NEW EDUCATION- ZWISCHEN LERNEN UND LEBEN

MediaplanetVerlagDeutschland

EINE UNABHÄNGIGE KAMPAGNE VON MEDIAPLANET

NEW EDUCATION

ZWISCHEN LERNEN UND LEBEN

Lesen Sie mehr auf www.kinder-jugend-familie.info

Sei ein

Klassenheld!

Lehrerin und Lerncoach

Lisa Reinheimer ist davon überzeugt,

dass jeder Spaß am Lernen

haben kann. Ihr Motto: Stärken

fördern, Schwächen managen.

NICHT VERPASSEN:

Berufswahl

So findet ihr Kind

den Traumjob

Seite 4

Spielend lernen

Lernlücken in den

Sommerferien schließen

Seite 7

Digitalisierung

Kinder auf die Zukunft

vorbereiten

Seite 8


2

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VERANTWORTLICH FÜR DEN

INHALT IN DIESER AUSGABE

Nicole Wolfien

Im digitalen

Zeitalter ist neben

einer Cloud nur das

Wissen unersetzlich.

IN DIESER AUSGABE

06

Katharina Sliwa

Lernen trocken

und langweilig?

Mit dieser

Kampagne

beweisen wir Ihnen

das Gegenteil!

Daniel Jung

Experte für „New

Learning“ und

YouTuber

Digitale Schule –

So könnte es nach der

Pandemie weitergehen

Digitaler Schulunterricht, Homeschooling und

Studieren in virtuellen Hörsälen. Die Pandemie

wurde zum Stresstest für Familien, Lehrer(innen)

und Leiter(innen) von Bildungseinrichtungen.

Eltern wurden zu Hause auf einmal zu Lehr-

kräften und waren damit genauso überfordert

wie Lehrer(innen), die ihren Schulstoff plötzlich

in Zoom-Calls vermitteln sollten.

Florian Sochatzy

Der Digitalexperte über das

„neue“ Lernen.

Project Manager: Nicole Wolfien, Katharina Sliwa

Geschäftsführung: Richard Båge (CEO), Philipp Colaço

(Managing Director), Franziska Manske (Head of Editorial &

Production), Henriette Schröder (Sales Director) Designer:

Elias Karberg Mediaplanet-Kontakt: redaktion.de@

mediaplanet.com Coverbild: Klara Ventz

Alle Artikel mit einem

Redaktion.

facebook.com/MediaplanetStories

@Mediaplanet_germany

Please recycle

08

Bertelsmann Stiftung

Perspektive Berufsausbildung

in Corona-Zeiten.

sind keine neutrale Mediaplanet-

Die schleppende Digitalisierung

war schon vorher ein Thema,

aber erst der Ausnahmezustand,

in den uns die COVID-19-Krise

gebracht hat, machten dieses wichtige

Thema sichtbar. Was jetzt erfolgen muss,

ist ein Umdenken. Der Frontalunterricht

in 45-Minutenblöcken ist das, was alle

kennen. Bei den Lehrplänen geht es nicht

mehr darum den Schüler(inne)n Struktur

und Zusammenhänge zu vermitteln, sondern

sie durch die Prüfung zu bekommen.

Ich erinnere mich an einen Schüler, der

nicht verstanden hatte, wie man quadratische

Gleichungen mit der quadratischen

Ergänzung löst. Daraufhin hat er

sich eines der Videos auf meinem YouTube-Kanal

angeschaut, in dem ein anderes

Verfahren zur Lösung der Gleichung erklärt

wird, die pq-Formel. Da der Schüler

diese direkt verstand, wendete er sie in

der nächsten Klassenarbeit an und konnte

alle Aufgaben richtig lösen. Doch dann

kam die große Enttäuschung. Das Ergebnis

seiner Arbeit: Null Punkte. Dennoch

wurde der Schüler enttäuscht. Die Lehrerin

vergab Punkte nur für die Anwendung

des von ihr erwünschten Verfahrens.

Digitale

Inhalte

sind kein

Ersatz!

Aber Bildung kann auch anders aussehen.

Um die Digitalisierung in den Bildungseinrichtungen

weiter voranzubringen,

braucht das Lehrpersonal mehr

Spielraum, um Video-Tutorials und Online-Plattformen

in ihrem Unterricht einzusetzen.

Schüler(inne)n muss auf neue

Art und Weise beigebracht werden, wie

man digital kommuniziert und lernt. Ich

wünsche mir, dass wir jetzt nicht einfach

weitermachen wie in den letzten hundert

Jahren, nur mit dem Unterschied, dass

überall Tablets ausliegen. Ganz besonders

wichtig für mich ist, dass Schüler(innen)

ihre Lehrerhelden nicht verlieren.

Digitale Inhalte sind dafür kein

Ersatz, sondern einfach eine weitere Möglichkeit,

Schüler(innen) aus sich selbst

heraus zu motivieren.

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It’s our attitude.

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit GoStudent entstanden.

70 %

der Eltern sorgen sich

um den Bildungsverlust

ihrer Kinder

FOTO: GIUSEPPELOMBARDO/SHUTTERSTOCK

20 Prozent verteilen die Note „ausreichend“

und zehn Prozent empfinden die

Leistung als „unbefriedigend“.

Digitale Lernplattform für

Online-Nachhilfe

„Wo das Schulsystem versagt, springt

GoStudent ein“, sagt CEO und Gründer

Felix Ohswald. „Wir entlasten Eltern und

stellen sicher, dass die Kinder ihre Lernziele

trotz der Folgen des Homeschoolings

erreichen.“ Das Ed-Tech-Unternehmen

wurde 2016 von Felix Ohswald und

Gregor Müller (COO) in Wien gegründet

und ist im DACH-Raum in 14 weiteren

Ländern sowie bald auch in Kanada

und Lateinamerika. Über seine Plattform

bietet GoStudent kostenpflichtige

Online-Einzelkurse für alle Schulfächer

an. Das Unternehmen beschäftigt

mehr als 500 Mitarbeiter(innen) an den

landesweiten Standorten. Monatlich

werden rund 400.000 Nachhilfeeinheiten

gebucht. GoStudent zählt mehr

als 15.000 Schüler(innen) und mehr als

5.000 Tutor(inn)en.

Wo das Schulsystem

versagt, springt

GoStudent ein“, sagt

CEO und Gründer

Felix Ohswald. „Wir

entlasten Eltern und

stellen sicher, dass die

Kinder ihre Lernziele

trotz der Folgen des

Homeschoolings

erreichen.“

Mehr

Informationen:

gostudent.org

Mehr Lust am Lernen

Wie gelingt es Schüler(inne)n, ihr volles Potenzial auszuschöpfen – und

das sogar in Zeiten des drohenden Bildungsverlusts während Corona?

Wie lässt sich die klassische, oft unbeliebte Nachhilfe durch einfaches

Lernen ersetzen und Digitalisierung in ein veraltetes Unterrichtssystem

bringen? Eine Antwort darauf liefert GoStudent, ein Spezialist für innovativen

Online-Unterricht.

Text Dominik Maaßen

Nach wie vor haben Eltern und

ihre Kinder hierzulande mit

mit den Folgen des Schullockdowns

zu kämpfen. Mütter und

Väter müssen plötzlich nicht nur Job,

Haushalt und Familie unter einen Hut

bringen. Homeschooling 2.0 bedeutet

einen zusätzlichen mühevollen Kraftakt:

Kinder werden aus ihren Schulroutinen

herausgerissen und selbstmotiviertes

Lernen mit Devices wie Tablet, Laptop

oder Smartphone steht wiederholt auf

der Tagesordnung. Eltern stellen sich

zusätzlich dem Anspruch, Lehrer eins

zu eins zu ersetzen und dem Nachwuchs

ein Umfeld zu schaffen, in dem er lernen

kann und den Schulstoff nicht völlig aus

den Augen verliert.

Trotz dieses Einsatzes zu Hause braucht

es jedoch weiterhin die erfahrenen Pädagogen:

Denn Lehrerinnen und Lehrer

sind wichtige Inspirationsquellen und

Vorbilder für Kinder. Die vergangenen

Schulschliessungen reißen die

Schwächsten unserer Gesellschaft so aus

ihren Alltagsroutinen und nehmen ihnen

Struktur und Ordnung. Für Kinder

ist dies eine massive Stresssituation.

Sorgen um Schulbildung

Es ist daher nicht verwunderlich, dass

sich 70 Prozent der Eltern um den Bildungsverlust

ihrer Kinder sorgen und

44 Prozent die sofortige Schulöffnung

fordern. Das hat zumindest eine Umfrage

unter Eltern in Deutschland ergeben, die

GoStudent, die digitale Lernplattform

für Online-Nachhilfe, im Februar 2021

durchgeführt hat. Die Pädagogen bekommen

danach von den befragten Eltern

keine guten Noten für das Homeschooling:

Fast jeder und jede Zweite gibt dem

Lehrpersonal ein „befriedigend“,

Felix Ohswald

CEO und Mitgründer

von GoStudent

Individuelle Schulung im

virtuellen Raum

Der Unterricht erfolgt über den Computer

(Web-App) oder über mobile

Endgeräte (Mobile App), wodurch

sich Schüler(innen) jeden Alters und

Tutor(inn)en live in einem virtuellen

Raum sehen und hören können. Dabei

kommen auch integrierte Funktionen

wie eine digitale Tafel oder die Bildschirmübertragung

zum Einsatz. Aktuell

erweitert der Spezialist das Angebot

auch für Universitätsfächer. Um die

Einzigartigkeit jedes Schülers zu fördern,

sind persönlicher und individueller

Zugang im Einzelunterricht möglich.

Gerade jetzt in den Sommermonaten

müssen Kinder zudem viel Versäumtes

wieder aufholen, weil im vergangenen

Schuljahr Lernstoff liegen geblieben ist.

GoStudent bietet ihnen die Möglichkeit,

dank moderner Lernmethoden Inhalte

zu Hause zu lernen, ohne gleichzeitig

auf den privaten Spaß im Sommer zu

verzichten.

Engagement für bundesweite Bildung

GoStudent engagiert sich aber

auch generell, das digitale Lernen

in der Gesellschaft zu fördern: „Wir

bieten der Bundesregierung aktuell

ein Kontingent von fünf Millionen

Nachhilfeeinheiten zum Selbstkostenpreis

an und verzichten komplett auf

unsere Gewinnmarge“, so Felix Ohswald.

„So kann die Regierung die Stunden

günstig einkaufen und sie an Kinder

kostenlos vergeben, die aktuell besonders

stark von Bildungsdefiziten

betroffen sind.“


4

Lesen Sie mehr auf kinder-jugend-familie.info

„Jedes Kind

kann ein

Klassenheld

sein!“

Lisa Reinheimer ist Schulglücksbringerin,

Lehrerin und Lerncoach. Eltern und Pädagogen

erfahren bei ihr, wie sie ihre Kinder

durch eine schöne Schulzeit begleiten

können. Ihre Vision ist es, dass jedes Kind

eine glückliche Schulzeit und damit den

perfekten Start ins Leben hat. Wie das

gelingt, erzählt sie im Interview.

Statt einer

Defizitorientierung

und damit eng

verbunden des

Vergleichs mit

anderen, sollten wir

die individuellen

Stärken des

Kindes bewusst

wahrnehmen und

diese stärken.

Text

Franziska Manske

Das ganze Interview

lesen Sie unter:

kinder-jugendfamilie.info

Mehr über Lisa

und ihre Visionen

erfahren Sie unter:

klassenheld.com

Was ist ein Klassenheld?

Ein Klassenheld ist nicht der Überflieger-Prototyp.

Also kein Schüler, der in

allen Fächern durchgehend eine hervorragende

Performance abliefert. Ein

Klassenheld zeichnet sich vielmehr

durch seine innere Haltung aus, die

besagt: Ich lerne nicht für die Schule,

sondern für ein selbstbestimmtes und

erfülltes Leben und kann in meinem

Leben alles lernen, wenn ich konsequent

dranbleibe und übe.

Ein Klassenheld weiß, was ihm guttut,

und geht infolgedessen achtsam mit sich

und seinem Umfeld um. Ein Klassenheld

ist neugierig und offen. Er liebt Herausforderungen

und hat keine Angst vor

Fehlern.

Ein Klassenheld hat auch erkannt,

auf welche Weise, mit welcher Methode

er am besten lernt, und praktiziert dies

daher mit Freude und Motivation.

Ein Klassenheld übernimmt Verantwortung

und steht für sich und andere

ein. Resultate erkennt er als Folge des

eigenen Handelns an und schiebt die

FOTO: KLARA VENTZ

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Scoolio entstanden.

Spielerisch zum Traumjob: So unterstützen

Sie mit

Ihr Kind bei der Berufswahl

Text Johanna Köhler

Jugendliche stehen bei der Berufswahl

heute vor zahlreichen Herausforderungen:

Zum einen fällt die Auswahl bei

über 320 anerkannten Ausbildungsberufen

schwer – zum anderen sorgt die Digitalisierung

dafür, dass einige Berufe nicht mehr

so zukunftssicher sind, wie sie einst schienen.

Zusätzlich entfallen aufgrund der COVID-

19-Pandemie Karrieremessen und Praktika, die

zuvor ein wichtiger Pfeiler der Berufsorientierung

waren.

Was bleibt, ist die Unterstützung der Eltern, die

ihre Kinder bei dieser grundlegenden Entscheidung

im Leben begleiten und als

Vorbild und Ansprechpartner fungieren.

Jedoch kann auch von Müttern und Vätern

nicht erwartet werden, dass sie jederzeit den

Überblick über die heutigen Berufsmöglichkeiten

und deren Voraussetzungen behalten.

Hier kommt Scoolio ins Spiel: Die Schul-App

hat es sich zur Aufgabe gemacht, Schüler auf

dem Weg zur passenden Ausbildung oder

dem geeigneten Studium zu begleiten.

„Ob junge Erwachsene ein erfülltes Berufsleben

führen, hängt davon ab, ob man bei der

Berufswahl auf ihre Stärken und Interessen

eingeht“, weiß Danny Roller, Gründer und

CEO von Scoolio.

Im sogenannten Futurespace der kostenfreien

Scoolio-App können die Schülerinnen und

Schüler daher Persönlichkeitstests durchführen,

um sich ihrer Stärken bewusst zu werden.

Anschließend können sie im Job-Game mehr

als 550 Ausbildungsberufe und Studiengänge

einsehen, die sich je nach ihren eigenen Stärken

filtern lassen. Anhand von virtuellen Spielkarten

können sich die App-Nutzer unter anderem

über Ausbildungsbeginn und -dauer sowie

notwendige Voraussetzungen informieren. Eine

Spielrunde besteht aus zehn aufgestapelten

Karten. Soll ein Beruf favorisiert werden,

genügt ein Swipe nach rechts, ein Swipe nach

links entfernt die Jobkarte aus dem Deck.

Sobald die Schüler ein Beruf interessiert, tippen

sie auf die jeweilige Karte und erhalten weitere

Informationen in Text- und Videoform. Zudem

besteht die Möglichkeit, über die App direkt mit

Unternehmen in Kontakt zu treten und sich zu

bewerben.

Durch diesen spielerischen Ansatz können

Schülerinnen und Schüler ihren Einstieg ins

Berufsleben ganz ohne Stress und Frust

angehen. „Natürlich sind auch Eltern eingeladen,

den Scoolio Futurespace auszuprobieren,

um ihre Kinder zu unterstützen“, erklärt Roller.

„Schließlich kennen sie die Stärken und

Schwächen ihres Nachwuchses am besten.“

Danny Roller

Gründer und CEO

von Scoolio


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Verantwortung dafür nicht anderen zu.

Ein Klassenheld hat starke Zukunftskompetenzen,

denn er entwickelt bewusst und kontinuierlich alle

Eigenschaften, die er benötigt, um positiv und vertrauensvoll

in seine Traumzukunft zu blicken, in die

er Tag für Tag schreitet.

Unsere Kinder durchleben gerade eine

schwierige Zeit.

In der Tat wurde und wird von den Kindern derzeit

über Monate hinweg Enormes gefordert. Aufgrund

von Homeschooling sind besonders die sozialen Kontakte

erheblich beeinträchtigt. Kinder können ihre

Freunde nicht mehr persönlich treffen und auch sämtliche

Highlights wie Geburtstagsfeiern oder Schulfeste

können nicht gemeinsam gefeiert werden. Auch kann

Homeschooling den direkten Kontakt zur Lehrkraft

nicht ersetzen. Doch nicht nur von den Kindern, auch

von den Eltern verlangen diese neuen Rahmenbedingungen

viel ab. Studien belegen: In Familien wird derzeit

viermal häufiger gestritten.

Wie können wir sie stärken?

Diese herausfordernde Zeit birgt auch viele Chancen.

Als Erstes sollten Eltern den Druck rausnehmen und

damit verbunden auch einen Überanspruch an Perfektion.

Statt sich beispielsweise darauf zu fokussieren,

dass eine Teilaufgabe der Hausaufgaben nicht erledigt

wurde, können Eltern das große Ganze sehen, also die

Entwicklung, die ihr Kind kontinuierlich macht. Eltern

haben aktuell auch die Chance, sich ganz bewusst Zeit

für ihr Kind zu nehmen – und übrigens auch für sich

selbst. Denn nur wenn die Eltern selbst ausgeglichen

sind, fällt es leichter, das Kind durch den Alltag zu begleiten

und Ruhe, Zuversicht und Stabilität auszustrahlen.

Dabei kann eine klare Tagesstruktur mit kleinen

Ritualen helfen. Zudem bietet diese besondere Zeit auch

die Chance, andere Dinge zu lernen, bei denen nicht die

Schule im Fokus steht, beispielsweise ein kleines Beet

anzulegen oder ein Vogelhäuschen zu bauen.

Was sollte man tun, wenn die Motivation im

Keller ist?

Zunächst sollten wir verstehen, dass Motivation nicht

an 365 Tagen im Jahr als Dauerhoch auftritt, sondern

ganz normalen Schwankungen unterliegt. Wenn wir

dies nicht nur begreifen, sondern auch annehmen

können, nehmen wir auch hier den Druck raus. Denn

Leben bedeutet stetigen Wandel und auch diese Zeit

wird vorübergehen und von einer anderen Phase abgelöst

werden. In dieser besonderen Zeit können wir also

lernen, Geduld, Mut und Zuversicht zu üben.

Dazu gehört zum Beispiel auch, mit Langeweile

umzugehen. Eine Zeit der Langeweile bedeutet auch

eine Zeit der Unabhängigkeit. Ein Zeitraum, der nicht

von Eltern oder Lehrern verplant ist. Denn durch die

„beschäftigungslose“ Zeit lernen Kinder, sich selbst zu

organisieren. Langeweile geht zudem stets einher mit

Selbstreflexion.

Hier kann das Kind seine Interessen und Stärken herausfinden

– ein wichtiger Moment, um sich mit sich selbst

auseinanderzusetzen und die eigene Kreativität zu entdecken.

Diese besondere Zeit bietet viele Chancen, die eigene

Persönlichkeit sensibler wahrzunehmen und sie zu festigen.

Kreative Ideen umzusetzen, sich eigenverantwortlich

zu organisieren, die eigene Resilienz zu stärken – wertvolle

Schlüsselkompetenzen für das Leben, die im klassischen

Unterricht nicht immer vermittelt werden.

Jedes Kind ist anders. Was sollte sich, deiner

Meinung nach, im Schulsystem ändern?

Statt einer Defizitorientierung und damit eng verbunden

des Vergleichs mit anderen sollten wir die individuellen

Stärken des Kindes bewusst wahrnehmen und

diese stärken. Denn wir sollten uns bewusst machen,

dass eine klassische Schulnote nur bedingt widerspiegelt,

welches Potenzial und welche Fähigkeiten ein

Kind tatsächlich in sich trägt. Unser Bewertungssystem

ist eng mit einem Vergleichssystem verbunden,

leider ohne zuverlässige Aussagekraft, welche Fähigkeiten

ein Kind in all seiner Fülle tatsächlich aufweist.

Ein Weg aus dieser Sackgasse wäre sicher ein innovativer

Maßstab, der nicht auf Vergleich angelegt ist,

sondern auf die individuelle Entwicklung des Kindes.

Somit wäre der Anspruch, jedem Kind gerecht zu werden.

Denn jedes Kind hat seine ganz besonderen Fähigkeiten,

seine eigene Persönlichkeit und auch sein

individuelles Lerntempo. Mein Motto ist daher: Stärken

stärken, Schwächen managen lernen.

Was vermisst du im Schulsystem?

Den Spirit, jedes Kind ganzheitlicher zu betrachten.

Wir wissen, was eine Schulnote, insbesondere eine

mittelmäßige oder schlechte Note, mit der Psyche eines

Kindes macht. Mangelhaft oder ungenügend sind

starke Worte, die das Selbstwertgefühl eines Kindes

nicht nur beeinträchtigen, sondern sogar erschüttern

können. So kann zum Beispiel ein Kind über einen längeren

Zeitraum hinweg durchgehend gute Leistungen

erbringen und erzielt dann aufgrund bestimmter Umstände

singulär eine schlechte Beurteilung in Form einer

Note. Diese Note spiegelt eine Momentaufnahme

zu exakt diesem Zeitpunkt und im Rahmen der individuellen

Situation des Kindes wider, reflektiert jedoch

weder die Gesamtsituation noch die Gesamtentwicklung,

in der sich das Kind befindet.

Das Kind ist jedoch in der Regel mit dieser Differenzierung

„Meine Leistung zu diesem Zeitpunkt zu diesem

Thema war ungenügend, nicht meine Gesamtleistung,

nicht meine Persönlichkeit, nicht ich als Mensch

mit all meinen Eigenschaften“ überfordert beziehungsweise

oftmals gar nicht fähig, diese wahrzunehmen

und einzuordnen, und bezieht diese singuläre Wertung

auf seine gesamte Persönlichkeit – mit teilweise

schwerwiegenden Folgen. Es entstehen Glaubenssätze

wie „Sprachen sind nicht so meins“, „Ich hab’s nicht

mit Zahlen“, diese prägen uns auch noch als Erwachsene,

hindern uns an Wachstum, limitieren uns. Zielführender

und motivierender für das Kind ist es deshalb,

wenn wir seinen gesamten Weg und Entwicklungsprozess

betrachten, einordnen und bewerten: seine

Lernfreude, seine Motivation, seinen Eifer, seinen

Einsatz, seine Ausdauer, sein Engagement. Und damit

verbunden genau die Ergebnisse und Erfolge, die das

Kind aufgrund dieser Eigenschaften und dieses Handelns

erreicht. Denn jedes Kind ist auf seine ureigene

Art großartig und einzigartig, dies sollten wir stets im

Blick behalten und uns nicht nur auf die rein schulischen

Leistungen fokussieren.

Individuelle Förderung – was fällt dir dazu ein?

Jedes Kind hat seinen individuellen Fingerabdruck

und seine eigene Persönlichkeit.

Und jedes Kind hat auch seinen eigenen Lernstil – über

das Sehen, über das Hören, über die Interaktion, über die

Reflexion in der Stille oder im lebhaften Austausch in der

Gemeinschaft. Diese Erkenntnisse könnten wir im Schulalltag

noch viel mehr berücksichtigen und einbeziehen,

indem wir starre Strukturen aufbrechen und lockern und

den Kindern Lernkompetenzen vermitteln. So können

sie begreifen, warum es sinnvoll ist, etwas zu lernen, und

auch selbst entscheiden, wie sie am besten lernen. Am

stillen Rückzugsort oder im Austausch in der Gruppe, am

klassischen Schultisch oder am Stehpult, im Klassenzimmer

oder im grünen Umfeld des Pausenhofs.

Dabei sollten die Vorstellungen der eigenen Schulzeit

losgelassen werden. Schule und lernen bedeutet

nicht zwangsläufig, dass man am Tisch sitzend ein

Arbeitsblatt bearbeitet. Nein, wichtig ist, dass Kinder

lernen – egal wo und wie.

Bitte gib uns 5 Tipps für eine unvergessliche

Schulzeit.

#1

#2

#3

#4

#5

An die Kinder glauben und ihr Vertrauen in

die eigenen Fähigkeiten stärken.

Die Anstrengungen und den Gesamteinsatz

des Kindes wertschätzen, statt sich auf singuläre

Ergebnisse (Noten) zu fokussieren.

Mit Fehlern konstruktiv umgehen, denn aus

unseren Fehlern lernen wir.

Ganz wichtig: Selbst Vorbild sein und

aktiv vorleben, mit sich selbst nicht zu

hart ins Gericht zu gehen, wenn Fehler

passieren.

Negative Erfahrungen aus der eigenen

Schulzeit nicht auf das Kind übertragen.

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Die Corona-Krise hat das Thema digitales Lernen

plötzlich in das kollektive Bewusstsein gehoben.

Studiengänge finden digital statt, Menschen lernen

gemeinsam in Webinaren und die Kinder werden von zu

Hause aus über den PC unterrichtet. Ein Interview mit

Dr. Florian Sochatzy, CEO Institut für digitales Lernen.

Text Paul Howe

Glauben Sie, dass die digitale Entwicklung auch

nach der Krise anhalten wird?

Vielen Menschen fehlt bei rein digitalen Formaten

die menschliche Ansprache, also das Gefühl des

körperlichen Beieinanderseins und des umfassenden

sinnlichen Eindrucks anderer Menschen.

Einerseits gibt es damit den Wunsch nach

Rückkehr zur bis dato gewohnten Normalität,

andererseits werden Menschen die Vorteile der

jetzigen Situation auch nach der Krise erhalten

wollen: die zeitliche und räumliche Flexibilität, die

Reduktion von trostlosen Bullshit-Konferenzen

und die Zeitersparnis durch das nicht mehr ständig

nötige Pendeln zum Arbeitsplatz.

Unsere Prognose ist daher, dass es zu einer deutlich

flexibleren Mischung von Präsenz und Remote,

von analog und digital kommen wird, um das jeweils

Beste der beiden Welten miteinander zu verbinden.

Eine Herausforderung dabei ist sicherlich, dass private

Unternehmer und staatliche Akteure auch das

umfassende Einsparpotenzial digitaler Umsetzungen

immer umfassender erkennen und dies wohl

auch nach der Krise gerne nutzen würden. Warum

noch ein großes Bürogebäude betreiben, wenn sich

in der Krise Videokonferenzen als offenbar funktionaler

erwiesen haben?

Wenn die Corona-Pandemie nicht gekommen

wäre, wie viel länger hätte es Ihrer Meinung nach

gedauert, bis wir auf dem momentanen digitalen

Stand wären?

Zunächst bin ich gar nicht sicher, wie viel sich tatsächlich

weiterentwickelt hat, also ob wir qualitativ

überhaupt einen neuen Stand erreicht haben.

Vieles, was wir derzeit sehen, sind Digitalisate,

also digitale Nachbildungen analoger Inhalte,

Prozesse und Formate. Immer noch herrscht vielerorts

die Überzeugung, Digitalisierung sei eine Art

Fortsetzung der analogen Welt mit anderen Mitteln.

Ein neuer digitaler Stand im Bildungsbereich wird

erst erreicht werden, wenn die Potenziale des Digitalen

etwa hinsichtlich individueller Förderung,

kreativer Kommunikation, neuer Lernmethoden

etc. tatsächlich genutzt werden.

Eine Vorlesung wird nicht dadurch besser, dass

der Herr Professor seine 20 Jahre alten Erkenntnisse

nun statt in einen überfüllten Lehrsaal in eine

Kamera hinein verkündet und ihm 250 Studierende

in Schlafanzügen daheim mehr oder weniger

folgen, während sie ein Browsergame zocken und

am Ende ein Multiple-Choice-Quiz über die Note

des Seminars entscheidet.

Um ein neues Level zu erreichen, müsste man

also zunächst das Format Vorlesung konsequent

hinterfragen: Wie könnte man Studierende so

aktivieren, dass sie sich intrinsisch motiviert mit

relevanten Themen und unter Beachtung aktueller

Bezüge auf Gesellschaft und Wissenschaft in einer

kreativen, medial hochwertigen und nachhaltigen

Weise befassen?

Sind die Technologien von heute bereit, den Präsenzunterricht

an Universitäten und Schulen zu

ersetzen, oder brauchen wir neue Entwicklungen?

Technologien von heute sind nicht dazu in der

Lage, einen vollen Ersatz für alle Facetten der auch

und gerade beim Lernen in der Gruppe stattfindenden,

hochkomplexen sozialen und emotionalen

Interaktion zu liefern.

Aber nehmen Sie das Beispiel Social VR: Hier

können sich mehrere Akteure im virtuellen Raum

Dr. Florian

Sochatzy

CEO Institut für

digitales Lernen

aufhalten, sehen und austauschen – erste Schritte

in eine Welt, die sehr bald wohl auch taktile Reize

erlebbar machen wird. Die Welten, in denen wir

leben – „reale“ wie „künstliche“ –, werden zudem

immer überzeugender zusammengeführt.

Aber wie gesagt, bei allen technischen Entwicklungen

sollten wir zunächst grundsätzlich fragen,

welche Lerntechnologien wir für welche Lernformen

und Lernziele nutzen wollen. Dabei wird fast

automatisch ein Mix aus verschiedensten digitalen

und analogen Lernformen entstehen.

Wo steht Deutschland im internationalen

Vergleich, wenn es um die Digitalisierung des

Lernens geht?

In Deutschland tut man sich sehr schwer, schnellen

und grundlegenden Wandel zu begrüßen und zu

gestalten. In unserer Wahrnehmung sind bei diesen

Fragen leider sehr oft verharrend-verwaltende

Akteure an den Schlüsselstellen zu finden. Digitalisierung

des Lernens ist nicht in erster Linie eine

technologische, sondern eine mentale Frage. Und

solange die meisten Akteure glauben, dass die Schule

an sich grundsätzlich schon so in Ordnung ist, wie

sie ist, wird sich nichts Substanzielles ändern. Es gibt

natürlich weltweit sehr chancenreiche Projekte, die

zeigen, was möglich wäre: KI-gestützte Leistungsdiagnostik,

eine starke Differenzierung der Lernwege,

Lehrer, die mit hohem Technikeinsatz agieren – von

der Unterrichtsplanung bis zur Notenverwaltung.

Welche Vorteile bietet das digitale Lernen gegenüber

der Präsenzlehre?

Das eine ist nicht das Gegenteil des anderen.

Digitales Lernen sollte grundsätzlich eng mit analogen

Phasen und Methoden verbunden werden.

Menschen und digitale Techniken können sich

sehr gut ergänzen, wenn die jeweiligen Konzepte

gut durchdacht sind.

Gleichwohl gibt es natürlich Felder, in denen das

Digitale seine Stärken ausspielen kann. Dezentrale,

kollaborative Produktion von Arbeitsergebnissen

ist so ein Beispiel.

Kann digitales Lernen in Zukunft die Anwesenheit

in Schulen und an Universitäten ersetzen,

oder brauchen wir trotzdem den Präsenzunterricht?

Lernen ist grundsätzlich ein sozialer Prozess,

Menschen sehen sich dabei, sie hören zu, sie lesen

die Mimik des Gegenübers und reagieren auf

dessen Interaktion mit anderen. Derzeit ist dies,

wie gesagt, nicht vollumfänglich und hochwertig

digital aufzufangen. Wir sollten aber Präsenzveranstaltungen

in ihrer derzeitigen Gestaltung hinterfragen:

Findet dabei tatsächlich soziales Lernen

statt oder hören 30 Schüler(innen) nur 45 Minuten

am Stück den monologischen Ausführungen einer

Lehrkraft zu? Auf jeden Fall sollten wir Lernen und

Schule aber nicht mehr mit den Gebäuden, den

alten Zwingburgen des Auswendigpaukens,

gleichsetzen: Zeit- und Raumvorstellungen werden

sich ändern. Nicht immer müssen alle Lernenden

zur gleichen Zeit und in den altbekannten Zeitrahmen

in einem Raum sitzen und am gleichen

Thema mit den gleichen Mitteln arbeiten. Unterrichtsräume

lassen sich flexibilisieren und vernetzt

denken.

Das ganze Interview lesen Sie unter:

kinder-jugend-familie.info


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Spielen und Lernen gehören zusammen

Ist es nicht sonderbar, dass der Mensch das wohl einzige Lebewesen ist, dass zwischen Spielen und Lernen unterscheidet?

Solange wir Kinder sind, lernen wir, indem wir spielen und uns spielerisch unsere Umgebung erschließen.

Lösungen für vermeintliche Probleme finden wir über das Spiel und spielerisch wird erprobt, welche Entscheidung

auf welchen Weg und somit zu welchem Ergebnis führt. Gewiss erinnerst Du Dich, dass sich dieses unbeschwerte

Vorgehen spätestens mit dem Eintritt in den Schulalltag änderte. Ab dem Zeitpunkt wird Lernen und Spielen

zumindest hierzulande noch immer strikt getrennt.

Gerade das institutionalisierte Lernen in

der Schule manifestiert diese Beobachtung.

In unserer Gesellschaft ist Lernen

etwas Ernsthaftes, das mit Arbeit zu tun

hat und Spielen findet hingegen ausschließlich

zum Vergnügen statt. Schau bei Dir selbst, wo

bist Du spielend anzutreffen, während Deiner

Arbeits- oder doch eher während Deiner Freizeit?

Wie bereits in der Schule findet auch im Berufsleben

eine Trennung von Spielen und Lernen

statt. Spielen erzeugt Freude und versorgt Dich

mit neuer, frischer Energie. Wenn unser Gehirn

etwas mit positiven Emotionen verknüpft, dann

wird es sich merken, was da gerade passiert ist,

um dieses positive Gefühl bald wieder zu erleben.

Du kennst dieses Phänomen bereits. Der Moment,

indem Du etwas verstanden oder gelernt hast, erzeugt

eine enorme Freude in Dir, wie das Besiegen

des Endboss im Videospiel. Dein Gehirn schüttet

das Hormon Dopamin aus und verknüpft Deine

positive Emotion mit dem Gelernten. So bleiben

Zusammenhänge – ob nun Handlungen oder

theoretische Betrachtungen – in Deinem Gedächtnis

und können später wieder abgerufen werden.

Spielen und lernen sind sich ähnlicher, als Du

vielleicht denkst. So, wie Du spielerisch denkst

und lernst, kannst Du auch spielerisch arbeiten

und interessanter Weise ähnelt unsere Art wie wir

spielen oft der, wie wir arbeiten. Denk nur daran,

wie strukturiert und ernsthaft Du zuweilen beim

Spielen, z.B. bei einer Schachpartie, bist.

Kür ist es, die eigenen mentalen Verknüpfungen

zu den Informationen während des Lernens

herzustellen. Wenn wir es schaffen, einen

Das AGES-MODELL

beschreibt eindrücklich, wie eng Spielen und Lernen zusammenhängen und bricht somit mit einigen Traditionen,

die wir uns in Schule, Studium und Ausbildung angeeignet haben. Optimales und somit nachhaltiges Lernen in

Schule und im Beruf ist ohne spielerische Ansätze nicht möglich.

A – Attention Lerninhalte aktiv gestalten

G – Generation Viele Anknüpfungspunkte nutzen, da unser Gehirn sich auf Dauer besser Zusammenhänge merkt.

E – Emotion Das Wecken von Emotionen während des Lernens verbessert die Beibehaltung des Lerngegenstandes,

denn unser Gehirn merkt sich Sachen umso besser, je emotionaler sie geprägt sind.

S – Spacing Wenn wir in größeren Abständen lernen, können wir Informationen nachhaltiger aufnehmen,

als wenn wir große Mengen an Informationen am Stück aufnehmen.

einzigartigen, mentalen Kontext zu erzeugen,

wird das neu erworbene Wissen vom Kurzzeitgedächtnis

ins Langzeitgedächtnis übergehen. Dies

gelingt, indem wir während des Lernens mehrere

unserer Sinne aktivieren, also z.B. nicht nur das

Hören oder Lesen allein, sondern das Zusammenspiel

unserer Sinne mit dem Lerngegenstand

und unserer Person. Es ist darauf zu achten, wo

sich Anknüpfungspunkte z.B. zum bisherigen

Wissen oder Können bieten und was die Bedeutung

des Neuen für uns darstellt.

Allerdings haben nicht nur positive, sondern

auch negative Gefühle diesen Effekt, denn unser

Gehirn merkt sich nicht nur den Lerngegenstand

besser, sondern die Emotion gleich mit, damit wir

zukünftig wissen, was sich gut anfühlt und was

nicht. Zudem bedeutet es, dass wir uns den Druck,

die Langeweile, die Prüfungsangst von einer

suboptimalen Lernumgebung mitmerken und das

Gelernte schließlich nicht mehr freudig und kreativ

anwenden können. Das Schaffen von Interaktionen

zwischen dem Lernenden und das Auslösen von

positiven Emotionen durch soziale Belohnungen

oder Rückmeldungen, sind somit gute Wege, um

emotionale Reaktionen auf den Lerngegenstand zu

wecken. Des Weiteren ist das Erzeugen einer

positiven emotionalen Reaktion entscheidend für

die Verbesserung der Lernergebnisse.

FOTO: CHRISTIAN MEYER

Sana Tornow

Expertin für

digitale Anwendungen

im Bereich

der Bildungs- und

Unterhaltungspädagogik

Text Sana Tornow

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Tüftelnd in die Zukunft

Wie wir gemeinsam die Welt neu gestalten

Text Florian Nölting

Spiel, Freude und Experimentieren:

Das sind selten Worte, die wir mit

Lernen verbinden. Aber genau diese

Leidenschaft brauchen wir, um in einer

sich ständig verändernden Welt

mit Begeisterung Neues zu lernen.

Wir brauchen Kompetenzen, die uns befähigen,

die großen Herausforderungen unserer Zeit wie

Klimawandel oder Pandemien lösen zu können.

Technologie und der richtige Einsatz von Digitalisierung

können dabei eine große Hebelwirkung

haben. Deshalb ist es essentiell, dass

wir diese Kompetenzen und digitale Bildung in

unser Bildungssystem integrieren, um Bildungsund

somit auch Chancengerechtigkeit zu leben.

Und natürlich um Technologien zu unserem

Nutzen gestalten und einsetzen zu können.

Deshalb sprechen wir heute mit Julia Kleeberger

und Franziska Schmid, Gründerinnen

des Sozialunternehmens Junge Tüftler*innen.

Dabei handelt es sich um eine gemeinnützige

Organisation mit dem Ziel, Menschen zu

befähigen, mit digitalen Werkzeugen die Welt

aktiv und nachhaltig zu gestalten. Sie verbinden

Nachhaltigkeit mit digitaler Bildung. So

entstehen in den Workshops der Tüftler*innen

interaktive Poster, die erzählen, wie viel Müll im

Meer landet oder Roboter, die Bäume gießen.

Auch in Fortbildungen werden Lehrpersonen

und Bibliotheksmitarbeitende zum Tüfteln

motiviert. Außerdem haben sie die Initiative

Coding for Tomorrow gemeinsam mit der Vodafone

Stiftung Deutschland auf die Beine gestellt,

die Lernplattform TüftelAkademie aufgebaut,

sind aktiv im Futurium und ausgezeichneter Ort

im Land der Ideen.

Sie sind beide Quereinsteigerinnen in der

Bildungsbranche und haben beruflich vorher

andere Schwerpunkte gesetzt. Wie ist es dazu

gekommen, dass sie gemeinsam ein Bildungs-

Start-up gegründet haben?

Franziska Schmid: 2015 haben wir neben

unseren beiden Vollzeitjobs als Designerin und

Medienforscherin in der Freizeit angefangen,

mit technischen Tools zu experimentieren und

für uns selbst Wissen dazu aufzubauen. Dabei

hat uns die eigene Neugierde angetrieben. Und

das Ganze war so einfach und hat irre Spaß

gemacht! Bezeichnend waren die ersten Experimentierabende

in meiner Küche mit leitfähiger

und isolierender Knete. Wir haben schnell gemerkt,

dass man mit so einfachen Mitteln einen

so erlebbaren Lerneffekt erzielen kann und uns

die Frage gestellt: ‘Warum findet sowas nicht in

Schulen statt?’

Wir haben dann einfach selbst ein paar erste

Workshops veranstaltet und viel dazu gelernt.

Mittlerweile umfasst unsere Zielgruppe neben

Kindern und Jugendlichen auch Lehrpersonen,

Bibliotheksmitarbeitende und andere

Multiplikator*innen. Neben dem Tüfteln mit

Mikrocontrollern und Code machen wir auch

vor Themen wie Künstliche Intelligenz, Virtual

Reality und Quantentechnologie nicht halt.

Alles immer mit dem Fokus auf das erfahrbare

Lernen und den Ansatz, dass wir Zugänge schaffen

für alle, die sich diesen wichtigen technologischen

Themen zu nähern, alles nach dem

Motto „Tech for Good“.

Hat die Coronakrise einen Einfluss auf ihre

Perspektive und Ihren Alltag?

Dr. Julia Kleeberger: Durch die Corona-

Pandemie ist mit erschütternder Deutlichkeit

klargeworden: Die Zukunft ist unvorhersehbar.

Wenn wir unsere Kinder auf diese sich schnell

ändernde Welt vorbereiten wollen, so benötigen

wir einen Lernprozess, der Kindern hilft,

die Kompetenzen auszubilden, sich schnell an

neue Umstände anzupassen, gemeinsam im

Team nach Lösungen zu suchen und komplexe

Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen,

um die Welt mitzugestalten.

Die klassischen Berufsbilder zerfallen zunehmend

und immer weniger Menschen sind bis

zur Rente im gleichen Beruf. Heute entstehen

neue, unvorhersehbare Berufsbilder in einer

Geschwindigkeit, auf die klassische Bildungssysteme

nicht vorbereiten könne, da diese nicht

dynamisch genug agieren können. Deshalb ist

es uns wichtig, Brücken zwischen Schulen und

außerschulischen Angeboten zu bauen. Wenn

beide Seiten an einem Strang ziehen, können

wir das Beste aus beiden Welten vereinen, agil

neue Themen einbringen und Schüler*innen für

diese begeistern.

Welche Kompetenzen sind das denn konkret,

die unsere Kinder für die Zukunft brauchen?

Franziska Schmid: Das sind vor allem Kompetenzen

einer zeitgemäßen Lernkultur! Neben

der Ausbildung von Wissen umfasst das vor

allem die sogenannten 21st-Century-Skills, wie

FOTO: ANDI WEILAND

digitale Fertigkeiten, Kooperationsfähigkeit,

projektbasiertes Arbeiten und Problemlösekompetenzen,

wie sie die OECD bereits seit mehreren

Jahren fordert.

Dabei ist es uns ein großes Anliegen, sich inhaltlich

an den Zielen für Nachhaltige Entwicklung

der Vereinten Nationen zu orientieren, die

die aktuell größten gemeinsamen Herausforderungen

der Menschheit darstellen, wie Klimaschutz,

Armut oder Hunger. Denn das sind die

Themen, die uns und unsere Kinder wirklich

beschäftigen und die wir lösen wollen.

Hier schlagen Sie also mit Ihrem Ansatz die

Brücke zwischen Digitaler Bildung und Nachhaltigkeit.

Dr. Julia Kleeberger: Genau! Denn Technologien

können zur Lösung dieser Probleme einen

positiven Beitrag leisten. Damit sie tatsächlich

Wirkkraft entfalten und sinnstiftend eingesetzt

werden, müssen Menschen sie verstehen, hinterfragen

und befähigt werden, sie anzuwenden.

Verantwortung und Motivation dazu liegt

nicht speziell bei den Lernenden oder Lehrenden.

Es ist eine gesamtgesellschaftliche

Herausforderung, die wir ebenso gesamtgesellschaftlich

lösen müssen. Dabei brauchen wir

systemischen Wandel und keine Symptombehandlung.

Es gilt also, Wege zu finden, wie wir

zusammen mit dem formalen Bildungssystem

gehen können. Ein Beispiel dafür ist unser Beitrag

auf der Webseite KI-Campus des Bildungsministeriums.

Hier haben wir gemeinsam mit

Wissenschaftler*innen des Fraunhofer Instituts

und des DFKI Unterrichtsmaterialien zum

Thema Künstliche Intelligenz für Lehrpersonen

entwickelt, für die keine Vorkenntnisse nötig

sind.

Franziska Schmid: Letztlich läuft es darauf

hinaus, dass wir unser Verständnis von Lernkultur

erweitern müssen. Lernen ist nicht nur in

Schule oder Universität verortet, sondern findet

lebenslang statt – und das ist auch gut so, denn

Lernen macht ja auch Spaß!

Dr. Julia Kleeberger

(l.) und Franziska

Schmid

FOTO: ANDI WEILAND

Ihr neuestes Projekt ist ein FabLab mitten in

der Hauptstadt – können Sie uns mehr darüber

sagen?

Franziska Schmid: Unser neues Projekt heißt

GoodLab. Im GoodLab soll sich alles genau um

die Dinge drehen, die wir eben genannt haben.

Wir fragen uns „In welcher Welt wollen wir

leben?“ – um darauf Antworten zu gestalten,

wird es Maschinen wie 3D-Drucker, Lasercutter

und Mikrocontroller geben, wir arbeiten mit

recycelten Materialien, und natürlich wird es

Workshops und Veranstaltungen geben, um

Projekte zum Thema Nachhaltigkeit real werden

zu lassen – von Guerilla Gardening über den

Bau von Photovoltaik-Fahrrädern bis hin zur

Programmierung intelligenter Mülleimer. Alle

sind herzlich willkommen und entscheiden

selbst mit, wie wir unsere Zukunft gemeinsam

gestalten.


Lesen Sie mehr auf kinder-jugend-familie.info 9

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit der thinkRED West GmbH entstanden.

Bildungsbe(nach)teiligung:

Digitale Medien als Chance,

Bildungsungleichheiten

entgegenzuwirken

Auch wenn die Corona-

Pandemie Schulen

abverlangt hat, sich den

Herausforderungen

des Fernunterrichts zu

stellen und ad hoc digitale

Medien und Werkzeuge

umfassend zu etablieren

und flächendeckend

einzusetzen, so besteht

weiterhin – da sind sich

Lehrkräfte, Eltern und

Schulträger einig! – die

berechtigte Forderung,

digitale Bildung in

Schulen fortwährend

zu realisieren und die

Potenziale digitaler Medien

auch in der zukünftigen

Unterrichtspraxis

auszuschöpfen.

FOTO: GETTY IMAGES

Text Tanja Lübbers und

Dr. des. Julia Worlitzsch

Bildungsmanagement und

Schulentwicklung

Sprechen Sie uns an,

wir helfen Ihnen gerne

weiter! Einen umfassenden

Überblick über

das Thema finden Sie,

zusammen mit unseren

Ansprechpartner*innen,

unter

thinkred.de

Sowohl die Gelder aus dem

DigitalPakt Schule als auch

die aus den Zusatzvereinbarungen

liefern einen wertvollen

Beitrag für die Digitalisierung

der Schulen, jedoch

reichen diese Mittel bei weitem nicht

aus, um jede Schülerin und jeden

Schüler mit einem Endgerät zu versorgen,

zumal diese – anders als häufig

dargestellt – generell nicht dafür vorgesehen

sind, Schüler*innen in einem

1:1-Szenario mit einem Laptop oder Tablet

auszustatten. Denn bei den Zusatzvereinbarungen

handelte es sich ohnehin

nur um Sofortmaßnahmen, die innerhalb

der Corona-Pandemie zur Unterstützung

von Schülerinnen und Schülern

mit besonderem Bedarf getroffen werden

sollten.

Die Kultusministerkonferenz forderte

bereits 2016 in ihrem Strategiepapier

‚Bildung in der digitalen Welt‘, dass

möglichst bis 2021 alle Schülerinnen und

Schüler jederzeit, wenn es aus pädagogischer

Sicht im Unterrichtsverlauf als

sinnvoll zu erachten ist, eine digitale

Lernumgebung und einen Zugang zum

Internet nutzen können sollen. Dieser

Anspruch ist nur durch eine 1:1-Ausstattung

von Schüler*innen mit digitalen

Endgeräte umsetzbar.

„Defizite aus(…)gleichen, genau das

konnte unser Schulsystem bislang nicht

besonders gut.“, stellt Prof. Dr. Aladin

EL-Mafaalani, Erziehungswissenschaftler

und Migrationsforscher an der

Universität Osnabrück, vor Kurzem als

Resümee aus der Corona-Pandemie und

hinsichtlich der Schulpolitik fest.

Darum ist es als zentrale Aufgabe

zu erachten, in die Zukunft ALLER

Schüler*innen, insbesondere derjenigen

aus sozial benachteiligten Milieus,

zu investieren und Chancengleichheit

anzustreben, indem eine bestimmte

Form technologiegestützten Lernens

als Standard vorausgesetzt wird und

ausnahmslos alle Schüler*innen auf

das Arbeiten in einer digital gestützten

Arbeitswelt vorbereitet werden. Dementsprechend

liegt es ganz besonders

auch in der Verantwortung der Schulen,

Bildungsungleichheiten bestmöglich

auszugleichen und Diskrepanzen, die

sich auf die Rahmenbedingungen des

Elternhauses gründen, abzubauen.

Gerade im Elternfinanzierungsmodell

und den damit verbundenen individuell

anpassbaren Finanzierungsoptionen

liegt der Schlüssel für eine umfassende

Bildungsteilhabe. Denn durch elternfinanzierte

Endgeräte kann jedes Kind im

schulischen Lernprozess auf ein End-

gerät zurückgreifen und so Bildungschancengleichheit

im Erwerb digitaler

Kompetenzen gewährleistet werden.

Eine flächendeckende Ausstattung mit

mobilen Endgeräten vermag Bildungsgerechtigkeit

natürlich nicht automatisch

zu garantieren. Diese kann aber einen

ersten Impuls dahingehend leisten, gleiche

Rahmenbedingungen fürs Lernen

herzustellen und allen Schüler*innen

den Erwerb grundlegender Kompetenzen

zu ermöglichen. In diesem einheitlich

und ausnahmslos digitalen Umfeld

dann für alle gleiche Lernbedingungen

zu etablieren, bleibt freilich zentrale

Aufgabe der Lehrkräfte.

Wir als thinkRED begleiten Schulen und

Schulträger in allen Fragen der Digitalisierung,

auch in der Planung und Umsetzung

von 1:1- Ausstattungsszenarien, und

schaffen Lösungen für das herausfordernde

Thema der Bildungsteilhabe. Günstige

monatliche Raten helfen dabei, dies umzusetzen,

um unabhängig vom finanziellen

Status der Eltern allen Schüler*innen den

erforderlichen Standard zu ermöglichen.

Über unseren Webshop https://shop.

thinkred.de/bundles.html ermöglichen

wir einen unkomplizierten Bestellprozess

für alle Eltern und stehen Ihnen als

Wegbegleiter zur digitalen Klasse in

allen Belangen zur Seite.


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Ist Coden Voraussetzung,

um an der Gesellschaft von

morgen teilzuhaben?

Wenn es um digitale Bildung geht, beobachtet Dr. Holger Krimmer, Geschäftsführer

von ZiviZ im Stifterverband, dass die Debatte sich zu oft um die Verteilung technischer

Ausstattung dreht. Mindestens genauso wichtig ist nach seiner Erfahrung, dass digitale

Tools richtig eingesetzt werden und junge Menschen erleben, wie sie mit digitaler

Kompetenz etwas bewirken können.

Text Anne Tessmer

Hr. Krimmer, wir haben uns als Gesellschaft

in den letzten Monaten daran

gewöhnt, dass wir online lernen, einkaufen

und die Oma treffen. Reicht das

nicht? Müssen wir auch die Systeme

dahinter verstehen?

Digital zusammenarbeiten, politisch

dabei sein oder schlicht den Alltag

organisieren – all das fordert in Zukunft

mehr IT-Kompetenz, und zwar von jeder

und jedem. Nicht nur Technik bedienen,

sondern insbesondere sie mitgestalten zu

können, ist in Zukunft das, was mündige

Bürgerinnen und Bürger ausmacht. Damit

werden gleiche Chancen in der digitalen

Bildung auch zu einer Frage der Demokratie.

Zudem kann sich Deutschland als

Wirtschaftsstandort nicht leisten, dass

digitale Talente nur aus einem Teil der

Gesellschaft kommen.

FOTO: DIGITAL.ENGAGIERT

Mit der Initiative

digital.engagiert

unterstützt der

Stifterverband Projekte,

die u.a. junge

Menschen in ihrer

Digitalkompetenz

stärken

Wie steht es denn aktuell um die

Chancengleichheit, was digitales

Know-how angeht?

Aktuell ist das digitale Know-How in

Deutschland nicht gerecht verteilt. Angefangen

beim Basiswissen: Benachteiligte

Kinder und Jugendliche hatten schon

vor Corona weniger Zugänge zu digitaler

Bildung. Das hat sich verschärft. Wenn wir

auf die tiefere Expertise schauen, wird die

Lücke noch klarer: Entwickler, Designer,

Datenanalyst – sechs von sieben IT-Fachkräften,

die sich bewerben, sind laut dem

Branchenverband BITKOM männlich und

in der Regel Akademiker.

In unseren Initiativen sehen wir, dass

Kinder sich beim Programmieren neu

entdecken. Sie erleben, wie sie eigene

Ideen zum Leben erwecken können. In

Zukunft wird Code verstehen in vielen

Bereichen immer wichtiger. Der Einsatz

für die Gesellschaft ist dabei bei unserer

Förderinitiative digital.engagiert zentral.

Das Engagement aus der Zivilgesellschaft

ist in diesem Bereich nicht nur beeindruckend,

sondern auch essentiell, um

Chancengleichheit zumindest ansatzweise

zu schaffen.

Was macht die Initiative

digital.engagiert?

Digital.engagiert ist ein Accelerator-Programm

für Projekte, die sich mit digitalen

Ansätzen für unsere Gesellschaft engagieren.

Die Vielfalt der Projekte reicht 2021

von einer Plattform für politische Teilhabe

im Netz über eine App für sexuelle

Aufklärung bis zu Programmierkursen für

FOTO: HACKER SCHOOL

Mädchen. All das stärkt Kompetenz und

Selbstvertrauen im digitalen Raum.

Wenn Coden eine Basiskompetenz

ist, wie schaffen wir es, diese möglichst

vielen Menschen zugänglich zu

machen? Ist Chancengleichheit ein

realistisches Ziel?

Digitale Kompetenz hat drei Seiten: die

Ausrüstung (Toolset) – hieran arbeiten

Schulen und Politik; die fachliche Kompetenz

(Skillset) – dafür gibt es Kursanbieter;

und die Offenheit (Mindset) und

das Selbstvertrauen der Nutzerinnen und

Nutzer im Umgang mit den technischen

Möglichkeiten. Chancengleichheit wird

immer eine Maxime bleiben, die nur annäherungsweise

einzulösen ist. Gerade daher

wird sie als Forderung auch nie an Aktualität

einbüßen. Ansätze, die Chancengleichheit

im digitalen Empowerment und

Zugang ermöglichen wollen, müssen auf

allen drei Ebenen ansetzen: Ausstattung,

Lernangebote und die Chance auf Selbstwirksamkeitserfahrungen,

die Aufbau von

Selbstbewusstsein ermöglichen.

Mit unserer Initiative wollen wir auch

positive Erlebnisse mit Programmiersprachen

schaffen für die, die bisher wenig

Chancen haben, Innovationen zu gestalten,

zum Beispiel weil sie aus benachteiligten

Familien kommen, oder weil sie Frauen

sind. Dazu arbeiten wir mit Partnern wie

Amazon zusammen, mit denen wir

gemeinsam in eine diverse und digital

teilhabegerechte Gesellschaft investieren.

Diese Zusammenarbeit bringt unsere

Überzeugung zum Ausdruck, dass Erfolge

bei dieser gesellschaftlichen Herausforderung

nur möglich sind, wenn Politik,

Wirtschaft und Zivilgesellschaft eine starke

Verantwortungspartnerschaft bilden.

FOTO: JAN-PHILIPP BURMANN

Dr. Holger

Krimmer

Geschäftsführer

der ZiviZ gGmbH

im Stifterverband

Mehr unter:

digitalengagiert.de


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