sporting hamburg JULI / AUGUST 2021

sportinghh
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Stadtsportmagazin

Juli/August 2021

monatlich & sehr kostenlos

Traum-Poster inside!

Tobias Hauke

Olympia, die Vierte

Handball

Die Aufsteiger

Segeln

Der Konzentrierte

Leichtathletik

Der Kräftige

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Die besten Tipps gibt’s

in der Heftmitte.

präsentiert von

1


Editorial

Liebe

Leser*innen,

© Foto: Home United

in der Hoffnung, dass

die Delta-Variante einen

großen Bogen um uns

macht, sollten wir uns

auf die nächsten Wochen

freuen, sowieso.

Erstmal ist Sommer und wir können fast uneingeschränkt

draußen Sport treiben. Zum zweiten kommen

die Olympischen Spiele auf uns zu, und wer sportinteressiert ist, und das ist ja bei Euch

zu vermuten, der hat zwei Wochen lang volles Programm. Einfach auf die gebotenen

Höchstleistungen konzentrieren, auf die Sportlerinnen und Sportler, die sich ein Jahr länger

vorbereiten mussten, konnten, wie man´s nimmt, um jetzt in Tokio den eigenen Traum

zu erleben und sich selbst bestmöglich zu belohnen. Das ist bewegend und spannend

anzuschauen, zumal eine große Gruppe Hamburger Sportler*innen darunter sind. Sie

haben wir nun über Jahre begleitet, wir kennen sie vielfach persönlich, haben Sie Euch

vorgestellt, und das Zuschauen bekommt noch eine ganz andere Relevanz. Wir haben

ihnen ein Poster gewidmet (rausnehmen, zwei Wochen an die Küchentür oder ins Büro,

Daumen drücken), um ihnen alles Gute mit auf den Weg zu geben, um ihnen zu wünschen,

dass möglichst viel von dem, was sie sich erhoffen, eintritt – an Erlebnissen, an Erfolg,

und dass es ihnen gelingt, das Bestmögliche zu geben. Denn mehr geht ja nicht. Und

sie sollen glücklich und gesund wieder zurück nach Hause kommen.

Was hingegen so gar nicht mehr geht, ist das Verhalten der internationalen Fußballverbände

und ihrer nationalen Filialen. Die WM-Qualifikationsspiele für Katar stehen in diesem

Jahr nämlich auch noch an. Und am Beispiel der bummeligen bunten Beleuchtung eines

Fußballstadions (Allianz Arena München) im Verlauf der EM, bei der die Verbände Angst

haben, zu politisch zu sein, wird uns übel, wenn wir daran denken, welche Botschaften

wir eigentlich nach Katar senden müssten. Wie Regenbögen werden wir da sein

müssen und nicht dürfen, weil Funktionären der Mut fehlt, Farbe zu bekennen. Ganz zu

schweigen von dem Wahnsinn, ein Fußballspiel nicht abbrechen zu lassen, derweil ein

Spieler unter Umständen sein Leben lässt und seine Mitspieler, die Fans andere Sorgen

haben als den Ball.

Freuen wir uns aber jetzt auf einen sehr sportlichen Sommer

und dass es uns hoffentlich allen gut geht. Habt eine

schöne Zeit und erholt Euch. Viel Spaß beim Lesen.

© Foto: Mediaserver Hamburg/Timo Sommer

Martin Blüthmann

(martin@sporting-magazin.de)

© Foto: Ariane Schirle

Partner:

3


© Foto: Mediaserver Hamburg/Daniel Dittus

sporting hamburg

Das ist

Editorial 3

Schuss des Monats: Toto Jansen

Handball Sport Verein Hamburg 6/7

Segeln: Philipp Buhl

Kann passieren 8–10

TEAM HAMBURG

Tokiooooh, wir kommen 11–13

Handball: Martin Schwalb

Ein Juhu! 14–16

Das Hamburger Haus

Die TEAM HAMBURG Lounge 17

Hockey: Tobias Hauke

Aller guten Dinge sind … 18–20

Hockey: Janne Müller-Wieland

Kurz mal eben ausgebootet 21

Ruder-Bundesliga

Keine anderthalb Jahre später 22–24

Rosengartenlauf

Es läuft wieder looooos 25

Die sporting-Tipps

im Juli/August 26/27

BEMER Cyclassics: 25 sind es!!!

Das Team sportinghamburgActiveCity 28/29

drin:

Softball: „Wir sind gut!“

Die ETV Hamburg Knights 30/31

Vereinssport: #sportVEREINtuns

Das Comeback einläuten 32/33

BEMER RADGEBER-Aktion

Wir sammeln Eure gebrauchten Räder 34/35

Golf

Willkommen in Moorfleet 36/37

Crossminton

Ball flach halten! 38/39

Mannschaftsbesprechung

Öffentliche Redaktionskonferenz 40/41

Tennis: Es brummt

Nachwuchskonzept beim DCadA 42/43

Impressum 43

Mika Sosna: „Ich bin der Lauch!“

TEAM HAMBURG/Leichtathletik 44/45

Crowdfunding: „Sei sei dabei dabei“

Das unterstützen wir gern 46

Segeln: Helga Cup

Ziel schon safe 48/49

Augen auf: SportTalente gesucht!

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Lieber HSVH,

wir freuen uns sehr für Euch und mit

Euch und sowieso. Das habt Ihr ALLE,

nach einer crazy Saison, sauber hingekriegt.

Herzlichen Glückwunsch. Stellvertretend

für Euch feiern wir einfach

mal Euren TOtal TOllen Trainer. Hut ab.

© Foto: Thorge Huter

6


Segeln

© Foto: Sailing Energy

Kann

passieren.

Wir feiern jede Sportlerin, jeden Sportler, dass das mal klar ist.

Nun steht Olympia vor der Tür, und wir feiern schon seit sehr,

sehr geraumer Zeit all die Athlet*innen, die sich solch ganz

große Ziele vorknöpfen, allen Entbehrungen zum Trotz, die es

dann aber auch noch zu Olympia schaffen, die speziellerweise

ein Jahr dranhängen, trotz diverser beruflicher, ausbildungsseitiger,

privater Barrieren undundund.

© Foto: GST/Wehrmann

Einer dieser TEAM HAMBURG-Athleten ist Philipp Buhl (31), er ist aus

dem Allgäu, startet für den Norddeutschen Regatta Verein, im Laser,

ist amtierender Weltmeister und für uns gefühlt der Erfinder des

Wortes Fokus. Wir schnacken

mit ihm, nach einer

Leistungsdiagnostik, für die

er aus Kiel gekommen war,

denn da wird vor Schilksee

trainiert, da wohnt ja auch

sozusagen die Segelabteilung

des Olympiastützpunktes

Hamburg/Schleswig Holstein.

Das Ergebnis war zufriedenstellend.

„Ich bin da, wo ich sein will“,

konditionell. „Segeln ist natürlich

auch sehr körperlich, aber da gibt

es Sportarten, bei denen Ergometerwerte

relevanter sind.“ Philipp

weiter: „Bei uns ist so viel Taktik

im Spiel, wir haben immer mit sehr

unterschiedlichen Wasser-, Revier-,

Strömungs-, Wind-Konstellationen

umzugehen, Kraft/Ausdauer ist nur einer von diversen Aspekten.“

Erfahrungen sind King, und die sammelt er immer, trainiert unter

seinem Trainer Alexander Schlonski aus Rostock und wenn möglich

im Sparring, mit seinem deutschen

Mannschaftspartner Nik Willim. Sie haben

aber auch eine sehr enge Verbindung zu

ein paar skandinavischen Seglern, im

Wettkampf dann Gegnern, mit denen

sie als Trainingsgruppe Rennsituationen

immer, immer wieder üben. „Alexander

ist im Grunde seit Rio mein Coach“, da

wurde Philipp 14., „wir verstehen uns toll, er ist auch menschlich

sehr gut für mich.“ Und nun geht es dann wieder um Erfahrungen,

denn mit seinem Abschneiden in Rio war er nicht glücklich, er

wollte und musste was ändern, retrospektiv war er wohl auf einer

Einbahnstraße unterwegs. „Meine Olympia-Kampagne läuft eigentlich

schon immer“, sagt er und beschreibt im Grunde von Beginn

seiner Seglerkarriere an seine Vision, einmal bei Olympia maximal

gut zu segeln. „Dem habe ich alles untergeordnet“, einerseits,

andererseits haben frühe schöne Erfolge schon im Juniorenbereich,

auf Europameisterschaften bis hin zu WM-Bronze in 2013, Silber in

2015, Bronze in 2018 ihm auch immer ein gutes Gefühl gegeben.

„Und deswegen hatte ich schon lange immer mal das Gefühl, dass

ich schon alles weiß. Ich war dabei aber oft sehr eng, wollte zu viel,

manches erzwingen, die Lockerheit blieb absolut auf der Strecke“,

beschreibt er sehr offen. „Das waren Fehler, die ich inzwischen

sehe, und zum Glück lernt man immer dazu.“ Er weiter sehr ehrlich:

„Locker bleiben ist viel leichter gesagt als getan“, und das funktioniert

nicht auf Kommando, auch von seinem Abschneiden in 2019 war er

mega enttäuscht. „Zu viel gewollt, zu viel gemacht, die so wichtige

Regeneration vernachlässigt, auch da hat mir noch das Verständnis

gefehlt, wie wichtig es ist, auch mal locker zu machen. Wie viele

Freiräume dann auf einmal möglich werden.“ »

Qualifiziert war er eh schon, aber Philipp holte sich trotzdem im April den Sieg bei der

kontinentalen Olympia-Qualifikation der Lasersegler in Vilamoura/ Portugal, ein Statement.

© Foto: Sailing Energy © Foto: GST/Wehrmann

8

Amtierender WM-Champ, Nationaler „Segler des Jahres“, Hamburgs „Sportler des Jahres“, coole Socke.


© Foto: Joao Costa Ferreira

Segeln

Tokiooooh,

Teil 3

TEAM HAMBURG

wir kommen!

Große Ereignisse werfen

mit den Olympischen und

Paralympischen Spielen

ihre Schatten voraus.

Seit langem.

Entsprechend bereiten sich unsere TEAM HAMBURG-Sportler*innen darauf vor, plus 1 extrem nerviges Corona-

Jahr. Das mal schon jetzt. Euch allen gebührt unser Dank und die größte Anerkennung, es so weit durchgezogen

zu haben. Respekt. Die letzten paar Wochen schafft Ihr dann jetzt auch noch, und wir hoffen, Ihr erlebt so viel Ihr

könnt (!!!), Zuschauer hin oder her, und Ihr seid so erfolgreich, wie es gerade geht.

Wir stehen hinter Euch und haben (5 Ringe-) 5 Fragen:

1 Hand aufs Herz: Hast Du einen Glücksbringer? Was ist es?

2 Welches Buch nimmst Du mit?

3 Für Dich das Wichtigste an Olympia ist ...?

4 Deine/Eure realistischen Chancen sind ...

5 Wenn das alles vorbei ist, was denkst Du, was wirst Du als Erstes machen?

© Hintergrund: Pixabay

Er hat sich darauf eingelassen, das große Potenzial anzuerkennen,

das er sich da über so viele Jahre angeeignet hat. „Und das kann

mir keiner nehmen, das ist einfach da“, macht er sich immer wieder

bewusst, ergo: „Ich weiß, dass ich das kann“, heißt das im Umkehrschluss.

Und seitdem geht es darum, wie viele von seinen Skills

er auf den Regatten abrufen kann. Das gelang ihm Anfang letzten

Jahres, als er in Australien Weltmeister wurde. Und den Weg gilt es

beizubehalten, diese Wahrnehmung hoffentlich über die Corona-

Periode zu konservieren. Philipp ist zuversichtlich, aber eben auch

ein Stück weit gelassener. „Wir haben aktuell keine Regatten mehr

vor Tokio, lediglich ein Trainingslager“, Spaß haben, Auftanken, ein

gutes Gefühl haben, „und dann kann auch eine Medaille passieren.“

„Es gibt 9 bis 11 heiße Anwärter, allen voran der Australier und der

Neuseeländer, sie stehen eigentlich immer auf dem Podium“, erklärt

er. Eine Medaille ist aber keine Pflicht, sein Primärziel, er hat auch

das letzte große Testrennen gewonnen, ist nämlich: „Ich bin in

einer geilen Form.“

1 Nein, habe ich nicht.

2 Das weiß ich leider noch nicht. Wer

weiß, welches Buch ich in nächster

Zeit lese.

3 Der Sportgeist ist für mich das

Wichtigste. Und dass Sportler aus

den unterschiedlichsten Sportarten

zusammenkommen und das größte

Sportfest feiern, das es gibt.

ANNE PATZWALD

Rollstuhlbasketball (BG Baskets Hamburg – HSV)

4 Durch die Corona-Lage ist es nicht so

einfach, das einzuschätzen. Wir hatten

so lange keine Turniere. Wir rechnen uns

aber eine Chance auf eine Medaille aus.

5 Ich kann arbeiten gehen, mache meinen

Sport, kann meine Familie regelmäßig

sehen. Ich bin glücklicherweise nicht so

eingeschränkt wie viele. Ich möchte mich

wieder mehr mit Freunden treffen und die

Zeit unbeschwert genießen.

ERIK HEIL

Segeln (Norddeutscher Regatta Verein)

© Portrait: WITTERS/TEAM HAMBURG

© Portrait: Sven Jürgensen

© Foto: Reinhard Breitenstein

1 Nein nicht richtig. Wir haben zur

Vize-Weltmeisterschaft in Neuseeland

mal eine Kette als Preis

bekommen, die Thomas und ich oft

umhaben, aber ich würde nicht

sagen, dass das ein Glücksbringer

ist.

2 „Das Buch der Freude“ vom Dalai

Lama.

3 Für mich ist der Wettkampf am

wichtigsten. Neben dem Wettkampf

fand ich die Eröffnungsfeier letztes

Mal cool. Bei anderen Sportarten

war ich nicht, dazu bin ich zu sehr

im Tunnel.

4 Wir erhoffen uns, wieder auf dem

Podium zu landen und die bestmögliche

Performance auf das Wasser

zu bringen. Ich glaube, wenn es gut

läuft, können wir Gold gewinnen.

Aber wenn es schlecht läuft, können

wir auch abrutschen.

4 Wir sind eigentlich gar nicht so

eingeschränkt durch Corona. Aber

eine Party wäre mal wieder nicht

schlecht, das gab es für mich

überhaupt nicht. Ansonsten waren

wir wirklich außen vor und konnten

weiterreisen und unsere Trainingslager

machen. Da hatten wir wirklich

eine Luxussituation. »

Bei kräftigem bis starkem Wind und gegen hohe Wellen gewinnt er die Regatta in Portugal und verweist Brasilien und England auf die Plätze.

11


TEAM HAMBURG

ANASTASIYA WINKEL

Segeln (Norddeutscher Regatta Verein)

LUISE WANSER

Segeln (Norddeutscher Regatta Verein)

© Hintergrund: Pixabay

1 Ich habe als Glücksbringer einen

kleinen Anhänger – ein Segelbötchen,

das mir meine Tanzgruppe

geschenkt hat. Das hängt jetzt

immer auf meinem Rucksack.

2 Ich nehme ein Buch von Maximilian

Breböck und Leon Brudy „Der

tägliche Athlet“ mit und eins von Joe

Dispenza „Breaking the habit of

being yourself“.

3 Olympia is für mich der wichtigste

Wettkampf von allen, und eine Olympische

Gold-Medaille ist die Spitze vom

Olymp, das höchste Ziel, was ein

Sportler erreichen kann, das auch mein

Ziel ist.

4 Meiner Meinung nach haben wir alle

Chancen, eine Medaille zu gewinnen.

5 Als erstes werde ich mir ein paar ruhige

Tage zu Hause gönnen und dann meine

Masterarbeit schreiben und weiter segeln.

© Portrait: privat

© Portrait: privat

1 Nein, ich habe keinen Glücksbringer.

Ich habe Routinen, die mir Glück

bringen sollen.

2 Ich nehme viele Bücher mit. Einige,

die in Japan spielen, und sonst noch

Bücher auf Italienisch, um meine

Sprachkenntnisse zu verbessern.

3 Das Wichtigste für mich an Olympia

ist der friedliche internationale

gemeinsame Austausch zwischen

allen Nationen der Welt.

4 Unsere realistischen Chancen sind

unser Bestes zu geben und an unser

Ziel zu glauben.

5 Wenn das alles vorbei ist, will ich

mein Studium beenden, das seit

zwei Jahren pausieren muss.

ANNE SCHRÖDER

Hockey (Der Club an der Alster)

© Portrait:WITTERS/TEAM HAMBURG

1 Meine Glücksbringer sind meine

Armbänder, die ich auch beim Spiel

trage.

2 „Wie man wird, was man ist“ von

Irvin Yalom.

3 Allgemein natürlich, dass die Welt

zusammenkommt, um die unterschiedlichsten

Sportarten zu feiern,

und man auch in einer Randsportart

eine wahnsinnig große Medien-

Aufmerksamkeit bekommt. Als

Mannschaft gibt es keine schönere

Erfahrung, als dieses Event

gemeinsam zu erleben!

4 Realistisch ist definitiv eine

Medaille!

4 Ich würde als Erstes in mein

Lieblingsrestaurant ums Eck gehen

und es in vollen Zügen genießen.

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JULIUS THOLE

Beachvolleyball (Eimsbütteler TV)

1 Nein, ich habe tatsächlich keinen.

2 Ich werde eine Mischung aus

Unterhaltung und Bildung mitnehmen,

„Der Fänger im Roggen“ wird

auf jeden Fall dabei sein.

3 Das Zusammenkommen der besten

Sportler der Welt.

4 Aufgrund unserer verletzungsgeprägten

Vorbereitung sehr schwer

zu beantworten. Im Endeffekt

starten alle mit denselben Chancen.

5 Ich saß schon wieder im Restaurant

und habe wieder vollere Straßen

gesehen, das war großartig.

© Portrait: privat

12


Handball

© Fotos: Thorge Huter

Ein Juhu! …

Freude pur.

14

per WhatsApp aus Mannheim, derweil die Spieler

des Handball Sport Vereins Hamburg auf der Platte die

Last abfallen lassen, beim letzten Heimspiel diesen letzten

Punkt einfahren zu können, sollen, …kommt

müssen.

Nach einer crazy Saison stehen sie tatsächlich als Aufsteiger in die

erste Bundesliga fest. Ein bisschen zäh war das Spiel, aber natürlich

sehr spannend, zwischendrin war Hamm-Westfalen nämlich auch

wieder mit einem Tor Unterschied rangekommen. Am Ende war

aber alles gut (32:28), und die Gesichter von Spielern, Offiziellen,

In-Offiziellen und Fans alle rot und glücklich. Hamburg ist im Handball

wieder erstklassig und

wir ahnen, wie es Martin

Schwalb geht, einem der

Erfolgsväter (Vizepräsident),

den es im letzten Jahr noch

mal kurz für ein Jahr als Trainer

zu den Rhein-Neckar Löwen

gezogen hat, bis Ende

Juni, und der diesen Vertrag

dort nicht verlängert hat,

weil es viele Gründe gibt,

Martin Schwalb mit Innen- und Sportsenator Andy Grote und HSVH-Präsident Marc Evermann.

zurück nach Hamburg zu kommen. Abgesehen

vom Wind und vom Wasser.

„Ich habe hier unheimlich viel Spaß, wir

haben viel geschafft, hier war vieles am

Wackeln, jetzt ist´s stabil in Mannheim.

Aber mein Herz, meine Familie, mein

Handball Sport Verein ist in Hamburg“,

sagt er sehr bestimmt. Und seinem Herzen zu folgen kann nie

verkehrt sein. Er scheint auch müde, kaputt, wie seine Hamburger

Spieler, wie viele Menschen, so gefühlt nach Corona, denn auch er

durfte lange nicht aus seiner Mannheimer Dreizimmer-Wohnung

raus und pendelte deswegen nur zwischen Halle und Wohnung. „Ich

konnte nicht mal einen Lieblingsitaliener

finden“, sagt er. Offiziell war er ein interessierter

Beobachter seines Hamburger

Babys. Denn nach der Pleite damals

waren vornehmlich er und Präsident Marc

Evermann diejenigen, die den Glauben an

den Hamburger Handball nicht verloren

hatten. Und jetzt kann das Baby Fahrrad

fahren, oder hat sein Abi gemacht.

Martins größte Freude, er ist spürbar

bewegt: „Sie haben sich alle so toll ent-

wickelt, Mannschaft, Spieler, Trainer, das Management, unabhängig

vom Tabellenstand“, betont er und nennt bewusst zunächst keine

Namen, weil er das Ganze feiert. Aufgestiegen, nicht abgestiegen,

mitgespielt, aufgestiegen, nicht abgestiegen, mitgespielt, … so

lief es eigentlich die letzten Jahre, organisches Wachstum nennt

man das auch. „Wir haben teilweise Spieler aus der 4. Liga, aus der

Jugend, die jetzt zu den besten der ganzen Liga gehören, Niklas

Weller, Leif Tissier, … alle haben sich reingehängt, sind dabei am

Boden geblieben, haben das erkannt, was wir ihnen im Grunde

genommen bieten, geboten haben“, sagt er. „Die Chance, in einer

tollen Stadt, mit tollen Fans, einer großen Handballbegeisterung,

dieses Feuer wieder zu entfachen – und sie haben sie wahrgenommen,

genutzt, trainiert.“ Selbst diese ganze Corona-Nummer,

Absagen, Quarantäne, … – die Jungs haben nicht gemosert, sondern

gearbeitet, studiert und sich in den Kraftraum verzogen. „Wenn ich

mir zum Beispiel Dominik Axmann angucke, sie sind alle breiter

geworden, sicherer, stabiler“, im wahrsten Wortsinne, „das braucht

es unbedingt, und selbstbewusster.“ Denn eines ist ja klar, „die Liga

war so ausgeglichen, ich meine, wir haben gegen den Letzten und

Vorletzten verloren und steigen auf, die Jungs sind sehr toll, da ist

zum Glück aber auch noch Luft nach oben“, und die braucht’s ja

auch, für die erste Liga. Passt alles. Das wieder entfachte Feuer

brennt, die Halle auch, sozusagen. „Da muss eine Lösung her, in

zwei Monaten geht die Saison wieder los“, sagt Martin. »


Handball

Das Hamburger Haus

© Fotos: Thorge Huter

Spielmacher Leif Tissier im Anflug.

© Fotos: Stiftung Leistungssport Hamburg

Die TEAM HAMBURG

Lounge

„Und die wird hart genug“, sagt er, „aufsteigen, nicht wieder absteigen,

… Und da spielt die Halle eine riesige Rolle.“ Martin weiter: „Wir

brauchen die Fans, wir müssen Dauerkarten/Karten verkaufen, wir

müssen auch neuen Sponsoren valide Angebote machen können

und so weiter, die Hallenfrage (die bisherige Spielstätte Sporthalle

Hamburg fällt wegen baulicher Mängel bis mindestens Ende 2022

aus) hat eine sehr große finanzielle Relevanz, das ist bares Geld … “,

was sich nicht nach Urlaub für Sebastian Frecke (GF), Florian Gehre

(GF), Schrödi (Nachwuchs-Koordinator), Marc Evermann (Präsident),

auch Martin und Co. in den nächsten zwei Monaten anfühlt. „Wir

sind natürlich nicht unvorbereitet, haben tolle Partner und Freunde

des Vereins, aber wir werden und müssen auch zukünftig sehr

sorgsam mit all diesen Themen umgehen“, sagt er, wir finden sehr

hanseatisch. Das hat bislang sehr gut funktioniert, denn „wir haben

unabhängig vom Tabellenstand wieder attraktiven Erstliga-Handball

in der schönsten Stadt“. Willkommen zurück.

Das Deutsche Haus, bei Olympischen Spielen

jeweils irgendwo in Wettkampfnähe, ist der

Ort, wo man als Sportfan unbedingt einmal in

seinem Leben sein möchte.

Die Location, wo alle frisch gekürten Olympiasieger*innen und

Medaillengewinner*innen ein- und ausgehen, ihre ersten fünf Biere

nach jahrelanger Arbeit und sportlicher Höchstleistung konsumieren,

oder aber eben ihren Frust mit heimischen Softdrinks betäuben, ihnen

dabei herrlich Emotionales rausrutscht. Wo sich die deutsche Wirtschaft,

allen voran die Riege der nationalen

Förderer, offensichtlich nicht lumpen lässt,

und es gefühlt an nichts mangelt, schon gar

nicht an Spaß, Emotionen, sportartenübergreifendem,

brüder- und schwesterlichem

Get-and-party-together. Das können wir nicht

bieten. Dafür gibt es aber in Hamburg die

TEAM HAMBURG Lounge. Da ist nämlich auch

Spaß, sportliche Spannung, sportartenübergreifendes

Mitfiebern von Fans, Familien,

olympiabegeisterten Vertretern aus Sport,

Politik und Wirtschaft angesagt. Auf dem

Dach(!!!) der Handelskammer lassen sich

die Stiftung Leistungssport und ihre Partner

nicht lumpen und bieten vom 23. Juli bis

zum 7. August kulinarische und sportliche,

olympische Highlights. Natürlich werden

die Spiele live und in Farbe übertragen, allen

voran die Wettkämpfe mit deutscher und Hamburger

Beteiligung, darüber hinaus gibt es aber ein

Stelldichein diverser Hamburger Gäste aus Sport,

Politik und Wirtschaft, die auf der Active City Bühne

die Ereignisse in Tokio kommentieren. Von 7 Uhr in

der Früh bis 16 Uhr am Nachmittag (beachtet die

Zeitverschiebung) zollt die Active City ihren und

allen anderen Athlet*innen ultimativen Tribut und

bietet Raum für Anfeuerung und Mitfieberei im Hochleistungsbereich.

Und der Knaller: Jede*r kann dabei sein, allerdings leider nicht ganz

für umsonst. Ein Tagesticket kostet 99 Euro, zu buchen auf der

Website www.stiftung-leistungssport.de. An ein Testzentrum

im Eingangsbereich wurde natürlich gedacht.

HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke oberhappy, oben: Gesprächspartner Martin Schwalb, Vizepräsident.

Tickets für die TEAM HAMBURG

Lounge jetzt verfügbar unter:

www.stiftung-leistungssport.de


Hockey

© Foto: Ariane Schirle/DHA

© Foto: Witters

will vorangehen und die Mannschaft führen. Gleichzeitig ist das

Wichtigste, meine persönliche Leistung zu 100 % abzurufen. Dieser

Spagat ist die Herausforderung, welche mich reizt.“

Corona erschwert die Vorbereitungen auf Olympia. Erst seit

September können wieder gemeinsame Lehrgänge abgehalten

werden. Strengste Hygieneregeln ermöglichen endlich, gemeinsam

Sport zu treiben. Im Zwischenmenschlichen bleibt aber leider

trotzdem zu vieles auf der Strecke. „Für uns Mannschaftssportler

ist es ein sehr großer Einschnitt, wenn die gewöhnlichen Abläufe

total verändert werden müssen.“

18

Aller guten

Dinge sind …

Tobias Hauke nimmt noch kurz die Silbermedaille aus

den Niederlanden mit, dann geht es auch schon weiter

ins Land der aufgehenden Sonne.

Bevor er in den Flieger nach Tokio steigt, können wir noch ein

bisschen schnacken. Nicht selbstverständlich, denn Trainingsplan,

Kind & Kegel sowie Beruf halten den Kapitän der deutschen

Hockey-Nationalmannschaft ganz schön auf Trab.

© Foto: Ariane Schirle/DHA

Lange war unklar, ob die

Nummer 13 überhaupt noch

einmal für das deutsche Team

auflaufen würde. Corona hat

auch in Tobis Leben einiges

durcheinandergebracht. Was

für 2020 geplant war, musste

plötzlich um ein Jahr verschoben

werden, Kinderplanung,

Einstieg in die Geschäftsführung

des väterlichen Unternehmens …

Aber dann ist die Entscheidung

getroffen: „Ja, ich mache weiter!“

Aufatmen im deutschen Team, mit

ungebrochener Motivation geht es

voll ins Training: „Olympische Spiele sind für uns Hockeyspieler

immer das Größte.“ Das bleibt auch noch so, meint Tobi, wenn man

bereits zum vierten Mal dabei sein darf. Die Motivation wächst

von Jahr zu Jahr, mit der Erfahrung kommt auch die Erkenntnis,

dass die sportliche Laufbahn

endlich ist, und ein neues Bewusstsein

für die Bedeutung,

für das eigene Land an den

Start zu gehen. Was für eine

besondere Herausforderung,

dann auch noch als Kapitän

Verantwortung für die Mannschaft

zu übernehmen: „Ich

Pressekonferenz zur Hockey ProLeague: Anne Schröder, Andy Grote, Tobias Hauke (v. l. n. r.).

Bild oben: Feldhockey-EM 2021 in Amsterdam.

Dass das Team um Tobi H, wie ihn seine Mannschaftskollegen

nennen, aber auch kein dahergelaufener Virus aus dem Konzept

bringen kann, zeigte sich bei der erfolgreichen Europameisterschaft

in Amsterdam im Juni.

Jetzt weiß das Team, wo es steht und

welche Hausaufgaben bis Tokio noch

zu erledigen sind. Die Turnieratmosphäre

hat die Spieler zusammengeschweißt

und aufs nächste Projekt

eingestimmt: Eine Medaille soll es in

Tokio unbedingt werden. »

Am meisten freut sich Tobi aber darauf: „Gemeinsam mit allen

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Hockey

© Foto: Max Petrich

Hockey

© Fotos: Ariane Schirle/DHA

deutschen Athleten das gleiche Ziel zu verfolgen und für unser

Land Gas zu geben!“ Die Spiele sieht er als Mutmacher und gesunde

Abwechslung für alle durch den Corona-Alltag Gebeutelten.

„Selbstverständlich respektiere ich aber zu dieser Zeit jede Meinung

zur Durchführung der Spiele.“

Olympia-Quali (oben), rechts: Tobi im Tokio-Outfit.

Kurz mal eben

ausgebootet

Würden Motivation, Begeisterung und Ehrgeiz einen auch physisch

wachsen lassen, wäre er Rübezahl, mindestens. Nur so launisch

wie der aus dem Riesengebirge ist er nicht, gar nicht. Was für ein

irre netter Typ, dieser Tobi. Vielleicht liegt es an seiner Botschaft:

„Achte auf Deine Mitmenschen, dann werden sie auch auf Dich

achten. Nur so werden die Olympischen Spiele funktionieren, und

auch nur so wird unsere Gesellschaft langfristig überleben.“ Wir

schneiden uns eine Scheibe ab und wünschen viel Erfolg in Tokio,

vor allem aber viel Spaß! Aller guten Dinge sind … vier, ist ja bekannt.

Seit diversen Ausgaben berichten wir von Athlet*innen aus dem Kreis

der Hamburger Olympiasportler*innen, dem TEAM HAMBURG, die

es überraschend und natürlich schwerst verdient (Hannah, Luise,

Jette …), die es sensationell (Ammar), oder die es erwartet und trotzdem

sehr freudig (Torben, Philipp, …) nach Tokio geschafft haben,

und darüber, wie sie sich final vorbereiten, was sie für Glücksbringer

und Wünsche nach Japan mitnehmen und dergleichen.

Dass der Zug auch genau in die entgegengesetzte Richtung brettern

kann, erfährt gerade Janne Müller-Wieland vom Uhlenhorster Hockey-

Club, die an der letzten Haltestelle vor Tokio der finalen Entscheidung

des belgischen Bundestrainers Xavier Reckinger zum Opfer gefallen

ist und wieder aus dem ICE rausgesetzt wurde. Und die nun da steht,

auf dem Bahnsteig, dreimalige Olympiateilnehmerin, Bronzemedaille

in Rio, u. a. ehemalige Weltmeisterin, 15 Jahre Nationalmannschaft,

lange, lange und bis zur Entscheidung anerkannteste Mannschaftskapitänin,

und sich eigentlich aus ihrer Sicht nichts hat zu Schulden

kommen lassen. Wir sprechen mit ihr in London, denn das ist wohl

gefühlt der einzige strategische Grund, den der Trainer netto, netto

finden konnte. Janne war vor geraumer Zeit, vor drei Jahren, zu

ihrer Lebenspartnerin nach London gezogen und ist seitdem für die

Bundesliga immer wieder nach Hamburg gekommen. Beide sind vor

ein paar Wochen Eltern geworden, und ja, seit April konnte sie nicht

mehr bei jedem Bundesliga-Spiel der Uhlenhorsterinnen dabei sein, da

Großbritannien in Deutschland als Variantengebiet eingestuft wurde

und damit die Reise-Ausnahmegenehmigung für Athlet*innen nicht

mehr galt. Es gab über die Jahre immer wieder Legionäre, die sich gar

© Foto: Sabine Müller

nicht mehr in Deutschland präsentieren,

sondern in ausländischen Mannschaften

an den Start gehen. „Immer wenn ich in

England war, habe ich mit Männern trainiert

und sogar gespielt – was hockeytechnisch

eigentlich eine größere Challenge ist als in

der Damen-Bundesliga – und war am Ende

nachweislich fit, habe top Fitnesswerte“,

erklärt sie nach wie vor sehr enttäuscht.

„Es gab immer wieder Telefonate während

des Jahres“, sagt sie. „Man ist immer auf

der Hut und muss seine Leistungen bringen, auch bei den Vorbereitungslehrgängen,

aber der Trainer hatte wohl so ein Bauchgefühl, dass

Hockey nicht mehr meine Prio sei“, fährt sie fort. „Was überhaupt

nicht stimmt“, weswegen die Hockeywelt auch in Aufruhr ist, „selbst

Nationaltrainer anderer Länder haben sich gemeldet und gefragt, ob

ich verletzt bin oder es meine Entscheidung war, geschweige denn die

Mädels.“ Die schickten ihr Nachrichten und sind bekümmert, wenn nicht

sogar verunsichert. „Für die Mannschaft war das auch bescheuert“,

sagt Janne, so kurz vor dem ultimativen Höhepunkt ohne Kapitänin

dazustehen. Die zur Zeit des Gespräches laufende Europameisterschaft

mit Janne auf jedem Plakat lief mit Platz 2, Silber, hinter Titelverteidiger

Holland wohl nicht so schlecht, „aber im gesamten, eher jungen und

unerfahrenen Mannschaftsgefüge müssen nun Rollen neu definiert

werden.“ Janne: „Ich bin in Gedanken bei meinen Mädels, Tokio hatten

wir uns gemeinsam vorgenommen.“ Und dass ihr nun im Grunde

tatsächlich Corona auf die Füße fällt, ist bitter. „Ich hoffe aber, dass

sich die Mädels daran nicht aufreiben, denn Tokio ist natürlich ihr Ziel“,

auch wenn sie sich das mal gemeinsam vorgenommen hatten. Dass

nun gerade die Leitwölfin so kurzfristig gehen musste, war wohl auch

für die Teampsychologin überraschend: „Vielleicht ist das

die Olympia-Jahr-Panik ...“, bitter, denn die Entscheidung

wäre im letzten Jahr, dem eigentlichen Olympia-Jahr,

wohl so nicht gefallen. Ob das jetzt das Karriere-Aus

ist und ihr jemand einfach den Abschied aus der Hand

genommen hat, „kann ich jetzt noch nicht sagen, das

ist zu frisch, aber …“ Sicher ist: „Natürlich gucke ich die

Spiele, sind doch meine Mädels.“

20

Jannes Heimatverein ist der UHC, hier hat sie mit 5 Jahren angefangen Hockey zu spielen. Oben: Mit Fans bei der Olympia-Quali.


Ruder-Bundesliga

Keine anderthalb

Jahre später

© FotoS: sporting hamburg

So geht Hamburg Active City, mal eben ’nen Achter aus dem Rathaus tragen …

22

Ende 2019 traf man sich schwerst motiviert im Ruder-Club Favorite Hammonia

um zu entscheiden, das Thema Ruder-Bundesliga noch einmal

anzugehen: nachhaltig, mit Vision, in Kooperation.

Denn tatsächlich gilt die Liga als schnellste Liga der Welt. Da rudert man

nicht mal so eben mit, und es ist schwierig, die für eine Crew von acht

Ruderern benötigten Top-10–12 Ruderer (inkl. Ersatz) allein in einem

Verein zu finden. Deswegen – vor ein paar Jahren hatte man schon mal

mit dem Nachbarn Der Hamburger und Germania Ruder Club kooperiert

– entschied man sich in der FARI (Kurzform für Favorite Hammonia),

sich noch ein wenig weiter

zu öffnen, um gemeinsam

mit auch anderen Hamburger

Vereinen einen Achter auf

die Beine zu stellen. Kann

ja nicht sein, dass Hamburg

als Ruderhochburg und

Active City kein Boot in der

Liga hat. Ergo entstand ein

Hamburger Achterprojekt,

dem man dann auch gleich

sinnigerweise den Namen „Active City

Xpress“ gab, man achte auf den Zusatz:

„… featuring FARI & Friends“, das Team ist

dankbar für die Unterstützung des Ruder

Clubs Favorite Hammonia und ihres Sponsors,

der Rechtsanwaltskanzlei Simon &

Schulenberg. Ehrenkapitän ist Innen- und Sportsenator Andy Grote.

Unmittelbar nach dem Startschuss wurde rekrutiert, selektiert und

richtig viel trainiert. Kraft stand im Fokus, Pumpen war und ist angesagt,

Oberarme-hoch-drei, denn in der Liga geht es um Sprints: 350 Meter

(zur Info: Clubkamerad Torben Johannesen fährt im Deutschlandachter

die Olympische Distanz 2.000 m), hohe Schlagzahlen, schnellste Starts,

knappste Rennausgänge, sehr publikumswirksam,

laut, mit richtig Remmidemmi.

Fünf Renntage waren gleich schon im

vergangenen Jahr geplant, ein Jahr auf die

Weide war nicht die Idee, deswegen musste

die Crew als Neuling einiges aufholen.

Das nur war – wen überrascht‘s – leider

ja umsonst. Gegner Corona machte dem

Sport einen Strich durch die Rechnung.

Derweil die Crew teils, als es im letzten Jahr

in Hamburg noch nicht erlaubt war zu trainieren, sogar nach Ratzeburg

zum Trainieren abgewandert war, wurde ein Liga-Renntag nach dem

anderen abgesagt. Im Sommer stand dann fest: Die Liga fällt komplett

aus. Lange Gesichter, großer Frust, aber die gute Gesellschaft, in der sich

der Achter befand, war ja groß. Das Verständnis natürlich auch, bitter

war das dennoch. Als Corona im Spätsommer gefühlt ´ne kleine Pause

machte, der Ruderverband die Deutschen Sprintmeisterschaften 2020

unter Auflagen stattfinden ließ, entschlossen sich die Verantwortlichen

in Hamburg, alles auf eine Karte zu setzen. Rummms. Planänderung:

Deutsche Meisterschaft. Und als Newcomer gewann die Crew dann

tatsächlich, nach drei überraschend guten bis sehr guten Rennen,

Bronze, hinter einem Boot aus München und dem Titelverteidiger

aus Leverkusen. Ein Förderer aus dem Hintergrund formulierte: „Da

haben sich wohl welche den Frust aus dem Leib gerudert“, viele

Hamburger Ruder*innen, Clubkamerad*innen hatten die Rennen per

Livestream mitverfolgt und schickten die Saftschorlen-Runden für die

Rückfahrt aus Werder/Potsdam per WhatsApp. Was aber strategisch

noch besser war: Die Crew war entflammt, heiß auf die nächste

Saison 2021, brannte lichterloh. Ein langes, hartes Wintertraining

folgte, Kraftaufbau ohne Kraftraum liegt nun hinter der Mannschaft,

drei Ruderer mussten aus Studiengründen und wegen Ortswechsel

aussteigen, sprich ersetzt werden. »

Sport- und Innensenator Andy Grote ist Ehrenkapitän des „Active City Xpress“ mit Ruderern von RV Wandsbek,

ARV Hanseat, RG Hansa, RC Allemannia, Der Hamburger und Germania RC und Favorite Hammonia.


Ruder-Bundesliga

Foto: PR

Rosengartenlauf

© Fotos: sporting hamburg

Sensationeller 3. Platz (Bronze!) bei der Dt. Sprintmeisterschaft in Werder/ Havel auf

der Kurzstrecke (450 m) in der Zeit 1:12,27.

Auch in diesem Jahr sind bereits 2 Renntage gestrichen. Seit Ende Mai

darf die neue Crew wieder im Achter auf die Alster, aber 3 der 5 Renntage

stehen. Wieder kommt das ganze Unternehmen einer Wundertüte

gleich, es gab keine Leistungsvergleiche für dann nahezu ein Jahr, der

erste Renntag ist Anfang August in Dortmund. „Wir stochern im Nebel,

das aber sehr motiviert“, stellt Trainer Martin Blüthmann fest, „… und

es ist aber wahnsinnig beeindruckend, mit welchem Enthusiasmus

die Männer da die Alster umpflügen.“ „Wenn nicht gerade Eisgang ist,

wird in Großbooten in Hamburg im Winter eigentlich durchtrainiert, wir

haben jetzt gute zwei Monate Zeit für das Training im Boot“, sagt Philip

von Kodolitsch von der RG HANSA, er sitzt am Schlag, und sein Konter-

Schlagmann Jerrit Röckendorf von Favorite Hammonia ergänzt: „Das

ist nicht viel, aber es trifft ja alle Crews gleich.“ No risk, no fun, heißt es.

Augen auf beim Alsterbummel! Das Getöse, das da über die Alster

hämmert, könnte der „Active City Xpress“ sein – oder der „Alstersprinter“,

das ist das weibliche Pendant von der RG HANSA und dem Hamburger

ai16227301405_SchuSi_Logo_Faschanwa groß.pdf 1 03.06.21 16:22 und Germania Ruderclub.

Es läuft

wieder looooos!

Startschuss ist der 22. August, und auch der Landkreis

Harburg hat mitgeschossen: Das vorbildliche Hygienekonzept

vom Veranstalter Hausbruch-Neugrabener

Turnerschaft (HNT Hamburg) wurde genehmigt.

Es geht u. a. durch die herrlichen Harburger Berge, mit 5

verschiedenen Hauptläufen: Halbmarathon, entspannte 5 km,

10 km-Lauf X-Treme 200 (hört sich schon knuffiger an), 2 Walking-

Distanzen, die Kinder- und Jugendläufe UND dem nigelnagelneuen

Ultra-Heide-Marathon (200 Startplätze). Und Ihr könnt

dabei sein, wenn Ihr plietsch seid und schnell bucht unter

www.rosengartenlauf.de. Dort findet Ihr auch die Hygiene-

Kriterien, vor Ort kann ein Schnelltest gemacht werden. Und

obwohl die Teilnehmerzahlen leider begrenzt sind, lassen sich

die Veranstalter mit Sponsor Golf Lounge nicht lumpen und

spendieren 3× 15 Startplätze plus flottem Shirt für die 5 km,

10 km X-Treme 200 und den Halbmarathon.

Wir sind nicht bestechlich, also müsst Ihr fleißig trainieren,

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Die sporting-Tipps, präsentiert

von LOTTO Hamburg:

01.07. VOLLEYBALL: YOU2SPECIAL

Für alle (Jahrgang 2007 oder später), egal, ob Ihr schon im Verein spielt oder Volleyball einfach

mal ausprobieren wollt. Weitere Termine: 06. und 08. Juli (Beachanlage im Stadtpark).

Anmeldung + Info: www.hvbv.de

01.07.–30.09. ACTIVE CITY SUMMER

3 Monate lang einfach mal rumprobieren, Sportarten entdecken, Kurse ausprobieren. Alles

kostenlos und unverbindlich.

www.activecitysummer.de

02.–04.07. DERBY-MEETING

Das wichtigste Rennen des Jahres – wenn’s klappt (Corona). Wichtig: Ein Hut ist kein Muss,

aber ohne könnt Ihr nicht am alljährlichen Hutwettbewerb teilnehmen.

www.galopp-hamburg.de

02.–04.07. SEGEL-BUNDESLIGA & INKLUSIONS-LIGA

Erstmalig werden im bekannten Liga-Format parallel auf einem eigenen Rennkurs Regatten der

„Inklusions-Liga“ umgesetzt. Die 2. Bundesliga findet vom 09.–11.07. statt.

Außenalster, 22085 Hamburg

19.–22.08. BEACHVOLLEYBALL: KING OF THE COURT

Aus je 40 deutschen und internationalen Teams werden die „Queens“ und „Kings“

gekürt, für die deutschen Duos geht’s außerdem um die letzten Startplätze für die

Dt. Meisterschaften.

Stadion am Rothenbaum, Hallerstraße 89, 20149 Hamburg

20.–22.08. SEGELN:

HELGAHARD CUP + HELGAHARD .INKLUSION

Regatta mit Mixed-Quote, gesegelt wird im Format „Jeder gegen Jeden“ auf gestellten Laser

Bahias, einer modernen und einfach zu segelnden Jolle.

Anmeldung und Info: helgahard@nrv.de

21./22.08. RAGNAR WATTENMEER-STAFFELLAUF

Trommelt ein Team aus 10 Läufer*innen zusammen und macht Euch auf den 250 km-Staffellauf

von HH nach St. Peter-Ording. Gelaufen wird am Tag, in der Nacht und wieder am Tag.

www.runragnar.com

22.08. BEMER CYCLASSICS

Das 25. Jubiläum des Klassikers, mit Strecken über 60, 100 oder 160 km für jedefrau,

jedermann und unser sportinghamburgActiveCity-Team (siehe Artikel) sowie einem

spektakulären Pro-Rennen.

www.cyclassics-hamburg.dee

07.–18.07. TENNIS: HAMBURG EUROPEAN OPEN

Die Hamburg Open sind weltweit eins der ältesten Tennisturniere: Premiere war 1892. Seit 2019

wird bei den Hamburg European Open gleichzeitig der Europameister der Tennisprofis gekürt.

Stadion am Rothenbaum, Hallerstraße 89, 20149 Hamburg

23.07. 2. FUSSBALL-BUNDESLIGA

Saisonstart! Wer wann wo spielt, war bei Redaktionsschluss noch nicht festgelegt.

www.bundesliga.com

22.08. 2. ROSENGARTENLAUF

Volkslauf für die ganze Familie, Start und Ziel: Wildpark Schwarze Berge, Vahrendorf.

www.rosengartenlauf.de

22.08. WILDE INSEL MEETS FAIRPLAY

2 Veranstaltungen in 1, es kann getobt, gespielt, geklettert, gescatet und balanciert

werden, u.a. mit Bewegungsbaustelle und Roller- und Radlernparcours. 14–19 Uhr.

Wilhelmsburger Inselpark, Am Inselpark, 21109 Hamburg

23.07.–07.08. TEAM HAMBURG LOUNGE

Olympia- (und kulinarische) Highlights auf dem Dach der Handelskammer, mit Gästen aus

Sport, Wirtschaft, Politik und Kultur, siehe Artikel in dieser Ausgabe.

www.stiftung-leistungssport.de/team-hamburg-lounge

22.08. RUDERN GEGEN KREBS

Die Benefiz-Regatta an der RG-Hansa, anmelden können sich alle Vierer-Teams, die Lust

auf Rudern haben und ein Zeichen setzen wollen gegen Krebs.

Anmeldung und Info: www.rudern-gegen-krebs.de

27.07.–29.07. GOLF:

HANSEATIC INTERNATIONAL YOUTH OPEN

Norddeutschlands erstes internationales Jugendturnier für junge Spitzengolfer.

www.hiyo-golf.de

31.07. SOFTBALL-BL: ETV HAMBURG KNIGHTS

Heimspieltag der Softballerinnen (siehe Artikel!): Es geht gegen die Wesseling Vermins

(13 Uhr/15:30 Uhr), Stand jetzt ohne Zuschauer.

Livestream: YouTube (Hamburg Knights)

01.08.–05.09. BLANKENESER HELDENLAUF

Corona-Variante: „Heldenlauf 36 – Der längste Heldenlauf der Welt“: 36 Tage – 864 Stunden –

51.840 Minuten. Jede*r entscheidet, wann in dieser Zeit gestartet und gefinisht wird. Strecken:

6,7 km, 11 km, Halbmarathon, Bergziege 2 .

www.heldenlauf.de

06./07.08. BASKETBALL 3×3 CHALLENGER

Der Spielbudenplatz wird zum Basketball-Court. es geht es im Modus Drei gegen Drei mit einer

verkürzten Shot Clock auf den Korb.

Spielbudenplatz, 20359 Hamburg

07.08. LAUFEN: NACHT DER ZEHNER

Die Jahnkampfbahn wird in Flutlicht getaucht, neben den Bahnrennen gibt es auch einen 10 km-

Lauf durch den Stadtpark (16–23 Uhr).

www.nachtderzehner.de

08.–15.08. DT. MEISTERSCHAFTEN KANURENNSPORT

Jubiläum: 100. DM im Kanu- und Para-Kanurennsport! Unter www.kanu-dm.de gibt’s ein

Ampelsystem zu den aktuell gültigen Coronavorgaben.

Wasserpark Dove-Elbe, Hamburg-Allermöhe

25.–29.08. SEGELN:

INCLUSION WORLD CHAMPIONSHIP

Bei der Inklusions-Segel WM segeln immer eine Person mit, eine ohne Behinderung

gemeinsam in Far East S/V 14-Booten. 11–17 Uhr auf der Außenalster vor dem NRV-

Clubhaus.

Außenalster, Schöne Aussicht, 22085 Hamburg

25.–29.08. DEUTSCHES SPRING- UND DRESSUR-DERBY

100 Jahre und immer noch der schwierigste Parcours der Welt! Und nur hier gibt es einen

internationalen Grand Prix mit Pferdewechsel.

www.hamburgderby.de

26.–27.08. TISCHKICKER-WELTREKORDVERSUCH

„Meiste Teilnehmende beim Tischfußball-Spielen an verschiedenen Orten innerhalb von

24 h“ (26.08. 20 Uhr bis 27.08. 20 Uhr). Die Spiele aus aller Welt werden gestreamt, aus

der Zentrale in Hamburg erfolgt die Weltrekordverkündung.

www.komm-kickern.de/worldrecorde

28.08. ACTIVE CITY FESTIVAL

Highlight-Event des Active City Summers unter dem Motto „Der Hamburger Sport präsentiert

sich“ mit Mitmachaktionen, Contests und buntem Rahmenprogramm. Spektakulär:

Airtrack-Turnen und Freiklettern.

Wilhelmsburger Inselpark, 21109 Hamburg

29.08. IRONMAN HAMBURG

Die „Eisenmänner und -frauen“ dürfen wieder zeigen, was sie drauf haben: 3,8 km

schwimmen, 183 km Radfahren, dann noch kurz einen 42,195 km-Marathon.

www.ironman.com/im-hamburg

11.08. INSELPARKLAUF WILHELMSBURG

2.930 Meter lange „Inselpark-Runde“, man entscheidet spontan, ob man 1, 2, 3 oder 4 Runden

läuft (16:30–20:00 Uhr).

www.inselparklauf.de

14.08. SPORTTAG INKLUSIV

Menschen mit und ohne Behinderung können gemeinsam das Sportabzeichen ablegen.

Mit Rahmenprogramm und Mitmach-Aktionen. 14–18 Uhr.

Jahnkampfbahn, Linnering 3, 22299 Hamburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

Bitte informiert Euch über den aktuellen Status der jeweiligen Veranstaltung sowie die

geltenden Hygienevorschriften direkt auf der Webseite des Veranstalters.

© Foto: HASPA Marathon Hamburg

© Foto: Thomas Sobczak

27


BEMER Cyclassics

© Fotos: privat

© Fotos: IRONMAN/Getty Images

25

sind

es!!!

In Vorbereitung wird es ein gemeinsames Treffen mit Ausfahrt geben,

Tipps vom Radsport Verband Hamburg zum Fahren in der Gruppe,

Startverhalten usw., auch wir werden hier andächtig lauschen, und

dann wird an dem Tag gemeinsam Strecke gemacht.

Beworben hatte sich zum Beispiel Isabel, sie lebt im Harz, betreibt

sogar einen Fahrradblog namens „Die Diva radelt“, fährt erst seit

zwei Jahren offensichtlich etwas intensiver und ist neugierig, wie so

ein Rennen geht, denn das ist ihr erstes Mal. Und das in Hamburg,

schrieb sie – und fährt mit. Auch erst seit einem Jahr in Hamburg ist

Agnieszka, sie kommt aus Freiburg in die schönste Stadt, und nun

kriegt sie gleich noch ’ne 60 km-Stadtrundfahrt für umme, nur muss

sie leider selber treten. Aber, wie sie schreibt, alles easy: Sie fährt

ausschließlich Rad, zum Job und so, und hat sich zuletzt, anlässlich einer

kleinen Auszeit vom Job, eine Tour rund um Deutschland

gegönnt: 4.000 km – in 60 Tagen. Da dürften doch die 60

Agnieszka (hier in Berlin unterwegs), Friederike (oben, ohne Selfiestick) und

km mal überhaupt kein Ding sein. Eine weitere Bewerberin

Isabel (unten) gehören zum 25-Frau-starken Team sportinghamburgActiveCity.

war Friederike. Sie hat sehr lange Handball gespielt, ist viel

gelaufen, sich aber offensichtlich den Meniskus, Knorpel

zerlegt und musste sich traurigerweise von ihrem Lieblingssport

verabschieden. Auch von den gemeinsamen Laufevents bis hin zum

Halbmarathon, nicht gut. Und dann kam Corona und sie schnappte

sich bei eBay Kleinanzeigen ein Rad, das ist gebraucht, günstig – aber

schont nämlich auch die Gelenke. Ein paar Ausfahrten hat sie hinter

sich, aber noch nie ein Rennen, aber das hat sie ja nun auch vor sich.

Auf sie und die anderen 24 Frauen freuen sich Hamburg Active City,

die BEMER Cyclassics und sporting hamburg. Viel Spaß!!!

Man schade, dass die BEMER Cyclassics noch nicht 50 werden.

Warum? Weil wir dann vielleicht ein 50-köpfiges Frauenteam

an den Start schicken würden …

Fakt ist nämlich, und daran halten wir uns natürlich

voller Inbrunst, dass die BEMER Cyclassics in diesem

Jahr ihr 25. Jubiläum feiern. Und das haben Hamburg

Active City und wir zum Anlass genommen, ein

formidables 25-köpfiges Frauenteam auf die Beine

zu stellen, das Team sportinghamburgActiveCity.

Es hatten sich nämlich mehr als 50(!!!) Frauen beworben,

das ist amtlich und heißt wohl auch: Frauenpower, zieht

Euch warm an, Jungs, wir kommen. Wichtig war uns allen, auch den

BEMER Cyclassics, die stellen natürlich die Startplätze zur Verfügung,

dass wir entspannt mit den Eingangskriterien umgehen und ggf. neue

Frauen gewinnen für die Idee, sich auch bei einem solchen Event mal

zu messen, gemeinsam mit anderen an den Start zu gehen, und vor

allen Dingen ein tolles Erlebnis zu haben.

28


Softball-Bundesliga

Foto: Justus Stegeman

Foto: Justus Stegeman

Foto: Jandia Leutemann

Foto: Justus Stegeman

Fahren zur Softball-EM: Nationalspielerinnen Celina MacKenzie, Alexandra Stüwe und Anne Rathjen (v.l.n.r.)

Foto: Oliver Just

„Wir sind

gut!“

Man könnte fast meinen, die Damen von den

Hamburg Knights vom ETV sind in einen Topf

mit Selbstvertrauen gefallen, eher gesprungen,

und zwar mit Anlauf.

Da verlieren sie ihre ersten zwei Spiele gegen Bonn 1:8 und 1:12 – klingt

bitter, war bitter. Und man hätte meinen können, same procedure

as the last something years … Aber dann setzen sich die Mädels hin,

diskutieren, entscheiden offensichtlich, genau das zuzulassen, was

der neue Trainer so denkt, verkörpert, ausstrahlt, und sie gewinnen

ihr nächstes Spiel gegen Wesseling (Vorort von Köln) mit 7:1, und zwar

auswärts. Was auch immer es war, wollten wir wissen, und wir treffen

– wie auch schon beim ersten Aufeinandertreffen vor drei Jahren nach

einem fetten Regenguss (sorry, die Damen) – abends um neun mitten

in Eimsbüttel die ganze Truppe, den neuen Trainer und ein Beck´s. Mit

dabei auch Celina MacKenzie (21), eine der Topspielerinnen. Ryan Volk

(43), das ist der neue Trainer, sagt: die beste Hitterin Deutschlands.

Wie kann er das so sagen, und Celina sitzt da und strahlt, denn er hat

wohl recht. Nur, was ist anders?

Ryan, er ist Kanadier, war im letzten Jahr schon kurzfristig Assistenztrainer

von Jan Kirchner, damals noch Trainer und Haupttriebfeder der

Knights beim ETV. Kennengelernt hatten sie sich bei Testspielen gegen

die dänische Nationalmannschaft, und als Jan dann entschied, einen

Schritt zurückzutreten, einen Hebel umzulegen, holte er Ryan für fest,

für gut als Headcoach und hat damit offensichtlich voll ins Schwarze

getroffen. Ryan, ehemaliger Profi, der damals verletzungsbedingt

seine Karriere beenden musste, reist schon seit geraumer Zeit als

Coach durch Europa, hat deutsche Wurzeln,

liebt Hamburg und findet, dass sein Team ein

Riesenpotenzial hat und dass Hamburg zukünftig

beim Softball in Deutschland ein ehrliches

Wörtchen mitzureden hat. Er will besten Sport

bieten, man gut, dass er auch das beste Team

hat, sagt er. Er auf Englisch, wir übersetzen. „Es

sind die besten Voraussetzungen da“, soviel

zu Potenzial, „technisch und physisch, es geht

um Positive Thinking“, strahlt Ryan. Und der

Sieg im Deutschlandpokal 2019, nachdem sie

tatsächlich eine ganze Saison (à la die Spiele

gegen Bonn) nur auf die Mütze bekommen

hatten, ist ein Beweis. Der Glaube an das

Team, der Glaube an die Mitspielerinnen, an

aller Leistungsvermögen, beginnend mit dem

Glauben an sich selbst, ist der Schlüssel zum

Erfolg. Und das scheint zu flutschen. Die 16

Spielerinnen im Alter von 15 bis 48(!!), trainieren nur

zweimal wöchentlich im Team, darüber hinaus gibt es

aber lauter Individual-Trainings, jede kann mit ihm an

ihren Stärken, besser an den Schwächen feilen; Kondition,

Kraft, „das bringt ´ne Menge Mut“, beschreibt Celina,

„persönliches Selbstvertrauen, Glauben an die eigene

Leistung“, weswegen die gemeinsamen Spielsessions

im Training mittlerweile deutlich intensiver, ehrlicher,

realistischer sind. „Wir trainieren dann nicht, wir kämpfen“, grinst

Celina, beschreibt die neue Effektivität des Trainings, und die letzten

Spielzüge des Teams sind zu hören, derweil wir sprechen. Die klingen

richtig tough, konzentriert, aber sie haben Spaß. „Ich nehme ihnen

die Angst vor Fehlern“, erklärt Ryan weiter, „das wiederum stärkt

das Selbstbewusstsein, fördert den Mut, und dann passieren sogar

weniger Fehler.“ Hört sich alles so einfach an, erfordert vor allen Dingen

die Bereitschaft der Frauen, einen solchen Weg mitzugehen. Und die

ist mehr gegeben denn je, denn die Knights wollen in der Liga dann

jetzt mal einen nachhaltigen Punkt machen. Und auch in Hamburg:

„Wir haben hier den Platz mitten in der Stadt, das ist einmalig, auch

zum Zuschauen, und wenn es nur Passanten sind“, beschreibt Celina.

„Wir übertragen unsere Spiele auf unserem YouTube-Kanal ‚Knights.

TV‘, haben zusammen mit dem ETV in Equipment investiert“, und das

scheint sich zu lohnen. Auch in die Nachwuchsarbeit wird Zeit und

Mühe gesteckt, in diesem Jahr wird es Feriencamps geben, beschreibt

sie. Ach ja, und in der Nationalmannschaft spielt sie auch, zusammen

mit zwei weiteren Team-Kolleginnen: Alexandra Stüwe (34) und Anne

Rathjen (23), demnächst dann Europameisterschaft. Läuft bei den

Hamburg Knights, und hoffentlich so weiter, denn der Sieg gegen die

Überflieger aus Wesseling (s. o.) könnte ja auch eine Eintagsfliege

gewesen sein. Aber das Team weiß, der Coach allen voran, dass das

nicht so war. Punkt. „Wir sind gut“, sagt Celina.

Foto: Justus Stegemann

30

Abklatschen nach dem Spiel (oben), ganz oben: Abfeiern nach dem Deutschlandpokal-Gewinn 2019.

Schlagfrau Anne Rathjen (# 7) Mitte Juni im Spiel gegen die Neunkirchen Nightmares (15:1, 4:7).


Sport im Verein

© Foto: sporting hamburg

Die Stadt unternimmt hohe Anstrengungen, um den Sport bzw. die Vereine zu unterstützen.

Mit #sportVEREINtuns

das Comeback einläuten

Hinter dem Hamburger Sport liegt eine deprimierende

Zeit: Zwei Mal in 15 Monaten im

sportlichen Lockdown, hunderte Tage ohne

Vereinssport, viel Stillstand und leider auch

viele Mitgliederverluste.

aufzunehmen. Derzeit ist das insbesondere beim

Indoorsport, wegen der Kontaktbeschränkung

auf 10 erwachsene Personen, vielfach noch nicht

möglich. Der „große“ Kampagnenstart hängt also

von weiteren Lockerungen der Eindämmungsverordnung

für den Vereinssport ab. Daumen drücken

und dran bleiben.

Die Lockerungen der letzten Wochen sind nun ein Licht am Ende des

Tunnels und man darf auf ein Comeback des Hamburger Vereinssports

hoffen. Um dieses Comeback einzuläuten, werden die Hamburg

Active City, der Hamburger Sportbund und der Verband für Turnen

und Freizeit (VTF) gemeinsam eine Kampagne unter dem Hashtag

#sportVEREINtuns auf den Weg bringen. Das ist ein tolles Zeichen,

dass der Sport sich gemeinschaftlich und abgestimmt wieder aufstellt.

Auch top: Die Stadt finanziert die Kampagne großzügig. Die Kampagne

#sportVEREINtuns soll bewusst machen, wofür Sportvereine

stehen: Sport, Spaß, Gemeinsinn, Engagement und gesellschaftlicher

Austausch und insbesondere dazu animieren, wieder in die Vereine

einzutreten. Hierfür stellt die Hamburg ActiveCity 20.000 Gutscheine

zur Verfügung. Diese können eingelöst werden, wenn die Lockerungen

es den Vereinen wieder erlauben, Neumitglieder in größerer Zahl

Über einen Web-to-Print-Shop haben die Vereine aber demnächst

schon mal die Möglichkeit, vorproduzierte Werbematerialen zu

nutzen oder eigene Fotos im Kampagnendesign zu erstellen. So

kann jeder Verein für seine Bedürfnisse eine eigene Kampagne

entwickeln, Geschichten aus dem Verein erzählen und für sich und

seine Angebote in den Stadtteilen werben. Das ist super. Und durch

die gemeinsame Nutzung des Hashtags #sportVEREINtuns können

sich die vielfältigen Aktivitäten in den Vereinen zu einem hoffentlich

eindrucksvollen Gesamtbild des Hamburger Sports zusammenfügen,

erst recht, wenn viele Vereine sich hoffentlich aktiv beteiligen. Die

Vereine werden in den kommenden Wochen natürlich über den

HSB informiert. Weitermachen.

32


BEMER RADGEBER

Diese Aktion wird unterstützt von

© Fotos: sporting hambuurg

Große Aktion!

Wir sammeln Eure gebrauchten Räder. Bitte!

In unserem zweiten Heft diesen Monat, es heißt

sporting RADius, dreht es sich überraschenderweise

ums Fahrrad. Nun berichten wir in diesem Heft viel über

Fahrräder und begeisterte Radfahrer*innen, um Euch zu

bewegen, das ist ein Teil unserer Idee. Aber jetzt wollen

wir Euch gleich doppelt bewegen.

Wir bitten Euch nämlich, einmal im Keller oder in der Garage nachzuschauen,

ob da nicht noch ein Fahrrad steht, das eigentlich gar nicht

mehr gebraucht wird. Wir sammeln ab sofort mit der Aktion RADGEBER

gebrauchte, also von Euch nicht mehr gebrauchte Fahrräder, für die

Familien und Menschen in Hamburg, die gern mobil und unabhängig

wären, sich aber kein eigenes Rad leisten können. Davon gibt es in

Hamburg leider viel zu viele, und wir wollen einfach Abhilfe schaffen.

Kann ja nicht sein, dass viele Fahrradhändler nahezu ausverkauft sind,

die Menschen sich neue Räder kaufen, und genau diese glücklichen

Menschen nicht vorher schon ein Rad hatten?! Also müsste das eine oder

andere Fahrrad übrig sein und ungenutzt da rumstehen, womöglich sogar

den Keller verstopfen. An anderer Stelle freut sich jemand, wenn sie oder

er erstmalig ein eigenes Rad bekommt, fahren darf. Oder Ihr habt noch

Kinderräder, die für Eure Kids nunmehr zu klein sind. Her damit. Ihr könnt

sie natürlich für 20 Euro auf dem Flohmarkt verkaufen,

aber ehrlich gesagt, dann könnt Ihr sie auch uns geben,

finden wir dann mal. Wir geben die Räder nämlich an

die Hamburger Organisationen Hanseatic Help e. V. und

Westwind Hamburg e. V., die sich genau das zur Aufgabe

gemacht haben: bedürftige Familien und Menschen

mit und ohne Migrationshintergrund mit gebrauchten

Fahrrädern glücklich zu machen. Hier werden die Räder

sogar zunächst auf ihre Verkehrssicherheit geprüft,

ggf. repariert. Aber bitte: Bringt uns keinen Schrott,

wenn wir ehrlich sein dürfen. Wir sind sehr glücklich,

dass der neue Hauptsponsor der BEMER Cyclassics,

nämlich genau die BEMER Group, uns bei diesem Projekt unterstützt.

Marketingchef Bernhard Bock ist ganz begeistert: „More Health. More

Life. More Sports. BEMER steht für Wohlbefinden auf vielen Ebenen. Unter

anderem auch für Wohlbefinden auf der sozialen Ebene. Fahrräder für

Kinder bedeuten Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität. Darum

unterstützt BEMER diese Aktion von ganzem Herzen.“

Auch sehr dankbar sind wir über den Support von My-

Place – SelfStorage, denn genau bei den Freunden von

MyPlace – SelfStorage könnt Ihr ab sofort Eure Räder

abgeben (Mo–Fr 08:30–17:30 Uhr, Sa 09:00–13:00 Uhr).

Folgende Standorte bieten sich an: ALTONA, Stresemannstraße

290; GROSS BORSTEL, Papenreye 47–49;

CITY SÜD, Nordkanalstraße 23; STELLINGEN, Kieler

Straße 302 und WANDSBEK, Friedrich-Ebert-Damm 103..

Großes Finale ist dann bei den BEMER Cyclassics selbst,

denn natürlich könnt Ihr uns auch am 22. August Eure

Räder auf der Eventfläche am Jungfernstieg übergeben.

Vielen Dank für Eure Unterstützung.

Bei Fragen wendet Euch gern auch an uns unter

info@sporting-magazin.de, Betreff: Mein Rad für Euch!

Wir brauchen Eure

gebrauchten Räder …

… für alle Hamburger*innen, die gar kein Rad haben. Denn davon gibt es leider reichlich. Das ist

unser Sommerwunsch, ganz einfach, ganz sinnvoll: Ihr kauft neu, die alten bitte zu uns, vielmehr ab

sofort zu unseren Freunden von MyPlace – SelfStorage, denn die können richtig lagern:

ALTONA, Stresemannstraße 290; GROSS BORSTEL, Papenreye 47–49;

CITY SÜD, Nordkanalstraße 23; STELLINGEN, Kieler Straße 302 und

WANDSBEK, Friedrich-Ebert-Damm 103.

Oder am 22. August direkt bei den BEMER Cyclassics auf

der Eventfläche.

Wir freuen uns auf Euch und Eure Räder.

© Foto:PR

34

Westwind und Hanseatic Help geben die gespendeten Räder dann dahin, wo sie gebraucht werden.


Golf

© Fotos: Red Golf

Willkommen

in Moorfleet

Gibt sich mit dem Platz und der Anlage unendlich viel Mühe: Peter Merck (links und rechts mit einem Teil seines Teams).

Wenn man etwas mit Leidenschaft tut, dann

wird es gut, sehr gut. So ist das unbedingt

auch im Sport.

Und weil da klammheimlich, nur 10 Minuten vom Hauptbahnhof

entfernt, ein Mann einen Golfplatz gebaut hat, zugleich ein deutlich

neues, spannendes Golf-Platz-Konzept kreiert hat und damit Golf für

alle möglich macht, schnacken wir einfach mal mit Peter Merck, Golf

Lounge – der kennt den ;-). Spannend schon der Weg dahin: Rothenburgsort,

Entenwerder bis Moorfleet, Industriebrachen, Bauernhäuser,

alte Werften, Hausboote, Wasser, dann unter der Autobahn durch,

zweimal rechts, OHHHHHase. Grün. Green. Das ehemalige Red Golf

Moorfleet erstrahlt in neuem, grünem Glanz. Peter Merck aus der

Tiefstapelabteilung spricht lediglich von „revitalisiert“. Mit extrem viel

Liebe zum Detail wurde da nämlich in den letzten 8 Monaten wild

gewerkelt, von morgens sechs bis spätabends. Merck, glücklich: „Wir

sind sehr froh, das soweit geschafft zu haben, konnten die Corona-Krise

tatsächlich nutzen, den Mitgliedern hier, den Freunden der Golf Lounge,

aber auch allen neugierigen Hamburgern und Hamburgerinnen, die

Golf spielen, eine wunderschöne innenstadtnahe Golf-Alternative zu

bieten“, sagt er. Einerseits. Denn andererseits ist ihm das Geschäft in

der Golf Lounge, aus bekannten Gründen, nämlich auch ganz schön

um die Ohren geflogen.

Hatte sich die Golf Lounge über die

Zeit nicht nur als coolster Abschlagplatz

der Stadt entwickelt, sondern

gleichzeitig auch zur Top-Event-Location,

konnte man da ja nun im letzten

Jahr mal komplett einen Strich durch

machen. Peter Merck hat das nicht

gebremst, denn er ist Vorreiter in

Sachen Golf und er hatte sich was in

den Kopf gesetzt, hatte eine Vision,

hat einen ordentlichen Schluck aus der

Mut-Pulle genommen und losgemacht.

Im wahrsten Wortsinne. Neben intensiver Pflege der gesamten

Anlage, der Revitalisierung der Golfbahnen gab es

unter anderem diverse ökologische Ideen, die gleich mit

umgesetzt wurden. Dazu gehören u. a. ein sehr innovatives

Wassermanagement, Hybrid-Mäher, aber auch großflächige

Neupflanzungen auf dem gesamten Areal. Ganz

besonderes Augenmerk hat er natürlich auf sein Produkt

Golf gelegt, „wir sind citynah, sehr grün aber urban, wir wollen es kurz

und knackig“, sagt er, „wir sind kein Landclub irgendwo im Nowhere.“

Und unkompliziert soll es sein, innovativ, attraktiv. Auf den Bahnen

Blickachsen ins angrenzende Naturschutzgebiet, keine Bahn länger

als 350 Meter und ein gelerntes System aus dem Ski-Urlaub: Schwarz

für die Könner und die – so ist das ja in den Bergen – Fast-Könner.

„Die werden sich aber wundern“, lacht Peter Merck, denn das Rough

ist tough (herrlich, nämlich „nicht Söckchen-, sondern Knie-hoch“,

sagt Peter), verhaust Du den Ball, isser wech. Auch auf den engen

Greens müsst Ihr in Eure Trickkiste greifen. Aber was ist das Leben

ohne Herausforderungen, und was gäbe es sonst beim Kaltgetränk

danach zu berichten. Praktisch: „Fünf Schläger reichen“, sagt der

Fachmann von Golf Post. Die etwas entspanntere Alternative, da

kommt jeder runter, der laufen kann, hieße das in den Bergen, ist der

rote 6-Löcher-Kurs für eine entspannte Feierabendrunde mit großer

Happy-End-Wahrscheinlichkeit. Die Bahnen sind max. 200 Meter lang,

breit genug, alles gut. Entsprechend den Bergen folgt dann demnächst

noch die blaue, Minigolf-ähnliche Runde, mehr so im Eventbereich, in

unmittelbarer Nähe zur Elb-Lodge, der Gastronomie am Platz, für den

Snack, den Käsekuchen, den Früchtetee bei Höchstleistungen, mit

wunderschönem Kamin, wenn´s fröstelt.

Peter Merck hat viel vor, da in Moorfleet, und ist schwer zu bremsen,

aber warum auch, wenn´s gut wird. Er bindet die Bauern aus der Nachbarschaft

mit ein, fördert Kooperationen mit hiesigen Sportvereinen,

plant Weihnachtsmärkte und Kulturveranstaltungen und will sich

nicht nur der engeren Umgebung öffnen, sondern seine Anlage für

unterschiedlichste Freizeitaktivitäten für die ganze Stadt zugänglich

machen. Er brennt für seine Idee, steckt die Menschen an, macht

einfach, und zur Not sitzt er selbst auf dem Mäher. Golf neu gedacht,

mit Mut und Leidenschaft.

Stadtnahes Golfen in Moorfleet, mit neu gestalteter 6-Loch und 9-Loch Golfrunde. Oben: Golf-Pro Florentyna Parker ist beeindruckt.

Auch die wunderschöne Gastronomie ist wieder am Start.

37


© Foto: Adrian Lutz

Crossminton

© Foto: Česká asociace crossmintonu

© Foto: Česká asociace crossmintonu

© Foto: Adrian Lutz

Adrian Lutz (li.) und Sönke Kaatz (Mitte) haben uns ihren Sport erklärt. Rechts: Niklas Feierabend.

Ball

flach halten!

Grunde nämlich „anywhere, anytime“, denn „es gibt kein Netz und

mit Heringen und Bändern ist ein Feld schnell aufgebaut“, erklärt

Adrian. Die Felder der Spieler*innen liegen 12,80 m auseinander (Gruß

an Corona – mehr kontaktfrei geht kaum), sind 5,50 m x 5,50 m groß,

und die Spielidee ist attraktiv einfach: Triff ins Feld des Gegenübers.

Fertig, Punkt für Dich. Das Netz, das es nicht gibt, ermöglicht dabei

entsprechend flache Bälle, erfordert deswegen aber eine deutlich

größere Vielseitig- und Beweglichkeit, Schweiß ist Programm, und

andererseits heißt das: Schmettern leicht gemacht. Die Ballwechsel

sind lang, wieder Schweiß, bis zu 30-mal geht das hin und her,

Ausdauer ist durchaus hilfreich, na, und Schnellkraft. Verletzungen

– unwahrscheinlich.

Crossminton entwickelte sich zur Jahrtausendwende, in Hamburg

gibt es die Elbspeeders und eben den SC Nienstedten. Inzwischen

gibt es einen Weltverband, einen deutschen Verband, entsprechend

auch einen Ligabetrieb und Meisterschaften im Einzel und in Mannschaften,

die da gemischt sind. Gezählt wird bis 16, wo auch immer

das herkommt. Sönke war 2016 sogar Weltranglistenerster, das mal

nur so am Rande, und Anna Hubert (27, ebenfalls Teil der sonnigen

Gesprächsrunde) ist viermalige Deutsche Meisterin aus München.

Ein Reiz: Man kommt aktuell noch, Einsatz vorausgesetzt, schnell

zu offensichtlich großen Erfolgen, spannend klingt auch, dass „die

Sportart noch so jung ist, so wirkliche Techniken entwickeln sich

erst“, so Adrian. Die Community ist noch überschaubar, die deutschen

Spieler*innen kennen sich gut, alle entspannt, man fährt gemeinsam

auf Turniere quer durch Europa, hilft sich gegenseitig, freut sich über

die Erfolge anderer, Schiedsrichter gibt es erst ab dem Viertelfinale.

Peace, Love and Happiness, denn „Crossminton macht glücklich“, sind

sie sich einig in Nienstedten. Und wer da dabei sein will, schaut hier:

www.scn-hamburg.de/crossminton

© Foto: Česká asociace crossmintonu

Was uns auch im Rahmen der Insta-Redaktionskonferenz ereilte,

war Crossminton aus Nienstedten. Beim SC Nienstedten, auf einem

der schönstgelegenen Fußballplätze Hamburgs, wo nämlich

sonst ausschließlich gekickt wird, trafen wir, noch wegen C. und

des noch verbotenen Indoorsports, die Frauen und Männer aus

der erst anderthalb Jahre alten Crossminton-Sparte.

Crossminton kennt eigentlich

jeder (räusper) und hat dennoch

ein größeres Thema – mit seinem

Namen. Wir treffen Adrian

Lutz (33) und Sönke Kaatz (29),

die uns aufklären. Böse Zungen

behaupten, das ist Federball

2.0, andere sagen, Badmintonmit-ohne

Netz – aber dafür mit

Abstand dazwischen, wobei der

Schläger aussieht wie ein kurzer Squashschläger

(toll robust, was Federballschläger ja nie

sind). Und geht es um die Bewegung, könnte

auch Tennis zur Namensfindung beitragen,

abgesehen davon, dass ein Hersteller seine

Schläger „Speedminton ® “ nennt, dementsprechend

wird auch der Sport manchmal

Speedminton genannt. Wir folgen aber unseren

Protagonisten: „Crossminton!! Und

Crossminton ist die tollste Rückschlagsportart“,

denn die Liste der Vorteile ist lang, und das,

was wir da sehen, denn auf dem Platz wird

gerade trainiert, ist wirklich überzeugend.

Crossminton ist eigentlich ein Hallensport,

denn der Ball fliegt draußen, bei Hamburger

Winden, weg. Er sieht dabei tatsächlich aus wie

ein kompakter, etwas schwererer Federball.

Ein großes Plus, Du spielst Crossminton im

© Foto: Adrian Lutz

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38

Das Spielfeld besteht aus zwei Quadraten (5,50 × 5,50 m), die sich im Abstand von 12,8 m gegenüberliegen. Bild: Czech Open 2019


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Öffentliche Redaktionskonferenz

Redaktionskonferenz, oder:

Redakteure gesucht.

Ganz, wie Ihr wollt.

Foto: PR

Foto: Oliver Reetz

Seit Corona feiern wir ja immer am 01. des Monats

auf Insta (@sportinghh) unsere öffentliche Redaktionskonferenz.

Wo gibt es denn so was?

Bei uns natürlich. Denn wir wollen

ja Eure Themen. Ihr wollt doch nicht

wissen, wie unsere Lektorin Manuela

joggen geht, unser Art Director Arndt lieber

zu Hause bleibt oder Cheffe auf dem Ergometer

abschmiert. Es geht ja um Euren Sport, Euren

Verein, um Eure Themen

– pfiffig, inspirierend,

motivierend sollen sie

sein, Ihr kennt uns ja.

Also, kommt an den

Monatsersten dazu und

haut Eure Ideen bei Insta

Die tollen Moderator*innen wechseln, u. a. schon mit dabei: Juliane Möcklinghoff und Yared Dibaba. Danke dafür!

raus, für diese Ausgabe waren das die Crossminton-Freaks aus

Nienstedten oder auch Super-Mika Sosna, der sich aus seinem

Trainingslager aus Kienbaum dazugesellte, gerade so nach dem

Abendessen, kann man mal machen. Bumms, sind sie in dieser

Ausgabe und werden weltberühmt.

Oder Ihr schickt uns eine Bewerbung per Mail oder ruft einfach

mal ganz 80ties-like an, so mit reden und antworten und so. Da

würden wir uns auch freuen, denn durch unsere Sonderhefte

und mit den vielen neuen Ideen brauchen wir immer wieder

Unterstützung.

Und ACHTUNG: Weil Ihr gerade eine

Doppelausgabe in der Hand habt und

wir erst im September wieder rauskommen,

ist am 01. Juli um 19:00 Uhr hitzefrei.

Merkt Euch Eure Ideen und pfeffert

sie am 01. August raus. Wir müssen

nämlich mal kurz und endlich unbedingt

an den Strand. Weitermachen.

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Sonderlauf

Der längste Heldenlauf der Welt

18.

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01. August – 05. September 2021

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Tennis

IMPRESSUM

sporting hamburg

Stadtsportmagazin

c/o steuermann sport GmbH

Am Sandtorkai 1

20457 Hamburg

Peer Laux organisiert u. a. den Trainings- und Punktspielbetrieb bei Der Club an der Alster.

Telefon 040-432 08 45 20

info@sporting-magazin.de

www.sporting-magazin.de

© Fotos: DCadA

© Foto: Casper Schmitt

Es brummt.

In diesen Tagen ist Tennis ein Thema in der Stadt, am Rothenbaum.

Und weil all die Großen, die da an den Start gehen, mal klein angefangen

haben, checken wir mal, was bei der gefühlt größten Tennis-

Kids-Nachwuchsabteilung beim Der Club an der Alster so geht.

Wir sprechen mit Peer Laux, sozusagen Head of Tennis

beim Der Club an der Alster, dessen Nachwuchsabteilung

(und nicht nur wegen C.), mit aktuell 420 Kids, wie er

sagt, „aus allen Nähten platzt“. Wie toll, denken wir. Ist ja

auch mal klasse, wenn einer an der Stelle mal nicht über

C. wettert. Peer ist zwar auch für die Club-Turniere, die

Erwachsenen, wobei die natürlich autark spielen, und

für die Bundesliga-Mannschaften verantwortlich, aber

420 Jugendliche zwischen 4 und 18 Jahren wollen beschäftigt

werden. „Sieben fest angestellte Jugendtrainer“,

erzählt er, kümmern sich in Vollzeit um die Umsetzung

der Trainings, der aktuell laufenden Sommerkurse, und

die Hütte ist, wie gesagt, voll. Voll ausschöpfen kann

er demnach den Nachwuchsbereich auf der Suche

nach Talenten, denn Alster ist leistungssportorientiert.

Noma Noha Akugue, Hamburgs Sportlerin des Jahres,

Ella Seidel und Marvin Möller, das sind schon lauter

Spitzen-Tennisspieler*innen, schlagen für den Club

am Rothenbaum auf. Auch wenn sie ursprünglich mal

woanders spielten, ist die Förderung bei Alster stark,

das Niveau hoch. „Kein Club in Deutschland hat sechs

Tennis A-Trainer beschäftigt“, untermauert Peer.

Mit den 1. Damen und den 1. Herren spielt Alster jeweils

2. Bundesliga, und auch da muss man richtig gut sein.

Die meisten Vereine sind fast ausschließlich mit ausländischen

Spieler*innen, Tennis-Weltreisenden besetzt,

„wir versuchen das einigermaßen so hinzukriegen, in der

1. Liga ist das natürlich noch extremer“, ergo teurer.

Wer also mag, kann sich sportlich gesehen – auch

als Nachwuchsspieler*in – an der ziemlich hohen

Messlatte bei Alster orientieren.

„Wir haben da ein sehr konsequentes

Fördermodell“, erklärt

Peer. „Talente sammeln

wir zunächst in einer Basic-

Gruppe, da spielen ca. 60

Jugendliche.“ Deutlich knackiger

geht es schon in der

Future-Gruppe zu, da trainieren

demnach auch nur noch

10 Kids. Und last but not least

gibt es die Pros, auch hier

spielen ca. 10 Kids.

„Die Trainer tauschen sich selbstverständlich regelmäßig

über Leistungsentwicklungen und -stände aus“,

ergänzt Peer. „Gerade bei den Pros wird von Seiten

des Clubs ordentlich investiert, denn die Trainings,

die Turniere für die Matchpraxis, alles kostet viel

Geld.“ Aber erst recht die Kids selber müssen richtig

ranklotzen. „Das Niveau ist hoch, hier trainieren

12-Jährige fast täglich.“ Einer dieser Kollegen ist

David Fuchs (12), ein Talent. Peer relativiert aber:

„Der Weg, beim Tennis nach oben zu kommen, ist

seeeeehr mühsam“, das muss man wohl schon

richtig wollen. Dann schlösse sich der Kreis und der-/

diejenige landet vielleicht auf dem Center Court am

Rothenbaum. Und wenn man das nicht will, sondern

einfach nur Tennis spielen und Spaß haben will, dann

ist auch das richtig fein.

Herausgeber

Martin Blüthmann (V.i.S.d.P.)

martin@sporting-magazin.de

Redaktion

Martin Blüthmann, Alexander

Böker, Andreas Hardt, Marco

Santoro, Lisa Staisch, Manuela

Tanzen, Lars Wichert

Lektorat, Schlussredaktion

Manuela Tanzen

manuela@sporting-magazin.de

Art Direction und Layout

Arndt Grutke

arndt@sporting-magazin.de

Druck

Eversfrank Preetz

Frank Druck GmbH & Co. KG

Industriestraße 20

24211 Preetz

Auflage: 70.000 Exemplare

Anzeigen, Mediadaten

Telefon 040-432 08 45 20

anzeigen@sporting-magazin.de

Leserbriefe, Termine

und Kommentare

info@sporting-magazin.de

Irrtümer und alle Rechte

vorbehalten. Nachdruck sowie

sonstige Vervielfältigungen nur

mit ausdrücklicher Genehmigung

des Verlags. Für unverlangt

eingesandtes Text- und

Bildmaterial wird keine Haftung

übernommen; der Verlag setzt

bei Eingang voraus, dass alle

Rechte und Honorarfragen

geklärt sind. Erscheinungsort

und Gerichtsstand ist Hamburg.

sporting hamburg erscheint

monatlich. Anzeigen- und

Redaktionsschluss jeweils am

15. des Vormonats.

42

Über 400 Kids spielen im DCadA Tennis, die konsequente Nachwuchsförderung ist ganz offensichtlich erfolgsgekrönt.

David Fuchs 2019 nach dem Gewinn der Hamburger Meisterschaften

U10 (re.: Johann Nagel-Heyer, TTK Sachsenwald).


TEAM HAMBURG/Leichtathletik

© Fotos: nici.photo


Sagt

Mika Sosna von der TSG Bergedorf,

mit einer Weite von 65,81 m aktuell

Weltjahresbester im Diskuswerfen. Tief

stapeln, weit werfen, könnte man meinen.

Mika meldete sich bei uns anlässlich der Insta-Redaktionskonferenz

(immer am 01. eines Monats um 19 Uhr auf Insta: @sportinghh) direkt

aus dem Trainingslager am Bundesstützpunkt aller Bundesstützpunkte,

Kienbaum bei Berlin. Er kam etwas später, denn davor war Abendessen.

Essen, wichtiges Thema: „Ich liebe Essen“, sagt Mika, er muss aber auch

essen, viel essen. Seitdem wir ihn das letzte Mal vor einem Jahr getroffen

haben, damals zusammen mit seinem Trainer Juri Minor, hat er 20 Kilo

„Ich bin der

Lauch!“

draufgepackt, wiegt jetzt kurz vor seinem 18. Geburtstag

bummelige 120 kg. Wir treffen uns dann als Nachklapp

zur Insta-Konferenz am Stadtpark.

Mika hat 2019 vom HSV zur TSG Bergedorf gewechselt,

und das Trainer-Sportler-Gespann dort scheint zu funktionieren.

„Früher war ich im Training super, konnte das,

was ich kann, aber bei Wettkämpfen nicht abrufen“,

erklärt er, das hat sich offensichtlich wohl geändert. Trainiert wird am

Olympiastützpunkt, er geht nebenan auf die Eliteschule des Sports am

Alten Teichweg, und auf der Jahnkampfbahn. Man meint, Mika hat, gerade

für das Alter, gefühlt das Wort Fokus erfunden. Er trainiert extrem fleißig,

hat seine Weiten und ein großes Ziel vor Augen: Paris 2024. Diesem Ziel

ordnet er alles unter, so auch seinen Speiseplan, denn tatsächlich braucht

er Masse, natürlich Muskelmasse, UND, auch wichtig: Schwungmasse.

Immerhin bringen die

Spitzenathleten, auch

jetzt in Tokio, bis zu

mehr als 160 Kilo auf

die Waage. Bedenkt

man den Sport, die

Technik, die so einfach

aussehende,

aber höchst komplexe

Drehung, den

Schwung, der dann in

eine Stoßbewegung

umgemünzt werden

1,75 kg wiegt die Diskusscheibe, die er dann knapp 66 m weit werfen kann ... Kugelstoßen kann er auch, das sind mal eben 6 kg.

muss, erklärt sich das, was man bei Normalos eher als Übergewicht

bezeichnet, als Schwungmasse. Verstanden.

Mikas persönliche Bestweite liegt bei 65,81 m, das ist Weltjahresbestleistung.

Jetzt, Anfang Juli, entscheidet sich in Mannheim, wer in diesem

Jahr zur U20-EM in Tallin/Estland, wer zur U20-WM nach Nairobi/Kenia

fährt. „Das Verrückte ist, dass da in Deutschland (Anmerkung: an sich ja

sowieso eine Werfer-Nation) ein ziemlich krasser Jahrgang heranwächst,

das Niveau ist sehr hoch, von den Top-Sechs der Welt sind vier aus

Deutschland“, erklärt Mika. Der Witz ist, unter den Kontrahenten ist

die Kameradschaft groß: „Wir trainieren teilweise, in Kienbaum zum

Beispiel, zusammen, kennen uns, unterstützen uns gegenseitig und

gönnen uns die Weiten“, erklärt er. „Aber ich will natürlich gewinnen, als

Weltranglisten-Erster bin ich schon Favorit.“ Also, so oder so, Daumen

drücken. Mika ist zuversichtlich, auch in der langen Frist. „Ich habe noch

drei Jahre Zeit“, sagt er, „ich liebe es zu trainieren“, und er kann in allen

Belangen zulegen, erklärt er weiter: „Ich habe noch unfassbare Reserven in

Uns

auf

Sachen Technik.“ Und auch kraftmäßig kann er noch ordentlich drauflegen:

„Meine Grundkraft ist aktuell fast lächerlich“, behauptet er, wir glauben

ihm kaum. Tatsächlich: „Ich bin der Lauch“, lacht er, beschreibt damit

aber eher sehr selbstbewusst sein Potenzial. „Auch trainingstechnisch

können wir noch draufpacken, uns fehlen Stäbe, Wurfgeräte, mit denen

wir Handhaltung, Hebelhöhen usw. üben, da geht auch noch was.“ Und

wie gesagt, weitere 20–25 kg mehr vom netten Mika wird es dann geben,

in den nächsten zwei, drei Jahren, weswegen er seinen aktuellen täglichen

Speiseplan von 4.500 bis 5.500 Kalorien noch ausbauen werden muss.

„Fleisch hilft“, sagt er, dann ist er auch nicht mehr der Lauch.

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Folgt uns doch auch auf Facebook.

Guckt uns beim Entstehen

der nächsten Ausgabe über

die Schulter, erfahrt frühzeitig,

welche Themen anstehen, und

füttert uns mit Ideen und Infos.

Wir freuen uns auf Euch.

44

Diskuswerfer Mika Sosna ist Weltranglistenerster in seiner Altersklasse.


Crowdfunding

SPORT FÜR ALLE

FINDE DEINEN KURS

vom 01.07. bis 30.09.2021

Das unterstützen

wir gern …


erst

recht, wenn der Sport gemeinsame

Sache macht: „Sei sei dabei dabei“:

HSVH und Towers starten Crowdfunding für die Jugend

– und die Hamburger Volksbank verdoppelt!!!

Der Handball Sport Verein Hamburg und die Hamburg Towers haben

gemeinsam mit der Hamburger Volksbank eine Crowdfunding-

Kampagne für die Nachwuchs-Teams gestartet. Das ist cool, das

Ziel: Nach monatelanger Corona-Pause endlich wieder durchstarten.

Dank der Hamburger Volksbank lautet das Motto „„Sei sei dabei

dabei!! – Ihr seid die Fans, wir Eure Verdoppler“: Alle Spenden bis

100 Euro werden nämlich verdoppelt – und erstmals kooperieren die

Towers und der HSVH im Nachwuchsbereich. So geht´s, schönes Ding.

Über Monate stand der Jugendbereich beim Handball Sport Verein

Hamburg und bei den Hamburg Towers nahezu still. Nun soll mithilfe der

Fans und der Hamburger Volksbank in der Vorbereitung für die neue

Saison endlich wieder durchgestartet werden. Um dem Hamburger

Nachwuchs unter die Arme zu greifen und Trainingseinheiten mit den

entsprechenden Schutz- und Hygienemaßnahmen zu ermöglichen,

haben HSVH, Towers und Hamburger Volksbank die Crowdfunding-

Aktion gestartet. Mit dem Nachwuchsprojekt greifen die Handballer

und Basketballer erstmals gemeinsam an und bündeln ihre Kräfte,

um die Kinder- und Jugendarbeit in Hamburg zu fördern. Was für eine

schöne Idee. Jede Spende wird dabei von der Hamburger Volksbank

verdoppelt oder aufgestockt und für Trainingsgeräte, Workshops und

die Schaffung von fest installierten und infektionssicheren Outdoor-

Trainingscourts eingesetzt.

Beide Vereine sorgen mit ihrer Jugendarbeit entscheidend für das

Fundament des leistungsorientierten Handball- und Basketballsports

in unserer Stadt. Um möglichst auch weiterhin Spieler auszubilden,

die später in den Bundesligen ordentlich mitmischen und Hamburg

als Aushängeschilder repräsentieren können, rufen die beiden Bundesligaclubs

zum Spenden auf. Die Hamburger Volksbank verdoppelt

alle Spenden von bis zu 100 Euro (z. B. 50 Euro werden auf 100 Euro

aufgestockt), alle Beträge darüber werden um den Maximalbetrag

von 100 Euro erhöht (z. B. eine Spende von 250 Euro wird auf 350

Euro aufgestockt). „Jeder Fan, dem der Sport-Nachwuchs in Hamburg

genauso wie uns am Herzen liegt, hat mit diesem Projekt die

Möglichkeit, seinen persönlichen Beitrag zu leisten. Das Prinzip ist

einfach: Wir verdoppeln jede Spende bis 100 Euro und unterstützen

damit die Nachwuchsspieler unserer beiden Kooperationsvereine

Handball Sport Verein Hamburg und Hamburg Towers. Das bedeutet

doppelte Freude, doppeltes Spendengeld und einen Grund zum Feiern

in unserem Jubiläumsjahr“, so Thorsten Rathje, Vorstandssprecher

der Hamburger Volksbank. Die feiert nämlich in diesem Jahr ihr

160-jähriges Jubiläum nach dem Motto „Fördern statt Feiern“ und

vergibt 160.000 Euro, um Vereinen und Institutionen zu ermöglichen,

auch in der Corona-Situation weiterzuarbeiten. Das ist sehr nett. Und

wir sagen, greift Euch in die Tasche, und damit auch der Volksbank.

Für die Jugend, für den Sport.

Alle Details zur Spendenaktion unter:

www.sei-sei-dabei-dabei.de

© Foto: Andreas Proepping

© Foto: Dennis Fischer

Wilhelmsburger

Inselpark

28.08.2021

Schnupperkurse

In jedem Bezirk

Der Hamburger Sport präsentiert sich mit

seinen Vereinen, Sportlern und Sportarten,

Attraktionen, Mitmachaktionen, Contests

und einem bunten Rahmenprogramm.

Egal ob groß oder klein, ob jung oder alt,

ob aktiv oder nur zuschauen, alle sind

eingeladen – der Eintritt ist frei!

Exklusiver

Ernährungspartner

Für jedes

Alter und

Trainingslevel

Tägliche Kurse von

vielen verschiedenen

Vereinen

Veranstalter

SPORTPLATZ Gesellschaft

für Eventmarketing mbH

46

Unterstützung für die Nachwuchs-Teams des HSVH und der Hamburg Towers.

activecitysummer.de


Helga Cup

© Fotos: sporting hamburg

Die sportighamburgActiveCityCrew mit Coach und Motivator Heiko Kröger, läuft für ihn.

Ziel schon

safe

Wie Ihr wisst, casten wir seit drei Jahren zusammen

mit Hamburg Active City jeweils eine Frauen-Crew

für den sensationellen Helga Cup, die tollste, größte

Segelregatta für Frauen, hier in Hamburg.

Das haben wir dann

mal, in Hoffnung auf

sich verflüchtigende

Viren und einen hohen Impfstand, Testendiesdas, in diesem Jahr

wieder gemacht. Uns bremst nämlich so schnell niemand, und die

fast 40 Bewerberinnen offensichtlich auch nicht. Leider konnten

nur vier, wir wählten so auf Nummer sicher sogar fünf, der Damen

Helga’s Next Top-Seglerin werden und schafften es in die Crew.

Und dann stand sie, die sportinghamburgActiveCityCrew – und

man durfte nur Home-something. Mmmhh.

Aber laut Jenny hat das dennoch wohl was gebracht. „Ich war

beeindruckt, wie die Abläufe beim ersten Mal gleich klappten.“

Und dann natürlich: „Heiko hat das auch gut erklärt“, denn Heiko

kommt immer gut an. „Bis zur Rollwende haben sie es bei der

ersten Einheit geschafft“, kommentiert Heiko himself. Und was

offensichtlich alle am meisten beflügelt bzw. beeindruckt: Sie

hatten sich schon per Zoom und WhatsApp verstanden, trafen sich

dann erstmalig live und waren sich dennoch gleich sehr vertraut.

Und da sagen wir, unser erstes wichtiges Ziel ist erreicht. Fünf

Frauen, die sich null kannten, treffen sich, um erstmalig um eine

wilde Regatta zu segeln, werden rasant schnell eine Frauschaft

und haben auch noch Spaß, Freude, Teamgeist und sind schwer

motiviert, die nächsten Wochen gemeinsam zu trainieren. ALLES

RICHTIG GEMACHT, freuen wir uns. „Wir waren alle sehr aufgeregt,

es war aber nichts peinlich, jede konnte alles fragen, wir helfen uns

gegenseitig, es ist schrecklich, eine Woche zu warten“, beschreibt

Edda. Und wir haben das Gefühl, alles was jetzt kommt, ist die

Kür. Und da sind wir, Stand jetzt, sehr zuversichtlich, denn da war

sich die nigelnagelneue sportinghamburgActiveCityCrew einig:

Das hier hat Suchtpotenzial.

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Also lernten sich die fünf, das sind Edda de Boer, Josephine Busch,

Gesche Noack, Jennifer Schmiedehausen und Jessika Stiefken,

per Zoom kennen, mit dabei auch Trainer Super-Heiko Kröger

und sporting-Herausgeber Martin Blüthmann. Auch schön, ein

kurzer Blick, wo möglich, auf die Einrichtung des Arbeitszimmers,

Küche, wo auch immer. Das musste reichen. Vorerst. Heiko haute

noch diverse YouTube-Videos raus, How to sail a J70, und mit

ihren Vorkenntnissen, alle sind mehr oder weniger erfahrene

Seglerinnen, die eine mehr Karibik-Hochseesegeln, die andere

weniger Regatten ...

Jetzt Segel setzen

zur Zinswende

48

Jessika, Jenny und Edda (Josi fehlt hier leider) strahlend beim allerersten Training.

Wir zeigen Ihnen einen verlässlichen

Weg aus dem Zins-Dilemma Ihres

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Nachwuchspreis

© Fotos: sporting hamburg

Augen auf:

Talente gesucht!

übt sich …“ ist so ’ne alte

Binse, ist natürlich absolut

was dran, gilt selbstverständlich

für den „Früh

Sport.

Und dann gibt es die Menschen, die neben Einsatz und Neugier immer

auch ein gewisses Maß an Selbstverständnis mitbringen, die können

was schneller, haben mehr Spaß daran, um nicht Begabung zu sagen.

Weil zu einem sportlichen Erfolg aber auch viel Begabung gehört, suchen

wir, vielmehr sucht die Eliteschule des Sports am Alten Teichweg,

zusammen mit dem Olympiastützpunkt, dem Hamburger Sportbund

und Hamburg Active City, Hamburger SportTalente, in den drei

Kategorien Mädchen, Jungen und Mannschaft. Nach einer Corona-

Pause im letzten Jahr werden Nachwuchssportler*innen gesucht,

die besondere Leistungen, Erfolge, Rekorde erbracht haben, trotz der

schrägen Einschränkungen an vielen Stellen im Sport, trotz der dadurch

zusätzlichen Belastungen und motivationalen Hürden. Und weil wir

die Jugendlichen ja im Zweifelsfalle gar nicht kennen, sonst würden

wir nämlich nicht aufrufen, bitten wir Verbands- und Vereinsoffizielle

und Trainer*innen, ihre Talente vorzuschlagen. Die vorgeschlagenen

Teilnehmer*innen müssen zum Zeitpunkt ihres wichtigsten Erfolgs in

dieser Saison (Zeitraum 01.10.2020 bis 30.09.2021) zum Jahrgang 2003

und jünger gehören. Bei Teams gilt U18 oder jünger.

Die Geschichten der Sieger*innen und Platzierten werden von einem

Filmteam sogar dokumentarisch festgehalten. Das Ergebnis wird, je

nach aktueller Lage, im November sehr feierlich mit oder ohne physische

Präsenz der Beteiligten veröffentlicht. Und da kommt der Partner

Barclaycard ins Spiel, denn der Wirtschaftspartner und Unterstützer

dieses Awards ermöglicht neben Ruhm und Ehre auch einen ordentlichen

Scheck für die Preisträger*innen.

Also, liebe Leser*innen, schaut Euch um, tragt die Infos weiter und

mit dazu bei, den Sporttalenten aus Eurem Umfeld mal ordentlich auf

die Schulter zu klopfen für das, was sie leisten, geleistet haben, sie zu

motivieren, dranzubleiben, damit aus ihnen mal ein ganz Großer, eine

ganz Große wird.

Und so könnt Ihr mitmachen:

Füllt zwischen dem 10. Juni 2021 und dem 30. September

2021 auf www.hamburgersporttalent.de (da gibt es

auch noch mehr Informationen) den Bewerbungsbogen aus,

dreht ein kurzes Video über das Talent, die Mannschaft, und

reicht uns den Downloadlink des Videos mit ein. Überzeugt

mit klaren Fakten, emotionalen Geschichten und den besten

Argumenten, warum gerade dieses Talent, dieses Team eine

Ehrung verdient. Eine Fachjury, zusammengesetzt aus den

Veranstaltern und Unterstützern des Wettbewerbs, wählt

aus den Vorschlägen die Sieger*innen aus. Wir drücken die

Daumen.

MEIN

Endlich wieder

Becken statt Bude!

50

v. l. n. r.: Rafael Miroslaw (Hamburger SportTalent 2019), Björn Lengwenus (Eliteschule des Sports ATw),

Umut Savac (Barclaycard), Sport-Staatsrat Christoph Holstein, Ingrid Unkelbach (OSP), Mark Borchert (HSB)

INFOS

UND TICKETS

UNTER:

baederland.de/tickets


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