Pack & Log 05/2021

gernot007
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Ausgabe 05/2021

Pack & Log

Die Fachzeitschrift für Verpackung & Intralogistik

Österreichische Post AG / MZ 10Z038727 M / PL Verlag OG, Bahnstraße 4, 2340 Mödling

105. Ausgabe, 11. Jahrgang

Aktuell

Die akademische Lehre von

der Verpackung S6

Transport

Die Holzpalette: Vom Ladungsträger

zur Wertanlage S20

Fahrerlos

Fahrerlose Transportsysteme

für den ReinraumS34


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Außenansichten

280 Milliarden E-Mails werden weltweit pro Tag

verschickt. Somit gibt es derzeit Gelegenheit

für 280 Milliarden Missverständnisse pro Tag

rund um den Globus.

E-Mail-Kommunikation gehört zu unserem

Arbeitsalltag und hat zweifelsohne viele Vorteile.

Ich kann jederzeit, ohne auf die Termine

meines Gegenübers Rücksicht nehmen zu

müssen, etwas fragen oder mitteilen. Außerdem

habe ich ausreichend Distanz.

Und genau hier beginnen die Probleme und

Missverständnisse. Distanz ist in der Kommunikation

nicht unbedingt ein Vorteil. In einer

E-Mail gehen wir auf Distanz zu den Gefühlen

und Reaktionen des Empfängers, denn wir erleben

Sie nicht unmittelbar. Und wir nehmen

an, dass der Andere Reize ebenso erlebt und

deutet, wie wir selbst. Doch das ist selten der

Fall, denn jeder Mensch bindet geschriebene

Worte anders in seine Gedanken und Erlebnisse

ein. So kann der Satz in der E-Mail „Ich

hoffe, Sie schaffen das!“ für den einen Empfänger

aufmunternd, für die andere Empfängerin

subtil-aggressiv und für die nächste Person

herablassend wirken.

Wenn wir miteinander sprechen, haben wir die

Möglichkeit, sofort auf verbales und non-verbales

Feedback zu reagieren. Wir erkennen ein

Zögern, eine hochgezogene Augenbraue, einen

irritierten oder ratlosen Blick. So können wir

das Gesagte anpassen, präzisieren, erklären,

abschwächen oder erlauben uns mehr in die

Tiefe zu gehen. So steuern wir – im Optimalfall

– eine Konversation hin zur Übereinstimmung.

Beim Schreiben und Lesen von E-Mails

fehlt das unmittelbare Feedback und damit

die Chance, Missverständnissen vorzubeugen.

So wird oft aneinander vorbeigeschrieben und

vorbeiargumentiert.

Im Gespräch drücken wir Emotionen meist

nonverbal durch Tonfall, Lautstärke, Mimik und

Körpersprache aus, daher sind wir es nicht gewöhnt,

unsere Stimmung zu verschriftlichen.

Doch es gibt auch in der E-Mail-Welt diese nonverbalen

Möglichkeiten. Wir verwenden Großschreibung,

Satzzeichen und Emoticons, um

unsere Gefühle auszudrücken. GROSSSCHREI-

BUNG WIRD OFT ALS GESCHRIEBENES ANBRÜL-

LEN VERSTANDEN. Doch mancher verwendet

sie einfach, um etwas zu betonen. Auch der

von Manfred Meixner

Gebrauch vieler Rufe- und Fragezeichen ist

eine Option – die leider nicht jede/r gleich interpretiert.

„Haben Sie die Unterlagen bekommen?????“

Hier fragt man sich, was mit 5 Fragezeichen

angedeutet werden soll – leichte Ungeduld,

Verwunderung, Ärger, Zorn?????

„Morgen um 15 Uhr Meeting!!!!!“ Vorfreude

oder strenge Anordnung?

Die Zeit, in der Smileys in der Businesswelt als

unprofessionell galten, ist vorbei. Eine neuere

Untersuchung der Frankfurter Hochschule für

angewandte Wissenschaften bewies, dass kritische

E-Mails von Vorgesetzten an ihre Mitarbeiter

besser ankommen, wenn sie mit einem

freundlichen Lachgesicht versehen sind. Die

Kritik bleibt hängen, aber die Person fühlt sich

dadurch nicht infrage gestellt.

Dann nur immer her mit den Lachgesichtern.

Immerhin zeigt eine andere Studie, dass aktivaggressive

Mails starke negative Emotionen

wie Wut bei den Empfängern auslösen, passivaggressive

Mails dagegen ein größeres Gefühl

der Unsicherheit mit sich bringen und deshalb

eher zu Schlaflosigkeit führen. Die Probleme,

die in der Mail angesprochen werden, trägt

man zwangsläufig mit sich herum und kann

sie nicht – wie im Gespräch – direkt lösen.

(vgl. Psychologie heute, 5/2021)

Auch andere Parameter können zu Missverständnissen

führen: Eine besonders knappe

Nachricht – bin ich meinem Gegenüber nicht

mehr Zeit wert? Eine sehr kurze sachliche

Antwort auf eine gefühlt freundliche Anfrage

– hat der/die etwas gegen mich? Eine E-Mail,

die erst Tage nach der eigenen Nachricht retour

kommt – ich stehe auf der Prioritätenliste wohl

ganz weit unten???

Vielleicht ist es manchmal doch von Vorteil,

das persönliche Gespräch zu suchen oder zumindest

zum Handy zu greifen.

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INHALT

Aktuell

Prost! Das erste Bier nach dem Lockdown haben wir uns alle redlich

verdient! Die Hoffnung lebt, dass sich das Virus nun doch

dauerhaft in die zweite Reihe zurückzieht und wir nach einem

„unbeschwerten“ Sommer so etwas wie einen normalen Herbst

durchleben können. Übrigens: Für die FACHPACK zeigt die (Corona-)Ampel

grün. Nach derzeitigem Stand steht einer Präsenzveranstaltung

– selbstverständlich unter Wahrung der Hygiene-Maßnahmen – nichts

Innenansichten

von Gernot Rath

Die Lehre von

der Verpackung S 6

Zuerst testen,

dann investieren S 9

Circul-a-bility S 10

Personalia & Termine S 15

mehr im Wege. Also: Auf nach Nürnberg! Es wird sicherlich keine pulsierende

Großveranstaltung, aber auf jeden Fall eine willkommene Abwechslung zur

Emotionslosigkeit der digitalen Welt. Und das Bier schmeckt in Nürnberg bekanntlich

besonders gut.

Apropos Bier bzw. Bierflasche: Jetzt kommt sie, die verpflichtende Mehrwegquote

für Getränkeflaschen. Und die Bierflasche ist dabei ein löbliches

Beispiel, wie ein Mehrwegkreislauf funktionieren sollte. Eine standardisierte

Flasche, die von zahlreichen Brauereien eingesetzt wird und daher in

einem kurzen Transportradius geführt werden kann. Damit bleibt auch der

CO 2

-Ausstoß niedrig – perfekt! Das Problem ist nur, dass das Hauptinteresse

der Hersteller darinnen liegt, das Bier, oder welches Getränk auch immer, zu

verkaufen. Dafür müssen Anreize geschaffen werden, dabei hilft wiederum

die Markenbildung. Neben grafischen Elementen auf Etiketten ist es vor

allem die Flaschenform, mit der man eine Marke kreieren kann. Das beste

Beispiel dafür ist Coca-Cola. Alleine an der Form der Flasche wird Coca-Cola

weltweit erkannt. Jetzt machen Sie den Verantwortlichen dort klar, dass sie

die Form vereinheitlichen müssen, damit alle Produzenten in die gleiche Flasche

abfüllen können, um so die Transportwege kurz zu halten. Ich wünsche

viel Glück! Dabei weiß man bei Coca-Cola sehr wohl, dass ihre Flaschenform

unter rationalen Gesichtspunkten alles andere als optimal ist. Man hat vor

einigen Jahrzehnten sogar versucht diese Form zu ändern, aber die Reaktion

der Konsumenten war ablehnend. Es blieb beim Versuch.

Damit ist das Thema noch lange nicht erschöpft, denn neben Mehrweggebinden

gibt es Einweggebinde, die ebenso ihre Berechtigung haben. Womit wir z.B.

bei der PET-Flasche und der Kunststoffproblematik wären. Aber, hier wird es

wirklich kompliziert und meine Kolumne sowie mein Wissen neigen sich dem

Ende zu, daher ist es Zeit, die Wissenschaft zu Wort kommen zu lassen. Sie

brauchen nur umblättern …, wenn Sie fertig sind, dann bitte weiterblättern ;-)

Etikettieren

Individuelle Versandetikettierung

vollautomatisch S 12

Mehr Schutz durch unverkennbare

Verschlusssiegel S 14

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05/2021

Handhabungstechnik Winter

Transportverpackung

Frische, Kosmetik und der

Rest: Mehrweg at its best S 16

Einsparungen mit Mehrweg-

Transportlösungen S 22

Optimierungspotenzial durch

innovativen Flaschenkasten S 24

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Impressum S 42

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Die Fachzeitschrift für

Verpackung & Intralogistik


Aktuell Etikettieren Transportverpackung

Maschinen

Intralogistik/FTS

Die Lehre von der Verpackung

… hat 2015 ihre akademischen Weihen empfangen. Seitdem gibt es in Österreich die Möglichkeit, Verpackungstechnik

an der FH Campus Wien zu studieren – sowohl in einem Bachelor Studiengang als auch in dem Master-

Studiengang Packaging Technology and Sustainability. Pack & Log sprach mit Studiengangsleiterin Dipl. Ing. in Dr. in

Silvia Apprich über die Möglichkeiten des Studiums, den pandemiebedingten Schwierigkeiten und nicht zuletzt über

brandaktuelle Themen wie Mehrweg vs. Einweg und die Möglichkeiten des Kunststoffrecyclings.

Fr. Dr. in Apprich, die verpflichtende

Mehrwegquote für Getränkeflaschen ist

beschlossene Sache. Sind wir auf dem

richtigen Weg?

Prinzipiell: Ja! Aber man muss sich im

Klaren sein, dass „Mehrweg-Lösungen“

nicht per se nachhaltiger sein müssen als

„Einweg-Lösungen“. Es gilt, sich die jeweiligen

Lösungsansätze im Detail anzuschauen

– insbesondere die Transportwege. Werden

die Flaschen zum Waschen und Wiederbefüllen

über eine zu hohe Kilometerdistanz

gefahren, verursacht alleine der Transport

Foto: Auer

Das Interview führte

Mag. Gernot Rath

mehr CO 2

-Ausstoß als die Produktion des

Einweggebindes. D.h., die Transportwege

müssen kurz gehalten werden, ansonsten

macht diese Lösung keinen Sinn. Weiters ist

die Mehrweglösung bei Getränkeflaschen

auf Glasgebinde beschränkt.

Warum?

Es ist ein Sicherheitsrisiko: Glasflaschen

können rückstandsfrei gereinigt werden,

Kunststoffflaschen nicht. Der Kunststoff

hält dem Reinigungsvorgang nicht stand.

Daher besteht die Gefahr, dass Rückstände

in der Flasche verbleiben. Denn man weiß

ja nicht, was die KonsumentInnen nach

der Verwendung der Kunststoffflasche noch

darin abgefüllt haben – vielleicht Altöl oder

gar ein Pflanzenschutzmittel. Das Risiko

kann man nicht eingehen. Daher bleiben

Kunststoffflaschen eine Einweglösung und

müssen im Recycling-Kreislauf gehalten

werden.

Apropos Einweg: Im Gegenzug zur Mehrwegquote

kommt das Pfand auf Einweggebinde

nicht …

Vorerst nicht. Es ist ein Testsystem angedacht,

aber noch nicht eingeführt.

Wir haben ein sehr gut funktionierendes

Sammelsystem. Ist für Österreich ein

Seit März zeichnet FH-Prof.in Dipl.-Ing. in Dr. in Silvia Apprich, bislang schon Leiterin der

Studiengänge Verpackungstechnologie sowie Packaging Technology and

Sustainability, zudem für die Leitung des Bachelorstudiengangs

Nachhaltiges Ressourcenmanagement verantwortlich

Pfandsystem überhaupt von Vorteil?

Ich denke doch, dass wir die Sammelquoten

mithilfe eines Pfandsystems steigern

können. Denn es landen nach wie

vor genug PET-Flaschen im Restmüll und

werden so dem Recycling entzogen. Aber

sobald ich auch die leere PET-Flasche mit

einem monetären Wert versehe, ist die Motivation

sie zurückzubringen und damit

im Kreislauf zu halten, höher – davon bin

ich überzeugt. Wie hoch diese Steigerung

tatsächlich ist, wird man in der Testphase

sehen. Aber wenn man nach Deutschland

oder Slowenien schaut, dann funktioniert

das Pfandsystem dort sehr gut.

PET ist sehr gut recycelbar, aber gesammelt

und recycliert werden derzeit nur

Flaschen …

Ja, das ist ein Problem. Aber genau zu

diesem Thema läuft bei uns unter Koordination

der Packforce Austria bereits das

„PET2PACK“-Projekt. Hier geht es darum,

starre PET-Verpackungen – keine Flaschen,

sondern Trays – in den Recycling-Kreislauf

zu bekommen.

Wie wird bei PET2PACK vorgegangen?

In einem ersten Schritt geht es darum,

die erfassbare Menge der verwertbaren

Verpackungen aufzuzeigen. Erst in einem


zweiten Schritt befassen wir uns dann mit

der Qualität. Die gleiche Thematik haben

wir auch in dem Projekt „Pack2The Loop“.

Nur geht es hier nicht um PET, sondern

um Polyolefine – Polypropylen und Polyethylen.

Bei beiden Projekten zeigt sich, dass es

nicht nur um den Kunststoff, sei es nun PET

oder PP, sondern um sämtliche Bestandteile

bzw. Einzelkomponenten der Kunststoffverpackung

geht. Denn es sind gerade die

Etikettierung, die Klebstoffe, das Labeling,

die Einfärbung, die Farbstoffadditive sowie

die Bedruckung, welche große Probleme

im Recycling verursachen können, weil sie

den Kunststoff „verunreinigen“ können.

Hier gilt es, bereits im Vorfeld die richtigen

Materialien zu wählen.

D.h., die verwendeten Materialien sind

entscheidend für das Gelingen des Recyclingprozesses?

Ja, aber nicht nur die. Denn es geht noch

weiter: Selbst, wenn es gelungen ist, reine

PET-, PP- bzw. PE-Fraktionen zu gewinnen,

können beim Recyclingprozess Nebenprodukte

zu Tage treten, die ursprünglich nicht

Wie stelle ich fest, dass der Kunststoff

unbedenklich bzw. sicher ist?

Zur Sicherheitsbewertung von Kunststoff

haben wir zwei Projekte laufen. Zum einen

„Migratox“. Hier wird der Primärrohstoff

bewertet. Die Ergebnisse sind sehr positiv.

Noch keine einzige Probe hat eine problematische

Verunreinigung durch NIAS

aufgewiesen. Aber bei „PolyCycle“, dem

zweiten Projekt, hier geht es um recycelten

Kunststoff, sieht man vor allem im Bereich

Polyolefine, dass sich unerwünschte Stoffe

bilden bzw. durch den Sortier- oder Reinigungsprozess

im Zuge des Recyclings in

den Kunststoff eingebracht werden können.

Nur mit ganz speziellen Waschverfahren

während des Recyclings können diese Stoffe

eventuell wieder entfernt werden.

Wechseln wir zum Studiengang Verpackungstechnologie:

Wo liegen die Herausforderungen?

Die Verpackungsindustrie agiert global.

Aus diesem Grund müssen auch die Studienlehrgänge

international zusammenarbeiten.

Wir haben daher 2017 begonnen, unseren

Fachbereich „Verpackungstechnologie“ zu

Wir haben uns einen guten Ruf erarbeitet. Dazu bieten

wir das Studium berufsbegleitend an, das übt

ebenfalls einen großen Reiz aus. Die Studierenden

sehen hier die Chance, auch gleich in die Branche

einzusteigen.

Dipl. Ing. in Dr. in Silvia Apprich,

Studiengangsleiterin an der FH Campus Wien

CREATING SAFE

PRODUCTIVITY.

bekannt waren – die sogenannten „nonintentionally

added substances“ oder kurz

NIAS. Denn ich weiß zwar, aus welchen

Materialien die Verpackung ursprünglich

bestand, aber ich weiß nicht, was während

der Produktion, der Abfüllung, der

Lagerung oder dem Recycling passiert

ist. Der Kunststoff könnte im Zuge der

Wertschöpfungskette an irgendeiner Stelle

kontaminiert worden sein. Diese NIAS

können toxisch sein und unter bestimmten

Umständen in das Lebensmittel migrieren.

D.h., es reicht nicht zu sagen: Das

Recycling dieser Kunststoffverpackung ist

technisch möglich, sondern das recycelte

Endprodukt muss auch unbedenklich sein.

internationalisieren. Mit einem von der Stadt

Wien geförderten Projekt haben wir unser

Partnernetzwerk kontinuierlich erweitert.

Geholfen haben dabei auch unsere Verbindungen

zur World Packaging Organisation.

Aber eigentlicher Startpunkt war die Einladung

des deutschen Hochschulnetzwerkes

zu einem Hochschul-Dialog. Dank dieses

Netzwerkes konnten wir schnell zahlreiche

Kontakte knüpfen. Das Projekt wurde nach

vier Jahren im letzten Februar beendet. In

dieser Zeit konnten wir uns international –

über europäische Grenzen hinweg – erfolgreich

etablieren. So haben wir z.B. eine Kooperation

mit der San Jose State University

in Kalifornien. Auch mit Australien sind >>

Mehr Produktivität, ohne an Sicherheit einzubüßen: Mit

uns als Partner profitieren Sie davon, dass Prozesse

reibungslos laufen, Mensch und Maschine zum Team

werden und wir gemeinsam die Grenzen des Machbaren

verschieben. Schlüsselfertige Komplettlösungen,

sichere Roboter und mobile Plattformen sowie Outdoor

Safety werden dadurch zu einem großen Ganzen.

Mit Sicherheit. Wir finden das intelligent. www.sick.at


Aktuell Etikettieren Transportverpackung

Maschinen

Intralogistik/FTS

>> wir in gutem Kontakt. Nachdem Australien

ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit

ist, ist das ein ganz besonders interessanter

Partner für uns. Daneben verfügen wir

selbstverständlich über zahlreiche europäische

Kontakte.

Für die Studierenden ist es mittlerweile

sehr wichtig, internationale sowie interkulturelle

Kompetenzen zu erwerben. Und

für die Forschung ist es natürlich ebenfalls

von hohem Interesse. Denn wir bekommen

Einblicke, wie der Stand der Dinge in den

anderen Ländern ist bzw. wo deren Forschungsschwerpunkte

liegen. Daraus kann

man wichtige Rückschlüsse ziehen, gerade

in den Bereichen Nachhaltigkeit oder Design

for Recycling.

Österreich war bei Verpackungsstudiengängen

keineswegs Vorreiter, aber wir

haben scheinbar aufgeholt?

Ja, das kann man durchaus sagen. Heuer

wird der vierte Bachelor- und der zweite

Master-Studiengang fertig. Gerade im

Master-Studiengang kommt unsere Internationalität

zum Tragen. Die Unterrichtssprache

ist Englisch und die Studierenden

kommen aus aller Welt. Im letzten Jahr

waren wir pandemiebedingt eher national

bzw. auf den D-A-CH Raum beschränkt. Die

Bewerbungen kommen allerdings von allen

Kontinenten: Südamerika, Nordamerika,

Australien, Afrika, Asien. Aus Indien haben

wir jedes Jahr mindestens 10 Bewerber.

Insgesamt bewerben sich jährlich 120 Studierende

für den Master-Studiengang und

davon 80 aus dem Ausland.

Woraus resultiert dieser große Andrang?

Wir haben uns einen guten Ruf erarbeitet.

Dazu bieten wir das Studium berufsbegleitend

an, das übt ebenfalls einen großen Reiz

aus. Die Studierenden sehen hier die Chance,

auch gleich in die Branche einzusteigen.

Sie haben die Pandemie schon kurz angesprochen


Im März 2020 war es kurzfristig eine

Katastrophe, denn wir mussten die extra

aus dem Ausland angereisten Studierenden

ins Hotel schicken und überfallsartig auf

Online-Unterricht umstellen. Unser großer

Vorteil ist allerdings, dass E-Learning von

Haus aus Teil unseres Lernkonzeptes ist.

Bei jedem einzelnen Kurs hat es schon vor

der Pandemie neben dem Präsenzunterricht

die verpflichteten Online-Module gegeben.

Unser Studiengang ist darauf aufgebaut,

dass es zwischen den Anwesenheitsblöcken

auch ein Lernen zu Hause geben muss.

Weiters beinhaltet das Konzept auch, dass

die Studierenden sich im Vorfeld Wissen

aneignen müssen, das im Präsenzunterricht

gefestigt wird.

Also kaum eine Umstellung?

So kann man das leider nicht sagen. Denn

im reinen E-Learning geht z.B. die Diskussion

– sowohl mit den Lehrenden als auch

unter den Studierenden – völlig verloren.

Diese Diskussionen sind aber unglaublich

wichtig. Insbesondere, da wir berufsbegleitend

sind und viele Studierende bereits

in der Verpackungsbranche arbeiten. Sie

könnten wertvolles Praxiswissen einbringen.

Ein weiterer Punkt sind die Exkursionen.

Sie sind während der Pandemie völlig ausgefallen.

Es macht aber einen großen Unterschied,

ob man die Dinge live vor Ort sieht

und von Experten erklärt bekommt, oder

ob man sich das Ganze in einem YouTube-

Video am Laptop ansieht. Vor Ort kann man

die produktionstechnische Funktionsweise

und die Zusammenhänge viel besser sehen

und verstehen. Man hat einfach einen

anderen Zugang, wenn die Maschine vor

einem steht.

Und zu guter Letzt ist es für die Vortragenden

natürlich sehr schwer, stundenlang

vor einem schwarzen Bildschirm zu

unterrichten und kein visuelles Feedback

zu erhalten. Deswegen habe ich meinen

Studenten gesagt, wenn es die Netzwerkqualität

zulässt, die Kameras anzulassen.

Ich will sie sehen, ich will Reaktionen und

Emotionen sehen. Nur dann kann ich auf

etwaige Probleme eingehen.

In zahlreichen Projekten wird an

der FH Campus Wien über die

Verbesserung der Recyclingfähigkeit

von Kunststoffen geforscht

Wie sieht die Planung für das Wintersemester

aus?

Im Moment ist die Empfehlung für 40 %

Online Learning, aber diese Quote erfüllen wir

ohnehin. Wenn es also möglich ist, werden

wir im Herbst mit Präsenzunterricht in den

entsprechend großen Hörsälen starten.

Die FH Campus Wien ist Veranstalter des

österreichischen Verpackungstages. Wird

er planmäßig am 28. Oktober 2021 stattfinden?

Wir planen den Verpackungstag schon

als Präsenzveranstaltung. Der große Saal im

MAK ist gemietet. Er fasst 450 Personen und

mit 200 soll die Veranstaltung Ende Oktober

über die Bühne gehen – plus zusätzliches

Streaming. Aber so international wie die Veranstaltung

schon war, wird sie heuer sicher

nicht werden …

Die letzte Frage ist für Studierende gar

nicht so unwichtig: Die FH übersiedelt?

Ja, der Bereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement

übersiedelt im Herbst 2022

an den Hauptstandort der FH Campus Wien

am „Alten Landgut“ im 10. Wiener Gemeindebezirk.

Dort wird das „House of Science und

Engineering“ gebaut. In das werden wir einziehen.

Es entsteht die sogenannte Science City,

in der alle Studiengänge und Departments

der FH vereint werden. Das bringt uns viele

Vorteile in Form von wissenschaftlichen Synergien.

Aber auch für die Studierenden wird

das Campusleben sicherlich attraktiver als

hier in der Abgeschiedenheit der „Marx-Box“.

Vielen Dank für das Gespräch.

Foto: FH Campus Wien/Schedl


Pack & Log 05/21

Zuerst testen, dann investieren

Mettler Toledo erweitert Testcenter Barcelona

Mit dem kostenlosen Test-before-You-Invest-Programm vereinfacht Mettler-Toledo für Hersteller die Entscheidungsfindung,

welches Produktinspektionssystem sich für sie am besten eignet. Kunden und Interessenten können

Mettler-Toledo Produktinspektionssysteme weltweit in den globalen Testcentern in USA, Malaysia, China

und Spanien anhand eigener Produktmuster vor einer Kaufentscheidung auf die Eignung für ihre Anforderungen

testen lassen.

Das Systemportfolio in den Testcentern

umfasst Metallsuchsysteme,

Röntgeninspektionssysteme, Kontrollwaagen

und visuelle Inspektionssysteme

sowie platzsparende Kombigeräte.

Unter Einhaltung der Social-Distancing-

Anforderungen im Rahmen von CO-

VID-19 können Teilnehmer die Tests live

und transparent via Web-Konferenz verfolgen

und die Ergebnisse im direkten Dialog

mit den Mettler-Toledo Experten diskutieren.

Neu im Angebot des Testcenters Barcelona

sind ab sofort die beiden Röntgeninspektionssysteme

X3730 und X3750.

Geräte und Zielgruppen. Das Röntgeninspektionssystem

X3730 unterstützt

Hersteller von Lebensmitteln bei der Fremdkörpererkennung

in Dosen und Glasgefäßen.

Zu den typischen Anwendungsbereichen

gehören Fertiggerichte, Fisch und Meeresfrüchte,

Fleisch, Obst und Gemüse sowie

Tiernahrung. Das Röntgeninspektionssystem

X3750 für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie

eignet sich ideal für eine lückenlose

Glas-in-Glas-Inspektion auf Fremdkörper.

Neben der Detektion von Fremdkörpern

ermöglichen beide Systeme gleichzeitig

die Durchführung einer Reihe von Qualitätskontrollen,

darunter die Überwachung

von Füllständen sowie die Prüfung der Behältnisse

auf ihre Unversehrtheit. Beide

Systeme adressieren damit den wachsenden

Markt an Glas- und Dosenverpackungen bei

Lebensmitteln in Europa.

So funktioniert die Teilnahme.

Kunden und Interessenten stellen ihre Produktmuster

zur Verfügung und spezifizieren

gemeinsam mit den Mettler-Toledo Experten

das Anforderungsprofil ihrer Anwendung.

Umgebungsparameter wie zum Beispiel

Temperatur und Liniengeschwindigkeit

werden bei jedem Test exakt nachgestellt.

Im Testcenter lassen sich dabei auch technologieübergreifende

Rundläufe, die die Produktion

des Kunden simulieren, abbilden.

Die anschließenden Tests geben detailliert

Aufschluss über Leistung, Empfindlichkeit

und erzielbare Inspektionsgenauigkeit. Die

Ergebnisse werden nach Testabschluss in

einem detaillierten Bericht dokumentiert.

Der Bericht enthält Empfehlungen zur am

besten geeigneten Produktinspektionstechnologie,

basierend auf dem tatsächlichen

Produkt, der Produktionsanlage, den Anforderungen

an die Fremdkörpererkennung

sowie eventuellen sonstigen unternehmerischen

Vorgaben. Des Weiteren liefert er

detaillierte Angaben zur Erkennungsgenauigkeit

und Fehlausschleusungsrate.

Christine Gottschalk, Leiterin des Mettler-

Toledo Test- und Democenters für Produktinspektion

Barcelona: „Wir wissen,

dass Qualitäts- und Produktionsmanager

sehr an den Vorteilen der kostenlosen Tests

interessiert sind, und wir freuen uns, unser

Fachwissen mit dem Test-before-You-Invest-

Angebot mit ihnen teilen zu können. Für die

Hersteller ergeben sich mit diesem Service

Neu im Angebot des Testcenters Barcelona sind ab sofort die beiden

Röntgeninspektionssysteme X3730 und X3750

enorme Vorteile. Wir können – quasi am

echten Anwendungsfall – zeigen, welche

Inspektionssysteme die jeweils kundenspezifischen

Herausforderungen am besten lösen.

Der Hersteller kann eventuelle Inspektionsalternativen

gezielt vergleichen und erhält

damit optimale Investitionssicherheit vor

seiner Kaufentscheidung.“

Kurzprofil. Der METTLER TOLEDO

Geschäftsbereich Produktinspektion zählt

zu den führenden Anbietern im Bereich

automatisierter Inspektionstechnologie.

Der Geschäftsbereich umfasst die Marken

Safeline Metall- und Röntgeninspektion, Garvens

und Hi-Speed Kontrollwaagen sowie

CI-Vision und PCE Track & Trace.

METTLER TOLEDO ist der größte Anbieter

von Wägesystemen und Analyseinstrumenten

für den Einsatz in Labors und der

Inline-Messung in anspruchsvollen Produktionsprozessen

der Industrie und des

Lebensmittelhandels.

[pl]

Foto: Mettler Toledo


Aktuell Etikettieren Transportverpackung

Maschinen

Intralogistik/FTS

Circul-a-bility – Nachhaltigkeit von

Lebensmittelverpackungen

neu gedacht

über die

Autorin

Das kürzlich gestartete Netzwerkprojekt CIRCUL-A-BILITY stellt Nachhaltigkeit und

Kreislauffähigkeit von Lebensmittelverpackungen in den Mittelpunkt der europäischen

Forschung.

Nach dem Studium

der Lebensmittelund

Biotechnologie

an der Universität für

Bodenkultur spezialisierte

sich FH-Prof. in

Dr. in Victoria Krauter

in ihrer beruflichen

Laufbahn auf das

Thema (Lebensmittel)Verpackungen

und Nachhaltigkeit.

An der FH Campus

Wien ist sie

im Fachbereich

Verpackungs- und

Ressourcenmanagement

in Forschung

und Lehre tätig.

Zudem ist sie Leiterin

des Kompetenzzentrums

für Sustainable

and Future Oriented

Packaging Solutions

und Stadt Wien

Stiftungsprofessorin

für Nachhaltige und

zukunftsorientiere

Verpackungen.

Im dem im gegenständlichen

Artikel

beschriebenen COST

Projekt Circul-a-bility

leitet sie die Arbeitsgruppe

4, Cerealien &

Süßigkeiten

Kontakt:

victoria.krauter@

fh-campuswien.ac.at

Verpackungen spiegeln unsere Gesellschaft und sind

in vielen Bereichen unverzichtbar. Zum Beispiel,

wenn es darum geht, empfindliche Lebensmittel

vor Qualitätsverlust entlang der Versorgungskette zu

schützen. Im Hinblick auf die ökologische Nachhaltigkeit

ist dies jedoch nicht ausreichend. Aktuelle Entwicklungen

und Rahmenbedingungen üben daher einen anhaltend hohen

Innovationsdruck auf Verpackungsproduzent*innen

und -anwender*innen aus, nachhaltig und zukunftsorientiert

zu handeln.

Mehr als 220 Expert*innen aus ganz Europa

vereint. „Rethinking Packaging for Circular and Sustainable

Food Supply Chains of the Future“ lautet der Langtitel

des kürzlich gestarteten internationalen und von der Förderorganisation

COST (European Cooperation in Science &

Technology) unterstützen Netwerkprojekts Circul-a-bility.

Und der Name ist Programm: Bereits über 220 Expert*innen

aus 37 Ländern arbeiten daran, über den Stand des Wissens

hinauszugehen und technische wie auch nichttechnische

Hürden der Implementierung nachhaltiger Lebensmittelverpackungen

und zirkulärer Lebensmittelversorgungsketten

zu beseitigen.

Fundament und klare Stärke des Projektes

ist die hohe Interdisziplinarität

des Konsortiums. So sind unter anderem

Wissenschafter*innen aus den Bereichen

Material- und Lebensmittelwissenschaft,

Nachhaltigkeitsbewertung, Konsumentenforschung,

Kreislaufwirtschaft und Politik

in das Projekt eingebunden. Die Innovationskraft

kommt dabei jedoch nicht nur

von akademischen Institutionen, sondern

zu einem wesentlichen Teil auch aus zum

Beispiel öffentlichen sowie privaten Forschungszentren,

Lebensmittel- und Verpackungsproduzenten,

Technologieunternehmen,

öffentlichen Stellen, politischen

Entscheidungsträgern, Nichtregierungsorganisationen,

dem Handel als auch von

Konsument*innen.

Vier interdisziplinäre Arbeitsgruppen.

Das Ziel des Netzwerkprojekts

ist es, binnen der Projektlaufzeit von

vier Jahren hochwertige Forschung und

Die Circul-a-bility Webinar-Reihe behandelt Themen wie Ecodesign, Lebenszyklusanalyse, Nachhaltigkeit,

Verpackungstechnologie, Sicherheit von Verpackungen, Verbraucher*innenverhalten, Marketing

sowie relevante Richtlinien und Vorgaben


Pack & Log 05/21

Entwicklung über geografische wie auch

kulturelle Grenzen hinweg zu initiieren

beziehungsweise voranzutreiben und somit

signifikant dazu beizutragen, nachhaltige

Verpackungslösungen zu etablieren und

Lebensmittelverluste und -abfälle in unterschiedlichen

Lebensmittelkategorien

zu reduzieren. Die Lebensmittelgruppen

unter Betracht erstrecken sich dabei von

Obst & Gemüse über Fleisch & Fisch sowie

Milchprodukte hinzu Cerealien & Süßigkeiten.

Bearbeitet werden diese von vier

entsprechenden und in engem Austausch

stehenden Arbeitsgruppen. Hinzu kommt

eine Arbeitsgruppe, welche dezidiert das

Stakeholder Engagement adressiert und

eine koordinierende Stelle, welche wissenschaftlichen

Austausch (Kurzaufenthalte)

ermöglicht.

Die Ergebnisse des Projektes werden in

öffentlich zugänglichen Journalen publiziert,

den jeweiligen Branchen zugänglich

gemacht sowie über diverse Aktivitäten

sowie Kanäle gestreut. Circul-a-bility trägt

somit dazu bei, den Wissensstand weiter

auszubauen, die Erstellung von Prototypen,

welche über das Interesse einzelner hinausgehen

und Europa zugutekommen,

zu beschleunigen, Doppelarbeiten in der

Forschung zu vermeiden, den Technologietransfer

sowie Entrepreneurship voranzutreiben

als auch die wissenschaftliche

Kapazität und das Forschungsranking der

Projektmitglieder zu erhöhen.

INFObox

• Förderorganisation: COST (European Cooperation

in Science & Technology)

• Titel: CA19124 – Rethinking Packaging

for Circular and Sustainable Food Supply

Chains of the Future

• Akronym: CIRCUL-A-BILITY

• Laufzeit: 10.2020 – 10.2024

• COST Website zum Projekt: www.cost.eu/

actions/CA19124

• Detailinformationen zum Projekt sowie

Anmeldung zu Aktivitäten:

• Projekt Website www.circul-a-bility.org

• Kontaktperson: FH-Prof. in Dr. in Victoria Krauter

– victoria.krauter@fh-campuswien.

ac.at

Lebensmittel müssen vor Qualitätsverlust entlang der Versorgungskette geschützt

werden. Darüber hinaus müssen Verpackungen zusehends den Kriterien der

ökologischen Nachhaltigkeit enstprechen. Entsprechend hoch ist

der Innovationsdruck auf Verpackungsproduzent*innen

Vielfältige Netzwerkaktivitäten

und erste Circul-a-bility

Konferenz von 26.-29. September.

Neben der Zusammenarbeit und

Austausch auf fachlicher Ebene werden

im Zuge des Projektes vielfältige weitere

Aktivitäten geboten. Dazu zählen nicht

nur Meetings auf Arbeitsgruppen- beziehungsweise

Gesamtprojektebene, sondern

auch Webinare, Konferenzen und Summer

Schools.

Die Circul-a-bility Webinar Reihe behandelt

zum Beispiel Themen wie Ecodesign,

Lebenszyklusanalyse, Nachhaltigkeit, Verpackungstechnologie,

Sicherheit von Verpackungen,

Verbraucher*innenverhalten,

Marketing sowie relevante Richtlinien und

Vorgaben und wird von Vertreter*innen

aus Industrie und Wissenschaft abgehalten.

Das erste Webinar wurde im Mai 2021

abgehalten, weitere Termine folgen in den

Monaten darauf.

Die erste internationale Circul-a-bility

Konferenz, an der voraussichtlich mehr

als 100 Expert*innen teilnehmen werden,

wird von 26. bis 29. September in

Italien (Apulien) stattfinden. Aufgrund der

COVID-19 Situation wird die Veranstaltung

voraussichtlich sowohl online als auch mit

einer begrenzten Teilnehmer*innenanzahl

vor Ort stattfinden. Die Inhalte der ersten

Konferenz erstecken sich über Lebensmittelverluste

und -abfälle über aktive und

intelligente Verpackungen, neuartige Verpackungsmaterialien,

Sicherheitsaspekte

von Lebensmitteln und Verpackungen

hin zu Nachhaltigkeit von Verpackungen

und Konsument*innenwahrnehmung,

Nachhaltigkeitsbewertung, Recycling und

Kreislaufwirtschaft sowie Verpackungslogistik.

Weitere Konferenzen sind für die

kommenden Jahre geplant.

Werden auch Sie Teil des Projektes!

Circul-a-bility ist ein Netzwerkprojekt,

welches allen interessierten

Parteien offensteht. Nutzen auch Sie die

Möglichkeit am Projekt selbst oder aber

auch an ausgewählten Aktivitäten teilzunehmen!

Weiterführende Informationen

zum Projekt, der Teilnahme an Aktivitäten

sowie Kontaktperson entnehmen Sie bitte

der Infobox zum Projekt.

[pl]

Fotos: Pixabay


Aktuell Etikettieren Transportverpackung

Maschinen

Intralogistik/FTS

Individuelle Versandetikettierung

vollautomatisch

Onlinehändler Happyshops automatisiert Versandlinie mit Bluhm Systeme

Mit Brettspielen, Gesellschaftsspielen und Puzzles möchte die Happyshops GmbH aus Merseburg ihre Kunden

„ein bisschen glücklicher machen“. In den letzten Jahren hat der Versandhändler stark expandiert und auch in

Zukunft ist mit weiterem Wachstum zu rechnen. Denn in der derzeitigen Lage steigt nicht nur die Nachfrage nach

Gesellschaftsspielen, sondern auch der Umsatz im Onlinehandel. Mit einer vollautomatisierten Versandlinie ist

Happyshops dafür bestens gerüstet.

„Unser Lager umfasst 220.000 Artikel. In

Spitzenzeiten verschicken wir bis zu 1.800

Pakete pro Tag in die ganze Welt“, erklärt

Robert Letsch, Geschäftsführer der Happyshops

GmbH. Der Onlinehändler nutzt dafür

verschiedene Paketdienstleister. „Wir haben

daher nach Partnern gesucht, die nicht nur

den Versand automatisieren, sondern gleichzeitig

in der Lage sind, vollautomatisch den

passenden Frachtführer zur jeweiligen Sendung

zu ermitteln“, so Letsch weiter: „Alle

Paketdienstleister haben ihre speziellen Anforderungen

an die Versandetiketten. Wir

haben uns daher für einen Etikettierer des

Kennzeichnungsanbieters Bluhm Systeme

entschieden. Er kann nicht nur die vielen

verschiedenen Etikettenlayouts drucken,

sondern beim Etikettieren auch die unterschiedlichen

Kartonmaße berücksichtigen.“

Der Legi-Air 4050 ist aufgrund seiner stabilen Bauweise bestens für den Dauerbetrieb

geeignet. Die Spendeleistung liegt bei bis zu 80 Etiketten pro Minute

Packstrecke automatisieren. Bei

Happyshops treffen die Kommissionierer mit

ihren Waren aus dem Lager an der neuen

Packstrecke ein. Sie scannen den Auftrag

und packen die Waren in die unterschiedlich

großen Versandkartons. Pro Karton wird ein

kleines Ident-Etikett mit Barcode erstellt

und händisch an der Kartonage angebracht.

Ab hier läuft alles vollautomatisch: Das Paket

wird verschlossen, gewogen und vermessen.

Das Wiegen erfolgt durch ein System

der Janner Waagen GmbH aus der Oberpfalz.

Anhand der Faktoren Gewicht, Maße

und Destination ermittelt die Software des

Entwicklers Ximaj IT-Solutions GmbH aus

Rosenheim den günstigsten Paketdienst für

jede einzelne Sendung. Diese Daten werden

an den Etikettendruckspender der Bluhm

Systeme GmbH übertragen.

Nach dem Etikettiervorgang

wird der Druck des Etiketts zusätzlich

validiert. Eine Autofokus-Kamera

prüft den Inhalt auf

Korrektheit und Plausibilität

Vielfältige Anforderungen an

Versandetiketten. Die Experten des

Kennzeichnungsanbieters empfahlen für diese

Aufgabe den robusten Legi-Air 4050, der

aufgrund seiner stabilen Bauweise für den

Dauerbetrieb geeignet ist. Das System kann

Druckmodule aller führenden Hersteller

integrieren und Etiketten somit mit einer

Auflösung von bis zu 600 dpi bedrucken.

Die Datenübertragung und Systemsteuerung

erfolgt dabei schnell und einfach über

Ethernet. Bei Happyshops wurde ein Zebra-

Druckmodul integriert, das die Versandetiketten

mit einer Geschwindigkeit von bis

zu 400 Millimetern pro Minute zuverlässig

gemäß den individuellen Anforderungen der

Paketdienstleister bedruckt.

Der Legi-Air 4050 verfügt über eine Spendeleistung

von bis zu 80 Etiketten pro Minute.


Pack & Log 05/21

„Diese Spendegeschwindigkeit kann mit unserem

Versandaufkommen von 400 Paketen

pro Stunde locker Schritt halten“, freut sich

Letsch. Eine hohe Verfügbarkeit erreicht das

System zudem durch eine Etikettenvorratsrolle

von bis zu 450 laufenden Metern. Für

die Etikettierung der Happyshops-Pakete

mit variierenden Abmessungen wurde ein

Sensor an der Stempelplatte montiert, der

den Abstand zum etikettierenden Produkt

erkennt. Zusätzliche Etikettiersicherheit

garantiert Beutel der „Etikett-auf-Stempel-Sensor“,

erfolgt manuell.

der überprüft, ob sich tatsächlich ein Etikett

auf der Stempelplatte befindet.

Die einfach zu handhabende Maschine

verpackt bis zu 25 Beutel

pro Validierung Minute und bietet des innovative Drucks. Damit nicht

Technik genug: in Nach einer dem robusten, Etikettiervorgang platzsparenden

der Druck Konstruktion. des Etiketts Sie zusätzlich be-

validiert.

wird

nötigt Eine eine Autofokus-Kamera Stellfläche von nur 550 prüft den Inhalt

x 470 mm und wiegt lediglich 37

kg.

auf

Die

Korrektheit

leise laufende,

und

vollelektronische

checkt Maschine die Linse, benötigt ob das keinen Versandetikett

Plausibilität. Zudem

externen sowohl Druckluftanschluss.

maschinenlesbar als auch vom Paketboten

auslesbar ist. „Dieser Schritt soll

PS Fehlsendungen 125 OneStep vermeiden“, erklärt Letsch.

Die Verpackungsmaschine PS 125

OneStep

Anschließend

verfügt neben

werden

den

die

gleichen

einzelnen Eigenschaften Frachtführerbänder wie die Verpa-befördert, von

Pakete auf die

ckungsmaschine wo aus sie dann PS 125 abends über einen abgeholt werden.

integrierten Drucker. Dieser ist in

Das System kann

Druckmodule aller

führenden Hersteller

integrieren und

Etiketten somit mit

einer Auflösung

Verpackungsmaschine

von bis zu 600 dpi

Autobag PS 125

bedrucken

Die Verpackungsmaschine Autobag PS 125 dient der Beutelbeladung und -versiegelung

von kleineren bis mittleren Verpackungsumfängen. Die Beladung der

Stand der Automated Packaging

Systems - Automated Packaging

Systems ist seit über 50 Jahren

bekannt für die Entwicklung und

Herstellung von flexiblen Verpackungssystemen.

Das Unterneh-

der Lage individuelle hochaufgelöste

Barcodes, Texte oder Labels di-

Umwickeln, als Zwischenlagen und men hat die Original-Autobag®polster

und Luftpolsterfolien zum

rekt auf den Beutel zu drucken. Die für Fixierung und Aufprallschutz. Verpackungsmaschinen ebenso

Herstellung von gesonderten Etiketten

kann entfallen. „Wir Der haben Drucker uns für schützen Bluhm und Systeme polstern ent-

Ihre Pro-

Verpackungsanlage Rolle. Ebenso inklusive produziert Etikettierer die Fir-

in

FastWrap Schutzverpackungen entwickelt wie die Kettenbeutel auf

enthält einen wartungsfreundlichen

schieden, weil das dukte. Gerät Sie nicht reduzieren nur unsere

so Rücksendungen

und steigern die Kundenzu-

sowie Airpouch®-Luftpolster als

Stand-by. ma „Auch spezielle das SidePouch®-Beutel

macht alle ein bisschen

kippbaren Druckkopf. Die optionale

AutoLabel Design

vielfältigen

Software

Etikettieraufgaben

friedenheit. Das kompakte

erfüllen

System

glücklicher“,

Schutzverpackungen.

freut sich Robert

Das Firmenmotto:

Wir erweitern und entwi-

Letsch. [pl]

kann für die einfache kann, sondern Erstellung zudem benötigt leicht nur zu einen bedienen Stromanschluss

von Labeln genutzt ist. werden. Auch der Wechsel und kann der Etikettenrollen

als Stand-Alone-System ckeln unsere Produktlinien ständig

ist denkbar einfach“, betrieben erläutert oder Letsch. mit demAus

um unseren Kunden komplette Verpackungslösungen

für ein breites

AirPouch® FastWrap Nachhaltigkeitsgründen ist es bei Happyshops

zudem

AirPouch® FastWrap ist das Automated

Anwendungsspektrum zu bieten.

branchenweit flexibelste, zuverlässigste

und anwenderfreundlichste

einen Stromsparmodus Zu gehen sehen können. sind die Nach oben ge-der Mehr Anwendung während bei der Messe:

wichtig,

Packaging

dass alle

Systems

Geräte

Ltd.

in Scannen und Video

System für Schutzverpackungen.

60 Sekunden Inaktivität nannten fährt Lösungen die komplette während der Happyshops Halle: A ansehen Stand: A0117

Das FastWrap System erzeugt Luft-

SMART Auomation in Wien am oder vorab unter: www.autobag.at

© Christian Löffler

© Christian Löffler

Fotos: Bluhm Systeme

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Aktuell Etikettieren Transportverpackung

Maschinen

Intralogistik/FTS

Mehr Schutz durch unverkennbare

Verschlusssiegel für alle Produktverpackungen

Das österreichische Unternehmen Securikett zeigt Breitseite mit

Produktsicherheits-Lösungen für den KMU-Bereich

Fotos: Securikett

Steigende Manipulation im Verpackungsbereich

bemerkbar. Die

Schäden auf Konsumenten- als auch Herstellerseite,

die jährlich durch Warenmanipulation

entstehen, steigen rapide an. Die

Investitionen im Bereich Verpackungsschutz

werden sich laut internationalen Berichten

innerhalb der nächsten fünf Jahre verdoppeln.

Gerade durch die Corona-Pandemie

und den daraus resultierenden Online-Handel

ist die Zahl der Produktfälschungen und

des Produktmissbrauchs stark angestiegen.

(Quelle: https://www.securityindustry.org)

Unterstützung für KMUs. Securikett,

bekannt als Zulieferer internationaler

Markenkonzerne im Bereich digitale und

kundenspezifische physikalische Produkt-

Sicherheitslösungen, bietet kleinen und

mittleren Unternehmen nunmehr eine

generische Sicherheitslösung für den unverkennbaren

Öffnungsnachweis von Produktverpackungen

an, um Konsumenten

und Hersteller gleicherweise zu schützen.

Die Erstöffnungssiegel werden direkt an der

Produktverpackung angebracht und sind

durch ihren VOID-Effekt, der nach Abziehen

des Siegels sichtbar wird, ein Nachweis, dass

die Produktverpackung vorher nicht durch

Dritte geöffnet wurde.

Bei diesem sogenannten VOID-Effekt

bleiben nach Ablösen des Siegels auf der

Vor allem für den

Online-Handel sind

unverkennbare und

mit freiem Auge

identifizierbare

Sicherheitssiegel

immer wichtiger

Produktverpackung eindeutige Rückstände

zurück, die die Öffnung der Verpackung bestätigen.

Der sichtbare „Glasbruch-Effekt“,

den die Firma Securikett in seine eigens

für den breiteren Markt entwickelten Verschlussetiketten

integriert hat, kann nur mit

erheblichem Aufwand von der Verpackung

entfernt werden und dient als Nachweis

der Öffnung.

Neben Sicherheitsverschlüssen in Verkaufsräumen

gewinnen besonders im Online-

Handel unverkennbare und mit freiem Auge

identifizierbare Sicherheitssiegel für alle Arten

von Waren immer mehr an Bedeutung,

sowohl für Konsumenten als auch Hersteller

bzw. Betreiber eines Online-Shops.

Der deutlich

sichtbare

„Glasbruch-

Effekt“ sorgt

für effektiven

Erstöffnungsschutz

Vorteile für Konsumenten & Umweltschutz.

KonsumentInnen können sicher

sein, dass die Produktverpackung vorher

nicht geöffnet wurde und Teile des Produkts

entnommen oder das Produkt selbst ausgetauscht

wurde. Speziell im Hygiene- und

Kosmetikbereich werden Produkte teilweise

zusätzlich zur Produktverpackung zur Gänze

in Cellophan gehüllt. Mit diesem Siegel in

verschiedenen Größen wird beim Verkauf im

Shop als auch im Online-Vertrieb zusätzlicher

Plastikmüll vermieden, da Cellophanierungen

durch Siegel ersetzt werden können.

Weniger ungerechtfertigte Reklamationen

auf Herstellerseite.

Für den Hersteller wiederum bedeutet dieses

Siegel einen Schutz vor ungerechtfertigten

Reklamationen oder Warenretouren. Zusätzlich

ist das Produkt ab Werk gut verschlossen

und das Sicherheitssiegel kann im Einsatz

befindliche Schließbehelfe ohne Sicherheitsfunktion

substituieren.

Neben dem bereits am Markt befindlichen

SecurityTape, um den äußeren Karton vor

Manipulation zu schützen, bieten die Verschlusssiegel

von Securikett Sicherheit auf

Einzel-Produktebene. Die Siegel sind einfach

aufzubringen und in verschiedenen Größen

erhältlich. Securikett ist Vorreiter bei

Produkten mit VOID-Effekt und unterhält

mehrere Patente in diesem Bereich. [pl]


Pack & Log 05/21

Menschen // Gesichter // Karrieren

Der Aufsichtsrat von ABB

in Österreich hat Dipl.-Ing.

(FH) Martin Kohlmaier zum

01. Mai 2021 zum Vorstandsvorsitzenden

von ABB Österreich

berufen. Damit löst er

seinen Vorgänger Ing. Franz

Chalupecky ab, der mit Ablauf

seines Vertrags aus dieser

Funktion ausscheidet und in

den Aufsichtsrat wechselt.

Nachdem sich Alfred

Schrott aus der Funktion

und der Branche verbschiedet

hat, wurde Markus Fahrnberger-Schweizer

vom ECR

Board am 28. April einstimmig

zum neuen ECR Co-Chairman

Industrie gewählt. Mit Fahrnberger-Schweizer

bekommt

ECR Austria frischen Wind mit

internationalem Background.

Mit 1. April 2021 hat Berthold

Burgmeier die Geschäftsführung

bei der GASTI

Verpackungsmaschinen GmbH

– einem der ältesten Unternehmen

im Packaging Valley

– übernommen. GASTI konnte

letztes Jahr auf eine 120-jährige

Firmengeschichte zurückblicken.

Das Unternehmen ist

Vorreiter bei hygienischen Abfüllmaschinen

für die Molkereiund

Nahrungsmittelindustrie.

Ab sofort ist Andrea Alboni,

General Manager Western

Europe beim Cobot-Pionier

Universal Robots (UR), Vorstandsmitglied

der VDMA

Fachabteilung Robotik. Damit

hat der Branchenverband einen

erfahrenen Experten für

kollaborative Automatisierung

ins Boot geholt. Einen besonderen

Schwerpunkt möchte

er auf die Mensch-Roboter-

Kollaboration legen.

Veranstaltungen // Bildung // Termine

Unboxing Design Trends. Seminar. Zeit: Dienstag,

22. Juni 2021. Ort: Online. Weitere Informationen

unter:

www.verpackung.org

SafetyTech21 . Fachtagung. Zeit: 15. bis 16.

September 2021. Ort: Zell am See / Österreich

+ online. Weitere Informationen unter:

www.safety-tech.at

AUTOMATION 2021. Kongress. Zeit: Dienstag,

29. bis Mittwoch, 30.Juni 2021.

Ort: Online. Weitere Informationen unter:

www.automatisierungskongress.de

Logistik Sommer. Kongress. Zeit: 23. bis 24.

September 2021. Ort: Leoben / Österreich +

online. Weitere Informationen unter:

www.logistik-sommer.at


Aktuell Etikettieren Mehrwegverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Foto: GS1 Austria/Peter Svec

Frische, Kosmetik und der Rest:

Mehrweg at its best

Mehrwegtransportverpackungen und -behälter, sogenannte MTVs, sind wahre Anpassungskünstler.

Sie werden im Frischebereich, beispielsweise bei Obst und Gemüse,

ebenso verwendet wie auch im Kosmetikhandel, hier allen voran dm drogerie markt.

über den

Autor

Alexander Peterlik ist

Business Development

Manager bei

der Standardisierungsorganisation

GS1 Austria. Er bietet

Beratung, Schulung

und Workshops rund

um den effizienten

Einsatz der GS1

Standards entlang

der gesamten Wertschöpfungskette.

Kontakt:

peterlik@gs1.at

www.gs1.at

MTVs gibt es in unterschiedlichen

Farben, sie sind meist aus sehr

stabilem Kunststoff und klappbar.

Das hat einerseits den Vorteil, dass

sie die Hygienestandards im Lebensmittelbereich

erfüllen, und andererseits beim

Rücktransport fast bis gar keine Luft transportiert

wird. Es gibt diese MTVs nicht

nur in Form von Kisten, sondern auch

als Kunststoffpalette, die über einen Pool

zwischen Industrie und Handel verwaltet

und verteilt werden.

Gemeinsam haben diese MTVs, dass der

Verpackungsmüll schon in den Zentrallägern

fachgerecht getrennt und entsorgt

bzw. recycelt wird, die Zeitersparnis des

Nicht-Auspackens in der Filiale ein enormer

Vorteil ist und die Gebinde einen sehr

langen Zeitraum im Einsatz sind.

Kennzeichnung. Der Zeitraum wird

über die eindeutige Kennzeichnung der

MTVs verwaltet, denn jede der hier beschriebenen

Modelle, also die grüne Obstund

Gemüsekiste, die hellblaue Transportkiste

oder die graue Palette, sind mit einem

GRAI (Global Returnable Asset Identifier)

von GS1 gekennzeichnet. Dieser kann sowohl

in einem eindimensionalen GS1-128

Strichcode wie auch in einem zweidimensionalen

GS1 DataMatrix oder auch in einem

RFID/EPC Tag verschlüsselt werden.

Die Struktur des GRAI ist klar aufgebaut.

Am Anfang steht der GS1 Application

Identifier 8003. Dann folgen der Company

Auch dm drogerie markt setzt aus Gründen der Zeit- und

Kostenersparnis auf MTVs

Prefix des Unternehmens, der Behältertyp in Form einer

Zahl und die Seriennummer, die jede einzelne MTV weltweit

einzigartig macht.

Foto: GS1 Austria


Foto: GS1

Dieser GRAI identifiziert die Mehrwegtransportverpackung

eindeutig und lässt sich exakt

einem Unternehmen zuordnen – egal, ob

das Unternehmen den Mehrwegtransportbehälter

besitzt oder über einen Poolbetreiber

nur temporär nutzt. Unabhängig vom System

Mittels des GRAI (Global Returnable Asset Identifier) von GS1

ist die MTV eindeutig gekennzeichnet und dem jeweiligen Unternehmen

zuordenbar

bleibt der GRAI einen ganzen Lebenszyklus

auf der Mehrwegtransportverpackung beziehungsweise

dem Mehrwegtransportbehälter.

Vielseitig einsetzbar. Schon sehr

früh haben jene Unternehmen, die MTVs

einsetzen, erkannt, dass dies eine große

Zeit- und Kostenersparnis bringt. Denn

einerseits leben diese MTVs dank stabiler

Konstruktion sehr lange, andererseits werden

sie vielseitig eingesetzt. So kann der

Mehrwegbehälter zum einen als eindeutiger

Lagerplatz in einem

automatisierten Lagersystem

dienen,

zum anderen aber

auch sofort (sortenrein)

an die Filiale

ausgeliefert werden.

Die eindeutige Kennzeichnung

durch

den GRAI erlaubt

dem Poolbetreiber

jederzeit zu wissen,

wo seine MTVs sind.

Mit dem richtigen

Reporting fallen Diskussionen

zwischen

dem Poolbetreiber,

der Industrie und

dem Handel weg,

denn es ist immer

klar, wo sich welches

MTV befindet.

Im Hinblick auf eine immer grünere Logistik,

Kreislaufwirtschaft und nachhaltige

Prozesse sind MTVs ein wichtiger Schlüssel,

um Klima- und Umweltziele gemeinsam zu

erreichen.

[pl]

Alles

aus

einer

Hand.

Auszeichnung für GS1 Smart-Box

Bei der Leserwahl von materialfluss, Fachmedium der Logistik und Intralogistik, wurde die

GS1 Smart-Box – eine Kooperation von Utz und GS1 – als eines der „Produkte des Jahres

2021“ ausgezeichnet. Dank der intelligenten Mehrweg-Klappbox können die Prozesskosten

von der Produktion bis zum POS um mehr als 40 % sowie der CO 2

-Footprint um bis zu 80 %

reduziert werden. „Diese Auszeichnung verstehen wir als Ansporn, die Einsatztests der GS1

Smart-Box in Österreich bei dm drogerie markt sowie weiteren interessierten Händlern zügig

fortzuführen“, so Nikolaus Hartig, Manager des Logistikverbund-Mehrweg (L-MW).

www.l-mw.at/index.php/aktuelle-ag

Eine kleine Kiste mit großen Vorteilen: Die

GS1 Smart-Box beweist sich auch in der Praxis

Foto: Utz

Zukünftig werden wir immer umfangreichere

Aufgaben in immer kürzerer Zeit meistern müssen.

Da ist es gut, einen Automatisierungs- und

Antriebsspezialisten an seiner Seite zu wissen,

der viele Aufgaben einfach macht. Entdecken Sie

mit uns die Zukunft der Automatisierungs- und

Antriebstechnik und verschaffen Sie sich so den

Freiraum für das Wesentliche: Ihre Ideen.

www.lenze.at


Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Belastungsprüfung von

Verpackungen

Die vorhandenen Versand-, Transport- oder Mehrwegverpackungen nehmen innerhalb

der Logistikprozesse eine zentrale Rolle ein. Aufgrund der Vielzahl von Belastungsanforderungen

müssen sie insbesondere für unterschiedliche Schutzfunktionen ausgelegt

sein.

Ausschlaggebend für die richtige Auslegung

der Verpackung sind u. a.

die einhergehenden Transport-,

Umschlag- und Lagerbelastungen (TUL).

Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass ein

wesentlicher Teil durch Kräfte einhergeht,

die sich anhand ihres Wirkungsverlaufs

unterscheiden und unter dem

Oberbegriff „mechanische Belastungen“

zusammengefasst werden. Zur Gewährleistung

der Schutzwirkung werden in

der Regel bereits im Vorfeld labortechnische

Verpackungsprüfungen durchgeführt

(s. Abbildung 1). Dadurch lässt sich

u. a. aufzeigen, welchen Einfluss die in

der Versandpraxis auftretenden Belastungen

auf die Verpackung nehmen. Ferner

lassen sich anhand der gesammelten

Prüferkenntnisse gezielt Optimierungspotenziale

für die weitere Verpackungsauslegung

ableiten. Die Erfahrungswerte

des Instituts für Verpackungstechnik (IfV)

der VVL e. V. zeigen zudem, dass sich die

frühzeitige Durchführung von mechanischen

Schwachstellenanalysen positiv

auf die erfolgreiche Markteinführung der

Verpackung auswirkt.

Zur Durchführung von mechanischen

Belastungsanalysen existieren verschiedene

Eignungstests. Für Packstück- und

Ladeeinheitenstapel sind bspw. statische

Prüfungen von besonderer Bedeutung. Sie

bilden sowohl alle ruhenden Lagervorgänge

als auch eine Vielzahl von Einflüssen

während der Transport- und Umschlagvorgänge

ab. Die hierfür erforderlichen

labortechnischen Prüfungen unterscheiden

sich im Wesentlichen in der Art der

Krafteinleitung. In Ergänzung zu den statischen

Belastungen sind zusätzlich auch

dynamische Krafteinwirkungen während

der Transportvorgänge zu berücksichtigen.

Eine sehr verbreitete Prüfungsform stellt

in diesem Zusammenhang der Sweep-Test

dar. Hierfür wird der Verpackungsprüfling

so auf dem Schwingtisch positioniert, dass

Abbildung 1: Prüfeinrichtungen zur Durchführung von Testreihen zur Simulation von

Transportvorgängen

er sich noch frei entlang der vertikalen

Schwingungsachse bewegen kann und in

der horizontalen Achse nur eine minimale

Bewegungsfreiheit erfährt. Das Ziel dieses

Tests ist es, die Testverpackung hinsichtlich

potenzieller Schäden bei auftretender Resonanzfrequenz

zu prüfen. Die jeweiligen

Resonanzen sind abhängig von der Art und

der Konstruktion des Prüflings sowie dem

Zusammenwirken seiner Umgebung. Diese

Prüfungsform stellt daher eine Prüfung

unter Extrembedingungen dar, bei denen

die Prüflinge oftmals dem Zehnfachen der

eigentlichen Anregungsbeschleunigung ausgesetzt

werden. Dadurch lässt sich mitunter

feststellen, ob die Festigkeit der Verpackung

ausreichend ist.

Aus den beschriebenen Prüfprozeduren

und -methoden lässt sich ein bewährtes

Prüfspektrum für eine klassische Verpackungsanalyse

zusammenstellen. Die

aktuellen Marktentwicklungen zeigen allerdings

vermehrt Verpackungen aus nachhaltigen

Materialien auf, die wiederum mit

elektrifizierten Transportmitteln transportiert

werden. Hierfür ist es erforderlich,

neue wissenschaftliche Vorarbeiten zu leisten,

um proaktiv geeignete Prüfmethoden

für die Prozesse bestimmen zu können. Das

Institut für Verpackungstechnik (IfV) des

VVL e. V. arbeitet hierbei mit zahlreichen

Forschungspartnern zusammen. Das Ziel

dieser Forschungskooperationen ist es,

systematisch neue Erkenntnisse bzgl. der

mechanischen Belastungsprofile zu erarbeiten,

die für die Verpackungstechnik sowohl

einen fachübergreifenden Wissens- und

Technologietransfer ermöglichen als auch

neue Kompetenzen bei der Verpackungsund

Ladeeinheitenprüfung bündeln. Die

erarbeiteten Versuchsergebnisse fließen

zudem direkt in die Entwicklung neuer

Verpackungen ein, wodurch insbesondere

die beteiligten Unternehmenspartner

frühzeitig neue Marktlösungen etablieren

können.

Weitere Details unter www.vvl-ev.de [pl]

Foto: VVL e. V.


Pack & Log 05/21

Eine clevere Versandbox begeistert

Onlinehändler und Endkonsumenten

In Zeiten, in denen der Online-Versandhandel immer mehr

an Bedeutung gewinnt, ist es für Unternehmen sowie Konsumenten

wichtiger denn je, dass eine Versandverpackung

optimalen Produktschutz bietet und eine unbefugte Entnahme

während des Transports verhindert wird. Die clevere Versandbox

von Rondo bringt Waren aller Art nicht nur sicher,

sondern auch umweltfreundlich an ihr Ziel. Denn der Boden

der Box ist so konzipiert, dass er über die volle Fläche verläuft

und an der Seitenwand arretiert. Und durch die Fixierung der

beiden Deckelteile mit einem Sicherheitsverschluss ist ein unbemerktes

Öffnen unmöglich.

Die ökologische Monoverpackung aus 100% Wellpappe funktioniert

ohne Aufreißfaden aus Kunststoff oder Klebeband –

sowohl beim Versand durch den Händler als auch bei einer

möglichen Rücksendung durch den Kunden. Sollte der Inhalt

nicht den Vorstellungen des Empfängers entsprechen, kann

die Verpackung ganz ohne Verklebung wieder verschlossen

Fotos: Rondo Ganahl

Der Boden der neuesten Innovation von Rondo verläuft über die

volle Fläche und arretiert an der Seitenwand, zudem verhindert

die Fixierung der Deckelteile ein unbefugtes Öffnen

Saropack

Schrumpffolienspezialist Nr.1

Der Innendeckel der patentierten cleveren Versandbox wird im

Fall der Rücksendung zum Außendeckel

Klimaneutrale Schrumpffolien

Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien

und für den Rückversand vorbereitet werden. Klar erkennbare

Piktogramme inklusive Beschreibung der einzelnen Schritte in

mehreren Sprachen, welche auf der Innenseite der Verpackung

gedruckt sind, erläutern dies leicht verständlich. Zudem kann

der Absender im Innendeckel, der im Fall der Rücksendung zum

Außendeckel wird, bereits das Rücksende-Etikett vorbereiten.

Das wiederverwendbare, vollständig recycelbare Verpackungskonzept

wurde mit dem „Sonderpreis Innovation im Rahmen

des Staatspreises Smart Packaging 2020“ ausgezeichnet und

begeistert sowohl (Versand-) Handelsunternehmen als auch

Endkonsumenten.

PLUS

Maschinen

Kurzprofil. Die Rondo Ganahl mit Stammsitz in Frastanz

(Vorarlberg, Österreich) ist spezialisiert auf die Herstellung von

Wellpappe-Rohpapieren sowie von individuellen Verpackungen

aus Wellpappe. Mit mehreren Standorten in Österreich sowie

in Deutschland, Ungarn, Rumänien und der Türkei beschäftigt

Rondo heute mehr als 1.600 MitarbeiterInnen.

[pl]

Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis

Tel 05523 53540 • Fax 05523 53780

UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351

www.saropack.eu


Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Wertanlage Holzpalette

Wir alle wollen in einer Welt leben, die Nachhaltigkeit als Lebensgrundlage hat. Das ist auch absolut erstrebenswert,

allerdings müssen wir mittlerweile erkennen, dass nachwachsende Rohstoffe durchaus endlich sind. Holz

ist dafür das beste Beispiel. Holz ist die Grundlage unzähliger Produkte, ein immer beliebterer Baustoff und auch

heiß begehrtes Heizmaterial. Wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, kann aus der guten alten Holzpalette

schon einmal eine Wertanlage werden. Pack & Log hat mit Franz Winter, Geschäftsführer der Wintergroup, einem

der größten heimischen Produzenten von Holzpaletten, über die Entwicklungen am Palettenmarkt gesprochen.

Die Holzpreise sind stark gestiegen.

Welche Konsequenzen hat das für den

heimischen Palettenmarkt?

Gestiegen ist nicht das richtige Wort,

denn die Holzpreise sind regelrecht explodiert.

Die Situation ist wirklich dramatisch.

Die Holzpreise sind innerhalb eines

Quartals um das Doppelte gestiegen – so

etwas habe ich noch nie erlebt. Wir sind

schon auf 120 bis 130 % gegenüber dem

Vorjahr. Und das ist noch nicht das Ende.

Man hört, dass die Preise im nächsten

Quartal weiter steigen sollen. Nicht nur,

dass Holz extrem teuer ist, ist auch die

Verfügbarkeit derzeit sehr begrenzt.

Und wie reagieren die Kunden?

Ich muss sagen, dass unsere Kunden die

Situation mittlerweile weitgehend akzeptieren.

Was bleibt schon anderes über ...

Hat das mit der Pandemie zu tun, oder

woran liegt diese Preisexplosion?

Da spielen viele Faktoren eine Rolle. Die

Pandemie ist sicher ein Faktor. Sie hat zu

einem Rückgang der Holzlieferungen aus

Skandinavien und Osteuropa geführt, aber

ebenso die Suez-Krise sowie als wichtiger

Faktor das Missverhältnis zwischen Export

und Import: Wichtige Export-Länder liefern

nicht nur weniger Holz, sie importieren

sogar. So ist z.B. die Nachfrage in Nordamerika

und Asien nach hochwertigem

Holz drastisch gestiegen. Dort ist ein regelrechter

Bauboom losgebrochen. Das Holz

wird im eigenen Land benötigt. Der Export

ist faktisch zum Erliegen gekommen.

Wie groß ist derzeit die Nachfrage nach

Holzpaletten?

Die Nachfrage nach Paletten ist in der

Pandemie im Großen und Ganzen nicht

höher als vorher. Der Zuwachs bei Lebensmitteln,

Pharma und Baustoffen wird durch

Einbrüche in anderen Industriezweigen

aufgehoben. Das hält sich in etwa die Waage.

Aber es gibt, bedingt durch Marktbereinigungen

in den letzten Jahren, deutlich

weniger Hersteller und die Rohstoffknappheit

sorgt zusätzlich für eine Drosselung

Das Interview führte

Mag. Gernot Rath

der Produktion. Jetzt im Frühjahr gibt es

zudem eine erhöhte Nachfrage seitens der

Getränkehersteller wie auch der Baustoffindustrie.

Und ich fürchte, der Tag könnte

kommen, an dem ein großer Kunde 5.000

EPAL-Paletten bestellt und nur mehr 1.000

bekommt, weil es ganz einfach nicht mehr

gibt …

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Im letzten Jahr entstand

angrenzend

an das Firmengelände

eine Sortier- und

Reparaturanlage

für Euro-Paletten.

Alles ist voll- bzw.

teilautomatisiert

Seit die Pandemie begonnen hat, haben

wir Arbeit ohne Ende. Wir sind wirklich am

Limit, auch körperlich. Wir suchen verbissen

Mitarbeiter, aber man bekommt keine. Das

liegt auch – und diese Kritik muss gestattet

sein – am hohen Arbeitslosengeld. Viele

sehen keinen Grund arbeiten zu gehen – so

ehrlich muss man sein: Die Regierung hat

sich in der Krise nur um die Leute gekümmert,

die arbeitslos sind und nicht um jene

die arbeiten. Auch viele Schulungen laufen

völlig an der Realität vorbei. Bei uns kommen

sich Leute als Staplerfahrer vorstellen,

die zwar einen Schein besitzen, aber noch

nie auf einem Stapler gesessen sind. Lediglich

ein paar Tage theoretisches Trockentraining.

Sie können die Anforderungen gar

nicht erfüllen und sind nicht einmal selbst

schuld daran, sondern das System! Es wäre

besser, die Leute zu Betrieben in Schulung

zu schicken. Dort können sie anhand der

gelebten Praxis von erfahrenen Mitarbeitern

lernen. Und der Staat unterstützt die ausbildenden

Betriebe einige Zeit finanziell, indem

er z.B. einen Teil des Gehalts übernimmt,


Pack & Log 05/21

oder durch sonstige Ausbildungsprämien.

Aber: Keine Chance!

Welche Konsequenzen ziehen Sie aus

der Situation?

Eine Konsequenz ist sicher die Automatisierung

des Betriebs. Zu diesem Zweck

haben wir kräftig investiert: Fast zeitgleich

mit Beginn der Pandemie wurde am 1. März

2020 mit der Erweiterung des Produktionsstandortes

begonnen, welcher gerade

fertiggestellt wurde. Angrenzend an den

Betrieb entstand auf drei Hektar eine Sortier-

und Reparaturanlage für Euro-Paletten.

Es handelt sich u.a. um zwei Hallen – eine

mit 6.000 m² und die andere mit 3.000 m².

Alles ist voll- bzw. teilautomatisiert – von

der Roboterlinie bis zum E-Stapler. Eine

Photvoltaikanlage am Dach sorgt für sauberen

Strom.

Die Paletten aus dem Hause Winter sind Familiensache (v.l.n.r):

Johannes, Franz, Andrea, Jakob und Jonathan Winter

Fotos: Winter Group/ Amschl

War das nicht ein hohes Risiko in diesen

turbulenten Zeiten?

Am Anfang der Pandemie habe ich geglaubt,

wir werden die Halle nach einem

Jahr nicht mehr brauchen, aber ich bin sehr

froh, dass wir es trotzdem durchgezogen

haben, denn gekommen ist alles umgekehrt.

Die Logistik und mit ihr die Paletten, als

wichtigster Ladungsträger, sind systemrelevant

und die Nachfrage, vor allem vonseiten

der Lebensmittel- und Pharma-, aber auch

der Baustoffindustrie, war und ist enorm.

Wir brauchen den Zubau letztendlich wie

einen Bissen Brot. Rückblickend kann ich

sagen, dass wir zur richtigen Zeit angefangen

haben und zur richtigen Zeit fertig

geworden sind.

Vielen Dank für das Gespräch.

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Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Volumenreduzierbare Behälter und ihre

Bedeutung für die Logistik

Einsparungen mit individuellen Mehrweg-Transportlösungen

In der Transportlogistik gilt: Wer Platz einspart, der spart noch weit mehr ein. Beispielsweise ermöglichen besonders

volumenreduzierbare Mehrwegbehälter eine optimale Frachtraumausnutzung, wodurch sie weniger Fahrten

verursachen als vergleichbare Ladungsträger. Die Folgen: weniger CO 2

-Ausstoß, geringere (Maut-)Kosten und

bessere Chancen, den vorherrschenden Fahrermangel zu kompensieren.

Zeitgemäße und kundenindividuelle

Mehrweg-Transportlösungen aus

Kunststoff haben zahlreiche Vorteile

gegenüber Einwegverpackungen wie Kartons

oder Holzpaletten: Sie sind äußerst

stabil und langlebig, bieten den jeweiligen

Packgütern maximalen Schutz und

sind mit automatisierter Fördertechnik

kompatibel. Ihr Nachteil: Da die Behälter

wiederverwendet und somit dem Befüller

wieder zugeführt werden, verursachen

sie mehr Fahrten als Einweglösungen, die

nach einmaliger Nutzung entsorgt werden.

Eine der wichtigsten Anforderungen

an einen Kunststoff-Mehrwegbehälter ist

daher hohe Volumenreduzierbarkeit im

Leerzustand, um die Anzahl der Leertransporte

zu minimieren. Das gilt umso

mehr, je länger die zurückzulegenden

Transportwege sind. Beispielsweise nutzt

ALDI SÜD Klappboxen, um Obst und

Gemüse aus ganz Europa in die Filialen

in Deutschland zu transportieren. Diese

Mehrweg-Transportlösungen des Herstellers

WALTHER Faltsysteme sind in

zusammengeklapptem Zustand nur 27,5

mm hoch und damit, laut Hersteller, die

flachsten Obst- und Gemüseboxen am

Markt. Dadurch passen mehr als 11.000

leere Boxen in einen Lkw. Die Volumenreduzierung

liegt hier bei 80 Prozent gegenüber

dem Volltransport. Das bedeutet,

dass für die Rückführung der Boxen nur

einer statt fünf Lkw erforderlich ist. „In

der Produktentwicklung liegt das Hauptaugenmerk

auf der Volumenreduzierbarkeit.

Für Nutzer macht es einen großen

Unterschied, dass unsere Lösungen bis zu

80 Prozent an Volumen einsparen. Sie haben

oft tausende Behälter im Einsatz, da

ist jeder Prozentpunkt an Volumenreduzierbarkeit

entscheidend“, sagt Dominik

Lemken, Leiter des Projektmanagements

bei WALTHER Faltsysteme.

Im Vergleich zu

klassischen Rollcontainern

bietet die Mehrweg-

Transportlösung von WALTHER

eine deutliche Platz- und damit eine

Kostenersparnis, da sich ihr Volumen in

leerem Zustand um 80 Prozent reduzieren lässt

Volumenreduzierung bei vielen

Behältern möglich. Die Erfolgsgeschichte

des platzsparenden Behälters

begann hierzulande 1978 mit der Einführung

der ersten Faltbox in Europa. Das

Besondere an dieser Mehrweglösung:

Dabei handelte es sich um den ersten

Behälter, der in sich volumenreduzierbar

ist. Bei starren Boxen ist eine Volumenreduzierung

dagegen erst ab Stückzahl

2 durch Stapeln oder Ineinanderstellen

möglich – und selbst das nur bei nestbaren

Behältern und Drehstapelbehältern.

Inzwischen gibt es neben Faltboxen

noch viele weitere volumenreduzierbare

Mehrweg-Transportlösungen. Beispielsweise

entwickelte WALTHER Faltsysteme

2019 einen Rollcontainer, der sich mit

wenigen Handgriffen auseinanderbauen

und wieder zusammensetzen lässt. Der

Trick: ein innovatives Schnellkopplungssystem

mit patentierter Mechanik, bei dem

sich die Seitengitter mittels eines Pedals

lösen lassen. Nach Entfernen der Seitengitter

lassen sich bis zu 19 Grundplatten

dank zweier spezieller Stapelmulden sicher

und unkompliziert stapeln. Parallel

können bis zu 18 Seitengitter oder 24

Zwischenböden in die „Parkpositionen“

einer Grundplatte gesteckt werden. Das

Volumen der Mehrweg-Transportlösungen

wird so um bis zu 80 Prozent reduziert,

wodurch sie sich im unbeladenen Zustand

besonders effizient transportieren lassen.

Bei marktüblichen Rollcontainern findet

eine Volumenreduzierung maximal durch

Ineinanderstellen statt.

Perspektiven für den LEH und

E-Commerce. Platz sparen bietet in der

Fotos: WALTHER Faltsysteme


Pack & Log 05/21

Logistik neben finanziellen auch ökologische Vorteile: Wer nur

einen statt fünf Lkw benötigt, um leere Boxen zurückzuführen,

der agiert klimaschonend. Auch über den reinen Transport hinaus

erweisen sich Mehrwegboxen als nachhaltige Alternative,

denn sie erreichen oftmals 100 Umläufe und ihr Material wird

nach dem Recycling häufig für die Produktion neuer Behälter

wiederverwertet. Der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) hat

Mehrweg-Transportlösungen schon lange für sich entdeckt und

nutzt Faltboxen inzwischen auch dazu, dem zunehmenden Nachhaltigkeitsbewusstsein

von Verbrauchern Rechnung zu tragen.

Ein erfolgreiches Pilotprojekt dazu führte EDEKA Brüggemeier

durch: In den Filialen des Franchisenehmers können Kunden

ihre Einkäufe in Faltboxen statt Einwegtüten transportieren.

Die Boxen von WALTHER Faltsysteme werden im Markt gegen

Pfand zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus nutzt EDEKA Brüggemeier

die Behälter für sein E-Commerce-Angebot: Nach dem

Click-and-Collect-Prinzip können Kunden ihre Einkäufe auch im

Onlineshop tätigen und die in Faltboxen fertig verpackten Waren

dann in der Filiale abholen. Außerdem gibt es einen Lieferdienst,

der die Behälter mit den Produkten auf Wunsch zu den Kunden

nachhause bringt. „Durch Falten lässt sich das Volumen unserer

eFold-Box übrigens um 81 Prozent reduzieren. Kein anderer

Behälter bietet eine derart hohe relative Volumenreduzierbarkeit.

Das ist einer der Hauptgründe dafür, dass mehrere große Handelsunternehmen

die Faltbox einsetzen“, sagt Dominik Lemken.

Vorteile von Mehrweg-Transportlösungen für

die Automatisierung. Den vorhandenen Raum optimal zu

nutzen, ist nicht nur beim Transport, sondern auch im Logistikzentrum

von großer Bedeutung. Daher handelt es sich bei den

meisten automatisierten Lagern um automatische Kleinteilelager in

Form von Hochregallagern, die mit vollautomatischen fahrerlosen

Regalbediengeräten betrieben werden. Der Grund für den Bau

eines solchen Lagers ist oftmals der Wunsch nach effizienteren

Prozessen und höheren Lagerkapazitäten. Letztere werden durch

die Erweiterung des Lagers in die Höhe erreicht – Lagerfläche

wird eingespart. Der Return on Invest (ROI) wird vor allem über

die FMCG (= fast moving consumer goods) erreicht: Es kommt

darauf an, die Schnelldreher pünktlich zur Verfügung zu stellen.

Dazu braucht es automatisierte, zeiteffiziente Prozesse. Um das

volle Potential eines solchen Lagers auszuschöpfen, bedarf es

kundenindividueller Ladungsträger, die optimal zur automatisierten

Fördertechnik im Lager passen. Diese Behälter müssen

entsprechend förderfähig und identifizierbar sein. Moderne

Mehrweg-Transportlösungen werden so konzipiert, dass sie im

jeweiligen logistischen Gesamtkonzept problemlos eingesetzt

werden können. Dadurch sind sie für den Einsatz mit automatisierter

Fördertechnik prädestiniert.

Fazit: Die Behälter der Zukunft.Weniger Fahrten,

Transportkosten, Personalkosten und CO 2

-Emissionen: Volumenreduzierbare

Mehrweg-Transportlösungen erhöhen die Effizienz

und Wirtschaftlichkeit in der Logistik maßgeblich. Die optimale

Raumausnutzung, gute Recycling-Eigenschaften und automatisierte

Förderfähigkeit machen Mehrweg-Transportlösungen aus

Kunststoff zu den Behältern der Zukunft, denen sich stetig neue

Einsatzbereiche eröffnen. So werden Faltboxen künftig vermehrt

von Einzelhandels- und E-Commerce-Kunden für ihre Einkäufe

genutzt werden. „Dieser Trend wird sich 2021 weiter verstärken,

Die Mehrweg-Transportlösungen

des Herstellers WALTHER Faltsysteme sind in zusammengeklapptem

Zustand nur 27,5 mm hoch und damit,

laut Unternehmen, die flachsten Obst- und

Gemüseboxen am Markt

denn die Pandemie löst starkes Wachstum im E-Commerce aus.

Wir erwarten, dass hier insbesondere bei Lebensmitteln verstärkt

auch Mehrwegboxen zum Einsatz kommen werden, zumal der

Klimaschutz noch mehr in den Fokus rücken wird. Als Folge

dessen wird die Nachfrage nach nachhaltigen Mehrweglösungen

weiter steigen“, prognostiziert Lemken.

[pl]

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Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Getränkelogistik:

Optimierungspotenzial durch

innovativen Flaschenkasten

über den

Autor

Dr.-Ing. Tim Siebels

ist Geschäftsführer

des Büros für Logistikforschung

in Dortmund,

welches sich

schwerpunktmäßig

mit den Tätigkeitsfeldern

Fördermittelberatung,

Forschung

und Entwicklung

sowie Logistik- und

Technologieberatung

befasst

Anwender, die an der

beschriebenen Lösung

interessiert sind, wenden

sich bitte an: Dr.-Ing. Tim

Siebels, Geschäftsführer,

Büro für Logistikforschung

(E-Mail: ts@logistik-innovationen.de)

oder an Timo

Weggebakker, Produktmanager,

bekuplast GmbH

(E-Mail: t.weggebakker@

bekuplast.com)

Bei der Stapelung von aktuell in der Praxis zum Einsatz kommenden Getränke- bzw. Flaschenkästen wird

das zur Verfügung stehende Transport- und Lagervolumen sowohl im leeren als auch im mit Flaschen

befüllten Zustand der Kästen nicht optimal ausgenutzt. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Transport

von Leergut innerhalb von Mehrwegprozessen in der Getränkelogistik gehen hiermit unter anderem

erhöhte Prozesskosten sowie negative Umweltauswirkungen zum Beispiel in Form eines unnötigen Ausstoßes

von CO 2

-Emissionen einher.

Abbildung 1: Funktionsprinzip des volumenreduzierbaren

Flaschenkastens

Um diesen Problemen entgegenzuwirken

und damit die Prozess- und

Ressourceneffizienz auf Seiten

potenzieller Anwender zu steigern sowie

die im Rahmen von Getränketransporten

entstehenden Treibhausgasemissionen

zu reduzieren, hat das Büro für Logistikforschung

mit Sitz in Dortmund den patentierten

volumenreduzierbaren Flaschenkasten

konzipiert, der aktuell in

gemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit

dem Industriepartner und Kunststoffspritzgussspezialisten

bekuplast GmbH

mit Hauptsitz in Ringe (Niedersachsen)

zur Marktreife gebracht wird. Durch eine

neuartige Stapelanordnung und Konstruktionsweise

ist es bei diesem innovativen

Flaschenkastenkonzept im Vergleich zu

bestehenden Flaschenkästen möglich,

deutlich mehr Flaschen bzw. Kästen pro

Europalette zu transportieren und zu lagern.

In den vergangenen Jahren bezogen sich

Produktinnovationen im Bereich mehrwegfähiger

Kunststoff-Getränkekästen fast

ausschließlich auf Faktoren wie das Design

oder die Haptik der Kästen (vgl. [1], S. 26 f.)

und nicht auf deren Volumenoptimierung

im Zusammenhang mit Transport- und Lagerprozessen.

Seltene Ausnahmen bildeten

hierbei Lösungen wie der im Jahr 2016 mit

dem pro-K award ausgezeichnete „KUBI-

Kasten“ (vgl. [2]) oder die für die Effizienzsteigerung

von Mehrwegprozessen in

der Getränkelogistik entwickelten „Trays“

zur Leergut-Rückführung (vgl. [3], S. 19).

Allerdings ergibt sich der elementare Vorteil

einer optimierten Packdichte bei diesen

Produkten ausschließlich im leeren und

nicht im mit Flaschen befüllten Zustand

der Kästen bzw. „Trays“.

Bei dem neuen volumenreduzierbaren Flaschenkasten

wird eine verbesserte Packdichte

nun erstmalig auch im mit Flaschen befüllten Zustand

von Getränkekästen ermöglicht. Dieses wird unter anderem

mithilfe einer versetzten Anordnung der Fächer zur Aufnahme

von Getränkeflaschen erreicht, die es gestattet, zwei mit

Flaschen befüllte Kästen gleicher Bauart volumenoptimiert

ineinander zu stapeln. Das heißt ein oberer Kasten kann im

Bereich der Flaschenhälse eines darunter befindlichen Kastens

„versenkt“ bzw. „genestet“ werden (siehe Abbildung 1). Wichtig

hierbei ist: Der obere Kasten steht nicht auf den Flaschen

des unteren Kastens, sondern auf dessen Gefache und – wenn

gewünscht – zusätzlich auf dessen Seitenwänden auf.

Das grundsätzliche Funktionsprinzip des patentierten Flaschenkastens

wird in den gezeigten Abbildungen am Beispiel

eines Getränkekastens zur Aufnahme von standardisierten

0,33 Liter Longneck-Flaschen verdeutlicht. Die erreichbare

„Nesttiefe“ beträgt in diesem speziellen Anwendungsfall im

befüllten Kastenzustand 90 Millimeter, wobei sich im leeren

Kastenzustand durch eine vorherige Drehung eines Kastens

um 180 Grad, das heißt mittels des bewährten Prinzips der

Drehstapelung, sogar eine „Nesttiefe“ von 120 Millimetern

realisieren lässt.

Übliche Getränkekästen zur Aufnahme von 0,33 Liter

Longneck-Flaschen verfügen in den meisten Fällen über die

maximalen Außenabmessungen von 400 mm x 300 mm x

270 mm (Länge x Breite x Höhe). Dabei werden auf einer

Europalette fünf Stapelschichten (Stapelhöhe inklusive Palette


Pack & Log 05/21

circa 1,5 Meter) à acht Kästen pro Stapelschicht

mit je 24 Flaschen pro Getränkekasten

transportiert und gelagert. Hieraus

ergibt sich wiederum eine Anzahl von 40

Kästen pro Europalette, die insgesamt 960

Flaschen aufnehmen können.

Um die Volumenoptimierung umsetzen zu

können, muss im Beispielfall die Flaschenanzahl

pro Kasten zwar von 24 auf 20 Flaschen

reduziert werden, allerdings kann durch die

„Nesttiefe“ von 90 Millimetern die Anzahl

der Stapelschichten pro Palette von den bislang

fünf auf nun sieben erhöht und damit

die Packdichte je Europalette gegenüber

vorhandenen Flaschenkästen grundlegend

verbessert werden (siehe Abbildung 2). In

Zahlen bedeutet dies: Es lassen sich insgesamt

56 Kästen mit 1.120 Flaschen pro

Europalette transportieren und lagern. Das

sind 40 Prozent mehr Kästen und rund

17 Prozent mehr Flaschen. Noch höher ist

das Optimierungspotenzial im Leerzustand

der Kästen, da sich durch die „Nesttiefe“ von

120 Millimetern hier sogar 64 Kästen pro

Palette stapeln lassen, was einem Zuwachs

Abbildung 2: Verbesserte Packdichte

im Vergleich zu üblichen

Flaschenkästen

von 60 Prozent entspricht. Hierbei beträgt

die Stapelhöhe inklusive Palette weiterhin

jeweils rund 1,5 Meter und die genannten

maximalen Außenabmessungen bestehender

Kästen werden ebenfalls eingehalten.

Somit wird eine vollständige Kompatibilität

des neuen Kastens zu vorhandenen Kästen

mit einem Grundmaß von 400 mm x 300

mm sichergestellt (siehe Abbildung 3).

Das dargelegte neuartige Flaschenkastenkonzept

lässt sich auf eine Vielzahl weiterer

Flaschengrößen, Getränkearten et cetera

oder auch auf weitere Kastenformate übertragen.

Beispielsweise ist auch ein Kasten

mit einem Grundmaß von 600 mm x 400

mm denkbar. Dieser könnte als sogenanntes

„Leergut-Ersatzgebinde“ an der Schnittstelle

zwischen dem Einzel- und dem Fachgroßhandel

zum Einsatz kommen und hier die

Effizienz und Qualität bei der Handhabung

von Einzelflaschenüberhängen steigern. Im

Vergleich zu den an dieser Prozessschnittstelle

oft verwendeten „Trays“ zur Leergut-

Rückführung weist der „nestbare“ Flaschenkasten

– zusätzlich zur Volumenoptimierung

bei Leerguttransporten – nämlich den entscheidenden

Vorteil auf, dass ein oberer

Kasten nicht auf den Flaschen des unteren

Kastens aufsteht. Dadurch verbessert sich

vor allem die Stabilität beim Stapeln.

Letztendlich ergeben sich aufgrund der

durch den volumenoptimierten Flaschenkasten

möglich werdenden effizienteren

Nutzung des im Rahmen der Getränkelogistik

verfügbaren Transport- und Lagervolumens

entlang der gesamten Logistikkette

unter anderem die folgenden wesentlichen

betriebs- und volkswirtschaftlichen Vorteile

bzw. Nutzenpotenziale: Transportkostenund

Lagerplatzeinsparungen, Reduzierung

von CO 2

- und Feinstaubemissionen, Einsparung

natürlicher Ressourcen sowie Entlastung

der Verkehrsinfrastruktur. [pl]

Fotos: bekuplast

Abbildung 3: Vollständige Kompatibilität

zu bestehenden Flaschenkästen

1. De Pooter, Tinne (2018): Ein Hightech Marketing-

Tool – Wiederverwendbare Getränkekästen. In:

Getränkeindustrie, Heft 6/2018, S. 26-27

2. pro-K Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte

aus Kunststoff e. V. (2016): Kubi. URL:

https://pro-k-award.de/kubi/, Abruf: 07.05.2021

3. Niebur, Thomas (2017): Getränke-Mehrweg –

Kostentreiber Individualität. In: Standards, Heft

3/2017, S. 18-19


Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Flexible Lösung für

kompromisslose Qualität

Lohnfertiger bürgen für ihre Kunden. Umso entscheidender ist, dass die Qualität stimmt – bei den Produkten ebenso

wie bei der Verpackung. Gerade bei Hygieneprodukten dürfen Hersteller sich keine Kompromisse erlauben.

Der österreichische Produzent Rauscher, ein Hersteller für Markenprodukte und Private-Label-Tampons, verließ

sich beim Kauf einer neuen Verpackungsmaschine daher auf Schubert. Mit intelligenter Robotertechnik bietet die

Anlage höchste Flexibilität und rüstet den Hersteller für alle Anforderungen, die die Zukunft bringen kann.

Was Sicherheit und Schutz bietet,

soll auch sicher geschützt verpackt

sein – besonders, wenn es

um Wohlbefinden und persönliche Hygiene

geht. Rauscher, ein österreichischer Anbieter

von Damenhygieneprodukten mit

jahrzehntelanger Tradition und Erfahrung,

stellt Tampons sowohl als Marke als auch

als Private Label her und legt daher besonders

viel Wert auf exzellent verpackte

Qualität. Schließlich bürgen die Produkte

für den Namen zahlreicher Abnehmer auf

der ganzen Welt.

Private-Label-Produkte für den

Weltmarkt. Healthcare-Produkte mit

europäischer Qualität sind global gefragt

– das spürte auch Rauscher immer stärker.

Die Tampons des Herstellers erfüllen alle

Ansprüche an Qualität und Komfort, werden

nach nationalen und internationalen Standards

produziert und sorgfältig gynäkologisch

getestet. Für jedes Label können sie vielfältig

individuell angepasst werden. Beständiges

Wachstum machte für die Produktion von

Tampons verschiedener Größen im Frühjahr

2019 eine zweite Verpackungsanlage

notwendig. Aufgrund positiver Erfahrungen

aus einem früheren Projekt entschloss sich

das Team des technischen Leiters Karl-

INFObox

Seit 1950 stehen Tampons von Rauscher für

Sicherheit und Hygiene. Das österreichische

Unternehmen entwickelt sein Sortiment an Hygieneprodukten

seitdem konsequent weiter.

Produkte für Pflege und Erste Hilfe ergänzen

das Angebot, das auch Private-Label-Kunden

zur Verfügung gestellt wird: Wattestäbchen,

Heftpflaster, Binden und Tampons werden so

unter zahlreichen Markennamen vertrieben.

Der österreichische Anbieter Rauscher stellt Tampons sowohl als Marke als auch als

Private Label her und legt daher besonders viel Wert auf exzellent verpackte Qualität

Heinz Posch und des Produktionsleiters

Ernst Pötsch schnell, wieder auf Schubert

zu vertrauen: Der TLM-Anlagenexperte aus

Crailsheim hatte Rauscher bereits 2006 mit

einer Anlage ausgestattet, die die anspruchsvollen

Erwartungen der Österreicher erfüllte.

Für jedes denkbare Format

gerüstet. Den Ausbau wollte man allerdings

für deutlich mehr als die bloße

Erhöhung der Kapazität nutzen. „Bei dem

neuen Projekt stand für Rauscher die größtmögliche

Flexibilität des Verpackungsmaterials

im Mittelpunkt“, erklärt Jonas Müller,

Sales Manager bei Schubert. Verschiedenste

Verpackungsmaterialien sollte die Maschine

verarbeiten können: edle Schachteln mit

empfindlichem Soft-Touch-Lack ebenso wie

nachhaltige Kartons aus Graspapier oder

Sonderausführungen wie Schachteln mit

Sichtfenster. „Selbst an Variationen wie

Geschenkverpackungen oder besondere

Weihnachtseditionen haben die Projektverantwortlichen

gedacht“, erinnert sich Müller.

Auch bei den Verpackungsgrößen war Flexibilität

gefragt: Rauscher forderte die Option für

Schachteln mit einer Grundfläche für 4, 5, 6

und 7 Tampons. Zudem war dem Unternehmen

daran gelegen, dass ein Formatwechsel

schnell und mit wenig Personal vonstattengehen

soll. Entsprechend leicht mussten die

individuellen Formatwerkzeuge designt sein.

„Und möglichst wenige Wechselteile sollten

es natürlich außerdem sein“, ergänzt der

Sales Manager. „Zusammengefasst mussten

wir also eine Anlage bauen, die sehr hohe

Flexibilität bei sehr hoher Leistung bietet.“

Robotergestützte Lösung mit

flexiblem Transmodul. Für das

Schubert-Projektteam um Jonas Müller war

das genau die richtige Herausforderung.

Nach sorgfältiger Planung und Entwicklung

übergab er das Anlagendesign, das schnell

überzeugte. Ein gutes Jahr nach den ersten

Gesprächen wurde die TLM-Anlage

im Sommer 2020 bei Rauscher installiert.

Die robotergestützte Lösung besteht aus


Pack & Log 05/21

drei Gestellen, in denen die Verpackungen

aufgerichtet, befüllt und verschlossen werden.

Alle Prozessschritte werden durch

das Transmodul, den Transportroboter von

Schubert, flexibel und effizient miteinander

verbunden. „Das Transmodul ist eine der

Voraussetzungen dafür, dass die Anlage diese

Vielfalt an Verpackungsformaten überhaupt

so effizient und mit einer so hohen Leistung

verarbeiten kann“, unterstreicht Müller.

Im ersten Gestell der Verpackungsmaschine

richten drei Roboter flache Zuschnitte zu

komplexen Faltschachteln auf: Ein F3-Roboter

entstapelt bei jedem Takt vier Zuschnitte

gleichzeitig aus dem Magazin und übergibt

sie an einen F2-Roboter. Dieser setzt die

Schachtelzuschnitte zum Aufrichten und

Verschließen der Schachtelböden in Faltkästen.

Die vier aufgerichteten Schachteln

entnimmt ein weiterer F2-Roboter dann von

der anderen Seite aus den Faltkästen und

setzt sie auf ein Transmodul.

Sicheres Handling von Produkt

und Verpackung. Gleichzeitig werden

die in Folie gewickelten Tampons zweispurig

der Anlage zugeführt. „Zwischen Produktion

und unserer Verpackungsanlage kümmern

sich zwei Zentrifugen darum, die als

Schüttgut unsortiert vorliegenden Tampons

zu vereinzeln“, erklärt Jonas Müller den

Zwischenschritt. Über zwei Gruppierketten

gelangen die Hygieneprodukte dann

flachliegend und korrekt ausgerichtet in die

Füllstation. Unabhängig von Größe und Art

der Tampons kommt bei dem Füllroboter im

zweiten Gestell immer das gleiche Saugwerkzeug

zum Einsatz. „Damit haben wir den

Aufwand beim Formatwechsel erheblich

reduziert“, betont Müller. Zum Befüllen

nimmt der Roboter 32 Tampons auf, fährt

sie in Gruppen von je acht Stück zusammen

und setzt sie lagenweise in die Schachteln,

wobei er sich jeweils abwechselnd aus den

beiden Gruppierketten bedient.

Insgesamt drei

Roboter sorgen dafür,

dass der anspruchsvolle

Vorgang des

Schachtelaufrichtens

sicher und zuverlässig

ausgeführt wird

Sind die Schachteln fertig befüllt, wird im dritten

Gestell jede Verpackung um ein wichtiges

Detail, nämlich die Gebrauchsinformation

für Kundinnen, ergänzt. Auch das ist ein

komplexer Vorgang mit drei Robotern: Ein

F3-Roboter entnimmt jeweils vier Gebrauchsinformationen

aus einem Magazin und übergibt

sie an einen F2-Roboter, der sie in die

Schachteln legt. Danach unterstützt derselbe

F2-Roboter beim Verschließen der Deckel: Er

zieht die vordere Seite jeder Packung mithilfe

von Saugern leicht nach vorn, damit ein

weiterer F2-Roboter die Deckel der Schachteln

innen einstecken kann. „So können wir

sicher gewährleisten, dass jede Schachtel

ordnungsgemäß verschlossen wird“, erklärt

Jonas Müller. Nach dem Verschließen werden

die Schachteln aus der Anlage transportiert.

Höchstleistung bei komplexen

Vorgängen. Trotz dieser anspruchsvollen

Prozesse verpackt die Anlage bis zu 930

Tampons pro Minute in zwölf verschiedene

Schachtelformate. Grundsätzlich teilen sich

die zur Verfügung stehenden Verpackungsgrößen

in vier unterschiedliche Grundflächen

auf, die jeweils in drei Höhen ausgeführt

werden. „Um den Formatwechsel so einfach

wie möglich zu machen, verwenden wir pro

Grundgröße aber nur einen einzigen Faltkasten,

der unterschiedliche Höhen verarbeiten

kann“, sagt Müller. Die Werkzeuge für diesen

Prozessschritt werden auf der zweiten Ebene

gewechselt – so sind sie kleiner, einzeln

wechselbar und viel leichter zu tauschen. Ein

Wechsel kann dank dieser Details in weniger

als 20 Minuten vorgenommen werden.

Bajonettverschlüsse sorgen dafür, dass alle

Bauteile sicher sitzen.

Zukunftssichere Optionen für

weitere Verpackungsvarianten.

Um Rauscher für alle Eventualitäten zu rüsten

und möglichst viele Kundenwünsche

befriedigen zu können, hält die Verpackungsmaschine

auch eine Option für eine Erweiterung

der Formate bereit: Bei Bedarf kann der

Markenproduzent auf der TLM-Anlage auch

Schachteln mit Stückzahlen von vier bis 80

Tampons verpacken. So ist die Verpackung

in Großpackungen ebenso möglich wie in

kleine Reisegrößen oder Giveaways. Auch

bei dieser enormen Flexibilität erreicht die

Anlage einen bestätigten Wirkungsgrad von

97 Prozent. Die Lösung hat Rauscher überzeugt:

„Mit der neuen Verpackungslinie sind

wir für die Zukunft bestens gerüstet“, lautet

das Fazit des technischen Leiters Karl-Heinz

Posch. „Sie bietet uns genau die Flexibilität,

die wir gefordert haben – und das bei bester

Leistung.“

[pl]

Fotos: Gerhard Schubert GmbH

Flexible Hochleistungsanlage: In drei Gestellen werden die Tampons in

Schachteln mit allen erdenklichen Formaten verpackt

Factbox

• Leistung von 930 Produkten pro Minute

• 12 verschiedene Formate

• Effizienz von 97 Prozent

• Nur ein Füllwerkzeug für alle Formate

• Transmodul im Einsatz


Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Gefaltet, nicht geschüttelt

MOVI-C ® automatisiert Kartonzuschnitt

mit integriertem Produktschutz

Für den Bereich Möbel stellt Wächter

Anlagen her, die Einzelteile verpacken –

von Losgröße 1 bis zur Serienfertigung.

Die Bewegungsabläufe werden dabei

durch Komponenten aus dem Automatisierungsbaukasten

MOVI-C ® von

SEW-EURODRIVE gesteuert

Foto: Wächter

Wenn man eine Verpackung sinnvoll faltet, lässt sich wirksam verhindern, dass der Inhalt durchgeschüttelt wird.

Diese Grundidee verfolgt Wächter Packautomatik mit ihrem neuen Kartonfalter. Die komplexen Bewegungsabläufe

dieser Maschine werden durch Komponenten aus dem Automatisierungsbaukasten MOVI-C ® von SEW-

EURODRIVE gesteuert. Neben dem besseren Produktschutz erzielt der Anlagenbauer auch Kostenvorteile für

seine Kunden. Vor allem jedoch kann er den Einsatz von Plastik bei Verpackungen reduzieren.

Mit der neuen Verpackungsverordnung

vom 1. Jänner 2019 sind

die Anforderungen an die Produktverpackung

gestiegen. Nachhaltige

Lösungen und umweltschonende Technologien

sind gefragt. Verpackungsmaterial

aus Plastik soll möglichst vermieden werden.

Parallel zu dieser Tendenz zu mehr

Nachhaltigkeit kann man speziell in der

Möbelindustrie einen weiteren Wandel

beobachten. Angetrieben durch steigende

Lohnkosten bzw. mangelnde Verfügbarkeit

von Arbeitskräften fordert der Markt

Konzepte für automatisierte Verpackungslösungen

im Allgemeinen und mit hohem

Produktschutz im Speziellen.

Der Sondermaschinenhersteller Wächter

Packautomatik GmbH & Co. KG ist ein traditionsreiches,

familiengeführtes Unternehmen

mit Sitz in Bad Wünnenberg-Haaren (bei

Paderborn). 1975 als Zwei-Mann-Betrieb

gegründet, entwickelte sich die Firma in

wenigen Jahrzehnten zu einem Spezialisten

im Bereich der Endverpackung. Technische

und wirtschaftliche Herausforderungen in

diesem Zeitraum meisterte sie flexibel und

von Heiko Füller, Leiter Marktmanagement,

SEW-EURODRIVE

zuversichtlich. Das trug ebenso zur Erfolgsgeschichte

bei wie der Qualitätsanspruch

„Made in Germany“, für den die international

agierende Firma mit heute ca. 200 engagierten

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern steht.

Von LosgröSSe 1 bis zur Serie. Dass

Wächter als Spezialist im Bereich des Endof-Line-Packaging

komplexe Verpackungslinien

für unterschiedlichste Produkte und

Branchen baut, ist in der Fachwelt bekannt.

Ein Novum dagegen ist, dass die Firma im

Bereich Möbel Einzelteile verpackt – von

Losgröße 1 bis zur Serienfertigung. Bei diesen

Konzepten haben die Kartonzuschnitte

einen integrierten Produktschutz, der beim

Faltvorgang geformt wird. Dadurch ist das

Produkt von allen Seiten geschützt und es

sind keine weiteren, einzulegenden Verpackungsmaterialien

erforderlich. So wird eine

deutliche Verkleinerung des ökologischen

Fußabdrucks dieser Produkte erreicht und

gleichzeitig eine nachhaltige und effiziente

Produktion gefördert.

Wächter kombiniert diese neuen Konzepte

mit seinen skalierbaren und nachhaltigen

Lösungen für einen vollautomatisierten Verpackungsprozess.

Umweltfreundliches Verpackungsmaterial

ist für den Sondermaschinenbauer

eine Grundlage seines Handelns.

Zudem legt das Unternehmen den Fokus

auf eine wirtschaftliche Prozessoptimierung

beim Verpackungsvorgang.


Individuelle Anforderungen.

Bei Mitnahmemöbeln werden diverse

Komponenten in einen Karton verpackt.

Sie unterscheiden sich in Form, Größe,

Gewicht und Material. Typische Inhalte

sind Möbeleinzelteile, Beschläge, Schrauben

usw. Diese Verpackungssituation birgt

laut Wächter zwei Schwierigkeiten und

damit eine notwenige Prozessoptimierung

in sich. Erstens: Jede einzelne Komponente

hat aufgrund ihrer unterschiedlichen Beschaffenheit

individuelle Anforderungen

an das Handling. Zweitens: Durch das Zusammenführen

groß- und kleinformatiger

Inhalte entsteht oft ungenutzter Leerraum,

der mit Füllmaterial ausgelegt wird. Optimierung

kann hier durch einen automatisieren

Packprozess und Prepackaging erfolgen.

Aufgerichtete Kartons werden entlang einer

Straße von Roboterzellen transportiert. Die

einzelnen Zellen werden mit unterschiedlichen

Komponenten beliefert, die Roboter

wiederrum packen diese Komponenten in

den vorbeifahrenden Karton. Kleinteile wie

Scharniere oder Einzelteile mit sensiblen

Oberflächen wie Fronten werden dabei im

Vorfeld separat verpackt. Zusätzlich kann

Vorverpacktes direkt zum Lieferanten gebracht

und erst später mit anderen Komponenten

wieder zusammengeführt werden.

So lassen sich komplexe Verpackungsprozesse

und logistische Vorgänge entzerren

und die Logistikkosten optimieren.

Der Schaltschrank beinhaltet

den MOVI-C ®

CONTROLLER Power,

ein Versorgungsmodul

MOVIDRIVE ®

MDP90A und fünf

Doppelachsmodule

MOVIDRIVE ®

MDD90A. Zusätzlich

wurden Netzdrossel,

Netzfilter und ein

Bremswiderstand

verbaut

Skalierbare Leistung. Ein weiterer

Vorteil dieses Konzeptes von Wächter ist

die Skalierbarkeit der vollautomatisierten

Verpackungsanlage. Der modulare Aufbau

ermöglicht sowohl eine Minimal- als auch

eine Maximallösung – und alle Ausbaustufen

dazwischen. Die Softwarekomponenten des

Automatisierungsbaukastens MOVI-C ® von

SEW-EURODRIVE ermöglichen, diesen modularen

Aufbau auch in der Steuerung fortzusetzen.

Mit passgenauen Softwaremodulen

MOVIKT ® wie dem MultiMotion Camming

(Motion-Funktionalität plus elektronische

Kurvenscheibe) oder Auxiliary Positioning

(Positionierung) können Antriebe über die

Engineering-Software MOVISUITE ® leicht

erweitert und per automatischer Codegenerierung

aktualisiert werden. Der Programmierer

fügt lediglich noch seine passenden

Logikbausteine an definierten Stellen des so

vorbereiteten Programmes hinzu.

Im MOVI-C ® CONTROLLER Power UH-

X85A läuft die gesamte Motion Control

der verbauten Antriebstechnik. Am Beispiel

des Wenders, durch den Produkte im

fließenden Prozess wahlweise gewendet

werden können, zeigt sich die Vielseitigkeit

des MOVIKIT ® MultiMotion Camming. Es

bietet Überlagerungsfunktionen sämtlicher

verfügbaren Fahrprofile bereits standardmäßig

ab Werk. So konnten die Programmierer

der Firma Wächter durch eine geschickte

Überlagerung der Fahrprofile von Fahrund

Drehachse recht schnell die Lösung

realisieren. Mit dem Fahrprofil Camming

lassen sich Antriebe nicht nur in diversen

Variationen ein- und auskuppeln,

sondern der Kurvenverlauf

kann auch „on the

fly“ angepasst werden. Das

alles lässt sich über – bereits

durch SEW-EURODRIVE –

Pack & Log 05/21

vorbereitete Strukturen im PLC-Programm

ansprechen, was den Programmierern bei

Wächter ebenfalls die Arbeit erleichterte.

„Mit dem Einsatz des Automatisierungsbaukastens

MOVI-C ® zeigte sich, dass die

Mitarbeiter von Wächter sehr schnell die

neuen Funktionen und Möglichkeiten der

Engineering-Software MOVISUITE ® und der

eingesetzen MOVIKIT ® -Softwaremodule auf

ihre standardisierten Programmstrukturen

adaptieren konnten“, erläutert Christian Pasing,

Vertriebsingenieur Automatisierungstechnik

bei SEW-EURODRIVE. Besonders

herausgehoben wurde auch die einfache

und schnelle Inbetriebnahme des Antriebsstrangs,

die die Erstinbetriebnahme von

Antrieben erheblich effizienter gestaltet.

Produktive Zusammenarbeit. Mit

Wächter haben die Endkunden des Sondermaschinenbauers

einen Ansprechpartner

für den gesamten Verpackungsprozess, vom

einzelnen Förderband bis zur vollautomatischen

Verpackungslinie. Ähnlich sieht es

mit seinem Automatisierungspartner aus,

der Firma SEW-EURODRIVE. Seit über 13

Jahren begleitet Christian Pasing im Technischen

Büro Dortmund den Kunden Wächter.

In dieser Zeit entstanden immer neue

und interessante Motion-Control-Lösungen

für die Verpackungsanlagen. Er berichtet:

„In regelmäßigen Treffen tauschen wir uns

über neue Funktionen auf Seiten SEW-

EURODRIVE bzw. neue Anforderungen

seitens Wächter aus. So entstand über

die Jahre ein vertrautes Geschäftsklima,

das die Zusammenarbeit ausgesprochen

angenehm, zielorientiert und produktiv

gestaltet.“ Daher wundert es nicht, dass

Pasing resümiert: „Ich freue mich bereits

Baukastensystem

jetzt schon auf die nächsten Anlagen, die

MOVI-C ® wir zusammen realisieren werden.“ [pl]

Fotos: SEW


Aktuell Etikettieren Transportverpackung

Maschinen

Intralogistik

Automatisches Reifelager mit 2.500 Stellplätzen

Tönnies setzt in neuem Rindfleischzentrum auch auf Westfalia-Technologie

2017 übernahm die Unternehmensgruppe Tönnies den Standort Badbergen des Unternehmens Artland Fleisch,

das seit den 60er-Jahren die Fleisch- und Wurstproduktion in der Niedersächsischen Region Artland geprägt hat.

Das international agierende Familienunternehmen Tönnies mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück setzte 2019 weltweit

rund 7,3 Milliarden Euro vorwiegend mit der Schlachtung, Zerlegung, Verarbeitung und Veredelung von

Schweinen, Sauen und Rindern um.

85 Millionen Euro investierte die Gruppe

bis 2020 in Badbergen in ein ausgeklügeltes

System aus Kühltechnologie, maschinengestützter

Zerlegung, Veredelung sowie einen

hochautomatisierten Kommissionier- und

Versandprozess, um dort ihre gesamte Rinderzerlegung

und -Intralogistik zu bündeln.

Sanierung und Neubau starteten 2019.

Bestandshalle rückt ins Zentrum

der Intralogistik. Rund 500

Mitarbeiter leisten bis zu 5.400 Schlachtungen

pro Woche, 95 Prozent des Rindes

werden unter der Marke Tönnies Beef zu

Rinderhackfleisch, Roastbeef oder Steaks

verarbeitet. Wichtiger Baustein ist ein neues

automatisches Reifelager, das der ostwestfälische

Intralogistik-Spezialist Westfalia klug

in einer sanierten Bestandshalle geplant und

trotz Corona-Einschränkungen termingerecht

innerhalb von 5 Monaten realisiert hat.

Seit Juni 2020 wurde das Kühllager befüllt,

Produktion, Lagerung und Versand werden

nun komplett vom Tönnies-Stammsitz

Rheda-Wiedenbrück verlagert.

Mehr als 20 verschiedene Stücke gewinnt

der Zerlegebetrieb aus einem Rind und bedient

damit sehr verschiedene Vorlieben

weltweit: vom mageren Rindfleisch für

deutsche Verbraucher über in Skandinavien

beliebtes Fleisch mit dicker Fettauflage

bis zu in Asien gefragten Innereien. Die

verschiedenen Erzeugnisse gelangen verpackt

in Kisten per Gabelhubwagen aus

der Produktion in das neue, hochmoderne

Reifelager von Westfalia.

Kompaktlager mit niedrigem

AnfahrmaSS. Westfalia, der Borgholzhausener

Spezialist für mehrfachtiefe automatische

Lagersysteme, der wie Tönnies

50-jähriges Jubiläum feiert, spielt die Vorteile

seiner Technologie für das Reifelager mit

2.500 Stellplätzen für palettierte Kisten voll

aus: „Unsere vier Regalbediengeräte haben

sehr niedrige Anfahrmaße“, sagt Stephan

Bruns, Vertriebsleiter Technologien und

Systeme bei Westfalia. „Durch diesen Entwicklungsvorsprung

nutzen wir den Raum

optimal aus. Die Lagerhöhe der oberen Ebene

wird nur im Bereich eines Deckenbinders

der Bestandshalle auf etwa einen Meter

verringert, ansonsten lagern die Paletten mit

Boxen mit jeweils rund 1,8 Metern Höhe pro

Ebene bis unter die Hallendecke.“

Die Regalbediengeräte (RBG) bedienen

drei Ebenen in acht Blöcken und lagern

mehrfachtief bis zu sieben Paletten in einer

Reihe. Ein einziges Gerät greift dabei per

Satellit ® auf die Reihen einer Lagergasse zu.

„Durch dieses von uns konzipierte und über

Jahrzehnte entwickelte Lastaufnahmemittel

ist eine besonders kompakte und energieeffiziente

Lagerung möglich“, so Bruns. Der

Vertriebsleiter hatte die Halle für das 46 mal

50 Meter umfassende sowie 8 Meter hohe

Lager wegen ihrer idealen Lage zwischen

Produktion und Kommissionierung gemeinsam

mit Tönnies vorgeschlagen – mit Erfolg:

„Es gab von Anfang an eine sehr intensive

Konzeptionsphase, die sich jetzt auszahlt.“

Lager und Versand automatisiert.

„Wir haben den kompletten Lagerungs-,

Kommissionier- und Versandprozess

durchleuchtet und die Standards von Tönnies

auf den neuen Standort übertragen“,

erläutert Westfalia-Projektleiter Mathias

Spötter. „Die Boxen mit dem verpackten

Fleisch werden von einem Gabelhubwagen

aus der Produktion bodentief auf den Aufgabehubtisch

gesetzt. Sobald der Bereich über

eine Sicherheitslichtschranke freigemeldet

wird, hebt der Rollenhubtisch die Kunststoff-

und Holzpaletten auf das Niveau der

Förderanlage.“ Im Anschluss durchlaufen

die Paletten eine Konturenkontrolle. Fehlerhaft

beladene Paletten werden unmittelbar

für eine sofortige Abnahme ausgesondert.

Alle konformen Paletten werden in einen

Die Regalbediengeräte überzeugen

durch ein besonders niedriges

Anfahrmaß


Pack & Log 05/21

Fördertechnik-Loop gefördert, der sie je

einer der vier Lagergassen zuführt.

Passgenaue Umschlagleistung

durch Satelliten und doppelte

Rollenbahn. Hier übernehmen die RBG

mit Satellit ® . „Unsere vier Geräte lagern mit

einer Leistung von 34 Doppelspielen pro

Stunde die bis zu einer Tonne schweren

Paletten ein und nach einer gewissen Reifezeit

bei 0 bis 2° C wieder aus“, erläutert

Mathias Spötter.

Die Paletten mit gereiften Produkten werden

an einen Quertransportwagen mit doppelter

Rollenbahn für den Transport von bis zu

zwei Paletten übergeben. Er versorgt je

nach Auftrag die Kommissionierung und

den Versand mit bis zu 100 Ganzpaletten

pro Stunde. Und lagert bei Bedarf kommissionierte

Paletten, die noch nicht verladen

werden, kurzzeitig wieder ein. Alternativ

können die Paletten über Rollenbahnen in

Richtung Not-Abnahme befördert werden.

Sollte der Quertransportwagen etwa zu

Wartungszwecken stillstehen, können auch

Gabelhubwagen den Transport von der Notabnahme

bis zum Versand übernehmen.

Westfalias eigene Warehouse Execution Software

Savanna.NET ® steuert und überwacht

vollständig sowohl die Lagerverwaltung als

auch den Materialfluss dieses hochspezifischen

Prozesses. Es vereint als leistungsfähige

Automatisierungs-Schaltzentrale die

Funktionen eines Warehouse Management

Systems und eines Warehouse Control Systems.

Termingerecht trotz Corona-

Einschränkung. „Wir standen wegen

der Corona-Situation vor einer großen Herausforderung“,

betont Projektleiter Mathias

Spötter. „Externe Dienstleister für den

Regalbau standen plötzlich nicht mehr zur

Verfügung. Bei dem enormen Termindruck

hatten wir mit der Projektierung im eigenen

Haus und eigenen Montagekräften für den

Stahlbau sowie eigenen Servicetechnikern

für die Installation der Anlagen aber einen

überzeugenden Vorteil. Wir konnten das

automatische Reifelager trotz des ersten

Lockdowns termingerecht abliefern.“ Partnerschaftlich

und frühzeitig konzipiert sowie

mit zielsicherem, gut vernetztem Projektmanagement

ging das Lager pünktlich Ende

Juni 2020 in Betrieb – als automatisches

Drehkreuz eines der modernsten Rindfleischproduktions-

und -logistikzentren weltweit.

Kurzprofil. Westfalia gehört zu den

weltweit führenden Herstellern automatischer

Lagersysteme. Als Generalunternehmer

realisieren wir Projekte der Intralogistik

und entlang der Supply Chain.

Unsere Technologien sowie unsere IT- und

Übergabe einer

Palette an eines der

Regalbediengeräte mit

Satellit ®

Ein Fördertechnik-Loop führt die Paletten den vier Lagergassen zu

Steuerungskompetenz setzen wir ebenso

in automatischen Parksystemen ein. Mit

unseren Maschinen und Anlagen werden

wir den unterschiedlichsten Temperaturanforderungen

gerecht. Die Verbindung

der Intralogistik mit der Transportlogistik

kann über unsere automatischen Be- und

Entladesysteme für Lkw erfolgen. Durch

Kundenbetreuung, Instandhaltung und

Modernisierung gewährleisten wir eine

hohe Verfügbarkeit und Langlebigkeit der

jeweiligen Systeme.

[pl]

Factbox

Automatisches Reifelager

• Neubau in einer entkernten Bestandshalle

• Baujahr: 2020

• Realisierungszeitraum: 19. Februar bis

30. Juni

• Lagertyp: Mehrfachtief

• Lagertemperatur: 0 bis 2 ° C (Kühllager)

• Lagerabmessungen: 50 x 46 x 8 Meter

• Regalstellplätze: 2.500

• Ladehilfsmittel: Palette (Holz und Kunststoff)

• Regalbediengerät: 4 x, Höhe ca. 7 m

• Lastaufnahmemittel: Satellit®

• Leistung je RBG (LE/h): 68 (34

Doppelspiele/h)

• Software & IT: Savanna.NET®

• IT Hardware: Terra (Wortmann AG)

Fotos: Westfalia


Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Gabelstapler – Die richtige Zeit

zu automatisieren

Automatisierungsschritte im industriellen Alltag bringen oftmals große Herausforderungen mit sich. Viele Prozesse

sind zwar automatisierbar und bereits in zahlreichen Unternehmen etabliert, aber gerade das Palettenhandling

scheint Probleme zu machen. Dabei können diese ganz einfach mit führerlosen Gabelstaplern, den Global AGVs,

gelöst werden.

„Viele sind sich vielleicht auch noch unsicher,

da Investitionen und Veränderungen

anfangs ungewohnt und neu sind. Die

richtige Zeit das Palettenhandling vollständig

zu automatisieren ist jetzt. Und das ist

keinesfalls eine einfache Floskel, sondern

vielmehr eine globale Realität“, betont

Werner Winter, Geschäftsführer von HtW.

Unvorhersehbare Krisen können gewaltige

Nachbeben in der Wirtschaft auslösen und

dass dies jederzeit der Fall ist, wurde in

den letzten Monaten deutlich spürbar.

Viele Unternehmen sehen sich gezwungen

ihre Preise zu erhöhen, da Rohstoff- und

Lieferketten teilweise verzögert oder gar

unterbrochen sind. Das trifft nicht nur

den Endkunden, sondern auch die Unternehmen

schwer.

Automatisierte Prozesse können hier Abhilfe

schaffen und Unternehmen besser

durch Krisen bringen. Und selbst wenn

sich die Wirtschaftslage wieder stabilisiert

hat, lassen sich mit dem Global AGV

nachhaltig Kosten sparen.

60 Prozent Ersparnis beim Palettentransport.

Vor allem in den

Bereichen Lebensmittel und Logistik können

automatisierte Gabelstapler-Lösungen

sinnvoll sein. Dass sich Automation nicht

nur für globale Konzerne eignet, zeigen

viele Beispiele aus der Praxis. Auch KMUs

können aufrüsten und damit eine effizientere

interne Logistik schaffen.

Im Buch „Die starke Wertschöpfungskette

– so schaffen Sie Wettbewerbskraft“

von Prof. Jan Stentoft wurde dargelegt,

dass das Jahresergebnis um 20 Prozent

erhöht werden kann, wenn Wertschöpfungsketten

im Unternehmen als Strategie

gelebt und fokussiert werden. Allein in

Europa werden in der Industrie mehr als

400 Millionen Paletten verwendet. Eine

enorm hohe Zahl an Paletten und noch

mehr an Zeit, mit dem sich Unternehmen

herumschlagen müssen. Diese Zeit könnte

Arbeitskosten

80 %

Wartung

Treibstoff / Energie

Gabelstapler

Fahrerbetriebener Stapler

durch Automatisierung für komplexere

und wertschöpfende Aufgaben im Logistikprozess

freigesetzt werden.

„Unternehmen müssen in Zukunft aufrüsten,

um global und regional wettbewerbsfähig

zu bleiben. Wir lassen sie nicht im

Regen stehen und beraten sie gerne zu

ihren Möglichkeiten. Der Global AGV

kostet weltweit dasselbe, spart aber ca.

25 Prozent der Stundenkosten einer klassischen

Personallösung. Wir würden das

gerne mit ihnen persönlich durchrechnen

und ihnen so die zahlreichen Vorteile eines

automatisierten Gabelstaplers zeigen“, so

Werner Winter über die Kostenersparnis

durch Automation.

Automatisierung bedeutet

Wettbewerbsfähigkeit. Viele Unternehmen

konnten bereits Erfahrungen

mit dem Global AGV machen und sind

begeistert von den neuen Möglichkeiten,

welche sich mit automatisierten Lösungen

auftun. Dank freigemachter Personalressourcen

und hohen Einsparungen,

konnten Investitionen in die Forschung

Ersparnisse

Wartung

Treibstoff / Energie

Global AGV

Automatisiert geführter Stapler

Betriebskosten

Beschädigungen

Unfälle

Verschleiß

und Entwicklung und in den Kauf neuer

Anlagen getätigt werden. Das bedeutet

kürzere Herstellungszeiten und bessere

interne Prozesse, was wiederum zu höherer

Kundenzufriedenheit und damit zu

mehr Bestellungen führt.

Das Unternehmen „Arla Foods“ in Dänemark

gibt dafür ein gutes Beispiel ab: Der

Milchviehbetrieb suchte eine Lösung für

die Handhabung der Paletten mit Mozzarella.

Laut Allan Poulsen, Teamleiter

im Unternehmen, ist die FTF-Lösung ein

gutes Beispiel für die Zweckdienlichkeit

im gesamten Produktionsfluss. Er hebt

außerdem im Gespräch mit dem Hersteller

„Bila“ hervor, dass fahrerlose Transportfahrzeuge

allein festgelegte Strecken von

A nach B bewältigen können und der

ganze Prozess einfach und unkompliziert

vonstatten geht.

Modelle. „Eine Investition, die sich

also lohnt“, freut sich Werner Winter.

Der Global AGV ist in zwei Varianten

verfügbar. Der wesentliche Unterschied

der beiden Modelle liegt in ihrer Trag-


fähigkeit. Sie beläuft sich beim L14-Modell auf 1.400 kg und

beim L12-Modell auf 1.200 kg. Außerdem ist beim L14 der

Mittenabstand der Gabeln auf 380 mm festgelegt, während

man beim anderen Modell den Mittenabstand zwischen 225

und 640 mm frei einstellen kann.

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kontaktlos, intelligent!

Freie 2D-Produktbewegung

mit bis zu 6 Freiheitsgraden

kg

Schwebende

Planarmover

Skalierbare

Nutzlast

6D

Bewegung

Dynamisch

mit bis zu 2 m/s

Foto: Global AGV

Individueller

Produkttransport

Beliebiges

Anlagenlayout

Der Global AGV ist in zwei Varianten verfügbar: Das Modell

L14 (Bild) verfügt über eine Tragfähigkeit von 1.400 kg und der

L12 über 1.200 kg

Daher eignet sich der AGV L14 bei der Handhabung von

EUR-Paletten an der kurzen Seite und sein Bruder, der AGV

L12 bei der Handhabung von US-, UK und SEA-Paletten.

Informieren und Zeit sparen. „Für alle Interessierten

ist immer ein Kontingent an Vorführ- und Testgeräten vorhanden“,

freut sich Werner Winter. „Wir beraten unsere Kunden

gerne persönlich vor Ort unter der Einhaltung geltender Sicherheitsmaßnahmen

oder virtuell via Teams in entspannter

Atmosphäre.“

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XPlanar eröffnet neue Freiheitsgrade im Produkthandling: Frei schwebende

Planarmover bewegen sich über individuell angeordneten Planarkacheln

auf beliebig programmierbaren Fahrwegen.

Individueller 2D-Transport mit bis zu 2 m/s

Bearbeitung mit bis zu 6 Freiheitsgraden

Transport und Bearbeitung in einem System

Verschleißfrei, hygienisch und leicht zu reinigen

Beliebiger Systemaufbau durch freie Anordnung der Planarkacheln

Multi-Mover-Control für paralleles und individuelles Produkthandling

Voll integriert in das leistungsfähige PC-basierte Beckhoff-Steuerungssystem

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Machine Learning, Vision, Communication, HMI)

Branchenübergreifend einsetzbar: Montage, Lebensmittel, Pharma,

Labor, Entertainment, …


Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Stäubli WFT produziert die reinraumtauglichen

Fahrzeuge in einer

separaten Halle unter Sauberraumbedingungen

Fotos: Stäubli WFT GmbH

FTS für Reinraum-Anwendungen

Fahrerlose Transportsysteme erobern neue Einsatzfelder

Noch haben Fahrerlose Transportsysteme für den Reinraum Exoten-Status. Doch der

Markt wächst. Ob in der Halbleiterproduktion, im Pharmabereich oder der Medizintechnik

– FTS können den Materialtransport in sensiblem Produktionsumfeld revolutionieren,

wie erste Anwendungsbeispiele zeigen.

Staub, Pollen, Schwebstoffe, Aerosole…:

In einem einzigen Kubikmeter

gesunder und vermeintlich sauberer

Bergluft kann man rund 10 Millionen

Fremdpartikel messen. In der Halbleiterfertigung

sowie in der Pharmaproduktion

hingegen sind es je nach ISO-Reinraumklasse

nur 20 oder 30 Teilchen in µm-

Größe. Nötig ist das, weil jeder einzelne

Partikel die Funktion eines Mikrochips

oder die Wirkung einer Medikamentendosis

beeinträchtigen kann – was nicht überrascht,

wenn Strukturgrößen von unter

100 nm – das ist etwa ein Tausendstel des

Durchmessers eines menschlichen Haars

– das „Maß der Dinge“ bei der Halbleiterfertigung

sind.

Der Reinraum-Markt wächst –

auch für FTS. Dabei wächst der Markt

für zahlreiche Produkte, die im Reinraum

gefertigt werden – man denke nur an Wafer

und Mikrochips, die in jedem Smartphone,

jedem Auto und fast jedem Haushaltsgerät

zum Einsatz kommen, oft in Kombination

mit weiteren sensiblen Bauteilen wie Displays

oder Touch Screens.

Weil die Sauberkeit in diesem Bereich so

wichtig ist, werden bereits die Anlagen für

die Produktion der Halbleiter im Reinraum

gefertigt. Und da die kompletten Anlagen

zum Beispiel für das Bedrucken der Wafer

(Lithographie) mehr als 100 Tonnen

wiegen können, muss auch ein „sauberer“

innerbetrieblicher Transport der Anlagenkomponenten

gewährleistet sein. Für diese

Aufgabe hat Stäubli WFT in Kooperation

mit zwei namhaften Herstellern von Halbleiter-Produktionsanlagen

Schwerlast-FTS

mit Tragkräften bis 24 Tonnen entwickelt.

Der Hauptgrund für den Einsatz von FTS ist

ein anderer als in der Automobilindustrie

und weiteren Bereichen, die diese Technologie

schon intensiv nutzen. Es geht hier nicht

um eine Kontinuität und Automatisierung

der Prozesse. Vielmehr reduziert man mit

den FTS den Einsatz von Personal, das im

Reinraum immer eine potenzielle Kontaminationsquelle

darstellt. Weil das FTS niemals

den Produktionsbereich verlässt, trägt es

keine noch so feinen Verschmutzungen

ein. Und: Hallenkrane sind aufgrund des

möglichen Abriebs keine Option in der Reinraumproduktion.

Deshalb müssen schwere

Anlagen und ihre Komponenten flurgebunden

transportiert werden – zum Beispiel mit

fahrerlosen Plattformwagen.

Eigener Produktionsbereich für

Reinraum-FTS. Stäubli WFT hat für dieses

wachsende Geschäftsfeld einen eigenen

Produktionsbereich aufgebaut – zunächst

als einfaches Zelt in der Fertigung, jetzt als

eigenständige „Sauberraum-Produktion“ in

einer separaten Halle. Dabei war die Schaffung

der räumlichen Voraussetzungen noch

relativ überschaubar im Vergleich zu dem

intensiven Konstruktionsaufwand, der in

der Entwicklung reinraumtauglicher FTS

samt Auswahl und Qualifizierung geeigneter

Materialien und Komponenten steckt.

Wie tief die Prüfungen ins Detail gehen,

zeigen zwei Beispiele. Dazu Elena Baunoch,

Projektleiterin Stäubli WFT: „Die Ummantelungen

von elektrischen Leitungen müssen

oberflächenbehandelt, d.h. getempert,

oder aber abgedeckt werden, zum Beispiel

durch reinraumgeeignete Faltenbälge oder

Schrumpfschläuche. Und weil beim Lösen

und Verbinden jeder Schraubverbindung

Abrieb entstehen kann, müssen wir auch hier


Pack & Log 05/21

zugelassene Werkstoffe verwenden oder jede

Materialkombination aufwändig prüfen.“

Mit diesen Prüfungen sowie den zugehörigen

Dokumentations- und Abstimmungsarbeiten

war bei den ersten beiden Reinraum-FTS-

Projekten ein Mitarbeiter sechs Monate lang

beschäftigt – für die komplette Arbeitszeit.

Dass sich dieser Aufwand auszahlen wird,

davon ist Jan Louwen, Global Head of AGV

bei Stäubli WFT überzeugt: „Wir sind jetzt

nicht nur fertigungstechnisch, sondern auch

von der Organisation und vom Know-how

her so weit, dass wir Folgeprojekte mit sehr

viel geringerem Aufwand und kürzeren

Durchlaufzeiten abarbeiten können.“

Auch die Mitarbeiter in der separaten, durch

eine Personen- und Materialschleuse abgetrennten

Sauberraum-Fertigung haben die

Routine entwickelt, unter den sehr speziellen

Bedingungen diese anspruchsvollen FTS zu

bauen – in Sauberraum-Bekleidung und mit

sauberraumtauglichen Werkzeugen.

Die Fertigung von Reinraum-FTS stellt hohe Ansprüche an den

Sauberkeitsgrad in der Produktion

Folgeaufträge für die ersten

Reinraum-Schwerlast-FTS. Die ersten

Reinraum-FTS von Stäubli WFT werden

dazu genutzt, bis zu 24 Tonnen schwere

Anlagenkomponenten und -segmente im

Reinraum der Klasse ISO 7 zu verfahren bzw.

von der Komponenten- zur Endmontage zu

transportieren – mit hoher Zuverlässigkeit,

erschütterungsfrei und vor allem ohne den

Eintrag von Verschmutzungen. Die FTS werden

per Funkfernsteuerung bedient. Bei

einem der beiden Kunden können die Steuerungen

von zwei FTS im Master-Slave-Modus

kombiniert werden, so dass ein Fahrzeug

dem anderen folgt.

Aus Anwendersicht bringt das neue Materialflusskonzept

deutliche Vorteile. Der

Beweis: Beide Kunden haben bereits weitere

Schwerlast-FTS bei Stäubli WFT bestellt.

Neue Anwendungsbereiche erschlieSSen.

Im nächsten Schritt wird das

Unternehmen neben der Halbleiterproduktion

neue Einsatzfelder für Reinraum-FTS

erschließen. Jan Louwen: „Wir haben hier

spezielles Know-how und eine Alleinstellungsposition

erworben, die wir in andere

Anwenderbranchen transferieren werden.“

Im Fokus steht dabei auch die Pharmaindustrie.

Hier sind allerdings weniger Schwerlast-

FTS gefragt als vielmehr FTS-Flotten für den

Paletten- und Behältertransport.

Stäubli WFT hat in dieser Branche aber auch

eine andere, nochmals anspruchsvollere

Applikation im Blick. Das mobile Robotersystem

HelMo, für das Stäubli WFT die

Fahr- und Dreheinheit an die Robotics-Kollegen

in Bayreuth liefern, könnte Handling-

Aufgaben in ganz verschiedenen Bereichen

der Pharmaproduktion übernehmen. Auch

hier vermeidet die ´mannlose´ Produktion

unnötige Partikelemissionen und vereinfacht

die Prozesse im Reinraum. Dieses Konzept

wird Stäubli WFT der Branche vorstellen.

Dazu muss der Mobilroboter HelMo nur

noch reinraumtauglich ausgestattet werden,

aber diese Kompetenz ist bei Stäubli WFT

ja bereits vorhanden.

[pl]

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Aktuell Etikettieren Transportverpackung Maschinen

Intralogistik/FTS

Wie Fahrerlose Transportsysteme

zum Game Changer der

Logistikoptimierung werden

Automatisierung in der Logistik ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Es ist in einer wachsenden Zahl von Betrieben

bereits erfolgreiche Realität. Wie Fahrerlose Transportsysteme (FTS) die Lagerlogistik effektiv optimieren

können und wie der Weg hin zu einem automatisierten Materialfluss aussehen kann, präsentierten die Intralogistik-Expert*innen

von STILL auf der Hannover Messe digital unter dem Leitthema „Digital Transformation“. Das

Best-Practice-Beispiel des dänischen Technologiekonzerns Danfoss zeigt dabei anschaulich, wie die Automatisierung

des Produktionslagers in Tinglev mit STILL Transport- und Softwaresystemen zum Game Changer für die

gesamte Produktionslogistik wurde.

Die Vorteile automatisierter Logistikprozesse

sind seit Jahren bekannt.

Ihre Relevanz ist in den

vergangenen Monaten jedoch deutlich gestiegen.

Drängender denn je stehen Digitalisierung,

Flexibilisierung, Verfügbarkeit

und smarte, unabhängige Lagersteuerung

auf der Agenda vieler Unternehmen. Die

gute Nachricht ist: „Alle Voraussetzungen

sind da – von den Technologien über Investitionsmodelle

bis hin zu erfahrenen

Implementierungspartnern“, erläutert

Hubertus Wabnitz, Head of Sales Automated

Solutions. Daher ist oftmals die

Frage „Wie packe ich es an?“ die letzte

Hürde auf dem Weg zu automatisierten

Prozessen. Spezialisten wie STILL mit

einem breiten Portfolio an FTS und intelligenten

Softwareanwendungen sowie

mit langjähriger Expertise und hoher

Beratungskompetenz sind jetzt gefragte

Partner, um Unternehmen auf ihrem Weg

zu effizienten, optimierten Logistikprozessen

zu begleiten. Auf Basis umfassender

Beratung implementiert STILL bereits seit

mehreren Jahren passgenaue Automatisierungslösungen

bei Kunden „Die Beratung

ist entscheidend, um mit den Kunden

das Automatisierungspotenzial ihrer

bestehenden Logistik zu analysieren, ein

sinnvolles Level der Automatisierung zu

definieren und eine technische Grundlage

für ein Automatisierungskonzept zu erarbeiten“,

erklärt Hubertus Wabnitz.

Ohne Hürden zu automatisierten Prozessen

- STILL begleitet Unternehmen

als Partner mit langjähriger Expertise

und hoher Beratungskompetenz auf

ihrem Weg zu effizienten, optimierten

Logistikprozessen

Intelligente Technologie optimiert

Logistikprozesse. Wo FTS

sowohl untereinander als auch in einem

optimalen Zusammenspiel mit manuell bedienten

Fahrzeugen für einen störungsfreien

Materialfluss sorgen, profitieren Unternehmen

in vielfacher Hinsicht. „Produktionskapazitäten

lassen sich massiv steigern und

zuverlässig planen, unabhängig von Tageszeiten

oder Fachkräftemangel. Unter anderem

dank der Zuverlässigkeit und vollständigen

Transparenz der Prozesse können die

Kosten optimiert und in der Folge gesenkt

werden“, erläutert Wabnitz. In Kombination

mit einer Vielzahl an Anschaffungs- und

Leasingoptionen werden Automatisierungsprojekte

so zu Investitionen, die sich für

Unternehmen schnell auszahlen. Das Risiko

von Transportschäden sowie Unfällen sinkt

rapide, die Sicherheit sowie die Arbeitsqualität

der Mitarbeiter*innen steigen.

Best Practice: Erfolgsfaktor

Automatisierung im Produkti-


Pack & Log 05/21

onslager. Wie automatisierte Transportsysteme

zum Game Changer werden

und ganze Produktionsketten optimieren

können, zeigt das Intralogistikprojekt, das

STILL im dänischen Tinglev erfolgreich

umgesetzt hat. Eine Kapazitätserweiterung

durch Zusammenlegung unterschiedlicher

Außenlager mit einer automatischen Lagerhaltung

war das Ziel des Technologiekonzern

Danfoss. Das Lager sollte zudem

flexibel in Hinblick auf die Anforderungen

der Zukunft ausgerichtet werden. Neben

Kapazitätssteigerung und Skalierbarkeit waren

Zeitersparnis, Raumoptimierung und

Prozessharmonisierung entscheidende Ziele.

Ganzheitliche Automatisierung

mit Weitblick. Nach einer ausführlichen

Beratungs- und Planungsphase implementierte

STILL bei Danfoss eine perfekt

aufeinander abgestimmte Kombination aus

sechs automatisierten Serien-Flurförderzeugen

(drei Schmalgangstapler MX-X und

drei Hochhubwagen EXV) inklusive aller

Systemkomponenten. „Entsprechend den

aktuellen Produktions- und Materialanforderungen

wurde das Lager in einen

vollautomatisierten Bereich mit schmalen

Gängen und einen teilautomatisierten Bereich

mit mehr Raum für die manuelle

Kommissionierung unterteilt“, erläutert

Wabnitz und ergänzt: „Auf Auftragsspitzen

kann flexibel mit einer Aufstockung der

Fahrzeuge reagiert werden.“ Das Lager

Tinglev ist ein echtes Benchmark-Projekt:

In Rødekro erbaut Danfoss gegenwärtig

ein modernes Distributionszentrum mit

derselben Technologie von STILL. Es ist

für den automatisierten Betrieb von zwölf

MX-X Schmalgangstaplern und fünf EXV

Hochhubwagen ausgelegt.

Smarte Technologien für Steuerung,

Optimierung und Sicherheit.

Alle Fahrerlosen Transportfahrzeuge

(FTF) sind mit dem standardisierten iGo

systems Automatisierungskit ausgestattet.

Eine Modultechnologie, die nahezu für alle

Anwendungen gleich ist. Die FTF werden

in den gleichen Werken gefertigt wie die

manuellen Serienfahrzeuge. Da die meisten

Komponenten ähnlich sind, ist es möglich,

die Serienfahrzeuge mit einer sogenannten

Automatisierungsschnittstelle auszustatten,

auf die die Automatisierungsmodule aufgesteckt

werden können. Damit sich die

Fahrzeuge im gesamten Lagerbereich selbstständig

bewegen können, greifen verschiedene

Navigationstechnologien ineinander.

Für die Zukunft bestens gewappnet: Das neue Produktionslager von Danfoss im

dänischen Tinglev überzeugt mit bedarfsgerechter Projektautomatisierung und

smarten, KI-gestützten Tools. Damit ist es ein echtes Benchmark-Projekt

Mit STILL iGo insights und dem zusätzlich

integrierten Sicherheitssystem ELOshield ist

die fahrerlose Transportlogistik bei Danfoss

zudem mit zwei weiteren innovativen Technologien

ausgestattet. Mit iGo insights bietet

STILL ein auf künstlicher Intelligenz (KI)

basierendes Werkzeug, das aus der Fülle der

in der Cloud gesammelten Prozessinformationen

Zusammenhänge herausfiltert, aus

denen konkrete Handlungsempfehlungen

abgeleitet werden können. So kann Danfoss

die Verfügbarkeit und Leistungseffizienz der

Anlage weiter optimieren. Das intelligente

Tool nutzt das Prinzip des maschinellen Lernens,

um die Systemleistung zu verbessern.

Alle Daten, die das Leitsystem über einen

längeren Zeitraum gesammelt hat, werden

zur Auswertung in die Cloud hochgeladen

und können jederzeit online über das verschlüsselte

Webportal abgerufen werden.

Das ELOshield-System besteht aus mehreren

Komponenten, die über Funk miteinander

kommunizieren und zusammen

das All-in-One-Warnsystem bilden. Trifft

ein automatisiertes Flurförderzeug auf einen

Fußgänger, erkennt das fest installierte

Modul das herannahende Hindernis. Es

wird ein optisches und akustisches Signal

gegeben. Im Gefahrenfall wird der Stapler

sogar abgebremst. Jedem Stapler wird beim

Ein- und Ausfahren in die Gänge automatisch

eine Geschwindigkeitsanpassung

zugewiesen. Das Betreten von Gängen, in

denen kommissioniert wird, ist den FTS

untersagt.

Gemeinsam die Zukunft gestalten.

Schon jetzt ist Danfoss mit seinem

Automatiklager sehr zufrieden. „Eine erste

Analyse ergab bereits eine Kosteneinsparung

von circa 20 Prozent“, resümiert Martin

Jessen, Production Supervisor im Danfoss-

Lager in Tinglev. Hinzu kommt eine erhebliche

Zeitersparnis, was die Belieferung

der Produktion an fünf Tagen die Woche

alle drei Stunden sicherstellt. „Mit dem

Full-Service-Leasing haben wir zudem für

die nächsten sechs Jahre die Lagerhaltungskosten

immer im Blick“, ergänzt er. Ein

weiteres Projekt mit STILL als Automatisierungspartner

ist bereits in der Planung.

Kurzprofil. STILL bietet maßgefertigte innerbetriebliche

Logistiklösungen und realisiert

das intelligente Zusammenspiel von Gabelstaplern

und Lagertechnik, Software, Dienstleistungen

und Service. Was Firmengründer

Hans Still 1920 mit viel Kreativität, Unternehmergeist

und Qualität auf den Weg brachte,

entwickelte sich schnell zu einer weltweit

bekannten und starken Marke. Heute sind

rund 9.000 qualifizierte Mitarbeiter*innen

aus Forschung und Entwicklung, Produktion,

Vertrieb und Service daran beteiligt, die

Anforderungen der Kunden*innen überall

auf der Welt zu erfüllen.

[pl]

Fotos: STILL


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Fotoredaktion: Doris Meixner

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