Vital Plus 06/21 Haller Tagblatt

suedwest.presse

NR. 12 | MAI 2021

1

Vital Plus

MAGAZIN FÜR GESUNDHEIT

UND WELLNESS

Mit Schwung

in den Sommer

Anregungen für ein

effektives Workout

mit dem E-Bike. Seite 10

ERNÄHRUNG

Leicht, frisch, scharf –

so schmeckt uns die

heiße Jahreszeit.

Seite 6

HAUSAPOTHEKE

Frühjahrsputz im

Arzneischrank – Medikamente

jährlich überprüfen.

Seite 16

RÜCKENSCHMERZEN

Wer regelmäßig aktiv ist,

stärkt die Wirbelsäule – Tipps

für mehr Bewegung im Alltag.

Seite 22


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EDITORIAL 3

Inhalt

Editorial

So schmeckt

uns der

Sommer

Kalte Suppen, saftige

Melonen und knackige

Salate sind ideal bei

heißen Temperaturen.

Seite 6

04 Beschwingt in den

neuen Tag

Diese zehn leichten Übungen

helfen dabei, den Kreislauf

anzuregen.

11 Der Hype um das

Faszientraining

Bewegungsmuffel sollen

vom Sport mit der Schaumstoffrolle

profitieren.

Impressum

Sport in der

Schwangerschaft

Warum es sich lohnt, aktiv

zu bleiben. Seite 18

14 Oft zählt jede

Sekunde

Im Notfall sollte man die

wichtigsten Rufnummern

schnell zur Hand haben.

20 Heute schon

genug bewegt?

Wer im Job lange steht und

viel auf den Beinen ist, sollte

für Ausgleich sorgen.

Bräune –

wie von

der Sonne

geküsste

Haut

Seite 12

24 Jetzt schon an den

Ernstfall denken

Personen- und Vermögenssorge

sollten rechtzeitig abgesichert

werden.

26 Kleiner Blutsauger,

große Gefahr

Wo lauern Zecken, wie kann

man sich schützen und was

ist nach dem Biss zu tun?

„Alles neu,

macht der Mai . . .

. . . macht die Seele frisch und

frei.“ Über keinen Monat gibt es

so viele fröhliche Lieder wie

über den Wonnemonat. „Lasst

das Haus, kommt hinaus! Windet

einen Strauß!“ Und auf kaum

einen Mai passen diese Zeilen so

gut wie auf diesen. Weil die Corona-Impfungen

voranschreiten

und die Inzidenzzahlen zurückgehen,

sehen wir die Freiheit als

Lichtstreif am Horizont. Sattes

Grün, bunte Blütenpracht und

die wärmende Sonne bringen

uns unsere Lebensgeister zurück.

Ob auf dem Fahrrad, beim Joggen

oder Spazierengehen – wir

entdecken die Natur mit neuen

Augen. Bewegung tut der Psyche

gut, entlastet aber auch die Wirbelsäule.

Wer im Job lange stehen

muss, sorgt für Ausgleich,

indem er mit dem Rad zur Arbeit

fährt. Aber wussten Sie, dass

sich auch E-Bikes für ein effektives

Workout an der frischen

Luft eignen? Und wer der Hitze

im Hochsommer kulinarisch die

kühle Stirn bieten möchte, findet

bei unseren Ernährungstipps

zahlreiche Anregungen. In der

heißen Jahreszeit schmecken

uns nicht nur frische, saftige und

leichte Speisen, sie dürfen auch

gut gewürzt sein. Denn Scharfes

öffnet die Poren, man schwitzt

mehr und dadurch sinkt die Körpertemperatur.

Holen wir uns

die indische oder mexikanische

Küche also einfach nach Hause

– und tun uns dabei gleich doppelt

Gutes.

Alles neu, macht der Mai – Sie

haben es sicher schon bemerkt

– gilt aber auch für das Magazin

VitalPlus selbst. Es kommt in einem

neuen und frischen Layout

daher. Ich hoffe, Sie freuen sich

darüber genauso wie wir.

Verlag & Herausgeber

SÜDWEST PRESSE

Hohenlohe GmbH & Co. KG

Verlagsbetrieb Haller Tagblatt,

Haalstraße 5+7,

74523 Schwäbisch Hall

Anzeigen

Mario Bayer (verantw.),

Ingo Bölz

Redaktion

Heribert Lohr (verantw.),

Adina Bauer, Alisa Grün,

Claudia Linz, Hannah Pompalla,

Julia Weise

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74564 Crailsheim

Claudia Linz

Redakteurin

Südwest Presse Hohenlohe


4

KREISLAUF

8

Beschwingt

in den Tag

FOTOS: CHRISTIN KLOSE/DPA-TMN

Dehnen Jeder hat morgens seine eigene Routine. Sport gehört nicht immer dazu. Dabei

bringt schon wenig recht viel. Zehn leichte Übungen helfen, den Kreislauf anzuregen.

Nach dem Aufstehen

Sport? Zugegeben,

das kostet Überwindung.

Wer sich morgens

aber 10 bis 15

Minuten Zeit nimmt, um mit ein

paar Übungen in den Tag zu starten,

spart sich am Ende vielleicht

sogar den Kaffee – denn auch

Hampelmänner und Co. bringen

den Kreislauf ordentlich in

Schwung.

Zudem sind die Heimübungen

angesichts der wegen der Corona-Krise

geschlossenen Fitnessstudios

und Schwimmbäder eine

gute Alternative, um ohne großen

Aufwand aktiv zu bleiben.

Gerade anfangs sollte man das

aber nicht übertreiben. Es sei

gut, wenn das Herz klopft und

der Puls nach oben geht. „Wenn

man jedoch komplett außer

Atem ist oder eine Bewegung

schmerzt, sollte man eine Pause

machen oder mit der nächsten

Übung andere Muskelgruppen

beanspruchen“, sagt der Sportwissenschaftler

Stephan Geisler.

Eine sportliche Morgenroutine

kann zur Gesundheit und zum

Wohlbefinden beitragen. „Ich

habe nur einen Körper. Wenn ich

ihn nicht gut behandle, dann

habe ich ein Problem“, betont

der Personal Trainer Nikolai

Pourraki, der ein Studio in Ansbach

hat. „Es ist weniger aufwendig,

sich fit zu halten, anstatt im

Nachhinein zu versuchen, den

Körper zu reparieren und

Schmerzen zu lindern.“

Geisler kann nur zustimmen.

„Vor allem im Alter bauen Menschen,

die sich nicht fit halten,

schnell ab“, sagt der Professor

für Fitness und Gesundheit an

der IST-Hochschule in Düsseldorf.

„Wer regelmäßig Sport

macht, der kann noch mit 90

oder 100 Jahren mobil sein.“ Eine

Schlüsselrolle spiele die Kraft.

Die sei schon mit einfachen

Übungen – etwa zehn Mal vom

Stuhl aufstehen – zu trainieren.

Grundsätzlich wirkt sich Sport

in jedem Alter und Trainingszustand

positiv auf die Gesundheit

aus.

Die folgenden zehn Morgenübungen

sollen den Körper lockern,

die Muskeln kräftigen und

den Kreislauf ankurbeln. Sie

können an jeden Fitnesszustand

angepasst und teils variiert werden.

Wer Knieprobleme, einen

Hüftschaden oder Probleme mit

der Wirbelsäule hat, sollte belastende

Übungen überspringen

oder so anpassen, dass sie nicht

wehtun. Bei diversen Vorerkrankungen

ist ein vorheriges Gespräch

mit dem Arzt oder Therapeuten

ratsam.

Pourraki empfiehlt, die Übungen

direkt vorm Frühstück zu

machen. Wer hungrig aufwacht,

sollte erst etwas essen, eine kurze

Verdauungspause machen

und dann loslegen.

1. Kopfnicken: Den Kopf langsam

auf und ab bewegen, dann

nach rechts und links. Häufigkeit:

jeweils 5 bis 8 Mal. Wirkung:

Die obere Wirbelsäule

wird gelockert.

2. Schulterkreisen: Schultern

nach hinten kreisen lassen. Häufigkeit:

10 Mal. Wirkung: Brustwirbel

werden mobilisiert, die

Brust wird gedehnt. Es ist eine

Umkehrbewegung zum Sitzen

am Schreibtisch.

3. Katzenbuckel: In den Vierfüßler-Stand

gehen und zwischen

Katzenbuckel und Hohlkreuz

wechseln, die Positionen

je 4 bis 5 Sekunden halten. Häufigkeit:

10 Mal zwischen den Positionen

wechseln. Wirkung: Die

Lendenwirbel werden bewegt,


KREISLAUF 5

3

1

2

5

die Übung beugt Hexenschuss

und Verspannungen vor.

4. Heraufschauender Hund

und Stellung des Kindes: Vom

Vierfüßler-Stand ausgehend Becken

nach hinten strecken, Arme

vorne lang werden lassen, Stirn

auf den Boden legen. Danach Becken

nach vorne schieben und

ablegen, Oberkörper mit gestreckten

Armen stützen und

nach oben schauen. Jeweils 3 bis

5 Sekunden halten. Häufigkeit: 5

bis 8 Mal zwischen den Positionen

wechseln. Wirkung: Die

Wirbelsäule wird mobilisiert,

die Vorderseite wird gedehnt.

5. Diagonales Arm-Bein-

Heben: Im Vierfüßler-Stand

rechten Arm nach vorne und linkes

Bein nach hinten strecken. 3

bis 5 Sekunden halten. Dann

Knie und Ellbogen so anziehen,

dass sie sich unter dem Bauch

(fast) berühren, danach wieder

strecken. Häufigkeit: 10 bis 15

Mal pro Seite beziehungsweise

pro „Arm-Bein-Paar“. Wirkung:

Die Übung bereitet die Muskelkräftigung

vor und trainiert die

Koordination.

6. Kräftigung mit Squats/Hocke:

In aufrechter Position Füße

hüftbreit stellen. Dann soweit es

geht in die Hocke gehen und diese

Position halten. Fersen dabei

fest auf dem Boden lassen, die

Knie sollten nicht über die Höhe

der Fußspitzen hinausschauen.

Nach 10 Sekunden aufrichten,

Oberkörper nach vorne beugen

und mit den Händen die Füße,

Knöchel oder Schienbeine fassen.

Dann zurück in die Hocke

wechseln. Häufigkeit: 5 bis 8 Mal.

Wirkung: Die Bein- und Rumpfmuskeln

werden gekräftigt, Becken

und Oberschenkelrückseite

mobilisiert und gedehnt.

7. Lunges/Ausfallschritte: Mit

dem rechten Bein nach vorne

treten, das rechte Knie sollte einen

90-Grad-Winkel formen.

Das linke Knie geht in Richtung

Boden, berührt diesen aber

nicht. Nun das Gleichgewicht

finden und den Oberkörper aufrichten.

Dann wieder in die Ausgangsposition

gehen und die Bewegung

mit dem linken Bein

vorne und dem rechten Bein hinten

wiederholen. Die Positionen

flüssig wechseln. Variation: Wer

will, kann bei den Wechseln

springen. Optional kann in den

Ausfallschritten länger verweilt

und der Oberkörper dabei seitlich

aufgedreht werden, indem

man einen Arm nach oben

streckt. Häufigkeit: 10 Mal pro

Bein. Wirkung: Bein- und

Rumpfmuskeln werden gekräftigt

und das Gleichgewicht trainiert.

8. Plank/Unterarmstütz: In

den Vierfüßler-Stand gehen.

Dann in die Liegestützposition

begeben und die Unterarme auf

dem Boden auflegen. Diese Position

so lange wie möglich halten.

Die Ellbogen sollten direkt

unter den Schultern sein, Gesäß

und Bauch sind angespannt, das

Becken hängt nicht durch, sondern

ist ungefähr auf Schulterhöhe.

Variation: Man kann bei

dieser Übung zu Beginn die Knie

aufsetzen. Häufigkeit: 1 bis 5 Mal;

jeweils so lange halten, wie es

geht. Wirkung: Kräftigung des

ganzen Körpers.

9. Jumping Jacks/Hampelmann:

Mit den Beinen nach außen

und innen springen, dabei

die Arme seitlich auf und ab bewegen.

Variation: Wer Knieoder

Hüftprobleme hat, kann auf

der Stelle joggen und die Arme

dazu auf und ab bewegen. Häufigkeit:

20 Mal. Wirkung: Der

Kreislauf wird hochgefahren, die

Ausdauer trainiert und die

Durchblutung gesteigert, auch

Koordination und Motorik werden

gefördert.

10. Auf der Stelle joggen: Entweder

locker joggen oder für

mehr Intensität die Knie hoch

über die Hüften heben. Häufigkeit:

3 Mal 30 bis 60 Sekunden.

Wirkung: Der Kreislauf wird

hochgefahren, die Ausdauer trainiert.


Sophia Reddig, dpa


6

ERNÄHRUNG

So schmeckt

uns der

Sommer

FOTO: RAWPIXEL.COM/SHUTTERSTOCK.COM

Ernährung Kalte Suppen, saftige Melonen und knackige Salate

sind ideal bei heißen Temperaturen. Weniger gut sind deftiger

Schweinebraten, Pommes und Cremetorten. Von Claudia Linz

Deckt der Sommer den

Tisch, können wir

aus einer Vielzahl

von frischen Lebensmitteln

wählen. Gemüse,

Beeren und Obst gibt es

jetzt in Hülle und Fülle. Und das

ist gut so, denn Melonen, Tomaten

und Gurken sind mit ihrem

hohen Wasseranteil genau das

richtige für heiße Tage. Auch

Fruchtsalate mit Nüssen, Pasta

mit Fisch, kühle Gemüsesuppen

und ein erfrischender Erdbeer-Buttermilch-Shake

sind

leicht bekömmlich.

Lieber kleine Portionen

Durch eine bewusste, dem Sommer

angepasste Ernährung ist

die Hitze besser erträglich. Dazu

gehöre, an heißen Tagen lieber

kleine Portionen mit leichten,

wasserreichen Lebensmitteln

auf den Speiseplan zu setzen, rät

Silke Restemeyer von der Deutschen

Gesellschaft für Ernährung.

„Saftiges Gemüse und Obst

erfrischt und versorgt den Körper

mit Vitaminen und insbesondere

Mineralstoffen, deren Reserven

bei Hitze stark beansprucht

werden. Sie sind außerdem

exzellente Durstlöscher, da

sie viel Flüssigkeit enthalten.“

Vor allem der hohe Wasser- und

Mineralstoffgehalt trage dazu

bei, den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt

aufrecht zu halten.

Außerdem enthalte Obst

und Gemüse auch viele Vitamine,

Ballaststoffe und sekundäre

Pflanzenstoffe, erläutert die Ernährungswissenschaftlerin.

„Sie

sättigen gut, sind aber trotzdem

leicht.“

Saftiges

Gemüse und

Obst erfrischt

und versorgt den

Körper mit

Vitaminen

Silke Restemeyer

Ernährungswissenschaftlerin

Gemüse als Fingerfood

Bei der Zubereitung von

Gemüse und Obst seien

der Phantasie und Kreativität

keine Grenzen

gesetzt. Gemüse könne

zum Beispiel als Fingerfood

für zwischendurch

und unterwegs,

als Salat, gekocht und

püriert als Drink oder

kalte Gemüsesuppe genossen

werden. Die Spanier

schwören zum Beispiel

auf ihre bekannte

„Gazpacho“ aus Tomaten, Paprika,

Gurken und Knoblauch.

Und was unter südlicher Sonne

gut tut, kann bei Temperaturen

über 30 Grad hierzulande nicht

schlecht sein. „Gut gewürzte

Sommersuppen auf Basis von

Gemüse helfen, den Wasser-Elektrolyt-Haushalt

an heißen

Tagen zu stabilisieren. Sie

füllen den Wasserspeicher und

enthalten wichtige Mineralstoffe

wie zum Beispiel Natrium,

Kalium, Calcium und Magnesium“,

erklärt Silke Restemeyer.

Außerdem seien sie leicht verdaulich

und entlasteten so den

durch die Hitze belasteten Organismus.

Apropos gut gewürzt: Auch

das können wir uns von den Bewohnern

heißer Länder abschauen.

In Indien und Mexiko

etwa würzt man besonders großzügig,

weil Scharfes die Poren

öffnet, man mehr schwitzt und

so die Körpertemperatur sinkt,

informiert die Barmer Krankenkasse.

Außerdem wirkten viele

scharfe Aromen, wie sie beispielsweise

in Zwiebeln oder

FOTO: JACEK CHABRASZEWSKI/SHUTTERSTOCK.COM

FOTO: IDM


ERNÄHRUNG 7

Gekühlt und

durchgegart

Gesundheit Picknick im Grünen bei

warmem Wetter kann ein Fest für Keime

werden. Diese breiten sich gerne auf rohem

Fleisch und Gemüse oder im Nudelsalat aus.

Lauch stecken, antibiotisch und

desinfizierend. Im Sommer könne

man also ruhig bei Knoblauch,

Chili, Paprika und Pfeffer

kräftig zugreifen. Nur beim Salz

sei Zurückhaltung angesagt, weil

es Wasser im Körper binde und

den Blutdruck erhöhen könne.

Auf den Fettgehalt achten

„Wird an heißen Tagen etwas

schwer Verdauliches, Fettreiches

gegessen, kann dies im Magen

liegen“, erklärt Silke Restemeyer

die Hintergründe. Empfindliche

Personen sollten daher den

Fettgehalt von Lebensmitteln im

Auge behalten. Fettarme Speisen

seien leichter verdaulich und

machen die Sommerhitze so erträglicher.

„Viele Menschen bevorzugen

bei großer Hitze mehrere

kleine Mahlzeiten über den

Tag verteilt“, gibt die Ernährungsexpertin

Tipps. Große Portionen

machten eher müde und

schlapp. Wer auf die eine große

Mahlzeit am Tag nicht verzichten

wolle, sollte sie in die kühleren

Abendstunden verlegen.

Strenge Sauberkeit, richtige Lagerung

und gutes Durchgaren –

das sind die drei Grundregeln

für die Keimausrottung. Werden

Lebensmittel kühl gelagert, haben

viele Keime weniger Chancen.

Bei der Zubereitung wiederum

werden die meisten durch

große Hitze abgetötet. Wer

Fisch, Fleisch, Wurst oder Eierspeisen

zum Picknick mitnimmt,

sollte diese in einer Kühlbox

transportieren, heißt es in der

Zeitschrift „Test“.

Ins Kühle gehören auch leicht

verderbliche Lebensmittel, geschnittene

Salate und geschnittenes

Obst, vor allem Melone.

Der Kühlschrank sollte im Sommer

lieber noch etwas niedriger

als die üblichen 5 bis 7 Grad eingestellt

sein. Außerdem werden

offene Lebensmittel besser abgedeckt

und der Kühlschrank

hin und wieder mit heißem Essigwasser

ausgewischt. Gefrorene

Lebensmittel sollten unverpackt

und gut abgedeckt im

Kühlschrank aufgetaut werden.

Waren Schneidebrett, Messer

oder Teller im Kontakt mit rohen

Lebensmitteln, müssen sie

mit Spülmittel und heißem Wasser

abgewaschen werden. Tauwasser

kommt in den Ausguss,

mit heißem Wasser wird nachgespült.

Holzbretter müssen luftig

trocknen und für Fleisch und

rohes Obst und Gemüse gibt es

getrennte Brettchen. Auch das

Händewaschen vor und nach der

Essenszubereitung gehört zur

Küchenhygiene.

Hitze killt die meisten Keime

Hitze tötet viele Keime, etwa

wenn Fleisch und Fisch vor dem

Verzehr vollständig durchgegart

werden. So erkennt man gares

Fleisch: Der austretende Saft ist

klar, Geflügel wird weißlich,

Schwein graurosa und Rind

graubraun. Durcherhitzter Fisch

ist nicht mehr glasig und lässt

sich leicht zerteilen.

Tiefgefrorene Beeren sollten

vor dem Essen erhitzt werden.

Schimmelpilzen macht Hitze

nichts aus. Zeigt sich am Lebensmittel

auch nur an einer kleinen

Stelle der pelzige Belag, gehört

das Ganze in den Müll. Riechen

Nüsse oder Gewürze schimmelig,

bitter oder muffig, müssen sie

weggeworfen werden. Da sich

manche Erreger in Rohmilchprodukten

finden, sollten Schwangere,

kleine Kinder, alte Menschen

oder Immungeschwächte

darauf verzichten. dpa/tmn

FOTO: ELENADESIGN/SHUTTERSTOCK.COM

Leichter Fisch,

lauwarme Suppen,

frische Salate und

aromatische Beeren

schmecken und sind

ideal für die gesunde

Ernährung im

Sommer.

Wer sich im Sommer für ein Picknick entscheidet, sollte eine

Kühlbox mitnehmen. Werden die Lebensmittel gekühlt transportiert,

haben Keime weniger Chancen. Foto: Christin Klose/dpa-mag


8

ERNÄHRUNG

Senioren sollten

ausreichend

trinken

Alte Menschen müssen mehr auf

ihren Flüssigkeitshaushalt achten

als jüngere, denn mit dem

Alter steigt die Gefahr eines

Wassermangels. Die Ursachen

liegen in einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr

und gegebenenfalls

größeren Flüssigkeitsverlusten.

Im Alter lässt oftmals das

Durstempfinden nach und es

wird weniger getrunken. Erste

Anzeichen können Müdigkeit

und Konzentrationsschwäche,

Mundtrockenheit, nachlassende

Gewebespannung der Haut, eingeschränkte

Leistungsfähigkeit

bis hin zu Verwirrtheit und

Schwindel sein.

Senioren sollten täglich etwa

1,3 Liter, besser 1,5 Liter trinken,

so die Deutsche Gesellschaft für

Ernährung e. V. (DGE). Durch

große Hitze, viel Speisesalz,

hohe Eiweißzufuhr, Krankheiten

mit Durchfall sowie Erbrechen

kann der Bedarf erhöht sein. Je

weniger gegessen wird, desto

mehr muss getrunken werden.

Denn durch die geringe Nahrungszufuhr

fehlt es an in Lebensmitteln

enthaltenem Wasser.

Auch Kaffee und Tee können

zur Flüssigkeitsbilanz hinzugerechnet

werden. Aufgrund

der anregenden Wirkung von

Koffein auf Herz und Kreislauf

sind sie jedoch nicht als

Durstlöscher geeignet. Bis

zu vier Tassen Kaffee

pro Tag sind in

Ordnung. dge

FOTO: LOTUS_STUDIO/SHUTTERSTOCK.COM

Eineinhalb Liter sollte man täglich trinken. Bei Hitze dürfen es bei Gesunden auch drei Liter sein. Kaffee

sollte man nur in Maßen genießen.

Foto: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM)

Das sind die besten

Durstlöscher

Trinken Mineralwasser, ungesüßter Kräutertee und Saftschorle sind

empfehlenswert. Zuckergesüßte Getränke sollte man

weitestgehend vermeiden.

An heißen

Sommertagen

ist

reichliches Trinken

besonders wichtig,

denn der Wasserbedarf

ist bedingt durch das

Schwitzen erhöht. Abhängig

vom Alter sollten rund

1,5 Liter über den Tag verteilt

getrunken werden,

bei Hitze dürfen es bei

Gesunden ruhig 3 Liter

und mehr sein.

Aber welche Getränke

sind empfehlenswert? Das

Angebot an Erfrischungsgetränken

wächst stetig und

ist so groß und vielfältig

wie nie zuvor. Das macht die

richtige Auswahl nicht immer

leicht. Die Deutsche

Gesellschaft für Ernährung

e. V. (DGE) gibt daher Tipps

für die besten Durstlöscher

im Sommer: Ideal

sind kalorienfreie Getränke

wie Mineral- und Trinkwasser

sowie ungesüßte Kräuter- und

Früchtetees. Fruchtsaftschorlen

aus 1 Teil Saft und 3 Teilen Wasser

sind akzeptabel und löschen

ebenfalls gut den Durst. Sie liefern

zusätzlich wichtige Vitamine

und Mineralstoffe. Genussmittel

wie Kaffee, grüner

und schwarzer Tee sollten nur

in Maßen getrunken werden

und sind mit ihrem anregenden

Koffein für Kinder nicht geeignet.

Vorsicht vor zu viel Zucker

Zuckergesüßte Erfrischungsgetränke

wie Limonaden, Fruchtsaftgetränke,

Nektare, stark gezuckerte

Eistees sowie zuckergesüßte

Kaffeegetränke aus dem

Kühlregal und Trendgetränke

wie Bubble Tea sind mit ihrem

hohen Zucker- und geringen

Nährstoffgehalt keine empfehlenswerten

Durstlöscher. Abgesehen

davon, dass Kleinkinder

sich an den erdnussgroßen Perlen

aus Stärke im Bubble-Tea

verschlucken können, enthält

bereits ein Becher des Modegetränks

bis zu 500 Kilokalorien

und kann damit eine Hauptmahlzeit

ersetzen. Zuckergesüßte Getränke

sollten generell nur in geringen

Mengen getrunken werden,

denn sie enthalten viele Kalorien

und können zur

Entstehung von Übergewicht

beitragen.

Alkohol ist ebenfalls als

Energieträger von Bedeutung

und eignet sich nicht zum

Durstlöschen. Für Kinder ist Alkohol

generell tabu. Alkoholfreie

Mischgetränke wie Fassbrause

sind aus Sicht der DGE

ebenfalls nicht für Kinder geeignet,

wenn sie nach Bier

schmecken. Auch durch sogenanntes

Kinderbier sollten Kinder

nicht ans Biertrinken gewöhnt

werden.dge


9

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10

SPORT IM FREIEN

Fitness im Fahrradsattel

Radfahren Trotz ihrer elektrischen Unterstützung eignen sich E-Bikes unter anderem dank

eines vernetzten Bordcomputers für ein effektives Workout an der frischen Luft.

Kalorien verbrennen, sich

sportlich herausfordern

und mit gebührendem

Abstand reichlich frische

Luft tanken: Touren mit

dem E-Bike sind sehr gut geeignet,

um die Fitness zu verbessern

und das Training mit einem

hohen Spaßfaktor zu verbinden.

Denn die Räder mit elektrischer

Unterstützung sind keineswegs

nur für das entspannte Cruisen

gemacht, sondern lassen sich

auch sportlich bewegen.

So ist das E-Bike beispielsweise

für die Kondition sogar ein

echter Turbo: Schon vier Wochen

regelmäßiges Fahren sorgt

für eine verbesserte Ausdauerleistungsfähigkeit,

wie die Universität

Basel in einer Untersuchung

herausgefunden hat.

Rauf aufs Rad und etwas für die eigene Fitness tun.

Foto: djd/Bosch eBike Systems

Digital mit anderen vernetzen

Sport ist zudem generell eines

der wirksamsten Mittel, um

Stress abzubauen. Das Outdoor-Workout

mit dem E-Bike

versorgt den Körper mit reichlich

Sauerstoff und Tageslicht.

Doch nur alleine vor sich hin radeln

mag nicht jeder. Das sogenannte

„Connected Biking“, also

das vernetzte Radeln, macht

Schluss mit einsamen Trainingssessions.

Denn auch wenn der

E-Biker allein unterwegs ist,

können andere daran teilhaben

– zumindest digital: Mit smarten

Bordcomputern verschiedener

Hersteller lassen sich Fahrdaten

und gefahrene Touren über geläufige

Sport-Apps mit Freunden

teilen, um sich gegenseitig anzufeuern

oder sich mit anderen

Athleten zu messen. Das motiviert

zusätzlich.

Die Bordcomputer bringen

das Training zusätzlich voran: In

Verbindung mit einem Herzfrequenzmesser

ermöglichen sie

das Fahren in der optimalen Belastungszone.

Das zahlt sich aus,

unter anderem in Sachen Fettverbrennung

und Körperstraffung.

Eine Stunde auf dem

E-Bike verbrennt in normaler

Fahrweise durchschnittlich rund

300 Kalorien. Wie bei anderen

Sportarten gilt aber auch hier: Je

mehr die Muskeln eingesetzt

werden, desto höher ist der Kalorienverbrauch.

djd

Aufwärmen statt Kaltstart beim Sport

Wildes Toben mit den Enkeln birgt für die Großeltern gewisse

Verletzungsrisiken.

Foto: Erickson Stock/Shutterstock.com

Man wollte doch nur mal kurz

mit dem Enkel im Park eine Runde

Fußball spielen, nun sitzt man

in der Notaufnahme. Solche Geschichten

erlebt der Orthopäde

Prof. Sven Ostermeier immer

wieder. Bänderrisse beim Fußballspielen,

Sprunggelenksverletzungen

nach dem Fehltritt auf

der Laufrunde – beides sind häufige

Folgen von fehlender Erwärmung.

Die ist besonders im fortgeschrittenen

Alter essenziell,

um sich keine Verletzung zuzuziehen.

„Sehnen und Bänder sind

sonst rissgefährdeter“, sagt der

Experte von der Gelenk-Klinik

Gundelfingen. Mit zunehmendem

Alter werde es immer wichtiger,

den Körper vor der sportlichen

Betätigung erst einmal auf

Betriebstemperatur zu bringen.

Das heißt: Dehnen und Aufwärmen.

Deshalb ist es beispielsweise

eine gute Idee, mit dem Fahrrad

zum Training zu fahren, weil

der Körper dadurch schon aktiv

ist. Ostermeier formuliert es so:

„Man sollte nicht aus dem Sessel

heraus mit dem Sport starten.“

Bolzen mit den Enkeln

Ein Kardinalfehler sei auch die

Selbstüberschätzung. Niemand

kenne das eigene Maß ganz genau,

sagt der Experte. Sein zweiter

Ratschlag lautet daher: „Man

sollte nie direkt Hochleistungssportler

sein wollen, sondern die

eigenen Grenzen realistisch einschätzen.“

Denn wer es mit der

Intensität übertreibt, riskiert

ebenfalls Verletzungen. Darum

gilt für die Bolzerei mit den Enkeln:

Anfangs lieber einen ruhigen

Ball schieben. dpa/tmn


FASZIENTRAINING 11

Viel mehr als eine

Verpackung

Faszien Das Training der Körperfasern erlebt einen regelrechten Hype. Vor allem

Bewegungsmuffel mit Rückenschmerzen sollen davon profitieren.

Die meisten Menschen

denken bei Faszientraining

wahrscheinlich

an eine Schaumstoffrolle,

auf der

man hin- und herrollt. Vielleicht

wissen sie außerdem noch,

dass Faszien die Muskeln umhüllen.

All das stimmt.

Aber sie sind noch viel mehr als

eine bloße Hülle.

„Faszien wurden lange Zeit

ebenso wenig wertgeschätzt wie

eine Geschenkverpackung“, sagt

Robert Schleip. Er ist Humanbiologe

und forscht seit mehr als

25 Jahren zum Thema. „All das,

was wir im Alltag als Bindegewebe

bezeichnen, sind Faszien“,

erklärt er. Die dünne, weißliche,

kollagenhaltige Struktur bildet

ein Netz im gesamten Körper

und findet sich um und in Muskeln,

Gelenkkapseln, Sehnen,

Bändern und Knochen. Die Faszien

geben dem Organismus Stabilität,

sind aber nicht starr, sondern

elastisch.

Auch bei Bewegungen sind

sie von Bedeutung. Schleip beschreibt

Faszien als Sinnesorgan,

das mit seinen vielen Millionen

Rezeptoren einen großen

Teil unserer Körperwahrnehmung

ausmacht und somit eine

wichtige Rolle etwa bei Rückenschmerzen

spielt. Faszien sind

aber nicht nur für Sportbegeisterte

wichtig. Das

FOTO: SUNCITY/SHUTTERSTOCK.COM

Regelmäßige Bewegung ist essentiell, um verklebten Faszien vorzubeugen.

fällt wohl am meisten auf, wenn

die eigentlich elastische Struktur

starr wird: Die Folgen sind

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Das geschieht

zum Beispiel mit zunehmendem

Alter oder durch mangelnde Bewegung.

Um starren, verklebten

Faszien vorzubeugen, geben

Experten drei Tipps: Bewegung,

eine gesunde Ernährung und

ausreichend Wasser.

Elastizität fördern

Was die Bewegung angeht,

brauchen Faszien

ähnlich wie Muskeln

Reize, um zu wachsen

oder zumindest den

Ist-Zustand zu halten,

sagt Sportwissenschaftler

Prof. Ingo Froböse von

der Deutschen Sporthochschule

Köln. Ob es nun ein

gezieltes Faszientraining sein

muss oder ob Bewegung im Allgemeinen

die Faszien geschmeidig

hält, darüber sind Experten

sich nicht ganz einig. Froböse ist

der Meinung: „Die Faszien sind

bei jeder Bewegung dabei.“ Er

hält den Hype um das Faszientraining

für überzogen. Keiner,

der sich ausreichend bewege,

müsse vorbeugend ein gezieltes

Faszientraining machen. Aber:

„Bei Defiziten macht es Sinn.“

Unter therapeutischer Anleitung

könne Faszientraining helfen,

verklebte Strukturen zu lösen.

Schleip sieht das etwas anders:

Natürlich könne man Muskeln

und Faszien nicht vollständig

getrennt voneinander trainieren.

Aber es mache durchaus

Sinn, den Fokus gelegentlich auf

die Faszien zu legen: „Zwei- bis

dreimal die Woche zehn Minuten

zusätzlich zu Ausdauer- und

Krafttraining reichen hier meist

schon aus.“

Vier Säulen des Trainings

Aber wie soll so ein Faszientraining

aussehen? Laut Schleip besteht

es aus vier Säulen: Die erste

davon sind schwingende und

federnde Bewegungen – zum

Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Beispiel die Beine möglichst

weit schwingen, die Arme dynamisch

kreisen oder auch hüpfen.

Die zweite sind mehrgelenkige

Dehnungen, ähnlich dem Yoga,

und die dritte Säule ist die Faszienrolle:

Rücken und Gliedmaßen

werden mit der Schaumstoffrolle

abgerollt. Die vierte

Säule beinhaltet ein achtsamkeitsbasiertes

Wahrnehmungstraining.

Es soll die Sinne für die

Wahrnehmung des eigenen Körpers

schulen und damit auch

möglichen Verletzungen bei der

Durchführung der dynamisch-federnden

Bewegungen

vorbeugen.

In punkto Ernährung rät

Froböse dazu, vor allem ausgewogene,

gesunde und proteinhaltige

Nahrungsmittel zu sich

zu nehmen. Ebenso wichtig ist

es, den Flüssigkeitshaushalt des

Körpers hoch zu halten. Das

heißt: etwa zwei Liter Wasser am

Tag trinken. Denn ein Flüssigkeitsmangel

lässt die Faszien zäher

werden. Elena Zelle, dpa


12

SOMMERSCHÖN

Eine leichte Bräune lässt die

Haut strahlen – ganz so, als wäre der

letzte Urlaub erst einige Tage her.

FOTO: WAYHOME STUDIO/SHUTTERSTOCK.COM

Streifenfreier

Sommerteint

Selbstbräuner Wie von der Sonne geküsste Haut – das zaubern spezielle Produkte im

Handumdrehen. Mit den richtigen Tipps geht das sogar ganz ohne Flecken.

Die Tage sind schon

heller und allmählich

nimmt auch die

Strahlkraft der Sonne

immer mehr zu.

Davon wollen nun viele etwas

abhaben – doch wegen des kühlen

Frühjahrs ist die Haut meist

nur bedingt darauf vorbereitet.

Um den fahlen Teint trotzdem

zu verlieren, kann dann auf

Selbstbräuner zurückgegriffen

werden. Damit keine unschönen

Flecken entstehen, geben Experten

einiges Tipps.

Vor dem Auftragen an Beinen

und Unterarmen, diese am besten

rasieren. Gerade das dort oft

dichte Haar verhindert ein sauberes

Verteilen der Mittel und

kann zu einer fleckigen Bräunung

führen, erklärt der Industrieverband

Körperpflege- und

Waschmittel (IKW). Optimal sei

die Haarentfernung am Abend

zuvor, dann kann sich die Haut

über Nacht wieder beruhigen.

Im Gesicht sollten die Augenbrauen

und der Haaransatz ausgespart

werden. Ist dort dennoch

etwas Selbstbräuner gelandet?

Dann einfach das Mittel direkt

wieder mit einem feuchten

Tuch abnehmen. Zurückbleibende

Flecken, auch etwa auf Händen

und Fingern vom Auftragen,

können mit einem Peeling reduziert

werden.

Nach dem Auftragen des

Selbstbräuners gilt: drei Stunden

lang nicht duschen oder baden,

auch sonst droht wieder Fleckenbildung.

Schweißtreibende

Tätigkeiten wie Sport sollten

ebenfalls nicht in dieser Zeit

stattfinden.

Im Gesicht wird der Selbstbräuner

tupfend auf Stirn, Nase

und Kinn aufgetragen und in

kreisförmigen Bewegungen von

der Mitte nach außen verteilt, rät

der Verband. Besondere Aufmerksamkeit

ist beim Übergang

vom Kinn zum Hals geboten –

der wird oft vergessen und es

bildet sich eine deutlich sichtbare

Bräunungskante.

Alle zwei Tage neu auftragen

Und wie viel Selbstbräuner ist

genug? Zu Beginn reicht immer

nur erst mal eine dünne Schicht.

Intensiviert wird die Bräunung

erst nach einer kurzen Pause –

anfangs das Mittel also besser

nur alle zwei Tage auftragen.

Ist der gewünschte Bräunungsgrad

erreicht, genügt eine

Anwendung pro Woche zur Aufrechterhaltung

der künstlichen

Bräune. Sonst droht schnell das

Verblassen: Die erzielte Tönung

hält zwischen drei und fünf Tagen

an und verschwindet allmählich

mit der normalen Hauterneuerung.

Spätestens nach

zehn bis fünfzehn Tagen ist die

Haut wieder vollständig entfärbt.

Verlängern kann man das

Ergebnis mit dem Eincremen mit

reichhaltigen oder feuchtigkeitsspendenden

Cremes. Sie verzögern

das Abschuppen der obersten

Hautschicht. dpa/tmn


SOMMERSCHÖN 13

FOTO: DJD/ELASTEN-FORSCHUNG/NENETUS - STOCK.ADOBE.COM

Wohlfühlen

von Kopf bis Fuß

Cremes mit hohem

Lichtschutzfaktor,

ein Hut und eine

Sonnenbrille helfen

bereits, die Haut vor

Sonnenschäden zu

bewahren.

Beauty UV-Strahlung sorgt nicht nur für Sommerbräune, sondern

unterstützt gleichzeitig Cellulite und Co. – Abhilfe schaffen unter

anderem Kollagen sowie Zupf- und Bürstenmassagen.

Sonnencreme:

Mehr ist mehr

Derzeit zieht es so gut wie alle

Menschen an die frische Luft –

manche holen sich dabei gleich

einen ordentlichen Sonnenbrand.

Kein Wunder: „Winterbedingt

waren wir zuletzt nur sehr

bekleidet unterwegs und pandemiebedingt

ohnehin viel drinnen“,

sagt Hautarzt Prof. Eckhard

Breitbart aus Buxtehude.

„Das heißt, unsere Haut hat sich

in keiner Weise auf die UV-Strahlung

vorbereitet.“ Daher gilt um

Schäden vorzubeugen folgende

Devise: Immer an den Sonnenschutz

denken. Also Kopf bedecken

und Sonnenbrille aufsetzen.

Freiliegende Hautstellen

sollten ausreichend eingecremt

werden. „Viele nehmen zu wenig“,

so der Mediziner. „Für das

Gesicht braucht man schon ungefähr

die Menge eines gehäuften

Teelöffels.“

UV-Index als Anhaltspunkt

Auskunft über die ultraviolette

Strahlung in der Region gibt

der UV-Gefahrenindex des

Deutschen Wetterdienstes

(DWD). Doch darauf allein sollte

man sich allerdings nicht verlassen,

rät Breitbart. Denn es

könne sein, das lokal ein anderer

UV-Indexwert herrsche, als

auf der DWD-Karte angezeigt

werde. dpa

Wenn strahlender

Sonnenschein die

Temperaturen nach

oben treibt, steigt

bei vielen die Lust auf kurze

Kleidung und einen schön gebräunten

Teint. Doch Sonnenanbeter

sollten auch die „Schattenseiten“

kennen.

Rund 80 Prozent der äußeren

Alterserscheinungen der

Haut sind auf die UV-Strahlung

zurückzuführen. Besonders die

UV-A-Strahlen dringen tief in

die Haut ein, wo sie die Entstehung

freier Radikale begünstigen.

Diese schädigen die wichtigste

Bausubstanz des Bindegewebes,

das Kollagen.

Vorbeugen statt retten

Das führt zu Falten, Pigmentflecken

und schlaffen Hautregionen

und unter Umständen auch

zur Cellulite. Insbesondere Letzterer

haben viele den Kampf angesagt.

Dabei kann es sich lohnen,

zur warmen Jahreszeit die

Kollagenbildung gezielt zu unterstützen

und zu stärken. Das

funktioniert unter anderem mit

speziellen Kollagen-Peptiden

zum Trinken, die bis in die tiefen

Hautschichten gelangen sollen.

Dort stimulieren sie die Zellen,

mehr körpereigenes Kollagen

und Hyaluron zu produzieren.

Weiter unterstützt werden

kann eine glatte Körperhülle

durch eine achtsame Pflege. Im

Sommer bedeutet das, täglich

einen hohen Lichtschutzfaktor

aufzutragen. Abends helfen

beruhigende und feuchtigkeitsspendende

Lotionen etwa mit

Aloe Vera, Hyaluronsäure, Panthenol

und Allantoin bei der Entspannung

der gestressten Haut.

Zupfen gegen Orangenhaut

Wer der Orangenhaut noch energischer

zu Leibe rücken will,

kann mit Zupf- und Bürstenmassagen

die Durchblutung anregen

und so das Bindegewebe festigen.

Cellulite-Cremes mit bewährten

Wirkstoffen wie Koffein,

Efeuextrakt oder Weizenprotein

können den Effekt zusätzlich

unterstützen. Zu guter

Letzt tragen häufig regelmäßiger

Sport, eine kalorienbewusste,

vitamin- und mineralstoffreiche

Ernährung sowie eine ausreichende

Flüssigkeitszufuhr zur

strafferen Silhouette bei. djd

Inhaberin:

Gut einschmieren lautet die

Devise im Sommer. Foto:

TravnikovStudio/Shutterstock.com

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14

NOTRUFNUMMERN

In plötzlichen Notlagen wie bei einem Verkehrsunfall oder einer lebensbedrohlichen Erkrankung muss alles ganz schnell gehen. Hierfür ist

es unerlässlich, die richtigen Telefonnummern gleich im Kopf zu haben.

Foto: Jaromir Chalabala/Shutterstock.com

Oft zählt

jede Sekunde

Hilferuf Ob bei Bränden, Unfällen oder Krankheiten: Im Notfall sollte man die wichtigsten

Rufnummern kennen, um schnell handeln zu können.

Eine Notlage trifft die

meisten Menschen

plötzlich und unvorbereitet.

Zugleich ist oft

schnelles Handeln gefragt.

Denn wenige Augenblicke

können entscheidend sein. Um

nicht lange überlegen zu müssen,

wer der richtige Ansprechpartner

ist, sollte man die wichtigsten

Notrufnummern im

Kopf haben. Die Kurzwahlen

gelten deutschlandweit.

Feuerwehr und

Rettungsdienst: 112

Bei Bränden, Unglücksfällen

oder bei lebensbedrohlichen

Unfällen und bei medizinischen

Notfällen ist die Feuerwehr beziehungsweise

der Rettungsdienst

der richtige Ansprechpartner.

Beide sind unter derselben

Nummer zu erreichen.

Sie funktioniert ohne Vorwahl.

Die Anrufer werden zur örtlich

zuständigen Leitstelle geleitet.

Die 112 gilt in ganz Europa. Sie

ist kostenlos, egal ob man vom

heimischen Festnetz oder mit

dem Mobiltelefon anruft. In weniger

schwerwiegenden Fällen

hilft auch der Ärztliche Bereitschaftsdienst.

Polizei: 110

Die Ordnungshüter sind unter

der bekannten, stets kostenfreien

Kurzwahl 110 zu erreichen.

Alle Notrufe, die darüber eingehen,

werden von speziell geschulten

Beamten in den Führungs-

und Lagezentren entgegengenommen.

Sie sollte jedoch

nur bei echten Notfällen, etwa

Bedrohungen, gewählt werden.

In allen anderen Fällen kann

man die Nummer anrufen, die

im örtlichen Telefonbuch zu finden

ist.

Ärztlicher

Bereitschaftsdienst: 116 117

Handelt es sich um eine Erkrankung,

mit der man normalerweise

seinen Hausarzt in der

Praxis aufsuchen würde, die jedoch

außerhalb der üblichen

Sprechzeiten auftritt und bei

der die Behandlung nicht warten

kann, ist der ärztliche Bereitschaftsdienst

zuständig.

Dieser ist unter der bundesweit

einheitlichen Telefonnummer

116 117 kontaktierbar. Sie funktioniert

ohne Vorwahl. Auch bei

einem Anruf mit dem Handy

entstehen keine Kosten. Weitere

Informationen sind auf der

Website www.116117info.de zu

finden.

Krankentransport: 1 92 22

Für einen Transport, bei dem

ein Patient unter medizinisch-fachlicher

Betreuung befördert

werden muss, gibt es

eine gesonderte Rufnummer:

1 92 22. Die Anrufer müssen allerdings

Folgendes beachten:

Auch vom Festnetz aus ist die

Ortsvorwahl der für den jeweiligen

Kreis zuständigen Leitstelle

vorzuwählen.


NOTRUFNUMMERN 15

Notruffax und -SMS

Hör- und Sprachgeschädigte

können die Rufnummern 112

und 116 117 per Fax nutzen. Hierzu

gibt es auf der Website des

baden-württembergischen Innenministeriums

spezielle Vordrucke.

Zudem besteht die Möglichkeit,

ein Hilfeersuchen per

SMS an eine Leitstelle zu senden.

Die Nummer lautet je nach

Netzbetreiber wie folgt:

• T-Mobile (D1/Vodafone D2):

99 07 11 / 21 67 71 12

• Telefonica (O2/Eplus):

3 29 07 11 / 21 67 71 12

Aus technischen Gründen kann

es bei der Übertragung der SMS

zu Verzögerungen kommen.

Empfohlen wird daher, besser

das Notruffax zu senden.

Giftnotruf: 07 61 / 1 92 40

Bei einem Verdacht auf eine Vergiftung,

etwa durch ein Arzneimittel

oder chemisches Produkt,

hilft der Giftnotruf rund um die

Uhr kostenlos weiter. Die Zentrale

für Baden-Württemberg befindet

sich in Freiburg. Liegt eine

lebensbedrohliche Situation vor,

ist gleich die 112 zu wählen.

Quellen: Minsterium für Inneres, Digitalisierung

und Migration Baden-Württemberg,

Uniklinikum Freiburg, Telefonseelsorge

Bei jedem

Notruf gilt:

Trotz aller Aufregung

sollte man die Ruhe bewahren

und sich durch

das Gespräch führen lassen.

Dabei ist es sinnvoll,

sich im Vorfeld auf folgende

Fragen vorzubereiten:

»»

Wer ruft an? (Name,

Standort, Telefonnummer)

»»

Wo ist das passiert? (Ort

des Ereignisses, Adresse)

»»

Was ist geschehen? (Beschreibung

des Ereignisses,

Verkehrsunfall, Brand,

häuslicher Unfall, etc.)

»»

Wie viele Verletzte / Betroffene

gibt es? (Zahl

der beteiligten Personen,

ihre Lage und die Verletzungen)

Danach sollten die Anrufer

auf Rückfragen warten und

das Gespräch erst beenden,

wenn sie dazu aufgefordert

werden. Bei Bedarf bekommen

sie Hinweise, wie sie

Erste Hilfe leisten können

oder wie sie sich verhalten

sollen. Dann heißt es abwarten.

Sind die Rettungskräfte

vor Ort, gilt es, diese einzuweisen

und ihnen eventuell

wichtige Beobachtungen

mitzuteilen.

Bei Notfällen denken die meisten Menschen

an die „112“. Es gibt aber noch einige weitere

Kontakte, die man parat haben sollte.

Foto: Elena Moklokova/Shutterstock.com

Erste Hilfe für die Seele

Wenn Gespräche mit dem

Partner oder Freunden nicht

weiterhelfen, bieten ehrenamtliche

Seelsorger Rat.

FOTO: WAVEBREAKMEDIA/SHUTTERSTOCK.COM

Plötzliche emotionale

Krisen können uns regelrecht

aus der Bahn werfen.

In solchen Fällen ist

die akute Seelsorge der

evangelischen und katholischen

Kirche rund um die

Uhr erreichbar. Gründe für

einen Anruf kann es viele

geben, wie etwa Probleme

mit dem Partner, Einsamkeit,

Jobverlust, Sucht oder

Krankheit. Besprochen werden

können auch Sinnkrisen

und spirituelle Fragen. Die

Ehrenamtlichen helfen bei

Bedarf mit anderen Ärzten

und Anlaufstellen weiter.

Auf Wunsch findet das kostenfreie

Gespräch anonym

statt. Auch wer nicht religiös

ist, darf anrufen.

Kirchliche Telefonseelsorge:

08 00 / 1 11 01 11

(evangelisch) oder

08 00 / 1 11 02 22 (katholisch)

assistent/in

pfleger/in


16

HAUSAPOTHEKE

Frühjahrsputz für

die Hausapotheke

Arzneimittel Zu lange gelagerte Medikamente können unwirksam werden oder im

schlimmsten Fall sogar schädliche Nebenwirkungen hervorrufen.

Einmal im Jahr sollte

jede Hausapotheke

kontrolliert und

ergänzt werden. Unbrauchbare

oder nicht

mehr benötigte Arzneimittelreste

werden dabei aussortiert.

„Ist das Verfallsdatum eines

Medikaments überschritten,

darf es nicht mehr angewendet

werden“, sagt Thomas Benkert,

Vizepräsident der Bundesapothekerkammer.

Auch Präparate,

die schon zu lange geöffnet

sind, haben in der Hausapotheke

nichts zu suchen und sollten

entsorgt werden.

Um den Überblick zu behalten,

wird empfohlen, das Datum

der ersten Öffnung des Medikaments

auf die Packung zu schreiben.

Reste von Antibiotika oder

anderen Akutmitteln, die nur

einmal verordnet wurden, sollten

nicht in der Hausapotheke

gelagert werden, da man sie

beim nächsten Infekt nicht auf

eigene Faust wieder einnehmen

sollte.

Was in eine Hausapotheke gehört, hängt von den Lebensumständen und den individuellen Bedürfnissen

ab. In der Apotheke hilft man gerne bei der individuellen Zusammenstellung.

Foto: ABDA

Arzneistoffe verändern sich

im Laufe der Zeit

Abgelaufene oder längere Zeit

geöffnete Medikamente sollten

auch dann nicht verwendet

werden, wenn sie „äußerlich

einwandfrei erscheinen“, betont

Benkert. Denn Arzneistoffe

verändern sich auch bei sachgemäßer

Lagerung im Laufe der

Zeit. Zu lange aufbewahrte Medikamente

können unwirksam

werden oder im schlimmsten

Fall sogar schädliche Nebenwirkungen

hervorrufen. Diese

Veränderungen sind nur selten

äußerlich erkennbar. Viele

Apotheken bieten einen Hausapotheke-Check

als Serviceleis-

Checkliste für den Medikamentenschrank

»»

Schmerz- und Fiebermittel

»»

Medikamente gegen Erkältung,

Halsschmerzen, Husten

und Schnupfen

»»

Medikamente gegen Allergien

»»

Medikamente gegen Insektenstiche,

Sonnenbrand oder

Juckreiz

»»

Medikamente gegen Erkrankungen

der Mundschleimhaut

»»

Medikamente gegen Verdauungsbeschwerden

wie Sodbrennen

oder Blähungen

»»

Medikamente gegen Verstopfung

und Durchfall

»»

Desinfektionsmittel

»»

Wund- und Heilsalbe

»»

Medikamente gegen Sportverletzungen

»»

Augentropfen gegen trockene

Augen

»»

Medikamente gegen Lippenherpes

»»

Kühlkompressen (in der Kühltruhe

/ im Eisfach lagern)

»»

Fieberthermometer

»»

Individuelle Medikamente

(Quelle: ABDA - Bundesvereinigung

Deutscher Apothekerverbände e.V.)

»»(Steriler) Verbandmull

»»

Mullbinden und Verbandpäckchen

»»

Elastische Binden

»»

Heftpflaster

»»

Wundschnellverbände

»»

Dreiecktuch

»»

Blasenpflaster

»»

Brandwunden-Verbandpäckchen

»»

Schere, (Zecken-)Pinzette

und Sicherheitsnadeln

»»

Einmalhandschuhe

»»

FFP2-Atemschutzmasken

oder medizinische Masken


HAUSAPOTHEKE 17

tung an. Benkert: „Unbrauchbare

oder nicht mehr benötigte

Arzneimittel können Verbraucher

in aller Regel über den

Hausmüll entsorgen. In den allermeisten

Kommunen wird

der Restmüll verbrannt und die

Arzneimittel somit sicher vernichtet.“

Einige Apotheken bieten

als freiwilligen Service an,

Altmedikamente zu entsorgen.

Auf keinen Fall sollten Präparate

über die Toilette beseitigt

werden, denn das gefährdet das

Grundwasser. Das gilt auch für

flüssige Arzneimittel wie zum

Beispiel Hustensäfte.

Das gehört in die

Hausapotheke

In die Hausapotheke gehören

neben individuell benötigten

Medikamenten vor allem Präparate

gegen akute Erkrankungen,

zum Beispiel gegen Schmerzen

oder Durchfall. Empfehlenswert

sind ebenfalls Verbandstoffe

wie Mullbinden oder

Kompressen sowie ein Fieberthermometer

und eine Pinzette.

Auch die wichtigsten Adressen

und Telefonnummern, zum

Beispiel des Giftnotrufs, des

Hausarztes und des ärztlichen

Notfalldienstes sowie eine Erste-Hilfe-Anleitung

sollten nicht

fehlen.

Für Kleinkinder sind weitere

Medikamente nötig

Was in eine Hausapotheke gehört,

hängt auch von den Lebensumständen

und den individuellen

Bedürfnissen ab. Familien

mit einem Säugling oder

einem Kleinkind benötigen zusätzlich

Medikamente gegen

Zahnungsbeschwerden, Cremes

gegen entzündete Haut im Windelbereich,

Zäpfchen oder Saft

gegen Fieber in altersgerechter

Dosierung und Kochsalz-Nasenspray.

Weiterhin sind die zusätzliche

Anschaffung eines altersgerechten

Hustenlösers und einer Elektrolytmischung

zur Gabe bei

Durchfall sinnvoll. Der Apotheker

hilft gerne bei der Zusammenstellung.

ABDA

Info Eine Checkliste für die Hausapotheke

für Erwachsene und Familien

mit Säuglingen, Klein- und

Schulkindern sowie Jugendlichen

hat die Bundesapothekerkammer

veröffentlicht unter: www.abda.

de/fileadmin/user_upload/

assets/Oeffentlichkeitsarbeit/Hausapotheke/Checkliste_Hausapotheke.pdf

Hitzeschutz

für Medikamente

Transport Die meisten Arzneimittel lassen sich im Hochsommer

einfach nach Hause tragen. Bei manchen ist eine Kühltasche nötig.

Keinesfalls sollte man sie für längere Zeit zu warm aufbewahren.

Wenn im Sommer die

Temperaturen steigen,

brauchen Medikamente

besonderen

Schutz. „Die meisten Arzneimittel

kann man auch an einem

heißen Tag ohne Bedenken

von der Apotheke nach Hause

tragen. Aber man darf sie nicht

auf Dauer zu warm aufbewahren“,

sagt Thomas Benkert, Vizepräsident

der Bundesapothekerkammer.

Deshalb sollte man seine

Medikamente zuhause nicht

auf dem sonnigen Fensterbrett

deponieren, sondern lieber in einem

Schrank.

Lagerung bei 15 bis 25 Grad

Die meisten Arzneimittel sollten

zwischen 15 und 25 Grad

verwahrt werden. Aber einige

Präparate gehören in den Kühlschrank,

zum Beispiel Insuline.

Wenn es auf der Verpackung

vermerkt ist, sollten sie zwischen

2 und 8 Grad eingelagert

werden. Benkert: „Es gibt außerdem

kühlkettenpflichtige Arzneimittel,

die auch während des

Transports von der Apotheke

zum Patienten eine kontinuierliche

Kühlung brauchen. Diese

eignen sich nicht für einen Versand

per Post.“ Der Apotheker

empfiehlt, kühlpflichtige Medikamente

in einer Apotheke vor

Ort zu beziehen.

Hitze kann Arzneimittel beschädigen,

ohne dass das äußerlich

erkennbar ist. Werden beispielsweise

Asthmasprays in der

direkten Sonne gelagert, können

sich Dosiergenauigkeit und

Wirksamkeit verändern. Andere

Veränderungen kann man auch

sehen. Sind zum Beispiel Zäpfchen

einmal geschmolzen, können

sich die Wirkstoffe in der

Grundlage ungleichmäßig verteilen.

Das macht sie auch nach

Am besten im Schlafzimmer

Nachts, an Wochenenden

und Feiertagen ist die

Hausapotheke oft der Retter

in der Not. Dann kommt

es auf den richtigen Inhalt an,

aber auch auf die Lagerung.

Wärmeempfindliche

Medikamente liefert

der Botendienst der

Apotheke in einer

Kühltasche an die Tür.

Foto: ABDA

dem Abkühlen unbrauchbar. Bei

Cremes kann Hitze die Konsistenz

verändern und die Bestandteile

trennen sich.

Wärmeempfindliche Medikamente

können unterwegs in einer

Kühltasche ohne Kühlelemente

verstaut werden. Vorsicht

aber bei kühlpflichtigen Arzneimitteln,

denn sie dürfen unterwegs

nicht einfrieren. Sie sollten

in der Box mit einem Handtuch

umwickelt werden, um direkten

Kontakt zu einem Kühlakku

zu vermeiden. Im Sommer können

Medikamente während der

Autofahrt unter einem Vordersitz

verstaut werden, denn dort

bleibt es relativ kühl. ABDA

Die meisten Patienten bewahren

ihre Medikamente in Badezimmer

oder Küche auf.

Wärme und Feuchtigkeit können

Arzneimitteln allerdings

schaden. Daher sollten sie an

einem kühlen und trockenen

Ort, wie zum Beispiel dem

Schlafzimmer, aufbewahrt

werden, rät die Apothekerkammer.


18

SCHWANGERSCHAFT

Spricht gesundheitlich nichts dagegen, ist moderate Bewegung – wie zum Beispiel Yoga und Pilates – für Schwangere in jedem Fall

empfehlenswert.

Foto: Syda Productions/Shutterstock.com

Warum es sich lohnt,

aktiv zu bleiben

Fitness Die positiven Effekte von Sport während der Schwangerschaft sind enorm: für die

Mutter und fürs Kind. Aber nur, wenn einige Dinge beachtet werden.

Lange hieß es, Frauen

sollten sich während

der Schwangerschaft

möglichst schonen.

Doch die Ansicht ist

überholt. Heute weiß man um

die günstigen Effekte, die Sport

für die werdende Mutter, das

Kind und den Geburtsverlauf

mit sich bringt. Aber nicht jede

Bewegung und jedes Training ist

gleichermaßen gut – und einige

Sportarten sind No-Gos.

Die Motive für körperliche Ertüchtigungen

in der Schwangerschaft

sind verschieden: Manchen

geht es darum, fit zu bleiben.

Andere befürchten, unkontrolliert

Gewicht zuzulegen.

Wieder andere wollen sich und

dem Baby einfach etwas Gutes

tun. So oder so: Wenn gesundheitlich

nichts dagegen spricht –

hier ist die regelmäßige Absprache

mit dem Arzt entscheidend –

steht einer moderaten Bewegung

nichts im Wege.

Eine Schwangerschaft ist immer

auch mit Risiken verbunden.

Einige davon lassen sich

durch sportliche Aktivitäten

senken, erklärt die Heidelberger

Gynäkologin und Sportmedizinerin

Susanne Weber. So helfen

sie etwa, übermäßiger Gewichtszunahme,

Schwangerschaftsdiabetes

und -vergiftung (Präeklampsie)

vorzubeugen. Auch

das Thromboserisiko lässt sich

verringern. Gegen hormonell

bedingte Wassereinlagerungen

helfen insbesondere Aquajogging

und Wassergymnastik oder

moderates Schwimmen.

Positive Wirkungen

Zudem kommt das Herzkreislauf-System

in Schwung, die

Muskeln werden gut durchblutet

und die Knochen und Gelenke

bleiben mobil. Das Zwerchfell,

der wichtigste Atemmuskel,

wird durch den Sport weiter trainiert.

Das helfe, die Belastung

durch die Schwangerschaft und

durch die Geburt besser zu bewältigen,

und sei außerdem

wichtig für die Sauerstoffversorgung

des Kindes, erläutert Dörte

Krauss, Dozentin für prä- und

postnatalen Sport aus Augsburg.

Darüber hinaus profitieren Frauen

nach der Geburt von einem

gut trainierten Zwerchfell – nämlich,

wenn sich die Organe zurückbilden.

Zudem seien die positiven

psychologischen Auswirkungen

längst nachgewiesen,

sagt Marion Sulprizio, Diplom-Psychologin

von der Deutschen

Sporthochschule Köln. So

haben Frauen, die sich in der

Schwangerschaft regelmäßig bewegen,

eine bessere Selbstwahrnehmung

und fühlen sich meist

wohler. Sogar depressive Beschwerden

können dadurch häufig

gelindert werden.

Wie der Sportplan aussieht,

hängt von der Vorerfahrung und

eigenen Fitness ab, sagt Frauenärztin

Weber. Sie empfiehlt eher

Inaktiven, die Trainingsintensität,

-häufigkeit und -dauer lang-


SCHWANGERSCHAFT 19

Das Fitnesslevel

lässt

sich auch durch

schonende Sportarten

erhalten.

Dörte Krauss

Sporttherapeutin

sam zu steigern. Bei Leistungssportlerinnen

muss vor allem geklärt

werden, was das Ziel ist. Es

sei durchaus möglich, die Ausdauer

auf einem guten Niveau zu

halten. „Eine Beratung ist aber

in jedem Fall sinnvoll“, so Weber.

Sporttherapeutin Krauss

formuliert das richtige Maß so:

„Einmal die Woche wäre toll, um

die Vitalfunktionen zu aktivieren,

zweimal die Woche bis zu

60 Minuten Training wären noch

besser und dreimal die Woche

ist ambitioniert.“

Nicht außer Acht lassen dürfen

werdende Mütter die körperlichen

Veränderungen. Vor allem

die hormonelle Umstellung in

den ersten Schwangerschaftswochen

mache oft extrem müde,

sagt Susanne Koene, Frauenärztin

und Sportmedizinerin aus

Hamburg.

Was ist erlaubt, was ist tabu?

Wichtiger noch als die Belastung

ist die Art der Betätigung. Dabei

gilt: Selbst wenn der Bauch noch

nicht stark gewölbt ist, „schwanger

ist man ab Tag eins“, sagt

Krauss. Um den Körper auf die

Geburt vorzubereiten, sorgen

die Hormone dafür, dass die

Bänder und Sehnen weicher

werden, was in Kombination mit

dem höheren Gewicht zu einer

Instabilität der Gelenke und somit

zu einer erhöhten Verletzungsgefahr

führt.

Mountainbiken, Alpin Ski und

Boxen oder generell Kontaktsportarten

sollten daher vermieden

werden. Denn neben der Gefahr

der Verletzungen, sind einige

Behandlungsmöglichkeiten in

der Schwangerschaft nur eingeschränkt

möglich oder mit einem

höheren Risiko verbunden.

Nordic Walking ist für Schwangere ideal. Auf das Joggen sollten sie hingegen verzichten: Dadurch wird

der Beckenboden zu stark belastet.

Foto: Leszek Glasner/Shutterstock.com

Außerdem sollten zukünftige

Mütter auf schnelles Laufen oder

Springen und „High-Impact-Sportarten“

wie Squash,

Volleyball oder Fußball verzichten.

Solche Bewegungen können

für die Gelenkstabilität und den

Beckenboden eine enorme Belastung

darstellen. Wird dieser

während, aber auch in den Monaten

nach der Schwangerschaft

zu stark beansprucht, kann das

zu Inkontinenz oder anderen

Langzeitfolgen führen. Und so

ist es keine gute Idee, joggen zu

gehen. Es handele sich um eine

„denkbar ungeeignete Sportart“

für Schwangere, sagt Weber.

Doch es gibt genug Alternativen.

Allen voran Nordic Walking

und Wassergymnastik, aber auch

Radfahren sowie Ski-Langlauf

oder Yoga und Pilates. Auch dieses

Training ist effektiv. „Es ist

ein Irrglaube, dass man durch

schonende Sportarten weniger

Kalorien verbrennt“, sagt

Krauss, die auch als Sporttherapeutin

tätig ist. Das Fitnesslevel

lasse sich auch damit gut erhalten

oder sogar verbessern. Der

Körper ist zwar während der

Schwangerschaft nicht so leistungsfähig,

aber eine gewisse

Grundfitness lässt sich aufbauen.

„Das kommt der Frau nicht

nur bei der Geburt, sondern später

auch beim Tragen des Kindes

zu Gute“, sagt Sportpsychologin

Sulprizio.

Risiken vermeiden

Wichtig sei immer die richtige

Ausführung – im Zweifel lieber

professionell anleiten lassen, rät

Sulprizio. So sollten etwa beim

Krafttraining die Gewichte deutlich

reduziert und dafür auf

mehr Wiederholungen gesetzt

werden. Ein wichtiges Detail:

Die geraden Bauchmuskeln

nicht isoliert beanspruchen. Außerdem

ist es empfehlenswert,

im sogenannten aeroben Bereich

zu trainieren, damit die Sauerstoffzufuhr

für das Kind bestehen

bleibt und das Blut nicht

übersäuert, sagt Sulprizio. Das

lässt sich leicht feststellen: Wer

sich nebenbei unterhalten kann

und am nächsten Tag keinen

Muskelkater hat, hatte eine optimale

Intensität beim Training.

Hält man sich an die Empfehlungen

von Experten, hört auf

sein Körpergefühl und kontrolliert

nebenbei seinen Puls – die

maximale Herzfrequenz sollte je

nach Alter und Fitnesszustand

zwischen 135 und 150 liegen –

dann geht vom Sport fürs Ungeborene

kein Risiko aus. Ganz im

Gegenteil, sagt die Hamburger

Gynäkologin Koene: „Durch die

verbesserte Stoffwechselsituation

der Mutter wird dem Baby

der Weg für ein gesundes Leben

bereitet.“

Vera Kraft, dpa


20

LANGES STEHEN

Berufstätigen, die viel auf den Füßen sind,

wird geraten, öfter die Körperhaltung zu

ändern oder aktive Pausen einzulegen.

Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Heute schon

bewegt?

Steharbeit Wer wie Beschäftigte in der Gastronomie, im Einzelhandel oder am Fließband

ständig auf den Beinen ist, sollte für Ausgleich und Entlastung sorgen.

Viele Menschen arbeiten in Berufen,

in denen sie ständig stehen.

Müde und geschwollene

Beine, Verspannungen und Rückenschmerzen

sind die Folgen.

Experten erklären, was Entlastung

bringen kann.

Bei der Arbeit immerzu sitzen.

Das ist nicht gut. Und im

Job ständig stehen? Ebenfalls

schlecht. Für Menschen mit

Schreibtischjobs gibt es regelmäßig

Ratgeber, wie sie mehr

Bewegung in ihren Arbeitsalltag

integrieren können. Was ist aber

mit jenen, die den ganzen Tag

auf den Beinen sind, wie etwa

Beschäftigte im Einzelhandel,

in der Gastronomie oder Arbeiter

am Fließband? Fünf Tipps für

Entlastung und Ausgleich.

1. Auf optimale Arbeitsumgebung

achten

Lange Zeit auf einem harten Boden

stehen – irgendwann ermüdet

die Muskulatur. Der Körper

versucht dann, die Last zu verlagern.

Dies kann zu Verspannungen

und schließlich zu Kopf-

oder Rückenschmerzen führen.

Auch besteht die Gefahr, dass

die Blutzirkulation in den Beinen

beeinträchtigt wird und sich

Krampfadern bilden.

„Eine Entlastung für das Muskel-Skelett-System

können beispielsweise

spezielle Bodenbeläge

schaffen“, sagt Christina

Helfer von der Berufsgenossenschaft

Handel und Warenlogistik

(BGHW) in Mannheim. Matten

oder Bodenbeläge verringern

die Stehdauer zwar nicht, können

aber die Belastung auf das

Muskel-Skelett-System reduzieren

und damit für einen besseren

Stehkomfort sorgen.

„Insgesamt ist die Reduktion

des Stehanteils im Verlaufe

des Arbeitstags immer entscheidend“,

erklärt Helfer. Hierbei

können Stehhilfen wie Hocker

nützlich sein, auf die man sich

setzen oder auch einfach nur

anlehnen kann. „Im Ergebnis

entlasten Arbeitnehmer damit

Beine, Füße und Rückenmuskulatur“,

erläutert der Physiotherapeut

Uwe Eisner, stellvertretender

Vorstandsvorsitzender

des Deutschen Verbands für

Physiotherapie (ZVK) in Köln.

Sinnvoller Ausgleich

zum langen Stehen:

Mit dem Rad zur

Arbeit fahren.

2. Bewegen am Arbeitsplatz

und aktive Pausen einlegen

Oft reichen schon kleine Dinge

wie Haltungswechsel. „Einfach

mal das Gewicht von einem Bein

aufs andere verlagern

oder mit den Füßen hinund

herwippen“, sagt

Helfer. Oder zwischendurch

mal die Beine ausschütteln

und mit den Schultern

kreisen. Er empfiehlt bewegte

Pausen, in denen man etwa

mehrfach hintereinander in die

Hocke geht und aufsteht oder im

Stehen Kopf und Oberkörper

Wirbel für Wirbel nach unten

beugt um sich dann wieder Wirbel

für Wirbel aufzurichten.

Auch kleine Spaziergänge

zwischendurch

seien ein guter

Ausgleich zu

einer stehenden

FOTO: ANN131313/SHUTTERSTOCK.COM


LANGES STEHEN 21

Um die

Durchblutung

nach Feierabend

anzuregen, helfen

kalt-warme

Wechselfußbäder.

Uwe Eisner

Physiotherapeut

Tätigkeit, so Eisner weiter. Sein

Tipp: Damit die bewegten Pausen

im Alltag nicht in Vergessenheit

geraten, kann man sich kleine

Zettel in Augenhöhe an passender

Stelle am Arbeitsplatz

heften: „Heute schon bewegt?“

Müden Füßen sollte man auch Streicheleinheiten gönnen.

Foto: Africa Studio/Shutterstock.com

3. Bequeme Schuhe und

Kompressionsstrümpfe

Wer lange im Job stehen muss,

sollte auf bequeme Schuhe achten.

Diese sollten flache Absätze

und eine gute Passform haben

sowie gut belüftet sein. „Die Zehen

sollten in den Schuhen ausreichend

Platz für Bewegung haben“,

rät Helfer.

Auch eine gute Ballen- und

Fersendämpfung ist wichtig,

denn so lassen sich Gelenkverschleiß

und Verspannungen entlang

der Wirbelsäule vorbeugen.

Kompressionsstrümpfe pressen

die Venen in den Beinen zusammen,

wodurch Krampfadern vorgebeugt

und das Blut effektiver

in Richtung Herz fließen kann.

4. Durchblutung anregen

und fördern

Um die Durchblutung nach Feierabend

anzuregen und zu fördern,

helfen laut Eisner kalt-warme

Wechselfußbäder. Auch Fußbäder

mit langsam ansteigender

Temperatur sind gut für die Zirkulation.

Hierfür eine Fußwanne

mit etwa 22 Grad warmen Wasser

füllen und beide Füße eintauchen.

Durch zulaufendes heißes

Wasser die Temperatur innerhalb

von 20 Minuten auf 39

Grad erwärmen. Danach die

Füße gut trocken reiben.

5. In der Freizeit Sport treiben

Als Ausgleich zum vielen Stehen

im Job bieten sich in der Freizeit

Sportarten an, die den Aufbau

der Bein- und Rückenmuskulatur

fördern und stärken. Dazu

gehören zum Beispiel Radfahren

oder Walken. „Optimal ist auch

die Nutzung von Sportgeräten

wie etwa ein Crosstrainer“, sagt

Eisner. Auf diesem würden viele

Muskelgruppen gelenkschonend

trainiert. Auch Joggen ist ein effektives

Ganzkörpertraining. Neben

Sport lässt sich außerhalb

des Jobs auch sonst viel Bewegung

einbauen. „Statt den Aufzug

die Treppe nutzen“, empfiehlt

Helfer.

Oder: Wer nach der Arbeit

mit einem öffentlichen Verkehrsmittel

nach Hause fährt,

steigt einfach eine Haltestelle

früher aus und geht das letzte

Stück zu Fuß. Und wer den Arbeitsweg

mit dem Fahrrad zurücklegt,

dem wehe auch immer

eine frische Brise um die Nase,

rät Christina Helfer von der

BGHW. Sabine Meuter, dpa

Vogelsang„Schlappen“ sind DIE BESTEN

Pantoletten, Sandalen

und Clogs

– Tieffußbettschuhe

mit Fersenfederung

und gepolsterter Lauffläche

für Damen und Herren

– Damen-Handnahtschuhe

mit auswechselbarem Fußbett

– „Made in Germany“

– Werksverkauf vor Ort

und Online erhältlich

Öffnungszeiten: Mo.–Fr.: 7.30 bis 17.00 Uhr

Friedrich Vogelsang GmbH

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Tel. 0 98 51 /2296, Fax 0 98 51 /6885, www.vogelsang-schuhe.de


22

GESUNDER RÜCKEN

Streck dich! Orthopäden empfehlen, bei

der Büroarbeit ruhig zwei- bis dreimal pro

Stunde aufzustehen und sich lang zu

machen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Das Kreuz

mit dem Kreuz

Rückenschmerzen Wer regelmäßig aktiv ist, stärkt die Muskeln und entlastet die

Wirbelsäule: Fünf Tipps für mehr Bewegung im Alltag.

Ein Großteil der Menschen

in Deutschland

hat mal mehr, mal weniger

häufig Rückenschmerzen.

Viele sind

deshalb auch immer wieder

krankgeschrieben. Die beste Prävention?

Aktiv sein.

Keine Frage: Rückenschmerzen

sind ein Volksleiden. Oft

sind sie aber ein selbst hervorgerufenes

Leid. Denn Bewegungsmangel

ist ein möglicher

Auslöser. Wer stattdessen regelmäßig

aktiv ist, stärkt die Muskeln

im Rücken und entlastet die

Wirbelsäule, erklärt die Deutsche

Gesellschaft für Orthopädie

und Unfallchirurgie

(DGOU).

Auch Bandscheiben und Gelenke

profitieren von dem Wechsel

aus Belastung und Entlastung

– man kann definitiv sagen: ohne

Bewegung kein fitter Rücken.

Fünf Tipps für den Alltag:

Die tägliche Dosis Aktivität:

Wie man sich bewegt, ist aus

Sicht der DGOU zweitrangig.

Von Spazierengehen bis Klettern

sei jede Art von Aktivität hilfreich

für den Rücken. Es sollten

aber mindestens 30 Minuten am

Tag sein.

Ein Ratschlag der Experten:

Weil selbst eine halbe Stunde auf

manche abschreckend wirkt,

drittelt man sich die Aktivitäten

auf und bewegt sich drei Mal am

Tag ganz bewusst für ungefähr

zehn Minuten.

Abwechslung bei der Arbeit:

Klar, in vielen Berufen ist man

aktiv. Doch gerade Menschen,

die Schreibtischarbeit verrichten,

bewegen sich oft zu wenig.

Zwei einfache Gegenmaßnahmen

lauten: Immer wieder die

Sitzposition ändern und regelmäßig

aufstehen, um sich zu

strecken.

Gewicht im Blick halten:

Bewegungsmangel und dazu einige

Snacks mehr als sonst können

zu unerwünschten Corona-Kilos

auf den Hüften führen.

Das kann den Rücken stressen,

denn die Muskulatur wird durch

zunehmendes Körpergewicht

mehr beansprucht. Wer es schaffe,

sein Gewicht weitestgehend

zu kontrollieren, schalte einen

wichtigen Krankheitsfaktor damit

von vornherein aus, erklärt

Jan Holger Holtschmit. Der Orthopäde

ist Präsident der Arbeitsgemeinschaft

nicht operativer

orthopädischer manualmedizinischer

Akut-Kliniken

(Anoa).

Eine feste Morgenroutine:

Gleich nach dem Aufstehen etwas

für die Gesundheit tun, das

bringt Motivation für den ganzen

Tag – und auch der Rücken

freut sich. Dabei muss man es

nicht übertreiben: Zehn Minuten

Gymnastik und Dehnübungen

reichen laut

DGOU schon.

Regelmäßig

abschalten:

Für das Zwicken im Rücken

ist fehlende Muskulatur

längst nicht der einzige

Auslöser. Auch die Psyche

könne dazu beitragen, dass man

Schmerzen bekommt, so Holtschmit.

Wer kann, sollte Dauerstress

unbedingt vermeiden und

regelmäßig abschalten. Für wen

Yoga oder autogenes Training

nichts ist, der kann zum Beispiel

einen Spaziergang im Wald machen.

dpa/tmn

FOTO: AKTION GESUNDER RÜCKEN E.V.


GESUNDER RÜCKEN 23

Schwingstab, Powerball,

Therapieröhre und Co.

Sportgeräte Sie sorgen für mehr Abwechslung beim Rückentraining. Praktisch ist, dass sie

sowohl Zuhause als auch unter freiem Himmel zum Einsatz kommen. Man fühlt sich dann

weniger eingesperrt und die frische Luft bietet einen gesunden Extra-Kick.

Durch die coronabedingten

Einschränkungen

fallen viele Trainingsaktivitäten

weg: Fitnessstudios

sind geschlossen, Mannschaftssport

fällt aus und Kurse

finden nicht statt. Sporttreiben

ist zu einer Solopartie geworden.

Unterschiedlichste Geräte

bieten dabei eine große Auswahl

an Möglichkeiten. Viele Aktivitäten

können damit jetzt auch

einfach ins Freie verlegt werden,

denn ausreichend frische Luft

bietet einen gesunden Extra-Kick.

Gymnastikmatten

Pilates, Yoga oder andere Rücken-

und Gymnastikübungen

erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Diese Art der sportlichen

Betätigung sorgt für eine

Kräftigung der Muskulatur und

verbessert die Beweglichkeit.

Das Schöne daran: Diese Übungen

kann man zuhause genauso

gut wie im Park durchführen. Alles,

was man benötigt, ist eine

gute Trainingsmatte.

Faszienrollen

Da sie das Gewebe dehnen, Verspannungen

lösen und verhärtete

Muskeln lockern können, sind

Faszienrollen ein bewährtes

Gadget für mehr Beweglichkeit.

Sie sind klein, leicht und handlich

und daher überall einsetzbar

– auch auf der Trainingsmatte.

Faszienrollen, auch unter der

Marke „Blackroll“ bekannt, sind

Hilfsmittel zur Eigenmassage

der Muskeln.

Viele Matten des Herstellers Airex sind von Ärzten und Therapeuten der AGR zertifiziert, da sie unter

anderem vor Bodenkälte sowie vor möglichen Verletzungen schützen.

Foto: Airex/AGR

Powerball

Der gute alte Gymnastikball lässt

sich in vielen Bereichen einsetzen

und eignet sich besonders

für abwechslungsreiche Dehnund

Kräftigungsübungen. Dabei

muss es nicht immer die klassische

runde Ausführung sein: Der

ovale Pendelball verfügt über

eine größere Kontaktfläche zum

Boden und sorgt so für mehr

Standfestigkeit und Sicherheit.

Schwingstäbe

Muskelkoordinationstraining für

den ganzen Körper ist besonders

wichtig für einen starken

Rücken. Dabei werden die Muskeln

tief im Inneren des Körpers

durch einen hochelastischen

Schwingstab aktiviert. An dessen

Enden sind bis zu zwei Gewichte

befestigt, die sich je nach

Produkt auch individuell einstellen

lassen.

Sobald man den Stab in Bewegung

gebracht hat, muss der Körper

die Schwingungen durch ein

koordiniertes Zusammenspiel

aller Muskelschichten ausgleichen.

Trainings- und Therapieröhren

Sie ähneln ein wenig einem

Lichtschwert aus den Star

Wars-Filmen, sind zwischen 1,2

und 2 Meter lang, können im

Durchmesser sowie im Gewicht

variieren und sind mit einer bunten

Flüssigkeit gefüllt. Mit zwei

für die Hände am Gerät angebrachten

Schlaufen erlauben sie

zahlreiche Fitnessübungen im

Stehen, Sitzen und Liegen. Ziel

ist es, die Flüssigkeit einigermaßen

im Gleichgewicht zu halten.

Dafür muss der Körper kleine

und nahezu unsichtbare Ausgleichsbewegungen

machen. So

werden die tiefliegenden Muskeln

aktiviert und trainiert.

Tipp: Für mehr Rückengesundheit

lohnt es sich laut Aktion Gesunder

Rücken e.V., nach AGR-zertifizierten

Trainingsutensilien (www.agrev.de/trainingsgeraete)

Ausschau

zu halten.

Quelle: Aktion Gesunder Rücken

AMBULANTE

ERGOTHERAPIE Andrea Sünder

Behandlung von

Erwachsenen und Kindern

Hausbesuche

Zusatzangebote: Marburger Konzentrationstraining,

Training von Lese-, Rechtschreib- und

Rechenstörung oder -schwäche, Linkshänderberatung

Bergwerkstraße 5/3

74564 Crailsheim

Telefon 079 51/4 6475

Termine nach Vereinbarung


24

VORSORGE

Es ist kein angenehmes Thema, aber gerade die Corona-Krise hat es deutlich gemacht: Gesundheit ist kein selbstverständliches Gut. Jeder

sollte daher schon frühzeitig schriftlich festhalten, wer ihn im Krankheits- oder Pflegefall vertreten soll.

Foto: Christin Klose/dpa

Wichtige Regelungen

für den Ernstfall

Vollmacht Heute schon an morgen denken: Personen- und Vermögenssorge sollten

idealerweise rechtzeitig abgesichert werden.

In guten Zeiten denkt kaum

einer daran, aber es ist einfach

ein Fakt: Ein selbstbestimmtes

Leben ist alles andere

als eine Selbstverständlichkeit.

Ganz schnell ist es

doch passiert: Ein Unfall, eine

schwere Krankheit – und plötzlich

kann man die wichtigen Dinge

des Alltags nicht mehr selbst

in die Hand nehmen.

Was, wenn Betroffene sich

dann wirklich nicht mehr selbst

um die wichtigen Dinge kümmern

können? Wer sorgt dafür,

dass die medizinische Behandlung

so verläuft, wie man es sich

selbst wünscht? Und wer behält

die Finanzen im Blick?

Eine Vorsorgevollmacht kann

hier helfen. Mit dieser ermöglicht

eine Person jemand anderem

rechtlich abgesichert,

im Falle einer Notsituation alle

oder bestimmte Aufgaben für

den Vollmachtgeber zu erledigen.

Eine Vorsorgevollmacht setzt

aber nicht nur unbedingtes und

uneingeschränktes persönliches

Vertrauen zum Bevollmächtigten

voraus. Damit sie wirklich

Gültigkeit besitzt, gilt es auch

ein paar rechtliche Regeln zu

beachten. Welche das sind, erklärt

Andreas Kühnelt, Vorstandsmitglied

der Notarkammer.

Was wird mit einer Vorsorgevollmacht

geregelt?

Andreas Kühnelt: Eine Vorsorgevollmacht

regelt zwei Bereiche:

die Vermögenssorge und die

Personensorge. Bei der Vermögenssorge

geht es um die Geldgeschäfte,

aber auch um die finanziellen

Aspekte, die zum Beispiel

mit einer Immobilie verbunden

sind und um sonstige

Verträge, zum Beispiel mit Versicherungen.

Bei der Personensorge geht es

hingegen um die Frage: Was passiert

mit mir? Das betrifft mitunter

gesundheitliche Aspekte

oder beispielsweise auch die

Frage, ob und wie möglicherweise

Pflege organisiert werden soll.

Was viele nicht bedenken: Wird


VORSORGE 25

das alles nicht im Vorfeld geregelt,

wird vom Gericht ein gesetzlicher

Betreuer bestimmt,

der die Regelung dieser Fragen

im Notfall übernimmt. Selbst

Ehepartner haben im Ernstfall

nicht automatisch alle Befugnisse.

Wie soll denn eine Vollmacht

aussehen?

Kühnelt: Die Vorsorgevollmacht

ist das schärfste Schwert, das ich

schmieden kann. In dem Dokument

wird bestimmt, wer die eigenen

Angelegenheiten regeln

soll, wer einen zum Beispiel gegenüber

Behörden vertreten,

über das Aufenthaltsrecht entscheiden

kann oder die Vermögensverwaltung

übernimmt. In

der Vorsorgevollmacht erhält

der Bevollmächtigte auch die

Möglichkeit, in medizinischen

Fragen Entscheidungen zu treffen.

Wer aber klare Vorstellungen

hat, was geschehen soll, sollte

eine Patientenverfügung machen,

da in der Vollmacht nicht

geregelt wird, nach welchen Kriterien

der Bevollmächtigte die

Entscheidungen zu treffen hat.

Banken wollen zudem oft eine

eigene Bankenvollmacht.

Kann man auch bestimmte Bereiche

ausschließen?

Kühnelt: Das kann man machen.

Es ist aber immer die Frage, ob

das im Ernstfall auch sinnvoll ist.

Patientenverfügungen sind eine sinnvolle Ergänzung zur Vorsorgevollmacht. Medizinische Fragen

können hier noch einmal im Detail geklärt werden.

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Nehmen wir ein Beispiel: Sie bestimmen,

dass der Bevollmächtigte

keine Kredite in ihrem Namen

aufnehmen kann. Was aber

ist, wenn ihr Haus nach einem

Unfall behindertengerecht umgebaut

werden muss und ihre

Rücklagen nicht reichen?

Der Person, die man mit diesen

Aufgaben betraut, sollte man

unbedingt und aus ganzem Herzen

vertrauen, denn die Vollmacht

gilt in der Regel ab sofort.

Wer Sorge vor einem Missbrauch

hat, sollte sich überlegen,

ob der Bevollmächtigte die richtige

Person ist. Falk Zielke, dpa

Wünsche ganz exakt formulieren

Wer nach dem Tod Organe

spenden möchte, kann diesen

Wunsch in seiner Patientenverfügung

festhalten.

Diese Formulierung sollte jedoch

eindeutig und widerspruchsfrei

sein, erklärt die

Bundeszentrale für gesundheitliche

Aufklärung (BZgA).

Schließe man bestimmte intensivmedizinische

Maßnahmen

wie eine künstliche Beatmung

in der Verfügung aus,

könne keine Diagnose des Hirntods

erfolgen, darauf weist der

kommissarische BZgA-Direktor

Prof. Martin Dietrich hin. Für

eine Entnahme der Organe sind

nach Feststellen des Hirntods

aber eine künstliche Beatmung

und die Aufrechterhaltung des

Herz-Kreislauf-Systems nötig.

Sind genau solche Handlungen

in der Patientenverfügung aber

untersagt, lässt sich eine gewünschte

Organspende womöglich

nicht umsetzen.

Wer zwar grundsätzlich keine

lebensverlängernden Maßnahmen

möchte, aber für die

Durchführung einer Organspende

eine Ausnahme zulassen

will, sollte das in seiner

Verfügung auch entsprechend

formulieren. Formulierungsvorschläge

für diesen Fall, weitere

Textbausteine rund um Organspende

sowie allgemeine Informationen

zum Thema haben

die BZgA und die Bundesnotarkammer

in der kostenfreien

Broschüre „Organspende in der

Patientenverfügung“ zusammengefasst.


dpa

Den Menschen annehmen

Pflegestift Rosengarten-Vohenstein

Pflegestift Rosengarten-Vohenstein

07 91 51 41 07 91 / 9 51 41 - 0

Ambulanter Dienst Schwäbisch Hall

Ambulanter Dienst Schwäbisch Hall

Ihre Diakoniestation

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07 91 75 82 39

07 91 / 75 82 - 2 39

Wohn- und Pflegestift Teurershof

Wohn- und Pflegestift Teurershof

07 91 75 82 07 Pflegestift 91 / 75 82 Rosengarten-Vohenstein

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Pflegestift 07 91 / 9 51 Rosenberg 41 - 0

Pflegestift Rosenberg

79 67 0272 0 Ambulanter 79 67 / 7 0272 Dienst - 0 Schwäbisch Hall

www.dienste-fuer-menschen.de

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079 07 / 9444-400

Wohn- und Pflegestift Teurershof

Pflegestift 07 91 / 75 82 Obersontheim

- 0

079 73 / 92920-0

Pflegestift Rosenberg

www.dienste-fuer-menschen.de

0 79 67 / 7 0272 - 0

www.dienste-fuer-menschen.de

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26

ZECKENSTICHE

Wer durch eine Wiese streift, kennt meist die

Gefahr, die dort durch Zecken besteht. Aber

die Parasiten lauern oft auch im eigenen

Garten, im Park und auf dem Sportplatz.

FOTO: DJD/HERMES ARZNEIMITTEL/SHUTTERSTOCK/CHRISTIAN MUELLER

Äußerst gefährlich: Schon ein

Stich kann schwere gesundheitliche

Folgen beim Menschen

verursachen.

FOTO: DJD/HERMES ARZNEIMITTEL/SHUTTERSTOCK/

Kleines Krabbeltier,

große Gefahr

Zecken Wo lauern die kleinen Blutsauger, welcher Schutz ist möglich und was ist zu tun,

wenn es doch zu einem Stich kommt? Hier sind Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Durch den Stich einer

Zecke können etwa

50 verschiedene

Krankheitserreger

übertragen werden.

Am bekanntesten sind die Frühsommer-Meningoenzephalitis

(FSME) und die Borreliose, die

zu bleibenden gesundheitlichen

Schäden führen können. Die Parasiten

sind zudem nicht mehr

nur im Frühjahr und Sommer aktiv,

sondern bei anhaltend warmer

Witterung inzwischen auch

im Herbst und Winter.

Wo lauern Gefahren

durch Zecken?

Wer im Wald spazieren geht, am

grünen Ufer eines Sees picknickt

oder durch eine Blumenwiese

streift, ist sich der Gefahr durch

Zecken meist bewusst. Aber: Sie

lauern oft auch im eigenen Garten,

im Park und auf dem Sportplatz.

Bei Untersuchungen fanden

Wissenschaftler der Universität

Hohenheim in einzelnen

Gärten im Großraum Stuttgart

bis zu 800 Tiere in einer halben

Stunde. Nicht nur auf verwilderten

Grundstücken in Waldnähe,

sondern auch in kleinen, akkurat

gepflegten Stadtgärten tummelten

sich die Blutsauger.

Wie kann man sich

gegen Zecken schützen?

Ein wirksamer Schutz vor Zecken

ist also nicht nur beim Spaziergang

wichtig, sondern auch

bei der Gartenarbeit. Beim Aufenthalt

in der Natur oder beim

Werkeln im heimischen Grün

Die Parasiten sind auch für Haustiere

eine Gesundheitsgefahr

Nach Streifzügen durch Garten,

Stadtparks, Wiesen und

Wälder bringen Hunde und

Katzen oftmals gleich mehrere

der kleinen Parasiten im dichten

Fell mit nach Hause. Stechen

die Zecken zu, drohen

auch den geliebten Vierbeinern

Krankheiten wie Borreliose,

Babesiose (Hundemalaria),

Anaplasmose und Frühsommer-Meningoenzephalitis

(FSME). Fieber, Appetitlosigkeit,

Gewichtsverlust, Gelenkentzündungen,

Lahmheit und

schlimmstenfalls epileptische

Anfälle können die Folgen sein.

Die Vielzahl an möglichen Symptomen

macht eine korrekte

Diagnose schwierig. Schützen

kann man sein Haustier nur, indem

man vorbeugt. Besitzer

sollten sich dafür in der Apotheke

oder bei ihrem Tierarzt

über die verschiedene Möglichkeiten,

wie beispielsweise einem

Sofort-Schutz-Spray für

das Fell, informieren. djd

sollte man lange, hautbedeckende

Kleidung und geschlossenes

Schuhwerk tragen. Socken sollten

über die Hose gezogen werden,

um es den Zecken schwerer

zu machen, an den Beinen hoch

zu krabbeln.

Wer zusätzlich vorbeugen

möchte, kann Kleidung und Haut

mit insektenabweisenden Mitteln

einsprühen. Neben dem Einsatz

eines Repellents, hilft es außerdem

zu prüfen, ob man in einem

FSME-Risikogebiet lebt und

sich gegebenenfalls gegen die tückische

Krankheit impfen zu lassen.

Das Robert-Koch-Institut

stellt unter www.rki.de eine aktuelle

Karte der Risikogebiete

zur Verfügung.

Was tun bei einem

Zeckenstich?

Bei einem Zeckenstich sollten

die Parasiten möglichst hautnah,

langsam und kontrolliert mit einer

Zeckenkarte, -zange oder

Pinzette entfernt werden. Kein

Benzin, keinen Nagellackentferner

und keinen Alkohol anwenden.

Dies erhöht das Risiko der

Übertragung von Erregern. Nach

dem Entfernen die Stellen mit

Alkohol oder jodhaltiger Salbe

desinfizieren.

Wenn Rötungen an der Einstichstelle

nicht zurückgehen

oder sich ausbreiten, sollte ein

Arzt aufgesucht werden. Gleiches

gilt, wenn die Einstichstelle

stark anschwillt, schmerzt,

heiß wird, pocht – oder Symptome

wie Fieber oder Gliederschmerzen

auftreten. djd


Anzeige

Die aktuelle Situation führt

uns tagtäglich vor Augen, wie

wichtig ein funktionierendes

Immunsystem ist.

Wann haben Sie sich das letzte

Mal so richtig mit Ihrem Immunsystem

beschäftigt?

Wie unterstützen Sie Ihr Immunsystem?

In der Werbung liest man viel:

ein paar Mikronährstoffe da,

ein bisschen Mikrobiomaufbau

hier, eine Prise bessere Lebensführung

und ein Quäntchen

Entsäuerung und fertig ist der

Zaubertrank.

Aber ganz so einfach ist das

nicht!

Wo bleibt der Mensch als Individuum

und wer berücksichtigt

die Zusammenhänge?

Welche Rolle spielen Stress und

Ernährung?

Die Menschen unterliegen

schon lange nicht mehr dem

natürlichen Rhythmus, der

von der Natur vorgegeben ist,

sondern der unnatürlichen Taktung

von Wirtschaftswachstum

und Beschleunigung.

Die Gesellschaft steht im Dauerstress

– und das macht krank.

Erfahren Sie, wie Sie Ihrem

schwächelnden Immunsystem

wieder auf die Sprünge helfen.

Denn gerade jetzt in Corona-Zeiten

spielt die Abwehrfunktion

eine große Rolle und

es ist mehr denn je wichtig,

dass sie in gesunder Stärke

funktioniert.

Detox: dieses Thema ist aktuell

extrem populär und kommerzialisiert.

Detox scheint als neuer Heilsbringer

für alle möglichen Lebensbereiche

unverzichtbar zu

sein:

Detox-Cremes, Detox-Saftkuren,

Detox „to go“.

DETOX: ein Begriff, der positiv

besetzt ist, weil er impliziert,

dass wir uns danach gereinigt,

befreit und wieder leistungsfähiger

fühlen.

Detox hat das Ziel, den Körper

und die Seele von schädlichen

Substanzen oder Einflüssen zu

befreien.

Das ist sicher vor allem in Zeiten

von Corona für viele ein

großes Anliegen.

Doch ist das wirklich so neu,

wie uns die Werbung Glauben

macht?

Reicht es aus, das Ganze an der

Oberfläche anzugehen?

In der Naturheilkunde ist das

Thema DETOX bereits seit Jahrzehnten

als „Entgiftung“ bekannt,

wirkt tiefgreifender und

gezielter.

Vor allem in den letzten Jahren

haben sich Art und Menge der

Belastungen und Toxine, mit

denen wir beladen sind, extrem

vervielfacht und wir haben

mit den vielfältigsten Folgeerscheinungen

zu kämpfen.

Was können Sie für sich tun und

welche Mittel und Möglichkeiten

hält die Naturheilkunde

für Sie bereit, um Belastungen

auf körperlicher und seelischer

Ebene zu reduzieren und damit

der Chronifizierung von Krankheiten

vorzubeugen? Damit

Sie sich wieder besser, befreiter

und vor allem leistungsfähiger

fühlen können.

Finden Sie es heraus und vereinbaren

Sie einen Termin.

Der Darm steht immer mehr im

Fokus der Wissenschaft.

War der Darm vor einigen Jahren

noch etwas, worüber man

in der Öffentlichkeit kaum

sprach, schießen heute Bücher

und Veröffentlichungen zum

Thema Darm wie Pilze aus dem

Boden.

Denn dem Darm wird eine

zentrale Rolle bei der Gesunderhaltung

von Immunsystem,

inneren Organen, dem Gehirn

und der Psyche zugeschrieben.

Der Darm hat nicht nur einen

vielfältigen Bezug zu Immunsystem

und Organen, sondern

auch zum Gehirn. Die Kommunikation

zwischen Bauch und

Kopf ist komplex. Die Natur hat

uns sozusagen ein Gehirn in

den Bauch gelegt. Und funktionelle

Darmprobleme haben

in den letzten Jahren deutlich

zugenommen.

Wussten Sie, dass man mittlerweile

von der „Bauch-Leber-

Hirn-Achse“ spricht?

Und wie steht es um das

„Bauchhirn“, wenn es um Depressionen,

Demenz, oder aber

auch um Autoimmunerkrankungen

geht?

Erfahren Sie mehr und vereinbaren

Sie einen Termin.

DR

oris

auskolb

Beckenboden –

Die Kraft von Innen

Das Thema Beckenboden erlebt zur Zeit einen wahren

Boom. Das einstige Randthema wird zum Lebenselixier

im Alltag, der Prävention und Rehabilitation.

Klinische Hypnosetherapeutin

Geprüfte Iridologin (Felke Institut)

Heilpraktikerin

Gesundheitsberaterin

Ein intakter, gesunder Beckenboden ist wichtige Grundlage für unsere innere Haltung

(Organlage und Funktion) und äußere Haltung (Körperhaltung und Bewegung).

Beckenbodenschwäche hingegen beeinträchtigt das Leben des Betroffenen und seine Umgebung

mehr als die meisten sich vorstellen können.

Wussten Sie, wieviele Probleme und Beschwerden mit dem Beckenboden zusammenhängen?

Leiden auch Sie unter:

• Gelenkbeschwerden

• Rückenbeschwerden

• Bandscheibenbeschwerden

• Unterleibsbeschwerden

• Kniebeschwerden

• Hüftgelenksbeschwerden

• Haltungsschäden wie Skoliose, Rundrücken,

Hohlkreuz, O-Beine, X-Beine

• Organsenkung, Inkontinenz,

Hämorrhoiden

• unbefriedigender Sexualität, Impotenz,

Prostataleiden?

Dann setzen Sie doch auf die immense Wirkung der Energie aus dem Becken!

Weitere Informationen und Terminvereinbarung:

Hypnose- und Naturheilpraxis Doris Rauskolb

Gartenstraße 8 –1 · 73479 Ellwangen

Telefon 0 79 61 / 9 68 72 92 · www.hypnosepraxis-rauskolb.de


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