Society 379

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The latest issue of SOCIETY features Portugal as a focus country. It also has interviews with the new Ambassadors of Afghanistan, Ireland and Kazakhstan. Other topics are the countries of the Western Balkans, EU and culture.

THE LEADING MAGAZINE OF MODERN DIPLOMACY

ECONOMY • POLITICS • REAL ESTATE • MEDICINE • LIFE & STYLE

Nr. 379 | Juli - Dezember 2021

www.society.at | Preis 10,- Euro

since 1945

Year 76

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120

PORTUGAL

EU-Presidency

Interview H.E. Antonio

Almeida Ribeiro

NEW

AMBASSADORS

Afghanistan, Ireland,

Kazakhstan

LEGENDS

Erika Pluhar

Hanni Vanicek

ALBANIA

Interview HC

Markus Posset

KOSOVO

Interview H.E.

Lulzim Pllana

Schallenberg:

Building Bridges


SOCIETY

Die stille Diplomatie –

eine neue Definition

SOCIETY-Herausgeberin

Gerti Tauchhammer

SOCIETY-Chefredakteurin

Tanja Tauchhammer

Unser Verständnis der stillen Diplomatie

hat durch die globale Gesundheitskrise

eine vollkommen neue Dimension

erhalten. DiplomatInnen, die

normalerweise in dem Entsendestaat

Kontakte knüpfen sollen, waren wie

noch nie zuvor in dieser Berufsgruppe

zur Passivität gezwungen. Auch wir, die

wir hauptsächlich neben der Printtätigkeit

traditionell unsere hochkarätigen

Events zum „Einander-Kennenlernen“

organisieren, mussten in einer passiven

Stille dem globalen Geschehen zusehen.

Um aber dennoch eine Begegnung

der neuen BotschafterInnen zu

ermöglich, luden wir – mit der Unterstützung

des OSZE Botschafters der

Schweiz, Wolfgang Amadeus Brülhart –

zu einem virtuellen Begrüßungsdinner.

Außenminister Alexander Schallenberg.

Unsere Coverstory ist ein Interview

über seine jüngste, erfolgreiche

Tätigkeit als Außenminister Österreichs.

Der aus einer großen Diplomatenfamilie

entstammende Minister gibt

uns Einblicke in seine Aktivitäten der

letzten Monate.

Land im Fokus: Portugal. Das Land

auf der iberischen Halbinsel wurde

diesmal wegen des portugiesischen

EU-Vorsitzes unser Themenschwerpunkt.

Ein Interview mit dem Botschafter

António de Almeida Ribeiro und

andere vertiefende Artikel zu Portugal

machten uns in der Recherche besonderen

Spaß.

Die neu akkreditierten Botschafter

aus Afghanistan, Argentinien, Ghana,

Irland, Kasachstan und Spanien, stellen

wir wie immer vor.

„The turtle way to the EU“. Der Medienexperte

und neue Honorarkonsul

von Albanien, Markus Posset, spricht

über die Langsamkeit des Weges zum

Eintritt der EU Beitrittskandidaten und

wie er Schwung in diese Bestrebungen

bringen will.

Erfreuen Sie sich an den Inhalten dieser

Ausgabe, die wir mit viel Liebe und Hingabe

gestaltet haben – und entdecken

Sie die spannenden Gastartikel unserer

prominenten Autoren aus anderen

Medien und Wirtschaftszweigen. So

haben wir diesmal die ehemalige ORF-

USA-Korrespondentin Hannelore Veit

über ihre neue Position als Alumni-Präsidentin

zu Wort kommen lassen.

Der coronabedingte, aufgezwungene

Stillstand vieler Bereiche hat uns

dennoch in unserem Enthusiasmus

für die Sache der friedlichen völkerverbindenden

Tätigkeit des Schreibens,

Interviewens und Begegnens nicht

erstarren, sondern vielmehr unser

journalistisches Blut durch die Adern

fließen lassen.

Abenteuer sind nicht nur im Kopf geblieben

sondern haben hier im Print

wie immer einen gebührenden Platz

gefunden.

Viel Freude beim Lesen

Wünschen herzlich Ihre

Mag. Gertrud Tauchhammer

– Herausgeberin sowie

Mag. Tanja Tauchhammer

Chefredakteurin und Team

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

EDITORIAL

006


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SOCIETY

Inhalt

Heft Nr. 379

FOKUS: PERSÖNLICHKEITEN

14 Coverstory:

Alexander Schallenberg

18 Erika Pluhar

20 Vivienne Westwood

LÄNDER IM FOKUS:

PORTUGAL

22 Länderporträt Portugal

26 Interview: S.E. António de

Almeida Ribeiro

28 Interview: Ana Rosas von AICEP

30 Interview: Ines Almeida Garrett,

Direktorin von Visit Portugal

32 Magellan: Einmal um die Welt

34 Caritaskinder in Portugal:

Gerhard Schiesser

36 Fado, die Seele Portugals

38 Portugiesische Kulinarik

40 Portugiesische Freundschaftsgesellschaft:

César Valentim

Rodriguez

NEW AMBASSADORS

42 Afghanistan: I.E. Manizha Bakhtari

44 Irland: S.E. Eion O‘Leary

46 Kasachstan: S.E. Kairat Umarov

DIPLOMATIE

48 Welcome to Austria

50 Ambassadors‘ Caleidoscope

58 Akkreditierungen beim

Bundespräsidenten

62 Österreichische Botschafter

69 PaN-Events

71 ÖGAVN

72 Interview mit S.E. Lulzim

Pllana (Kosovo)

74 Interview mit EU-Abgeordneten

Lukas Mandl

76 Portugal lenkte die EU durch die

Corona-Krise

WIRTSCHAFT

78 EUROCHAMBRES: Christoph

Leitl

80 Interview mit Markus Posset, HK

von Albanien

82 Investitionen in Afrika

83 Albaniens Weg in die EU

84 Die Wirtschaft kennt kein Vakuum

Dr. Elena Kirtcheva VEF

100 Das neue Gewährleistungsrecht

AUSTRIAN BUSINESS

86 Die Schwäbische Jungfrau

88 Thonet

90 Pionier in Ostafrika

92 Silhouette Brillen

94 Andy Wolf

GREEN SOCIETY AND DIVERSITY

96 Smart City Wien:

Interview mit Ulli Sima

98 Inklusion von Schwarzen in der

Welt der Literatur

99 Kameruns neue Elite

BILDUNG

102 Die Schule der Zukunft

103 Michael Heritsch: CEO der FH

Wien der Wirtschaftskammer

104 Danube International School

106 Hannnelore Veit, neue

Präsidentin des Alumiverbands

108 The Youth of Uzbekistan

KULTUR

132 Gianna Fratta: Maestra Assoluta

134 St.Georgs-Orden Investitur

135 Weinritter: Interview mit Karl von

Habsburg

136 100 Jahre Salzburger

Festspiele

SOCIETY KOLUMNEN

70 Der Alltag einer TV-Journalistin

79 Wie wird die Welt nach COVID-19?

GESUNDHEIT

110 Vienna Medical Center

112 Schönheit aus der Bio-Tonne

113 Parkhotel Igls

LIFE & STYLE

114 Familux Resorts: Freiheit für die

Familie

116 Beautynews

122 E-Bikes von Geero

124 Basenbox

IMMOBILIEN

126 Energie sparen mit Passivhaus

128 Neue Immobilienprojekte

130 Investieren in Portugal

EVENTS DIPLOMATIE

142 Events Diplomatie

STANDARDS

6 Editorial

10 Impressum

12 Gastautoren

138 Exlibris

146 Emil Brix

INHALT

008


SOCIETY

72

14

86

20

22

142

INHALT

009


SOCIETY

(Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz)

Medieninhaber & Eigentümer: Tauchhammer KG 100%

(Komplementär: KR Mag. Gertrud Tauchhammer,

Kommanditist: Mag. Tanja Tauchhammer)

Unternehmensgegenstand: Herausgabe von Druckwerken

Firmenbuchnummer: FN 235924y

Firmensitz: Hüttelbergstraße 23a, 1140 Wien

Firmenbuchgericht: Handelsgericht Wien

UID-Nummer: ATU57082123

Blattlinie: SOCIETY berichtet über Top-Ereignisse aus

Wirtschaft, Politik, Diplomatie, Immobilien, Medizin, Gesellschaft,

Lifestyle, und Nachhaltigkeit („Green Society“).

Jede Ausgabe ist einem Fokusland gewidmet.

Herausgeberin: KR Mag. Gertrud Tauchhammer, in Kooperation

mit der Österreichischen Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten Nationen (ÖGAVN),

www.oegavn.org

Chefredaktion: Mag. Tanja Tauchhammer

Sekretariat: Thomas Streicher

Redaktion: Mag. Sarah Heftberger

Mag. Hermine Schreiberhuber, Nicky Deluggi BA, Anna

Hirschhuber, Lorenz Moosmüller

Gastautoren: Mag. Denise Aichelburg, Dr. Emil Brix, Simon

Inou, Mag. Valentin Neuser, Dr. Andreas Salcher, Dr. Sonja

Sagmeister, Kurt Seinitz, Mag. Christian Wehrschütz

Anzeigenverkauf: Mag. Gertrud Tauchhammer

Re-Design & Layoutentwicklung: OOOM AGENCY

Art Director: Daniel Pucher / OOOM

www.ooom.agency, www.ooom.com

Redaktionsadresse:

Villa Flora, Hüttelbergstraße 23a, 1140 Wien

Telefon +43-(0)1-914 77 44-0

E-Mail: mail@society.at

www.society.at

Fotos: Heeresbild- und Filmstelle, Richard Pobaschnig,

Ugur Karakan

Coverfoto: BMEIA/Michael Gruber

Druck: Druckerei Berger, www.berger.at

Erscheinungsweise: halbjährlich

Preis pro Ausgabe: EUR 10,- zuzügl. Versandkosten

Bankverbindung: Bank Austria,

IBAN: AT35 1200 0515 7811 1601, BIC/Swift: BKAUATWW

ÖSTERREICHISCHE

GESELLSCHAFT

FÜR AUSSENPOLITIK UND DIE VEREINTEN NATIONEN

(ÖGAVN)

Präsidium:

Dr. Wolfgang Schüssel (Präsident)

Dr. Peter Jankowitsch

(Vizepräsident)

Seit 1945

Dr. Gregor Woschnagg

(Vizepräsident)

Herbert Scheibner (Vizepräsident)

Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen (Vizepräsident)

Dr. Willibald Pahr (Ehrenpräsident)

Dr. Wolfgang Schallenberg (Ehrenpräsident)

Michael F. Pfeifer (Generalsekretär)

Bernd Hermann (stv. Generalsekretär)

Weitere Vorstandsmitglieder:

Dr. Alexander Christiani, Dr. Angela Kane., Ass.-Prof. DDr.

Renate Kicker, Dr. Michael Linhart, Dr. Eva Nowotny

Dkfm. Dr. Karl Peterlik, Dr. Johannes Peterlik, Dr. Gerhard

Pfanzelter, Dr. Ursula Plassnik,

Dr. Hans Dietmar Schweisgut

IMPRESSUM

010


SOCIETY

SOCIETY

Gastautoren

SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren,

die sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft

und Kultur befassen.

Dr. Emil Brix ist Diplomat und Historiker und momentan als Direktor der Diplomatischen

Akademie Wien – Vienna School of International Studies tätig. Er trat

1982 in den Diplomatischen Dienst ein, seine letzten Posten waren als Botschafter

Österreichs im UK (2010-2015) und Russland (2015-2017). Er ist Vorsitzender des

Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa und Mitglied des Verwaltungsrates

der Austrian Research Association. Er publizierte zur österreichischen und europäischen

Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Für diese Ausgabe verfasste er

einen Beitrag über die internationale „Impfdiplomatie“.

Mag. Hermine Schreiberhuber ist freie Journalistin in Wien. Sie studierte an

den Universitäten Wien und Paris Sprachen und Kommunikationswissenschaft,

war Redakteurin bei der APA – Austria Presse Agentur und langjährige

Vizeressortleiterin in der Außenpolitik. Für die SOCIETY-Länderschwerpunkte

verfasst sie regelmäßig politische Analysen und Hintergrundberichte. Für diese

Ausgabe beschäftigte sie sich in ihrem Gastbeitrag mit dem portugiesischen

EU-Ratsvorsitz.

Sonja Sagmeister war lange Zeit als ORF-Korrespondentin bei der EU und

NATO in Brüssel tätig und arbeitet momentan in der Wirtschaftsredaktion der

„Zeit im Bild“. Sie studierte in Graz Sprachen und Journalismus und wurde als

Sonderberichterstatterin rund um die Euro-Einführung in die Wirtschaftsredaktion

der „Zeit im Bild“ berufen. Später konzentrierte sie sich auf Sozial- und Wirtschaftsreportagen

zur EU-Erweiterung. In diesem Heft gibt sie einen Einblick in

die spannende Welt der neuen afrikanischen Eliten.

Kurt Seinitz ist seit 1974 Ressortleiter der Außenpolitik der Kronen Zeitung und

hat in dieser Funktion bereits den chinesischen Ministerpräsidenten Zhou Enlai

interviewt und sämtliche Nahostreisen des damaligen Bundeskanzlers, Bruno

Kreisky, begleitet. Er berichtete außerdem über den Vietnamkrieg, die iranische

Revolution und viele weitere historische Ereignisse. Seinitz ist Autor zweier

Bücher über China. In der aktuellen Ausgabe des SOCIETY Magazins wagt er

einen Blick in die Zukunft nach COVID-19.

Fotos: Foto Nelson, SOCIETY/Pobaschnig, Diplomatische Akademie. Philipp Horak, privat, Lansky Ganzger+partner

GASTAUTOREN

012


SOCIETY

Christian Wehrschütz ist Korrespondent des ORF für den Balkan und die Ukraine

und war zuvor als Redakteur in der Außenpolitischen Redaktion des Aktuellen

Dienstes des Fernsehens, als dritter Korrespondent des ORF in Brüssel und

im Aktuellen Dienst des Hörfunks (ORF) in der Nachrichtenredaktion tätig. Im

Zuge seines Gastbeitrages erläutert er Albaniens schwierigen Weg in die EU.

Simon Inou ist Soziologe und Journalist, z. B. bei Radio Africa International. Er

engagiert sich außerdem beim Verein M-Media, der journalistische Talente mit

Migrationshintergrund sucht und fördert. Für seine Arbeit hat er zahlreiche Auszeichnungen

bekommen, u. a. vom Land Steiermark und der EU. Gemeinsam mit

anderen gibt er das neue Magazin „fresh“ der schwarzen Bevölkerung Österreichs

heraus, das einen frischen Wind in die heimische Medienlandschaft bringt. In

seinem Gastkommentar plädiert er für die Inklusion von Schwarzen in der literarischen

Welt.

Denise Aichelburg ist TV-Moderatorin und Reporterin bei oe24TV und hat

eine Übersetzer- und Dolmetscherausbildung an der Universität Wien abgeschlossen.

Danach unterrichtete sie Business-Englisch für Jugendliche und

Erwachsene. Ihre Faszination für die Politik führte dazu, dass sie 2013 bei Frank

Stronachs neuer Partei anheuerte und Pressesprecherin im Parlamentsklub

wurde. Bei Servus TV in Salzburg war sie ebenfalls ein Jahr tätig. In dieser Ausgabe

reflektiert sie ihre Arbeit und gibt einen Einblick in ihr Leben als TV-Moderatorin.

Mag. Valentin Neuser ist Rechtsanwalt und Managing Partner bei Lansky,

Ganzger + partner, sowie Mediator und Head of German Desk bei LGP. Er beschäftigt

sich schwerpunktmäßig mit Insolvenzrecht sowie mit dem Zivil- und

Zivilprozessrecht. Ein weiterer Fokus liegt auch auf Alternativer Streitbeilegung

(ADR) und Mediation. Dieses Mal beschäftigt er sich in seinem Beitrag für SO-

CIETY mit dem neuen Gewährleistungsrecht.

Andreas Salcher ist ein wahrer Tausendsasa: Er ist Unternehmensberater,

Mitbegründer der „Sir Karl Popper Schule“, ehemaliger Politiker und Bestsellerautor.

1987 begann er seine Karriere als damals jüngstes Mitglied des Wiener

Landtags, dem er 12 Jahre lang angehörte. Sein aktuelles Buch heißt „Der talentierte

Schüler und seine ewigen Feinde“. Für das SOCIETY Magazin hat er sich in

seinem Gastkommentar mit der „Schule der Zukunft“ beschäftigt.

Rita Davidson ist zertifizierte „Food4Skin“ Expertin für Lebensmittelresteverwertung

in der frischen Hautpflege, diplomierte „Grüne Kosmetik Pädagogin“

und „Natur- und Kräuterpädagogin“. Ihr Schwerpunkt sind Beauty-Programme

aus Essensresten, rein vegetarisch und vegan. Sie ist Kolumnistin bei Medianet/bauernladen.at

und der neuen Sport-Woche. In der aktuellen SOCIETY-Ausgabe

verrät sie Tipps und Tricks, wie gleichzeitig sowohl der Bio-Abfall reduziert,

als auch die Haut mittels Erdbeeren straff und strahlend wird.

GASTAUTOREN

013


SOCIETY

Alexander Schallenberg:

A plea for open democracy

and international solidarity

SOCIETY Magazine spoke with Austria’s Federal

Minister for European and International Affairs,

Mag. Alexander Schallenberg, about current pressing

issues, Austria and its role as a neutral mediator and

the importance of a multilateral approach in times of

crises and beyond.

Your second term as Foreign Minister

started on January 7, 2020. What are

the top priorities on your agenda this

time? Which aspects of your work

as Foreign Minister are of particular

concern to you?

Among the 193 UN member states,

only about a quarter still represent

this Western, open democratic model

of life, which is precisely what we must

defend together. For me, a key objective

of my work as Foreign Minister can

be summed up in one sentence: I want

to help ensure that my children and

grandchildren also grow up in a free

and open society – with freedom of

speech, freedom of assembly, freedom

of religion and all the fundamental

rights we have achieved since 1848 or

perhaps since the French Revolution.

The COVID-19 crisis underlined once

more the degree of globalization our

world has reached. Can Austria draw

lessons from this situation and if so,

which ones? Do we have to reconsider

certain dependencies and certain

approaches?

COVID-19 has taught us the hard way

that much we take for granted is more

vulnerable than we believe. The pandemic

has given us a powerful lesson in

the necessity of international solidarity

and multilateralism in the face of global

challenges. After all, even the toughest

“my-state-first unilateralists” looked for

international cooperation to secure

medical supplies and assistance to

overcome the social and economic

crisis. I hope that we learn from the

pandemic to avoid the mistake of

falling into navel-gazing within our own

national or European borders.

Since April 2021, the Iran Nuclear

Talks are taking place again in Vienna,

with the Republic of Austria having

a long history of being a “neutral

mediator”. How can this role be

successfully maintained in view of

recent criticism? Austria was widely

accused of taking sides in the Middle

East conflict. How would you define

Austria‘s foreign policy?

We are happy to have the negotiations

on the JCPOA back in Vienna, and we

are quite optimistic that despite all

difficulties the “Vienna spirit” will work

its magic again. Austria’s role continues

very much as a host to international

organisations, conferences and

negotiations and as builder of bridges.

This applies of course also to Israel

and the Arab and Muslim world.

We have shown our solidarity with

Israel because we will not remain

silent when more than 4000 rockets

are fired on civilian targets in Israel by

Hamas – a terrorist group notorious

for its antisemitism that denies Israel’s

right to exist and does not shy away to

put Palestinian civilians in harm’s way.

To anyone who accuses us of taking a

one-sided position, I want to be very

clear: there can be no neutrality in the

face of terror. We have deeply regretted

the loss of civilian lives on both

sides, including children, and welcomed

the cease-fire between Israel

and Hamas. Now, we must pick up the

pieces and restore not only houses,

schools and hospitals, but very

importantly confidence – with a view

to a return to direct talks between the

sides. Our position on the Middle East

conflict has not changed: we want a

Foto: Paier Alexander

COVERSTORY

014


SOCIETY

From the very beginning, Austria, together with other EU Member

States, has chosen a multilateral approach when it comes to access

to vaccines.

negotiated two-state solution, based

on international law, as the only viable

option for a just and lasting peace.

Palestinians and Israelis alike have the

right to live in peace and security – and

they should do so as good neighbours

to each other and to all other states

in the region. Austria clearly shows its

stance, based on open and democratic

values – for me, this is a meaningful

foreign policy.

This global virus makes

it clear to all of us

that no country – no

matter how large and

prosperous – can solve

crises of this dimension

on its own.

Portugal is holding the EU-presidency

until the end of June 2021. Could

you summarize the past six months?

And what do you expect from the

forthcoming EU presidency of Slovenia?

Portugal took over the presidency at

a very challenging time. Almost all

EU Member States were still facing

the effects of the second wave of the

COVID-19 pandemic. In line with the

Portuguese Presidency‘s motto: `Time

to deliver: a fair, green and digital

recovery‘, we all have joined our efforts

to overcome the crisis and rebuild our

economies. One recent success of

the current presidency has been the

agreement on an interoperable digital

COVID-19 certificate. It will be applicable

as of July 1 and will be particularily

important to get tourism going again.

We have been very vocal in favour of

such a certificate from the outset. EU

recovery and resilience will remain on

our agenda during the Slovenian Presidency

in the second half of the year.

Austria has been consistent with its

commitment to the Western Balkans

and EU enlargement. We welcome that

the incoming Slovenian Presidency

has underlined the EU perspective and

the need for progress in this regard as

one of its presidency priorities. Here

we need EU credibility to have stability

in the region. I think we have a common

goal: 2021 must not be another

lost year for the Western Balkans.

Would you say that the diplomatic

work in general has shifted towards

a more multilateral approach, rather

than a bilateral one? At the same

time EU members are confronted

with national regulations in the CO-

VID-19 crisis.

The pandemic knows no nationalities.

Climate change also does not stop

at national borders. That‘s why we

need functioning international organizations

and a strong multilateral

approach now more than ever. For the

first time in recent history, all states

and all societies across the world are

confronted with one and the same

challenge. This global virus makes it

clear to all of us that no country – no

matter how large and prosperous –

can solve crises of this dimension

on its own. After an initial moment

of egoistic shock in spring, solidarity

has quickly established itself as a

principle for action, especially in the

European Union. The pandemic has

brutally shown us how global threats

affect us all in the same way and how

dependent we are on each other. Only

if all countries pull together do we

have a real chance of actually overcoming

such challenges. From the

very beginning, Austria, together with

other EU Member States, has chosen

a multilateral approach when it comes

to access to vaccines. Yes, I still firmly

believe that this was and is the right

Health policy is primarily

a national responsability.

But there

is a greater awareness

that we are better off if

we work together and

pull together.

approach: `No one is safe until everyone

is safe.´

Health policy is primarily a national

responsibility. But there is a greater

awareness that we are better off if we

work together and pull together. One

of these joint projects was certainly

the procurement and distribution of

vaccines against COVID-19, where we

have developed a clear, joint strategy

at the European level. In addition, it

has become clear very quickly that

the European Union is a community

of solidarity, for example in the mutual

admission of intensive care patients,

the provision of medical protective

equipment or the very close exchange

on border management.

On a more personal note: You have

been growing up as a diplomat’s

child. How did this upbringing influence

you and your career choice?

How do you – as the current Foreign

Minister – still profit from these early

international experiences?

I spent part of my childhood and

youth in India, Spain and France

where my father was posted. Growing

up in different countries and learning

so much about different cultures has

of course enriched my life extremely.

Still, it took me many years to make

the decision to become a diplomat

myself.

Fotos:Dragan Tatic, Michael Gruber/BMEIA

COVERSTORY

016


SOCIETY

Alexander Schallenberg decorated the late journalist Hugo Portisch with the

Austrian merit cross

The Foreign Minister Schallenberg at the Federal Ministry of European and

International Affairs

Alexander Schallenberg (corona)-greeting one of his collegues at the Informal

Meeting of EU Foreign Ministers in Gymnich

On May 23, 2021, Alexander Schallenberg met with Foreign Minister of

Albania, Olta Xhacka

British Secretary of State for Foreign, Commonwealth and Development

Affairs, Dominic Raab met with Alexander Schallenberg on May 17, 2021

COVERSTORY

017


SOCIETY

Ich will weder Diva,

noch Grande Dame sein

Kammerschauspielerin, Sängerin, Autorin –

Erika Pluhar hat in ihrem Leben viel erreicht,

gleichzeitig ist sie am Boden geblieben. SOCIETY

traf sie in ihrem verwunschenen Haus in Grinzing.

Eine gut gelaunte Erika Pluhar empfängt

uns in ihrem vom Efeu bewachsenen

Domizil im Wiener Nobelbezirk

Döbling, in dem sie gemeinsam mit

ihrem Adoptivsohn Ignaz und dessen

Partnerin Lena und dem Neuankömmling

– (Ur)Enkelkind Merlin –

lebt. Das Haus ist eines der ältesten

in der Umgebung und wurde liebevoll

mit antiken Stücken eingerichtet. So

unprätentiös wie ihre Behausung ist

auch die frühere Burgtheaterschauspielerin,

die heutzutage als erfolgreiche

Autorin und Leadsängerin reüssiert.

Über sich selbst sagt sie: „Ich bin

auch auf der Bühne ich selbst. Ich will

weder Diva, noch Grande Dame sein.

Die Kammerschauspielerin kann man

auch weglassen, in einer Kammer

möchte ich nicht wirksam sein.“

1939 in den Wirren des Zweiten Weltkrieges

in Wien geboren, schloss die

Vorzugsschülerin die Matura ab und

wurde direkt vom Max-Reinhardt-Seminar

an das renommierte Burgtheater

geholt, wo sie vierzig Jahre tätig

war. „Ich war eine gute Schülerin, als

ich Schreiben und Lesen gelernt habe,

habe ich geschrieben und gelesen.

Dass ich zum Theater wollte, hatte

auch damit zu tun, dass man dort mit

dem Wort umgeht. Das Erfinden von

Geschichten war für mich total heilsam,

da ich dadurch die traumatische

Kriegserfahrung vergessen konnte“,

so Pluhar im Interview. Als Schauspielerin

war sie Teil vieler wundervoller

Aufführungen und konnte sogar mit

einem Skandal aufwarten: „Ich war

die allererste Nackte an der Burg, und

zwar in dem Stück „Akrobaten“ von

Tom Stoppard. Die Sitze im Akademietheater,

von wo aus man einen guten

Blick auf meinen nackten Po hatte,

waren immer ausverkauft“, erzählt sie

mit einem Schmunzeln.

MUSIKALISCHE KARRIERE

Mit 60 Jahren verabschiedete sich

Erika Pluhar vom Burgtheater und

widmete sich vermehrt ihrer Gesangskarriere.

Angeregt von ihrem Ex-Ehemann

André Heller, der sie schon

während ihrer Zeit als Schauspielerin

dazu inspiriert hatte, konzentrierte sie

sich fortan auf die Musik: „Erst habe ich

noch André Hellers Lieder und Oldies

interpretiert, danach habe ich nur

noch meine eigenen Texte verwendet“,

erzählt sie im Interview. Ihre erste

Schallplatte hieß „Erika Pluhar singt“.

Gemeinsam mit den Musikern Antonio

V. D‘Almeida und Peter Marinoff bildete

sie über zehn Jahre lang ein ständiges

Trio. Mit ihrer charakteristischen,

tiefen Stimme singt sie Stücke aus

den unterschiedlichsten Genres, von

kammermusikalischer Klassik bis zum

Wienerisch Volksliedhaften. Seit dem

plötzlichen Tod von Peter Marinoff sind

vor allem der Gitarrist Klaus Trabitsch

und der Pianist Roland Guggenbichler

musikalische Partner mit denen sie

Liederabende veranstaltet. „Ich kann

kein Instrument spielen, keine Noten

lesen, aber ich habe ein perfektes Gehör“,

sagt sie nicht ohne Stolz.

SCHRIFTSTELLERISCHE TÄTIGKEIT

Das geschriebene Wort gewann für

Erika Pluhar gleichzeitig mit ihrer

musikalischen Tätigkeit an Bedeutung,

1981 veröffentlichte sie erstmals einen

Teil ihrer Tagebucheintragungen. In

weiterer Folge erschienen Werke wie

„Verzeihen Sie, ist hier schon die Endstation?“

(2011), oder „Eine öffentliche

Frau“ (2013), mit autobiografischen

Elementen. Ihre Tochter Anna, die sie

gemeinsam mit dem Unternehmer

Udo Proksch hatte, verstarb 1999 an

einem Asthmaanfall, ein Schicksalsschlag,

den sie in ihrem Buch „Anna,

eine Kindheit“ (2018) verarbeitete. Pluhar

ergreift auch öffentlich das Wort:

Foto: SOCIETY/Pobaschnig

PERSÖNLICHKEITEN

018


SOCIETY

„Wenn das Thema mich interessiert,

bin ich gerne mit einem Vortrag zur

Stelle. Nur Corona lasse ich aus“, sagt

sie. Stolz ist Pluhar auf den Ehrenpreis

des österreichischen Buchhandels

für Toleranz in Denken und Handeln.

„Es freut mich, dass mir der Preis vom

Handel verliehen wurde. In der Literaturszene

komme ich nicht so wahnsinnig

vor, da gibt es aber auch viele

Bücher, die wenig gelesen werden“, so

Pluhar. „Mein Verlag ist zufrieden mit

meinen Verkaufszahlen. Ich habe eine

nicht kleine Leserschaft die in meine

Lesungen kommt, die jüngeren unter

ihnen wissen gar nicht mehr, dass ich

Schauspielerin war. Die kennen mich

bereits nur über meine Bücher.“

Das Erfinden von Geschichten

war für mich

total heilsam, da ich

dadurch die traumatische

Kriegserfahrung

vergessen konnte.

POLITISCHES ENGAGEMENT

Ein Thema, das in vielen ihrer Bücher

vorkommt, ist die Situation der

Menschen aus Westsahara, für die

sich Erika Pluhar stark einsetzt. „In

einer abenteuerlichen Reise waren wir

damals in den Flüchtlingscamps der

Menschen in der Westsahara, die Sahrauis

genannt werden. Ursprünglich

eine Kolonie der Spanier, wollten nach

deren Abzug Marokko und Mauretanien

Westsahara annektieren. Es gab

dann Krieg, ein Teil der Bevölkerung

ist nach Algerien geflüchtet und hat

im Wüstengebiet rund um Tindouf

eine Exilregierung gegründet. Die

Sahrauis warten seit 30 Jahren auf ein

Referendum, bei dem sie bestimmen

können, zu wem sie dazugehören

möchten. Leider hat es dieses Referendum

von Seiten der UNO bis jetzt

nicht gegeben. Die Menschen leben

dort ohne Zukunftsaussichten, Krieg

liegt wieder in der Luft. In allen meinen

Büchern kommt immer eine Beschreibung

dieser Situation vor“, sagt

Erika Pluhar – auch ihr Adoptivsohn

Ignaz stammt aus Westsahara. Sie

scheut sich auch nicht, auf faschistoide,

rechtspopulistische Strömungen

aufmerksam zu machen, ihr zuletzt

erschienenes Buch mit Kommentaren

und Essays trägt daher auch den Titel

„Die Stimme erheben.“

GEGENWART UND ZUKUNFT

Ihr künstlerisches Schaffen möchte

Erika Pluhar weiterführen, solange sie

sich dazu in der Lage fühlt, auch wenn

sie, wie sie verschmitzt sagt „nicht

als geriatrisches Wunderwerk auf die

Bühne taumeln möchte wie Johannes

Heesters“. „Ich bin ein alter Mensch

und habe meine Zeit gehabt, aber ich

bin gerne zuhause – neben meiner

öffentlichen Arbeit lebe ich eher

zurückgezogen und einsam. Ich liebe

es, in die Natur zu gehen und habe

im Haus mein Urenkerl Merlin. Ich

hoffe, im Kopf so lange fit zu bleiben,

dass ich Schreiben kann“, blickt sie

entspannt in die Zukunft. Ihr neuester

Roman „Hedwig heißt man doch nicht

mehr“ erscheint im August 2021.

PERSÖNLICHKEITEN

019


SOCIETY

Vivienne Westwood:

Aktivistin und Modeikone

Vivienne Westwood gilt als eine der berühmtesten

Modedesignerinnen aller Zeiten. Ihre

Bekanntheit nutzt sie wie keine andere, um auf

politische und gesellschaftliche Missstände

aufmerksam zu machen.

Paris, 2013. In der Rue du Mail, gleich

hinter der Pariser Nationalbibliothek

und dem Palais Royale, herrscht geschäftiges

Treiben. Es ist September,

die alljährliche Pariser Fashionweek

wühlt die französische Metropole

auf. Mittendrin, in einem ehemaligen

Ballsaal, bereitet Vivienne Westwood

ihren Showroom für die nächsten drei

Tage vor. Seit fast vierzig Jahren ist

die britische Designerin schon an der

renommiertesten aller Fashionweeks

vertreten – hat das Business stellenweise

gar revolutioniert, neue Paradigmen

eröffnet und zahlreiche Tabus

gebrochen.

Der britische Autor Ian Kelly hat die

Modeikone 2013 über ein Jahr lang

begleitet und daraus gemeinsam mit

ihr ein Buch geschrieben. „Vivienne

Westwood“ heißt es, und gibt tiefe Einblicke

in das Leben der heute 80-jährigen

Moderebellin.

Im Zentrum des Rummels im Haus

Nr. 13 der Rue du Mail steht Andreas

Kronthaler, der Ehemann Westwoods,

den sie während ihrer Zeit als Gastprofessorin

an der Universität für Angewandte

Kunst in Wien im Jahr 1989

kennenlernte. Seit fast drei Dekaden

ist der gebürtige Tiroler nun Co-Designer

all ihrer Arbeiten.

Mode ist Viviennes Medium – neben

dem Ausdruck ihrer Kreativität ist

sie Vermittlerin ihrer persönlichen

Anliegen, Werte und Ideale. Unter der

Maxime „Everything is connected“

– so hieß auch ihre Kollektion 2013 –

fasst sie die zentrale Botschaft ihres

Lebens und Schaffens zusammen:

„ (…) alles, was jeder von uns denkt,

sagt oder tut, hat Auswirkungen.“ Seit

Jahren setzt sich die Britin deshalb für

Menschenrechte und für den Klimaund

Tierschutz ein, demonstriert

regelmäßig lautstark und aufmerksamkeitswirksam.

WERDEGANG

Inmitten des Zweiten Weltkrieges, am

8. April 1941 als Vivienne Isabel Swire

geboren, wuchs sie wohlbehütet im

ländlichen Tintwistle, Derbyshire mit

zwei Geschwistern auf. „Wir waren von

Liebe umgeben“, erinnert sie sich im

Buch. In ihrer Kindheit und Jugend

verbrachte Vivienne viel Zeit mit

Büchern, genoss die Einsamkeit und

liebte das Seilspringen. Sie war ein

sehr sensibles Kind, mit einem ausgeprägten

Gerechtigkeitssinn. „Ich nahm

mir wirklich vieles zu Herzen und ich

wusste, dass ich ungewöhnlich war,

das spürte ich“, schreibt sie.

Mit 17 zog sie gemeinsam mit ihrer

Familie nach London, begann an der

Kunstakademie zu studieren, brach

dieses Studium aber ab und besuchte

einen Stenotypistinnen-Kurs.

In London fühlte sie sich zu Beginn

unwohl, zu sehr vermisste sie das

ruhige, spontane Kleinstadtleben.

Nach zwei Jahren am Lehrerinnenseminar

für Kunst, fing sie schließlich

an, als Vorschullehrerin zu arbeiten.

Kurze Zeit später heiratete sie Derek

Westwood, dessen Namen sie später

berühmt machen sollte. 1963 kam

ihr gemeinsamer Sohn Ben zur Welt,

nach drei Jahren Ehe folgte jedoch die

Scheidung – ihre Lebensvorstellungen

waren zu unterschiedlich und vor

allem Vivienne verspürte zunehmend

den Drang, Neues zu entdecken. Sie

liebte den Rock’n’Roll, der gerade

von Amerika nach Großbritannien

schwappte und der später eine wesentliche

Essenz ihres modischen

Schaffens werden sollte. 1965 lernte

sie schließlich Malcolm McLaren kennen

und ein neues, prägendes Kapitel

ihres Lebens begann.

VIVIENNE UND MALCOLM

Mitte der 1960er Jahre wurde Vivienne

gemeinsam mit McLaren zum

„Epizentrum des Punks“. Das ungleiche

Paar führte eine explosive, von

gegenseitiger Abhängigkeit geprägte,

gleichzeitig aber auch in hohem Maße

kreativitätsstiftende Beziehung. 1967

kam ihr gemeinsamer Sohn Joe auf

Fotos: NUSSYY®, Rahimi und Rahimi GmbH, ÖOC/Spiess

PERSÖNLICHKEITEN

020


SOCIETY

Ein von Vivienne Westwood gestalteter Teppich wurde bei einer Veranstaltung

zum Thema Kampf gegen Menschenhandel bei Rahimi und Rahimi versteigert

Andreas Kronthaler und Vivienne Westwood leben und arbeiten seit fast 30

Jahren zusammen

Die Modeikone mit der Firmengründerin von NUSSYY,

Carina Pirngruber-Rahimi

die Welt, dessen Erziehung Malcolm

zum großen Teil Vivienne überließ, die

zu dieser Zeit noch als Lehrerin arbeitete.

Aus ihrer turbulenten Beziehung

heraus entstand später eine globale

Moderevolution, mit dem berühmten

Haus Nummer 430 an der King’s Road

als Ausgangspunkt. Dort hoben sie

die Boutique „Let it Rock“ aus der

Taufe, in der Vivienne ihre auffallenden

Designs verkaufte, die heute als Versinnbildlichung

der Punk-Bewegung

gelten. „Vor mir und Malcolm gab es

keinen Punk. Und noch etwas sollten

Sie über Punk wissen: Es war der absolute

Knaller“, sagt sie in ihrem Buch.

VIVIENNE WIRD DESIGNERIN

Ab Mitte der 1970er Jahre lebten Malcolm

und Vivienne gemeinsam mit

den Kindern in der Nightingale Lane

im Thurleigh Court, wo Viviennes

berühmte Anarchy-T-Shirts auf einer

Singer-Nähmaschine entstanden und

der Plattenvertrag der Sex Pistols per

Telefon verhandelt wurde. In den frühen

1980er Jahren trennten sich Malcolm

und Vivienne – das verschaffte

ihr schließlich den nötigen Raum, um

ihre eigene Identität als Designerin zu

finden. Sie nähte unermüdlich, suchte

Inspiration in Vergangenem und holte

historische Designs in die Gegenwart.

1981 präsentierte sie – noch gemeinsam

mit McLaren – mit der Pirate

Collection erstmals ihre Looks auf

einem Laufsteg.

ERFOLG UND ENGAGEMENT

Mit ihrer darauffolgenden beispiellosen

Karriere als Designerin, so sagt

sie, wollte sie sich selbst etwas beweisen.

Sie wollte es alleine schaffen,

mit harter Arbeit und Talent, und ohne

Modelabel im Hintergrund.

Heute ist Vivienne inzwischen vor

allem auch als Aktivisten bekannt. Sie

schafft eine Synthese aus globalem

Modebusiness und politischem und

gesellschaftlichem Einsatz, so engagiert

sie sich etwa für die Non-Profit

Organisation „Reprieve“, die sich u.a.

für zum Tode verurteilte Gefangene

einsetzt, arbeitet mit der internationalen

NGO „Cool Earth“ für den Schutz

des Regenwaldes zusammen und hat

sogar einen eigenen Blog – „Climate

Revolution“ – auf dem sie ihre persönlichen

Gedanken zu Klimaschutz und

Co publiziert. Seit einigen Jahren ist

sie außerdem dabei, ihr Unternehmen

nachhaltig umzustrukturieren.

Eine Visionärin ist Westwood, die

2006 von der Queen sogar zur „Dame

Commander of the Order of the

British Empire“ ernannt wurde, seit

jeher, ebenso eine Rebellin, die auch

gerne einmal die Einsamkeit genießt,

mal laut, mal leise ist – und vor allem

vielseitig und bunt.

Im April dieses Jahres feierte sie ihren

80. Geburtstag, schon in der Doku

„Westwood: Punk, Icon, Activist“ 2018

merkte sie aber an, nicht viel Interesse

daran zu haben, in die Vergangenheit

und auf ihre Lebensgeschichte zu

blicken. Lieber setzt sie sich lautstark

für ihre politischen Anliegen, wie zum

Beispiel für den Wikileaks-Gründer Julian

Assange, ein und macht nebenbei

noch Mode wie keine andere.

PERSÖNLICHKEITEN

021


Kleines Land

mit großer

Geschichte

Portugal bietet weit mehr als Sonne, Strand

und Meer. Das kleine Land an der iberischen

Atlantikküste blickt auf eine glorreiche

Vergangenheit als Seefahrernation zurück

und besticht heute durch seine reiche Kultur

und seine herzlichen Bewohner.


SOCIETY

GESCHICHTE

Schon vor 30.000 Jahren siedelten in

der Region Menschen. Davon zeugen

Petroglyphen im nordöstlich gelegenen

Parque Arqueológico do Vale do Côa.

Ab 10.000 v. Chr. gelangten iberische

Stämme aus Nordafrika auf die Halbinsel

und ins heutige Portugal. Um 1000 v.

Chr. errichteten Griechen und Phönizier

an der Küste zahlreiche Handelsstützpunkte.

Karthago hatte in Hispanien

die Vormachtstellung bis die Römer

im Zuge des 2. Punischen Kriegs diese

zunichtemachten. Die Germanen fielen

409 ein und konnten von den Römern

und Westgoten erst 416 wieder vertrieben

werden. Im Jahr 711 segelte ein Heer

von Berbern und Arabern über die Meerenge

und ab 716 stand die Halbinsel im

Wesentlichen unter der Kontrolle des in

Damaskus sitzenden Kalifen. Am Übergang

vom 10. zum 11. Jahrhundert waren

schätzungsweise 75% der hispanischen

Gesamtbevölkerung muslimisch. Als

Geburtsjahr Portugals wird in der Nationalgeschichtsschreibung

gerne das

Jahr 1139 genannt. Afonso Henriques

erzielte damals einen entscheidenden

Sieg gegen die Mauren, begründete

einen autonomen Staat und wurde fortan

König Afonso I. von Portugal genannt.

Während der Avis-Dynastie wurde

Portugal zum Weltreich. Entdecker segelten

in fremde Erdteile und zahlreiche

Kolonien entstanden in Übersee. Eine

aus zeitgenössischer Sicht wichtige

Entdeckungsreise ist Vasco da Gamas

Fahrt ums Kap der guten Hoffnung

Richtung Indien. Im Jahr 1580 endete

die Avis-Dynastie ohne Thronfolger und

Spanien übernahm die Regentschaft,

die 1640 mit der Rückeroberung durch

portugiesische Streitkräfte endete. Die

Dynastie Bragança herrschte im wieder

unabhängigen Portugal bis 1910. Nach

einem Putschversuch 1908 und einem

Attentat, bei dem der König und der Erbprinz

erschossen wurden, wird am 4. Oktober

1910 die erste Republik (1910-1926)

ausgerufen. Die instabile Demokratie

wurde 1926 in einem Militärputsch ausgehebelt

und General Oscar Carmona

wurde Präsident (1928-1951). Finanzminister

wurde António de Oliveira Salazar,

der 1932 Ministerpräsident wurde. Der

1933 proklamierte „Neue Staat“ war

eine christlich-konservativen Diktatur.

1974 brach dann die Diktatur Salazars

während der „Revolution der Nelken“

zusammen. Dies führte nicht bloß zur

erneuten Demokratisierung des Landes,

sondern auch zur Entlassung der letzten

Kolonien in die Unabhängigkeit.

GESELLSCHAFT UND KULTUR

Fußball, Fado, Fátima. Schon der Diktator

Salazar erkannte in den „drei Fs“

das Opium fürs Volk. Aber auch heute

sind die Portugiesen fußballbegeistert,

lieben ihre melancholische Fadomusik

und noch immer zieht es alljährlich zahlreiche

Pilger in den Marienwallfahrtsort

Fátima, denn der Marienkult ist immer

noch sehr lebendig. Ob Marienkirche,

Palast oder Metrostation – Azulejos,

bunt verzierte Keramikfliesen, geben

Portugals Ortschaften einen besonderen

Charme. Solch bunt geflieste Fassaden

kühlen zudem und im Sommer

lässt sich dahinter sehr gut speisen.

Und dazu nimmt man sich in Portugal

Zeit. Das Mittagsessen (almoco) ist oft

ebenso ausschweifend wie das üppige

Abendessen (jantar). Zwar wird die

portugiesische Küche durch den Fischfang

bestimmt, ebenso häufig finden

sich aber auch Gerichte mit Fleisch.

Zum Essen lässt sich gut Wein trinken:

Portwein aus dem Dourotal, trockene

Weiß- und Rotweine und der Vinho

Verde aus Nordportugal. Und auch die

Weinkorken stammen aus der Region,

denn die Korkeiche ist hier beheimatet.

Deren Rinde wird alle neun Jahre geerntet,

dann stehen die Bäume nackt und

in sattem Rot da. Nach dem Essen darf

ein kleiner starker Kaffee (café bzw. bica)

nicht fehlen, den man wahlweise auch in

einem geschichtsträchtigen Kaffeehaus

trinken kann. Dort treffen sich Anfang

des 20. Jh. auch Portugals Künstler, Denker

und Dichter, etwa der international

bekannte Fernando Pessoa (1888-1935).

Er sitzt heute noch vor dem Lissaboner

Café a Brasileira als Bronzestatue.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

UND NATUR

Portugal ist vielfältig, modern und

zugleich geschichtsträchtig. In der

Geschichte weit zurück reichen die

geheimnisvollen Megalithe im zentralportugiesischen

Alentejo oder die

römische Ausgrabungsstätte in Conimbriga.

Im Westen des Landes zeugen

hunderte Burgen romanischen und

gotischen Baustils von der historischen

Feindschaft mit dem iberischen Nachbarstaat.

Eine Spielart der Spätgotik entwickelt

sich im Portugal des 15. Jh.: Die

Manuelinik. Als besonders glanzvolles

Exempel dieses Stils gilt das Hieronymuskloster

in Lissabon. Östlich des

Zentrums zeigt die Hauptstadt sich modern.

Hier liegt das futuristische Stadtviertel

Parque das Nações. Kleiner als

die Metropole am Tejo, aber nicht weniger

spannend ist das nördlich gelegene

Porto, dessen Altstadt heute UNESCO-

Weltkulturerbe ist. Auf der Südseite des

Douro liegt, einen Fußmarsch von Porto

entfernt, der kleine Ort Vila Nova de

Gaia, wo etliche Kellereien den berühmten

Portwein anbieten. Aber die Küsten

bieten weit mehr als pulsierende Städte

und verschlafene Fischerdörfchen. In

den Lagunen und Flussdeltas lassen

sich Reiher, Kormorane, Fischadler und

mit etwas Glück auch Rosaflamingos

beobachten. Delfine tummeln sich im

Mündungsdelta des Rio Sado südlich

von Lissabon und vor der westlichen Algarve

im Süden des Landes. Berühmt ist

der westliche Teil der Algarve außerdem

für seine teils bizarren Felsformationen.

Auf den Hochweiden im Nordwesten

grasen die einheimischen Barroso-Rinder

mit ihren furchteinflößend langen

Hörnern. In den nordwestlich gelegenen

Gerês-Bergen lebt auch das wilde Garranopferd.

Mittelportugal ist berühmt für

seine stolzen Lusitanerpferde.

FACTS IN BRIEF

Ländername: Portugal

Hauptstadt: Lissabon

Fläche: 92,212 km 2

Bevölkerung: 10,296 Millionen

Sprache: Portugiesisch

Religion: christlich (91%), keine Religion

(9%), kleinere Gemeinden von Muslimen,

Buddhisten, Juden, Hinduisten

Währung: Euro

Nationalfeiertag: 10. Juni

Staatsform: Parlamentarische

Demokratie

Staatsoberhaupt: Marcelo Rebelo de

Sousa (Staatspräsident seit 2016)

Fotos: Greg Snell-AP , Hélio Ramos - ATA, Turismo LIsboa, Daniel Sessler (unsplash), pixabayw

LÄNDER IM FOKUS

024


SOCIETY

Der abgeschiedene Carvalho-Strand an der Algarve lockt Erholungssuchende mit hellem Sand und warmem Wasser, weit weg vom Massentourismus

Die Grota do Inferno auf den Azoren ist ein beliebter Aussichtspunkt

Das Märchenschloss der Kleinstadt Sintra: Palácio Nacional da Pena

Lissabon lässt sich mit der traditionellen Tramway besonders gut erkunden

Der zauberhafte Ausblick auf das Dörfchen Palheiro bei Funchal

Das Cabo de São Vicente bei Sagres an der Südwestspitze Europas

PORTUGAL

025


Portugal and Austria –

An example of solidarity

SOCIETY Magazine spoke to H.E. António de Almeida

Ribeiro, Ambassador of Portugal, about the exemplary

support between Portugal and Austria, room for economic

improvement and Portugal’s EU-Presidency.

The relations between Portugal and

Austria date back to the 15th century,

when Kaiser Friedrich III. married the

Portuguese princess D. Leonor in

1452. How did these relations evolve

until now?

Throughout the centuries, the relations

between Portugal and Austria

have always been very good and close.

The tie was strengthened furthermore

by several marriages between the

ruling royal families of our two countries.

The first one was said marriage

between Kaiser Friedrich III and the

Royal Princess D. Leonor, the parents

of Emperor Maximilian I, a remarkable

monarch succeeded by Charles V, the

ruler of one of the greatest Empires in

European history. Much later, Archduchess

Leopoldina of Habsburg was

wedded to Royal Prince D. Pedro of

Portugal. As Pedro I, D. Pedro became

the first Emperor of Brazil in 1822

and King Pedro IV of Portugal in 1926,

making Leopoldina the first Empress

of Brazil and later Queen of Portugal.

Portugal also happened to be the final

dwelling of the last Austrian Emperor

Charles of Habsburg: In his exile, he

retreated to Madeira Island and died

there. His remains were buried in

1922, in a chapel devoted to him in the

church of Our Lady of the Mount.

Foto: SOCIETY/Pobaschnig

LÄNDER IM FOKUS 026


SOCIETY

Relations between Portugal and Austria are excellent in the political,

economic and cultural areas, although there is room for improvement,

especially as far as trade and investment are concerned.

After the Second World War, the close

and friendly ties that unite Portugal

and Austria manifested themselves in

the form of humanitarian aid: With the

support of Caritas International, 4.500

orphaned Austrian children were

given the opportunity to spend some

time in Portugal, away from the vivid

signs of the struggling post-war times.

They were accommodated by Portuguese

families in a demonstration of

solidarity that remains an example for

present times. My grandparents were

one of those hosting families and the

memory of Erika, our host daughter,

remains treasured in our collective

memory.

Many of those children adopted

Portugal as their homeland, others

remained for several years, becoming

a natural part of their hosting families,

while others would return periodically,

keeping well alive the bond to their

second families. Later, as grownups,

they founded the Vienna-based Austrian-Portuguese-Association

(ÖPG),

which has become the main gathering

point for resident Portuguese

immigrants. It is touching to see how

those now elderly Austrians gather

with younger generations of local

Portuguese to keep their memories

alive, share their love for Portugal and

– most importantly – have a chance to

practice their Portuguese. All together

in a different dimension, both Portugal

and Austria belong to the European

Union, thus sharing the same fundamental

values that characterize our

democratic societies. We remain allies

and supportive of each other, as just

shown very recently: As Portugal suffered

the peak of the current Covid-

19-pandemic, with an unprecedented

number of patients in our intensive

care units, the Austrian Government

promptly offered support. This gesture

was highly appreciated and valued by

my Government and must be seen as

a standing example of strong solidarity

and close friendship between our

countries.

Which are the key areas of exchange

between Portugal and Austria and

where do you see room for improvement?

Relations between Portugal and Austria

are excellent in the political, economic

and cultural areas, although

there is room for improvement especially

as far as trade and investment are

concerned. Portugal is well known as

a gateway to Africa and Latin America,

particularly to Portuguese-speaking

countries, while Austria remains a

hub of fundamental and strategic

importance to Eastern Europe and the

Balkan area. In my view, the potentials

rooting in our geography and mutual

history should be better taken into

account by the business communities

on both sides.

Last year, Portugal’s economic performance

was very promising. How

is the current crisis influencing this

positive development?

All world economies have suffered

from the current crisis. By the time the

pandemic will be controlled, economies

will also have to fully recover

and it will be essential to create and

develop new synergies, in a common

effort to renew the positive trend that

we were witnessing until 2020. The

European Union is making a huge

effort to support the economies of the

27 Member States – a very positive

and encouraging factor. There is hope

for a rapid recovery in the whole world,

yet to achieve this target we must

work together and act collectively.

Portugal took on the EU Presidency

in January 2021 – a quite demanding

role during such difficult times. How

do you review the first months of this

presidency?

It is perhaps too early to make a

final assessment of the results of

the Portuguese Presidency. [editor‘s

note: interview took place in May

2021]. Among the main events that

have already taken place, I would like

to stress the Social Summit held in

Oporto in early May, followed by the

High-Level Meeting with India. The

Conference on the Future of Europe

has also been launched, creating the

conditions for an in-depth debate

about our own common future.

In general, I can say that we are fully

satisfied with our Presidency, since

the programme we had established

and its main priorities have been

developing positively, although some

dossiers will inevitably continue to be

dealt by the Slovenian and the other

future Presidencies. It is how things

work in the EU.

But it is obvious that the pandemic

has been a great and difficult challenge

and diplomatic life is far from returning

to normal, at least as we knew

it from before. Diplomacy requires

personal contacts, an essential part of

our job, that unfortunately has practically

vanished since the beginning of

last year. Things are finally starting to

get better, and that is a great hope for

better times!

PORTUGAL

027


SOCIETY

An der Spitze

der Rankings

Im Gespräch mit SOCIETY erzählen Dr. Ana Maria Rosas

und Mag. Gerald Exl von der Staatlichen Agentur

für Investitionen und Außenhandel Portugals über die

zahlreichen guten Gründe, in Portugal zu investieren.

Wie bewerten Sie die wirtschaftliche

Zusammenarbeit zwischen Österreich

und Portugal? Wo sehen Sie im

Hinblick auf den Austausch/Handel

noch Aufholbedarf?

Von 1980 bis 2000 stiegen Importe und

Exporte um bemerkenswerte 520%.

Bis 2019 stieg der Handel wiederum

rasant an, Österreich importierte

Waren mit einem Wert von 792 Mio.

Euro und exportierte Waren im Wert

von 444 Mio. Euro nach Portugal.

Diese Zahlen zeigen eine sehr positive

und weiterhin vielversprechende

Entwicklung der wirtschaftlichen

Beziehungen zwischen den beiden

Ländern. 2020 sanken die Umsätze,

man muss hier jedoch die Verzerrung

durch die COVID-19 Krise beachten.

Ich bin überzeugt, dass wir in Kürze

wieder das Import- und Exportniveau

von 2019 erreichen werden. Interessanterweise

haben sich die Produkte,

die Österreich aus Portugal importiert,

mit der Zeit durchaus geändert. Bis

1995 importierte Österreich primär

Bekleidung, Schuhe, Korkprodukte

und Maschinen; das war zu einer Zeit,

zu der Portugal als ein Land mit relativ

geringen Produktionskosten bekannt

war. Durch die Inbetriebnahme des

Automobilwerks AUTO EUROPA – zunächst

noch Joint Venture von Volkswagen

und Ford, später ganz Volkswagen-Werk

– wurden Autos bald auf

Platz 1 der Importstatistik katapultiert.

Auch Maschinen stiegen weiter in der

Bedeutung, wohingegen die Bedeutung

von Bekleidung, Schuhen und

Korkprodukten immer weiter zurückging.

Besonders beeindruckend ist

Portugals Entwicklung im Bereich der

Dienstleistungen: Der österreichische

Tourismus nach Portugal boomt, natürlich

unter Ausklammerung des Vorjahres.

In den Jahren 2016-2019 stiegen

die Einnahmen durch österreichische

Touristen von 125 Mio. Euro auf fast 180

Mio. Euro – das ist ein Anstieg von 44%.

Strandurlaube, Städtetourismus, Weintourismus,

Sporttourismus (v. a. Golf,

Surfen, Mountainbiking und Wandern)

wurden sehr populär. Portugal hat es

geschafft, als vielfältige Feriendestination

bekannt zu werden und sich ein

sehr positives Image zu schaffen. Abseits

vom Tourismus haben wir schon

seit einigen Jahren unseren Fokus auf

hochspezialisierte Bereiche gerichtet

und können heute die dritthöchste

Ingenieursquote in der EU vorweisen.

Auch im IT-Bereich zählt Portugal zu

den bestgerüsteten Ländern in Europa:

Ein sich dynamisch entwickelnder IT-

Sektor, viele aktive IT Firmen, internationale

Referenzprodukte, gute Universitäten

und international anerkannte

Experten qualifizierten Lissabon 2016

als Veranstaltungsort des internationalen

WEBSUMMIT. Hier liegt viel

Potential für eine Vertiefung der wirtschaftlichen

Beziehungen zwischen

Portugal und Österreich. Dasselbe gilt

für den Bereich der erneuerbaren Energie:

Stromgewinnung aus Wind- und

Wasserkraft wird weiter an Bedeutung

gewinnen, das jüngste Beispiel des

kooperativen Ausbaus auf diesem Gebiet

war 2020, als die österreichische

Firma KELAG Anteile an 7 Kleinkraftwasserwerken

und an 6 Windkraftanlagen

in Portugal erworben hat. Auch

das Unternehmen ANDRITZ kann auf

langjährige Beziehungen zu Portugal

im Wasserkraft-Sektor zurückgreifen.

Demgegenüber hat die portugiesische

Firma EFACEC schon seit etlichen

Jahren eine Niederlassung in Wien und

bietet technische Lösungen für den

Energiesektor in Österreich, Zentralund

Osteuropa an. Mehr Zusammenarbeit

zwischen österreichischen und

portugiesischen Firmen bietet sich

auch bei Joint Ventures in Drittstaaten

an: Österreichische Firmen sind in

zentral- und osteuropäischen Ländern

sehr gut aufgestellt, eine ähnliche

Position haben portugiesische Firmen

in Afrika, Süd- und Zentralamerika inne.

Kooperationen zwischen portugiesischen

und österreichischen Firmen in

diesen Regionen wären von beidersei-

Foto: aicep Portugal Global

LÄNDER IM FOKUS 028


SOCIETY

tigem Vorteil. Auch hier steht unsere

Handelsdelegation gerne vermittelnd

zur Verfügung.

Portugal hat in den letzten Jahren

einen positiven Trend hinsichtlich der

Wirtschaft des Landes verzeichnen

können. Wie kann dieser – trotz Krise

– aufrechterhalten werden?

Vor der COVID-19 Krise haben wir– wie

auch Österreich – mit einem Budgetüberschuss

für 2020 gerechnet.

Schlussendlich verzeichnete Portugal

für 2020 einen Rückgang des BIP von

7,6%, die wirtschaftliche Erholung

wird voraussichtlich bis 2023 dauern.

Dieser Rückfall ist vor allem auf den de

facto Komplettausfall des Tourismus,

weniger privaten Konsum und Investitionen

sowie auf verringerte Exporte

– besonders in der Fahrzeugindustrie

– zurückzuführen. Es ist jetzt sicherlich

von großem Vorteil, dass sich Portugal

in einer Phase der Stabilität befindet.

Parlament und Regierung haben bei

der Bekämpfung der COVID-19 Krise

konstruktiv zusammengearbeitet

und Unterstützungsmaßnahmen im

Ausmaß von 25 Mrd. Euro erlassen.

Darüber hinaus hat Portugal erst kürzlich

einen Aufbau- und Resilienzplan

beschlossen, durch den weitere 16,6

Mrd. Euro in verschiedene Bereiche investiert

werden sollen. Der größte Betrag

fließt in Umwelt- und Klimamaßnahmen,

gefolgt von Digitalisierung in

Schulen, Unternehmen und Behörden,

dem Wohn- und Gesundheitsbereich,

Forst- und Wasserwirtschaft, sowie

Investitionen in Innovationsforschung.

All dies sind Anlagen für die Zukunft; sie

bieten die besten Voraussetzungen für

Portugals erfolgreiche Entwicklung.

Was spricht für ein Investment in Portugal?

Was bietet das Land möglichen

zukünftigen Investoren?

Wer Portugal bisher als ein Land der

Peripherie betrachtet hat, sollte nochmal

genauer hinschauen: Portugal liegt

den großen Märkten USA und Kanada

geographisch am nächsten und bildet

eine Brücke zu portugiesischsprachigen

Ländern in Afrika, Südamerika und

Asien; der Atlantik ist keine Grenze,

sondern eine Verbindungsstraße. 6

internationale Seehäfen, 4 internationale

Flughäfen, 2.562 km Eisenbahnnetz

und 3.122 km Autobahn binden

uns an das globale und europäische

Verkehrsnetz, insbesondere an Österreich.

Für die Investitionstätigkeit sind

Sicherheit, politische und soziale Stabilität

essentiell. Nach Einschätzung

der Weltbank belegt Portugal den 3.

Platz im „Global Peace Index“ und den

7. Platz im Bereich der politischen und

sozialen Stabilität. Nach der Einschätzung

der Europäischen Kommission

gibt es im Land ein sehr geringes operationelles

Risiko. Auch Nachhaltigkeit

und Green Economy sind ernstzunehmende

Verkaufsargumente: Portugal

liegt im „Planet & Climate Index Rating“

auf Platz 9 von 149 Ländern, auf Platz 6

mit dem höchsten Anteil an erneuerbaren

Energien in der EU, auf Platz 17

im „Climate Change Performing Index

2021“ und an der Spitze der Rangliste

was Stromerzeugung durch Wind- und

Solaranlagen angeht. Darüber hinaus

stellen die Humanressourcen des

Landes einen wichtigen Wettbewerbsvorteil

dar. Nach dem IMD World Talent

Report liegt Portugal sehr weit vorne in

den Rankings zu Sprachkenntnissen,

Management- und Hochschulausbildung,

wissenschaftlichen Abschlüssen

und qualifizierten Arbeitskräften. Nach

dem Europäischen Innovationsanzeiger

2020 ist Portugal als „Strong Innovator“

eingestuft: zahlreiche innovative

Unternehmen installieren in Portugal

ihre Kompetenz- und Wissenszentren.

Die Portugiesen zeigen ein besonderes

Interesse an neuen Verfahren

und Produkten: Die junge Generation

ist talentiert, freundlich, belastbar,

konzentriert, aber auch flexibel genug

für unkonventionelle Prozesse und Lösungsansätze.

Bei einer Arbeitslosenquote

von rund 7 % finden Investoren

schnell und effektiv ihr Arbeitsteam,

ein besonders vorteilhaftes Steuersystem

für talentierte Expatriates gibt

weiteren Grund zur Investition. Die

One-Stop-Shop Agentur AICEP begleitet,

berät und unterstützt dabei den

gesamten Investitionsprozess. Den

nächstgelegenen Ansprechpartner

finden österreichische Investoren bei

der Portugiesischen Botschaft in Wien.

Portugal unterstützt im Rahmen von

Anreizsytemen produktive Investitionen,

die Schaffung von Arbeitsplätzen

sowie Forschung und Entwicklung

– wir sind mit Sicherheit die richtige

Wahl zur richtigen Zeit.

PORTUGAL

029


SOCIETY

Unforgettable

Portugal

As a tourism destination, Portugal is more

popular than ever. SOCIETY spoke with Inês

Almeida Garrett, director of Visit Portugal,

about the essence of the country.

You are director of Visit Portugal

since January 1st, 2020, taking over

this post in the midst of a pandemic.

What are your priorities during these

challenging times?

These are indeed challenging times

for our industry. At the moment, our

priority is to work together closely with

our local partners, ranging from tour

operators to travel agents or airlines.

Portugal is authentic, diverse, attractive,

inclusive and safe; our goal is

to broadcast our country as a destination

one can visit with tranquillty,

experiencing and enjoying nature,

high-quality products and well-being.

Portugal has huge potential, but sometimes

the landscapes, culture and

many other ingredients that make us

Inês Almeida Garrett, the director of Visit Portugal

a tourist hotspot remain untouched.

Especially now, when our efforts to

control the pandemic finally pay off,

it is time to rediscover this amazing

country. We can be confident that a

visit to Portugal is an unforgettable

and safe experience! [editor‘s note:

interview was in May 2021]

Speaking of safety, what is Portugal

doing in order to guarantee a

safe vacation regarding COVID-19?

Which measures have been implemented?

Portugal was the first European destination

to be distinguished with the

“TravelSafe” seal by the WTTC (World

Travel & Tourism Council). This came

as no surprise since we have implemented

measures in all sectors of

tourism activity to ensure our guests’

safety. For example, introducing the

Clean&Safe seal (portugalcleanandsafe.com)

provided the opportunity

to create safety requirements for the

prevention and control of COVID-19

according to the recommendations

of the DGS (Directorate-General for

Health). More than 21,000 companies

have already obtained the seal. Meanwhile,

Turismo de Portugal promoted

company-training to implement

safety-measures with over 33,800 staff

members already trained. Additionally,

there are more general pandemic

control measures implemented in the

country, such as reduced capacity

and mandatory use of masks, which

have been proven to be very helpful to

contain the spreading of the virus.

What are the most beautiful spots in

Portugal?

Portugal has countless assets like the

country’s history and culture, gastronomy

and wines just to name a few. With

its mild climate, 3000 hours of sunshine

per year and 850 km of splendid beaches

on the Atlantic Ocean, Portugal

is the perfect holiday destination all

year round and attracts visitors from

all over the world. Among the main attractions

I would mention the beautiful

sandy shores, over 200 surf spots with

all types of waves, more than 90 golf

courses, multifaceted landscapes and

above all the Portuguese people, who

are as affable as they are open and sincere.

To top it all off, Portugal´s unique

cultural heritage, where tradition and

modernity blend together in perfect

harmony, makes for a top-notch tourist

paradise.

How do you think the “tourism of the

future” might look like?

Portugal, like other countries, has a

responsibility to involve all stakeholders

(industry, locals and tourists) in

creating a more sustainable present

and future. As a touristic agency, our

purpose aligns with the 17 Sustainable

Development Goals of the United Nations,

aimed to create a blueprint of

economic, social and ecological sustainability.

For a better planet, a better

tourism. VisitBetter, VisitPortugal.

Foto: Visti Portugal

LÄNDER IM FOKUS 030


Druck? Damit

können wir umgehen!

Rollenoffsetdruck, Bogenoffsetdruck, Digitaldruck und

industrielle Endfertigung. Wir vereinen alles an einem

Standort und produzieren ein vielfältiges Portfolio

an hochqualitativen Druckwerken: von Flyern

über Magazine und Kataloge bis hin zu Büchern.

Und das seit mehr als 150 Jahren.

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SOCIETY

Magellan – einmal

um die Welt

Als Fernão de Magalhães 1520 den westlichen

Seeweg nach Indien entdeckte, bescherte

ihm das Weltruhm. Genießen konnte er

diesen allerdings nicht mehr – nur kurze Zeit

später, am 27. April 1521, verstarb er bereits.

Am 20. September 1519 war eine rund

240 Mann starke Flotte unter spanischer

Flagge vom Hafen in Sanlúcar

de Barrameda aus in See gestochen.

Der portugiesische Seefahrer Magellan

(so wird er im deutschen Sprachraum

genannt, Anm. der Redaktion),

Oberbefehlshaber der Armada, hatte

sich zuvor mit dem König Portugals

überworfen und daraufhin beim spanischen

König angeheuert.

Portugal und Kastilien konkurrierten

zu dieser Zeit um Territorien und

Rohstoffe – ein Streit, der erst durch

den Vertrag von Tordesillas von 1494

entschärft werden konnte. Mit dem

Segen von Papst Alexander VI. wurden

damals die Herrschaftsbereiche Portugals

und Kastiliens festgelegt. Den

Spaniern wurde der westliche Teil der

Erde zugeteilt, den Portugiesen der

östliche. Besonders begehrt waren die

Reichtum versprechenden „Gewürzinseln“,

die heute als die indonesischen

Molukken bekannt sind. Bereits im

Jahr 1498 hatte Vasco da Gama für die

Portugiesen den südlichen Seeweg

nach Indien – und damit auch zu den

Gewürzinseln – entdeckt, nun galt es

für den spanischen König eine Route

zu finden, die auf seinem Hoheitsgebiet

lag. Als ihm Magellan seine

Dienste anbot und seinen Plan für die

Entdeckung der Westpassage im äußersten

Süden Südamerikas vorlegte,

stimmte er zu und legte damit einen

weiteren Grundstein für die erste

Weltumsegelung in der Geschichte

der Menschheit.

DIE REISE BEGINNT

Der „kleinwüchsige und unscheinbare“,

aber „wacker in seinen Gedanken und

zu großen Taten aufgelegte“ Magellan

– so zitiert Christian Jostmann einen

Zeitgenossen in seinem Buch „Magellan

oder Die erste Umsegelung der

Erde“ – wurde so zum Generalkapitän

einer Flotte, zu der fünf Schiffe gehörten:

die „San Antonio“, das Flaggschiff

„Trinidad“, die „Concepción“, die

„Santiago“ und die „Victoria“. Nachdem

die Naos aus dem Hafen ausgelaufen

waren, dauerte es vier Monate, bis sie

die Mündung des Rio de la Plata erreicht

hatten. In der Bucht San Julián,

die heute in der südargentinischen

Provinz Santa Cruz liegt, bereitete

Magellan seine Besatzung auf eine

Überwinterung vor. Weil die Vorräte

langsam zur Neige gingen, wurden

Wein- und Brotrationen gekürzt. Die

schlechte Versorgungslage führte zu

Spannungen an Bord, die sich schließlich

am 2. April 1520 in Form einer

Meuterei entluden. Magellan rang den

Aufstand nieder, fest entschlossen, die

Westroute zu den „Gewürzinseln“ zu

finden. Auch als ein erstes Schiff verloren

ging und ein zweites zurück nach

Spanien floh, ließ er sich nicht von seinem

Ziel abbringen. Nach langen Tagen

und Nächten fand die dezimierte

Magellan oder Die erste Umsegelung der Erde

Christian Jostmann, C.H.Beck

Fotos: pixabay, C.H. Beck Verlag

LÄNDER IM FOKUS

032


SOCIETY

Obwohl die Europäer über Feuerwaffen verfügten, wurden sie bereits an

der Küste von den Insulanern zurückgedrängt.

Flotte schließlich die herbeigesehnte

Passage. Durch diese Meerenge am

Ende Südamerikas, die später den

Namen Magellanstraße tragen sollte,

segelten sie auf den offenen Pazifik hinaus.

Nach 2000 Kilometern Seeweg

der Küste Chiles entlang, schwenkten

sie nach Westnordwest. Erst nach

dreieinhalb Monaten stießen sie wieder

auf Land und konnten schließlich

auf einer der Marianeninseln frischen

Proviant einholen. Die Tragik dabei:

Magellan war zuvor – ohne es zu bemerken

– an zahlreichen Inseln vorbei

gesegelt, die ihn und seine Belegschaft

mit frischem Wasser und Nahrung

versorgen hätten können. Nach

weiteren ca. 2000 Kilometern erreichten

die waghalsigen Seemänner als

erste Europäer die philippinische Insel

Homonhon, von der aus es weiter zur

Insel Cebu ging, auf der die Besatzung

mit den Eingeborenen Tauschhandel

trieb. Magellan aber wollte mehr: Im

Dienste Seiner Katholischen Majestät

sah er sich als Missionar und wollte

die dort ansässige Bevölkerung zum

christlichen Glauben bekehren. Auf

Cebu gelang ihm das noch, nicht aber

auf der Nachbarinsel Mactan: Der

Inselhäuptling Lapu-Lapu wollte die

„neuen Mächte“ nicht anerkennen.

Magellan traf sodann die verhängnisvolle

Entscheidung, Mactan anzugreifen.

Obwohl die Europäer über

Feuerwaffen verfügten, wurden sie

bereits an der Küste von den Insulanern

zurückgedrängt.

Glaubt man den Tagebucheinträgen

des Adligen Antonio Pigafettas, der

die erste Weltumsegelung dokumentierte,

so kämpfte Magellan bis

zum Schluss, um den Rückzug seiner

Leute zu ermöglichen – und ließ dabei

sein Leben. „So töteten sie den Spiegel,

das Licht, den Trost und unseren

wahren Führer“, beklagte er den Tod

des Generalkapitäns. Die Leiche Magellans

wurde trotz aller Bemühungen

der Europäer nie überführt. Die zwei

übrigen Schiffe segelten unter dem

Kommando von Juan Sebastián Elcano

zu den Gewürzinseln und konnten

schließlich die lang ersehnte Fracht

an Bord nehmen.

DER KREIS SCHLIESST SICH

Im Herbst 1522 lief die Nao Vitoria als

einziges der ursprünglich fünf Schiffe

wieder im Hafen von Sevilla ein. Lediglich

18 Mann konnten von König Karl

I. in Empfang genommen werden.

Sie hatten die zermarternde Reise

hinter sich gebracht und Geschichte

geschrieben. Einmal um die Welt

waren sie gefahren – auf namenlosen

Wegen und noch nie zuvor befahrenen

Pfaden. 500 Jahre nach dem Tod

ihres Befehlshabers leben sie in den

Erzählung Pigafettas und in den Geschichtsbüchern

der Welt weiter.

PORTUGAL

033


SOCIETY

Zufällig nach

Portugal verschickt

5.402 Kinder wurden zwischen 1947 und 1956 von der

österreichischen und portugiesischen Caritas von

Österreich nach Portugal verschickt. Gerhard Schiesser,

heute 82 Jahre alt, war eines davon.

Wie kam es dazu, dass Sie als achtjähriges

Kind nach Portugal verschickt

wurden?

Das war damals eine sehr schlechte

Zeit in Österreich, es herrschte Hungersnot.

Mein Vater war im Krieg, dann

in Gefangenschaft und kam erst im

Jahr 1948 nach Hause. Im gleichen Jahr

kontaktierte uns die Caritas Österreich.

Man trat an Familien heran, die Probleme

mit der Ernährung und der Betreuung

ihrer Kinder hatten. Dann hieß es:

„Wir könnten Ihren Sohn nach Portugal

schicken.“ Das war eine große Überraschung,

damals war das ein wahnsinnig

weiter Weg und man wusste in Österreich

kaum etwas über das Land.

Wie verlief die Reise und wie war die

Ankunft für Sie?

Die Reise war recht abenteuerlich. Wir

fuhren mit dem Zug von Wien nach

Genua – ungefähr 2000 Kinder waren in

unserem Transport dabei. Wir erreichten

Lissabon per Schiff von Genua aus.

Ich erinnere mich heute noch an den

Namen: Mouzinho – ein uralter Frachter.

In Lissabon gingen wir an Land und

wurden im erzbischöflichen Palais verköstigt.

Ein Teil des Transports blieb in

der Hauptstadt und deren Umgebung,

einige Kinder wurden in verschiedenen

Klöstern untergebracht, ein anderer

Teil wurde nach Porto geführt – darunter

auch ich. Dort wurden wir von

Pfarrern, Personen, die der Kirche sehr

nahe standen oder von Eltern ausgesucht.

Natürlich waren das anständige

Familien, von denen man wusste, dass

die Kinder dort gut betreut werden

würden – vor allem gesundheitlich. Bei

mir stellten die portugiesischen Ärzte

fest: „Der Bub wird sicher keine 16 Jahre

erreichen.“ Ich bekam dann tagtäglich

ein Rührei mit Zucker. Man versuchte,

mich aufzupäppeln, was ihnen ganz gut

gelang. Meine Eltern wussten nicht,

wann ich wiederkomme. Es hätten drei,

vier Monate sein können und dauerte

letztlich elf Monate, weil man auf einen

Gegentransport warten musste. Ich

wurde von einem Pfarrer in eine kleine

Ortschaft gebracht, die Santa Maria de

la Lamas hieß, wo die Verhältnisse ärmlich

waren. Täglich gingen die Kindern

in den Wald, um für die offenen Feuerstellen

Eukalyptusäste,- und -Rinden

zu sammeln. Der Pfarrer brachte mich

zum Haus seines guten Freundes

Henrique Amorim, der mein Pflegevater

wurde. Dessen Familie hatte eine kleine

Korkfabrik und war dadurch wohlhabend.

Dass ich genau dorthin kam, war

rein zufällig. Das Leben ist vom Zufall

geprägt. Wenn man die Chance hat

und diese nicht beim Schopf packt,

dann ist es vorbei. Bei der Familie

Amorim begann dann mein Abenteuer

in Portugal, das eigentlich mein ganzes

Leben gestaltete.

Wie waren Ihre ersten Eindrücke von

Portugal und den Portugiesen?

Als junger Mensch, der hungrig nach

Portugal kam, war das Essen das Wichtigste.

Was uns alle begeisterte – darüber

habe ich mit vielen Freunden gesprochen

– das waren die Südfrüchte.

In der Zeit um 1948 kannten wir Kinder

weder Orangen noch Bananen. Das war

für uns etwas so Sonderbares, Exotisches!

Sich an einen schön gedeckten

Tisch setzen zu können und dann ein

wirklich gutes Mahl zu bekommen war

für einen Wiener, der getrocknete Erbsen

und Trockengemüse essen musste,

damit er nicht verhungert, wirklich

grandios. Und ein eigenes Zimmer mit

Badezimmer – das waren für uns unvorstellbare

Konditionen. Uns kam der

Aufenthalt wie im Paradies vor. Die Portugiesen

sind mir sehr freundschaftlich

in Erinnerung geblieben, speziell mein

Pflegevater Henrique Amorim. Er war

ein unverheirateter Mann in den besten

Jahren, ein Geschäftsmann, der viel

mit dem Auto unterwegs war. Dadurch

sah ich schon in jungen Jahren viel von

Portugal. Wenn er mit den Ministerien

in Lissabon zu tun hatte, durfte ich

mit seinem Citroen 11 CheVaux nach

Lissabon mitfahren. Das war hochinteressant

und ein richtiges Abenteuer

für mich.

Wie erlebten Sie die kulturelle und die

sprachliche Umstellung?

Ich kam mit einem kleinen Köfferchen

nach Portugal und hatte kaum etwas

anzuziehen. Unter anderem hatte ich

eine Lederhose, die bei uns in Österreich

tagtäglich getragen wurde und

auch dementsprechend aussah. Tia

Rosa, die Schwester von Herrn Amorim,

Fotos: Gerhard Schiesser

LÄNDER IM FOKUS 034


SOCIETY

Historische Aufnahme des Hafens von Lissabon, wo Gerhard Schiesser damals

an Land ging

Der Unternehmer Gerhard Schiesser, umgeben von seinen Kindern und

Enkelkindern

Eine Kopie des Personalausweises von Gerhard Schiesser aus der Zeit seines

Aufenthaltes in Portugal

wusch sie mit Seife und Wasser. Sie

können sich vorstellen, wie sie nachher

aussah. Aber man ging mit mir zu

einem Schneider und ich bekam dann

wirklich schöne Kleidung. Mein Pflegevater

schenkte mir auch einen kleinen,

hauchdünnen, goldenen Siegelring mit

meinen Initialen, den ich mit Stolz und

Freude trug. Die sprachliche Umstellung

war anfangs schwer, ich konnte

ja nur Deutsch und ein paar Worte

Englisch sprechen. Aber ich lernte

nach und nach die Sprache und fuhr

dann mit sehr guten Portugiesischkenntnissen

wieder nach Wien. Mein

Pflegevater behielt auch sehr viele

deutsche Worte.

Welche Lehren zogen Sie aus jener

Zeit für sich persönlich?

Lehren zog ich insofern, als dass ich

lernte, dass man auch als reiche Person

nicht auf seinem Reichtum sitzen

bleiben, sondern für andere Leute das

Allermöglichste tun soll. Mein Pflegevater

investierte sein ganzes Geld in

Santa Maria de la Lamas. Das fing

damit an, dass er Straßen bauen ließ.

Die Korkindustrie ist sehr staubig und

in diesem Ort gab es viele Tuberkulosekranke.

Mein Pflegevater erbaute ein

Spital für sie, ebenso errichtete er ein

Altersheim und Schulen. Sein Leitspruch

war: „Ich würde am liebsten mit

einem Escudo in der Tasche sterben.“

Sie waren als Kind insgesamt viermal

bei Familie Amorim in Portugal:

1948, 1949, 1951 und 1956. Wie ging es

danach weiter?

Dann machte ich in Wien Matura und

begann, Welthandel zu studieren. Mittlerweile

hatte ich mit Herrn Amorim

schriftlich Kontakt. Eines Tages trafen

wir uns und er fragte: „Wie wär’s, willst

du nicht für uns arbeiten?“ Sicher war

das reizvoll für mich, ich hatte allerdings

kurz vorher geheiratet. Dann

kam 1963 ein Telegramm: „Komm zu

uns, um die näheren Konditionen zu

verhandeln.“ Ich flog nach Portugal –

das war mein allererster Flug – und wir

verhandelten die Bedingungen. Meine

Frau und ich fuhren mit zehn Kisten

und Kartons nach Portugal und lebten

südlich von Porto, in Espinho. Unser

Sohn wurde 1963 dort geboren. Bis 67

waren wir in Portugal, dann gab es eine

Situation, die ich wieder als reinen Zufall

bezeichne. Portugal hatte zu dieser

Zeit noch Kolonien, was damals von

der kommunistischen Seite kritisiert

wurde, sodass man einen Handelsboykott

gegen das Land errichtete. Die bei

uns umliegenden, damals kommunistischen

Länder wie Ungarn, die Tschechoslowakei,

Rumänien, Bulgarien und

die Sowjetunion waren weinproduzierende

Länder und brauchten Kork. Wir

kamen dann auf die Idee, diesen Ländern

keinen portugiesischen, sondern

österreichischen Kork zu verkaufen. Ich

fuhr nach Wien, gründete 1967 meine

eigene Firma und betreute und bereiste

dann von Wien aus die gesamte osteuropäische

Region aber auch China

und Indien und einige Länder in Afrika.

Und meines Erachtens war alles reiner

Zufall. Hätte es den Handelsboykott

nicht gegeben, wäre ich wahrscheinlich

in Portugal geblieben.

PORTUGAL 035


Fado – the soul

of Portugal

As the sound of destiny, of longing, the

untranslatable saudade, the music genre

Fado has been part of the Portuguese

cultural identity for more than 200 years.

The famous Portuguese Fadista

Carminho gave SOCIETY an insight into

her personal Fado world.

Out of the original Fado houses in Lisbon

with their dimmed rooms lit only

by candlelight, Maria do Carmo de

Carvalho Rebelo de Andrade, known

as Carminho, brings Fado to stages

around the world. Born in Lisbon on

August 20th 1984, she grew up in the

south of Portugal, her mother Teresa

Siqueira being a famous Fado singer

herself. “As there are no traditional

Fado houses in the south, my mother

used to host Fado sessions at our

home, so I grew up being surrounded

by musicians and I experienced

this special atmosphere since a very

young age”, Carminho remembers

in the interview with SOCIETY. The

now 36-year old sang Fado before she

even spoke Portuguese, today it is her

preferred way of expression, her way of

communicating emotions.

THE ORIGINS OF FADO

The music genre Fado can be traced

back to the 1820s, where it developed

in the poorest neighbourhoods close

to the ports of Lisbon, though there

are numerous other theories about its

exact origins. What’s sure about Fado

Photos: Mariana Maltoni

LÄNDER IM FOKUS 036


For Fado it is characteristic that the musical

part is separated from the lyrics, which means

that we can always change the message. This is

what makes Fado so interesting, it is a really old

culture that travels through time.

is that its tunes are mournful and melancholic,

full of desire. The untranslatable

Portuguese term “saudade”

is the most popular theme of Fado,

transmitting a deep and sad longing

or yearning. Generally, the songs and

lyrics can be about anything but have

to follow a certain traditional structure.

“For Fado, it is characteristic that

the musical part is separated from

the lyrics, which means that we can

always change the message.

This is what makes Fado so interesting,

it is a really old culture that

travels through the times”, Carminho

adds. The famed musician writes her

own lyrics but also composes music.

She sometimes finds inspiration in old

songs she discovers on vintage vinyls

or CDs, which she often transforms

into new versions. “This approach is

very typical for Fado, just like it is in

blues or jazz”, she points out. Another

typical feature of Fado is the tradition

of passing it on orally: “We learn Fado

by listening to each other.” In 2011,

Fado was added to UNESCO’s list of

World’s Intangible Cultural Heritage,

with the UNESCO stating that with

“the dissemination of Fado through

emigration and the world music circuit

has reinforced its image as a symbol

of Portuguese identity, leading to

a process of cross-cultural exchange

involving other musical traditions.”

THE PATH TO STARDOM

Before she decided to make music

professionally, Carminho studied

advertising and marketing. Upon

graduation, she worked for an aid

organisation in Cambodia, Peru, India

and East Timor, which was a “turning

point” in her life, as she states in the

interview. “I am so glad that I made

this experience. It liberated me, I

gained a sense of independence and

my confidence improved a lot. Furthermore,

during that time it became

clear to me that I wanted to make

music professionally and not just as a

hobby.” Today, Carminho is said to be

the “new star of Fado” and one of the

most talented and innovative Fado

singers of her generation. So far, she

published five albums, the last one

called “Maria”, for which she travelled

back to her childhood days. “I tried to

recreate the feelings I had back then,

combining them with my current

emotions”, she explains. Being the

most personal of her albums yet, she

wrote the majority of the songs herself

and she also produced it.

Throughout her career, she worked

together with numerous well-known

artists, among them the Spanish

singer-songwriter Pablo Alborán

or the Brazilian superstars Milton

Nascimento, Marisa Monte and Chico

Buarque. Following an invitation of

the family of Tom Jobim, one of the

world’s greatest composers, Carminho

recorded the album „Carminho

canta Tom Jobim“ (2016) together

with the last band that accompanied

Jobim live. Asked about the personal

highlights of her career so far, she

says that there are too many to count.

“More than I could have ever dreamt

of”, she smiles. “I published my albums

without any pressure and without anyone

telling me how to do it and I had

collaborations with incredible artists,

which has always been a completely

overwhelming experience”, she goes

on. Carminho now performed on

every continent of this planet, with

the concerts in Austria being some

of her favourites. “For me, the Viennese

Konzerthaus is one of the most

beautiful places to play music at”. She

especially appreciates the interest the

Austrian audience is showing towards

new kinds of music and different ways

of expression and she hopes to come

back soon.

In the future, she just wants to stay

focused on her work. “I learned not to

have too many expectations because

that’s better for me. Everything good

happened to me without even dreaming

about it and life has been so kind

to me that I think it would be unfair to

ask for even more”, she concludes.

PORTUGAL

037


SOCIETY

Geheimtipps:

Portugiesische

Küche

für Feinschmecker

Vom Fernweh gepackt, trauert wohl so mancher Portugal-

Liebhaber den kulinarischen Verführungen der letzten Reise

nach. Glücklicherweise werden auch in Wien wahre Highlights

der portugiesischen Küche serviert: Durch folgende

Lokale und Delikatessen-Geschäfte lässt sich das Warten

auf den nächsten Urlaub aushalten.

CASA PORTUGUESA

Seit 1996 handelt Casa Portuguesa unter dem Namen

„Selection Mauricio“ mit Weinen, Bieren und Spirituosen

aus Portugal. Mit „Casa Portuguesa“ ist ein Laden gemeint,

der portugiesische Waren für PortugiesInnen, fernab von

Portugal verkauft, um „Saudade“ (Heimweh) zu lindern.

Perfekt geeignet sowohl für Wein-KennerInnen als auch für

AnfängerInnen.

www.casaportuguesa.at

LOJA PORTUGUEZ

Diejenigen, die ihre kulinarischen Souvenirs aus dem letzten

Portugalurlaub bereits aufgebraucht haben, finden in den

Regalen des charmanten Feinkostladens Loja Portuguez im

18. Bezirk Abhilfe: Hier wartet eine Vielzahl direkt importierter

Produkte, darunter Gourmet-Fischkonserven, hochwertige

Öle, Wein und Espresso bis hin zu Keramik- und Glaswaren.

www.lojaportuguez.com

Fotos: www.somomaitamas.hu, Loja Portuguez, Senor Vinho, Best of Portugal, Casa Portuguesa

LÄNDER IM FOKUS 038


SOCIETY

BEST OF PORTUGAL

Wenn zwar das Sommerwetter stimmt, aber der Urlaub

noch nicht geplant ist, findet man im „Best of Portugal“ –

einem Spezialisten für portugiesische Produkte im 3. Wiener

Bezirk – eine kleine Flucht aus dem Alltag: Mit einem gekühlten

Gläschen Porto und weiteren portugiesischen Delikatessen

und Köstlichkeiten kann auch das Home-Office zum

kulinarischen Höhenflug werden.

www.bestofportugal.at

SENHOR VINHO

Mitten im fünften Bezirk findet man im Senhor Vinho traditionelle

portugiesische Küche, herzliche Gastfreundschaft und

auch die ein oder andere spontane Fado-Einlage. Himmlische

Weine, frische Fischgerichte und saisonale Spezialitäten

machen den authentischen Familienbetrieb zu einem

echten Geheimtipp.

www.senhorvinho.at

PORTUGAL

039


A place for exchange

and cooperation

In an interview with SOCIETY Magazine, César Valentim

Rodrigues, president of the Austrian-Portuguese

Association (ÖPG), spoke about the association’s goals,

future ambitions and its many offers.

You have been the president of the

Austrian-Portuguese Association

since 2019 – what are the association’s

goals under your chairmanship?

Our association is dedicated to

strengthening bilateral relations and

cultural understanding, sharing knowledge

and promoting Portugal in Austria

and vice versa. My goal is to create

a welcoming place for the Portuguese

citizens in Vienna as well as a chance

for cultural exchange with Austrian

Portugal-lovers. The ÖPG should be a

place where the connection between

the two countries becomes part of our

daily life. Additionally, it is important

to mention that we try to embrace all

Portuguese speaking countries in our

activities. For the future, we hope to

enforce language exchange and cultural

exchange even more, to attract

more members and to build a legacy.

I would really like to have more young

people involved with the association;

at times it can be difficult to work with

children and teenagers because they

do not identify with Portugal as much,

especially if they were born and raised

in Austria. Before Covid-19, we counted

170 memberships – some of them

family memberships –, now with many

events being cancelled the number of

active members has dropped noti-

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

LÄNDER IM FOKUS 040


SOCIETY

The association started out on the strong international bond formed by

5000 Austrian children – the so called „Caritaskinder“ – who were sent to

Portugal in the 1950s to escape the post-war struggles.

ceably. As far as the restrictions allow

it, we are hoping to resume some

gatherings this summer and reignite

our association.

The founding of the ÖPG dates back

to 1965. Can you give some insight on

its history?

The association started out on the

strong international bond formed by

5000 Austrian children –the so-called

“Caritaskinder” – who were sent

to Portugal in the 1950s to escape

the post-war struggles. They were

granted the possibility to spend some

time with Portuguese host-families,

taking a rest from the fatigues they

experienced at home. As soon as the

situation in Austria was stable again,

those kids were able to return, but

many of them kept close contact with

their “second families” and considered

Portugal to be a part of them. After

gathering informally, they founded

the “Clube dos Pequenos Portugueses

em Viena”, which was renamed

to „Clube dos Amigos de Portugal“

(Friends of Portugal Club) in 1965. In

1978, the name was changed again

to “Österreichisch-Portugiesische

Gesellschaft” (Austrian-Portuguese

Association), the association was

accredited a bilateral statute and

became a member of PaN (Partner of

all Nations). This way, a common place

for countless activities of exchange

and cooperation was born. Up until

now, the ÖPG is an important part of

the everyday lives of the Portuguese

living in Austria, but also of Austrian

citizens and everybody else who has

a special connection to Portugal. The

activities we offer, like conferences,

seminars or social events, make a

noteworthy contribution to spread

the Portuguese culture and further

establish the friendly bonds between

our countries.

What other activities and services

does ÖPG offer?

While we offer many cultural and

social services for our members, most

of our events are also open to the general

public. An especially remarkable

event is a product-fair called “Mercadinho

de Portugal”: on a monthly basis

we invite Austrian companies to our

venue to present their Portuguese

products, allowing our members to

learn about the goods and take some

of them home. We also host special

events, for example on the occasion of

the Eurovision Song Contest, football

matches or national holidays. Another

big attraction are our cultural evenings

with book presentations, movie

nights and other cultural opportunities.

One of our most reputable

services are our language courses,

which many Austrian citizens enjoy.

We are one of the few institutions who

offer courses in European Portuguese

in Vienna, with professional language

instructors teaching levels A1 to C1.

We also offer German “Sprachcoaching”

and a free helpline to assist

our non-German speaking members

with daily tasks, like filling out official

documents and forms. In many of our

activities we work in close contact

with the Portuguese Embassy and its

cultural attaché: We help one another

out in promoting each other’s events

as much as we can and are very

thankful for their financial and bureaucratic

support.

What connects Austria and Portugal

in your opinion?

Even though separated by what used

to be a long geographical distance,

the two countries share an extensive

history as well as very similar values.

Our countries have roughly the same

size and number of inhabitants;

Portugal has an Atlantic worldview,

Austria a Central-European one. While

Portugal can learn a lot from the Austrian

governance systems, our shared

mentality of innovation and progress

can help Austria in many other fields,

like scientific research and tourism.

Inside the rooms of the Austrian-Portuguese Association in Piaristengasse in Vienna‘s Josefstadt

PORTUGAL

041


SOCIETY

Afghanistan: Where

the sun is re-arising

H.E. Manizha Bakhtari, Ambassador of

Afghanistan, speaks about the goals and

objectives of her term and the future

prospects of her country.

Your term as Ambassador officially

started in March this year. Which

goals did you set for yourself and

what are the most pressing issues you

would like to work on?

During my term in Vienna, peace-building,

state-building, economic cooperation,

networking with Vienna-based

organizations, serving and protecting

Afghans in our working area, and

safeguarding women’s rights are my

priorities. Afghanistan offers immense

potential for development. Therefore,

lobbying for increased foreign investments

in Afghan businesses and industries

rises to the top of the agenda.

Due to the history of war in my country,

the economy has become dependent

on foreign aid. But if we consider our

optimal location as a conduit of trade

for Central Asia, South Asia, and Europe,

with energy demands, particularly

on energy-rich countries in Central

Asia for energy-hungry countries in

South Asia and Europe, our geography

gains more importance.

Together with our partners, our joint efforts

in the economic field have already

produced large-scale regional projects

such as the TAPI Gas Pipeline or the

CASA 1000 Electricity Transmission

Line for example. Empowering women

remains a critical part of my job as well.

That is why we embed gender values in

our laws and institutional frameworks.

The prolonged violence claimed the

lives of many men, impacting family

structures and their economic realities.

Through our Relief and Recovery

Pillar, we boost women’s capacity to

become professionals. Women are leading

producers of Afghanistan’s major

export commodities—carpets, dried

fruits, saffron and pomegranates. The

quality of these products can compete

globally. However, we need access to

those markets. Peace and stability also

contribute to economic growth. Designing

peace negotiations with Afghans

in the lead ensures two invaluable

outcomes. First, an Afghan-led peace

process remains the optimal method

of imbuing our people with a sense of

ownership. Second, Afghans are the

best advocate for their interests.

In this vein, women should be at the

negotiating table. The international

community frequently promulgates

this ideal, so we anticipate broad

support, particularly from powerful

women. Afghanistan still needs broad

support, so networks are imperative.

Vienna bears significant weight in

international gatherings. Consequently,

deeper ties with Vienna-based

organizations would prove advantageous

for us. All the components of my

agenda contribute to one overarching

vision: to portray the true image of

Afghanistan; a country with the drive

and potential to become peaceful and

prosperous.

The bilateral relations between Afghanistan

and Austria date back to the

1950s – how would you describe the

current connections between the two

countries?

We have developed our relations

across sectors—culture, sports, trade,

but we intend to deepen this relationship.

Our shared reverence for the

same ideals—democracy, pluralism,

human rights, and rule of law—facilitates

this objective. Both countries

aim to sustain growth, jobs, basic

social services, peace, stability, and

democracy in Afghanistan. Afghanistan

is grateful for Austria’s development

assistance throughout the past

years. Its recent contribution of two

million Euros in assistance through

the International Committee of the

Red Cross (ICRC) was an immense

help. Like many developing countries,

our strides towards our next level of development

faltered due to this global

crisis. However, the vital support of our

allies helped us combat COVID-19 in

Afghanistan.

Foto: SOCIETY/Pobaschnig

NEW AMBASSADORS

042


SOCIETY

How many Afghans are living in Austria

and how is the Embassy engaging

with them?

Almost 43.000 Afghans reside in Austria.

Our team in Vienna exerts every

effort to facilitate their integration

into Austrian society. I regularly meet

with individuals, Austrian officials, and

Vienna-based organizations. Afghan

migrants who arrived in Austria as part

of the 2015-2020 wave still struggle.

They lack appropriate documentation

and identification. Our organized

conferences for Afghans, particularly

those seeking asylum, provide correct

and relevant information about Austrian

institutions and society. We try to

impart to them crucial values of their

host-country, easing their assimilation

to Austria. Certainly, the global

refugee crisis is complex and sensitive.

Dismantling the stigma surrounding

Afghans in Austria is imperative. We

are aware of how the yellow press and

some political parties portray immigrants.

These false narratives distract

us from our collective agenda – protecting

the rights of refugees facing

incredible hardships. The support and

protection Austria has provided for

Afghans abroad as well as its contributions

to integration and reintegration

programs for Afghans abroad are

sincerely appreciated. A successful

reintegration program partly relies on

a strong and stable Afghanistan, allowing

us to welcome back any Afghan

emigrants effortlessly.

Afghanistan has a difficult past – what

are your personal wishes and visions

for your country’s future?

I wish that in the future, Afghanistan

attains peace and prosperity. I envision

a society where everybody exercises

equal rights and people can live together

without any fear of persecution

and I am not alone in my desire for this

future. Since 2001, Afghanistan marks

an era of reformation. People under

the age of 35 comprise 75% of our

population. This generation lives in our

country with democracy as the norm.

They have enjoyed more educational

and professional opportunities. Notably,

women’s status in society has risen.

President Ashraf Ghani stands behind

these women and stressed that guaranteeing

them respect and protection

is non-negotiable. We seek to preserve

these accomplishments. We will never

sacrifice them for anything, even pressure

from the Taliban. We aim to achieve

lasting peace through an Afghan-led

process. Yet, we require support to

preserve our gains from the last 19 years.

These triumphs include embedded

democratic values in the public, preservation

of constitutional mandates,

specifically equal rights, and strengthened

institutions of the republic. Of

course, free and fair elections lead to

the republic’s legitimacy and strength.

Moreover, we continue to eradicate

corruption and instill transparency

in our institutions regardless of level

or scope. Having studied journalism

myself, I tried to introduce literary-journalism

and ethics in Afghanistan. I was

the very first person who raised these

two subjects in my country. Free media

and a flourishing society are present.

We have done a lot to make the roots

of democracy endure in this republic

and we wish to convey the true image

of Afghanistan to the media.

AFGHANISTAN

043


Ireland: A Land of History,

Culture and Innovation

SOCIETY Magazine spoke with the Ambassador

of Ireland, H.E. Eoin O’Leary, about the Irish-

Austrian relationship, the age of digitalization

and the effects and challenges of Brexit.

Austria and Ireland have long-standing

ties. What are the key areas in

which the two countries are currently

cooperating and on which areas

would you, as Ambassador, like to

work on?

Both countries have very long-standing

relations indeed. Saint Virgil, who

settled in Salzburg in the seventh century,

was Irish, as well as St. Coloman,

who was the patron saint of Austria for

several hundred years. Furthermore,

during the Habsburg Monarchy, a

whole range of Irish military officers

and officials came to Austria after

fleeing Ireland during what was known

as „The Flight of the Wild Geese“.

Nowadays, we share many common

policies. We are both militarily neutral

for instance and we are both members

of the European Union. Austria and

Ireland have both benefitted greatly

from the process of European Integration.

In addition, both countries

have pursued policies that encourage

enterprise and innovation. Regarding

cooperation, I would like to see Irish

food and drinks and Irish business making

further advances in the Austrian

market. We have world class beef and

dairy products and I look forward to

introducing these to the Austrian consumer.

I would also love to see more

Austrian tourists visiting Ireland. Before

the COVID-19 crisis, Ireland was

receiving around ten million tourists

Fotos: SOCIETY/Pobschnig

NEW AMBASSADORS

044


SOCIETY

In the late 1960s, Ireland had around 300.000 farmers in a

workforce of just over a million people. Since then, we have

transformed our society.

every year. Ireland has much to offer

to the Austrian tourist as it provides

many things Austrians appreciate:

from beautiful scenery, green spaces,

hiking-paths and fine-dining to very

niche and solid offerings in the areas

of golf and fishing. The Wild Atlantic

Way, which is a beautiful road stretching

along the west coast from Cork

to Donegal is a must see for all visitors.

In the cultural area, we already have

regular visits by Irish musicians who

perform, train or work here. As Austria,

but particularly Vienna, is the classical

music capital of the world, I hope to

see even more Irish acts coming here.

Furthermore, we encourage Irish and

Austrian students to take advantage

of the Erasmus program. Therefore, I

would also like to see this relationship

deepen between our two countries.

Austrian literature students have a

great interest in studying in Ireland as

we have a very long literary tradition,

which we are actively encouraging.

Interestingly, we have the most Nobel

Prize winners for literature per capita

in the world and many famous authors

like Jonathan Swift, Oscar Wilde and

James Joyce were Irish.

Ireland is known to be a high-techhotspot

with many international

companies such as Google, Apple and

Facebook etc. having operations there.

What are the benefits of hosting

these multinationals in Ireland?

In the late 1960s, Ireland had around

300.000 farmers in a workforce of just

over one million people. Since then,

we have transformed our society. Our

membership of the European Union,

consistent investment in education

and creating an open global economy

has ensured that we are now a leading

player in many key industries.

Perhaps the key to our success has

been that we created a businessfriendly

environment, where we attracted

companies through very clear

regulatory rules, our world class education

system and a strong political

commitment across all governments

to encourage investment. In addition,

our tax regime is clear and transparent.

Ireland is now home to 20 of the

25 top financial services companies in

the world, 17 of the top twenty global

banks, eight of the top ten aircraft

leasing companies, eleven of the top

15 insurance companies, all of the top

ten “born on the internet” companies

and also all of the top ten pharmaceutical

firms. We realise, that we cannot

afford to stand still and are now investing

heavily in the digital economy

and ensuring that all sectors of society

and all regions of the country have full

digital access.

Do you feel like the shift towards

successful digitalization has been

accelerated during the pandemic?

I now spend around 70% of my working

life in front of a screen. I am also

accredited as Ambassador to the UN

and practically all UN-meetings are

taking place online since the pandemic

started. The question is whether

we will be able to maintain some of

the positive aspects in terms of hybrid

working, environment etc. even beyond

the pandemic. Generally, Europe

really needs to continue to invest in

innovation, flexibility and new technologies,

be it health technologies, automated

driving or artificial intelligence.

But of course digitalization also brings

challenges: There will be dislocations

in the job market, even though I don’t

think there will be less work all in all. A

real challenge in this regard definitely

is cybercrime. The developments

there are threatening our society and

that is why at the UNODC, we are

trying to agree on a new convention

on cybercrime.

Before coming to Vienna last year,

you have been posted as Ambassador

of Ireland to China and Mongolia.

What was your experience like there?

I think that China is an amazing

country, especially regarding economic

development. In the 1980s, it was

a very underdeveloped country while

it is now the world’s second largest

economy. With this transformation,

they have taken a billion people out of

absolute poverty. On top of that, they

have invested massively in their physical

and social infrastructure. China

now has world-class railway systems

and airports and is moving towards

a cashless society. In addition, there

are nine million students coming out

of university every year. Nevertheless,

like every country, they obviously have

their challenges and we would like

to see China integrate more into the

world in terms of economic integration

but also in terms of joining other

countries tackling human rights

issues.

Which impact does Brexit have on

Ireland and how would you describe

the significance of the EU for your

country?

Ireland has been a major beneficiary of

the process of European Integration.

Our EU membership has helped Ireland

and its people transform our society.

We were disappointed therefore,

when the British people voted to leave

the EU. We have worked with the other

EU Member States to minimise the

impact of Brexit and are hopeful that

the agreements reached between the

UK and the EU can ensure that Britain

and Europe can enjoy a strong bilateral

relationship. We are committed to

ensuring that the Peace Process, the

common travel area between the UK

and Ireland and Ireland’s own status

and achievements within the European

Union are protected.

IRELAND

045


SOCIETY

Embracing natural

synergies

SOCIETY Magazine spoke with H.E. Kairat

Umarov, Ambassador of Kazakhstan to Austria,

about potential fields of cooperation, future

alliances and his country’s transformation.

Kazakhstan was the first country in

Central Asia with which Austria established

diplomatic relations. How are

bilateral relations today and where do

you as Ambassador see the greatest

potential for cooperation?

Bilateral relations between our two

countries are excellent: Kazakhstan

is actually the only country in the

area which has an Austrian Embassy

and trade representation. Respectively,

here in Austria we have seven

honorary consuls who are constantly

cultivating our connection. Laudably,

the tie between the two countries is

not only established on a capital-tocapital

level, but a lot of networking is

happening on a regional level as well.

As Ambassador, I would like to enforce

cooperation between Kazakhstan and

Austria in countless fields, nevertheless

it is important to line out one’s

priority areas: The most substantial

goal is certainly strengthening the

economy and investments between

our two countries. At the moment,

more than 40 Austrian companies are

working in Kazakhstan – a solid number,

which we would nevertheless like

to see increase. Austria is our ninthlargest

trade partner in the EU, with a

yearly Kazakhstani-Austrian business

council uniting our respective trade

circles. The council is operating in

different working groups on transport

and infrastructure, hydro-energy and

alternative energy as well as medical

equipment. I think of all of these sectors

as important areas for promising

collaborations. As a Eurasian state,

Kazakhstan has an important geographical

position, especially as a transit

country to China and other neighbouring

states: A connection to Kazakhstan

opens the gate to huge new

markets. Moreover, we can draw on a

lot of potential in human resources,

people are very young, talented and

well educated.

Making use of this upward-dynamic

we would like to see more exchange

among students and medical workers

as well as an increased cooperation in

technology and science. In addition,

our two countries are connected by

an almost forgotten, but nevertheless

interesting fact: In October of 1991,

the first Austrian Cosmonaut Franz

Viehböck and the Kazakhstani Cosmonaut

Toqtar Äubäkirow embarked

on their first journey to space together.

This year we are celebrating the

30th anniversary of this event. Overall,

I am convinced that our countries

have a lot of synergies; it is only natural

to develop those ties and seize all

our mutual opportunities.

Very recently, the EU and Kazakhstan

agreed to deepen their energy ties.

How important is a strengthened

cooperation between the two parties

and how will future energy ties look

like?

The green energy and economy sector

offers exciting chances for collective

action. Kazakhstan is very rich in fossil

fuels, yet we are aware that the future

belongs to clean energy. We are actively

pursuing wind and solar energy,

making good use of our 360 sunny

days per year. Our president is very

active on this issue and by 2050, half of

our energy could be covered by green

sources. Austria is very advanced as far

as renewable energy solutions are concerned,

so a transfer of technologies

and knowledge is absolutely desirable.

Actually, three years ago the first

mosque in the world with a positive

energy balance was built in our capital

by an Austrian company. Speaking of

sustainability, the agricultural sector in

Kazakhstan holds potential for possible

alliances as well; in tune with the spirit

of green economy, we are not aiming

for a more industrialized production,

but rather focus on ecologically friendly

and sustainable farming.

Kazakhstan’s history is strongly entwined

with the ancient Silk Road. The

Foto: SOCIETY/Pobaschnig

NEW AMBASSADORS

046


SOCIETY

revival of this historic trade route has

been a long discussed topic. What is

the current status in this regard?

Undoubtedly, the Silk Road is a crucial

part of our past and future as a country.

However, we started streamlining

our transit capacities even before the

belt initiative. The transport of goods

from China to Europe takes forty to

sixty days by sea, but just seven by

land, which is why we are currently

working on expanding and digitalizing

our railway and highway systems. We

are closely connected to the rapidly

growing free trade zone on the border

to China and have easy access to

Europe by way of the Caspian Sea.

Due to this geographical advantage

Kazakhstan is considered to be the

buckle on the belt from China to Europe.

At this point I would like to add

that Austria is a historical gateway to

Europe as well: If we can join hands on

our transit potentials, something really

meaningful can be created. Anyway,

it must be mentioned that the Silk

Road is not only limited to trade, but

also promotes interchange of knowledge,

education and culture. As an

Embassy, we are keen on indulging in

this spirit, broadcasting our country’s

rich and diverse culture and creating

opportunities for cultural and artistical

exchange: Over the past years, we

have organized days of Kazakhstan

in Austria and vice versa, for November

we are planning a concert of a

traditional Kazakhstani symphonic

orchestra in Vienna.

This year, Kazakhstan is celebrating

its 30th anniversary of independence.

Which transformations has the country

undergone since then and what

are the visions of the future of the

country?

The last 30 years have been quite a

journey for us. After the collapse of

the Soviet Union we found ourselves

disconnected from the rest of the

world, with an inflation rate of 2000%

and many nuclear testing grounds and

military installations on our soils. What

came next were extensive reforms and

a colossal overall transformation. The

first President of Kazakhstan, Nursultan

Nazarbayev’s vision on transforming

the country into a modern state with a

peaceful and predictable foreign policy

was crucial. After we stirred the planning

economy into a market system, in

not even one generation, Kazakhstan

managed to become an upper-middle

income country and one of the most

advanced territories in the area. Under

the main principle of mutual beneficence

we attracted more international

investments than all our neighbouring

areas combined. Our new president

Kassym-Jomart Tokayev is very active

on youth and women’s empowerment

issues; moving the country further

towards a functioning democracy.

Hand in hand with our independence,

we celebrate the 30th anniversary

of the closure of the nuclear testing

ground Semipalatinsk. One and a half

million people are still suffering from

the nuclear exposure, which is why the

topic of non-proliferation of nuclear

weapons is very dear to us. Kazakhstan

is the country that most successfully

voluntarily got rid of nuclear weapons

and Austria is an important ally in upkeeping

this vision.

KAZAKHSTAN

047


SOCIETY

A journey into

the future

Since 1997, Welcome to Austria organizes social

events for spouses of diplomats and international

civil servants. Co-founder Gabrielle Schallenberg

gave a very personal insight into her life

and the story behind the association.

Co-founder, first vice-president and

la doyenne of Welcome to Austria,

Gabrielle Schallenberg, opened the

doors to her private home for a talk

about some of the most interesting

moments of her life, about living

abroad, hosting important and influential

people from all over the world

and about her ideas of a post-corona

restart of Welcome to Austria here in

Vienna. Mag. Gerti Tauchhammer, the

publisher of SOCIETY magazine and

board member since the foundation,

and Mag. Clarissa Mayer-Heinisch

have been invited to listen and learn

from the elegant and ageless lady.

The big green gate opens slowly, we

walk up a flight of stairs and there, honorable

Mrs. Gabrielle Schallenberg is

awaiting us, welcoming guests just as

she did her entire life. Born at the very

beginning of the Second World War,

she grew up in a castle owned by her

mother in Aargau, Switzerland. She

remembers her early years as a kind

of paradise, although the family had

to face the hardships of war. Later she

spent her school years in Zurich and

some time in Cambridge, New York

and Colombia. Shortly after her return

to Europe in the early 1970s, Gabrielle

Schallenberg met the love of her life

– Wolfgang. At that time, he already

worked as a diplomat and his career,

which led him from many posts as an

Ambassador to the years in Vienna as

a highly respected General Secretary

in the Ministry of Foreign Affairs, had

just begun. “We got to know each

other because we both loved books”,

she says with a twinkle in her eyes.

Thinking back to the first years of her

new marriage, the birth of her son

Alexander, who now serves as Foreign

Minister of Austria, the time in New

Delhi comes to her mind. “We had a

lovely time there”, she says and talks

about her friendship with “wonderful

Indian ladies”, with whom as President

of JWC, she set up a huge

cultural program for the so called

“International Women’s Club”. It was

during this time, that Gabrielle Schallenberg

experienced the importance

of understanding and exploring the

country one is temporarily living in

and getting in touch with the international

community.

One of the posts as Ambassador took

Wolfgang and his wife Gabrielle to

Paris in 1988. “Bienvenue en France”

immediately asked her to join when

she arrived there. “Bienvenue en

Belgique”, the original club, was set

up in 1957, when the EU was founded

in Brussels. Once again, she enjoyed

the programs offered and got herself

involved in setting up different events.

No wonder that she was the one who

founded Welcome to Austria once

she was back in Vienna. Together with

Benita Ferrero Waldner, Secretary of

State at that time, she established the

association and she was responsible

for the statutes, found a name and

logo and organized the first board

members.

All of this happened in 1997, and ever

since that time, Welcome to Austria

has been active in attracting the

relatives of diplomats and international

civil servants who are accredited

in Austria. Gabrielle Schallenberg has

always been creative in organizing

tours and activities related to the

rich Austrian cultural life. One of the

very first trips was an excursion to the

Waldviertel and some of its famous

castles and monasteries, as well as

meetings with the owners of Rappottenstein

and Rastenburg, a visit to the

Austrian Masonic Museum Rosenau

and a guided tour through the cloister

of Zwettl given by the abbot. Furthermore,

she invited people to discussions

with well-known scientists, artists

or architects and organized glimpses

into private art collections.

DIPLOMATIE

048


SOCIETY

All of this happened in 1997, and ever since that time, Welcome to

Austria has been active in attracting the relatives of diplomats and

international civil servants who are accredited in Austria.

Gabrielle Schallenberg fulfilled the

important role of President for 15 years

and until today, aged 83, she has

always been interested and involved

in whatever the association plans

or does. Asked for advice on how to

start off again after the many months

of corona virus related restrictions,

postponed or canceled programs

and get-togethers, she suggests a big

party at the Liechtenstein Museum

which is “among the most important

private museums of the world. The

pieces of art kept in the palais are

outstanding, especially the Golden

Carriage in the big entrance hall

which tells us much about the history

of the last centuries”, Schallenberg

states. Leaving Gabrielle Schallenberg’s

beautiful home, we are impressed

by her spirit, her enthusiasm, her

knowledge and her empathy. It is a

mission for all of us members of the

board of Welcome to Austria to carry

on her standards.

WELCOME TO AUSTRIA

BOARD MEMBERS:

Mag. Alexander Schallenberg,

Minister of Foreign Affairs, President/

Bundesminister für europäische und

internationale Angelegenheiten,

Präsident

Gabrielle Schallenberg, Honorary

President/Ehrenpräsidentin

Dr. Angelika Saupe-Berchtold, Vice

President/Vizepräsidentin

Aglaë Hagg, Second Vice President/

Zweite Vizepräsidentin

Mag. Gertrud Tauchhammer, General

Secretary, Schriftführerin

Robert Thum, Treasurer/Kassier

Anne Thun-Hohenstein, Coordinator:

History, Art/Koordinatorin: Geschichte,

Kunst

Dr. Stefanie Winkelbauer, Coordinator:

Applied Arts & Cuisine/Koordinatorin:

Angewandte Kunst & Kulinarik

Dr. Elisabeth Wolff, Coordinator:

Music/Koordinatorin: Musik

Mag. Adelaida Calligaris, Liaison

Officer

Martha Hanreich: Coordinator/Adviser:

Special Exhibitions/Koordinatorin/Beraterin:

Besondere Ausstellungen

Véronique Dorda: Coordinator/Adviser:

Cuisine/Koordinatorin/Beraterin:

Kulinarik

Mag. Clarissa Mayer-Heinisch,

Coordinator/Adviser: Architecture

in Vienna/Koordinatorin/Beraterin:

Architektur in Wien

Mag. Alexander

Schallenberg

Gabrielle Schallenberg

Fotos: Privat, SOCIETY/Schiffl, SOCIETY/Pobaschnig,, Andy Wenzl BKA

Dr. Angelika Saupe-

Berchtold

Dr. Elisabeth Wolff

Aglaë Hagg

Mag. Adelaida Calligaris

Mag. Gertrud

Tauchhammer

Martha Hanreich

Robert Thum

Véronique Dorda

Anne Thun-Hohenstein

Mag. Clarissa Mayer-

Heinisch

Dr. Stefanie Winkelbauer

DIPLOMATIE

049


SOCIETY

Ambassadors‘ Caleidoscope

121 bilateral Ambassadors are representing their countries in Austria.

SOCIETY presents them with name, picture and day of accreditation.

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June 2021

AFGHANISTAN

ARGENTINA

BELARUS

ALBANIA

ALGERIA

ANDORRA

ANGOLA

H.E Ms. Manizha Bakhtari

since 07.01.2021

Kärnter Ring 17/12-15, 1010

Vienna

Tel. +43 1 402 10 06

embassy@afghanistan-vienna.org

www.afghanistan-vienna.org

H.E. Mr. Roland Bimo

since 14.03.2014

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5

1040 Vienna

Tel. +43 1 328 86 56

embassy.vienna@mfa.gov.al

www.kryeministria.al

H.E. Ms. Faouzia Mebarki

since 24.05.2016

Rudolfinergasse 18

1190 Vienna

Tel. +43 1 369 88 53

algerianembassy.vienna@algerische-botschaft.at

www.algerische-botschaft.at

H.E. Mr. Jaume Serra Serra

since 13.01.2020

Kärntner Ring 2A/13

1010 Vienna

Tel. +43 1 961 09 09

ambaixada_austria@govern.ad

H.E Ms. Teodolinda Rosa

Rodrigues Coelho

since 24.05.2018

Leonard-Bernstein-Str. 10,

1220 Vienna

Tel. +43 1 718 74 88

embangola-viena@embangola.at

www.embangola.at

ARMENIA

AUSTRALIA

AZERBAIJAN

BANGLADESH

H.E. Mr. Gustavo Eduardo

Ainchil

since 03.03.2021

Wattmanngasse 28,

1130 Vienna

Tel. +43 1 533 84 63

embargviena@embargviena.at

H.E. Mr. Armen Papikyan

since 19.03.2019

Hadikgasse 28,

1140 Vienna

Tel. +43 1 522 74 79

officearmaustria@mfa.am

H.E. Mr. Richard

Travers Sadleir

since 28.10.2019

Mattiellistraße 2-4

1040 Vienna

Tel. +43 1 506 74 0

vienna.Embassy@dfat.gov.au

www.austria.embassy.gov.au

H.E. Mr. Galib Israfilov

since 28.09.2011

Hügelgasse 2

1130 Vienna

Tel. +43 1 403 13 22

vienna@mission.mfa.gov.az

www.azembassy.at

H.E. Mr. Muhammad Abdul

Muhith

since 22.07.2020

Peter-Jordanstraße 50

1190 Vienna

Tel. +43 1368 1111

mission.vienna@mofa.gov.bd

www.bangladootvienna.gov.bd

BELGIUM

BOLIVIA

BOSNIA AND HERZEGOVINA

BRAZIL

H.E. Mr. Andrei Dapkiunas

since 30.09.2020

Hüttelbergstraße 6, 1140

Vienna

Tel. +43 1 419 96 30

austria@mfa.gov.by

austria.mfa.gov.by

H.E. Mr. Ghislain

Jean M. D‘Hoop

since 19.09.2018

Schönburgstraße 10

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 07 0

vienna@diplobel.fed.be

diplomatie.belgium.be/austria

Ms. Maria Lourdes Espinoza

Patino

Interim Chargé d’Affaires

since 03.08.2006

Prinz-Eugen-Strasse 18/1/10A

1040 Vienna

Tel. +43 1 587 46 75

embolaustria@embajada-bolivia.at

www.embajada-bolivia.at

H.E. Mr. Kemal Kozaric

since 06.11.2018

Tivoligasse 54

1120 Vienna

Tel. +43 1 811 85 55

bhbotschaft@bhbotschaft.at

www.bhbotschaft.at

H.E. Mr. Jose Antonio

Marcondes De Carvalho

since 07.12.2018

Pestalozzigasse 4/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 06 31

brasemb.viena@itamaraty.gov.br

www.viena@itamaraty.gov.br

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, Clemens Schwarz

AMBASSADORS FROM A TO Z

050


SOCIETY

BULGARIA

COSTA RICA

DENMARK

H.E. Mr. Ivan Stoyanov Sirakov

since 02.03.2017

Schwindgasse 8

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 31 13

amboffice@embassybulgaria.at

H.E. Mr. Alejandro Solano

Ortiz

since 6.11.2018

Floßgasse 7/1/3-4, 1020 Vienna

Tel. +43 1 263 38 24

embcr-at@rree.go.cr

H.E. Mr. René Rosager Dinesen

since 19.09.2018

Führichgasse 6, 1010 Vienna

Tel. +43 1 512 79 04

vieamb@um.dk

www.oestrig.um.dk

BURKINA FASO

CÔTE D’IVOIRE

DOMINICAN REPUBLIC

H.E. Mr. Dieudonne Kere

since 31.01.2017

Strohgasse 14c/5

1030 Vienna

Tel. +43 1 503 82 64

s.r@abfvienne.at

www.abfvienne.at

H.E. Mr. Roger Alberic Kacou

since 08.01.2018

Leopold-Ungar Platz 2-3-

32+333

1190 Vienna

Tel. +43 1 581 00 76

secretariat.autriche@diplomatie.

gouv.ci

www.ambaciaut.org

H.E. Ms. Laura Faxas

since 05.07.2021

Prinz-Eugen-Straße 18

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 85 55

embajada@embrepdom.at

CANADA

CROATIA

DPR KOREA

H.E. Ms. Heidi Alberta Hulan

since 09.10.2017

Laurenzerberg 2/III

1010 Vienna

Tel. +43 1531 38 30 00

vienn@international.gc.ca

www.kanada.at

H.E. Mr. Daniel Glunčić

since 13.01.2020

Rennweg 3

1030 Vienna

Tel. +43 1 485 95 24

croemb.bec@mvep.hr

at.mfa.hr

H.E. Mr. Kang Il Choe

since 14.03.2020

Beckmanngasse 10-12,

1140 Wien

Tel. +43 1 894 23 13

d.v.r.korea.botschaft@chello.at

CHILE

CUBA

ECUADOR

Mr. Alfredo Patricio Tapia

Escobedo

Chargé d´Affaires a.i.

since 19.04.2021

Lugeck 1/III/10

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 92 08

echile.austria@minrel.gob.cl

H.E. Ms. Loipa Sanchez

Lorenzo

since 15 .11.2019

Kaiserstraße 84/1/1

1070 Vienna

Tel. +43 1 877 81 98

secembajador@ecuaustria.at

misiones.minrex.gob.cu/Austria

Mr. Ivan Fernando Garces

Burbano

Chargé d´Affaires a.i.

since 29.10.2020

Goldschmiedgasse 10/205,

1010 Wien

Tel. +43 535 32 08, 535 32 18

mission@ecuadorvienna.at

CHINA

CYPRUS

EGYPT

H.E. Mr. Li Xiaosi

since 05.10.2016

Metternichgasse 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 714 3149

chinaemb_at@mfa.gov.cn

www.chinaembassy.at

H.E. Ms. Elena Rafti

since 10.07.2018

Neulinggasse 37/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 513 06 30

office@cyprusembassy.at

H.E. Mr. Mohamed El-Molla

since 12.09.2020

Hohe Warte 50-54

1190 Vienna

Tel. +43 1 370 81 04

egyptembassyvienna@

egyptembassyvienna.at

www.egyptembassyvienna.at

COLOMBIA

H.E. Mr. Miguel Camilo

Ruiz Blanco

since 19.09.2018

Stadiongasse 6-8/15

1010 Vienna

Tel. +43 1 405 42 49

eaustria@cancilleria.gov.co

CZECH REPUBLIC

H.E. Ms. Ivana Cervenkova

since 16.04.2018

Penzinger Straße 11-13

1140 Vienna

Tel. +43 1 899 580 111

vienna@embassy.mzv.cz

www.mzv.cz/vienna

EL SALVADOR

H.E. Ms. Julia Emma Villatoro

Tario

since 13.01.2020

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 38 74

elsalvador@embasal.at

www.rree.gob.sv

AMBASSADORS FROM A TO Z

051


SOCIETY

ESTONIA

GREECE

INDONESIA

FINLAND

FRANCE

GEORGIA

GERMANY

GHANA

H.E. Mr. Toomas Kukk

since 19.09.2018

Wohllebengasse 9/12

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 77 61 11

embassy@estwien.at

www.estemb.at

H.E. Ms. Pirkko Mirjami

Hämäläinen

since 07.01.2019

Opernring 3-5/6

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 03 65

sanomat.wie@formin.fi

www.finnland.at

H.E. Mr. Gilles Pécout

since 17.09.2020

Technikerstraße 2,

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 75 0

secretariat.vienne-amba@

diplomatie.gouv.fr

www.ambafrance-at.org

H.E. Ms. Ketevan Tsikhelashvili

since 05.07.2020

Rudolfsplatz 2/1/8

1010 Vienna

Tel. +43 1 403 98 48

vienna.emb@mfa.gov.ge

H.E .Mr. Ralf Beste

since 18.09.2019

Gauermanngasse 2-4

1010 Vienna

Tel. +43 1 711 54 0

info@wien.diplo.de

www.wien.diplo.de

H.E. Mr. Philbert Abaka Johnson

since 03.03.2021

Günthergasse 2, Top 9/10,

1090 Vienna

Tel. +43 644 9978 6936

vienna@mfa.gov.gh

GUATEMALA

HONDURAS

HOLY SEE

HUNGARY

INDIA

H.E. Ms. Catherine Koika

since 14.06.2019

Argentinierstraße 14,

1040 Vienna

Tel. +43 1 506 15

gremb@griechischebotschaft.at

mfa.gr/missionsabroad/austria

H.E. Mr. Manuel Estuardo

Roldan Barillas

since 07.12.2018

Prinz Eugen Straße 18 / Top 7,

1040 Vienna

Tel. +43 1 714 35 70

embajada@embaguate.co.at

Ms. Lesly Amalia Sanchez

Moncada

Chargé d‘Affaires

since 01.10.2018

Schwindgasse 5/1/5,

1040 Vienna

Tel. (+43 / 1) 503 21 30

embajada@hondurasviena.at

Nuntius Archbishop

H.E. Mr. Archbishop Pedro

López Quintana

since 14.06.2019

Theresianumgasse 31,

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 13 27

nuntius@nuntiatur.at

www.nuntiatur.at

H.E. Mr. Andor Nagy

since 19.09.2018

Bankgasse 4-6,

1010 Vienna

Tel. +43 1 537 80 300

mission.vie@mfa.gov.hu

www.becs.mfa.gov.hu/deu

H.E. Mr. Jaideep Mazumdar

since 30.06.2020

Kärntner Ring 2,

1015 Vienna

Tel. +43 1 505 86 66

emb.vienna@mea.gov.in

www.indianembassy.at

IRAN

IRAQ

IRELAND

ISRAEL

ITALY

H.E. Mr. Darmansjah Djumala

since 04.07.2017

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7

1180 Vienna

Tel. +43 1 476 23 0

wina.kbri@kemlu.go

www.kbriwina.at

H.E. Mr. Abbas Bagherpour

Ardekani

since 30.06.2020

Jauresgasse 9,

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 26 50

public@iranembassy-wien.at

www.vienna.mfa.ir

H.E. Mr. Baker Fattah Hussen

Hussen

since 14.06.2019

Johannesgasse 26 (P.O.Box 322),

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 81 95

office@iraqembassy.at

H.E. Mr. Eoin O‘Leary

since 03.03.2021

Rotenturmstraße 16-18

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 42 46 10

vienna@dfa.ie

www.dfa.ie/austria

H.E. Mr. Mordechai Denis Paul

Rodgold

since 28.11.2019

Anton-Frank-Gasse 20, 1180

Vienna

Tel. +43 1 476 46 0

ambassador-assist@vienna.gov.il

www.vienna.mfa.gov.il

H.E. Mr. Sergio Barbanti

since 5.12.2017

Rennweg 27,

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 51 21

ambasciata.vienna@esteri.it

www.ambvienna.esteri.it

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd,, Bmeia/mahmoud, Bmeia/mahmoud, SOCIETY/Pobaschnig, Clemens Schwarz

AMBASSADORS FROM A TO Z

052


SOCIETY

JAPAN

KYRGYZSTAN

LITHUANIA

H.E. Mr. Akira Mizutani

since 13.01.2020

Heßgasse 6,

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 92 0

info@wi.mofa.go.jp

www.at.emb-japan.go.jp

H.E. Mr. Bakyt Dzhusupov

since 10.05.2017

Invalidenstraße 3/8

1030 Vienna

Tel. +43 1 535 03 79

kgembassy.at@mfa.gov.kg

H.E. Mr. Donatas Kuslys

since 07.12.2018

Löwengasse 47/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 718 54 67

amb.at@urm.lt

www.urm.lt/at

JORDAN

LAOS

LUXEMBOURG

H.E. Ms. Leena Nayef

Shaher Al Hadid

since 19.09.2018

Rennweg 17/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 405 10 25/26

info@jordanembassy.at

www.jordanembassy.at

H.E. Mr. Sithong Chitnhothinh

since 07.01.2019

Sommerhaidenweg 43

1180 Vienna

Tel. +43 1 890 2319 11

laoembassyinvienna@

hotmail.com

www.laoembassyvienna.gov.la

H.E. Mr. Marc Albert

Ungeheuer

since 09.10.2017

Sternwartestraße 81

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 21 42

vienne.amb@mae.etat.lu

www.vienne.mae.lu/ge

KAZAKHSTAN

LATVIA

MALAYSIA

H.E. Mr Kairat Umarov

since 03.03.2021

Prinz Eugenstr. 32

1040 Vienna

Tel. +43 1 890 800 810

embassy@kazakhstan.at

www.kazakhstan.at

H.E. Ms. Veronika Erte

since 09.10.2017

Stefan-Esders-Platz 4

1190 Vienna

Tel. +43 1 403 31 12

embassy.austria@mfa.gov.lv

www.mk.gov.lv/en

H.E. Mr. Ganeson

Sivagurunathan

since 16.04.2018

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,

PeakVienna 24. Floor

1210 Vienna

Tel. +43 1 505 10 42

embassy@embassymalaysia.at

KENYA

LEBANON

MALTA

H.E. Mr. Robinson Njeru

Githae

since 28.11.2019

Andromeda Tower,

Donau-City-Straße 6

1220 Vienna,

Tel. +43 1 712 39 19

office@kenyaembassyvienna.at

kenyaembassyvienna.at/de/

H.E. Mr. Ibrahim Assaf

since 5.12.2017

Oppolzergasse 6/3

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 88 21/22

embassy.lebanon@inode.at

H.E. Ms. Natasha Meli

Daudey

since 06.11.2018

Opernring 5/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 50 10

maltaembassy.vienna@gov.mt

KOSOVO

LIBYA

MOROCCO

H.E. Mr. Lulzim Pllana

since 25.02.2020

Goldeggasse 2/15

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 11 77

embassy.austria@rks-gov.net

www.ambasada-ks.net/at/

H.E. Mr. Jalal E.A. Alashi

since 28.11.2019

Blaasstraße 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 76 39

ambassadorsoffice@libyanembassyvienna.at

H.E. Mr. Azzeddine Farhane

since 10.07.2019

Hasenauerstraße 57

1180 Vienna

Tel. +43 1 586 66 51

emb-pmissionvienna@

morocco.at

KUWAIT

LIECHTENSTEIN

MEXICO

H.E. Mr. Sadiq Marafi

since 17.10.2013

Strassergasse 32

1190 Vienna

Tel. +43 1 405 56 46

embassy@kuwaitembassy.at

www.kuwaitembassy.at

H.H. Ms. Maria-Pia Kothbauer

Prinzessin v.u.z.L.

since 11.12.1997

Löwelstraße 8/7

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 92 11

info@vie.llv.li

www.wien.liechtenstein.li

H.E. Mr. Luis Javier

Campuzano Piña

since 30.06.2020

Renngasse 5, 1. OG, Tür 5 + 6

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 73 83

embaustria@sre.gob.mx

embamex.sre.gob.mx/austria/

AMBASSADORS FROM A TO Z 053


SOCIETY

MOLDOVA

NEPAL

OMAN

Mr. Alexandru Simionov

Chargé d´Affaires a.i. since

16.08.2017

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna

Tel. +43 1 961 10 30

vienna@moldmission.at

www.austria.mfa.md

Ms. Illa Mainali

Chargé d´Affaires

since 21.02.2021

Schwindgasse 5/1/6,

1040 Vienna

Tel. +43 235 02 75 01

mission@nepalmission.at

H.E. Mr. Yousuf Ahmed

Hamed Al Jabri

since 07.01.2019

Währinger Straße 2 / Top 24-25

1090 Wien

Tel. +43 1 310 86 434

vienna@omanembassy.at

MONGOLIA

NEW ZEALAND

ORDER OF MALTA

MONTENEGRO

MYANMAR

NAMIBIA

NETHERLANDS

H.E. Ms. Battungalag

Gankhuurai

since 10.05.2017

Fasangartengasse 45

1130 Vienna

Tel. +43 1 535 28 07/12

vienna@mfa.gov.mn

www.embassymon.at

H.E. Mr. Zeljko Perovic

since 16.04.2018

Lothringerstraße 14-16/11/3

1030 Vienna

Tel. +43 1 512 08 99

austria@mfa.gov.me

www.gov.me/naslovna

H.E. Mr. San Lwin Min Thein

(designated)

since 07.12.2020

Donau-City-Straße 6,

Andromeda Tower Top 9.OG/1

1220 Vienna

Tel. +43 1 26 69 105

myanmarembassy.vienna@

gmail.com

www.myanmarembvienna.at

H.E. Ms. Nada Kruger

since 19.03.2019

Zuckerkandlgasse 2

1190 Vienna

Tel. +43 1 402 93 71

nam.emb.vienna@speed.at

www.embnamibia.at

H.E.Mr. Albert Hendrik

Gierveld

since 18.09.2019

Opernring 5

1010 Vienna

Tel. +43 1 589 39

wen@minbuza.nl

www.nederlandwereldwijd.nl/

landen/oostenrijk

NICARAGUA

NIGERIA

NORTH MACEDONIA

NORWAY

H.E. Ms. Nicole Jocelyn

Roberton

since 10.05.2017

Mattiellistraße 2-4/3

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 3021

nzemb@aon.at

www.nzembassy.com/austria

H.E. Ms. Sabra Amari Murillo

Centeno

since 05.07.2021

(Konsularabteilung in Wien,

Botschaftersitz in GENF),

Ebendorferstraße 10/3/12

1010 Wien

Tel. +43 1 403 18 38

embanicviena@chello.at

H.E. Mr. Suleiman Dauda

Umar

since 05.07.2021

Rennweg 25, Postfach 183,

1030 Wien

Tel. +43 1 712 66 86

info@nigeriaembassyvienna.com

www.nigeriaembassyvienna.com

H.E. Mr. Nenad Kolev

since 19.03.2019

Kinderspitalgasse 5/2

1090 Wien

Tel. +43 1 524 87 56

vienna@mfa.gov.mk

www.mfa.gov.mk

H.E. Ms. Kjersti Ertresvaag

Andersen

since 16.04.2018

Reisnerstraße 55-57

1030 Vienna

Tel. +43 1 71 660

emb.vienna@mfa.no

www.norwegen.or.at

PAKISTAN

PALESTINIAN TERRITORIES

PANAMA

PARAGUAY

H.E. Mr. Sebastian Prinz von

Schoenaich-Carolath

since 16.04.2018

Johannesgasse 2, 1010 Wien

Tel. +43 1 512 13 47

austriaembassy@orderofmalta.

int

www.orderofmalta.int

H.E. Mr. Aftab Ahmad Khokher

since 30.09.2020

Hofzeile 13

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 73 81

parepvienna@mofa.gov.pk

www.mofa.gov.pk/austria

H.E. Mr. Salahaldin Abdalshafi

since 22.10.2013

Josefsgasse 5

1080 Vienna

Tel. +43 1 408 82 02

office@palestinemission.at

www.palestinemission.at

H.E. Mr. Dario Ernesto Chiru

Ochoa

since 05.07.2021

Goldschmiedgasse 10/403

1010 Vienna

Tel. +43 1 587 23 47

embpanamaaustria@mire.gob.pa

H.E Mr. Juan Francisco Facetti

Fernandez

since 14.06.2019

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 46 74

embaparaustria@mre.gov.py

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs,, Fotostudio Floyd, SOCIETY/Salas -Torrero, Clemens Schwarz

AMBASSADORS FROM A TO Z

054


SOCIETY

PERU

RUSSIAN FEDERATION

SOUTH AFRICA

H.E. Mr. Eric Edgardo

Guillermo Anderson Machado

since 06.11.2018

Mahlerstraße 7/22

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 43 77

embajada@embaperu.at

H.E. Mr. Dmitrii Liubinskii

since 07.10.2015

Reisnerstraße 45-47

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 12 29

info.austria@mid.ru

www.rusemb.at

H.E. Mr. Rapulane Sydney

Molekane

since 10.07.2019

Sandgasse 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 320 64 93

vienna.bilateral@dirco.gov.za

www.suedafrika-botschaft.at

PHILIPPINES

SAN MARINO

REPUBLIC OF KOREA

Ms. Deena Joy Amatong

Chargé d´Affaires a.i.

since 17.01.2019

Donau-City-Straße 11, (ARES

Tower 20/21. Etage)

1220 Wien

Tel. +43 1 533 24 01

office@philippine-embassy.at

viennape.dfa.gov.ph/

H.E. Ms. Elena Molaroni

since 17.09.2008

Prinz Eugen Strasse 16/2/31,

1040 Vienna

Tel. +43 1 941 59 69

rsmvienna@gmail.com

H.E. Mr. Chae-Hyun Shin

since 10.07.2019

Gregor-Mendel-Straße 25

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 19 91

austria@mofa.go.kr

www.overseas.mofa.go.kr/at-en/

index.do

POLAND

SAUDI ARABIA

SPAIN

H.E. Ms. Jolanta Roza

Kozlowska

since 5.12.2017

Hietzinger Hauptstraße 42c

1130 Vienna

Tel. +43 1 870 15 100

wieden.amb.sekretariat@

msz.gov.pl

www.gov.pl/web/austria

His Royal Highness Prince Abdullah

Bin Khaled Bin Sultan

Bin Abdulaziz Al Saud

since 18.09.2019

Formanekgasse 38, 1190

Vienna

Tel. +43 1 367 25 31

saudiembassy@saudiembassy.at

H.E. Ms. Cristina Fraile Jiménez

de Muñana

since 03.03.2021

Argentinierstraße 34

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 57 88

emb.viena@maec.es

www.exteriores.gob.es/

Embajadas/VIENA/

PORTUGAL

SERBIA

SRI LANKA

H. E. Mr. Antonio Almeida

Ribeiro

since 5.12.2017

Opernring 3/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 75 36

viena@mne.pt

H.E. Mr. Nebojsa Rodic

since 19.09.2018

Ölzeltgasse 3/7

1030 Vienna

Tel. +43 1 713 25 95

srb.emb.austria@mfa.rs

www.vienna.mfa.rs

H.E. Mr. Majintha Joseph

Priye Jayesinghe

since 30.06.2020

Weyringergasse 33-35 (4.

Stock)

1040 Wien

Tel. +43 1 503 79 88

slemb.vienna@mfa.gov.lk

www.srilankaembassy.at

QATAR

SLOVAKIA

SUDAN

H.E. Mr. Sultan Salmeen S.B.

Al-Mansouri

since 18.09.2019

Schottenring 10 (Top 7a,b,c)

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 49 50

katar.botschaft@mofa.gov.qa

H.E. Mr. Peter Misik

since 09.10.2017

Armbrustergasse 24

1190 Vienna

Tel. +43 1 318 90 55/200

emb.vieden@mzv.sk

www.mzv.sk/vieden

Ms. Safa Mohammed

Sekainy Ahmed

Chargé d´Affaires a.i.

since 13.09.2020

Reisnerstraße 29/5

1030 Wien

Tel. +43 1 710 23 43 – 45

sudanivienna@

prioritytelecom.biz

www.sudanivienna.at

ROMANIA

SLOVENIA

SWEDEN

H.E. Mr. Emilio Horátiu

Hurezeanu

since 05.07.2021

Prinz-Eugen-Straße 60

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 32 27

viena@mae.ro

www.viena.mae.ro

H.E.Mr. Aleksander Gerzina

since 05.07.2021

Kolingasse 12

1090 Vienna

Tel. +43 1 319 11 60

sloembassy.vienna@gov.si

www.dunaj.veleposlanistvo.si

H.E. Ms. Mikaela Ruth Gunilla

Kumlin Granit

since 06.11.2018

Liechtensteinstraße 51

1090 Vienna

Tel. +43 1 217 53 0

ambassaden.wien@gov.se

www.swedenabroad.com/wien

AMBASSADORS FROM A TO Z 055


SOCIETY

SWITZERLAND

TURKMENISTAN

UZBEKISTAN

H.E. Mr. Walter Haffner

since 5.12.2017

Prinz Eugen-Strasse 9a

1030 Vienna

Tel. +43 1 795 05 0

vie.vertretung@eda.admin.ch

www.schweizerbotschaft.at

H.E. Mr. Silapberdi Nurberdiev

since 28.09.2011

Argentinierstraße 22/II/EG

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 64 70/72

info@botschaft-turkmenistan.at

www.botschaft-turkmenistan.at

H.E. Mr. Abat Fayzullaev

since 30.09.2020

Pötzleinsdorferstraße 49

1180 Vienna

Tel. +43 1 315 39 94

embassy@usbekistan.at

www.usbekistan.at

SYRIA

UKRAINE

VENEZUELA

TAJIKISTAN

THAILAND

TUNISIA

TURKEY

Mr. Hasan Khaddour

Chargé d´Affaires a.i.

since 26.04.2021

Daffingerstraße 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 533 46 33

syrianembassyvienna@utanet.at

H.E. Mr. Idibek Kalandar

since 5.12.2017

Hutweidengasse 47

1190 Vienna

Tel. +43 1 409 82 66

info@tajikembassy.at

www.tajikembassy.at

H.E. Ms. Morakot Sriswasdi

since 14.06.2019

Cottagegasse 48

1180

Tel. +43 1 478 33 35

embassy@thaivienna.at

www.thaiembassy.at

H.E. Mr. Mohamed Mezghani

since 24.05.2018

Sieveringerstraße 187

1190 Vienna

Tel. +43 1 44 02 144/148

at.vienne@aon.at

www.atunisie-at.org

H.E. Mr. Ozan Ceyhun

since 25.02.2020

Prinz-Eugen-Straße 40

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 73 38/0

botschaft.wien@mfa.gov.tr

www.vienna.emb.mfa.gov.tr

UNITED ARAB EMIRATES

UNITED KINGDOM

UNITED STATES

URUGUAY

H.E. Mr. Olexander Scherba

since 10.12.2014

Naaffgasse 23

1180 Vienna

Tel. +43 1 479 71 72 11

emb_at@mfa.gov.ua

www.ukremb.at

H.E. Mr. Ibrahim Salim Mohamed

Al Musharrakh

since 07.10.2019

Chimanistraße 36

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 14 55

ViennaEMB@mofaic.gov.ae

H.E. Mr. Robert Leigh Turner

since 05.10.2016

Jauresgasse 12

1030 Vienna

Tel. +43 1 716 13 0

press@britishembassy.at

www.ukinaustria.fco.gov.uk

Ms. Robin Dunnigan

Chargé d‘Affaires a.i.

since 14.08.2017

Boltzmanngasse 16

1090 Vienna

Tel. +43 1 313 39

ViennaUSEmbassy@state.gov

at.usembassy.gov/de/

H.E. Mr. Juan Carlos Ojeda

Viglione

since 18.09.2019

Mahlerstrasse 11/2/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 66 36

uruaustria@mrree.gub.uy

VIETNAM

YEMEN

H.E. Mr. Jesse Alonso

Chacon Escamillo

since 23.02.2016

Prinz-Eugen-Straße 72/1

1040 Vienna

Tel. +43 1 712 26 38

embajada@austria.gob.ve

www.austria.gob.ve

H.E. Mr. Trung Kien Nguyen

since 05.07.2021

Felix-Mottl-Straße 20

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 07 55

mission@vietnamembassy.at

H.E. Mr. Haytham

Abdulmomen Hassan

Shoja‘aadin

since 31.01.2017

Reisnerstraße 18-20/3-4

1030 Vienna

Tel. +43 1 503 29 30

embassy@yemenembassy.at

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd, Bmeia/mahmoud, Clemens Schwarz

AMBASSADORS FROM A TO Z

056


SOCIETY

Ambassadors Caleidoscope

New Accreditations

Ambassadors resident in Vienna. Last update: June 2021

Afghanistan

Argentina

H.E. Manizha BAKHTARI

Born on September 15, 1972

EDUCATION

Master’s degree in Persian Language and Literature, University

of Kabul, Afghanistan

Bachelor’s degree in Journalism, University of Kabul,

Afghanistan

H.E. Gustavo Eduardo AINCHIL

Born on February 9, 1959

EDUCATION

Studies of Law, University of Barcelona, Spain

CAREER

1985-1987: Treaties Directorate, MFA

CAREER

2001-2009: Gender and Human Rights Officer, Cooperation

Center for Afghanistan

2004-2015: Assistant Lecturer and Professor, Faculty of

Journalism, University of Kabul, Afghanistan

2007-2009: Chief of Staff to the Minister, Ministry of Foreign

Affairs, Kabul, Afghanistan

2009-2015: Ambassador of Afghanistan in Nordic Countries,

Oslo, Norway

2015-2016: Ministry of Foreign Affairs, Kabul, Afghanistan

Since 2018: Salvation Army, Belkin House, Vancouver,

British Columbia

Since 2018: Ishtar Women’s Resource Society, Vancouver,

British Columbia

Since March 2021: Ambassador of Afghanistan to Austria

1988-1991: Former Directorate of Nuclear Affairs and Disarmament,

MFA

1991: Delegation of Argentina to the Conference on Disarmament,

Geneva

1992-1997: Embassy of Argentina to Uruguay

1997-1999: Secretariat for International Economic Affairs,

MFA

1999-2007: Permanent Mission of Argentina to the United

Nations, New York

2007-2016: Director for International Security and Nuclear

and Space Affairs, MFA

2016-2020: Permanent Representative of Argentina to the

International Civil Aviation Organization Council

2018-2019: Chairperson of the Working Group on Governance

and Efficiency

2020: First Vice President of ICAO Council

Since March 2021: Ambassador of Argentina to Austria

Fotos: HBF, Laura Heinschink, Leona Bauer,, Peter Lechner

AMBASSADORS

058


SOCIETY

Ghana

Ireland

H.E. Philbert Abaka JOHNSON

Born on August 22, 1967

EDUCATION

1994: Master’s degree in International Affairs, Legon Centre

for International Affairs & Diplomacy, Ghana

2005: Master’s degree of International Law and Economics,

World Trade Institute, Berne, Switzerland

CAREER

2013-2014: Director 1, Asia and Pacific Bureau, Ministry of

Foreign Affairs, Ghana

2014: Director of Diaspora Affairs Bureau, Headquarters,

Ministry of Foreign Affairs, Ghana

2014-2017: Minister/Deputy Permanent Representative of

Ghana to the United Nations, New York

2017: Minister and Acting Head of Mission on the Ghana

High Commission, Ottawa

2016-2018: Minister and Deputy Head of mission of the

High Commission of Ghana, Ottawa

2018-2019: Director of Europe Bureau, Headquarters, Ministry

of Foreign Affairs, Ghana

Since March 2019: Director of Africa and Regional Integration

Bureau and Head of the ECOWAS National Office,

Headquarters, Ministry of Foreign Affairs, Ghana

H.E. Eoin O’ LEARY

Born on May 19, 1959

EDUCATION

1989: Diploma in Legal Studies, King’s Inn, Dublin

1991: Barrister at Law, King’s Inn, Dublin

CAREER

2001-2007: Director General, European and International

Affairs Division, Department of the Prime Minister of

Ireland

2007-2013: Permanent Representative of Ireland to the

OSCE, Vienna Chaired the Human Dimension Committee

in 2008, the Forum for Security Cooperation in 2010 and

the Permanent Council of the Organisation in 2012

2013-2015: Ambassador of Ireland to Russia, Kazakhstan,

Kyrgyzstan, Tajikistan, Turkmenistan, Uzbekistan

2015-2017: Director General, Department of Foreign Affairs,

Dublin, Ireland and Director General, European Union/

European Neighborhood and Policy Division

2017-2020: Ambassador of Ireland to the People’s Republic

of China and Mongolia

Since March 2021: Ambassador of Ireland to Austria and

the International Organizations

Since March 2021: Ambassador of Ghana to Austria

AMBASSADORS

059


SOCIETY

Kazakhstan

Spain

H.E. Kairat UMAROV

Born on January 12, 1963

EDUCATION

1985: Bachelor’s degree in Foreign Languages, National

Pedagogical University Abai Kazakh, Kazakhstan

H.E. Christina FRAILE JIMÉNEZ DE MUNANA

Born on July 22, 1965

EDUCATION

1988: Doctor’s degree in Law, University Complutense de

Madrid, Spain

CAREER

1998-2003: Minister-Counsellor, Embassy of the Republic

of Kazakhstan to the USA

2004: Ambassador-at-Large, Ministry of Foreign Affairs of

the Republic of Kazakhstan, Chief Inspector of the Foreign

Policy Center of the Administration of the President of the

Republic of Kazakhstan

2004-2009: Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary

of the Republic of Kazakhstan to the Republic of India

2008-2009: Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary

of the Republic of Kazakhstan to the Democratic Socialist

Republic of Sri Lanka concurrently

2009-2013: Deputy Foreign Minister of the Republic of

Kazakhstan

2013-2017: Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary

of the Republic of Kazakhstan to the United States of

America

2017-2020: Permanent Representative of the Republic of

Kazakhstan to the United Nations, New York

Since March 2021: Ambassador of the Republic of Kazakhstan

to the Republic of Austria and Permanent Representative

to the International Organizations in Vienna

CAREER

1990: Deputy Chief of Mission, Embassy of Spain, Dakar

1993: Secretary and Head of Administrative Affairs, Embassy of

Spain, Brasilia

1996: Counsellor, Permanent Mission of Spain to the OSCE

(Vienna)

1999-2003: Deputy Head, International Legal Department,

Spanish Foreign Ministry

2003-2006: Deputy head of Mission, Embassy of Spain, New

Delhi

2006-2011: Deputy Head of Mission, Embassy of Spain in

Vienna, Austria

2011-2015: Director, Human Rights Office, Ministry for Foreign

Affairs of Spain

Since 2015: Deputy Chief of Mission, Embassy of Spain in

Washington, D.C

Since March 2021: Ambassador of Spain to Austria

Fotos: HBF, Laura Heinschink, Leona Bauer,, Peter Lechner ; Harald Minich

AMBASSADORS

060


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SOCIETY

Rot-Weiß-Rot in aller Welt

Österreich hat mit 194 Staaten diplomatische Beziehungen. In 80

Ländern unterhält der Staat Botschaften, Kulturforen und Generalkonsulate.

SOCIETY zeigt alle auf einen Blick.

Letztes Update: Juni 2021

ÄGYPTEN, BOTSCHAFT

ARMENIEN, BMEIA

BELGIEN, BOTSCHAFT

Georg Stillfried

Ägypten, Sudan, Eritrea

3 Abu El Feda Straße, 15. Stock,

Zamalek, 11211 Kairo

Tel. (+20 / / 2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kairo

Alois Kraut

(mit Sitz in Wien)

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150 – 3263

armenien-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

armenien

Elisabeth Kornfeind

Belgien

Avenue de Cortenbergh 52,

B-1000 Brüssel

Tel. (+32 / 2) 2890-700

bruessel-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bruessel

ÄGYPTEN, KULTURFORUM

ALBANIEN, BOTSCHAFT

ALGERIEN, BOTSCHAFT

ARGENTINIEN, BOTSCHAFT

Iris Mostegel

Stv. Direktorin, El Nile Street/

Corner 5, Wissa Wassef Street,

5th Floor, Riyadth-Tower, Giza,

11111 Kairo

Tel. (+20 / 2) 3570 29 75

kairo-kf@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kf-kairo

Christian Steiner

Albanien

Rruga Xibrakeve 4,Tirana

Tel. (+355 / 4) 22 74 855, (+355 /

4) 22 74 856

tirana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tirana

Peter Elsner-Mackay

Algerien, Niger

17, Chemin Abdelkader Gadouche,

16035 Hydra

Tel. (+213 / 23) 47 28 15

algier-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/algier

Christoph Meran

Argentinien, Paraguay, Uruguay

Calle French 3671, 1425 Buenos

Aires

Tel. (+54 / 11) 4809 5800

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

buenosaires

ASERBAIDSCHAN, BOTSCHAFT

ÄTHIOPIEN, BOTSCHAFT

AUSTRALIEN, BOTSCHAFT

BELARUS, BOTSCHAFT

Bernd Alexander Bayerl

Aserbaidschan, Georgien

Landmark III, 7. Stock, Nizami

Str. 90A, AZ-1010 Baku

Tel. (+994) 12 465 99 33

baku-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/baku

Roland Hauser

Äthiopien, Dschibuti, Kongo,

Uganda, Südsudan

Nifas Silk Lafto, Woreda 03,

H.No. 535, Addis Abeba

Tel: (+251 / 11) 371 25 80

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

addisabeba

Wolfgang Strohmayer , Australien,

Fidschi, Kiribati, Marshallinseln,

Mikronesien - Föderierte

Staaten von, Nauru, Neuseeland,

Papua-Neuguinea, Salomonen,

Samoa, Tuvalu, Tonga, Vanuatu, 12

Talbot Street, Forrest, ACT 2603,

Tel. (+61 / 2) 6295 1533 (Amt)

canberra-ob@bmeia.gv.at, www.

aussenministerium.at/canberra

Aloisia Wörgetter

Belarus

Belinskogo Str. 23-329a, 220113

Minsk

Tel. (+375 / 17) 319 05 41

minsk-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-minsk

BELGIEN, KULTURFORUM

Wilhelm Pfeistlinger

Avenue de Cortenbergh 52,

B-1000 Brüssel

Tel. (+32 / 2) 2890-700

bruessel-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bruesselkf

www.austrocult.be

BOSNIEN UND HERZEGOWINA, BOTSCHAFT

BRASILIEN, BOTSCHAFT

BULGARIEN, BOTSCHAFT

Ulrike Hartmann

Bosnien und Herzegowina

Dzidzikovac 7, BiH-71000

Sarajewo

Tel. (+387 / 33) 279 400

sarajewo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

sarajewo

www.austrijska-ambasada.ba

N.N.

Brasilien, Suriname

SES (Setor de Embaixadas Sul),

Av. das Nacoes, Quadra 811 -

Lote 40, 70426-900 Brasilia DF

Tel. (+55 / / 61) 3443 3421

brasilia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

brasilia

Andrea Wicke

Bulgarien

Boulevard Zar Oswoboditel 13/

Ulica Schipka 4, BG-1000 Sofia

Tel. (+359 / 2) 932 90 32

sofia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sofia

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

062


SOCIETY

CHILE, BOTSCHAFT

Stephan Vavrik

Barros Errazuriz 1968, 3 piso,

Santiago de Chile

Tel. (+56 / 2) 2223 47 74

santiago-de-chile-ob@bmeia.

gv.at, aussenministerium.at/

santiagodechile,

www.chile-embajadadeaustria.at

DÄNEMARK, BOTSCHAFT

Maria Rotheiser-Scotti

Dänemark, Island

Sölundsvej 1,

DK-2100 Kopenhagen

Tel. (+45) 39 29 41 41

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kopenhagen

FRANKREICH, BOTSCHAFT

Michael Linhart

Frankreich, Monaco

6, Rue Fabert, F-75007 Paris

Tel. (+33 / 1) 40 63 30 - 63

paris-ob@bmeia.gv.at

www.amb-autriche.fr,

www.aussenministerium.at/paris

CHINA, BOTSCHAFT

Friedrich Stift

China, Mongolei

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui

Nan Jie 5, 100600 Peking

Tel. (+86 / 10) 653 29 869

peking-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

peking

DEUTSCHLAND, BOTSCHAFT

Peter Huber

Deutschland

Stauffenbergstraße 1,

D-10785 Berlin

Tel. (+49 / 30) 202 87-0

berlin-ob@bmeia.gv.at

www.oesterreichische-botschaft.

de, www.aussenministerium.

at/berlin

FRANKREICH, GENERALKONSULAT

Alexander Wojda

29, Avenue de la Paix,

F-67000 Strassburg

Tel. (+33) 388 35 13 94

strassburg-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

strassburggk

CHINA, GENERALKONSULAT

Ernst Karl

2201 Chinachem Tower, 34-37

Connaught Road,

Central Hongkong

Tel. (+852) 2522 80 86

hongkong-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

hongkong

DEUTSCHLAND, GENERALKONSULAT

Josef Saiger

Ismaninger Straße 136,

D-81675 München

Tel. (+49 / 89) 99 815-0

muenchen-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/muenchen,

www.oegkmuenchen.de

FRANKREICH, KULTURFORUM

Marina Chrystoph

17, avenue de Villars,

F-75007 Paris

Tel. (+33 / 1) 47 05 27 10

paris-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.fr

CHINA, GENERALKONSULAT

N.N.

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A,

1375 Huai Hai Road,

Shanghai 200031

Tel. (+86 / 21) 647 40 268

shanghai-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

shanghaigk

DEUTSCHLAND, KULTURFORUM

Denise Quistorp

Stauffenbergstraße 1,

D-10785 Berlin

Tel. (+49 / 30) 202 87-0

berlin-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforumberlin.at

GEORGIEN, BOTSCHAFT

Thomas Mühlmann

Georgien, Griboedov Str. 31

/ Rustaveli Ave. 42, 5. Stock,

0108 Tiflis

Tel. (+995 / 32) 243 44 02

tiflis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-tiflis

CHINA, GENERALKONSULAT

Helmut Rakowitsch

Unit 1202, Teem Tower, Teemall,

208 Tianhe Road, Guanghzhou,

510620 Guuangdong

Tel: (+86/20) 85160047

guangzhou@wko.at

wko.at/awo/cn

ESTLAND, BOTSCHAFT

Julius Lauritsch

Estland

Vambola 6, 5. Stock,

EE-10114 Tallinn

Tel. (+372) 627 87 40

tallinn-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

tallinn

GRIECHENLAND, BOTSCHAFT

Hermine Poppeller

Griechenland

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen

Tel. (+30 / 210) 725 72 – 70

athen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

athen

CHINA, GENERALKONSULAT

Martin Allgäuer

Unit 3603, 36/F, Yanlord Landmark

Tower No.1 Renmin South

Road Section 2, Chengdu

610016

Tel. (+86 / 28) 651 10 621

chengdu-gk@bmeia.gv.at

FINNLAND, BOTSCHAFT

Maximilian Hennig

Finnland

Unioninkatu 22,

00130 Helsinki

Tel. (+358 / 9) 68 18 60-0

helsinki-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

helsinki

HEILIGER STUHL, BOTSCHAFT

Franziska Honsowitz-Friessnigg

Heiliger Stuhl, Malteser

Ritterorden, San Marino

Via Reno 9, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 853 725

heiliger-stuhl-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

heiligerstuhl

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

063


SOCIETY

INDIEN, BOTSCHAFT

ISRAEL, KULTURFORUM

JORDANIEN, BOTSCHAFT

Brigitte Öppinger-Walchshofer

Bangladesch, Bhutan, Indien,

Malediven, Nepal, Sri Lanka

Ep-13, Chandragupta Marg,

Chanakyapuri, New Delhi

110 021

Tel. (+91 / 11) 24 19 27-00

new-delhi-ob@bmeia.gv.at, newdelhi-ka@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

newdelhi

Arno Mitterdorfer

Sason Hogi Tower, Abba Hillel

Silver Street 12, 4. Stock,

Ramat Gan 5250606

Tel. (+972 / 3) 612 0924

tel-aviv-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

telavivkf

Oskar Wüstinger

Jordanien, Irak

Mithqal Al-Fayez Street 36,

Jabal AmmanP.O.B. 830795,

Amman 11183

Tel. (+962 / 6) 460 11 01

amman-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

amman

INDONESIEN, BOTSCHAFT

ITALIEN, BOTSCHAFT

KANADA, BOTSCHAFT

IRAN, BOTSCHAFT

IRAN, KULTURFORUM

IRLAND, BOTSCHAFT

ISRAEL, BOTSCHAFT

Johannes Peterlik

Indonesien, Timor-Leste

Jalan Diponegoro 44, MentengJakarta

Pusat 10310

Tel. (+62 / 21) 23 55 40 05

jakarta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/jakarta,

www.austrian-embassy.or.id

Stefan Scholz

Iran

Bahonarstr., Moghaddasi Str.,

Zamani Str., Mirvali, Nr. 6 und 8,

Teheran, Niavaran, 19796-33755

Tel. (+98 / 21) 22 75 00 40

teheran-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/teheran,

www.otrish.ir

Barbara Grosse

Gesandte, Direktorin

Afghanistan, Iran

Khorramshahr Ave., Arabali

Street, 6th Alley, Nr. 1,

15548-17413 Teheran

Tel. (+98 / 21) 88 76 48 23

teheran-kf@bmeia.gv.at,

kultur@dpimail.net

Thomas Nader

Irland

6 Ailesbury Road, Dublin 4

Tel. (+353 / 1) 269 45 77

dublin-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

dublin

Hannah Liko

Israel

Sason Hogi Tower, Abba Hillel

Silver Street 12, 4. Stock, Ramat

Gan 5250606

Tel. (+972) 3 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

telaviv

ITALIEN, KULTURFORUM

Georg Schnetzer

Viale Bruno Buozzi 113,

I-00197 Rom

Tel. (+39) 06 360837-1

rom-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.roma.it

ITALIEN, GENERALKONSULAT

ITALIEN, KULTURFORUM

JAPAN, BOTSCHAFT

Jan Kickert

Italien

Via Pergolesi 3,

I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 844 014-1

rom-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rom

Clemens Mantl

Piazza del Liberty 8/4,

I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 77 80 78 0

mailand-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mailandgk

Susanne Ranetzky

Piazza del Liberty 8/4,

I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 77 80 78 03

mailand-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mailandkf

www.austriacult.milano.it

Elisabeth Bertagnoli

Japan

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku,

Tokyo 106-0046

Tel. (+81 / 3) 34 51 82 81

tokio-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tokio

KANADA, KULTURFORUM

KASACHSTAN, BOTSCHAFT

KATAR, BOTSCHAFT

KENIA, BOTSCHAFT

Sylvia Meier-Kajbic

Kanada, Jamaika

445 Wilbrod Street, Ottawa,

Ontario K1N 6M7

Tel. (+1 / 613) 789 14 44

ottawa-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

ottawa, www.austro.org

Hannes Machor

445 Wilbrod Street,

Ottawa, Ontario K1N 6M7

Tel. (+1 / 613) 789 14 44

ottawa-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.org

Willy Kempel

Kasachstan, Kirgisistan,

Tadschikistan, Turkmenistan

Kosmonavtov Straße 62, 9.

Stock, Mikrodistrikt Chubary,

010000 Nur-Sultan

Tel. (+7 / 7172) 97 78 69

nur-sultan-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-nur-sultan

Karin Fichtinger-Grohe

Palm Tower B, level 33,

West Bay, DohaPO Box 12011

Tel. (+974) 403 373 00

doha-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-doha

Christian Fellner

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo

- Demokratische Republik,

Ruanda, Seychellen, Tansania

- Vereinigte Republik, Somalia,

Sambia, Malawi

Limuru Road 536, Muthaiga,

Nairobi, Tel. (+254 / 20) 406 00

22, nairobi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

nairobi

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd, Fotostudio R.Michael Schuster

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

064


SOCIETY

KOLUMBIEN, BOTSCHAFT

Gerhard Doujak

Kolumbien, Barbados, Ecuador,

Guyana, Panama,

Trinidad und Tobago

Cra. 9 No. 73-44, Of. 402,

Bogotá D.C. CO-110221

Tel. (+57 / 1) 745 2086

bogota-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-bogota

LETTLAND, BOTSCHAFT

Doris Danler

Alberta iela 13, 7th floor,

LV-1010 Riga

Tel. (+371) 672 161 25

lettland-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-riga

MALTA, BOTSCHAFT

Andreas Stadler

Malta

c/o BMEIA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150

malta-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-malta

KOREA – REPUBLIK, BOTSCHAFT

Wolfgang Angerholzer

Korea - Republik, Korea - Demokratische

Volksrepublik

Kyobo Bldg., 21 Floor, 1, Jong-ro,

Jongno-gu, Seoul 03154

Tel. (+82 / 2) 73 29 071

seoul-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/seoul

LIBANON, BOTSCHAFT

René Amry

Libanon

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor,

Avenue Charles Malek, Tabaris

- Achrafieh, Beirut 2071-1606

Tel. (+961 / 1) 21 30 17

beirut-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

beirut

MAROKKO, BOTSCHAFT

Klaus Kögeler

Marokko, Mauretanien

2, rue Tiddas, BP135,

MA-10010 Rabat

Tel. (+212 / 537) 76 16 98

rabat-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rabat

KOSOVO, BOTSCHAFT

KROATIEN, BOTSCHAFT

Christoph Weidinger

Kosovo

Ahmet Krasniqi 22, Arberia

(Dragodan) I, 10000 Pristina

Tel. (+383 / 38) 24 92 84

pristina-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pristina

Josef Markus Wuketich

Kroatien

Radnicka cesta 80, 9. Stock,

(Zagreb-Tower),

HR-10000 Zagreb

Tel. (+385 / 1) 488 10 50

agram-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

agram, www.aussenministerium.

at/zagreb

LIBYEN, BOTSCHAFT

LIECHTENSTEIN, BMEIA

Christoph Meyenburg

Libyen

Shara Khalid Ben Walid/Shara

Arismondi, Dahra Area, Garden

City, Tripolis

Tel. (+218 / 21) 44 43 379

tripolis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

tripolis

Georg Diwald

Botschafter

Liechtenstein

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150-0

liechtenstein-ob@bmeia.gv.at

MEXIKO, BOTSCHAFT

MEXIKO, KULTURFORUM

Elisabeth Kehrer

Mexiko, Belize, Costa Rica, El

Salvador, Guatemala, Honduras,

Nicaragua

Sierra Tarahumara 420, Colonia

Lomas de Chapultepec, 11000

Mexico D.F. Tel. (+52 / 55) 52 51

08 06, mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mexikokf, www.foroculturaldeaustria.com.mx

Ilona Hoyos

Sierra Tarahumara 420, Colonia

Lomas de Chapultepec, 11000

Mexico D.F. Tel. (+52 / 55) 52 51

08 06, mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

mexikokf, www.foroculturaldeaustria.com.mx

KUBA, BOTSCHAFT

KUWAIT, BOTSCHAFT

Stefan Weidinger

Antigua und Barbuda, Dominica,

Grenada, St. Kitts und Nevis,

St. Lucia, St. Vincent und die

Grenadinen, Venezuela, Kuba,

Dominikanische Republik, Haiti

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a

calle 70, Miramar, Havanna

Tel. (+53) 7204 28 25

havanna-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-havanna

Marian Wrba

Bahrain, Kuwait

Daiyah, Area Ahmed Shawki

Street, house Nr. 10, Kuwait

Tel. (+965) 225 52 532

kuwait-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kuwai

LUXEMBURG, BOTSCHAFT

MALAYSIA, BOTSCHAFT

Melitta Schubert

Luxemburg

3, rue des bains,

1212 Luxemburg

Tel. (+352 / ) 47 11 88

luxemburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

luxemburg

Michael Postl

Malaysia, Brunei Darussalam

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma

Goldhill, 67, Jalan Raja Chulan,

50200 Kuala Lumpur

Tel. (+60 / 3) 203 004 00

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

kualalumpur

MOLDAU, BOTSCHAFT

MONTENEGRO, BOTSCHAFT

Stella Avallone

Moldau - Republik

Mateevici 23A, 2009 Chisinau

Tel.(+373 / 22) 208 333

chisinau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-chisinau

Anna Jankovic

Montenegro

Ulica Svetlane Kane Radevic br

3, MNE-81000 Podgorica

Tel. (+382 / 20) 201135

podgorica-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

podgorica

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

065


SOCIETY

NIEDERLANDE, BOTSCHAFT

PHILIPPINEN, BOTSCHAFT

RUSSISCHE FÖDERATION, KULTURFORUM

Astrid Harz

Niederlande

van Alkemadelaan 342,

2597 AS Den Haag

Tel. (+31 / 70) 324 54 70

den-haag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

denhaag

Bita Rasoulian

Philippinen, Palau

8th floor, One Orion building,

11th Avenue corner 38th Street,

Bonifacio Global City, Taguig

Tel. (+63 / 2) 817 91 91

manila-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

manila

Fabian Ortner

Starokonjuschennyi Per 1,

115127 Moskau

Tel. (+7 / 495) 780 60 66

moskau-kf@bmeia.gv.at

www.akfmo.org

NIGERIA, BOTSCHAFT

POLEN, BOTSCHAFT

SAUDI ARABIEN, BOTSCHAFT

Thomas Schlesinger

Nigeria, Äquatorialguinea, Benin,

Gabun, Ghana, Kamerun, São

Tomé und Príncipe, Togo, Tschad,

Zentralafrikanische Republik

Plot 9, Usuma Street, Maitama

- Abuja. Tel. (+234) 929 15 465

abuja-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abuja

Werner Almhofer

Polen

Ul. Gagarina 34,

00-748 Warschau

Tel. (+48 / 22) 841 00 81

warschau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/warschau,

www.ambasadaaustrii.pl

Georg Pöstinger

Saudi Arabien

Tel. (+966 / 11) 480 12 17

riyadh-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

riyadh

NORDMAZEDONIEN, BOTSCHAFT

NORWEGEN, BOTSCHAFT

PAKISTAN, BOTSCHAFT

PERU, BOTSCHAFT

Georg Woutsas

Nordmazedonien

Mile Popjordanov 8,

MK-1000 Skopje

Tel. (+389 / 2) 3083 400

skopje-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

skopje

Wilhelm Donko

Norwegen

Thomas Heftyes Gate 19 - 21,

N-0264 Oslo

Postadresse: PO Box 4014

AMB, 0244 Oslo

Tel. (+47) 22 54 02-00

oslo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oslo

Nicolaus Keller

Pakistan, Afghanistan

Haus 7A, Straße 21, F 8/2

Islamabad P.O.B. 1018 G.P.O.

Islamabad

Tel. (+92 / 51) 877 07 00

islamabad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

islamabad

Gerhard Zettl

Peru, Bolivien

Edificio „De las Naciones“, Avenida

Republica de Colombia/

ex Avenida Central 643, piso 5,

San Isidro, Lima 27

Tel. (+51 / 1) 442 05 03

lima-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lima

POLEN, KULTURFORUM

PORTUGAL, BOTSCHAFT

RUMÄNIEN, BOTSCHAFT

Rupert Weinmann

Ul. Prozna 7-9,

00-107 Warschau

Tel. (+48 / 22) 526 88-00

warschau-kf@bmeia.gv.at

www.austria.org.pl

Robert Zischg

Portugal, Cabo Verde

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.

Stock, 1399-046 Lissabon

Tel. (+351 / 21) 394 39-00

lissabon-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lissabon,

www.embaixadadaaustria.pt

Isabel Rauscher

Rumänien

Dumbrava Rosie 7, RO-020461

Bukarest

Tel. (+40 / 21) 201 56 12

bukarest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

bukarest

RUSSISCHE FÖDERATION, BOTSCHAFT

Johannes Eigner

Russische Föderation

Starokonjuschennyi Per 1,

115127 Moskau

Tel. (+7 / 495) 780 60 66

moskau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

moskau

SCHWEDEN, BOTSCHAFT

SCHWEIZ, BOTSCHAFT

SCHWEIZ, KULTURFORUM

SENEGAL, BOTSCHAFT

Gudrun Graf

Schweden

Kommendörsgatan 35/V,

S-114 58 Stockholm

Tel. (+46 / 8) 665 17 70

stockholm-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

stockholm

Ursula Plassnik

Schweiz

Kirchenfeldstrasse 77/79,

CH-3005 Bern

Tel. (+41 / 31) 3565 - 252

bern-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bern

Florian Groder

Gesandter

Kirchenfeldstrasse 77/79,

CH-3005 Bern

Tel. (+41 / 31) 3565 - 253

bern-kf@bmeia.gv.at

Gerlinde Paschinger

Senegal, Gambia, Guinea,

Guinea-Bissau, Mali, Burkina

Faso, Côte d‘Ivoire, Liberia,

Sierra Leone

18, rue Emile Zola, Dakar

Tel. (+221) 33 849 40 00

dakar-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dakar

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

066


SOCIETY

SERBIEN, BOTSCHAFT

Nikolaus Lutterotti

Serbien

Kneza Sime Markovica 2, SRB-

11000 Belgrad

Tel. (+381 / 11) 333 65-00

belgrad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

belgrad

SPANIEN, BOTSCHAFT

Christian Ebner

Spanien, Andorra

Paseo de la Castellana 91,

28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

madrid, www.foroculturaldeaustria.org

TSCHECHIEN, KULTURFORUM

Andreas Schmidinger

Viktora Huga 10,

CZ-15115 Prag 5

Tel. (+420) 257 090 589

prag-kf@bmeia.gv.at,

info@oekfprag.at

www.oekfprag.at

www.rkfpraha.cz

SERBIEN, KULTURFORUM

Adrien Feix

Direktor

Kneza Sime Markovica 2, SRB-

11000 Belgrad

Tel. (+381 / 11) 333 65-00

belgrad-kf@bmeia.gv.at

SPANIEN, KULTURFORUM

Vera Reisner

Paseo de la Castellana 91,

28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

madridkf

TUNESIEN, BOTSCHAFT

Ulla Krauss-Nussbaumer

Tunesien

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah

I, 1004 Tunis

Tel. (+216 / 71) 23 90 38

tunis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tunis

SINGAPUR, BOTSCHAFT

SLOWAKEI, BOTSCHAFT

Peter Guschelbauer

Singapur

600 North Bridge Road,

#24-04/05 Parkview Square,

Singapore 188788

Tel. (+65 ) 62 29 01 90

singapur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

oeb-singapur

Margit Bruck-Friedrich

Hodzovo námestie 1/A,

81106 Bratislava

Tel. (+421 / 2) 59 30 15-00

pressburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pressburg

SÜDAFRIKA, BOTSCHAFT

SYRIEN, BOTSCHAFT

Johann Brieger

Angola, Botsuana, Eswatini,

Lesotho, Madagaskar, Mauritius,

Mosambik, Namibia,

Simbabwe, Südafrika

454A Fehrsen Street, Brooklyn,

Pretoria 0181. Tel. (+27 / 12) 45

29 155. pretoria-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

pretoria, www.austrianembassy.

co.za

Hans-Peter Glanzer

Syrien

Farabi Street 7, Mezzeh, East

Villas, Damascus, Ausweichquartier

Libanon: Saifi Tower,

Nahr Ibrahim Street, Saifi, Beirut

Tel. (+961 / 1) 213 011 (Ausweichquartier

Beirut) damaskus-ob@

bmeia.gv.at, www.aussenministerium.at/damaskus

TÜRKEI, BOTSCHAFT

TÜRKEI, GENERALKONSULAT

Johannes Wimmer

Türkei

Atatürk Bulvari 189, 06680

AnkaraP.K. 131, TR-06661 Ankara-Kücükesat

Tel. (+90 / 312) 405 51 90

ankara-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

ankara

Gerhard Lutz

Köybasi cad. No. 46, 34464

Yeniköy, Istanbul

Tel. (+90 / 212) 363 84 10

istanbul-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

istanbulgk

SLOWAKEI, KULTURFORUM

SLOWENIEN, BOTSCHAFT

Brigitte Trinkl

Slowakei

Hodzovo námestie 1/A,

81106 Bratislava

Tel. (+421 / 2) 59 30 15-00

pressburg-kf@bmeia.gv.at

www.rakuskekulturneforum.sk

Elisabeth Ellison-Kramer

Slowenien

Presernova cesta 23,

SI-1000 Ljubljana

Tel. (+386 / 1) 479 07 00

laibach-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

laibach

THAILAND, BOTSCHAFT

TSCHECHIEN, BOTSCHAFT

Eva Hager

Kambodscha, Laos - Demokratische

Volksrepublik,

Myanmar, Thailand

14, Soi Nantha-Mozart, Soi 1,

Sathorn Tai Road, Thungmahamek,

Sathorn, Bangkok 10120

Tel. (+66 / 2) 105 67 00

bangkok-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

Bangkok

Bettina Kirnbauer

Tschechien

Viktora Huga 10, CZ-151 15 Prag

5 - Smíchov

Tel. (+420) 257 09 05 - 11

prag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/prag

TÜRKEI, KULTURFORUM

UKRAINE, BOTSCHAFT

Edmond Ramja

interimistischer Leiter

Köybasi cad. No. 46, 34464

Yeniköy, Istanbul

Tel. (+90 / 212) 363 84 15

istanbul-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

istanbulkf

Gernot Pfandler

Ukraine

Ivana Franka 33, 01901 Kiew

Tel. (+380 / 44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kiew

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

067


SOCIETY

UKRAINE, KULTURFORUM

Ulf Hausbrandt

Ivana Franka 33,

01901 Kiew

Tel. (+380 / 44) 277 27 90

kiew-kf@bmeia.gv.at

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

KULTURFORUM

Eva Schöfer

3524 International Court N.W.,

Washington D.C. 20008

Tel. (+1 / 202) 895 67 00

washington-kf@bmeia.gv.at,

culture@austria.org

www.acfdc.org

VIETNAM, BOTSCHAFT

Thomas Schuller-Götzburg

Vietnam

c/o „Prime Center“, 53, Quang

Trung, 8. Stock, Hai Ba Trung

District, Hanoi, VN

Tel. (+84 / 24) 3943 3050-3

hanoi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

hanoi, www.daisuquanao.org.vn

UNGARN, BOTSCHAFT

Alexander Grubmayr

Ungarn

Benczúr utca 16,

1068 Budapest

Tel. (+36 / 1) 479 70 – 10

budapest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

budapest

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

GENERALKONSULAT

Helene Steinhäusl

31 East 69th Street,

New York, N.Y. 10021

Tel. (+1 / 212) 737 6400

new-york-gk@bmeia.gv.at,

info@austria-ny.org

www.aussenministerium.at/

newyorkgk, www.austria-ny.orgKo

ZYPERN, BOTSCHAFT

Eva Maria Ziegler

Zypern

34, Dimosthenous Severi

Avenue, 1st Floor, Office 101,

1080 Nikosia

Tel. (+357) 22 41 01 51

nikosia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

nikosia

UNGARN, KULTURFORUM

USBEKISTAN, BMEIA

Robert Sereinig

Stv. Direktor

Benczúr utca 16,

1068 Budapest

Tel. (+36 / 1) 413 35 - 90

budapest-kf@bmeia.gv.at

www.okfbudapest.hu

Alois Kraut

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8,

A-1010 Wien

Tel. (+43) 501150 - 3263

Tel. (+43) 501159 – 323

usbekistan-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

usbekistan

VEREINIGTE ARABISCHE EMIRATE

Andreas Liebmann-Holzmann

Vereinigte Arabische Emirate

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr.

504, Reem Island, Abu Dhabi

Tel. (+971 / 2) 69 44 999

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

abudhabi

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA

Martin Weiss

Vereinigte Staaten, Bahamas

3524 International Court N.W.,

Washington D.C. 20008

Tel. (+1 / 202) 895 67 00

washington-ob@bmeia.gv.at

www.austria.org

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

KULTURFORUM

Michael Haider

Direktor

11 East 52nd Street,

New York, N.Y. 10022

Tel. (+1 / 212) 319 5300

new-york-kf@bmeia.gv.at,

desk@acfny.org

www.acfny.org

VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA,

GENERALKONSULAT

Andreas Launer

11859 Wilshire Boulevard,

Suite 501, Los Angeles,

California 90025

Tel. (+1 / 310) 44 49 310

los-angeles-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/losangeles,

www.austria-la.org

VEREINIGTES KÖNIGREICH, BOTSCHAFT

Michael Zimmermann

Vereinigtes Königreich

18, Belgrave Mews West,

London SW1X 8HU

Tel. (+44 / 20) 7344 3250

london-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/

london

VEREINIGTES KÖNIGREICH, KULTURFORUM

Waltraud Dennhardt-Herzog

28, Rutland Gate,

London SW7 1PQ

Tel. (+44 / 20) 7225 73

london-kf@bmeia.gv.at,

office@acflondon.org

www.acflondon.org

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin), ÖB Teheran, Bmeia/mahmoud, Federal Ministry for Europe, Integration and Foreign Affairs, Fotostudio Floyd

BOTSCHAFTER ÖSTERREICH

068


SOCIETY

PaN am VIP Terminal

PaN steht für Partner aller Nationen, deshalb wurde der

Platz vor dem VIP Terminal Flughafen Wien kurz nach der

Inbetriebnahme im Jahr 2007 nach dem völkerverbindenden

Dachverband aller österreichisch-ausländischen Gesellschaften-PaN

benannt. Nach seinem grandiosen Umbau

lud der PR-und Marketing Chef des VIP Terminals, DI Wilfried

Berger, die PaN-Vorstände Präsident Univ. Prof. Hermann

Mückler und PaN-Generalsekretär Senator Walter J. Gerbautz

zu einem gemeinsamen Blick in die Zukunft ein.

Zur Schau gestellt

Das internationale Speditionsunternehmen 3LOG ist seit

Beginn 2021 offiziell als außerordentliches Mitglied und

Förderer des Dachverbandes-PaN tätig. Ende April wurde

beschlossen, ein Werbeplakat von 3LOG im PaN-Schaukasten

im PaN-Park auf der Freyung auszustellen und

gemeinsam anzubringen. Auf diesem repräsentativen

historischen Platz zierte das Werbeplakat des renommierten,

international tätigen Speditionsunternehmens 3LOG

in den darauffolgenden beiden Monaten den PaN-Schaukasten.

PaN-Präsident Univ. Prof. Hermann Mückler, DI Wilfried Berger, Marketing

Chef des VIP-Terminals, und PaN-Generalsekretär Walter J. Gerbautz

Michael Habel (3LOG), PaN-Generalsekretär Walter J. Gerbautz und Thomas

Kopp (3LOG) vor dem PaN-Schaukasten auf der Freyung

PaN-Grüße zum

internationalen Frauentag

Fotos: PAN

Der Internationale Frauentag ist traditionell ein Fixpunkt im

Veranstaltungskalender des Dachverbandes aller österreichisch-ausländischen

Gesellschaften (PaN – Partner aller

Nationen). Auch dieses Jahr sollte der 08. März im Rahmen

einer speziellen kunsthistorischen Führung im Wiener

Stephansdom gebührend gefeiert werden. Aufgrund der verschärften

Covid-19 Maßnahmen musste der ursprüngliche

Plan jedoch abgesagt werden, doch ein würdiges Ersatzprogramm

wurde in kurzer Zeit zusammengestellt: Solmaaz

Adeli, Mezzo-Sopranistin aus Kalifornien mit starken Beziehungen

zu Österreich und dem Dachverband-PaN, sprang

in die Bresche und veranstaltete ein Lifestream-Konzert

auf Facebook und Youtube mit Zoom und anschließendem

Q&A.

Die Mezzo-Sopranistin Solmaaz Adeli beim Lifestream-Konzert anlässlich

des internationalen Frauentages

DIPLOMATIE EVENTS

069


SOCIETY

Moderatorinnenleben

in Pandemiezeiten

Lineares Fernsehen erlebte in der Coronakrise einen Boom –

Moderatorin Denise Aichelburg gewährt einen Einblick in den

hektischen News-Alltag in Zeiten der Pandemie.

8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1 – die vertraute Stimme

der Chefin vom Dienst leitet den

Countdown ein, bevor die Titelmelodie

der Signation ertönt und nur ein paar

Sekunden bleiben, ein Augenblick, der

noch mir gehört. Ich atme tief ein, dann

ist es soweit und ich bin on Air. Wie

immer verspüre ich ein leichtes Kribbeln

im Bauch, auch wenn ich schon

sehr lange nicht mehr nervös bin. Die

einleitenden Worte meiner Moderation

kommen wie von allein über meine

Lippen. Ab jetzt bin ich jemand

anderes, ich spiele meine Rolle. Ich

konzentriere mich auf meine Haltung,

meine Aussprache und vor allem auf

die Worte, die ich wähle. Wir sprechen

immer frei, ohne Prompter, da muss

man bei komplexeren Themen schon

gut eingelesen sein. Meine Dolmetscherausbildung

kommt mir zugute;

für alles, was ich sagen will, fallen mir

fünf verschiedene Varianten ein. Im

Laufe einer Moderationswoche mit

OE24 -Moderatorin und SOCIETY-Gastautorin

Denise Aichelburg

jeweils sieben Stunden Live- Moderation

werden die verfügbaren Varianten

allerdings sukzessive weniger. Auch

ModeratorInnen sind nur Menschen.

Mit Bedacht leite ich das Thema der

nächsten Sendung ein, ein Special Report.

Dann blicke ich nach rechts, denn

ich bin nicht allein im Studio. Mein Kollege

lächelt verschmitzt, als die MAZ

zu laufen beginnt, denn das bedeutet:

Wir können uns endlich unterhalten.

Ein bis drei Minuten lang herrscht der

übliche Smalltalk: „Wie geht’s dir, wie

waren deine freien Tage ? … und neuerdings,

„Wann wirst du geimpft?“. Dank

einer Initiative des ORF wurden wir

MedienmitarbeiterInnen vorgezogen.

Wir freuen uns darüber. Auch wenn

wir uns regelmäßig testen lassen und

auch alle Studiogäste nur mit Test

Einlass finden, erst mit der Impfung

werden wir uns sicherer fühlen.

Es dauert nicht lange und der erste

Studiogast nimmt Platz, davor verabschiedet

sich mein Kollege, der

schon seit den Vormittagsstunden

im Dienst ist, in die wohlverdiente

Pause. Mit einem bekannten Virologen

spreche ich über die aktuelle Lage.

„Kommen die nächsten Öffnungen zu

früh oder gerade richtig? Welche Gefahr

stellen die Mutationen noch dar?

Wie wird der Sommer und vor allem

der Herbst? Wann ist es vorbei?“ In der

anschließenden Werbepause rechne

ich einmal grob nach; seit Beginn der

Krise muss ich mindestens 200 Interviews

mit Experten zum Thema Corona

geführt haben. Schon startet die News

Show, mit Breaking News: die USA

heben die Maskenpflicht für Geimpfte

auf, auch in Innenräumen. Wir schalten

zu unserem Partnersender CNN, ich

übersetze simultan. Anschließend

folgt eine Analyse im Studio mit einem

der Experten unseres Medienhauses.

Nach einer Werbepause geht es weiter

mit einem Skandal in der Innenpolitik.

Ich bin fast froh über diesen Themenwechsel,

auch wenn es für mich Stress

bedeutet, weil ich mir während des

kurzen Nachrichtenbeitrags schnell

einen Überblick verschaffen muss.

Halb so schlimm, ein netter Kollege hat

mir eine Tasse Kaffee gebracht.

Nur zu gut kann ich mich an den

Februar 2020 erinnern, als die Berichte

über das Coronavirus häufiger wurden.

Damals war uns das Thema fast lästig.

Niemand hätte gedacht, dass dieses

Virus unsere Leben völlig verändern

würde. Nach mehr als 15 Monaten

der Pandemie lese ich auch in meiner

Freizeit jede Neuigkeit über Corona,

schaue mir Talk-Shows auch auf anderen

Sendern und aus Deutschland an.

Damit spiegle ich das Verhalten der

ÖsterreicherInnen insgesamt wider.

Als der erste große Lockdown im März

2020 verhängt wurde, war die Unwissenheit

der größte Angstfaktor. Gleichzeitig

stieg der Nachrichtenkonsum

rapide an. Wissen nimmt die Angst,

gleichzeitig stärkt es uns im Kampf

gegen das Virus. Mit den Impfungen

haben wir ein effektives Mittel in der

Hand. Erinnern wir uns an die während

des ersten Lockdowns viel beschworene

Solidarität! Gerade jetzt im hoffentlich

letzten Akt des „Schauerspiels“

müssen alle an einem Strang ziehen,

damit endlich der Vorhang fällt.

Foto: Harald Artner

KOLUMNE

070


SOCIETY

30 Jahre

Jugendarbeit

Vor 30 Jahren wurde das Akademische Forum für Außenpolitik gegründet.

Für seine 33.000 Mitglieder organisiert es generationsübergreifende

Treffen und fördert den internationalen Austausch.

Wenn auch die ersten Initiativen von

Jugendlichen, die sich aktiv für ein

tolerantes und friedliches Zusammenleben

aller Menschen engagieren,

bis hinein in die Zeit vor dem ersten

Weltkrieg und den Geist der Friedensnobelpreisträgerin

Bertha von Suttner

zurückreichen, wurde am 22. Jänner

1991 das Akademische Forum für

Außenpolitik (AFA) gegründet, das als

unabhängiger Verein von der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten Nationen (ÖGAVN)

auch als deren Jugendorganisation

anerkannt ist. Was vor 30 Jahren mit

ein paar Vortragsveranstaltungen an

Wiener Universitäten begann, wurde

im Laufe der Jahre zu einer ganzheitlichen

Jugendorganisation mit einem

umfangreichen Programm, das fast alle

Lebensbereiche seiner über 33.000 aktiven

Mitglieder in Österreich berührt.

Neben dem Verbringen gemeinsamer

Freizeit, in der sich die Jugendlichen

selbst ihre Aktivitäten organisieren –

von der Teilnahme an Laufturnieren

bis hin zu „Diplomatic Poker Nights“

– gibt es ein offizielles Programm der

Lokalkomitees in Eisenstadt, Graz,

Innsbruck, Klagenfurt, Linz, Salzburg

und Wien, das je nach Engagement

der Jugendlichen vor Ort zum Teil

beachtliche Größenordnungen erreicht.

So etablierte sich etwa in Wien,

der größten AFA-Gruppe, ein eigener

außerschulischer Diplomlehrgang

(„Global Advancement Programme

- GAP“), in dem Jugendliche sich

ein ganzes Jahr über treffen, um mit

Expertinnen und Experten über die

Praxis in ihren täglichen Jobs zu diskutieren.

Im „GAP“ soll auch die Lücke

zwischen den erfahrenen Generationen

und den Jungen geschlossen

werden. In mehreren österreichischen

Städten ist es dem AFA gelungen, analog

zu den Vorbildern aus Deutschland

und Großbritannien, sogenannte

Debattierclubs abzuhalten, bei denen

Rhetorik vor Publikum erlernt und

trainiert werden kann. Regelmäßige

englischsprachige Verhandlungstrainings

(„Business Negotiation Club“)

ergänzen die Möglichkeiten, über das

AFA wertvolle Kompetenzen für den

späteren Berufeinstieg zu erwerben.

„Die wichtigste Komponente der Jugendarbeit

ist, sich aktiv zu den Idealen

und Zielsetzungen der Vereinten

Nationen, den Menschenrechten und

den Sustainable Development Goals

zu bekennen sowie der internationale

Austausch“, so Michael F. Pfeifer, Präsident

des AFA, der für die Koordination

und Abhaltung der Vienna International

Model United Nations (VIMUN) in

der UNO-City verantwortlich ist.

Fotos: ÖGAVN

DIPLOMATIE

071


Kosovo und Österreich –

Gemeinsame Schritte

Im SOCIETY-Interview erzählt S.E. Lulzim Pllana, Botschafter

von Kosovo, über die Beziehungen zwischen den beiden Ländern,

Aufgaben für die neue Regierung und die große Bedeutung

der Integration auf EU-Ebene für den Kosovo.

Österreich und Kosovo haben ausgezeichnete

bilaterale Beziehungen.

In welchen Bereichen können diese

weiter ausgebaut werden?

Die Republik Kosovo pflegt tatsächlich

sehr gute bilaterale Beziehungen

zu Österreich. Österreich unterstützt

Kosovo auf dem Weg der euro-atlantischen

Integration, aber auch zuletzt

bei der Pandemiebekämpfung. Ausbaupotential

in unserer Zusammenarbeit

besteht vor allem im Handel und

im Gesundheitswesen. Wir verzeichnen

zwar steigende Tendenzen in

wirtschaftlichen Trends, darauf sollten

wir uns aber nicht ausruhen. Es gibt

durchaus noch mehr Möglichkeiten

der Kooperation, aufgrund der geographischen

Nähe der beiden Länder

sollte ein besonders reger wirtschaftlicher

Austausch erwogen werden. Vor

allem die Schaffung von Arbeitsplätzen

im Kosovo kann als win-win Situation

auf beiden Seiten gesehen werden, die

sowohl Perspektive zusichert, als auch

Möglichkeiten für mehr Produktion,

mehr Warenaustausch und weniger

Migration aufmacht. Österreichische

Unternehmen zählen zu den Top 5 Investoren

und Vertrauensunternehmen

in Kosovo, österreichische Firmen sind

ein starker Partner am kosovarischen

Markt. Damit nimmt Österreich Platz 4

der Auslandsinvestitionen ein. Erfolgsstories

lassen sich etwa im Bankingoder

Versicherungsbereich verbuchen,

Fotos: SOCIETY/Pobschnig

DIPLOMATIE

072


SOCIETY

Wir leben auf dem europäischen Kontinent und ich bin

überzeugt, dass Kosovo die Werte aller anderen Mitgliedstaaten

der Europäischen Union teilt.

auch landwirtschaftliche Produktion

und der IT- Dienstleistungssektor

haben großes Ausbaupotential. Hier

werden wir versuchen, gemeinsame

Schritte einzuleiten.

Seit einigen Jahren gibt es EU-Beitrittsverhandlungen.

Sie waren Gastautor

in Lukas Mandls lexikalischem

Werk „Kosovo and the EU, state of

play and future perspectives“ – Welche

Bedeutung hat der EU-Beitritt für

den Kosovo?

Wir leben auf dem europäischen

Kontinent und ich bin überzeugt, dass

Kosovo die Werte aller anderen Mitgliedstaaten

der Europäischen Union

teilt. Unser Weg in Richtung Europäische

Union gestaltet sich aufgrund der

politischen Entwicklungen in manchen

Mitgliedstaaten der EU als sehr

schwierig und unvorhersehbar, aber

wir bleiben fest am Ball. Der Beistand

Österreichs und anderer Länder ist gewiss

ein Ansporn, um uns auf diesem

Weg nicht entmutigen zu lassen.

Es ist enorm wichtig für Balkanländer,

als Teil einer europäischen Gemeinschaft

in Entscheidungen integriert zu

sein und nicht immer nur im Vorzimmer

zu warten. Das Gebiet um Kosovo

ist ständig im Schussfeuer geopolitischer

Entwicklungen; Migrationswellen

und Flüchtlingsströme, aber

auch die Covid-19 Pandemie und die

Notwendigkeit von Impfstoffen zeigen,

dass eine Integration der Region

äußerst dringlich ist und nicht immer

mit Bedenken behaftet sein sollte. Wir

wissen, dass die volle EU-Mitgliedschaft

ein sehr langer Weg ist, aber

Kosovo arbeitet hart dafür und Signale

der Hoffnung sollten auch aus Brüssel

kommen. Wir dürfen keine Freiräume

für Grenzen und Gegensätze schaffen,

sondern müssen diese abbauen – wir

sind das einzige Land auf dem Balkan

das noch keine Bewegungsfreiheit in

Form einer Visaliberalisierung hat.

S.E. Lulzim Pllana beim SOCIETY-Interview in der Botschaft von Kosovo

Die Wahlen im Februar haben zum

Sieg von Albin Kurti geführt. Welche

Aufgaben sehen Sie für die neue

Regierung als besonders dringlich, um

die Stabilität im Lande zu festigen?

Ich denke, dass die Wahl im Februar

2021 den wiederholten Wahlgängen,

die das Land in den letzten Jahren

stark geprägt haben, zunächst ein

Ende gesetzt hat. Die Republik Kosovo

hat eine sehr junge Gesellschaft; mehr

denn je warten unsere Bürger auf eine

Perspektive, die auf Besserung der

wirtschaftlichen Lage und Europäischer

Integration beruht. Es geht hier

um die Schaffung von Arbeitsplätzen,

Visaliberalisierung, dem Austausch

von jungen Leuten innerhalb des

Kontinents und die Besserung der Lebensumstände.

Auch die Bekämpfung

der Pandemie soll natürlich als eine

Priorität der neuen Regierung betrachtet

werden. Zudem müssen die guten

nachbarschaftlichen Beziehungen zu

anderen Ländern weiter gepflegt werden.

Kosovo hat auf diesem Gebiet bereits

vieles geleistet, seit fast mehr als

einem Jahrzehnt stehen wir im Dialog

mit Serbien. Auch hier muss es zu einer

Lösung kommen, die auf gegenseitiger

Anerkennung beruht.

Wie ist Kosovo in Österreich - neben

der diplomatischen Mission - noch

vertreten?

Wir haben drei Ehrenkonsuln in Österreich

(für Niederösterreich, Wien, Salzburg

und Steiermark) sowie eine starke

österreichisch-kosovarische Freundschaftsgesellschaft:

Präsident Lukas

Mandl, Mitglied des Europäischen

Parlaments und Ehrenpräsidentin

Ulrike Lunacek, ehemalige Vize-Parlamentspräsidentin

des Europäischen

Parlaments, unterstützen uns in ihrer

Funktion tatkräftig. Darüber hinaus

haben wir eine Diaspora, die sehr gut

in das österreichische Gesellschaftsleben

integriert ist.

KOSOVO

073


SOCIETY

Kosovo: Perspektiven

für die Zukunft

Anlässlich der Veröffentlichung des von ihm

herausgegebenen Sammelbandes mit dem Titel

„Kosovo and the EU: state of play and future

perspectives“, sprach SOCIETY mit dem Europa-

Abgeordneten Mag. Lukas Mandl über die Gegenwart

und Zukunft des Westbalkanstaates.

Ihr Sammelwerk über die Beziehung

zwischen der EU und dem Kosovo

ist anlässlich des Nationalfeiertags

der Republik Kosovo am 17. Februar

erschienen und gewann durch die

kosovarischen Parlamentswahlen an

Aktualität. Wie schätzen Sie die Lage

nach dem Erdrutschsieg der Vetëvendosje

ein?

Mir geht es um Stabilität, ich habe

in meiner parlamentarischen Arbeit

immer versucht, genau das den amtierenden

Regierenden zu vermitteln. Diese

Wahl ist ein Doppelerfolg sowohl für

Albin Kurti als auch für Vjosa Osmani.

Es braucht eine Einbindung aller Kräfte

im Kosovo, tiefgreifende Reformen,

Verlässlichkeit und stabile Ansprechpartner

nach außen, das ist es, was die

Bürgerinnen und Bürger des Landes

verdienen. Dass es im Kosovo-Serbien

Dialog gegenüber der EU stabile

Ansprechpartner gibt – das ist in einer

jungen Demokratie, wie es der Kosovo

ist, nicht immer leicht gewesen, aber

es gibt jetzt die Chance auf Stabilität

und das wird eine gute Voraussetzung

für Reformen sein. Die EU muss sich

stärker in der Moderationsrolle als

ehrlicher Makler engagieren, das sind

Voraussetzungen, dass diese Jahre der

Reformen und der Stabilität möglich

werden.

Sie plädieren im Vorwort von „Kosovo

and the EU: state of play and future

perspectives“ für eine rasche Visaliberalisierung

für die kosovarische Bevölkerung,

welche Vorteile kann sich die

EU durch diesen Schritt erwarten und

wie könnten die Hindernisse auf dem

Weg dorthin überwunden werden?

Visafreies Reisen ist für alle anderen

fünf Westbalkanstaaten selbstverständlich,

wie auch für die große

Ukraine. Leider ist dies für die Einwohner

des Kosovo nicht der Fall, obwohl

die Republik Kosovo seit Jahren die

vielen Kriterien, die dafür festgelegt

waren erfüllt hat, was auch von Seiten

der EU-Kommission bestätigt wurde.

Das Europäische Parlament hat sich

bereits öfter mehrheitlich für die Visaliberalisierung

ausgesprochen – es ist

eine Minderheit der Mitgliedsstaaten

die dies verhindert, was ein Zeichen

dafür ist, dass die EU länger braucht,

ihr Versprechen einzuhalten. Natürlich

ist einer der wichtigen Vorteile,

dass die BürgerInnen des Kosovo

wie die EinwohnerInnen der anderen

Westbalkanstaaten reisen können

und nicht in einem ohnehin schon

armen Land noch hohe Gebühren

dafür zahlen müssen. Der Kosovo

ist ein kleines Binnenland mit vielen

Verbindungen nach außen, fast ein

Drittel der KosovarInnen lebt in der

Diaspora, vor allem in Deutschland,

Österreich und der Schweiz. Der Kontakt

ist sehr wichtig für die Menschen.

Es geht um visafreies Reisen, nicht

um eine vorweggenommene Arbeitsberechtigung

und das ist somit nicht

nur im Interesse der KosovarInnen,

sondern in jenem aller EuropäerInnen.

Wie jeder andere Bürger drei Monate

maximal visafrei reisen zu dürfen, das

ist zweifellos das dringendste, und am

einfachsten zu erreichende Ziel in der

Kosovo-Politik der EU. Die Blockade

der Minderheit der Mitgliedsstaaten

muss aufgebrochen werden, daran

arbeitet das EU-Parlament ständig.

Das Europäische Parlament hat kürzlich

seinen Kosovo-Bericht veröffentlicht,

wie schätzen Sie den Fortschritt

des Landes in Bezug auf Rechtsstaatlichkeit,

Kampf gegen Korruption und

Bildung ein?

Korruption ist in allen sechs Westbalkanstaaten

ein Thema, auch in

einigen EU-Staaten. Ich verhandle im

EU-Parlament den Rechtsstaatlichkeitsbericht

und nehme wahr, dass

Rechtsstaatlichkeit jeden Tag neu

errungen und verteidigt werden muss,

weil sie eine wichtige Voraussetzung

dafür ist, dass Investitionen ins Land

Foto: Lahousse

DIPLOMATIE 074


SOCIETY

kommen, Jobs geschaffen werden

und Zukunftschancen für die Menschen

da sind. Rechtsstaatlichkeit ist

eine große Stärke der EU im geopolitischen

Kontext und das müssen auch

die Westbalkanstaaten schaffen.

Welche Schritte setzt die EU um diesen

Prozess zu unterstützen?

Es gibt z.B. die EU-Mission EULEX, die

dabei hilft, rechtsstaatliche Strukturen

aufzubauen, ein funktionierendes

Gerichtswesen zu errichten, Staatsanwaltschaften

diesbezüglich zu

unterstützen und dies auch messbar

zu machen. Dieser Fortschritt ist gegeben,

die Berichte sprechen jedes Jahr

eine klare Sprache, dass die Richtung

stimmt, aber es muss hier wirklich

konsequent in allen sechs Westbalkanstaaten

weitergearbeitet werden.

Es ist die DNA Europas, kein „nice to

have“ oder ein Hygienefaktor für die

Europäische Union und den gesamten

Kontinent, sondern absoluter Teil der

Identität Europas, dass Rechtsstaatlichkeit

gegeben ist. Das muss man

täglich erarbeiten, denn es ist kein

Zustand, sondern ein Prozess.

Welche Auswirkungen hat die Anerkennung

Israels für den Kosovo im

internationalen Umfeld?

Israel ist ein Sicherheitsdienstleister

nicht nur für sich selbst, sondern für

den gesamten Nahen Osten, Nordafrika

und auch Europa und ein starker

wirtschaftlicher Partner bei Start-ups

– jetzt auch ein starker Partner in der

Forschung und bei den (Corona)-

Impfungen. Es ist die einzige liberale

rechtsstaatliche Demokratie im

Nahen Osten, und auch auf der Wertebasis

ein wichtiger Partner, daher

ist es schon ein starkes Zeichen, dass

gerade der Staat Israel den Kosovo anerkannt

hat. Das hält die fünf „Nicht-

Anerkennerstaaten“ in der EU dazu

an, internationale europäische Fragen

eben international und europäisch

zu lösen und innenpolitische Fragen

auch innenpolitisch zu lösen.

Sie konnten für „State of Play“ viele

namhafte österreichische Politiker

wie Bundeskanzler Sebastian Kurz

gewinnen, woher kommt das Interesse

für den Kosovo und wie sehen Sie

dessen Zukunft?

Es gibt eine Freundschaft im Sinne

von menschlichen Beziehungen

zwischen Österreich und dem Kosovo,

die nicht nur Jahrzehnte, sondern

Jahrhunderte zurückreicht und die

gepflegt werden muss. Das ist eine

lohnende und wertvolle Aufgabe, diese

für etwas Gutes zu nützen, damit in

zukünftigen Generationen diese alten,

irrationalen Konflikte innerhalb der

Westbalkanstaaten im Bereich Ethnie,

Religion und Nationalität überwunden

werden und zukünftige Generationen

gut leben können. Der Kosovo

könnte so etwas wie das Silicon Valley

Europas werden. Bei all dem „Probleme

lösen“, das wir betreiben müssen,

darf eine positive Zukunftsvision nicht

vergessen werden. Es gibt viele junge

KosovarInnen, die arbeitswillig, fleißig

und bildungshungrig sind und die

heute im IT-Bereich sehr aktiv sind.

Österreichische Unternehmen wie die

Raiffeisenbank international verlagern

teilweise oder zur Gänze ihre IT-Betreuung

in den Kosovo, weil es dort

verlässliche Arbeitskräfte gibt. Was

hinzukommt ist, dass es im Kosovo

kaum tradierte Industrie gibt. Neben

Landwirtschaft braucht es etwas, das

zukunftsträchtig ist, damit die Jugend

das Land nicht verlassen muss. Dieser

positive Ausblick für das Silicon Valley

Europas und diese Freundschaft

und die menschlichen Beziehungen

zwischen Österreich und Kosovo, die

sind mir ganz wichtig. Österreich war

sehr konstruktiv beteiligt an der Struktur

des Westbalkans, was untrennbar

mit Alois Mock und dem Diplomaten

Albert Rohan verbunden ist. Hier hat

Österreich einen geopolitischen Auftrag,

denn obwohl wir ein kleines Land

sind, sind wir am Westbalkan groß.

Ich sehe es nicht als Geschenk, sondern

als lebenswichtig für uns, dass

alle BürgerInnen der Westbalkanstaaten

EU-BürgerInnen werden. Die

Identität des Kosovo ist heute ganz

klar pro-europäisch aber das muss ja

nicht so bleiben und wie jede Beziehung

muss sie täglich gepflegt und

entwickelt werden.

KOSOVO 075


SOCIETY

Portugal lenkte die EU

durch die Pandemie

Die Union in Zeiten von Corona: Große Reformvorhaben

wurden eingeleitet, doch das Corona-

Krisenmanagement forderte vom Ratsvorsitz

oft ganz andere Prioritäten.

Portugal hatte sich für seinen EU-Ratsvorsitz

im ersten Halbjahr 2021 ein

ambitioniertes, in die Zukunft weisendes

Programm vorgenommen. Die

Aktionsfelder, die Lissabon vor Augen

hatte, spiegelten die Vision einer

selbstbewussten Europäischen Union,

die sich großen Herausforderungen

stellt: ein grünes, ein widerstandsfähiges,

ein digitales, ein soziales, ein

globales Europa zu schaffen. Doch die

Bekämpfung der sich immer weiter

ausbreitenden Covid-19-Pandemie

stellte Portugal vor die enorme Aufgabe,

das Europa-Schiff durch diese

ungeahnte globale Krise zu lotsen.

Es galt vor allem, die aus gut zwei

Dutzend Staaten zusammengesetzte

Mannschaft an Bord zu halten. Corona

führte zu nationalen Alleingängen, die

in geschlossene Grenzen mündeten.

Die Verteidigung von Wertesystem

und Rechtsstaatlichkeit erwies sich im

Angesicht von Corona für die EU-Mitgliedsstaaten

oft als schwierig.

Die Pandemie forderte inneren Zusammenhalt

der Union und gleichzeitig

nationale Regelungen. Ihre Handlungsfähigkeit

im Umgang mit Migration,

Außengrenzschutz und Kampf gegen

den Terrorismus ließ immer wieder zu

wünschen übrig. Die großen Vorhaben,

wie Kampf gegen den Klimawandel

Portugals Staatssekretärin für europäische Angelegenheiten, Ana Paula Zacarias

und Einleitung der großen EU-Reform,

mussten zurückstehen. Innerhalb der

Union war Hauptpriorität, die großen

Budgetprobleme in den Griff zu bekommen.

Es galt, dem EU-Recht vor

nationalen Ansprüchen – siehe Ungarn

und Polen – zu seinem Recht zu verhelfen.

Auch die EU-Partner in Sachen Westbalkan-Erweiterung

– siehe Nordmazedonien

und Albanien – mussten bei der

Stange gehalten werden. Der Abschied

von Großbritannien ist ökonomisch

und politisch mühsam zu bewältigen,

nicht nur wegen des verbreiteten Brexit-Widerstands

in Irland und Schottland.

Die Gestaltung der zukünftigen

Beziehungen zwischen der EU und

Großbritannien stand im Zentrum von

Gesprächen, die Österreichs Außenminister

Alexander Schallenberg in

London mit seinem Amtskollegen

Dominic Raab führte. Ausdrücklich

plädierte Schallenberg für eine enge

Zusammenarbeit, denn Großbritannien

bleibe ein wesentlicher Teil

der westlichen Wertegemeinschaft.

London zeigte sich im Besonderen an

Kooperation in den Bereichen Klimaschutz,

Westbalkan und Medienfreiheit

interessiert.

Als globaler Akteur wurde die Europäische

Union seit dem Vorjahr vor harte

Proben gestellt. Das Verhältnis zu

Foto: 2021 LUSA-Agencia noticias de Portugal, S.A.

WIRTSCHAFT/EU

076


SOCIETY

Russland und seinem mächtigen Präsidenten

Wladimir Putin ist angespannt

und führte zu neuen EU-Sanktionen,

nachdem der Kreml-Chef der Forderung

Brüssels nach Freilassung des Aktivisten

Alexej Nawalny kein Gehör geschenkt

hatte. Die russische Führung

stellte die Beziehungen zur EU in Frage.

Doch schon 2014 wusste sich Moskau

zu helfen und wandte sich anderen

Handels- und Technologiepartern zu,

wie China. Das Verhältnis Europas zu

China hat sich aus mehreren Gründen

zuletzt sehr diffizil entwickelt und

verhärtet. Chinas Machtanspruch als

Triebfeder der Weltwirtschaft, der sich

in der Seidenstraßen-Initiative manifestiert,

hat in Europa spät, aber doch

Alarm ausgelöst. Die EU will künftig die

Übernahme europäischer Hochtechnologie-Unternehmen

durch chinesische

Staatskonzerne erschweren.

In Griechenland war Peking nach der

Euro-Krise fündig geworden. In Südosteuropa

sind die Chinesen erfolgreich

auf Einkaufstour. Auch gegen die Volksrepublik

China verhängte die EU aus

Menschenrechtsgründen Sanktionen,

die sich wie im Falle Russlands in Grenzen

halten, aber doch eine kritische

Haltung demonstrieren sollen. Anlass

ist die Unterdrückung der Uiguren.

Brüssel stimmte sich bei diesen Maßnahmen,

den ersten Sanktionen seit

1989, mit Washington, Ottawa und London

ab. Wegen des Uiguren-Problems

besteht auch keine Chance, dass das

seit Jahren ausgehandelte Investitionsabkommen

zwischen der EU und

China das Europa-Parlament passiert.

Auch die Peking-kritischen Geschehnisse

in Hongkong werden in der EU

mit Sorge verfolgt. Einen Lichtblick am

europäischen Horizont bieten der EU

die transatlantischen Beziehungen.

Der Machtwechsel in den Vereinigten

Staaten nach dem Abgang von Donald

Trump und der Amtsübernahme durch

Joe Biden hat die transatlantische

Achse wieder belebt.

Freilich, Europa hat inzwischen gelernt,

dass es ungeachtet der Bindung einiger

EU-Mitglieder an das NATO-Militärbündnis

für seine Verteidigung selbst

verantwortlich ist. Die USA haben

andere Prioritäten, und ihr Militärbudget

beträgt das Vierfache der EU. Ein

schwieriger Partner für die EU ist und

bleibt die Türkei. Der langjährige EU-

Beitrittskandidat setzt immer wieder

Maßnahmen, die keinen Spielraum

für Fortschritte lassen. Die türkischen

Erdgaserkundigungen vor den griechischen

Inseln und Zypern konnten nur

mit Sanktionsandrohungen Brüssels

gestoppt werden. Der Austritt der Türkei

aus der Istanbul-Konvention zum

Schutz von Frauen vor Gewalt war für

die EU ein Affront. Innenpolitisch lieferte

Ankara durch Angriffe auf Parteien

und Politiker der Opposition sowie auf

Journalisten Zündstoff. In der Zeit der

Corona-Pandemie, welche nun schon

das zweite Jahr die ganze Welt in ihrem

Bann hält, sind zahlreiche Konflikte auf

dem Globus eskaliert, neue Konflikte

kamen hinzu. Jemen, Syrien, Irak,

Afghanistan, Myanmar, Kolumbien,

zuletzt die Israel-Palästinenser-Konfrontation.

Die internationalen Akteure,

zu denen auch die Europäische Union

zählt, leisten oft humanitäre Hilfe, ohne

aber politisch Präsenz zu zeigen.

PORTUGIESISCHE AGENDA: SOZIA-

LES, ZUKUNFT UND CORONA

Zurück zur EU-Agenda des Ratsvorsitzlandes

Portugal. Im April erörterte

Österreichs Europaministerin Karoline

Edtstadler in Lissabon und Madrid

die Zentralthemen EU-Erweiterung

und EU-Zukunftskonferenz. Dazu

kamen das aktuelle Thema Stand der

Pandemiebekämpfung und das europa-weit

angestrebte Covid-Zertifikat

„Grüner Pass“. Auch der Sozialgipfel

in Porto Anfang Mai, ein Höhepunkt

des Vorsitz-Halbjahrs Portugals,

wurde zu einer Art Corona-Gipfel. Die

EU-Regierungschefs verabschiedeten

einen Aktionsplan zu Beschäftigung,

Weiterbildung und Kampf gegen die

Armut. Sie besprachen ferner Schritte

zur Normalität nach der Pandemie. 750

Milliarden Euro Corona-Aufbauhilfen

wurden beschlossen.

Am Europatag folgte die EU-Zukunftskonferenz,

die samt Bürgerdialog zur

EU-Reform bis 2022 erste Ergebnisse

liefern soll. Das Ringen um die Aufnahme

der Westbalkan-Staaten bleibt

ein heißes Eisen. Bundeskanzler

Sebastian Kurz betonte, es gehe um

die Positionierung der EU im globalen

Wettbewerb mit den USA, Russland

und China. EU-Budgetkommissar Johannes

Hahn nannte als Ziel der EU-

Kommission ein gemeinsames Hochfahren

der europäischen Wirtschaft

nach der Kontrolle über die Pandemie.

Die Zukunftskonferenz hätte ein Paukenschlag

für die Erneuerung der EU

sein sollen, doch für Zukunftsvisionen

blieb wenig Raum. Corona zeigte, wie

rasch EU-Staaten ohne Abstimmung

mit den Partnern Grenzen schlossen

und eigene Regeln aufstellten.

Uneinig hatten sich die EU-Staaten

bereits in der Frage der Impfstoffbeschaffung

gezeigt. Schwächen der

EU-Kommission in dieser Frage hatten

dazu geführt, dass einzelne Mitgliedsstaaten

eigenständig Verträge mit

Pharmafirmen abschlossen. Für die

Lösung künftiger Probleme in Sachen

Klima oder Welthandel ist dies kein

gutes Zeichen. Gerade im Welthandel

hat sich das Schwergewicht bereits

zunehmend nach Asien, namentlich

nach China verlagert. Die Covid-Krise

verstärkt die Entwicklung, dass

die Volkswirtschaften Asiens jene

Europas längst überflügelt haben.

Zweifellos hat die Pandemie die westlichen

Volkswirtschaften im Vergleich

mit China geschwächt.

Portugals Nachfolger in der EU-Ratspräsidentschaft

ist Slowenien. Dieser

übernimmt ein schweres Erbe - Corona

ist noch lange nicht vorbei. Die

Trio-Präsidentschaft, bestehend aus

Deutschland, Portugal und Slowenien,

ist auf langfristige Schwerpunkte

fokussiert. Einer davon ist die Bewältigung

der sozio-ökonomischen

Folgen der Pandemie, verbunden mit

Bemühungen um eine Verbesserung

des europäischen Krisenmanagements.

Ferner obliegen dem Trio die

Verhandlungen über einen mehrjährigen

Finanzrahmen 2021-27 und die

strategische Agenda 2019-24. Es geht

um politische Ziele wie Klima, Wettbewerbsfähigkeit,

Digitales, Soziales,

die Rolle Europas in der Welt. Auch im

Zeichen von Corona.

Text: Hermine Schreiberhuber

WIRTSCHAFT/EU

077


SOCIETY

EUROCHAMBRES – Dach der

europäischen Wirtschaft

Dr. Christoph Leitl, Präsident von EUROCHAMBRES, spricht im

SOCIETY-Interview über weltweite Kooperationen und erklärt, wie die

europäische Wirtschaft nach der Krise wieder auf Kurs kommt.

Im Oktober 2019 wurden Sie als

Präsident der Europäischen Wirtschaftskammern

wiedergewählt.

Was sind die Hauptthemen und Ziele

von EUROCHAMBRES?

EUROCHAMBRES mit seinen 20

Millionen Unternehmungen und

140 Millionen Mitarbeitenden ist als

größte Wirtschaftsvertretung Europas

verpflichtet dafür zu sorgen, dass

die Rahmenbedingungen stimmen

und Europa nach der COVID-Krise

wieder auf Wachstumskurs kommt.

Dazu ist notwendig, Qualifikation und

Innovation zu stärken, Wachstum

von Betrieben durch die Entwicklung

eines europäischen Kapitalmarktes zu

fördern, mit allen anderen Kontinenten

Freihandelsabkommen zu schließen

und den eigenen Binnenmarkt,

zum Beispiel auf dem Energie- oder

Digitalisierungssektor, zu stärken.

EUROCHAMBRES-Präsident Dr. Christoph Leitl

Inwiefern kann EUROCHAMBRES

zu einer stärkeren europäischen Gemeinschaft

beitragen?

EUROCHAMBRES vertritt nicht nur die

Wirtschaft, sondern fühlt sich für alle

Bereiche der Gesellschaft mitverantwortlich.

Wir unterstützen daher nicht

nur die Klimaziele, sondern erweitern

sie: Die Kreislaufwirtschaft soll bis

2050 in einem Masterplan unter Einbezug

aller Beteiligten festgelegt werden,

und zwar in jährlichen, kontrollierten

Schritten. Professionalität ist gefragt

und eine unternehmerische Organisation

wie EUROCHAMBRES verfügt

darüber. Wir fordern aber auch von der

Europäischen Gemeinschaft, dass sie

handlungs- und entscheidungsfähig

ist. Das Einstimmigkeitsprinzip in wichtigen

Fragen führt nur zu Lähmung und

Blockade, es sollte durch eine qualifizierte

Mehrheit ersetzt werden.

Wie könnten Strategien der europäischen

Wirtschaft aussehen, um ihr

Potential am besten zu nutzen und so

auf globaler Ebene langfristig wettbewerbsfähig

zu bleiben?

Mit der Global Chamber Platform

haben wir Kontakt mit allen bedeutenden

Wirtschaftskammern auf der

Welt. Viele Probleme lassen sich nur

durch weltweite Kooperation lösen.

Denken wir nur an die Fragen der

Digitalisierung, des Klimawandels oder

der Mitgrationsproblematik. Kooperation

ist notwendig, auf der politischen

Ebene ist dies durch die G20 ansatzweise

vorhanden. Wir müssen an diese

politischen Leader unsere Ideen und

Vorschläge herantragen. Dann kann

Europa mithelfen, Probleme zu lösen

und selbst von seinen kreativen Ideen

profitieren.

Die Corona-Krise stellt die europäische

Wirtschaft vor große Herausforderungen.

Wie kann ein gelungener

„Wiederaufbau“ eben dieser aussehen?

Die Corona-Krise hat die Schwächen

Europas schonungslos aufgedeckt.

Anstatt eine notwendige europäische

Koordination vorzunehmen, fiel man

in nationalstaatliche Einzelaktionen

zurück. Dadurch wurden viele Bereiche

der Wirtschaft schwer beschädigt,

nicht nur, aber auch der Tourismus.

Eine Koordinationskompetenz für

Krisenfälle wäre in Europa generell

vorzusehen. Weiters müssten wir uns

im Rahmen der Industriestrategie

dafür entscheiden, welche Bereiche wir

aus strategischen Gründen in Europa

halten sollten. Wenn 80 % unserer

pharmazeutischen Industrien in Asien

ausgelagert sind, darf man sich nicht

wundern, wenn Europa im Notfall das

Nachsehen hat. Wir müssen aber

auch vielen betroffenen Unternehmen

helfen. Die letzte Krise hat viel Substanz

gekostet. Diese Betriebe brauchen

jetzt finanzielle Mittel, um erforderliche

Investitionen und Innovationen

durchführen zu können, damit sie im

internationalen Wettbewerb erfolgreich

bestehen können. Europa hat

hier die große Aufgabe, wirtschaftliche

Rahmenbedingungen zu setzen, den

gemeinsamen Markt zu stärken und

Freihandelsabkommen mit anderen

Teilen der Welt abzuschließen. Je rascher

Europa diese Dinge macht, umso

erfolgreicher wird es in der Welt sein.

Foto: Vivian Hertz, Reinhard Holl

WIRTSCHAFT

078


SOCIETY

Wie wird die Welt nach

COVID-19?

Die Rückkehr zur Normalität ist eingeleitet, aber noch wütet

COVID-19 in weiten Teilen der Welt. Eine Pandemie ist erst dann

besiegt, wenn sie auf der ganzen Welt ausgelöscht ist.

Wie wird die Welt nach COVID-19 aussehen?

Wird wirklich wieder alles so

wie vorher? Gewiss nicht. Vermutlich

wird man einmal von einem Wendepunkt

sprechen. Eine humanitäre

Katastrophe wie diese hinterlässt Spuren

und verändert die Einstellung der

Menschen zu ihrer Lebensgestaltung.

Man wird vorsichtiger.

Zur Lebensgestaltung zählt der Beruf.

Das Homeoffice aus der Notlage

wird weiterhin die neue Arbeitswelt

prägen, wenn auch in Form

des „Hybridoffice“ mit notwendigen

Erledigungen im Büro oder anderen

Stätten. Das einst als Zukunftsmodell

angepriesene Großraumbüro hat

(auch aus gesundheitspolitischen

Gründen) seine Bedeutung eingebüßt.

Der Arbeitsmarkt wird angespannt

bleiben, weil die Firmen nach

jeder großen Krise entdecken, dass

sie den Output auch mit weniger

SOCIETY-Gastautor und Leiter des Außenpolitikressorts

der Kronen Zeitung, Kurt Seinitz

Arbeitskräften erreichen können. Die

Folge werden Jahre sozialer Konflikte

sein, zumal auch infolge der großen

Krisenhilfsprogramme und Staatsverschuldungen

inflationäre Tendenzen

steigen. Die COVID-19-Pandemie hat

dem Online-Shopping nicht nur zum

Durchbruch, sondern auch einigen

Quasi-Monopolisten zu aberwitzigem

Reichtum verholfen. Die Börsen

spielen mit und errechnen Marktwerte,

die bereits weit jenseits realer

Wertschöpfung angesiedelt sind.

Dieser Trend – Kurssteigerungen, ja

Höhenflüge trotz Krise – hat deutlich

den Charakter einer Blasen-Bildung

und gibt zur Sorge Anlass.

Die De-facto-Steuerfreiheit auf internationaler

Ebene für die Digital-Riesen

führt zu einem Ausmaß von sozialer

Ungerechtigkeit, das gesellschaftspolitisch

unerträglich wird. Regierungen

sind aufgerufen, Maßnahmen zu

setzen, aber haben sie überhaupt noch

die Macht dazu? Wird die Änderung

des Kaufverhaltens während der

Pandemie nachhaltig sein? Wenn Ja,

Die COVID-19-Pandemie

hat dem Online-Shopping

nicht

nur zum Durchbruch,

sondern auch einigen

Quasi-Monopolisten

zu aberwitzigem

Reichtum verholfen.

kommt der reale (Klein-)Handel unter

einen Druck, der das Aussehen unserer

Städte verändern wird. Immer mehr

Geschäfte schließen auf Dauer, Straßen

veröden. Wie geht es überhaupt

mit der Globalisierung weiter? Niemand

kann sagen: „Haltet die Welt an,

ich will aussteigen!“ Die Welt wächst

immer rascher zusammen (nicht

jedoch die Völker und Regierungen)

und wird von zwei gegensätzlichen

Tendenzen geprägt sein: Verschärfung

der digitalen Vernetzung und Bremsung

der transkontinentalen Lieferketten

nach den bösen Erfahrungen

zu Beginn der Pandemie. Für Europa

bedeutet das eine Trendumkehr: mehr

Produktion auf dem eigenen Markt

statt Produktionsverlagerung ins ferne

Ausland. Die Produkte werden teurer

werden wegen des höheren Lohnniveaus,

aber es werden auch Arbeitsplätze

geschaffen.

Historisch gesehen reagierten die

Menschen nach jeder Pandemie

erst mit Anfangseuphorie, dann aber

mit Jahren der Besinnlichkeit. Das

würde der Welt sicherlich gut tun,

zumal sich die Globalisierung immer

rascher nach oben schraubte mit

breiter Stressbelastung und massiven

Umweltschäden.

Alles in allem: Das waren einige Nachdenk-Anstöße,

wie die Welt nach

COVID-19 aussehen könnte und wie

sie nicht aussehen sollte.

KOLUMNE 079


Albanien: vielversprechender

EU-Beitrittskandidat

SOCIETY sprach mit dem Honorarkonsul von

Albanien in Österreich, Mag. Markus Posset, über

das unentdeckte Potential Albaniens und die

albanisch-österreichischen Beziehungen.

Vor kurzem haben Sie das Amt des

Honorarkonsuls von Albanien in

Österreich übernommen. Wie kam es

dazu?

Ich habe schon immer gute Kontakte

nach Albanien gepflegt und einige

meiner Geschäftspartner befinden sich

ebenfalls dort. Unter anderem deshalb

wurde ich vom albanischen Botschafter

in Österreich, S.E. Roland Bimo, und

dem Ministerpräsidenten Albaniens,

Edi Rama – noch vor der Wahl im April

dieses Jahres – gefragt, ob ich das Amt

übernehmen wollen würde.

Welche Aufgaben warten als Honorarkonsul

von Albanien in Österreich

auf Sie?

HonorarkonsulInnen sind ja ehrenamtlich

tätig und gerade hier ist es wichtig,

die gegenseitige Wahrnehmung, aber

auch die Bereiche Wirtschaft, Kultur,

Sport, etc. im Einverständnis beider

Länder zu fördern und zu vertiefen.

Albanien und Österreich haben historisch

weit zurückreichende, sehr

enge Beziehungen.

Das hat vor allem mit den Habsburgern

zu tun, die die albanische Nationsbildung

sowie die Unabhängigkeit

des albanischen Staates unterstützt

haben. Österreich-Ungarn hat damit

sicherlich einiges zur Entstehung des

modernen Albaniens, das wir heute

kennen, beigetragen.

Fotos: Michael Gruber, BMEIA, Stefan Diesner

DIPLOMATIE 080


Welches wirtschaftliche Potential

schreiben Sie dem Land zu und wie

sieht die aktuelle Zusammenarbeit

zwischen Österreich und Albanien

aus? Österreich ist ja der sechstgrößte

Investor in Albanien.

Es gibt viele zukunftsträchtige Branchen

in Albanien. Im Energiebereich

z.B. ist Österreich bereits mit einigen

Unternehmen präsent. Außerdem

ist der Hotel- und Medienbereich

sehr spannend, hier gibt es aktuelle

Projekte wie z.B. den neuen Flughafen

in Vlora oder Tourismusvorhaben an

den teilweise unentdeckten Küsten.

Der Tourismussektor wird in Zukunft

zu einem der spannendsten Bereiche

überhaupt: Es gibt wunderschöne Plätze,

aber nur wenige große Hotels mit

vier oder fünf Sterne-Standards. Die

Landschaft, das Meer und das Essen

sind toll, aber eben noch unentdeckt.

Wie ist Albanien neben der Botschaft

und den Honorarkonsulaten noch in

Österreich vertreten?

Es gibt zum Beispiel die Österreichisch-Albanische

Freundschaftsgesellschaft,

aber auch sehr viele

namhafte albanische Firmen, die ihren

Sitz in Wien haben. Hier kann man vor

allem die Balfin Group (www.balfin.al)

mit dem Inhaber Samir Mane, der als

reichster Mann Albaniens gilt, nennen.

Der Geschäftsführer der Balfin Holding

in Österreich und der Albatrade

ist Herr Alban Caslli, welcher seit

mehr als 20 Jahren sehr erfolgreich im

Handelsbereich für Elektronikgeräte

im Balkanraum mit großen Marken wie

z.B. Samsung tätig ist.

Albanien gilt als EU-Beitrittskandidat,

die Verhandlungen haben aber noch

nicht begonnen. Wie blicken Sie dahingehend

in die Zukunft?

Jetzt darf die EU nicht zu lange zögern,

denn andere Akteure sind im Bereich

der Wirtschaftsbeziehungen aktiv. Es

ist Zeit, Beitrittsverhandlungen für die

Mitgliedschaft aufzunehmen.

Welche Vorteile bringt es für die EU,

wenn Albanien Teil davon wird?

Zum einen bringt ein Beitritt Albaniens

sicherlich Vorteile im Hinblick

auf die Währungsunion, auf Außenhandels-

und Einreiseabkommen oder

hinsichtlich der Zollbestimmungen.

Außerdem können neue und schnellere

logistische Wege erschlossen werden.

Österreich kann hier auch einige

Projekte mitfördern, denn Albanien

gilt als gutes Investitionsland, in dem

man hervorragende Renditen erwirtschaften

kann, vor allem im Immobilienbereich.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft

Albaniens?

Ich wünsche mir, dass Albanien sehr

schnell vom EU-Beitrittskandidaten

zu einem EU-Mitgliedsland wird und

dass die Beziehungen und auch das

Image des Landes verbessert werden.

Albanien wird in den Medien teilweise

noch immer unterschätzt, obwohl es

unglaublich viel zu bieten hat: von

Kunst und Kultur über Geschichte

und Natur bis hin zur Kulinarik.

www.markusposset.com

ALBANIEN

081


SOCIETY

Nur Mut zu

Investitionen in Afrika!

Prof. Dr. Stefan Liebing, Honorarkonsul von Kamerun in Hamburg,

erklärt in seinem Gastkommentar warum man jetzt in Afrika

investieren sollte und welche Chancen sich daraus ergeben können.

Gleich mehrere große Herausforderungen

hat die Corona-Krise

für mittelständische Unternehmen

gebracht. Neben einem Einbruch

der inländischen Wirtschaftsleistung

kämpfen viele Unternehmen vor allem

mit zurückgehender Nachfrage aus

dem Ausland. Außerdem hat die Krise

gezeigt, dass es ratsam ist, Wertschöpfungsketten

und Lieferquellen zu diversifizieren,

anstatt sich für viele Vorprodukte

und Rohstoffe ausschließlich

auf China zu verlassen.

Wer Lösungen für diese Probleme

sucht, kann sie in Afrika finden. Diese

Einschätzung mag zunächst überraschen.

Vor allem deshalb, weil wir

seit vielen Jahrzehnten ein einseitiges,

geradezu klischeehaftes Bild unseres

Nachbarkontinents pflegen. Ärmliche

Hütten, hungernde Kinder, Korruption

und schlechte Infrastruktur sind

Prof. Dr. Stefan Liebing, Honorarkonsul von

Kamerun in Hamburg

Stichworte, die auch Unternehmern

häufig zuerst einfallen. Dies ist auch

tatsächlich der Fall, zugleich aber auch

das Gegenteil: Boomende Großstädte,

innovative Start-ups, einige der am

stärksten wachsenden und einige der

reformfreudigsten Volkswirtschaften

der Welt befinden sich auf diesem Kontinent,

von dem wir so wenig wissen.

Bislang sind die meisten Länder

Afrikas besser durch die Corona-Krise

gekommen als viele das gedacht

hätten. Im Umgang mit Viruserkrankungen

sind lokale Gesundheitsorganisationen

spätestens seit Ebola

erfahren. Wirtschaftlich allerdings

hat das Virus große Schäden verursacht.

Das Bruttoinlandsprodukt der

Staaten in Sub-Sahara-Afrika hat um

drei Prozent nachgegeben. Fachleute

erwarten aber eine schnelle Erholung

der Nachfrage. Denn es geht darum,

dringende Grundbedürfnisse einer

stark wachsenden Bevölkerung zu

decken: Nahrungsmittel, Energie- und

Wasserversorgung, Maschinen und

Telekommunikationstechnologie werden

konjunkturunabhängig benötigt.

Hinzu kommt, dass ein wesentlicher

Teil der Wirtschaftseinbrüche in Afrika

durch sinkende Rohstoffpreise und

ausbleibende Touristen bedingt ist.

Beides wird sich nach der Krise schnell

wieder ändern. Wenn also unsere

traditionell starken Handelspartnerländer

kaum die Wachstumstreiber

der kommenden Jahre sein können, so

wird es umso wichtiger, die zu erwartende

steil ansteigende Nachfragekurve

Afrikas nicht zu versäumen. Und

auch zur Diversifizierung von Wertschöpfungsketten

eignet sich unser

südlicher Nachbarkontinent wie kein

anderer Standort: Räumliche Nähe zu

Europa, geringe Arbeitskosten, eine

stark wachsende Mittelschicht mit

hunderten Millionen neuer Kunden

und Konsumenten sollten Grund

genug sein, in Afrika zu investieren.

Dabei geht es um Produktion für lokale

Märkte, aber auch um die Herstellung

von Vorprodukten und die Gewinnung

von Rohstoffen für internationale Wertschöpfungsketten.

Schließlich könnte die Erzeugung von

Wasserstoff aus erneuerbaren Energiequellen

und dessen Lieferung nach

Europa zu einem weiteren Wachstumstreiber

werden: Wenn Europa seine

CO2-Emissionen deutlich reduzieren

will, wird es nicht daran vorbeikommen,

umweltfreundliche Energie auch aus

Afrika zu importieren. Das bedeutet

große Möglichkeiten für Anlagenbauer,

Energieunternehmen und Investoren.

Unternehmer sollten jetzt in Afrika

tätig werden. Vor allem, weil die

kommenden Monate und Jahre riesige

Chancen bieten werden. Aber auch,

weil dauerhafte Entwicklung in der

Region nur möglich sein wird, wenn

Menschen die Chance auf einen guten

Arbeitsplatz haben, der ihnen Einkommen,

Wohlstand und Sicherheit

verspricht. Entwicklungshilfeprogramme

schaffen diese Jobs nicht, sondern

Unternehmer. Also nützen wir diese

Chance!

Fotos: ORF, Stefan Liebing

WIRTSCHAFT

082


SOCIETY

Drei Musketiere und

eine Schildkröte

Christian Wehrschütz schreibt in seinem Gastbeitrag

für das SOCIETY Magazin über den mühsamen Weg

Albaniens in Richtung EU.

„Wir sind die drei Musketiere – Einer für

alle, alle für einen!“ sagte Außenminister

Alexander Schallenberg jüngst in Tirana

bei der gemeinsamen Pressekonferenz

mit den Außenministern Tschechiens

und Sloweniens zur albanischen Außenministerin

Olta Xhacka. Die Pressekonferenz

fand im Garten des albanischen

Außenministeriums statt; zum Schluss

spazierte eine Schildkröte durch das

Gras vor dem Tisch, an dem die vier

Personen saßen. Das Gelächter vor allem

der Journalisten war groß, denn ein

besseres Symbol für den Kriechgang, in

dem die EU-Annäherung des Westbalkans

abläuft, kann der Zufall eigentlich

nicht bescheren.

Den Beginn von Beitrittsgesprächen

mit Nord-Mazedonien und Albanien

empfiehlt die EU-Kommission seit vielen

Jahren; formell beschlossen ihn die

27-EU-Staaten zu Beginn der Corona-

ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz

Krise im Frühling 2020 nach zweimaliger

Verschiebung, die vor allem Frankreich

und die Niederlande erzwangen. Offen

ist, ob unter der portugiesischen EU-

Präsidentschaft endlich die formelle

Eröffnung durch eine Regierungskonferenz

stattfinden wird. Die Chancen

dafür haben sich vor allem für Nord-

Mazedonien verschlechtert; nach der

mühevollen Beilegung des Namensstreits

mit Griechenland blockiert

nun Bulgarien und zwar ebenfalls mit

einem Rückgriff auf die umstrittene gemeinsame

Geschichte. Eine Trennung

von Nord-Mazedonien und Albanien

kommt für Schallenberg und Co aber

nicht in Frage. In Tirana wollte Ministerpräsident

Edi Rama keine Prognose

abgeben, wie die EU entscheiden wird.

„Es ist unmöglich derzeit Vorhersagen

zu machen, was die EU tun wird. Es ist

leichter vorherzusagen, dass Österreich

Fußballweltmeister wird als was

die EU tun wird. Einerseits haben wir

eine starke Gruppe von Mitgliedern, die

uns und den Beginn von Beitrittsverhandlungen

unterstützt. Dazu zählen

Österreich, Tschechien und Slowenien,

die hier von ihren drei Außenministern

vertreten wurden; sie sind seit langem

dafür, dass der formelle Verhandlungsprozess

beginnen muss. Auf der anderen

Seite gibt es einige andere Länder,

die skeptisch sind, ungeachtet der Tatsache,

dass die Entscheidung für den

Beginn der Verhandlungen von allen

Ländern insgesamt getroffen wurde.

Doch dieser Beginn ist blockiert, weil

es keinen Konsens gibt.“ Widerstand

kommt offiziell vor allem aus den Niederlanden

und Frankreich; sie werfen

Albanien vor, zu wenig gegen Korruption

und Organisierte Kriminalität zu tun,

doch die Erweiterungsmüdigkeit ist in

der EU viel weiter verbreitet. Tatsache

ist, dass Geldwäsche und Drogenhandel

tatsächlich weiterhin eine große

Herausforderung für das „Land der

Skipetaren“ darstellt. Befürworter des

Beginns der Verhandlungen weisen

aber mit Recht darauf hin, dass es nur

um den Beginn der Gespräche geht, die

viele Jahre dauern werden, und nicht

um den Beitritt selbst, und dafür sind

beide Länder zweifellos „reif“. Zu den

grundsätzlich positiven Entwicklungen

zählt in Albanien die Durchleuchtung

der Justiz: Seit mehr als drei Jahren

werden Richter und Staatsanwälte

durch eine Kommission durchleuchtet.

Diesen sogenannte „Vetting-Prozess“

haben bisher 370 Juristen durchlaufen,

nur 40 Prozent von ihnen haben bestanden.

Hinzu kommt die schlechte

Organisation der Justiz insgesamt; der

Weg zum Recht für den Bürger gleicht

einem Spießrutenlauf. Positiv zu verbuchen

ist, dass die Parlamentswahl

jüngst – trotz vieler Mängel – recht

gesittet ablief.

Der sozialistische Ministerpräsident Edi

Rama gewann neuerlich die absolute

Mehrheit und beginnt damit eine dritte

Amtszeit. Rama will die Modernisierung

Albaniens massiv vorantreiben, die in

den vergangenen 15 Jahren sichtbare

Fortschritte gemacht hat; auch die Corona-Pandemie

hat das Land erstaunlich

gut gemeistert.

WIRTSCHAFT/WESTBALKAN

083


SOCIETY

Die Wirtschaft kennt

kein Vakuum

SOCIETY sprach mit Botschafterin a.D. Dr. Elena

Kirtcheva, Gründungs- und Vorstandsmitglied,

Generalsekretärin des Vienna Economic Forum

über die Anfänge der Organisation, die Potentiale

Südosteuropas und der Balkanländer, und die

treibende Kraft der Wirtschaft.

Das Vienna Economic Forum wurde

2004 gegründet – wie ist die Idee

dazu entstanden, was sind die konkreten

Ziele des Forums?

Als bulgarische Botschafterin durfte

ich Anfang der 90er Jahre in der

Schweiz das World Economic Forum

in Davos miterleben. Als ich Jahre

später nach Wien entsandt wurde,

war es die Zeit nach dem Jugoslawienkrieg,

eine Zeit in der man an

einen „Neubeginn“ für diese Region,

besonders im Bereich der Wirtschaft,

denken und arbeiten sollte. Aus dieser

Überlegung heraus entstand die Idee,

ein Wirtschaftsforum mit Sitz in Wien

zu gründen. Wien war, ist und bleibt

„der passende Ort“ dafür, damals war

„die passende Zeit“ gekommen und

„die passenden Leute“ – Vertreter

der Wirtschaft waren auch dabei.

Im Fokus stand und steht immer

noch die Weiterentwicklung der

wirtschaftlichen Kooperation mit und

zwischen den 13 Mitgliedsstaaten des

Vienna Economic Forum. Vertreter

von renommierten Unternehmen

aus verschiedenen Branchen und

Ländern sind Mitglieder des VEF und

seines Vorstands. Wir haben es uns

zur Aufgabe gemacht, Interesse für

die Region zu wecken und potenzielle

Investitionsmöglichkeiten zu definieren,

um einen aktiven Beitrag für

die wirtschaftliche Entwicklung der

Region, und zwar mit der Zielrichtung

des Aufbaus einer gemeinsamen

„Wirtschaftsarea“, zu leisten. Vienna

Economic Forum hat sich als DIE

pro-europäische Plattform mit Sitz in

Wien etabliert und es über die 17 Jahre

seines Bestehens, die wir im April

2021 feierten, geschafft, wesentliche

und damit verantwortungsträchtige

Anerkennung zu bekommen. VEF ist

der Status als Internationale Nichtstaatliche

Organisation (INGO) sowie

der spezielle Konsultativstatus beim

Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten

Nationen (ECOSOC) zuerkannt

worden. Seit 2015 ist VEF zudem im

Transparenzregister des Europäischen

Parlaments und der Europäischen

Kommission eingetragen. Es bleibt

weiterhin unser Ziel, Aufmerksamkeit

auf die Mitgliedsländer zu ziehen,

Südosteuropa und besonders die Balkanregion

sichtbarer zu machen. Ich

bin stolz darauf, dass SOCIETY dabei

unser Hauptmedienpartner ist und

freue mich über die gemeinsamen

Pläne, die Zusammenarbeit weiterhin

erfolgreich fortzuführen.

Welche Erfolge konnte das VEF bis

dato verbuchen?

Das große jährliche Vienna Economic

Forum findet jedes Jahr im

November in Wien statt. Dazu sind die

Premierminister der Mitgliedsländer

zusammen mit hohen Vertretern der

regionalen, europäischen und Weltwirtschaft

eingeladen. Unter dem

Motto „Wirtschaft trifft Politik“ werden

Richtungen für neue Investitionen

ermittelt sowie Rahmen für konkrete

wirtschaftliche Zusammenarbeit in

der Region gesetzt. Im Laufe des Jahres

organisieren wir auch „Vienna Economic

Talks“ in den Mitgliedsländern.

VEF freut sich über das Interesse und

die aktive Zusammenarbeit mit der

Europäischen Kommission, wir sind

immer stolz darauf, dass regelmäßig

EU-Kommissare unseren Einladungen

Folge leisten und an unseren

Foren aktiv teilnehmen. In diesem

Foto: SOCIETY/Probaschnig

VIENNA ECONOMIC FORUM 084


SOCIETY

Zusammenhang erwähne ich gerne,

dass es VEF gelungen ist, als „Official

side event“ zu fungieren – wie etwa

bei dem „EU-Western Balkan Summit

2018“ in Sofia oder bei der darauffolgenden

österreichischen EU-Ratspräsidentschaft.

Wir sind stolz darauf,

dass dabei alle Premierminister des

Westbalkans unserer Einladung gefolgt

sind.

Warum sollten Unternehmen in den

Mitgliedsländern des VEF (Albanien,

Bosnien und Herzegowina, Bulgarien,

Kroatien, Kosovo, Moldau, Montenegro,

Nordmazedonien, Österreich,

Rumänien, Slowenien, Türkei und

Ukraine) investieren?

Die ganze Region ist von großer geopolitischer

Bedeutung. Da ist sehr

viel Potential zur wirtschaftlichen

Entwicklung vorhanden, dazu unausgeschöpfte

Ressourcen menschlicher

Energie. Es gibt eine Dynamik, die in

eine Richtung zusammengebündelt,

Wunder bewirken kann. Die VEF Mitglieder

haben Interesse, in mehreren

der Mitgliedsländer wirtschaftlich

vertreten zu sein. Wir versuchen die

Investitionsprozesse weiter zu unterstützen,

gemäß der Überzeugung,

dass die Wirtschaft der Motor der

gesellschaftlichen Entwicklung und

Veränderung ist.

Wie steht das Forum mit den Botschafter

der oben genannten Länder

in Kontakt?

Die Struktur des VEF ist eine unikale:

Am VEF–Partronanzkomitee nehmen

die Premierminister der Mitgliedsländer

teil; die in Österreich akkreditierten

Botschafter der VEF-Länder sind

Mitglieder des Botschafterkomitees

und es ist eine gute Sache, dass die

Botschafter nicht nur das eigene Land

vertreten, sondern sich auch regional

einsetzen. Im Juni dieses Jahres feierten

wir das 20. Jubiläum der berühmten

VEF Garden Party, bei der alle Botschafter

mit Gästen aus der eigenen

Diaspora, zusammen mit VEF-Mitgliedern,

kamen. Die Stimmung während

dieser Sommer Social Events des VEF

ist immer ausgezeichnet.

Covid-19 ist vor allem auch für die

Wirtschaft eine große Belastung. Wie

sieht die Post-Covid Agenda des VEF

aus?

Ich glaube, dass wir uns kontinuierlich

weiterentwickeln, nicht zuletzt durch

neue Technologien. Aus dem letzten

Jahr werden wir die Möglichkeit einer

Hybridorganisation der Veranstaltungen

mitnehmen. Diese neue Form

hat es ermöglicht, dass sich beim 17.

Vienna Economic Forum im November

2020 ca. 1200 Teilnehmer aus 32

Ländern beteiligten. Bei den Vienna

Economic Talks über den „Economy

and Investment Plan for the Western

Balkans“, die im Mai 2021 zusammen

mit dem EU-Kommissar für Nachbarschaftspolitik

und Erweiterung,

Olivér Várhelyi, mit Premierministern

der Mitgliedsländer und mit hohen

Vertretern der österreichischen,

der regionalen und europäischen

Wirtschaft stattfanden, waren es 600

Beteiligte aus 20 Ländern. Ich bin sehr

stolz darauf, dass das Vienna Economic

Forum so weit gekommen ist und

blicke positiv und mit Freude in die

Zukunft! Die Wirtschaft kennt kein

Vakuum, und das sollte ebenso für die

Politik gelten.

WIRTSCHAFT

085


SOCIETY

Zur Schwäbischen

Jungfrau

Mit ihrem fröhlichen Wesen zieht uns die

83-jährige Innenstadtlegende Hanni Vanicek

beim SOCIETY-Interview in ihrem Geschäft

am Graben sofort in ihren Bann – ebenso mit

ihren zahlreichen Geschichten.

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

Vom malaysischen König, der seinen

Palast von der „Schwäbischen Jungfrau“

mit feinsten Stoffen und edler

Wäsche ausstatten ließ, über ein

illustres Abendessen mit Luciano

Pavarotti bis hin zu Whoopie Goldbergs

Überraschungsbesuch in ihrem Wiener

Traditionsgeschäft – die heute 83-jährige

Geschäftsführerin hat viel erlebt.

Mit ihren Erfahrungen könnte sie zahlreiche

Bücher füllen – ihr erstes ist im

Oktober letzten Jahres auch bereits

erschienen. „Das Geschäft ist meine

Bühne“ heißt es und wurde von der

österreichischen Autorin Freya Martin

aufgezeichnet. „Es ist ein sehr wienerisches

Buch und ich bin stolz darauf“,

betont Hanni Vanicek im Interview. Mit

nur 21 Jahren übernahm Hanni Vanicek

1959 die Schwäbische Jungfrau. Das

Wäschewarengeschäft bestand zu

diesem Zeitpunkt bereits über 240

Jahre und hatte schon zahlreiche

BesitzerInnen überdauert. Vor der

Übernahme war Vanicek viel gereist,

hatte ihren Vater als seine Assistentin

in ganz Europa begleitet. Ihr eigentlicher

Traum war es damals, Opernsängerin

zu werden und auf der Bühne

zu stehen, das Schicksal wollte es aber

anders: Sie sollte jene Person werden,

die die 1720 von einem nach Wien

übersiedelten schwäbischen Leinwandhändler

gegründete Schwäbische

Jungfrau nun seit über sechzig Jahren

prägt, ihr eine Seele verleiht. „Ich war

damals noch sehr jung und unbedarft,

aber ich konnte eine gute Ausbildung

als Schneidermeisterin vorweisen. Von

zuhause hatte ich außerdem Disziplin

gelernt und die war vor allem zu Beginn

sehr wichtig“, erinnert sich Vanicek an

die ersten Jahre als Geschäftsführerin.

Sie wuchs stetig in die Rolle der Eigentümerin

hinein, flog zu Messen, schloss

Verträge, erweiterte die Stammkundschaft

und renovierte das Geschäftslokal,

das sich zuvor am „Haarhof“ und

später am Hohen Markt befunden

hatte, ehe es in den 1920er Jahren am

Graben 26 seinen Platz fand. Als großer

Glücksfall für das Unternehmen stellte

sich die Kooperation mit der amerikanischen

Herstellerfirma Fieldcrest

heraus, die über vierzig Jahre dauern

und erst durch die Auflösung der Firma

enden sollte. Die einzigartig weichen

Frotteehandtücher der Marke fanden

weitläufigen Anklang, zu erhalten waren

diese europaweit nur bei Harrods in

London, im Maison Blanc in Paris – und

eben in der Schwäbischen Jungfrau

in Wien. Doch nicht immer lief alles so

problemlos für Hanni Vanicek, so brach

am 25. Juni 1968 ein zerstörerischer

Brand im Geschäft am Graben aus, der

die Räumlichkeiten schwer beschädigte.

Auch das gesamte Archiv der

Schwäbischen Jungfrau, die zu Kaisers

Zeiten sogar zum k.u.k. Hoflieferanten

ernannt wurde, fiel den Flammen zum

Opfer und der Verkauf musste kurzerhand

in die sich heute noch dort

befindende Näherei im 8. Bezirk verlegt

werden.

Mit ihrer offenen und herzlichen Art

begeistert Vanicek seit jeher die Menschen

für sich. „Ich bin eine Person, die

auf jeden zugeht und so habe ich Nelson

Mandela am Flughafen die Hand

geschüttelt, Michael Jackson um zwei

Uhr nachts mitten auf der Straße ein

persönliches Autogramm abgeluchst

und am Macchu Picchu ein Foto mit

Jimmy Carter gemacht“, lacht sie.

Und so bespielt sie auch seit über 60

Jahren die Bühne der Schwäbischen

Jungfrau – mit Charme, Herz und

Enthusiasmus, und seit 2006 gemeinsam

mit ihrem Neffen Theo, der das

Geschäft einmal übernehmen und ein

weiteres Kapitel der langen Geschichte

der Schwäbischen Jungfrau schreiben

wird. „Für die Zukunft wünsche ich

mir Frieden, mehr Verständnis für die

Menschen, weniger Gier und für die

Schwäbische Jungfrau, dass sie, genau

wie die anderen älteren Geschäfte,

weiterbestehen kann und die Mieten

leistbar bleiben – das liegt mir wirklich

am Herzen“.

AUSTRIAN BUSINESS

087


SOCIETY

Ein Stuhl mit

Schwung

Kein Möbelstück ist so eng mit der Wiener Kaffeehauskultur

verwoben, wie Thonets „Stuhl

Nr.14“ – dieser prägt heute noch den Charakter

der klassischen Wiener Etablissements.

Entwickelt wurde der Sessel 1859 vom

deutschen Tischlermeister Michael

Thonet, den Fürst Metternich mit

seiner Familie 1842 nach Wien geholt

hatte. Sieben Jahre später gründete er

seine eigene Werkstätte in Gumpendorf,

die er 1853 in Gebrüder Thonet

umbenannte. „Ohne Wien wäre Thonet

heute nicht das, was es ist. Die Weitsicht,

Innovationskultur und überregionale

Vernetzung der damaligen Zeit

haben es Michael Thonet ermöglicht,

seine technologischen Konzepte und

unternehmerischen Ideen umzusetzen

und zum Erfolg zu führen“, betont

Norbert Ruf, Creative Director und Geschäftsführer

von Thonet im SOCIETY-

Interview.

Der erste große Auftrag für Thonet

kam vom Café Daum, das er im Jahr

1850 mit dem Stuhl Nr. 4., der heute

ebenfalls als Ikone gilt, ausstattete.

„Auf seinen Entwürfen kamen die Menschen

früher wie heute zusammen,

tauschten sich aus und nach wie vor

definieren sie das Bild der Wiener Gastronomie“,

so Ruf. Zwei Jahre nach der

großen Bestellung des Cafés Daum

eröffnete Thonet die erste Verkaufsniederlassung

im Palais Montenuovo

in der Strauchgasse.

Das Unternehmen wuchs stetig weiter,

es wurden Wälder gekauft und Fabriken

gebaut, darunter auch in Frankenberg

in Hessen, wo sich heute der

Firmensitz von Thonet befindet. Mit

dem Entwurf des Stuhls Nr. 14 (heute

214) – dem „Wiener Kaffeehausstuhl“ –

erlangte Thonet schließlich – nicht nur

aufgrund des einzigartigen Designs

sondern auch, weil der Stuhl durch die

neuartige Technologie des Biegens

von massivem Buchenholz beinahe

industriell hergestellt werden konnte

– endgültig internationale Bekanntheit.

Bei der Weltausstellung in Paris

im Jahr 1867 erhielt er dafür sogar die

Goldmedaille. Auch in adligen Kreisen

genoss der Tischlermeister hohes Ansehen.

Kaiser Franz Joseph I. zeichnete

ihn seinerzeit mit dem „Goldenen Verdienstkreuz

mit der Krone“ sowie mit

dem Ritterkreuz des Franz-Joseph-Ordens

aus. Als Michael Thonet im Alter

von 75 Jahren an den Folgen einer

Erkältung verstarb, unterhielt die Firma

Gebrüder Thonet bereits weltweit

eine Vielzahl an Verkaufsstellen – von

Barcelona über London, bis nach New

York und St. Petersburg. Die Qualität

und zeitlose Formensprache hatten

Thonet zum Vorreiter und Pionier der

Möbelbranche gemacht.

70 Jahre nach dem revolutionären

Entwurf des Stuhls Nr. 14 sorgte Marcel

Breuer mit seinen ersten Möbelmodellen

aus Stahlrohr für Aufsehen. Thonet

übernahm 1929 die von ihm mitgegründete

Firma Standard-Möbel Lengyel

& Co. und sicherte sich so die Produktionsrechte

von Breuers neuartigen

Designs. „So entstanden die heutigen

Stahlrohr-Klassiker S 32 und S 64, bis

heute wichtige Bindeglieder zwischen

der traditionellen Bugholztechnik und

modernem Stahlrohrbiegen“, fügt Ruf

hinzu.

Heute wird in enger Zusammenarbeit

mit bekannten zeitgenössischen

DesignerInnen an neuen Entwürfen

gearbeitet. Der traditionellen Herstellungsweise

der Bugholz- und Stahlrohrklassiker

ist Thonet aber in großen

Teilen treu geblieben, auch wenn nur

einige wenige MitarbeiterInnen über

die nötige Expertise verfügen. „Vor

allem das Bugholzbiegen ist auch

heute noch ein fast alchimistisch

anmutender Prozess, der im Prinzip

noch genauso funktioniert wie im 19.

Jahrhundert“, so Ruf. Auch Thonets

klassische Designs haben nichts an

Aktualität verloren: „Der Wiener Kaffeehausstuhl

in all seinen Varianten sowie

die Stahlrohrfreischwinger werden

immer gefragt sein. Dabei liegt es an

uns, sie lebendig zu halten, zum Beispiel

indem wir neue Materialien oder

Farben einsetzen.“ Thonet steht jedenfalls

für Beständigkeit, das beweist das

über 200-jährige Bestehen des Unternehmens:

„Möbel von Thonet gehören

heute wie damals zum alltäglichen

Leben vieler Menschen auf der ganzen

Welt“, so Ruf. „Mit diesen Werten in

Kombination mit höchstem Anspruch

an Gestaltung und Qualität entstehen

Designklassiker, die für Langlebigkeit,

Kultur und Stil stehen“, resümiert der

Geschäftsführer.

Fotos: Thonet

AUSTRIAN BUSINESS

088


SOCIETY

Thonet fertigt nicht nur Kaffeehaussessel, sondern auch moderne Büromöbel in luftiger Holz-Optik

Im Thonet-Showroom kann man die modernen Büromöbel bewundern

S 5000 Retreat: Thonet und Studio Irvine liefern ein zeitgemäßes Update mit

Daybeds, die individuell angepasst werden können

So sehen Thonet-Stühle vor der Montage aus

AUSTRIAN BUSINESS

089


SOCIETY

Pionier in Ostafrika

Thomas Kopp ist Geschäftsführer bei 3LOG premium

logistics und Intercont logistics & trading.

Vor drei Jahren wagte er den unternehmerischen

Schritt nach Tansania, was ihm 2019 den „Export

Preis“ in Silber einbrachte. SOCIETY sprach mit ihm

über die Potentiale des ostafrikanischen Marktes.

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

Mit Intercont logistics & trading ltd.

haben Sie 2018 eine Schwestergesellschaft

in Daressalam, Tansania

gegründet – Warum gerade an diesem

Standort?

Die neue Seidenstraße und Ostafrika

geraten immer mehr in den Fokus, die

Region um die Subsaharazone birgt

große wirtschaftliche Potentiale. Für

Tansania sprechen einige gute Gründe:

Ostafrika hat eine Freihandelszone, die

ähnlich funktioniert wie die EU; unser

Standort am Seehafen in Daressalam

ist eine logistisch wertvolle Anlaufstelle

für deren Mitgliedsländer. Zudem

bestehen im Land stabile systempolitische

Verhältnisse und ein sicheres

Bankensystem. Nach dem Rechtswesen,

das auf dem British Common Law

basiert, können Firmengründer, -Eigentümer

und Management zu 100%

ausländische Investoren sein – eine

für uns natürlich sehr vorteilhafte Regulierung.

Wie in den meisten Ländern

Ostafrikas ist außerdem Englisch die

offizielle Amtssprache: Das erleichtert

die Kommunikation und war mitunter

ein Grund für mich, mich dort niederzulassen.

Tansania war aber sicherlich

nur der erste Schritt. Ich plane weiter

in Ostafrika zu expandieren, hochinteressant

wären etwa Kenia oder Ruanda,

das als Silicon Valley Afrikas gilt.

Wie zeigen sich die wirtschaftlichen

Potentiale Ostafrikas und wie können

diese Dynamiken am besten genutzt

werden?

Afrika hat eine ökonomisch aufregende

Zukunft vor sich. Tansania erlebt

zurzeit ein reales Wirtschaftswachstum

von 4-5% – davon können wir im

rezessiven Europa nur träumen. Das

Bevölkerungswachstum boomt, auch

der Mittelstand wird weiter wachsen.

Da muss man präsent sein und die

aufkommenden Chancen nutzen, bevor

das jemand anderes macht.

Der afrikanische Kontinent wird im Moment

von chinesischen und türkischen

Investoren überrollt; das bedeutet verlorene

Möglichkeiten für europäische

Unternehmen. Zusätzlich zu unserer

Logistiktätigkeit bemühen wir uns,

dem entgegenzusteuern und österreichischen

Investoren im Bereich private

equity Investitionen für Projekte in

Tansania oder Kenia zu ermöglichen.

Aktuell wurde in diesem Rahmen eine

Covid-19-Maskenfabrik mit österreichischem

Kapital gebaut. Auch Produktion

und Export sind vielversprechend:

Einer meiner Kollegen verarbeitet und

exportiert biologische Cashewnüsse,

auch Intercont strebt an, Bio-Avocados

nach Europa zu bringen. In Tansania

gibt es nämlich sehr viel Wasser und

die Früchte gedeihen wunderbar.

In Europa und Österreich hat man das

Potential des ostafrikanischen Marktes

noch nicht zur Gänze erkannt. Hier

würde ich mir durchaus mehr Engagement

und Unterstützung wünschen,

auch von offizieller Seite. Wir müssen

viel mutiger sein und mehr in Afrika

investieren, sonst werden wir bald von

links und rechts überholt. Momentan

leistet die eingeschworene Gruppe

an österreichischen Unternehmern in

Tansania wahre Pionierarbeit, auf die

man sehr stolz sein kann.

Welche Herausforderungen stellt die

Tätigkeit in Ostafrika?

Viele ausländische Unternehmer

scheitern in der Region. Meistens liegt

das daran, dass die selbe Businesskultur

erwartet wird, wie man sie aus

Europa kennt. Doch in Afrika laufen die

Dinge einfach anders, Treffen ergeben

sich kurzfristig, Termine können nicht

so dicht getaktet werden. Um Vertrauen

zu lokalen Unternehmern zu

schaffen, muss man sich an deren Stil

anpassen – letztendlich sind wir immer

noch Gäste im Land. Ich bin mittlerweile

zum glühenden Tansania-Fan geworden:

Die Menschen sind sehr nett

und zugänglich; wenn man ihnen mit

Respekt begegnet, kommt immer ein

Lächeln zurück. Der ostafrikanische

Markt ist natürlich auf seine Weise

herausfordernd. Dennoch muss man

den Mut haben, neue Dinge anzugehen

– nur dann wird man auch belohnt.

Wer den Schritt nach Afrika wagt, sollte

sich zuvor jedenfalls mit jemandem

absprechen, der sich auskennt.

AUSTRIAN BUSINESS 091


SOCIETY

Im Lens Lab werden die Gläser auf die Bedürfnisse der Kunden hin optimiert.

Bis zu 264 Produktionsschritte werden für jedes randlose Meisterwerk benötigt.

In jeder Silhouette Metallbrille stecken rund 80 Prozent Handarbeit

9.000 Brillen werden täglich von hoch qualifizierten Mitarbeitern produziert.

Das ungebrochene Bekenntnis zu höchster Qualität spiegelt sich in über 100

Qualitätskontrollen pro Brille wider.

3.000 neue Brillenentwürfe pro Jahr erarbeitet ein internationales

Team an Designern bei Silhouette International.

Fotos: Silhouette

AUSTRIAN BUSINESS

092


SOCIETY

Silhouette International:

Klare Sicht Voraus

Seit 57 Jahren überzeugt der österreichische

Premiumbrillenhersteller Silhouette International

mit Firmensitz in Linz durch präzise Handarbeit,

Qualität und hochwertiges Design.

„Mehr als nur einen Sehbehelf“ wollten

Anneliese und Arnold Schmied erschaffen,

als sie 1964 das Fundament

für die Marke Silhouette legten. Dabei

standen präzise Handarbeit, höchste

Qualität und hochwertiges Design

stets im Fokus. Heute, 57 Jahre später,

werden die Brillen von Silhouette

International in über 100 verschiedenen

Ländern verkauft. Eine schmale

carré-förmige Brille war die erste, die

1964 das Werk in Linz verließ und bald

den Weg zu internationalem Erfolg

ebnete. In den 70er Jahren waren es

auffällige Designs, die weltweit Aufmerksamkeit

erregten, darunter vor

allem die „Futura“. Zur gleichen Zeit

entstand überdies die erste randlose

Brille von Silhouette. „Unsere Produkte

stehen für innovatives Design, das

stets dem Zeitgeist entspricht. Wir

folgen beim Design keinen kurzfristigen,

schnelllebigen Modetrends. Es

geht vielmehr darum, ein Maximum

an Qualität zu erzielen, um auf die

Bedürfnisse unserer Kunden bestmöglich

eingehen zu können“, betont

CMO Michael Schmied im Interview

mit SOCIETY.

Einen wesentlichen Beitrag zur Identität

der Marke trug die 2020 verstorbene

Designerin Dora Demmel, die

von Beginn an Teil des Familienunternehmens

war. Heute erarbeitet ein

internationales Team an Designern

etwa 3000 Brillenentwürfe pro Jahr.

„Eine Silhouette zu tragen, bedeutet

Leichtigkeit zu spüren. Keine Brille ist

leichter, keine komfortabler als eine

Silhouette“, so Schmied weiter. Das

Bekenntnis zu „Made in Austria“ und

dem Standort Linz spielt für das international

agierende Unternehmen, das

nach wie vor in Familienbesitz ist, eine

wesentliche Rolle.

HANDARBEIT UND INNOVATION

In einer Silhouette Metallbrille

stecken durchschnittlich etwa 80

Prozent Handarbeit, bis zu 264 hoch

präzise Schritte und über 100 Qualitätskontrollen

ehe sie das Werk in

Linz verlässt. Täglich werden so 9000

Brillen gefertigt, insgesamt beschäftigt

das Unternehmen weltweit 1400

MitarbeiterInnen. Auch in Sachen

Nachhaltigkeit ist Silhouette Pionier:

im 3D-Druckverfahren mit 100% biobasiertem

Material konnte NEUBAU

EYEWEAR, die urbane und nachhaltige

Marke von Silhouette International,

erstmals eine komplett nachhaltige

Brille produzieren. „Als internationaler

Premiumbrillenhersteller wollen wir einen

wertvollen Beitrag für eine stabile

Wirtschaft und für die Zukunft unserer

Umwelt leisten“, so der CMO. Silhouette

International ist seit 2020 offizieller

Klimabündnis-Betrieb und verwendet

zu 100 % umweltfreundlichen Strom.

Neben Nachhaltigkeit hat sich das

Unternehmen seit jeher der Innovation

und dem Fortschritt verschrieben.

1983 etwa wurde der Kunststoff SPX®

entwickelt, der komplett neue Dimensionen

im Brillendesign eröffnete und

gleichzeitig auch das Zeitalter der

Leichtigkeit einläutete. 1999 folgte

die Entwicklung der Silhouette Titan

Minimal Art, einer schrauben- und

scharnierlosen Brille, die nur 1,8

Gramm wiegt und den internationalen

Brillenmarkt revolutionierte. Seit 2000

ist die Titan Minimal Art von Silhouette

sogar für die Raumfahrt zertifiziert.

Vor fünf Jahren entstand dann mit

NEUBAU EYEWEAR eine urbane und

nachhaltige Marke. Ein Jahr später

wurde Silhouette zum Brillenkomplettanbieter

– im sogenannten Lens Lab

werden seither Gläser mit höchster

Präzision angefertigt. 2019 erweiterte

Silhouette International sein Portfolio

um eine weitere Marke, diesmal im

Premium Sportsegment – evil eye

steht für hochfunktionale Sportbrillen,

die mit ihren kompromisslosen Material-,

Funktions- und Filtereigenschaften

auch bei höchsten Ansprüchen

Spitzenleistungen ermöglichen.

www.silhouette-international.com

AUSTRIAN BUSINESS

093


SOCIETY

ANDY WOLF: Brillen-

design aus Österreich

Von internationalen Stars getragen und in Österreich

und Frankreich produziert – die ANDY WOLF Brillen

überzeugen durch Qualität, Handarbeit und Design.

SOCIETY hat mit CEO Andreas Pirkheim gesprochen.

Wie kam es zur Gründung von ANDY

WOLF und wie hat sich das Unternehmen

seither entwickelt?

ANDY WOLF ist eine Contemporary

Eyewear Brand aus Österreich, die

2006 von den beiden Namensgebern

Andreas Pirkheim (Andy) und Wolfgang

Scheucher (Wolf) gegründet

wurde. Alle Brillen und Sonnenbrillen

werden ausschließlich in den eigenen

Manufakturen in Hartberg (Österreich)

und Jura (Frankreich) mit zertifizierten

Materialen von Hand hergestellt. Als

Independent Eyewear Label überzeugt

ANDY WOLF durch die Kombination

von modernem und einzigartigem

Design, keinem sichtbaren Logo, der

Herstellung im eigenen Unternehmen

in Europa und dem hohen Anspruch

an Qualität. Insgesamt werden rund

150 Mitarbeiter beschäftigt, neben

den Standorten in Hartberg und in

Frankreich gibt es auch Büros in Berlin

und in New York. Rund 140.000 ANDY

WOLF-Brillen gehen Jahr für Jahr in

mittlerweile mehr als 69 Ländern über

die Ladentische.

Die ANDY WOLF Brillen werden in

Österreich designt und handgefertigt

– was zeichnet sie darüber hinaus

noch aus?

Ganz klar – allen voran unser Herzblut,

das in jeder einzelnen ANDY WOLF

Fassung steckt. Österreich spielt

historisch gesehen in der Brillenindustrie

schon immer eine Rolle und

außerdem ist es für seine Genauigkeit

bekannt. Paart man diese mit langjähriger

Erfahrung, ist das ein Garant

für ein langlebiges Produkt von bester

Qualität. ANDY WOLF produziert jede

Fassung lokal in den eigenen Manufakturen.

Dadurch liegt die Wertschöpfungskette

komplett im Haus

– das wissen die Kunden zu schätzen.

Außerdem ist uns ein bewusster

Umgang mit Mensch und Natur besonders

wichtig. Wir sind stolz, dass

das Rohmaterial unserer Acetatbrillen

– die Cellulosefasern aus Holzzellstoff

– aus einer rein nachhaltigen

Forstwirtschaft stammen. Neben der

Nachhaltigkeit bietet Acetat eine

Vielzahl von Farben und Effekten, die

unsere Designs unterstützen. Das

Metall unserer Brillen ist recycelt und

stammt aus Deutschland.

ANDY WOLF ist in 69 Ländern vertreten

– Wie kann man international

als Brillenmanufaktur erfolgreich

bestehen?

ANDY WOLF Brillen gibt es bereits in

69 Ländern weltweit in Optikerfachgeschäften

und Fashion-Stores, Tendenz

steigend. Unsere Exportquote liegt

bei 85%, unsere Kernmärkte sind

Deutschland, Österreich, Schweiz,

Niederlande, Frankreich, Italien, Russland

und Nordamerika. Wir fokussieren

uns auf unsere Kernmärkte, speziell

Nordamerika. Dort haben wir seit

2016 eine eigene Niederlassung, von

der aus wir den amerikanischen Markt

betreuen.Die Digitalisierung wurde

aufgrund der neuen Herausforderungen

zu einem neuen Schwerpunkt.

Bereits Anfang März haben wir unser

neues B2B-Händlerportal gelauncht,

unsere neue Website folgte im April.

Damit können wir unsere Kunden und

Partner, gerade im Export, noch besser

erreichen und heben unseren Service

auf ein ganz neues, intuitives Level.

Wer war bis dato die wohl bekannteste

Kundin von ANDY WOLF?

Ganz klar Rihanna 2017 in Cannes!

Ihre Stylisten kontaktierten uns, da

sie auf der Suche nach einer kleinen,

weißen Brille waren. Wir hatten

gerade eine kleine Lesebrille auf den

Markt gebracht, die passte perfekt,

war aber nicht weiß. Da war die lokale

Produktionsstätte ein großer Vorteil.

Rihanna trug die weiße Fassung dann

beim Festival, was ein großer Meilenstein

für uns war. Daraus entstand das

Nachfolgemodell Florence, ein schon

jetzt neues ikonisches Brillendesign.

www.andy-wolf.com

Fotos: Alexander Gebetsreuther, Markus Mansi Moma, Bastian Thiery

AUSTRIAN BUSINESS

094


SOCIETY

Die ANDY WOLF Brillenfassungen werden mechanisch vorpoliert

Namensgeber und CEO von ANDY WOLF, Andreas Pirkheim

Jede ANDY WOLF Brille wird genauestens geprüft, bevor sie das Werk verlässt

Mitarbeiterin bei der Endkontrolle der fertigen Brillen im Werk in Hartberg

ANDY WOLF Mitarbeiterin beim Gravieren der Logos

Model mit einer Brille aus der REDISCOVER-Kollektion 2021

AUSTRIAN BUSINESS

095


SOCIETY

Wien:

Stadt der Zukunft – Grün,

nachhaltig und digital

SOCIETY sprach mit Ulli Sima, amtsführende Stadträtin für Innovation,

Stadtplanung und Mobilität, über die grüne Zukunft Wiens.

Vor allem die Klimakrise verlangt

nach neuartigen Strategien und

Konzepten für eine nachhaltige und

tragbare „Stadt der Zukunft“. Wie

wird sich Wien den großen Herausforderungen

der Zeit stellen?

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung

unserer Zeit. Wir spüren

seine Folgen – z.B. durch die steigende

Hitze in der Stadt – die wir mit klugen

Gegenmaßnahmen bekämpfen. So

prognostiziert eine Studie der ETH

Zürich, dass es in Wien im Jahr 2050

so heiß sein wird wie in Skopje, der

Hauptstadt von Nordmazedonien.

Mein Credo in der Stadtplanung lautet

daher: raus aus dem Asphalt und viel

mehr Grün auf Wiens Plätzen und

Straßen. Zahlreiche Bäume, Sitzmöbel,

Trinkbrunnen sowie Nebelstelen

und Wasserspiele kommen dafür zum

Einsatz. Sie kühlen die Plätze in unserer

Stadt und sorgen in den heißen

Sommermonaten für Erfrischung und

Ulli Sima, Stadträtin für Innovation, Stadtplanung

und Mobilität

Spaß. Eine weitere Maßnahme für

die Klimamusterstadt sind neue Begrünungsmodule

im Straßenbereich.

Dort, wo Baumpflanzungen nicht

möglich oder sehr teuer sind, werden

Asphaltflächen aufgebrochen und mit

unterschiedlichen Pflanzenmodulen

bepflanzt oder Wasserspiele und

Sprühnebelanlagen angelegt.

Wie würden Sie den Ausgangspunkt

Wiens beschreiben, auch im Vergleich

zu anderen europäischen

Städten?

Wir reagieren in Wien seit vielen Jahren

auf diese Entwicklungen, in erster

Linie mit aktivem Klimaschutz: dem

Ausbau der Öffis, von Solarenergie,

Gebäudedämmungen und unzählige

weitere Maßnahmen. Dank dieser

Bemühungen ist Wien heute das

Bundesland mit dem geringsten CO2

Ausstoß pro Kopf. Wir investieren nun

auch im Rahmen des größten Klima-

Förderprogramm unserer Stadt 100

Millionen Euro für nachhaltige Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen

für

mehr Lebensqualität in den Bezirken.

Ein wesentliches Ziel der Smart

City Wien Rahmenstrategie ist es,

Wien zur Digitalisierungshauptstadt

Europas zu machen. Wie kann dies

erreicht werden?

Digitalisierung ist ein Schlüsselthema

für die Zukunft. Ich will die Entwicklung

zur Digitalisierungshauptstadt zu werden

aktiv gestalten – dabei steht bei

all unseren Maßnahmen der Mensch

im Mittelpunkt. Wir wollen die hohe

Wiener Lebensqualität auch auf den

digitalen Bereich ausdehnen und vermehrt

digitale Services zur Verfügung

stellen. Dazu gehören etwa die Wien

Mobil App der Wiener Linien, die Cooling

App, die im Sommer kühle Plätze

mit Sprühnebelduschen oder Trinkbrunnen

anzeigt oder auch die Sag’s

Wien App, wo Anliegen von BürgerInnen

gemeldet und von der Stadt rasch

erledigt werden. Außerdem sorgen wir

dafür, dass die digitale Infrastruktur der

Stadt Wien top modern, sicher und für

alle zugänglich ist. Jedes einzelne Ziel

der Smart City Strategie wird regelmäßig

in Monitorings gemessen.

Wie kann bzw. soll jede einzelne Bürgerin/jeder

einzelne Bürger an den

Zukunftsprojekten teilnehmen?

In Wien können die BürgerInnen ihre

Stadt aktiv mitgestalten. Dafür haben

wir viele analoge wie auch digitale

Angebote zur Diskussion geschaffen.

In der Hauptstadt nutzen wir die

Digitalisierung der Gesellschaft und

fördern die aktive Einbindung der

WienerInnen via Websites bzw. Apps.

Ein aktuelles Beispiel ist der Ideenwettbewerb

für begrünte Straßen und

Plätze auf www.wienwirdwow.at. Er

soll uns helfen, noch mehr Grünraum

in die Stadt zu bringen. Vielfach verunmöglichen

technische Einbauten

für Strom, Gas oder Wasser Baumpflanzungen.

Wir suchen daher neue,

innovative Ideen, um mehr Begrünung

in die Stadt zu bringen.

Foto: Dieter Steinbach

GREEN SOCIETY

096


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Gleich informieren unter coronavirus.wien.gv.at/wirtschaft

wien.gv.at/coronavirus


SOCIETY

Seien Sie das Licht,

nicht der Hügel

Gastautor Simon Inou plädiert in seinem Kommentar

für die Inklusion von Schwarzen in der

literarischen Welt.

Am 20. Januar 2021 wurde Joseph „Joe“

Robinette Biden, Jr. als 46. Präsident

der Vereinigten Staaten angelobt.

Die Angelobung von Joe Biden war

eine historische Einmaligkeit: Zum

ersten Mal in der Geschichte der USA

wurde eine Frau zur Vize-Präsidentin

gemacht. Kamala Harris ist zudem

die erste afroamerikanische und die

erste asiatisch-amerikanische Person

in dieser Position. Aber an diesem

Tag stahl ein anderer Shooting Star

den PolitikerInnen die Show: Amanda

Gorman, eine junge Schriftstellerin,

Lyrikerin und Aktivistin. Seit Jahren

setzt sie sich mit Themen wie Feminismus,

Unterdrückung, Diskriminierung

und Rassismen auseinander. Auf

Einladung von Jill Biden trug Gorman

im Rahmen der Zeremonie ihr Gedicht

The Hill We Climb vor. Dieses Gedicht

wurde nach dem Sturm auf das Kapitol

Die Dichterin und Word-Aktivistin Amanda Gorman

bei der Angelobung von Präsident Biden

in Washington DC am 6. Januar 2021

noch einmal angepasst. Die 22-jährige

war am Tag der Angelobung die

jüngste Dichterin, die jemals bei der

Amtseinführung eines US-Präsidenten

aufgetreten ist. The Hill We Climb umfasst

723 Wörter. Das Gedicht handelt

von den schweren Zeiten, die die USA

durchstehen. Laut Gorman ist Amerika

„nicht gebrochen, sondern einfach

unvollendet”. Im Gedicht geht es um

Verluste, aber auch um die Möglichkeit

der Versöhnung und vorwiegend auch

um Hoffnung für die Zukunft.

Genau diese Formulierung der “Hoffnung

für die Zukunft”, von der nicht

nur die US- Amerikaner:innen träumen,

sondern die ganze Welt, hat das

Gedicht beflügelt. Das Werk wurde in

mehrere Sprachen übersetzt. In Europa

löste es eine sehr interessante Diskussion,

die von linksliberalen Journalist:innen

und Meinungsmacher:innen

in die Ecke der Identitätspolitik gerückt

wurde, aus. Die Diskussion begann,

als die niederländische Künstlerin

und Journalistin Janice Deul in einem

sehr pointierten Beitrag in der Zeitung

De Volkskrant die weiße, nicht-binäre

Übersetzerin Marieke Lucas Rijneveld

als nicht die geeignetste Wahl bezeichnete.

Sie sah es als eine verpasste

Chance für die literarische Welt,

nicht-weiße Übersetzer:innen auch für

diese Arbeit zu beschäftigen. Gorman

begrüßte die Wahl von Rijneveld, aber

Rijneveld zog sich daraufhin von dem

Projekt zurück. Janice Deul: “Nichts

gegen Rijnevelds Qualitäten, aber

warum kann die Industrie nicht eine

Autorin wählen, die - genau wie Gorman

- eine Spoken-Word-Künstlerin

ist, jung, weiblich und unapologetisch

Schwarz ist?”, schreibt sie in ihrem

oben genannten Beitrag. Damit will sie

sagen, dass es nicht nur weiße Talente

gibt und dass die Verlagswelt auf ihre

eigenen Privilegien schauen und einige

davon abgeben muss. In anderen

Ländern Europas – in Deutschland,

Frankreich und Österreich – wurde

diese wichtige Diskussion auf “Weiße

dürfen Schwarze nicht mehr übersetzen”

reduziert und man drängte den

Diskurs über Privilegien in die Ecke der

Identitätspolitik. Außerdem ging es

darum, die Verlagswelt für nicht-weiße

Menschen aufzumachen. Weil diese

stets die Verlierer:innen im Kulturbereich

waren, wie Janice Deul schön

zusammenfasst: “Agenten, Verleger,

Redakteure, Übersetzer, Rezensenten

in den Niederlanden [auch in Europa

- Anmerkung des Autors], weiten Sie

Ihren Blick und treten Sie in die 2020er

Jahre. Seien Sie das Licht, nicht der

Hügel. Umarmen Sie die Menschen,

die im Literatursystem nur am Rande

vertreten sind, öffnen Sie Ihre Augen

für Genres, die traditionell nicht in den

Kanon aufgenommen wurden, und

lassen Sie Ihr Ego nicht über die Kunst

siegen. Talentierte People of Color

müssen ebenfalls gesehen, gehört

und geschätzt werden. Veröffentlichen

Sie auch ihre Arbeit, stellen Sie sie ein

und entlohnen Sie sie angemessen.

Schwarze Spoken-Word-Künstler sind

wichtig. Auch die Einheimischen.”

Foto: DOD Photo by Navy Petty Officer 1st Class Carlos M. Vazquez II/Author : Chairman of the Joint Chiefs of Staff

DIVERSITY

098


SOCIETY

Neue afrikanische

Eliten

In Kamerun kristallisiert sich eine neue Elite

heraus, die sich dem Kampf gegen Korruption

verschrieben hat.

Fotos: ORF, pixabay

Afrika ändert langsam das Image.

Waren es in den Achtziger Jahren

noch die Bilder von hungernden

äthiopischen Kindern, die um die

Welt gingen, schreiben internationale

Medien nun von der wirtschaftlichen

Eroberung Chinas in Ostafrika. Doch

nicht nur die Chinesen, sondern auch

die junge afrikanische Bildungselite

erhebt Anspruch auf die Mitgestaltung

im Land nach neuen Regeln.

Doch wer ist diese neue Elite? In

Kamerun, in der Hafenstadt Douala,

treffen sich erfolgshungrige Re- Migranten

in den neuen Rooftop Bars

im Stadtteil Bonaberi. Die Szenen, wo

schick gekleidete Kellner Cocktails

und Steaks servieren, erinnern an

Shanghai vor 20 Jahren. Damals, als

in Chinas Hafenstadt am Flussufer,

dem Bund, die Straßenbeleuchtung

noch dämmrig war. Douala boomt,

ORF-Korrespondentin und SOCIETY-Gastautorin

Dr. Sonja Sagmeister-Brandner

weil die Stadt in Zentralafrika ein Umschlagplatz

für Containerschiffe und

den Handel im Allgemeinen ist. Wer

die „new generation“ kennen lernen

will, wird überrascht sein. Viele von

ihnen sind in Frankreich, Kanada oder

den USA auf Universitäten ausgebildet,

und Kinder von Migranten. Sie

haben Erfahrungen in internationalen

Firmen gesammelt und sich dann

entschieden, in die Heimat zurückzukehren.

Der Grund: Mehr Chancen auf

sozialen Aufstieg und gute Gehälter

für polyglotte Manager. Internationale

Firmen zahlen sogenannten „Expats“

fürstliche Honorare.

Und die jungen Kameruner, die

zurückkehren, lassen es sich gut

gehen, fliegen alle paar Monate zum

Shoppen zurück nach Europa. Was

unterscheidet die neuen Jungen von

In Kamerun treffen traditionelle Lebensweise auf

moderne Einflüsse

der satten alten Elite? Sie arbeiten

rund um die Uhr und wollen etwas

verändern. Sie haben auch einen

anderen Umgang mit Korruption. Ein

Beispiel: Bertrand ist 42 Jahre alt, ist

aufgewachsen in Marseille, und hat

Betriebswirtschaft studiert. Seine

Karriere hat über einen skandinavischen

Konzern in Finnland gestartet,

von dort wurde er in den Senegal

als Manager berufen. Infolge hat ihn

dann der größte zentralafrikanische

Zementkonzern abgeworben.

Für Dangote leitet er nun von Kamerun

aus die Pan- Afrika Abteilung. Seine

Vorgabe bei Job-Antritt war skandinavisch:

Zero Tolerance gegen Korruption.

Und das zieht er auch in Kamerun

durch. Stundenlanges Warten auf Minister,

Kampf gegen Geldforderungen

und viele missionarische Gespräche

mit Entscheidungsträgern sind nun

Tagesgeschäft. Er wird nicht müde zu

erklären, warum „good governance“ der

Schlüssel zu einem wohlhabenden Afrika

ist. Im „doing business Index“ bzw.

Korruptionsindex rangiert Kamerun auf

der Höhe von Somalia. Einheimische

tun sich schwer, dagegen zu kämpfen.

Doch neue Manager, die im Ausland

sozialisiert wurden, sind nicht bereit

dieses System weiter zu stützen und

tragen so auch ein wenig zum „mindset

change“ bei. Wenn sich die Re-Migranten

zusammenschließen, das

Beste aus beiden Welten kombinieren,

dann steht Afrika Aufschwung und

Wohlstand bevor, weil neue Taktgeber

Einfluss gewinnen.

DIVERSITY 099


SOCIETY

Das neue Gewähr-

leistungsrecht – eine

genutzte Chance?

Unser Gastautor Mag. Valentin Neuser von

Lansky, Ganzger+partner erläutert in seinem

Beitrag die neuen Regelungen zum Gewährleistungsrecht.

Ab dem 1.1.2022 wird in Österreich ein

reformiertes Gewährleistungsrecht

für Kaufverträge gelten. In Umsetzung

der Digitale-Inhalte-Richtlinie (EU)

2019/770 („DIRL“), die ein Gewährleistungsregime

für Verträge über die

Bereitstellung digitaler Inhalte und digitaler

Dienstleistungen vorsieht, sowie

der Warenkauf-Richtlinie (EU) 2019/771

(„WKRL“), die primär Kaufverträge über

Waren betrifft, hat der österreichische

Gesetzgeber mit dem „Gewährleistungsrichtlinien-Umsetzungsgesetz“

Neuregelungen auf den Weg gebracht.

Diese sollen primär der Verbesserung

des Verbraucherschutzes dienen,

aber auch Nachhaltigkeit durch eine

Rechtsanwalt und Managing Partner

Mag. Valentin Neuser

faktische Verlängerung der Lebensdauer

von Produkten sicherstellen.

Bei der Frage, ob der österreichische

Gesetzgeber mit der erfolgten Umsetzung

eine Chance vertan hat, scheiden

sich die Geister. Länger funktionsfähige

Produkte vermeiden die Notwendigkeit

eines frühzeitigen Ersatzes, erstrebenswert

wäre also, wenn die Industrie gezwungen

würde, besonders langlebige

Produkte herzustellen. Dies auch wenn

sich in vielen Bereichen die technische

Entwicklung nahezu minütlich überholt

und in einigen Bereichen – etwa den

sogenannten „Weißwaren“ – eine über

die bisherige Gewährleistungsfrist von

zwei Jahren hinausgehende Haltbarkeit

bereits unabhängig vom Gewährleistungsrecht

Standard ist. In vielen

Bereichen – zB Küchenkleingeräte

– wünschen sich Verbraucher allerdings

vielfach aus guten Gründen eine

deutlich längere Nutzungsdauer. Neu

sind auch Regelungen zu „Waren mit

digitalen Elementen“, wenn eine Bereitstellung

dieser digitalen Elemente im

Kaufvertrag geregelt wurde. Betroffen

sind davon insbesondere sogenannte

„smart goods“, wie zB Smartphones.

Ebenso neu sind die auf Grundlage der

DIRL erstmals geschaffenen gewährleistungsrechtlichen

Regelungen für

Verträge über die Bereitstellung digitaler

Inhalte (zB Software, Musik- und

Audiodateien) und digitaler Dienstleistungen

(zB Cloud-Dienste, Social

Media). Dies gilt insbesondere auch

für Verträge, die kein Entgelt vorsehen,

sondern lediglich die Zurverfügungstellung

von personenbezogenen Daten

als Gegenleistung vorsehen.

Im Gegensatz zur bisherigen Rechtslage

herrscht bei der Geltendmachung

der Gewährleistungsbehelfe nunmehr

völlige Formfreiheit. Es ist eine

Gewährleistungsfrist vorgesehen, die

mit einer um drei Monate geringfügig

längeren Verjährungsfrist kombiniert

wird. Anders als bisher können damit

auch nach Ablauf der Gewährleistungsfrist

die Gewährleistungsbehelfe

gerichtlich geltend gemacht werden.

Die für bewegliche Güter geltende

Gewährleistungsfrist von zwei Jahren

lässt der Gesetzgeber unverändert,

obwohl eine Verlängerung dieser Frist

– gerade bei langlebigen Produkten –

möglich gewesen wäre. Endlich wird

auch gesetzlich fixiert, wer die Kosten

von Austausch und Verbesserung

zu tragen hat – grundsätzlich ist das

der Unternehmer. Ein wesentlicher

Baustein des neuen Gewährleistungsrechts

ist die Verlängerung jener

Fotos: Lansky, Ganzger+partner, pixabay

WIRTSCHAFT 100


SOCIETY

Zeitspanne, in der gesetzlich vermutet

wird, dass der Mangel bei Übergabe

bereits vorhanden war (Beweislast-

Umkehr). Waren dies bislang sechs

Monate, wird die Frist nun auf ein Jahr

ausgedehnt. Die im Rahmen der WKRL

mögliche Verlängerung dieser Frist auf

zwei Jahre war offenbar zu verkäuferbzw

herstellerfeindlich und daher nicht

gewollt. Die gesetzliche Vermutung

tritt dann nicht ein, wenn sie mit der

Art der Ware oder des Mangels unvereinbar

ist (zB verderbliche Ware). Die

Umkehr der Beweislast für Waren mit

digitalen Elementen ist abweichend

geregelt: Wenn bei Waren mit digitalen

Elementen die digitale Leistung nach

dem Vertrag fortlaufend über einen

bestimmten oder unbestimmten

Zeitraum bereitzustellen ist, so trägt

bei Hervorkommen eines Mangels

während des Bereitstellungszeitraums,

zumindest aber für zwei Jahre

ab Übergabe, der Unternehmer die

Beweislast dafür, dass die digitale Leistung

während dieses Zeitraums dem

Vertrag entsprochen hat. Betreffend

Waren mit digitalen Elementen wird

zudem eine gewährleistungsrechtliche

Aktualisierungspflicht des Unternehmers

festgeschrieben, damit die

tatsächliche Verfügbarkeit des von der

Aktualisierung abhängigen Produktes

während des Gewährleistungszeitraumes

sichergestellt ist. Zu einem Verbot

der Obsoleszenz, also dem vorsätzlich

eingebauten Verschleiß von Produkten

durch die Hersteller, hat sich der Gesetzgeber

leider nicht entschlossen,

obwohl dies einer der wirksamsten

Hebel hätte sein können, um die Langlebigkeit

eines Produktes zu fördern.

Einen direkten Anspruch gegen den

Hersteller oder Importeur, der auf

Ratsebene von einigen Mitgliedsstaaten

vorgeschlagen wurde, sieht der

Gesetzgeber nicht vor. Grundsätzlich

muss sich der Käufer daher mit seinen

Gewährleistungsansprüchen an den

Verkäufer wenden.

Insgesamt zeigt sich, dass der österreichische

Gesetzgeber sich dazu

entschlossen hat, über die Richtlinieninhalte

insgesamt nicht hinauszugehen.

Dies offenbar in der Erwartung,

dass die EU in den entsprechenden

Bereichen in den nächsten Jahren

noch Regelungen schaffen wird. Ob ein

derartiges Abwarten der europäischen

Entwicklung sinnvoll ist, ist zu bezweifeln.

Denn mit einer Erhöhung der

Lebensdauer von Produkten wird nicht

nur der Verbraucherschutz gefördert,

sondern es wird vor allem Nachhaltigkeit

geschaffen und ökologische Verantwortlichkeit

erzielt. Die Verfolgung

ökologischer Interessen verbietet

allerdings in Zeiten des Klimawandels

naturgemäß ein Spiel auf Zeit. Mit der

wenig revolutionären Umsetzung der

Richtlinien hat Österreich leider seine

Chance verspielt, mutig eine Vorreiterrolle

zu übernehmen und als „Role

Model“ für eine europaweite – den

Umwelt- und Klimaschutz fördernde –

Regelung im Warenhandel zu dienen.

Leider wird nun abzuwarten sein,

wie die EU den Spagat zwischen den

gesamtwirtschaftlichen Interessen

und der ökologischen Nachhaltigkeit

im Warenhandel lösen wird und welche

Regelungen dann zukünftig in den

einzelnen Mitgliedsstaaten gelten.

RECHT

101


SOCIETY

Warum das Rad schon

lange erfunden ist

Dr. Andreas Salcher, Unternehmensberater, Mitbegründer der

„Sir Karl Popper Schule“ und Bestsellerautor, zeichnet in seinem

Gastbeitrag für SOCIETY ein Bild der „Schule der Zukunft“.

Das oberste Ziel der Schule der Zukunft

ist die Wiederbelebung des

Lernprozesses. Lernen durch Erfahrung

lässt sich nicht durch noch so

viel Belehrung ersetzen. Goethe hat

geschrieben: „Wenn du die Welt verstehen

willst, dann musst du in dein

Inneres gehen, wenn du dein Inneres

verstehen willst, dann musst du in die

Welt gehen.“ Die Schule der Zukunft

muss die Welt in ihr Inneres lassen. Ich

schlage Modelle, basierend auf diesen

drei Werten, vor:

Wertschätzung: Das Gefühl, dass

man Teil einer Gemeinschaft ist, von

der man geschätzt wird, und die

innere Überzeugung, dass man Verantwortung

für sich selbst und andere hat.

Leidenschaft: Eine Schule, in der

alle – vom Direktor über die Lehrer

und Eltern bis zu den Schülern –

leidenschaftlich gerne lernen, wird

großartig werden.

Ehrliches Lob: Es kann und muss

nicht jeder überall der Beste sein. Bestärkung

und ehrliches Lob für besondere

Leistungen helfen aber, eigene

Potenziale zu erkennen und sich anzustrengen,

diese zu entwickeln.

Auf dem Weg zur Schule der Zukunft

sollten wir uns auf folgende Ziele konzentrieren:

DIE BESTEN LEHRERINNEN NEHMEN

Die Qualität eines Schulsystems kann

nie die Qualität der Summe seiner

Lehrer übertreffen. Es ist die wichtigste

Aufgabe eines Schulsystems, den

Lehrerberuf zu einem der attraktivsten

Berufe zu machen, dann die richtigen

Menschen dafür zu gewinnen, sie

selektiv auszuwählen und sie dafür

ständig in ihren Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

Sie verdienen eine gute

Bezahlung und Karrieremöglichkeiten,

die von ihrer Leistung abhängig sind.

KLASSENUNTERRICHT VOR SCHUL-

ORGANISATION

Da die SchülerInnen in jeder Klasse

so unterschiedlich sind, können alle

Versuche, den Unterricht zentral von

Schulbehörden vorzugeben, nur zum

Scheitern verurteilt sein. Solange der

Schulalltag wie das tägliche Fernsehprogramm

durch eine zusammenhanglose

Abfolge von isolierten Gegenständen

geprägt ist, werden SchülerInnen

und LehrerInnen diese über sich ergehen

lassen. Individuelle Talentförderung

und die 50-Minuten-Stunde sind

Gegensätze wie Feuer und Wasser.

Lernformen und Lehrpläne haben sich

den SchülerInnen anzupassen und

nicht umgekehrt. Das erfordert eine

echte Schulautonomie, wobei jede

Schule sehr genau bei der Erreichung

ihrer Ziele überprüft und unterstützt

werden muss. Gute Schulen, die schon

heute den Geist der Zukunft versprühen,

stellen folgende Frage: Ist das gut

für die SchülerInnen? Wann immer

Herausforderungen und Konflikte an

einer Schule aus der Perspektive des

Schülers diskutiert werden, ist man

auf dem richtigen Weg. Die SchülerInnen

mit ihren langfristigen Interessen

stehen im Mittelpunkt. Daher ist die

gelebte Schulautonomie so wichtig

für engagierte DirektorInnen. Es gibt

nicht ein richtiges Modell der Schule

der Zukunft, genauso wenig wie es

nur eine optimale Art gibt, ein Kind zu

erziehen. Es existiert aber eine Vielzahl

von lebendigen Schulen, die zeigen,

wie man das vorhandene Wissen

erfolgreich umsetzen kann. Viele Wege

führen zur Schule der Zukunft, eines

haben diese Wege gemeinsam: Es

geht darum, die Kluft zwischen den

Schulen, wie sie heute sind, und den

Schulen, wie sie sein könnten, kleiner

zu machen. Das bedeutet leidenschaftliches

Engagement über lange

Zeiträume. Auf diesem Weg finden sich

weder Abkürzungen noch magische

Erfolgsrezepte.

Andreas Salcher - Der talentierte Schüler und seine

ewigen Feinde, Ecowin Verlag

Foto: Ecowin Verlag

BILDUNG

102


SOCIETY

Michael Heritsch: Ein

Mann mit vielen Facetten

Ing. Mag. Michael Heritsch hat einen ungewöhnlich vielseitigen

Karriereweg hinter sich. Begonnen hat er als Berufssoldat,

heute ist er CEO der FH Wien der Wirtschaftskammer.

Fotos: BwagCommons

„Der Ehrgeiz hat in meiner Familie

Tradition. Die Devise ist, niemals anzuhalten,

sich stets zu verbessern und

manchmal ungewöhnliche Entscheidungen

zu treffen“, erzählt Michael

Heritsch im Interview mit SOCIETY.

Nach elf Jahren als Berufssoldat, einer

Ausbildung am TGM, einer Position

in der IT-Abteilung des Außenministeriums

und der Absolvierung eines

Studiums für Unternehmensführung

kam der, für Heritsch unerwartete,

Ruf der Alma Mater, die ihm einen

Managementposten anbot. 2003

erfolgte dann der Wechsel in eine völlig

andere Welt – die Hochschule. Diese

war zu dem Zeitpunkt noch klein und

auf insgesamt fünf Standorte in Wien

verteilt. Als seine ersten Ziele definierte

er deshalb die Errichtung eines neuen,

gemeinsamen Standortes und die Vereinheitlichung

der sehr unterschiedlich

aufgebauten Studienbereiche. Was für

ein privates Unternehmen keine große

Sache ist, war für eine Hochschule im

Jahr 2004 eine echte Herausforderung.

„Doch am Ende waren alle glücklich

über das neue, stark gewachsene

Gebilde“, betont Heritsch im Interview.

Für das Multitalent war dieser Erfolg

auch gleichzeitig Antrieb, ein weiteres

Studium – für Hochschul- und Wissenschaftsmanagement

– zu beginnen.

Beinahe unbemerkt entstand zur

gleichen Zeit eine Privatuniversität der

Gesellschafter am Wiener Kahlenberg.

„Als sich der erhoffte wirtschaftliche

Erfolg nicht einstellte und die Organisation

dringend einer Nachjustierung bedurfte,

wurde Heritsch kurzfristig zum

Managing Director berufen um parallel

zu seiner weiterlaufenden Geschäftsführung

der bereits sehr erfolgreichen

FH mit der Sanierung zu beginnen.

Innerhalb von nur zwei Jahren schaffte

er es, die Institution auf Erfolgskurs zu

bringen und konnte so das Zepter der

Universität bald weitergegeben.

Anders als die meisten Konkurrenten

positionierte Michael Heritsch die

Hochschule mit zwei klaren Schwerpunkten:

Management und Kommunikation.

„Es sollte kein Bauchladen

sein, die gibt es ja schon oft genug“,

erklärt er. Auch die Vermarktung

wurde auf innovative Beine gestellt.

Die Bewerberzahlen auf die streng

limitierten Studienprogramme explodierten

geradezu. Dann kam Corona

– doch dank Heritschs jahrelanger

Erfahrung in der Stabsarbeit der österreichischen

Streitkräfte und seines

leistungsfähigen Teams erfolgte die

Umstellung von Präsenz- auf Onlineunterricht

innerhalb nur einer Woche.

„All das mündete in einer noch größeren

Zufriedenheit der Studierenden

als vor Corona, die MitarbeiterInnen

fühlten sich bestens betreut und die

Bewerberzahlen stiegen weiter an“,

so der CEO der FH. Diese herausragende

Performance wurde bei der

Leadersnet Wahl des Krisenmanagers

des Jahres mit einem Spitzenplatz

belohnt. Heritsch kann schon jetzt

auf eine außergewöhnliche Karriere

zurückblicken, doch sein Tatendrang

ist weiterhin ungebrochen: „Solange

ich diesen realisieren kann, bin ich

glücklich und je größer die Herausforderung,

desto besser!“

BILDUNG 103


SOCIETY

Danube International School

Vienna Summer Camp

In summer of 2017, Danube International School Vienna introduced the

DISV Summer Camp, a summer program for English speaking children

from the international community in Vienna, as well as for all other

children who want to experience fun, excitement and friendships.

Very soon, the DISV Summer Camp

attracted families from all over Vienna

and even from other countries, as

our staff are bilingual native English

speakers. In our 5th year, the DISV

Summer Camp 2021 offers weekly

themes including fun activities with

emphasis on STEM (Science, Technology,

Engineering and Maths), healthy

living, outdoor education and more.

Camp activities take place within the

appropriate age groups 4 to 6 years, 7

to 10 years and 11 to 14 years, making

sure that all activities are suitable for

the children’s age.

DISV SUMMER CAMP 2021

Week 1: June 28 – July 2, 2021: Discovering

Vienna: We will learn about

our great city by exploring it through

various mediums.

Week 2: July 5 – 9, 2021: Engineering:

The future is here, when we assemble

robots with Engineering for Kids and

playfully learn how mathematics,

science and technology interact to

shape our world.

Week 3: July 12 – 16, 2021: Science

How does science affect our lives?

Join us when we find out what goes

on behind the scenes in our everyday

lives, by taking part in various activities

and experiments.

Week 4: July 19 – 23, 2021: Health &

Movement: Rowing and climbing at

Monki Park. Let’s find out that sports

are fun!

Week 5: July 26 – 30, 2021: Art & Nature:

Visit the Vienna Zoo with us and

enjoy the beauty of art when we work

together at the Museum of Modern

Art. Produce your own piece of art

to reflect what can be seen in nature

around us.

Week 6: August 2 – 6, 2021: Becoming

a junior chef! What do we need to

stay fit and healthy? A well-balanced

diet is the key to your own well-being.

Each camp day will include morning

learning time with our qualified summer

camp staff.

The DISV Summer Camp staff consists

of experienced and IB trained

teachers and assistants, who not only

provide great fun and academic support

to our summer camp children

each year, but who also work with

our regular DISV students during the

school year. While the DISV Summer

Camp language is English, most of

our staff are fluent in German as well,

ready to create memorable experiences

with our summer camp children.

We look forward to welcoming your

child at the DISV Summer Camp!

Sabine Biber-Brussmann

CEO, Danube International School

Vienna

Fotos: Danube International School

BILDUNG 104


SOCIETY

Dem Wissen

verpflichtet

Im Interview mit SOCIETY spricht Hannelore

Veit über ihre Karriere, die politische Situation

in den USA und den Vorsitz im Alumniverband

der Universität Wien.

Sie waren von 1989 bis Ende 2020 für

den ORF tätig, was waren in dieser Zeit

Ihre persönlichen Höhepunkte, was

die größten Herausforderungen?

Ein erster Höhepunkt war meine Tätigkeit

in Japan, die mir sehr viele neue

Eindrücke und – zum ersten Mal in

meinem Leben – einen Kulturschock

eingebracht hat. Ich habe dort gelernt,

den Menschen unvoreingenommen

zu begegnen und nicht jedem gleich

die eigene Denkweise überzustülpen.

Eine wunderbare Erfahrung war

natürlich auch, dass ich 19 Jahre lang

mit wechselnden Partnern die ZIB

moderieren durfte. Im Hinterkopf hatte

ich allerdings immer den Gedanken,

dass ich zurück in die USA wollte; auch

nach acht Jahren als Korrespondentin

in Washington wäre ich eigentlich nur

allzu gerne noch länger dort geblieben.

Die größte Herausforderung meiner

Karriere war zweifelsohne 9/11: Wir

saßen in einer Redaktionssitzung und

haben am CNN-Monitor gesehen,

wie die Flieger in die Türme krachten

– ein paar Minuten später bin ich auf

Sendung gegangen. Menschen beim

Sterben zuzusehen und gleichzeitig am

Moderationstisch professionellen Abstand

halten zu müssen geht natürlich

an die Substanz.

Über sieben Jahre lang haben Sie das

Korrespondenten-Büro des ORF in Washington

geleitet (2013 bis 2020) und

sowohl die Wahl von Donald Trump als

auch die von Joe Biden hautnah miterlebt.

Wie würden Sie den Status quo

des Landes definieren?

Die USA sind ein extrem gespaltenes

Land, das kontinuierlich von einer Krise

in die nächste geschlittert ist. Es gibt

eine große Schere zwischen Links und

Rechts, Jung und Alt, Stadt und Land.

Die jeweiligen Wahrnehmungsblasen

sind sehr abgeschottet, die Menschen

holen sich nur die Informationen, die

sie auch hören wollen. Für Europäer

war die Wahl Trumps nicht wirklich

nachvollziehbar, aus der Innensicht ist

sie etwas verständlicher: Trump hat

wirklich die Menschen angesprochen,

die sich total an den Rand gedrängt

gefühlt haben, diejenigen, die mit der

Politmaschinerie in Washington nichts

zu tun haben wollten. Durch seine

Politik und Rhetorik hat er die Spannungen

im Land noch verschärft; auch

jetzt ist sein Einfluss auf das politische

Geschehen immer noch recht groß.

Biden ist als „bipartisan“ angetreten,

als Präsident aller Amerikaner. Bis jetzt

bringt er seine Agenda aber vor allem

alleine, ohne Republikaner durch.

Dabei bewegt er sich weiter auf den

lauten, medienpräsenten linken Flügel

seiner Partei zu, als ich es mir anfangs

erwartet hätte. Nächstes Jahr im

Herbst finden wieder Kongresswahlen

statt, die sich normalerweise immer

gegen den amtierenden Präsidenten

richten. Dass Biden dann die Mehrheit

in zwei Häusern erreichen wird, ist

unwahrscheinlich – im Senat hält er sie

schon jetzt nur sehr knapp.

Seit Anfang dieses Jahres sind Sie

Präsidentin des Alumniverbandes der

Universität Wien. Wie kam es dazu und

welche Pläne und Projekte verfolgen

Sie in dieser Position?

Ich fühle mich geehrt und freue mich

sehr darüber, diese Stelle einzunehmen.

Das hängt vielleicht auch damit

zusammen, dass ich von einer amerikanischen

Universität komme – dort

ist das Zusammengehörigkeitsgefühl

unter Alumni besonders stark. Für ganz

wichtig halte ich Netzwerkaktivitäten.

An einer Massenuniversität wie die

Uni Wien ist es sehr viel schwieriger,

Menschen zusammenzubringen. Wir

arbeiten gerade an neuen Konzepten:

Ab dem Herbst sollen wieder physische

oder zumindest hybride Events

stattfinden, bei denen man spannende

Leute kennenlernen kann. Wir haben

ein Mentoring Programm ins Leben gerufen

um Studierenden zur Seite zu stehen,

und bieten Wissensupdates mit

und von Albsolventen. Weitere Ideen in

Planung sind Awards für Absolventen,

die herausragenden Leistungen erbracht

haben, Chapter im Ausland oder

Einblicke in den Berufsalltag prominenter

Alumni zu ermöglichen. Vor allem

möchten wir das Bewusstsein dafür

schärfen, dass wir stolz sein können,

AbsolventInnen der Universität Wien

zu sein.

Foto: Alexandre Fauqueux

BILDUNG

106


Scientific education is of high importance for Uzbek youth

Women are increasingly participating in society and scientific activities

Uzbekistan: betting

everything on the youth

People are the most productive in their youth, but at the same time,

they require support. Therefore, Uzbekistan encourages its young

generation to become the global leaders they are meant to be.

“Peace, economic dynamism, social

justice, tolerance – all this and more,

today and tomorrow, depends on tapping

into the power of youth”, says UN

Secretary-General António Guterres,

a statement with which Uzbekistan

clearly agrees judging from the country’s

recent developments regarding

youth, scientific education and entrepreneurship.

Uzbekistan is standing at

the threshold of a vital demographic

milestone where young people under

the age of 30 constitute two thirds

of the country’s population. Over the

next two decades, today‘s children

and young people will become the

largest labor force in the history of Uzbekistan.

With the right investments

in the development of young people

today, they can become the generation

that will lead Uzbekistan to a new

level of socio-economic growth.

Universities are endowed with independence

in integrating education

and science in the world. Therefore,

the functions of state control in the

field of education and science will be

reduced year by year while creating

ample opportunities for freedom of

scientific activity. As a result of the ongoing

work to ensure the integration

of education and science, overcoming

the existing restrictions on the involvement

of talented young people in

scientific activities, the organization

of research on the basis of PhD and

strengthening scientific capacity and

selection of highly qualified persons

are being created to further enhance

the prestige of scientific institutions

in the country. Thus, a number of initiatives

that aim to form co-operations

between universities and research

institutes, are supported.

Some of the most important measures

taken in the country are also

the establishment of both financial

incentives and advocacy to raise

the social status of scientific and

scientific-pedagogical personnel. The

earliest achievements of the reform

can already be seen: the potential of

personnel with academic degrees has

increased five times in the country

over the past five years. In particular,

the share of Uzbek youth who are

currently engaged in research at

prestigious international universities

is growing. As a result of increasing

the participation of women in society

and scientific activities, creating good

conditions for their effective participation,

the share of women in the scientifically

proven structure is about 40%.

There are various initiatives in the

field of science of Uzbekistan to support

young people also concerning

bilateral relations of the Academy of

Sciences of Uzbekistan with international

research centers such as Uzbek-

Chinese research laboratories which

have been established at a number of

institutes. Relations with international

organizations such as UNESCO, IAEA,

MAAN and TWAS have also been

strengthened. Furthermore, not only

the scientific and educational sectors

have increased, but also the start up

ecosystem, which is an important link

to the integration of science.

The President of Uzbekistan, Shavkat

Mirziyoyev, recently put forward

a number of initiatives that support

youth entrepreneurship and introduce

new employment mechanisms,

which will undoubtedly be justified in

the coming future.

Foto: Sorochin Evgeniy

BILDUNG

108


SOCIETY

MICHAEL ZIMPFER, M.D., M.B.A, professor

Vienna Medical Center –

state-of-the-art medical

expertise and technology

The Vienna Medical Center, founded and headed

by Michael Zimpfer, attracts national and

international patients, either with preventive

medicine or in dealing with specific disease

states. We present some of it’s key partners of

various medical disciplines.

The center is located within walking

distance to the Vienna General Hospital,

(Allgemeines Krankenhaus), and the

St. Anna Children’s Hospital (St. Anna

Kinderspital). There are also a number

of private hospitals nearby, including

the Vienna private clinic (Wiener Privatklinik),

private clinic Josefstadt (Confraternität

– Privatklinik Josefstadt) and

the Goldenes Kreuz private clinic (Krankenanstalt

Goldenes Kreuz).

In addition to his own diagnostic and

therapeutic expertise, by creating the

Vienna Medical Center, Zimpfer has

established an effective, internationally

linked, holistic healthcare platform. On

offer, are international video consultations

and where necessary, working

with a team of leading medical specialists.

The consultants are drawn from a

wide background and offer a unique

range of expertise (see their respective

biographies and international medical

training on the following pages). In addition

to its own dedicated team of specialists,

the center works closely with

local and internationally renowned specialists,

e.g., oncologists, radiologists,

cardiologists, obstetricians / gynaecologists,

paediatricians, neurologists, technical

experts, physical therapists and

manual therapists.

This network and numerous co-operations,

such as with the Clinic Otta-

MICHAEL ZIMPFER, M.D., M.B.A, professor,

(www.zimpfer.at)

Specialisation and affiliation: Critical care and

pain physician, anaesthesiologist, founder and

head of the Vienna Medical Center (Zentrum

für Medizin und Gesundheit), professor and

chairman emeritus at the department of anaesthesiology

and critical care, Medical University

and Allgemeines Krankenhaus, Vienna.

International medical and non-medical training:

Harvard Medical & Chicago Business Schools,

numerous continually ongoing medical training

activities including master classes.

Area of expertise: Preventive medicine, non-invasive

and minimally invasive pain therapy,

individual healthcare management.

kring (former Wilhelminenspital) and

the Med-Austron, give patients access

to the latest developments in oncology

and radio-oncology such as cyberknife,

proton- and ion therapy.

Vienna Medical Center

1090 Vienna, Pelikangasse 3/101

www.zmed.at, eMail: office@zimpfer.at

Tel.: +43 / 1 / 997 28 30-0, Fax: -99

Fotos: Clara Schemmel

Book Launch &

Press Talk at the

Vienna Medical Center

about

Corona and the world

with the Professors

J. Huber, M. Zimpfer &

M. Rauchensteiner,

host: Jenny Posch.

GESUNDHEIT 109


SOCIETY

Nikolaos Akranidis, MSc

Brigitte Maria Bolech, DPhil

Dieter Kosak, M.D.

Specialisation and affiliation: Manual therapy

in the fields of craniosacral therapy, structual

ostheopathy and visceral mobilisation. Further

technices venolymphatic drainage and

myofascial unwinding release technics. Master

of science (natural medicine, Danube University

Krems), studies of ostheopathy, Passau,

Germany (I.A.O.), Master of Chiropractic, Ackermann

College of strucural osteopathy and

soft chiropractic, Stockholm, Sweden, visceral

manipulation, Neuchatel, CH and Lübeck, Germany.

Dry Needeling and triggerpoint therapy,

David G. Simons Academy, Winterthur, CH,

Cranio Mandibular Disfunction Therapy by Dr.

Wolfgang Stelzenmüller, Frankfurt, Germany.

Publication: “Cranio Sacral Secrets“.

Specialisation and Affiliation: President of

the International Institute for Therapeutic

Research, Vienna. Developer of the unique communiacation

instrument, called „Heart-Beamer“,

which enables physicians of both to visualize

interaction of body, mind and soul to clients

and to find the root-cause of stress.

Area of Expertise: Physiology, chronobiology,

nutritional physiology, balneology, bioclimatology,

integrative medicine and therapeutic

research, PiA, Power-in-Abundance holistic potential

analyisis and leadership training, burnout

prevention, consultancy for researchers.

Specialisation and affiliation: Senior Pathologist,

Head of the Laboratory Dr. Kosak, Dr. Reckendorfer

and Partners, Specialists in Pathology

LLC. - GmbH, Vienna, former regular guest lecturer

in clinical pathology, Faculty of Medicine,

Medical University of Vienna, Vienna.

Medical & international medical training:

Hospital Rudolfstiftung, Vienna, Evangelisches

Klinikum Bethel, University Clinic, University of

Bielefeld-Bethel, Bielefeld, Germany.

Area of expertise: Oncopathology of preoperative

diagnostics, oncopathology of the breast,

thyroid, gastrointestinal tract, gynecology and

urology.

Christian Fialka, M.D., Professor, MBA

Peter Biowski, M.D.

Specialisation and affiliation: Specialist in

Physical medicine and Rehabilitation, Evangelisches

Krankenhaus, Vienna

International medical training: different clinics

and rehabilitation centers e.g. Swiss Paraplegic

Center, Nottwil, CH

Area of expertise: Electrotherapy to treat central

and peripheral palsy (from vocal cord to

footlifter), spasticity, neuropathy, pain in the

musculoskeletal system; focused shockwave

therapy against erectile dysfunction, chronic

pelvic pain snydrom, bone marrow edema, tendopathies

(e.g. Achollodynia, plantar fasciitis).

Specialisation and affiliation: Orthopedic trauma

surgeon, chairman of the AUVA Traumacenter

Vienna, Professor for Traumatology at

the Sigmund Freud Private Medical University

Vienna, Former President of the Austrian Society

for Traumatology and the Austrian Society

for Orthopedics and Traumatology.

International Medical Training: Columbia University,

Presbyterian Hospital, Dept. for Orthopedics,

New York.

Area of expertise: Shoulder Surgery, Minimal

invasive Shoulder Reconstruction and Rehabilitation.

Elisabeth Doris Malle, MBA

Spezialisation and Affiliation: Research-consultant

co-operating with the International

Institute for Therapeutic Research, founder of

Beam Intelligence GmbH, Vienna.

Area of Expertise: Management consultant,

medical software developer, medical device

dealer, coach for inhouse developed holistic

potential analysis „PIA“, expert for HRV-biofeedback

training and consulting, personal

communications- and behavioural training for

leaders, HRV-trainer for doctors, therapists and

consultants, experienced burn-out prevention

trainer.

Fotos: excudit.at, privat

GESUNDHEIT

GESUNDHEIT 110

110


SOCIETY

SOCIETY

Peter Mateyka, M.D., Professor

Gerald Sighardt, M.D.

Daniel Stöckl

Specialisation and affiliation: Specialist on tissue

bank, autologous and allogenic producttherapies,

plasma-derived products and cartilage

regeneration.

International training: Medical Director at Altana

Austria, Senior Management Training at

IMD Lausanne, Member of the Board at Baxter

AG, Founder and CEO at Haemo Pharma

GmbH.

Area of Expertise: Cartilage regeneration and

transplantation, autologous cell and stemcell

therapies.

Specialization and affiliation: General and

visceral surgeon, established surgeon, former

vice chairman Division of General and Visceral

Surgery at the Hietzing Clinic Vienna.

International medical training: Memorial Sloan

Kettering cancer center, Cornell University, New

York, NY, Hôpital Beaujon, Clichy (Paris), France

Area of expertise: Endoscopy, thyroid surgery,

laparoscopic abdominal surgery. Since the end

of the 90’s I started with thread lifting, hyaluronic

acid and botox in medicine, Moscow skin

technology center Moscow, Russia, Nana plastic

surgery hospital, Seoul, Korea

Specialisation and affiliation: Founder, CEO

and head of Ziehm Imaging Austria GmbH,

Vienna.

International training: 15 years in management

and marketing in the fields of radiology, surgery,

cardiology etc. within the medical profession.

Area of expertise: Helping customers and partners

to run their business more efficiently by

being more precise in mobile c-arms.

Zentrum für Medizin

und Gesundheit

Vienna Medical Center

The Medical Board – part 3

see also the last issues

Fotos: Clara Schemmel

Dieter Mitteregger, M.D.

Specialisation and affiliation: Hygiene and

Medical Microbiology, Head of the Department

of Clinical Microbiology, Laboratory Dr. Kosak,

Dr. Reckendorfer and Partners, Specialists in

Pathology LLC. - GmbH, Vienna, former Assistant

Professor at the Division of Clinical Microbiology,

Department of Laboratory Medicine,

Medical University of Vienna.

International medical training: Clinical Parasitology,

AMC Amsterdam, The Netherlands, Anaerobic

Bacteriology, University Medical Center

Groningen, The Netherlands.

Area of expertise: Classic and molecular diagnostic

microbiology, antimicrobial resistance,

antimicrobial therapy, trichomoniasis, immunology

and chronic inflammatory conditions.

Karin Stani

Specialisation and affiliation: Physical

therapist, Sport science, University of Graz,

Trainer of “non-violent communication” by

Marshall B. Rosenberg (Germany). Therapeutical

expirience in different medical areas, Unfallkrankenhaus

Linz, Lorenz-Böhler-Krankenhaus

Wien. Since 1999 selfemployed, Kritzendorf /

Klosterneuburg and Vienna.

International & national therapeutic training:

Medical Center Bad Ragaz, Switzerland,

La Croix Rouge, Paris, France

Area of expertice: Treatment of musculoskeletal

and visceral disorders. Focus on orthopedic

spine-rehabilitation, post traumatic rehabilitation,

Public health promotion courses.

Jörg Thalwitzer, M.D.

Specialisation and affiliation: Plastic surgeon,

Head of the Institute for Radiology and Neuroradiology,

Clinicum Chemnitz, Germany.

International medical training: Plastic surgery

activities in cooperation with Prof. Thomas

J. Gampper, University Clinic for Plastic Surgery,

Charlottesville, VA, USA and Assoc. Prof.

Dr. John Celin (also Charlottesville and private

practice, London, UK).

Area of expertise: Breast surgery (oncological

and aesthetic).

GESUNDHEIT

GESUNDHEIT

111

111


SOCIETY

"Ich bin so wild nach

Deinem Erdbeermund"

Unsere SOCIETY-Gastautorin Rita Davidson

gibt Tipps für natürliche und nachhaltige

Schönheit aus der Biotonne.

Erdbeeren haben im Sommer Hochsaison.

Sie schmecken nicht nur köstlich,

sondern sind ein absolutes Haut-

Superfood. Da Erdbeeren zu 90 % aus

Wasser bestehen, ist ihre Haltbarkeit

recht kurz. Sie sind druckempfindlich,

leicht verderblich und verlieren schnell

an Aroma. Auch wenn die Erdbeere

nicht mehr ganz prall und rot lockt,

ist sie ideal für eine natürliche und

effektive Hautpflege (Achtung – außer

bei Schimmel!). Die wenigsten Lebensmittel,

die im Müll landen, gehören

dorthin. Wir werfen nicht in erster Linie

tatsächlich Verdorbenes weg, sondern

Produkte, die uns nicht mehr schön

und appetitlich genug erscheinen.

Mag. Rita Davidson ist zertifizierte „Food4Skin“

Expertin für Lebensmittelresteverwertung in der

frischen Hautpflege

Da Erdbeeren je nach Herkunftsland

stark pestizidbelastet sein können,

ist die Bevorzugung von heimischen

Erzeugnissen, im besten Fall aus

biologischem Anbau, empfehlenswert.

Erdbeeren beinhalten reichlich

Vitamin C, wodurch sie ein natürliches

Anti-Aging Mittel ist und der Haut hilft

gesundes Kollagen zu produzieren. Ihr

Vitamin A regeneriert die Haut, macht

sie elastisch und spendet Feuchtigkeit,

Vitamin B1 wirkt bei unreiner Haut, B2

ist feuchtigkeitsspendend und beruhigt

gereizte Haut, B3 reduziert die

Talgproduktion. Vitamin B5 wird beim

Aufbau der Haare und Nägel benötigt,

B6 beschleunigt die Heilungsprozesse

und Folsäure (B9) strafft und beugt

Hautalterungsprozessen vor. Vitamin

E hilft gegen Altersflecken und glättet

kleine Fältchen. Die Mineralstoffe

Kalium, Calcium und Magnesium

wirken zusätzlich hautstraffend, entzündungshemmend

und beruhigend.

Die Erdbeere ist ein Wundermittel, ein

Haut-Superfood. Bevor man jedoch

mit der Hautpflege beginnt, gilt zu

beachten, dass Erdbeeren allergische

Reaktionen hervorrufen können. Daher

mein Tipp – falls Sie empfindlich auf

den Genuss von Erdbeeren reagieren,

meiden sie deren Verwendung auf der

Haut oder testen Sie die Verträglichkeit

zuerst an einer kleinen Stelle aus.

ANWENDUNGEN/REZEPTE

Erdbeeren eignen sich wunderbar als

natürliches Lippen-Fruchtpeeling und

helfen abgestorbenes Zellmaterial

zu entfernen. Weiche Erdbeeren mit

dem Finger zerdrücken und sanft,

ohne Druck die Lippen mit der Frucht

massieren. Die Lippen werden herrlich

rot, gut durchblutet und fühlen

sich seidig an. Für ein Erdbeer-Körperpeeling,

Erdbeeren pürieren bis eine

pastöse Masse entsteht und mit ein

wenig Honig vermengen. Mit diesem

Enzym-Peeling vor dem Duschen oder

Baden die Haut sanft massieren, kurz

einwirken lassen und mit lauwarmem

Wasser abspülen. Die Haut wird gut

durchblutet, duftet fantastisch und

fühlt sich elastisch und frisch an. Bitte

nicht nachcremen!

Oft bleibt in der Obstschüssel Erdbeersaft,

der oft einfach wegschüttet

wird. Diesen wunderbaren Vitaminsaft

sollte man jedoch nicht vergeuden,

sondern direkt auf die Haut, entweder

mit einem Wattepad oder mit sauberen

Fingern auftragen und einfach

einziehen lassen. Der Saft ist reich an

Antioxidantien, die die Zellerneuerung

unterstützen und die Haut natürlich

strahlen lassen. Vielleicht nicht direkt

im Restaurant anwenden, könnte

eventuell für Staunen sorgen. Eine

feine Erdbeershake-Gesichtsmaske ist

erfrischend, feuchtigkeitsspendend,

reinigend, beruhigend und schmeckt

sogar gut. Erdbeerreste mit einem

Milchprodukt wie Joghurt, Schlagobers,

Creme Fraiche oder Sauerrahm

einfach pürieren und auf Gesicht, Hals

und Dekolleté großzügig auftragen.

Milchsäure ist essentiell für einen

intakten Säureschutzmantel der Haut.

Die Haut wird von abgestorbenen

Hautschüppchen befreit, die Poren

verfeinert und die Haut wirkt glatter

und ebenmäßiger.

Foto: Andrea Knura

GESUNDHEIT

112


Immunsystem stärken im

Gesundheitszentrum Park Igls

Ein intaktes, abwehrstarkes Immunsystem hat das ganze Jahr Saison.

Das wurde vielen von uns in den vergangenen 15 Monaten erst so

richtig bewusst. Ein neues Therapie-Modul stärkt die eigene Abwehr.

Foto: Gesundheitszentrum Park Igls

Die gute Nachricht: Jede von uns,

jeder von uns, kann etwas für die

eigene Gesundheit und die Stärkung

des Immunsystems tun. Im Gesundheitszentrum

Park Igls, Pionier der

Modernen Mayr-Medizin, unterstützt

dabei ein neues Therapie-Modul. „Immunsystem

stärken“ ist daher Name

und Programm für eine gesundheitsfördernde,

einwöchige Auszeit.

Die beiden Mayr-Ärztinnen, Internistin

Dr. Irene Brunhuber und Allgemeinmedizinerin

Dr. Sonja Schottkowsky,

haben im Park Igls ein „Immunprofil“

erarbeitet, mit dem zu Beginn des

Aufenthalts der IST-Zustand des

Immunsystems erhoben wird. Dieser

erweiterte Labortest gibt, vereinfacht

gesagt, Auskunft darüber, wie stark das

Abwehrsystem des Gastes ist.

Gesunde und schonende Moderne

Mayr-Cuisine, viel Bewegung und

entspannende Vollmassagen stehen

während der gesamten Woche für den

Gast auf der Tagesordnung und sind

wichtiger Part des therapeutischen

Ansatzes. Um das Immunsystem physisch

zu aktivieren, werden in Therapiekombination

auch stärkende Infusionen

mit Aktivsauerstoff sowie Zink und

Vitamin C eingesetzt. „Aktivsauerstoff

wirkt anregend auf das Immunsystem,

Zink hemmt die Virusvermehrung

und Vitamin C schützt vor oxidativem

Stress und ist so für eine kompetente

Immunabwehr unerlässlich“, erklärt

Dr. Peter Gartner, Medizinischer Leiter

im Gesundheitszentrum Park Igls.

Für wen eignet sich dieses Therapie-Modul

beziehungsweise wann

sollte man dieses Therapieprogramm

buchen, Herr Dr. Gartner? „Sich eine

gesunde Auszeit zu nehmen, tut

grundsätzlich immer gut. Und man

nimmt sie sich bestenfalls auch regelmäßig,

denn Gesundheit ist und bleibt

unser höchstes Gut. Die Pandemie

hat ganz sicher auch für das Thema

Gesundheitsreisen sensibilisiert, das

spüren wir gerade auch beim sehr stark

nachgefragten Programm ‚Immunsystem

stärken‘ bei uns im Park Igls.“

Gesundheitszentrum Park Igls

Igler Straße 51

6080 Igls bei Innsbruck, Tirol

T +43 (0)512 37 73 05

E-Mail: info@park-igls.at

www.park-igls.at

GESUNDHEIT

113


SOCIETY

Das Dachsteinkönig Familux Resort liegt in der atemberaubenden Szenerie des Dachsteingebirges

Die Familiensuite Liesl bietet Platz für Groß und Klein

Fotos: www.360perspektiven.at, Daniela Jakob

Relaxen im großzügigen Poolbereich

Die kleinen Gäste freuen sich über den hauseigenen Streichelzoo

LIFE & STYLE

114


SOCIETY

Weil Familie

Freiheit bedeutet

Familux Resorts ist die weltweit erste und einzige

Premium-Hotelgruppe ausschließlich für Familien

mit Kindern. Hier finden diese die verdiente Auszeit

und spürbare Entspannung.

Resort-Inhaber Ernst

Mayer: „Wir helfen

Familien, ihre Freiheit

und Einzigartigkeit zu

spüren. Wir schaffen

Erlebnisräume, die ein

Miteinander in einem

gediegenen Ambiente

und gleichzeitig jedem

sein verdientes Recht

ermöglichen, ein Stück

ganz persönliche Erfüllung

zu genießen. Das

ist unsere Vorstellung

von Luxus.“

Ein sanft schaukelndes Wasserbett

im Spa. Der Duft ätherischer Öle,

sanfte Klänge meditativer Musik,

Geborgenheit. Die Kinder spielen nur

ein paar Meter weiter in einem genau

auf ihre Wünsche abgestimmten Kids

Club oder sie planschen im Pool mit

seiner endlos langen Wasserrutsche

– immer einfühlsam begleitet und gut

behütet durch bestens ausgebildete

Familux Kids Coaches. Durchatmen.

Am Abend wartet ein vorzügliches

Essen, bevor die Showeinlage im

hauseigenen Theater die ganze Familie

noch einmal in Schwung bringt.

Wenn der Abend in der Vinothek

bei einer Weinverkostung mit einer

Auswahl edelster Tropfen aus den

begehrtesten Anbauregionen süffig

ausklingt, dann ist sicher: Das war ein

fantastischer Tag.

WEIL KINDER SPASS

OHNE STOPPUHR WOLLEN

Die kleinsten Gäste der Familux Resorts

sind erst wenige Tage alt. Wer ein

Baby in Händen hält, das erst vor

kurzem auf die Welt gekommen ist,

der wünscht sich besonders sorgfältige

Fürsorge für den jungen Schatz.

Aber gleichzeitig wollen doch die

älteren Kinder einen abenteuerlichen

und stimmungsvollen Urlaub? Sicher!

Schließlich wollen sie auch die Freunde

vom letzten Jahr wiedersehen.

Die Familux Resorts haben für alle

Altersgruppen von 0 bis ganz, ganz

erfahren eine Betreuung, die passt.

Selbst trotzige Teenager ärgern sich,

wenn dieser Familienurlaub zu Ende

geht. Wie das gelingt? Durch echte

Zuwendung und viel Verständnis. In

jedem Familux Resort kümmern sich

zumindest 25 bestens ausgebildete

Kids Coaches ausschließlich um das

Vergnügen der Kinder. Überall gibt

es Spaß und starke Augenblicke. Die

Kinder können Pirat, Cowgirl oder

Formel-1-Pilot auf der Go-Kart-Bahn

sein – und das in bloß zwei bis drei

Stunden. Und dann gibt’s auch unsere

ganz eigene Champions League in der

Sporthalle.

WERTVOLLE AUGENBLICKE

ZU ZWEIT

Wer Kinder hat, weiß, wie kostbar die

Zeit zu zweit ist, nämlich nicht die von

einem Elternteil mit dem Kind, sondern

mit dem Partner. Zeit für einander zu

haben, um gemeinsam das Leben zu

genießen. Mit dem umfassenden Wellness-Angebot

finden Körper

und Geist zum ersehnten Einklang.

Eine Vielzahl an Spa-Behandlungen

mit professioneller Betreuung und Beratung

macht aus dem Familienurlaub

eine Zeit der wundersamen

Einkehr und Vitalität.

5 = 4 - EIN URLAUBSTAG GESCHENKT

11.09. bis 02.10.2021, 06.11. bis 18.12.2021

12.03. bis 09.04.2022, 30.04. bis

26.05.2022, 29.05. bis 04.06.2022 und

02.07. bis 09.07.2022

Bei Buchung eines Aufenthalts von

5 Nächten ist der letzte Urlaubstag

gratis. Gerne auch verlängerbar auf 6 =

5 oder 7 = 6.

www.familux.com

Dachsteinkönig – Familux Resort

Tel. +43 (0)6136 8888

info@dachsteinkoenig.at

Alpenrose – Familux Resort

Tel. +43 (0)5673 2424

info@hotelalpenrose.at

Oberjoch – Familux Resort

Tel. +49 (0)8324 7090

info@oberjochresort.de

Mitglieder der Kinderhotels Europa

www.kinderhotels.com

LIFE & STYLE

115


SOCIETY

La Vie en Rose

Die letzten Monate waren zwar alles andere als

rosig, doch gerade da wirken der aufmunternde

Duft der Rose und die ersten Sonnenstrahlen

besonders positiv auf die Laune.

THE RITUAL OF KARMA AFTER SUN COOLING SHOWER GEL

Dieses schäumende Duschgel ist angereichert mit antioxidativem

weißem Tee und beruhigender Aloe Vera – genau das,

was die Haut nach einem langen Tag in der Sonne benötigt. Für

einen sofortigen Kühlungseffekt wird das Gel unter der Dusche

mit lauwarmem Wasser auf die Haut aufgetragen. Die milde Formel

ist feuchtigkeitsspendend und eignet sich besonders gut

für trockene Haut nach einem ausgiebigen Sonnenbad.

www.rituals.com

CLEAR SUN SPRAY VON LOUIS WIDMER

Die Kombination von hochwirksamen UVA-, UVB- und Breitbandfiltern

gewährleistet einen hohen Schutz. Das Spray pflegt

und befeuchtet die Haut und sorgt für eine intensive, schöne

Bräunung. Der ölhaltige Spray ist wasserfest, zieht schnell ein

und klebt nicht. Vitamin E schützt vor freien Radikalen und

reduziert durch UV-Strahlung bedingte frühzeitige Hautalterung

und Hautschäden. Louis Widmer ist in allen Apotheken

österreichweit erhältlich.

PEACH TEA HYDRA CREAM VON TEAOLOGY:

Eine Feuchtigkeitspflege für samtig-frische Haut, die fantastisch

leuchtet. Die einzigartige Formulierung kombiniert den Aufguss

aus blauem Oolong-Tee mit kraftvoller Hyaluronsäure und

Präbiotika. So spendet sie der Haut genau die Menge Feuchtigkeit,

die sie zum Strahlen benötigt, und hinterlässt sie nicht nur

ultrageschmeidig, sondern auch spürbar glatter. Erhältlich bei:

www.marionnaud.at

BEAUT Y

116


SOCIETY

PERFECT VON MARC JACOBS

Inspiriert wurde der neue Duft von

Marc Jacobs‘ Mantra „perfect as I am“

– symbolisiert von einem Tattoo des

Worts „perfect“ auf seinem Handgelenk.

Der moderne und feminine Duft

wird von einem unkonventionellen

Zusammentreffen frischer, floraler und

beruhigender, geschmeidiger Akkorde

bestimmt. Sanft und cremig umhüllt er

seine Trägerin. Erhältlich bei:

www.marionnaud.at

ROSE VON GISADA

Dieses Unisex Parfum macht das opulente

Aroma der Rose zum Magneten

für Mann und Frau gleichermaßen. Zuerst

der Mix aus Limette und Zitrone,

der im Herzen von der bulgarischen

Rose und Jasmin bekräftigt wird und

im fulminanten Finish von Vanille,

Moschus und einem Hauch Oud einen

orientalischen Touch entwickelt.

Exklusiv erhältlich bei:

www.marionnaud.at

FERMENT CLEARING ENZYME

PEELING VON DOCTOR’S BAY

Der Aktivstoff Bacillus Ferment sowie

milde Säuren wie Zitronen- und

Apfelsäure lösen abgestorbene Hautschüppchen

besonders sanft. Eine

Vielzahl von Aktiv- und Pflegestoffen

wie Hyaluronsäure, Perlenextrakte,

Sheabutter und Vitamin E pflegen

schon während des Peelings die Haut.

Erhältlich unter:

www.doctorsbayskin.com

Foto: Dozent Dr. Johannes Matiasek

Doz. Dr. Johannes Matiasek

(FA für Plastische, Rekonstruktive

und Ästhetische Chirurgie)

FETTPOLSTER ADÉ – SCHÖN GEFORMTER UND STRAFFER KÖRPER

In der heißen Jahreszeit fühlen sich viele Menschen nicht mehr wohl in

ihrer Haut. Hartnäckige, ungünstig platzierte Fettdepots haben nicht

immer mit Ernährung und mangelnder Bewegung zu tun. Die ästhetische

Chirurgie verfügt über schonende Body-Contouring-Methoden, um den

Körper wieder sommertauglich zu machen.

KRYOLIPOLYSE – FETT WEG OHNE OP: In vielen Fällen reicht zur Reduktion

lokaler Fettdepots eine nicht-operative Bodyforming-Behandlung.

Bei der von der Harvard Medical School entwickelten Kryolipolyse mittels

Cristal Pro® werden Fettzellen durch medizinische Kälteeinwirkung einfach

weggefroren.

KLASSISCHE FETTABSAUGUNG (LIPOSUKTION): Bei dem minimal-invasiven

Eingriff werden unerwünschte Fettdepots mit einer sehr schlanken

Kanüle abgesaugt, diese bilden sich nicht mehr nach. Mit einer speziellen

Methode der Power Assisted Liposuction (PAL) wird auch ein Schrumpfungsprozess

der Haut ausgelöst, sodass eine Straffungs-OP in vielen

Fällen vermieden werden kann. Das abgesaugte Fett kann zur Volumenvermehrung

(z.B. Brustvergrößerung oder Brazilian Butt) verwendet werden.

Mehr dazu bei einem unverbindlichen Beratungsgespräch.

Dozent Dr. Johannes Matiasek

Kärtner Ring 14/13 (1. DG), 1010 Wien

Europlatz 585 (1. Stock), 8971 Schladming

Tel: +43 1 997 1532

www.drmatiasek.at


SOCIETY

MARLIES MÖLLER MARLIES VEGAN PURE! SOLID MELISSA

SHAMPOO

Feste Shampoos sind auf Reisen praktischer als flüssige, da

nichts auslaufen kann, gleichzeitig wird die Umwelt durch den

Verzicht auf Plastik geschont. Das Feste Melissen Shampoo reinigt

zuverlässig wie gewohnt und verwandelt jede Haarwäsche

mit einem beschwingten Duft von Limone und Grünem Tee zu

einem Gute-Laune-Ritual. Auch für Männer gedacht!

www.marliesmoeller.com

IZIA LA NUIT SISLEY

Die dunklere Version von Izia eröffnet mit Bergamotte,

Mandarine und saftigem Cassis. Kardamom lässt in

dieser frischen und farbenfrohen Eröffnung eine würzig-holzige

Seite erkennen. In den Herznoten erscheint

die Izia Rose, unterstützt von Freesia und Magnolie.

Labdanum und Patschuli erzeugen einen ledrigen

Effekt an der Seite von Eichenmoos und vollenden so

die moderne Chypre-Struktur von Izia La Nuit. Weiches

Ambrox setzt warme, elegante und kraftvolle Aromen

frei. Ein Hauch von holziger, milchiger Vanille rundet

den Duft ab und intensiviert seine Aura.

www.sisley-paris.com

ROSE QUARTZ VIBRATING ROLLER LIFTING EFFECT

VON TEAOLOGY

Der Gesichtsroller aus echtem Rosenquarzkristall regt

durch seine vibrierende Walze mit 6000 Schallvibrationen

pro Minute die Durchblutung an und stimuliert die

Mikrozirkulation der Haut so effizient, dass Giftstoffe

aus dem Gewebe schneller abtransportiert werden

können. Das Ergebnis? Eine strahlende und straffere

Haut. Erhältlich bei: www.flaconi.de

BEAUTY

118


ROUGE À LÈVRES VOILE VON GUCCI

Wie eine Erinnerung an eine Farbe verleiht die Formel ein

strahlendes Sheer Finish in einer Palette von 18 Farbtönen, die

Feuchtigkeitspflege und Tragekomfort in einer leichten Textur

bieten. Die Farbnuancen reichen von „Marguerite Jade“, einem

gelblichen Braun, über „Eadie Scarlet“, ein tiefes Scharlachrot,

bis hin zu „Marine Violet“ einem dunklen Himbeerviolett. Perfekt

für den Sommer. Exklusiv erhältlich bei: www.douglas.at

Großer Erlebnis-PARK

mit vielen NEUEN Attraktionen!

Frühstück tägl. von 8.00 bis 11.00 Uhr

im gemütlichen Kaffeehaus

Restaurant „STADL“

Herzhafte Gerichte mit Zutaten aus der Region

Hofladen NEU und größer!

Eis zum Mitnehmen & liebevolle Geschenkideen

HIPPIE ROSE JAMES HEELEY

Wie immer beim exklusiven Nischenhaus HEELEY

besticht das Avantgardistische: Reine Essenzen aus

Bulgarischen Rosen vereint mit Bergamotte, Patschuli

und Weihrauch machen diesen Duft einfach nur cool

und so modern, dass ihn sogar Männer tragen können.

Erhältlich z.B. bei: www.niche-beauty.com

BEAUT Y

www.eis-greissler.at

Königsegg 25, 2851 Krumbach/NÖ

Tel: 02647/ 42950, buchung@eis-greissler.at


SOCIETY

DELINA LA ROSÉE PARFUMS DE MARLY

Frisch und trotzdem markant: Die dritte Variation des beliebten

Rosenduftes Delina – Delina la Rosée – ist perfekt für

den Sommer geeignet. Das zauberhafte Aroma von Pfingstrose

und Türkischer Rose mischt sich mit frischer Litschi und

Birne, weißer Moschus und Hölzer sorgen für eine sinnlichwarme

Komponente. Erhältlich z.B. bei: www.kussmund.wien

BAY CUPS VON DOCTOR’S BAY

Die kleinen Schröpfgläser aus Silikon fördern bei täglicher

Anwendung die Durchblutung, wirken abschwellend,

lockern das Fasziengewebe sowie Verspannungen

und verbessern nachhaltig das Hautbild. Einfach

leicht aufdrücken und mit sanften Bewegungen von

der Gesichtsmitte nach außen hin wegziehen.

Erhältlich unter www.doctorsbayskin.com oder

www.instagram.com/doctorsbayberlin

BEAUTY

120


Ein Leben für Haut

und Herz

„Als Herzchirurgin liebe ich es, Leben wiederherzustellen

und als Dermatologin und ästhetische

Medizinerin helfe ich den Menschen,

ein kleines Stück glücklicher zu werden und

die Lebensqualität zu verbessern.“ So

beschreibt Dr. Marie-Theres Kasimir ihre

Aufgabe als Ärztin mit Haut und Herz.

Dermatologin und Herzchirurgin, Dr. Marie-Theres Kasimir

Foto: Michaela Krauss-Boneau

Die Fachärztin für Herzchirurgie und

Dermatologie hat sich auf die wahrscheinlich

lebenswichtigsten, aber auch

emotionalsten Organe der Menschen

spezialisiert. „Ich habe nach zwölf Jahren

als Herzchirurgin an der Universitätsklinik

in Wien erkannt, dass es für meine

PatientInnen mindestens genauso wichtig

ist, ein gesundes, kräftig schlagendes

Herz zu haben, als sich auch in ihrer

Haut rund um wohl zu fühlen.“

GESUNDE PSYCHE

IHR Herz schlägt für IHRE PatientInnen

– und das mit einer besonderen Liebe

zu ihrem Handwerk sowie der Ästhetik

und mit großem Feingefühl für jedes

einzelne Schicksal. Eine Korrektur dank

sanfter Methoden der ästhetischen

Medizin führt, Dr. Kasimirs Meinung

nach, zu den besten Ergebnissen,

denn diese bewirken optisch sehr viel

zum Positiven und dadurch hebt sich

oftmals die Stimmung. Die Spezialistin

weiß, dass innere und äußere Zufriedenheit

und Gesundheit die positive

Ausstrahlung und Wirkung eines Menschen

beeinflussen können.

EMPATHIE

Als Selbstbetroffene der Krankheit

Neurodermitis weiß die Dermatologin,

wie belastend die Symptome dermatologischer

Erkrankungen für Patient-

Innen sein können. Sie kann diese

daher auch besonders gut nachfühlen

und verstehen. „In der Dermatologie

braucht es viel Einfühlungsvermögen,

eine präzise Diagnostik und das

Vertrauen der PatientInnen. Daher

lege ich großen Wert auf individuelle

Beratung und Behandlung – das ist die

Basis für meine Arbeit.“

WELL-AGING

Ein weiteres großes Thema ist das

„Well-Aging“ – gesund und jung zu

bleiben bis ins hohe Alter. So bietet sie

eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten

an, die den neuesten technischen

Standards entsprechen, wie

beispielsweise Therapien und Treatments

mit Botulinumtoxin A, Derma-

Filler, Radiofrequenz-Microneedling

und andere Kollageninduktionstherapien.

Die ästhetische Medizinerin, Dr.

Marie-Theres Kasimir, erklärt: „Wie ein

Personal Trainer erstelle ich individuelle

Skin-Fitness-Pläne für meine

PatientInnen und ermögliche so – angepasst

an die jeweiligen Bedürfnisse

der Haut – ein optimales Ergebnis.“

KONTAKT:

Dr. Marie-Theres Kasimir, Fachärztin

für Dermatologie, Herzchirurgie und

Ästhetische Medizin, Privatärzte-Zentrum

Döbling, Heiligenstädter Straße

46-48, Ebene 5, 1190 Wien

Tel.: 01/360 66-8010 oder 0664 200 50 51

ordination@dr-kasimir.com

www.dr-kasimir.com

DERMATOLOGISCHE BEHANDLUN-

GEN & OPERATIVE DERMATOLOGIE:

• Muttermalkontrolle mit digitaler

Dokumentation

• Hauttumore – Vorsorge, Diagnostik

und Behandlung

• Entzündliche Hauterkrankungen –

Diagnostik und Therapie

• Hyperhidrose – Therapie von

übermäßigem Schwitzen

ÄSTHETISCHE MEDIZIN:

• Microneedling

• Radiofrequenz-Needling –

Kollageninduktion und Hautstraffung

• PRP – Plasmatherapie

• Therapie mit Botulinumtoxin A

• Hyaluronsäurefiller

DERMATOLOGICAL TREATMENTS &

OPERATIVE DERMATOLOGY:

• Mole check with digital documentation

• Skin tumors - prevention, diagnostics

and treatment

• Inflammatory skin diseases -

diagnostics and therapy

• Hyperhidrosis - therapy of excessive

sweating

AESTHETIC MEDICINE:

• Medical Microneedling

• Radiofrequency Microneedling -

collagen inductiontherapy and skin

tightening

• PRP - plasma therapy – Vampire Lift

• Botulinumtoxin A

• Hyaluronic acid filler treatments

LIFE & STYLE

121


SOCIETY

E-Bikes von Geero:

praktisch, schön

und made in Austria

Thomas Rath, Geschäftsführer von Geero,

verrät im SOCIETY-Interview, wie das Unternehmen

Nachhaltigkeit fördert und warum

E-Bikes eine neue Mobilität eröffnen können.

2016 kam erstmals das Geero 1 auf

den Markt. Wie ist die Idee dazu entstanden

und wie kann man sich die

Entwicklung des ersten Geero E-Bikes

vorstellen?

Mit unserer Bikee E-Bikeschmiede

setzen wir uns bereits seit dem Jahr

2010 mit Elektro- bzw. Mikromobilität

auseinander. 2015 haben wir dann beschlossen,

ein E-Bike zu kreieren, das

es in dieser Form auf dem Markt noch

nicht gab. Schlicht und leistungsstark,

mit einfacher Wartung und zu einem

fairen Preis. Das Pferd, in diesem Fall

das innovative E-Bike, wurde daher

von hinten aufgezäumt: Erst wurde

am elektrischen System gefeilt und

sukzessive optimiert, bis es schlussendlich

an das Design und die Gewichtsreduzierung

ging. 2016 entstand

dann, nach einem Jahr des Tüftelns,

Entwickelns und Optimierens, ein

Produkt, das de facto eine echte

Alternative zu Auto und öffentlichem

Verkehr darstellte. Ein E-Bike, das nicht

nur optisch, sondern auch in puncto

Leistung eine echte Innovation auf

dem E-Bike-Markt war. Geero 1 – zum

damaligen Zeitpunkt als Original-, also

Diamantrahmenvariante in Schwarz

und Beige erhältlich – erfüllte letztendlich

nicht nur die an uns selbst

gestellten Anforderungen, sondern

überzeugte auch durch innovative

Technik, puristisches Design und

intuitive Bedienbarkeit. Das Ganze mit

einem unvergleichlich geringen Gesamtgewicht

und dennoch zum von

uns als USP definierten, fairen Preis.

Augenscheinlich unterscheidet sich

ein Geero E-Bike vom Mitbewerb nach

wie vor durch seine exklusive Optik.

Damit meine ich sowohl das attraktive

Retro-Design, als auch die Tatsache,

dass es nicht als E-Bike zu erkennen

ist. Trotz ständiger Weiterentwicklung

auf der Technikseite ist es nach wie vor

nicht so leicht als E-Bike zu enttarnen

und gleicht eher einem schnittigen

Rennrad. Das „Geheimnis“ dahinter

ist, dass sich die E-Komponenten gut

im Gesamtbild integrieren. So ist zum

Beispiel der Motor in der Hinterradnabe

verbaut. Der entnehmbare Akku

verschwindet unsichtbar im pulverbeschichteten

Aluminiumrahmen, die

Elektronik im Sattelrohr. Bei „Geero“

handelt es sich außerdem um ein ehrliches,

österreichisches Unternehmen.

Das ist ein Punkt auf den wir – mit

stetig wachsendem Mitbewerb – natürlich

sehr stolz sind. Pulverbeschichtung,

Produktion, Assembling, Service

… All diese Arbeitsschritte werden in

Österreich getätigt und das macht uns

durchaus einzigartig.

Welche Vorteile bietet ein E-Bike

sowohl am Land als auch in der Stadt?

Wie unterscheidet sich der Markt am

Land von dem in der Stadt?

Wie bereits eingangs erwähnt sind E-

Bikes eine praktische und mittlerweile

äußerst willkommene Alternative zu

Auto und öffentlichem Verkehr. Das gilt

sowohl für die Stadt, als auch am Land.

Zudem ermöglichen E-Bikes auch

jenen wieder sportliche Betätigung,

welche bis dato nicht mehr fahrradbegeistert

waren bzw. auf Grund von

gesundheitlichen Problemen mit

einem klassischen Rad nicht mehr

fahren konnten. In der Stadt spielt

natürlich der Umweltfaktor eine große

Rolle, Parkplatzprobleme, Stau … all

dies kann mit einem E-Bike umgangen

werden. Im innerstädtischen Raum ist

das E-Bike zudem eine echte Alternative

für BerufspendlerInnen innerhalb

der Stadt bzw. aus Randbezirken. Am

Land ist es dann oft die Anbindung

bzw. auch die Taktung der öffentlichen

Verkehrsmittel, die einen „umsatteln“

lassen. Hier sind die Anforderungen

an ein E-Bike logischerweise ein wenig

anders, da Radwege in ländlichen

Gegenden oftmals Mangelware sind

und Wege und Straßen teilweise

unbefestigt. Hier wird es empfohlen,

sich an Bikes aus dem Trekking- oder

Foto: Geero

LIFE & STYLE

122


SOCIETY

Mountainbereich zu orientieren. Dies

gilt auch für den Freizeit-Bereich. Man

sollte sich vorab darüber im Klaren

sein, für welche Zwecke das E-Bike in

Zukunft verwendet wird. Generell sind

Geeros, speziell in der sportlichen Touring-Konfiguration,

natürlich passend

für längere Ausfahrten in die Natur und

auf Radwegen und somit das optimale

Ausflugs- und Freizeitgerät.

Geero hat eine Nachhaltigkeitsstrategie

entwickelt, die auf drei Säulen

basiert. Können Sie uns diese etwas

genauer erklären?

Zusammen mit unserem Vertriebspartner

niceshops arbeiten wir seit

2018 klimaneutral. Um dieses Ziel zu

erreichen, haben wir eine Nachhaltigkeitsstrategie

entwickelt, die auf den

drei Säulen Vermeiden, Vermindern,

Kompensieren beruht. Das beste CO2

ist klarerweise jenes, das erst gar nicht

entsteht. Deshalb bemühen wir uns,

so wenig CO2 wie möglich zu verursachen.

Das passiert größtenteils

in-house, indem wir zum Beispiel auf

100% Ökostrom setzen, Wertstoffe und

Abfälle recyclen aber auch regionales

und weitgehend biologisches Essen

anbieten. Wo sich CO2-Emissionen

nicht vermeiden lassen, suchen wir

nach Möglichkeiten, diese einzudämmen.

Dabei setzen wir auf unterschiedliche

Wege um eben die Emissionen so

gering wie möglich zu halten. Das beginnt

bei der Bauweise des Firmengebäudes

oder bei der Wahl der Firmenfahrzeuge.

Hier setzen wir zum Beispiel

auf Solarpanele auf dem Dach oder

auf Elektroautos für unsere Flotte. So

versuchen wir eben unsere Emissionen

zu vermindern. Da sich diese aber trotz

allem leider nicht zu 100% vermeiden

lassen, kompensieren wir, indem wir

ökosoziale Projekte unterstützen, die

sich beispielsweise um Trinkwasseraufbereitung

kümmern.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung

des Unternehmens seit der

Gründung 2016? Welche Zukunftspläne

haben Sie?

Kurzum: sehr zufrieden. Wir dürfen uns

über ein kontinuierliches Wachstum,

sowohl im Heimatmarkt Österreich,

wie auch in jenem in Deutschland freuen.

Auch der Launch unserer zweiten

E-Bike-Generation Mitte 2020, Geero 2,

verlief trotz der schwierigeren Rahmenbedingungen

nach Wunsch. Mit

dem entnehmbaren Akku konnte ein

weiterer Punkt der Kunden-Wunschliste

realisiert, aber auch generell am

Markt ein Benchmark gesetzt werden.

Wir sind kontinuierlich darum bemüht,

auf die Wünsche unserer Kunden und

Kundinnen einzugehen und unsere

Räder dahingehend zu optimieren.

Eine verstärkte Expansion über Österreich

und Deutschland hinaus wird

mittelfristig sicherlich thematisiert

werden. Aktuell bedienen wir bereits

Märkte wie die Schweiz, Belgien oder

Ungarn. Dank der Zusammenarbeit

mit niceshops stehen uns in puncto

Internationalisierung und Expansion

auch alle Türen offen.

www.geero.at

LIFE & STYLE

123


Sauer macht nicht lustig

Auch wenn es das Sprichwort anders vermuten lässt, unser

Körper fühlt sich wohl, wenn er nicht sauer, sondern vorwiegend

basisch ist.

Unsere moderne Ernährung enthält

viele verarbeitete Lebensmittel wie industrielle

Backwaren, Süßigkeiten und

Wurstprodukte, die den pH-Wert des

Körpers sauer machen. Zu viele Säuren

im Organismus können der Gesundheit

schaden, denn er muss stärker

arbeiten, um die Säure-Basen Balance

wiederherzustellen. Die Folgen sind

vielfältig – von Müdigkeit und Kopfschmerzen,

bis hin zu Bluthochdruck,

Diabetes und weiteren Zivilisationskrankheiten.

Eine ausgewogene Ernährung kann die

Balance im Körper wiederherstellen,

doch wer hat schon Zeit, sich mit dem

Thema näher auseinanderzusetzen

und jeden Tag zu kochen? Für genau

dieses Problem gibt es Abhilfe, die

BASENBOX, von der Ernährungsberaterin

Philippa Lovrek und ihrem Bruder

Leopold, 2016 gegründet, beliefert Wien

und Umgebung mit basischem Essen.

Dabei liegt der Fokus auf hochwertigem

Gemüse, Hülsenfrüchten, Samen,

Sprossen, Nüssen und Vollkorn-Getreide.

Ab einem Minimum von drei Tagen

kann die BASENBOX bestellt werden,

man erhält täglich drei basische Mahlzeiten,

mit motivierendem „Kurbrief“

direkt an die Wunschadresse. Die

Gerichte wie „Vollkornmüsli mit Birne,

Chiasamen und Datteln“ oder „Rotkrautsuppe

mit Lauch“ werden jeden

Tag aus vorwiegend saisonalen Produkten

frisch gekocht. Obwohl die Speisen

salzarm zubereitet werden, schmecken

sie nicht fade, da viele Kräuter verwendet

werden, die ihnen Pep verleihen.

Zwischen den Mahlzeiten sollten jeweils

fünf Stunden Essenspause liegen,

das ist weniger schwer als gedacht,

denn die Portionen machen ordentlich

satt – Hungern ist aufgrund des hohen

Ballaststoffgehalts der vegetarischen

Speisen auch kein Thema. So kann der

Magen-Darmtrakt sich erholen und

schädliche Toxine ausscheiden. Auf

spezielle Ernährungswünsche wird bei

der BASENBOX auch eingegangen, so

können die Speisen z.B. glutenfrei zubereitet

werden.

Als Nebenwirkung der Basenkur purzeln

auch einige Kilos, denn die schädlichen

Säuren werden oft in Fettzellen

eingeschlossen, die bei der Entgiftung

abgebaut werden können. Empfohlen

wird ebenfalls, sich an der frischen Luft

zu bewegen und moderaten Sport zu

betreiben. Verzichten sollte man auf

Kaffee und Alkohol, stattdessen lieber

viel ungesüßten Kräutertee und stilles

Wasser trinken. Nach ein paar Tagen

fühlt man sich wie neu geboren und die

zu eng gewordenen Jeans passen auch

wieder. Basisch macht eben lustig!

www.basenbox.at

Fotos: Basenbox

LIFE & STYLE

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Refugium der Schönheit

Seit mehr als 30 Jahren hat sich Ingrid Wala der Perfektion von

Schönheit verschrieben. Mit sanften Treatments und invasiven

Methoden erzielt sie in Sachen Ästhetik hochwirksame Effekte.

Fotos: Topkapi – Topskin Cosmetics

Qualifikation und exzellente Beratung

sind die Attribute, die Ingrid Wala und ihr

Team von Expertinnen und Fachkräften

auszeichnen. Die jahrelange Zusammenarbeit

mit führenden Wissenschaftlern,

Medizinern, einem weltweiten

Netz an Beauty Scouts und exklusiven

Kosmetikmarken lassen ein Kompetenzzentrum

für hochwirksame Produkte

und Anwendungen Wirklichkeit werden.

Ingrid Wala, Geschäftsführerin von Topkapi

und Topskin: „Mit viel Fingerspitzengefühl,

Fachwissen und Herz bieten wir

professionelle, hochwirksame Behandlungsmethoden

und effektive Lösungen

im kosmetischen und medizinisch-kosmetischen

Bereich – für sie und ihn.“

Die Schönheitsexpertin Ingrid Wala ist

überzeugt: „Glatte und gesunde Haut

mit vitaler Ausstrahlung ist weder eine

Frage des Alters noch des Zufalls. Mit der

richtigen Pflege und speziell abgestimmten

Behandlungen, kann jugendliche

Strahlkraft bis ins hohe Alter bewahrt

werden!“ Auf Basis der neuesten wissenschaftlichen

Erkenntnisse werden bei

Topkapi – Topskin die effizientesten

Methoden für den individuellen Hauttyp

angewendet – mit sichtbaren Ergebnissen.

PERMANENT MAKE-UP

Aufwachen und beim ersten Blick in den

Spiegel perfekt aussehen klingt nach

Illusion? Dieser Traum wird mit Permanent

Make-up zur Realität. Permanent

Make-up funktioniert durch die gezielte

und dauerhafte Pigmentierung ausgewählter

Hautpartien und erfordert

– ob geschwungene Augenbrauen,

ausdrucksvoller Lidstrich oder volle

Lippen – ein hohes Maß an Können und

Erfahrung.

SCHÖNER UND STRAFFER KÖRPER

Eine klar definierte Silhouette und straffes

Gewebe sind der Traum einer jeden

Frau. Auch Gewichtsreduktion und unliebsame

Ansammlungen von Fettpölsterchen

beschäftigen viele Menschen.

Wenn Diät und Sport nicht helfen, dann

kommen bei Topkapi – Topskin Cosmetics

innovative Lipomassage, Ultratone

Lipolyse oder Fettreduktion und Anti-

Cellulite-Behandlungen mittels Radiofrequenz

tripolar erfolgreich zum Einsatz.

Unsere Kundinnen vertrauen bereits seit

mehr als 30 Jahren auf uns. Wir freuen

uns darauf, Sie unverbindlich beraten zu

dürfen:

Topkapi – Topskin Cosmetics

Schönheitsinstitut für ästhetische und

kosmetische Medizin

Kohlmarkt 5, Bel Étage, 1010 Wien

Tel.: +43 1 532 62 32

E-Mail: office@topskin.at

Öffnungszeiten

Mo – Fr: 10 – 19 Uhr

www.topkapi-topskin.at

Termine nach Vereinbarung

LIFE & STYLE

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SOCIETY

Das (Passiv)-Haus

der Zukunft

Das Ingenieurbüro „Energy Consultants“ von Rainer

Krißmer und Andrea Strasser vereint wirtschaftlichen

Erfolg und nachhaltige Entwicklung in der Immobilienwelt.

SOCIETY sprach mit ihnen über das Passivhaus.

Das Projekt „Landluft“ hat 1000

von 1000 möglichen Punkten gemäß

klimaaktiv Gebäudestandard

erreicht. Wie entstand die Idee zum

smart-grid-fähigem Passivhaus mit

intelligentem Energiesystem?

Wir haben gemerkt, dass wir selbst

nicht nach unserem Verständnis

von „Nachhaltigkeit“ – Vermeidung

vor Kompensation – leben. Nur wer

wenig braucht, ist unabhängiger von

externen Einflüssen. Diesen Ansatz

löst das Passivhaus am besten. Nach

dem Bau haben wir analysiert, was