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10. Juni 2021

- Platz für hundert Boote im neuen Stadtbootshaus - Jetzt bricht Nagl den Bürgermeister-Rekord - SozialCard: Unterstützung jetzt auch für Kleinkinder - Eisenbahnkreuzungen sollen jetzt sicherer werden

- Platz für hundert Boote im neuen Stadtbootshaus
- Jetzt bricht Nagl den Bürgermeister-Rekord
- SozialCard: Unterstützung jetzt auch für Kleinkinder
- Eisenbahnkreuzungen sollen jetzt sicherer werden

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<strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong>, E-PAPER AUSGABE<br />

Getty<br />

Quelle: ZAMG<br />

25°<br />

Am Freitag<br />

gibt es einen<br />

ständigen Mix<br />

aus Wolken,<br />

Regen und Sonne.<br />

Am freundlichsten ist das<br />

Wetter noch am Vormittag.<br />

Rekord<br />

Heute ist Bürgermeister Siegfried Nagl<br />

(l.) mit Alfred Stingl gleichgezogen. Ab<br />

morgen ist er am längsten im Amt. 3<br />

Reform<br />

Jetzt gibt es auch Unterstützung für<br />

Kleinkinder: Heute wurde eine weitere<br />

Reform der SozialCard präsentiert. 4<br />

Erönet:<br />

Graz hat jetzt ein<br />

Stadtbootshaus<br />

LUEF, STADT GRAZ<br />

Am Fluss. Mit dem neuen Stadtbootshaus zwischen Radetzky- und Tegetthoffbrücke wird die Mur ein Stück weiter erlebbar. Nicht nur Kajak- und<br />

Kanuclub haben jetzt nämlich ein neues Zuhause, die Aussichtsplattform und vielen Sitzmöglichkeiten laden alle Grazer zum Verweilen ein. SEITE 2


2 graz<br />

www.grazer.at <strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong><br />

Die zuständige Landesrätin Juliane<br />

Bogner-Strauß freut sich. KANIZAJ<br />

35 Millionen für<br />

Kinderbetreuung<br />

■ In der heutigen Regierungssitzung<br />

der Landesregierung<br />

wurden wesentliche Erleichterungen<br />

bei der Errichtung von<br />

zusätzlichen Kinderbildungsund<br />

-betreuungseinrichtungen<br />

gesetzt. Der Bund hat für<br />

den Ausbau Zweckzuschüsse<br />

in Höhe von rund 22,9 Millionen<br />

Euro gewährt. Zusätzlich<br />

kommen vom Land Steiermark<br />

noch einmal zwölf Millionen<br />

Euro als Kofinanzierung hinzu,<br />

somit beträgt das Gesamtförderungsvolumen<br />

knapp 35 Millionen<br />

Euro (bis Sommer 2022).<br />

Die Corona-Zahlen sind seit gestern<br />

in Graz gleich geblieben. GETTY<br />

Corona-Zahlen<br />

in Graz & GU<br />

■ Die Grazer Corona-Zahlen<br />

sind seit gestern konstant geblieben.<br />

Die Sieben-Tages-Inzidenz<br />

liegt mittlerweile bei 25,8<br />

Fällen pro 100.000 Einwohnern<br />

(gestern waren es ebenfalls<br />

25,8) – 19,2 in Graz-Umgebung.<br />

Der Steiermark-Durchschnitt<br />

beträgt 20,7. Das höchste Infektionsgeschehen<br />

hat der Bezirk<br />

Voitsberg mit 33,3 – das niedrigste<br />

Liezen mit 3,8. Bisher sind<br />

308 Menschen in Graz im Zusammenhang<br />

mit einer Corona-<br />

Infektion gestorben, in GU 251.<br />

Große Eröffnung mit Sonne, Regen<br />

und Cevapcici SCHERIAU<br />

Platz für 100 Boote<br />

Stadtbootshaus erönet<br />

MUR-FINALE. Das Grazer Stadtbootshaus ist eröffnet.<br />

Das Projekt Grazern die Mur erlebbarer zu machen,<br />

damit vorerst beendet. Der Widerstand war sehr groß.<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

Erst zeigte sich Graz bei der<br />

Eröffnung des Stadtbootshaus<br />

am Marburger Kai von<br />

seiner sonnigen Seite, schließlich<br />

gibt es ab sofort auf dem Dach des<br />

Bootshauses die schönste Sonnenterrasse<br />

der Stadt, dann blinzelte<br />

sie nur mehr ein bisschen<br />

durch und dann gab‘s warmen<br />

Sommerregen und die Eröffnungsgäste<br />

zogen sich ins Haus<br />

zurück. Darunter Bürgermeister<br />

Siegfried Nagl, Sportstadtrat Kurt<br />

Hohensinner, Stadtpfarr-Probst<br />

Christian Leibnitz, Granitbau-<br />

Chef Günther Lederhaas und<br />

Gerhard Peinhaupt, Obmann des<br />

Kajak und Kanuclubs. Außerdem<br />

Nina Kuess und Rene Märzendorfer,<br />

die für die Architektur des<br />

Hauses verantwortlich sind. Und<br />

natürlich der Gastgeber Thomas<br />

Rajakovics, der dem mediteranen<br />

Flair der Mur gerecht werdend, bei<br />

der Eröffnung statt Brötchen Cevapcici<br />

servieren ließ.<br />

Bürgermeister Nagl: „Die Eröffnung<br />

dieses Stadtbootshauses<br />

ist ein ganz besonderer Moment<br />

in meinem politischen Leben.<br />

Es ist so etwas wie der vorläufige<br />

Schlußstein dieses doch ziemlich<br />

großen Projekts, das in jeder<br />

Phase auch großen Widerstand<br />

in der Planung hatte, aber das<br />

am Ende immer alle überzeugt<br />

und so glaube ich, auch versöhnt<br />

hat.“ Begonnen hat die „Öffnung<br />

der Mur für die Grazer“ mit der<br />

Auwiese, den Grillplätzen an der<br />

Mur, dem Bootsverleih. Dann<br />

kam die Marina Grünanger, das<br />

Feuerwehrbootshaus, das auch<br />

Sützpunkt für die Stand-Up-<br />

Paddler ist, dann die immer beliebter<br />

werdende Augartenbucht<br />

und jetzt das Stadtbootshaus als<br />

vorläufiger Schlußpunkt.<br />

Nagl: „Wir haben Platz für zirka<br />

hundert Boote geschaffen. Ich<br />

kann nur sagen man wird sich beeilen<br />

müssen, wenn man an dieser<br />

Stelle sein Boot einstellen möchte.“<br />

Das Stadtbootshaus misst 205<br />

Quadratmeter und hat 1,6 Millionen<br />

Euro gekostet. Nagl bedankte<br />

sich auch beim Regierungspartner<br />

Mario Eustacchio, der mithalf das<br />

Murprojekt umzusetzen.<br />

Nagl abschließend: „Ich freue<br />

mich auf viele Wikinger und Kajakund<br />

Kanu-Sportler. Herzlich willkommen<br />

in unserem Stadtbootshaus<br />

und alles Gute!<br />

Auf dem Bootshausdach: Schönste<br />

Sonnenterrasse der Stadt. SCHERIAU<br />

Auf zum fröhlichen<br />

Paddeln: Thomas<br />

Rajakokvics, Kurt<br />

Hohensinner, Gerhard<br />

Peinhaupt<br />

und Siegfried Nagl<br />

(v.l.)<br />

SCHWERIAU


<strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 3<br />

Jetzt bricht Nagl den Rekord<br />

GRATULATION. Ab morgen ist Siegfried Nagl der am längsten dienende Bürgermeister der Stadt Graz.<br />

Mit 6652 Tagen im Amt überholt er seinen Vorgänger Alfred Stingl, von dem er 2003 übernommen hat.<br />

Bürgermeister Siegfried Nagl (l.) und Vorgänger Alfred Stingl bei der Amtsübergabe<br />

am 27. März 2003. Seither sind 6651 Tage vergangen.<br />

STADT GRAZ<br />

Von Verena Leitold<br />

verena.leitold@grazer.at<br />

Genau 6651 Tage war Altbürgermeister<br />

Alfred<br />

Stingl von der SPÖ im<br />

Amt. Heute ist Siegfried Nagl<br />

(ÖVP) mit seinem Vorgänger<br />

gleichgezogen. Heißt: Ab morgen<br />

ist er der am längsten dienende<br />

Bürgermeister der Stadt<br />

Graz. Nagl selbst kann es selbst<br />

nicht glauben wie schnell die<br />

Zeit vergeht: „Als Bürgermeister<br />

darf ich jeden Tag für andere<br />

Menschen da sein - genau das ist<br />

das Schöne an meinem Beruf! Mit<br />

Menschen die mich unterstützen,<br />

die mir das Vertrauen aussprechen,<br />

die helfen unsere Stadt zu<br />

entwickeln und den vielen engagierten<br />

Grazerinnen und Grazern<br />

ist es uns gelungen bereits<br />

hunderte lebenswerte Projekte<br />

umzusetzen. Ich habe noch viele<br />

Visionen für Graz und werde weiterhin<br />

mit großer Freude an der<br />

Umsetzung dieser arbeiten.“<br />

Rückblick<br />

In den mittlerweile 18 Jahren<br />

hat Nagl mit Walter Ferk (SPÖ),<br />

Lisa Rücker (Grüne), Martina<br />

Schröck (SPÖ), Elke Kahr<br />

(KPÖ) und nun Mario Eustacchio<br />

(FPÖ) – und damit allen im<br />

Gemeinderat sitzenden Parteien<br />

außer den Neos koaliert. Die einschneidensten<br />

Erlebnisse waren<br />

die Amok-Fahrt im Jahr 2015 und<br />

natürlich jetzt die Corona-Krise.<br />

Visionen wie das Murkraftwerk,<br />

Reininghaus und Smart City,<br />

aber auch Mur-Gondel, Olympia-<br />

Bewerbung und aktuell die Mini-<br />

Metro prägten seine Amtszeit.<br />

Zweimal Verwaltungspreis für Graz<br />

AUSGEZEICHNET. Beim diesjährigen Österreichischen Verwaltungspreis räumte Graz gleich doppelt<br />

ab: Die Geriatrischen Gesundheitszentren und die Stadtbibliothek Graz freuen sich über den Preis.<br />

Mit ihrer innovativen Patientenversorgung<br />

im Corona<br />

Lockdown konnten<br />

sich die Geriatrischen Gesundheitszentren<br />

der Stadt Graz (GGZ)<br />

in der Kategorie „Die Corona-<br />

Krise als Innovationstreiberin“<br />

durchsetzen. Das Projekt „Dingeborg“<br />

der Stadtbibliothek hatte in<br />

der Kategorie „Ökologische Nachhaltigkeit“<br />

die Nase vorne. 167<br />

Projekte wurden für den Österreichischen<br />

Verwaltungspreis eingereicht,<br />

den Vizekanzler Werner<br />

Kogler im Rahmen einer Online-<br />

Veranstaltung am 8. <strong>Juni</strong> vergab.<br />

Trotz Lockdown-bedingter<br />

Schließungen fanden die GGZ einen<br />

Weg, um mit älteren Menschen<br />

auch über Distanz in Kon-<br />

takt zu bleiben und entwickelten<br />

ein Versorgungsmodell das von<br />

Telebetreuung und digital unterstützter<br />

therapeutischer Betreuung<br />

bis zu postalischer und<br />

elektronischer Zusendung von<br />

Therapiematerial reicht.<br />

DINGEBORG ist der Name der<br />

neuen Serviceleistung der Stadtbibliothek<br />

Graz, die nicht nur<br />

Bücher und Medien, sondern<br />

auch Dinge zum Verleih anbietet.<br />

Werkzeuge, Küchengeräte,<br />

Sportartikel und vieles mehr<br />

stehen zum Ausborgen bereit –<br />

ganz im Sinne des gemeinsamen<br />

Konsums, der Sharing Economy<br />

und nach dem Motto: Mehr leihen,<br />

weniger kaufen. Mehr dazu<br />

auf graz.at.<br />

Akkuschrauber, VR-Brille oder Spiegelreflexkamera: In der DINGEBORG der<br />

Stadtbibliothek Graz findet man all das und mehr zum Ausleihen. STADTBIBLIOTHEK<br />

NACHRICHTEN AUS DEM RATHAUS<br />

ENTGELTLICHE KOOPERATION


4 graz<br />

www.grazer.at <strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong><br />

Unterstützung für Kleinkinder<br />

NEU. Bis jetzt konnten nur Eltern von Kindern, welche bereits die Schule besuchen, von der Grazer<br />

SozialCard profitieren. Nun gibt es den Kleinkinderzuschuss, der für jedes Kleinind 40 Euro bringt.<br />

Von Nina Wiesmüller<br />

nina.wiesmueller@grazer.at<br />

Die SozialCard ist ein wichtiger<br />

Beitrag, wenn es darum<br />

geht, einkommensschwache<br />

Grazer und deren<br />

Familien zu unterstützen. Seit<br />

einiger Zeit liegt der Fokus nun<br />

verstärkt auf den kleinsten der<br />

Gesellschaft. So wurde beispielsweise<br />

im April diesen Jahres die<br />

Möglichkeit der Gratis-Vereinsmitgliedschaft<br />

in Sportvereinen<br />

für Kinder von SozialCard-Beziehern<br />

eingeführt. Dieses Angebot<br />

wurde so gut aufgenommen,<br />

dass man nun noch einen Schritt<br />

weitergehen möchte.<br />

Kleinkinderzuschuss<br />

Nun wird mit Beschluss im kommenden<br />

Gemeinderat eine weitere<br />

Leistung hinzugefügt: der<br />

Kleinkinderzuschuss. Dieser ist<br />

für all jene Familien gedacht,<br />

welche Kinder im nichtschulpflichtigen<br />

Alter haben. Diese<br />

konnten bis jetzt nämlich noch<br />

keine Leistungen beziehen, was<br />

man nun ändern möchte. „Bis<br />

dato wurden im Rahmen der SozialCard<br />

nur Kinder unterstützt,<br />

die bereits die Schule besuchen.<br />

Wir alle wissen aber, dass Eltern<br />

gerade auch im Kleinkindalter<br />

mit vermehrten Kosten zu<br />

kämpfen haben. Diese Lücke<br />

schließen wir jetzt“, so Jugend-,<br />

Familien- und Sozialstadtrat-<br />

Kurt Hohensinner. Geplant sind<br />

40-Euro-Gutscheine für insgesamt<br />

rund tausend Kinder.<br />

Die Erweiterung der Sozial-<br />

Card ist der schwarz-blauen Koalition<br />

schon lange ein Anliegen.<br />

„Ich möchte, dass Graz eine<br />

Stadt ist, in der alle Kinder ihre<br />

Talente und Stärken bestmöglich<br />

entfalten können. Der finanzielle<br />

Hintergrund der Eltern darf<br />

dabei nicht die entscheidende<br />

Rolle spielen“, so Hohensinner.<br />

Dass viele Familien und Kinder<br />

finanzielle Unterstützung benötigen,<br />

belegen auch die Zahlen.<br />

So geht beispielsweise die<br />

Volkshilfe anhand ihrer Studi-<br />

Sozialstadtrat Kurt Hohensinner (l.) und FPÖ-Klubobmann Armin Sippel sind<br />

zufrieden über die Reform der SozialCard, die nun noch mehr Grazer unterstützt.<br />

Mit der Reform der SozialCard sollen nun auch Eltern von Kindern, die noch<br />

nicht im schulpflichtigen Alter sind finanziell unterstützt werden.<br />

GETTY<br />

en davon aus, dass in Österreich<br />

rund jedes fünfte Kind armutsgefährdet<br />

ist und ein Drittel aller<br />

Mindestsicherungsbezieher<br />

Kinder hat. Somit besteht dringender<br />

Handlungsbedarf. „Die<br />

Sozialpolitik ist der Rathauskoalition<br />

ein zentrales Anliegen. Im<br />

Rahmen dieser Stadtregierung<br />

haben wir die SozialCard massiv<br />

aufgewertet, die Einführung des<br />

Kleinkinderzuschuss ist ein weiterer<br />

klarer Schritt in diese Richtung“,<br />

so FPÖ-Klubobmann Armin<br />

Sippel.<br />

Gutscheine<br />

Die Ausgabe des Kleinkinderzuschuss<br />

erfolgt unbürokratisch<br />

und einfach in Form von zweckgebundenen<br />

Sachgutscheinen<br />

von Sodexo. Geplant sind rund<br />

25 Einlösestellen, die besonders<br />

auf die Bereiche Kindermode<br />

und –bekleidung, sowie Kinderzubehör<br />

jeglicher Art fokussieren,<br />

unter anderem Babyrella,<br />

C&A, H&M, Zwergperten, Müller<br />

Drogeriemarkt, etc. Um diese<br />

Gutscheine zu erhalten ist keine<br />

gesonderte Online-Anmeldung<br />

erforderlich. Der Versand der<br />

Gutscheine erfolgt gemeinsam<br />

mit der Schulbeihilfe Ende August,<br />

Anfang September.<br />

Reform in 3 Schritten<br />

Die Reform der SozialCard ist<br />

eines der großen Leitprojekte<br />

der schwarz-blauen Rathaus-<br />

Koalition im Sozialbereich, mit<br />

dem Ziel mehr Treffsicherheit,<br />

Passgenauigkeit und Zweckmäßigkeit<br />

zu erreichen. Die Reform<br />

lässt sich in drei Säulen<br />

gliedern: Bezieherkreis, Struktur<br />

und Inhalt. So wurden unter<br />

anderem die Zugangskriterien<br />

adaptiert und die Online-Beantragung<br />

niederschwelliger gestaltet.<br />

derGrazer<br />

IMPRESSUM: „der Grazer“ – Unabhängige Wochenzeitung für Graz und Umgebung | Erscheinungsort: Graz | HERAUSGEBER, HERSTELLER & MEDIENINHABER: Media 21 GmbH, Gadollaplatz 1, 8010 Graz; Tel. 0 316/23 21 10<br />

| GESCHÄFTSFÜHRUNG/REDAKTION: Gerhard Goldbrich | CHEFREDAKTION/PROKURA: Tobit Schweighofer (DW 2618) | REDAKTION: Verena Leitold (Leitung E-Paper & Online, 0664/80 666 6691), Vojo Radkovic (0664/<br />

80 666 6694), Valentina Gartner (0664/80 666 6890), Fabian Kleindienst (0664/80 666 6538), Julian Bernögger (0664/80 666 6690), Nina Wiesmüller (0664/80 666 6918), Redaktion -Fax-DW 2641, redaktion@grazer.at<br />

| ANZEIGENANNAHME: Fax 0 316/23 21 10 DW 2627, verkauf@grazer.at | VERKAUF: Michael Midzan (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6891), Selina Gartner (Verkaufsleitung, 0664/80 666 6848), Robert Heschl (0664/<br />

80 666 6897), Mag. Eva Semmler (0664/80 666 6895) | OFFICE MANAGEMENT: Pia Ebert (0664/80 666 6490) | PRODUKTION: Burkhard Leitner | VERBREITETE AUFLAGE PRINT: 175.928 (Der Grazer, wö, ÖAK 2.HJ 2020). | OFFENLEGUNG:<br />

Die Informationen gemäß § 25 MedienG können unter www.grazer.at/gz/offenlegung-impressum abgerufen werden.


<strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 5<br />

Sichere Eisenbahnkreuzungen<br />

POSITIV. Zum internationalen Tag für mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen, können die ÖBB<br />

mit Good News aufwarten: Die Unfälle an Bahnkreuzungen gehen zurück, man setzt auf Aufklärung.<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

Am <strong>10.</strong> <strong>Juni</strong> wird jedes Jahr<br />

der internationale Tag für<br />

mehr Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen<br />

abgehalten und<br />

dabei wird bei den Bahngesellschaften<br />

Bilanz gezogen. Obwohl<br />

die Sicherheit im Netz der ÖBB<br />

steigt und die Unfallzahlen sinken,<br />

gab es vergangenes Jahr insgesamt<br />

leider dennoch 66 Zusammenpralle<br />

bzw. Unfälle an Eisenbahnkreuzungen,<br />

einige davon leider<br />

auch mit tödlichem Ausgang. Der<br />

Rückgang gegenüber dem Jahr<br />

2019 (achtzig Unfälle) beträgt rund<br />

zwanzig Prozent, gegenüber 2010<br />

(109 Unfälle) mit vierzig Prozent.<br />

In der Steiermark gab es 2020 acht<br />

Zusammenstöße, einer davon endete<br />

tödlich.<br />

Die häufigsten Unfallursachen,<br />

so die Österreichischen Bundesbahnen<br />

(ÖBB) zum Tag der Sicherheit,<br />

sind Unachtsamkeit und<br />

Ablenkung der Straßenverkehrsteilnehmer.<br />

Auch Gewohnheit<br />

macht blind: Gerade ortsansässige<br />

Personen, die täglich Eisenbahnkreuzungen<br />

queren, sind besonders<br />

gefährdet. Ignorieren<br />

Autofahrer Stopptafeln oder Lichtzeichenanlagen<br />

mit oder ohne<br />

Schranken an Eisenbahnkreuzungen,<br />

endet das oftmals böse. Denn<br />

Züge können weder ausweichen,<br />

noch zeitgerecht vor einem plötzlich<br />

auftretenden Hindernis stehen<br />

bleiben.<br />

Mit 1.595 ist die Mehrheit der<br />

Eisenbahnkreuzungen technisch<br />

gesichert – sie sind also mit einem<br />

Lichtzeichen und/oder Schranken<br />

ausgerüstet. Zusätzlich werden<br />

auch weitere technische Maßnahmen<br />

gesetzt, um die Sicherheit an<br />

Mitarbeiter der Bundesbahnen verteilen jetzt spezielle Flyer in denen die Verkehrsteilnehmer<br />

Tipps erhalten, wie man sich bei Bahnkreuzungen zu verhalten hat. ÖBB<br />

Eisenbahn-Kreuzungen zu erhöhen.<br />

☞ Die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen<br />

☞ Die technische Sicherung von<br />

Eisenbahnkreuzungen (d.h. eine<br />

Sicherung durch Lichtzeichenanlage<br />

mit oder ohne Schranken)<br />

☞ Die Sensibilisierung vor den<br />

möglichen Gefahren<br />

☞ Rotlichtüberwachung – Überwachung<br />

der Beachtung des Rotlichtes<br />

durch Verkehrsteilnehmer<br />

an den Eisenbahnkreuzungen.<br />

Straßenverkehrsteilnehmer:innen<br />

an Eisenbahnkreuzungen<br />

BEZAHLTE ANZEIGE DES LANDES STEIARMARK; BILD: GETTYIMAGES.AT / FERRANTRAITE<br />

Steiermark<br />

impft.<br />

Eine Corona-Schutzimpfung schützt nicht nur<br />

unsere Gesundheit. Sie ist der Weg zurück in<br />

unser normales Leben. Die Schutzimpfung ist<br />

gratis und sicher.<br />

!<br />

Ab Mai kommen alle impfwilligen 50- bis 65-Jährigen an die<br />

Reihe: Bitte melden Sie sich unter www.steiermarkimpft.at an!<br />

Mehr erfahren Sie auch unter www.impfen.steiermark.at<br />

Allgemeine Coronavirusinformationen erhalten Sie telefonisch<br />

über die Hotline der AGES unter 0800 555 621


6 graz<br />

www.grazer.at <strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong><br />

C H R O N I K<br />

Blaulicht<br />

Report<br />

✏ julian.bernoegger@grazer.at<br />

Glas zerschossen:<br />

Täter geschnappt<br />

■ Wie berichtet, kam es Anfang<br />

April zu einer ganzen Reihe von<br />

Sachbeschädigungen in Graz<br />

und Umgebung. Nach derzeitigem<br />

Ermittlungsstand wurden<br />

insgesamt 57 Bushaltestellen<br />

und Wartehäuschen beschädigt.<br />

In den meisten Fällen wurden<br />

Glasscheiben mit CO 2<br />

-Waffen<br />

eingeschossen. Die Schadenssumme<br />

dürfte dabei weit über<br />

40.000 Euro betragen. Ermittler<br />

des Landeskriminalamts konnten<br />

nun vier Tatverdächtige Grazer<br />

ausforschen. Nach einem<br />

anonymen Hinweis wurden<br />

intensive Ermittlungen gegen<br />

eine 19-Jährige, einen ebenfalls<br />

19-Jährigen und zwei 18-Jährige<br />

geführt. In der Folge kam es zu<br />

Die vier verdächtigen Grazer (18 bis 19) sollen mindestens 57 Bushaltestellen<br />

in Graz und Umgebung, mit C0 2<br />

-Pistolen zerschossen haben. ANKÜNDER/SCHERIAU<br />

mehreren Hausdurchsuchungen.<br />

Dabei fanden die Ermittler<br />

auch die mutmaßlichen Tatwaffen,<br />

zwei CO 2<br />

-Pistolen, samt<br />

3000 Stück der dazugehörigen<br />

Munition in Form von kleinen<br />

Stahlkugeln. Die vier Verdächtigen<br />

zeigten sich bei ihren Vernehmungen<br />

zum Großteil geständig.<br />

Als Motiv nannten Sie<br />

meistens Langeweile aufgrund<br />

der damaligen Corona-Situation<br />

und Hass auf ehemalige Arbeitgeber<br />

an. Sie werden nun auf<br />

freiem Fuß angezeigt.<br />

Burschen schossen<br />

in Graz auf Mann<br />

■ Drei Jugendliche aus Graz<br />

(14 bis 15 Jahre alt) stehen im<br />

Verdacht, gestern im Bezirk<br />

Geidorf einen 25-Jährigen mit<br />

einem Softair-Gewehr angeschossen<br />

zu haben. Die Burschen<br />

sollen gegen 19 Uhr aus<br />

dem Fenster einer Wohnung<br />

im ersten Stock auf ihr Opfer<br />

geschossen haben. Der<br />

25-Jährige wurde dadurch unbestimmmten<br />

Grades verletzt.<br />

Die Polizei wurde gerufen und<br />

hielt eine Nachschau in der<br />

Wohnung. Dabei fanden die<br />

Beamten zwei Softair-Waffen,<br />

eine Steinschlosspistole und<br />

einen Säbel. Gegen den Vater<br />

des 14-jährigen Beteiligten<br />

und gegen die Jugendlichen<br />

selbst wurde ein vorläufiges<br />

Waffenverbot ausgesprochen.<br />

Autolenkerin fuhr<br />

gegen Läuferin<br />

■ Gestern Vormittag kam es<br />

in Unterpremstätten im Bezirk<br />

Graz-Umgebung zu einem<br />

Unfall: Eine 31-jährige<br />

Läuferin war gerade auf einem<br />

Fußgängerübergang, als<br />

sie von einem Pkw, gelenkt<br />

von einer 66-Jährigen, erfasst<br />

wurde. Die Frau erlitt bei dem<br />

Unfall schwere Verletzungen.<br />

Sie wurde von einem Notarzt<br />

erstversorgt und musste anschließend<br />

ins Grazer UKH<br />

eingeliefert werden.<br />

Was macht Mode nachhaltig?<br />

DENK AN MORGEN. Im Rahmen der Aktion „Denk an morgen“, hat sich die ShoppingCity Seiersberg<br />

die Frage gestellt, was Mode nachhaltig macht. Antworten dazu im aktuellen Blogpost.<br />

Die falsche Herstellung<br />

von Kleidung schadet der<br />

Umwelt enorm. Glücklicherweise<br />

gibt es immer mehr<br />

Unternehmen, die besonderen<br />

Wert auf Nachhaltigkeit und umweltfreundliche<br />

Herstellung von<br />

Kleidung legen. Hier sind einige<br />

Faktoren, die Sie in Ihrem Umgang<br />

mit Mode berücksichtigen<br />

sollten.<br />

Fashion Basics<br />

Setzen Sie beim Kauf Ihrer Mode<br />

gezielt auf zeitloses Design und<br />

kombinationsstarke Fashion Basics.<br />

Kaufen Sie Kleidungsstücke,<br />

welche Sie längerfristig tra-<br />

gen und nicht sofort entsorgen.<br />

Wenn Sie ein Teil nicht mehr be-<br />

nötigen lohnt sich der Gedanke<br />

des Verkaufs.<br />

Farben & Hilfsstoffe<br />

Wichtig bei nachhaltiger Kleidung<br />

ist nicht nur die umweltfreundliche<br />

Herstellung, son-<br />

dern auch die Gesundheit der<br />

Menschen, die mit ihr umgehen.<br />

Einige Substanzen, welche der<br />

Gesundheit nachweislich schaden,<br />

sind durch klare Vorschrif-<br />

ten verboten. Um sich gegen<br />

Verstöße hierbei zu schützen, ist<br />

es wichtig neu gekaufte Kleidung<br />

vor der erstmaligen Verwendung<br />

zu waschen. Achten Sie hierbei<br />

auf Zertifikate wie das Öko Tex<br />

100 Standard oder das des GOTS.<br />

Mehr Infos auf unserem BLOG.<br />

Die ShoppingCity Seiersberg denkt an morgen und beschäftigt sich mit der<br />

Frage, was Kleidung nachhaltig macht.<br />

ADOBE STOCK<br />

NEWS AUS DER SHOPPINGCITY SEIERSBERG<br />

ENTGELTLICHE KOOPERATION


<strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

Die Eisperle feiert den<br />

vierten Geburtstag<br />

EIS EIS BABY. Es war die erste steirische vegane Eisdiele,<br />

als vor 4 Jahren die „Eisperle“ in Graz öffnete.<br />

Mariane Leyacker glaubte<br />

felsenfest an ihre Idee von<br />

einer veganen Eisdiele,<br />

als sie vor vier Jahren, nach fast zwei<br />

Jahren Tüfteln im Keller mit einer<br />

ausgeborgten Eismaschine startete.<br />

Aus der Idee entstand eine Erfolgsgeschichte<br />

und jetzt feiert die<br />

„Eisperle“ ihren vierten Geburtstag.<br />

Gestartet mit dem Shop in der<br />

Kaiserfeldgasse – heute sind es vier<br />

Shops, die die Kunden täglich mit<br />

hochwertigem Eis verwöhnen. An<br />

ihrem Qualitätsanspruch bei den<br />

Zutaten (regional, bio, frisch) hält<br />

sie unerschütterlich fest – bis heute<br />

bezieht sie die frischen Früchte<br />

vom selben Bauern wir in den Anfangstagen.<br />

Egal, ob Kuchen, Kekse,<br />

Saucen, alles wird handgemacht!<br />

Mit einem 8-köpfigen Team ist sie<br />

2017 gestartet, heute sind es 54 Mitarbeiter!<br />

VOJO<br />

Die Eisperle will das beste Eis der<br />

Stadt für Eisschlecker kreieren . KK<br />

graz 7<br />

5h<br />

GRAZ<br />

Graz liegt bekanntlicherweise<br />

südöstlich des Alpenrandes<br />

und ist dadurch<br />

klimatisch begünstigt: relativ<br />

milde Winter und warme<br />

Sommer zeichnen das Bild.<br />

Durchschnittlich scheint in<br />

Graz an fünf Stunden pro Tag<br />

die Sonne. Anders sieht es in<br />

der nordirischen Hauptstadt<br />

SONNENSTUNDEN<br />

/Tag 3,6h<br />

BELFAST<br />

Belfast, die ungefähr gleich<br />

einwohnerstark ist wie Graz,<br />

aus. Die Stadt ist ja bekannt<br />

für ihr regnerisches Klima.<br />

Im Durchschnitt scheint dort<br />

an knapp vier Stunden pro<br />

Tag die Sonne. Am sonnigsten<br />

ist der Belfaster Mai mit<br />

über sechs Sonnenstunden<br />

pro Tag.<br />

GRAZ IM STÄDTEVERGLEICH<br />

GETTY IMAGES<br />

DR. PHIL. NAT. MATTHIAS KAMBER –<br />

GRAZER SPORTMONTAG #9<br />

EHEMALIGER DOPINGBEKÄMPFER<br />

JOHNNY<br />

ERTL – MODERATOR &<br />

EX-FUSSBALLPROFI<br />

KAMPF GEGEN DOPING<br />

Der ehemalige Dopingbekämpfer Dr. phil. nat. Matthias Kamber<br />

im Gespräch mit Moderator & Ex-Fußballprofi Johnny Ertl<br />

14. 6. <strong>2021</strong> | 19.30 UHR<br />

RAIFFEISEN SPORTPARK<br />

Verpflichtende Anmeldung über Venuzle:<br />

book.venuzle.at/lets-go-graz/courses/61<br />

Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Graz


8 graz<br />

www.grazer.at <strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong><br />

„Grazer“-Geschäftsführer Gerhard Goldbrich (l.) diskutierte mit Fußballverband-Präsident Wolfgang Bartosch über die Situation der Vereine im Grazer Amateurfußball.<br />

STFV-Präsident Wolfgang Bartosch:<br />

Corona wird zum Problem<br />

im Nachwuchsfußball<br />

KK<br />

SPORTLICH. Der Grazer Sporttalk stand diesmal im Zeichen des Grazer Fußballs. Der Präsident des steirischen<br />

Fuballverbandes Wolfgang Bartosch sprach über kleine Vereine, Jugend und die Stadionfrage.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Die Corona-Pandemie führte<br />

im vergangenen Jahr zu<br />

großen Schwierigkeiten<br />

im Sportbereich, so auch im Grazer<br />

Fußball. Lange waren keine<br />

Trainings im Amateurbereich<br />

möglich, schlussendlich musste<br />

auch die Saison vorzeitig beendet<br />

werden. „Es ist wirklich sehr<br />

sehr schwer, einen solchen Amateurverein<br />

in Graz am Leben zu<br />

erhalten“, betonte der Präsident<br />

des steirischen Fußballverbandes<br />

Wolfgang Bartosch, der selbst<br />

lange Obmann des ASV Gösting<br />

war. „Wir haben mit dem SK<br />

Sturm ein tolles Aushängeschild,<br />

wir haben den GAK, der auch<br />

sensationell wieder in den Profifußball<br />

zurückgekehrt ist. Aber<br />

dahinter haben wir ein Loch, und<br />

das ist größer als je zuvor.“ Der<br />

nächste Grazer Verein käme mit<br />

Andritz dann erst in der sechsten<br />

Leistungsstufe. Als besondere<br />

Probleme ortete Bartosch fehlende<br />

Sponsoren und Kosten der Infrastruktur.<br />

Immerhin, die Corona-Krise<br />

habe die kleinen Teams auch<br />

aufgrund vorhandener Unterstützungsleistungen<br />

nicht so<br />

schwer getroffen. „Der besondere<br />

Schaden ist der Rückgang<br />

der Nachwuchsspielerinnen und<br />

Nachwuchsspieler. Wir haben das<br />

statistisch erhoben und derzeit<br />

rund 27 Prozent weniger Anmeldungen<br />

von Kindern und Jugendlichen.<br />

Das sind alarmierende<br />

Zahlen und ob wir das aufholen<br />

können, wird sich weisen.“ Nicht<br />

zuletzt deshalb plädierte Bartosch<br />

am Montag für eine Ausweitung<br />

des Frauenfußballs: „Die Zukunft<br />

im Fußball ist auch weiblich.“<br />

Zwei Stadien<br />

Angesprochen auf die immer<br />

wieder laut werdenden Disukssionen<br />

zu einem zweiten Stadion<br />

in Graz nannte Bartosch Linz als<br />

Vorbild: „Da wird es ein zweites,<br />

kleineres Stadion geben.“ Für den<br />

GAK sei beispielsweise eines mit<br />

um die 6.000 Plätzen überlegenswert.<br />

„Wirtschaftlich ist aber nicht<br />

denkbar, dass das in den nächsten<br />

Jahren passiert.“ Daher müsse<br />

man aus dem aktuellen Stadion<br />

in Liebenau noch das Maximum<br />

herausholen.<br />

Einen gemeinsamen Vorgang<br />

befürwortete der STFV-Präsident<br />

auch, als Moderator und<br />

„Grazer“-Geschäftsführer Gerhard<br />

Goldbrich das Thema auf<br />

die Jugend-Akademien brachte.<br />

Sollte der GAK aufsteigen, werde<br />

eine solche gebraucht, aktuell kooperieren<br />

Sturm, Hartberg und<br />

der Fußballverband. „Nach aktuellem<br />

Statut dürfen nur maximal<br />

zwei Vereine eine Kooperation<br />

mit dem Fußballverband haben,<br />

es wäre also gar kein Platz für den<br />

GAK“, erzählt Bartosch. Aber: „Wo<br />

ein Wille, da ein Weg!“ Der GAK<br />

wolle wohl im kommenden Jahr<br />

eine Akademie bilden. „Da müssen<br />

wir einen neuen Weg finden.“<br />

Besonders wichtig, um in der<br />

Jugendarbeit weiter erfolgreich zu<br />

sein, sei die Kooperation in Schulen.<br />

Und, dass viele Jugendliche<br />

auch an die kleinen Grazer Vereine<br />

andocken. Bartoschs Tipp für<br />

junge Spieler: „Lebt euren Traum,<br />

solange es Spaß macht.“


<strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 9<br />

Jetzt<br />

mitdiskutieren<br />

www.facebook.com/derGrazer<br />

Kopfhörer sind das<br />

Problem<br />

Ich versteh beide Seiten,<br />

nur finde ich es in<br />

der Stadt sehr extrem,<br />

da sehr viele Läufer mit<br />

Kopfhörern laufen und<br />

meistens nur auf eine<br />

Seite schauen und nicht<br />

den Flow unterbrechen<br />

möchten. Das ist extrem<br />

gefährlich! Ich fahr<br />

viermal die Woche in<br />

die Innere Stadt und<br />

vor allem in der Früh<br />

ist bei jedem Abbiegen<br />

die Angst dabei das einer<br />

aus dem Stadtpark<br />

läuft, die Straße queren<br />

möchte und nur auf eine<br />

Seite schaut.<br />

Eva Jantscher<br />

* * *<br />

Öfters kontrollieren<br />

Der Verkehr in Graz ist<br />

richtig zach! Ich habe<br />

das oft schon beobachtet,<br />

dass bei einem Zebrastreifen<br />

die meisten<br />

Autofahrer nicht stehen<br />

bleiben, obwohl dort<br />

eine Wohnsiedlung ist,<br />

wo viele Kinder und<br />

auch alte Menschen leben.<br />

Dort muss man öfters<br />

kontrollieren, dann<br />

würde man das Problem<br />

Sandro<br />

Scirtuicchio<br />

Meistkommentierte<br />

Geschichte<br />

des Tages<br />

* * *<br />

sicher<br />

in Griff<br />

b e -<br />

kommen.<br />

Fahren ohne Schauen<br />

Autolenker sowie auch<br />

E-Scooter Fahrer, Jogger<br />

und Radfahrer schauen<br />

nicht beziehungsweise<br />

fahren einfach, ohne<br />

stehen zu bleiben. Vor<br />

allem Radfahrer fahren<br />

oft einfach so über den<br />

Gehweg.<br />

Marion Nestler<br />

Erneuter Unfall<br />

auf Schutzweg<br />

Schon wieder kam es zu einem<br />

Unfall auf einem Schutzweg.<br />

Am Mittwochmorgen wurde eine<br />

31-jährige Joggerin aus dem Bezirk<br />

Graz-Umgebung in Unterpremstätten<br />

von einer 66-jährigen PKW-Lenkerin<br />

mit dem Auto niedergestoßen.<br />

Sie wurde schwer verletzt und nach<br />

der Erstversorgung ins UKH Graz<br />

eingeliefert. Unsere Leser teilten<br />

uns ihre Meinungen wie immer auf<br />

Facebook mit.<br />

REAKTIONEN & KOMMENTARE<br />

Weitere Infos:<br />

www.citypark.at<br />

7. – 19. JUNI <strong>2021</strong><br />

Anmelden,<br />

Rechnung<br />

hochladen &<br />

Gutscheine<br />

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DIE GEWINNER VOM 9.6.<br />

Daniela S., Graz, ROMA Friseurbedarf (€ 50,– Gutscheine)<br />

Markus H., Hitzendorf, Deichmann (€ 40,–)<br />

Martina S., Graz, Esprit (€ 110,– Gutscheine)


10 graz<br />

www.grazer.at <strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong><br />

Kathy sucht<br />

ein Zuhause<br />

Grazer<br />

Pfoten<br />

Kathy ist anfangs noch ängstlich. Fühlt sie sich wohl, spielt sie gerne. KK<br />

Kathy ist mit einem Jahr eine dem ist sie eine reine Wohnungskatze.<br />

Wer schenkt der<br />

noch sehr junge Katze. Sie<br />

ist noch sehr ängstlich, prinzipiell<br />

aber eine liebe Katze. Hat<br />

jungen Katze ein Zuhause?<br />

man sie erst einmal für sich - 1 Jahr<br />

gewonnen, ist sie verspielt und - weiblich<br />

kuschelt auch recht gerne mit - Wohnung<br />

ihren Menschen. Weil Kathy<br />

Gesellschaft eines Artgenossen Kontakt: Arche Noah<br />

braucht, wird sie nur zu einer www. aktivertierschutz.at<br />

Zweitkatze vermittelt. Außer-<br />

Tel. 0676/84 24 17 437<br />

BOTSCHAFTER DES GRAZER SPORTJAHRES<br />

Dominik Vukadin<br />

Hallo, ich bin Dominik Vukadin<br />

und Sport bedeutet mir<br />

sehr viel. Ob Fußball, Klettern,<br />

Squash, Bouldern oder Spikeball,<br />

ich bin quasi ein Multitalent,<br />

aber meine Leidenschaft<br />

ist noch immer der Fußball<br />

und das kann ich mit unserem<br />

Hobbyverein Party Rock United<br />

wöchentlich teilen. Ich freue<br />

mich schon sehr auf das Grazer<br />

Sportjahr und darauf, bald wieder<br />

zu kicken. Let’s Go! Graz.<br />

David Kren<br />

Guten Tag, mein Name ist<br />

David Kren. Sport bedeutet<br />

alles für mich, egal ob Fitness<br />

oder Fußball, ich bin eigentlich<br />

immer aktiv. Leider habe ich<br />

in letzter Zeit verletzungstechnisch<br />

pausieren müssen, aber<br />

mittlerweile bin ich wieder am<br />

Start. Mein Lieblingsverein ist<br />

Chelsea FC. Ich unterstütze das<br />

Sportjahr als Botschafter, weil<br />

ich finde, dass das eine gute Sache<br />

ist. Ich sage: Let’s Go! Graz.<br />

Dubai<br />

im Wert von 3.900 Euro<br />

• Dukes the Palm, a Royal Hideaway 5* Doppelzimmer mit Halbpension,<br />

Flug ab/bis Wien – Economyclass inkl. aller Gebühren<br />

sowie 25 kg Freigepäck – inkl. Flughafentransfer<br />

Zusätzlich inklusive:<br />

• 2 x Tagesticket für die EXPO2020<br />

(vom 1. <strong>10.</strong> <strong>2021</strong> bis 31. 3. 2022)<br />

• Multi-Risiko-Versicherung von Emirates inklusive<br />

Covid-19 Protekt<br />

Gewinnspiel<br />

Für 2 Personen<br />

Termin: 9. bis 14. 11. <strong>2021</strong>*<br />

*Terminänderung auf Anfrage vorbehaltlich Verfügbarkeit aufgrund der<br />

aktuellen Flugzeiten ergeben sich 5 Übernachtungen für 4 ganze Tage in<br />

Dubai, keine Barablöse möglich, vor Ort fällt eine Resortgebühr (Kurtaxe)<br />

in der Höhe von USD 6/Nacht/Person an.<br />

Verlosung<br />

unter unseren<br />

Instagram-<br />

Followern!<br />

GETTY<br />

www.grazer.at


<strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 11<br />

1. ®<br />

STADTPOKAL<br />

Heute geht es für das Team des Grazer Sportklub Straßenbahn, kurz GSC, im 1. Grazer Stadtpokal los. Künftig will man an vergangene Erfolge anknüpfen.<br />

GSC<br />

GSC: Gemeinsam mit Tradition<br />

STARK. In Begleitung unseres „1. derGrazer McDonald‘s Stadtpokal“ holen wir die teilnehmenden<br />

Grazer Vereine täglich vor den Vorhang. Heute mit einem genaueren Blick auf den legendären GSC.<br />

Von Fabian Kleindienst<br />

fabian.kleindienst@grazer.at<br />

Man vergisst zu oft, was<br />

vor der eigenen Haustüre<br />

passiert“, betonte<br />

GSC-Obmann Stellvertreter<br />

Hanno Wisiak am Montag im<br />

„Grazer Sporttalk“. Und das ist<br />

einiges. Sein Verein, mit vollem<br />

Namen der Grazer Sportklub<br />

Straßenbahn, kämpft aktuell immerhin<br />

mit neun weiteren Grazer<br />

Vereinen um den 1. Grazer<br />

Stadtpokal. Das erste Spiel steigt<br />

heute um 19 Uhr gegen den ESK<br />

Graz. In der eigenen Heimstätte,<br />

der legendären „Gruabn.“<br />

Meisterteam<br />

Aber nicht nur der bespielte<br />

Fußballplatz hat eine lange Tradition,<br />

auch der Verein selbst<br />

darf sich durchaus schmücken:<br />

Im Jahr 1923 gegründet, kann<br />

der GSC auf zahlreiche Erfolge<br />

zurückblicken. Nicht nur war<br />

man der erste steirische Verein<br />

in der höchsten österreichischen<br />

Liga, man konnte sich<br />

1935, 1938, 1940, 1951 und 1961<br />

sogar zum steirischen Meistertitel<br />

schießen. Insgesamt spielte<br />

man drei Jahre in der höchsten<br />

österreichischen Spielklasse,<br />

fünf weitere in der zweiten – zuletzt<br />

in der Saison 1957/1958.<br />

Dementsprechend gibt es auch<br />

viele Vereinslegenden, wie beispielsweise<br />

Wunderteam-Mitglied<br />

Pepi Blum, der die Mannschaft<br />

als Trainer in der höchste<br />

Spielklasse brachte. Auch die<br />

Sturm-Legenden Franz Mikscha<br />

und Fritz Denk liefen einst<br />

im grün-weiß des GSC auf, Torhüter-Legende<br />

Otto Konrad begann<br />

hier ebenso seine Karriere,<br />

wie der spätere Córdoba-Trainer<br />

Helmut Senekowitsch.<br />

Aktuell spielt das Team, das<br />

von Klaus Vidovic und Wolfgang<br />

Malik geführt wird, in der<br />

1. Klasse Mitte B. Idealerweise<br />

soll es aber weiter nach oben<br />

gehen, wie Wisiak betont: „Wir<br />

wollen nächste Saison um den<br />

Aufstieg mitspielen.“ Das Klare<br />

Ziel für die Kampfmannschaft<br />

von Trainer Helmut Reinbacher<br />

ist also die Gebietsliga.<br />

Jugend im Fokus<br />

Daneben will man aber weiterhin<br />

einen starken Fokus auf die<br />

Jugend legen, immerhin sieben<br />

Jugendteams werden betreut.<br />

„Das ist auch unsere Stärke,“ betont<br />

Wisiak.<br />

Als letzter verbliebener innerstädtischer<br />

Fußballverein stellt<br />

der Verein das Miteinander in<br />

den Vordergrund. „Wir sind<br />

im dichtest besiedelten Gebiet<br />

von Graz – ein Gebiet wo viele<br />

Menschen aus unterschiedlichen<br />

Herkunftsländern, aus<br />

unterschiedlichen sozialen und<br />

familiären Backgrounds zusammentreffen.<br />

Da kommt dem<br />

Sport eine zentrale Rolle zu, der<br />

Zusammengehörigkeit schafft<br />

und zeigt, dass man Unterschiede<br />

auch zur Seite schieben kann<br />

und dass mit einem respektvollen,<br />

kameradschaftlichen Umgang<br />

alles besser ist.“<br />

Dementsprechend fällt auch<br />

sein Tipp für junge Talente aus,<br />

die mal Profifußballer werden<br />

wollen. „Fangt beim Verein ums<br />

Eck an. Wenn man sich dort<br />

durchsetzt, dann nimmt man<br />

schon seinen Weg.“<br />

Für den GSC geht der Weg heute<br />

im Stadtpokal gegen den ESK.<br />

Wisiaks Finaltipp? „Ein Wunsch:<br />

GSC gegen Austria Puch, Straßenbahn<br />

gegen Eisenbahn.“<br />

Nähere Informationen über<br />

den Verein gibt es unter: www.<br />

grazer-sc.at<br />

GSC SPONSOREN<br />

Holding Graz, Energie Graz


12 graz<br />

www.grazer.at <strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong><br />

ZIRKUS-POESIE. Mit dem Film „Ein Clown/Ein Leben“ wird nicht nur Bernhard<br />

Paul ein filmisches Denkmal gesetzt, der Film ist auch ein poesievolles Plädoyer<br />

für Zirkus. Der Film läuft im Diagonale-Wettbewerb. Gestern war Premiere.<br />

Zur Diagonale-Filmpremiere<br />

im Grazer Annenhofkino waren<br />

einige auch von weit angereist.<br />

Wie etwa die kultigen Clown<br />

Fulgenci Mestres, Eddy Neumann<br />

und Anatoli Akerman. Fast das gesamte<br />

Filmteam war im Annenhof.<br />

Darunter Regisseur und Drehbuchmitautor<br />

Harald Aue, Produzent<br />

Thomas Christian Eichtinger, der<br />

Nino aus Wien, der mit Ernst Molden<br />

eine wunderbare Musik für diese<br />

Hommage an den guten Zirkus<br />

geschrieben und gesungen hat. Nur<br />

Bernhard Paul selbst kam nicht, er<br />

blieb in Spanien. Unter den Premierenbesuchern<br />

war auch Stadträtin<br />

Judith Schwentner („Ich bin ein<br />

Riesen-Fan vom Circus Roncalli“).<br />

Nach der Filmpremiere, wo<br />

sich auch Mitwirkende<br />

und die Filmcrew einer<br />

von Judith Schafferhofer<br />

moderierten Diskussionsrunde<br />

stellten,<br />

gab es noch ein Premieren-Essen<br />

im neuen<br />

Mohrenwirt.<br />

Der Film selbst kam gut an. Vor<br />

allem immer wiederkehrende alte<br />

Filmschnipsel aus längst vergangenen<br />

Tagen, wo Bernhard Paul mehr<br />

Zirkus-Rock‘n‘Roller als Zirkusdirektor<br />

war. Die Gründergeschichte<br />

mit Andre Heller wird im Film<br />

ausgespart, dabei war der Beginn<br />

und der folgende Streit mit Heller<br />

ein wichtiger Punkt im Solokampf<br />

von Paul. Er wollte es den anderen<br />

zeigen, dass er den besten Zirkus<br />

machen kann.<br />

Der Circus<br />

Roncalli<br />

als Talenteschmiede<br />

für<br />

Clowns.<br />

Anatoli<br />

Akerman<br />

war etliche<br />

Jahre<br />

mit Bernhard<br />

Paul<br />

unterwegs<br />

und ist<br />

einer der<br />

Filmdarsteller<br />

KK<br />

Plädoyer für den Zirkus<br />

Von Vojo Radkovic<br />

vojo.radkovic@grazer.at<br />

Bernhard Paul<br />

Es sind berührende Bilder,<br />

es gibt Interviews<br />

mit Lili Paul, die jüngere<br />

Tochter, die schon<br />

selbst ein Star ist, mit<br />

Tochter Vivian und<br />

Ehefrau Eliana Larible-<br />

Paul. Der rote Faden<br />

der sich durch den Film<br />

zieht, ist das gewünschte Comeback<br />

von Paul als Clown „Zippo“,<br />

der den Clownclassiker „Bienchen,<br />

Bienchen gib mir Honig“ wieder in<br />

die Manege bringen will. Zirkusfreunde<br />

werden den Film schätzen,<br />

Roncalli-Fans werden ihn lieben.<br />

Die einzige kritische Frage, die sich<br />

mir stellte, ist, ob die Doku nicht<br />

besser beim Fernsehen aufgehoben<br />

wäre, als im Kino.<br />

„Ein Clown/Ein Leben“, 11. <strong>Juni</strong>,<br />

19. Uhr, Graz Kino KIZ Royal.<br />

Jonas Kaufmann ist auf den Kasematten<br />

einer der Opernstars. KK<br />

„Tosca“ in den<br />

Kasematten<br />

■ Die Stille in den Schlossberg-Kasematten<br />

ist endgültig<br />

vorbei. Jetzt geht es wieder darum<br />

diese beliebte Open-Air-<br />

Bühne mit schönem, stimmigem<br />

Inhalt zu füllen. In einer<br />

Pressekonferenz wurde heute<br />

die Opern-Produktion „Tosca“<br />

von Giacomo Puccini präsentiert<br />

und die kann mit großen<br />

Namen aufwarten. Der<br />

Münchner Star-Tenor Jonas<br />

Kaufmann wird bei „Tosca“<br />

den Cavaradossi geben. Der<br />

Brite Sir Bryn Terf wird mit<br />

seinem Bassbariton als Scarpia<br />

glänzen. Und wer singt die<br />

Tosca? Die Star-Sopranistin<br />

Kristine Opolais aus Lettland<br />

übernimmt die weibliche<br />

Hauptrolle. Opolais war<br />

bereits Gast auf den Bühnen<br />

aller großen Opernhäuser,<br />

von der Wiener Staatsoper bis<br />

zur Met in New York, von der<br />

Mailänder Scala bis zur Royal<br />

Opera in London, um nur einige<br />

zu nennen. „Tosca“ ist eine<br />

Kooperation der Grazer Spielstätten<br />

mit der Oper Graz. Die<br />

Aufführungen finden am 22.<br />

und am 24. August jeweils um<br />

19.30 Uhr statt. Karten sollte<br />

man sich sichern.<br />

Ernst Molden (links) hier mit Willi Resetarits, schrieb und produzierte gemeinsam<br />

mit dem Nino aus Wien die eindrucksvolle Filmmusik .<br />

KK<br />

Das ist das Filmplakat zur Zirkusdokumentation. Bernhard Paul ist am Bild<br />

zweigeteilt: Links der legendäre Clown Zippo, rechts der Zirkusdirektor. KK


<strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong> www.grazer.at<br />

graz 13<br />

Der Club Hybrid ist eröffnet<br />

URBANE NEBELZONE. Im südlichen Graz, wo<br />

sich Gewerbe, Industrie und Einfamilienhäuser<br />

treffen, wurde jetzt der „Club Hybrid“ eröffnet.<br />

V<br />

on 11. <strong>Juni</strong> bis 15. August ist<br />

der Demonstrativbau ein<br />

Ort des Experimentierens,<br />

des Aus- und Darstellens und<br />

des Diskurses. Mit wechselnden<br />

Gästen und täglichen Programmpunkten<br />

ist der Club Hybrid für<br />

zwei Monate Werkstatt und Bühne<br />

in einer urbanen „Nebelzone“.<br />

Wissenschaftliche, künstlerische<br />

und aktivistische Formate proben<br />

neue Arbeits- und Lebenspraktiken<br />

und diskutieren Aspekte der<br />

urbanen Teilhabe, Stadtentwicklung<br />

und Hybridität.<br />

Anstatt einer kurzlebigen Struktur,<br />

die nach Ende der Spielzeit<br />

rückgebaut wird, ist der Club Hybrid<br />

als benutzbarer Rohbau angelegt,<br />

der zu einem permanenten<br />

Stadtobjekt weiterentwickelt werden<br />

soll. Das Antizipieren künftiger<br />

Nutzungen, in einer Balance<br />

von Offenheit und Verbindlichkeit<br />

ist Teil des Konzepts und wird mit<br />

Interessierten seit Projektstart in<br />

realen und virtuellen Treffen debattiert<br />

und entwickelt.<br />

Für Idee und die Konzeption<br />

sind Heidi Pretterhofer und Michael<br />

Rieper verantwortlich. „Die<br />

Architektur, die wir bauen ist ein<br />

Hybrid, ein Zwischending, etwas<br />

Vermischtes“, so die Architekten .<br />

Die Spielwiese des Clubs ist<br />

rund 4000 Quadratmeter groß,<br />

mehr als 200 Quadratmeter davon<br />

sind witterungsgeschützt. 36<br />

Stahlstützen tragen eine hybride<br />

Plattform aus Stahl und Holz, auf<br />

der ein halbes, zweigeschossiges<br />

Holzhaus mit 110 Quadratmetern<br />

Nutzfläche steht. In dem „unbeachteten<br />

Fleck“ in der Herrgottwiesgasse<br />

155 bis 161, konstruiert<br />

der Club Hybrid einen Ort, der<br />

Der Club Hybrid ist ein offener Bau, in dem die Clubgäste Fragen des urbanen<br />

Lebens und Arbeitens in einer Stadt nachgehen können.<br />

KK<br />

täglich mit öffentlichen Bedürfnissen<br />

und städtischen Notwendigkeiten<br />

arbeitet und Fragen der Arbeit<br />

bzw. des Lebens in der Stadt<br />

und zur Stadtplanung nachgeht.<br />

Die Gäste des Clubs kommen aus<br />

den Bereichen Architektur und Urbanismus,<br />

Kunst und Politik, Wissenschaft<br />

und Unterhaltung. Ihr<br />

gemeinsamer Nenner ist die kritische<br />

Leidenschaft für urbane Befindlichkeiten<br />

jeglicher Art.<br />

Eine entgeltliche Kooperation<br />

mit der Stadt Graz (Kulturamt)<br />

HEUTE, 19 Uhr:<br />

LUV Graz<br />

vs. ASV Gösting<br />

sowie<br />

GSC Graz<br />

vs. ESK


graz<br />

14 www.grazer.at <strong>10.</strong> JUNI <strong>2021</strong><br />

Ausblick<br />

Was morgen in<br />

Graz wichtig ist<br />

■ Morgen ist es endlich soweit! Die Fußball-Europameisterschaft geht<br />

los. In unzähligen Grazer Lokalen werden kleine Public Viewings veranstaltet,<br />

die großen am Karmeliterplatz oder am Mariahilferplatz können<br />

aufgrund von Corona nicht stattfinden. Österreich spielt erstmals<br />

am Sonntag gegen Nordmazedonien. Im Kader sind auch drei Grazer:<br />

Michael Gregoritsch, Marcel Sabitzer und Valentino Lazaro.<br />

■ Die Architekturtage <strong>2021</strong>/22 widmen sich ab morgen ein Jahr lang<br />

dem Thema „Architektur und Bildung: Leben Lernen Raum“. Der Beitrag<br />

aus Graz zur Volksschule Leopoldinum in der Smart City ist um<br />

19.30 Uhr über den Via-Stream auf architekturtage.at zu sehen.<br />

■ Morgen Freitag feiert die Produktion „Der Sturm“ an der Grazer<br />

Oper Premiere. Das vermutlich letzte vollendete Werk Shakespeares<br />

ist in Graz erstmals als Bühnenmusik für Orchester, Chor und Solisten<br />

mit Originaltexten und Auszügen zu sehen.<br />

■ Peter Hörmanseder und Robert Stachel von Maschek sind morgen<br />

in der Helmut-List-Halle mit ihrem neuen Programm „Das war<br />

Corona“ zu Gast. Die beiden drehen wie immer den Wichtigen des<br />

Landes den Ton ab und reden drüber.<br />

Vom Wettbewerb bis zum realisierten Projekt: Die Volksschule Leopoldinum<br />

in der Smart City wird bei den Architekturtagen präsentiert.<br />

STADT GRAZ/FISCHER<br />

■ Morgen findet das erste Sitzkonzert im Rahmen der Diagonale im<br />

Orpheum statt. Im „Club Diagonale“ sind natürlich auch Musikvideos<br />

zu sehen. Eine Mischung aus Kino und Feiern.

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