10.06.2021 Aufrufe

Gesundheitswegweiser Bochum 3. Auflage 2021 / 2022

In unserem regionalen Magazin erhalten die Leser ausführliche Informationen zu den Themen “Gesundheit”, “Senioren”, “Pflege” und “Vorsorge”. Ein weiterer Sonderteil ist die Krankheit “Parkinson”.

In unserem regionalen Magazin erhalten die Leser ausführliche Informationen zu den Themen “Gesundheit”, “Senioren”, “Pflege” und “Vorsorge”. Ein weiterer Sonderteil ist die Krankheit “Parkinson”.

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3. Auflage 2021/2022

Gesundheitswegweiser Bochum

Regional und kompakt - für Ihre Stadt!

Sonderteil: Parkinson

Gesundheit

Adressen und

Informationen zur Gesundheitsversorgung

in Bochum

Senioren

Beratung,

Informationen und

Freizeitangebote für

Senioren in Bochum

Pflege

Beratung und

Informationen zum

Thema Pfl ege und

Pfl egegrade

Vorsorge

Informationen rund

um das Thema

Vorsorge

Kostenloses Exemplar zum mitnehmen!


Als Familienunternehmen stehen wir mit unserem Namen für die Gesundheit Ihrer Ohren

Bochum Zentrum

Huestraße 22 - 44787 Bochum

Telefon 0234 59 87 78 55

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Diese Leistungen bietet Ihnen unser Team

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Filialleiter & Hörgeräteakustikermeister

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Hattinger Str. 787 - 44879 Bochum

Telefon 0234 53 05 31 88

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In Bochum gibt es

250 Selbsthilfegruppen

Themen sind:

Abhängigkeiten

Chronische Erkrankungen

Behinderungen

Seniorinnen/Senioren

Psychische Erkrankungen

Soziale Situationen

Informieren Sie sich über Selbsthilfe und Selbsthilfegruppen.

Das Team der Selbsthilfe-Kontaktstelle Bochum ist für Sie da.

Telefon: 0234 50 78 060

Selbsthilfe-Kontaktstelle Alsenstraße19 a 44789 Bochum

selbsthilfe-bochum@paritaet-nrw.org

Ich will etwas

verändern...

SELBSTHILFE-KONTAKTSTELLE

... Menschen treffen, denen

es ähnlich wie mir geht,

damit wir uns austauschen.

... mit Anderen

zusammen etwas

unternehmen.

www.selbsthilfe-bochum.de

www.facebook.com/selbsthilfe.bochum


Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

die Gesundheitsversorgung in der Region und in Bochum ist auf einem hohen Niveau und komplex.

Gerade deswegen ist es auch oft schwierig, sich in der Vielzahl der Angebote zurechtzufinden.

Bei Krankheit oder gesundheitlichen Fragen im richtigen Moment die richtige Hilfe zu erhalten, ist aber

für Betroffene und ihre Angehörigen sehr wichtig.

Die Neuauflage des Gesundheitswegweisers Bochum mit dem Schwerpunkt Parkinson ist eine

wertvolle Unterstützung für alle, die einen Überblick über die vorhandenen vielfältigen Angebote

und damit Orientierung in einer schwierigen Lebenssituation suchen. Morbus Parkinson ist eine der

häufigsten altersabhängigen Krankheiten. Und der demographische Wandel sowie die Zunahme der

allgemeinen Lebenserwartung werden mit dazu beitragen, dass die Zahl der Patientinnen und Patienten

weiter steigt. Das unterstreicht auch die Bedeutung des Gesundheitswegweisers für alle, die Fragen

haben und Antworten suchen. Und das gilt nicht nur für Parkinson-Betroffene, denn diese Broschüre

enthält ebenso allgemeine Informationen wie z. B. die Gesundheitsversorgung in Bochum, oder

Hinweise zum Thema Pflege, die für alle hilfreich sind.

Ich danke der Regionalgruppe Bochum der Deutschen Parkinson Vereinigung e. V. (dPV) dafür, dass sie

diesen „Kompass in der sozialen Versorgungslandschaft“ unserer Stadt initiiert und überarbeitet hat.

Möge er Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nützlich sein.

Ihr

Thomas Eiskirch

1Vorwort


IHRE SPENDE GIBT SICHERHEIT!

WIR BAUEN IN BOCHUM EIN NEUES FRAUENHAUS

FÜR

mehr starke Frauen

mehr selbstbewusste Mütter

mehr glückliche Kinder

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für Bochum und Wattenscheid

Kennwort: »Neues Frauenhaus«

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Haus an der Graf-Adolf-Straße Haus an der Grabelohstraße Haus an der Bayernstraße Haus am Glockengarten

Sicher und geborgen –

hier sind Sie zu Hause!

www.koloechter.de · © Fotos: Kolöchter WA, Alexander Raths – Fotolia.com

Die vier Senioreneinrichtungen der Stadt Bochum bieten bereits über 600 älteren

Frauen und Männern ein Zuhause. Die Senioren, die wir im Alltag unterstützen,

wohnen in Einzel- oder Doppelzimmern und bilden gemeinsam eine familiäre

Wohngruppe.

Die Zimmereinrichtung bleibt individuell, als Grundausstattung bringen alle Räume

jedoch Mobiliar mit, das perfekt auf die Pflege zugeschnitten ist, schließlich

betreuen wir Menschen jeder Pflegestufe.

So weit wie möglich gestalten die Bewohnerinnen und Bewohner ihren Tagesablauf

selbst – und bekommen jederzeit Hilfe, sobald es nötig ist. Eine respektvolle

Pflege, die auf Fachwissen und Kooperation gleichermaßen setzt, bildet das Fundament

für ein neues Zuhause: für Sicherheit und Geborgenheit.

Rufen Sie uns einfach unter Tel. 02 34 - 93 52-900 an – wir stellen Ihnen gerne

unsere Einrichtungen vor – oder besuchen Sie uns auf unserer Internetseite!

www.sbo-bochum.de


Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser,

die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. freut sich, Ihnen den allerneuesten

Gesundheitswegweiser mit dem Themenschwerpunkt Krankheitsbild

Idiopathischer Parkinson präsentieren zu können.

Was Parkinson ist, das kann jeder nachlesen in schlauen Gesundheitsbüchern

oder im Internet. Wie es sich aber anfühlt, damit zu leben, das wollen wir Ihnen

erzählen.

Der Idiopathische Parkinson, idiopathisch, das heißt ohne erkennbare Ursache,

gehört zu den häufi gsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems und ist in

hohem Maße altersabhängig.

Mit der Zunahme der allgemeinen Lebenserwartung ist deshalb das stetige

Ansteigen der Erkrankung sicher und fast vorhersehbar.

Die Forschung geht davon aus, dass sich die Anzahl der Parkinson

Erkrankungen in den nächsten 20 Jahren weltweit verdoppeln wird.

Sie liegt in Deutschland inzwischen bei um die 500.000 Personen. Die Inzidenz wird mit 16 pro 100.000 Einwohner

angegeben.

Das bedeutet, dass in Deutschland jährlich rund 13.000 neue Parkinson Erkrankungen hinzukommen.

Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. ist eine der größten Patientenorganisationen in Deutschland.

Sie fordert eine medizinische Diagnostik und Versorgung, die der Entwicklung der Parkinson-Erkrankungen gerecht

wird. Denn immer noch ist Parkinson nicht heilbar, aber doch gut behandelbar. Die Ursache der Krankheit ist allerdings

leider immer noch nicht bekannt.

Parkinson kann jeden treffen.

Ein wesentliches Anliegen der Bochumer Parkinsonregionalgruppe ist es, die Erkrankten und deren Angehörige mit

Informationen zu versorgen und deren Selbstbewusstsein so zu stärken, dass sie die therapeutischen Bemühungen

ihrer Ärzte in kritischer Partnerschaft begleiten können.

Darum besuchen Sie die Bochumer Parkinsongruppe

und werden Sie Mitglied bei der Deutschen Parkinson Vereinigung e.V.

Die Parkinsonregionalgruppe Bochum trifft sich an jedem 1. Montag

im Monat im „ Haus der Begegnung“, Alsenstraße 19, 44789 Bochum.

Das Gruppentreffen beginnt immer um 14:30 Uhr

Vielleicht besuchen Sie unsere Gruppe auch im Internet unter www.parkinson-bochum.de

Es grüßt Sie sehr herzlich

Magdalene Kaminski

1. Vorsitzende der dPV und Leiterin der Bochumer Parkinsongruppe

Magdalene Kaminski

3Grußwort


Inhaltsverzeichnis / Impressum

4

Inhaltsverzeichnis

.

Vorwort ................................... 1

Grußwort ................................ 3

Inserentenverzeichnis ............ 63

Gesundheit in Bochum

Gesundheitsmesse Bochum ...................... 6

Kostenlose Gesundheitsseminare ............. 6

Ernährung bei Kindern & Jugendlichen ... 6

Die Praxis für Krankengymnastik

und Physiotherapie Wolf ............................ 7

Zahnprophylaxe in Schulen

und Kindergärten ........................................ 8

Reisemedizinische Beratung ...................... 8

Impfschutz ............................................ 8 - 9

Informationen der Spitzweg Apotheke zur

Einnahme von Protonenpumpeninhibitoren

(PPI), oder Magenschutz allgemein .......... 10

Kock Brillen ............................................... 11

Weight Watchers

Das WW Studio Bochum .................... 12 - 13

Marien-Hospital Wattenscheid ............ 14 - 15

Krankenhäuser ......................................... 16

Privatkliniken ............................................ 16

Ärzteverzeichnis ....................................... 16

Care Center Deutschland GmbH ........... 17

BOGESUND ............................................. 18

Das MedQN ............................................ 18

Menschen mit Behinderungen ............ 19 - 20

Corona-Virus in Bochum .......................... 20

Orthopädische Schuhwerkstatt ............... 21

Selbsthilfekontaktstelle Bochum ............... 22

Gesundheit

Sonderteil Parkinson

Informationen zur

Erkrankung Parkinson ..................... 23 - 24

So können Betroff ene ihren Lebensstil

steigern ............................................ 25 - 26

Amts-Apotheke

in Bochum-Langendreer .......................... 26

Parkinson-Behandlung im

Knappschaftskrankenhaus Bochum ... 27 - 29

Universitätsklinikum Bergmannsheil ... 30 - 31

St. Josef-Hospital,

Katholisches Klinikum Bochum .......... 32 - 33

Neurologische Klinik Sorpesee .......... 34 - 35

Praxis für Ergotherapie & Handrehabilitation

Nick Borgelt........................................ 36 - 37

Parkinson-Zentrum MoveVest .......... 38 - 40

Die Deutsche Parkinson

Vereinigung e.V.

Die dPV in Zahlen ................................... 41

Ziele und Arbeit der dPV ....................... 41

Die Leistung der dPV ............................. 41

Kontakt (Bundesverband) ....................... 41

Regionalgruppe Bochum ........................ 42

Mitgliedsantrag ................................... 43 - 44

Spenden und Mitgliedschaft .................. 45

Senioren

Beratung und Informationen .............. 46 - 48

Seniorenbüros ......................................... 46

Seniorentelefon ....................................... 46

Wohnstift Haus Lauenstein .................... 47

Hausnotrufe ............................................. 48

Freizeitangebote für Senioren ............... 48

Pflege und Hilfe

Pfl egewegweiser NRW ........................ 49

acuraBo Haushaltsund

Familienservice ................................ 50

Ambulante Dienste ................................. 51

Pfl egeversicherung .......................... 51 - 53

Pfl egegrad ................................................ 52

Leistungen Pfl egegeld .................... 52 - 53

Tagespfl ege .............................................. 53

Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen .. 53

Pfl egende Angehörige ............................... 53

Weitere Informationen zum Antrag .......... 54

Der Pfl egedienst Sonnenschein

stellt sich vor ......................................... 55

Caritas Bochum

Hilfe für pfl egende Angehörige ................. 56

Die Arbeit in der Altenpfl ege

ist besser als ihr Ruf ................................ 57

Vorsorge

Vorsorge-Informationen .................... 58 - 59

Die Firma ZIESCHE // GRABMALE ......... 60

Bestattungen Treige .................................. 61

Hospiz St. Hildegard .................................. 62

Im Notfall

Wichtige Telefonnummern ......................... 64

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Bei uns bekommen Sie nach persönlicher

Beratung Ihre individuellen Einlagen.

Wir wollen, dass es Ihren Füßen gut geht!

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Öffnungszeiten: Mo - Fr: 9:30-18:00

Homepage: www.orthopaedietechnik-bochum.de

Impressum

Diese Broschüre wurde mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt.

Änderungen vorbehalten. Nachdruck, auch

auszugsweise, nur mit Erlaubnis des Herausgebers / Verlags.

Insbesondere Fotos und Illustrationen sind urheberrechtlich

geschützt.

Herausgeber + Verlag:

HVF Verlag Inh. Dennis Frank,

Josephinenstr. 50, 44807 Bochum

Tel. 0234 / 287-8888-5 - Fax 0234 / 287-8888-7

info@hvf-verlag.de / www.hvf-verlag.de

Auflage

3. Aufl age 2021 / 2022

Alle Rechte vorbehalten

HVF Verlag in Zusammenarbeit mit:

Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. - Bundesverband

Moselstrasse 31, 41464 Neuss

Tel. (0 21 31) 74 02 70 - Fax. (0 21 31) 4 54 45

Bildnachweis:

S. 1 © Stadt Bochum; S. 46 © Robert Kneschke -Fotolia.

com; S. 48 © Ingo Bartussek -Fotolia.com; S. 52 © drubigphoto

-Fotolia.com;

Trotz sorgfältiger Prüfung der Einträge und Anzeigen können

wir leider keine Haftung für die Richtigkeit und/oder Vollständigkeit

der Informationen und Anzeigen übernehmen.

© HVF VERLAG & DRUCK


UNICEF-Karten

– Schreiben mit Wirkung

Abstand halten und doch zusammen

sein

Corona verändert unser Leben. Die Bedrohung

durch das Virus trifft alle Menschen

– in wohlhabenden Ländern genauso

wie in Entwicklungsländern und

Krisengebieten. Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit

sind jetzt existentiell – bei

uns und weltweit.

Gerade zu Beginn der Pandemie sind

überall tolle Ideen und Initiativen entstanden:

Musik aus den Fenstern, Schutzmasken

nähen, spenden, einkaufen für

Menschen aus Risikogruppen, etc.

Es ist so wichtig, in dieser schwierigen

Zeit an andere Menschen zu denken

und Ihnen eine Freude zu bereiten.

Zum Beispiel mit einer handgeschriebenen

Grußkarte. Viele ältere Menschen

haben keinen Zugang zu digitalen Medien

und fühlen sich ohne Familie, Freunde

und Hobbies einsam, denn noch sind

nicht alle Einschränkungen aufgehoben.

So können Gedanken geteilt, aufmunternde

Worte sowie Kraft und Trost gespendet

werden. Wir können Danke sagen oder

einfach ein paar liebe Worte richten an:

• Menschen in Pflege- und Altersheimen

oder der Nachbarschaft, die alleine

leben

• Freunde, Verwandte und Bekannte,

die man in dieser Zeit nicht treffen

kann oder möchte

• den Apotheker, den Hausarzt, die

Kassierer, die uns versorgen

© Friedrich Strauss Gartenbildagentur

UNICEF-Grußkarten ermöglichen nicht

nur das. Mit dem Kauf der Karten der

Hilfsorganisation wird auch die weltweite

Hilfe von UNICEF im Kampf gegen das

Virus unterstützt! Mittlerweile leiden die

Menschen unter den Auswirkungen von

Covid-19 weltweit. Das Virus hat Länder

erreicht, die sich aufgrund von Armut,

Krieg und Naturkatastrophen bereits in

einer humanitären Krise befinden. Die

Menschen leben dort unter Bedingungen,

unter denen sich das Virus sehr leicht

ausbreiten kann. Diese Menschen brauchen

jetzt ganz besonders unsere Hilfe.

UNICEF-Grußkarten ermöglichen schon

seit über 70 Jahren, die lebenswichtige

Arbeit für Kinder in Not auf der ganzen

Welt zu finanzieren. Mit den Erlösen der

UNICEF-Karten kann die UN-Organisation

Kinder mit sauberem Trinkwasser,

Medikamenten, Zusatznahrung und Unterrichtsmaterial

versorgen und so die

Chance auf eine bessere Zukunft geben.

Karten für jeden Anlass

Heute verkauft das Deutsche Komitee für

UNICEF jedes Jahr ca. 7 Millionen Karten.

Jeweils im Frühjahr und im Herbst

erscheint eine neue Kollektion mit vielen

Motiven. Weltbekannte Künstler wie Marc

Chagall oder Picasso stifteten UNICEF

Werke. Auch aktuelle Künstler wie Julia

Engelmann, Star-Designer Wolfgang

Joop oder der Panik-Rocker Udo Lindenberg

unterstützen UNICEF mit exklusiven

Grußkarten-Motiven. Daneben gibt es viele

weitere Designs in unterschiedlichsten

Stilrichtungen.

Die Motive werden in der Deutschen

UNICEF-Geschäftsstelle von einem Team

ausgewählt und anschließend in Deutschland

gedruckt. Sie werden zu praktischen

Sets mit mehreren Karten verpackt und

sind dann fertig für den Transport an

Kunden oder ehrenamtliche UNICEF-

Gruppen, die die Karten in ihren Shops

und auf regionalen Veranstaltungen wie

Weihnachtsmärkten verkaufen. Auch in

Ihrer Stadt!

Denn der große Erfolg der UNICEF-Grußkarte

in Deutschland ist ebenso dem Einsatz

der rund 8000 ehrenamtlichen Helfer

zu verdanken. Unterstützung erhalten die

Mitarbeiter heute vielfach durch Apotheken,

Buchläden, großen Kaufhäuser oder

anderen ehrenamtliche Verkaufsstellen,

in denen insbesondere in der Vorweihnachtszeit

UNICEF-Karten erhältlich sind.

Rund um die Uhr gibt es die beliebten

Grußkarten natürlich im UNICEF-Internet-

Shop www.unicef.de/karten, wo man sich

die Karten direkt nach Hause liefern lassen

kann.

Nutzen Sie doch in diesem Jahr die

UNICEF-Karten für Ihre Grüße, Glückwünsche

und Weihnachtspost.

© UNICEF/UN0291278/Frank Dejong

UNICEF-Karten

gibt es bei Ihrer

UNICEF-Gruppe

UNICEF-Arbeitsgruppe

Bochum

Universitätsstr. 24

44789 Bochum

Tel.: 0234/38 41 68

Fax: 0234/38 68 6

info@bochum.unicef.de

www.bochum.unicef.de

© Friedrich Strauss Gartenbildagentur

5Gesundheitswegweiser Bochum


Gesundheit in Bochum

Gesundheit

Informationen zur Gesundheitsversorgung in Bochum

Gesundheit ist ein wichtiges

Thema. In dieser Ausgaben

finden Sie viele wichtige

und nützliche Informationen

rund um das Thema Gesundheit

in Bochum.

Gesundheitsmesse

Bochum

Eine abwechslungsreiche Mischung aus

Information und Aktion

Die Gesundheitsmesse Bochum des

Medizinischen Qualitätsnetzes Bochum

(MedQN) und seiner Gesundheitspartner

hat sich seit ihrer Premiere im Jahr

2012 zu einem Erfolgsmodell entwickelt.

Von den Räumen der „Stadtpark-Gastronomie“

zog die Informationsschau 2016

in den neuen Standort RuhrCongress

Bochum, um dem wachsenden Interesse

der Aussteller und Besucher gerecht zu

werden.

Mit der Gesundheitsmesse Bochum will

das MedQN die Vielfältigkeit und das

Leistungsspektrum des medizinisch-therapeutischen

Angebotes des Gesundheitsstandortes

Bochum vorstellen.

Dabei stehen die Prävention, die Vorbeugung

und die Stärkung des Gesundheitsbewusstseins

im Vordergrund. Eine

abwechslungsreiche Mischung aus Messeständen,

Mitmach-Aktionen und Fachvorträgen

macht den besonderen Charakter

dieser Messe aus.

Die Gesundheitsmesse 2021 wird wegen

der anhaltenden Corona-Pandemie digital

am 5. September stattfinden.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.medqn.de

Kontakt:

Medizinisches Qualitätsnetz

Bochum e. V.

Huestraße 5

44787 Bochum

Telefon:

0 23 4 / 54 7 54 53

Gesundheitsseminare

Die öffentlichen und kostenlosen Informationsveranstaltungen

des Medizinischen

Qualitätsnetzes Bochum e. V.

(MedQN) erfreuen sich seit Jahren großer

Beliebtheit. Ausgewiesene Experten

ihrer Fachgebiete informieren in den

Gesundheitsseminaren für Patienten,

Angehörige und sonstige Interessierte

über medizinische Themen und stellen

sich den Fragen der Besucherinnen und

Besucher.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.medqn.de

Kontakt:

Medizinisches Qualitätsnetz

Bochum e. V.

Huestraße 5

44787 Bochum

Telefon:

0 23 4 / 54 7 54 53

Ernährung bei Kindern &

Jugendlichen

Gesunde Ernährung ist für Jedermann

wichtig – vor allem bei Kindern und

Jugendlichen in der Wachstumsphase.

Eine ausgewogene Ernährung fördert

die körperliche und geistige Entwicklung.

Auch hilft sie bei der Stärkung der

Immunabwehr und der Konzentrationsund

Leistungsfähigkeit bei Kindern und

Jugendlichen.

Das MedQN ist ständig darum bemüht,

das Versorgungsangebot so aktuell wie

möglich zu halten und zu erweitern.

Daher besteht eine Kooperation mit dem

Forschungsdepartment für Kinderernährung

(FKE) in Bochum.

Das FKE hat ein Projekt ins Leben gerufen,

welches sich mit dem Thema „Lust

auf trinken und Freude an Bewegung“

beschäftigt.

Nähere Informationen erhalten Sie unter:

www.flissu-fke.de

6


Die Praxis für Krankengymnastik und Physiotherapie Wolf

Die seit über 25 Jahren bestehende

Krankengymnastik Praxis Wolf liegt im

Zentrum von Altenbochum direkt an der

Wittenerstraße.

Ein Schwerpunkt der physiotherapeutischen

Versorgung liegt im Bereich der

Hausbesuche in sozialen Einrichtungen

und der privaten häuslichen Umgebung.

Ein weiterer Schwerpunkt im therapeutischem

Bereich liegt auf Behandlungen

von Neurologischen- und Atemwegserkrankungen,

sowohl für Erwachsene als

auch für Kinder.

Wir arbeiten krankengymnastisch in allen

medizinischen Fachbereichen.

Der im Hof befindliche Praxiseingang

zeichnet sich durch einen Rollstuhl geeigneten

Lift aus, so daß ein Barrierefreier

Zugang zu den Praxisräumlichkeiten

gewährleistet ist.

Der Eingang zur Praxis ist rollstuhlgerecht

Unser Bestreben ist es, Ihnen mit unserem

Leistungsspektrum eine rundum optimale

Versorgung zu bieten. Sie dürfen

von uns Erfahrung und Kompetenz erwarten.

So bieten wir zum Beispiel Krankengymnastik,

Atemtherapie und Neurologische

Behandlungen an.

Sollten Sie Fragen zu einzelnen Angeboten

der Praxis für Krankengymnastik und

Physiotherapie Wolf haben, zögern Sie

bitte nicht, uns anzusprechen. Wir informieren

Sie umfassend und gern.

Unsere Praxiszeiten sind:

Mo – Fr. 8.00 – 18.00

und nach Vereinbarung.

Telefonisch erreichen Sie uns :

Mo – Fr. von 7.30 – 18.30

Wir freuen uns darauf, Sie persönlich

kennen zu lernen und hoffen, dass Sie

sich bei uns rundum wohl fühlen werden!

Praxis für Krankengymnastik und Physiotherapie Wolf

Inhaber Kai Rudi Vogt

• Krankengymnastik (KG)

• Bobath für Kinder / Erwachsene

• Atemtherapie / autogene Drainage

• Lymphdrainage

• Triggerpunktbehandlung

• Cranio-Sacral-Therapie

• Gerätegestützte KG

• Galileotraining

• Fußrefl exzonentherapie

• Kiefergelenkstherapie (CMD)

• Fango / Massage / Hot-Stone

• Hausbesuche

Wittener Straße 186 | 44803 Bochum

Tel. 02 34 / 35 40 20 | Fax 02 34 / 5 88 49 42 | www.kg-wolf.de

Ihr Team der Praxis für

Krankengymnastik und

Physiotherapie Wolf

7Gesundheit in Bochum


Gesundheit in Bochum

8

Zahnprophylaxe in Schulen

und Kindergärten

Früherkennung und Frühsteuerung für

die Entwicklung und Erhaltung gesunder

Zähne und funktionstüchtiger Gebisse.

Jugendzahnpflege und zahnärztliche

Vorsorgeuntersuchungen

Für die Entwicklung und Erhaltung

gesunder Zähne und funktionstüchtiger

Gebisse möglichst ohne Zahnfehlstellungen

und Fehlverzahnungen sind Früherkennungen

und Frühsteuerungen und -

soweit erforderlich - rechtzeitige Behandlungen

unerlässlich.

Unter diesen Gesichtspunkten führt der

Zahnärztliche Dienst in Kindergärten,

Grundschulen, einem Teil der weiterführenden

Schulen und Sonderschulen

Untersuchungen durch, die regelmäßig

alle Kinder erreichen sollen. Ziel ist es,

damit Behandlungsbedarf frühzeitig zu

erkennen und kariöse Zähne rechtzeitig

sowie kieferorthopädische Befunde

zeitgerecht zu behandeln. Die Sorgeberechtigten

werden darüber schriftlich

informiert, um dann eine Beratung oder

Behandlung bei ihrem Hauszahnarzt

oder einem Zahnarzt ihrer Wahl durchführen

zu lassen. Dieses gilt für Kinder

ab dem dritten bis zum zwölften und bei

überproportional hohem Kariesrisiko bis

zum 16. Lebensjahr. Langfristig dienen

die Ergebnisse der Untersuchungen

auch statistischen Auswertungen und bei

Bedarf der Intensivierung von Prophylaxeangeboten.

Rechtsgrundlage:

§ 15 Kindertagesstättengesetz und §

13 des Gesetzes über den öffentlichen

Gesundheitsdienst

Veranstaltungen zur Verhütung von Zahnerkrankungen

Neben regelmäßigen zahnärztlichen

Kontrollen muss der richtige Umgang mit

den Zähnen - Zahnpflege, zahngesunde

Ernährung und Anwendung von Fluoriden

zur Reduzierung der Kariesanfälligkeit

der Zähne - gelernt und geübt werden.

Dazu führt die Arbeitsgemeinschaft

Zahngesundheit, die von den Krankenkassen,

zahnmedizinischem Fachpersonal

des Gesundheitsamtes und praktizierenden

Zahnärzten gebildet wird, in

Kindergärten und Schulen unterrichtsmäßig

und mit praktischen Übungen

Prophylaxeveranstaltungen durch, in die

auch Eltern, Erzieherinnen und Erzieher

sowie Lehrerinnen und Lehrer einbezogen

werden.

Dieselben Organisatoren richten seit

Jahren auch die Aktionen zum jährlich im

September stattfindenden Tag der Zahngesundheit

und zu Prophylaxewochen

mit Zahnputzbrunnen und Kariestunnel

in Grundschulen aus. Alle derartigen

Aktivitäten haben den Zweck, Kindern

und ihren Erwachsenenumfeldern die

erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten

zu wirksamer Vorbeugung gegen

Zahnkrankenheiten und Mundkrankheiten

zu vermitteln beziehungsweise routinemäßig

wieder aufzufrischen.

Rechtsgrundlage: § 21 SGB V (Sozialgesetzbuch)

Zahnärztlicher Dienst

Gesundheitsamt

Frau Ciuraj

Telefonnummer

0234 910-3256

Frau Remberg

Telefonnummer

0234 910-3284

Reisemedizinische

Beratung

Sie möchten verreisen und sich passend

zu Ihrem Reiseziel zu den empfohlenen

Impfungen und Vorsorgemaßnahmen

beraten und gegebenenfalls auch impfen

lassen.

Im Gesundheitsamt können allgemeine

Fragen zu gesundheitlichen Risikofaktoren

und notwendigen Reiseimpfungen

beantwortet werden.

Diese Beratung findet in der Regel telefonisch

statt.

Das Gesundheitsamt führt keine Reiseimpfungen

durch.

Persönliche ausführliche reisemedizinische

Beratungen und Reiseimpfungen

sind bei den niedergelassenen Reisemedizinern

in Bochum, beim Hygieneinstitut

der Ruhr-Universität Bochum und der

Spezialambulanz des Knappschaftskrankenhauses

der Ruhr-Universität

Bochum möglich.

Reisemedizinische Beratungsstellen:

1. Niedergelassene Reisemediziner

2. Abteilung für Hygiene, Sozial- und

Umweltmedizin der Ruhr-Universität

Bochum, Terminvereinbarung über:

0234 32-26565

3. Medizinische Universitätsklinik am

Knappschaftskrankenhaus

Spezialambulanz Infektiologie, Tropenund

Reisemedizin

Frau Dr. med. Mertens

Fachärztin für Innere Medizin

Infektiologie, Tropen- und Reisemedizin

(DTM &H)

Anschrift

Medizinische Universitätsklinik

Spezialambulanz

In der Schornau 23 – 25

Spezialambulanz,

Mittwoch: 14 bis 15 Uhr

Kontakt

Telefon: 0234 299-3406

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Gesundheitsamt

Westring 28/30

44777 Bochum

Telefonnummer

0234 910-3201

Impfschutz

Impfungen gehören zu den wichtigsten

und wirksamsten präventiven Maß nahmen,

die in der Medizin zur Verfügung

stehen.

Informationen des Robert Koch-Instituts

Auf den Internetseiten des Robert Koch-

Instituts finden Sie viele Informationen

rund um das Thema "Impfung". Auch die

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission

(STIKO) können Sie dort einsehen.

www.rki.de

Impfkalender 2020/2021

Der Impfkalender enthält die empfohlenen

Standardimpfungen für Säuglinge,

Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Den Impfkalender 2020/2021 finden sie

auf der nächsten Seite.


Tabelle 1: Impfkalender (Standardimpfungen) für Säuglinge, Kinder, Jugendliche und Erwachsene; 2020/2021

Alter in Monaten Alter in Jahren

Impfung Alter in

Wochen

Epidemiologisches Bulletin 34 | 2020 20. August 2020

6 2 3 4 5 – 10 11 * 12 13 – 14 15 16 – 23 2 – 4 5 – 6 7 – 8 9 – 14 15 – 16 17 ab 18 ab 60

U4 U5 U6 U7 U7a/U8 U9 U10 U11/J1 J2

Rotaviren G1 a G2 (G3)

Tetanus b G1 G2 G3 c A1 A2 A e

Diphtherie b G1 G2 G3 c A1 A2 A e

Pertussis b G1 G2 G3 c A1 A2 A3 e

G1 G2 G3 c

Hib b

H. influenzae Typ b

Poliomyelitis b G1 G2 G3 c A1

Hepatitis B b G1 G2 G3 c

Pneumokokken b G1 G2 G3 c S g

Meningokokken C G1

Masern G1 G2 S f

Mumps, Röteln G1 G2

Varizellen G1 G2

G1 d G2 d

HPV

Humane Papillomviren

Herpes zoster G1 h G2 h

S

(jährlich)

Influenza

a Erste Impfstoffdosis bereits ab dem Alter von 6 Wochen, je nach verwendetem Impfstoff 2 bzw. 3 Impfstoffdosen im Abstand von mind. 4 Wochen

b Frühgeborene: zusätzliche Impfstoffdosis im Alter von 3 Monaten, d. h. insgesamt 4 Impfstoffdosen

c Mindestabstand zur vorangegangenen Dosis: 6 Monate

d Zwei Impfstoffdosen im Abstand von mind. 5 Monaten, bei Nachholimpfung beginnend im Alter > 14 Jahren oder bei einem Impfabstand von < 5 Monaten

zwischen 1. und 2. Dosis ist eine 3. Dosis erforderlich

e Td-Auffrischimpfung alle 10 Jahre. Nächste fällige Td-Impfung einmalig als Tdap- bzw. bei entsprechender Indikation als Tdap-IPV-Kombinationsimpfung

f Einmalige Impfung mit einem MMR-Impfstoff für alle nach 1970 geborenen Personen ≥ 18 Jahre mit unklarem Impfstatus, ohne Impfung oder mit nur einer

Impfung in der Kindheit

g Impfung mit dem 23-valenten Polysaccharid-Impfstoff

h Zweimalige Impfung mit dem adjuvantierten Herpes-zoster-Totimpfstoff im Abstand von mindestens 2 bis maximal 6 Monaten

Empfohlener Impfzeitpunkt

6

Nachholimpfzeitraum für Grund- bzw. Erstimmunisierung

aller noch nicht Geimpften bzw. für

Komplettierung einer unvollständigen Impfserie

* Impfungen können auf mehrere Impftermine verteilt werden. MMR und V können am selben Termin oder in 4-wöchigem Abstand gegeben werden

Erläuterungen

G Grundimmunisierung

(in bis zu 3 Teilimpfungen G1 – G3)

A Auffrischimpfung

S Standardimpfung

9Gesundheit in Bochum


Gesundheit in Bochum

Informationen der Spitzweg Apotheke zur Einnahme von

Protonenpumpeninhibitoren (PPI), oder Magenschutz

allgemein

Liebe Kundinnen, lieber Kunde,

Sie nehmen einen Protonenpumpeninhibitor

(PPI), allgemein Magenschutz ein.

Beispiele dafür sind Omeprazol, Pantoprazol,

Esomeprazol oder Lansoprazol.

Diese Wirkstoffe bewirken, dass die täglich

gebildete Magensäure zuverlässig

abgefangen wird und somit zB. saures

Aufstoßen oder Magenschleimhautentzündungen

verhindert werden können.

Außerdem nimmt man diese Arzneimittel

ua., um Nebenwirkungen anderer Medikamente

auf den Magen zu „verhindern“,

als Beispiel Diclofenac und viele andere

Schmerzmittel.

Allerdings kann es bei der längerfristigen

Einnahme von PPIs zu Symptomen wie

Müdigkeit, Reizbarkeit, Antriebslosigkeit

oder leichten Empfindungsstörungen

(Kribbeln, Ziehen bis hin zu Schmerzen)

in den Zehen oder Fingern kommen.

Woran liegt das?

Durch ihre zuverlässige, unterbindende

Wirkung auf die Magensäuresekretion

werden bestimmte Vitamine und Mineralstoffe

aus der Nahrung nicht mehr abgebaut

bzw. soweit vorbereitet, dass der

Körper sie nutzen kann.

Es kommt zu einem Abfall im Blut von:

Vitamin B12:

Ein Mangel an B12 kann zu Nervenstörungen,

Vergesslichkeit, verminderter

Sauerstoffversorgung und schlechterer

Konzentrationfähigkei führen

Folsäure:

Ein Mangel an Folsäure kann zu Vergesslichkeit,

depressiven Verstimmungen,

Abgeschlagenheitsgefühl und Blässe

führen

Vitamin B6:

Ein Mangel an B6 kann zu Schlaflosigkeit,

erhöhter Reizbarkeit, Muskel-

Schwäche oder depressiven Verstimmungen

führen

Calcium:

Ein Mangel an Calcium erhöht das Osteoporoserisiko

(Knochenbrüche), kann

zu Muskelkrämpfe, einer gestörten Blutgerinnung,

Bluthochdruck oder Insulinresistenz

führen

Wir empfehlen Ihnen als sinnvolle Ergänzung

zur Ihrem PPI einen Vitamin B-

Komplex in Kombination mit einem Calciumpräparat

(zzgl. Vitamin D).

Gerne informieren wir Sie in einem persönlichen

und vertraulichen Gespräch

über die bestmögliche Versorgung mit

optimalen Produkten.

Ihr Team der Spitzweg-Apotheke

KENNEN SIE SCHON UNSERE TREUEKARTE?

Mit der Treuekarte zahlt sich sammeln aus, denn jede vollständig

abgestempelte Karte ist 2,50 €° wert!

GANZ EINFACH SAMMELN: Sie erhalten bei einem Einkauf pro 10,00 €

(Rezepte und Zuzahlungen ausgenommen) einen Stempel im Wert von 0,25 €!

HIER KÖNNEN SIE DIE TREUEPUNKTE EINLÖSEN:

• Bäckerei Klingenstein

• Fleischerei Pernak

• Kleine Zuckerbäckerei

• Rewe Mokanski

• Lotto Postagentur Grunwald

• Pizzeria Metra

• Profi-Grill

Die abgestempelte Karte gilt als Gutschein über 2,50 €; gültig auf alle

vorrätigen Frei- und Sichtwahlprodukte. Keine Barauszahlung. Keine

Teileinlösung. Die Vergabe der Stempel liegt in unserem Ermessen.

Nicht anzurechnen auf gesetzl. Zuzahlungen und Rezepte.

und natürlich in Ihrer Spitzweg-Apotheke!

Spitzweg-Apotheke

in Bochum - Ehrenfeld

Drusenbergstr. 59

44789 Bochum

Telefon: 0234 / 313115

Fax: 0234 / 33 0690

ehrenfeld@spitzweg-apotheke-bochum.de

Spitzweg-Apotheke

in Bochum - Günnigfeld

Günnigfelder Str. 70

44866 Bochum

Telefon: 02327 / 230173

Fax: 02327 / 230175

info@spitzweg-apotheke-bochum.de

Spitzweg-Apotheke

im Martin-Luther-Ärztehaus

Voedestr. 69-71

44866 Bochum

Telefon: 02327 / 200802

Fax: 02327 / 200961

mlk@spitzweg-apotheke-bochum.de

10


Kock Brillen – Ursache und Wirkung

Eine Sehbeinträchtigung kann viele

Ursachen und sehr verschiedene

Auswirkungen haben.

Durch äußere Umstände kann sie verstärkt

oder gemindert werden. Während

mancher in besonderen Situationen viel

Licht benötigt um sich möglichst gut orientieren

zu können, ist für blendempfi

ndliche Menschen eine abgedunkelte

Umgebung bzw. ein besonderes Filterglas

die richtige Unterstützung. Sicher

ist an dieser Stelle nur eins: Jede Sehbeeinträchtigung

ist anders! Aus diesem

Grund braucht jeder Sehbeeinträchtigte

individuell auf ihn abgestimmte Hilfen.

Bei uns werden deshalb ausführliche

Anamnesen mit diversen Sehtest – und

Screening-Verfahren durchgeführt. Unser

Ziel ist, für Sie und Ihr Sehvermögen

eine optimale Lösung zu fi nden. Ihre persönlichen

Lebensumstände und Sehanforderungen

sind wichtige Bestandteile

für die richtige Wahl. Wir, von Kock Brillen,

widmen uns

intensiv dieser

Aufgabe. Denn

welches Hilfsmittel

am besten geeignet

ist, richtet sich

nach der Art der

Augenerkrankung

und der noch vorhandenen

Sehleistung.

Mit gut geschultem

Personal,

fundiertem Wissen,

ausgezeichneter

Technik und einer

großen Auswahl

unterschiedlicher

Hilfsmittel stellen

wir uns täglich

dieser Aufgabe. In unseren Räumen in

der Markstr. 419 oder in der Brenscheder

Str. 49 fi nden Sie ihren persönlichen

Berater für Ihre Sehanforderungen.

Wenn Sie nicht mobil sind, kommen

wir gerne zu Ihnen nach Hause. Wenn

es um Ihr gutes Sehen geht, sind wir für

Sie da!

Ihre Andrea Kock

Gesundheit in Bochum

Kock Brillen …

herzlich gern!

11


Gesundheit in Bochum

Das WW Studio in Bochum

„Entscheidend für den individuellen Er-

ren auch online von Emails und weiter-

gene Programm WW Freestyle®.

nährungsplan meiner Teilnehmer ist ihr

führenden Informationen. So beinhaltet

Lila: mehr als 300 ZeroPoint Le-

Einstieg in das Programm“, weiß Coach

die WW App beispielsweise 80.000 Le-

bensmittel, dafür die wenigsten

Jenny. Ein Ernährungsfragebogen be-

bensmittel inklusive SmartPoints Werten

täglichen SmartPoints (mind. 16)

rücksichtige dabei von nun an persön-

sowie mehr als 10.000 Rezepte und ist

liche Bedürfnisse, Essgewohnheiten

in Kombination mit den WW Workshops

Der beste Plan ist der, der am be-

und Aktivitätslevel sowie den Lebensstil

ein echter Erfolgsgarant. Eine lebendi-

sten zum Teilnehmer passt. Alle Pläne

und das Verhalten jedes Einzelnen und

ge Community aus zehntausenden WW

empfehle anhand der Antworten einen

Fans fördert darüber hinaus den Aus-

• unterstützen dabei, gesünder zu

von drei Plänen, der am besten zu dem

tausch untereinander und damit die Mo-

essen

Befragten passt. Die drei Pläne variieren

tivation und Inspiration jedes Einzelnen.

• sind gleichermaßen gut zum

in der Anzahl der ZeroPoint Lebens-

Abnehmen geeignet

12

mittel (das sind gesunde Produkte mit 0

SmartPoints, die nicht abgewogen, abgemessen

oder aufgeschrieben werden

müssen) sowie in der Gesamtsumme der

täglich empfohlenen „smarten Punkte“.

„Fest steht: Egal, welcher Typ – mit WW

dürfen alle Lieblingslebensmittel auch

weiterhin verzehrt werden“, sagt Gabi.

Darüber hinaus werden die Teilnehmer

von ihrem Coach unterstützt und profitie-

Die drei Pläne im Überblick

Grün: mehr als 100 ZeroPoint Lebensmittel,

dafür die meisten täglichen

SmartPoints (mind. 30)

Blau: mit mehr als 200 ZeroPoint Lebensmitteln

und mindestens 23 täglichen

SmartPoints. Bereits bestehende

WW Teilnehmer kennen diesen

Plan, bekannt als das vorhergegan-

• sorgen für Freiheit und Flexibilität


Über WW

WW – Weight Watchers erfi ndet sich neu

– ist ein globales Wellness-Unternehmen

und weltweit der führende kommerzielle

Anbieter für ein aktives Gewichtsmanagement

und körperliches Wohlbefi

nden. Wir inspirieren Millionen von

Menschen zu gesunden Gewohnheiten

für das echte Leben. Durch das Ineinandergreifen

von digitaler Expertise und

persönlichem Austausch in Workshops

profi tieren die Teilnehmer von unserem

alltagstauglichen, nachhaltigen Ansatz,

der gesunde Ernährung, Bewegung und

eine positive Grundeinstellung umfasst.

Mit mehr als fünf Jahrzehnten Erfahrung

im Aufbau von Communitys und unserer

Expertise in der Verhaltensforschung ist

es unser Ziel, Gesundheit und Wohlbefi

nden für jedermann zu ermöglichen.

Weitere Details über die strategische

Vision von WW erfahren Sie unter www.

ww.com. Für weitere Informationen, auch

zum globalen Unternehmen, besuchen

Sie unsere Unternehmenswebsite unter:

www.studiobochum.wwcoach.de

Gesundheit in Bochum

Kontakt

WW in Bochum:

WW Studio Bochum

Gabriela Haarmann

Herner Str. 21

44787 Bochum

01715588922

www.centerbochum.wwcoach.de

WW Studio Bochum

Gabi Haarmann

WW – Das neue weightwatchers

Herner Str. 21, 44787 Bochum

Mobil 0171 55 88 9 22

ghaarmann@wwcoach.de / www.studiobochum.wwcoach.de

13


Gesundheit in Bochum

Marien-Hospital Wattenscheid –

Die Klinik für den älteren Menschen

14

Das Marien-Hospital Wattenscheid ist

eine Klinik für Altersmedizin (Geriatrie)

und bietet unter einem Dach ein geriatrisches

Akut-Krankenhaus, eine Rehabilitationsklinik

sowie eine Tagesklinik zur

teilstationären Rehabilitation speziell für

den älteren Menschen an.

In unserer Klinik steht Ihnen neben speziell

ausgebildeten Ärzten ein interdisziplinäres

Team von Physiotherapeuten,

Ergotherapeuten, Sprachtherapeuten

und medizinischen Bademeistern sowie

speziell ausgebildeten Pflegekräften zur

Verfügung. Sie alle behandeln unsere

älteren Patienten mit dem Ziel, ihre Lebensqualität

und Autonomie zu verbessern.

Ob Sie als Akut- oder Reha-Patient

zu uns kommen: Sie profitieren immer

vom gesamten diagnostischen und therapeutischen

Spektrum unseres Hauses.

Akut-Krankenhaus

Unser Akut-Krankenhaus verfügt über 70

Betten und eine umfangreiche diagnostische

und therapeutische Ausstattung.

Dort werden internistische und neurologische

Erkrankungen behandelt.

Wenn Sie als älterer Mensch eine Krankenhausbehandlung

benötigen oder Ihr

Haus- oder Notarzt Sie in ein Krankenhaus

einweist, sind Sie in unserer Klinik

für Altersmedizin am besten aufgehoben

– denn unsere Ärzte, Therapeuten und

Pflegekräfte sind in besonderem Maße

spezialisiert auf die Situation älterer

Menschen.

In höherem Lebensalter treten oft mehrere

Krankheitsbilder gleichzeitig auf

(Multimorbidität). Gleichzeitig reagieren

ältere Menschen deutlich empfindlicher

auf Medikamente und medizinische Behandlungen

(Vulnerabilität). Ältere Menschen

verfügen zudem über deutlich

weniger Reserven als Jüngere. So können

sie beispielsweise ihre Gehfähigkeit

verlieren, wenn sie wegen einer akuten

Erkrankung zu lange im Bett liegen. Deshalb

bildet die geriatrische Früh-Rehabilitation

einen speziellen Bereich unseres

Krankenhauses: Neben der noch erforderlichen

Krankenhausbehandlung setzt

eine dem Krankheitsverlauf angepasste

und intensive Rehabilitation möglichst

zeitig ein.

Unsere Akut-Klinik verfügt nicht zuletzt

über eine moderne und leistungsstarke

Überwachungsstation, in der u.a. Herz-

Kreislauf-Überwachungen oder Beatmungen

möglich sind. Eine Notfallaufnahme-Bereitschaft

besteht rund um die

Uhr.

Rehabilitationsklinik

Unsere geriatrische Rehabilitations-Klinik

verfügt über 100 Betten. Dort werden

ältere Menschen behandelt, die nach

einer akuten Erkrankung, nach chirurgischen

oder orthopädischen Eingriffen

oder auch bei neurologischen Erkrankungen

wie Parkinson noch nicht so

weit wieder hergestellt sind, dass sie in

ihre gewohnte Umgebung zurückkehren

können. Teilweise sind sie in Folge von

Funktionseinschränkungen vom Verlust

ihrer Selbstständigkeit oder zunehmender

Pflegebedürftigkeit bedroht. Möglichst

wohnortnah können sie lernen,

sich zu Hause wieder selbstständig versorgen

zu können.


Wir handeln stets nach dem Grundsatz:

Rehabilitation vor Pfl ege. Wir helfen

unseren Patienten, ihre Mobilität und

Selbstständigkeit wiederzuerlangen –

und damit eine drohende Pflegebedürftigkeit

zu vermeiden.

Da ältere Patienten auch im Rehabilitations-Bereich

eine spezielle Versorgung

benötigen, steht ihnen im Marien-Hospital

anders als beispielsweise in einer

orthopädischen Reha-Klinik das komplette

diagnostische und therapeutische

Spektrum eines Akut-Krankenhauses zur

Verfügung. Außerdem erhalten sie eine

spezielle, auf den älteren Patienten zugeschnittene,

rehabilitative Pfl ege.

Tagesklinik

Unsere geriatrische Tagesklinik (teilstationäre

Rehabilitation) verfügt über 30

Plätze und kann gegebenenfalls stationäre

Krankenhausbehandlung vermeiden

oder eine frühere Entlassung aus

dem vollstationären Bereich ermöglichen.

Voraussetzung dafür ist, dass

keine vollstationäre Behandlungspfl icht

besteht und die häusliche Versorgung

nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen

gesichert ist.

In der Tagesklinik stehen Ihnen alle

Therapieangebote aus dem stationären

Bereich zur Verfügung und werden in einem

speziell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten

Behandlungsplan eingesetzt.

Außerdem können Schwierigkeiten, die

erst im häuslichen Bereich erkannt werden,

gezielt angegangen werden. Und

die Abende, Nächte und Wochenenden

können Sie in Ihrem gewohnten Umfeld

verbringen.

Die teilstationäre Rehabilitation bietet

Ihnen Krankengymnastik auf neurophysiologischer

Grundlage, Ergotherapie

und Hilfsmittel-Anpassung, neuropsychologische

Verfahren, Sprach- und

Schlucktherapie, Physikalische Therapie

wie Fango, Massagen, Lymphdrainage

oder Spezialbäder, eine Gehschule im

Innen- und Außenbereich, Bewegungsbäder

in warmem Wasser, fachärztliche

Diagnostik und Therapie, Sozialberatung

für Sie und Ihre Angehörigen.

Angebote für Parkinson-

Betroffene

Unser interdisziplinäres Team aus Ärzten,

Krankengymnasten, Ergotherapeuten,

Sprachtherapeuten und medizinischen

Bademeistern sowie Pfl egekräften

ist selbstverständlich auch mit der Behandlung

von Parkinson vertraut. „Diese

Erkrankung hat generell zugenommen,

so dass wir in der Therapie einen größeren

Focus darauf legen“, erklärt Dr. Barbara

Zeller, Chefärztin der Akut-Geriatrie.

So bietet das Marien-Hospital für Parkinson-Betroffene

eine intensive Physiotherapie

bei Stand- und Gangstörungen sowie

Fallneigung an. Zusätzlich kann auf

einem Balancetrainer das dynamische

Gleichgewicht trainiert werden.

Unsere Ergotherapeuten üben mit Parkinson-Patienten

die Bewältigung der

Dinge des täglichen Lebens. Beispielsweise

machen sie Patienten mit Tremor

mit speziellen Hilfsmitteln vertraut.

Unsere Logopädie bietet für Parkinson-

Patienten, die häufi g von Schluckstörungen

betroffen sind, ein spezielles

Schlucktraining zur Kräftigung von

Schluck- und Kaumuskulatur an. Mit der

so genannten Videofl uoroskopie kann

zudem nachgewiesen werden, ob eine

„stille“ Aspiration (Einatmung von Fremdkörpern)

vorliegt.

Im Präventionsbereich bietet unsere

Physiotherapie Sturzpräventionskurse

an, in denen auch das dynamische

Gleichgewicht trainiert wird.

Kontaktdaten

Marien-Hospital Wattenscheid

Parkstraße 15

44866 Bochum

Tel. 02327/807-0

info@mhwat.de

www.mhwat.de

Gesundheit in Bochum

15


Gesundheit in Bochum

Verzeichnisse für weitere Adressen zur

Gesundheitsversorgung in Bochum

Krankenhäuser

Augusta-Kranken-Anstalt gGmbH

Bergstraße 26, 44791 Bochum

Klinik: Telefon: 0234 / 517-0

Medizinisch Geriatrische Klinik

- Augusta-Kranken-Anstalt

Dr.-C.-Otto-Straße 27, 44879 Bochum

Klinik: Telefon: 0234 / 517-0

Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum

Bergmannsheil GmbH

Bürkle-de-la-Camp-Platz 1,

44789 Bochum

Telefon: 0234 / 302-0

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

der Ruhr-Universität Bochum im

St. Josef-Hospital

Alexandrinenstraße 5, 44791 Bochum

Telefon: 0234 / 509-2611

Knappschaftskrankenhaus Bochum -

Universitätsklinikum

In der Schornau 23, 44892 Bochum

Telefon: 0234 / 299-0

LWL-Universitätsklinik der Ruhr-Universität

Bochum

Psychiatrie, Psychotherapie,

Psychosomatik, Präventivmedizin

Alexandrinenstraße 1-3, 44791 Bochum

Telefon: 0234 / 50 77-0

Marien-Hospital Wattenscheid gGmbH

Geriatrische Akutbehandlung

und Rehabilitation

Parkstraße 15, 44866 Bochum

Telefon: 02327 / 807-1

Martin-Luther-Krankenhaus gGmbH

Wattenscheid

Voedestraße 79, 44866 Bochum

Telefon: 02327 / 65-0

St. Elisabeth-Hospital gGmbH

- Universitätsklinik

Bleichstraße 15, 44787 Bochum

Telefon: 0234 / 612-0

St. Josef-Hospital - Universitätsklinik

Gudrunstraße 56, 44791 Bochum

Telefon: 0234 / 509-1

HELIOS St. Josefs-Hospital

Bochum-Linden

Axstraße 33, 44879 Bochum

Telefon: 0234 / 418-1

St. Maria-Hilf-Krankenhaus

Hiltroper Landwehr 11-13,

44805 Bochum

Telefon: 0234 / 87 92-0

Privatkliniken

Ästhetik-Zentrum

Husemannplatz 5a, 44787 Bochum

Telefon: 0234 / 68 69 55

Cityklinik-Bochum

Kurt-Schumacher-Platz 4,

44787 Bochum

Telefon: 0234 / 91 17 29 40

Viktoria Klinik Bochum

Private Fachklinik für Orthopädie und

orthopädische Chirurgie

Sportklinik Viktoria

Viktoriastr. 66-70, 44787 Bochum

Telefon: 0234 / 9122558

Zahnklinik Bochum

Therapiezentrum

Zahnbehandlungsangst

Bergstr. 26, 44791 Bochum

Telefon: 0234 / 904 148-0

Ärzteverzeichnis

Ein Ärzteverzeichnis (inklusive Arztsuche)

finden Sie unter:

www.kvwl.de/earzt/

Zahnärzteverzeichnis

Ein Zahnärzteverzeichnis (inklusive

Arztsuche) finden Sie unter:

www.zahnaerzte-wl.de

MedQN

Die angeschlossenen Haus- und Fachärzte

des MedQN finden sie über die

Ärztesuche des MedQN im Internet unter:

www.medqn.de/arztsuche/

16

Über 20 20 Jahre Laboranalytik in den in den Bereichen Bereichen

Klinische Chemie, Hämatologie Chemie, Hämatologie und Endokri-

führen wir den Probentransport mit mit einem einem

Für Für eine flexible und und kundennahe Logistik Logistik

Klinische

nologie und Endokrinologie machen unser machen Zentrallabor unser zu Zentrallabor

zu regionalen einem kompetenten Partner für 1.000 regio-

Innenstadt fahren wir wir umweltfreundlich umweltfreundlich per per

einem eigenen Fahrdienst durch; in in die die Bochumer Bochumer

kompetenten

Arztpraxen

nalen Partner

im Ruhrgebiet

für 1.000

und

Arztpraxen

Bergischen

im Fahrrad.

Fahrrad.

Land.

Betriebswirtschaftliche Leistungen, wie Buchführung,

Einkauf und Weiterbildungen Leistungen, wie etc. Buch-

Ruhrgebiet und Bergischen Land.

In unserer Lebensmittelmikrobiologie werden Betriebswirtschaftliche

Lebensmittel- und Wasserproben auf Keimfreiheit

überprüft. Lebensmittelverarbeitende runden Besuchen unser Sie Leistungsprofil uns im Internet ab. unter

führung, runden unser Einkauf Leistungsprofil und Weiterbildungen ab. etc.

Betriebe können durch unsere Untersuchungen

ihre Verarbeitungshygiene Besuchen Sie uns nachweisen. im Internet unter uns www.lupservice-gmbh.de

direkt unter 0234 – 30 77 300 an.

www.lupservice-gmbh.de oder sprechen Sie

oder sprechen Sie uns direkt unter 0234 – 30 77 300 an.

L.u.P. GmbH

L.u.P. GmbH | Labor- Labor- und Praxisservice

und Universitätsstraße 64 Universitätsstraße | 44789 Bochum64

- 44789 Bochum


Care Center Deutschland GmbH – Wir bewegen Menschen!

Fachkundige Beratung – schnelle Versorgung

Sowohl eine Unfallverletzung oder eine

schwere Erkrankung verändern das Leben

der Betroffenen und auch deren Angehörigen

von heute auf morgen nachhaltig.

Dank moderner Orthopädie- und Rehabilitationstechnik

ist es dennoch sehr oft

möglich, aktiv am gesellschaftlichen Leben

teilzuhaben.

Als Traditionsunternehmen der ehemaligen

Berufsgenossenschaft Bergbau

- heute BG RCI - lagen die Kernkompetenzen

der Care Center Deutschland

GmbH nach der Gründung im Jahr 1918

als „Kunstgliederwerkstatt“ ursprünglich

in der Technischen Orthopädie und Orthopädieschuhtechnik.

Verunfallte Bergleute wurden mit Prothesen,

Orthesen, orthopädischen Maßschuhen

und Einlagen versorgt.

Im Zuge der engen Kooperation mit niedergelassenen

Orthopäden und zahlreichen

Krankenhäusern versorgt das Care

Center bereits seit mehreren Jahren

nunmehr auch gesetzlich Krankenversicherte

mit individuell angepassten Hilfsmitteln

Heute deckt die Care Center Deutschland

GmbH das gesamte Leistungsspektrum

moderner Hilfsmittelversorgungen

ab:

• Orthopädietechnik

• Orthopädieschuhtechnik

• BVT-Rehatechnik

• Medizintechnik

• Homecare

• Sanitätshäuser

Durch Mobilisation die Selbstständigkeit

wiedergewinnen.

Dies ist eine Anforderung der sich die

Care Center Deutschland GmbH täglich

stellt.

Wenn nichts zwickt, tritt die Erkrankung

einfach mal in den Hintergrund.

Bestimmte Erkrankungen erfordern zusätzliche

Aufmerksamkeiten. Die Hautbeschaffenheit

von Diabetikern ist oftmals

sensibler und Druckstellen können

entstehen. Spezielle orthopädische Einlagen

oder Auspolsterungen der Schuhe

können Folgeerkrankungen wie das diabetische

Fußsyndrom verhindern.

Aber nicht nur die eigentliche Erkrankung

wird betrachtet, auch die Lebenssituation

des Betroffenen wird berücksichtigt.

Die Abteilung BVT-Rehatechnik ermöglicht

mithilfe einer sinnvollen Versorgung

das Leben in der eigenen Wohnung,

auch bei pflegeintensiven Erkrankungen.

So kann beispielsweise ein Pflegebett

oder ein Badewannenlifter für die pflegenden

Angehörigen oder das Pflegepersonal

eine wesentliche Erleichterung

in der häuslichen Pflege darstellen. Der

Übergang von der stationären in die ambulante

Versorgung ist somit geebnet.

Der Austausch mit den behandelnden

Ärzten, Pflegediensten, dem Patienten

und den Angehörigen vor Ort ist die Voraussetzung

einer passgenauen Versorgung.

Angehörige und das Pflegepersonal

werden in der Anwendung der

Hilfsmittel geschult.

Also, alles aus einer Hand!

Welches Hilfsmittel wann sinnvoll ist,

hängt vom Einzelfall ab und wird auf die

individuellen Bedürfnisse und Notwendigkeiten

abgestimmt.

• Pflegebetten

• Gesundheitskissen & -matratzen

• Badewannenlifter

• Badewannen- & Duschsitze

• Haltegriffe

• Toilettensitze & -stühle

• Aufstehhilfen & -sessel

• Patientenlifter

• Treppensteiger

• Wohnumfeldberatungen

• Einmalkatheterismus

• Anale Irrigation

• Stomaversorgunge

• Enterale Ernährung

• Pflegehilfsmittel

vervollständigt das Angebot der Care

Center Deutschland GmbH als Vollsortimenter

im Gesundheitswesen. Ein sensibler

Umgang mit dem oftmals schwersterkrankten

Menschen, aber auch ein

selbstverständlicher Umgang mit diesen

Hilfsmitteln, fordert von den Angehörigen

und pflegenden Personen genaue

Kenntnisse der Funktionalität der Hilfsmittel.

Schulungen und das Training mit den

jeweiligen Hilfsmitteln werden von der

Care Center Deutschland GmbH angeboten,

auch direkt vor Ort.

Die Care Center Deutschland GmbH beschäftigt

ausschließlich speziell ausgebildetes

Fachpersonal mit medizinischen

Fachkenntnissen und nachgewiesenen

Ausbildungsqualifikationen.

Unterstützung bietet die Care Center

Deutschland GmbH natürlich auch bei

der Beantragung der Kostenübernahme

beim Versicherungsträger.

Darüber hinaus bietet das Care Center

Deutschland auch die Möglichkeit medizinische

Hilfsmittel für einen Zeitraum

oder für einen speziellen Anlass - wie

beispielsweise einen Urlaub - zu mieten.

Sich weiter nach vorn bewegen, organisatorisch

und personell, ist die Marschroute

des Unternehmens und wird z. B.

durch den Neubau der Orthopädischen

Werkstatt bzw. des Zentrums für Technische

Orthopädie in der Sinterstraße erfüllt.

Noch im Oktober 2020 wurde hier

ein Zentrum fertiggestellt, das alle Anforderungen

an eine moderne Fertigungsstätte

für Orthopädietechnik erfüllt. Mit

modernen Arbeitsplätzen und Arbeitsstrukturen

wird es zukünftig noch mehr

Raum für die Umsetzung von innovativen

Ideen und technischen Möglichkeiten

in der Hilfsmittelversorgung geben.

Gesundheit in Bochum

Die Abteilungen arbeiten eng zusammen

und wissen um die Möglichkeiten des gesamten

Leistungsspektrums.

Mit innovativen Prothesen und Orthesen

kann das Berufsleben und die Freizeit

wieder aktiv gestaltet werden.

Die individuelle Anpassung von Kompressionsstrümpfen

steigert den Tragekomfort

und somit das Wohlbefinden.

Gleichwohl wird neben dem häuslichen

Umfeld auch die Mobilität des Betroffenen

erhöht, durch die Anpassung geeigneter

Hilfsmittel wie Rollstühle, Elektroscooter,

Rollatoren Bewegungstrainer.

Der Hilfsmittelmarkt bietet hier zahlreiche

Möglichkeiten die Mobilität zu steigern

und Therapien zu unterstützen.

Der Fachbereich Homecare mit seinen

Versorgungsbereichen

Das Motto des Care Center Deutschland

heißt nicht umsonst:

Wir bewegen Menschen!

17


Gesundheit in Bochum

BOGESUND

– die Gesundheitsstadt

informiert

Das Thema Gesundheit in all seinen

Facetten stellt einen wesentlichen Baustein

des Bochumer Standortprofils dar.

Mit exzellenten Versorgungsstrukturen,

herausragenden wissenschaftlichen Einrichtungen,

innovativen Unternehmen

sowie dem Bochumer Gesundheitscampus

als Zukunftsprojekt und Kristallisationspunkt

sind zahlreiche Elemente

vorhanden, um von Bochum aus die

Gesundheitsversorgung der Zukunft zu

gestalten. Um diese Potenziale für alle

Bevölkerungsteile, die Versorgung, die

Gesundheitswirtschaft sowie die Wissenschaft

zu nutzen, ist eine kontinuierliche

Informations- und Diskussionsplattform

notwendig.

BOGESUND will diese Plattform sein –

mit Blick auf alle Bereiche und Akteure

des Gesundheitswesens Bochums und

der Region: Mediziner, Krankenhäuser,

Gesundheitsdienstleister, Unternehmen

der Gesundheitswirtschaft, Wissenschaft

und Forschung, Patienten und deren

Organisationen.

Das Magazin erscheint regelmäßig 4-mal

im Jahr.

Sie erhalten die aktuelle Ausgabe in vielen

Apotheken und Supermärkten vor

Ort, beim MedQN, online und bei vielen

Weiteren Partnern.

Weitere Informationen und alle Ausgaben

zum Download finden sie unter:

www.medqn.de/bogesund-zeitung

www.hvf-verlag.de/bogesund.html

Das MedQN

Umfassende medizinische Versorgung auf hoher Qualitätsstufe

18

Das Medizinische Qualitätsnetz Bochum

– MedQN – entstand im Jahre 2005. Unser

Ziel ist es, die Versorgungsqualität

der Patienten zu verbessern und den

Bürgern Informationen zur Prävention

von Erkrankungen zu geben.

Niedergelassene Hausärzte und Fachärzte

haben eine Kooperationsstruktur

geschaffen, die diese umfassende medizinische

Versorgung im ambulanten Bereich

auf hoher Qualitätsstufe ermöglicht.

Ergänzt wird eine verbesserte Kooperation

mit den Bochumer Kliniken durch

den Chefarztbeirat und im Patientenbereich

durch den Patientenbeirat. Weitere

Kooperationen werden angestrebt.

Die medizinische Versorgung deckt das

Stadtgebiet von Bochum ab, alle Facharztdisziplinen

sind vertreten. So kann

fast jedes gesundheitliche Problem und

jede medizinische Fragestellung „netzintern“

erörtert werden, um eine umfassende

Diagnostik und Therapie der Patienten

sicherstellen zu können.

Die Netzidee: Durch Kooperationsstrukturen

Doppeluntersuchungen vermeiden,

Therapien aufeinander abstimmen,

Informationen so komplett wie möglich

austauschen, gute Behandlungsergebnisse

so schnell wie möglich erreichen.

Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung

sind ein andauernder Prozess.

Seine wesentlichen Bestandteile sind:

Verbesserung von Kommunikation, Behandlung,

Patientenorientierung und

Qualität, regelmäßige öffentliche Gesundheitsinformationsveranstaltungen,

Durchführung der jährlichen Gesundheitsmesse

Bochum, Aufbau eines Versorgernetzes

für eine interdisziplinäre

sektorübergreifende Versorgung für den

Gesundheitsstandort Bochum.

Weitere Informationen über unsere Mitglieder

ermöglichen Ihnen eine effektive

Ärztesuche auf unserer website unter

www.medqn.de

Kontakt MedQN:

MedQN Bochum e.V.

Huestr. 5 44787 Bochum

Tel.: (02 34) 54 7 54 53

Fax: (02 34) 54 7 54 55

info@medqn.de | www.medqn.de


Hilfen und Informationen für Menschen mit Behinderungen

in Bochum

Von einer Behinderung spricht man,

wenn gesundheitliche Schäden einen

Menschen dauerhaft beeinträchtigen.

Dabei spielt es keine Rolle, ob der gesundheitliche

Schaden angeboren, Folge

eines Unfalls oder einer Krankheit ist. Alterstypische

Beeinträchtigungen werden

aber nicht berücksichtigt. Ausgedrückt

wird die Schwere der Einschränkung im

„Grad der Behinderung“ („GdB“) in Zehnergraden

von 10 bis 100 (ausgedrückt

in Prozent). Personen mit einem Grad

der Behinderung ab 50 % gelten als

Schwerbehinderte nach dem Schwerbehindertengesetz.

Leistungen im

Schwerbehindertenrecht

Zu den wichtigsten Aufgaben der Versorgungsverwaltung

gehört es, Anträge von

Bürgerinnen und Bürgern zu bearbeiten,

die als schwerbehindert festgestellt

werden möchten. Im entsprechenden

Verfahren stellt die Versorgungsverwaltung

auch den Grad der Behinderung

fest. Wenn ihre Behinderung durch die

Versorgungsverwaltung festgestellt wird,

können Betroffene bestimmte Leistungen

und Hilfen erhalten, wie zum Beispiel

Freifahrt (Bus und Bahn), Parkerleichterungen

oder reduzierte Steuersätze (so

genannte Nachteilsausgleiche). Bei ihrer

Entscheidung stützt sich die Versorgungsverwaltung

auf das Neunte Buch

des Sozialgesetzbuches ( SGB IX).

Schwerbehinderte Menschen erhalten

einen Schwerbehinderten-Ausweis.

Mit diesem Ausweis weisen sie ihren

Anspruch auf Leistungen nach. Bei bestimmten

gesundheitlichen Beeinträchtigungen

werden sogenannte Merkzeichen

im Schwerbehinderten-Ausweis

eingetragen. Diese Merkzeichen berechtigen

zu weitergehenden Hilfen, um behinderungsbedingte

Nachteile auszugleichen.

Sie benötigen ein Formular, wenn Sie

einen Schwerbehinderten-Antrag stellen

wollen (Erstantrag). Das gleiche Formular

können Sie auch nutzen, wenn sich

Ihr Gesundheitszustand verschlechtert

hat (Änderungsantrag).

Versorgungsverwaltung

Dortmund

Durch die Auflösung der Versorgungsämter

zum 31.12.2007 und die damit

verbundene Übertragung des „Schwerbehindertenrechts“

und des „Elterngeldes“

auf die Kreise und kreisfreien Städte

zum 01.01.2008 haben sich die Städte

Dortmund, Bochum und Hagen darauf

verständigt, dies in einer gemeinsamen

Kooperation durchzuführen. Mit der hierzu

geschlossenen öffentlich-rechtlichen

Vereinbarung entstand zunächst befristet

bis zum 31.07.2010 das „Gemeinsame

Versorgungsamt der Städte Dortmund,

Bochum und Hagen“.

Aufgrund der Tatsache, dass sich die

Kooperation mit Bochum und Hagen zu

einer sehr guten Zusammenarbeit entwickelt

hat, haben alle drei Räte im Jahr

2010 beschlossen, die gemeinschaftliche

Arbeit dauerhaft fortzuführen.

Gemeinsames Versorgungsamt der

Städte Dortmund, Bochum und Hagen

Kontakt

Untere Brinkstraße 80, 44141 Dortmund

Telefon: 0231 500

E-Mail: versorgungsamt@stadtdo.de

Internet: versorgungsamt.dortmund.de

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 8.00 bis 12.00 Uhr

Montag, Dienstag 13.00 bis 15.00 Uhr

Donnerstag 13.00 bis 17.00 Uhr

Mittwochnachmittag geschlossen

Hilfen für Menschen

mit Behinderungen

(Eingliederungshilfe)

Die Stelle Eingliederungshilfe für Menschen

mit Behinderungen ist der kommunale

Ansprechpartner für Fragen zur

Teilhabe behinderter Menschen am gesellschaftlichen

Leben.

Die Eingliederungshilfe umfasst unter

anderem folgende Leistungen:

• Beratung und Information zu Fragen

im Zusammenhang mit der Teilhabe

von Menschen mit Behinderungen

am Leben in der Gemeinschaft, dem

selbstbestimmten Leben in betreuten

Wohnmöglichkeiten und zu Angeboten

der Eingliederungshilfe

• Hilfen zur angemessenen Schulbildung

im Rahmen der allgemeinen

Schulbildung

• Hilfen zur Teilhabe am gemeinschaftlichen

und kulturellen Leben

• Hilfe bei der Beschaffung, dem Umbau

und der Erhaltung einer Wohnung,

die den besonderen Bedürfnissen

der behinderten Menschen

entspricht

• Hilfen zur Förderung der Verständigung

mit der Umwelt

• Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen

Bei der Frühförderstelle können heilpädagogische

Leistungen für Kinder, die

noch nicht eingeschult sind, beantragt

werden. Für heilpädagogische Leistungen

für Schulkinder und junge Erwachsene

ist dagegen das Jugendamt zuständig.

PfeilRechts.gif Antrag auf Frühförderung

Daneben gibt es die Fachstelle für behinderte

Menschen im Beruf. Diese ist für

folgende Angelegenheiten zuständig:

• Kündigungsschutz für schwerbehinderte

Beschäftigte

• Durchführung des Verfahrens zum

besonderen Kündigungsschutz behinderter

Menschen nach SGB IX

• Einladung und Moderation der Einigungsverhandlungen

unter Beteiligung

aller Parteien

• Weiterleitung der Ermittlungsergebnisse

an das Integrationsamt

• Kündigungsprävention / Konfliktmanagement

• Beratung und Hilfestellung bei Konflikten

am Arbeitsplatz

Die Einschaltung geschieht in der Regel

durch den Arbeitgeber. Ziel ist die

Vermeidung von Kündigungen und der

Erhalt von Beschäftigungsverhältnissen.

Das Angebot wird aus der Ausgleichsabgabe

finanziert und richtet sich an alle

Bochumer Betriebe und behinderte Menschen

im Berufsleben.

Örtlich zuständig für die Prüfung und

Entscheidung von Angelegenheiten rund

um den Schwerbehindertenausweis ist

für alle Bochumer Bürgerinnen und Bürger

das gemeinsame Versorgungsamt

Dortmund für die Städte Dortmund, Bochum

und Hagen.

Schließlich hält das Amt für Soziales und

Wohnen noch eine Service-Stelle für

Schwerbehindertenangelegenheiten des

Versorgungsamtes vor.

Gesundheit in Bochum

19


Gesundheit in Bochum

Die Service-Stelle in Bochum berät,

nimmt Anträge auf und leitet diese zum

Versorgungsamt weiter und steht für Fragen

zum Sachstand von Antragsverfahren

zur Verfügung.

Ansprechperson:

Herr W. Becker

Bildungs- und Verwaltungszentrum

(BVZ), Zimmer 5056

Telefon: 0234 910-1231

Weitere Informationen:

Amt für Soziales

Bildungs- und Verwaltungszentrum

(BVZ)

Gustav-Heinemann-Platz 2-6

44777 Bochum

Sachbearbeiterin

Amt für Soziales

Zimmer 3106

Frau Zebisch

Buchstaben: K - S, Sch, T

Telefonnummer 0234 910-1117

Zimmer 3105

Schwerbehindertenausweis

Die Ausgabe von Anträgen für die Beantragung

von Schwerbehindertenausweisen,

sowie die Weiterleitung von Anträgen

an das Versorgungsamt Dortmund,

erfolgt auf Wunsch durch die Stadt Bochum.

Die Verlängerung von Schwerbehindertenausweisen

wird in den Bürgerbüros

vorgenommen. Schwerbehindertenausweisen,

sowie die Weiterleitung

von Anträgen an das Versorgungsamt

Dortmund, erfolgt auf Wunsch durch die

Stadt Bochum. Die Verlängerung von

Schwerbehindertenausweisen wird in

den Bürgerbüros vorgenommen.

• Das Verlängerungsfeld im Schwerbehindertenausweis

muss noch frei

sein.

• Ist dies nicht der Fall, muss der Antrag

zur weiteren Bearbeitung an

das Versorgungsamt Dortmund weitergeleitet

werden.

Welche Unterlagen werden benötigt?

• Schwerbehindertenausweis

(bei Verlängerung oder Änderung)

• Lichtbild, falls das Verlängerungsfeld

im Schwerbehindertenausweis

nicht mehr frei ist

• Personalausweis / Reisepass

Frau Göbel

Buchstaben: A - J, St, U - Z

Telefonnummer 0234 910-2779

Besondere Voraussetzungen für die abschließende

Bearbeitung des Antrages:

Corona-Virus in Bochum

Aktuelle Informationen und die richtigen

Ansprechpartner in Bochum finden sie

online unter:

www.bochum.de/Corona

Impfzentrum Bochum

Aktuelle Informationen zum Impzentrum

finden sie online unter:

Viele klagen über anhaltende Probleme

wie Atemschwierigkeiten, Schwäche,

muskuläre oder neurologische

Beschwerden, Geschmacks- oder

Geruchsstörungen.

Wer befürchtet, sich mit dem Coronavirus

angesteckt zu haben, kann sich an

das Infotelefon 0234 910-5555 wenden.

Montag bis Freitag von

8:30 bis 16:30 Uhr

Samstag von 10 bis 15 Uhr

www.bochum.de/Corona/

Impfzentrum-Bochum

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Telefon: 0234 910-5555

E-Mail: impfzentrum@bochum.de

Wenn Sie am sogenannten Long-Covid-

Syndrom leiden, dann melden Sie sich!

Das Medizinische Qualitätsnetz Bochum,

MedQN e.V. hat Mediziner aus verschiedenen

Fachgebieten, die Ihnen gerne mit

Rat und Tat zur Seite stehen:

20

klärt Fachpersonal telefonisch ab, ob der

Verdacht begründet ist. Wenn dies der

Fall ist, wird ein Termin in der Diagnostikstelle

vereinbart. Ohne vorherige telefonische

Vereinbarung kann die notwendige

Testung nicht durchgeführt werden.

Die Stadt bittet alle Bochumerinnen und

Bochumer darum, die städtische Hotline

nur in dringenden Verdachtsfällen auf

eine mögliche Corona-Infektion anzurufen.

Die Notruf-Nummer 112 ist nur in lebensbedrohlichen

Situationen zu wählen.

Hier erfahren Sie mehr

Bürgertelefon zur

Corona-Schutzimpfung:

0211 9119-1001

Montag - Freitag, 8 bis 20 Uhr

Samstag und Sonntag, 10 bis 18 Uhr

LONG-COVID-SYNDROM –

Beratung eingerichtet

Eine Infektion mit dem SARS-CoV-2

Virus kann Betroffene auch nach der

akuten Phase längerfristig einschränken.

Michael Behn, Lungenfacharzt

Dr. med. Philipp Stude, Facharzt für

Neurologie, Spez. Schmerztherapie

Dr. Jozef Colemont, Orthopäde

Dr. med. Michael Tenholt, Kardiologe

Dr. med. Gabriele Schmidt-Heinevetter,

Gastroenterologin

Dr. med. Petra Zimmermann,

Internistin und Ärztin für Naturheilkunde

und Homoöpathie

Prof. Dr. med. André-Michael Beer, Naturheilkunde

Schreiben Sie uns eine e-mail an:

long-covid@medqn.de und wir bringen

Sie mit den richtigen Fachleuten in Kontakt!


Orthopädische Schuhwerkstatt -

Die Spezialisten für gesunde Füße

Gesunde Füße sind unabdingbar

wichtig, um bis ins hohe Alter mobil

zu bleiben.

Denn Fehlfunktionen und Fehlbelastungen

an den Füßen können zu

Beeinträchtigungen des gesamten

Körpers führen: Störungen an Knieu.

Hüftgelenken, der Wirbelsäule

sowie schmerzhafte Muskelverspannungen

sind die Folge.

Gesundheit in Bochum

Doch was tun, um dauerhaft gesunde

Füße zu behalten?

Die Orthopädische Schuhwerkstatt

Schramm in der Bochumer Innenstadt

bietet Ihnen mit seinem umfassenden

Angebot die Möglichkeit,

ein Leben lang gesund und mobil

zu bleiben. Einlagen nach Maß, orthopädische

Schuhzurichtungen,

computergestützte Fußdruckanalyse

und Reparaturen aller Art gehören

zum Service-Angebot des Unternehmens,

das Lieferant für alle Kassen

ist.

Bereits seit über 8 Jahren besteht

die Werkstatt in der Unteren Marktstraße

3.

Im November 2012 hat sich Rüdiger

Schramm selbständig gemacht und

arbeitet seitdem weiterhin eng mit

den Schuhhäusern zusammen.

Eine umfassende Diabetikerversorgung

ist für Herrn Schramm, der zu

den Förderern des Deutschen Diabetiker

Bundes gehört, eine Selbstverständlichkeit.

Die Kunden erhalten ein ganzheitliches

Leistungsangebot, von der

ersten Abdrucknahme bis hin zur

Instandhaltung Ihrer Schuhe für ein

langes Schuh-Leben.

Kontakt:

Orthopädieschuhtechnik

Inh.: Rüdiger Schramm

Untere Marktstraße 3

Tel. 0234 - 41 48 27 20

Öffnungszeiten: Mo - Fr:

9:30-18:00

Homepage:

www.orthopaedietechnik-bochum.de

21


Gesundheit in Bochum

Selbsthilfekontaktstelle Bochum

In Bochum gibt es ca. 250 Selbsthilfegruppen

mit über 300 Angeboten zu

den unterschiedlichsten Themen. Immer

mehr Menschen schließen sich in Selbsthilfegruppen

zusammen. In Selbsthilfegruppen

können Menschen über ihre Anliegen

und Sorgen sprechen. Sie treffen

sich regelmäßig, um Erfahrungen auszutauschen,

Lösungen zu fi nden und ihre

Interessen nach außen zu vertreten.

Thematische Schwerpunkte sind:

• Abhängigkeitserkrankungen

• Chronische Erkrankungen

• Behinderungen

• Psychische Erkrankungen

• Schwierige soziale Situationen

Die Selbsthilfekontaktstelle Bochum begleitet,

informiert und gibt Auskunft rund

um das Thema Selbsthilfe!

Die Angebote in der Kontaktstelle Bochum

sind zahlreich. Wenn Sie mehr

erfahren möchten, nehmen Sie Kontakt

mit uns auf. Gerne senden wir Ihnen eine

Themenliste der Bochumer Selbsthilfegruppen

sowie weiteres Informationsmaterial

zu.

Kontaktdaten

Selbsthilfe-Kontaktstelle

Alsenstraße 19a

(im Haus der Begegnung)

44789 Bochum,

Telefon: 0234 50 78 060

E-Mail:

selbsthilfe-bochum@paritaet-nrw.org

Internet: www.selbsthilfe-bochum.de

Facebook:

www.facebook.com/selbsthilfe.bochum

Unsere Zeiten

Gerne vereinbaren wir auch einen Termin

mit Ihnen.

Ihre Ansprechpartnerinnen

Dorothée Köllner

Dipl. Soz.-Pädagogin, Leitung

Birte Hackstedt

Dipl. Pädagogin

Chantal Hüllwegen

Sachbearbeiterin

Träger der Selbsthilfekontaktstelle ist

Der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband

Landesverband NRW

10.00 - 13.00 Uhr Montag

10.00 - 13.00 Uhr Dienstag

15.00 - 17.00 Uhr Mittwoch

10.00 - 12.00 Uhr Donnerstag

15.00 - 18.00 Uhr Donnerstag

22


Gesundheit - Sonderteil

Informationen zum Thema Parkinson

Geschichtliches zur

Erkrankung Parkinson

Der Londoner Arzt James Parkinson beschrieb

als Erster 1817 die Symptome

der Parkinsonschen Krankheit in seinem

“ESSAY ON THE SHAKING PALSY” –

der Schüttellähmung. Erst später wurde

die Erkrankung nach ihm benannt. Noch

heute kursieren mehrere Namen für diese

Erkrankung.

Viele Namen

- eine Erkrankung

• Parkinson-Krankheit

• Morbus Parkinson

(Morbus - Lat. = Krankheit)

• Parkinsonsche Krankheit - Idiopatische

Genese

• Paralysis agitans

(Lat. = Unbekannte Ursache)

• Schüttellähmung

• Shaking Palsy

• (Sekundärer) Parkinsonismus

• Symptomatisches Parkinson

Syndrom (Bekannte Ursache)

Ob die Parkinson-Krankheit schon vor

James Parkinson bekannt war, ist nicht

mit Sicherheit zu sagen. Bilder und Aufzeichnungen

z. B. von Erasistratos (3.

Jahrhundert vor Christus), Galen von

Pergamon (129 bis 199 nach Christus)

und von dem berühmten Arzt Paracelsus

(1493 bis 1541) lassen dies vermuten.

Beschreibungen aller drei typischen

Krankheitssymptome sind aus der Zeit

vor James Parkinson jedoch nicht vorhanden.

James Parkinson beobachtete und beschrieb

zwei der typischen so genannten

Kardinalsymptome, nämlich das Zittern

(Tremor) und die Bewegungsarmut (Akinese).

Er vermutete, dass diese Symptome

auf eine gemeinsame Ursache im

Gehirn der Betroffenen zurückzuführen

seien.

Das dritte wichtige Kardinalsymptom der

Parkinson-Krankheit wurde erst etwas

später, etwa 1867, von dem französischen

Neurologen Jean M. Charot identifi

ziert. Er beschrieb die Muskelstarre,

auch Rigor genannt, und erkannte damals

schon, dass sich hinter dem Rigor

keine echte Lähmung verbirgt, sondern

es sich vielmehr um eine Steifi gkeit handelt.

Allerdings brachte er den Rigor nicht

mit den anderen beiden Parkinson-Symptomen

Tremor und Akinese in Zusammenhang,

sondern ordnete ihn zunächst

den Neurosen zu.

In das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit

rückte die Parkinsonsche Krankheit

in den Jahren zwischen 1917 und

1927 durch eine weltweite Grippe-Epidemie,

die nach ihrem Ursprungsland „Spanische

Grippe“ genannt wurde. Durch

das Virus kam es meistens zu schweren

Lungenentzündungen, gelegentlich mit

Beteiligung des Gehirns und der Gehirnhäute.

Eine Vielzahl der betroffenen Patienten

mit zusätzlicher Hirnbeteiligung entwikkelten

als Spätfolge ein Parkinson-Syndrom,

das sogenannte postenzephalitische

Parkinson-Syndrom. Die deutschen

Gesundheitsbehörden gaben im Jahr

1937 im damaligen Reichsgebiet 36.000

Parkinson Kranke auf Grund dieser Virusinfektion

an. Dr. Walter Völler richtete

damals für die Betroffenen eine erste

Spezialklinik ein, die heutige Paracelsus-

Elena-Klinik in Kassel.

Postenzephalitische Parkinson-Fälle gibt

es heute praktisch nicht mehr. Seit der

Spanischen Grippe ist kein Virus mehr

bekannt geworden, das auf eine ähnliche

Weise das Gehirn und die Hirnhäute

in Mitleidenschaft gezogen und derartige

Spätfolgen verursacht hätte. Heute haben

wir es vorwiegend mit dem idiopathischen

Parkinson-Syndrom zu tun, das

heißt, dass sich die charakteristischen

Symptome ohne Vorerkrankung entwikkeln.

.. zur Entwicklung der

Therapie

Der Neurologe Charcot war es, der als

Erster eine medikamentöse Therapie erprobte.

Er gab seinen Patienten Extrakte

aus der Tollkirsche Atropa belladonna.

Diese Therapie wurde später von Ordenstein,

einem Schüler Charots, fortgeführt

und blieb lange Zeit die einzige zur Verfügung

stehende Behandlungsmöglichkeit.

In Deutschland wurden wässrige und

alkoholische Auszüge aus der Belladonna-Wurzel

zur Therapie verwendet. Mit

einem solchen Alkaloid-Gemisch, der

sogenannten „bulgarischen Kur”, erzielte

man die besten Behandlungserfolge.

Die Wirkung dieses Auszugs war „anticholinerg”,

wie sie auch heute noch

gelegentlich eingesetzt wird. Allerdings

stehen seit 1946 standardisierte Präparate

dieser Wirkklasse als sogenannte

Anticholinergika zur Verfügung.

Die Nebenwirkungen sind jedoch relativ

hoch, so dass sie nur noch gezielt in kleinen

Dosen für spezielle Symptome eingesetzt

werden.

Entwicklung der

medikamentösen Therapie

• 1817 - James Parkinson beschreibt

die Parkinson-Krankheit (ESSAY

ON THE SHAKING PALSY)

• 1867 - Charot / Ordenstein: Therapieversuche

mit Belladonna-Extrakt

• 1946 - Herstellung synthetischer

Anitcholinergika

• 1961 - L-Dopa

• 1967 - L-Dopa + Decarboxylase-

Hemmer

• 1969 - Amantadine

• 1974 - Dopaminagonisten

• 1975 - MAO-B-Hemmer

• 1990 - COMT Hemmer

... zur Entdeckung der

Parkinson-Ursachen

James Parkinson gebührt das Verdienst,

die an den Patienten beobachteten Symptome

auf eine einheitliche Ursache zurückgeführt

zu haben. Allerdings dachte

er eher an eine Schädigung im Rückenmark.

Von C. Tretjakow wurde bereits

1819 und später Anfang des 20. Jahrhunderts

eine Veränderung im Gehirn

bei verstorbenen Parkinson-Patienten

gefunden. Es fi el die helle Färbung eines

bei Gesunden normalerweise schwarzen

Zellgebiet (Substantia nigra) auf.

Diese, in der Mitte des Gehirns liegende

Substanz, die ihre schwarze Färbung

durch den Farbstoff Melanin erhält,

geht bei Parkinson-Patienten langsam

zugrunde und verliert dadurch ihre ursprüngliche

Schwarzfärbung. Die Aufgabe

dieser schwarz gefärbten Zellen wurde

etwa 1950 entdeckt. Sie stellen eine

Überträgersubstanz (Neurotransmitter)

her, das sogenannte Dopamin, das für

die Impulsübertragung von einer Nervenzelle

zur anderen verantwortlich ist.

Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

23


Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

24

Verschiedene

Parkinson-Formen

Ursächlich wird bei der Parkinsonschen

Krankheit von einem deutlich genetischen,

d.h. erblich bedingten Hintergrund

ausgegangen. Zu dieser Frage

gibt es trotz intensiver Forschung noch

keine eindeutige Aussage. Sind keine

klar defi nierbaren Ursachen erkennbar,

spricht man von einem idiopathischen

Parkinsonismus, das heißt einer Parkinson-Erkrankung

ohne erkennbare Ursache.

Davon abgegrenzt werden können Parkinson-Syndrome,

bei denen die Ursache

der Krankheitsentstehung bekannt

ist. Man spricht hier auch von sekundärem

Parkinsonismus oder symptomatischem

Parkinson-Syndrom. Hierzu

zählen beispielsweise die Fälle nach

schweren Schädelhirntraumata durch

Unfälle (Boxen), aber auch Erkrankungen

durch Vergiftungen z. B. mit Mangan

oder Kohlenmonoxid. Verursacht werden

können Parkinson-Syndrome aber auch

durch Hirntumoren oder Blutungen bzw.

thrombotische Prozesse in den entsprechenden

Hirnbereichen. Parkinsonismus

kann des Weiteren durch die Einnahme

einiger Arzneimittel ausgelöst werden.

Man spricht dann von einem pharmakogenen

Parkinsonismus. Bei den die entsprechenden

Symptome auslösenden

Substanzen handelt es sich in erster Linie

um Neuroleptika und einige Calcium-

Antagonisten. Diese Substanzen können

die Dopaminübertragung blockieren. Die

dadurch verursachte Parkinson-Symptomatik

ist reversibel, d.h. die Symptome

verschwinden nach Absetzen der betreffenden

Substanz wieder.Außerdem gibt

es eine Reihe von atypischen Parkinson-

Syndromen wie die Multisystematrophien

(MSA), supranukleäre Blickparesen,

kortikobasale Ganglien-Degenerationen

etc..

Hierbei handelt es sich um systemübergreifende,

also nicht nur auf den Bereich

der Substantia nigra begrenzte,

neurodegenerative Störungen. Sie sind

durch eine Kombination von Störungen

im autonomen Nervensystem wie Blasenentleerungsstörungen,

Sprechstörungen,

Blutdruckregulationsstörungen,

Schluckstörungen etc. mit den klassischen

Parkinson-Symptomen gekennzeichnet.

Schon bei einem beginnenden Parkinson-Syndrom

ist eine umfangreiche Erstuntersuchung

erforderlich. Bei einem

typischen Krankheitsbild kann diese ambulant

durchgeführt werden.Notwendig

sind zudem Kreislaufregulationsprüfungen

sowie eine Abklärung, ob wesentliche

Begleiterkrankungen vorliegen, z.B.

Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Herzschwäche,

Niereninsuffizienz etc. Liegen

atypische Parkinson-Symptome vor

oder spricht der Betroffenen nicht auf die

Parkinson-Therapeutika an, sollte eine

stationäre Aufnahme erfolgen, um eine

genaue Differenzialdiagnostik durchzuführen.

Allgemeines zu den

Parkinson-Therapien

Bisher ist es nicht möglich, einen an Parkinson

erkrankten Patienten zu heilen.

Die Therapie zielt daher in der Regel auf

die Krankheitszeichen und Begleiterscheinungen

ab. Neben der medikamentösen

Behandlung spielen Krankengymnastik,

Ergo- und Logotherapie sowie die

soziomedizinische und psychologische

Beratung eine wesentliche Rolle, um die

Befi ndlichkeit der Betroffenen zu verbessern.

Mittlerweile werden auch einige

operative Maßnahmen angeboten. Alle

Therapiemaßnahmen sollten von einer

psychosozialen Betreuung begleitet werden,

um sozialen Rückzugstendenzen

und der zunehmenden Isolation der Patienten

entgegenzuwirken.

Einen besonderen Stellenwert haben dabei

die Selbsthilfegruppen, die in fast allen

größeren Orten eingerichtet wurden.

Behandlung

• medikamentöse Behandlung

• Krankengymnastik, Logopädie,

Ergotherapie

• soziomedizinische und

psychologische Beratung

• operative Maßnahmen wie tiefe

Hirnstimulation

Wie häufig ist Parkinson?

Morbus Parkinson gehört zu den häufi

gsten Krankheiten des Nervensystems

weltweit. In Deutschland geht man von

einer Gesamtzahl von 250.000-400.000

Parkinson-Patienten aus. Jährlich kommen

ca. 13.000 neue Erkrankungen

hinzu.Die Häufi gkeit der Parkinson-

Krankheit nimmt mit dem Alter zu. Fast

die Hälfte der Betroffenen erkrankt zwischen

dem 50. und dem 60. Lebensjahr,

bei weiteren 30% tritt die Krankheit noch

später auf.Bei 10% der Erkrankten zeigen

sich die Parkinson-Symptome bereits

vor dem 40. Geburtstag. Aufgrund

der zu erwartenden demografi schen Entwicklung

ist daher zukünftig mit einer Zunahme

der Patientenzahlen zu rechnen.

Parkinson-Fachkliniken

Viele Kliniken in der Bundesrepublik,

akute wie stationäre Reha-Einrichtungen,

weisen immer wieder als Behandlungsschwerpunkt

die Indikation „Morbus

Parkinson“ bzw. „Bewegungsstörungen“

aus. Damit ist jedoch nicht immer gewährleistet,

dass eine den spezifi schen

Bedürfnissen der Parkinson Patienten

und ihrer Angehörigen notwendige Behandlung

gewährleistet ist und damit der

Erfolg eines Klinikaufenthaltes sichergestellt

werden kann.

Die dPV hat daher mit interessierten

Einrichtungen eine Kriterienliste erstellt,

die Merkmale zur Strukturqualität, die

Grundlage einer Anerkennung und Zertifi

zierung von Kliniken als Spezialkliniken

durch die dPV defi niert. Sie beziehen

sich dabei ausdrücklich auf Krankenhäuser

und Rehabilitationseinrichtungen, die

ein spezielles diagnostisches und therapeutisches

Angebot für Parkinson Patienten

und artverwandte Krankheiten vorhalten.

Die ambulante Versorgung sowie

die Versorgung von Parkinson Patienten

in neurologischen Fachabteilungen anderer

Krankenhäuser bleiben hiervon

unberücksichtigt. Das Zertifi kat wird für 3

Jahre von der dPV erteilt und kann auf

Antrag der jeweiligen Einrichtung und

erneuter Überprüfung jeweils für 3 Jahre

verlängert werden. Die Zertifi zierung

kann im Wege der Überprüfung und Zertifi

zierung nach KTQ oder DIN EN ISO

9001: 2000 geprüft werden.

Nähere Einzelheiten hinsichtlich der Zertifi

zierung können gerne bei der Deutschen

Parkinson Vereinigung erfragt

werden.


Morbus Parkinson:

So können Betroffene ihren Lebensstil steigern

von Apothekerin Dr. Sabrina Schröder-Hickery (M. Sc.), Inhaberin der Amts-Apotheke in Bochum-Langendreer

Ottfried Fischer, Michael J. Fox oder Udo

Lattek – die Liste bekannter Parkinson-

Patienten ist lang. Obwohl in der Behandlung

der Erkrankung bereits große

Fortschritte erzielt wur-den, gilt Parkinson

bislang als unheilbar. Doch dank

ausgeklügelter Therapieansätze lassen

sich die Symptome deutlich lindern. Darüber

hinaus können Betroffene durch

einen akti-ven Lebensstil einiges zum

Wohlbefi nden beitragen.

Richtige Hautpflege bei Parkinson

Ein gesunder Teint ist für Menschen

mit Parkinson oft nur ein Wunschtraum.

Denn bedingt durch die verstärkte Talgund

Schweißdrüsensekretion wirkt die

Haut bei den Betroffenen häufi g wie

frisch eingecremt, vor allem im Gesicht.

Eine konsequente Hautpfl ege mit milden

Produkten spielt daher eine wichtige

Rolle. Alkoholfreie Reinigungstücher sowie

Reini-gungsschaum mit Wirkstoffen

wie Triclosan, Panthenol, Salicylsäure

und Allantoin befreien das Gesicht von

überschüssigem Talg. Ist zusätzlich die

Kopfhaut betroffen, sind Selen-disulfi d-

haltige Shampoos oder Lösungen empfehlenswert.

Die erhöhte Talgproduktion kann allerdings

auch Hautentzündungen oder

sogar Ekzeme auslösen. Dann ist eine

lokale Behandlung mit verschreibungspfl

ichtigen Arzneimitteln er-forderlich.

Handelt es sich allerdings nur um minimale

Entzündungen, so kann auch eine

kurzfristige Therapie mit rezeptfreien

Hydrocortison-Cremes ratsam und vertretbar

sein. Ihr Apothekenteam berät

Sie gern bei der Auswahl des geeigneten

Präparats.

Was tun bei Verstopfung?

Darmträgheit ist ein typisches Symptom

der Parkinson-Erkrankung. Die Ursache

liegt häu-fi g in der Parkinson-Medikation.

Denn viele Arzneimittel, vor allem „Anticholinergika“,

ver-mindern die Beweglichkeit

des Darms und tragen so zur

Verstopfung bei.

Ernähren Sie sich daher möglichst ausgewogen

und ballaststoffreich. Ideal sind

Vollkorn-produkte sowie viel frisches

Obst und Gemüse. Denn sie enthalten

größere Mengen an Ballaststoffen, die

im Darm aufquellen und so für eine gute

Darmtätigkeit und weiche Stuhlkonsistenz

sorgen. Damit die Ballaststoffe ihre

gewünschte Wirkung erzielen können,

sollten Sie pro Tag mindestens 2 Liter

trinken. Gut geeignet sind stilles Mineralwasser,

verdünnte Saftschorlen oder

ungesüßte Früchtetees.

Gehen Sie darüber hinaus im Rahmen

Ihrer gesundheitlichen Möglichkeiten regelmäßig

an der frischen Luft spazieren.

Das steigert nicht nur das Wohlbefi nden,

sondern bringt auch einen allzu trägen

Darm wieder in Schwung. Schon mit

regelmäßigen kurzen Bewegungs-einheiten,

die sich ohne großen Aufwand in

den Alltag einbauen lassen, können Sie

einiges erreichen.

Wenn sich der gewünschte Erfolg trotz

ballaststoffreicher Kost und mehr Bewegung

nicht einstellen möchte, kann

die kurzfristige Einnahme eines Abführmittels

Erleichterung ver-schaffen. Empfehlenswert

sind u. a. CO2-haltige Zäpfchen.

Auch isoosmotische Abführmit-tel,

etwa mit dem Wirkstoff Macrogol bringen

in Verbindung mit einer ballaststoffreichen

Ernährung den Darm in Schwung.

Ihr Apothekenteam berät Sie gern bei der

Auswahl des für Sie geeigneten Präparats.

Doch Vorsicht: Liegen die Beschwerden

über einen längeren Zeitraum vor, sollte

die Ursa-che unbedingt durch einen

Arzt abgeklärt werden. Denn unbehandelt

kann eine chronische Verstopfung

im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss

führen.

Gezielte Nahrungsergänzung

Für Menschen mit Parkinson können

Nahrungsergänzungsmittel durchaus

sinnvoll sein. Denn sachkundig eingesetzt

lassen sich dadurch krankheitsbedingte

oder durch die Medi-kation verursachte

Nährstoff-Defi zite ausgleichen.

Lesen Sie, welche Mittel wirklich Sinn

machen:

Vitamin D

Für die Einlagerung von Calcium in die

Knochen spielt Vitamin D eine entscheidende

Rolle. Darüber hinaus wirkt es

sich auch äußerst positiv auf unsere

Stimmung aus. Bei genügend Sonnenlicht

wird es normalerweise vom Körper

selbst produziert. In der dunklen Jahreszeit

kann der Bedarf zusätzlich über die

Nahrung, etwa in Form von Lachs, Eiern,

Käse oder Butter, gedeckt werden.

Vitamin B12

Das auch unter dem Namen Cyanocobalamin

bekannte B-Vitamin ist wichtig für

die Ener-gieversorgung und den Schutz

der Nervenzellen. Als gute B12-Quellen

gelten etwa tierische Nahrungsmittel wie

Fisch, Fleisch oder Milchprodukte.

Folsäure

Sie gehört ebenfalls zur Gruppe der B-

Vitamine und spielt eine wichtige Rolle

bei der Neu-bildung und dem Schutz von

Nervenzellen. Gute Folsäure-Lieferanten

sind etwa grünes Gemüse, Eier, Hülsenfrüchte

und Vollkornprodukte.

Hinweis: In vielen Fällen lässt sich eine

ausreichende Zufuhr der genannten

Nährstoffe über die Nahrung allein nicht

sicherstellen. Dann kann die Einnahme

eines gut dosierten Ergänzungspräparats

sinnvoll sein. Vor der Einnahme

empfi ehlt sich häufi g eine gründliche

Blutuntersuchung. So lässt sich feststellen,

ob und an welchem Mikronährstoff

es genau mangelt und mit welcher täglichen

Dosis das Defi zit behoben werden

kann. Ihr Apotheken-team empfi ehlt Ihnen

dann gern ein passendes Präparat

und berät Sie auch zu möglichen Nebenund

Wechselwirkungen.

Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

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Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

Nützliche Alltagshilfen

Viele Dinge im täglichen Leben fallen

Menschen mit Parkinson durch die eingeschränkte

Beweglichkeit im Krankheitsverlauf

häufi g schwerer. Doch die

Betroffenen können einiges tun, um ihre

Lebensqualität zu steigern. So wirken

sich etwa Bewegungstrainer, speziell angepasste

Sportprogramme, Massagen,

Logopädie sowie Physio- und Ergotherapie

positiv aus. Weitere Informationen

zu den praktischen Alltagshilfen sowie

nützliche Kontaktadres-sen erhalten Sie

etwa bei der Deutschen Parkinson Vereinigung.

Die Parkinson-Uhr

Sie befi ndet sich zwar noch in der Entwicklung,

könnte aber für Millionen Parkinson-Patienten

eine große Hilfe sein

– die „Emma-Watch“. Entwickelt wurde

die Parkinson-Uhr von Haiyan Zhang,

Innovation Director bei Microsoft Research.

Die Emma Watch wird wie eine

herkömmliche Uhr am Handgelenk getragen.

Doch das Besondere steckt in

Amts-Apotheke in Bochum-Langendreer

– Gut beraten bei Parkinson

ihrem Inneren: Dort befi nden sich verschiedene

Vibrationsmotoren, die Impulse

an das Handge-lenk aussenden und

so das Gehirn ablenken sollen. Das kann

Parkinson Patienten helfen, ihre Hände

besser zu kontrollieren.

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Die Behandlung von Morbus Parkinson

ist äußerst komplex und in vielen Fällen

treten Ne-ben- oder Wechselwirkungen

auf. Nicht selten sind die Patienten mit

der Therapie überfor-dert und wenden

sich mit ihren Fragen an den behandelnden

Facharzt oder ihre Apotheke vor Ort.

Die Amts-Apotheke in Bochum-Langendreer

ist eine der wenigen spezialisierten

Apotheken in Deutschland auf dem Gebiet

der pharmazeutischen Betreuung

von Parkinson-Patienten. Apothekerin

und Inhaberin Dr. Sabrina Schröder-Hikkery

hat sich unter anderem während ihrer

Tätigkeit in der pharmazeutischen Industrie

und der neurologischen Abteilung

der Universitätsklinik Lund in Schweden

intensiv mit dem Beratungsbedarf von

Parkinson-Patienten beschäftigt. Ihr Forschungsprojekt

an der Berliner Charité

wurde von der Deut-schen Parkinson

Vereinigung e. V. aktiv unterstützt und

erhielt Auszeichnungen von medi-zinischen

und pharmazeutischen Gremien.

Zum Krankheitsbild Morbus Parkinson

gehören neben den typischen motorischen

Auffällig-keiten etwa auch psychische

Störungen, vermehrte Talgproduktion,

Schlafprobleme sowie Störungen der

Blasen- und Darmtätigkeit. „Das Krankheitsbild

ist sehr individuell und er-fordert

in der Regel eine Vielzahl an Medikamenten:

Dies wiederum birgt ein hohes

Risiko für arzneimittelbezogene Probleme“,

so Schröder-Hickery. Eine falsche

Einnahme oder Komplikationen bei der

Anwendung (z. B. Schluckbeschwerden)

können die Arzneimittel-wirkung

zusätzlich einschränken. „Parkinson ist

viel mehr als eine Schüttellähmung“, betont

Schröder-Hickery. Häufi g würde die

gestörte Beweglichkeit allerdings besonders

stark wahrgenommen und behandelt.

Dabei werden nach Ansicht der Bochumer

Apothekerin andere Symptome

oftmals zu wenig beachtet.

In vielen Fällen können Medikamente

zwar einige der Symptome lindern, nicht

aber andere Merkmale der Krankheit, die

sich nach und nach einschleichen. Im

ungünstigen Fall lassen Medikamente

durch Neben- oder Wechselwirkungen

andere Symptome sogar noch stärker

werden.

Parkinson-Patienten profi tieren davon,

auf eine Apotheke mit qualifi ziertem

Beratungs-schwerpunkt zu setzen.

In der Amts-Apotheke nimmt Frau Dr.

Schröder-Hickery in per-sönlichen Gesprächen

die Medikation und die individuellen

Beschwerden ihrer Patienten

genau unter die Lupe und informiert,

worauf es bei der Einnahme ankommt.

Werden Par-kinson-Patienten darüber

hinaus von ihr langfristig betreut, fi ndet

eine solche therapiebe-gleitende Prüfung

regelmäßig und in Abstimmung auf

die Bedürfnisse der Patienten statt, etwa

nach Umstellung der Medikation oder bei

Veränderungen des gesundheitlichen

Wohl-befi ndens.

Amts-Apotheke

Apothekerin

Dr. Sabrina Schröder-Hickery e. K.

Alte Bahnhofstraße 82

44892 Bochum

Telefon 0234 280717

info@amtsapotheke.de

www.amtsapotheke.de


Parkinson-Behandlung im Knappschaftskrankenhaus

Bochum

Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

Die Neurologische Klinik am Universitätsklinikum

Knappschaftskrankenhaus

Bochum hat seit vielen Jahren einen

Schwerpunkt in der Behandlung von

Patienten mit Morbus Parkinson und

verwandten Bewegungsstörungen. Im

Rahmen der spezialisierten Parkinson-

Ambulanz können Patienten (auf hausärztliche

Überweisung) nach vorheriger

Terminvergabe vorstellig werden. Dabei

können sämtliche im Rahmen der Erkrankung

relevante Aspekte behandelt

werden (z.B. Diagnosestellung („handelt

es sich um einen Morbus Parkinson

?“), Verordnung medikamentöser und

nicht-medikamentöser Therapien, Informationen

über alle Krankheitsaspekte,

Beratung hinsichtlich der Möglichkeiten

der Pumpentherapie, Tiefe Hirnstimulation).

Die Ambulanz wird von der leitenden

Oberärztin, Priv.-Doz. Dr. Sabine

Skodda, geleitet; die Patientenbetreuung

erfolgt durch Frau Dr. Skodda und ihren

Oberarztkollegen Herrn Dr. Lars Schönlau.

Im Rahmen klinischer Forschungsprojekte

der Ruhr-Universität Bochum

können interessierte Patienten auch an

Untersuchungen z.B. des Sprechens

und Schluckens oder an Medikamentenanwendungsbeobachtungen

und –studien

teilnehmen.

Im Rahmen eines stationären Krankenhausaufenthaltes

können Patienten mit

Morbus Parkinson bei diagnostischen

oder therapeutischen Problemen, z.B.

zur medikamentösen Neueinstellung

oder Einstellung auf eine Medikamentenpumpe

behandelt werden. In diesem

Rahmen kann auch ein umfangreiches

zusätzliches Therapieprogramm (z.B.

Krankengymnastik, Logopädie, Ergotherapie,

Sozialberatung etc.) angeboten

werden.

Darüber hinaus werden in unserer Klinik

seit mehreren Jahren auch regelmäßig

Operationen zur Tiefen Hirnstimulation

durchgeführt. Im Rahmen eines interdisziplinären

Konzeptes in enger Zusammenarbeit

mit dem stereotaktischen

Neurochirurgen, Dr. Yaroslav Parpaley,

wird bei einer gemeinsamen ambulanten

Sprechstunde mit dem Patienten ausführlich

besprochen, inwiefern er für eine

solche Operation in Frage kommt und

wie die konkreten Abläufe sein werden.

Für die Operation selbst werden die Patienten

zunächst stationär in die Neurologische

Klinik zu Vorbereitung und Durchführung

der erforderlichen Untersuchungen

aufgenommen. Bei der Operation ist

neben dem durchführenden Neurochirurgen

auch der betreuende Neurologe anwesend,

der den Patienten schrittweise

durch die Operation begleitet. Die unmittelbar

postoperative Betreuung wird stationär

zunächst in unserer Klinik durchgeführt,

ggf. erfolgt im Anschluss daran

eine Anschlussheilbehandlung in einer

entsprechend spezialisierten Rehabilitations-Klinik.

Im weiteren Verlauf erfolgt

die Nachbetreuung dann – wieder – über

unsere Parkinson-Ambulanz. Gerne

können sich interessierte Patienten auf

Zuweisung Ihres betreuenden Arztes zunächst

auch unverbindlich über die Details

einer THS-Operation oder auch die

Hintergründe einer möglichen Medikamentenpumpentherapie

beraten lassen.

Information ist wichtig! Deshalb werden in

unserer Klinik regelmäßig Fortbildungsund

Informationsveranstaltungen nicht

nur für am Thema Parkinson interessierte

ärztliche Kollegen, sondern auch für

Betroffene und Angehörige durchgeführt.

Außerdem arbeiten wir sehr eng mit den

Parkinson-Selbsthilfegruppen in Bochum

und Umgebung zusammen, dergestalt,

dass wir in den Gruppen Informationsnachmittage

zu einzelnen Aspekten der

Parkinson-Erkrankung mitgestalten.

27


Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

28

Morbus Parkinson – Diagnostik und Therapie

Beim Morbus Parkinson (auch „idiopathisches

Parkinson-Syndrom“ genannt)

handelt es sich um eine chronisch fortschreitende

sog. „neurodegenerative“

Erkrankung, die vor allem bestimmte Bereiche

des Gehirns betrifft. Meist werden

die Symptome zwischen dem 50. und 75.

Lebensjahr auffällig; es gibt aber durchaus

auch jüngere Patienten. In Deutschland

wird von einer Anzahl von 300.000

– 400.000 Patienten ausgegangen.

Krankheitssymptome

Auch wenn nicht bekannt ist, wodurch

der Morbus Parkinson ausgelöst wird,

können die „Hauptangriffspunkte“ durchaus

lokalisiert werden: Es kommt zu

einem langsam fortschreitenden Untergang

von Nervenzellen in der sog. „Substantia

nigra“, einem sehr kleinen Areal

in der Tiefe des Gehirns (im sog. Mittelhirn),

das für seine Funktion auf den

chemischen Botenstoff Dopamin angewiesen

ist. Durch den Dopaminmangel

kommt es im Rahmen des Morbus Parkinson

zu einer ganzen Reihe von motorischen

Störungen, die hier beispielhaft

aufgeführt werden sollen: Störung der

Feinmotorik der Hände, Veränderung der

Handschrift, Verlangsamung des Gangbildes

mit kleinschrittigem, oft vornübergebeugten

Gang, einem Zittern v.a. der

Hände, das in Ruhe oder auch bei Aktionsbewegungen

auftritt, einer Verringerung

der Mimik, einer leisen, wenig modulierten

Stimme, einer Verlangsamung

aller Bewegungsabläufe.

Auch wenn diese motorischen (also die

Bewegungsabläufe betreffenden) Störungen

oftmals die deutlichsten sind, ist

es inzwischen bekannt, dass der Morbus

Parkinson sehr facettenreich ist und

mit einer Vielzahl weiterer nicht-motorischer

Symptome einhergehen kann.

Dazu gehören u.a. Einschränkungen

des Riechvermögens, Obstipationsneigung,

Schlafstörungen, Veränderungen

von Stimmung, Antrieb und Motivation

und Störungen des vegetativen Nervensystems.

Im Verlauf der Erkrankung

können auch Einschränkungen von Gedächtnis

und Orientierung hinzutreten.

Diagnosestellung

Wichtig zu erwähnen ist, dass diese motorischen

und nicht-motorischen Symptome

sich erst im Verlauf vieler Monate

und z.T. Jahre entwickeln und auch

nicht bei jedem Betroffenen in gleichem

Ausmaß vorhanden sein müssen. Der

Morbus Parkinson ist nicht nur eine „vielgestaltige“,

sondern auch eine sehr „individuelle“

Erkrankung. Somit ist es insbesondere

in den allerersten Stadien der

Erkrankung oftmals schwierig, die Diagnose

zu stellen, zumal es auch andere

neurologische Erkrankungen gibt, die

einem Morbus Parkinson „ähnlich sehen“

können. Deshalb ist es für die Diagnosestellung

und Beratung der Betroffenen

von großer Bedeutung, möglichst früh im

Krankheitsverlauf eine möglichst sichere

Diagnose zu stellen.

Dies ist keineswegs banal, denn auch

heutzutage gibt es keine einzelne technische

Untersuchung, mittels der man

den Morbus Parkinson sicher beweisen

könnte. Die Diagnosestellung beruht auf

der subtilen Untersuchung durch einen

mit der Erkrankung erfahrenen Neurologen

sowie technischer Zusatzuntersuchungen,

die insbesondere erforderlich

sind, um andere (und möglicherwiese

unterschiedlich zu behandelnde) Erkrankungen

sicher auszuschließen; außerdem

ist die regelmäßige und sorgfältige

Beobachtung des Krankheitsverlaufes

und die Überprüfung des Ansprechens

auf die verordneten Therapien durch den

Neurologen von entscheidender Bedeutung.

Für die Diagnosestellung eines Morbus

Parkinson muss eine genaue Analyse

der vom Patienten wahrgenommenen

Beschwerden erfolgen, ebenso wie eine

sorgfältige neurologische Untersuchung.

Im Einzelfall können technische Zusatzuntersuchungen

wie eine Schnittbildgebung

des Gehirns (CCT oder MRT), eine

standardisierte Testung des Riechvermögens,

Funktionstestungen des vegetativen

Nervensystems und der kognitiven

Fähigkeiten sowie nuklearmedizinische

Untersuchungen zur Darstellung der

Verteilung des Botenstoffes Dopamin im

Gehirn bei der Diagnosestellung hilfreich

sein.

Therapiemöglichkeiten

Auch wenn der Morbus Parkinson nicht

geheilt werden kann, ist eine frühzeitige

und sichere Diagnosestellung zur Beratung

und Behandlung der Betroffenen

wünschenswert, da es heutzutage eine

Vielzahl von Therapiemöglichkeiten gibt,

um die Symptome der Erkrankung zu

lindern. Die medikamentöse Parkinson-

Behandlung muss sehr individuell auf

die Symptomkonstellation des einzelnen

Patienten abgestimmt sein. Die aktuell

zur Verfügung stehenden Medikamente

sollen insbesondere den Dopamin-Mangel

ausgleichen, um dadurch die motorischen

Störungen zu lindern. Zu diesem

Zweck stehen verschiedene Medikamente

zur Verfügung (l-Dopa, COMTund

MAO-B-Hemmer, Dopaminagonisten,

Amantadin, Safi namid, Budipin,

Anticholinergika). Ziel der medikamentösen

Behandlung ist es, den einzelnen

Patienten individuell „gut“ einzustellen,

d.h. eine Medikation einzusetzen, die gut

verträglich ist und die im Vordergrund

stehenden Symptome soweit lindert,

dass der Betroffene in seinem Alltagsleben

möglichst wenig eingeschränkt ist.

Das bedeutet, dass man als Parkinson-

Erkrankter akzeptieren muss, dass eine

regelmäßige Medikamenteneinnahme

erforderlich ist. Zusätzlich ist ein weiteres

Ziel der neurologischen Betreuung,

dem Betroffenen die individuell wichtigen

Aspekte seiner Parkinson-Erkrankung

nahezubringen, alltagsrelevante Fragen

zu klären und durch Information und

Aufklärung (auch von Angehörigen) die

Akzeptanz der Erkrankung und den Umgang

mit der Erkrankung zu verbessern.

Neben der medikamentösen Therapie

gibt es eine Reihe unterstützender „aktivierender“

Therapieverfahren, die bei

der Behandlung des Morbus Parkinson

ihren festen Platz haben: Mittels Krankengymnastik

soll die allgemeine Bewegungsfähigkeit

stabilisiert und verbessert

werden; im Einzelfall ist ein spezielles

Gang- und Gleichgewichtstraining erforderlich,

insbesondere zur Prophylaxe

von Stürzen. Sprech- und ggf. auch

Schlucktherapie kann verordnet werden,

wenn eine Einschränkung der Kommunikationsfähigkeit

droht oder das Kauen

und Schlucken Probleme bereitet.

Mittels Ergotherapie können unterschiedliche

komplexe, für das Alltagsleben

relevante Tätigkeiten wie Ankleiden,

Essenszubereitung etc. trainiert werden.

Ähnlich der medikamentösen Therapie

ist Umfang und Kombination dieser Therapiemaßnahmen

von den Erfordernissen

im Einzelfall abhängig. Wichtig ist es

aber auch, „gelernte“ Übungen der Therapien

regelmäßig selbständig im „täglichen

Leben“ zu wiederholen, um einen

optimalen Trainingseffekt zu erzielen.

Auch hier ist der betreuende Neurologe

ein wichtiger „Vermittler“, der in Zusammenarbeit

mit den anderen Therapeuten

dem Patienten Sinn und Inhalte der

unterschiedlichen Therapieverfahren

erklären, die Therapieeffekte überprüfen

und – nicht zuletzt – auch entsprechende

Beratungs- und Motivations-„Arbeit“

übernehmen soll.


Da es sich bei dem Morbus Parkinson

um eine progrediente, also langsam fortschreitende

Erkrankung handelt, ist es

im Verlauf erforderlich, die Therapiemaßnahmen

zu verändern und anzupassen.

Dies bedeutet in Bezug auf die medikamentöse

Therapie, dass oftmals Medikamente

erhöht und auch unterschiedliche

Stoffgruppen miteinander kombiniert

werden müssen, um wieder ein gutes

Behandlungsergebnis zu erzielen. Eine

solche medikamentöse „Neueinstellung“

kann – je nachdem, wie komplex die

Veränderungen sein werden – ambulant

oder auch im Rahmen eines stationären

Krankenhausaufenthaltes vorgenommen

werden, bei dem der Vorteil besteht, dass

Wirkung und Verträglichkeit der Medikation

unmittelbar überprüft werden kann.

Eine solche stationäre Neueinstellung

ist oftmals besonders für Parkinson-Patienten

sinnvoll, die noch unter weiteren

chronischen Erkrankungen leiden (und

deshalb weitere z.B. Herz-/Kreislaufmedikamente

etc. einnehmen müssen) oder

bei denen es bereits zu unerwünschten

Nebenwirkungen unter bestimmten Parkinson-Medikamenten

gekommen ist.

Im Verlauf der Parkinson-Erkrankung

kommt es bei vielen Betroffenen zu dem

Phänomen der sog. „motorischen Wirkungsfl

uktuationen“. Das bedeutet, dass

durch die fortschreitende Neurodegeneration

die Wirkung der Parkinson-Medikamente

immer schlechter steuerbar

ist, so dass z.B. die einzelnen Tabletten

eine verkürzte Wirkdauer haben oder

es zu Phasen von vermeintlich paradoxer

„Überbeweglichkeit“ (sog. Dyskinesien)

kommt. Diese Probleme können

manchmal so ausgeprägt sein, dass

eine konventionelle Tabletten-Therapie

keine relevante Verbesserung erzielt.

Zur Verbesserung solcher motorischen

Wirkungsfl uktuationen stehen weitere

Therapieoptionen zu Verfügung. So

können im Rahmen eines stationären

Krankenhausaufenthaltes Medikamentenpumpen

eingesetzt werden, mittels

derer die erforderliche Medikation sehr

gleichmäßig verabreicht werden kann

(z.B. kontinuierliche subkutane Infusion

von Apomorphin oder kontinuierliche

Infusion von l-Dopa in den Dünndarm),

was dann zu einer Verbesserung der Bewegungsfähigkeit

im Tagesverlauf führt.

Tiefe Hirnstimulation

Ein Therapieverfahren, was sich in den

letzten knapp 30 Jahren zur symptomatischen

Behandlung des Morbus Parkinson

als sehr erfolgreich erwiesen hat, ist

der sog. „Hirnschrittmacher“ (eigentlich:

Tiefe Hirnstimulation/THS oder deep

brain stimulation/DBS). Das Prinzip ist,

dass über ein spezielles und besonders

„schonendes“ und nebenwirkungsarmes

neurochirurgisches Verfahren Elektroden

sehr präzise in bestimmte Hirnareale

implantiert werden, über die dann

– ähnlich dem Prinzip eines Herzschrittmachers

– dauerhaft eine individuell eingestellte

Stromdosis verabreicht wird,

um die „im falschen Takt“ arbeitenden

Hirnareale wieder zu synchronisieren.

Jahrelange weltweite Erfahrung mit

diesem Therapieverfahren hat gezeigt,

dass insbesondere das Problem der motorischen

Wirkungsfl uktuationen, aber

auch ein schweres Parkinson-Zittern mit

dieser Therapie besser zu behandeln ist

als mit einer „konventionellen“ Medikamenten-Therapie.

Der Effekt dieser Therapie

lässt auch im Verlauf von Jahren

nicht nach, allerdings hat die THS keinen

Einfl uss auf den natürlichen Verlauf der

Parkinson-Erkrankung, d.h. dass auch

die THS die Krankheitsentwicklung nicht

beeinfl ussen kann.

Auch wenn manche Parkinson-Betroffene

vor der Vorstellung einer „Operation

am Gehirn“ instinktiv zunächst zurückschrecken,

sprechen die Erfolge der

THS dafür, dass der mit dieser Therapie

erfahrene Neurologe Patienten eher

frühzeitig im Krankheitsverlauf über die

Möglichkeit einer solchen Operation und

die individuellen Nutzen und Risiken

aufklären und entsprechend vorbereiten

sollte. Eine solche Operation soll natürlich

nur von einem erfahrenen Team

aus Neurochirurgen und Neurologen

durchgeführt werden, weil der Erfolg der

Maßnahme nicht nur von der Operation

selbst, sondern v.a. entscheidend davon

abhängt, dass die Patienten (und deren

Angehörige) im Vorfeld richtig ausgewählt,

beraten, informiert und vorbereitet

und nach der Operation ambulant kompetent

weiterbetreut werden.

Prof. Dr. Uwe

Schlegel

Klinikdirektor

Priv.-Doz.

Dr. Sabine Skodda

Ltd. Oberärztin

Kontaktdaten

Neurologische Klinik /

Universitätsklinikum

Knappschaftskrankenhaus Bochum

PD Dr. med. Sabine Skodda

/ Ltd. Oberärztin:

0234 / 299-3701 oder 299-3706

sabine.skodda@kk-bochum.de

Parkinson-Ambulanz

0234 / 299-3720

(Montag, Mittwoch, Freitag vormittags

nach Terminvergabe)

Ambulanz Tiefe

Hirnstimulation

0234 / 299-3720

(Montag nachmittags, nach Terminvergabe)

Terminvergabe zur

stationären Aufnahme:

0234 / 299-3990 (Station 18)

– wenn Sie bislang noch nicht in unserer

Klinik ambulant oder stationär waren,

kann es sinnvoll sein, sich zunächst ambulant

vorzustellen, um im Vorfeld das

Konzept für eine stationäre Behandlung

zu besprechen

Terminvergabe zur

stationären Aufnahme

(Privatpatienten):

Sekretariat Prof. Dr. med. U. Schlegel:

0234 / 299-3701 oder 299-3706

Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

Die Einstellung eines Patienten auf ein

solches Therapieverfahren erfordert natürlich

ein erfahrenes Team von Neurologen

und Pfl egekräften, nicht nur, um zu

entscheiden, welcher Patient von einer

solchen Maßnahme profi tieren könnte,

sondern auch, um Patienten (und ggf.

Angehörige oder Pfl egepersonen) im

Umgang mit diesen Medikamentenpumpen

zu beraten und zu schulen.

Internet

www.kk-bochum.de

29


Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

Parkinson Schwerpunkt der Neurologischen Klinik

und Poliklinik des berufsgenossenschaftlichen

Universitätsklinikums Bergmannsheil in Bochum

30

Die Neurologische Klinik und Poliklinik

des berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikums

Bergmannsheil in Bochum

(Direktor: Prof. Dr. med. M. Tegenthoff)

behandelt sowohl im ambulanten

als auch stationären Rahmen Patienten

mit Parkinson-Syndromen.

Dabei wird seit mehreren Jahren auch

die Parkinson-Komplexbehandlung angeboten.

Der Schwerpunkt der Behandlung liegt

neben den spezifi schen Störungen bei

Parkinson insbesondere in der Vorsorge,

Diagnostik und Therapie begleitender

akuter und chronischer Krankheiten

des Alters. Eine Verbesserung bei Einschränkungen

und eine Verbesserung

der Selbständigkeit bedürfen nicht nur

der Therapie allgemeiner und spezieller

Parkinsonsymptome, sondern auch der

Therapie weiterer Begleiterkrankungen

von Herz-, Kreislauf- und Skelettsystem

oder von Wunden.

Ärzte, Pfl egepersonal, Therapeuten und

Sozialberatung arbeiten als Team auf

universitärem Niveau für die ganzheitliche

Behandlung unserer Patienten zusammen.

Nach der bereits auch schon

ambulant eingeleiteten Eingangsdiagnostik

neurologischer und geriatrischer

Probleme wird ein individueller Behandlungsplan

in Abstimmung mit den Wünschen

und Zielen von Patienten und ihren

Angehörigen entwickelt und kontinuierlich

angepasst.

Dabei sollen unsere Patienten lernen,

möglichst viele Aspekte in Eigenübungen

für zu Hause umsetzen zu können, wobei

eine ambulante Nachsorge im therapeutischen

Bereich möglich ist und auch

häufi g in Anspruch genommen wird.

Unterstützt wird unsere Therapie dabei

durch eine umfassende und anleitende

Pfl ege. Wir legen großen Wert darauf

die Entlassung möglichst übergangslos

zu gestalten, in dem wir beratend tätig

werden zu den Themen Sturzgefahr,

persönliches Wohnumfeld, Hilfsmittelversorgung,

häusliche Versorgung und

Sozialrecht.


Unser Behandlungsteam

und seine Funktionen:

Ärztlicher Dienst:

• Diagnostik und Therapie der Parkinson-Erkrankung

sowie weiterer

führender neurologischer und nicht

neurologischer Probleme

• Koordination der

Gesamtbehandlung

Pflegedienst:

• aktivierende Hilfe unter Berücksichtigung

der vorhandenen Fähigkeiten

und Ressourcen des Patienten unter

Beratung und Anleitung der Angehörigen

Physiotherapie und

physikalische Therapie:

• Mobilisation, Kräftigung, Training

von Koordination, Gleichgewicht

und Gang als Einzel- und Gruppentherapie

• Hilfsmittelberatung und

-versorgung

• Unterstützende Therapie durch

Kälte- und Wärmebehandlung, medizinische

Bäder, Massagen und

Lymphdrainage

Sozialdienst

• Bedarfsgerechte Beratung von Patienten

und Angehörigen hinsichtlich

weiterer Versorgung.

• Vermittlung von Hilfen nach dem

Pfl egeversicherungsgesetz und

dem Bundessozialhilfegesetz zur

Optimierung der häuslichen Versorgung.

Kontakt:

Stationäre Aufnahme:

• Anmeldung durch den niedergelassenen

Arzt (Hausarzt oder Facharzt)

• Ggf. ambulante Vorstellung zur individuellen

Therapieplanung

• Stationäre Einweisung

Ambulante Vorstellung:

• Überweisung durch den niedergelassenen

Arzt (Hausarzt oder Facharzt)

Stützpunkte der Station:

Station 51.3:

Telefon: 0234-302-3224

Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

Ergotherapie:

• Training von Feinmotorik und Sensibilität

sowie Unterstützung von Koordination

von Bewegungsabläufen

im Alltag

Neuropsychologie:

• Diagnostik und Therapie von Hirnleistungsstörungen,

Aufmerksamkeit

und Stimmungsschwankungen.

• Vermittlung von Strategien zur

Krankheitsbewältigung und Beratung

von Angehörigen.

Logopädie

• Diagnose und Therapie von Sprech-,

Stimm- und Schluckstörungen.

• Einsatz spezieller Schluckdiagnostik

(FEES)

• Verbesserung von Kommunikation.

Station 3.6:

Telefon: 0234-302-3229

(Wahlleistungsstation)

Prof. Dr. med. M. Tegenthoff

Neurologische Klinik und Poliklinik

BG-Universitätsklinikum Bergmannsheil

Bürkle-de-la-Camp Platz 1,

44789 Bochum

Tel. 0234-3026810

mail:

martin.tegenthoff@bergmannsheil.de

Weitere Informationen erhalten Sie auch

im Internet unter:

www.bergmannsheil.de

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Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

Spezialstation für Parkinson und

Bewegungsstörungen / Hochschulambulanz

der Klinik für Neurologie im St. Josef-Hospital,

Katholisches Klinikum Bochum, Universitätsklinikum RUB

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Die Spezialstation für Bewegungsstörungen

im St. Josef-Hospital Bochum ist auf

die Diagnose und Behandlung verschiedener

Bewegungsstörungen wie Morbus

Parkinson, atypischen Parkinson-Erkrankungen,

Morbus Huntington, Ataxien

u.a.m. spezialisiert. Seit mehr als 30

Jahren behandeln wir Parkinson-Patienten

nach speziellen Therapiekonzepten.

Hierzu zählen auch moderne apparative

Verfahren, wie Pumpen-gesteuerte Infusionstherapien

mit Apomorphin- und

Duodopa sowie die Tiefenhirnstimulation.

Das Team auf der Station steht unter

der Leitung von Prof. Dr. Ralf Gold. Die

oberärztliche Leitung des stationären

Schwerpunkts Parkinson und Bewegungsstörungen

erfolgt durch Prof. Dr.

Lars Tönges. Das Behandlungsteam

hat deutschlandweit durch zahlreiche

wissenschaftliche Projekte eine hohe

Expertise in der Diagnose und Therapie

von Bewegungsstörungen und ist

Mitglied im Kompetenznetz Parkinson

(www.kompetenznetz-parkinson.de/

zentren-a-z/bochum-st.josef). Die große

Erfahrung unserer Mitarbeiter ermöglicht

eine differenzierte und effektive medikamentöse

Therapie, die wir als Grundlage

der medizinischen Behandlung ansehen.

Hierzu wählen wir für jeden Patienten

individuell die besten Medikamente aus.

Nur so kann unserer Meinung nach der

Therapieerfolg auch langfristig gesichert

werden. Spezielle Therapiemodalitäten

wie die Parkinson-Komplexbehandlung

werden wissenschaftlich auf hohem Niveau

begleitet und bereichern das Therapieangebot.

In der Diagnostik stehen uns neben laborchemischen,

elektrophysiologischen

und radiologischen Verfahren alle modernen

Verfahren, wie zum Beispiel die

Hirnparenchym-Sonographie sowie im

Bedarfsfall die Evaluation von Parkinson-

Biomarkern zur Verfügung. Auch Fragen

zur Vererbung können hier beantwortet

werden.

Ein spezialisiertes und langjährig erfahrenes

Pfl egeteam inkl. einer Parkinson-

Nurse (Parkinson-Schwester) kümmert

sich um die pfl egerischen Bedürfnisse

der Patienten und stellt die liebevolle

Versorgung der Patienten sicher, die für

uns einen wesentlichen Bestandteil der

medizinischen Behandlung darstellt.

Darüber hinaus haben wir für die Parkinson-Erkrankung

spezialisierte Physiotherapeuten,

Ergotherapeuten und

Logopädinnen. Im Sommer 2018 wurde

ein neuer Therapieraum für die Spezielle

Parkinson-Therapie eingeweiht, in dem

neben Einzeltherapien auch Gruppentherapien

erfolgen. Seit 2019 werden

hier auch neuartige Therapieverfahren

bis hin zum sog. Exergaming (gezieltes

Computertraining zur Leistungssteigerung

der motorischen und kognitiven Fähigkeiten)

genutzt.

Im ambulanten Bereich werden von Montag

bis Donnerstag Sprechstunden in der

Parkinson-Spezialambulanz gehalten,

oberärztlich geleitet durch Prof. Dr. Lars

Tönges und Prof. Dr. Siegfried Muhlack,

der auch das klinische Forschungszentrum

leitet. Dort werden aktuelle Parkinson

Medikamentenstudien durchgeführt,

nicht zuletzt auch die neuen Parkinson-

Immuntherapien, aber auch Studien

zu Demenz (Prof. Muhlack) und M.

Huntington (Prof. Saft). Zudem besteht

eine Spezialambulanz für Neuromuskuläre

Erkrankungen und Ataxien (PD Dr.

Schneider-Gold).


Eine Übersicht über die gesamten Tätigkeiten

ist nachfolgend angegeben:

• Morbus Parkinson (Prof. Dr. L. Tönges,

Prof. Dr. Siegfried Muhlack,

Prof. Dr. Dirk Woitalla)

• Videogestützte Parkinson-Therapie

(Prof. Dr. Siegfried Muhlack, Prof.

Dr. L. Tönges)

• Bewegungsstörungen allgemein

(Prof. Dr. L. Tönges, Prof. Dr. Siegfried

Muhlack)

• Demenz, M. Alzheimer, Parkinson-Demenz

(Prof. Dr. Siegfried

Muhlack, Prof. Dr. Lars Tönges)

• Neuromuskuläre Erkrankungen ( P D

Dr. Christiane Schneider-Gold)

• Ataxien

(PD Dr. C. Schneider-Gold)

• Morbus Huntington

(Prof. Dr. Carsten Saft)

Die Experten des St. Josef-Hospital führen

regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen

für niedergelassene Kollegen

aus der Region durch, um über die neuesten

Entwicklungen zu informieren. Auch

für Angehörige bieten wir immer wieder

Fortbildungsveranstaltungen i.S. von Patientenrunden

an. Die nächsten Termine

können unter Tel. 0234-509-2703 erfragt

werden oder über die Homepage:

www.klinikum-bochum.de/fachbereiche/

neurologie/fachbereich.html

Kontaktdaten

Klinik für Neurologie

im St. Josef-Hospital,

Katholisches

Klinikum Bochum,

Universitätsklinikum der

Ruhr-Universität Bochum

Hochschulambulanz:

Tel. 0234 / 509-2420

Privatambulanz:

Tel. 0234 / 509-2411

(Sekretariat Prof. Dr. R. Gold)

E-Mail: neurologie@klinikum-bochum.de

Stationäre Aufnahme:

Tel. 0234 / 509-2420

(Petra Waßmann)

Klinisches

Forschungszentrum

für Neurodegeneration:

Tel. 0234 / 509-2703

• Studien zu Parkinson- und Demenz-

Erkrankungen

(Prof. Dr. Lars Tönges, Prof. Dr.

Siegfried Muhlack)

• Studien zur Huntington-Erkrankung

(Prof. Dr. C. Saft)

Weitere Informationen rund um die Neurologische

Klinik im St. Josef-Hospital

Bochum fi nden Sie im Internet unter:

www.klinikum-bochum.de/fachbereiche/

neurologie/fachbereich.html

Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

33


Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

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Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

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Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

Neue Wege in der Therapie von Morbus Parkinson

Die Praxis für Ergotherapie & Handrehabilitation von Herrn Nick Borgelt in Bochum

36

Was ist LSVT®-BIG?

Das Behandlungskonzept LSVT®-

BIG leitet sich von dem weltweit in

der Sprachtherapie bekannten Lee

Silverman Voice Treatment ab, das

speziell für die Behandlung sprechmotorischer

Einschränkungen bei

Morbus Parkinson entwickelt wurde.

Schwerpunkt von LSVT®-BIG

ist das systematische Üben von

großräumigen Ganzkörperbewegungen.

Die Behandlung zielt auf

eine dauerhafte Vergrößerung des

Bewegungsausmaßes ab und führt

damit zu einer signifi kanten Steigerung

der Lebensqualität. Durch das

LSVT®-BIG-Training werden die für

den Patienten besonders belastendenden

parkinsontypischen Symptome

wie die Bewegungsstarre

und die immer kleiner werdenden

Bewegungen deutlich reduziert.

Ablauf der Therapie

Das LSVT®-BIG-Training ist ein intensives

Trainingsprogramm, das

über einen Zeitraum von vier aufeinander

folgenden Wochen durchgeführt

wird. Die Therapie fi ndet an vier

Tagen in der Woche in Einzeltherapie

für eine Dauer von jeweils 60

Minuten statt. Zudem ist es wichtig,

dass der Patient im häuslichen Umfeld

zusätzlich täglich trainiert, damit

eine Automatisierung der großräumigen

Bewegungen erfolgreich in den

Alltag integriert werden kann.

Ziele der LSVT®-BIG Methode

In wissenschaftlichen Studien steigerte

LSVT®-BIG die Geschwindigkeit,

die Kraft und die Reichweite

von Bewegungen signifi kant. Das

Training ist auf eine Reduzierung

der Bewegungsverlangsamung

ausgerichtet und hat eine Verbesserung

der Alltagskompetenz zum

Ziel. Die Gehgeschwindigkeit nimmt

durch die Vergrößerung der Schrittlänge

zu; auch zielgerichtete Bewegungen

der Arme werden größer

und schneller. Die Anwendung

der erlernten Bewegungsabläufe

bei Alltagstätigkeiten wird von der

ersten Therapieeinheit an trainiert.

Durch eine frühzeitig im Krankheitsverlauf

einsetzende Behandlung

mit der LSVT®-BIG-Methode soll

das Fortschreiten der Bewegungseinschränkung

verzögert werden.

Lebensqualität und Selbständigkeit

sollen so lange wie möglich erhalten

bleiben.

Welche Patienten sind für

das LSVT®-BIG Programm

geeignet?

Nach bisherigem Erkenntnissstand

ist LSVT®-BIG besonders für Patienten

in einem frühen Krankheitsstadium

der Parkinsonkrankheit

geeignet. Bei Patienten mit tiefer

Hirnstimulation ist eine, in kürzeren

Abständen notwendige, Auffrischung

der Behandlung erforderlich. Das

LSVT®-BIG-Training wurde primär

für Patienten mit Morbus Parkinson

entwickelt, kann aber auch bei anderen

neurologischen Krankheitsbildern

wie Multiple Sklerose eingesetzt

werden.

Wird das LSVT®-BIG-

Training auch von der

Krankenkasse bezahlt?

Das LSVT®-BIG-Training darf ausschließlich

von LSVT Global zertifi -

zierten Ergotherapeuten und Physiotherapeuten

durchgeführt werden. In

der Physiotherapie wird das Training

aufgrund von anderen Heilmitteltaktungen

vielfach als Privatleistung

angeboten. Seit 2011 führt Herr Borgelt

in seiner Praxis in Bochum erfolgreich

das LSVT®-BIG-Training

im Rahmen der ergotherapeutischen

Behandlung durch. Ergotherapie ist

ein anerkanntes Heilmittel und wird

Ihnen bei Bedarf von Ihrem niedergelassenen

Neurologen verordnet.

Selbstverständlich wird das Training

auch von den privaten Krankenkassen

im Rahmen der Ergotherapie

bezahlt.


Die Wirksamkeit der LSVT®-

BIG Methode

In einer großen Vergleichsstudie

wurde die Wirksamkeit von LSVT®-

BIG bei 60 Patienten mit Morbus

Parkinson untersucht. Diese Studie

wurde unter Leitung von Privatdozent

Dr. Georg Ebersbach (Chefarzt

der Parkinson-Klinik in Beelitz-Heilstätten)

am Zentrum für ambulante

Rehabilitation in Berlin durchgeführt.

Im Vergleich zu einem Hausübungsprogramm

und Nordic Walking konnte

eine deutlich bessere Wirksamkeit

der LSVT®-BIG-Therapie nachgewiesen

werden. Die Ergebnisse der

Studie wurden in dem renommierten

internationalen Wissenschafts-

Journal „Movement Disorders“

veröffentlicht und in Fernseh- und

Rundfunksendungen vorgestellt.

Studienbeschreibung:

Ebersbach, G., Ebersbach, A., Edler, D., Kaufhold,

O., Kusch, M., Kupsch, A. and Wissel,

J. (2010). Comparing Exercise in Parkinson‘s

disease — the Berlin BIG Study. Movement

Disorders, 25: 1902–1908

Ein Behandlungsraum in der Praxis für Ergotherapie & Handrehabilitation von Herrn Nick Borgelt in Bochum

Gern möchte ich mich Ihnen vorstellen:

Als staatl. geprüfter Ergotherapeut

mit Aus- und Weiterbildungen

in der Handchirurgie und der Neurologie

bin ich spezialisiert auf die

Handrehabilitation und im neurologischen

Bereich auf Patienten mit

Morbus Parkinson. Ich arbeite seit

Mai 2011 als einer der ersten zertifi -

zierten Therapeuten in Deutschland

mit der LSVT®BIG-Methode. Durch

die Anwendung des neuen LSVT®-

BIG-Trainings ist es mir möglich

Parkinsonpatienten wissenschaftlich

fundiert und alltagsorientiert zu

behandeln. Ich freue mich Sie in

meiner Praxis begrüßen zu dürfen.

Nick Andre Borgelt

Bei Interesse an der neuen

LSVT®-BIG Therapie

wenden Sie sich bitte an die

Praxis für Ergotherapie &

Handrehabilitation

Herrn Nick Borgelt

in Bochum

Tel. 0234-90 20 473

Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

37


Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

38

Überregionale Angebote:

Parkinson-Zentrum MoveVest

(Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen und Paracelsus-Klinik Marl)

Die Klinikum Vest GmbH ist mit 462

Betten im Behandlungszentrum Knappschaftskrankenhaus

Recklinghausen

und 343 Betten im Behandlungszentrum

Paracelsus-Klinik Marl ein Klinikum der

Schwerpunktversorgung und akademisches

Lehrkrankenhaus der Ruhr-Universität

Bochum. Es ist der zentrale Baustein

des „proGesund“-Netzwerkes der

Knappschaft Bahn See sowie weiterer

Ärztenetze. Circa 1.900 Mitarbeiter versorgen

mehr als 28.000 stationäre und

76.000 ambulante Patienten und Patientinnen

in unseren Fachkliniken. Die Klinik

für Neurologie und Klinische Neurophysiologie

diagnostiziert und behandelt an

beiden Standorten Erkrankungen des

zentralen und peripheren Nervensystems

sowie Muskelerkrankungen, aber

auch psychische Störungen, die auf eine

neurologische Erkrankung zurückzuführen

sind.

Chefarzt Prof. Dr. med. Rüdiger Hilker-Roggendorf und Jennifer Salm, Arzt-Assistentin & Parkinson Nurse

der Klinik für Neurologie, Stroke Unit und Frührehabilitation, Parkinson-Zentrum, zusammen mit einem Patienten.

Was ist Morbus Parkinson?

Die Parkinson-Krankheit (auch Morbus

Parkinson genannt) ist die häufi gste

neurologische Bewegungsstörung. Sie

kommt vor allem bei älteren Menschen

vor, aber auch Patienten im jüngeren

und mittleren Lebensalter können betroffen

sein. Es handelt sich um eine

Krankheit des zentralen Nervensystems,

bei der vorwiegend eine wichtige Struktur

des Gehirns geschädigt ist, nämlich

die sogenannte Substantia nigra im Mittelhirn.

Diese besteht aus Nervenzellen,

die einen bestimmten Botenstoff bilden

– das Dopamin. Bei Patienten mit Morbus

Parkinson sind diese Nervenzellen

zumindest teilweise beschädigt, so dass

zu wenig Dopamin produziert wird. Die

Ursache dafür ist bisher ungeklärt. Neben

den typischen Störungen der Bewegungskontrolle

ist die Krankheit durch

eine Vielzahl anderer Beschwerden

im Bereich des vegetativen Nervensystems

und der Psyche gekennzeichnet.

Enorme Fortschritte der Therapie ermöglichen

heutzutage bei den meisten

Patienten eine weitgehend normale Lebenserwartung

und eine über viele Jahre

erhaltene Lebensqualität. Entscheidend

für den Therapieerfolg ist ein erfahrenes

Behandlungsteam, das die Bedürfnisse

der Patienten in den verschiedenen

Krankheitsstadien kennt und entsprechend

behandeln kann.

Welche Symptome treten beim

Morbus Parkinson typischerweise

auf?

Im Vordergrund stehen bei der Mehrzahl

der Erkrankten eine Bewegungsarmut

und eine Steifi gkeit der Bewegungen.

Beim Gehen schwingen die Arme weniger

oder gar nicht mit und die Schritte

sind klein. Beim Wenden werden mehr

Schritte gemacht als gewöhnlich. Im

Verlauf der Erkrankung fi ndet sich häufi

g eine Gang- und Standinstabilität, die

zu Stürzen führen kann. Die Schrift wird

oft kleiner und die Mimik vermindert sich.

Auch die Sprechmuskulatur kann betroffen

sein, so dass eine undeutliche und

monotone Sprechweise mit leiser Stimme

entsteht. Der Speichelfl uss kann vermehrt

und das Schlucken erschwert sein.

Häufi g ist auch ein Zittern (Tremor), das

typischerweise in Ruhe auftritt und mit

Beginn einer Bewegung abnimmt. Meist

sind die Hände (oft zunächst einseitig),

seltener die Beine davon betroffen. Eine

Neigung zu vermehrtem Schwitzen kann

auftreten. Im Verlauf der Erkrankung

kommt es zu einer allgemeinen Verlangsamung,

die sowohl im Bewegen als

auch im Denken erkennbar ist. Es kann

zu einer depressiven Verstimmtheit oder

einer Antriebsarmut kommen. Phasenweise

können Fehlwahrnehmungen, z.

B. optische Halluzinationen auftreten.

Manchmal entwickelt sich im späten Verlauf

der Erkrankung eine Demenz.

Wie wird Parkinson

diagnostiziert?

Entscheidend für die Diagnosestellung

sind ein ausführliches ärztliches

Gespräch und eine körperliche Untersuchung

durch einen erfahrenen Neurologen.

Dabei werden alle krankheitsrelevanten

Symptome erkannt und dokumentiert.

Zusätzliche Informationen

kann die Hirnszintigraphie liefern, eine

nuklearmedizinische Untersuchung,

bei der Dopamin-bildende Zellen im

Gehirn dargestellt werden können (Dopamintransporter-SPECT,

DaT-Scan).


Auch eine Kernspintomographie (MRT)

Welches System zum Einsatz kommt,

störungen können durch logopädische

des Gehirns ist bei vielen Patienten

sinnvoll. Zur sicheren Unterscheidung

verschiedener Tremorformen kann eine

elektrophysiologische Untersuchung

(Tremoranalyse) nützlich sein. Daneben

können die Reaktion des Patienten auf

die Testgabe eines Parkinsonmedikamentes

(L-Dopa-Test) sowie eine Testung

der Riechfunktion zur Diagnosestellung

beitragen.

Wie behandelt man Morbus

Parkinson?

Bis heute gibt es leider noch keine Therapie,

die zur Heilung einer Parkinsonerkrankung

führt. Allerdings können die

Symptome der Krankheit heute über viele

Jahre gut kontrolliert werden.

Medikamente

muss bei jedem Patienten im Einzelfall

entschieden werden. Die Einstellung auf

eine Medikamentenpumpe muss stationär

vorgenommen werden. Die Nachsorge

wird durch Fachärzte sowie speziell

qualifi ziertes Pfl egepersonal (Parkinson-

Schwestern) sicher gestellt.

Tiefe Hirnstimulation

Bei medikamentös nicht mehr ausreichend

zu behandelnden Patienten kann

heute eine operative Therapie erwogen

werden, bei der stimulierbare Elektroden

in das Gehirn implantiert werden

(sogenannte Tiefe Hirnstimulation). Die

Tiefe Hirnstimulation (THS), auch „Hirnschrittmacher“

genannt, hat in den letzten

Jahren zu großen therapeutischen

Fortschritten bei der Behandlung der

schweren Parkinson-Krankheit geführt.

Therapie hilfreiche Techniken eingeübt

werden. Bei Einschränkungen der kognitiven

Fähigkeiten ist eine neuropsychologische

Therapie empfehlenswert.

Diese wichtigen, nicht-medikamentösen

Verfahren werden als aktivierende Therapien

bezeichnet und oft im Rahmen

einer sogenannten Komplexbehandlung

der Parkinson-Krankheit eingesetzt.

Das Parkinson-Zentrum

MoveVest: Ihr kompetenter

Behandlungspartner vor Ort

Im Parkinsonzentrum MoveVest an der

Paracelsus-Klinik Marl steht ein multiprofessionelles

Team aus erfahrenen

Ärzten, Therapeuten und Pfl egekräften

bereit, um Patienten ambulant oder sta-

Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

Im Mittelpunkt jedes individuell auf den

Besonders geeignet sind Patienten mit

tionär kompetent zu betreuen. Neben

Betroffenen abgestimmten Behand-

erheblichen Wirkschwankungen der Ta-

einer sicheren Diagnostik bieten wir ein

lungsplans steht die Gabe von Medika-

bletten, ausgeprägten unkontrollierbaren

umfassendes Behandlungsspektrum an:

menten, die das gestörte Gleichgewicht

Überbewegungen durch die Medikati-

von Botenstoffen im Gehirn beeinfl us-

on sowie schwerem Zittern (Tremor),

• Ambulante und stationäre

sen. Insbesondere soll die Konzentration

welches durch Tabletten allein nicht

Behandlung

des Dopamins erhöht werden. Dieses

unter Kontrolle zu bringen ist. Bei der

• Sichere Parkinson-Diagnostik mit

geschieht in der Regel in Form einer

THS werden operativ dünne Elektroden

modernsten Verfahren

Tabletteneinnahme, die bei manchen

durch die Schädeldecke in eine oder

(u.a. DaT-Scan)

Patienten mehrmals täglich nach einem

• Parkinson-Komplexbehandlung

festen Zeitplan erfolgen muss.

beide Gehirnhälften eingeführt und dort

• Medikamentenpumpen

dauerhaft implantiert. Die Elektroden

(Apomorphin, Duodopa)

Medikamentenpumpen

werden über ein unter der Haut verlegtes

• Tiefe Hirnstimulation

Unter bestimmten Umständen können

Kabel an einen Impulsgenerator ange-

• Botulinumtoxin-Injektionen

die Medikamente auch über Pumpensy-

schlossen, der wie zumeist wie ein Herz-

steme in den Darm oder unter die Haut

schrittmacher unter dem Schlüsselbein

Die Parkinson-Therapie in unserem Zen-

verabreicht werden. Bei Patienten mit

eingesetzt wird. Der Arzt kann die Ein-

trum hat das Ziel, die Lebensqualität der

starken Wirkschwankungen der Tablet-

stellung des Schrittmachers von außen

Patienten akut zu verbessern und lang-

ten kann eine gleichmäßigere Beweg-

durch die Haut steuern und bei jedem

fristig zu erhalten. Dafür hält unser er-

lichkeit durch außen am Körper getra-

Patienten individuell einstellen. Viele

fahrenes Team aus Ärzten, Therapeuten

gene Medikamentenpumpen erzielt wer-

wissenschaftliche Studien belegen mitt-

und Pfl egern neben der medizinischen

den. Die Pumpensysteme unterscheiden

lerweile den erheblichen Zugewinn an

Behandlung eine Vielzahl aktivierender

sich je nach verwendetem Wirkstoff in

Symptom-kontrolle und Lebensqualität

Therapien (Übungsbehandlungen) be-

Pumpengröße und Verabreichungsort:

bei vielen operierten Patienten.

reit:

• Apomorphin-Pumpe: Hierbei wird

Aktivierende Therapien

• Physiotherapie in

der Dopaminagonist Apomorphin

Neben der medikamentösen Therapie

Einzelsitzungen und

über eine täglich neu anzulegende

sind physiotherapeutische Maßnahmen,

Gruppentherapie

Hautnadel verabreicht.

Bewegungsübungen oder sportliche Ak-

• LSVT-BIG® als spezielles Übungs-

tivitäten wie z.B. Nordic Walking sehr

programm zum Training des Bewe-

• Duodopa-Pumpe®:

wirksam. Sie helfen, die Muskelsteifi g-

gungsumfangs

Hierbei wird das Medikament L-

keit zu reduzieren und die Beweglichkeit

• Anti-Freezing Training

Dopa kontinuierlich über eine Dünn-

zu fördern. Die Ergotherapie hat zum

• Tai Chi Chuan

darmsonde gegeben, welche dauer-

Ziel, die Anforderungen des Alltags so

• LSVT® zur Erhöhung der Sprech-

haft durch die Bauchdecke implan-

lang wie möglich ohne fremde Hilfe zu

lautstärke

tiert wird.

bewältigen. Bei Sprech- und Schluck-

39


Gesundheit - Sonderteil: Parkinson

• Schlucktherapie

• Ergotherapie zur Bewältigung von

Alltagsproblemen und zur Hilfsmittelversorgung

• Neuropsychologische Therapie bei

Aufmerksamkeits- und

Gedächtnisstörungen sowie zur

Hilfestellung bei der Krankheitsverarbeitung

• Entspannungsübungen

Die multimodale Komplexbehandlung

der Parkinson-Krankheit ermöglicht

eine umfassende und individuell für jeden

Patienten angepasste Therapie.

Sie kombiniert die medizinischen und

aktivierenden Therapieansätze zu einer

intensiven, ganzheitlichen Behandlung

durch ein speziell geschultes Team.

Die stationäre Behandlungsdauer beträgt

dabei mindestens 14 Tage. Die

Therapiebereiche kommen in individuell

unterschiedlichen Kombinationen von

mindestens 7,5 Stunden pro Woche zum

Einsatz, davon 5 Stunden in Einzeltherapie.

Das Behandlungsteam steht unter

fachärztlicher neurologischer Leitung.

Die Krankenkassen übernehmen die

Kosten für eine Komplexbehandlung der

Parkinson-Krankheit jeweils einmal im

Kalenderjahr.

Parkinson-Fachschwester

• Physiotherapie

• Ergotherapie

• Sporttherapie

• Logopädie

• Neuropsychologie

Weitere Informationen stehen Ihnen

auch auf unserer Homepage im Internet

unter www.klinikum-vest.de zur Verfügung.

Prof. R. Hilker-Roggendorf

Unter folgenden Kontaktdaten

sind wir jederzeit für Sie zu

erreichen:

Klinik für Neurologie und

Klinische Neurophysiologie

Klinikum Vest GmbH

Knappschaftskrankenhaus

Recklinghausen,

Dorstener Straße 151,

45657 Recklinghausen

Ambulante Behandlung

Privatambulanz

Prof. R. Hilker-Roggendorf

Spezialsprechstunden zu Parkinson-

Syndromen, Bewegungsstörungen, Tremor,

Dystonien, Tiefe Hirnstimulation,

Botulinumtoxin-Therapie.

Terminvereinbarung:

Frau Angelika Wruss

Tel. 02361/ 56-3701

Fax: 02361/56-3779

E-Mail:

angelika.wruss@klinikum-vest.de

Ambulanz für

Bewegungsstörungen

(Ermächtigungsambulanz)

Die Ambulanz für Bewegungsstörungen

wird von Chefarzt Dr. R. Hilker-Roggendorf

geführt. Die Ambulanz deckt

das gesamte Spektrum der neurologischen

Bewegungsstörungen i n -

klusive der Parkinson-Krankheit ab. Vorstellungen

sind nach fachärztlich-neurologischer

Überweisung möglich.

Im Parkinson-Zentrum MoveVest beteiligen

sich folgende Therapiebereiche an

der Komplexbehandlung:

• Fachärzte für Neurologie mit langjähriger

Erfahrung im Parkinson-

Bereich

• Speziell ausgebildete Pfl egekräfte,

Paracelsus-Klinik Marl,

Lipper Weg 11,

45770 Marl

Stationäre Aufnahme:

Tel.: 02361/56-3701

Fax: 02361 56-3799

E-Mail: neurologie@klinikum-vest.de

Terminvereinbarung:

Frau Angelika Wruss

Tel. 02361/56-3701

Fax: 02361/ 56-3799

E-Mail:

angelika.wruss@klinikum-vest.de

40


Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

.

Die dPV in Zahlen

Die Deutsche Parkinson Vereinigung

Bundesverband e.V. ist eine Selbsthilfe

Vereinigung, die 1981 von Menschen

gegründet wurde, die selbst von der

Parkinson‘schen Krankheit betroffen waren.

Heute zählen wir rund 23 000 Mitglieder

und gut 450 Regionalgruppen und Kontaktstellen.

Wir verstehen uns als Zusammenschluß

von Personen, die sich als Betroffene,

Partner, Angehörige, Arbeitskollegen und

Personen aus den Heilberufen mit Morbus

Parkinson auseinandersetzen.

Ziele und Arbeit der dPV

Das Ziel der dPV ist, die Lebensumstände

von Parkinson-Patienten und deren

Partnern zu verbessern. Ein wesentliches

Anliegen ist es, die Patienten mit Informationen

zu versorgen und ihr Selbstbewußtsein

so zu stärken, daß sie die

therapeutischen Bemühungen der Ärzte

in kritischer Partnerschaft anerkennen

und befolgen.

Aus der Erfahrung wissen wir, wie groß

die Gefahr ist, daß die Patienten sich nur

noch aus der Krankheit heraus definieren

- besonders dann, wenn die Beweglichkeit

abnimmt. Wir unterstützen alle

Aktivitäten, bei denen die kreativen Seiten

der Patienten angesprochen werden.

Unsere Arbeit erstreckt sich

auf die folgenden Bereiche:

• Parkinson-Forschung: Wir fördern

vor allem patientennahe Projekte,

bei denen die Aussicht besteht, daß

die derzeit lebende Patientengeneration

noch davon profitiert. Da

die Forschungsförderung auch den

Regelungen der Europäischen Union

unterliegt, setzt sich die dPV mit

Nachdruck für die Zusammenarbeit

der nationalen Parkinsongesellschaften

Europas ein.

• Erprobung von Arzneimitteln: Die

Stellung des Patienten in der Beziehung

zwischen Arzt und Industrie

muß verbessert werden. Seit

Anfang 1998 arbeiten erstmals zwei

dPV-Vertreter in einer Ethikkomission

mit. Das ist eine der Institutionen,

die über Forschungsaufträge und

klinische Prüfungen mitentscheidet.

• Öffentlichkeitsarbeit: Wir möchten

das Bild der Patienten in der Öffentlichkeit

verbessern. Hierzu dienen in

erster Linie Aktionen, die von einzelnen

Regionalgruppen für die breite

Öffentlichkeit veranstaltet werden.

Seit 1997 gibt es den Parkinson-Tag

als bundesweite Aktion. Er findet

alle zwei Jahre (wenn möglich am

11. April) statt.

• Psychologische Stärkung der Patienten:

Parkinson-Patienten haben

es im Umgang mit Ärzten, Behörden

und anderen Institutionen besonders

schwer. Sie fürchten sich vor allem

vor Streß-Situationen, in denen sich

ihre Symptome deutlich verstärken

können. Darauf kann man sie vorbereiten,

indem solche Situationen mit

Psychologen systematisch geübt

werden. Hier helfen aber auch die

geschulten Regionalleiter der dPV.

Kontakt

Bundesverband:

Deutsche Parkinson

Vereinigung e.V.

Moselstrasse 31| 41464 Neuss

Tel. (0 21 31) 74 02 70

Fax. (0 21 31) 4 54 45

Internet:

www.parkinson-vereinigung.de

Die Leistung der dPV

• Aufklärung der Öffentlichkeit,

involvierter Interessengruppen,

wie etwa Krankenkassen, Behörden

und Verbände und politische

Lobby-Arbeit.

• Beratung für Erkrankte und

deren Angehöriger vor allem in

der kritischen Anfangsphase,

Bereitstellung von Informationsmaterial

und Hilfsmitteln.

• Psychologische Stärkung der

Patienten durch intensive

Gespräche.

• Praktische Hilfe duch erfahrene

Mitglieder, z.B. bei Problemen

mit Ämtern und mit Ärzten vor

Ort.

• Ansprache unterschiedlicher

Zielgruppen durch „dPV-Nachrichten“,

„dPV - intern“ und „dPV

Journal“.

• Hilfestellung in sozialen -

rechtlichen Fragen.

• Spezielle, auf die Erkrankung

zugeschnittene Physiotherapie.

• Adressen von Ärzten oder

spezialisierten Krankenhäusern

und Reha-Kliniken.

• Entsendung von dPV-

Vertretern als Patientenvertreter

in den Gemeinsamen

Bundesausschuss.

• Entsendung von dPV-Vertretern

in die Ethik-Kommission.

Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

41


Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

Die dPV - Regionalgruppe Bochum

Ziele unserer Arbeit

Wir wollen helfen, die Lebensumstände

von Parkinson-Erkrankten und deren Angehörigen

zu verbessern.

Ein wesentliches Anliegen ist es, die Erkrankten

mit Informationen zu versorgen

und ihr Selbstbewusstsein so zu stärken,

dass sie die therapeutischen Bemühungen

der Ärzte in kritischer Partnerschaft

begleiten können.

Aus der Erfahrung wissen wir, wie groß

die Gefahr ist, dass die Erkrankten sich

nur noch aus ihrer Krankheit heraus defi

nieren, besonders dann, wenn die Beweglichkeit

abnimmt.

Schwerpunkte unserer

Arbeit

Eine herausragende Bedeutung bei der

Bewältigung der Probleme, die sich aus

der Parkinsonkrankheit ergeben, kommt

dem Erfahrungsaustausch mit anderen

Erkrankten zu.

Deshalb ist dies einer der Schwerpunkte

der Deutschen Parkinson Vereinigung,

Regionalgruppe Bochum.

Geholfen wird bei Rentenfragen, bei Fragen

zum Grad der Behinderung (Versorgungsamt),

bei Fragen zur Pfl ege und

dem Medizinischen Dienst, aber auch

bei Fragen zu den Krankenkassen sowie

zu Heilverfahren.

Fachleute aus den verschiedenen Bereichen

werden regelmäßig zu den Gruppennachmittagen

und zu Patientenseminaren

eingeladen.

Die Parkinson-Regionalgruppe Bochum

ist offen für alle an der Krankheit Interessierten.

Schauen Sie einfach mal herein.

Reha Sport

Die neuen S3 Behandlungsleitlinien

betonen die besondere Bedeutung der

sportlichen Bewegung für den an Parkinson

Erkrankten. Die Parkinsonselbsthilfegruppe

Bochum freut sich daher sehr,

dass es ihr gelungen ist, endlich wieder

Gymnastik anzubieten.

In Kooperation mit der physio-therapeutischen

Praxis Roland Gärtner (Wasserstr.

31, 44803 Bochum) können Sie ab sofort

an jedem Dienstagmorgen an einer

Parkinson-Gymnastik teilnehmen.

Voraussetzung: Sie sind Mitglied in der

Deutschen Parkinson Vereinigung e.V.

und damit auch unfallversichert. Ihr Arzt

verordnet Ihnen per Formular 56 unseren

Reha Sport, Ihre Krankenkasse genehmigt

Ihnen den Reha Sport.

Mit dieser Verordnung sollten Sie innerhalb

von 36 Monaten 120 Trainingseinheiten

abtrainiert haben.

Übrigens, die Praxis ist leicht mit Bus und

Bahn zu erreichen, Parkplätze befi nden

sich hinter dem Haus der Praxis oder gegenüber

auf dem Netto-Parkplatz.

Gruppentreffen

Die Parkinsonregionalgruppe Bchum

trifft sich an jedem 1. Montag im Monat

im „ Haus der Begegnung“, Alsenstraße

19, 44789 Bochum.

Das Gruppentreffen beginnt immer um

14:30 Uhr

Kontakt / Fragen ?

Rufen Sie mich bitte an:

Magdalene Kaminski,

Leiterin der

Parkinsonselbsthilfegruppe Bochum

Telefon: 0234 36 00 146

www.parkinson-bochum.de

Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

- Regionalgruppe Bochum -

Warum Mitglied werden?

Erfahrungsaustausch mit anderen Erkrankten

Hilfe bei:

Rentenfragen, Fragen zum Grad der Behinderung (Versorgungsamt),

Fragen zur Pflege und dem Medizinischen Dienst,

Fragen zu den Krankenkassen sowie zu Heilverfahren

und vieles mehr ...

Wir sind offen für alle an der Krankheit Interessierten.

Schauen Sie einfach mal herein.

42

Kontakt:

Magdalene Kaminski, Leiterin der Parkinsonselbsthilfegruppe Bochum, Tel.: 0234 / 36 00 146, www.parkinson-bochum.de


Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

43


Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

Bochum

44


Spenden und Mitgliedschaft

WUSSTEN SIE?

Deutschland ist Spendenweltmeister mit

5 Mrd. € im Jahr 2013.

ABER...

leider werden bei diesen Spenden sehr

häufig ältere Menschen vergessen, die

sich nicht selbst helfen können.

Besonders schwer trifft es jene Menschen,

die eine schwere Krankheit haben

wie Parkinson.

Die 3 größten Probleme im Alltag:

1. Massive Bewegungseinschränkungen

durch Muskel-und Nervenschäden, wodurch

ein Leben alleine häufig unmöglich

ist.

2. Aufgabe und Überforderung der Lebenspartner,

die den körperlichen und

geistigen Anforderungen häufig nicht gewachsen

und mit der Betreuung komplett

überfordert sind.

Psychologische Stärkung der

Patienten

Parkinson-Patienten haben es im Umgang

mit Ärzten und Institutionen besonders

schwer, da Stress-Situationen ihre

Symptome deutlich verstärken können.

Die geschulten Regionalleiter der dPV

bereiten Betroffene daher intensiv auf

diese Situationen vor und tragen entscheidend

zur Verbesserung bei.

Parkinson-Forschung

Die dPV fördert vor allem patientennahe

Projekte, bei denen die Aussicht besteht,

dass die derzeitige Parkinson Generation

noch davon profitiert. Da die Forschungsförderung

auch den Regelungen

der Europäischen Union unterliegt, setzt

sich die dPV mit Nachdruck für die Zusammenarbeit

der nationalen Parkinson

Gesellschaft in Europa ein.

Wollen Sie diese Arbeit

unterstützen ?

Dann haben Sie folgende Spendenmöglichkeiten:

Spendentelefon

0800 – 51 77 277

Jahres-Mitgliedschaft

Volle Jahresmitgliedschaft

1 Jahr 55€ /Jahr

Schnupper-Mitgliedschaft

Kostenlose Schnupper-Mitgliedschaft

für 6 Monate.

Keine Kontodaten, keine Bindung

und keine Kündigung nach Ablauf der

Frist nötig.

Weitere Informationen:

www.parkinson-lebenshilfe.de

Die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V.

3. Und ganz entscheidend: Gravierende

finanzielle Aufwendungen für eine

Vielzahl teurer Medikamente und dem

enormen Therapiebedarf mit Logopädie,

Krankengymnastik und vielen weiteren,

die als wichtigste Mittel gegen das

schnelle Fortschreiten der Bewegungseinschränkungen

wirken. Leider gilt heute

noch: „Wer arm ist, muss zittern“.

Bankverbindung

DE34 3016 0213 0555 5555 55 (Volksbank

Neuss/Düsseldorf)

Inhaber: dPV

oder unterstützen Sie uns als

Fördermitglied.

Vielen Dank!

Die dPV hilft!

• Mit über 450 aktiven

Regionalgruppen

• Seit über 30 Jahren

• Hilfe im Jetzt und Heute, anstatt

nur Forschung

• Schulung von Apothekern,

Ärzten und anderen Kontaktgruppen

Zudem setzt die dPV sich ein für:

Öffentlichkeitsarbeit

Aufklärung ist die entscheidende Komponente,

um das Thema Parkinson in

die Öffentlichkeit zu tragen und etwas zu

bewegen. Daher gibt es, neben diversen

Veranstaltungen regionaler Gruppen,

seit 1997 auch den Parkinson-Tag als

bundesweite Aktion.

Mitgliedschaft

Alle Vorteile der Mitgliedschaft:

Individuelle Beratung und Betreuung bei

einer der 450 Regionalstellen vor Ort

• Aktuelle Informationen zu

Behandlungsmöglichkeiten

• Neues aus Forschung und Lehre

• Teilnahme an medizinische

Studien

• Juristische Beratung in

sozialrechtlichen Fragen

• Angebote zur gemeinschaftlichen

Gymnastik

• Patientenschulungen

• Psychologische Hilfestellung

• Regelmäßige Informationen zu

den Themen Parkinson, MSA,

PSP und Tip

• Eigene Mitgliederzeitschrift

• Einladung zu Ausflügen und

kulturellen Unternehmungen

45


Senioren

Angebote für Senioren in Bochum

Beratung und Information

Seniorenbüros

Viele der Seniorinnen und Senioren genießen

die Zeit im höheren Alter und führen

ein ausgefülltes und weitest gehend

selbstbestimmtes Leben. Den Bürgerinnen

und Bürgern, denen dies nicht allein

gelingt, steht in Bochum ein großes Netzwerk

an Institutionen und Angeboten zur

Verfügung.

Zusätzlich hat sich die Stadt Bochum

durch die Ein richtung von sechs Seniorenbüros

im Jahr 2014 als dezentrale Anlaufstellen

für ältere Menschen den Herausforderungen

des demographischen

Wandels gestellt. So fi nden sich hier

zahlreiche Angebote für Seniorinnen und

Senioren, sei es im Rahmen eines Hilfebedarfs

oder um sich aktiv einzubringen.

Zielgruppe der Seniorenbüros sind alle

älteren Bürgerinnen und Bürger des jeweiligen

Stadtbezirkes. Es sollen dabei

sowohl Menschen mit Beratungs- oder

Hilfebedarf unterstützt als auch Menschen

motiviert und begleitet werden, die

sich selbst engagieren möchten.

Für die Erstberatung werden keine Unterlagen

benötigt.

Welche Schwerpunkte sind Grundlage

der Seniorenbüros?

• Ermunterung zu Bürgerschaftlichem

Engagement (aktiv im Stadtteil eigene

Ideen umsetzen),

• Freiwilligenarbeit / Ehrenamt,

Glückskäfer

• Vernetzung im Stadtteil (zusammen

mit anderen Dienstleistern eine

wohnortnahe Versorgung ermöglichen)

• Informationen und Orientierung bei

Fragen rund um das Älter werden

(wohnortnahe Beratung zu Pfl ege,

Versorgung und Wohnen gewährleisten)

• Einzelfallhilfe (möglichst lange

selbstständig im gewohnten Umfeld

leben können)

• Vielfältigkeit (Menschen unterschiedlicher

Generationen, Nationalitäten,

Lebensformen und Religionen

unterstützen)

• Allgemeine Projekte: Stadtteilspaziergänge,

Repaircafés und andere

gemeinsame Aktivitäten, Durchführung

von Veranstaltungen (z.

B. auch Beratungen des Kommissariats

„Kriminalprävention/Opferschutz“

des Polizeipräsidiums Bochum

(Seniorensicherheitsberater)

• Telefonischer Besuchsdienst

Internet:

www.Seniorenbuero-bochum.de

Seniorentelefon

Als zentrales Beratungsangebot wurde

bereits 1990 das „Seniorentelefon“ eingerichtet.

Damit wird alten Menschen

und deren Angehörigen sowie Anbietern

im Bereich der Altenhilfe die Möglichkeit

eröffnet, auf telefonischem Wege Informationen

sowie Beratungen zu erhalten.

Nach vorheriger Terminabsprache

können auch persönliche Beratungen

vereinbart werden. Das „Seniorentelefon“

steht im permanenten Kontakt mit

dem Fachdienst Altenhilfe, der Nachbarschaftshilfe

sowie der Vermittlungsstelle

für altengerechte Wohnungen.

Es besteht auch die Möglichkeit der Kontaktaufnahme

mit dem Seniorentelefon

per E-Mail.

Die zentrale Rufnummer

für das Seniorentelefon lautet:

0234 / 9 10 28 44

Ansprechpartnerin:

Frau von Werne

3. Etage, Zimmer 3014

Telefon: 0234 / 2844

E-Mail: Nvonwerne@bochum.de

46


Wohnstift Haus Lauenstein

– Betreut wohnen bei bester Pflege –

Das Haus Lauenstein in Bochum, eine

Einrichtung der gemeinnützigen Senioren-Wohnheim

Brühl gGmbH, ist eine

besonders qualifi zierte Form des betreuten

Wohnens bzw. eine spezifi sche Form

ambulant-pfl egerische Dienste.

Unser Wohnstift orientiert sich im Dienstleistungsangebot

an den ganz persönlichen

Bedürfnissen, Anforderungen und

Wünschen unserer Bewohnerinnen und

Bewohner. Das Maß an Komfort bestimmt

jeder selbst.

die eigenverantwortliche Lebensgestaltung

im Alter. Um dies zu

gewährleisten, bietet unser Haus

ein umfassendes Wohn-, Betreuungs-

und Pfl egeangebot.

Ein besonderer Service unseres

Hauses ist der hauseigene ambulante

Pfl egedienst. Dieser steht

allen, die vorübergehend oder

dauerhaft krank und pfl egebedürftig

geworden sind mit fachgerechter,

individueller Betreuung

rund um die Uhr in der eigenen

Wohnung zur Verfügung.

Senioren

Unser umfangreiches Angebot

reicht von der täglichen Medikamentengabe

über Hilfen wie das

Anziehen von Kompressionsstrümpfen,

Hilfe beim Waschen

und Ankleiden, bis hin zur kompletten

pfl egerischen Versorgung.

Ansprechpartner für Ihre Wunschwohnung

Jörg Sauerstein

0234/9119-0

Die großzügig und individuell geschnittenen

Wohnungen können selbstverständlich

mit eigenen Möbeln gemütlich eingerichtet

werden

Ambulante Pflege

Das moderne, vielseitige Pfl egekonzept

des Hauses Lauenstein ermöglicht allen

unseren Bewohnerinnen und Bewohnern

das eigenständige Wohnen und

Lage

Das Haus Lauenstein befi ndet

sich zentral und doch ruhig gelegen

im Herzen von Bochum.

Durch die einzigartige Lage in der Bochumer

Innenstadt, direkt an der Fußgängerzone,

können alle Einkäufe bequem

in der Nachbarschaft erledigt werden.

Ebenfalls gleich nebenan lädt der

Bochumer Stadtpark mit seiner reizvoll

gestalteten Grünanlage, den Teichen

und attraktiven Sehenswürdigkeiten zum

Spazieren und Verweilen ein.

Wohnstift Haus Lauenstein

Gerberstr. 3-7

44787 Bochum

Telefon 0234-91190

Telefax 0234-9119200

E-Mail : kontakt@hl-bochum.de

www.wohnstift-haus-lauenstein.de

– Betreut wohnen bei bester Pflege –

Wir bieten Ihnen:

• eine zentrale und trotzdem

ruhige Lage mitten im Herzen

von Bochum

• selbstständiges Wohnen bei

gesicherter Pfl ege

• großzügig, individuell geschnittene

1- bis 3-Zimmerwohnungen

mit Balkon und vorhandener

Küche

• ein reichhaltiges Frühstücksbuffet

und leckeren Wahl-Menüs

vom hauseigenen Küchenteam

• eine von 7:00 Uhr bis 21:00 Uhr

besetzte Rezeption, 24 Stunden

Pfl egefachkräfte vor Ort im

Haus, einen sehr abwechslungsreichen

Veranstaltungskalender

mit schönen jahreszeitlichen

Festen und vielen interessanten

Kursangeboten

Wohnstift Haus Lauenstein | Gerberstr. 3-7 | 44787 Bochum

E-Mail : kontakt@hl-bochum.de | www.wohnstift-haus-lauenstein.de

Wir beraten Sie gern:

0234 – 9119-0

47


Senioren

Hausnotruf

Der Hausnotruf bietet Menschen durch

ein Zusatzgerät zum Telefonapparat die

Möglichkeit von jedem Punkt der Wohnung

aus Hilfe zu rufen. Mit dem Hausnotruf

erreichen Sie rund um die Uhr Betreuer

in einer Zentrale, die Ihnen schnell

und gezielt weiterhelfen können.

Anbieter:

Arbeiter-Samariter-Bund

Wohlfahrtstraße 125,

Telefon: 0234 / 9 77 30-9

Deutsches Rotes Kreuz

An der Holtbrügge 8,

Telefon: 0234 / 4 59 82 35

Firma Sanicar

Querenburger Straße 19 - 23,

Telefon: 0234 / 1 92 18

Johanniter Unfall Hilfe e.V.

Geschäftsstelle Bochum

Max-Greve-Straße 40,

Telefon: 0234 / 89 37 21 17

E-Mail: info@juh-ruhr-lippe.de

Malteser-Hilfsdienst

Humboldtstraße 44,

Telefon: 0234 / 96 47 50

Freizeitangebote für

Senioren in Bochum

Seniorensport

In der Bochumer Sportszene bilden unsere

Senio rinnen und Senioren sowohl

in den Binnenstrukturen unserer Vereine

als auch in dem so wichtigen Aktionsfeld

der Ehrenamtlichkeit in Vereinen und

Verbänden eine der tragenden Säulen.

Interessierte können sich auf der Internetseite

www.sport-in-bochum.de des

Stadtsportbundes Bochum e. V. nach

den Seniorensportangeboten der Bochumer

Sportvereine erkundigen.

Seniorencafés in Bochum

Dahlhausen

Rosalie-Adler-Zentrum

(Arbeiterwohlfahrt)

Dr.-C.-Otto-Str. 168, 44897 Bochum

Telefon: 0234 / 9 41 87-0

Grumme

Altenzentrum Kaiseraue

(Caritasverband)

Josephinenstr. 31, 44807 Bochum

Telefon: 0234 / 50 16 46

Hiltrop

Jochen-Klepper-Haus (Innere Mission)

Bergener Str. 235, 44805 Bochum

Telefon: 0234 / 89 11 10

Innenstadt

Katharina-von-Bora-Haus

(Innere Mission)

Klinikstr. 26, 44787 Bochum

Telefon: 0234 / 95 02 60

Langendreer

Familienbildungswerk des

Deutschen Roten Kreuzes (DRK)

Hauptstr. 312,

44892 Bochum

Telefon: 0234 / 9 27 00 37

Seniorenzentrum

Bochum-Werne

(Arbeiterwohlfahrt)

Auf der Kiekbast 12 - 14,

44894 Bochum

Telefon: 0234 / 26 71

Wattenscheid

Begegnungsstätte

„Am Luftschacht“

(Stadt Bochum)

Vogelstr. 29, 44869 Bochum

Marienhospital (Stadt Bochum)

Parkstr. 15, 44866 Bochum

Telefon: 02327 / 8 07-1

Weitmar

DRK-Beratungsstelle

für ältere Menschen und

deren Angehörige (DRK)

An der Holtbrügge 8,

44795 Bochum

Telefon: 0234 / 94 45-1 45

Heinrich-König-Zentrum

(Arbeiterwohlfahrt)

Wabenweg 14 - 16, 44795 Bochum

Telefon: 0234 / 9 46 89-0

Wiemelhausen

Altenzentrum Glücksburger Straße

(Caritasverband)

Glücksburger Str. 14,

44799 Bochum

Telefon: 0234 / 7 30 04

StadtTeilLaden Grumme

Der StadtTeilLaden Grumme ist ein Projekt

im Bochumer Norden, dessen Ziel

die Verbesserung der sozialen Lebensqualität

sowohl älterer als auch jüngerer

Menschen ist. Das integrierte Stadtteilcafé

bietet Möglichkeiten der Begegnung,

des Kontaktes, des Aufenthaltes sowie

Hilfen der Information und Beratung für

Jeden. Ein zusätzliches Angebot ist das

unterstützende Wohnen zu Hause. Hierbei

wird die Vermittlung von ehrenamtlichen

und professionellen Hilfen angeboten.

Ebenso gibt es die Möglichkeit an

Englisch-, Computer- und Internetkursen

für Seniorinnen und Senioren teilzunehmen.

Nähere Informationen über:

StadtTeilLaden Grumme

Ennepestraße 1, 44807 Bochum

Telefon: 0234/591214

E-Mail: info@stadtteilweb.de

www.stadtteilweb.de

Die gedruckte Version des kompletten

Bochumer „Sport- und Vereinsverzeichnisses“

ist zudem kostenlos in der

Geschäftsstelle des Stadtsportbundes

(Westring 32, 44787 Bochum, Telefon:

0234/96139-0, E-Mail: info@sport-inbochum.de)

erhältlich.

48

Darüber hinaus bietet die Außenstelle

Bochum des Bildungswerkes des Landessportbundes

Nordrhein-Westfalen

zahlreiche spezielle Seniorensportangebote

an. Informationen und Buchungsmöglichkeiten

unter www.sportangebote-bochum.de

oder ebenfalls in der

Geschäftsstelle des Bildungswerkes

(Westring 32, 44787 Bochum, E-Mail:

bildungswerk@sport-in-bochum.de).


Pflegewegweiser NRW: Jetzt jederzeit online das passende

Beratungsangebot finden

Pflege

Pfl egebedürftigkeit beginnt oft schleichend,

manchmal jedoch auch von einem

Moment zum andern: Damit stehen

viele akute Fragen zur Klärung im Raum.

In Nordrhein-Westfalen können Pfl egebedürftige

und ihre Angehörige in einem

sol-chen Fall zwar zahlreiche Beratungsund

Hilfsangebote nutzen, doch meist

fehlt ihnen ein brauchbarer Kompass,

der sie zur richtigen Anlaufstelle lotst.

Der Pfl egewegweiser NRW hilft Ratsuchenden,

eine Beratung zu fi nden, die

auf die persönliche Situation zugeschnitten

ist. Im Internetportal www.pfl egewegweiser-nrw.de

können sich Betroffene

schnell einen Überblick über passende

Beratungs- und Hilfsangebote in der

Nähe ihres Wohnorts verschaffen. Angeboten

wird der Pfl egewegweiser NRW

vom Projekt KoNAP – KompetenzNetz

Angehörigenunter-stützung und Pfl egeberatung

NRW.

„Der Pflegewegweiser NRW liefert einen

dringend benötigten und unabhängigen

Service für Pfl egebedürftige und Angehörige“,

hebt Dominik Raasch, Regionalstel-lenleiter

für den Regierungsbezirk

Arnsberg, hervor.

Unter der Rufnummer 0800 4040044

können Ratsuchende werktags von montags

bis freitags von 9 bis 19 Uhr sowie

samstags von 9 bis 14 Uhr gebührenfrei

anrufen. Das Team am anderen Ende

der Leitung lotst Anrufer zu den Ansprech-partnern

beim passenden Pfl e-

geberatungsangebot und bei individuell

benötigten Hilfeleistungen.

„Die umfassende Datenbank des Pfl e-

gewegweisers NRW bietet sowohl

telefonisch als auch über eine Online-Suchfunktion

die Möglichkeit, geeignete

Pfl egebera-tungsstellen zu suchen“,

zeigt Dominik Raasch auf. „Auch

professionelle Dienstleis-ter, die Haus,

Wohnung oder den Garten in Ordnung

halten, bieten ihren Service an“. Um Pfl e-

gebedürftige und pfl egende Angehörige

zu entlasten und zu unter-stützen, wurden

außerdem sogenannte „Kontaktbüros

Pfl egeselbsthilfe“ (KoPS)

eingerichtet, die den Austausch mit Menschen

in einer vergleichbaren Situation

ermöglichen. Pfl egende Angehörige

können über die Online-Suchfunktion ein

na-he gelegenes Kontaktbüro zur Pfl e-

geselbsthilfe suchen. Darüber hinaus

bietet die Plattform viele wertvolle Informationen

und Tipps rund um das Thema

Pfl ege – von der Beantragung eines

Pfl egegrads bis hin zu verschiedenen

Entlastungsmög-lichkeiten für Betroffene

und Angehörige.

Weitere Informationen:

Dominik Raasch, Tel: (0234) 640 664 78

konap@diakonie-ruhr.de

Das Projekt KoNAP setzt sich zusammen

aus der Landeskoordinierungsstelle

NRW sowie aus den Regionalstellen der

fünf NRW-Regierungsbezirke: Seniorenbüro

Bochum Mitte sowie Alzheimer

Gesellschaft Bochum e. V., Regierungsbezirk

Arns-berg, Alter und Soziales e.

V., Regierungsbezirk Münster, Gesundheitsladen

Biele-feld e. V., Regierungsbezirk

Detmold, gesundheitsladen köln

e. V., Regierungsbe-zirk Köln, Qualitätsverbund

Geriatrie Nord-West-Deutschland

e. V., Regierungsbe-zirk Düsseldorf.

Träger der Landeskoordinierungsstelle

ist die Verbraucherzentrale NRW e.V. in

Kooperation mit der Paritätischen – Gesellschaft

für Soziale Projekte (GSP) und

der LAG Selbsthilfe NRW.

Gefördert wird das Projekt KoNAP –

KompetenzNetz Angehörigenunterstützung

und Pfl egeberatung NRW – vom

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und

Soziales des Landes NRW, von den

Landesverbänden der Pfl egekassen und

dem Verband der Privaten Krankenversicherung

(PKV).

Kontakt:

KoNAP-Regionalstelle für den

Regierungsbezirk Arnsberg

Dominik Raasch

Tel.: (0234) 640 664 78

E-Mail: d.raasch@diakonie-ruhr.de

Hier könnte IHRE ANZEIGE stehen.

Für Informationen zur Anzeigenschaltung im Gesundheitswegweiser

wenden Sie sich bitte an:

HVF VERLAG

Tel. 0234 - 287 8888 5 | info@hvf-verlag.de

49


Pflege

Vertrauenswürdig, sympathisch und individuell.

Der Service von acuraBo Haushalts- und Familienservice

u.a. für Menschen mit Pflegegrad.

Seit mehr als 13 Jahren ist der Haushalts-

und Familienservice von acuraBo

im Raum Bochum erfolgreich als Dienstleister

für haushaltsnahe Aufgaben tätig

und betreut inzwischen mit nahezu 40

Mitarbeiterinnen die privaten Haushalte

von mehr als 250 Kunden.

Vertrauen durch qualifiziertes

Personal

Aus diesem Grunde beschäftigt acuraBo

ausschließlich Haushaltshilfen, welche

vor der Einstellung in einem sogenannten

Schulungshaushalt die Fähigkeiten

zur einwandfreien Durchführung aller

anfallenden Arbeiten in einem Kunden-

Haushalt nachgewiesen haben. Durch

interne Schulungen und Fortbildungsveranstaltungen

werden unsere Mitarbeiter/

innen dann regelmäßig weiterbildet, um

stets auf dem aktuellsten Stand zu sein.

Bei acuraBo werden Mitarbeiter eingesetzt,

die

• ein aktuelles, einwandfreies

Führungszeugnis vorlegen

• nachweislich unseren

Qualitätsrichtlinien entsprechen

• aus sozial guten Verhältnissen

kommen

• und der deutschen Sprache in

Wort und Schrift mächtig sind

AcuraBo-Haushaltshilfen sind keine Reinigungsfachkräfte

in dem Sinne, sondern

Frauen im Alter zwischen Anfang 30 bis

Mitte 60, die Spaß an der Hausarbeit in

fremden Haushalten haben. Mit großer

Einsatzbereitschaft, und Gewissenhaftigkeit

erledigen sie ihre Aufgaben bei

Ihren Kunden so, wie man sich das von

einem seriösen Dienstleistungsunternehmen

wünscht.

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von

acuraBo sind vor Ihrem ersten Einsatz

so eingestellt und geschult, dass höchstmögliche

Sicherheit, Zuverlässigkeit und

Diskretion zugesichert werden kann.

Für Aufgaben gem. dem anerkannten

Betreuungsangebotes nach § 45b Abs.1

Satz SGB XI von acuraBo werden ausschließlich

Mitarbeiterinnen eingesetzt,

die viel Erfahrungen in der sensiblen Arbeit

bei älteren und kranken Menschen

während Ihrer Firmenzugehörigkeit erlangt

haben.

Mit viel Feingefühl und einem Höchstmaß

an sozialer Kompetenz erledigen

diese speziell geschulten Mitarbeiterinnen

ihre Aufgabe als Hauswirtschaftshilfe

für hilfebedürftige Menschen. Für alle

angebotenen Leistungen ist es diesem

Unternehmen wichtig, auf die Bedürfnisse

seiner Kunden einzugehen. Insofern

geht einer regelmäßigen Zusammenarbeit

immer ein persönliches Informations-

und Kennlerngespräch im Hause

des zukünftigen Kunden voraus.

Ab sofort ist acuraBo auch in

Hattingen und Witten vertreten.

Info´s erhalten Sie unter der

Rufnummer 02324/8672133 oder

über die acuaBo-Verwaltung in

Bochum unter 0234/4148462

www.acurabo.de

info@acurabo.de

VERTRAUENSWÜRDIG | KOMPETENT | ZUVERLÄSSIG | INDIVIDUELL | SYMPATHISCH

Wir kümmern uns...

Um Ihre Bedürfnisse rund um Haushalt und Familie

Betreuung und Entlastung für kranke und pflegebedürftige

Menschen nach §45 Abs 1 SGB XI

Wir unterstützen Sie bei allen Arbeiten im Haushalt, wie z.B.

✔ Haushaltsreinigung

✔ Wäschepflege

✔ Fensterreinigung

✔ Einkaufen

Sie verfügen über einen Pflegegrad? Dann ist unser anerkanntes

Angebot für Sie kostenlos. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne.

50

Brenscheder Straße 60a | 44799 Bochum | Fon 0234 4148462 | info@acurabo.de | www.acurabo.de


Pflege und Hilfe

Pflege

Hilfen im Alltag

Ambulante Dienste

Ambulante Pflegedienste (Sozialstationen

der Wohlfahrtsverbände und private

Pflegedienste) leisten medizinische Behandlungspflege

nach Verordnung des

Arztes, häusliche Krankenpflege und

Pflege bei Pflegebedürftigkeit.

Die ambulanten Pflegedienste ermöglichen

es vielen alten, kranken und pflegebedürftigen

Menschen, solange wie

möglich in ihrer Wohnung und in der gewohnten

Umgebung zu leben.

Die Kosten der medizinischen Behandlungs-

und Krankenpflege trägt in der

Regel die Krankenkasse.

Bei Pflegebedürftigkeit werden die Kosten

für die Pflegeleistungen der ambulanten

Dienste teilweise oder ganz von

der Pflegeversicherung getragen.Erkundigen

Sie sich bei Ihrer Kranken- oder

Pflegekasse, welche Leistungen der

ambulanten Pflegedienste übernommen

werden oder wenden Sie sich an die Seniorenberatungsstellen.

Es handelt sich bei der sozialen Pflegeversicherung

nicht um eine Vollversicherung.

Sie sichert eine Grundversorgung,

die Höhe der Leistungen ist jedoch

von der Dauer der Pflegebedürftigkeit,

vom Pflegegrad und der Art der Pflege

abhängig. Die Restkosten tragen der

Pflegebedürftige oder die Angehörigen

selbst. In bestimmten Fällen werden

die Restkosten auch von der Sozialhilfe

übernommen, falls die Eigenmittel des

Pflegebedürftigen nicht ausreichen. Alle

wichtigen Regelungen der sozialen Pflegeversicherung

sind im elften Buch des

Sozialgesetzbuches (SGB XI) enthalten.

Um Leistungen aus der Pflegeversicherung

zu erhalten, muss ein Antrag bei der

Pflegekasse gestellt werden, dies kann

auch telefonisch erfolgen.

Daneben können ergänzend Kosten für

Pflege-Hilfsmittel oder das Wohnumfeld

verbessernde Maßnahmen übernommen

werden. Weiterhin werden Leistungen

an ehrenamtlich Pflegende erbracht.

Die Kosten werden jeweils im Rahmen

von Höchstsätzen ersetzt, anders als bei

der Krankenversicherung, die nur medizinisch

notwendige Behandlungen regelmäßig

voll abdeckt.

ein möglicher Wegfall der Leistungen

nur dann rückwirkend ein, wenn der Pflegebedürftige

dies wusste oder wegen

grober Fahrlässigkeit nicht wusste, dass

sein Anspruch ganz oder teilweise weggefallen

ist.

Soweit Leistungen evtl. nur befristet bewilligt

werden, muss vor Ablauf der Frist

ein neuer Antrag gestellt werden. Hierauf

muss die Krankenkasse hinweisen. Ein

verspätet gestellter Antrag wirkt dann wie

ein neugestellter Antrag.

Pflegegutachten

Ist der Antrag bei der Pflegekasse eingegangen,

wird von der Kasse der Medizinische

Dienst informiert oder von

anderen unabhängigen Gutachtern ein

Gutachten angefertigt. Ziel ist es, die

Pflegebedürftigkeit und den Pflegeaufwand

festzustellen. Soweit unabhängige

Gutachter mit der Prüfung beauftragt

werden, sind den Antragstellenden in

der Regel drei Gutachter zur Auswahl zu

benennen. Regelmäßig wird die Begutachtung

im häuslichen Wohnbereich des

Antragstellers durchgeführt.

Viele der ambulanten Pflegedienste bieten

auch eine Reihe von Hilfen im nichtpflegerischen

Bereich an, die Ihnen eine

selbstständige Lebensführung in der eigenen

Wohnung erleichtern.Dazu gehören

zum Beispiel Begleitung bei Arzt- und

Behördengängen, Einkaufen, Putzen

und sonstige Hilfen im Haushalt.

Ob und wie Sie diese Angebote der Pflegedienste

in Anspruch nehmen können

und was es kostet, erfahren Sie bei den

jeweiligen Sozialstationen und privaten

ambulanten Diensten.

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung wurde am

1.1.1995 eingeführt und ist eine Basisversorgung

im Pflegefall für alle gesetzlich

und privat Versicherten. Jeder, der

gesetzlich krankenversichert ist, ist auch

automatisch in der sozialen Pflegeversicherung

versichert. Privat Krankenversicherte

müssen sich privat in einer

Pflegeversicherung absichern. Der Beitragssatz

der sozialen Pflegeversicherung

liegt seit dem 01.01.2017 bei 2,55

% des Bruttoeinkommens. Kinderlose

zahlen 2,8 %.

Antragstellung

Leistungen der Pflegeversicherung werden

grundsätzlich nur auf Antrag gewährt.

Antragsberechtigt ist die jeweils

versicherte Person. Der Antragsteller

kann aber auch durch eine andere Person

(Bevollmächtigte oder Beistände),

Betreuer vertreten werden, wenn dies zu

ihrem Betreuungsbereich gehört.

Von der Pflegekasse ist innerhalb von

fünf Wochen ab Antragseingang über

den Antrag zu entscheiden und ein

schriftlicher Bescheid zu erteilen. Wird

diese Frist überschritten und hat die Pflegekasse

die Verzögerung zu vertreten,

muss sie für jede begonnene Woche

der Fristüberschreitung unverzüglich 70

Euro an den Antragsteller zahlen.

Leistungen beim Erstantrag werden nicht

rückwirkend erbracht. Bei Erhöhung der

Pflegebedürftigkeit während des Leistungsbezuges

gilt dagegen, dass höhere

Leistungen evtl. rückwirkend ab dem

Zeitpunkt gewährt werden, ab dem die

höhere Pflegestufe vorgelegen hat. Sollte

sich die Pflegebedürftigkeit verringern

(z.B. durch eine Tiefenhirnstimulation)

treten die geringeren Leistungen oder

Bei einer eindeutigen Aktenlage kann

die Einstufung in einen Pflegegrad aber

auch nach Aktenlage vorgenommen werden.

Wichtig ist, der Antragsteller hat in

allen Fällen ein Recht darauf, dass ihm

mit dem Bescheid das Gutachten übermittelt

wird.

51


Pflege

Pflegegrade und Leistungen

Durch das neue Recht erhalten alle Pflegebedürftigen

gleichberechtigten Zugang

zu den Leistungen der Pflegeversicherung,

unabhängig davon, ob sie von

körperlichen, geistigen oder psychischen

Beeinträchtigungen betroffen sind.

Mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff

wächst die Zahl der Versicherten, die

Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung

haben, da die Unterstützung

deutlich früher ansetzt. In den Pflegegrad

1 werden erstmals Menschen eingestuft,

die noch keine erheblichen Beeinträchtigungen

haben, aber schon in gewissem

Maß – zumeist körperlich – eingeschränkt

sind.

Hauptleistungsbeträge in Euro:

Geldleistung ambulant

PG1 PG2 PG3 PG4 PG5

316 545 728 901

Sachleistung ambulant

PG1 PG2 PG3 PG4 PG5

689 1298 1612 1995

Entlastungsbetrag ambulant

(zweckgebunden)

PG1 PG2 PG3 PG4 PG5

125 125 125 125 125

Leistungsbetrag stationär

PG1 PG2 PG3 PG4 PG5

125 770 1262 1775 2005

bundesdurchschnittlicher pflegebedingter

Eigenanteil

PG1 PG2 PG3 PG4 PG5

580 580 580 580

verstanden, die zur häuslichen Pflege

notwendig sind, sie erleichtern oder dazu

beitragen, die Beschwerden der pflegebedürftigen

Person zu lindern oder ihr

eine selbstständigere Lebensführung

zu ermöglichen. Technische Pflegehilfsmittel

werden vorrangig leihweise oder

gegen eine Zuzahlung zur Verfügung gestellt.

Die Kosten für Verbrauchsprodukte

in Höhe von bis zu 40 Euro pro Monat

(bis Ende Dezember 2021 infolge der

Corona-Pandemie 60 Euro) werden von

der Pflegekasse erstattet. Dazu gehören

zum Beispiel Einmalhandschuhe oder

Betteinlagen.

Seit dem 1. Januar 2017 haben auch

Versicherte im neuen Pflegegrad 1 Anspruch

auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln.

Auch kann die Verhinderungspflege in einer

stationären Einrichtung durchgeführt

werden.

Des Weiteren können 50 % der Leistungen

der Kurzzeitpflege (806 Euro) für die

Verhinderungspflege eingesetzt werden.

Während der Verhinderungspflege wird

die Hälfte des Pflegegeldes weitergezahlt.

Kurzzeitpflege

Ist die häusliche oder teilstationäre Pflege

vorübergehend nicht möglich, kann

der Pflegebedürftige zur Kurzzeitpflege

in eine vollstationäre Pflegeeinrichtung.

Dadurch werden Angehörige entlastet

oder der Pflegebedürftige in Krisensituationen

versorgt.

52

Das Pflegegeld kann in Anspruch genommen

werden, wenn Angehörige oder

Ehrenamtliche die Pflege übernehmen.

Das Pflegegeld kann auch mit ambulanten

Pflegesachleistungen kombiniert

werden. Durch die Pflegestärkungsgesetze

erhalten fast alle Pflegebedürftigen

höhere Leistungen.

Mit ambulanten Pflegesachleistungen

können Versicherte die Hilfe eines ambulanten

Pflegedienstes in Anspruch

nehmen. Ambulante Pflegesachleistungen

können auch mit dem Pflegegeld

kombiniert werden. Durch die Pflegestärkungsgesetze

erhalten fast alle Pflegebedürftigen

höhere Leistungen.

Pflegehilfsmittel

Grundsätzlich werden unter dem Begriff

Pflegehilfsmittel Geräte und Sachmittel

Verhinderungspflege

Wenn die Pflegeperson Urlaub macht,

durch Krankheit oder einem sonstigen

Grund vorübergehend verhindert ist die

Pflege durchzuführen, zahlt die Pflegeversicherung

für Pflegebedürftige der

Pflegegrade 2 bis 5 jährlich für längstens

sechs Wochen bis zu 1.612 Euro für die

sogenannte Verhinderungspflege. Diese

Leistungen stehen den Pflegebedürftigen

zu, wenn sie mindestens sechs

Monate im häuslichen Umfeld gepflegt

wurden.

Die Ersatzpflege kann durch einen ambulanten

Dienst, einer Einzelpflegekraft

oder durch Angehörige übernommen

werden. Jedoch wird bei Ersatzpflege

durch Angehörige bis zum 2. Grad

höchstens nur der 1,5-fache Betrag des

Pflegegeldes erstattet. Wird ein Verdienstausfall

oder Fahrkosten nachgewiesen,

kann der Betrag auf 1.612 Euro

aufgestockt werden.

Die Pflegeversicherung zahlt bei Vorliegen

des Pflegegrades 2 bis 5 für die

Kurzzeitpflege für acht Wochen im Kalenderjahr

bis zu 1.612 Euro. Übernommen

werden die Kosten der pflegerischen

Maßnahmen. Die Kosten der Unterkunft

und Verpflegung sowie die Investitionskosten

müssen vom Pflegebedürftigen

getragen werden, jedoch kann beim

Kreis Recklinghausen die Übernahme

der Investitionskosten beantragt werden.

Pflegebedürftige, die nur den Pflegegrad

1 haben, können den Entlastungsbetrag

(125 Euro) für die vollstationäre Pflege

einsetzen (max. 1.500 im Jahr).

Das Pflegegeld wird zur Hälfte für acht

Wochen weitergezahlt. Noch nicht in

Anspruch genommene Mittel der Verhinderungspflege

können auch für die

Kurzzeitpflege eingesetzt werden (max.

3.224 Euro).

Quelle: Bungesministerium für Gesundheit


Tagespflege

Bei der Tages- und Nachtpfl ege handelt

es sich um ein sogenanntes teilstationäres

Betreuungsangebot. Bei der Tagespfl

ege werden die Pfl egebedürftigen

tagsüber meist in der Zeit von 08:00 -

16:00 Uhr gepfl egt und betreut. Das Angebot

umfasst verschiedene Aktivitäten

in sozialer Gemeinschaft. Dies entlastet

die pfl egenden Angehörigen, die häufi g

berufstätig sind. Die Pfl egebedürftigen

haben die Möglichkeit, morgens und

nachmittags durch einen Fahrdienst

nach Hause gebracht zu werden. Die

Leistungen für die Tagespfl ege werden

für die Betreuungs- und Pfl egekosten

gezahlt, welche in einer Tagespfl ege anfallen.

Die Kosten der Verpfl egung und

die Investitionskosten müssen privat

übernommen werden.

Die Leistungen für eine Tagespfl ege werden

zusätzlich neben dem Pfl egegeld

und den Pfl egesachleistungen bezahlt.

Häufi g wird die Versorgung durch einen

ambulanten Pfl egedienst morgens und

abends ergänzt.

Leistungen seit 2017

PG1 PG2 PG3 PG4 PG5

689 1298 1612 1995

Entlastungsbetrag

Pfl egebedürftige in häuslicher Pfl ege

haben einen Anspruch auf einen Entlastungsbetrag

bis zu 125,- Euro monatlich.

Dieser Betrag ist zur Entlastung der pfl e-

genden Angehörigen gedacht und daher

nur zweckgebunden einzusetzen. Wird

der monatliche Betrag in Höhe von 125,-

Euro nicht ausgeschöpft, wird der Restbetrag

in die nächsten Kalendermonate

übertragen. Diese Beträge können bis

zum 30.06. des darauffolgenden Jahres

übertragen werden.

Folgende Leistungen können für den

Entlastungsbetrag in Anspruch genommen

werden:

• Tages- und Nachtpfl ege

• Kurzzeitpfl ege

• Leistungen der zugelassenen

Pfl egedienste (PG 2 bis 5 keine

Selbstversorgung)

• Anerkannte Angebote zur

Unterstützung im Alltag

• Verhinderungspfl ege

Wohnumfeldverbessernde

Maßnahmen

Wenn Versicherte zu Hause gepfl egt und

betreut werden, kann es hilfreich sein,

das Wohnumfeld an ihre besonderen

Belange anzupassen. Hierfür leistet die

Pfl egeversicherung unter bestimmten

Voraussetzungen Zuschüss bis zu 4.000

Euro maximal je Maßnahme.

Seit dem 1. Januar 2017 haben auch

Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher

im neuen Pfl egegrad 1 Anspruch

auf diese Zuschüsse.

Pflegende Angehörige

Sie haben sich entschieden, einen pfl e-

gebedürftigen Menschen zu Hause zu

pfl egen. Diese Aufgabe kostet viel körperliche

und seelische Kraft. Für die eigenen

Bedürfnisse bleibt oft keine Zeit

mehr übrig. Niemand kann über einen

längeren Zeitraum die Kraft für eine Pfl e-

ge bis zu 24 Stunden am Tage aufbringen.

Für pfl egende Angehörige gibt es

deshalb viele Unterstützungsmöglichkeiten.

Sie helfen Kraft zu sammeln, indem

sie Zeit für sich und ihre eigenen Bedürfnisse

schaffen.

• Mit Hilfe von Pfl egekursen können pfl e-

gende Angehörige und Ehrenamtliche

nötiges Grundwissen erfahren und spezielle

Techniken erlernen. So kann die

häusliche Pfl ege erheblich erleichtert

werden. Sie erhalten außerdem Anleitung,

Hilfe und Tipps von Profi s für ihre

besondere häusliche Situation.


• Pfl egekurse werden von Wohlfahrtsverbänden,

Krankenhäusern, Volkshochschulen

und privaten Anbietern angeboten.

Auch kann die Schulung in der

eigenen Häuslichkeit stattfinden. Die

Kosten für die Teilnahme übernimmt die

Pfl egekasse.

• Die Beratungs- und Infocenter Pfl ege

(BIP) sind bei der Suche nach einem

Pfl egekurs bzw. nach einer Pfl egeschulung

im eigenen Zuhause gerne behilflich.

Quelle: Bungesministerium für Gesundheit

Pflege

53


Pflege

Weitere Informationen

Antrag auf häusliche Hilfe

zur Pflege

Hilfe zur Pflege richtet sich an Menschen,

die wegen Krankheit oder Behinderung

bei den Verrichtungen im Alltag, wie zum

Beispiel Körperpflege, Anziehen, Essen,

und hauswirtschaftlicher Versorgung Hilfe

benötigen.

Hilfe zur Pflege richtet sich an Menschen,

die wegen Krankheit oder Behinderung

bei den Verrichtungen im Alltag, wie zum

Beispiel Körperpflege, Anziehen, Essen,

und hauswirtschaftlicher Versorgung Hilfe

benötigen.

Die Hilfen bei häuslicher Pflege sollen

dazu beitragen, dass Menschen auch bei

Pflegebedürftigkeit noch möglichst lange

in der eigenen Wohnung bleiben können.

Wenn Sie pflegeversichert sind, erhalten

Sie gegebenenfalls finanzielle Leistungen

zur Pflege und hauswirtschaftlichen

Versorgung bei ihrer Pflegekasse (SGB

XI - Soziale Pflegeversicherung). Reichen

die Leistungen der Pflegekasse

nicht aus oder ist der Hilfebedarf nicht so

hoch, dass die Pflegekasse leisten kann,

kann die Gewährung von Hilfe zur Pflege

durch das Amt für Soziales in Betracht

kommen.

Die Hilfe zur Pflege soll in erster Linie die

häusliche Pflege und die Pflegebereitschaft

der Angehörigen stärken, also die

ambulante Pflege. Leistungen der ambulanten

Pflege sind insbesondere

Pflegegeld oder

Pflegebeihilfen

• Erstattung von Aufwendungen der

privaten Pflegepersonen (zum

Beispiel Angehörige oder Nachbarn)

• Übernahme angemessener

Kosten für eine professionelle

Pflegekraft oder einen Pflegedienst

• Kostenübernahmen für

Pflegehilfsmittel

Reicht die Pflege zu Hause nicht aus und

ist stationäre beziehungsweise teilstationäre

Pflege erforderlich, umfasst die Hilfe

zur Pflege auch die Kosten für

• Tages- beziehungsweise

Nachtpflege,

• Kurzzeitpflege oder

• vollstationäre Pflege

Die Leistungen der Hilfe zur Pflege sind

abhängig vom Einkommen und Vermögen

des pflegebedürftigen Menschen sowie

seines Partners. Bei minderjährigen

pflegebedürftigen Kindern ist auch das

Einkommen und Vermögen der Eltern zu

berücksichtigen.

Wer in Bochum seinen Wohnsitz hat,

kann den Antrag bei der Stadt Bochum

stellen.

Die Hilfe wird erst ab dem Zeitpunkt gewährt,

an dem es dem Amt für Soziales

bekannt wurde. Also im Regelfall der Tag

der Antragstellung.

• Personalausweis, Pass,

Aufenthaltserlaubnis

• Schwerbehindertenausweis

• Mietvertrag und Nachweis über

aktuelle Miete mit Nebenkosten

• aktueller Wohngeldbescheid

• vollständige Kontoauszüge der

letzten drei Monate

• Einkommensnachweise

• Vermögensnachweise

(beispielsweise KFZ-Papiere,

Sparbuch, Lebensversicherungen

und so weiter)

• Belege über Versicherungsbeiträge

• Leben weitere Personen mit Ihnen

in einer Bedarfsgemeinschaft, müssen

Sie auch deren Einkommen und

Vermögen nachweisen.

• Nachweis über Leistungen der Pflegekasse

und Einstufung des Medizinischen

Dienstes (sofern vorhanden)

beziehungsweise Gutachten

des Medizinischen Dienstes

Welche Unterlagen und Nachweise in

Ihrer persönlichen Situation erforderlich

sind, sollten Sie jeweils ausgehend von

der Besonderheit des Einzelfalles mit

den zuständigen Mitarbeiterinnen oder

Mitarbeitern des Amtes für Soziales klären.

Kontakt und

Ansprechpartner in Bochum

Die Zuständigkeit richtet sich nach dem

Bezirk, in dem Sie wohnen:

Bochum-Wattenscheid

Rathaus Wattenscheid,

Friedrich-Ebert-Straße 7

0234 910-6290

sozialamt@bochum.de

Bochum-Ost

Verwaltungsstelle Langendreer,

Carl-von-Ossietzky-Platz 2

0234 910-9416

sozialamt@bochum.de

Bochum-Südwest

Verwaltungsstelle Weitmar,

Hattinger Straße 389

0234 910-8941

sozialamt@bochum.de

Bochum-Mitte, Bochum-Nord,

Bochum-Süd:

Verwaltungsgebäude

Diekampstraße 26

44777 Bochum

Telefonnummer 1

0234 910-2749 /-3393

sozialamt@bochum.de

Sie suchen einen abwechslungsreichen

und krisensicheren Job?

Dann bewerben Sie sich doch bei uns!

Wir suchen motivierte und engagierte

Handelsvertreter im Außendienst

für die Beratung und den Verkauf von Anzeigen.

Bewerbung unter: www.hvf-verlag.de

54


Der Pflegedienst Sonnenschein stellt sich vor

Pflege

Warum machen wir Pflege?

Pflege bedeutet übersetzt alle Maßnahmen

zu ergreifen um eine hilfebedürftige

Person zu versorgen. Zur Versorgung

gehört die Arbeit direkt am Patienten in

seinem privaten Umfeld.

Wer immer noch den Gedanken „Ist ja

nur waschen!“ im Kopf hat, liegt da völlig

falsch. Der Pflegeberuf an sich ist ein so

umfangreiches Berufsfeld geworden mit

sehr vielen Möglichkeiten.

Wir als Pflegeteam vom Pflegedienst

Sonnenschein pflegen nicht nur unsere

Patienten, wir bauen außerdem noch

eine Bindung zu ihnen auf. Wir sind für

Sie da in jeder Lebenslage und unterstützen

das Netzwerk rund um den Patienten,

dass bedeutet Hausärzte, Angehörige,

Physiotherapeuten, Friseure und

andere hilfreiche Dienstleister rund um

den Patienten.

Vor allem die pflegenden Angehörigen

sind der mit wichtigste Faktor um eine

gute Versorgung einer pflegebedürftigen

Person sicherzustellen. Leider erhalten

pflegende Angehörige weder gesellschaftspolitisch

noch von ihrem privaten

Umfeld die Ihnen zustehende Wertschätzung.

Denn wenn wir mal genau hinschauen

stehen pflegende Angehörige

365 Tage im Jahr 24 Stunden für ihre

Verwandten in der Verantwortung.

Häufig mit dem Vorwurf „doch noch mehr

tun zu können“. Wir sehen unsere Verantwortung

deshalb darin, die bestmöglichste

Versorgung unserer Patienten zu

gewährleisten und die pflegenden Angehörigen

in ihrer wichtigen Aufgabe zu

unterstützen und zu entlasten.

Bei Fragen erreichen Sie

uns unter:

02327 / 37 50 117

Pflegedienst Sonnenschein GmbH

Pflegedienstleitung:

Petra Sonnenschein

Günnigfelerstraße 75

44866 Bochum

Telefon: 02327 / 37 50 117

Fax: 02327 / 37 50 119

E-mail:

info@sonnenschein-pflegedienst.de

www.sonnenschein-pflegedienst.de

55


Pflege

Caritas Bochum

Hilfe für pflegende Angehörige

Zwei Drittel der Pflegebedürftigen werden

zu Hause versorgt. Neben den ambulanten

Pflegediensten, die die Grundund

Behandlungspflege übernehmen,

sind es vor allem Angehörige, die sich

um die Betroffenen kümmern. Doch der

Alltag fällt zuweilen schwer, da die Pflege

einen hohen persönlichen Einsatz

erfordert. Die eigenen Bedürfnisse und

Wünsche rücken dabei häufig in den

Hintergrund.

Für Entlastung und Hilfe sorgen teilstationäre

Angebote wie die Tages- und

Kurzzeitpflege. Bei der Tagespflege werden

die Pflegebedürftigen je nach Bedarf

an einem oder mehreren Tagen in der

Woche morgens von zu Hause abgeholt,

um den Tag zusammen mit anderen

Gästen in der Pflegeeinrichtung zu

verbringen. Neben einer professionellen

pflegerischen Versorgung bietet die Tagespflege

vor allem Abwechslung – zum

Beispiel mit Gedächtnistraining, Gymnastik,

Spielen und kleinen Ausflügen.

Abends werden die Gäste wieder nach

Hause zurückgebracht.

Wenn die Pflege zu Hause vorübergehend

nicht möglich ist – beispielsweise

weil der pflegende Angehörige erkrankt

ist oder selbst einmal Urlaub braucht,

ist die Kurzzeitpflege die richtige Wahl.

Es handelt sich dabei gewissermaßen

um einen „Heimaufenthalt auf Zeit“: Der

Pflegebedürftige wird rund um die Uhr

vollstationär betreut und das bis zu 28

Tage im Kalenderjahr. Eine gute Lösung,

die sich auch dann anbietet, wenn nach

einem Krankenhausaufenthalt weitere

Pflege benötigt wird oder der gewünschte

Heimplatz noch nicht zur Verfügung

steht.

Hier erfahren Sie mehr:

Caritas-Gästehaus St. Franziskus

Tages- und Kurzzeitpflege

Tippelsberger Str. 2-12

44807 Bochum-Riemke

Telefon: 0234. 9041531

seniorenzentrum@caritas-bochum.de

www.caritas-bochum.de

WIR PFLEGEN MENSCHLICHKEIT

Caritas-Pflegedienste

Ambulante Pflege

Tel. 0234. 922422 (Bochum)

Tel. 02327. 946161 (Wattenscheid)

Seniorenzentrum St. Franziskus

Vollzeitpflege, Kurzzeitpflege,

Tagespflege

Tel. 0234. 9031-0

Altenwohn- und Pflegeheim

St. Elisabeth von Thüringen

Vollzeitpflege, Kurzzeitpflege,

Tagespflege

Tel. 02327.9462-0

Hospiz St. Hildegard

Tel. 0234. 30790-21

Seniorenbüro Wattenscheid

(eine Kooperation mit der

Stadt Bochum)

Beratung, Vermittlung, Netzwerkarbeit

Tel. 02327. 9461-26/-13

Suchtkrankenhilfe

Beratung und Therapie

Tel. 0234. 430531

56

CARITASVERBAND FÜR BOCHUM UND WATTENSCHEID E.V.

Huestraße 15 · 44787 Bochum · Tel. 0234. 96422-0

E-Mail info@caritas-bochum.de · www.caritas-bochum.de

Ehrenamt

Beratung und Vermittlung

Tel. 0234. 96422-0


Sicher, interessant und mit zahlreichen Karrieremöglichkeiten:

Die Arbeit in der Altenpflege ist besser als ihr Ruf

Pflege

Egal ob in privaten Gesprächen oder in

der öffentlichen Diskussion: Wenn die

Rede auf das Thema „Pflegeberufe“

kommt, dann fällt fast automatisch eine

ganze Reihe von Schlagworten, die eindeutig

negativ belegt sind. Da ist die Rede

von schlechter Bezahlung, unattraktivem

Schichtdienst sowie großer physischer

und psychischer Belastung. Keine Frage:

Der Pflegeberuf ist nichts für Leute,

die auf das schnelle Geld aus sind und

bei denen das Pendel der Work-Life-

Balance immer vorzugsweise in Richtung

Freizeitgestaltung ausschlägt. Wer

aber aus seinem Leben etwas machen

und in einem Beruf arbeiten möchte, der

erstens interessant ist, der zweitens den

intensiven Umgang mit Menschen beinhaltet

und der drittens Arbeitsplatzsicherheit

und zahlreiche Möglichkeiten zum

beruflichen Aufstieg zu bieten hat, der

oder die ist in der Pflege richtig.

Denn die Pflege von alten und/oder kranken

Menschen bedeutet eine sinnvolle

Tätigkeit und ist mit zahlreichen Vorteilen

verbunden, die – bei allen Herausforderungen

im Pflegeberuf – nicht unter den

Tisch fallen dürfen.

Sicherer Arbeitsplatz

Wer seine Ausbildung zur examinierten

Pflegefachkraft erfolgreich absolviert

hat, braucht sich über einen sicheren

Arbeitsplatz keine Gedanken mehr zu

machen. Die demographische Entwicklung

unserer Bevölkerung sorgt nämlich

dafür, dass auf nicht absehbare Zeit

ausreichend Arbeit vorhanden ist. Der

Bedarf an guten Arbeitskräften ist dabei

so groß, dass man es sich in aller Ruhe

aussuchen kann, wo, für wen und wie

man arbeitet.

Flexible Arbeitszeitgestaltung

Der allgemein beklagte Fachkräftemangel

sorgt dafür, dass die meisten Unternehmen

in den letzten Jahren sehr

flexibel geworden sind, um examinierte

Fachkräfte zu halten oder zu bekommen.

Rücksichtnahme auf persönliche Wünsche

– die etwa durch Öffnungszeiten

von Kindergärten oder andere Faktoren

entstehen – ist häufiger zu finden, als allgemein

bekannt ist.

Zahlreiche Möglichkeiten der

Fort- und Weiterbildung

Wer noch immer meint, dass Altenpflege

in erster Linie etwas mit dem Anreichen

von Mahlzeiten und der Entsorgung von

Körperausscheidungen zu tun hat, weiß

nicht, was in der modernen Pflege an der

Tagesordnung ist: Denn nach der Grundausbildung

besteht die Möglichkeit,

sich in zahlreichen Bereichen zu qualifizieren.

Zum Beispiel kann man sich

auf die Pflege von Beatmungspatienten

spezialisieren, im Qualitätsmanagement

arbeiten oder als Hygiene- oder Palliativ-Fachkraft

die berufliche Erfolgsleiter

nach oben klettern. Weiterhin besteht die

Möglichkeit, Praxis-Anleiter zu werden

und neuen Auszubildenden als Mentor

zur Seite zu stehen (was zumeist auch

eine Gehaltssteigerung mit sich bringt).

Wer schließlich eine bestimmte Zeit im

Beruf gearbeitet hat und entsprechende

Erfahrung vorzuweisen hat, der/die

kann (und sollte) die Weiterbildung zur

Pflegedienstleitung absolvieren. Auch

in diesem gut bezahlten Bereich ist die

Nachfrage derzeit deutlich größer als

das personelle Angebot.

Selbstständiges Arbeiten

Wer in der Pflege arbeitet, kann sein

Engagement ausleben, neue Ideen und

Schwerpunkte entwickeln sowie Prozesse

steuern und begleiten. Langweilig

wird es nicht!

Sinnstiftende Tätigkeit

Anderen Menschen zu helfen und sie

bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen,

vermittelt ein gutes Gefühl und

nach der Arbeit den zufriedenstellenden

Gedanken: Ich habe heute etwas Sinnvolles

getan.

… und die Bezahlung?

Ein Thema, das kontrovers diskutiert

wird. Klar ist, dass Pflegekräfte eigentlich

mehr verdienen als sie erhalten. Aber die

Ausbildungsvergütung von rund 1000 €

im Monat kann sich im Vergleich zu anderen

Berufen durchaus sehen lassen.

Nach dem bestandenen Examen liegen

die Einstiegsgehälter in NRW – je nach

Alter und Arbeitgeber (öffentlich, kirchlich,

privat) – zwischen 2600 und 3000

Euro. (Dies beinhaltet übrigens noch

nicht zahlreiche Zuschläge für Sonntags-,

Feiertags- oder Nachtarbeit, die

größtenteils steuer- und sozialversicherungsfrei

hinzukommen). Im Vergleich

dazu erhält ein Mechatroniker in NRW

nach der Ausbildung rund 2000 €, ein

Tischlergeselle oder eine Einzelhandelskauffrau

2100 bis 2300 €.

Dass Pflegekräfte auch an Feiertagen

arbeiten müssen (wie zahlreiche andere

Berufsgruppen auch) ist unbestritten, neben

der gesonderten Vergütung erhalten

sie aber in der Regel entsprechende zusätzliche

freie Tage oder aber eine noch

deutlich höhere Bezahlung.

In vielen tarifgebundenen Einrichtungen

unterstützen die Arbeitgeber die Altersvorsorge

ihrer Mitarbeitenden, in dem sie

Beiträge in so genannte Zusatzversorgungskassen

einzahlen.

Also: Wer keinen 08/15-Job möchte, wer

gerne mit Menschen arbeitet, wer flexibel,

wer karrierebewusst und auf einen

sicheren Arbeitsplatz bedacht ist – dem

ist eine Ausbildung und eine spätere Tätigkeit

in der Alten- und Krankenpflege

durchaus zu empfehlen.

Hubert Röser

Pressesprecher der Theresia-Albers-Stiftung,

zu der in Bochum das St. Marienstift und das St.

Mauritius-Stift gehören

57


Vorsorge

58

Vorsorge

– ein Thema nicht nur für Parkinson-Patienten

Was geschieht, wenn ich schwer krank

und nicht bei Bewusstsein bin? Wer

spricht dann mit dem Arzt die weiteren

Behandlungsschritte ab? Will ich tatsächlich

wiederbelebt, künstlich ernährt

werden oder mich einer Chemotherapie

unterziehen?

Diese Vorstellung macht vielen Menschen

Angst. Dennoch ist es ein Thema,

was viele Menschen bewusst oder unbewusst

verdrängen und wo es immer wieder

versäumt wird, rechtzeitig Vorsorge

zu treffen. Hier hat nunmehr der Gesetzgeber

Klarheit geschaffen. Damit ist es

auch für Parkinson-Patienten und deren

Angehörige möglich, für bestimmte Lebensphasen

Vorsorge zu treffen, in denen

sie ihre Angelegenheiten nicht mehr

oder nur noch eingeschränkt selbstregeln

können. Diese unterschiedlichen

Verfügungen sollen Situationen, in denen

Patienten keine oder nur noch eingeschränkte

Entscheidungen hinsichtlich

ihrer persönlichen Lebenssituation

treffen können, regeln. Damit kann man

selbstbestimmt verbindlich festlegen, wie

mit dem eigenen Körper verfahren werden

soll bzw. welche Maßnahmen gestattet

werden.

Die Deutsche Parkinson Vereinigung (

dPV ) stellt hierfür Patienten wie Angehörigen

Leitfäden für die unterschiedlichen

Verfügungen und Vollmachten bereit, um

bei der Umsetzung der eigenen Vorstellungen

in bestimmten Lebenssituationen

zu helfen.

Grundsätzlich wird zwischen 3 unterschiedlichen

Formen einer Verfügung

unterschieden:

- Patientenverfügung

- Vorsorgevollmacht

- Betreuungsverfügung

Die Patientenverfügung stellt eine schriftliche

Verfügung des Patientenwillens für

eine Behandlungssituation dar. Diese

kann z. B. unfallbedingt eintreten und

dazu führen, dass der Verfügende nicht

mehr in der Lage ist, seinen eigenen Behandlungswillen

zu formulieren und zum

Ausdruck zu bringen.

Diese Willensbildung wird damit erst

dann wirksam, wenn der Betroffene nicht

mehr in der Lage ist, notwendige Zustimmungen

oder Ablehnungen zu einer medizinischen

oder pflegerischen Behandlungsmaßnahme

direkt zu äußern.

Inhalt einer solchen Verfügung sind individuelle

Wünsche, Wertvorstellungen

und vor allem darauf beruhende Bestimmungen

zu Behandlungsmaßnahmen.

Diese können, für konkrete medizinische

Situationen, eingefordert, eingeschränkt

oder aber völlig abgelehnt werden. (Zum

Beispiel Organtransplantation, Dialyse,

künstliche Ernährung)

Die Patientenverfügung richtet sich

an Ärzte und das Behandlungsteam.

Grundsätzlich kann sie sich aber auch

an einen Bevollmächtigten oder gesetzlichen

Vertreter richten und Anweisungen

oder Bitten zur Auslegung und Durchsetzung

der persönlichen Patientenverfügung

enthalten.

Mit einer solchen Verfügung können Sie

als Patient Ihren eigenen Willen konkretisieren.

Dieser muss von allen Beteiligten,

Ärzten wie Pflegepersonal, beachtet

und verbindlich befolgt werden. Allerdings

nur dann, wenn sich die Patientenverfügung

auf eine konkret eingetretene

Situation bezieht.

Verbindlich ist aber nur, was rechtlich

erlaubt ist. Um die Verbindlichkeit Ihrer

Patientenverfügung zu erhöhen, ist es

empfehlenswert, klarzustellen, dass Sie

als Patient zum Zeitpunkt des Verfassens

im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte

waren und ihre Unterschrift nicht älter als

2 Jahre ist. Die Verfügung ist nur im Original

gültig. Eine notarielle Beurkundung

ist nicht zwingend notwendig.

In der Vorsorgevollmacht bestimmt

der Verfügende eine Person, der gestattet

wird, den Betroffenen vorbehaltslos

zu vertreten. Die dabei ausgewählte

Person handelt wie ihr Vertreter und tritt

nach außen in ihrem Namen auf.

Dies bedingt, dass man der ausgewählten

Person ein uneingeschränktes Vertrauen

schenken muss, denn es wird ihr

gestattet, den Verfügenden vorbehaltslos

zu vertreten. Außer diesem Bevollmächtigten

mischt sich niemand in ihre Angelegenheiten

ein. Diese Person kann den

Verfügenden rechtsverbindlich gegenüber

Arzt, Krankenhausträger und zum

Beispiel medizinischem Fachpersonal

vertreten. Es ist dann von Bedeutung,

wenn die Patientenverfügung möglicherweise

konkret vorgeschlagene Behandlungssituationen

nicht erfasst oder es gar

keine Patientenverfügung vorliegt. Die

Vorsorgevollmacht ist die vom Gesetz

vorgesehene Möglichkeit, die Einrichtung

einer Betreuung zu vermeiden. Dabei

ist es rechtlich möglich, eine Vorsorgevollmacht

als s.g. “Generalvollmacht“

zu erteilen oder sachlich auf bestimmte

Angelegenheiten, wie zum Beispiel die

Gesundheitsvorsorge, zu beschränken.

Liegt keine Vorsorgevollmacht vor oder

ist diese nicht ausreichend konkretisiert,

können in einer s.g. Betreuungsverfügung

Vertrauenspersonen benannt werden,

die vom Betreuungsgericht als mögliche

Betreuer eingesetzt werden sollen.

Der hier geregelte Notfall sollte, auch in

rechtlicher Hinsicht, niemanden unvorbereitet

treffen. Plötzliche oder altersbedingte

Krankheiten, ein Unfall oder

ein sonstiges Ereignis können nicht nur

zu wesentlichen Veränderungen in der

allgemeinen persönlichen Lebensgestaltung

führen. Solche Ereignisse können

auch zur Folge haben, dass man seine

persönlichen Dinge (rechtlich) nicht mehr

regeln kann oder auf fremde Hilfe angewiesen

ist.

Die allgemeine Rechtsansicht, dass in

solchen Fällen der nächste Verwandte

bzw. Ehegatte und/oder Lebensgefährte

automatisch für den Patienten handeln

und entscheiden kann, ist nicht korrekt.

Daher ist eine solche Vorsorgevollmacht

besonders wichtig. Nur so kann vor allem

vermieden werden, dass fremde

Personen oder Institutionen in Form von

Betreuungsvereinen allgemein über das

eigene weitere Befinden entscheiden.

Da ist es wichtig, sich mit den Fragen

einer Vorsorgevollmacht auseinanderzusetzen

und Vorkehrungen zu treffen.

Die Betreuungsverfügung ist dagegen

ein Rechtsinstrument, das für einen

Patienten oder Angehörigen geeignet ist,

der keine Person kennt, der er uneingeschränkt

vertraut oder wenn man eine

bestimmte Person ausschließen möchte.


In einer solchen Verfügung können Sie

einen Betreuer festlegen. Zwingend vorgeschrieben

ist dies jedoch nicht. Sie

können bestimmte Personen aktiv ausschließen

und auch erwirken, dass sich

z.B. entfernte Verwandte nicht in Ihre

Angelegenheiten einmischen. In diesem

Falle würden Sie durch einen gesetzlich

bestellten Betreuer (vom Amtsgericht

zu bestimmende Person/en) vertreten.

Wenn Sie allerdings keinen vom Gericht

bestellten Betreuer wünschen, können

Sie eine oder mehrere Person Ihres

Vertrauens für bestimmte Bereiche (z.B.

Gesundheitsvorsorge, Vermögensangelegenheiten)

als Vertreter benennen.

Vorsorge

Dieser Betreuer verpfl ichtet sich, sich

an Ihren eigenen Wünschen zu orientieren.

Sollten sich darin jedoch Äußerung

befi nden, die nicht zu Ihrem

Wohle sind, kann er seine eigenen Kriterien

als Handlungsmaßstab festlegen.

Selbst nach einem möglichen Verlust

Ihrer Geschäftsfähigkeit können Sie Ihre

festgelegten Wünsche widerrufen bzw.

ergänzen. Bestimmte Handlungen, die

Ihr Betreuer für Sie vornimmt, müssen

vom Betreuungsgericht genehmigt werden.

Dieser wird auch durch das Gericht

überwacht. Dabei müssen die Betreuer

jährlich einmal dem Betreuungsgericht

Bericht erstatten.

Es gibt verschiedene Verfügungsmöglichkeiten,

um im Falle eines Falles seine

eigenen Angelegenheiten zu regeln.

Trotz dieser vielfältig gestalteten Möglichkeiten

haben lt. einer Studie aus dem

Jahre 2012 höchstens 10 % der Bundesbürger

diese Dokumente erstellt. Zudem

ist es bei Bedarf oft nicht zur Hand oder

es ist auf die konkrete Situation nicht

anwendbar, z. B. weil der Verfasser nur

pauschal schreibt, er wolle im Falle der

Bewusstlosigkeit “nicht an Schläuche gehängt“

werden.

Es ist in der heutigen Zeit besonders

wichtig, klar und deutlich Vorsorge zu

treffen.

Die dPV hält für diese Fälle entsprechende

Formulare bereit, um bei der Formulierung

und Ausgestaltung dieser unterschiedlichen

Verfügungen aufkommende

Fragestellungen zu beantworten.

Friedrich Wilhelm Mehrhoff

Hier könnte IHRE ANZEIGE stehen.

Für Informationen zur Anzeigenschaltung im Gesundheitswegweiser

wenden Sie sich bitte an:

HVF VERLAG

Tel. 0234 - 287 8888 5 | info@hvf-verlag.de

59


Vorsorge

Die Firma ZIESCHE // GRABMALE

Wer das Betriebsgelände der Firma ZIE-

SCHE // GRABMALE. an der Ottostr. 2-4

in Wattenscheid betritt, macht schon bald

mit ihnen Bekanntschaft, mit zahlreichen

Felsen und Findlingen in naturbelassen

Formen und unterschiedlichsten Größen,

platziert in einer großzügigen 1000qm

Freiland-Ausstellung. Wer dann noch einige

Meter weiter durch eine hellblaues

Tor geht kommt aus dem Staunen kaum

noch raus. In der 500 qm großen Halle

findet sich eine aussergewöhnliche Ausstellung

von vielen hundert Steinen. Vom

kleinen liegenden Kissenstein über Stelen

bis hin zu sehr aufwendig gefertigten

Gruftsteinen. Hier sollte für jeden Geschmack

eine schönes und individuelles

Grabmal zu finden sein. Montags - Freitags

von 9-17 und Samstags von 10-12

Uhr ist die Ausstellung zu besuchen. Wobei

es immer besser ist einen Termin zu

machen, da die beiden Inhaber Arnd und

Ute Ziesche regelmäßig auf dem Friedhof

arbeiten und Steine setzten, „Dann

ist niemand in der Firma, da wir das alles

hier zu zweit machen“ sagt Arnd Ziesche.

„Am besten ist es uns vorher eben anzurufen,

dann nehmen wir uns sehr gerne

viel Zeit für unsere Kunden!“

„So ein Grabstein ist wie ein Dokument.

Er hebt die friedhöfliche Ruhestätte aus

seiner Anonymität, macht sie namentlich

für Besucher und Vorübergehende,

weckt Erinnerungen an gemeinsame Begegnungen

mit den Verstorbenen. - Ein

Stück Persönlichkeit.“

„Die Hinterbliebenen, die mit der Anschaffung

eines Grabsteins betraut sind,

fühlen sich mit der Wahl des Steins oftmals

überfordert. „Verständlicherweise“,

sagt Ute Ziesche weiter, „da ist dann

unsere Kompetenz gefragt. Kompetenz,

die sich nicht allein durch ein vielfältiges,

steinernes Materialangebot auszeichnet,

sondern weit mehr in der kreativen Gestaltung

zum Ausdruck kommt, begleitet

von einfühlsamer Kundenberatung.

Dabei führt die Intensität der Gespräche

zu einer gelungenen Umsetzung der

Kundenwünsche.“ Ich schaue mich in

der großen Ausstellungshalle um, und

was mich dort erwartet ist eine riesige

Auswahl an Materialien und Formen:

Eine wahre Grabmal-Galerie. Bereit, individuelle

Kundenwünsche zu erfüllen,

sich darüber hinaus auch dem Außergewöhnlichen

zu widmen. Den Stein für die

Ewigkeit.

ZIESCHE // GRABMALE

Ottostr. 2-4

44867 Bochum-Wattenscheid

Tel: 02327 - 87289

www.ziesche-grabmale.de

60


Auch der letzte Weg gehört zum Leben!

An gleich drei Standorten in Bochum biete

ich, die Bestatterin Carmen Treige mit

meinem Team kompetente Hilfe rund um

die Themen Bestattung, Bestattungsvorsorge

und Trauerbegleitung für Bochum

und Umgebung an.

Vorsorge

In der schweren Zeit des Abschieds von

einem geliebten Menschen steht Ihnen

unser Familienbetrieb 24 Stunden, rund

um die Uhr, persönlich zur Seite.

Der persönliche Kontakt ist die Grundlage

unserer Arbeit und ein wichtiger Faktor

für einen würdevollen Abschied.

Wir kümmern uns um alle anfallenden

Formalitäten und übernehmen die Organisation

der Trauerfeier- vom Blumenschmuck

bis zur Vermittlung eines Pfarrers

oder Trauerredners.

Durch meine langjährige Erfahrung in

der Sterbe- und Trauerbegleitung ist es

mir besonders wichtig, Ihnen als Angehörigen

hilfreich zur Seite zu stehen,

sei es durch Reden und Zuhören, sowie

auch durch gemeinsames Schweigen.

Sie sind nicht alleine. Wir sind für Sie da

und begleiten Sie.

Selbstverständlich nehmen wir uns viel

Zeit für ausführliche und vertrauensvolle

Beratungsgespräche (gerne auch bei

Ihnen zuhause) und unterstützen Sie bei

allen anfallenden Entscheidungen.

Die Wahl der letzten Ruhestätte hängt

von vielen Faktoren ab: Religionszugehörigkeit,

Lebenseinstellung, Wünsche

und Vorlieben der Verstorbenen/des Verstorbenen,

wie der Liebe zur Natur oder

z.B. zum Meer.

Bei dieser Entscheidungsfindung sind

wir Ihnen gerne behilflich. Folgende Bestattungsarten

können wir anbieten:

• Sarg, Erdbestattung

• Urnen-, Feuerbestattung,

Kolumbarium

• anonyme Bestattung

• See-, Flussbestattung

• Baum-, Wald-, Ruheforst-,

Friedwaldbestattung

• Individuelle Bestattungsarten

(Diamant-, Motorrad-, Weltraum-,

Luftbestattung)

• Mensch- mit Tierbestattung

Sprechen Sie uns jederzeit an, wir beraten

Sie unverbindlich und ausführlich

über alle Möglichkeiten.

Bestattungsvorsorge

Mit dem Gedanken an den eigenen Tod

geht jeder Mensch auf unterschiedliche

Weise um. Die meisten von uns sprechen

nicht gerne darüber- auch nicht mit

dem Partner oder der Familie. Dabei ist

es enorm wichtig gerade diese bei einem

plötzlichen Verlust zu entlasten, indem

Sie Ihre Wünsche und Vorstellungen zu

Lebzeiten für sich festlegen und diese

gegebenenfalls auch finanziell absichern

(Sterbegeldversicherung). Damit

nehmen Sie Ihren Angehörigen in der

schweren Zeit des Abschieds eine große

Last.

Bei einem persönlichen Beratungsgespräch,

welches selbstverständlich kostenlos

und unverbindlich ist, bieten wir

Ihnen die notwendige Unterstützung bei

der Planung Ihrer Bestattungsvorsorge

und beantworten alle offenen Fragen.

Zur Absicherung Ihrer Einlagen arbeiten

wir mit der Bestattungstreuhand GmbH.

Sprechen Sie uns einfach an!

Lohackerstr. 64 A

44867 Bochum-Westenfeld

Krayer Str. 24

44866 Wattenscheid-Leithe

Günnigfelder Str. 77

44866 Wattenscheid-Günnigfeld

Persönliche Beratung und Betreuung

Erd-, Feuer,- See-, Wald- und Individuelle Bestattungen / Vorsorge

24 Stunden erreichbar • Tel: 02327 / 3753210

E-Mail: kontakt@bestattungsteam.de • Webseite: www.bestattungsteam.de

61


Vorsorge

Wichtig für Sie: Frühzeitig Vorsorge treffen

Krankheit, Abschied und Sterben – das

sind Themen, mit denen man sich nicht

gerne befasst.

Im Hospiz St. Hildegard erleben wir jedoch

beinahe täglich, wie wichtig es ist,

sich zu überwinden und über diese Themen

nachzudenken. Jeder Mensch hat

Wünsche, hat eine Vorstellung davon,

wie eine Betreuung und Behandlung im

Fall einer schweren, unheilbaren Erkrankung

aussehen soll.

Es ist uns ein Anliegen, dass Sie diese

Wünsche und Vorstellungen schon

rechtzeitig formulieren. Das ist gut für Sie

und für die Menschen, die sich um Sie

kümmern – Ihre Familie, das Pflegepersonal,

Seelsorger und Ärzte.

Daher möchten wir Ihnen die Themen

Patientenverfügung‚ Vorsorgevollmacht

und Betreuungsverfügung ans Herz legen.

Auf unserer Website haben wir für Sie

dazu ein paar wichtige Informationen zusammengestellt.

Besuchen Sie unsere

Seite und erfahren Sie, wie Sie Vorsorge

treffen können: www.hospiz-st-hildegard.

de/pflege/vorsorge

62

IHRE SPENDE GIBT SICHERHEIT!

WIR BAUEN IN BOCHUM EIN NEUES FRAUENHAUS

FÜR

mehr starke Frauen

mehr selbstbewusste Mütter

mehr glückliche Kinder

www.caritas-bochum.de

SPENDENKONTO

Caritasverband

für Bochum und Wattenscheid

Kennwort: »Neues Frauenhaus«

Sparkasse Bochum

IBAN DE20 4305 0001 0001 5843 25


Inserentenverzeichnis

.

Liebe Leserinnen und Leser,

An dieser Stelle finden Sie als wertvolle

Orientierungshilfe eine Auflistung

leistungsfähiger Betriebe aus

Handel, Gesundheit, Gewerbe und

Industrie.

Für Ihre Übersicht ist die Liste Alphabetisch

geordnet und ermöglicht Ihnen

so ein schnelles Auffinden.

Alle diese Betriebe haben mit ihren

Anzeigen die kostenlose Verteilung

Ihrer Broschüre ermöglicht.

acuraBo Haushalts- und

Familienservice .......................... 50

Amts-Apotheke Bochum ..... 26 / U4

AOK NordWest ........................... U3

Bestattungen Treige ................... 61

Buchhaltungserfassung Eislebe ... 63

Care Center Deutschland GmbH

– Sanitätshaus ...................... 17 / U4

Caritas Bochum .................... 56 / 62

Der Paritätische ......................... U2

Klinik Sorpesee .................... 34 / 35

Kock Brillen .................................. 11

L.u.P. GmbH Laborund

Praxisservice ........................ 16

Orthopädieschuhtechnik

Rüdiger Schramm .................. 4 / 21

Pflegedienst

Sonnenschein GmbH ................. 55

Praxis für

Ergotherapie & Handrehabilitation

Nick Borgelt ........................... 36 / 37

Praxis für Krankengymnastik

und Physiotherapie Wolf .............. 7

Ruhr Hörakustik ........................... U2

Sanitätshaus Schock GmbH ...... 64

SBO Senioreneinrichtungen

Bochum GmbH ............................ 2

Spitzweg-Apotheke Bochum ...... 10

UNICEF ........................................ 5

Wohnstift Haus Lauenstein ........ 47

WW Studio Bochum ............... 12 / 13

Ziesche Grabmale ..................... 60

Buchhaltungserfassung

für kleine und mittlere

Betriebe

Nacherfassungen und Beratungen

Unsere Leistungen:

Lohn-Gehaltsbuchhaltung

lfd. Belegerfassung

GuV / BWA

Einkommenssteuer

Umsatzsteuer

Betriebsberatung

NEU:

Beratung und Hilfe

bei den

CORONA - Hilfen /

Überbrückungshilfen

Wir sind für Sie da,

schnell und kompetent.

Buchhaltungserfassung

Heinz Eislebe

Liboriusstr. 11 | 44807 Bochum

Tel.: 0234 - 9 50 40 01

Mail: hv-eislebe@t-online.de

Inserentenverzeichnis

U = Umschlagseite

63


Im Notfall

Im Notfall

Wichtige Notrufnummern

Es gibt Situationen, in denen die Gesundheit

in Gefahr ist und Menschen Hilfe

benötigen.

Auf dieser Seite listen wir wichtige Telefonnummern

auf, unter denen Sie im

Notfall Hilfe rufen oder wichtige Informationen

erhalten können.

Hausärztlicher Notdienst:

116 117

HNO-Ärztlicher Notdienst:

116 117

Augenärztlicher Notdienst:

116 117

Kinderärztlicher Notdienst:

116 117

Zahnärztlicher Notdienst:

02 34 / 77 00 55

Telefonseelsorge:

0800 / 111 0 111

0800 / 111 0 222

Quelle: Stadt Bochum

Eigene, wichtige Nummern:

Unser Appell: Bitte missbrauchen Sie

Notfall-Nummern nicht, sondern nutzen

Sie sie, wenn Bedarf besteht.

Corona-Hotline-Bochum:

0234 / 910 - 55 55

________________________

Polizei: 110

Apotheken-Notdienst:

________________________

Feuerwehr: 112

Rettungswagen: 112

Notarzt: 112

Krankentransporte: 1 92 22

Informationszentrale gegen Vergiftungen

der Uni-Klinik Bonn:

02 28 / 1 92 4 0 (rund um die Uhr)

Weitere Informationen gibt es auf der

Internetseite der Einrichtung

www.gizbonn.de

Welche Apotheke Notdienst hat, entnehmen

Sie der Tagespresse oder

dem Notdienstkalender auf der Internetpräsenz

der Apothekerkammer

Westfalen-Lippe

www.akwl.de

Allgemeiner Tierärztlicher

Notdienst

Für Kleintiere in Bochum, Herne &

Hattingen:

0 18 05 / 12 34 11

________________________

________________________

________________________

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Voßkuhle 39 a · 44141 Dortmund

Telefon: 0231 557175-0

info@sanitaetshaus-schock.de

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Unsere Fillialen in Bochum

Unterstraße 91 · 44892 Bochum · Telefon 0234 53088288

Alte Bahnhofstraße 202 · 44892 Bochum · Telefon: 0234 92563870

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Dr. Sabrina Schröder-Hickery e.K.

Alte Bahnhofstr. 82 . 44892 Bochum

Tel.: 0234 280717 . www.amtsapotheke.de

Öffnungszeiten:

Mo. - Fr.: 8:00 – 18:30 Uhr

Sa.: 8:30 – 13:00 Uhr

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» Orthesen & Prothesen

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Besuchen Sie uns!

Wir freuen uns auf Sie!

Sanitätshaus Bochum

Viktoriastraße 66-70

44787 Bochum

0234 5 876 640

bochum.mitte@care-center.de

mo - fr 8-18 Uhr | sa 9-13 Uhr

www.care-center.de

Fotos © iStock

Sanitätshaus am Bergmannsheil

Bürkle-de-la-Camp-Platz 2

44789 Bochum

0234 54 660 532

bochum.sued@care-center.de

mo - fr 8-16.30 Uhr

Sanitätshaus Witten

Medizinisches Centrum am Rheinischen Esel

Pferdebachstraße 16

58455 Witten

02302 8 790 650

witten.sued@care-center.de

mo, di, do 8-18 Uhr | mi, fr 8-15 Uhr | sa 9-13 Uhr

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