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Geisterjagd-Magazin Ausgabe 1 - Leseprobe

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Geisterjagd

MAGAZIN

DAS MAGAZIN FÜR PARANORMALE ERMITTLER UND GEISTERJÄGER

AUSGABE 1 / 2021

CLARISSA & MIKE

INTERVIEW MIT DEN

GEISTERJÄGERN VON

HORROR LOST PLACES

VILLA OPPENHEIM

WAS GESCHAH IN

HAUS FÜHLINGEN?

AUS DEM INHALT:

DAS MORBACH MONSTER

DER AMERIKANISCHE WERWOLF

AUS DEM HUNSRÜCK

GEISTER - GADGETS - BERICHTE

DER ROSENHEIM-POLTERGEIST

DER FALL ANNELIESE MICHEL

DIE WEIßE FRAU VON FREIHUNG

BURG FRANKENSTEIN u.v.m...

„DER PARANORMALE WAHNSINN“

1 Geisterjagd


EDITORIAL

Willkommen bei Geisterjagd,

einem neuen und lebendigen paranormalen Magazin,

vollgepackt mit dem, was wir gerne als "beängstigend

gut" einstufen. Wir haben eine hoffentlich

unterhaltsame erste Ausgabe für Sie.

Was wir bewusst versuchen wollen, ist, alle Seiten

und Gesichter, die die paranormale Welt zu bieten

hat, in einen großen Sack zu werfen, ein paar Prisen

Spiritualität hinzuzufügen, ein paar Nelken der

dunklen und dämonischen Seite des Paranormalen

zu verarbeiten, alles zusammen zu mischen und zu

kombinieren und mit Weihwasser aufzufüllen (nur

um auf der sicheren Seite zu sein), damit ein interessantes

und für den deutschen Sprachraum wahrscheinlich

einzigartiges Magazin herauskommt.

Wir sehen das GEISTERJAGD-Magazin als eine

Schöpfung, ähnlich wie Frankensteins Monster

oder Rosemary's Baby (nur viel netter zum Reden

und viel besser aussehend), und wir wissen, dass

wir nicht alles auf Anhieb richtig und akkurat hinbekommen

werden.

Dies ist also unsere Startausgabe, in der wir mit einem

Lächeln im Gesicht (aber mit Voodoo-Puppen

in Bereitschaft) auf Anregungen und Kritik reagieren

und Ausgabe#2 noch besser machen werden.

Noch etwas in eigener Sache:

Um unseren Lesern gerecht zu werden und da

das paranormale Spektrum sehr weit gefächert

ist, möchten wir Sie bitten uns mitzuteilen, welche

Themen Sie gerne lesen würden bzw. Sie in

unserer ersten Ausgabe vermissen. Aus allen teilnehmenden

Antworten verlosen wir ein 2-Jahres

Abonnement der GEISTERJAGD. Hinweise dazu

finden Sie auf unserer Facebookseite und auf geisterjagd.online.

Viel Spaß mit der ersten Ausgabe!

Highlights der Ausgabe 1:

17

42

62

Andreas

INHALT

04 Die Untersuchung fes Paranormalen

08

12

17

22

24

25

27

29

31

33

35

39

42

48

50

54

59

62

67

69

74

Geschichte(n) der Burg Frankenstein

DIe Fox Schwestern

Haus Fühlingen in köln

ANNABELLE - DIE Verfluchte puppe

Geisterkunde

Geister in der antiken welt

Das zeitalter des spuks

Versessen auf den tod

Geister der neuzeit

Paranormale Hysterie

Der Rosenheim-Poltergeist

10 Hinweise dafür, daß es in ihrem haus spukt

Horror Lost places - DAS INTERVIEW

Die weiße Frau von freihung

Edison und die Geistermaschine

DAS MONSTER VON MORBACH

Die Sache mit dem zigarrenrauch

Der Exorzismus von Anneliese Michel

Die SÉance

SCHleim hier nicht so rum!

PARAETHIK

3 Geisterjagd


In einer technisch geprägten Welt greifen die

paranormalen Ermittler des 21. Jahrhunderts zu

immer ausgefeilteren Methoden bei der Suche

nach Beweismitteln für die Existenz von Geistern.

4 Geisterjagd


DIE UNTERSUCHUNG

DES PARANORMALEN

Das Paranormale hat die Menschen seit Jahrhunderten fasziniert,

von Geräuschen in der Nacht bis hin zu knisternden EVPs. Im technikgeprägten

21. Jahrhundert ist die Geisterjagd beliebter denn je

Ob paranormale Ermittler

mit Transportern voller

teurer Technik oder altmodische

Geisterjäger mit wenig

mehr als einer Taschenlampe,

die Suche nach Geistern ist so beliebt

wie nie zuvor. Für die einen ist

es ein großes Geschäft, denn Fernsehen

und kommerzielle Geisterjagden

machen aus den Ermittlern

Stars, während es für die anderen

schlichtweg ein Spaß ist. Auf der

Suche nach der Wahrheit setzen

Gläubige und Skeptiker gleichermaßen

alles ein, vom Hellsehen bis hin

zur neuesten digitalen Technologie,

wobei jede Entdeckung analysiert

wird, um zu überprüfen, ob der Tod

wirklich das Ende ist.

Auch wenn für die meisten Geisterjäger

das Übernatürliche nur

ein Hobby ist, haben andere es zu

ihrem Beruf gemacht. Wenn es um

professionelle Ermittler geht, ist

der berühmteste unter ihnen der

Brite Harry Price. Als Mitglied der

Society for Psychical Research,

Gründer des konkurrierenden National

Laboratory of Psychical Research

und Aushängeschild des

berühmten Ghost Club umspannte

Prices paranormale Karriere die

erste Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Seine Untersuchungen waren weit

entfernt von den aufregenden Szenen,

die wir in den paranormalen

Fernsehshows sehen, und obwohl

Price an das Übernatürliche glaubte,

tat er dies, während er zugleich

betrügerische Medien, gefälschte

ektoplasmische Fotografien und gefälschte

Spukgeschichten entlarvte.

Seine berühmteste Untersuchung

führte Price im berüchtigten

Pfarrhaus von Borley in Essex

durch, das vor seiner Zerstörung

durch ein Feuer als der am stärksten

von Spuk heimgesuchte Ort in Großbritannien

galt. Borley war Price‘

Lieblingsprojekt und seine Bücher

5 Geisterjagd

zu diesem Thema trugen viel zur

Legendenbildung um das Pfarrhaus

bei. Obwohl viele seiner Erkenntnisse

von der Society of Psychical

Research diskreditiert und von modernen

Forschern weiter entkräftet

wurden, machte dies Price‘ Namen

in der Öffentlichkeit bekannt. Wann

immer es um Geister ging, war Price

zur Stelle, und die Zeitungen zitierten

schnell seine Berichte über

übernatürliche Vorgänge.

In den USA verbuchte das Ehepaar

Ed und Lorraine Warren derweil

einen Erfolg nach dem anderen,

als sie nicht nur Geister, sondern

auch Dämonen verfolgten. Zu den

10.000 Fällen, die die Warrens angeblich

untersuchten, gehörte der

berüchtigte Amityville-Spuk, der

zum Hollywood-Phänomen wurde,

und das Ehepaar gab darüber hinaus

zu Protokoll, dass ein wegen Totschlags

verurteilter Häftling unter

dämonischem Einfluss gehandelt


Die beiden Türme, die Kapelle und

die Festungsmauern der Burg Frankenstein.

8 Geisterjagd


"Schatten und Stimmen

wurden in der Kapelle und

im Turm WAHRGEnommen.“

sollen von der Spitze des Turms

Steine auf Besucher werfen. Schatten

und körperlose Stimmen wurden

in der Kapelle und im Turm

gesehen und gehört. Eine andere

Legende erzählt von einer Reihe

von labyrinthartigen Gewölben,

die den Schatz der Familie Frankenstein

unter der Burg beherbergen.

Ich kann nachvollziehen, wie die

Burg Frankenstein Mary Shelley

für so einen wunderbaren zeitlosen

Roman inspirierte. Ich hatte den Eindruck,

dass dieser Ort eine geheimnisvolle

Vorahnung in sich trug, die

mich und meine Fotografie einfach

ansprach. Die Verlockung der Frankenstein-Legende,

die Generationen

in ihren Bann gezogen hat, wird weiterhin

die Quelle von Albträumen

und Monstern für mich und andere

sein.

Die meisten dieser Geschichten über

die Geschichte des Schlosses und

die Spuklegenden sind höchst umstritten.

Auch Mary Shelleys eigene

Verbindung zum Schloss und die

Parallele ihrer Frankenstein-Figur

zu Dippels Leben sind in der jüngeren

Geschichte auf den Prüfstand

gekommen. Fakt und Fiktion sind

nur noch schwer zu trennen. In den

letzten Jahren haben die Besitzer

des Grundstücks und des Restaurants

den Legenden nachgegeben

und betreiben das ganze Jahr über

Events.

Das figurative Bildnis von Philipp

Ludwig aus Alabaster und Sandstein.

Doch unabhängig davon, was die

wahre Geschichte ist, werden die

Legenden dieses Reiseziel zu einem

noch interessanteren Ziel für diejenigen

werden lassen, die von dem

möglichen übernatürlichen Treiben

fasziniert sind.

Die Kapelle, die der Sage nach vom letzten Ritter von Frankenstein, Philipp

Ludwig, der auf dem Weg zu seiner Geliebten starb, heimgesucht wird.

11 Geisterjagd


Die

FOX SCHWESTERN

BEGRÜNDERINNEN DES SPIRITISMUS

Die Geschwister Fox waren drei junge Frauen aus New York,

die eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Spiritismus

spielten. Es handelte sich um die drei Schwestern Leah Fox

(1814-1890), Margaret Fox (auch Maggie genannt) (1833-1893)

und Kate Fox (1837-1892). Die beiden jüngeren Schwestern

benutzten „ Klopfzeichen“, um ihre viel ältere Schwester und

auch andere davon zu überzeugen, dass sie mit Geistern kommunizieren

konnten. Deren ältere Schwester übernahm daraufhin

die Verantwortung für sie und managte für einige Zeit

ihre Karrieren. Sie alle hatten über Jahre hinweg Erfolg als Medium.

Im Jahr 1888 gestand Margaret, dass ihre Klopfzeichen

ein Schwindel waren und demonstrierte ihre Methode in der

Öffentlichkeit. Im darauffolgenden Jahr versuchte sie zwar, ihr

Geständnis zu widerrufen, doch ihr Ansehen war ruiniert und

in weniger als fünf Jahren starben sie alle, wobei Margaret und

Kate in bitterer Armut zugrunde gingen. Der Spiritismus aber

lebte unbeirrt weiter, als ob die Geständnisse der Fox-Schwestern

nie stattgefunden hätten. Dieses Muster von Geständnis

und anschließendem Widerruf, das durchaus nicht unüblich

ist, hat sowohl den Spiritisten als auch den Skeptikern Material

geliefert, um ihre Argumente zu untermauern, so dass die

Meinungsverschiedenheiten wohl nie enden.

Im Jahre 1848 lebten die beiden jüngeren Schwestern - Kate (12 Jahre)

und Margaret (15 Jahre) - mit ihren Eltern in einem Haus in Hydesville,

New York. Hydesville existiert heute nicht mehr, war aber

ein Dörfchen, das Teil der Gemeinde Arcadia in Wayne County war.

Ihr Haus hatte schon vorher den Ruf, dass es dort spukt, doch erst

Ende März begann die Familie, sich vor unerklärlichen Geräuschen

zu fürchten, die zuweilen wie ein Klopfen und zu anderen Zeiten wie

das Verschieben von Möbeln klangen.

Die Ursprünge der ersten spiritistischen Bewegung Amerikas

begannen ganz bescheiden in dem winzigen Örtchen

Hydesville, N.Y., nur ein paar Meilen außerhalb der Stadt Newark,

etwa 20 Meilen westlich von Rochester. Dort planten

die 15-jährige Maggie Fox und ihre kleine Schwester Katy im

Winter 1847/48, ihre Mutter Margaret Fox zu erschrecken, indem

sie Geräusche erzeugten, die nachts durch das Farmhaus

hallten. Zuerst banden die Mädchen Schnüre an Äpfel und ließen

sie dann wiederholt und rhythmisch auf die Treppe fallen,

um geisterhafte Schritte zu imitieren. Laut einem Interview,

das Maggie 40 Jahre später der New York World gab, lernten

sie und Katy schon bald, knallende, knackende und pochende

Geräusche selbst zu verursachen. Auch wenn die genaue

Methode, die sie benutzten, nie vollständig erklärt wurde, behauptete

Maggie, dass sie dies durch Knacken oder Krachen

der Knöchel ihrer Zehen oder durch Schnippen ihrer großen

und zweiten Zehen taten, ähnlich wie man mit den Fingern

schnippt. Schließlich wurden die Mädchen so versiert darin,

dass sie diesen Trick in ihren Strümpfen und sogar im Stehen

in ihren Schuhen vorführten. Diese schnell wiederholten Geräusche

waren angeblich so laut, dass die Älteren Mitglieder

der Familie Fox aus ihrem Schlaf gerissen wurden.

Die abergläubische Mrs. Fox, die Mutter der Familie, war bald

davon überzeugt, dass es in ihrem Bauernhaus spukte. Im

Gegensatz dazu spöttelte ihr Ehemann John, der Schmied,

und beharrte darauf, dass die Geräusche von einem losen

Brett oder Fensterladen stammten, die im Nachtwind klapperten.

Maggie behauptete später, dass sie und Katy eine letzte

Vorstellung für ihre Mutter planten, bei der sie mit dem Geist

sprechen würden. Nachdem die klopfenden Geräusche am

Abend des 31. März 1848 begonnen hatten, stand Mrs. Fox

auf, zündete eine Kerze an und begann, das Haus zu durchsuchen.

Als sie das Bett ihrer Töchter erreichte, spähte Katy in

die Dunkelheit und sprach den Geist mutig an. „Mr. Splitfoot,

tun Sie, was ich tue“, sagte sie und schnippte mit den Fingern

in der gleichen Rhythmik wie die früheren Geräusche. Daraufhin

folgten die entsprechenden Klopfzeichen. Es folgten vier

Klopfgeräusche. Wie auf Kommando reagierte Katy mit lautlosen

Fingerschnipp-Gesten, die wiederum mit Klopfen beantwortet

wurden.

Aus Mitleid mit ihrer verängstigten Mutter bot Katy dann eine kleine

Erklärung für die Geräusche an. „Ach, Mutter, ich weiß, was es

ist. Morgen ist der 1. April und es ist irgendjemand, der uns einen

Streich spielen will“ begann sie.

Aber Mrs. Fox weigerte sich offensichtlich, die Vermutung eines

Streichs in Betracht zu ziehen. Das Gespenst, so glaubte

sie, sei real, und sie beschloss, es zu überprüfen, so sehr sie sich

auch fürchtete. Nachdem der Geist angemessen geantwortet

hatte, stellte sie weitere Fragen, unter anderem nach der

12 Geisterjagd


prominenter Verleger und Politiker, wurde zu einer Art Beschützer

für die Mädchen und ermöglichte ihnen den Aufstieg

in höhere gesellschaftliche Kreise. Doch der Mangel an elterlicher

Aufsicht war verhängnisvoll, denn die beiden jungen

Mädchen begannen, dem Alkohol zuzusprechen.

Leah heiratete nach dem Tod ihres ersten Mannes einen erfolgreichen

Wall-Street-Banker. Margaret lernte 1852 Elisha

Kane, den Arktisforscher, kennen. Kane war überzeugt, dass

Margaret und Kate unter der Leitung ihrer Schwester Leah Betrügereien

begingen, und er versuchte, Margaret aus diesem

Milieu zu lösen. Die beiden heirateten und Margaret konvertierte

zum römisch-katholischen Glauben, jedoch starb Kane

bereits 1857, und Margaret kehrte schließlich zu ihrer Tätigkeit

als Medium zurück. Im Jahr 1876 schloss sie sich ihrer Schwester

Kate an, die in England lebte.

Kate reiste 1871 nach England. Bezahlt wurde die Reise von

einem wohlhabenden New Yorker Bankier, damit sie nicht gezwungen

war, eine Bezahlung für ihre Dienste als Medium anzunehmen.

Die Reise wurde offenbar als Missionierungsarbeit

angesehen, da Kate nur für prominente Personen Sitzungen

abhielt, die ihre Namen als Zeugen einer Séance abdrucken

lassen würden. 1872 heiratete Kate den Londoner Anwalt H.D.

Jencken, einen Rechtsgelehrten und begeisterten Spiritisten.

Jencken starb 1881 und hinterließ Kate zwei Söhne.

Kate Fox galt als mächtiges Medium, das nicht nur Klopfzeichen

erzeugen konnte, sondern auch „Geisterlichter, direktes

Schreiben und das Erscheinen materialisierter Hände“ sowie

die Bewegung von Gegenständen aus der Ferne. Sie gehörte

zu den drei Medien, die der prominente Wissenschaftler William

Crookes zwischen 1871 und 1874 untersuchte und über

deren Fähigkeit, Klopfzeichen zu erzeugen, sagte:

„Diese Geräusche werden bei fast jedem Medium wahrgenommen... aber

in Bezug auf Kraft und Gewissheit habe ich noch niemanden getroffen,

der überhaupt an Miss Kate Fox heranreichte. Mehrere Monate lang genoss

ich fast unbegrenzte Gelegenheit, die verschiedenen Phänomene

zu testen, welche in Anwesenheit dieser Dame auftraten, und ich untersuchte

besonders die Phänomene dieser Geräusche. Bei Medien ist es im

Allgemeinen notwendig, für eine formelle Séance zu sitzen, bevor etwas

zu hören ist; aber im Fall von Miss Fox scheint es nur notwendig zu sein,

dass sie ihre Hand auf irgendeine Substanz legt, damit laute Schläge in ihr

zu hören sind, ähnlich einem dreifachen Pulsieren, manchmal laut genug,

um mehrere Räume entfernt gehört zu werden. Auf diese Weise habe ich

sie in einem lebenden Baum gehört - auf einer Glasscheibe - auf einem gespannten

Eisendraht - auf einer gespannten Membran - einem Tamburin

- auf dem Dach eines Taxis - und auf dem Boden eines Theaters. Überdies

ist ein tatsächlicher Kontakt nicht immer notwendig; ich habe diese Klänge

vom Boden, von den Wänden usw. ausgehen hören, wenn das Medium

an Händen und Füßen gehalten wurde - wenn es auf einem Stuhl stand

- wenn es in einer Schaukel von der Decke hing - wenn es in einem Drahtkäfig

eingeschlossen war - und wenn es ohnmächtig auf ein Sofa fiel. Ich

habe sie ebenfalls auf einer Glasharmonika gehört - ich habe sie auf meiner

eigenen Schulter und unter meinen eigenen Händen gespürt. Ich habe

sie auf einem Blatt Papier gehört, das mit einem durch eine Ecke geführten

Faden zwischen den Fingern gehalten wurde. In voller Sachkenntnis

der zahlreichen Theorien, die vor allem in Amerika aufgestellt wurden, um

diese Klänge zu erklären, habe ich sie auf jede erdenkliche Weise geprüft,

bis ich zu der Überzeugung gelangte, dass es sich um echte objektive Erscheinungen

handelt, die nicht durch Tricks oder mechanische Mittel erzeugt

wurden.“

Im Laufe der Jahre hatten die Schwestern Kate und Margaret

ernsthafte Alkoholprobleme entwickelt. Um 1888 wurden sie

in einen Streit mit ihrer Schwester Leah und anderen führenden

Spiritualisten involviert, die sich Sorgen darüber machten,

dass Kate zu viel trank, um sich ausreichend um ihre Kinder zu

kümmern. Zur gleichen Zeit war Margaret, die eine Rückkehr

zum römisch-katholischen Glauben in Erwägung zog, davon

überzeugt, dass ihre Kräfte teuflischer Natur waren. In dem

Bestreben, Leah so viel wie möglich zu schädigen, reisten die

beiden Schwestern nach New York City, wo ihnen ein Reporter

1500 Dollar bot, wenn sie ihre Methoden „enthüllen“ und

ihm einen Exklusivbericht über die Geschichte geben würden.

Margaret trat am 21. Oktober 1888 in der New Yorker Academy

of Music öffentlich auf, in Anwesenheit von Kate. Vor 2.000

Zuschauern demonstrierte Margaret, wie sie - nach Belieben

- Klopftöne erzeugen konnte, die im ganzen Theater zu hören

waren. Einige Ärzte aus dem Publikum kamen auf die Bühne,

um zu bestätigen, dass das Knacken ihrer Zehengelenke die

Quelle dieser Geräusche war.

Margaret erzählte ihre Geschichte über die Ursprünge der mysteriösen

„Klopfzeichen“ in einem von ihr unterschriebenen

Geständnis, das sie der Presse gab und in der New York World

am 21. Oktober 1888 veröffentlicht wurde. Darin erklärte sie

die Ereignisse von Hydesville. Sie ging auch auf ihre Karriere

als Medium ein, nachdem sie das Farmhaus verlassen hatte,

um mit ihrer älteren Schwester, Mrs. Underhill, ihre spiritistischen

Reisen zu beginnen:

„Mrs. Underhill, meine älteste Schwester, nahm Katie und

mich mit nach Rochester. Dort entdeckten wir eine neue Art.

um die Klopfgeräusche zu machen. Meine Schwester Katie

bemerkte als Erste, dass sie durch Bewegen ihrer Finger bestimmte

Geräusche mit ihren Fingerknöcheln und Gelenken er-

15 Geisterjagd


Deutschlands bekanntestes Spukhaus

Haus

Fühlingen

Geschichte und Geschichten

17 Geisterjagd


jeweiligen Räumen festzustellen.

‐ In manchen Nächten soll der

Geist des Richters an einem

Strick hängend im zweiten Stock

zu sehen sein und es soll sich ein

starker Verwesungsgeruch verbreiten.

Es wird ebenfalls immer

wieder über starke Verwesungsgerüche

im Keller berichtet. Doch

hier sollte man verendete Tiere in

Erwägung ziehen, welche wahrscheinlich

den Weg nach draussen

nicht mehr gefunden haben.

Videos, Filme, Podcasts und mehr...

‐ 2012 soll ein Video aufgetaucht

sein, welches eine schemenhafte

Gestalt zeigte, die über das Gestüt

ritt.

‐ Zuweilen werden immer wieder

grausame Schreie aus dem Gebäude

gehört. Auch hierbei sollte

man an an Besucher denken, welche

sich und andere etwas Furcht

einflößen wollen.

‐ Wiederum andere Berichte und

Erzählungen handeln von Stimmen,

welche aus leeren Räumen

erhallen. Es wird auch von seltsamen

Lichter- und Nebelerscheinungen

berichtet.

Die hier aufgeführten mysteriösen

Fälle sind noch lange nicht

alle. Es existieren noch eine Vielzahl

an bekannten Berichten und

das Haus birgt mit Sicherheit

noch so manches Geheimnis.

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durch einfaches Antippen.

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Ihr Smartphone oder Tablet.

Kommunizieren Sie - Stellen Sie Fragen und bitten

Sie um Antworten über das EMF-Messgerät.

Quellen und Literaturempfehlung:

Chr. Wellmann: Spukorte in

Deutschland - Erkundung des

Hauses Fühlingen. 2013 - Ancient

Verlag

ISBN 978-3-95652-025-9

NS-Dokumentationszentrum Köln:

Chorweiler entdeckt seine NS-Geschichte.

Köln 2010

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21 Geisterjagd


GEISTER IN DER

ANTIKEN WELT

In der Antike waren Geister ein akzeptierter Teil

der natürlichen Ordnung - angesichts antiker Vorstellungen

vom Leben nach dem Tod war ihre

Rückkehr nur allzu verständlich.

Die Zivilisationen Mesopotamiens

liefern uns einige der ersten

schriftlichen Quellen. Aus ihren

Keilschrift-Tafeln können wir

entnehmen, wie sie den Tod betrachteten.

Das Gilgamesch-Epos, geschrieben um

1800 v. Chr., ist eine Geschichte, die vom

Sterben und vom Tod durchdrungen ist. Als

der Held Gilgamesch den Tod seines Freundes

Enkidu miterlebt, wird ihm plötzlich

klar, dass auch er eines Tages sterben wird.

Der Tod und die Frage nach dem Leben im

Jenseits haben die Menschen von Anfang an

fasziniert.

Wenn wir jedoch bedenken, wie die

Sumerer das jenseitige Leben sahen, ist es

kaum verwunderlich, dass Gilgamesch nicht

dorthin gehen wollte. Es war ein dunkler und

trostloser Ort, an dem die Seelen der Menschen

als Schatten weiterlebten. In der Geschichte

„Gilgamesch und Enkidu in der Unterwelt“

wird uns erzählt, wie die Schatten

der Toten durch Grabbeigaben und Gebete

ihrer lebenden Familie bei Laune gehalten

werden. Ein Mann, der nur einen einzigen

Sohn hat, „weint bitterlich“, während der

Mann mit sieben Söhnen, die nach seinem

Tod Rituale durchführen, „wie ein Gefährte

der Götter ist.“ Währenddessen wird die

Frau, die nie ein Kind geboren hat, beschrieben

als „Wie ein ... Topf, sie wird mit Gewalt

weggeworfen.“

Das Ausführen der richtigen Rituale für

die Toten war in vielen frühen Religionen

eine Methode, um die Schatten der Toten

zufrieden zu stellen. Im alten Ägypten gab

es einen genau definierten Weg, den eine

Seele entlang reiste, um von der Geburt

über den Tod bis ins Jenseits zu gelangen.

Solange die Seele des Verstorbenen mit

Respekt behandelt wurde, konnte sie eine

ruhige und gesegnete Ewigkeit erwarten.

Die Bereitstellung von Grabbeigaben, ein

geschmücktes Grab und ein konservierter

Körper sorgten dafür, dass der Tote mit seinem

Los zufrieden sein würde.

Wenn ein Grab gestört oder ein Körper geraubt

wurde, konnte der Schatten als Geist

auf die Erde zurückkehren. Sogar eine Familie,

die mit dem Geld knausert und nur

ein billiges Begräbnis gewährt, könnte

eine Ursache für die Rückkehr eines Geistes

sein, der die Lebenden heimsucht. Ein

Mann glaubte, dass seine Krankheit durch

den Geist seiner verstorbenen Frau verursacht

wurde. Er schrieb einen Brief an ihren

Schatten und deponierte ihn in ihrem Grab,

in dem er all die Dinge beschrieb, die er zu

Lebzeiten für sie getan hatte und wie sehr

er sich bemühte, ihr ein anständiges Begräbnis

zu ermöglichen. „Aber was Du mir

angetan hast, ist, dass Du Hand an mich gelegt

hast, obwohl ich Dir nichts Böses zugefügt

habe.“

In einem ägyptischen Text trifft ein Priester

des Amun namens Khonsemhab auf den

Geist eines Mannes namens Nebusemekh.

Gilgamesch, Enkidu und die Unterwelt

18. Jahrhundert v. Chr.

Das Gilgamesch-Epos und andere Gedichte aus dem alten Mesopotamien liefern die früheste

literarische Sicht auf das Leben nach dem Tod und auf die Geister. Gilgamesch ist

entsetzt von der Vorstellung des Sterbens und strebt danach, ewig zu leben und scheitert.

In einer Version dieser Erzählung geht sein Freund Enkidu freiwillig in die Unterwelt,

ist dort aber gefangen und kann nicht zurückkehren. Nur die Götter, die ein Loch

in die Erde schlagen, erlauben seinem Geist die Rückkehr. Die Unterwelt der Mesopotamier

war nicht beneidenswert. Die Toten lebten dort eine blasse Kopie ihres Lebens.

472 v. Chr

GESCHICHTE

DER

GEISTER

~ 1500 v. Chr.

∙ Grabräuber

Obwohl das ägyptische Jenseits

ein Paradies war, wusste man,

dass die unsachgemäß Begrabenen

zurückkehren konnten, um

die Lebenden zu plagen. Menschen

konnten erkranken oder

sterben, wenn ein rachsüchtiger

Geist einen Grund hatte, sie zu

verfluchen.

~ 1500 v. Chr.

~ 1400 v. Chr.

Die

Chr

Toten sterben nicht

Einige der frühesten Texte der

chinesischen Literatur, die aufgezeichnet

wurden, nachdem

sich die Schrift entwickelte,

handelten von ruhelosen Geistern.

Die ordnungsgemäße Bestattung

der Verstorbenen war

von großer Bedeutung, wenn

man ihre Seelen friedlich weiterleben

lassen wollte.

~ 1400 v. Chr.

25 Geisterjagd

8. Jh v. Chr

Heroische Geister

In den homerischen Epen der

Ilias und der Odyssee tauchen

häufig Gespenster und Geister

auf. Das Jenseits, das sie

beschreiben, ist eine düstere

Behausung, in der die Seelen

wie Fledermäuse umherflattern

und nur durch Blut

zum Reden gebracht werden

können.

8. Jahrhundert v. Chr.

Persische Geister

Die älteste erhaltene griechische

Tragödie ist „Die Perser“ von Aischylos

und zeigt den Geist von

König Darius als Charakter. Von

den Toten heraufbeschworen, tadelt

Darius‘ Geist seine lebende

Familie für ihre Überheblichkeit.

2. Jh n. Chr

Die ersten Skeptiker

Der Glaube an Gespenster

scheint in der Antike weit verbreitet

gewesen zu sein. Der

erste Text, in dem Zweifel geäußert

werden, stammt von

Lukian und beschreibt, wie

sich der Philosoph Demokrit

auf Friedhöfen versteckte,

um den Menschen den Glauben

an Geister auszutreiben.

2. Jh n. Chr.


VERSESSEN AUF

DEN TOD

In einer Zeit, in der man Ihren Leichnam für

anatomische Studien ausgraben konnte, gab es

einige Zeitgenossen, die befürchteten, dass die

Toten in weniger physischer Form aus ihren

Gräbern entkommen würden.

Im Jahr 1681 wurde ein Buch mit dem

Titel „Saducismus Triumphatus“ veröffentlicht,

das sich über jene Skeptiker

lustig machte, die bestritten, dass Hexen

und Dämonen das Land heimsuchten.

Der Herausgeber verteidigte in seinem Vorwort

die in dem Werk enthaltenen Berichte

über Geister, indem er sagte, sie „scheinen

sehr gut bezeugt und höchst glaubwürdig

zu sein und ... enthalten nichts anderes als

das, was mit rechter Vernunft und gesunder

Philosophie in Einklang steht.“ In den

darauf folgenden Hexenjagden und insbesondere

in den Hexenprozessen

von Salem spielten Geister und

Gespenster eine bedeutende

Rolle.

Wegen der menschenscheuen

Natur der Geister

erschienen sie manchmal

nur einer einzigen Person

zur gleichen Zeit. Sogar

in einem überfüllten Gerichtssaal

konnte ein junges

Mädchen das Gespenst einer

Hexe sehen, das für niemanden der

Anwesenden sichtbar war. Allein auf Grund

einer solchen Erscheinung konnte eine Person

zum Tode verurteilt werden.

Im späten 17. Jahrhundert erlebten die

Hexenjäger ihr letztes Hurra, da sich die

öffentliche Meinung bald gegen ihre Aktivitäten

wandte und Anklagen wegen Hexerei

von Gerichten in ganz Europa und Amerika

zurückgewiesen wurden.

In einer Epoche der Aufklärung, die im

18. Jahrhundert ihre Blütezeit erlebte, nahmen

die Intellektuellen eine skeptischere

Haltung ein, die den Glauben an Hexen und

Geister gleichermaßen verspottete.

Die Methoden

der Geisterjagd können

die Aufnahme und

Wiedergabe von Ton, die

Wiedergabe von Videos oder

die Untersuchung elektromagnetischer

Kuriositäten

umfassen

Man dachte, dass ein „Uhrmacher-Gott“

den Lauf der Dinge in Gang gesetzt hatte,

aber inzwischen einen Rückzieher gemacht

hatte und sich nicht mehr in seine

Schöpfung einmischte. Die Intellektuellen

des sogenannten Deismus setzten ihren

Glauben in ein Universum, das wie ein Uhrwerk

ablief. Sie dachten, dass Gott wie ein

Uhrmacher den Lauf der Dinge in Gang

gesetzt hatte und sich seitdem zurückgezogen

und nicht mehr in seine Schöpfung eingegriffen

zu haben schien. Geister waren

demnach, wenn sie existierten, einfach Teil

der Ordnung der Dinge. Gelehrte

Männer fanden sich zwischen

ihren Theorien und den Erfahrungen

der Menschen

gefangen.

Selbst als die Philosophen

versuchten, das

Wundersame aus den biblischen

Berichten über

Geister und Erscheinungen

zu entfernen, blieb der Großteil

Europas standhaft christlich.

Ein Philosoph schrieb, er glaube

an Geister „ aus Respekt vor der Heiligen

Schrift, dem Zeugnis des gesamten Altertums

und der Tradition der Kirche.“ Der

Glaube an das Übernatürliche ging dabei

Hand in Hand mit dem religiösen Glauben,

und die Volkstümlichkeit war in den ländlicheren

Gegenden des Kontinents immer

noch lebendig - auch wenn die Menschen

weniger bereit waren, alles zu glauben.

1737 stellte Johann Haimerl aus der

Oberpfalz fest, dass seine Mutter ihn aus dem

Jenseits quälte. Ihr Geist erschien Haimerl

und seinen Brüdern regelmäßig und „offenbarte

ihnen verschiedene Dinge zu ihrem

„Im Zeitalter der Aufklärung nahmen die Intellektuellen

eine skeptischere Haltung ein, die den

Glauben an Hexen und Geister gleichermaßen

verhöhnte“

zeitlichen und ewigen Wohl, die sie auf ihre

höchste Gefahr hin tun und befolgen sollten.“

Die Hauptsache, auf die der Geist seiner

Mutter bestand, war, dass Johann sein

Dienstmädchen Marianne heiratete. Dies

erschien Johann Haimerl ungewöhnlich

und so beriet er sich mit seinem Pfarrer

darüber, was er tun sollte. Der Geistliche

begleitete Haimerl zu seinem Haus und

sah den Geist sofort so, wie er beschrieben

wurde. „Die Erscheinung, die sich seinem

Blick zuerst darbot, war etwa so groß wie

eine gewöhnliche Frau, bedeckt mit weißem,

sauberem Leinen.“ Also beschloss der

Priester, zu sehen, ob es sich um ein echtes

Gespenst handelte: „Er machte eine solche

Prüfung der Erscheinung, die er für vereinbar

mit den Prinzipien der christlichen

Offenbarung und der wahren Philosophie

hielt“ - das heißt, er schlug sie mit einem

Stock - und fand heraus, dass der Geist in

Wirklichkeit Marianne selbst war.

Mit einer besser aufgeklärten Öffentlichkeit,

die bereit war, die Realität von

Geistern zu prüfen, begannen sie paradoxerweise,

die Phantasie der Menschen in

der Literatur zu beflügeln. Schauerliteratur

wie Heinrich von Kleists „Das Bettelweib

von Locarno“ (1797) oder später auch E.

T. A. Hoffmanns „Die Elixiere des Teufels“

(1815) wurden im deutschen Sprachraum

sehr populär. Wissenschaft mag großartig

sein, um praktische Probleme zu lösen, aber

für Schriftsteller, die ihre Leser erschrecken

oder bewegen wollten, erwies sie sich

als radikal unzureichend. Wie der berühmte

englische Schriftsteller Walpole selbst

schrieb: „Ein Gott, zumindest ein Geist,

29 Geisterjagd


GEISTER DER NEUZEIT

Trotz der besten Bemühungen von Skeptikern, Geistersichtungen zu widerlegen,

behaupten auch heute noch viele Menschen, Besuch von Verstorbenen

zu empfangen.

Das 20. Jahrhundert sah sowohl

einen Höhepunkt wissenschaftlicher

Revolutionen als auch

schreckliche Massenabschlachtungen

der Menschheit. Die Entdeckungen

der Wissenschaftler und die Theorien der

Philosophen waren völlig inadäquat angesichts

des Ausmaßes des menschlichen

Leids durch Weltkriege und Holocausts.

Geister und Spiritismus gaben den Menschen

das Gefühl, mit etwas außerhalb dieser

Welt des Grauens und der Tragödie verbunden

zu sein.

Im beginnenden vorigen Jahrhundert

berichteten britische Zeitungen noch regelmäßig

über Geistererscheinungen.In einem

Fall aus dem Jahr 1904 wurde der Besitzer

eines Gasthauses in Richmond von einem

nächtlichen Besucher heimgesucht. Jede

Nacht wurde er von unheimlichen Geräuschen

und Lichtern geweckt, die ihm ins

Gesicht leuchteten. „Dieser Geist ist eine

lange, leuchtende Gestalt, gekleidet in einen

dünnen weißen und blauen Stoff.“ Der Wirt

nahm eine etwas imperialistische Haltung

zu diesen gespenstischen Eindringlingen

ein. „Wenn ich es noch einmal sehe, werde

ich auf es schießen.“

Der heimische Geist schien jedoch in

den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts

auszusterben. Es war der Schock des

Ersten Weltkriegs, der ein erneutes Interesse

an spirituellen Dingen aufkommen ließ.

Da jedes einzelne Dorf in ganz Europa unter

den schweren Verlusten seiner jungen Männer

zu leiden hatte, wollten die trauernden

Familien wissen, dass ihre Lieben in Frieden

ruhen würden. Medien und Spiritisten

waren wieder in Mode. In Amerika wurde

das Ouija-Brett zu einem beliebten Mittel,

um sich über die auf einem anderen Kontinent

kämpfenden Soldaten zu informieren.

Die Soldaten sahen sich jeden Tag mit

dem Tod konfrontiert und berichteten, dass

sie in den Schützengräben viele seltsame

Erscheinungen hatten. Einige bekannte Visionen

wie beispielsweise die „Engel von

Mons“, ein geisterhaftes Bataillon von Bogenschützen,

die auf der Seite der Briten

kämpften, wurden zu Hause mit großer Begeisterung

berichtet. Andere waren persönliche

Begegnungen, die in den Tagebüchern

derer festgehalten wurden, die an der Front

waren.

Ein kanadischer Soldat, William Bird,

beschrieb, wie er vom Geist seines Bruders

geweckt wurde, der zwei Jahre zuvor

gestorben war. „Steve grinste, als er meine

Hände losließ, und legte dann seine warme

Hand über meinen Mund, als ich anfing, vor

Freude zu schreien.“ Steve führte seinen

Bruder aus dem Schutzraum, in dem er zuvor

geschlafen hatte, gerade als eine Granate

die Stelle auslöschte, an der er sich zuvor

noch befand. Andere Geistersichtungen hatten

ein weniger glückliches Ende. Ein britischer

Soldat sah eine Gestalt in einem blauen

Rock und einer Binde. Als er erkannte,

dass es seine tote Mutter war, bemerkte er:

„Ich glaube, sie ist wegen mir gekommen.“

Ein Granatsplitter tötete ihn auf der Stelle.

Der Zweite Weltkrieg hat auch vielerorts

schreckliche seelische Narben hinterlassen,

die viele Geisterlegenden hervorgebracht

haben. Viele Piloten berichteten,

während des Krieges ungewöhnliche Flugzeuge

gesehen zu haben, und sogar noch

2015 haben Menschen in Grossbritannien

Flugzeuge aus dem Zweiten Weltkrieg gesichtet,

die den Himmel überquerten - oft

lautlos, obwohl die Flugzeuge dieser Ära

ein ohrenbetäubendes Dröhnen von sich

gaben. Das Dominican Hill Retreat Haus auf

den Philippinen wurde zum Hauptquartier

einer japanischen Militäreinheit, die in seinen

Mauern grausame Verbrechen beging.

Es ist vielleicht nicht überraschend, dass es

einen Ruf für paranormale Aktivitäten erlangt

hat.

Das 20. Jahrhundert hat den Einsatz der

Wissenschaft zur Erforschung von Geistern

in einer Weise wie nie zuvor erlebt. Die

Geisterfotografie hatte in der viktorianischen

Epoche ihre Geburtsstunde und ermöglichte

es, dass Geister von weit mehr

Menschen als je zuvor gesehen werden

konnten. Ektoplasma, das aus den Mündern

von Medien sprudelt, während sie mit den

Toten kommunizieren, wurde zu einem

beliebten Motiv des Spiritismus. Selbst als

einige Fälle als Betrug entlarvt wurden, entwickelten

sich immer ausgefeiltere Methoden,

Geister einzufangen.

Tonaufnahmen bieten Geistern einen

neuen Weg, sich zu manifestieren, indem

man einfach ein Tonbandgerät laufen lässt,

während man mit ihnen spricht. Viele glauben,

daß ein Geist seine Antworten auf das

Band prägen kann, so dass sie hörbar werden.

31 Geisterjagd


ausschlag keine Erhöhung der Netzspannung),

Kondensatorentladungen

(kein Signal an der Potentialsonde),

elektrostatische Aufladung, äußeres

statisches Magnetfeld (kein Signal an

der Magnetfeldsonde), Infra- und Ultraschall,

starke Erschütterungen, Wackelkontakt

in der Verstärkerelektronik,

Fremdmechanismen im Schreiber

und manuelle Betätigung (Betrug ausgeschlossen).

In dem Bericht heißt es:

„Wir mussten demnach feststellen,

daß an dem Schreiber Ausschläge

auftraten, obwohl wir

systematisch alle uns denkbaren

physikalischen Ursachen dafür

eliminiert bzw. kontrolliert und

die ordnungsgemäße Funktion

der verwendeten Geräte eingehend

überprüft hatten.“

Auf Vorschlag der beiden Physiker hat

das E-Werk später für eine Zeitlang

statt der Netzspannung die Spannung

einer 1,5-Volt-Monozelle an dem Eingang

des entsprechenden Einschubs

im Schreiber eingespeist. Auch in

diesem Fall traten starke Ausschläge

auf, was als weitere Erhärtung des

Beweises angesehen werden kann,

daß die anomalen Schreiberausschläge

keine Netzspannungsänderungen

als Ursache hatten. Aus den Phänomenen

in Rosenheim und dem Ergebnis

der Untersuchung der Schreiberausschläge

zogen die Physiker den

Schluss, daß „eine Beschreibung der

Phänomene mit vorhandenen Prinzipien

der Physik nicht möglich ist.“

Der Nachweis, daß die Schreiberausschläge

psychokinetische Wirkungen

sind, unterstützte die Zeugenaussagen

über die außergewöhnlichen

Phänomene. Es wurden zahlreiche Augenzeugen

befragt und ihre Aussagen

auf Tonband aufgenommen. Ferner

standen die Ermittlungsakten der Kriminalpolizei

zur Verfügung und genaue

Aufzeichnungen, die der Bürovorsteher,

Herr E., als fast immer gegenwärtiger

Zeuge angefertigt hatte. Mit einem

AMPEX-Videorecorder versuchten die

Physiker, Phänomene im Vollzug objektiv

festzuhalten. Das Team konnte

das Lampenschwingen aufnehmen

und Knallerscheinungen registrieren,

doch gelang es während der Anwesenheit

der Freiburger Untersuchungsgruppe

nicht, ein neu aufgetretenes

Phänomen mit dem Videorecorder

zu objektivieren: nach der oszillographischen

Überprüfung der Schreiberausschläge

begannen sich in wachsendem

Maße Bilder an der Wand zu

bewegen.

In einigen Fällen rotierten sie um 60

Grad um die Aufhängevorrichtung

oder sie fielen von der Wand. Im Beisein

des technischen Leiters der E-

Werk-Untersuchung gelang es später

Herrn Adam jun., eine Drehung des Bildes

um 320 Grad mit dem Videorecorder

aufzunehmen. Die Unvorhersehbarkeit

der Ereignisse und die von allen

Spukforschern immer wieder betonte

Tendenz dieser unbewusst gesteuerten

Erscheinungen, sich der direkten

Beobachtung zu entziehen, machte

die objektive Dokumentierung überaus

schwierig. Als Beispiel einer Zeugenaussage

über Bewegungen von Bildern

seien die Angaben von P. Brunner angeführt:

„Bei einem kurzen Gespräch

mit einer Bürokraft (Frl. Sch.) am kleinen

Tisch vor dem Ölofen stand Herr

Brunner direkt vor dem Blumenbild, als

RA Adam von links kommend das Büro

betrat. In diesem Moment drehte sich

das Bild sehr rasch ca. 320 Grad im

Linksdrehsinn, sodass sich der Aufhängedraht

am Haken verwickelte. Mit aller

Bestimmtheit hat niemand persönlich

diesen Vorgang durch manuelle

Betätigung ausgelöst, da er sich in ca.

1 m Entfernung vom Beobachter abspielte.“

Die Beobachtung wurde von

Herrn Brunner wurde durch den Revisor

A. Mayr bestätigt, der sich zu

gleicher Zeit in der Kanzlei befand. Im

Revisionsbericht Blatt 22 wird darüber

berichtet: „Er persönlich sah mit

absoluter Sicherheit das plötzliche

Verdrehen des Blumenbildes aus der

Ruhestellung heraus, ebenfalls ohne

jegliche Einwirkung von Personen.“

Drehen und Schaukeln von Bildern

wurde auch am folgenden Tage von

Elektromeister F. und Praktikant M.

der Revisionsabteilung der Stadtwerke

direkt beobachtet. Beide Zeugen

sagten mit Bestimmtheit, daß jede Einwirkung

einer Person ausgeschlossen

sei. Vielfach zersprangen zu dieser Zeit

Glühbimen. In einem Fall wiederholte

sich das Zerspringen 3 Minuten nach

der Auswechslung unter den Augen

der Revisoren.

Mangel an Mitteln und Perso-

Aus nal konnte das Freiburger Institut

keinen dauernden Beobachter in der

Rosenheimer Kanzlei stationieren. Sie

erhielten jedoch häufig telefonische

Berichte, die auf Tonband aufgenommen

wurden. Darunter befinden sich

Augenzeugendarstellungen von Phänomenen,

die während der telefonischen

Verbindung beobachtet wurden.

In einem Fall – am 18. Dezember 1967

- wurde die Verbindung vier Mal unterbrochen.

Der anwesende Revisor Mayr

musste jedes Mal die vier Sicherungs-

37 Geisterjagd


10 ANZEICHEN DAFÜR,

DASS ES IN IHREM

HAUS

SPUKT

Wenn im Haus eines Durchschnittsbürgers seltsame Dinge

geschehen, sucht er meist nach einer Erklärung und stellt

sich eventuell die Frage, ob es in seinem Haus spukt. Versuchen

Sie zunächst zu prüfen, ob die seltsamen Geräusche

und Vorkommnisse, von denen Sie glauben, daß sie auftreten,

eine natürliche Erklärung haben könnten. Sind Ihre

Fenster undicht, was zu kalter Zugluft führen könnte? Könnten

die Geräusche auf dem Dachboden von Mäusen verursacht

werden?

39 Geisterjagd


In den 70er Jahren suchten die

Besitzer des Hotels nach einer

besseren Lösung für ihren

Kampf gegen das Übernatürliche,

und so beschlossen sie, dass

Einzige zu tun, was ihnen einfiel:

die Stollen zu sprengen.

US-Truppen aus dem nahe gelegenen

Grafenwöhr wurden herangezogen

und setzten Sprengstoff

ein, um alle Tunnel unter

dem Hotel zum Einsturz zu bringen

und effektiv zu versiegeln.

Warum ausgerechnet das amerikanische

Militär anstelle von

deutschen Truppen oder gar

einem zivilen Sprengkommando

eingesetzt wurde, bleibt nach

wie vor ein Rätsel. Es ist sehr

schwer, weitere Details zu diesem

Ereignis aufzuspüren, aber

ein Bericht von Molly Hayden

von Grafenwöhr Public Affairs

aus dem Jahr 2012, welcher auf

der Website der Armee* verfügbar

ist, scheint zumindest zu

bestätigen, dass dieses Ereignis

tatsächlich stattgefunden hat.

Zum Leidwesen der Besucher

und Gäste des Gasthofs Alte

Post war die „Weiße Frau“ offenbar

unempfindlich gegen Sprengstoff.

Man munkelt, dass sie immer

noch durch die Straßen im

Zentrum von Freihung spaziert

und den Durchreisenden einen

gehörigen Schrecken einjagt, indem

sie im Rückspiegel auftaucht

oder plötzlich auf der Rückbank

sitzt.

Für Skeptiker und Nicht-Gläubige

kann die Wiederholung

der Weißen Frau im Laufe der

Geschichte als einfaches, aber

effektives Erzählmittel abgetan

werden. Die Idee einer gequälten

Seele, die scheinbar am Ort ihres

Todes festsitzt, sorgt für einen

großartigen Plot, doch für Gläubige

kann es ein Zeichen dafür

sein, was passieren kann, wenn

man mit unerledigten Angelegenheiten

stirbt - zumindest lässt

mich die Lektüre einer Geschichte

über paranormale Ereignisse,

die so einschneidend waren,

dass sie eine militärische Aktion

rechtfertigten, zweimal

nachdenken…

* https://www.army.mil/article/89660/ghostly_encounters_transpire_close_to_grafenwoehr

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49 Geisterjagd


THOMAS ALVA EDISON UND DIE

GEISTERMASCHINE

DIE SUCHE DES ERFINDERS NACH EINER VERBINDUNG ZU DEN TOTEN

„Ich bin seit einiger

Zeit dabei, einen

Apparat zu bauen,

um zu sehen, ob es

möglich ist, dass

Persönlichkeiten, die

diese Erde verlassen

haben, mit uns

kommunizieren.“

Das waren die Worte des großen Erfinders Thomas Alva Edison in einem Interview in der Oktoberausgabe

1920 des American Magazine. Und wenn Edison damals sprach, hörten die Leute

gebannt zu. Thomas Edison war in jeder Hinsicht ein Superstar seiner Zeit, ein brillanter Erfinder

auf dem Höhepunkt der industriellen Revolution, als der Mensch begann, die Maschinen

zu beherrschen. Er wurde „ Der Zauberer von Menlo Park“ genannt (was inzwischen in Edison,

New Jersey, umbenannt wurde), war einer der produktivsten Erfinder der Geschichte und Inhaber

von 1.093 U.S.-Patenten. Er und seine Werkstatt waren für die Schaffung oder Entwicklung

vieler Geräte verantwortlich, welche das Leben der Menschen entscheidend veränderten; darunter

die elektrische Glühbirne, die Filmkamera, der Filmprojektor und auch der Phonograph.

50

50 Geisterjagd


52 Geisterjagd


55 Geisterjagd


OBEN: Servicepersonal und Soldaten des Morbacher Munitionsdepots, aufgenommen in den 70er Jahren.

Bald darauf traf Unterstützung ein, diesmal

mit Spürhunden. Doch als die Hunde

die Fährte dieser Kreatur aufnahmen,

reagierten die Tiere wie Scooby Doo. Sie

gerieten in Panik und wichen zurück.

Allerdings störte die Hundeführer der

Ungehorsam ihrer Tiere nicht sonderlich.

Sie hatten es wohl nicht besonders

eilig, einem Werwolf hinterherzujagen.

Dies also ist die Geschichte des Morbach-Monsters.

Sie wurde erstmals von

D. L. Ashlimann veröffentlicht, einem

amerikanischen Volkskundler, der für die

Universität von Pittsburgh eine Webseite

mit Sagen und Legenden betreibt.

Ashlimann gibt an, dass ein Mann, der

auf der Hahn Air Base - dem heutigen

Flughafen Frankfurt-Hahn - stationiert

war, ihn 1997 mit dieser Geschichte

kontaktierte. Dieser Zeuge erzählte

die Ereignisse genau so, wie wir es getan

haben. „Es gab schon immer Geister-Geschichten,

die sich gelangweilte

Sicherheitspolizisten ausdachten“, sagt

Ashlimann, „aber das ist eine, die mir

immer wieder zu Ohren gekommen ist.

Ein Jahr später meldete sich ein Mann

bei Ashlimann, der behauptete, einer der

Wachsoldaten zu sein, die den Werwolf

gesehen hatten. Laut Ashlimann sagte

der zweite Mann folgendes aus: „Ich

war von Mai 1986 bis August 1989 als

Wachsoldat auf dem Fliegerhorst Hahn

stationiert, und es war meine Gruppe, die

den Morbacher Werwolf gesehen hat.

Wer auch immer Ihnen die Geschichte

über das Monster erzählt hat, welche

Sie auf Ihrer Website veröffentlicht haben,

besaß sehr genaue Informationen.

Die Kreatur, die wir gesehen haben, war

definitiv ein Tier und eindeutig hundeoder

wolfsähnlich. Es war etwa sieben

bis acht Fuß (2,10m - 2.40m) groß, und

es sprang über einen 12ft (3.70m) hohen

Sicherheitszaun, nachdem es drei lange,

springende Schritte gemacht hatte.

VERMUTLICH IST

WITTLICH DIE LETZ-

TE STADT, IN DER EIN

WERWOLF GETÖTET

WURDE...

Ashlimanns erste Kontaktperson deutete

auch an, dass die Geschichte eine historische

Quelle aufweist: „Angeblich

ist Wittlich die letzte Stadt in Deutschland,

in der ein Werwolf getötet wurde.

Es existiert außerhalb der Stadt ein

Bildstock, in dem immer eine Kerze

brennt. Die Legende besagt, dass, sollte

die Kerze jemals erlöschen, der Werwolf

zurückkehren wird.“

DER WERWOLF VON WITTLICH

Wittlich, eine kleine Stadt 39 km östlich

von Trier, ist am besten für ihr jährliches

Schweinebraten-Festival und einer örtlichen

Legende bekannt, die der Geschichte

von den drei kleinen Schweinchen

nicht unähnlich ist. Die Stadt,

unter Belagerung eines eindringenden

Feindes, wurde bis auf die Grundmauern

niedergebrannt, nachdem angeblich

ein hungriges Schwein eine Karotte

gegessen hatte, die als Riegel über dem

Burgtor diente. Dank dieses gedankenlosen

Schweinchens brauchte der Feind

nicht zu pusten, um genau dieses Tor

zu zerstören. Seitdem braten und essen

die Einheimischen jedes Jahr im August

so viele Schweine, wie sie auf der „Säubrennerkirmes“

in die Finger bekommen

können.

Die historische Wittlicher Werwolfsgeschichte

jedoch hört sich so an:

Als Napoleons Europafeldzug tobte, soll

Thomas Johannes Baptist Schwytzer,

ein Deserteur der kaiserlichen Armee,

OBEN: Wittlich, von einem gedankenlosen Schweinchen verraten (Skulptur oben).

56 Geisterjagd


wenn die Fenster geöffnet sind und

eine schöne, starke Brise weht. Der

Zufall will es, dass Tante Anna entweder

dasselbe oder ein sehr ähnliches

Parfüm wie Oma trägt und

die Brise ihren Geruch in Ihr Haus

geweht hat.

Nach dem vorausgegangenen Experiment

wird Tante Anna nun zu

unserer Packung Tischtennisbälle

und ihr Parfümgeruch breitet sich

in den abgestandenen Zimmerecken

des Hauses aus, wo er darauf

wartet, später am Abend wieder

aufgewirbelt zu werden. Da Tante

Anna abends nicht in Ihrem Haus

ist, gibt es, wenn der Geruch wieder

auftaucht, keine Möglichkeit,

ihn ihr zuzuschreiben, und er kann

nur von der Großmutter kommen,

die Sie in den wärmeren Monaten

daran zu erinnern scheint, dass sie

anwesend ist.

Schließlich besteht noch die

Wahrscheinlichkeit, dass es sich

bei dem Parfüm, das Sie riechen, in

Wirklichkeit nicht um das Parfüm

Ihrer Großmutter handelt, sondern

um eine Kombination aus anderen

Düften, die ihm in ihrer Gesamtheit

sehr ähnlich ist. Wenn Oma eine

Liebhaberin von Blumendüften

war, kann die Kombination aus den

Rosen, die draußen durch das Fenster

wehen, und einem Geruch, der

drinnen gefunden wird, Omas Parfüm

so sehr ähneln, dass Ihr Gehirn

das elektrische Impulsmuster interpretiert

und Ihnen sagt, dass es sich

um ihre Person handelt.

Denken Sie daran, wie diese

Muster funktionieren: Ihr Gehirn

riecht etwas zum ersten Mal

und das Muster wird in seine Erinnerungen

aufgenommen. Von

diesem Moment an wird Ihnen Ihr

Gehirn jedes Mal, wenn Sie wieder

an diesen Rosen riechen, sofort sagen,

woher der Duft stammt. Aber

wenn der Duft, den Ihr Riechorgan

aufnimmt, dem Parfüm der Großmutter

ähnlich genug ist, liegt die

Hypothese nahe, dass ein falsches

Muster gelesen und damit eine falsche

Wahrnehmung erzeugt wurde.

Es sollte nicht unerwähnt bleiben,

dass es eine große Anzahl von

medizinischen Störungen und Umweltsituationen

gibt, die den Eindruck

erwecken können, etwas zu

riechen, was nicht wirklich vorhanden

ist. So ist beispielsweise die als

Phantosmie bezeichnete Störung

eine Form von Halluzinationen, bei

der das Gehirn die Wahrnehmung

eines Geruchs fehlinterpretiert,

wenn keine Quelle vorhanden ist.

Während die Ursache dieser Störung

unbekannt ist, tritt sie oft zusammen

mit psychischen Störungen,

Stimmungsschwankungen, der

Parkinson-Krankheit und häufiger

Migräne auf.

Wenn man bedenkt, dass häufige

Migräne etwas ist, worunter

12 - 14 % der Frauen und 6

- 8 % der Männer in Deutschland

leiden, sollte es zumindest auf der

Liste der Fragen aufgeführt sein,

die einem Kunden vor einer Untersuchung

gestellt werden.

61 Geisterjagd


Im Jahr 2005 eroberte der

Kinohit „DER EXORZISMUS

DER EMILY ROSE“ die Welt im

Sturm. Der Film handelte von

einer jungen Frau, die ihr sehr

kurzes Leben im Kampf mit einer

angeblichen dämonischen Besessenheit

verlor und eine Kontroverse

darüber hinterließ, dass sie

entweder von der medizinischen

Wissenschaft oder von ihrem

Glauben und ihrer Religion im

Stich gelassen wurde, oder sogar

von beiden... Der Inhalt des Films

drehte sich um eine angebliche

dämonische Besessenheit und

wer für die Fahrlässigkeit in Bezug

auf ihren Tod verantwortlich

gemacht werden sollte, sowohl

medizinisch als auch physisch. Er

bezog sich auch auf die Durchführung

von Exorzismus-Riten

und involvierte einen langen

und komplizierten Gerichtsprozess,

was diesen Film von einem

durchschnittlichen Horrorfilm

unterschied.

62 Geisterjagd


Anneliese Michel im Alter von nur 23

Jahren am 1. Juli 1976.

Was Anneliese in den letzten 8 Jahren

ihres jungen Lebens ertragen

hatte, war nicht nur Folter und Terror,

die letzten 9 Monate waren besonders

brutal für jedes lebendige

Wesen hier auf der Erde, und mit dieser

Tatsache als großem Faktor für ihr

unbestreitbares Leiden, war ihr Tod

möglicherweise ein Segen für ihre

Seele und die ihr nahestehenden

Menschen.

An Anneliese wurden innerhalb von

9 Monaten insgesamt 67 Exorzismen

durchgeführt, die teilweise bis zu

vier Stunden pro Sitzung dauerten,

und es gibt bis zu 42 dokumentierte

Exorzismen, die auf Akten und

Audio aufgezeichnet wurden. Der

Autopsiebericht ergab, dass Anneliese

an Unterernährung und Hunger

gestorben war; sie hatte auch

gebrochene Knie von den ständigen

Kniebeugungen vor ihrem Gott und

Glauben. Am Ende wog sie nur noch

30 Kilogramm.

dies vor Gericht einfach übersehen,

zusammen mit den ausführlichen

Dokumentationen und Tonbändern,

die währendder gesamten Zeit des

Besitzes gemacht wurden.

1978 wurden Annelieses Eltern Josef

und Anna Michel sowie Pater Ernst

Alt und Pater Arnold Renz der fahrlässigen

Tötung für schuldig befunden

und angeklagt, und jeder von

ihnen erhielt eine Freiheitsstrafe von

6 Monaten auf Bewährung

Die Geschichte von Anneliese Michel

ist einer der umstrittensten, am besten

dokumentierten und möglicherweise

größten Fälle von angeblicher

dämonischer Besessenheit, die in

unserer modernen Geschichte je erfasst

wurden.

Für manche ist sie einfach von der

Medizin, den Angehörigen und ihrem

eigenen Glauben im Stich gelassen

worden. Für jene, die bei der

Rettung ihrer Seele innerhalb ihres

Glaubens koplett versagt haben, ist

sie schlicht und ergreifend am besten

vergessen. Und für die Masse

der religiösen Menschen ist sie ein

moderner Märtyrer geworden. Was

auch immer das Glaubenssystem ist,

was mit diesem armen, tragischen

und gequälten Kind geschah, sie war

in jeder Hinsicht ein Produkt des Versagens

und der Folter, sowohl der

physischen als auch der psychischen.

Sie hat so brutal unter den Händen

des Bösen gelitten, ob es nun wirkliche

Dämonen waren, die von ihr Besitz

ergriffen haben oder solche, die

sich in ihrer Psyche befanden.

Anneliese Michel ruht nun auf dem

Friedhof, nur wenige Schritte von

dem Haus entfernt, in dem sie einst

heimgesucht wurde und das nun

durch offensichtlichen Vandalismus

niedergebrannt ist. Ihr Grab wird bis

heute von Tausenden aufgesucht,

die daran glauben, dass sie als Märtyrerin

starb, wenngleich es leider

auch von Satanisten frequentiert

wird.

DIE RECHTSLAGE UND DER

UMSTRITTENE PROZESS

Annelieses Tod löste einen höchst

kontroversen Gerichtsprozess gegen

ihre Priester, die Kirche und

ihre Familie aus. In einer weithin bekannten

atheistischen Gesellschaft

in Deutschland wurde Exorzismus

und der Aspekt der dämonischen

Besessenheit einfach nicht beachtet,

noch anerkannt oder ernst genommen.

Obwohl die Familie Michel

und die Priester die Wünsche und

den Glauben von Anneliese und

ihrer offensichtlichen Besessenheit

berücksichtigt hatten, wurden sie

alle für schuldig befunden, ihre Psychose

und die dringend benötigte

physische medizinische Versorgung

vernachlässigt zu haben. Obwohl

ihre Autopsie ergab, dass die Untersuchungsergebnisse

bezüglich ihres

Gehirns absolut keine Anzeichen für

eine Schädigung durch irgendeinen

epileptischen Anfall zeigten, wurde

66 Geisterjagd


SCHLEIM

Hier nicht SO rum!

Paula und Stephan Duerr untersuchen das Ektoplasma im Zeitalter des Käsetuchs

Als Peter Venkman 1984 in

einem Hotelflur wimmerte,

"er hat mich eingeschleimt", ,

stellte sich die Frage, was für

die Geisterjäger "tatsächlicher Körperkontakt"

bedeutet, nicht so sehr anders

als für die Spiritisten, die ihnen hundert

Jahre zuvor vorausgegangen waren.

Der Spiritismus legte seine Wurzeln mit

den Fox Sisters in Hydesville, New York

im Jahr 1848. Da die jungen Mädchen

behaupteten, durch "Klopfzeichen" mit

Geistern zu kommunizieren, war ihr

Ruhm und kurzlebiger Reichtum unvermeidlich.

Doch als sich der Spiritismus

zu einer enormen religiösen Bewegung

entwickelte, die sich von den Tricks der

Fox-Schwestern abgrenzte, waren zunehmende

Behauptungen über fantastische

spirituelle Fähigkeiten unvermeidlich.

Die Bewegung schlängelte sich durch

die westliche Welt, entwickelte sich in

der Theorie, im wissenschaftlichen Interesse

und brachte Tausenden Hoffnung

und Beruhigung. Die Arbeit der Spiritisten

des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

half der Bewegung, ein Zuhause in

Kirchen, Heimen und auf öffentlichen

Plätzen zu finden. Sie entwickelte und

prägte auch die Methoden der Séance,

wie wir sie heute kennen.

So faszinierend, akademisch und kulturell

wichtig der Spiritismus auch sein

mag, auf seinem Höhepunkt war er geprägt

von Sex, Drogen und mehr Körperöffnungen,

als man mit einem Ouija-Brett

beschwören kann. Es war schön,

faszinierend und brachte vielen einen

Sinn und eine Bestimmung. Es war auch

zeitweise völlig lächerlich. Es brachte

besonnene Menschen mit Marskönigen,

alten Piratengeistern und untoten

Künstlern zusammen.

Als der Spiritismus seine

eigenen Methoden entwickelte

und mit verschiedenen

Möglichkeiten der Kontaktaufnahme

mit der Geisterwelt

experimentierte, begaben

sich viele Medien auf ein

nie zuvor gesehenes Niveau

der Überlegenheit.

Wenn ein Medium mit den Toten in

Kontakt treten und Botschaften verbal

oder durch automatisches Schreiben

weitergeben konnte, konnte das andere

die tote Person in den Raum bringen,

bereit, sich ihrer Familie wieder vorzustellen.

Einige "Seelenführer" wurden

berühmt und schickten ihre jeweiligen

Medien in den Superstar-Status - zumindest

bis ein Sitznachbar auf die Idee

kam, die nicht ganz so geisterhafte Erscheinung

festhalten.

Viele Medien auf der Suche nach Ruhm

und Erfolg hatten verständlicherweise

das Bedürfnis, ihren Status als Channeler

oder spiritueller Katalysator zu

bestätigen. Doch im Laufe des 19. Jahrhunderts

wurden betrügerische Medien

immer häufiger entlarvt, und ein Großteil

des Vertrauens, das innerhalb der

Bewegung aufgebaut worden war, stand

auf der Kippe. Als Reaktion darauf verlagerte

sich der Fokus der Medialität -

insbesondere bei Performance-Medien,

die durch ihre Séancen Ruhm, Ansehen

oder finanziellen Gewinn anstrebten -

auf die Legitimität des Einzelnen, und

nicht auf die relative Größe ihrer Ansprüche.

Nachdem sich das Medium und der

noch in den Kinderschuhen steckende

Spiritismus mit der Großartigkeit seiner

Erscheinungsformen erschöpft hatten,

verfeinerten und verkleinerten sie ihre

Ansprüche.

Als das viktorianische Zeitalter zu Ende

ging, war eine der beliebtesten Methoden,

die eigenen vermeintlichen medialen

Fähigkeiten zu demonstrieren, die

Herstellung von Ektoplasma. Ähnlich

wie Yo-Yos und Pokémon-Karten war

Ektoplasma ein mächtiger Trend, der

durch die Schulhöfe des Spiritismus raste.

Das Ektoplasma, das bei Séancen des

20. Jahrhunderts gerne auftauchte,

unterschied sich ein wenig von Slimers

eigenem Glibber, war aber war für die

Ermittler, die es beobachteten, genauso

schockierend und aufregend. Es muss

gesagt werden, dass, wie bei jedem

Trend, nicht jeder ein Mitstreiter war

oder an die Echtheit von Ektoplasma

glaubte. Ebenso viele Medien lehnten

Ektoplasma ab, wie sie es feierten.

Bis in die 1940er Jahre waren die

Begriffe "Ektoplasma" und "Geister"

in ihrer Definition untrennbar;

Ektoplasma war einfach eine

Geisterenergie, die durch die dem Medium

innewohnenden Kräfte für den

Menschen sichtbar gemacht wurde.

Anstatt direkt von einem Geist auszugehen,

war Ektoplasma das Fachgebiet des

begabten Mediums. In der Regel wurde

eine Sitzung durchgeführt, bei der sich

eine Handvoll Personen im Séance-Raum

versammelte, das Licht gedimmt wurde

(da man glaubte, dass Dunkelheit oder

geringes Licht das Auftauchen des Geistes

erleichtern würde) und das Medium

69 Geisterjagd


Das einzige Ziel bestand darin, Beweise

für geisterhafte Aktivitäten mit

allen Mitteln (Audiorekorder, Ouija-

Bretter, Kameras, Medien usw.) zu

erlangen oder achtlos Sachschäden

zu verursachen. Der Schaden und die

langfristigen Auswirkungen dieser

nur auf Beweise ausgerichteten Ansätze

waren erheblich. Ich fand mich

auch in Fällen wieder, in denen der

Klient aufgrund von unethischen Ermittlungen

lokaler Gruppen in einem

deutlich schlechteren Zustand zurückgelassen

wurde. Die Dinge haben

sich 10 Jahre später nicht verbessert.

Es ist schlimmer geworden.

Ob es sich nun um Gruppen von

Geisterjägern handelt, die dem

Ruf folgen, einen Privathaushalt zu

untersuchen, oder um eine Gruppe,

die ihre Untersuchung für ihren

Youtube-Kanal (oder einen anderenStreaming-Dienst)

filmt - ich befürchte,

selbst wenn einige Ermittler

"keinen Schaden anrichten" wollen,

bleiben alle tatsächlichen ethischen

Grundsätze unberücksichtigt.

Es gibt keinen Gedanken an ethische

Aspekte wie informierte Zustimmung,

Vertraulichkeit, Befragung, Entgelt,

Machtdynamik, Kompetenz usw.

Wenn ich dieses Thema anspreche,

wie ich es häufig getan habe, ist es

nur meine Absicht, diese ethischen

Fragen hervorzuheben und nicht,

spezifische Verfahrensrichtlinien zu

diktieren, denen verschiedene Gruppen

folgen könnten. Es wäre überheblich

von mir zu behaupten, es

würde nur ein Weg existieren, eine

Untersuchung durchzuführen. Den

gibt es nicht, und der verwendete Ansatz

hängt oft von den Überzeugungen,

der Erfahrung und auch der

Ausbildung der Gruppenmitglieder

ab und - was noch beunruhigender

ist - davon, von welcher medienbasierten

Show auf TLC oder anderen

Kanälen sie am meisten beeinflusst

werden. Wenn überhaupt, dann hoffe

ich einfach, dass dieser Artikel eine

dringend benötigte Debatte über

solche Themen anregt und auch eine

Veränderung auf dem Gebiet fördert,

bevor wir schreckliche Schlagzeilen

über ausgenutzte Zeugen des Paranormalen

sehen.

Die Schwierigkeit besteht darin, wie

man all die vielen ethischen Sünden

darstellen kann, die ich bei Amateur-Gruppenuntersuchungen

oder

(zugegebenermaßen) paranormalen

Reality-Shows sehe. Es geht nicht

nur um Empathie für den Erlebenden,

obwohl das ein großer Schritt nach

vorne wäre. Es gibt auch den gesunden

Menschenverstand betreffende

übergreifende ethische Prinzipien,

die unabhängig von der individuellen

Situation beachtet werden sollten.

Beispielsweise müsste es sich von

selbst verstehen, dass Ermittler oder

Experimentatoren andere nicht diskriminieren

oder beleidigen sollten.

Meine Beobachtungen haben ergeben,

dass die überwiegende Anzahl

der Gruppen und sogar einige Fernsehsendungen

(!) diese übergreifenden

Punkte berücksichtigen und

anscheinend das Wohlergehen ihrer

Klienten im Sinn haben, wenn sie sich

auf eine Untersuchung begeben und

versuchen zu helfen.

Es ist das Mantra des "Helfens",

das ich heutzutage am häufigsten

höre, aber leider wird ohne ethisches

Bewusstsein im Umgang mit Erlebenden

(seien es Interviews oder Nachforschungen

während der Nacht)

potenziell mehr Schaden angerichtet

als Gutes getan.

FALLBEISPIEL

Im Jahr 2020 untersuchten die

Hauptprotagonisten in einer

Episode einer beliebten amerikanischen

Fernsehshow eine

angebliche dämonische Präsenz

in einer Kleinstadt in Kalifornien

mit etwas weniger als 2.000 Einwohnern.

Eine Untersuchung des Hauses

eines bestimmten Paares durch

eine andere Gruppe im Jahr 2019

resultierte in einem kirchlichen

Segen. Als die Phänomene weiter

anhielten, besuchte ein Untersuchungsteam

des Fernsehens das

Haus und seine Bewohner. In der

ausgestrahlten Folge wurde ein

Erlebender über den quälenden

Dämon interviewt.Er war sichtlich

verzweifelt, und es war besonders

beunruhigend, seine Behauptung

zu vernehmen, dass man ihn töten

würde, wenn er sich nicht der

sexuellen Beeinflussung durch den

Dämon unterwerfen sollte. In der

gleichen Folge wurde die Vermutung

geäußert, dass ein kürzlicher

Selbstmord in diesem Ort auf die

Besessenheit einer Frau zurückzuführen

war.

Selbst WENN Sie diese Vorgehensweisen

für die Erlebenden und die

Ermittler, die nun ebenfalls zu Erlebenden

wurden, mit "es ist ja nur

zur Unterhaltung" entschuldigen

würden, oder mit dem Eindruck,

dass alles nur ein abgekartetes

Spiel war und niemandem geschadet

wurde, bleibt immer noch

die Tatsache, dass eine solche

Show einen großen Einfluss auf

reale private Ermittlungen hat,

die durchgeführt werden. Es ist

nach wie vor eine Tatsache, dass

dies alles einen enormen Einfluss

auf andere Shows ausübt,

einen Einfluss auf Menschen, die

möglicherweise Umwelteinflüsse

oder ihre eigene psychische

Gesundheit fehlinterpretieren. Es

ist immer noch Fakt, dass es einen

großen Einfluss auf diejenigen hat,

die glauben, dass sie eine echte

Spukerfahrung haben könnten.

Ihre Meinung zählt! Schreiben Sie uns unter Angabe des betreffenden

Artikels an: lesermeinung@die-geisterjagd.de *

Und es ist Tatsache, dass jeder,

auf den Bezug genommen wurde,

und jeder, der damit zu tun

hatte, echte verletzliche Menschen

waren.

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