GZ0621_DS

JarrestrasseUntitledVerlag

06.2021 · 12 € · gz-online.de

GOLD-

SCHMIEDE

ZEITUNG

SEIT 1898

DIE THEMEN

DES MONATS

Corona-Krise

Droht die

Pleitewelle?

Schmuck von

Diamond Group

Exklusives Interview

Bastian Schweinsteiger

über die Zeit

Große Geburtstage

Junghans, Sinn und

Meistersinger feiern

Next Generation

Was junge Familienunternehmer antreibt


DiamondGroup GmbH · Kastorbachstraße 14 · 56330 Kobern-Gondorf · Telefon: +49 26 07 97 37 80 · www.diamondgroup.de


ENDLICH!

ENDLICH FREI Erleichterung macht sich breit. Die Inzidenzen

sinken, der Impffortschritt wird sichtbar, die Geschäfte und Restaurants

dürfen peu à peu wieder öffnen. Die Fußgängerzonen füllen

sich bereits, die Außengastronomie ist trotz des Aprilwetters im Mai

gut frequentiert. Es liegt ein Lächeln in der Luft. Die Rückkehr zur

Normalität scheint nach einer gefühlt ewigen Durststrecke in greifbarer

Nähe. Doch für viele wird die neue Freiheit leider zu spät

kommen: Experten rechnen mit bis zu 25 000 Pleiten, wie unser

Brennpunkt zeigt.

ENDLICH HANDELN Über 40 Milliarden Euro hat der Lockdown

allein den Nichtlebensmittel-Einzelhandel seit Anfang des Jahres

gekostet. Diesen gilt es jetzt, flexibel beim Neubeginn zu unterstützen.

Aber die Debatte über verkaufsoffene Sonntage beweist,

dass man immer noch nichts dazu gelernt hat. Die Verbände des

Einzelhandels fordern zum Ausgleich der Umsatzverluste eine

Lockerung, die Gewerkschaft Verdi sperrt sich dagegen. So kommen

wir nicht aus der Krise! Ein Umdenken muss her, schließlich

geht es nicht nur um unternehmerische Existenzen, sondern auch

um viele Arbeitsplätze.

ENDLICH VERKAUFEN Unsere New Arrivals, die wir seit vier Monaten

dem Handel vorstellen, finden nun großflächig ihren Weg in die

Schaufenster. Die spärlichen „Click & Meet“- oder „Click & Collect“-

Umsätze sind passé. Jetzt müssen Juweliere nur noch den Nachholbedarf

durch neue Impulse im Schaufenster in die richtigen Bahnen

lenken. Denn Kauflust hat sich aufgestaut, wie die Schlangen vor den

Geschäften belegen. Und die Kaufkraft für Hochpreisiges ist auch da,

die deutschen Haushalte haben während des Lockdowns so viel Geld

zurückgelegt wie noch nie. Diese Chance gilt es zu nutzen.

Kämpfen wir gemeinsam weiter!

Herzlich

ICON

Foto: Hannes Magerstaedt

Dr. Christian Jürgens

750/- Gold, halbmassiv

Hergestellt in Deutschland

EMIL KRAUS

German Jewellery since 1866

www.kraus-jewellery.com


INHALT

44

www.karl-faller.de - info@karl-faller.de

https://www.instagram.com/karl.faller/

26

22

Garmin Markenbotschafter

Bastian Schweinsteiger spricht im

GZ-Interview über die längsten

fünf Minuten seiner Fußballkarriere

Arrivals Schicke neue Schmuckstücke und

raffinierte Uhren bringen Leben ins Schaufenster

und lassen den Neustart nach der

langen Durststrecke garantiert gelingen

Tamara Comolli ist dann mal

weg. Die Designerin verabschiedet

sich aus der Geschäftsführung

der Schmuckmarke

64

Next Generation Das treibt sie an, das treibt sie um: Die GZ stellt junge Familienunternehmer der Schmuck- und Uhrenbranche

vor und spricht mit ihnen über Herausforderungen und Chancen in stürmischen Zeiten

Fotos: kentoh/iStockphoto (1), 3DJustincase/Shutterstock (1)


Colour

WHICH DIRECTLY

THE

Soul

Power

IS A

INFLUENCES


- WASSILY KANDINSKY -

06|21

4 06|21


06.2021 · 12 € · gz-online.de

Schmuck von

Diamond Group

INHALT

Versicherungsschutz für

Juweliere, Uhrmacher,

Gold- und Silberschmiede.

AKTUELLES

22 Tamara Comolli geht auf Reisen

26 Garmin: Exklusives Interview

mit Markenbotschafter

Bastian Schweinsteiger

28 THE SHOW geht in die zweite

Runde – und ist schon jetzt

das Must-have der Branche

32 Sunny Air Solutions bietet

kompetente Luftreinigung

34 Losano: Plasmageräte aus Irland

36 Horbach ist Spezialist

für Feinguss

JUBILÄEN

84 Mit Junghans, Sinn und

Meistersinger feiern

drei bedeutende deutsche

Uhrenhersteller Jubiläum

MARKT & WIRTSCHAFT

98 Marktbericht der Diamant- und

Edelsteinbörse Idar-Oberstein

100 Schmidts Tipps: Folge 48

102 Meldungen

38

BRENNPUNKT

MESSEN & EVENTS

38 Die Infektionszahlen sinken,

doch mit Ablauf des Insolvenz-

Moratoriums kündigt sich für

tausende Unternehmen neues

Unheil an

104 Inova Collection ist ausgebucht

106 Vicenzaoro startet wieder durch

108 Meldungen

WERKSTATT

ARRIVALS

44 In der fünften Runde zeigen

wir Schmuck- und Uhrenneuheiten,

die Lust auf Sommer

und aufs Kaufen machen

NEXT GENERATION

112 Stipendium „PF Revisited“:

Mitinitiatorin Dr. Ruth

Reisert-Hafner im Interview

114 Deutscher Schmuck- und

Edelsteinpreis sowie Nachwuchswettbewerb

in Idar-Oberstein

115 Auszeichnungen und

Ausschreibungen

116 Meldungen

64 Ein Schwerpunkt zu Nachwuchstalenten

unserer Branche,

die die nächste Generation in

Familienunternehmen stellen

und noch viel vorhaben

DESIGN & KUNST

118 GZ-Serie: Technik im Fokus

120 Meldungen

Brennpunkt Kommt nach der Corona- die Pleitewelle? Einige Experten rechnen

mit 25 000 Insolvenzen in diesem Jahr

Über 100 Jahre

Erfahrung

www.valorima.de

GOLDSCHMIEDE ZEITUNG Juni 2021 119. JAHRGANG SEIT 1898

SCHMUCK

82 Vielseitige Jubiläumskollektion

von Binder FBM

DIE THEMEN

DES MONATS

Corona-Krise

Droht die

Pleitewelle?

Exklusives Interview

Bastian Schweinsteiger

über die Zeit

Große Geburtstage

Junghans, Sinn und

Meistersinger feiern

GOLD-

SCHMIEDE

ZEITUNG

SEIT 1898

Next Generation

Was junge Familienunternehmer antreibt

Titel People-Kampagne

von der Diamond Group

mit neuen Ringmodellen

der „Exklusiv“-Kollektion

STANDARDS

16 Snapshot

18 5 Dinge, die wir gut finden

20 5 Dinge, die wir schlecht finden

122 Verbandsmeldungen ZV

123 Verbandsmeldungen ZV Uhren

124 LIV NRW

125 Termine/Impressum

126 Panorama

130 3 Fragen an .../Vorschau

BEILAGEN

Möbel & Raum GmbH

64720 Michelstadt

Fotos: AnuStudio/istockphoto(1), denisgo/iStockphoto (1)

84

Jubiläen Junghans, Sinn und Meistersinger: Mit spannenden Modellen feiern

deutsche Uhrenhersteller ihren Geburtstag – zusammen sind es 240 Jahre

Ein Unternehmen des Continentale Versicherungsverbundes

auf Gegenseitigkeit.

06|21

Die Titelthemen sind gefettet

info@alraune.com

www.alraune.com

06|21

Tel +49 (0)7171 61011

Fax +49 (0)7171 37120


Wear your Blush.

„Blush“ – 14ct Goldschmuck, geschmiedet mit Herz

Wir haben „Blush“ mit der Überzeugung geschaffen, dass handwerklich

gutgemachter Schmuck die Kraft hat Menschen zu verbinden und Ihre Herzen zu

öffnen. Dieser Glaube treibt uns seid mehr als 20 Jahren dazu an, mit Herz und

Seele, wunderschöne und begehrliche Schmuckstücke zu erschaffen, die es dem

Träger ermöglichen seine Erinnerungen und Werte zu teilen und festzuhalten.

Eine Chance im Schmuckmarkt

Durch eine kontinuierliche Beobachtung des Schmuckmarktes ist uns aufgefallen,

dass eine große Lücke zwischen dem High-End Silberschmuck und 18ct.

Goldschmuck besteht.So haben wir mit „Blush“ die Gelegenheit genutzt eine

Kollektion zu kreieren, die nicht nur die Ansprüche einer High-End

Goldkollektion erfüllt, sondern können diese auch zu absolut

Wettbewerbsfähigen Preisen am Markt anbieten. Bestehend aus Ringen,

Armbändern, Ketten und Ohrringen, ist der Großteil der Schmuckstücke in

jeweils Rot-, Gelb- oder Weißgold gefertigt. Die ganze Kollektion besteht aus

14ct. Gold mit Zirkon. Wir können so ein Preisgefüge bieten, dass im PP

zwischen 40€-450€ liegt, wobei 80% der Kollektion zwischen 75€-249€ liegt.

Etwas für jede Frau

Alter und Stil spielen keine Rolle! Eines der Attribute die „Blush“ auszeichnet ist

die Tatsache, dass jede Frau, ein Schmuckstück aus unsere Kollektion findet, dass

zu ihr passt. Das ist ein Grund warum unsere Partner so eng mit uns

zusammenarbeiten, weil sie wissen, dass Sie mit „Blush“ immer einen Verkauf

generieren können.

Wir kommen in den deutschen Markt

Seit Entstehung der Marke hat „Blush“ in den bereits bestehenden Märkten dafür

gesorgt, sich unter den Top 3 Marken unserer Händler zu etablieren. Unsere

Ergebnisse aus Frankreich, Belgien, Luxemburg, Portugal sowie Holland zeigen,

dass unsere Kunden nicht nur gerne mit der Marke arbeiten, sondern diese auch

sehr gut im Markt verkaufen.So sind wir, für viele unserer Kunden, im Vergleich

Umsatz pro Fläche einer der lukrativsten Marken.

Wir freuen uns „Blush“ in den deutschen Markt einzuführen! Durch unsere Marktforschung

sehen wir die vielen Übereinstimmungen zu unseren bereits bestehenden Märkten

in Europa.

Dieses große Potential möchten wir mit Ihnen in Form einer langfristigen Partnerschaft

gemeinsam abschöpfen.

Chagai Goldstoff - CEO

Bastian Meyer

Als Sohn von Susanne Meyer,

Inhaberin von Goldschmiede Meyer

in Bünde, ist Bastian in unserer

schönen Schmuckwelt groß

geworden. Er verbindet seine Liebe

und Leidenschaft für Qualität mit

dem Wissen was am Markt gerade

angesagt ist. Seine mehr als 10 Jahre

lange Erfahrung im Schmuckmarkt

für Marken wie Pandora,Rosefield

Esprit und Joop! machen Ihn zu

einem Experten für Verkauf und

Markenaufbau.

Herr Bastian Meyer

Agent für Westdeutschland

+49 (0)1735436231

bmeyer@vensonamsterdam.com

Jean-Luc Kleinmann

Als bekannter Agent in Deutschland

mit langjähriger Vertriebserfahrung

ist Jean-Luc ein willkommenes neues

Mitglied des Blush-Teams. Mit

ausgewogener Erfahrung zwischen

Uhren und Schmuck hat Jean-Luc

bewiesen, dass er die Marken

auswählt, die auf dem deutschen

Markt kurz vor dem Durchbruch

stehen.

Herr Jean-Luc Kleinmannm

Agent für Süddeutschland

+49 (0)49 17620105546

jlkleinmann@vensonamsterdam.com

blush-jewels.com


SEHEN WIR UNS IN HAMBURG?


LINE-UP

PARMIGIANI FLEURIER ∙ TAMARA COMOLLI ∙ BAUME & MERCIER ∙ MARCO BICEGO

CRIVELLI ∙ EBEL ∙ PICCHIOTTI ∙ NIESSING ∙ PASQUALE BRUNI ∙ AUTORE

HANS D. KRIEGER ∙ MEISTER ∙ LANG & HEYNE ∙ ROBERTO COIN ∙ JUNGHANS

ANNAMARIA CAMMILLI ∙ FACET ∙ NANIS ∙ AL CORO ∙ GELLNER ∙ GARMIN

FORTIS ∙ CASIO ∙ ROBERTO DEMEGLIO ∙ DOXA ∙ SCHREINER ∙ STENZHORN

MEISTERSINGER ∙ HEINZ MAYER ∙ JÖRG HEINZ ∙ SERAFINO CONSOLI

RICHARD HANS BECKER ∙ FABIO COLLECTION ∙ MARION KNORR ∙ SINN

SCHEFFEL ∙ CAPOLAVORO ∙ SCHMUCKWERK ∙ GROH + RIPP ∙ KARL FALLER

EMIL KRAUS ∙ SILHOUETTE SCHMUCK ∙ EMIL WEIS ∙ HESSE ∙ DIAMOND GROUP

HC ARNOLDI ∙ PESAVENTO ∙ ALBERTI ∙ TWENTYTEN ∙ BLAKEN ∙ ALEXANDER SHOROKHOFF

WOLF 1834 ∙ CH. DAHLINGER

HAMBURG, SCHUPPEN 52, 3.–5. OCTOBER 2021

the-show.online · info@the-show.online


SNAPSHOT | BILDER, DIE UNS BEWEGEN

Eine brillante Idee

Seit dem 3. Juni sind die Türen des „Brenners Park-Hotel“ in Baden-Baden wieder für

Gäste geöffnet, die Sehnsucht nach Grandhotellerie mit 5-Sterne-Komfort haben.

Nun lädt das legendäre Haus gemeinsam mit Juwelier Leicht zu einem besonderen

Event für Verliebte: dem „Brillanten Dinner“! Bei einem exquisiten 6-Gänge-Menü

winkt hier zum krönenden Abschluss nicht nur ein köstliches Dessert, sondern auch

ein kostbarer Brillant-Solitär von Juwelier Leicht. Wir sind sicher: Wer noch einen

perfekten Rahmen für ein romantisches Rendezvous oder einen unvergesslichen

Hochzeitsantrag sucht, liegt mit diesem hochkarätigen Dinner gewiss goldrichtig.

06|21

16


Gesunken

Laut der aktuellen Kriminalstatistik

des Juwelier-Warndienstes von Martin

Winckel ist die Anzahl der Straftaten

und Tatversuche in der Branche um

rund 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr

gesunken. Die während des

Lockdowns geschlossenen Geschäfte

wirkten sich jedoch auf die verschiedenen

Deliktarten aus. Während

Raubüberfälle (-36 Prozent) und

Diebstähle (-29 Prozent) schlichtweg

nicht stattfinden konnten, lag die

Anzahl der ermittelten Taten und versuchten

Taten im Bereich Einbruch

auf Vorjahresniveau.

www.warndienst.com

Dinge, die wir

gut finden.

Verstärkt

Gestiegen

Es ist deutlich zu sehen: Die Unternehmen

sind mit ihrer aktuellen

Geschäftslage zufriedener als in den

vergangenen Monaten, denn die

deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf.

Der ifo Geschäftsklimaindex ist im

Mai auf 99,2 Punkte gestiegen, nach

96,6 Punkten im April. Damit erreicht

er seinen Höchststand seit Mai 2019.

Zudem kehrt ein vorsichtiger Optimismus

bei den Erwartungen zurück.

Während der Großhandel weiter von

der guten Industriekonjunktur profitiert,

hoffen die Einzelhändler auf

weitere Lockerungen.

www.ifo.de

Have a

minty Summer

Verzichtet

Lang & Heyne steigt bei Blaken ein

– eine perfekte Kombination, denn

personalisierte Produkte sind en

vogue und in vielen Branchen

gefragter denn je. Der Wunsch der

Kunden nach Individualität und

Selbstverwirklichung nimmt

beständig zu. Genau das ist die

Stärke und eine der großen

Gemeinsamkeiten dieses neuen

Formenverbundes, der durch das

Engagement von Lang & Heyne bei

Blaken entstanden ist. Ein perfektes

Beispiel für das neue Geschäftsfeld

Customization.

www.lang-und-heyne.de

www.blaken.com

Eine Win-Win-Situation: Laut einem Interview mit Alexander Otto im Handelsblatt

hat die ECE Group in jenen Centern, die ECE auch gehören, auf 50 Prozent der

Miete verzichtet. Durch diese Maßnahme habe das Unternehmen circa 150 Millionen

Euro verloren. Von Selbstlosigkeit kann man hier aber nicht sprechen, denn

die ECE-Group ist von der Liquidität und Zahlungsfähigkeit ihrer Mieter abhängig.

Wenn auf einmal alle Mieter ihre Verträge mit ECE kündigen würden, hätten auch

die Shoppingcenter große Probleme.

Vergrößert

Die Maurice-Lacroix-Crew hat

Zuwachs bekommen. Der vielseitige

Künstler Senay Gueler macht seine

Liebe zur Uhrenmarke öffentlich

und ist neues Mitglied des illustren

Kreises. Als renommierter DJ legt er

für Fans auf der ganzen Welt auf

und fühlt sich hinter dem DJ-Pult

überaus wohl. Allerdings war er

auch schon im TV zu sehen, unter

anderem in einer Nebenrolle in der

ProSieben-Serie „4 Blocks“. Der

Hesse mit türkischen Wurzeln

arbeitet nebenher auch noch als

Blogger und Model.

www.mauricelacroix.com

Fotos: Pegg y Picture

We cut Happiness

Die Farbstein- und Technik-Spezialisten

06|21

18

Idar-Oberstein • Germany

06|21


AKTUELLES | GARMIN

ZEIT

IST KOSTBAR

Bastian Schweinsteiger

gilt als Sympathieträger.

Er ist Markenbotschafter

der smarten

Tool-Watch „MARQ“

von Garmin

Welche Rolle spielt der

Faktor Zeit in Ihrem Leben?

Bastian Schweinsteiger: Zeit

ist kostbar und es ist sehr wichtig,

sie so gut wie möglich zu

nutzen. Während meiner Profikarriere

habe ich viel Zeit ins

Training und in die Vorbereitung

der Spiele gesteckt, dabei

hatte ich wenig Freizeit. Deshalb

war es umso wichtiger, die

freien Momente bestmöglich

zu nutzen. Heute kann ich mir

mehr Zeit für meine Familie

und Freunde nehmen, wofür

ich sehr dankbar bin.

Sind Sie eher pünktlich oder

lassen Sie sich gerne mal

Zeit?

Ich bin privat und beruflich

meistens pünktlich. Ich lasse

ungern auf mich warten.

Gibt es Gelegenheiten, bei

denen Sie die Zeit gerne

anhalten würden?

Ja, bei besonderen und auch bei

alltäglichen Ereignissen, wenn

ich beispielsweise mit meiner

Familie und Freunden beim

Mittagessen sitze oder wir

etwas unternehmen. Diese

Momente sind immer ganz

besonders wertvoll für mich.

Was waren die längsten fünf

Minuten in Ihrer aktiven

Karriere?

Der ehemalige Profi-

Fußballer Bastian

Schweinsteiger ist seit

fast drei Jahren

Markenbotschafter

der exklusiven Tool-

Watch-Kollektion

„MARQ“ von Garmin.

Ein guter Grund,

um mit ihm über

das Thema Zeit

zu sprechen.

Die hatte ich nach dem Treffer

von Mario Götze in der 113.

Minute im WM-Finale 2014. Da

wartet man einfach, bis endlich

abgepfiffen wird.

Wie wichtig ist eine Pause –

im Fußballspiel und auch im

Leben?

Die Halbzeitpause ist sehr wichtig,

vor allem um Ruhe reinzubringen

und sich mit dem Team

abzustimmen sowie über Taktiken

zu sprechen. Im Privaten

nehme ich mir gerne eine kleine

Auszeit beim Laufen, beim Golfen

oder beim Fahrradfahren,

wenn man die Gedanken einfach

ein bisschen schweifen lassen

kann.

Die Uhr ist heute als Zeitmesser

nicht mehr nötig – fast

jeder hat ein Smartphone.

Welche Funktionen erfüllt

eine Uhr für Sie?

Ich trage eine Uhr nicht nur aus

modischen Gründen, sondern

auch wegen der tollen Funktionen,

zum Beispiel beim Golfen

oder beim Laufen. Im Alltag

bevorzuge ich momentan die

„MARQ Golfer“ und die „MARQ

Athlete“.

Sie sind im dritten Jahr

Markenbotschafter der

„MARQ“ Tool Watch von

Garmin. Warum passt das so

gut?

Ich bin sportlich sehr vielseitig

und behalte dabei gerne den

Überblick. Mit Garmin

lässt sich dies super

verbinden, ich

finde, wir passen

sehr gut

zusammen.

Besonders

angetan hat

es mir die

„MARQ Golfer“,

da ich

gerne Golf

spiele – dafür

lässt sich die

Uhr besonders

gut einsetzen.

www.garmin.com

Favorit: „MARQ

Golfer“ bietet

spezielle, auf den

Sport abgestimmte

Features

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27 06|21


AKTUELLES | SUNNY AIR SOLUTIONS

INTER AKTIV

Die Firma Sunny Air Solutions

setzt bei ihrem Spezialgebiet

Luftreinigung auf Austausch,

Aufklärung und individuelle

Beratung. Ihre Geräte

sind einzeln geprüft – „bald

auch hochoffiziell“, so

Ansprechpartnerin Birgit Bechtle.

Wie gelangt man gemäß Ihrer

Website „in 1 Minute zur

individuellen Luftreinigung“?

Birgit Bechtle: Unter genanntem

Link kann man unverbindlich

bei uns anfragen, indem

man uns mit wenigen Klicks

erste Anhaltspunkte zur Raumsituation

übermittelt. Darauf

können wir im Gespräch aufbauen

und gegebenenfalls ein

passendes Luftreinigungs-Konzept

vorschlagen.

Wonach richtet sich das

Konzept?

Es muss auf die jeweilige Gegebenheit

angepasst sein. Dabei

sind etliche Faktoren zu berücksichtigen,

unter anderem die

Raumgröße, die Zahl der anwesenden

Personen und deren

Aktivität. Wir beraten unabhängig

und benennen klar die Vorund

Nachteile der jeweiligen

Technologie.

Welche Technologien empfehlen

Sie?

Aktuell haben wir Luftreiniger

mit UV-C-Strahlung oder HEPA-

Filtern im Portfolio, alle von uns

geprüft unter Realbedingungen.

Wir messen die Keimreduktion

in der Raumluft und testen Lüfter-Leistung

und Lautstärke.

Fotos: Sunny Air Solutions

Zudem muss sichergestellt sein,

dass keinerlei Strahlung, Ozon

oder Chemie freigesetzt wird.

Klingt nach einem strengen

Prüfverfahren.

Ja, aber es geht noch weiter,

denn wir bemühen uns um

das Prüfverfahren eines

akkreditierten Labors. Wenn

alles klappt wie geplant, werden

wir mittels eines Testraums

bald Prüfergebnisse

von offizieller Stelle erhalten.

Natürlich wäre es für viele

Anbieter sexy, eine solche

Leistungsauswertung vorweisen

zu können (lacht).

Sie wissen, wie man ein

wissenschaftliches Thema

auflockert.

Darum geht es in unseren kostenfreien

Webinaren, die ich

zusammen mit einem Kollegen

leite. Wir möchten

anschaulich über das Thema

Luftreinigung aufklären, denn

der Bedarf ist groß. Ziel ist es,

den Teilnehmern einen ersten

Überblick zu verschaffen und

ihnen Raum für Fragen zu

geben.

Saraj Morath

www.sunnyairsolutions.com

„Auf

Wunsch

führen wir

vor Ort

Luftkeim-

Messungen

durch.“

Birgit Bechtle

Bereichsleitung

Vertrieb

und Einkauf

Ein 15-köpfiges Team berät zu

maßgeschneiderten Raumluft-

Konzepten mit Luftreinigungs-

Geräten, die derzeit staatlich

gefördert werden

06|21

32

33 06|21


AKTUELLES | LOSANO

FRISCH LUFT

Die Plasmageräte „made in Ireland“ von Losano befreien die Luft

nachweislich von Viren. Und sind in der Branche spätestens seit

dem Messeeinsatz letzten Herbst bekannt. Was ist außerdem wissenswert?

Ein Gespräch mit den Geschäftsführern Ansgar und David Beil.

Worin unterscheidet sich die

Technologie von anderen?

Ansgar Beil: Die Geräte von

Novaerus, die wir vertreiben,

nutzen zertifizierte Plasma-

Technologie. Viren und Bakterien

werden nicht wie bei Filtergeräten

gesammelt, sondern in

der Raumluft zerstört, binnen

Millisekunden.

David Beil: Dadurch sind die

Plasmageräte wartungsfrei und

verursachen keinerlei Folgekosten.

Im Vergleich zu anderen

Technologien binden sie also

langfristig weder Personal noch

Kapital. Zudem sind sie handlich,

sehr leise und extrem energiesparend.

Was ja gut zum Prinzip der

Nachhaltigkeit passt.

Ansgar Beil: Genau wie die Tatsache,

dass keine schädlichen

Stoffe emittiert werden. Man

muss wissen, unsere Luftentkeimungs-Geräte

sind fürs

Gesundheitswesen entwickelt

und medizinisch zugelassen.

Das bedeutet, sie erfüllen

höchste Sicherheitsstandards.

Wirken die Geräte gegen

Corona-Viren?

Ansgar Beil: Nachweislich, ja.

Das Ergebnis eines aktuellen

Tests mit Coronavirus-Surrogaten

belegt die Inaktivierung bis

zu 99,99 Prozent. Wir haben

außerdem viele weitere Studien

zur Wirksamkeit, etwa von der

NASA oder dem Hygiene-Institut

Schwarzkopf.

David Beil: Wenn wir schon bei

Corona sind, ist die Fördermöglichkeit

erwähnenswert. Die

Anschaffung der Novaerus-

Geräte wird im Rahmen der

„Überbrückungshilfe 3“ bis zu

100 Prozent staatlich gefördert.

Das ist für manche durchaus

ein Argument.

David Beil: Und wir gewähren

einen Nachlass für Interessenten,

die über die GZ zu uns kommen.

Nachdem wir auf der letztjährigen

Intergem zum sicheren

Messegeschehen beigetragen

haben und neue Kontakte knüpfen

konnten, bleiben wir der

Branche verbunden.

Saraj Morath

www.losano.de

Fotos: Martin Glauner (1), Losano (2)

Zusätzlicher Infektionsschutz: Die medizinisch

anerkannten Novaerus-Plasmageräte zur Luftentkeimung

sind über die Firma Losano erhältlich

Vater-Sohn-Team: Ansgar Beil (l.) und David Beil

06|21

34

35 06|21


AKTUELLES | HORBACH

ELEMENTAR

Der Feinguss ist in der Dienstleistungskette von Horbach wesentlich, die stetige

Feinanpassung an Kundenanforderung und Schmucktendenz gefragt.

Dienstags und donnerstags geht es bei dem Idar-

Obersteiner Technikpartner und Dienstleister

heiß her. Denn das sind normalerweise die Gusstage.

Die vorangehenden Tage werden dementsprechend

für Vorbereitungen genutzt: für CAD

und 3D-Druck, den Bau von Gummi- oder Silikonformen,

die Produktion von Wachsmodellen. Voraussetzung

für gleichbleibende Präzision und

Qualität ist, so Geschäftsführer Christian Müller,

„der neueste Stand der Technik plus die Erfahrung

unserer Mitarbeiter.“

Platin ist beliebt

„Für ein optimales Gussergebnis müssen alle

Bereiche ineinandergreifen und viele Faktoren

berücksichtigt werden“, erklärt die Leiterin der

Schmuckgießerei Sabine Kölzer. Sie berichtet, dass

derzeit die Nachfrage nach Platin steigt. Deshalb

hat man gerade den Highspeed-Sonderservice um

Platin erweitert. „Ein Blitzguss ist nach Absprache

innerhalb von drei Stunden für Kleinaufträge realisierbar.

Dafür nutzen wir eine spezielle Einbettmasse,

die sich schnell verarbeiten lässt“, sagt die

Guss-Expertin.

Edelmetall und mehr

Die Firma Horbach gewährleistet ihren Kunden

100 Prozent Modellschutz und lagert Formen, die

übrigens grundsätzlich in Kundeneigentum übergehen,

kostenlos ein. Für den Guss von Einzelstücken

und Serien stehen alle gängigen Metalle zur

Wahl, angefangen bei den Edelmetallen Silber, Platin

und Gold. Letztere Legierungen gibt es mit

unterschiedlichen Feingehalten in Gelb, Rot, Rosé

oder Weiß. Dazu kommen Neusilber, Bronze, Messing,

Aluminium und Edelstahl – Materialien also,

die mittlerweile auch in der Schmuckbranche verstärkt

eingesetzt werden.

Saraj Morath

www.horbachtechnik.de

„Wir haben unseren

Sonderservice Blitzguss

gerade um Platin erweitert.“

Sabine Kölzer

Leiterin Schmuckgießerei

Der Feinguss ist

ein wesentlicher

Bestandteil der

Dienstleistungskette

Fotos: Martin Glauner (1), Horbach (1), Piel Media (1)

Bei Horbach nimmt man Herausforderungen in Form

detaillierter oder filigraner Designs gerne an

37 06|21


BRENNPUNKT | UNTER RUBRIK

BRENNPUNKT | INSOLVENZEN

KOMMT JETZT DIE

LEITE

Die dritte Corona-Welle rollt noch, da kündigen

sich weitere Probleme an. Die Bundesregierung

hat das Insolvenz-Moratorium zum 30. April

auslaufen lassen. Experten befürchten bis zu

25 000 Pleiten in diesem Jahr.

TWINCUT

Patent-No.:

DE 10 2009 057 239

CH 702 388

runden

Können die Hilfen des Staates

die Klein- und Mittelständler,

insbesondere im Handel, noch

retten? Experten sind sich uneinig

ELLE?

Fotos: Pegg y Picture

Fotos: denisgo/iStockphoto

Bis Ende April konnten Firmenlenker

auf die Insolvenzanmeldung

verzichten und

durften Gläubiger, Lieferanten

und Kunden über ihre wirtschaftlich

eventuell desaströse

Lage im Unklaren lassen. Nun

müssen die Unternehmer handeln,

wollen sie sich nicht der

Insolvenzverschleppung schuldig

machen.

Tausende Unternehmen

betroffen

Das Leibniz-Zentrum für Europäische

Wirtschaftsforschung

ZEW prognostiziert 25 000 Pleiten

in diesem Jahr. Denn durch

die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

gäbe es viele Zombieunternehmen,

Firmen, die

zwar noch aktiv, nicht aber wirtschaftlich

überlebensfähig sind.

Unter anderen rechtlichen Rahmenbedingungen

wären diese

womöglich bereits vom Markt

verschwunden. Laut ZEW haben

die undifferenzierten Finanzhilfen

dazu beigetragen, dass ein

Rückstau an Unternehmensinsolvenzen

entstanden ist, der

sich früher oder später auflösen

wird. Tatsächlich wurde im Vorjahr

mit nur 16 000 Firmenpleiten

der niedrigste Stand seit der

Einführung der Insolvenzordnung

im Jahr 1999 registriert.

Das waren 15,5 Prozent weniger

als 2019. Zu den spektakulärsten

Pleiten zählte die von Galeria

Karstadt Kaufhof. Experten hatten

aufgrund des schweren

Wirtschaftseinbruchs mit

einem satten Plus von 15 Prozent

gerechnet.

4500 Zombiefirmen stehen

vor dem Aus

Das wären rein rechnerisch 4500

Insolvenzen, die verschoben

wurden. Hinzu kommen zahlreiche

Kleinunternehmen, die

ohne Insolvenzantrag einfach

ihr Gewerbe abmelden und still

und leise vom Markt verschwinden.

Bei den gesamten Berechnungen

sind die Opfer des zweiten

Lockdowns, der noch anhält,

nicht berücksichtigt. Wie viele

Unternehmen im Jahr 2021

Insolvenz beantragen werden,

ist daher schwer vorherzusagen.

Das ifo Institut geht basierend

auf Umfragen davon aus, dass

750 000 Unternehmen in

Deutschland existenzbedroht

sind. Creditreform rechnet mit

550 000 überschuldeten Unternehmen,

die zu Zombieunternehmen

werden könnten. Und

der Einzelhandelsverband HDE

warnt mit einem Worst-Case-

Szenario von 50 000 Pleiten im

stationären Handel. Aus diesen

hohen Zahlen kann man aber

kaum auf ausstehende Insolvenzen

schließen. Besonders betroffen

vom Rückstau bei den Insolvenzen

sind dem ZEW zufolge

kleinere Unternehmen mit

NEU

in den Größen

007 und 025

glätten

und kürzen

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GERMANY


BRENNPUNKT | INSOLVENZEN

BRENNPUNKT | RUBRIK

06|21

weniger als zehn Mitarbeitern.

Vor allem in Branchen, die

unmittelbar vom Shutdown

betroffen sind, wie weite Teile

des stationären Einzelhandels,

sind derzeit besonders viele

insolvenzgefährdet, so die Einschätzung

der Kreditanstalt für

Wiederaufbau (KfW). Lucas

Flöther, Sprecher der Insolvenzverwaltervereinigung

Gravenbrucher

Kreis, sieht für den Einzelhandel

ebenfalls Gefahr:

„Insbesondere wird sich vermutlich

die Schwäche des Einzelhandels

weiter verschärfen.

Gründe dafür sind die Amazonisierung

des Konsumverhaltens,

sprich die Abwanderung vieler

Kunden aus dem stationären

Handel ins Netz.“

Zahlungsmoral hat sich nicht

verschlechtert

Andere Auguren sehen alles nur

halb so schlimm und glauben

nicht an den großen Pleite-Tsu-

Normalerweise muss eine

Firma spätestens drei Wochen

nach Eintritt eines Insolvenzgrundes

einen Antrag beim

Gericht stellen. Zahlungsunfähigkeit,

drohende Überschuldung

oder vorhandene

Überschuldung können

Auslöser sein. Wegen der

Pandemie hatte die Bundesregierung

im vergangenen

Frühjahr aber die Meldepflichten

für Überschuldung und

Zahlungsunfähigkeit außer

Kraft gesetzt. Für Zahlungsunfähigkeit

gilt die Antragspflicht

seit Oktober 2020 wieder. Für

überschuldete Firmen war sie

bis Ende April ausgesetzt

– unter der Voraussetzung,

dass die Firmen bis zum 28.

Februar Staatshilfen beantragt

haben, die noch nicht ausgezahlt

waren. Die Unternehmen

mussten zudem glaubhaft

machen, dass sie durch die

Pandemie in Schwierigkeiten

gerieten. Nun ist die letzte

coronabedingte Insolvenzantragsregelung

ausgelaufen.

nami. Das bis Ende des Jahres

verlängerte Kurzarbeitergeld

und die zahlreichen staatlichen

Hilfen würden die Insolvenzen

weiter nach hinten herausschieben.

„Offenbar haben aber die

umfangreichen staatlichen

Hilfsmaßnahmen eine negative

Kettenreaktion vorerst abgewendet.

Wie sich die wirtschaftliche

Lage bis zum Ende des Jahres

2021 entwickeln wird, hängt

von der Dauer des Lockdowns

wie auch der Fördermittel ab“,

sagt Belgin Hiltwein vom Creditoren

Verein Pforzheim. Ein erstes

Signal drohender Zahlungsunfähigkeit

sind verspätet

bezahlte Rechnungen. Doch da

verzeichnet der Creditoren Verein

noch keine Alarmsignale.

Belgin Hiltwein: „Der durchschnittliche

Wert von verspätet

bezahlten Rechnungen im B2B-

Geschäft ist erstmals seit dem

Jahr 2017 wieder unter 2000

Euro gesunken. In den Vorjahren

war der Wert einer überfälligen

Rechnung stets angestiegen.“

Sie fügt hinzu: „Die

aktuelle Entwicklung könnte

ebenfalls eine Folge der Corona-

Krise sein, wenn Kreditgeber

und Lieferanten ihr Forderungsmanagement

stärker auf höhere

Beträge fokussiert und deren

Einzug beschleunigt haben.

Zudem sind im Zuge des Lockdowns

größere Transaktionen

weggebrochen, die nun in der

Bilanz fehlen. In der Praxis

bedeuten die Zahlen, dass beispielsweise

10 von 100 B2B-Kunden

derzeit nicht oder nur mit

einer massiven Verspätung die

Rechnungen begleichen.“ Der

durchschnittliche Zahlungsverzug

stieg von 26,4 zum Jahresanfang

2020 auf 35,5 Tage zum Jahresende.

Da die Geschäfte aber

nun bereits seit Mitte Dezember

zu haben, konnte kein weiterer

Forderungsstau entstehen.

Hoffnung dank neuem Gesetz

Anfang des Jahres ist das

Gesetz über den Stabilisierungs-

und Restrukturierungsrahmen

für Unternehmen (Sta-

RUG) in Kraft getreten. Dabei

handelt es sich um die nationale

Umsetzung der EU-Richtlinie

über „Präventive Restrukturierungsrahmen“.

Durch das

neue Gesetz soll Unternehmen

die Chance geboten werden,

frühzeitig außerhalb eines

gerichtlichen Verfahrens vorbeugend

zu sanieren und zu

restrukturieren, ohne dass

eine Mehrheit der Gläubiger

zustimmen muss. Ob sich

dadurch 2021 eine Rekord-Pleitewelle

in Deutschland verhindern

lässt, muss sich allerdings

noch zeigen.

Endlich saubere und reine Luft in Innenräumen.

Energiesparend

Geräuscharm

Entspricht der Richtlinie

über Medizinprodukte

93/42/EWG

Staatlich gefördert!

Axel Henselder

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BRENNPUNKT | INSOLVENZEN

Die Horbach Gussmanufaktur:

BRENNPUNKT | RUBRIK

„WIR RECHNEN NICHT MIT

GRÖSSEREN VERWERFUNGEN“

Guido Grohmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Schmuck + Uhren

in Pforzheim, bleibt optimistisch.

Schmuckguss

auf höchstem

Niveau

„Der Markt im Inland wird nach

der Öffnung zumindest zeitweise

eine Hochphase erleben.“

Guido Grohmann

Bundesverband Schmuck + Uhren

Sehen Sie für die Uhren- und Schmuckindustrie

in den nächsten Monaten aufgrund des

Auslaufens des Insolvenz-Moratoriums die

Gefahr von zunehmenden Pleiten?

Guido Grohmann: Aus Sicht der Industrie ist,

Einzelfälle ausgeschlossen, definitiv nicht mit

größeren Verwerfungen zu rechnen. Ich glaube

nicht, dass wir einen schnellen Effekt sehen werden.

Es stellt sich eher die Frage, wie sich Markt

und Absatz aufgrund des Wandels im Handel verändern.

Insgesamt wird sich der Markt anpassen

und einen Weg aus der Krise finden.

Welche Firmen sind besonders betroffen?

Es haben bisher die Unternehmen besonders zu

leiden gehabt, die extrem auf den deutschen und

auch europäischen Fachhandel als Abnehmer

fokussiert sind. Aber auch hier kann man nicht

pauschalisieren, weil viele Fachhändler und

deren Lieferanten innovative Modelle gefunden

haben, den Absatz nicht ganz abreißen zu lassen.

Die meisten Industrieunternehmen bedienen

unterschiedliche Absatzmärkte – auch regional.

Von denen hatte jeder in der Corona-Krise seine

Downs und Zwischenhochs. So ist jetzt seit einigen

Wochen schon wieder ein verstärkter Auftragseingang

aus Asien, dem Nahen Osten und

den USA zu verzeichnen.

Was sind Ihre Forderungen an die Politik,

um das Überleben möglichst vieler Firmen zu

sichern?

Ein Moratorium hilft höchstens, Effekte aufzuschieben

oder zu verteilen. Einem Unternehmen,

das eigentlich seit Monaten schon insolvent

wäre, hilft eine Verlängerung des Moratoriums

nur in den seltensten Fällen mittelfristig. Die

Politik steht vor der Aufgabe, die Einkommen der

Bevölkerung bestmöglich abzusichern, den Konsum

anzukurbeln und für die Unternehmen nach

der Krise international wettbewerbsfähige Standortbedingungen

bereitzustellen.

Und was tun Sie für Ihre Mitglieder?

Wir sind über unseren Spitzenverband BDI, aber

auch direkt in Kontakt mit der Politik und den

Behörden, um weiterhin den Unternehmen unserer

Branche bei der politischen Entscheidungsfindung

eine Stimme zu geben. Darüber hinaus

werden wir alle wirtschaftsfördernden Leistungen,

die wir speziell unseren Mitgliedsunternehmen

anbieten, weiter intensivieren. Ein wichtiger

Punkt dabei wird sicherlich die Unterstützung im

Außenhandel sein. Der Markt im Inland wird

nach der Öffnung zumindest zeitweise eine

Hochphase erleben. Um auch die Verbindungen

im Außenhandel wiederherzustellen und auszuweiten,

werden wir helfen, das wichtige Netz an

Auslandsmessen für möglichst viele Mitgliedsunternehmen

schnell zu reaktivieren.

Ein paar Kostproben vorab? Besuchen Sie uns auf

Unser Formenbau- und Feinguss-

Team ist spezialisiert auf anspruchsvollste,

herausfordernde Schmuckgussprojekte.

„Geht nicht“ gibt‘s nicht bei uns –

überzeugen Sie sich selbst!

Wir gießen auf modernsten Vakuum-Druck-Gießanlagen und in einer Vielzahl

von Metallen und Legierungen.

› Auf Wunsch Blitzguss innerhalb von 3 Std. ab Anlieferung Ihres Wachsmodells!

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› Schneller und sicherer Versand Ihrer Gussteile

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Horbach GmbH _ Hauptstraße 139 a _ D-55743 Idar-Oberstein

42

Tel. : +49-6781-45897-0 _ Email: info@horbach-technik.de _ www.horbach-technik.de

06|21


New Arrivals 5

SCHMUCK & UHREN

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Koos

Tyche

Schmuckmix

Wolf 1834

Doxa

Uhrenmix

„Alles Alte sollen wir lieben;

aber für das Neue sollen wir

eigentlich leben“, wusste schon

Theodor Fontane. Auch in dieser

Ausgabe zeigen wir wieder

tolle neue Produkte, die Ihr

Schaufenster mit Leben füllen.

Texte: Axel Henselder, Caroline Schiedt, Iris Wimmer-Olbort

Foto: 3DJustincase/Shutterstock

06|21

44


ARRIVALS | KOOS

Immer aktuell

Im Onlineshop finden Kunden

immer die neuesten Modelle.

Das Gold- und Brillantschmuck-

Sortiment bietet von klassischzeitlos

bis modern das passende

Schmuckstück zu den neuesten

Trends in vielen Variationen.

Koos

DER EDELMETALLSPEZIALIST AUS RENNINGEN VERFÜGT ÜBER EIN

BREITES BASISSORTIMENT AN GOLDSCHMUCK. DER NEUE ONLINESHOP

BIETET ABER WEIT MEHR.

„In unserem neuen Onlineshop

finden Sie nebst unseren

Kollektionen ‚The Power of

Gold!‘ – ‚Classic‘ und ‚Emotions‘

die neuesten Trends und

Schmuckartikel in vielen

Variationen.“

Sven-Michael Koos, Geschäftsführer

Das neue Koos-

Kundenportal

vereint zahlreiche

Funktionen,

Informationen

sowie Vorteile unter einem

Dach und ist rund um die Uhr

für Kunden erreichbar. Eine

exklusive und maßgeschneiderte

Lösung für Juweliere,

Goldschmiede sowie den Edelmetallgroß-

und Einzelhandel.

Das Gold- und Brillantschmuck-Sortiment

von Koos

bietet von klassisch-zeitlosen

Designs bis zu modernen Kreationen

für jeden Geschmack

das Richtige. „Lassen Sie sich

inspirieren und bestellen Sie

bequem online. In unserem

neuen Onlineshop finden Sie

neben unseren Kollektionen

‚The Power of Gold!‘ – ‚Classic‘

und ‚Emotions‘ die neuesten

Trends und Schmuckartikel in

vielen Variationen“, verspricht

Geschäftsführer Sven-Michael

Koos. Übrigens: Kunden können

beim Schmuckkauf den

Edelmetallwert über ihr kostenfreies,

persönliches Edelmetall-Konto

abrechnen. Auf

diese Weise sparen sie die

Kursdifferenz zwischen Anund

Verkaufspreis.

www.koos.de

Heute bestellt, morgen geliefert

Alle Modelle sind sofort verfügbar und können in der Regel innerhalb von 24 Stunden ausgeliefert

werden – und das schon ab einem Artikel.

Jederzeit auf allen

Geräten verfügbar

Der neue Onlineshop besticht

durch extrem schnelle Ladezeiten

auf allen Endgeräten, sei es

Tablet, Smartphone oder PC,

und wurde nach neuesten Standards

aufgebaut. Das Shopping-

Erlebnis ist rund um die Uhr

möglich.

Im neuen Glanz

Der neue Schmuck-Onlineshop von Koos verspricht

ein einfaches Handling. Alle wichtigen Informationen

zu Preisen, Legierungen, Gewichten und Verfügbarkeiten

haben Nutzer immer direkt im Blick.

47 06|21


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der GZ-App.

Inspiriert Kunden

Mit Tyche hat die Kundin die

Möglichkeit, einen immer wechselnden,

individuellen Look zu

kreieren und sich ein schönes

Set zu gestalten. Individueller

schmücken geht nicht. So wird

die Schmuckträgerin zur kreativen

Gestalterin ihres Looks.

Tyche

ARRIVALS | TYCHE

PROMOTION

„DU BIST DEIN DESIGNER – KLICK DICH GLÜCKLICH“. UNTER

DIESEM CLAIM LANCIERT TYCHE EIN NEUARTIGES SCHMUCKSYSTEM –

MIT GROSSEM POTENZIAL FÜR DEN FACHHANDEL.

„Individuell, einzigartig und immer ein echter

Hingucker: Mit den ‚Leaves‘ kann man

seinen Style immer neu anpassen und jederzeit

ein perfektes Set designen.“

Mit Tyche

kann der

Fachhandel

pünktlich

zur Wiedereröffnung

nach dem Corona-

Lockdown mit einer echten

Innovation frische Kaufimpulse

setzen. Denn die Marke

aus Berlin erfindet das Thema

Sammelschmuck völlig neu.

Herzstück der Kollektion von

Tyche ist ein im Haus entwickeltes

und patentiertes Verschlusssystem

namens

„Roots“ – die „Wurzel“ beziehungsweise

Basis des Konzepts.

Es erlaubt Elemente aus

925 Silber und 750 Gold ganz

individuell zu kombinieren.

Die einzelnen Elemente heißen

folgerichtig „Leaves“, also

„Blätter“. Jedes einzelne „Leaf“

kann in beliebiger Reihenfolge

und Anzahl an einem anderen

befestigt werden. So lassen

sich Armbänder, Ringe und

Ohrringe individuell designen

– je nach Lust, Laune und Outfit.

Eine Idee, die, einmal

begonnen, die Sammelleidenschaft

weckt und Nachkäufe

garantiert.

Kontakt

(TYCHE) B4L GmbH

Rudolf-Breitscheid-Str. 88,

16359 Biesenthal

Tel: +49 (0) 3337 / 45 89 44-0

Mail: info@tyche-europe.com

Web: www.tyche-europe.com

www.instagram.com/

tyche.europe

www.facebook.com/

tyche.europe.official

Umsatzpotenzial

für den Fachhandel

Bislang wurde Tyche über einen

Onlineshop erfolgreich lanciert

und wirbt über die sozialen

Medien wie Facebook und

Instagram. Nun haben zunächst

30 ausgewählte Juweliere die

Chance, exklusiv mit dem System

Umsätze zu generieren.

Individueller geht es nicht

Tyche - das sind massiv designte Schmuckstücke,

die durch ein patentiertes Verschlusssystem beliebig

zusammensetzbar sind. Die einzelnen Elemente

heißen Leaves, passend zum Roots-Verschlusssystem.

Jeder Leaf kann in beliebiger Reihenfolge und

Anzahl an jeden anderen Leaf befestigt werden. Ob

als Armband, Ohrring oder Ring – ganz wie es der

Kunde möchte.

Hochwertige Handarbeit

Die exklusiven und handgefertigten Schmuckstücke

sind aus massivem 925 Silber und 750 Gold. Dank

des weltweit einmaligen Root-Systems lassen sie

sich jederzeit individuell anpassen. Der Hersteller

kann auf jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen

und bietet höchste Handwerkskunst.

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ARRIVALS | MIX

Lust aufs

Leben

DER SOMMER KOMMT UND MIT IHM ZAHLREICHE FEINE JUWELEN,

DIE LEBENSFREUDE PUR AUSDRÜCKEN.

Al Coro

Marco Bicego

„New Paradise“ ist von den kristallinen Reflexionen

des Sonnenlichts auf dem Mittelmeer inspiriert, die

sich in den Farbtönen natürlicher Edelsteine in

Kombination mit 750 Gelbgold wiederfinden. Die

Kollektion besticht durch ein fröhliches Feuerwerk

an Farbedelsteinen, die zu einem bunten Mix mit in

der alten Bulino-Technik handgravierten Goldelementen

kombiniert werden.

www.marcobicego.com

Die „Palladio“-Kollektion aus

750 Roségold ist eine Ode an

die Leichtigkeit und Unbeschwertheit

des Sommers. Die

verspielte Vielfalt aus Blumen,

Herzen und Peace-Zeichen mit

farbigen Edelsteinen wird leger

aufgereiht und unterstreicht die

Ungezwungenheit des Bohemian

Chic. Die Steine – Rosenquarz,

Amethyst, zitronengelber

Citrin, grüner Peridot und

Sky Blue Topas – sind handverlesen.

Passend dazu hat Al Coro

ebenfalls Ohrhänger und Armbänder

designt.

www.alcoro.com

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50


ARRIVALS | MIX

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EXKLUSIV FÜR SIE ALS KUNDE

Der neue KOOS Schmuck

Online-Shop

Picchiotti

Die „Xpandable“-Kollektion ist eine revolutionäre

neue Linie der Manufaktur aus Valenza. Die Designs

sind mithilfe einer unsichtbaren, patentierten Technologie

äußerst flexibel und lassen sich bequem

ohne Verschluss überstreifen. Die Kollektion

umfasst exquisite Xpandable Memoires, Fashionringe

und Armbänder aus Gold mit Diamanten,

Farbedelsteinen, Keramik, Perlmutt, Türkis, Koralle

und vielem mehr. Ein Beispiel ist dieser 750 Weißgoldring

mit Diamanten, Saphiren und Smaragden.

Emil Kraus

www.picchiotti.it

Eine starke Verbindung: Die Ankerkette „Laguna“ ist handgefertigt

und in verschiedenen Größen erhältlich. Sie ist halbmassiv und trotzdem

fugenlos. Sie wurde in dem eigens von Emil Kraus entwickelten

umweltfreundlichen Verfahren hergestellt, also ohne Säure. Die Kette

gibt es in 750 Gelb-, Rot- und Weißgold, die Längen sind frei wählbar.

www.kraus-jewellery.com

Erleben Sie ständig neue Modelle in Gold zu attraktiven Konditionen und profitieren

Sie von unserem umfangreichen Serviceangebot im brandneuen KOOS Kundenportal.

Tiffany

Der New Yorker Juwelier präsentiert dieses Frühjahr den „Charles Tiffany“-Verlobungsring

– den ersten Antragsring für den Bräutigam. Das

neue Ringmodell ist nach dem Gründer benannt, der 1886 mit der Einführung

des Solitär-Diamant-Verlobungsrings für Frauen in der eigens

entwickelten Fassung den Anstoß für eine völlig neue Schmuckkategorie

gab. Die Designs aus Platin und Titan erinnern an eine Siegel-Silhouette.

Die ersten Modelle werden wahlweise mit einem Brillant- und

Smaragdschliff mit Diamanten bis zu fünf Karat erhältlich sein.

www.tiffany.com

Schreiner Fine Jewelry

Die Münchner Juwelenmarke stellt die neue Haute-

Joaillerie-Kollektion „Gold Bar“ vor. Die edlen Barren

sind mit einer schlichten Kordel kombiniert und

schmiegen sich perfekt ans Handgelenk der Trägerin.

Es gibt sie pur als reine Barren wahlweise in

den Legierungen 750 Weiß-, Pink- oder Gelbgold.

Zudem wurden Versionen mit feinstem Diamantpavé

mit einem Besatz von circa zwölf Karat kreiert. Ein

funkelndes Versprechen.

www.schreiner-jewellery.com

Rund um die Uhr verfügbar

Realtime An-/ Verkaufspreise

Beeindruckendes Shopping-Erlebnis

Scheidgut- und Investment online

Lieferung bereits ab 1 Stück

Feingold- / Altgoldverrechnung

Heute bestellt – morgen geliefert

Bestell- und Versandübersicht

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KOOS EDELMETALLE GMBH • STEINBEISSTRASSE 1 • D-71272 RENNINGEN

WWW.KOOS.DE

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www.konfischerator.de

ARRIVALS | MIX

Colleen B. Rosenblat

Sie liebt pures Gold, das sie per Hand hämmert. „So geht der an sich

anstrengende Akt des Hämmerns in eine entspannende, meditationsgleiche

Tätigkeit über, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin“,

sagt die Hamburger Designerin. Ein Beispiel ist die Armspange aus

der „Hammered“-Kollektion aus gehämmerten 750 Roségold mit

Brillanten.

www.rosenblat.de

Jetzt auch

konfischeratorbasierte

Präsentationssortimente!

Bron

Das neue Maskottchen der niederländischen Marke

heißt „Pole Pole“ und ist eine Meeresschildkröte.

Der Name heißt aus Swahili übersetzt „langsam“

und steht für den aktuellen Zeitgeist der Entschleunigung,

aber auch für unendliche Freiheit, die sie in

den Ozeanen der Erde genießt. In den neuen

Designs schwebt „Pole Pole“ graviert in Achatlagenstein

scheinbar unter der Oberfläche gefasst in

750 Roségold.

www.bronjewelry.de

Schmuckwerk

Die Ratinger Manufaktur hat ihre erfolgreiche „Alpenring“-Kollektion

um neue, aufsehenerregende Designs erweitert. Zu den besonderen

Highlights gehören breite Ringe mit dem markanten Klippendesign,

das sich auf beiden Seiten zeigt. In den Felsklüften funkeln Brillanten

wie kleine Eiskristalle. Wer es noch prachtvoller mag, wählt einen Ring

mit einem großen Solitär. Diamantschmuck mit Ecken und Kanten,

einzigartig wie die Frau, die ihn trägt.

Nutzen Sie bereits alle Vorteile der

neuen Konfischerator Partnerstufen?

Sprechen Sie uns an!

Tel. +49 7231 9288-0

www.schmuckwerk.de

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www.konfischerator.de


ARRIVALS | WOLF 1834

Wolf 1834

www.wolf1834.com

STILVOLL BEWAHRT UND SICHER GEBORGEN: DAS

TRADITIONSUNTERNEHMEN WOLF 1834 FERTIGT

UHRENBEWEGER MIT PATENTIERTER TECHNIK, HOCH-

WERTIGE SCHMUCKBOXEN UND ELEGANTE ETUIS.

Immer in Bewegung

Ein Schmuckstück

für sich

Die Linie „Caroline“ umfasst

Schmuckmappen, Etuis und

Kästchen in verschiedenen

Größen. Gemeinsam ist ihnen

die softe Oberfläche aus

gestepptem Leder, das in verschiedenen

Farben angeboten

wird – von dezentem Schwarz

bis hin zu femininem Rosa. Die

Schmuckschatullen von Wolf

1834 können aber noch mehr:

Zahlreiche Modelle bieten im

Inneren die patentierte „LusterLoc“-Formel,

die Schmuck

bis zu 35 Jahre lang vor dem

Anlaufen schützt.

Die Uhrenbeweger „Viceroy“

sind moderne Klassiker, die aus

bis zu acht Einzelmodulen

bestehen. Sie sorgen dafür,

dass Uhren in die gewünschte

Richtung aufgezogen werden.

Loek Oprinsen von International

Luxury Partners schätzt

zudem die patentierte Technologie

von Wolf 1834, „die die

Umdrehungen pro Tag zählt“,

um mechanische Uhren optimal

aufzuziehen.

„Wir sind begeistert und stolz, dass wir seit

Oktober 2020 mit diesem in fünfter

Generation geführten Familienunternehmen

zusammenarbeiten.“

Loek Oprinsen, International Luxury Partners

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Stilvoll reisen

„British Racing Green“ ist nicht

nur eine Farbe mit unnachahmlich

klassischer und zugleich

maskuliner Ausstrahlung, sondern

auch eine Linie von Wolf

1834. Sie umfasst Aufbewahrungsboxen

sowie Uhrenbeweger.

Auch die praktische Uhrenrolle

gehört zum Sortiment. Sie

erfüllt den Anspruch von Loek

Oprinsen, der den Vertrieb für

Deutschland und Österreich leitet:

„Wir wollen hochwertige

Accessoires anbieten, die sich

mit Luxusuhren und Schmuck

hervorragend ergänzen.“

ATLANTIC

Einen kurzen Film zur

Geschichte und Fertigung

unserer Atlantic-Uhr

finden Sie hier:

Ref. 8422-2 • Cal. SII NE86 • Chronograph Automatik • Ø 42 mm

Mondän und gleichzeitig modern ist der Auftritt der ZEPPELIN Atlantic Serie,

die an die Atmosphäre der luxuriösen Atlantiküberquerung anknüpft. War

es der gehobenen Gesellschaft des beginnenden 20. Jahrhunderts nur per

MADE IN GERMANY Luxusliner möglich, den Sprung über den Atlantischen Ozean mit Stil zu

www.pointtec.de

begehen, wurde mit dem Zeppelin das mondäne und gleichzeitig moderne

#PioneersOfTheSky

Reisen über den Atlantik auf dem Luftweg möglich.

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ARRIVALS | DOXA

Doxa

Jan Edöcs, CEO

Montres Doxa SA

IM JAHR 1967 PRÄSENTIERTE DIE SCHWEIZER UHRENMARKE DOXA DAS

REVOLUTIONÄRE „SUB“-KONZEPT. DIE TAUCHERUHR MIT DEM LEGENDÄREN

ORANGEFARBENEN ZIFFERBLATT IST BIS HEUTE EIN BESTSELLER.

Hightech

Geschmiedetes Carbon trifft bei

der „SUB 300 Carbon“ auf eine

druckfeste Titankammer: Die

Doxa-Neuheit ist eine faszinierende

Kombination aus Spitzentechnologie

und dem legendären

Look der Kultuhr.

Im Frühjahr stellte Doxa

die „SUB 300 Carbon“

vor und bekennt damit

eindeutig Farbe in

ihren neuen Kollektionen.

Im Interview sprechen

Jan Edöcs, CEO Montres Doxa,

und Philipp Kohlermann,

Geschäftsführer Doxa Deutschland,

über eine Uhrenlegende

und ihren Weg in den deutschen

Fachhandel.

Doxa-Uhren sind Kult unter

den Taucheruhren. Nun

wollen Sie die Uhren dem

deutschen Fachhandel

wieder in Erinnerung

bringen. Warum gerade

jetzt?

Jan Edöcs: Die Marke hat in

den letzten zwei Jahren eine

bemerkenswerte Wiederbelebung

erfahren. Sie hat technische

und ästhetische Innovationen

durchlaufen und ist

dabei ihrer DNA und ihrem

reichen Erbe treu geblieben.

Ausschlaggebend für die Öffnung

des Fachhandels im

deutschsprachigen Raum

Farbstark

Das Kultmodell „SUB 300“ von Doxa ist in sechs

Zifferblattfarben sowie mit Stahlband oder Tonin-Ton-Kautschukband

erhältlich. Die Uhr verfügt

über eine einseitig drehbare Lünette mit

Tiefenanzeige in Metern.

„Die Marke ist authentisch

wie kaum eine andere!“

Philipp Kohlermann, Geschäftsführer Doxa

Deutschland

sind unsere großartigen

Erfolge mit namhaften Juwelieren

wie Watches of Switzerland

und anderen hochkarätigen

Einzelhändlern in

Europa. Den Spaß an der Kollektion

und den Erfolg wollen

wir den deutschen Juwelieren

nicht vorenthalten.

Für den deutschen Markt

ist Philipp Kohlermann mit

seinem Doxa-Europe-Team

zuständig. Was gab den

Ausschlag für diese

Enscheidung?

Jan Edöcs: Doxa kann sich

darauf verlassen, dass das

Erbe unserer Uhren in

Deutschland in den besten

Händen ist. Wir sind über-

zeugt, dass Philipp Kohlermann

und sein Doxa-Europe-

Team mit der umfangreichen

Erfahrung auf dem deutschen

Markt und dem großen Wissen

über die Schweizer

Uhrenindustrie die besten

Partner sind, um die langfristige

Vision unserer Marke in

Deutschland zu realisieren.

Über diese Partnerschaft

freuen wir uns sehr.

Doxa wird sich in Deutschland

bei THE SHOW in Hamburg

präsentieren. Für welche

Juweliere ist die Marke

interessant?

Philipp Kohlermann: Doxa

vermittelt ein scharfes Profil

und ist klar in der Zielgruppe.

Die Marke ist authentisch

wie kaum eine andere. Insofern

passt sie zum klassischen

Uhrmacher, aber insbesondere

auch zum

hochwertigen Juwelier mit

breitem Markensortiment.

Denn Doxa „kannibalisiert“

nichts aus den bestehenden

Sortimenten, sondern generiert

Zusatzumsätze und

neue Käufergruppen.

Können Sie uns in wenigen

Sätzen die DNA der Marke

beschreiben?

Jan Edöcs: Die einzigartige

Geschichte der Marke, die

Qualität unserer Uhren und

unsere Fähigkeit zur Innovation

sind die Eckpfeiler einer

Strategie, die derjenigen treu

geblieben ist, die Georges

Ducommun im Jahr 1889

festlegte: hochwertige, leistungsstarke,

technische

und zuverlässige Uhren zu

erschwinglichen Preisen zu

entwerfen und herzustellen.

Doxa genießt große Anerkennung

und Vertrauen, ist

authentisch und hat eine echte

Geschichte. Vor etwa zwei

Jahren haben wir beschlossen,

das fabelhafte Erbe im Bereich

der Taucheruhren hervorzuheben.

Wir haben das Image

der Marke neu aufgebaut und

eine Kollektion neuer Produkte

entwickelt, die die Marke

nicht verraten, sondern ihr im

Gegenteil huldigen. Sie passen

perfekt in Doxas DNA.

www.doxawatches.com

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ARRIVALS | MIX

Neuer

Schwung

HABE ICH DAS NICHT SCHON MAL GESEHEN? BEI VIELEN AKTUELLEN NEUHEITEN

GLAUBT MAN, SIE BEREITS ZU KENNEN. STIMMT! VINTAGE- UND RETRO-

DESIGN SIND MOMENTAN ANGESAGT – UND DANK AKTUELLER DIMENSIONEN,

FARBEN UND MATERIALIEN ABSOLUT ZEITGEMÄSS.

Fortis

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„This is not a Moon Watch. It is the Space

Watch!” – mit diesem Slogan stellt Fortis

die neue „Amadee-20“ vor: eine ausdrucksvolle

Tool Watch, die im Oktober

an einer Mars-Feldsimulation des

Austrian Space Forum teilnehmen

wird. Die „Amadee-20“ bietet darauf

speziell abgestimmte Funktionen

wie eine drehbare Lünette zum

unkomplizierten Erfassen von Zeiteinheiten.

Der Automatik-Chronograph

hat ein 44 Millimeter großes Gehäuse

aus Titan und wird an einem Titan-Armband

getragen.

www.fortis-swiss.com

Ebel

Feine Farbe für die „Brasilia“ von Ebel: Die klassische

Damenuhr ist nun mit einem Zifferblatt in ausdrucksvollem

Anthrazit erhältlich. Die dezente

Nuance und die Diamanten als Stundenindizes

unterstreichen die eleganten Linien der Quarzuhr,

deren rechteckiges Gehäuse direkt in das Gliederarmband

übergeht. Ebel hat die „Brasilia“ 2006

kreiert und 2019 überarbeitet. Die neue Version hat

ein schlankeres, noch anschmiegsameres Design.

www.ebel.com

Iron Annie

Diese Uhr erinnert an ein großartiges Abenteuer

in Ecuador: Die „Amazonas“ transportierte

ab Ende der 1950er Jahre Fracht und

Passagiere im gesamten Amazonasgebiet.

Dabei handelte es sich um das legendäre

Flugzeug „Junkers JU52 D-AQUI“, das

den Spitznamen „Iron Annie“ trug.

Daran knüpft die Uhrenmarke Iron

Annie aus dem Hause Pointtec an und

präsentiert die Edelstahluhr „Amazonas

Impression 5908-5“. Die Neuheit

ist mit einem Automatikwerk ausgestattet.

Auf dem schlichten Zifferblatt zieht

eine Mondphasenanzeige die Blicke auf sich.

www.pointtec.de

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ARRIVALS | MIX

M&M Germany

Sommersonne, Badesee und ein leckeres Eis – daran muss man beim Anblick

der neuen Modelle aus der „Matt Circle“-Serie von M&M Germany

denken. Denn die Quarzuhren mit dem markanten 34 Millimeter großen

Edelstahlgehäuse mit kratzmatter Oberfläche sind nun in sommerlichen

Farben erhältlich: Die Gute-Laune-Kollektion von Designer Georg Plum

gibt es in den Farben Rot wie Erdbeereis, Blau wie Gletschereis und Gelb

wie Zitroneneis.

www.mm-germany.com

TRADITION

VERBINDET

PROFITIEREN SIE VON ÜBER

160 JAHREN MARKTERFAHRUNG

SEIT

GENERATIONEN

FÜR

GENERATIONEN

G5-00132C

Zeppelin

Bei Tag ist der „Captain’s Line

Regulator“ von Zeppelin eine

Uhr, die mit ihrem klassischen

Design und der ungewöhnlichen

Regulatoranzeige auffällt.

Bei Nacht ist das Modell eine Sensation: Denn das Zifferblatt ist

fast komplett mit Leuchtstoff belegt, sodass sie bei Dunkelheit nicht

nur gut abzulesen, sondern auch sehr auffällig ist. In dem 40 Millimeter

großen Edelstahlgehäuse arbeitet ein Handaufzugswerk.

www.pointtec.de

Zenith

Mit der „Chronomaster Revival A3817“ lässt Zenith

eine ihrer historischen Varianten der „El Primero“

von 1969 neu aufleben. Charakteristisch sind

sowohl das tonneauförmige Originalgehäuse mit

dem damaligen Durchmesser von 37 Millimetern

als auch das dreifarbige Zifferblatt. Auch das Innenleben

des Chronographen ist originalgetreu: Die

Neuheit ist mit dem „El Primero-Automatikkaliber

400“ ausgestattet.

www.zenith-watches.com

Bei Carl Engelkemper Münster steht Tradition ganz oben.

Bereits seit 1936 liegt die unternehmerische Verantwortung des

Hauses Engelkemper in den Händen der Familie Abeler.

Mit immer neuen Ideen, Innovationen und ansprechenden,

gut verkäuflichen Kollektionen bewegen wir uns seit jeher

immer am Puls der Zeit und haben uns so als verlässlicher und

erfahrener Partner etabliert.

Trends in den Bereichen Uhren, Schmuck und Fachtechnik zu

erkennen, ist für uns ein ebenso wichtiges Bestreben wie umfassender

und erstklassiger Service rund um Sortiment und

Konzepte. Unserer freundliches und erfahrenes Team im Haus

und im Außendienst bietet Ihnen jederzeit zuverlässige Unterstützung

in allen Bereichen.

Sie sind interessiert? Dann sprechen Sie mit uns!

Wir freuen uns darauf, auch für Sie als langjähriger und zuverlässiger

Partner tätig zu sein.

www.engelkemper.de

06|21

62

LINDBERGHWEG 144 · 48155 MÜNSTER · TEL. 0251 6603-0 · FAX 0251 63297 · INFO@ENGELKEMPER.DE · WWW.ENGELKEMPER.DE


NEXT

„In den meisten Fällen ist die Familie für ein junges Talent entweder ein Treibhaus

oder ein Löschhorn“, schrieb einst Marie von Ebner-Eschenbach. In diesem

Schwerpunkt sprechen wir mit vielversprechenden Talenten unserer Branche darüber,

was sie antreibt und wohin sie wollen.

Texte: Axel Henselder, Iris Wimmer-Olbort

GENER ATION

Foto: kentoh/iStockphoto

65 06|21


NEXT GENERATION | NACHFOLGE

WIR BRAUCHEN

FREIRÄUME!


Reinhold von Eben-Worlée ist Präsident des Verbandes der Familienunternehmer.

Welche Bedeutung haben

Unternehmen in Familienhand

für den Wiederaufstieg

Reinhold von Eben-Worlée

Im GZ-Interview betont er, wie wichtig inhabergeführte Firmen für die deutsche

Wirtschaft sind und was die Politik ändern muss. der deutschen Wirtschaft

nach der Corona-Krise?

Doppelt

Kompetent

Reinhold von

Eben-Worlée

ist Präsident

des Verbandes

der Familienunternehmer

und geschäftsführender

Gesellschafter

der Worlée

Gruppe

Reinhold von Eben-Worlée:

Als Rückgrat der deutschen

Wirtschaft sind Familienunternehmen

für den Wiederaufstieg

unerlässlich. Sie beschäftigen

in Deutschland Millionen Mitarbeiter,

die wiederum durch

ihre Steuern und Abgaben die

Staats- und Sozialkassen füllen.

Dadurch sichern sie den Wohlstand

in unserem Land. Viele

Familienunternehmer haben es

– wie auch schon in der Banken-

und Eurokrise – verstanden,

ihre Firmen trotz Widrigkeiten

am Laufen zu halten, und

sie haben an ihren Mitarbeitern

festgehalten, um schnell wieder

in den Vorwärtsgang schalten

zu können. Das liegt in der DNA

der Familienunternehmen. Wir

denken nachhaltig und in

Generationen. Wir bilden in

guten Zeiten Rücklagen für die

nächste Krise und denken in

der Krise an den bevorstehenden

Aufschwung.

Vor welchen besonderen

Herausforderungen steht die

junge Generation der Familienunternehmer

nach

Corona?

In den nächsten zwei Jahren

kommt es in Familienunternehmen

zu mehr als 250.000

Generationenwechseln. Viele

gut qualifizierte Nachfolger der

heutigen Firmenchefs stehen

„Es wird Zeit, Deutschland fit

für die Zukunft zu machen,

zu entbürokratisieren und

zu digitalisieren.

Präsident des Verbandes der Familienunternehmer

schon in den Startlöchern. Es

wird eine Herkulesaufgabe für

die junge Unternehmergeneration

werden, die Corona-Scherben

wieder einzusammeln.

Deshalb ist es besonders wichtig,

dass die Politik ihnen Freiräume

lässt.

Befürchten Sie nach dem

Auslaufen des Insolvenz-

Moratoriums vermehrt

Firmenpleiten bei kleinen und

mittelständischen Familienunternehmen?

Das bleibt abzuwarten. Die Hilfen,

die lange angekündigt

waren, sind nun endlich auf den

Weg gebracht worden. Auch der

Export zieht wieder an. Ich habe

also Hoffnung, dass es zu keiner

Insolvenzwelle kommen wird.

Die Diskussionen um Vermögens-

und Erbschaftssteuer

nehmen im Wahljahr Fahrt

auf. Wie ist Ihre Position?

Ein klares Nein zur Vermögensteuer.

Das fordern wir von der

nächsten Bundesregierung.

Was bei der Debatte oft vergessen

wird: Das Vermögen von

Familienunternehmern liegt

nicht im Mittelmeer vor Anker,

sondern steckt in Mitarbeitern

und Maschinen. In Deutschland

sind große Teile des so

besteuerbaren Vermögens

betrieblich gebunden – oft in

Familienbetrieben, die 60 Prozent

der sozialversicherungspflichtigen

Arbeitsplätze und

80 Prozent der Ausbildungsplätze

im Land stellen. Auf

betrieblich gebundenes Vermögen

kann der Fiskus nicht

zugreifen, ohne unternehmerische

Substanz zu zerstören und

somit die Investitionsfähigkeit

der Betriebe zu schwächen.

Wie beurteilen Sie die Aussichten

für Familienunternehmen

in Deutschland?

Die Krise unseres Landes geht

viel tiefer als die Corona-Krise.

Deutschland verliert seit Jahren

an Wettbewerbsfähigkeit. Am

Ende der Ära Merkel ist die

Reform-Dividende von Schröders

Agenda 2010 aufgezehrt. Es

wird Zeit, Deutschland fit für

die Zukunft zu machen, zu entbürokratisieren

und zu digitalisieren.

Und vor allem nicht

zusätzlich zu belasten. Deutsche

Unternehmen zahlen

bereits die höchsten Steuern,

Sozialabgaben und Strompreise.

Es braucht endlich eine Wirtschaftspolitik,

die ihren Namen

auch verdient.

06|21

66

67 06|21


NEXT GENERATION | GROH + RIPP

Groh + Ripp

EIN FAMILIENSCHATZ

Powerfrauen

Nicole (l.) und Sandra

Ripp eint der Wunsch,

ihren Kunden

den perfekten Schliff

zu bieten.

Nicole und Sandra Ripp führen das Idar-Obersteiner Unternehmen Groh + Ripp

in der dritten Generation. Beide zeichnet die Bereitschaft aus, neue Wege zu gehen.

Die Diplom-Gemmologin

Nicole Ripp absolvierte eine

Banklehre und danach ein

BWL-Studium. Sandra Ripp

studierte ebenfalls BWL.

Beide arbeiteten parallel im

elterlichen Betrieb mit.

Nicole Ripp entschied sich

2003 endgültig für die

Familienfirma, obwohl sie

schon auf dem Sprung zu

einer internationalen

Karriere im Management

war. Seit 2014 sind die

Schwestern Geschäftsführerinnen.

Sandra verantwortet

die technische

Abteilung, Nicole das

Farbsteingeschäft.

Corona stellt Sie als die junge

Generation am Steuer vor

große Herausforderungen.

Wie gehen Sie damit um?

Nicole Ripp: Besondere Zeiten

erfordern stets außergewöhnliche

Maßnahmen. Meine Kampagnen

belegen seit vielen Jahren,

dass ich gerne neue Wege

gehe, um die Faszination Edelstein

zu vermitteln. Die Motive

sind eine Hommage an die

Schönheit der Natur. Nun habe

ich ein neues Online-Schulungsprogramm

aufgelegt.

Auch hier orientiere ich mich

nicht an gewöhnlichen gemmologischen

Aspekten, sondern

zuvorderst an den Farben der

Steine, um Fachwissen zu vermitteln.

Wir denken konsequent

vom Endkonsumenten

her. Das kommt bei unseren

Juwelierpartnern sehr gut an.

Wir sind als Familienunternehmen

ganz nah an unseren

Kunden und können so flexibel

auf die jeweiligen Herausforderungen

eingehen. Wir haben

den Vorteil der kurzen Wege

und realisieren so technisch

Lösungen, die in einem Groß-

unternehmen sicher nicht oder

nur mit langen Vorlaufzeiten

möglich wären. Wir richten

uns konsequent nach den

Wünschen unserer Geschäftspartner.

Gerade in Krisenzeiten

ist diese gelebte Kundennähe

wichtig.

Welche Vorteile sehen Sie in

einem gewachsenen Familienunternehmen?

Das ist das Know-how, welches

von den Eltern an uns weitergegeben

wird. Und dass sie uns

nach wie vor mit ihrem Erfahrungsschatz

zur Seite stehen.

Der technische Bereich unseres

Unternehmens lebt nicht

nur von den modernsten

Maschinen, sondern vor allem

von unserer Expertise.

„Wir sind als Familie ganz nah an


unseren Kunden und reagieren flexibel

auf alle Wünsche.

Nicole und Sandra Ripp, Geschäftsführerinnen

Genauso verhält es sich mit den

gewachsenen Beziehungen zu

unseren Lieferanten aus aller

Welt. Durch die familiären,

über Generationen aufgebauten

Verbindungen kommen wir an

Raritäten aus erster Hand. Viele

unserer Lieferanten und auch

unserer Kunden kennen uns

von Kindesbeinen an. Diese

Vertrautheit mit Geschäftspartnern

kann es nur in einem

Familienbetrieb geben. Ein weiterer

Aspekt ist das schier unerschöpfliche

Lager an Rohsteinen,

welches über Generationen

aufgebaut und weitergegeben

wird. Das ist unser Familienschatz,

für den wir unseren

Eltern sehr dankbar sind.

www.groh-ripp.de

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NEXT GENERATION | GERHARD HAHN

Liebt die Herausforderung

Alexandre Hahn hat gleich zu Beginn seiner

Geschäftsführertätigkeit im Familienunternehmen

vieles komplett umgekrempelt. Er brachte die

Neuausrichtung hin zur Kernkompetenz für feine

Edelsteine auf den Weg – mit Erfolg.

Gerhard Hahn

OFFEN, MUTIG,

REALISTISCH

Alexandre Hahn führt in vierter Generation den in Düsseldorf ansässigen

Spezialisten für feine Edelsteine und hat dort einiges umgekrempelt.

Zunächst absolvierte

Alexandre Hahn 2003 eine

Goldschmiedelehre in

Essen, danach ließ er sich

von der Deutschen Gemmologischen

Gesellschaft

(DGemG) zum Gemmologen

und Diamant-Gutachter

fortbilden. Seit 1998 ist er

im Familienunternehmen,

wo er anfangs den Export

sowie die Planung und

Durchführung aller Messen

verantwortete. Seit 2014 ist

er Geschäftsführer.

Wie haben Sie Gerhard Hahn

Ihren Stempel aufgedrückt?

Alexandre Hahn: Die erste

große Entscheidung erfolgte

2014, als wir uns auf unser

Kerngeschäft Edelsteine

zurückbesannen und unser

Zuchtperlenprogramm zurückführten.

Damit ging die Umfirmierung

in Gerhard Hahn einher

sowie eine neue externe

Kommunikation. Der frische

Gesamtauftritt des Unternehmens,

den ich bis heute permanent

weiterentwickele, hat

sicher auch meinen Touch

erhalten.

Was hat sich als Herausforderung,

was als Passion in der

Arbeit im Familienbetrieb

herausgestellt?

Man muss immer schneller

und effektiver arbeiten, um

konkurrenzfähig zu bleiben.

Einerseits steigen die Ansprüche

an die Pflege der Kontakte

insbesondere über die sozialen

Medien – und zwar zu

Geschäfts- und Endkunden

gleichermaßen. Hier bleibt

durch die Vielfalt der Möglichkeiten

oft nicht genug Zeit, um

alles so perfekt zu betreuen,

wie man es gerne möchte. Denn

die eigentliche Passion für das

Produkt darf nicht zur „Nebensache“

werden. Die treibende

Kraft ist für mich somit die

Kombination aus Produkt und

Socialising. Ich liebe den Verkauf

dieser wundervollen Edelsteine

und Diamanten und ich

lebe dafür. Daher warte ich

auch sehnsüchtig auf den

Moment, wenn ich wieder reisen

und Kunden persönlich

besuchen darf.

Wie betrachten Sie die

Corona-Krise?

Kein Mensch braucht Krisen –

aber sie sind auch spannende

Herausforderungen. Ich blicke

immer gerne nach vorne. Ich

bin ins Geschäft eingestiegen

zu Beginn der Asien-Krise, es

folgte die Finanzkrise und jetzt

befinden wir uns im Corona-

Lockdown. Auch diese Zeit werden

wir meistern und gestärkt

daraus hervorgehen.

„Ich liebe den Verkauf

dieser wundervollen

Edelsteine und

Diamanten.

Alexandre Hahn

Geschäftsführer


Und wie beurteilen Sie die

Aussichten für Unternehmer

Ihrer Generation?

Ich bin Optimist und Realist.

Solange man offen ist für Neues,

unermüdlich, tatkräftig, mutig

und realistisch bleibt, ist sehr

viel möglich. Wir sind eine

Generation, die in dieser

schnelllebigen Zeit groß wurde

und gelernt hat, sich der neuen

Business-Welt anzupassen und

dementsprechend zu handeln.

Wir haben die Corona-Zeit

genutzt, um in eine neue

Warengruppe, die Turmaline,

zu investieren, da wir sehr großes

Potenzial sehen. Wir haben

viele weitere Pläne und sind

hoch motiviert.

www.gerhardhahn.com

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NEXT GENERATION | CARL ENGELKEMPER MÜNSTER

Carl Engelkemper Münster

EINER FÜR ALLE

Guido Abeler lenkt den Schmuck- und Uhrengroßhändler in der dritten Generation.

Verlässlichkeit ist seine Stärke, gepaart mit der Offenheit für Neues.

Teamplayer

Guido Abeler liebt es, mit seinem Team

Konzepte zu entwickeln, die den Fachhandel

dabei unterstützen, sich im Wettbewerb

um den Kunden zu behaupten.

„Die Digitalisierung der

Geschäftsprozesse ist

heute unabdingbar.

Guido Abeler

Geschäftsführer


Was machen Sie anders als

die Generationen vor Ihnen?

Guido Abeler: Wir sind nicht

das Start-up, das sich jeden Tag

neu erfindet. Unsere Stärke ist

die Kontinuität. Unser Familienunternehmen

lebt von der Verlässlichkeit

gegenüber Kunden,

Lieferanten und Mitarbeitern.

Wir bieten der Branche ein

Stück Sicherheit. Natürlich gab

es und gibt es immer die Notwendigkeit

der Veränderung

und Anpassung. Man muss

ständig offen sein für Neues.

Als ich in die Branche kam, gab

es noch jeweils 150 Großhandlungen

für Uhren und Schmuck,

heute sind es jeweils zehn.

Wenn wir uns nicht verändert

hätten, wären wir nicht da, wo

wir heute stehen.

Gibt es Beispiele?

Mein Vater war bereits Visionär.

So hat er 1993 den wegweisenden

Firmensitz in Münster

gebaut, der heute noch zeitgemäß

ist. Er hat früh auf den

Computer gesetzt und die neuen

Bundesländer erobert. Ich wiederum

habe gemeinsam mit

meiner Frau Yvonne die Digitalisierung

der internen

Geschäftsprozesse vorangetrieben,

habe mich den Themen

B-to-B- und B-to-C-Shop sowie

Social Media intensiv gewid-

met. Auch bin ich näher an die

Kunden gerückt, beispielsweise

mit modernen Möbel- und

Dekorations-Konzepten für den

POS sowie unserem Kundenmagazin

„Trends“.

Wie machen Sie Engelkemper

fit für die Zukunft?

Die Digitalisierung der

Geschäftsprozesse ist heute

unabdingbar: Das geht über die

Verwaltung der Lagerbestände,

der kompletten Warenlogistik

von der Bestellung bis zur Auslieferung

mit elektronischen

Lieferscheinen bis hin zur sehr

aufwendigen Anbindung an die

Warenwirtschaftssysteme der

Kunden. Wir müssen für und

mit unseren Kunden die Entwicklung

der Branche vorantreiben.

Daher ist es uns wichtig,

mit den Partnern zu arbeiten,

die bereit sind, diesen Weg mit

uns zu gehen.

Was bereitet Ihnen am

meisten Freude?

Gemeinsam mit meiner Frau,

Kunden und Lieferanten erfolgreiche

Konzepte zu entwickeln,

zur Marktreife zu bringen und

zu lancieren. Das ist einfach ein

tolles Gefühl, wenn wir eine

Idee haben, die nach und nach

Gestalt annimmt und dann auch

noch erfolgreich funktioniert.

Was hat sich durch Corona

verändert?

Die Bereitschaft, mit Social

Media und E-Commerce-Lösungen

zu arbeiten, ist eindeutig

gewachsen. Die Anzahl der

Geschäfte, die bei unserem

myTrends-Shop mitmachen, hat

sich dieses Frühjahr verdreifacht.

Aufgrund des Lockdowns

ist bei vielen die Erkenntnis

gereift, dass sie ohne Onlineshop

und Social Media künftig

nicht mehr auskommen. Das ist

eine Ergänzung und kein Ersatz

für das Vor-Ort-Geschäft.

Wie sehen Sie die Aussichten

nach Corona?

Es wird einen enormen Nachholbedarf

geben, wenn alles

wieder geöffnet ist.

www.engelkemper.de

Nach seinem BWL-Studium verbrachte Guido

Abeler zunächst Zeit in Südafrika. 1990 stieg

er dann in die Familienfirma ein, baute das

Geschäft in den neuen Bundesländern sowie

in Hessen und Bayern auf. Seit 1994 ist er

hauptberuflich im Betrieb tätig und hat 2014

die Geschäftsführung übernommen.

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NEXT GENERATION | JENTNER

Digital first

Chris Jentner liebt die Herausforderung,

sein Unternehmen komplett zu digitalisieren

und alle Wertschöpfungsprozesse transparent

und effizient zu gestalten.

Jentner

ZUKUNFT BEGINNT

JEDEN TAG

Chris Jentner hat das väterliche Unternehmen zu einem der führenden

Galvanik-Spezialisten ausgebaut. Was ihn umtreibt, verrät er im Interview.

Foto: Anette Cardinale

Sie haben die Firma 1999 von

Ihrem Vater übernommen.

Was haben Sie seitdem

verändert?

Chris Jentner: Viel! Unsere

Kapazitäten, die Mitarbeiterzahl

und unser Leistungsspektrum

haben sich vervielfacht.

Als ich die Firma von meinem

Vater Kurt übernahm, konzentrierte

sie sich vor allem auf die

Pforzheimer Schmuckhersteller

als Kunden. Die Jentner Group

umfasst heute vier Töchter und

agiert international.

Hat sich auch die Vorgehensweise

geändert?

Der Fokus meines Vaters lag auf

der Problemlösung für die Kunden.

Jeden Kunden hat er einzeln

besucht, das Anliegen analysiert

und nach einer Realisierungsmöglichkeit

gesucht. Als ich in

die Firma kam, waren schon viele

der großen Schmuckproduzenten

ins Ausland abgewandert.

Deshalb folgten wir ihnen.

Jedoch ist eine persönliche Problemlösung

über die Distanz

hinweg kaum möglich. Deshalb

haben wir Händler und Partner

gesucht, die dies übernehmen.

Diese schulen wir, vor allem

online, speziell für die Maschinen

mit digitalen, interaktiven

Lehrgängen. Die Problemlösung

steht weiter im Mittelpunkt,

jedoch nun digital. Dazu gehören

auch gute Datenblätter und die

einfache Handhabung der Chemie

sowie Geräte.

Welche Rolle spielt bei Ihnen

Nachhaltigkeit?

Eine große, da das Thema mir

auch ein persönliches Anliegen

ist. Wir versuchen immer effizienter

mit den Ressourcen

umzugehen und haben die

Gruppe auf CO2-neutrale Produktion

umgestellt. Wir beziehen

unseren Strom aus unseren

eigenen Photovoltaikanlagen

und den Rest aus Wasserkraft.

Bei neuen Firmenautos setzen

wir auf E-Fahrzeuge, die dann

mit CO2-neutralem Strom, also

aus eigenen regenerativen

Quellen, betrieben werden.

Wo sehen Sie Ihre Zukunft?

Zum einen in der konsequenten

Digitalisierung und Vernetzung

aller Prozesse im Sinne

von Industrie 4.0. Die Qualität

steigt, der Ausschuss sinkt –

damit gewinnen letztlich

unsere Kunden und die

Umwelt. Die künftige Ausrichtung

unseres Unternehmens

widmen wir mit unserem GO-

Programm den ethischen Werten

von Mensch und Natur.

www.jentner.de

„Wir versuchen, immer

effizienter mit den

Ressourcen umzugehen

und haben die Gruppe

auf CO2-neutrale

Produktion umgestellt.

Chris Jentner

Geschäftsführer


Der gelernte Industriekaufmann und Galvaniseur

Chris Jentner übernahm 1999 das von

seinem Vater Kurt 1974 gegründete Unternehmen.

Einst angetreten als Spezialist für

Elektrolyten für Edel- und Unedelmetalle,

bietet es heute Lohnveredelungen für

verschiedenste Branchen an. Die Jentner

Group umfasst mittlerweile vier Töchter:

die Jentner Plating Technology als Produzent

galvanischer Anlagen und Elektrolyten, die

auf Metallveredelung exklusiver Großprojekte

spezialisierte International Plating Project,

die Aurelia Edelmetallhandelsgesellschaft und

den Online Galvano Shop.

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NEXT GENERATION | FISCHER TRAURINGE

Vollblutunternehmer:

Konstantin (r.) und Sebastian Fischer eint ihr

unternehmerisches Denken. Während Konstantin

die kaufmännische Seite von Fischer Trauringe

verantwortet, ist Sebastian für Vertrieb, Marketing

und die strategische Ausrichtung zuständig.

Fischer Trauringe

KÄMPFER FÜR

VERÄNDERUNG

Konstantin und Sebastian Fischer stellen beim Pforzheimer Trauringspezialisten die

fünfte Generation. Sie mussten viel Überzeugungsarbeit leisten – das hat sich gelohnt.

Sebastian Fischer absolvierte zunächst eine

technische Ausbildung als Feinwerkmechaniker,

anschließend studierte er Wirtschaftsingenieurwesen

in Saarbrücken und schloss mit

dem Bachelor ab. Konstantin Fischer

beendete sein Studium der Medien- und

Kommunikationswissenschaften mit einem

MBA. Die erste unternehmerische Spielwiese

der beiden Brüder war Bayer Trauringe, ein

Verbundunternehmen von Fischer, das das

Fischer-Portfolio sinnvoll ergänzt. Es wurde

2009 von einem ehemaligen Fischer-

Kunden übernommen und bis heute

fortgeführt. Seit 2010 sind sie darüber

hinaus bei Fischer tätig.

Wo haben Sie bereits etwas im

Unternehmen bewegt?

Konstantin Fischer: Wir haben

zunächst gemeinsam 2009 das

Tochterunternehmen Bayer

Trauringe übernommen und neu

aufgestellt. Das war sozusagen

unsere Trainingsfirma, in der

wir gelernt haben, unternehmerisch

zu handeln und unser theoretisches

Wissen aus dem Studium

in die Praxis umzusetzen.

Sebastian Fischer: Bei Fischer

war es die Einführung des Trauringkonfigurators

„Konfischerator“

im Jahr 2010. Hier haben wir

uns die Bälle zugespielt: Mein

Bruder hat die EDV und Kalkulation

verantwortet, ich die Vermarktung

und die Kundenschulungen.

Es war wichtig für uns

zu erleben, welche Widerstände

man überwinden muss, um

etwas Neues durchzusetzen.

Wir mussten viel Überzeugungsarbeit

leisten – aber es hat

sich gelohnt. Heute ist der Konfigurator

Standard.

Was sehen Sie als größte

Herausforderung?

Sebastian Fischer: Veränderungen

durchzusetzen ist sicher die

größte Herausforderung. Gerade

wenn es darum geht, innerbetrieblich

neue Strukturen aufzubauen,

muss man alle mit an

Bord holen, damit sie an einem

Strang ziehen. Unsicherheit ist

heute die einzige Konstante.

Daher braucht man flexible,

schnell reagierende Teams und

eine agile Organisation.

Konstantin Fischer: Wir meinen,

dass man mit neuen Ideen

schon dann auf den Markt treten

soll, wenn noch nicht alles zu

100 Prozent durchdekliniert ist.

Denn eine neue Idee brauch Zeit,

um sich durchzusetzen. Das

Feedback des Marktes sorgt für

die Feinjustierung.

Sie sind die Generation der

Digital Natives. Wie wichtig

ist Social Media für Sie?

Sebastian Fischer: Wir treten

über die sozialen Medien in

direkten Kontakt mit unseren

Endkunden. Hier bekommt man

das ungefilterte Feedback des

Marktes auf Produkte und Ideen

und kann frühzeitig neue

Trends erkennen. Auch ist Social

Media wichtig, um bei Verbrauchern

Vertrauen aufzubauen.

Denn diese informieren sich vor

dem Kauf intensiv, scannen das

Unternehmen, erwarten volle

Transparenz.

Was haben Sie noch vor?

Sebastian Fischer: Fischer verfügt

über einige besondere Stärken,

wie unsere Carbon-Kollektion,

unsere hauseigene

„Die größte Herausforderung

als Unternehmer ist,

schnell auf Veränderungen


eingehen zu können.

Sebastian und Konstantin Fischer

Legierung Apricotgold und

unsere innovativen Designs.

Vieles davon findet sich inzwischen

in einigen anderen Hersteller-Kollektionen

wieder. Wir

wollen aber stärker kommunizieren,

dass wir auch die einfachen

„Brot- und Butter-Modelle“

beherrschen, die der Juwelier für

sein Alltagsgeschäft braucht.

Unser Ziel ist es, neben internationalem

Wachstum, unsere

Fachhandelspartner noch weiter

zu stärken. Wir bieten innovative

Lösungen an, die den Trauringverkauf

noch erfolgreicher

machen. Dazu zählt der Ausbau

digitaler Plattformen wie den

Konfischerator oder die neue

Online-Akademie. Wir vergessen

dabei aber auch die Brautpaare

nicht. Insgesamt streben

wir eine sehr gut abgestimmte

Symbiose zwischen Fachhandel,

Endverbraucher und Fischer an.

www.fischer-trauringe.de

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76 77 06|21


NEXT GENERATION | BINDER GRUPPE

Kein vorgezeichneter Weg

Kim-Kelly und Nick-Maximilian Binder lassen noch

offen, ob ihr beruflicher Weg in die operative

Geschäftsführung des Familienunternehmens

führen wird.

Binder Gruppe

111 JAHRE TRADITION:

EIN SCHÖNES GEFÜHL

Kim-Kelly und Nick-Maximilian Binder sind die fünfte Generation

im Familienunternehmen. Hier verraten sie, was sie bewegt.

Kim-Kelly Binder studiert Consumer Science an der Technischen Universität

München. Momentan hält sie sich für ein Erasmus-Semester in Lissabon auf. Sie ist

Mitgesellschafterin im Familienunternehmen und weiß heute noch nicht, ob sie ins

Unternehmen einsteigt. Nick-Maximilian Binder ist ebenfalls Mitgesellschafter. Er hat

nach seinen Studien zum Wirtschaftsingenieur sowie im internationalen Marketing

im Jahr 2017 zunächst im Vertriebsinnendienst der Tochter egf angefangen,

bevor er in diesem Frühjahr die Marketingleitung der Binder Gruppe übernahm.

Frau Binder, wollen Sie nach

dem Studium im Familienbetrieb

mitmischen?

Kim-Kelly Binder: Zunächst

möchte ich in München bleiben

und erste berufliche Erfahrungen

sammeln. Aber ich bin Mitgesellschafterin

und über die

Familie bestens informiert, bringe

auch meine Ideen mit ein. Ich

finde es sehr spannend, neben

der Theorie an der Uni Einblicke

in die reale Geschäftswelt zu

bekommen und zu sehen, wie

Konzepte umgesetzt werden.

Wie wichtig ist Ihnen Tradition

angesichts des Doppeljubiläums

von 111 Jahre Binder

und 88 Jahre egf?

Nick-Maximilian Binder: Ich

glaube, Tradition hilft, Vertrauen

aufzubauen. Zum einen spielt da

der Gedanke „Die wissen schon,

was sie tun, wenn sie es schon so

lange machen“ eine Rolle. Ein

weiterer Aspekt ist: Je länger es

eine Firma gibt, desto höher ist

die Wahrscheinlichkeit, dass sie

in Zukunft auch noch existiert.

Tradition ist auch ein schönes

Gefühl der Verantwortung

gegenüber den vier Generationen,

die vor uns die Verantwor-

tung getragen haben. Wir unterscheiden

heute klar zwischen

Gesellschafterstellung und operativer

Führung.

Kim-Kelly: Ich finde es außerdem

wichtig für ein Unternehmen,

erzählen zu können, wo

man herkommt, um sich als

Marke zu positionieren. Es geht

hier auch um Glaubwürdigkeit

und Qualität. Ausschlaggebend

ist die richtige Mischung aus

Tradition, Innovation und Zeitgeist.

Wo haben Sie bereits bei

Binder etwas bewegt?

Nick: Wir haben zum Beispiel

unsere Social-Media-Aktivitäten

erweitert. Wir haben so schöne

Produkte, ideal für Posts bei

Facebook und Instagram. Zudem

wollen wir in diesem Jahr unsere

Webseiten erneuern und emotionaler

mit mehr Storytelling

gestalten.

Was ist Ihnen wichtig?

Nick: Unsere Unternehmenswerte

– Offenheit, Klarheit, Qualität,

Respekt und Verantwortung

– spiegeln sich auch bei uns

in der Familie wider.

„Wir unterscheiden heute

klar zwischen Gesellschafterstellung


und

operativer Führung.

Kim-Kelly und

Nick-Maximilian Binder

Kim-Kelly: Wir versuchen diese

Werte zu leben, haben ein

sehr offenes Verhältnis – auch

bei geschäftlichen Themen.

Zudem gibt es regelmäßige Jour

fixes mit unseren Eltern, bei

denen wir uns über anstehende

Herausforderungen und Projekte

austauschen.

Welche Auswirkungen hat

die Corona-Krise?

Nick: Wir haben versucht,

Ruhe zu bewahren und viel mit

den Mitarbeitern, Kunden

sowie Lieferanten zu kommunizieren.

Uns war es wichtig,

alle „mitzunehmen“, Ängste

abzubauen sowie auch die

positiven Aspekte zu sehen

und nutzen.

www.binder-gruppe.de

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NEXT GENERATION | POINTTEC

Vielseitig

Nathalie Birk arbeitet seit 2017 im elterliche

Unternehmen Pointtec. Aus dem Hause stammen die

Uhrenmarken Iron Annie, Zeppelin und Bauhaus.

Mit „Pointconnect“ hat der Familienbetrieb ein

Display für ein Armband entwickelt, das einer

traditionellen Uhr smarte Funktionen verleiht.

Pointtec

AUF EINER LINIE

Die Juniorchefin ist fast so alt wie das Familienunternehmen: Nathalie Birk wurde

kurz nach der Gründung des Uhrenherstellers Pointtec geboren. Heute treibt

sie die Digitalisierung voran und schätzt die Zusammenarbeit mit ihren Eltern.

Uhren etikettieren und verpacken

– das war die erste Arbeit,

die Nathalie Birk im Unternehmen

ihrer Eltern übernahm.

Damals war sie ein junges Mädchen

und mehr im elterlichen

Büro als zu Hause. Denn die Firma

Pointtec wurde 1987, nur

wenige Jahre vor ihrer Geburt,

gegründet und sie sei „tatsächlich

im Büro aufgewachsen“,

erzählt die heute 30-Jährige

schmunzelnd. So erlebte sie

mit, wie das Unternehmen

immer erfolgreicher wurde:

Vater Willi Birk etablierte unter

anderem die Uhrenmarke Zeppelin;

aktuell ist die Firma auf

die Eigenmarken Iron Annie

und Bauhaus fokussiert. Zudem

wurde 2019 der langjährige Produktionspartner

in Ruhla übernommen.

Dass Nathalie Birk in

das Familienunternehmen einsteigen

würde, war nicht immer

klar, denn ursprünglich wollte

sie nach ihrem Studium in den

USA arbeiten. Doch es kam

anders: 2017 entschied sie sich

für die Mitarbeit bei Pointtec,

denn „die Chance, Dinge vorantreiben

und entwickeln zu können,

die Flexibilität, Vielseitigkeit

und interessante

Herausforderung hätte ich wohl

in keinem Unternehmen so vorgefunden“,

erzählt Nathalie Birk

und betont: „Das starke Vertrau-

ensverhältnis innerhalb der

Familie hat zu dieser Entscheidung

beigetragen.“

Die Juniorchefin leitet digitale

Prozesse ein

Derzeit konzentriert sich

Nathalie Birk auf die Bereiche

Marketing, Vertrieb, Projektmanagement

sowie Business

Development. Dort hat sie einige

Neuerungen angestoßen: interne

digitale Prozesse, einen digitalen

Händler-Shop und eine

zentrale Marketing-Plattform für

Fachhandelspartner, die ständig

mit neuen Materialien erweitert

wird. Ihre Eltern unterstützen

sie dabei. „Gerade bei grundlegenden

Entscheidungen und

Investitionen stimmen wir uns

ab. Unterschiede gibt es allenfalls

bei der Herangehensweise

und der Umsetzung von unternehmerischen

Zielen“, sagt die

Juniorchefin. „Bei unserer

Grundeinstellung und den Zielsetzungen

für die Firma gibt es

viele Gemeinsamkeiten. Es ist

für mich ein großes Glück, dass

mein Vater sehr zukunftsorientiert

denkt. Wir teilen dieselbe

Vision für Pointtec und ergänzen

uns sehr gut. Davon profitiert das

Unternehmen als Ganzes.“

www.pointtec.de

„Meine Familie und ich

teilen dieselbe Vision für

das Unternehmen und

ergänzen uns sehr gut.

Nathalie Birk

Juniorchefin


Nach ihrem Studium erwarb

Nathalie Birk den Master

Informationsorientierte

Betriebswirtschaftslehre,

den sie an der Colorado

State University (USA) um

den Master of Business

Administration ergänzte.

Sie arbeitete bei einem

Schweizer Uhrenzulieferer

und trat 2017 in die Firma

Pointtec ein.

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SCHMUCK | BINDER FBM

KREATIVE ZEIGEN

WAS GEHT

Seit 111 Jahren steht

die Kettenmanufaktur

Binder FBM für „wertvolle

Verbindungen“.

Die Jubiläumskollektion

belegt, wie vielseitig

diese sein können.

„Man muss das Unmögliche versuchen,

um das Mögliche zu

erreichen“, wusste schon Hermann

Hesse. Genau diese Herangehensweise

hat sich Binder

FBM zu eigen gemacht. Als sich

der gelernte Kettenmacher

Friedrich Binder im Jahr 1910 mit

einer Manufaktur in Mönsheim

selbstständig machte, ahnte er

sicher nicht, dass daraus einmal

ein Global Player werden würde.

Getragen von einer außergewöhnlichen

Innovationskraft

stieg das Familienunternehmen

zu einem führenden Hersteller

von Maschinenketten in

Deutschland auf. Seit den 1950er

Jahren setzte die Firma unter der

Leitung von Ernst Binder, der

Das modulare System variabler

Ketten ohne störende Verbindungselemente

der Designerin Jasmin

Bouquerot de Voligny schafft

ungewöhnliche Kombinationen

Die sieben unterschiedlichen

Designs der Kollektionslinie

„become a B brand“ von

Jasmina Jovy befassen sich

intensiv mit dem Branding

und der Marke Binder

zweiten Generation, auf eine

hohe Wertschöpfungstiefe im

Haus sowie die Maschinenfertigung.

Die dritte Generation mit

den Brüdern Fritz und Klaus Binder

baute um 1965 mit einem

hochtechnisierten Maschinenpark

den Betrieb zum Hightech-

Unternehmen aus. Ende der

1980er Jahre ratterten hier schon

über 1000 Automaten. Dank der

Produktionskapazitäten kann

man bis heute am Weltmarkt

bestehen. Der hauseigene

Maschinenbau sorgt seitdem für

individuelle Lösungen. Mittlerweile

sind mit Kai-F. Binder, seiner

Frau Chris, seiner Tochter

Kim-Kelly und seinem Sohn

Nick die vierte und fünfte Generation

am Ruder. Sie haben beide

Betriebe mit der RJC-Zertifizierung

ausgestattet und zusammen

mit der gesamten Belegschaft

ein Werte-System

entwickelt, um aktiv die Unternehmenskultur

zu fördern.

Diese 111-jährige Erfolgsgeschichte

gilt es nun zu feiern.

Dazu wurde unter Federführung

der Chefdesignerin Katharina

Heubach eine Jubiläumskollektion

unter dem Motto „Wertvolle

Verbindungen“ aufgelegt. Experten

des Unternehmens beweisen

zusammen mit Schmuckkünstlern,

was im Modellbau mit

neuen, teilweise visionären

Technologien möglich ist. Die

Ergebnisse der Designer für die

Marke egf sind in der kommenden

GZ zu sehen.

www.binder-gruppe.de/

jubilaeum-2021/

Durch Reihungen verschiedener

Kettenarten mit massenreichen

einzelnen Elementen

entstehen bei Claudia Milic

leichte und transparente

Schmuckstücke

„Elemente dieses ambitionierten

Projekts werden ihren Weg

über das Jubiläumsjahr hinaus

in die Kollektionen finden.“

Katharina Heubach, Head of Design Binder Gruppe

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JUBILÄEN

Zeitmesser „Made in

Germany“ haben

Tradition, das belegen

die Jubiläen von

drei deutschen Uhrenherstellern.

Sie stehen

für überliefertes

Unternehmertum,

Innovationskraft,

neues Design – und

bringen es gemeinsam

auf 240 Jahre.

Foto: AnuStudio/istockphoto

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JUBILÄEN | JUNGHANS

HOM MAGE

Mit modernen Klassikern blickt Junghans auf

stolze 160 Jahre zurück. In dieser Zeit hat man

deutsche Unternehmens- und Uhrengeschichte

geschrieben. Zur Feier des Jubiläums werden

unvergessliche Vintage-Modelle neu aufgelegt.

Jubiläumsuhr

Die „Form A Edition

160“ mit schwarzem

Edelstahlgehäuse und

Automatikwerk ist

auf 600 Stück

limitiert

Matthias Stotz ist ein echter

Fan von Junghans. Das ist

unverkennbar, sobald der

Geschäftsführer der Marke

über deren Geschichte und

ihre Uhren spricht. Dass dabei

die Zeichen auf Erfolg stehen,

ist auch ihm zu verdanken:

Unter der Leitung von Matthias

Stotz, der seit 2007 als

Geschäftsführer agiert, erhielt

das Unternehmen aus Schramberg

wieder Strahlkraft.

Beeindruckendes Baudenkmal:

der Terrassenbau

Schramberg ist ein idyllisch

gelegener Ort im mittleren

Schwarzwald. Der Eindruck

der Stadt ist von der einst weltgrößten

Uhrenfirma geprägt:

Am Ortsrand befindet sich der

beeindruckende historische

Terrassenbau, der sich stufenförmig

Stockwerk um Stockwerk

einen Hang hinaufzieht.

Heute beherbergt er das Junghans

Terrassenbau Museum –

und ist ein Symbol für die Historie

von Junghans. Das ist

eine „bewegte Geschichte“,

sagt Stotz. „Es ist eine

Geschichte im stetigen Wandel

zwischen Tradition und Transformation.“

Sie beginnt mit der Gründung

im Jahr 1861 durch Erhard

Junghans und seinen Schwager

Jakob Zeller-Tobler in

Schramberg. Zunächst werden

Komponenten für Schwarzwälder

Großuhren gefertigt, ab

1866 gibt es eigene Zeitmesser.

Es folgen „zahlreiche Meilensteine“,

von denen Stotz

berichtet: „Etwa die Gründerzeit,

als sich das Unternehmen

rasant entwickelt und 1903

zum größten Uhrenproduzent

der Welt wächst. 1959 erlebt

Junghans als weltweit drittgrößter

Chronometerhersteller

eine Hochphase in der

Mechanik und beweist 1990

mit der ersten Funkarmbanduhr

die große hauseigene

Technikkompetenz.“

Neustart mit Schramberger

Unternehmern

Neben den Erfolgen gab es

auch schwierige Zeiten, die

2008 in der Insolvenz von

Foto: AnuStudio/istockphoto

Klassisch

Cleaner Look der „Meister

fein Automatic“ in Edelstahl

mit Milanaiseband und

silberfarbenem Zifferblatt

Junghans münden. Die Rettung

kommt wenige Monate

später: die Übernahme durch

die Schramberger Unternehmer

Hans-Jochem Steim und

Sohn Hannes Steim.

Geschäftsführer Matthias

Stotz gelang es dann, Junghans

wieder erfolgreich zu

positionieren. Heute steht die

„Uhrenfabrik“, wie man sich

selbst nennt, solide auf den

beiden Säulen Design und

Technik.

Das zeigen auch die Jubiläumsuhren,

die Junghans aus

Sportlich

„Meister fein Automatic“ in

markanter Farbgebung mit

schwarzem Zifferblatt und

braunem Lederarmband

Anlass des 160-Jährigen präsentiert.

Ein absolutes Highlight

ist die exklusive Platinuhr

„Meister S Chronoscope

Platin Edition 160“ mit Automatikwerk,

die in einer Auflage

von nur zwölf Stück

erscheint. Der rare Chronograph

macht mit zahlreichen

Details auf seine Besonderheit

aufmerksam. Das eindrucksvolle

Gehäuse ist aus Platin

gefertigt und birgt ein Zifferblatt

mit Effektlackierung: das

matt versilberte Zentrum verläuft

nach außen hin zu einem

klassischen Grau.

Mechanisch

Die „Meister Signatur

Handaufzug Edition 160“ ist

mit einem historischen

Uhrwerk ausgestattet

Natürlich

Eine weitere Version der

limitierten Automatikuhr

„Form A Edition 160“ mit

schwarzem Edelstahlgehäuse

Neue Ehren für

historisches Uhrwerk

Gefeiert wird auch mit der

„Meister Signatur Handaufzug

Edition 160“, die im Stil der

1950er Jahre gehalten ist und

an die Blütezeit der mechanischen

Armbanduhr erinnert.

In dem Gehäuse aus Gelbgold

arbeitet ein historisches Handaufzugswerk.

Das Kaliber J620

wurde bereits vor Jahrzehnten

in Schramberg gefertigt; Junghans

konnte einige dieser Werke

erwerben, hat sie nun aufgearbeitet

und sorgsam finissiert.

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JUBILÄEN | JUNGHANS

„DIE PERFEKTE

SYMBIOSE“

In der auf 160 Stück limitierten

Jubiläumsuhr kommen sie nun

zu neuen Ehren – als lebendiges

Kapitel faszinierender

Uhrengeschichte.

REMAKE EINES

KLASSIKERS

Junghans steht heute für Mechanik und

Design. Dafür verantwortlich ist seit 2007

Geschäftsführer Matthias Stotz.

Junghans bietet technische Innovationen

und wegweisendes Design.

Welcher Aspekt ist heute wichtiger?

Matthias Stotz: Zu Beginn lag der

Fokus auf der industriellen Fertigung,

später entwickelte sich eine interne

Designkultur. Junghans fokussierte

sich auf die Weiterentwicklung der

Technologie im Funk- und Solarbereich.

Mit der Renaissance klassischer,

mechanischer Uhren gewann deren

Gestaltung weiter an Bedeutung. Heute

ist das Design einer Uhr wichtiger

denn je, der Einsatz unterschiedlicher

Technologien ist für uns selbstverständlich

geworden. Das zeigt auch

ein Blick auf die aktuelle Kollektion.

Wie hat Junghans die Transformation von der großen

Fabrik zur jetzigen Uhrenmarke bewältigt?

Es war ein Jahrzehnte dauernder Prozess: Für die Uhrenfabrik

von einst bedeutete die Entwicklung der Quarzuhr einen tiefen

Einschnitt, der mit der darauffolgenden Krise noch tiefer

wurde. Der Schritt zur Funkuhr verhalf Junghans zu Modernität,

sorgte aber auch für weiteren Abstand zur Mechanik.

Der letzte große Schritt zur heutigen Marke erfolgte schließlich

ab 2006. Seit dieser Zeit wird der Fokus auch wieder auf

klassische und mechanische Uhren gelegt.

Wie beschreiben Sie Junghans heute?

Als die perfekte Symbiose aus Technik, Geschichte und

Gestaltung.

Was sind Ihre Visionen für die Zukunft?

Wir möchten die Strahlkraft der Marke Junghans wieder global

spürbar werden lassen. Dies ist bereits in Deutschland

und einigen benachbarten Ländern gelungen. Auch in Japan

und den USA hat Junghans wieder einen festen Platz erobert.

Wir sehen aber noch viel Potenzial und wollen die Internationalisierung

der Marke vorantreiben.

Seltener Luxus

Die exklusive

„Meister S Chronoscope

Platin Edition

160“ mit Automatikwerk

ist auf nur zwölf Stück

limitiert

Schwarzwald als Inspiration

für das Design

Auch die „Form A“ wird als Jubiläumsedition

aufgelegt: Zwei

Versionen, die auf jeweils 600

Stück limitiert und mit Automatikwerken

ausgestattet sind,

verbinden ein modernes Design

mit der Heimatverbundenheit.

Denn bei Details, mit den Farben

und Armbändern bezieht

man sich auf den heimischen

Schwarzwald. Laut Junghans

stehen diese Uhren dafür, wie

Junghans das 160-jährige Jubiläum

begeht: „Mit der Verbundenheit

zur 160-jährigen Firmengeschichte

und dennoch

mit dem Fokus aufs Heute und

Morgen. Erfahrung und Tradition

als treibende Kraft für

Innovation und Wandel.“

Iris Wimmer-Olbort

www.junghans.de

Fotos: Verena Müller (1)

Vor genau 65 Jahren begann Max Bill für Junghans zu arbeiten. Damals entstand eine

legendäre Küchenuhr. Die Neuauflage huldigt der Partnerschaft mit dem großen Designer.

Omas Küche – daran muss

man beim Anblick der neuen

„alten“ Küchenuhr von

Junghans unweigerlich

denken. Mit ihrem hellblauen

Keramikgehäuse

wirkt sie heute so unverkennbar

wie einst. Das

war 1956, als die Zusammenarbeit

zwischen Junghans

und Max Bill begann.

Der Schweizer, zu dieser Zeit

ein bekannter Designer, Architekt

und Künstler, gestaltete die

Küchenuhr mit einem deutlichen

Anspruch: „Es war klar:

Zahlen musste das Ding haben,

die Stunden an der Minuterie –

und die Minutenzahlen am

Kurzzeitmesser. Warum? Oft ist

im Haushalt die Küchenuhr die

einzige Wanduhr. Daran lernen

die Kinder die Zeit erkennen,

die ersten Zahlen lesen, die

Ordnung von Stunde und Tag.

Und hell und freundlich sollte

sie sein, wie schönes Küchengeschirr.“

1961 floss dieses schlichte und

doch aussagekräftige Design in

die Gestaltung der ersten Arm-

Zurück zu den Anfängen

Die „max bill Küchenuhr“ gibt es

als Neuauflage mit einem

Gehäuse aus hellblauer Keramik

und wahlweise einem Quarzoder

einem Funkwerk

banduhr von Max Bill ein. Die

Modellreihe wird bis heute

nahezu unverändert hergestellt

und bezieht sich auf

Bills Wand-, Tisch- und

Armbanduhren, die er für

die deutsche Marke nach

den Prinzipien von Logik,

konstruktiver Klarheit und

präzisen Proportionen entworfen

hat.

Der unverkennbare Stil

lebt weiter

Diesem Stil sind heute auch die

Armbanduhren der populären

Linie „max bill“ treu, mit denen

Junghans den Stil des legendären

Gestalters fortleben lässt.

Die Kollektion geht von der

klassischen Armbanduhr mit

Quarzwerk oder Automatikwerk

über den Chronographen

„max bill Chronoscope“ bis hin

zur „max bill Mega Solar“, die

ihre Energie aus Licht gewinnt

Diese Uhr steht für das Können

der Marke, so Geschäftsführer

Matthias Stotz: „Sie vereint

alle technologische Stärken

mit der Designkompetenz von

Junghans.“

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JUBILÄEN | SINN SPEZIALUHREN

Neues Domizil

2017 bezog Sinn einen Neubau

mit viel Platz für Entwicklung,

Produktion und eine Ausstellung

GANZ SCHÖN

PRAKTISCH

Bei Sinn Spezialuhren steht das Praktische im Vordergrund: Uhren sollen

robust und präzise sein, ihre Funktionen sinnvoll und nützlich. Mit dieser

Philosophie führt Lothar Schmidt die Uhrenmarke zum 60-jährigen Jubiläum.

Foto: AnuStudio/istockphoto

Was sind eigentlich „Spezialuhren“?

Für Lothar Schmidt sind

das Zeitmesser, die besonderen

Herausforderungen gewachsen

sind – ob als Fliegeruhr in der

Luft, als Taucheruhr unter Wasser

oder sogar mit besonderen

Funktionen für Rettungskräfte

und Feuerwehrleute. Die Kollektion

vereint solche Modelle, die

unter Kennern als bis ins Detail

durchdacht gelten.

Aufgeschlossen für moderne

Technologien

Dass der Firmeninhaber von

Sinn für besondere Funktionen

und für moderne Technologie

eine Schwäche hat, ist wohl

berufsbedingt: Lothar Schmidt

ist gelernter Werkzeugbauer und

diplomierter Maschinenbauingenieur.

Zu den Uhren kam der

geborene Saarländer bei IWC, wo

er die Gehäuse- und Bandproduktion

verantwortete. Zudem

war er am Wiederaufbau von A.

Lange & Söhne beteiligt.

1994 eröffnete sich ihm die

Chance, die Firma Sinn zu übernehmen,

die 1961 vom Piloten

und Fluglehrer Helmut Sinn

gegründet worden war. „Mit

dem Kauf von Sinn erwarb ich

ein Unternehmen, das den

technisch-funktionalen

Anspruch glaubhaft nach

außen vertrat“, erklärt

Schmidt. „Ich konnte endlich

einige technische

Ideen umsetzen, die ich

schon lange hatte.”

Vor allem wollte

Schmidt die Alltagstauglichkeit

seiner Uhren verbessern.

Ein Ziel, das er mit

Energie und Ideenreichtum

anging: Er erweiterte das Sortiment

klassischer Fliegerchronographen

und legte den

Fokus auf Innovationen, von

denen der Uhrenträger profitiert.

Dafür investierte das

Unternehmen konsequent in

Forschung und Entwicklung.

Den Anfang machte ein ver-

Jubiläumsuhr

Der Automatik-

Chronograph

„144 St S

Jubiläum II“

feiert das

60-Jährige

besserter Magnetfeldschutz,

dann folgten zahlreiche weitere

Innovationen.

Neue Materialien für extreme

Anforderungen

Auch bei den Materialien ist

Sinn aufgeschlossen: In der

Kollektion gibt es schon

lange Titanuhren,

außerdem verwendet

die Marke echten

U-Boot-Stahl. Das

selbst entwickelte

„Tegiment“-Verfahren

sorgt für eine extraharte

Oberfläche von Gehäusen

und Armbändern,

sodass sie deutlich unempfindlicher

sind.

Den Beweis, dass Uhren von

Sinn den Extremen standhalten,

lieferten spektakuläre

Härtetests und abenteuerliche

Expeditionen: beim Yukon

Quest im eisigen Kanada und

Alaska, bei Crashtests oder am

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JUBILÄEN | SINN SPEZIALUHREN

„DIE MEISTEN ENTWICKLUNGEN

LIEGEN NOCH VOR UNS“

Inhaber Lothar Schmidt setzt auf neueste

Technologie und pure Funktionalität –

mit Erfolg.

In der 60-jährigen Geschichte von

Sinn gibt es eine Zäsur: Sie haben

das Unternehmen 1994 übernommen.

Was war damals Ihr Ziel?

Lothar Schmidt: Als ich das Unternehmen

damals übernommen hatte,

war ich erst einmal Schuldenmillionär.

In den ersten Jahren galt es, das

Unternehmen zukunftsfähig zu

machen. Zudem wollte ich die Ausrichtung,

Uhren als Instrument zu

fertigen, weiter ausbauen und professionalisieren.

Natürlich haben auch

allgemeine Einflüsse wie die zunehmende

Globalisierung und Digitalisierung

für Veränderungen gesorgt.

So blieb es immer spannend und früher wie heute gilt: Die

meisten Entwicklungen liegen noch vor uns.

Was war Ihr größter Erfolg?

Vielleicht, dass das Unternehmen seit der Übernahme

schwarze Zahlen schreibt und wir uns beständig weiterentwickeln.

Die Konstanz ist hier ein großer Erfolg.

Sie sind Ingenieur: Innovation und Funktionalität

spielen bei Sinn eine große Rolle. Was treibt Sie bei der

Entwicklungsarbeit an?

Ich möchte einen schönen und erfolgreichen Zeitmesser

entwickeln, der für seinen definierten Zweck besonders

tauglich ist und möglichst eine Herausforderung besser

löst, als dies bisher der Fall war.

Wie geht es Sinn in der aktuellen Situation und wie

sehen Sie die Zukunft?

Wir schauen positiv nach vorn und fühlen uns gut gewappnet.

Zum 60-jährigen Jubiläum ist Kontinuität angesagt.

Das heißt für uns, dem Kunden weiterhin innovative und

funktionale Uhren in herausragender Qualität und Formschönheit

anzubieten. Made in Germany eben.

Handgelenk der Mitglieder der

maritimen GSG-9-Spezialeinheit

– Sinn-Uhren zeigen

zuverlässig die Zeit an. So werden

die Uhren dem Credo von

Lothar Schmidt gerecht: „Produkte

müssen für sich selbst

sprechen.“

Ein elegantes Haus für Sinn

Spezialuhren

Mit diesem Anspruch ist es

Schmidt gelungen, aus einer

kleinen Firma mit einer Handvoll

Uhrmachern eine florierende

Uhrenmarke zu machen: Seit

2017 residiert Sinn Spezialuhren

in einem neuen Firmengebäude

in Frankfurt-Sossenheim, in

dem mehr als hundert Mitarbeiter

tätig sind. Der Neubau bietet

nicht nur Platz für Entwicklung

und Produktion, sondern auch

für eine Ausstellung. Sie zeigt

Sinn-Uhren von früher, Highlights

der Vergangenheit und die

aktuelle Kollektion.

Zum 60-Jährigen hat sich die

Uhrenmarke Besonderes vorgenommen:

2021 wurden zahlreiche

Neuheiten vorgestellt,

darunter das auf 600 Stück

limitierte Sondermodell „144

St S Jubiläum II“. Der Automatik-Chronograph

ist vielseitig

ausgestattet, wasserdicht,

druckfest bis 20 bar (200 Meter)

und beschlägt dank Ar-Trockenhaltetechnik

nicht von

Nützliches Instrument

Sinn machte sich einen Namen

mit Fliegeruhren. Daran knüpft

das Modell „717“ an – laut Sinn

ein „Bordchronograph für das

Handgelenk“

innen. Das 41 Millimeter große

Edelstahlgehäuse mit schwarzer

Hartstoffbeschichtung ist

besonders kratzfest. Somit vereint

die Uhr gleich mehrere der

Sinn-Technologien.

Neue Optik für klassische

Themen

Auch bei den anderen Neuheiten

besinnt man sich auf die

eigenen Stärken: Sinn präsentiert

eine ganze Reihe überaus

funktionaler Flieger- und Taucheruhren.

Dass man diesem

Thema auch eine neue Optik

abringen kann, zeigt das Modell

„U50 S Perlmutt S“. Die sportliche

Uhr aus schwarz beschichtetem

U-Boot-Stahl erstrahlt

mit einem eleganten Perlmuttzifferblatt

– ein interessanter

und ansprechender Kontrast.

Der neue Chronograph „717“

knüpft hingegen an die Wurzeln

der Marke an, immerhin

ist Sinn Anfang der 1960er Jahre

mit Armbanduhren für Piloten

und Borduhren bekannt geworden.

Die Neuheit bringt beides

zusammen, denn Sinn nennt

die „717“ einen „Bordchronograph

für das Handgelenk“. Mit

einem Durchmesser von 45

Millimetern ist die Uhr eine

imposante Erscheinung. Dazu

trägt auch das Schwarz von Zifferblatt

und Gehäuse bei. Ausgestattet

ist die „717“ mit einem

Automatikwerk.

Damenuhren mit Diamanten

und neuester Technik

Übrigens beherrscht Sinn auch

das Thema Eleganz: Mit der

„Frankfurter Finanzplatzuhr“

bietet man eine Linie klassischer

Chronographen und Drei-

Zeiger-Uhren. Und für Frauen

gibt es in diesem Jahr neue

Damenuhren mit Diamanten.

Selbst bei diesen Quarzuhren

bietet Sinn technische Besonderheiten:

Sie sind mit der

„Q-Technologie“ versehen, die

elektromagnetische Impulse

des Quarzwerks abschirmt.

Iris Wimmer-Olbort

www.sinn.de

Bei Sinn Spezialuhren geht man immer weiter:

Dank eigener Forschung und Entwicklung sind

innovative Technologien entstanden, die mehr

Präzision und Funktionalität bieten.

• Ar-Trockenhaltetechnik verhindert Alterungsprozesse

im Uhrwerk. Das verlängert

Funktionssicherheit und Ganggenauigkeit.

• Diapal: Die schmierstofffreie Ankerhemmung

nutzt spezielle Materialien; so kann man auf

Fette und Öle verzichten, deren Alterungsprozesse

dem Uhrwerk schaden.

• Temperaturresistenztechnologie: Spezialöl

im Uhrwerk macht den Einsatz bei Temperaturen

von minus 45 bis plus 80 Grad

Celsius möglich.

• Tegiment: Durch ein spezielles Verfahren

wird die Oberfläche einer Uhr gehärtet und

ist somit gegen Kratzer geschützt.

• Hydro-Technologie für Taucheruhren: Sie

beschlagen nicht und können unter Wasser

verspiegelungsfrei abgelesen werden.

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EINHÄNDIG

UM ERFOLG

Foto: AnuStudio/istockphoto

JUBILÄEN | MEISTERSINGER

Dieser Anblick ist

unverkennbar:

Auf Uhren von

Meistersinger dreht

ein einzelner Zeiger

seine Runden – und

das seit nunmehr zwei

Jahrzehnten.

Eine Uhr braucht zwei Zeiger –

so die herkömmliche Vorstellung.

Diese hat Manfred Brassler

mit der Gründung von Meistersinger

vor genau 20 Jahren auf

den Kopf gestellt: Kennzeichen

der Marke aus Münster ist ein

einzelner Zeiger. Dem Zweck

der Uhr tut das keinen Abbruch:

Die Einzeigeruhr lässt sich

dank eines überlangen, präzisen

Zeigers und genauer Zifferblatteinteilung

ohne Anstrengung

auf fünf Minuten genau

ablesen.

Die Idee dafür war nicht neu –

in der Geschichte der Uhrmacherei

gab es immer wieder

Zeitmesser mit einem einzigen

Zeiger. Aber Manfred Brassler

ist es gelungen, dieses Konzept

der Zeitanzeige als typisch für

seine Uhrenmarke zu etablieren.

Wer eine Armbanduhr mit

einem einzigen Zeiger sieht,

denkt unweigerlich an Meistersinger.

Zudem hat Brassler einen sehr

klassischen, bisweilen nostalgischen

Stil für seine Uhren

gefunden, der alle Modelle

kennzeichnet. Das gilt auch für

für die Uhren, mit denen Meistersinger

sein 20-jähriges Jubiläum

feiert.

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JUBILÄEN | MEISTERSINGER

Blick in den Himmel

Die Automatikuhr

„Stratoscope“ zeigt

einen leuchtenden,

fotorealistischen Mond

„ES GEHT UM DEN MOMENT“

Fast von Anfang an dabei: Seit 2003 ist John van Steen

bei Meistersinger, seit 2019 arbeitet er als

Geschäftsführer Seite an Seite mit Gründer Manfred Brassler.

Im Interview blickt van Steen zurück und nach vorn.

Die beeindruckendste ist die

„Bell Hora“. Sie schlägt mit

einem hellen Glockenton die

volle Stunde, was Uhrenkenner

als „Sonnerie au Passage“

bezeichnen. Die Komplikation

auf Basis eines Sellita-Automatikkalibers

steht laut John van

Steen, Geschäftsführer von

Meistersinger, für die Innovationskraft

der Marke.

Die „Stratoscope“ zeigt einen

fotorealistisch dargestellten

Mond, der in astronomischer

Präzision seine Bahn zieht.

Ebenfalls neu ist das Modell

„Unomat“, mit dem sich Meistersinger

erstmals von einer

sportlichen Seite zeigt. Die

Automatikuhr mit Edelstahlgehäuse

und -armband ist bis

50 bar wasserdicht.

Mit solchen Neuheiten ist

Meistersinger gut für die

nächsten 20 Jahre aufgestellt.

Wo sieht Geschäftsführer John

van Steen das Unternehmen in

der Zukunft? „Einzigartige

Marken werden immer einen

Platz haben“, ist van Steen

überzeugt. „Ich glaube allerdings,

dass sich der gesamte

Einzelhandel in den nächsten

Dekaden komplett verändern

wird – mehr und mehr zugunsten

des Online-Verkaufs. In

unserer Branche wird es aber

immer Platz für den stationären

Fachhandel geben. Denn

bei Uhren und Schmuck geht

es auch um Emotionen.“

Nicht ohne den Händler

Daher glaube Meistersinger als

Marke auch künftig fest an den

Stellenwert des Fachhändlers.

John van Steen erklärt: „Bereits

jetzt beteiligen wir den Fachhandel

an unseren Online-Verkäufen,

wenn der Kunde aus

seiner Region kommt. Wir

können nicht ohne den Händler,

denn nur gemeinsam sind

wir in der Lage, Kunden das

Verkaufserlebnis zu bieten, das

zum Kauf einer exklusiven Uhr

gehört.“

Iris Wimmer-Olbort

www.meistersinger.com

Für den Alltag gemacht

„Unomat“ ist eine sportliche,

bis 30 bar wasserdichte

Edelstahluhr mit Automatikwerk

Zwei Jahrzehnte Meistersinger,

Gratulation! Was

war in dieser Zeit das

Wichtigste für das

Unternehmen?

John van Steen: Das war

2014 die Entscheidung,

ausschließlich Einzeigeruhren

zu fertigen. Meistersinger

ist das Synonym für

Einzeigeruhren – das ist

unser Kennzeichen. Im

Uhrenmarkt ist es eine

große Herausforderung,

als kleine Marke ein Alleinstellungsmerkmal

zu besitzen, also einen „unique selling

point“, den USP. Marken in unserer Größe, die keinen

USP besitzen, wird es in ein paar Jahren nicht

mehr geben. Das sieht man heute schon im Fachhandel:

Für kleinere Marken sind Metropolen kaum noch

zu erreichen.

Ist eine Einzeigeruhr eine Frage des Designs?

Das ist keine Spielerei, sondern eine Philosophie. Für

uns sind Minuten und Sekunden nicht ganz so wichtig,

denn es geht um den Moment, den wir kreieren.

Junge Kunden, die weniger Wert auf Image und große

Marken legen, sehen das oft genauso. Unser Blick auf

die Zeit hat eine gewisse Gelassenheit. Und dennoch

ist die Genauigkeit einer Uhr für uns wichtig. Unser

eigenes Werk hat eine hohe Präzision und bietet dank

zwei Federhäusern eine Gangreserve von 120 Stunden.

Sie sprechen Ihr eigenes Uhrwerk an, das zum

Beispiel in der „Circularis“ zum Einsatz kommt.

Zudem verbaut Meistersinger Kaliber aus der

Schweiz. Warum verwenden Sie dabei ausschließlich

mechanische Uhrwerke?

Das ist in Bezug auf Nachhaltigkeit von Bedeutung.

Früher haben wir auch Uhren mit Quarzwerken ausgestattet,

seit 2017 verwenden wir nur noch mechanische

Werke. Eine mechanische Uhr steht auch für Tradition

– das ist vielen, insbesondere jungen,

Konsumenten oft wichtig.

Nun besteht die Marke seit genau 20 Jahren. Wie

feiern Sie das Jubiläum?

In einem normalen Jahr hätten wir zu einem Fest

eingeladen, nun aber feiern wir mit den besonderen

Uhren, die wir bereits vorgestellt haben. Ende des

Jahres kommt die „Planet Earth Watch“ aus der

Zusammenarbeit mit dem WWF – das wird unser

absolutes Highlight.

Wie geht es Meistersinger in dieser herausfordernden

Zeit?

Wir haben 2020 mit einem Umsatzminus von 15 Prozent

im Vergleich zum Vorjahr abgeschlossen. Da

sind wir im Vergleich zum Branchenschnitt recht gut

davon gekommen. Als kleineres Unternehmen konnten

wir uns sehr flexibel und schnell auf die Situation

einstellen. Mit verschiedenen Aktionen haben

wir gemeinsam mit unseren Fachhandelspartnern

den Verkauf gefördert, zum Beispiel aktuell mit

einem kostenlosen ersten Service beim Kauf einer

Uhr – egal, ob der Kunde die Uhr vor Ort beim Fachhändler

oder über den Onlineshop kauft. Wir sehen

nun das Ergebnis unserer Aktivitäten: Im Vergleich

zu 2020 sind wir in diesem Jahr im zweistelligen

Umsatzplus und es sieht so aus, dass wir mindestens

auf das Niveau von 2019 kommen werden. Und ich

hoffe, wir knacken in diesem Jahr wieder die 10 000

Uhrenmarke.

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MARKT & WIRTSCHAFT | EDELSTEINMARKT

UMFELD BLEIBT SCHWIERIG

Der Marktbericht der Diamantund

Edelsteinbörse Idar-Oberstein

für das zweite Quartal beobachtet

massive Auswirkungen der

Pandemie auf den Edelsteinhandel.

Die Einschätzungen erfolgen

daher unter Vorbehalt.

Rubine, Saphire, Smaragde

Rubine

Feine Qualitäten in Größen über 1 ct. sind sehr

teuer geworden und auch nicht uneingeschränkt

verfügbar, insbesondere aus Burma und Sri Lanka.

Die mittleren und unteren Segmente werden

durch die Vorkommen aus Mosambik und Madagaskar

abgedeckt. Für feine und teurere Qualitäten

sind Expertisen etablierter Labore wichtig.

Saphire

Unbehandelte Saphire in sehr feinen Qualitäten

über 3 ct. aus Burma und Sri Lanka werden verstärkt

nachgefragt. Auch hier sind Expertisen

etablierter Labore von großer Bedeutung.

Smaragde

Feine Qualitäten aus Kolumbien und Sambia sind

die Favoriten, allerdings bevorzugt ohne oder mit

schwacher Behandlung durch Öl. Der Grad dieser

Behandlung sollte auch hier in einer verlässlichen

Expertise festgehalten sein. Mittlere bis

untere Qualitäten sind schwer verkäuflich.

Berylle, Turmaline

Berylle allgemein

Berylle erfreuen sich großer Beliebtheit. Vor allem

die Pastelltöne wie bei Morganit, zartgelbem Beryll

und Heliodor sind zurzeit gefragt.

Aquamarine

Aquamarine sind ebenfalls beliebt. Feinste

Rohware in Facettier-Qualität ist schwierig zu

erhalten. Cabochon-Material ist ausreichend

vorhanden.

Turmaline

Rohware in Grün ist ausreichend vorhanden, auch

besonders große Steine. Alle Pink- und Rot-Töne,

vor allem feine Ware, sind nach wie vor schwierig

zu bekommen. Oftmals wird weiße Ware bestrahlt.

Tansanite

Der Tansanit wurde jüngst zum Farbstein des Jahres

2021 gekürt. Rohsteine sind ausreichend vorhanden,

jedoch ist auch hier der Handel mit Rohware

von der Pandemie betroffen.

Tsavorite

Tsavorite sind wenig auf dem Markt. Bedingt

durch den von Tansania verhängten Exportstopp

von Rohware wird selbst kleine Ware kaum noch

angeboten. Die Rohsteine, die angeboten werden,

sind im Preis gestiegen.

Amethyste, Citrine, Granate

Amethyste/Citrine

Durch Asien hatte sich die Nachfrage nach Quarzen

stark verschoben. In Europa werden meist

nur noch die feinen Steine aufgrund des hohen

Arbeitslohns geschliffen. Die günstigeren Steine

für Serien werden meist aus Asien importiert.

Granate

Die Nachfrage kann momentan aufgrund der vorhandenen

Bestände bei stabilen Preisen abgedeckt

werden.

Perlen und Korallen

Zuchtperlen

Der Handel und der Verkauf mit Zuchtperlen

gestalteten sich sehr unterschiedlich. Gefragt

waren dicke Süßwasser-Zuchtperlen von 10 bis 14

Millimeter, außerdem barocke Perlen, hauptsächlich

in ausgefallenen Formen. Sonst war die

Nachfrage allerdings nicht sehr groß. Sehr gut

haben sich Tahiti-Zuchtperlen verkauft, und zwar

in allen Größen von 7 bis 14 Millimeter. Besonders

beliebt waren auch preiswerte Ketten. Demgegenüber

nicht sehr begehrt waren die weißen

Südsee-Zuchtperlen als Ketten, dafür jedoch als

lose Einzelperlen von 10 bis 14 Millimeter. Bei

weiterhin stabilen Preisen haben sich Akoya-

Zuchtperlen erfreulich gut behaupten können.

Foto: Byjeng/Shutterstock

Korallen

Die Nachfrage ist sehr groß und die Preise sowohl

für Cabochons als auch für Ketten sind stabil.

Wegen Rohstoffmangels kann der Bedarf nicht

befriedigt werden.

99 06|21


SCHMIDTS

48

TIPPS

MARKT & WIRTSCHAFT | ALEXANDER SCHMIDT

IE

UKUNFT

ST GRÜN

Bei der Bundestagswahl im

Herbst wird ein Thema auf jeden

Fall punkten: Nachhaltigkeit.

Das hat auch Auswirkungen

auf den Fachhandel.

„Es liegt in der Verantwortung

jedes Geschäftsinhabers, jetzt

die richtigen Weichen für eine

nachhaltige Zukunft zu stellen.“

Wie es aussieht, werden wir ab

September wohl wieder eine

Kanzlerin haben. Zwar ist sie

jünger als die jetzige, aber ihre

Pläne sind umso ambitionierter.

Karlsruhe hat mit seinem

Urteil zum Klimaschutzgesetz

schon mal entsprechend vorgebaut.

Man kann dazu stehen,

wie man will. Aber realistischerweise

muss man sich

dem Thema nun stellen. Der

Umbau des Landes, der Wirtschaft

und unseres Lebens

wird schneller gehen, als uns

das vielleicht lieb ist. Es werden

sich massive Veränderungen

auftun, mit denen wir heute

noch nicht rechnen.

Alexander Schmidt

Inhaber Schmidt

Aktionsverkauf

So liegt es auch in der Verantwortung

jedes Geschäftsinhabers,

die richtigen Weichen für

eine nachhaltige Zukunft zu

stellen. Manche haben bereits

erfolgreich Ideen umgesetzt.

Letztendlich wird jeder mitmachen

müssen, wenn er geschäftlich

überleben will. Ich denke,

das Zeitfenster für die Anpassung

an die neuen Regeln und

Anforderungen wird maximal

ein bis fünf Jahre betragen.

Es gibt zahlreiche Stellschrauben:

Nachhaltigkeit beginnt im

Ladenbau, geht über die

Beleuchtung und weiter bis zur

Auswahl der Lieferanten für

Uhren und Schmuck, die ihrerseits

dafür sorgen müssen, dass

ihre Produkte ethisch und ökologisch

unbedenklich sind.

Alexander Schmidt bietet seit mehr als

20 Jahren Konzepte für Verkaufsaktionen

bei Jubiläen, Umbau oder Geschäftsaufgaben.

Zuvor war er Inhaber eines

Einzel handelsfachgeschäfts, das er per

Räumungsverkauf veräußerte.

Das Thema wird uns die nächsten

Jahrzehnte begleiten. Es

birgt aber auch eine große

Chance für die Zukunft, wenn

man richtig aufgestellt ist. Wer

auch künftig erfolgreich sein

will, der sollte jetzt die Weichen

stellen. Geben Sie Gas.

Alexander Schmidt

www.schmidtaktionsverkauf.de

06|21

100


WIRTSCHAFT | NEWS

WER KOMMT,

WER GEHT?

Marc Springstein

ist neuer Bedra-

Geschäftsführer

Seit April 2021 steht Marc Springstein

(46) an der Spitze von

Bedra. Der Diplom-Wirtschaftsingenieur

(FH) verfügt über weitreichende

Erfahrungen in leitenden

Positionen im In- und Ausland

und ist ein ausgewiesener Vertriebs-Profi.

Als neuer Geschäftsführer leitet Springstein

Bedra damit übergangslos als Nachfolger von

Volker Grobholz, der aus privaten Gründen seinen

Arbeitsplatz wieder näher an seinen Familienwohnsitz

im Norden Deutschlands verlegt. „Neben der

wirtschaftlichen Bedeutung des stationären Einzelhandels

als drittgrößter Branche in Deutschland,

weiß ich um die bedeutende gesellschaftliche Rolle

des lokalen Fachhandels. Auch privat bin ich überzeugter

Vor-Ort-Käufer“, sagt Springstein.

Hans-Christian Mohr ist Country

Manager für Giovanni Raspini

Der Idar-Obersteiner leitet seit Mitte April den Vertrieb

der italienischen Silberschmuckmarke Giovanni

Raspini in Deutschland und Österreich. Er verfügt

über 20 Jahre Erfahrung in der Luxusgüterbranche,

war bei namhaften Firmen in leitenden Positionen

im Vertrieb und Marketing tätig. Unter anderem war

er Managing Director bei Carl F. Bucherer und

Frederique Constant, davor hatte er Vertriebspositionen

bei Eterna, Porsche Design und Rolex sowie

Patek Philippe inne.

Stabswechsel bei Diadoro

Gründervater und bisheriger Geschäftsführer der

Diadoro Juweliergruppe Werner Probst übergibt die

Geschäfte an Thomas Steininger. Nach 20 Jahren

Aufbau und Führung der Verbundgruppe tritt der

umtriebige Firmenlenker und staatlich geprüfte

Unternehmensberater im September seinen Ruhestand

an. Bis dahin wird er als Berater dem neuen

Geschäftsführer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Thomas Steininger kennt die Branche bestens. Er

stammt aus der gleichnamigen Juwelierfamilie aus

Enns in Oberösterreich, die auch zu den Gründungsmitgliedern

der Diadoro Gruppe zählt. Nach seinem

Studium der Wirtschaftswissenschaften sammelte

er unter anderem bei Tchibo im Controlling wichtige

Erfahrungen. In seiner Tätigkeit beim Maschinenring

war er in eine ähnliche Struktur in Form einer

Genossenschaft eingebunden. Thomas Steininger ist

bereits seit Anfang Januar dieses Jahres in der Verbundgruppen-Zentrale

tätig.

Inflation stützt Gold

Eine spürbare Beschleunigung

der Impfungen gegen das Coronavirus

und abnehmende Neuinfektionen

ermöglichen aktuell in

Europa immer mehr Lockerungen.

Die USA sind bereits ein paar

Schritte voraus und befinden sich

seit dem Ende des Winters in

einer kräftigen Konjunkturerholung.

Damit geht weltweit auch

eine allmähliche Normalisierung

am Goldmarkt einher, der 2020

sehr stark von der Corona-Krise

beeinflusst wurde. Allgemein

dürfte der Goldpreis in den kommenden

Monaten jedoch weniger

Präsentiert von

Gold

Notierungen in Euro je Gramm

60

50

40

30

von dem Geschehen auf den

Edelmetallmärkten bestimmt

werden, sondern weiterhin von

den Bewegungen in der Finanzwelt

abhängen. Aufgrund der

später einsetzenden Konjunkturerholung

in Europa ist mit einer

steigenden Inflationsrate zu rechnen,

was den Goldpreis in der

Regel ebenfalls belastet. In den

kommenden Monaten scheint

eine leichte Verbilligung des Goldes

bei weiterhin hohen Käufen

der Privatanleger in Europa wahrscheinlicher

als eine Verteuerung

zu sein. www.c-hafner.de

28.04 22.05.

Der starke Euro gegenüber dem Dollar verhinderte einen deutlichen Preisanstieg

in der heimischen Währung

40 Milliarden

Euro Umsatzverlust

Die von den Lockdowns und

Geschäftsschließungen betroffenen

Branchen im Nichtlebensmittelhandel

verlieren in den ersten

fünf Monaten des Jahres 2021 im

Vergleich zur Vor-Corona-Zeit bis

zu 40 Milliarden Euro Umsatz

gegenüber dem Vorkrisenjahr

2019, so der Handelsverband

Deutschland (HDE). „Für den

Lockdown-Handel war 2021 bis

jetzt ein katastrophales Jahr. Die

Umsätze liegen in den betroffenen

Branchen bis Ende Mai voraussichtlich

im Durchschnitt um

rund 60 Prozent unter dem Vorkrisenniveau“,

so HDE-Hauptgeschäftsführer

Stefan Genth. „Die

Lage im Nichtlebensmittelhandel

ist vielerorts alarmierend

schlecht. Deshalb müssen die

Corona-Hilfen jetzt schnellstmöglich

komplett ausgezahlt werden“,

so Genth weiter.

Jörg Fiedler ist neuer Sales Director bei Elysee

Ab sofort ist Jörg Fiedler neuer Sales Director für Deutschland und Österreich bei der

Elysee Group. Der 48-Jährige ist ein erfahrener und kompetenter Kenner der Branche und

wird zukünftig der Ansprechpartner für den Fachhandel sein. Nicht nur durch seine Erfahrungen,

die er unter anderem bei Bering Time sammeln konnte, hat er sich durch seinen

unermüdlichen Einsatz im Außendienst einen Namen gemacht. Eine echte Partnerschaft für den Fachhandel

mit Vertrauen und Verlässlichkeit durch persönlichen Einsatz und Flexibilität in der Kooperation sind ihm

besonders in der heutigen Zeit umso wichtiger. Mit dem erfahrenen Außendienstteam der Elysee Group wird

er mit Pop-up- und Flächenkonzepten für Aufmerksamkeit sorgen und damit auch weiterhin im Einsatz für

den Fachhandel sein.

Fotos: Santje09/iStockphoto (1)

WIR KAUFEN ERBSTÜCKE

UND FAMILIENSCHÄTZE.

Als Tochterunternehmen von Gübelin

stehen wir Ihnen beim Verkauf von

Antikschmuck oder Edelsteinen gerne

zur Seite. Wir helfen Ihnen, Wert und

Marktchancen richtig einzuschätzen.

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MESSEN & EVENTS | INOVA COLLECTION

USGEBUCHT

Die Pandemie dauert an, ebenso die Verunsicherung in der Messelandschaft.

Die Inova Collection in Hofheim-Wallau hält unbeirrt am Termin vom 28. bis

30. August fest. Jens Frey, Geschäftsführer des Messeveranstalters Muveo,

und Mitorganisator Martin Weskamp haben der GZ gesagt, warum sie

zuversichtlich bleiben.

Martin Weskamp hat die

Inova Collection initiiert

und ist Mitorganisator

Jens Frey ist Geschäftsführer

des Messeveranstalters

Muveo

Es ist abzusehen,

dass die Inova

Collection zum

zweiten Mal unter

Corona-Bedingungen

stattfinden

wird. Was haben Sie

aus 2020 gelernt?

Jens Frey: Bei unseren

Messeplanungen im vergangenen

Jahr standen wir

zu jedem Zeitpunkt – also

auch während und nach der

Veranstaltung – im stetigen

Austausch mit dem Gesundheitsamt.

Das schafft zum

einen Transparenz und zum

anderen eine gute Basis, auf

der erfolgreiche neue Hygienemaßnahmen,

je nach erforderlichem

Ausmaß, aufbauen können.

Darüber hinaus verfügen

wir nicht nur über ein bereits

mehrfach bewährtes Hygienekonzept,

sondern auch über

positive Erfahrungswerte aus

unserer in 2020 durchgeführten

Messe, so dass wir gestärkt

in die Planungen für die diesjährige

Inova Collection gehen

können.

Wie war die Response der

Aussteller und Besucher auf

die Inova 2020?

Martin Weskamp: Auch wenn

die vorherrschende Dynamik

während der Pandemie nicht

nur uns, sondern auch alle Aussteller-Kollegen

und Besucher

immer wieder vor neue Herausforderungen

gestellt hat, konnten

wir uns seitens der Branche

über eine große Akzeptanz

unserer Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen

freuen. Das

hat uns in jedem Fall den

„Alle sehnen sich

nach einer physischen

Messe und dem

Austausch.“

Jens Frey

Geschäftsführer Muveo

Rücken gestärkt. Gemeinsam

ist es uns bereits 2020 gelungen,

dass sich alle während der

Messe sicher und wohl gefühlt

haben. Und das wollen wir auch

in diesem Jahr erreichen.

Die Inova 2021 wird wohl die

erste Branchenmesse nach

dem Lockdown sein. Was

erwarten Sie sich von der

diesjährigen Ausgabe?

Jens Frey: Natürlich hoffen

auch wir auf einen merklichen

Impffortschritt bis zum Frühherbst

und somit auf noch mehr

Sicherheit. Die Inova Collection

wäre dann der perfekte Kick-off

für die Branche, um sich wieder

physisch zu treffen und sich

effizient auf das kommende

Weihnachtsgeschäft vorbereiten

zu können.

„Trotz Pandemie

waren wir

bereits frühzeitig

ausgebucht. “

Martin Weskamp

Mitorganisator Inova Collection

Wie ist der derzeitige Ausstellerstand?

Martin Weskamp: Trotz Pandemie

waren wir bereits frühzeitig

ausgebucht und haben

neben tollen Neuausstellern

wie Berckwerk, Disney Kinderschmuck

von C&S Italy, Jewel

Pak Europe und Kreis Jewellery

weitere interessierte Marken

auf der Warteliste. Um diese

Nachfrage unter sicheren

Bedingungen bedienen zu können,

haben wir ein erweitertes

Flächenkonzept erarbeitet, das

sowohl eine temporäre Messehalle

als auch ein großzügig

angelegtes Freiflächen-Catering

beinhaltet. So können wir die

Messe nicht nur am effizientesten

bespielen, sondern haben

außerdem die Möglichkeit einer

noch spezifischeren Markensegmentierung.

Welche Programmpunkte

haben Sie bislang eingeplant?

Jens Frey: Um Besucher und

Aussteller bestmöglich zu

schützen, sind wir in Bezug auf

Publikumsmagnete wie die

Inova Night aktuell eher noch

zurückhaltend. Ich denke aber

auch, dass man von uns gerade

in der ungewissen Situation

keine „Erlebnismesse“ erwartet,

sondern sich nach dem

Lockdown mit der Inova Collection

einfach auf eine Plattform

freut, bei der man neben der

Order auch den persönlichen

Kontakt zu Kunden und Kollegen

wiederaufleben lassen

kann. Sollten es die bis dato geltende

Bedingungen erlauben,

planen wir aber die Durchführung

branchenrelevanter Programmpunkte

und können diese

auch relativ kurzfristig

initiieren. Was in jedem Fall

wieder stattfinden wird, ist die

Goldene Nova, unser Award für

Nachwuchstalente.

Corona hat die Messelandschaft

kräftig durchgeschüttelt.

Wird ein Teil des Messewesens

in den virtuellen

Raum abwandern?

Jens Frey: Ich denke, gerade in

der aktuellen Lage bleibt der persönliche

Dialog wichtiger denn

je. Alle sehnen sich nach einer

physischen Messe und dem Austausch

untereinander. Das hat

auch unsere Umfrage bei Ausstellern

und Besuchern Anfang

des Jahres ergeben. Nichtsdestotrotz

wird es sicher langfristige

digitale Veränderungen geben

und zumindest werden hybride

Messeformate in den Vordergrund

treten. Auch hier ist es

unser Anliegen, Veränderungen

anzunehmen und der Branche

eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene

Plattform anzubieten

– beispielsweise durch digitale

Ergänzungen in den

Bereichen Match-Making/Networking

oder Live-Events mit

Produktvorstellungen.

Interview: Axel Henselder

www.inova-collection.de

06|21

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MESSEN & EVENTS | VICENZAORO

Die Vicenzaoro wird nach

der Corona-Pause als eine

der ersten internationalen

Plattformen in Europa stattfinden

AUF NACH

VICENZA!

Vom 10. bis 14. September startet die Schmuckmesse

Vicenzaoro, organisiert von der Italian Exhibition Group

(IEG), nach einjähriger Zwangspause wieder durch.

Nach fast einem Jahr Stillstand

werden die Hallen der Vicenza

Expo wieder zum Leben erweckt.

Endlich können Teilnehmer entlang

der gesamten Lieferkette

ihre Kontakte erneuern, um

Geschäfte zu machen. Die September-Ausgabe

der Vicenzaoro

unter dem Claim „The State of

Art“ freut sich auf Einkäufer aus

der ganzen Welt. Der Fortschritt

bei den Impfkampagnen, insbesondere

in Europa und Ländern

des Nahen Ostens sowie die

gesunkenen Inzidenzzahlen

machen es möglich. Einmalig

werden im September auf dem

Messegelände zudem zwei wei-

tere Messen das Publikum in

seinen Bann ziehen: die T.Gold,

internationale Messe für

Maschinen und Technologien

für die Schmuckindustrie, die

traditionell eigentlich im Januar

stattfindet, und die VOVintage

(11. bis 13. September), Marktplatz

für Uhren und hochwertigen

Vintage-Schmuck.

Das internationale VOS-Schaufenster

der Boutique Show auf

der Vicenzaoro präsentiert Produkte

renommierter Marken.

Doch nicht nur dort zeigen sie

ihre Neuheiten: „The Jewellery

Golden Cloud“, das interaktive

Business Matching Tool der

IEG, erlaubt zugleich die weltweite

digitale Präsentation von

Ideen und Produkten. VOS

beschäftigt sich zudem eingehend

mit Stil- und Designtrends,

analysiert die Entwicklungen

und zeigt den Stand der

Technik. Einige der Veranstaltungen

werden online live in

alle Welt übertragen. Sicherheit

hat auf der Vicenzaoro stets

oberste Priorität, versichert der

Messemacher: IEG ist der erste

Messe- und Kongressveranstalter

in Italien, der für alle Räumlichkeiten

vom Global Biorisk

Adisory Council (GBAC) eine

STAR Akkreditierung erhalten

hat. Das globale Zertifizierungsprogramm

stellt höchste

Ansprüche an Sauberkeit, Desinfektion

und die Prävention

von Infektionskrankheiten.

www.vicenzaoro.com 0000 1392

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• Wir produzieren in unserer hauseigenen Scheiderei die Feinmetalle für unsere Investmentprodukte

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MESSEN & EVENTS | NEWS

Inhorgenta Munich lockt mit Frühbucherrabatt

Für ein unvergessliches Zoom-Event mit Kunden

sorgte die Manufaktur A. Odenwald. Gemeinsam

mit der bekannten Wein-Sommelière Natalie

Lumpp präsentierten Falk Dettinger und Team virtuell

aktuelle Schmuckneuheiten und edle Tropfen.

Das Ergebnis: Ein Genuss für Augen und Gaumen.

Was macht das Leben schöner? Edler

Schmuck und gute Weine zählen definitiv dazu! In

diesem Sinne lud die Manufaktur A. Odenwald

gemeinsam mit Deutschlands bekanntester Wein-

Sommelière Natalie Lumpp zu einem „besonderen

Event für den guten Geschmack“ ein, der aufgrund

der aktuellen Corona-Auflagen natürlich rein virtuell

stattfand. Die geladenen Gäste erhielten vorab

ein großzügig ausgestattetes Degustationspaket

mit Win Win brut Champagner vom Weingut von

Winning, Philipps Rosé trocken vom Weingut Philipp

Kuhn sowie Rotwein 2016er Butcher’s Pride

von der Finca Anfora in Almeria. Falk Dettinger

freute sich, die lange vermissten Gesichter seiner

Es geht wieder los: Die nächste, physische Inhorgenta

Munich vom 11. bis 14. Februar 2022 steht in den

Startlöchern, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Und: Die wichtigste Branchenplattform bietet

bis zum 30. Juni einen Frühbucherrabatt. Zudem

sind laut Messeleitung jetzt noch Wunschplatzierungen

möglich. Branchen-Auguren sehen bereits jetzt

aufgrund des hohen Nachholbedarfs durch die

Corona-Zwangspause gute Chancen für ein Gelingen

der Inhorgenta im kommenden Jahr. Erst mit dem

Ausfall der diesjährigen Messe wurde vielen Ausstellern

und Besuchern bewusst, wie wichtig ein

jährliches persönliches Treffen und der Austausch

sind. Im vergangenen Jahr lockten die 1055 Aussteller

noch kurz vor dem Lockdown rund 26 000 Besucher

aus 85 Ländern an. Die internationale Orderund

Kommunikationsplattform für Schmuck und

Uhren in München gilt als unverzichtbar für den

Erfolg auf den sich rasch wandelnden Märkten.

www.inhorgenta.com/de

Virtuelle Schmuckpräsentation mit Weinprobe

Kunden zumindest auf virtuellem Wege wiederzusehen

und erzählte – begleitet von gutem Wein

und spannenden Anekdoten von Natalie Lumpp –

wie die Manufaktur die vergangenen Monate des

Lockdowns kreativ genutzt hat. Dabei konnte

er bei der kurzweiligen Schmuckneuheiten-Präsentation

gleich vier neue Linien vorstellen, die

mit markentypischem

Sinn für

Volumen,

einem besonderen

Faible

für Farben

sowie markanten

Designs perfekt

zur DNA

von A. Odenwald

passen.

Natalie Lumpp und Falk Dettinger präsentieren per Zoom

Wein und Schmuck von A. Odenwald

Fotos: Herbert Piel (1)

Die Homi präsentiert

die neusten

Designtrends, wie

dieser Ring von

Cecília Ribeiro belegt

Homi Fashion &

Jewels setzt auf Handwerk

und Talente

Design und Kreativität stehen im Mittelpunkt des

Ausstellungsbereichs „New Made In“ auf der Homi

Fashion & Jewels in Mailand, die vom 18. bis 20.

September auf dem Gelände der Fiera Milano stattfindet.

Die Messe zeichnet sich durch ein vielfältiges

Angebot in Bezug auf Stil, Design und Forschung

aus, das sich auf Kreativität und Savoir Faire konzentriert

– die Essenz der Homi Fashion & Jewels

Exhibition. Bei der Herbstmesse stehen trendiger

Schmuck und Modeaccessoires im Fokus. Das

Augenmerk auf Kreativität in all ihren Aspekten war

schon immer eine der Stärken der Veranstaltung,

die unter anderem auf die Zusammenarbeit mit Poli.

Design stolz ist, einer wichtigen Organisation, die

die Trends in der Designbranche verfolgt und

zukünftige Trends identifiziert. Der Sonderbereich

New Craft wird ein inspirierendes Forschungszentrum

für Designer sein, die exklusive Kreationen,

modernste Verarbeitung und hochwertige Fertigung

zu ihrem Markenzeichen gemacht haben.

www.homifashionjewels.com

Intergem meldet

guten Buchungsstand

„Wir registrieren eine positive Entwicklung des Ausstellerinteresses

und beim Anmeldestand“, sagt

Projektleiterin Selina Schmidt der GZ. „Aussteller

und Besucher freuen sich auf eine Verkaufsplattform

im Herbst – die Intergem ist eine der ersten

Fachmessen nach dem Lockdown.“ Es gebe bereits

erkennbare Öffnungsperspektiven in Rheinland-

Pfalz für die Bereiche Kultur und Messen aufgrund

der rückläufigen Infektionszahlen. Alle wichtigen

Marken werden vertreten sein wie Groh + Ripp, Karl

Faller, Arnoldi International, A. Ruppenthal, Herbert

Giloy & Söhne und Hans D. Krieger, die bereits fest

zugesagt haben. Die Neukonzeption eines eigenen

Schmuckbereichs in einer Halle wird von Ausstellerseite

gut angenommen, das gilt für Stamm-Aussteller

sowie auch für Neukunden und Rückkehrer. Die

Intergem findet vom 24. bis 27. September statt.

www.intergem.de

Die Intergem nimmt die Poleposition bei den Herbstmessen ein

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MESSEN & EVENTS | NEWS

Sonderseminar der DGemG

Welcher Edelstein wurde behandelt? Welcher ist eine Synthese?

Moderne Technik erlaubt Gewissheit über den wahren Wert eines

Steins. Die Deutsche Gemmologische Gesellschaft (DGemG) bietet

vom 22. bis 26. November ein Sonderseminar zu den weiterführenden

Labormethoden in der Gemmologie an. Neue Vorkommen, Synthesen

und Nachahmungen sowie künstliche Eigenschaftsveränderungen

dank neuer Technologien – die Gemmologie befindet sich im ständigen

Wandel. Die Herausforderungen für die praktizierenden Gemmologinnen

und Gemmologen, diese zu erkennen, wachsen. Zahlreiche

neue Untersuchungsgeräte und -methoden ermöglichen es, zusätzliche

Erkenntnisse über Echtheit und Behandlung eines Edelsteins zu

gewinnen. Das Seminar erläutert alle wichtigen weiterführenden

Labormethoden wie die UV/Vis/NIR-Spektroskopie, Infrarotspektroskopie

(FTIR-Spektroskopie), Ramanspektroskopie, Photolumineszenzspektroskopie

sowie die verschiedenen Möglichkeiten und Anwendungsbeispiele

der chemischen Analytik. Das Sonderseminar richtet

sich an praktizierende Gemmologen. Fundierte gemmologische Kenntnisse,

speziell in der Anwendung der klassischen Untersuchungsgeräte,

sind daher Teilnahmevoraussetzung. Die Seminargebühren betragen

700 Euro. Anmeldung unter: seminar@dgemg.com

Beim DGemG-Seminar lernen die Teilnehmer den Umgang

mit neuester Hightech zur Edelsteinbewertung

Tendence abgesagt

Die Tendence fällt zum zweiten Mal aufgrund der Pandemie aus

Aufgrund der weiterhin anhaltenden Bestimmungen

zur Eindämmung der Corona-Pandemie und dem

damit geltendem Veranstaltungs- und Messeverbot

wird die Ende Juni geplante Tendence zum zweiten

Mal in Folge auch 2021 nicht stattfinden. „Umso

mehr konzentrieren wir uns zusammen mit unseren

Ausstellern und Besuchern auf das kommende

Frühjahr und die erfolgreiche Durchführung der

Leitmessen der Konsumgüterindustrie wie die

Ambiente. Und im Juli planen wir wie gewohnt die

Nordstil in Hamburg“, so Stephan Kurzawski,

Geschäftsleitung Messe Frankfurt Exhibition.

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WERKSTATT & AUSBILDUNG | DSEP

WERKSTATT & AUSBILDUNG | WETTBEWERBE

LICHT AM

HORIZONT

Nach einjähriger Unterbrechung werden in diesem Herbst in Idar-Oberstein

wieder der Deutsche Schmuck- und Edelsteinpreis sowie der Nachwuchswettbewerb

für Edelstein- und Schmuckgestaltung veranstaltet.

Glasobjekte von

Jonas Noël Niedermann

Auszeichnungen

Bernstein-Smiley

„Skarb-Bijou-Schatz-Treasure“ lautete der Titel des 25. „Amberif Emoji-Schmuckstück

Design Award 2021“, dessen Preisträger in diesem Jahr in einer von Ninfa Salerno

Online-Jurierung ermittelt wurden. Aus den 273 eingereichten

Arbeiten aus 31 Ländern wählte die Jury drei Gewinner sowie drei Belobigungen

aus. Der erste Preis (Grand Prize) ging an die Italienerin Ninfa Salerno, der zweite

(Amber Prize) an Sława Tchórzewska aus Polen und der dritte an Mylene Auquiere

aus Belgien. http://amberif.amberexpo.pl

Die aktuellen Themen der beiden traditionsreichen

Wettbewerbe sind richtungsweisend. Nach

den Herausforderungen der vergangenen eineinhalb

Jahre sehnen sich alle Branchenbeteiligten

nach positiven Signalen und haben gleichzeitig

erlebt, wie zerbrechlich unsere Welt doch ist. „Into

the light” lautet treffenderweise der Titel des international

ausgeschriebenen Hauptwettbewerbs,

„Fragile – handle with care” der des Nachwuchspreises.

Die Bewerbungsphase beginnt sofort und

endet am 2. September. Bis dahin müssen alle Beiträge

(nur fertige Arbeiten – keine Zeichnungen)

beim Veranstalter, dem Bundesverband der Edelstein-

und Diamantindustrie in Idar-Oberstein,

eingegangen sein. Sowohl die Edelsteingestaltung

als auch die Gestaltung eines Schmuckstücks aus

Edelmetall und Edelsteinen sind bei beiden Wettbewerben

erlaubt. Ausgeschrieben sind Preise im

Gesamtwert von über 10 000 Euro.

Gezähmtes

Glas

Der gebürtige Schweizer und Wahldäne

Jonas Noël Niedermann

gewann in diesem Jahr den erstmals

2006 vom Bayerischen Kunstgewerbeverein

ausgelobten „BKV-Preis für

Junges Kunsthandwerk“. Mit seinen

Objekten „Modular Shapes“ sei es

ihm gelungen, „das Glas zu zähmen,

so dass ein Maximum an Ästhetik

erreicht werden konnte“, so die Jury.

Der zweite und der dritte Preis gingen

an Danni Chen und Vanessa

Zöller aus Deutschland. Zudem gab

es Belobigungen für Eunji Han und

Charlotte Vanhoubroeck.

www.bayerischerkunstgewerbeverein.de

Raumerobernd

Mit ihrer vierteiligen Halsschmuckserie

„From line to space“ überzeugte

die Goldschmiedin und Designerin

Carola Kosche die diesjährige Jury

des NRW-Staatspreises „Manufactum“

in der Kategorie Schmuck. Die

Titel ihrer Arbeiten – „Square“,

„Foursquare“, „Cube“ und „Grid“ –

deuten an, wie jedes der minimalistischen

Stücke aus Silberröhrchen und

Stahlseide den Raum erobert: Vom

linearen Gebilde bis zum feingliedrigen

und beweglichen Korpus mit

dreidimensionaler Wirkung.

www.carolakosche.com

Halsschmuck „Square“ und „Grid“

von Carola Kosche

Das Keyvisual des Hauptwettbewerbs symbolisiert

das Thema „into the light“

„Nach reiflicher Überlegung haben wir uns dazu

entschlossen, die Wettbewerbe mit der Preisverleihung

und der Winners Night am 26. November

wieder durchzuführen. Ob beide Veranstaltungen

an ihren angestammten Orten – im Stadttheater

und Parkhotel – stattfinden können, muss

zurzeit noch offen bleiben. Nicht zuletzt aufgrund

des großen Impffortschritts gibt es aus

Sicht des Verbandes durchaus Anlass, optimistisch

in die Zukunft zu blicken,” sagt Jörg Lindemann,

Geschäftsführer des Idar-Obersteiner

Bundesverbands. Nähere Informationen ab Mitte

Juni unter:

www.deutscher-edelsteinpreis.de

Fotos: Shutterstock (1)

Junges Kunsthandwerk

Ausschreibungen

Kaum sind die BKV-Preise für Junges Kunsthandwerk vergeben

(siehe oben), geht es in die nächste Runde. Noch bis zum

26. Juli kann sich der kreative Nachwuchs für den diesjährigen,

mit insgesamt 6000 Euro dotierten BKV-Preis bewerben. Alle

Arbeiten der Preisträger und Finalisten werden auf der Internationalen

Handwerksmesse IHM, Sonderschau „Handwerk &

Design“, und im Bayerischen Kunstgewerbeverein ausgestellt.

www.bayerischer-kunstgewerbeverein.de

06|21

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WERKSTATT & AUSBILDUNG | NEWS

Direkt vom Hersteller

Seit über 20 Jahren ist der Markenname Komet in

der Dentalbranche bekannt. Inzwischen sind die

Präzisionswerkzeuge – Fräser, Bohrer und Polierer

– verstärkt auch in deutschen Schmuckwerkstätten

zu finden. Besonderen Wert legt das

in Lemgo ansässige Unternehmen darauf,

seine Kunden nicht nur mit hochwertigen

Werkzeugen zu beliefern, sondern ihnen

auch sein ganzes, gewachsenes Know-how

zur Verfügung zu stellen. „Wir wollen unsere

Kunden bestmöglich unterstützen und auf die

Veränderungen und Bedürfnisse in der Branche

reagieren können“, sagt Esther Noltensmeier,

Produktmanagerin bei Komet Jewellery. Sämtliche

Produkte erhalten Goldschmiede, Edelsteinfasser

und Zulieferer im Direktvertrieb vom Hersteller.

www.kometjewellery.de

store.komet-jewellery.com

Für feinste Arbeiten

Ein neues Arbeitsgerät ergänzt das Hightech-Tools-Sortiment des Engelskirchener Werkzeugspezialisten

Busch. Die Experten für rotierende Präzisionsinstrumente haben ihr

AU-Programm durch das Werkzeug „1Z-AU“ erweitert – erhältlich in den ISO-Größen

002, 003 und 004. Die Rundfräser-Verzahnung mit stirnüberlaufender Schneide ermöglicht

das axiale Eindringen in den Werkstoff. Zusätzlich radial eingesetzt werden kann der

kurze, hinter der Stirnrundung liegende zylindrische Anteil des Werkzeugs. Besonders

bei feinsten Arbeiten erweist sich der schlanke Hals von „1Z-AU“ – wie alle Hightech-

Tools von Busch hergestellt aus heißisostatisch verdichtetem Feinstkorn-Hartmetall –

und die damit einhergehende freie Sicht auf das Werkstück als besonderer Vorteil.

www.busch.eu

Zweite Runde für DigiGem

Keine Verschwendung mehr

Den Preis von Rhodium senken können sie leider

nicht, bedauern die Experten des Pforzheimer

Unternehmens Jentner Plating Technology. Worin

sie ihre Kunden jedoch unterstützen können, ist der

sparsame Umgang mit dem edlen Werkstoff. Zu den

wichtigsten Utensilien gehören laut den Profis saubere

und gut isolierte Gestelle und Gefäße sowie

Maßnahmen wie zwei bis drei Sparspülen nach dem

Rhodinieren und gründliches Spülen sowie anschließendes

Abtropfen. Ihr Tipp für alle Betriebe, die

kleine bis mittlere Schmuck- oder Werkstücke selbst

veredeln wollen: „Wenn Sie beim Rhodinieren auf

eine genaue Einstellung der Zeit und Spannung achten,

was sich mit unseren Maschinen gut

verwirklichen lässt, haben Sie das bestmögliche

getan, um kein Rhodium zu verschwenden.“

www.jentner-plating.com

Vom 14. bis 18. Juni findet unter dem Titel „DigiGem“ am Campus

Gestaltung in Idar-Oberstein der zweite Digitaltag statt. Wer sich für

die Fachrichtung Edelstein und Schmuck interessiert, kann über die

Social-Media-Kanäle am Hochschulalltag teilnehmen und Einblicke in

das Studierendenleben erhalten. DigiGem-Teilnehmer erwartet eine

Bildergalerie mit Abschlussarbeiten sowie Reels zum Thema Schmucktragen.

Außerdem verraten die

Studierenden, mit welchen

Werkzeugen sie am liebsten

arbeiten. Das Programm auf

Instagram beinhaltet einen

Livestream (16 bis 17 Uhr),

eine Frage- und Antwortstunde

(17.30 bis 18.30 Uhr)

sowie eine virtuelle Galerie

zwischen 12 und 20 Uhr.

www.instagram.com/

campusidaroberstein

06|21

116


DESIGN & KUNST | GOLDSCHMIEDETECHNIK

IMMER WIEDER NEU

Ob archaisch oder modern: Handwerkstechniken

stehen bei Kreativen hoch im

Kurs. Die GZ präsentiert verschiedene

Beispiele sowie Designideen, die von der

individuellen Anwendung bestimmter

Techniken leben.

Im Mittelpunkt der aktuellen GZ-Serie: Eine Technik textilen Ursprungs und eine,

die über 4500 Jahre alt ist. Und zwei Gestalterinnen, die diese meisterhaft anwenden.

Text: Christel Trimborn

GRANULIEREN

KLÖPPELN

DIE TECHNIK

Das klassische Klöppeln ist eine rund 600 Jahre alte Handarbeitstechnik,

bei der mit Hilfe von spindelförmigen Spulen (Klöppeln) und daran

aufgewickeltem Garn durch Drehen und Kreuzen der Klöppel verschiedenartig

gemusterte Spitzen entstehen.

DIE TECHNIK

Bei der Granulationstechnik (lat.

„Granum“ = „Korn“) werden

kleinste Kügelchen aus Edelmetall

einzeln zu Ornamenten auf der

Oberfläche eines Schmuckstücks

angeordnet und dann mit dem

Untergrund verschweißt. In

Perfektion beherrschten diese

schwierige Technik die Etrusker.

KRAFTVOLL UND ZART

Zwar liegt der Ursprung des Klöppelns in der Herstellung zweidimensionaler Spitzen. Die in Dresden ansässige

Designerin Dorit Schubert jedoch verwendet die alte Handwerkstechnik, um damit dreidimensionalen Schmuck

von großer Leichtigkeit und zugleich ausgeprägter Festigkeit zu erschaffen. Im Westerzgebirge, einer einstigen

Klöppelhochburg, aufgewachsen, hat die studierte Textilkünstlerin bereits als Kind gelernt, traditionell gemusterte

Deckchen zu klöppeln. Während ihres Studiums begann sie, mit allen möglichen „schnurartigen“, auch

technikfremden Materialien zu experimentieren und entdeckte das Klöppeln für die Schmuckgestaltung. Für

ihre zarten, dreidimensionalen Gebilde – mal abstrakt und geometrisch, mal inspiriert von Formen, die an

Knospen, Dolden und Früchte erinnern – verwendet sie farbige Nylonfäden und dünnen Draht. Alle Ketten und

der Ohrschmuck sind Einzelstücke. Als „ein harmonisches Zusammenspiel aus alter Handwerkskunst,

neuem Material und Naturbetrachtung“, beschreibt die Künstlerin ihre Kreationen.

www.dorit-schubert.de

„Die Begeisterung für die alte

Handwerkskunst des ‚Spitze

klöppelns‘, einem vergänglichen

Kulturgut, das zu verschwinden

droht, ist zugleich Quelle und

Antrieb für meine Arbeit.“

Dorit Schubert

Designerin

Fotos: Karina Hagemann (1), Philipp Mansmann(1)

„Die modernen Interpretationen

von Elisabeth Treskow haben den Ausschlag

gegeben, dass auch ich diese

Technik unbedingt erlernen wollte.“

AUFWENDIG UND DETAILVERLIEBT

Pura Ferreiro

Goldschmiedemeisterin

Die Granulation sei keine Liebe auf den ersten Blick, der Reiz der Technik entfalte sich für den Betrachter

wie für den Goldschmied erst nach und nach, sagt Pura Ferreiro. Seit 1990 arbeitet und experimentiert sie

mit der enorm arbeitsaufwendigen Technik. „Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, die Kugeln anzuordnen:

Auf kleinstem Raum kann ich immer neue Muster erfinden, Formen mit größeren und kleineren

Kugeln, verschwenderisch ausgefüllte Flächen, Linien, Anhäufungen, regelmäßige oder chaotische Anordnungen.

Es wird nie langweilig“, schwärmt die Münchener Goldschmiedemeisterin. Moderne Maschinen

benötigt sie für ihre Schmuckgestaltung nicht, wohl aber eine ruhige Hand, Geduld und sehr viel Konzentration.

Ihre Spezialität: die Kombination von perfektem handwerklichen Können und

künstlerisch hochwertiger Gestaltung. Da steht sie ihrem Vorbild Elisabeth Treskow,

der einzigen weiblichen Granulierpionierin des frühen 20. Jahrhunderts, in

nichts nach. www.puraferreiro.de

06|21

118


DESIGN & KUNST | NEWS

Künstlerschmuck

in Geschichten

Einen Überblick über 70 Jahre Autorenschmuck von

Künstlerinnen und Künstlern aus den USA, Europa,

Asien und Australien bietet das Buch „Jewelry Stories“,

das im März bei Arnoldsche Art Publishers

erschienen ist. Gezeigt werden Highlights aus der

Sammlung des New Yorker Museum of Arts and

Design, die allesamt zwischen 1947 und 2019 entstanden

sind. Besonders spannend wird die Publikation

durch die Erzählweise: 45 der mal skulpturhaften,

mal politischen oder humorvollen Arbeiten

sowie ihre Macher, Hintergründe und Inspirationsquellen

werden in Form von kenntnisreich erzählten

„Stories“ vorgestellt.

Barbara Paris Gifford, Museum of

Arts and Design, New York (Hg.)

JEWELRY STORIES

Highlights from the Collection 1947–2019

160 Seiten, ca. 120 Abb., Englisch, 38 Euro

ISBN 978-3-89790-602-0

www.arnoldsche.com

Halsschmuck von Art

Smith aus dem Jahr 1948

Halsschmuck von Anemone Tontsch für

Marianne Pitzen, Gründerin des Bonner

Frauenmuseums

Frauen im Fokus

Ina Gumpert, Goldschmiedin und Schmuckgestalterin aus Herne, ist die

Initiatorin von „(Un)bekannte Frauen in NRW – Schmuckportraits für

interessante Frauen“. Mit einem Stipendium des nordrhein-westfälischen

Ministeriums für Kultur und Wissenschaft startete sie ihr Projekt:

Interessante, mal mehr, mal weniger bekannte Frauen mit

unmittelbarem Bezug zu NRW werden mit einem eigens für sie

angefertigten Schmuckstück geehrt. Unter den bisher Portraitierten

sind beispielsweise die Wuppertaler Choreographin Pina

Bausch, die Dichterin Else Lasker-Schüler und die Performancekünstlerin

Angie Hiesl. Zu den Schmuckschaffenden, die Ina Gumpert

für ihr Projekt gewinnen konnte, zählen so bekannte Namen

wie Anemone Tontsch, Wilhelm Tasso Matar oder Katrin Brusius.

Das Projekt will Ina Gumpert gerne fortführen und, sobald möglich,

auch eine Ausstellung initiieren. „Weitere Beiträge sind ausdrücklich

erwünscht“, sagt sie.

www.frauen-in-nrw-schmuckportraits.de

Edelsteine im Museum

Schmuckschau

im Schlachthof

Scannen

Sie diese

Seite mit

der GZ-App.

Erste Terminänderung in sechs Jahren: In diesem Jahr finden die

„Offenen Werkstätten Idar-Oberstein“ erstmals am 24. und 25.

Oktober statt. Besucher haben dann die Gelegenheit, sich von den

20 teilnehmenden Schmuckdesignerinnen und -designern einen

Einblick in die kreative und lebendige Szene der Edelsteingestaltung

zeigen zu lassen. Einen kleinen Vorgeschmack auf deren große

Bandbreite gibt es bereits im Sommer: Voraussichtlich im Juni öffnet

das Edelsteinmuseum in Idar-Oberstein wieder seine Türen und

präsentiert in einer Sonderausstellung (bis 30. September) im

Gewölbekeller des Museums Arbeiten der 20 „Werkstätten“-Teilnehmer.

Einen virtuellen Rundgang gibt es jetzt schon zu sehen.

www.edelsteinmuseum.de

Fotos: Museum of Arts and Design (1), reinhardt-fotografie.de (1)

Die großzügigen und wegen ihres Industriecharmes

einzigartigen Hallen des „Alter Schlachthof Pforzheim“

werden am 3. und 4. Juli erstmals Schauplatz

der Schmuck-Verkaufsausstellung „Schmuck+“. Als

Folgeformat der Veranstaltung „Lust auf Schmuck“,

die 13 Jahre lang die Kultur Pforzheims bereicherte,

gehört die „Schmuck+“ zu den ersten Projekten der

neu gegründeten Sektion Schmuck im Pforzheimer

Kulturrat. Deren Ziel ist unter anderem die Vernetzung

von Schmuckkünstlern und Kulturschaffenden

– nicht zuletzt mit Blick auf das Großprojekt „Ornamenta

2024“. Die „Schmuck+“ soll jährlich zu einer

festen kulturellen Veranstaltung in Pforzheim werden.

Rund 45 Aussteller aus ganz Deutschland

haben ihre Teilnahme zur ersten Schau zusagt.

www.schmuckplus-pforzheim.com

Endlich wieder reale Begegnungen: Die „Schmuck+“ findet Anfang Juli statt

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ZV | NEWS

ZV UHREN | NEWS

Jurierung

„Junge Cellinis 2021“

Der Zentralverband der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere hat im Mai 2021

über die Preisträger seines Nachwuchswettbewerbs entschieden.

Digitalisierung

im Uhrmacherhandwerk

Der Zentralverband unterstützt seine Mitglieder durch die Vermittlung von Fördermaßnahmen

und Sonderkonditionen bei der Hardware-Beschaffung.

Hans-Ulrich Jagemann, Sophia Singer, Maren Foryta und Sebastian Göttert (v. l.)

Das Thema des Wettbewerbs lautete „Einschnitt“, es wurden 58

Schmuckstücke eingereicht. Keine leichte Aufgabe also für die Jury:

Sophia Singer, Sebastian Göttert und Hans-Ulrich Jagemann, Ehrenpräsident

des Zentralverbandes der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede

und Juweliere. Begrüßt wurden die drei Jury-Mitglieder von

der Kreishandwerkerschaft Cottbus. Die Juroren zeigten sich beeindruckt

von den verschiedenen Interpretationen des vorgegebenen

Themas. Private Einschnitte, geschichtliche Ereignisse, Umweltkatastrophen

und auch die Corona-Pandemie wurden vom Goldschmiede-

Nachwuchs in Schmuckstücke übersetzt.

Die Jury wählte die Preisträger des Wettbewerbs aus und einigte sich

auf das Nachwuchstalent, das mit einer Belobigung geehrt wird. Die

Preisverleihung findet am 4. Juli um 11 Uhr im Augsburger Schaezlerpalais

statt. Der Zentralverband freut sich darauf, die zehn Goldschmiedinnen

und Goldschmiede und auszuzeichnen.

Der Verband bedankt sich bei der Allgemeinen Gold und Silberscheideanstalt,

die auch dieses Mal jedem Teilnehmenden 40 Gramm Feinsilber

für die Arbeiten zur Verfügung stellte. Ein weiterer Dank geht an

die Mannheimer Versicherung, die die Kosten für die Ausstellungen

und Rücksendungen der Schmuckstücke übernahm.

SPONSOREN

DER CELLINIS 2021

Allgemeine Gold und

Silberscheideanstalt

Mannheimer Versicherung

Robert Haager

Gebr. Boley

Gellner

Groh& Ripp

Gebr. Ott

A.Ruppenthal

Michael Utzerath

Choksi

Hans Jakop Klein

Dr. Bernhard Burger

Diamatra

Karl Fischer

„Wir haben im Lockdown alle

gemerkt, wie wichtig funktionierende

Technik ist. Die Digitalisierung

unserer Betriebe ist erfolgsentscheidend

für unsere

Unternehmen, die Kommunikation

mit den Kunden und unsere

Online-Aktivitäten. Wir bieten deshalb

ZV-Mitgliedern eine Digitalisierungshilfe

an“, so Albert

Fischer, Präsident des Zentralverbandes

der Uhrmacher.

Dell Technologies, einer der führenden

Computerhersteller weltweit,

ist nun Partner des Zentralverbandes.

ZV-Mitglieder erhalten

Rabatte und Sonderkonditionen;

die Vereinbarung sieht – je nach

Produktbereich – Nachlässe von

bis zu 20 Prozent vor. Der Einkauf

erfolgt online:

1) Gutschein-Code über den Mitgliederbereich

auf der ZV-Website

abrufen.

2) Gutschein auf der Dell-Website

einlösen. Die Rabatte sind mit

bereits reduzierten Angeboten im

Onlineshop kombinierbar.

Dell berät zudem über eine kostenlose

Hotline zu technischen

oder allgemeinen Fragen.

Mit dem Partner Dell Technologies

unterstützt der ZV seine Mitglieder

im Bereich Digitalisierung mit

Nachlässen von bis zu 20 Prozent

bei dem Computerhersteller

Das Förderverzeichnis im Mitgliederbereich

der Website des ZV

enthält viele weitere Maßnahmen

zur Unterstützung im Bereich Digitalisierung,

beispielsweise „Digital

Jetzt – Investitionsförderung für

KMU“ oder „go-digital“. Alle Angebote

auf Bundes- und Landesebene

sind übersichtlich dargestellt.

Albert Fischer betont die

Wichtigkeit der Digitalisierung im

Uhrmacherhandwerk: „Das Verhalten

der Kunden hat sich durch

den monatelangen Lockdown

nachhaltig verändert. Wir müssen

uns darauf einstellen, dass sowohl

Dienstleistungen als auch Waren

in Zukunft immer stärker online

gesucht und gekauft werden.“

www.zv-uhren.de

www.facebook.com/

zentralverband.uhrmacher

06|21 122

123 06|21


ZV | NEWS

TERMINE | IMPRESSUM

Keine Mitgliedsbeiträge

Der Landesinnungsverband der Gold- und

Silberschmiede sowie Juweliere Nordrhein-

Westfalen entlastet Mitglieder finanziell. in

2021

Hanau

bis 1. September

Der Reiz des Minimalen – Carl Dau.

Schmuck. Objekte

Deutsches Goldschmiedehaus Hanau

dau.goldschmiedehaus.com

119. Jahrgang

Offizielles Organ des Landesverbandes Bayern

für das Gold- und Silber schmiede handwerk;

des Landesinnungsverbandes der Juweliere,

Gold- und Silberschmiede Niedersachsen/

Bremen; des Landesverbandes der Gold- und

Silberschmiede sowie Juweliere Nordrhein-

Westfalen; überregionales Organ für das Saarland; der Gesellschaft

für Goldschmiedekunst e. V.; des Zentralverbandes für Uhren,

Schmuck und Zeitmesstechnik; Mitteilungsblatt der Verbände und

Innungen sowie des Bundes verbandes des Schmuck- und Uhrengroßhandels,

Pforzheim; Mitteilungen des Zentralverbandes der

Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e. V.;

Mitteilungsblatt der Fach vereinigung Edelmetalle e. V., Pforzheim

An den Landesinnungsverband

angeschlossene Betriebe profitieren

auch 2021 beitragsfrei

von den vielen Vorteilen einer

Mitgliedschaft

Brosche oder Wandobjekt?

Das Deutsche

Goldschmiedehaus

zeigt rund 80 kleine

und große Exponate des

Berliner Künstlers Carl

Dau. Darunter auch die

„Miniatur E 1“ aus Edelstahl

und Farbe

Idar-Oberstein

bis 30. September

Offene Werkstätten Idar-Oberstein 2021

Edelsteinmuseum, Gewölbekeller

www.edelsteinmuseum.de

Verlag:

Untitled Verlag und Agentur

GmbH & Co. KG

Medienpark Kampnagel

Jarrestraße 2

22303 Hamburg

Telefon: 040/18 98 81-0

Telefax: 040/18 98 81-111

E-Mail: info@untitled-verlag.de

Internet: www.untitled-verlag.de

Chefredakteur:

Dr. Christian Jürgens

Mitglied der Chefredaktion:

Axel Henselder (Ressortleitung

Schmuck, Messen, Edelsteine)

Chef vom Dienst:

Dr. Ulrich Schmid

Textchefin und

Schlussredakteurin:

Swantje Friedrich

Ressortleitung:

Christel Trimborn

( Ausbildung, Design),

Iris Wimmer- Olbort

(Uhren)

Redaktionelle Mitarbeit:

Roberto Chilleri, Martin Glauner,

Caroline Hustedt, Sigrid Jürgens,

Saraj Morath, Caroline Schiedt,

Berit Sliwinski, Sabine Zwettler

Art-Direktion:

Michaela Kielau

Anzeigen:

Alexander Steffl (Leitung)

(a.steffl@untitled-verlag.de)

Anzeigendispo:

Manuela Rapp

(m.rapp@untitled-verlag.de)

Zuschriften/Kontakt

Chiffreanzeigen:

Manuela Rapp

Untitled Verlag und Agentur

GmbH & Co. KG

Medienpark Kampnagel

Jarrestraße, 222303 Hamburg

Telefon: 040/18 98 81-195

Auch im Geschäftsjahr 2021 erhebt der Landesinnungsverband

der Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere Nordrhein-Westfalen

(LIV NRW) keine Beiträge von seinen Einzelmitgliedern.

Zudem werden Mitgliedsinnungen von

Beitragszahlungen befreit, wenn sie ihren Mitgliedern die

Beiträge zurückerstatten. Der Vorstandskreis hat diese Entscheidung

getroffen, um die Kolleginnen und Kollegen vor

Ort zu entlasten.

Möglich ist dies durch die gute Verbandsarbeit, die sowohl

Haushalt als auch Vermögen des Verbandes ausgezeichnet

dastehen lässt. Der Verband überzeugt mit seiner Leistung

und gewinnt so neue Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere

als Mitglieder. Damit setzt der LIV NRW auch in der

Coronakrise ein positives Zeichen und empfiehlt eine Mitgliedschaft.

Dies gilt für alle Gold- und Silberschmiede,

Juweliere sowie in Nebenberufen tätigen Kolleginnen und

Kollegen. Auch über die Landesgrenzen von Nordrhein-

Westfalen hinaus und im Besonderen für diejenigen, die

nicht ausbilden.

Mitglieder des LIV NRW können auf die Kompetenzen des

Verbandes vertrauen. Dazu zählt beispielsweise, dass sie sich

beraten lassen können und wirtschaftlich sowie politisch vertreten

werden. Nicht nur in Coronazeiten ist der Landesinnungsverband

der Gold- und Silberschmiede sowie Juweliere

Nordrhein-Westfalen somit eine wertvolle Unterstützung für

seine Mitglieder.

Kontaktmöglichkeiten: www.liv-nrw.de

Landesinnungsmeister Raphael Fischer: 0172 4321898

Foto: Ivan-balvan/iStockphoto (1), Studio Fabig, Berlin (1)

Pforzheim

16. Juli bis 6. Februar 2022

Zart wie Eisen – Schmuck aus einer

Privatsammlung

Schmuckmuseum im Reuchlin

www.schmuckmuseum.de

3. und 4. Juli

Schmuck+ extra, Verkaufsausstellung

Gewerbekultur Alter Schlachthof

wwww.schmuckplus-pforzheim.com

Wien (A)

23. Juni

Juwelenauktion

Palais Dorotheum

www.dorotheum.at

Abonnements:

GZ Goldschmiede Zeitung Leserservice

PressUp GmbH, Postfach 70 13 11, 22013 Hamburg

Tel.: 040 / 38 6666 – 326, Fax: 040 / 38 6666 - 299

E-Mail: goldschmiede-zeitung@pressup.de

Jahresbezugspreis:

Inland: € 118,15 inkl. MwSt. und Porto

Auszubildende: € 73,62 inkl. MwSt. und Porto

Ausland:

€ 124,63 für EU-Staaten mit VAT-Nr.

€ 133,35 für EU-Staaten ohne VAT-Nr.

€ 124,63 für Nicht-EU-Staaten und Übersee

€ 129,60 für Übersee (Luftpost)

sFr 190 für Schweiz inkl. Porto und Versand

Einzelheft: € 12,00 inkl. MwSt. und Porto

Anzeigenpreise: Zurzeit gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 57

vom 1.1.2021. Anzeigenschluss jeweils am 10. des Vor monats für

die jeweils folgende Ausgabe.

Gezeichnete Beiträge stellen lediglich die Meinung des

Ver fassers dar; für unverlangt eingesandte Manuskripte wird

keine Gewähr übernommen. Nachdruck – auch auszugsweise –

bedarf der Zustimmung der Redaktion.

Bei Nichterscheinen infolge von Streik oder sonstigen Fällen

höherer Gewalt übernimmt der Verlag keine Haftung.

Druck: NEEF + STUMME GmbH

Schillerstraße 2, 29378 Wittingen

ISSN 1437-2479

06|21

124

125 06|21


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Am Wochenende vom 18. bis 20. Juni lädt

Carl Engelkemper Münster den Fachhandel

zu seinen traditionellen Einkaufstagen ein.

„Wir haben beschlossen, komplett zu öffnen,

um unsere neuen Kollektionen vorzustellen“,

sagt Geschäftsführer Guido Abeler und fährt

fort: „Damit verschiebt sich der ursprünglich

avisierte Termin um eine Woche. Aufgrund

der zurzeit sehr positiven Entwicklung des

Pandemiegeschehens und mit Blick auf die

mit jeder Woche weiter sinkenden Infektionszahlen

halten wir dies für sinnvoll, um unseren

Kunden noch mehr Sicherheit bieten zu

können. Selbstverständlich werden wir alle

notwendigen Maßnahmen ergreifen, zu

denen auch ein strenges Hygienekonzept,

die vorherige Anmeldung und die Vorlage

eines Negativtests zählen.“

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3 FRAGEN AN ... | VORSCHAU

„Wir wollen

auf den Mars!“

Jupp Philipp

ist Inhaber

der Uhrenmarke

Fortis

Sie sind seit 2018 Inhaber von Fortis. Was ist die

Besonderheit der Uhrenmarke?

Jupp Philipp: Ich habe sehr genaue Vorstellungen, wie eine

Uhr sein sollte: Ich will nicht zu sehr auf sie aufpassen müssen,

ich will sie beim Sport tragen und dennoch etwas Hochwertiges

am Arm haben. Fortis erfüllt das, daher bin ich schon

lange Fan der Marke. Es war Zufall und Glück, dass ich Fortis

vor drei Jahren übernehmen konnte. Die Marke ist traditionell

mit den Themen Luftfahrt und Weltraum verbunden, das

behalten wir bei und setzen auf den Oberbegriff Tool Watch.

Und dann kam Corona ... Wie ist Fortis bisher durch diese

Krise gekommen?

Erstaunlich gut! 2020 konnten wir ein Umsatzplus von 23

Prozent verzeichnen, denn zu Beginn der Krise haben wir

sofort neue Strategien entwickelt. Wir konnten online tolle

Umsätze erzielen, doch der Einzelhandel bleibt wichtig. Ich

setze auf den motivierten Einzelhändler, der dem Kunden ein

Erlebnis bietet. Der Einzelhandel muss sich deutlich vom

Online-Handel unterscheiden. Wir haben sogar ein neues

Team für die Zusammenarbeit mit dem Fachhandel aufgebaut.

Wir wollen den Juwelier fördern und haben eine genaue

Vorstellung vom Einzelhandel der Zukunft.

Welche Visionen und Ziele haben Sie für Fortis?

Im Mittelpunkt steht für uns die Tool Watch im gehobenen

Premiumsegment. Uhren von Fortis sollen hochluxuriös und

sehr funktional sein – verbunden mit anspruchsvollem

Design. Und wir wollen mit unseren Uhren auf den Mars! Wir

sind im Herbst bei einer analogen Marsmission in Israel

dabei. Dafür haben wir eine spezielle Uhr entwickelt, mit den

erforderlichen Funktionen, aber auch in schöner Optik.

• Shooting

„Good Vibrations“

zur Wiedereröffnung

• Recycling-Konzepte

Die Edelmetall-Spezialisten

und der Wertstoff-Kreislauf

• Farbedelsteine

Impressionen von

Magie und Schönheit

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AM 9. JULI

Fotos: Josef Sindelka/Time of Motion (1)

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