02.06.2021 Aufrufe

Vietnam: Entdecken. Erleben. Einsteigen.

Die sozialistische Republik Vietnam begeistert durch eine vielschichtige Kultur und atemberaubende Landschaften. Die junge Generation ist modern, zukunftsorientiert und gebildet. Vergleichsweise wenige Vietnamesen kennen Jesus, im Norden noch weniger als in Südvietnam. Es gibt vielfältige Möglichkeiten für ausländische Christen, ihren Glauben weiterzugeben. Gott ist am Wirken unter Vietnamesen! Inhalt: - Land mit einer reichen Geschichte - Quiz: Wie gut kennst du Vietnam? - Fahrradtour durch Vietnam - Von Einwanderern zu Mitbürgern: Vietnamesen in Deutschland - Interview: Ein Ozean an Möglichkeiten - Einsatzmöglichkeiten in Vietnam - Missional Business: Unternehmer im Reich Gottes - Tuan: Was ist Wahrheit? - Rezept: Vietnamesischer Eiskaffee - Bedingungslos geliebt - Himmlisches Timing - Aktiv werden: 6 Ways zur Mitarbeit

Die sozialistische Republik Vietnam begeistert durch eine vielschichtige Kultur und atemberaubende Landschaften. Die junge Generation ist modern, zukunftsorientiert und gebildet.

Vergleichsweise wenige Vietnamesen kennen Jesus, im Norden noch weniger als in Südvietnam. Es gibt vielfältige Möglichkeiten für ausländische Christen, ihren Glauben weiterzugeben. Gott ist am Wirken unter Vietnamesen!

Inhalt:
- Land mit einer reichen Geschichte
- Quiz: Wie gut kennst du Vietnam?
- Fahrradtour durch Vietnam
- Von Einwanderern zu Mitbürgern: Vietnamesen in Deutschland
- Interview: Ein Ozean an Möglichkeiten
- Einsatzmöglichkeiten in Vietnam
- Missional Business: Unternehmer im Reich Gottes
- Tuan: Was ist Wahrheit?
- Rezept: Vietnamesischer Eiskaffee
- Bedingungslos geliebt
- Himmlisches Timing
- Aktiv werden: 6 Ways zur Mitarbeit

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OSTASIENS MILLIONEN<br />

MAGAZIN<br />

<strong>Entdecken</strong>. <strong>Erleben</strong>. <strong>Einsteigen</strong>.<br />

VIET<br />

NAM<br />

www.omf.de


magazin:editorial<br />

magazin:editorial<br />

<strong>Erleben</strong><br />

<strong>Vietnam</strong> erleben. Lebendige<br />

Einblicke durch Berichte<br />

und Erlebnisse.<br />

<strong>Entdecken</strong><br />

<strong>Vietnam</strong> kennenlernen.<br />

Hintergründe aus Gesellschaft,<br />

Kultur und Religion.<br />

<strong>Einsteigen</strong><br />

Werde aktiv. Hole <strong>Vietnam</strong><br />

zu dir nach Hause<br />

oder in deine Gemeinde<br />

und sei Teil von Mission.<br />

Xin Chào!<br />

In der zweiten Ausgabe des neuen<br />

OAM Magazins stellen wir euch ein<br />

faszinierendes Land mit fast 100 Millionen<br />

Menschen vor. Die „Sozialistische<br />

Republik <strong>Vietnam</strong>“ ist ein langgestreckter<br />

Küstenstaat in Südostasien. Es<br />

hat eine spannende und vielschichtige<br />

Kultur, atemberaubende Landschaften<br />

und eine herzliche Gastfreundschaft.<br />

Ein freundliches Lächeln, höfliches<br />

Verhalten und adrette Kleidung werden<br />

überall gern gesehen. Die junge<br />

Generation ist modern, zukunftsorientiert<br />

und gebildet.<br />

<strong>Vietnam</strong> besteht aus zahlreichen<br />

Volksgruppen, die vom Evangelium<br />

noch „unerreicht“ sind. Nur ca. 500.000<br />

der 80 Millionen ethnischen <strong>Vietnam</strong>esen<br />

(„Kinh“) kennen Jesus. Obwohl<br />

man als „klassischer“ Missionar kein<br />

Visum erhalten kann, gibt es vielfältige<br />

Möglichkeiten, durch die ausländische<br />

Christen ihren Glauben mit der jungen,<br />

dynamischen Bevölkerung teilen können.<br />

Gott ist am Wirken unter den <strong>Vietnam</strong>esen<br />

und wir sind sicher, dass euch<br />

die genialen Stories im Magazin ebenso<br />

inspirieren wie uns.<br />

Vui vẻ nhé!<br />

Armin & Heike Messer<br />

Missionsleiter von OMF Deutschland<br />

Xin Chào = Höflicher vietnamesischer Gruß<br />

Vui vẻ nhé = Viel Vergnügen!<br />

4 <strong>Vietnam</strong> – Land mit einer<br />

reichen Geschichte<br />

6 Quiz: Wie gut kennst<br />

du <strong>Vietnam</strong>?<br />

8 Fahrradtour durch<br />

<strong>Vietnam</strong><br />

10 Von Einwanderern zu<br />

Mitbürgern – <strong>Vietnam</strong>esen<br />

in Deutschland<br />

12 Interview: Ein Ozean an<br />

Möglichkeiten<br />

16 Einsatz in <strong>Vietnam</strong><br />

18 Missional Business – Unternehmer<br />

im Reich Gottes<br />

20 Tuan: Was ist Wahrheit?<br />

23 Rezept: <strong>Vietnam</strong>esischer<br />

Eiskaffee<br />

24 Bedingungslos geliebt<br />

26 Himmlisches Timing<br />

28 6 Ways – Aktiv werden<br />

2<br />

3


magazin:entdecken<br />

magazin:entdecken<br />

VIDEO-TIPP:<br />

<strong>Vietnam</strong> –<br />

Land der Kontraste<br />

<strong>Vietnam</strong> ist ein langgezogenes, schmales<br />

Land - 1.650 km lang - das im Westen<br />

von Bergen und im Osten vom<br />

Meer begrenzt wird. Es wimmelt nur<br />

so von Menschen - bis 2023 werden es<br />

100 Millionen sein. Die meisten von ihnen<br />

sind am nördlichen oder südlichen<br />

Ende zu Hause. <strong>Vietnam</strong>s Geschichte<br />

reicht viertausend Jahre bis zur ersten<br />

Dynastie der Hung-Könige zurück, die<br />

im heutigen Nordvietnam herrschten.<br />

Ein Großteil der vietnamesischen Geschichte<br />

ist seither von der Beziehung<br />

zum großen, mächtigen Nachbarn im<br />

Norden geprägt: China. Nordvietnam<br />

war tausend Jahre lang von China besetzt.<br />

Als die chinesische Dynastie zu<br />

bröckeln begann, konnte sich <strong>Vietnam</strong><br />

befreien. In den letzten tausend Jahren<br />

ist es als unabhängiges Land gewachsen,<br />

hat sich aber gelegentlich mit dem<br />

nördlichen Nachbarn angelegt.<br />

VIETNAM<br />

LAND MIT EINER REICHEN GESCHICHTE<br />

In der jüngeren Vergangenheit wurde<br />

<strong>Vietnam</strong> eine französische Kolonie<br />

(ab 1858). Als es schließlich die Unabhängigkeit<br />

erlangte (1954), wurde es<br />

in zwei Teile geteilt und kämpfte den<br />

lang andauernden vietnamesisch-amerikanischen<br />

Krieg, der 1975 endete.<br />

Mit diesem Sieg wurde das Land unter<br />

kommunistischer Herrschaft vereinigt.<br />

Heute ist <strong>Vietnam</strong> immer noch kommunistisch<br />

und auch zunehmend<br />

wohlhabend. Seit das Land einen kapitalistischeren<br />

Ansatz verfolgt, ist die<br />

Wirtschaft rasant gewachsen. 2020<br />

war es trotz Covid-19 die leistungsstärkste<br />

Volkswirtschaft in Südostasien<br />

und entwickelt sich weiterhin mit<br />

einer Geschwindigkeit, um die es von<br />

vielen anderen Ländern beneidet wird.<br />

Jesuiten-Missionare brachten 1615 den<br />

Katholizismus nach <strong>Vietnam</strong> und riskierten<br />

dabei ihr Leben, da die vietnamesischen<br />

Kaiser diesen fremden Glauben<br />

nicht willkommen hießen. Die<br />

ersten protestantischen Missionare<br />

kamen drei Jahrhunderte später. Allerdings<br />

begann die Gemeindegründung<br />

erst mit der Ankunft der „Christian &<br />

Missionary Alliance‘‘ im Jahr 1915. Obwohl<br />

ausländische Christen heutzutage<br />

nicht offiziell mit der vietnamesischen<br />

Kirche arbeiten dürfen, können<br />

sie dennoch als Fachkraft im Land leben<br />

und dabei Christus bezeugen.<br />

Heute gibt es etwa 1,8 Millionen protestantische<br />

Christen. Drei Viertel von<br />

ihnen sind unter den ärmeren Minderheiten<br />

im zentralen Hochland und in<br />

den nördlichen Bergen zu finden. Obwohl<br />

ethnische <strong>Vietnam</strong>esen („Kinh“)<br />

86 % der Bevölkerung ausmachen, gibt<br />

es unter ihnen nur 0,5 % protestantische<br />

Christen. Von ihnen leben nur<br />

0,05 % im Norden, zwanzigmal so viele<br />

Kinh-Christen gibt es in Südvietnam –<br />

ein starkes geographisches Ungleichgewicht.<br />

Trotzdem ist Gott am Werk und die<br />

– noch kleine – Gemeinde unter den<br />

Kinh im Norden wächst. Die Zahl der<br />

Christen steigt um etwa 8 % pro Jahr<br />

– eine Verdoppelung in einem Jahrzehnt.<br />

Drei Viertel der Christen gehören<br />

zur sogenannten „ersten Generation‘‘,<br />

was bedeutet, dass sie nicht in einer<br />

christlichen Familie aufwuchsen und<br />

die Entscheidung, Jesus nachzufolgen,<br />

aus eigener Überzeugung trafen. Viele<br />

geben ihren Glauben leidenschaftlich<br />

und voller Elan weiter.<br />

Es gibt eine Menge zu tun, aber auch<br />

viel, wofür wir Gott heute schon loben<br />

können!<br />

0 20 40 60<br />

4<br />

5


magazin:entdecken<br />

magazin:entdecken<br />

WIE GUT<br />

KENNST DU<br />

VIETNAM?<br />

Q<br />

1. Womit wird die geographische Aufteilung <strong>Vietnam</strong>s<br />

gerne verglichen?<br />

u. Elefantenkopf mit Rüssel<br />

o. Bambusstange mit zwei Reisschalen<br />

m. Geballte Faust<br />

2. Von welchem Land wurde <strong>Vietnam</strong> nie beherrscht?<br />

w. China<br />

k. Frankreich<br />

n. USA<br />

7 o<br />

l Geburtsjahr von Bonifatius, dem<br />

„Apostel der Deutschen“<br />

m Reformation mit dem Anschlag<br />

der 95 Thesen von Martin Luther<br />

6 h<br />

l für Myanmar<br />

y für China (Linguisten und<br />

Ethnologen unterscheiden etwa<br />

500 Volksgruppen, staatlich<br />

anerkannt sind allerdings nur 55<br />

ethnische Minoritäten)<br />

U<br />

I<br />

Z<br />

3. Wie viele Motorräder fahren auf <strong>Vietnam</strong>s Straßen<br />

(Bevölkerung: 98 Millionen)?<br />

b. 15 Millionen<br />

k. 45 Millionen<br />

p. 98 Millionen<br />

4. In welcher dieser drei Städte wurde zuerst eine<br />

Universität gegründet?<br />

e. Hanoi, <strong>Vietnam</strong><br />

n. Oxford, England<br />

f. Heidelberg, Deutschland<br />

5. Was sind die wichtigsten Exportartikel <strong>Vietnam</strong>s?<br />

s. Fisch und Meerestiere<br />

c. Textilien und Bekleidung<br />

l. Elektrotechnik<br />

6. Wie viele verschiedene Ethnien bevölkern <strong>Vietnam</strong>?<br />

h. 54<br />

l. 136<br />

y. 500<br />

7. Wann kamen die ersten protestantischen Missionare<br />

nach <strong>Vietnam</strong>?<br />

l. 673<br />

m. 1517<br />

o. 1911<br />

Lösungswort: Onkel Ho<br />

Viele <strong>Vietnam</strong>esen nennen den Vater der Nation,<br />

Ho Chi Minh (Bringer des Lichts) Bac Ho<br />

(Onkel Ho). Es gibt kaum ein Dorf ohne eine<br />

Statue von ihm. Ho Chi Minh gründete 1941 die<br />

Vietminh, die <strong>Vietnam</strong> von den französischen<br />

Kolonialherren befreien sollten. Dies gelang ihm<br />

1954. Danach bestimmte er die Geschicke Nordvietnams<br />

bis zu seinem Tod im September 1969.<br />

5 l<br />

In Prozent nach Ausfuhrwert<br />

(2019):<br />

Elektrotechnik, vor allem Mobiltelefone:<br />

36,7 %<br />

Bekleidung: 19,7 %<br />

Fisch und Meerestiere: 2,3 %<br />

4 e<br />

1076 n.Chr. wurde Quốc Tử<br />

Giám, die Kaiserliche Akademie<br />

zur Ausbildung von Beamten,<br />

Adeligen und anderen Mitgliedern<br />

der Elite gegründet. Zum<br />

Vergleich: Die Oxford University<br />

wurde 1096 und die Universität<br />

in Heidelberg 1386 gegründet.<br />

3 k (Stand: Ende 2016)<br />

Im Jahr 2020 wurden erstmals<br />

seit 10 Jahren weniger als 3 Millionen<br />

neue Motorräder verkauft.<br />

Der Anteil an E-Motorrädern<br />

nimmt stetig zu.<br />

2 n<br />

<strong>Vietnam</strong> war 1000 Jahre lang<br />

unter chinesischer Herrschaft<br />

(250 v.Chr. bis 938 n.Chr.). Seit<br />

nunmehr 1000 Jahren behauptet<br />

es sich erfolgreich gegen den<br />

mächtigen Gegner im Norden.<br />

Zwischen 1862 bis 1954 war <strong>Vietnam</strong><br />

französische Kolonie.<br />

LÖSUNGSWORT<br />

ANTWORTEN<br />

1 o<br />

u ist die Form von Thailand<br />

m ist die Form von Kambodscha<br />

6<br />

7


magazin:entdecken<br />

magazin:entdecken<br />

Fahrradtour<br />

durch<br />

<strong>Vietnam</strong><br />

Was kommt dir in den Sinn, wenn du an<br />

„<strong>Vietnam</strong>“ denkst? Wir stellen dir auf<br />

unserer Fahrradtour verschiedene Bereiche<br />

vor, die du kennen solltest.<br />

NATUR<br />

KULTUR<br />

ESSEN<br />

VERKEHR<br />

MENSCHEN<br />

<strong>Vietnam</strong> ist einfach wunderschön und vielfältig. Es bietet<br />

üppige Bergketten im Norden, herrliche Strände und<br />

faszinierende Naturwahrzeichen wie die berühmte<br />

Ha Long Bay. Der Herr hat dieses Land in der Tat reichlich<br />

gesegnet.<br />

Die vietnamesische Kultur ist trotz der boomenden Tourismusindustrie<br />

sehr lebendig. Es ist den Einheimischen<br />

gelungen, ihre Traditionen und ihre Identität zu bewahren.<br />

<strong>Vietnam</strong> hat eine reiche Geschichte, die tausende von<br />

Jahren zurückreicht, und die von einem tiefen Respekt<br />

vor dem Land, dem Meer und den Vorfahren geprägt ist.<br />

Wer mag kein vietnamesisches Essen?! Die vietnamesische<br />

Küche ist auf der ganzen Welt beliebt. Warum sollte<br />

man sie also nicht hier, direkt an der Quelle, probieren?<br />

<strong>Vietnam</strong>esisches Essen besteht nicht nur aus Phở und frischen<br />

Frühlingsrollen! Es gibt so viel mehr zu entdecken<br />

und zu genießen. Das Meiste davon ist sehr gesund.<br />

Ja, du hast richtig gehört! Man kann den Verkehr hier<br />

lieben lernen. Das ist es, was <strong>Vietnam</strong> kennzeichnet. Am<br />

Anfang kann es sehr stressig sein, besonders wenn du<br />

die Straße überqueren willst und niemand anhält. Was<br />

machst du also? Überquere einfach langsam die Straße,<br />

und die Motorradfahrer werden sich darauf einstellen.<br />

Weiche dabei auf keinen Fall zurück! <strong>Vietnam</strong> ist bekannt<br />

dafür, dass Millionen von Motorrädern die Straßen beherrschen.<br />

Fast jeder Erwachsene besitzt eine Maschine<br />

und flitzt damit in der Stadt herum, geht einkaufen oder<br />

fährt spazieren. Glaube uns, das macht echt Spaß!<br />

<strong>Vietnam</strong>esen gehören zu den freundlichsten und zuvorkommendsten<br />

Menschen, die du jemals kennenlernen<br />

wirst. Abgesehen von den ersten vier Bereichen ist dies<br />

der wichtigste Grund für uns, hier zu sein. Jeder einzelne<br />

Mensch ist von Gott geliebt, aber <strong>Vietnam</strong>esen haben<br />

kaum Gelegenheit, das Evangelium zu hören.<br />

8<br />

9


magazin:entdecken<br />

magazin:entdecken<br />

VON EINWANDERERN ZU MITBÜRGERN<br />

VIETNAMESEN IN DEUTSCHLAND<br />

In Deutschland leben mehr als<br />

185.000 Menschen vietnamesischer<br />

Abstammung, Tendenz steigend.<br />

Das entspricht der Bevölkerung von<br />

Heidelberg. Etwa zwei Drittel<br />

von ihnen gelten als Zuwanderer.<br />

Was ist der Grund dafür?<br />

Manche erinnern sich daran, dass in<br />

den 70er Jahren die ersten <strong>Vietnam</strong>esen<br />

als Kriegsflüchtlinge, die sogenannten<br />

„Boatpeople“, nach Deutschland<br />

kamen: insgesamt fast 38.000<br />

Menschen. In einer zweiten Welle<br />

warb die DDR ab 1980 ca. 80.000 vietnamesische<br />

Vertragsarbeiter an. Nach<br />

der Wiedervereinigung fand Zuwanderung<br />

hauptsächlich im Zuge von<br />

Familienzusammenführungen und<br />

im Rahmen von Asylverfahren statt.<br />

In Deutschland für Ausbildung,<br />

Studium oder Arbeit<br />

Im Jahr 2013 startete die Bundesregierung<br />

zusammen mit der vietnamesischen<br />

Regierung ein Pilotprojekt, um<br />

dem Mangel an Fachkräften entgegenzuwirken.<br />

Ein Abkommen ermöglicht<br />

<strong>Vietnam</strong>esen eine Ausbildung<br />

als Pflegefachkraft in Deutschland.<br />

Mehr als 1.000 überwiegend junge<br />

Leute haben bereits an diesem Programm<br />

teilgenommen.<br />

Daneben gibt es einen relativ hohen<br />

Anteil an vietnamesischen Studenten.<br />

Im aktuellen Studienjahr sind knapp<br />

5.500 <strong>Vietnam</strong>esen an deutschen Unis<br />

eingeschrieben.<br />

Andere <strong>Vietnam</strong>esen erhoffen sich in<br />

Europa ein besseres Leben. Viele dieser<br />

Zuwanderer kommen aus den ärmeren<br />

Regionen Zentralvietnams und<br />

führen hier einfache Jobs aus. Fast<br />

alle asiatischen Schnellimbisse, Asiashops<br />

und Nagelstudios in Deutschland<br />

werden von <strong>Vietnam</strong>esen geführt.<br />

Die höchste Konzentration von<br />

<strong>Vietnam</strong>esen in Deutschland befindet<br />

sich im Berliner Stadtteil Marzahn,<br />

nicht weit vom größten Asiamarkt<br />

Deutschlands, dem 200 Hektar (über<br />

280 Fußballfelder) großen „Dong Xuan<br />

Center“ entfernt.<br />

Geistlicher Einfluss in der Heimat<br />

Erfreulicherweise gibt es in Deutschland<br />

mindestens 25 vietnamesische<br />

evangelische Gemeinden und sogar<br />

einen Jugendverband von vietnamesischen<br />

Christen der zweiten Generation<br />

(www.jve-tinlanh.de).<br />

<strong>Vietnam</strong>esische Christen in Deutschland<br />

ermutigen wir, Beziehungen zu<br />

Verwandten in ihrer alten Heimat zu<br />

nutzen, um mit ihnen über Jesus zu<br />

reden. Denn wer in Deutschland zum<br />

Glauben kommt, hat Einfluss auf die<br />

Großfamilie in <strong>Vietnam</strong>, selbst wenn<br />

man nicht in die Heimat zurückkehrt.<br />

Manche haben vielleicht trotzdem den<br />

Wunsch, Jesus in Ostasien bekannt zu<br />

machen. Wenn du den Eindruck hast,<br />

dass Gott dich in eine solche Aufgabe<br />

beruft, nimm mit OMF Kontakt auf.<br />

Welche Möglichkeiten hast du?<br />

Auch du kannst beteiligt sein, dass<br />

<strong>Vietnam</strong>esen in Deutschland Jesus<br />

kennenlernen, indem du für sie betest.<br />

Wenn du <strong>Vietnam</strong>esen kennst,<br />

baue eine Freundschaft mit ihnen auf<br />

und lade sie in deine Gemeinde ein.<br />

Studenten können in einer internationalen<br />

christlichen Hochschulgruppe<br />

eine Heimat finden, z.B. bei der SMD<br />

(www.international.smd.org/gruppen/).<br />

Um dich für deinen<br />

nächsten Besuch in<br />

einem asiatischen<br />

Restaurant, Asiashop<br />

oder Nagelstudio vorzubereiten,<br />

kannst du<br />

bei Orientierung:M<br />

vietnamesische<br />

Traktate bestellen.<br />

Der QR-Code führt<br />

dich direkt zu<br />

weiteren evangelistischen<br />

Videos, Apps,<br />

Broschüren und<br />

praktischen Tipps.<br />

Lässt du dich gebrauchen,<br />

um <strong>Vietnam</strong>esen<br />

in Deutschland für<br />

Jesus zu erreichen?<br />

10<br />

11


magazin:entdecken<br />

magazin:entdecken<br />

EIN OZEAN AN<br />

MÖGLICHKEITEN<br />

Interview mit einem<br />

deutschen<br />

OMF Mitarbeiter<br />

in <strong>Vietnam</strong><br />

Wie lange lebst und arbeitest du schon<br />

in <strong>Vietnam</strong>?<br />

Insgesamt fünf Jahre. Erst ein Jahr als<br />

Kurzzeiter, dann vier weitere Jahre als<br />

Langzeitmitarbeiter.<br />

Wieso bist du in <strong>Vietnam</strong> gelandet?<br />

Das ist eine längere Geschichte. Im<br />

letzten Jahr meines Theologiestudiums<br />

überlegte ich, was mein nächster<br />

Schritt sein sollte. „Zufällig“ bekam ich<br />

mit, wie wenige Christen und interkulturelle<br />

Mitarbeiter aus dem Ausland<br />

es in <strong>Vietnam</strong> gibt. Die Frage, ob<br />

Gott mich nach Ostasien rufen wollte,<br />

ließ mich nicht los. Schließlich landete<br />

ich für ein Jahrespraktikum in Nordvietnam.<br />

Manche Erlebnisse, Begegnungen<br />

und Rückmeldungen von anderen<br />

OMF-Mitarbeitern führten zur<br />

Überzeugung, dass Gott mich als Langzeit-Mitarbeiter<br />

gebrauchen möchte.<br />

Was ist deine Aufgabe?<br />

Manchmal antworte ich scherzhaft:<br />

„Ich bin professioneller Langzeit-Tourist“,<br />

weil ich lange Zeit nur mit einem<br />

Tourismus-Visum im Land war. – Seit<br />

drei Jahren habe ich die einzigartige<br />

Möglichkeit, in einem kleinen Team<br />

von nur Einheimischen in einer landesweiten<br />

christlichen Studentenbewegung<br />

mitzuarbeiten.<br />

Was bedeutet Studentenarbeit?<br />

Erzähl mal etwas genauer.<br />

Von meinen einheimischen Teamkollegen<br />

habe ich gelernt, wie wichtig für<br />

Studenten Kleingruppen und Einzelgespräche<br />

sind, um Jesus kennenzulernen.<br />

Wir helfen ihnen, die Bibel besser<br />

zu verstehen und im eigenen Leben<br />

anzuwenden. Außerdem schulen wir<br />

die Christen unter ihnen, anderen von<br />

Jesus zu erzählen und neue Gruppen zu<br />

gründen.<br />

Wie ist die Studentenarbeit organisiert?<br />

In meiner Stadt bestehen fünf Kleingruppen<br />

mit je fünf bis acht Teilnehmern.<br />

In ganz Nordvietnam gibt es<br />

etwa 25 Gruppen. Als Vorstufe zu den<br />

Kleingruppen gibt es Englisch Clubs.<br />

Dort behandeln wir verschiedene Themen,<br />

verzichten aber überwiegend auf<br />

religiöse Inhalte, bis auf einen passenden<br />

Bibelvers. Wenn das Interesse<br />

wächst, laden wir die Teilnehmenden<br />

in eine Studentengruppe ein.<br />

Wie kommst du mit jungen<br />

<strong>Vietnam</strong>esen über Jesus ins Gespräch?<br />

Ich frage mich oft: Wie kann ich Interesse<br />

an tiefen Fragen wecken, zum<br />

Beispiel über den Sinn des Lebens,<br />

ihre tiefsten Sehnsüchte oder über<br />

Jesus? Ein Mittel sind niederschwellige<br />

christliche Videoclips, die ich über<br />

Facebook Messenger versende.<br />

Zwar wird das Internet von der Regierung<br />

überwacht, aber damit das Evangelium<br />

zu den Menschen kommt, gehe<br />

ich dieses Risiko ein.<br />

Gibt es für dich als Ausländer<br />

besondere Chancen, die<br />

<strong>Vietnam</strong>esen nicht haben?<br />

Wenn mich jemand auf der Straße<br />

fragt: „Warum bist du nach <strong>Vietnam</strong><br />

gekommen?“, antworte ich oft:<br />

„Damit ich euch von Gottes Liebe<br />

zu euch und von der Bibel erzählen<br />

kann.“ Häufig kommt direkt die Gegenfrage:<br />

„Was ist die Bibel?“, worauf<br />

ich antworte: „In der Bibel kann man<br />

mehr über Jesus erfahren.“<br />

Den Namen Jesus haben viele schon<br />

einmal gehört, wissen aber oft nicht<br />

einmal, dass an Weihnachten sein<br />

Geburtstag gefeiert wird.<br />

Könnten <strong>Vietnam</strong>esen die Studentenarbeit<br />

nicht allein durchführen?<br />

Natürlich. Aber da das Evangelium<br />

in <strong>Vietnam</strong> so unbekannt ist, braucht<br />

es unbedingt mehr Mitarbeiter, auch<br />

Ausländer. Für ganz Nordvietnam,<br />

also das halbe Land, gibt es in der Studentenbewegung<br />

nur drei Teilzeitmitarbeiter<br />

und drei weitere Ehrenamtliche.<br />

Außerdem gibt es großen Bedarf an<br />

Mentoren für Mitarbeiter und Studenten.<br />

Viele haben großen Hunger<br />

nach Gottes Wort. Sie wollen biblische<br />

Inhalte besser verstehen und<br />

wissen, wie man als Nachfolger Jesu<br />

lebt! Da sehnen sie sich nach Begleitern,<br />

die Zeit für sie haben. Manche<br />

öffnen sich leichter Ausländern gegenüber.<br />

12<br />

13


magazin:entdecken<br />

magazin:entdecken<br />

Verlassen wir die Studentenarbeit.<br />

Wie geben andere ausländische<br />

Mitarbeiter das Evangelium weiter?<br />

Eine Familie unterstützt Kommunen<br />

von unerreichten ethnischen Minderheiten<br />

durch landwirtschaftliche<br />

Projekte und verbindet dies mit<br />

Jüngerschaft. Ein anderes Ehepaar<br />

unterrichtet an der Uni und hat einen<br />

Literaturclub gestartet, in dem die<br />

Narnia-Bücher von C.S. Lewis auf die<br />

biblischen Wahrheiten hin untersucht<br />

werden. Ein Arzt arbeitet in<br />

einem Krankenhaus und ist durch seinen<br />

Beruf ein Zeuge Jesu. Eine weitere<br />

Mitarbeiterin unterstützt den Pastor<br />

ihrer Gemeinde dabei, einheimische<br />

Leiter darin zu schulen, neue Gemeinden<br />

zu gründen. Du siehst: es gibt einen<br />

Ozean an Einsatzmöglichkeiten.<br />

Was sollten neue interkulturelle<br />

Mitarbeiter mitbringen?<br />

Zeit und Ausdauer. Generell brauchen<br />

wir Leute, die für mindestens 3 Jahre<br />

kommen. Dann können sie zuerst die<br />

Sprache und Kultur gründlich lernen. Es<br />

bestätigt sich immer wieder, dass man<br />

effektiver ist, wenn man die Sprache<br />

einigermaßen fließend spricht und das<br />

Evangelium kontextualisieren kann.<br />

Welche berufliche Qualifikation<br />

braucht man für einen Einsatz?<br />

Natürlich hilft es, wenn man als<br />

christliche Fachkraft einreisen kann.<br />

Man hat dann die Möglichkeit, Jesus<br />

an der Arbeit, oder neben der Arbeit,<br />

bekannt zu machen. Ein „guter“ Beruf<br />

ist deshalb von Vorteil, aber nicht<br />

zwingend notwendig. Gründliches<br />

biblisches Verständnis sollte man<br />

aber auch mitbringen.<br />

Welche Typen würden in <strong>Vietnam</strong><br />

aufblühen?<br />

<strong>Vietnam</strong> ist ein pulsierendes Land!<br />

Darum braucht man viel Kreativität<br />

und Flexibilität. Es hilft, wenn einen<br />

spontane Änderungen nicht sofort<br />

aus der Bahn werfen. Wer es liebt<br />

(oder aushält!), dass es auch einmal<br />

etwas „wuselig“ um einen herum sein<br />

kann, wird in <strong>Vietnam</strong> garantiert aufblühen!<br />

Grundsätzlich werden Langzeit-Mitarbeiter<br />

benötigt, die sich strategisch<br />

in Einheimische investieren, gemeinsam<br />

Nachfolge Jesu leben und anderen<br />

helfen, im Glauben zu wachsen.<br />

ENGLISCH-CLUBS<br />

Da in vielen asiatischen Ländern<br />

junge Menschen ihr Schulenglisch<br />

praktizieren möchten, bieten ausländische<br />

Christen gerne Englisch-<br />

Clubs an: es wird über Alltagsthemen<br />

geredet oder es werden<br />

Englischkurse angeboten.<br />

Wenn die Beziehungen wachsen,<br />

kommt man oft auch auf Glaubensfragen<br />

zu sprechen und kann zu<br />

evangelistischen Veranstaltungen<br />

einladen.<br />

14 15


magazin:einsteigen<br />

magazin:einsteigen<br />

EINSATZ . . . . . . . . . . IN VIETNAM<br />

KURZZEIT<br />

2 WOCHEN<br />

BIS 1 JAHR<br />

LANGZEIT<br />

AB 3<br />

JAHRE<br />

Weitere Möglichkeiten:<br />

Praktikum in der Musikarbeit<br />

• Praktikum in der<br />

Mobilisation • Studentenarbeit<br />

unterstützen<br />

• Gemeindegründungspraktikum<br />

• Gebetsreise,<br />

um für Minderheitengruppen<br />

oder bestimmte<br />

Orte zu beten • Virtuelle<br />

Tour durch <strong>Vietnam</strong> •<br />

Digital- und Multimediakünstler<br />

• Als Ministry<br />

Explorer die Arbeit von<br />

OMF kennenlernen<br />

Serve Asia Einsatz –<br />

ein Teilnehmer erzählt:<br />

“Die Teilnahme an der Gebetsreise<br />

durch <strong>Vietnam</strong> war ein Augenöffner<br />

für mich.<br />

Statistiken wurden zu Namen von<br />

Menschen und haben mich tiefer berührt<br />

als Zahlen in einem Gebetsheft.“<br />

Über 80% der Menschen in Ost- und Südostasien<br />

leben in Ländern wie <strong>Vietnam</strong>, die keine<br />

traditionellen religiösen Visa ausstellen.<br />

Es gibt aber auch hier viele Möglichkeiten,<br />

als Christ zu leben und zu arbeiten und dabei<br />

den eigenen Glauben zu teilen.<br />

Worauf es ankommt:<br />

Ambitioniert für das Reich Gottes zu<br />

sein und nicht für das eigene berufliche<br />

Fortkommen.<br />

Englisch- und Deutschlehrer:<br />

Unterrichte an einer Sprachschule oder<br />

Universität und lebe und teile deinen<br />

Glauben durch Wort und Tat im Kontakt<br />

mit Studierenden und Kollegen.*<br />

*Für den Englischunterricht benötigt man ein TESOL oder<br />

CELTA Zertifikat. Die entsprechenden Kurse kann man<br />

auch in <strong>Vietnam</strong> besuchen. Für Deutsch ist eine Weiterbildung<br />

„Deutsch als Fremdsprache“ (DaF) sinnvoll.<br />

ALS FACHKRAFT IN DER MISSION<br />

Um in <strong>Vietnam</strong> als Fachkraft zu arbeiten,<br />

sind zwei Voraussetzungen nötig:<br />

1. Den Beruf gut ausüben: fachliche Qualifikation<br />

und die Bereitschaft, im Beruf das<br />

Beste zu geben. Schon die Art und Weise,<br />

wie man seine Arbeit verrichtet, kann ein<br />

Zeugnis für Jesus sein (Kolosser 3,23).<br />

2. Der Berufung folgen, Menschen zu<br />

Jüngern zu machen: fundiertes biblisches<br />

Wissen und die Bereitschaft, Menschen<br />

auf ihrem Glaubensweg zu begleiten.<br />

Weitere Möglichkeiten:<br />

Ethnische Minderheiten<br />

• Fachkraft in <strong>Vietnam</strong><br />

• Gemeindegründung •<br />

Jüngerschaft und Training<br />

• Evangelisation<br />

durch Story Telling •<br />

Missional Business • Medizinische<br />

Fachkräfte •<br />

Studentenarbeit • Theologische<br />

Ausbildung •<br />

und vieles mehr!<br />

Mehr Infos unter<br />

opportunities.omf.org<br />

16<br />

17


magazin:entdecken<br />

magazin:entdecken<br />

Der Händedruck, mit dem Steve<br />

und seine Zulieferer ein Geschäft<br />

abschließen, ist schon seit langem<br />

mehr als nur das äußere Zeichen<br />

einer Transaktion. Man spürt darin<br />

unausgesprochen die gute Beziehung<br />

und das Vertrauen, das<br />

über die Jahre aufgebaut wurde.<br />

Für Steve und seine Kollegen bei<br />

Growerscorp* ist dies eine besondere<br />

Ermutigung, denn sie investieren<br />

sich jeden Tag in die Arbeit<br />

der „kleinen Leute“ vor Ort – und<br />

wirken gleichzeitig am Reich Gottes<br />

mit!<br />

*Name geändert<br />

Missional Business –<br />

Unternehmer<br />

im Reich Gottes<br />

Weitere Infos: www.omf.org/de/business-plus oder omf.org/missional-business<br />

Growerscorp ist ein von Ausländern<br />

betriebenes Unternehmen.<br />

Es ist in einer ländlichen Region<br />

<strong>Vietnam</strong>s tätig, in der die Landwirtschaft<br />

eine unverzichtbare<br />

Rolle für den Lebensunterhalt<br />

spielt. Growerscorp möchte die<br />

ortsansässigen Landwirte einer<br />

unerreichten Volksgruppe unterstützen,<br />

indem es deren Erzeugnisse<br />

bündelt und an den größeren<br />

Markt weiterverkauft.<br />

Steve und seine Kollegen haben<br />

aber auch ein eindeutig geistliches<br />

Anliegen. Die Arbeit des Unternehmens<br />

macht es ihnen möglich,<br />

gute Beziehungen und Vertrauen<br />

aufzubauen. Gute Beziehungen<br />

und gegenseitiges Vertrauen eröffnen<br />

ihnen eine Fülle an Möglichkeiten,<br />

das Evangelium mit<br />

Menschen aus den unterschiedlichsten<br />

Bevölkerungsgruppen<br />

<strong>Vietnam</strong>s zu teilen: einheimische<br />

Kleinbauern, Händler, Unternehmer<br />

und sogar Regierungsbeamte!<br />

Die Arbeit ist nicht ohne Herausforderungen.<br />

Steve muss nur<br />

daran denken, wie schwierig es<br />

sein kann, gute Geschäftspartner<br />

zu finden! Als ausländisches<br />

Unternehmen muss Growerscorp<br />

außerdem manche Hürden überwinden,<br />

die einheimische Firmen<br />

nicht nehmen müssen.<br />

Zusätzliche Verordnungen benachteiligen<br />

sie gegenüber vietnamesischen<br />

Unternehmen.<br />

Nicht zu vergessen sind natürlich<br />

umweltbedingte Krisen, die in der<br />

Landwirtschaft nicht ausbleiben.<br />

Dennoch darf Steve jeden Tag am<br />

eigenen Leib spüren und sehen,<br />

wie Gott die Arbeit, die Beziehungen<br />

und die Menschen vor Ort<br />

segnet und Türen für das Evangelium<br />

öffnet. Er darf mit Menschen<br />

zusammenarbeiten, die durch die<br />

Kooperation mit Growerscorp die<br />

Gute Nachricht gehört haben und<br />

diese weiter in ihre Familien und<br />

Volksgruppen tragen. Er sieht,<br />

wie Hoffnung entsteht - für den<br />

Alltag heute und weit darüber hinaus.<br />

Growerscorp ist nur ein Beispiel<br />

dafür, wie ein Missional Business<br />

Türen in Ostasien öffnen kann.<br />

Andere christliche Geschäftsleute<br />

gründen beispielsweise Cafés,<br />

Restaurants oder Technologiefirmen.<br />

Im Arbeitsalltag und in Beziehungen<br />

zu Mitarbeitern und<br />

Kunden leben sie Christsein vor<br />

und geben das Evangelium weiter.<br />

18<br />

19


magazin:erleben<br />

magazin:erleben<br />

Tuan: Pastor, Evangelist, Bibellehrer und Multiplikator<br />

WAS IST<br />

WAHRHEIT?<br />

Tuan ist erst fünfzehn Jahre alt, als er ernsthaft zu fragen beginnt:<br />

„Was ist Wahrheit?“ Mehrere Jahre lang forscht er in<br />

Büchern über die Lehren von Buddha, Konfuzius, Zen und<br />

Hinduismus.<br />

Eines Tages schickt ihm ein entfernter Freund eine Bibel zu.<br />

Tuan liest zwei Monate lang allein in der Bibel, bis er erfährt,<br />

dass nur fünf Kilometer entfernt ein Christ wohnt. Er besucht<br />

ihn, und als sie gemeinsam die Bibel lesen, erlebt Tuan zum ersten<br />

Mal die Erfüllung mit dem Heiligen Geist.<br />

Ein Familienmitglied Tuans erkrankt schwer. Der befreundete<br />

Christ kommt zu Besuch und gemeinsam beten sie, dass Jesus<br />

Heilung schenkt. Tuan betet auch. Im Stillen denkt er: „Jesus,<br />

wenn du meinen Verwandten heilst, schenke ich dir mein Leben.“<br />

Der Verwandte wird auf wundersame Weise gesund.<br />

Daraufhin beginnt Tuan mit einem Studium an einem theologischen<br />

Untergrundseminar. Er ist Ende zwanzig, als er in seiner<br />

Heimatstadt Pastor einer kleinen Gemeinde wird. Obwohl<br />

seine Eltern die Heilung miterlebt hatten, enterben sie Tuan<br />

und brechen die Beziehung zu ihm ab, denn er dient den Geistern<br />

der Vorfahren nicht mehr.<br />

Im nahegelegenen Berggebiet rodet Tuan etwas Land, baut ein<br />

Haus und einen Versammlungsort für die Gemeinde. Um seine<br />

Frau und Kinder zu versorgen, geht er in der Trockenzeit im<br />

umliegenden Wald auf die Jagd. In der Regenzeit<br />

sucht er Arbeit auf nahegelegenen<br />

Baustellen. Viele Jahre lang stößt Tuan auf<br />

den Widerstand der örtlichen Behörden.<br />

Es dauert lange, bis die Beamten sein gutes<br />

Verhalten wahrnehmen und ihn wohlwollender<br />

behandeln.<br />

<strong>Vietnam</strong>esen sind auf der<br />

Suche nach der Wahrheit.<br />

Als Grund, Christ zu werden,<br />

gaben fast 60 % der Neubekehrten<br />

an, „die Wahrheit<br />

erkennen zu wollen“.<br />

(Studie aus dem Jahr 2018)<br />

Tuans Gemeinde hat derzeit etwa zwanzig<br />

Mitglieder aus sechs Familien. In der Umgebung<br />

gibt es keine weiteren Gemeinden. Tuan träumt davon,<br />

die Gläubigen seiner Gemeinde tief in der Bibel zu gründen und<br />

sie dann auszusenden, um im Landesinneren neue Gruppen<br />

zu starten. Für ein Schulungszentrum erweitert er sein Haus<br />

um eine zweite Etage. Obwohl letztes Jahr ein Taifun das Haus<br />

stark beschädigt hat, baut er mit großer Freude daran weiter.<br />

20<br />

21


magazin:erleben<br />

magazin:einsteigen<br />

Gebetsanliegen<br />

Dankt Gott für Tuans „Arbeit, die durch<br />

den Glauben hervorgebracht ist, in Liebe<br />

getan wird und in Geduld und Hoffnung<br />

weitergeführt wird.“ Betet für Gottes anhaltenden<br />

Schutz und Versorgung für<br />

ihn und seine Familie.<br />

Betet mit Tuan, dass Mitarbeiter ausgebildet<br />

und in die unerreichten Gegenden<br />

ausgesandt werden können - Mitarbeiter<br />

mit einer tiefen Kenntnis der Heiligen<br />

Schrift und einer Leidenschaft für das<br />

Wachstum des Reiches Jesu.<br />

Bittet Gott, dass er weitere Christen wie<br />

Tuan erweckt, um das Evangelium in<br />

den vielen wenig erreichten Teilen <strong>Vietnam</strong>s<br />

zu verbreiten.<br />

Kinh Thánh (Bibel)<br />

Wir denken ohne Unterlass<br />

vor Gott, unserm Vater,<br />

an euer Werk im Glauben<br />

und an eure Arbeit in der<br />

Liebe und an eure Geduld<br />

in der Hoffnung auf unsern<br />

Herrn Jesus Christus.<br />

... Ihr habt das Wort aufgenommen<br />

in großer Bedrängnis<br />

mit Freuden im<br />

Heiligen Geist ...<br />

Von euch aus ist erschollen<br />

das Wort des Herrn.<br />

1. Thessalonicher 1,3+6+8<br />

Rezept:<br />

<strong>Vietnam</strong>esischer<br />

Eiskaffee<br />

<strong>Vietnam</strong>esischer Eiskaffee, Cà phê nâu<br />

đá, eignet sich ideal für heiße Sommertage.<br />

Der Kaffee wird in einzelnen Portionen<br />

zubereitet. Ein kleiner Tropffilter<br />

mit Sieb, der sogenannte Phin, wird auf<br />

ein Glas oder eine Tasse gesetzt und mit<br />

einigen Löffeln gemahlenem Kaffee gefüllt.<br />

Mit kochendem Wasser übergossen,<br />

tropft der Kaffee langsam in sein<br />

Behältnis.<br />

Typisch für vietnamesischen Kaffee ist,<br />

dass er mit gesüßter Kondensmilch zubereitet<br />

und oft kalt getrunken wird.<br />

<strong>Vietnam</strong>esischer Kaffee ist auch in anderen<br />

Ländern Ostasiens verbreitet, z.B.<br />

in Thailand und Kambodscha.<br />

Was ist Ahnenverehrung?<br />

Zutaten<br />

Zubereitung<br />

Die meisten <strong>Vietnam</strong>esen praktizieren<br />

• Dunkler Röstkaffee mit hohem An-<br />

1. Nimm ein Glas oder eine Tasse und<br />

Ahnenverehrung, denn es ist<br />

teil an Robusta Bohnen, mittel bis gib einige Löffel süße Kondensmilch<br />

ihre familiäre Pflicht. In fast jedem<br />

grob gemahlen (Mahlgrad 4 von 5). hinein. Setze den Phin auf das Gefäß.<br />

Haus gibt es einen Altar, der diesem<br />

<strong>Vietnam</strong>esische Kaffeebohnen der 2. Gib drei bis vier gehäufte Teelöffel<br />

Zweck gewidmet ist. Für diejenigen,<br />

Marke Trung Nguyen kann man Kaffeepulver in den Phin und drücke<br />

die erwägen, Christus nachzufolgen,<br />

auch online kaufen.<br />

die Siebplatte leicht an.<br />

ist diese Tradition oft ein großes<br />

• Metallfilter für vietnamesischen 3. Setze den Phin auf das Glas und gib<br />

Hindernis zum Glauben. Wie werden<br />

Kaffee („Phin“).<br />

etwas kochendes Wasser hinein.<br />

ihre Familien reagieren, wenn<br />

• Süße Kondensmilch<br />

Warte 30 Sekunden, bis das Kaffee-<br />

sie nicht daran teilnehmen? Wie<br />

• Eiswürfel<br />

pulver etwas aufquillt.<br />

können sie das biblische Gebot erfüllen,<br />

4. Fülle den Phin mit nicht mehr ko-<br />

Eltern (und Großeltern) zu<br />

Wenn du keinen Phin hast, kannst du chendem Wasser auf, lege den De-<br />

ehren, wenn das Unterlassen der<br />

auch mit einer Kaffee- oder Espressomaschine<br />

ckel auf und warte, bis der Kaffee<br />

Ahnenverehrung in der vietnamesischen<br />

einen sehr starken Kaffee vollständig durchgelaufen ist.<br />

Kultur als so entehrend angesehen<br />

zubereiten und verwenden.<br />

5. Fülle das Glas oder die Tasse mit Eis-<br />

wird?<br />

würfeln auf.<br />

6. Kräftig umrühren und genießen!<br />

22 23


magazin:erleben<br />

magazin:erleben<br />

BEDINGUNGSLOS<br />

GELIEBT!<br />

Die Lichter von Hanoi ziehen an Hanh<br />

vorbei. Sie sieht aus dem Fenster, die Wange<br />

an die Glasscheibe gedrückt. Wieder<br />

ein Tag vergangen. Wieder ein Tag, an dem<br />

sie sich fragt, wohin das alles führen soll.<br />

Dabei hatte alles so gut angefangen.<br />

In ihrem Heimatdorf erzielte sie<br />

so gute Leistungen, dass ihre Eltern<br />

alles daransetzten, sie auf eine<br />

gute Schule in Hanoi zu schicken.<br />

„Schau, dass du einen guten Abschluss<br />

machst, damit du dieser<br />

Ehre gerecht wirst“, hatte ihr Vater<br />

gemahnt.<br />

Eine Weile hatte es funktioniert.<br />

Aber bald schon machen sich der<br />

Druck und die Überforderung an<br />

der Universität bemerkbar. Inzwischen<br />

spielt die Uni nur noch eine<br />

nebensächliche Rolle. Ihre Prüfungen<br />

wird Hanh nur mit Glück bestehen<br />

können, wovon sie ihren Eltern<br />

natürlich nichts erzählt.<br />

Lieber geht sie mit ihren Freunden<br />

aus, genießt gutes Essen und Alkohol<br />

und klagt mit ihnen über das<br />

Leben. Aber in den stillen Momenten,<br />

wie jetzt im Bus, kommt sie ins<br />

Nachdenken und fragt sich, welchen<br />

Sinn ihr Leben überhaupt hat.<br />

Einen Traum hat Hanh: Sie will gut<br />

Englisch sprechen. Deswegen sucht<br />

sie die Begegnung mit Ausländern.<br />

In einem Englischkurs lernt sie Ausländer<br />

kennen, die mehrmals im<br />

Jahr nach <strong>Vietnam</strong> kommen, um<br />

von Jesus zu erzählen.<br />

Von ihnen hört sie Geschichten aus<br />

der Bibel. Sie ist so berührt von ihrer<br />

Lebensfreude, ihrer Offenheit und<br />

Freundlichkeit, von der Hoffnung,<br />

die sie ausstrahlen, dass sie mit ihnen<br />

in Kontakt bleibt.<br />

Als die Gruppe ein paar Monate später<br />

noch einmal nach Hanoi kommt,<br />

entscheidet Hanh: „Auch ich möchte<br />

diese Hoffnung in meinem Leben<br />

haben.“ Sie vertraut ihr Leben Jesus<br />

an. Sie ist überwältigt von seiner<br />

Barmherzigkeit und bedingungslosen<br />

Liebe, die sie so in ihrem Leben<br />

noch nie gespürt hat. Jesus nimmt<br />

sie vorbehaltlos an, trotz ihres Versagens<br />

ihm und anderen Menschen<br />

gegenüber - das ändert alles für sie.<br />

Hanhs Eltern missbilligen ihren<br />

neuen Glauben, als sie ihnen davon<br />

erzählt. Sie sind tief verwurzelt in<br />

der traditionellen Ahnenverehrung.<br />

Hanhs Verlassen dieser Tradition<br />

empfinden ihre Eltern als ein<br />

Abwenden von der Familie. Heute<br />

ist es Hanhs Wunsch, im vollzeitlichen<br />

Dienst für Jesus unterwegs zu<br />

sein. Sie betet, dass auch ihre Eltern<br />

die bedingungslose Liebe Jesu für<br />

sich entdecken.<br />

VIDEO-TIPP:<br />

Hanh erzählt ihre Geschichte persönlich.<br />

(https://vimeo.com/551371265)<br />

24<br />

25


magazin:erleben<br />

magazin:erleben<br />

HIMMLISCHES<br />

TIMING<br />

Eigentlich möchten die<br />

neun Ausländer durchs<br />

Dorf gehen und Kontakte<br />

knüpfen, doch<br />

draußen regnet es. Deshalb<br />

ziehen sie sich<br />

zum Beten zurück. „Die<br />

Menschen in diesem<br />

Dorf gehören zu einer<br />

ethnischen Minderheit,<br />

in der es meines<br />

Wissens nach keinen<br />

einzigen Christen gibt“,<br />

beginnt Mark. Sie bitten<br />

Gott, dass er die Begegnungen<br />

vorbereitet.<br />

In <strong>Vietnam</strong> gibt es 53 offiziell<br />

anerkannte ethnische<br />

Minderheitenvölker.<br />

Davon sind etwa 30<br />

vom Evangelium noch<br />

unerreicht. Vier Völker<br />

liegen OMF besonders<br />

am Herzen. Christen in<br />

aller Welt beten gezielt<br />

um geistliche Durchbrüche<br />

unter ihnen.<br />

Die Sonne blinzelt<br />

wieder durch die Wolken.<br />

In drei Gruppen<br />

machen sich die Männer<br />

auf den Weg. Sie<br />

schlendern an den<br />

Häusern vorbei, grüßen<br />

Anwohner und wechseln<br />

hier und da ein<br />

paar Worte. Eine Gruppe<br />

von Männern winkt<br />

den Ausländern zu:<br />

„Kommt, trinkt etwas<br />

mit uns!“ Kleine Gläser<br />

werden gefüllt. „Ihr<br />

sprecht ja <strong>Vietnam</strong>esisch!“<br />

Sie deuteten auf<br />

einen jungen Mann:<br />

„Dies ist Binh. Mit ihm<br />

könnt ihr Englisch<br />

reden. Das hat er in<br />

Malaysia gelernt!“ Malaysia?<br />

Mark schaut<br />

aufgeregt zu Binh hinüber.<br />

Etwa 450.000 <strong>Vietnam</strong>esen<br />

leben als vorübergehende<br />

Arbeitskräfte<br />

im Ausland.<br />

Darunter sind auch<br />

Menschen aus dieser<br />

Volksgruppe. Ein Mitglied<br />

des Teams war extra<br />

einmal nach Malaysia<br />

gereist, um Kontakte<br />

zu knüpfen. Anschließend<br />

hatte er von einer<br />

vielversprechenden Begegnung<br />

berichtet.<br />

Sollte etwa ... ?<br />

Mark beugt sich hinüber<br />

und fragt leise: „Sag<br />

mal, bist du Christ?“ „Ja“,<br />

flüstert Binh zurück.<br />

„Aber lass es die anderen<br />

nicht wissen!“<br />

Tatsächlich! Das ist der<br />

Mann, den der Kollege<br />

damals in Malaysia kennengelernt<br />

hatte. Binh<br />

hatte Jesus dort in einer<br />

vietnamesischen Gemeinde<br />

kennengelernt.<br />

Leider war der Kontakt<br />

abgerissen. Und nun saßen<br />

sie hier. Zusammen!<br />

Himmlisches Timing.<br />

Binh und Mark tauschen<br />

ihre Telefonnummern<br />

aus. Eine<br />

Mischung aus Freude<br />

und Furcht begleitet die<br />

Gruppe auf dem Heimweg.<br />

Wie kann Binhs<br />

Glaube wachsen, wenn<br />

er weit und breit der<br />

einzige Christ ist? Deshalb<br />

ist das Anliegen<br />

von OMF, das Familien,<br />

Gruppen oder sogar<br />

ganze Dörfer zum Glauben<br />

kommen. Gemeinsam<br />

ist man stark - auch<br />

als Christ.<br />

Kurz darauf kommt<br />

Binh zu Besuch in die<br />

Stadt. Sie lesen die Bibel<br />

und überlegen zusammen,<br />

wie er in seinem<br />

Heimatort von Jesus<br />

erzählen könnte. In den<br />

Wochen darauf fährt<br />

Mark immer wieder<br />

mit ins Dorf. Abends<br />

erzählt er Binhs Verwandten<br />

biblische Geschichten.<br />

Irgendwann<br />

berichtet auch Binh,<br />

wie er Jesus kennengelernt<br />

hat.<br />

Die Zuhörer wollen<br />

mehr über Jesus erfahren.<br />

Es dauert nicht<br />

lang, da entschließen sie<br />

sich: Auch wir möchten<br />

Jesus nachfolgen! Gesagt,<br />

getan: zwölf Personen<br />

klettern nacheinander<br />

in ein großes<br />

Wasserfass, um sich<br />

taufen zu lassen.<br />

Die Freude ist groß:<br />

Gottes Reich wächst.<br />

Auch in diesem Volk.<br />

26<br />

27


magazin:einsteigen<br />

magazin:einsteigen<br />

WAYS<br />

6WAYS<br />

LEARN<br />

Sich informieren<br />

PRAY<br />

Betend begleiten<br />

GO<br />

Selber gehen<br />

SEND<br />

Andere senden<br />

Warum kommen <strong>Vietnam</strong>esen<br />

zum Glauben?<br />

Eine Studie unter Gemeinden<br />

in Nordvietnam untersuchte,<br />

warum Menschen zum Glauben<br />

an Jesus kamen. Welche<br />

Faktoren trugen zum Gemeindewachstum<br />

bei? Welche<br />

Schlüsse können Pastoren<br />

daraus ziehen? Die Studie<br />

ist für die missionarische Arbeit<br />

unter <strong>Vietnam</strong>esen in<br />

Deutschland und <strong>Vietnam</strong><br />

interessant.<br />

Download:<br />

http://bit.ly/CGinNVN<br />

Gebetsheft: Stories aus <strong>Vietnam</strong><br />

(Teil 2)<br />

Mit einer der am schnellsten<br />

wachsenden Volkswirtschaften<br />

der Welt ist <strong>Vietnam</strong><br />

ein Ort des Aufbruchs.<br />

Inmitten dieser rasanten<br />

Veränderungen gibt es nie<br />

dagewesene Möglichkeiten<br />

für das Evangelium.<br />

Drei Viertel der Bevölkerung<br />

sind unter 35 Jahre<br />

alt. Diese neue Generation<br />

hat Möglichkeiten, die noch<br />

vor wenigen Jahren schwer<br />

vorstellbar waren. Doch andere<br />

bleiben zurück, leben<br />

weiterhin in Armut.<br />

27 Lebensbeschreibungen<br />

helfen, konkret für die Menschen<br />

in <strong>Vietnam</strong> zu beten.<br />

Serve Asia:<br />

Das Programm für alle, die<br />

Ostasiaten von zwei Wochen<br />

bis 12 Monaten dienen<br />

wollen. Finde heraus, was<br />

Gott in <strong>Vietnam</strong> tut und wie<br />

DU beteiligt sein kannst.<br />

Langzeit-Einsatz:<br />

Damit <strong>Vietnam</strong>esen Nachfolger<br />

Jesu werden und die<br />

Gesellschaft nachhaltig zum<br />

Guten verändern, suchen<br />

wir Mitarbeiter mit langem<br />

Atem.<br />

Unterstützende Dienste:<br />

Möchtest du Mission administrativ,<br />

technologisch oder<br />

medizinisch unterstützen?<br />

Tritt mit uns in Kontakt.<br />

Mission ist Teamarbeit.<br />

Unsere interkulturellen<br />

Mitarbeiter brauchen regelmäßiges<br />

Gebet, persönliche<br />

Ermutigung und Freundschaft,<br />

finanzielle Mittel<br />

und eine Gemeinde, die sendend<br />

hinter ihnen steht.<br />

28<br />

29


magazin:einsteigen<br />

magazin:einsteigen<br />

WELCOME<br />

Willkommen heißen<br />

MOBILIZE<br />

Andere motivieren<br />

IMPRESSUM<br />

OMF International<br />

Deutschland e.V.<br />

Am Flensunger Hof 12<br />

35325 Mücke<br />

Tel: 06400/900-55<br />

E-Mail: de@omfmail.com<br />

Eine Fülle an Materialien<br />

kann dir helfen, <strong>Vietnam</strong>esen<br />

in deinem Umfeld<br />

auf Jesus aufmerksam zu<br />

machen.<br />

Digitale Tools<br />

VietBible ist eine Bibel-<br />

App, die verschiedene<br />

Übersetzungen, Bibelkommentare<br />

und christliche<br />

Bücher enthält.<br />

https://viet.bible<br />

GodTools: diese App bietet<br />

eine Vielzahl von einfachen<br />

Möglichkeiten,<br />

jemanden zu begleiten,<br />

um Gott persönlich kennenzulernen.<br />

https://godtoolsapp.com<br />

Videos<br />

BibleProject: Immer<br />

mehr der kurzen Videos<br />

zu biblischen Büchern<br />

und Themen sind auf<br />

<strong>Vietnam</strong>esisch verfügbar.<br />

Die Reihe über Ursprung<br />

und Ziel der<br />

Bibel ist besonders für<br />

suchende <strong>Vietnam</strong>esen<br />

geeignet.<br />

https://bibleproject.com/<br />

<strong>Vietnam</strong>ese/<br />

Jesus-Film: In zwei Stunden<br />

verstehen, wer Jesus<br />

ist und erkennen, was er<br />

für uns heute bedeutet.<br />

www.jesusfilm.org/<br />

watch.html<br />

Literatur<br />

Auf der Webseite von<br />

Orientierung:M gibt es<br />

Bücher und Traktate in<br />

mehr als 100 Sprachen.<br />

www.orientierung-m.de<br />

Storytelling-Ideen<br />

Erfahrungen haben gezeigt,<br />

dass das Erzählen<br />

von biblischen Geschichten<br />

eine der effektivsten<br />

Methoden ist, um Menschen<br />

zu Gott zu ziehen.<br />

Eine Übersicht über<br />

neun Stories mitsamt<br />

passenden, zweisprachigen<br />

Fragen stehen<br />

zum Download bereit.<br />

Download: Noch mehr<br />

Hilfsmittel, konkrete<br />

Tipps für Glaubensgespräche<br />

und Adressen<br />

von vietnamesischen<br />

Gemeinden in Deutschland<br />

gibt es in einer<br />

übersichtlichen PDF-Datei<br />

unter:<br />

welcomevietnam.omf.de<br />

Kennst du jemanden,<br />

der sich auch für <strong>Vietnam</strong><br />

interessiert?<br />

Gib ihm dieses Heft weiter<br />

und ermutige ihn,<br />

mit OMF in Kontakt zu<br />

treten.<br />

www.omf.de<br />

Bankverbindung:<br />

Sparkasse Oberhessen<br />

IBAN: DE7651 8500 7903<br />

5000 5161<br />

BIC: HELADEF1FRI<br />

Online-Spenden:<br />

omf.org/de/spenden<br />

Redaktion:<br />

Joachim König und Team<br />

Layout: Nicole Sorg<br />

OAM MAGAZIN erscheint<br />

3 mal im Jahr.<br />

Diese Ausgabe: Juli 2021<br />

100 % FSC zertifiziertem<br />

Recyclingpapier gedruckt.<br />

30<br />

31


Heart for Asia.<br />

Hope for Billions.<br />

Wir arbeiten mit 1.400 Mitarbeitenden<br />

aus 40 Nationen in<br />

Ostasien und unter Ostasiaten<br />

weltweit, damit unter allen<br />

Völkern Ostasiens einheimische,<br />

biblische Gemeinde- und Missionsbewegungen<br />

entstehen.<br />

Damit Gott angebetet wird, verkünden<br />

wir das Evangelium auf kulturell relevante<br />

Weise durch Wort und Tat, in Kurz- und Langzeit,<br />

als Missionar oder Fachkraft, in Partnerschaft mit Kirchen<br />

und Gemeinden.<br />

In Deutschland bieten wir auch viele Möglichkeiten<br />

der ehrenamtlichen Mitarbeit.<br />

„Have Faith in God!“<br />

Vertraue Gott! Dieser Leitsatz unseres Gründers<br />

Hudson Taylor für sein Leben und die China Inland Mission<br />

(jetzt OMF) prägt auch heute noch unsere Arbeit.<br />

OMF Deutschland gehört zur Arbeitsgemeinschaft<br />

evangelikaler Missionen (AEM).<br />

omf.de<br />

@omf.de<br />

fb.com/omf.de<br />

youtube.com/go4jesus

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