2021/25 | Helfensteiner Land | Juni 21

suedwest.presse

Helfensteiner

LAND MAGAZIN

Juni 2021

Sonderveröffentlichung

Foto: Claudia Burst

IM SCHÄFERWAGEN

GANZ NAH AN DER NATUR


Foto: Vera Kuttelvaserova - stock.adobe.com

Impressum

Verlag & Herausgeber

GEISLINGER ZEITUNG

Verlagsgesellschaft mbH

& Co. KG

Hauptstraße 38

73312 Geislingen/Steige

Gesamtkoordination

Heike Siegemund

Gestaltung

Bettina Backes, Christa Borth

Anzeigen Bettina Holzwarth

(verantwortlich)

Redaktion

Kathrin Bulling (verantwortlich),

SVH GmbH & Co. KG

Druck

DHO – Druckzentrum

Hohenlohe Ostalb

GmbH & Co. KG

Ludwig-Erhard-Straße 109

74564 Crailsheim

Datenschutz

Den Datenschutzbeauftragten

erreichen

Sie unter:

datenschutz@swp.de


INHALT 3

Inhalt

3 Inhalt

4 Interview mit

Marv dem Zauberer

Liebe Leserinnen und Leser,

Heike Siegemund

das Zaubern ist seine große Leidenschaft:

Marvin Schebesta

aus Eybach, bekannt als Marv

der Zauberer, verblüfft seine Zuschauer

mit beeindruckenden

Tricks und Illusionen. Doch

freilich ist auch er von der Corona-Pandemie

betroffen und

kann seit März vergangenen

Jahres nicht mehr vor Publikum

auftreten. Im Interview erzählt

der 21-Jährige, dass er jetzt über

das Videoportal TikTok zahlreiche

Zuschauer erreicht, ihm

aber das „richtige“ Auftreten

vor Publikum trotz des großen

Erfolgs auf TikTok fehlt. Mehr

dazu lesen Sie auf den Seiten

vier, fünf und sechs.

Auch unsere neue Serie führen

wir in dieser Ausgabe des

Helfensteiner Land“ fort: Dabei

stellen wir Firmen aus der

Region vor, die dem Bundesverband

mittelständische Wirtschaft

im Kreis Göppingen angehören.

Diesmal ist „Computertechnik

Lang“ in Böhmenkirch

an der Reihe. CTL bietet

alles vom Handy bis zur Serverlandschaft.

Was einst im elterlichen

Keller begann, präsentiert

sich heute als gefragtes IT-Systemhaus.

Das ganze Firmenporträt

finden Sie auf den Seiten 18,

19 und 20.

Ein weiteres interessantes

Thema entdecken Sie auf den

Seiten 14 und 15: Die Nellinger

Firma Eliquo KGN hat in Bamenda,

der drittgrößten Stadt in

Kamerun in Zentralafrika, eine

Trinkwasseraufbereitungsanlage

aufgebaut. Für die Menschen

dort dürfte damit ein Traum in

Erfüllung gegangen sein – mussten

sie doch bisher mit Kanistern

bis zu fünf Kilometer weit

zu Zapfstellen gehen, um

schließlich ungereinigtes Quellwasser

zu ergattern. Doch für

die Verantwortlichen der Nellinger

Firma war es nicht ganz

einfach, das Projekt umzusetzen;

es gab viele Hürden auf

dem Weg dorthin.

Viele weitere Themen hält

dieses Heft für Sie bereit: unter

anderem einen Bericht über die

Renovierung der Stiftskirche

Sankt Cyriakus in Wiesensteig,

über Benny Jäger und Sonja

Banzhaf vom Kulturhof Erpfenhausen,

die für Interessierte einen

Schäferwagen zum Übernachten

aufgestellt haben, und

über die Geislingerin Petra

Straile, die sich für die Themen

Klimaschutz und Nachhaltigkeit

einsetzt. Außerdem berichten

fünf Menschen aus der Region,

worauf sie sich am meisten freuen,

wenn die Pandemie endlich

überstanden ist.

Wir wünschen Ihnen viel

Spaß beim Lesen, einen schönen

Sommer – und bleiben Sie

gesund!

Ihre Heike Siegemund

7 Fahr mal raus

8 Schäferwagen in

Erpfenhausen

10 Porträt

Petra Straile

1 2 Stiftskirche

Sankt Cyriakus

in Wiesensteig

14 Projekt „Trinkwasser

für Kamerun“

16 Wandertipp

Petra Straile

Das Gesicht des Geislinger

Weltladens

Seite 10

16 Wanderung

Helmut Walter aus Bad

Überkingen nimmt die

GZ-Leser mit auf eine Tour

zum Helfenfinger Kliff.

18 Firma CTL

in Böhmenkirch

21 Rezept

21 Sommer-Rezept

Sommerzeit ist Grillzeit:

Walter Bauhofer präsentiert

ein Rezept für Antipasti mit

Ratatouille-Feinkostsalat.

22 Heiligs Blechle

08 Natur

Einfach mal abtauchen: Ein

Schäferkarren beim Weiler

Erpfenhausen bietet mehr

als eine Übernachtungsmöglichkeit

.

26 Umfrage

Worauf freuen Sie sich

am meisten, wenn die

Corona-Pandemie

überstanden ist? Die GZ hat

nachgefragt.

24 Silvia Gunsilius

zum Thema

Stressmanagement

26 Umfrage

12 Renovierung

Der Chorraum der Stiftskirche

Sankt Cyriakus in

Wiesensteig erstrahlt in

neuem Glanz.

24 Gesundheit

Wie man Stress vermeiden,

besser bewätigen und

abbauen kann.

Kamerunprojekt

Firma aus Nellingen

leistet wertvolle Hilfe

Seite 14

28 Rechtstipps

29 Wappenkunde

30 Buchtipps


4 INTERVIEW

Die Menschen

verzaubern

Die Zauberei ist die große Leidenschaft von Marvin Schebesta, in der Region bekannt als

„Marv der Zauberer“. Der 21-Jährige aus Eybach liebt die Illusion. Von Heike Siegemund

Hallo Marv, heute schon gezaubert?

Na klar! Vermutlich vergeht kein

Tag, an dem ich nicht zumindest

meine Fingerfertigkeit trainiere.

Schon damals in der Schule löste

ich heimlich den Zauberwürfel

unter dem Schreibtisch oder

kritzelte Baupläne für neue Illusionen

in mein Hausaufgabenheft.

Auch du bist als Zauberkünstler

von der Corona-Krise betroffen.

Kannst du dich noch an deinen

letzten Auftritt vor Corona erinnern?

Einer meiner letzten Auftritte

war meine eigene große Show

„Au Backe… It’s magic!“ in der

Autalhalle in Bad Überkingen.

Wir hatten ziemlich viel Glück,

weil wenige Tage danach alle

weiteren großen Veranstaltungen

abgesagt werden mussten.

Es folgten noch ein paar kleinere

Auftritte in der Region: bei einer

Vereinsfeier, einer Hochzeit

und einem „Magic Dinner“ zusammen

mit Matthias Walter in

Bad Überkingen.

Wie war das für dich?

Hm, ein mulmiges Gefühl hatte

ich dabei schon. Aber nicht mal

der beste Zauberer hätte so eine

Zeit voraussagen können.

Fehlt dir das Auftreten vor Publikum?

Auf jeden Fall. Vor allem fehlen

mir die Reaktionen, die Interaktion

mit den Zuschauern, das

Staunen und die sprachlosen Gesichter.

Davon lebt meine Zauberei.

Zuhause vor dem Spiegel

zu üben, ist schön und gut, aber

ohne Publikum fehlen die wichtigsten

Elemente.

Fotos: privat


INTERVIEW 5

Du präsentierst deine Tricks derzeit

auf dem Videoportal TikTok.

Ist das eine gute Alternative in

diesen Zeiten? Wie viele Leute

erreichst du da?

Puh… mittlerweile versuche ich

gar nicht mehr, auf die Zahlen zu

achten. Das macht einen nur verrückt.

Durchschnittlich schauen

sich acht bis zehn Millionen

Menschen pro Woche meine Videos

an. Das ist natürlich eine unglaubliche

Reichweite. Und auch

wenn ich den täglich tausenden

Nachrichten nicht mehr nachkomme,

ersetzt das kaum die

Live-Reaktionen von „echten Zuschauern“.

Trotzdem sind die Videos

eine super-Alternative, um

nicht ganz einzurosten und die

Kreativität weiter zu fördern. Ich

erfinde täglich neue Illusionen,

mit denen ich – hoffentlich bald

– wieder viele Zuschauer verzaubern

darf.

Seit wann zauberst du eigentlich

und wie kam es dazu?

Als ich sieben Jahre alt war, fand

ich im Zimmer meines Bruders

einen Zauberkasten. Damit habe

ich binnen kürzester Zeit einige

Zaubertricks einstudiert und

meine Eltern verblüfft.

Den zweiten Zauberkasten bekam

ich dann zum Geburtstag geschenkt,

den dritten zu Weihnachten,

den vierten finanzierte

ich mir durch mein Taschengeld.

Acht oder neun Zauberkästen

waren es dann insgesamt, bis ich

mich durch Bücher weiterbildete.

Als ich im Supermarkt ein

Zauberbuch entdeckte und

durchblätterte, stand plötzlich

meine Grundschullehrerin neben

mir – zwei Tage später fand der

erste Auftritt vor meiner Klasse

statt. Anschließend war meine

Lehrerin so fasziniert, dass ich

vom Unterricht befreit wurde

und vor den anderen Schulklassen

auftreten durfte – auch vor

den großen Viertklässlern! Am

nächsten Tag wusste das ganze

Dorf, wer ich bin, und so nahm

alles seinen Lauf.

Was fasziniert dich an der Zauberei?

Die Diversität. Kein Aufritt verläuft

gleich. Ich probiere, viel mit

den Zuschauern zu interagieren,

und halte mich an kein genaues

Skript. Dadurch entstehen unvergessliche

Momente und spontane

Ideen, und man lernt viele

Menschen kennen. Die Zauberei

ermöglicht mir auch, andere

Hobbys zu entdecken: Feuerspucken,

Hypnose, Psychologie, Video-Bearbeitung…

All das habe

ich dieser Leidenschaft zu verdanken.

Woher holst du Ideen für deine

Tricks?

Früher

habe ich

viele Zauberbücher

gelesen.

Mittlerweile

kreiere

ich

durch mein

angelerntes

Wissen und

meine intuitive

Neugierde

täglich

neue Illusionen.

Der Austausch

mit

Kollegen und

das ständige

Optimieren erschafft

dann im

besten Fall ein

bühnenreifes

Kunststück.

Welcher Trick kommt beim Publikum

am besten an?

Schwierige Frage, die ich leider

nicht so einfach beantworten

kann. Das kommt auf die Situation

und die Stimmung im Publikum

an. Natürlich habe ich meine

Highlights, doch ich passe die

Show immer an. Manchmal rennen

die Zuschauer förmlich zu

mir auf die Bühne – dann packe

ich die interaktiven Effekte aus.

Teilweise wird lieber beobachtet

und gestaunt, dann kommen die

visuellen Effekte besser an.

Und welcher Trick gefällt dir am

meisten?

Die Illusion, bei der ich feuerspucke.

Weiter auf Seite 6

BEWEGLICHE

SONNENSEGEL

Markisen · Schirme · Seitenmarkisen · Wintergartenbeschattungen


6 INTERVIEW

Ging auch schon mal was daneben

bei deinen Auftritten?

Oh, ja! Früher öfters, mittlerweile

nur noch selten. Das gehört

aber dazu und erinnert mich daran,

weiter zu üben.

Meine Aufgabe ist es dann,

mich aus der Situation „raus zu

zaubern“. Mit Ablenkung,

Schnelligkeit und ein wenig Geschick

bemerkt der Zuschauer im

besten Fall nicht einmal, dass etwas

nicht wie geplant läuft. Oft

spiele ich auch mit der Situation,

sodass niemand weiß, ob es der

Teil der Show ist. Und plötzlich

wendet sich das Blatt.

Hast du ein Zauberer-Vorbild?

Ich habe viele Vorbilder. Man

kann von jedem Menschen etwas

lernen. Der eine Zauberer hat

eine miserable Fingerfertigkeit,

bringt einen aber dazu, dass man

Tränen lacht. Der andere

Show-Künstler hat wiederum

eine spektakuläre Bühnenshow,

bei der man durch Licht- und

Toneffekte in eine andere Welt

eintaucht. Ich liebe es, bei anderen

Zaubershows dabei zu sein.

In der Pause schreibe ich mir

dann immer die Highlights auf

und tausche mich im besten Fall

im Anschluss mit dem Künstler

aus.

Wo würdest du gerne noch auftreten?

Wäre zum Beispiel Las

Vegas dein Traum?

Ja, Las Vegas ist DAS Ziel eines

jeden Zauberers. Trotzdem bleibe

ich lieber so „unbekannt“, dass

ich meine Zuschauer kennenlernen

und mit ihnen „spielen“

kann. Wie gesagt, dafür liebe ich

mein Hobby und das macht meine

Zauberei aus. Sobald ich auf

einer großen Bühne stehe, auf

der ich von den Scheinwerfern

geblendet werde, und die Zuschauerreihen

bis ins Unendliche

reichen und man nur durch

den Applaus Rückmeldung bekommt

- da bin ich nicht zuhause

und kann meine Euphorie

nicht an die Zuschauer weitergeben.

Worauf freust du dich am meisten,

wenn die Corona-Pandemie

hoffentlich bald überstanden

ist?

Ich freue mich am meisten darauf,

neue Menschen kennenzulernen

und viele zu verzaubern,

- und darauf, absurde und witzige

Momente in den Shows zu erleben.


Fahr mal raus

AUSFLUGSZIELE RESSORT 7

Foto: © Jürgen Fälchle/Fotolia

Unterwegs im Tal der Liebe

Die Glaubenswege wurden als

Tourismusprojekt im Raum Göppingen/Schwäbisch

Gmünd ins

Leben gerufen. Sie stehen unter

dem Motto „Wege für Geist und

Seele – zum Wandern und Genießen“.

Ausgangs- und Endpunkt

des Glaubenswegs Nummer 18,

des Cyriakuswegs, ist die Ortsmitte

von Ottenbach. Hier kann

beispielsweise am Rathaus oder

Friedhof geparkt werden.

Schon bei der Ankunft am

Startpunkt im Ottenbacher Tal,

das im Volksmund auch als Tal

der Liebe bezeichnet wird, lässt

sich die malerische Landschaft,

umgeben von den beiden Kaiserbergen

Hohenstaufen und Rechberg,

erkennen. Die Runde mit

etwas mehr als neun Kilometern

startet in Richtung Südwesten.

Vorbei am kleinen Weiler Kitzen

geht es stetig bergauf bis zum

Stumpenhof. Immer wieder gibt

es Momente, in denen der Spitzname

der Gegend „Allgäu des

Landkreises“ nachzuvollziehen

ist: Über die wundervolle Mischung

aus sanften Hügeln, weiten

Weideplätzen, Wiesen und

Waldflächen hinweg befinden

sich 45 in der Landschaft verstreut

liegende Aussiedlerhöfe.

Viele der Wiesen werden in den

Sommermonaten als Weiden genutzt.

Im weiteren Verlauf geht es

nach Norden in Richtung des malerischen

Rechbergs. Kurz unterhalb

der Gemeinde Rechberg

wird der höchste Punkt des

Cyriakus-Rundwanderwegs erreicht.

Von dort aus führt die Route

wieder zurück nach Ottenbach,

wobei immer wieder Stellen mit

herrlichen Ausblicken auf das Ottenbacher

Tal und seine Landschaft

zum Verweilen und Genießen

einladen.

Info

Weitere Infos gibt es auf

www.glaubenswege.de

im Internet.

Rund ums Schloss

Zu den Löwenpfaden, von denen

es im Landkreis Göppingen inzwischen

15 Rundwanderwege

mit einer Streckenlänge zwischen

3 und 17 Kilometern gibt,

gehört auch die Schloss-Filseck-

Runde. Der Rundwanderweg,

der direkt am Schloss beginnt, ist

rund 3,6 Kilometer lang und

führt ohne größere Steigungen

auf gut ausgebauten Wegen. Das

macht die Schloss-Filseck-Runde

zur perfekten Kandidatin für gemütliche

Spaziergänge mit der

Familie, bei der auch Kinderwagen,

Laufrad oder Roller nicht

stören. Auch mit Rollstuhl ist die

Runde gut zu bewältigen. Zumal

für die Besucher direkt gegenüber

des imposanten Portals von

Schloss Filseck ein große Wander-

und Besucherparkplatz zur

Verfügung steht. Nicht umsonst

wurde die Schloss-Filseck-Runde

vom Deutschen Wanderverband

in der Kategorie „Komfortwandern“

zertifiziert.

Der Löwenpfad „Schloss-

Filseck-Runde“ in Uhingen verbindet

die wunderschöne Landschaft

rund um Uhingen mit dem

Charlottensee und dem Schloss

Filseck. Der Weg verläuft vom

Schloss Filseck Richtung Sparwiesen.

Von dort haben die Spaziergänger

einen Panoramablick

auf Uhingen, das unterhalb im

Filstal liegt. Weiter geht es zum

malerischen Charlottensee und

durch den Wald wieder zurück

zum Ausgangspunkt. Spaziergänger

sollten für die gesamte

Strecke rund eine Stunde einplanen.

Wer noch etwas Zeit hat, kann

außerdem einen Abstecher zum

Schloss machen. Der Innenhof

ist frei zugänglich, und der Park

samt Stauden- und Kräutergarten

lädt zu einem Besuch ein. Sehenswert

ist auch der Obstgarten.

Die aus den frühen 1930er

Jahren stammenden Obstbäume

wurden erst vor kurzem fachmännisch

gepflegt und regionale

Sorten nachgepflanzt. Durch Informationstafeln

erfahren die

Besucher viel über die Streuobstwiesen

als Lebensraum für Vögel,

Insekten, Eidechsen, Fledermäuse

und Nagetiere. Auch das

Pumpenhäuschen unterhalb des

Schlosses wurde aufwändig restauriert:

Vor mehr als 100 Jahren

war es eine echte Innovation und

versorgte das Schloss mit fließend

Wasser.

Info

Weitere Informationen

zur Schloss-Filseck-Runde

und zu den anderen

Löwenwegen gibt es unter

www.loewenpfade.de

im Internet.

Aktuelle Sonnenbrillenmode

Geboren an den Stränden von Maui

Farbe. Klarheit. Detail.

authorized dealer

Geislingen

Stuttgarter Straße 58 (0 73 31) 6 12 38

www.optikmaurer.de

info@optikmaurer.de

www.optikmaurershop.com


8 TOURISMUS

S

In die Ruhe

abtauchen

Der Weiler Erpfenhausen bei Gerstetten liegt zwischen Etappe

drei und vier des insgesamt 158 Kilometer langen

Albschäferwegs. Ein Schäferkarren dort bietet mehr als eine

Übernachtungsmöglichkeit. Von Claudia Burst

Seit Monaten hat Friederike

Jessat nicht mehr

so gut geschlafen wie in

dieser Nacht im Schäferkarren.

Das erzählt die Lehrerin

aus Freiburg am nächsten Tag,

während sie eingemummelt in

eine Decke mit einem Buch in der

So sieht‘s im Schäferwagen innen aus – gemütlich!

Hand unter einem blühenden

Obstbaum im Liegestuhl liegt

und immer wieder auf die großen

Blumenwiesen vor ihr blickt.

„Das ist der Wahnsinn, wie sehr

man hier in die Ruhe abtaucht.

Das mache ich auf jeden Fall wieder“,

schwärmt sie.

Eine solch‘ positive Resonanz

bekommen Benny Jäger und seine

Frau Sonja Banzhaf „eigentlich

immer“ von den Übernachtungsgästen

in ihrem Schäferkarren

– auch wenn es wegen Corona

bisher nur wenige davon gab.

„Im Oktober waren welche da –

und jetzt endlich wieder, seit es

erlaubt ist“, sagt Sonja Banzhaf.

Zwischendurch hätten

Benny Jägers und ihre

Geschwister den Schäferkarren

mal ausprobiert

und sie selbst

auch an einem Wochenende.

„Ich wollte am liebsten

liegenbleiben am nächsten Morgen.

Das ist so eine gemütliche

Höhle“, schwärmt Benny Jäger

noch heute und ergänzt: „Es

riecht so gut nach Holz, und

wenn man den oberen Teil der

zweigeteilten Tür öffnet, kann

man das Licht, die Luft und den

Duft von draußen reinlassen. Das

ist so schön.“

Seit Herbst vergangenen Jahres

haben die beiden Betreiber

des Kulturhofs Erpfenhausen

den Schäferkarren auf der Wiese

neben den Scheunen des ehemaligen

Bauernhofes stehen. Die

Tourismusabteilung des Heidenheimer

Landratsamts machte

Benny Jäger und Sonja Banzhaf

darauf aufmerksam, dass es eine

80-Prozent-Förderung

vom Bund und Land für

die Anschaffung eines

solchen Schäferwagens

gibt.

Der kleine Weiler Erpfenhausen

liegt an einem

Weitwanderweg: dem

158 Kilometer langen Albschäferweg

durch die Heidenheimer

Brenzregion. Allerdings gibt es

direkt in Gerstetten, dem Ende

von Etappe drei der zehn Albschäferweg-Etappen,

keine

Übernachtungsmöglichkeiten.

Weil Erpfenhausen bereits etwa

vier Kilometer in der nächsten

Etappe liegt, gibt es zwei


TOURISMUS 9

Möglichkeiten:

„Entweder wir

sind eine Abkürzung“, sagt

Sonja Banzhaf – nämlich dann,

wenn die Wanderer das Hungerbrunnental

auf Etappe zwei weglassen

und sich vom Heldenfinger

Kliff auf direktem Weg nach

Erpfenhausen begeben. Oder die

Wanderer nehmen die ersten

vier Kilometer der vierten Etappe

gleich vorweg. „Dann ist dafür

die nächste Etappe kürzer,

und die Wanderer können länger

im Schäferkarren schlafen“, lautet

Benny Jägers Vorschlag.

Das Interesse an einer Schäferkarren-Übernachtung

ist

groß, freuen sich Benny Jäger

und Sonja Banzhaf. In erster Linie

fragen Wanderer nach. „Das

sind verblüffend viele junge Leute“,

hat Sonja Banzhaf festgestellt.

Interesse sei jedoch auch

bei Paaren da, die auf dem Kulturhof

ihre Hochzeit feiern wollen.

„Oder die Leute verschenken

Gutscheine als Geburtstagsgeschenk.“

Außerdem seien die

Wege rund um Erpfenhausen bei

Fahrradfahrern beliebt; entsprechend

kommen auch von ihnen

Nachfragen. Genauso wie von

„Leuten aus der Gegend, die einfach

mal raus wollen“. Interesse

haben auch Großeltern, die ein

gemeinsames Wochenende mit

dem Enkelkind verbringen wollen,

sowie Elternteile für ein Vater-Kind-

oder Mutter-Kind-Wochenende.

Platz bietet der Schäferkarren

maximal drei Personen. Der hintere

Bereich wird quer von einem

1,40 Meter breiten Bett eingenommen;

ein „Stockwerk“ höher

befindet sich im rechten Winkel

dazu noch ein Einzelbett.

Es gibt Strom und eine Heizung,

allerdings keine Küche. „Es

ist spartanisch einfach“ und biete

das Wesentliche, fasst Benny

Jäger das Interieur zusammen.

Übernachtungsgäste können die

Toiletten im Kulturhof benutzen.

Eine Dusche gibt es dort allerdings

noch keine. Für die Verpflegung

sind die Besucher selbst

verantwortlich. „Aber wir heißen

sie mit einem kleinen Fresskorb

willkommen“, sagt Sonja Banzhaf.

In diesem befinden sich Obst,

Müsliriegel, Knäckebrot und Tee-

beutel.

Fotos: Claudia Burst

Der Schäferkarren als Highlight

zwischen zwei Wander-Etappen

Der Schäferkarren ist ein Übernachtungs-Highlight

zwischen

Etappe drei und vier des Albschäferwegs.

Dieser führt mit insgesamt

zehn Etappen auf 158 Kilometern

als Weitwanderweg durch die Heidenheimer

Brenzregion im Osten

der Schwäbischen Alb. Weitere Infos

gibt es auf www.albschaeferweg.de

im Internet.

Eine Übernachtung im Schäferkarren

kostet pro Person 35 Euro in der

ersten Nacht, ab der zweiten Nacht

25 Euro.

Hergestellt wurde der Schäferkarren

von der Firma „Riewa Schäferwagen

Manufaktur“ im Nördlinger

Ries. 80 Prozent der Kosten in Höhe

von 20 000 Euro werden vom Bundes-

und Landesprogramm „Gemeinschaftsaufgabe

Agrarstruktur

und Küstenschutz“ gefördert.

Benny Jäger und Sonja Banzhaf

steckten über ihren Eigenanteil hinaus

4000 Euro aus eigener Tasche

in „Luxus“ wie Heizung und einen

pflegeleichten Linoleumboden.


10 PORTRÄT

Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind ihre

Themen: Die „Klimaheldin im Landkreis

Göppingen“, Petra Straile, sitzt seit zwei

Jahren im Geislinger Gemeinderat, um diese

Interessen zu vertreten. Von Claudia Burst

Nein, Petra Straile wohnt

nicht im Geislinger

Weltladen. „Das ist ein

Gerücht“, sagt die

58-Jährige und lacht. Ob das jemand

wirklich glaubt, sei dahingestellt.

Sicher ist, dass Petra

Straile in Geislingen das Gesicht

des Weltladens ist. Seit 1993 engagiert

sie sich im Arbeitskreis

„Eine Welt“ und ist ehrenamtlich

im Weltladen aktiv, der damals

noch „Allerweltslädle“ hieß.

Zwei Jahre später wurde sie Vorsitzende

des Arbeitskreises. Sie

ist es bis heute.

„Mir macht die Arbeit im

Weltladen ganz arg Spaß. Ich liebe

die schönen Produkte und den

Kundenkontakt“, sagt sie. Vor allem

aber ist ihr der politische

Hintergrund wichtig; also, dass

die Produzenten der Waren einen

verlässlichen Arbeitsplatz

haben, mit dem sie sich ihren Lebensunterhalt

verdienen können.

Und dass sich in den sonst „von

der Weltwirtschaft ausgebeuteten

Ländern“ durch die fairen

Preise Strukturen entwickeln,

durch die Frauen gefördert werden,

Bildung für Kinder möglich

ist und gesundheitliche Versorgung

geschaffen wird. „Wenn wir

fair in der Welt mit Menschen

umgingen, gäbe es keine solchen

Flüchtlingsbewegungen“, zeigt

sie sich überzeugt.

Bereits als Kind war Petra

Straile Mitglied bei den Göppinger

Naturfreunden. Ihre Großeltern

und Eltern waren dort ebenfalls

aktiv. „Draußen sein in der

Natur, ehrenamtliches Engagement,

etwa beim Hüttendienst,

und politische Bildung gehörten

dort dazu“, berichtet sie. So war

es kein Wunder, dass sie sich als

Jugendliche für Frieden und gegen

Atomenergie einsetzte, sich

Die Geislingerin liebt die schönen Produkte im Weltladen.

mit 20 in die Menschenkette zwischen

Stuttgart und Ulm einreihte,

um sich gegen die Stationierung

von Pershing-Raketen in

Deutschland zu positionieren,

und dass sie in Mutlangen gegen

atomare Aufrüstung demonstrierte.

Bei einer der überregionalen

Veranstaltungen der Naturfreunde

lernte Petra Straile ihren

Mann Achim kennen. 1992 wurden

ihre Zwillinge geboren; darüber

hinaus betreute sie ein Tageskind.

Wenn sie im Laden im

Einsatz war, setzte sie alle drei

Kinder in den Bollerwagen und

nahm sie einfach mit. „Denen hat

es dort gefallen. Sie fanden immer

was zu spielen.“

Die Kinder waren auch dabei,

wenn Petra Straile auf den Wochenmarkt

ging, wenn die Familie

mehrtägige Ausflüge mit den

Naturfreunden unternahm und in

den Naturfreunde-Häusern übernachtete

oder als sie später mit

Zug und Fahrrad als Familie unterwegs

waren. „Wir leben Nachhaltigkeit

und haben das den Kindern

nicht gepredigt“, betont die

Geislingerin.

Das galt und gilt für Petra

Straile auch beim Anbau des Gemüses

im eigenen Schrebergarten.

Die Wiese mäht sie nur zweimal

im Jahr, um Flora und Fauna

eine Heimat zu geben. Eine Zeitlang

experimentierte sie mit einer

doppelglasigen Kiste als Sonnenbackofen

und bereitete ihr

Brot und Gemüse auf diese Weise

ohne Strom zu. „Inzwischen

beziehen wir grünen Strom ohne

Atomkraft von den Elektrizitätswerken

Schönau“, berichtet sie.

Ein Auto besitzen sie und ihr

Mann zwar, „um Getränkekisten

zu transportieren oder Waren für

den Hüttendienst aufs Bosslerhaus

zu bringen“. Aber die meiste

Zeit stehe der Wagen im Parkhaus

auf dem Stellplatz. „Schon

immer“ erledigt sie ihre Besorgungen

zu Fuß oder mit dem

Fahrrad plus Anhänger. Auch Urlaube

werden „sanfttouristisch“

mit Zug und Fahrrad durchgeführt.

Für die wenigen Gelegenheiten,

bei denen die Familie ein


PORTRÄT 11

Petra Straile ist fast mmer mit

dem Rad unterwegs, auch bei

Regen. Fotos: Claudia Burst

Auto benötigt, reiche auch ein geliehenes

Auto. „Deswegen habe

ich schon 1994 den Verein ,Auto

Teilen‘ mitbegründet. Aber leider

hat sich die Idee bis heute in

Geislingen noch nicht durchgesetzt.“

Um bei den Themen Nachhaltigkeit

und Klimaschutz in der

Fünftälerstadt mehr bewirken zu

können, stellte sich Petra Straile

seit Anfang der 90er Jahre, seit

sie aus Eislingen hergezogen ist,

in jeder Legislaturperiode als

Kandidatin für die Kommunalwahl

zur Verfügung. Anfangs für

die GAL, die Grün-Alternative-Liste;

seit 2019 ist sie Mitglied

der Grünen. Bei der vergangenen

Wahl wurde sie in den Stadtrat

gewählt – als eine von drei Frauen.

„Das ist so krass wenig - das

muss sich ändern“, betont sie.

Für sie es nicht nur eine Ehre,

gewählt worden zu sein, wie sie

sagt, sondern ein wichtiger Auftrag.

„‘Think global, act local‘ ist

mein Motto. Also: global denken,

lokal handeln.“ „Geislingen autofrei“

gehört ebenfalls zu ihren

Themen, für die sie sich einsetzen

will. Wobei sie inzwischen

froh ist, dass sie nicht schon früher

ins Geislinger Stadtgremium

gewählt wurde. „Das ist ja ein

Riesenzeiteinsatz. Das war mir

vorher gar nicht so klar“, gesteht

sie. Auch nicht, wie wenig Spielraum

der Gemeinderat habe und

„an wie viele Grenzen man bei

den Entscheidungen stößt – sei

es rechtlich oder finanziell“.

Ihren einst erlernten Beruf als

Druckvorlagenherstellerin in einer

Buchdruckerei gibt es heute

wegen der Digitalisierung nicht

mehr. 2003 fing Petra Straile deshalb

nochmals eine neue Ausbildung

zur Altenpflegerin an - ein

Beruf, der ihr Spaß macht und der

sich mit ihrem Einsatz im Weltladen

und im Gemeinderat kombinieren

lässt. „Auch wenn ich

jetzt kaum noch zu Hause bin“,

wie sie schmunzelnd bekennt.

Die Auszeichnung zur „Klimaheldin

im Landkreis Göppingen“

Ende vergangenen Jahres klingt

wie die logische Konsequenz

ihres Rundum-Einsatzes.

Lebensmittel und

Kunsthandwerk

aus fairem Handel

Öffnungszeiten:

Mo/Di/Do/Fr/Sa 10.00 – 13.00 Uhr

Mi

9.00 – 13.00 Uhr

Mo/Di/Do/Fr 14.30 – 18.00 Uhr

Schubartstraße 9 · 73312 Geislingen

Telefon 0 73 31/ 98 64 53

www.weltlaeden.de/geislingen


12 RENOVIERUNG

Es ist einfach toll, wie das

geworden ist“: Pfarrer

Ralf Baumgartner ist

selbst hin und weg, wie

der Chorraum der Stiftskirche

Sankt Cyriakus in Wiesensteig

nach der Renovierung in neuem

Glanz erstrahlt.

Die Stuckdecke und das Gewölbe

mit den Gemälden und Reliefs,

die unter jahrzehntelangem

Staub unscheinbar ihr Dasein

fristeten, – alles offenbart nun

wieder seine volle Pracht. Frische,

weiße Farbe erhellt den gesamten

Chorraum. Die Darstellungen

der vom Grauschleier befreiten

Reliefs sind selbst aus der

rund zwölf Meter darunter liegenden

Perspektive erkennbar,

und die Bilder an Decke und Innenschale

zeigen sich nach der

Restaurierung kontrastreich und

in frischen Farben.

Besonders angetan ist der

Pfarrer von der neuen Lichtinstallation.

„Das wird ganz großartig.

Es ist Wahnsinn, was mit

der heutigen LED-Technik alles

möglich ist“, betont er. Auch

wenn durch die Reinigung und

den Farbanstrich alles wie neu

aussieht – mit perfekt ausgerichteten

Strahlern werden die Highlights

der Stiftskirche gezielt ins

rechte Licht gesetzt: der Hochaltar

samt der ihn krönenden Darstellung

der Trinität mit dem

Herzen Jesu oder die Reliquie der

Heiligen Sabina, die aus einer römischen

Katakombe stammt und

unter dem Hochaltar in einen gläsernen

„Sarg“ gebettet ruht. Besonders

wichtig: Aufgrund der

LED-Technik gibt es keine Temperaturschwankungen

im Inneren

der Kirche, weil die

LED-Leuchtmittel sich nicht aufheizen

wie zuvor vielfach eingesetzte

Halogenstrahler.

Bis es aber soweit war, ist viel

Zeit vergangen. Allein die Renovierung

und Restauration des

Chorraums als erster Bauabschnitt

der Gesamtrenovierung

der Kirche dauerte über ein Jahr.

Besonders viel Zeit beanspruchten

die im März 2020 begonnenen

Messungen, etwa des Raumklimas.

Die Kirche Sankt Cyriakus

leidet unter einem überdurchschnittlichen

Feuchtigkeitsproblem.

„Während dieser

Messungen waren keine Baumaßnahmen

sichtbar. Für Außenstehende

tat sich daher erst

einmal gar nichts“, erklärt Pfarrer

Baumgartner. Auch der Gerüstbau

außen und innen sowie

unter der Gewölbedecke nahm

beachtlich Zeit in Anspruch.

Die Stiftskirche Sankt Cyriakus in

Wiesensteig wird grundlegend renoviert.

Voraussichtlich ab Juli erfolgt der zweite

Bauabschnitt. Von Sabine Graser-Kühnle

Als die Restauratoren die Kirche

dann in Augenschein nahmen,

war klar: Hier muss erst einmal

einem unliebsamen Mitbewohner

der Garaus gemacht werden

– dem Holzwurm. Dieser

hatte seine wahre Freude am Gebälk,

Chorgestühl und vor allem

an den Gemälden und der den

Hochaltar säumenden hölzernen

Säulen gefunden, die allesamt auf

Holz gemalt sind. Der Hunger

dieser unliebsamen Bewohner

hat ordentliche Schäden hinterlassen.

Das Holzschutzpräparat,

das den verfressenen Holzwurm

vertreiben sollte, wurde penibel

mittels Injektionen und dem Pinsel

aufgebracht. Ein Schutzfirnis

beendete diese Behandlung zum

Erhalt der hölzernen Kirchensubstanz

und der Gemälde. „,Anobium‘

heißt der Holzwurmbefall in

der Fachsprache. Das weiß ich

jetzt“, merkt Pfarrer Ralf Baumgartner

an und ergänzt schmunzelnd:

„Mittlerweile bin ich Fachmann

für Kirchenrenovierung“.

Ein weiteres Sorgenkind der

Stiftskirche war die Statik des

Chorraums. Aus nicht mehr

nachvollziehbaren Gründen fehlte

ein Stützpfeiler, sodass das

Mauerwerk Risse bekam und der

Stuck gefährdet war. Ein Zugband

am Mauerwerk verpresst die Ris-


RENOVIERUNG 13

se nunmehr; der im Dachstuhl

eingebrachte Stahlträger, Spannverbindungen

und neue Holzbalken,

die verfaulte ersetzen, sichern

die Statik zusätzlich. Dass

der Chorraum in frischer Helle

erstrahlt, verdankt er der peniblen

Spezialreinigung der Restauratoren

Bernd Schweizer und

Sabine Haarsheim. Sie restaurierten

das Deckengemälde des Freskomalers

Johann Josef Anton Huber

aus dem Spätbarock und haben

sich die Trinität über dem

Hochaltar vorgenommen. Mitarbeiter

des Restaurationsateliers

„Cabanis & Troschke“ besserten

den Hochaltar von Melchior Paulus

aus.

Zum Schutz vor künftigen

Schmutzablagerungen sind alle

Gemälde mit einer Putz- und

Malschicht konserviert worden.

So begeistert Pfarrer Ralf Baumgartner

vom renovierten Chorraum

auch ist, er sei nur „halb

glücklich“ darüber. Ganz glücklich

werde er erst sein, „wenn die

gesamte Kirchenrenovierung abgeschlossen

ist“. Voraussichtlich

ab Juli dieses Jahres soll der zweite

Bauabschnitt folgen: Dann

wird das Kirchenschiff innen und

außen renoviert. Auch hier gilt

es, die Raumschale zu reinigen

und den Holzbau auf Anobiumbefall

zu sichten.

Während den Chorraum eine

überschaubare Anzahl von Gemälden,

Reliefs und Skulpturen,

hauptsächlich plastische Zeugen

der christlichen Lehre und die

vier Evangelisten, ziert, schmücken

das Kirchenschiff zahlreiche

Gemälde und die kunstvoll

verzierte Kanzel. Vor allem sind

es schier unzählige biblische,

goldfarbene Figuren, die sich in

Nischen, auf Plattformen und an

den Wänden aneinanderreihen.

Eine davon ist exemplarisch gereinigt:

Der Kopf wurde ausgelassen;

dadurch

wird der krasse

Unterschied sichtbar.

Der goldene Mantel

strahlt, der Kopf starrt grau

vor Schmutz und Wachs. Da

gibt es noch viel zu tun, weiß

auch Kirchengemeinderat Mario

Wiedmann. Er freut sich besonders

auf die dann restaurierte

Kanzel.

Das alles kostet enorm viel

Geld. Allein das Gerüst im Chorraum

kostet rund 90 000 Euro,

staunt Wiedmann immer noch.

Von den geschätzten Gesamtkosten

in Höhe von 1,5 Millionen

Euro verschlang der Chor ein gutes

Drittel. Es wird wohl noch einige

Zeit dauern, bis Architekt

Karl-Heinz Harder und Ingenieur

Martin Kiefer die Kirche wieder

freigeben und die Wiesensteiger

ihren Gottesdienst in der fertig

renovierten Kirche feiern können.

Fotos: Sabine Graser-Kühnle / privat

unten: Markus Sontheimer

Einstiges Benediktinerkloster

LIEBE & FÜRSORGE

IN TRAUER UND LEID

Die Wiesensteiger Kirche wurde

1466 von Probst Johannes Graf

von Werdenberg als einschiffige gotische

Kirche mit damals zwölf Altären

erbaut. Nach mehrfachen

Um- und Anbauten präsentiert sie

sich heute im gotischen Kernbau:

Der Chor von 1720 ist gotisch; das

Schiff erhielt von 1775 bis 1780 einen

klassizistischen Stil. Die Kirche ist

hochwertig ausgestattet. Eine Besonderheit

ist auch das Dach: Während

das Langhaus ein zweilagiges

Kehlbalkendach hat, bedeckt den

Chor ein einlagiges Kehlbalkendach

mit freitragendem gemauertem

Gewölbe. Das einstige Benediktinerkloster

war nach seiner Umwandlung

zur Kirche bis 1803 Stiftskirche

des Kollegiatstifts Wiesensteig.

Seit 1926 wird sie im Landesverzeichnis

der Baudenkmale

gelistet.

Die Kosten für die Renovierung

trägt zu großen Teilen die Diözese;

das Denkmalamt bezuschusst das

Projekt. Die Kirchengemeinde ist

angehalten, die Finanzierung zu unterstützen.

Dies soll über Spenden

und Veranstaltungen geschehen.

„Ich bin Ihre Hilfe

in schwerer Zeit.“

Nadja Rehm, geprüfte Bestatterin

· Beratung & Begleitung

· Bestattungsvorsorge

24h erreichbar: 07331 - 98 66 82 9

Überkinger Straße 64, Geislingen


14 HILFE

Ein Traum

geht in

Erfüllung

Die Nellinger Firma Eliquo KGN hat in

Kamerun eine Trinkwasseraufbereitungsanlage

aufgebaut. Das Projekt war mit

großen Herausforderungen verbunden.

Von Sabine Graser-Kühnle

In Bamenda – mit geschätzten

800 000 Einwohnern die

drittgrößte Stadt in Kamerun

in Zentralafrika – dürfte für

rund ein Viertel der Bevölkerung

ein Traum in Erfüllung gegangen

sein: Im Stadtteil III hat die Nellinger

Firma Eliquo KGN GmbH

& Co. KG, bekannt als KG Nellingen,

eine Trinkwasseraufbereitungsanlage

aufgebaut. Ein

einzigartiges Projekt in einem

Land, wo die Menschen ihre Kinder

mit Kanistern zu den überschaubaren

Zapfstellen schicken.

Fünf Kilometer müssen sie teilweise

dafür laufen. Was sie mit

nach Hause bringen, ist ungereinigtes

Quellwasser.

Dass nun weit über 100 000

Menschen in Bamenda Trinkwasser

in guter deutscher Qualität

haben, verdanken sie vor allem

einem einstigen Mitbewohner:

Lambert Akongha. Der Kameruner

ist Mitarbeiter der

Stadtwerke Trier. Als diese 2010

ihre Trinkwasseraufbereitung

runderneuerten, sollten drei Filterkessel

verschrottet werden.

Sie waren völlig intakt, jedoch

Die Bauphase gestaltete sich nicht immer einfach.

aufgrund der einfachen,

veralteten Technik mit

Blick auf den modernen

Trinkwasserstandard nicht

mehr verwendbar. Akongha

dachte sofort an seine

Heimatstadt. Die Kessel

könnten dort gut gebraucht

werden. Er fand rasch Unterstützer,

insbesondere

von den Trierer Stadtwerken.

Doch allein die Kessel

nach Bamenda zu schicken,

genügte freilich nicht. Es taten

sich nicht nur logistische Probleme

auf, sondern ebenso finanzielle:

Der Transport kostete, der

Zoll kassierte mit, und mit Filterkesseln

alleine war keine Aufbereitungsanlage

gebaut.

2011 gründete sich der Verein

„Trinkwasser Kamerun“, der alles

organisieren wollte und außerdem

auf Sponsorensuche

ging. Eine der ersten der vielen

großzügigen Spenden kam von

der KG Nellingen. Das Projekt

begann Fahrt aufzunehmen. Ziel

war es, möglichst viele Menschen

mit sauberem Trinkwasser

zu versorgen. 2013 erfolgte dann

der erste Projekthöhepunkt: Die

Kessel haben ihre Reise nach Bamenda

gut überstanden und wurden

erst einmal abgestellt.

Von da an begannen die

Schwierigkeiten – der empirische

Helferwille allein genügte

leider nicht. Dem Projekt drohte

der Stillstand. Unter anderem

gelang es der Stadt Bamenda

nicht, die zugesagten Leitungsrohre

zu beschaffen, die den für

die geplante Anlage notwendigen

Druck aushalten. Jürgen

Schäfer, Chef der KG Nellingen,

informierte sich über den Fortschritt

des Projekts und war bestürzt

über die Misere. Der vorbildliche

Grundgedanke, die vielen

Spenden – das Projekt durfte

nicht scheitern. Kurzerhand

öffnete er noch einmal die Firmenkasse,

kaufte die so wichtigen

Rohre, insgesamt zwei Kilometer,

und setzte seinen Mitarbeiter

Gerd Müller als Projektleiter

ein. Schäfer wollte damit

sicherstellen, dass das Spendenprojekt

fertiggestellt und realisiert

werden kann, die Anlage

also tatsächlich ihren Zweck erfüllen

wird.

Müller trat dem Verein „Trinkwasser

Kamerun“ bei. Doch der

Feierlich wurde

die Anlage eröffnet.

kluge Kopf und menschlicher

Wille wurden immer wieder auf

die Probe gestellt. Vor allem das

Klima sorgte für Schwierigkeiten:

Immer wieder mussten die

Bauarbeiten für die Rohrverlegung

wegen des Regens unterbrochen

werden. Aber auch alte

Baumaschinen, die immer wieder

den Dienst aufgaben, stellten

den Bau vor große Hürden. Und

wenn der Bürgermeister die

„Digger“ mal wieder nicht rechtzeitig

bezahlt hatte, warfen sie

kurzerhand die Schaufeln weg.

Der Zorn der Arbeiter war dann

groß. Auch wenn sie ihr Geld

doch bekamen, half ab und an

nur noch eines: „Ich musste eine

Runde Bier schmeißen – danach

war alles ruhig“, erzählt Müller.

2015 war die Anlage aufgebaut

und eine erste Filtration erfolgt.

Doch immer wieder schaltete die

Anlage ab, insbesondere in der Regenzeit.

Da war zwar Wasser im

Überfluss vorhanden – allein: Es

floss quasi an der Anlage vorbei.

„Ich war kreuzunglücklich“, schildert

Müller die Situation. Die Lösung:

Es musste ein kleiner Staudamm

gebaut werden, der die Wassermengen

zur Anlage leitet. Ein

Riesenaufwand in diesem Land und

einer Zeit, in der man regelmäßig

tief im Schlamm versank. Und wieder

räumte die Aussicht auf zwei

Kästen Bier die Hürden beiseite; der

Damm war rechtzeitig fertig.


HILFE 15

2016 wurde die Anlage in Betrieb

genommen. Es folgten einige

Optimierungen, etwa der Einbau

einer Desinfektion. Mit kommunaler

Unterstützung, insbesondere

Bürgermeister Fongu

Cletus Tanwie und der Gemeinderat

waren vom Projekt überzeugt,

wurde außerdem die Infrastruktur

für sauberes Trinkwasser

gebaut.

Der dritte Stadtteil Bemandas

verfügt über ein Alleinstellungsmerkmal:

Die Bewohner von Bamenda

III sowie das örtliche

Krankenhaus und eine Schule haben

nunmehr sauberes Trinkwasser

und ein dichtes Zapfstellennetz.

Alle 1000 Meter kann an

vier Hähnen Wasser geholt werden.

Wer den finanziellen Hintergrund

hat, konnte sich die Leitungen

auch ins Haus legen – allerdings

mussten die Hausbesitzer

die Grabarbeiten selbst

erledigen. Auch das Wasser an

den Zapfstellen gibt es nicht zum

Nulltarif. Mit dem Wasserzins

werden die Löhne des achtköpfigen

„Waterteams“, geschult

vom „German Waterteam“ unter

Gerd Müller, finanziert.

Für Gerd Müller werden diese

Zeiten in Kamerun nicht die

letzten Aufenthalte in Zentralafrika

sein. Weil in der Trockenzeit

das stark verschmutzte Wasser

die Filter verstopft, wird als

nächstes eine elektrische Pumpe

installiert; die extra aufzubauende

Solaranlage soll den Strom

dazu liefern. „Und weil ich einen

gewissen Ehrgeiz habe, will ich

auch die Leistung optimieren“,

sagt Müller. Bei ihm laufen nach

wie vor die Fäden zusammen.

Gibt es Probleme oder braucht

es Ersatzteile –

Gerd Müller regelt

es. Es gibt noch

viel zu tun, für

Gerd Müller,

den

Verein und

die Sponsoren.

BAUHERRENBERATUNG

Dienstag - Freitag

7.30 - 12.00 Uhr

13.00 - 17.00 Uhr

An den Zapfstellen können die Menschen Wasser holen.

Fotos: privat und Sabine Graser-Kühnle (2)

Nur nach telefonischer

Anmeldung!

Samstag

7.30 - 13.00 Uhr

Politische Unruhen

Seit 2019 ist die KG Nellingen ein

Unternehmen der europaweit tätigen

Eliquo Water Group. Der Verein

„Trinkwasser Kamerun“ fördert mittels

Spendenakquise und logistischer

Vorbereitungen das Projekt.

Kamerun gehört zwar nicht zu den

ärmsten Ländern; doch die wirtschaftlichen

Erträge reichen nur

bedingt für eine flächendeckende

Grundversorgung. Obendrein ist

das Land gebeutelt von politischen

Unruhen. Separatisten kämpfen gegen

die Zentralregierung. Auch das

verschärfte die Bauarbeiten. „Wir

,Gäste‘ durften uns nicht alleine frei

bewegen, nur mit unserem Fahrer“,

berichtet Gerd Müller. Nach acht

Uhr abends durfte er nicht einmal

vor dem Haus rauchen.

Ein Mitarbeiter des „Waterteams“

stammt aus einem kleinen Bergdorf,

das während der Bauzeit von

Rebellen besetzt wurde. Sämtliche

Bewohner flüchteten. Der Mitarbeiter

wohne seither im Büro vom

Wasserwerk, erzählt Gerd Müller –

und schlafe auf einem Pappkarton.

Kostenlos und ganz unverbindlich.

Verkauf nur über den Fachhandel.

Vereinbaren Sie bitte mit Herrn Hornung

einen Termin, Telefon 0 73 33/83-183.

Bitte informieren Sie sich über

geänderte Öffnungszeiten unter:

www.kneer-suedfenster.de

KNEER GmbH Fenster und Türen

Horst-Kneer-Str. 1 · 72589 Westerheim

Telefon 0 73 33/83-0 · info@kneer.de


16 NATUR

Zu Fuß zum Jura-Meer

Der begeisterte Wanderer Helmut Walter aus Bad Überkingen präsentiert eine Tour von

Gerstetten über den Rüblinger Hof zum Heldenfinger Kliff.

Es gab eine Zeit, als man

im Heldenfinger Kliff

Strandurlaub hätte machen

können. Zugegeben

– wir sind ein wenig spät, um dies

zu erleben. Genauer gesagt ist es

etwa 15 Millionen Jahre her, als

am Heldenfinger Kliff das tertiäre

Meer seine Wellen anschlagen

ließ. Das Kliff ist bemerkenswert

gut erhalten und genießt in

Europa den Status besonderer

Einmaligkeit.

Unsere Wanderung startet in

Gerstetten am Waldfriedhof. Wir

finden kostenfreie Parkplätze

und eine Infotafel zur zeitgeschichtlichen

Besonderheit der

Region. Auf dem Ameisenbühlweg

wandern wir in östliche

Richtung und orientieren uns an

den Wanderhinweisen in Richtung

Rüblingerhof und Anhausen.

Auf Asphalt führt der Weg

entlang des Waldrands, geht bald

in einen Naturweg über und

führt in den Wald hinein. Wir erreichen

den Segelflugplatz mit

seinem Seglerheim. Mit etwas

Glück ist die Gastronomie geöffnet

und eine erste Einkehr wäre

möglich.

Der Weg bringt uns zum Rüblingerhof.

In der kleinen Ansiedlung

von Bauernhöfen finden wir

eine wunderschöne,

eiserne Straßenbeschilderung

und eine

weitere Infotafel

zum kleinen Weiler.

Immer der Nase

nach queren wir die

Siedlung, wandern mit

herrlichem Weitblick und

erreichen wieder ein

Waldstück. Nach einer

Senke biegen wir nach

rechts und folgen den

Wanderhinweisen in

Richtung Heldenfingen. Auf

geschottertem Forstweg folgen

wir den Wanderzeichen

und achten auf einen spontanen

Abzweig, der rechts in einen

Pfad hineinführt. Gleich hier

sehen wir auch schon den Gedenkstein,

der an ein Verbrechen

im Jahr 1920 erinnert: Durch

Mörderhand kam hier der Heldenfinger

Briefträger und Schuster

ums Leben. Eine Infotafel erzählt

die Geschichte und lässt

uns einen Schauer über den Rücken

laufen.

Einige Meter wandern wir auf

dem schmalen Pfad weiter und

erreichen wieder einen Forstweg.

Diesem folgen wir, wechseln

zweimal die Richtung

und gelangen zum

Waldrand. Hier finden

wir einen schönen

Rastplatz mit Bänken

und Tisch. Ein kleiner

Abstecher zum „Vötterstein“

(etwa 300 Meter) ist

möglich, und wir finden einen

gehauenen Gedenkstein, der an

einen Jagdunfall im 19. Jahrhundert

erinnert. Zurück am Rastplatz

folgen wir den Hinweistafeln

in Richtung Heldenfinger

Kliff. Wir wandern zuerst am

Waldrand und später über freies

Feld mit toller Weitsicht. Den

Ort Heldenfingen haben wir bereits

im Blick. Gleich nach einer

Pferdekoppel folgen wir dem

Albschäferweg nach rechts und

erreichen das Heldenfinger Kliff.

Es gibt einen gemütlichen Rastplatz,

einen Kinderspielplatz

und eine Vielzahl von Informationstafeln.

Nach intensiver Erkundung

des geschichtsträchtigen Platzes


NATUR 17

wandern wir in die Albgemeinde

hinein. Über die Raiffeisenstraße,

die Rüblinger Straße und die Breitestraße

finden

wir durch den

Ort. Wir verlassen

das Dorf und

erreichen alsbald

den „Zotteligen

Baum“, eine

200-jährige Hainbuche.

Auch hier

finden wir wieder

Infotafeln zur Buche

und zur ehemaligen

Siedlung

„Emerdorf“.

Rechts sehen wir

schon den Wasserturm

von Gerstetten.

Die vorgesehene Tour führt

weiter geradeaus und biegt dann

nach links, dem Radweg folgend.

Rechts unten sehen wir wieder

eine der blauen Infotafeln. Mit

ihrem Standort an einer Doline

erfahren wir Wissenswertes

über

Vorkommen und

Entstehung der

Höhlen auf der

Schwäbischen

Alb.

Den Wasserturm

weiter im

Auge, finden wir

den Weg nach

Gerstetten und

zum Wasserturm.

An Sonntagen

kann dieser bestiegen

und be-

Helmut Walter

sichtigt werden.

Vom Wasserturm

wandern wir über den Ameisenbühl

zur Waldstraße und finden

unser Auto am Waldfriedhof.

Auf

der Tour

sieht

man na

auch den nW

Wasserturm in Gerstetten.

ett

en

Fotos:

os:

Helmut Walter

Infos zur Strecke

Die

Wanderer erreichen rei

na

auch den „Zotteligen tel

nB

Baum“.

Die Wanderung ist etwa 13 Kilometer

lang. Es sind 175 Höhenmeter

zu bewältigen. Für die Gehzeit

sollten dreieinhalb Stunden eingerechnet

werden. Unbedingt sollte

man reichlich Zeit für die Besichtigung

des Kliffs einplanen. Der Weg

ist nahezu barrierefrei und kann

auch mit einem Kinderwagen begangen

werden. Ansprüche an besondere

Techniken, Schwindelfreiheit

oder Trittsicherheit gibt es

nicht.

Die Tour finden Interessierte auch

auf der Internetseite von Helmut

Walter unter www.wandernueberkingen.de

und kann dort als

GPS-download verwendet werden.

PLAN- UND

RATLOS BEI DER

BADSANIERUNG?

Wir unterstützen Sie als Experte

ohne Wenn & Aber!

mit einer kostenfreien Planung.

e

n

Fliesen für jeden Geschmack / mit Tipps

& Tricks vom Fachmann / bei Bedarf inkl.

kostenfreiem Vor-Ort-Termin

Schillerstr. 54 (direkt an der B 10), Geislingen, www.bausch-fn.de

Fliesen

Natursteine

Komplettbad

Kachelöfen

Kachelöfen

Kamine


SONDERVERÖFFENTLICHUNG

18 DER MITTELSTAND IM HELFENSTEINER LAND

Zusammenspiel

der

Technologien

Die ganze Familie des familiengeführten Betriebs: Michael Lang,

Annika Saremba, Mila und Cara umrahmen Sabine Lang, rechts der

Geschäftsführer Joachim Lang mit seinem Appenzeller-Rüden Pablo.

CTL in Böhmenkirch – das ist eine

IT-Erfolgsgeschichte. Was im elterlichen

Keller begann, präsentiert sich heute als

gefragtes IT-Systemhaus. Von Claudia Burst


SONDERVERÖFFENTLICHUNG

DER MITTELSTAND IM HELFENSTEINER LAND 19

Serie

Für das Magazin

Helfensteiner Land

haben wir eine neue

Serie gestartet:

Wir stellen Unternehmen

vor, die dem Bundesverband

mittelständische

Wirtschaft im

Kreis Göppingen angehören.

In Den diesem Beginn Heft macht berichten in

wir diesem über Heft die Firma die Firma CTL

Computertechnik Pfeffer Filtertechnik Lang

in Böhmenkirch.

Gingen.

CTL und seine Mitarbeiter haben im Lauf der vergangenen

Jahrzehnte viele Auszeichnungen und Urkunden

erhalten.

Fotos: Claudia Burst

CTL in Böhmenkirch ist

eine eingetragene Marke.

CTL steht für „Computertechnik

Lang“ und

bietet „alles vom Handy bis zur

Serverlandschaft“. So drückt sich

Joachim Lang aus, seit April vergangenen

Jahres Geschäftsführer

von CTL und Nachfolger seines

Vaters und CTL-Gründers Michael

Lang.

Dass das IT-Systemhaus ein

derart breit aufgestelltes Portfolio

im IT-Bereich vorweisen kann

(siehe Kasten auf Seite 20), liegt

an seiner Lage mitten auf dem

Land. „Wir sind hier am Arsch

der Welt“, sagt Michael Lang auf

seine direkte Art und grinst.

Wegen dieses Standort-Nachteils

musste er für alle Herausforderungen,

die IT-technisch im Lauf

der Jahrzehnte auf ihn zukamen,

eine eigene Lösung finden. Und

er fand sie auch.

Der heute 63-Jährige

gründete CTL

1983 in den Kellerräumen

seines elterlichen

Hauses. Der

Betrieb wuchs schnell;

im Jahr 2000 zog er

ins heutige 1000

Quadratmeter große

Domizil im Böhmenkircher

Gewerbegebiet

„Im Hart“.

Michael Lang ließ

sich auf die Software-Herausforderungen

der Betriebe im Umfeld

ein, schrieb Programme für Baufirmen

genauso wie für Schweinemastbetriebe.

Weil existierende

Markencomputer seinen Ansprüchen

bald nicht mehr genügten,

fing er ab 1986 an, eigene

Rechner herzustellen. Um vom

leitungsgestützten Internet unabhängig

zu werden, ließ er im

Jahr 2007 einen Funkmasten erstellen,

der ihn mit dem Richtfunkturm

der Telekom in Schnittlingen

verband. „Davon profitierten

neben einem großen Betrieb,

dessen Standorte damit miteinander

vernetzt wurden, auch

alle Privathaushalte, die Sichtkontakt

zu dem Funkmasten hatten“,

sagt Lang. Er hörte nicht

auf, Nischen zu entdecken und

Lösungen dafür anzubieten,

bevor diese im globalen Bereich

erhältlich wurden. 2012 entschied

er sich, ein eigenes

ERP-System, also ein universell

einsetzbares Warenwirtschaftssystem,

zu entwickeln. Seit Anfang

dieses Jahres ist es – nach

neun Jahren Entwicklung – auf

dem Markt. „Der Aufwand war

gigantisch, aber er hat sich gelohnt“,

sagt der Neu-Rentner

zufrieden.

Seit 2014 ist sein Sohn Joachim

mit im Betrieb. Er hatte nach

seinem Bachelor in Wirtschaftsinformatik

gerade seinen Master

in Unternehmensführung gemacht.

Eigentlich wollte er hinterher

Erfahrungen in anderen

Unternehmen sammeln, „aber

dann fehlte hier ein Mann“.

Der damals 25-Jährige stieg

ein, wurde erst Werkstattleiter,

dann vor drei Jahren Vertriebsleiter,

was er immer noch ist –

und mittlerweile zusätzlich Geschäftsführer.

Dass er irgendwann

im elterlichen Betrieb –

seine Mutter Sabine ist für die

Buchführung im Betrieb hauptverantwortlich

– mit einsteigen

will, war ihm dagegen schon lange

klar. „Mich fasziniert das

weiter auf Seite 20

Ihr Filtrationsspezialist

für die Fest-/Flüssigtrennung

Pfeffer Filtertechnik

It‘s all about clean fluids.

Große Gasse 10 | 73333 Gingen | Telefon 07162 94 93 96

E-Mail pfeffer@pfeffer-filtertechnik.de

www.pfeffer-filtertechnik.de


SONDERVERÖFFENTLICHUNG

20 DER MITTELSTAND IM HELFENSTEINER LAND

Sabine Lang leitet den Bereich Rechnungswesen.

Die Rezeptionssekretärin Annika

Saremba im Eingangsbereich der

Firma CTL.

Der Kompetenzpartner

für den

Mittelstand.

Michael Lang macht auf einige

der zahlreichen Auszeichnungen

aufmerksam.

Zusammenspiel der verschiedenen

Technologien. Die IT entwickelt

sich ständig weiter und bietet

flächendeckend neue Geschäftsfelder“,

schildert er seine

Beweggründe. Mit Enthusiasmus

beschreibt er ein aktuell fertiggestelltes

Projekt, das diese

Vielfältigkeit dokumentiert:

„Erst kürzlich haben wir das im

16. Jahrhundert gebaute Schloss

Duttenstein Wlan-tauglich gemacht.

Für das Internet mussten

wir eine Satellitenverbindung

herstellen, weil das Schloss inmitten

eines 500 Hektar großen

Anwesens im Wald liegt.“

Die Stabilität des familiengeführten

Unternehmens basiere

auf drei Standbeinen, erläutert

der 32-Jährige: zum einen auf

gewerblichen Kunden, die mit

Endgeräten, Servern, Wlan und

dem gesamten notwendigen

Netzwerk versorgt werden; zum

anderen auf der sogenannten

pädagogischen IT, also der Einrichtung

von Schulen und kommunalen

Gebäuden mit der gesamten

digitalen und interak-

Wir sind

Ihre Stimme!

Informieren Sie sich online über eine Mitgliedschaft unter

www.meinlehner.de oder rufen Sie mich einfach an.

Lothar Lehner

Leiter des Kreisverbands Göppingen

Dorfstr. 12 • 73312 Geislingen

Tel. 07331 - 210 599 • E-Mail: lothar.lehner@bvmw.de

Geschäftsführer Joachim Lang zeigt einen der Serverräume der

Firma.

tiven Ausrüstung, die dort gebraucht

wird. „Wir machen das

bereits seit Jahrzehnten – nicht

erst seit dem Digitalpakt oder

seit Corona“, betont Joachim

Lang. Der dritte Bereich sind

Internet-Dienstleistungen, sowohl

für private als auch für gewerbliche

Kunden. „Wir haben

in Böhmenkirch zwei Rechenzentren,

in denen wir Cloud-

Dienstleistungen anbieten, und

bauen momentan ein weiteres in

Nürtingen.“

In diesem Zusammenhang verweist

Joachim Lang nicht ohne

Stolz darauf, dass CTL seit Neuestem

ISO-27001-zertifiziert ist.

Dies bedeutet, dass die Firma registrierter

Telefonanbieter bei

der Bundesnetzagentur ist. „Da

werden wir kontrolliert. Das gewährt

die IT-Sicherheit unserer

Cloud-Dienste“, verdeutlicht der

32-Jährige. Ein Jahr lang habe

einer seiner Mitarbeiter daran

gearbeitet. „Das lohnt sich auf

lange Sicht“.

Fakten und Zahlen

Zum Portfolio von CTL

gehören Server und PCs, Notebooks

und Tablets, Storage

und Datensicherung, Netzwerktechnik,

Schul- und

Lehrtechnik, Systempflege,

DATEV-Systempartnerschaft,

das ERP-System „L’Unica

Via“ für den Mittelstand, die

Unternehmenskommunikationsplattform

ALBPhone –

Telefonie aus dem Nebel,

Multifunktionsgeräte und

Drucker, Reparaturen von

Fremdgeräten, Handys und

Tablets, spamfreie E-Mails

und Domain-Hosting, Webseiten-Erstellung

und Internetanwendungen

sowie Software-Lösungen.

CTL bildet seit 25 Jahren

jährlich zwischen sieben und

zehn Azubi aus, sowohl klassisch

als technische oder

kaufmännische Informatiker

als auch Studenten in

Kooperation mit der Dualen

Hochschule Baden-Württemberg

in Heidenheim.

Bei CTL handelt es sich um

einen familiengeführten Betrieb.

Geschäftsführer ist

Joachim Lang, der Sohn des

Inhabers und Gründers Michael

Lang. Leiterin des Bereichs

Rechnungswesen ist

Michael Langs Ehefrau Sabine

Lang. Deren Stellvertreterin

und Nachfolgerin ist

Tochter Annika Saremba. Bei

CTL arbeiten aktuell 60 Mitarbeiter,

davon die Hälfte als

Netzwerk-Techniker.


RESSORT KÜCHE 21

Die Grillsaison kann beginnen

Sommerzeit ist Grillzeit – auch für den GZ-Küchenchef Walter Bauhofer.

Er präsentiert ein Rezept für Antipasti mit Ratatouille-Feinkostsalat.

Walter Bauhofer

GZ-Küchenmeister

Zucchini, Aubergine und

Co. sind eine wunderbare

Beilage zu Gegrilltem,

sagt GZ-Küchenchef

Walter Bauhofer. „Rohkost wie

Karotten, Staudensellerie und

Kohlrabi können beispielsweise

gedippt werden“. Und bei Oliven

und Antipasti greife jeder gern zu.

So lande mit Gemüse eine Extraportion

Vitamine auf dem Grillbuffet.

Zutaten Antipasti

für sechs Personen:

100 g Auberginen

100 g Paprika

100 g Zucchini

100 g Kürbis

100 g Tomaten

100 g Süßkartoffeln

100 g Karotten

100 g Zwiebeln

50 g Champignons

50 g Chicorée

Kreuzkümmel

Korianderkörner

Fenchelsamen

Kurkuma

Salz, Pfeffer

Olivenöl

Zubereitung:

Kreuzkümmel, Korianderkörner

und Fenchelsamen fein mörsern.

Gemüse entsprechend ihrer Beschaffenheit

vorbereiten (schälen,

waschen etc.) und in fingerdicke

Scheiben schneiden. Mit den

gemörserten Gewürzen, dem

Kurkuma, Salz und Pfeffer sowie

wenig Olivenöl marinieren. Flach

auf ein Backbleck legen und bei

140 Grad im Ofen weich garen.

Nach dem Abkühlen mit dem

restlichen Olivenöl und frischen

Kräutern wie Blattpetersilie, Kerbel

und Estragon marinieren. Alternativ

kann das vorbereitete Gemüse

gegrillt oder gebraten werden.

Bei der Marinade kann auch

mit Säure gearbeitet werden: Hier

eignet sich ein weißer Balsamessig

wunderbar, und für die Optik

einige Tupfen vom „Crema di Balsamico“.

Zutaten Ratatouille-Salat:

Fenchelsamen

Korianderkörner

Kreuzkümmel

150 g Auberginen

150 g Paprika

150 g Zucchini

50 g Zwiebeln

150 g geschälte Tomaten

1 Lorbeerblatt

1 Knoblauchzehe

Rosmarinzweig

Basilikum, Majoran

Pfeffer, Salz

80 ml Olivenöl

Balsamico-Essig

Zubereitung:

Gewürze mörsern und mit 60 ml

Olivenöl vermischen. Auberginen

und Zucchini in Würfel schneiden.

Paprika achteln und ebenfalls

würfeln. Alles zusammen mit

der Gewürzpaste vermischen und

kurz in Olivenöl anbraten. Zwiebeln

in feine Würfel schneiden

und zugeben. Geschälte Tomaten

und Lorbeerblatt zugeben und

etwa 20 Minuten leicht köcheln

lassen. Mit frischem Basilikum,

Majoran, Knoblauch, Salz und

Pfeffer abschmecken. Mit Balsamico-Essig

vollenden.


22 HEILIGS BLECHLE

Der DKW F91, Baujahr 1954, zieht die Blicke

auf sich. Auch Brautpaare hat Ulrich Mayer

in seinem Oldtimer schon chauffiert.

Das kleine Wunder

Bereits als Kind war Ulrich Mayer aus Geislingen fasziniert von schönen Autos. Diese

Leidenschaft lässt den Besitzer eines DKW F91 bis heute nicht los. Von Patricia Jeanette Moser

Ulrich Mayer ist stolzer

Besitzer eines DKW

F91 aus dem Jahr 1954.

Glänzend und im Originalzustand

präsentiert er das

gepflegte Fahrzeug. Unter der

Motorhaube befindet sich der berühmte

Zweitaktmotor mit drei

Zylindern und 34 PS. Eine

Höchstgeschwindigkeit von bis

zu 130 Stundenkilometern gelingt

dem Oldtimer damit.

Bereits mit sieben Jahren faszinierte

Ulrich Mayer ein kleiner

Mit

Vergnügen

wechselt er

zwischen

„Winker“ und

Blinker.

Spielzeug-Bugatti so sehr, dass er

dieses Fahrzeug im Visier behielt,

erzählt der Geislinger, der

Nachhilfelehrer und Inhaber des

„Schülerzirkels“ in Deggingen

ist. Doch das „Objekt seiner Begierde“

war zunächst unerschwinglich

für den damals jungen

Erwachsenen. Der Blick ging

daher in Richtung des erschwinglichen

DKW.

„Dampfkraftwagen und später

Deutscher Kraftwagen, lautet die

formelle Bezeichnung“, erklärt

Ulrich Mayer. Die Geschichte

des DKW

geht zurück ins

Jahr 1904, auf die

Firma „Rasmussen

& Ernst“.

Der Vertrieb

von Dampfmaschinen,

Haushaltsgerä-

ten und Geräten für Elektrotherapie

führte hin zur Entwicklung

des Dampfkraftwagens, des

DKW. „Das kleine Wunder… den

Berg hinauf wie andere runter“,

so lautete später der Werbeslogan

für den DKW-Fahrrad-Hilfsmotor.

Im Jahr 1921 wurden

davon 10 000 Stück verkauft.

Eine DKW-Motorradproduktion

entwickelte sich ebenfalls. 1932

erhielt der Wagen sein Logo,

DKW Auto Union, mit den vier

Kreisen, wie auf Ulrich Mayers

DKW heute noch zu sehen ist.

Die persönliche Geschichte

des DKW F91 von Ulrich Mayer

begann beim Erstbesitzer in

Göppingen, der die Limousine

im Jahr 1954 neu gekauft hatte

und nur einmal die Woche damit

zum Sonntags-Gottesdienst fuhr.

Nur einen größeren Ausflug

machte der Erstbesitzer mit dem

DKW: Er fuhr damit an den

Starnberger See. Nach dem Tod

des Erstbesitzers stand der Wagen

zehn Jahre lang in der Garage,

mit 34 000 Kilometern auf

dem Tacho. Ulrich Mayer wurde

das Auto durch Zufall vermittelt

– und er griff gerne zu.

Mit tadellosem Erst-Lack

steht der Wagen heute da. Alle

3000 Kilometer fettet der Geislinger

20 Schmiernippel, beschreibt

er. Neue Weißrand-Reifen

besorgte er sich vor drei Jahren

in den USA. „Das war nicht

billig“, räumt er ein. Er kennt den

Ersatzteilmarkt. Erst vor zwei

Jahren hat er den originalen Auspuff

gewechselt. Die originalen

„Winker“ betätigt er dann und

wann. Die Vorschriften erfüllend,

installierte Ulrich Mayer

längst einen Blinker im heutigen

Bevor es den „Blinker“ gab, war der „Winker“ der Richtungsanzeiger.

Bei Ulrich Meyer ist beides einsatzfähig.


HEILIGS BLECHLE 23

Der Innenraum ist, wie der ganze Wagen, im Originalzustand.

Fotos: Patricia Jeanette Moser

„Ich habe immer zwei Schraubenschlüssel dabei“, erzählt Ulrich

Mayer schmunzelnd.

Baujahr 1921 und 1926, neben weiteren

Oldtimer-Modellen von

Audi, Mathis und Opel. „Alle

Fahrzeuge sind fahrbereit und

verkehrssicher“, betont Ulrich

Mayer nicht ohne Stolz. Der Auto-Liebhaber

hat in Geislingen

eigens mehrere Garagen gebaut,

wo er die Fahrzeuge sicher unterstellen

kann. Und auch in der

pfälzischen Heimat beherbergt

er einen Teil seiner Sammlung.

Für Sie im Helfensteiner Land:

Leistungen vom Profi rund ums Haus

Stil. Funktionsfähig sind beide

Richtungsanzeiger; mit Vergnügen

wechselt er ab zwischen

„Winker“ und Blinker.

Im Alter von 20 Jahren hat Ulrich

Mayer den DKW erworben.

Zu seiner Sammlung gesellten

sich mit der Zeit weitere Oldtimer.

Mittlerweile besitzt Ulrich

Mayer zwei weitere DKW, jeweils

aus den Jahren 1955, und

zwei aus 1960. Mit seinem DKW

F91 Limousine, Baujahr

1954, schaffte er den langen

Weg nach England

und nahm dort an einem

Oldtimer-Treffen teil. Nur

ein kleiner „Eingriff“

war unterwegs auf

dem langen Weg

auf die britische

Insel nötig. Vorausschauend

hat

Ulrich Mayer auf

großen Touren immer

Ersatzteile dabei. In seinen

Hosentaschen befinden sich stets

zwei Schraubenschlüssel - selbst

im guten Anzug, betont er.

Der Ersatzteilmarkt ist übersichtlich

geworden, berichtet der

Geislinger. Verschleißteile wie

Auspuff, Kupplung, Bremsen und

Gummi seien mittlerweile am

besten auf dem schwedischen

Markt zu bekommen. Einen angemessenen

Vorrat hat sich der

Oldtimer-Liebhaber zugelegt.

Auf Oldtimer-Treffen zeigt Ulrich

Mayer sein Schätzchen gerne.

Bei den Oldtimer-Freunden

Göppingen ist er seit vielen Jahren

aktiv dabei. Vor Corona fanden

regelmäßig Treffen statt. Bei

gemeinsamen Sonntagsfahrten

stand das genussvolle Fahren an

erster Stelle. Im „DKW Auto

Union-Veteranen Club“ vereinen

sich Freunde des DKW überregional.

Seit 20 Jahren pflegt Ulrich

Mayer hier Freundschaften

fürs Leben. Die „Schrauber“ helfen

sich gegenseitig mit Arbeitseinsatz

und Ersatzteilen. Familien

wurden gegründet, die

Kinder sind herangewachsen

und zum Teil selbst mit

Eifer dabei.

Allseits gewappnet läuft

der DKW F 91 von Ulrich

Mayer tadellos.

Wenn er durch die

Straßen fährt, lächeln

ihm die Passanten

erfreut zu -

ein schöner Nebeneffekt

wie der Geislinger

findet. Wenn er im Alltag

mit seinen Nachhilfeschülern

eine Pause einlegt, dann ist eine

Fahrt mit dem Oldtimer wie ein

kleiner Urlaub für ihn. Nicht nur

Polieren und Reparieren sind

wichtig - genießen so oft wie

möglich, so lautet die Devise von

Ulrich Mayer. Und zu seiner großen

Freude beteiligen sich beide

Söhne am Oldtimer-Hobby des

Vaters.

Und was wurde nun aus dem

Bugatti-Wunsch von einst? Den

hat er definitiv nicht begraben.

Sein Oldtimer-Fuhrpark beinhaltet

mittlerweile zwei Bugatti,

Geislingen • Tel: 07331 - 44400


Das

Wollknäuel

Stress

entwirren

Wie kann man Stress vermeiden, besser bewältigen und abbauen?

Zu diesem Thema berät Silvia Gunsilius aus Gussenstadt Betroffene. Von Claudia Burst

Foto: thodonal - stock.adobe.com

Frau Gunsilius, wie kamen Sie

dazu, sich zum Thema Stressmanagement

selbstständig zu

machen?

Zum einen, weil ich selbst mehr

als 20 Jahre in der Exportabteilung

eines großen Maschinenbau-Unternehmens

gearbeitet

habe, dort viel Stress hatte und

daher weiß, wie wichtig Selbstorganisation

und gutes Zeitmanagement

sind. Zum anderen,

weil ich früher oft Migräne hatte

und mich aus diesem Grund

mit Entspannungstechniken beschäftigt

hatte. Weil mich diese

faszinierten, belegte ich weiterführende

Kurse und Schulungen.

Von dem, was ich dort gelernt

habe, war ich so fasziniert, dass

ich dies auch an andere Menschen

weitergeben wollte.

Reservieren Sie sich

jetzt Ihren Termin

für eine kostenlose

30-minütige persönliche

Beratung unter

Silvia Gunsilius

Valentin-Thierer-Straße 15

89547 Gussenstadt

https://www.burnout-und-stress-vermeiden.de/kontakt

Was genau verstehen Sie unter

Stressmanagement?

Stressmanagement bedeutet als

erstes zu lernen, wie Stress zustande

kommt, und dann, wie wir

ihn verändern. Es

braucht eine ausgeklügelte

Strategie,

um Stress zu vermeiden,

besser zu

bewältigen und abzubauen.

Stress vermeiden

hört sich gut an –

ist aber in der Praxis

doch oft gar

nicht möglich, jedenfalls

wenn er

von außen

kommt.

Oft lässt sich

auch Stress von

außen vermeiden, etwa indem

man etwas umorganisiert, telefonfreie

Zeiten einführt oder

ähnliches. Dort, wo Stressvermeidung

nicht möglich ist, ist es

ganz wichtig, den Stress-Abbau

ganz bewusst zeitlich einzuplanen.

Zum Beispiel – je nach Typ

– mit Sport oder Spazierengehen

oder auch, indem man sich an einem

Box-Sack auspowert. Oder

vielleicht mit einem abendlichen

Bad und leiser Musik. Nur sollte

man Stress auf keinen Fall in sich

reinfressen.

Warum?

Weil Nichts-Machen gefährlich

ist. Stress hat gesundheitliche

Folgen körperlicher und seelischer

Art. Körperliche Beschwerden

jeder Art können die

Folgen von Stress sein, und Anzeichen

wie Erschöpfung, Reizbarkeit,

Nervosität oder oft

grundlos schlechte Laune sind

oft stressbedingt. Eine sehr gefährliche

Folge von Stress ist der

Burnout.

Was ist

Burnout

genau?

Burnout ist

die Folge

von nicht

bewältigtem

Dauerstress.

Depressionen

bis hin

zu Suizidgedanken

können

sich daraus

ergeben.

Das Problem

ist, Burnout als solchen zu erkennen,

weil es dafür 130 unterschiedliche

Symptome gibt. Die

Hauptursache dafür ist ein gestörter

Energiehaushalt. Das

heißt: Trotz Schlaf oder Ruhephasen

fließt keine Energie mehr

nach.

Wie helfen Sie in einer

solchen Situation?

Burnout gehört in die Hand eines

Arztes. Meine Aufgabe ist die

Prävention – also, dass es gar

nicht erst zu diesem Krankheitsbild

kommt. Das passiert durch

aktives Stressmanagement. Der

Kunde lernt einen Perspektivwechsel.

Das heißt: Stress verändert

sich je nachdem, wie wir ihn

im Kopf bewerten. Er lernt, den

Stress zu reduzieren und ihn abzubauen.

Wie gehen Sie da vor?

Ich stelle Fragen, zum Beispiel

zum Privat- und Berufsleben und

zu den sozialen Kontakten. Wenn

ein Kunde zu mir kommt, dann

Stress hat gesundheitliche Folgen körperlicher und seelischer Art,

sagt Silvia Gunsilius.


GESUNDHEIT 25

deshalb, weil er selbst keinen

Weg aus seiner Problematik sieht

und zur Hilfe jemanden von außen

braucht. Für den Kunden ist

Stress wie ein wirres Wollknäuel,

aus dem er selbst keinen Ausweg

findet. Ich entwirre das

Knäuel mit Fragen und helfe dabei

– zum Beispiel durch Zeitmanagement,

Selbstorganisation,

Persönlichkeitsentwicklung – es

zu strukturieren und so einen anderen

und besseren Umgang damit

zu finden. Eine unglaublich

gute Möglichkeit zur Unterstützung

ist Hypnose.

Hypnose? Wieso das?

Weil der größte Teil von uns in

unserem Unterbewusstsein liegt,

etwa 80 Prozent. Die Ursache

von vielen Problemen – wie zum

Beispiel extremer Eifersucht,

Nicht-Loslassen-Können, Schlafproblemen,

Sich-nicht-auf-Menschen-einlassen-können,

Nicht-

Nein-sagen-Können, Perfektionismus

– liegt im Unterbewusstsein.

Die Probleme selbst sind

nur ein Symptom. Wenn man das

Problem findet und verarbeitet,

verliert sich meist auch das Symptom.

Und wie funktioniert

die Hypnose?

Hypnose arbeitet mit Gefühlen

und Bildern im Menschen. Durch

das Fokussieren auf einen Punkt

findet der Kunde in Trance auf die

sogenannte Alpha-Ebene und öffnet

sich auf diese Weise dem Unterbewusstsein.

Durch meine Fragen

helfe ich ihm, das Problem zu

erkennen und aufzuarbeiten.

Aber weil Hypnose nur dann hilft,

wenn der Kunde dafür offen ist,

mache ich das nur, wenn er es

wirklich will. Hypnose ist ein Zusatzangebot,

kein Muss.

Zur Person

Silvia Gunsilius aus Gussenstadt

ist seit 2010

selbstständig unter dem

Namen „SG Stressmanagement“.

Sie bietet Beratung, Mentoring

und Training in den Bereichen

Stressmanagement und Burnout-Prävention.

Bei Wunsch

setzt sie dafür als Unterstützung

auch das Mittel der Hypnose

ein.

Die 57-Jährige hat den Beruf der

Einzelhandelskauffrau gelernt,

war dann in der Industrie im

Büro tätig, hat eine Sekretärinnenschule

besucht, anschließend

wieder im Vertrieb/Export

eines Unternehmens gearbeitet

und parallel dazu den Abschluss

zur Industriefachwirtin gemacht.

Selbst liest sie gern, um zu entspannen,

und lässt sich dabei

von ihrer Katze ins Ohr schnurren.

Außerdem findet sie Wasser

„toll“, segelt mit Begeisterung

und findet Ausgleich bei der

Gartenarbeit.

Unter www.burnout-undstress-vermeiden.de

verrät

Silvia Gunsilius auf ihrem Blog

und in podcasts, wie es möglich

ist, aktives Stressmanagement

zu betreiben.

Warum nicht alle Chancen nutzen?

Mit VR-GewinnSparen Invest!

Die guten Chancen auf attraktive Gewinne nutzen, gleichzeitig zeitgemäß

sparen und dabei noch regional wertvolle Hilfe leisten – kein Traum, geht alles!

Jetzt mehr erfahren: volksbank-goeppingen.de/invest

®


„Ich freue mich auf

das ganz normale Leben“

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn die Pandemie überstanden ist? Es sind vor allem

Kleinigkeiten, die den Menschen in den vergangenen Monaten gefehlt haben.

Von Heike Siegemund

„Ich freue mich vor allem auf Normalität und darauf, dass ich die Menschen,

die mir wichtig sind, wieder in den Arm nehmen darf“, betont

Nadine Nille aus Bad Ditzenbach. Die Nähe und Menschlichkeit sei

während der Pandemie ein Stück weit verloren gegangen. „Ich freue mich

auch darauf, dass man wieder die Gesichter der Menschen sieht. Durch

die Maske kennt man die Leute teilweise ja gar nicht mehr beim Einkaufen“,

ergänzt die 36-Jährige. Das Unbeschwerte, das „ganz normale

Leben“ – das fehlt der jungen Mutter in der Krise. Sie wünscht sich, dass

sie sich wieder „frei mit anderen treffen kann, ohne sich Gedanken

machen zu müssen“. Egal ob Kino, Konzerte, Biergarten, eine Shopping-Tour

oder ein Tierparkbesuch mit ihrem Mann und den beiden Kindern

– Nadine Nille sehnt sich nach all dem, was vor der Pandemie

selbstverständlich war. Für ihre Kinder hofft sie, dass die Regelmäßigkeit

zurückkehrt und „der normale Rhythmus mit Kita und Kindi“.

Lehner Management

GmbH

Haushalts-Service-

Filstal

Aktuell suchen wir Haushälter/innen (m/w/d)

Wohnungspflege,

Waschen, Bügeln,

Alltagsbegleitung,

Einkaufsservice

und viele weitere

Dienstleistungen.

0172 76 42 42 0

Dorfstr. 12

73312 Geislingen

Franziska Heller kümmert

sich als Fachkraft für Anästhesie und Intensivpflege

in der Klinik am Eichert in Göppingen auch um Corona-

Patienten. Sie berichtet von einer sowohl emotional als auch körperlich

anstrengenden Arbeit seit Beginn der Corona-Pandemie. Deshalb

freut sie sich aus beruflicher Sicht darauf, dass „wieder ein normaleres

Arbeiten in der Klinik stattfinden kann“. Auf privater Ebene

wünscht sich die Bad Ditzenbacherin für ihren Sohn, dass der

Kindergarten wieder wie gewohnt dauerhaft für alle Kinder öffnen

kann. Mal wieder mit ihrer Freundin frühstücken gehen, sich im Freibad

erfrischen, spontane Ausflüge unternehmen, Pizza essen gehen,

shoppen und die Kinder auf dem Spielplatz spielen lassen, „ohne

sich Gedanken machen zu müssen“ – darauf freut sich die 34-Jährige

am meisten. „Es sind alles Dinge, die früher selbstverständlich

waren“, sagt Franziska Heller. Sie hofft, „dass sich so viele wie möglich

impfen lassen und wir bald wieder in den normalen Alltag zurückkehren

können“.


UMFRAGE 27

„Nicht nur

daheimsitzen und immer

die gleichen Leute sehen, sondern Verwandte

besuchen und Bekannte treffen – darauf freue ich mich“, sagt Bernhard

Ritz aus Böhmenkirch. Der 73-Jährige nennt als Beispiel

die Treffen mit einer befreundeten Familie, die vor der Pandemie im

zweiwöchigen Rhythmus stattgefunden haben. „Wir sind alle 14 Tage

zusammen zum Frühstücken gegangen. Das war zum Teil auch ein

ausgedehntes Frühstück, das bis 2 Uhr mittags ging. Es war wunderbar“,

erinnert sich der Böhmenkircher zurück. Diese Treffen finden

seit mehr als einem Jahr nicht mehr statt, bedauert er und hofft, dass

sie bald wieder völlig unbeschwert möglich sind. Bernhard Ritz freut

sich außerdem darauf, „einfach etwas anderes zu sehen“ und Ausflüge

zu unternehmen, zum Beispiel an den Bodensee. Normalerweise

zieht es ihn, seine Frau und seine Tochter regelmäßig zur Landesgartenschau,

wo sie sich bisher oft mit Verwandten getroffen haben.

Auch danach sehnt sich der Böhmenkircher zurück.

Rainer Ramminger-Miller kann es als Fußballtrainer

kaum erwarten, bis „der Ball endlich wieder rollt“. Es

müsse nicht gleich ein Spiel sein, aber es sei wichtig, dass

man wenigstens zum Training wieder zusammenkommen

könne, sagt der Degginger, der die Damenmannschaft der

SG Filstal trainiert. In den vergangenen Wochen habe man

sich in kleinen Gruppen getroffen, um im Freien gemeinsam

Fitnessübungen zu machen, zu joggen oder Rad zu fahren.

„Den Kontakt konnten wir auch über unsere Vereinsapp

halten“, berichtet der 60-Jährige von dieser Austauschmöglichkeit.

Er selbst spielt aktiv Fußball bei den AH-Senioren

des FTSV Bad Ditzenbach-Gosbach. Er freut sich darauf,

wenn das Vereinsleben wieder Fahrt aufnimmt. Dazu gehöre

auch die Geselligkeit und dass man nach dem Sport zusammensitzt

und ein Bierchen trinkt, betont der Degginger.

Er hofft, dass die Pandemie keine zahlreichen Vereinsaustritte

zur Folge hat. „Vielleicht sind manche jetzt zu bequem

geworden. Das muss man leider befürchten“, überlegt der

60-Jährige.

Fotos: privat

Lena Millers Sohn ist jetzt ein Jahr alt – im Jahr 2020 kam er mitten in

der Corona-Krise auf die Welt. Die Deggingerin bedauert, dass sie während

ihrer einjährigen Elternzeit beispielsweise keinen Babyschwimmkurs

besuchen und sich nicht in einer Krabbelgruppe mit anderen Müttern

austauschen konnte. „Und dass mein Sohn bisher keine Kinder in

seinem Alter kennenlernen konnte“, ergänzt Lena Miller. Die 26-Jährige

freut sich darauf, wenn nach der Pandemie wieder alle Freizeitaktivitäten

möglich sind. Außerdem würde sie „so gern an die Nordoder

Ostsee fahren“. Die Deggingerin sehnt sich „nach der Freiheit,

sich ohne Bedenken mit mehreren anderen Müttern treffen zu können“

oder mit ihrem Sohn den „Musikgarten“ zu besuchen. Außerdem

freut sie sich darauf, in einem Restaurant essen zu gehen, unbeschwerte

Ausflüge mit ihrem Freund Timo Angerer und dem gemeinsamen

Sohn Valentin zu unternehmen und einfach „ganz normal im

Laden Klamotten einzukaufen“.


28 RECHTSTIPPS

Kindererziehung

beschert den Eltern

mehr Rente

Wer erzieht, erhält dafür

in der gesetzlichen

Rentenversicherung

Pflichtbeiträge gutgeschrieben.

Das schafft einen Ausgleich dafür,

dass Mütter und Väter in den

ersten Jahren oft weniger arbeiten

können. Die Eltern bekommen

für die Erziehung ihrer Kinder

bis zu drei Jahre Beitragszeiten

in der gesetzlichen Rentenversicherung

pro Kind

gutgeschrieben,

erklärt

die Deutsche

Rentenversicherung

Bund in

Berlin. In

die Berechnung

der

späteren

Rente fließt

außerdem

die Zeit bis zur Vollendung

des zehnten Lebensjahres eines

Kindes mit ein.

Mit den Kindererziehungszeiten

können Eltern auch Lücken

in ihrer Versicherungsbiografie

schließen. Darüber hinaus wird

eine zeitgleiche versicherungspflichtige

Beschäftigung im Rah-

Neue Pauschale:

So wirkt sich

das Homeoffice

steuerlich aus

Die Arbeit zuhause ist für

viele Beschäftigten in der

Corona-Pandemie gelebte

Realität. Kosten für das Homeoffice

konnten in der Regel dafür

nicht geltend gemacht werden.

Eine Homeoffice-Pauschale soll

das nun ändern. Die Pauschale

sollen all jene geltend machen

können, die aufgrund der pandemiebedingten

Einschränkungen

am provisorischen Arbeitsplatz

in den eigenen vier Wänden arbeiten.

In den Jahren 2020 und

2021 können sie fünf Euro pro

men der Rentenberechnung besser

bewertet. Und das lohnt sich:

Die Anwartschaft aus einer versicherungspflichtigen

Beschäftigung

kann bei geringem Verdienst,

zum Beispiel wegen Teilzeitarbeit,

um bis zu 50 Prozent

wegen zeitgleicher Kinderberücksichtigungszeiten

aufgewertet

werden. Der Verdienst wird

höchstens

bis zum Durchschnittsentgelt

aufgestockt. Das Durchschnittsentgelt

beträgt rund 40500 Euro.

Diese Aufwertung gibt es für Zeiten

ab 1992. Wer zu Beginn der

Rente mindestens 25 Versicherungsjahre

zurückgelegt hat, profitiert

davon; außerdem muss das

Kind das dritte Lebensjahr vollendet

haben. dpa-tmn

Tag - maximal 600 Euro pro Jahr

- pauschal von der Steuer absetzen,

wenn sie an diesem Tag

nicht im Büro gearbeitet haben.

Um das gegenüber dem Finanzamt

nachweisen zu können,

ist es hilfreich, eine Bestätigung

vom Arbeitgeber zu haben, erklärt

Uwe Rauhöft vom Bundesverband

Lohnsteuerhilfevereine

(BVL) in Berlin. Das gilt besonders

in den Fällen, in denen Beschäftigte

mal im Büro und mal

von zuhause aus gearbeitet haben.

dpa-tmn

Vermieter muss

rund um die Uhr für

warmes Wasser sorgen

Arbeitsrecht:

Für befristete Verträge

gibt es genaue Regeln

Ein befristeter Vertrag kann

den Einstieg in den Beruf

erleichtern. Das Arbeitsverhältnis

auf Zeit bringt aber

auch viel Unsicherheit. Daher

sollten diese Beschäftigten ihr

Recht kennen.

Besonders in wirtschaftlich

angespannten Zeiten stellen Arbeitgeber

neuen

Mitarbeitern oft

befristete Verträge

aus. Grundsätzlich

muss der Arbeitgeber

sachlich begründen,

wenn ein

Vertrag befristet

werden soll. Das

gilt allerdings

nicht für Arbeitsverhältnisse

mit

einer Befristung

auf maximal zwei

Jahre, wie die

Schleswig-Holsteinische Rechtsanwaltskammer

erklärt.

Sachliche Gründe sind im Teilzeit-

und Befristungsgesetz

(TzBfG) festgelegt: Eine sachliche

Befristung ist zum Beispiel

möglich, wenn der Bedarf an Arbeitsleistung

nur vorübergehend

besteht. Bei einer Befristung

ohne sachlichen Grund kann der

Vertrag innerhalb der 24 Monate

höchstens dreimal verlängert

§

Vermieter haben dafür Sorge

zu tragen, dass Warmwasser

ganzjährig rund

um die Uhr zur Verfügung steht.

Darauf weist der Eigentümerverband

„Haus & Grund Deutschland“

hin. Allerdings müssen

Mieter damit leben, wenn zunächst

ein wenig Wasser ablaufen

muss, bevor eine Mindesttemperatur

erreicht wird.

Grundsätzlich gilt außerdem,

dass Mieter in der Heizsaison

ausreichend heizen können. Dafür

ist eine zentrale Heizungsanlage

so einzustellen, dass vernünftige

Temperaturen erreicht

werden. Nach der Rechtsprechung

dürfen tagsüber mindestens

20 Grad Celsius und nachts

16 Grad Celsius nicht unterschritten

werden. Hat die Wohnung

eine Gasetagenheizung, so

muss diese regelmäßig gewartet

werden.

Für die Mieter wiederum besteht

keine Heizpflicht. Sie dürfen

die Temperaturen in der

Wohnung aber auch nicht so tief

sinken lassen, dass Schäden

durch Einfrieren oder Schimmelbildung

entstehen. dpa-tmn

werden. Die zweijährige Gesamtdauer

darf auch mit der Verlängerung

nicht überschritten werden,

wie die Kammer erklärt.

Gibt es im Unternehmen einen

Tarifvertrag, sind darin abweichende

Regeln möglich. Eine

weitere Bedingung: Ein befristetes

Arbeitsverhältnis ist ohne

sachlichen Grund

nur möglich,

wenn man zuvor

noch nicht bei

dem demselben

Arbeitgeber beschäftigt

war. Außerdem

muss

jede Befristung

schriftlich festgehalten

werden;

ansonsten ist sie

ungültig und das

Arbeitsverhältnis

unbefristet. Jedoch

ist eine sachgrundlose Befristung

ausnahmsweise möglich,

zum Beispiel bei Wiedereinstellung.

Das gilt etwa dann, wenn

die letzte Beschäftigung sehr lange

zurückliegt, sehr kurz oder

deutlich anders geartet war.

Auch neu gegründete Unternehmen

können unter Umständen in

den ersten vier Jahren ihres Bestehens

auf eine Fristbegründung

verzichten. dpa-tmn


ORTSHISTORIE 29

Wappenkunde

Weiler

Die Gemeinde Weiler hatte

laut „Wappenbuch des Landkreises

Göppingen“ in den

1950er Jahren noch kein Wappen.

Der Gemeinderat habe

sich in seiner Sitzung am 14.

März 1956 mit der Wappen-Frage

beschäftigt. „Er bezog sich

dabei auf einen Erlass des Innenministeriums,

nach dem

die Gemeindesiegel ein Wappen

enthalten sollen. Bis zu

dieser Sitzung hatte die Verwaltung

bereits in Gesprächen

mit der Archivdirektion Stuttgart

herausgefunden, dass auch

dort kein Wappen der Gemeinde

Weiler vorhanden ist.“

Die Heraldiker und Fachleute

der Archivdirektion teilten

der Gemeinde mit, dass ihrem

Wunsch entsprechend die Burg

Helfenstein als der benachbarten

prägenden geschichtlichen

Anlage „auch heraldisch“ vertretbar

sei (also auch hinsichtlich

der Wappenkunde). Heraldische

Darstellung heiße aber,

dass die Zeichnung der Burg

im Wappen stark vereinfacht

werden müsse. „Und nachdem

schon verschiedene Gemeinden

Burgen in ihrem Wappen

führten, müsse zur Unterscheidung

noch ein sogenanntes

Beizeichen in das künftige

Wappen aufgenommen werden.

Als Beizeichen würde sich

der Drache eignen, das Sinnbild

und Attribut der Orts- bzw.

Kirchenpatronin von Weiler,

der Hl. Margaretha“, informiert

das Wappenbuch. Auf dieser

Basis erarbeitete die Archivdirektion

zwei Skizzen:

– „In gespaltenem Schild vorne

in Rot ein silberner weißer

Zinnenturm, hinten in Silber

(weiß) ein aufrechter roter

Drache (Ortsfarben Silber-Rot)“

– „In geteiltem Schild oben in

Rot eine doppeltürmige silberne

(weiße) Burg, unten in

Silber (Weiß) ein liegender,

roter Drache (Ortsfarben

Weiß-Rot bzw. Silber-Rot)“

Der Gemeinderat von Weiler

stimmte schließlich für den

zweiten Vorschlag. Das Innenministerium

Baden-Württemberg

verlieh dann schriftlich

am 18. April 1958 der Gemeinde

Weiler ob Helfenstein das

Recht, eine Flagge in den Farben

Weiß-Rot (Silber-Rot) und

ein Wappen wie vom Gemeinderat

gewünscht zu führen.


30 LESEN

Buchtipps

Jaffa Road

Es ist halb zehn am Morgen. Ninas

U-Bahn steckt im Tunnel

fest, als sie einen Anruf erhält.

Es ist ein Notar aus Palermo, der

ihr mitteilt, dass ihr Großvater

Moritz verstorben ist und dass

er sie als Erbin eingesetzt hat.

Nach anfänglichem Zögern reist

die junge Archäologin nach Italien

- zuerst nach Rom, um ihre

Tante Joëlle zu treffen, und dann

weiter nach Palermo. Dort begegnen

die beiden Frauen Elias,

einem Palästinenser aus Jaffa,

und – wenn man seinen Worten

glauben kann – Moritz’ Sohn.

Wer war ihr Großvater eigentlich?

Eine Frage, die sich Nina

nicht zum ersten Mal stellt.

Denn ihre Großmutter hatte

Nina einst erzählt, dass ihr

Großvater nie aus dem Krieg

heimgekehrt, sondern in der

Wüste verschollen sei. Es gab

nicht mal ein Grab, an dem die

Familie trauern konnte. Auch

ihre Tante wusste nichts von

Moritz‘ Leben in Palermo. Und

dann stehen die beiden zum ersten

Mal vor dem Erbe des alten

Mannes.

Jaffa Road

Daniel Speck

Verlag: Fischer

Preis: 16,99 Euro

ISBN: 978-3-5967-03-845

Scarlett & Brown:

Die Outlaws

Scarlett ist 17 Jahre alt und Bankräuberin.

Das ist nun nicht so

wirklich ihre Schuld. Vielmehr

hat ihre Vergangenheit die junge

Frau quasi zur Gesetzlosen

gemacht. Doch Scarlett weiß

sich zu helfen – sie ist schließlich

auch eine meisterhafte

Schützin. Eines Tages, nach einem

weiteren Raubüberfall auf

eine Bank, trifft sie in den Wäldern

Englands auf den zwei Jahre

jüngeren Albert Browne. Er

macht auf die taffe Scarlett einen

recht hilflosen Eindruck,

und sie beschließt, ihm zu helfen.

Doch ob das so eine gute

Idee war? Halb England ist dem

Jungen auf den Fersen, der über

eine geheimnisvolle Fähigkeit

verfügt – und die andere Hälfte

jagt Scarlett wegen ihrer Überfälle.

Scarlett & Browne: Die Outlaws

(ab 13 Jahren)

Jonathan Stroud

Verlag: cbj

Preis: 22 Euro

ISBN: 978-3-5701-65-966

Elbleuchten

Die sommerliche Hitze liegt im

Jahr 1886 bleiern über Hamburg.

Die Alster ist glatt wie ein Spiegel,

und kein noch so kleiner

Windhauch regt sich. Lily Karsten,

Tochter einer erfolgreichen

Reederfamilie, hat ganz schön

mit den Nerven zu kämpfen.

Denn ausgerechnet an diesem

heißen Tag soll sie ein neues

Schiff im Hafen taufen und dazu

eine Rede halten. Kurzentschlossen

schnappt sie sich auf

dem Weg zur Kutsche einen Hut,

der ihr zumindest ein bisschen

Schutz gegen die Hitze spenden

soll. Eine Entscheidung, die ihr

ganzes Leben verändern wird.

Denn der Hut wird im Hafen

vom Wind erfasst und landet im

Wasser. Ein Hafenarbeiter, der

den Hut retten soll, wird dabei

schwer verletzt. Jo, ein Freund

des Verletzten, sucht einige Tage

später Lilys Familie auf, um sie

um Unterstützung für seinen

Freund zu bitten. Doch er wird

barsch abgewiesen. Einzig Lily

möchte Jo helfen, und so nimmt

er sie mit in seine Welt – eine

Welt der Armut und des Elends.

Doch bei aller Führsorge um seinen

Freund hat Jo auch ein

dunkles Geheimnis.

Elbleuchten

Miriam Georg

Verlag: rororo

Preis: 10 Euro

ISBN: 978-3-49900-3-448

Flüchtiges Begehren

Der Morgen beginnt für Commissario

Brunetti mit einem

ziemlich dicken Schädel. Das

mag am jährlichen Klassentreffen

des Vorabends liegen, das bis

in die Nacht dauerte, oder auch

an den drei Gläsern Grappa, die

der Wirt Brunetti und seinen

ehemaligen Klassenkameraden

spendierte. Immer mehr fühlt

der Commissario sich wie eines

der vielen Gebäude in Venedig

– es knarzt mal hier und mal da,

und immer kommen neue Zipperlein

hinzu. Doch die treten

in den Hintergrund, als auf dem

Steg vor dem Ospedale zwei bewusstlose

amerikanische Touristinnen

gefunden werden. Die

Ermittlungen ergeben, dass die

beiden sich nach einem launigen

Abend auf dem Campo Santa

Margherita von zwei Einheimischen

zu einer Spritztour

durch die Stadt haben überreden

lassen. Das Boot rammte in

der Dunkelheit einen Pfahl, und

die beiden Frauen wurden bewusstlos

auf dem Steg zurückgelassen.

Doch warum? Wenn es

ein Unfall war, hätte es für die

Einheimischen keinen Grund

zur Flucht gegeben. Brunettis

Erfahrung sagt ihm, dass da

mehr dahinterstecken muss.

Und er wird recht behalten.

Denn schon bald steht er einer

Organisation gegenüber, vor der

sich selbst die Mafia fürchtet.

Flüchtiges Begehren

Donna Leon

Verlag: Diogenes

Preis: 24 Euro

ISBN: 978-3-2570-71-207


LESEN 31

Französisches Roulette

Eine schicke Seniorenresidenz

im malerischen Périgord, bei der

ein russischer Oligarch seine

Finger im Spiel hat? Für Bruno,

oberster und einziger Polizist im

malerischen Örtchen Saint-Denis,

ist dies eigentlich unvorstellbar.

Und doch hat er im Laufe

seines Lebens gelernt, dass

die Machenschaften der großen

weiten Welt auch bis in den entlegensten

Winkel reichen. Das

wird Bruno wieder besonders

bewusst, als sein Tennisfreund

Gaston Driant ihn um ein Gespräch

bittet. Wenige Tage nach

der Beerdigung ihres Vaters haben

Gaston und seine Schwester

Claudette erfahren, dass vom

reichhaltigen Erbe ihres verstorbenen

Vaters nichts mehr übriggeblieben

ist. Driant Senior, ein

wohlhabender Landwirt, hat

Haus und Hof in eine Versicherung

gesteckt, die ihm einen Lebensabend

in einer schicken Seniorenresidenz

ermöglichen

sollte. Und jetzt, nach dem Tod

des alten Herrn, fällt die gesamte

Versicherungssumme an diese

Residenz. Bruno riecht sofort

Lunte – auch, weil er Gastons

Vater gut kannte und beide sich

einig sind, dass ein solcher Ort

nicht zu Driant Senior gepasst

hätte. Zudem hatte er immer

davon gesprochen, seinen Lebensabend

im Altersheim von

Saint-Denis verbringen zu wollen

– dort lebten auch alle seine

Freunde. Was steckt also hinter

der ominösen Versicherung?

Und wer ist der Notar, der Gaston

und Claudette kontaktiert

hat, von dem aber noch niemand

sonst gehört hat?

Französisches Roulette

Martin Walker

Verlag: Diogenes

Preis: 24 Euro

ISBN: 978-3-2570-71-184

Chancen

Miteinander

Fortschritt

Stabilität

Weil’s um

mehr als

Geld geht.

Seit unserer Gründung prägt

ein Prinzip unser Handeln: Wir

machen uns stark für das, was

wirklich zählt. Für eine Gesellschaft

mit Chancen für alle. Für

eine ressourcenschonende

Zukunft. Für die Regionen, in

denen wir zu Hause sind. Mehr

auf ksk-gp.de/mehralsgeld

Kreissparkasse

Göppingen


LESER WERBEN LESER

TOLLE PRÄMIEN

FÜR DEN

SOMMER!

AUCH NICHT-

ABONNENTEN

KÖNNEN

WERBEN

WEBER

Go–Anywhere

Holzkohlegrill

DOPPLER Sunline 200

Sonnenschirmset

inkl. Sockel

GASTROBACK

Luftreiniger AG+

Airprotect Portable

Grillrost aus

beschichtetem Stahl,

Holzkohlerost auf massivem Stahl,

dank durchdachter Features sorgt er

an jedem Ort für perfekte Grillmomente

Maße: 42 x 26 cm (genutzer Grillbereich)

Hochwertiger

Sonnenschirm

ideal für den Balkon

geeignet,

höhenverstellbar,

Knickvorrichtung,

100 % Polyestergewebe

Größe: ca 200cm, 8-tlg.

Handlicher Luftreiniger,

mit USB-Anschluss,

entfernt 99% der

luftübertragenen Viren

Ø 68 mm, 188 mm Höhe,

Gewicht: 400g

Weitere Prämien finden Sie unter südwestpresse.de/geislingen/praemienzeit

NEUER ABONNENT

Hiermit bestelle ich die GEISLINGER ZEITUNG ab ................................

für mindestens 12 Monate

für mindestens 24 Monate

zum jeweils gültigen Bezugspreis* (zzt. mtl. 47,20 €).

Mit diesem Angebot erhalte ich meine gedruckte Zeitung und habe

unbegrenzt Zugriff auf alle topaktuellen und interaktiven Inhalte auf

swp.de.

Meine Adresse:

Vorname, Name

Straße, Hausnummer

Telefon

Abbuchung jeweils:

Geburtsdatum

PLZ, Wohnort

E-Mail

jährlich halbjährlich vierteljährlich monatlich

Meine Kontodaten:

D E

IBAN 22-st. BLZ Kontonummer

Bank

Datum

Unterschrift

VERMITTLER

Ich habe einen Abonnenten geworben, auf den die Prämienbedingungen

zutreffen (s.u.r.), dafür erhalte ich die folgende Prämie:

100€ aufs Konto (Mindestlaufzeit 12 Monate)

150 € aufs Konto (Mindestlaufzeit 24 Monate)

Weber to-go Grill (Mindestlaufzeit 12 Monate, Art.-Nr. 80306 )

Doppler-Sonnenschirmset in weiß , grün , anthrazit

(Mindestlaufzeit 12 Monate, Art.-Nr. 93919 )

Luftreiniger (Mindestlaufzeit 24 Monate, Art.-Nr. 94338)

Meine Adresse:

Vorname, Name

Straße, Hausnummer

Telefon

Meine Kontodaten (zur Überweisungder Geldprämie)

D E

IBAN 22-st. BLZ Kontonummer

Bank

Geburtsdatum

PLZ, Wohnort

E-Mail

Datum

Unterschrift

Ich bin ebenfalls Abonnent und habe folgende Abo-Nummer

(falls zur Hand bitte eintragen): ______________________________________

Prämienbedingungen: Der Verlag behält sich Modell-Abweichungen in gleicher

Qualität vor. Prämienabsender abweichend vom Verlag. Die Prämie erhält der

Werber, wenn: 1. der neue Abonnent in den letzten 6 Monaten kein Abonnent der

GEISLINGER ZEITUNG war (Ausnahme: Vorteils-Abos). 2. mit dem Auftrag keine Abbestellung

in irgendeiner Form verbunden ist. 3. Werber und Abonnent nicht identisch

sind. Nach Eingang des ersten Bezugsgeldes des geworbenen Abonnenten und

Verstreichen der Widerrufsfristen erfolgt die Abgabe der Prämie an den Werber. Bei

einer vorzeitigen Abbestellung des Abonnements bekommt der Verlag die ausgelieferte

Prämie bzw. den Gegenwert unverzüglich zurück.

Wir verwenden Ihre uns mitgeteilte Anschrift zur Briefpostwerbung. Dem können

Sie jederzeit gegenüber der Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH &

Co. KG, Hauptstraße 38, 73312 Geislingen, widersprechen. Über die von Ihnen

angegebene Telefonnummer und E-Mail-Adresse werden wir Sie künftig über

ähnliche Produkte informieren. Dem können Sie jederzeit für die Zukunft unter

Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Hauptstraße 38, 73312 Geislingen

und der NPG Digital GmbH, Karlstraße 3, 89073 Ulm , insbesondere unter

widerruf@swp.de widersprechen, ohne dass hierfür andere als die Übermittlungskosten

nach den Basistarifen entstehen.

Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Bitte lesen Sie mehr dazu unter südwestpresse.de/privacy.

Die Bestellung kann binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen

formlos ab dem Tag der ersten Zeitungslieferung, nicht jedoch vor Erhalt der Widerrufsbelehrung

gemäß Artikel 246a §1 Abs. 1 Nr. 1 EGBGB, widerrufen werden.

Näheres zum Widerrufsrecht und dessen Ausführung (inkl. Formular) können Sie unter

südwestpresse.de/geislingen/agb oder per Telefon unter 07331 202-31 abrufen.

Geislinger Zeitung Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG, Registergericht Ulm: HRA

540774

Coupon bitte vollständig ausgefüllt einsenden an:

GEISLINGER ZEITUNG Leserservice,

Hauptstaße 38, 73312 Geislingen

oder per Fax an 07331 202-40

* Preisstand: 01.01.2021

99-1000038

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine