Aufruf zum 4. DFG Jugend-Seminar vom 18. bis 20. März 2011

dfg.bayern.de

Aufruf zum 4. DFG Jugend-Seminar vom 18. bis 20. März 2011

Not¡zEN

D F G B a y e r n • A u s g a b e 1 / 2 0 1 1


INHALT

dfg-notizen 1/2011

Titelbild

Lynx lynx, der Luchs

(Ilves) durchstreift die

finnischen Wälder

Foto: Visit Finland Image Bank

Sofi Oksanen, der finnische Literatur-

Shootingstar stellte in München

ihren Roman „Fegefeuer“ vor 10

Die DFG Würzburg hatte die

Gelegenheit zu einer

„literarischen Wodkaprobe“. Kippis! 16

Die DMM-Organisatoren durften zur

Belohnung im Hochseilgarten

Betzenstein klettern 34

DFG-Bayern

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Neue Mitglieder in der DFG Bayern . . . . . . . . . . . 5

Veranstaltungsübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

Finnisch-Deutsches

DFG-Partner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

4. DFG Jugend-Seminar 18. bis 20. März . . . . . . . 7

Zwei Reisen „Finnland extrem“ . . . . . . . . . . . . . . . 8

Romanvorstellung in München:

Einmal Fegefeuer und zurück . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Namen sind Schall und Rauch . . . . . . . . . . . . . . . 13

Literarische Wodkaprobe in Würzburg . . . . . . . 16

Jahresausflug mit Käseseminar . . . . . . . . . . . . . . 19

Aus den Bezirksvereinen

Veranstaltungsübersicht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

München . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Würzburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

Hof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Schweinfurt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Ingolstadt?? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Nürnberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Finnische Seiten

Kolumne: Onpa ahdistavaa! . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

3


4

Liebe Mitglieder,

hyvät ystävät,

die Wärme der Frühlingssonne könnte

sich nicht besser anfühlen als für

eine Finnin, die bereits Anfang März

einen stark frühlingshaften Sonnenschein

auf der Terrasse genießt und

denkt „in Finnland muss man noch

mindestens vier Wochen drauf warten“.

Also 1:0 für Deutschland. Der

Ausgleich kommt dann im Sommer,

wenn ich Anfang Juli spät abends irgendwo

in Finnland – am liebsten am

See – sitze und denke „in Deutschland

wäre es schon seit mindestens

einer Stunde stockfinster“. Bis Mitte

August steht es somit klar 1:1. Danach

sinken mehr oder weniger langsam,

aber sicher die Nachttemperaturen

in Finnland. Irgendwann kommt

der Herbstabend in meinem Wahlheimat

Deutschland, wenn ich schön

nach der Dämmerung in gemütlicher

Abendwärme noch auf der Terrasse

sitze. Dabei denke ich „in Finnland

wäre man schon längst erfroren,

wenn man noch draußen sitzen würde“.

2:1 für Deutschland.

Wobei: Nach dem finnischen Jahrhundertsommer

im letzten Jahr

während im August der Regen in

Deutschland gar nicht aufhören wollte,

hat Finnland einen deutlichen

Punktevorsprung in der Gesamtbe-

wertung. Es bleibt also spannend bei

meinem persönlichen, deutsch-finnischem

Länderspiel.

Spannend wird es auch in der DFG.

Anfang Juni sammeln sich die DFG-

Aktive auf die Bundeshauptversammlung

in Wuppertal. Es ist das

große bundesweite Zusammenkommen

der DFG’ler, das alle drei Jahre

stattfindet. Auf dem Programm steht

Berichterstattung der Aktivitäten der

vergangenen drei Jahre, Wahl des

neuen Vorstands für die kommenden

drei Jahre und sicher viele interessante

Diskussionen. Und was mindestens

genauso interessant ist, auch

wenn es nicht auf der Tagesordnung

steht, ist die Gelegenheit, andere

DFG-Aktive aus allen Teilen des Landes

zu treffen, Gedanken und Erfahrungen

zu tauschen und neue Bekanntschaften

zu schließen. Aber

darüber in der übernächsten Ausgabe

mehr.

Ich wünsche allen eine schöne

Frühlingszeit!

Ihre/Eure,

Mari Koskela

tervetuloa seuraan!

Wir begrüßen neue Mitglieder in der DFG Bayern

Bezirksverein Allgäu

Stefan Klaube

Bezirksverein Augsburg

Ulrike Laux

Niko Szodruch

Bezirksverein Nürnberg

Carmen Meyer

Lars-Moritz Zühlke

Sieglinde Schönfelder

Anna-Leena Rohmann

Bezirksverein München

Jarno Laitinen

Volker Endres

Stefan Schrader

Ulrike und Fritz Meyer

Bezirksverein Schweinfurt

Anette Rauch-Hofstetter und

Andreas Hofstetter

Dr. Katharina Stößel

Regina und Thomas Müller

Horst Kaiser

Gastfamilien für finnische Schüler gesucht

Die DFG Bayern e.V. sucht auch dieses Jahr wieder Gastfamilien für finnische Schüler. Die

Schüler sind ca. 16-18 Jahre alt, kommen aus allen Teilen Finnlands und lernen zum Teil schon

seit mehreren Jahren Deutsch als Fremdsprache. Sie sind während des Aufenthalts in

Deutschland verpflichtet, ein Gymnasium zu besuchen.

Im Vordergrund des Gastaufenthalts steht für die finnischen Schüler die Erweiterung der

Deutschkenntnisse, aber sie wollen auch Land und Leute kennenlernen. Insbesondere Gastfamilien

mit gleichaltrigen Kindern und Jugendlichen sind angesprochen.

Weitere Informationen bei

Katri Koppold, Referentin für Schüleraustausch der DFG Bayern

Thomas-Mann-Straße 9 • 85276 Pfaffenhofen

Tel. 08441-76508 • katri.koppold@t-online.de

Abgabetermine für Notizen-Beiträge (Redaktionsschluss)

1. Ausgabe – Redaktionsschluss 15.01. (erscheint bis Mitte März)

2. Ausgabe – Redaktionsschluss 15.04. (erschein bis Mitte Juni)

3. Ausgabe – Redaktionsschluss 15.08. (erscheint bis Ende Sept.)

4.Ausgabe – Redaktionsschluss 15.10. (erscheint bis Mitte Dez.)

5


Interessante Angebote von Partnern der DFG

6

Vollmer Druckagentur

Weißenburg

www.vollmer-druckagentur.de

10 % auf alle Kalender und sonstigen

Drucksachen, die im Online-Katalog

unter www.vollmer-druckagentur.de

aufgeführt sind

Lappland Adventures

Wasserburg

www.lappland-adventures.de

Kostenlose Lieferung deutschlandweit.

5% Sonderrabatt auf die „Lappland

Expedition 2011

Wildlife

Naturerlebnisreisen

Höchberg

www.wildlife-reisen

Preisnachlass von 10% auf gebuchte

Touren aus dem Wildlife-Programm

(von Wildlife veranstaltete Reisen)

Unter www.deutsch-finnische-gesellschaft.de/

uploads/PartnerNEU.pdf stellen wir die DFG-Partnerfirmen

vor, die Ihnen als DFG-Mitgliedern gegen Vorlage

des Mitgliedsausweises Vorteile oder Rabatte

beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen

einräumen. Aus dem Bereich der DFG Bayern nehmen

folgende Firmen am DFG-Partnerprogramm teil:

finnLiving

München

www.finnliving.com

5 % Rabatt auf den gesamten Einkauf,

auch auf Lebensmittel.

Nordlandfashion

Eggolsheim

www.nordlandfashion.de

10% Rabatt auf Outdoorbekleidung

KIOSKI Online-Shop

Fürth

www.kioski.de

10 % Rabatt auf alle finnischen Artikel

im Sortiment

Finnfarben Engelhardt

Trogen

www.finnfarben-engelhardt.de

Sonderpreis exklusiv (entspricht

Großabnehmerpreis)

Aufruf zum 4. DFG Jugend-Seminar

vom 18. bis 20. März 2011

Liebe DFG-Aktive, liebe DFG-Jugend, auch dieses Jahr lädt die Deutsch-Finnische Gesellschaft

e.V. ihre jungen Mitglieder (evt. mit Freund oder Freundin) wieder zu einem gemeinsamen

Erlebnis-Wochenende ein. In 2011 bleiben wir im Süden der Republik, sind diesmal aber im

schönen Mittelfranken.

Programm

Wir treffen uns am Freitag, 18. März

2011 ab 18 Uhr im Otto-Felix-Kanitz-

Haus, Adolf-Braun-Str. 42, Nürnberg

(Tel. 0911-312441). Die Abreise ist für

den Sonntagmittag gegen 12.00 Uhr

vorgesehen. Die Kosten liegen auch

dieses Jahr wieder bei 40 Euro für 2x

Übernachtung inkl. Verpflegung. Wir

Der Freitagabend ist dazu vorgesehen, sich kennen zu lernen.

Am Samstag und Sonntagfrüh wollen wir uns dann

intensiver mit dem Programm unserer Deutsch-Finn -

ischen Gesellschaft auseinandersetzen. Wo geht es hin?

Was können wir als Jugendliche und junge Erwachsene

zur erfolgreichen Vereinsarbeit beisteuern? Welche Erwartungen

haben wir an unseren Verein? Des Weiteren gibt

es einen Bericht über die DFG-Jugendfreizeit 2010 auf der

Insel Päiviö im Saimaa (Finnland) und von Richard eine

kleine Powerpoint-Präsentation von der DFG-Leserreise

nach Lappland im Januar 2011.

Selbstverständlich soll aber auch Spiel, Spaß und Unterhaltung

nicht zu kurz kommen. Tischtennis, Flipper, Kicker

und div. finnische Spiele, wie z.B. Mölkky können gespielt

werden. Weitere Vorschläge für das Wochenendprogramm

sind bereits im Vorfeld gerne willkommen!

Bitte meldet Euch schnellstmöglich bei unserem DFG-Jugendreferenten

Thorben an, damit er planen kann oder

leitet dieses Schreiben einfach an Eure Bekannte und

Freunde / Freundinnen weiter.

gehen von einer Belegung mit mindestens

15 Teilnehmern aus. Wenn

mehr als 10 von Euch kommen, kann

es erheblich billiger werden. Weitere

Infos nach der Anmeldung. Fragt bitte

bei Euren Landesvereinen/Bezirksgruppen

an, ob sie Euch finanziell unterstützen

wollen!

thorben.soehl@dfg-portal.de

Anreise

mit der Bahn

• Hauptbahnhof Nbg

• U-Bahn Linie 1 Richtung Fürth bis

Haltestelle Muggenhof

• Adolf Braun-Straße folgen.

mit dem PKW aus Richtung Norden:

A3 Würzburg – Nürnberg

Autobahnkreuz Nürnberg/Erlangen

ab auf A73 Richtung Nürnberg bis

Ausfahrt Nbg/Fürth/Doos,

dann Richtung Nürnberg, nach

500m links in Adolf-Braun-Straße

aus Richtung Süden:

Autobahnkreuz Nürnberg Süd ab

auf Frankenschnellweg (A73) bis

Ausfahrt Nbg/Fürth/Doos,

dann Richtung Nürnberg, nach

500m links in Adolf-Braun-Straße

7


Zwei Reisen „Finnland extrem“

8

Mit der DFG kann man dieses Jahr entweder die Mittsommerfeier im

Schärengarten zwischen Finnland und Åland erleben oder an der Jugend-

freizeit im Saimaa-Seengebiet teilnehmen.

Möchten Sie einmal das typisch

finnische Mittsommerfest „Juhannus“

erleben? Im kommenden

Sommer gibt es die einmalige

Gelegenheit dazu. Im Mittelpunkt

der Reise steht die frühere Hauptstadt

Finnlands, das an der Südwestküste

des Landes gelegene Turku. Sie

ist, wie auch die estnische Hauptstadt

Tallinn, europäische Kulturhauptstadt

des Jahres 2011. Aus diesem

Anlass haben die Verantwortlichen

der DFG zusammen mit einem

Finnland-Reisebüro ein einmaliges

Programm zusammengestellt, das die

Reiseteilnehmer im Zeitraum vom

18. bis 25. Juni 2011 zunächst von

Frankfurt aus nach Stockholm führen

wird. Am Abend geht es dann mit einer

der stattlichen Ostseefähren

durch die Schären vor Stockholm auf

die Åland-Inseln, die man am darauf

folgenden Morgen erreicht. Auf einer

ausgiebigen Rundfahrt

Info

wird man mit den Sehenswürdigkeiten

der

Ausführliche Informationen

zu Finnland gehörigen

zu Reise und Jugendfreizeit

schwedischsprachigen

über

Inselgruppe vertraut

richard.haenle@dfg-ev.de

gemacht. Nach einer

Tel. 07971-8775

Übernachtung in

Ålands Hauptstadt

Mariehamn führt die Reise mit dem

Schiff weiter nach Turku und

anschlie ßend mit dem Bus in das romantische

Hafenstädtchen Naantali,

wo im Spa-Hotel übernachtet wird.

Tags darauf steht zunächst die Küstenstadt

Rauma auf dem Programm,

die zum Weltkulturerbe gehört, am

Nachmittag geht es weiter in Finnlands

ehemalige Hochburg der Industrialisierung,

nach Tampere. Das weitere

Programm sieht noch einen Besuch

in einer der finnischen Glasbläsereien

von Weltruf vor, bevor man

den Hauptschauplatz der Reise, Turku,

ansteuert. In der ehemaligen

Hauptstadt Finnlands wartet dann

ein umfangreiches Kulturangebot auf

die Reisenden. Der Höhepunkt wird

am Freitag, dem offiziellen Mittsommertag,

der traditionelle Saunabesuch

sein, gefolgt von einer erlebnisreichen

Dampferfahrt durch den

Schärengarten vor Turku, die dank

vieler Mittsommerfeuer wohl ein unvergesslichen

Erlebnis werden dürfte.

Jugendfreizeit im Saimmaa-Gebiet

Wie auch im vergangenen Sommer,

so wird die DFG Anfang August 2011

wieder ein Jugend-Camp auf einer

Insel am Rande des Groß-Saimaas in

der Nähe Lappeenranta in Südost-

Finnland durchführen. Angesprochen

fühlen dürfen sich etwa 13-17-jährige

Jugendliche, die Natur pur mit

viel Spiel und Spaß erleben möchten.

Die Freizeit wird von in der Erlebnisund

Abenteuerpädagogik erfahrenen

Pädagogen begleitet.

VERANSTALTUNGEN IN DEN BEZIRKSVEREINEN

AUGSBURG

08.04.11 Monatstreffen

19:00 Uhr Restaurant Palladio

Pearl-S. Buckstrasse 14, Augsburg

01.05.11 Vappu-Wanderung im Anhauser Tal

10.00 Uhr; mit Einkehr im Gasthof

Traube, Molkereiweg 3, Anhausen

17.06.11 Juhannus – Johannisfeuer in Welden

19.00 Uhr; Anfahrt aus Adelsried b. Augsburg

in Welden nach der Tankstelle rechts

in die Talstraße und weiter zur Theklakirche.

Der Festplatz liegt bei der Kirche

Ausweichtermin 24.06.2011

HOF

17.03.11 DFG Stammtisch im Hotel Quality

Ernst-Reuter-Str. 137 um 19.30 Uhr

21.04.11 DFG Stammtisch im Hotel Quality

Ernst-Reuter-Str. 137 um 19.30 Uhr

19.05.11 DFG Stammtisch im Hotel Quality

Ernst-Reuter-Str. 137 um 19.30 Uhr

26.06.11 DFG beim Umwelttag

im Bürgerpark Theresienstein

INGOLSTADT/EICHSTÄTT

26.03.11 Konzert D-FIN Cello-Duo Wallraf

20:00 Uhr Rathaussaal in Geisenfeld

Duo mit Laura Wiek und Panu Luosto

Einlass 19:00 Uhr,

Eintritt: 11€ / ermäßigt 5€; Vorverkauf

Tickethotline im Rathaus Geisenfeld

(Tel. 08452-9835, www.geisenfeld.de)

22.05.11 Frühjahrsausflug nach Ingolstadt

Besuch in Medizinischhistorische Museum

und in den Heilpflanzengarten. Treffpunkt:

um 13:30 Uhr vor dem Museum

(Anatomiestr. 18-20, 85049 Ingolstadt).

Anmeldungen bitte bis 22.04. an Katri

Koppold (Tel. 08441-76508)

D F G B AY E R N

MÜNCHEN

03.04.11 Pesäpallo-Training

13:00 Uhr Bezirkssportanlage Agilolfingerstrasse

6, Giesing. Handschuhe und

Schläger sind reichlich vorhanden. Infos

bei Taina und Arto, Tel. 08095-8988 oder

taina.levanoja@onlinehome.de

01.05.11 Vappu-Wanderung

zusammen mit der Finn. Gemeinde; Uhrzeit,

Ort und nähere Infos unter

www.dfg-muenchen.de / www.rengas.de

25.05.11 Konzert mit dem Paulina Lerche Trio

19:00 Uhr Lebensraum Kunst; Dorfstr. 4,

Hohenbrunn. Eintritt 12€, DFG-Mitglieder

10€. Wegen Änderungen bitte auf der

DFG-Webseite nachschauen.

NÜRNBERG

01.05.11 Vappu-Grillen und FIN-Disco

Info unter www.dfg-nuernberg.de

03.05.11 Konzert Polka Chicks

20:00 Uhr im Kulturforum Fürth;

Würzburger Straße 2

17.06.11 DFG auf dem Erlanger Berg

im Tucher Keller; ab 17 Uhr; bitte pünktlich

kommen, sonst keine Platzgarantie

18. bis 19.6.11 Deutsche Mölkky Meisterschaft 2011

auf dem Sportplatz FSV Bruck in Erlangen;

Bitte alle Mitspielen und Mitfiebern!

25.06.11 Juhannus – Johannisfeuer

Näheres in Kürze unter

www.dfg-nuernberg.de

SCHWEINFURT / MAIN-RHÖN

01.05.11 Kinder-Gummistiefelweitwurf

beim Gochsheimer Museumsfest

31.07.11 Musical gala

Freilichtbühne Sömmersdorf

mit Eberhard Fasel und Ursula Friedrich

Weitere Information bekommen Sie auf den Internetseiten der Bezirksvereine oder bei den jeweiligen Vorsitzenden

9


B E Z I R K S V E R E I N M Ü N C H E N

Einmal Fegefeuer und zurück

Sofi Oksanen, die

Autorin von

„Fegefeuer“

10

Vom 13. bis zum 16. September 2010 bereiste Sofi Oksanen, der finnische

Shootingstar der internationalen Literaturszene, Deutschland. Sie be-

suchte Köln, München, Hamburg und Berlin und stellte dem deutschen

Publikum ihren Roman Puhdistus vor, der von Angela Plöger meisterhaft

übersetzt nun als „Fegefeuer“ auch in deutscher Sprache vorliegt.

Puhdistus (Fegefeuer) ist der dritte

Roman Sofi Oksanens, der sie fast

über Nacht über die Grenzen

Finnlands hinaus berühmt machte,

ihr neben dem Finlandia-Literaturpreis

2008 auch internationale Auszeichnungen

eintrug und der bereits

in 28 Sprachen übersetzt wurde.

Die Romanhandlung ist in Estland

angesiedelt und greift von 1992 ausgehend

die jüngere estnische Geschichte

ab 1936 auf, die anhand

zweier Frauenfiguren erzählt wird

und das Schicksal der Frauen einer

Familie über drei Generationen umfasst.

Im Jahr 1992 findet die alte Aliide

Tru auf ihrem Bauernhof im ländlichen

Westen Estlands ein erschöpftes

und verängstigtes menschliches Bündel,

das sich als eine junge Frau, Zara,

entpuppt. Zwischen den verschiedenen

Zeitebenen – 1936-1944, Ende

1940er Jahre, 1950er sowie

1980er und 1990er Jahre – wechselnd,

erstreckt sich die Handlung

von West-Estland nach Wladiwostock

und Berlin. Sie enthüllt, wie die Leben

und Schicksale beider Frauen

miteinander verknüpft sind, sowie

mit den Gewalterfahrungen und der

Angst, die diese Figuren in verschiedenen

Systemen erleiden mussten

und die beide für immer gezeichnet

haben.

Lesung in München

mit Anna Thalbach

Ungefähr 150 Zuhörer waren am 14.

September 2010 in die Bibliothek

des Münchener Literaturhauses gekommen,

als Sofi Oksanen über

Aspekte der Entstehungsgeschichte

des Romans und ihre Arbeit berichtete.

Die Schauspielerin Anna Thalbach

trug Auszüge aus der deutschen

Übersetzung vor und gab auf diese

Weise einen Ausblick auf sowohl die

glücklichen Tage im Leben der Frauen

als auch auf das Ausmaß der Gewalt

und des Grauens, das ihnen widerfährt.

Ursprünglich war Puhdistus / Fegefeuer

für das Theater angelegt und

erschien zunächst 2007 als Bühnenfassung.

Der Roman entstand erst, so

berichtete Sofi Oksanen, als sie auch

Ingel, Aliides Schwester, die nicht zu

den ursprünglichen Figuren des

Stückes gehörte, eine Stimme geben

wollte und deshalb einen Monolog

für sie verfasste. Die Arbeit an diesem

Monolog entpuppte sich schließlich

als der Grundstein des Romans,

der sie schlagartig bekannt machte.

Selbst in KGB-Akten

wurde recherchiert

Im Rahmen ihrer Recherchen für

Puhdistus / Fegefeuer studierte Oksanen,

deren Familie mütterlicherseits

aus Estland stammt, unter anderem

KGB-Akten, Untersuchungen

über die Geschichte Estlands und

estnische Frauenzeitschriften aus präsowjetischer

Zeit. Besonders überrascht

habe sie, sagte Sofi Oksanen,

die in ihrer Kindheit nur das unter

sowjetischer Herrschaft stehende Estland

kannte, wie sehr die Frauenzeitschriften

vor dieser Zeit den Frauenzeitschriften

in den westlichen Ländern,

im restlichen Europa, glichen.

Im Gespräch machte Sofi Oksanen

keinen Hehl daraus, dass die Frauen

die Hauptfiguren ihres Romans sind

und beantwortete die Frage nach den

eher flach gezeichnet Männerfiguren

selbstbewusst mit der Feststellung,

dass dies eben keine Hauptfiguren

seien. Unter den weiblichen Figuren

stellte besonders die alte Aliide Tru

eine Herausforderung für Oksanen

dar, denn es galt einen glaubhaften

Weg, eine glaubwürdige Sprache zu

finden, in der diese Figur das Unsagbare,

die ihr widerfahrene sexuelle

Gewalt, ausdrücken kann. Dies wird

neben der Traumatisierung durch die

Ereignisse dadurch erschwert, dass

die von Aliide repräsentierte Generation

über keine Sprache verfügt, um

über Sexualität zu sprechen. Hierin

besteht ein wichtiger Unterschied zur

Figur Zaras: Als Repräsentantin der

jungen Generation verfüge Zara über

eine Sprache, um sowohl Sexualität

als auch Gewalt zu verbalisieren, hob

Oksanen hervor.

Das Kapitel der jüngsten estnischen

Geschichte, das in ihrem Roman thematisiert

wird, sei in Finnland weitgehend

unbekannt, erzählte Sofi Oksanen

und sah darin einen der Gründe

dafür, dass ihr Roman in Finnland

so großes Interesse geweckt hat und

weckt. In Estland hingegen, so meint

sie, seien die Ereignisse, die sie im

Roman aufgreift und die besonders

die sowjetische Diktatur betreffen,

allen bekannt und daher keine Neuigkeit.

Die Überzeugung, mit der eine

Wendung wie „das wissen in Estland

alle” im Kontext einer Thematik

gebraucht wird, die als nationales

Trauma und somit als mit Verdrängung

und Tabuisierung behaftet betrachtet

werden, weckt leise Zweifel

daran, wie realistisch diese Einschätzung

wohl sein mag. Dennoch mag

dies nicht daran zu rütteln, dass dieser

Abend sehr beeindruckend, informativ

und äußerst gelungen war.

Weitere Informationen gibt es unter

www.sofioksanen.com. Katri Wessel

B E Z I R K S V E R E I N M Ü N C H E N

Fegefeuer

von Sofi Oksanen

erschienen bei

Kiepenheuer

& Witsch

11


B E Z I R K S V E R E I N M Ü N C H E N

Feier zum finnischen Nationalfeiertag

Seit 1917 ist Finnland unabhängig und am 6.12. wird dies als

12

Nationalfeiertag gefeiert. 2010 zum ersten Mal auch in München.

Da der 6. Dezember in Deutschland

der Nikolaustag ist, passt

das gut zusammen. Da feiern

Große und Kleine, Junge und Alte,

Deutsche und Finnen nebeneinander

und integriert. Wir hatten eine wunderschöne

Lokalität, die Seidlvilla,

im Herzen Schwabings für unser Fest

bekommen können.

Das Fest wurde zusammen mit der

Deutsch-Finnischen Handelsgilde

München organisiert und die zahlreichen

Gäste waren nicht nur Mitglieder

der beiden Organisationen. Nach

99 Anmeldungen mussten wir sogar

weitere Gäste ablehnen, mehr durften

aus Sicherheitsgründen nicht herein.

Hans Ekman, der Vorsitzende der

Handelsgilde sprach die Begrüßungsworte

und Miika Rosendahl, unser

Finnischer Pfarrer in Süddeutschland

folgte unserer Einladung und Bitte,

eine Festrede zu halten. Einen besonderen

Gast hatten wir ebenfalls dabei:

Dr. Walter Schneller, der an der

Seite der Finnen im Krieg kämpfte.

Es ist schon zu einer Tradition geworden,

dass die DFG auf ihrer Weihnachtskonzerttournee

Kantele-Musik

präsentiert. Und ein Konzert haben

wir auch nach München geholt. Der

Klang des stimmungsvollen, zither -

ähnlichen finnischen Nationalinstruments

passt besonders gut zur Weihnachtszeit

und zu „finnischen Anlässen“

und erfreut sich in Deutschland

wachsender Beliebtheit. Die Kantelespielerinnen

Maija Kauhanen und

Essi Olkanen haben neben Weihnachtlichem

auch eigene Kompositionen,

traditionelle finnische Folkmelodien

und Solostücke aufgeführt.

Das Publikum war nicht zurückzuhalten

und hat zusammen mit Essi

und Maija Jouluyö, Juhlayö / Stille

Nacht, heilige Nacht und Maa on niin

kaunis gesungen. Die Finnen spinnen?

Nein, sie singen, und sogar gut!

Und auch die finnische Esskultur

wurde nicht vergessen: Nach der

Prosecco-Begrüßung „in blau“ (mit

finnischem Heidelbeerlikör) wurden

später finnische lukullischen Lecke -

reien wie Lachssuppe und finnische

Häppchen angeboten. Mittels Livestreaming

konnten wir auch richtige

finnische Stimmung nach München

holen und Linnantanssit (dt. Schlosstanz)

aus dem Präsidentenschloss

Helsinki live auf die Leinwand übertragen.

Unsere Hymne Maamme-

Laulu fehlte nicht dabei und alle sangen

mit.

Ich durfte den Abend als Moderatorin

begleiten, was mir viel Spaß gemacht

hatte. Durch das Feuer im offenen

Kamin wurde der Abend noch

gemütlicher und richtig finnisch

rund. Vielen Dank an alle, die gekommen

sind und ein besonderer

Dank allen Mitwirkenden, die tatkräftig

zum Gelingen des Fests beigetragen

haben. Tuija Komi

Der Sprachwissenschaftler Dr.

Gunther Schunk beleuchtete in

seinem Vortrag vor über 30

Zuhörern unterschiedliche Typen von

Gasthausnamen und leitete bestimmte

Regelmäßigkeiten ab. So lassen

sich beispielsweise ortsbezogene

Gasthausnamen wie beispielsweise

„Stadt Kitzingen“ in Würzburg oder

der „Tavastia-Club“ in Helsinki sortieren.

Tavastia sei der lateinische

Name für das finnische Gebiet Häme,

erklärte Schunk.

Am häufigsten kommen Tierbezeichnungen

vor, beispielsweise „Zur gol-

B E Z I R K S V E R E I N W Ü R Z B U R G

(Gasthaus-)Namen sind Schall und Rauch

Woher kommen eigentlich die Gasthausnamen? Und wann waren welche besonders beliebt?

Geschichten rund um Gasthausnamen in Deutschland und Finnland hatte Dr. Gunther

Schunk von der Gesellschaft für deutsche Sprache im Gepäck.

denen Gans“ und „Zum Schwanen“.

„Früher ging der Großvater noch in

‚die Krone‘ und trank ein Bier, heute

hingegen geht der Enkel ins ’Papperla

Pub’ und trinkt ein Bananenweizen“,

kommentiert Schunk. Die Welt ändert

sich und die Sprache ändert sich

mit, weiß Sprachwissenschaftler

Schunk. Das Schöne an Namen ist:

„Sie sind fossile Sprachgeschichte.“

Dass dies insbesondere für die Namen

von Gasthäusern, Kneipen oder

Bierbeiseln gelte, dokumentierte

Schunk anhand vieler Fotobeispiele

aus Würzburg und Helsinki

Dr. Karin Bayha

Dr. Gunther

Schunk von der

Gesellschaft für

deutsche Sprache

warf einen

genauen Blick

auf die

Gasthausnamen

in Helsinki und

Würzburg

13


B E Z I R K S V E R E I N W Ü R Z B U R G

14

Valkea pikkujoulu –

„Weiße kleine

Weihnacht“

Kristina Hilpert mit dem

Würzburger Nikolaus

Wie es sich für Weihnachten

gehört, gab es dieses Jahr reichlich

Schnee bei der Vorweihnachtsfeier

des Bezirksverein Würzburg.

Nebelschwaden und Sonnenschein

wichen sich gegenseitig aus auf

der Autobahn bei der Anfahrt zur

Würzburger Hütte, wo wir wieder

unsere Weihnachtsfeier 2010 veranstalteten.

Angekommen auf dem

Parkplatz weit unterhalb der Rhön-

Hütte war die Frage angesichts der

weißen Landschaft: Ski anschnallen

oder nicht, schwer zu lösen. Da auf

dem Schnee keine Skispuren zu entdecken

waren, ließ ich auch meine

Bretter im Auto und trat etwas beklommen

den Anstieg auf den Berg

Himmelsdunk per Fuß an. Wie meistens

hier zur Adventszeit war die

Welt im tiefen Nebel versunken, aber

mehrere Stiefelabdrücke im Schnee -

jemand hatte sogar Schneeschuhe

angehabt - zeigten mir zuverlässig

den Weg zum Ziel, wo heißer Kaffee

und Weihnachtgebäck die Strapazen

schnell vergessen ließen. Margot und

Ernst Kraus hatten wieder keine

Mühe gescheut, um für uns eine behagliche

Atmosphäre in der gemütlichen

Stube zu zaubern. Drei Generationen

DFG-Freunde konnten wieder

für eine Weile dem Weihnachtsstress

ausweichen und unvergessliche Stunden

in vertrauter Runde verbringen.

Die Jüngsten hatten ihre helle Freude

an dem reichlich vorhandenen

Schnee und fuhren Schlitten, bis es

draußen dunkel wurde. Mit roten

Backen stürmten die Kinder am

Abend freiwillig herein, denn bald

sollte wohl auch der Nikolaus kommen.

Auf einmal klopfte jemand ans

Fenster: Ein Rentierkopf und ein

Mann mit rotem Gewand und weißen

Haaren waren dahinter zu sehen! Als

er dann mit prallgefülltem Sack ins

Haus trat, waren wir alle gespannt,

ob und was er uns wohl diesmal

mitgebracht hat. Nach einem Nikolaus-

und einem Joulupukkilied bekam

jeder sein Wichtelgeschenk. Bis

spät in die Nacht saßen wir beisammen

beim “Gerupften“ und Wein, bis

die Augen nicht mehr offen bleiben

wollten.

Am nächsten Morgen nach dem

Frühstück blieben die Kinder nicht

lange in der Stube: Der Schnee lockte

wieder hinaus. In der Zwischenzeit

bereitete Margot ein leckeres

Mittagessen, das uns nach dem

Wintersport (und auch ohne…) vorzüglich

mundete. Dann war es langsam

an der Zeit – spätestens nach

dem Kaffee – die Rucksäcke zu

packen, den Berg herunter zu stapfen

und die liegengebliebenen Weihnachtsvorbereitungen

daheim wieder

in Angriff zu nehmen. Dank Margot,

Ernst, Joulupukki und der Schneepracht

für ein unvergesslich schönes

Weihnachtsfest! Sinikka Kauth

D I E D F G I M I N T E R N E T

B E Z I R K S V E R E I N W Ü R Z B U R G

Und was hast Du

bekommen?

DFG e.V. www.deutsch-finnische-gesellschaft.de

www.dfg-portal.de

DFG Bayern www.dfg-bayern.de

DFG Augsburg www.dfgaugsburg.de

DFG Hof www.dfg-hof.de

DFG München www.dfg-muenchen.de

DFG Nürnberg www.dfg-nuernberg.de

DFG Würzburg www.wuerzburg.de/dfgwue

15


B E Z I R K S V E R E I N W Ü R Z B U R G

16

Geschmackliche Vielfalt: Wodkas

aus insgesamt sechs verschiedenen

Ländern und Rohstoffen standen

zum Probieren bereit.

Eine literarische Wodkaprobe

Oft unterschätzt und als nach nichts

schmeckend bezeichnet, statistisch gese-

hen gilt Wodka dennoch als der beliebte-

ste Branntwein der Welt. Insbesondere in

Skandinavien und Osteuropa geht das

„Wässerchen“ weit über den Ausschank in

Bars und Restaurants hinaus.

Das Rätsel um den beliebtesten

Branntwein der Welt knackten die

DFG Würzburg und die Deutsch-

Schwedische Gesellschaft bei einer

literarischen Wodkaprobe im Theater

am Neunerplatz. Sie überzeugten die

Franken mit einer literarischen Wodkaprobe

von der Vielfalt des hochprozentigen

Wässerchens.

Sechs Wodkas aus verschiedenen

Ländern und Rohstoffen standen auf

der Probenliste. Hintergründe über

die Herstellung und die geschmacklichen

Unterschiede erfuhren die Gäste

beim Probieren hochprozentiger

Varianten aus Gerste, Weizen, Roggen,

Kartoffeln und Trauben. Gunhild

Brembs (Deutsch-Schwedische-Gesellschaft)

und Karin Bayha (DFG)

Was darf’s denn sein: Gerste,

Weizen, Roggen – oder doch lieber

Kartoffeln?

führten durch die Probe und machten

deutlich, dass dem Trinken puren

Wodkas insbesondere in den nordischen

Ländern soziale Bedeutung

zukomme. Ein Gläschen Wodka sei

ein Ritual, das bei vielen Gelegenheiten

zelebriert werde. Egal ob als Aperitif,

als Willkommensgruß oder als

B E Z I R K S V E R E I N W Ü R Z B U R G

Gunhild Brembs (rechts) von der Deutsch-Schwedischen Gesellschaft und Dr.

Karin Bayha führten durch die Wodkaprobe

symbolische Bekräftigung eines Vertragsverhältnisses.

In Schweden,

Finnland, Polen und Russland ist

Wodka Teil des gesellschaftlichen Lebens

geworden.

Dass Wodka häufig Eingang in die Literatur

findet, bestätigten die von

Britta Schramm und Gunther Schunk

gelesenen Texte von Wladimir Kaminer,

Roman Schatz oder Mikael Niemi.

Um dem Abend eine vollkommene

skandinavische Atmosphäre einzuhauchen,

gab es typisch schwedische

und finnische Häppchen mit

Rentiersalami, Lachs und Bärenwurst.

Die geschmackliche und literarische

Vielfalt des in Bars unverzichtbaren

Branntweins lebte in Würzburg

an diesem Abend neu auf und sorgte

nachhaltig für einen gepflegten Umgang

damit. Dr. Karin Bayha

17


B E Z I R K S V E R E I N W Ü R Z B U R G

Abbildung:

DFG-Mitglieder

der ersten Stunde:

Die Vorsitzende

der DFG Würzburg,

Dr. Karin Bayha

(links), bedankte

sich bei den lang -

jährigen DFGlern

für ihr aktives

Engagement.

18

Auftrag erfüllt: Finnland ist bekannt

Seit 35 Jahren zeigt die Deutsch-Finnische Gesellschaft

in Würzburg Präsenz. Zur Feier dieses Jubiläums

trafen sich rund 30 DFG-Mitglieder, um gemeinsam anzustoßen.

Einige der Gäste des DFG-Jubilä -

ums sind von Beginn an aktiv und

erinnerten sich noch genau an die

Gründungsphase der DFG Würzburg:

Mit Vorträgen, Jugendfreizeiten, Vappu

und Pikkujoulu-Feiern bot die

DFG seit 1975 allen Finnlandbegeisterten

ein abwechslungsreiches Programm.

In Würzburg sind die DFGler

inzwischen auch als Gummistiefelweitwerfer,

gepflegte Wodkatrinker

und Tangoexperten bekannt. „Unseren

Auftrag, die Beziehungen zwi-

schen Finnland und Deutschland zu

fördern und dabei die finnischen Besonderheiten

zu zeigen, wollen wir

mit Kultur-, Sport- und bildungspolitischen

Veranstaltungen auch in Zukunft

erfüllen“, sagte die Vorsitzende

der Würzburger Bezirksgruppe, Dr.

Karin Bayha. Nicht zuletzt das aktive

Engagement vieler Mitglieder habe

viel Wissen über das für viele noch

unbekannte, nordische Land vermittelt.

Karin Bayha

„Käse machen“

erfordert

sehr viel

Aufmerksamkeit

Alles Käse, oder was?

Im Vierseithof Schmalzmühle sollte

also ein „Käseseminar“ stattfinden.

So richtig wusste keiner, was uns

da erwarten würde. Gibt’s dort eine

Käseverkostung? Oder müssen wir

gar etwas lernen?

Nun ja, beides. Wir bekamen

leckeren Käse zum Probieren, der

schon aufgrund seiner teilweise abenteuerlichen

Namen wie zum Beispiel

„Bauernrebell“ oder „Hochwasserpegel“

unsere Neugierde weckte, da-

B E Z I R K S V E R E I N H O F

„Käse“ war ein wichtiges Thema bei unserem Jahresausflug, der uns

nach Mittel franken führte, genauer gesagt nach Röckingen. Am Fuß des

Hesselberges findet man dort, etwas abseits gelegen, den Vierseithof

Schmalzmühle des Friedrich König.

zu ein selbstgebackenes Bauernbrot,

ein mit dem Urgetreide Emmer gebrautes

regionales Bier oder einen

Frankenwein. Zwischen den einzelnen

Gängen jedoch haben wir, unter

den mit launigen Sprüchen gewürzter

Anleitung unseres Gastgebers, einen

Weichkäse hergestellt. Mitten auf

jedem Tisch stand ein großer Topf mit

warmer Milch, die nun vorsichtig behandelt

werden wollte, damit am Ende

des Seminars auch Käse dabei x

19


B E Z I R K S V E R E I N H O F

v.l.: Geburtstagskind

Elfriede Krebs,

Gratulantinnen

Ruth-Tuovi Richter,

Sonja Ranki, Heidi

Engelhardt

20

x

raus kam. Unglaublich verantwortungsvolle

Arbeiten wurden verteilt:

Topfdeckel anheben – „gaaaanz vorsichtig“,

Lab einrühren – noch vorsichtiger

und dann: Milch rühren -in

ganz bestimmter Richtung – nur

nichts falsch machen! Anschließend

die Milch ausbremsen (kein Witz)

und schließlich die angedickte Milch

in Würfel schneiden – exakte Größe

2 x 2 Zentimeter!

Und zwischen diesen einzelnen Arbeitsgängen

hieß es leckeren Käse

genießen und hoffen, dass der eigene,

der im Topf, was wird. Offensichtlich

hatten wir an unserem Tisch alles

richtig gemacht – denn Friedrich König

bescheinigte uns, den allerschön-

Wer anderes kann gemeint sein,

als unsere 2. Vorsitzende Elfriede

Krebs. Mit dem finnischen Geburtstagslied

„Paljon onnea vaan“

gratulierten die Damen der Hofer

DFG Vorstandschaft, auch im Namen

sten Käse hergestellt zu haben. Was

waren wir stolz! Im Bus hörten wir

dann allerdings von verschieden Seiten

„… und er sagte, dass wir den

schönsten Käse gemacht haben“

Mit gestärkten Knochen (finnischen

heißt es jedenfalls juusto vahvistaa

luustoa) ging die Fahrt weiter ins

charmante, mittelalterliche Städtchen

Dinkelsbühl. Bei einem geführten

Stadtrundgang bewunderten wir die

herrlichen Fachwerkhäuser und Kirchen

– lebendige Geschichte auf

Schritt und Tritt. Geplant und organisiert

hat diese gelungene Ausflugsfahrt

wie immer in bewährter Weise

unsere 2. Vorsitzende Elfriede Krebs.

Dankeschön! Sonja Ranki

70 Jahre und

kein bisschen

leise...

70 Jahre und total aktiv, 70 Jahre

und voller Ideen, 70 Jahre und immer

gut drauf, 70 Jahre und stets

interessiert, 70 Jahre und …

des Vorsitzenden Albrecht Weber,

herzlich zum runden Geburtstag. Mit

einem Glas Sekt stießen wir auf das

Wohl und die Gesundheit der Jubilarin

an und wünschten ihr viele weitere

gesunde und frohe Lebensjahre.

Sonja Ranki

v.r.n.l.:

Dr. Harald

Fichtner, Elfriede

Krebs, Rosemarie

Praller, die ebenfalls

mit der goldenen

Bürger -

medaille ausgezeichnet

wurde.

Ehre wem Ehre gebührt

„Sie ist die höchste kommunale Auszeichnung, die vom Stadtrat vergeben werden

kann…“, begann der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner seine

Laudatio zur Verleihung der Goldenen Bürgermedaille an Elfriede Krebs.

… und „Sie (die Geehrten) müssen

sich durch besonders erfolgreiches

Wirken für das Wohl und das Ansehen

der Stadt und der Bürgerschaft

hohe Verdienste erworben haben.“

Alle diese Voraussetzungen erfüllt

unsere Elfriede, die 24 Jahre dem

Hofer Stadtrat angehörte, in überreichem

Maß. Optimistin – sozial engagiert

– Fachkompetenz – Organisationstalent

- Antriebsmotor – vorbildlich.

Das sind nur einige Stichworte

aus der viele Seiten langen Laudatio.

Besonders hervorzuheben ist neben

der Seniorenarbeit und vielem ande-

B E Z I R K SV E R E I N H O F

ren das große Engagement bei der

Ausgestaltung der Freundschaft zu

Hofs finnischer Partnerstadt Joensuu,

welche Elfriede Krebs immer eine

Herzensangelegenheit war. Und eine

Eigenschaft, die auch der DFG zugute

kommt: „Die Fähigkeit zur

Kommunikation, gepaart mit gesundem

Menschenverstand und einem

klaren Blick für das Machbare.“

Mit einem Blumenstrauß und herzlichen

Worten gratulierte 1. Vorsitzender

Albrecht Weber im Namen der

gesamten Hofer DFG-Familie.

Sonja Ranki

21


B E Z I R K S V E R E I N H O F

Zahlreiche Gäste

kamen zum 30jährigen

Jubiläum der

DFG Hof

22

Festabend der DFG Hof

Es war ein Winterabend wie in Finnland, als die Deutsch-Finnische Ge-

sellschaft am 3. Dezember anlässlich ihres 30jährigen Bestehens zum

Festabend eingeladen hatte.

Unter den zahlreich erschienen Gästen

des Hofer DFG-Jubiläums

konnte die 2. Vorsitzende Elfriede

Krebs viele Bürgerinnen und Bürger

begrüßen, die in den vergangenen

Jahren die deutsch-finnischen Bezie-

hungen gepflegt haben. „Sie haben

jederzeit finnische Gäste beherbergt,

sind mit uns quer durch Finnland

und in unsere Partnerstadt Joensuu

gereist und haben uns bei unseren

örtlichen Veranstaltungen unterstützt.

Dadurch sind zahlreiche langjährige,

persönliche Freundschaften zwischen

Finnen und Deutschen entstanden“,

so die 2. Vorsitzende. Als ein Förderer

und Freund der deutsch-finnischen

Beziehungen bezeichnete El-

friede Krebs auch den früheren

Ober bürgermeister Dr. Hans Heun,

der an diesem Abend zusammen mit

den Stadträten Frau Buchta, Frau Hager-Dietel

und Herrn Merkel, Herrn

Pfarrer Fiedler von St. Marien sowie

Herrn Krauß vom Fachbereich für

Städtepartnerschaften der Einladung

gefolgt waren.

Zu den Gästen des Festabends gehörten

auch die DFG-Bundesvorsitzende

Marjaana Staack, die trotz der starken

Schneefälle aus Karlsruhe angereist

war und die Vorsitzende der

DFG Bayern, Mari Koskela. Sie kam

aus Erlangen, um mit den Hofern zu

feiern. Beide Vorsitzende würdigten

in ihren Grußworten die Arbeit vor

Ort und gaben der Hoffnung Ausdruck,

dass die Deutsch-Finnische

Gesellschaft Hof auch weiterhin das

gesellschaftliche Leben der Stadt Hof

mit so viel Aktivität wie bisher bereichern

möge.

Deutsch-Finnisch sollte der Abend

werden und so begrüßte Sonja Ranki

die Gäste in finnischer Sprache, das

Team der Metzgerei Herpich servierte

original „Karelischen Fleischtopf“

und die „Hofer Freindla“ umrahmten

den Abend mit zünftigen Hofer Liedern.

Im Laufe der Veranstaltung berichtete

der 1. Vorsitzende der DFG Hof,

Albrecht Weber, von der Gründungsversammlung

der DFG Hof und be-

grüßte unter den Gästen auch einige

Gründungsmitglieder. Nach einigen

Reiseepisoden des 1. Vorsitzenden

begann der gemütliche Teil des

Abends mit vielen persönlichen Gesprächen

und guter Unterhaltung.

Das Jubiläumsjahr „30 Jahre DFG

Den meisten Hofern wird die finn -

ische Version der Seite

www.stadt-hof.de nicht wirklich

weiterhelfen. Bedeutsam ist diese

Übersetzung aber für Finnen, insbesondere

für unsere Freunde in Joensuu.

Es liegt auf der Hand, wenn jemand

aus Joensuu nach Hof reisen

möchte, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit

zu Hause mal ins Internet

schauen. Und da er sich jetzt

in seiner Muttersprache informieren

kann, wird ihm das vermutlich nicht

nur sehr helfen, sondern seine Vorfreude

auf die freundliche Partnerstadt

noch steigern. Übersetzt hat

diese Seite übrigens unser Mitglied

Reijo Ranki. Er ist Finne und lebt seit

32 Jahren in Deutschland, davon seit

16 Jahren ganz in der Nähe Hofs.

Also, schauen Sie mal rein in die Hofer

Homepage, klicken Sie auf die

kleine finnische Flagge und freuen

Hof – 40 Jahre Partnerschaft Hof-

Joensuu“ wurde mit zwei Aktionen

auf dem Hofer Weihnachtsmarkt abgerundet.

Es gab original finnischen

Glühlachs aus der Partnerstadt Joensuu

und einen Verkaufsstand mit finnischen

Produkten. Elfriede Krebs

B E Z I R K S V E R E I N H O F

Hofer Stadt-Homepage auf finnisch

Haben Sie schon oft gemacht, kennen Sie bereits? Vielleicht entdecken

Sie auf www.stadt-hof.de doch noch etwas Neues. Seit einigen Wochen

gibt es die Hof-Info im Internet nämlich auch in finnischer Sprache.

sich an den Zungenbrechern. Und

wenn Sie dann vielleicht noch Fragen

haben zu Finnland oder zur finnischen

Sprache, dann besuchen Sie eines

unser Treffen – immer am dritten

Donnerstag im Monat im Hotel Quality.

Elfriede Krebs

Reijo beim

Anklicken der

Hofer

Internetseite

23


B E Z I R K SV E R E I N H O F

24

Eberhard

Apffelstaedt

hatte die

s pannendsten

Dinge bei der

Lesung dabei

Bald war klar, was Eberhard Apffelstaedt

mit diesen seltsamen Utensilien

vorhatte, die er zu seiner

Lesung mitbrachte: Das ist seine

Schutzausrüstung gegen die kleinen

finnischen Plagegeister namens itikka

oder hyttynen, paarma, muurahainen,

punkki und hirvikärpänen (die

Einmachgummis dienen übrigens

zum Verschließen der Hosenbeine).

Doch nicht nur mit Widrigkeiten beschäftigt

er sich. Nein, er erzählt

auch, wie er nach langer Suche seine

finnische Frau gefunden hat, mit der

nun schon seit 36 Jahren verheiratet

ist. Mit sanfter Ironie beschreibt er

die finnische Seele und die finnische

Lebensweise, erzählt von tanssilava

und Tango, von Sauna und mökki.

Lange

Unterhosen bei

der Lesung…

…hat Eberhard Apffelstaedt nicht

wirklich benötigt – die Lounge des

Altstadthofs war gut temperiert.

Trotzdem zog er ein solches Kleidungsstück,

das übrigens für Erheiterung

sorgte, und auch andere erstaunliche

Dinge wie Einweckgummiringe

aus einem schönen, alten

Lederkoffer, den er zur Lesung mitgebracht

hatte.

Besonders ausführlich beschäftigt er

sich mit der finnischten aller finnischen

Eigenschaften, nämlich „Sisu“.

Sisu steht, wie er sagt, für Ausdauer,

Leistungs-, Einsatz-, Hilfs- und

Kampfbereitschaft, für Kraft, Zähigkeit,

Durchhaltevermögen, Belastbarkeit

und Mut, aber auch für Sturheit,

Selbstüberschätzung und Unnachgiebigkeit.

Eberhard Apffelstaedt hat

viele Finnlandfreunde und -kenner

unter den Zuhörern. Immer wieder

nicken sie zustimmend, er spricht ihnen

aus der Seele – ja, genau so haben

sie es auch schon erlebt.

Damit die Lesung eine „runde Sache“

wurde, gab’s als Schmankerl für

die Gäste Mini-Piroggen und für den

Autor viel Applaus! Sonja Ranki

Sauna, Elche, Schnee …

und jede Menge Kaffee

Mit typischen Vorurteilen reisten dreizehn Schülerinnen und Schüler und

zwei Lehrer des Schillergymnasiums Hof nach Joensuu in Finnland. Jedoch

sollten sich nicht alle Klischees bewahrheiten.

Im Zuge der langjährigen Freundschaft

mit Hofs Partnerstadt Joensuu

fand vom 2. bis 10. Oktober

2010 inzwischen der dritte Schüleraustausch

statt, der freundlicherweise

von dem Stadtjugendring Hof und

der Deutsch-Finnischen Gesellschaft

in Hof unterstützt wurde.

Nach einer langen Anreise per Bus,

Flugzeug und Bahn wurde die deutsche

Gruppe ganz herzlich von den

finnischen Gastfamilien empfangen.

Diese Gastfreundschaft ließ auch im

Laufe des Aufenthalts keinesfalls

nach! Durch das Wohnen in der Familie

konnten die Schüler die finnische

Kultur hautnah erleben. Diese

Erfahrungen wurden durch das Ausflugsprogramm

unterstützt. Das

Hauptaugenmerk lag natürlich auf

dem finnischen Schulsystem. Dies

sollten die Deutschen sowohl durch

Präsentationen des Joensuuer Partner-Gymnasiums,

dem Yhteiskoulun

lukio, als auch durch eigene Erfahrungen

direkt im Unterricht kennen

lernen. Eine Stadtführung sollte der

Gruppe helfen sich im weitläufigen

Joensuu nicht zu verlaufen. Danach

folgte ein Empfang im Rathaus. Erst

als es daran ging, die unberührte finnische

Natur im Nationalpark „Koli“

zu erkunden, konnte die Gruppe

zum ersten Mal keinen blauen Himmel

genießen. Trotzdem war die typische

Vielfalt an

Wäldern und

Seen überwältigend.

Ein besonderesHighlight

zum Abschluss

war ein

traditionelles

finnisches Essen.

Bei diesem

wurden die

Würstchen

über dem offenen Feuer gegrillt.

Außerdem gab es dazu finnische Spezialitäten.

Den Schülern wurde leider

schon bald bewusst, dass sich die

Reise ihrem Ende zuneigte. Allerdings

boten zwei Abschlussabende

den Teilnehmern die Gelegenheit sich

in Ruhe voneinander zu verabschieden.

Auf der Heimreise hatten die Schüler

dann viel Zeit, die Erlebnisse zu besprechen.

Dabei stellten sie fest, dass

Finnen wirklich Kaffe- und Saunaliebhaber

sind – aber dass es keineswegs

das ganze Jahr über schneit

und dass Elche fast nur im Zoo zu

erleben sind. Sonja Ranki

B E Z I R K SV E R E I N H O F

Deutsche Schüler

mussten Vorurteile

über Finnland

revidieren

25


B E Z I R K S V E R E I N H O F

Schon im Sommer haben wir uns

in Finnland für den Hofer Weihnachtsmarkt

mit verschiedenen

schönen Sachen eingedeckt – Marimekko,

Aarikka, Lapponia, Lignell &

Piispanen – alles Namen, die finnisches

Design und finnischen Geschmack

versprechen. Und so konnten

wir im stimmungsvoll weihnachtlich

dekorierten Holzhäuschen den

Besuchern des Weihnachtsmarktes

Servietten, Kerzen, Schnapsgläschen,

Künstlerkarten, Liköre und Dekorationsartikel

verschiedener finnischer

Hersteller anbieten. Viele, die über

den Weihnachtsmarkt bummelten,

26

Finnisches auf dem

Hofer Weihnachtsmarkt Gudrun

Einen schönen Abschluss fand unser großes Jubiläumsjahr „30 Jahre

DFG Hof“ und „40 Jahre Städtepartnerschaft Hof-Joensuu“ auf dem

Hofer Weihnachtsmarkt.

schauten bei uns vorbei und kauften

das eine oder andere Weihnachtsgeschenk,

so dass in diesem Jahr unter

Hofer Christbäumen auch finnisches

zu finden war.

Auch kulinarisch war Finnland vertreten.

Nur wenige Schritte weiter

hatten unsere Freunde aus Joensuu,

Mikko und Risto, ihren Stand aufgebaut

und bereiteten den in Hof heiß

begehrten Glühlachs zu. Diese finnische

Spezialität fand auch heuer wieder

reißenden Absatz und rundete

das finnische Wochenende auf dem

romantischen Hofer Weihnachtsmarkt

wunderbar ab. Sonja Ranki

Finnische

Spezialitäten

kommen auch in

Hof gut an

Finnland als Großmacht

und Gummistiefelweitwurf

Das vergangene Jahr beim Bezirksverein Schweinfurt wies wieder eine

breite Palette von Veranstaltungen auf.

Brand,

Brigitte Grimm,

Li Langen, Klaus

Borst und Karl-

Heinz Knötig

schwingen die

Stiefel

Gummistiefelweitwurf am 20. Juni

Die DFG Main/Rhön beteiligte sich

erstmals am Aktionstag der DJK

Schweinfurt mit dieser in unserer

Region noch etwas seltsam anmuteten

Sportart. Zunächst war das ganze

für Kids gedacht (entsprechend hatten

wir die Stiefelgrößen besorgt)

doch im Laufe des Wettbewerbs –

ganz offiziell mit ordentlichen Messungen

– wurde noch fix ein ausgewachsenes

Stiefelpaar beschafft und

wir lockten damit auch einige Erwachsene

an. Doch so manch einer

B E Z I R K S V E R E I N S C H W E I N F U R T

Gummistiefelweitwurf – so etwas hat Schweinfurt noch nicht erlebt.

merkte schnell: So einfach wie es als

Zuschauer mitunter erscheint, ist es

doch nicht. Auch die Herren von der

Presse konnten sich davon überzeugen,

ehe sie ein Foto schossen. Jedenfalls

hat es auch den anwesenden

DFGlern soviel Spaß gemacht, dass

man spontan beschloss: Dies war bestimmt

nicht unser einziger Gummistiefel-Wettkampf.

Dank an dieser

Stelle an unser Beiratsmitglied Karl-

Heinz Knötig, das uns die Teilnahme

bei der DJK ermöglichte.

27


B E Z I R K S V E R E I N S C H W E I N F U R T

28

Ausstellung: „Finnland – kleine Großmacht der Musik?

v.l. Dr. Anna-Maija Mertens,

Oberbürgermeister Sebastian Remelé,

Gerd Müller

v.l. Franz Lauerbach, Dr. Anna-Maija

Mertens, Gerd Müller, Inge Wichtermann,

Marko Maunuksela, Rainer Wichtermann,

Taisto Lunkka

Die Ausstellung in der Vorhalle des

Alten Rathauses stand unter dem

wunderbaren Titel „Finnland –

kleine Großmacht der Musik“. Stimmungsvoll

wurden die vielen Finnland-Freunde

durch Tangoklänge des

amtierenden Tangokönigs, Sänger

Marko Maunuksela in Begleitung des

Akkordeonspielers Taisto Lunkka,

empfangen.

Da die Unterfrankenschau, kurz

UFRA, vor der Tür stand, hieß Oberbürgermeister

Sebastian Reméle in

seiner deutsch-englischen Begrüßung

auch die Delegationen aus Seinäjoki

und unseren anderen beiden Partnerstädte

Châteaudun und North Lanarkshire

Motherwell herzlich willkommen.

Diese Ausstellung gebe einen

interessanten Einblick in das finnische

Musikleben vom Mittelalter

bis zum 21. Jahrhundert. Auch werde

der Einfluss des Deutschen Kulturkreises

auf die finnische Musik und

damit ein weiterer Bereich der finnisch-deutschen

Verbindungen deutlich.

Ja, die finnische Musik hat

Deutschland viel zu verdanken, bestätigte

die Leiterin des Finnland-Instituts

Berlin Dr. Anna-Maija Mertens.

Mit einer Fortsetzung des deutschfinnischen

Dialogs in Kultur und Wissenschaft

können wir unsere Zukunft

gestalten und diese Ausstellung zeigt

auch, dass wir Finnen kulturell viel

anbieten können, schloss Frau Mertens

selbstbewusst. Auf 24 bebilderten

Texttafeln erfuhren die Besucher

viel Neues und Interessantes.

UFRA

Alle zwei Jahre im Herbst präsentieren

sich Handwerk, Handel, Sicherheitsdienste

und Behörden

für 10 Tage dem breiten Publikum.

Traditionsgemäß waren auch wieder

unsere drei Partnerstädte mit jeweils

einem Stand vertreten. Seinäjoki und

Umland lockten die Besucher (vor

allem die Jugend), auch dieses Mal

wieder mit einer kleinen Rasenfläche

zum Golfspielen. Die Profis unter

den Teilnehmern – und es gab viele –

wurden mit einem Originalwasser

aus Finnland belohnt.

Zum ersten Mal hatten wir auch

Holzschmuck, Schlüsselanhänger etc.

aus Seinäjoki angeboten.

Jede Menge Anschauungs- und Prospektmaterial

aus unserer Partnerstadt

ging ebenfalls reißend weg. Einige

DFG Mitglieder stellten sich

täglich als Unterstützung zur Verfügung

sodass die Finnen reichlich Gelegenheit

hatten das Frankenland zu

B E Z I R K S V E R E I N S C H W E I N F U R T

Man schrieb Oktober 2010 – das bedeutete es war wieder

Unterfrankenschau-Zeit (UFRA).

x

v.l. Gerd Müller,

Ausstellungs -

leiter Sandner,

Jouni Pekala

Seinäjoki,

Dr. Anja

Weisgerber,

Christine

Haderthauer,

Dr. Paul

Beinhofer, Erwin

Dotzel,

Oberbürgermeist

er Sebastian

Remelé

Li Langen am Messestand aktiv

29


B E Z I R K S V E R E I N S C H W E I N F U R T

x

erkunden. Als Anerkennung luden

die Verantwortlichen der Partnerstädte

alle UFRA Standunterstützer zu

einem Abendessen und der Messeverantwortliche

Herr Sander außerdem

zu einer Original Schweinfurter

Schlachtschüssel ein.

Allen Beteiligten haben die Messeta-

30

Julian Moreth

Vor vier Jahren kam dann der erste

Städtepartnerschaftskontakt mit

Finnland und derzeit ist Julian bereits

im zweiten finnischen Semester

bei keiner Geringeren als unserer

ehemaligen Landesvorsitzenden Marjatta

Burkhardt. Dies tut er aber nur

aus Spaß an der Freud, hat also

nichts mit seinem Studiengang zu

tun. Ja was studiert er denn nun eigentlich?!

Nordische Philologie nennt

sich der Studiengang und beinhaltet

das Erlernen der schwedischen, der

modernen sowie auch der alt-isländischen

Sprache und Kultur sowie Norwegisch

und Dänisch (im dritten Semester).

Finnisch dagegen gehört

nicht zur Nordischen Philologie.

Außerdem hat Julian noch das Stu -

dienfach linguistische Informatik (im

ersten Semester) belegt.

Das Berufsziel des jungen Mannes ist

noch offen, schließlich ist der Markt

ständig im Umbruch meint er. Nun

wird zunächst der Bachelorabschluss

nach sechs Semestern anvisiert und

da die Uni Erlangen mit der Uni

ge riesigen Spaß gemacht, auch deshalb

weil es natürlich jede Menge

Gelegenheiten gab, mit den verschiedensten

Menschen und Gruppen in

Kontakt zu kommen, was unser Vorsitzende

mit Vorliebe tat. Wir freuen

uns bereits wieder auf 2012 wenn es

wieder heißt „es ist UFRA Zeit“.

Wieder ist ein junger Mensch (nicht ganz zufällig) in den Dunstkreis der

DFG Main/Rhön geraten und das kam so: Für Julian Moreth 22 Jahre jung

sehr sprachinteressiert/ -begabt, kam nach dem Abitur nur ein Sprach -

studium, am besten etwas das mit Nordeuropa zu tun hat, in Frage.

Jyväskyla partnerschaftlich verbunden

ist, schwebt Julian ein Auslandssemester

im Herbst 2011 in Finnland

vor, evtl. in Turku. In seiner Freizeit

liebt der Student alles was mit Musik,

speziell was mit Folk, Rock oder

elektronischer Musik aus Skandinavien

zu tun hat. Für seine Vielseitigkeit

spricht auch ein mehrwöchiger Japanaufenthalt

mit der Deutschen

Sportjugend. Es fehlt noch die Auflösung

wie Julian zur DFG kam: Ganz

einfach, er suchte Kontakt jeglicher

Art nach Norden und dies über die

Stadt Schweinfurt und Frau Büttner.

Sie wiederum „reichte“ ihn dann

weiter an Gerd Müller. Dies passierte

kurz vor der schon erwähnten UFRA

und schon hatten wir einen Helfer

mehr. Und wenn Sie demnächst Lust

auf eine Pizza verspüren könnte es

durchaus sein, dass sie von Julian ins

Haus geliefert wird (Name des Restaurants?

Keine Schleichwerbung!).

An dieser Stelle viel Glück für einen

Jungen Mann mit außergewöhnlichen

Perspektiven!

Austausch-Impressionen

Schweinfurt – Seinäjoki

Cello-Duo Wallraf in Geisenfeld

Am 26. März 2011 um 20.00 Uhr tritt das deutsch-finnische Duo, bestehend

aus Laura Wiek und Panu Luosto im Rathaus in Geisenfeld auf

Die aus Bonn stammende Laura

Wiek und der Finne Panu Luosto

lernten sich im Jahr 2000 bei einem

gemeinsamen Meisterkurs bei

Prof. Wolfgang Boettcher kennen und

entwickelten einige Jahre später die

gemeinsame Idee ein finnisch-deutsches

Celloduo zu gründen. Die erste

Probe fand am Wallraf-Platz im

Schatten des Kölner Doms statt, und

so wurde das Duo kurzerhand ebenfalls

nach dem Kölner Wissenschaft-

Wir freuen uns, dass die 1964 begonnenen

Jugendbegegnungen durch den

damaligen Stadtjugendpfleger Ludwig

Vogel bis heute Früchte getragen

haben. Wir erfahren über die Zeitschrift

„Silta-Brücke“ Nr.72/2010

vom Besuch von Schüler/innen vom

Walter Rathenau Gymnasium in unserer

Partnerstadt Seinäjoki. Stefanie

Werdecker und Joachim Drechsler

berichten begeistert von ihren Erlebnissen.

Voll des Lobes über Frau Satu

Tuominen und die uns allen bekannte

Kirsi Kuusisto vom Finnisch-Deutschen

Verein in Seinäjoki, ist der

Schlusssatz des Berichtes: „Suomi –

wir haben Dich ein erstes Mal besucht,

aber das ist noch lange nicht

genug. Wir werden wiederkommen!

Danke und auf bald!“

ler und Kunstsammler

Franz

Ferdinand Wallraf

benannt.

Das Programm

des Konzerts

reicht von Mozart

über Couperin

bis zu Offenbach.

Infos

unter www.

geisenfeld.de

B E Z I R K S V E R E I N S C H W E I N F U R T

Futterbaumaufstellung

Auch im vergangen Dezember wurde

vom Vogelschutzverein wieder die

traditionelle Futterbaumaufstellung

durchgeführt und die DFG Mitglieder

waren dazu eingeladen. Stimmungsvoll

die Jagdhornbläser, ab

und an begleitet von einem Esel aus

dem nahe gelegenen Wildpark,

lauschten die Gäste mit Fackeln in

den Händen den Adventsgedichten.

Anschließend freute sich jeder auf

die Einkehr in die Jahns-Gaststätte.

Natürlich war auch im Warmen wieder

etwas an Kultur geboten, bei

„Gezwickten“ wurde uns Schweinfurt

aus der Vogelperspektive nahe

gebracht. Danke an Kreisheimatpfleger

Karl-Heinz Hennig.

Alle Schweinfurt-Berichte

von Li Langen

B E Z I R K S V E R E I N I N G O L S TA D T

Laura Wiek und Panu Luosto

31


B E Z I R K S V E R E I N N Ü R N B E R G

32

Salla Savolainen (Violine),

Roope Gröndahl (Klavier) und

Pinja Laine (Cello) sind das

Gröndahl-Trio aus Finnland

Kammermusik in Vollendung

Man nimmt drei junge Musiker aus der

Sibeliusakademie in Helsinki, einen Ko-

operationspartner vor Ort und eine Mes-

serspitze Beziehungen. Diese Mischung

sind gute Voraussetzungen für ein gelun-

genes Konzert. Was die Zuhörer dann er-

leben dürfen, das liegt allein an den

Künstlern. Das Gröndahl-Trio hat unsere

Erwartungen weit übertroffen.

Wir hatten viel Zeit, da die Tour -

nee des Trios sie bereits zwei Tage

vor dem Konzert zu uns

brachte. Meine Nachbarin, Frau Ute

Constien, brachte die freundlichen

jungen Menschen bei sich im Haus

unter. Eine bessere und warmherzigere

Betreuung hätten die drei sich

nicht wünschen können. Frau Constien

ist auch die Vorsitzende des örtlichen

Fördervereins „pro musica“,

das regelmäßig klassische Konzerte

in Höchstadt veranstaltet. Da habe

ich bei meiner Suche nach einem geeigneten

Mitveranstalter Gold getroffen.

Das Konzert am 12.11.2010 hatte

vorbildliches Marketing durch

„pro musica“. In den beiden örtlichen

Tageszeitungen waren im Vorfeld

insgesamt vier Berichte über das

Konzert und die Musiker, dazu kommen

noch die Kritiken nachher. Das

Gymnasium durfte einen kurzen musikalischen

Leckerbissen genießen,

mit anschließendem Fragestündchen

für interessierte Schüler. Das wurde

sehr gut angenommen. Der Bürgermeister

räumte Zeit für einen Audienz

ein und nach seiner lobenden

Rede wurde Sekt angeboten. Die

Stadt war plakatiert, die veranstaltenden

Vereine hatten seine Mitglieder

eingeladen und man wartete gespannt

auf den Konzertabend.

Musik weckt Bilder von

finnischer Sommernacht

mit Mücken und Regen

Wir wären mit 60 Konzertbesuchern

zufrieden gewesen, es kamen 100,

davon waren sieben DFG-Mitglieder.

Der Saal war voll, die Einleitung

wurde perfekt durch Herrn Klaus-

Dieter Stolper gemacht, der die Musiker

sowie die Musikstücke näher an

das Publikum brachte. Das Konzert

fing an mit dem Piano Trio in e-Moll

von Joseph Haydn. Das Gröndahl-

Trio spielte mit großen Gefühlen, angeführt

durch den Pianisten Roope

Gröndahl. Das Zusammenspiel der

drei Musiker war hervorragend, mal

nahm die Geige von Salla Savolainen

die Führung, worauf das Cello von

Pinja Laine antwortete. Roope Gröndahls

Finger tasteten behutsam den

Flügel und erzeugten wunderbar gefühlsame

Klänge.

Als nächstes kündigte Herr Stolper

die Komposition Trio III von Jouni

Kaipainen an. Er „warnte“ uns vor

modernen Klängen und gab den Rat,

die Musik einfach auf sich zukommen

zu lassen. Es folgte, nicht nur

für mich, ein Erlebnis der Extraklasse.

Die Musik war nicht sehr harmonisch,

dafür weckte sie in mir Bilder

von finnischen Seen, von der Dämmerung

einer Sommernacht, den

Klang der Mücken und Regen, steigend

in einem wilden Tempo. Für die

Musiker war es ein richtig schweres

Stück Arbeit, das sie aber mit Bravour

meisterten. Unser Musikexperte

Herr Stolper war dadurch tief beeindruckt

als er nach der Pause den

letzten Stück, das Piano Trio Nr. 1

von Robert Schumann ankündigte.

Nach so einer wilden modernen Musik

kam mir der romantische Schumann

nicht so erschütternd vor, was

sich aber im Laufe des Stücks änderte,

weil man einfach miterleben musste,

wie perfekt das seit fünf Jahren

zusammen musizierende Trio die zarten

Gefühle interpretiert.

Auf die Frage des Bürgermeisters, ob

es für sie einen besonderen Konzertsaal

gibt, in welchem sie gerne spielen

würden, antwortete Salla Savolainen

für das Trio: „Es ist egal wo man

spielt. Das Zusammenspiel mit dem

Publikum macht es zu einem gelungenen

Konzert“. Daran habe ich keinen

Zweifel. Riikka Späth

B E Z I R K S V E R E I N N Ü R N B E R G

33


B E Z I R K S V E R E I N N Ü R N B E R G

34

DFGler

schwingen in

luftiger Höhe

Zur Belohnung: DMM-Helfer

schwangen in der Höhe

Dass eine Veranstaltung run-

dum gelungen ist, ist größten-

teils einem tatkräftigen Orga-

nisationsteam sowie fleißigen

Helfern zu verdanken. So war

es auch bei der Deutschen

Mölkky-Meisterschaft in Nürn-

berg im Sommer 2010.

Um die Meisterleistung der DMM-

Veranstaltung angemessen zu honorieren,

beschloss der Vorstand

ein besonderes Erlebnis als Dankeschön

zu organisieren. Die Wahl fiel

auf den Hochseilgarten in Betzenstein

in der fränkischen Schweiz.Dabei

waren: Detlef Steinmann, Eija

und Werner Kassner, Kaisa Laiho,

Michael Enzi, Marjukka Cassaro, Sabine

Lenz, Jörg Laechelin und meine

Person. Der Treffpunkt war der Parkplatz

vor dem Freibad Betzenstein.

Hinter dem Freibad liegt der Abenteuerpark.

Wir trafen alle mehr als

pünktlich am Treffpunkt ein. Die

Wartezeit bis zu dem vereinbarten

Einführungstermin um 13.00 Uhr haben

wir mit ein paar Spielrunden

Mölkky auf dem Parkplatz überbrückt

– wie denn sonst?

Mit Mölkky lässt sich wunderbar die

Wartezeit überbrücken

Bei der Einführung hat uns eine junge,

gutgelaunte Mitarbeiterin begrüßt

und jeder bekam Handschuhe und

Sitzgurt mit erforderlichen Sicherungskarabinern.

Die Leiterin überprüfte

noch bei jedem das Befestigen

des Gurts und dann ging es schon

gleich auf der Übungsstrecke los.

Hier konnte man ziemlich „bodennah“

die unterschiedlichen Möglichkeiten

fürs Vorankommen üben.

Ganz wichtig war der Umgang mit

den Sicherungskarabinern, mit denen

man stets an einem Sicherungsseil

angebunden sein musste, was garantierte

dass nichts passieren konnte

falls man den Halt verliert. Sobald

man sich sicher fühlte, durfte man

auf die „richtigen“ Strecken umsteigen.

Für den Eintritt kann man sich

eineinhalb Stunden in den luftigen x

B E Z I R K S V E R E I N N Ü R N B E R G

35


x

Höhen zwischen den Bäumen austoben.

Es gibt insgesamt sieben Parcours

mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden,

die das eventuelle

Vorhandensein einer Höhenangst

schon sehr genau auf den Prüfstand

stellen. Ein echtes Highlight ist der

lange Seilbahnparcour, bei dem man

hundert Meter in 20 Metern Höhe

über das Freibadgelände schwebt.

Irgendwann hörten wir weit entfernt

ein Donnern. Leider kam das Gewitter

genau in unsere Richtung und so

mussten wir kurze Zeit später eine

Zwangspause einlegen, nachdem es

anfing, in Strömen zu regnen. Eigentlich

wäre unsere Zeit schon zu Ende

gewesen bis der Regen wieder aufhörte,

aber netterweise durften wir

36

Die mutigen Teilnehmer

vor dem Ereigniss…

…und danach:

Gott sei Dank, wir

haben überlebt!

v.l. Mari Koskela,

Siegfried

„Sigi“ Dorn,

Riikka Späth

eine halbe Stunde überziehen, um

mindestens noch einmal über das

Freibadgelände zu schweben und den

Wind in den Ohren rauschen zu lassen.

Erschöpft aber glücklich sammelten

wir uns nachher wieder auf

dem Parkplatz. Nach einer kurzen

Abstimmungsrunde haben wir uns

geeinigt, nach Gräfenberg zu fahren

und in irgendein nettes Gasthaus einzukehren.

Gesagt, getan. In Gräfen-

Gefeiert wurde der Jubilar aber

erst am 24.09., weil Sigi den August

im herrlichen finnischen

Sommer verbracht hat. Die Feier

fand im Waldrestaurant Faberhof südlich

von Feucht statt. Das Gasthaus

liegt idyllisch mitten im Wald direkt

an einem Teich und es gibt ein anliegendes

Wildtiergehege. Sigi war

schon damals dabei, als die DFG

Nürnberg in die Wiege gelegt wurde,

berg haben wir am zentralen Platz

geparkt und eine Passantin nach einem

Gasthaus-Tipp gefragt. Ihr Tipp

für ein uriges nettes Lokal war das

Wirtshaus Zum Eckla. In dem tat -

sächlich sehr urig und gemütlich eingerichteten

Wirtshaus haben wir uns

ein wohlverdientes Bier gegönnt und

dabei die Höhenerfahrungen ausgetauscht.

Mari Koskela, Jörg Laechelin

Unser Sigi wurde 70!

Unser Sigi wurde 70!

Der Ehrenvorsitzende der DFG Nürnberg Siegfried „Sigi“ Dorn

hatte am 11. August 2010 seinen 70. Geburtstag.

als einer der Gründungsmitglieder.

Zahlreiche Posten hat er seitdem im

Verein innegehabt, unter anderem

war er ein langjähriger Vorsitzender.

2001 wurde er zum Ehrenvorsitzenden

ernannt. Auch heute noch greift

der Vorstand immer wieder gerne auf

die Erfahrung und Kompetenz von

Sigi zurück.

Danke, Sigi, noch mal für die Einladung!

Mari Koskela

37


38

Onpa ahdistavaa!

Joululomalla päätimme Seijan kanssa katsella suomalaisia elokuvia,

joita oli tullut vuosien varrella osteltua, mutta ei koskaan katsottua.

Listalla olivat mm. Markku Pölösen Lieksa, Klaus Härön Äideistä parhain

ja Mari Ruotsalan Ilonen talo, Olli Saarelan Suden vuosi, Pahat pojat,

Musta jää, Vittulanjänkä jne.

Voi hyvänen aika, miten ahdistavaa

ja masentavaa ajanviettoa

nuo elokuvat ovat! Suomalainen

masennus, viha, uskottomuus, välinpitämättömyys,

itsekeskeisyys, huono

itsetunto, alkoholismi, mustasukkaisuus,

puhumattomuus ja hyväksikäyttö

aivan tihkuvat dvd:n reuno -

ilta. Onko Suomessa nykyään trendikästä

tehdä inhorealistisia elokuvia à

la Kaurismäki, vai onko tämä sitä

tyyliä, mitä katsojat haluavat nähdä?

Vaikea uskoa, että keskivertosuomalainen

nauttisi tällaisesta ajanvietosta!

Tosin on suomielokuvan kan -

ssa aina ollut näin. Jo lapsuudesta

muistan, että vanhempamme patistivat

meidät pois telkkarin edestä, kun

tuli joku suomalainen nykyfilmi.

Niissä vaan ryypättiin, kiroiltiin ja

pantiin.

Listalla oli myös muutama ’haus -

kaksi’ tarkoitettu filmi. Onnen varjot,

Vieraalla maalla, Sooloilua ja

Kukkien sidontaa olisivat vielä menetelleet

maanantai-illan ratoksi, jos

äänityksestä olisi saanut jotain selvää.

Missään vaiheessa ei kyllä naurattanut,

vaan teennäiseltä tuntuva

puhe pani korkeintaan hymyilyttämään.

Onkohan teatterissakin

samanlainen meno? Ei ole tullut viime

aikoina käydyksi. Meneeköhän

Votkaturistit jossain ensi kesänä…?

Sattumoisin luin Annasta näyttelijä

Martti Suosalon haastattelun, ja

siteeraan nyt häntä: „Elokuvanäytteleminen

on Suomessa kuin olisi harjoitusten

ensimmäisenä päivänä tea -

tterissa. On se jännittävää, mutta

kyllä elokuviakin muualla maail -

massa harjoitellaan pitkään. Sitten

ihmetellään kotimaisen elokuvan

tasoa.“ Taitaa olla, että Renny Harlin

action-leffoineen on edelleen Suomen

paras elokuvaohjaaja. Eihän

tuota toisten ohjaajien tuskaa kukaan

jaksa katsoa!

Varastossa on edelleen Hynttyyt

yhteen-kokoelma, Peteliuksen ja

Kallialan hömppäohjelmia (Velipuolikuu,

Pulttibois) sekä jopa kaikki vanhat

Spede-showt. Ne vielä saavat

hyvälle mielelle, vaikka ovatkin

todella vähällä rahalla ja vaivalla

tehtyjä. Mieluiten katson kylläkin

Traumschiffiä!

K.Koppold


DFG Bayern auf einen Blick

L A N D E S V O R S T A N D

Vorsitzende,

Landesgeschäftsstelle

Mari Koskela

Heinrich-Kirchner-Strasse 30

91056 Erlangen

Tel. (09131) 6 16 63 99

Mobil (0179) 2 28 65 82

koskela@dfg-bayern.de

Kulturreferentin

Riitta Pelkonen-Lauer

Erminoldstraße 119

81735 München

Tel. (089) 680 48 81

riittalauer@aol.com

Referat für

Außenbeziehungen

Marjatta Burkhard

Ansbacher Straße 5

91077 Neunkirchen

Tel. (09134) 50 47

Fax (09134) 90 60 37

burkhard@dfg-bayern.de

Stellv. Vorsitzender,

Schriftführer

Hans Koppold

Thomas-Mann-Straße 9

85276 Pfaffenhofen

Tel. (08441) 7 65 08

Fax (012125) 12 61 92 53

hans.koppold@t-online.de

Referentin für Jugend

und Schüleraustausch

Katri Koppold

Thomas-Mann-Straße 9

85276 Pfaffenhofen

Tel. (08441) 7 65 08

Fax (012125) 12 61 92 53

koppold@dfg-bayern.de

Referat für das

Auslandsfinnen-Parlament

Markku Arends

Dachauer Straße 28

80335 München

Tel. (089) 54 88 18 77

Fax (089) 54 88 18 78

arends@dfg-bayern.de

B E Z I R K S V E R E I N E U N D - G R U P P E N

Allgäu

Christoph Petzold

Falkenstr. 40

87527 Sonthofen

Tel. (08321) 38 57

petzold@dfg-bayern.de

Ingolstadt/Eichstätt

Helena Senius

Hilgertshausener Strasse 28

85305 Volkersdorf

Tel. (08250) 12 87

helena.senius@web.de

Augsburg (Schwaben)

Martin Ludwig

Hausener Straße 2b

86459 Gessertshausen

Tel. (08238) 42 99

dfgaugsburg@aol.com

München

Susan Sihvola

St.-Martins-Platz 2

81541 München

Tel. (089) 6 92 63 76

dfgmuenchen@aol.de

Schweinfurt/Main-Rhön Würzburg

Gerd Müller

Dr. Karin Bayha

Hadergasse 25

Rückertstr. 7

97469 Gochsheim

D-97072 Würzburg

Tel. (09721) 6 13 23

Tel. (0931) 3 20 78 46

dfg.gerdmueller@kabelmail.de karin.bayha@arcor.de

S O N S T I G E

DFG- Bundes -

geschäftsstelle

Fellbacher Straße 52

70736 Fellbach

Tel. (0711) 5 18 11 65

Fax (0711) 5 18 17 50

dfg@deutsch-finnischegesellschaft.de

Honorargeneralkonsul

der Republik Finnland

Prof. Dr. Roland Berger

Ismaninger Straße 75

81675 München

Tel. (089) 91 07 22 57

Fax (089) 91 07 28 35

Stellv. Vorsitzender,

Schatzmeister

Christian Schrank

Marthastr.10

81825 München

Tel. (089) 4 36 15 52

schrank@dfg-bayern.de

Referat für

Öffentlichkeitsarbeit

Dr. Karin Bayha

Rückertstr. 7

D-97072 Würzburg

Tel. (0931) 3 20 78 46

karin.bayha@arcor.de

Notizen-Redakteurin

Nina Gellichsheimer

Luisenstraße 7

90762 Fürth

Tel. (0911) 7 43 26 03

notizen@digitalwaren.de

Hof

Sonja Ranki

Sättelstraße 10

95183 Zedtwitz

Tel. (09281) 29 61

ranki@t-online.de

Nürnberg

Mari Koskela

Heinrich-Kirchner-Str. 30

91056 Erlangen

Tel. (0179) 2 28 65 82

mari.koskela@dfg-nuernberg.de

Finnische Kirche

in Süddeutschland

Miika Rosendahl

Schleißheimer Str. 435d

80935 München

Tel. (089) 3 14 88 74

Fax (089) 3 14 65 10

finnischer_pfarrer_sued@t-online.de

Revisoren

Gerd Müller,

Otto Lopau

Referat für Sport

Torsten Villwock

St.-Martins-Platz 2

81541 München

Tel. (089) 69 26 37 6

villwockt@aol.com

I M P R E S S U M

Herausgeber

Deutsch-Finnische

Gesellschaft Bayern e.V.,

Erlangen

www.dfg-bayern.de

Redaktion &

verantwortlich für

den Inhalt

Nina Gellichsheimer (gh)

Entwurf/Gestaltung/

Produktion

digital und real

Fürth

fw@digitalundreal.de

Umschlagmotiv

Visit Finland Image Bank

Verlagsort

Nürnberg

Druck

City Print, Nürnberg

Auflage 1.700 Stück

Bankverbindung

Sparkasse Günzburg

Kto.-Nr. 41038

BLZ 720 518 40

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine