NEUROLOGIE UND SCHMERZ

MediaplanetVerlagDeutschland

Eine unabhängige Kampagne von Mediaplanet.

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

Lesen Sie mehr auf www.gesunder-koerper.info

NEUROLOGIE

UND SCHMERZ

NICHT VERPASSEN:

Impfen als MS-Patient

Was ist wichtig zu wissen?

Seite 8

Interview mit Ministerpräsidentin

Malu Dreyer

zu ihrem Umgang mit Multipler

Sklerose

Seite 12

Interview mit Markus

Maria Profitlich

Wie der Comedian mit seiner

Parkinsonerkrankung lebt

Seite 6

„Wenn Plan A und B

nicht funktionieren,

leben wir nach Plan C.“

Jule und Sven kämpfen gemeinsam

gegen die schlechten Tage, die Multiple

Sklerose, chronische Fatigue und Epilepsien

mit sich bringen.

MS

Lassen Sie sich gut behandeln.

www.selzer.de


2

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info

IN DIESER AUSGABE

05 14

Schlaganfall

Botox für mehr

Beweglichkeit?

Aktionstag

gegen den Schmerz,

am 01.06.2021

Katja Wilksch

Heute stehen die MS-

Erkrankten im Fokus, und

auch unsere Kampagne

soll ein Licht auf die

so unterschiedlichen

Geschichten der

Erkrankung werfen.

VERANTWORTLICH FÜR DEN INHALT IN DIESER AUSGABE

Katharina Sliwa

Was passiert, wenn uns

das Gehirn Streiche

spielt? Gemeinsam mit

starken Persönlichkeiten

haben wir auf diese Frage

Antworten gesucht –

und gefunden.

Unsere Vorbilder in dieser Ausgabe

Désirée Heilmann

erlitt im Alter von 22 Jahren drei

Schlaganfälle während ihrer

Schwangerschaft und verlor ihr

Baby. Wie sie es geschafft hat, sich

zurück ins Leben zu kämpfen, welche

Therapien hilfreich waren, warum

ihr Sternenkind eine wichtige Rolle

bei diesem Kampf gespielt hat, wie

sie heute lebt und was sie anderen

Betroffenen rät, lesen Sie auf

Jule Külzer

ist 30 Jahre alt und leidet sowohl

an Multipler Sklerose, Epilepsie als

auch an dem chronischen Fatigue-

Syndrom. Wie sich die Krankheiten

bei ihr geäußert haben, welche

Symptome sie hatte, wie es zur

Diagnose kam, wie ihr Alltag aussieht

und warum Jule zusammen mit ihrem

Mann Sven jeden Tag für ein schönes

Leben kämpft, lesen Sie auf

Dirk-Stefan Droste

erlebte eine Ärzte-Odyssee, bis

er 2013 die Diagnose Morbus

Sudeck erhielt. Er gründete eine

Selbsthilfegruppe für CRPS im

Rheinland. Wie er seine Krankheit

erlebt und warum er dringenden

Handlungsbedarf darin sieht, anderen

Betroffenen zu helfen und die

Öffentlichkeit über diese rätselhafte

Krankheit aufzuklären, lesen Sie auf

Anna

lebt seit 54 Jahren mit Migräne. Die

Anfälle kamen von einem auf den

anderen Tag. Wenn diese auftreten,

dann ist sie völlig „lahmgelegt“, ihre

Alltagspflichten ruhen und sie kann

nichts tun, außer im abgedunkelten

Zimmer zu liegen und zu hoffen,

dass das Hämmern in ihrem Kopf

bald nachlässt. Mehr über Annas

Leben mit Migräne lesen Sie

Seite 04

Seite 08–09

Seite 07

online

Follow us facebook.com/Mediaplanet_Stories @Mediaplanet_germany

Senior Project Manager Health: Katja Wilksch, Project Manager: Katharina Sliwa Geschäftsführung: Richard Båge (CEO),

Philipp Colaço (Managing Director), Franziska Manske (Head of Editorial & Production), Henriette Schröder (Sales Director)

Designer: Elias Karberg Mediaplanet-Kontakt: redaktion.de@mediaplanet.com Coverbild: privat

Please recycle

Alle Artikel mit der Kennung "in

Zusammenarbeit mit" sind keine

neutrale Mediaplanet-Redaktion.


ANZEIGE

Therapeutische Brille

Die VMV-Neuro-Brille unterstützt Menschen nach Schlaganfall,

Schädel-Hirn-Trauma oder anderweitiger Hirnschädigung

Denkt man an „Brille“, dann denkt man immer an

„Sehen“. Dass jedoch eine Brille bei Einschränkungen

in der Bewegung hilfreich sein kann, ist vielen

Menschen nicht bewusst. Martin Mütsch, Augenoptikermeister

und Geschäftsführer im Haus des Sehens

in Landau, erfasst das Sehen in seiner ganzen

Komplexität. So ist er auch vor vielen Jahren zur Erkenntnis

gelangt, dass eine spezielle augenoptische

Anpassung bei motorischen Problemen eine Lösung

bieten kann.

Bei Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder anderweitiger

Hirnschädigung können vielerlei Alltagsaktivitäten

stark beeinträchtigt sein. In unterschiedlicher

Art und Intensität kann sich eine Dysfunktion

des visuellen Systems negativ auf die Motorik auswirken:

Unsicheres Laufen durch die veränderte Wahrnehmung

des Raumes (z. B. Kippung der räumlichen

Ebene), sodass sich die Körperhaltung

entsprechend ungünstig anpasst.

Betroffene stoßen häufig an, greifen daneben

oder bleiben am Türrahmen hängen, denn der

von ihnen wahrgenommene Raum und der reale

Raum stimmen nicht mehr überein.

Sie sehen nur einen Teil des realen Raumes,

der andere Teil wird ignoriert (beim visuellen

Neglect). Oder ein Teil des realen Raumes kann

nicht mehr gesehen werden (Hemianopsie).

Doppelbilder und/oder ein eingeschränktes

räumliches Sehen können Gleichgewichtsprobleme

zur Folge haben.

Martin Mütsch

Augenoptikermeister und

Geschäftsführer

Prof. Dr. Tobias Ehrhardt

Therapiewissenschaftler der

SRH Hochschule für Gesundheit

am Campus Karlsruhe

Die VMV-Neuro-Brille ermöglicht eine

verbesserte Lebensqualität

Mit der sogenannten VMV-Neuro-Brille kann man

diese Störungen mindern. Das Verfahren der Visuellen

Motorischen Verbesserung (VMV) weist auf die

Verbindung von Bewegung und Sehen hin. Es umfasst

ein patentiertes Konzept der Spezialanpassung

und geht auf die individuellen Bedürfnisse der Patientin

oder des Patienten ein. Die therapeutischen

Spezialbrillen unterstützen die Rehabilitation und

Therapie nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-

Trauma oder anderweitiger Hirnschädigung. Sie ermöglichen

vielen Betroffenen, ihre Selbständigkeit

und Unabhängigkeit zurückzuerlangen. In der VMV-

Neuro-Brille sind Glaskeile, sogenannte Yoged Prismen,

integriert. Sie lenken Lichtstrahlen um und sind

für das Auge kaum sichtbar. Die speziellen Gläser

bringen den gesehenen Raum mit dem realen Raum

weitgehend wieder in Übereinstimmung. Idealerweise

wird auch mit Physio- und Ergotherapeuten

sowie Ärzten zusammengearbeitet – vom Erstkontakt

über den Beratungs- und Anpassungsprozess

bis zur konkreten Spezialanpassung und regelmäßigen

Kontrolle. So können multiprofessionelle Teams

für die betroffenen Menschen das Optimale leisten.

Die VMV-Neuro-Brille unterscheidet sich in ihrem

Aussehen nicht/wenig von einer „normalen“ Brille.

Die Durchführung einer Spezialanpassung benötigt

(je nach Beeinträchtigung der Patientin oder des Patienten)

ca. 2-4 Stunden vor Ort im Haus des Sehens

in Landau. Hier können in verschiedenen Stufen bereits

die Effekte der finalen, individuell angepassten

Brille simuliert werden und eine Anpassung so weit

erfolgen, dass Betroffene die fertige Brille bereits

nach wenigen Wochen erhalten.

Einblick & Ausblick

Martin Mütsch wurde bereits eine Anerkennung für

sein Konzept beim Landes-Innovationspreis Rheinland-Pfalz

ausgesprochen. Das Konzept wird stetig

weiterentwickelt und in Schritten wissenschaftlich

untermauert. Rückmeldungen der Betroffenen

und alle weiteren Erkenntnisse werden regelmäßig

gesammelt und verwertet. Die enge Zusammenarbeit

mit dem Therapiewissenschaftler Prof. Dr. Tobias

Ehrhardt der SRH Hochschule für Gesundheit

am Campus Karlsruhe ermöglicht eine professionelle

wissenschaftliche Begleitung. Die Pionierarbeit

von Martin Mütsch hat sich etabliert und Betroffene

kommen aus dem kompletten deutschsprachigen

Raum in die schöne Pfalz und finden hier eine langersehnte

Hilfestellung. Um noch mehr betroffenen

Menschen helfen zu können, wird das patentierte

VMV-Verfahren mit weiteren Netzwerk-Partnern ausgebaut.

Augenoptiker, Ärzte und Physio-/Ergotherapeuten

können sich bei Interesse gerne melden.

Auch VC-Geber (Venture Capital Gesellschaften)

könnten auf diesem Wege Partner werden. Martin

Mütsch ist offen für Kooperationen mit Menschen,

die nach einer sinn- und werteorientierten Zukunft

streben.

www.therapeutische-brille.com


4

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info

Sie erlitten mit 22 Jahren einen Schlaganfall.

Welche Symptome hatten Sie?

Ich hatte drei Schlaganfälle innerhalb von 23

Wochen Schwangerschaft. Bei den ersten beiden

war die rechte Seite betroffen – die Hand

ist ausgefallen, der Fußheber funktionierte

nicht und ich bin immer über meine eigenen

Füße gestolpert. Zudem war das Sprachzentrum

eingeschränkt. Es folgte eine Ärzteodyssee

– keiner wusste, was ich habe, und konnte

mir helfen. Dann kam der dritte und heftigste

Schlaganfall, bei dem ich auch meine Finja verloren

habe, ihr Herz ist stehen geblieben. Neben

dem Verlust meines Kindes hatte ich einen

vollständigen Sprachverlust, war links komplett

gelähmt – Bein, Fuß, Arm, ich konnte nicht mal

mehr sitzen. Ich hatte eine Magensonde, habe

sieben Tage im Bett gelegen, bin gelagert worden

– es ging einfach gar nichts mehr. Ich war von

heute auf morgen auf dem Stand eines Babys.

Wie ging es weiter?

Ich kam in eine sehr gute neurologische Rehabilitationsklinik.

Dort habe ich mich zurück ins

Leben gekämpft.

Wie sind Sie in diesem jungen Alter damit

umgegangen?

Ich bin gelernte Altenpflegerin und hatte

tagtäglich mit Schlaganfallpatienten zu tun.

Pflegende Angehörige

Gewitter

im Kopf

FOTO: PRIVAT

In einigen Tagen wird Désirée

Heilmann 31 Jahre alt. Sie ist verheiratet

und Mutter einer fast zweijährigen

Tochter. Auf den ersten

Blick ist sie eine ganz normale Frau,

die ihr Leben genießt. Dass sie

bereits drei Schlaganfälle hatte und

dabei ihre erste Tochter verlor,

sieht man nicht. Im Interview spricht

sie über ihren Kampf zurück ins

Leben und beschreibt, wie ihr ihr

Sternenkind dabei geholfen hat.

Text Franziska Manske

Es war Hauptthema meiner Abschlussarbeit,

in der ich eine eins hatte – Schlaganfall war

also, schon bevor ich selbst betroffen war, mein

„Gönnen Sie sich Auszeiten!“

geholfen. Hätte ich die nicht gehabt, wäre ich

heute nicht da, wo ich bin. Leider gibt es in

Deutschland nach wie vor eine große Unterversorgung

von Schlaganfallpatienten. Bekommt

man nicht von Anfang an die richtige Therapie,

kann man das später oft nicht mehr aufholen.

Infolge der Schlaganfälle entwickelte sich

bei Ihnen eine Spastik. Wie äußerte sich

diese?

Die Spastik war am Anfang gar nicht da, fing

aber an, als ich wieder anfing zu laufen. Erst

kam die Armspastik, dann die Bein- und

Fußspastik.

Wie wurden die Spastiken behandelt?

Anfangs wurde es mit Tabletten probiert. Ich

habe quasi alle oralen Antispastika ausprobiert,

doch leider keine vertragen. Die Nebenwirkungen

waren zu heftig. In der Reha habe ich

für die Zehen eine Silikonschiene bekommen,

damit sie nicht zukrampfen. Das hat aber leider

nicht so gut funktioniert. Zum Laufen hatte

ich auch eine Schiene. Doch das Wahre war

das für mich alles nicht. Ich nehme heute gar

keine Hilfsmittel mehr. Für mich läuft es so

besser. Für den Arm hatte ich Ergotherapien.

In der Reha habe ich mein Körpergefühl extrem

entdeckt und dadurch gelernt, meine Spastik

zu kontrollieren.

Welche Therapie- und Rehamaßnahmen

helfen Ihnen am besten?

Ich mache seit acht Jahren Ergotherapien

und seit September letzten Jahres bin ich bei

einer Handtherapeutin, und das hilft mir mit

Abstand am besten. Zudem habe ich festgestellt,

umso besser es mir psychisch geht, desto

weniger leide ich an Spastiken. Was mir auch

hilft, sind regelmäßige CBD-Wochenkuren.

Leider gibt es in Deutschland nach wie

vor eine große Unterversorgung von

Schlaganfallpatienten.

Gebiet. Mir wurde schnell bewusst, dass ich

kämpfen muss. Dass ich mein Kind verloren

habe, kam noch hinzu, was es psychisch nicht

leichter gemacht hat. Doch ich habe beschlossen,

dass ich für mein Sternenkind leben möchte.

Das war mein großes Ziel. Richtig umgehen

kann man damit aber eigentlich nicht. Man

funktioniert.

Was hat Ihnen beim „Kampf zurück ins

Leben“ geholfen?

Ich hatte eine großartige Neurologin, eine

fantastische Reha und tolle Therapeuten.

Natürlich hat mir auch meine kleine Familie

Welche vier Ratschläge möchten Sie anderen

Schlaganfallpatienten mit auf den

Weg geben?

Zuerst: Gib niemals auf! Habe deine Träume

vor Augen und kämpfe dafür.

Und dann: Weinen ist keine Schwäche, sondern

eine Stärke.

Zudem: Mit anderen reden. Es bringt nichts,

alles mit sich selbst auszutragen.

Und zuletzt: Auf den eigenen Körper hören und

vertrauen. Denn das Körpergefühl eines

Schlaganfallpatienten kann keiner nachvollziehen.

Ein Außenstehender wird nie verstehen,

was Spastikschmerzen sind.

Neurologische Erkrankungen wie der Schlaganfall führen häufig zu Pflegebedürftigkeit.

Das bringt auch für Angehörige hohe Belastungen mit sich.

Gerade noch Partner, im nächsten Augenblick Pflegende – der plötzliche

Rollenwechsel stellt vor allem psychisch hohe Anforderungen an pflegende

Angehörige. Hinzu kommen körperliche Belastungen, die große

Verantwortung und Wesensveränderungen der Betroffenen, die oft zu

persönlichen Verletzungen führen können.

Stefan Stricker, Referent der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe, rät pflegenden

Angehörigen, sich intensiv über die Erkrankung zu informieren:

„Nur so sind Sie in der Lage, sich in den Betroffenen hineinzuversetzen

und ihn angemessen zu fördern und zu fordern. Wer die Krankheit versteht,

kann auch gelassener mit Abweisungen oder Kränkungen umgehen.“

Daneben sei es besonders wichtig, sich in der neuen Rolle nicht bis zur

totalen Erschöpfung aufzuopfern, sondern weiterhin sein eigenes Leben

zu leben. „Achten Sie bei allem Einsatz auf sich selbst, gönnen Sie sich

Auszeiten und gehen Sie weiter eigenen Interessen nach“, rät Stricker.

„Holen Sie sich dafür rechtzeitig Hilfe von außen.“

Die Stiftung

Deutsche

Schlaganfall-

Hilfe hat wichtige

Informationen für

pflegende Angehörige

auf ihrer

Website zusammengestellt:

schlaganfallhilfe.de/

angehoerige


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 5

Spastik nach Schlaganfall:

Botulinumtoxin A nicht vergessen!

Botulinumtoxin A (BoNT A) ist vielen immer noch vor allem als Mittel gegen Falten bekannt. Doch bereits

seit den 80er-Jahren wird es medizinisch eingesetzt – seit einiger Zeit auch bei Spastik nach Schlaganfällen.

Prof. Dr. med. Tobias Bäumer, Neurologe am UKSH, Campus Lübeck, spricht darüber im Interview.

Spastik tritt unter anderem als Folge eines

Schlaganfalls auf. Wie äußert sich das?

Spastik als Folge eines Schlaganfalles ist häufig

mit Schmerzen, Steifheit, Muskel- und Sehnenverkürzungen

und auch Gelenkkontrakturen

verbunden. Die Folgen sind Fehlhaltungen der

betroffenen Extremitäten, verminderte Lebensqualität

sowie eingeschränkte Selbstständigkeit.

Wie viele Betroffene gibt es?

Es gibt wenige Daten dazu. Aus dem, was man

weiß, darf man davon ausgehen, dass rund zehn

Prozent der Patienten nach einem Schlaganfall

eine Spastik entwickeln. Eine frühzeitige Erkennung

und Behandlung einer Spastik nach einem

Schlaganfall kann nicht nur die Komplikationen

reduzieren, sondern auch Alltagsfunktionen und

Unabhängigkeit der betroffenen Patienten verbessern.

Wie wird Spastik in der Regel behandelt und

was hat das für Konsequenzen für die Betroffenen?

Man muss den Patienten als Ganzes sehen.

Neben der Spastik mit einer Lähmung und der

häufigen Folge einer eingeschränkten Mobilität

leiden Patienten auch unter Gefühlsstörungen

und Schmerzen. Zuerst kommt also immer die

Basistherapie, die aus Physio- und Ergotherapie

besteht, um den Patienten wieder mobiler zu

bekommen, in dem Umfang, der möglich ist.

Zudem gibt es medikamentöse Möglichkeiten der

Behandlung. Auch orthopädische Schienen und

andere Hilfsmittel können und sollten eine Unterstützung

in der Spastiktherapie sein. In aktuellen

nationalen und internationalen Leitlinien wird zudem

bei fokaler und multifokaler Spastizität eine

Behandlung mit BoNT A empfohlen. Allerdings

zeigen Untersuchungen zur Versorgungslage

von Patienten mit einer Spastik, dass evidenzbasierte

Therapien wie BoNT A hierzulande

noch zu selten eingesetzt werden. Es besteht

diesbezüglich noch eine Unterversorgung. Diese

Möglichkeit der Behandlung muss mehr ins

Bewusstsein der behandelnden Ärzte gelangen,

um eine optimale Versorgung der Patienten zu

gewährleisten.

Wie sieht eine leitliniengerechte Therapie für

Patienten aus?

Zuerst braucht der Behandler die Kenntnis über

alle therapeutischen Möglichkeiten, aber auch

die Grenzen. Er muss den Patienten ganzheitlich

sehen und schauen, welche therapeutischen Module

in jedem individuellen Fall zu ziehen sind, um

für den Patienten das bestmögliche funktionelle

Ergebnis zu erreichen. Hier muss bei den Behandlern

immer auch an BoNT A gedacht werden.

Nennen Sie bitte ein Beispiel.

BoNT A kann eine Schwäche der Muskulatur leider

nicht verbessern. Aber es hilft, beispielsweise

spastisch verspannte Hände oder Füße zu lockern

und wieder in eine bessere Haltung zu bringen.

Das kann z. B. das Gehen oder die Körperpflege

erleichtern oder Schmerzen reduzieren. Einige

Patienten empfinden die Spastik auch als sozial

stigmatisierend, weil man ihnen den Schlaganfall

dadurch ansieht, z. B. gehen Sie mit einem stark

gebeugten Arm oder einer gefausteten Hand.

Diese Stellung mit BoNT A zu bessern, kann für

Patienten sehr befreiend und hilfreich sein und

macht BoNT auch hier zu einem wichtigen Therapiebaustein.

Doch Studien zeigen, dass nur zehn Prozent der

Betroffenen auch mit BoNT therapiert werden.

Woran liegt das?

Viele Betroffene werden bei Allgemeinmedizinern

versorgt. Diese bieten eine BoNT-Therapie in der

Regel nicht an. Aber auch viele Neurologen haben

diese Expertise nicht, da dies nicht Teil der Ausbildung

ist. Daher ist es für viele der einfachere bzw.

altbewährte Weg, orale Antispastika zu verabreichen.

Die haben jedoch den Nachteil, dass sie

nicht so gut wirken und wir mittlerweile wissen,

dass für die fokale Spastik BoNT A die Therapie der

ersten Wahl ist. Im Sinne einer leitliniengerechten

Therapie sollten alle Module, also Physio- und

Ergotherapie, Hilfsmittelversorgung sowie ein ausgewogenes

Verhältnis von oralen Antispastika und

BoNT A, eingesetzt werden. Dass nur rund zehn

Prozent davon profitieren, ist deutlich zu wenig,

und wir denken, dass deutlich mehr Patienten mit

einer leitliniengerechten Behandlung versorgt

werden sollten.

Was braucht es dafür?

Eine bessere Infrastruktur für die Behandlung der

Patienten. Wichtig ist, dass viel mehr Aufmerksamkeit

für das Thema geschaffen wird, damit

Behandler ihre Patienten an die richtigen Adressen

verweisen, wo solche Therapien möglich sind, aber

auch die Voraussetzungen geschaffen werden,

dass mehr Behandler zur Verfügung stehen.

Was raten Sie Patienten mit einer Spastik nach

Schlaganfall?

Wenn ein Patient merkt, dass er seine Therapieziele

nicht erreicht, sollte er mit seinem

behandelnden Arzt und Therapeuten sprechen,

um prüfen zu lassen, ob eine Vorstellung bei einem

Spastikspezialisten sinnvoll ist. Denn dort sind

meistens alle Module der Behandlung bekannt

und man kann den Patienten beraten.

Was kann/muss sich in Zukunft ändern, damit

mehr Patienten mit einer Spastik nach Schlaganfall

von einer Botulinumtoxin-A-Therapie

profitieren können?

Es muss ein integraler Bestandteil der Ausbildung

von Menschen sein, die Betroffene versorgen, also

im Bereich der Reha-Medizin, der Neurologie,

Physio- und Ergotherapie. In manchen Bundesländern

ist die Behandlung von Spastik mit

BoNT A seit Kurzem Teil der Weiterbildungsordnung

zum Facharzt für Neurologie, was mich sehr

gefreut hat – das ist ein großer Schritt in die

richtige Richtung.

Prof. Dr. med.

Tobias Bäumer

Neurologe,

stellvertretender

Leiter des Instituts

für Systemische

Motorikforschung

am Universitätsklinikum

Schleswig-

Holstein, Campus

Lübeck

Text

Benjamin Pank

ANZEIGE


6

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info

Das ganze Interview

lesen Sie auf:

gesunderkoerper.info

Mehr über die

Parkinson Youngsters

erfahren Sie

unter: parkinsonyoungster.de

Wie empfinden Sie die vergangenen Jahre

rückblickend?

Ziemlich heftig. Zuerst fällt man in ein tiefes

Loch, aus dem man anfangs versucht selbst

herauszukommen, was aber falsch ist. Dann

beginnt man, sich mit der Krankheit auseinanderzusetzen,

was es auch nicht besser macht. Es

ist eine Achterbahnfahrt. Seit einem Jahr habe

ich mich aber damit arrangiert und akzeptiert,

dass es Teil meines Lebens ist – und auch immer

sein wird.

Wie hat sich die Erkrankung damals bei Ihnen

geäußert und wie kam es zur Diagnose?

Wenn ich auf der Bühne stand, bekam ich einen

Schwankschwindel und hatte das Gefühl, gleich

umzufallen. Doch die Außenstehenden sagten,

dass ich kerzengerade stand. Beim Neurologen

wurden diverse Untersuchungen gemacht, doch

nichts wurde gefunden. Erst der HNO-Arzt

äußerte die Vermutung. Daraufhin wurde ein

DaTSCAN durchgeführt, der dann die Diagnose

Parkinson im weit fortgeschrittenen Stadium

zur Folge hatte. Das war am 30. Mai 2017, am

Hochzeitstag von meiner Frau und mir.

Wie sind Sie mit der Diagnose umgegangen?

Ich habe den Fehler gemacht, mich über Google

zu informieren. Das war fatal, denn laut den Informationen

war ich quasi schon tot. Jeder, der

eine solche Diagnose bekommt, sollte zeitnah

zu einer Selbsthilfegruppe gehen und sich mit

Betroffenen austauschen.

„Eine Achterbahnfahrt“

FOTO: FRANK HEMPEL

Vor vier Jahren bekam der beliebte

Komiker Markus Maria Profitlich die

Diagnose Parkinson. Wie er damit

lebt, was ihm hilft, seinen Humor

nicht zu verlieren, und warum er

jedem Betroffenen die Selbsthilfe

ans Herz legt, lesen Sie im Interview.

Text Franziska Manske

Wie sehen gute, aber auch schlechte Tage

bei Ihnen aus?

Je weiter fortgeschritten der Parkinson ist,

desto häufiger kommen On- und Off-Tage vor.

Die Off-Tage können wirklich heftig sein, sodass

man morgens vor lauter Schmerzen nicht aufstehen

kann, einfach liegen bleiben muss, um

dann jemanden zu haben, der einem die Tablette

in den Mund steckt, weil man es selbst nicht

mehr kann. Es fühlt sich an, als ob eine Eisenbahnschiene

auf einem draufliegt. Jede Bewegung,

jede Berührung bedeutet Höllenqualen.

An guten Tagen, also On-Tagen, steht man morgens

auf und kann, bis auf ein bisschen Gliederschmerzen,

einen normalen Tag haben. Das

bedeutet schon, dass man sich einigermaßen

gut alleine anziehen kann. Hinzu kommen die

Nebenwirkungen der Medikamente. Bei Parkinson

muss man hoch dosiertes Dopamin zu sich

nehmen, was im Gehirn Glücksgefühle auslöst.

Auch wenn das schön klingt, kann dies Impulskontrollstörungen

auslösen, die sich in Sexsucht,

Spielsucht oder Kaufsucht widerspiegeln

können. Hat mich selbst auch erwischt. Deshalb

muss das Umfeld dringend auf einen aufpassen.

Man hat Parkinson nie allein, es hat immer die

ganze Familie.

Woher nehmen Sie Ihre Kraft und Lebensfreude?

Zum Glück habe ich die Off-Tage ganz, ganz selten.

Doch das kann in ein paar Monaten schon

ganz anders sein. Man muss die Krankheit mit

ins Boot nehmen und akzeptieren, wie einen

ungebetenen Gast, den man nicht am Tisch

möchte, den man aber auch nicht rausschmeißen

kann.

Ihr Beruf ist es, Menschen zum Lachen zu

bringen. Gelingt Ihnen das bei sich selbst

auch – trotz Krankheit?

Wir haben eine 16-jährige Tochter, da ist Spaß

nicht so an der Tagesordnung. (lacht)

Sie haben bereits beschrieben, warum

Selbsthilfe so wichtig ist. Heute sind Sie

Schirmherr der Parkinson Youngster. Warum?

Ich habe selbst erfahren, wie wichtig das ist. In

einer Selbsthilfegruppe ist man unter Gleichgesinnten,

bekommt hilfreiche Tipps, lernt, besser

mit der Erkrankung umzugehen, und hat zudem

Zugang zu Experten, die bspw. über neue Therapien

informieren. Man bekommt Hilfe und

Trost gleichzeitig. Dadurch geht es einem besser

und man kann einen positiven Einfluss auf die

Erkrankung nehmen.

Ich habe mich für die Parkinson Youngster

entschieden, weil es über Austausch und Kaffeetrinken

hinausgeht. Der Verein ist viel aktiver,

in den (sozialen) Medien sehr präsent und

möchte wirklich etwas verändern. Es werden

beispielsweise Camps für Erkrankte und deren

Familien organisiert. Austausch ist so wichtig.

Derzeit entwickeln wir eine App für Betroffene,

die in rund drei Monaten verfügbar sein wird.

Diese App wird mehr können als Tablettenund

Arztterminmanagement. Die App, die von

Patienten für Patienten ist, wird neben vielen

weiteren Features auch Schlucktrainings anbieten,

denn das ist enorm wichtig, da es auch ein

Muskel ist. Wenn man den nicht trainiert, kann

man irgendwann nicht mehr schlucken. Aber

natürlich sind wir auch auf Spenden angewiesen,

um mehr solcher Projekte zum Leben zu

erwecken.

Was hat Ihnen persönlich bisher am meisten

geholfen?

Akzeptanz, Selbsthilfe, Sport und Kommunikation

– und all das kann ich jedem Betroffenen

nur ans Herz legen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich habe Parkinson. Das wissen nun auch die

meisten. Doch ich bin auch Künstler und möchte

das in meinem Leben nicht missen. Solange es

geht, werde ich auf der Bühne stehen. Das Gute

ist: Durch das Adrenalin vor und bei einem

Auftritt verschwinden die Beschwerden. Ich hoffe

also, dass mich das Publikum noch lange sehen

will und mich bei meiner ganz persönlichen

Bühnentherapie unterstützt. (lacht)

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Bonn entstanden.

Reduktion des Tremors um 80 Prozent

Interventioneller Ultraschall in der Medizin hat eine lange Tradition. Aber erst mit der Kombination verschiedener moderner Verfahren und der

Fortentwicklung der Ultraschall- und Magnetresonanztechnologie (MRT), u. a. zur Zielführung im Gewebe und zum Erfassen des Therapieerfolgs,

wurden neue Optionen für die minimal-invasive Behandlung von verschiedenen Tumoren und die funktionell-läsionelle Behandlung sowie

die Modulation von Bewegungsstörungen geschaffen. Die Behandlungserfolge am Universitätsklinikum Bonn (UKB) sind vielversprechend.

Text Prof. Dr. U. Wüllner

Die amerikanische Food and Drug Administration

(FDA) hat das Verfahren des

Magnetresonanztomografie gesteuerten

fokussierten Ultraschalls (MRgFUS) zur

interventionellen Neuromodulation bei Tremor

zugelassen: 2016 für essentiellen Tremor (ET),

2018 für Tremor bei der Parkinsonkrankheit. Medikamentös

therapieresistenter Tremor – obwohl

kein lebensbedrohlicher Zustand – kann die Aktivitäten

und die Lebensqualität der Betroffenen

erheblich beeinträchtigen: Selbstständiges Essen

und Trinken sind erschwert, die Verwendung

vieler Geräte von der Zahnbürste bis zum Smartphone

beeinträchtigt und eine breite Palette sozialer

Aktivitäten wird eingeschränkt.

Durch die MR-basierte Neuronavigation ist präzise

Lokalisation und Temperaturmonitoring der

Ultraschalltherapie möglich, wobei bis zu 1.024

Ultraschallwellen – jede alleine unschädlich für

das Hirngewebe – im Zielpunkt gebündelt werden

können. In diesem Fokus wird die Schallenergie

in thermische Energie umgewandelt. So können

die gewünschten Zielpunkte in den Basalganglien

und im Thalamus in der Tiefe des Gehirns inaktiviert

werden, ohne den Schädel eröffnen zu müssen

oder gesundes Gewebe zu schädigen. Durch

die gezielte lokale Ausschaltung spezifischer

Kerne und Verbindungen des Thalamus wird

Tremor durchgreifend gelindert, was medikamentös

häufig nicht gelingt. Die Prozedur erfolgt

in mehreren Schritten, wobei die Temperatur im

Zielgewebe sukzessive gesteigert wird. Zuerst wird

bei Temperaturen um 45°C die exakte Lokalisation

überprüft, dann werden bei Temperaturen

um 50°C (noch reversible) therapeutische

und unerwünschte Wirkungen durch aktive

Rückmeldung der Behandelten abgeschätzt und

ggf. die Positionierung optimiert. Erst dann erfolgen

die therapeutisch dauerhaft wirksamen Sonifikationen.

Von Juli 2018 bis Oktober 2020 wurden

46 Patienten mit medikamentenrefraktärem ET

mit MRgFUS-Thalamotomie am Universitätsklinikum

Bonn durch ein interdisziplinäres Team behandelt;

dabei wurde direkt nach der Behandlung

eine durchschnittliche Reduktion des Tremors

um über 80 Prozent erreicht.

Klinische Studien haben die Sicherheit und

Wirksamkeit von MRgFUS als "inzisionsloses"

Verfahren bei der Behandlung von ET bestätigt:

Eine follow-up-Studie mit den ersten behandelten

Patienten in den USA belegt eine Verbesserung

des Handzitterns um 56 Prozent und des Invaliditätsscores

um 63 Prozent über den Zeitraum

von vier Jahren nach der Thalamotomie.

Prof. Dr. U. Wüllner

Leiter Sektion Bewegungsstörungen,

Klinik und Poliklinik

für Neurologie am

Universitätsklinikum

Bonn (UKB)


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 7

Die ganze

Geschichte von

Dirk-Stefan lesen

Sie online:

gesunderkoerper.info

Weitere Informationen

zum

Netzwerk auf:

crps-netzwerk.

org

„Plötzlich chronisch

krank und behindert!“

M

ein Name ist Dirk-Stefan Droste, Kölner,

heute 47 Jahre alt. Ich hatte ein geregeltes

Leben mit Arbeit, sozialem Leben,

Urlaub und allem, was es zu einem

guten Leben braucht. Und plötzlich änderte sich

mein Leben schlagartig, ohne dass es vorher absehbar

war. Durch einen Treppensturz zog ich mir einen

Fersenbeinbruch zu, der erstmal konservativ mit

markantem Gipsbein behandelt wurde. Diese Behandlung

eines Bagatelltraumas sollte nach sechs bis acht

Wochen überstanden sein, so dachte ich damals

Ende 2012. Aber dann begann das Martyrium erst

FOTO: BELIBASAKIS

Als Dirk-Stefan Droste 2013 die Diagnose

Morbus Sudeck erhielt, gab es so gut

wie keine Informationen zur Erkrankung

und jeder Betroffene musste die gleichen

Ärzte-Odysseen durchmachen wie er.

Durch einen Besuch der damals einzigen

Selbsthilfegruppe für Morbus Sudeck

in Bremen fand er seine Berufung und

gründete zunächst seine eigene Selbsthilfegruppe

für CRPS im Rheinland. Durch

den großen Zulauf von anderen Betroffenen

und deren Angehörigen aus allen

Teilen der Republik gründete er daraufhin

ein bundesweit arbeitendes Netzwerk von

CRPS-Selbsthilfegruppen sowie einen

eigenen Bundesverband für Deutschland,

Österreich und Luxemburg. Den dringenden

Handlungsbedarf sieht er vor allem

darin, anderen Betroffenen zu helfen und

die Öffentlichkeit über diese rätselhafte

Krankheit aufzuklären. Denn aus eigener

Erfahrung weiß er, dass es jeden treffen

kann.

Text Dirk-Stefan Droste

durch eine rätselhafte und seltene Erkrankung. Denn

anstatt wieder normal laufen zu können, entwickelten

sich im linken Fuß unerträgliche Schmerzen, die

fast nicht zu ertragen waren. Es folgten unzählige

Arztbesuche, auch bei Spezialisten wie Orthopäden

und Chirurgen, die mit den üblichen Untersuchungen

wie Röntgen und der sogenannten Kernspintomographie

stets attestierten, dass es keinen

erkennbaren Grund für die Schmerzen oder einen

Zusammenhang zur vorhergehenden Verletzung gibt.

Ich wurde, wie viele andere Betroffene dieser seltenen

Erkrankung als Simulant abgestempelt. Nach

vielen Krankenhausaufenthalten gab man meinen

Schmerzen dann endlich einen Namen. Der deutsche

Arzt Paul Sudeck hat Anfang des letzten Jahrhunderts

erstmals davon berichtet und die Krankheit

Morbus Sudeck genannt. Heutzutage spricht man

vom komplexen regionalen Schmerzsyndrom.

Diverse mehrmonatige Aufenthalte in Kliniken und

Reha-Einrichtungen brachten nur selten Besserung

und ich rang mich zu einer sehr einschneidenden

Entscheidung durch. Die Amputation des erkrankten

Fußes folgte. Nach langen Recherchen, vielen

Gesprächen mit anderen langjährigen CRPS Betroffenen,

erschien eine Prothesenversorgung als die

bessere Lösung, um wieder Lebensqualität zurückzuerlangen.

Nach kurzer Rehabilitation konnte ich dann

sogar wieder in meinen Beruf zurückkehren. Auch

Urlaubsreisen und selbst Autofahren waren wieder

möglich. Etwa ein Jahr später zeigte sich dann eine

sehr böse Eigenart der Krankheit: sie kann auf eine

andere Extremität „springen“. Als Auslöser wurde ein

zwischenzeitlicher Bänderriss zwei Jahre vorher im

rechten Fuß vermutet. Mein rechter Fuß verdrehte

sich so stark, dass es mich wieder zurück in den Rollstuhl

und weg von der Arbeit brachte. Der rechte Fuß

widerstand jeder bekannten Therapiemöglichkeit

und die nicht vermissten Schmerzen waren ungleich

schlimmer zurück. Hier kam die Entscheidung zu

einer schnellen Beendigung der Tortur recht schnell

und der rechte Fuß wurde ebenfalls amputiert und

prothesenversorgt. Ein weiteres Mal musste ich mein

Arbeitsleben zurückerobern, um auch die finanzielle

Belastung und Erwerbsminderungsrente auszugleichen.

Leider meinte es CRPS nicht besonders gut

mit mir, sodass die Krankheit sich wiederrum nach

anderthalb Jahren an meiner linken Hand und seit

neuestem auch an der rechten Hand entwickelt hat.

Bereits bei der Behandlung meiner erkrankten Füße

wurde eine Spezialtherapie ausprobiert, bei der ein

kleiner Neurostimulator implantiert wurde. So

werden die weitergeleiteten Schmerzreize an das

Gehirn gehindert. Der Patient spürt statt der

Schmerzen manchmal nur ein leichtes Kribbeln. Der

zuerst implantierte Stimulator brachte leider nicht die

gewünschten Erfolge, aber wenn man unter höllischen

Schmerzen leidet, greift man nach jedem

Strohhalm. Nach vier Jahren wurde für meine Hände

eine weitere Stimulationssonde implantiert, die die

Nerven der Hände abdeckt. Und dank der Weiterentwicklung

der Stimulationstechnik profitiere

auch ich heute von der verbesserten Medizintechnik

und kann durch den Neurostimulator heute

ebenfalls größtenteils schmerzfrei leben. Dazu bin

ich durch meine modernen Prothesen mobil genug

für meinen Job und die häusliche Selbstversorgung.

Trotz schwerer Jahre hat die Krankheit auch

positive Seiten. Denn der Zusammenhalt der

Familie ist durch die Krankheit viel stärker geworden

und ich habe durch die Selbsthilfearbeit eine

Menge interessanter Menschen kennengelernt, die

in derselben oder ähnlicher Situation sind.

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Therapie-Zentrum Koblenz & MVZ Koblenz entstanden.

Hoffnung für CRPS-Patienten

Die Ausführungen von Dirk-Stefan Droste

machen betroffen. Sein Weg mit der

Erkrankung ist leider kein Einzelfall

und es ist entscheidend nach systematischen

Fehlern im Umgang mit CRPS zu

suchen.

Ein wichtiger Fortschritt ist die vereinheitlichte

Diagnosestellung durch die Budapest-Kriterien*.

Weiterhin wurde dieses Krankheitsbild endlich der Neurologie

zugeordnet. Funktionelle MRT-Befunde des Gehirns

belegen eine verminderte Aktivität in dem für die befallene

Extremität zuständigen Gehirnareal. Das ist ein nachhaltiger

Beleg für eine funktionelle, aber nicht strukturelle zerebrale

Veränderung, die reversibel ist. Auch bei langem Verlauf.

Ein grundlegendes Defizit ist die fehlende Differenzierung

zwischen akutem und chronischem Schmerz. Ziele und

Methoden sind grundverschieden: Hier der Patient mit

akuten aber vorübergehenden Schmerzen. Er will diese

vermeiden und nimmt sogar eine Narkose in Kauf. Dort der

Patient mit chronischen Schmerzen. Er weiß: Schmerzmittel

haben einen Wirkungsverlust und sind wenig hilfreich. Er

will neben der Schmerzreduktion vor allem eine Rückkehr in

ein normales, selbstbestimmtes Leben.

Gesetzlich ist bei Therapieresistenz und ausbleibendem

Teilhabegewinn eine Reha erforderlich*. Doch der Erfolg

CRPS-Hand vor der Therapie

CRPS-Hand nach der Therapie

*Quellen, weitere Informationen und Fallbeispiele finden Sie unter:

tz-mvz-koblenz.de/morbus_sudeck_crps

stellt sich in vielen Fällen nicht ein. Das Problem liegt auch

am unzureichenden Behandlungsangebot für chronisch

Schmerzkranke.

Unser Behandlungskonzept bei CRPS umfasst den Aufbau

einer vertrauensvollen und belastbaren Patienten-Beziehung,

das Erlernen von psychologischer und physikalischer

Schmerztherapie und gegebenenfalls ein Schmerzmittelentzug.

Es folgen: sehr vorsichtige physiotherapeutische

Verbesserung der passiven, dann der aktiven Beweglichkeit.

Nach wenigen Wochen verschwinden die vegetativen

Auffälligkeiten und der Ruheschmerz. Daraufhin wird die

Ergotherapie einbezogen, mit zunehmender Aktivierung die

Trainingstherapie und schließlich das berufsbezogene

Training. Auf betäubende Maßnahmen wie Schmerzmittel

verzichten wir entsprechend der S-3 Leitlinie Lonts*. Seit

2005 besteht eine Kooperation zwischen dem Therapiezentrum

Koblenz und der UK RLP, über die CRPS Patienten auch

nach der Reha begleitet werden. Ein Großteil der Betroffenen

konnte erfolgreich wiedereingegliedert werden.

Über die Autoren: Dr. med. Bernhard Kügelgen ist Leitender Arzt

des Therapiezentrum Koblenz. Er ist Neurologe, Reha-Mediziner,

Schmerztherapeut und Psychiater.

Cecilija Kügelgen ist Physiotherapeutin und Leitende Therapeutin

im Therapiezentrum Koblenz.


8

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info

„Zusammen ist man

einfach stärker!“

Bevor ich meine Diagnosen bekam, war ich eine

Mischung aus lebenslustig und zurückhaltend. Ja, das

geht. Ich brauchte immer viele Anläufe, eh ich mich

etwas getraut habe. Freunde hatte ich nie viele, ich war

sehr schüchtern.

Das Jahr 2015 hat sich auf so viele Arten in mein Gedächtnis

gebrannt. Ich lernte meinen Mann kennen, ich befand mich

auf meinem beruflichen Höhepunkt. Doch da war auch die

andere Seite. Ich war ständig kränklich. Es war dieses eigenartige

Gefühl, als wenn der Körper ununterbrochen gegen etwas

ankämpfen würde.

Im Dezember 2015 in die Notaufnahme zu fahren, wird für

immer die klügste Entscheidung sein, die ich je getroffen habe.

Denn in der Notaufnahme wurde eine einsetzende Lähmung

der linken Körperhälfte diagnostiziert, und bevor diese große

bleibende Schäden hinterlassen konnte, konnte man reagieren.

Zwar spürte ich noch einige Zeit Auswirkungen, aber es hätte

so viel schlimmer kommen können.

Mittlerweile habe ich die Diagnosen Multiple Sklerose, Epilepsie

und Chronisches Fatigue Syndrom (CFS). Mein Leben hat sich

komplett verändert. Es haben sich einige Freunde abgewandt

und auch die Familie hat eher mit Mitleid reagiert, was ich nicht

wollte. Auf der Arbeit lief es so schlecht, dass ich nach dem Versuch

der Wiedereingliederung nur noch vier Tage arbeiten war.

Zu stark waren noch die Auswirkungen der Lähmung.

Es hat zwar etwas gedauert, eh ich akzeptiert habe, was mit mir

und meinem Körper passiert ist, jedoch hat dies auch viel mit

mir gemacht. Viel zu oft habe ich früher darüber nachgedacht,

ob eine Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt wirklich passt.

Heute mache ich einfach. Ich vergleiche auch nicht mehr. Ich

bin viel selbstbewusster. Dafür bin ich auch dankbar, denn ich

weiß das Leben viel mehr zu schätzen und liebe das Leben.

Wenn ich z. B. mal wieder einen MS-Schub habe – 2020 hatte

ich gleich zwei, durch einen habe ich fast täglich starke

Schmerzen im Auge oder einen epileptischen Anfall –, zeigt

mir das einfach auch immer wieder aufs Neue, dass alltägliche

Dinge nicht selbstverständlich sind. Ich bin dankbar für das,

was ich habe und alles erlebe.

Doch ich bin auch ehrlich, auch Angst bestimmt meinen Alltag.

Auch ich muss mal weinen. Denn gerade die CFS bestimmt

meinen Alltag, und hier habe ich extreme Zukunftsängste.

Denn es gab immer wieder Tage im letzten Jahr, an denen ich

vollkommen ans Bett gefesselt war, nicht duschen und nichts

essen konnte, weil ich keine Kraft dafür hatte. Ich ertrage an

solchen Tagen auch kaum Licht oder Geräusche.

CFS muss man sich so vorstellen: Jeder Mensch besitzt eine

Batterie und über Nacht lädt man sie wieder auf. Doch meine

Batterie ist kaputt. Ich kann sie einfach nicht mehr ganz aufladen

und sie maximal auf 50 Prozent bringen, an manchen

Tagen sogar nur auf 20 Prozent.

Gepaart mit der Tatsache, dass die MS jederzeit zuschlagen

könnte, schwebt immer die Angst mit, dass die Erkrankungen

irgendwann vollends meinen Alltag bestimmen und ich nicht

mehr mitreden kann.

Doch an dieser Stelle versuche ich auch immer wieder mein

Leben selbst in die Hand zu nehmen. So haben wir z. B. im

letzten Jahr, als ich über Wochen die Wohnung nicht verlassen

konnte, weil ich keine Energie hatte, und wir all unsere

Träume davonschwimmen sahen, einfach unsere Sachen in

unser Auto gepackt und sind nach Norwegen aufgebrochen.

Denn auf der Couch liegen kann ich überall, doch wenn ich

mal rausgehen kann, kann ich das nun plötzlich in einem

Land, von dem ich immer geträumt habe!

Man sollte immer daran denken, dass es nicht immer Plan

A oder Plan B sein muss. Für uns sah es auch oft so aus, als

wenn es ausweglos ist. Doch wir versuchen immer, Wege zu

finden, unser Leben so zu gestalten, dass es wunderschön ist

– trotz aller Schicksalsschläge.

Instagram ist für mich eine Mischung aus Arbeit und Herzensangelegenheit.

Wenn man so lang nicht mehr arbeiten

geht, fehlen einem gewisse Dinge. Eine Aufgabe,in die man

sich vertiefen und in der man sich verbessern kann, aber auch

der Austausch mit anderen. So entschied ich mich, mich einem

Projekt zu widmen, das mir einfach am Herzen liegt und somit

jeden Tag auch Spaß bereitet. Ich wollte aufklären.

Mein Mann Sven und ich richten uns an Betroffene, ihre

Angehörigen und auch an nicht Betroffene. Gerade Angehörige

und nicht Betroffene werden unserer Meinung nach viel zu

selten angesprochen, und deren Gehör zu finden, ist äußerst

schwierig. Wir zeigen bewusst unseren Alltag und versuchen

so, ein Bewusstsein für chronische Krankheiten zu entwickeln,

ein Tabu zu brechen und zu zeigen, dass es normal ist, in

unserem Alter den Partner auch mal zu pflegen, jedoch auch zu

motivieren, indem die Menschen sehen, dass man sich Träume

erfüllen kann, egal wie schwer es manchmal aussieht.

Wir sind Jule und Sven Külzer, 30 un

EM-Rente und wir kommen aus L

solltekoennte.mache und unserem Bl

wir über unseren Alltag mit chronische

uns täglich motivieren, un

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der Neu ro lo gi sche Kli nik Sel zer GmbH entstanden.

Impfen und Therapie bei Multipler Sklerose

während der Corona-Pandemie

Dr. med.

Zoltan Biro

Chef arzt der

Neurologischen

Klinik Selzer und

Fach arzt für Neuro

lo gie

Obwohl Impfungen

gegen Infektionserkrankungen

das größte

Erfolgskapitel der

modernen Medizin

darstellen, gibt es in

Deutschland aufgrund

fehlenden Wissens, aber auch gezielter

Desinformation viele strikte Impfgegner.

Und auch bei der Multiplen Sklerose

werden immer wieder Impfungen

gegen bestimmte Viren für den Aus-

'bruch einer Multiplen Sklerose verantwortlich

gemacht. Dabei ist bis heute

ein Zusammenhang von Impfungen und

MS nicht plausibel und konnte wissenschaftlich

weder im Rahmen von Epidemiologischen

Studien, noch an großen

Patientenkollektiven und Datenbankanalysen

belegt werden. Was allerdings

nachgewiesen werden konnte, ist, dass

geimpfte Personen ein geringeres Risiko

haben, an MS zu erkranken, Infektionen

das Risiko für einen Schub erhöhen und

Impfungen die Schubrate reduzieren.

Einige Regeln sollten aber MS-Patienten

beachten. Lebendimpfstoffe (z.B. Gelbfieberimpfstoff)

dürfen nicht während

einer immunsuppressiven Therapie

verabreicht werden. Zudem sollte man

vier bis sechs Wochen vor Beginn einer

geplanten Immunsuppressiven Therapie

impfen, da viele Medikamente die Impfantwort

vermindern können. Weiterhin

sollte man möglichst außerhalb akuter

Symptome (sechs Wochen nach Ende

eines Schubes) impfen.

Neben den Standardimpfungen (Tetanus/Diphtherie/Pertussis/Poliomyelitis)

werden MS-Patienten auch Impfungen

gegen Influenza (Totimpfstoff), FSME

(je nach Exposition), Hepatitis B und

Herpes Zoster (Shingrix, ab 50, nur bei

Seropositivität) empfohlen. Vor einer

geplanten immunsuppressiven Therapie

sind zudem auch Impfungen gegen

Pneumokokken, Meningokokken, Varizella-Zoster-Virus

(bei Seronegativität)

und HP-Virus sinnvoll.

Schließlich wird auch allen MS-Patienten

eine Impfung gegen SARS-CoV-2

empfohlen, da auch hier gilt, dass eine

Infektion mit dem Virus das Schubrisiko

erhöhen oder zu einer Krankheitsverschlechterung

beitragen kann. Dieses

Risiko ist höher einzuschätzen als potenzielle

Risiken durch die Impfung.

Weitere Informationen

zum Thema

finden Sie auf:

www.gesunderkoerper.info

und:

selzer.de


Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info 9

„Sollte sie nicht mehr laufen

können, trage ich sie.“

Wie hast du Jule kennengelernt und wusstest du, dass

sie krank ist?

Jule habe ich 2015 in Halle a. d. Saale kennengelernt.

Zum Zeitpunkt unseres Kennenlernens,bzw. des Beginns

der Beziehung im März 2015 war keine Diagnose

vorhanden. Dass es eine gesundheitliche Vorgeschichte

gab, war mir bewusst bzw. erzählte sie mir. Doch zu diesem

Zeitpunkt waren so gut wie keine Einschränkungen

vorhanden. Die Diagnose sowie die recht schnelle Verschlechterung

von Jules Gesundheitszustand ereigneten

sich noch relativ am Anfang unserer Beziehung.

Hattest du Angst/Hemmungen davor, jemanden mit

einer solchen Krankenakte näher an dich heranzulassen?

Nein, weder zu diesem Zeitpunkt noch später habe ich

darüber nachgedacht, die Beziehung aus einem gesundheitlichen

und natürlich auch aus keinem anderen Grund

zu beenden. Für mein Verständnis gibt es keinen Grund,

dieses Thema komplizierter zu machen, als es ist, der

Mensch ist der gleiche. Ihr manchmal schwarzer Humor,

ihre Intelligenz, ihre liebevolle Art, all das und noch viel

mehr hat sich nicht verändert.

Wie versuchst du, Jule zu unterstützen?

Ich versuche einfach, für Jule da zu sein und ihr Kraft zu geben,

mit kleinen Dingen ihren Alltag erträglicher zu machen.

An Tagen, an denen die Lichtempfindlichkeit hoch ist, die

Vorhänge zu schließen, die Beine zu massieren, um die Nervenschmerzen

erträglicher zu machen, oder einfach noch mal

schnell etwas Süßes und Ungesundes einkaufen zu gehen,

weil dann der Tag wenigstens ein kleines Highlight hatte.

Speziell an schlechten Tagen ist es nicht leicht, man steht

dieser ganzen Situation machtlos gegenüber und kann nur

mit diesen Kleinigkeiten helfen. Natürlich macht man sich in

diesen Momenten große Sorgen um die Zukunft, ich versuche,

diese Gedanken nicht allzu präsent werden zu lassen. Mir

gelingt es sehr gut in vielen Momenten zu vergessen, dass Jule

krank ist, wer möchte seinen Partner schon als Patient sehen.

Ebenso möchte der Partner nicht als Patient gesehen werden.

Ist das Verdrängung? Nein, befasse dich mit einem Problem,

wenn es aktuell ist. Außerdem kann die Gegenwart noch so

toll sein, du wirst sie nicht genießen können, wenn du dich

stets vor der Zukunft fürchtest.

MS kann zu Pflegebedürftigkeit führen. Habt ihr darüber

gesprochen?

d 40 Jahre alt, Jule bezieht die volle

eipzig. Auf dem Instagramkanal

og solltekoenntemache.de schreiben

n Erkrankungen und darüber wie wir

sere Träume zu erfüllen.

Welche Erkrankung

belastet dich am

meisten?

Ehrlicherweise

kann ich keine

Krankheit an dieser

Stelle hervorheben,

natürlich ist die MS

ein unberechenbares

Biest. Es ist nun mal

nicht absehbar, was

noch passiert, die

Krankheit der 1.000 Gesichter, diesen Umstand empfinde

ich hin und wieder als sehr belastend. Manchmal entfesselt

die Fantasie das ein oder andere Zukunftsszenario,

welches, sagen wir mal, nicht all zu rosig ist. Meine

größte Sorge und was mir am meisten Angst macht, ist

einfach, dass eventuell der Tag kommt, an dem Jule ihr

Leben nicht mehr mag, all diese Krankheiten ihr sonniges

Gemüt weichen lassen. Mein erster Kosename für sie

war „Mein Sonnenschein“. Kein Symptom, keine körperliche

Einschränkung bereitet mir nur annähernd so viel

Sorgen.

Ich versuche einfach, für Jule da zu sein

und ihr Kraft zu geben, mit kleinen Dingen

ihren Alltag erträglicher zu machen.

Uns ist bewusst, dass sich Jules Zustand um einiges verschlechtern

kann, wir haben uns in der Vergangenheit sehr

intensiv mit diesem Umstand auseinandergesetzt. In einem

unserer ersten Gespräche nach der Diagnose sagte ich zu Jule,

sollte sie irgendwann nicht mehr laufen können, trage ich sie,

wohin sie möchte. Sollte es in der Zukunft meine Hauptaufgabe

sein, mich um meine Frau zu kümmern, werde ich das

sehr gern machen. Ich liebe meine Frau und mit Liebe werde

ich mich um sie kümmern. Solange ich dazu in der Lage bin,

gibt es für mich keinen Grund, das jemanden machen zu

lassen, für den das „nur“ ein Job ist.

ANZEIGE


10

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info

STAY CONNECTED:

DER WELT-MS-TAG VERBINDET

MENSCHEN MIT

MULTIPLER SKLEROSE

Am 30. Mai 2021 lenkt der Welt-MS-Tag zum 13. Mal die Aufmerksamkeit auf die weltweit

2,8 Millionen MS-Erkrankten, will Unterstützung mobilisieren und über die Erkrankung

aufklären. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) hat den Welt-MS-Tag in

diesem Jahr mit Blick auf die Corona-Pandemie unter das Motto gestellt: „Stay Connected.

Wir bleiben in Verbindung!“ Im Fokus der bundesweiten Kampagne steht die

Botschaft: Gemeinsam setzen wir Zeichen der Hoffnung – mit Geschichten, die Mut

machen, und einer virtuellen Umarmung, die mehr sagt als 1.000 Worte.

Text Ines Teschner

Alle fünf Minuten erhält ein Mensch

irgendwo auf der Welt die Diagnose

Multiple Sklerose, kurz MS. Die Zahl

der MS-Erkrankten steigt, belegt der

Atlas der MS: Fast 15.000-mal im Jahr lautet in

Deutschland die Diagnose MS. Für die Betroffenen

häufig eine Zäsur im Leben, die viele Fragen

aufwirft. Wie geht es jetzt weiter? Kann ich meinen

Beruf noch ausüben, eine Familie gründen,

Zukunftspläne schmieden? Was Leben mit MS

bedeutet und wo Hilfe zu finden ist, darüber

informiert die DMSG zum Welt-MS-Tag.

#MS verbindet: 1.000 Gesichter – 1.000

Geschichten

Rund um den 30. Mai bietet der gemeinnützige

Verein den mehr als 252.000 MS-Erkrankten in

Deutschland ein Sprachrohr, um ihre Anliegen

zu teilen und Zeichen der Solidarität zu setzen

im weltweiten Kampf gegen die noch immer

unheilbare Erkrankung.

Der DMSG-Bundesverband ist Selbsthilfeorganisation,

Dienstleister, Fachgesellschaft und

Interessenvertretung für MS-Betroffene, bietet

unabhängige Informationen und fördert Projekte

zur Erforschung von Krankheitsursachen und

Behandlungsoptimierung.

WETTBEWERB:

IHRE ERFAHRUNGEN UND

IDEEN SIND GEFRAGT

Wie bleiben Sie in Verbindung? Woraus

schöpfen Sie Hoffnung?

In einem Wettbewerb sucht die DMSG nach

kreativen und überzeugenden Umsetzungen

des Mottos – in Bild, Text, Film, Spiel, Musik, Tanz,

Theater und mehr. Vorschläge können an

weltmstag@dmsg.de gemailt oder per Post

an Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft,

Bundesverband e. V.

Krausenstraße 50

30171 Hannover geschickt werden.

Einsendeschluss ist der 11. Juni 2021.

Ein Dankeschön geht an die DAK-Gesundheit,

die im Rahmen der Projektförderung der Krankenkassen

die Produktion der Materialien zum

Welt-MS-Tag 2021 finanziell unterstützt. Dank

der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände

(ABDA) liegen die Plakate und Flyer

bundesweit in Apotheken aus.

MS-Diagnose als Kind:

Maike hat schon im Alter von zehn Jahren die

Diagnose MS erhalten. Heute mit 21 hat sie

gelernt, mit der unberechenbaren Erkrankung

zu leben. Obwohl sie im letzten Jahr zahlreiche

Schübe erleiden musste, hielt sie an ihrem

Entschluss fest, ein Studium zu beginnen.

Ihre Kommilitonen hat sie bisher nur per

Video-Meeting gesehen. Umso mehr genießt

sie den Austausch in der Instagram-Kampagne

„Studieren mit MS“. Über ihre Ängste, aber auch

über Tipps zum Umgang mit der MS berichtet die

Studentin in der DMSG-Community:

youtube.com/watch?v=DTwza7F44Ag und

auf Instagram: instagram.com/

dmsg.community

Die DMSG fördert die Forschung

Noch ist MS unheilbar. Doch dank der

Fortschritte in der Forschung ist die Krankheit

immer besser beherrschbar. Um MS-Erkrankten

verlässliche Daten zu den Auswirkungen der

Corona-Impfstoffe bei MS zu geben, hat die

DMSG gemeinsam mit dem MS-Register in

Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI)

eine Studie zu verfügbaren Corona-Impfstoffen

bei MS-Erkrankten initiiert

und bittet um Teilnahme.

Informationen zum Thema

Corona und MS finden Sie in

den regelmäßig aktualisierten

Empfehlungen des DMSG-

Bundesverbandes.

„Stay Connected auf dmsg.de.

Wir bleiben in Verbindung!“

Zum zweiten Mal startet der Welt-MS-Tag unter

Corona-Bedingungen, denen die DMSG mit

Online-Angeboten begegnet. In digitalen

Arzt-Sprechstunden auf MS Connect können

MS-Erkrankte ihre Fragen an Experten stellen,

beim virtuellen Funktionstraining kann von zu

Hause aus mit fachkundiger Anleitung trainiert

werden.

Weitere

Informationen:

dmsg.de

ANZEIGE

GESUNDHEITSEINRICHTUNGEN

BEZIRKSKLINIKUM MAINKOFEN

Neurologisches Zentrum

94469 Deggendorf

Stationäre Aufnahme 09931 87 - 27930 (ZBM)

Ambulanz 09931 87 - 27620

Schlaganfall-Hotline 09931 87 - 150

E-Mail

Neurologisches Zentrum

Bezirksklinikum Mainkofen

anmeldung-neurozentrum@mainkofen.de

Als die Fachklinik in Niederbayern bedienen wir uns hochspezialisierter diagnostischer und

therapeutischer Verfahren zur ambulanten und stationären Behandlung neuroimmunologischer

Krankheitsbilder.

Zertifiziertes MS-Zentrum

Im zertifizierten MS-Zentrum sind wir Experten bei immunmodulatorischer und symptomatischer Behandlung

der Multiplen Sklerose. Wir sind regional führend beim Einsatz von Methoden der Immunadsorption

und Behandlung mit spezifischen Medikamenten.

STROKE UNIT

Unsere Schlaganfalleinheit bietet eine 24 Stunden besetzte Hotline mit fachärztlicher Beratung bei akutem

Schlaganfall.

Neurologische Frührehabilitation einschließlich prolongiertem Weaning

Eine nahtlose Weiterbehandlung in der Klinik für Neurologische Frührehabilitation bietet Schwer- und

Schwerstbetroffenen mit Schädel-Hirn-Verletzungen, Schlaganfällen, Polyneuropathie nach Aufenthalt auf

einer Intensivstation (Critical Illness Polyneuropathie), entzündlichen und/oder paraneoplastischen Erkrankungen

des Nervensystems ein multiprofessionelles Team zur Rehabilitation (einschließlich prolongiertem

Weaning, Entwöhnung von einer Beatmungsmaschine).

Interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie

Mit der multimodalen Schmerztherapie bietet das Neurologische Zentrum einen fachübergreifenden und

ganzheitlichen Therapieansatz zur Behandlung chronischer Schmerzen.

Parkinson-Komplexbehandlung

Als spezialisiertes Zentrum bieten wir Ihnen neben einer sicheren Diagnostik ein umfassendes Behandlungsspektrum

nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Diagnostik und Therapie bei Epilepsie, auch schwer behandelbare Fälle, sowie entzündlichen Nerven- und

Muskelerkrankungen ergänzen unser Behandlungsangebot.

Neurologische Spezialambulanz

www.mainkofen.de


ANZEIGE

mediteo

Die App für Ihr Medikamentenmanagement

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen schreitet

auch in Deutschland immer weiter voran: Chronisch

kranke Patienten können ihre Messwerte in

einem digitalen Tagebuch festhalten und überblicken,

gehbehinderte Menschen haben die Möglichkeit

per Videosprechstunde ihren Arzt zu konsultieren

und Apps erinnern zuverlässig an die Medikamenteneinnahme.

Diese digitalen Lösungen

beschützen Patienten bereits jetzt schon vor gefährlichen

Doppelverordnungen, Versorgungslücken

und möglichen Wechselwirkungen. Dass eine

falsche Medikation nicht auf die leichte Schulter

genommen werden darf, berichtet auch das ARTE-

Wissensmagazins Xenius: „Jährlich sterben sowohl

in Deutschland als auch in Frankreich bis zu zehnmal

mehr Menschen an den Folgen von unerwünschten

Neben- oder Wechselwirkungen von Medikamenten

als im Straßenverkehr.“

Die mediteo-App unterstützt Patienten

bei der Medikamenteneinnahme

Um diese Zahlen zu senken, hat sich auch die Mediteo

GmbH die Digitalisierung zu Nutzen gemacht

und eine Medikations-App entwickelt, die Patienten

bei der regelmäßigen Medikamenteneinnahme

unterstützt.

Ihre Medikamenten-Erinnerung

Bei den vielen Herausforderungen des Alltags kann

es schwierig sein, an die regelmäßige Einnahme Ihrer

Medikamente zu denken und stets den Überblick

zu bewahren. Deshalb ist mediteo Ihre Medikamenten-Erinnerung!

Denn mediteo denkt an Sie

und erinnert Sie mit Benachrichtigungen daran, Ihre

Tabletten rechtzeitig einzunehmen. Zudem weist

die App auf mögliche Doppelmedikationen hin und

speichert Messwerte in einem integrierten Tagebuch.

Beipackzettel jederzeit griffbereit

Mit mediteo erfahren Sie, wie Sie Ihre Medikamente

richtig anwenden, welche Nebenwirkungen und

Wechselwirkungen eventuell auftreten könnten. Damit

haben Sie alle wichtigen Informationen einfach

aufbereitet und zudem immer dabei.

Überblick über Ihre Tabletten

Mit der täglichen To-Do-Liste behalten Sie den Überblick

über Ihre anstehenden Medikamenten-Einnahmen.

Zusätzlich ermöglicht mediteo Ihnen die flexible und individuelle

Planung Ihrer Einnahmen. So unterstützt Sie

die Arzneimittel-App bestmöglich bei Ihrer Tabletten-

Einnahme.

Testsieger bei Stiftung Warentest

mediteo konnte Stiftung Warentest überzeugen und

wurde Testsieger als beste kostenlose App zur Medikamenteneinnahme.

Vor allem in der einfachen Handhabung

der App und dem Nutzen für die pünktliche Einnahme

von Medikamenten liegt mediteo weit vor den

anderen getesteten Applikationen. Im Schutz und Umgang

mit persönlichen Daten der Nutzer beweist sich

mediteo als „sehr gut (1,2)“.

Noch mehr Möglichkeiten mit mediteo m+

Die Medikamenten-App mediteo bietet ihren Nutzern

mit mediteo m+ noch mehr Funktionen an, um die medikamentöse

Therapie besser zu kontrollieren und sicherer

zu gestalten.

„mediteo m+“ bietet seinen Nutzern langersehnte

Funktionen, wie z.B. den PDF-Export der medizinischen

Messwerte und Einnahmestatistiken. In diesem Gesundheitsreport

werden sowohl eine detaillierte Liste aller

Messwerte als auch ein dazu passender grafischer Verlauf

bereitgestellt. Durch die übersichtliche Darstellung

können bestätigte oder verpasste Einnahmen mit den

Messungen abgeglichen und so Zusammenhänge besser

erkannt werden. Patienten können so einfacher und

präziser mit ihrem Arzt kommunizieren und neue Therapiemaßnahmen

können schneller eingeleitet werden.

„mediteo m+“ ist Medizinprodukt der Klasse 1 nach

93/42/EWG mit dem Zweck, die Adhärenz zu steigern

und aufrechtzuerhalten. Um dies zu erreichen, orientiert

sich die Mediteo GmbH an höchsten Standards bezüglich

Sicherheit, Gesundheit sowie Schutz von Patienten,

Anwendern und Dritten. „mediteo m+" kann innerhalb

der mediteo-App als Abonnement freigeschaltet werden.

mediteo m+ ist sowohl für iOS als auch Android

verfügbar.

Meine Medikamente im Griff

Zuverlässige Medikamenten-Erinnerung

Elektronischer Beipackzettel

Integriertes medizinisches Tagebuch

Anbindung an Arzt und Apotheker

www.mediteo.com


12

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info

„Ich möchte MS-Erkrankten Mut machen“

Interview mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Schirmherrin der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft

im Landesverband Rheinland-Pfalz. Bei der 60-jährigen Politikerin wurde im Jahr 1995 MS diagnostiziert.

Text Ines Teschner

Seit mehr als einem

Jahr beeinflusst die

Corona-Pandemie

auch das Leben von

Menschen mit MS

erheblich. Vor welche

zusätzlichen Herausforderungen

hat die

Pandemie Sie gestellt?

Natürlich gehören

Menschen mit MS

zur Risikogruppe, wie

viele andere chronisch

Kranke auch. Ich habe

eine große Verantwortung

in der Gesellschaft

und auch in meinem

direkten Umfeld erlebt:

die große Disziplin und

Bereitschaft, die AHA-Regeln einzuhalten, um sich

und andere zu schützen. Dafür bin ich sehr dankbar!

Einen stressigeren Job als den Ihren, und dann

auch noch jetzt zu Zeiten von Corona, kann

man sich fast nicht vorstellen. Wie schaffen

Sie das mit Ihrer Erkrankung, denn zurückgenommen

haben Sie sich während der Zeit

aus dem beruflichen Alltag ja nicht?

Die Krankheit MS hat tatsächlich viele Gesichter,

wie man immer so sagt. Ich habe das Glück,

dass sie ihr Gesicht bei mir ausschließlich in

Form einer eingeschränkten Mobilität zeigt,

und darauf habe ich mich gut eingestellt. Meine

Arbeit erfüllt mich unglaublich, ich glaube, auch

das gibt mir Kraft. Bevor ich Ministerpräsidentin

wurde, war ich mehr als zehn Jahre Sozialministerin

in Rheinland-Pfalz und hatte davor verschiedene

Ämter. Das alles war ebenfalls mit sehr

viel Arbeit und auch Stress verbunden; daran bin

ich also gewissermaßen gewöhnt. Wenngleich

ich tatsächlich die letzten 13 Monate mit nichts

vergleichen kann, was ich bis dahin erlebt habe.

Wo und wie finden Sie einen Ausgleich? Was

schenkt Ihnen neue Kraft?

Meine Familie und meine Freunde geben mir viel

Halt und Kraft. Wenn ich zu Hause in Trier bin, vor

allem zusammen mit meinem Mann, kann ich am

besten abschalten. Wir gehen dann zum Beispiel

sehr gerne spazieren, raus in die Natur. Da tanke

ich regelrecht neue Kraft, vor allem jetzt zu dieser

wunderbaren Jahreszeit, wo alles sprießt und

blüht. Ich versuche immer, das Positive zu sehen,

das hilft mir bei Krisen oder bei Stress.

Öffentlichkeit. Was hat Sie überzeugt, elf

Jahre später als Ministerpräsidentin offen

über Ihre Erkrankung zu sprechen?

Am Anfang habe ich auch auf Anraten meines

damaligen Arztes nicht öffentlich über meine

Krankheit gesprochen. Ich wollte zunächst einmal

mit mir selbst damit ins Reine kommen. Nur

meine Familie und die engsten Freunde wussten

davon. Als ich Ministerin im Kabinett von Kurt

Beck wurde, informierte ich ihn. Nachdem dann

meine Mobilitätseinschränkung sichtbarer

wurde, habe ich mich entschlossen, im Oktober

2006 an die Öffentlichkeit zu gehen, auch um

weitere Spekulationen zu beenden.

Sie wirken heute fitter als je zuvor. Wie präsent

ist die MS in Ihrem Alltag?

Ich achte auf mich, auch darauf, was ich esse

und dass ich mich richtig und genug bewege,

mache regelmäßig meine physiotherapeutischen

Das ganze Interview

lesen Sie auf:

gesunderkoerper.info

MS-Diagnose mitten im

Berufsleben:

Toby ist alleinerziehender Vater. Ihm ist es ein

Anliegen, über die MS aufzuklären. Seine Halbschwester

und sein Halbbruder leben ebenfalls

mit MS. Aufgrund der MS-Symptome musste

er seinen Beruf bei der Bahn aufgeben. Heute

arbeitet er wieder in Vollzeit. Zum Welt-MS-Tag

organisiert er eine Spendenaktion auf YouTube.

Zehn weitere bekannte YouTuber unterstützen

seine Streaming-Aktion. Mehr auf dmsg.de und

in der DMSG-Community: www.youtube.com/

channel/UCLyRmKXOIlIRwb-d-jwOwVw

Die Corona-Pandemie hat meinen Alltag – wie

den der wahrscheinlich allermeisten Menschen

– komplett verändert, privat wie beruflich. Als Ministerpräsidentin

bin ich naturgemäß rund um die

Uhr damit beschäftigt, die Krise zu managen und

die Folgen für die Menschen in Rheinland-Pfalz

so gering wie möglich zu halten. Es ist eine große

Verantwortung und eine große Herausforderung,

für die es kein Beispiel gibt. Es gibt keinen Lebensbereich

und keinen Menschen, der nicht von

Corona betroffen ist. Viele Existenzen stehen auf

dem Spiel, Kinder und junge Menschen müssen

mit Homeschooling klarkommen und damit, ihre

Freunde und Freundinnen nicht treffen zu

können, aber auch ältere Menschen fühlen

sich einsam und isoliert. Als Ministerpräsidentin

arbeite ich rund um die Uhr dafür, dass wir

schnell impfen, testen, testen, testen, dass unsere

Krankenhäuser nicht überlastet werden und wir

die Wirtschaft am Laufen halten. Ich gehe mit der

Pandemie ins Bett und stehe mit ihr auf.

Für welche Corona-Schutzmaßnahmen sorgen

Sie in Ihrem beruflichen und privaten

Umfeld? Was raten Sie MS-Erkrankten, um

einen bestmöglichen Schutz gegen eine

Ansteckung zu erhalten?

Es ist sehr wichtig, dass wir gegenseitig aufeinander

achten, und das habe ich privat wie

beruflich natürlich verinnerlicht. Das Motto

muss lauten: „Ich schütze dich, du schützt

mich.“ Das Virus benötigt Kontakte, um sich

zu verbreiten. In der derzeitigen Situation ist

es daher besonders wichtig, weiter Kontakte

zu reduzieren. Wir müssen die Hygiene- und

Abstandsregeln einhalten, Masken tragen – und

sollten uns testen (lassen), bevor wir uns treffen.

Die Schnelltests sind ein wichtiges Hilfsmittel.

Auch im beruflichen Umfeld folgen wir strengen

Corona-Regeln. Im Bereich der Landesregierung

wird in sehr großem Umfang im Homeoffice

gearbeitet. Besprechungen finden digital statt.

Das ist jetzt eine sehr harte Zeit, aber die Pandemie

hat irgendwann ein Ende. Wir haben jetzt

eine gute Perspektive – und zwar die Impfung.

Ich rate jedem und jeder, sich impfen zu lassen,

wenn er oder sie an der Reihe ist und keine ärztlichen

Bedenken dagegensprechen. Die Impfung

ist der beste Schutz.

Das Thema Impfung: Haben Sie für sich schon

eine Entscheidung getroffen? Gab es dabei

Bedenken, zum Beispiel in Bezug auf bestehende

aktuell angesetzte Immuntherapien?

Ich werde mich ganz sicher impfen lassen, sobald

ich an der Reihe bin. Es ist eine großartige wissenschaftliche

Leistung, dass wir in so kurzer

Zeit so wirksame Impfstoffe gegen diese Pandemie

zur Verfügung haben. Und ich bin stolz, dass

mit Biontech ein Unternehmen aus Rheinland-

Pfalz international führend ist in der Impfstoffentwicklung

und -produktion.

Sie standen zum Zeitpunkt der Diagnose

bereits als Bürgermeisterin stark in der

MS-Diagnose

nach der Geburt:

Nach der Geburt ihres vierten Kindes lautete bei

Hille die Diagnose MS. Damals wusste sie nichts

über MS und zu Hause warteten drei weitere

Kinder. Die Lebensfreude ließ sich die Mutter

nicht nehmen. Ihr Mann Michael steht zuverlässig

an ihrer Seite. Gemeinsam möchte die Familie

anderen Betroffenen mit einem Spendenlauf

Mut machen und Unterstützung in Bewegung

setzen. Ob Laufen, Fahrradfahren oder andere

Sportarten: Jeder ist eingeladen, ihrem Beispiel

zu folgen. Mehr über den DMSG-Lauf erfahren

Sie auf: dmsg.de

Übungen. Glücklicherweise äußert sich die

Erkrankung bei mir wie bereits gesagt ausschließlich

in einer eingeschränkten Mobilität,

sodass ich mit Hilfsmitteln wie beispielsweise

dem Elektromobil für längere Strecken hier gut

zurechtkomme.

Welche Tipps können Sie anderen MS-

Erkrankten, die im Berufsleben stehen, an die

Hand geben?

Ich möchte anderen MS-Erkrankten Mut machen

und Kraft geben. Positive Beispiele sind sehr

wichtig. MS-Kranke können wie alle anderen

Menschen mitten im Berufsleben stehen,

anspruchsvolle Aufgaben übernehmen, Stress

aushalten und viel arbeiten. Trotzdem muss man

auch immer sehen, dass jeder seine persönliche

Geschichte hat, die nicht mit anderen vergleichbar

ist. Ich würde mich aber freuen, wenn ich

andere dazu ermutigen könnte, positiv nach

vorne zu schauen.


ANZEIGEN

STAUDT® Therapie bei Schmerzen

Etwa die Hälfte der Deutschen leidet regelmäßig unter Gelenkschmerzen, über 80 Prozent unter Rückenschmerzen.

Inwieweit die STAUDT® Therapie gegen den Schmerz helfen kann, erklärt Dr. med.univ. Birgit Mayr im Interview:

Träumen Sie auch davon? Schlafen gehen – Heinzelmännchen in Nachtschicht – aufstehen – gesund! Das wär was! – Ganz

so leicht geht‘s nicht, aber: Mit der Erfindung dieser ganz speziellen Produkte hat sich Friedrich Staudt etwas einfallen

lassen, das durchaus in die Nähe dieser wunderbaren Vorstellung kommt. Leicht, kinderleicht zu handhaben, fast ein wenig

kuschelig sind diese Manschetten für alle großen und manche kleinen Gelenke des Körpers sowie die gesamte Wirbelsäule.

Als Spezialistin für Bandscheibenvorfälle empfehle ich im Sinne der ganzheitsmedizinischen Behandlung die

STAUDT®-Manschetten als äußerst effiziente Therapie bei Nacht (und Tag!) aus vollster Überzeugung.

Wofür werden STAUDT®-Therapie-

Manschetten angewandt?

Staudt Manschetten gibt es für den Rücken und für

beinahe jedes Gelenk. Eingesetzt werden sie zur

unterstützenden, im idealen Einzelfall sogar alleinigen

Behandlung vieler orthopädischer Probleme

von der banalen Muskelverspannung über den

„Hexenschuss“, das verrissene Kreuz, Knieschmerzen

bis hin zu Rheuma und akuten Bandscheibenvorfällen.

Wie wende ich die STAUDT® Manschette an?

STAUDT® Manschetten werden vor dem Schlafengehen

übergezogen und in der Nacht getragen.

Die Schmerzlinderung stellt sich in einer Mehrheit

der Fälle bereits nach 2 Wochen ein.

Dr. med. univ. Birgit Mayr

ist Ärztin für Ganzheitliche Allgemeinmedizin,

Ehem. Univ. Ass. für Orthopädie,

Manuelle Medizin, Phytotherapie

und Notärztin.

www.drmayr.eu

Wie wirken die Manschetten genau?

Sie können die Durchblutung fördern, Muskeln entspannen

und akute ebenso wie chronische und sogar polyneuropathische

Schmerzen in über 50% der Fälle nachweislich

lindern. 493 PatientInnen mit teils chronischen

Schmerzen im Bereich verschiedener Gelenke und der

Wirbelsäule wurden mit STAUDT®-Manschetten teils

monotherapeutisch, teils adjuvant behandelt: In der

Mehrheit aller Fälle kam es zu einer merkbaren Schmerzreduktion

im Sinne der Besserung sowohl der Bewegungs-

als auch Ruheschmerzen, Morgen- und Nachtschmerzen

ebenso wie der Morgensteifigkeit. Zum

anderen kenne ich die wohltuende Wirkung, die massierend,

durchblutungsfördernd und damit muskelentspannend

wie auch schadstoffabtransportierend ist, auch von

der Seite der Patientin.

Sie nutzen die STAUDT®-Therapie auch selbst?

Ja, manchmal erwischt es auch uns Ärzte! Ich hatte nämlich

einen überdurchschnittlich großen Bandscheibenvorfall

im Bereich der Lendenwirbelsäule und nach Monaten

konsequenter Behandlung wie vorher geschildert

immer noch ausgeprägte Verspannungen, Schmerzen

und Gefühlsstörungen in den Beinen. Auf einem

Schmerzkongress auf hoher See hörte ich einen Vortrag

von Friedrich STAUDT®, interessierte mich für sein Produkt

und sagte: „Bevor ich es evtl. meinen PatientInnen

empfehle, möchte ich mich natürlich am eigenen Leib

von seiner Wirkung überzeugen!“ Gesagt, getan. Und

nach einer Nacht, in der ich die Rückenmanschette trug,

waren sämtliche Beschwerden deutlich besser! Heute

noch ist diese Manschette meine treue Freundin, vor allem

in der Übergangsphase beim Radfahren.


14

Lesen Sie mehr auf gesunder-koerper.info

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit

CLAV GmbH entstanden.

KONZENTRATIONS-

PROBLEME?

Probleme mit der Konzentration können

jeden treffen – unabhängig vom Alter.

Ob auf der Arbeit, in der Uni, beim Musizieren

oder beim Training – fokussiert

und konzentriert arbeiten zu können,

ist oftmals nicht leicht. Gerade wenn

man sich durch eine Liste an To-Dos

durcharbeiten muss oder sich einem

Thema intensiver widmen möchte, ist

eine ausgeprägte Fokussierungs- und

Konzentrationsfähigkeit entscheidend.

Im Gespräch mit Olga Zerenkov klären

wir über unterstützende Helfer in solchen

Phasen auf.

Text Paul Howe

Können uns Nährstoffkomplexe bei Konzentrationsschwäche

helfen?

Ja. Es gibt Nährstoffkomplexe, die sogenannten

Nootropika, die gezielt das zentrale Nervensystem

und damit auch bei Konzentrationsschwächen unterstützen

können. Dabei sind vor allem Vitamine

wie Vitamin B5, B6 und B12 federführend, um die

Leistungsfähigkeit und Konzentration zu unterstützen.

Unser Produkt CLAV FOCUS beinhaltet

besagte Vitamine und setzt unterstützend auf eine

ideale Kombination aus pflanzlichen Konzentrationshelfern

wie Ginko Biloba, CDP-Cholin, Bacopa-

Monnieri und Igelstachelbart.

Wann und wie werden sie eingenommen?

Um die höchstmögliche Leistung zu erbringen,

sollte man zwei Kapseln pro Tag nach Bedarf zu

den Mahlzeiten einnehmen. Das ist individuell von

den Tagesaufgaben abhängig. Der fördernde Effekt

hält über mehrere Stunden, daher sollte man diese

besser nicht vor Ruhe- oder Entspannungsphasen

einnehmen.

In welchen Lebensbereichen können uns Nährstoffkomplexe

noch unterstützen?

Nootropika, also Nährstoffkomplexe für Konzentrationsschwächen,

können in unterschiedlichen

Lebensbereichen eingesetzt werden. Dazu zählen

alle Phasen, die die Beanspruchung der kognitiven

Leistungen beinhalten. Generell können Nootropika

für eine bessere Konzentration und Gedächtnis

verwendet werden. Personen, die Probleme damit

haben, sich Dinge zu merken oder konzentriert zu

arbeiten, können von Nootropika profitieren. Da

Nootropika für ein fokussiertes Arbeiten sorgen,

beobachten wir eine hohe Beliebtheit unseres FO-

CUS auch bei jüngeren Nutzern. Also bei Studierenden

und Menschen, die aktive Lernphasen oder

Projektarbeiten haben.

Sollte die Dauer der Einnahme durchgängig oder

nur bei Bedarf erfolgen?

Normalerweise wird empfohlen, dass Nahrungsergänzungsmittel

über drei Monate eingenommen

werden sollen, um eine konstante Wirkung durch

die Anhäufung der Inhaltsstoffe zu gewährleisten.

Aber: Unser Produkt ist so zusammengestellt, dass

es auch nach Bedarf eingenommen werden kann.

Olga Zerenkov

Gründerin und

Geschäftsführerin

Für wen ist die Einnahme

der Nährstoffkomplexe geeignet?

CLAV FOCUS ist für alle Menschen

geeignet, deren geistige

Leistungsfähigkeit besonders

gefordert wird. Dazu zählen z.

B. Student*innen in den Lernphasen,

Arbeitgeber*innen

und Arbeitnehmer*innen bei

kognitiv arbeitsintensiven

Arbeiten, aber auch für Senioren

zur Unterstützung der

Gedächtnisleistung.

Mehrere Millionen Menschen in Deutschland

leiden an chronischen Schmerzen. Damit

ist der Schmerz Volkskrankheit wie Diabetes

und Bluthochdruck. Zu den chronischen

Schmerzerkrankungen gehören die

unterschiedlichsten Schmerzarten: Rückenschmerzen,

Kopfschmerzen, Nervenschmerzen,

aber auch Schmerzen nach

einer Operation.

Jeder Mensch hat das Recht

auf eine angemessene

Schmerzlinderung!

Beim Kampf gegen den

Schmerz muss im Gesundheitssystem

einiges besser

werden. Zum einen: Die

Krankenhäuser müssen so aufgestellt

sein, dass Patientinnen und Patienten

keine unnötigen Schmerzen erleiden.

Studien zeigen: In einem Großteil der

Kliniken ist das derzeit nicht optimal

geregelt. Wie gut beziehungsweise wie

schlecht Patienten in deutschen Krankenhäusern

versorgt werden, hängt

leider oftmals vom Zufall ab, in welche

Klinik sie gerade eingewiesen werden.

Um dem entgegenzuwirken ist auf Initiative

von Patientenorganisationen und

der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V.

jüngst beschlossen worden, dass Kliniken

zukünftig verpflichtet sind, Konzepte

für eine angemessene Schmerztherapie

nach Operationen einzuführen und

umzusetzen.

BRAINBOOSTER-KAPSELN

KANNST DU DICH OFT NICHT KONZENTRIEREN

UND WILLST AKTIV ETWAS DAGEGEN TUN?

Unsere Brainbooster-Kapseln enthalten eine einzigartige

Kombination natürlicher Inhaltsstoffe, um

deine Konzentration optimal zu unterstützen. So

kombinieren wir Grüntee-Extrakt und Guarana mit

den essentiellen Nährstoffen Eisen, Zink und Calcium.

Durch die Vitamin C und B12 unterstützen unsere

Brainbooster außerdem die Funktion des Nervensystems,

der Psyche und des Energiestoffwechsels.

Zusätzlich liefern Mikronährstoffe wie Biotin, Thiamin,

Niacin Unterstützung für das normale Funktionieren

des Nervensystems und verringern zusätzlich neben

Eisen, Pantothensäure und Vitamin B6 Ermüdungserscheinungen.

Unser bioverfügbarer Guarana

Extrakt, enthält Koffein und sorgt für einen Wachmacher-Kick.

Spurenelemente wie Zink und Eisen

unterstützen die kognitive Funktion, also das Denken,

Aktionstag

gegen den Schmerz

Thomas Isenberg

Geschäftsführer

der Deutschen

Schmerzgesellschaft

e. V.

und die Gedächtnisleistung. Die Kombination der

Inhaltsstoffe von CLAV Focus unterstützt somit deine

Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis.

Außerdem fördert sie eine fokussierte Arbeitsweise.

Durch unseren Herstellungsprozess können wir vom

Inhalt, über die Kapsel, bis hin zu unserer Verpackung

Qualität und Nachhaltigkeit garantieren. Um dieses

Qualitätsversprechen halten zu können, produzieren

wir ausschließlich in Deutschland. Unsere Produkte

sind absolut natürlich und verzichten auf unnötige

Zusatzstoffe, sind vollkommen vegan und weisen eine

hohe Bioverfügbarkeit auf.

Weitere Informationen findest du unter

clav-health.de

Text Thomas Isenberg

Doch es bleibt Weiteres zu tun: Bei

chronischen Schmerzen, wenn also der

Schmerz über Monate lebensbestimmend

wird und Patienten erheblich

leiden, bedarf es in Deutschland eines

besseren Zugangs zu Schmerzspezialisten,

beispielsweise im Rahmen einer

„multimodalen Schmerztherapie“, die

auch Physiotherapeuten und Schmerzpsychologen

in die Behandlung eng

einbezieht. Derzeit dauert es oftmals

Jahre, bis Patienten den Weg zu einer

guten Therapie finden. Hier müssen die

Akteure der Gesundheitspolitik wie z.B.

Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigungen

sowie Regierungen der Länder

und des Bundes wirksamer als bisher

handeln, um die angemessene Schmerzbehandlung

der Patienten, aber auch

den Nachwuchs an Schmerzspezialisten,

sicherzustellen.

Um auf das Problem Aufmerksamkeit zu

lenken, findet jährlich der bundesweite

Aktionstag gegen den Schmerz statt, in

diesem Jahr am 1. Juni 2021. Bundesweit

an rund 150 Standorten informieren

dann Schmerzspezialisten in Kliniken,

Praxen, aber auch in einigen Apotheken

und aus der Pflege Patienten und

Angehörige rund um das Thema

„Schmerz“. Unter der kostenfreien

Rufnummer 0800-1818120 stehen am 1.

Juni 2021 von 9:00 bis 18:00 Uhr renommierte

Schmerzexperten mit Tipps

Schmerzpatienten telefonisch zur

Verfügung. Nutzen Sie diesen Service.

Es gibt Wege aus dem Schmerz!

ANZEIGE


ANZEIGE


Multiple Sklerose kann jeden treffen

Alle fünf Minuten erkrankt ein Mensch an MS

Von einem Tag auf den anderen werden Lebensentwürfe zerstört,

geraten Zukunftspläne ins Wanken. Multiple Sklerose verändert das

Leben – nicht nur für die Menschen mit dieser chronischen Erkrankung,

sondern auch für deren Umfeld. Daran nicht zu verzweifeln, sondern

neuen Mut zu fassen, dazu trägt die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft

(DMSG) bei.

Du bist nicht allein!

Laut der bisher umfangreichsten globalen Studie, dem Atlas der MS,

gibt es heute weltweit 2,8 Millionen Menschen mit MS. In Deutschland

lag die Zahl der MS-Erkrankten im Jahr 2020 bei geschätzt 252.000.

Das heißt: Eine(r) von 300 hat MS.

In Deutschland erhalten jedes Jahr etwa 15.000 Menschen die

Diagnose MS.

Die Diagnose ist ein Schock, der für jeden Betroffenen eine große

Herausforderung darstellt. Wie soll es jetzt weitergehen? Die DMSG hilft,

informiert und berät.

Die DMSG Community stärkt und verbindet

Leben mit MS wirft viele Fragen auf – nach der Diagnose, im weiteren

Verlauf der Krankheit, im Beruf, bei der Familiengründung oder bei den

Angehörigen, Chefs und Kollegen. Darüber zu sprechen, hilft. Erfahrungen

zu teilen und vom Expertenrat zu profitieren, gibt Sicherheit.

Der DMSG-Bundesverband ist auf www.dmsg.de, Facebook, Instagram,

Twitter, der DMSG-Community auf YouTube und im geschützten

Rahmen der Kommunikations-Plattform MS Connect ein verlässlicher

Ansprechpartner.

Gemeinsam für eine

Zukunft ohne MS

Die Ursachen der MS und die den Verlauf

modifizierenden Einflüsse sind noch nicht

geklärt. Der Bundesverband der Deutschen

Multiple Sklerose Gesellschaft setzt sich mit

seiner Forschungsförderung dafür ein, das

Wissen über MS voranzutreiben – von der

genetischen Veranlagung bis zu den beeinflussbaren

Umweltfaktoren.

Darüber hinaus unterstützt die DMSG

MS-Erkrankte in Notlagen und vertritt deren

Interessen auf politischer Ebene.

Helfen Sie mit! Bei uns können

Sie viel bewirken!

Mit Ihrer Unterstützung können wir

MS-Erkrankten und ihren Familien neue

Perspektiven eröffnen.

Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft,

Bundesverband e.V.

Krausenstr. 50 · 30171 Hannover

Telefon: 0511 9 68 34-0

E-Mail: dmsg@dmsg.de

Spendenkonto:

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN: DE17 2512 0510 0000 4040 40

BIC: BFSWDE33

Herzlichen Dank all denen, die durch

Spenden oder aktive Mitwirkung und

Kooperationen unsere Arbeit ermöglichen!

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine