das bremer handwerk - Handwerkskammer Bremen

handwerkskammer.bremen.de

das bremer handwerk - Handwerkskammer Bremen

Foto: Stefan Schiebe

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Handwerk in Bremen

Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

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Die Zeitschrift

für das Handwerk in Bremen

und Bremerhaven

Präqualifikation:

Info-Veranstaltung

der KH Bremen

Bremer Klaben

jetzt geschützt

Denkmalpflege:

Bundespreis 2011 wird in

Bremen ausgeschrieben

Kosmetikerinnen:

Innungsgründung

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Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Auf ein Wort – Editorial

der Erfinder Thomas Alva Edison hat einmal gesagt: „Erfolg hat nur, wer etwas tut,

während er auf den Erfolg wartet.“ 389 Patente im Bereich der Elektrizität und Energie, 195

für Phonographen, 150 für Telegrafen, 141 für Batterien und weitere zirka 160 Patente in an -

deren Bereichen belegen, dass Edison etwas getan hat, während er auf seinen Erfolg wartete.

Deshalb kann man ihn getrost als Beispiel für einen innovativen, zielstrebigen und ehr -

geizigen Vorreiter heranziehen, Eigenschaften, die auch auf Handwerker zutreffen.

Solche Handwerker vertreten auch die Handwerkskammer. Entsprechend finden sich

diese Attribute auch in deren Angeboten und Veranstaltungen wieder. Diese Ziele sind

ehrgeizig und die Veranstaltungen und Projekte zielgerichtet. Dies zeigt sich an Beispielen

wie dem Wettbewerb ‚Innovatives Handwerk‘, beim ‚Zukunftsfaktor Mensch‘, dem ‚Lern -

baunet‘ zur Berufsorientierung sowie der passgenauen Vermittlung von Ausbildungsplätzen

und dem Zentralen AusbildungsService. Wir führen Umschulungen durch, entwickeln Qualifizierungseinheiten

für den Arbeitsschutz im Baugewerbe, der CO 2-Reduktion im Gebäudebereich und der

Gebäudetechnik, qualifizieren die Handwerker in Bezug auf Wärmedämmung, Schimmelpilzsanierung oder

innovative Techniken sowie alternative Antriebe in der Kraftfahrzeugtechnik.

Zurzeit laufen zwölf Angebote zu Umschulungen im HandWERK und seine Konsolidierung schreitet stetig

voran. Es ist deshalb gut, dass wir unser Bildungszentrum unterstützt und wieder aufgerichtet haben, als es

kurzzeitig in eine Schieflage geraten war.

Um seine Leistungsfähigkeit auch für die Zukunft zu sichern, investieren wir in eine neue Heizungsanlage

und in sicherheitsrelevante Technik wie die Feuerlöschleitung, Brandschutzklappen und Feuerschutztüren. Wir

haben moderne EDV-Räume eingerichtet, für die ÜLU eine zeitgemäße Ausstattung angeschafft und setzen

sukzessive das gesamte Gebäude sowie die Außenanlage instand.

Die Handwerkskammer hat parallel die Einführung der Digitalen Akte und des Elektronischen Berufsausbildungsvertrages

umgesetzt. Sie führt die wichtigen Konjunkturumfragen zur Stimmungslage in den bremischen

Handwerksbetrieben durch und unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden.

Die Kammer macht unermüdlich auf den Fachkräftebedarf der Zukunft aufmerksam, tritt für die

verstärke Einbindung Älterer, von Frauen in klassischen Männerberufen, von Migranten und Behinderten ein

und ist modern und weltoffen. Und dass gerade in einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen die bremischen

Handwerker die Zahl ihrer Ausbildungsplatzangebote steigern, statt sie zu senken, spricht für sich.

Für manchen mag es scheinen, als sei unser Erfolg über Nacht gekommen. Doch ohne Vorarbeiten geht es

nicht! Der Erfolg unserer Aktivitäten ist das Ergebnis innovativer Ideen, harter Arbeit, zielgerichteter Kommunikation

und der Einbindung in die verschiedensten Netzwerke. Ich bin deshalb stolz auf das, was die Mitarbeiter

der Handwerkskammer und des HandWERK leisten.

In Anerkennung dieser Leistung hat die Handwerkskammer seit dem vergangenen Jahr wieder einen Sitz

im Aufsichtsrat der WFB. Ebenso freue ich mich, dass die CDU mir als parteilosem Vertreter des bremischen

Handwerks einen Listenplatz für die Wahl zur kommenden Bremischen Bürgerschaft zur Verfügung stellt. Ich

hoffe, dass wir Handwerker dadurch die Chance bekommen, künftig handwerkliche Mittelstandspolitik auch in

der Bremer Bürgerschaft zu thematisieren. Denn leider haben in unseren Parlamenten viel zu wenige Vertreter

einen Bezug zum Handwerk. Unsinnige Projekte wie der Rückbau funktionierender Straßen, Einführung von

Umweltzone und zusätzlicher City Maut gehen deshalb zu lasten der Handwerker. Vor dem Hintergrund, dass

sie einen erheblichen Teil der bremischen Wirtschaftskraft erarbeiten, das Gros der Ausbildungsplätze bereit

stellen, das gesamte Prüfungswesen ehrenamtlich organisieren – und dennoch kaum durch die Politik repräsentiert

werden – ist es deshalb wichtig, dass wir künftig stärker als bisher die handwerklichen Betriebe gegenüber

der Politik unterstützen.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Handwerk in Bremen 1/2011 | 3


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BREMEN & BREMERHAVEN

6 Bremen: Eröffnungsbilanz negativ

7 Kredite für Wohnungseigentümergemeinschaften

7 Klimafonds mit 13575 Euro an den Start gegangen

8 Neuausrichtung der Bremer Aufbau-Bank

8 Ausbildungspakt neu aufgelegt

9 AOK garantiert: Kein Zusatzbeitrag

DAS HANDWERK

10 Otto Kentzler wiedergewählt

12 Deutsche Nachwuchshandwerker erfolgreich

HANDWERKSKAMMER BREMEN

13 Das Bremer Handwerk: Fit für neue Wege

14 Soldaten ins Handwerk

15 Wie Betriebe zu Orten der Kultur werden können

KREISHANDWERKERSCHAFT BREMEN

16 Präqualifikation bietet Chancen

17 Bremer Klaben macht Furore

18 Berichte aus den Innungen

20 Kosmetikerinnen wollen eigene Innung gründen

INHALT

KREISHANDWERKERSCHAFT BRHV-WEM

21 Immer wichtiger: Werbung um gute Mitarbeiter

22 Erfolgreicher Meister-Nachwuchs

22 Vom Tourismus ins Bildungswesen

23 Dachdecker bestätigen Vorstand

SERVICE & BETRIEB

24 Integrationsberatung: Türöffner für Arbeitgeber

25 EU verlangt mehr Zahlungsmoral

NAMEN & NOTIZEN

26 Geburtstage und Jubiläen

27 Notizen aus dem Handwerk

TIPPS & TERMINE

28 Angebote zur Aus- und Weiterbildung

THEMEN & TITEL

29 Energieeffizienz-Kongress ruft zum Handeln auf:

„Wir dürfen unser Gastrecht nicht missbrauchen“

MARKTPLATZ

30 Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen

SCHLUSSPUNKT

31 Nachgefragt: Otto Kentzler

32 Impressum

Handwerk in Bremen 1/2011 | 5


BREMEN & BREMERHAVEN

ERÖFFNUNGSBILANZ NEGATIV

Bremen erstellt als drittes Bundesland eine Eröffnungsbilanz. Eigenkapital mit

12,7 Milliarden Euro im Minus. Nachhaltigkeit rückt ins Zentrum.

„Die heute vorgelegte Eröffnungsbilanz vermittelt

einen Überblick über das Bremer Vermögen

und eingegangene Verpflichtungen. Diese

betriebswirtschaftliche Betrachtung des Haushalts

schärft den Blick für den Ressourcenverbrauch

und die Belastung künftiger Generationen.

Sie ist Baustein einer nachhaltigen und

transparenten Finanzpolitik“, so Finanzsenatorin

Karoline Linnert anlässlich des veröffentlichten

Geschäftsberichts.

Das Ergebnis der Eröffnungsbilanz verdeutlicht

die brisante finanzielle Lage Bremens: Land

und Stadtgemeinde Bremen weisen zum Stichtag

1.1.2010 ein negatives Eigenkapital in Höhe

von rund 12,7 Milliarden Euro aus. Angesichts

der lang bekannten Haushaltsnotlage keine

Überraschung. Selbst vermeintlich reiche Länder

wie Hamburg (-1,2 Milliarden Euro) und Hessen

(-64,8 Milliarden Euro) ziehen eine negative

Bilanz. Bremen ist das dritte Bundesland, das

eine Bilanz nach den bundesweit geltenden

einheitlichen Standards vorlegt. Ideelle Werte

wie der Status als Weltkulturerbe oder die

Lebensqualität dieser Stadt tauchen in der

Bilanz nicht auf. Karoline Linnert betont: „So

wichtig das umfangreiche Zahlenwerk ist: Bremens

größter Reichtum, die hier lebenden und

arbeitenden Menschen, ihre Ideen und ihre Tatkraft,

tauchen in der Bilanz nicht auf.“

Die im Geschäftsbericht vorgenommene

betriebswirtschaftliche Betrachtung des Haushalts

ermöglicht auch die Betrachtung eingegangener

Verpflichtungen, die künftige Haus-

� Bauen/Kaufen

� Modernisieren

� Finanzieren

Ausrichter:

6|Handwerk in Bremen 1/2011

18. Bremer

Immobilien

Tage

5.+ 6. März · 10–17Uhr

FinanzCentrum Am Brill

Eintritt frei

halte belasten werden. Die bekannten Haushaltspläne

sind immer Momentaufnahmen – blind

für Vergangenheit und Zukunft. Im „kameralen“

Haushalt 2011 wird man keine Aussage über

künftige Pensionslasten finden. In der Eröffnungsbilanz

spielen sie eine wichtige Rolle. Sie

sind mit 4,5 Milliarden Euro ausgewiesen. Auf

Basis der aktuellen Beschäftigtenzahl werden

die Versorgungsausgaben im Jahr 2020 mit

knapp 375 Millionen Euro den höchsten Punkt

erreicht haben.

Der Kern des Bremer Vermögens – seine

Häfen, Immobilien und Grundstücke – ist in

Sondervermögen erfasst, die eigene Bilanzen

erstellen. Deshalb finden sich in der Bremer

Eröffnungsbilanz keine detaillierten Daten darüber,

wie viel ein einzelnes Gebäude, ein Park, eine

Straße oder eine Kaje wert ist. Die Sondervermögen

werden im vorliegenden Geschäftsbericht

nur als Gesamtsumme erfasst.

Perspektivisch soll eine gemeinsame Bilanz

von Land und Stadtgemeinde Bremen und Stadt

Bremerhaven einschließlich aller Beteiligungen

erstellt werden. Die aktuelle Bilanz ist ein erster

Schritt auf dem Weg dahin. Karoline Linnert ist

sich sicher: „Durch die künftig jährlich zu erstellenden

Bilanzen wird das Bewusstsein für Werte

gesteigert. Investitionen beispielsweise in Schulgebäude

oder Straßen schlagen nicht nur als

Ausgaben zu Buche. Sie steigern das Anlagevermögen.

Sie instand zu halten wird bei doppischer

Betrachtung attraktiver. Der Aspekt der

Nachhaltigkeit bekommt mehr Gewicht.“

CDU wählt Rita Mohr-Lüllmann

zur Spitzenkandidatin

Dr. Rita Mohr-Lüllmann (Foto) ist auf dem

Landesparteitag der Bremer CDU zur Spitzenkandidatin

für die Bürgerschaftswahlen 2011

gewählt worden. Die Christdemokratin erhielt

155 der 182 Delegiertenstimmen. Damit folgten

die Parteimitglieder der Empfehlung des

Landesvorsitzenden Thomas Röwekamp sowie

seiner Stellvertreter und der Vorsitzenden

der drei CDU-Kreisverbände im Land Bremen.

Die CDU will bei den Wahlen am 22. Mai die

rot-grüne Regierung ablösen und das Land

erstmalig in der Geschichte ohne SPD regieren.

„Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte

Vertrauen. Die Zeit ist reif für

eine wirkliche Veränderung in unserem Land“,

sagte Rita Mohr-Lüllmann nach ihrer Wahl. Sie

setze nicht auf Platz, sondern auf Sieg. Rita

Mohr-Lüllmann ist 53 Jahre alt und gelernte

Apothekerin. Sie ist verheiratet, hat zwei er -

wachsene Söhne. Seit sieben Jahren ist sie für

die CDU im Land Bremen aktiv und gehört seit

Juli 2003 als Abgeordnete der Bremischen

Bürgerschaft an.

Größtes

Immobilienangebot

der

Region

+++ Mehr als 50 Aussteller +++ Mehr als 50 Aussteller +++ Mehr als 50 Aussteller +++ Mehr als 50 Aussteller +++ Mehr als 50 Aussteller +++


BREMEN & BREMERHAVEN

KREDITE FÜR WOHNUNGSEIGENTÜMERGEMEINSCHAFTEN

Geld für energieeffiziente Maßnahmen, Sanierung oder Umbau.

Was bisher schwierig oder unmöglich war,

ist nun machbar: Die Bremer Aufbau-Bank

GmbH bietet Wohnungseigentümergemeinschaften

(WEG) günstige KFW-Kredite für die

energieeffiziente Sanierung ihres Hauses an.

Auch für Modernisierungen oder altersgerechtes

Umbauen können diese Gelder in Anspruch

genommen werden.

Bislang war es Wohnungseigentümergemeinschaften

quasi unmöglich gemeinschaftlich

einen Kredit für die Sanierung oder den

Umbau ihres Hauses aufzunehmen. „Den jeweiligen

Hausbanken ist die Darlehenssumme

pro Eigentümer zu gering“, erklärt Diane Zetzmann-Krien,

Geschäftsführerin der Bremer

Aufbau-Bank (BAB). „Gleichzeitig ist der Auf -

wand für die Besicherung sehr hoch.“ Seit ei nem

Jahr hat die BAB zusammen mit Verwaltern und

Vertretern von Wohnungseigentümergemeinschaften

an der neuen Maßnahme gearbeitet.

„Nun sind die Wege für Kreditvergabe, Bonitätsprüfung

und Besicherung geklärt“, so Zetzmann-Krien,

„und die ersten Anfragen liegen

uns bereits zur Bearbeitung vor.“

Die Kredite werden bis zu einer Höhe von

500.000 €direkt an die Eigentümergemeinschaft

vergeben. Dafür stellt der Verwalter den An -

trag, nachdem er durch den Beschluss der Eigentümergemeinschaft

hierzu ermächtigt wurde.

Wohnungseigentümergemeinschaften im

Land Bremen erhalten damit einen gesicherten

und transparenten Zugang zu den Förderkredi-

ten der KFW. Die erleichterte Beantragung vereinfacht

die Finanzierung von größeren Sanierungs-

und Modernisierungsmaßnahmen. Denn

ist die Sanierung mit einer Verbesserung der

Energieeffizienz und entsprechend sinkenden

Energiekosten verbunden, bleibt die finanzielle

Belastung des einzelnen Eigentümers durch die

Wohnnebenkosten im Rahmen. „Wenn aufgrund

des neuen Kreditangebotes der Bremer Aufbau-

Bank bremische Eigentümergemeinschaften in

Zukunft den energetischen Standard ihrer

Gebäude deutlich verbessern, kommt dies dem

Klimaschutz zugute“, freut sich Umweltsenator

Dr. Reinhard Loske über die Auswirkungen des

neuen Finanzierungsangebotes.

Mehr Informationen bei der Bremer Aufbau-

Bank, Franz-Josef Meyer, Tel. (04 21) 96 00 448

und unter www.bab-bremen.de.

KLIMAFONDS MIT 13.575 EURO AN DEN START GEGANGEN

Initiative von ‚puu‘-Unternehmen , energiekonsens und Umweltsenator.

Bremerhavener und Bremer Unternehmen

und Institutionen wollen künftig noch mehr für

den Klimaschutz in der Region tun. Sie gründeten

den Klimafonds ‚umwelt unternehmen

mensch natur‘ und unterstützen damit Einrichtungen,

die selbst keine Mittel zur Umsetzung

von eigenen Klimaschutzmaßnahmen haben.

Was wäre, wenn die Kindergruppe von

nebenan neue, energiesparende Fenster bekäme?

Die Kulturwerkstatt im Stadtteil eine Anlage zur

Eigenstromversorgung hätte? Und es finanzielle

Mittel gäbe, um die Moore der Region zu renaturieren?

Dann wäre Klimaschutz in Bremen und

Umgebung ein großes Stück weiter gekommen.

Was sich angesichts knapper Kassen nach Zu -

kunftsmusik anhört, rückt in greifbare Nähe: Mit

Gründung des Klimafonds ‚umwelt unternehmen

mensch natur‘ wird die im Umwelt-Wirtschafts-Netzwerk

‚partnerschaft umwelt unternehmen‘

(puu) entstandene Idee nun in die

Praxis umgesetzt. Die Initiative von ‚puu‘-Mitgliedern,

der Klima- schutzagentur energiekonsens,

dem Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und

Europa sowie der ‚puu‘-Koordinierungsstelle

kommt künftig Einrichtungen und Projekten

zugute, die selbst nicht über ausreichende

Mittel zur Durchführung von Klimaschutzmaßnahmen

verfügen.

Was sich hinter diesem Treuhandfonds verbirgt,

ist einfach zu erklären: In ihn können

Unternehmen und Institutionen, die wie die

Mitglieder der Bremer Umweltpartnerschaft

bereits erfolgreich Klimaschutz praktizieren,

einen finanziellen Beitrag für ihren noch nicht

vermiedenen CO 2 -Ausstoß – sei es durch die Produktion

von Druckerzeugnissen, den Stromverbrauch

von Computern oder die Nutzung von

Firmenfahrzeugen – einzahlen. Zusammen ge -

kommen ist dabei zum Auftakt ein Betrag von

13.575 Euro. Dr. Reinhard Loske, Senator für

Umwelt, Bau Verkehr und Europa: „Der Klimafonds

‚umwelt unternehmen mensch natur‘ verbindet

Klimaschutz vorbildlich mit gesellschaftlichem

Engagement. Firmen und Institutionen

helfen auf diese Weise anderen dabei, ihre CO 2-

Emissionen zu senken und tragen so aktiv zum

Erreichen der Klimaschutzziele bei.“

Um die Gelder können sich gemeinnützige

kulturelle und soziale Einrichtungen bewerben

und diese zur Umsetzung von Energieeffizienz-

Maßnahmen einsetzen.

„Das können beispielsweise Investitionen für

die Umstellung der Beleuchtung auf LED-Technik

oder für eine optimierte Heizungsanlage

sein. Wichtig ist, dass sie eine spürbare Senkung

des Energieverbrauchs und dadurch der Energiekosten

erreichen“, erläutert Michael Pelzl, Ge -

schäftsführer der Klimaschutzagentur energiekonsens.

„Das eingesparte Geld steht den

Ein richtungen dann für die Ausweitung oder

Sicherstellung ihrer originären Aufgaben und

Angebote zur Verfügung. Mehr Geld in diesem

Bereich bedeutet ein Plus an Lebensqualität für

uns alle“, ergänzt Andreas Lieberum, Leiter

Öffentlichkeitsarbeit bei der Koordinierungsstelle

‚partnerschaft umwelt unternehmen‘. Die

Einrichtungen werden von den Experten der

energiekonsens fachlich und kostenlos beraten.

Deren Energieanalyse trägt am Ende zur Entscheidung

bei, welche Einrichtung, welcher Verein

oder Verband mit Sitz im Land Bremen bei

seinen Klimaschutzvorhaben mit finanziellen

Mitteln unterstützt wird. Die Entscheidung fällt

eine unabhängige Jury.

Ein Teil der Gelder aus dem Klimafonds fließt

direkt in die Wiedervernässung von Mooren, für

die sich der BUND Landesverband Bremen e.V.

im Nordwesten stark macht. Lebende Moore

binden weltweit mehr Kohlenstoff, als alle Wälder

der Welt zusammen; zerstörte Moore hingegen

setzen Klimagase frei.

Acht ‚puu‘-Mitglieder legten den Grundstein

für den Klimafonds ‚umwelt unternehmen

mensch natur‘. Dabei zu sein, ist für die Betriebe

Backen mit Leidenschaft GmbH, ted GmbH, Reetec

GmbH, saturn petfood gmbh, Holzhandlung

Hermann Ehlers GmbH & Co. KG, cambio Bremen,

Franz Gottwald GmbH & Co. und b.r.m. business

resource management selbstverständlich.

Infos: www.umwelt-unternehmen.bremen.de

Kontakt: Koordinierungsstelle ‚puu‘

(04 71) 3083131 oder info@puu-bremen.de.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 7


BREMEN & BREMERHAVEN

NEUAUSRICHTUNG DER BREMER AUFBAU-BANK

Massive Erhöhung der Förderleistungen für Bremer Unternehmen geplant.

Der Aufsichtsrat der Bremer Aufbau-Bank

(BAB) hat eine notwendige strategische Neuausrichtung

der BAB beschlossen, die eine deut -

liche Ausweitung der Förderleistungen für die

Bremer Wirtschaft nach sich ziehen wird. So

wird sich nach den Planungen etwa das im ei -

genen Obligo vergebene Kreditvolumen von

der zeit rund 100 Millionen Euro innerhalb

eines Zeithorizontes von drei Jahren mehr als

verdoppeln, ohne hierbei die bestehende

risiko bewusste Gesamtrisikostrategie anpassen

zu müssen.

Dass die Bremer Aufbau-Bank bislang nur

wenigen Bremer Unternehmen ein Begriff ist,

zeigen die im Vergleich zu den Förderbanken

anderer Bundesländer überschaubaren Leist -

ungskennzahlen. „Da müssen wir alle gemein -

sam deutlich besser werden“, führt Diane

Zetzmann-Krien aus, die seit Mitte des Jahres

als Geschäftsführerin der BAB das Ruder in

der Hand hält und konsequent daran arbeitet,

8| Handwerk in Bremen 1/2011

den Bekanntheitsgrad der BAB zu erhöhen.

Insbesondere durch die Einführung neuer

Produkte wie zum Beispiel einer 50-prozentigen

Haftungsfreistellung für den Bremer

Unternehmerkredit, einem neuen Liquiditätshilfeprogramm,

einem Mikrodarlehensprogramm,

aber auch der Schaffung eines zentralen

Vertriebes direkt unterhalb der Geschäftsleitung

und der Erschließung weiterer Zielgruppen

im Wagniskapitalbereich, wird sich

das Bild der BAB deutlich schärfen. Die BAB kooperiert

dabei eng mit Ihrer Muttergesellschaft,

der Wirtschaftsförderung Bremen

GmbH. Darüber hinaus ist es für die BAB als

Förderbank selbstverständlich, den Neuausrichtungskurs

mit den in Bremen ansässigen

Geschäftsbanken abzustimmen.

„Die solide Eigenkapitalausstattung von

rund 137 Millionen ist eine gute Ausgangsbasis

für eine deutliche Geschäftsausweitung

der BAB zur Unterstützung einer attraktiven

AUSBILDUNGS-PAKT NEU AUFGELEGT

Die „Bremer Vereinbarung“ für Ausbildung wurde bis zum Jahr 2013 verlängert.

Die „Bremer Vereinbarung“ zur Sicherung

von Ausbildungsplätzen für Jugendliche im

Land Bremen ist in eine neue Runde gegangen.

Seit März 2008 haben die Beteiligten –

Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter so -

wie Vertreter des Senats – für den Zeitraum

von jeweils drei Jahren den Bremer Pakt für

Ausbildung unterzeichnet. Unter Federführung

der Senatorin für Bildung und Wissenschaft,

Renate Jürgens-Pieper, ist nun die Bremer

Vereinbarung für die Jahre 2011 bis 2013

vereinbart worden.

Die Partner aus Wirtschaft und Politik wollen

die aus dem Pakt für Ausbildung entstandene

und in den Bremer Vereinbarungen

weiterentwickelte gute Zusammenarbeit auch

zukünftig fortführen. Mit der jetzt unterzeichneten

Bremer Vereinbarung wird sich der

inhaltliche Schwerpunkt weiter in Richtung

schulische Ausbildung verlagern. Die überarbeitete

Fortsetzung der ersten Erklärung aus

dem Jahr 2008 sieht vor, den Jugendlichen

künftig früher Eindrücke vom Berufsleben zu

vermitteln. Das soll mit vermehrten Schülerpraktika

und der Einrichtung von Schüler -

firmen an den Schulen geschehen. Die Berufsorientierung

soll künftig von allen Lehrern in

allen Fächern geleistet werden. Dafür hat sich

die Wirtschaft verpflichtet, zusätzliche Ausbildungsplätze

zur Verfügung zu stellen und

mehr Firmen für die Ausbildung zu gewinnen.

An der feierlichen Unterzeichnung der Bremer

Vereinbarung im Rathaus nahmen teil: der

Präses der Handelskammer, Otto Lamotte; der

Präsident der IHK Bremerhaven, Claus Brüggemann;

der Präsident der Unternehmensverbände,

Ingo Kramer; der Präses der Handwerkskammer,

Joachim Feldmann, der Vorsitzende der

Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bremen,

Götz von Einem; der Vorsitzende der Ge -

schäftsführung der Agentur für Arbeit Bremerhaven,

Roland Dupák; der Geschäftsführer der

Bremer Arbeitsgemeinschaft für Integration und

Soziales, Thomas Schneider; der Geschäftsführer

des Arge Job-Center-Bremerhaven, Friedrich

Wilhelm Gruhl; die Vorsitzende des DGB Region

Bremen-Elbe-Weser, Anette Düring, sowie für

den Senat Senatorin Renate Jürgens-Pieper, Se -

natorin Ingelore Rosenkötter, Senatorin Karoline

Linnert und Senator Matthias Günthner.

Wirtschaftspolitik im Land Bremen, die nicht

zu Mehrausgaben des Landeshaushaltes

führt. Hier liegt eine klassische Win-win-Situation

vor. Die BAB hat damit beste Voraussetzungen,

die zentrale Rolle in Umsetzung und

Ausgestaltung monetärer Wirtschaftsförderung

im Land Bremen auszufüllen ohne ihre

konservative Risikopolitik verlassen zu

müssen. Auch verfügt das Land Bremen über

ein ausreichendes Marktpotential für den ambitionierten

Wachstumskurs der BAB“, betont

Staatsrat Dr. Heiner Heseler, der als Aufsichtsratsvorsitzender

der BAB die Weichenstellung

für den Neuausrichtungskurs unterstützt.

Als die wesentliche Voraussetzung für das

Erreichen der ambitionierten Wachstumsziele

sieht Diane Zetzmann-Krien aber die Motivation

jedes einzelnen Mitarbeiters der BAB.

„Nur wenn es uns gelingt, die Mitarbeiter auf

unserem neuen Kurs, der von einer Philosophie

des Machbaren geprägt sein wird, mitzunehmen,

können wir am Ende erfolgreich

sein“, betont die Geschäftsführerin.

Achtung: Unseriöses Angebot

„Gelbes Branchenbuch“ sind nicht

die „Gelben Seiten“

Im Dezember 2010 wurde per E-Mail vielen

Betrieben von einem Anbieter aus Übersee

ein Angebot unterbreitet, sich in das

„größte Onlinebranchenbuch für Deutschland,

Österreich und die Schweiz“ eintragen

zu lassen. Dieses Onlinebranchenbuch wird

als „Gelbes Branchenbuch“ bezeichnet, was

leicht zu einer Verwechslung mit den „Gelben

Seiten“ der Deutsche Telekom Medien

GmbH führen kann. Die Eintragung in das

Onlinebranchenbuch, dessen Nutzen eher

zweifelhaft sein dürfte, beträgt 65 Euro pro

Monat beziehungsweise jährlich 780 Euro,

zahlbar jeweils jährlich im Voraus. Nähere

Informationen liefert eine Internetrecherche.

Wer sich also keinen Ärger einhandeln

will, sollte die E-Mail einfach löschen.

Ähnliche Angebote mit zweifelhafter

Gegenleistung tauchen übrigens immer

wieder auf.

Bei Fragen und Hilfestellung wenden Sie

sich bitte an Christian Flathmann, Telefon

(04 21) 30 500-1 10.


AOK GARANTIERT: KEIN ZUSATZBEITRAG

Die AOK Bremen/Bremerhaven wird 2011 und 2012 keine Zusatzbeiträge erheben.

„Die AOK Bremen/Bremerhaven wird weder

im Jahr 2011 noch 2012 einen Zusatzbeitrag erheben“,

erklärten Hans-Jürgen Söffing und Heiner

Bögemann, alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrates

der AOK Bremen/Bremerhaven.

„Damit sind zusätzliche Belastungen für unsere

Mitglieder in den kommenden beiden Jahren

ausgeschlossen – anders als bei etlichen anderen

Krankenkassen in Deutschland“, betonten

beide Verwaltungsratsvorsitzende in der jüngsten

Sitzung des Aufsichtsgremiums. Die AOK

Bremen/ Bremerhaven wird das Jahr 2010 mit

einem Überschuss abschließen. Auch für 2011

rechnet die AOK mit einem Plus. Die größte

Krankenkasse im Land Bremen ist schuldenfrei

und verfügt über die gesetzlich vorgeschriebenen

Betriebsmittel und Rücklagen.

Der Verwaltungsrat verabschiedete den

Haushaltsplan 2011, der Gesamtausgaben von

608 Millionen Euro in der Krankenversicherung

und 115 Millionen Euro in der Pflegeversicherung

vorsieht. Größte Ausgabenposten sind danach

die Krankenhausbehandlungen mit 217 Millionen

Euro, gefolgt von den Ausgaben für Arzneimittel,

Verband-, Heil- und Hilfsmittel mit

zusammen 129 Millionen Euro und den Arzthonoraren

mit rund 101 Millionen Euro. Die Kosten

für Dienstleistungen der AOK Bremen/Bremerhaven

entwickeln sich positiv: trotz immer neuer

Aufgaben rechnet die AOK damit, dass diese

Kosten 2011 sogar um 3,1 Prozent sinken.

Der Verwaltungsrat stellte in seiner Sitzung

CDU: Rot-Grüne Verkehrspolitik vernichtet Arbeitsplätze

Der CDU-Abgeordnete Jörg Kastendiek fordert

die rot-grüne Landesregierung zu einem unverzüglichen

Kurswechsel in der Verkehrs- und

Wirtschaftspolitik auf. Andernfalls droht dem

Land ein weiterer Verlust von Arbeitsplätzen.

Grund ist die angekündigte Abwande rung des

Logistikunternehmens „Hellmann“ mit Sitz im

Güterverkehrszentrum. „Wir sehen jetzt unsere

schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Diese

Landesregierung treibt mit ihrer Staupolitik die

Unternehmen aus dem Land und trägt zur Vernichtung

von Arbeitsplätzen bei“, sagt Jörg Kastendiek.

Die Christdemokraten hatten in der Vergangenheit

mehrfach eine Verkehrspolitik angemahnt,

die die Bedürfnisse der Unternehmen

fest, dass die Bundesregierung mit dem GKV-

Finanzierungsgesetz eine kurzfristig wirksame

„Notoperation“ vollzogen habe, um die gesetzliche

Krankenversicherung vor einer finanziellen

Schieflage zu bewahren.

Seit dem 1. Januar 2011 wird deshalb ein

bundesweit einheitlicher Beitragssatz von 15,5

Prozent erhoben (zuvor: 14,9 %). Arbeitnehmer

wie Arbeitgeber müssen damit mehr aufwenden

als bisher. Gleichzeitig wird der Beitragssatz

der Arbeitgeber auf 7,3 Prozent festgeschrieben.

Kostensteigerungen sollen die Mitglieder nach

dem Willen der Bundesregierung in Zukunft also

allein tragen. „Aufgrund dieser politischen Entwicklung

ist es umso wichtiger, im Vertragsgeschäft

mit Ärzten, Krankenhäusern und bei den

Arzneimitteln auf die Wirtschaftlichkeit aller

medizinischen Leistungen zu achten“, so Hans-

Jürgen Söffing.

Die AOK wird – so Heiner Bögemann – ihre

Vorteile im Wettbewerb um gute Leistungen

und kundennahen Service weiter ausspielen. Zu

einer besseren medizinischen Versorgung der

Versicherten tragen bereits heute etliche

Modellprojekte und neue Angebote bei. Aufgrund

des guten Service- und Leistungsangebots

hätten sich im abgelaufenen Jahr mehr als

15.000 Auszubildende und Arbeitnehmer für die

AOK Bremen/Bremerhaven entschieden. Mit

mehr als 160.000 Mitgliedern und über 223.000

Versicherten ist sie die mit Abstand größte Krankenkasse

im Land Bremen.

und Arbeitgeber ausreichend berücksichtigt.

Das Gegenteil ist jedoch eingetreten. Gegen den

Widerstand der CDU wurden an einem Autobahnzubringer

drei Ampeln aufgestellt, am Concordiatunnel

wird stadteinwärts eine von zwei

Fahrspuren als Parkplatz genutzt und trotz vieler

Ankündigungen hat der Senat die Kosten für die

Untertunnelung der Cherbourger Straße noch

immer nicht sichergestellt. Auch den Vorschlag,

die A 281 zügig an den Neuenlander Ring anzu

schließen, um Verkehrsströme zu verbessern

und Anwohner zu entlasten, hat die Landesregierung

nicht aufgegriffen. Derweil kündigt sich

in Achim die Gründung eines Logistikparks an,

der in Konkurrenz zum Standort Bremen treten

könnte. „Statt solche Warnsignale zu erkennen,

BREMEN & BREMERHAVEN

Endspurt beim

Konjunkturprogramm

„Der Endspurt hat begonnen“, fasst Finanzsenatorin

Karoline Linnert den aktuellen

Bericht zur Umsetzung des Konjunkturprogramms

zusammen. Die Zwischenbilanz

(Stich tag 19. November 2010) fällt ausgesprochen

positiv aus. Die Arbeit geht zügig

voran. 125 Maßnahmen mit einem Mittel -

volumen von rund 100,6 Mio. Euro befinden

sich in der Durchführungsphase (laufende

Baumaßnahme oder erfolgte Bestellung).

Maßnahmen im Wert von 14 Mio. Euro wurden

bereits abgeschlossen. Bis Jahresende

waren zahlreiche weitere Maßnahmen

beendet. Kommentar der Finanzsenatorin:

„Bei der Umsetzung des Programms belegt

Bremen einen Spitzenplatz.“

Die regionale Wirtschaft profitiert von den

zusätzlichen Investitionen im Rahmen des

Konjunkturprogramms: 81 Prozent der Projekte

werden von Firmen aus Bremen (50 %),

Bremerhaven (13 %) und dem Umland beider

Städte (18 %) umgesetzt. Senatorin Linnert:

„Das Konjunkturprogramm hilft kleinen und

mittleren Betrieben aus der Region, Arbeitsplätze

zu erhalten und neue zu schaffen.“

Der Bund hat bisher 80 Maßnahmen ab -

schließend geprüft. In allen Fällen wurde die

sachgemäße Verwendung bestätigt.

Der Zwischenbericht ist eine Momentaufnahme.

Einen detaillierten Überblick über

den Sachstand einzelner Projekte bieten die

Internetseiten zum Konjunkturprogramm

unter www.finanzen.bremen.de.

versucht der Senat mit inhaltsleeren Hochglanzbroschüren

wie dem Masterplan Industrie

seine eigene Tatenlosigkeit zu verstecken.

Wir erhalten jetzt die Quittung für eine rotgrüne

Gleichgültigkeit, die kaum noch in Worte

zu fassen ist“, sagt Jörg Kastendiek.

Zugleich spricht sich die CDU gegen Pläne der

möglichen Einführung einer City-Maut aus:

„Diskussionen über die City-Maut führen

nur zu einer weiteren Verunsicherung der

Menschen. Wir nehmen SPD-Bürgermeister

Jens Böhrnsen beim Wort und fordern im

Parlament ein klares Bekenntnis seiner Partei,

diesen von den Grünen gewollten Unfug

zu verhindern“, sagt Heiko Strohmann, stellvertretender

Vorsitzender der CDU-Bürgerschaftsfraktion.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 9


DAS HANDWERK

OTTO KENTZLER WIEDERGEWÄHLT

Der ZDH-Präsident wurde für weitere drei Jahre in seinem Amt bestätigt.

Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes

Tischler Schreiner Deutschland hat in

Berlin Konrad Steininger zu ihrem neuen Präsidenten

gewählt. Konrad Steininger tritt die

Nachfolge des Ende August verstorbenen Präsidenten

Alfred Jacobi an. Die rund 50 Delegierten

wählten den Schreinermeister aus Dingolfing

mit großer Mehrheit an die Spitze des Bundesinnungsverbandes

für das Tischler-/Schreinerhandwerk,

für Bestatter und Baufertigteilmonteure.

Konrad Steininger ist seit 2002 Präsident

des Bayerischen Schreinerverbandes und seit

2003 Vizepräsident des Bundesverbandes.

„Ich stehe für unser Handwerk in seiner Vielfalt.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür

ist eine fundierte Aus- und Fortbildung“, positionierte

sich Konrad Steininger in seiner Kandidatenrede.

Er wolle ein Präsident sein, der den Verband

zielorientiert und integrierend leiten wird.

Zu den laufenden Projekten wie der Harmonisierung

des Erscheinungsbildes und der Nachwuchskampagne

erklärte Steininger: „Ich stehe

für Kontinuität. Ich stehe dafür, dass wir die Aufgaben

und Projekte, die wir uns auf unserer letzten

Mitgliederversammlung in unserem ge mein -

samen Strategie- und Umsetzungspapier ge geben

haben, auch angehen und zum Erfolg führen.“

Aktionismus sei seine Sache nicht. Die Lösungen

müssten nachhaltig sein und vor Ort greifen.

Offene Diskussionen seien wichtig, das gemeinsame

Treffen von Entscheidungen aber noch

10 | Handwerk in Bremen 1/2011

Otto Kentzler ist für weitere drei Jahre zum

Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen

Handwerks (ZDH) gewählt worden. Die

Vollversammlung des ZDH gab auf dem Hand -

werkstag in Bayreuth ein einstimmiges Vo -

tum für Kentzler ab. Der 69-jährige Familienunternehmer

und langjährige Präsident der

Handwerkskammer Dortmund tritt damit

seine dritte und laut Satzung letzte Amtszeit

an. Dem ZDH gehören 53 Handwerkskammern

und 36 Bundesfachverbände des Handwerks

an. Vertreten werden rund 965.000

Betriebe mit 4,8 Millionen Mitarbeitern, da -

von rund zehn Prozent Auszubildende.

Siehe auch Seite 31 (Foto: ZDH/Stegner)

NEUER PRÄSIDENT BEI DEN TISCHLERN

Konrad Steininger wurde neuer Präsident der deutschen Tischler und Schreiner.

wichtiger. Sein Appell: „Kommt mit auf diesem

Weg!“ Heinz Pütz (Nordrhein-Westfalen) wählten

die Delegierten zum neuen Vizepräsidenten

neben Ansgar Kuiter. Neuer Rechnungsprüfer ist

Holm Pfeiffer (Hessen). Damit ist die Verbandsführung

des Bundesverbandes wieder komplett.

Der Bundesverband wird in Zukunft in Be -

statter-Angelegenheiten als „Bestatter Deutsch -

land“ und in Montagefragen als „Montage

Deutschland“ auftreten. Einmütig beschlossen

wurden die Fortsetzung der Nachwuchskampagne

für Tischler und Schreiner, der Haushalt

2011 und neue Beitragssätze.

Der neue Präsident Konrad Steininger (Mitte) mit

den beiden Vize-Präsidenten Ansgar Kuiter (links)

und Heinz Pütz (rechts).

(Foto: Tischler Schreiner Deutschland, Dagmar Arnold)

Fleischer aus Osnabrück ist

bester Ausbilder im Handwerk

Franz Mandel hat den Heribert-Späth-Preis

für besondere Ausbildungsleistungen im

Handwerk 2010 erhalten. Der Fleischermeister

aus Osnabrück wurde bei der Schlussfeier

des Leistungswettbewerbs des Deutschen

Handwerks (PLW) in Bayreuth geehrt. Die Stiftung

für Begabtenförderung im Handwerk

vergibt den Ausbilderpreis bereits seit 1997

jährlich an einen Betriebsinhaber im Handwerk,

der sich durch besonderes Engagement

für die Ausbildung von Jugendlichen auszeichnet.

Heinrich Traublinger, Präsident der Handwerkskammer

für München und Oberbayern

und Vize-Präsident des Zentralverbandes des

Deutschen Handwerks (ZDH), bezeichnet das

Engagement des Preisträger in seiner Laudatio

als handwerkliches Musterbeispiel:

"Betriebsinhaber wie Franz Mandel, bilden

weit über den eigenen Bedarf hinaus aus, bieten

auch Jugendlichen mit ungünstigen Voraussetzungen

Perspektiven und machen

ihren Auszubildenden vielfältige zusätzliche

Angebote."

Franz Mandel bildet seit 1966 aus. In den

vergangenen Jahren hatte sein Betrieb mit

rund 50 Mitarbeitern regelmäßig bis zu 10

Auszubildende – eine Quote von fast 20 Prozent.

Die Auszubildenden nehmen an hochwertigen

externen Schulungen, Workshops

und Vorführungen teil und sind regelmäßig

sehr erfolgreich beim Leistungswettbewerb

des Deutschen Handwerks. Der Betriebsinhaber

hat Qualifizierungsbausteine sowie Ausbildungsordnungen

mitentwickelt und im

eigenen Betrieb erprobt. Gemeinsam mit seinen

Auszubildenden wurde eine DVD zur Ausbildung

und Prüfung im Fleischerhandwerk

entwickelt, die mittlerweile bundesweit zum

Standard im Berufsschulunterricht zählt.


ENGAGIERTE BÄCKERMEISTER

Die Bäcker sind im ZDH und in den Handwerkskammern gut vertreten.

Deutschlands Bäcker sind in den Gremien

des Handwerks gut vertreten. So zählt das

kürzlich von der Vollversammlung des Zentralverbandes

des Deutschen Handwerks

(ZDH) gewählte Präsidium drei Bäckermeister:

• Heinrich Traublinger, Vizepräsident des

ZDH (Präsident der Handwerkskammer

München und Oberbayern, Vizepräsident

des Zentralverbandes des Deutschen

Bäckerhandwerks e.V., Landesinnungsmeister

des Bayerischen Bäckerhandwerks),

• Peter Dreißig (Präsident der Handwerkskammer

Cottbus) und

• Peter Becker als Vertreter des Unternehmerverbandes

Deutsches Handwerk, UDH

(Präsident des Zentralverbandes des Deutschen

Bäckerhandwerks e.V., Präsident

NORMAPME unter neuer Leitung

Mit Klaus Yongden Tillmann hat das Europäische

Büro des Handwerks und der KMU für

Normung (NORMAPME) einen neuen Generalsekretär.

Der Diplom-Volkswirt und zuvorige

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Dortmund wurde von den Vertretern des europäischen

Handwerks und der KMU einstimmig

gewählt, um als Generalsekretär der NORMAPME

die Interessen der kleinen und mittleren Be -

triebe in der europäischen Normung zu vertreten.

Tillmann will die KMU-Präsenz in europäischen

Normungsgremien weiter stärken und

die wirtschaftliche Kraft der Handwerksbetriebe

in die Normungsgesetzgebung einbringen.

Kentzler zu PISA

Zu den Ergebnissen der PISA-Studie 2009

sagte ZDH-Präsident Otto Kentzler: „Der PISA-

Test zeigt: Benachteiligte und theorieschwache

Schüler müssen in der Schule weiter

gezielt gefördert werden. Nur dann können sie

das Rüstzeug für eine berufliche Ausbildung

erwerben. Das Handwerk setzt auf die eigene

Jugend, setzt weiter darauf, das Ausbildungspotenzial

zu erschließen, das wir in Deutschland

haben. Dafür engagieren wir uns gemeinsam

mit Bund, Ländern und den weiteren

Wirtschaftsverbänden im Ausbildungspakt.

Union internationale de la Boulangerie et

Boulangerie Patisserie, Vizepräsident European

Confederation of Bakers and Confectionary

Organizations).

Neben diesen Amtsträgern sind folgende

Bäckermeister Präsidenten von Handwerkskammern:

Thomas Zimmer (Oberfranken),

Hans-Alois Kirf (Saarland) und Bernhard Hoch

(Konstanz).

„Damit haben in zehn Prozent aller Handwerkskammern

Bäckermeister die Präsidentschaft

inne, worauf wir sehr stolz sind. Dies

veranschaulicht die Bedeutung unseres

Bäckerhandwerks innerhalb der Handwerksfamilie.

Wir werden uns auch weiterhin für

das Wohl des gesamten Handwerks einsetzen

und uns als ‚Zentrum der Wirtschaft‘ Gehör in

der Öffentlichkeit und Politik verschaffen“, so

Peter Becker.

„ELENA gestoppt“ meldete HANDWERK IN BRE-

MEN in der vergangenen Dezember-Ausgabe und

berief sich dabei auf Aussagen von Bundeswirtschaftsminister

Rainer Brüderle, der das im

Interview gegenüber HiB geäußert hatte.

Zugleich gab Regierungssprecher Steffen Seibert

den vorläufigen Stopp des Verfahrens auf

der Bundespressekonferenz bekannt. Seibert

zum Beschluss des Koalitionsausschusses: „... die

zweite Phase des Projekts ELENA, also der verpflichtende

Abruf der Daten, der ursprünglich

zum 1.1.2012 kommen sollte, (wird) erst zum

1.1.2014 kommen.“

„Damit hat sich jedoch für die Betriebe nichts

geändert“, sagt Matthias Winter, Vorsitzender

des Arbeitgeberverbands Handwerk Bremen

e.V.: „Das zeitaufwendige wie überflüssige Meldeverfahren

der Arbeitgeber mit ELENA geht leider

weiter.“ Tatsächlich müssen die Betriebe die

seit 1. Januar 2010 geltende Melde-Pflicht fortsetzen,

da der Beschluss zum ELENA-Stopp die

Melde-Pflicht der Arbeitgeber nicht betrifft, sondern

sich auf das Abrufverfahren der zentralen

Speicherstelle bezieht.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hat die

Bundesregierung aufgefordert, nun so schnell

wie möglich für Rechtsklarheit zu sorgen, insbesondere

beim Umgang mit den erforderlichen

Signal Iduna Umwelt-

und Gesundheitspreis

DAS HANDWERK

Kleine und mittlere Betriebe aus Handel

und Handwerk, Bildungs- und Forschungseinrichtungen,

Berater, Organisationen

und Erfinder aus dem gesamten Bundesgebiet

können sich um den Signal Iduna

Umwelt- und Gesundheitspreis 2011 der

Handwerkskammer Hamburg bewerben.

Prämiert werden Innovationen, die den Klimaschutz

und das nachhaltige Wirtschaften

fördern, Kosten einsparen, den Gesundheitsschutz

am Arbeitsplatz verbessern

oder helfen, Forschungsergebnisse in die

Praxis zu übertragen, die also gute Beispiele

für mehr Nachhaltigkeit für Umwelt

und Gesundheit liefern. Das Preisgeld

beträgt insgesamt 15.000 Euro. Bewerbungsschluss

ist der 2. Mai 2011.

Mehr auf der Webpräsenz der Handwerkskammer

Hamburg: www.hwk-hamburg.de

unter „Aktuelles“, „News“.

ELENA UND WIE GEHT ES WEITER ?

Das Projekt ELENA ist vorerst gestoppt. Doch die Melde-Pflicht besteht weiter.

Arbeitnehmerdaten. Hierzu sollte die Pflicht der

Arbeitgeber zur Meldung dieser Daten mit

sofortiger Wirkung abgeschafft werden.

Ob das so kommt, ist unklar. Denn zugleich mit

dem Koalitionsbeschluss, ELENA auszusetzen,

wurde die Federführung für ELENA vom Bundeswirtschafts-

auf das Bundesarbeitsministerium

übertragen. Und während Bundeswirtschaftsminister

Brüderle als ausgemachter Kritiker eines

überbordenden Bürokratismus gilt, ist man im

Arbeitsministerium am zu erwartenden ELENA-

Datenaufkommen durchaus interessiert.

Für die Betriebe kann das heißen, das Bürokratie-Spiel

der Meldepflicht fortsetzen zu müssen.

Ob das in dem bislang praktizierten Melde-

Verfahren geschehen wird, ist offen. Vorerst

müssen im Bundesarbeitsministerium die Voraussetzungen

für die mit ELENA verbundenen

Verfahren und Arbeitsabläufe geschaffen werden.

Da ist allein schon die Verschiebung oder

Schaffung der personellen und materiellen Ausstattung

in Zeiten des Sparzwangs ein nicht

unerheblicher Posten.

Einzige Hoffnung für die Arbeitgeber bleibt

daher, dass im Bundesarbeitsministerium Wege

eines unkomplizierteren Meldeverfahrens

gefunden werden, die den Betrieben Entlastung

geben.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 11


DAS HANDWERK

DEUTSCHE NACHWUCHSHANDWERKER ERFOLGREICH

Bei den EuroSkills 2010 räumte der deutsche Handwerkernachwuchs Preise ab.

Der deutsche Handwerksnachwuchs hat bei

den EuroSkills 2010, den Berufseuropameisterschaften,

in Lissabon abgeräumt. Mit 4 Silberund

1 Bronzemedaille konnten fast alle Teilnehmer

des Handwerks eine Medaille für sich

erkämpfen. Das Ergebnis spricht für die handwerkliche

Ausbildung in Deutschland. Nicht

ohne Stolz sagte der Präsident des Zentralverbandes

des Deutschen Handwerks (ZDH) Otto

Kentzler: „In einem harten, mehrtägigen Wettbewerb

haben sich junge deutsche Gesellen mit

den besten Nachwuchskräften Europas gemessen.

Sie haben dabei bewiesen: Wir gehören mit

der dualen Ausbildung zur internationalen

Spitze in Europa.“

Über mehrere Monate hatten sich die EuroSkills-Teilnehmer

zusammen mit einem qualifizierten

Ausbilder intensiv auf den Wettbewerb

12 | Handwerk in Bremen 1/2011

vorbereitet. Dieses Engagement hat sich

gelohnt: „Wir haben um Medaillen gekämpft,

wie bei den Olympischen Spielen – hart aber

fair! Und der Zusammenhalt im deutschen Team

war toll“, schwärmt der frisch gebackene Silbermedaillengewinner

bei den Stuckateuren,

Armin Hummel aus Donzdorf (Landkreis Göppingen).

Auch Georg Weißmüller, Fliesenleger

aus Hünfeld (Landkreis Fulda) werden die EuroSkills,

geschmückt mit einer Silbermedaille,

lebenslang in Erinnerung bleiben. Das dritte Silber

ging an René Giebler aus Frankfurt a. M., der

sich bei den Zweiradmechanikern durchsetzte.

Die vierte Medaille bekamen Woldemar Buchmüller

aus Weischlitz (Vogtlandkreis) und

Andreas Knurr aus Birkweiler (Südliche Weinstraße)

für ihre überzeugende gemeinsame Leistung

bei den Straßenbauern. Eine Bronzeme-

daille kann der Kältetechniker Christian Richter

aus Dresden mit nach Hause nehmen, der

zudem mit Silber im Team ‚Installationstechnologie‘

ausgezeichnet wurde.

Auch die weiteren sieben deutschen Teilnehmer

aus den Bereichen Industrie und Dienstleistung

konnten mit ihren Leistungen überzeugen

und holten zwei Mal Gold und zwei Mal Silber.

Insgesamt haben sich knapp 470 junge

Nachwuchsfachkräfte aus 27 Ländern in 50 verschiedenen

Berufen bei den 2. EuroSkills gemessen.

Erstmals wurde der Wettbewerb 2008 in

Rotterdam durchgeführt, 2012 findet er in Spa

Francorchamps (Belgien) statt. Der ZDH ist –

gemeinsam mit der Initiative SkillsGermany –

Mitglied im Organisationsgremium und betreut

die Deutsche Mannschaft. Die Teilnahme des

Deutschen Handwerks wird vom Bundesministerium

für Wirtschaft und Technologie (BMWi)

gefördert.

BUNDESPREIS DENKMALPFLEGE KOMMT NACH BREMEN

Bundespreise für Handwerk in der Denkmalpflege wurden in Berlin und Pheinland-Pfalz vergeben. Jetzt ist Bremen dran.

Der Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege

wird seit 1994 von der Deutschen Stiftung

Denkmalschutz und dem Zentralverband

des Deutschen Handwerks (ZDH) verliehen. Die

mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung wird

jährlich in zwei Bundesländern ausgelobt. Für

2010 wurden jetzt die Auszeichnungen in Berlin

und Rheinland-Pfalz vergeben. In diesem Jahr

(2011) wird der Preis in den Bundesländern

Baden-Württemberg und Bremen ausgeschrieben.

Für das Handwerk in der Weserstadt eine

großartige Chance.

Bei der feierlichen Preisübergabe 2010 in Berlin

und Rheinland-Pfalz wurden zusammen

zehn Denkmaleigentümer und 37 Handwerker

ausgezeichnet. In Berlin wurde der erste Preis für

die Restaurierung eines Mietshauses in Kreuzberg

vergeben. Ein zweiter Preis wurde der

Admiralspalast Berlin GmbH verliehen. Ebenfalls

mit einem zweiten Preis wurde die Wiederherstellung

eines Zehlendorfer Wohnhauses ausgezeichnet.

Der dritte Preis wurde für die sensible

Wiederherstellung eines Mehrfamilienhauses in

Friedenau vergeben. In Rheinland-Pfalz wurde

der erste Preis für die Instandsetzung eines ehemaligen

Floßherrenhaus in Koblenz vergeben.

Ebenfalls ein erster Preis erhielt die gelungene

Wiederherstellung einer historischen Mühle.

Mit dem zweiten Preis wurde die Pflege des

Schlosses in Molsberg sowie die Wiederherstellung

der Barocken Schlosskapelle ausgezeichnet.

Der dritte Preis wurde für die Instandsetzung

der Hofanlage St. Barbara in Simmern

vergeben. Dazu wurden 17 ausgewählte Handwerksbetriebe

mit Urkunden ausgezeichnet.


DAS BREMER HANDWERK: FIT FÜR NEUE WEGE

HANDWERKSKAMMER

Vollversammlung der HWK: HandWERK-Konsolidierung schreitet voran. Der Präses mahnt die verschiedenen bremischen

Handwerksorganisationen zur Geschlossenheit.

Die Konjunktur in Deutschland steht offenbar

wieder solide auf zwei Beinen, das Bremer

Handwerk ist im Herbst 2010 eine stabilisierende

Kraft für den Arbeitsmarkt und auch die

Situation im HandWERK hat man im Griff. Entsprechend

gelöst war die Stimmung zur Vollversammlung

der Handwerkskammer, bei der Vorstand

und Hauptgeschäftsführung gegenüber

den Delegierten Rechenschaft über das zweite

Halbjahr 2010 und die wirtschaftlichen Planungen

für 2011 ablegten.

Präses Joachim Feldmann lobte die positive

Entwicklung in Handwerkskammer und Hand-

WERK sowie das Engagement der Mitarbeiter.

Daneben forderte er für die Zukunft Geschlossenheit

und Reformfähigkeit der verschiedenen

bremischen Handwerksorganisationen. „Miteinander

reden ist immer besser als übereinander!

Und weil es nie nur einen richtigen Weg gibt,

muss heute und in Zukunft nicht zwangsläufig

das richtig sein, was früher zweifellos richtig

gewesen ist“, sagte er. Dabei betonte er: „Ohne

Das duale System der beruflichen Bildung in

Deutschland bietet jungen Menschen die

Chance, eine qualifizierte Beschäftigung aufzunehmen

und damit ihr Leben selbstverantwortlich

zu bestimmen. Gleichzeitig sichert dieses

System den Fachkräftebedarf der Zukunft und

trägt entscheidend zur Wettbewerbsfähigkeit

und zum Wohlstand unseres Landes bei. Es

wundert daher nicht, dass es auch China als Vor-

diese Erkenntnis wäre uns niemals die Konsolidierung

des HandWERK gelungen. Ohne diese

Erkenntnis werden wir nicht unsere Strukturen

verjüngen und ohne diese Erkenntnis werden

wir in Bremerhaven keine neuen Wege erfolgreich

gehen können“, sagte er mit Blick auf die

Umgestaltung und Neu-Aufstellung der dortigen

HWK-Außenstelle.

Die Verantwortlichen mahnte der Präses acht

zu geben, dass sie nicht an Dingen festhielten,

die reformiert werden müssten, und dabei in

Diskussionen zurückfallen, die sie vor Jahren

schon geführt hätten. Handwerk sei offen und

werde für diese Offenheit überall gelobt. Entsprechend

offen sollten sich die Handwerker

gegenüber neuen Wegen wie dem Unternehmensservice

Bremen zeigen.

„Allerdings bedeutet unsere Offenheit nicht,

dass wir nicht für das Handwerk auch weiterhin

unseren Finger in die Wunden der politischen

Parteien legen werden“, sagte er kämpferisch

bild dient. Im HandWERK fand sich kürzlich eine

Delegation leitender Mitarbeiter des Bildungsministeriums

sowie verschiedener Berufsbildungseinrichtungen

der ostchinesischen Provinz

Shandong ein, um sich über das duale

Ausbildungssystem zu informieren. Die Wirtschaft

der Provinz hat sich in den vergangenen

Jahren sehr schnell entwickelt und die Provinz

zu einer der reichsten in China gemacht.

Am 1. Juni 2009 hat die WFB Wirtschaftsförderung

Bremen GmbH die bisherigen bremischen

Gesellschaften Bremer Investitions-Gesellschaft

mbH (BIG), HVG Hanseatische Veranstaltungs-GmbH,

Bremen Marketing GmbH und

MGH Messe- und Ausstellungsgesellschaft

Hansa GmbH unter einem Dach zusammengeführt.

Seither ist die WFB Wirtschaftsförderung

Bremen für die Entwicklung, Stärkung und Vermarktung

des Wirtschafts-, Messe- und Veranstaltungsstandortes

Bremen zuständig. „Vorrangiges

Ziel ist es, mit Dienstleistungen und

Angeboten zur Sicherung und Schaffung von

Arbeitsplätzen in Bremen beizutragen und der

bremischen Wirtschaft gute Rahmenbedingungen

für den unternehmerischen Erfolg zu

bieten“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung,

Andreas Heyer, der anlässlich der Vollversammlung

in der Handwerkskammer das

umfangreiche Service-Angebot vorstellte.

und mit Blick auf die auslaufenden Konjunktur- programme. „Wir werden weiter dafür kämpfen,

dass nicht nur die großen Unternehmen gefördert

werden, sondern auch die kleinen Betriebe

von staatlicher Unterstützung profitieren“, hob

er hervor und bedankte sich, dass die CDU ihm

als parteilosem Präses der Handwerkskammer

für die kommende Bürgerschaftswahl einen Listenplatz

zur Verfügung stellt, der der Handwerkskammer

eine realistische Chance einräumt,

dass künftig handwerkliche

Mittelstandspolitik in der Bremer Bürgerschaft

thematisiert werden kann.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 13


HANDWERKSKAMMER

SOLDATEN INS HANDWERK

Oldenburger Berufsförderungsdienst der Bundeswehr besucht das HandWERK.

Die Anforderungen an Soldaten sind stark

gestiegen. Viele Tätigkeiten sind mittlerweile

so komplex, dass zuerst mehrjährige Ausbildungen

durchlaufen werden müssen, bis sie

erfolgreich ausgeführt werden können. Vor

allem Soldaten, die bereits als junge Vorgesetzte

Menschen ausgebildet und geführt

haben, eignen sich deshalb hervorragend für

Bekanntmachung der HANDWERKSKAMMER BREMEN

Anmeldung zur Abschluss-/Gesellenprüfung

Zu den im Sommer 2011 stattfindenden

Abschluss- und Gesellenprüfungen im Bezirk

der Handwerkskammer Bremen werden An -

meldungen ab sofort in der Handwerkskammer

Bremen, Ansgaritorstr. 24, 28195 Bremen,

Zimmer 312, 3. OG, entgegen genommen.

Für die Teilnahme an der Berufsabschlussprüfung

Sommer 2011 haben sich anzumelden:

Alle Auszubildende, deren vertraglich vereinbarte

Ausbildungszeit mit Ablauf des

30. September 2011 endet bzw. die die

Abschluss- oder Gesellenprüfung Winter

2010/2011 nicht bestanden haben.

Der Anmeldung ist das letzte Berufsschulzeugnis

beizufügen.

Bei auswärtigen Betrieben (Betriebssitz nicht

in Bremen oder Bremerhaven) ist zusätzlich

auch eine Kopie des Berufsausbildungsvertrages

beizufügen.

Die Prüfungsgebühr richtet sich nach der

Gebührenordnung der Handwerkskammer

Bremen. Die Prüfungsgebühr ist nach Erhalt

der Gebührenrechnung vor Beginn der Prüfung

an die Handwerkskammer Bremen zu

entrichten.

Für die Anmeldung von Wiederholungsprüflingen

gelten besondere Regelungen.

Verspätete Anmeldungen sind nur in begründeten

Ausnahmefällen und gegen eine

14 | Handwerk in Bremen 1/2011

die Privatwirtschaft.

Damit sie nach ihrem Ausscheiden aus dem

aktiven Dienst schnell attraktive Arbeitsplätze

finden, haben alle länger dienenden Soldaten

der Bundeswehr einen Anspruch auf berufsfördernde

Maßnahmen. Die Berater des Berufsförderungsdienstes

der Bundeswehr (BFD) aus

Oldenburg verschafften sich jetzt deshalb

Zusatzgebühr von Euro 40,00 möglich.

Anzumelden sind die Auszubildenden folgender

anerkannter Ausbildungsberufe:

Änderungsschneider/in, Bürokaufmann/-frau,

Bodenleger/in, Fachverkäufer/in im Nahrungs-

bzw. im Lebensmittelhandwerk in den

Schwerpunkten Bäckerei, Fleischerei bzw.

Konditorei, Feinwerkmechaniker/in, Fotomedienlaborant/in,

Glaser/in, Karosserie- und

Fahrzeugbaumechaniker/in, Kaufmann/-frau

für Bürokommunikation; Kosmetiker/in,

Maßschneider/in, Mechaniker/in für Karosserieinstandhaltungstechnik,

Polster- und

Dekorationsnäher/in, Raumausstatter/in,

Sattler/in, Technische/r Zeichner/in

Die Anmeldung zur Berufsabschlussprüfung

Sommer 2011 muss für die Ausbildungsberufe

Bürokaufmann/-frau und Kaufmann/-frau

für Bürokommunikation bis spätestens 28.

Fe bruar 2011; bei allen anderen Ausbildungsberufen

bis spätestens 31. März 2011, erfolgen!

Anmeldeformulare erhalten Sie bei der

Handwerkskammer Bremen, Ansgaritorstr. 24,

28195 Bremen, Zimmer G312, 3. OG,

oder unter www.hwk-bremen.de/Aus- und

Weiterbildung/Berufsausbildung/Downloads

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau

Pusch, Tel. 0421 30 500-133

einen Überblick über die Möglichkeiten der

Existenzgründung im Handwerk. Bei einem

Besuch im HandWERK mit seinen gut ausgerüsteten

Ausbildungswerkstätten erläuterten

der kaufmännische und pädagogische Leiter

Reiner Krebs zusammen mit Peter Brandt,

Michael Curtze und Angelika Pfeiffer von der

Handwerkskammer Bremen die aktuellen Rahmenbedingungen

sowie die rechtlichen Voraussetzungen

für Existenzgründungen und

Betriebsübernahmen im Handwerk. Besonders

interessant für die Berater des Berufsförderungsdienstes

waren die Vorbereitungslehrgänge

zur Meisterprüfung, die das HandWERK

in 2011 neben der berufsbegleitenden Durchführung

verstärkt auch in Vollzeit anbieten

wird. Damit auch künftig keine Fragen offen

bleiben, vereinbarten Reiner Krebs und der Leiter

des BFD, Lutz Eisert, für die Zukunft eine

engere Zusammenarbeit.

Der BFD unterstützt ausscheidende Sol -

datinnen und Soldaten auf Zeit beim Übergang

in das zivile Erwerbsleben in vielfältiger

Weise. Er fördert deren schulische und

berufliche Qualifizierung, um die Chancen

auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Unter

bestimmten Voraussetzungen kann dies beispielsweise

auch eine arbeitsplatzorientierte

Bildungsmaßnahme sein, in deren Rahmen

die Soldaten bis zu einem Jahr betriebsspezifisch

ausgebildet werden, in einigen Fällen

sogar unter Fortzahlung ihrer Dienstbezüge.

Kann ein Soldat die volle Leistung an seinem

zivilen Arbeitsplatz erst nach einer Einarbeitungszeit

erbringen, kommt die Zahlung

eines Einarbeitungszuschusses an den Ar -

beitgeber in Betracht. Ferner vermittelt die

Stellenbörse des BFD interessierten Unternehmen

kostenlos bundesweit geeignete

Bewerber für freie Ausbildungs- und Arbeitsplätze

sowie Praktika. Der BFD Oldenburg ist

erreichbar unter Telefon (04 41) 9 29-15 01

oder per E-Mail an

bfdoldenburg@bundeswehr.org.


HANDWERKSKAMMER

WIE BETRIEBE ZU ORTEN DER KULTUR WERDEN KÖNNEN

Handwerker präsentieren ihre Erfahrungen mit Events – die Handwerkskammer

startete am 1. Advent eine neue Themen-Reihe.

Ein Konzert in der Schmiede, eine Lesung

beim Friseur oder die Vernissage beim Tischler...

das klingt für manchen Handwerker

vielleicht fremd, ist aber nichts Ungewöhnliches.

Moderne Betriebe nutzen durchaus das

Renommee der Kunst um ihren Betrieb einmal

ganz anders zu präsentieren und das

eigene Image zu verbessern und sich auch

künftig Bewerbungen von Auszubildenden

und Fachkräften zu sichern. Und in der Tat:

Handwerk und Kultur passen bestens zusammen

das zeigte die erste Veranstaltung der

neuen Themen-Reihe der Handwerkskammer

Bremen am 1. Advent.

Friseur Stefan Hagens von Hairliners,

Schmiedemeister Horst Pohlers, Wigmar Bressel,

Miteigentümer der Besteckmanufaktur

‚Koch & Bergfeld‘, sowie Musiker und Kulturwissenschaftler

Gero John haben allesamt

ihren Betrieb für Event-Präsentationen geöffnet

und sprachen mit Moderator Axel

Pusitzky über ihre Erfahrungen.

Zwischen Amboss, Hammer und Feuerstelle

in Horst Pohlers Schmiede fand eine

Kafka-Lesung mit 70 Zuhörern auf Stühlen

statt. Daneben initiiert er immer wieder private

Konzerte. „Ich habe aber nur eine Teilzeitkraft

und einen Lehrling. Bei bis zu 150 Gästen

auf 70 Quadratmeter müssen bei der Vorbereitung

Freunde und die Familie mithelfen,

sonst geht das nicht!“, sagt er.

Stefan Hagens erntete im Kreis seiner 36

Mitarbeiter zunächst nur Kopfschütteln für

seine Idee in einem seiner drei Salons eine

Krimi-Lesung des Buches ´Der Friseur` zu veranstalten.

Trotzdem halfen sie bei der Vorbereitung.

Stühle, Getränke, Gläser lieh er sich

beim Getränkehändler. Absperrband und

Tatortschilder von der Kripo. Die erlaubte

auch zwei Polizisten in Uniform in ihrer Freizeit

vor dem Salon für die Dauer der Veranstaltung

„Wache zu stehen“ und ein roter Teppich,

ein verlorener Damenschuh und eine

ausgelegte Perücke auf dem Gehsteig machten

Passanten neugierig. Je nach Größe der

Räume rät Hagens zum Ausleihen von Lautsprechern

und Veranstaltungstechnik samt

Techniker und gibt zu bedenken, dass man für

eine Lesung man nicht nur eine Übernachtungsmöglichkeit

für den Autor braucht, sondern

rät auch dringend zu einer Kooperation

mit einer Buchhandlung. Nach der Lesung

fanden dann auch Hagens Mitarbeiter seine

Idee toll.

Bei ‚Koch & Bergfeld‘ weckt man seit mehreren

Jahrzehnten Gästen mit der Werksführung

das Verständnis und die Unterschiede

bei der Herstelleng feiner Silberwaren. Für

Miteigentümer Wigmar Bressel dürfen Veranstaltungen

jedoch nicht zu kompliziert sein.

Er rät: „Loslegen und authentisch sein!“,

weil man sonst vor lauter Konzeptionierung

Passen Handwerk und Kultur zusammen? – Gero John, Michael Busch, Axel Pusitzky, Horst Pohlers,

Stefan Hagens und Wiegmar Bressel sprachen in der Handwerkskammer über ihre Erfahrungen mit

öffentlichen Veranstaltungen im Betrieb.

diese Phase vielleicht gar nicht erreicht. Ein

Medienpartner kann dabei das Interesse im

Vorfeld enorm steigern helfen. Melden sich

viele Gäste an, gilt es jedoch auch an die Vorschriften

der Feuerwehr zu denken und sich

ggfs. mit der Versicherung zu verständigen.

Dies gelte beispielsweise auch immer für Fragen

der Absicherung ausgestellter Kunstgegenstände

inklusive deren Bewachung.

Gero John spielt mit seinem Metropol-

Ensemble häufig bei Firmen-Jubiläen. Er rief

ins Gedächtnis, dass Handwerker bei Events

nicht vergessen sollten, sich selbst zu präsentieren.

„Nicht nur Einladungen drucken, sondern

auch Flyer auslegen“, forderte er auf und

erinnerte daran, dass Events immer einen Eingriff

ins Alltägliche darstellen und selbstverständlich

auch Geld kosten.

Wer selbst eine Veranstaltung durchführen

und Handwerk mit Kultur verbinden

möchte, den kann die Handwerkskammer

mit anderen Handwerkern zusammen

bringen. Der Netzwerk-Gedanke der Handwerksorganisation

macht es Betrieben

möglich, sich über das benötigte Knowhow,

Equipment, Kooperationen oder mögliche

Multiplikatoren zu informieren.

Telefon (04 21) 30 500-100

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG DER

HANDWERKSKAMMER BREMEN

SACHVERSTÄNDIGENWESEN

Gemäß § 91 Abs. I Ziffer 8 der Handwerksordnung

hat die Handwerkskammer Bremen

am 28. September 2010

Herrn Frank Homfeld

(für das Rollladen- u. Jalousiebauerhandwerk)

Hebu GmbH, Fabrikation u. Handel

mit Markisen, Rollladen u. Fenster

Lipperkamp 3

27580 Bremerhaven

Tel.: 0471-88228

Fax: 0171-86083

E-Mail: info@hebu-bremerhaven.de

zum Sachverständigen öffentlich bestellt

und vereidigt

Handwerk in Bremen 1/2011 | 15


KH BREMEN

PRÄQUALIFIKATION BIETET CHANCEN

Innungsbetriebe informierten sich rund um die Präqualifizierung.

Der Senat der Freien Hansestadt Bremen hat

im Frühjahr 2009 einen Erlass verkündet, nach

dem bei „beschränkten Ausschreibungen" öffentlicher

Auftraggeber in Bremen grundsätzlich

nur noch sogenannte „präqualifizierte“ Unternehmen

aufgefordert werden dürfen und freihändige

Vergaben nur an präqualifizierte Unternehmen

erfolgen dürfen. Da zu diesem Zeitpunkt

in Bremen insgesamt nur 28 Unternehmen

präqualifiziert waren, konnte die Kreis hand wer -

kerschaft Bremen erreichen, dass dieser Erlass bis

zum 31.12.2010 ausgesetzt wurde. Alternativ

wären die öffentlichen Auftraggeber (z. B. Immobilien

Bremen) gezwungen gewesen, verstärkt

präqualifizierte Unternehmen aus dem niedersächsischen

Umland zur Angebotsabgabe aufzufordern.

Das wäre umso nachteiliger für bremische

Handwerksbetreibe gewesen, da sie hierdurch

nur eine geringe Chance bekommen

hätten, von den im Rahmen des Konjunkturprogramm

II der Bundesregierung bereit gestellten

zusätzlichen Mitteln (beschränkte Ausschreibungen

bis zu 1 Mio. Euro) zu profitieren.

Seit dem 1.1.2011 kommt nun der „Erlass über

die bevorzugte Berücksichtigung präqualifizierter

Unternehmern“ bei beschränkten Ausschreibun -

gen und freihändigen Vergaben zur Anwendung.

Eine Verlängerung der Ausssetzung des Erlasses

wird es nicht geben. Mitte November 2010 waren

in Bremen 65 Unternehmen präqualifiziert.

Bei der Präqualifikation handelt es sich um

die vorgelagerte, auftragsunabhängige Prüfung

der Eignungsnachweise gemäß VOB/A. Die

Überprüfung erfolgt über Präqualifizierungsstellen,

die Veröffentlichung erfolgt über den Präqualifizierungsverein

(www.pq-verein.de).

Um der Zielsetzung zu folgen, dass möglich

viele Aufträge von öffentlichen bremischen Auftraggebern

an bremische Handwerksbetriebe

vergeben werden, ist es erforderlich, dass sich

16 | Handwerk in Bremen 1/2011

eine noch größere Anzahl von Betriebe präqualifizieren

läßt. Hierzu hat die Kreishandwerkerschaft

Bremen am 22. November 2010 eine Informationsveranstaltung

für alle in Frage kommenden

Innungsbetriebe durchgeführt. Dass hier ein

entsprechendes Interesse besteht, zeigt die An -

zahl von rund 50 Teilnehmern. Als Referenten

konnte der KH-Geschäftsführer Andreas Meyer,

Thies Claußen vom PQ-Verein aus Bonn sowie

Bernd Panzer von Immobilien Bremen und

Thomas Kurzke, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung

Bremen, begrüßen. PQ-Fachmann

Claußen stellte umfassend den Präqualifizierungsprozess

dar. Bernd Panzer erläuterte

nochmals die gesetzlichen Rahmenbedinungen,

und Obermeister Kurzke berichtete von seinen

konkreten Erfahrungen, die er als Handwerksmeister

mit der Präqualifizierung seines Unternehmen

gewonnen hat. In diesem Zusammenhang

wurden auch die mit der PQ verbundenen

Kosten kritisch diskutiert, da sie ausschließlich

von dem jeweiligen Betrieb zu tragen sind,

obwohl die bürokratischen Erleichte rungen

primär in der öffentlichen Verwaltung liegen.

Als Fazit wurde festgehalten, wer sich zukünftig

an beschränkten Ausschreibungen der öffentlichen

Hand in Bremen beteiligen will oder

aufgrund von freihändige Vergaben Aufträge erhalten

möchte, muss sich präqualifizieren lassen.

Die Zusatzkosten betragen 500 bis 1.000 Euro (je

nach Umfang) ggf. bestehen über den jeweiligen

Landes- oder Zentralverband entsprechende

Rahmenabkommen mit Sonderkonditionen für

Innungsbetriebe. Weitergehende Informationen

zum PQ-Verfahren, den Ansprechpartnern und

den Kosten können über den jeweiligen Landesinnungsverband

oder die Innungsgeschäftsstelle

abgefordert werden.

(Text: Andreas Meyer Foto: Stefan Schiebe)

Erfolgreiche GET Nord 2010

Zufriedenheit und Optimismus herrschten auf

der GET Nord, der Fachmesse für Elektro, Sanitär,

Heizung, Klima, die im November in Hamburg

stattfand. Bei rund 500 Ausstellern informierten

sich rund 40.000 Fachbesucher über den neusten

Stand der Gebäudetechnik. Dabei standen energieeffiziente

Lösungen und Einsatzmöglichkeiten

für erneuerbare Energien in der technischen

Gebäudeausstattung im Vordergrund.

Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung

Hamburg Messe und Congress GmbH:

„Der Austausch zwischen Elektrikern, Klempnern,

Heizungsbauern, Haustechnikern, Architekten

und planenden Ingenieuren hat auf

vielen Ebenen stattgefunden. Das bestätigt,

dass wir mit der GET Nord und ihrem ganz -

heitlichen Blick auf die technische Gebäudeausstattung

einen erfolgreichen und zukunftsweisenden

Ansatz verfolgen. Wir freuen uns,

dass Aussteller und Besucher so zufrieden mit

der Messe waren.“

Neben den Herstellern zeigten sich auch die

Besucher sehr zufrieden mit der GET Nord. Einer

repräsentativen Umfrage der Hamburg Messe

zufolge ist die GET Nord für 87 Prozent der Besucher

überaus wichtig, um sich über den

neusten Stand der Technik und deren Anwendungsmöglichkeiten

zu informieren. So reisten

41 Prozent von ihnen aus einem Umkreis von

mehr als 100 km Entfernung an. Drei Viertel

der Fachbesucher haben direkten oder beratenden

Einfluss auf Beschaffungsentscheidungen.

91 Prozent der Besucher nahmen einen ein -

hellig positiven Gesamteindruck der GET Nord

mit nach Hause. Anklang bei den Besuchern

und Ausstellern fand auch das umfangreiche

fachliche Rahmenprogramm mit Fachvor -

trägen und Sonderschauen.

Industrieverbände wie der Bundesindustrieverband

Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik

e.V. (BDH) und der Zentralverband

Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

(ZVEI), alle neun Handwerksverbände SHK und

Elektro der Länder Schleswig-Holstein, Ham -

burg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern

sowie der VEG, Bundesverband

des Elektrogroßhandels, Landesgruppe

Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-

Vorpommern und die Großhandelvereinigung

DG Haustechnik unterstützen die GET Nord

2010 und machen sie zu einem attraktiven

überregionalen Marktplatz und einer kom -

petenten Informationsbörse.


BREMER KLABEN MACHT FURORE

Bäcker freuen sich über Markenschutz und spenden 2.000 Euro aus Klabenverkauf.

Wie alljährlich (und das schon seit über 25 Jahren)

fand Mitte November der Klabenanschnitt

auf dem Marktplatz statt. Die Herstellung übernehmen

seit vielen Jahren zwei ehrenamtliche

Helfer der Innung: die Bäckermeister Hans-Jürgen

Schröder und Harald Sager. Unterstützung erhält

man vom HandWERK, dem Kompetenzzentrum

der Handwerkskammer Bremen, das die Bäckerwerkstatt

zur Verfügung stellt.

Beim Klabenanschnitt wurde ein rund 100

Meter langer Klaben scheibenweise für den

guten Zweck verkauft. Natürlich durfte dabei

auch probiert werden. Nach zweieinhalb Stunden

– so schnell war man zuvor selten – vermeldeten

die Bäcker „ausverkauft“.

Der Reinerlös des Verkaufs wird von den

Innungsmitgliedern stets an eine wohltätige

Organisation gespendet. Dieses Mal ging die

Spende an den „Elternverein für psychomotorische

Entwicklungsförderung – EPSYMO“. Und so

war es auch Maren Maetze von EPSYMO, die

zusammen mit Obermeister Wilfried Schnaare

den offiziellen Klabenanschnitt vornahm.

Im Dezember fand die Übergabe des Schecks

an Brigitte Wurster und Elke Schött vom Verein

statt. Man freut sich über 2.000 Euro, mit dem

die Bäcker-Innung Bremen die Arbeit des Vereins

unterstützt, der sich momentan um 80 Kinder

mit unterschiedlich ausgeprägten psychomotorischen

Schwierigkeiten kümmert.

(Text: Stefan Schiebe, Fotos: Sylwia

Korzeniewska und Stefan Schiebe)

Geografischer Markenschutz für Bremens leckere Weihnachts-Nascherei

Der Klaben hat als gehaltvolles traditionelles

Weihnachtsgebäck in Bremen und „umzu“

einen besonderen Stellenwert und ist seit dem

16. Jahrhundert eng mit der Geschichte der

Hansestadt verbunden. Die lange Tradition, der

enge Bezug zur Herstellungsregion und die

Wahrnehmung als hochwertiges und einzigartiges

Erzeugnis war vor vielen Jahren Anlass für

die Innung, einen geografischen Markenschutz

zu beantragen. Bereits 1996 heißt es in einem

Protokoll der Innungsversammlung „Der

Gebietsschutz für den „Bremer Klaben“ ist in

Brüssel beantragt.“ Das Verfahren, an dem

unter anderem der Bäcker-Zentralverband, das

Patentamt in München und das staatliche

Untersuchungsamt Oldenburg beteiligt waren,

zog sich dann aber noch über Jahre hin.

Seit Kurzem ist der Bremer Klaben nun tatsächlich

geografisch geschützt und darf nur noch in

Bremen und im Umland hergestellt werden.

Die Auszeichnung „geschützte geografische

Angabe“, per Siegel oder als wörtliche Ergänzung

ist künftig darauf aufmerksam zu

machen, weist die Verbraucher darauf hin, dass

hier ein regionales Produkt nach einem

bestimmten Rezept hergestellt wurde und

angeboten wird, das es nur in dieser Region gibt

und das besonders geschützt ist, so dass man

jetzt sagen kann: Wo Bremer Klaben drauf

steht, ist auch Bremer Klaben drin. Wo dies nicht

der Fall ist, wird gegen das Markengesetz verstoßen.

Das kann für den betroffenen Hersteller

teuer werden. „Spielarten“ wie „Klaben nach

Bremer Art“ sind übrigens ebenfalls erfasst. Der

Verbraucher kann sicher sein, bei diesem Produkt

nicht mehr in die Irre geleitet zu werden.

Gerade die Bäcker wie die Konditoren aus Bremen

und der Umgebung können sich über die

Auszeichnung freuen, liefert sie doch ein überzeugendes

Argument für Kunden, das Traditionsgebäck

zu kaufen und darauf stolz zu sein.

Dies ist in anderen Regionen bereits länger der

Fall: Aachener Printen, Dresdner Christstollen,

Freiburger Brezeln, Friedrichsdorfer Zwieback,

Liegnitzer Bomben, Nürnberger Lebkuchen und

Westfälischer Pumpernickel sind beispielsweise

ebenfalls im exklusiven Kreis der geografisch

geschützten Backwaren vertreten.

KH BREMEN

Der Erlös des Klabenverkaufs ging an den „Elternverein

für psychomotorische Entwicklungsförderung

– EPSYMO“. Im Bild v.l.n.r.: Hans-Jürgen Schröder,

Obermeister Wilfried Schnaare, Brigitte

Wurster, Elke Schött, (beide EPSYMO), Maren

Omland (Vorstand) und Harald Sager.

Unten: Klabenanschnitt durch Obermeister Wilfried

Schnaare und Maren Maetze von EPSYMO.

Termine AGVH und KH Bremen

11.1. Vorstandssitzung Glaser

13.1. Bildungsforum Maler und Lackierer

20.1. Neujahrsempfang Gebäudereiniger

22.1. Winterfest der Tischler-Innung

24.1. Vorstandssitzung Friseure

24.1. Vorstandssitzung Kfz

24.1. Vorstandssitzung

Maler und Lackierer

26.1. Kundenbeirat HandWERK

27.1. Neujahrsempfang Kfz

31.1. Vorstandssitzung KH/ AGVH

1.2. Vorstandssitzung Metall

4.2. Winterfest der Innung SHK

20.2. Hair-Fashion

Nähere Informationen zu den Veranstaltungen,

zu Zeit und Veranstaltungsort, entnehmen

Innungsmitglieder den Einladungen

oder erfragen das telefonisch beim AGVH

sowie der KH Bremen: (04 21) 22 28 06 00.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 17


KH BREMEN

BERICHTE AUS

DEN INNUNGEN

Neues von den Herbst-Versammlungen.

Friseure

Dass der neue Vorstand der Innung um

Obermeisterin Nuray Özalp neue Wege in der

Innungsarbeit geht, wurde auch auf der ersten

Innungsversammlung nach den Vorstandswahlen

deutlich. Um den Innungsmitgliedern

die Wirkungsstätte der „überbetrieblichen

Lehrlingsunterweisung" näher zu bringen, fand

die Veranstaltung im Kompetenzzentrum

HandWERK in der Schongauer Straße statt.

Nach der Besichtigung der gut ausgestatteten

Friseur-„Werkstätten" standen diesmal

keine großen Vorträge im Mittelpunkt, sondern

es bestand ausreichend Möglichkeit über die

Aufgaben und die Arbeit der Innung und des

Vorstandes zu diskutieren.

Diese Diskussion endete mit der Ergänzung

des Vorstandes. Nadine Bokelmann und Sven

Tonn konnten hierfür gewonnen werden.

Senida Huremovic ergänzt den Fachbeirat.

Als nächster Höhepunkt der Innung wurde

die Hair-Fashion am 20. Februar 2011 (Termin

gleich vormerken) angekündigt. Die Modepräsentation

für Frühjahr und Sommer 2011 wird

an einem Sonntag-Nachmittag in der Bremen-

Halle des Flughafens stattfinden.

Parkett und Fußboden

Wie bereits im letzten Jahr fand die

Herbstversammlung der Bezirksinnung für

Parketthandwerk und Bodenlegetechnik

Niedersachsen-West in Hamburg statt, dieses

Mal allerdings nicht in der Handwerkskammer,

sondern im Elbcampus, dem Kompetenzzentrum

der Handwerkskammer Hamburg.

Dort fanden zunächst die individuellen Versammlungen

der fünf Nordinnungen statt.

Leider fanden nur wenige Mitglieder aus dem

Nordwesten den Weg nach Hamburg.

Nachmittags trafen sich alle zur gemeinsamen

Versammlung mit einer Rede von

Bundesinnungsmeister Joachim Barth und

drei interessanten Fachvorträgen zu den Themen

Feuchtemessung, VOB-/BGB-Recht

sowie Schadensfällen bei Beschichtungsproblemen.

Abgerundet wurde der Tag mit

einem Besuch im Quatsch Comedy Club auf

der Reeperbahn.

18 | Handwerk in Bremen 1/2011

Bäcker

Im Mittelpunkt der Innungsversammlung

der Bäcker stand erneut der Bremer Klaben, der

seit einigen Monaten geografisch geschützt ist

(siehe gesonderten Artikel). Dies gilt es nun für

die Betriebe auch nach außen sichtbar zu

machen, entweder mit einem Siegel oder dem

Hinweis „geschützte geografische Angabe“.

Stefan Schiebe von der Geschäftsführung verdeutlichte

nochmals die notwendigen Schritte.

Interessante Neuigkeiten rund um betriebswirtschaftliche

Entscheidungen erfuhren die

Mitglieder von Rainer Dierks von der Steuerkanzlei

Voss, Schnitger, Steenken, Bünger und

Partner. Unter anderem zeigte Dierks auf, dass

man die vielen Filialeröffnungen von Bäckereien

aus dem Umland durchaus kritisch sehen

müsse, denn der Markt wachse ja nicht. Andererseits

zeige sich, dass eine Umsatzsteigerung

nur durch Neueröffnungen und Renovierungen

zu erreichen sei, mehr Rendite werfe das

aber eben größtenteils nicht ab. Zu kämpfen

habe man zudem nach wie vor mit Verteuerungen

der Waren am Markt, zum Beispiel bei

Mehl.

Maler

Bei der Maler- und Lackierer-Innung

erinnerte Obermeister Thomas Kurzke in seiner

Rede an den wetterbedingten schwierigen

Start in das Jahr, das sich dann aber ganz gut

entwickelt habe. Der Obermeister rief die

Betriebe auf, vor dem Hintergrund des sich verstärkenden

Fachkräftemangels, verstärkt auszubilden.

Um den Austausch zwischen Berufsschule,

überbetrieblicher Unterweisungsstätte

und den Betrieben weiter zu verbessern, werde

im Januar ein Bildungsforum ins Leben gerufen.

Jens Dasenbrook ist aus dem Vorstand der

Innung ausgeschieden, er wurde von der Versammlung

verabschiedet und erhielt ein Prä-

sent. Als neues Vorstandsmitglied wurde einstimmig

Jürgen Horr nachgewählt.

Stefan Schiebe von der Geschäftsführung

informierte über den Stand der Imagekampagne

des deutschen Handwerks und forderte

die Betriebe auf, sich mit der Kampagne zu

beschäftigen und sie zu nutzen. So biete das

Maler- und Lackiererhandwerk auch

gesonderte Motive. Diese wurden übrigens

zwischen Oktober und Dezember in ICE-Zügen

eingesetzt; Thomas Kurzke ließ sich auf einer

Reise spontan ablichten (s. unten, Foto: Stefan

Schiebe).

Musikinstrumentenmacher

Die Innung des Musikinstrumentenmacher-Handwerks

ist freilich nicht die größte.

Dennoch findet hier ein reges Innungsleben

statt, zu dem auch zwei jährliche Innungsversammlungen

gehören. Als besonderes Highlight

konnte Obermeister Otto Thein dieses

Mal Geigenbaumeister Andreas Schebsdat

zum 25-jährigen Jubiläum gratulieren (s.

nächste Seite, Foto: Andreas Meyer). Der Meister,

der seine Werkstatt in der Rutenstraße in

Bremen hat, ist spezialisiert auf Reparaturen

und Restaurationen von Streichinstrumenten

und insbesondere Bögen und verkauft beides

zusammen mit dem passenden Zubehör

natürlich auch.

Metall

Die gut besuchte Innungsversammlung der

Innung Metall Bremen fand in fußballerischem

Ambiente im Weserstadion statt. Ein Vortrag

von Maren Rieder, Richterin Arbeitsgericht Bremen/Bremerhaven,

informierte die Mitglieder

über die Arbeit einer Arbeitsrichterin. Auf spannende

Fragen wie „Warum hat der Arbeitnehmer

in Deutschland so eine starke Position?“

oder „Warum gibt es so häufig Vergleiche?“

gab Maren Rieder klärende Antworten.


Obermeister Peter Meyer gab in seiner Rede

einen Rückblick auf die Vorstandsarbeit seit der

letzten Versammlung, verdeutlichte Innungsvorteile

und machte nochmals darauf aufmerksam,

dass sich die Betriebe bei Bedarf mit

dem Thema Präqualifizierung auseinander setzen

müssten. Als neues Vorstandsmitglied wurden

Steffen Mohr von der Firma SMO einstimmig

ge wählt und komplettiert nun den

Vorstand. Eine Verlosung von Karten für Werder-Spiele

und die Verteilung von Werderschals

an alle, beides gesponsert von der nordcom,

rundete die gelungene Versammlung ab.

SHK

Die Innungsversammlung fand diesmal im

HandWERK statt. Nach Besichtigung der SHK-

Werkstätten und einer Stärkung in der Kantine

stand zunächst ein Vortrag zum Thema „Haftungsübernahmevereinbarungen

ZVSHK“ auf

der Tagesordnung. Durch diese Vereinbarung

werden die zweijährigen Gewährleistungsfristen

der kooperierenden Hersteller auf quasi

fünf Jahre verlängert. Ein echter meßbarer

Vorteil für Innungsbetriebe.

Der neue Obermeister der Innung, Kai

Schulz, führte souverän durch die Veranstaltung

und hob in seiner Rede die vielfältigen

Aktivitäten der Innung in den letzten Monaten

hervor. Für die langjährige Tätigkeit im

Gesellenprüfungsausschuss wurden Ditmar

Meyer (33) und Manfred Müller (25) geehrt.

Auch an dieser Stelle nochmals Dank für dieses

tolle En gagement.

Der stellvertretende Obermeister Jörg

Troegel stellte die für 2011 geplanten Aktivitäten

im Punkt Öffentlichkeitsarbeit dar. So

wird die Innung in Kooperation mit sechs Herstellern

auf den Altbautagen im Rahmen der

Hansebau vom 21. bis 23. Januar vertreten

sein. Für die Innungsmitglieder besteht hier

die Chance, sich ebenfalls einzubringen und

auch unmittelbar entsprechende Geschäftsabschlüsse

zu erzielen. Neben der Diskussion

diverser aktueller Themen (u.a. Zusammen -

arbeit mit der swb/ Schornsteinfegern)

bestand auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit,

Karten für das Winterfest der Innung

am 4. Februar 2011 zu erwerben.

Es wurde von den Innungsmitgliedern sehr

positiv angemerkt, dass die Innungsversamm -

lung im HandWERK stattfand und hierdurch

auch die Zusammenarbeit Innung mit dem

HandWERK gefestigt wird.

(Text: Andreas Meyer, Stefan Schiebe)

Seit 1999 die Weihnachtshilfe-Aktion in Bremen

ins Leben gerufen wurde, ist die Kondi -

toren-Innung Bremen mit dabei. Für Ehrenobermeister

Heiko Rockmann, Obermeister

Andreas Knigge und die Innungsmitglieder ist

es inzwischen gute Tradition, im Rahmen der

Aktion der Senatorin für Arbeit, Frauen,

Gesundheit, Jugend und Soziales und des

„Weser Kuriers“ zu Weihnachten Gutes zu tun

und bedürftige Familien zu unterstützen.

Tortengutscheine können für Torten und

Einen Eignungstest nach Vorbild der Tischer

veranstaltete jetzt zum ersten Mal die Malerund

Lackiererinnung Bremen. Mit dem Test, zu

dem die Schüler der verschiedenen allgemeinbildenden

Schulen eingeladen wurden, soll erreicht

werden, dass am Maler- und Lackiererhandwerk

interessierte Schülerinnen und

Schüler sich mit den Anforderungen an den

Beruf auseinander setzen. Zugleich könne der

Test bei einer späteren Bewerbung dem Betrieb

einen ersten Eindruck über den Bewerber

KH BREMEN

meistens auch für andere süße Leckereien in

den Konditoreien eingelöst werden. Darüber

freute sich auch der Chefredakteur des

Weser-Kuriers, Lars Haider, der sich beeindruckt

vom Einsatz der Konditoren-Innung

Bremen zeigte und sich herzlich bei Andreas

Knigge (Foto, links) und Heiko Rockmann

(rechts) bedankte, die eine symbolische

Sachertorte mit liebevoll gestaltetem Marzipandekor

sowie die Gutscheine überreichten.

(Text und Foto: Stefan Schiebe)

geben, sagt Thomas Kurzke, Obermeister der

Innung. Einen richtig guten Eindruck hinterließ

bei der Premiere leider keiner der Testabsolventen.

Dennoch sieht Lehrlingswart Wilfried Marx

noch gute Chancen, dass diejenigen, die gerne

Maler und Lackierer werden wollen, dies auch

können. Die Beherrschung der Grundrechen -

arten und das Zeigen einer guten Auffassungsgabe

sei allerdings wichtig, wenn nicht gar unerlässlich.

(Text und Foto: Stefan Schiebe)

Handwerk in Bremen 1/2011 | 19


KH BREMEN

KOSMETIKERINNEN WOLLEN EIGENE INNUNG GRÜNDEN

Nach einiger Vorarbeit steht nun die Gründung einer Kosmetikerinnung an.

Für die etwa 200 Kosmetikerinnen in Bremen

gab es bisher keine eigenständige Interessenvertretung.

Das wird sich demnächst ändern: Ein

Team – bestehend aus der Kosmetikerin

Susanne Blair, Dirk Smula vom Kooperationspartner

Signal Iduna und Andreas Meyer von der

Kreishandwerkerschaft Bremen – hat in den

letzten Monaten entsprechende Vorarbeiten

geleistet. Die Ergebnisse wurden jetzt einem

Kreis von 13 Kosmetikerinnen vorgestellt.

Es wurde sehr schnell klar, dass ein enormer

Bedarf für eine Interessenbündelung besteht.

Insbesondere wurde deutlich, dass unter dem

Motto „gemeinsam sind wir stark“ mehr

Alle Jahre wieder ...

„Alle Jahre wieder“ heißt ein gut 170 Jahre

altes, klassisches Weihnachtslied. Zu einem

Klassiker ist auch die Weihnachtsfeier der

Bäcker-Innung Bremen geworden. Viele

Senioren des Bäckerhandwerks freuen sich

auf den Nachmittag im Dezember bei Kaffee

und den vielfältigen Weihnachtsleckereien –

selbstverständlich aus der Bäckerei.

Für manche zählt das alljährliche Weih -

nachtstreffen zu den seltenen Gelegenhei-

20 | Handwerk in Bremen 1/2011

erreicht werden kann, als wenn jede Kosmetikerin

einzeln ihre Interessen wahrnimmt.

Ein Hauptziel besteht darin, die Qualitätsleistungen

gut ausgebildeter und permanent

weitergebildeter Kosmetikerinnen noch stärker

potentiellen Kunden zu vermitteln. Als weitere

Handlungsfelder wurden Seminare, Messebesuche,

Einkaufsgemeinschaften, Qualitätssicherung

und insbesondere das Thema „Erfahrungsaustausch“

diskutiert.

Um der Interessenvertretung einen organisatorischen

Rahmen zu geben, ist die Gründung

einer Kosmetiker-Innung in Bremen geplant. Vor

dem Hintergrund der hohen qualitativen Bedeu-

ten, sich mal wieder im alten Kollegenkreis

auszutauschen und über „alte Zeiten“ zu

sprechen. Und: Gesungen wird natürlich

auch. Dieses Mal wechselte sich die „Bre -

mische Männerchor-Gemeinschaft“, die seit

kurzem von Lydia Albrecht dirigiert wird, mit

dem Männergesangverein „Echo Burg“

unter Leitung von Reimer Schlömer ab. Die

Chöre trugen mit überwiegend weihnacht -

lichem Repertoire und einigen Geschichten

zu einem schönen Nachmittag bei.

(Text und Fotos: Stefan Schiebe)

Mit Unterstützung

der Signal

Iduna wurde

bereits ein Logo

für die Kosmetiker-Innung

Bremen entworfen.

tung von Kosmetik als ein „Handwerk am Menschen“

ist das ein notwendiger, wenn nicht

sogar längst überfälliger Schritt. Die anwesenden

Kosmetikerinnen haben sich einhellig dafür

ausgesprochen.

Als nächster Schritt wird ein Kreativ-Team

konkrete Vorschläge und Maßnahmen

zusammenstellen. Die Vorschläge sollen allen

Kosmetikerinnen präsentiert werden, so dass

bereits in 2011 eine Reihe von entsprechenden

Veranstaltungen stattfinden können. Klar ist, je

mehr Kosmetikerinnen mitmachen, umso größer

und interessanter kann das Angebot einer

neuen Kosmetiker-Innung ausfallen.

Für weitere Anregungen stehen Susanne

Blair, (04 21) 62 26 82, und Andreas Meyer (04 21)

22 28 06 10 zur Verfügung.

(Andreas Meyer)


KH BRHV-WEM

IMMER WICHTIGER: WERBUNG UM GUTE MITARBEITER

Bei einer Informationsveranstaltung im Haus des Handwerks Bremerhaven haben sich zahlreiche Gäste über die Auswirkungen

des demografischen Wandels informiert. Die Attraktivität der Arbeitgeber wird größere Bedeutung bekommen.

Der demografische Wandel betrifft auch das

Handwerk. Hier wird in den kommenden Jahren

die Zahl der Nachwuchskräfte zurückgehen. Wie

Unternehmen schon heute darauf reagieren

können, zeigte jetzt eine Veranstaltung der

Betriebswirte des Handwerks Bremerhaven-

Cuxland e.V. im Haus des Handwerks.

„Der demografische Wandel ist für sich

betrachtet erst einmal nichts Schlimmes“, sagte

die Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Anneli

Röhr. Er berge sowohl Risiken als auch Chancen.

Eine der gravierendsten Folgen sei der Fachkräftemangel.

„Das einzelne Unternehmen wird

„Sich jetzt dem Thema ‚demografischer Wandel‘

zu stellen bedeutet, einen Vorsprung zu

haben und die Entwicklung als Chance zu

nutzen“ (aus dem „ZuM Handwerk“ Projektflyer).

Mehr Informationen über das Demografieprojekt

„Zukunftsfaktor Mensch“ der Handwerkskammer

gibt es bei Projektleiterin Tuku

Roy-Niemeier, Telefon (04 21) 30 500-312,

E-Mail: roy-niemeier.tuku@hwk-bremen.de

sowie unter www.zum-handwerk.eu.

Das Projektangebot für Betriebe und Be -

triebs inhaber umfasst:

1. Betriebsspezifische Demografieberatungen

für bremische Handwerksunternehmen

(Vorgespräch, Auswertung von Kennzahlen

und 3- bis 4-stündiger Workshop).

Bei der Demografieberatung mit der Be -

triebsführung werden der konkrete Handlungsbedarf

und mögliche Lösungen diskutiert.

2. Entwicklung und Umsetzung von Quali -

fizierungsbausteinen in der Meister -

ausbildung sowie für Betriebswirte des

Handwerks. Es geht um die langfristige

Ver ankerung dieses Querschnittsthemas

in der Aus- und Weiterbildung.

3. Handwerksnahe Informationsveranstaltungen:

Ungewohnte Herangehensweisen

und spannende Praxisbeispiele zu den

Handlungsfeldern des demografischen

Wandels.

4. Aufbau eines Netzwerks aus Betrieben

und Institutionen zu weitergehendem

Erfahrungsaustausch.

Im Bremerhavener Haus des Handwerks diskutierten (v.l.): Heinz Weber (Vors. Betriebswirte des Handwerks e.V.),

Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Anneli Röhr, Horst Lüdtke (Leiter Kammer-Außenstelle Bremerhaven) und Prof.

Dr. Wolfgang Lukas (Leiter des Institut of Management and Economics an der Hochschule Bremerhaven).

mehr um gut ausgebildete Kräfte werben müssen“,

sagte Röhr. In diesem Zusammenhang

werde die Arbeitgeberattraktivität einen größeren

Stellenwert bekommen. Außerdem gewinne

die Gesundheitsförderung im Unternehmen an

Stellenwert.

Doch nicht nur die Attraktivität des einzelnen

Arbeitsgebers kam zur Sprache, sondern auch

die Attraktivität von Standorten. In Anlehnung

an die von Röhr angesprochene Bevölkerungsentwicklung

erwähnte Horst Lüdtke, Leiter der

Handwerkskammer-Außenstelle Bremerhaven,

die sehr positive Entwicklung Oldenburgs. Dort

habe die Bevölkerung unter anderem ein gutes

Lebensgefühl, weil Wissenschaft und Wirtschaft

gut vernetzt seien und die Stadt dadurch auch

Bremen-Mahndorf

®

für junge Leute Attraktivität gewinne. Diese Vernetzung

gelte es auch in Bremerhaven weiter zu

fördern. „Die Hochschule muss noch viel stärker

unterstützt werden“, so Lüdtke.

Eine weitere Veranstaltung zum Thema demografischer

Wandel findet am 31. Januar, 16.30 Uhr

im Haus der Handwerkskammer Bremen statt.

Bei dem Fachforum mit dem Titel „Arbeitswelt

2020 – wer will, der kann!?“ haben kleine und

mittlere Unternehmen aus Bremen unter anderem

die Möglichkeit, sich über „best-practice“-

Beispiele zu informieren. Veranstalter sind die

Handwerkskammer Bremen im Rahmen des

Projekts „ZuM Handwerk“ und das Demografie

Netzwerk Nordwest (DNN e.V.) in Kooperation

mit dem Demographie Netzwerk (ddn e.V.).

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Handwerk in Bremen 1/2011 | 21


KH BRHV-WEM

ERFOLGREICHER MEISTER-NACHWUCHS

Akademie des Handwerks verabschiedet 26 Jungmeister und Jungmeisterinnen.

Um guten Führungsnachwuchs muss sich

das Handwerk in der Unterweser-Region

wenig Sorgen machen. Nach wie vor streben

junge Leute aus allen Gewerken den Meistertitel

an. Viele von ihnen bereiten sich bei der Akademie

des Handwerks auf die Prüfung vor. In

jüngster Vergangenheit haben 26 von ihnen

den Meisterbrief bekommen. Eine Tatsache,

welche nun noch einmal offiziell im Haus des

Handwerks mit einer kleinen Zeremonie

gewürdigt wurde.

Bei der Feierstunde gratulierte Josef Solscheid,

Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde den Absolventen

zu ihrer Entscheidung, den Meistertitel

zu erwerben. Damit hätten sie auch im Hinblick

auf den harten Wettbewerb eine gute

Wahl getroffen. Solscheid: „Studien belegen,

dass Betriebe, die von einem Meister oder einer

Meisterin geführt werden, meist lange und

erfolgreich am Markt tätig sind.

Kreishandwerksmeister Sieghardt Reinhardt

dankte den Absolventen für ihr großes

Engagement: „Die Prüfung haben Sie in erster

Linie für sich selbst abgelegt. Damit haben Sie

aber gleichzeitig viel für das gesamte Handwerk

getan.“ Der internationale Vergleich

zeige, dass es in Deutschland sehr viele sehr

beständige Handwerksbetriebe gebe. Speziell

an diejenigen, die nach der Meisterprüfung die

Selbstständigkeit anstreben, richtete er den

Aufruf zum Engagement in der Handwerksorganisation.

Wer die Selbstständigkeit anstrebt,

sollte sich auch in der Innung engagieren, sie

ist die Basis des Handwerks. Der Einsatz lohne

sich, so Reinhardt. „In der Vergangenheit hat

das Handwerk in der Öffentlichkeit nie soviel

Gehör gefunden wie zurzeit.“ Seinen Dank

22 | Handwerk in Bremen 1/2011

sprach er auch den Mitgliedern der Prüfungsausschüsse

sowie dem Team der Akademie des

Handwerks an der Unterweser aus.

Das beste Prüfungsergebnis hatte Feinwerkmechanikermeister

Frank Runck erzielt.

Friseurmeisterin Anna Jäning freute sich über

das zweitbeste Ergebnis. Das drittbeste Ergebnis

erzielte der junge Elektrotechnikermeister

Alex Knol.

(Text und Foto: Oliver Brandt)

Zahlen und Tabellen haben René Hussels

schon sein ganzes Berufsleben begleitet. Auch

im Haus des Handwerks widmet er sich dem

Controlling und dem Finanz- und Rechnungswesen.

Seit dem 18. Oktober leitet er im Haus des

Handwerks die Bereiche Controlling, Finanz- und

Rechnungswesen und Lehrgangswesen.

Den ersten Kontakt mit dem Handwerk

hatte er aber schon zu Beginn seiner Karriere.

Während der Ausbildung zum Industriekaufmann

bei den Bremer Lloyd Dynamowerken

schnupperte er auch ein paar Tage in die Werkstätten

des Unternehmens hinein. Den Blaumann

tauschte er aber schnell wieder gegen

den Anzug. Im Anschluss an die Ausbildung und

nach Stationen bei einer Reederei und der Spedition

Röhlig wechselte er in die Touristik- und

Kreuzfahrt-Branche. Bei der Bremer Transocean

Tours Touristik GmbH übernahm er unterschiedliche

leitende Positionen im Bereich Finanz- und

Rechnungswesen, von 1990 bis 2009 war er

Kaufmännischer Leiter, von April bis November

2009 Kaufmännischer Geschäftsführer.

Die jungen Führungskräfte mit Kreishandwerksmeister

Sieghardt Reinhardt (vorne links).

Ihre Meisterbriefe erhielten:

Elektrotechnikermeister: Konstantin Berklund,

Frank Frerichs, Dennis Hülper, Alex Knol,

Sebastian Monsees, Matthias Mües, Roger

Müller, Torsten Singer, Timo Szybora, Kai von

Oesen; Friseurmeisterinnen: Lydia Ahmetaj,

Nurcan Bektas, Anna Jäning, Svetlana

Lauskan, Alexa Pallentin, Rebecca Petershagen,

Josephine-Lena Roskamp; Kfz-Technikermeis -

ter: Fuat Bosnali, Dennis Deckena, Thorsten

Hölscher, Thomas Mann, Konstantin Nagorny;

Metallbaumeister: Aleksej Koch, Thomas

Ziffer; Feinwerkmechanikermeister: Frank

Runck, Stefan Stadtermann.

VOM TOURISMUS INS BILDUNGSWESEN

René Hussels ist neuer Teamleiter Verwaltung im Haus des Handwerks.

Im Haus des Handwerks hat er nun eine neue

Herausforderung gefunden. „Ich gewöhne mich

gerade an das Lehrgangsgeschäft und die vielen

Formalien, die damit zusammenhängen“, so

René Hussels.

(Text und Foto: Oliver Brandt)


DACHDECKER BESTÄTIGEN VORSTAND

Bei der jüngsten Innungsversammlung standen Neuwahlen, die Auftragslage und

Ausbildungsfragen auf der Tagesordnung. Detlef Melzer neuer Lehrlingswart.

Die Auftragslage, Auswirkungen des Konjunkturpakets

II, die Situation an der Berufsschule

und die Lage auf dem Ausbildungsmarkt.

Über diese und andere Themen diskutierten die

Mitglieder der Dachdecker-Innung Bremerhaven-Wesermünde

bei ihrer jüngsten Innungsversammlung.

Höhepunkt des Abends war aber die Neuwahl

des Vorstands, bei der fast alle Amtsinhaber

wiedergewählt wurden. Einen Wechsel gibt

es lediglich beim Amt des Lehrlingswarts, das

künftig Detlef Melzer aus Dorum ausfüllt. Er löst

Frank Helmke, der sich nicht zur Wiederwahl

hatte aufstellen lassen, ab. Der Vorstand setzt

sich nun wie folgt zusammen: Jürgen Wegner

(Obermeister), Reiner von Glahn (stv. Obermeister),

Detlef Melzer (Lehrlingswart), Peter Ligat

(Beisitzer Stadt), Michael Falk (Beisitzer Land).

Ein Thema, das die Innungsmitglieder lebhaft

diskutierten, war die tarifliche Neuregelung

des Weihnachtsgeldes, das künftig zu einem Teil

in die betriebliche Altersvorsorge bei der Lohnausgleichskasse

für das Dachdeckerhandwerk

fließen soll. „Diese Regelung ist sehr kurzfristig

gekommen, viele konnten sich darauf noch nicht

ausreichend einstellen“, so Obermeister Jürgen

Detlef Melzer kümmert sich als neuer Lehrlingswart

um die angehenden Dachdecker.

Wegner. Einige Arbeitnehmer hatten durch die

kurzfristige Regelung noch keine Gelegenheit,

ihre private Altersvorsorge entsprechend anzupassen.

Josef Solscheid, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft,

berichtete unter anderem

von der Zusammenarbeit des Handwerks mit

dem kommunalen Unternehmen Seestadt

Immobilien. Diese bezeichnete Solscheid als gut.

In der Vergangenheit seinen viele Aufträge an

Innungsmitglieder vergeben worden. In diesem

Zusammenhang wies er darauf hin, dass ab

Januar 2011 Unternehmen bei der Auftragsvergabe

vorrangig ausgewählt würden, die über

eine so genannte Präqualifikation verfügten.

Der Aufwand dafür sei hoch, lohne sich aber für

den Bereich der öffentlichen Ausschreibungen.

Die Lehrstellensituation bezeichnete Solscheid

als gut. Die Betriebe würden sich stark

engagieren und bildeten auf hohem Niveau aus.

Nicht zufrieden stellend sei nach wie vor die

Situation an den Gewerblichen Lehranstalten.

Jürgen Wegner ergänzte: „An der Berufsschule

fallen wegen Lehrermangels nach wie vor zu

viele Stunden aus.“

(Text: Oliver Brandt, Foto: HiB)

Kompakte Übersicht für das ganze Jahr

Das neue Programm der Akademie des Handwerks

an der Unterweser ist erschienen. Anders

als in den Vorjahren, gibt das Team der AdH

künftig ein Programmheft für das ganze Jahr

heraus. Dank der Umstellung können potenzielle

Teilnehmer längerfristiger planen.

Die neue Broschüre ermöglicht einen schnellen

Überblick über alle Seminare und Lehrgänge des

Jahres 2011. Fragen beantworten Andrea Klatt-

Carstensen, Jessica Perl, Holger Schröder und

Anja Dürdoth jederzeit gerne.

Ihren Schwerpunkt legt die Akademie wieder

auf die Meisterausbildung sowie auf den Lehrgang

Betriebswirt/in (HWK). Darüber hinaus

gibt es zahlreiche bewährte und neue Seminare.

Zu letzteren zählt das Seminar „Mathematik für

Wiedereinsteiger und Meisterschüler“, das die

KH BRHV-WEM

„Grünkohl-Anstich“ für guten Zweck

Jedes Jahr Mitte November startet die

Grünkohlsaison. Grund genug, für die Fleischer-Innung

Bremerhaven-Wesermünde,

den traditionellen „Grünkohl-Anstich“ zu

feiern. Insgesamt 750 Portionen hatten die

Fleischer vor der Großen Kirche in der Bremerhavener

Fußgängerzone, der „Bürger“,

verkauft. In den Topf kamen 450 Kilogramm

tafelfertiger Grünkohl, 180 Kilo Kassler

sowie jeweils 100 Kilo Kochwurst und

Pinkel. Unterstützt wurden die Fleischer

und die Senioren der Innung bei ihrer Verkaufsaktion

von Stadträtin Brigitte Lückert.

Für ansprechende Atmosphäre sorgten der

Shanty- und der Kinder-Shanty-Chor aus

Loxstedt. Der Erlös soll, wie auch in den vergangenen

Jahren, der Kinderklinik am

Bürger park zugute kommen.

Akademie im vergangenen Jahr bereits erfolgreich

anbieten konnte.

Neu sind auch die Qualifizierungsangebote im

Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung

und Forschung sowie vom Europäischen

Sozialfonds geförderten Bremer Netzwerks

Nachqualifizierung. Diese richten sich an

Arbeitnehmer und Arbeitssuchende, die über

keinen anerkannten Berufsabschluss verfügen

oder die bereits länger als vier Jahre als arbeitssuchend

gemeldet sind und deshalb als „ungelernt“

gelten oder deren Kenntnisse auf dem

heutigen Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt

werden.

Das Programmheft liegt im Bremerhavener

Buchhandel, öffentlichen Stellen und im Großhandel

aus. Einsehbar ist es auch im Internet:

www.akademie-bremerhaven.de.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 23


SERVICE & BETRIEB

TÜRÖFFNER FÜR

ARBEITGEBER

Die Integrationsberatung hilft Betrieben,

behinderte Menschen einzustellen.

Der Träger des Angebots zieht

nach einem Jahr Bilanz.

Beim Waldau Theater rollte in der Vorweihnachtszeit

der Ticketverkauf wie nie zuvor.

Grund dafür waren die beliebten Weihnachtsmusicals

,‚Aladin‘ und ‚Die Schöne und das

Biest‘. Ein wenig aber auch das Engagement

von Jens Völlmert. Der 27-Jährige sitzt im Rollstuhl

und ist nun als weiterer Mitarbeiter im

Kartenverkauf tätig. Seit dem 15. Oktober hat

der Bürokaufmann mit Querschnittlähmung

einen unbefristeten Arbeitsvertrag. Er ist

begeistert: „Ich fühle mich hier richtig wohl!“

Auch seine Vorgesetzte Katrin Begerow, Personalleiterin

beim Waldau Theater – Theater

der Kulturen gGmbH ist zufrieden. „Die Einstellung

unseres schwerbehinderten Mitarbeiters

verlief schnell und reibungslos“, erzählt sie.

„Wir erhielten von der Integrationsberatung

Hilfe beim Ausfüllen der Antragsformulare und

haben uns zu rechtlichen Fragen beraten lassen.“

Auch über Fördermittel wurde sie informiert.

Eine Auskunft, die sich auszahlt: Völlmerts

Gehalt wird sechs Monate lang von der

Agentur für Arbeit bezuschusst.

Der Stellenzuwachs beim Waldau Theater

ist ein Beispiel für die erfolgreiche Arbeit im

ersten Jahr der „Integrationsberatung“ in Bremen,

die von der Integrationsfachdienst (IFD)

Bremen gGmbH für Arbeitgeber im Land Bre-

Annähernd 700 Menschen mit Handicaps

und zahlreiche Arbeitgeber nutzen im Jahr

das umfangreiche Unterstützungsangebot

der Integrationsfachdienst Bremen

gGmbH. Insgesamt 23 Fachberaterinnen

und Fachberater stehen ihnen zur Seite.

Neben dem „Jobbudget“ als Bundesmodell -

projekt gibt es seit Anfang des Jahres

weitere Tätigkeitsfelder: „Unterstützte Beschäftigung“

und eine Integrationsberaterin,

die hauptsächlich Betriebe berät. Auftraggeber

der IFD Bremen gGmbH sind das

Integrationsamt, die Agentur für Arbeit, die

BAgIS, die Deutsche Rentenversicherung,

weitere Rehabilitations- und Unfallversicherungsträger

sowie das Bundesministerium

für Arbeit und Soziales.

24 | Handwerk in Bremen 1/2011

men angeboten wird. Iris Sauerberg, die Integrationsberaterin

beim IFD, bohrte anfangs

häufig dicke Bretter. „Ich habe oft aufgeklärt,

was unter Schwerbehinderung zu verstehen ist

und Vorurteile aus dem Weg geräumt“, berichtet

sie. Auf ihre Auskünfte ist Verlass, denn Sauerberg

ist seit mehr als neun Jahre beim IFD

tätig.

Der Fragenkatalog der Arbeitgeber sei in der

Regel lang, berichtet Sauerberg. Wann

bekomme ich Fördergelder? Was ändert sich,

wenn ein Mitarbeiter einen Schwerbehindertenausweis

erhält? Was kann ich tun, wenn ein

Mitarbeiter hohe Fehlzeiten hat? Was beinhaltet

das betriebliche Eingliederungsmanagement,

auch ‚BEM‘ genannt? „Viele Firmeninhaber

scheuen es, sich an Behörden zu wenden“,

ist Sauerbergs Erfahrung, „sie nutzen gern

unabhängige Beratungsstellen. Dann stehe ich

als Infobörse zur Verfügung.“

Das Projekt ‚Integrationsberatung‘ ist mit

einer vollen Stelle ausgestattet und hat eine

Laufzeit von vier Jahren. Unterstützt wird das

Angebot von der Handwerkskammer in Bremen

sowie der Handelskammer und dem Verein

„Unternehmensverbände im Land Bremen“.

Finanziert wird es aus Mitteln der

Ausgleichsabgabe durch das Integrationsamt

Bremen.

Iris Sauerberg ist sicher, dass die kostenlose

Rundumberatung auch in Zukunft gefragt sein

wird. „Es spricht sich herum, dass wir Türöffner

sind“, resümiert sie. Bernhard Havermann,

Geschäftsführer der IFD gGmbH, sieht weitere

Potenziale: „In Zeiten des Fachkräftemangels

ist es sinnvoll, etwas Neues auszuprobieren“,

sagt er, „auch in unserem Interessentenpool

gibt es Fachkräfte – ihre Leistungsfähigkeit

sollten Betriebe nutzen. Und bei Fragen hilft

die Integrationsberatung.“

Iris Sauerberg berät vertraulich, individuell

und kostenfrei. Die Gespräche finden in

ihrem Büro in der Handwerkskammer oder

in den Unternehmen statt. Die Fachfrau ist

telefonisch unter (04 21) 27 75 02 01 oder

per E-Mail an sauerberg@ifd-bremen.de zu

erreichen.

„Teil unserer Gesellschaft“

„Menschen mit Behinderungen sind Teil

unserer Gesellschaft und wir müssen alles

tun, damit sie selbstverständlich in allen

Lebensbereichen gleichberechtigt dazugehören“.

Das sagte Bürgermeister Jens Böhrnsen

während einer Tagung der Universität Köln im

Bremer Mercedes-Benz Werk. Hier wurde das

Projekt „Automobil: Ausbildung ohne Barrieren“

vorgestellt, das den Berufseintritt

schwerbehinderter Jugendlicher verbessern

soll. Im Rahmen der Fachtagung wurde deutlich,

dass noch immer viele Jugendliche mit

Behinderungen große Probleme haben, einen

Ausbildungsvertrag auf dem allgemeinen

Ausbildungsmarkt zu bekommen.

In Deutschland gibt es über 7,1 Millionen

schwerbehinderte Menschen, was einem Be -

völkerungsanteil von knapp 9 Prozent entspricht.

Gut dreiviertel davon sind älter als 55

Jahre. Aufgabe einer funktionierenden Gesellschaft

ist es, Menschen mit einem Handicap

zu integrieren. Daher sollte es selbstverständlich

sein, dass berufs- und arbeitsfähige Menschen

mit dauerhaften, gravierenden Behinderungen

ihr Recht auf Arbeit und Aus bildung

wahrnehmen können. Wer mit Behinderten

zusammenarbeitet, weiß wie sehr sie sich en -

gagieren und wie gut sie sich in betriebliche

Arbeitsabläufe einfinden können.


EU VERLANGT MEHR ZAHLUNGSMORAL

Zahlungsfristen in Europa. Öffentliche Hand und Unternehmen gefordert.

Das Europäische Parlament hat jetzt einer

neuen Richtlinie zugestimmt, die kleine und

mittlere Unternehmen vor Liquiditätsengpässen

aufgrund eines schlechten Zahlungsverhaltens

schützen soll. Auf entsprechende Vorschriften

hat sich die Europäische Kommission zusammen

mit den EU-Mitgliedsstaaten Mitte September

geeinigt. Demnach sollen in ganz

Europa verbindliche und einheitliche Zahlungsfristen

vorgegeben werden. So sollen Unternehmen

und die öffentliche Hand Rechnungen

zukünftig innerhalb von 30 Tagen bezahlen. In

besonderen Fällen kann die Frist auf 60 Tage

heraufgesetzt werden. Private Unternehmen

sollen bei Geschäften untereinander über die

60-Tage-Frist hinausgehen können, vorausgesetzt,

kein Partner ist dadurch grob benachteiligt.

Diese Regelung zielt auf die mitunter sehr

langen Zahlungsfristen, die Unternehmen mit

Einkaufsmacht von ihren Lieferanten und

Dienstleistern verlangen.

„Als größte Auskunftei Deutschlands sieht

sich Creditreform dem Gläubigerschutz verpflichtet

und begrüßt die neue EU-Regelung.“,

so der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der

Vereine Creditreform, Volker Ulbricht. „Die wirtschaftliche

Existenz vieler Unternehmen des

kleinen Mittelstandes hängt von einem pünktlichen

Zahlungseingang ab. Allerdings sind die

Ausnahmeregelungen zu weich formuliert, und

die Erfahrung mit EU-Gesetzesvorhaben aus der

Vergangenheit hat gezeigt, wie viel Zeit verstreichen

kann, bis die neuen Zahlungsfristen in der

Praxis auch tatsächlich wirksam werden.“

So ist es beispielsweise gut anderthalb Jahre

her, dass die EU das Europäische Mahnverfahren

bei unstrittigen Forderungen und das europäi-

sche Verfahren für geringfügige Forderungen –

bei strittigen Forderungen bis zu einer Höhe von

2.000 Euro – auf den Weg gebracht hat. Beide

Verfahren legen für bestimmte Ansprüche europaweit

einheitliche gerichtliche Verfahren fest,

die als Alternative zu den nationalen Verfahren

in den Mitgliedstaaten zur Verfügung stehen.

Voraussetzung ist, dass es sich um einen Fall zwischen

zwei Parteien handelt, die in verschiedenen

Mitgliedsstaaten ansässig sind.

„Die neuen Instrumente sind aus unserer

Sicht in vielerlei Hinsicht wirksam“, so Volker

Ulbricht, „allerdings hängt der Erfolg jedes Verfahrens

von der Beweisbarkeit der Forderungen

ab“. „Erschwerend kommt hinzu, dass manche

Gerichte in einigen Ländern noch nie etwas von

den neuen Regelungen gehört haben.“

Ergebnisse aus der Creditreform Wirtschaftsund

Konjunkturforschung bestätigen, dass

Handlungsbedarf besteht, die Kunden des

Mittelstandes zu einem besseren Zahlungsverhalten

zu bewegen. Vor allem kleine und mittlere

Unternehmen geraten in finanzielle Schwierigkeiten,

weil Rechnungen zu spät bezahlt

werden. Zwar konnten immerhin knapp drei

Viertel der deutschen Unternehmen (73,0%) bei

Lieferungen und Leistungen an private und

gewerbliche Kunden den Geldeingang nach spätestens

30 Tagen verbuchen. Allerdings mussten

15,3 Prozent der Mittelständler bis zu zwei

Monate auf ihr Geld warten. Ist die öffentliche

Hand der Auftraggeber, dauert es in der Regel

länger, bis Rechnungen bezahlt werden. Zwei

Drittel der Unternehmen (66,2%) melden nach

spätestens 30 Tagen den Ausgleich der offenen

Forderung, aber bei jedem Vierten (24,3%) kann

es bis zu 60 Tage dauern.

Warten auf das Geld

Forderungslaufzeiten in Tagen

Im Vergleich mit anderen europäischen

Ländern fällt das Zahlungsverhalten in Deutschland

noch gut aus. So beträgt die durchschnittliche Forderungslaufzeit,

also die Dauer, bis Kunden ihre Rechnungen begleichen,

in Griechenland 128 und in Italien 97 Tage, während in

Finnland nur 26 Tage und in Deutschland 28 Tage bis zum

Geldeingang verstreichen. Die Daten zeigen: Eine Vereinheitlichung

der Zahlungsfristen in Europa ist dringend nötig.

(Daten: Creditreform)

SERVICE & BETRIEB

Service vom ZDH

Auf www.zdh.de können Betriebsinhaber

ermitteln, welche zusätzlichen Belastungen

auf sie zukommen könnten. Die neue Rubrik

bietet einen Stromsteuerrechner, ermittelt

die mögliche Belastung durch die Reform der

Rundfunkfinanzierung und berücksichtigt

den Anstieg des Beitragssatzes der Krankenkassen

und die Erhöhung des Beitragssatzes

zur Arbeitslosenversicherung.

Privatnutzung von Firmenwagen

Viele Selbstständige besitzen mehrere Fahrzeuge

in ihrem Betrieb. Stehen diese auch zur

Privatnutzung zur Verfügung, liegt darin ein

geldwerter Vorteil, der zum steuerpflichtigen

Arbeitslohn gehört. Der ZDH-Flyer „Die Privatnutzung

von Firmenwagen“ informiert, wann

die Finanzverwaltung eine Privatnutzung

annimmt, wie der geldwerte Vorteil aus der Privatnutzung

des Firmen-Kfz ermittelt wird und

erklärt einkommensteuerliche Regelungen.

Werbemittel aufgestockt

„Die Wirtschaftsmacht. Von Nebenan“ stockt

ihre Werbemittel kräftig auf. Die Imagekampagne

des deutschen Handwerks präsentiert

neue Giveaways und Geschenkideen, die unter

www.shop-handwerk.de verfügbar sind.

Pünktlich zum Winter etwa eine Windschutzscheibenabdeckung.

Denn Handwerker wissen:

„Wir haben's drauf“ und müssen nicht

kratzen. Auch die eine oder andere Präsentidee

für Weihnachten ist dabei. Der Meistergürtel,

neue Kampagnenshirts oder ein Skat-Blatt sind

nur einige Produkte, die mit prägnanten und

humorvollen Slogans auf das Handwerk aufmerksam

machen. Alle Werbemittel, Preise und

Lieferbedingungen im neuen Werbemittelkatalog

und im Shop.

E-Bilanz verschoben

Die Steuerabteilungsleiter von Bund und Ländern

haben sich darauf verständigt, die bereits

für 2011 gesetzlich verankerte erstmalige Pflicht

zur Abgabe einer elektronischen Steuerbilanz

um ein Jahr zu verschieben. Die betroffenen

Unternehmen und die Finanzverwaltung sollen

die Zeit dafür nutzen, die technischen und

organisatorischen Voraussetzungen für die

Übermittlung der Bilanzen und Gewinn- und

Verlustrechnungen zu optimieren.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 25


NAMEN & NOTIZEN

Glückwunsch zum Geburtstag

Am 4. Januar

LUTZ DETRING, Obermeister der Dachdecker-

Innung Bremen sowie Vorstandsmitglied

der Kreishandwerkerschaft Bremen

Am 12. Januar

ELLINORE PIEPENBROCK-FÜHRER, ehemalige

Landesinnungsmeisterin der Landesinnung

Bremen und Nord-West-Niedersachen

des Gebäudereiniger-Handwerks

Am 18. Januar

HORST BLOCK, Obermeister der Innung

Sanitär- und Heizungstechnik Bremerhaven-Wesermünde

Am 22. Januar

DIETER WINTRICH, ehemaliges Vorstandsmitglied

der Handwerkskammer Bremen

Am 23. Januar

PETER STRUCK, Obermeister der Innung für

Informationstechnik Bremen

Am 25. Januar

HANS-DIETER LAUTENBACH, Obermeister der

Glaser-Innung Bremen

Am 26. Januar

RALF NIEKERKE, Stellvertretender Obermeister

der Maler- und Lackierer-Innung Bremen

Handwerker Beratung

26 | Handwerk in Bremen 1/2011

6-mal 6-mal in Folge Folge „SEHR „SEHR GUT“

GUT“

Glückwunsch zum Jubiläum

125 Jahre

Am 1. Januar

FRIEDRICH BRUNS, Bremen, Konditorenhandwerk

100 Jahre

Am 1. Januar

JÜRGEN VOIGTS, Herrenschneidermeister,

Bremen, Damen- und Herrenschneiderhandwerk

50 Jahre

Am 1. Januar

KREUZTRÄGER KÄLTETECHNIK GMBH & CO. KG,

Bremen, Kälteanlagebauerhandwerk,

Elektrotechnikerhandwerk

25 Jahre

Am 1. Januar

HENNING SCHMIDT, Schornsteinfegermeister,

Bremen

Am 3. Januar

GÜNTER CORDES GMBH, Bremerhaven, Fleischerhandwerk

Ihr Handwerk ist ausgezeichnet.

Und Ihre Versicherung?

Seit 100 Jahren bietet die INTER

Versicherungsgruppe ausgezeichnete

Vorsorge für das Handwerk.

Von der Kranken- über die Unfallversicherung

bis zum modernen

Komplettpaket erhalten Sie von

uns bedarfsoptimierte Konzepte,

die von unabhängigen Fachleuten

bestens bewertet werden.

Wie einfach, zuverlässig und

preiswert es ist, Ihre Risikosicherung

in die Hände eines kompetenten,

fairen und leistungsfähigen

Partners zu legen, erklären

wir Ihnen gerne persönlich.

Am 2. Januar

KAI-EGON HANS JAKEL, Uhrenmachermeister,

Bremen

Am 7. Januar

ENEMARK-SANITÄR + KLEMPNEREI GMBH, Bremen

Klempnerhandwerk, Gas- und Wasserinstallateur-

sowie Heizungsbauerhandwerk

BEERDIGUNGS-INSTITUT BOHLKEN U. ENGELHARDT AM

RIENSBERG OHG, Bremen

Am 10. Januar

ARNO KIRSTEIN, Bremen, Holz- und Bautenschutz

Am 13. Januar

DIETER SÜSS, Bremerhaven, Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk

Am 14. Januar

AUTOHAUS SCHLIEBEN GMBH, Bremerhaven

INTER Versicherungsgruppe

Handwerker Beratung

Erzbergerstraße 9 – 15

68165 Mannheim

Service Center 0621 427-427

Telefax 0621 427- 944

info@inter.de

www.inter.de


38 SHK-Auszubildende des Sanitärbereichs

der SHK-Innung Bremen besuchten kürzlich

die Fachmesse ‚GET-Nord‘ für Elektro, Heizung,

Sanitär, Klima in Hambug. Vom Treffpunkt

Cinemaxx in Bremen (Foto oben) ging

es per Bus in die Hansestadt an der Elbe.

Organisiert wurde die Fahrt von der Innung

SHK Bremen. Begleiter waren (rechtes Bild,

v.l.): Sven Horstmann, Rainer Schnaars und

Reemt Wiards. Die Auszubildenden hatten für

Durch ein Versehen wurde auf der Seite 36

der Dezember-Ausgabe ein falsches Bild zum

Bericht aus dem HandWERK „Abschlusszertifikate

an Kfz-Service-Assistentinnen übergeben“

abgedruckt. HANDWERK IN BREMEN bittet

die Leser um Entschuldigung. Hier nun das

richtige Bild. Auf dem Foto v.l.n.r: Birgit Müller,

Petra Boemke, Johann Dirks (Projektkoordinator

HandWERK), Nils Petermann (Dozent

ITB), Andreas van de Pas (Dozent HandWERK),

Daniela Brettschneider, Janina Bielefeld und

Kathleen Pfeifer.

Die Service-Assistentinnen zeigen ihre Zertifikate,

die sie in dem berufsbegleitenden Lehrgang

im Kompetenzzentrum HandWERK

erworben haben. Vermittelt wurden grundlegende

Kompetenzen in den Bereichen Kfz-

Technik, Kommunikation und Recht.

Manfred Steinbrecher vollendete am 8. Dezember

das 70. Lebensjahr. Der Landesinnungsmeister

des Landesinnungsverbandes Niedersachsen

des Kraftfahrzeug-Techniker-Handwerks und

Vizepräsident des Landesverbandes des Kraftfahrzeuggewerbes

Niedersachsen-Bremen e.V.

zählt zu den engagiertesten Unternehmern im

Deutschen Kfz-Gewerbe. Sein ehrenamtliches

Engagement erstreckt sich darüber hinaus in

seiner Heimat Giesen und Hildesheim auf

Johanniter-Unfallhilfe und Verkehrswacht.

Für sein großes ehrenamtliches Engagement

wurde Steinbrecher 2009 mit dem Verdienstorden

der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Er ist darüber hinaus Obermeister der

Kfz-Innung Hildesheim und im Vorstand des

Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbes

(ZDK).

ihren Messebesuch einen Aufgabenzettel

dabei, der zuvor in der Berufsschule erarbeitet

wurde.

Nach einem ausführlichen Messerundgang

wurde die Rückfahrt angetreten. Und die dauerte

nochmals ganze vier Stunden, aber die

Azubis hatten sich gut gehalten .

Auszubildende und Gesellen bedankten sich

bei der Innung für den gelungenen Tag .

(Text und Fotos: Rainer Schnaars)

Zahl der Selbstständigen

auf Rekordhoch

NAMEN & NOTIZEN

Die Zahl der Selbstständigen erreichte in

Deutschland im Jahr 2009 mit 4,215 Millionen

den höchsten Stand seit 1991. Gegenüber dem

Jahr 2008 ist die Zahl der Selbstständigen

damit um 72.000 (+ 1,7 %) höher als im Vorjahr.

Die Selbstständigenquote (Anteil der

Selbstständigen an den Erwerbstätigen) stieg

2009 im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte

auf 10,9 Prozent an.

Dabei ist die Selbstständigenquote der Männer

mit 13,8 Prozent fast doppelt so hoch wie

die der Frauen mit 7,4 Prozent. Allerdings

legte die Gruppe der selbstständigen Frauen

im Zeitraum von 1991 bis 2009 mit 68,1 Prozent

deutlich stärker zu als die Gruppe ihrer

männlichen Pendants mit 28,7 Prozent.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 27


TIPPS & TERMINE

Angebote und Termine

Kompetenzzentrum HandWERK

Unternehmensführung

Betriebswirt/in (HWK), 4 Semester, 480 Stunden,

2 Abende/Woche: ab 7. Februar

Meistervorbereitung (berufsbegleitend)

Installateur und Heizungsbau: ab 11. Januar

Technische/r Fachwirt/in (HWK) - Teil III, Wirtschaftl.

und rechtl. Kenntnisse: ab 10. Januar

Ausbildung der Ausbilder, AEVO: ab 1. März

Meistervorbereitung (Vollzeit)

Gebäudereiniger: ab 27. Februar

Installateur und Heizungsbau: ab 4. April

Ausbildung der Ausbilder, AEVO: 2 Wochen,

auch als Bildungsurlaub möglich: ab 1. März

Neu: Meistervorbereitungslehrgänge in Vollzeit

ab 1. August in den Gewerken Elektrotechnik,

Maler- und Fahrzeuglackierer, Tischler

und Bäcker

Fachlehrgänge (berufsbegleitend)

Öl- und Gasfeuerungsmonteur, praktischer

Lehrgang, 40 Stunden: ab 11. Januar

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

im SHK - Handwerk, 56 Stunden: ab 24. Januar

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

BGV A3, 108 Stunden: ab 15. Februar

CNC - Grundstufe, 80 Stunden: ab 25. Januar

SPS - Grundstufe Siemens S7 zum SPS - Techniker,

60 Stunden: ab 1. Februar

Fachlehrgänge (Vollzeit)

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten, 3

Wochen: ab 7. Februar

SPS - Techniker, 4 Wochen: ab 14. Februar

Siemens LOGO, 1 Woche: ab 14. Februar

SK – Schweißtechnische Kurstätte des DVS

Internationale/r Schweißfachmann/-frau SFM/

EWS/IWS Teil 1 - 3, berufsbegl.: ab 7. Januar

Praktische Übungen in diversen Schweißverfahren,

6 Wochenenden (Freitag ab 14:00 Uhr

und Samstag): ab 29. Januar

Gewerkeübergreifende Bildungsangebote

Fachkraft Schimmelpilzsanierung (HWK), 64

Std, ca. 5 Wochenenden (Fr. + Sa.): ab 21. Januar

Akademie des Ehrenamtes

Rhetorik im Ehrenamt, Do. + Fr. 10. + 11. Februar

Informationen und Anmeldungen:

HandWERK gemeinnützige GmbH,

Das Kompetenzzentrum der

Handwerkskammer Bremen

Schongauer Str. 2, 28219 Bremen,

Telefon (0421) 222744 - 422 oder 421

E-Mail: info@handwerkbremen.de

Internet: www.handwerkbremen.de

28 | Handwerk in Bremen 1/2011

Angebote und Termine Akademie des

Handwerks an der Unterweser e.V.

Meisterausbildung

Teil I & II

Friseur-Handwerk: ab 28. Februar

Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer,

Zimmerer): ab 9. Februar

Kfz-Handwerk (Teil II): ab 14. Februar, Teil I auf

Anfrage

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk:

ab 22. Februar

Elektrotechniker-Handwerk: ab 15. März

Metallbauer-/Feinwerkmechaniker-Handwerk:

ab 12. September

Teil III

Technischer Fachwirt (HWK): ab 10. Januar

Teil IV

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

(Teilzeit): ab 22. August

Berufsbegleitende Fortbildungen

Technische/r Fachwirt/in (HWK): ab 10. Januar

Gebäudeenergieberater/in (HWK) (Teilzeit):

ab 28. Januar / ab 28. Oktober

Betriebswirt/in (HWK): ab 1. März

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

(Vollzeit): 2. - 14. Mai / 17. - 29. Oktober

Seminare (Januar/Februar)

Word für Einsteiger: ab 26. Januar, 4 Abende,

mittwochs, 18 - 21.15 Uhr

Baurecht: VOB/B: 1. + 8. Februar, 18 – 21.15 Uhr

English for Business: ab 8. Februar, 5 Abende,

dienstags, 18 - 21.15 Uhr

Technisches Zeichnen (Grundlagen): ab

8. Februar, 3 Abende, dienstags, 18 - 21.15 Uhr

Empfangssekretariat und Telefonzentrale (in

Koop. mit der IHK Brhv.): 11. Februar, 9 - 16 Uhr

Berufsorientierung für Um- und Wieder -

einsteigerInnen: ab 22. Februar, 5 Abende,

dienstags, 19.30 - 21 Uhr

Serienbriefe schnell und effektiv erstellen:

23. Februar + 2. März, 18 - 21.15 Uhr

Forderungs- und Vollstreckungsmanagement:

ab 24. Februar, 3 Abende, donnerstags,

18 - 21.15 Uhr

Geschäftskontakte über das Internet:

25. Februar, 9 - 16 Uhr

Buchführungs- und Aufzeichnungspflicht:

ab 28. Februar, 5 Abende, montags, 18 - 21.15 Uhr

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser

e.V., Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Tel.: 0471/185-249

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de

Plattform für Innovationsförderung

Brinno.net, das ist die Kurzform für das Bremer

Innovationsnetzwerk. „Mit Brinno.net haben wir

einen bundesweit einmalig kurzen Weg zur

Innovationsförderung geschaffen“, so Wirtschaftssenator

Martin Günthner anlässlich der

Vorstellung des neuen Netzwerks. Fünf Institutionen

haben sich zusammengetan, um für Kunden

ein bestmögliches Angebot zu schaffen: die

Bremer Aufbau-Bank, Handwerkskammer und

Handelskammer sowie das RKW und die WFB

Wirtschaftsförderung. Diese stellen eine

gemeinsame Plattform für die Neuausrichtung

der Innovationspolitik des Landes Bremen, um

ihre Angebote zu bündeln und Unternehmer

zukünftig noch intensiver zu betreuen. Unter der

Dachmarke brinno.net finden Unternehmer

erleichterten Zugang zu Fördermöglichkeiten,

um Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen

neu oder weiter zu entwickeln.

Die Initiative für das Netzwerk ging von der

Wirtschaftsförderung aus, die auch die Koordination

aller Netzwerkpartner übernimmt.

„Mehr Transparenz der vorhandenen Förderinstrumente

und im Bedarfsfall auch die Entwicklung

neuer Angebote ist unser erklärtes Ziel, um

besonders kleine und mittelständische Unternehmen

dabei zu unterstützen, innovative Ideen

umzusetzen“, erklärt Andreas Heyer, Vorsitzender

der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung

Bremen GmbH. Unabhängig davon,

an welche Institution sich ein Unternehmer

wendet, um sich nach Förderungen zu erkundigen,

alle Anliegen werden in regelmäßig stattfindenden

Abstimmungsrunden gemeinsam

analysiert und bewertet. Dies eröffnet Unternehmern

die Chance, dass alle vorhandenen Fördermöglichkeiten

in Betracht gezogen werden,

so dass nach einer individuellen Beratung die

passenden Angebote aus dem Portfolio aller

Partner ausgewählt werden können. Klarer Vorteil

für den Unternehmer: er hat über einen

Ansprechpartner Zugriff auf die Angebote von

fünf Institutionen.

Das Themenspektrum, dass sich im brinno.net

bündelt ist groß: Finanzierung, Darlehen für Forschung

und Entwicklung, Gründungs- oder

Nachfolgeberatung oder Investitionsförderung.

„Nach der Analyse und der Erstberatung erstellen

wir für jedes Unternehmen einen individuellen

Fahrplan, dessen Umsetzung wir kontinuierlich

begleiten“, erklärt Michael Busch,

Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

das Vorgehen.

Mehr unter www.brinno.net und in der kommenden

Ausgabe von HANDWERK IN BREMEN.


THEMEN & TITEL

„WIR DÜRFEN UNSER GASTRECHT NICHT MISSBRAUCHEN“

Bremerhavener Energieeffizienz-Kongress ruft zum Handeln auf.

Dr. Heiko Staroßom, Vorstand der Sparkasse

Bremen und Botschafter der gemeinnützigen

Klimaschutzagentur energiekonsens, brachte

es für die 90 Teilnehmer des Kongresses

„Energie – Zukunft – Unternehmen“ auf den

Punkt: Klimaverantwortung und unternehmerisches

Denken gehören zusammen. Mit

seinem Bild vom Menschen, der nur als Gast

auf der Erde ist und dieses Recht nicht missbrauchen

sollte, traf er den Tenor der Vorträge.

Dass Nachhaltigkeit und ökonomische Wertschöpfung

eng zu samm enhängen, verdeutlichte

zudem Bremerhavens Oberbürgermeister

Jörg Schulz in seinem Grußwort. Er sieht

für die gesamte Küstenregion – aber auch speziell

für Bremerhaven – die große Chance auf

Arbeitsplätze. Nach seiner Rechnung könnten

zu den 1.000 bereits im Bereich Windenergie

existierenden 700 in den kommenden Jahren

hinzukommen. Auch deshalb wolle man den

ehrgeizigen Weg zur Klimastadt fortsetzen.

Aufgrund des großen Vorjahreserfolgs wurde

die Veranstaltung im Conference Center im

Atlantic Hotel Sail City bereits zum zweiten

Mal von energiekonsens und der IHK Bremerhaven

ausgerichtet und soll sich dauerhaft

etablieren.

Die Stoßrichtung des diesjährigen Kongresses

lässt sich mit einer Formel umschreiben:

Der Mut von Unternehmen neue, nachhaltige

Wege zu gehen, ist bei den derzeitigen

globalen CO 2 -Emissionen der einzige Ausweg,

einen menschgemachten Klimawandel mit

dra matischen Folgen einzudämmen. Wie

dieses Denken in die Unternehmen transportiert

werden könnte, erklärte Prof. Dr. Dieter

Wegener von der Siemens AG anhand der Eco-

Care-Matrix. Sie ist ein Steuerungsinstrument

für Unternehmensprojekte und fragt nicht

nur nach einer verbesserten Produktivität,

sondern berücksichtigt gleichrangig CO 2 -Einsparziele.

Sein Appell an die anwesenden

Unternehmer: „Stellen Sie Ihre Ingenieure vor

wirkliche Aufgaben: Sie werden überrascht

sein, denn hinter jedem erreichten Klimaschutzziel

steht eine Innovation, die dem

Unternehmen gleichzeitig auch noch Kosten

spart.“ Wie der Sportbekleidungshersteller

Puma diesen Ansatz realisiert hat, wusste

Christian Conrad zu berichten. Der Geschäftsführer

der Bremer Unternehmensberatung

brands & values erläuterte, wie Puma durch

eine Produktionsinnovation großen Umweltnutzen

bei gleichzeitiger Kostenreduktion

erzielt hat. Das Geheimnis: Der Schuhkarton

wird durch einen Stoffbeutel ersetzt.

Dass auch die Politik eine aktive Rolle

spielen muss, machte Felix von der Planitz von

Pricewaterhouse Coopers mit der Studie

„Gegensteuern“ klar. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

hatte 650 Unternehmen

weltweit gefragt, welche Erwartungen und

Wünsche in Sachen Klimaschutz diese an die

Politik haben. Als ein Ergebnis lässt sich festhalten,

dass besonders große Unternehmen

Befürworter von internationalen Verein -

barungen sind und überwiegend mit einer

CO 2 -Abgabe rechnen.

Den zweiten Teil des Kongresses eröffnete

energiekonsens-Geschäftsführer Michael Pelzl

mit „plietschen!“ Beispielen aus dem Ge -

werbe. Kleine und mittlere Unternehmen, die

einen Energieberater mit einer Energie -

analyse beauftragen und im Anschluss erste

energieeffiziente Maßnahmen umsetzen,

handeln plietsch und haben sich die gleichnamige

Plakette verdient. Getreu dem Motto

„tue Gutes und rede darüber“ motivierte Pelzl

in seinem Vortrag Unternehmer, den Klimaschutz

und damit einhergehende Wettbewerbsvorteile

selbst in die Hand zu nehmen.

Als Beispiel führte er unter anderem den

Bremer Buch- und Medienversand Anares an,

der gänzlich klimaneutral arbeitet. Der Bezug

von Ökostrom ist Pelzl zufolge der erste sinnvolle

Schritt auf dem Weg dahin. Insgesamt

reduziert ein klimaneutrales Unternehmen

seine CO 2 -Emissionen auf ein Minimum. Der

unvermeidbare Rest wir kompensiert – beispielsweise

über Aufforstungsprojekte.

Mit der Gründung einer eigenen Energiegesellschaft

im Jahr 2005 verdeutlicht die

Bünting-Gruppe, dass der effiziente Umgang

mit Energie im eigenen Unternehmen einen

hohen Stellenwert hat. Robert Meyer, Geschäftsführer

der Bünting Energie GmbH,

betonte, sein Unternehmen reagiere mit dem

Effizienzkonzept auch auf veränderte Marktbedingungen,

die höheren Energieverbrauch

verursachen. Dazu gehören verlängerte Geschäftsöffnungszeiten

(8 bis 22 Uhr), die soziodemografische

Entwicklung (mehr Single-

Haushalte mit Tendenzen zu Frischeprodukten

und damit erhöhter Kühl-Bedarf) und die

Verwendung von Informationstechnologien

(elektronische Leergutannahme, EC-Crash,

digitale Werbung). Dem entgegnet die

Bünting Energie GmbH unter anderem mit der

sogenannten „Negawatt-Strategie“, also Ener -

gie sparen, sowie der gezielten und optimierten

Nutzung von Energie und dem verstärkte

Einsatz erneuerbarer Energien.

Weitere Best-Practice-Beispiele und Stu dien

der insgesamt neun Referenten boten den

Kongressteilnehmern einen Überblick, welche

Möglichkeiten Unternehmer haben, um den

Klimaschutz voranzutreiben und dabei selbst

Energie und Kosten zu sparen, Wettbewerbsvorteile

zu sichern und das eigene Image zu

verstärken. Weitere Informationen zur Klimaschutzagentur

energiekonsens und zum Kongress

„Energie – Zukunft – Unternehmen“

finden sich unter www.energiekonsens.de

und www.energieforum10.de.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 29


MARKTPLATZ

BETRIEBSBÖRSE DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen?

Sie möchten Ihr Unternehmen verkaufen? Oder

suchen Sie einen Partner, Gesellschafter mit Knowhow

und/oder Kapital? Hier können Sie fündig werden.

Nutzen Sie die Betriebsbörse für Ihr Angebot

oder Ihr Gesuch. Geben Sie Ihren Text für eine kostenlose

Veröffentlichung zusammen mit Ihrem

Namen, Ihrer Anschrift, Telefonnummer und gegebenenfalls

einem Ansprechpartner per Fax an die

Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer

Bremen, Stichwort: Betriebsbörse (Kontakt:

unten rechts). Die Offerten werden kostenlos und

ohne Gewähr veröffentlicht.

Bremen Angebote

1076 Langjähriges und erfolgreiches Gerüstbaugeschäft

in Norddeutschland (keine GmbH) sucht

aus Altersgründen Nachfolger oder Teilhaber.

Eigenkapital erforderlich.

1124 Tischler-Werkstattgemeinschaft in Bremen-Woltmershausen

sucht selbständigen Tischler

für eigenen Werkstattbereich (mit Maschinenbenutzung).

1140 300 qm Betriebsfläche als Handwerksbetrieb/Lager

+ Wohnhaus zu verkaufen (110qm

Dachbodenfläche ausbaufähig, Freiflächen vorhanden).

1171 Nachmieter für Friseurgeschäft in der Neustadt

ab sofort gesucht; komplette Einrichtung

(VB) + großer Kundenstamm vorhanden.

1172 Traditionelles Back- und Konditoreihandwerk

mit mehreren Verkaufsstandorten und Verkaufswagen.

Der Betrieb ist aus Altersgründen zu

guten Konditionen abzugeben.

1178 Friseursalon (ca. 80 qm) in Bremen-Mitte

komplett zu verkaufen oder günstige Miete für

Räumlichkeiten; Inventar ist auch einzeln zu

erwerben.

1180 Für Heizungs- und Sanitärbetrieb Nachfolger

gesucht in Bremen-Nord auf Pachtbasis; 124

qm Werkstatt + Lager.

1184 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

sucht Nachfolger zwecks Verkaufs: Gut

zugängliche Werkstatt-, Büro- und Lagerräume

30 | Handwerk in Bremen 1/2011

sowie Garagenplätze sind vorhanden und können

übernommen werden.

1193 Landwirtschaftlich ausgerichteter Metallbaubetrieb

im Weser-Elbedreick aus Altersgründen

zu verkaufen. Betriebshalle (600qm) auf

5.000 qm Grundstück; Halle unterteilt, 300 qm

Werkstatt und 300 qm für Verkaufsraum, Büro-

Lager- und Sozialräume; Werkstatt voll eingerichtet,

Fuhrpark.

1194 Wer übernimmt den Damensalon in meinem

Friseurgeschäft auf eigene Rechnung?

Stammkundschaft vorhanden.

1197 Tischlerei in Spanien (800 m vom Meer, an

der Costa Blanca) zu verkaufen, 300 qm inklusive

Büro, Lager und WC, Schwerpunkte sind individuelle

Möbel und Küchen.

1198 Friseureinrichtung auf VB zu verkaufen,

Arbeitstresen mit Spiegeln, 10 Friseurstühle mit

Fußstützen, 3 Stühle mit Waschbecken, sehr

modern, kaum gebraucht.

1199 Friseureinrichtung komplett zu verkaufen,

5 Arbeitsplätze, 1 Rück-, 1 Vorwärtswaschbecken, 3

Hauben, Klimazon. Einrichtung von Firma

Welunda, sehr gepflegt und in gutem Zustand.

1205 Alteingesessener, gut florierender Handwerksbetrieb

für Klempnerei, Sanitär und Heizung

zum 1.1.2011 zu verpachten oder zu verkaufen.

1206 Heizungs- u. Sanitärbetrieb sucht Nachfolger

zwecks Verkauf; großes Büro, Werkstatt, Lager;

gute Auftragslage.

1207 Halle an Handwerksbetrieb oder Handel zu

vermieten, (außer PKW oder Schlosserei) 135 qm incl.

Nebenraum, 80 qm Außenfläche in Bremen West.

1218 Ansprechender, moderner Salon in Bremen-Nord

bietet Stuhlmiete für selbst., erfahrenen

Friseur/Friseurin.

Bremen Gesuche

2045 Bestehende Fleischerei zu kaufen gesucht.

2051 Friseursalon (4 Plätze) von erfahrener Friseurmeisterin

zur Übernahme gesucht. HB Mitte,

Horn, Schwachhausen, Borgfeld, Oberneuland.

2053 Fotografenmeister sucht Fotostudio mit

Handel zur Übernahme.

2054 Meister Sanitär/Heizung sucht Betrieb bis

5 Mitarbeiter zum Kauf, möglichst Bremen Nord

oder Bremer Westen.

2056 Friseurmeisterin sucht bestehendes Friseurgeschäft

in Bremen und umzu zur Übernahme.

2057 Selbständiger Tischler sucht aktive Tischlerei

mit eigenem MA- und Kundenstamm in Bremen

oder Umland zwecks Übernahme oder Fusion.

Bremerhaven Angebote

3038 Tischlerei im Landkreis Cuxhaven aus

Altersgründen abzugeben.

3056 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

sucht aus Altersgründen einen Nachfolger.

Übernahme auf Kauf- oder Pachtbasis möglich.

Ein guter Auftragsbestand, ein solider

Kundenstamm und ein eingespieltes Team sind

vorhanden.

3065 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

mit umfangreichem Kundenstamm sucht

aus Altersgründen einen Nachfolger, Preis VB.

Ideal für Neubeginn: Maschinen + Werkzeuge

sind vorhanden.

3068 Traditionsreicher Elektroinstallateurbetrieb

aus Altersgründen abzugeben, (Übernahme

der Werkstatträume, ca. 220 qm, auch separat

möglich).

3069 Nachfolger für Tischlerei gesucht bzw. Firmengelände,

ca. 2000 qm, geeignet als Standort

für Handwerksbetriebe (Maler-, Mauer-, Dachdecker

oder Elektromeister).

3071 Augenoptiker-Geschäft aus Altersgründen

zum 1. Quartal 2011 abzugeben, guter Kundenstamm.

3072 Kleiner Orthopädie-Schuhtechnik-Betrieb,

seit über 60 Jahren am Markt, aus Altersgründen

in Bremerhaven abzugeben, großer Kundenstamm,

Bequemschuhhandel, med. Fußpflege.

3073 Gewerbl. Räume, 50qm, Erdgeschoss +

Hochparterre, bisher als Friseursalon genutzt, ab

sofort zu vermieten.

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. an die Abteilung Betriebsberatung

der Handwerkskammer Bremen, Außenstelle

Bremerhaven, Ansprechpartnerin: Anke Pötsch,

Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 97 24 9-0, Telefax (04 71) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen und weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet

unter www.nexxt-change.org im Internet.


NACHGEFRAGT:

OTTO KENTZLER

Otto Kentzler führt seit Dezember 2004 das

deutsche Handwerk als ZDH-Präsident an.

Jetzt wurde der 69-jährige Familienunternehmer

und langjährige Präsident der Handwerkskammer

Dortmund für weitere drei

Jahre wiedergewählt. Nach Abitur und der

Lehre zum Gas-Wasser-Installateur und

Klempner studierte Kentzler Maschinenbau

an der TU Hannover mit Abschluss als

Diplom-Ingenieur. HANDWERK IN BREMEN

befragte den ZDH-Präsidenten zur Zukunft

des Handwerks.

HANDWERK IN BREMEN: Herr Kentzler, zunächst

herzlichen Glückwunsch zur Wiederwahl.

Sehen Sie sich als Beweis, die Lebensarbeitszeit

über 67 Jahre hinaus zu verlängern?

OTTO KENTZLER: Das ist kein Beweis für längere

Lebensarbeitzeit. Es gibt genug Menschen die

zeigen, dass sie auch über 65 oder 67 Jahre

hinaus leistungsfähig sind und gerne arbeiten.

Das gilt auch für mich. Zwar führt mein

Sohn längst den Betrieb, ich bin aber immer

noch einen Tag in der Woche im Unternehmen

präsent und ansonsten als Präsident der

Handwerkskammer Dortmund und des ZDH

unterwegs. Die Wiederwahl sehe ich als Anerkennung

meiner Arbeit und ich freue mich

darauf, diese weiteren drei Jahre engagiert

fortsetzen zu können.

Das Handwerk hat sich in der Krise als ein stabiler

Faktor der Wirtschaft bewiesen. Wird das

für 2011 und darüber hinaus so bleiben?

Wir gehen sehr optimistisch in das neue Jahr.

Unsere Prognosen lassen uns auf einen deutlichen

Aufschwung hoffen. Ein Umsatzplus

von zwei Prozent ist für unsere Betriebe möglich.

Das Niveau von vor der Krise werden wir

aber noch nicht erreichen. Wir brauchen dazu

stetiges Wachstum, auch und gerade am

Binnenmarkt. Wir setzen uns deshalb für

gezielte Wachstumsanreize ein, etwa in der

energetischen Gebäudesanierung und für

eine schrittweise Fortsetzung struktureller

Reformen, in der Steuerpolitik, beim sogenannten

‚Mittelstandsbauch‘ und der kalten

Progression.

Was sind für Sie die drei wichtigsten Herausforderungen,

vor denen das Handwerk künftig

steht?

Die Themen Fachkräftesicherung, damit

zusammenhängend auch die Themen Inte-

ZDH-Präsident Otto Kentzler.

(Foto: ZDH/Stegner)

gration und die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Um unseren Fachkräftebedarf auch

in Zukunft zu decken, brauchen wir geeignete

Antworten auf die Folgen des demografischen

Wandels. Das heißt vor allem, wir müssen

die Attraktivität der Ausbildung im Handwerk

noch weiter steigern. Hier setzen wir

seit einem Jahr mit unserer Imagekampagne

an. Sie soll die Neugier junge Menschen

wecken und sie für eine Ausbildung und

Berufslaufbahn im Handwerk begeistern.

Fachkräftesicherung ist zudem nur möglich,

wenn uns die Integration von Migranten besser

gelingt. Die gesamte Handwerksorganisation

ist hier bereits sehr engagiert und wer

einen Blick auf die Zahlen wirft, erkennt auch,

dass das Handwerk eine Vorreiterposition

einnimmt. Heute hat bereits jeder fünfte

Beschäftigte im Handwerk einen Migrationshintergrund

– es sollten aber noch mehr werden.

Das Handwerk lebt von seinen Fachkräften,

sie sind eines der wichtigsten Kriterien

für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Ebenso

wichtig ist es aber auch, dass politisch die

richtigen Rahmenbedingungen für unsere

Betriebe gesetzt werden. Mehr noch als bisher

muss der Fokus der Politik auf den kleinen

und mittelständischen Betrieben liegen. Darauf

wird das Handwerk weiter pochen.

Welche Schwerpunkte setzen Sie für Ihre Arbeit

in den kommenden drei Jahren?

Meine Arbeit wird selbstverständlich sehr

stark von den skizzierten Herausforderungen

geprägt sein, sowie von aktuellen politischen

Fragestellungen. Darüber hinaus liegt es mir

am Herzen, in den kommenden drei Jahren

noch stärker zum Ausdruck zu bringen, dass

der ZDH als Spitzenorganisation des Handwerks

das Gesamtinteresse unseres Wirtschaftsbereiches

im Auge hat – Arbeitgeber

und Arbeitnehmer. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal

unter den Wirtschaftsverbänden

in Berlin. Darauf können wir stolz sein,

das wollen wir aber auch leben.

Handwerk-Kontakt

SCHLUSSPUNKT

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen: Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 222 80 620

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt, Telefon (04 71) 18 52 18

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

Impressum

HANDWERK IN BREMEN

Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG

Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen

Telefon (04 21) 48 57 8-0

Telefax (04 21) 48 57 848

Internet: www.schintz-druck.de

Herausgeber:

Handwerkskammer Bremen (s.o.)

Anzeigen: Schintz Druck

Telefon (04 21) 48 57 822

Telefax (04 21) 48 57 848

anzeigen@handwerk-in-bremen.de

Redaktion: Rainer Haase (V.i.S.d.P.)

Telefon (01 71) 64 25 483

redaktion@handwerk-in-bremen.de

HANDWERK IN BREMEN ist das

offizielle Mitteilungsmagazin der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Alle redaktionellen Beiträge sind sorgfältig

recherchiert oder stammen aus

zuverlässigen Quellen. Jegliche Haftung

ist ausgeschlossen. Für unverlangt

eingesandte Beiträge und Fotos

wird keine Haftung übernommen.

Handwerk in Bremen 1/2011 | 31


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Volker

Engelhardt

Verkaufsleiter Nutzfahrzeuge

Telefon (0421) 4 58 08-143

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Telefax (0421) 4 58 08-205

frank.sommer@woltmann-gruppe.de

Abbildung zeigt Wunschausstattung gegen Mehrpreis. Zzgl. € 890,- Frachtkosten inkl. MwSt. Kraftstoffverbrauch (in l/100 km nach 80/1268/EWG): 7,4 (kombiniert), 9,1 (innerorts),

6,4 (außerorts), Co2-Emission: 195 g/km (kombiniert).

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