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SVH Triathlon-Jahrbuch 2020

Jahresbericht der Triathlon-Abteilung des Sportverein Herlazhofen mit Berichten, Bildern und Ergebnissen der Saison 2020

Jahresbericht der Triathlon-Abteilung des Sportverein Herlazhofen mit Berichten, Bildern und Ergebnissen der Saison 2020

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Jahrbuch 2020


2

Ja, nein, vielleicht …

SV Herlazhofen

Abt. Triathlon

Abteilungsleiter: Werner Utz

Stellvertr. Abteilungsleiter: Andrea Maurus

Schatzmeister: Franz Dorn

Sportwart: Werner Vollmer

Trainer: Raimund Maurus

Schriftführer: Karl Roth

Pressereferentin: Beate Ostrowski

Beisitzer im Gesamtausschuss: Willy Notz

Beisitzer: Raimund Maurus, Rainer Mack

Kassenprüfer: Gerhard Butscher,

Michael Bartl

Impressum

Idee, Design und Layout: Rainer Mack

Redaktion: Werner Utz

Ergebnisse: Werner Vollmer

Termine: Willy Notz

Fotos: Mitglieder der Triathlon-Abteilung

Druck: Druckerei Neidhart, Aichstetten

Dieses Jahrbuch wurde nach bestem

Wissen und Gewissen erstellt.

Eure Berichte für das nächste Jahrbuch

bitte an Werner Utz schicken, die

Ergebnisse an Werner Vollmer melden.

Auf der Webseite www.sv-herlazhofen.de

gibt es eine Online-Version des Jahrbuches.

Corona hat auch in der Triathlon

Abteilung die Saison 2020 entscheidend

geprägt. Zu Anfang war noch alles im

normalen Bereich: wir hatten Schwimmtraining,

Sonntagsbrunch und die

Planungen für Trainingstermine, Trainings

lager und Wettkämpfe waren in

vollem Gange.

Zu Ostern, kurz vor dem Trainingslager,

erwischten uns dann die Auswirkungen

von Corona und somit waren Mallorca,

Test Triathlon und Schwimmtraining

gestrichen. Der Sommer bescherte

uns noch einige schöne gemeinsame

Trainingsausfahrten, ein paar wenige

Wettkämpfe (auch virtuell) und wir

puschten uns gegenseitig mit 4 Wochen

Stadtradeln.

Nach dieser kurzen Verschnaufpause

im Sommer-Herbst wurde unser

gemeinsamer Sportbetrieb wieder auf

Null runtergefahren. Spätestens jetzt

wurde manch einem Einzelsportler klar,

dass ein gemeinsames Training für das

soziale Wohlgefühl dringend notwendig

und wünschenswert ist.

Aber die Lockdown-Zeiten zeigten uns

Triathleten auch, welch einen genialen

Sport wir für unser Leben rausgesucht

haben! Im Gegensatz zu vielen anderen

Sportarten ging ja fast alles: Radeln, Lau­

fen, Schwimmen – nur die gemeinsamen

Kaffeepausen fehlten. Für unseren Bewegunsdrang

hatte die Fantasie keine Grenzen

und es wurden erstaunliche Dinge

rausgehauen.

Das Jahr 2020 sollte nicht in unserer

Biographie durch unsere Jahrbücher fehlen,

weil es ein seltsames Jahr war, aber

auch ein Jahr mit ganz neuen (auch sportlichen)

Erfahrungen. Dank unserer Unterstützer

und Sponsoren Sport Dörner,

Radsport Geyer, Optik Westermayer, Firma

SkinFit mit Fam. Gralki und Rapunzel

liegt nun das Jahrbuch 2020 vor euch.

Gerade in diesem Jahr ein besonderes

Dankeschön an diese Firmen, weil es für

sie sicher auch nicht einfach war und sie

trotzdem „Ja“ zu uns gesagt haben.

Ja, nein, vielleicht … das sind derzeit

wohl die Antworten auf den Verlauf des

anlaufenden Jahr 2021. Corona wird

uns noch eine Weile begleiten aber

Optimismus ist lebensnotwendig und

Träum sind erlaubt und deshalb gilt ein

klares „Ja“ und „Daumen hoch“ für 2021.

„Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist

der Pessimist.“ (Theodor Heuss)

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Die Wettkämpfe

3

Die erfolgreichen Sportler: Alfons Kimmerle,

Simone Walter und Werner Vollmer

Klaus Klan beim 2. SwimRun

Illmensee

SwimRun – ist anders wie man es als

Triathlet so kennt. Die neue Sportart aus

Schweden ist ein Mix aus Crosscountrylauf

und Freiwasserschwimmen in

ständigem Wechsel mit unterschiedlich

langen Strecken. Das Ungewöhnliche

dabei: Schwimmhilfen wie Paddles und

Pullboy sind bei diesem klassischerweise

im 2-er Team bestrittenen Wettkampf erlaubt

und Wechselzeiten entfallen, da die

Laufschuhe während des gesamten Wettkampfes

getragen werden.

Im Ländle wurde diese Veranstaltung

zum ersten Mal 2019 in Illmensee abgehalten

und stand im Pandemie-Jahr

unter sehr unsicheren Vorbedingungen.

Dennoch traute sich der Veranstalter mit

Teilnehmerbeschränkungen und den üblichen

Hygiene-Maßnahmen den Wettkampf

dennoch am 18. Juli bei herrlichem

Wetter im Freiwasser-Schwimmbad Illmensee

am Fuße des Höchsten, stattfinden

zu lassen. In 2 Runden im und um

den Natursee war die insgesamt 12 km

lange Laufstrecke und die 3.740 m lange

Schwimmstrecke des „Illmensee Classic“

zu absolvieren (L 300 m/S 300m/L1.020

m/S 870 m/L1.020 m/S 340 m/L 3.400

m/S 360 m/L 370 m) x 2.

Mein persönliches Fazit: Es macht viel

Spaß – ist extrem kurzweilig (da du sehr

damit beschäftigt bist, die Strecke im

Kopf zu haben) – ist entspannt, da alle

Wechselzeiten entfallen. Daher: sehr zu

empfehlen – nächstes Mal gerne in der

klassisch schwedischen Art als 2er-Team.

Der 3. Swimrun Illmensee findet am

17. Juli 2021 statt.

Klaus Klan

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


4

Erfolgreiche virtuelle Wettkämpfe

für Simone Walter

Nachdem wegen Corona fast alle Triathlon-

bzw. Laufwettbewerbe abgesagt

wurden, nutzte Simone Walter die angebotenen

Möglichkeiten für virtuelle Wettkämpfe

und startete bei fünf Wettbewerben.

Unter dem Titel „Deutschland läuft

weiter“ konnte man sich zu verschiedenen

klassischen Laufdistanzen von 5 km bis

zur Marathonstrecke online anmelden.

Als Sportdisziplinen gab es Gehen,

Laufen oder Walken und alles wurde

dann getrennt über ein persönliches

Tracking gewertet. Danach erschienen

die Teilnehmer in verschiedenen Ergebnislisten:

einmal Overall Deutschland,

dann die Wertung im Bundesland, die

Altersklasse und das aktivste Bundesland.

Weitere Wertungen gab es für das größte

Team und die große 3-Länder-Wertung

(D/Ö/S). Die Teilnahmegebühr betrug

virtueller Teilnahme stolze 14-28 € zzgl.

Race Result Gebühr. Simone Walter

meldete sich für den 5 km Lauf an und

erreichte mit der Zeit von 24:38 Minuten

Platz 1 von 16 Frauen in ihrer Altersklasse

W55. In Baden-Württemberg lag sie auf

Rang 5 und Rang 13 deutschlandweit.

Diese Challenge konnte gemeinsam mit

der Familie oder ganz alleine durchgeführt

werden und war eine tolle Motivation und

Inspiration für diese fordernde Zeit mit Corona.

Am Ende gab es für jeden Teilnehmer

eine Urkunde, eine Medaille, eine virtuelle

Siegerehrung und eine „Abschlussparty”!

Geplant ist noch ein Silvesterlauf und im

Frühjahr kann man sich auch noch für das

Wochenende vom 17./18.4.2021 wieder

für eine Challenge anmelden.

Die zweite große Challenge an der

Simone teilnahm, war der „Fräulein Triathlon

Cup“. Der Fräulein Triathlon Cup

ist eine virtuelle Triathlon Veranstaltung,

an der jede Frau (keine Männer:-)) kostenlos

teilnehmen und sich mit anderen

Sportlerinnen messen konnte.

Nach jeder absolvierten Disziplin konnte

man über einen Link seine Zeiten bei

Race Result eintragen. Zwei Wettkämpfe

(Duathlon und Bike) waren bis zum

Mai bereits fertig, als sich Simone für das

Event entschied und am 24.5.2020 mit

der Sprintdistanz (750-20-5) begann. Sie

schaffte den Sprint in 1:17:34 und kam in

ihrer AK W55 auf Platz 2. Als nächstes gab

es einen reinen Schwimmwettbewerb mit

750 m, den sie am 25.7.20 mit 15:03 Minuten

und Platz 1 in der AK absolvierte.

Anfang August am 8.8.20 nahm sie den

Bike XXL mit 50 km in Angriff. Bei Regen

und doch mit etwas Trainingsrückstand

schaffte sie die 50 km in einer Zeit

von 2:03:14 Stunden und wurde mit dem

3. Platz in ihrer AK belohnt. Am 22.8.20

stand als 4. Wettbewerb die Olympische

Disziplin (1500-40-10) auf dem Plan.

Trotz Problemen beim Laufen schaffte

sie eine Zeit von 3:05:44 was letztendlich

den Platz 1 in ihrer AK bedeutete.

Werner Utz

Wettkämpfe zum Anfassen

für Werner Vollmer

Und es gab sie doch noch, die Wettkämpfe

mit realem Charakter, mit direkter

Konkurrenz und ja, sogar mit Zuschauern.

Sportwart Werner Vollmer fand zwei

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


5

Veranstaltungen im benachbarten Tirol in

Österreich.

Am 15.08.2020 startete er am Thiersee

Triathlon auf der Sprintdistanz mit

750 m Schwimmen, 20 km Radfahren

und 5km Laufen. Der Thiersee Triathlon

fand inmitten einer wunderbaren Tiroler

Bergkulisse direkt am Thiersee statt. Geschwommen

wird im kristallklaren Wasser

des Sees. Die Radstrecke bietet ein

abwechslungsreiches Streckenprofil. Die

flache Laufstrecke führt rund um den See,

vorbei an Feldern und Wiesen mit einem

traumhaften Blick auf den See.

Die Durchführung dieses Triathlons

mit den Österreichischen Meisterschaften

(Olymp. Distanz) und der Tiroler Landesmeisterschaft

(Sprint) im Triathlon

war nicht nur für die Athleten, sondern

auch für den Veranstalter eine große Herausforderung.

Ein solch sicherheitsbelastender

Triathlon forderte von allen 300

Teilnehmer und Begleitpersonen höchste

Disziplin. Die Veranstaltung hatte ein sehr

gutes Hygienekonzept, die Wettkampfbesprechung

fand online statt und der

Schwimmstart erfolgte von einem Steg

mit Start alle 30 Sekunden.

Mit der Begeisterung und Freude, auch

im Jahre 2020 an einer Veranstaltung teilnehmen

zu können, bewältigte der Sportwart

der Herlazhofer den Sprintwettbewerb

in einer Zeit von 1:19:27 Std. und

erreicht damit den 6 Platz in der AK 50.

Bereits einen Tag später startete Werner

in der 8 km entfernten Seearena Hechtsee

an der Tiroler Meisterschaft Open Water

und Hechtsee X Treme.

Die Seearena Hechtsee war Schauplatz

der Tiroler Meisterschaft im Open Water

und des Hechtsee X-Treme Arena Alpen

Water Cup. Trotz der außergewöhnlichen

Umstände und der strengen Corona-Auflagen

leistete der Veranstalter großartige

Arbeit und bot allen Aktiven einen perfekten

Wettkampf vor traumhafter Kulisse.

Auf Grund von Corona wurde die

Strecke auf 2,5 km verkürzt, die aufgrund

der Wassertemperatur von 23 Grad ohne

Neopren bewältigt werden musste. Mit

Startgruppen mit jeweils 20 Personen

wurde mit einem Landstart in den Wettbewerb

gestartet. Dabei bekam jeder

Teilnehmer sein eigenes Starterfeld mit

ausreichendem Abstand. Werner Vollmer

schwamm die zwei Runden à 1,25

km mit einer Endzeit von 47:10 min und

erreichte damit einen 10. Platz in der Masters

3 Wertung.

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


6

Simone Walter erfolgreich unterwegs

2019: das erfolgreichste Jahr für

Ausnahme-Athletin Simone Walter

Das Jahr 2019 war für Simone Walter

sicher das erfolgreichste Jahr als Läuferin

und Triathletin des SV Herlazhofen.

Die Triathlon Karriere für Simone

begann erst im Jahre 2016, als sie nur

zum Schnuppern beim Testtriathlon der

Herlazhofer Triathleten teilnahm und

großen Gefallen an der Kombination der

drei Sportarten fand.

Simone Walter ist auf dem Land

Nähe Chemnitz aufgewachsen. Ihre

Lei denschaft waren schon immer

Tiere, vor allem Pferde und das Reiten.

1991 kam die Wirtschaftskauffrau/

Betriebswirtin beruflich ins Allgäu, 2007

zog sie mit ihrem Mann Emanuel nach

Leutkirch. Abends mal joggen war ein

schöner Ausgleich zum Beruf und so

schloss sie sich dem Lauftreff der TSG-

Leichtathletik an.

Der Ausdauersport war für Simone

immer ein stetiger Begleiter. Schon vor

ihrer Triathlonzeit hatte sie weit über

100 Wettkämpfe vom Volkslauf bis zum

Marathon als Läuferin und Athletin mit

vielen vorderen Plätzen absolviert. Bereits

2008 war sie auf etlichen Wettkämpfen

„gut unterwegs“ und meisterte drei

Mal einen Halbmarathon mit 21,1 km.

2015 nahm sie den „Faden“ wieder als

Läuferin auf und es war wohl der Kurs

„In 99 Tagen zum Marathon“ von Trainer

Markus Frank in Bad Waldsee, der

Simone Walter 2015 erneut motivierte

die Laufschuhe zu schnüren und es

wieder richtig anzupacken. Das Jahr mit

14 Wettkämpfen (5x Platz 1, 4x Platz 2,

und 2x Platz 3)lief richtig gut. Auch ihren

ersten 3-Länder-Marathon mit Start in

Lindau schaffte sie in einer Zeit von 4 Std.

33 Min. Nach 42,195 km war sie als 16.

Frau im Ziel.

2016 war der Beginn in die

Triathlonszene. Sie erreichte beim Testtriathlon

des SV Herlazhofen Platz 5

unter acht Frauen. Ein Erfolg und

ein neues Erlebnis, das anspornte.

Nun waren Trainingseinheiten im

Schwimmen und Radeln angesagt.

„Ich hab mir ein Rennrad gekauft und

bin dann zur Arbeit nach Legau zu

Rapunzel gefahren“. Unterstützt durch

einen Kraulkurs beim Triathlontrainer

Raimund Maurus, ein Radtrainingslager

auf Mallorca und durch regelmäßiges

Training in der Triathlonabteilung

kam sie dieser anspruchsvollen neuen

Sportart schnell näher. „Mir haben auch

die vielen Gespräche und Erfahrungen

der Triathleten beim SV Herlazhofen viel

geholfen.“

„Das Iron-Männli 2017 in Lustenau

bot sich an, um mit einer Staffel zum

ersten Mal für den SV Herlazhofen zu

starten“, erzählt Simone Walter, die den

Laufpart übernahm. Ihr Mann Emanuel

meisterte die Radstrecke und Isabel Antz

das Schwimmen. „Aber einmal einen

richtigen Triathlon alleine machen, das

war mein Traum“, und das bot sich im

Juli 2017 in Schongau an. Hier musste

man 500 Meter durch den kalten Lech

schwimmen, eine 20 km bergige Strecke

radeln und 5 km laufen. Ein zweiter Platz

war für Simone unter den zahlreichen

Teilnehmern sensationell gut.

2018 schaffte Simone Walter trotz einer

Verletzungspause insgesamt 19 Wettkämpfe

mit gleich sieben Triathlons. Der

erste Platz beim Iron-Männli und die

erste olympische Distanz im Triathlon

in Ingolstadt mit einem 2. Platz waren

die Höhepunkte. Das beste Ergebnis

2018 war der Titel der Baden-Württembergischen

Vizemeisterin, den sie in

Ravensburg mit einer Zeit von 1.49 Std.

erreichte. „Ganz nebenbei“ wurde sie

auch noch Leutkircher Stadtmeisterin

mit dem 1. Platz auf der 5 km Strecke. Die

Vorlage für das erfolgreichste Jahr 2019

war gelegt.

2019 – das beste Jahr!

Das Erfolgsjahr 2019 begann mit

Läufen bei Schnee und Eis: Im März beim

Viertelmarathon in Ottobeuren lief sie auf

Platz 3 und noch härtere Bedingungen

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


7

folgten beim Gebirgstälerlauf in

Oberstdorf mit Glatteis und Schneefall

mit einem Platz 1 ihrer AK. Beim Laufen

folgten noch erfolgreiche Starts in

Ravensburg und Kempten.

Triathlonspezifischer wurde es mit

zwei „Swim & Run“ in ihrer Heimatstadt

Chemnitz und in Mengen. Bei diesem

reinen Schwimm- und Laufwettbewerb

erreichte sie einen 1. und einen 3. Rang.

Im Juni folgte ein weiterer Höhepunkt

mit dem Triathlon in Lauingen, der als

schwäbische Meisterschaft gewertet

wird. Bei starkem Wind und Platzregen

kam Simone nach 2.55 Min. auf der

olympischen Distanz auf den 3. Platz

in ihrer Klasse und wurde zudem

noch Schwäbische Vizemeisterin. Eine

Hitzeschlacht war dagegen der Triathlon

in Erbach Ende Juni, mit Platz 3.

Dazwischen gab es bei Läufen in

Ochsenhausen einen 1. Platz beim

Viertelmarathon, ebenfalls beim

Leutkircher Volkslauf, mit einer Zeit von

49 Min auf 10 km.

Der Höhepunkt des Jahres war

sicher Anfang August beim Triathlon in

Ravensburg. Es lief bestens und Simone

Walter wurde Baden-Württembergische

Meisterin im Triathlon in der AK 55 mit

einer persönlichen Bestzeit von 1:42 Std.

Nur zwei Wochen später, beim Start

des Triathlons im Altmühltal unter 1.200

Teilnehmern, wird es die schnellste Zeit

ihres Lebens: 2 Std. 52 Minuten mit

1.500 m Schwimmen im Main-Donau-

Kanal, danach 40 km Radfahren mit 430

Höhenmetern und 10 km Laufen durch

die historische Innenstadt von Beilngries.

Der Triathlon wurde als Deutsche

Meisterschaft gewertet, die Leutkircherin

war von zehn Frauen als Siebte im Ziel.

Gegen Ende der Saison kam es noch

zum aufregendsten Lauf beim Frankfurt-

Marathon als Staffel mit vier Läufern.

Teilnehmer waren Simone Walter,

Leonhard Wilhelm, der Juniorchef von

Rapunzel-Naturkost, und die Kollegen

Konrad Schweighart und Jürgen Keller.

Das Team erreichte einen unglaublichen

14. Platz und das in nur 3 Std. 05 Min.

Wenn Simone mal nicht läuft, schwimmt

oder radelt, ist sie mit ihren Galgos samt

Katze unterwegs und kümmert sich als

leidenschaftliche Tierschützerin darum,

dass ausgestoßene Galgos aus Spanien

eine neue Heimat in Deutschland finden.

Zudem betätigt sie sich als Imkerin und

arbeitet gerne in ihrem großen Garten.

Herzlichen Glückwunsch für

diese sensationelle Leistung!

Carmen Notz und Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


8

Zahlen und Fakten 2020

Triathlon

15. August 2020

Triathlon Thiersee

0,75 / 20 / 5 km

Platz Name AK-Platz Schwimmen Radfahren Laufen Gesamt

1 Künz Noah 1 0:09:34 0:34:54 0:19:07 1:03:57

25 Vollmer Werner 6 0:13:21 0:41:22 0:23:49 1:19:27

Triathlon virtuell

24. Mai 2020

Fräulein Triathlon Cup*

0,75 / 24 / 5 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 ALBRACHT Mechthild 1 1:07:04

16 WALTER Simone 2 1:17:34

22. August 2020

Fräulein Triathlon Cup*

1,5 / 40 / 10 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 GRÜNEWALD Svenja 1 2:09:33

16 WALTER Simone 2 3:05:44

SwimRun

18. Juli 2020

SwimRun Ilmensee

3,74 / 12,36 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 Fetzer Max 1:46:24

13 Klan Klaus 2:33:29

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


* virtuelle Wettkämpfe

9

Schwimmen

24. Mai 2020

Pitztal Trail St. Leonhard/A

30 km

11. Januar 2020

100 x 100 Freiburg 10 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

VOLLMER Werner

25. Juli 2020

Fräulein Triathlon Cup*

0,75 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 LESSNER Anne 1 0:11:47

WALTER Simone 1 0:15:03

16. August 2020

Langstrecke Hechtsee

2,5 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 SONNTAG Marco 1 0:29:36

60 VOLLMER Werner 10 0:47:10

Laufen

11. Januar 2020

SnowRun Arosa 16,8 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 LÜSCHER Romain 1 1:22:19

158 BARTL Michael 11 2:41:10

20. Juni 2020

Deutschland läuft weiter* 5 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 CARL Monica 1 0:19:42

13 WALTER Simone 1 0:24:38

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 SENN Manfred 1 3:02:59

86 BARTL Michael 19 6:07:00

12. September 2020

Transviamala Thusis/CH

19 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

BARTL Michael

3. Oktober 2020

Vollmondlauf Transruinaulta

Ilanz/CH 11,5 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

BARTL Michael

31. Oktober 2020

Vollmondlauf Transviamala

Thusis/CH 11,5 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

BARTL Michael

Radfahren

8. August 2020

Fräulein Triathlon Cup*

50 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

1 LUCK Sandra 1 1:12:56

WALTER Simone 3 2:03:14

25. Juli 2019

Transruinaulta Ilanz/CH 24 km

Platz Name AK-Platz Gesamt

BARTL Michael

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


10

Impressionen

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Are you tough enough?

100 mal 100 Meter Schwimmen

11

Bist du hart genug 100 mal 100 Meter

zu schwimmen? Diese Frage stellt sich

Werner Vollmer und meldete sich bei

einer dieser Kultschwimmeinheiten in

Freiburg an.

Was sich im ersten Moment total

verrückt anhört, ist zwischenzeitlich

eine Kult-(Trainings)-Einheit und wird

in neun deutschen Städten angeboten.

Werner Vollmer hat sich bei dem

Event in Freiburg am 11. Januar 2020

angemeldet, ursprünglich zusammen

mit Tim Weilhammer, der aber leider

verletzungsbedingt darauf verzichten

musste.

In der Vorbereitung ging Werner

über zwei Monate 3x wöchentlich zum

Schwimmen mit langen Einheiten von

5 – 6 km sowie Trainingsblöcken mit

Abgangszeiten von 2:15 min auf 100 m.

Bei der Veranstaltung in dem schönen

50 m Becken wurden wahlweise zwei

Abgangszeiten mit 2:15 min und 2.00

min angeboten. Wahlweise konnte man

als Team oder 2er- bzw. 4er-Teams daran

teilnehmen. Die 80 Teilnehmer verteilten

sich auf 6 Bahnen und der Veranstalter

mahnte alle Teilnehmer, das große Ziel

verhalten anzugehen. Die Verpflegung

wurde von Helfer am Beckenrand gereicht

und Werner verwendete eine Trinkflasche

in die er Gels auflöste.

Solch ein Schwimmwettkampf mit

10.000 Meter ist natürlich nicht nur eine

körperliche Herausforderung, sondern

es benötigt auch eine gewisse mentale

Medaille „You are tough enough

to swim 100 x 100 m“

Werner Vollmer im Ziel nach 10.000 Metern

Stärke. „Das Beste ist, man teilt sich die

Gesamtdistanz immer in kleine Schritte

ein. Ich habe mir das in Schritte von je 25

Bahnen eingeteilt.“, sagt Werner. Bis zu

Bahn 85 bis 90 gab es für unseren Sportwart

keine Probleme, aber dann kam dann

doch die „Angst“ in den Kopf: „Jetzt bloß

kurz vor dem Ende, keine Zerrung oder

einen Krampf beim Abstoßen.“

Aber alles lief bestens und Werner hatte

eine super letzte Bahn. Bis auf einen Teilnehmer

kamen alle Schwimmer durch

– derjenige musste leider bei Bahn 98

aufgeben. Jeder Teilnehmer erhielt beim

Ausstieg aus dem Becken die Medaille

mit der Beantwortung der eingangs gestellten

Frage: „Are you tough enough?“

und Werner bekam die Antwort auf der

Medaille mit: „Yes I am!“

In der Zusammenfassung war es ein

tolles Event, bestens organisiert und

eine schöne Herausforderung für jeden

Athleten, um im Winter auch mal die

Komfortzone zu verlassen.

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


12

Triathleten im Hallenbad Bad Wurzach

Freude am Sonntagmorgen beim Schwimmen

Seit fast 25 Jahren trainieren die

Mitglieder der Triathlon Abteilung des

SV Herlazhofen in der Wintersaison im

Hallenbad in Bad Wurzach. Die Athleten

kommen zum großen Teil aus dem

Bereich der Stadt Leutkirch, jedoch auch

viele aus Bad Wurzach.

Die Triathlon Abteilung des SV

Herlazhofen mit ca. 70 Athleten besteht

seit über 40 Jahren und ist damit einer der

ältesten Vereine in Deutschland in dieser

jungen Sportart. Die aktiven Athleten

bestreiten Wettkämpfe im lokalen,

nationalen und internationalen Bereich

und hat mit ihrem Vorzeigeathleten

Günther Längst aus Seibranz sogar einen

Vizeweltmeister in ihren Reihen.

„Ich wüsste gar nicht wie wir unser

Vereinsleben in der Wintersaison

gestalten würden“, sagt Werner Utz,

der Abteilungsleiter. „Wenn wir dieses

Hallenbad im Winter nicht hätten“. Im

Schnitt sind in den Trainingsstunden am

Mittwochabend und am Sonntagmorgen

bis zu 40 Schwimmer mit angehörigen

Kindern auf den 25-Meter Bahnen

am Schwimmen. Das Schwimmbad

wird dabei entweder komplett gegen

Gebühr angemietet oder das Training

wird auf abgetrennten Bahn absolviert.

Darüber hinaus werden auch interne

Veranstaltungen der Abteilung, wie der

Jahresbrunch und der Testtriathlon,

im Nebenraum bzw. beim Hallenbad

veranstaltet.

Triathleten mit Außenwirkung

Seit 2011 werden durch die Abteilung

im Hallenbad durch den Triathlontrainer

Raimund Maurus aus Bad Wurzach auch

Kraulkurse für Anfänger angeboten.

Dabei haben schon fast 300 Teilnehmer

von 7 bis 70 Jahren die „hohe Kunst“ des

Kraul-Schwimmens erlernt. „Die Kurse

machen Spaß und haben für uns als

Verein auch eine optimale Außenwirkung.

Der ein oder andere Kursteilnehmer

bekommt dann doch Appetit auf

unseren Triathlonsport und steigt sogar

bei uns ein.“, erklärt Raimund Maurus.

Durch diese Schwimmkurse hat sich die

Technik des Kraulschwimmens zu einem

regelrechten Hype im Hallenbad Bad

Wurzach entwickelt.

Um die Kleinsten auch für den

Triathlonsport zu begeistern,

wurden beim Freibadfest durch die

„Mitschwimmer“ ein „Swim & Run“ im

Außengelände des Hallenbads mit großer

Resonanz veranstaltet.

Die Triathleten sind mit der

derzeitigen Situation im Hallenbad

hochzufrieden. „Wir haben hier optimale

Bedingungen für unser Training. Wir

sind akzeptiert, die Preise sind moderat

und die Bademeister sind sehr freundlich

und entgegenkommenend“, so die

stellvertrende Abteilungsleiterin Andrea

Maurus.

Innerhalb der Triathlonabteilung

ist man voller Vorfreude auf das neue

Hallenbad und hofft auf ähnlich optimale

Bedingungen.

Werner Utz

…auch solche Schwimmer(innen)

gibt es beim Triathlon

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Mein Dorf in Corona Zeiten:

eine Liebeserklärung

13

Meine Tochter – die Beste von allen

– wollte immer weg aus dem Dorf: zu

ruhig, nichts los, langweilig, tröge. Auch

ich bekam gelegentlich meine Zweifel

über meinen gewählten Wohnsitz bei

dümpelnden Internetverbindunge und

gegen Null tendierende, öffentliche

Verkehrsmittel. In Zeiten von Corona mit

Ausganssperren und Kontaktverbot gibt

es jedoch völlig neue Perspektiven zu Vorund

Nachteilen von Stadt und Land.

Ich stelle fest, dass das geordnete,

bürgerliche Dasein auf dem Land mir

Halt gibt. Die Routinen im Dorf –

Rasenmähen am Vormittag, Gartenarbeit

am Nachmittag, Landmaschinen auf

den Feldern, freundliches Grüßen von

Haus zu Haus – alles geht weiter seinen

Gang. In einer Zeit, in der menschlichen

Nähe anscheinend lebensgefährlich wird

und Vorsicht wichtig ist, wirken solche

Routinen doch ermutigend.

Für Viren ist unser sauberes Dorf ein

hartes Pflaster. Klassische Virenorgien

wie auf Rolltreppen oder Haltegurten

in der U-Bahn gibt es hier nicht. Wozu

auch? Alles zu Fuß erreichbar – welche

Freiheit und welche Sicherheit. Und

das Nachtleben in unserem Dorf kann

jetzt locker mit Berlin mithalten: alles ist

geschlossen.

Ich gehe jetzt viel spazieren, laufen

und radeln. Eine Stunde frische

Luft als Ausgleich für stundenlange

Negativnachrichten und zu viel sitzen.

Andere Menschen treffe ich dabei

kaum – wer will, hat hier seine eigenen

persönlichen Wege im Freien – Platz und

Raum ohne Ende. Moorbad, La Salette

Kapelle, Ursee, Winnis, Spitzenrain –

Weite bringt Freiheit!

In der Großstadt wären es

wahrscheinlich von der eigenen Wohnung

bis zum nächsten Park sieben S-Bahn-

Stationen, zwei Mal umsteigen und

hunderte von unbekannten Menschen,

die mir gefühlt zu nahe kommen. Stadt-

Wohnungen in der Krise sind gefühlte

Gefängnisse mit Freiheitsentzug ohne

Freigang. Schon ein Balkon gilt als Luxus.

Dabei ist es gerade momentan besonders

wichtig, sich ungestört ohne ungutes

Gefühl an der frischen Luft zu bewegen.

Laut einer Studie verringert ein Garten

oder der direkte Zugang zur Natur, die

Gefahr einer psychischen Krankheit um

55 Prozent.

Am meisten jedoch sind es die soziale

Kontrolle und die gefühlte Gemeinschaft,

die das Landleben gerade jetzt so viel

lebens- und liebenswerter machen. Hier

achtet jeder auf den anderen. Hier macht

keiner heimliche Sishapartys. Hier macht

im Dorfladen keiner Hamsterkäufe,

aber man würde in der Not auch jedem

Mitbewohner Essen bringen – davon bin

ich überzeugt.

Manchmal stehe ich auf dem Balkon

oder der Terrasse, blicke auf die paar

wenigen Häuser und denke mir, dass

mein Dorf, gerade in diesen verrückten

Zeiten, ein noch wertvollerer Ort für

mich geworden ist.

Werner Utz und Catharina Frank

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


14

Tagebuch eines Vollblut-Triathleten

„… und dann kommt 2020 und Du kannst

schauen, wie alles den Bach runter geht!“

Unser Triathlonfreund Helmut Neß

hat sich nach einem total begeisternden

Triathlon Jahr in 2019

seinen Frust über das laufende Sportjahr

2020 von der Seele ge schrieben:

2019 habe ich wie üblich überlegt, wo

es hingehen soll um eine Langdistanz

zu machen. Ich wollte mich auf zwei

Saisonhöhepunkte konzentrieren, an

Orten an denen wir noch nicht waren

und die sich anbieten um noch Urlaub

dranzuhängen. Ergebnis war letztendlich

die ITU Lang WM in Pontevedra/

Spanien am 04.05.2019 und der Ironman

Wales am 15.09.2019.

Die Vorbereitung lief gut. Wir sind 2

Wochen vor dem Wettkampf in Spanien

losgefahren um die 2.100 km Autofahrt

ohne Stress abzuspulen. Wir wussten

nicht so recht was uns erwartet und

waren positiv überrascht von der Stadt,

die auch ohne Triathlon eine Reise wert

ist. Der Wettkampf fand im Rahmen

der Multisport-Week der ITU statt.

Es wurden Wettkämpfe im Duathlon,

Cross-Triathlon, Aquathlon und eben die

Triathlon LD ausgetragen. Die Stadt war

voller Sportler aus vielen verschiedenen

Ländern. Jeden Abend gab es Freikonzerte

verschiedener Künstler auf der Piazza.

Die Atmosphäre war total freundlich und

entspannt.

Der Wettkampf selbst war einer der

härtesten, an dem ich je teilgenommen

habe. Aufgrund der Wassertemperatur

wurde die Schwimmstrecke von 3 auf 1,5

km verkürzt. Ich möchte behaupten, dass

ich noch nie im Leben in so kaltem Wasser

geschwommen bin, die angegebenen

14 Grad wurden m. E. geschönt, damit

das Schwimmen überhaupt stattfinden

konnte. Die Radstrecke war sehr schwer

und wurde kurzfristig auch von 120 auf 110

km verkürzt. 1.700 Höhenmeter waren

es trotzdem und teilweise technisch sehr

anspruchsvoll zu fahren. Gelaufen wurden

30 km mit 4 Runden. Die Zuschauer

veranstalteten ein Mordsspektakel,

es machte Riesenspaß dort zu laufen.

Bedingt durch die verschiedenen

Altersklassen-Startgruppen hatte ich nie

einen Anhaltspunkt für meine Platzierung

im Wettkampf. Ich habe mich letztendlich

riesig gefreut als ich im Ziel erfuhr,

dass ich Zweiter geworden bin. Die

Siegerehrung am Abend war ein geniales

Fest mit Flaggen, Hymnen und Musik bis

spät in die Nacht.

Nach einer Pause im Mai bin ich im

Juni ins Training für den IM in Wales

eingestiegen. Das Training lief wieder gut.

Wir sind eine Woche vor dem Termin

mit der Fähre nach GB gefahren. In der

kleinen mittelalterlichen Stadt Tenby

in Pembrokeshire mit Klippen und

wunderbaren Sandstränden findet seit

über 10 Jahren der Ironman Wales statt.

Die Strecken des Iron Man hatten die

üblichen Maße, nur mit der Spezialität,

dass beim Wechsel vom Schwimmen zum

Radfahren eine Strecke von 1,1 km mit

80 m Höhenunterschied überwunden

werden musste. Es war also für den Weg in

die Wechselzone ein 2. Paar Laufschuhe

notwendig.

Spektakulär und mit Gänsehautfeeling

waren die letzten Minuten vor dem Start.

Auf den Klippen auf den Tenby hatten

sich ca. 20.000 Zuschauer eingefunden

und zum Start wurde die Walfische-Hymne

gespielt und gesungen. Ich war so voll

mit Adrenalin, dass ich auf den 3.800 m

Schwimmen im 16 Grad „warmen“ Meer

nichts gespürt habe.

Nach dem Schwimmen hatte ich bereits

die Führung in meiner Altersklasse übernommen

und ging die 180 Radkilometer

mit 2.500 hhm an. Am schlimmsten beim

Radfahren war jedoch der grobe, britische

Straßenbelag und die Kälte, die mir gegen

Ende der Radstrecke ein Energiedefizit

bescherte. Ich hangelte mich jedoch in die

2. Wechselzone durch und stellte überrascht

fest, dass ich in meiner Altersklasse

weiterhin vorne lag. Mit viel Glück, Cola,

Gel und den Informationen vom Straßenrand

über den Rennverlauf konnte ich mir

die Führung einteilen und meinen Sieg

ins Ziel bringen. Am nächsten Tag habe

ich mich für die Weltmeisterschaft auf

Hawaii 2020 eingeschrieben und wir sind

nach weiteren 2 Wochen in GB glücklich

und zufrieden nach Hause gefahren.

…und dann kam das Jahr 2020

Anfang des Jahres war ich noch voller

Vorfreude und habe die Reise nach Hawaii

gebucht. Da war der ganze Schlamassel

noch nicht absehbar. Der Ironman Hawaii

ist zwar noch nicht abgesagt, aber wie

soll unter diesen Bedingungen diese Veranstaltung

möglich sein? Falls doch auf

Biegen und Brechen eine Art Wettkampf

stattfindet, wird es nicht so sein wie man

es bisher kannte. Meine Vorfreude ist jedenfalls

gründlich verflogenen, andere

Themen sind gerade wichtiger. Leider

kann kein Mensch sagen wie es in 3 oder

4 Monaten aussehen wird. Ich gehe davon

aus, dass die Veranstaltung auf 2021 verschoben

wird und hoffe, dass meine Buchung

dann noch gültig ist.

Trotzdem macht es für mich keinen

Sinn mit dem Training aufzuhören. Zum

einen macht es ja meistens Spaß, zum an­

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


15

deren ist es vielleicht doch möglich in der

2. Jahreshälfte Wettkämpfe durchzuführen.

Aktuell bin ich noch genug motiviert

um 2 bis 3 Mal in der Woche Fitness-Training

zu Hause zu machen (Stabi, Liegestütz,

Crunches und das gute alte Zugseil).

Schwitzen tut man dabei, aber Spaß

sieht anders aus. Ich hätte nie gedacht,

dass ich die Bahnen im Hallenbad mal so

vermissen würde.

Zusätzlich versuche ich jede Woche eine

lange Einheit Rad (4 Stunden) und Laufen

(1,5 bis 2 Stunden) unterzubringen, solange

man zum Sport noch raus darf.

Für mich ist es gerade schwer, weil

2019 so ein geniales Sportjahr war und

jetzt kann ich zuschauen wie alles den

Bach runtergeht. Mir ist völlig klar, dass

das ein Jammern auf hohem Niveau ist,

denn es geht sicher vielen Leuten deutlich

schlechter.

Hoffen wir darauf, dass das Ganze in

einem Jahre für alle nur noch die Erinnerung

an eine verrückte Zeit ist und wir

voller Bewusstsein die Normalität wieder

genießen und zu schätzen wissen.

Helmut Neß

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16

Triathlonabteilung und Corona

Es wird zwar im Moment jede anstehende

Triathlon-Veranstaltung platt gemacht und

abgesagt, aber uns Triathleten ist bewusst,

dass wir uns trotz allem einen genialen

Sport für unser Leben rausgesucht haben

– da geht doch im Moment fast alles:

Radeln, Laufen, Schwimmen (naja, die

Wassertemperaturen müssen sich noch

etwas entwickeln). Allerdings, manch

einer meint:

„Radeln ohne Kaffeepause ist möglich,

aber fast sinnlos!“

In den Coronazeiten gehen wir

unbekannte Wege, leere Wege,

verbotene Wege, neue Wege, steile Wege,

sprunghafte Wege, Muskelwege, schöne

Wege, die ersten 1.000 km Wege, süße

Wege, anstrengende Wege. Selten war der

Spruch so wichtig: „Der Weg ist das Ziel!“

Alles ist etwas mehr entschleunigt,

man ist viel allein unterwegs, das

gemeinsame Treffen fehlt, trainiert

wird auch mal im Wohnzimmer, im

Garten, beim Holzmachen – selbst

für Ausdauersportler wird der BMI zu

einem relevanten Wert, wenn der Weg

zur Süßigkeitenschublade so nahe ist.

Man sehnt sich nach Chlorwasser und

Kraulbewegungen. Und die Wettkämpfe

– wenn die fehlen: kein Prickeln, keine

Höhepunkte, kein Adrenalinausstoß, kein

Fokussieren auf ein Ziel.

Wo führt das noch hin: „Marathonlauf

auf dem Balkon“ oder Ironman in seiner

Hacienda in Spanien (Frodeno) – ein

Zeichen von beginnendem Wahnsinn?

Bleiben wir vielseitig, kreativ

und fantasievoll, dann werden

wir die Zeit locker überstehen.

Daher die wichtigste Ansage: „Die

Kreativität ist der fürchterlichste Feind

der Langeweile. Nichts tötet sie schneller.“

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Bike-Treff-Impressionen

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SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


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Stoneman Miriquidi –

160 km MTB durch den Finsterwald

Mein Mountainbike-Asyl: Stolze Stonemänner mit Stonewomen Carmen und Susanne

Miriquidi war im frühen Mittelalter ein

Name für das Erzgebirge und bedeutet

auf Deutsch „Dunkel- oder Finsterwald“.

Im Herbst 2019 wurde ich von der Gruppe

eingeladen diese Tour mit

162 km und ca. 5.000 hm an Pfingsten

2020 mitzufahren.

Als eingefleischter Rennradfahrer und

Schisser auf dem Mountainbike fiel mir

die Entscheidung nicht leicht. Konnte ich

bei dieser Truppe von Mountainbikern

– die schon in Nepal waren – mitfahren

oder war ich nur der Bremsklotz an der

Hinterradbremse. Aber gemäß Hermann

Hesse „In jedem Neuen (Anfang) wohnt

ein Zauber inne, der uns beschützt und

der uns hilft zu leben…“ wollte ich es

wagen und gab meine Anmeldung ab.

Manchmal muss man im Leben etwas riskieren,

das gibt den Kick.

Stoneman gegen Corona

Als dann im Frühjahr dieser Mist mit Corona

los ging, machte ich mir keine Gedanken

mehr über mein geplantes Abenteuer,

unter anderem weil ein Teil der

Strecke durch Tschechien verlief und das

war komplett gesperrt. Also das Mountainbike

wieder in die Ecke zum Verstauben

und Rennrad raus, um Kilometer zu

polieren. Am 18. Mai kam jedoch eine

Mail aus dem Erzgebirge mit den Worten:

„… Super, Werner, du bist für den Stoneman

Miriquidi angemeldet. Wir freuen

uns riesig auf Deinen Besuch mit Start am

30 Mai …“

Jetzt war Not am Mann und ich musste

meine Moutainbike-Spezialisten aus

der Triathlonabteilung aktivieren: Erhard

brachte mein Bike perfekt in Schuss (am

Material darf es nicht fehlen!) und Sabine

und Jürgen führten mit mir noch ein Beratungsgespräch

über Protektoren, Ausrüstung,

Reifen usw. Als Top wurde ich von

Jürgen noch zu einem 3-stündigen Moutainbike

Einzeltraining mitgenommen.

Selten habe ich in drei Stunden so viel gelernt

und so viel Angst verloren. „Jürgen,

das war super und nochmals vielen Dank.“

Am Samstag vor Pfingsten starteten

wir von unserem Hotel auf dem Pöhlberg

bei Annaberg Buchholz. Nach beschaulichen

Dörfern nähern wir uns dann auf

schmalen Pfaden dem Scheibenberg auf

807 üNN. Die Wahrzeichen dieses Aussichtsturms

sind die „Orgelpfeifen“ – 30

m hohe Basaltsäulen. Nach einem kurzem

Verweil am Gipfel merkte ich deutlich,

dass beim Moutainbiken das Runterfahren

mindestens genauso anstrengend ist

wie das Hochfahren. Statt auf der breiten

Teerstraße ins Dorf runter zu düsen,

wurde auf geschlängelten Single-Wegen

mit Kurven, Wurzeln und Absätzen nach

unten gefahren. Höchste Konzentration

war (zumindest für mich) angebracht.

Prompt machte die eingeplante Bäckerei

uns direkt vor der Nase die Türe zu. Klar!

– wenn man so bei der Abfahrt trödelt –

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


19

Rennradfahrern wäre das nicht passiert.

Dann ging es weiter durch schöne

Landschaften wieder runter bis auf eine

Höhe von 400 m. Wir fuhren entlang der

deutsch-tschechischen Grenze bis auf unsere

nächste Kamm Höhe, den Rabenberg

auf 913 m, mit dem Sportpark Rabenberg.

Der Sportpark Rabenberg ist der erste

Single Trail Park Deutschlands und er

wird diesem Namen gerecht. Ein Mekka

für alle Biker. Mit Mut und Achtsamkeit

bewältige ich die schönen Trails vor und

nach dem Rabenberg, bekam Selbstvertrauen

und lernte. Nach einem langen Tag

erreichten wir unsere Unterkunft in Sosa,

punktgenau zu einem Konzert der Blaskapelle

auf dem Dorfplatz „Na Leute, das

wäre doch nicht notwendig gewesen…!“

Tag 1 waren wir 71 km, 2.100 hm und

über 5 Stunden im Sattel.

Am Pfingstsonntag starteten wir sehr

früh zu unserer Königsetappe über vier

Berge bis nach Oberwiesenthal beim

Fichtelberg. Bei kühlen 4 Grad fuhren wir

auf total leeren Straßen vorbei an der 60 m

hohen Talsperre von Sosa aus Bruchsteinmauerwerk.

Nach einem langen Anstieg

und (natürlich!) Abfahrt gelangen wir zu

dem Blauenthaler Wasserfall. Der größte

Wasserfall Sachsens ergießt sich hier über

mehrere Granitfelsen in die Große Bockau.

Über malerische Landschaften geht

es weiter in Richtung Auersberg mit 1.019

m. Der zweithöchste Berg Sachsens verlangte

einiges an Bergfahrerqualitäten bis

man schließlich vor dem alten, steinernen

Aussichtturm von 1860 steht. Nach der

Abfahrt geht es immer entlang der Grenze

vorbei an Johanngeorgenstadt, wo wir

wegen Corona und Grenzschließungen

vergeblich nach einem Cafe suchten. Es

geht wieder hoch, weiter zum zweiten

Mal nach Rittersgrün, zu der „Mutter aller

Verpflegungsstellen“. Es wird empfindlich

kalt, fing an zu regnen und wir machten

einen Abstecher mit 5 km zu einem offenen

Hotel. Mit Nougattorte und Soljanka

(trad. Suppe aus der Tschechei) heben

wir unsere Stimmung und unseren Kohlenhydratspiegel.

Das Wetter hat auch ein

Einsehen und wir starteten in Richtung

Fichtelberg. Es ist schon halb drei nachmittags

und vor uns liegen noch fast 1.000

hhm. Die Wegführung zum Fichtelberg

verläuft auf der Moutainbike Strecke der

berühmten 4-Hübel-Tour. Die letzten km

zum Fichtelberg hatte es mit Steigungen

bis 18 % noch mal richtig in sich, bis wir

das „Dach Sachsens“ erreichten. Von dort

konnten wir unser Etappenziel Oberwiesenthal

bereits sehen und da es kalt und

windig war, fuhren wir schnell ab. Wir

sahen schon unser Hotel und mussten

aber noch an einem Hangabgang vorbei,

über mehrere umgestürzte Bäume und

landeten aus Versehen auch noch in der

geschlossenen Anlage der großen Fichtelbergschanze.

Da nützte alles Jammern

nichts – wir machten einen Kletterakt

über den 2 m hohen Stahlzaun und hoben

unsere Fahrräder darüber. Leider erreichten

wir relativ spät unser Hotel nach 76

km und 2.300 hm.

Der dritte Tag unserer Tour begrüßte

uns mit Sonnenschein und lädt uns ein

auf die letzten 32 km und ca. 800 hm.

Nach einem kurzen, steilen Anstieg gleich

am Ortsende zum Wachwerden, ging es

über Waldwege eher bergab. Nach einem

3 km langen Anstieg zum Bärenstein mit

seinem Aussichtsturm auf 898 m ging es

schnell weiter entlang dem Pöhlbachtal

bis nach Königswalde. Hier begann der

letzte Anstieg. Die letzten km sind sehr

steil mit teilweise über 20 % und man

fährt am Schluss spektakulär entlang von

Natursteinwänden auf der 1.500 m langen

alten Bobbahn aus dem Jahre 1915 bis

zum Berghotel auf den Pöhlberg hoch.

Fazit: Kein Sturz, keine Verletzung und

viel gesehen. Ein tolles Erlebnis, das ich

alleine nie gemacht hätte und ich danke

der Gruppe

für die Einladung,

das Mountainbikeasyl bei euch und die

freundliche Aufnahme.

Werner Utz

Was Neues ausprobieren kann richtig Freude bringen

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


20

Lass den Mond am Himmel stehn

Mit zunehmendem Alter stellen wir fest,

dass wir dank unserem Sport immer noch

unsere Kräfte haben. Aber wir merken,

dass wir damit haushalten müssen. Unsere

Kräfte lassen ab dem 25ten Lebensjahr

kontinuierlich nach. Regeneration ist

somit ab einem gewissen Alter das wichtigste

Zauberwort. Für mich als Sportler

und gesundheitsbewussten Menschen

war das wichtigste Element der Erholung

immer guter und ausreichender Schlaf.

Eine durchgeschlafene Nacht beschleunigt

die Erholung, den Aufbau von Muskeln,

Kraft und Ausdauer. Ohne eine gute

Nachtruhe leiden Sportler unter schlechteren

Reaktionszeiten, längeren Erholungszeiten,

Leistungseinbußen und sind

anfälliger für Verletzungen. Du kannst jeden

Menschen mit zu wenig Schlaf knockout

setzen, ja sogar umbringen.

Wie geht guter Schlaf?

Neben den bekannten Faktoren wie Dunkelheit,

kühles Zimmer, kein voller Magen

usw. habe ich euch drei Anmerkungen:

Schlafhygiene und Routine

Entwickle eine Schlafroutine, bei der

du jeden Abend vor dem Schlafengehen

die gleichen Dinge tust, um das

Einschlafen zu erleichtern. Schlafen ist

wie ein Boxenstopp für Körper, Geist

und Seele – nachts laufen unheimlich

viele Reparaturprozesse in unserem

Körper ab. Deshalb muss sich unser

Körper auf sich selbst konzentrieren

und nicht auf Handy, Computer oder

TV. Im Schlafzimmer brauche ich vielleicht

ein Buch, eine Uhr und einen

liebevollen Menschen neben mir – das

genügt – nicht mehr.

Schlafunterstützung

Wenn nachts mal gar nichts geht, mache

die 4711-Übung. Auf den Rücken

legen und versuchen an nichts zu

denken: Wir atmen 4 Sekunden ruhig

ein,wir atmen 7 Sekunden entspannt

aus – und das 11 Minuten lang. Versucht

es und ihr werdet erstaunt sein,

wohin ihr abdriftet. Das ist eine Beruhigungsdroge,

die ihr selbstherstellt.

Diese Atemübung stärkt den Vagus-

Nerv, der vom Hirnstamm bis in den

Bauch läuft. Wird der Atem langsamer,

senden Lunge, Zwerchfell und Bronchien

millionenfach Meldungen Richtung

Gehirn mit der Botschaft: ENT­

SPANNUNG und die Organe passen

sich an. Wenn die Nachtruhe mal gar

nicht kommt, kann man auch ein Melatonin

Spray benutzen. Melatonin ist

unser körpereigenes Schlafhormon.

Nach(t)gedanken:

Nicht mit bösen Gedanken einschlafen!

Kurz vor dem Schlafen nochmal

den Tag betrachten und überlegen,

was gut war. Der Tag kann noch so

beschissen gewesen sein, irgendetwas

Gutes findet man immer …und wenn

es das gemeinsame Bier nach der Radausfahrt

war. Daran denke ich und

dafür bin ich dann dankbar. Dieses

Dankbarkeitsritual lenkt die Gedanken

auf die positive Seite des Lebens,

lindert Stress und macht glücklich und

man schläft besser.

Übrigens, das ist alles nicht Neues – unsere

Vorvorväter haben für diese Gedanken

ein Gebet gesprochen. Eines der bekanntesten

Nachtgebete „Müde bin ich,

geh zur Ruh, Schließe beyde Aeuglein zu

…” von Luise Hensel, dort lautet es in der

vierten Strophe:

Kranken Herzen sende Ruh,

Nasse Augen sc hließe zu;

Laß den Mond am Himmel stehn,

Und die stille Welt besehn!

Gute Nacht!

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Impressionen

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SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


22

Die wohl wertvollsten Geschenke kann man

nicht in Geschenkpapier einpacken…

Die fröhliche Geburtstagsschar auf über

2.000 m.

Geburtstage und Geburtstagsfeiern sind

ein schwieriges Thema und sie werden nur

noch übertroffen durch das Thema Geburtstagsgeschenke.

Mit zunehmendem

Alter sind die meisten grundlegenden

Bedürfnisse abgedeckt und viele Dinge

kauft man sich selber, weil man dann die

eigenen Wünsche passgenau trifft. Als Ergebnis

für Präsente bleiben oft nur noch

verblühte Blumenstängel, die einem die

Sicht auf unsere schöne Landschaft versperren,

Gutscheine, die man oft vergisst

einzulösen, und Kalorienbomben, die unsere

Hüfte besser nie gesehen hätte.

Man will dem Jubilar ja seine Wertschätzung

zeigen, ihn mit dem Geschenk

erfreuen und ihm was Gutes tun. Vielleicht

etwas Entspannung für den Kopf

und die Psyche, etwas Gesundes für den

Körper und etwas Gemeinschaft für das

Wohlbefinden. Nur in einem gesunden

Körper wohnt auch gern ein wacher Geist

– ja das wären die Ideen.

Unser Karle, unsere kleine Raupe-Nimmersatt

in allen Bereichen, feierte seinen

runden Geburtstag und seine Freunde

wollten ihm etwas Entspannung, etwas

Gesundes und etwas Vergnügen in Gemeinschaft

schenken.

Als Ergebnis gab es eine Geburtstagstour

mit dem Rad zur Bieler Höhe

mit Frühstück, 1.800 Höhenmeter bis auf

2.032 m ü.NN, 95 km auf dem Radtacho,

Sonne und frische Luft, eine traumhafte

Landschaft, Kaiserschmarrn, Aftercylebier

usw. Das war der Plan und unter

uns gesagt: „Die besten Geschenke sind

natürlich die, an denen man auch selber

teilhaben kann!“.

Darum haben wir fünf uns auch spontan,

selbstlos, opferbereit und uneigennützig

angeboten, ihn auf dieser Tour zu

begleiten und neben ihm, hinter ihm und

vor ihm auf dem Fahrradsattel zu fahren.

Karle hatte schon ein Dauergrinsen bei

der Anfahrt mit dem Auto nach Bludenz

und das hat sich dann von Höhenmeter

zu Höhenmeter auch verstärkt. Es war der

perfekte Tag mit bestem Wetter und toller

Stimmung von morgens 8 Uhr bis abends

18 Uhr. Ich denke, die Wirkung dieses

Geburtstags-Drogencocktails mit solch

tollen Zutaten, hat bei Karle mindestens

noch 14 Tage angehalten.

Solche Geschenke kann man nicht bei

Aldi oder Amazon kaufen, aber solche

geschenkten Tage, die sich wie ein Film in

die Gehirnsynapsen und in der Wohlfühlseele

verankern, sind das Wertvollste was

man schenken kann.

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Zweites Oimol um de Badsee-Schwimmen

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Gute Ideen bringen meistens glückliche

Gesichter.

Nach der gelungenen Premiere der ersten

Badseeumrundung im Jahre 2019 sollte

dieses schöne Event auch im Corona Jahr

2020 fortgeführt werden. Die Bauanleitung

für einen schönen Tag sind sicher,

eine geniale Idee, begeisterungsfähige

Leute und ein bisschen Glück mit dem

Wetter.

Und so trafen sich diesmal am Sonntag,

den 23. August, elf Triathleten plus Anhang

zum zweiten „Oimol um de Badsee-

Schwimmen“ am Badsee in Beuren. Die

gewünschte Zuwachsrate von 50 % gegenüber

2019 wurde zwar nicht erreicht, aber

es waren wieder einige neue Gesichter

dabei. Bei bedecktem Himmel, frischem

Wind aber sehr angenehmen Wassertemperaturen

von 22 bis 23 Grad musste die

Entscheidung zwischen Neopren und Badehose

gefällt werden.

Gegen 10.30 Uhr starteten wir unser

Vorhaben, den Badsee gegen den Uhrzeigersinn

zu umrunden. Es ging nicht um

ein Wettschwimmen, wir nehmen auch

keine Zeit, sondern es ging nur um einen

gemeinsamen Sport, um mit etwas Spaß

diese max. 2.500 m abzuschwimmen.

Als Sicherheitselement beim Langstreckenschwimmen

hatten fast alle ihre

Schwimmboje dabei. Nach dem Start

durch Raimund schwammen alle nach

ihrem Vermögen und mit der eigenen Geschwindigkeit

die Runde ab. Zur Sicherheit

und zur Orientierung wurden wir

von den Standup-Paddlern, Andrea und

Simon Maurus, begleitet und eskortiert.

Alle kamen zufrieden und gesund nach

40 – 55 Minuten an den Ausgangspunkt

zurück.

Hinterher gab es noch ein Zusammensitzen

beim Italiener am Campingplatz

mit Pizza, Pasta und Palaver. Wiederum

hatte eine geniale Idee, begeisterungsfähige

Menschen und etwas Wetterglück zu

einem schönen Sommertag geführt.

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


24

Impressionen

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Wenn auf deinem Grabstein steht:

Er hat Recht gehabt!

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Fahrradfahren macht Spaß und Freude,

aber es wird auch zusehends gefährlicher.

Die Zahl der verunglückten

Radfahrer(innen) steigt seit Jahren erheblich

an. Allein in 2018 verunglückten

88.850 Radfahrer in Deutschland, 445 davon

sogar tödlich. Die Wahrscheinlichkeit

auf einem Rad tödlich zu verunglücken ist

inzwischen dreieinhalbmal höher als im

Auto oder auf einem Motorrad.

Diese Zahlen und weitere Unsicherheiten

zum Verkehrsrecht waren die

Gründe für einen gut besuchten Vortrag

des TSG-Vereinsmitgliedes und Polizisten

Martin Mühlegg zum Thema: „Verkehrsrecht

auf dem Fahrrad“.

Das Fahrrad, so startete Mühlegg, ist

zwar kein KFZ, unterliegt aber trotzdem

der Straßenverkehrsordnung mit all ihren

Rechten und Pflichten. Schwerpunktmäßig

wurden folgende Punkte von ihm benannt

bzw. hervorgehoben:

Radfahrer sind gehalten hintereinander

zu fahren, außer es ergibt sich durch das

Radwegbenutzungspflicht

Fahren nebeneinander keine Behinderung

für andere Verkehrsteilnehmer. Eine

weitere Ausnahme bildet der sogenannte

Verband ab 16 Radfahrern. Hier darf zu

zweit nebeneinander gefahren werden

und es ergibt sich auch kein Zwang den

Radweg zu benutzen.

Bei einer Kennzeichnung durch ein

blaues, rundes Schild mit Rad ergibt

sich für den Radfahrer eine Radwegbenutzungspflicht.

Einzige Ausnahme

davon ist wenn die Benutzung nicht

zumutbar ist, weil sich dadurch Schäden

am Fahrrad oder eine erhebliche

Gefährdung für den Radfahrer ergeben.

Dies ist allerdings ein unbestimmter

Rechtsbegriff und meist sind es Einzelfallentscheidungen.

Klar ist jedoch, dass

eine „ungünstige Verkehrsführung“ des

Radwegs nicht zu einer Unzumutbarkeit

des Radwegs führt.

Ein rechteckiges weißes Schild mit

einem Fahrrad und dem Hinweis „frei“ ist

ein Zusatzzeichen und es eröffnet die Option

den Weg zu benutzen, es ist jedoch

keine Pflicht.

Für die Mountainbiker gibt es in

Baden-Würrtemberg nach dem Landeswaldgesetz

die Vorschrift, dass auf Wegen

mit einer Breite von weniger als 2 m keine

Benutzung durch Fahrräder erlaubt ist.

Das Widersinnige dabei ist die Tatsache,

dass diese Vorschrift in Bayern nicht vorhanden

ist.

Bei der Ausrüstung der Fahrräder ist

es weiterhin so, dass jedes Fahrrad im

Straßenverkehr die übliche Einrichtung

wie Lampe, Reflektoren, Rückstrahler,

Klingel usw. haben muss. Interessant: die

Verwendung von blinkenden Lampen ist

verboten.

Die Einwirkung von Alkohol auf dem

Rad kann im Einzelfall auch zu einem

Verlust des Führerscheins führen. Die

Rechtsprechung benennt hier (ohne Gefährdung

anderer Verkehrsteilnehmer)

einen Wert von mehr als 1,6 Promille.

Ähnliche Regelungen wie bei Autos

gilt auch für die Benutzung von elektronischen

Medien wie Navi, Handy, Tablett

usw. auf dem Rad. Ein einzelnes Antippen

der Geräte ist erlaubt, wenn sie fest

angebracht sind. Jedoch ist es, wie beim

Auto, nicht erlaubt die Geräte während

der Fahrt in die Hand zu nehmen, selbst

wenn sie nicht bedient werden.

Für den Sicherheitsabstand von Autos

beim Überholen galten bisher die aus der

Rechtsprechung bekannten 1,50 m. Allerdings

hat der Gesetzgeber seit dem 28.

April 2020 eine Novellierung dieser Regelung

in Kraft gesetzt und jetzt gilt ein Abstand,

Innerorts von 1,5 m und Außerorts

von 2,00 m. Schön! Aber es bleibt abzuwarten

wie sich das in der Praxis einspielt.

Zusammenfassend bleibt für uns Radler

der Grundsatz, dass für uns Radsportler

auch die Rechtsvorschriften der StVO

gelten, aber noch viel wichtiger gilt die

Prämisse vorsichtig und vorausschauend

zu fahren.

Bei einem Unfall geht es bei uns Radler

direkt ohne jeden Puffer auf unseren

Körper und es nützt uns nichts, wenn auf

unserem Grabstein steht: „Er hat Recht

gehabt!“

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


26

SV Herlazhofen mit 16.926 Radkilometer auf

Platz 2 beim Stadtradeln Leutkirch

Simon Maurus, der jüngste Teilnehmer in

unserer Gruppe mit starker Leistung

Vom 27. Juni bis 17. Juli 2020 meldete

sich die Kommune Leutkirch zum europaweiten

STADTRADELN an. Das ist

ein Wettbewerb, bei dem es darum geht,

21 Tage lang möglichst viele Alltagswege,

aber auch Freizeitwege, klima-freundlich

mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Der Gedanke ist, dass man den Menschen

zwar viel über die Vorteile des Radfahrens

erzählt, aber am besten überzeugt man

sie, wenn sie für 21 Tage einfach mal selbst

aufs Rad steigen.

Der Ablauf war, dass sich in der Gemeinde

Leutkirch einzelne Teams über

ihre Team-Captains anmelden und dann

in einer Liste ihre gemeinsamen Kilometer

eintragen konnten. Am Ende wurden

die Kilometer aller Teams addiert und

das ergab die Summe für die Gemeinde.

Vor dem Start meldeten sich in Leutkirch

34 Teams an um für die Kommune Leutkirch,

aber auch in Konkurrenz untereinander,

möglichst viele Radkilometer zu

strampeln.

Kurz vor dem Starttermin wurde die

Idee durch Vorstand Rainer Mack an

mich herangetragen, ob die Triathlon-Abteilung

an dem Wettbewerb mitmachen

möchte. Ich ging mit dem Gedanken bis

auf den letzten Drücker schwanger und

überlegte hin und her. „Würden meine

sportlichen Vereinskollegen auf die Idee

aufspringen und mitmachen oder würden

sie es als eine weitere gesponnene Idee

ihres Abteilungsleiters abtun.“ Schließlich

meldete ich das Team SV Herlazhofen

als Team-Captain an und hatte zu meiner

Überraschung am Ende 31 Radler,

die mitmachen wollten. Erstaunlich war

das breite Spektrum: wir hatten Radler,

die dem Gedanken entsprechend nur als

Pendler das Rad nutzen wollten. Wir hatten

eine Altersspanne von 12 bis 70 Jahren

und wir hatten natürlich triathlonspezifisch

auch absolute Hardcore-Radler,

die in den drei Wochen 1.000 bis 1.500

km runterspulten.

Da jeder die Kilometer von jedem sehen

konnte, ergab sich bald auch eine sehr

schöne, neugierige Konkurrenz. Viele waren

nach drei Wochen total erstaunt, wieviel

km jeder für sich selbst, aber auch für

die Gruppe, auf dem Rad bewältigt hatte.

Am Ende erreichte das Team Herlazhofen

mit insgesamt geradelten 16.926 km und

eingesparten 2.488 kg CO 2

den sicheren

Platz 2 in der Kommune Leutkirch. Pro

Teilnehmer war das eine durchschnittliche

Radleistung von erstaunlichen 546 km.

Und das Wichtigste: Es hat Spaß gemacht,

zum einen die gemeinsamen erstrampelten

Kilometer, aber auch das

Starke Leistung des SVH

Radeln selbst. Denn am Ende gilt immer

noch das Zitat von Arthur Conan Doyle,

einem britischen Schriftsteller (1859 –

1930):

„Wenn du niedergeschlagen bist, wenn dir

die Tage immer dunkler vorkommen, wenn

dir die Arbeit nur noch monoton erscheint,

wenn es dir fast alles sinnlos erscheint, dann

setz dich einfach aufs Fahrrad, um die Straße

hinunter zu jagen, ohne Gedanken an irgendetwas

außer deinem wilden Ritt.“

Werner Utz

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Die Edelweissspitze …

27

Mein Lieblingsoptiker aus Bad Wurzach

hat eine ganz besondere Freude an konvexen

und konkaven Formen. Wahrscheinlich

ist diese Passion eine Berufskrankheit

aller Optiker, aber gelegentlich hat mein

Fachmann für nachlassende Sehschärfe

auch den Drang, diese Vorliebe auf das

Fahrradfahren zu übertragen. So äußerte

er in 2019 den Wunsch, einen Alpenpass

mit einer besonders ausgeprägten konkaven

Höhenlinie mit dem Rad zu befahren.

Es sollte die Passstraße des Großglockners

sein. Der Glockner ist mit einer

Höhe von 3.798 m der höchste Berg Österreichs

und die Passstraße ist ein „Muss“

für jeden Rennradler.

Gesagt getan – nach einem 3-tägigen

Radurlaub in Kärnten, bei dem wir unter

anderem die Nockalmstraße mit 2.300

hhm und die Kölnbreinsperre mit 1.600

hhm befuhren, waren wir bestens „warmgefahren“

und wollten auf der Heimreise

„noch schnell“ den Wunsch unseres Linsenfetischisten

Christan erfüllen.

Wir planten als Auffahrt die Nordanfahrt

auf der Salzburger Seite und starteten unsere

Gipfelerstürmung kurz hinter Bruck auf

755 m ü. NN. Von dort geht es hinauf bis

zum „Himmel“ bzw. dem Fuschertörl auf

2.428 m ü.NN. Die insgesamt 48 km lange

Passstraße führte mit 36 Kehren tief

hinein ins Zentrum des größten Nationalparks

Österreichs, dessen 1.800 km²

großes Gebiet sich auf die Bundesländer

Salzburg, Tirol und Kärnten erstreckte.

Zunächst ging es noch einige Kilometer

leicht ansteigend ins Fuscher Tal bis zur

Mautstation bei Ferleiten. Hier begann

die eigentliche Bergfahrt. Kehre um Kehre

mit Steigungen bei 12 % schlängelte sich

der Asphaltwurm die Berghänge hinauf.

Die Orientierung war einfach: An der

Glocknerbrücke stand der Kilometerstein

mit der Markierung 0. Ab hier befanden

sich am Straßenrand alle 200 m Granitsteine

mit Kilometeranzeigen.

Und wir hatten einen genialen Tag erwischt

mit strahlendem Sonnenschein

und super Fernsicht. Während der Auffahrt

konnten wir die verschiedenen

Vegetationszonen von der Bergwiese

bis zum ewigen Eis bestaunen. Nach der

Mautstation verließ man relativ schnell

die Waldregion und schraubte sich über

Almflächen und später steiniges Gelände

empor. Der Ausblick wurde dabei immer

spektakulärer und wir mussten einige

Foto-Pausen einlegen. Nach ca. 25 km

Passfahrt und 1.500 hhm standen wir auf

dem Parkplatz vor dem Fuscher Törl und

es galt nochmals alle Kräfte zu sammeln.

Denn jetzt ging es darum, über 2 km und

150 hhm zu überwinden – und das auf

Kopfsteinpflaster mit Steigungen bei 16

%. Oben angekommen, bot sich uns ein

grandioser Rundblick auf die Gipfel der

Glockner Gruppe.

Beim obligatorischen Gipfelfoto vor

dem Höhenschild gratulierten wir uns zu

unserer Leistung, aber auch zu unserem

Glück, solch einen traumhaften Tag zu

erleben.

Werner Utz

Der Traum unseres Lieblingsoptikers: die

Edelweißspitze auf dem Großglockner

Das Team um unseren Linsenfetischisten

Christian

Der Traum unseres Lieblingsoptikers: die

Edelweißspitze auf dem Großglockner

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


28

Unser Abenteuer 2020:

Die Dolomiten

Für „unser Abenteuer 2020“ wählten wir

das gewaltige Südtiroler Gebirge mit Fauna

und Flora, in einer fast menschenleereren

Landschaft – und das wollten wir

mit allen Sinnen und sportlichen Möglichkeiten

genießen. Zuerst planten wir

eine Woche mit dem Rennrad, um zahlreiche,

sehr eindrucksvolle Dolomitenpässe

zu erleben. Anschließend standen

7 Tage Wandern und Klettern von Hütte

zu Hütte auf dem Alta Badia-Höhenweg

auf dem Programm. Unser Standort und

Ausgangspunkt war während der Zeit das

kleine Hotel „La Müda“ in der Region Alta

Badia, inmitten der Südtiroler Dolomiten.

Tag 1: Wir starteten unsere Rennradwoche

mit einem „gemütlichen“ Einradeln

über Corvara zur Campolongo-Passhöhe

auf 1.875 m.

Tag 2: Am zweiten Tag fuhren wir ein

absolutes Highlight: Die Vierpässe-Tour

Sellaronda über 75 km mit 1.900 Höhenmetern.

Dies ist wohl die schönste Radtour

dieser Gegend. Mit einer großartigen

Landschaft an diesem herrlichen Sonntag

war es eine der schönsten Touren, die wir

je gefahren sind. Unsere Tour: Vom Hotel

zum Campolongo-Pass (1.875 m), weiter

zum Pordoi Pass (2.239 m) – Sella Joch

(2.240 m) – Grödner-Joch (2.121 m) –

und zurück.

Tag 3: Der dritte Tag bescherte uns die

Drei Zinnen-Tour mit 53 km Länge und

1.450 hhm. Die Strecke ist zwar verhältnismäßig

kurz, aber sehr schwer. Besonders

die Mautstraße mit dem 6 km langen

Anstieg (16 bis 22 %) zum Parkplatz „Drei

Zinnen”, forderte unsere letzten Reserven.

Da war auch mal eine kurze Pause von

Nöten. Auf der Passhöhe störte dann nur

leichter Nieselregen etwas das Erfolgsgefühl

„geschafft“ und auch das Fotografieren

der imposanten Bergwelt. Unsere

Tour: Cortina d‘Ampezzo (1.211 m) –

Passo Tre Croci (1.809 m) – Drei Zinnen

(2.321 m) – Cimabanche (1.530 m) –

Cortina d‘Ampezzo.

Tag 4: Wir gönnten uns einen wohlverdienten

Rad-Ruhetag zum Relaxen und

Spazierengehen.

Tag 5: Es erwarteten uns die Marmolada-

Gletscher – eine Tour mit 85 km

Länge und 2.400 hhm. Eine sehr schwere

Tour, aber landschaftlich wunderschön.

Unsere Tour: Arabba (1.602 m) über

Pordoi-Joch (2.239 m) – Fedaia-Pass

(2.054 m) - Marmolada/ Gletscherblick

– Rocca Pietore – Digonera – Schluderbach

– Arabba.

Tag 6: Diesen Tag nutzten wir nochmals

zum Erholen und für Ausflüge zum

WM-Biathlonzentrum in Antholz. Außerdem

mussten wir noch unsere Rucksäcke

gründlich vorbereiten, bevor wir unsere

schwere Bersteiger Woche antraten.

Der Alta Badia - Höhenweg

Unser Ziel war, über Gipfel und Grate das

einmalige Hochtal von Alta Badia auf seinem

bekannten Höhenweg, eingerahmt

von einigen der schönsten Berggipfel der

Dolomiten, greifbar nah kennenzulernen.

Dabei wanderten wir mit großem Rucksack,

inklusiv Klettersteigausrüstung, bei

idealem Wetter über Scharten und Steige

von Hütte zu Hütte. Die Route führte

uns von unserem Ausgangspunkt Abtei/

Badia durch eine atemberaubende Landschaft,

dem UNESCO Naturwelterbe mit

den Naturparks Puez – Geisler und Fanes

– Sennes – Prags sowie durch die Sella-

Gruppe.

Die Länge der Siebentage-Wanderung

mit einem Höhenunterschied von etwa

5.500 Metern betrug ungefähr 85 km.

Unsere täglichen Gehzeiten waren je nach

Gelände und Schwierigkeitsgrad zwischen

6 und 8 Stunden. Durch häufiges

Staunen und Fotografieren überschritten

wir gerne immer wieder die angegebenen

Tourenzeiten.

Nicht unbedingt die Kletterpassagen,

sondern vielmehr Geröll, gefährliche und

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


29

anstrengende Schneefelder erforderten

höchste Konzentration. Die Übernachtungen

erfolgten meist in bewirtschafteten,

manchmal fast komfortablen

Berghütten, teilweise sogar mit Doppelzimmer.

Tag 1: Von La Villa erfolgte der Aufstieg

bei sonnigem Wetter zur Gherdenacia-Hochebene

und weiter zur Puez-Hütte

(2.475 m). Leider war die Hütte bei

strengen Corona-Vorschriften und nur

knapp 16 Grad im Gastraum sehr kalt und

ungemütlich. Die recht spärliche Verpflegung

passte da noch dazu.

Tag 2: Von der Puez-Hütte führte der

Weg in Richtung Grödner Joch, Puez-

Plateau, über Ciampei Scharte (2.366 m),

Forcella de Crespeina Scharte (2.528 m).

Nach kurzer Pause ging es weiter zur Cier

Scharte (2.469 m), durch das Edelweißtal

hinunter nach Colfosco zur Übernachtung

in einer kleinen Pension.

Tag 3: Von Colfosco über das Mittagstal

– Seilgesicherter Aufstieg zur Pisciadu

– Hütte (2.585 m). Bei unserer

ersten Kletterpassage am Mittagstal löste

sich weit oberhalb der Wand ein Felsbrocken

mit ca. 1 Meter Durchmesser

und holperte zwischen Willy und einem

nachfolgenden Kletterer vorbei ins Tal.

Viel Glück gehabt! Ansonsten war heute

wieder ein Sonnentag mit großartiger

Aussicht.

Tag 4: Von der Pisciadu-Hütte – geplant

war die Route über die Bamberger/

Boè-Hütte (2.871 m) zur Franz Kostner-

Hütte. Zur Umgehung eines großen

Schneefeldes im Anstieg zum Piz Boè

(3.251 m) änderten wir jedoch die Route

in Richtung Piz Pordoi. Beim Abstieg

auf einem Geröllfeld übersahen wir die

Abbiegung zur Kostner-Hütte. Wir stiegen

deshalb bis zum Pordoi-Joch ab und

übernachteten wegen einem Gewitter in

einer gemütlichen Pension in Arabba. Das

Abendessen in der naheliegenden Pizzeria

schmeckte nach der heutigen Anstrengung

hervorragend.

Tag 5: Von Arabba gings mit dem Bus

zum Campolongo-Pass (1875 m) von

dort zum Wiedereinstieg in die geplante

Route- La Marmotta (1920 m) Weiter

durch die felsigen Hänge des Setas –Edelweiß-Platz

– Valparola-Pass (2168 m)

führte der Weg zur Valparola- Hütte. Die

liebevoll eingerichtete, sehr gemütliche

Hütte mit guter Verpflegung war perfekt

zum Erholen.

Tag 6: Von der Valparola-Hütte – ein

steiler Weg aufwärts zur Forcella de Salaresscharte

(2.252 m) – weiter über

die wunderschöne Hochebene mit viel

Vieh und Pferden zur Gran Fanes Alm

(2.110 m). Nach einem leichten Anstieg

zum Lech de Limo (kleiner See) folgte

der Abstieg zur Fanes-Hütte (2.042 m).

Perfekt zum Relaxen: Die Ausstattung,

freundliche Bedienung und Verpflegung,

entsprachen fast einem Hotel.

Tag 7: Von der Fanes-Hütte – Aufstieg

zur Lavarella-Hütte – Tageshighlight: Ein

sehr zutrauliches Murmeltier ließ sich

mehrere Minuten aus zwei Metern Entfernung

am Ju dla Crusc (2.612 m) fotografieren.

Dann das Tourenfinale: Die Scharte

Fortcela de Medesc (2.533 m). Der Abstieg

durch diese Medesc-Scharte war

durch das lange und sehr steile Geröllfeld

die gefährlichste Passage der gesamten

Wanderwoche.

Anschließend folgte zur Entspannung

jedoch ein schöner Pfad durch kleine Wälder

nach Crusc/Heiligkreuz (2.045 m).

Noch eine letzte gemütliche Vesperpause,

sogar mit einem Weizenbier.

Mit der abschließenden Sesselbahnfahrt

bis vor unser Hotel La Müda in Abtei/

Badia endete unsere wohl unvergessliche

7-tägige Dolomitenbergtour „Höhenweg

Alta Badia“.

Willy Notz und Silke Ratzmann

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


30

Plank Challenge Oktober 2020:

54 Teilnehmer auf dem Weg zum Brett

Mit einem Hometraining über 31 Tage

wollten wir, zwischen Herbstblues und

Frühlingserwachen unsere Ganzkörperstabilität

entscheidend verbessern.

„Plank“ ist das englische Wort für „Brett“

und die Plank ist schlicht weg die absolut

beste Stabilitätsübung. Dabei wird der

gesamten Körper trainiert und die Muskelgruppen

Schulter/Bauch besonders

ausgebildet.

Auf Grund der Anzahl der Teilnehmer

und der unterschiedlichen, sportlichen

Eingangsvoraussetzungen gab es drei unterschiedliche

Leistungsgruppen: Gruppe

1, Gruppe 2 und die „jungen Wilden“.

Dieses Mal wurde, entgegen dem Projekt

in 2019, noch eine weitere Übung für die

seitliche Stabilität mit aufgenommen.

Mit langsamen Steigerungen wurden

die drei Gruppen an die beachtlichen

Endzeiten von 2,5 Minuten für Gruppe

2, 4.30 min für Gruppe 1 und 6 Minuten

für die „jungen Wilden“ in der klassischen

Plank herangeführt. Mit einem geringen

Zeitaufwand starteten wir dabei sehr langsam

und gaben unserem Körper die Zeit

die notwenige Muskulatur zu entwickeln.

Fazit: Ich denke die meisten haben konsequent

die 31 Tage durchgezogen und

ihr Ziel durch den täglichen sportlichen

Impuls am Ende erreicht.

Meinungen der Teilnehmer

nach der Challenge

„War hart – hab aber jetzt ein besseres Körpergefühl

und korrigiere meine Sitzhaltung

automatisch selbst immer wieder.“

„Ich bleibe wieder mindestens bis März dran,

steigern muss ich mich nicht – die Zeiten der

Vorgaben der letzten Woche reichen mir. Das

ist ein toller Sport, gerade in dieser Zeit.“

„Du hast uns aus dem tiefen Tal der schlafenden

Rumpfmuskulatur in ungeahnte

Höhen geführt und geleitet und deine ebenso

aufmunternden wie abwechslungsreichen

Bonmots haben uns in manchen schlammpfützenartigen

Motivationstiefs wieder aufgerichtet.

Wir bleiben dran.“

„Vielen Dank für Deine motivierenden Anweisungen.

Wir haben es beide bis zum

Schluss durchgezogen und haben das vor

einem Monat unvorstellbare Ziel tatsächlich

geschafft.”

„Ganz herzlichen Dank an den besten Plankinstruktor

zwischen Winterazhofen und New

York.”

„Die Übungen haben mich ganz schön

gefordert vor allem in der letzten Woche.

Aber war richtig gut.”

„Wir sagen Danke – durch deine morgendlichen

Aufrufe sind wir beide

konsequent drangeblieben und haben

auch tatsächlich alles geschafft.

Wir hoffen auch auf ein Neues im nächsten

Jahr.”

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020

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32

SPORT DÖRNER

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Wandern / Trekking

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SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Jetzt hat Herlazhofen einen

Schluchtenkönig

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Was für ein sportliches Jahr. So oft wie

dieses Jahr habe ich noch nie den Ravensburger

Triathlon bewältigt. Zigmal durch

den Flappachweiher geschwommen, die

Radstrecke absolviert und die Laufstrecke

bewältigt. Allerdings gab es nie einen

offiziellen Zieleinlauf, einen Erfahrungsaustausch

mit anderen Teilnehmern – da

fehlte einfach das Tüpfelchen auf dem

sportlichen „i“.

Ein Ersatzwettkampf musste her – ein

nicht ganz einfaches Unterfangen in der

Pandemiezeit. Unbewusst wurde die Spur

dazu Anfang des Jahres gelegt, als ich mich

im Januar in Arosa zum „snowrun“ anmeldete.

Corona hatte zu diesem Zeitpunkt

die Wettkämpfe noch nicht beeinflusst.

Unter den verschiedenen Wettkämpfen,

die in Arosa angeboten wurden, entschied

ich mich für den 16,8 Kilometer langen

Berglauf auf das 2.653 Meter hohe Weisshorn.

Die Schneebedingungen waren

bestens, vor allem auf den letzten drei Kilometern,

als wir knietief im Schnee den

Gipfel erklommen. Die Tiefschneeskifahrer

schauten schon etwas neidisch auf unsere

Laufpiste. Eine tolle Veranstaltung,

die ich wieder in 2021 einplanen werde.

Zweite Laufstation war in diesem Jahr

das Pitztal. Anfang August fand hier der

alljährliche Pitztal Trail statt, natürlich

mit einem besonders auferlegten Hygienekonzept.

So mussten beim gestaffelten

Start Abstände eingehalten werden und

die Verpflegungsstationen konnten nur

mit Mundschutz betreten werden. Nicht

nur die Essenszufuhr war eine Herausforderung

auch die Strecke an sich. Ich entschied

mich für die 30 Kilometer Variante

mit 1.600 Höhenmetern und mit dem

höchsten Streckenpunkt auf über 3.000

Metern. Es war ein Traumtag und eine

tolle Veranstaltung. Als ältester Teilnehmer

der Gesamtveranstaltung erreichte

ich mit vielen Eindrücken behaftet die

Ziellinie. Und hier konnte ich dann den

fehlenden Austausch mit anderen Teilnehmern

nachholen. Ein Rennen, das

Lust auf mehr machte. Dieses „Mehr“

fand ich dann in der Schweiz in Form einer

Rennserie (4 Wettkämpfe) bei Chur/

Thusis. Ein Lauf über 26,8 Kilometer

durch das Rheintal, der Klassiker Viamala-Lauf

(darf sich als schönster Lauf der

Schweiz bezeichnen), der Rheintallauf

über 14 Kilometer bei Nacht, sowie der

Viamala-Lauf-Curta (kurz) über 12 Kilometer

bei Nacht. Und das Beste: Wenn

man diese Läufe alle bewältigt, darf man

sich als Schluchtenkönig bezeichnen.

Natürlich hatten auch die Veranstalter

ein ausgeklügeltes Hygienekonzept für

die Wettkämpfe, die über drei Monate

verteilt durchgeführt wurden. Der Titel

reizte mich und so machte ich mich auf,

diesen zu erlangen. Kurz: es waren tolle

Läufe durch wunderschöne Landschaften

(z. B. den Gran Canyon der Schweiz) mit

tollen Nacht- und Natur- und Verpflegungsimpressionen.

Und eben, Herlazhofen hat nun

auch einen Schluchten könig.

Im nächsten Jahr 2021 werde ich wieder

für den „snow run“ Arosa melden und

im Pitztal habe ich mich für den 45 Kilometer

langen Gletscherlauf vormerken

lassen. Ich habe aber auch große Hoffnung,

dass mein Triathlon Startpass wieder

verstärkt zum Zuge kommt.

Michael Bartl

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


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Bilder der „Antike“

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020

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36

Geburtstage

Sabine wird 50 –

kein Weg zu steil

Liebe Triathlon Abteilung,

wir reiben uns heute verwundert die

Augen, kontrollieren noch mal die Jahreszahl

im Kalender und erschrecken vor unserem

eigenen altersgemäßen Spiegelbild:

“… die Welt kann ja so ungerecht sein!!!“

Wir gratulieren heute einer jungen Frau,

knapp der Pubertät entwachsen, zu ihrem

unglaublichem 50. Geburtstag und können

es kaum fassen. Schon als sie 1996,

vor 24 Jahren abends ins Schwimmtraining

kam, dachte Trainer Raimund sorgenvoll:

„Ja, so ah junge Fehl, hoffentlich

derf die obends scho so lang fut sei …“

Liebe Sabine,

wir freuen uns alle zusammen mit dir

über deinen jungen 50. Geburtstag. Wir

wünschen dir Gesundheit und weiterhin

viel Freude am Leben und an deinem

Spaß am MTB-Fahren. Üblicherweise

haben die Fahrer Angst vor steilen Auffahrten

oder noch viel mehr vor den

Abfahrten. Ich glaube bei dir ist es umgekehrt

– die Berge zittern schon wenn sie

dich kommen sehen, machen noch einen

dicken Buckel, aber sie haben schon verloren.

„I fahr überall na …“ sagte sie mir

vor kurzem mit Überzeugung, als ich sie

ungläubig auf eine besonders steile Abfahrt

vom Schwarzen Grat hinwies. Liebe

Sabine, von mir persönlich auch nochmals

Danke für deine Arbeit im Vorstand.

Du warst 18 Jahre lang eine zuverlässige

Schriftführerin, aber viel wichtiger waren

mir immer deine Bereitschaft zu helfen

und dein gesunder Menschenverstand.

… und wenn du irgendwann Ratschläge

brauchst wie man altersgerecht

mit über 50 einen Berg runter schleicht,

dann bist du bei mir genau richtig. Aber

ich denke, das wirst du noch lange nicht

brauchen.

P.S. Ganz aktuell ist mir zu Ohren gekommen,

dass ihr beide euch getraut habt

euch zu trauen … Wir gratulieren ganz

herzlich und wünschen alles Gute:

Die Zweisamkeit ist ein Miteinander,

in dem das Füreinander im Vordergrund

steht.

Michael wird 50 – Jubelrufe,

Freudengesänge und Freibier

im Kurt-Georg-Kiesinger-Weg!

Guten Morgen Michael,

endlich hast du die Mitte des Lebens

erreicht – du hast jetzt ganz oben den totalen

Überblick, kannst stolz einen Rückblick

auf dein Leben machen und voller

Selbstvertrauen positiv einen Ausblick in

die Zukunft machen.

Wir wünschen Dir alles Gute zu Deinem

Geburtstag und dass sich alles erfüllt

was du Dir selber wünschst. Mach Dir einen

schönen Tag mit Kuchen, Sekt, Familie,

Kaffe, Glückwünsche, leckerem Essen,

Freunden, usw.

Alles Gute von uns allen … und wir

sehen uns irgendwann wieder auf Bahn 2.

Erhard wird 60 –

„du bist einzigartig“

Wenn unser heutiger Geburtstagjubilar

auf seine 60 Jahre zurückblickt, muss er

eigentlich sagen: „Boah was habe ich in

diesen Jahren schon alles gemacht …“

Und dabei hatte unser Erhard immer

den Anspruch an sich selbst die Dinge

ehrlich, perfekt und mit viel Sinn für sein

Gegenüber zu bewegen.

Erhard hat erst mal einen ehrlichen

Handwerksberuf als Zimmermann gelernt

(vielleicht ist dieser Einstieg, das

Fundament für ein erfolgreiches Leben),

war und ist eine genialer Fahrradmechaniker,

ist Bademeister mit Gespür, ist

Radtriathlontrainer, der aber auch jedem

das disziplinierte Radgruppenfahren beibrachte,

wurde Bürgermeister von Rohrdorf

und musste viel neues Lernen, ist ein

Freund klarer Worte, war erster Helfer vor

und nach dem Triathlon in Herlazhofen,

ist der König des Loipennetzes und des

Pistenbullys, ist humorvoll und immer an

einem Gespräch interessiert, war der König

der Radsprints selbst nach „anstren­

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


37

genden „Nächten, kann hochdeutsch

sprechen wenn es sein muss, ist ein Urgestein

im Triathlon bei uns, ist pragmatisch

und gibt dir immer eine helfende Hand

wenn du sie brauchst.

Lieber Erhard, schön dass du als wertvoller

Mensch immer noch in unserer

Mitte bis. Wir verneigen uns vor Ehrfurcht

und Respekt vor deiner Einzigartigkeit

und wünschen dir das Beste, verbunden

mit viel Gesundheit und Freude

am Leben, zu deinem Geburtstag.

„Das Fundament der Vielfalt ist die Einzigartigkeit!“

Ernst Ferstl

Liebe Corinne,

von uns allen die besten Wünsche zu

deiner Mitte des Lebens. Gesundheit,

allzeit neue Ziele und immer ein paar

Freunde um dich – das sind die Dinge,

die wir dir zur deinem 50igsten Geburtstag

wünschen. Wenn auch für dich der

letzte Triathlon schon ne Weile zurückliegt,

bist du doch immer ein aktiver,

bewegter Mensch mit vielfältigen Interessen.

Wir brauchen uns um deine dauerhafte

körperliche und geistige Fitness

keine Sorgen machen.

Meist schaut man ja an seinem 50igsten

zurück auf sein Leben und überlegt ein

wenig, was man in der Welt verändert hat:

Was für ein Glück, dass du dich nicht total

dem Sport verschrieben hast - du hast der

Welt so viel Musik gegeben – hast sogar

Triathleten zum Singen gebracht und das

ist so viel mehr wert, als eine paar glänzende

Blechpokale zu Hause im Regal …

Auch unser dauerhafter Garant für ein junges

Durchschnittsalter innerhalbe der Triathlon

Abteilung schwächelt etwas zu Beginn des

neuen Jahres. Tim Weilhammer wird 20 Jahre

alt und wir freuen uns mit ihm über sein

neues Jahrzehnt.

Lieber Tim,

du fröhlicher, strukturiert und höflicher

junger Mann und Athlet. Alle fragen sich,

was wird aus dir mal werden, denn du bist

jetzt schon so gut. Wir wünschen dir alles

Gute, eine steile Karriere in der Welt im

Sport und im Beruf … und dabei bedeutet

Karriere nicht immer mehr Geld. Aber

wir denken, dir sind die wichtigen Werte

im Leben bereits jetzt schon sehr bewusst

und da kann man dir (und deinen Eltern)

nur gratulieren.

Wir wünschen dir alles gute und Wünschenswerte

und freuen uns mit Dir …

und haue bei aller Strukturiertheit für das

Training, die Karriere und das Leben auch

mal einen raus. (an meine braven Stunden

im Leben erinnere ich mich nicht mehr,

aber den Mist den ich in der Jugend gemacht

sehr wohl – lasse das ja nicht deine

Eltern lesen…)

„Weisheit ist eine Tugend des Alters,

und sie kommt wohl nur zu denen,

die in ihrer Jugend weder weise waren

noch besonnen.“

Hannah Arendt

Corinne wird 50 – ohne Musik

wäre das Leben ein Irrtum

Wenn eine Melodie ein See wäre um darin

zu schwimmen, ein Klavier ein Rennrad

wäre und ein Gesang ein Lauf wäre …

… ja dann liebe Triathleten – dann

würde unser heutiges Geburtstagskind

euch alle niedermachen, plattmachen, deklassieren,

demütigen und besiegen.

Tim wird 20 – das Jahr fängt ja

gut an

Karl der Große erreicht die

Mitte des Lebens

Am 22.02.2017 begrüßten wir in unserer

Abteilung Karl Roth und wir nannten ihn

damals schon Karl den Großen – denn

wer mit drei kleinen Kidis, viel Beruf

und sonst noch ein paar Dingen den Mut

und die Courage hat, sich einer Triathlon

Gruppe anzuschließen, der ist sicher ein

ganz Großer. Heute über drei Jahre später

feiert er seinen 50.igsten Geburtstag und

wir verneigen uns mit noch größerem

Respekt vor unserem Karle. Er ist immer

noch mit Vorwärtsdrang in unseren Reihen

– sportlich und im Ehrenamt – sitzt

in der Vorstandschaft, hat einige Sprints

und eine Olympische Distanz erfolgreich

bestritten und hat weiterhin ein festes und

liebesvolles Fundament in seiner Familie.

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


38

Geburtstage

Lieber Karle,

die besten Glückwünsche von uns allen

zum Erreichen deiner Mitte des Lebens.

Coronabedingt fällt die Feier etwas kleiner

aus wie geplant, aber ich denke deine

Wünsche für die Zukunft gleichen das

komplett aus. Wir wünschen dir weiterhin

so viel Begeisterung und Freude an

unserem gemeinsamen 3-fach Sport und

bleibe weiterhin ein sehr wertvolles Mitglied

mit Hilfsbereitschaft, Einsatz und

Ideen in unserer Mitte. Halte weiterhin

fest an deinen Träumen und Wünschen,

auch wenn sie manchmal etwas zu groß

erscheinen. „Wenn dir deine Träume keine

Angst machen, dann sind sie nicht groß

genug“ sagte einst Cassius Clay, der größte

Boxer aller Zeiten. Die Zauderer, Ängstlichen

und Vorsichtigen die sich nicht

trauen, können immer nur sagen warum

sie ihre Träume nicht verwirklichen – jedoch

die Mutigen, Beherzten und Junggebliebenen,

können dir sagen, wie sie ihre

Ziele verwirklichen.

„Karle die nächsten 50 Jahre liegen vor

dir – fang an (groß) zu träumen!!“

Jubelrufe für Rita

Wir bekommen jetzt bald schönes Wetter,

des Leben normalisiert sich und

bald machen sogar die Wirtshäuser und

Kaffees wieder auf. Wie freuen wir uns

darauf! Aber jetzt kommt noch der Höhepunkt

für diese Woche – die Rita feiert

eine großes Jubiläum und hat einen runden

Geburtstag – ich schätze mal …? –

irgendwas mit 40 oder 45 (viel älter kann

sie nun wirklich nicht sein). Soviel Glück

auf einmal – das ist kaum zu fassen – der

Monat Mai 2020 wird in die Geschichte

eingehen.

Jubelrufe und Hosianna für Rita – eine

Stütze des Vereins hat Geburtstag.

Liebe Rita,

du unermüdliche Helferin, du Stütze

bei jedem Event, du Ja-Sagerin bei allen

Hilfe Anfragen – manchmal gehen die

Dinge etwas unter weil sie selbstverständlich

werden – Vielen Dank Rita für all deine

Unterstützung!!

Die besten Wünsche von uns Allen zu

deinem Tag, Gesundheit, genug in der

Trinkflasche und einen guten Windschatten,

immer ein paar Freunde um dich, Lachen

und Freude am Leben und positive

Gedanken im Gemüt. Bleibe weiterhin

ein Segment in unserer Mitte und freue

dich auf die Zukunft.

Mehr als die Vergangenheit interessiert

mich die Zukunft,

denn in ihr gedenke ich zu leben.

Albert Einstein

Emanuel wird 60 und Simone

backt Kuchen

Hallo Emanuel,

an diesem schönen Samstagmorgen

wollten wir dich mal hier vom Großglockner

anfunken und Grüße vorbeischicken.

Herzlichen Glückwunsch zu deinem

Ehrentag von der ganzen Triathlonschar.

Möge dir in deinem neuen Lebensjahrzehnt

alles gelingen was du dir vornimmst.

Aber wir haben alle keine Zweifel daran -

ruhig, konsequent und höflich, mit einer

starken Frau im Hintergrund wirst du

(fast) alles schaffen. Genieße den Tag,

lasse dich verwöhnen und freue dich über

die vielen Glückwünsche.

Trotzdem oben drauf von uns allen

noch die besten Wünsche und ein paar

Daumen die gedrückt werden – dann

klappt alles.

Martin Häfele wird 50

Hallo Martin,

„… immer fröhlich mit Vollgas …“ ist

der beste Spruch der mir zu dir je eingefallen

ist, weil er einfach passt. Nebendran

ein Bild von dir vor etwas mehr als 10 Jahren

– so wie ich sage: „Fröhlich mit Vollgas.“

Martin, wir sehen uns leider nicht

mehr so oft, aber gerade deshalb unsere

besten Wünsche zu deinem runden Geburtstag.

50 Jahre ist schon mal ein Grund

zum Feiern. Martin, alles Gute von uns

allen zu Deinem Geburtstag. Lass Dich

verwöhnen von Deinen Lieben, von deiner

Frau und von den Kleinen und den

Großen.

Gesundheit, schnelle Beine, eine tolle

Familie und Freude am Leben, das reicht

zum Glücklich sein. Hey Martin – lehne

dich zurück und sei stolz auf dich.

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


So geht’s weiter:

Die wichtigsten Termine

des Jahres 2021

39

Datum Veranstaltung Ort Ansprechpartner

hoffentlich bald wieder Schwimmtraining ab 19.45 Uhr Hallenbad Bad Wurzach Raimund Maurus

Mitte bis Ende April Radtrainingslager Allgäu (Infos folgen) zu Hause Werner Utz,

Raimund Maurus

09. 05. 2021 Testtriathlon Bad Wurzach beim Hallenbad Raimund Maurus

und viele Helfer

Mai bis September 2021

Rad-Training in zwei bis drei

Leistungsgruppen ab 18.00 Uhr

Laufen/Schwimmen soweit

örtlich möglich

1. + 2. Mittwoch im Monat am

TSG-Vereinsheim Leutkirch

3. – 5. Mittwoch im Monat

am Moorbad Herlazhofen

Rainer Schmid,

Gerhard Butscher,

Werner Utz

nach Bedarf und Wetter Wechsel-, Sprint- und Koppeltraining Stadion Leutkirch Roland Weber

Raimund Maurus

Werner Utz

24. 07. 2021 Grillfest Sportplatz Herlazhofen Werner Utz

Werner Vollmer

Ende August „Oimol um de Badsee schwimma“ Badsee Beuren Raimund u.

Andrea Maurus

Herbst 2021

Triathlonabteilung

Hauptversammlung

TSG Vereinsheim

Werner Utz und

Vorstandschaft

Herbst 2021 SVH-Hauptversammlung Gasthaus Halde Herlazhofen Werner Utz und

Vorstandschaft

Lokale Wettkämpfe

08. 03. 2021 Engadiner Skimarathon 21 und 42 km

15. 05. 2021 Bad Waldseer Lauffieber 10 und 21 km

09.05. 2021 Test-Triathlon Bad Wurzach

06. 06. 2021 Ironmännli Lustenau S

13. 06. 2021 Triathlon Lauingen S + O + M

20. 06. 2021 Triathlon Bregenz O

26. 06. 2021 Triathlon Ottobeuren S + O

27. 06. 2021 Triathlon Erbach S + O

11. 07. 2021 Ebenweiler Volks-Triathlon S

18. 07. 2021 Volkslauf Leutkirch 10,5 km

18. 07. 2021 Triathlon Schongau S + O

07. 08. 2021 Triathlon Ravensburg S

14. 08. 2021 Jannersee Triathlon Lauterach S

22. 08. 2021 Immenstadt Allgäu-Triathlon S + O + M

29. 08. 2021 Stadtlauf Bad Wurzach 6,7 km

Trans Vorarlberg Bregenz

M

26. 09. 2021 Schwarzer Grat Berglauf 6,3 km 10. 10. 2021

3-Länder-Bodensee-Marathon 42 km 31. 12. 2021

Silvesterlauf Kisslegg

7,1 km

S = Sprint O = Olympisch M = Mitteldistanz I = Ironman

SVH-Triathlon-Jahrbuch 2020


Verliere dein

Ziel nicht aus

den Augen …

Wir wünschen euch

stets eine gute Fahrt

im Jahr 2021

Breiteweg 13/1

88410 Bad Wurzach

Tel. 07564 4699

www.optik-westermayer.de

Die SVH-Triathlon-Abteilung bedankt sich recht herzlich bei den Sponsoren des Jahrbuches.

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