RB Zeitung 01 / 2021

panasch

Das ist wie in der

Champions League!

NEWS 2021 / 1

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FLORIAN GNÄGI

Wenn Schwingerhände und Präzisionswerkzeuge

zusammengreifen

MIT RB HORLOGERIE SPIELT RB BAUMGARTNER

IN DER EXTRA-LIGA DER UHREN-UNIKATE MIT

TOURBILLON GANZ GROSS AUF

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DAVID CHRISTEN

Eine Uhr als künftiges Erbstück

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GREEN DIAMONDS

Edelsteine aus dem Labor

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PANACHE AG

Unsere Werbeagentur hat eine ganz besondere Uhr

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RELOOKING

Das neue Gesicht der SCHEIDEGG

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WIE EINE UHR ENTSTEHT

Das Zifferblatt

Der Aufstieg bewerkstelligte RB Baumgartner

innert neun Monaten und auch dank einem besonders

anspruchsvollen Kunden.

Dieser wollte sich für ein persönliches Jubiläum ein Tourbillon-

Unikat gönnen. Das Team von RB Baumgartner war gefordert.

Vor wenigen Wochen überreichte es dem Kunden

seinen Herzenswunsch und war damit selber in der Extra-

Liga der Tourbillon-Uhren angelangt.

Foto: Nadja Frey, Bern

«Tourbillons sind Meisterwerke der Uhrwerkkunst. In den

nach dem französischen Wort für Wirbelwind benannten

Reglierungsorgan dreht sich das Schwing- und Hemmungs-

system einer mechanischen Uhr um seine Achse und tickt

so besonders genau», erklärt Reto Baumgartner. «Wir sind

stolz darauf, dass wir nun auch Tourbillon-Uhren herstellen.

Das ist wie in der Champions League! Deshalb haben wir mit

RB Horlogerie für unsere Tourbillon-Uhren eine neue Marke

gegründet», freut sich der Inhaber und CEO von RB Baumgartner

AG. Möglich wurde der Aufstieg dank dem neuen

Partner BCP/DYW aus La Chaux-de-Fonds. Wer als Uhrenliebhaberin

oder Uhrenliebhaber den Schritt in die Extra-

Liga ebenfalls machen will und eine individuelle Uhr wünscht,

ist beim Team von Reto Baumgartner genau am richtigen

Ort. «Das Gehäuse, die Inlays, das Zifferblatt und die Störarmbänder

fertigen wir in bester RB-Manier nach Wunsch»,

ergänzt der CEO. Lesen Sie weiter auf Seite 3.

Zeit der Veränderungen, Zeit loszulassen,

Zeit Merci zu sagen

EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser

Schon die zweite Zeitung, die im Bann von Corona entsteht.

Nein, gewöhnt haben wir uns nicht daran, gottseidank. Aber

langsam sehen wir Licht am Ende des Tunnels und wir hoffen,

dass wir das Ende bald erreichen.

Auch die Lieferanten von RB Baumgarter haben ihre offene,

direkte Art sehr geschätzt. Gervaise ist für mich in unserer

gemeinsamen Zeit zu einer wichtigen Wegbegleiterin

geworden.

Natürlich hatte diese Zeit auch Einfluss auf RB Baumgartner

AG Swiss Watchmaking. Unsere Neuerungen, wie das exklusive

Tourbillon von RB Horlogerie oder die neue Scheidegg

haben sich zeitlich verzögert und konnten erst in diesem Jahr

lanciert werden. Einschneidender ist jedoch, dass ich mich

von meiner Mitarbeiterin, Gervaise Voisard, trennen musste.

Corona hinterlässt seine Spuren. Gervaise hat das operative

Geschäft bei RB Baumgartner AG Swiss Watchmaking mit

ihrer charmanten welschen Art gestrafft und professionalisiert.

Dank ihr ist das Sortiment mengenmässig nicht weitergewachsen.

«Nein, Reto, wir haben schon genug Uhren…»,

hat sie mich immer zurecht ermahnt. Und die DNA von RB

Baumgartner wurde entsprechend konsolidiert und prägnanter

sichtbar gemacht.

Ich danke Dir, Gervaise, für Deinen wertvollen Einsatz für

RB Baumgartner und ich bin traurig, dass Du uns verlassen

musstest. Ich hoffe, dass Du uns als Freundin von RB Baumgarter

AG Swiss Watchmaking noch lange verbunden bleibst

und wünsche dir für deine künftigen Projekte viel Erfolg.

Danke sagen möchte ich auch allen, die uns in den vergangenen

Monaten unterstützt und uns die Treue gehalten

haben. Ich bin überzeugt, dass wir gestärkt aus dieser schwierigen

Zeit hervorgehen.

Ihr Reto Baumgartner

Herzlichen Dank Gervaise!


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RB BAUMGARTNER

Schwingerhände und

Präzisionswerkzeuge –

eine spannende Kombination

EIN «GROBER» TASTET

SICH ANS FEINE HERAN

Florian Gnägi’s grösste Sorge ist es, die Millimeter

kleinen Schräubchen mit der Pinzette überhaupt zu

fassen zu bekommen. Tatsächlich erscheinen die

Werkzeuge wie auch die Einzelteile der Uhr noch

kleiner in seinen grossen Händen.

Heute ist also der grosse Tag des Markenbotschafters von

RB Baumgartner AG Swiss Watchmaking gekommen: Florian

Gnägi baut seine eigene Uhr zusammen. So etwas Präzises

habe er noch nie gemacht, meint er. Aber er freue sich auf

die Herausforderung und sei dankbar und beruhigt, Uhrmacher

Reto Baumgartner an seiner Seite zu wissen.

Der Kranzschwinger hat sich für eine blaue MOOD mit

Sonnenschliff und Mondphase entschieden. Als erstes gilt

es, sich mit den Werkzeugen vertraut zu machen – Präzisionslupe,

Pinzette, Schraubenzieher und Gummifingerlinge.

Dann wird auch schon das erste Teilchen gesetzt. Reto ist ein

geduldiger Lehrmeister und Florian ein fleissiger Schüler.

Nach zweieinhalb Stunden ruft Florian Gnägi seine Uhr mit

dem letzten Handgriff ins Leben und sie beginnt zu ticken.

«Ein absolutes Highlight», schwärmt er. Voller Stolz schaut

Florian sich seine Uhr immer wieder an: «Die Uhrmacherei

bedarf höchste Konzentration und Präzision. Das Setzen der

Unruh, die die Uhr zum Ticken bringt, ist vergleichbar mit

dem letzten Schwung bevor man den Gegner im Sägemehl

auf den Rücken legt.»

«Ein ganz wunderbarer Nachmittag geht zu Ende», meint

Florian Gnägi zum Abschied zufrieden, «dieses Erlebnis,

selber eine Uhr zusammenzubauen ist wirklich etwas ganz

Besonderes und bleibt mir in schöner Erinnerung.» Es sei

eine grandiose Erfahrung gewesen, als Sportler des traditionellen

Schweizer Schwingsports in das traditionsreiche

Schweizer Handwerk hineinzuschnuppern.

Und was sagt der Meister zu seinem Spross? «Ich war schon

sehr gespannt, wie Florian mit den feinen Werkzeugen zurechtkommen

würde. Aber er hat das mit Bravur gemeistert.

Er war sehr geduldig, hatte eine ruhige Hand und folgte eifrig

meinen Anleitungen,» lobt Reto und fügt schmunzelnd

an: «falls Florian nach seiner Sportlerkarriere eine neue

Herausforderung sucht, ein Lehrplatz bei RB Baumgartner

ist ihm sicher.»

MOOD

Mechanische Armbanduhr mit Mondphase bei 6 Uhr und

Datum bei 3 Uhr. Sonnenschliff blaues Zifferblatt mit

arabischen Zahlen und Schwertzeigern. Automatisches

Uhrwerk Sellita SW-280 mit 38 Std. Gangreserve.


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RB BAUMGARTNER

Wie RB Baumgartner

zur Tourbillon kam

RB HORLOGERIE – DIE EXTRAKLASSE

VON RB BAUMGARTNER AG SWISS

WATCHMAKING

Es sind oftmals die kleinen Zufälle, die den Impuls zu Neuem geben. Ein solcher

Zufall fand Ende 2019 statt. Ein Kunde wollte sich für ein persönliches Jubiläum

eine Uhr mit Tourbillon gönnen und kontaktierte das Team von RB Baumgartner

mit diesem Anliegen.

Nachdem die einzelnen Komponenten; das Uhrwerk (ein

Handaufzugswerk mit Tourbillon), das Gehäuse, das Zifferblatt

und das Uhrband (das erste bombierte Uhrband aus

Störfischleder aus dem Atelier von Sabina Brägger) definiert

waren, begann die Produktion der vier Uhren in La Chauxde-Fonds.

Dabei werden keine Serien produziert, sondern

jede Uhr wird einzeln von Grund aufgebaut, eben richtig

«manufacture».

Ein nicht alltägliches Projekt und somit ein Fall für das kleine

Uhren-Netzwerk genannt «Uhre-Chränzli». In diesem kleinen,

aber feinen Netzwerk sind Leute aus verschiedenen

Branchen und Funktionen in der Uhrenwelt vertreten.

Eine erste Diskussion bei einem Abendessen zeigte, dass

dieses Vorhaben machbar sein sollte. RB Baumgartner machte

sich deshalb auf die Suche nach passenden Lieferanten

und wurden bei BCP/DYW in La Chaux-de-Fonds in der

Person von Miguel Bolea Moreno fündig. Er hat sich auf die

Produktion von Tourbillons spezialisiert. Mit Hilfe von Miguel

und seinem Team wurde der erste Entwurf der Kundenuhr

erstellt.

Im Verlauf dieser Arbeiten hat das Team von RB Baumgartner

den Entschluss gefasst, die Tourbillon auch in dessen Sortiment

aufzunehmen und die beiden Projekte parallel voranzutreiben.

Es stellte sich aber schnell die Frage, ob eine

Uhr, welche in einem anderen Preissegment angesiedelt ist,

auch unter der Marke RB Baumgartner lanciert werden soll.

Nach langem Überlegen und vielen Diskussionen entschied

sich RB Baumgartner, die uhrmacherischen Spezialitäten und

Leckerbissen neu unter der Marke RB Horlogerie zusammenzufassen.

Als dies geklärt war, konnte die Ausgestaltung der

Uhr in Angriff genommen werden.

Nach gut neun Monaten Produktionszeit konnte das Team

von RB Baumgartner seinem Kunden die erste Tourbillon

übergeben. Ein Meilenstein! Die Uhren Nr. 2 und 3 wurden

Ende Februar 2021 fertigstellt und sind seit Mitte März im

Atelier in Aarberg bereit für die neuen Besitzer. Auch die

neuen Tourbillons lassen sich individuell gestalten. Das Gehäuse

ist in Stahl, Titan, Gold oder Karbon erhältlich. Die

Inlays im Gehäuse können ebenfalls aus der Palette Stahl,

Titan, Gold oder Karbon ausgewählt werden. Das Zifferblatt

gibt es in der ganzen Farbpalette und in verschiedenen

Ausführungen (guiochiert, mit Sonnenschliff, mit Genfer

Streifen etc.) oder sogar aus getöntem Saphirglas. Das Störarmband

ist in den Ausführungen nature, geölt oder schwarz

erhältlich. Fühlen Sie sich angesprochen? Das Team von

RB Baumgartner unterstützt Sie gerne bei der Gestaltung

Ihres einzigartigen Tourbillons.

ZIFFERBLATT BLAU WERKZEICHNUNG ZIFFERBLATT SCHWARZ

WAS GENAU IST EIN

TOURBILLON?

Das Tourbillon (franz. für Wirbelwind) ist eine

Vorrichtung, bei der das Schwing- und Hemmungssystem

einer mechanischen Uhr sich um seine

Achse dreht, um eine weniger lageabhängige

Ganggenauigkeit, insbesondere von Armband- und

Taschenuhren, zu erreichen. Durch die Schwerkraft

ist die Ganggenauigkeit herkömmlicher Uhren

nicht in allen Lagen gleich. Ein Tourbillon verteilt die

Wirkung der Schwerkraft auf das Schwingsystem

(Unruh und Unruhspirale) gleichmässig über alle

Lagen wenigstens einer Drehebene. Lageabhängige

Gangabweichungen der empfindlichsten Teile heben

sich in allen diesen Lagen auf.

TOURBILLON

Ein Meisterwerk der Uhrwerkkunst. Ein Tourbillon mit Titan-Gehäuse, schwarzem Zifferblatt

mit Genfer-Streifen. Die Konfiguration der Uhr (Gehäuse, Zifferblatt und Band) ist

individuell anpassbar. Schweizer Uhrwerk BCP Tourbillon Handaufzug mit 105 Stunden

Gangreserve (2 Jahre Garantie). Lieferzeit in der Regel 4 bis 6 Monate.


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RB BAUMGARTNER

Der Lauf der Zeit

und der Kampf

gegen die Vergänglichkeit

MIT SCHRAUBENZIEHER UND PRÄZISIONSLUPE

ZUR MATURITÄTSARBEIT

Über mehrere Monate arbeitete David Christen

an seiner Maturitätsarbeit – eine komplett selbst

designte und schlussendlich auch selbst zusammengebaute

mechanische Uhr.

Anfangs März erfolgte dann der letzte Handgriff

und David Christen erweckte seine Uhr zum Leben.

Die Basis von David Christens Uhr ist eine MOOD. Das Gehäuse

und das Zifferblatt hat er selbst designt und aufwendig

bearbeitet. Das Zifferblatt hat einen gelb-bräunlichen Stich

sowie römische Zahlen, eine Mondphase auf 6 Uhr, Datum

auf 3 Uhr und verfügt über Schwertzeiger. Zusätzlich ist das

Familienwappen der Christens auf dem Zifferblatt abgebildet.

Ein hellbraunes Störarmband von Sabina Brägger

rundet die grandiose Arbeit ab.

MOOD

Mechanische Armbanduhr mit Mondphase bei 6 Uhr und

Datum bei 3 Uhr. Silbernes Zifferblatt mit Sonnenschliff,

arabischen Zahlen und Schwertzeigern. Automatisches

Uhrwerk Sellita SW-280 mit 38 Std. Gangreserve.

David Christen, was genau studieren Sie?

Aktuell bin ich noch am Realgymnasium Rämibühl in Zürich

und werde dieses Jahr abschliessen. Was ich später genau

studieren möchte, steht noch offen.

Sie haben den Titel «Der Lauf der Zeit und der

Kampf gegen die Vergänglichkeit» gewählt.

Was wollen Sie damit ausdrücken?

Ich habe in meiner Arbeit ein Beispiel für den Lauf der Zeit

genommen, auch bekannt als Wasseruhr, welche schon von

den Ägyptern und den alten Griechen genutzt wurde. Das

Wasser fliesst wie die Zeit fliesst und wird in einem Becken

aufgefangen. Ich wollte meine Uhr als Becken, welches die

Zeit festhält, in der ich lebe und die Geschichte der Vergangenheit

festhalten, denn alles ist vergänglich und es ist

wichtig, die Vergangenheit festzuhalten.

Weshalb haben Sie sich eine mechanische Uhr

als Thema ausgesucht?

Ich war schon immer von jeglichem Handwerk fasziniert.

Sei es Schmiedekunst, Schmuckschmied oder Uhrmacher.

Dieses Interesse habe ich wahrscheinlich von meiner Mutter,

welche mir schon früh ihre Leidenschaft fürs Basteln und

Handwerkeln zeigte. Auch mit meinem Vater habe ich seit

klein auf Modelleisenbahnen gebaut. Auf eine mechanische

Uhr bin ich gekommen, da ich verstehen wollte, wie eine

mechanische Uhr funktioniert.

Wie kamen Sie auf RB Baumgartner AG

Swiss Watchmaking?

Zuerst dachte ich an die grossen Manufakturen, wie Rolex,

Hublot etc., aber habe dann schnell gemerkt, dass sie keine

Kapazität für ein solches Projekt haben. Dann habe ich bei

Google nach «kleine Schweizer Uhrenmanufaktur» gesucht

und als erstes wurde mir RB Baumgartner vorgeschlagen.

Dann habe ich Reto meine Idee geschildert und er hat mir

geholfen, meine Idee zu verwirklichen.

Sie haben ein sehr aufwendiges und detailreiches

Design in das Gehäuse gearbeitet, welches ist die

Geschichte dazu?

Zuerst habe ich mir überlegt, welche Elemente ich in mein

Design integrieren möchte. Zum einen wollte ich sowohl

die vielen Eisenbahningenieure von der Seite meines Vaters

als auch die Bauernfamilie meiner Mutter verewigen. Zusätzlich

wollte ich das Familienwappen miteinbeziehen, da ich

stolz auf meinen Familiennamen bin und dies auch zeigen

möchte.

Mit dieser Uhr wollte ich die Geschichte meiner Vorfahren

festhalten, um ihnen Würde zu erweisen. Jedes Detail auf

dieser Uhr hat einen Grund und bedeutet mir und meiner

Familie viel. Ich wollte, dass diese Uhr zu einem Erbstück

wird; meinem Erbstück und mein Teil der Geschichte ist

die Uhr selbst.

Welche Arbeitsschritte haben Sie an Ihrer Uhr

selbst gemacht?

Durch die filigrane Arbeit am Gehäuse und das Stanzen des

Ziffernblattes konnte ich nur das Störlederband bei Sabine

sowie das Design an sich selbst machen.

Wie ist die Arbeit am Störarmband bei Sabina

vonstatten gegangen?

Zuerst hat mir Sabina ihr kleines, aber feines Atelier gezeigt.

Danach haben wir direkt mit der Herstellung des Armbands

begonnen. Zuerst durfte ich die Störhaut selbst aussuchen,

danach hat sie die Form des Bandes mit ihrem Lasercuter

herausgeschnitten. Dann habe ich die einzelnen Teile

zusammengeklebt und Sabina hat sie genäht. Zu guter Letzt

habe ich noch die Ränder abgestumpft und schwarz angemalt.

Ich bin sehr zufrieden mit dem fertigen Produkt und

kann ihre Bänder nur weiterempfehlen.

Sie haben einen Tag als Uhrmacher bei Lukas

im Atelier verbracht, was haben Sie an diesem

Tag gelernt?

Einfache Uhren ohne Komplikationen sind eigentlich sehr

simpel aufgebaut aber keineswegs einfach zu bauen. Alle

Teilchen sind genaustens aufeinander abgestimmt. Auch

die Geschichte hinter der Entwicklung jedes dieser Teile

ist sehr interessant und faszinierend.


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RB BAUMGARTNER

Wie lange dauerte Ihre Maturitätsarbeit –

gemessen von den ersten Ideen bis hin

zum Setzen der Unruh?

Begonnen hat es mit der Planung kurz vor den Sommer-

ferien. Am ersten Treffen haben wir die Ziele meines Projekts

aufgeschrieben und ausgearbeitet. Die Planung kam

aber am Anfang ein bisschen ins Stocken, da es schwierig

war, Lieferanten für Unikate zu finden. Als dann im November

der Zeitdruck des Abgabetermins näher rückte, fing

das Ganze an, in Schwung zu kommen. Schlussendlich

habe ich anfangs März das letzte Teil, die Mondphase und

das Zifferblatt, in meine Uhr eingebaut. Also dauerte das

ganze Projekt etwa ein ¾-Jahr von der Idee bis zum fertigen

Produkt.

Was war die aufwendigste Arbeit?

Neben der Recherche für den schriftlichen Teil meiner

Arbeit war das ständige Reisen das aufwändigste. Da

ich aus Zürich komme, musste ich jedes Mal 2–3 Stunden

in die Romandie reisen, da dort die Uhrenindustrie der

Schweiz angesiedelt ist.

Was bereitete Ihnen am meisten Freude?

Endlich das fertige Produkt in den Händen zu halten und

sie allen zu zeigen, welche das Projekt verfolgt haben.

Was war die schwierigste Arbeit?

Die Arbeit an sich hat mir Spass gemacht zu schreiben, vor

allem der Teil meiner Familie. Ich habe viele Nachmittage

mit meinem Vater verbracht, um die Geschichte meiner

Familie zusammenzutragen. Der geschichtliche Teil war

zwar sehr spannend, aber sehr aufwendig, denn viele

unterschiedliche Quellen haben verschiedene Jahreszahlen

verwendet und dies machte es, im historischen Teil der

Arbeit, ein bisschen schwierig die Chronologie einstimmig

zu halten.

Was fasziniert Sie an der Uhrmacherei?

Abgesehen davon, dass bereits eine simple Automatik-Uhr

sehr genial ist, finde ich die Vorstellung einer Armbanduhr

mit mehreren Funktionen, wie Chronograph, Datum und

sogar Wecker unglaublich. Eine Marke, die mich auf technischer

Ebene fasziniert, ist Jacob & co. Auch wenn sie sehr

mit Juwelen und Edelmetallen überladen sind, haben sie

trotzdem sehr krasse Komplikationen in ihrer Kollektion.

Diplom mit Topnote im Sack – wie sehen Ihre

nächsten uhrmacherischen Pläne aus?

Uhrmacher steht auch auf der Liste der Tätigkeiten, denen

ich nachgehen möchte. Vielleicht aber auch Polymechaniker

als Studium, um nicht nur die Uhren zusammenzubauen

und zu warten, sondern auch das Innenleben der Uhr zu

gestalten, respektive ein eigenes Uhrwerk zu entwickeln.

Auf jeden Fall wird dies ein Projekt bleiben, welches ich in

meiner Lebenszeit machen möchte, auch wenn es erst nach

meiner Pension der Fall sein sollte.

Wir gratulieren David Christen zur grossartigen Arbeit und

bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen und

die tolle Zusammenarbeit.


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RB BAUMGARTNER

Die grüne Revolution aus

dem Labor: So nachhaltig

können Diamanten sein

HIER SETZEN WIR MIT GUTEM GEWISSEN

AUF DIE KÜNSTLICHE, STATT AUF DIE

NATÜRLICHE HERSTELLUNG

«Diamonds are a girl‘s best friends», sang Marilyn Monroe in den 50er-

Jahren unbekümmert. Hätte sie das auch getan, wenn sie gewusst hätte, dass ihr

Verehrer mit dem Kauf des hochkarätigen Schmuckstückes womöglich einen

Bürgerkrieg mitfinanziert?

LUA

Klassische Uhr, natürliches Perlmutt Zifferblatt und Datum

bei 3 Uhr. Lünette mit synthetischen Diamanten

(Green Diamonds) bestückt. Mechanisches Uhrwerk

(Automatik) ETA 2824 oder Sellita SW200.

Gangreserve 40 Std.

Diamanten und Afrika sind durch eine sehr lange Geschichte

miteinander verbunden. Nirgendwo anders auf der Welt

werden derart grosse Mengen von dem kostbaren Edelstein

gewonnen. Leider hatte der Handel in der Vergangenheit

auch seine Schattenseiten indem zum Beispiel mit dem Erlös

Waffenkäufe im Bürgerkrieg von Angola finanziert wurde.

Heutzutage ist die Herkunft eines Diamanten besser verfolgbar.

Im Jahr 2003 trat der Kimberley-Prozess in Kraft, welcher

den Handel mit sogenannten Blutdiamanten, seither weitgehenst

unterbindet.

Auch im Sortiment von RB Baumgartner finden sich Edelsteine

wieder. Die Lünette des Modells LUA ist mit 55 Diamanten

bestückt – allerdings mit synthetischen Diamanten, sogenannten

«green diamonds». Seit einigen Jahren machen es

Techniken möglich, Diamanten im Labor zu züchten. Bisher

waren diese Edelsteine qualitativ nicht gut genug, um im

Schmuckbereich verwendet zu werden. Doch seit Kurzem ist

die Diamantenbranche in Aufruhr, nachdem Forscher eine

Möglichkeit gefunden haben, Diamanten mit neuen speziellen

Technologien künstlich herzustellen. Inzwischen werden

Steine mit mehreren Carat gezüchtet.

Die zahlreichen Vorteile der künstlich hergestellten Diamanten

haben RB Baumgartner überzeugt, sich für die «green

diamonds» zu entscheiden:

• 100 % konfliktfrei: Die Diamanten der LUA werden in

einem Schweizer Labor hergestellt.

• Ressourcenschonend: Um 1 ct. Diamanten unter der

Erde zu finden werden rund 200 Tonnen Erde bewegt.

Der Energieaufwand ist immens. Die Produktion

synthetischer Diamanten ist daher vergleichsweise

umweltfreundlich.

• Eine verhältnismässig kurze Produktionszeit von 28 Tagen

für einen Rohdiamanten mit 1 ct. Grösse.

• Ein Unterschied zu einem natürlichen Diamanten ist

mit blossem Auge oder einer Lupe mit 10-facher

Vergrösserung bei gleicher Qualität nicht zu erkennen.

WAS GENAU PASSIERT

BEI DER HERSTELLUNG

VON SYNTHETISCHEN

DIAMANTEN?

Das Wunder vollzieht sich gleich wie in den Austern: Ein klitzekleines

Element wächst zu einem fabelhaften Schmuckstück

heran. Während es bei den Austern ein Sandkorn ist, das zu

einer Perle wird, sind es in den Labors kleinste Diamanten-

splitter, die zu Edelsteinen heranwachsen. Die Methode

heisst «Chemical Vapor Deposition» (CVD) und verspricht

grosse Verbesserungen gegenüber der herkömmlichen Methode

namens «High Pressure, High Temperature» (HPHT),

die seit den 1950er Jahren angewendet wird – sowohl punkto

Qualität wie auch Herstellungskosten.

Bei der CVD-Herstellung wird ein Splitter acht Wochen lang

in einen Vakuumraum gesteckt, der mit Wasserstoff und Methan

gefüllt wird, das wiederum zu Plasma – ionisiertem Gas

– wird. Darauf setzen sich stark geladene Kohlenstoffatome

auf dem Splitter ab und lassen diesen wachsen. Hat der Stein

eine bestimmte Grösse erreicht, wird er in einer anderen

Kammer mit Laserstrahlen bearbeitet, um den «Keim-Stein»

herauszulösen und dem neuen Diamanten einen Schliff zu

verpassen.

Die künstlichen Steine werden danach von Prüfstellen wie

dem International Gemological Institute zertifiziert, mit dem

mikroskopischen Label «Im Labor gezüchtet» und einer

Seriennummer versehen. Damit sind sie klar von natürlich

entstandenen Diamanten unterscheidbar.

Die Diamanten unserer LUA werden von Sertissage & Co Sàrl

in Satigny in die Lünette eingesetzt. Wir sind der Meinung,

dass die LUA mit ihrem zarten Perlmutt-Zifferblatt und den

synthetischen Edelsteinen noch etwas mehr strahlt.


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RB BAUMGARTNER

It’s Panache-Time:

Diese Uhr zeigt die ganze

Welt der Kommunikation

DAS ZEITLOSE MODELL DER BERNER WERBE-

AGENTUR PANACHE IST EIN BELIEBTER

UND INNOVATIVER ALLROUNDER.

Uhren zeigen die Zeit an, neuerdings auch den Puls, die Schlafphasen oder die

Schritte. Die Uhr von Panache kann noch viel mehr: Sie zeigt die ganze Welt der

Kommunikation und ist zugleich ein Kompass.

Tick-tack, es ist immer Zeit für Kommunikation: Bei dieser

müssen neben dem Timing die dahinter stehende Strategie,

die Inhalte, die Zielgruppen-Genauigkeit sowie die Kreativität

und Ästhetik stimmen.

Deshalb hat die Panache-Crew ihre eigene Uhr entwickelt. Mit

dieser begleitet sie ihre Kunden seit über 20 Jahren auf deren

Kommunikationsreisen vom Start bis ans Ziel: Von der Ausgangslage

und Idee über die Strategie, die Zielgruppe, die

Botschaften bis zur Umsetzung mit den passenden Massnahmen

und dem Controlling. Für die Kunden und für das Team

von Panache selber ist sie Taktgeber und Kompass zugleich.

ALS GESAMTWERK

ODER IN EINZELTEILEN

ERHÄLTLICH

Die Panache-Uhr überzeugt als Gesamtwerk und mit

ihren Einzelteilen. Viele Kunden nutzen einzelne

Leistungsebenen und Angebots-Räder. Zudem starten

sie ihre Kommunikationsreisen mit Panache wie und

wann sie wollen. Alle profitieren von ihrem vernetzten

Denken und den Synergiemöglichkeiten. Denn

Panache hat immer die ganze Uhr im Blick. Tick-Tack!

panache.ch

1

– DAS HERZ

Sie vereint alle Leistungsebenen und verfügt deshalb über

vier Zeiger. Die erste Leistungsebene gibt die Richtung vor

und bildet auch als Kompass das zentrale Gehäuse. Hier

erarbeiten die Berner Werbe- und PR-Spezialisten mit ihren

Kunden die Positionierung der Firmen oder deren Produkte

sowie die dazugehörenden Kommunikationskonzepte und

-strategien.

2

– DAS KLEID

In der zweiten Leistungsebene verleihen sie den erarbeiteten

Lösungen ein massgeschneidertes und ästhetisches

Kleid. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Panache

kreieren die Corporate Identity und das Corporate Design

mitsamt Logo.

3

– DIE STORY

Die Inhalte erstellen sie in der dritten Leistungsebene.

Dabei beherrschen sie alle Räder, die zusammen eine

lebendige Kommunikation ausmachen: Mit Texten, Bildern,

Videos, Animationen, Illustrationen und Visualisierungen

erklären sie und erzählen Geschichten.

4

– DIE VERBREITUNG

Mit den richtigen Massnahmen transportiert die Crew von

Panache in der vierten Leistungsebene die Inhalte in den

richtigen Kanälen. Dies in den Bereichen online, Event,

Medien/PR und Print.

P.S.: Die Panache-Uhr tickt auch für RB Baumgartner AG Swiss

Watchmaking. Die Werbe- und PR-Spezialisten von Panache

entwickelten und gestalteten die Website, die Kollektionslabels

und auch die RB-News, die Sie gerade lesen.


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RB BAUMGARTNER

Der wahre Wert eines

Tourbillons zeigt sich

mit der Zeit.

DIE EXTRAKLASSE VON

RB BAUMGARTNER

SWISS WATCHMAKING

rb-baumgartner.ch


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RB BAUMGARTNER

Die SCHEIDEGG

mit neuem Gesicht

RELOOKING

Foto: Nadja Frey, Bern

Letztes Jahr beschäftigte sich RB Baumgartner

stark mit der DNA seiner Uhren mit dem Ziel, einen

gemeinsamen Wiedererkennungswet der Uhren

zu finden und hervorzuheben. Eine RB Baumgartner-Uhr

soll als solche erkannt werden. Zusammen

mit dem Designer, Etienne Ruffieux und seinem

Team vereinheitlichte RB Baumgartner also den

Look der Uhren – Gehäuse, Zifferblätter, Indexe,

Zeiger und Armbänder.

Nun hat auch die SCHEIDEGG noch ein neues Gesicht bekommen.

Das Zifferblatt und die Zeiger wurde DNA-konform

umgestaltet. Das Zifferblatt hat stehend angeordnete arabische

Ziffern und drei Hilfszifferblätter bei 6, 9 und 12 Uhr

sowie Datumsanzeige auf 3 Uhr. Bei 6 Uhr befindet sich der

Totalisator für die gestoppten Stunden, bei 9 Uhr die kleine

Sekunde und bei 12 Uhr die Anzeige für Stoppminuten. Die

Zeiger unterstreichen die sportliche Eleganz der neuen Uhr.

Die neue SCHEIDEGG ist in vier verschieden Farbvariationen

erhältlich:

Die sportlichen Modelle erscheinen mit schwarzem oder

dunkelblauem Zifferblatt und roten Chronographenzeiger.

Als Armband kann zwischen einem schwarzen Corduraband

oder den neuen Vintagebänder in blau, dunkelbraun oder

hellbraun gewählt werden.

Die SCHEIDEGG im Retro Look zeichnet sich durch die

Zifferblätter mit Farblauf in blau oder braun aus. Die orangen

Chronographenzeiger unterstreichen die Reise zurück in

die siebziger Jahre. Als Armband kann zwischen den neuen

Vintagebänder in blau, dunkelbraun oder hellbraun oder

einem Milansestahlband gewählt werden.

Wie gefällt Ihnen die neue SCHEIDEGG? Das RB Baumgartner

Team freut sich über Ihre Meinung und Feedback.

SCHEIDEGG

Mechanischer Chronograph, Tag / Datum bei 3 Uhr.

Uhrwerk (Automatik) Valjoux 7750. Gangreserve 44 Std.

RB Baumgartner

tickt jetzt auch

ganz oben

RB BAUMGARTNER-UHREN AUF PASSHÖHE

Seit dem 1. Mai 2021 darf die Passhöhe1013 zur RB Baumgartner-Familie gezählt

werden. Denn mit ihnen als neuen Verkaufspartner ticken nun RB Baumgartner

Uhren auch ganz oben auf dem Brünig.

Höhenluft macht hungrig. Reisen auch. Da kommt eine

Pause wie gerufen. Auf der Passhöhe zwischen dem Berner

Oberland und der Innerschweiz gibt es den schnellen und

unkomplizierten Genuss.

Ein herzliches, aufgestelltes Team setzt so ziemlich alles

daran, dass ihre Gäste - MotorradfahrerInnen, Stammgäste,

Familienmenschen, DraufgängerInnen und Ausflügler –

frisch gestärkt und voller Elan den weiteren Weg in Angriff

nehmen können und auch jederzeit gerne wieder einen Halt

in der Passhöhe1013 einlegen.

Die Passhöhe1013 gehört zur Sinnvoll Gastro Luzern und

ist das etwas andere Selbstbedienungsrestaurant: Hier bekommt

man richtig guten Kaffee, selbstgebackene Kuchen,

Burger (auch vegan) und die schmackhafteste Lasagne an

der ganzen Passstrasse. Für die Daheimgebliebenen gibt’s

verschiedene Souvenirs der besonderen Art und neu auch

die exklusiven Modelle der RB Baumgartner Uhren. Lassen

Sie sich verführen. Ein Besuch in der Passhöhe1013 ist ein

Erlebnis für alle Sinne.

Also dann: Bis bald in der Passhöhe1013.


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RB BAUMGARTNER

Wie

eine Uhr

entsteht

DAS GESICHT DER UHR:

DAS ZIFFERBLATT

Das Zifferblatt ist in zweierlei Hinsicht das Gesicht

der Uhr. Zum einen ist das Zifferblatt, dass was Sie

sehen, wenn Sie eine Uhr zum ersten Mal anschauen.

Es entscheidet darüber, ob Ihnen die Uhr gefällt

oder nicht. Zum andern werden auf diesem

«Gesicht» die Funktionen der Uhr ersichtlich; die

Anzeige der Zeit, allenfalls das Datum, die Mondphase,

die zweite Zeitzone, etc.

Reto erklärt

ÜBERSICHT DER

ZIFFERBLATTGRUNDTYPEN:

Woraus besteht nun ein Zifferblatt? In den meisten Fällen

wird ein Rohling aus Messing erstellt. Dieser Rohling wird

dann entweder lackiert, galvanisiert oder mit einer Deckschicht

wie zum Beispiel Perlmutt belegt. Andere Materialien,

die zum Herstellen von Zifferblättern dienen sind Neusilber,

Bronze, Kupfer, Gold, Silber oder Platin. Neu werden auch

Materialen wie Karbon, Gestein, Holz oder Saphirglas für

Zifferblätter verwendet.

Zifferblatt mit stehend

angeordneten arabischen Ziffern

Zifferblatt mit radial

angeordneten römischen Ziffern

Oftmals wird auch die Oberfläche des Zifferblattes noch

speziell behandelt. Sei dies durch einen speziellen Schliff

(Genfer Streifen, Sonnenschliff, etc.) oder durch eine

Guillochage.

Liegt das Zifferblatt nun lackiert und dekoriert vor, werden

die Kennzeichnungen angebracht. Dies geschieht entweder

durch einen Tampondruck basierend auf einem vorgängig

hergestellten Cliché und/oder durch das Anbringen von

Appliques. Die Appliques können wiederum aus den

verschiedensten Materialien bestehen und der Tampodruck

erfolgt mit normaler oder fluoreszierender Farbe.

Das Chronographen-Zifferblatt

mit drei Hilfszifferblättern

Das Sandwich-

Zifferblatt

Wie entsteht ein Zifferblatt? Als ersten Schritt bestimmen

wir jeweils mit welchem Uhrwerk und mit welchem Gehäuse

wir arbeiten wollen. Während mit dem Uhrwerk die auf dem

Zifferblatt abzubildende Funktionalität definiert wird, legt

man mit dem Gehäuse einerseits die mögliche Bauhöhe und

andererseits den sichtbaren Durchmesser des Zifferblatts,

die sogenannte Ouverture, fest.

In einen nächsten Schritt sitzen wir mit unserem Designer,

Etienne Ruffieux, zusammen und legen zuerst den Grundtyp

des Zifferblattes fest. Danach werden die Gestaltungskriterien

gemeinsam definiert:

Das Chronographen-Zifferblatt

mit zwei Hilfszifferblättern

Das Schiffschronometer-

Zifferblatt

• Welche Wirkung / Gefühl / Ausdruck (oder in englisch

«Mood») soll das Zifferblatt transportieren?

• Welche Funktionen sollen hervorgehoben werden?

• Wie wird die DNA von RB Baumgartner umgesetzt?

• In welchen Farben und Oberflächengestaltungen

soll das Zifferblatt produziert werden?

• Wie erfolgen die Kennungen auf dem Zifferblatt

(Druck, Appliques)?

Ist der Grundtyp bestimmt und die Fragen beantwortet,

wird der erste Entwurf durch den Designer erstellt. Dieser

wird gemeinsam kontrolliert und wenn nötig noch justiert.

Anschliessend kann der Produktionsplan erstellt werden,

welcher nebst dem Design alle notwendigen technischen

Angaben wie Grösse, Dicke, Position der Zifferblattfüsse, etc.

enthält.

Das Zifferblatt

einer Fliegeruhr

Das Zifferblatt

«California Dial»

Mit diesem Plan erstellt der Zifferblatthersteller (Cadranier)

die Prototypen. Diese werden von uns hinsichtlich Design,

Wirkung und Einhaltung der technischen Vorgaben geprüft

und es wird ein Prototyp der gesamten Uhr produziert. Sind

alle offenen Punkte bereinigt wird die Produktion der Zifferblätter

in Auftrag gegeben. Die Produktionszeit beträgt in

der Regel 4 bis 6 Monate.

Das Regulator-Zifferblatt

Das Zifferblatt

einer Taucheruhr


NEWS 2021 / 1

11

RB BAUMGARTNER

Herzliche Gratulation

Claudia Schumacher!

SIE GEWINNT BEIM LESERFOTOWETTBEWERB

1.P l a t z

MRS. PEARL

Klassisch zeitlose Schweizer Dresswatch mit Datum

bei 3 Uhr. Perlmutt-Zifferblatt mit Index aus Strass-Steinen

und Blattzeiger. Uhrwerk (Automatik) ETA 2824 mit

40 Std. Gangreserve.

2. Platz

Die Gewinnerin des Leserfotowettbewerbs aus der letzten

Ausgabe im Herbst 2020 heisst Claudia Schumacher und

kommt aus Feldbrunnen. Sie hat ihre MRS. PEARL vor einer

Kirchenorgel in Szene gesetzt. Die Jury findet dass dieses

stimmungsvolle Bild in ungewissen Pandemiezeiten Vertrauen

und Zuversicht vermittelt und kürt es zur Nummer eins.

Claudia Schumacher gewinnt ein Wechselarmband ihrer

Wahl mit Click-Verschluss.

AMPLITUDE

Die mechanische Schweizer Uhr im einzigartigen Wendegehäuse

Recto Verso mit skelettiertem Zifferblatt und Uhrwerk.

Uhrwerk (Handaufzug) Unitas 6498 skelettiert mit

46 Std. Gangreserve.

Der 2. Platz geht an Marc Huber aus Krauchthal mit seiner

AMPLITUDE im Pulverschnee und auf dem 3. Platz ist

Mirjam Rohn aus Burgdorf mit ihrem gelungenen Foto eines

schlabbrigen Handkusses. Sie trägt eine HANDCRAFT.

3. Platz

Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben.

HANDCRAFT

Klassisch zeitlose Schweizer Uhr mit Datum bei 3 Uhr.

Silbernes Zifferblatt mit Plankenmuster und Schwertzeigern.

Uhrwerk (Automatik) ETA 2824 oder Sellita SW200 mit

40 Std. Gangreserve.

Eine Uhr darf die

Abenteuerlust

wecken.

rb-baumgartner.ch


NEWS 2021 / 1

12

RB BAUMGARTNER

Willkommen

bei uns!

Möchten Sie die aktuelle Kollektion von RB Baumgartner in unserem Uhrmacheratelier ansehen und

anprobieren? Oder haben Sie eine mechanische Uhr zum Reparieren? Besuchen Sie uns in unserem Laden

in Aarberg (BE).

Kollektionen

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

RB BAUMGARTNER AG

Höheweg 14

CH - 3053 Münchenbuchsee

info@rb-baumgartner.ch

www.rb-baumgartner.ch

RETO BAUMGARTNER

CEO | Watchmaker

+41 79 456 39 18

LADENLOKAL

Stadtplatz 16

3270 Aarberg

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag bis Freitag: 09.00 – 12.00 Uhr

13.30 – 18.30 Uhr

Samstag:

09.00 – 16.00 Uhr

Bleiben Sie ein Teil dieser Passion.

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UNSERE UHRENPRODUKTE

SIND AUCH BEI UNSEREN

PARTNERN ERHÄTLICH:

Reto Baumgartner

SCHMUCKZYT RUCHTI,

SOLOTHURN (SO)

Schmiedgasse 2

4500 Solothurn

www.schmuckzyt.ch

J. OTTO SCHERER SOHN,

PENDULIER, BERN (BE)

Kramgasse 26

3000 Bern 8

HOTEL COLLINETTA,

ASCONA (TI)

Strada Collinetta 115

6612 Ascona

www.collinetta.ch

YOUMY GOLDSCHMIEDE,

KÜSSNACHT AM RIGI (ZH)

Chlausjägergasse 4

6403 Küssnacht

VESTITA,

BURGDORF (BE)

Bahnhofstrasse 26

3400 Burgdorf

www.vestita.ch

HOTEL VILLA POST,

VILPERA (GR)

Hotel Villa Post

7552 Vulpera

www.villa-post.ch

EDUARD NEITZKE,

KREATIV & EXCLUSIV

Onlineshop

www.kreativ-exclusiv.com

PASSHÖHE1013,

BRÜNIG (BE)

Brünigstrasse 621

3860 Meiringen

www.passhoehe1013.ch

HOTEL WETTERHORN,

HASLIBERG (BE)

Hohfluh

6083 Hasliberg

www.sinnvollgastro.ch

© 2021

Konzept | Gestaltung

Panache AG, Bern

www.panache.ch

Druck

Druckerei Glauser AG, Fraubrunnen

Auflage

www.rb-baumgertner.ch

20 000 Exemplare

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