Sachwert Magazin 03/2021

sachwertmagazin

FOLKER HELLMEYER: Der Westen in der »Wahrnehmungsfalle«
MAX OTTE: Der Börsenbulle
THOMAS HENNInGS: Vermögensschutz – Befinden wir uns nun auf einer Zielgeraden?
SNEAKER FÜRS PORTFOLIO: So handelt die neue Generation
HELGE NORBERT ZIEGLER: Die Energieeinsparverordnung ist Vergangenheit

Nr. 03 l 2021 • www.sachwert-magazin.de

EDELMETALLE ROHSTOFFE IMMOBILIEN BETEILIGUNGEN RARITÄTEN WISSEN

EUR 3,90

DIE

BÖRSEN

BULLEN

Folker Hellmeyer

und

Max Otte

Bilder: Hauke Dressler, Marcus Kaufhold, IMAGO / Sttp

Vermögen

Jetzt richtig

handeln

Immobilien

Neue Gesetze

und FAQ

Raritäten

In Sneaker

investieren


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Ausgabe 103

»Teufelsanlage« Zinssparen

SACHWERTE

WIRTSCHAFT

BÖRSE

Wohlstand mit Strategie

Finanzcoach Bernd Reintgen im Interview

China legt vor, der Westen muss nachziehen

Folker Hellmeyer im Interview mit wirtschaft tv über die Weltwirtschaft

KMU kritisieren Gewerbssteuerreform

Diskriminierung des börsennotierten Mittelstandes

Ausgabe 102

Die größte Chance aller Zeiten

WISSEN

BÖRSE

INVESTMENT

Marc Friedrich: Was wir jetzt aus der Krise lernen müssen

»Es werden entweder Vermögen geschaffen oder vernichtet«

Riesige Spekulationsblase

Börsenspezialist Claus Vogt über die Wirtschaftslage

Krypto Kunst

Großer Hype um die Kunst der Zukunft

Ausgabe 101

Oprah: Die neue Börsengewinnerin

Die Self-Made Millionärin Oprah Winfrey über Investment

»Ich habe gern die Kontrolle über mein Schicksal.«

INVESTMENT

MAKRT

IMMOBILIEN

Boom in China und Lockdown in Europa

Die Europäer von morgen werden die Chinesen von gestern

Richtig in Immobilien investieren

Immobilienexperte Benjamin Dau im Interview


Editorial

Julien Backhaus

Verleger

Bild: Oliver Reetz, Cover: FBV Verlag

Zehn Jahre

Sachwert Magazin

Das nächste Heft

erscheint am

02. September 2021

In diesem Monat feiert das Sachwert Magazin

sein zehnjähriges Bestehen. 2011

gingen wir mit dem Ziel an den Start, konservative

Anleger über Chancen und Risiken

zu informieren. Wir freuen uns, dass

uns viele der Abonnenten und Käufer am

Kiosk seit zehn Jahren die Treue halten.

Aber nun blicken wir auf die vorliegende

Ausgabe:

Deutliche Worte findet Star-Analyst

Folker Hellmeyer in einem Interview, das

er unserem Sender wirtschaft tv gegeben

hat. Den Westen sieht er derzeit in einer

Wahrnehmungsfalle. Wir finden überall

Schuldige, nur uns selbst betrachten wir

dabei nicht. Gemeint sind Staaten bzw.

Staatenverbände wie die USA und Europa.

Er zielt besonders auf China, das stark

profitiert hat in den letzten Jahren. Den

Aktienmarkt sieht Hellmeyer nicht überbewertet.

Wer ebenfalls ein Aktienfan ist: Max Otte.

Ihn haben wir seit Anfang an im Heft.

Und auch, wenn er oft warnt, empfiehlt

er noch öfter in Aktien zu investieren. Das

sehen nicht alle so, deshalb haben wir seine

Aussagen analysiert.

Dass es nicht nur die »klassischen« Sachwert-Investments

gibt, haben Sie schon

oft bei uns gelesen. Neben Gold, Immobilien

und Beteiligungen gibt es nämlich

auch die Raritäten-Investments. In dieser

Ausgabe zeigen wir Ihnen eine Nische,

von der vielleicht nicht mal Kenner etwas

wissen: Schuhe. Genauer gesagt Sneaker.

Seitdem Sportschuhfirmen wie Nike und

Adidas Sondereditionen herausbringen,

steigen die Preise für limitierte Serien in

ungeahnte Höhen. Solch ein Paar kann

durchaus mal Millionen bringen, wie Sie

im Artikel lesen werden.

Unser Experte für Vermögenssicherung,

Thomas Hennings, blickt in seinem Artikel

auf ein unbeliebtes Thema: Vermögenssteuern

und andere staatliche Abgaben.

Nur wenige Haushalte sind auf mögliche

Zugriffe gut vorbereitet.

Viel Vergnügen bei der Lektüre,

Ihr Julien Backhaus,

Verleger

Seit März 2020

im Handel!

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

3



Sachwerte

Inhalt 03/2021

Max Otte: Der Börsenbulle

8

Bilder: Hauke Dressler, Marcus Kaufhold

Die Selbstüberschätzung

des Westens

6

Sachwerte

20 Vermögensschutz – Befinden wir uns

nun auf einer Zielgeraden?

Thomas Henningsörse

Titelstory

6 Der Westen in der

»Wahrnehmungsfalle«

Folker Hellmeyer über politischen Einfluss

8 Max Otte: Der Börsenbulle

Das Sachwert Magazin nimmt seine

Prognosen unter die Lupe

Raritäten

10 Sneaker fürs Portfolio

So handelt die neue Generation

Immobilien

14 Die Energieeinsparverordnung

ist Vergangenheit

Helge Norbert Ziegler

Sonstiges

27 Best of Web

Impressum

Sachwert Magazin ISSN 2197-1587

Redaktion

Zum Flugplatz 44, 27356 Rotenburg

Tel: (0 42 68) 9 53 04-91, Fax: 9 53 04-92

E-Mail: redaktion@sachwert-magazin.de

Chefredakteur (V.i.S.d.P.) Julien Backhaus

Redaktion: Johanna Schmidt

Layout und Gestaltung: Cathrin Brügmann

E-Mail: magazine@backhausverlag.de

Verlag

Backhaus Finanzverlag GmbH ist ein Unternehmen

der Backhaus Mediengruppe Holding GmbH

Geschäftsführender Gesellschafter

Julien Backhaus

Herausgeber, Verleger Julien D. Backhaus

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5


Titelstory

DER WESTEN IN DER

»WAHRNEHMUNGS-

FALLE«

Chefanalyst der Solvecon invest

GmbH und Herausgeber des

FOREX-Reports Folker Hellmeyer

erwartet für das zweite

Halbjahr eine ähnliche Erholung

des Dienstleistungssektors wie sie

bereits im industriellen Sektor zu beobachten

ist. Das führt er insbesondere auf

die hohen Sparquoten der vergangenen

zwölf Monate zurück. Mit Blick auf die

Börse möchte Hellmeyer zu Beginn eines

klarstellen: »Wir reden immer von überbewerteten

Märkten. Bei den erwarteten

Gewinnen haben wir ein Kurs-Gewinn-

Verhältnis von 16 im DAX. Das historische

Mittel liegt bei 15,2. Aber das historische

Mittel bezieht sich auf Zeiträume, als es

bei den Zinsen auch noch ernste Anlagealternativen

gab, die es heute nicht gibt.

Wer hier also von überbewerteten Niveaus

spricht, der ist in meinen Augen intellektuell

ambitioniert unterwegs.«

DIE WIRTSCHAFT HOLT AUF

Die Aufholeffekte an den Märkten, nachdem

der Investitionszyklus im letzten Jahr

drei Quartale lang nahezu ausgefallen ist,

beobachtet er mit Spannung. »Maschinen

nutzen sich nach 10 Jahren ab. Wir haben

jetzt 4 Jahre Unterinvestition gehabt.

Die müssen wir erstmal aufholen«, sagt

der Experte und verweist auf die Engpässe

in den Lieferketten, beispielsweise bei

Halbleitern und Stahl. Auf der anderen

Seite stünden die zahlreichen Konjunkturpakete,

für deren Abarbeitung durch die

Industrie zunächst einmal die Kapazitäten

geschaffen werden müssen. Das bedeute,

dass dem industriellen Sektor nicht bloß

ein kurzfristiger Wachstumsschub bevorstehe,

sondern ein langfristiges Wachstum,

dass sich über die nächsten Jahre erstrecken

werde. Das sei allerdings an den

6

SACHWERT MAGAZIN 3/2021


Titelstory

FOLKER HELLMEYER HAT SICH IM

INTERVIEW MIT WIRTSCHAFT TV ZUM

EINFLUSS DER GEO- UND INNENPOLITIK

AUF DIE ERHOLUNG DER WELTWIRTSCHAFT

BEWUSST PROVOKANT GEZEIGT.

Bilder: Hauke Dressler

Aktienmärkten nicht in einem angemessenen

Maße diskontiert.

»JEDES ANDERE LAND,

DAS SICH NICHT AN

REGELN HÄLT,

WIRD VOM WESTEN

DRANGSALIERT.«

Besonderes Potenzial sieht Hellmeyer in

Halbleitern und in grünen Technologien.

Halbleiter bedienen ein weites Feld, die

Nachfrage werde entsprechend in vielen

Branchen groß sein. Grüne Technologien

profitieren vor allem von der grünen

Ausrichtung der Konjunkturprogramme.

»Meines Erachtens gibt es hier ein Rückschlagspotenzial

in dieser Branche von

10 bis 20 Prozent, bevor es dann wirklich

attraktiv ist, wieder in die Märkte reinzugehen«,

erläutert der Experte. Insgesamt

steht er den zu erwartenden ökonomischen

Entwicklungen optimistisch gegenüber.

DIE SELBSTÜBERSCHÄTZUNG

DES WESTENS

Den positiven ökonomischen Entwicklungen

stehe jedoch eine durchwachsene

Geopolitik im Weg. Insbesondere die Isolationspolitik

des Westens, insbesondere

der USA, China gegenüber sieht Hellmeyer

kritisch: »Wenn wir dann sehen, dass

in diesem Jahr, wo diese Isolation wirklich

sportlich stattfand, China die größten ausländischen

Direktinvestitionen für sich verbuchen

kann, dann ist das ein Urteil, das

die Weltwirtschaft bezüglich der Politik

der USA spricht.« Nicht China sei derjenige,

der das multilaterale Gerüst der globalen

Wirtschaft angreife, sondern die USA,

indem sie sich nicht an das internationale

Regelwerk hielten. Die Europäische Union

trage eine Mitschuld, weil sie die USA dafür

nicht zur Verantwortung ziehe.

Hellmeyer zufolge messe sich der Westen

in seiner internationalen Politik nicht

an denselben Maßstäben, an denen es

andere Länder messe: »Jedes andere

Land, das sich nicht an Regeln hält, wird

vom Westen drangsaliert. Aber wenn

der Westen das tut, scheint es richtig

zu sein. Wenn Werte so asymmetrisch

angewandt werden, dann sind es keine

Werte. Und ich glaube, dass der Westen

– und erlauben sie mir dieses Statement –

insgesamt in einer Wahrnehmungsfalle

sitzt: Wir glauben, dass wir der Nabel

der Welt sind. Das sind wir lange nicht

mehr. 1990 hatte der Westen beim Fall

des Kommunismus 80 Prozent Anteil an

der Weltwirtschaft. Heute hat der Westen

unter 40 Prozent, aber wir benehmen

uns so, als hätten wir 90. So etwas nennt

man Hybris, Selbstüberschätzung. Und

Selbstüberschätzung ist der beste Nagel

für den eigenen Sarg, um sich in Bedeutungslosigkeit

zu begeben.«

TOLERANZ – NACH INNEN

UND AUSSEN

Das neue Zentrum der Weltwirtschaft

sieht Hellmeyer heute nicht mehr in den

USA, sondern im euro-asiatischen Raum.

Damit spricht er nicht von der Europäischen

Union, sondern von Osteuropa

und Asien. In diesem Zusammenhang

warnt er davor, dass Deutschland und die

gesamte Eurozone auf lange Sicht abgehängt

werden könnten. »Die Unternehmen

werden dorthin gehen, wo sie die

besten Geschäfte machen können, denn

Unternehmen kennen diesbezüglich keine

Moral«, erklärt der Experte. Er kritisiert,

dass die westliche Politik die unterschiedlichen

Werte anderer Kulturen und deren

deswegen notwendigerweise anderen politischen

Systeme nicht anerkenne. »Wenn

wir diese Einsicht nicht haben und nur Toleranz

im Innenleben haben, hier das Antidiskriminierungsgesetz,

aber in der Außenpolitik

genau anders vorgehen, dann

hat das eine Rechnung – und der Westen

hält 20 Prozent der Weltbevölkerung, der

Rest sind 80 Prozent«, sagt Hellmeyer.

Eine solche Politik gefährde die Ökonomie

und damit die politische Stabilität

und den Sozialstaat. »Wenn wir daran

spielen, dann spielen wir am Sozialstaat,

dann spielen wir an der politischen Stabilität

unseres Wirtschaftsraums, unseres

politischen Raums«, erläutert Folker Hellmeyer

und schließt das Interview bewusst

provokant: »Und unsere Politiker haben

nur eine Verantwortung, nämlich die für

uns und nicht für den Rest der Welt. Dafür

sind sie nicht gewählt worden.«

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

7


Titelstory

MAX OTTE:

DER BÖRSENBULLE

Max Otte ist angeblich »Deutschlands bekanntester Crash-Prophet«. Stimmt diese

Bezeichnung? Das Sachwert Magazin hat seine Prognosen unter die Lupe genommen.

Max Otte ist »Deutschlands

bekanntester Crash-Guru

aller Zeiten«, wie es der unabhängige

Ökonom Daniel

Stelter ausdrückte. In den

letzten Jahren erschienen in den Mainstream-Medien

immer wieder Artikel über

den ehemaligen Hochschullehrer, in denen

ihm unterstellt wird, dass er wie alle Crash-

Propheten ständig vor einem Crash warne

und dass er ein »Geschäft mit der Angst«

betreibe. Im Januar 2020 titelte zum Beispiel

der Tagesspiegel: »Max Otte, Dirk Müller

& Co. Wenn Crashpropheten selbst zu

Bruchpiloten werden.«

Bilder: Marcus Kaufhold

Stimmt dieses Narrativ? Max Otte sagt auf

Nachfrage, dass er Börsenbulle sei. Zudem

sieht er sich als Stockpicker und Value Investor,

der unabhängig von Börsentrends

Unternehmen mit erfolgreichen Geschäftsmodellen

aufspüre und langfristig

»ICH FÜHLE MICH WIE

EIN JUNGE IM SÜSS-

WARENLADEN, WENN

DIE ELTERN UND DER

VERKÄUFER NICHT DA

SIND.«

in sie investiere. In seinem Buch »Erfolgreiches

Value Investieren«, das 2008 erstmals

erschien, offenbarte er seinen Investmentsatz.

2010 legte Otte mit »Endlich mit Aktien

Geld verdienen« nach.

Als sich die meisten Investoren aufgrund

der Finanzkrise noch im Schockzustand befanden,

sagte er dem Nachrichtenmagazin

Focus Anfang 2011, dass er fast komplett

in Aktien investiert sei. Zudem betont er

immer wieder, dass Aktien Sachwerte seien

und Aktien guter Unternehmen auch

Krisen überstünden. Otte schreibt durchgehend,

dass Aktien seine bevorzugte

Anlageklasse seien.

8

SACHWERT MAGAZIN 3/2021


Wir haben mehr als vierzig Prognosen des

ehemaligen Hochschulprofessors über die

letzten fünfzehn Jahre untersucht. Das

waren u. a. Zitate auf Onlineplattformen

wie dem Handelsblatt und Wirtschaftswoche,

sowie aus seinen Büchern, aber

auch Aussagen in den Sozialen Medien –

zum Beispiel in Interviews bei YouTube. Die

erste legendäre Crashprognose steht in seinem

Buch »Der Crash kommt« vom Sommer

2006, die letzte Prognose stammt vom

Januar 2021 in Focus Money. Mehr als drei

Viertel dieser gesichteten Börsenprognosen

von Max Otte sind bullish, also Kaufempfehlungen

für Aktien.

In seinem frühen Werk »Der Crash kommt«

schreibt Otte selbst: »Ich möchte nicht mit

Ängsten spielen. Krisenpropheten hat es

schon immer gegeben. Manchmal lagen sie

richtig, oftmals aber falsch. Dies ist meine

einzige Warnung.« Ein deutlicher Hinweis,

dass Otte vorher positiv bei Aktien gestimmt

war. Schon im Herbst 2000 veröffentlichte

er im Econ-Verlag »Investieren statt sparen

– wie Sie mit Aktien ein Vermögen aufbauen«.

2010 folgte »Endlich mit Aktien Geld

verdienen« im FinanzBuch Verlag.

Otte trat zum ersten Mal 1999 mit dem

Portal wallstreet:village öffentlich als Aktieninvestor

in Erscheinung. Im Jahr 2000

gründete er zusammen mit dem Internetunternehmen

freenet.de seinen Börseninformationsdienst

Investor Village, seit 2003

betreibt er sein eigenes Portal »Der Privatinvestor«,

seit 2008 seinen Flaggschiff-Fonds

PI Global Value Fund (A0NE9G). Mittlerweile

betreut Ottes Privatinvestor Kapitalanlage

GmbH sechs Fonds und Sondervermögen,

darunter der Max Otte Vermögensbildungsfonds

(A1J3AM) und der Max Otte Multiple

Opportunities Fund (A2ASSR), ein alternativer

Investmentfonds in Liechtenstein

für professionelle Anleger (in Liechtenstein

auch für Privatanleger). Der Max Otte Multiple

Opportunities legt wie alle anderen Otte-Fonds

nach dem »Reinheitsgebot der Kapitalanlage«

an, investiert also nur in Aktien,

Anleihen, hält Liquidität vor und meidet Derivate.

Er kann aber zusätzlich in physisches

Gold und Silber im Tresor der Bank in Liechtenstein

investieren und Positionen bis zu 20

Prozent des Fondsvermögens eingehen.

Die Performance der Otte-Fonds ist ordentlich.

Sein ältester Fonds, der PI Global Value

Fonds, hat seit Auflegung im Sommer 2008

netto 190 Prozent hinzugewonnen. Spannend

ist, dass Otte nach eigenen Angaben

während der Finanzkrise 2008 fast voll investiert

war. Damit hat der Kurseinbruch im

Herbst 2008 den PI Global Value Fonds kalt

erwischt, er konnte sich dann aber mit Hilfe

einer guten Aktienauswahl ab März 2009

sehr viel schneller erholen als die meisten

Indizes und lag deutlich vor dem MSCI. Ottes

jüngster Fonds, der Max Otte Multiple

Opportunities Fund, hat seit Auflegung im

Dezember 2016 netto 48 Prozent für seine

Investoren erwirtschaftet.

Zurück zu den Börsenprognosen Ottes: Drei

Viertel sind bullish. Besonders stechen seine

beiden Interviews Online hervor seine

beiden Interviews mit dem Magazin Börse

Online. Am 26. März 2009 sagte er dem

Magazin auf dem Höhepunkt der Panik

und dem Tiefstand der Märkte (der DAX

stand kurzfristig unter 3.000 Punkten): »Ich

fühle mich wie ein Junge im Süßwarenladen,

wenn die Eltern und der Verkäufer

nicht da sind.« Der Corona-Crash war der

schnellste und heftigste Börsencrash seit

1900. Innerhalb von nur sechs Wochen verloren

viele Indizes 40 oder auch 50 Prozent.

Titelstory

Erneut sagte Max Otte dem Magazin Börse

Online am 4. April 2020 nahe dem Tiefstand

der Märkte: »Ich fühle mich wieder

wie ein kleiner Junge im Süßwarenladen.«

Fast schon seltsam wirkte es, als Otte am

7. Februar 2016, als der DAX bei etwa

9.000 Punkten stand, ein Kursziel von

14.000 sah. Das entsprach zum damaligen

Zeitpunkt einem Anstieg von 55 Prozent.

»ANGELEGT WIRD

NACH DEM REINHEITS-

GEBOT DER

KAPITALANLAGE«

Eineinhalb Jahre später stand der DAX dann

tatsächlich fast bei 14.000, aber erst 2021

überschritt der Index die Marke wirklich.

FAZIT

Ottes Stil als »Panikmache« und »Geschäft

mit der Angst« zu bezeichnen, wirkt überzogen.

Der Manager zeigt sich in seinen

Prognosen als Aktienbulle und als überlegter

Investor. Seine Warnungen vor einem

Kurseinbruch auf dem Fondskongress in

Mannheim jeweils im Januar 2018 und

2019 und vor einem Weltsystemcrash im

Oktober 2019 wirken heute berechtigt.

Aber Aktieninvestor Otte verzichtet auch in

Panikphasen nicht auf Aktien. Die Performance

gibt ihm recht.

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

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Raritäten

SNEAKER

FÜRS PORTFOLIO

SO HANDELT DIE NEUE

GENERATION

10

SACHWERT MAGAZIN 3/2021


Raritäten

Bilder: Unsplash / SoleSavy, Sotheby’s, IMAGO / ZUMA Press

W

er hat ihn nicht, den

einen Freund, der mehr

Sneaker im Schuhschrank

stehen hat,

als er tragen kann?

Und genauso sehen sie auch aus: Weiße

Sohlen, leuchtende Farben, kaum eine

Falte im Leder erkennbar. Einst waren sie

Gebrauchsgegenstände, dann geliebte

Sammlerstücke. Immer mehr, vor allem

junge Menschen, begeistern sich für die

Turnschuhe in all ihren Farben und Variationen.

Sie haben sich das Sammeln von

Sneakern erst zum Hobby, dann zum Investitionsprojekt

gemacht – ein Zug, auf

den bekannte Marken mit Freude aufspringen.

HYPE DURCH KÜNSTLICHE

VERKNAPPUNG

Große Marken wie Nike und Adidas, deren

Sneaker sich besonderer Beliebtheit

erfreuen, haben eigens zu diesem Zweck

Strategien entwickelt, um die Aufregung

um ihre Schuhe anzuheizen: Ausgefallene

Designs, limitierte Stückzahlen, Social-Media-Posts

von Influencern, die den Schuh

im Vorab erhalten haben, um Neider anzulocken

und Fotos von langen Schlangen

vor den Geschäften, die Kaufpanik

erzeugen sollen. Durch den medialen

Trubel werden die betreffenden Sneaker

künstlich aufgewertet. Besonders für solche

Schuhe, die aus Kooperationen mit

Rappern oder bekannten Modedesignern

hervorgehen, sind Fans bereit, große

Summen auszugeben. Die klassischen

50-Euro-Nikes, die jeder noch irgendwo

im Schuhschrank stehen hat, haben mit

den »Yeezys«, die zum ersten Mal 2008 in

der Kooperation zwischen Nike und Kanye

West rausgebracht wurden, nicht mehr

viel gemein, außer dem Häkchen-Logo an

den Seiten.

Dem Sammeln dieser Schuhe gehen nicht

mehr nur Sneaker-Liebhaber aus bloßer

Freude am Schuh nach. Viele Sammler

haben ihr Hobby zum Beruf – oder zumindest

zu einer ernstzunehmenden Nebenbeschäftigung

und Vermögensanlage –

gemacht. In den vergangenen Jahren hat

sich ein weltweiter Markt für den Sneaker-

Handel entwickelt, an dem sich nicht nur

einzelne Sammler und Händler, sondern

auch große Firmen und Investoren beteiligen.

Die Investment-Bank Cowen schätzt,

dass dieser Markt bis 2030 rund 30 Milliarden

US-Dollar wert sein könnte.

DER »AKTIENMARKT DER DINGE«

Davon profitiert insbesondere die Plattform

StockX. Dort wird unter anderem

mit Sneakern, Streetwear, Designertaschen

und allem, was das Millenial-Herz

begehrt, gehandelt. Im vergangenen Jahr

machte das US-Unternehmen aus Detroit

damit einen weltweiten Umsatz von über

400 Millionen US-Dollar. Die Zahl der Käufer

hat sich um über 90 Prozent gesteigert.

Ob das mit der Langeweile im Lockdown

oder mit dem Wunsch nach finanzieller Sicherheit

in Krisenzeiten zusammenhängt,

oder ob es eine Entwicklung ist, die uns

ohnehin erreicht hätte, bleibt fürs Erste

offen.

StockX vermarktet sich selbst als »Aktienmarkt

der Dinge«. Entsprechend sind

Funktionen und Elemente des traditionellen

Aktienmarkts in der Onlinehandelsplattform

integriert. Beim Abgeben von

Geboten und Angeboten kommen Käufer

und Verkäufer nicht miteinander in Kontakt.

Die Transaktion wird vollständig über

StockX abgewickelt. Kunden haben die

Möglichkeit, ein digitales Sneaker-Portfolio

zu erstellen, vergangene Transaktionen

einzusehen, Preise zu vergleichen und die

»VIELE HABEN DIE

MÖGLICHKEIT EINES

BETRÄCHTLICHEN

NEBENVERDIENSTES

DURCH DEN HANDEL

MIT SNEAKERN, SPIEL-

KONSOLEN, SKATE-

BOARDS, POKÉMON-

SAMMELKARTEN UND

ÄHNLICHEN MILLENI-

AL-SAMMLERSTÜCKEN

ERKANNT.«

aktuellen Marktdaten zu verfolgen. Dieses

Konzept bezeichnet Greg Schwartz,

Chief Operations Officer und Mitgründer

von StockX, in der Welt am Sonntag als

den »Schlüssel« ihres Erfolgs. Zusammen

mit seinem Investor Dan Gilbert und dem

Sneaker-Experten Josh Huber hat er das

Unternehmen 2015 gegründet. »Die Preise

sind ausschließlich von Angebot und

Nachfrage beeinflusst und werden nicht

von den Verkäufern künstlich erhöht«, so

Schwartz. Dazu komme der Nervenkitzel

und die Lust am Handel.

NEUE ANLAGEFORMEN FÜR EINE

NEUE GENERATION

Vielen geht es nicht mehr um die Freude

am Schuh oder die »Lust am Handel«.

Wer wertvolle Sneaker online kaufen

möchte, konkurriert mittlerweile häufig

mit Bots, die eigens zum Kauf solcher

Schuhe programmiert worden sind.

Als der teuerste Sneaker aller Zeiten gilt

der Prototyp eines Nike Air Yeezy 1, den

Kanye West bei den Grammy Awards

2008 trug. Der Schuh soll von Kanye West,

Mike Smith und Tiffany Beers entworfen

worden sein. Ende April wurde das Sneaker-Paar

von Sotheby’s für 1,8 Millionen

US-Dollar unter den Hammer gebracht

und stellte damit den neuen Weltrekord

des teuersten Sneaker-Paars auf.

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

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Raritäten

Daraus machte sich der Frankfurter Sneaker-Laden

»Bonkers« einen Spaß: Anstelle

von Schuhen bot der Laden Bilder

von Schuhen online zum Kauf an. Das

registrierten diese Bots nicht und kauften

Tausende von Sneaker-Fotos. Der sogenannte

»Side Hustle« mit Sneakern und

anderen Sammlerstücken sei in der Pandemie

zu einem regelrechten Phänomen

geworden, erklärt der COO von StockX.

Viele haben die Möglichkeit eines beträchtlichen

Nebenverdienstes durch den

Handel mit Sneakern, Spielkonsolen,

Skateboards, Pokémon-Sammelkarten

und ähnlichen Millenial-Sammlerstücken

erkannt. »Wir haben es mit einer neuen

Generation zu tun, die an neue Anlageformen

glaubt«, sagt Schwartz der Welt

am Sonntag.

Die Machtverhältnisse auf dem Anlegermarkt

verschieben sich. Das haben

nicht nur die Reddit-Trader bewiesen.

Auch der Hype um Krytowährungen und

NFTs sind ein gutes Beispiel dafür. Für

den Handel mit Sneakern prognostiziert

Greg Schwartz, dass sie nicht nur teurer,

sondern auch unsichtbarer werden.

Denn Schuhe, die als Wertanlage dienen,

werden nicht ausgepackt und angezogen.

Sie werden sicher aufbewahrt, bis

sie wieder teurer verkauft werden. Auf

StockX dürfen sogar nur ungetragene

Schuhe verkauft werden. »Vielleicht

werden wir einen verkauften Schuh dann

gar nicht mehr an den Käufer schicken,

sondern einfach aufbewahren, bis der

ihn wieder verkauft«, so der COO. Die

Marken profitieren nicht nur davon, dass

StockX den Resale-Markt reguliert und

durch ein Authentifizierungssystem den

Handel mit Fälschungen verhindert. Teilweise

werden sie bereits selbst als Händler

auf der Plattform aktiv.

Der Nike Mag ist inspiriert von einer vergangenen

Vision für die Zukunft. In der

Fortsetzung von »Zurück in die Zukunft«

aus dem Jahr 1989 trägt Michael J. Fox

als Marty McFly diese ikonischen Sneaker,

die sich ihrem Träger von ganz allein anpassen

und selbst zuschnüren. 2011 verkaufte

Nike 1.500 Paare dieser Sneaker,

um mit den Erträgen die Michael J. Fox

Foundation in ihrer Parkinson-Forschung

zu unterstützen. 2016 und 2019 brachte

Nike weitere limitierte Versionen des futuristischen

Schuhs auf den Markt. Ein Paar

aus 2016 wurde zuletzt für 41.507 Euro

auf StockX verkauft. Aktuell kann man sie

dort für rund 87.000 Euro ersteigern.

Bilder: Sotheby’s, Nike

Aktuell mischt das Auktionshaus

Sotheby’s den Markt mit Sneakern

auf, die von berühmten Basketballspielern

getragen wurden. Auf der Genfer

Online-Auktion »Gamers Only« werden

13 solcher »game-worn« Paare angeboten.

Der Air Jordan 1 gilt als Meilenstein in

der Sneaker-Geschichte. Ein Paar, das Michael

Jordan persönlich in seiner Rookie-

Saison 84/85 getragen haben soll, wird

dort aktuell mit einem Schätzwert von

100.000 bis 150.000 Schweizer Franken

angeboten. Erst letztes Jahr versteigerte

das Auktionshaus Chrisitie’s ein Paar

desselben Modells, das Jordan ebenfalls

1985 bei einem Testspiel getragen

haben soll, als er bei einem Slam Dunk

das gläserne Brett hinter dem Korb

zerschmetterte. Der Schuh, in dessen

Sohle noch die Glassplitter stecken sollen,

erzielte 615.000 US-Dollar.

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SACHWERT MAGAZIN 3/2021


Sachwerte

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

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Immobilien

DIE

ENERGIEEINSPAR-

VERORDNUNG IST

VERGANGENHEIT

– JETZT GILT DAS

GEBÄUDEENERGIEGESETZ

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SACHWERT MAGAZIN 3/2021


Immobilien

Bilder: Unsplash / Alexander Andrews, BVFI

Das bisherige Energieeinsparungsgesetz

(EnEG), die bisherige

Energieeinsparverordnung

(EnEV) und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

(EEWärmeG) wurden durch das

Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt. Es

trat am 01.11.2020 in Kraft.

Wie das bisherige Energieeinsparrecht für

Gebäude enthält das neue GEG Anforderungen

an die energetische Qualität von

Gebäuden, die Erstellung und die Verwendung

von Energieausweisen sowie an

den Einsatz erneuerbarer Energien in Gebäuden.

Die europäischen Vorgaben zur

Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden

werden vollständig umgesetzt und die

Regelung des Niedrigstenergiegebäudes

in das vereinheitlichte Energieeinsparrecht

integriert. Das aktuelle energetische

Anforderungsniveau für Neubauten und

Sanierung wird nicht verschärft. Weitere

Steigerungen der Bau- und Wohnkosten

sollen vermieden werden.

Änderungen ab dem 01.05.2021

Ab dem 01.05.2021 gelten die GEG-Regeln

für neu zu erstellende Energieausweise,

also auch für Energieausweise, die

nach Ablauf der zehnjährigen Gültigkeit

erneuert werden müssen.

Das Gesetz ist in anzuwenden

1. auf Gebäude, soweit sie nach ihrer

Zweckbestimmung unter Einsatz von

Energie beheizt oder gekühlt werden,

und

2. deren Anlagen und Einrichtungen der

Heizungs-, Kühl-, Raumluft- und Beleuchtungstechnik

sowie der Warmwasserversorgung

dienen.

Das Gesetz ist NICHT anzuwenden

1. bei Wohngebäuden, die

2. für eine Nutzungsdauer von weniger

als vier Monaten jährlich bestimmt sind

oder

3. für eine begrenzte jährliche Nutzungsdauer

bestimmt sind und deren zu

erwartender Energieverbrauch für die begrenzte

jährliche Nutzungsdauer weni-ger

als 25 Prozent des zu erwartenden Energieverbrauchs

bei ganzjähriger Nutzung

beträgt,

4. bei Betriebsgebäuden, die überwiegend

zur Aufzucht oder zur Haltung von

Tieren genutzt werden,

5. bei Betriebsgebäuden, soweit sie nach

ihrem Verwendungszweck großflächig

und lang anhaltend offen gehalten werden

müssen,

6. bei unterirdischen Bauten,

7. bei Unterglasanlagen und Kulturräumen

für Aufzucht, Vermehrung und Verkauf

von Pflanzen,

8. bei Traglufthallen und Zelten,

9. bei Gebäuden, die dazu bestimmt sind,

wiederholt aufgestellt und zerlegt zu werden,

und auf provisorische Gebäude mit

einer geplanten Nutzungsdauer von bis

zu zwei Jahren,

10. bei Gebäuden, die dem Gottesdienst

oder anderen religiösen Zwecken gewidmet

sind und

11. bei sonstigen handwerklichen, landwirtschaftlichen,

gewerblichen, industriellen

oder für öffentliche Zwecke genutzte

Betriebsgebäude, die nach ihrer

Zweckbestimmung

12. auf eine Raum-Solltemperatur von

weniger als 12 Grad Celsius beheizt werden

oder

13. jährlich weniger als vier Monate beheizt

sowie jährlich weniger als zusammenhängend

zwei Monate gekühlt

werden,

14. auf Bestandteile von Anlagen der

Heizungs-, Kühl- und Raumlufttechnik

sowie der Warmwasserversorgung, die

sich nicht im räumlichen Zusammenhang

von Gebäuden befinden, die nach

ihrer Zweckbestimmung unter Einsatz von

Energie beheizt oder gekühlt werden

Das ändert sich für Immobilienmakler

Jedem, der eine Immobilie inseriert, obliegt

die Pflicht, die unten genannten Angaben

zu veröffentlichen, also auch Privatpersonen.

Allerdings können Verstöße von Immobilienmaklern

leichter geahndet werden

als bei Privatpersonen, weil Makler als Unternehmer

verpflichtet sind, ihr Impressum

zu veröffentlichen. Damit fällt es Abmahnern

leichter, einen Verstoß zu ahnden.

Die spezielle Informationspflicht des

Immobilienmaklers bei Wohngebäuden

Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht

zuständige Senat des Bundesgerichtshofs

hatte sich am 05.10.2017 (I ZR 229/16,

I ZR 232/16, I ZR 4/17) mit der Frage befasst,

welche Informationspflichten bei

einer Immobilienanzeige zum Energieverbrauch

dem Immobilienmakler obliegen.

§ 16a der EnEV sagte nämlich folgendes:

„Wird in Fällen [ …] vor dem Verkauf eine

Immobilienanzeige in kommerziellen

Medien aufgegeben und liegt zu diesem

Zeitpunkt ein Energieausweis vor, so hat

der Verkäufer sicherzustellen, dass die

Immobilienanzeige folgende Pflichtangaben

enthält:

1. die Art des Energieausweises:

Energiebedarfsausweis oder

Energieverbrauchsausweis

2. den im Energieausweis genannten

Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs

für das Gebäude,

3. die im Energieausweis genannten wesentlichen

Energieträger für die Heizung

des Gebäudes,

4. bei Wohngebäuden das im Energieausweis

genannte Baujahr und

5. bei Wohngebäuden die im Energieausweis

genannte Energieeffizienzklasse.“

Diese Pflicht gilt mit der Einführung des

GEG2020 weiter. Diese 5 Angaben müssen

ausnahmslos veröffentlicht werden.

Erfolgt dies nicht, handelt es sich, so der

BGH, um eine Irreführung der Verbraucher

durch Vorenthalten wesentlicher

Informationen (§ 5a Abs. 2 UWG). Der

Makler, der die Angaben nicht vollständig

veröffentlich kann mit Erfolg abgemahnt

werden.

Was sind kommerzielle Medien?

1. Letztlich sind alle Medien kommerziell,

die dem Kommerz dienen, also

einen Beitrag zum geschäftlichen Erfolg

leisten sollen. Das sind beispielsweise

Veröffentlichungen

2. im Exposé

3. im Inserat einer Zeitung

4. in Internetportalen wie z. B.

5. in ImmoScout oder Immowelt

6. in ebay

7. in Social Media, wie z. B.

8. Facebook,

9. Instagram

10. auf der eigene Webseite oder

11. als Aushang im eigenen Schaufenster

usw.

Bedarfs- oder Verbrauchsausweis?

Es wird zwischen dem Bedarfs- und

dem Verbrauchausweis unterschieden.

Der Bedarfsausweis zeigt in einer Skala

von Grün bis Rot den berechneten Energiebedarf

des Gebäudes anhand des baulichen

Zustandes und der Heiztechnik.

Der Verbrauchsausweis präsentiert in

denselben Farben den durchschnittlichen

Welcher Ausweis im speziellen Fall erforderlich ist,

kann hier ermittelt werden:

www.energieausweis-vorschau.de/energieausweis/verbrauchspass-moeglich.html

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

15


Immobilien

Heizenergieverbrauch der vergangenen

drei Jahre.

Das ändert sich für Bauherren und

Architekten mit dem GEG

1.Bereits laufende Bauprojekte

Wenn ein Bauvorhaben bereits genehmigt

ist, ändert sich nichts. Es gelten weiterhin

die bisherigen Regeln der parallel laufenden

EnEV 2014, EnEV ab 2016, EnEG

2013 und EEWärmeG 2011. Maßgeblich

ist das Datum, an dem der Bauherr den

Bauantrag eingereicht, die Anzeige erstattet

oder bei nicht genehmigungs- und

anzeigenpflichtigen Bauprojekten, mit

der Ausführung begonnen hat. Diejenigen

Energiesparregeln, die an diesem Tag

in Kraft waren, gelten weiterhin für das

Bauprojekt. Für einige Bauvorhaben, wie

Bauträger-Projekte, darf keine zu große

Zeitspanne zwischen dem Einreichen des

Bauantrags und der Übergabe an den

Käufer des Objektes liegen.

2. Vor dem 01.11.2020 gestellte jedoch

noch nicht genehmigte Bauanträge

Der Bauherr kann fordern, dass der Bauantrag

nach den Anforderungen des GEG

2020 geprüft und genehmigt wird. Die

Architekten oder Planer müssen nachweisen,

dass das Objekt nach den Regeln des

GEG 2020 geplant ist.

3. Ab dem 01.11.2020

gestellte Bauanträge

Es gelten die Richtlinien des GEG 2020

Die Vorlage des Energieausweises bei

fertiggestellten Objekten

Soll ein bebautes Grundstück oder Wohnungs-

oder Teileigentum verkauft werden,

hat der Verkäufer dem potenziellen

Käufer spätestens bei der Besichtigung einen

Energieausweis vorzulegen. Die Vorlagepflicht

wird auch durch einen deutlich

sichtbaren Aushang oder ein deutlich

sichtbares Auslegen während der Besichtigung

erfüllt. Findet keine Besichtigung

statt, hat der Verkäufer den Energieausweis

dem potenziellen Käufer/ Mieter unverzüglich

vorzulegen.

Wer erstellt Energieausweise?

1. Heizkostenabrechnungsfirmen

(Ista, Minol-Brunata, Techem, Teha,

Glorius,...)

2. Schornsteinfeger

3. Energieberater

4. dena – Deutsche Energieagentur

5. TÜV

6. Dekra

7. www.Energieausweis48.de

Haftung für fehlende Angaben

Zunächst haftet derjenige, der den Fehler

begangen hat. Das ist der Immobilienmakler

selbst, es kann u. U. ab er auch der Büroinhaber,

der Franchise- oder der Lizenzgeber

sein. Diese Meinung vertritt jedenfalls das

OLG mit seinem noch nicht rechtskräftigen

Urteil vom 10.12.2020 (AZ: 6 U 193/18).

Von daher ist bei derartigen Vertragsgestaltungen

anzuraten, freistellende Vereinbarungen

zu treffen.

Der Autor

Rechtlicher Hinweis

Dieser Fachartikel wurde nach

bestem Wissen erstellt.

Er ersetzt aber keine

Beratung im Einzelfall.

Eine Haftung kann daher

nicht übernommen werden.

Helge Norbert Ziegler ist Wirtschaftsjurist,

Präsident des BVFI – »Bundes verband für

die Immobilien- Wirtschaft« und Inhaber

des ImmobilienFachVerlag.

16

SACHWERT MAGAZIN 3/2021


Immobilien

FAQ

–Frequently

asked

Questions

Bilder: Unsplash / Alexander Andrews, BVFI

Kann eine Immobilie auch ohne Energieangaben

inseriert werden?

Ja, wenn noch kein Ausweis vorliegt:

Die Pflichtangaben sind also zu veröffentlichen,

wenn bereits ein Energieausweis

vorliegt. Liegt noch keiner vor, können sie

eben noch nicht veröffentlicht werden.

Empfehlung: Schreiben Sie z. B. »Der

Energieausweis ist angefordert und wird

nachgereicht«. Dies können Sie allerdings

nicht lange praktizieren, weil der Energieausweis

bei der ersten Besichtigung übergeben

werden muss.

Welche negativen Folgen hat man zu

befürchten, wenn die Pflichten nicht

eingehalten werden?

Man riskiert man ein Bußgeld und zudem

eine Abmahnung mit Aufforderung zur

Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.

Müssen vom Makler datenschutzrechtliche

Bestimmungen beachtet werden?

Ja, denn der Energieausweis enthält personenbezogene

Daten. Empfehlung:

Schriftliche Einwilligungsbestätigung des

Verkäufers/Vermieters, dass der Energieausweis

weitergegeben werden kann

(BDSG § 4a). Am besten im Maklervertrag

regeln, nicht in den AGB!

Trifft die Pflicht zur Veröffentlichung

der Angaben in Immobilienanzeigen

auch den Verkäufer/Vermieter, wenn er

keinen Makler einschaltet?

Ja, auch (private) Verkäufer/Vermieter sind

Verpflichtete i.S. des GEG! Bei Missachtung

droht ein Bußgeld aber keine Abmahnung

nach UWG, da es sich bei ihnen

um keine »geschäftliche Handlung« nach

§ 5 UWG handelt.

Muss man alle Seiten des Energieausweises

aushändigen?

Ja!

Kann man im Inserat oder auf der Webseite

nur einen Link zum Ausweis setzen?

Nein, das reicht nicht. Die Werte müssen

im Inserat stehen.

Wie ist ein Kapitalanlage-Angebot eines

Immobilienpaketes zu behandeln,

bei dem der Käufer sich aus dem Angebot

erst eine oder mehrere Immobilien

aussuchen muss?

Der Grundsatz gilt: Keine Informationen

ohne die erforderlichen GEG-Werte.

Müssen »Verkaufsgalgen« die Energiewerte

beinhalten?

»… wird … vor dem Verkauf eine Immobilienanzeige

in kommerziellen Medien aufgegeben

…« Bei einem Verkaufsgalgen

handelt es sich wohl kaum um eine Immobilienanzeige

in einem kommerziellen

Medium. Ergo: Nein.

Wie schaut es mit einem Abrissobjekt

auf einem zu verkaufenden Grundstück

aus?

Es ist kein Energieausweis erforderlich,

wenn sichergestellt ist, dass das Objekt

nicht dauerhaft bewohnt und nicht beheizbar

ist.

Grundsatz: Keine Immobilienanzeige in

kommerziellen Medien ohne vollständige

Angaben zum Energieausweis und keine

Objektbesichtigung ohne gültigen Energieausweis.

Ob nach Rechtsprechung ein

Energieausweis für ein Abrissobjekt vorgelegt

werden muss, ist je nach Einzelfall

zu prüfen und kann nicht abschließend

beurteilt werden. Gehen Sie lieber auf

Nummer sicher.

Was ist bei Pflegeimmobilien zu beachten?

Die Vorlagepflicht gilt auch für Alten- und

Pflegeheimen sowie ähnlichen Einrichtungen,

denn es handelt sich um Wohngebäude,

die nach ihrer Zweckbestimmung

überwiegend dem Wohnen dienen.

Was ist bei Ferienimmobilien zu beachten?

Das Gesetz gilt nicht für Wohngebäude,

die für eine Nutzungsdauer von weniger

als vier Monaten jährlich oder für eine

begrenzte jährliche Nutzungsdauer bestimmt

sind, wenn der zu erwartende

Energieverbrauch der Wohngebäude weniger

als 25 Prozent des zu erwartenden

Energieverbrauchs bei ganzjähriger Nutzung

beträgt.

Wie sieht das mit denkmalgeschützten

Gebäuden aus?

In § 24 der EnEV 2014 steht unter Ausnahmen:

»(1) Soweit bei Baudenkmälern oder

sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz

die Erfüllung der Anforderungen

dieser Verordnung die Substanz oder das

Erscheinungsbild beeinträchtigen oder andere

Maßnahmen zu einem unverhältnismäßig

hohen Aufwand führen, kann von

den Anforderungen dieser Verordnung

abgewichen werden.«

In § 2 EnEV der 2014 wird unter Begriffsbestimmungen

ausgeführt:

»Im Sinne dieser Verordnung sind Baudenkmäler

nach Landesrecht geschützte

Gebäude oder Gebäudemehrheiten.«

Achtung: Denkmalgeschützte Gebäude

sind keine Denkmäler

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

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ZWEI MÄNNER,

EINE VISION:

DIE RUNDUM-

Wie Bernhard Boadu und Simon Eckert ein

Konzept entwickelt haben, das den Vermögensaufbau

durch Immobilienanlagen jedem

zugänglich machen soll.

SORGLOS-IMMOBILIE

Bernhard Boadu reichte Simon

Eckert die Hand, als dieser an einem

persönlichen und geschäftlichen

Tiefpunkt angelangt war.

Er hatte sich gerade von einem

Geschäftspartner getrennt. »Ich hatte nie

an seiner Integrität gezweifelt. Aber eines

Tages erfuhr ich von einem anderen Geschäftspartner,

dass er mich belogen und

betrogen hatte, und das in sehr großem

Ausmaß«, erklärt Eckert seine Enttäuschung.

Er war noch im Schock über den

Vertrauensbruch, als Bernhard Boadu auf

ihn zu kam und ihm ein Angebot machte,

dass er ihm nicht abschlagen konnte:

Boadu bat ihn, Mitinhaber und Geschäftsführer

seines Immobilien-Vertriebs

zu werden. Für Eckert wurde damit ein

Traum wahr, der über viele Jahre hinweg

gewachsen und gereift war: Er konnte

Menschen mit seiner Arbeit einen wahren

Mehrwert bieten. Mit der INVICTA Real

Estate GmbH geben Bernhard Boadu und

Simon Eckert ihren Kunden die Möglichkeit,

mit wenig Eigenaufwand und ohne

Vorwissen ihr Geld so sicher wie profitabel

in Immobilien anzulegen und so ihr Vermögen

aufzubauen.

Eckerts Weg dorthin war lang und durchwachsen.

»Erst im Nachhinein versteht

man alle Stationen, die man durchlaufen

hat, und wofür sie gut waren«, erklärt der

28-Jährige. Schon in der Realschule entschied

er sich für den technischen Zweig

und absolvierte zahlreiche Praktika. Auf

den Rat seiner Eltern hin ließ er von seinem

Traum einer professionellen Eishockey-

Karriere ab und begann seine Ausbildung

als Bauzeichner in der Fachrichtung Hochbau

/ Architektur. Als langfristiges Ziel hatte

er sich das Architekturstudium gesetzt.

Bilder: Pepo.Media

18

SACHWERT MAGAZIN 3/2021


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Doch auch dieser Traum wurde auf Eis

gelegt. Was anfänglich für Ernüchterung

sorgte, sollte sich aber später als Glück

erweisen. Nach seiner Ausbildung arbeitete

Eckert noch ein Jahr lang weiterhin

als Bauzeichner, bis ein Erlebnis ihn dazu

inspirierte, neue Wege einzuschlagen.

MEHRWERT – ODER: DIE MAGIE

DES VERTRIEBS

»Die Produkte von Herrn R. verbauen wir

auf keinen Fall«, wetterte sein damaliger

Chef noch kurz vor einem Termin mit dem

besagten Handelsvertreter für ein Großprojekt.

Kaum wieder aus dem Termin

zurück, verkündete der Chef: »Planänderung!

Wir nehmen die Produkte von Herrn

R.« Simon Eckert kam aus dem Staunen

nicht mehr heraus. Was hatte Herr R. wohl

in diesem Termin gesagt, um seinen derartig

abgeneigten Chef von seinen Produkten

zu überzeugen? Er musste ihm

verständlich gemacht haben, welchen

Mehrwert seine Produkte tatsächlich zu

bieten hatten. In dem damals 21-Jährigen

flammte ein Bedürfnis auf: »Das will ich

auch: Den Leuten einen Mehrwert bieten

und ihnen damit helfen!«

Er wechselte zu einer Stahl- & Metallbaufirma.

Seine dortige Rolle als Projektleiter

entsprach jedoch nicht seinen Vorstellungen.

»Ich kalkulierte den ganzen Tag

Leistungsverzeichnisse und konnte dem

Kunden keinen wirklichen Mehrwert bieten,

außer ihm ein 200 Seiten langes Leistungsverzeichnis

zu schicken«, erzählt er.

Doch auch dort durchlief er eine wichtige

Station auf seinem Weg zur INVICTA Real

Estate GmbH. Denn dort lernte er den

Vertrieb kennen und lieben und wurde

schließlich von einem Handelsvertreter abgeworben.

DAS PROBLEM DER

ALTERSVORSORGE

Tagsüber beschäftigt mit dem »Türklinkenputzen«

des B2B-Vertriebs in Gewerbegebieten,

machte er sich nach Feierabend

zunehmend Gedanken über die Themen

Vermögensbildung und Altersvorsorge.

Wie für die meisten bedeutete das erstmal

den Weg zur Bank seines Vertrauens.

Dort wurde ihm seine Rentenlücke vorgerechnet

und dazu geraten, diese mit

Einzahlungen von 400 Euro im Monat zu

schließen. Bei seinem damaligen Verdienst

war das kaum eine sinnvolle Option. Auf

der Suche nach einer Alternativlösung beschäftigte

er sich damit, wie vermögende

Menschen ihr Geld anlegten und kam

schnell zu dem Schluss: Immobilien.

Simon Eckert ging es damals wie vielen

in seinem Alter. Der Gedanke an Immobilien

war stets geknüpft an die Möglichkeit

eines Eigenheims. Sein Verständnis von

Immobilien war geprägt durch das eigene

Elternhaus: »Dafür benötigt man Unsummen

an Eigenkapital und muss schon

richtig was vorweisen können«, so lautete

seine lang gehegte Annahme. Je mehr er

sich mit dem Thema auseinandersetzte,

desto mehr leuchtete ihm ein, dass der Immobilienkauf

gar nicht so schwierig war,

wie es sich die meisten Normalverdiener

»DAS WILL ICH AUCH:

DEN LEUTEN EINEN

MEHRWERT BIETEN

UND IHNEN DAMIT

HELFEN!«

vorstellten. »Daraufhin habe ich meine

erste Immobilie gekauft, die Nebenkosten

bezahlt und das war’s, ich war Immobilieneigentümer«,

erzählt er, immer noch

fast so überrascht wie damals.

Aber warum schien kaum jemand zu wissen,

dass die eigene Immobilie keineswegs

in unerreichbarer Ferne lag? Warum,

wenn es doch so viele Menschen mit

dem gleichen Problem – dem Problem der

Altersvorsorge – gab, entschieden sich so

wenige für diese Lösung? Der Grund dafür

lag, so schlussfolgerte Simon Eckert, in

einem Mangel an relevanter Information.

Dadurch entstehen fälschliche Annahmen,

wie sie Eckert selbst hatte, die davon

abschrecken, den Kauf einer Immobilie als

Geldanlage überhaupt erst ernsthaft in

Erwägung zu ziehen. Hier fand der junge

Vertriebler und brandneue Immobilienbesitzer

die Gelegenheit, nach der er gesucht

hatte: ›In diesem Moment dachte ich: Das

ist es, du kannst den Menschen zeigen,

wie sie wirklich sinnvoll ihr Geld anlegen,

mit geringem Eigenaufwand Vermögen

bilden und etwas für ihre Altersvorsorge

tun können!‹, berichtet Eckert.

DIE »RUNDUM-SORGLOS-

IMMOBILIE« FÜR JEDERMANN

Bernhard Boadu hatte es dadurch nicht

schwer, Eckert von seiner Vision zu begeistern.

Gemeinsam gründeten die beiden

die INVICTA Real Estate GmbH mit dem

Ziel, damit den größten Immobilienvertrieb

in Deutschland aufzubauen. In dem

Immobilien-Großvertrieb arbeiten sie mit

unterschiedlichen Bauträgern zusammen,

um gemeinsam ein Konzept zu erstellen,

das dem Endkunden die größtmögliche

Sicherheit beim Immobilienkauf bietet.

»Unsere Kunden kaufen eine 360-Grad-

Rundum-Sorglos-Immobilie mit Langzeitmietverträgen

ohne Mietausfall, mit

Hausverwaltung bzw. Sondereingentumsverwaltung

und allem, was dazu gehört«,

erläutert Simon Eckert das Konzept. Davon

profitieren vor allem jene Kunden, die

keinerlei Vorkenntnisse im Bereich der Immobilienanlage

haben.

Seit Beginn der Pandemie konnte Eckert

nicht nur eine verstärkte Nachfrage nach

Immobilien beobachten. Vor allem wuchs

das Bedürfnis seiner Kunden nach Sicherheit.

»Die Kunden achten noch mehr auf

Sicherheit und Transparenz«, erklärt der

Geschäftsführer der INVICTA Real Estate

GmbH, »Dabei setzen sie gerne auf uns

als Experten, mit einem Konzept, bei dem

es nicht um maximale Rendite geht, sondern

um langfristige finanzielle Sicherheit

und Sorglosigkeit.« Der Zukunft blickt Simon

Eckert positiv entgegen. Vor allem

bezahlter Wohnraum werde sich weiterhin

großer Nachfrage erfreuen – und genau

solche Wohnungen sind es, die Eckert

und Boadu mit ihrem Immobilien-Großvertrieb

anbieten.

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

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Sachwerte

VERMÖGENS-

SCHUTZ

BEFINDEN WIR UNS NUN AUF

EINER ZIELGERADEN?

20

SACHWERT MAGAZIN 3/2021


Sachwerte

Bilder: Unsplash / Scott Graham

Es handelt sich momentan wohl um

die größte Wirtschaftskrise seit

dem zweiten Weltkrieg in unserer

Gesellschaft, somit auch in unserem

Finanz- und Vermögenssystem.

Nach einem Jahr Corona- und Covid-Pandemie

hat sich das tägliche Leben

noch nicht viel verändert bzw. verbessert.

Die Politik und die Verantwortlichen rund

um die Themen Finanzen, Wirtschaft, Arbeit

und vor allem Gesundheit haben in

diesen Zeiten der Pandemie dilettantisch

reagiert, sie haben schlichtweg bis heute

alle durchweg versagt. Auf die Aneinanderreihung

von Fehlern und Passivitäten

verzichten wir an dieser Stelle, sondern

möchten vielmehr auf die möglichen Folgen

dieser politischen Fehlleistungen für

den Verbraucher eingehen.

Die politischen Missstände werden sehr

wahrscheinlich zu politischen Machtveränderungen

führen. Die regierenden

Volksparteien werden, Stand aktuell, hohe

Verluste einfahren, gewisse Oppositionsparteien

werden davon enorm profitieren.

Schon jetzt werden die wildesten Wahlprogramminhalte

kommuniziert. Man

schaffte es nicht umgehend, genügend

Impfstoffe und Tests zu organisieren, man

kümmert sich nicht um die Kinder dieser

Gesellschaft und deren Belange, aber

farblich unterlegte »In-Themen« werden

stetig angepriesen. Was sind das bloß für

Prioritäten momentan? Was steht hingegen

den Sparerinnen und Sparern, was

steht den vermögenden Menschen noch

bevor? Welche Gedanken und Steuerprogramme

laufen nun im Hintergrund, um

die seit einem Jahr »gelockdownten« Bürger

finanziell an der Pandemie zu beteiligen

oder gar zu schröpfen? Was für und

in welcher Höhe sind Steuererhöhungen

geplant? Was passiert in der Banken- und

Finanzindustrie?

Fangen wir an bei möglichen Steuerveränderungen

bzw. -erhöhungen. Es muss

davon ausgegangen werden, dass nach

den Wahlen Steuererhöhungen in vielfältiger

Art auf uns alle zukommen werden.

Im Gespräch ist u. a. auch die Wiederbelebung

der Vermögenssteuer, unterschiedliche

Höhen stehen im Raum. Aber eine

Aktivierung wirkt angesichts der Möglichkeiten

der Politik, hier wieder »zuzugreifen«

naheliegend. Das heißt, es werden

Vermögensteile bewertet und durch feste

Abgabegrenzen abgeführt werden müssen.

Es wird nicht die Multimillionäre treffen,

sondern bereits vielfach vorhandene

vermögende Familien, die alleine durch

ihre Depotwerte, Sichteinlagen und den

eigenen Immobilienbestand in aktuell diskutierte

Vermögensgrößen fallen werden.

Es wird, einer Umsetzung durch die Politik

vorausgesetzt, extrem viele Menschen

und Familien in diesem Land treffen. Dass

die Gelder zur Zahlung dieser Werte bereits

mehrfach versteuert wurden, interessiert

hier wiederum niemanden.

Ferner ist man wohl in Berlin bestrebt,

auch das reine Immobilienvermögen zur

Einnahmequelle zu nutzen. Im Gespräch

sind Vermögensabgaben für selbst- und

fremdgenutzte Immobilien. Die Grundbuchämter

werden mehr und mehr

technisiert, somit wird es leichter, entsprechend

zu »selektieren«. Auch werden

Hypotheken als Zwang mittlerweile

nicht ausgeschlossen. Durch diese und

viele andere Umstände überlegen immer

mehr Bundesbürger, das Land zum Lebensabend

oder schon eher zu verlassen.

Spannend ist hierbei die Umsetzung der

sogenannten Wegzugsbesteuerung. Es

geht unter anderem um die Wegzugsbesteuerung

natürlicher Personen, die

Anteile an Kapitalgesellschaften in ihrem

Privatvermögen halten (§ 6 AStG). Die bisherige,

zinslose und unbefristete Steuerstundung

soll zugunsten einer ratierlichen

Besteuerung aufgegeben werden. Von

der Wegzugsbesteuerung werden viele

Mittelständler betroffen sein, die ihr Lebenswerk

z. B. auch an ihre Kinder usw.

übertragen möchten.

»ES MUSS DAVON AUS-

GEGANGEN WERDEN,

DASS NACH DEN WAH-

LEN STEUERERHÖHUN-

GEN IN VIELFÄLTIGER

ART AUF UNS ALLE ZU-

KOMMEN WERDEN.«

Ein anderes und auch spannendes Thema

ist das aktuelle EU-Erbrecht. Wer möchte,

dass das Erbrecht des Landes angewandt

wird, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt,

muss dies ausdrücklich im Testament

festlegen. Wer dies nicht geregelt

hat, dessen Erben werden sich mit unterschiedlichen

Steuerrechten und Steuerabgaben

in den unterschiedlichen Ländern

befassen müssen. Es gibt sicherlich Schöneres,

als diese Aufgaben zu erledigen. Es

ist interessant, wie wenige Menschen und

vermögendere Familien hiervon wissen.

Ein anderer Aspekt in der aktuellen und

zukünftigen Zeit werden die unterschiedlichen

Maßnahmen von nahezu allen Banken

sein. Vor Jahren wurde man belächelt,

als man von Strafzinsen berichtete. Heute

haben nahezu alle Großbanken und deren

Ableger diese Strafzinsen auf Sichtein-

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

21


Sachwerte

Bilder: Wirtschaft TV, Unsplash / Jonathan Francisca

lagen eingeführt. Die Eurohöhen sind regelmäßig

weiter nach unten gesetzt worden,

auch das hielt man vor wenigen Jahren

noch für undenkbar. Mittelweile kündigen

Banken die Geschäftsbeziehung, wenn der

Kunde diesen Strafzinsen (im Wording der

Banken natürlich anders definiert) nicht

zustimmt.

»WER VERMÖGEND

IST UND SICH NICHT

UM SEINE GESAM-

TEN WERTE UND DEN

ÜBERGANG KÜMMERT,

DER WIRD DURCH

SEINE PASSIVITÄT

STETS DAS ÖRTLICHE

FINANZAMT

BEGLÜCKEN.«

Aktuelle Fälle einer großen deutschen

Sparkasse zeigen noch drastischere Maßnahmen.

Die Konten derjenigen Kunden

werden dann schlichtweg gesperrt und

dem Gericht zugestellt. Da möchte man

doch gerne Kunde sein, oder? Nun ereilt

es sogar die ersten Sparbücher, die mit

einem »Strafzins« belegt werden. Der angebliche

Anlagenotstand für Verbraucher

lässt diese in Passivität verweilen und die

Gelder häufen sich auf den Sichteinlagen.

Die Sparerinnen und Sparer begehen hier

nun einen großen Denkfehler. »Ich horte

lieber mein Geld, als zu investieren«,

so häufig der Tenor landesweit. Aber ist

das sinnvoll? Die Altersversorgungsdefizite

werden somit nur noch größer. Dazu

kommt, dass die aktuelle Inflation weitaus

höher zuschlägt als es die öffentlichen Medien

kommunizieren. Bis zu 8-10 Prozent

Inflation alleine in 2020, so Finanzmarktexperten,

lauten realistische Zahlen.

ausgelagert sein. Dieses gilt als Absicherung

für alle anderen Werte. Darüber hinaus

sollten die Mischung und Streuung der

Anlagen gut durchdacht sein. Es möge ein

roter Faden im eigenen Anlagespektrum

vorhanden sein. Wer sich zu guter Letzt

Gedanken zu seinen gesamten Werten

zu Lebzeiten und in einem möglichen zu

frühen Todesfall macht, der sollte die Familienharmonie

schützen, sich und die Familie

juristisch mit Vollmachten, Verfügungen

und einem Testament absichern und

den Übergang des Nachlasses frühzeitig

strategisch aufzeichnen. Wer vermögend

ist und sich nicht um seine gesamten Werte

und den Übergang kümmert, der wird

durch seine Passivität stets das örtliche Finanzamt

beglücken.

FAZIT

Die Corona-Pandemie zeigt leider die Unfähigkeit

der deutschen Politik, schnell und

zügig zu handeln. Es passt zur deutschen

Mentalität, sich erstmal sehr zurückhaltend

mit Kritiken zu äußern und viele Themen

sogar teilnahmslos hinzunehmen.

Unabhängig vom Ausgang der Wahlen in

2021 – die Bürger werden für alles bürgen

müssen. Höhere und neue Steuern

werden folgen, vermögende Menschen

fürchten mittlerweile um den Teilverlust

ihrer zum Teil über Jahrzehnte aufgebauten

Werte. Es gilt, sich um seine Vermögenswerte

zu kümmern. Es ist nur noch

eine reine Zeitfrage bis die neugewählten

Farben aus Berlin aktiv handeln werden.

Schützen Sie Ihre Werte, entwickeln Sie

Ihre Werte über Sachwerte und sichern Sie

zudem Ihre Familien juristisch ab. Schützen

Sie Ihre Lebenswerke strategisch richtig

und sinnvoll. Bleiben Sie gesund.

Der Autor

Die Verbraucher müssen daher also statt

auf »Strafzins- und Nullzinskonten« in die

Investition gehen. Hierzu, so Experten,

dienen überproportional nur gescheite

Sachwerte. Wichtig ist, hierbei darauf zu

achten, ob ich direkt oder indirekt in den

Sachwerten investiert bin. Zudem sollten

wiederum gewisse Vermögensteile zur

Wertsicherung auch an anderen Finanzplätzen

im europäischen Wirtschaftsraum

Thomas Hennings ist Experte

für Sachwertlösungen und Makroökonomie.

Er ist Inhaber von

»Hennings FinanzManagement«.

22 SACHWERT MAGAZIN 3/2021


e-

Paper

Monatlich

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REICHE ERNTE:

DER OBST-

UND GEMÜSE-FONDS

WIE SICH MIT NACHHALTIGEN

AGRARINVESTITIONEN DURCH

AGRI TERRA ZWEISTELLIGE

RENDITEN ERZIELEN LASSEN

24

SACHWERT MAGAZIN 3/2021


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Bilder: Depositphotos / Amenic181, Agri Terra Vertriebs GmbH, privat

Der Fokus des Fonds »Agri

Terra Citrus Basket I« liegt auf

Erträgen aus dem Anbau von

Obst- und Gemüse. Diese Asset-Klasse

bietet neben hohen

regelmäßigen Erträgen perfekten Schutz

vor Inflation und ist weitestgehend krisenresistent.

Denn bekanntlich gilt: Gegessen

und getrunken wird immer! Der

Fonds bietet Anlegern die Möglichkeit,

sich im Rahmen eines Publikums-AIF am

Freilandanbau, also der Anpflanzung und

Bewirtschaftung, von Orangen und sonstiger

Zitrusfrüchte, dem Gewächshausanbau

anderer Obst- und Gemüsesorten wie

z. B. Erdbeeren sowie einer in Planung befindlichen

Fabrik für Orangensaftkonzentrat

zu beteiligen.

INVESTITIONSSTANDORT

PARAGUAY

Für die Aktivitäten wird in Paraguay fruchtbares

Agrarland erworben – Anbau und

Ernte erfolgen durch mehrere paraguayische

Zielgesellschaften des Agri Terra Citrus

Basket I. Die ertragsstarke Anlagestrategie

basiert auf den laufenden Einnahmen aus

dem Verkauf der geernteten Erzeugnisse

während der Bewirtschaftungsphase sowie

aus Einnahmen nach der Fruchtziehungsphase,

beispielsweise durch Holzverkauf

ausgedienter Baumbestände, Verwertung

von Gewächshausteilen oder Veräußerung

der werthaltigen Agrarflächen.

Die Wahl des Investitionsstandorts ist dabei

bewusst außerhalb Europas gewählt. Im

Unterschied zu anderen Regionen verfügt

Südamerika über ausreichende Süßwasservorkommen

und Potential für eine ökologische

Erweiterung der Anbauflächen. Die

klimatischen Bedingungen führen dazu,

dass für manche landwirtschaftlichen Produkte

mehrere Ernten pro Jahr möglich

sind. Für Agrarinvestitionen bietet Paraguay

besondere Standortvorteile. Dazu zählen

ein attraktives Lohnniveau und Steuersystem

sowie niedrige Energiekosten. Die

relevanten Absatzmärkte der angebauten

Obst- und Gemüsesorten befinden sich

vornehmlich ebenfalls in Paraguay.

DIE NACHFRAGE

VOR ORT NIMMT ZU

Das im Zentrum Südamerikas gelegene,

wirtschaftlich stark wachsende Paraguay

importiert derzeit über 70 Prozent des

Verbrauchs an Obst und Gemüse aus den

Nachbarländern. Dabei sind die Transportkosten

der Importe höher als deren Produktionskosten.

Die beschränkte Produktion

des Landes ist oftmals bereits lange

im Voraus ausverkauft. Laufend entstehen

neue Supermärkte, die Obst und Gemüse

für ihr Angebot benötigen und auch die

Nachfrage seitens Saft- und Limonadenherstellern

nimmt stetig zu. Die steigende

Nachfrage hat dazu geführt, dass bereits

Abnahmegarantien des Großhandels für

die bisher von der Agri Terra Gruppe in

Paraguay angebauten landwirtschaftlichen

Produkte vorliegen.

Die Investitionsmöglichkeit in den Agri Terra

Citrus Basket I bietet dem Anleger eine

Kombination des tendenziell statischen

Landerwerbs mit der dynamischen Einnahmenkomponente

eines Agrarbetriebs

einschließlich der nachgelagerten Weiterverarbeitungsmöglichkeit

der landwirtschaftlichen

Erzeugnisse. Der Wertanalyst

intelligenter Geldanlagen Philip Nerb stellt

in diesem Zusammenhang fest: »Summa

Summarum halte ich das Angebot »Citrus

Basket I« … für überragend. Das Konzept

stellt ein außerordentlich attraktives

Basisinvestment mit ausgeprägtem Mehrertragspotential

dar… Meiner Meinung

nach verdient das vorliegende Angebot

eine Bewertung mit »hervorragend«.

Die Agri Terra KG wurde

2012 gegründet und

ist seit 2017 in Grasbrunn

(München) ansässig.

Hinter der weltweit

40 Unternehmen umfassenden Agri

Terra Gruppe steht die Familie Pfau. Die

Brüder Carsten und Michael investieren

seit rund 25 Jahren in Paraguay primär in

Landwirtschaft, Rinderzucht und Immobilien.

Seit rund sieben Jahren investiert

die Agri Terra Gruppe in Orangenanbau

in Paraguay. Nach zwei in Betrieb befindlichen

Orangenplantagen wurde nun die

dritte Plantage komplett bepflanzt. Insgesamt

sind das über 250.000 Zitrusbäume.

Damit ist die Unternehmensgruppe

bereits zum drittgrößten Orangenanbauer

des Landes aufgestiegen. Zudem

werden umfangreiche Gewächshausanlagen

betrieben. In diesem Geschäftsfeld

ist die Agri Terra Gruppe mittlerweile

zum größten Tomaten- und Paprikaproduzenten

in Paraguay avanciert. Zu den

weiteren Aktivitäten der Familie gehört

die Errichtung und der Betrieb einer

Orangensaftkonzentrat-Fabrik sowie des

»ecovita Country Club«.

DER AGRI TERRA CITRUS BASKET I AUF EINEN BLICK:

– geschlossener Publikums-AIF

nach KAGB

– geplante Laufzeit: 19 Jahre

– geplante Ausschüttungen:

jährlich

– prognostizierter

Gesamtmittelrückfluss: 349,53 %

– prognostizierte IRR-Rendite:

13,63%

– Mindestbeteiligung:

10.000 US-Dollar zzgl. 5 % Agio

– Investitionsvolumen:

35.000.000 US-Dollar

zzgl. Erhöhungsoption

– Finanzierung: ausschließlich

Eigenkapital

– Initialkosten: max. 7,74 % der

Kommanditeinlage

Klaus Brandtner, Geschäftsführer der

Agri Terra Vertriebs GmbH

Plantagenhochburg

Nueva Italia in Paraguay

SACHWERT MAGAZIN 3/2021 25


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Südafrikas Rand gewinnt an Stärke

Die Wirtschaftsleistung Südafrikas

schrumpfte 2020 um sieben Prozent,

zwei Millionen Jobs gingen verloren. Die

Corona-Krise riss zudem große Löcher in

den Staatshaushalt. Um den ökonomischen

Schaden zu begrenzen, räumte die

Regierung trotz angespannter Finanzlage

Steuererleichterungen ein. Zudem legte

sie ein Konjunkturpaket in Höhe von 29

Milliarden Euro auf. Das berichtete das

Finanzmagazin »Euro am Sonntag«. Die

Neuverschuldung stehe nun bei rund 14

Prozent des Bruttoinlandsprodukts, dem

höchsten Wert seit 1914. Weitet sich das

Defizit aus, drohe Südafrika eine Herabstufung

seiner Bonität. Moody’s beurteilt

das Land bereits mit »Ba2«, der Ausblick

ist negativ. Südafrikas Notenbank senkte

im vergangenen Jahr den Leitzins um 300

Basispunkte auf 3,5 Prozent. Allerdings

zogen daraufhin internationale Anleger

ihre Mittel ab, der Rand verlor deutlich

gegenüber dem Euro...

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www.sachwert-magazin.de lesen.

Verizon

verkauft AOL

und Yahoo

an Finanzinvestor

Der US-Telekommunikationskonzern Verizon

verkauft seine Mediensparte Verizon

Media an die Beteiligungsgesellschaft

Apollo Global Management. Das teilte

das Unternehmen am Montag in New

York mit. Für 5 Milliarden US-Dollar soll

Verizon Media, zu der bekannte Tech-

Pioniere wie AOL und Yahoo gehören, an

den Finanzinvestor gehen...

Den ganzen Artikel können Sie unter

www.sachwert-magazin.de lesen.

Bilder: IMAGO / Future Image / Shotshop, David Bornscheuer, Depositphotos / zhudifeng

Krisen sind wichtig! Krisen sind Chancen!

Das Jahr 2020 wird als Beginn einer

nachhaltigen Zeitenwende in die Geschichtsbücher

eingehen. Durch die Corona-Pandemie

wurde uns allen weltweit

schmerzhaft bewusst, wie fragil unser

hochkomplexes und fortschrittliches

Wirtschafts- und Finanzsystem de facto

ist. Innerhalb weniger Tage sind die Just-

in-time-Produktions- und Lieferketten

eingebrochen oder gar komplett zum

Stillstand gekommen – und der Auslöser

war ein unsichtbares Virus. Diese Krise

hat uns auf harte und bittere Art und

Weise deutlich gemacht, dass unser System

nicht resilient ist, es hat aufgezeigt,

welche Schwächen es hat, wie groß die

Klumpenrisiken sind und in welchen gefährlichen

Abhängigkeiten wir uns in

dieser globalisierten Welt doch befinden.

Vielen Menschen wurde klar, dass nichts

auf alle Ewigkeit in Stein gemeißelt ist.

Wenn es auch viele nicht wahrhaben

wollen: Wir sind inmitten eines historischen

Paradigmenwechsels. So bitter es

für viele auch sein mag...

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unter www.sachwert-magazin.de.

SACHWERT MAGAZIN 3/2021

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