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abakus energie Solarfonds 2 - Fondsvermittlung24.de

Beteiligungsangebot

abakus energie Solarfonds 2

Photovoltaikanlagen in Deutschland

2


Inhalts

Inhaltsverzeichnis

verzeichnis

Seite

Prospektverantwortung …………………………………………………………………… 5

Das Angebot im Überblick ………………………………………………………………… 7

Risiken der angebotenen Vermögensanlage ……………………………………………… 11

Angaben zum Anbieter …………………………………………………………………… 23

Weitere Angaben über Anlageziele und Anlagepolitik des Emittenten ……………………… 31

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) …………………………………………………… 35

Die wesentlichen Vorteile der Beteiligung im Überblick …………………………………… 39

Der Markt: Stromgewinnung mit Photovoltaik ……………………………………………… 41

Modulhersteller …………………………………………………………………………… 49

Referenzprojekte ………………………………………………………………………… 53

Investitionsplan (Prognose) ……………………………………………………………… 57

Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Emittenten ……………………………………… 61

Prognoserechnung und Sensitivitätsanalyse ……………………………………………… 65

Vertragspartner im Überblick ……………………………………………………………… 71

Verträge und Vertragspartner ……………………………………………………………… 75

Rechtliche Grundlagen …………………………………………………………………… 81

Steuerliche Grundlagen …………………………………………………………………… 97

Gesellschaftsvertrag ……………………………………………………………………… 111

Treuhandvertrag ………………………………………………………………………… 119

Vereinbarung über eine zeitlich und inhaltlich begrenzte Mittelfreigabekontrolle …………… 123

Verbraucherinformation für den Fernabsatz ……………………………………………… 127

Abwicklungshinweise …………………………………………………………………… 131

Glossar …………………………………………………………………………………… 133

Angabenvorbehalt ………………………………………………………………………… 137

Anhang:

Beitrittserklärung mit Widerrufsbelehrung

Identifizierung gemäß Geldwäschegesetz

Die inhaltliche Richtigkeit der in diesem Prospekt gemachten

Angaben ist nicht Gegenstand der Prospektprüfung durch die

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 3


Prospekt-

Prospektverantwortung

verantwortung

Für den gesamten Inhalt des Verkaufsprospektes zeichnet

als Anbieter verantwortlich:

abakus Finanz GmbH

Luise-Ullrich-Straße 2

82031 Grünwald

Nach unserem Wissen sind alle gemachten Angaben richtig,

und es wurden keine wesentlichen Umstände ausgelassen.

Datum der Aufstellung des Prospektes: 15. April 2010

Grünwald, den 15. April 2010

abakus Finanz GmbH

Die Geschäftsführung

Hans-Martin Herbel Jutta Herbel

Geschäftsführer Geschäftsführerin

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 5


Das Angebot

Das

im

Angebot

Überblick

im Überblick

Angesprochener Anlegerkreis

Dieses Angebot richtet sich an Anleger, die ihr Vermögensportfolio

ergänzen und diversifizieren wollen. Diese Beteiligung ist

im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten eine unternehmerisch

geprägte Investition, die mit dem Totalverlust der Einlage

enden und im schlimmsten Fall auch weiteres Vermögen des

Anlegers gefährden kann. Es wird daher empfohlen, das Kapitel

„Risiken der angebotenen Vermögensanlage” ab Seite 11 aufmerksam

zu lesen. Das Angebot richtet sich an solche Anleger,

die sich der dort beschriebenen Sachverhalte bewusst sind

und die aufgrund ihrer Einkommens- oder Vermögenssituation

in der Lage sind, einen etwaigen Totalverlust ihrer Einlage zu

verkraften.

Das Beteiligungsangebot

Anleger können sich unmittelbar als Kommanditisten oder

mittelbar als Treugeber über einen Treuhandkommanditisten ab

€ 5.000,– zzgl. 5 % Agio (Stückelung € 1.000,–) an der abakus

energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG (Emittent) beteiligen.

Im Folgenden werden die Begriffe Emittent und Gesellschaft

synonym verwendet. Die Anleger werden nach Annahme ihrer

Beitrittserklärung und Einzahlung ihrer Beteiligungssumme entweder

unter Vorlage einer Handelsregistervollmacht in das Handelsregister

als Kommanditisten eingetragen oder als Treugeber

in einem Register des Treuhänders geführt. Die abakus energie

GmbH & Co. Solarfonds 2. KG plant überwiegend unmittelbar

in den Markt der Erzeugung von Strom aus Photovoltaik, d.h. in

Photovoltaikanlagen mit Standort Deutschland, zu investieren.

Daneben besteht die Möglichkeit auch mittelbar, über Beteiligungen

an fremden Gesellschaften, in Photovoltaikanlagen

mit Standort Deutschland zu investieren. Unmittelbare Zielin-

Zielinvestition

1

Zielinvestition

2

Anleger

Zielinvestition

3

Treuhandkommanditist

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Sitz: Grünwald bei München

Mittelfreigabekontrolle

Zielinvestition

4

vestitionen sind Anlageobjekte, die entweder direkt erworben

werden oder von Tochtergesellschaften („Betreibergesellschaften“)

gehalten werden, an denen sich der Emittent beteiligt

und die durch die abakus Finanz GmbH, die abakus Portfolio

Management GmbH und/oder verbundene Unternehmen

konzipiert, initiiert oder herausgegeben wurden. Beteiligungsangebote

oder Gesellschaften, die von anderen Initiatoren/

Prospektherausgebern als diesen Gesellschaften konzipiert,

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 7

...

Zielinvestition

n


8

Das Angebot im Überblick

initiiert oder herausgegeben werden, sind mittelbare Zielinvestitionen.

Anlageobjekte sind mithin Photovoltaikanlagen mit

Standort Deutschland oder Beteiligungen an Gesellschaften,

die ihrerseits in Photovoltaikanlagen mit Standort Deutschland

investieren. Zu Beginn stehen noch keine konkreten Zielinvestitionen

fest. Insofern handelt es sich um einen Blind Pool, dem

eine Ungewissheit über die diversen Anlageobjekte immanent

ist. Ebenso stehen sowohl die konkrete Gesamtanzahl der Anleger

als auch die Summe der Kommanditanteile zum Zeitpunkt

der Aufstellung des Prospektes noch nicht fest.

Zielinvestitionen in Solarprojekte

Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG tätigt zwecks

Diversifikation überwiegend unmittelbare Investitionen in

verschiedene Photovoltaikanlagen, die in der Regel von eigenen

Tochtergesellschaften („Betreibergesellschaften“) gehalten werden

sollen. Durch diese Investitionsmöglichkeit wird eine hohe

Flexibilität in Hinblick auf spätere Veräußerbarkeit sowie Kostenund

Einnahmentransparenz ermöglicht. Diese unmittelbaren Zielinvestitionen

werden von der abakus Finanz GmbH, der abakus

Portfolio Management GmbH und/ oder der abakus Verwaltungsund

Handels GmbH gehalten. Daneben besteht die Möglichkeit

auch mittelbar, über Beteiligungen zu investieren. Auf Ebene der

Tochtergesellschaften und in den fremden Gesellschaften fallen

in der Regel weitere Verwaltungskosten an bzw. bei fremden

Gesellschaften auch fondsabhängige Nebenkosten.

Mittelfreigabekontrolle

Die von der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

vorgenommenen Investitionen unterliegen einer zeitlich und

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

inhaltlich begrenzten Mittelfreigabekontrolle durch einen

Mittelfreigabekontrolleur. Einzelheiten dazu sind dem Gesellschaftsvertrag

(Seite 111) und dem Mittelfreigabekontrollvertrag

(Seite 123) zu entnehmen.

Investitionsplan

Es ist geplant, ca. € 10 Mio. Eigenkapital zzgl. 5 % Agio (insgesamt

ca. € 10,5 Mio.) einzuwerben. Die zusätzliche Aufnahme

von langfristigem Fremdkapital auf Ebene der Gesellschaft ist

grundsätzlich nicht vorgesehen, jedoch bis zu einer Höhe von

10 % des Kommanditkapitals ohne Gesellschafterbeschluss

zulässig. Ferner soll die kurzfristige Zwischenfinanzierung

bereits gezeichneten, aber noch nicht eingezahlten Eigenkapitals

erlaubt sein, wenn die Einzahlungsbedingungen in ein

Zielinvestment dies erforderlich machen. Auf Ebene der jeweiligen

unmittelbaren Zielinvestitionen wird in der Regel auch

Fremdkapital enthalten sein, so dass sich konsolidiert insgesamt

ein Investitionsvolumen von voraussichtlich € 40 Mio. ergibt.

Gemäß der Prognose für die Mittelverwendung (vgl. Tabelle

auf Seite 9) ist vorgesehen, dass 93,14 % des Gesamtinvestitionsvolumens

inkl. Agio in Zielinvestitionen investiert werden.

Der Gesellschaftsvertrag sieht vor, dass die Geschäftsführung

bereits vor Erreichen von € 10 Mio. das Recht hat, den Fonds zu

schließen. Andererseits hat sie aber auch das Recht, das geplante

Volumen auf bis zu € 25 Mio. zu erhöhen. Die demark AG,

Grünwald, übernimmt die im Investitionsplan auf Seite 57 unter

den Punkten 2.2.1 bis 2.2.4 (Seite 55) genannten Nebenkosten,

die über den geplanten Ansatz hinausgehen (Kostengarantie).


Prognose für die Mittelverwendung der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

in €

in % des EK

exkl. Agio, ca.

in % des EK

inkl. Agio, ca.

der Beteiligungssumme. Steuerlich werden Anleger in der

Einkunftsart „Gewerbebetrieb” veranlagt. Die Gesellschaft

(Emittent) wird auf bestimmte Zeit geschlossen. Sie endet zum

31. Dezember 2022, es sei denn, dass 2/3 der Gesellschafter

die Fortsetzung beschließen. Die Gesellschaft kann von jedem

Kommanditisten mit einer Frist von 6 Monaten zum 31. Dezember

2022 oder, wenn die Gesellschaft über den 31. Dezember

2022 hinaus fortgesetzt wird, mit gleicher Frist zum Ende eines

jeden Geschäftsjahres gekündigt werden. Das Nähere regelt der

Gesellschaftsvertrag. Es liegt nach Maßgabe des Gesellschaftsvertrages

und des Treuhandvertrages eine Beteiligung am

Ergebnis und Vermögen der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds

2. KG vor, die sich an der Höhe der Beteiligung orientiert.

Das Stimmrecht gewährt je € 1.000,– Beteiligung eine Stimme.

Anlegern stehen die im Rahmen des Gesellschaftsvertrages und

Treuhandvertrages genannten Kontrollrechte, z.B. die jederzeitige

Einsicht in Geschäftsunterlagen in den Geschäftsräumen des

Emittenten, zu.

Beirat

Es kann auf Beschluss der Gesellschafter ein Beirat gebildet

werden, der die Geschäftsführung in wichtigen Angelegenheiten

berät. Der Beirat besteht aus drei Personen, von denen zwei

von den Gesellschaftern gewählt werden. Die dritte Person wird

vom Komplementär bestellt.

in % des

Ges.Inv.Vol.

exkl. Agio, ca.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 9

in % des

Ges.Inv.Vol.

inkl. Agio, ca.

1. Zielinvestitionen inklusive Agio 37.720,00 377,20 359,24 94,30 93,14

2. Fondsabhängige Kosten 2.484,77 24,85 23,66 6,21 6,14

- Vergütungen an den Anbieter und verbundene Unternehmen 1.942,52 19,43 18,50 4,86 4,80

- Nebenkosten der Vermögensanlage 413,50 4,14 3,94 1,03 1,02

- Laufende Verwaltungskosten bis 2011 128,75 1,29 1,23 0,32 0,32

3. Umsatzsteuer 208,48 2,08 1,99 0,52 0,51

4. Liquiditätsreserve 86,75 0,87 0,83 0,22 0,21

Summe

Eigenkapital exkl. Agio 10.000,00 100,00 95,24 25,00 24,69

Eigenkapital inkl. Agio 10.500,00 105,00 100,00 26,25 25,93

Gesamtkapital exkl. Agio 40.000,00 400,00 380,95 100,00 98,77

Gesamtkapital inkl. Agio 40.500,00 405,00 385,71 101,25 100,00

Anlagezeitraum von zwölf Jahren,

Auszahlungen

Die Gesellschaft (Emittent) wird auf bestimmte Zeit geschlossen.

Sie endet zum 31. Dezember 2022, es sei denn, dass

2/3 der Gesellschafter die Fortsetzung beschließen. Endet die

Gesellschaft zum 31. Dezember 2022, so geht sie ab 1. Januar

2023 in Liquidation, während die bis dahin noch nicht vollständig

zurückgezahlten Zielinvestitionen veräußert werden.

Bei prognosegemäßem Verlauf ist vorgesehen, dass Anleger

Auszahlungen gemäß der auf Seite 64 abgedruckten

Auszahlungsreihe erhalten. Während des Zeitraumes zwischen

wirksamem Beitritt und Fondsschließung werden die in diesem

Zeitraum bereits erzielten Einnahmen sowohl in Abhängigkeit

von der Beteiligungshöhe als auch der Beteiligungsdauer

gleichmäßig auf die Anleger verteilt. Auszahlungen werden

nachschüssig vorgenommen. Es wird ein jährlicher Auszahlungsrhythmus

angestrebt.

Rechtliche und steuerliche Hinweise

(vgl. Kapitel „Rechtliche Grundlagen“, Seite 81

und „Steuerliche Grundlagen“, Seite 97)

Anleger beteiligen sich als Kommanditisten oder über einen

Treuhandkommanditisten als Treugeber an der abakus energie

GmbH & Co. Solarfonds 2. KG mit Sitz in Grünwald bei

München. Die Haftung ist grundsätzlich beschränkt auf 1 %

Rundungsdifferenzen sind möglich


Risiken der

Risiken

Vermögens

der angebotenen

anlage

Vermögens anlage

In diesem Kapitel werden Sie über wesentliche tatsächliche

und rechtliche Risiken dieses Beteiligungsangebotes informiert.

Abweichungen in der wirtschaftlichen oder steuerlichen Entwicklung

können das Anlageergebnis der Kapitalanlage stark

beeinflussen. Es können über die Fondslaufzeit Abweichungen

von der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung eintreten, die

ihre Ursachen in wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen,

technischen oder naturräumlichen Veränderungen haben können.

Diese Beteiligung ist im Vergleich zu anderen Anlagemöglichkeiten

eine unternehmerisch geprägte Investition, die mit

unternehmerischen Risiken verbunden ist.

Die Aussagen zum Beteiligungsangebot beruhen auf Prognosen

von künftigen Entwicklungen, die anhand aktueller Erwartungen

vorgenommen wurden. Risiken können einzeln oder auch

kumulativ auftreten. Insbesondere wenn Risiken kumulativ

auftreten, kann es zu erheblichen Abweichungen vom planmäßigen

Verlauf kommen. Die angestrebten Auszahlungen an die

Anleger sind dann gefährdet. Im Extremfall kann die Insolvenz

der Fondsgesellschaft nicht ausgeschlossen werden. In einem

solchen Fall droht dem Anleger ein Totalverlust der Kommanditeinlage

inkl. Agio. Das Maximalrisiko des Anlegers kann

jedoch über den Totalverlust der Einlage inkl. Agio hinausgehen,

wenn…

der Anleger zur Finanzierung seiner Einlage eine persönliche

Fremdfinanzierung aufgenommen hat, deren Kapitaldienst er

auch bei Totalausfall dieser Vermögensanlage aus anderen

Mitteln unabhängig von den Rückflüssen aus dieser Beteiligung

bedienen muss;

bereits im Zusammenhang mit dieser Vermögensanlage

gezahlte Steuern nicht mehr erstattet werden;

der Anleger durch die Beteiligung verursachte Steuerzahlungen

leisten muss, ohne dass aus der Beteiligung Ausschüttungen

oder sonstige Rückflüsse an den Anleger stattfinden;

der Anleger Nachschüsse leistet und diese ebenfalls verloren

gehen.

Der Anbieter kann keine Garantie für die wirtschaftliche Entwicklung

des Emittenten übernehmen.

Sollten Sie die in diesem Kapitel

dargestellten Risiken als zu hoch einschätzen,

raten wir von einer Beteiligung ab.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 11


12

Risiken der angebotenen Vermögens anlage

Die in Zusammenhang mit diesem Beteiligungsangebot

auftretenden Risiken werden in drei Kategorien unterteilt, um

die Schadenhöhe der Risiken für die Vermögensanlage des

interessierten Anlegers besser verständlich zu machen. Mit

abnehmender Schadenhöhe unterteilt man die Risiken in „anlegergefährdend”

(höchste Schadenhöhe), „anlagegefährdend”

(mittlere Schadenhöhe) bis hin zu „prognosegefährdend”

(niedrigste Schadenhöhe).

Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG wird

konzeptgemäß – mittelbar, über Beteiligungen an fremden

Gesellschaften, vor allem aber unmittelbar, über eigene Beteiligungsgesellschaften

– Investitionen in Photovoltaik-Projekte

(Freilandanlagen, Dachanlagen) mit Standort Deutschland tätigen.

Im Folgenden wird der Begriff Zielinvestition(en) synonym

verwendet für die Investition in diese Anlageobjekte.

1. Anlegergefährdende Risiken

Unter solchen Risiken versteht man jene, die nicht nur zu einem

Verlust der gesamten Zeichnungssumme führen können, sondern

darüber hinaus auch das weitere Vermögen des Anlegers

gefährden können:

Wenn der Anleger zur Finanzierung seiner Beteiligung eine

persönliche Fremdfinanzierung aufgenommen hat, so besteht

das Risiko, dass er auch bei Eintritt eines anlagegefährdenden

Risikos deren Kapitaldienst aus anderen Mitteln

bedienen muss. Weder der Emittent noch der Anbieter bieten

im Zusammenhang mit dieser Vermögensanlage eine Fremdfinanzierung

des Eigenkapitals an.

Es besteht das Risiko, dass bereits im Zusammenhang mit

dieser Vermögensanlage gezahlte Steuern nicht mehr erstattet

werden.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Die vorliegende Konzeption stellt einen Blind Pool dar, da zum

Datum der Prospektaufstellung noch kein konkretes Investment

feststeht. Insofern besteht jenseits typisch-ähnlicher

Eigenschaften eine bestimmte Ungewissheit über die diversen

noch unbekannten Zielinvestitionen und deren Anlageobjekte.

In Abhängigkeit von der Ausgestaltung der nach Plan sehr

unterschiedlichen Investitions- und Entscheidungsvorgaben sind

entsprechende Risiken aus den Anlageobjekten nur sehr bedingt

einschätzbar.

Es besteht das Risiko, dass der Anleger durch die Beteiligung

verursachte Steuerzahlungen leisten muss, ohne dass aus der

Beteiligung Ausschüttungen oder sonstige Rückflüsse an den

Anleger stattfinden.

Nachschussverpflichtungen, also Ansprüche der Gesellschaft

auf über die vereinbarten Pflichteinlagen hinausgehende

Einlageleistungen, sind vertraglich ausgeschlossen, d. h.

es besteht keine Verpflichtung, Liquiditätsunterdeckungen,

Verluste der Beteiligungsgesellschaft oder etwaige bei der

Liquidation auftretende Fehlbeträge auszugleichen. Unter

Umständen können die Kommanditisten bzw. Treugeber

aber faktisch zur Erhaltung der Grundlagen ihrer Beteiligung

gezwungen sein, trotz des vertraglichen Ausschlusses Nachschüsse

aufzubringen, die ebenfalls verloren gehen können.


2. Anlagegefährdende Risiken

Unter solchen Risiken versteht man jene, die entweder einzelne

Anlageobjekte oder die gesamte Vermögensanlage gefährden

und damit zu einem teilweisen oder vollständigen Verlust der

Zeichnungssumme führen können.

Risiken aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise

Als Folge der zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung fortdauernden

Finanz- und Wirtschaftskrise kann nicht ausgeschlossen

werden, dass einige oder alle Zielinvestitionen nicht eingegangen

werden können, da diese z.B. nicht verfügbar sind. Ferner

besteht das Risiko, dass bei Zielinvestitionen nicht genügend

Kommanditkapital eingeworben wird und/oder kein Fremdkapital

beschafft werden kann und diese im Extremfall rückabgewickelt

werden (müssen), was dazu führen kann, dass Teile des

Kommanditkapitals oder das gesamte Kommanditkapital der

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG verloren geht;

ferner besteht ein Ausfallrisiko von Zielinvestitionen (siehe

nachfolgender Absatz). Dadurch kann es zu geringeren bis hin

zu keinen Rückflüssen an den Anleger kommen.

Ausfallrisiko von Zielinvestitionen

Es besteht das Risiko, dass die getätigten Zielinvestitionen

gleichzeitig teilweise und/oder ganz ausfallen. Zum Beispiel

könnten bei mehreren oder allen Zielinvestitionen die erwarteten

Rückflüsse erheblich geringer oder total ausfallen, weil sich

dort z.B. die Kosten- und Zinssituation bedeutend verschlechtert

hat oder aufgrund des Ausfallens bedeutender Vertragspartner

oder dergleichen mehr. Treten solche Risiken auf Ebene der

Zielinvestitionen auf, so wirken sich diese auf der Ebene des

Emittenten entsprechend negativ aus; dadurch kann es zu geringeren

bis hin zu keinen Rückflüssen an den Anleger kommen.

Haftungsrisiko

Die Haftung der Anleger ist gegenüber Dritten (etwa Gläubigern

des Emittenten) auf die im Handelsregister eingetragene

Haftsumme begrenzt. Diese beträgt 1 % der Beteiligungssumme.

Sinkt das handelsrechtliche Kapitalkonto, dessen Stand sich zu

Investitionsbeginn zu 100 % der Investition zzgl. 5 % Agio ergibt,

infolge fortwährender Entnahmen (= Auszahlungen), denen nicht

in gleicher Höhe Gewinne (oder denen negative Ergebnisse)

gegenüberstehen, unter die Haftsumme ab, so lebt die gesetzliche

Haftung des Anlegers bis zur Höhe der Haftsumme wieder

auf. Im Falle eines Ausscheidens aus der Gesellschaft haften die

Kommanditisten und mittelbar über den Freistellungsanspruch

des Treuhandkommanditisten auch die Treugeber für die bis zum

Ausscheiden begründeten Verbindlichkeiten der Gesellschaft

noch bis zu 5 Jahre nach Eintragung ihres Ausscheidens im Handelsregister

gegenüber den Gläubigern der Gesellschaft.

Rückabwicklungsrisiko, Sicherstellung der

Gesamtinvestition, Ausfall des Kostengaranten

Die demark AG, Grünwald, gibt eine Kostengarantie, wonach die

im Investitionsplan aufgeführten Nebenkostenpositionen 2.2.1

bis 2.2.4 in ihrem Gesamtansatz nicht überschritten werden. Es

besteht das Risiko, dass der Kostengarant ausfällt und dadurch

höhere Kosten für den Emittenten und damit für die Anleger

entstehen. Ferner besteht das Risiko, dass die im Investitionsplan

genannte Investitionsquote nicht erreicht wird, da nicht

alle Kosten durch die Kostengarantie der demark AG abgedeckt

sind, diese Kosten teilweise kalkuliert sind und damit höher

ausfallen können als geplant. Dies würde bei Weiterführung des

Emittenten zu niedrigeren als den erwarteten Auszahlungen an

die Anleger führen, auch wenn die Zielinvestitionen für sich genommen

wie erwartet laufen. Es besteht ferner das Risiko, dass

ein notwendiges Mindestkapital zur Deckung der Kosten und

zur Erreichung der Anlagekriterien nicht platziert werden kann.

Im schlimmsten Fall kann eine Rückabwicklung des Beteiligungsangebotes

nicht ausgeschlossen werden, was dazu führen

kann, dass Teile der Einlage oder die gesamte Einlage der

Anleger verloren geht. Anleger haben für den Fall einer Rückabwicklung

keinen Anspruch auf vollständige oder teilweise

Rückzahlung ihres eingesetzten Kapitals. Die Beendigung des

Emittenten ist u.a. in § 15 des Gesellschaftsvertrages geregelt.

Ausfall wichtiger Vertragspartner

Es besteht das Risiko, dass wichtige Vertragspartner des Emittenten

ausfallen, so z.B. die abakus Finanz GmbH, die demark

AG, der Treuhänder und Mittelfreigabekontrolleur Dornbach

GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft,

Generalunternehmer, Betreiber von Anlagen zur Energieund

Stromerzeugung etc. Dies könnte sich je nach wirtschaftlicher

Bedeutung des Vertragspartners für den Emittenten in

anlagegefährdender Weise auf die Anleger auswirken.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 13


14

Risiken der angebotenen Vermögens anlage

Insolvenzrisiko der Treuhandkommanditistin

Die insolvenzrechtliche Behandlung von treuhänderisch

gehaltenen Beteiligungen ist rechtlich soweit ersichtlich noch

nicht geklärt. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden,

dass im Falle der Insolvenz der Treuhandkommanditistin die

Beteiligungen Gegenstand der Insolvenzmasse werden und

dadurch keine bevorrechtigten Aus- oder Absonderungsmöglichkeiten

zugunsten der Treugeber bestehen. U.U. stehen den

Treugebern in diesem Fall nur einfache Insolvenzforderungen,

die nachrangig zu befriedigen sind, zu. Ursache für die

Insolvenz der Treuhandkommanditistin kann u.U. auch das von

ihr getragene Insolvenzrisiko der Treugeber sein: Wird sie von

einem Gläubiger der Beteiligungsgesellschaft unmittelbar in

Anspruch genommen, kann sie aufgrund der Treuhandverträge

bei den einzelnen Treugebern lediglich anteilig Freistellung

bzw. Aufwendungsersatz geltend machen. Erfüllen nicht alle

Treugeber die sich daraus für sie ergebenden Verpflichtungen

rechtzeitig, kann dies die Ursache für die Zahlungsunfähigkeit

oder Überschuldung der Treuhandkommanditistin sein. Dadurch

kann es zu geringeren bis hin zu keinen Rückflüssen an den

Anleger kommen.

Kumulationsrisiko

Es besteht das Risiko, dass mehrere prognosegefährdende

Risiken (siehe nachfolgend) gleichzeitig eintreten, die in Form

ihres kumulativen Auftretens zu einem anlagegefährdenden

Risiko werden und damit zu einem teilweisen oder vollständigen

Verlust der Zeichnungssumme führen können.

Risiko ordentlicher Kündigungen

Für den Fall, dass Kommanditisten von ihrem Recht auf

ordentliche Kündigung, erstmals zum 31. 12. 2022, Gebrauch

machen, besteht das Risiko, dass die Gesellschaft im Falle der

beabsichtigten Fortführung mit einer verringerten Anzahl von

Kommanditisten tatsächlich aber nicht oder nur stark eingeschränkt

wirtschaftlich fortsetzbar ist und dass zur Begleichung

des Auseinandersetzungsguthabens Zielinvestitionen zu einem

ungünstigen Marktzeitpunkt verkauft werden müssen; dadurch

kann es zu geringeren Rückflüssen an den Anleger kommen.

Für die vorzeitig ausscheidenden Kommanditisten besteht das

Risiko, dass aufgrund mangelnder Liquidität der Gesellschaft

das Auseinandersetzungsguthaben über fünf Jahre verteilt

ausgezahlt wird.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Auszahlungsrisiko

Auszahlungen können ganz oder teilweise entfallen.

Fungibilitätsrisiko

Kommanditanteile des Emittenten sind auf Ebene der Anleger

bisher nicht handelbar. Der Emittent nimmt keine Kommanditanteile

der Anleger zurück. Es besteht die Gefahr, dass über

diverse Zweitmarktmöglichkeiten (Deutsche Sekundärmarkt

GmbH oder Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG,

u.a.) oder andere Wege Anteile dieser Vermögensanlage nicht

oder nicht zu den gewünschten Preisen und/oder nicht in den

gewünschten Volumina weiterveräußerbar sind. Es besteht

somit das Risiko, dass die Anteile nicht veräußerbar sind. Auf

Ebene der Gesellschaft besteht das Risiko, dass im Falle der

geplanten Liquidation dieser Vermögensanlage die Beendigung

der einzelnen Zielinvestitionen nicht, nicht in zeitlich überschaubarem

Rahmen oder nicht mit dem erwarteten Kapitalrückfluss

durchgeführt werden kann. Dies kann zu geringeren Rückflüssen

bis hin zum Ausfall derselben an den Anleger führen.

Höhere Gewalt, Fremdeinwirkung

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die einzelnen

Anlagen durch Naturkatastrophen (Vulkanausbruch, Erdbeben,

Tornado, u.ä.), Terroranschläge, Kriege, Flugzeugabstürze oder

sonstiger höherer Gewalt beschädigt und/oder zerstört werden.

Ebenso könnten derartige Ereignisse und deren Folgen (z.B.

Aschewolke) die Sonneneinstrahlung negativ beeinträchtigen.

Auch durch Fremdeinwirkung von Dritten (Menschen, aber auch

Tieren) können die Anlagen bzw. Anlagensegmente fahrlässig

oder mutwillig beschädigt und/oder zerstört werden. Jedes

dieser Ereignisse kann zu einem Betriebsausfall führen bis hin

zu einem Totalschaden, was die prognostizierten Rückflüsse

verringern würde. Zudem können erhebliche Wiederbeschaffungskosten

und Personalkosten zur Wiederinstandsetzung

entstehen. Höhere Kosten und niedrigere Erträge können die

Ausschüttungen an die Anleger vermindern.

Versicherungsrisiken

Es besteht das Risiko, dass Versicherungen im Schadensfall

keine oder keine vollständige Schadensübernahme leisten

oder leisten können. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass

Ver sicherungsprämien nach Inanspruchnahme von Versicherungsleistungen

stark ansteigen. Im Falle der Insolvenz eines

Versicherers oder der Kündigung eines Versicherungsvertrages


muss ein neuer Versicherungsvertrag mit einem anderen Unternehmen

abgeschlossen werden, was unter Umständen zu höheren

Prämienzahlungen führt. Die vorgenannten Punkte haben

höhere Kosten zur Folge und können somit die Ausschüttungen

an die Anleger vermindern.

Risiko eines extremen Ausschlags eines

prognosegefährdenden Risikos

Ein extremer Ausschlag z.B. in der Höhe oder bei einem ungünstigen

zeitlichen Anfall eines unter normalen Umständen als

prognosegefährdend einzustufenden Risikos kann dadurch zu

einem anlagegefährdenden Risiko werden.

3. Prognosegefährdende Risiken

Unter prognosegefährdenden Risiken versteht man jene, die zu

einer schwächeren Prognose führen können.

Steuerliche Risiken der angebotenen Vermögensanlage

Steuerliche Konzeption

Das Konzept der Gesellschaft ist der Erwerb, Betrieb und die

Verwertung von Solarkraftwerken aller Art, insbesondere Photovoltaikanlagen,

bzw. die Beteiligung an anderen geschlossenen

Fondsgesellschaften, Personengesellschaften sowie Kapitalgesellschaften,

die Solarkraftwerke aller Art, insbesondere Photovoltaikanlagen,

erwerben, betreiben und verwerten. Hiermit

sind steuerliche Risiken verbundenen, die aufgrund des für

Personengesellschaften geltenden steuerlichen Transparenzprinzips

mittelbar auch den einzelnen Anleger treffen. Bezüglich der

noch nicht feststehenden Zielinvestitionen ist zu beachten, dass

hierzu keine abschließenden steuerlichen Aussagen getroffen

werden können

Die steuerliche Konzeption der Gesellschaft wurde bislang seitens

der örtlichen Finanzverwaltung noch nicht geprüft. Es besteht

daher das Risiko, dass die Finanzverwaltung vertragliche

Leistungsbeziehungen anders beurteilt als von der Gesellschaft

angenommen und sich dadurch die steuerliche Einordnung

dieser vertraglichen Leistungsbeziehungen ändert. Dies kann zu

steuerlichen Nachteilen für den einzelnen Anleger führen.

Einkommensteuerliche Risiken

Bei einer Fremdfinanzierung der Beteiligung durch den Anleger

könnten sich für diesen negative steuerliche Folgen ergeben.

Dies wäre der Fall, wenn die Kosten der Fremdfinanzierung

oder andere Sonderbetriebsausgaben im Zusammenhang mit

der Beteiligung dazu führen, dass bei dem einzelnen Anleger

voraussichtlich kein Totalgewinn entsteht, und er somit keine

Gewinnerzielungsabsicht hat.

Sofern die Gesellschaft Fremdkapital aufnehmen sollte, kann

die sog. Zinsschranke nach § 4 h EStG grds. dazu führen, dass

die Zinsaufwendungen nur eingeschränkt abgezogen werden

können. Sollte der Zinsüberhang 30% des steuerlichen EBITDA

einschließlich des sog. EBITDA-Vortrages übersteigen und für

die Gesellschaft keine der in § 4 h EStG genannten Ausnahmeregelungen

gelten, könnte dies das steuerliche Ergebnis des

jeweiligen Anlegers erhöhen.

Die Finanzverwaltung könnte § 15b EStG für den Fall anwenden,

dass die Gesellschaft die Nichtaufgriffsgrenze von 10 %

überschreitet. Hierzu könnte es insbesondere dann kommen,

wenn Konzeptions- und Vertriebskosten entgegen dem 5. Bauherrenerlass

als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben zu

behandeln sind. In diesem Fall wäre eine Anwendung des § 15b

EStG auf die Gesellschaft wahrscheinlich. Hierdurch könnten

sich für den einzelnen Anleger Liquiditätsnachteile ergeben,

da Verluste aus der Beteiligung an der Gesellschaft nicht mit

Gewinnen aus anderen Einkunftsquellen ausgeglichen, sondern

nur noch mit zukünftigen Gewinnen aus der Beteiligung an der

Gesellschaft verrechnet werden könnten.

Das Bundesministerium der Finanzen vertritt in seinem Schreiben

vom 1. April 2009 die Auffassung, dass die Veräußerung von

Wirtschaftsgütern im Falle eines einheitlichen Geschäftskonzepts

zum laufenden Geschäftsbetrieb gehört, auch wenn die

Veräußerung zeitlich mit der Betriebsveräußerung/-aufgabe

zusammenfällt. Sollte die Finanzverwaltung im Falle der Gesellschaft

ein einheitliches Geschäftskonzept annehmen, könnte dies

dazu führen, dass die grds. für die Betriebsveräußerung/-aufgabe

geltenden Steuervergünstigungen nicht zur Anwendung kommen.

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Finanzverwaltung

abweichend von ihrer bisherigen Auffassung künftig andere

Kriterien für die Einordnung von Photovoltaikanlagen als

Betriebsvorrichtung beziehungsweise Gebäudeteil entwickelt.

Hierdurch könnte sich die Abschreibung auf die Photovoltaikanlagen

ändern.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 15


16

Risiken der angebotenen Vermögens anlage

Gewerbesteuerliche Risiken

Sollte die Finanzverwaltung im Falle der Gesellschaft ein einheitliches

Geschäftskonzept im Sinne des BMF-Schreibens vom

1. April 2009 annehmen und den aus Betriebsveräußerung/-aufgabe

resultierenden Gewinn als laufenden Gewinn qualifizieren,

unterläge dieser auch der Gewerbesteuer.

Sofern gem. § 8 Ziff. 1 GewStG eine Hinzurechnung z. B. von

Zinsen, Mieten, Pachten, Leasingraten oder Lizenzen zu erfolgen

hat und die Summe der Hinzurechnung den Freibetrag von

€ 100.000 überschreitet besteht das Risiko, dass eine Gewerbesteuerbelastung

zum Tragen kommt, obwohl insgesamt noch ein

steuerlicher Verlust der Gesellschaft gegeben ist.

Umsatzsteuerliche Risiken

Es wird angenommen, dass die Gesellschaft nicht uneingeschränkt

vorsteuerabzugsberechtigt ist. Sollte die insoweit von

der Gesellschaft vorgenommene Aufteilung der Vorsteuerbeträge

von der Finanzverwaltung nicht anerkannt werden oder eine

Berichtigung der Vorsteuerbeträge nach § 15a UStG erforderlich

werden, könnte dies das steuerliche Ergebnis verschlechtern

und die Liquidität der Gesellschaft und des jeweiligen Gesellschafters

entsprechend belasten.

Soweit die Gesellschaft im Rahmen einer Geschäftsveräußerung

im Ganzen Erwerber ist und der Veräußerer seinen Vorsteuerabzug

im Zeitpunkt der Geschäftsveräußerung im Ganzen bereits

berichtigt, wird der Berichtigungszeitraum nicht unterbrochen

und die Vorsteuerberichtigung von der Gesellschaft als

Rechtsnachfolger übernommen. Dies würde die Liquidität der

Gesellschaft und des jeweiligen Gesellschafters entsprechend

belasten.

Grunderwerbsteuerliche Risiken

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Finanzverwaltung

abweichend von ihrer bisherigen Auffassung künftig

andere Kriterien für die Einordnung von Photovoltaikanlagen

als Betriebsvorrichtung beziehungsweise Gebäudeteil

entwickelt. Hierdurch kann möglicherweise beim Erwerb einer

Photovol taikanlage beziehungsweise der Beteiligung an einer

Gesellschaft, die eine Photovoltaikanlage betreibt, Grunderwerbsteuer

anfallen.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Erbschaft- und Schenkungsteuerliche Risiken

Bei einer Übertragung der Ansprüche aus dem Treuhandverhältnis

im Wege der Schenkung, tritt der Beschenkte nach § 12

Ziff. 1 des Treuhandvertrages in die Rechtsstellung des Schenkers

ein. Gegenstand der Schenkung ist der Sachleistungsanspruch,

dessen Bewertung sich nach dem gemeinen Wert richtet. In

diesem Fall vertritt die Finanzverwaltung die Auffassung, dass die

für Betriebsvermögen geltenden erbschafts- und schenkungsteuerlichen

Vergünstigungen auf den Sachleistungsanspruch keine

Anwendung finden. Dadurch kommt es bei der Übertragung einer

mittelbaren Beteiligung im Wege der Schenkung nach derzeitiger

Rechtslage in der Regel zu deutlich höheren erbschafts- und

schenkungsteuerlichen Werten.

Gem. § 13a ErbStG bleibt der Wert des Betriebsvermögens

bei einer Beteiligung als Kommanditist für erbschaft- und

schenkungsteuerliche Zwecke zu 85 % außer Ansatz (Verschonungsabschlag),

wenn erstens die Mindestlohnsumme in

5 Jahren nicht unterschritten wird und zweitens nicht innerhalb

von 5 Jahren gegen die Behaltensvoraussetzungen des § 13a

ErbStG verstoßen wird. Die restlichen 15 % des begünstigten

Betriebsvermögens unterliegen nach Berücksichtigung eines

gleitenden Abzugsbetrages in Höhe von maximal € 150.000

der Besteuerung. Ein 100%iger Verschonungsabschlag wird

nur gewährt, wenn eine Behaltens- bzw. Lohnsummenfrist von

7 Jahren eingehalten wird. Bei Verstoß gegen diese Behaltensbzw.

Lohnsummenfristen von 5 bzw. 7 Jahren verringert sich

der Verschonungsabschlag bzw. der Abzugsbetrag in Höhe von

maximal € 150.000 bei einem 85%igen Verschonungsabschlag

entsprechend.

Allgemeine steuerliche Risiken

Die Höhe der steuerlichen Ergebnisse der Gesellschaft wird

erst nach Abschluss einer Betriebsprüfung für die einzelnen

Veranlagungszeiträume endgültig festgestellt. Dies kann zu

Steuernachzahlungen bei dem einzelnen Gesellschafter führen,

die nach § 233 a AO mit 6 % p.a. verzinst werden. Dies muss in

der Disposition berücksichtigt werden.

Die vorstehenden Ausführungen beruhen auf dem zum Zeitpunkt

der Erstellung dieser Ausführungen geltenden Rechtsstand,

der gegenwärtigen Rechtsprechung und der derzeitigen

Verwaltungsauffassung. Weiterentwicklungen des Steuerrechts

sowie der Rechtsprechung und der Verwaltungsauffassung


sowie deren Interpretation lassen sich jedoch – wie eine Betrachtung

der Entwicklungen in der Vergangenheit zeigt – nicht

ausschließen, so dass auch Abweichungen und Verschiebungen

– insbesondere auch in zeitlicher Hinsicht – der steuerlichen

Ergebnisse möglich sind. Derartige Änderungen können zu einer

anderen steuerrechtlichen Bewertung des Sachverhaltes und zu

höheren steuerlichen Belastungen führen.

Es wird darauf hingewiesen, dass es in Deutschland möglich

und bereits mehrfach vorgekommen ist, dass der Gesetzgeber

noch am Ende eines Jahres rückwirkend auf den Beginn

des Jahres Steuergesetze mit verschlechternder Wirkung für

Investoren bzw. Anleger ändert. Dies könnte entsprechende

negative Auswirkungen auf die Liquidität und das Ergebnis der

Gesellschaft und der einzelnen Anleger haben.

Rechtliches Risiko, Gesetzesänderungsrisiko

(insbesondere des EEG)

Es besteht das Risiko, dass Gesetze, Verordnungen, Genehmigungen,

eine veränderte Verwaltungspraxis oder eine vom

Anbieter abweichende Meinung der Verwaltung oder der

Rechtsprechung oder ähnliches, möglicherweise auch erst im

Nachhinein z.B. durch Versagung einer ursprünglich erteilten

Genehmigung oder durch eine rückwirkende Gesetzesänderung

[hier insbesondere des sog. Erneuerbare-Energien-Gesetzes

(EEG)], zu erheblichen negativen Folgen rechtlicher oder

wirtschaftlicher Natur für den Anleger führen. Dies gilt selbst

dann, wenn der Emittent zur Wahrnehmung seiner und damit

der Anleger-Interessen ggf. mit anwaltlicher Hilfe rechtliche

Schritte einleitet und ein gerichtliches Urteil zu seinen Gunsten

erstreitet, da dies selbst im Erfolgsfalle mit erheblichen Kosten

und Zeitverlusten verbunden ist. Im Falle nachteiliger Gerichts-

Urteile kann es zu geringeren Rückflüssen an den Anleger

kommen.

Verfügbarkeitsrisiko

Es besteht das Risiko, dass die geplanten Zielinvestitionen

zum Zeitpunkt der geplanten Investition nicht oder nicht

in ausreichendem Volumen (z.B. aus Gründen überhöhter

Marktpreise, mangelnden Angebotes, genehmigungspflichtiger

Vorgänge bei Nichtvorliegen der Genehmigung, aus wirtschaftlichen,

rechtlichen oder steuerlichen Gründen oder aufgrund

von (rückwirkenden) Gesetzesänderungen bzw. zusätzlichen

anderweitigen Auflagen, die einer Investition entgegenstehen,

etc.) zur Verfügung stehen, so dass das geplante Fondsvolumen

nicht erreicht werden kann. Nicht investierbare liquide Mittel

müssten somit vorübergehend zum Marktzins angelegt werden,

was dazu führt, dass die prognostizierten Erträge nicht erreicht

werden können. Weiterhin würde das tatsächlich vorliegende

Fondsvolumen mit relativ höheren Kosten belastet und daher

lediglich niedrigere als die angestrebten Überschüsse erwirtschaften.

Auch müssen wegen unzureichender Fondsmischung

höhere Risiken eingegangen werden. Dies kann das angestrebte

Ergebnis deutlich negativ beeinflussen bzw. das Eintreten des

angestrebten Ergebnisses unwahrscheinlicher werden lassen.

Schlüsselpersonenrisiko

Es besteht ein Schlüsselpersonenrisiko hinsichtlich der Personen

Jutta Herbel und Hans-Martin Herbel. Diese Personen sind

Geschäftsführer des Konzeptionärs abakus Finanz GmbH,

des Komplementärs abakus Portfolio Management GmbH

sowie der abakus Verwaltungs- und Handels GmbH. Zudem

sind die vorgenannten Personen Vorstand der demark AG. Es

besteht das Risiko, dass diese Personen Investitionsentscheidungen

treffen, die sich später als falsch herausstellen und

die das wirtschaftliche Ergebnis der Anleger erheblich negativ

beeinflussen. Ferner besteht das Risiko, dass der Ausfall dieser

Schlüsselpersonen dazu führt, dass das wirtschaftliche Ergebnis

der Anleger negativ beeinflusst wird. Darüber hinaus besteht

das Risiko, dass diese Personen aufgrund ihrer o. g. Tätigkeiten

wie auch die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-

Steuerberatungsgesellschaft, die für die Gesellschaft als Treuhänder,

Mittelfreigabekontrolleur und Steuerberater tätig ist, in

Interessenkonflikte geraten, die das wirtschaftliche Ergebnis der

Anleger negativ beeinflussen.

Technisches Risiko, Vertragspartnerrisiko, Bonitätsrisiko

Es besteht das Risiko, dass technische Anlagenteile mit der Zeit

ihre ursprünglichen technischen Eigenschaften verlieren, etwa

durch Verschleiß o.ä., insbesondere die als „Degradation“ bekannte

Leistungsabnahme von Photovoltaik-Modulen während

ihrer Lebensdauer, so dass deren verminderte Leistungsfähigkeit

zu geringeren Einnahmen führt bzw. durch erforderlichen

unkalkulierten Austausch höhere Kosten als geplant entstehen.

Ferner besteht das Risiko, dass sich wichtige Vertragspartner

nicht vertrags- oder gesetzeskonform verhalten, sich deren Bonität

verschlechtert oder diese ganz ausfallen, so dass sich die

Einnahmen des Emittenten verringern oder Zahlungen zur Erfül-

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 17


18

Risiken der angebotenen Vermögens anlage

lung von z.B. Leistungsgarantien oder Versicherungssummen an

den Emittenten unterbleiben, bzw. später oder nur vermindert

geleistet werden. Dies kann das angestrebte Ergebnis deutlich

negativ beeinflussen bzw. das Eintreten des angestrebten

Ergebnisses unwahrscheinlicher werden lassen.

Risiko der Blind Pool-Konzeption

Die vorliegende Konzeption stellt einen Blind Pool dar, da zum

Datum der Prospektaufstellung noch kein konkretes Investment

feststeht. Insofern besteht jenseits typisch-ähnlicher

Eigenschaften eine bestimmte Ungewissheit über die diversen

noch unbekannten Zielinvestitionen und deren Anlageobjekte.

In Abhängigkeit von der Ausgestaltung der nach Plan sehr

unterschiedlichen Investitions- und Entscheidungsvorgaben sind

entsprechende Risiken aus den Anlageobjekten nur sehr bedingt

einschätzbar. Es besteht daher das Risiko, dass die angestrebten

Ergebnisse für den Anleger deutlich negativ beeinflusst werden.

Zinsrisiko, Fremdfinanzierungsrisiko

Der Fonds arbeitet konzeptionell nur mit Eigenkapital. Die

Aufnahme von langfristigem Fremdkapital auf Ebene der

Gesellschaft ist grundsätzlich nicht vorgesehen, jedoch bis zu

einer Höhe von 10 % des Kommanditkapitals ohne Gesellschafterbeschluss

zulässig. Ferner soll die kurzfristige Zwischenfinanzierung

bereits gezeichneten, aber noch nicht eingezahlten

Eigenkapitals erlaubt sein, wenn die Einzahlungsbedingungen

in ein Zielinvestment dies erforderlich machen.

Auf Ebene der jeweiligen Zielinvestitionen wird planmäßig

weiteres Fremdkapital enthalten sein. Durch einen Fremdkapitaleinsatz

wird das wirtschaftliche Risiko der Beteiligung

erhöht, da Zinsen und Tilgungen bevorrechtigt bedient werden

müssen. Bei einem langfristigen Fremdkapitaleinsatz besteht ein

Zinsrisiko dahingehend, dass die vollständige Absicherung des

Zinssatzes unter Umständen erst bei Platzierungsende erfolgen

kann und dann aufgrund zwischenzeitlich gestiegener Zinsen

die wirtschaftlichen Ziele einer teilweisen Fremdfinanzierung

nicht oder nur teilweise realisierbar sind. Bei einer kurzfristigen

Zwischenfinanzierung von Eigenkapital können weitere

Zinsbelastungen für den Emittenten entstehen. Ferner können

Ereignisse wie beispielsweise die momentane Finanzmarktkrise

dazu führen, dass selbst zugesagte und genehmigte Fremdmittel

nicht gewährt oder nur zu deutlich schlechteren Konditionen

vereinbart werden können. Des Weiteren besteht das

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Risiko, dass fremdfinanzierende Banken während bestehender

Darlehensverträge an eine oder mehrere der Beteiligungsgesellschaften

des Emittenten mit der Forderung nach Erhöhung

der Zinssätze herantreten, da ihrer Ansicht nach erhöhte Risiken

der Beteiligungsgesellschaft eingetreten sind (etwa gemäß der

Regeln nach Basel II o.ä.), und die betroffene Beteiligungsgesellschaft

solche Forderungen zwecks Abwendung von Zwangsvollstreckungen

o.ä. zu akzeptieren gezwungen ist. Dieses

Risiko gilt auch bei vertragskonformer Bedienung von Zins und

Tilgung. Dies kann erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die

erwarteten Rückflüsse an den Anleger zur Folge haben.

Reinvestitionsrisiko

Es besteht das Risiko, dass Rückflüsse aus den Zielinvestitionen,

die reinvestiert wurden, in der Folge ganz oder teilweise

verloren gehen und dadurch das angestrebte Ergebnis deutlich

negativer ausfällt.

Investitionsphasenrisiken

Nebenkosten auf Ebene des Emittenten, die vertraglich nicht

gesichert sind oder die ungeplant/unerwartet eintreten (etwa

rechtliche Auseinandersetzungen o. ä.), könnten höher als

kalkuliert ausfallen. Dadurch würde ein geringeres als das

geplante Kapital zur Investition in die Zielmärkte zur Verfügung

stehen, so dass selbst planmäßige Rückflüsse an den Emittenten

zu geringeren als den erwarteten Rückflüssen an die

Anleger führen würden. Daneben besteht das Risiko, dass es

während der Investitionsphase zu einer unerwartet langsamen

Platzierung des Eigenkapitals kommt. Dadurch könnten sich die

angestrebten Ergebnisse zeitlich verzögern.

Betriebsphasenrisiken

Stromerzeugung

Der erzeugte und nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

vergütungsfähige elektrische Strom hat wesentlichen Einfluss

auf die Rentabilität der Vermögensanlage. Die tatsächlichen

Einstrahlungsverhältnisse sowie die anhaltende Leistungsfähigkeit

der Module und Wechselrichter sind wesentliche

Unsicherheitsfaktoren bei der Energieertragsprognose. Bei der

Prognoserechnung wird von Jahresenergieerträgen ausgegangen,

die auf den Angaben zum Leistungsverhalten der Photovoltaikanlagen

und Annahmen über die Verfügbarkeit von Anlagen

und Netzverbindung sowie den langjährigen Mittelwerten von

wissenschaftlichen Wetterbeobachtungen beruhen. Abweichun-


gen von der in der Ergebnisprognose angesetzten jährlichen

Stromerzeugung können zu geringeren Rückflüssen aus der

Vermögensanlage führen.

Stromvergütung

Die Vergütungssätze des EEG sind an bestimmte Merkmale

geknüpft. Bei einer Nichtanwendbarkeit der gesetzlichen

Vergütungssätze auf eine oder mehrere Photovoltaikanlagen

könnte die Vermarktung des Stroms nur zu geringeren Vergütungssätzen

vereinbart werden. Ferner besteht das Risiko, dass,

z. B. aus dringenden betrieblichen Gründen des Verpächters,

eine Änderung der Modulbelegung auf den genutzten Freioder

Dachflächen zu einer Verringerung der durchschnittlichen

Vergütungshöhe je eingespeister Kilowattstunde an einem

Standort führt. Weiterhin können (rückwirkende) Änderungen

des EEG durch den Gesetzgeber und (im Sinne des EEG) zu spät

realisierte Anlagen zu geringeren Einspeisevergütungen führen.

Dies kann zu geringeren Rückflüssen aus der Vermögensanlage

führen.

Inflationsrisiko

Die im EEG geregelten Vergütungssätze stellen nur nominale

Werte dar, sind also nicht an Veränderungen des allgemeinen

Preisniveaus bzw. eines Verbraucherpreisindexes gekoppelt.

Sollten über eine längere Zeit hinweg starke inflationäre

Tendenzen vorherrschen, würde dies zu stark sinkenden realen

Vergütungssätzen und/oder stärker steigenden Kosten führen.

Dies kann sich negativ auf die Rentabilität des Fonds und damit

die Kapitalrückflüsse an die Anleger auswirken.

Insolvenz der Netzbetreiber

Das EEG verpflichtet den örtlichen Netzbetreiber zur vollständigen

und vorrangigen Abnahme sowie zur Mindestvergütung des

eingespeisten Stroms. Dieser Netzbetreiber kann die gezahlten

Vergütungen auf die im gesamten Bundesgebiet gelieferten

Strommengen nach Maßgabe des EEG umlegen (EEG-Umlage).

Es ist nicht auszuschließen, dass die Betreibergesellschaften

aufgrund einer Zahlungsunfähigkeit des zuständigen Netzbetreibers

ihren gesetzlichen Vergütungsanspruch nicht fristgerecht

oder nicht vollständig durchsetzen können oder ihnen

zusätzliche Kosten zur Durchsetzung ihres Anspruchs entstehen.

Dies kann zu geringeren Rückflüssen aus der Vermögensanlage

führen.

Meteorologische Einflüsse

In einzelnen Jahren kann die Globalstrahlung deutlich vom

langjährigen Mittel abweichen. Dies kann im Verlauf der

Beteiligung zu geringerer entnahmefähiger Liquidität führen als

für die Kapitalrückflussrechnung prognostiziert wurde. Mit der

Zunahme von extremen Wetterlagen einhergehende Klimaschwankungen

können zu größeren Schwankungen führen. Es

ist daher nicht auszuschließen, dass über den gesamten Zeitraum

der wirtschaftlichen Prognoserechnung insgesamt weniger

Strom als prognostiziert erzeugt wird. Dies kann zu insgesamt

geringeren Rückflüssen aus der Vermögensanlage führen.

Verfügbarkeit

Aufgrund von Abschaltungen und Betriebsunterbrechungen

kann die technische Verfügbarkeit der Photovoltaikanlagen

verringert sein, so dass auch bei günstigen Einstrahlungsverhältnissen

weniger oder kein Strom erzeugt werden kann. Dies

kann zu geringeren Rückflüssen aus der Vermögensanlage

führen.

Leistungsminderung

Eine Verschlechterung des Wirkungsgrades von Anlagenteilen,

außergewöhnliche Verschmutzung, Schneebedeckung der

Moduloberflächen oder Beschattung durch Bewuchs können

zu geringerer Stromerzeugung führen. Dies kann zu geringeren

Rückflüssen aus der Vermögensanlage führen.

Netzunterbrechungen

Es besteht das Risiko, dass durch Unregelmäßigkeiten in

der allgemeinen Stromversorgung oder Unterbrechung des

Netzanschlusses keine Einspeisung vergütungsfähigen Stroms

erfolgen kann und die Betreibergesellschaften gemäß den vertraglichen

Bestimmungen oder Allgemeinen Bedingungen der

Stromversorgung keine oder nur eine der Höhe nach begrenzte

Entschädigung erhält. Dies kann zu geringeren Rückflüssen aus

der Vermögensanlage führen.

Abschläge und Sicherheiten für Minderungsfaktoren

Es besteht das Risiko, dass in den Energieertragsprognosen

der Photovoltaikanlagen die gutachterlich berücksichtigten

Abschläge und Sicherheiten für Minderungsfaktoren wie z.B.

Leitungsverluste und Luftverunreinigung nicht der tatsächlichen

Einflussnahme dieser Faktoren auf den Energieertrag

entsprechen. Ferner besteht das Risiko, dass Abschläge für

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 19


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Risiken der angebotenen Vermögens anlage

Verfügbarkeitsverluste, Transformationsverluste, Prognoseunsicherheiten

etc. nicht ausreichen. Auch kann nicht ausgeschlossen

werden, dass bisher unbekannte Faktoren auftreten, die

zu einer Minderung des Energieertrags führen. All dies führt zu

höheren Ertragsminderungen als prognostiziert. Dies würde die

Kapitalrückflüsse an den Investor verringern.

Betriebsunterbrechung

Aufgrund von Störungen oder Schadensereignissen an den

PV-Anlagen selbst oder an Bauten (die sich in der Regel im

Eigentum Dritter befinden), an denen die PV-Anlagen angebracht

sind, kann es zu Betriebsunterbrechungen kommen,

während denen kein oder nur eine verringerte Menge an Strom

eingespeist werden kann. Es besteht das Risiko, dass in Folge

häufiger Betriebsunterbrechungen die Versicherungskosten

für die Minderertragsdeckung bzw. vereinbarte Selbstbehalte

ansteigen. Dies kann die Rückflüsse aus der Vermögensanlage

verringern.

Diebstahl

Bei Diebstahl haftet die Versicherung für Vermögenswerte und

deren Wiederbeschaffung. Ertragsminderungen, die durch Ausfallzeiten

entstehen, sind möglicherweise nicht durch Versicherungen

abgedeckt bzw. abdeckbar. Zudem könnten gestiegene

Wiederbeschaffungskosten und erhöhte Beitragsleistungen an

den Versicherer folgen. Die höheren Kosten und niedrigeren

Erträge können die Ausschüttungen an den Anleger vermindern.

Wartung und Instandhaltung

Es besteht das Risiko, dass die Kosten für die Wartung und

Instandhaltung sowie Funktionsüberwachung und Störungsbeseitigung

aufgrund unvorhergesehener Ereignisse, wie zum

Beispiel ein Wechsel der technischen Betriebsführung, höher

anfallen als prognostiziert. Auch besteht die Möglichkeit, dass

es während der Wartung evtl. zu einem Stillstand der Anlage

kommt und somit kein Strom eingespeist werden kann. Dies

würde die Kapitalrückflüsse an den Investor verringern.

Rückbaurisiko

Die nach dem Ende des Nutzungszeitraums für den Rückbau

und die Entsorgung der Photovoltaikanlagen anfallenden

Kosten können nur vorsichtig abgeschätzt werden. Da diese

Rückbaukosten den bei der Verwertung der Photovoltaikanlagen

erzielbaren Veräußerungserlös negativ beeinflussen, kann

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

eine zu geringe Schätzung der Kosten zu einem niedrigeren

Verwertungserlös führen und damit insgesamt die Rendite der

Vermögensanlage reduzieren. Weiterhin ist die Berechnung der

Verkaufsprognose indirekt abhängig von den Stromerlösen nach

Auslaufen des EEG sowie dem technischen Zustand der Anlage.

Hieraus ergibt sich das Risiko, dass der prognostizierte Verkaufserlös

und somit die Auszahlungen an den Anleger geringer

ausfallen als prognostiziert.

Verjährungsrisiko

Es besteht die Möglichkeit, dass Mängel an Photovoltaikanlagen

nicht rechzeitig entdeckt werden. Etwaige Ansprüche

auf Mängelbeseitigung gegenüber Generalunternehmern oder

anderen Vertragspartnern können somit verjährt und nicht mehr

durchsetzbar sein. Dadurch kann es dazu kommen, dass das

angestrebte Ergebnis deutlich negativer ausfällt.

Kostenrisiko

Die wirtschaftliche Entwicklung der Beteiligung ist auch von der

Ausgaben- bzw. Kostenstruktur abhängig. Es ist zu beachten,

dass die im Investitionsplan (Mittelverwendung) dargestellten,

nicht wertbildenden Faktoren (z.B. Eigenkapital-Beschaffungskosten

oder nicht abzugsfähige Vorsteuer) erst durch einen entsprechenden

Wertzuwachs der Anlagen, in die die Gesellschaft

investiert, kompensiert werden müssen. Zudem besteht in der

Investitionsphase das Risiko, dass vertraglich nicht festgelegte

Kosten höher als kalkuliert ausfallen, beispielsweise durch eine

länger andauernde Phase hoher Inflationsraten. Auch können

die laufenden Kosten, wie Verwaltungs- und Gesellschaftskosten,

die kalkulierten Kosten übersteigen und so den wirtschaftlichen

Verlauf des Investments negativ beeinflussen. Da sich

die Abweichungen von den wirtschaftlichen Eckdaten addieren

können, kann das wirtschaftliche Gesamtergebnis der Beteiligung

wesentlich schlechter als prognostiziert ausfallen.

Eingeschränkte Mittelfreigabekontrolle

Die Mittelfreigabekontrolle erstreckt sich nicht auf die der

Gesellschaft vor oder nach Schließung zufließenden Erträge aus

den getätigten Investitionen und auf Fremdmittel.

Da die Zahlungsabwicklung über Konten der Beteiligungsgesellschaft

erfolgt, kann die Mittelfreigabekontrolle einen Schutz vor

dem Zugriff von Gläubigern der Gesellschaft bzw. im Falle der

Insolvenz der Gesellschaft nicht gewährleisten. Sie bietet auch


keinen Schutz vor vertragswidriger Abwicklung des Zahlungsverkehrs

über nicht der Mittelfreigabe unterliegende Konten

bzw. in sonstiger Weise. Es ist zudem nicht sichergestellt, dass

die kontoführenden Kreditinstitute Weisungen der satzungsmäßigen

Vertreter der Beteiligungsgesellschaft zur Änderung

der Verfügungsberechtigung über die Konten Folge leisten. Der

Mittelfreigabekontrolleur überprüft nicht die Angemessenheit

von Leistungen, die an Vertragsparteien des Emittenten zu

zahlen sind, nicht, ob irgendwelche Leistungen ausgeführt

wurden, notwendig, zweckdienlich oder sinnvoll erscheinen und

nicht den Inhalt der Verträge des Emittenten. Der Mittelfreigabekontrolleur

prüft nicht die Bonität von Vertragspartnern des

Emittenten oder die Werthaltigkeit von etwaigen Garantien. Der

Mittelfreigabekontrolleur ist aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen

nicht verpflichtet, sicherzustellen, dass die im Rahmen

des Verkaufsprospektes dargestellte prozentuale Mittelverwendung

in Investitionen und Nebenkosten sowie die absolute

Höhe der nicht vertraglich fixierten Kosten eingehalten wird

(z.B. Vergütungsvereinbarungen, die Mindestbeträge vorsehen,

die die prozentuale Höhe gemessen am Platzierungsstand des

Emissionskapitals überschreiten). Es kann nicht ausgeschlossen

werden, dass unvorhergesehene Kosten anfallen (z.B. Rechtsverfolgungskosten

des Emittenten), die nicht in der im Verkaufsprospekt

dargestellten Mittelverwendung enthalten sind

und entsprechende Zahlungen vom Mittelfreigabekontrolleur

trotzdem freigegeben werden (müssen). Etwaige Kostenüberschreitungen

sind das wirtschaftliche Risiko des Emittenten und

seiner Gesellschafter/Treugeber. Dadurch kann es zu geringeren

bis hin zu keinen Rückflüssen an den Anleger kommen

Ausschluss aus der Gesellschaft

Der Gesellschaftsvertrag sieht verschiedene Gründe vor, einen

Anleger mit seiner (treuhänderischen) Beteiligung aus der

Gesellschaft auszuschließen. Sofern ein Anleger aus diesen

oder aus anderen Gründen aus der Gesellschaft ausgeschlossen

wird, kann es zu geringeren bis hin zu keinen Rückflüssen an

ihn kommen.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass das an den betreffenden

Anleger auszuzahlende Abfindungsguthaben niedriger als

die von ihm geleistete Kapitaleinlage ist. Dies kann zu Verlusten

auf Seiten des Anlegers führen.

Beschlussfassungsrisiko

Es besteht das Risiko, dass Minderheitsgesellschafter Gesellschafterbeschlüsse,

die mit einer 2/3 oder 3/4 Mehrheit zu

beschließen sind, blockieren. Darüber hinaus besteht das Risiko,

dass einzelne Kommanditisten bei Beschlussfassungen ggf. ihre

gesellschaftsrechtlichen Interessen nicht durchsetzen können

oder dass ein Einzelanleger bei Zeichnung eines größeren

Gesellschaftsanteils die Stimmenmehrheit in der Gesellschafterversammlung

hat und daher beherrschenden Einfluss ausübt.

Über die genannten Risiken hinaus sind dem Anbieter

zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung keine weiteren

wesentlichen, tatsächlichen und rechtlichen Risiken im

Zusammenhang mit der Vermögensanlage bekannt.

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Angaben

zum

Angaben zum

Anbieter

Anbieter

Der Anbieter

Firmenname abakus Finanz GmbH

Sitz und Geschäftsadresse Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Notarielle Beurkundung 4. Juli 2005

Handelsregister München, HRB 158 272 (Tag der Eintragung: 11. August 2005)

Stammkapital € 30.000,–

Gesellschafter Platina Holding AG (Luzern), 90% (Gesellschafter: Jutta und

Hans-Martin Herbel zu je 50%); Karsten Mieth, 10%

Gegenstand des Unternehmens Beratung und Konzeption von Kapitalanlageprodukten

und deren Prospekterstellung

Anbieterfunktion von Prospekten

Geschäftsführer Hans-Martin Herbel und Jutta Herbel

alle geschäftsansässig: Luise-Ullrich-Straße 2,

D-82031 Grünwald bei München

Auf den folgenden Seiten ist die Leistungsbilanz des Anbieters per 31. Dezember 2009 dargestellt.

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Angaben zum Anbieter

Emissionen abakus balance GmbH & Co. KG (Stand: 31. Dezember 2009)

Gesamt-

Investitionssumme

Investitionsplan

Platzierungsstatus voll platziert

Eigenkapital 25.443 T€

Fremdkapital 0 T€

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

(zzgl. 4 % Agio)

Der Investitionsplan wurde eingehalten; die geplanten Kosten wurden um 0,59 % des Kommanditkapitals

(150 T€) unterschritten.

Soll-/Ist-Vergleich des

Investitionsplans Mittelherkunft Soll Ist Mittelverwendung Soll Ist

Kommanditkapital 100,00 % 100,00 % Zielinvestitionen 96,00 % 97,12 %

Agio 4,00 % 3,99 % Agio Zielinvestitionen 4,00 % 2,82 %

Vorabausschüttung/Liquiditätsreserve 0,64%

Nebenkosten 4,00% 3,41%

104,00 % 103,99 % 104,00 % 103,99 %

Bewirtschaftungsergebnis laufende Einnahmen 14,46 % 9,22 % laufende Ausgaben 1,31 % 1,05 %

(kumuliert bis 2008, der (kumuliert) (kumuliert)

Jahresabschluss 2009 liegt

noch nicht vor)

Summe des eingeworbenen

Eigenkapitals

Stand Liquiditätsreserve

(31.12.2009)

Stand Fremdkapital

(31.12.2009)

Auszahlungen (Ausschüttungen)

an die Anleger

(kumuliert bis 2009)

Steuerliche Ergebnisse

(kumuliert bis 2008)

Steuerlicher

Anerkennungsstand

(Angaben in Prozent des Kommanditkapitals; Soll = 20.000 T€, Ist = 25.443 T€)

Die Abweichungen bei den laufenden Einnahmen/ Ausgaben beruhen auf einer späteren Vollplatzierung/Vollinvestition.

Die geringeren Einnahmen wurden durch ersparte, weil zeitanteilig zu berechnende Ausschüttungen mehr als kompensiert.

Soll Ist

25.000 25.443

Soll Ist

0,40 % 0,85 %

Soll Ist

0,0 % 0,0 %

Soll Ist

25,00 % 21,88 %

Soll Ist

-6,51 % -6,1 %

in T€

in % des Eigenkapitals

in % der Gesamt-Investitionssumme

in % des Eigenkapitals (zeitanteilig)

in % des Eigenkapitals

Vorläufige Feststellung, eine steuerliche Außenprüfung für die Jahre 2005 bis 2007 wird aktuell durchgeführt.


Emissionen abakus balance GmbH & Co. 2. KG (Stand: 31. Dezember 2008)

Gesamt-

Investitionssumme

Eigenkapital 26.340 T€

Fremdkapital 0 T€

(zzgl. 4 % Agio)

Investitionsplan Platzierungs- und Investitionsphase sind zum 31.12.2008 noch nicht abgeschlossen.

Platzierungsstatus in Platzierung (Nachrichtlich: Der Fonds wurde im April 2009 mit einem Eigenkapital von T€ 28.151 geschlossen.

Der Jahresabschluss für 2009 steht noch aus.)

Soll-/Ist-Vergleich des

Investitionsplans Mittelherkunft Soll Ist Mittelverwendung Soll Ist

Kommanditkapital 100,00 % 100,00 % Zielinvestitionen 94,75 % *

Agio 4,00 % 4,00 % Agio Zielinvestitionen 4,00 % *

Liquiditätsreserve 0,00 % *

Nebenkosten 5,25 % *

104,00 % 104,00 % 104,00 % *

Bewirtschaftungsergebnis laufende Einnahmen 1,81 % 2,67 % laufende Ausgaben 0,17 % 0,16 %

(kumuliert bis 2008, der (kumuliert) (kumuliert)

Jahresabschluss 2009 liegt

noch nicht vor)

Die Abgrenzung der laufenden Ausgaben zu den Ausgaben

in der Investitionsphase erfolgt bei finaler Abrechnung der

Mittelverwendung.

Summe des eingeworbenen

Eigenkapitals

Stand Liquiditätsreserve

(31.12.2008)

Stand Fremdkapital

(31.12.2008)

Auszahlungen (Ausschüttungen)

an die Anleger

(kumuliert bis 2008)

Steuerliche Ergebnisse

(kumuliert bis 2008)

Steuerlicher

Anerkennungsstand

(Angaben in Prozent des Kommanditkapitals zum 31.12.2008; Soll = 32.500 T€, Ist = 26.340 T€)

* Die Mittelverwendung war zum 31.12.2008 noch nicht abgeschlossen.

Soll von Ist

+/-32.500 26.340

in T€

Die Platzierungshöhe des Eigenkapital ist nach dem Gesellschaftsvertrag variabel.

Soll Ist

2,4 % 15,2 %

in % des Eigenkapitals

Da die Investitionsphase zum 31.12.2008 noch nicht abgeschlossen war, ergeben sich entsprechende

Abweichungen/Verschiebungen bei der Liquiditätsreserve.

Soll Ist

0,0 % 0,0 %

Soll Ist

6,25 % 6,25 %

Soll Ist

k.A. -3,3 %

in % der Gesamt-Investitionssumme

in % des Eigenkapitals (zeitanteilig)

in % des Eigenkapitals (bezogen auf das zum 31.12.2008

vorhandene Kapital in Höhe von T€ 26.340)

Aufgrund des Blind-Pool-Charakters der Gesellschaft enthielt der Verkaufsprospekt keine Angaben zu den steuerlichen

Ergebnissen (Soll-Werte).

Platzierungsstart in 2007, vorläufige Feststellungen, Außenprüfungen stehen noch aus.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 25


26

Angaben zum Anbieter

Emissionen abakus balance GmbH & Co. 3. KG (Stand: 31. Dezember 2009)

Gesamt-

Investitionssumme

Eigenkapital 5.518 T€

Fremdkapital 0 T€

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

(zzgl. 5 % Agio)

Investitionsplan Platzierungs- und Investitionsphase sind zum 31.12.2009 noch nicht abgeschlossen.

Platzierungsstatus in Platzierung

Soll-/Ist-Vergleich des

Investitionsplans Mittelherkunft Soll Ist Mittelverwendung Soll Ist

Kommanditkapital 100,00 % 5.518 T€ Zielinvestitionen 94,00 % *

Agio 5,00 % 276 T€ Agio Zielinvestitionen 4,00 % *

Liquiditätsreserve 0,00 % *

Nebenkosten 7,00 % *

105,00 % 5.794 T€ 105,00 % *

Bewirtschaftungsergebnis laufende Einnahmen * * laufende Ausgaben * *

(kumuliert) (kumuliert)

Summe des eingeworbenen

Eigenkapitals

Stand Liquiditätsreserve

(31.12.2009)

Stand Fremdkapital

(31.12.2009)

Auszahlungen (Ausschüttungen)

an die Anleger

(kumuliert bis 2009)

Steuerliche Ergebnisse

(kumuliert bis 2009)

Steuerlicher

Anerkennungsstand

(Angaben in Prozent des Kommanditkapitals; Soll = 25.000 T€, Ist = 5.518 T€)

Die Abgrenzung der laufenden Ausgaben zu den Ausgaben

in der Investitionsphase erfolgt bei finaler Abrechnung der

Mittelverwendung.

* Durch den Beginn der Emission in 2009 und das Fortschreiten der Investitionsphase ist ein Soll-Ist-Vergleich

der Einnahmen und Ausgaben und der Mittelverwendung nicht möglich.

Soll von Ist

25.000 5.518

in T€

Die Platzierungshöhe des Eigenkapital ist nach dem Gesellschaftsvertrag variabel.

Soll Ist

3,0 % 13,5 %

in % des Eigenkapitals

Durch den Blind-Pool-Charakter der Gesellschaft liegen nur für die ersten Jahre der Abwicklung des Investitionsplanes

entsprechende Prognosen vor, für spätere Jahre enthält der Prospekt keine Angaben (k.A.).

Soll Ist

0,0 % 0,0 %

Soll Ist

3,0 % 3,0 %**

** Die Auszahlung für 2009 erfolgt im Mai 2010.

Soll Ist

*** ***

in % der Gesamt-Investitionssumme

in % des Eigenkapitals (zeitanteilig)

in % des Eigenkapitals

Aufgrund des Blind-Pool-Charakters der Gesellschaft enthielt der Verkaufsprospekt keine Angaben zu den

steuerlichen Ergebnissen (Soll-Werte).

*** Noch in Platzierung, bislang ohne Veranlagung.


Emissionen Nachhaltige Energien GmbH & Co. abakus garant KG („BioGarant“) (Stand: 31. Dezember 2009)

Gesamt-

Investitionssumme

Eigenkapital 7.057 T€

Fremdkapital 0 T€

Investitionsplan Investitionsphase ist noch nicht abgeschlossen.

Platzierungsstatus voll platziert

(zzgl. 5 % Agio)

(Konzeptionsgemäß nicht vorgesehen)

Soll-/Ist-Vergleich des

Investitionsplans Mittelherkunft Soll Ist Mittelverwendung Soll Ist

Kommanditkapital 100,00 % 7.057 T€ Zielinvestitionen 94,80 % *

Agio 5,00 % 353 T€ Agio Zielinvestitionen 5,00 % *

Liquiditätsreserve *

Nebenkosten 5,20 % *

105,00 % 7.410 T€ 105,00 % *

Bewirtschaftungsergebnis laufende Einnahmen 0,80 % 4,70 % laufende Ausgaben 0,00 % 0,57 %

(kumuliert bis 2008, der (kumuliert) (kumuliert)

Jahresabschluss 2009 liegt

noch nicht vor)

Die Abgrenzung der laufenden Ausgaben zu den Ausgaben

in der Investitionsphase erfolgt bei finaler Abrechnung der

Mittelverwendung.

Summe des eingeworbenen

Eigenkapitals

Stand Liquiditätsreserve

(31.12.2009)

Stand Fremdkapital

(31.12.2009)

Auszahlungen (Ausschüttungen)

an die Anleger

(kumuliert bis 2009)

Steuerliche Ergebnisse

(kumuliert bis 2009)

Steuerlicher

Anerkennungsstand

(Angaben in Prozent des Kommanditkapitals; Soll = 50.010 T€, Ist = 7.057 T€)

* Die Mittelverwendung war zum 31.12.2009 noch nicht abgeschlossen.

Soll von Ist

+/-50.010 7.057

in T€

Die Platzierungshöhe des Eigenkapital ist nach dem Gesellschaftsvertrag variabel.

Soll Ist

0,8 % 2,6 %

in % des Eigenkapitals

Da die Investitionsphase noch nicht abgeschlossen ist, ergeben sich entsprechende Abweichungen/Verschiebungen bei der

Liquiditätsreserve.

Durch den Blind-Pool-Charakter der Gesellschaft liegen nur für die ersten Jahre der Abwicklung des Investitionsplanes

entsprechende Prognosen vor, für spätere Jahre enthält der Prospekt keine Angaben (k.A.).

Soll Ist

0,0 % 0,0 %

Soll Ist

k.A. 4,50 %

Soll Ist

k.A. -3,4 %

in % der Gesamt-Investitionssumme

in % des Eigenkapitals (zeitanteilig)

in % des Eigenkapitals

Aufgrund des Blind-Pool-Charakters der Gesellschaft enthielt der Verkaufsprospekt keine Angaben zu den steuerlichen

Ergebnissen (Soll-Werte).

Platzierungsstart in 2007, vorläufige Feststellungen, Außenprüfungen stehen noch aus.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 27


Emissionen deLog Deutsche Logistik Fonds GmbH & Co. 1. Container KG (Stand: 31. Dezember 2009)

Gesamt-

Investitionssumme

28

Eigenkapital 8.126 T€

Fremdkapital 12.358 T$

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

(zzgl. 3 % Agio)

Das Darlehen ist in US-$ aufgenommen, so dass durch die Umrechnung in € Währungsdifferenzen entstehen.

Investitionsplan Investitionsphase ist noch nicht abgeschlossen.

Platzierungsstatus voll platziert

Soll-/Ist-Vergleich des

Investitionsplans Mittelherkunft Soll Ist Mittelverwendung Soll Ist

Kommanditkapital 32,92 % 8.126 T€ Zielinvestitionen 95,12 % *

Fremdkapital 67,08 % 8.422 T€ ** Agio Zielinvestitionen 0,99 % *

3% Agio auf Kommanditkapital 0,99 % 243 T€ Liquiditätsreserve 0,13 % *

Nebenkosten 4,75 % *

100,99 % 16.791 T€ 100,99 % *

Bewirtschaftungsergebnis laufende Einnahmen 11,11 % 3,49 % laufende Ausgaben 3,10 % 0,55 %

(kumuliert bis 2008, der (kumuliert) (kumuliert)

Jahresabschluss 2009 liegt

noch nicht vor)

Die Abgrenzung der laufenden Ausgaben zu den Ausgaben

in der Investitionsphase erfolgt bei finaler Abrechnung der

Mittelverwendung.

Summe des eingeworbenen

Eigenkapitals

Stand Liquiditätsreserve

(31.12.2009)

Stand Fremdkapital

(31.12.2009)

Auszahlungen (Ausschüttungen)

an die Anleger

(kumuliert bis 2009)

Steuerliche Ergebnisse

(kumuliert bis 2008)

(der Jahresabschluss 2009

liegt noch nicht vor)

Steuerlicher

Anerkennungsstand

Angaben zum Anbieter

(Angaben in Prozent der Gesamt-Investitionssumme Soll = 29.780 T€, Ist = 16.548 T€)

* Die Mittelverwendung war zum 31.12.2009 noch nicht abgeschlossen.

** Das in US-$ aufgenommene Darlehen (12.358 T$) wurde in € umgerechnet.

Soll von Ist

+/-9.803 8.126

in T€

Die Platzierungshöhe des Eigenkapital ist nach dem Gesellschaftsvertrag variabel.

Soll Ist

3,7 % 32,3 %

in % des Eigenkapitals

Da die Investitionsphase noch nicht abgeschlossen ist, ergeben sich entsprechende Abweichungen/Verschiebungen bei der

Liquiditätsreserve.

Teilweise wird Kontoguthaben in US-$ geführt, so dass durch die Umrechnung in € Währungsdifferenzen entstehen, die in

dem Ist-Wert enthalten sind.

Soll Ist

55,0 % 36,1 %

in % der Gesamt-Investitionssumme

Stand per 31.12.2009 in 8.724 T$

Das Darlehen wird in US-$ geführt, so dass durch die Umrechnung in € Währungsdifferenzen entstehen, die in dem Ist-Wert

enthalten sind.

Soll Ist

13,20 % 18,00 % ***

in % des Eigenkapitals (zeitanteilig)

*** Ausschüttung für 2009 insgesamt 10 % (bisher sind 5 % ausbezahlt worden, weitere 5 % folgen im Mai 2010).

Soll Ist

-8,12 % 2,65 %

in % des Eigenkapitals

Platzierungsstart in 2007, vorläufige Feststellungen, Außenprüfungen stehen noch aus.


abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 29


Anlageziele

Weitere

und

Angaben

Anlagepolitik

über Anlageziele und

Anlagepolitik des Emittenten

1) Die Nettoeinnahmen des Emittenten werden gemäß dem

Investitionsplan (Seite 57) investiert. Dazu werden überwiegend

unmittelbare Investitionen in verschiedene Photovoltaikanlagen

(Freiflächenanlagen, Dachanlagen o.ä.), die

in der Regel von eigenen Tochtergesellschaften („Betreibergesellschaften“)

gehalten werden, getätigt. Daneben

besteht die Möglichkeit, auch mittelbar über Beteiligungen

an fremden Gesellschaften in den Markt der Erzeugung

von Strom aus Photovoltaik zu investieren. Es handelt sich

bei dem vorliegenden Angebot um einen Blind Pool. Da es

sich regelmäßig um Neuplazierungen handelt, können die

einzelnen konkreten Zielinvestitionen naturgemäß hier noch

nicht dargestellt werden, da ein Teil erst in Zukunft – nach

Aufstellung des Prospektes – auf den Markt kommt.

Zur Realisierung der beabsichtigten Anlageziele sind die dem

Emittenten zufließenden Nettoeinnahmen alleine ausreichend.

Für sonstige Zwecke werden die Nettoeinnahmen

nicht genutzt. Die zusätzliche Aufnahme von langfristigem

Fremdkapital auf Ebene der Gesellschaft ist grundsätzlich

nicht vorgesehen, jedoch bis zu einer Höhe von 10 % des

Kommanditkapitals ohne Gesellschafterbeschluss zulässig.

Ferner soll die kurzfristige Zwischenfinanzierung bereits

gezeichneten, aber noch nicht eingezahlten Eigenkapitals

erlaubt sein, wenn die Einzahlungsbedingungen in ein Zielinvestment

dies erforderlich machen. Mangels aufgenommener

Fremdmittel zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung können

keine Angaben zu deren Fälligkeiten gemacht werden. Auf

Ebene der jeweiligen Tochtergesellschaften wird regelmäßig

auch Fremdkapital enthalten sein. Auf Ebene anderer fremder

Gesellschaften, an denen sich der Emittent ggf. beteiligen

wird, kann Fremdkapital enthalten sein.

2) Während der Emissionsphase werden eingezahlte Gelder

bereits in die verschiedenen Zielinvestitionen eingezahlt. Das

Ende der Emissionsphase ist für spätestens 31. Dezember

2011 geplant. Das Ende der Investitionsphase ist für

ca. 12 Wochen nach Ende der Emissionsphase geplant.

Der Realisie rungsgrad zum Zeitpunkt der Aufstellung des

Prospektes ist noch 0 %.

Den nach §§ 3, 7 oder 12 VermVerkProspV zu nennenden

Personen, also dem Prospektverantwortlichen, den Gründungsgesellschaftern,

den Mitgliedern der Geschäftsführung,

dem Mittelfreigabekontrolleur sowie der Treuhänderin, stand

nicht und steht nicht das Eigentum an den Anlageobjekten

oder wesentlichen Teilen desselben zu. Auch steht diesen

Personen aus anderen Gründen eine dingliche Berechtigung

an den Anlageobjekten nicht zu (§ 9 Abs. 2 Nr. 2 VermVerkProspV).

Im Hinblick auf zukünftige Investitionen kann

nicht ausgeschlosen werden, dass den nach §§ 3, 7 oder 12

VermVerkProspV zu nennenden Personen das Eigentum oder

eine dingliche Berechtigung an den Anlageobjekten zustehen

wird.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 31


32

Weitere Angaben über Anlageziele und Anlagepolitik des Emittenten

Die Anlageentscheidungen treffen ausschließlich die folgenden

Personen und Gremien, die dabei einer Mittelfreigabekontrolle

durch die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-

Steuerberatungsgesellschaft, gemäß dem Mittelfreigabekontrollvertrag

(Seite 123) unterliegen:

a. abakus Portfolio Management GmbH (Komplementär)

b. Herr Hans-Martin Herbel (Geschäftsführer von a.)

c. Frau Jutta Herbel (Geschäftsführerin von a.)

Geschäftsanschrift für a. bis c.: Luise-Ullrich-Straße 2,

82031 Grünwald. Die Personen unter b. und c. sind zugleich

Kommanditisten des Emittenten.

Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG plant –

entweder mittelbar über Beteiligungen an fremden Gesellschaften

oder unmittelbar – in Photovoltaikanlagen mit Standort

Deutschland zu investieren. Unmittelbare Zielinvestitionen sind

Anlageobjekte, die entweder direkt erworben werden oder von

Tochtergesellschaften („Betreibergesellschaften“) gehalten

werden, an denen sich der Emittent beteiligt und die durch die

abakus Finanz GmbH, die abakus Portfolio Management GmbH

und/oder verbundene Unternehmen konzipiert, initiiert oder

herausgegeben wurden. Beteiligungsangebote oder Gesellschaften,

die von anderen Initiatoren/Prospektherausgebern

als diesen Gesellschaften konzipiert, initiiert oder herausgeben

werden, sind mittelbare Investitionen. Anlageobjekte sind mithin

Photovoltaikanlagen mit Standort Deutschland oder Beteiligungen

an Gesellschaften, die ihrerseits in Photovol taikanlagen

mit Standort Deutschland investieren. Auf Ebene der jeweiligen

Tochtergesellschaften wird regelmäßig auch Fremdkapital

enthalten sein. Auf Ebene anderer fremder Gesellschaften,

an denen sich die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds

2. KG ggf. beteiligen wird, kann Fremdkapital enthalten sein.

Abschließende Aussagen hierzu sind nicht möglich, da es sich

um einen Blind Pool handelt.

Sofern sich die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG an

Gesellschaften beteiligt, handelt es sich in der Regel um schwer

bis nicht fungible Anteile. Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds

2. KG erwirbt regelmäßig nicht die Kapitalmehrheit an

diesen Gesellschaften, mit Ausnahme von Tochtergesellschaften.

Die tatsächliche oder rechtliche Verwendungsmöglichkeit der

Anlageobjekte ist somit beschränkt. Nicht nur unerhebliche

dingliche Belastungen der Anlageobjekte liegen nicht vor. Erforderliche

behördliche Genehmigungen liegen im Zeitpunkt der

Prospektaufstellung nicht vor, da die Gesellschaft noch keine

Investitionen getätigt hat. Sobald die Gesellschaft in Photovoltaikanlagen

investiert, wird es in der Regel jedoch behördlicher

Genehmigungen bedürfen. Verträge über die Anschaffung oder

Herstellung der Anlageobjekte oder wesentlicher Teile davon

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

hat der Emittent zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung noch

nicht geschlossen.

Wegen der Konzeption als Blind Pool liegen im Moment der

Aufstellung des Prospektes noch keine konkreten Zielinvestitionen

vor. Bewertungsgutachten für Anlageobjekte existieren

zum Zeitpunkt der Prospektaufstellung nicht. Der Name der

Person oder Gesellschaft, die ein Bewertungsgutachten für die

Anlageobjekte erstellt hat, liegt demnach im Zeitpunkt der

Prospektaufstellung nicht vor.

Nicht nur geringfügige Leistungen und Lieferungen der nach

§§ 3, 7 oder 12 VermVerkProspV zu nennenden Personen

werden durch die abakus Finanz GmbH als Prospektverantwortliche

und die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-

Steuerberatungsgesellschaft als Mittelfreigabekontrolleur

und Treuhandkommanditisten erbracht. Die abakus Finanz

GmbH hat die wirtschaftliche Konzeption für die Gesellschaft

und den Verkaufsprospekt erstellt (vgl. Kapitel „Verträge und

Vertragspartner“). Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

gibt die Mittel gemäß

Gesellschafts- und Mittelfreigabekontrollvertrag frei (siehe auch

Gesellschaftsvertrag Seite 111 und Mittelfreigabekontrollvertrag

Seite 123) und hält als Treuhandkommanditist Beteiligungen

der Treugeber. Sie ist zugleich als Steuerberater des Emittenten

tätig. (vgl. Kapitel „Rechtliche Grundlagen“). Weitere

Leistungen und Lieferungen in nicht nur geringfügigem Umfang

werden durch den Prospektverantwortlichen, die Gründungsgesellschafter,

die Mitglieder der Geschäftsführung, den Mittelfreigabekontrolleur

sowie die Treuhänderin nicht erbracht.

Weitere als die hier, im Schlüsselpersonenrisiko (Seite 17) sowie

im Kapitel „Vertragspartner im Überblick“ (Seite 71) dargestellten

Abhängigkeiten/Verflechtungen existieren nicht.


abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 33


Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Der Erfolg der erneuerbaren Energien in Deutschland ist zu

großen Teilen auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

zurückzuführen, das zum 1. April 2000 seinen Vorgänger, das

Stromeinspeisungsgesetz (StrEG), abgelöst hat. Ziel der Gesetze

war und ist es, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes,

eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu

ermöglichen sowie zur Schonung fossiler Brennstoffe und zur

Weiterentwicklung neuer Technologien beizutragen.

Das Stromeinspeisungsgesetz trat zum 1. Januar 1990 in Kraft

und verpflichtete die Betreiber von Stromnetzen erstmals,

elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen von deren

Produzenten abzunehmen und dafür einen vorgeschriebenen

Preis (Vergütungssatz) zu bezahlen. Die Vergütungssätze waren

an den durchschnittlichen Strompreis für Endverbraucher

gekoppelt. Mit rund 8,5 ct/kWh waren sie jedoch viel zu niedrig

angesetzt, um die Kosten einer Photovoltaikanlage auch nur

annähernd decken zu können. Durch das StrEG kam daher vor

allem der Ausbau der Windenergienutzung in Schwung.

Um aber auch den Bau von Photovoltaikanlagen weiter

voranzutreiben, wurde zusätzlich zum StrEG das sogenannte

1.000-Dächer-Programm (von 1990 bis 1995) eingeführt.

Anlagen auf Dächern von Ein- und Zweifamilienhäusern erhielten

dadurch eine staatliche Förderung in Höhe von 70 % der

Anlagen- und Installationskosten.

Nach Ablauf des 1.000 Dächer-Programms fand die über die

Regelungen im StrEG, und anschließend EEG, hinausgehende

Förderung von Photovoltaikanlagen im 100.000-Dächer-Programm

(1999 bis 2003) ihre Fortsetzung. Darin wurde der Bau

von Solaranlagen mittels zinsreduzierter Kredite durch die KfW

(Kreditanstalt für Wiederaufbau) unterstützt.

Am 1. April 2000 trat dann das Erneuerbare-Energien-Gesetz

in Kraft. Eine grundlegende Veränderung gegenüber dem StrEG

war, dass die Netzunternehmen neben der Abnahme- und

Vergütungspflicht nun den erneuerbaren Energien Vorrang im

Vergleich zu konventioneller Energie einräumen mussten. Das

heißt, dass im Falle überlasteter Netze zuerst die Einspeisung

konventionellen Stroms gedrosselt werden musste. Außerdem

wurde die Koppelung der Vergütungssätze an den durchschnittlichen

Strompreis aufgegeben. Stattdessen wurden die

Netzunternehmen verpflichtet, von nun an den Anlagenbetreibern

einen gesetzlich geregelten Fixpreis pro Kilowattstunde

zu zahlen, der für die Dauer von 20 Kalenderjahren, zuzüglich

des Zeitraums vom Tag der erstmaligen Netzeinspeisung bis

zum 31. Dezember des Inbetriebnahmejahrs, in gleicher Höhe

bestehen bleibt.

Um der Fortentwicklung und Wirtschaftlichkeit der einzelnen

Technologien Rechnung zu tragen und Kostensenkungspotenziale

optimal auszuschöpfen, wurden die Einspeisevergütungen

für die meisten Sparten degressiv angelegt. Diese Degression

senkt den Vergütungssatz in allen Sparten für Neuanlagen

(mit Ausnahme der kleinen Wasserkraft) jährlich ab (Basisdegression).

Für installierte Anlagen gilt der Vergütungssatz

des jeweiligen Jahres der Inbetriebnahme für den gesamten

Vergütungszeitraum. Je später (in Jahren) aber eine Anlage in

Betrieb geht, desto geringer ist die für 20 Jahre garantierte

Einspeisevergütung.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 35


36

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Da das 100.000-Dächer-Programm im Jahr 2003 auslief,

bedurfte es einer Novellierung des EEG, um den Ausbau der

Photovoltaik nicht zum Erliegen zu bringen. Somit wurde das

EEG vom 1. Januar 2004 um das Photovoltaik-Vorschaltgesetz

erweitert, das erstmals eine kostendeckende Vergütung für

Strom aus Solaranlagen in Höhe von 57,40 ct/kWh vorsah.

In der aktuellen Version des EEG vom 1. Januar 2009 wurde

eine äußerst anspruchsvolle Zielmarke gesetzt: Bis zum Jahr

2020 sollen mindestens 30 % des Bruttostromverbrauchs in

Deutschland aus erneuerbaren Energien bereitgestellt werden.

Darüber hinaus besteht die Verpflichtung, den Anteil der erneuerbaren

Energien an der Stromversorgung auch nach 2020

kontinuierlich weiter zu steigern, so dass im Jahr 2030 rund

50 % und Mitte des Jahrhunderts der überwiegende Teil des

Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird.

Aufgrund von technischer Innovation und einem wachsenden

Marktvolumen sind nach Aussage des BMU die Systempreise

(Modulpreise und Installationskosten) allein im Jahr 2009 um

durchschnittlich 30 % gesunken. Aus diesem Grund befindet

sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz zum Zeitpunkt der

Prospektaufstellung neuerlich in einer Revision. Eine Gesetzes-

Kategorisierung von Photovoltaikanlagen gemäß § 32 EEG:

Dachflächenanlage:

Die Solaranlage muss an oder auf einer baulichen Anlage angebracht sein, die vorrangig

zu anderen Zwecken als der Erzeugung von Strom aus solarer Strahlung errichtet

worden ist (§ 32 Abs. 2 EEG).

Freiflächenanlage:

Die Anlage muss im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes errichtet werden, der

zu diesem Zweck nach dem 1. September 2003 aufgestellt oder geändert wurde, und

sich auf einer Fläche befinden, die zum Zeitpunkt der Aufstellung bzw. Änderung des

Beschlusses schon versiegelt war (§ 32 Abs. 3 EEG).

Anlage auf Konversionsfläche:

Die Anlage muss im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes errichtet werden, der zu

diesem Zweck nach dem 1. September 2003 aufgestellt oder geändert wurde, und sich

auf einer Konversionsfläche aus wirtschaftlicher oder militärischer Nutzung befinden

(§ 32 Abs. 3 EEG).

Anlage auf Ackerfläche:

Die Anlage muss im Geltungsbereich eines Bebauungsplanes errichtet werden, der zu

diesem Zweck nach dem 1. September 2003 aufgestellt oder geändert wurde, und sich

auf einer Grünfläche befinden, die in den 3 Jahren vor Aufstellung bzw. Änderung des

Bebauungsplanes als Ackerland genutzt wurde (§ 32 Abs. 3 EEG).

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Novelle soll noch im Frühjahr 2010 durch den deutschen

Bundestag verabschiedet werden. Gemäß einer vom Bundeskabinett

am 3. März 2010 vorab beschlossenen Formulierungshilfe

für den Entwurf eines Gesetzes ergeben sich für das Jahr 2010

folgende Vergütungssätze für Photovoltaikanlagen:

Für Anlagen, die bis zum 30. Juni 2010 ans Netz gehen sowie

für Anlagen, die zum 1. Januar 2010 genehmigt waren und bis

zum 31. Dezember 2010 ans Netz gehen, bleiben die im EEG

(Fassung vom 1. Januar 2009) geregelten Einspeisevergütungen

weiterhin bestehen: Betreiber von Freiflächenanlagen erhalten

demnach 28,43 ct/kWh. Bei Dachflächenanlagen variiert die

Vergütung je nach Leistung der Anlage zwischen 29,37 ct/kWh

(> 1000 kW) und 39,14 ct/kWh (< 30 kW).

Zum 1. Juli 2010 soll dann eine einmalige Zusatzkürzung

der Einspeisevergütung für PV-Anlagen in Kraft treten. Es ist

vorgesehen, die Vergütung für Dachanlagen um 16 % und

für Freiflächenanlagen um 15 % zu kürzen. Die Vergütung für

Anlagen auf Konversionsflächen (z.B. ehemalige Mülldeponien,

Industrie-, Gewerbe- oder Militärflächen) sinken dagegen

nur um 11 %. Für „Ackerflächen“ soll die Vergütung komplett

gestrichen werden.

Ab 2011 wird die Basisdegression dann für alle Anlagen

(Dach- und Freiflächenanlagen) vereinheitlicht. Zusätzlich will

die Bundesregierung die Degressionssätze verstärkt von der

in der Vorperiode neu installierten Leistung abhängig machen,

deren Erfassung von der Bundesnetzagentur übernommen wird.

Es ist vorgesehen, für die Zukunft einen jährlichen Neubau

von Solar anlagen mit einer Gesamtleistung zwischen 2500

und 3500 MW anzustreben. Bewegt sich die neu installierte

Leistung im Rahmen dieses Zielkorridors, so wird ein

Basisdegres sionssatz von 9 % gewählt. Übersteigt (unterschreitet)

der Zubau den Korridor, so wird der Degressionssatz erhöht

(verringert).

Für den Fall, dass am Markt ein Strompreis erzielt werden kann,

der höher ist als die im EEG geregelten Vergütungssätze, haben

Anlagenbetreiber die Möglichkeit den erzeugten Strom kalendermonatlich

direkt an Dritte zu veräußern (Direktvermarktung,

§ 17 EEG). Dieses Vorhaben muss dem zuständigen Netzbetreiber

vor Beginn des jeweils vorangegangenen Kalendermonats

mitgeteilt werden.

In der Folge steht den Anlagenbetreibern aber eine Rückkehr

in die EEG-Vergütung jederzeit offen, sofern sie auch dies dem

Netzbetreiber vor Beginn des jeweils vergangenen Monats

mitteilen. Der Zeitraum in dem der Strom direkt vermarktet

wurde, wird auf die garantierte Vergütungsdauer von 20 Jahren

angerechnet.


Trotz der geplanten Änderungen steht das EEG auch

in Zukunft für eine kontinuierliche Fortsetzung des

Ausbaus der Photovoltaik und anderer regenerativer

Energieträger in Deutschland. Die EU-Kommission

bestätigt, dass die festen und langfristig kalkulierbaren

Einspeisevergütungen gegenüber anderen Förderansätzen,

wie z. B. Quoten oder Bonusmodellen, die

wesentlich effizientere und preisgünstigere Form sind,

erneuerbare Energien zu fördern und wirtschaftlich zu

gestalten.

Einspeisevergütung des EEG

(Auszug aus der geplanten Gesetzesänderung)

Zusatzdegression bei Photovoltaikanlagen

2010

Vergütung bis

einmalige Zusatz-

30. Juni

degression zum 1. Juli

Dachflächenanlagen < 100 kW 37,23 – 39,14 ct/kWh 16 %

Dachflächenanlagen > 100 kW 29,37 – 35,23 ct/kWh 16 %

Freiflächenanlagen (ohne Ackerland) 28,43 ct/kWh 15 %*

Ackerland 28,43 ct/kWh

Vollständige Streichung der

Vergütung

Konversionsflächen 28,43 ct/kWh 11 %*

* Anlagen auf Freiflächen (inkl. Ackerland), für die zum 1. Januar 2010 ein Bebauungsplan bestand und die bis 31. Dezember 2010 ans Netz gehen

erhalten weiterhin eine Vergütung von 28,43 ct/kWh.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 37

Quellen: FAZ – Kürzung der Solar-Subventionen

steht, 24. Februar 2010

BMU-Kabinett stimmt neuer Vergütung

für Solarstrom zu, 3. März 2010


Die wesentlichen

Die wesentlichen

Vorteile

Vorteile der

Beteiligung im Überblick

Sicherheitsorientiertes Fondskonzept mit lukrativen Ertragsaussichten

Investition in ausgewählte deutsche PV-Anlagen an bevorzugten Standorten

Diversifikation in verschiedene Solarkraftwerkkonzepte (Dach- und Freiflächenanlagen)

Ertragsstabilität durch gesetzliche Einspeisevergütung

Ein Investment, mehrere Zielinvestitionen – Nutzung einer unerschöpflichen Energiequelle

Investition in Sachwerte mit langfristiger Kalkulationssicherheit

Börsenunabhängiges Investment – ideale Ergänzung zu Wertpapieren

Management durch erfahrene Geschäftsführung – vertragliche Mittelfreigabekontrolle

Komfortable Beteiligung – professionelle Anlegerverwaltung

Haftungsbeschränkung auf 1 % der Beteiligungssumme

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 39


Stromgewinnung

mit

Der Markt:

Photovoltaik

Stromgewinnung

mit Photovoltaik

„Die Energie kann als Ursache für alle

Veränderungen in der Welt angesehen werden.“

(Werner Heisenberg, 1901 – 1976, Nobelpreisträger)

Die Schlüssigkeit dieses Ausspruches ergibt sich aus der physikalischen

Ansicht, dass Materie und somit „Alles“ einer Form

von Energie entspricht. Materie und Energie können weder

vernichtet noch vermehrt werden. Sie wandeln sich lediglich in

eine andere Erscheinungsform um. Materie und Energie werden

in diesem Sinne also auch nicht „verbraucht“ und es entstehen

auch keine „Verluste“. Als Verbrauch und Verlust wird im

eigentlichen Sinne jenes Endprodukt von Materie oder Energie

bezeichnet, dessen Erscheinungsform man nicht mehr weiter zu

nutzen bzw. verbrauchen können glaubt. Auf dieser Grundlage

kann man folgern, dass unsere gesamte gesellschaftliche und

wirtschaftliche Entwicklung in der Vergangenheit nur mit einer

effizienten und sicheren Energieversorgung zu gewährleisten

war und in der Zukunft sein wird.

Seit Beginn der industriellen Revolution, Ende des 18. Jahrhunderts,

decken wir diesen Energiebedarf durch die Verbrennung

endlicher fossiler Brennstoffe wie zum Beispiel Kohle, Erdöl und

Erdgas.

Als Resultat müssen wir heute sowohl einen erheblichen

Emissionsanstieg des von ernstzunehmenden Wissenschaftlern

so bezeichneten Treibhausgases CO als auch einen bedenklich

2

schrumpfenden Bestand fossiler Brennstoffe feststellen.

Als im November 2007 eine Zusammenfassung des Vierten

Sachstandsberichtes des Weltklimarates IPCC erschien, sollten

politische Entscheidungsträger noch einmal verschärft darauf

hingewiesen werden, dass der Anstieg von CO mit großer

2

Wahrscheinlichkeit für die fortschreitende Erwärmung der

Erdatmosphäre verantwortlich ist und dieser Effekt die globale

Erwärmung noch vorantreibt.

Die Folgen sind bekannt; im Zuge des Abschmelzens der

(landbasierten) Polkappen und des Anstieges der Meeresspiegel

kommt es Wissenschaftlern zufolge zu klimatischen Veränderungen,

Umweltkatastrophen und einem naturräumlichen Wandel.

Doch nicht nur die geographischen Veränderungen werden

moniert. Auch der negative Zusammenhang aus wachsender

Erdbevölkerung und abnehmender fossiler Energiereserven

wird in jedem Einzelhaushalt in Form wachsender Energiepreise

immer deutlicher.

Auf die Frage, wie lange die verbleibenden fossilen Brennstoffe

zur Deckung des Energiebedarfs ausreichen, gibt es keine

klare Antwort. Sicher ist jedoch, dass diese in naher Zukunft

erschöpft sein werden bzw. ihre Förderung unverhältnismäßig

teuer sein wird.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

(BMU) manifestiert auf seiner Website die Bedeutung

erneuerbarer Energien und beschreibt diese als „… klimafreundlich,

sicher, sowie Umwelt und Ressourcen schonend“

(www.bmu.de/erneuerbare_energien/kurzinfo/doc/3988.php,

März 2010).

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 41


Quelle: BMU – Erneuerbare Energien

in Zahlen, Dezember 2009

42

Der Markt: Stromerzeugung aus Photovoltaik

Per Definition werden Wind, Sonne, Wasser, Erdwärme und

Bioenergie zu den erneuerbaren Energieträgern gezählt, da

diese „… nahezu unendlich zur Verfügung…“ (siehe BMU,

März 2010) stehen.

Auch die Europäische Union (EU) sieht es als zwingend notwendig

an, bei der Energieproduktion vermehrt auf umweltschonende

Technologien umzusteigen. Ziel der EU ist es bis

zum Jahr 2020 mindestens 20 % des gesamten europäischen

Endenergieverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken.

Dies wurde in einer Ende Juni 2009 verabschiedeten Richtlinie

(2009/28/EG) festgelegt. Die Einhaltung dieser Richtlinie bleibt

auch nach der im Dezember 2009 erfolglos zu Ende gegangenen

Weltklimakonferenz von Kopenhagen für alle EU-Staaten

verbindlich.

In Deutschland ergibt sich laut Bundesregierung für diesen

Zeitraum eine Abdeckungszielvorgabe von 18 %, wobei bereits

10 % des gesamten Energieverbrauches aus der Nutzung

erneuer barer Energien gewonnen werden.

Um diesen Vorgaben gerecht zu werden, wurde zum 1. Januar

2009 sowohl das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

(EEWärmeG) als auch eine Neufassung des Erneuerbare-

Energien-Gesetzes (EEG) erlassen. Diese sehen zum einen eine

30%ige Abdeckung des deutschen Strombedarfes bis 2020 vor

und zum anderen eine 14%ige Wärmebereitstellung.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Betrachtet man die unten angeführte Grafik, so erkennt man

einen wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien an der

Energiebereitstellung in Deutschland. Hierbei gilt zu beachten,

dass Nutzenergie nicht direkt produziert wird, sondern

durch die Umwandlung eines (regenerierbaren) Energieträgers

gewonnen wird.

Daher spricht man von Primärenergieverbrauch (PEV), wenn

man natürlich vorkommende Energieformen, wie Kohle, Gas

oder Sonne, benutzt, um Endenergie, wie zum Beispiel Strom,

herzustellen. Das Entwerten von Endenergie nennt man Energieentwertung

oder Endenergieverbrauch (EEV).

Anteile erneuerbarer Energien an der Energiebereitstellung in Deutschland

Prozent

16,0

14,0

12,0

10,0

8,0

6,0

4,0

2,0

0,0

Anteil am EEV

Anteil am Bruttostromverbrauch

EEV: Endenergieverbrauch, PEV: Primärenergieverbrauch

Somit ist die eingangs erwähnte Aussage des renommierten

deutschen Physikers Werner Heisenberg heute immer noch

topaktuell, da der gesellschaftliche Bewusstseinswandel gegenüber

abnehmenden fossilen Brennstoffen und naturräumlichen

Veränderungen zu einem Energiewirtschafts- und Energieproduktionswandel

vornehmlich in den letzten 20 Jahren geführt hat.

So hat sich im Bereich Stromerzeugung seit 1990 in Deutschland

die Nutzung erneuerbarer Energie mehr als verfünffacht,

wobei Windenergie und Bioenergie bislang den größten

prozentualen Produktionsanteil ausmachen. Mit dem genannten

Ziel im Hinterkopf bis 2020 eine Stromverbrauchsabdeckung

von 30 % mit regenerativen Energieträgern erwirken zu wollen,

würde man in knapp 10 Jahren bis zu 270 TWh aus alternativen

Energieformen gewinnen. Dies entspricht etwa dem dreifachen

Wert des Jahres 2008.

Anteil am EEV für Wärme

2002 2004 2006 2007 2008

Anteil am Kraftstoffverbrauch

Anteil am PEV


Zwar nimmt die Stromgewinnung aus Photovoltaikanlagen

seit 20 Jahren sukzessive zu. Dennoch macht diese alternative

Energieform bislang mit knapp 0,7 % (BMU, 2008) den

kleinsten Produktionsanteil aus.

Dabei entdeckten schon die Ägypter 1500 v. Chr., dass Sonnenenergie

das größte natürliche Potential hat. Die ersten Brennspiegel

hingegen entwickelten jedoch die Griechen mit Euklid

300 v. Chr. Allerdings erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts

wurde das Projekt „Solarforschung und Solarenergie“ bewusst

intensiviert und zudem mit Beginn der ersten Ölkrise 1973, wie

alle erneuerbaren Energieformen, weltweit durch staatliche

Subventionierungen stärker gefördert.

Wie erwähnt nimmt in Deutschland die Stromgewinnung aus

Photovoltaikanlagen stetig zu. Deutlich wird das, wenn man

Zahlen aus der jüngsten Vergangenheit betrachtet.

Laut BMU wurden im Jahr 2008 mit rund 4,4 TWh 44 % mehr

Solarstrom produziert als noch in 2007. Durch dieses Umdenken

in der Energiegewinnung konnten im Jahr 2008 allein

2,5 Millio nen Tonnen CO -Ausstoß eingespart werden.

2

Kurzinformation:

Eine Wattstunde (Wh) beschreibt die Energie, die ein

Verbraucher (ein Stromerzeuger) mit einer Leistung von

einem Watt in einer Stunde aufnimmt (abgibt).

Eine Kilowattstunde (kWh) entspricht tausend Wattstunden.

Eine Megawattstunde (MWh) entspricht einer Million

Wattstunden oder tausend Kilowattstunden.

Eine Gigawattstunde (GWh) entspricht einer Milliarde

Wattstunden, einer Million Kilowattstunden oder tausend

Megawattstunden.

Eine Terawattstunde (TWh) entspricht einer Billion Wattstunden,

einer Milliarde Kilowattstunden, einer Million

Megawattstunden oder tausend Gigawattstunden.

Strom aus Erneuerbaren Energien

in Deutschland 1990-2008

Terawattstunden

100

80

60

40

20

0

1990

Photovoltaik

Bioenergie

Windenergie

Wasserkraft

Gesamt:

18,4 TWh

1995

2000

Mit einer Kilowattstunde Energie kann man zum Beispiel:

– Eine Stunde lang bügeln

(Leistung des Bügeleisens: 1 kW)

– Sieben Stunden lang Fernsehen

(Leistung des Fernsehers: 142 W)

– Fünf Stunden am Computer arbeiten

(Leistung des Computers: 200 W)

– 25 Minuten staubsaugen

(Leistung des Staubsaugers: 2.400 W)

– 45 Minuten lang Haare fönen

(Leistung des Föns: 2,4 kW)

– Einen 70 kg schweren Menschen ca. 5000 Meter hoch

heben

Durchschnittlicher Jahresverbrauch eines Haushalts:

– Einpersonenhaushalt: 1.800 kWh

– Zweipersonenhaushalt: 3.000 kWh

– Dreipersonenhaushalt: 4.000 kWh

– Vierpersonenhaushalt: 4.500 kWh

Gesamt:

93,0 TWh

2005

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 43

2008

4,0 TWh

28,0 TWh

40,2 TWh

20,8 TWh

Quelle: BDEW, BMU/AGEE-Stat; Stand

Februar 2009


Rückseitenkontaktfläche

(positive Elektrode)

44

Der Markt: Stromerzeugung aus Photovoltaik

Aus Zahlen der European

Photovoltaik Industry Association

(EPIA) geht hervor, daß

Deutschland im Jahr 2008 bei

der neuinstallierten PV-Leistung

den zweiten Platz hinter Spanien

belegt hat.

Technische Grundlagen

der Photovoltaik

Per Definition versteht man unter Photovoltaik die direkte Umwandlung

von Strahlungsenergie, hauptsächlich Sonnenenergie,

in elektrische Energie (Würfel P., 2000). Diese Technologie

findet vermehrt Anwendung auf Dach- oder Freiflächen, aber

beispielsweise auch auf Parkscheinautomaten oder in Taschenrechnern.

Solarzellen, auch photovoltaische Zellen genannt, bilden das

Herzstück jeder Solaranlage (Würfel P., 2000). Grundsätzlich

kann man Solarzellen in drei verschiedene Klassen einteilen:

1. Kristalline Zellen

Kristalline Solarzellen werden aus dem Halbleitermaterial

Silizium gefertigt, welches nach Sauerstoff das zweithäufigste

Element der Erdkruste ist. Es ist in Quarzsand gebunden und

somit ein nahezu unbegrenzt verfügbarer Rohstoff. In der

Vergangenheit kam es dennoch wegen des schnell wachsenden

Computermarktes immer wieder zu Engpässen bei der

Siliziumproduktion. Doch aufgrund neugeschaffener Produktionskapazitäten

geht die European Photovoltaik Industry

Association (EPIA) davon aus, dass diese Engpässe seit 2009

der Vergangenheit angehören.

Für Solarzellen, die aus Silizium gefertigt werden, ist Quarzsand

(SiO ) das Ausgangsmaterial. In einem ersten Produktionsschritt

2

muss reines Silizium erzeugt werden. Durch mehrere chemische

Prozesse (Kohlenstoffreduktion, Überführung in Siliziumtetrachlo-

Vorderseitenkontaktgitter

(negative Elektrode)

negativ dotiertes Silizium

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Für den Zeitraum vom 1. Januar bis

31. November 2009 vermeldet die Bundesnetzagentur

einen weiteren Zubau von

2,3 GW. Somit scheint sich die Einschätzung

der EPIA zu bestätigen, dass Deutschland

im Jahr 2009 die Spitzenposition

erlangt haben könnte.

Die Zahlen für das Kalenderjahr 2009 lagen zum

Zeitpunkt der Prospektaufstellung noch nicht vor.

Raumladungszone

positiv dotiertes Silizium

rid und Wasserstoffreduktion) wird

der Quarzsand gereinigt und man

erhält schließlich Silizium mit einer

Reinigungsgüte von fast 100 %.

Lange Zeit wurde dieses Silizium-Produktionsverfahren

in der Solarzellenherstellung

nicht angewendet, da es

kostengünstiger war, das Silizium als

Abfallprodukt von der Elektrotechnikindustrie

abzukaufen.

In einem zweiten Produktionsschritt muss zunächst eine dünne

Siliziumscheibe, ein sogenannter Wafer, hergestellt werden.

Hierbei unterscheidet man:

a) Wafer aus monokristallinem Silizium

b) Wafer aus polykristallinem Silizium

Aus zunächst gegossenen Siliziumblöcken werden 0,25 –

0,35 mm dünne Scheiben gesägt, die man Wafer nennt.

Dabei entstehen bis zu 50 % Materialausschuss, was den

Herstellungspreis in die Höhe treibt. Um aus den Wafern nun

Solarzellen zu produzieren, muss ein sogenannter p-n-Übergang

(positiv-negativ-Übergang, ein internes elektrisches Feld)

geschaffen werden. In jeder Solarzelle werden dazu durch das

Aufbringen von unterschiedlichen Fremdatomen (Phosphor oder

Bor) zwei Schichten erzeugt, eine p-Schicht und eine n-Schicht.

Die n-Schicht verhält sich wie der Minuspol und die p-Schicht

wie der Pluspol einer Batterie.

Am Übergang der beiden Schichten findet bei Lichteinwirkung

eine Ladungstrennung statt. Dabei lösen sich Elektronen

aus der Kristallbindung und „wandern“ in die n-Schicht, die

verbleibenden „Löcher“ „wandern“ zur p-Schicht. Dieses

Phänomen bezeichnet man als den photovoltaischen Effekt. In

der n-Schicht herrscht dadurch ein Überschuss an negativen Ladungsträgern

und in der p-Schicht ein Überschuss an positiven

Ladungsträgern.

Das somit entstehende elektrische Spannung ist die Grundlage

für die Umwandlung der Strahlungsenergie in elektrische

Energie. Mit Hilfe von Metallkontakten kann der entstehende

Gleichstrom schließlich abgegriffen werden.

Zu der Klasse der kristallinen Zellen gehören:

a) Monokristalline Siliziumzellen

b) Polykristalline Siliziumzellen

c) Bandgezogene Siliziumzellen

d) Rückkontaktzellen


2. Dünnschichtzellen

Bei der jüngeren Dünnschichttechnologie

werden Solarzellen produziert, indem ein dünner

Film eines Halbleitermaterials (amorphes

Silizium, Cadmiumtellurid oder Kupfer-Indium-

Diselenid) auf eine Trägerfläche (Glas-, Metallblech-,

oder Kunststoffplatte) aufgedampft wird.

Dadurch entstehen bis zu 100-mal dünnere

Zellen als bei der kristallinen Technologie.

Zu der Klasse der Dünnschichtzellen zählt man:

e) Amorphe Siliziumzellen

f) Zellen aus Cadmiumtellurid

g) CIS oder CIGS-Zellen

3. Mischformen

Einen Sonderstatus nehmen zum einen die HIT-Zellen (Heterojunction

with Intrinsic Thin Layer) ein. Zur Herstellung dieser

Zellen wird eine Kombination aus waferbasierter Technik und

Dünnschichttechnologie angewendet. Hierbei werden zwei

Schichten amorphen Siliziums um einen Wafer aus monokristallinem

Silizium gegeben.

Zum anderen gibt es die Klasse der mikromorphen Siliziumzellen.

Bei deren Herstellung werden mehrere Siliziumschichten

auf eine Trägerschicht abgeschieden. Dabei kommt eine Kombination

aus mikrokristallinem- und amorphem Silizium zum

Einsatz (daher der Name „mikromorph“). Die Zellen sind somit

zwar etwas dicker als Dünnschichtzellen, aber um ein Vielfaches

dünner als kristalline Zellen.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass die unterschiedliche Stärke

der Module ein ausschlaggebendes Kriterium ist. Daher werden

die Module mit einer Stärke < 0,005 mm den Dünnschichtmodulen

zugeordnet.

Laut Testergebnis der Fachzeitschrift Photon (Februar 2010,

S. 57) haben Dünnschichtmodule „… eine andere spektrale

Empfindlichkeit und können deshalb in Regionen mit hohem

Anteil an diffuser Einstrahlung gewisse Vorteile erzielen“.

Dünnschichtzellen sind sehr günstig produzierbar, da es wenig

Materialabfall während der Produktionsphase gibt. Allerdings

ist deren Wirkungsgrad eher gering.

Bei den Wirkungsgraden – also dem Anteil der eintreffenden

Sonnenenergie, der von der Solarzelle in elektrische Energie

umgewandelt werden kann – erreichen industriell hergestellte

Dünnschichtzellen Werte von bis zu 12 %. Die Wirkungsgrade

kristalliner Zellen liegen mittlerweile zwischen 15 und 20 %.

Vor- und Nachteile der Solarzellen

Überblick über Preis, Wirkungsgrad und Stärke der Solarzellen-Klassen

Preis Wirkungsgrad Stärke, mm

Monokristalline Siliziumzellen hoch ca. 17 % 0,25 - 0,35

Polykristalline Siliziumzellen günstig ca. 15 % 0,25 - 0,35

Bandgezogenes Silizium hoch ca. 13 % 0,25 - 0,35

Rückkontaktzelle hoch ca. 19 % 0,25 – 0,35

Amorphes Silizium sehr günstig ca. 7 % – 8 % < 0,005

Cadmiumtellurid günstig ca. 7 % – 9 % < 0,005

CIS oder CIGS-Zellen günstig ca. 11 % – 12 % < 0,005

Hybride HIT-Zelle hoch ca. 15 % < 0,20

Mikromorphes Silizium hoch ca. 8 % – 9 %


Entwicklung der Produktionskapazitäten

für Solarmodule (Prognose / weltweit)

Leistung in MW

40.000

35.000

30.000

25.000

20.000

15.000

10.000

5.000

0

46

abgekürzt „Wp“), der Modulwirkungsgrad, der Zelltyp und

die Modulmaße. Die Peakleistung und der Modulwirkungsgrad

werden jeweils für vorgegebene Einstrahlungs- und Temperaturbedingungen

angegeben (Standardbedingungen).

kristalline Module Dünnschicht

13.120

2.880

2009

Quelle: EPIA – Global Market

Outlook for Photovoltaiks until 2013,

März 2009

Der Markt: Stromerzeugung aus Photovoltaik

15.990

4.510

2010

17.480

5.520

2011

22.040

6.960

2012

Die Grafik zeigt, dass 2010 der Anteil der kristallinen Technologie

an der weltweiten Produktionskapazität für Solarmodule

fast 3,5 mal so groß sein wird wie jener der Dünnschichttechnologie.

Um an Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu kristallinen

Zellen zu gewinnen, muss die Dünnschichttechnologie vorhandenes

Kosteneinsparpotenzial nutzen und weitere Fortschritte

bei den Wirkungsgraden erzielen.

Betrachtet man die für die nächsten Jahre prognostizierte

Kapazitätsentwicklung, so ist abzusehen, dass die Dünnschichttechnologie

leicht aufholen wird und etwa 2012 knapp 25 %

der Gesamtproduktion ausmachen wird.

In einer Studie über die dabei zum Einsatz kommenden Materialien

ermittelte PHOTON (Februar 2010), dass weltweit knapp

54 % der Solarmodule aus polykristallinem Silizium gefertigt

werden, gegenüber 36 % der Module, die aus monokristallinem

Silizium hergestellt werden. 4 % der Solarmodule werden

aus amorphem Silizium und 2 % aus mikromorphem Silizium

gewonnen.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

27.000

9.000

2013

Der verbleibende Rest setzt sich aus Modulen zusammen, die

nicht aus Silizium produziert werden. Hierbei sind Module mit

Zellen aus „Cadmiumtellurid“ (CdTe), CIGS/CIS-Zellen und HIT-

Zellen zu nennen.

Photovoltaikanlagen

Um große Mengen Solarstrom zu erzeugen, muss eine

Vielzahl von Modulen zu großflächigen Solarparks verschaltet

werden. Die Module werden dabei auf einer Unterkonstruktion

befestigt, die entweder fixiert oder flexibel ist. Bei der

fixierten Variante werden die Module so ausgerichtet, dass

der größtmögliche Energieertrag pro Jahr erzielt werden kann.

In Deutschland bedeutet das, dass die Ausrichtung mit einem

Neigungswinkel von etwa 25° bis 30° zur Horizontalen nach

Süden erfolgt. Flexible Nachführsysteme richten die Module

dagegen immer optimal zum aktuellen Stand der Sonne

aus. Dieses System liefert zwar mehr Energie, ist aber auch

kostenintensiver.

Um den von den Solarmodulen gewonnenen Gleichstrom mit

Niederspannung in das Stromnetz einspeisen zu können, muss

dieser noch in Wechselstrom mit Mittelspannung umgewandelt

werden. Dies geschieht durch Wechselrichter (Inverter)

und Transformatoren. Die Wechselrichter kontrollieren zusätzlich

die ordnungsgemäße Funktion der Anlage.

Energieertrag

Der erzielbare Energieertrag (gemessen in Wattstunden,

„Wh“) bzw. der spezifische Energieertrag (Quotient aus

realisiertem und maximal möglichem Energieertrag, gemessen

in Wh/Wp) einer Solaranlage hängt neben den technischen

Eigenschaften und der Ausrichtung der installierten Module vor

allem von der eintreffenden solaren Strahlungsenergie (Globalstrahlung)

ab. Diese ist jahreszeiten- und standortspezifisch,

also unter anderem abhängig vom Breitengrad und der Seehöhe

des gewählten Standortes.

Ertragsgutachten berücksichtigen alle Determinanten des

erzielbaren Energieertrages und stellen die Basis für den Bau

und den Betrieb eines jeden Solarparks dar. Dabei bestimmen

unabhängige Institute wie zum Beispiel die meteocontrol GmbH

oder das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) den

langfristigen Energieertrag einer geplanten Anlage an einem

bestimmten Standort auf Basis historischer Strahlungs- und

Wetterdaten sowie der Eigenschaften der Module. Auch wenn

die Gutachten nur auf Vergangenheitswerten basieren und

somit keine absolut sicheren Aussagen über die Zukunft liefern

können, sind sie doch gut geeignet, um zu entscheiden, ob der

Bau einer Anlage erfolgversprechend ist oder nicht.


abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 47


Modulhersteller

Nachfolgend werden stellvertretend für alle Modulhersteller

zwei konkrete Hersteller von Solarmodulen genannt, mit denen

die abakus Gruppe bereits konkrete Solarparks verwirklicht hat.

Diese Nennung bedeutet jedoch nicht, dass der Emittent sich

bei der Anschaffung von Solarparks ausschließlich auf diese

beiden Solarmodulhersteller beschränkt bzw. dass diese Hersteller

überhaupt Berücksichtigung finden. Welche konkreten

Solarmodulhersteller letztlich verwendet werden, hängt von

einer Vielzahl von Parametern, u.a. vom konkreten Standort, der

Modulverfügbarkeit, dem Preis-Leistungsverhältnis etc. ab.

Die nachfolgende Aufzählung ist daher als nicht abschließend

zu verstehen. Es ist möglich, dass die abakus energie GmbH &

Co. Solarfonds 2. KG, mittelbar oder unmittelbar, in Photovoltaikanlagen

investiert, die mit Modulen anderer namhafter

Hersteller ausgerüstet sind bzw. werden.

Modulhersteller Sovello

Die Sovello AG, mit Sitz in Sachsen-Anhalt, ist ein innovativer

Hersteller von kristallinen Solarmodulen. Sie bietet einen vollintegrierten

Produktionsprozess, von der Waferherstellung bis

hin zum fertigen Solarmodul, an und ist momentan einer der 15

größten integrierten Modulhersteller weltweit.

Siliziumbänder

Ziehvorrichtung

Siliziumzufuhr

Siliziumtiegel mit geschmolzenem Silizium

Hochtemperaturbeständige Drähte

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 49


50

Modulhersteller

Durch die Anwendung der patentierten String-Ribbon Methode

können kristalline Solarzellen unter Einsatz von bis zu 50 %

weniger Silizium und zudem deutlich energiesparender

hergestellt werden als bei traditionellen Produktionsverfahren.

Dabei werden zwei dünne Drähte von unten nach oben durch

geschmolzenes polykristallines Silizium gezogen. Zwischen den

Drähten bildet sich dadurch ein etwa 0,2 mm dickes und 80 mm

breites Siliziumband. Nachdem das Band erkaltet und fest

geworden ist, kann es in einzelne 150 mm lange Wafer zerteilt

und zu Solarzellen weiterverarbeitet werden.

Der niedrige Energie- und Siliziumverbrauch ermöglicht eine

kostengünstige Produktion der Zellen. Außerdem ist die Energieamortisationszeit

– die Zeit, die eine Solarzelle benötigt, um

die Energie zu erzeugen, die bei ihrer Produktion verbraucht

wurde – viel kürzer als bei anderen Herstellern.

Sovello bietet zwei verschiedene Modulserien (T-Serie und X-

Serie) an, die je nach gewünschter Peakleistung Wirkungsgrade

zwischen 12 und 13 % erreichen.

Die gewährte Leistungsgarantie deckt in den ersten 10 Jahren

nach Auslieferung 90 % und vom 11. bis zum 25. Jahr noch

80 % der ursprünglich zugesagten Mindest-Peakleistung unter

Standardbedingungen ab. Die Abschläge sind bedingt durch

einen altersbedingten Leistungsverlust von Solarmodulen (Degradation).

Die Frage, ob und wie stark dieser Leistungsverlust

tatsächlich auftritt, kann aufgrund fehlender Langzeitstudien

aber nicht abschließend beantwortet werden.

Von Sovello produzierte Module landeten in den vergangenen

Jahren bei mehreren Tests, die den Energieertrag von Solarmodulen

renommierter Hersteller auswerteten, in der Spitzengruppe.

(seitens Sovello autorisierter Text)

Modulhersteller First Solar

First Solar, mit Hauptsitz in Tempe, Arizona (USA), ist der weltweit

größte Hersteller von Dünnschicht-Photovoltaikmodulen.

Die Produktion mit einer jährlichen Kapazität von über 1,2 GW

erfolgt an den Standorten Perrysburg (USA), Kulim (Malaysia)

und Frankfurt an der Oder.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

First Solar integriert sämtliche Produktionsschritte, von der

Aufbringung der Halbleiter bis zur Endmontage und Produktprüfung,

in einem durchgehenden Arbeitsprozess. Dieses Produktionsverfahren

macht es möglich, in weniger als zweieinhalb

Stunden ein voll funktionsfähiges Solarmodul herzustellen.

In den Modulen verwendet First Solar die stabile Verbindung

Cadmiumtellurid (CdTe) als Halbleitermaterial. Cadmium, ein

Nebenprodukt der Zinkherstellung, wird mit Tellurid in Form von

CdTe fest gebunden. Das Modul besteht aus einem sehr dünnen

Film des CdTe, der für die gesamte Modullebenszeit von mehr

als 25 Jahren sicher zwischen zwei Glasplatten eingeschlossen

wird. Mit Blick auf die Umwelt ist der Einsatz von CdTe in der

Photovoltaik als unbedenklich einzustufen. Zu diesem Ergebnis

kommt eine vom Joint Research Center der Europäischen Kommission

organisierte und vom deutschen Umweltministerium

geleitete Meta-Analyse wichtiger Studien zum Umweltprofil von

CdTe in der Photovoltaik.

Das Effizienzniveau der First Solar Module konnte von rund 7 %

im Jahr 2007 auf momentan durchschnittlich 11 % gesteigert

werden und liegt somit schon nahe an den Werten kristalliner

Module. Zusätzlich weisen First Solar Module herausragende

Leistungsmerkmale auch bei schwachem Licht und sehr hoher

Hitze auf und sind hierin manchem konventionellen Solarmodul

überlegen. Darüber hinaus benötigt First Solar für die Produktion

eines Moduls 98 bis 99 % weniger Halbleitermaterial als die

herkömmliche Photovoltaik-Technologie. First Solar steht somit

für die geringsten Herstellungskosten und Kohlendioxidemissionen

des gesamten Photovoltaiksektors. Auch bei der Energieamortisationszeit

können Module von First Solar mit Werten

von unter einem Jahr die Spitzenposition einnehmen.

Bisher einzigartig in der Photovoltaikbranche ist das Rücknahme-

und Recycling-Programm, das First Solar für seine Module

anbietet. Gebrauchte Solarmodule werden kostenlos zurückgenommen

und für die Produktion neuer Module, aber auch

anderer Produkte, vollständig wiederverwendet.

(seitens First Solar autorisierter Text)


abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 51


Referenzprojekte

Die abakus Gruppe kann eine mehrjährige Erfahrung in Bezug

auf die Errichtung, die Auswahl und den Kauf sowie den Betrieb

von Photovoltaikanlagen aufweisen. Bisher wurden PV-Parks

in Eberswalde, im Gewerbepark Breisgau und in Deubach

realisiert. Im Folgenden soll nun die PV-Anlage Deubach als

Referenzprojekt vorgestellt werden.

Die Photovoltaikanlage Deubach

Die Photovoltaikanlage Deubach (Stadt Ichenhausen, Bayern,

ca. 100 km westlich von München) ist eine unmittelbare Tochtergesellschaft

der abakus balance GmbH & Co. 3. KG, einem

Publikumsfonds des Anbieters abakus Finanz GmbH, und wurde

im Herbst 2009 errichtet und an das Netz angeschlossen.

Der Standort zeichnet sich durch seine, auf Deutschland

bezogen, überdurchschnittlichen Sonneneinstrahlungswerte aus

und ist somit sehr gut für den Betrieb einer Photovoltaikanlage

geeignet.

Die Anlage wurde auf einer verfüllten Kiesgrube und einem

ehemaligen Acker errichtet. Sie umfasst eine Stellfläche von

7,7ha. Nach nur zweimonatiger Bauzeit ging die Photovoltaikanlage

im Dezember 2009 in Betrieb.

Insgesamt wurden 14.216 Solarmodule der Firma Sovello

verbaut und 8 Wechselrichter der Firma Sputnik (Solarmax).

Die Solarmodule sind aus kristallinen Solarzellen gefertigt und

haben dadurch einen Wirkungsgrad von 12 –13 %. Die Anlage

besitzt eine installierte Leistung von 2,8 MWp.

Das Investitionsvolumen betrug ca. € 10 Mio.. Bei der Finanzierung

des Fremdkapitalanteils auf Ebene der Tochtergesellschaft

wurde mit einem regionalen Genossenschaftsbanken Konsortium

zusammengearbeitet.

Die in Deubach erzeugte Energie wird in das Stromnetz der

LEW Netzservice GmbH (Lechwerke) eingespeist. Die LEW Netzservice

GmbH ist verpflichtet, die eingespeiste Energie gemäß

den Vorgaben des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu

vergüten. Diese Vergütung ist für 20 Jahre (zzgl. dem Inbetriebnahmejahr)

garantiert und bietet dadurch ein größtmögliches

Maß an Planungssicherheit.

Es besteht eine 30-jährige Genehmigung zum Betrieb der PV-

Anlage an diesem Standort. Sollte die Genehmigung danach

nicht verlängert werden, so muss die PV-Anlage wieder abgebaut

und die Flächen in ihren Urzustand zurückversetzt werden.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 53


Breisgau

Fläche: 980 m 2

Leistung: 97,44 KWp

Netzanschluss: 12/2007

Quelle: M.Suri, T. Cebecauer, T. Huld,

E.D. Dunlop PVGIS © European

Communities, 2001 – 2008,

http://re.jrc.ec.europa.eu/pvgis/

54

Referenzprojekte

Globalstrahlung und Ertragspotenzial optimal

ausgerichteter Module in Deutschland

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Eberswalde

Fläche: 0,7 ha

Leistung: 693 KWp

Netzanschluss: 07/2008

Deubach

Fläche: 7,7 ha

Leistung: 2,8 MWp

Netzanschluss: 12/2009


Photovoltaikanlage

Deubach

Fläche: 7,7 ha

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 55


Investitionsplan (Prognose)

Aufgliederung von Mittelherkunft

und Mittelverwendung der

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Erläuterungen zum Investitionsplan (Prognose):

Der Investitionsplan umfasst den Zeitraum 2010 und 2011 und

geht von einer Einzahlung des Kommanditkapitals von € 10

Mio. bis zum 31. 12. 2010 aus. Sämtliche laufenden Kosten sind

so kalkuliert, dass zum 31. 12. 2010 ein Kommanditkapital von

€ 10 Mio. eingezahlt worden ist.

1. Mittelherkunft:

Die Mittelherkunft besteht zum einen aus der Erhöhung des

Eigen kapitals durch neu beitretende Anleger. Darüber hinaus

wird auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften („Tochtergesellschaften“)

plangemäß mit einem Fremdkapital-Anteil von

ca. 75 % des Gesamtinvestitionsvolumens gearbeitet. Auf das

Eigenkapital der Anleger wird ein Agio in Höhe von 5 % erhoben.

Anleger zahlen die vollständige Zeichnungssumme nach

Annahme in einer Summe zzgl. 5 % Agio. Derzeit sind noch

keine Fremdmittel fest zugesagt, daher kann zu Fälligkeiten von

Fremdmitteln keine Aussage getroffen werden.

2. Mittelverwendung

2.1. Anlageobjekte

Es ist geplant, ca. 93,14 % des Gesamtinvestitionsvolumens

überwiegend in Photovoltaikanlagen, die in der Regel von eigenen

Beteiligungsgesellschaften (Tochtergesellschaften) gehalten

werden sollen, zu investieren. Daneben besteht die Möglichkeit

auch mittelbar, über Beteiligungen an fremden Gesellschaften,

in den Markt der Erzeugung von Strom aus Photovoltaik zu

investieren. Die Investitionen verteilen sich prognosegemäß je

zur Hälfte auf Freiflächen- und sogenannte Dachanlagen.

2.2. Nebenkosten in der Platzierungsphase

Die Nebenkosten in der Platzierungsphase setzen sich aus

folgenden Unterpositionen zusammen:

Beratung und Gutachten

Die Position Beratung und Gutachten umfasst Vergütungen für

Rechts- und Steuerberatung, die während der Prospekterstellung

anfallen und die vertraglich fest vereinbart wurden bzw. für die

feste Kosten angefallen sind (jeweils € 38.000,- plus 0,10 %

des Gesamtinvestitionsvolumens, das € 10 Mio. übersteigt).

Weiterhin enthält die Position Kosten für sonstige Rechts- und

Steuerberatung, für die € 50.000,- kalkuliert wurden, sowie für

Gutachten o.ä., die mit € 70.000,- angesetzt wurden.

Treuhänder, Mittelfreigabekontrolle

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

fungiert sowohl als Treuhänder als auch

als Mittelfreigabekontrolleur. Für die Treuhandschaft wurde eine

Vergütung von 0,275 % des Kommanditkapitals (ohne Agio)

fest vereinbart und für die Mittelfreigabekontrolle eine Vergütung

von 0,1 % des Gesamtinvestitionsvolumens (ohne Agio),

mindestens aber € 16.000,-. (Näheres siehe Kapitel „Treuhandvertrag“

und „Vereinbarung über eine zeitlich und inhaltlich

begrenzte Mittelfreigabekontrolle“)

Konzeption, Prospektierung, Marketingmaßnahmen

Diese Kostenposition enthält die vertraglich fest vereinbarten

Vergütungen für Prospektierung und Marketingmaßnahmen

an die abakus Finanz GmbH in Höhe von 0,95 % bzw. ca.

1,25 % des Kommanditkapitals (ohne Agio), mindestens jedoch

€ 28.500,- bzw. € 37.500,-. Die abakus Finanz GmbH begleicht

daraus ihrerseits neben Eigenleistungen (insb. Marketing) auch

Kosten für die die Prospektierung begleitende Werbeagentur,

Druckereien, Werbeveranstaltungen etc.

Aus Sicht des Emittenten sind diese Kostenpositionen prozentual

zum Kommanditkapital fest. Etwa tatsächlich höher bzw.

niedriger anfallende Kosten (prozentual zum Kommanditkapital)

gehen zu Lasten bzw. zu Gunsten der abakus Finanz GmbH.

Des Weiteren ist mit der abakus Finanz GmbH ein Vertrag über

Konzeption und Objektprüfung abgeschlossen worden, der mit

1,75 % des Kommanditkapitals (ohne Agio), mindestens jedoch

€ 52.500,- vergütet wird (Näheres siehe Kapitel „Verträge und

Vertragspartner“).

Haftungsvergütung, Geschäftsführung

(Anleger- und Objektverwaltung)

Die für Haftungsvergütung und Geschäftsführung anfallenden

Kosten sind mit der abakus Portfolio Management GmbH und

der abakus Verwaltungs- und Handels GmbH vertraglich fest

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 57


58

Investitionsplan (Prognose)

vereinbart. Hierbei erhält die abakus Portfolio Management

GmbH für die Übernahme der Haftung 0,1 % und für die

Anlegerverwaltung 0,45 % des Kommanditkapitals (ohne Agio).

Die abakus Verwaltungs- und Handels GmbH erhält für die

Objektverwaltung 0,45 % des Kommanditkapitals (ohne Agio).

(Näheres siehe „Gesellschaftsvertrag“.)

Kostengarantie

Die demark AG verpflichtet sich, etwaig entstehende Kostenanteile,

die die Summe der Positionen 2.2.1 bis 2.2.4 der

Konsolidierter Investitionsplan (Prognose) der

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG mit ihren Beteiligungsgesellschaften

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

prognostizierten Nebenkosten übersteigen, zu übernehmen. Für

die Übernahme Kostengarantie erhält die demark AG ca. 0,98 %

des Kommanditkapitals, mindestens aber € 58.800,-. (Näheres

siehe Kapitel „Verträge und Vertragspartner“.)

Eigenkapital-Beschaffungskosten, Agio

Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG hat mit der

demark AG als Exklusivvertrieb einen Vertrag geschlossen,

wonach die demark AG exklusiv mit der Vermittlung des Kommanditkapitals

der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2.

€ €

In % des

Ges.Inv.Vol.

inkl. Agio

in % des EK

inkl. Agio

in % des EK

exkl. Agio

1. Mittelherkunft

1.1 Eigenkapital 10.000.000,00 24,69 95,24 100,00

4 Gründungskommanditisten 4.000,00

Kommanditkapital der weiteren Investoren 9.996.000,00

1.2 Fremdkapital 30.000.000,00 74,07 285,72 300,00

Gesamtsumme exklusive Agio 40.000.000,00 98,77 380,96 400,00

1.3 5 % Agio auf das Kommanditkapital der weiteren Investoren 499.800,00 1,23 4,76 5,00

Gesamtsumme inklusive Agio 40.499.800,00 100,00 385,72 405,00

2. Mittelverwendung

2.1 Anlageobjekte 37.720.000,00 93,14

2.2 Nebenkosten in der Platzierungsphase 2.206.020,00 5,45 21,01 22,06

2.2.1 Beratung und Gutachten 256.000,00

2.2.2 Treuhänder, Mittelfreigabekontrolle 67.500,00

2.2.3 Konzeption, Prospektierung, Marketingmaßnahmen 395.000,00

2.2.4 Geschäftsführung, Haftungsvergütung, Anlegerverwaltung 100.000,00

2.2.5 Kostengarantie 98.000,00

2.2.6 Eigenkapital-Beschaffungskosten 699.720,00

weitere Eigenkapital-Beschaffungskosten, aus Agio 499.800,00

2.2.7 Fremdkapital-Beschaffungskosten 90.000,00

2.3 Laufende Verwaltungskosten bis 2011 278.750,00 0,69 2,65 2,79

2.3.1 Haftungsvergütung 15.000,00

2.3.2 Geschäftsführung / Anlegerverwaltung 67.500,00

2.3.2 Geschäftsführung / Objektverwaltung 67.500,00

2.3.3 Treuhänder 18.750,00

2.3.4 Laufende Steuerberatung & Jahresabschluss 50.000,00

2.3.5 Laufende Betriebs- und Sachkosten und Rechtsberatung 60.000,00

2.4 Umsatzsteuer (auf Pos. 2.2.1 bis Pos. 2.2.4 sowie 2.3) 208.477,50 0,52 1,99 2,08

2.5 Liquiditätsreserve 86.552,50 0,21 0,82 0,87

Gesamtsumme inklusive Agio 40.499.800,00 100,00 385,72 405,00

Rundungsdifferenzen sind möglich


KG beauftragt ist. Untervermittler dürfen eingeschaltet werden.

Der Emittent zahlt für die Vermittlung von Eigenkapital 7,0 %

des vermittelten Kommanditkapitals (ohne Agio, ggf. zzgl.

gesetzlicher Umsatzsteuer) an den Exklusivvertrieb; zusätzlich

erhält der Exklusivvertrieb für seine Leistungen das eingezahlte

Agio in Höhe von 5 % des Kommanditkapitals. Die Gewährung

von Agio-Nachlässen an Anleger des Emittenten seitens der

demark AG ist ohne die Zustimmung der Fondsgeschäftsführung

nicht zulässig. Genehmigte Agio-Nachlässe gehen allein zu

Lasten der demark AG. (Näheres siehe Kapitel „Verträge und

Vertragspartner“.)

Fremdkapital-Beschaffungskosten

In dieser Kostenposition sind die während der Platzierungsphase

anfallenden Vermittlungsprovisionen für die Beschaffung

von Fremdkapital zusammengefasst, für die ca. 0,3 % des

Kommanditkapitals kalkuliert wurden. Diese Kostenposition ist

lediglich kalkuliert.

2.3. Laufende Verwaltungskosten in der Platzierungsphase

Hierunter werden alle laufenden Kosten zusammengefasst, die

schon während der Platzierungsphase bis 31. 12. 2011 anfallen,

jedoch eigentlich schon der Betriebsphase zuzurechnen sind. Für

die vertraglich fest vereinbarte Haftungsvergütung fallen für die

abakus Portfolio Management GmbH im genannten Zeitraum

insgesamt 0,15 % des Kommanditkapitals (jew. ohne Agio,

auch nachfolgend) an. Für die laufende Anlegerverwaltung im

vorgenannten Zeitraum erhält die abakus Portfolio Management

GmbH eine Vergütung von insgesamt 0,675 % des Kommanditkapitals.

Für die laufende Objektverwaltung im vorgenannten

Zeitraum erhält die abakus Verwaltungs- und Handels GmbH

eine Vergütung von insgesamt 0,675 % des Kommanditkapitals.

Für die laufende Treuhandverwaltung im vorgenannten Zeitraum

erhält die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

eine Vergütung von insgesamt 0,188 %

des Kommanditkapitals. Für die laufende Steuerberatung und die

Erstellung von Jahresabschlüssen während der Platzierungsphase

ist mit der Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

für die Jahre 2010 und 2011 jeweils eine

Vergütung von 0,25 % des Kommanditkapitals vereinbart worden.

Für laufende Betriebs- und Sachkosten (z.B. Versicherungsprämien,

Lizenzgebühren, Kosten der Gesellschaftsversammlung, Porto,

Kopier- und Druckkosten, o.ä.) sowie für laufende Rechtsberatung

wurden bis Ende 2011 insgesamt ca. 0,15 % des Gesamtinvestitionsvolumens

(exklu sive Agio) kalkuliert.

2.4. Umsatzsteuer

In Punkt 2.4. ist die Umsatzsteuer, soweit anfallend, der vorstehenden

Kostenpositionen (Nebenkosten in der Platzierungsphase,

lfd. Verwaltungskosten in der Platzierungsphase) aufgeführt.

2.5. Liquiditätsreserve

Für den Fall, dass unvorhersehbare Ereignisse eintreten wird

eine Liquiditätsreserve vorgehalten.

Investitionsplan (Prognose) der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

€ €

in % des EK

inkl. Agio

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 59

in % des EK

exkl. Agio

1. Mittelherkunft

1.1 Eigenkapital 10.000.000,00 95,24 100,00

4 Gründungskommanditisten 4.000,00

Kommanditkapital der weiteren Investoren 9.996.000,00

Gesamtsumme exklusive Agio 10.000.000,00 95,24 100,00

1.3 5 % Agio auf das Kommanditkapital der weiteren Investoren 499.800,00 4,76 5,00

Gesamtsumme inklusive Agio 10.499.800,00 100,00 105,00

2. Mittelverwendung

2.1 Anlageobjekte 7.720.000,00 73,53 77,20

2.2 Nebenkosten in der Platzierungsphase 2.206.020,00 21,01 22,06

2.3 Laufende Verwaltungskosten bis 2011 278.750,00 2,65 2,79

2.4 Umsatzsteuer (auf Pos. 2.2. [teilweise] und 2.3) 208.477,50 1,99 2,08

2.5 Liquiditätsreserve 86.552,50 0,82 0,87

Gesamtsumme inklusive Agio 10.499.800,00 100,00 105,00

Rundungsdifferenzen sind möglich


Finanzlage

Vermögens-,

des

Ertrags-

Emittenten

und Finanzlage

des Emittenten

Die in diesem Kapitel dargestellten Daten gehen einheitlich davon

aus, dass das gesamte Kommanditkapital in Höhe von € 10

Mio. noch im Jahr 2010 eingeworben wird. Aus Darstellungsgründen

kann es vereinzelt zu Rundungsdifferenzen kommen.

Eröffnungsbilanz zum 12. Februar 2010 der abakus energie & Co. Solarfonds 2. KG

Aktiva EUR

A. Ausstehende Einlagen 4.000,00

Bilanzsumme 4.000,00

Bilanz zum 31. März 2010, Zwischenübersicht der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Aktiva EUR

A. Ausstehende Einlagen 1.000,00

B. Umlaufvermögen

I. Guthaben bei Kreditinstituten 3.000,00

Bilanzsumme 4.000,00

Passiva EUR

A. Eigenkapital

I. Kapitalanteile

Kommanditkapital 4.000,00

Bilanzsumme 4.000,00

Passiva

A. Eigenkapital

I. Kapitalanteile

EUR

Kommanditkapital 4.000,00

II. Jahresfehlbetrag -205,55

B. Verbindlichkeiten 205,55

Bilanzsumme 4.000,00

Zwischenübersicht, Gewinn- und Verlustrechnung

12. Februar 2010 bis 31. März 2010 der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Aktiva EUR

Umsatzerlöse

Sonstige betriebliche Aufwendungen

0,00

Gründungskosten (Notar, Handelsreg., Eröffnungsbilanz etc.), lfd. Kosten (Bank etc.) -205,55

Zinsen und ähnliche Erträge 0,00

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -205,55

Steuern 0,00

Jahresfehlbetrag -205,55

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 61


62

Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Emittenten

Planbilanz (Prognose) der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Aktiva

A. Anlagevermögen

31.12.2010

T€

31.12.2011

T€

Sachanlagen 0 0

Finanzanlagen 0 0

Beteiligungen

B. Umlaufvermögen

Guthaben

7.720 7.720

bei Kreditinstituten 298 89

Bilanzsumme 8.018 7.809

Ertragslage: (Prognose) Plan-Gewinn- und Verlustrechnung

12. Februar bis 31. Dezember 2010 sowie 1. Januar bis 31. Dezember 2011

der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

2010 2011

T€

T€

Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.482 -211

Abschreibungen 0 0

Erträge aus Beteiligungen 0 602

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0

Zinsen und ähnliche Aufwendungen (für kurze Zwischenfinanzierungen) 0 0

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -2.482 391

Steuern vom Einkommen und Ertrag (hier: Gewerbesteuer) 0 0

Jahresüberschuss/-fehlbetrag -2.482 391

Entnahmen/Auszahlungen an Gesellschafter 0 600

Finanzlage: (Prognose) Plan-Kapitalflussrechnung 2010 bis 2011

der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

2010 2011

T€

T€

Jahresüberschuss -2.482 391

+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 0 0

+ Zunahme der Rückstellungen (– Abnahme der Rückstellungen) 0 0

+ Veränderung der Verbindlichkeiten (+ Erhöhung; – Minderung) 0 0

= Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -2.482 391

– Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -7.720 0

+ Kapitalrückzahlungen aus Finanz- und Sachanlagen 0 0

= Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -7.720 0

+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (Kommanditeinlagen) 10.500 0

– Eigenkapitalentnahmen (Auszahlungen an Kommanditisten) 0 -600

+ Einzahlungen aus Aufnahme von Krediten 0 0

– Auszahlungen aus Tilgung von Krediten 0 0

= Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit 10.500 -600

Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittelbestände 298 -209

+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 0 298

= Finanzmittelbestand am Ende der Periode 298 89

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Passiva

A. Eigenkapital

31.12.2010

T€

31.12.2011

T€

Kommanditkapital 10.000 10.000

Kapitalrücklage (Agio) 500 500

Entnahmen 0 -600

Bilanzgewinn/-verlust -2.482 -2.091

B. Verbindlichkeiten 0 0

Bilanzsumme 8.018 7.809

Erläuterungen zur Vermögens-,

Ertrags- und Finanzlage sowie der

Planzahlen des Emittenten

Erfolgsprognose

Für die nachfolgenden Erläuterungen gilt die

Annahme, dass alle Zielinvestitionen innerhalb

der Fondslaufzeit bis 31. Dezember 2022 vollständig

zurückgezahlt bzw. veräußert werden.

Angestrebt ist, dass Ausschüttungen (= Summe

aus ausgezahlten Gewinnen und Kapitalrückzahlungen)

ab dem Jahr 2012 (für 2011) beginnen,

während der Laufzeit relativ konstant bleiben

und zum Ende der Fondslaufzeit – hervorgerufen

durch den Verkauf der Photovoltaikanlagen –

relativ hoch werden. Die Auszahlungen werden

nachschüssig, im ersten Jahr anteilig taggenau

ab Beitritt, vorgenommen. Es wird ein jährlicher

Auszahlungsrhythmus angestrebt. Auszahlungen

für ein bestimmtes Jahr erfolgen zur Jahresmitte

des Folgejahres.

Planbilanz

Die Zielinvestitionen der abakus energie GmbH

& Co. Solar fonds 2. KG werden prognosegemäß

ausschließlich von eigenen Beteiligungsgesellschaften

(„Tochtergesellschaften“) gehalten und

sind somit im Anlagevermögen unter Beteiligungen

aufgeführt.


Planzahlen der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

2010 bis 2013 (Prognose)

2010 2011 2012 2013

T€

T€

T€

T€

Investitionen 7.720 0 0 0

Produktion 0 0 0 0

Umsätze 0 0 0 0

Erträge 0 602 796 837

Ergebnis -2.482 391 617 655

Ertragslage

Die Position „sonstige betriebliche Aufwendungen“ setzt sich

zusammen aus den Nebenkosten in der Platzierungsphase,

die nur im Jahr 2010 anfallen (siehe Punkt 2.2 der Mittelverwendung),

aus laufenden Kosten in der Platzierungsphase, die

prognosegemäß sowohl 2010 als auch 2011 anfallen (siehe

Punkt 2.3 der Mittelverwendung), sowie der Umsatzsteuer, die

auf die beiden vorgenannten Unterpositionen anfällt.

Unter „Erträge aus Beteiligungen“ fallen die Ausschüttungen,

die von den Beteiligungsgesellschaften erzielt werden und an

die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG fließen.

Finanzlage

Der „Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit“ ergibt sich

aus der Summe aller Einzahlungen (Erträge aus Beteiligungen

sowie sonstige Zinsen und ähnliche Erträge) und Auszahlungen

(sonstige betriebliche Aufwendungen sowie Zinsen und ähnliche

Aufwendungen) die sich aus der operativen Tätigkeit der

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG ergeben.

Der „Cash-Flow aus Investitionstätigkeit“ weist dagegen die

Zugänge und Abgänge von Anlage- und Umlaufvermögen aus,

während der „Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit“ die Zuund

Abflüsse aus Eigenkapital abbildet.

Planzahlen

Die Position Investitionen im Jahr 2010 stellt den Eigenkapitalanteil

dar, der in Anlageobjekte investiert wird. Die Erträge

spiegeln die Ausschüttungen wider, die von den Beteiligungsgesellschaften

erzielt werden und an die abakus energie GmbH

& Co. Solarfonds 2. KG fließen. Die Position Erträge stellt den

Jahresüberschuss oder den Jahresfehlbetrag dar, der sich aus

der Gewinn und Verlustrechnung ergibt.

Laufende Kosten ab 2012

Ab dem Jahr 2012 entstehen – vor Auszahlung an die Anleger

– jährliche Kosten für die Treuhandschaft in Höhe von 0,125 %

des Kommanditkapitals (netto, ohne Agio, zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer), für die Anleger- und Objektbetreuung jeweils

in Höhe von 0,45 % des Kommanditkapitals (netto, ohne Agio,

zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer) und für die Haftungsvergütung

in Höhe von 0,1 % des Kommanditkapitals (netto, ohne Agio,

zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Die vier vorgenannten Kostenpositionen

sind vertraglich festgelegt und erhöhen sich jährlich

um 2 % des Vorjahresbetrages, erstmals für das Jahr 2013. Für

laufende Betriebs- und Sachkosten (lfd. Bankgebühren, Notar,

Handelsregister, Versicherungen, Beirat, Sonstiges etc.) und

Rechtsberatung sind jährliche Kosten in Höhe von ca. 0,125 %

des Kommanditkapitals (netto, zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer)

kalkuliert; für die laufende Steuerberatung und die Erstellung

des Jahresabschlusses werden jährliche Kosten in Höhe von

ca. 0,25 % des Kommanditkapitals (netto, zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer) kalkuliert.

Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG sowie bei

unmittelbaren Zielinvestitionen ggf. zu gründende Gesellschaften

erstatten darüber hinaus ihrem jeweiligen Komplementär

sämtliche notwendigen Ausgaben und Aufwendungen für die

Führung der Geschäfte, die nach der Sorgfalt eines ordentlichen

Kaufmanns vertretbar sind. Dies umfasst insbesondere die

Vergütung Dritter für die laufende Verwaltung und fachliche

Betreuung der Investitionen sowie sonstige Leistungen an

der Gesellschaft. Außerdem sind mit diesen oben genannten

laufenden Vergütungen keine mit außergewöhnlichem Aufwand

durchzuführenden Geschäftsbesorgungstätigkeiten abgegolten,

wie z. B. der Verkauf von Geschäftsanteilen oder Anlagevermögen,

Restrukturierungsmaßnahmen oder die Begleitung von

Prozessen bei Rechtstreitigkeiten.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 63


Prognoserechnung

Sensitivitätsanalyse

Prognoserechnung und

Sensitivitätsanalyse

Auf den folgenden Seiten sind die Prognoserechnung, die

darauf aufbauende steuerliche Betrachtung, die Kapitalflussrechnung

sowie die Sensitivitätsanalysen dargestellt.

Prognoserechnung

Die Prognoserechnung soll einen Überblick über den geplanten

Verlauf der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG darstellen.

Die der Prognose zugrunde liegenden Annahmen sollen

hier kurz erläutert werden.

Es wird angenommen, dass sowohl die Platzierungs- als auch

die Investitionsphase zum 31. 12. 2010 beendet sind. Zu diesem

Zeitpunkt sind prognosegemäß € 10 Mio. Kommanditkapital

zzgl. 5 % Agio eingeworben und für Zielinvestitionen sowie zur

Kostendeckung verwendet worden. Der verbleibende Differenzbetrag

wird zum Aufbau einer Liquiditätsreserve verwendet.

Mit Erlösen aus Zielinvestitionen wird erstmals zum Ende des

Jahres 2011 gerechnet. Die Erlöse ergeben sich aus den von

den Beteiligungsgesellschaften erwirtschafteten Strom- und

Zinserträgen abzüglich aller auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften

anfallenden Kosten und Aufwendungen. Die letzten

laufenden Erlöse aus Zielinvestitionen fließen zum Ende des

Jahres 2022.

Ab dem Jahr 2011 erfolgt eine jährliche Ausschüttung, die

grundsätzlich im Folgejahr ausbezahlt werden soll.

Nach dem 31. 12. 2022 soll die Gesellschaft liquidiert werden,

wobei alle Beteiligungsgesellschaften („Tochtergesellschaften“)

verkauft werden. Der prognostizierte Verkaufspreis errechnet

sich aus dem ca. 5,74-fachen der Stromerlöse des Jahres 2022

abzüglich der Restschuld auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften,

3 % Verkaufsprovision an einen etwaigen Vermittler sowie

5 % Vergütung an den Liquidator (voraussichtlich der persönlich

haftende Gesellschafter des Emittenten).

Steuerliche Betrachtung

Die steuerliche Betrachtung enthält die Ermittlung des steuerlichen

Ergebnisses der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds

2. KG.

Kapitalrückflussrechnung

Die Kapitalrückflussrechnung unterstellt eine beispielhafte

Beteiligungshöhe von € 100.000,- zzgl. 5 % Agio und einen

persönlichen Einkommensteuersatz von 47,475 % (Höchststeuersatz,

inkl. Solidaritätszuschlag, ohne Kirchensteuer). Der

Steuer effekt des Jahres 2010 wird im Jahr 2011 mit berücksichtigt.

Die Berechnung zeigt die prognostizierten Rückflüsse (2.1) und

Steuerzahlungen (2.2), die Summe aus diesen beiden Positionen

(2.3) sowie das gebundene Kapital zum Jahresende (1.). Letzteres

ergibt sich aus dem eingezahlten Kapital in 2010 und verringert

sich in den Folgejahren durch die Summe der Rückflüsse

nach Steuern (2.3). Außerdem sind noch das Haftungsvolumen

(1 % der Beteiligungssumme) und das anteilige Fremdkapital

zum Jahresende aufgeführt. Die jeweiligen Summenwerte

basieren auf teilweise unsicheren Parametern, was zur Folge

hat, dass die Summe des Rückflusses nach Steuern kumulierte

Risiken enthält.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 65


66

Prognoserechnung und Sensitivitätsanalyse

Prognoserechnung (vor Steuer) der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

2010

in €

Fremdkapital 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Kommanditkapital 10.000.000,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Agio 499.800,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Investitionsnebenkosten -2.206.020,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

Laufende Kosten exkl. Umsatzsteuer -101.250,00 -177.500,00 -150.000,00 -153.000,00 -156.060,00 -159.181,20

Umsatzsteuer -174.752,50 -33.725,00 -28.500,00 -29.070,00 -29.651,40 -30.244,43

2011

in €

Zielinvestitionen inkl. Agio

Verkaufserlös (in 2023)

-7.720.000,00 0,00

Erlöse aus Zielinvestitionen 0,00 602.304,92 795.660,89 837.421,68 825.476,76 852.335,87

Liquidität Jahresanfang 0,00 297.777,50 88.857,42 81.018,32 86.370,00 76.135,36

Liquider Überschuss 297.777,50 391.079,92 617.160,89 655.351,68 639.765,36 662.910,24

Ausschüttung (erfolgt im Folgejahr) 0,00 -600.000,00 -625.000,00 -650.000,00 -650.000,00 -650.000,00

Liquidität Jahresende 297.777,50 88.857,42 81.018,32 86.370,00 76.135,36 89.045,61

Prognostizierte Auschüttung (vor Steuer) -105,00% 6,00% 6,25% 6,50% 6,50% 6,50%

Steuerliche Betrachtung (Prognose) der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

2010

in €

Rückflüsse aus Beteiligungen Dachanlagen 1) 2) 3) 317.769,25 314.892,73 349.506,22 384.120,52

Rückflüsse aus Beteiligungen Freilandanlagen 1) 2) 3) 284.535,67 480.768,17 487.915,46 441.356,25

Verkaufskosten -100.000,00 -102.000,00 -104.040,00 -106.120,80

Haftungsvergütung, Anleger- und Objektverwaltung -100.000,00 -102.000,00 -104.040,00 -106.120,80

Treuhänder, Steuerberatung, Buchhaltung, Jahresabschluss -37.500,00 -38.250,00 -39.015,00 -39.795,30

lfd. Betriebs- und Sachkosten, Rechtsberatung,

Sonstiges, Liquid.reserve

-12.500,00 -12.750,00 -13.005,00 -13.265,10

2011

in €

2012

in €

2012

in €

2013

in €

2013

in €

2014

in €

2014

in €

2015

in €

2015

in €

236.563,42 273.679,62 236.563,42 273.679,62 310.796,71 347.914,38

steuerliches Ergebnis (Jahr der Entstehung) Dachanlagen 112.814,18 200.895,76 236.563,42 273.679,62 310.796,71 347.914,38

steuerliches Ergebnis (Jahr der Entstehung) Freilandanlagen 34.242,53 91.867,43 131.576,66 131.666,67 157.359,54 186.196,79

Steuerliches Ergebnis Ergänzungsbilanz Beteiligungen

aus Fondsnebenkosten (AfA)

-59.038,38 -118.076,75 -118.076,75 -118.076,75 -118.076,75 -118.076,75

steuerliches Ergebnis (Jahr der Entstehung)

Emittenten-Ebene

-120.487,50 -211.225,00 -178.500,00 -182.070,00 -185.711,40 -189.425,63

steuerliches Ergebnis, gesamt -32.469,17 -36.538,56 71.563,32 105.199,53 164.368,10 226.608,79

steuerliches Ergebnis, gesamt, kumuliert -32.469,17 -69.007,73 2.555,60 107.755,13 272.123,23 498.732,02

steuerliches Ergebnis, in % des Eigenkapitals -0,32% -0,37% 0,72% 1,05% 1,64% 2,27%

1) Rückflüsse erfolgen im Folgejahr (Bsp.: Rückflüsse für 2011 erfolgen in 2012, hier ist somit der Rückfluss in 2012 aufgeführt)

2) Der prognostizierte Verkaufspreis errechnet sich aus dem ca. 5,74-fachen der Stromerlöse des Jahres 2022 abzüglich der Restschuld auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften,

3 % Verkaufsprovision an einen etwaigen Vermittler sowie 5 % Vergütung an den Liquidator.

3) Gewerbesteuer fällt allein auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften an


2016

in €

2017

in €

2018

in €

2019

in €

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

-162.364,82 -165.612,12 -168.924,36 -172.302,85 -175.748,91 -179.263,89 -182.849,16 0,00

-30.849,32 -31.466,30 -32.095,63 -32.737,54 -33.392,29 -34.060,14 -34.741,34

2020

in €

2021

in €

2022

in €

2023

in €

12.431.284,58

879.016,99 921.500,62 893.832,49 867.722,73 843.131,56 868.014,84 908.654,78 0,00

89.045,61 124.848,46 199.270,65 192.083,15 154.765,49 88.755,85 43.446,68 34.510,95

685.802,85 724.422,19 692.812,50 662.682,34 633.990,37 654.690,82 691.064,28 12.431.284,58

-650.000,00 -650.000,00 -700.000,00 -700.000,00 -700.000,00 -700.000,00 -700.000,00 -12.465.795,53

124.848,46 199.270,65 192.083,15 154.765,49 88.755,85 43.446,68 34.510,95 0,00

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 67

durchschn.

Überschuss*

6,50% 6,50% 7,00% 7,00% 7,00% 7,00% 7,00% 124,66% 7,57%

2016

in €

2017

in €

2018

in €

2019

in €

2020

in €

2021

in €

2022

in €

2023 in €

Liquidation

* in % p.a. bei 12,5 Jahren Laufzeit

Summe

in €

418.735,33 453.350,38 503.953,83 446.982,52 430.746,36 416.240,05 451.428,70 7.695.136,74 12.182.862,62

433.600,54 425.666,62 417.546,79 446.849,97 436.976,37 426.891,52 416.586,14 5.390.425,98

-654.278,14

10.089.119,47

-108.243,22 -110.408,08 -112.616,24 -114.868,57 -117.165,94 -119.509,26 -121.899,44

-108.243,22 -110.408,08 -112.616,24 -114.868,57 -117.165,94 -119.509,26 -121.899,44

-40.591,21 -41.403,03 -42.231,09 -43.075,71 -43.937,23 -44.815,97 -45.712,29

-13.530,40 -13.801,01 -14.077,03 -14.358,57 -14.645,74 -14.938,66 -15.237,43

385.032,30 422.150,14 289.150,26 323.069,28 358.905,84 396.659,60 434.411,60

385.032,30 422.150,14 289.150,26 323.069,28 358.905,84 396.659,60 434.411,60

216.759,55 249.138,08 283.427,30 318.222,39 355.133,03 394.269,65 435.748,40

-118.076,75 -118.076,75 -118.076,75 -118.076,75 -118.076,75 -118.076,75 -118.076,75 -5.588.152,55

-193.214,14 -197.078,42 -201.019,99 -205.040,39 -209.141,20 -213.324,02 -217.590,50 12.431.284,58

290.500,95 356.133,05 253.480,82 318.174,53 386.820,91 459.528,47 534.492,75 6.843.132,03 9.940.995,53

789.232,97 1.145.366,02 1.398.846,84 1.717.021,37 2.103.842,28 2.563.370,75 3.097.863,50 9.940.995,53

2,91% 3,56% 2,53% 3,18% 3,87% 4,60% 5,34% 68,43% 99,41%


68

Prognoserechnung und Sensitivitätsanalyse

Kapitalrückflussrechnung (Prognose, alle Angaben in EUR) der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Beteiligung in Höhe von € 100.000 zzgl. 5 % Agio (Steuersatz 47,467 %)

2010

in €

Sensitivitätsanalyse

2011

in €

Jede der folgenden Sensitivitätsanalysen soll zeigen, wie sich

der Rückfluss vor Steuern verändert, wenn sich eine einzige

Annahme der Prognoserechnung verändert, alle anderen Annahmen

gleichzeitig aber unverändert bleiben (ceteris paribus

Betrachtung)

Abweichungen von Prognosen

Sensitivitätsanalyse: Veränderung der

prognostizierten Sonneneinstrahlung

Rückfluss vor

Steuer in €

+ 10 % 272.075

+ 5 % 238.242

prospektiert 204.408

– 10 % 170.579

– 20 % 136.723

Diese Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen einer Abweichung

der tatsächlichen Sonneneinstrahlung von der in der Prognoserechnung

angenommenen. Die Einstrahlung wurde dabei

um 5 % bzw. 10 % erhöht (Wirkung „besser“) sowie um 10 %

bzw. 20 % niedriger (Wirkung „schlechter“) angenommen.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

besser

schlechter

2012

in €

1. gebundenes Kapital 105.000,00 98.672,38 92.762,13 86.761,58 81.041,93 75.617,78 70.496,96 65.687,74

2.1

Ausschüttungen / Rückfluss

vor Steuern

0,00 6.000,00 6.250,00 6.500,00 6.500,00 6.500,00 6.500,00 6.500,00

– davon Gewinn 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4.840,46 6.500,00 6.500,00

– Eigenkapitalrückzahlung 0,00 6.000,00 6.250,00 6.500,00 6.500,00 1.659,54 0,00 0,00

2.2 Steuerzahlungen1 0,00 -327,62 339,75 499,45 780,35 1.075,85 1.379,18 1.690,78

2.3 Summe Rückfluß nach Steuern 0,00 6.327,62 5.910,25 6.000,55 5.719,65 5.424,15 5.120,82 4.809,22

3. Haftungsvolumen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00

4. Anteiliges Fremdkapital2 292.271,30 280.367,21 265.302,37 249.924,36 234.217,09 218.163,65 201.746,24 184.946,19

1) Höchststeuersatz inkl. Solidaritätszuschlag, 47,467 %, Steuereffekt des Jahre 2010 berücksichtigt in 2011, sonst im jeweiligen Jahr

2) jeweils Jahresende, auf Ebene der Untergesellschaften

2013

in €

2014

in €

2015

in €

Abweichungen von Prognosen

Sensitivitätsanalyse: Veränderung der

prognostizierten Degradation

Rückfluss vor

Steuer in €

– 50 % 210.975

– 25 % 207.680

prospektiert 204.408

+ 50 % 197.933

+ 100 % 191.549

In dieser Betrachtung werden die Auswirkungen einer Abweichung

der tatsächlichen vom prognostizierten altersbedingten

Leistungsverlust der Solarmodule (Degradation) dargestellt. Die

Degradation wurde um 25 % bzw. 50 % verringert (Wirkung

„besser“) sowie um 50 % bzw. 100 % erhöht (Wirkung

„schlechter“).

besser

schlechter

2016

in €

2017

in €


2018

in €

2019

in €

2020

in €

Abweichungen von Prognosen

Sensitivitätsanalyse: Veränderung der

prognostizierten Zinsen für Fremdkapital

– 0,25

Rückfluss vor

Steuer in €

211.016

– 0,10 207.054

prospektiert 204.408

+ 0,25 197.771

+ 0,50 191.109

Auf Ebene der Beteiligungsgesellschaften („Tochtergesellschaften“)

wird prognosegemäß auch Fremdkapital enthalten sein.

Diese Sensitivitätsanalyse zeigt nun, wie sich Veränderungen

der Fremdkapitalzinsen auswirken. Dabei wurden die Auswirkungen

eines um 0,1 %-Punkte bzw. 0,25 %-Punkte niedrigeren

Zinssatzes (Wirkung „besser“) sowie eines um 0,25 %-Punkte

bzw. 0,5 %-Punkte höheren Zinssatzes dargestellt.

besser

schlechter

2021

in €

2022 in €

und Verkauf

59.891,17 54.401,73 49.238,20 44.419,86 -52.212,08

Gesamt

in €

durchschn.

Überschuss *

Abweichungen von Prognosen

Sensitivitätsanalyse: Veränderung der

prognostizierten Verkaufspreis

Rückfluss vor

Steuer in €

6,50 231.372

6,00 213.702

prospektiert 5,74 204.408

5,00 178.362

4,50 160.962

Der Prognoserechnung liegt zu Grunde, dass sich der Verkaufspreis

der Zielinvestitionen im Jahr 2023 aus dem 5,74-fachen

der Stromerlöse des Jahres 2022 abzüglich der Restschuld auf

Ebene der Beteiligungsgesellschaften, 3 % Verkaufsprovision an

einen Vermittler sowie 5 % Vergütung an den Liquidator ergibt.

In dieser Analyse wird nun untersucht, wie sich eine veränderte

Gewichtung der Stromerlöse des Jahres 2022 und somit ein

veränderter Verkaufspreis auswirkt. Dabei wurde der Faktor auf

6,00 bzw. 6,50 erhöht (Wirkung „besser) sowie auf 5,00 bzw.

4,50 verringert (Wirkung „schlechter“).

besser

schlechter

30 %

durchschn.

Überschuss *

7.000,00 7.000,00 7.000,00 7.000,00 131.657,96 204.407,96

vor Steuer

7,6 % p.a.

204.408,00

vor Steuer

7,6 % p.a.

204.408,00

7.000,00 7.000,00 7.000,00 7.000,00 53.567,50 99.407,96

0,00 0,00 0,00 0,00 78.090,46 105.000,00

1.203,43 1.510,57 1.836,47 2.181,66 35.026,01 47.195,87 -29.823,00 -24.852,00

5.796,57 5.489,43 5.163,53 4.818,34 96.631,94 157.212,08

0,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00

167.743,82 150.118,46 132.048,41 113.510,79 94.481,61

nach Steuer

4,0 % p.a.

Abweichungen von Prognosen Sensitivitätsanalyse:

Veränderung des Steuersatzes bei einer Beteiligung

in Höhe von € 100.000

174.585,00

nach Steuer

5,3 % p.a.

25 %

179.556,00

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 69

durchschn.

Überschuss *

vor Steuer

7,6 % p.a.

nach Steuer

5,7 % p.a.

* in % p.a. bei 12,5 Jahren Laufzeit


Vertragspartner

Vertragspartner

im

im Überblick

Überblick

Auf den folgenden beiden Seiten finden Sie eine Übersicht der

für dieses Beteiligungsangebot wichtigsten Vertragspartner.

Unternehmen/Firma: abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Funktion: Emittent

Sitz und Geschäftsadresse: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Handelsregister: München, HRA 95103 (Tag der Eintragung: 12. Februar 2010)

Kommanditkapital: Vertraglich vorgesehen: geplant € 10 Mio., maximal € 25 Mio.

Gesellschafter: Hans-Martin Herbel, Jutta Herbel, Karsten Mieth, Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfergesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft,

weitere Anleger als Kommanditisten bzw. Treugeber über

den Treuhänder (Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft)

Geschäftsführer/Komplementär: abakus Portfolio Management GmbH

geschäftsansässig: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 71


72

Vertragspartner im Überblick

Unternehmen/Firma: abakus Portfolio Management GmbH

Funktion: Komplementär, Geschäftsführer der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG,

Anlegerverwaltung

Sitz und Geschäftsadresse: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Handelsregister: München, HRB 158274 (Tag der Eintragung: 11. August 2005)

Stammkapital: € 25.000,-

Gesellschafter: abakus Finanz GmbH, 100 %

Geschäftsführer: Hans-Martin Herbel, Jutta Herbel

alle geschäftsansässig: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Unternehmen/Firma: abakus Finanz GmbH

Funktion: Anbieter, wirtschaftliche Konzeption des Beteiligungsangebotes

Sitz und Geschäftsadresse: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Handelsregister: München, HRB 158272 (Tag der Eintragung: 11. August 2005)

Stammkapital: € 30.000,-

Gesellschafter: Platina Holding AG (Luzern), 90 % (Gesellschafter: Jutta und Hans-Martin Herbel zu je 50 %);

Karsten Mieth, 10 %

Geschäftsführer: Hans-Martin Herbel, Jutta Herbel

alle geschäftsansässig: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Unternehmen/Firma: abakus Verwaltungs- und Handels GmbH

Funktion: Objektverwaltung

Sitz und Geschäftsadresse: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Handelsregister: München, HRB 177655 (Tag der Eintragung: 06. Februar 2009)

Stammkapital: € 25.000,-

Gesellschafter: Hans-Martin Herbel, abakus Finanz GmbH (je 50 %)

Geschäftsführer: Hans-Martin Herbel, Jutta Herbel

alle geschäftsansässig: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG


Unternehmen/Firma: demark AG zur Vermittlung von Kapitalanlagen,

im übrigen Prospekt kurz als „demark AG“ bezeichnet

Funktion: Exklusivvertrieb, Kostengarant

Sitz und Geschäftsadresse: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Gründung: 18. November 1997 als GmbH, AG-Umwandlung am 20. Juni 2000,

Tag der Eintragung der AG: 18. September 2000

Handelsregister: München, HRB 133367

Grundkapital: € 55.000,-

Aktionäre mit einem Anteil

– von mehr als 25 %: Jutta Herbel, Hans-Martin Herbel

– von mehr als 10 %: Karsten Mieth

Vorstand: Hans-Martin Herbel (Vorstandsvorsitzender), Jutta Herbel (Vorstand), Karsten Mieth (Vorstand)

alle geschäftsansässig: Luise-Ullrich-Straße 2, D-82031 Grünwald bei München

Unternehmen/Firma: Dornbach GmbH Wirschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

Funktion: Treuhänder, Mittelfreigabekontrolle, Gesellschafter, Erstellung Jahresabschlüsse

und Steuererklärungen

Sitz und Geschäftsadresse: Ottostraße 21, D-80333 München

Handelsregister: München, HRB 181141 (Tag der Eintragung: 31. August 2009)

Stammkapital: € 100.000,-

Gesellschafter: Humbert Lechner, Christine Huber, Kai König, Dr. Dornbach & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Geschäftsführer: Humbert Lechner, Christine Huber, Kai König, Heiko Bokelmann, Dr. Eike Dornbach,

Christoph Hell, Dr. Dagobert Kohout, Wolfgang Küster, Armin Pfirmann, Matthias Schenkel,

Dr. Manfred Schleiter, Klaus Schmidt, Matthias Wewers

alle geschäftsansässig: Ottostraße 21, D-80333 München

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 73


Verträge und

Verträge

Vertragspartner

und Vertragspartner

Für Anleger sind die nachfolgend aufgeführten Verträge und

Vertragspartner von Interesse. Darüber hinaus sind auf den

nachfolgenden Seiten (ab Seite 111) der Gesellschaftsvertrag,

der Treuhandvertrag sowie der Mittelfreigabekontrollvertrag

abgedruckt. Weitere Angaben zu den wichtigsten Vertragspartnern

finden Sie auf den Seiten 71 bis 73.

Konzeptionsvertrag

Vertragsdatum

15. April 2010

Vertragspartner

abakus Finanz GmbH („Konzeptionär“)

Die abakus Finanz GmbH hat seit Dezember 2005 fünf ge schlossene

Fonds aufgelegt. Per 31. März 2010 wurde hiervon ein

Zeichnungsvolumen von ca. € 77 Mio. realisiert; die Fonds leisteten

bisher Ausschüttungen in Höhe von ca. € 5 Mio. Angaben

zum Verlauf dieser Beteiligungen sind auf Seite 23 ff. zu finden.

Vertragsgegenstand

Der Emittent beauftragt den Konzeptionär mit der Konzeption

aller Verträge, Prospekte und sonstigen Unterlagen oder

Dokumente sowie ggf. der Durchführung von Tätigkeiten, die

erforderlich oder geeignet sind, um Eigenkapital am Kapitalmarkt

zu platzieren. Dazu gehören insbesondere: Übernahme

der Funktion des Anbieters und der Prospekt-Verantwortung;

Erstellung des wirtschaftlichen Konzepts und der druckreifen

Prospektvorlage; Koordination geeigneter Dritter zur Erstellung

des Konzepts; Vornahme aller weiteren Tätigkeiten und

Arbeiten, die die Gestattung der Veröffentlichung des Prospekts

durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

(BaFin) zum Ziele haben, sowie alle damit im Zusammenhang

stehenden Tätigkeiten (z.B. Hinweisbekanntmachung, Nachträge);

Veranlassung zur Einrichtung von Bankverbindungen für

den Emittenten; Abschluss weiterer Verträge in Abstimmung

mit dem Emittenten, die geeignet sind, den Vertragszweck zu

erfüllen.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 75


76

Verträge und Vertragspartner

Gleichzeitig beauftragt der Emittent den Konzeptionär mit der

Durchführung von Objektprüfungen potentieller Investitionsobjekte.

Vergütung

Der Konzeptionär erhält für Leistungen aus diesem Vertrag

1,75 % des insgesamt eingeworbenen Kommanditkapitals (inkl.

Kapital der Gründungsgesellschafter, netto, zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer), mindestens aber € 52.500,-.

Fälligkeit

Die Mindestvergütung ist 4 Wochen nach Bafin-Gestattung der

Veröffentlichung des Fondsprospektes fällig. Der darüber hinausgehende

Vergütungsanspruch – sofern anfallend – entsteht

jeweils im Monat der vollständigen Einzahlung inkl. Agio des

vermittelten Zeichnungskapitals, das jeweils zu einem über die

o. g. Mindestvergütung hinausgehenden Vergütungsanspruch

führt. Der darüber hinausgehende Vergütungsanspruch ist

monatlich nachschüssig zu zahlen. Soweit die Vergütung von

Konten bezahlt werden soll, die der Mittelfreigabekontrolle

unterliegen (Mittelfreigabekonten), tritt die Fälligkeit frühestens

mit Mittelfreigabe durch den Mittelfreigabekontrolleur ein.

Vertragsänderung und Kündigung

Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der

Schriftform. Dieser Vertrag kann nur aus wichtigem Grunde

gekündigt werden.

Vertragsende

Dieser Vertrag endet, wenn der persönlich haftende Gesellschafter

des Emittenten dem Konzeptionär die Beendigung der

Platzierung des Kapitals des Emittenten anzeigt.

Haftung des Konzeptionärs

Die Haftung des Konzeptionärs wird auf vorsätzliches und grob

fahrlässiges Verschulden beschränkt.

Haftung der Kommanditisten

Zwischen den Vertragsparteien besteht Übereinkunft, dass

die Haftung aller bisher der Fondsgesellschaft beigetretenen

Kommanditisten, sowie die künftig der Fondsgesellschaft beitretenden

bzw. bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses

beigetretenen Treugeber/Direktkommanditisten auf ein Prozent

ihrer jeweiligen Beteiligung (ohne Berücksichtigung des Agios)

beschränkt ist. Diese Beschränkung ist davon unabhängig,

ob die Beteiligung der Direktkommanditisten bzw. Erhöhungen

der von der Treuhandkommanditistin Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

treuhänderisch gehaltenen Gesellschaftsbeteiligungen bereits

im Handelsregister eingetragen sind.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Vertrag über die exklusive Vermittlung

von Eigenkapital

Vertragsdatum

15. April 2010

Vertragspartner

demark AG („Exklusivvertrieb“)

Die demark AG ist seit 1997 im Bereich der Vermittlung von

Eigenkapital geschlossener Fonds tätig. Sie hat sich dazu ein

Netz von über 150 Banken aus dem Sparkassen- und Genossenschaftsbankenbereich

sowie ausgewählte Finanzdienstleister

bundesweit aufgebaut und fungiert ausschließlich als Partnerpool

dieser Vertriebspartner. Seit 1997 wurde über die demark

AG insgesamt ein Eigenkapital in Höhe von rund € 430 Mio.

in ca. 430 geschlossene Fonds aller marktgängigen Gattungen

an rund 13.000 Anleger in ca. 16.500 einzelne Beteiligungen

vermittelt. Die demark AG hat bisher noch keine Vermögensanlagen

angeboten.

Vertragsgegenstand

Der Emittent beauftragt den Exklusivvertrieb mit der exklusiven

Vermittlung des Eigenkapitals des Emittenten bis zu dem

Zeitpunkt, an dem die persönlich haftende Gesellschafterin

des Emittenten, die abakus Portfolio Management GmbH, die

Fondsschließung erklärt. Vom Emittenten veranlasste Unterbrechungen

der Eigenkapitalplatzierung sind möglich. Der Exklusivvertrieb

verfügt über alle gesetzlich erforderlichen Genehmigungen

zur Durchführung seiner Tätigkeit. Der Exklusivvertrieb

arbeitet im eigenen Namen auf eigene Rechnung. Untervermittler

dürfen auf alleinige Verantwortung des Exklusivvertriebs

eingeschaltet werden. Die Durchführung geeigneter Marketingoder

Schulungsmaßnahmen zur Einwerbung des prospektierten

bzw. ggf. erhöhten Kommanditkapitals ist nicht Gegenstand der

Beauftragung des Exklusivvertriebs, diese Tätigkeiten werden

von einem anderen Dienstleister des Emittenten erbracht.

Vergütung

Die Vermittlungs-Provision setzt sich aus den nachfolgenden

Teilen zusammen:

A. Der Emittent zahlt für die Vermittlung von Eigenkapital 7,0 %

des vermittelten Volumens (ohne Agio) ggf. zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer an den Exklusivvertrieb.

B. Zusätzlich erhält der Exklusivvertrieb für seine Leistungen

das eingezahlte Agio in Höhe von 5,0 % des Kommanditkapitals

(ohne Kapital der Gründungsgesellschafter).


C. Die Gewährung von Agio-Nachlässen an Anleger des Emittenten

seitens des Exklusivvertriebs ist ohne die Zustimmung

der Fondsgeschäftsführung nicht zulässig. Genehmigte Agio-

Nachlässe gehen zu Lasten des Exklusivvertriebs.

D. Beauftragt der Exklusivvertrieb Untervermittler, so hat er die

an die Untervermittler zu zahlenden Provisionen selbst zu

tragen.

Fälligkeit

Der Provisionsanspruch für die Vermittlung von Eigenkapital

entsteht im Monat der vollständigen Einzahlung inkl. Agio des

vermittelten Zeichnungskapitals, das jeweils zu einem Vergütungsanspruch

führt. Dieser Vergütungsanspruch ist monatlich

nachschüssig zur Zahlung fällig. Soweit die Vergütung/

Abschlagszahlungen von Konten bezahlt werden sollen, die der

Mittelfreigabekontrolle unterliegen (Mittelfreigabekonten), tritt

die Fälligkeit frühestens mit Mittelfreigabe durch den Mittelfreigabekontrolleur

ein.

Vertragsänderung und Kündigung

Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der

Schriftform. Dieser Vertrag kann nur aus wichtigem Grund

gekündigt werden. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere dann

vor, wenn trotz der exklusiven Vergabe der Vermittlung des

Eigenkapitals an den Exklusivvertrieb über einen zusammenhängenden

Zeitraum von 40 Arbeitstagen nach der Gestattung

der Veröffentlichung des Verkaufsprospektes durch die Bundesanstalt

für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kein Kapital

(mehr) durch den Exklusivvertrieb eingeworben (rechtsgültig

unterschriebene Beitrittserklärungen) wird. In diesem Fall kann

die Emittentin diesen Vertrag fristlos kündigen.

Vertragsende

Dieser Vertrag endet, wenn der persönlich haftende Gesellschafter

des Emittenten dem Exklusivvertrieb die Beendigung

der Platzierung des Kapitals des Emittenten anzeigt, d.h. kein

weiteres Kommanditkapital mehr aufnimmt.

Haftung des Exklusivvertriebs

Die Haftung des Exklusivvertriebs wird auf vorsätzliches und

grob fahrlässiges Verschulden beschränkt.

Haftung der Kommanditisten

Zwischen den Vertragsparteien besteht Übereinkunft, dass

die Haftung aller bisher der Fondsgesellschaft beigetretenen

Kommanditisten, sowie künftig der Fondsgesellschaft beitretenden

bzw. bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses

beigetretenen Treugeber/ Direktkommanditisten auf ein Prozent

ihrer jeweiligen Beteiligung (ohne Berücksichtigung des Agios)

beschränkt ist. Diese Beschränkung ist davon unabhängig,

ob die Beteiligung der Direktkommanditisten bzw. Erhöhungen

der von der Treuhandkommanditistin Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

treuhänderisch gehaltenen Gesellschaftsbeteiligungen bereits

im Handelsregister eingetragen sind.

Geschäftsbesorgungsvertrag über

Objektverwaltung

Vertragsdatum

15. April 2010

Vertragspartner

abakus Verwaltungs- und Handels GmbH (Geschäftsbesorger)

Vertragsgegenstand

Der Emittent beauftragt den Geschäftsbesorger mit der

Durchführung aller, auf Ebene der Zielinvestitionen anfallenden

Verwaltungstätigkeiten. Dazu zählen die Erstellung

von Prognoseberechnungen und die Liquiditätsplanung; die

Abrechnung von Vergütungen mit den jeweiligen Vertragspartnern;

die Durchführung von Auszahlungen an den Emittenten

nach dessen Vorgabe; die Überwachung und Durchführung des

Zahlungsverkehrs; die Einrichtung und Verwaltung von Bankverbindungen

sowie die Durchführung von Schriftwechsel mit

den zuständigen Banken; die Betreuung bzw. Vorbereitung der

laufenden Finanzbuchhaltung in Absprache mit der zuständigen

Steuerberatungsgesellschaft; der Abschluss von Versicherungen

und die Abwicklung von Versicherungsfällen sowie die

Teilnahme an allen Terminen vor Ort. Weitere, zur Erfüllung

des Gesellschaftszwecks geeignete Tätigkeiten, bedürfen der

vorherigen Zustimmung des Emittenten.

Vergütung

Für die Objektverwaltung in der Platzierungsphase erhält der

Geschäftsbesorger einmalig eine Vergütung in Höhe von 0,45 %

des eingezahlten Kommanditkapitals zum Zeitpunkt der Beendigung

der Platzierung (inkl. Kapital der Gründungsgesellschafter

netto, zzgl. gesetzl. Umsatzsteuer, falls anfallend).

Darüber hinaus erhält der Geschäftsbesorger für seine Tätigkeit

für das Jahr 2010 eine Vergütung in Höhe von 0,225 % des

zum 31. Dezember 2010 eingezahlten Kommanditkapitals und

ab dem Jahr 2011 eine jährliche Vergütung in Höhe von 0,45 %

des eingezahlten Kommanditkapitals zum 31. Dezember eines

jeden vorangegangenen Geschäftsjahres (netto, ggf. zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer). Die vorgenannte jährliche Vergütung

erhöht sich erstmals ab dem 1. Januar 2013 jährlich um 2 %

gegenüber dem Vorjahr.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 77


78

Verträge und Vertragspartner

Mit der Vergütung sind alle üblichen Kosten, die dem Geschäftsbesorger

im Zusammenhang mit seiner Verwaltungstätigkeit

entstehen, abgegolten. Dazu zählen nicht etwaige Vergütungen

für die fachliche und technische Betreuung der Anlagen an

Dritte, die ggfs. auch von verbundenen Unternehmen (abakus,

demark) durchgeführt werden kann. Über die oben genannten

Vertragspflichten hinausgehende Leistungen stellen einen

außer ordentlichen Aufwand dar und sind vom Emittenten

separat zu vergüten.

Fälligkeit

Die einmalige Vergütung für die Obejktverwaltung in der Platzierungsphase

ist bis zur Beendigung der Platzierung monatlich

nachschüssig auf Basis des monatlich eingezahlten Kommanditkapitals

fällig.

Die Vergütung für das Jahr 2010 ist zum 31. Dezember 2010

fällig. Die Vergütung ab dem Jahr 2011 ist monatlich vorschüssig

zur Zahlung fällig.

Vertragsübertragung

Der Geschäftsbesorger ist berechtigt diesen Vertrag an einen

von ihm zu benennenden Dritten zu übertragen, wenn keine

Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Dritten bestehen.

Vertragsänderung und Kündigung

Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der

Schriftform. Dieser Vertrag kann nur aus wichtigem Grunde

gekündigt werden.

Vertragsende

Dieser Vertrag endet mit Abschluss der Liquidation des Emittenten.

Haftung des Geschäftsbesorgers

Die Haftung des Geschäftsbesorgers wird auf vorsätzliches und

grob fahrlässiges Verschulden beschränkt.

Haftung des Kommanditisten

Zwischen den Vertragsparteien besteht Übereinkunft, dass

die Haftung aller bisher der Fondsgesellschaft beigetretenen

Kommanditisten, sowie die künftig der Fondsgesellschaft beitretenden

bzw. bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses

beigetretenen Treugeber/Direktkommanditisten auf ein Prozent

ihrer jeweiligen Beteiligung (ohne Berücksichtigung des Agios)

beschränkt ist. Diese Beschränkung ist davon unabhängig,

ob die Beteiligung der Direktkommanditisten bzw. Erhöhungen

der von der Treuhandkommanditistin Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

treuhänderisch gehaltenen Gesellschaftsbeteiligungen bereits

im Handelsregister eingetragen sind.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Vertrag über die Kostengarantie

Vertragsdatum

15. April 2010

Vertragspartner

demark AG („Garant“)

Vertragsgegenstand

Der Garant verpflichtet sich, etwaig entstehende Kostenanteile,

die die Summe der Positionen 2.2.1 bis 2.2.4 der Nebenkosten

des Investitionsplanes des Emittenten übersteigen, zu übernehmen.

Die Garantie wirkt dabei nicht auf jede Einzelposition,

sondern allein auf die Gesamtsumme aller genannten Positionen,

mithin 8,185 % des Kommanditkapitals (netto, zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer, falls anfallend). Der Garant wird dabei dem

Emittenten in Rechnung gestellte, übersteigende Kostenanteile

direkt gegenüber dem Leistungserbringer ausgleichen, nachdem

er eine entsprechende Anforderungsrechnung vom Emittenten

erhalten hat.

Vergütung

Der Garant erhält für Leistungen aus diesem Vertrag 0,98 %

des insgesamt eingeworbenen Kommanditkapitals (Netto, zzgl.

gesetzlicher Umsatzsteuer, falls anfallend), mindestens aber

€ 58.800,-.

Fälligkeit

Die Mindestvergütung ist am 30. 10. 2010 fällig. Der darüber

hinausgehenden Vergütungsanspruch – sofern anfallend – entsteht

jeweils im Monat der vollständigen Einzahlung inkl. Agio

des vermittelten Zeichnungskapitals, das jeweils zu einem über

die o. g. Mindestvergütung hinausgehenden Vergütungsanspruch

führt. Der darüber hinausgehende Vergütungsanspruch

ist monatlich nachschüssig zu zahlen. Soweit die Vergütung

von Konten bezahlt werden soll, die der Mittelfreigabekontrolle

unterliegen (Mittelfreigabekonten), tritt die Fälligkeit frühestens

mit Mittelfreigabe durch den Mittelfreigabekontrolleur ein.

Vertragsänderung und Kündigung

Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der

Schriftform. Dieser Vertrag kann nur aus wichtigem Grunde

gekündigt werden.

Vertragsende

Dieser Vertrag endet, wenn der persönlich haftende Gesellschafter

des Emittenten dem Garanten die Beendigung der

Platzierung des Kapitals des Emittenten anzeigt.


Haftung des Garanten

Die Haftung des Garanten wird auf vorsätzliches und grob

fahrlässiges Verschulden beschränkt.

Haftung der Kommanditisten

Zwischen den Vertragsparteien besteht Übereinkunft, dass

die Haftung aller bisher der Fondsgesellschaft beigetretenen

Kommanditisten, sowie künftig der Fondsgesellschaft beitretenden

bzw. bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses

beigetretenen Treugeber/ Direktkommanditisten auf ein Prozent

ihrer jeweiligen Beteiligung (ohne Berücksichtigung des Agios)

beschränkt ist. Diese Beschränkung ist davon unabhängig,

ob die Beteiligung der Direktkommanditisten bzw. Erhöhungen

der von der Treuhandkommanditistin Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

treuhänderisch gehaltenen Gesellschaftsbeteiligungen bereits

im Handelsregister eingetragen sind.

Dienstleistungsvertrag über Marketingmaßnahmen,

Prospekterstellung und Anlaufkosten

Vertragsdatum

15. April 2010

Vertragspartner

abakus Finanz GmbH („Dienstleister“)

Vertragsgegenstand

Der Emittent beauftragt den Dienstleister mit der Durchführung

folgender Tätigkeiten: Druck des Prospektes nebst Zeichnungsschein,

Handelsregister-Vollmacht sowie geeigneter Flyer,

Plakate o. ä. auf Grundlage der druckreifen von der BaFin zur

Veröffentlichung gestatteten Prospektvorlage in ausreichender

Anzahl zur Erreichung des prospektierten bzw. ggf. erhöhten

Kommanditkapitals; Durchführung geeigneter Marketingmaßnahmen

zur Einwerbung des prospektierten bzw. ggf. erhöhten

Kommanditkapitals; Vornahme aller weiteren Tätigkeiten und

Arbeiten, die die Platzierung des Emissionskapitals zum Ziele

haben. Der Dienstleister darf sich Dritter bei der Erfüllung seiner

Vertragspflichten bedienen

Vergütung

Der Dienstleister erhält für Leistungen aus diesem Vertrag

0,95 % für die Prospektierung o. ä, 1,25 % für Marketingmaßnahmen

o.ä., jeweils des insgesamt eingeworbenen

Emissionsvolumens (inkl. Kapital der Gründungsgesellschafter

netto, jeweils zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, falls anfallend),

mindestens jedoch € 28.500,- bzw. € 37.500,-. Etwaig vom

Dienstleister beauftragte Dritte sind ausschließlich von diesem

zu vergüten. Sollten tatsächlich höhere Kosten entstanden

sein, als durch die gesamte vorstehende Vergütung abgedeckt

wird, so geht dies vollständig zu Lasten des Dienstleisters. Im

Gegenzug darf der Dienstleister die Vergütungen untereinander

ausgleichen.

Fälligkeit

Die Mindestvergütung ist 4 Wochen nach Bafin-Gestattung der

Veröffentlichung des Fondsprospektes fällig. Der darüber hinausgehende

Vergütungsanspruch – sofern anfallend – entsteht

jeweils im Monat der vollständigen Einzahlung inkl. Agio des

vermittelten Zeichnungskapitals, das jeweils zu einem über die

o. g. Mindestvergütung hinausgehenden Vergütungsanspruch

führt. Der darüber hinausgehende Vergütungsanspruch ist

monatlich nachschüssig zu zahlen. Soweit die Vergütung von

Konten bezahlt werden soll, die der Mittelfreigabekontrolle

unterliegen (Mittelfreigabekonten), tritt die Fälligkeit frühestens

mit Mittelfreigabe durch den Mittelfreigabekontrolleur ein.

Vertragsänderung und Kündigung

Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der

Schriftform. Dieser Vertrag kann nur aus wichtigem Grunde

gekündigt werden.

Vertragsende

Dieser Vertrag endet, wenn der persönlich haftende Gesellschafter

dem Dienstleister die Beendigung der Platzierung des

Kapitals des Emittenten anzeigt.

Haftung des Dienstleisters

Die Haftung des Dienstleisters wird auf vorsätzliches und grob

fahrlässiges Verschulden beschränkt.

Haftung der Kommanditisten

Zwischen den Vertragsparteien besteht Übereinkunft, dass

die Haftung aller bisher der Fondsgesellschaft beigetretenen

Kommanditisten, sowie künftig der Fondsgesellschaft beitretenden

bzw. bereits zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses

beigetretenen Treugeber/Direktkommanditisten auf ein Prozent

ihrer jeweiligen Beteiligung (ohne Berücksichtigung des Agios)

beschränkt ist. Diese Beschränkung ist davon unabhängig,

ob die Beteiligung der Direktkommanditisten bzw. Erhöhungen

der von der Treuhandkommanditistin Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

treuhänderisch gehaltenen Gesellschaftsbeteiligungen bereits

im Handelsregister eingetragen sind.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 79


Rechtliche

Rechtliche

Grundlagen

Grundlagen

Vorbemerkung

Im Folgenden werden die Begriffe Emittent und Gesellschaft

synonym verwendet. Die nachfolgende Darstellung beschreibt

die wesentlichen rechtlichen Grundlagen des Emittenten

und der Beteiligung. Die Einzelheiten ergeben sich aus dem

Gesellschafts- und Treuhandvertrag (vgl. Kapitel „Gesellschaftsvertrag“,

„Treuhandvertrag“). Zum Gesamtverständnis der

Darstellung ist es erforderlich, den Inhalt des Gesellschaftsund

Treuhandvertrages vollumfänglich zu berücksichtigen.

Die Darstellung dient nicht der rechtlichen Beurteilung des

Gesellschafts- und Treuhandvertrages. Es wird jedem Anleger

empfohlen, die persönlichen rechtlichen Konsequenzen einer

Beteiligung an der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2.

KG mit seinem rechtlichen Berater zu erörtern.

I. Angaben über den Emittenten

1. Allgemeine Angaben

Die Firma des Emittenten lautet abakus energie GmbH & Co.

Solarfonds 2. KG. Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2.

KG (nachfolgend Gesellschaft) hat ihren Sitz in Grünwald. Die

Geschäftsanschrift lautet: Luise-Ullrich-Str. 2, 82031 Grünwald.

Die Gesellschaft wurde am 12. Februar 2010 (Tag der

Ersteintragung / Gründung, Beginn der Gesellschaft) in das

Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRA 95103

eingetragen. Sie ist eine auf bestimmte Dauer errichtete Kommanditgesellschaft

und unterliegt deutschem Recht. Die Gesellschaft

endet zum 31. Dezember 2022, es sei denn, dass 2/3 der

Gesellschafter die Fortsetzung der Gesellschaft beschließen. Sie

kann von jedem Kommanditisten mit einer Frist von 6 Monaten

zum 31. Dezember 2022 oder, wenn die Gesellschaft über den

31. Dezember 2022 hinaus fortgesetzt wird, mit gleicher Frist

zum Ende eines jeden Geschäftsjahres gekündigt werden; im

Falle der Veräußerung des Kommanditanteils sowie im Falle der

Übertragung des Kommanditanteils im Wege der Schenkung

oder im Erbfall beginnt die Kündigungsfrist nicht neu zu laufen.

Der persönlich haftende Gesellschafter kann die Gesellschaft

mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende eines jeden Geschäftsjahres,

erstmals zum 31. Dezember 2022 kündigen; gleiches

gilt für den Treuhandkommanditisten betreffend den für eigene

Rechnung gehaltenen Kommanditanteil. Jede Kündigung ist

schriftlich per Einschreiben an die Gesellschaft zu richten. Maßgeblich

für die Einhaltung der Kündigungsfrist ist der Eingang

der schriftlichen Kündigung bei der Gesellschaft. Das Recht zur

außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 81


82

Rechtliche Grundlagen

Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb von Solarkraftwerken

aller Art, deren Nutzung und Verwertung in sonstiger Weise.

Ferner ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen

berechtigt, die dem Gegenstand der Gesellschaft dienen.

Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gleich

welcher Rechtsform im In- und Ausland gründen, erwerben, sich

an ihnen beteiligen und Gewinnabführungsverträge abschließen;

Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten;

Liquiditätsreserven in z.B. Zinsanlagen, Tagesgeld, Festgeld und

Wertpapiere anlegen; sich zur Durchführung ihrer Aufgaben

Dritter bedienen.

Persönlich haftender Gesellschafter der Gesellschaft ist die

abakus Portfolio Management GmbH mit Sitz in Grünwald. Sie

leistet keine Einlage. Die Geschäftsanschrift lautet Luise-Ullrich-

Str. 2, 82031 Grünwald. Die Gründung der abakus Portfolio

Management GmbH wurde am 4. Juli 2005 notariell beurkundet.

Sie ist seit dem 11. August 2005 im Handelsregister

München unter HRB 158274 eingetragen. Die abakus Portfolio

Management GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter

Haftung deutschen Rechts. Wesentlicher Geschäftsgegenstand

der abakus Portfolio Management GmbH ist die Übernahme von

Geschäftsführungsaufgaben bei anderen Gesellschaften und/

oder die Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter an

anderen Kommanditgesellschaften. Die abakus Portfolio Management

GmbH ist allein zur Geschäftsführung und Vertretung

der Gesellschaft berechtigt. Geschäfte der Gesellschaft, die über

den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb hinausgehen, bedürfen

jedoch der Zustimmung der Gesellschafter. Die abakus Portfolio

Management GmbH hat ein Stammkapital von € 25.000,

welches voll eingezahlt ist. Alleiniger Gesellschafter ist die

abakus Finanz GmbH. Geschäftsführer sind Frau Jutta Herbel

(Bereiche Finanzen und Investitionen) und Herr Hans-Martin

Herbel (Bereiche Projektentwicklung und Investitionen), alle

geschäftsansässig in Luise-Ullrich-Str. 2, 82031 Grünwald.

Der Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft weicht in den nachfolgend

genannten Punkten von den auf den persönlich haftenden

Gesellschafter anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften,

insbesondere denen des Handelsgesetzbuches (HGB), ab:

Haftung des persönlich haftenden Gesellschafters: Nach

dem HGB ist die Haftung des persönlich haftenden Gesellschafters

unbeschränkt (§ 161 HGB). Da es sich bei dem

persönlich haftenden Gesellschafter der Gesellschaft um eine

Kapitalgesellschaft in der Rechtsform einer Gesellschaft mit

beschränkter Haftung handelt, haftet dieser nur beschränkt

auf sein Vermögen.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Aufnahme in die Gesellschaft: Nach dem HGB bedarf die

Aufnahme eines Kommanditisten in die Gesellschaft als

Grundlagengeschäft der Zustimmung aller Gesellschafter

(§§ 161, 119 HGB). Nach dem Gesellschaftsvertrag (§ 3) ist

für die Aufnahme eines Kommanditisten/Treugebers allein die

Zustimmung des persönlich haftenden Gesellschafters bzw.

des persönlich haftenden Gesellschafters und des Treuhandkommanditisten

notwendig.

Ergebnisbeteiligung: Nach dem HGB erfolgt die Gewinn- und

Verlustbeteiligung nach Köpfen, wobei im Falle eines ausreichenden

Gewinns jedem Gesellschafter vorab ein Anteil

in Höhe von 4 % seines Kapitalanteils zusteht (§§ 161, 121

HGB). Nach dem Gesellschaftsvertrag (§ 11) erfolgt die

Gewinn- und Verlustbeteiligung grundsätzlich entsprechend

dem Verhältnis der eingezahlten Pflichteinlagen zueinander.

Da der persönlich haftende Gesellschafter keine Einlage

leistet, nimmt er am Gewinn und Verlust der Gesellschaft

nicht teil. Er erhält gem. § 6 des Gesellschaftsvertrages für

die Übernahme der Haftung und der Anlegerverwaltung

jeweils eine Vergütung (vgl. Punkt I. 3. „Angaben über die

Gründungsgesellschafter des Emittenten“).

Entnahmen: Nach dem HGB hat der persönlich haftende

Gesellschafter ein Entnahmerecht in Höhe von 4% seines

Kapitalanteils und kann weitere Gewinne nur entnehmen,

wenn dies nicht zum Schaden der Gesellschaft ist (§§ 161,

122 HGB). Da der persönlich haftende Gesellschafter der

Gesellschaft keine Einlage leistet, entfällt für ihn das Entnahmerecht.

Gesellschafterbeschlüsse/Stimmrecht: Nach dem HGB

bedürfen die von der Gesellschaft zu fassenden Beschlüsse

der Zustimmung aller Gesellschafter. Hat nach dem Gesellschaftsvertrag

die Mehrheit der Stimmen zu entscheiden, so

ist die Mehrheit im Zweifel nach der Zahl der Gesellschafter

zu berechnen (§§ 161, 119 HGB). Nach dem Gesellschaftsvertrag

(§ 8) werden Gesellschafterbeschlüsse grundsätzlich

mit einfacher Mehrheit gefasst, wobei sich das Stimmrecht

nach der eingezahlten Pflichteinlage richtet. Der persönlich

haftende Gesellschafter hat 10 Stimmen. Für bestimmte Gesellschafterbeschlüsse

ist eine qualifizierte Mehrheit von 2/3

bzw. 3/4 der abgegebenen und stimmberechtigten Stimmen

vorgesehen.

Geschäftsführungsbefugnis: Nach dem HGB steht grundsätzlich

dem persönlich haftenden Gesellschafter die Geschäftsführung

zu (§§ 161, 114 HGB). Nach dem Gesellschaftsvertrag

(§ 6) kann sich der persönlich haftende Gesellschafter

zur Erfüllung seiner Aufgaben Dritter bedienen.


Übertragung der Beteiligung: Nach dem HGB bedarf die

Übertragung der Kommanditbeteiligung als Grundlagengeschäft

der Zustimmung aller Gesellschafter (§§ 161, 119

HGB). Nach dem Gesellschaftsvertrag (§ 3) ist die Zustimmung

des persönlich haftenden Gesellschafters ausreichend,

die nur aus wichtigem Grund verweigert oder unter bestimmten

Voraussetzungen von einer angemessenen Sicherheitsleistung

abhängig gemacht werden darf.

Kündigung: Nach dem HGB kann die Kündigung eines

Gesellschafters, wenn die Gesellschaft für eine unbestimmte

Zeit eingegangen ist, nur für den Schluss eines Geschäftsjahres

erfolgen. Sie muss mindestens 6 Monate vor diesem

Zeitpunkt stattfinden (§ 132 HGB). Nach dem Gesellschaftsvertrag

(§ 3) ist die Gesellschaft auf bestimmte Zeit errichtet.

Sie endet zum 31. Dezember 2022, es sei denn, dass 2/3 der

Gesellschafter die Fortsetzung der Gesellschaft beschließen.

Der persönlich haftende Gesellschafter kann die Gesellschaft

mit einer Frist von sechs Monaten zum Ende eines jeden

Geschäftsjahres, erstmals zum 31. Dezember 2022 kündigen.

Wettbewerbsverbot: Nach dem HGB unterliegt der persönlich

haftende Gesellschafter einem Wettbewerbsverbot (§§ 161,

112 HGB). Nach dem Gesellschaftsvertrag (§ 4) gilt das

Wettbewerbsverbot für ihn nicht.

Hinsichtlich der Organstruktur weicht die Satzung des persönlich

haftenden Gesellschafters von den anzuwendenden gesetzlichen

Vorschriften, insbesondere denen des GmbH-Gesetzes

(GmbHG), wie folgt ab:

Nach dem GmbHG wird die GmbH durch ihre Geschäftsführer

vertreten (§ 35 GmbHG). Gemäß der Satzung des persönlich

haftenden Gesellschafters hat dieser einen oder mehrere

Geschäftsführer. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so ist er

einzelvertretungsbefugt. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird der persönlich haftende Gesellschafter durch zwei

Geschäftsführer gemeinschaftlich oder durch einen Geschäftsführer

in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten.

Durch Gesellschafterbeschluss des persönlich haftenden Gesellschafters

kann einzelnen Geschäftsführern Einzelvertretungsbefugnis

erteilt und jeder Geschäftsführer allgemein oder für

den Einzelfall von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit

werden. Derzeit hat die abakus Portfolio Management GmbH

zwei Geschäftsführer, die einzelvertretungsberechtigt und von

den Beschränkungen des § 181 BGB befreit sind.

Die Gesellschaft ist kein Konzernunternehmen i.S.d. § 18 AktG

i.V.m. §§ 290 ff. HGB. Zum Prospektaufstellungsdatum steht

die Gesellschaft unter der Leitung des persönlich haftenden

Gesellschafters und befindet sich im Beteiligungseigentum der

nachfolgend unter I. Punkt 3. „Angaben über die Gründungsgesellschafter

des Emittenten“ genannten Gründungsgesellschafter.

Es ist vorgesehen, dass die Anleger die Mehrheit des Kommanditkapitals

übernehmen. Die Gesellschaft ist auch nach dem

Beitritt von Anlegern kein Konzernunternehmen. Aufgrund der

Regelungen der §§ 290 ff. HGB ist die Gesellschaft daher nicht

in einen handelsrechtlichen Konzernabschluss aufzunehmen.

2. Angaben über das Kapital des Emittenten

Die Gesellschaft hat derzeit ein gezeichnetes Kapital von

€ 4.000. Davon entfallen auf die Gründungskommanditisten

Hans-Martin Herbel, Jutta Herbel, Karsten Mieth und die

Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

je € 1.000 (Pflichteinlage). Die Pflichteinlagen

sind voll eingezahlt und zu 100 % in das Handelsregister als

Haftsumme eingetragen. Der persönlich haftende Gesellschafter

abakus Portfolio Management GmbH leistet nach dem

Gesellschaftsvertrag keine Einlage. Die ausstehenden Einlagen

betragen derzeit € 0,-.

Die Hauptmerkmale der vorgenannten Anteile der Gründungsgesellschafter

unterscheiden sich im Hinblick auf den

persönlich haftenden Gesellschafter in den folgenden Punkten

von den Hauptmerkmalen der Anteile der übrigen Kommanditisten:

Vertretungsbefugnis, Geschäftsführungsbefugnis,

Ergebnisbeteiligung sowie Mitwirkungs- und Kontrollrechte.

Desweiteren müssen die Gründungsgesellschafter kein Agio

zahlen. Im Übrigen stimmen die Hauptmerkmale der Anteile der

Gründungsgesellschafter mit denen der übrigen Kommanditisten

überein. Betreffend die Hauptmerkmale der Anteile wird

auf I. Punkt 3. „Angaben über die Gründungsgesellschafter des

Emittenten“, I. Punkt 5. „Angaben über die Geschäftsführung

des Emittenten“ und I. Punkt 7. „Angaben über den Treuhandkommanditisten“

sowie auf II. Punkt 3. „Rechte aus der

Beteiligung“ verwiesen.

Es wurden bisher keine Wertpapiere oder Vermögensanlagen

im Sinne des § 8f Abs. 1 des Verkaufsprospektgesetzes

ausgegeben. Da die Gesellschaft weder eine Aktiengesellschaft

noch Kommanditgesellschaft auf Aktien ist, bestehen weder

Umtausch- noch Bezugsrechte auf Aktien.

3. Angaben über die Gründungsgesellschafter

des Emittenten

Gründungsgesellschafter der Gesellschaft sind:

a) abakus Portfolio Management GmbH / Sitz: Grünwald /

Geschäftsanschrift: Luise-Ullrich-Str. 2, 82031 Grünwald.

b) Frau Jutta Herbel / Geschäftsanschrift: Luise-Ullrich-Str. 2,

82031 Grünwald.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 83


84

Rechtliche Grundlagen

c) Herr Hans-Martin Herbel / Geschäftsanschrift: Luise-Ullrich-

Str. 2, 82031 Grünwald.

d) Herr Karsten Mieth / Geschäftsanschrift: Luise-Ullrich-Str. 2,

82031 Grünwald.

e) Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

/ Sitz München / Geschäftsanschrift:

Ottostr. 21, 80333 München.

Die abakus Portfolio Management GmbH hat sich als persönlich

haftender Gesellschafter ohne Einlage an der Gesellschaft

beteiligt. Die übrigen Gründungsgesellschafter haben sich als

Kommanditisten mit einer Pflichteinlage in Höhe von jeweils

€ 1.000, d.h. mit insgesamt € 4.000, an der Gesellschaft

beteiligt. Die Pflichteinlagen sind voll eingezahlt. Dabei hält

die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

ihre Pflichteinlage in Höhe von € 1.000

für eigene Rechnung. Sie ist berechtigt und von den Gesellschaftern

bzw. Treugebern unter Befreiung von § 181 BGB

bevollmächtigt, ihre Pflichteinlage durch Erklärung gegenüber

dem persönlich haftenden Gesellschafter zu erhöhen und den

erhöhten Kommanditanteil als Treuhandkommanditist im eigenen

Namen, aber für Rechnung der sich mittelbar über sie an

der Gesellschaft beteiligenden Treugeber, anteilig zu halten.

Die abakus Portfolio Management GmbH ist mangels Einlage

nicht am Gewinn und Vermögen der Gesellschaft beteiligt

und kann keine Entnahmen tätigen. Sie erhält als persönlich

haftender Gesellschafter für die Übernahme der Haftung in

der Platzierungsphase einmalig eine Vergütung von 0,1 % des

eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) zum Zeitpunkt

der Beendigung der Platzierung (netto, ggf. zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer). Zudem erhält die abakus Portfolio Management

GmbH für die Anlegerverwaltung in der Platzierungsphase

einmalig eine Vergütung von 0,45 % des eingezahlten Kommanditkapitals

(Kapitalkonto I) zum Zeitpunkt der Beendigung

der Platzierung (netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer).

Beide vorgenannten Vergütungen sind bis zur Beendigung der

Platzierung monatlich nachschüssig auf Basis des monatlich

eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) fällig.

Darüber hinaus erhält die abakus Portfolio Management GmbH

für die Übernahme der Haftung für das Jahr 2010 eine Vergütung

von 0,05 % des zum 31. Dezember 2010 eingezahlten

Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) und ab dem 1. Januar 2011

eine jährliche Vergütung von 0,1 % des eingezahlten Kommanditkapitals

(Kapitalkonto I) zum 31. Dezember eines jeden

vorangegangenen Geschäftsjahres (jeweils netto, ggf. zzgl.

gesetzlicher Umsatzsteuer). Ferner erhält die abakus Portfolio

Management GmbH für die Anlegerverwaltung für das Jahr

2010 eine Vergütung von 0,225 % des zum 31. Dezember 2010

eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) und ab dem

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Jahr 2011 eine jährliche Vergütung von 0,45 % des eingezahlten

Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) zum 31. Dezember eines

jeden vorangegangenen Geschäftsjahres (jeweils netto, ggf.

zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Alle vorgenannten jährlichen

Vergütungen erhöhen sich erstmals ab dem 1. Januar 2013

jährlich um 2 % gegenüber dem Vorjahr und sind monatlich

vorschüssig zur Zahlung fällig. Die vorgenannten Vergütungen

für das Jahr 2010 sind zum 31. Dezember 2010 zur Zahlung

fällig. Laufende Aufwendungen der Gesellschaft sind nicht von

diesen Vergütungen abgedeckt, sondern zusätzlich von der Gesellschaft

zu tragen. Zusätzliche Leistungen der abakus Portfolio

Management GmbH zugunsten eines einzelnen Kommanditisten

werden diesem gesondert in Rechnung gestellt.

Sollte die Objektverwaltung nicht oder nicht mehr auf einen Geschäftsbesorger

übertragen werden, erhält die abakus Portfolio

Management GmbH für die Objektverwaltung zudem die hierfür

im Gesellschaftsvertrag vorgesehene Vergütung. Danach erhält

der mit der Objektverwaltung beauftragte Geschäftsbesorger

einmalig eine Vergütung von 0,45 % des eingezahlten Kommanditkapitals

(Kapitalkonto I) zum Zeitpunkt der Beendigung

der Platzierung (netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Sie

ist bis zur Beendigung der Platzierung monatlich nachschüssig

auf Basis des eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto

I) fällig. Darüber hinaus erhält der mit der Objektverwaltung

beauftragte Geschäftsbesorger für seine Tätigkeit für das Jahr

2010 eine Vergütung von 0,225 % des zum 31. Dezember 2010

eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) und ab dem

Jahr 2011 eine jährliche Vergütung von 0,45 % des eingezahlten

Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) zum 31. Dezember eines

jeden vorangegangenen Geschäftsjahres (jeweils netto, ggf. zzgl.

gesetzlicher Umsatzsteuer). Die vorgenannte jährliche Vergütung

erhöht sich erstmals ab dem 1. Januar 2013 jährlich um 2 %

gegenüber dem Vorjahr und ist monatlich vorschüssig zur Zahlung

fällig. Die vorgenannte Vergütung für das Jahr 2010 ist zum

31. Dezember 2010 zur Zahlung fällig. Laufende Aufwendungen

der Gesellschaft sind nicht von diesen Vergütungen abgedeckt,

sondern zusätzlich von der Gesellschaft zu tragen.

Sofern die abakus Portfolio Management GmbH im Falle der Auflösung

der Gesellschaft als Liquidator tätig wird, erhält sie desweiteren

eine Liquidationsvergütung in Höhe von 5 % des nach

Ablösung aller Verbindlichkeiten verbleibenden Überschusses.

Die Kommanditisten Frau Jutta Herbel, Herr Hans-Martin Herbel

und Herr Karsten Mieth sind am Gewinn der Gesellschaft

entsprechend ihrer eingezahlten Pflichteinlage im Verhältnis zu

den eingezahlten Pflichteinlagen aller Kommanditisten beteiligt.

Sie sind berechtigt, die ihnen mindestens einmal jährlich

anteilig zugewiesenen ergebnisunabhängigen Auszahlungen zu

entnehmen. Dies gilt auch für die Dornbach GmbH Wirtschafts-


prüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft betreffend die

für eigene Rechnung gehaltene Pflichteinlage.

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

ist von der Gesellschaft als Steuerberater

beauftragt worden. Der Auftrag umfasst u. a. die Erstellung der

Jahressteuererklärungen (einheitliche und gesonderte Gewinnfeststellung,

Gewerbesteuer und Umsatzsteuer), die Erstellung

der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse, die laufende Finanzbuchhaltung

und die Betreuung und Beratung in Zusammenhang

mit Betriebsprüfungen. Hierfür erhält die Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

eine jährliche Pauschalvergütung, wobei die Pauschalvergütung

für das Jahr 2010 und für das Jahr der Beendigung der

Gesellschaft in voller Höhe entsteht. Sie erhält für ihre Tätigkeit

für das Jahr 2010 eine Vergütung von 0,25 % des zum 31. Dezember

2010 eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I)

und ab dem Jahr 2011 eine jährliche Vergütung von 0,25 %

des eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) zum

31. Dezember eines jeden vorangegangenen Geschäftsjahres

(jeweils netto, zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Die vorgenannte

jährliche Vergütung erhöht sich erstmals ab dem 1. Januar

2013 jährlich um 2 % gegenüber dem Vorjahr und ist monatlich

vorschüssig zur Zahlung fällig. Die vorgenannte Vergütung für

das Jahr 2010 ist zum 31. Dezember 2010 zur Zahlung fällig.

Aufträge für die keine Pauschalvergütung vereinbart wurde,

werden nach dem tatsächlichen Zeitaufwand (€ 70/Stunde bis

€ 300/Stunde zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer) abgerechnet.

Die vorgenannten Stundensätze können erstmals zum 1. Januar

2013 angepasst werden.

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

ist von der Gesellschaft zudem mit der

Mittelfreigabekontrolle beauftragt worden (vgl. hierzu näher

Punkt I. 8 Angaben zur zeitlich und inhaltlich begrenzten

Mittelfreigabe“; Mittelfreigabekontrollvertrag). Hierfür erhält

die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

eine einmalige Vergütung von 0,10 % des

Gesamtinvestitionsvolumens, mindestens aber € 16.000 (jeweils

netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Die Mindestvergütung

von € 16.000 ist zum 30. Juni 2010 fällig. Eine darüber

hinausgehende Vergütung ist bis zum 31. Dezember 2012

monatlich nachschüssig auf Basis des monatlichen Gesamtinvestitionsvolumens

fällig.

Darüber hinaus erhält die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

im Hinblick darauf,

dass sie als Treuhandkommanditist die Gesellschaft in Bezug

auf die mit den Treugebern verbundene Verwaltungstätigkeit

entlastet, in der Platzierungsphase einmalig eine Vergütung von

0,275 % des eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto

I) zum Zeitpunkt der Beendigung der Platzierung (netto, ggf.

zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Die Vergütung ist bis zur

Beendigung der Platzierung monatlich nachschüssig auf Basis

des monatlich eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto

I) fällig. Ferner erhält die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

als Treuhandkommanditist

für das Jahr 2010 eine Vergütung von 0,0625 %

des zum 31. Dezember 2010 eingezahlten Kommanditkapitals

(Kapitalkonto I) und ab dem Jahr 2011 eine jährliche Vergütung

von 0,125 % des eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto

I) zum 31. Dezember eines jeden vorangegangenen Geschäftsjahres

(jeweils netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Die

vorgenannte jährliche Vergütung erhöht sich erstmals ab dem

1. Januar 2013 jährlich um 2 % gegenüber dem Vorjahr und

ist monatlich vorschüssig zur Zahlung fällig. Die vorgenannte

Vergütung für das Jahr 2010 ist zum 31. Dezember 2010 zur

Zahlung fällig.

Über die vorstehenden Gewinnbeteiligungen, Entnahmerechte

und sonstigen Bezüge hinaus stehen den Gründungsgesellschaftern

derzeit keine Gewinnbeteiligungen, Entnahmerechte

und sonstigen Gesamtbezüge, insbesondere Gehälter, Gewinnbeteiligungen,

Aufwandsentschädigungen, Versicherungsentgelte,

Provisionen und Nebenleistungen jeder Art, innerhalb und

außerhalb des Gesellschaftsvertrages zu.

Die Kommanditisten Frau Jutta Herbel und Herr Hans-Martin

Herbel sind jeweils zu mehr als 25 % und der Kommanditist

Herr Karsten Mieth ist zu mehr als 10 % an der demark AG

beteiligt. Die demark AG ist von der Gesellschaft exklusiv mit

der Einwerbung des Kommanditkapitals beauftragt worden.

Abgesehen davon ist keiner der Gründungsgesellschafter an

Unternehmen unmittelbar oder mittelbar beteiligt, die mit

dem Vertrieb der Kommanditanteile beauftragt sind, die der

Gesellschaft Fremdkapital zur Verfügung stellen oder die im

Zusammenhang mit der Herstellung des Anlageobjekts nicht nur

geringfügige Lieferungen oder Leistungen erbringen.

4. Angaben über die Geschäftstätigkeit des Emittenten

Die Gesellschaft beabsichtigt, entsprechend ihres Gegenstandes

(wichtigste Tätigkeitsbereiche des Emittenten), den Erwerb von

Solarkraftwerken aller Art, deren Nutzung und Verwertung in

sonstiger Weise. Zu diesem Zweck kann die Gesellschaft auch

andere Unternehmen, gleich welcher Rechtsform im In- und

Ausland gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen.

Zu den anderen Unternehmen zählen sowohl Gesellschaften,

die durch die abakus Finanz GmbH, die abakus Portfolio Management

GmbH und/oder mit diesen verbundenen Unternehmen

konzipiert, initiiert oder herausgegeben wurden als auch

Gesellschaften, die von anderen Unternehmen – inbesondere

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 85


86

Rechtliche Grundlagen

anderen Initiatoren/Prospektherausgebern – konzipiert, initiiert

oder herausgeben wurden. Investitionen in Anlageobjekte, die

entweder von der Gesellschaft direkt erworben werden oder

von Gesellschaften (direkt oder indirekt) gehalten werden, an

denen sich die Gesellschaft beteiligt und die von der abakus

Finanz GmbH, der abakus Portfolio Management GmbH und/

oder mit diesen verbundenen Unternehmen konzipiert, initiiert

oder herausgegeben wurden, werden als unmittelbare Investitionen

verstanden. Investitionen in Anlageobjekte, die von

Gesellschaften (direkt oder indirekt) gehalten werden, an denen

sich die Gesellschaft beteiligt und die von anderen Unternehmen

– insbesondere anderen Initiatoren/Prospektherausgebern

– konzipiert, initiiert oder herausgegeben wurden, werden als

mittelbare Investitionen verstanden.

Die Gesellschaft beabsichtigt insbesondere in Photovoltaikanlagen

mit Standort Deutschland unmittelbar und mittelbar zu

investieren. Die zu tätigenden Investitionen stehen zwar dem

Grunde nach fest. Konkrete Investitionen hat die Gesellschaft

jedoch noch nicht vorgenommen. Bei der hier angebotenen

Kapitalanlage handelt es sich demnach um eine Blind-Pool-Konzeption.

Zu weiteren Einzelheiten betreffend die Geschäftstätigkeit

der Gesellschaft wird auf die Kapitel „Weitere Angaben

über Anlageziele und Anlagepolitik des Emittenten“, „Der

Markt: Stromgewinnung mit Photovoltaik“ verwiesen.

Derzeit besteht keine Abhängigkeit der Gesellschaft von Patenten,

Lizenzen, Verträgen oder neuen Herstellungsverfahren, die

für die Geschäftstätigkeit oder Ertragslage der Gesellschaft von

wesentlicher Bedeutung sind. Die Gesellschaft wird jedoch bei

Vornahme der beabsichtigten Investitionen von Kauf-, Miet-,

Pacht-, Leasing-, Versicherungs- und Gesellschaftsverträgen

anderer Gesellschaften sowie ggf. von Patenten, Lizenzen

oder neuen Herstellungsverfahren abhängig werden, die für

die Geschäftstätigkeit oder Ertragslage der Gesellschaft von

wesentlicher Bedeutung sind. Ohne die vorgenannten Verträge,

Patente, Lizenzen oder neuen Herstellungsverfahren, wird die

Gesellschaft nicht in der Lage sein, ihrem Unternehmensgegenstand

zu entsprechen.

Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen wesentlichen Einfluss

auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft haben können, liegen

nicht vor. Laufende Investitionen hat die Gesellschaft noch

nicht vorgenommen. Die Tätigkeit der Gesellschaft ist nicht

durch außergewöhnliche Ereignisse beeinflusst worden.

5. Angaben über die Geschäftsführung des Emittenten

Die Geschäftführung der Gesellschaft obliegt dem persönlich

haftenden Gesellschafter, der abakus Portfolio Management

GmbH, gesetzlich vertreten durch ihre Geschäftführer Frau Jutta

Herbel (Bereiche Finanzen und Investitionen) und Herrn Hans-

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Martin Herbel (Bereiche Projektentwicklung und Investitionen).

Die Geschäftsanschrift des persönlich haftenden Gesellschafters

und seiner Geschäftsführer lautet: Luise-Ullrich-Str. 2, 82031

Grünwald.

Da die Gesellschaft erst in 2010 gegründet wurde, wurden

und werden den Mitgliedern der Geschäftsführung für ein

abgelaufenes Geschäftsjahr keine Gesamtbezüge, insbesondere

Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen,

Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen jeder

Art, gewährt.

Die Geschäftsführer des persönlich haftenden Gesellschafters

Frau Jutta Herbel und Herr Hans-Martin Herbel sind gleichzeitig

Vorstand der exklusiv mit dem Vertrieb der angebotenen

Kommanditanteile betrauten demark AG. Abgesehen davon sind

die Geschäftsführer nicht für Unternehmen tätig, die mit dem

Vertrieb der Kommanditanteile betraut sind, die der Gesellschaft

Fremdkapital zur Verfügung stellen oder die im Zusammenhang

mit der Herstellung des Anlageobjekts nicht nur geringfügige

Lieferungen oder Leistungen erbringen.

6. Angaben über den Beirat/Aufsichtsgremien

des Emittenten

Die Gesellschaft ist berechtigt, einen Beirat bestehend aus drei

Personen zu bestellen. Zwei Mitglieder werden für die Dauer

von drei Jahren in einem Wahlgang durch die Gesellschafter

gewählt. Wiederwahl ist möglich. Ein Mitglied wird durch den

persönlich haftenden Gesellschafter bestimmt.

Die Aufgaben des Beirats bestehen darin, den persönlich

haftenden Gesellschafter bei der Erfüllung der Geschäftsführungsaufgaben

im Rahmen des § 6 des Gesellschaftsvertrages

zu überwachen, die Widerspruchs- und Kontrollrechte gemäß

§§ 164, 166 HGB wahrzunehmen, soweit diese nicht von den

Kommanditisten ausgeübt werden, und auch beratend tätig zu

sein. Hierbei ist der Beirat berechtigt, die Bücher der Gesellschaft

einzusehen und zu prüfen, von der Geschäftsführung

entsprechend § 90 Abs. 1 AktG halbjährlich Berichte zu verlangen,

die über die wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten, und

jederzeit eine Gesellschafterversammlung einzuberufen oder ein

schriftliches Beschlussverfahren zu veranlassen.

Für ihre Tätigkeit erhalten die Beiratsmitglieder neben dem

Ersatz der notwendigen Aufwendungen eine angemessene

Tätigkeitsvergütung zzgl. etwaiger gesetzlicher Umsatzsteuer,

die von den Gesellschaftern durch Beschluss festgesetzt wird.

Die Tätigkeitsvergütungen gelten als Kosten der Gesellschaft.

Die Gesellschaft hat derzeit keinen Beirat. Da die Gesellschaft

erst in 2010 gegründet wurde, wurden und werden Beiratsmit-


gliedern für ein abgelaufenes Geschäftsjahr keine Gesamtbezüge,

insbesondere Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen,

Versicherungsentgelte, Provisionen und

Nebenleistungen jeder Art, gewährt. Mangels Beirat können

auch keine Angaben dazu gemacht werden, ob und inwieweit

Beiratsmitglieder für Unternehmen tätig sind, die mit dem

Vertrieb der Kommanditanteile betraut sind, die der Gesellschaft

Fremdkapital zur Verfügung stellen oder die im Zusammenhang

mit der Herstellung des Anlageobjekts nicht nur geringfügige

Lieferungen oder Leistungen erbringen.

Weitere Aufsichtsgremien existieren nicht und sind auch nicht

vorgesehen.

7. Angaben über den Treuhänder

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

ist der Gesellschaft als Treuhandkommanditist

mit einer voll eingezahlten Pflichteinlage von € 1.000 für

eigene Rechnung beigetreten. Sie hat ihren Sitz in München.

Die Geschäftsanschrift lautet: Ottostr. 21, 80333 München.

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

ist nach dem Gesellschaftsvertrag

der Gesellschaft berechtigt und von den Gesellschaftern bzw.

Treugebern unter Befreiung von § 181 BGB bevollmächtigt,

ihre Pflichteinlage durch Erklärung gegenüber dem persönlich

haftenden Gesellschafter zu erhöhen und den erhöhten

Kommanditanteil als Treuhandkommanditist im eigenen Namen

für Rechnung von Treugebern anteilig zu halten. Gemäß dem

Treuhandvertrag hält die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

ihren Kommanditanteil

insoweit im Außenverhältnis als einheitlichen Kommanditanteil

und übt die Treugeber betreffenden Gesellschaftsrechte und

-pflichten gegenüber der Gesellschaft nach Maßgabe des

Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft und des Treuhandvertrages

aus. Im Innenverhältnis handelt sie ausschließlich im

Auftrage und für Rechnung des jeweiligen Treugebers, soweit

nicht der für eigene Rechnung gehaltene (Teil-)Kommanditanteil

betroffen ist. Sie ist damit verpflichtet, den Treugebern

dasjenige herauszugeben, was sie aus dem treuhänderisch im

eigenen Namen, aber für Rechnung des Treugebers gehaltenen

(Teil-)Kommanditanteil erlangt. Die Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

hat Anspruch auf Freistellung von Verbindlichkeiten, die für sie

im Zusammenhang mit dem Erwerb und der pflichtgemäßen

treuhänderischen Verwaltung der Beteiligung des Treugebers

entstehen. Der Freistellungsanspruch besteht gegenüber jedem

Treugeber nur bezogen auf die Höhe der für ihn gehaltenen

anteiligen Beteiligung. Eine gesamtschuldnerische Haftung der

Treugeber untereinander ist ausgeschlossen. Darüber hinaus hat

ein Treugeber den Treuhänder von allen Abgaben und/oder Kos-

ten (insbes. auch Gewerbesteuermehrbelastungen) freizustellen,

die dem Treuhänder gem. § 16 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages

der Gesellschaft durch Handlungen des Treugebers, das

Verhalten des Treugebers oder aufgrund der Rechtspersönlichkeit/Rechtsform

des Treugebers entstehen.

Für den Fall, dass Treugeber an Beschlussfassungen der

Gesellschaft nicht selbst oder durch bevollmächtigte Dritte

teilnehmen, ist die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

verpflichtet, das Stimmrecht

des jeweiligen Treugebers unter Berücksichtigung der Weisungen

des jeweiligen Treugebers auszuüben. Soweit Treugeber

keine Weisungen erteilt haben, wird sich die Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

der Stimme enthalten.

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

wird die Treugeber über alle wesentlichen

Geschäftsvorfälle der Gesellschaft informieren, die ihr als

Treuhandkommanditist zugehen, soweit dies nicht bereits durch

den Bericht der Gesellschaft über das abgelaufene Geschäftsjahr

erfolgt.

Der Treuhandvertrag wird für die Zeit der Beteiligung des

Treuhandkommanditisten an der Gesellschaft geschlossen.

Eine Kündigung des Treuhandvertrages durch einen Treugeber

kann nur aus wichtigem Grund oder nach Maßgabe der

im Gesellschaftsvertrag enthaltenen Kündigungsregelungen

erfolgen. Treugeber sind jedoch jeweils berechtigt, jederzeit

durch Übernahme der seitens des Treuhandkommanditisten

für sie erworbenen (Teil-)Kommanditanteile einschließlich der

damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten, anstelle des

Treuhandkommanditisten unmittelbar als Kommanditisten in

die Gesellschaft einzutreten. Die Wirksamkeit des Eintritts als

Kommanditist ist aufschiebend bedingt durch die Eintragung

des Treugebers als Kommanditist in das Handelsregister; die

Eintragung in das Handelsregister setzt die Erteilung einer

Handelsregistervollmacht gem. § 4 Ziff. 11 i. V. m. Ziff. 10 des

Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft zugunsten des persönlich

haftenden Gesellschafters voraus.

Die Treugeber sind berechtigt, die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

als Treuhänderin

durch Beschluss der Treugeberversammlung abzuberufen.

Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von 3/4 der abgegebenen

und stimmberechtigten Stimmen. Die Treugeber bestellen

sodann durch einfachen Mehrheitsbeschluss der abgegebenen

und stimmberechtigten Stimmen eine neue Treuhänderin mit

der das Treuhandverhältnis fortgesetzt wird, soweit sie nicht

unmittelbar als Kommanditisten in die Beteiligungsgesellschaft

eintreten. Im Falle ihrer Abberufung ist die Dornbach GmbH

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 87


88

Rechtliche Grundlagen

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

verpflichtet die von ihr treuhänderisch gehaltenen (Teil-)Kommanditanteile

unverzüglich auf die neue Treuhänderin bzw. die

unmittelbar als Kommanditisten in die Beteiligungsgesellschaft

eintretenden Treugeber zu übertragen.

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

hat ihre Haftung – auch im Verhältnis zu

Dritten – auf € 4 Mio. bzw. € 5 Mio. für fahrlässig verursachte

Schäden beschränkt. Sie übernimmt weder die Haftung für

den Eintritt der vom Treugeber mit seinem Beitritt zu der

Gesellschaft angestrebten steuerlichen und wirtschaftlichen

Ziele noch für die Ertragsfähigkeit der von der Gesellschaft erworbenen

Wirtschaftsgüter und Beteiligungen. Sie haftet ferner

nicht für den termin- und fachgerechten Beginn der von der Gesellschaft

beabsichtigten Investitionen sowie die Erzielung der

prospektierten Erträge und Ausschüttungen an die Treugeber.

Darüber hinaus übernimmt die Treuhänderin keine Haftung für

die Bonität der Vertragspartner der Gesellschaft sowie für die

ordnungsgemäße Erfüllung der von den Vertragspartnern der

Gesellschaft eingegangenen vertraglichen Pflichten.

Betreffend die, für die Wahrnehmung der Aufgaben als Treuhandkommanditist

vereinbarten Vergütung, wird auf Punkt I. 3.

„Angaben über die Gründungsgesellschafter des Emittenten“

verwiesen. Der Gesamtbetrag der für die Wahrnehmung der

Aufgaben als Treuhandkommanditist vereinbarten Vergütung

beträgt während der Dauer der Gesellschaft, ausgehend von

einer Laufzeit bis Ende 2022 und einem Kommanditkapital

von € 10 Mio., rund € 198.359 (netto, ggf. zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer). Da die Gesellschaft erst in 2010 gegründet wurde,

wurden und werden dem Treuhandkommanditisten für ein

abgelaufenes Geschäftsjahr keine Gesamtbezüge, insbesondere

Gehälter, Gewinnbeteiligungen, Aufwandsentschädigungen,

Versicherungsentgelte, Provisionen und Nebenleistungen jeder

Art, gewährt.

Die Gesellschaft hat die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

als Steuerberater der

Gesellschaft beauftragt. Darüber hinaus ist die Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

von der Gesellschaft mit der Mittelfreigabekontrolle beauftragt

worden. Sonstige Umstände oder Beziehungen, die Interessenkonflikte

begründen können, liegen nicht vor.

8. Angaben zur zeitlich und inhaltlich begrenzten

Mittelfreigabekontrolle

Die Mittelfreigabekontrolle erfolgt zeitlich und inhaltlich

begrenzt durch die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft,

Ottostr. 21, 80333

München. Hierzu hat die Gesellschaft mit der Dornbach GmbH

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

einen entsprechenden Vertrag geschlossen (siehe Kapitel

„Mittelfreigabekontrollvertrag“). Danach gibt der mit der

Mittelfreigabe Beauftragte die auf das Gesellschaftskonto

eingezahlten Pflichteinlagen der Kommanditisten/Treugeber

für unmittelbare und mittelbare Investitionen zur Verfügung

der Gesellschaft frei, wenn die Gesellschaft eine Investition in

Solarkraftwerke aller Art, insbesondere in Photovoltaikanlagen,

mit Standort Deutschland tätigen will und von der Gesellschaft

– je nach Investitionsobjekt – vorgelegte Emissionsprospekte,

Zeichnungsscheine, Antragsformulare, Kaufverträge, Gesellschaftsverträge

oder sonstige Unterlagen zum Investitionsobjekt

eine Investition in Solarkraftwerke aller Art, insbesondere in

Photovoltaikanlagen, mit Standort Deutschland belegen.

Hinsichtlich der Investitionsnebenkosten (Dienstleistungsgebühren,

Verwaltungskosten und sonstige Nebenkosten, sowie

laufende Kosten) wird der Mittelfreigabekontrolleur über die

eingezahlten Einlagen verfügen, soweit diese verwandt werden

sollen zur Erfüllung

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Rechtsberatungsverträgen;

Steuerberatungsverträgen;

beauftragten Gutachten (z.B. Gutachten im Zusammenhang

mit den Investitionen);

dem Treuhandvertrag;

dem Mittelfreigabekontrollvertrag;

Bankgebühren (z.B. aus Darlehensverträgen oder Kontoführungsverträgen);

Notar- und Gerichtsgebühren;

dem Dienstleistungsvertrag (Prospektierung, Marketing);

dem Konzeptionsvertrag;

der Haftungsvergütung, der Geschäftsführungsvergütung,

der Anlegerverwaltungsvergütung, der Objektverwaltungsvergütung,

der Treuhandvergütung sowie weiteren im

Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft geregelten Vergütungen

und Aufwendungsersatzansprüchen;

Eigenkapitalvermittlungsverträgen;

den für die Verwaltung bzw. Bewirtschaftung der

erworbenen Investitionsobjekte anfallenden Sachkosten

(z.B. Versicherungsprämien, Lizenzgebühren, Kosten der

Gesellschafterversammlung, Porto, Kopier- und Druckkosten,

o.ä.) und sonstigen Gesellschaftskosten (z.B. Pachten,

Zinsen o.ä.) und sonstigen Gesellschaftskosten, wie z. B.

Pachten, Zinsen, o. ä.;

beschlossenen oder vorgesehenen Ausschüttungen an die

Gesellschafter (Entnahmen).

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licher Verpflichtungen.


Dabei hat der Mittefreigabekontrolleur sicherzustellen, dass die

Zahlungen unmittelbar an die jeweiligen Gläubiger erfolgen

oder in sonstiger Weise die Zweckbindung der Mittel gewahrt

wird. Die Freigabe kann erfolgen, wenn dem Mittelfreigabekontrolleur

die den Investitionsnebenkosten zu Grunde liegenden

Verträge und/oder ggf. eine Zahlungsaufforderung gegenüber

der Gesellschaft vorliegen. Soweit keine schriftlichen Verträge

gegeben sind, muss dem Mittelfreigabekontrolleur eine Zahlungsaufforderung

gegenüber der Gesellschaft vorliegen.

Betreffend die Vergütung für die Mittelverwendungskontrolle

wird auf Punkt I. 3 „Angaben über die Gründungsgesellschafter

des Emittenten“ verwiesen. Der Gesamtbetrag der für die

Wahrnehmung der Aufgaben als Mittelfreigabekontrolleur vereinbarten

Vergütung beträgt € 40.000 (netto ggf. zzgl. gesetzl.

Umsatzsteuer) bezogen auf ein Gesamtinvestitionsvolumen von

€ 40 Mio., mindestens aber € 16.000.

Die Gesellschaft hat die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

als Steuerberater der

Gesellschaft beauftragt. Gleichzeitig ist die Dornbach GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft als

Treuhandkommanditist an der Gesellschaft beteiligt. Sonstige

Umstände oder Beziehungen, die Interessenkonflikte begründen

können, liegen nicht vor.

9. Angaben über sonstige Personen

Über die nach der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung

angabepflichtigen Personen hinaus, hat niemand die

Herausgabe oder den Inhalt dieses Verkaufsprospektes oder die

Abgabe oder den Inhalt des Angebotes dieser Vermögensanlage

wesentlich beeinflusst.

II. Angaben über die Vermögensanlagen

1. Art der Beteiligung

An der Gesellschaft sollen sich nur ausschließlich in Deutschland

ansässige und unbeschränkt steuerpflichtige Anleger beteiligen.

Eine Beteiligung von Anlegern, die in den Vereinigten

Staaten von Amerika, Kanada, Japan oder Australien insbesondere

aufgrund Wohnsitz/Sitz, Staatsangehörigkeit oder einer

dauerhaften Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ansässig

und/oder unbeschränkt steuerpflichtig sind, ist ausgeschlossen.

Die Anleger beteiligen sich an der Gesellschaft entweder unmittelbar

als Kommanditisten oder mittelbar als Treugeber über

den Treuhandkommanditisten Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

für eine

Mindestvertragslaufzeit bis zum 31. Dezember 2022.

Die Anleger sind verpflichtet, dem persönlich haftenden Gesellschafter

jede nach ihrem Beitritt eintretende Änderung ihrer

Anschrift, ihrer Ansässigkeit oder unbeschränkten Steuerpflicht

unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Zudem sind sie einmal jährlich

verpflichtet, der Gesellschaft auf Anforderung schriftlich zu

erklären/nachzuweisen, dass sie nicht in den Vereinigten Staaten

von Amerika, Kanada, Japan oder Australien insbesondere

aufgrund von Wohnsitz/Sitz, Staatsangehörigkeit oder einer

dauerhaften Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ansässig

und/oder unbeschränkt steuerpflichtig sind.

Die Beteiligung an der Gesellschaft als Kommanditist oder

als Treugeber über den Treuhandkommanditisten wird im

Innenverhältnis der Gesellschafter untereinander wirksam mit

kumulativem Eintritt der folgenden Bedingungen:

Annahme der Beitrittserklärung durch den persönlich haftenden

Gesellschafter bzw. für Treugeber durch den persönlich

haftenden Gesellschafter und den Treuhandkommanditisten,

Einzahlung der vollständigen Zeichnungssumme zzgl. 5 %

Agio hierauf, unbeschadet § 4 Ziff. 8 des Gesellschaftsvertrages,

Vorlage der notariell beglaubigten Handelsregistervollmacht

gem. § 4 Ziff. 10 des Gesellschaftsvertrages im Falle der

unmittelbaren Beteiligung als Kommanditist.

Im Außenverhältnis ist die Wirksamkeit des unmittelbaren

Bei tritts als Kommanditist aufschiebend bedingt durch die

Ein tragung in das Handelsregister. Bis zur Eintragung in das

Handelsregister werden Kommanditisten, die der Gesellschaft unmittelbar

beitreten, wie atypisch stille Gesellschafter behandelt.

Anleger, die sich unmittelbar als Kommanditist an der Gesellschaft

beteiligen, sind Gesellschafter der Gesellschaft. Anleger,

die sich mittelbar als Treugeber über den Treuhandkommanditisten

beteiligen, stehen ohne selbst Gesellschafter zu sein, nach

Maßgabe des mit dem Treuhandkommanditisten geschlossenen

Treuhandvertrages sowie des Gesellschaftsvertrages im Innenverhältnis

zu den anderen Gesellschaftern sowie im Verhältnis

zueinander wirtschaftlich so, als seien sie unmittelbar als

Kommanditisten an der Gesellschaft beteiligt. Soweit deshalb

im Gesellschaftsvertrag Rechte und Pflichten für „Kommanditisten“

oder „Gesellschafter“ begründet werden, treffen diese

Rechte und Pflichten im Innenverhältnis auch die mittelbar als

Treugeber über den Treuhandkommanditisten beteiligten Anleger.

Dies gilt nicht, wenn sich aus dem Zusammenhang ergibt,

dass Rechte oder Pflichten nur für den persönlich haftenden

Gesellschafter, den Treuhandkommanditisten oder die Kommanditisten

begründet werden.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 89


90

Rechtliche Grundlagen

Diejenigen Anleger, die sich mittelbar als Treugeber über den

Treuhandkommanditisten an der Gesellschaft beteiligen, sind

jedoch berechtigt, jederzeit durch Übernahme des seitens des

Treuhandkommanditisten für sie jeweils erworbenen (Teil-)

Kommanditanteils einschließlich der damit zusammenhängenden

Rechte und Pflichten anstelle des Treuhandkommanditisten

unmittelbar als Kommanditisten in die Gesellschaft

einzutreten. Die Wirksamkeit des Eintritts als Kommanditist

ist aufschiebend bedingt durch die Eintragung des Treugebers

als Kommanditist in das Handelsregister. Alle der Gesellschaft

unmittelbar beitretenden Kommanditisten sind verpflichtet, dem

persönlich haftenden Gesellschafter eine Handelsregistervollmacht

auf ihre Kosten in notariell beglaubigter Form zu erteilen

(§ 4 Ziff. 10 und 11 des Gesellschaftsvertrages).

2. Anzahl und Gesamtbetrag der angebotenen

Beteiligung

Die Anzahl der Anleger, die sich entweder unmittelbar

als Kommanditisten oder mittelbar als Treugeber

über den Treuhandkommanditisten an der Gesellschaft

beteiligen, steht nicht fest. Sie ist abhängig

vom Gesamtbetrag der Beteiligungen, d.h. vom

Emissionsvolumen und der Höhe jeder einzelnen

Beteiligung.

Nach dem Gesellschaftsvertrag ist der persönlich haftende

Gesellschafter berechtigt und von den Gesellschaftern bzw.

Treugebern unter Befreiung von § 181 BGB bevollmächtigt –

unbeschadet der sich aus § 4 Ziff. 12 des Gesellschaftsvertrages

ergebenden bzw. vorgesehenen Möglichkeit von Kapitalerhöhungen

–,

a) das Kommanditkapital auf € 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf

€ 9.996.000) durch Beteiligung neuer Kommanditisten oder

durch Beteiligung von Treugebern über den Treuhandkommanditisten

zu erhöhen;

b) das Kommanditkapital über den Betrag von € 10 Millionen

(zzgl. 5 % Agio auf € 9.996.000) hinaus auf bis zu € 25 Millionen

(zzgl. 5 % Agio auf € 24.996.000) durch Beteiligung

neuer Kommanditisten oder durch Beteiligung von Treugebern

über den Treuhandkommanditisten zu erhöhen;

c) die Kapitalaufnahme zu beenden, bevor der Betrag von

€ 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf € 9.996.000) gem. lit. a)

oder die Erhöhung des Kommanditkapitals über den Betrag

von € 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf € 9.996.000) hinaus

gem. lit. b) erreicht ist.

Spätestens zum 31. Dezember 2011 ist der persönlich haftende

Gesellschafter nicht mehr berechtigt, weiteres Kommanditkapital

aufzunehmen.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Die geplanten Investitionen der Gesellschaft sind davon

abhängig, dass ein Mindestbetrag von € 400.000

(Eigenkapital ggf. zzgl. Fremdkapital) erreicht wird.

Die Mindestanzahl der Anteile ist 1.

Die Mindestzeichnungssumme der jeweiligen

Pflichteinlage – mit Ausnahme der Pflichteinlage der

in § 4 Ziff. 2 des Gesellschaftsvertrages genannten

Kommanditisten – beträgt € 5.000. Beteiligen sich

Ehegatten, ist diese Voraussetzung bezüglich der

zusammenzurechnenden Beteiligungen zu erfüllen.

Höhere Zeichnungssummen müssen durch 1.000 ohne

Rest teilbar sein.

Betreffend das erhöhte Kommanditkapital wird 1 % davon

als Haftsumme in das Handelsregister eingetragen. Beteiligen

sich Anleger als Treugeber über den Treuhandkommanditisten,

erhöht sich die für den Treuhandkommanditisten in das Handelsregister

eingetragene Haftsumme entsprechend. Die in das

Handelsregister einzutragenden Haftsummen richten sich nach

dem Einzahlungsstand der zum Ende eines jeden Geschäftsjahres

seitens der Kommanditisten/Treugeber tatsächlich eingezahlten

Pflichteinlagen, wobei die Eintragung der Haftsummen

entsprechend der tatsächlich eingezahlten Pflichteinlagen auch

früher und mehrmals in einem Geschäftsjahr erfolgen kann.

Die Eintragung der Haftsummen erfolgt jedoch nicht, bevor die

Voraussetzungen gem. § 3 Ziff. 1 des Gesellschaftsvertrages

erfüllt und die Freigabebedingungen gem. § 6 Ziff. 3 des Gesellschaftsvertrages

eingetreten sind. § 4 Ziff. 8 des Gesellschaftsvertrages

bleibt unberührt.

3. Rechte aus der Beteiligung

Konten

Für jeden Kommanditisten wird ein gesondertes Kapitalkonto

geführt, das sich aus folgenden Unterkonten zusammensetzt:

– dem festen Kapitalkonto (Kapitalkonto I)

– dem Gewinn- und Verlustkonto (Kapitalkonto II)

– dem Privatkonto

Das feste Kapitalkonto I bestimmt sich nach der eingezahlten

Pflichteinlage des Kommanditisten ohne Agio. Nach dem Stand

dieses Kontos bemessen sich die Stimmrechte des Kommanditisten

sowie die Ergebnisbeteiligung. Auf dem Kapitalkonto II

werden die dem einzelnen Kommanditisten zugewiesenen Gewinn-

und Verlustanteile gebucht. Auf dem Privatkonto werden

etwaige weitere Einlagen des jeweiligen Kommanditisten sowie

sämtliche Entnahmen und Auszahlungen gebucht.

Ferner wird bei der Gesellschaft ein gesamthänderisch gebundenes

Rücklagekonto geführt, auf welches das gezahlte Agio


eines jeden Kommanditisten als Kapitalrücklage gebucht wird.

Es dient u. a. zur Begleichung anteiliger Kapitalbeschaffungskosten

und wird gelöscht, soweit das handelsrechtlich zulässig

ist. Soweit Kapitalbeschaffungskosten eingespart werden,

kann die Gesellschaft auf die Zahlung eines Agios ganz oder

teilweise verzichten.

Sämtliche Konten werden nicht verzinst und gewähren mit

Ausnahme des Kapitalkontos I keine Gesellschafterrechte.

Treugeber, die unmittelbar Kommanditisten der Gesellschaft

werden, übernehmen die vorgenannten Konten des Treuhandkommanditisten

anteilig.

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Gewinne und Verluste sind allen Kommanditisten/Treugebern

entsprechend im Verhältnis ihrer eingezahlten Pflichteinlagen

zueinander zuzurechnen. Im Beitrittsjahr von Kommanditisten/

Treugebern und ggf. in späteren Geschäftsjahren erfolgt die

Zurechnung des Ergebnisses unabhängig vom Zeitpunkt des

Beitritts mit der Maßgabe, dass Folgegewinne und -verluste

dergestalt zugerechnet werden, dass die Kapitalkonten II sobald

wie möglich einen Gleichstand im Verhältnis der eingezahlten

Pflichteinlagen zueinander erhalten.

Liquide Überschüsse, soweit diese nicht zur Deckung zukünftiger

Kosten erforderlich sind, werden – unabhängig vom

Ergebnis – in der Weise, in der diese der Gesellschaft aus

Investitionen zufließen, anteilig an die Kommanditisten/Treugeber

im Verhältnis ihrer eingezahlten Pflichteinlagen mindestens

einmal jährlich nachschüssig ausgezahlt. Im Beitrittsjahr von

Kommanditisten/Treugebern erfolgt die Auszahlung anteilig

taggenau ab Beitritt.

Soweit der Gesellschaft durch Handlungen eines Kommanditisten/Treugebers,

das Verhalten eines Kommanditisten/Treugebers

oder aufgrund der Rechtspersönlichkeit/Rechtsform eines Kommanditisten/Treugebers

Abgaben und/oder Kosten entstehen,

die der Kommanditist/Treugeber der Gesellschaft gem. § 16

des Gesellschaftsvertrages zu erstatten hat, ist die Gesellschaft

berechtigt betreffend die Auszahlung der liquiden Überschüsse

ein Zurückbehaltungsrecht gem. § 16 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages

geltend zu machen beziehungsweise ihren jeweiligen

Erstattungsanspruch mit dem Anspruch des Kommanditisten/

Treugebers auf Auszahlung seiner liquiden Überschüsse zu

verrechnen (vgl. § 16 Abs. 2 Satz 2 des Gesellschaftsvertrages).

Zudem kann die Pauschalvergütung in Höhe von € 100,00 des

persönlich haftenden Gesellschafters beziehungsweise des

Treuhandkommanditisten für den Fall der Übertragung der Beteiligung

oder des Eintritts eines Treugebers in die Beteiligungsgesellschaft

mit zukünftigen Auszahlungsansprüchen (§ 11 des

Gesellschaftsvertrages) des Eintretenden verrechnet werden.

Kündigung der Beteiligung

Die Gesellschaft wird auf bestimmte Zeit geschlossen. Sie

endet zum 31. Dezember 2022, es sei denn, dass 2/3 der

Gesellschafter die Fortsetzung der Gesellschaft beschließen. Die

Gesellschaft kann von jedem Kommanditisten mit einer Frist

von 6 Monaten zum 31. Dezember 2022 oder, wenn die Gesellschaft

über den 31. Dezember 2022 hinaus fortgesetzt wird, mit

gleicher Frist zum Ende eines jeden Geschäftsjahres gekündigt

werden; im Falle der Veräußerung des Kommanditanteils sowie

im Falle der Übertragung des Kommanditanteils im Wege der

Schenkung oder im Erbfall beginnt die Kündigungsfrist nicht

neu zu laufen. Der persönlich haftende Gesellschafter kann

die Gesellschaft mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende eines

jeden Geschäftsjahres, erstmals zum 31. Dezember 2022 kündigen;

gleiches gilt für den Treuhandkommanditisten betreffend

den für eigene Rechnung gehaltenen Kommanditanteil. Jede

Kündigung ist schriftlich per Einschreiben an die Gesellschaft zu

richten. Maßgeblich für die Einhaltung der Kündigungsfrist ist

der Eingang der schriftlichen Kündigung bei der Gesellschaft.

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.

Abfindungsguthaben

Den ausscheidenden Kommanditisten/Treugebern steht ein

Abfindungsguthaben zu (§ 12 des Gesellschaftsvertrages).

Danach richtet sich die Höhe des Abfindungswertes einer

Beteiligung im Falle des Ausscheidens aus der Gesellschaft

gemäß § 5 Ziff. 1 a), f) und g) des Gesellschaftsvertrages nach

dem Verkehrswert der Beteiligung. Der persönlich haftende

Gesellschafter soll den Verkehrswert der Beteiligung von dem

Steuerberater der Gesellschaft ermitteln lassen.

In Streitfällen beauftragt der persönlich haftende Gesellschafter

einen von der IHK München zu benennenden Sachverständigen

mit der Ermittlung des Verkehrswerts der Beteiligung, der

sodann verbindlich ist. Sollte der durch den Sachverständigen

ermittelte Verkehrswert der Beteiligung niedriger oder bis zu

5 % höher sein, als der bislang bestimmte Verkehrswert, trägt

der betroffene Gesellschafter die Kosten für die Wertermittlung

durch den Sachverständigen. Sollte der durch den Sachverständigen

ermittelte Wert um mehr als 5 % höher sein, als der bislang

bestimmte Verkehrswert, trägt die Gesellschaft die Kosten

für die Wertermittlung durch den Sachverständigen.

Scheidet ein Kommanditist/Treugeber aus der Gesellschaft gem.

§ 5 Ziff. 1 b), c), d) und e) des Gesellschaftsvertrages aus, weil

ihm das Gesellschaftsverhältnis aus wichtigem Grund gekündigt

wurde, er seiner Verpflichtung zur Beibringung des für die

Identifikationsprüfung nach dem Geldwäschegesetz erforderlichen

Nachweises gemäß § 1 Ziff. 8 des Gesellschaftsvertrages

innerhalb einer Frist von 30 Tagen nach Aufforderung durch den

persönlich haftenden Gesellschafter nicht nachgekommen ist,

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92

Rechtliche Grundlagen

über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet oder die

Eröffnung mangels Masse abgelehnt wurde oder sein Auseinandersetzungsguthaben

von einem Privatgläubiger gepfändet

wurde und die Pfändung mindestens 3 Monate ununterbrochen

bestehen bleibt, richtet sich die die Höhe des Abfindungswertes

der Beteiligung nach dem Buchwert bzw. dem Verkehrswert,

wenn dieser niedriger als der Buchwert ist.

Bei entsprechender Liquidität ist die Abfindung innerhalb von

2 Monaten auszuzahlen, ansonsten kann ratenweise Auszahlung

über die Dauer von 5 Jahren über 5 Raten von mindestens

20 % ohne Zinsverpflichtung erfolgen. Zur Finanzierung des

Abfindungsanspruchs ist die Gesellschaft auch berechtigt, bei

nicht ausreichender Liquidität in Höhe des festen Kommanditanteiles

des ausgeschiedenen Gesellschafters einen oder

mehrere neue(n) Gesellschafter aufzunehmen, der/die die

Kapitalkonten des ausgeschiedenen Gesellschafters übernimmt/

übernehmen, ein Bankdarlehen aufzunehmen oder eine Kombination

aller vorstehenden Maßnahmen vorzunehmen.

Soweit der Gesellschaft durch Handlungen eines Kommanditisten,

das Verhalten eines Kommanditisten oder aufgrund

der Rechtspersönlichkeit/Rechtsform eines Kommanditisten

Abgaben und/oder Kosten entstehen, die der Kommanditist der

Gesellschaft gem. § 16 des Gesellschaftsvertrages zu erstatten

hat, ist die Gesellschaft berechtigt betreffend die Auszahlung

des Abfindungsguthabens ein Zurückbehaltungsrecht

gem. § 16 Abs. 3 des Gesellschaftsvertrages geltend zu machen

beziehungsweise ihren jeweiligen Erstattungsanspruch mit

dem Anspruch des Kommanditisten/Treugebers auf Auszahlung

seines Abfindungsguthabens zu verrechnen (vgl. § 16 Abs. 2

Satz 2 des Gesellschaftsvertrages).

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Zum Zwecke der Liquidation wird das Gesellschaftsvermögen

veräußert. Nach Ablösung aller Verbindlichkeiten erhält der

Liquidator eine Liquidationsvergütung in Höhe von 5 % des verbleibenden

Überschusses. Anschließend wird der so ermittelte

Restüberschuss an alle Gesellschafter im Verhältnis ihrer festen

Kapitalkonten zueinander verteilt.

Sofern keine Investitionsobjekte verfügbar sein sollten, erfolgt

eine Rückabwicklung mit der Folge, dass das eingezahlte

Kommanditkapital, nach Abzug aller unabdingbaren und

schon angefallenen Kosten, anteilsmäßig an die Gesellschafter

zurückgezahlt wird.

Mitwirkungs- und Kontrollrechte

Den Kommanditisten/Treugebern stehen nach dem Gesellschaftsvertrag

die Kommanditisten gesetzlich eingeräumten

Mitwirkungs- und Kontrollrechte (§§ 164, 166 HGB) zu. Zur Ge-

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

schäftsführung sind sie jedoch nicht berechtigt. Die Geschäftsführung

steht allein dem persönlich haftenden Gesellschafter

zu. § 6 des Gesellschaftsvertrages enthält die Verpflichtung der

Geschäftsführung, für über den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb

hinausgehende Geschäfte die Zustimmung der Gesellschafter

einzuholen.

Darüber hinaus sind in den §§ 8 und 9 des Gesellschaftsvertrages

weitere Mitwirkungsrechte der Kommanditisten/Treugeber

geregelt. Danach erfolgen Gesellschafterbeschlüsse entweder in

Gesellschafterversammlungen oder im schriftlichen Beschlussverfahren.

Jeder Kommanditist/Treugeber hat für je voll eingezahlte

€ 1.000 seiner Pflichteinlage eine Stimme. Vertretung

durch Dritte ist möglich. Der persönlich haftende Gesellschafter

hat 10 Stimmen.

Treugeber sind berechtigt, das Stimmrecht des Treuhandkommanditisten

entsprechend ihrem Anteil selbst auszuüben.

Soweit Treugeber nicht selbst abstimmen oder durch einen

Dritten abstimmen lassen, nimmt der Treuhandkommanditist ihr

Stimmrecht entsprechend den Weisungen wahr oder wird sich

der Stimme enthalten, soweit Weisungen nicht erteilt wurden.

Die Gesellschafterbeschlüsse werden in der Regel mit einfacher

Mehrheit der abgegebenen und vertretenen stimmberechtigten

Stimmen gefasst. In besonderen Fällen, z.B. im Falle

der Änderung des Gesellschaftsvertrages oder Auflösung der

Gesellschaft, bedarf der Gesellschafterbeschluss jedoch einer

2/3-Mehrheit, im Falle der Umwandlung der Gesellschaft von

3/4 der abgegebenen und vertretenen stimmberechtigten

Stimmen.

4. Wesentliche Grundlagen der steuerlichen Konzeption

Betreffend die wesentlichen Grundlagen der steuerlichen

Konzeption wird auf das Kapitel „Steuerliche Grundlagen“

verwiesen. Die Anbieterin, die abakus Finanz GmbH, übernimmt

keine Zahlung von Steuern für den Anleger.

5. Übertragung der Beteiligung

Jeder Kommanditist kann seine Beteiligung übertragen,

sofern die Pflichteinlage bei der Gesellschaft eingezahlt oder

sichergestellt ist, dass der Übernehmer die Einzahlung leistet.

Teilabtretungen sind nur zulässig, wenn die abgetretene

Kommanditbeteiligung durch 1.000 ohne Rest teilbar ist und

sowohl die Beteiligung des Abtretungsempfängers als auch die

verbleibende Beteiligung – bei Ehegatten die zusammengerechneten

Beteiligungen gem. § 4 Ziff. 3 vorletzter Absatz Satz 2

des Gesellschaftsvertrages – mindestens € 5.000 beträgt.

Die Abtretung – auch zur Sicherheit – bedarf zu ihrer Wirksamkeit

der Zustimmung des persönlich haftenden Gesellschafters


(Abtretungsverbot gemäß § 399 BGB), die nur aus wichtigem

Grund verweigert werden darf. Ein wichtiger Grund liegt

insbesondere dann vor, wenn der Übernehmer der Beteiligung

nicht alle schuldrechtlichen Verbindlichkeiten des abtretenden

Kommanditisten aus und in Verbindung mit der Gesellschafterstellung

übernommen hat oder wenn für den Dritten, an den

die Übertragung beabsichtigt ist, der für die Identifikationsprüfung

nach dem Geldwäschegesetz erforderliche Nachweis nicht

vorliegt. Abtretungen – mit Ausnahme von Sicherungsabtretungen

– können immer nur mit Wirkung zum Ende eines Geschäftsjahres

erfolgen; der persönlich haftende Gesellschafter

kann hiervon im Einzelfall nach eigenem Ermessen Ausnahmen

zulassen. Soweit zum Zeitpunkt der Übertragung der Beteiligung

der Kommanditist seine Pflichteinlage noch nicht oder

nicht vollständig erbracht hat, ist die Übertragung nicht mit

einer befreienden Schuldübernahme verbunden.

Die vorstehenden Regelungen gelten entsprechend für (Sicherheits-)Abtretungen

eines Treugeberanteils. Der Treuhandkommanditist

bedarf zur Übertragung der Zustimmung des/der

betroffenen Treugeber(s).

Soweit der Gesellschaft durch eine Übertragung der Beteiligung

Abgaben und/oder Kosten, insbes. Gewerbesteuermehrbelastungen

entstehen, haben der übertragende Kommanditist und der

neu eintretende Kommanditist diese Abgaben und/oder Kosten

gem. § 16 des Gesellschaftsvertrages als Gesamtschuldner zu

tragen und der Gesellschaft zu erstatten. Der persönlich haftende

Gesellschafter ist in diesem Fall berechtigt, seine Zustimmung

zur Abtretung gem. § 3 Ziff. 5 des Gesellschaftsvertrages

der Gesellschaft von einer angemessenen Sicherheitsleistung

für den Erstattungsanspruch abhängig zu machen (§ 3 Ziff. 8

des Gesellschaftsvertrages).

Ein Angebot an und/oder eine Übertragung der Beteiligung auf

Personen, die in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada,

Japan oder Australien insbesondere aufgrund Wohnsitz/Sitz,

Staatsangehörigkeit oder einer dauerhaften Aufenthalts- oder

Arbeitsgenehmigung ansässig und/oder unbeschränkt steuerpflichtig

sind, ist ausgeschlossen (§ 3 Ziff. 9 des Gesellschaftsvertrages).

Die Vermögensanlagen können nicht frei gehandelt werden. Für

den Verkauf und Erwerb der Beteiligungen an der Gesellschaft

gibt es keinen geregelten Markt. Die Handelbarkeit der Beteiligungen

ist daher eingeschränkt.

6. Zahlstellen

Zahlungen an die Kommanditisten/Treugeber erfolgen durch die

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG, Luise-Ullrich-

Str. 2, 82031 Grünwald. Die abakus energie GmbH & Co. Solar-

fonds 2. KG hält auch einen vollständigen Verkaufsprospekt zur

kostenlosen Ausgabe bereit.

7. Einzahlung der Einlagen/Kontoverbindung

Die Kommanditisten/Treugeber haben die in der Beitrittserklärung

vereinbarten Einlagen zzgl. 5 % Agio an die Gesellschaft

wie folgt einzuzahlen:

100% der Zeichnungssumme zzgl. 5% Agio hierauf innerhalb

von 14 Tagen nach Aufforderung durch den persönlich

haftenden Gesellschafter auf das Konto der abakus energie

GmbH & Co. Solarfonds 2. KG bei der

Volksbank Ulm Biberach eG, BLZ 630 901 00,

Kto. Nr. 161 722 008

8. Annahmestellen

Die Annahme der Beitrittserklärung erfolgt durch den persönlich

haftenden Gesellschafter, die abakus Portfolio Management

GmbH, Luise-Ullrich-Str. 2, 82031 Grünwald, bzw. für Treugeber

zusätzlich durch die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

(Treuhandkommanditist),

Ottostr. 21, 80333 München.

9. Zeichnungsfrist

Die Zeichnungsfrist beginnt einen Tag nach der Veröffent lichung

des Verkaufsprospekts. Die Zeichnungsfrist endet grundsätzlich

mit der vollständigen Zeichnung des Emissionsvolumens von

€ 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf € 9.996.000). Der persönlich

haftende Gesellschafter ist jedoch berechtigt, das Kommanditkapital

über den Betrag von € 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf

€ 9.996.000) hinaus auf bis zu € 25 Millionen (zzgl. 5 % Agio

auf € 24.996.000) durch Beteiligung weiterer Kommanditisten

oder durch Beteiligung von Treugebern über den Treuhandkommanditisten

zu erhöhen oder die Kapitalaufnahme zu beenden,

bevor der Betrag von € 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf

€ 9.996.000) oder die Erhöhung des Kommanditkapitals über

den Betrag von € 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf € 9.996.000)

erreicht ist. Spätestens zum 31. Dezember 2011 ist der persönlich

haftende Gesellschafter nicht mehr berechtigt, weiteres

Kommanditkapital aufzunehmen. Eine Kürzung der Zeichnungen,

Anteile oder Beteiligungen ist nicht möglich.

10. Staaten, in denen das Angebot erfolgt

Das Angebot zur Beteiligung an der abakus energie GmbH &

Co. Solarfonds 2. KG erfolgt ausschließlich in der Bundesrepublik

Deutschland.

11. Erwerbspreis

Der Erwerbspreis der Beteiligung beläuft sich auf die Zeichnungssumme.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 93


94

Rechtliche Grundlagen

12. Weitere Kosten

Neben dem Erwerbspreis (Zeichnungssumme) fällt ein Agio an.

Das Agio beträgt 5 % der Zeichnungssumme.

Die Kosten für die notariell beglaubigte Handelsregistervollmacht

im Falle des unmittelbaren Beitritts als Kommanditist

trägt der unmittelbar beitretende Kommanditist. Die Kosten

für eine Übertragung der Beteiligung und/oder für den Eintritt

eines Treugebers in die Gesellschaft als Kommanditist (Notarund

Gerichtskosten) trägt im Verhältnis zur Gesellschaft der neu

eintretende Kommanditist beziehungsweise der unmittelbar als

Kommanditist eintretende Treugeber.

Für die Bearbeitung der Übertragung der Beteiligung oder im

Falle des Eintritts eines Treugebers in die Gesellschaft als Kommanditist

erhält der persönlich haftende Gesellschafter bzw. der

Treuhandkommanditist von dem Eintretenden eine Pauschalvergütung

von € 100 nebst Ersatz sämtlicher Kosten jeweils zzgl.

gesetzlicher Umsatzsteuer, soweit diese anfällt. Die vorgenannte

Pauschalvergütung kann mit zukünftigen Auszahlungsansprüchen

(§ 11 des Gesellschaftsvertrages) des Eintretenden

verrechnet werden. Zusätzliche Leistungen des persönlich

haftenden Gesellschafters bzw. des Treuhandkommanditisten

zugunsten eines einzelnen Kommanditisten/Treugebers werden

diesem gesondert in Rechnung gestellt.

Soweit der Gesellschaft durch Handlungen eines Kommanditisten,

das Verhalten eines Kommanditisten oder aufgrund

der Rechtspersönlichkeit/Rechtsform eines Kommanditisten

Abgaben und/oder Kosten (z. B. Steuern, Gebühren, Beiträge,

Kosten für Steuererklärungen im Ausland) entstehen, sind diese

Abgaben und/oder Kosten von dem die Abgaben und/oder

Kosten auslösenden Kommanditisten und seinem etwaigen

Rechtsnachfolger gem. § 16 des Gesellschaftsvertrages als

Gesamtschuldner zu tragen und der Gesellschaft zu erstatten.

Dies gilt insbesondere für Gewerbesteuermehrbelastungen,

die durch Veräußerung, sonstige Übertragung oder Aufgabe

der Beteiligung an der Gesellschaft entstehen, nicht jedoch für

Gewerbesteuermehrbelastungen, die durch Tätigkeitsvergütungen

eines Kommanditisten entstehen. Entsprechendes gilt für

Treugeber.

Soweit der Treuhandkommanditist nach Aufforderung durch

einen oder mehrere Treugeber Mitteilungen an die übrigen Treugeber

weiterleitet, sind die hierfür entstehenden Kosten durch

den/die Treugeber zu tragen, die dies verlangen.

Sofern ein Kommanditist/Treugeber seine Beteiligung fremdfinanziert

und die Fremdfinanzierung vorzeitig ablöst, fällt

in aller Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung an, die der

entsprechende Kommanditist/Treugeber zu tragen hat. Vom

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Anleger persönlich veranlasste Kosten (Bankgebühren, Porto,

Steuerberatung, ggf. ausländische Steuererklärung) sind von

diesem zu tragen.

Mit Ausnahme des Agios und der vorstehend genannten

Pauschalgebühr von € 100 stehen die vorstehend genannten

Kosten nicht fest.

Mit dem Erwerb, der Verwaltung und der Veräußerung der

Vermögensanlage verbundene weitere Kosten entstehen nicht.

13. Weitere Leistungspflichten

Die Beteiligung von Anlegern, die der Gesellschaft unmittelbar

als Kommanditisten beitreten, erfolgt im Außenverhältnis unter

der aufschiebenden Bedingung ihrer Eintragung in das Handelsregister.

Bis zur Eintragung in das Handelsregister werden

sie wie atypisch stille Gesellschafter behandelt, soweit sie ihre

Einzahlungsverpflichtung erfüllt haben. Eine Haftung nach

§ 176 Abs. 2 HGB, wonach ein Kommanditist für die in der Zeit

zwischen seinem Eintritt und seiner Eintragung im Handelsregister

begründeten Verbindlichkeiten der Gesellschaft gleich

einem persönlichen haftenden Gesellschafter haftet, scheidet

damit aus.

Nach Eintragung in das Handelsregister haften die an der

Gesellschaft unmittelbar beteiligten Kommanditisten gemäß

den gesetzlichen Bestimmungen beschränkt, d.h. die Haftung

ist ausgeschlossen, soweit die Einlage geleistet ist. Solange und

soweit der Saldo der Kapitalkonten in der Handelsbilanz durch

Auszahlungen (Entnahmen/Auszahlungen) und Gewinn- und

Verlustzurechnungen einen Nominalwert unter der im Handelsregister

eingetragenen Haftsumme (1 % der Pflichteinlage)

aufweist, lebt die Haftung jedoch gemäß § 172 Abs. 4 HGB bis

zur Höhe der Auszahlung (Entnahme/Auszahlung), höchstens

jedoch bis zur Höhe der eingetragenen Haftsumme wieder auf.

Im Ergebnis gilt dies auch für die sich als Treugeber an der

Gesellschaft über den Treuhandkommanditisten beteiligenden

Anleger. Die Treugeber stellen gemäß dem Treuhandvertrag den

Treuhandkommanditisten anteilig bezüglich des von diesem für

sie gehaltenen Kommanditanteils von der vorstehend dargestellten

Kommanditistenhaftung frei.

Eine Nachschusspflicht, d.h. Zahlungen über die gezeichnete

Einlage inkl. Agio hinaus, besteht für die Anleger nicht, auch

nicht als Ausgleichspflicht der Gesellschafter untereinander,

soweit sich nicht aus den nicht abdingbaren §§ 171 f. HGB

etwas anderes ergibt.

Weitere Leistungen hat der Erwerber nicht zu erbringen.


14. Provisionen

Bezogen auf ein Kommanditkapital von € 10 Mio. und ein

Gesamtinvestitionsvolumen von € 40 Mio., werden Provisionen

in einer Gesamthöhe von rund € 2.484.770 (netto, ggf. zzgl. gesetzlicher

Umsatzsteuer), insbesondere Vermittlungsprovisionen

oder vergleichbare Vergütungen geleistet. Diese setzen sich aus

Vergütungen für den Anbieter und verbundene Unternehmen,

Nebenkosten der Vermögensanlage und laufenden Verwaltungskosten

in der Platzierungsphase zusammen. Einzelheiten

zu den Provisionen sowie zu weiteren seitens der Gesellschaft

im Zusammenhang mit dem Beteiligungsangebot zu zahlenden

Vergütungen sind im Kapitel „Das Angebot im Überblick“ sowie

im Kapitel „Investitionsplan“ dargestellt.

15. Gesellschafts- und Treuhandvertrag

Grundlage der unternehmerischen Beteiligung der Anleger als

Kommanditist oder als Treugeber über den Treuhandkommanditisten

sind der Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft (siehe

Kapitel „Gesellschaftsvertrag“), der Treuhandvertrag mit dem

Treuhandkommanditisten (siehe Kapitel „Treuhandvertrag“) und

die Beitrittserklärung (siehe Anlage).

16. Gewährleistete Vermögensanlagen

Für die Verzinsung oder Rückzahlung der Vermögensanlage hat

keine juristische Person oder Gesellschaft die Gewährleistung

übernommen.

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Steuerliche

Steuerliche

Grundlagen

Grundlagen

Vorbemerkung

Die nachfolgende Darstellung der steuerlichen Grundlagen

beschreibt die wesentlichen Grundlagen der steuerlichen

Konzeption der Vermögensanlage. Sie geht davon aus, dass es

sich bei den Anlegern um in der Bundesrepublik Deutschland

unbeschränkt einkommensteuerpflichtige natürliche Personen

handelt, die die Beteiligung an der abakus energie GmbH & Co.

Solarfonds 2. KG in vollem Umfang aus Eigenkapital finanzieren

und im Privatvermögen halten. Die Anleger beteiligen sich an

der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG entweder unmittelbar

als Kommanditisten oder mittelbar als Treugeber über

den Treuhandkommanditisten Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft.

Es wird jedem Anleger empfohlen, die persönlichen steuerlichen

Konsequenzen einer Beteiligung an der abakus energie GmbH

& Co. Solarfonds 2. KG mit seinem steuerlichen Berater zu

erörtern. Die Zahlung der aus der Beteiligung resultierenden

Einkommensteuer nebst Solidaritätszuschlag und ggf. weiterer

Steuern (z.B. Kirchensteuer, Erbschaft- und Schenkungsteuer)

obliegt dem jeweiligen Anleger. Die Zahlung der Gewerbesteuer

und Umsatzsteuer obliegt der abakus energie GmbH &

Co. Solarfonds 2. KG. Der Anbieter, die abakus Finanz GmbH,

übernimmt keine Zahlung von Steuern.

Die Darstellung der steuerlichen Grundlagen umfasst sowohl

die Investitionsphase, d.h. den Zeitraum des Vertriebs der

Anteile an der Vermögensanlage und der Investitionsentscheidung

durch die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

als auch die Betriebs- bzw. Nutzungsphase, d.h. die Dauer der

langfristigen Investition in Solarkraftwerken aller Art, insbesondere

Photovoltaikanlagen. Die steuerlichen Auswirkungen der

Beendigung der Vermögensanlage, sei es infolge der Veräußerung

der Beteiligung durch den Anleger oder durch Auflösung

der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG werden

gesondert dargestellt.

A. Steuerliche Grundlagen

I. Investitions- und Betriebs- bzw. Nutzungsphase

1. Einkunftsart

Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG (nachfolgend

„Gesellschaft“) beabsichtigt – entweder direkt oder über Beteiligungen

an anderen Gesellschaften – den Erwerb, den Betrieb

und die Verwertung von Solarkraftwerken aller Art, insbesondere

Photovoltaikanlagen, mit Standort Deutschland.

Die Gesellschaft erzielt Einkünfte aus Gewerbebetrieb i.S.d. § 15

EStG. Die Tätigkeit der Gesellschaft gilt gemäß § 15 Abs. 3 Nr. 1

EStG in vollem Umfang als Gewerbebetrieb, wenn sie selbst auch

eine gewerbliche Tätigkeit i.S.d. § 15 Abs. 1 Nr. 1 EStG ausübt

oder infolge einer mitunternehmerischen Beteiligung gewerbliche

Einkünfte i.S.d. § 15 Abs. 1 Nr. 2 EStG bezieht. Durch das

Betreiben von Photovoltaikanlagen und die Erzeugung von

Strom erzielt die Gesellschaft aus einer gewerblichen Tätigkeit

Einkünfte aus Gewerbetrieb (vgl. OFD Rheinland, 09. März 2009,

DStZ 2009, 260). Entsprechendes gilt, wenn sich die Gesellschaft

mitunternehmerisch an anderen Gesellschaften beteiligt, die

ihrerseits durch das Betreiben von Photovoltaikanlagen Einkünfte

aus Gewerbetrieb erzielen. Überdies handelt es sich bei der Gesellschaft

um eine sog. gewerblich geprägte Personengesellschaft

i.S.d. § 15 Abs. 3 Nr. 2 EStG, da ausschließlich eine Kapitalgesellschaft

(die abakus Portfolio Management GmbH) persönlich

haftende Gesellschafterin ist und nur diese gemäß § 6 Ziff. 1 des

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 97


98

Steuerliche Grundlagen

Gesellschaftsvertrages der Gesellschaft zur Geschäftsführung

befugt ist. Schon deshalb gilt die Tätigkeit der Gesellschaft

in vollem Umfang als Gewerbetrieb, sodass die Gesellschaft

Einkünfte aus Gewerbetrieb i.S.d. § 15 EStG erzielt.

Damit erzielen gem. § 15 Abs. 1 Nr. 2 Satz 1 EStG auch die

Anleger als Mitunternehmer aus der Beteiligung an der Gesellschaft

gewerbliche Einkünfte. Insbesondere erhalten die Treugeber

unter Berücksichtigung des Treuhandvertrages das Maß

an Mitunternehmerrisiko und Mitunternehmerinitiative, das sie

nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BFH-Urteil vom

21. April 1988, BStBl. II 1989, S. 722 ff.) für die Anerkennung

als Mitunternehmer benötigen. Nach dem Gesellschafts- und

Treuhandvertrag sind die Anleger am Ergebnis der Gesellschaft

beteiligt. Darüber hinaus stehen ihnen nach dem Gesellschaftsund

Treuhandvertrag neben Stimmrechten auch die Informations-

und Kontrollrechte gemäß §§ 164, 166 HGB zu.

Sofern sich die Gesellschaft an gewerblichen inländischen Personengesellschaften

beteiligt, sind die Anleger der Gesellschaft

zudem als Mitunternehmer dieser Personengesellschaften

anzusehen. Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 2 EStG steht

ein mittelbar über eine oder mehrere Personengesellschaft(en)

beteiligter Gesellschafter dem unmittelbar beteiligten

Gesellschafter gleich. Er ist insoweit als Mitunternehmer der

Personengesellschaft anzusehen, an der er mittelbar beteiligt

ist (Untergesellschaft), sofern er und die seine Beteiligung

vermittelnde Personengesellschaft (Obergesellschaft) jeweils

Mitunternehmer der Personengesellschaft sind, an der sie

unmittelbar beteiligt sind (Mitunternehmerkette).

2. Gewinnerzielungsabsicht

Voraussetzung für die Zurechnung der steuerlichen Ergebnisse

als Einkünfte aus Gewerbebetrieb ist sowohl auf Ebene der

Gesellschaft als auch auf Ebene der Anleger das Vorliegen der

so genannten Gewinnerzielungsabsicht. Dabei ist grundlegende

Voraussetzung für die Erzielung gewerblicher Einkünfte, dass

die Gesellschaft auf Betriebsvermögensmehrung ausgerichtet

ist, d.h. dass die Erzielung eines Totalgewinnes beabsichtigt ist.

Insoweit ist darauf abzustellen, dass sich die Erzielung eines Totalgewinnes

in einer solchen Weise konkretisiert hat, dass nach

dem Urteil eines ordentlichen Kaufmanns mit großer Wahrscheinlichkeit

mit einem Totalgewinn gerechnet werden kann.

Eine bestimmte prozentuale Größe des Totalgewinns im Verhältnis

zum eingesetzten Kapital fordert die Rechtsprechung nicht.

Die Aussagen der finanzgerichtlichen Rechtsprechung über die

erforderliche Totalgewinngröße reichen von „wirtschaftlich ins

Gewicht fallend“ über „bescheidene Rendite“ bis zu Aussagen,

die fordern, dass mindestens „nach den objektiven Verhältnissen

mit dem zukünftigen Zufluss von Ertragsanteilen in Höhe

der Gesamtaufwendungen“ zu rechnen gewesen sein muss.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Maßgeblich für die Ermittlung des Totalgewinns ist eine auf

§ 5 EStG basierende Berechnung. In die Berechnung des Totalgewinns

nach § 5 EStG wird der steuerpflichtige Veräußerungsgewinn

einbezogen (BFH-Beschluss vom 25. Juni 1984 – GrS

4/82, BStBl. II 1984, 751).

Nach Auffassung der Gesellschaft liegen die vorgenannten

Voraussetzungen für die Gewinnerzielungsabsicht vor. Nach

der Anlagepolitik der Gesellschaft werden ausschließlich

ausgewählte Investitionen in Solarkraftwerken aller Art,

insbesondere in Photovoltaikanlagen mit Standort Deutschland

beziehungsweise in Gesellschaften, die Photovoltaikanlagen mit

Standort Deutschland betreiben, getätigt, aus denen Gewinne

erwartet werden. Etwaige Anlaufverluste sind weitgehend auf

Absetzungen für Abnutzungen zurückzuführen. Insgesamt wird

davon ausgegangen, dass die Gesellschaft auch steuerlich auf

einen Totalgewinn ausgerichtet ist und die Rechtsprechung des

Bundesfinanzhofes zur Problematik der steuerlichen Liebhaberei

nicht zum Tragen kommt.

Soweit Anleger ihre Beteiligung ganz oder teilweise durch einen

Kredit finanzieren oder weitere Sonderbetriebsausgaben im

Zusammenhang mit ihrer Beteiligung anfallen, kann allerdings

auf ihrer Ebene die Gewinnerzielungsabsicht fehlen. Dann

können die Liebhabereigesichtspunkte bezüglich des einzelnen

betroffenen Anlegers zum Tragen kommen. Diesbezüglich wird

darauf hingewiesen, dass das für die Gesellschaft zuständige

Finanzamt vermehrt zu einer solchen Überprüfung übergeht und

sich hierbei die Finanzierungsunterlagen vorlegen lässt.

Eine Fremdfinanzierung der Beteiligung an der Gesellschaft ist

nach der Konzeption der Gesellschaft nicht vorgesehen und

wird auch nicht angeboten und empfohlen. Soweit Anleger

dennoch eine Finanzierung ihrer Beteiligung vornehmen sollten,

ist dies nicht Gegenstand der Ausführungen in den steuerlichen

Grundlagen. Hier ist eine individuelle Überprüfung der Gewinnerzielungsabsicht

durch den einzelnen Anleger angeraten.

Ferner ist zu beachten, dass nach der Rechtsprechung (Urteil

des FG Schleswig-Holstein vom 16. Juni 1999, EFG 2000,

Seite 118 ff.) im Falle der Übertragung einer Beteiligung im

Zeitpunkt des Vorliegens hoher Verluste einkommensteuerrechtlich

die Nichtanerkennung der Verluste beim Übertragenden

drohen kann. Nach diesem Urteil sollen Betriebsergebnisse des

unentgeltlichen Rechtsnachfolgers nicht in die Totalgewinnprognose

einbezogen werden, die der Beurteilung der Gewinnerzielungsabsicht

des Übertragenden dient. Die gegen das o.g.

Urteil eingelegte Revision hatte zwar Erfolg (BFH-Urteil vom

31. Juli 2002, BStBl. II 2003, S. 282 ff.). Bei dieser Revisionsentscheidung

hat der BFH aber die Frage offen gelassen, ob

Betriebsergebnisse des unentgeltlichen Rechtsnachfolgers in die


Totalgewinnprognose einbezogen werden, die der Beurteilung

der Gewinnerzielungsabsicht des Übertragenden dient. Nach

den Entscheidungsgründen konnte diese Frage dahinstehen,

da nach Auffassung des BFH im zu entscheidenden Streitfall

keine unentgeltliche Betriebsübertragung, sondern eine

entgeltliche Betriebsübertragung vorlag. Aus diesem Grunde ist

auch weiterhin zu beachten, dass im Falle der unentgeltlichen

Übertragung einer Beteiligung im Zeitpunkt des Vorliegens

hoher Verluste einkommensteuerrechtlich die Nichtanerkennung

der Verluste beim Übertragenden drohen kann. Das o.g. Urteil

des FG Schleswig-Holstein hat gezeigt, dass die Rechtsprechung

dieser seitens der Finanzverwaltung offensichtlich vertretenen

Auffassung durchaus zu folgen bereit ist.

3. Zinsschranke

Gemäß § 4 h EStG wird die steuerliche Berücksichtigung

betrieblich veranlasster Zinsaufwendungen beschränkt. Danach

kann ein negativer Zinsüberhang (Zinsaufwendungen abzüglich

Zinserträge) nur noch bis zur Höhe von 30 % des steuerlichen

Gewinns vor Zinsen, Steuern, Regelabschreibungen und gekürzt

um steuerfreie Dividenden (steuerliches EBITDA) als Betriebsausgaben

abgezogen werden (sog. Zinsschranke). Zinsaufwendungen,

die nicht abgezogen werden dürfen, sind in die

folgenden Wirtschaftsjahre vorzutragen. Soweit die Zinsaufwendungen

nicht die Höhe des EBITDA erreichen, erhöht die

Differenz als sogenannter EBITDA-Vortrag in den fünf folgenden

Wirtschaftsjahren die Abzugsmöglichkeit für Zinsaufwendungen.

Die Regelung des § 4 h EStG gilt für Gewinneinkünfte aller

Unternehmensformen und grundsätzlich für jede Art der Fremdfinanzierung,

insbesondere auch für Bankdarlehen. Aufgrund

der Ausnahmeregelungen des § 4 h Abs. 2 EStG werden von der

Zinsschranke jedoch nur Betriebe erfasst, die einen negativen

Zinssaldo von EUR 3 Mio. oder mehr aufweisen und zu einem

Konzern gehören.

Solange die Gesellschaft sich ausschließlich durch Eigen- und

nicht durch Fremdkapital finanziert, haben die Vorschriften

der Zinsschranke keine Auswirkung auf die Besteuerung der

Gesellschaft.

4. Abschreibung

4.1. Photovoltaikanlagen

Die Gesellschaft kann die Anschaffungskosten für Photovoltaikanlagen

und die dazugehörigen anderen Betriebsvorrichtungen

über deren Nutzungsdauer gem. § 7 EStG abschreiben, soweit

sie deren wirtschaftlicher Eigentümer ist.

Soweit eine Photovoltaikanlage einkommensteuerlich als

Betriebsvorrichtung zu qualifizieren ist, gehört die Photovoltaikanlage

zu den beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens.

Die Gesellschaft beabsichtigt, auch in Photovoltaikanlagen,

die auf das Dach aufgesetzt werden, zu investieren. Photovoltaikanlagen,

die auf das Dach aufgesetzt werden, dienen

ganz dem Gewerbebetrieb der Stromerzeugung und sind daher

regelmäßig als Betriebsvorrichtung anzusehen (OFD Rheinland,

09. März 2009, DStZ 2009, 260). Auch Transformatorenhäuschen,

kleine Rohrnetzstationen oder ähnliche kleine Bauwerke,

die nicht mehr als 30 qm Grundfläche haben, gelten als Betriebsvorrichtung

(Gleichlautender Ländererlass, 15. März 2006,

BStBl. I S. 314). Sie rechnen zu den beweglichen Wirtschaftsgütern

und sind mit einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer

von jeweils 20 Jahren nach der amtlichen AfA-Tabelle gemäß

§ 7 EStG linear abzuschreiben (vgl. amtliche AfA-Tabelle vom

15. Dezember 2000, BStBl. 2000 I S. 1532 lfd. Nr. 3.1.6).

Für Photovoltaikanlagen, die vor dem 1. Januar 2011 angeschafft

werden, kann die Gesellschaft statt der linearen Abschreibung

die degressive Abschreibung (§ 7 Abs. 2 EStG) in Anspruch nehmen.

Die degressive AfA darf höchstens das Zweieinhalbfache

der linearen AfA betragen und 25 % p. a. nicht übersteigen. Im

Wirtschaftsjahr der Anschaffung kann die jeweilige Abschreibung

jedoch nur zeitanteilig ab dem Monat der Anschaffung zum

Abzug gebracht werden (§ 7 Abs. 1 Satz 4 EStG).

Zudem beabsichtigt die Gesellschaft gem. § 7g EStG Investitionsabzugsbeträge

und/oder Sonderabschreibungen zur Förderung

kleiner und mittlerer Betriebe in Anspruch zu nehmen, sobald

dies möglich ist. Danach können für die künftige Anschaffung

eines abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsguts des Anlagevermögens

unter den in § 7g Abs. 1 EStG genannten Voraussetzungen

bis zu 40 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten

gewinnmindernd abgezogen werden (Investitionsabzugsbetrag).

Im Wirtschaftsjahr der Anschaffung des begünstigten Wirtschaftsguts

ist der für dieses Wirtschaftsgut in Anspruch genommene

Investitionsabzugsbetrag in Höhe von 40 % der tatsächlichen

Anschaffungskosten gewinnerhöhend hinzuzurechnen, wobei die

Hinzurechnung den Investitionsabzugsbetrag nicht übersteigen

darf. Gleichzeitig können die Anschaffungskosten um bis zu

40 %, höchstens jedoch um die Hinzurechnung, gewinnmindernd

herabgesetzt werden, wodurch sich die Bemessungsgrundlage

für Abschreibungen – auch für Sonderabschreibungen – entsprechend

verringert. Soweit der Investitionsabzugsbetrag nicht

bis zum Ende des dritten auf das Wirtschaftsjahr des Abzugs

folgenden Wirtschaftsjahres hinzugerechnet wurde, ist der

Investitionsabzug jedoch rückgängig zu machen. Unabhängig

davon können gem. § 7g Abs. 5 EStG bei abnutzbaren beweglichen

Wirtschaftsgütern im Jahr der Anschaffung und in den vier

folgenden Jahren Sonderabschreibungen bis zu insgesamt 20 %

der Anschaffungskosten unter den in § 7g Abs. 6 EStG genannten

Voraussetzungen in Anspruch genommen werden. Die Verteilung

dieses Höchstbetrages steht der Gesellschaft frei.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 99


100

Steuerliche Grundlagen

4.2 Beteiligung an Personengesellschaften

(u. a. geschlossene Fondsgesellschaften )

Soweit die Gesellschaft sich an Personengesellschaften beteiligt,

kann sie keine Abschreibungen mit steuerlicher Wirkung

vornehmen. Eine Beteiligung an einer Personengesellschaft ist

kein selbständig zu bewertendes Wirtschaftsgut, wenngleich sie

in der Steuerbilanz der Gesellschaft auszuweisen ist. Abschreibungen

können insoweit nur auf die Anteile der Gesellschaft an

den einzelnen Wirtschaftsgütern der betreffenden Personengesellschaften

bei diesen vorgenommen werden, ggf. zusätzlich

über Ergänzungsbilanzen.

4.3 Beteiligungen an Kapitalgesellschaften

Hinsichtlich der Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft kann

die Gesellschaft ebenfalls keine Absetzung für Abnutzungen in

Anspruch nehmen. Die Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft

ist zwar ein aktivierungspflichtiges Wirtschaftsgut, sie unterliegt

jedoch ebenfalls keinem regelmäßigen Wertverzehr. Bei einer

dauerhaften Wertminderung sind vielmehr sog. Teilwertabschreibungen

vorzunehmen.

5. Emissionskosten

Mit Schreiben vom 20. Oktober 2003 (BStBl. I 2003, S. 546

ff.) – sog. 5. Bauherrenerlass – hat das Bundesministerium

der Finanzen (BMF) zu der Frage Stellung genommen, unter

welchen Voraussetzungen Kosten einer Fondsgesellschaft in der

Investitionsphase zu aktivieren sind oder sofort abzugsfähige

Betriebsausgaben darstellen. Dabei hat das BMF ferner geregelt,

dass das o.g. Schreiben grundsätzlich für alle Fondsgesellschaften

gilt.

Die Gesellschaft beabsichtigt, aus Vorsichtsgründen dem

o.g. Schreiben des BMF zu folgen. Danach sind neben den

originären Anschaffungskosten der beabsichtigten Investitionen

alle Aufwendungen zu aktivieren, die im wirtschaftlichen

Zusammenhang mit der Abwicklung in der Investitionsphase

anfallen. Hierzu gehören insbesondere die Konzeptions- und

Vertriebskosten. Die insoweit zu aktivierenden Aufwendungen

werden sich damit grundsätzlich über die AfA auswirken,

soweit die Aufwendungen zu einem Zeitpunkt anfallen, in dem

Investitionen getätigt werden, die zu aktivieren sind und einem

Wertverzehr unterliegen.

Aktuelle finanzgerichtliche – nicht rechtskräftige – Entscheidungen

sehen demgegenüber eine abweichende Behandlung

dieser Aufwendungen als sofort abzugsfähige Betriebsausgaben

im Rahmen des steuerlichen Feststellungsverfahrens vor. So hat

das Finanzgericht Hamburg mit Urteil vom 15. Oktober 2008

(Az 2 K 210/06, DStRE 2009, 1483; nicht rechtskräftig, Az. Rev.

BFH: IV R 50/08) entschieden, dass es sich bei den im Rahmen

der Investitionsphase getätigten Finanzierungsvermittlungs-

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

aufwendungen um sofort abziehbare Betriebsausgaben und

nicht um Anschaffungskosten handelt. Nach dem Urteil des

Finanzgerichts Münster vom 13. März 2009 (Az. 14 K 3638/05

F, BB 2009, 1124; nicht rechtskräftig Az. Rev. BFH: IV R 15/09)

stellen darüber hinaus auch die Aufwendungen für die Vermittlung

des Eigenkapitals, die Platzierungsgarantie, die Prospekterstellung

und –prüfung sofort abziehbare Betriebsausgaben

dar. Die finanzgerichtliche Rechtsprechung ist derzeit jedoch

uneinheitlich. So hat das Finanzgericht Münster mit Urteil vom

18. Dezember 2009 (Az. 10 K 3719/05 F) jüngst entschieden,

dass die vorgenannten Aufwendungen zu aktivieren sind. Auch

dieses Urteil ist nicht rechtskräftig (Az. Rev. BFH: IV R 8/10).

Die Oberfinanzdirektion Münster hat mit Kurzinformation vom

28. September 2009 (DStR 2009, 2254) bereits verlautbart,

dass sie trotz gegenteiliger Rechtsprechung der Finanzgerichte

an dem BMF-Schreiben vom 20. Oktober 2003 (BStBl. I 2003,

S. 546 ff., sog. 5. Bauherrenerlass) unverändert festhält. Die

Gesellschaft behält sich aufgrund der finanzgerichtlichen

Rechtsprechung dennoch eine abweichende Behandlung der

Aufwendungen in der Investitionsphase als sofort abzugsfähige

Betriebsausgaben im Rahmen des steuerlichen Feststellungsverfahrens

vor.

6. Ergebnisbeteiligung

Nach § 11 des Gesellschaftsvertrages werden Gewinne und

Verluste der Gesellschaft allen Kommanditisten entsprechend

dem Verhältnis ihrer eingezahlten Pflichteinlagen (Kapitalkonto

I) zueinander zugerechnet. Dabei erfolgt im Beitrittsjahr und

ggf. späteren Geschäftsjahren die Zurechnung des Ergebnisses

unabhängig vom Zeitpunkt des Beitritts mit der Maßgabe, dass

Folgegewinne und -verluste dergestalt zugerechnet werden,

dass die Kapitalkonten II sobald wie möglich einen Gleichstand

im Verhältnis der eingezahlten Pflichteinlagen (Kapitalkonto I)

zueinander erhalten. Diese Ergebnisverteilungsabrede gilt nach

den Regelungen des Treuhandvertrages entsprechend für die

Treugeber.

Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 17. März 1987 (BStBl.

II 1987, S. 558 ff.) entschieden, dass Ergebnisverteilungsabreden

auch steuerlich anzuerkennen sind. Dies ist mit steuerlicher

Wirkung nur insoweit möglich, als nach dem Beitritt des Gesellschafters

in ausreichendem Umfang steuerlich negative oder

positive Ergebnisse entstehen und eine betriebliche Veranlassung

besteht. Die Finanzverwaltung wendet im Rahmen dieser

so genannten Abschichtungsproblematik regelmäßig Abschnitte

von zwei bis drei Monaten an, in denen die in diesem Zeitraum

beitretenden Gesellschafter tatsächlich unabhängig von

ihrem Beitrittszeitpunkt gleich behandelt werden. Damit wird

vermieden, auf den konkreten Beitrittszeitpunkt jedes einzelnen

Gesellschafters abzustellen und die angefallenen Ergebnisse


abgrenzen zu müssen. Auf Grundlage der Abschichtung der Ergebnisse

könnten sich unterschiedliche Zuweisungen steuerlich

negativer oder positiver Ergebnisse für die einzelnen Anleger

ergeben. Diese wären dann, soweit möglich, auszugleichen.

Aufwendungen der Gesellschaft bzw. der Anleger sind als

Sonderbetriebsausgaben bei den Personengesellschaften zu

erfassen, an denen sich die Gesellschaft beteiligt, soweit es

sich um gewerbliche Personengesellschaften handelt und die

Aufwendungen mit der Beteiligung an der Fondsgesellschaft im

Zusammenhang stehen.

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Negative Einkünfte sind im Jahr ihrer Entstehung nach derzeitiger

Rechtslage unter Berücksichtigung von §§ 15b, 15a und

10d EStG nur eingeschränkt ausgleichsfähig.

7.1 § 15b EStG

Nach § 15b Abs. 1 EStG dürfen Verluste im Zusammenhang mit

einem Steuerstundungsmodell weder mit Einkünften aus Gewerbebetrieb

noch mit Einkünften aus anderen Einkunftsarten

ausgeglichen werden oder nach § 10d EStG abgezogen werden.

Die Verluste mindern jedoch die Einkünfte, die in den folgenden

Wirtschaftsjahren aus derselben Einkunftsquelle erzielt werden.

§ 15a EStG ist insoweit nicht anzuwenden. Ein Steuerstundungsmodell

liegt gemäß § 15b Abs. 2 EStG vor, wenn aufgrund

einer modellhaften Gestaltung steuerliche Vorteile in Form

negativer Einkünfte erzielt werden sollen. Dies ist der Fall, wenn

dem Steuerpflichtigen aufgrund eines vorgefertigten Konzeptes

die Möglichkeit geboten wird, zumindest in der Anfangsphase

der Investition Verluste mit übrigen Einkünften verrechnen zu

können. § 15b EStG ist gemäß § 15b Abs. 3 EStG nur anzuwenden,

wenn innerhalb der Anfangsphase das Verhältnis der

Summe der prognostizierten Verluste zur Höhe des gezeichneten

und nach dem Konzept auch aufzubringenden Kapitals 10

Prozent übersteigt.

Hinsichtlich der von der Gesellschaft beabsichtigten Beteiligung

an anderen Personengesellschaften ist zu beachten, dass nach

Auffassung der Finanzverwaltung (BMF-Schreiben vom 17. Juli

2007, BStBl. I 2007, 542) bei mehrstöckigen Personengesellschaften

bereits auf Ebene der Untergesellschaft § 15b EStG

zu prüfen ist. Danach ist ein Verlustausgleich auf Ebene der

Obergesellschaft mit anderen Einkünften nicht möglich, wenn

§ 15b EStG auf Ebene der Untergesellschaft bejaht wird. Nach

Auffassung der Finanzverwaltung werden die Verluste der

Untergesellschaft für den Gesellschafter „Obergesellschaft“

festgestellt und von dieser als § 15b-Verluste an ihre Gesellschafter

weitergegeben. Ausgleichsfähig sind danach auf Ebene

der Obergesellschaft allenfalls solche Verluste, die nicht aus der

Untergesellschaft stammen, vorausgesetzt § 15b EStG findet

nicht auch auf die Obergesellschaft selbst Anwendung.

Ob das Verhältnis der Summe der prognostizierten Verluste zur

Höhe des gezeichneten und nach dem Konzept der Gesellschaft

auch aufzubringenden Kapitals in der Anfangsphase 10 Prozent

übersteigt oder nicht, kann erst auf Basis der konkreten Investitionsentscheidung

der Gesellschaft beurteilt werden.

Sofern § 15b EStG nicht eingreift, sind die nachfolgend dargestellten

Beschränkungen des § 15a EStG und § 10d EStG bei

einem Verlustrücktrag und Verlustvortrag zu beachten.

7. 2 § 15a EStG

Die Höhe der zuzurechnenden steuerlich negativen Ergebnisse

wird durch § 15a EStG beschränkt (vgl. jedoch vorstehende

Ausführungen zu § 15b EStG). Ausgleichsfähig, d. h. mit anderen

positiven Einkünften zu verrechnen, sind steuerlich negative

Ergebnisse nur, soweit sie die eingezahlte Einlage bzw. eine ggf.

darüber hinausgehende im Handelsregister eingetragene Haftsumme

des Kommanditisten nicht überschreiten. Für Treugeber

ist ausschließlich die Höhe der eingezahlten Einlage nach Abzug

eventueller Entnahmen bis zum Ende des jeweiligen Feststellungszeitraums

maßgeblich. Nicht ausgleichsfähige steuerlich

negative Ergebnisse werden als so genannte „verrechenbare

Verluste“ vorgetragen und können nur mit späteren steuerlichen

Gewinnen des Anlegers aus der Gesellschaft verrechnet

werden.

Die sich beteiligenden Treugeber müssen ferner § 15a Abs. 3

EStG beachten, sofern Entnahmen deren Einlage mindern und

sich dadurch ein negatives Kapitalkonto ergibt. Ein Wiederaufleben

der Haftung und damit der erweiterte Verlustausgleich des

§ 15a EStG tritt bei Treugebern nicht ein, da die Treugeber nur

mittelbar über den Treuhandvertrag gemäß § 172 Abs. 4 HGB

haften, nicht jedoch unmittelbar aufgrund dieser gesetzlichen

Vorschrift. Diese Entnahmen, soweit sich hierdurch ein negatives

Kapitalkonto ergibt, führen zwar zu fiktiven Gewinnen,

gleichzeitig aber auch zu verrechenbaren Verlusten. Es ist deshalb

möglicherweise anzuraten, die treugeberische Beteiligung

in eine unmittelbare Kommanditbeteiligung umzuwandeln,

wenn solche fiktiven Gewinnbesteuerungen drohen. Die Einzelheiten

hierzu sollte sich ein Treugeber von seinem persönlichen

Steuerberater erläutern lassen.

Für den Fall, dass Anleger ihre Beteiligung an der Gesellschaft

durch ein Darlehen ganz oder teilweise refinanzieren

sollten, kommt die Verlustbegrenzung des § 15a EStG für die

Refinanzierungskosten nicht zum Zuge. Diese Sonderbetriebsausgaben

sind grundsätzlich in voller Höhe zu berücksichtigen.

Eine Fremdfinanzierung der Beteiligung ist nach der Konzeption

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 101


102

Steuerliche Grundlagen

der Gesellschaft nicht vorgesehen. Wird infolge einer etwaigen

Fremdfinanzierung der Beteiligung von der Finanzverwaltung

jedoch ein steuerlicher Totalgewinn des Anlegers in Frage

gestellt, können die im Abschnitt „Gewinnerzielungsabsicht“

dargestellten Liebhaberei-Gesichtspunkte bezüglich des einzelnen

betroffenen Anlegers zum Tragen kommen. Diesbezüglich

wird nochmals darauf hingewiesen, dass das Betriebsfinanzamt

vermehrt zu einer Überprüfung übergeht und sich hierbei die

Finanzierungsunterlagen vorlegen lässt. Hier ist eine individuelle

Überprüfung durch den einzelnen Anleger angeraten. Sofern

Anleger eine Finanzierung ihrer Beteiligung vornehmen bzw.

vorgenommen haben, ist diese nicht Gegenstand der Ausführungen

in den steuerlichen Grundlagen.

7.3 § 10d EStG

Nach § 10d Abs. 1 EStG können negative Einkünfte, die bei der

Ermittlung des Gesamtbetrags der Einkünfte nicht ausgeglichen

werden, bis zu einem Betrag von € 511.500, bei zusammen

veranlagten Ehegatten bis zu € 1.023.000 vom Gesamtbetrag

der Einkünfte des vorangegangenen Veranlagungszeitraums

abgezogen werden (vgl. jedoch vorstehende Ausführungen zu

§§ 15a und 15b EStG).

Nach § 10d Abs. 2 EStG können negative Einkünfte, die weder

im Verlustentstehungsjahr noch durch Verlustrücktrag ausgeglichen

werden konnten, in den folgenden Veranlagungszeiträumen

bis zu einem Betrag von 1 Million Euro, bei zusammen

veranlagten Ehegatten bis zu einem Betrag von 2 Millionen

Euro unbeschränkt von positiven Einkünften abgezogen werden.

Darüber hinausgehende vorgetragene negative Einkünfte

können nach derzeitiger Rechtslage maximal bis zur Höhe von

60 Prozent der verbleibenden positiven Einkünfte abgezogen

werden. Im Übrigen erfolgt zum Zwecke des weiteren Vortrags

eine gesonderte Feststellung.

7.4. Vererbung von Verlustvorträgen

Nach der Rechtsprechung des BFH (Beschluss v. 17. Dezember

2007, GrS 2/04, DStR 2008, 545) sind die auf den Erblasser

entfallenden Verlustvorträge nach § 10d EStG nicht vererblich.

Der Erbe kann diese Verlustvorträge nicht steuerlich geltend

machen. Ob gleiches auch für die Verlustnutzungsbeschränkung

des § 15b EStG gilt, ist in der Literatur umstritten und bisher

nicht höchstrichterlich geklärt. Dagegen ist nach einhelliger

Ansicht der Literatur an der Vererblichkeit der vom Erblasser

nicht genutzten Verluste nach § 15a EStG trotz der geänderten

Rechtsprechung zu § 10d EStG weiterhin festzuhalten.

8. Steuerliche Behandlung von Barauszahlungen

Bei den von der Gesellschaft geplanten Auszahlungen handelt

es sich steuerlich um Entnahmen von Liquiditätsüberschüssen,

ggf. um Minderungen der Einlagen, die als solche keiner

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Einkommensteuerpflicht unterliegen. Steuerpflichtig sind ausschließlich

die im Rahmen der einheitlichen und gesonderten

Gewinnfeststellung der Gesellschaft für die Anleger festgesetzten

steuerlichen Ergebnisse, die jedoch in den Auszahlungen

(Entnahmen/Auszahlungen) enthalten sein können. Auf die im

Abschnitt zu § 15a EStG erläuterte mögliche fiktive Gewinnbesteuerung

wird hingewiesen.

Zwecks Angleichung der Besteuerung von Personen- und

Kapitalgesellschaften werden Gewinne von Personengesellschaften,

die im Unternehmen verbleiben, auf Antrag des

einzelnen Anlegers bei seinem Wohnsitzfinanzamt mit 28,25 %

zzgl. Solidaritätszuschlag besteuert. Voraussetzung für den

Antrag ist, dass der Steuerpflichtige mit 10 % an dem Gewinn

der Mitunternehmerschaft beteiligt ist oder sein Gewinnanteil

mehr als € 10.000 beträgt. Zum Zeitpunkt der späteren

Entnahme erfolgt dann eine Nachversteuerung in Anlehnung an

die Dividendenbesteuerung. Dabei beträgt der Steuersatz 25 %

zzgl. Solidaritätszuschlag. Zu den sich bei der Antragstellung ergebenden

Fragen sollte der Anleger seinen eigenen steuerlichen

Berater kontaktieren.

9. § 35 EStG (Anrechnung der Gewerbesteuer)

Einzelunternehmen und Personengesellschaften, d.h. auch

Mitunternehmer, die Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen

und gewerbesteuerpflichtig sind, werden gemäß § 35 EStG

durch eine Ermäßigung der Einkommensteuer um einen Teil der

Gewerbesteuer entlastet.

Die Entlastung erfolgt, indem die auf die gewerblichen Einkünfte

eines Unternehmers entfallende anteilige Einkommensteuer

durch die pauschalierte Anrechnung der Gewerbesteuer

gemindert wird. Der Anrechnungsfaktor beträgt das 3,8-fache

des anteiligen Gewerbesteuer-Messbetrages. Der Abzug der

Steuerermäßigung ist gemäß § 35 Abs. 1 Satz 5 EStG auf die

tatsächlich zu zahlende Gewerbesteuer beschränkt.

Voraussetzung für eine tatsächliche Minderung der Einkommensteuer

des einzelnen Anlegers durch das so genannte

Gewerbesteueranrechnungsverfahren ist, dass die Gesellschaft

tatsächlich gewerbesteuerpflichtige Einkünfte erzielt und

insoweit ein Gewerbesteuermessbetrag für die Gesellschaft

festgesetzt wird.

Der anteilige – auf den einzelnen Anleger entfallende Gewerbesteuer-Messbetrag

ermittelt sich nach Maßgabe des handelsrechtlichen

Gewinnverteilungsschlüssels, soweit er steuerlich

anerkannt wird. Die handelsrechtliche Gewinnverteilung ergibt

sich aus den gesetzlichen Regelungen oder aus abweichenden

gesellschaftsvertraglichen Vereinbarungen (vergleiche Abschnitt

„Ergebnisbeteiligung“).


Zur Ermittlung des Ermäßigungshöchstbetrages der Gewerbesteueranrechnung

auf die persönliche Einkommensteuer des Anlegers

wird die Summe der positiven Einkünfte herangezogen.

Eine Saldierung der positiven mit den negativen Einkunftsquellen

(sog. horizontaler und vertikaler Verlustausgleich) erfolgt

nicht.

Nach dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24.

Februar 2009 (BMF-Schreiben vom 24. Februar 2009, BStBl. I

2009, S. 440) sollen darüber hinaus die Gewerbesteuermessbeträge

nicht angerechnet werden, die aus Gewerbebetrieben

resultieren, die negative Einkünfte aus Gewerbebetrieb vermitteln.

Dies hat zur Folge, dass insoweit die Gewerbesteueranrechnung

verloren geht.

Zu den sich aus diesen Änderungen ergebenden Fragen sollte

der Anleger seinen eigenen steuerlichen Berater kontaktieren.

Bei mehrstöckigen Mitunternehmerschaften sind die anteilig

auf die Obergesellschaft entfallenden Gewerbesteuer-Messbeträge

sämtlicher Untergesellschaften den Gesellschaftern der

Obergesellschaft nach Maßgabe des allgemeinen Gewinnverteilungsschlüssels

zuzurechnen (§ 35 Abs. 2 Satz 5 EStG). Dies gilt

auch für die Zurechnung eines anteiligen Gewerbesteuer-Messbetrags

einer Untergesellschaft an den mittelbar beteiligten

Gesellschafter, wenn sich auf der Ebene der Obergesellschaft

ein negativer Gewerbeertrag und damit ein Gewerbesteuer-

Messbetrag von 0 Euro ergibt. Ein aus gewerbesteuerlichen

Hinzurechnungen resultierender positiver Gewerbesteuer-

Messbetrag der Unter- oder Obergesellschaft, dem jedoch

negative gewerbliche Einkünfte zu Grunde liegen, ist nicht zu

berücksichtigen (BMF-Schreiben vom 24. Februar 2009, BStBl. I

2009, S. 440).

10. Teileinkünfteverfahren

Sofern Anteile an einer Kapitalgesellschaft im Betriebsvermögen

gehalten werden, gilt das sog. Teileinkünfteverfahren. Danach

werden 60 % der Kapitalerträge und Veräußerungsgewinne

mit dem individuellen Steuersatz des Anlegers besteuert.

Korrespondierend hierzu beträgt der steuerwirksame Werbungskosten-

bzw. Betriebsausgabenabzug ebenfalls 60 % der

Aufwendungen.

Die Kapitalertragsteuer gilt als Vorauszahlung auf die Einkommensteuerzahllast

der Anleger der Gesellschaft, da diese

die Beteiligungen in ihrem Betriebsvermögen hält. Ist die von

Anlegern insgesamt zu leistende Einkommensteuer niedriger

als die Kapitalertragsteuer, wird der übersteigende Betrag den

Anlegern erstattet.

Weil es sich bei den Beteiligungen der Gesellschaft um

Betriebsvermögen handelt, finden die Regelungen der sog.

Abgeltungsteuer keine Anwendung. Nach diesen kommt der Kapitalertragsteuer

eine abgeltende Wirkung zu, wenn die Anteile

an Kapitalgesellschaften im Privatvermögen gehalten werden.

11. Einkommensteuersätze

Mit Gesetzesänderung vom 5. März 2009 (Konjunkturpaket II)

wurde mit Wirkung ab dem Veranlagungszeitraum 2009 der

Eingangssteuersatz von 15 % auf 14 % gesenkt. Der Höchststeuersatz

beträgt 45 % für das über TEUR 250 (bei Verheirateten

TEUR 500) hinausgehende zu versteuernde Jahreseinkommen.

Eine Änderung der Einkommensteuersätze, insbesondere des

Höchststeuersatzes, hat stets Auswirkungen auf Investitionsund

Finanzplanrechnungen auf Ebene des Anlegers. Diese können

sich im Fall einer vollständigen oder teilweisen Fremdfinanzierung

der Beteiligung noch verstärken, da der Zinsaufwand

steuerwirksam ist.

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Der Solidaritätszuschlag von derzeit 5,5 % bemisst sich nach

der festgesetzten Einkommensteuer eines jeden Anlegers. Das

Niedersächsische Finanzgericht hält die andauernde Erhebung

des Solidaritätszuschlags als Ergänzungsabgabe in Höhe von

5,5 % auf die Einkommensteuer jedoch für verfassungswidrig

und legte daher mit Beschluss vom 25. November 2009 (Beschluss

des Niedersächsischen Finanzgerichts vom 25. November

2009, Az. 7 K 143/08) die Frage der Verfassungsmäßigkeit

dem Bundesverfassungsgericht zur Entscheidung vor. Die

Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts steht noch aus.

Die Kirchensteuer bemisst sich für kirchensteuerpflichtige

Anleger nach der festgesetzten Einkommensteuer und beträgt

derzeit – je nach Bundesland – zwischen 8 % und 9 %.

13. Berücksichtigung der steuerlichen Ergebnisse

bei der Einkommensteuerveranlagung

Sobald das für die Gesellschaft örtlich zuständige Betriebsstättenfinanzamt

das einheitliche Feststellungsverfahren der Gesellschaft

durchgeführt hat, werden die Wohnsitzfinanzämter über

die jeweiligen Anteile der Anleger am steuerlichen Ergebnis

der Gesellschaft informiert. In der Einkommensteuererklärung

des Anlegers ist der auf ihn entfallende Anteil am steuerlichen

Ergebnis der Gesellschaft – nach Mitteilung der Gesellschaft –

anzusetzen.

Liegt dem Wohnsitzfinanzamt bei Durchführung der Einkommensteuerveranlagung

eine Mitteilung des Betriebsstättenfinanzamtes

der Gesellschaft vor, ist das Finanzamt daran

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 103


104

Steuerliche Grundlagen

gebunden und hat das steuerliche Ergebnis entsprechend zu

berücksichtigen. Die Bindungswirkung des Wohnsitzfinanzamts

erstreckt sich auch auf eventuelle Sonderbetriebseinnahmen

und/oder -ausgaben der einzelnen Anleger. Diese sind ebenfalls

Gegenstand der Feststellungen des Betriebsstättenfinanzamts

und können daher nicht unmittelbar bei dem Wohnsitzfinanzamt

des Anlegers geltend gemacht werden.

Nach § 155 Abs. 2 AO kann ein Einkommensteuerbescheid für

einen Anleger durch das für ihn zuständige Wohnsitzfinanzamt

auch dann erlassen werden, wenn der an sich erforderliche

Feststellungsbescheid für die Gesellschaft von dem Betriebsstättenfinanzamt

noch nicht vorliegt. In solchen Fällen sind die dem

Anleger anteilig zuzurechnenden steuerlichen Beteiligungsergebnisse

nach § 162 Abs. 1 AO (ggf. i.V.m. § 88 Abs. 2 AO) zu

schätzen. Als Grundlage sollten hierfür die Ergebnismitteilungen

der Gesellschaft für den entsprechenden Veranlagungszeitraum

dienen. Ein vorab erteilter Einkommensteuerbescheid ist nach §

175 Abs. 1 S.1 Nr. 1 AO von Amts wegen zu ändern, sobald der

Feststellungsbescheid mit abweichenden Besteuerungsgrundlagen

erlassen wird.

Die endgültige Veranlagung des Anlegers durch das für ihn

zuständige Wohnsitzfinanzamt erfolgt erst nach Prüfung der

Besteuerungsgrundlagen der Gesellschaft durch das Betriebsstättenfinanzamt.

Die daraus resultierenden Ergebnisse können

zu Steuererstattungen aber auch zu Steuernachforderungen

sowohl auf Ebene der Gesellschaft als auch auf Ebene der

Anleger führen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Anleger

Auszahlungen von der Gesellschaft erhalten haben. Steuererstattungs-

und Steuernachforderungsansprüche unterliegen

gemäß § 233 a AO einer Verzinsung von 0,5 % pro vollem

Monat, die 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem

die Steuer entstanden ist, beginnt.

14. Gewerbesteuer

Die Gesellschaft unterliegt als Gewerbebetrieb der Gewerbesteuer

und ist insoweit alleinige Steuerschuldnerin. Vorhandene

gewerbesteuerliche Verlustvorträge können grundsätzlich

nach § 10a GewStG verrechnet werden. Dabei ist die Nutzung

gewerbesteuerlicher Fehlbeträge jedoch beschränkt. Vorgetragene

gewerbesteuerliche Fehlbeträge können einen positiven

Gewerbeertrag bis zu einem Betrag von EUR 1 Mio. in voller

Höhe mindern, darüber hinaus nur bis zu 60 % des EUR 1 Mio.

übersteigenden positiven Gewerbeertrags. Im Übrigen erfolgt

eine gesonderte Feststellung des gewerbesteuerlichen Verlustvortrags

gem. § 10a Satz 6 GewStG.

Die Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer umfasst neben

dem Jahresüberschuss u. a. Entgelte für kurz- und langfristige

Schulden sowie die Finanzierungsanteile von Mieten, Pachten,

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Leasingraten und Lizenzen zu 25 %, soweit deren Summe

€ 100.000 übersteigt. Hierbei werden für die Mieten, Pachten,

Leasingraten und Lizenz- bzw. Konzessionszahlungen jeweils

einheitliche Finanzierungsanteile festgelegt.

Soweit sich die Gesellschaft an gewerblichen Personengesellschaften

beteiligt, bei denen sie als Mitunternehmer anzusehen

ist, ist die Gewerbesteuer unter Berücksichtigung der Hinzurechnungs-

und Kürzungsvorschriften zu kalkulieren. Danach

werden dem Gewinn aus Gewerbetrieb der Gesellschaft die

Anteile am Verlust gewerblicher Personengesellschaften wieder

hinzugerechnet. Anschließend wird die Summe des Gewinns

aus Gewerbetrieb und der Hinzurechnungen um die Anteile

der Gesellschaft am Gewinn gewerblicher Fondsgesellschaften

gekürzt.

Bei der Berechnung der Gewerbesteuer ist von einem Steuermessbetrag

auszugehen, der durch Anwendung der Steuermesszahl,

die einheitlich 3,5 % beträgt, auf den Gewerbeertrag

zu ermitteln ist. Der Steuermessbetrag wird mit dem Hebesatz

der für die Gesellschaft zuständigen Gemeinde Grünwald

(z.Zt. 240 %) multipliziert. Gemäß der Stellungnahme des

Bundes rates zum Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der

steuerlichen EU-Vorgaben sowie zur Änderung der steuerlichen

Vorschriften vom 12. Februar 2010 sollen künftig in § 29 Abs. 1

Nr. 2 GewStG neben „Windenergie“ zusätzlich die „zur Erzeugung

von Strom aus solarer Strahlungsenergie nach § 32 Abs.

2 und 3 des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG)“ eingefügt

werden. Dies hätte zur Folge, dass der Gewerbesteuermessbetrag

ggf. auch auf Gemeinden mit höheren Hebesätzen zu

zerlegen ist. Die Gewerbesteuer ist von der Gesellschaft nicht

als Betriebsausgabe abziehbar.

Sofern ein Anleger seine Beteiligung veräußert, verschenkt oder

vererbt, entfällt bei der Gesellschaft anteilig ein etwaig auf

den Anleger entfallender gewerbesteuerlicher Verlustvortrag.

Hieraus kann sich für die Gesellschaft u. U. eine Erhöhung der

gewerbesteuerlichen Belastung ergeben.

Im Falle einer Übertragung der Beteiligung haften nach § 3

Ziffer 8 in Verbindung mit § 16 des Gesellschaftsvertrages der

übertragende Anleger und der neu eintretende Anleger als

Gesamtschuldner für alle aus der Übertragung resultierenden

Abgaben und/oder Kosten. Insbesondere eine gewerbesteuerliche

Mehrbelastung ist der Gesellschaft zu ersetzen.

15. Umsatzsteuer

Der Umsatzsteuer unterliegen Lieferungen und sonstige

Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im

Rahmen seines Unternehmens ausführt. Unternehmer ist, wer

eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbständig ausübt.


Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur

Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu

erzielen, fehlt. Eine selbständige Tätigkeit liegt vor, wenn sie auf

eigene Rechnung und auf eigene Verantwortung ausgeübt wird.

Sofern die Gesellschaft sowohl eine eigene Geschäftstätigkeit

ausübt als auch Beteiligungen an anderen Gesellschaften

erwirbt und hält, hat sie einen unternehmerischen und nichtunternehmerischen

Bereich.

15.1. Erwerb, Betrieb und Veräußerung von

Photovoltaikanlagen

Betreffend den Betrieb von Photovoltaikanlagen liegt eine

unternehmerische Tätigkeit der Gesellschaft i. S. d. Umsatzsteuergesetzes

vor. Soweit der Betreiber einer unter § 3 EEG

fallenden Anlage zur Stromgewinnung den erzeugten Strom

ganz oder teilweise, regelmäßig und nicht nur gelegentlich in

das allgemeine Stromnetz einspeist, dient diese Anlage der

nachhaltigen Erzielung von Einnahmen aus der Stromerzeugung

und unterliegt somit der Umsatzsteuer (Abschnitt 18 Abs. 5 Satz

1 UStR 2008, BFH-Urteil vom 18. Dezember 2008, V R 80/07).

Soweit es sich bei den Photovoltaikanlagen um Betriebsvorrichtungen

im umsatzsteuerlichen Sinne handelt, ist auch ihre

Veräußerung umsatzsteuerpflichtig.

15.2. Erwerb und Halten der Beteiligung an

Personengesellschaften

Erwirbt und hält die Gesellschaft Beteiligungen an Personengesellschaften

ist sie insoweit nicht unternehmerisch tätig. Zwar

gilt die Tätigkeit der Gesellschaft einkommensteuerrechtlich

in vollem Umfang als Gewerbetrieb. Der umsatzsteuerrechtliche

Begriff der gewerblichen Tätigkeit geht aber über den

Begriff des Gewerbetriebs nach dem Einkommensteuer- und

Gewerbesteuergesetz hinaus. Umsatzsteuerrechtlich setzt eine

gewerbliche Tätigkeit voraus, dass Leistungen im wirtschaftlichen

Sinn ausgeführt werden. Hierzu gehört jedoch nicht das

bloße Erwerben und Halten von Beteiligungen an anderen

Gesellschaften. Nach der geltenden Rechtsprechung (BFH-Urteil

vom 20. Januar 1988, X R 48/81 BStBl. II 1988, S. 557 ff.; vgl.

EuGH-Urteile vom 14. November 2000, C-142/99, EuGHE I

2000 S. 9567, vom 27. September 2001, C-16/00, EuGHE I S.

6663 und vom 29. April 2004, C-77/01, EuGHE I S. 4295) und

der Auffassung der Finanzverwaltung (BMF-Schreiben vom

26. Januar 2007 – IV A 5 – S 7300 – 10/07; R 18 UStR) handelt

es sich beim bloßen Erwerb und Halten von Beteiligungen nicht

um eine nachhaltige gewerbliche oder berufliche, mithin nicht

um eine unternehmerische Tätigkeit i.S.d. Umsatzsteuergesetzes.

Die Vereinnahmung von Dividenden oder Gewinnanteilen

entspreche im Regelfall vielmehr dem üblichen Bild der privaten

Vermögensverwaltung. Eine unternehmerische Tätigkeit kann

nach der geltenden Rechtsprechung und der Auffassung der

Finanzverwaltung im oben genannten BMF-Schreiben insoweit

allenfalls dann vorliegen, wenn jemand durch geschäftsmäßigen

An- und Verkauf von Kapital- oder Gesellschaftsbeteiligungen

aller Art wie ein Händler auftritt (BFH-Urteil vom 15. Januar

1987, V R 3/77 BStBl. II 1987, S. 512 ff.) oder unmittelbar oder

mittelbar in die Verwaltung der Gesellschaften eingreift, an denen

die Beteiligung besteht (BFH-Urteil vom 9. Oktober 2002, V

R 64/99 BStBl. II 2002, S. 375 ff.).

15.3. Vorsteuerabzugsberechtigung

Soweit die Gesellschaft unternehmerisch tätig ist, ist sie

grundsätzlich zum Vorsteuerabzug berechtigt. Dabei hat die

Gesellschaft die Vorsteuer jedoch gegebenenfalls in einen

abziehbaren und einen nicht abziehbaren Anteil aufzuteilen.

Mit Schreiben vom 4. Oktober 2006 hat das BMF zum

Vorsteuerabzug aus Aufwendungen, die mit der Ausgabe von

gesellschaftsrechtlichen Anteilen gegen Bareinlage oder gegen

Sacheinlage zusammenhängen, Stellung genommen. Danach

ist die Vorsteuer aus Anlaufkosten einer Fondsgesellschaft

ungeachtet der Nichtsteuerbarkeit der Aufnahme der Gesellschafter

abziehbar, wenn die Aufnahme der Gesellschafter der

allgemeinen wirtschaftlichen Stärkung der unternehmerischen

Tätigkeiten dient. Dies gilt, soweit die Fondsgesellschaft zum

Vorsteuerabzug berechtigende Umsätze ausführt. Dies gilt auch

für Aufwendungen der Fondsgesellschaft, die mit der Beratung

im Zusammenhang mit der Aufnahme der unternehmerischen

Tätigkeit oder mit einem Unternehmenskonzept entstehen

(BMF-Schreiben vom 4. Oktober 2006, BStBl. I 2006, 614).

Somit ist die Gesellschaft berechtigt, Vorsteuern insoweit

geltend zu machen, als ihre unternehmerische Tätigkeit den

Vorsteuerabzug nicht ausschließt.

Sollten Vorsteuerbeträge im Einzelfall nicht abzugsfähig sein,

erhöhen diese die Anschaffungskosten/Betriebsausgaben.

Sofern sich bei einem Wirtschaftsgut nach den Voraussetzungen

des § 15a UStG die für den Vorsteuerabzug geltenden maßgebenden

Verhältnisse ändern, ist zudem eine entsprechende

Berichtigung der Vorsteuerbeträge vorzunehmen. Sowohl die Erhöhung

der Anschaffungskosten/Betriebsausgaben als auch die

Berichtigung der Vorsteuerbeträge würde somit das Ergebnis

der Gesellschaft und auch ihre Liquidität beeinflussen.

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Nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 StromStG ist Strom, der zur Stromerzeugung

eingesetzt wird, steuerfrei. Demnach können Betreiber

von Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von Strom, welcher anschließend

in das allgemeine Netz eingespeist wird, den für den

Betrieb der Photovoltaikanlagen verwendeten Strom steuerfrei

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 105


106

Steuerliche Grundlagen

vom Energieversorgungsunternehmen beziehen. Voraussetzung

dafür ist nach § 9 Abs. 4 StromStG, dass der Betreiber der Photovoltaikanlage

(als Verwender des Stroms) beim zuständigen

Hauptzollamt eine entsprechende Erlaubnis beantragt.

17. Grunderwerbsteuer

Soweit sich die Gesellschaft an einer anderen Personengesellschaft

beteiligt, zu deren Vermögen ein inländisches Grundstück

gehört und sich innerhalb von fünf Jahren unmittelbar oder

mittelbar der Gesellschafterbestand dergestalt ändert, dass

mindestens 95 vom Hundert der Anteile am Gesellschaftsvermögen

der anderen Personengesellschaft auf neue Gesellschafter

übergehen, so kann Grunderwerbsteuer anfallen (§ 1 Abs. 2a

GrEStG). Ebenso kann Grunderwerbsteuer anfallen sofern sich

die Gesellschaft an einer anderen Personen- oder Kapitalgesellschaft

beteiligt, die ein Grundstück in ihrem Gesellschaftsvermögen

hält und sich mindestens 95 % der Anteile an der

anderen Personen- bzw. Kapitalgesellschaft in einer Hand

vereinigen (§ 1 Abs. 3 GrEStG).

18. Erbschaft- und Schenkungsteuer

Zu den Einzelheiten der Übertragung der Beteiligung im Wege

der Schenkung, vorweggenommenen Erbfolge und im Erbfall

sowie zu den konkreten erbschaft- und schenkungsteuerlichen

Auswirkungen sollte auf jeden Fall der eigene Steuerberater

kontaktiert werden.

18.1. Unmittelbare Beteiligung als Kommanditist

Die Bewertung von Unternehmensvermögen erfolgt unabhängig

von der Rechtsform. Es gelten einheitliche Bewertungsverfahren

sowohl für Personenunternehmen als auch für Kapitalgesellschaften.

Maßgeblich ist der gemeine Wert. Dieser wird in

einem offenen Verfahren ermittelt; Untergrenze ist stets die

Summe der gemeinen Werte aller Einzelwirtschaftsgüter abzüglich

der Schulden (Substanzwert). Regelmäßig setzt sich der

Wert für Anteile an Personengesellschaften aus dem anteiligen

Ertragswert des Gesamthandsvermögens und dem gemeinen

Wert des Sonderbetriebsvermögens des jeweiligen Gesellschafters

zusammen.

Gem. § 13 a ErbStG wird inländisches Betriebsvermögen

begünstigt besteuert. Als begünstigtes Betriebsvermögen gilt

auch der Anteil an einer Personengesellschaft im Sinne des

§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und Abs. 3 EStG, wenn das Betriebsvermögen

dieser Gesellschaften zu nicht mehr als 50 % aus

so genanntem Verwaltungsvermögen besteht. Bei Vorliegen

bestimmter, gesetzlich geregelter Voraussetzungen wird auf das

begünstigte Betriebsvermögen ein Verschonungsabschlag von

85 % vorgenommen. Dieser wird von der Bemessungsgrundlage

abgezogen, während die restlichen 15 % des begünstigten

Betriebsvermögens nach Berücksichtigung eines gleitenden

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Abzugsbetrages in Höhe von maximal € 150.000 der Besteuerung

unterliegen. Alternativ kann auf Antrag im Rahmen der

Verschonungsoption ein Verschonungsabschlag in Höhe von

100 % in Anspruch genommen werden. Diese Möglichkeit setzt

allerdings die Erfüllung von verschärften gesetzlich geregelten

Begünstigungsvoraussetzungen voraus. Darüber hinaus sieht

§ 19a ErbStG eine Entlastung für Steuerpflichtige der Steuerklassen

II und III vor.

Der 85%ige Abschlag im Rahmen der Regelverschonung wird

im Ergebnis nur vorläufig gewährt. Endgültig wird der Abschlag

erst, wenn erstens die Mindestlohnsumme in 5 Jahren nicht

unterschritten wird und zweitens nicht innerhalb von 5 Jahren

gegen die Behaltensvoraussetzungen verstoßen wird. Bei Inanspruchnahme

des 100%igen Abschlags im Rahmen der Verschonungsoption

erhöht sich die Behaltens- bzw. Lohnsummenfrist

auf 7 Jahre. Ein Verstoß gegen die Behaltensvoraussetzungen

liegt vor, soweit der Erwerber innerhalb der Behaltensfrist nach

dem Erwerb einen Gewerbebetrieb oder einen Teilbetrieb, einen

Anteil an einer gewerblichen Personengesellschaft (§ 15 Abs. 1

Nr. 2 und Abs. 3 EStG) oder einen Anteil daran veräußert, den

Betrieb aufgibt oder eine wesentliche Betriebsgrundlage des

Gewerbebetriebs veräußert, in das Privatvermögen überführt

oder anderen betriebsfremden Zwecken zuführt. Gleiches

gilt, wenn ein Kommanditist Überentnahmen vornimmt, d. h.

bis zum Ende der fünf- bzw. siebenjährigen Behaltensfrist

Entnahmen tätigt, welche die Summe seiner Einlagen und der

ihm zuzurechnenden Gewinne seit dem Erwerb um mehr als

€ 150.000 übersteigen,

18.2. Mittelbare Beteiligung als Treugeber

über den Treuhandkommanditisten

Die erbschaft- und schenkungsteuerlichen Werte einer mittelbaren

Beteiligung als Treugeber über einen Treuhandkommanditisten

richten sich nach Auffassung der Finanzverwaltung

(Fin.Min. Bayern Erlass vom 14. Juni 2005, DStR 2005, S.

1231; Fin.Min. Baden-Württemberg Erlass vom 27. Juni 2005,

DB 2005, S. 1493) nach dem gemeinen Wert. Gegenstand

der Übertragung im Erbfall oder einer Schenkung ist danach

nicht die Beteiligung an der Kommanditgesellschaft, sondern

der Herausgabeanspruch des Treugebers gegenüber dem

Treuhandkommanditisten auf Rückübertragung des Treuguts

(Sachleistungsanspruch). Insoweit kommt es nach Auffassung

der Finanzverwaltung ausschließlich auf die Zivilrechtslage und

nicht darauf an, wem nach wirtschaftlicher Betrachtungsweise

das Treugut zuzurechnen ist.

Da der Sachleistungsanspruch des Treugebers gegenüber dem

Treuhandkommanditisten keine Beteiligung an der Kommanditgesellschaft

darstellt, vertritt die Finanzverwaltung in den o.g.

Erlassen weiterhin die Auffassung, dass die für Betriebvermögen


geltenden erbschaft- und schenkungsteuerlichen Vergünstigungen

auf den Sachleistungsanspruch keine Anwendung finden.

Auch insoweit kommt es nach Auffassung der Finanzverwaltung

ausschließlich auf die zivilrechtliche Einordnung als Sachleistungsanspruch

an. Die ertragssteuerliche Zuordnung des Treuguts

beim Treugeber ist nach Auffassung der Finanzverwaltung

insofern unbeachtlich.

Mit Erlassen vom 16. Februar 2007 (FinMin. Baden-Württemberg,

DB 2007, Seite 491) und 9. April 2009 (FinMin. Baden-

Württemberg, Az 3 – S 3806/51) hat die Finanzverwaltung

nunmehr konkretisiert, dass der Sachleistungsanspruch dann

kein Zuwendungsgegenstand ist, wenn der Treuhand- und

Gesellschaftsvertrag festgelegt, dass die Treuhandschaft beim

Tod des Treugebers bzw. bei Abtretung des Anspruchs aus

dem Treuhandvertrag endet und der Erbe bzw. Beschenkte

unmittelbar in die Gesellschafterstellung des Treuhandkommanditisten

eintritt. In diesem Fall ist Zuwendungsgegenstand die

Kommanditbeteiligung unmittelbar. Dies hat zur Folge, dass sich

betreffend die erbschaft- und schenkungsteuerliche Bewertung

als auch betreffend die derzeit für Betriebsvermögen geltenden

erbschaft- und schenkungsteuerlichen Vergünstigungen kein

Unterschied zu einer unmittelbaren Kommanditbeteiligung

ergeben dürfte.

Nach § 13 Ziff. 1 des Treuhandvertrages und § 13 Ziff. 1 des

Gesellschaftsvertrages endet das Treuhandverhältnis mit dem

Tod des Treugebers. Die Erben treten unmittelbar als Kommanditisten

in die Gesellschaft ein. Insofern ist Gegenstand der

Übertragung im Erbfall die Gesellschaftsbeteiligung, so dass

auf die Ausführungen zu einer unmittelbaren Beteiligung als

Kommanditist verwiesen werden kann. Sollten allerdings die im

Gesellschaftsvertrag beziehungsweise im Treuhandvertrag enthaltenen

Regelungen zur Übertragung im Erbfall geändert oder

durch die Finanzverwaltung künftig anders ausgelegt werden,

ist auch im Erbfall Gegenstand der Übertragung der Sachleistungsanspruch.

In diesem Fall würden die nachfolgenden

Ausführungen zu einer Übertragung im Wege der Schenkung

gelten.

Bei einer Übertragung der Ansprüche aus dem Treuhandverhältnis

im Wege der Schenkung tritt der Beschenkte nach

§ 12 Ziff. 1 des Treuhandvertrages in die Rechtsstellung des

Schenkers ein. Gegenstand der Schenkung ist der Sachleistungsanspruch.

In diesem Fall vertritt die Finanzverwaltung

die Auffassung, dass die für Betriebsvermögen geltenden

erbschaft- und schenkungsteuerlichen Vergünstigungen auf den

Sachleistungsanspruch keine Anwendung finden.

Die vorgenannten Erlasse sind im Einvernehmen mit den

obersten Finanzbehörden des Bundes und der anderen Länder

ergangen und beanspruchen daher bundesweite Geltung. Auf

Grund der geltenden Rechtslage kann es sich empfehlen, vor

einer beabsichtigten Übertragung im Wege der Schenkung eine

treuhänderisch gehaltene Kommanditbeteiligung in der Weise

umzuwandeln, dass der Treuhänder seine anteilig für den Treugeber

gehaltene Beteiligung auf diesen überträgt. Einkommensteuerrechtlich

ergeben sich hierdurch keine Nachteile.

Ob die seitens der Finanzverwaltung in den o.g. Erlassen vertretene

Auffassung Bestand haben wird, bleibt abzuwarten.

II. Beendigung der Vermögensanlage durch Veräußerung

der Beteiligung oder Liquidation der Gesellschaft

1. Allgemeines

Veräußert ein Anleger seine Beteiligung an der Gesellschaft

oder wird die Gesellschaft liquidiert, so handelt es sich bei den

dann ggf. aufgedeckten stillen Reserven gemäß § 16 Abs. 1 Nr.

2 bzw. § 16 Abs. 3 EStG um einen Veräußerungsgewinn, der zu

den außerordentlichen Einkünften i.S.d. § 34 EStG zählt.

Grundsätzlich wird die Besteuerung außerordentlicher Einkünfte

nach der so genannten „Fünftelregelung“ vorgenommen. Die

begünstigten Einkünfte werden danach im Prinzip mit 1/5 angesetzt.

Die sich dann diesbezüglich ergebende Einkommensteuer

wird verfünffacht. Diese Art der Kappung kann zu keiner oder

nur einer geringen Steuerermäßigung führen. Je höher der Steuersatz

des Steuerpflichtigen ist, desto geringer ist die Kappung.

Anstelle der so genannten „Fünftelregelung“ können Gewinne

aus Betriebsveräußerungen und Betriebsaufgaben mit 56 % des

durchschnittlichen Steuersatzes versteuert werden. Voraussetzung

dafür ist, dass der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet

hat oder im sozialversicherungsrechtlichen Sinne dauernd

berufsunfähig ist. In diesen Fällen kann der Steuerpflichtige

für derartige Gewinne bis zu 5 Millionen Euro die Besteuerung

mit 56 % des durchschnittlichen Steuersatzes einmal im Leben

auf Antrag in Anspruch nehmen. Soweit die Besteuerung mit

56 % des durchschnittlichen Steuersatzes den jeweils für den

entsprechenden Veranlagungszeitraum geltenden Eingangssteuersatz

unterschreitet, wird allerdings eine Versteuerung mit

mindestens dem Eingangssteuersatz anstelle der Besteuerung

mit 56 % des durchschnittlichen Steuersatzes vorgenommen.

Der Steuerpflichtige hat für außerordentliche Einkünfte aus Betriebsveräußerungen/

Betriebsaufgaben demnach ein Wahlrecht

zwischen der Inanspruchnahme der so genannten „Fünftelregelung“

und einer Besteuerung mit 56 % des durchschnittlichen

Steuersatzes, sofern die o.g. Voraussetzungen vorliegen. Eine

Inanspruchnahme beider Begünstigungsregelungen ist aus-

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 107


108

Steuerliche Grundlagen

geschlossen. Die Möglichkeit einer Besteuerung mit 56 % des

durchschnittlichen Steuersatzes ist insbesondere von einem von

ihm gestellten Antrag abhängig.

Hat der Steuerpflichtige das 55. Lebensjahr vollendet oder ist

der Steuerpflichtige im sozialversicherungsrechtlichen Sinne

dauernd berufsunfähig, wird der Veräußerungsgewinn zudem

auf Antrag nur zur Einkommensteuer herangezogen, soweit er

€ 45.000 übersteigt. Er ermäßigt sich um den Betrag, um den

der Veräußerungsgewinn den Betrag von € 136.000 übersteigt.

Der Freibetrag von € 45.000 wird dem Steuerpflichtigen – wie

die Besteuerung mit 56 % des durchschnittlichen Steuersatzes –

nur einmal im Leben gewährt.

Für die Veräußerung eines Teils eines Mitunternehmeranteils ist

die Inanspruchnahme des o. g. Freibetrages oder einer ermäßigten

Besteuerung nicht möglich. Gewinne aus der Veräußerung

eines Teils eines Mitunternehmeranteils sind nach § 16 Abs. 1

Satz 2 EStG laufende Gewinne.

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(Ober- und Untergesellschaft)

Nach dem Erlass der Finanzbehörde der Freien und Hansestadt

Hamburg vom 10. Mai 2007, 52-S2241-007/06 stellt

die Veräußerung eines Anteils an einer Obergesellschaft einen

einheitlichen Vorgang dar. Danach liegt nur ein einheitlicher

Veräußerungsgewinn vor, für den insgesamt der Freibetrag nach

§ 16 Abs. 4 EStG in Anspruch genommen werden kann.

Auch wenn ein Veräußerungsgewinn nach neuerer Auffassung

der Finanzverwaltung einheitlich nur noch bei der Obergesellschaft

festzustellen ist, vertritt die Finanzverwaltung darüber

hinaus die Auffassung, dass bei der Ermittlung des Veräußerungsgewinns

eine Anrechnung von bei der Untergesellschaft

vorhandenen verrechenbaren Verlusten gem. § 15a EStG

weiterhin möglich ist.

3. Veräußerung von Investitionsgütern

Da die Gesellschaft sämtliche Investitionsgüter in ihrem

Betriebsvermögen hält, liegen keine privaten Veräußerungsgeschäfte

im Sinne von § 23 EStG vor. Veräußerungsgewinne sind

in jedem Fall zu versteuern. Ebenso fallen diese Geschäfte nicht

unter die Abgeltungsteuer des § 32d EStG (s. näheres unter

dem Abschnitt „Teileinkünfteverfahren“).

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

B. Keine steuerliche Haftung

Die vorstehenden Ausführungen beruhen im Wesentlichen auf

dem zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Ausführungen geltenden

gesetzlichen Vorschriften, der gegenwärtigen Rechtsprechung

und der derzeitigen Verwaltungsauffassung. Weiterentwicklungen

des Steuerrechts sowie der Rechtsprechung und der

Verwaltungsauffassung sowie deren Interpretation lassen sich

jedoch – wie eine rückschauende Betrachtung der Entwicklungen

in der Vergangenheit zeigt – nicht ausschließen, so dass

auch Abweichungen und Verschiebungen – insbesondere auch

in zeitlicher Hinsicht – der steuerlichen Ergebnisse möglich

sind. Alle derartigen Änderungen können zu einer anderen

steuerrechtlichen Bewertung des Sachverhaltes führen. Eine

Haftung für den Eintritt der steuerlichen Ergebnisse kann nicht

übernommen werden.

Soweit zukünftige Änderungen in der Gesetzgebung, der

Interpretation oder steuerrelevanten Vorschriften durch die

Finanzverwaltung oder Rechtsprechung zu einer anderen Bewertung

des Sachverhaltes führen, ist dies in den vorstehenden

Ausführungen nicht berücksichtigt.

Zu den steuerlichen Risiken der Beteiligung wird auf die Ausführungen

im Kapitel „Risiken der angebotenen Vermögensanlage“

(Seite 11) hingewiesen.

Es wird ein steuerliches Gutachten erstellt, das nach Fertigstellung

den Interessenten auf Aufforderung zur Verfügung gestellt

wird.


abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 109


Gesellschaftsvertrag

PRÄAMBEL

Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG beabsichtigt – entweder direkt

oder über Beteiligungen an anderen Gesellschaften – den Erwerb, Betrieb und die

Verwertung von Solarkraftwerken aller Art, insbesondere von Photovoltaikanlagen,

mit Standort Deutschland.

Zur Finanzierung der beabsichtigten Investitionen bietet die abakus energie GmbH

& Co. Solarfonds 2. KG Anlegern die Möglichkeit, sich entweder als Kommanditist

unmittelbar oder als Treugeber über einen Treuhandkommanditisten mittelbar zu

beteiligen. Die Anleger werden am Ergebnis der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds

2. KG teilhaben, sei es positiv oder negativ.

Etwaige mit der Eingehung der Beteiligung als Kommanditist oder als Treugeber

über den Treuhandkommanditisten verfolgte steuerliche Ziele sind nicht Geschäftsgrundlage

dieses Gesellschaftsvertrages.

§ 1 Name, Sitz, Beteiligung

1. Die Firma der Gesellschaft lautet:

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

2. Sitz der Gesellschaft ist Grünwald.

3. An der Gesellschaft sollen sich nur ausschließlich in Deutschland ansässige und

unbeschränkt steuerpflichtige Anleger beteiligen. Eine Beteiligung von Anlegern,

die in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Japan oder Australien

insbesondere aufgrund Wohnsitz/Sitz, Staatsangehörigkeit oder einer

dauerhaften Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ansässig und/oder unbeschränkt

steuerpflichtig sind, ist ausgeschlossen.

4. Die Anleger beteiligen sich an der Gesellschaft entweder unmittelbar als Kommanditisten

oder mittelbar als Treugeber über den Treuhandkommanditisten

entsprechend dem Zeichnungsschein (Beitrittserklärung), den Bestimmungen

dieses Gesellschaftsvertrages und den Bestimmungen des Treuhandvertrages

mit den jeweils vereinbarten Einlagen.

5. Anleger, die sich mittelbar als Treugeber über den Treuhandkommanditisten

beteiligen, stehen, ohne selbst Gesellschafter zu sein, nach Maßgabe des mit

dem Treuhandkommanditisten geschlossenen Treuhandvertrages sowie dieses

Gesellschaftsvertrags im Innenverhältnis zu den anderen Gesellschaftern sowie

im Verhältnis zueinander wirtschaftlich so, als seien sie unmittelbar als Kommanditisten

an der Gesellschaft beteiligt. Soweit nachfolgend Rechte und

Pflichten für „Kommanditisten“ oder „Gesellschafter“ begründet werden,

treffen diese Rechte und Pflichten im Innenverhältnis auch die mittelbar als

Treugeber über den Treuhandkommanditisten beteiligten Anleger. Dies gilt

nicht, wenn und soweit sich aus dem Zusammenhang ergibt, dass Rechte oder

Pflichten nur für den persönlich haftenden Gesellschafter, den Treuhandkommanditisten

oder die Kommanditisten begründet werden.

6. Anleger, die sich mittelbar als Treugeber über den Treuhandkommanditisten

beteiligt haben, können jederzeit durch Übernahme des seitens des Treuhandkommanditisten

für sie jeweils erworbenen (Teil-) Kommanditanteils einschließlich

der damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten, anstelle des

Treuhandkommanditisten unmittelbar als Kommanditisten in die Gesellschaft

eintreten. Sie werden sodann als Kommanditisten mit der bis dahin für sie

anteilig gehaltenen Haftsumme in das Handelsregister eingetragen, nicht jedoch

bevor sie dem persönlich haftenden Gesellschafter eine Handelsregistervollmacht

gem. § 4 Ziff. 11 i.V.m. Ziff. 10 erteilt haben. Die Wirksamkeit des

Eintritts als Kommanditist ist aufschiebend bedingt durch die Eintragung des

Treugebers als Kommanditist in das Handelsregister.

7. Die Anleger sind verpflichtet, dem persönlich haftenden Gesellschafter beziehungsweise

dem Treuhandkommanditisten jede nach ihrem Beitritt eintretende

Änderung ihrer Anschrift, ihrer Ansässigkeit oder unbeschränkten Steuerpflicht

unverzüglich schriftlich mitzuteilen. Zudem sind sie einmal jährlich verpflichtet,

der Gesellschaft auf Anforderung schriftlich zu erklären/nachzuweisen, dass sie

nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Japan oder Australien

insbesondere aufgrund von Wohnsitz/Sitz, Staatsangehörigkeit oder einer dauerhaften

Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ansässig oder unbeschränkt

steuerpflichtig sind.

8. Die Anleger sind verpflichtet, dem persönlich haftenden Gesellschafter beziehungsweise

dem Treuhandkommanditisten unverzüglich die für die Identifikationsprüfung

nach dem Geldwäschegesetz erforderlichen Nachweise zu erbringen,

soweit dies nicht bereits im Zusammenhang mit der Beitrittserklärung

erfolgt ist.

§ 2 Gegenstand der Gesellschaft

Gegenstand der Gesellschaft ist der Erwerb von Solarkraftwerken aller Art, deren

Nutzung und Verwertung in sonstiger Weise.

Ferner ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem

Gegenstand der Gesellschaft dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen

gleich welcher Rechtsform im In- und Ausland gründen, erwerben, sich

an ihnen beteiligen und Gewinnabführungsverträge abschließen; Zweigniederlassungen

im In- und Ausland errichten; Liquiditätsreserven in z.B. Zinsanlagen, Tagesgeld,

Festgeld und Wertpapiere anlegen; sich zur Durchführung ihrer Aufgaben

Dritter bedienen.

§ 3 Geschäftsjahr, Wirksamkeit der Beteiligung, Dauer der

Gesellschaft, Kündigung, Übertragungen

1. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr ist ein Rumpfgeschäftsjahr

und beginnt mit Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister.

Die Beteiligung an der Gesellschaft als Kommanditist oder als Treugeber über

den Treuhandkommanditisten wird im Innenverhältnis der Gesellschafter untereinander

wirksam mit kumulativem Eintritt der folgenden Bedingungen:

a) Annahme der Beitrittserklärung durch den persönlich haftenden Gesellschafter

bzw. für Treugeber durch den persönlich haftenden Gesellschafter

und den Treuhandkommanditisten,

b) Einzahlung der vollständigen Zeichnungssumme zzgl. 5 % Agio hierauf,

unbeschadet § 4 Ziff. 8,

c) Vorlage der notariell beglaubigten Handelsregistervollmacht gem.

§ 4 Ziff. 10 im Falle der unmittelbaren Beteiligung als Kommanditist.

Im Außenverhältnis ist die Wirksamkeit des unmittelbaren Beitritts als Kommanditist

aufschiebend bedingt durch die Eintragung in das Handelsregister.

Bis zur Eintragung in das Handelsregister werden Kommanditisten, die der

Gesellschaft unmittelbar beitreten, wie atypisch stille Gesellschafter behandelt.

2. Die Gesellschaft wird auf bestimmte Zeit geschlossen. Sie endet zum 31. Dezember

2022, es sei denn, dass 2/3 der Gesellschafter die Fortsetzung der

Gesellschaft beschließen. Die Gesellschaft kann von jedem Kommanditisten

mit einer Frist von 6 Monaten zum 31. Dezember 2022 oder, wenn die Gesellschaft

über den 31. Dezember 2022 hinaus fortgesetzt wird, mit gleicher Frist

zum Ende eines jeden Geschäftsjahres gekündigt werden; im Falle der Veräußerung

des Kommanditanteils sowie im Falle der Übertragung des Kommanditanteils

im Wege der Schenkung oder im Erbfall beginnt die Kündigungsfrist

nicht neu zu laufen. Der persönlich haftende Gesellschafter kann die Gesellschaft

mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende eines jeden Geschäftsjahres,

erstmals zum 31. Dezember 2022 kündigen; gleiches gilt für den Treuhandkommanditisten

betreffend den für eigene Rechnung gehaltenen Kommanditanteil.

Jede Kündigung ist schriftlich per Einschreiben an die Gesellschaft zu

richten. Maßgeblich für die Einhaltung der Kündigungsfrist ist der Eingang der

schriftlichen Kündigung bei der Gesellschaft. Das Recht zur außerordentlichen

Kündigung bleibt unberührt.

Kündigt der persönlich haftende Gesellschafter zu einem Zeitpunkt, zu dem

nicht sämtliche Kommanditisten gekündigt haben, oder scheidet er aus sonstigen

Gründen vor diesem Zeitpunkt aus der Gesellschaft aus, hat er Anspruch

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 111


auf Freistellung, jedoch keinen Anspruch auf Sicherheitsleistung für Verbindlichkeiten

der Gesellschaft.

Kündigt der Treuhandkommanditist ein Treuhandverhältnis aus wichtigem

Grund, so gilt dieses Kündigungsrecht aus wichtigem Grund insoweit auch

gegenüber der Gesellschaft, gerichtet auf Teilkündigung seiner Beteiligung,

soweit diese noch nicht auf den betreffenden Treugeber übertragen wurde.

Kündigen Treugeber gegenüber ihrem Treuhandkommanditisten aus wichtigem

Grund oder wird der Treuhandkommanditist von den Treugebern gem. § 16 Ziff.

6 des Treuhandvertrages abberufen, so treten die Treugeber unmittelbar als

Kommanditisten in die Gesellschaft ein und nehmen die Verwaltung ihrer Kommanditbeteiligung

mit Wirkung der Kündigung/Abberufung selbst wahr, es sei

denn, sie beauftragen einen anderen gemeinsamen Treuhandkommanditisten.

Gleiches gilt für den Fall der ordentlichen Kündigung des Treuhandvertrages,

jedoch mit der Maßgabe, dass die Kündigung gleichzeitig als Teilkündigung des

Treuhandkommanditisten gegenüber der Gesellschaft gilt, wenn der Treugeber

die Beteiligung beenden will; die Voraussetzungen gemäß § 3 Ziff. 2 Abs. 1

bleiben unberührt.

Kündigt die Gesellschaft dem Treuhandkommanditisten aus wichtigem Grund,

bestellen die Treugeber durch Mehrheitsbeschluss einen neuen gemeinsamen

Treuhandkommanditisten, mit dem das Treuhandverhältnis fortgesetzt wird,

soweit Treugeber nicht unmittelbar als Kommanditisten in die Gesellschaft

eintreten. Als wichtiger Grund gilt insoweit auch die Abberufung des Treuhandkommanditisten

durch die Treugeber gem. § 16 Ziff. 6 des Treuhandvertrages.

3. Die Kündigung der Gesellschaft hat nicht die Auflösung der Gesellschaft,

sondern das Ausscheiden des kündigenden Gesellschafters zur Folge;

§ 3 Ziff. 2 Abs. 4 bleibt unberührt.

Kommanditisten, die infolge Kündigung gemäß § 3 oder aus anderen Gründen

gemäß § 5 aus der Gesellschaft ausscheiden, sind verpflichtet, auf Verlangen

der Gesellschaft ihre Kommanditbeteiligung auf einen von der Gesellschaft zu

benennenden Dritten zu übertragen. Die Rechte der Treugeber gegenüber dem

Treuhandkommanditisten und der Auseinandersetzungsanspruch bleiben unberührt.

Verlangt die Gesellschaft die Übertragung der Gesellschafterrechte auf einen

Dritten, so haftet sie für die Zahlung des Entgelts als Gesamtschuldner neben

dem Erwerber.

4. Die Kommanditisten sind berechtigt, Teilkündigungen unter Beachtung des

§ 3 Ziff. 2 Abs. 1 und Ziff. 5 Abs. 1 Satz 2 vorzunehmen.

5. Jeder Kommanditist kann seine Beteiligung unter Beachtung von § 3 Ziff. 9 übertragen,

sofern die Pflichteinlage bei der Gesellschaft eingezahlt oder sichergestellt

ist, dass der Übernehmer die Einzahlung leistet. Teilabtretungen sind nur

zulässig, wenn die abgetretene Kommanditbeteiligung durch 1.000 ohne Rest

teilbar ist und sowohl die Beteiligung des Abtretungsempfängers als auch die

verbleibende Beteiligung – bei Ehegatten die zusammengerechneten Beteiligungen

gemäß § 4 Ziff. 3 vorletzter Absatz Satz 2 – mindestens € 5.000 beträgt.

Die Abtretung – auch zur Sicherheit – bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Zustimmung

des persönlich haftenden Gesellschafters (Abtretungsverbot gemäß

§ 399 BGB), die nur aus wichtigem Grund verweigert werden darf. Ein wichtiger

Grund liegt insbesondere dann vor, wenn der Übernehmer der Beteiligung

nicht alle schuldrechtlichen Verbindlichkeiten des abtretenden Gesellschafters

aus und in Verbindung mit der Gesellschafterstellung übernommen hat oder

wenn für den Dritten, an den die Übertragung beabsichtigt ist, der für die

Identifikationsprüfung nach dem Geldwäschegesetz erforderliche Nachweis

nicht vorliegt. Abtretungen – mit Ausnahme von Sicherungsabtretungen –

können immer nur mit Wirkung zum Ende eines Geschäftsjahres erfolgen; der

persönlich haftende Gesellschafter kann hiervon im Einzelfall nach eigenem

Ermessen Ausnahmen zulassen. Soweit zum Zeitpunkt der Übertragung der

Beteiligung der Kommanditist seine Pflichteinlage noch nicht oder nicht vollständig

erbracht hat, ist die Übertragung nicht mit einer befreienden Schuldübernahme

verbunden.

Der Treuhandkommanditist bedarf zur Übertragung der Zustimmung des/der

betroffenen Treugeber(s), vorbehaltlich § 16 Ziff. 6 des Treuhandvertrages.

Die Regelungen gelten entsprechend für (Sicherheits-)Abtretungen eines Treugeberanteils.

6. Der Eintritt eines Treugebers in die Gesellschaft als unmittelbar beteiligter Kommanditist

erfolgt in allen Fällen in der Weise, dass der Treuhandkommanditist

112

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

den entsprechenden Teilkommanditanteil auf den Treugeber gem. § 1 Ziff. 6

überträgt. Soweit Ersatzansprüche des Treugebers aus dem Treuhandverhältnis

nicht bestehen, hat der Treuhandkommanditist Anspruch auf entsprechende

anteilige Freistellung von Gesellschaftsverbindlichkeiten, jedoch keinen Anspruch

auf Sicherheitsleistung.

7. Die Kosten für eine Übertragung der Beteiligung und/oder für den Eintritt eines

Treugebers in die Gesellschaft als Kommanditist (Notar- und Gerichtskosten)

trägt im Verhältnis zur Gesellschaft der neu eintretende Kommanditist beziehungsweise

der unmittelbar als Kommanditist eintretende Treugeber. Für die

Bearbeitung der Übertragung der Beteiligung oder im Falle des Eintritts eines

Treugebers in die Gesellschaft als Kommanditist erhält der persönlich haftende

Gesellschafter bzw. der Treuhandkommanditist von dem Eintretenden eine

Pauschalvergütung in Höhe von € 100 nebst Ersatz sämtlicher Kosten jeweils

zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer, soweit diese anfällt. Die vorgenannte Pauschalvergütung

kann mit zukünftigen Auszahlungsansprüchen des Eintretenden

gem. § 11 verrechnet werden.

8. Soweit der Gesellschaft durch eine Übertragung der Beteiligung Abgaben und/

oder Kosten, insbesondere Gewerbesteuermehrbelastungen entstehen, haben

der übertragende Kommanditist und der neu eintretende Kommanditist diese

Abgaben und/oder Kosten gem. § 16 als Gesamtschuldner zu tragen und der

Gesellschaft zu erstatten. Der persönlich haftende Gesellschafter ist in diesem

Fall berechtigt, seine Zustimmung gem. § 3 Ziff. 5 von einer angemessenen

Sicherheitsleistung für den Erstattungsanspruch abhängig zu machen.

9. Ein Angebot an und/oder eine Übertragung der Beteiligung auf Personen, die

in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Japan oder Australien insbesondere

aufgrund Wohnsitz/Sitz, Staatsangehörigkeit oder einer dauerhaften

Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ansässig und/oder unbeschränkt steuerpflichtig

sind, ist ausgeschlossen.

§ 4 Gesellschafter, Gesellschaftskapital, Gesellschafterkonten

1. Persönlich haftender Gesellschafter ist die abakus Portfolio Management

GmbH. Sie leistet keine Einlage.

2. Kommanditisten sind

a) Herr Hans-Martin Herbel mit einer Pflichteinlage in Höhe von € 1.000, die

in voller Höhe in das Handelsregister als Haftsumme eingetragen wird,

b) Frau Jutta Herbel mit einer Pflichteinlage in Höhe von € 1.000, die in voller

Höhe in das Handelsregister als Haftsumme eingetragen wird,

c) Herr Karsten Mieth mit einer Pflichteinlage in Höhe von € 1.000, die in

voller Höhe in das Handelsregister als Haftsumme eingetragen wird,

d) die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

mit einer Pflichteinlage in Höhe von € 1.000 für eigene Rechnung,

die in voller Höhe in das Handelsregister als Haftsumme eingetragen wird.

Die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

ist berechtigt und von den Gesellschaftern bzw. Treugebern unter Befreiung

von § 181 BGB bevollmächtigt, ihre Pflichteinlage gemäß § 4 Ziff. 3 durch

Erklärung gegenüber dem persönlich haftenden Gesellschafter zu erhöhen und

den erhöhten Kommanditanteil als Treuhandkommanditist im eigenen Namen

für Rechnung von Treugebern anteilig zu halten. Das Recht zur Erhöhung der

Pflichteinlage endet, wenn der persönlich haftende Gesellschafter dem Treuhandkommanditisten

nach Maßgabe von § 4 Ziff. 3 mitteilt, dass kein weiteres

Kommanditkapital aufzunehmen ist.

Vor der Eintragung der vorgenannten Kommanditisten in das Handelsregister

besteht zwischen ihnen und der Gesellschaft ein atypisch stilles Gesellschaftsverhältnis,

auf das die Bestimmungen dieses Gesellschaftsvertrages entsprechend

anzuwenden sind.

Ein Agio wird auf die vorgenannten Pflichteinlagen der vorgenannten Kommanditisten

nicht erhoben.

3. Der persönlich haftende Gesellschafter ist berechtigt und von den Gesellschaftern

unter Befreiung von § 181 BGB bevollmächtigt – unbeschadet der sich

aus § 4 Ziff. 12 ergebenden bzw. vorgesehenen Möglichkeit von Kapitalerhöhungen

-,


a) das Kommanditkapital auf € 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf € 9.996.000)

durch Beteiligung weiterer Kommanditisten oder durch Beteiligung von

Treugebern über den Treuhandkommanditisten zu erhöhen;

b) das Kommanditkapital über den Betrag von € 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio

auf € 9.996.000) hinaus auf bis zu € 25 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf

€ 24.996.000) durch Beteiligung weiterer Kommanditisten oder durch Beteiligung

von Treugebern über den Treuhandkommanditisten zu erhöhen;

c) die Kapitalaufnahme zu beenden, bevor der Betrag von € 10 Millionen

(zzgl. 5 % Agio auf € 9.996.000) gem. lit. a) oder die Erhöhung des Kommanditkapitals

über den Betrag von € 10 Millionen (zzgl. 5 % Agio auf

€ 9.996.000) hinaus gem. lit. b) erreicht ist.

Spätestens zum 31. Dezember 2011 ist der persönlich haftende Gesellschafter

nicht mehr berechtigt, weiteres Kommanditkapital aufzunehmen.

Die Mindestzeichnungssumme der jeweiligen Pflichteinlage – mit Ausnahme

der Pflichteinlagen der in § 4 Ziff. 2 genannten Kommanditisten – beträgt

€ 5.000. Beteiligen sich Ehegatten, ist diese Voraussetzung bezüglich der zusammenzurechnenden

Beteiligungen zu erfüllen. Höhere Zeichnungssummen

müssen durch 1.000 ohne Rest teilbar sein.

Betreffend das erhöhte Kommanditkapital wird 1 % davon als Haftsumme in

das Handelsregister eingetragen. Beteiligen sich Anleger als Treugeber über

den Treuhandkommanditisten, erhöht sich die für den Treuhandkommanditisten

in das Handelregister eingetragene Haftsumme entsprechend. Die in das

Handelsregister einzutragenden Haftsummen richten sich nach dem Einzahlungsstand

der zum Ende eines jeden Geschäftsjahres seitens der Kommanditisten

tatsächlich eingezahlten Pflichteinlagen, wobei die Eintragung der Haftsummen

entsprechend der tatsächlich eingezahlten Pflichteinlagen auch früher

und mehrmals in einem Geschäftsjahr erfolgen kann. Die Eintragung der Haftsummen

erfolgt jedoch nicht, bevor die Voraussetzungen gem. § 3 Ziff. 1 erfüllt

und die Freigabebedingungen gem. § 6 Ziff. 3 eingetreten sind. § 4 Ziff. 8 bleibt

unberührt.

4. Die Gesellschafter unterliegen nicht dem Wettbewerbsverbot gemäß § 112

HGB.

5. Eine Nachschusspflicht der Kommanditisten besteht nicht, auch nicht als Ausgleichspflicht

der Gesellschafter untereinander, soweit sich nicht aus den nicht

abdingbaren §§ 171 f. HGB etwas anderes ergibt.

6. Das Kommanditkapital ist seitens der Kommanditisten wie folgt einzuzahlen:

100 % der Zeichnungssumme zzgl. 5 % Agio hierauf innerhalb von 14 Tagen

nach Aufforderung durch den persönlich haftenden Gesellschafter auf das

Konto der Gesellschaft bei der

Volksbank Ulm Biberach eG, BLZ 630 901 00, Kto. Nr. 161 722 008

7. Die Einzahlungen der Kommanditisten werden zunächst auf das Agio und sodann

auf die Pflichteinlage angerechnet.

8. Der persönlich haftende Gesellschafter ist berechtigt, einzelnen Kommanditisten

die Einzahlung der Pflichteinlage abweichend von den vertraglichen Vereinbarungen

zuzugestehen sowie die Pflichteinlage der einzelnen Kommanditisten

nach erfolgloser Mahnung auf das tatsächlich eingezahlte Kapital

herabzusetzen, soweit die Mindestzeichnungssumme hierdurch nicht unterschritten

wird. § 3 Ziff. 1 lit. b) gilt insoweit nicht.

9. Für jeden Kommanditisten wird ein gesondertes Kapitalkonto geführt, das sich

aus folgenden Unterkonten zusammensetzt:

– dem festen Kapitalkonto (Kapitalkonto I)

– dem Gewinn- und Verlustkonto (Kapitalkonto II)

– dem Privatkonto

Das feste Kapitalkonto I bestimmt sich nach der eingezahlten Pflichteinlage

des Kommanditisten ohne Agio. Nach dem Stand dieses Kontos bemessen sich

die Stimmrechte des Kommanditisten sowie die Ergebnisverteilung.

Auf dem Kapitalkonto II werden die dem einzelnen Kommanditisten zugewiesenen

Gewinn- und Verlustanteile gebucht.

Auf dem Privatkonto werden etwaige weitere Einlagen des jeweiligen Kommanditisten

sowie sämtliche Entnahmen und Auszahlungen gebucht.

Ferner wird bei der Gesellschaft ein gesamthänderisch gebundenes Rücklagekonto

geführt, auf welches das gezahlte Agio eines jeden Kommanditisten als

Kapitalrücklage gebucht wird. Es dient unter anderem zur Begleichung anteiliger

Kapitalbeschaffungskosten und wird gelöscht, soweit das handelsrechtlich

zulässig ist. Soweit Kapitalbeschaffungskosten eingespart werden, kann

die Gesellschaft auf die Zahlungen eines Agios ganz oder teilweise verzichten.

Sämtliche Konten werden nicht verzinst und gewähren mit Ausnahme des Kapitalkontos

I keine Gesellschafterrechte.

Treugeber, die unmittelbar Kommanditisten der Gesellschaft werden, übernehmen

die vorgenannten Konten des Treuhandkommanditisten anteilig.

10. Alle Kommanditisten bevollmächtigen hiermit beziehungsweise mit ihrem Beitritt

den persönlich haftenden Gesellschafter unter Befreiung von den Vorschriften

des § 181 BGB in ihrem Namen,

a) ihren Beitritt als Kommanditist zur Gesellschaft in das Handelsregister anzumelden;

b) alle Erklärungen abzugeben und entgegenzunehmen, welche zur Aufnahme

und beim Ausscheiden von Kommanditisten erforderlich sind;

c) sämtliche Anmeldungen zum Handelsregister vorzunehmen, die jetzt und

künftig für die Gesellschaft erforderlich sind oder werden. Dazu gehören

auch die Anmeldung eines etwaigen Ausscheidens des persönlich haftenden

Gesellschafters mit oder ohne Eintritt eines Nachfolgers und die Erhöhung

und Herabsetzung von Haftsummen – nicht jedoch die Erhöhung der

Haftsumme bezüglich der eingegangenen Beteiligung – und des Beitritts

oder des Ausscheidens von Kommanditisten.

Die Kommanditisten sind verpflichtet, dem persönlich haftenden Gesellschafter

bei ihrem Beitritt eine Vollmachtsurkunde vorstehenden Inhalts in notariell

beglaubigter Form zu übergeben, die auch bei einem Wechsel des persönlich

haftenden Gesellschafters für dessen Nachfolger maßgeblich und wirksam

bleibt. Die Vollmacht besteht unwiderruflich, solange der Kommanditist der

Gesellschaft angehört. Sie erlischt nicht durch den Tod des Vollmachtgebers.

Soweit erforderlich sind die Kommanditisten verpflichtet, dem Nachfolger des

persönlich haftenden Gesellschafters gesondert eine entsprechende Vollmacht

zu erteilen.

Die Kommanditisten bevollmächtigen durch ihren Beitritt den persönlich haftenden

Gesellschafter zur Entgegennahme der steuerlichen Feststellungsbescheide

(Empfangsvollmacht). Die Vollmacht gilt auch nach dem Ausscheiden

des Kommanditisten aus der Gesellschaft fort, wenn sie nicht sowohl gegenüber

dem persönlich haftenden Gesellschafter als auch gegenüber dem zuständigen

Finanzamt widerrufen wird.

11. § 4 Ziff. 10 gilt entsprechend für Treugeber, die unmittelbar Kommanditist der

Gesellschaft werden.

12. Der persönlich haftende Gesellschafter ist zu weiteren Kapitalerhöhungen und

Aufnahme weiterer Gesellschafter über das Kommanditkapital gemäß

§ 4 Ziff. 3 hinaus berechtigt, um aufgenommene Darlehen durch Eigenkapital

zu ersetzen oder sich verwaltungstechnisch ergebende Überzeichnungen in

wirtschaftlich vertretbarem Umfang (bis zu maximal 5 % des in § 4 Ziff. 3 aufgeführten

Kommanditkapitals) anzunehmen.

§ 5 Beendigung der Beteiligung

1. Ein Gesellschafter scheidet aus der Gesellschaft aus, wenn

a) er das Gesellschaftsverhältnis gem. § 3 Ziff. 2 kündigt, zum Schluss des

Geschäftsjahres, zu dem wirksam gekündigt wurde;

b) ihm das Gesellschaftsverhältnis aus wichtigem Grunde fristlos gekündigt

wird, mit dem Zugang des Kündigungsschreibens;

c) er seiner Verpflichtung zur Beibringung des für die Identifikationsprüfung

nach dem Geldwäschegesetz erforderlichen Nachweises gemäß § 1 Ziff. 8

innerhalb einer Frist von 30 Tagen seit Aufforderung durch den persönlich

haftenden Gesellschafter nicht nachgekommen ist, mit dem Zugang der

Ausschlusserklärung der Gesellschaft, zu deren Abgabe hiermit alle Gesellschafter

den persönlich haftenden Gesellschafter unter Befreiung von den

Vorschriften des § 181 BGB beauftragen;

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 113


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d) über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung

mangels Masse abgelehnt wird;

e) sein Auseinandersetzungsguthaben von einem Privatgläubiger gepfändet

wird und die Pfändung mindestens 3 Monate ununterbrochen bestehen

bleibt, mit dem Schluss des bei Fristende laufenden Geschäftsjahres;

f) er in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Japan oder Australien

insbesondere aufgrund Wohnsitz/Sitz, Staatsangehörigkeit oder einer dauerhaften

Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ansässig oder unbeschränkt

steuerpflichtig wird, mit dem Zugang der Ausschlusserklärung der

Gesellschaft, zu deren Abgabe hiermit alle Gesellschafter den persönlich

haftenden Gesellschafter unter Befreiung von den Vorschriften des

§ 181 BGB beauftragen;

g) ihm das Gesellschaftsverhältnis gem. § 13 Ziff. 2 gekündigt wird, mit dem

Zugang des Kündigungsschreibens.

2. Scheidet ein Kommanditist aus der Gesellschaft aus, so ist der persönlich haftende

Gesellschafter berechtigt, in Höhe der Beteiligung des Ausscheidenden

einen oder mehrere Kommanditisten in die Gesellschaft aufzunehmen, der bzw.

die die Beteiligung und das Kapitalkonto übernimmt bzw. übernehmen. Der

persönlich haftende Gesellschafter ist in diesen Fällen auch berechtigt, anstelle

der Neuaufnahme entsprechende Fremdmittel für die Gesellschaft aufzunehmen,

um das Auseinandersetzungsguthaben bedienen zu können. Ein Anspruch

des ausscheidenden Kommanditisten auf Sicherheitsleistung für Freistellungsansprüche

besteht nicht.

3. Scheidet der persönlich haftende Gesellschafter aus wichtigem Grund oder

durch Kündigung gemäß § 3 Ziff. 2 aus, so können die Kommanditisten durch

Mehrheitsbeschluss einen neuen persönlich haftenden Gesellschafter bestellen,

der ohne Auseinandersetzung der Gesellschaft als persönlich haftender

Gesellschafter in die Gesellschaft eintritt, und zwar mit denselben Rechten und

Pflichten wie der ausgeschiedene persönlich haftende Gesellschafter. Ein Anspruch

des ausscheidenden persönlich haftenden Gesellschafters auf Sicherheitsleistung

für Freistellungsansprüche besteht nicht.

4. Scheidet der Treuhandkommanditist aus wichtigem Grund oder durch Kündigung

gemäß § 3 Ziff. 2 aus, bestellen die Treugeber durch Mehrheitsbeschluss

einen neuen gemeinsamen Treuhandkommanditisten, mit dem das Treuhandverhältnis

fortgesetzt wird, soweit Treugeber nicht unmittelbar in die Gesellschaft

als Kommanditisten eintreten.

5. Der jeweilige Gesellschafter ist verpflichtet, die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

oder die Ablehnung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse

über sein Vermögen der Gesellschaft unverzüglich anzuzeigen. Eine eigene

Ermittlungspflicht besteht für den persönlich haftenden Gesellschafter oder

den mit der Geschäftsbesorgung etwaig beauftragten Dritten nicht.

§ 6 Vertretung, Geschäftsführung, Mittelfreigabekontrolle,

Tätigkeitsvergütungen

1. Die Vertretung und Geschäftsführung der Gesellschaft obliegt dem persönlich

haftenden Gesellschafter. Er kann sich zur Erfüllung seiner Aufgaben Dritter

bedienen. Der persönlich haftende Gesellschafter und seine Organe sind von

den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

2. Der persönlich haftende Gesellschafter ist zur Vornahme aller Rechtshandlungen

und Maßnahmen berechtigt, die für den Gesellschaftszweck erforderlich

und zweckmäßig sind und die zum laufenden Geschäftsbetrieb gehören.

Zum laufenden Geschäftsbetrieb gehören insbesondere

– alle Investitionen in Solarkraftwerke aller Art, inbesondere in Photovoltaikanlagen,

mit Standort Deutschland, deren Betrieb und Nutzung, sei es durch

direkten Erwerb der jeweiligen Kraftwerke/Anlagen oder über Beteiligungen

an anderen Gesellschaften. Zu den anderen Gesellschaften zählen sowohl

Gesellschaften, die durch die abakus Finanz GmbH, die abakus Portfolio

Management GmbH und/oder mit diesen verbundenen Unternehmen konzipiert,

initiiert oder herausgegeben wurden als auch Gesellschaften, die von

anderen Unternehmen – inbesondere anderen Initiatoren/Prospektherausgebern

– konzipiert, initiiert oder herausgeben wurden. Investitionen in

Anlageobjekte, die entweder von der Gesellschaft direkt erworben werden

oder von Gesellschaften (direkt oder indirekt) gehalten werden, an denen

sich die Gesellschaft beteiligt und die von der abakus Finanz GmbH, der

abakus Portfolio Management GmbH und/oder mit diesen verbundenen Un-

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

ternehmen konzipiert, initiiert oder herausgegeben wurden, werden als unmittelbare

Investitionen verstanden. Investitionen in Anlageobjekte, die von

Gesellschaften (direkt oder indirekt) gehalten werden, an denen sich die

Gesellschaft beteiligt und die von anderen Unternehmen – insbesondere

anderen Initiatoren/Prospektherausgebern – konzipiert, initiiert oder herausgegeben

wurden, werden als mittelbare Investitionen verstanden;

– der Abschluss, die Änderung und die Aufhebung aller Verträge, die im Zusammenhang

mit der Investition in Solarkraftwerke aller Art, insbesondere

Photovoltaikanlagen, mit Standort Deutschland stehen, insbesondere Kauf-,

Miet- und Pachtverträge;

– die Gründung von Unternehmen, der Erwerb von Unternehmen und die

Beteiligung an Unternehmen gleich welcher Rechtsform, auch wenn diese

fremdfinanziert sind, die in Solarkraftwerke aller Art, inbesondere in Photovoltaikanlagen,

mit Standort Deutschland investieren, diese betreiben, nutzen

und verwerten;

– der Abschluss, die Änderung oder die Aufhebung von Gewinnabführungsverträgen,

nach denen sich Unternehmen verpflichten, ihr ganzes Ergebnis an

die Gesellschaft abzuführen, soweit dies zur Ausführung des Gesellschaftsgegenstands

erforderlich ist;

– die Anlage der Liquiditätsreserve in z.B. Zinsanlagen, Tagesgeld, Festgeld und

Wertpapiere;

– die Veräußerung der Solarkraftwerke aller Art, insbesondere der Photovoltaikanlagen,

der Unternehmensbeteiligungen sowie der Anlagen der Liquiditätsreserve;

– die Aufnahme von Fremdkapital bis zu 10 % des Kommanditkapitals (Kapitalkonto

I) mit einer Laufzeit von weniger oder mehr als 60 Monaten;

– die Aufnahme von Fremdkapital über 10 % des Kommanditkapitals (Kapitalkonto

I) hinaus mit einer Laufzeit von weniger als 60 Monaten.

Darüber hinaus zählen zum laufenden Geschäftsbetrieb insbesondere der Abschluss,

die Änderung und die Aufhebung von Verwaltungs- und Geschäftsbesorgungsverträgen,

Beratungsverträgen sowie von Verträgen über die wirtschaftliche

Konzeption der Gesellschaft und die Eigenkapitalvermittlung. Ungeachtet

dessen stimmen die Gesellschafter diesen Verträgen mit ihrem Beitritt

zu, soweit die Gesellschaft solche Verträge bereits abgeschlossen hat.

Als über den laufenden Geschäftsbetrieb hinausgehend und damit zustimmungsbedürftig

gelten insbesondere, jedoch unbeschadet abweichender Regelungen

im Gesellschaftsvertrag, die in § 8 Ziff. 3 genannten Gegenstände.

Diese bedürfen der Zustimmung der Gesellschafter.

3. Die auf das Gesellschaftskonto eingezahlten Pflichteinlagen unterliegen einer

zeitlich und inhaltlich begrenzten Mittelfreigabekontrolle. Der Mittelfreigabekontrolleur

gibt die auf das Gesellschaftskonto eingezahlten Pflichteinlagen

der Kommanditisten für unmittelbare und mittelbare Investitionen zur Verfügung

der Gesellschaft frei, wenn die Gesellschaft eine Investition in Solarkraftwerke

aller Art, insbesondere in Photovoltaikanlagen, mit Standort

Deutschland tätigen will und von der Gesellschaft – je nach Investitionsobjekt

– vorgelegte Emissionsprospekte, Zeichnungsscheine, Antragsformulare, Kaufverträge,

Gesellschaftsverträge oder sonstige Unterlagen zum Investitionsobjekt

eine Investition in Solarkraftwerke aller Art, insbesondere in Photovoltaikanlagen,

mit Standort Deutschland belegen.

Hinsichtlich der Investitionsnebenkosten (Dienstleistungsgebühren, Verwaltungskosten

und sonstige Nebenkosten sowie laufende Kosten) wird der Mittelfreigabekontrolleur

über die eingezahlten Einlagen verfügen, soweit diese

verwandt werden sollen zur Erfüllung

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– Rechtsberatungsverträgen;

– Steuerberatungsverträgen;

– beauftragten Gutachten (z.B. Gutachten im Zusammenhang mit den Investitionen);

– dem Treuhandvertrag;

– dem Mittelfreigabekontrollvertrag;

– Bankgebühren (z.B. aus Darlehensverträgen oder Kontoführungsverträgen);

– Notar- und Gerichtsgebühren;

– dem Dienstleistungsvertrag (Prospektierung, Marketing);

– dem Konzeptionsvertrag;

– der Haftungsvergütung, der Geschäftsführungsvergütung, der Anlegerverwaltungsvergütung,

der Objektverwaltungsvergütung, der Treuhandvergütung

sowie weiteren im Gesellschaftsvertrag der Gesellschaft geregelten

Vergütungen und Aufwendungsersatzansprüchen;

– Eigenkapitalvermittlungsverträgen;

– den für die Verwaltung bzw. Bewirtschaftung der erworbenen Investitionsobjekte

anfallenden Sachkosten (Versicherungsprämien, Lizenzge-


ühren, Kosten der Gesellschafterversammlung, Porto, Kopier- und Druckkosten,

o.ä.) und sonstigen Gesellschaftskosten (z.B. Pachten, Zinsen o.ä.),

– beschlossenen oder vorgesehenen Ausschüttungen an die Gesellschafter

(Entnahmen).

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Dabei hat der Mittefreigabekontrolleur sicherzustellen, dass die Zahlungen

unmittelbar an die jeweiligen Gläubiger erfolgen oder in sonstiger Weise die

Zweckbindung der Mittel gewahrt wird. Die Freigabe kann erfolgen, wenn dem

Mittelfreigabekontrolleur die den Investitionsnebenkosten zu Grunde liegenden

Verträge und/oder ggf. eine Zahlungsaufforderung gegenüber der Gesellschaft

vorliegen. Soweit keine schriftlichen Verträge gegeben sind, muss dem

Mittelfreigabekontrolleur eine Zahlungsaufforderung gegenüber der Gesellschaft

vorliegen.

4. Für die Übernahme der Haftung in der Platzierungsphase erhält der persönlich

haftende Gesellschafter einmalig eine Vergütung von 0,10 % des eingezahlten

Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) zum Zeitpunkt der Beendigung der Platzierung

(netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Zudem erhält der persönlich

haftende Gesellschafter für die Anlegerverwaltung in der Platzierungsphase

einmalig eine Vergütung von 0,45 % des eingezahlten Kommanditkapitals

(Kapitalkonto I) zum Zeitpunkt der Beendigung der Platzierung (netto, ggf.

zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Beide vorgenannten Vergütungen sind bis zur

Beendigung der Platzierung monatlich nachschüssig auf Basis des monatlich

eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) fällig.

Darüber hinaus erhält der persönlich haftende Gesellschafter für die Übernahme

der Haftung für das Jahr 2010 eine Vergütung von 0,05 % des zum

31. Dezember 2010 eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) und ab

dem Jahr 2011 eine jährliche Vergütung von 0,1% des eingezahlten Kommanditkapitals

(Kapitalkonto I) zum 31. Dezember eines jeden vorangegangenen

Geschäftsjahres (jeweils netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Ferner

erhält der persönlich haftende Gesellschafter für die Anlegerverwaltung für das

Jahr 2010 eine Vergütung von 0,225% des zum 31. Dezember 2010 eingezahlten

Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) und ab dem Jahr 2011 eine jährliche

Vergütung von 0,45 % des eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto

I) zum 31. Dezember eines jeden vorangegangenen Geschäftsjahres (jeweils

netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Alle vorgenannten jährlichen Vergütungen

erhöhen sich erstmals ab dem 1. Januar 2013 jährlich um 2 % gegenüber

dem Vorjahr und sind monatlich vorschüssig zur Zahlung fällig. Die

vorgenannten Vergütungen für das Jahr 2010 sind zum 31. Dezember 2010

zur Zahlung fällig. Laufende Aufwendungen der Gesellschaft sind nicht von

diesen Vergütungen abgedeckt, sondern zusätzlich von der Gesellschaft zu

tragen. Zusätzliche Leistungen des persönlich haftenden Gesellschafters zugunsten

eines einzelnen Kommanditisten werden diesem gesondert in Rechnung

gestellt.

5. Für die Objektverwaltung in der Platzierungsphase erhält der insoweit mit der

Geschäftsbesorgung Beauftragte einmalig eine Vergütung von 0,45 % des

eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) zum Zeitpunkt der Beendigung

der Platzierung (netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Sie ist bis zur

Beendigung der Platzierung monatlich nachschüssig auf Basis des eingezahlten

Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) fällig.

Darüber hinaus erhält der mit der Objektverwaltung beauftragte Geschäftsbesorger

für seine Tätigkeit für das Jahr 2010 eine Vergütung von 0,225 % des

zum 31. Dezember 2010 eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) und

ab dem Jahr 2011 eine jährliche Vergütung von 0,45 % des eingezahlten Kommanditkapitals

(Kapitalkonto I) zum 31. Dezember eines jeden vorangegangenen

Geschäftsjahres (jeweils netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Die

vorgenannte jährliche Vergütung erhöht sich erstmals ab dem 1. Januar 2013

jährlich um 2 % gegenüber dem Vorjahr und ist monatlich vorschüssig zur

Zahlung fällig. Die vorgenannte Vergütung für das Jahr 2010 ist zum 31. Dezember

2010 zur Zahlung fällig. Laufende Aufwendungen der Gesellschaft sind

nicht von diesen Vergütungen abgedeckt, sondern zusätzlich von der Gesellschaft

zu tragen.

Sollte die Objektverwaltung nicht oder nicht mehr auf einen Geschäftsbesorger

übertragen werden, erhält der persönlich haftende Gesellschafter die vorgenannte

Vergütung für die Objektverwaltung.

6. Die Vergütung für den Treuhandkommanditisten beträgt in der Platzierungsphase

einmalig 0,275 % des eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) zum

Zeitpunkt der Beendigung der Platzierung (netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer).

Sie ist bis zur Beendigung der Platzierung monatlich nachschüssig auf

Basis des monatlich eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) fällig.

Darüber hinaus erhält der Treuhandkommanditist für seine Tätigkeit für das

Jahr 2010 eine Vergütung von 0,0625 % des zum 31. Dezember 2010 eingezahlten

Kommanditkapitals (Kapitalkonto I) und ab dem Jahr 2011 eine jährliche

Vergütung von 0,125 % des eingezahlten Kommanditkapitals (Kapitalkonto

I) zum 31. Dezember eines jeden vorangegangenen Geschäftsjahres

(jeweils netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer). Die Vergütung wird von

der Gesellschaft gezahlt, da sie durch den Treuhandkommanditisten in Bezug

auf die Treugeber von der Verwaltungstätigkeit entlastet wird. Die Vergütung

ändert sich nicht, auch wenn Treugeber unmittelbar Kommanditisten werden.

Die vorgenannte jährliche Vergütung erhöht sich erstmals ab dem 1. Januar

2013 jährlich um 2 % gegenüber dem Vorjahr und ist monatlich vorschüssig

zur Zahlung fällig. Die vorgenannte Vergütung für das Jahr 2010 ist zum

31. Dezember 2010 zur Zahlung fällig.

Ferner erhält der Treuhandkommanditist für seine Tätigkeit als Mittelfreigabekontrolleur

eine einmalige Vergütung von 0,10 % des Gesamtinvestitionsvolumens,

mindestens aber € 16.000 (jeweils netto, ggf. zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer).

Die Mindestvergütung von € 16.000 ist zum 30. Juni 2010 fällig. Eine

darüber hinausgehende Vergütung ist bis zum 31. Dezember 2012 monatlich

nachschüssig auf Basis des monatlichen Gesamtinvestitionsvolumens fällig.

Zudem erhält der Treuhandkommanditist für seine Tätigkeit als Steuerberater

der Gesellschaft eine Vergütung, die gesondert schuldrechtlich vereinbart wird.

7. Die in § 6 Ziff. 4, Ziff. 5 und Ziff. 6 genannten Vergütungen gelten sämtlich als

Kosten der Gesellschaft.

§ 7 Beirat, Kontrollrechte

1. Die Gesellschaft ist berechtigt, einen Beirat, bestehend aus drei Personen zu

bestellen.

2. Zwei Mitglieder des Beirats werden für die Dauer von drei Jahren in einem

Wahlgang durch die Gesellschafter gewählt. Wiederwahl ist möglich. Ein Mitglied

wird durch den persönlich haftenden Gesellschafter bestimmt.

3. Die Beiratsmitglieder wählen aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden.

4. Der Beirat gibt sich eine eigene Geschäftsordnung. Er tagt am Sitz der Gesellschaft.

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst.

5. Die Aufgaben des Beirats bestehen darin, den persönlich haftenden Gesellschafter

bei der Erfüllung der Geschäftsführungsaufgaben im Rahmen des § 6 zu

überwachen, die Widerspruchs- und Kontrollrechte gemäß §§ 164,166 HGB

wahrzunehmen, soweit diese nicht von den Kommanditisten selbst ausgeübt

werden, und auch beratend tätig zu sein. Hierbei ist der Beirat berechtigt, die

Bücher der Gesellschaft einzusehen und zu prüfen, von der Geschäftsführung

entsprechend § 90 Abs. 1 AktG halbjährlich Berichte zu verlangen, die über die

wesentlichen Geschäftsvorfälle berichten, und jederzeit eine Gesellschafterversammlung

einzuberufen oder ein schriftliches Beschlussverfahren zu veranlassen.

6. Für ihre Tätigkeit erhalten die Beiratsmitglieder neben dem Ersatz der notwendigen

Aufwendungen eine angemessene Tätigkeitsvergütung zzgl. etwaiger

gesetzlicher Umsatzsteuer, die von den Gesellschaftern durch Beschluss festgesetzt

wird. Die Tätigkeitsvergütungen gelten als Kosten der Gesellschaft.

7. Für den Fall des vorzeitigen Ausscheidens – etwa durch Ableben, Amtsniederlegung

– oder dauerhafter persönlicher Verhinderung eines Beiratsmitgliedes über

einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten kann entsprechend der Regelung in

§ 7 Ziff. 2 für ein gewähltes Beiratsmitglied ein Ersatzmitglied gewählt werden

bzw. für das durch den persönlich haftenden Gesellschafter bestimmte Beiratsmitglied

ein Ersatzmitglied durch den persönlich haftenden Gesellschafter bestimmt

werden, dessen Amtszeit jeweils mit der Regelamtszeit des ausgeschiedenen

beziehungsweise dauerhaft verhinderten Beiratsmitgliedes endet.

§ 8 Gesellschafterbeschlüsse

1. Gesellschafterbeschlüsse werden, soweit nicht Gesetz oder dieser Vertrag etwas

anderes bestimmen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen und stimmberechtigten

Stimmen gefasst. Enthaltungen gelten als nicht abgegebene

Stimmen. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

2. Jeder Kommanditist hat für je voll eingezahlte € 1.000 seiner Pflichteinlage

eine Stimme. Vertretung durch Dritte ist möglich.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 115


Treugeber sind berechtigt, das Stimmrecht des Treuhandkommanditisten entsprechend

ihrem Anteil selbst in der Gesellschafterversammlung oder bei

schriftlichen Beschlussfassungen auszuüben. Soweit Treugeber nicht selbst

abstimmen oder durch einen Dritten abstimmen lassen, nimmt der Treuhandkommanditist

ihr Stimmrecht entsprechend den Weisungen des jeweiligen

Treugebers gespalten wahr oder wird sich der Stimme enthalten, soweit Weisungen

nicht erteilt werden.

116

Der persönlich haftende Gesellschafter hat 10 Stimmen.

3. Ist Gegenstand der Beschlussfassung

a) die Änderung des Gesellschaftsvertrages,

b) die Auflösung oder Umwandlung des Unternehmens,

c) die Veräußerung oder Verpachtung des Unternehmens oder eines wesentlichen

Teiles davon,

d) die vollständige oder teilweise Einstellung des Gewerbebetriebes,

e) die Aufnahme neuer und/oder die Aufgabe bestehender Geschäftszweige,

f) die Eingehung von Bürgschaften, Garantien u. dgl.,

g) die Begebung von Wechseln,

h) der Abschluss, die Änderung oder die Aufhebung von Gewinnabführungsverträgen,

nach denen sich Unternehmen verpflichten, ihr ganzes Ergebnis

an die Gesellschaft abzuführen, soweit dies zur Ausführung des Gesellschaftsgegenstands

nicht erforderlich ist,

i) die Aufnahme von Fremdkapital, soweit dieses 10% des Kommanditkapitals

(Kapitalkonto I) überschreitet und eine Laufzeit von mehr als 60 Monaten

hat,

j) die Fortsetzung der Gesellschaft über den 31. Dezember 2022 hinaus,

k) der Ausschluss des persönlich haftenden Gesellschafters aus wichtigem

Grund und die Bestellung eines neuen persönlich haftenden Gesellschafters,

so bedarf der Gesellschafterbeschluss einer Mehrheit von 2/3, im Falle der

Umwandlung der Gesellschaft von 3/4 der abgegebenen und stimmberechtigten

Stimmen. Die Aufnahme zusätzlicher persönlich haftender Gesellschafter

ist nur mit Zustimmung des vorhandenen persönlich haftenden Gesellschafters

zulässig.

4. Kein Kommanditist kann durch Gesellschafterbeschlüsse gegen seinen Willen

verpflichtet werden, der Gesellschaft weitere Mittel nachzuschießen, unbeschadet

der nicht abdingbaren gesetzlichen Haftungsregelung. Die im Gesellschaftsvertrag

aufgeführten oder sich aus dem Gesetz ergebenden Rechte des

persönlich haftenden Gesellschafters können nicht durch Gesellschafterbeschluss

aufgehoben oder beschränkt werden, wenn hierfür nicht ein wichtiger

Grund besteht. Ob und inwieweit ein wichtiger Grund vorliegt, kann nicht

durch Gesellschafterbeschluss festgelegt werden.

§ 9 Gesellschafterversammlungen,

schriftliche Beschlussfassung

1. Gesellschafterbeschlüsse werden entweder im Rahmen einer Gesellschafterversammlung

oder im schriftlichen Beschlussverfahren herbeigeführt. In den

Fällen des § 8 Ziff. 3 b), c), d), e) und k) ist das schriftliche Beschlussverfahren

ausgeschlossen. Wird eine Gesellschafterversammlung einberufen, so führt der

Geschäftsführer des persönlich haftenden Gesellschafters oder eine von ihm

benannte Person den Vorsitz (Versammlungsleiter). Die Widerspruchs- und

Kontrollrechte nach §§ 164, 166 HGB werden durch die Kommanditisten ausgeübt.

Soweit die Kommanditisten die ihnen nach §§ 164, 166 HGB zustehenden

Widerspruchs- und Kontrollrechte nicht selbst ausüben, werden sie vom

Beirat wahrgenommen (§ 7 Ziff. 5).

2. Gesellschafterversammlungen beziehungsweise schriftliche Beschlussfassungen

werden von dem persönlich haftenden Gesellschafter einberufen beziehungsweise

durchgeführt, und zwar mindestens einmal jährlich zur Feststellung

und Genehmigung des Jahresabschlusses, zur Entlastung der Geschäftsführung

und des Beirats und gegebenenfalls zur Wahl des Abschlussprüfers,

erstmals in 2011.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Weiter finden Gesellschafterversammlungen oder schriftliche Beschlussfassungen

in den von dem Gesetz bestimmten Fällen, zur Wahl eines Beirats und dann

statt, wenn das Interesse der Gesellschaft dies erfordert beziehungsweise

wenn Kommanditisten, die zusammen mehr als 10% des stimmberechtigten

Kommanditkapitals repräsentieren, oder der Beirat oder der Treuhandkommanditist

eine Gesellschafterversammlung oder eine schriftliche Beschlussfassung

unter schriftlicher Angabe der Gründe hierfür verlangen.

3. Die Frist zur Einberufung von Gesellschafterversammlungen beträgt mindestens

14 Tage ab Absendung der Einberufung. Die Einberufung hat schriftlich

an die der Gesellschaft zuletzt mitgeteilte Anschrift zu erfolgen und muss die

Tagesordnung sowie die Gegenstände, über die Beschluss gefasst wird, enthalten.

Die Einberufung gilt mit ihrer Absendung als zugegangen. Entsprechendes

gilt für ein schriftliches Abstimmungsverfahren. Die Frist zur Abgabe der

Stimmen beträgt bei schriftlicher Beschlussfassung 1 Monat ab Datum der

Mitteilung über die schriftliche Beschlussfassung. Maßgeblich ist der Eingang

bei der Gesellschaft.

4. Beschlussfähigkeit bei Gesellschafterversammlungen liegt vor, wenn die Mehrheit

der stimmberechtigten Stimmen anwesend oder vertreten ist. Ist danach

Beschlussfähigkeit nicht erreicht worden, so ist die Gesellschafterversammlung

innerhalb von 1 Monat mit einer Frist von 14 Tagen erneut mit gleicher Tagesordnung

einzuberufen. Die Gesellschafterversammlung ist dann in jedem Fall

beschlussfähig. Der persönlich haftende Gesellschafter kann stattdessen auch

schriftlich abstimmen lassen, sofern nicht ein Beschluss gem. § 8 Ziff. 3 b), c),

d), e) oder k) gefasst wird.

Bei schriftlicher Beschlussfassung ist stets Beschlussfähigkeit gegeben. Es entscheidet

die Mehrheit der abgegebenen stimmberechtigten Stimmen beziehungsweise

bei Beschlussfassungen zu § 8 Ziff. 3 die qualifizierte Mehrheit von

2/3, im Falle der Umwandlung der Gesellschaft von 3/4 der abgegebenen

stimmberechtigten Stimmen. Enthaltungen gelten als nicht abgegebene Stimmen.

5. Jeder Kommanditist ist berechtigt, sich auf der Gesellschafterversammlung von

einem Dritten vertreten zu lassen. Die Vollmacht ist schriftlich zu erteilen und

gilt nur für die betreffende Gesellschafterversammlung.

6. Der persönlich haftende Gesellschafter ist berechtigt, im Interesse der Gesellschaft

auch andere Personen an Gesellschafterversammlungen teilnehmen zu

lassen, deren Erscheinen er für erforderlich hält.

7. Über die Ergebnisse von Gesellschafterversammlungen und schriftlichen Beschlussfassungen

erfolgt eine gesonderte schriftliche Mitteilung an die Gesellschafter

durch den persönlich haftenden Gesellschafter. Beschlüsse der Gesellschaft

können nur binnen einer Ausschlussfrist von 1 Monat plus 2 Tagen seit

Beschlussfassung – wenn diese im schriftlichen Beschlussverfahren erfolgt ist,

seit Absendung der schriftlichen Mitteilung über das Ergebnis der Beschlussfassung

– durch Klage gegen die Gesellschaft angefochten werden. Maßgeblich

ist der Eingang der Klage bei Gericht.

8. § 9 Ziff. 1-7 gelten entsprechend für Treugeberversammlungen/schriftliche Beschlussfassungen,

die grundsätzlich gemeinsam mit der Gesellschafterversammlung/schriftlichen

Beschlussfassung stattfinden.

§ 10 Jahresabschluss

Der persönlich haftende Gesellschafter stellt den Jahresabschluss auf. Er sendet die

– soweit gesetzlich vorgeschrieben von einem Abschlussprüfer nach handelsrechtlichen

Grundsätzen geprüfte – Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie die

steuerliche Ergebnisrechnung den Kommanditisten und dem Beirat mit der Einberufung

der jährlich vorgesehenen ordentlichen Gesellschafterversammlung oder zur

Durchführung der schriftlichen Beschlussfassung zu. Auf Beschluss der Gesellschafter

ist der Jahresabschluss auch dann von einem Abschlussprüfer zu prüfen, wenn

eine Prüfung nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

§ 11 Gewinn- und Verlustrechnung, Auszahlungen

1. Gewinne und Verluste sind allen Kommanditisten entsprechend im Verhältnis

ihrer eingezahlten Pflichteinlagen zueinander zuzurechnen, unbeschadet

§ 11 Ziff. 2.

2. Im Beitrittsjahr von Kommanditisten und ggf. in späteren Geschäftsjahren erfolgt

die Zurechnung des Ergebnisses unabhängig vom Zeitpunkt des Beitritts

mit der Maßgabe, dass Folgegewinne und -verluste dergestalt zugerechnet


werden, dass die Kapitalkonten II sobald wie möglich einen Gleichstand im

Verhältnis der eingezahlten Pflichteinlagen zueinander erhalten.

3. Liquide Überschüsse, soweit diese nicht zur Deckung zukünftiger Kosten erforderlich

sind, werden – unabhängig vom Ergebnis – in der Weise, in der diese

der Gesellschaft aus Investitionen zufließen, anteilig an die Kommanditisten im

Verhältnis ihrer eingezahlten Pflichteinlagen mindestens einmal jährlich nachschüssig

ausgezahlt. Im Beitrittsjahr von Kommanditisten erfolgt die Auszahlung

anteilig taggenau ab Beitritt.

4. § 16 bleibt unberührt.

§ 12 Abfindung

1. Im Falle des Ausscheidens eines Gesellschafters aus der Gesellschaft gemäß

§ 5 Ziff. 1 a), f) und g) richtet sich die Höhe der Abfindung nach dem Verkehrswert

der Beteiligung. Der persönlich haftende Gesellschafter soll den Verkehrswert

der Beteiligung von dem Steuerberater der Gesellschaft ermitteln lassen.

In Streitfällen beauftragt der persönlich haftende Gesellschafter einen von der

IHK München zu benennenden Sachverständigen mit der Ermittlung des Verkehrswerts

der Beteiligung, der sodann verbindlich ist. Sollte der durch den

Sachverständigen ermittelte Verkehrswert der Beteiligung niedriger oder bis zu

5% höher sein, als der bislang bestimmte Verkehrswert, trägt der betroffene

Gesellschafter die Kosten für die Wertermittlung durch den Sachverständigen.

Sollte der durch den Sachverständigen ermittelte Wert um mehr als 5 % höher

sein, als der bislang bestimmte Verkehrswert, trägt die Gesellschaft die Kosten

für die Wertermittlung durch den Sachverständigen.

2. Im Falle des Ausscheidens eines Gesellschafters aus der Gesellschaft gem.

§ 5 Ziff.1 b), c), d) und e) richtet sich die Höhe der Abfindung nach dem Buchwert

der Beteiligung bzw. dem Verkehrswert, wenn dieser niedriger als der

Buchwert ist.

3. Bei entsprechender Liquidität ist die Abfindung innerhalb von 2 Monaten auszuzahlen,

ansonsten kann ratenweise Auszahlung über die Dauer von 5 Jahren

über fünf Raten von mindestens 20 % ohne Zinsverpflichtung erfolgen. Zur

Finanzierung des Abfindungsanspruchs ist die Gesellschaft auch berechtigt, bei

nicht ausreichender Liquidität in Höhe des festen Kommanditanteiles des ausgeschiedenen

Gesellschafters einen oder mehrere neue(n) Gesellschafter aufzunehmen,

der/die die Kapitalkonten des ausgeschiedenen Gesellschafters

übernimmt/übernehmen, ein Bankdarlehen aufzunehmen oder eine Kombination

aller vorstehenden Maßnahmen vorzunehmen.

4. § 16 bleibt unberührt.

§ 13 Tod eines Gesellschafters

1. Stirbt ein Gesellschafter, so wird die Gesellschaft mit seinen Erben fortgesetzt.

Verstirbt ein Treugeber, so endet das Treuhandverhältnis. Im Zeitpunkt des Todes

des Treugebers übernehmen die Erben den seitens des Treuhandkommanditisten

für den verstorbenen Treugeber erworbenen (Teil-)Kommanditanteil

einschließlich der damit verbundenen Rechte und Pflichten und treten anstelle

des Treuhandkommanditisten unmittelbar als Kommanditisten aufschiebend

bedingt durch ihre Eintragung im Handelsregister in die Gesellschaft ein. Sie

werden bis zu ihrer Eintragung im Handelsregister wie atypisch stille Gesellschafter

behandelt. § 4 Ziff. 10, Ziff. 11 gelten entsprechend.

2. Ist ein Erbe in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Japan oder Australien

insbesondere aufgrund Wohnsitz/Sitz, Staatsangehörigkeit oder einer

dauerhaften Aufenthalts- oder Arbeitsgenehmigung ansässig oder unbeschränkt

steuerpflichtig, so ist der persönlich haftende Gesellschafter unter

Befreiung der Vorschriften des § 181 BGB unwiderruflich bevollmächtigt, die

Beteiligung des betreffenden Erben als Kommanditist durch schriftliche einseitige

Erklärung mit sofortiger Wirkung zu kündigen.

3. Die Erbfolge ist durch Vorlage einer Ausfertigung des Erbscheins oder einer

beglaubigten Abschrift einer letztwilligen Verfügung (Testament/Erbvertrag)

nebst Testamentseröffnungsprotokoll nachzuweisen. Gleichzeitig haben die

Erben schriftlich zu erklären/nachzuweisen, in welchem Land sie ansässig und/

oder unbeschränkt steuerpflichtig sind. Mehrere Erben haben einen gemeinsamen

Bevollmächtigten zu bestimmen, der die Gesellschaftsrechte wahrzunehmen

hat. Bis zur schriftlichen Benennung des Bevollmächtigten ruhen die

Mitwirkungs-, Informations- und Stimmrechte aus der Kommanditbeteiligung.

Im Falle der Erbauseinandersetzung darf die Mindestbeteiligungssumme des

§ 3 Ziff. 5 nicht unterschritten werden und die Beteiligungen müssen durch

1.000 ohne Rest teilbar sein.

4. Für Vermächtnisnehmer gelten die § 13 Ziff. 1 bis 3 entsprechend.

5. § 3 Ziff. 8 und § 16 gelten entsprechend.

§ 14 Rangrücktritt

Die Gesellschafter treten mit ihren gesamten Auszahlungsansprüchen sowie ihrem

jeweiligen Abfindungsanspruch im Rang hinter die Erfüllung fälliger Forderungen

von Gläubigern zurück.

§ 15 Auflösung der Gesellschaft

1. Für den Fall der Auflösung der Gesellschaft ist schon jetzt der persönlich haftende

Gesellschafter oder ein von dem persönlich haftenden Gesellschafter

benannter anderer Dritter zum Liquidator bestimmt.

2. Zum Zwecke der Liquidation wird das Gesellschaftsvermögen veräußert. Nach

Ablösung aller Verbindlichkeiten erhält der Liquidator eine Liquidationsvergütung

in Höhe von 5 % des verbleibenden Überschusses. Anschließend wird der

so ermittelte Restüberschuss an alle Gesellschafter im Verhältnis ihrer festen

Kapitalkonten zueinander verteilt.

3. § 16 bleibt unberührt.

§ 16 Abgaben- und Kostenbelastung der Gesellschaft

1. Soweit der Gesellschaft durch Handlungen eines Kommanditisten, das Verhalten

eines Kommanditisten oder aufgrund der Rechtspersönlichkeit/Rechtsform

eines Kommanditisten Abgaben und/oder Kosten (z. B. Steuern, Gebühren,

Beiträge, Kosten für Steuererklärungen im Ausland) entstehen, sind diese Abgaben

und/oder Kosten von dem die Abgaben und/oder Kosten auslösenden

Kommanditisten zu tragen. Dies gilt insbesondere für Gewerbesteuermehrbelastungen,

die durch Veräußerung, sonstige Übertragung oder Aufgabe der

Beteiligung an der Gesellschaft entstehen, nicht jedoch für Gewerbesteuermehrbelastungen,

die durch Tätigkeitsvergütungen eines Kommanditisten

entstehen.

2. Im Falle von Abgaben und/oder Kosten gem. § 16 Ziff. 1, steht der Gesellschaft

gegen den die Abgaben und/oder Kosten auslösenden Kommanditisten und

seinen etwaigen Rechtsnachfolger als Gesamtschuldner ein Erstattungsanspruch

gegen Vorlage des Steuerbescheides bzw. eines geeigneten, die Erstattungsforderung

begründenden Nachweises zu. Der Erstattungsanspruch kann

mit dem Anspruch des die Abgaben und/oder Kosten auslösenden Kommanditisten

und seinen etwaigen Rechtnachfolger auf Auszahlung der liquiden Überschüsse

gem. § 11, der Abfindung gem. § 12 oder des Liquidationserlöses gem.

§ 15 verrechnet werden.

3. Solange und soweit der nach § 16 Ziff. 2 bestehende Erstattungsanspruch nicht

oder nicht vollständig beziffert und/oder nachgewiesen werden kann, ist die

Gesellschaft berechtigt, als Sicherheit für den Erstattungsanspruch ein Zurückbehaltungsrecht

in Höhe des voraussichtlichen Erstattungsbetrages gegenüber

dem Anspruch des die Abgaben und/oder Kosten auslösenden Kommanditisten

und seinen etwaigen Rechtnachfolger auf Auszahlung der liquiden Überschüsse

gem. § 11, der Abfindung gem. § 12 oder des Liquidationserlöses gem. § 15

geltend zu machen. Im Falle der Übertragung der Beteiligung, kann der persönlich

haftende Gesellschafter seine nach § 3 Ziff. 5 erforderliche Zustimmung

von einer angemessenen Sicherheitsleistung für den Erstattungsanspruch abhängig

machen. Sobald eine endgültige Bezifferung und/oder ein endgültiger

Nachweis des Erstattungsanspruchs möglich ist, hat die Gesellschaft ihren

Erstattungsanspruch unverzüglich abzurechnen bzw. mit der zurückbehaltenen

Auszahlung der liquiden Überschüsse gem. § 11, der Abfindung gem. § 12 oder

des Liquidationserlöses gem. § 15 zu verrechnen.

4. Soweit die Abgaben und/oder Kosten gem. § 16 Ziff. 1 durch einen Treugeber

ausgelöst werden, tritt der Treuhandkommanditist alle ihm im Zusammenhang

mit den Abgaben und/oder Kosten gegenüber dem Treugeber und seinem etwaigen

Rechtsnachfolger zustehenden gegenwärtigen und künftigen Ansprüche

an die Gesellschaft ab. Die Gesellschaft nimmt diese Abtretung an.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 117


§ 17 Datenschutz

Die auf dem Zeichnungsschein (Beitrittserklärung) zur Person des Kommanditisten

und seiner Beteiligung enthaltenen Angaben werden entsprechend den Regelungen

des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) unter Einsatz von EDV-Anlagen durch die

Gesellschaft erhoben, verarbeitet und/oder genutzt; der Kommanditist nimmt hiervon

zustimmend Kenntnis. Die Datenverarbeitung umfasst auch die Übermittlung

dieser Daten an die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft,

die abakus Finanz GmbH, die demark AG, die rechtlichen und

steuerlichen Berater der Gesellschaft sowie den vom Kommanditisten ggf. benannten

Steuerberater. Darüber hinaus umfasst die Datenverarbeitung auch die Übermittlung

der Daten an in- und ausländische Berater und Geschäftsführer von Gesellschaften,

an denen sich die Gesellschaft beteiligt, soweit rechtliche, insbesondere

gesetzliche oder behördliche Verpflichtungen gegeben sind oder der Gesellschaft

bei fehlender Übermittlung ein wirtschaftlicher oder rechtlicher Nachteil droht.

§ 18 Schlussbestimmungen

1. Die Kosten der Gesellschaftsgründung trägt die Gesellschaft.

2. Änderungen und Ergänzungen dieses Gesellschaftsvertrages bedürfen zu ihrer

Wirksamkeit eines Gesellschafterbeschlusses.

3. Erfüllungsort für alle Verpflichtungen und Gerichtsstand für Streitigkeiten aus

diesem Vertrag ist der Sitz der Gesellschaft, soweit dieser Gerichtsstand gesetzlich

zulässig vereinbart werden kann.

4. Mitteilungen an die Gesellschafter werden an die letzte vom Gesellschafter

übermittelte Anschrift übersandt. Sie gelten spätestens nach Ablauf von drei

Werktagen ab Absendung als zugegangen, soweit dieser Vertrag nichts anderes

bestimmt.

5. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrages unwirksam sein oder werden,

so wird die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen dieses Vertrages hierdurch

nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt eine wirksame Bestimmung

als vereinbart, die der von den Parteien gewollten wirtschaftlich in

rechtlich zulässiger Weise am nächsten kommt. Entsprechendes gilt, wenn

Lücken im Vertrag festgestellt werden.

6. Auf den Gesellschaftsvertrag findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland

Anwendung.

118

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Grünwald, den 15. April 2010

______________________________________________________

abakus Portfolio Management GmbH

- persönlich haftender Gesellschafter -

vertreten durch ihren Geschäftsführer Hans Martin Herbel

______________________________________________________

Hans Martin Herbel

- Kommanditist -

______________________________________________________

Jutta Herbel

- Kommanditistin -

______________________________________________________

Karsten Mieth

- Kommanditist -

______________________________________________________

Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

- Kommanditist/Treuhandkommanditist -

vertreten durch ihren Geschäftsführer Humbert Lechner


Treuhandvertrag

Präambel

Die in der Beitrittserklärung zu der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

dies beantragenden Personen – im Folgenden Treugeber genannt – tragen jeder für

sich der Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

– im Folgenden Treuhänderin genannt – hiermit den Abschluss des nachstehenden

Treuhandvertrages an. Die Beitrittserklärung ist Bestandteil des Treuhandvertrages.

Der Treugeber beteiligt sich über die Treuhänderin an der abakus energie GmbH &

Co. Solarfonds 2. KG – im Folgenden Beteiligungsgesellschaft genannt –, mit der in

der Beitrittserklärung vereinbarten Einlage.

Die Treuhänderin ist als Treuhandkommanditist an der Beteiligungsgesellschaft nach

Maßgabe des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft beteiligt. Als solche

ist sie berechtigt, ihren für eigene Rechnung gehaltenen Kommanditanteil bis

zu der im Gesellschaftsvertrag der Beteiligungsgesellschaft vorgesehenen Höhe zu

erhöhen und den erhöhten Kommanditanteil im eigenen Namen für Rechnung von

Treugebern anteilig zu halten.

Die nachstehenden Vertragsbedingungen regeln die Rechtsbeziehungen zwischen

Treugeber und Treuhänderin.

Nicht Bestandteil dieses Treuhandvertrages sind die vom Treugeber verfolgten wirtschaftlichen

und steuerlichen Ziele.

§ 1 Vertragsgegenstand

1. Der Treuhandvertrag kommt mit der Annahme der Beitrittserklärung zur Beteiligungsgesellschaft

durch den persönlich haftenden Gesellschafter und die

Treuhänderin zustande. Weitere Voraussetzung für das Zustandekommen des

Treuhandvertrages ist die Einzahlung der vollständigen Zeichnungssumme zzgl.

5 % Agio hierauf durch den Treugeber. Des Zugangs der Annahmeerklärung

beim Treugeber bedarf es nicht. Die Annahme kann verweigert werden, wenn

begründete Zweifel daran bestehen, dass der Treugeber seinen Verpflichtungen,

insbesondere seinen Zahlungsverpflichtungen, nachkommen wird.

2. Die Treuhänderin erhöht im Auftrag des Treugebers ihren Kommanditanteil an

der Beteiligungsgesellschaft und hält diesen erhöhten Kommanditanteil anteilig

treuhänderisch im eigenen Namen, aber für Rechnung des Treugebers. Die

Höhe des anteilig für den Treugeber gehaltenen Kommanditanteils bestimmt

sich nach der in der Beitrittserklärung vom Treugeber übernommenen Zeichnungssumme.

Daneben hat der Treugeber ein Agio von 5 % zu leisten.

3. Die Beteiligung der Treuhänderin als Treuhandkommanditist erfolgt nach Maßgabe

des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft und den Bestimmungen

dieses Treuhandvertrages. Der Gesellschaftsvertrag der Beteiligungsgesellschaft

ist in seiner jeweiligen Fassung Bestandteil des Treuhandvertrages.

Für das Verhältnis zwischen der Treuhänderin und dem Treugeber gelten die

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft sinngemäß,

sofern nicht in diesem Treuhandvertrag abweichende Regelungen getroffen

sind.

4. Die Treuhänderin ist berechtigt, für weitere Treugeber ihren Kommanditanteil

an der Beteiligungsgesellschaft zu erhöhen und anteilig treuhänderisch im

eigenen Namen für deren Rechnung zu halten. Ferner ist die Treuhänderin

berechtigt, sich unmittelbar oder mittelbar oder als Treuhänderin für Dritte an

anderen Gesellschaften als der Beteiligungsgesellschaft zu beteiligen, selbst

wenn diese sich in gleicher Weise wie die Beteiligungsgesellschaft unternehmerisch

betätigen. Darüber hinaus ist die Treuhänderin berechtigt, als Berater,

sonstiger Beauftragter oder in ähnlicher Funktion für die Beteiligungsgesellschaft

und für andere Gesellschaften, selbst wenn diese sich in gleicher Weise

wie die Beteiligungsgesellschaft unternehmerisch betätigen, tätig zu sein.

5. Der Treuhandvertrag ist mit einer entsprechenden Vollmacht für die Treuhänderin

verbunden.

§ 2 Zurechnung der Beteiligung, Sicherung des Treugebers

1. Die Treuhänderin hält ihren Kommanditanteil für die Treugeber im Außenverhältnis

als einheitlichen Gesellschaftsanteil. Sie tritt nach außen im eigenen

Namen auf. Sie übt die den Treugeber betreffenden Gesellschafterrechte und

-pflichten gegenüber der Beteiligungsgesellschaft nach Maßgabe dieses Treuhandvertrages

und des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

aus. Sie nimmt die Rechte des Treugebers in der Gesellschafterversammlung

und bei schriftlichen Beschlussfassungen der Beteiligungsgesellschaft wahr,

soweit die Treugeber diese nicht selbst oder durch bevollmächtigte Dritte ausüben.

Sie übt ihr Stimmrecht unter Berücksichtigung der Weisungen und der

Interessen des Treugebers sowie unter Beachtung ihrer gesellschaftsrechtlichen

Treuepflicht gegenüber den übrigen Gesellschaftern gespalten aus. Soweit der

Treugeber keine Weisungen erteilt, wird sich die Treuhänderin der Stimme enthalten.

2. Die Treuhänderin handelt im Innenverhältnis ausschließlich im Auftrag und für

Rechnung des Treugebers. Wirtschaftlich ist der Treugeber Kommanditist der

Beteiligungsgesellschaft.

3. Die Treuhänderin tritt hiermit die Ansprüche aus dem treuhänderisch gehaltenen

Kommanditanteil, aus dem festzustellenden Jahresergebnis (Gewinn beziehungsweise

Verlust), auf die Auszahlungen sowie dasjenige, was ihr im

Falle ihres Ausscheidens aus der Gesellschaft zusteht, an den dies mit Unterzeichnung

der Beitrittserklärung bei Zustandekommen des Treuhandvertrages

annehmenden Treugeber in dem Umfange ab, wie diese Ansprüche dem Treugeber

nach Maßgabe dieses Treuhandvertrages gebühren. Die Treuhänderin ist

ermächtigt, die an den Treugeber abgetretenen Ansprüche aus dem Kommanditanteil

im eigenen Namen für Rechnung des Treugebers einzuziehen. § 5 Ziff.

1 bis 3 bleiben unberührt.

4. Die Treuhänderin tritt bereits hiermit für den Fall der Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen beziehungsweise der Ablehnung der Insolvenzeröffnung

mangels Masse den treuhänderisch gehaltenen Kommanditanteil

an den Treugeber in Höhe des von diesem gezeichneten Kommanditanteils mit

allen damit verbundenen anteiligen Rechten, Pflichten, Ansprüchen und Verbindlichkeiten

ab. Dieser nimmt die Abtretung mit Abschluss des Treuhandvertrages

an. Entsprechendes gilt für den Fall, dass Maßnahmen der Einzelzwangsvollstreckung

von Privatgläubigern der Treuhänderin in den treuhänderisch

gehaltenen Kommanditanteil erfolgen.

§ 3 Ausführung des Treuhandauftrages

1. Die Treuhänderin ist berechtigt, Kommanditkapital zu zeichnen und dieses

durch die Treuhandverträge wirtschaftlich zu ersetzen. Bis zur Eintragung im

Handelsregister wird sie als atypisch stille Gesellschafterin behandelt.

2. Die Treuhänderin haftet gemäß §§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 1, 3, 4 HGB gegenüber

Gesellschaftsgläubigern der Beteiligungsgesellschaft in Höhe der im Handelsregister

eingetragenen Haftsumme, die sie im Auftrag des Treugebers übernommen

hat. Im Innenverhältnis zur Treuhänderin haftet der Treugeber allein. Der

Treugeber haftet nicht für Einzahlungsverpflichtungen anderer Treugeber.

§ 4 Einzahlung der Zeichnungssumme

Die Einzahlung der auf der Beitrittserklärung vom Treugeber übernommenen Zeichnungssumme

erfolgt dadurch, dass der Treugeber seine Zeichnungssumme zzgl. 5 %

Agio auf das in der Beitrittserklärung genannte Konto der Beteiligungsgesellschaft

einzahlt. Die Einzahlung auf ein anderes Konto der Beteiligungsgesellschaft ist unschädlich.

§ 5 Freistellung der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin hat Anspruch darauf, vom Treugeber von allen Verbindlichkeiten

freigestellt zu werden, die für sie im Zusammenhang mit dem Erwerb und

der pflichtgemäßen treuhänderischen Verwaltung der Beteiligung des Treuge-

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 119


ers entstehen. Der Freistellungsanspruch besteht gegenüber jedem Treugeber

nur bezogen auf die Höhe der für ihn gehaltenen anteiligen Beteiligung. Eine

gesamtschuldnerische Haftung der Treugeber untereinander ist ausgeschlossen.

2. Die Treuhänderin hat insbesondere Anspruch darauf, vom Treugeber und seinem

etwaigen Rechtsnachfolger als Gesamtschuldner von allen Abgaben und/

oder Kosten freigestellt zu werden, die der Treuhänderin gem. § 16 Ziff. 1 des

Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft durch Handlungen des

Treugebers, das Verhalten des Treugebers oder aufgrund der Rechtspersönlichkeit/Rechtsform

des Treugebers entstehen. Dem Treugeber ist bekannt, dass die

Treuhänderin alle ihr im Zusammenhang mit diesen Abgaben und/oder Kosten

gegenüber dem Treugeber und seinem etwaigen Rechtsnachfolger zustehenden

gegenwärtigen oder künftigen Ansprüche an die Beteiligungsgesellschaft

abgetreten und die Beteiligungsgesellschaft diese Abtretung angenommen

hat. § 16 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft gilt entsprechend.

3. Werden an die Treuhänderin Auszahlungen gleich welcher Art vorgenommen,

während ihr durch Handlungen des Treugebers, das Verhalten des Treugebers

oder aufgrund der Rechtspersönlichkeit/Rechtsform des Treugebers Abgaben

und/oder Kosten gem. § 16 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

entstanden sind oder entstehen, ist die Treuhänderin berechtigt,

die Weiterleitung der Auszahlungen an den Treugeber und seinen etwaigen

Rechtsnachfolger davon abhängig zu machen, dass dieser bis zur Höhe der

entstandenen Abgaben und/oder Kosten Sicherheit leistet. Gleiches gilt, wenn

an die Treuhänderin Auszahlungen gleich welcher Art vorgenommen werden,

während der Kapitalanteil der Treuhänderin durch Verlust unter den Betrag der

Haftsumme herabgemindert war oder durch Auszahlungen unter den Betrag

der Haftsumme herabgemindert wird (§ 172 Abs. 4 HGB). In diesem Fall lebt

die Freistellungsverpflichtung des Treugebers bis zu der Höhe wieder auf, bis

zu der die anteilige Haftung der Treuhänderin durch die vorgenommenen Auszahlungen

wieder auflebt und berechtigt die Treuhänderin, die Weiterleitung

der Auszahlungen an den Treugeber und seinen etwaigen Rechtsnachfolger

davon abhängig zu machen, dass dieser bis zur Höhe der wieder auflebenden

Freistellungsverpflichtung Sicherheit leistet.

§ 6 Selbstkontrahieren

Die Treuhänderin ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Sie ist berechtigt,

Untervollmacht zu erteilen und sich zur Durchführung der ihr übertragenen

Aufgaben geeigneter Erfüllungsgehilfen zu bedienen.

§ 7 Beschlüsse der Treugeber und besondere

Beschlussgegenstände

1. Beschlüsse der Treugeber werden grundsätzlich durch schriftliche Beschlussfassung

der Treugeber im Rahmen der Gesellschafterbeschlüsse der Beteiligungsgesellschaft

gefasst. Nur in besonderen Fällen ist eine Treugeberversammlung

jeweils in Verbindung mit einer entsprechenden Gesellschafterversammlung

der Beteiligungsgesellschaft einzuberufen, wenn der persönlich

haftende Gesellschafter dies verlangt oder ein Fall des § 8 Ziff. 3 b, c, d, e und

k des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft vorliegt.

120

Jeder Treugeber hat für je voll eingezahlte € 1.000 Pflichteinlage eine Stimme.

Der Treugeber ist berechtigt, entsprechend seines anteiligen Kommanditanteils

das Stimmrecht der Treuhänderin bei schriftlichen Beschlussfassungen der Beteiligungsgesellschaft

unmittelbar selbst auszuüben oder bei Gesellschafterversammlungen

der Beteiligungsgesellschaft selbst beziehungsweise von einem

bevollmächtigten Dritten ausüben zu lassen. Bei der schriftlichen Beschlussfassung

ist der Text des oder der zu fassenden Beschlüsse genau

vorzugeben und gesondert zu erläutern. Für den Fall, dass Treugeber an Beschlussfassungen

der Beteiligungsgesellschaft nicht selbst oder durch bevollmächtigte

Dritte teilnehmen, ist die Treuhänderin verpflichtet, die Rechte des

Treugebers in der Gesellschafterversammlung beziehungsweise bei schriftlicher

Beschlussfassung der Beteiligungsgesellschaft unter Berücksichtigung der

Weisungen des Treugebers auszuüben. Soweit der Treugeber keine Weisungen

erteilt, wird sich die Treuhänderin der Stimme enthalten.

Im Übrigen gelten, soweit in diesem Vertrag nichts anderes bestimmt ist, für

die Beschlussfassung und die Stimmberechtigung die Regelungen des Gesellschaftsvertrages

der Beteiligungsgesellschaft analog.

2. Die Treugeberversammlung beschließt auch über die Entlastung und Abberufung

der Treuhänderin.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

3. Die Mehrheitsverhältnisse für einfache und besondere Beschlussgegenstände

sind auf der Ebene der Beteiligungsgesellschaft festzustellen. Beschlüsse der

Gesellschafterversammlung der Beteiligungsgesellschaft wirken für und gegen

die Treugeber.

4. § 7 Ziff. 3 gilt nicht für Beschlüsse, die ausschließlich die Treugeber/Treuhänderin

betreffen, wie z.B. die gemäß § 7 Ziff. 2.

§ 8 Treuhandverwaltung

1. Die Treuhänderin verwaltet den treuhänderisch gehaltenen Kommanditanteil

gemäß den Bestimmungen dieses Treuhandvertrages und des Gesellschaftsvertrages

der Beteiligungsgesellschaft.

2. Die Treuhänderin hat das Treuhandvermögen getrennt von ihrem sonstigen

Vermögen zu halten und zu verwalten.

3. Die Treuhänderin wird alles, was sie in Ausführung dieses Treuhandvertrages

erlangt hat, an den Treugeber herausgeben, soweit ihm dies nach dem Treuhandvertrag

gebührt und der Treugeber all seinen Verpflichtungen nachgekommen

ist. § 5 Ziff. 3 bleibt unberührt.

§ 9 Rechenschaftsbericht

1. Die Treuhänderin erstattet den Treugebern anhand des Jahresabschlusses der

Beteiligungsgesellschaft, der ggf. einer Abschlussprüfung unterliegt, einen Bericht

über das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Bericht kann durch den Bericht

der Beteiligungsgesellschaft ersetzt werden.

2. Die Treuhänderin wird die Treugeber über alle wesentlichen Geschäftsvorgänge

informieren, die ihr als Treuhandkommanditist zugehen, soweit dies nicht bereits

durch den Bericht der Beteiligungsgesellschaft geschieht.

3. Die Treuhänderin wird alle Auszahlungen aus der Beteiligungsgesellschaft umgehend

an die Treugeber anteilig entsprechend dem für jeden Treugeber gehaltenen

Kommanditanteil weiterleiten beziehungsweise veranlassen, dass

eine direkte Zuleitung erfolgt. § 5 Ziff. 3 bleibt unberührt.

§ 10 Treugeberregister, Datenschutz

1. Die Treuhänderin führt alle Treugeber in einem Register.

2. Der Treugeber hat keinen Anspruch darauf, dass ihm die Treuhänderin Angaben

über die übrigen Treugeber macht. Anderen Personen als der Geschäftsführung

und den Beiratsmitgliedern der Beteiligungsgesellschaft darf die Treuhänderin

– vorbehaltlich der Regelung in § 10 Ziff. 4 – keine Auskünfte über die Beteiligung

und die Eintragung im Register erteilen, es sei denn, der Treugeber hat

ausdrücklich zugestimmt, die Treuhänderin ist hierzu gesetzlich verpflichtet, die

Offenlegung erfolgt gegenüber dem zuständigen Finanzamt, im Zusammenhang

mit einer eventuellen Eigenkapitalrefinanzierung gegenüber einer Bank

oder gegenüber anderen Treugebern, wenn diese nach eigener Einschätzung

der Treuhänderin hieran ein begründetes Interesse haben. Diese Einschränkung

gilt nicht gegenüber gesetzlich zur Berufsverschwiegenheit verpflichteten Personen,

wenn diese als Berater der Beteiligungsgesellschaft tätig werden.

Die Treuhänderin ist jedoch verpflichtet, nach Aufforderung durch einen oder

mehrere Treugeber Mitteilungen an die übrigen Treugeber weiterzuleiten, vorausgesetzt,

die dadurch entstehenden Kosten werden von dem Treugeber, der

dieses verlangt, im Vorwege an die Treuhänderin bezahlt.

3. Der Treugeber ist verpflichtet, Änderungen der Daten zu seiner Person oder zur

rechtlichen Inhaberschaft der Gesellschafterbeteiligung der Treuhänderin

schriftlich mitzuteilen. Der Treugeber ist insbesondere verpflichtet, der Treuhänderin

jede eintretende Änderung seiner Anschrift und/oder seiner Ansässigkeit

und/oder unbeschränkten Steuerpflicht in Deutschland unverzüglich schriftlich

mitzuteilen. Zudem ist der Treugeber einmal jährlich verpflichtet, der Treuhänderin

auf Anforderung schriftlich zu erklären/nachzuweisen, dass er nicht in

den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Japan oder Australien insbesondere

aufgrund Wohnsitz/Sitz, Staatsangehörigkeit oder einer dauerhaften Aufenthalts-

oder Arbeitsgenehmigung ansässig und/oder unbeschränkt steuerpflichtig

ist.


4. Der Treugeber nimmt zustimmend davon Kenntnis, dass zur Verwaltung seiner

Beteiligung und der damit verbundenen Geschäfte sowie zu seiner Betreuung

die auf der Beitrittserklärung zu seiner Person und seiner Beteiligung enthaltenen

Angaben entsprechend den Regelungen des Bundesdatenschutzgesetzes

(BDSG) unter Einsatz von EDV-Anlagen durch die Treuhänderin erhoben,

verarbeitet und/oder genutzt werden. Die Datenverarbeitung umfasst auch die

Übermittlung dieser Daten an die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2.

KG, die abakus Portfolio Management GmbH, die abakus Finanz GmbH, die

demark AG, den rechtlichen und steuerlichen Beratern der Beteiligungsgesellschaft

sowie an den vom Treugeber ggf. benannten Steuerberater. Darüber

hinaus umfasst die Datenverarbeitung auch die Übermittlung dieser Daten an

in- und ausländische Berater und Geschäftsführer von Gesellschaften, an denen

sich die Beteiligungsgesellschaft beteiligt, soweit rechtliche, insbesondere

gesetzliche oder behördliche Verpflichtungen gegeben sind oder der Beteiligungsgesellschaft

bei fehlender Übermittlung ein wirtschaftlicher oder rechtlicher

Nachteil droht.

§ 11 Haftung der Treuhänderin

1. Die Haftung der Treuhänderin für Schadensersatzansprüche jeder Art ist bei

einem fahrlässig verursachten einzelnen Schadensfall auf € 4 Mio. beschränkt;

dies gilt auch dann, wenn eine Haftung gegenüber einer anderen Person als

dem Treugeber begründet sein sollte.

Ein einzelner Schadensfall ist auch bezüglich eines aus mehreren Pflichtverletzungen

stammenden einheitlichen Schadens gegeben. Der einzelne Schadensfall

umfasst sämtliche Folgen einer Pflichtverletzung ohne Rücksicht darauf, ob

Schäden in einem oder in mehreren aufeinander folgenden Jahren entstanden

sind. Dabei gilt mehrfaches auf gleicher oder gleichartiger Fehlerquelle beruhendes

Tun oder Unterlassen als einheitliche Pflichtverletzung, wenn die betreffenden

Angelegenheiten miteinander in rechtlichem oder wirtschaftlichem

Zusammenhang stehen. In diesem Fall kann die Treuhänderin nur bis zur Höhe

von € 5 Mio. in Anspruch genommen werden.

Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Schäden aus der

Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.

2. Ein Schadensersatzanspruch kann nur innerhalb einer Ausschlussfrist von einem

Jahr geltend gemacht werden, nachdem der Treugeber von dem Schaden

und von dem anspruchsbegründenden Ereignis Kenntnis erlangt hat, spätestens

aber innerhalb von 5 Jahren nach dem anspruchsbegründenden Ereignis.

Der Anspruch erlischt, wenn nicht innerhalb einer Frist von sechs Monaten seit

der schriftlichen Ablehnung der Ersatzleistung Klage erhoben wird und der

Treugeber auf diese Folge hingewiesen wurde. Das Recht, die Einrede der Verjährung

geltend zu machen, bleibt unberührt. Die vorstehenden Ausschlussfristen

gelten nicht, soweit es sich um Schäden aus der Verletzung von Leben,

Körper und Gesundheit handelt.

3. Die Treuhänderin übernimmt weder die Haftung für den Eintritt der vom Treugeber

mit seinem Beitritt zu der Beteiligungsgesellschaft angestrebten steuerlichen

und wirtschaftlichen Ziele noch für die Ertragsfähigkeit der von der Beteiligungsgesellschaft

erworbenen bzw. noch zu erwerbenden Wirtschaftsgüter

und Beteiligungen. Die Treuhänderin übernimmt ferner keine Haftung für den

termin- und fachgerechten Beginn der von der Beteiligungsgesellschaft beabsichtigten

Investitionen sowie die Erzielung der prospektierten Erträge und

Ausschüttungen an die Treugeber. Darüber hinaus übernimmt die Treuhänderin

keine Haftung für die Bonität der Vertragspartner der Beteiligungsgesellschaft

sowie für die ordnungsgemäße Erfüllung der von den Vertragspartnern der

Beteiligungsgesellschaft eingegangenen vertraglichen Pflichten.

4. Die Treuhänderin hat an der Konzeption und Erstellung des Verkaufsprospektes

nicht mitgewirkt, sie hat die Angaben des der Beitrittserklärung des Treugebers

zugrunde liegenden Verkaufsprospektes nicht auf ihre Richtigkeit, Vollständigkeit

und Klarheit geprüft.

§ 12 Übertragung der Beteiligung

1. Der Treugeber kann die Rechte aus dem Treuhandverhältnis mit Zustimmung

der Treuhänderin nach Maßgabe der Regelungen im Gesellschaftsvertrag der

Beteiligungsgesellschaft an Dritte übertragen. Die Zustimmung darf nur aus

wichtigem Grund verweigert werden. § 3 Ziff. 5 des Gesellschaftsvertrages der

Beteiligungsgesellschaft gilt entsprechend.

2. Der Treugeber hat die Übertragung seiner Beteiligung schriftlich der Treuhänderin

mitzuteilen und dabei den Namen sowie die Anschrift des Dritten bekannt

zu geben.

3. Die Kosten für die Übertragung der Beteiligung trägt im Verhältnis zur Beteiligungsgesellschaft

und zur Treuhänderin der neu eintretende Treugeber. § 3 Ziff.

7 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft gilt entsprechend.

4. Soweit der Treuhänderin durch eine Übertragung der Beteiligung Abgaben und/

oder Kosten, gem. § 16 Ziff. 1 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

entstehen, haben der übertragende Treugeber und der übernehmende

Treugeber diese Abgaben und/oder Kosten als Gesamtschuldner gem. § 5

zu tragen und der Beteiligungsgesellschaft bzw. der Treuhänderin zu erstatten.

§ 3 Ziff. 8 und § 16 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

gelten entsprechend.

5. Die Treugeber erteilen der Treuhänderin über ihren Ausscheidenszeitpunkt hinaus

Vollmacht, steuerliche Feststellungsbescheide mit Bekanntgabewirkung

auch gegen sie entgegenzunehmen. Die Treuhänderin ist berechtigt, die Empfangsvollmacht

auf einen Dritten zu übertragen. Diese Vollmacht kann nur

durch einen Widerruf, der sowohl gegenüber der Treuhänderin als auch gegenüber

dem zuständigen Finanzamt erklärt werden muss, widerrufen werden,

soweit die Vollmacht über den Ausscheidungszeitpunkt hinaus gilt.

§ 13 Erbfolge

1. Stirbt ein Treugeber, so endet der Treuhandvertrag. Im Zeitpunkt des Todes des

Treugebers übernehmen die Erben die seitens der Treuhänderin für den verstorbenen

Treugeber erworbenen (Teil-)Kommanditanteile einschließlich der damit

verbundenen Rechte und Pflichten und treten anstelle der Treuhänderin unmittelbar

als Kommanditisten aufschiebend bedingt durch ihre Eintragung im

Handelsregister in die Beteiligungsgesellschaft ein. Sie werden bis zu ihrer

Eintragung im Handelsregister wie atypisch stille Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft

behandelt. § 13 Ziff. 2 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

bleibt unberührt.

2. Die Erbfolge ist durch Vorlage einer Ausfertigung des Erbscheins oder einer

beglaubigten Abschrift einer letztwilligen Verfügung (Testament/Erbvertrag)

nebst Testamentseröffnungsprotokoll nachzuweisen. Gleichzeitig haben die

Erben schriftlich zu erklären/nachzuweisen, in welchem Land sie ansässig und/

oder unbeschränkt steuerpflichtig sind. Mehrere Erben haben einen gemeinsamen

Bevollmächtigten zu bestimmen, der die Rechte des Erblassers aus dem

Treuhandverhältnis wahrzunehmen hat. Bis zur schriftlichen Benennung eines

Bevollmächtigten ruhen die dem Treugeber zustehenden Mitwirkungs-, Informations-

und Stimmrechte.

3. Soweit der Treuhänderin durch den Eintritt der Erben Abgaben und/oder Kosten,

gem. § 16 Ziff. 1 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

entstehen, haben die Erben diese Abgaben und/oder Kosten als Gesamtschuldner

gem. § 5 zu tragen und der Beteiligungsgesellschaft bzw. der Treuhänderin

zu erstatten. § 3 Ziff. 8 und § 16 des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

gelten entsprechend.

4. Für Vermächtnisnehmer gelten die § 13 Ziff. 1 bis 3 entsprechend.

§ 14 Ausscheiden der Treuhänderin

1. Scheidet die Treuhänderin in ihrer Eigenschaft als Treuhandkommanditist aus

der Beteiligungsgesellschaft aus, bestellen die Treugeber entsprechend den

Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft einen

neuen Treuhandkommanditisten oder werden selbst Kommanditist in Höhe

ihrer Beteiligung mit den damit zusammenhängenden Rechten und Pflichten.

Der für die Benennung eines neuen Treuhandkommanditisten erforderliche

Beschluss der Treugeber wird mit einfacher Mehrheit der abgegebenen und

stimmberechtigten Stimmen gefasst. Das Treuhandverhältnis wird sodann mit

dem neu gewählten Treuhandkommanditisten fortgesetzt, soweit die Treugeber

nicht unmittelbar Kommanditisten werden.

2. Die als Treuhandkommanditist ausscheidende Treuhänderin führt die Abstimmung

durch. Ist dies nicht möglich, wird die Abstimmung durch den persönlich

haftenden Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft durchgeführt.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 121


§ 15 Vergütung der Treuhänderin

1. Die Treuhänderin erhält für die Übernahme der Treuhandschaft und dafür, dass

sie der Beteiligungsgesellschaft im Verhältnis zu den Treugebern die Tätigkeiten

abnimmt, die die Beteiligungsgesellschaft bei einer unmittelbaren Beteiligung

der Treugeber selbst durchzuführen hätte, eine Vergütung gem. § 6 Ziff. 6 des

Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft.

2. Zusätzliche Leistungen der Treuhänderin zugunsten eines einzelnen Treugebers

werden darüber hinaus diesem gesondert in Rechnung gestellt. Dies gilt insbesondere

für die Übertragung der Beteiligung oder für den Eintritt des Treugebers

in die Beteiligungsgesellschaft als Kommanditist. § 3 Ziff. 7 des Gesellschaftsvertrages

der Beteiligungsgesellschaft gilt entsprechend.

3. Soweit der Treuhänderin Abgaben und/oder Kosten gem. § 16 Ziff. 1 des Gesellschaftsvertrages

der Beteiligungsgesellschaft entstehen, haben der Treugeber

und sein etwaiger Rechtsnachfolger diese Abgaben und/oder Kosten als

Gesamtschuldner gem. § 5 zu tragen und der Beteiligungsgesellschaft bzw. der

Treuhänderin zu erstatten. § 3 Ziff. 8 und § 16 des Gesellschaftsvertrages der

Beteiligungsgesellschaft gelten entsprechend.

§ 16 Dauer des Treuhandvertrages, Kündigung

1. Der Treuhandvertrag wird für die Zeit der Beteiligung der Treuhänderin als

Treuhandkommanditist an der Beteiligungsgesellschaft geschlossen. Eine Kündigung

des Treuhandvertrages durch den Treugeber kann nur aus wichtigem

Grunde oder nach Maßgabe der im Gesellschaftsvertrag enthaltenen Kündigungsregelung

erfolgen. Unberührt bleiben § 16 Ziff. 5 und Ziff. 6 dieses Vertrages.

2. Die Treuhänderin kann das Treuhandverhältnis aus wichtigem Grund kündigen.

Die in § 5 Ziff. 1 b) bis g) des Gesellschaftsvertrages der Beteiligungsgesellschaft

genannten Gründe gelten entsprechend als wichtiger Grund. Im Übrigen

richtet sich die Kündigung des Treuhandvertrages durch die Treuhänderin nach

den Maßgaben der im Gesellschaftsvertrag der Beteiligungsgesellschaft enthaltenen

Kündigungsregelung und deren Folgen.

3. Die Rechtsfolgen der Beendigung des Treuhandverhältnisses ergeben sich insbesondere

aus den Bestimmungen des § 12 des Gesellschaftsvertrages der

Beteiligungsgesellschaft.

4. Die Kündigung des Treuhandverhältnisses hat durch eingeschriebenen Brief zu

erfolgen.

5. Der Treugeber ist berechtigt, zu jeder Zeit die Übertragung des anteilig von der

Treuhänderin für ihn gehaltenen (Teil-)Kommanditanteils einschließlich der

damit im Zusammenhang stehenden Rechte und Pflichten auf sich zu verlangen.

Der Treugeber wird sodann als Kommanditist mit der bis dahin für ihn

anteilig gehaltenen Haftsumme in das Handelsregister eingetragen, nicht jedoch

bevor er dem persönlich haftenden Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft

eine Handelsregistervollmacht gem. § 4 Ziff. 10 des Gesellschaftsvertrages

der Beteiligungsgesellschaft erteilt hat. Die Wirksamkeit des Eintritts als

Kommanditist ist aufschiebend bedingt durch die Eintragung des Treugebers

als Kommanditist in das Handelsregister. Mit Eintragung des Treugebers als

Kommanditist in das Handelsregister endet der Treuhandvertrag und sind sämtliche

Ansprüche des Treugebers gegen die Treuhänderin abgegolten. Soweit der

Treuhänderin Abgaben und/oder Kosten gem. § 16 des Gesellschaftsvertrages

der Beteiligungsgesellschaft entstehen, hat der Treugeber diese Abgaben und/

oder Kosten gem. § 5 zu tragen und der Beteiligungsgesellschaft bzw. der

Treuhänderin zu erstatten. § 3 Ziff. 8 und § 16 des Gesellschaftsvertrages der

Beteiligungsgesellschaft gelten entsprechend.

6. Die Treugeber sind berechtigt, die Treuhänderin durch Beschluss der Treugeberversammlung

abzuberufen. Der Beschluss bedarf einer Mehrheit von 3/4 der

abgegebenen und stimmberechtigten Stimmen. Die Treugeber bestellen sodann

durch einfachen Mehrheitsbeschluss der abgegebenen und stimmberechtigten

Stimmen eine neue Treuhänderin mit der das Treuhandverhältnis fortgesetzt

wird, soweit sie nicht unmittelbar als Kommanditisten in die Beteiligungsgesellschaft

eintreten. Die abberufene Treuhänderin ist verpflichtet die von ihr

treuhänderisch gehaltenen (Teil-)Kommanditanteile unverzüglich auf die neue

Treuhänderin bzw. die unmittelbar als Kommanditisten in die Beteiligungsgesellschaft

eintretenden Treugeber zu übertragen.

122

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

§ 17 Gesellschaft bürgerlichen Rechts

1. Mit Abschluss dieses Treuhandvertrages werden die Treugeber Mitglieder einer

von ihnen gebildeten Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die über kein eigenes

Gesellschaftsvermögen verfügt und nicht am Rechtsverkehr teilnimmt (Innengesellschaft).

2. Zweck der Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist die gemeinsame Verpflichtung

der Treugeber, der gesellschaftsrechtlichen Treuepflicht untereinander unterworfen

zu sein, wie wenn sie unmittelbar Gesellschafter wären.

§ 18 Sonstige Hinweise

Die Treuhänderin weist im Rahmen ihrer ihr obliegenden Sorgfalts- und Aufklärungspflichten

auf Folgendes hin:

1. Das Geschäft mit Beteiligungen an anderen Unternehmen – insbesondere geschlossenen

Fondsgesellschaften – und die Investition in Solarkraftwerke aller

Art (insbesondere Photovoltaikanlagen), Zinsanlagen, Tagesgeld, Festgeld und

Wertpapiere ist risikoreich. Das Risiko des Totalverlusts der gesamten Einlage

des Treugebers ist niemals auszuschließen. Soweit ein Treugeber seine Einlage

refinanziert hat, haftet er für diesen Kredit in der Regel völlig unabhängig vom

Geschäftsverlauf der Beteiligungsgesellschaft. Unter bestimmten Umständen

kann es vorkommen, dass der Treugeber Steuerzahlungen aufgrund seiner

Beteiligung aus seinem privaten Vermögen zu leisten hat, ohne dass diesen

Zahlungen entsprechende Entnahmen aus der Beteiligungsgesellschaft gegenüberstehen.

Es handelt sich in jedem Fall um eine unternehmerische Betätigung

des sich beteiligenden Treugebers.

2. Die Aufgaben und Pflichten der Treuhänderin aus dem Treuhandverhältnis sind

in diesem Vertrag abschließend geregelt. Weitere Aufgaben und Pflichten treffen

die Treuhänderin gegenüber dem Treugeber nicht. Die Treuhänderin hat

insbesondere auf die Geschäftstätigkeit und somit den Erfolg oder Misserfolg

der Beteiligungsgesellschaft keinen Einfluss; sie ist demzufolge weder für Gewinne

noch für Verluste des Treugebers, die dieser aus seiner Beteiligung an

der Beteiligungsgesellschaft erzielt bzw. erleidet, verantwortlich.

§ 19 Schlussbestimmungen

1. Erfüllungsort für alle Verpflichtungen und Gerichtsstand für Streitigkeiten aus

diesem Vertrag ist der Sitz der Treuhänderin, soweit dieser Gerichtsstand gesetzlich

zulässig vereinbart werden kann.

2. Mitteilungen an die Treugeber werden an die letzte vom Treugeber übermittelte

Anschrift übersandt. Sie gelten spätestens nach Ablauf von drei Werktagen

ab Absendung als zugegangen, soweit dieser Vertrag oder der Gesellschaftsvertrag

der Beteiligungsgesellschaft nichts anderes bestimmt.

3. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam oder der Vertrag lückenhaft

sein, wird dadurch der Vertrag in seinem übrigen Inhalt nicht berührt. Die

unwirksame Bestimmung oder lückenhafte Regelung gilt vielmehr als durch

eine solche Vorschrift ersetzt oder ausgefüllt, die der von den Parteien beabsichtigten

Regelung in gesetzlich zulässiger Weise am nächsten kommt.

4. Auf den Treuhandvertrag findet das Recht der Bundesrepublik Deutschland

Anwendung.

Grünwald, den 15. April 2010

______________________________________________________

abakus Portfolio Management GmbH

– persönlich haftender Gesellschafter der abakus energie GmbH & Co.

Solarfonds 2. KG –

vertreten durch ihren Geschäftsführer Hans-Martin Herbel

______________________________________________________

Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

– Treuhänderin –

vertreten durch ihren Geschäftsführer Humbert Lechner


Vereinbarung über eine zeitlich und inhaltlich

begrenzte Mittelfreigabekontrolle

– Mittelfreigabekontrollvertrag –

Zwischen

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG, geschäftsansässig Luise-Ullrich-Strasse

2, 82031 Grünwald, vertreten durch die abakus Portfolio Management

GmbH, diese vertreten durch die Geschäftsführerin, Frau Jutta Herbel

– nachfolgend „Emittent“ –

und

Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft,

geschäftsansässig Ottostr. 21, 80333 München, vertreten durch den

Geschäftsführer, Herrn Humbert Lechner

– nachfolgend „Mittelfreigabekontrolleur“ –

Präambel

Kapitalanleger können sich am Emittenten als Direktkommanditisten oder als Treugeber

über den Treuhänder Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft,

München, beteiligen. Das aus den Beteiligungen der Kapitalanleger

bestehende Emissionskapital beträgt (inkl. Gründungsgesellschafter)

dabei € 10.000.000,00. Die persönlich haftende Gesellschafterin des Emittenten,

die abakus Portfolio Management GmbH, Grünwald, hat das Recht, das Kommanditkapital

auf maximal € 25.000.000,00 (inkl. dem Kapital der Gründungsgesellschafter)

zu erhöhen.

Zusätzlich zu den gesellschaftsrechtlichen Einlagen ist von den Kommanditisten mit

Ausnahme der Gründungsgesellschafter ein Agio in Höhe von 5 % zu leisten.

Der Emittent plant – entweder mittelbar (auch gegebenenfalls durch die Einschaltung

eines Treuhänders) über Beteiligungen an fremden Gesellschaften oder unmittelbar

– in Photovoltaikanlagen mit Standort Deutschland zu investieren. Unmittelbare

Zielinvestitionen sind Anlageobjekte, die entweder direkt erworben werden

oder von Gesellschaften (direkt oder indirekt) gehalten werden, an denen sich der

Emittent beteiligt und die durch die abakus Finanz GmbH, die abakus Portfolio

Management GmbH und/ oder verbundene Unternehmen konzipiert, initiiert oder

herausgegeben wurden. Beteiligungsangebote oder Gesellschaften, die von anderen

Initiatoren/ Prospektherausgebern als diesen Gesellschaften konzipiert, initiiert

oder herausgegeben werden, sind mittelbare Zielinvestitionen.

Das Emissionskapital dient im Wesentlichen der Investition in den Erwerb, den Betrieb

und die Ver-wertung von Photovoltaikanlagen mit Standort Deutschland und

das Eingehen von Beteiligungen zu diesem Zweck („Betreibergesellschaften“). Ausgenommen

sind die Tätigkeiten oder Geschäfte, die in § 34 c Gewerbeordnung

aufgeführt sind.

Ferner ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem

Gegenstand der Gesellschaft dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen

gleich welcher Rechtsform im In- und Ausland gründen, erwerben, sich

an ihnen beteiligen und Gewinnabführungsverträge abschließen; Zweigniederlassungen

im In- und Ausland errichten; Liquiditätsreserven in z.B. Zinsanlagen, Tagesgeld,

Festgeld und Wertpapiere anlegen; sich zur Durchführung ihrer Aufgaben

Dritter bedienen.

Daneben werden vom Emissionskapital weitere Nebenkosten (z.B. Rechtsberatung,

Steuerberatung, Konzeption, etc.) und sonstige anfallende Kosten des Emittenten

nach Maßgabe der im Verkaufsprospekt beschriebenen Verträge und/oder des im

Verkaufsprospekt ausgewiesenen Investitionsplans („Investitionsplan“) und/

oder des tatsächlichen Geschäftsverlaufs bezahlt.

Dies vorausgeschickt vereinbaren die Parteien folgendes:

§ 1 Mittelfreigabe- und Rückflusskonten

1.1. Entsprechend den maßgeblichen Verträgen und Zeichnungsunterlagen (Gesellschaftsvertrag,

Treuhandvertrag, Beitrittserklärung, Verkaufsprospekt) sind die

gesellschaftsrechtlichen Einlagen der Direktkommanditisten bzw. Treugeber

mit der nominalen Kommanditeinlage zuzüglich 5% Agio auf folgendes Konto

des Emittenten einzuzahlen, das der Mittelfreigabekontrolle unterliegt („Mittelfreigabekonto“).

Volksbank Ulm-Biberach eG, BLZ 630 901 00, Kto.-Nr. 161 722 008

Der Emittent stellt sicher, dass Zahlungen der Kommanditisten und der Treuhandkommanditistin

bzw. deren Treugeber sowie etwaige Rückzahlungen aus

nicht zustande gekommenen bzw. rückabgewickelten Zielinvestitionen ausschließlich

auf das Mittelfreigabekonten fließen.

1.2. Für etwaige Ausschüttungen, reguläre Einlagenrückzahlungen, Mieten, Veräußerungserlöse,

o.ä. („Rückflüsse“) aus Investitionen richtet der Emittent

gesonderte Konten („Rückflusskonten“) ein. Der Emittent stellt sicher, dass

Rückflüsse ausschließlich auf die Rückflusskonten fließen. Dies gilt sinngemäß

auch für etwaige dem Emittenten und/oder etwaigen Tochtergesellschaften

gewährte Darlehensmittel. Die Rückflusskonten und etwaige Darlehensmittel

unterliegen nicht der Mittelfreigabekontrolle.

1.3 Die Vertretungsberechtigung der Mittelfreigabekonten ist zum Zweck der Mittelfreigabekontrolle

so auszugestalten, dass Emittent und Mittelfreigabekontrolleur

nur gemeinsam zeichnungs- und damit verfügungsberechtigt sind. Der

Emittent hat den kontoführenden Banken anzuzeigen, dass Änderungen dieser

Regelung sowie Änderungen der Zeichnungsberechtigung der schriftlichen

Zustimmung des Mittelfreigabekontrolleurs bedürfen.

1.4 Die jeweils kontoführenden Banken erhalten eine Kopie dieses Vertrages und

haben diese Anzeige gegenüber dem Emittenten und dem Mittelfreigabekontrolleur

zu bestätigen.

1.5 Der Emittent stellt sicher, dass sich der Mittelfreigabekontrolleur jederzeit über

die Kontostände der Mittelfreigabekonten informieren kann und ihm die Kontobewegungen

elektronisch durch die kontoführenden Banken zur Verfügung

gestellt werden.

§ 2 Investitionen

Der Emittent plant – entweder mittelbar (auch gegebenenfalls durch die Einschaltung

eines Treuhänders) über Beteiligungen an fremden Gesellschaften oder unmittelbar

– in Photovoltaikanlagen, gemeinsam nachfolgend „Investitionsobjekte“

genannt, mit Standort Deutschland zu investieren. Unmittelbare Zielinvestitionen

sind Anlageobjekte, die entweder direkt erworben werden oder von Gesellschaften

(direkt oder indirekt) gehalten werden, an denen sich der Emittent beteiligt und die

durch die abakus Finanz GmbH, die abakus Portfolio Management GmbH und/ oder

verbundene Unternehmen konzipiert, initiiert oder herausgegeben wurden. Beteiligungsangebote

oder Gesellschaften, die von anderen Initiatoren/ Prospektherausgebern

als diesen Gesellschaften konzipiert, initiiert oder herausgegeben werden,

sind mittelbare Zielinvestitionen.

Das Emissionskapital dient im Wesentlichen der Investition in den Erwerb, den Betrieb

und die Verwertung von Photovoltaikanlagen mit Standort Deutschland, das

Eingehen von Beteiligungen zu diesem Zweck („Betreibergesellschaften“). Ausgenommen

sind die Tätigkeiten oder Geschäfte, die in § 34 c Gewerbeordnung aufgeführt

sind.

Ferner ist die Gesellschaft zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die dem

Gegenstand der Gesellschaft dienen. Sie kann zu diesem Zweck auch andere Unternehmen

gleich welcher Rechtsform im In- und Ausland gründen, erwerben, sich

an ihnen beteiligen und Gewinnabführungsverträge abschließen; Zweigniederlassungen

im In- und Ausland errichten; Liquiditätsreserven in z.B. Zinsanlagen, Tagesgeld,

Festgeld und Wertpapiere anlegen; sich zur Durchführung ihrer Aufgaben

Dritter bedienen.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 123


Daneben werden vom Emissionskapital weitere Nebenkosten (z.B. Rechtsberatung,

Steuerberatung, Konzeption, etc.) und sonstige anfallende Kosten des Emittenten

nach Maßgabe der im Verkaufsprospekt beschriebenen Verträge und/oder des im

Verkaufsprospekt ausgewiesenen Investitionsplans („Investitionsplan“) und/oder

des tatsächlichen Geschäftsverlaufs bezahlt.

§ 3 Informationspflichten des Emittenten

Der Emittent hat – je nach Art des Investitionsobjekts – dem Mittelfreigabekontrolleur

alle Emissionsprospekte, Zeichnungsscheine, Antragsformulare und Kaufverträge

oder sonstige Unterlagen zum betreffenden Investitionsobjekt vorzulegen, die

eine Investition gemäß § 2 belegen.

§ 4 Ablauf der Mittelfreigabekontrolle – Investitionen

4.1 Das Kapital des Emittenten unterliegt hinsichtlich des Erwerbs von Investitionsobjekten

einer Mittelfreigabekontrolle nach folgender Maßgabe:

Zahlungen für Investitionen – gleichermaßen für eine Investition in fremde

Gesellschaften (z.B. Photovoltaikfonds) oder für eine unmittelbare Zielinvestition

– sind freizugeben, wenn der Emit-tent eine Investition in Investitionsobjekte

gemäß § 2 tätigen will. Der Mittelfreigabekontrolleur hat nur zu prüfen,

ob die gemäß § 3 vorzulegenden Unterlagen eine Investition in Investitionsobjekte

gemäß § 2 belegen, eine Prüfung der tatsächlichen Investitionsdurchführung

insbesondere von fremden Gesellschaften ist nicht Gegenstand der

Mittelfreigabekontrolle, kann und wird – mangels Möglichkeit insbesondere

bei fremden Gesellschaften – durch den Mittelfreigabekontrolleur nicht durchgeführt

werden.

4.2 Der Mittelfreigabekontrolleur stellt eine Freigabe von Zahlungen für die beabsichtigten

Investitionen innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Vorlage der

vollständigen Unterlagen und Dokumente sicher.

4.3 Eine weitergehende Prüfung als diejenige, ob eine Investition in Investitionsobjekte

gemäß § 2 erfolgt, führt der Mittelfreigabekontrolleur nicht durch.

Insbesondere hat der Mittelfreigabekontrolleur nicht die Qualität der ausgewählten

Unternehmen – insbesondere geschlossenen Fondsgesellschaften –

zu verifizieren. Er überprüft auch nicht, ob ggf. erforderliche Genehmigungen

oder Zusagen gleich welcher Art vorliegen. Der Mittelfreigabekontrolleur hat

weder das Beteiligungsangebot selbst noch wird er die Investitionen noch den

Inhalt der Verträge, die den freizugebenden Zahlungen zugrunde liegen, auf

Wirtschaftlichkeit, Richtigkeit, Klarheit und Vollständigkeit von Angaben prüfen.

Eine Haftung des Mittelfreigabekontrolleurs hierfür wird daher ausdrücklich

ausgeschlossen. Der Mittelfreigabekontrolleur prüft nicht die Bonität von

Unternehmen, an denen sich der Emittent beteiligen will, sonstigen beteiligten

Personen, Vertragspartnern des Emittenten oder die Werthaltigkeit von etwaigen

Garantien. Der Mittelfreigabekontrolleur prüft nicht die Zweckmäßigkeit

geschäftlicher Maßnahmen und Entscheidungen des Emittenten oder ob die

Investition als solche durchführbar oder rechtlich zulässig ist. Er haftet daher

nicht für den Eintritt von wirtschaftlichen, rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen

Zielen, die der Emittent oder dessen Gesellschafter/Treugeber verfolgen.

Der Mittelfreigabekontrolleur prüft nicht und haftet nicht für die Geschäftsführung

des Emittenten und seiner ggf. gewählten Beiräte. Er prüft nicht, ob der

Emittent durch die Geschäftsführung wirtschaftlich geführt wird, ob die Beteiligung

eines Gesellschafters/Treugebers wirtschaftlich oder steuerlich sinnvoll

ist oder ob der von dem sich beteiligenden Gesellschafter erhoffte oder erwartete

Erfolg eintreten kann oder wird, weder in wirtschaftlicher noch in steuerlicher

oder rechtlicher Hinsicht. Des Weiteren ist jede Haftung ausgeschlossen

für den termin- und fachgerechten Beginn der von dem Emittenten beabsichtigten

Investitionen sowie die Erzielung der prospektierten Erträge und Ausschüttungen

an die Gesellschafter/Treugeber.

§ 5 Ablauf der Mittelfreigabekontrolle –

Investitions nebenkosten

5.1 Hinsichtlich der Investitionsnebenkosten (Dienstleistungsgebühren, Verwaltungskosten

und sonstige Nebenkosten sowie laufende Kosten) wird der Mittelfreigabekontrolleur

über die eingezahlten Einlagen verfügen, soweit diese

verwandt werden sollen zur Erfüllung

124

a) der fälligen Verbindlichkeiten des Emittenten aus

1. Rechtsberatungsverträgen;

2. Steuerberatungsverträgen;

3. beauftragten Gutachten (z.B. Gutachten im Zusammenhang mit den

Investitionen gemäß § 2);

4. dem Treuhandvertrag;

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

5. dem Mittelfreigabekontrollvertrag;

6. Bankgebühren (z.B. aus Darlehensverträgen oder Kontoführungsverträgen);

7. Notar- und Gerichtsgebühren;

8. dem Dienstleistungsvertrag (Prospektierung, Marketing);

9. dem Konzeptionsvertrag;

10. der Haftungsvergütung, der Geschäftsführungsvergütung, der Anlegerverwaltungsvergütung,

der Treuhandvergütung sowie weiteren im Gesellschaftsvertrag

des Emittenten geregelten Vergütungen und Aufwendungsersatzansprüchen;

11. Eigenkapitalvermittlungsverträgen;

12. den für die Verwaltung anfallenden Sachkosten (Versicherungsprämien,

Lizenzgebühren, Kosten der Gesellschafterversammlung, Porto, Kopier-

und Druckkosten, o.ä.) und sonstigen Gesellschaftskosten, wie z.B.

Pachten, Zinsen o.ä.;

13. beschlossenen oder vorgesehenen Ausschüttungen an die Gesellschafter

(Entnahmen).

b) etwaiger fälliger gesetzlicher und/oder öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen.

Investitionsnebenkosten können unabhängig davon, wann die erste Mittelfreigabe

gemäß § 4.1 erfolgt, freigegeben werden, soweit deren Fälligkeit gegeben

ist. Dies gilt auch, soweit es sich um Abschlagszahlungen hierfür handelt,

die die Vertragspartner nach den jeweiligen Vereinbarungen verlangen können.

5.2 Bei der Freigabe von Mitteln hat der Mittelfreigabekontrolleur sicherzustellen,

dass diese Auszahlungen unmittelbar an die jeweiligen Gläubiger erfolgen oder

in sonstiger Weise die Zweckbindung der Mittel gewahrt wird. Die Freigabe

kann erfolgen, wenn dem Mittelfreigabekontrolleur die im Verkaufsprospekt

genannten zu Grunde liegenden Verträge und/oder ggf. eine Zahlungsaufforderung

gegenüber dem Emittenten vorliegen. Soweit keine schriftlichen Verträge

gegeben sind, muss dem Mittelfreigabekontrolleur eine Zahlungsaufforderung

gegenüber dem Emittenten vorliegen.

5.3 Der Mittelfreigabekontrolleur überprüft nicht die Angemessenheit von Leistungen,

die an Vertragsparteien des Emittenten zu zahlen sind, nicht, ob irgendwelche

Leistungen ausgeführt wurden, notwendig, zweckdienlich oder sinnvoll

erscheinen und nicht den Inhalt der Verträge des Emittenten. Der Mittelfreigabekontrolleur

prüft nicht die Bonität von Vertragspartnern des Emittenten oder

die Werthaltigkeit von etwaigen Garantien. Der Mittelfreigabekontrolleur ist

aufgrund der vertraglichen Vereinbarungen nicht verpflichtet, sicherzustellen,

dass die im Rahmen des Verkaufsprospektes dargestellte prozentuale Mittelverwendung

in Investitionen und Nebenkosten sowie die absolute Höhe der

nicht vertraglich fixierten Kosten eingehalten wird. Etwaige Kostenüberschreitungen

sind das wirtschaftliche Risiko des Emittenten. Es kann nicht ausgeschlossen

werden, dass unvorhergesehene Kosten anfallen (z.B. Rechtsverfolgungskosten

des Emittenten), die nicht in der im Verkaufsprospekt dargestellten

Mittelverwendung enthalten sind und entsprechende Zahlungen vom

Mittelfreigabekontrolleur trotzdem freigegeben werden (müssen).

§ 6 Ablauf der Mittelfreigabekontrolle –

Allgemeine Vereinbarungen für § 4 und § 5

Besteht zwischen dem Mittelfreigabekontrolleur und der Geschäftsführung des

Emittenten Uneinigkeit darüber, ob die Freigabe zu erteilen ist oder nicht, ist eine

Entscheidung der Gesellschafterversammlung ggf. in Verbindung mit einer Entscheidung

des Beirats der Gesellschaft herbeizuführen. Diese ist dann maßgeblich und

entbindet den Mittelfreigabekontrolleur von seiner Verantwortung und Haftung.

§ 7 Vergütung

Der Mittelfreigabekontrolleur erhält für seine Tätigkeit ein einmaliges Honorar von

0,1 % des Gesamtinvestitionsvolumens ohne Agio, mindestens aber EUR 16.000,00.

Das Honorar erhöht sich um die jeweilige gesetzliche Umsatzsteuer und ist fällig bei

Schließung des Fonds. Der Emittent hat Abschlagszahlungen, die sich am platzierten

Kommanditkapital orientieren, zu leisten.

§ 8 Vertragsänderung und Kündigung

8.1 Änderungen oder Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen der Schriftform.

8.2 Dieser Vertrag kann mit einer Frist von 3 Monaten zu jedem Quartalsende

gekündigt werden. Voraussetzung für die Kündigung ist die Übertragung der


Mittelfreigabekontrolle auf einen anderen Mittelfreigabekontrolleur, der in

diese Vereinbarung eintreten und Steuerberater oder Rechtsanwalt oder Wirtschaftsprüfer

oder eine entsprechende Berufsgesellschaft sein muss.

§ 9 Vertragsende

9.1 Dieser Vertrag endet, wenn nach Schließung des Fonds mindestens 90 % des

auf den Mittelfreigabekonten eingezahlten Kommanditkapitals ohne Agio des

Emittenten in Anlageobjekte gemäß § 2 und unter Berücksichtigung zukünftiger

Einzahlungsverpflichtungen investiert sowie in fondsabhängigen Nebenkosten

(Investitionsnebenkosten) freigegeben wurde, spätestens aber am

31.12.2012. Die Schließung erfolgt durch eine schriftliche Mitteilung des Emittenten

gegenüber dem Mittelfreigabekontrolleur.

9.2 Der Mittelfreigabekontrolleur wird dem Emittenten innerhalb von 8 Wochen

nach Vertragsende eine Zusammenfassung über sämtliche Einzahlungen und

Auszahlungen auf den der Mittelfreigabekontrolle unterliegenden Konten vorlegen.

9.3 Im Fall der Beendigung des Vertrags ist der Mittelfreigabekontrolleur verpflichtet,

gegenüber den kontoführenden Banken durch Erklärung sicherzustellen,

dass der Emittent fortan allein über die Mittelfreigabekonten verfügungsberechtigt

ist. Mit der Beendigung des Vertrags verliert der Mittelfreigabekontrolleur

die gemeinsame Verfügungsbefugnis über die Mittelfreigabekonten.

§ 10 Allgemeine Auftragsbedingungen, Haftung, Verjährung

10.1 Dieser Vereinbarung liegen die Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer

und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar

2002 zugrunde, von denen ein Exemplar dieser Vereinbarung als Anlage

beigefügt ist.

10.2 Die Haftung für alle im Zusammenhang mit dem Mandat des Emittenten möglicherweise

entstehenden Schadensfälle wird bei Fahrlässigkeit auf EUR 4,0

Mio. beschränkt. Der Emittent wurde vom Mittelfreigabekontrolleur darauf

hingewiesen, dass (i) im Falle einer Vertragsverletzung oder aus sonstigen

Gründen ein Schaden entstehen kann, der – unter Umständen sogar deutlich

– über dem vorgenannten Betrag liegt und deshalb (ii) die Möglichkeit besteht,

für einen höheren Betrag einen Versicherungsschutz zu erlangen und dann

auch eine weitergehende Haftung des Mittelfreigabekontrolleurs vereinbart

werden kann, wobei die Versicherungskosten in diesem Fall vom Emittenten zu

tragen wären. Der Emittent verzichtet hiermit in Kenntnis eines möglichen über

EUR 4,0 Mio. hinausgehenden Schadensrisikos und unter Berücksichtigung der

Versicherungskosten ausdrücklich auf eine EUR 4,0 Mio. übersteigende Haftung

des Mittelfreigabekontrolleurs.

Ein einzelner Schadensfall ist auch bezüglich eines aus mehreren Pflichtverletzungen

stammenden einheitlichen Schadens gegeben. Der einzelne Schadensfall

umfasst sämtliche Folgen einer Pflichtverletzung ohne Rücksicht darauf, ob

Schäden in einem oder in mehreren aufeinander folgenden Jahren entstanden

sind. Dabei gilt mehrfaches auf gleicher oder gleichartiger Fehlerquelle beruhendes

Tun oder Unterlassen als einheitliche Pflichtverletzung, wenn die betreffenden

Angelegenheiten miteinander in rechtlichem oder wirtschaftlichem

Zusammenhang stehen. In diesem Fall kann die Treuhänderin nur bis zur Höhe

von € 5 Mio. in Anspruch genommen werden.

Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten nicht für Schäden aus der

Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit.

10.3 Schadensersatzansprüche aus diesem Vertrag verjähren in drei Jahren, gerechnet

ab dem Zeitpunkt, in welchem der Anspruch entstanden ist, soweit nicht

Gesetz oder Rechtsprechung eine kürzere Verjährung vorsehen oder ermöglichen.

Schadensersatzansprüche sind innerhalb einer Ausschlussfrist von sechs

Monaten nach Kenntniserlangung vom Schaden gegenüber dem Mittelfreigabekontrolleur

geltend zu machen.

§ 11 Besondere Hinweise

Der Mittelfreigabekontrolleur weist im Rahmen seiner ihm obliegenden Sorgfalts-

und Aufklärungspflichten auf Folgendes hin:

11.1 Das Geschäft mit Beteiligungen an anderen Unternehmen – insbesondere geschlossenen

Fondsgesellschaften – ist risikoreich. Das Risiko des Totalverlusts

der gesamten gezeichneten Kommanditeinlage des Gesellschafters bzw. Treugebers

des Emittenten ist niemals auszuschließen. Soweit ein Gesellschafter

bzw. Treugeber seine Einlage refinanziert hat, haftet er für diesen Kredit in der

Regel völlig unabhängig vom Geschäftsverlauf der Gesellschaft. Unter bestimmten

Umständen kann es vorkommen, dass der Gesellschafter/Treugeber

Steuerzahlungen aufgrund seiner Beteiligung aus seinem privaten Vermögen

zu leisten hat, ohne dass diesen Zahlungen entsprechende Entnahmen aus der

Gesellschaft gegenüberstehen. Es handelt sich in jedem Fall um eine unternehmerische

Betätigung des sich beteiligenden Gesellschafters. Die Aufgaben des

Mittelfreigabekontrolleurs sind in diesem Vertrag abschließend dargestellt.

Darüber hinausgehende Prüfungen sind nicht Aufgabe des Mittelfreigabekontrolleurs

und werden von ihm auch nicht vorgenommen. Die Mittelfreigabekontrolle

ist deshalb sowohl inhaltlich wie zeitlich beschränkt.

11.2 Soweit bereits über Einlagen beispielsweise zur Bezahlung von fälligen Dienstleistungsvergütungen

verfügt wurde, ist der Mittelfreigabekontrolleur weder

verpflichtet noch rechtlich dazu in der Lage, auf den Mittelfreigabekonten des

Emittenten eingezahlte Einlagen der Gesellschafter an diese vollständig zurückzuzahlen.

Der Mittelfreigabekontrolleur ist aufgrund der vertraglichen

Vereinbarungen nicht verpflichtet, sicherzustellen, dass die im Rahmen des

Prospektes dargestellte prozentuale Mittelverwendung in Investitionen und

Nebenkosten sowie die absolute Höhe der nicht vertraglich fixierten Kosten

eingehalten wird. Etwaige Kostenüberschreitungen wie auch prozentual höhere

Nebenkosten als im Verkaufsprospekt dargestellt sind das wirtschaftliche

Risiko des Emittenten und seiner Gesellschafter/Treugeber.

11.3 Da die Zahlungsabwicklung über Konten des Emittenten erfolgt, kann die Mittelfreigabekontrolle

einen Schutz vor dem Zugriff von Gläubigern des Emittenten

bzw. im Falle der Insolvenz des Emittenten nicht gewährleisten. Sie bietet

auch keinen Schutz vor vertragswidriger Abwicklung des Zahlungsverkehrs

durch den Emittenten über nicht der Mittelfreigabekontrolle unterliegende

Konten bzw. in sonstiger Weise. Es ist zudem nicht sichergestellt, dass die

kontoführenden Kreditinstitute Weisungen der satzungsmäßigen Vertreter des

Emittenten zur Änderung der Verfügungsberechtigung über die Konten nicht

Folge leisten. Ebenso wenig schützt die Mittelfreigabekontrolle vor Haftungsrisiken

bzw. Freistellungsansprüchen gemäß dem Treuhandvertrag, wenn Gläubiger

des Emittenten die Treuhandkommanditistin bzw. andere Kommanditisten

direkt in Anspruch nehmen.

§ 12 Allgemeine Bestimmungen

12.1 Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages ganz oder in Teilen unwirksam oder

undurchführbar sein oder werden oder sollte sich in diesem Vertrag eine Lücke

herausstellen, so wird hierdurch die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen

nicht beeinträchtigt. In diesem Fall gilt eine solche wirksame oder durchführbare

Bestimmung als vereinbart, die dem Sinn und dem wirtschaftlichen Regelungsgehalt

der unwirksamen oder undurchführbaren Bestimmung soweit wie

möglich entspricht bzw. eine solche fehlende Bestimmung, die von den Parteien

in Kenntnis der Regelungsbedürftigkeit unter Berücksichtigung der berechtigten

Interessen aller Parteien zur Verfolgung des Vertragszwecks objektiv

hätte getroffen werden müssen.

12.2 Soweit Verträge oder Geschäftspapiere in ausländischer Sprache geführt werden,

kann der Mittelfreigabekontrolleur deutschsprachige Übersetzungen auf

Kosten des Emittenten verlangen. Dabei entstehende Übersetzungsfehler gehen

nicht zu Lasten des Mittelfreigabekontrolleurs.

12.3 Der Mittelfreigabekontrolleur ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Grünwald, den 15. April 2010

______________________________________________________

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

diese vertreten durch abakus Portfolio Management GmbH

diese vertreten durch ihre Geschäftsführerin Jutta Herbel

_______________________________________

Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

diese vertreten durch ihren Geschäftsführer Humbert Lechner

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 125


Verbraucher-

Verbraucherinformation

für den information

Fernabsatz

Informationen nach § 312c BGB i.V.m. § 1 der Verordnung über Informationsund

Nachweispflichten nach bürgerlichem Recht (BGB-Informationspflichten-Verordnung)

I. Allgemeine Informationen zum Emittenten, Anbieter und anderen gegenüber den Anlegern auftretenden

Personen (einschließlich ladungsfähiger Anschriften)

Emittent

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG,

Luise-Ullrich-Str. 2, 82031 Grünwald, Telefax: 089/68 08 63-33, E-Mail: info@abakusfonds.de

Handelsregister: Amtsgericht München HRA 95103

vertreten durch: abakus Portfolio Management GmbH

diese vertreten durch: Jutta Herbel und Hans-Martin Herbel (alle Geschäftsführer; Geschäftssitz und Anschrift ebenda;

jeweils mit Einzelvertretungsberechtigung)

Tätigkeit: Erwerb von Solarkraftwerken aller Art, deren Nutzung und Verwertung in sonstiger Weise

Aufsichtsbehörde: keine

Anbieter

abakus Finanz GmbH

Luise-Ullrich-Str. 2, 82031 Grünwald, Telefax: 089/68 08 63-33, E-Mail: info@abakus-finanz.de

Handelsregister: Amtsgericht München HRB 158272

vertreten durch: Jutta Herbel und Hans-Martin Herbel (beide Geschäftsführer; Geschäftssitz und Anschrift ebenda;

jeweils mit Einzelvertretungsberechtigung)

Tätigkeit: Beratung und Konzeption von Kapitalanlageprodukten und deren Prospekterstellung

Aufsichtsbehörde: keine

Treuhandkommanditist /

Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft,

Mittelfreigabekontrolleur /

Ottostr. 21, 80333 München, Telefax: 089/25 54 47-0, E-Mail: info@dornbach-muc.de

Steuerberater

Handelsregister: Amtsgericht München HRB 181141

vertreten durch:

Heiko Bokelmann, Dr. Eike Dornbach, Christoph Hell, Dr. Dagobert Kohout, Wolfgang Küster, Armin Pfirmann, Matthias

Schenkel, Dr. Manfred Schleiter, Klaus Schmidt, Matthias Wewers, Christine Huber, Kai König, Humbert Lechner

(alle Geschäftsführer; Geschäftssitz und Anschrift ebenda; Christine Huber, Kai König und Humbert Lechner jeweils mit

Einzelvertretungsberechtigung)

Tätigkeit: Für Wirtschaftsprüfungsgesellschaften bzw. Steuerberatungsgesellschaften gesetzlich und berufsrechtlich zulässige

Tätigkeiten gemäß § 43 a Abs. 4 WPO sowie § 33 i. V. m. § 57 Abs. 3 StBerG, insbesondere treuhänderische Tätigkeiten

einschließlich der treuhänderischen Verwaltung. Handels- und Bankgeschäfte sind ausgeschlossen.

Aufsichtsbehörden: Wirtschaftsprüferkammer in Berlin, Steuerberaterkammer in München

Vermittler Zu den Angaben des Vermittlers vgl. Beitrittserklärung unter „Angaben des Vermittlers“

Aufsichtsbehörde: keine

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 127


128

Verbraucherinformation für den Fernabsatz

II. Informationen zu den Vertragsverhältnissen

Der Verkaufsprospekt vom 15. April 2010 zum Beteiligungsangebot

an der abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

(nachfolgend Gesellschaft genannt), der im Verkaufprospekt

abgedruckte Gesellschafts- und Treuhandvertrag sowie die

Beitrittserklärung enthalten detaillierte Beschreibungen der

Vertragsverhältnisse, auf die ergänzend verwiesen wird.

1. Wesentliche Merkmale der Kapitalanlage

Die wesentlichen Merkmale der Kapitalanlage ergeben sich

aus dem Verkaufsprospekt. Mit seinem Beitritt beteiligt sich

der Anleger unmittelbar als Kommanditist oder mittelbar

als Treugeber über den Treuhandkommanditisten an der

Gesellschaft. Der Anleger ist in Abhängigkeit von seiner

Beteiligungsquote nach Maßgabe der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages

(vgl. §§ 11, 12 des Gesellschaftsvertrages)

am wirtschaftlichen Ergebnis der Gesellschaft beteiligt.

Die weiteren Einzelheiten sind dem Verkaufsprospekt und der

Beitrittserklärung zu entnehmen.

2. Zustandekommen der Verträge, Leistungsvorbehalte

Voraussetzung für die Beteiligung des Anlegers unmittelbar

als Kommanditist oder mittelbar als Treugeber über den Treuhandkommanditisten

an der Gesellschaft ist die Annahme der

Beitrittserklärung, die Einzahlung der vollständigen Zeichnungssumme

zzgl. 5 % Agio sowie im Falle des unmittelbaren

Beitritts als Kommanditist die Vorlage der notariell beglaubigten

Handelsregistervollmacht. Bis zur Eintragung in das

Handelsregister werden Kommanditisten, die der Gesellschaft

unmittelbar beitreten, wie atypisch stille Gesellschafter

behandelt (vgl. § 3 des Gesellschaftsvertrages).

Nach Eintritt der vorstehend genannten Beteiligungsvoraussetzungen

bestehen keine Leistungsvorbehalte. Eine

Alternativanlage entfällt. Beteiligungen an der Gesellschaft

können nur erworben werden, solange der Fonds noch nicht

geschlossen ist.

3. Widerrufsrecht

Die Einzelheiten des dem Anleger zustehenden Widerrufsrechts

und seiner Rechtsfolgen ergeben sich aus

der auf der Beitrittserklärung enthaltenen Widerrufsbelehrung.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

4. Mindestlaufzeit der Beteiligung und vertragliche

Kündigungsbedingungen einschließlich etwaiger

Vertragsstrafen

Die Gesellschaft wird auf bestimmte Zeit geschlossen.

Sie endet zum 31. 12. 2022, es sei denn, dass 2/3 der

Gesellschafter die Fortsetzung der Gesellschaft beschließen.

Ein Anleger (Kommanditist oder Treugeber)

kann seine unmittelbare oder mittelbare Beteiligung

an der Gesellschaft mit einer Frist von sechs Monaten

zum 31. 12. 2022 oder, wenn die Gesellschaft über

den 31. 12. 2022 hinaus fortgesetzt wird, mit gleicher

Frist zum Ende eines jeden Geschäftsjahres kündigen;

im Falle der Veräußerung der unmittelbaren oder

mittelbaren Beteiligung sowie im Falle der Übertragung

der unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligung

im Wege der Schenkung oder im Erbfall beginnt die

Kündigungsfrist nicht neu zu laufen. Das Recht zur

außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund

bleibt unberührt. Jede Kündigung hat schriftlich per

Einschreiben zu erfolgen. Der Kommanditist richtet

seine Kündigung an die abakus energie GmbH & Co.

Solarfonds 2. KG, Luise-Ullrich-Str. 2, 82031 Grünwald.

Der Treugeber, der mittelbar über den Treuhandkommanditisten

an der Gesellschaft beteiligt ist, richtet

seine Kündigung an die Dornbach GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft-Steuerberatungsgesellschaft

Ottostraße 21, 80333 München.

Beabsichtigt ein Treugeber unmittelbar als Kommanditist

in die Gesellschaft einzutreten, ist er

berechtigt, jederzeit die Übertragung des anteilig

von dem Treuhandkommanditisten für ihn gehaltenen

(Teil-) Kommanditanteils einschließlich der damit im

Zusammenhang stehenden Rechte und Pflichten auf

sich zu verlangen. Mit Eintragung des Treugebers

als Kommanditist in das Handelsregister endet der

Treuhandvertrag.

Weitere Einzelheiten zur Kündigung ergeben sich aus

§§ 3 und 5 des Gesellschaftsvertrages sowie aus § 16

des Treuhandvertrages.

Vertragsstrafen sind nicht vorgesehen. Wird jedoch

einem Anleger aus wichtigem Grund, den er zu vertreten

hat, gekündigt oder wird ein Anleger aus der

Gesellschaft ausgeschlossen, so wird sein Abfindungsguthaben

möglicherweise beschränkt. Die Einzelheiten

ergeben sich aus § 12 des Gesellschaftsvertrages.


5. Angaben über den Gesamtpreis einschließlich

aller Steuern, die der Unternehmer abführen muss

und sonstiger Preisbestandteile

Der Anleger hat gemäß seiner Festlegung in der Beitrittserklärung

eine Einlage (Zeichnungssumme) sowie ein Agio von

5 % auf die vereinbarte Zeichnungssumme zu leisten. Die

Mindestzeichnungssumme beträgt € 5.000. Beteiligen sich

Ehegatten, ist diese Voraussetzung bezüglich der zusammenzurechnenden

Beträge zu erfüllen. Höhere Zeichnungssummen

müssen durch 1.000 ohne Rest teilbar sein. Weitere

Einzelheiten ergeben sich aus der Beitrittserklärung, aus § 4

des Gesellschaftsvertrages und den entsprechenden weiteren

Hinweisen im Verkaufsprospekt.

Wegen der steuerlichen Auswirkungen der Beteiligung wird

auf die Ausführungen im Verkaufsprospekt (Kapitel „Steuerliche

Grundlagen“) verwiesen.

6. Einzelheiten hinsichtlich der Zahlung

und der Lieferung oder Erfüllung

Der Anleger hat 100 % seiner Einlage (Zeichnungssumme)

und das Agio von 5 % auf die Zeichnungssumme gemäß

seiner Festlegung in der Beitrittserklärung innerhalb von

14 Tagen nach Aufforderung durch den persönlich haftenden

Gesellschafter zu zahlen. Auf § 4 des Gesellschaftsvertrages

und die entsprechenden weiteren Hinweise im Verkaufsprospekt

wird ergänzend verwiesen.

Die Einzahlung hat auf ein zugunsten der Gesellschaft in der

Beitrittserklärung sowie im Gesellschaftsvertrag bezeichnetes

Konto zu erfolgen. Die Freigabe dieser Zahlungen erfolgt

bei Vorliegen der in § 6 Ziff. 3 des Gesellschaftsvertrages

genannten Auszahlungsvoraussetzungen. Ergänzend wird

auf § 6 des Gesellschaftsvertrages und die diesbezüglichen

Ausführungen im Verkaufsprospekt verwiesen (Kapitel

„Rechtliche Grundlagen“).

7. Weitere vom Anleger zu zahlende Kosten und Steuern,

zusätzliche Telekommunikationskosten

Liefer- und Versandkosten werden nicht in Rechnung gestellt.

Spezifische, zusätzliche Kosten für die Benutzung von Fernkommunikationsmitteln

werden dem Anleger von der Gesellschaft

nicht in Rechnung gestellt. Eigene Kosten für Telefon,

Internet, Porti etc. hat der Anleger selbst zu tragen.

Die Kosten für die notariell beglaubigte Handelsregistervollmacht

im Falle des unmittelbaren Beitritts als Kommanditist,

trägt der unmittelbar beitretende Kommanditist. Die Kosten

für eine Übertragung der Beteiligung und/oder den Eintritt

eines Treugebers in die Gesellschaft als Kommanditist (Notar,

Gerichtskosten) trägt im Verhältnis zu der Gesellschaft der

neu eintretende Kommanditist bzw. der als Kommanditist eintretende

Treugeber. Für die Übertragung der Beteiligung oder

im Falle des Eintritts eines Treugebers in die Gesellschaft als

Kommanditist erhält der persönlich haftende Gesellschafter

bzw. der Treuhandkommanditist von dem Eintretenden eine

Pauschalvergütung von € 100 nebst Ersatz sämtlicher Kosten

jeweils zzgl. Umsatzsteuer, soweit diese anfällt.

Soweit der Gesellschaft durch Handlungen eines Gesellschafters,

das Verhalten eines Gesellschafters oder aufgrund der

Rechtspersönlichkeit/Rechtsform eines Gesellschafters Abgaben

und/oder Kosten entstehen, sind diese Abgaben und/oder

Kosten von dem die Abgaben und/oder Kosten auslösenden

Gesellschafter und seinem etwaigen Rechtsnachfolger als

Gesamtschuldner zu tragen (vgl. § 16 des Gesellschaftsvertrages).

Die Einkommensteuer, der Solidaritätszuschlag und ggf.

weitere Steuern fallen direkt bei dem einzelnen Anleger

an. Zu den Einzelheiten der steuerlichen Auswirkungen der

Beteiligung für den Anleger wird auf die Ausführungen im

Prospekt (Kapitel „Steuerliche Grundlagen“) verwiesen.

8. Risikohinweis

Die Beteiligung an der Gesellschaft ist wie jede unternehmerische

Beteiligung mit Risiken verbunden. Die Risiken können

zu einem Teil- oder Totalverlust der Anlage führen. Die

wesentlichen tatsächlichen und rechtlichen Risiken der Beteiligung

sind im Prospekt dargestellt; hierauf wird verwiesen

(Kapitel „Risiken der angebotenen Vermögensanlage“). Der

Wert der Beteiligung unterliegt bedingt durch die wirtschaftliche

Entwicklung Schwankungen, auf die der Unternehmer

keinen Einfluss hat. In der Vergangenheit erwirtschaftete

Erträge sind kein Indikator für zukünftige Erträge.

9. Gültigkeitsdauer der zur Verfügung

gestellten Informationen

Die zur Verfügung gestellten Informationen haben Gültigkeit

bis zur Mitteilung von Änderungen. Beteiligungen an der

Gesellschaft können jedoch nur erworben werden, solange

der Fonds nicht geschlossen ist.

10. Bei Aufnahme der Beziehungen zum Anleger zugrunde

gelegtes und anwendbares Recht, Gerichtsstand,

Vertragssprache

Auf vorvertragliche Schuldverhältnisse, die Beitrittserklärung,

den Gesellschaftsvertrag und den Treuhandvertrag findet

das Recht der Bundesrepublik Deutschland Anwendung. Ein

außergerichtliches Beschwerde- und Rechtsbehelfsverfahren

ist vertraglich nicht vorgesehen. Bei Streitigkeiten aus der

Anwendung der Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 129


130

Verbraucherinformation für den Fernabsatz

betreffend Fernabsatzverträge über Finanzdienstleistungen

ist gesetzlich vorgesehen, dass die Beteiligten unbeschadet

ihres Rechts, die Gerichte anzurufen, eine Schlichtungsstelle

anrufen können, die bei der Deutschen Bundesbank

eingerichtet ist. Bezüglich der Verfahrensgrundsätze vor der

Schlichtungsstelle und der Übertragung der Aufgabe auf

Dritte gilt die Schlichtungsstellenverfahrensverordnung. Ein

Merkblatt sowie die Schlichtungsstellenverfahrensordnung

sind bei der Deutschen Bundesbank, Schlichtungsstelle,

Postfach 11 12 32, 60047 Frankfurt,

Telefon: +49 69 23 88-19 07, Telefax: +49 69 23 88-19 19,

erhältlich.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Betreffend den Gerichtsstand gelten die vertraglichen und/

oder gesetzlichen Vorgaben.

Die Vertragsbedingungen, der Verkaufsprospekt sowie diese

zusätzlichen Informationen und die gesamte übrige Kommunikation

während der Laufzeit des Vertrages werden in

deutscher Sprache zur Verfügung gestellt bzw. geführt.

11. Einlagensicherung

Ein Garantiefonds oder andere Entschädigungsregelungen

gibt es nicht.


Abwicklungs-

Abwicklungshinweise

hinweise

Beitrittserklärung

Dem Prospekt liegt eine Beitrittserklärung bei, die gleichzeitig

Zeichnungsschein und Widerrufsbelehrung ist, sowie das Formular

„Identifizierung gemäß Geldwäschegesetz“. Interessierte

Investoren werden gebeten, diese vollständig auszufüllen und

rechtsverbindlich zu unterzeichnen. Die Mindestzeichnungssumme

beträgt

€ 5.000,– zzgl. 5 % Agio und kann in Schritten von

€ 1.000,– erhöht werden.

Die unterschriebene Beitrittserklärung und die

Identifizierung gemäß Geldwäschegesetz erhält die:

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Luise-Ullrich-Straße 2

82031 Grünwald

Telefon: +49 89 680 863-0

Telefax: +49 89 680 863-33

Die abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG ist Annahme-

und Zahlstelle der Zeichnungen im Sinne des § 4 der

Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung.

Zeichnungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs – Telefaxe

nur unter Vorbehalt, dass der Original-Zeichnungsschein

und die Identifizierung gemäß Geldwäschegesetz binnen sieben

Arbeitstagen nach Datum der Telefaxsendung bei der abakus

energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG vorliegt – berücksichtigt.

Als Annahmebestätigung der Gesellschaft wird ein von der

geschäftsführenden Gesellschaft und dem Treuhandkommanditisten

gegengezeichnetes Exemplar der Beitrittserklärung mit

Zahlungsaufforderung und einem Überweisungsträger übersandt.

Die Überweisung der vollständigen Beteiligungssumme

zzgl. 5 % Agio ist innerhalb von 14 Tagen nach Aufforderung

durch den persönlich haftenden Gesellschafter auf das folgende

Konto zu überweisen:

Gesellschaftskonto

Kontoinhaber:

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Bankverbindung:

Bank: Volksbank Ulm-Biberach eG

BLZ: 630 901 00

Konto: 161 722 008

Verwendungszweck:

abakus Solarfonds“ und Name des Anlegers

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 131


Glossar

Abschreibung

Für die Beendigung einer Rechtsstellung (z.B. der Zugehörigkeit

zu einer Gesellschaft als Gesellschafter) zu zahlender

Geldbetrag.

Abschreibung

Wertverzehr eines Wirtschaftsguts, wie es nach (steuer-)gesetzlichen

Vorschriften berechnet werden darf. Abschreibungen vermindern

das zu versteuernde Einkommen und senken dadurch

die Steuerlast, ohne dass damit Ausgaben verbunden sind, da

die Abschreibung lediglich buchungstechnisch erfolgt.

AC (engl.: alternating current)

Wechselstrom (siehe auch: Gleichstrom, DC [engl.: direct

current])

Agio

Eine Gebühr, die der Anleger beim Erwerb von Fondsanteilen

zahlt. Sie dient zur Deckung der Kosten, die beim Absatz von

Fondsanteilen entstehen.

Anlaufkosten

Kosten, die beim Start eines Unternehmens entstehen.

Beispielsweise Gründungskosten für Rechtsberatung, Notar,

Handelsregistereintrag, Fondskonzept, Prospekterstellung,

Prospektprüfung, Schätzgutachten, Eigenkapitalplatzierung,

Fremdkapitalbeschaffung, Steuerberatung, Treuhandschaft,

Geschäftsbesorgung, Mittelfreigabekontrolle, Zwischenfinanzierungen

etc.

Anlaufverluste

Steuerliche oder handelsrechtliche Verluste in der Investitionsphase.

Atypische stille Beteiligung

Stille Beteiligung (geregelt in §§ 230 bis 236 HGB), bei der

der stille Gesellschafter mitunternehmerisch beteiligt ist, z. B.

durch Teilhabe am Gewinn und Verlust und durch das Recht zur

Mitsprache bei Entscheidungen des Unternehmens, an dem die

stille Beteiligung besteht.

Ausschüttung / Entnahmen

Die vorhandenen Liquiditätsüberschüsse, d. h. die Überschüsse

der Einnahmen über die Ausgaben, werden regelmäßig an die

Gesellschafter im Verhältnis ihrer Kommanditeinlagen ausgeschüttet.

Ausschüttungen / Entnahmen sind zu unterscheiden

vom Gewinn oder Jahresertrag der Fondsgesellschaft; dieser

kann höher oder niedriger sein als die Ausschüttung.

Beirat

Gremium, das die Interessen der Kapitalanleger vertritt und

mehrheitlich von ihnen aufgestellt und gewählt wird. Unterstützt

und berät die Fondsgeschäftsführung nicht im Tagesgeschäft,

sondern in wichtigen Fragen der Unternehmenspolitik

und berichtet den Anlegern.

Betriebsergebnis

Gewinn oder Verlust als Differenz aus jährlich abgegrenzten

Verträgen (z. B. aus der Einspeisevergütung) und Aufwendungen

(Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigem

Sachaufwand).

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 133


134

Glossar

BMF

Bundesministerium der Finanzen

Buchwert

Wert eines Wirtschaftsgutes in den Geschäftsbüchern des Fonds

zum Jahresende. Durch jährliche Abschreibungen verringert sich

der ursprüngliche Anschaffungswert schrittweise. Der Buchwert

weicht regelmäßig vom tatsächlich erzielbaren Marktpreis oder

Verkehrswert ab.

DC (engl.: direct current)

Gleichstrom

Direktkommanditist

Ein Kommanditist, der nicht über einen Treuhänder an einer Gesellschaft

beteiligt ist. Direktkommanditisten werden „direkt“

ins Handelsregister eingetragen (Vollmacht erforderlich).

Dünnschichtmodul

Photovoltaik-Modul, das größtenteils aus amorphen Silizium

gefertigt wird und einen sehr hohen Wirkungsgrad besitzt.

Dünnschichtmodule sind bis zu 100-mal dünner als kristalline

Solarmodule.

EEG

Kürzel für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (Gesetz für den

Vorrang erneuerbarer Energien). Nachfolgegesetz zum „Stromeinspeisegesetz“.

EEG-Ziel ist u.a., den Anteil erneuerbarer

Energien am Gesamtenergieverbrauch zu erhöhen.

Erneuerbare Energien

Unter den Erneuerbaren Energien versteht man alle unerschöpflichen

Energiequellen. Neben der Photovoltaik gehören

Windkraft, Bioenergie (Biogas, Biomasse), Wasserkraft sowie

Erdwärme (Geothermie) zu den wichtigsten Erneuerbaren

Energien.

Effektivzins

Gesamtkosten eines Kredits als durchschnittlicher Vomhundertsatz

des jeweils noch geschuldeten Kredits (Einzelheiten zur

Berechnung des Effektivzinses sind in § 4 der Preisangabenverordnung

geregelt). Siehe auch „Interner Zinsfuß“.

Eigenkapital

Auch Eigenmittel genannt. Differenz zwischen Vermögen und

Schulden eines Unternehmens. Bei Fonds in der Rechtsform der

Kommanditgesellschaft (KG) besteht es aus Kommanditkapital,

Rücklagen und Gewinnvortrag. Eigenkapital + Fremdkapital

(von Banken, Lieferanten oder sonstigen Kreditgebern) =

Gesamtkapital der Gesellschaft.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

Fremdkapital

Kapital, das von Banken, Lieferanten oder sonstigen Kreditgebern,

in der Regel nach eingehender Prüfung, an (z. B.) Unternehmen

vergeben wird. Zusammen mit dem Eigenkapital ergibt

sich daraus das Gesamtkapital einer Gesellschaft.

Fungibilität / Handelbarkeit

Die Fungibilität (Tauschbarkeit, Handelbarkeit, Verfügbarkeit)

für Anteile an Geschlossenen Fonds ist eingeschränkt, da kein

geregelter Markt existiert. Es handelt sich bei geschlossenen

Fonds grundsätzlich um eine langfristige Anlage.

Gesellschafterversammlung

Jährliche, regelmäßige (ordentliche) oder seltener unregelmäßige

(außerordentliche) Versammlung der Fondsgesellschafter.

Gesellschaftsvertrag

Der Gesellschaftsvertrag regelt die Belange einer Gesellschaft.

Er ist einer der wesentlichen Verträge und im Beteiligungsprospekt

vollständig abgedruckt.

Gewinnzuweisung

Übertragung des steuerlichen Gewinns an Anleger entsprechend

seinem gesellschaftsvertraglich vereinbarten Anteil am

Betriebsergebnis des Fonds (prozentualer Gewinn-/Verlustanteil

meistens in Höhe seines Anteils am Kommanditkapital). Anleger

setzt den zugewiesenen Gewinn in seiner Einkommensteuererklärung

an.

GewStG

Gewerbesteuergesetz

Geschäftsbesorgung

Fondsgesellschaft können die mit ihrem gewöhnlichen

Geschäftsbetrieb verbundenen laufenden Geschäfte einem

Geschäftsbesorger übertragen (alle Geschäfte und Maßnahmen,

die der Verwaltung, dem Betriebsablauf und dem Zweck der

Gesellschaft dienen).

GmbH & Co. KG

Besondere Ausprägung der im Handelsgesetzbuch (HGB) geregelten

Kommanditgesellschaft (KG). Der unbegrenzt haftende

Gesellschafter (Vollhafter, Komplementär, persönlich haftender

Gesellschafter/phG) ist keine natürliche Person wie bei der

reinen KG, sondern eine juristische Person (z.B. GmbH). Übliche

Form bei geschlossenen Fonds aus Gründen der Risikobegrenzung

für den Vollhafter.

Gründungskommanditist

Bezeichnung für einen Kommanditisten, der an der Gründung

einer Kommanditgesellschaft mitgewirkt hat.


Hafteinlage (auch: Haftsumme)

Der Betrag, mit dem ein Kommanditist im Handelsregister

eingetragen ist und der die Haftung dieses Kommanditisten

gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft begrenzt.

Halbleiter

Solarzellen bestehen aus verschiedenen Halbleitermaterialien

wie z. B. Silizium. Halbleitermaterialien sind Stoffe, die unter

Zufuhr von Licht oder Wärme elektrisch leitfähig werden,

während sie bei tiefen Temperaturen isolierend wirken. Halbleitersolarzellen

werden zur Energiegewinnung meist zu großen

Solarmodulen verschaltet.

Handelsregister (HR)

Öffentliches Verzeichnis beim zuständigen Amtsgericht.

Registriert werden Vollkaufleute, die ein im Handelsgesetzbuch

(HGB) genanntes Handelsgewerbe betreiben. Im Handelsregister

Abteilung A (HRA) werden Personengesellschaften

(z. B. Kommanditgesellschaft / KG oder GmbH & Co. KG, offene

Handelsgesellschaft / OHG) eingetragen, in Abteilung B (HRB)

Kapitalgesellschaften, z. B. GmbH, AG.

HGB

Handelsgesetzbuch

IEA

die International Energy Agency, Internationale Energieagentur,

ist eine Kooperationsplattform im Bereich der Erforschung,

Entwicklung, Markteinführung und Anwendung von Energietechnologien.

Sie wurde 1973 als autonome Einheit der OECD

von 16 Industrienationen gegründet.

Initiator

Unternehmer, der ein Investitionsprojekt startet (initiiert). Er

identifiziert Investitionsmöglichkeiten, vermittelt das Investitionsobjekt,

bereitet die wesentlichen Verträge vor, erstellt

den Beteiligungsprospekt und unterstützt die Platzierung des

Kommanditkapitals.

Interner Zinsfuß (engl. IRR)

Methode aus der dynamischen Investitionsrechnung zur

Berechnung einer Rendite, die die Höhe von Zahlungsein- und

-ausgängen sowie deren zeitlichen Bezug berücksichtigt. Der

interne Zinsfuß ist ein Maß für die Verzinsung des jeweils noch

gebundenen Kapitals und trifft keine Aussage über die Verzinsung

des ursprünglich eingesetzten Kapitals, soweit dies vom

gebundenen Kapital abweicht. Der interne Zinsfuß ist identisch

mit dem Effektivzins aus der Preisangabenverordnung.

Investitionsphase

Fondsstart über ca. ein bis zwei Jahre (Beschaffung von Fremdund

Eigenkapital, Erwerb der Zielinvestitionen etc.).

Jahresabschluss

Gesetzlich vorgesehene Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung

sowie Lagebericht.

KfW Bankengruppe

Kreditanstalt für Wiederaufbau ist eine Anstalt des öffentlichen

Rechts.

Kommanditgesellschaft

Die Kommanditgesellschaft ist ein Zusammenschluss von

mindestens zwei Gesellschaftern, die einen gemeinsamen

Zweck unter einer gemeinschaftlichen Firma verfolgen. In der

Kommanditgesellschaft haftet mindestens ein Gesellschafter

(Komplementär) persönlich und unbeschränkt und mindestens

ein Gesellschafter (Kommanditist) mit seiner im Gesellschaftsvertrag

bestimmten Einlage. Als Komplementäre und als

Kommanditisten kommen natürliche und juristische Personen

und Personengesellschaften in Betracht.

Kommanditist

Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft, bei dem die Haftung

gegenüber Dritten auf den Betrag der von ihm übernommenen

und in das Handelsregister eingetragenen Hafteinlage

beschränkt ist.

Kommanditkapital

Kapital, das die Kommanditisten aufbringen. Neben dem Fremdkapital

ist das ein wesentlicher Teil des Gesamtkapitals einer

Kommanditgesellschaft (Fonds).

Komplementär

Als Komplementär wird der voll haftende Gesellschafter einer

Kommanditgesellschaft bezeichnet. Seine Haftung ist nicht auf

die geleistete Einlage begrenzt, sondern umfasst sein ganzes

Vermögen.

Kristallines Modul

Photovoltaik-Modul, das hauptsächlich aus Silizium-Solarzellen

aufgebaut ist. Es ist etwa 100-mal dicker als ein Dünnschicht-

Modul. Man unterscheidet hier zwischen monokristallinen-,

polykristallinen-, Bandgezogene- und Rückkontaktzellemodulen.

kW

Watt ist die SI-Einheit der Leistung. Die Abkürzung kW steht für

Kilowatt und entspricht der Größe von 1.000 Watt.

kWp

Kilo Watt Peakleistung (=Spitzenleistung); diese Einheit wird

gerne im Bereich Photovoltaik gebraucht und gibt die theoretisch

maximal mögliche elektrische Leistung an.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 135


136

Glossar

Liquidation

Beendigung der laufenden Geschäfte, Einziehung der Forderungen,

Umsetzung des übrigen Vermögens in Geld und Befriedigung

der Gläubiger einer aufgelösten Gesellschaft (geregelt in

§§ 145 bis 158 HGB).

Mittelfreigabekontrolle

Freigabe der von Kapitalanlegern eingezahlten Gelder, z.B.

durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft oder einen Rechtsanwalt.

MW

Mega Watt entspricht der Größe von 1.000.000 Watt.

Modul

Ein (Photovoltaik-)Modul ist aus mehreren Solarzellen aufgebaut,

die aus einzelnen Wafern gefertigt sind. Module werden

ihrerseits wiederum zu sogenannten „strings“ zusammengeschaltet.

Es gibt je nach Material und Stärke der Module unterschiedliche

Modulklassifizierungen. Hierbei wird klassischer

Weise zwischen Halbleitermodulen und kristallinen Modulen

unterschieden.

OFD

Oberfinanzdirektion

Peakleistung

Gibt die Maximalleistung eines Photovoltaikmoduls im Punkt

maximaler Leistung an. Sie summiert sich für miteinander

verschaltete Photovoltaikmodule.

Photovoltaikanlage

Eine Anlage zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht. Eine

Photovoltaikanlage wandelt in der so genannten Solarzelle die

Globalstrahlung unmittelbar in elektrische Energie um.

Primärenergiebedarf

Umfasst zusätzlich zum eigentlichen Bedarf an einem

Energieträger auch die Energiemenge, die durch vorgelagerte

Prozessketten bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung

des Energieträgers benötigt werden.

Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse gibt Aufschluss darüber, wie sich

der prospektierte Anlageerfolg ändert, wenn ausgewählte

Einflussfaktoren (z. B. Solareinstrahlung, Betriebskosten,

Zinssatz für Anschlussfinanzierung) von den Prämissen der

Ergebnisprognose abweichen.

STC oder Standard Test Conditions

Umgebungs- und Einstrahlungsbedingungen, unter denen

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG

das Leistungs- und Stromverhalten von Photovoltaikmodulen

bestimmt wird.

String

Zusammenschaltung mehrere Photovoltaik-Module.

Stromgestehungskosten

Kosten, die für die Energieumwandlung von einer anderen

Energieform in elektrischen Strom notwendig sind.

Transformator

Wandelt (transformiert) eine elektrische Wechselspannung in

eine andere Wechselspannung um (z.B. von Mittelspannung auf

Hochspannung oder umgekehrt).

UStG

Umsatzsteuergesetz

VermVerkProspV

Vermögensanlagen-Verkaufsprospekt-Verordnung

Wechselrichter

Wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Für den umgekehrten

Vorgang verwendet man Gleichrichter.

WBGU

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung zu Globalen

Umweltveränderungen.


Angabenvorbehalt

Der Prospekt stellt wirtschaftliche und steuerliche Auswirkungen

der Kapitalanlage lediglich typisierend, d. h. ohne Bezugnahme

auf die individuelle Situation eines Anlegers dar. Die

Hinzuziehung eines steuerlichen Beraters wird jedem Anleger

empfohlen. Eine Haftung für Angaben Dritter kann der Herausgeber

nicht übernehmen. Abweichungen, die durch künftige

gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, durch neue gesetzliche

Bestimmungen und/oder sonstige behördliche Auflagen bedingt

sind sowie unternehmerische Dispositionskorrekturen im Gesamtinteresse

des Projektes müssen vorbehalten bleiben.

abakus energie GmbH & Co. Solarfonds 2. KG 137


Anbieter:

abakus Finanz GmbH

Luise-Ullrich-Straße 2

82031 Grünwald

Telefon: +49 89/68 08 63-0

Telefax: +49 89/68 08 63-33

Internet: www.abakus-fonds.de

E-Mail: info@abakus-fonds.de

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