem Turm ließ sie ein drittes Fenster hinzufügen

– als Symbol der Dreifaltigkeit. Vom Heiligen

Geist erleuchtet, ließ sich Barbara in einem

heidnischen Opferbecken taufen. Als ihr Vater davon

erfuhr, beschloss er, seine Tochter zu töten.

Die Heilige Barbara gilt als Symbol der Wehr- und

Standhaftigkeit. Auf Bildern wird sie oft mit ihrem

Attribut, dem Turm, dargestellt. Die Beziehung der

Heiligen Barbara zum Bergbau wird durch das

Motiv des Felsens dargestellt, der sich öffnet und

Barbara verbirgt

Mag. a Bärbel Wacker


Europäischer Landwirtschafts-

fonds für die Entwicklung des

ländlichen Raums: Hier investiert

Europa in die ländlichen Gebiete

Gefördert aus Mitteln des

Landes Steiermark,

Abteilung 16 Landes-

und Gemeindeentwicklung

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