familie&co 07/2021

IDSDeutschland

Das Leben mit Kindern ist schön – und Familie ist das größte Abenteuer des Lebens! Keine andere Familienzeitschrift vermittelt eine so konsequente Botschaft wie FAMILIE&CO.
FAMILIE&CO ist die Zeitschrift für junge Familien mit Kindern bis 13 Jahre
Eltern können in FAMILIE&CO aus einem großen Fundus an Informationen und Service schöpfen, gestützt durch das Fachwissen anerkannter Experten. Kernthemen sind Erziehung und Entwicklung, Kindergarten und Schule, Gesundheit und Ernährung, Familienleben und Freizeit.

JULI 07/2021

GESUNDHEIT

Die grüne Apotheke –

was Heilkräuter wirklich

leisten können

ERNÄHRUNG

Vollkorngetreide bringt

Abwechslung auf den Teller,

ist lecker und gesund

ERZIEHUNG

Wie Sie „Aufschieberitis“

heilen können

ENTWICKLUNG

Verantwortung

übernehmen – ein

Lernprozess

10

Spiele-Klassiker

für draußen

neu entdeckt!

KITA

Natur: Warum

dieser Lernraum Kinder

so fasziniert

TALENTE

FÖRDERN


2

Raya und der letzte

drache

DIE JUNGE KRIEGERIN RAYA

MUSS DAS GRÖSSTE ABENTEUER

IHRES LEBENS BESTEHEN

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Die besten Familienfilme

des Sommers auf Disney+

Die Sommer-Highlights „Luca“, „Soul“ und „Raya und der letzte Drache“

machen jeden verregneten Tag schön und jeden sonnigen Tag magisch

1

2

3

1

Luca

LUCA UND ALBERTO GENIESSEN

DEN SOMMER IN EINEM ORT AN

DER ITALIENISCHEN KÜSTE

Das brandneue Disney/Pixar-Highlight „Luca“ lädt ab dem 18. Juni exklusiv

auf Disney+ nach Bella Italia ein! In der neuen Animationskomödie begleiten

wir die besten Freunde Luca und Alberto durch einen Sommer voller Spaß,

Action und Abenteuer an der italienischen Riviera. Doch etwas macht die beiden

Freunde ganz besonders… Was das ist? Das gilt es herauszufinden…!

Musikalisch und Oscar ® -prämiert verzaubert „Soul“. Der berührende Film

von den Pixar Animation Studios erhielt dieses Jahr gleich zwei Oscars ® – als

bester animierter Film und für den besten Soundtrack. Disney/Pixars „Soul“

erzählt die humorvolle und bewegende Geschichte des Jazzmusikers Joe, der

zusammen mit der altklugen Seele 22 Antworten auf einige der wichtigsten

Fragen des Lebens sucht.

Nicht in die Welt der Jazz-Musik, sondern in das fiktive Land Kumandra entführt

dagegen der Animationsfilm „Raya und der letzte Drache“ (ab sofort

für alle bestehenden Abonnenten ohne zusätzliche Kosten auf Disney+). Ein Ziel,

das sich garantiert in keinem Reisebüro finden lässt, dafür aber die ganze Familie

verzaubert, wenn sich die junge

Kriegerin Raya in ein wahrhaft

episches Abenteuer stürzt.

In Disney+ steckt noch

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Die Film-Highlights für die ganze Familie

sind nur der Anfang des unterhaltsamen

Sommerprogramms. Neben Filmen und

Serien von Disney selbst, gibt es ein abwechslungsreiches

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für alle. Dank vier zeitgleich möglicher

Streams kann ein Elternteil mit älteren

Kindern den neuen Blockbuster „Cruella“

(mit VIP-Zugang) streamen, während das

andere Elternteil mit den Jüngeren ab dem

2. Juli über die neue Disney+ Original Serie

„Monster bei der Arbeit“ (basierend auf dem

Animations-Hit „Die Monster AG“) lacht.

Die Frage, zu was Kinder auf der Plattform

Zugang haben, lösen Kindersicherung, Kids-

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3

Soul

JOE UND SEELE 22 SUCHEN NACH

DEM SINN DES LEBENS

Im

nächsten Heft

von familie&co und am

5. Juli im familie&co-Infoletter:

Dein Disney+ Spiel- und Bastelheft

für den Sommer!


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lecker!

14

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32

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TITEL: KHOSRORK, LADAVIE: ALLE ISTOCK (2)

LIEBE LESERIN,

LIEBER LESER,

wir freuen uns sehr, Sie

bei „familie&co

begrüßen zu dürfen !

Sie blättern gerade in der

Juli-Ausgabe.

Vorbereitet haben wir

über 50 Seiten spannende

Hintergrundinfos zum

Thema Familienleben,

wissenswerte Fakten

z. B. zu Erziehung und

Entwicklung, Schule und

KiTa, Gesundheit sowie

Ernährung u. v. m.

Viel Spaß beim Lesen !

Ihre

Redaktion

Inhalt

IM JULI

Kennen Sie schon die

GRATIS E-Paper-App von

„familie&co“? Einfach

QR-Code auf Seite 50

scannen und testen!

4 IST DAS ALLES NOCH NORMAL?

10 AUFSCHIEBERITIS

14 VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN

18 HÖRSPIELE

22 KRÄUTERKUNDE

28 ZAHNGESUNDHEIT – DIE ZWEITEN

32 LERNRAUM NATUR

36 TALENTSCHMIEDE

42 SCHÖNE ALTE KINDERSPIELE

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familie&erziehung

„IST DAS DENN

NORMAL?“

Bei aller Liebe – der Nachwuchs kann uns

manchmal schon ratlos machen: Zehn Fragen,

die Eltern bekannt vorkommen werden

K

inder können keine Ordnung

halten, dafür aber die fantasievollsten

Bilder der Welt malen.

Sie haben keine Vorstellung, wie lang

eine Stunde dauert, vermögen es jedoch,

sich unbändig auf den Kindergeburtstag

in einem Vierteljahr zu freuen. Sie

können sich über ein lustiges Wort kaputtlachen

und im nächsten Moment

hemmungslos zu weinen anfangen.

Manchmal können sie nicht eine Sekunde

Drücken Sie ein Auge zu, wenn kleine Schlafwandler Sie besuchen.

Kinder brauchen viel Wärme und Geborgenheit – gerade nachts

still sitzen bleiben und sind gleich darauf

auch schon eingeschlafen. Ist das denn

noch normal? Natürlich nicht! Zugleich

aber: selbstverständlich! Auch deshalb

faszinieren uns Kinder so sehr: Weil sie

noch nicht gelernt haben, reibungslos zu

„funktionieren“. Weil sie sich so der Logik

von uns Großen einfach entziehen.

Und weil sie sich nicht an Regeln halten,

die für uns selbstverständlich sind. Dabei

wollen wir unserem Nachwuchs ja gar

nicht seine Freiheit rauben – und müssen

ihm doch beibringen, in einer sozialen

Gemeinschaft seinen Platz zu finden.

Eine Gratwanderung, bei der die kleinen

Entdecker uns ganz schön ratlos machen

können. Und bei allem Verständnis, sind

wir doch immer wieder mal versucht,

zu fragen: „Ja, ist es denn wirklich normal,

dass …?“ Zehn solcher Fragen haben

wir hier aufgelistet und mithilfe der

familie&co-Experten beantwortet. So

manches Phänomen wird Ihnen sicherlich

bekannt vorkommen.

4 familie&co 07/2021


Ist es normal, ...

1

… dass mein Kind sich

bei den Nachbarn stets

vorbildlich benimmt – zu

Hause aber gleich darauf

nicht mehr?

Zugegeben, es klingt paradox – aber es

ist durchaus normal (übrigens auch unter

Erwachsenen!), dass wir ausgerechnet

unser „schlechtes“ Benehmen für unsere

Liebsten aufheben. Ein Grund zum Ärgern

ist das nicht, denn letztlich ist es ein

Vertrauensbeweis: Nur da, wo wir uns

wirklich angenommen fühlen, können

wir uns so zeigen, wie wir sind: übermütig,

ängstlich, albern – oder eben auch

mal streitsüchtig und aufsässig. Wenn

Sie also kopfschüttelnd feststellen, dass

Sie es mit den eigenen Kindern schwerer

haben als jeder andere, dann freuen Sie

sich, dass Ihrem Kind Unsicherheit und

Verlust ängste Ihnen gegenüber fremd

sind und es deshalb keine Konflikte mit

Ihnen scheut. Wichtig: Vermitteln Sie,

dass diese große Nähe auch besonders

große Solidarität erfordert und dass die

Familie ein Team ist, das zusammenhalten

muss. Was ist schöner als zu erleben,

dass Ihr Kind aus echter Überzeugung

mit Ihnen an einem Strang zieht?

2

Die beste Freundin ist wie ein Spiegelbild, das hilft, die eigene

Persönlichkeit zu entwickeln. Zum Teil ist der Kontakt sehr intensiv

… dass meine Tochter

sich nur noch mit einer

einzigen Freundin trifft –

mit der aber quasi ununterbrochen

zusammensteckt?

Die beste Freundin hat unbekannte Seiten

und ist doch wie ein offenes Buch,

erklärt die Diplompsychologin Angelika

Faas: „Alles, was einen beschäftigt,

kann man ihr haarklein anvertrauen

und dabei sicher sein, dass sie es versteht

und superinteressant findet. Bei

ihr muss man keine Angst haben, sich

zu blamieren oder kritisiert zu werden.

Schon deshalb, weil es ihr meist ähnlich

ergeht. Egal, ob es sich um Albernheiten,

Freude oder Ängste dreht: Sie ist

wie ein Spiegel, in dem man sich selbst

erkennt. Und genau das wird in dieser

Lebensphase gebraucht: ein Mensch,

mit dem man sich identifizieren kann

und von dem man sich am Abend auch

wieder verabschieden kann, ohne ihn

zu verlieren. Das hilft dabei, ohne

Verlustängste ein eigenes Profil zu ent-

wickeln. Schränken Sie den Umgang

der beiden Freundinnen also nicht ein.

Die Sorge, dass sie sich isolieren, ist

vermutlich unbegründet. Sobald die

Persönlichkeit sich mehr und mehr festigt,

endet diese Phase von allein.“

… dass wir fast jeden

3 Morgen unseren Dreijährigen

in der Besucherritze

unseres Ehebettes vorfinden?

Vor 150 Jahren hatten viele Kinder acht,

zehn oder mehr Geschwister; sie lebten

sozusagen in familieneigenen Kindergärten,

schliefen im gleichen Zimmer und

oft im gleichen Bett. Die Verhältnisse

sorgten für jenen Körperkontakt, den

Menschen – und ganz besonders Kinder

– brauchen. Besuche im Elternschlafzimmer

waren schlicht unnötig. Kinderpsychologe

Ingo Würtl: „Ihr Sohn benimmt

sich sehr ,normal‘! Wäre es nicht eher

ungewöhnlich, wenn er die Nächte ausschließlich

im eigenen Bett verbringen

wollte? Und keine Sorge: Die Lust ➼

07/2021 familie&co 5


familie&erziehung

auf die Besucherritze verliert sich mit

dem Älterwerden von allein. Genießen

Sie es, dass Ihr Sohn Ihre Nähe sucht:

Damit ist es früh genug zu Ende !“

4

… dass meine Tochter (7)

morgens regelmäßig eine

Szene macht, weil sie ihr Outfit

nicht schick genug findet?

„Bin ich schön?“, „Was steht mir?“,

„Wie möchte ich mich kleiden?“ – mit

sieben Jahren ist man da oft noch ganz

schön unsicher. Nichts gefällt so richtig,

und die Unzufriedenheit mit sich selbst

mündet nicht selten in Dis kussionen mit

der Mutter. Vor allem dann, wenn die es

tatsächlich zu ihrer Sache erklärt, in welchem

Outfit das Töchterchen zum Frühstück

erscheint. Kinderpsychologe Würtl

rät: „Helfen Sie Ihrem Kind, einen eigenen

Geschmack zu entwickeln. Lassen

Sie es einfach mal selbst – mit den vorhandenen

Sachen! – rumprobieren und

halten Sie sich mit Kritik zurück, auch

wenn das Ergebnis Sie mal ein wenig

in Verlegenheit bringt. Am besten lernt

man, wenn man Fehler machen darf!“

Eltern recht damit, den kleinen Wirbelwinden

zu vermitteln, wie wertvoll und

schön ein Familienessen sein kann. Und

dass dieses Erlebis nur zustande kommt,

wenn nicht alle ständig zwischendurch

aufstehen. Versuchen Sie es mit folgender

Regel: Wer aufsteht, signalisiert damit,

dass er fertig gegessen hat.

… dass unser Sohn (6)

6 noch mit zehn Jahren

jedes Fitzelchen Grün aus

seinem Essen pult?

Wenn es um das Thema Gemüse geht,

machen viele Kinder dicht. „Bloß keine

Panik!“, sagt Ernährungswissenschaftlerin

Isabelle Keller und rät dazu, trotzdem

nicht aufzugeben: „Sicherlich gibt es Gemüsesorten,

die Ihr Sohn völlig ablehnt,

bei anderen geht er vielleicht Kompromisse

ein. Lassen Sie ihn möglichst viel

mitbestimmen. Überlegen Sie gemeinsam,

was in der nächsten Woche auf den Tisch

kommt, und machen sich einen Spaß daraus,

zu zweit zu kochen. Kombinieren Sie

Lieblingsspeisen mit Gemüse. Treffen Sie

Absprachen: Was auf den Tisch kommt,

muss zumindest probiert werden. Und

denken Sie an Ihre Vorbildfunktion: Mögen

Sie wirklich gerne Gemüse, oder sind

Sie selbst jemand, der häufig mal etwas

an den Tellerrand schiebt? Kinder ahmen

das Verhalten ihrer Eltern gern nach –

wenn es ihnen in den Kram passt.“

… dass unser Sohn auch

7 bei kleinen Wehwechen

losheult und sich fast nicht

mehr einkriegt?

„Kinder kommen mit sehr unterschiedlichen

Charakteren auf die Welt und

reagieren auch auf Wehwehchen ent-

Klamotten sind Geschmacksache – warum nicht ausprobieren?

… dass Kinder beim

5 Essen nicht still sitzen

können und jeden Vorwand

nutzen, um aufzuspringen?

„Jetzt bleib doch endlich mal ruhig auf

deinen vier Buchstaben sitzen!“ – Kennen

Sie diesen Satz noch aus Ihrer eigenen

Kindheit? Es war eben schon immer

so: Kinder sind neugierig, lebendig, voller

Bewegungssdrang. Alles ist ungeheuer

wichtig und nichts kann warten! So viel

geballter Lebenshunger ist auch mit dem

Hunger auf ein belegtes Brot nicht zu

bremsen – das ist nicht nur normal, sondern

auch gut so. Trotzdem haben wir

6 familie&co 07/2021


sprechend unterschiedlich. „Der eine

sagt gelassen: ,Guck mal, Mama, ich

hab mich geschnitten‘, ein anderer

schreit bei jeder Schramme los, als müsse

er verbluten“, sagt Psychologe Ingo

Würtl. Ganz unschuldig seien die Eltern

daran nicht: „Kinder lernen das meiste

auf dem Wege der Nachahmung – auch

wehleidiges Verhalten. Manchmal ist es

aber auch das übertriebene Mitgefühl

der Eltern, das den Nachwuchs zum

Jammern verleitet. Sachliche Ruhe ist

hilfreicher als Panik.“ Und wenn das

Kind trotz aller Ruhe der Eltern bei

jedem Wehwehchen losheult? „Dann

warten Sie geduldig das Ende der Heulattacke

ab – und trösten sich damit,

dass Sechsjährige älter werden und sehr

lernfähig sind“, so Würtl.

… dass unsere Tochter

8

(5) praktisch nie aufhört,

wahlweise etwas zu

fragen oder zu erzählen – es

sei denn, sie schläft?

Die Welt einer Fünfjährigen ist ganz

schön kompliziert und unübersichtlich.

„Kinder, die sich kreativ mit diesem

Lebensgefühl auseinandersetzen, haben

Das Kinderzimmer als Raum für Kreativität: Eltern sollten

akzeptieren, dass Kinder eigene Ordnungssysteme haben

ständig eine Menge zu besprechen – vor

allem mit ihren Eltern, bei denen sie auf

Unterstützung und Orientierung hoffen“,

sagt Angelika Faas. „Und weil noch

keine sicheren Maßstäbe zur Verfügung

stehen, um das Erlebte einzuordnen,

drängt meistens alles auf einmal heraus.


unendliche

Kreativität

kompakt

verstaut

Ordnung

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leicht

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familie&erziehung

Beim Erzählen purzeln deshalb oft haargenaue

Beschreibungen, abenteuerliche

Interpretationen und absonderliche Übertreibungen

wild durcheinander. Hören

Sie geduldig zu, ohne zu unterbrechen –

aber fühlen Sie sich nicht verpflichtet, auf

alles immer gleich die perfekte Antwort

zu finden. Schön sind Familienrunden,

bei denen jeder berichtet, was am Tag

passiert ist“, sagt Angelika Faas.

9

… dass das Zimmer unseres

Sohnes (9) nach dem

Aufräumen immer gleich

wieder chaotisch aussieht?

„Dieses Phänomen ist der sichtbare Beweis

dafür, dass das Kind alle Sachen

ständig braucht, um seine Kreativität

ungehemmt ausleben zu können. Dazu

gehört auch, dass es eigene Ordnungskriterien

findet“, erklärt die Psychologin

Angelika Faas. Dabei gehe es auch

darum, Kontrolle über das eigene Reich

zu erlangen: „In der Kinderwelt wird

nach eigenen Regeln gespielt, die wenig

mit den Maß stäben der Erwachsenen

zu tun haben. Oft ist das Chaos also

auch ein Ausdruck dafür, dass ein Kind

in seinem Innenleben mit einem Durcheinander

beschäftigt ist. Allzu starkes

Eingreifen bringt da nichts. Lassen Sie

es bei groben „Sortierhilfen“ bewenden,

etwa indem Sie fünf große Kisten

aufstellen, in die alle Dinge hineingeworfen

werden können, die ungefähr

zusammenpassen.

… dass unsere Sechsjährige

jeden Trick aus-

10

probiert, nur um fünf Minuten

länger aufbleiben zu dürfen?

In diesem Alter fällt es noch schwer, sich

vom Tag mit seinen Eindrücken zu verabschieden.

Meistens kommt noch eine

diffuse Angst vor dem Übergang in die

Nacht hinzu: Plötzlich ist man allein, es

ist dunkel und still. Das Abschalten fällt

schwer, weil Unverarbeitetes Kopf und

Seele beschäftigt. Tri cks zur Vermeidung

des Zubettgehens sind wie Elemente einer

symbolischen Nabelschnur, die eine

Verbindung zur Familie darstellt. Kultivieren

Sie Einschlafrituale: Schnüren Sie

ein Paket mit allen Sorgen, und legen Sie

es gemeinsam für die Nacht beiseite.


Wohlfühlrituale helfen Kindern, den Weg ins Bett zu finden

FOTOS: ROMRODINKA, FIZKES, MKOVALEVSKAYA, EVGENYATAMANENKO, GPOINTSTUDIO: ALLE ISTOCK (5)

8 familie&co 07/2021


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familie&erziehung

Was tun gegen

Aufschieberitis?

Viele Kinder erledigen unangenehme Aufgaben

lieber später. Ab wann der Hang zum Verschieben

bedenklich wird und was dagegen hilft

D

u, Mama, ich muss dir was

sagen“, murmelt der neunjährige

Leon, als er mit schuldbewusstem

Gesicht in die Küche schleicht.

Seine Mutter ist gerade dabei, das

Abendbrotgeschirr in die Spülmaschine

zu räumen. Jetzt hält sie inne und seufzt,

weil sie ahnt, was kommt. „Sind da noch

irgendwelche Hausaufgaben, von denen

du mir nichts gesagt hast?“, fragt sie.

Zerknirschtes Kopfnicken. „Mal wieder

Mathe?“ Leon nickt erneut und blickt

zu Boden. Dieses Geständnis ist ihm

über die Maßen peinlich – aber es ist leider

unumgänglich. Denn wenn er morgen

schon wieder ohne Hausaufgaben

im Unterricht auftaucht, gibt es wirklich

Ärger. Schon viel zu oft hat er sich mit

Ausreden entschuldigt – und natürlich

jedes Mal versprochen, dass alles besser

wird.

Seine Mutter schiebt ihren Ärger beiseite,

diesem Unglücksraben an der Küchentür

kann sie nicht böse sein. Aber

sie macht sich langsam Sorgen: In letzter

Zeit ist ihr Jüngster enorm unzuverlässig

geworden. Ständig diese Minidramen

wegen der Hausaufgaben; ausgerechnet

jetzt, da bald die Entscheidung ansteht,

ob Leon nächstes Jahr aufs Gymnasium

gehen soll. Auch das Aufräumen seines

Zimmers und andere Haushaltspflichten

erledigt er meist nur noch nach vielfacher

Erinnerung. Kein Zweifel: Ihr

Sohn ist an chronischer Aufschieberitis

„erkrankt“. Aber warum? Ist etwa ihre

Erziehung schuld? Und was ist zu tun,

damit sich dieses Verhaltensmuster wieder

ändert?

Schnelles Einschreiten ist in jedem Fall

empfehlenswert, meint der Psychologe

und Buchautor Hans-Werner Rückert.

Er hat das Aufschiebeverhalten von

Kindern und Erwachsenen untersucht

und weiß: Ungeliebte Aufgaben liegen

zu lassen ist ein Muster, das man sich

regelrecht antrainieren – und leider nur

schwer wieder abgewöhnen kann.

Doch natürlich ist deshalb nicht immer

gleich Sorge angebracht. So ziemlich jeder

könnte Tätigkeiten aufzählen, die er

stets erst erledigt, wenn Druck von außen

ihn dazu zwingt, sei es nun das Abgeben

der Steuererklärung oder die Erledigung

lästiger Haushaltsarbeiten. Nicht

weiter schlimm – solange wir rechtzeitig

und ohne allzu großen Leidensdruck die

Kurve kriegen.

Aufschieben ist auch

Gewohnheitssache

Aufmerken sollte man, wenn die Aufschieberei

den Alltag ins Schlingern

bringt. Wenn Wichtiges nicht mehr in

letzter Minute, sondern gar nicht mehr

erledigt wird. Oder wenn die Qualität

10 familie&co 07/2021


der Arbeit unter dem knappen Zeitmanagment

leidet. Und wenn wir selbst uns

schlecht und schuldig fühlen – so wie

Leon, der über die „vergessenen“ Hausaufgaben

mindestens ebenso unglücklich

ist wie seine Mutter.

Doch warum hat er sie dann nicht einfach

rechtzeitig gemacht? Eine Frage,

auf die es keine einfache Antwort gibt.

Denn für massives Aufschiebeverhalten

ist in der Regel ein Bündel von Gründen

verantwortlich. „Ein Grundproblem ist

oft, dass Kinder noch nicht wissen, wie

man sich organisiert. Sich Dinge ➼

Vergleiche und

Vorwürfe vermeiden

Wie Sie Kinder beim Kampf gegen das

Aufschieben unterstützen können

• Rituale helfen beim Einhalten regelmäßiger

Alltagspflichten. Zum Beispiel: Freitag ist

Zimmeraufräumtag. Danach geht’s mit Papa ins

Schwimmbad. Oder: Nach dem Mittagessen gibt

es immer ein Viertelstündchen Pause, danach

heißt’s: Hausaufgaben ahoi!

• Größere Aufgaben unterteilen – in viele

kleine Einzelschritte. Gehen Sie z. B. gemeinsam

mit Ihrem Kind seine Hausaufgaben durch und

machen Sie ihm Mut: Englisch ist gar nicht so viel,

das schaffst du in 20 Minuten. Und deine Mathe-

Aufgaben hast du gestern auch gut hingekriegt!

• Ein Zeitplan hilft Ihrem Kind, wenn besonders

viele Dinge zu erledigen sind. Besprechen

Sie gemeinsam, wo die Prioritäten liegen und

was zuerst angepackt werden sollte. Sehr lehrreich

ist es für Kinder, mal zu beobachten, wie

lange sie für welche Tätigkeit brauchen. Ermuntern

Sie sie also ruhig zum Blick auf die Uhr.

Hektik sollte dabei natürlich nicht aufkommen!

• Vorwürfe vermeiden: Wer etwas nicht

rechtzeitig hinbekommen hat, fühlt sich meist

ohnehin schlecht. Übermäßige Kritik facht nur

die Angst an, beim nächsten Mal erneut zu versagen.

Hilfreich ist Ursachenforschung und die

Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten.

• Keine Vergleiche! „Dein Bruder schafft

seine Aufgaben auch alleine!“ oder „Nimm dir

ein Beispiel an deiner Schwester, die hilft immer

beim Abwaschen!“ – diese Aussagen wirken

entmutigend und demotivierend, vor allem auf

jüngere Geschwister, die ohnehin oft das Gefühl

haben, nicht mithalten zu können.

• Belohnungen in Aussicht stellen – das

wirkt am besten. Vermeiden Sie Belohnungen während

kurzer Arbeitsunterbrechungen, denn so wird

das ständige Pausemachen förmlich antrainiert.


familie&erziehung

vorzunehmen und dann auch in einer bestimmten

Frist umzusetzen muss erst gelernt

werden“, sagt Hans-Werner Rückert.

Dabei ist selbstverständlich die Hilfe

der Eltern gefragt. Aber auch die Schulen

können etwas tun, meint der Psychologe

und verweist auf vorbildliche Modelle in

Schweden.

Hier bekommen Grundschüler die Hausaufgaben

für eine ganze Woche gestellt.

Wann sie was erledigen, dürfen sie selbst

entscheiden. So lernen sie schon früh, wie

man sich Arbeit sinnvoll einteilt – und

was dabei alles schiefgehen kann. Denn

tatsächlich haben Kinder in den ersten

Schuljahren naturgemäß ihre Probleme

mit dem Zeitmanagement. Sie haben

noch keine Vorstellung davon, wie lange

sie für bestimmte Tätigkeiten brauchen

werden. Auch das Strukturieren komplexer

Aufgaben fällt ihnen schwer. Das zu

bewältigende Pensum erscheint ihnen als

ein einziger Berg von Arbeit.

Wie einfach es sein kann, ihn in vielen

kleinen Einzelschritten zu überwinden,

können und sollten Erwachsene Kindern

zeigen. Es ist keine übertriebene Einmischung,

wenn Eltern ihnen eine Zeit lang

beim Organisieren des Tagesablaufes zur

Seite stehen, öfter mal nachfragen, wie

die Erledigung von Aufgaben vorangeht,

und die eine oder andere Erinnerung aussprechen.

Auch das Abschirmen vor zu

viel Ablenkung kann eine sinnvolle Hilfestellung

sein. Aber damit allein ist die leidige

„Aufschieberitis“ noch nicht passé.

Angst vor Druck fördert

die Aufschieberitis

Es lohnt ein Blick darauf, welche Tätigkeiten

wir mit besonderer Vorliebe vor

uns herschieben. Sind es die unangenehmen,

etwas langweiligen Arbeiten, wie

Geschirr abwaschen oder Staubsaugen?

In der Regel nicht! Die Erfahrung zeigt:

Besonders häufig weichen Groß und

Klein jenen Aufgaben aus, von denen sie

sich unter Druck gesetzt fühlen – weil

sie schwierig zu erledigen sind oder weil

ihre erfolgreiche Umsetzung besonders

wichtig genommen wird. Bei manchen

Menschen ist die Angst vor Druck sogar

derartig ausgeprägt, dass sie absichtlich

Erfolge vermeiden – nur um in der Zukunft

nicht von zu hohen Erwartungen

in die Enge getrieben zu werden.

Das Vertagen von wichtigen Tätigkeiten

befreit uns zunächst aus der Drucksituation:

Die Gefahr zu versagen ist

gebannt – zwar nur vorerst, aber immerhin.

Mittel- und langfristig hat das Aufschieben

fast immer negative Effekte auf

die Psyche. Denn wer etwas wissentlich

zu spät erledigt, läuft meist mit Schuldgefühlen

herum und ist deshalb angespannt

und unkonzentriert. Oft leidet auch das

Selbstwertgefühl: Man wirft sich vor, ein

willensschwacher Mensch zu sein. Dazu

kommt die unweigerliche Kritik von außen,

falls wir einen Termin dann tatsächlich

versäumt haben. Keine gute Voraussetzung,

um die nächste wichtige Arbeit

optimistischer anzugehen.

Mut machen – und nicht

zu hart kritisieren

Doch warum wird die Angst vor dem

Versagen überhaupt so übermächtig?

12 familie&co 07/2021


FOTOS: FIZKES, BRIANAJACKSON: ALLE ISTOCK (2)

„Niederlagen belasten uns, weil sie als

schambehaftet erlebt werden – eine

Sichtweise, die anerzogen ist“, sagt

Rückert. „Schauen Sie sich ein Kind an,

das laufen lernt. Es steht auf und fällt

gleich wieder hin, immer wieder, ohne

länger darunter zu leiden. Ihm fehlt die

Erfahrung, dass Scheitern peinlich sein

kann – also auch die Angst davor.“ Deshalb

sei es wichtig, Kinder nicht zu hart

zu kritisieren, wenn sie etwas versäumt

oder nicht hinbekommen haben.

Übertriebene Gelassenheit ist allerdings

auch nicht angebracht: Sie wirkt auf den

Nachwuchs nicht entlastend, sondern

gleichgültig. Kinder wollen spüren, dass

die Eltern ihre Belange wichtig nehmen

– auch wenn das Kontrolle oder Kritik

bedeutet. Es ist sogar möglich, dass sie

absichtlich Termine versäumen, nur um

zu testen, wie Mama oder Papa darauf

reagieren. Aber: Wie sollte diese Reaktion

denn im Idealfall aussehen?

Kehren wir zurück in die abendliche Küche,

wo Leon noch immer Löcher in die

Luft starrt, während seine Mutter sich

innerlich gerade von der neuen Folge

ihrer Lieblings-TV-Serie verabschiedet.

Vorwürfe erspart sie ihm – und handelt

damit richtig: Das schlechte Gewissen

von Leon ist bereits groß genug. Falsch

wäre aber, den Vorfall einfach durchgehen

zu lassen. „Die Eltern sollten ruhig

und bestimmt klarmachen, dass es in Zukunft

eine Verbesserung geben muss, und

Mut machen, dass diese auch gelingen

wird“, rät Rückert. „Vermitteln Sie, wie

viel Ihnen an der Erledigung bestimmter

Arbeiten liegt. So fällt es Kindern leichter,

sie ebenfalls ernst zu nehmen“, rät

der Psychologe. Oft wirke auch der Anreiz

einer Belohnung Wunder. Zumindest

sollte sich der Nachwuchs auf ein dickes

Lob freuen dürfen.

Bei dauerhaften Problemen sollten Sie

gemeinsam mit Ihrem Kind den Gründen

nachgehen. Gibt es etwas, das bei

ihm Zukunftsängste oder Verunsicherung

auslöst? Fühlt es sich zu wenig

umsorgt und sucht Aufmerksamkeit? Ist

eine ungute Konkurrenzsituation unter

Geschwistern schuld?

In Leons Fall stellt sich bei einem Gespräch

am nächsten Tag heraus, dass

der anstehende Schulwechsel ihn belastet.

Er hat Angst, auf dem Gymnasium

INTERVIEW

Aufschieben hat durchaus sein Gutes

Zeitdruck kann kopflos machen – oder effektiv und kreativ. Psychologin

Dr. Angelika Faas über die positiven Aspekte des Aufschiebens

familie&co: Manche Menschen

erledigen Wichtiges erst zum

spätmöglichsten Termin, oft

unter Zeitdruck. Was ist daran

gut?

Angelika Faas: Als Kind wurden wir

immer mit Weisheiten à la „Was du

heute kannst besorgen …“ belehrt.

Als sei es besonders edel, alles sofort

wegzuschaffen. Wer sagt, dass

es verwerflich ist, Dinge erst am

letztmöglichen Termin zu erledigen?

Ich glaube, dass ein solcher moralischer

Zeigefinger für Kinder nicht

hilfreich ist. Sie sollten ohne unnötige

Schuldgefühle lernen, ein eigenes

Zeitmanagement zu entwickeln.

Und: Eine „innere Bremse“, die uns

dazu bringt, Dinge warten zu lassen,

hat oft ihre Berechtigung. Sie bewahrt

uns davor, kopflos in Hektik zu

verfallen. Während die Arbeit scheinbar

unbeachtet herumliegt, können

wir uns innerlich damit beschäftigen.

Vermutlich wird das Ergebnis

dadurch sogar manchmal besser.

Hilft Zeitdruck uns tatsächlich

dabei, uns besser zu

konzentrieren?

Auf jeden Fall hilft er dabei, Prioritäten

zu setzen. Unter Zeitdruck sind

wir weniger anfällig für Ablenkungen.

Angesichts wirklich knapper

Zeit ist man nicht versucht, sich

einen Kakao zu machen oder mit

der besten Freundin zu telefonieren.

nicht mithalten zu können, vor allem in

Mathe. Deshalb weicht er jeder Berührung

mit dem Fach aus und wird dabei

immer mutloser, auch was andere Aufgaben

angeht. Zum Glück gibt es gegen

die Alltags-Verschieberitis viele gute

Tricks (s. Kasten S. 11). Mit deren Hilfe

werden es Leons Eltern bestimmt schaffen,

ihm seine Sorgen zu nehmen.

Es kann aber auch passieren,

dass wir den Kampf gegen

die Zeit verlieren und Dinge

unerledigt bleiben …

Das hat aber oft sogar seine guten

Seiten! Wer auch mal was vermasselt,

schützt sich damit vor übertriebenen

Erwartungen. Wer hingegen

immer alles irgendwie hinkriegt, stellt

fest, dass seine Umwelt das bald für

selbstverständlich hält – und einfach

die Anforderungen immer weiter

hochschraubt.

Für manche Menschen scheint

Zeit druck ja wie ein positiver

Kick zu wirken. Womit hängt

das zusammen?

Eigentlich ist es doch das

Schlimmste, wenn unsere Umwelt

uns gleichgültig gegenübersteht,

wenn niemand sich dafür interessiert,

ob wir etwas erledigen und

wann. Kinder, die von ihren Eltern

maßvoll gefordert werden, empfinden

das vordergründig vielleicht

als unangenehm. Es gibt ihnen aber

das Gefühl, geliebt zu werden und

wichtig zu sein. Sie merken: Jetzt

kommt es auf mich an!

Außerdem kennt jeder die Euphorie,

die sich einstellt, wenn wir etwas

im letzten Moment noch geschafft

haben. Auf eine solche Leistung

sind wir meist besonders stolz und

fühlen uns dadurch unangreifbar

und so richtig lebendig.


familie&erziehung

SELBST

sind die Kleinen!

Wie Kinder selbstverantwortliches Handeln und Selbstreflexion lernen – und über Vernunft

und Empathie auch Verantwortung für andere entwickeln

14 familie&co 07/2021


V

erantwortung – ein

großes Wort, ein

wichtiger Wert. Die

Wurzeln dafür liegen bereits

in der frühen Kindheit. Denn

ein vollständig ausgeprägtes

Verantwortungsgefühl –

quasi pünktlich zum ersten

Pickel, Barthaar oder Arbeitsvertrag

– entsteht nicht

von heute auf morgen. Vielmehr

braucht es dafür einen

Lernprozess für Kind und

Eltern gleichermaßen.

Letztere haben dabei zwei

klare Aufgaben: Sie sollten

nicht nur den eigenen Drang

zurückschrauben, Verantwortung

für ihr Kind zu

übernehmen, sondern ihm

auch dieses Wertekonzept

nahebringen – und zwar

altersgerecht.

Ver-antwort-ung

Doch ab wann ist ein Kind

dazu bereit? „Der Begriff

Verantwortung beinhaltet

gewissermaßen auch den

der Antwort. Das bedeutet,

dass man begründen können

muss, was man tut bzw. was

die Beweggründe sind, die zu

dieser Handlung führen“, so

Diplom-Psychologin Dr. Angelika

Faas. „Kleine Kinder

sind mit solch einem komplexen

Vorgang natürlich überfordert.

Frühestens ab dem

Alter von drei Jahren können

sie eine gewisse Eigenverantwortung

für ihre Taten übernehmen

– dann, wenn sie

anfangen, ich zu sagen.“

Erfolgt aus dem Bewusstsein

für das eigene Handeln ein

kritisches, reflektiertes Hinterfragen?

„Auf lange Sicht

stimmt das. Kinder lernen

durch ihre Handlungen –

und zwar auch, die Verantwortung

dafür zu tragen“,

meint Angelika Faas. „Ein

bekanntes Beispiel hierfür ist

die heiße Herdplatte, auf die

ein Kind kein zweites Mal

fassen wird, wenn es sich

verbrannt hat. Kinder lernen

aus Fehlern, bei denen sie zu

Schaden kommen.“

Wie profitieren Kinder?

Durch früh erlerntes Verantwortungsbewusstsein

wird

jedoch nicht nur das Reflexionsvermögen

der Kinder

gestärkt. „Durch diese frühe

Vermittlung entwickelt ein

Kind leichter ein stabiles

Selbstbewusstsein und kann

auch erkennen, wie wichtig

die eigene Haltung ist: Ich

bin wichtig. Auf mich kommt

es an“, erläutert Angelika

Faas. „Dabei sind diese Fragen

zentral: Wer bin ich?

Was wird von mir erwartet?

Was erwarte ich von den anderen?“

Selbstbewusste ➼

3 FRAGEN AN ...

Voneinander lernen

Verena Bloch, Fachreferentin

für Bildung und Kinderrechte bei

World Vision Deutschland e.V.

familie&co: Wie kann eine Kinderpatenschaft

über World Vision das Verantwortungsbewusstsein

von Kindern fördern?

Verena Bloch: Kultureller Austausch sensibilisiert sowohl

die Patenkinder als auch Kinder und Erwachsene

hier in Deutschland. Beide Seiten lernen voneinander.

Der persönliche Kontakt regt die Kinder der Pateneltern

an, sich mit der Lebenswelt anderer Kinder auseinanderzusetzen.

Auch, weil die Kinder auf diese Weise erleben,

wie sehr sich die Lebensumstände der Patenkinder

von den eigenen unterscheiden können?

Genau. Während Kinder in Deutschland erste Verantwortung

lernen, z. B. durch das Aufräumen ihres Zimmers,

lernen somalische oder westafrikanische Nomadenkinder

schon als Fünfjährige, sich um die Tiere zu kümmern.

In Zentralamerika backen zehnjährige Mädchen die

Tortillas fürs Frühstück. Bauernkinder helfen auf dem

Feld oder bei der Verarbeitung der Feldfrüchte mit,

sobald sie laufen und ihre Hände gebrauchen können.

Da gilt es dann, zwischen Verantwortung

einerseits und Kinderarbeit andererseits zu

unterscheiden – inwieweit profitieren die

Patenkinder von World Vision in dieser Beziehung

von der Patenschaft?

Das stimmt, dies muss durchaus kritisch betrachtet

werden, insbesondere wenn wir an Kinderarbeit denken:

Jedes zehnte Kind auf der Welt wird ausgebeutet oder

nicht altersgemäß beschäftigt. World Vision setzt sich

mit seinen Projekten dafür ein, dass die Kinder mehr zu

ihrem Recht auf Kindheit kommen, indem man eine

gesunde Balance zwischen familiärer Verantwortung

und der persönlichen Entwicklung durch Bildung, Spiel

und Freizeit herstellt. Die etwas älteren Mädchen und

Jungen erhalten unter anderem in den von uns geförderten

Kinderclubs viele Anregungen für persönliches

und gemeinschaftliches Engagement.

Wer früh Verantwortung

lernt, entwickelt leichter ein

stabiles Selbstbewusstsein

07/2021 familie&co 15


familie&erziehung

Das Verwöhnproblem

Die Bezeichnung „Helikopter-Eltern“

– ein metaphorischer

Begriff für überbehütende

Eltern – findet sich in den

letzten Jahren immer häufiger

in pädagogischen Diskussionen.

Der Vorwurf, der

dahintersteckt: Durch übermäßige

Fürsorglichkeit

können Kinder nicht lernen, auf

eigenen Beinen zu stehen. Auch

ihr Verantwortungsgefühl leidet

darunter.

„Dieses elterliche Vorgehen –

bei besten Absichten – bewirkt

oft das Gegenteil von

Autonomie. Die Folgen

sind selbst in späterem Alter

die ständige Erwartung, dass

jemand anderes die Führung

übernimmt. Die Kinder

geraten später leicht in Abhängigkeiten,

bis zu dem

Punkt, dass sie insgesamt nicht

lebenstüchtig sind, maßlose

Ansprüche haben oder kein

Selbstbewusstsein entwickeln“,

warnt die Psychologin

Dr. Angelika Faas.

„Eine negative Begleiterscheinung

ist der Hang zu Schuldzuweisungen,

wenn etwa

Misserfolge oder Verfehlungen

immer nur anderen angelastet

werden, wohingegen Lob

und Anerkennung für sich

selbst verbucht werden“, so die

Psychologin.

Für Behütung und Verwöhnen

gilt also meist: Weniger ist oft

mehr!

Kinder, die sich ihrer eigenen

Haltung sicher sind, zeigen

dies auch zwischenmenschlich:

Sie sind leichter in der

Lage dazu, Sozialkompetenz

und Empathie zu zeigen.

Regeln geben Struktur

Doch wie kann das Konzept

„Verantwortung“ Kindern

unterschiedlichen Alters nahegebracht

werden? Beginnt

das Kind damit, ein Bewusstsein

für seine Handlungen

zu entwickeln, kann es dafür

sensibilisiert werden, dass

es nicht in einem Vakuum

agiert. Denn Handlungen haben

auch einen Einfluss auf

andere – sei es die Jacke, die

es mitten auf dem Flurboden

liegen lässt oder das Glas

Wasser, das es umwirft.

„Verantwortung für sich

selbst und andere übernehmen

zu können beginnt damit,

dass es zu Hause zum

Verantwortung muss

geübt werden – ohne

drohende Strafen

Beispiel bestimmte Regeln

für das Zusammenleben gibt.

Diese sollen möglichst klar

und nachvollziehbar sein

und sich dynamisch an das

Alter der Kinder anpassen.

Erst durch solch eine Struktur

entsteht Orientierung

und Vertrauen“, sagt Angelika

Faas.

Eine Übereinkunft, an die

sich jeder zu Hause halten

muss, könnte so lauten: Für

die ordentliche Verwahrung

und die Sauberkeit seiner

Kleidung ist jeder selbst verantwortlich.

Wer beim Essen

und Trinken kleckert, muss

es selbst aufwischen. Klare

Regeln wie diese, die auf alle

Familienmitglieder übertragen

werden, helfen Kindern

dabei, pflichtbewusstes

Verhalten zu üben. Es wird

ihnen signalisiert, dass es

Handlungsbereiche gibt, auf

die allein sie Einfluss nehmen.

Das Herumalbern mit

dem Wasserglas zieht also die

Konsequenz nach sich, verschüttete

Flüssigkeit selbst

aufwischen zu müssen –

und wird dadurch auch eher

überdacht.

Learning by doing

Wichtig ist auch, die Kinder

in diesem Lernprozess frei

agieren zu lassen: Verantwortung

zu übernehmen

muss geübt werden – ohne

drohende Sanktionen oder

Missbilligungen. „Strafen

sind selten sinnvoll, allerdings

sollten die Konsequenzen

bei Regelverstößen vorher

klar sein“, sagt Angelika

Faas. „Verbindlichkeit und

Verlässlichkeit entstehen,

wenn Vereinbarungen, Verabredungen

und Versprechen

eingehalten werden. Wenn

sich also auf diese Weise Vertrauen

in die eigenen Möglichkeiten

entwickelt, kann

auch das Vertrauen zu anderen

wachsen.“

FOTOS: FAMVELD (2), GALINA ZHIGALOVA: ALLE ISTOCK

16 familie&co 07/2021


Pflichtgefühl – auch

für andere

Ein nächster Schritt in der

Entwicklung ist, nicht nur

für eigene Handlungen einzustehen,

sondern auch

Verantwortung für andere

zu entwickeln. Sei es ein eigener

Hase oder auch das

Aufpassen auf ein kleineres

Geschwisterkind: Sich um

andere zu kümmern, setzt

Empathie voraus.

„Man muss ein gewisses Maß

an Einfühlung aufbringen –

nicht nur von sich auf andere

schließen können, sondern

auch deren Unterschiedlichkeit,

deren Besonderheit

anerkennen“, so Dr. Faas.

Kleinkinder zeigen sich von

so einer komplexen Transferleistung

oft noch überfordert

– diese Entwicklung braucht

Zeit. Größere Kinder dagegen,

die bereits an das Thema

„Eigenverantwortung“ herangeführt

wurden, schätzen

ihre Handlungen vernünftiger

und realistischer ein. Das gilt

beispielsweise auch für die

Besonderheiten, die ein Haustier

oder eine Zimmerpflanze

ausmachen und die sie beachten

müssen.

Die Eltern als Vorbild?

Die Orientierung am Handeln

der Eltern kann helfen:

Wie wird eine Pflanze gepflegt?

Was mache ich, wenn

mein kleiner Bruder weint?

Dabei ist ein reflektiertes

Verhalten der Eltern wichtig.

„Ein Nachahmungseffekt

ist wirksam, wenn die Erwachsenen

ihre Worte und

Taten in einem bestimmten

Kontext offen und ehrlich

mit den Kindern besprechen.

Was beabsichtigen sie oder

wollen sie vermeiden?“, betont

Angelika Faas.

Fazit: Verantwortung lernen

ist ein Prozess, der sich über

viele Jahre erstreckt – sich

aber immer auszahlt!


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familie&entwicklung

NAHRUNG

für die Fantasie

Wie Hörspiele die kindliche Vorstellungskraft fördern

MEILENSTEINE

des Hörspiel-Hörens

18 familie&co 07/2021

1924

„Zauberei auf dem

Sender“ von Hans

Flesch ist das erste im

deutschen Radio ausgestrahlte

Hörspiel.

1936

Orson Welles

inszeniert in den USA

das Hörspiel „Krieg der

Welten“ um einen Marsangriff.

Zeitschriften

berichten von Hysterie

und Massenpanik

bei Hörern.

1945 - 1960

Hörspiel-Boom in

Deutschland: Die

Radiosender senden

bis zu 500 Hörspiele

jährlich.

1964

Die Musikkassette

(MC) kommt auf den

Markt. Gemeinsam mit

der Langspielplatte

bringt sie ab den 1970er

Jahren Hörspiele in die

Kinderzimmer.


G

Kinder lieben Geschichten.

Und: Sie

lieben Wiederholungen.

Erzählungen, die die

Kleinen immer wieder hören,

sind für sie vertraut und vorhersehbar

– und vermitteln

dadurch Sicherheit. Vermutlich

gibt es auch in Ihrer Familie

dieses eine Bilderbuch,

das Sie auswendig aufsagen

können. Ganz einfach, weil

Ihr Nachwuchs es immer

und immer wieder vorgelesen

bekommen möchte – am

liebsten fünf Mal hintereinander.

Aber Hand aufs Herz:

Wie oft haben wir Eltern

(erst recht im Pandemie-Alltag)

wirklich die Zeit oder

die Nerven, die sehnlichen

„Nochmaaaal lesen!“-Wünsche

zu erfüllen?

Zum Glück gibt es Hörspiele:

Mit endloser Geduld erzählen

die verschiedenen

Stimmen der Sprecherinnen

und Sprecher die Lieblingsgeschichten

unserer Kinder immer

und immer wieder. Und

das auch beim zwölften Mal

noch genauso motiviert und

fehlerfrei wie in Runde Eins.

Den Bildern im Kopf

freien Lauf lassen

Und das ist nicht der einzige

Vorteil des Hörspiels: Anders

als Bilderbücher – und erst

recht bewegte Bilder auf dem

Bildschirm – lassen die gehörten

Geschichten der kindlichen

Fantasie komplett freien

Lauf: „Ein Bilderbuch

gibt dem Kind auf jeder Seite

eine Visualisierung vor“, erklärt

Erziehungsberaterin

Imke Dohmen. „Entdecken

die Protagonisten zum Beispiel

einen Piratenschatz,

dann wird dieser in seiner

ganzen Pracht abgebildet:

Holzkiste, Gold, Perlen. Ein

Bild zum Staunen und Entdecken

– aber nicht zum selbst

Ausdenken. Bei einem Hörspiel

ist das anders: Hören

die Kinder, dass ihre Helden

einen Schatz entdecken, dann

malen sie sich die Details

„Alles, was nicht

auf dem Hörspiel-Cover

abgebildet ist, entsteht

in der Vorstellungskraft

der Kinder“

selbst aus: Liegen da Edelsteine?

Sind es rote Rubine

oder blaue Saphire? Ist die

Kiste hell- oder dunkelbraun,

gut erhalten oder von Holzwürmern

zerfressen? All das

passiert automatisch in den

Köpfen der Kleinen – und ist

eine großartige Förderung

der kindlichen Fantasie.“

Das klappt natürlich nicht

nur bei Schatzkisten, sondern

auch bei Monstern und Tieren,

Fabelwesen und Fahrzeugen,

Häusern und ganzen

Städten: „Alles, was nicht

auf dem Hörspiel-Cover abgebildet

ist, entsteht in der

Vorstellungskraft der Kinder“,

erklärt Imke Dohmen.

Wie gut das funktioniert,

kennen auch wir Erwachsenen:

„Wann waren Sie das

letzte Mal von einer Romanverfilmung

enttäuscht, weil

Sie sich die Charaktere und

Schauplätze ganz anders vorgestellt

hatten?“, gibt die Expertin

zu bedenken. „Kinder,

die ein Hörspiel hören, malen

sich das Gehörte detaillierter

und individueller aus,

als die Umsetzung eines Erwachsenen

es jemals könnte

– sei es als Bilderbuch, Zeichentrickserie

oder abendfüllender

Film.“

Hörspielen lauschen

fördert den Wortschatz

Neben der Fantasie regen die

gehörten Geschichten auch ➼

1965

1969

1979

1983

Andreas E. Beurmann

gründet das Label

EUROPA. Mit „Der

Struwwelpeter“ oder

„Grimms Märchen“ erscheinen

„Lesungen mit

Musikuntermalung“.

Der Stuttgarter

Reclam-Verlag

veröffentlicht einen

Hörspielführer als

Nachschlagewerk.

EUROPA veröffentlicht

die erste Folge der

Hörspielreihe „Die

drei ???“. Sie ist mit

mehr als 50 Mio. verkauften

Tonträgern die

erfolgreichste Hörspielproduktion

der Welt.

Das Zeitalter der Compact

Disc (CD) beginnt. Ihr großer

Vorteil: keine Störgeräusche

mehr. Ihr Nachteil

(gerade im Kinderzimmer):

Sie zerkratzt sehr schnell.

07/2021 familie&co 19


familie&entwicklung

den Wortschatz an: Das Hören

ist die Basis für den Spracherwerb

– und damit auch

für die Ausdrucksfähigkeit.

„Gerade Kindern, die noch

nicht selbst lesen können,

hilft das Hörspielhören, den

eigenen Wortschatz zu erweitern

und sich bislang völlig

unbekannte Worte aus dem

Zusammenhang zu erschließen“,

erklärt Imke Dohmen.

Darüber hinaus trainiert das

Hörspielhören auch das aktive

und konzentrierte Zuhören

– denn das fällt bei spannenden

und mitreißenden

Geschichten besonders leicht.

Ein kindgerechtes Medium

ohne Zeitbegrenzung

„Guck nicht so viel fern,

sonst bekommst du eckige

Augen.“ So wurden wir früher

von unseren Eltern ermahnt,

wenn wir zu lange

vor dem Bildschirm saßen.

Die Argumentation hat sich

im Laufe der Jahrzehnte

verändert – die Erkenntnis

UNSERE EXPERTINNEN

Imke Dohmen ist Erziehungsberaterin und Mama-

Coach. Gemeinsam mit Judith Möhlenhof produziert

sie den mittlerweile über 100 Folgen starken Podcast

„In 15 Minuten aus dem Mamsterrad“ (mamsterrad.de)

Hilla Fitzen ist Redakteurin beim Traditions-Label

EUROPA, unter dem Hörspielklassiker wie beispielsweise

„Die drei ???“ oder „Fünf Freunde“ sowie

Eigenmarkenproduktionen wie „Die Fuchsbande“

oder auch „Der kleine Hui Buh“ erscheinen.

zahlreicher Studien nicht:

Zu viel Fernsehen ist nicht

gut für Kinder.

Bei Hörspielen ist das etwas

anders: Eine zeitliche Einschränkung

ähnlich der

täglichen Bildschirmzeit ist

beim Geschichtenhören

nicht nötig. Wichtig ist nur,

dass die Geschichten altersgerecht

sind. Hilla Fitzen,

Redakteurin beim Hörspiel-

Label EUROPA, hat ein anschauliches

Beispiel: „Wir

achten bei Hörspielen für

die Kleinsten unter anderem

darauf, dass die Heldinnen

und Helden bei einer Verfolgungsjagd

die Verfolger

sind, nicht die Gejagten und

somit auch nicht in Gefahr

geraten.“ So können Kleinkinder

beim Hören mit ihren

Lieblingsfiguren mitfiebern,

ohne Angst um sie

haben zu müssen. Auch Arglist

und Böswilligkeit haben

in Hörspielen für Kinder im

Kita-Alter nichts verloren,

erklärt Hilla Fitzen am Beispiel

der Hörspielserie Die

Fuchsbande: „Selbst wenn

es in den Fuchsbande-Geschichten

einen ‚Täter‘ gibt,

der etwas falsch gemacht

hat, handelt der aus liebenswerten

Gründen – oder ganz

ohne Absicht.“

Trotzdem sollten gerade

zum Einschlafen die Geschichten

irgendwann ein

Ende finden, damit die Fan-

tasie (und damit das Kind)

zur Ruhe kommt. „Ähnlich

wie beim Vorlesen können

hier einfache Vorgaben helfen“,

rät Imke Dohmen:

„Noch eine Geschichte,

dann wird geschlafen.“

Die beste Beschäftigung

an langen Tagen

Dabei soll das Hörspielhören

natürlich nicht das klassische

Vorlesen ersetzen, rät die

Expertin: „Das gemeinsame

Vorlesen bedeutet auch Nähe

und Austausch mit Mama

oder Papa, also ganz wichtige

Zeit im Tagesablauf eines

Kindes! Außerdem entstehen

beim Vorlesen Nachfragen

und oft auch gemeinsame

Gespräche.“

Aber gerade im Pandemie-

Alltag ist das Hörspielhören

die deutlich sinnvollere Alternative

zum Fernseh- und

Filmeschauen – mit der Kinder

sich konzentriert und

fantasievoll beschäftigen

können.


FOTOS: HANS-FLESCH-WIKIMEDIA-COMMONS-EARNEST-B-GEMEINFREI; STUTTGARTER-ZEITUNG.DE; LLEPOD, 2P2PLAY, DAMIANPALUS, ILONA75: ISTOCK; BOXINE

20 familie&co 07/2021

2015

Hörspiele finden ihren Weg ins

Streaming. Gemeinsam mit

Podcasts gehören sie bald zum

Standard-Repertoire bei Diensten

wie Spotify, Apple Music,

Amazon Music Unlimited & Co.

2016

Die Toniebox erobert

den deutschen

Markt. Sie bringt die

Geschichten als

Hörspielfigur ins

Kinderzimmer.

2021

Mit dem Hörspiel

Player geht in

Deutschland erstmals

ein Streaming-Dienst

nur für Kinderhörspiele

an den Start.

DIE „HÖRSPIEL

PLAYER“ APP bietet

eine große Auswahl von

über 1.800 Hörspielen!

Wöchentlich kommen

Neuheiten hinzu. Die

App ist für Android und

iOS verfügbar und kann

kostenlos aus dem App

Store geladen werden.

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WENN WIR UNS

IM KREIS DREHEN,

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WAHRE SCHÄTZE ENGAGIERT SICH FÜR EINE

NACHHALTIGE KREISLAUFWIRTSCHAFT.

DENN SCHÖNES, GESUND AUSSEHENDES HAAR

SOLLTE NICHT DIE UMWELT BELASTEN.

Garnier hat 2020 das Green Beauty Nachhaltigkeits-

Engagement ins Leben gerufen, um sich entlang der

gesamten Wertschöpfungskette für mehr Nachhaltigkeit

einzusetzen. Im Zuge dessen werden alle Produkte

und Verpackungen so umweltfreundlich wie

möglich gestaltet. Wie sich das umsetzen lässt sowie

weitere Infos rund um das Thema Kreislaufwirtschaft

erfragt Moderatorin und Journalistin Janin Ullmann

bei Frau Dr. Hanna Wirtz (Scientific Managerin bei

Garnier).

Dr. Wirtz: „Unabhängig davon, für welches Haarpflegeprodukt

Du Dich entscheidest, ist es wichtig,

die Kreislaufwirtschaft zu verstehen und Verpackungen

richtig zu entsorgen.“

Janin fragt nach:

„Was bedeutet Kreislaufwirtschaft eigentlich?“

Dr. Wirtz: „Wir sollten so wirtschaften, dass keine

Abfälle entstehen und Ressourcen wiederverwendet

werden können. Daher lautet das Nachhaltigkeits-Motto

von Wahre Schätze: „Wenn wir uns im

Kreis drehen, drehen wir uns richtig.” Denn im Kreis

drehen kann auch etwas Positives sein, wenn wir

an unsere Kreislaufwirtschaft denken.“

Seit April 2021 hat Garnier Wahre Schätze das

gesamte Shampoo- und Spülungen-Sortiment* auf

rPET umgestellt. Das bedeutet, dass die Flaschen-

TIPPS VON DR.HANNA WIRTZ:

Scientific Managerin bei Garnier

• Trenne verschiedene (Plastik-)

Materialien – z.B. den Deckel

der Shampoo-Flasche vom

Flaschenkörper.

• Kunststoff (alle Verpackungen)

in die gelbe Tonne

• Papier und Pappe - z.B. von Festen

Shampoos – in die blaue Papiertonne

körper von Garnier Wahre Schätze aus 100%

recyceltem Plastik bestehen. Zudem sind die

Flaschenkörper recycelbar. Durch die Verwendung

von recyceltem Material kann der Einsatz von

Neuplastik reduziert werden. Um Plastik komplett

zu vermeiden, setzt Wahre Schätze auf weitere

Initiativen wie die Festen Shampoos, welche eine

gänzlich plastikfreie Verpackung haben.

Mit einer groß angelegten Edukations-Offensive,

setzt sich die Marke außerdem für das richtige Recycling

ein. Denn nur wenn korrekt getrennt wird, kann

genug Rezyklat für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft

generiert werden.

Tu Deinen Haaren und der Umwelt etwas Gutes.

Mülltrennung ist kinderleicht:

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geprüft und empfohlen:

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Deine Kleinsten ein Klacks wird,

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Viel Spaß beim richtigen Trennen!

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Diese Vergleiche basieren auf der Summe der Garnier Produkte ggü. Vorjahren. Mehr Informationen unter www.garnier.de


familie&gesundheit

Den Duft genießen

und durchatmen –

Heilkräuter wirken

auch auf die Sinne

Ob als Tee, Wickel oder Salbe:

Heilkräuter sind sanfte Helfer

gegen vielerlei Beschwerden.

So kurieren Sie Ihre Familie mit

reiner Pflanzenpower

DIE GRÜNE

APOTHEKE

22 familie&co 07/2021


SALBEI sollten Sie immer im

Topf vorrätig haben: Er schmeckt

nicht nur toll zu frischer Pasta,

sondern hilft auch sehr gut gegen

Halsschmerzen

S

ie sind wohlschmeckend,

preisgünstig,

einfach zu verwenden

und wirken sanft, aber kraftvoll

gegen Krankheiten und

Beschwerden aller Art: Heilkräuter

sind ein wundervolles

Geschenk der Natur. Und

perfekt geeignet, um kleine

bis mittlere Wehwehchen in

der Familie selbst zu kurieren.

Oft bewirkt allein der würzige

Duft eines frisch aufgebrühten

Tees, dass Große wie

Kleine sich ein wenig besser

fühlen. Wir erklären, wie Sie

sich Ihre grüne Hausapotheke

zusammenstellen und was es

dabei zu beachten gilt.

Von Aufguss bis Auszug:

die richtige Anwendung

Die einfachste Art, Heilkräuter

zuzubereiten, ist das

Übergießen mit kochendem

Wasser. Dieser Aufguss kann

als Tee getrunken oder äußerlich

angewandt werden,

etwa in Form von Wickeln,

Kompressen oder Bädern. Einige

Wirkstoffe entfalten sich

besonders gut in sogenannten

Auszügen; dafür werden

Pflanzenteile in Öl oder Alkohol

eingelegt. Damit hier

nichts schiefgeht, sollten Sie

sich einen fundierten Ratgeber

besorgen und sich genau

an die Anleitung halten.

Wer ein wenig Aufwand

nicht scheut, kann seine

Familie sogar mit selbst gemachtem

Deo, Haarwasser

oder Shampoo versorgen.

Warum Kinder

besonders profitieren

Viele Eltern schätzen Heilkräuter,

weil sie kaum Nebenwirkungen

haben und

den kindlichen Organismus

deshalb nicht belasten. Ein

weiterer Vorteil bei der Behandlung

von Kindern sei,

dass die grünen Helfer weniger

stark in den Organismus

eingreifen als Schmerzmittel,

Antibiotika & Co., erklärt die

Fachautorin und TV-Expertin

Melanie Wenzel: „Kinder haben

ein noch unfertiges Immunsystem,

das durch das

Durchmachen zahlreicher Infekte

immer weiter gestärkt

werden muss. Heilkräuter

unterstützen den Körper dabei,

die Krankheit zu überwinden,

ohne ihm gleich die

ganze Arbeit abzunehmen.“

Wichtig: zuverlässige

Bezugsquellen

Wer selbst heilende Tees und

Produkte aus Kräutern herstelle,

wisse zudem genau,

was drinsteckt, so ein weiteres

Argument der Expertin.

Doch dies gilt natürlich

nur, wenn man die Pflanzen ➼

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auch aus zuverlässigen Quellen

bezieht. „Wir haben in

Deutschland das Glück, uns

in der Apotheke eine große

Auswahl an erstklassigen

Heilkräutern besorgen zu

können“, so die Heilpraktikerin

aus Köln. Dort einzukaufen

sei der einfachste

und sicherste Weg, um an geprüfte

Qualität zu kommen.

Eine weitere Möglichkeit ist,

Kräuter selbst in Töpfen oder

im eigenen Garten zu ziehen.

(Tipps dazu finden Sie unten

auf dieser Seite.)

Das Sammeln in der freien

Natur beinhaltet gewisse

Schwierigkeiten: Es gilt,

Flächen zu finden, die nicht

durch Abgase, andere Gifte

oder das Ausführen zahlreicher

Hunde belastet sind.

Zudem läuft der Laie dabei

Gefahr, giftige Doppelgänger

zu erwischen.

Sammeln: lieber auf

Nummer sicher gehen

„Wer wirklich Lust hat, sammeln

zu gehen, sollte am besten

an geführten Kräuterwanderungen

teilnehmen,

die praktisch überall angeboten

werden“, so die Empfehlung

von Melanie Wenzel.

Und auch für weniger kundige

Pflanzenfreunde hat sie

einen Tipp: „Keine Verwechslungsgefahr

besteht z. B. bei

der Brennnessel, die als Tee,

Gemüse oder Smoothie-Zutat

taugt und u. a. Kalzium, Kieselsäure

und Magnesium enthält.

Außerdem hat sie eine

stark entgiftende Wirkung.“

Gefahrlos gesammelt werden

können auch die Blätter

des Löwenzahns. Ihre Bitterstoffe

wirken ebenfalls

entgiftend und kurbeln außerdem

den Fettstoffwechsel

an. „Sammeln Sie nur ganz

kleine Blättchen, sonst ist

ein Salat daraus Kindern zu

bitter“, rät Melanie Wenzel.

Und noch ein Tipp der

Expertin: „Schon Kinder erkennen

Gänseblümchen. Sie

können einfach abgepflückt

und geknabbert werden, sie

sind blutreinigend und eine

tolle Vitaminquelle.“

DIE KAMILLE ist eine Alleskönnerin:

Sie wirkt beruhigend, hilft gegen Entzündungen,

Magen-Darm-Beschwerden

und fördert die Heilung der Haut

Die Klassiker: Kamille

ROSENWURZ erhöht die

Leistungsfähigkeit und gilt als

Hilfe bei leichten Depressionen

und Pfefferminze

Die Echte Kamille sollte, wie

viele andere Kräuter, wegen

der Verwechslungsgefahr

lieber nicht am Wegesrand

gesammelt werden – einen

festen Platz in der grünen

Hausapotheke hat sie dennoch

verdient. Ein Aufguss

ihrer getrockneten Blüten hat

entzündungshemmende und

bakterientötende Wirkung.

Dies macht sie zum wirksamen

Mittel gegen Magen-

Darm-Beschwerden und Entzündungen

im Mundraum.

Bei älteren Kindern und

Erwachsenen kann Kamillentee

auch zur Inhalation

bei Erkältungen eingesetzt

werden. „Ins Badewasser

gestreut wirken die Blüten

außerdem gegen Hautirritationen

aller Art. Haben

Kleinkinder einen wunden

Po, helfen Kompressen mit

Kamillen- und Schwarztee“,

so der Extra-Tipp von Melanie

Wenzel. Pfefferminze

lässt sich unkompliziert im

Garten anbauen. Ein Tee aus

ihren Blättern wirkt beruhigend

auf den Magen-Darm-

Bereich – ist also ein gutes

Hausmittel gegen krampfartige

Bauchschmerzen.

Küchenkräuter mit

verborgenen Talenten

Für unterschätzt hält Melanie

Wenzel Basilikum, das viele

nur als Küchengewürz kennen.

Mit heißem


Wasser

Anbau & Ernte

Heilkräuter anzubauen ist nicht schwierig. „Es

lohnt sich, gute Anzuchterde zu kaufen und nur

biologischen Dünger zu verwenden“, rät Fachautorin

Melanie Wenzel. Wichtig sei, die Kräuter nach

der Ernte sorgfältig zu trocknen: „Früher wurden

die Kräuter zu Sträußen gebunden und auf dem

Dachboden aufgehängt. Diese Möglichkeit hat heute

kaum jemand mehr.“ Sie empfiehlt, die Kräuter

auf einem Backblech zu verteilen und bei 60–80° C

im Backofen zu trocknen. Ein Kochlöffel, in die Tür

geklemmt, sorgt dafür, dass Feuchtigkeit entweichen

kann. „Die Kräuter sind trocken, wenn sie sich

fest und hart anfühlen. Kühl und lichtgeschützt

halten sie sich etwa ein Jahr“, sagt Melanie Wenzel.

24 familie&co 07/2021


Eine Aktion von familie&co und TOGGO

DER

TOGGO

Mehr spielen. Mehr lachen.

Mehr machen.

Die Sommerferien sind da und die Freude ist riesengroß.

Ab jetzt heißt es wieder spielen, toben und jede

Menge Spaß haben. Und mit dem TOGGO SOMMEEEHR

geht noch viel mehr: mehr spielen, mehr lachen und

vor allem mehr machen.

D

enn ab sofort können

Kinder im TOGGO

Universum in der App und auf

toggo.de jede Woche neue coole

Challenge-Videos und DIY-Ideen

mit unseren Moderatorinnen

und Moderatoren entdecken und

dabei selbst aktiv werden. Das

bedeutet: Kamera einpacken, ab

an die frische Luft und Challenge

accepted. Denn alle Aktionen bei

TOGGO rufen zum Mitmachen

und Selbstausprobieren auf. Das

Coole daran: Die kreativen Videos

können im Anschluss eingesendet

werden und sind mit etwas Glück

bei TOGGO auf SUPER RTL im

Ferienprogramm zu sehen – jeden

Freitag zwischen 9 und 13 Uhr.

Die Aktion

läuft vom 5. Juli bis

27. August auf

toggo.de

SOMMEEEHR

Mit dem TOGGO SOMMEEEHR

kommt garantiert keine Langeweile

auf, denn jede Woche widmet

sich einem anderen Thema.

Los geht’s mit Aktionen rund um

das Thema Garten und Spielen

an der frischen Luft. Der Sommer

macht nämlich draußen am

meisten Spaß. In der zweiten

Woche lassen wir dann die Herzen

der Tierfans höherschlagen.

Weiter geht’s mit spannenden

Themen rund um Wasserspiele,

Tanzen und Musik, Essen und

Trinken, Festefeiern oder aber

auch Freundschaft. Da ist

garantiert für jedes Kind etwas

dabei.

Und sollte die Sonne dann doch

mal verschwinden, bietet der

TOGGO SOMMEEEHR auch

mehr Gaming-Spaß mit einem

aufregenden Multiplayer-Game.

Durch die unterschiedlichen

Level und den Austausch mit

Freunden ist auch hier für jede

Menge Action gesorgt.

Wir empfehlen:

Spannende Aktionen und neue Erlebnisse gibt es

nicht nur in der TOGGO App und auf toggo.de.

Auch im Radio dreht sich alles um die

Sommerferien! Bei TOGGO Radio gibt es zu

jedem Wochenthema spannendes Wissen

zum Weitererzählen und natürlich die coolste

SOMMEEEHR-Musik.


familie&gesundheit

aufgegossen wirken seine

ätherischen Öle gegen Husten.

„Mit etwas Honig verfeinert,

schmeckt vielen Kindern

dieser Tee sogar richtig gut“,

versichert sie. Alternativ

kann bei festsitzendem Husten

ein Aufguss aus Thymian

getrunken werden. Majoran

wird nicht ohne Grund als

Würze in deftigen Gerichten

verwendet: Ähnlich wie Kümmel

hat er eine regulierende

PETERSILIE beruhigt: Trinken

Sie morgens und abends eine

Tasse Tee aus den Blättern

Wirkung auf die Verdauung.

Salbe aus Majoran ist ein

altes Hausmittel, das schon

Babys bei Blähungen oder

Schnupfen hilft. „Salbei sollte

man eigentlich immer im

Blumentopf dahaben. Er ist

ein tolles Gewürz – und ein

Tee daraus hilft gegen Hals-

schmerzen“, sagt Melanie

Wenzel. Auch Petersilie lässt

sich einfach im Topf ziehen.

Sie enthält viel Eisen und Vitamin

C. Ein Tee aus frischen

oder getrockneten Blättern

hat beruhigende Wirkung.

Blumige Helfer gegen

Stress und Unruhe

Eine Anti-Stresspflanze ist

auch der Rosenwurz, der

im skandinavischen Raum

eine langeTradition als Heilpflanze

hat. Seine Wirkstoffe

lindern Müdigkeits- und

Schwächegefühle und helfen

dabei, Belastungsphasen zu

überstehen. Auch Lavendel

wirkt, z. B. als Öl, Tee oder

Badezusatz, gegen Stress. Die

duftende Pflanze wird sogar

als Nervenkraut bezeichnet.

Wohltuend für gereizte

Bronchien ist ein Wickel, der,

mit einem Lavendel-Aufguss

getränkt, auf die Brust gelegt

und mit wärmenden Tüchern

bedeckt wird. „Ein Vorteil

von Wickeln ist, dass sie im

Liegen angewendet werden

und das Kind dadurch ein

Weilchen zur Ruhe bringen“,

so Melanie Wenzel.

Egal, wie gesund –

Abwechslung ist wichtig

Heilkräuter wegen ihrer vielen

positiven Wirkstoffe in

den Alltag zu integrieren sei

empfehlenswert, so die Expertin.

„Allerdings sollte kein

Kraut länger als vier bis sechs

Wochen angewandt werden.

Danach verliert es nicht nur

seine heilende Wirkung, sie

kann sich sogar ins Gegenteil

verkehren. Dann wirkt etwa

Pfefferminze nicht mehr beruhigend,

sondern reizend

auf den Magen.“ Gießen Sie

also auch mal einen anderen

Tee in Ihre Tasse – und genießen

Sie die Abwechslung!

MAJORAN hilft uns dabei,

deftige Speisen besser zu verdauen.

Ein sanftes Mittel gegen

Erkältungen ist Majoransalbe


FOTOS: KAJAKIKI, ALEXRATHS, FOTOSTOK_PDV, SCISETTIALFIO (2), KARANDAEV, OSOZNANIEJIZNI, SPLINE_X: ALLE ISTOCK

Unterschätzte Helden:

Küchenkräuter! Basilikum,

Thymian & Co. wirken

gegen viele Krankheiten

26 familie&co 07/2021


Fluorosen verhindern?

Am besten ohne Fluorid.

Fluorosen

(beispielhafte Darstellung)

KINDER KAREX schützt Kinderzähne wirksam – ohne Fluorid.

Fast jedes vierte Kind in Deutschland leidet unter Fluorosen. 1 Sie entstehen, wenn Kinder zu viel Fluorid aufnehmen.

Viele Kinderzahnpasten enthalten Fluorid für die Karies-Prophylaxe. Der Nachteil: Kinder verschlucken einen Großteil

der Zahnpasta, da sie oft noch nicht richtig ausspucken können. Dies führt zu einer erhöhten Fluoridaufnahme. 2

Dem kann einfach durch eine fluoridfreie Zahnpasta vorgebeugt werden. Wichtig hierbei: Es sollte trotzdem ein Wirkstoff

enthalten sein, der vor Karies schützt. Kinder Karex enthält hierzu BioHAP. Das ist der Stoff, aus dem unsere Zähne

gemacht sind. 3

BioHAP lagert sich mit jedem Putzen auf der Zahnoberfläche an, repariert mikrofeine Defekte bis in tiefere Schichten

als Fluorid 4 und schützt zudem den Zahn vor Karies-Bakterien. Folglich schützt BioHAP – wissenschaftlich erwiesen –

vor Karies. Kinder Karex beugt doppelt vor. Gegen Karies und gegen Fluorosen. Mehr Infos: www.kinder-karex.de

OHNE

Fluorid

Remineralisiert die Zähne und schützt sie vor Karies

Milder Geschmack, von Kindern für Kinder ausgewählt

Ohne Fluorid und Natriumlaurylsulfat

Ab 0 Jahren geeignet

1

Community Dent. Oral Epidemiol. 2010; 38(4):315–23 2 MMWR Morb Mortal Wkly Rep. 2019; 68:87–90 3 BioHAP = biomimetischer Hydroxylapatit, ein der Natur nachempfundener

Inhaltsstoff. Ca. 97 % unseres Zahnschmelzes und ca. 70 % unseres Dentins bestehen aus Hydroxylapatit. 4 BDJ Open. 2019;5(1):18


familie&gesundheit

PERFEKTER START

FÜR „DIE ZWEITEN“

Voraussetzung für ein

gesundes bleibendes

Gebiss sind intakte

Milchzähne.

Welche Pflege sie bis

zum Zahnwechsel

brauchen und wie viel

zahnärztliche Kontrolle

ratsam ist

28 familie&co 07/2021

Die richtige

Putztechnik

Ab dem Kindergartenalter empfehlen

Zahnärzte die KAI-Methode: Erst

auf den Kau flächen schrubben,

dann die Außenflächen kreisend

säubern und zuletzt die Innenflächen

von Rot nach Weiß ausfegen.

Nach und nach erlernen die Kinder diese

Technik selbst. Richtig beherrschen

sie sie jedoch erst, wenn sie auch

schreiben können. Bis dahin heißt es

für Eltern: Bitte nachputzen!


Guck mal, Mama! Mein Zahn

wa ckelt!“ Um die Einschulung

herum ist es so weit: Die ersten

Milchzähne werden locker und fallen

aus, für Kinder ein aufregendes Ereignis.

Stolz präsentieren sie ihre niedlichen Lücken,

in die innerhalb weniger Wochen

bleibende Zähne einwachsen. Den Start

machen meist die „Sechser“ – Backenzähne,

die im Milchgebiss noch fehlen.

Etwa zeitgleich fallen die mittleren, später

die seitlichen Schneidezähne aus. Bis

circa zum siebten Lebensjahr sind sie

nachgewachsen.

Zwischen neun und 13 Jahren geht

es mit dem Durchbruch der Eck- und

Backenzähne weiter. Eltern, die an die

oftmals schwierige Zeit des Zahnens

zurück denken, dürfen beruhigt sein:

Von der Ankunft der „Zweiten“ spürt

der Nachwuchs so gut wie nichts. ➼

Entspannt zum Zahnarzt

Früh übt sich

Die ersten Begegnungen sind entscheidend. Gehen Sie mit Ihrem

Kind nicht erst zum Zahnarzt, wenn es behandelt werden muss –

sondern ab dem ersten Zahn. So lernt es, dass diese Besuche etwas

Normales sind, und gewöhnt sich an die Atmosphäre.

Positiv formulieren

„Wenn du dir nicht die Zähne putzt, muss der Zahnarzt bohren!“ –

Durch solche Drohungen wird der Arzt zum Schreckgespenst.

Vermitteln Sie Ihrem Kind eine positive Einstellung: „Hier bekommst

du Hilfe.“ Das schafft Vertrauen.

Gut vorbereiten

Reden Sie mit Ihrem Kind darüber, was bei den Terminen alles passiert

– und warum das nötig ist. Oder machen Sie Rollenspiele, in

denen das Kind selbst mal Zahnarzt spielen darf. Ebenfalls hilfreich:

Kinderbücher zum Thema.

Kleine Belohnungen

Nach dem Zahnarztbesuch können Lob oder kleine Geschenke dazu

beitragen, dass er in positiver Erinnerung bleibt. Versprechen Sie

vorher jedoch nichts! Dadurch entsteht der Eindruck, dass etwas

Schlimmes ansteht.

Für die coolen

Socken in eurer Familie

Kommt mit Dino Fred in die migo fun zone!

Ihr habt Lust auf wirklich süße Kindergeschichten

und coole Abenteuer? Von der

PET, NINJA bis zur NATURE ZONE – in der

kostenfreien, neuen migo fun zone des

Kinderbuchverlags migo lernt ihr echte

Autoren, spannende Leute, lustige, wichtige

und Mitmach-Bücher kennen, könnt bei

Gewinnspielen und Aktionen mitmachen sowie

spielerisch etwas lernen.

Einfach vorbeiklicken und Spaß haben:

www.migo-fun-zone.de

Wer sich per E-Mail anmeldet, wird zudem

zu exklusiven migo fun zone Events,

Meet&Greets etc. eingeladen.

Wir freuen uns auf euch!

Anmelden lohnt sich! Jetzt bis 15. August

das Gratis-Startpaket mit der Bärtierchen-

Box (Wert 22 €) sichern.

Gewinnt zudem mit „Ein Dino namens Fred“

und etwas Glück einen Familien-Besuch

im Berliner Museum für Naturkunde, wo ihr

Dinos und mehr entdecken könnt.

Alle Infos: www.migo-fun-zone.de

Liebe Eltern und Großeltern, meldet euch

für eure Kinder jetzt gleich an unter

migo-fun@verlagsgruppe-oetinger.de

Stichwort: „Anmeldung migo fun zone“,

Adresse, Altersangabe der Familienmitglieder

nicht vergessen.

Ein Dino namens Fred

Zeitreiseabenteuer des lustigsten Forscherteams aller

Zeiten: Der kleine Dino Fred trifft auf Annegret, die mit einem

Zeitreise-Fluggerät zurück in die Dino-Zeit gereist ist.

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft! Als Annegret

zurück zu ihrer Großmutter möchte, müssen die beiden

Freunde feststellen, dass ein ausgewachsener Tyrannosaurus

Rex die Zeitreisemaschine entdeckt hat. Er hält sie für

ein Ei, das er ausbrüten kann.

Fred, Annegret und T-Rex reisen

in unsere moderne Welt. Was

dann folgt, ist einfach nur schreiend

komisch.

Autoren: Michael Engelhardt,

Roland Kruschak,

Illustratorin: Miriam Fritz

migo Verlag, 48 Seiten, 14 Euro

ISBN: 978-3-96846-037-6


familie&gesundheit

ERSTE HILFE

Was tun bei

Zahnunfällen?

Schnell handeln

Bei rechtzeitiger Behandlung können ausgeschlagene

oder abgebrochene Zähne oft

noch gerettet werden. Bringen Sie das Kind

daher umgehend zum Zahnarzt oder in eine

Zahnklinik – egal, ob ein Milchzahn oder ein

bleibender Zahn verletzt ist.

Feucht halten

Die Zahnwurzelhaut darf nicht austrocknen.

Suchen Sie den Zahn bzw. das Bruchstück

daher rasch und lagern Sie ihn in einer Zahnrettungsbox

(Apotheke). Ersatzweise geht

sterile Kochsalzlösung oder kalte H-Milch.

Ein trockener Transport, z. B. im Taschentuch,

senkt die Chancen auf ein gelingendes Wiedereinpflanzen.

Zudem gilt: Den Zahn nur an

der Krone anfassen, nicht selber reinigen!

Möglichst wenig anfassen

Hat sich ein Zahn gelockert oder verschoben:

Möglichst nicht berühren und nicht

selbst in die ursprüngliche Position rücken.

Bei Kleinkindern sollten Sie sehr lockere

Zähne allerdings entfernen, um ein Verschlucken

oder Einatmen zu verhindern.

Den Schmerz auf

Reisen schicken

Zahnbehandlungen müssen nicht weh

tun. Denn heutzutage gibt es viele Möglichkeiten,

den Schmerz auszuschalten.

Eine besonders elegante ist die Hypnose.

Immer mehr Zahnärzte arbeiten

mit dieser Trance-Methode – gerade

bei ängstlichen Patienten. Mithilfe

von Handpuppen, Fantasiegeschichten

oder CDs schicken sie Kinder in eine

Art Traumwelt. So bekommen diese

gar nicht mit, was im Mund passiert.

Auch eine Betäubungsspritze wird leichter

akzeptiert. Das Gute: Kinder sind

besonders leicht empfänglich für diese

Methode. Die Kosten für eine Hypnose

sind sehr unterschiedlich. Manche Ärzte

berechnen gar nichts, andere bis zu

150 Euro. Adressen und Infos gibt’s z. B.

unter www.hypnose-dgh.de

„Der Zahnwechsel verläuft eher unproblematisch.

Weh tut er nicht“, bestätigt

drs. Johanna Kant, Vorsitzende des Bundesverbandes

der Kinderzahnärzte.

Milchzähne als Platzhalter

Bis es so weit ist, brauchen Milchzähne

jedoch sorgsame Pflege. Sonst kann beim

Durchbruch der Neuen einiges „schief“

laufen: „Milchzähne sind Platzhalter für

ihre Nachfolger. Gehen sie aufgrund von

Karies vorzeitig verloren, kann das das

Kieferwachstum beeinträchtigen und zu

Zahnfehlstellungen führen, weil andere

Zähne sich in die entstandene Lücke

schieben“, erklärt Kinderzahnärztin Johanna

Kant. Oft werden dann langwierige

und kostspielige Zahnspangenbehandlungen

notwendig.

„Bildet sich an der Wurzelspitze eines

Milchzahnes eine Entzündung, kann das

zudem das Wachstum des Nachfolgers

stören. Er wird nicht so gut aufgebaut“,

sagt die Expertin. Sind die Kariesbakterien

einmal im Mund, greifen sie auch

leicht auf neue Nachbarn über – kein

guter Start für die „Zweiten“, die ja ein

Leben lang halten sollen.

Regelmäßig zum Zahnarzt

Von Anfang an heißt es daher, Karies

den Boden zu entziehen: durch moderaten

Zuckergenuss, konsequentes Putzen

und eine regelmäßige Vorsorge beim

Zahnarzt. „Schon ab dem ersten Milchzahn

sind halbjährliche Kontrollen ratsam,

bei Kariesneigung sogar häufiger“,

empfiehlt Johanna Kant. Denn je früher

Probleme bei der Zahngesundheit erkannt

werden, desto besser lässt sich gegensteuern

– und vielleicht so mancher

Milchzahn vor einem allzu vorzeitigen

Ende retten.

Spezielle Vorsorgetermine sehen die gesetzlichen

Krankenkassen ab einem Alter

von zweieinhalb Jahren vor. Bis zum

sechsten Geburtstag hat nun jedes Kind

Anspruch auf drei kostenlose Früher­

FOTOS: KZENON, BMCENT1: ALLE ISTOCK (2)

30 familie&co 07/2021


kennungsuntersuchungen, jeweils im

Abstand von zwölf Monaten. Hier überprüft

der Zahnarzt eingehend die Zahn-,

Mund- und Kiefergesundheit, berät die

Eltern über eine zahngesunde Ernährung

und gibt Tipps zur Zahnpflege.

Fluorid oder Hydroxylapatit?

Mindestens zweimal täglich sollten

Kinder putzen – und zwar mit einer

reiskorngroßen Menge Zahnpasta, die

1000 ppm Fluorid enthält. Fluorid härtet

den Zahnschmelz und macht die Zähne

widerstandsfähiger gegen Karies, beim

Verschlucken gilt es jedoch als gesundheitsschädlich.

Kritiker bemängeln, die

Dosierungsempfehlung sei – vor allem in

Bezug auf die sehr kleine Menge – schwer

einzuhalten. Mittlerweile gibt es auch

Zahncreme, die statt Fluorid die zahnverwandte

Substanz Hydroxylapatit enthält.

Sie bildet eine Schutzschicht, auf der Bakterien

schlecht haften können, im Magen

löst sie sich in ihre Bestandteile auf.

Unbestritten ist: Besonders kariesanfällige

Kinder sollten zweimal jährlich eine

schützende Fluoridlackbehandlung vom

Zahnarzt erhalten. Ab dem Durchbruch

der „Zweiten“ gilt es außerdem, die Gebissentwicklung

gut zu beobachten. „Es

kann etwa sein, dass der Kiefer zu eng ist

und den einwachsenden Zähnen nicht genug

Platz bietet“, sagt die Kinderzahnärztin.

Dann sollte ein Kieferorthopäde hinzugezogen

werden. Auch die bleibenden

Zähne brauchen jetzt volle Aufmerksamkeit

– vor allem die „Sechser“-Backenzähne.

Denn sie beeinflussen die Ausrichtung

aller nachfolgenden Zweiten.

Ab dem sechsten Geburtstag finden daher

halbjährlich spezielle Vorsorgetermine

statt, ebenso ein kostenloses Prophylaxeprogramm.

„Wir schauen, ob sich

Beläge oder Zahnstein festgesetzt haben.

Unter Umständen werden die Zähne dafür

eingefärbt. Für die Kinder kann das

schön sein, weil so ihre Putzerfolge sichtbar

werden“, so Kant. Zudem erklärt der

Zahnarzt dem Kind alles über Mundgesundheit,

übt mit ihm die Putztechnik

und die Benutzung von Zahnseide. Dann

reinigt er die Zähne und trägt Fluoridlack

auf. Als zusätzlicher Schutz können

die schwer zu reinigenden Kau flächen

der hinteren Backenzähne mit Kunststoff

versiegelt werden.

Und was, wenn der Sprössling einfach

nicht putzen will? „Wichtig ist, den Kindern

zu vermitteln, dass es schön ist,

gesunde Zähne zu haben“, rät Johanna

Kant. „Wenn man das schafft, dass Kinder

diesen Stolz entwickeln, pflegen sie

ihre Zähne gerne.“


Lesen lernen und die Welt entdecken

Spielerisch lesen lernen: Ravensburger startet

eine neue Sachbuchreihe speziell für Erstleser

Lesen eröffnet neue Welten: Ferne Galaxien und feuerspeiende

Berge, faszinierende Meeresbewohner und riesige Dinosaurier –

in der neuen Sachbuchreihe „Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser“

von Ravensburger finden Kinder ab der zweiten Lesestufe Antworten

auf ihre Fragen. Altersgerecht, dem Leseniveau entsprechend und sachlich

fundiert erschließen sich Kinder ab sieben Jahren ihre Lieblingsthemen und

trainieren spielerisch das Lesen – mit Elementen wie einem Lese-Lotto zum

Basteln, Rätseln und Suchaufgaben. Zum Start der Reihe erscheinen vier

Bände zu den Top-Themen „Dinosaurier“, „Vulkane“, „Wale und Delfine“ und

„Weltraum“ mit je 64 Seiten zum Preis von 8,99 Euro.

www.ravensburger.de


familie&kita

32 familie&co 07/2021


Nichts wie

RAUS!

Ob im Park oder Wald, am Bach oder auf der Streuobstwiese:

Außerhalb der Kita gibt es viel Spannendes zu entdecken.

Warum der Lernraum Natur für unsere Kinder so wichtig ist

E

nergisch und immer

tiefer stochert Chiara

(4) mit dem Ast in

den hohlen Baumstumpf, pult

verfaultes Kernholz, Blätter

und Moos heraus. Auch einen

schwarzen Käfer befördert

sie ans Tageslicht. Aufgeregt

krabbelt das Tier im Eiltempo

über den Waldboden. Fasziniert

beobachtet sie das flinke

Zusammenspiel der sechs

Beinchen. Dass der nicht

stolpert …! Als der Winzling

im Wurzelwerk einer Fichte

verschwindet, wendet sie sich

um und läuft den anderen

Kindern hinterher. Der Waldtag,

der in ihrem Kindergarten

regelmäßig am Mittwoch

stattfindet, ist Chiaras Lieblingstag.

Viele Kitas haben das Thema

„Natur/draußen spielen“

als Erlebnis- und Bildungsangebot

in ihr Programm

aufgenommen. Allerdings

nicht zum Selbstzweck: Hintergrund

dafür ist die zu-

nehmende Verhäuslichung

der Kindheit – und damit

der Verlust eines wichtigen

Lern- und Erfahrungsraums.

Nach Beobachtungen des

Karlsruher Sportmediziners

Klaus Bös spielt nur jedes

dritte Kind jeden Tag im Freien.

Zweimal pro Woche und

häufiger tun das ca. 40 Prozent

der Kinder. 25 Prozent

kommen sogar nur einmal

pro Woche oder seltener zum

Spielen an die frische Luft.

Von der Parkbank

bis zum Erdloch

Umso wichtiger ist es, Kinder

früh in Kontakt mit der

Natur zu bringen und ihnen

den Aufenthalt und das Spielen

im Freien schmackhaft

zu machen. Ein Anliegen, das

Kindergärten auf unterschiedliche

Weise in die Praxis

umsetzen. Dabei reicht das

Spektrum vom spontanen,

zweistündigen Ausflug in den

nahen Park oder Wald über

Die Natur bietet

allen Sinnen eine unendliche

Fülle von Anregungen

regelmäßige Waldtage und

-wochen bis hin zum Waldbzw.

Naturkindergarten als

Ganzjahreseinrichtung.

So unterschiedlich die Angebote

und Projekte auch sein

mögen, so eint sie doch die

Erkenntnis, dass Parks und

Wälder, Baumkronenpfade,

Streuobstwiesen und Lehrbauernhöfe,

Strände, Wildgehege

und Bachläufe geradezu

ideale Ziele sind für Exkursionen

in die Natur.

Der Waldkindergarten

als Vorbild

Klassiker und Vorbild für alle

gängigen Spielarten naturpädagogischer

Kinderbetreuung

ist der Waldkindergarten. Seit

Gründung der ersten Waldkita

1993 in Flensburg sind

deutschlandweit Hunderte

Nachfolger entstanden.

Zwei Varianten dominieren:

Bei der ersten sind die Kinder

immer draußen, können

sich aber bei extremen

Witterungsverhältnissen in

einen Bauwagen oder in eine

Schutzhütte zurückziehen.

Und das muss mit

Diese Dinge sollten bei Ausflügen

und längeren Aufenthalten

außerhalb des Kindergartens unbedingt

mitgenommen werden

KINDER

• bequem sitzender, möglichst

wasserdichter Rucksack

• zweckmäßige (Regen-)Kleidung

• Sonnenschutz

• gutes, sicheres Schuhwerk

• Vesper und Getränke

• Sitzunterlage

ERWACHSENE

• Erste-Hilfe-Set

• Sonnencreme

• Taschentücher/Feuchttücher

• Handy und Telefonliste

• evtl. ein Bollerwagen für

Gepäck, Proviant, Wasser,

Ersatzkleidung, Fundstücke,

Schaufel, Eimer, Kescher etc.

• Becherlupe

• Bestimmungsbücher

• evt. ein zusätzlicher Fotoapparat

• Fernglas

• Papier und Stifte

Bei der zweiten Variante sind

sie an eine Kita angegliedert

und verbringen dort auch

meist den Nachmittag.

Waldkindergärten kommen

mit wenig aus: Das Frühstück

im Rucksack und

wetterfeste Kleidung – mehr

braucht ein Kind nicht. Alles

andere ist im Überfluss

vorhanden; Raum für Bewegung,

Zeit zum Spielen

und vor allem: Natur. In ihr

erleben die Kinder das Wetter

und den Wechsel der Jahreszeiten,

beobachten Leben

und Entwicklung von Tieren

und Pflanzen – und erfahren

sich als einen Teil von ihr. ➼

07/2021 familie&co 33


familie&kita

An Tieren und Pflanzen

sind Kinder ganz

besonders interessiert

Am deutlichsten zeigt sich

der pädagogische Grundgedanke

der Waldkita im fantasievollen

Umgang mit dem,

was die Kinder vorfinden:

Äste, Laub, Moos, Steine,

Zapfen, Bucheckern, Rinde,

Wasser und Erde bieten

überreiche Anlässe zu kreativen

Spielideen, zum Beispiel

zum Kochen einer Tannennadelsuppe

oder dem Bau eines

Staudamms.

Waldkinder sind sozial

besonders kompetent

Übrigens: Angst, ihre Kinder

könnten im Waldkindergarten

nicht ausreichend auf die

Schule vorbereitet werden,

müssen Eltern nicht haben.

Laut einer Heidelberger Studie

schneiden die Waldkinder

in den Bereichen soziale

34 familie&co 07/2021

Kompetenz, Selbstständigkeit,

Motivation und Konzentration

besonders gut ab; beim

Lesen, Schreiben und Rechnen

liegen sie mit den anderen

Kindern gleichauf. Nur in

der Entwicklung der Grobund

Feinmotorik hinken sie

etwas hinterher – ein Minus,

das durch gezielte Förderung

wie Basteln und Malen kompensiert

werden kann.

Viele „normale“ Kitas haben

den regelmäßigen Naturbezug

bzw. Aufenthalt unter

freiem Himmel ebenfalls

institutionalisiert und bieten

Waldtage oder -wochen an.

Gleichwohl der Kontakt zur

Natur zeitlich begrenzt ist,

bieten auch diese Anlässe

viele Gelegenheiten zur Begegnung

mit allerlei Pflanzen

und Getier.

Dabei zeigt sich auch hier:

Diese Projekte sollten nicht

regelrecht durchgeplant und

mit pädagogischem Hintersinn

aufgebrezelt werden.

Vielmehr können Eltern und

Erzieherinnen auf das vertrauen,

was Wissenschaftler

„Biophilie“ nennen: die

alle Menschen verbindende

Liebe zum Belebten und ihr

angeborenes Interesse an der

Natur. Schon Babys besitzen

eine vitale Zuneigung zu allem,

was kreucht und fleucht

– wofür sie ihr Stofftier gerne

mal links liegen lassen.

Auch kürzere Ausflüge

haben ihren Reiz

Sind im Rahmen regelmäßiger

Aufenthalte in der Natur

INTERNET-TIPPS

Besuche von Lieblingsplätzen

und selbst gebauten Höhlen

oder Hütten selbstverständlich,

so beschränken sich

sporadische, wenige Stunden

dauernde Naturausflüge

auf die Auseinandersetzung

mit dem, was sich – meist in

Form von Wiesen, Stadtwäldern

und Parks – kurzfristig

und problemlos erreichen

lässt. Auch diese Abstecher in

die Natur bieten den Sinnen

und der Neugier der Kinder

viele Anlässe, ihre Umwelt

näher kennenzulernen.

Wie auch immer die Begegnungen

mit der Natur im

Detail aussehen: Mit Kindern

spannende Orte außerhalb

der Kita zu entdecken macht

einfach allen Spaß.

www.bvnw.de

Auf der Seite des Bundesverbandes der Natur- und Waldkindergärten

in Deutschland finden Interessierte Informationen rund um Mensch,

Natur und Umwelt im Kontext von Kita und Pädagogik.

www.naturdetektive.de

Die vom Bundesamt für Naturschutz zur Verfügung gestellte Seite hat

es sich zum Ziel gesetzt, Kinder altersgerecht, anschaulich, verständlich,

spielerisch und spannend für die Natur zu begeistern.


FOTOS: ZONECREATIVE, _JURE, MONKEYBUSINESSIMAGES: ALLE ISTOCK (3)


Foto: Erik Gross

®

Auf Entdecker tour in Dresden Elbland

Abheben inklusive

Foto: Fotoatelier Meissner

Foto: Arvid Müller

Auf den Spuren der Vergangenheit

Die Schlösser und Burgen des Elbtalsstecken voller spannender Geheimnisse

und interessanter Geschichten, deren Entdeckung sich für die ganze

Familie lohnt. Ganz gleich, ob man auf der Albrechtsburg in Meißen die

geheimnisvollen Kellergewölbe erkundet oder die zum Himmel ragenden

Türmen des Doms besteigt, Deutschlands ältester Schlossbau garantiert

eine abenteuerliche Zeitreise für Jung und Alt. Mit einer traumhaften

Kulisse wartet die Wald- und Seenlandschaft rund um Moritzburg auf,

das barocke Jagdschloss war Drehort des legendären Märchenfilms „Drei

Haselnüsse für Aschenbrödel“. Kleine und große Besucher können diese

kulturellen Highlights mit Hilfe von interaktiven Tablet-Guides, so genannten

Histopads, erkunden und so mühelos und spielerisch Wissenswertes

und Unterhaltsames über die Wiege des europäischen Porzellans erfahren

oder dabei sein, wenn August der Starke im Monströsensaal seine Gäste

empfängt. Oder wie wäre es mit einem Ausflug in die Fantasiewelt von Karl

May. Im ehemaligen Wohnhaus des sächsischen Abenteuerschriftstellers

in Radebeul kann man die legendären Waffen wie Silberbüchse, Bärentöter

und Henrystutzen bestaunen und sich Old Shatterhand oder Kara

Ben Nemsi ganz nahe fühlen.

Für große und kleine Entdecker

Im benachbarten Freital warten dann im Entdeckerland Oskarshausen

ganz verschiedene Freizeit- und Erlebnisangebote für die ganze Familie.

Der Park ist mit zahlreichen Attraktionen zum Spielen und Toben im Innenund

Außenbereich ausgestattet. Kinder können beispielsweise in einem

kleinen Bergwerk auf Schatzsuche gehen und Gold schürfen. Innen gibt

es zahlreiche Kreativwerkstätten, die auch bei Regen genügend Abwechslung

garantieren. Schlechtes Wetter kennt der wahre Abenteurer und Entdecker

ja eigentlich nicht, aber manchmal braucht es doch ein Dach über

dem Kopf. Mit dem Hygienemuseum verfügt Dresden über ein Haus in

dem nicht nur Erwachsene vieles über ihren Körper lernen können. Im integrierten

Kindermuseum können die Kleinen sehen, hören, schmecken,

riechen und fühlen und so mit allen fünf Sinnen die Welt entdecken. Das

Verkehrsmuseum dagegen ermöglicht eine informative Zeitreise durch die

mobile Welt und verfügt über einen Experimentierraum zum Thema Luftfahrt.

Bleibt die Frage an alle Kinder: Bereit zum Abheben?

Erlebnisse in der Natur

Abenteuer lassen sich aber auch ganz real erleben, auf Schusters Rappen,

hoch zu Ross respektive Drahtesel, oder vielleicht hinter einer schnaubenden

Dampflok der historischen Schmalspurbahnen. An lohnenden Zielen

mangelt es dabei nicht. Seen und Naturbäder laden zu Spiel und Spaß.

Nervenkitzel ist garantiert, egal ob in einem Hochseilgarten oder wenn

im Wildgehege Moritzburg die Wölfe heulen. Doch keine Angst, für die

Kleinen gibt es ein Streichelgehege, ebenso wie im direkt am linkselbischen

Radweg gelegenen Elbepark Hebelei. Der Forstbotanische Garten in

Tharandt bietet eine WaldErlebnisWerkstatt mit faszinierenden Experimenten

zum Thema Bäume. Der angrenzende Wald ist ein weiträumiges

Wanderparadies, das mit dem Erlebnispfad Holzweg oder der „Diebskammer“

des legendären Räuberhauptmann Lips Tullian keine Langeweile aufkommen

lässt.

Weitere Infos finden Sie unter: www.dresden-elbland.de • www.visit-dresden.travel

Foto: VVO, Martin Schmidt

Foto: Abendteuerpark

· www.gallun.de

Konzeption & Grafik:


familie&schule

TALENT-

SCHMIEDE

Wie Eltern die besonderen

Begabungen ihres Kindes erkennen –

und welche Art der Unterstützung die

sinnvollste ist

Wenn Hannah zu

ihrer Geige

greift, dann tut

sie das ganz freiwillig. Fast

jeden Tag übt die Zehnjährige

mindestens eine Stunde,

oft sogar länger. Ihre Mutter

freut sich, dass Hannah offenbar

„ihr Instrument“ gefunden

hat: „Der Blockflötenunterricht

in der

Grundschule hat sie mäßig

interessiert. Ähnlich lief es

mit probeweisen Klavierstunden.

Ihr Lehrer war zufrieden,

doch Hannah hat

einfach nicht richtig Feuer

gefangen“, erinnert sie sich.

Die Idee, es mit der Geige zu

versuchen, kam von Hannah

selbst. Ihre Eltern waren zunächst

skeptisch. Warum nur

ausgerechnet ein so schwieriges

Instrument? Trotzdem ermöglichten

sie ihr Probestunden

mit einer Leih-Geige.

Und siehe da: Hannah blieb

tatsächlich dran – und machte

bald erstaunliche Fortschritte.

Nun sind ihre Eltern

ordentlich stolz, wenn ihre

Tochter einmal mehr beim

Vorspielabend der Musikschule

glänzt.

Schub fürs

Selbstbewusstsein

Ob Hannah als Geigerin

„nur“ überdurchschnittlich

begabt oder sogar ein Ausnahmetalent

ist, kann heute

noch niemand sagen. Fest

steht bereits, dass in ihrem

Fall etwas Wunderbares gelungen

ist: Die Zehnjährige

hat – mit Unterstützung ihrer

Eltern – eine Begabung entdeckt,

die sie mit Spaß und

Eigenmotivation weiterverfolgt.

Dabei erlebt sie sich als

selbstwirksam und erfolgreich.

Erfahrungen, die ihr

im zukünftigen Leben helfen

können, auch andere Her-

36 familie&co 07/2021


ausforderungen mit Zuversicht

anzupacken.

Ein Schub fürs Selbstbewusstsein,

den wohl alle Eltern

ihren Kindern wünschen.

Doch herauszufinden,

wo die Talente beim Nachwuchs

liegen, ist oft gar nicht

so einfach. Die Diplom-Psychologin

Anke Liehmann-

Walther hat sich auf Begabungsdiagnostik

spezialisiert

– und weiß deshalb sehr gut,

dass die passende Förderung

Heranwachsender eine komplexe

Herausforderung ist.

Allein schon deshalb, weil

besondere Stärken sich auf

verschiedensten Gebieten zeigen

können. Neben der klassischen

kognitiven Begabung,

die im Idealfall zu guten

schulischen Leistungen führt,

gibt es – wie bei Hannah –

auch die musisch-künstlerische

Begabung. Andere Kinder

haben besondere soziale

Fähigkeiten oder sind sensomotorisch

talentiert, was sich

z. B. beim Basteln, aber auch

in großer Sportlichkeit zeigen

kann.

Viele Angebote machen

Die Expertin rät Eltern deshalb,

ihren Nachwuchs so

viel wie möglich ausprobieren

zu lassen: „Versuchen

Sie, bei Sportvereinen oder

der Musikschule möglichst

viele Probestunden heraus zu

handeln, damit ihr Kind sich

nicht vorschnell festlegen

muss.“ Wichtig dabei sei,

nicht zu projizieren, sondern

die Wünsche des Kindes ➼

07/2021 familie&co 37


familie&schule

ges Handeln mehr bleibt.

Doch auch Unterforderung

kann zu handfesten Schwierigkeiten

führen, was sich besonders

oft in Bezug auf kognitiv

Begabte zeigt: „Zu mir

kommen viele Eltern, weil

Ist mein Kind kognitiv hochbegabt?

Im Internet finden sich zahllose Checklisten, die diese

Frage beantworten sollen. Tatsächlich können sie jedoch

nur erste Hinweise liefern und nicht die Testung durch

einen Experten ersetzen. Das Niedersächsische

Kultusministerium nennt u. a.:

Besondere Flexibilität im Denken, finden neuer,

origineller Ideen

Hervorragende Gedächtnisleistungen

Hohe Konzentrationsfähigkeit

Großes Beharrungsvermögen bei selbst gestellten

Aufgaben

Besonders frühes Interesse an Buchstaben, Zahlen,

Zeichen und Symbolen

Schnelles und effektives Abstraktions- und

Verallgemeinerungsvermögen

Frühes ausdrucksvolles, flüssiges Sprechen mit

altersunüblichem, umfangreichem Wortschatz

Abneigungen gegen Routineaufgaben und häufige

Wiederholungen

Gute Fähigkeiten zu planen, zu strukturieren und

organisieren

Starker Gerechtigkeitssinn, hohe soziale Ansprüche

Besondere Verantwortungsbereitschaft und -fähigkeit

Meinungsbildung erfolgt oft unabhängig von

vorherrschenden Anschauungen im sozialen Umfeld

ernst zu nehmen. Denn:

Auch wenn Mama immer

Klavier lernen wollte, kann

es sein, dass ihr Sohn sein

Glück beim Rugby findet.

Mit Fingerspitzengefühl sollte

auch der Grad an Förderung

dosiert werden: „Nicht

alle begabten Kinder wünschen

sich den gleichen Input.

Manche möchten am

liebsten ganz viele Kurse besuchen

oder drei Instrumente

auf einmal lernen, andere

sind eher zurückgezogene

Typen, die sich gerne auch

allein mit ihren Vorlieben beschäftigen“,

so Anke Liehmann-Walther.

Klar ist: Wer

sein Kind „überfördert“,

kann ihm so den Spaß an einem

Hobby verderben, weil

so kein Platz für eigenständiihr

Kind Probleme in der

Schule oder auch im sozialen

Bereich hat und sie vermuten,

dass eine Hochbegabung

dahinterstecken könnte.“

Tatsächlich können Langeweile

und unzureichende Anregungen

im Unterricht bei

Kindern zu einer Art Verweigerungshaltung

führen. Die

Psychologin beobachtet aber

auch andere Probleme:

„Manche Kinder können

von klein auf alles immer sofort.

Das prägt natürlich ihr

Selbstbild. So rauschen sie

locker leicht durch die

Grundschule ohne sich irgendwelche

Lernstrategien

anzueignen.“ Zu einem Problem

werde dies dann oft auf

der weiterführenden Schule,

wenn die Anforderungen

steigen und dem Kind plötzlich

nicht mehr alles zufliege.

„Das kann dem Selbstbewusstsein

des Kindes einen

gehörigen Knacks verpassen

und ihm die Lust auf Schule

erst mal vermiesen“, erklärt

die Psychologin.

Diagnostik und Experten

Um hier vorzubeugen rät sie

Eltern, sich frühzeitig an Experten

zu wenden, wenn der

Verdacht auf eine herausragende

kognitive Begabung

besteht. Sie selbst gehört zum

„Expertenkreis Hochbegabung/Potentiale“

(www.diehochbegabung.de),

in dem

sich spezialisierte Psychologen

aus ganz Deutschland

zusammengeschlossen haben.

Sie können, u. a. mithilfe von

Intelligenztests, feststellen,

ob sogar eine klassische

Hochbegabung vorliegt. Dies

sei allerdings nur bei rund

zwei Prozent der Kinder der

Fall. Warnen will sie Eltern

vor Instituten, die für solche

Tests z. T. tausende Euro in

Rechnung stellen: „Eine solche

Beratung muss und darf

nicht so teuer sein“, so Anke

Liehmann-Walther.

Grundsätzlich gilt: Egal in

welchem Bereich – die Begabungen

eines Kindes sind

Geschenke, die angemessene

Förderung verdienen. Feste

FOTOS: FIZKES, YACOBCHUK: ALLE ISTOCK (2)


Rumprobieren erwünscht!

Ziele sollten Väter und Mütter

damit aber nicht verfolgen:

„Eltern müssen akzeptieren,

dass nicht jedes Kind

aus seiner Begabung auch

konkret etwas machen

möchte. Drängen hat hier

keinen Sinn“, sagt die Expertin.

So ist auch für Hannahs Eltern

alles andere als klar,

dass ihre Tochter eines Tages

eine musikalische Karriere

einschlagen wird, selbst

wenn ihre Erfolge sich fortsetzen

werden. Was sie hoffen,

ist, dass ihr Spaß an dem

Instrument noch möglichst

lange anhalten – und ihnen

noch viele schöne Konzertabende

bescheren wird.


Um herauszufinden, wo die Begabungen eines Kindes liegen, sollten

Eltern ihm viele unterschiedliche Angebote machen. Unsere Tipps:

• TIPP 1 Musische Förderung

für die Kleinsten (0–5 Jahre)

bietet der „Musikgarten“. Das

bewährte Eltern-Kind-Konzept

wird deutschlandweit umgesetzt

• TIPP 2 Beim „Instrumentenkarussell“

können Grundschüler

für wenig Geld viele verschiedene

Instrumente ausprobieren.

Angebote gibt’s z. B. in Vereinen

• TIPP 3 Rein in den Verein!

Sportvereine verlangen in der

Regel einen überschaubaren

Jahresbeitrag und bieten dafür

ein breites Kursangebot.

• TIPP 4 Sport-Kitas oder

-Grundschulen sind nicht nur gut

für die Leistungssportler von

morgen. Für alle Kinder gilt:

Bewegungsförderung ist Entwicklungsförderung!

• TIPP 5 Interesse für die

Wissenschaft wecken wollen die

bundesweit über 50 Universitäten

und Fachhochschulen, die

unter dem Schlagwort „Kinder-

Uni“ eigene Vorlesungen für

Kinder anbieten.

• TIPP 6 Kunstschulen bieten

überall in Deutschland Angebote

für Kita- und Grundschulkinder,

manche sind eigenständig

organisiert, andere sind einer

Volkshochschule angegliedert.

LEIBNIZ STAR WARS :

WELCHE SEITE WÄHLST DU?

LEIBNIZ Star Wars Light oder LEIBNIZ Star Wars Dark: Welche Seite

wählst du? Entscheide dich für die helle oder dunkle Seite der Macht

mit unsere LEIBNIZ Star Wars- Special Edition. Für Fans der Rebellen-

Alliance und der hellen Seite der Macht gibt es LEIBNIZ Star Wars mit

Vanillekeksen in Form der Charactere Yoda, Prinzessin Leia,

Chewbacca, R2-D2, C-3PO sowie dem Millennium Falken.

Treue Begleiter des Galaktischen Imperiums und der dunklen Seite der

Macht finden Kakaokekse, die nach

den Characteren Darth Vader, Darth

Maul, einem Stormtrooper, Jabba

the Hutt, Boba Fett und dem

Todesstern geformt sind.

Für welchen Weg man sich auch entscheidet

– die köstlichen LEIBNIZ Star

Wars-inspirierten Kekse sind der galaktische

Snack für Groß und Klein und

haben einen reduzierten Zuckergehalt

und weniger gesättigte Fettsäuren.

Wir verlosen

5 LEIBNIZ Star Wars

Kekspakete. Alle Infos zum

Gewinnspiel auf Seite 50.

Kennwort: LEIBNIZ


familie&Landal

Willkommen im

Abenteuerland für

kleine und große

Naturentdecker!

Ferienhaus-Urlaub mit der

Familie in Österreich

Endlich wieder gemeinsam Gipfel bezwingen.

Endlich wieder Steinchen

über den glasklaren See flitzen lassen.

Endlich wieder mit Papa und Mama

eine Mountainbike-Tour unternehmen.

Endlich wieder auf einer Alm eine deftige

Brotzeit machen. Kurzum: Endlich wieder

Familienurlaub in Österreich! Die sieben

Landal GreenParks in Kärnten, im Salzburger

Land und in Vorarlberg liegen in den

wohl schönsten Regionen in Österreich und

bieten Familien alles für ein unbeschwertes

Urlaubserlebnis mitten im Grünen. Sie sind

idealer Ausgangspunkt für Wanderungen,

Radausflüge oder Natur-Erlebnistouren zu

Seen und Flüssen. Weit auseinanderstehende,

komfortable Ferienunterkünfte, ein

umfangreiches Hygienekonzept und flexible

Stornobedingungen machen den lang

ersehnten Familienurlaub in den Bergen

bedenkenlos möglich.

Beim gemeinsamen Frühstück in der Ferienunterkunft

tagt der Familienrat und beschließt,

welches Outdoor-Abenteuer man

heute erleben will. Fairer Kompromiss –

heute eine Wanderung, morgen steht eine

entspannte Fahrradtour auf dem Programm.

Mountainbikes leihen sich Familien dazu

direkt im Ferienpark. Auch der Abend ist

schon verplant: Nach Rückkehr ins Feriendomizil

geht’s für die Kleinen gleich auf den

Spielplatz oder zum Kinderprogramm,

während Papa und Mama noch ein paar

Bahnen im Schwimmbad ziehen und

anschließend den Kindern beim Spielen zuschauen.

Herrlich, so ein Familienurlaub

ganz ohne Stress.

Urlaub in den Ferienunterkünften von Landal

GreenParks ist nicht erst in Pandemiezeiten

sehr gefragt – vereint er doch viele

Vorteile: In den komfortablen Ferienwohnungen

und -häusern genießen Familien

Unabhängigkeit und ihren eigenen Rhythmus,

können aber auf Wunsch die attraktiven

Freizeit- und Erholungsangebote der

Ferienparks für Groß und Klein nutzen.

Mit der Adventure App auf Entdeckertour

Speziell für Kinder und Jugendliche hat

sich Landal etwas Tolles einfallen lassen:

Mit der Landal Adventure App geht es auf

digitale Erkundungstour durch die Ferienanlage.

Mithilfe einer Landkarte in der App

suchen die Kinder nach „Mystery Boxes“,

die in den Landal Ferienparks in der freien

Natur versteckt wurden. Diese digitalen

Boxen enthalten Rohmaterialien wie

Holz und Stein, mit denen die Spieler

zum Beispiel ihr eigenes Baumhaus

bauen können. Mit der „Entdeckerbox“

hingegen wird gegraben,

gebuddelt und gewühlt.

So können Kinder die Natur

hautnah erleben. Sollte das Wetter

mal nicht mitmachen, gibt es

Bastel- und Spielboxen zum Ausleihen

und Pakete zum Selbermachen

für Schokolade oder Apfelmus.

Urgemütlich:

ein Ferienhaus im

Landal GreenPark

Rehrenberg im

Salzburger Land


Sicherheit geht vor

Um maximale Sicherheit zu gewähren, sind die Abläufe in den Ferienparks

kontaktlos und unterliegen den Hygienemaßnahmen der jeweiligen

Landesregierung. Die Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote der

einzelnen Ferienparks wie Schwimmbäder, Restaurants oder Indoor-

Attraktionen bleiben entsprechend der Landesverordnungen in Betrieb.

Am Pick Up-Point können verschiedene Spiel-, Sport- und

Bastelpakete ausgeliehen werden. So wird der Spielspaß direkt

in die Unterkunft zu den kleinen Gästen gebracht.

Outdoor-Equipment wie Fahrräder oder Minigolfschläger

können ebenfalls geliehen

werden.

PREMIUM-PARTNER REISE

FOTO: © 2021 LANDAL GREENPARKS

Herrlicher Blick:

Der Landal GreenPark

Brandnertal liegt mitten

in den Vorarlberger

Alpen

Rauf aufs Rad: In allen

Landal GreenParks

wie hier in Maria Alm

gibt es jede Menge Spaß

bei Outdoor-Aktivitäten

Über Landal GreenParks

Der niederländische Ferienhausanbieter

Landal GreenParks

bietet knapp 100 Ferienparks in

neun Ländern, darunter elf

in Deutschland und sieben in

Österreich. Alle Ferienparks

liegen im Grünen und befinden

sich am Wasser, im Wald oder in

den Bergen.

Ideale Orte zum Wandern, Fahrradfahren

und vielen anderen

Outdoor-Aktivitäten: Die Ferienparks

verfügen beispielsweise

über Restaurants, Spiel- und

Sportangebote, Schwimmbäder,

Indoor-Spielplätze oder die Kinderclubs

mit Maskottchen Bollo.

Infos und Reservierungen unter

www.landal.de oder

Tel. 01806-700 730

(€ 0,20/Anruf; mobil max. € 0,60).


familie&unterwegs

Spielen wie früher

„Du bist dran!“

Entwicklungspsychologen sind sich einig: Spieleklassiker fördern die Koordination

der Sinne besonders gut. Außerdem machen sie Kindern auch heute noch jede

Menge Spaß – probieren Sie es mit Ihrem Nachwuchs aus!

Gemeinsam

in Bewegung

Der Fuchs geht herum

Spielerzahl: ab 8 Kinder; Alter: ab 5 Jahre

Die Kinder sitzen im Kreis. Ein Spieler, der Fuchs, läuft

um den Kreis herum und lässt hinter einem Kind ein

Taschentuch fallen. Dieses Kind hebt das Tuch auf und

läuft dem Fuchs hinterher. Fängt es ihn, muss er als

„faules Ei“ in die Kreismitte. Erreicht der Fuchs aber

rechtzeitig den frei gewordenen Platz, muss der Verfolger

als Fuchs weitermachen. Bemerkt ein Spieler das

Taschentuch nicht, muss er ebenfalls in die Kreismitte.

42 familie&co 07/2021 NOVEMBER 2013

Tunnelball

Spielerzahl: ab 10 Kinder;

Alter: ab 5 Jahre

Die Kinder stehen in zwei Gruppen

mit gespreizten Beinen

hinter einander. Das jeweils vorderste

Kind versucht, den Ball

durch den Tunnel zu rollen. Bleibt

er hängen, dürfen die Mitspieler

nachhelfen. Der letzte Spieler

rennt mit dem Ball nach vorne

und versucht ebenfalls, ihn durch

den Tunnel zu rollen. Sieger ist

die Gruppe, von der zuerst jedes

Kind den Ball einmal gerollt hat.

Völkerball

Spielerzahl: ab 12 Kinder;

Alter: ab 8 Jahre

Die beiden Mannschaften

stehen jeweils in ihrer Spielfeldhälfte.

Ein Kind steht als

„Grenzwärter“ hinter der gegnerischen

Mannschaft. Die

Gegner versuchen, sich gegenseitig

abzuwerfen. Wer getroffen

ist, muss zum eigenen

„Grenzwärter“ und versucht,

wie dieser, die Gegner vom

Außenrand des Spielfeldes zu

treffen. Ist der letzte Spieler

getroffen, hat er noch drei Leben,

bevor seine Mannschaft

verloren hat.


Gummi-Twist

Spielerzahl: ab 3 Kinder;

Alter: ab 6 Jahre

Der ca. drei Meter lange Gummi

wird um die Knöchel zweier

Teilnehmer gespannt; ein dritter

springt nach einem verabredeten

Rhythmus zwischen, neben

oder auf die Bänder. Macht er

einen Fehler, indem er das Band

ungewollt berührt, sich verheddert,

die Sprungfolge nicht

einhält oder falsch landet, ist

der Nächste dran. Der Schwierigkeitsgrad

wird nach und nach

erhöht, indem das Band über

Unterschenkel, Knie, Oberschenkel

bis zur Hüfte wandert.

Zwei Knobelspiele

Streichholzknobeln Jeder der drei

Spieler bekommt drei Streichhölzer. Davon

nimmt er entweder keins, eins, zwei

oder drei in eine seiner Hände, ohne dass

die anderen dies sehen. Dann schätzt jeder,

wie viele Streichhölzer insgesamt im

Spiel sind (also null bis neun). Wer richtig

liegt, bekommt von jedem Mitspieler ein

Hölzchen. Hat ein Spieler kein Streichholz

mehr, ist das Spiel beendet.

Schnick-Schnack-Schnuck Zwei Spieler

ballen die rechte Hand zur Faust und

rufen „Schnick-Schnack-Schnuck!“ Am

Ende des Kommandos machen sie entweder

eine Faust (Stein), spreizen Zeigeund

Ringfinger (Schere) oder halten die

Hand flach (Papier). Die Schere schneidet

Papier, wird aber am Stein Stumpf, das

Papier wickelt den Stein ein. Nach drei

Durchgängen steht der Sieger fest.

Mit Tempo

und Geschick

Die Reise nach Jerusalem

Spielerzahl: ab 4 Kinder; Alter: ab 4 Jahre

Zunächst wird ein Stuhlkreis aufgestellt – und zwar

mit einem Stuhl weniger, als Kinder mitspielen. Nun

schaltet der Spielleiter Musik an und alle Kinder tanzen

dazu. Dann sorgt der Spielleiter dafür, dass die

Musik plötzlich aussetzt. Jetzt muss sich jedes Kind

schnell einen freien Stuhl suchen. Wer keinen abbekommt,

scheidet aus und ein Stuhl wird für die nächste

Runde aus dem Kreis entfernt. Das Spiel geht so

lange weiter, bis nur noch ein Kind übrig bleibt. Dieses

Kind ist der Sieger!

Himmel und Hölle

Spielerzahl: ab 2 Kinder: Alter: ab 6 Jahre

Zuerst wird mit Kreide ein Spielfeld auf den Boden gemalt

(ähnlich Bild links). Es beginnt unten mit dem Feld Erde,

es folgen die Felder 1, 2, Hölle, 5 und, ganz oben, Himmel.

In Höhe der Hölle wird links das Feld 3, rechts das

Feld 4 aufgemalt. Der erste Spieler wirft ein Steinchen ins

Feld Erde. Nun muss er hineinhüpfen und beim Landen

den Kiesel in Feld 1 stoßen. Weiter geht es zu Feld 2 und

3. Das Hölle-Feld muss übersprungen werden. Wenn der

Stein trotzdem in der Hölle liegen bleibt, im falschen Feld

landet oder beim Hüpfen ein Feld verfehlt wird, ist der

nächste dran. Gewonnen hat, wer den Parcours als Erster

komplett durchhüpft hat.


07/2021 familie&co 43


familie&unterwegs

Wir spielen

draußen!

Schnitzeljagd

Spielerzahl: ab 4 Kinder;

Alter: ab 6 Jahre

Ein Fährtenleger geht voraus

und markiert den Weg mit Papierschnipseln,

Sägespänen,

Kreidepfeilen oder pfeilartig

angeordneten Steinen oder

Stöcken. Die Gruppe bricht

mit zeitlichem Abstand auf

und versucht den Zeichen

zu folgen. Auch Irrwege sind

zugelassen, sie müssen aber

am Ende eindeutig als solche

gekennzeichnet sein. Am Ziel

wartet ein kleiner, gut getarnter

Schatz auf die erfolgreichen

Fährtensucher.

Murmelspiel

Spielerzahl: ab 2 Kinder;

Alter: ab 4 Jahre

Ein Kind zeichnet mit Kreide

einen Kreis von ca. fünf Metern

Durchmesser auf den

Boden. Er kann auch mit

einem Stock in die Erde geritzt

werden. In die Mitte des

Kreises kommt ein besonders

schöner, großer Glücksstein.

Die Kinder setzen sich nun

rund um den Kreis und schießen

ihre Murmeln ab. Das

Ziel ist, mit seinen Murmeln

so nah wie möglich an den

Glücksstein heranzukommen.

Das Kind, dessen Murmel am

dichtesten an den Glücksstein

herangerollt ist, hat

gewonnen und bekommt zur

Belohnung die Murmeln seiner

Mitspieler.

Räuber und

Gendarm

Spielerzahl: ab 6 Kinder;

Alter: ab 4 Jahre

Die Kinder werden in Räuber

und Gendarmen aufgeteilt.

Letztere bekommen als Erkennungszeichen

ein Tuch um

den Arm gebunden. Bevor die

Räuber ausschwärmen und die

Gendarmen ihnen folgen, wird

ein Gefängnis festgelegt, in das

die gefassten Räuber kommen.

Befreit werden kann ein Räuber,

indem ein freier Räuber ihm drei

mal in die ausgestreckte Hand

klatscht. Haben die Gendarmen

alle Räuber eingefangen, ist das

Spiel vorbei.

FOTOS: PYOTR021, SERRNOVIK, ANTONIO_DIAZ, VISUAL_INTERMEZZO, IPGGUTENBERGUKLTD, ROMRODINKA: ALLE ISTOCK (6)

44 familie&co 07/2021


WER IST DRAN?

Drei Abzählreime

Eine alte Frau kocht Rüben

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs,

sieben, eine alte Frau kocht Rüben.

Eine alte Frau kocht Speck

und du bist weg!

Ene, mene, muh

Ene, mene, muh und raus bist du.

Raus bist du noch lange nicht, sag

mir erst wie alt du bist! (Danach

wird entsprechend dieser Zahl zu

Ende abgezählt.)

Mickey Maus

Eine kleine Mickey Maus zog sich

mal die Hose aus. Zog sie wieder

an, und du bist dran!


© 2021 COPPENRATH VERLAG GMBH & CO. KG; P & © 2021 SONY MUSIC ENTERTAINMENT GERMANY GMBH

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Die aufgeweckte kleine Meerjungfrau Nella Nixe lebt in den Tiefen des Ozeans.

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Im spannenden Fantasy-Abenteuer „Rulantica – Die Verschwörung der Götter“

müssen die Geschwister Finja und Mats ihre Heimat, die sagenumwobene Insel Rulantica,

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familie&ernährung

„Was Vollkorn heißt, muss

laut Gesetz mindestens 90 %

Vollkorngetreide enthalten“

edith gätjen, expertin für kinderernährung

46 familie&co 07/2021


KORNGESUND

und so schön knusprig

Vollkorngetreide ist lecker, gesund,

macht lange satt, lässt sich herrlich

vielfältig kombinieren und bringt

Abwechslung auf den Teller

Getreidevielfalt

E

rinnern Sie sich an

Grimms Märchen

„Der süße Brei“? Es

erzählt von einem armen,

hungernden Mädchen, das

einen Topf geschenkt bekommt,

der es in sich hat:

Er füllt sich auf Kommando

mit köstlichem Hirsebrei

zum Sattessen.

Hirse zählt nicht nur zu

den ältesten Getreidesorten

der Welt, sondern auch zu

den gesündesten. Die kleinen,

gelben Körner haben

also durchaus eine Chance

verdient! Und viele andere

„exotische“ Sorten ebenfalls.

Denn in Vollkorn steckt viel

Gutes: reichlich verdauungsfördernde

und länger sättigende

Ballaststoffe, hochwertige

Fette und Eiweiße sowie

zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe.

Und: Vollkorn hält schlank,

da seine komplexen Kohlenhydrate

den Blutzuckerspiegel

nur langsam ansteigen

lassen. Regelmäßig verzehrt,

schützt Vollkorngetreide

sogar vor Diabetes, Herz-

Kreislauf-Erkrankungen und

manchen Krebsarten.

Rohe Körner sind gesund

– und halten länger satt

Aus ernährungswissenschaftlicher

Sicht ist die Vorliebe

von Kindern für Müsli also

ein Glücksfall. Denn Getreide

enthält viele gesunde Wirkstoffe

wie Magnesium, Eisen

und Zink; in Flockenform ist

es sogar besonders wertvoll:

Bei den rohen, gequetschten

Körnern bleibt die wertvolle

Außenhaut immer mit dran;

dadurch haben sie einen

kernigen Biss und enthalten

komplexe Kohlenhydrate, die

schön satt machen. Wurden

die Körner zerkleinert und

ausgewalzt, bleiben „blütenzarte“

Flocken übrig. Ein besonderes

Plus des rohen Getreides

ist sein hoher Gehalt

am „Nerven-Vitamin“ B1,

das beim Erhitzen zum Teil

zerstört würde. ➼

Graupen bestehen aus Gerste, die geschält

und dann rund geschliffen wird. Die kugeligen

Körner werden deshalb auch Rollgerste

genannt. Traditionell werden Graupen als Einlage

in Suppen verwendet. Man kann sie einfach

eine halbe Stunden mitkochen. Lecker

ist auch ein Graupenrisotto.

Grieß ist Getreide, das zu Körnern von 0,3 bis

1 mm Durchmesser vermahlen wurde. Meist

wird er aus Weizen hergestellt. Es gibt Hartweizengrieß,

aus dem u. a. Nudeln gemacht

werden, Weichweizengrieß eignet sich für

Breie und Desserts.

Schrot nennt man Getreidekörner, die durch

Quetschen oder Mahlen grob zerkleinert wurden.

Roggen-, Dinkel- oder Weizenschrot wird

oft für Brote verwendet. Grünkern- und Gerstenschrot

sind in der vegetarischen Küche beliebt,

weil sie Eintöpfen, Chillis, Bratlingen und

Aufläufen ein herzhaft-kerniges Aroma geben.

Körnerküche ein Segen. Sie

liefert Ballaststoffe für die

Verdauung und das Immunsystem,

macht lange satt und

bringt viele Vitamine und

Mineralstoffe fürs Wachstum

auf den Teller – vor allem

B-Vitamine, Eisen, Kalzium

und Magnesium.

Zum Frühstück und zum

Abendessen ist Brot ein

Klassiker. Meistens wird es

allerdings nur aus Weizenoder

Roggenmehl gebacken.

Mischungen mit anderen

Getreidesorten liefern völlig

neue Geschmacks erlebnisse.

Couscous ist Hartweizen, der zu Grieß

zerkleinert und dann zu Kügelchen gedreht

wurde. Meist wird er vorgegart angeboten.

Grünkern nennt man Dinkel, der halbreif,

also „grün“, geerntet wurde. Früher reagierten

Bauern damit auf schlechtes Wetter – sie

fürchteten, ihr Dinkel werde faulen statt zu

reifen. Also ernteten sie die Körner früh und

trockneten sie überm Feuer. Heute geschieht

dies mithilfe von Heißluft. Ganze Körner werden

eingeweicht und ca. 20 Minuten gekocht.

Sie passen in Eintöpfe oder Gemüsepfannen.

07/2021 familie&co 47


familie&ernährung

Allerdings gilt es, aus dem

ständig größer werdenden

Angebot an Frühstücksflocken

auch das Richtige auszuwählen.

„Grundsätzlich

sollte man zwischen Müsli

und Cerealien unterscheiden“,

erklärt Isabelle Keller

von der Deutschen Gesellschaft

für Ernährung (DGE).

Zwar bestünden auch Cerealien

aus Getreide – gerade

typische Kinderprodukte

enthielten aber oft kaum

Ballaststoffe und viel Zucker,

so die Ernährungswissenschaftlerin.

Sie empfiehlt

Müsli aus Trockenfrüchten,

Flocken, Nüssen und Ölsamen.

Ein Blick auf die

Zutatenliste verrät, ob Zucker

zugesetzt wurde. „Für

Knuspermüsli etwa werden

die Getreideflocken karamellisiert

– mit Zucker und

Fett“, erklärt Isabelle Keller.

Vom Frühstückstisch verbannen

will sie die beliebten

Kindersorten aber nicht.

„Die Kleinen sollen Spaß am

Müsli behalten“, sagt die Expertin.

Besser sind Kompromisse:

Warum nicht Knuspermüsli

mit einer anderen

Sorte mischen? Abwechslung

bringt Spaß in die Schüssel:

Bieten Sie statt Milch mal

Joghurt oder Saft an, und

verändern Sie die Obstauswahl

nach Saison. Füllen Sie

neben klassischem Flockenmüsli

auch Cerealien, Cornflakes,

Rosinen, Sonnenblumenkerne,

Trockenfrüchte,

Kokosraspel, Kakaopulver

und Raspelschokolade in

Schraubgläser und lassen Sie

48 familie&co 07/2021

Ihr Kind nach Lust und Laune

selber mixen.

Abwechslungsreiche

Getreideküche

Besonders vielseitig verwendbar

sind Haferflocken:

Frikadellen werden mit ihnen

luftiger, Reibekuchen

knuspriger. Und wenn man

die gefettete Backform mit

Haferflocken ausstreut, lässt

sich der Kuchen perfekt herauslösen.

Mitgekocht und

-püriert verleiht das Getreide

Suppen die nötige Bindung,

in der Pfanne angeröstet und

über das fertige Gericht gestreut

sorgen die Flocken für

herzhaften Biss.

Vollwertig essen – eine

Frage der Gewöhnung

Mehr Vollkorn essen – in der

warmen Küche gelingt das

hervorragend mit den Vollkornversionen

von Nudeln

und Reis. Mischen Sie anfangs

dunkle und helle Sorten,

um die Familie an den

Geschmack zu gewöhnen.

Und noch ein Tipp: Kochen

Sie Vollkornreis ohne Salz,

sonst bleibt er hart!

Ein typischer Kinderliebling

ist Mais. Die gegarten Kolben

mit Salz und Butter bestreut

abzuknabbern, finden auch

die Großen lecker. Ebenso

die goldgelbe Polenta: Der

Maisgries schmeckt, als Brei

oder angebraten, zu jeder

herzhaften Soße. „Nicht hundertprozentig

Vollkorn, dafür

sehr vielfältig einsetzbar

sind Bulgur und Couscous.

Sie schmecken als Beilage

genauso wie in Salaten oder

Aufläufen“, sagt Ökotrophologin

Edith Gätjen. Milchreis

und Grießbrei schmecken

auch in der Vollkornvariante

fein. Und: „Diese Getreidespeisen

haben den Vorteil,

HAFERDRINKS

Getreide als

Milchersatz

Hafer als Getränk – auch

das gibt es inzwischen:

Sogenannte Haferdrinks

enthalten ca. zehn Prozent

Vollkornhaferflocken,

die mit Wasser und Pflanzenöl

fein vermixt wurden.

Die Mischung ist auch als

süße Variante, z. B. mit Vanillegeschmack,

zu haben.

Das laktosefreie Getränk

eignet sich als Milchersatz

für alle Gelegen heiten. Man

kann sich den flüssigen

Hafer auch übers Müsli

kippen – lecker!

dass danach der Hunger auf

Süßes erst mal gestillt ist und

Kinder nicht gleich wieder

naschen wollen“, sagt Isabelle

Keller.

Auch Hirse, Grünkern & Co.

haben eine Chance verdient.

Hirse ist zudem, genau

wie Mais, Quinoa und

Amaranth, glutenfrei und

wird deshalb auch bei Zöliakie

gut vertragen. Schauen

Sie jedoch genau auf den

Inhalt – auch diese Produkte

können Spuren von Gluten

aufweisen.

Wer also beim Thema Getreide

nur an Weizen, Roggen

und Haferflocken denkt,

verpasst eine Menge. Vor allem

für die gesunde Kinderernährung

ist die Vielfalt der

Körnerküche ein Segen. Sie

liefert Ballaststoffe für die

Verdauung und das Immun-

FOTOS: EGAL, ANNAPUSTYNNIKOVA: ALLE ISTOCK (2)


system, macht lange satt und

bringt viele Vitamine und

Mineralstoffe fürs Wachstum

auf den Teller – vor allem

B-Vitamine, Eisen, Kalzium

und Magnesium.

Zum Frühstück und zum

Abendessen ist Brot ein

Klassiker. Meistens wird es

allerdings nur aus Weizenoder

Roggenmehl gebacken.

Mischungen mit anderen

Getreidesorten liefern völlig

neue Geschmacks erlebnisse.

Allerdings sollte die Vollkornvariante

für Kinder fein

gemahlen sein – grobkörniges

Brot erfordert ausgiebiges

Kauen. Außerdem reagiert

so mancher auf ganze

Körner mit Blähungen.

Wie viel Vollkorn steckt

im Brötchen?

Wichtig zu wissen: Nicht

jedes Produkt, das danach

aussieht, enthält tatsächlich

das volle Korn. „Oft werden

Brot oder Brötchen mit Melasse

dunkler gefärbt und mit

Körnern übersät, um sie gesünder

erscheinen zu lassen.

Aber nur was wirklich Vollkorn

heißt, muss laut Gesetz

auch mindestens 90 Prozent

Vollkorngetreide enthalten“,

betont Expertin Edith Gätjen.

Hier lohnt der kritische

Blick aufs Etikett – oder die

Nachfrage beim Bäcker. Es

gibt auch fein ausgemahlene

Sorten, die schon den Kleinsten

schmecken.


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