Saison 21|22

staatsoperette

Das Spielzeit für die Saison 21|22 ist da.

STAATSOPERETTE REVUE · MUSICAL · OPERETTE · PERFORMANCE #REVUE3

SAISON

21|22




COVERSHOT

Jolana Slavíková und Gero Wendorff

Auf dem Cover ist Mezzosopranistin Laila Salome Fischer zu sehen, auf der Rückseite Tenor Gero Wendorff.

Die vordere innere Umschlagseite zeigt Bariton Nikolaus Nitzsche, die hintere Umschlagseite Tenor Timo Schabel.


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INHALT

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CULTURE FOR FUTURE

ANNEKATRIN KLEPSCH, ZWEITE BÜRGERMEISTERIN DER LANDESHAUPTSTADT DRESDEN

DIE GANZE WELT IST HIMMELBLAU

GEDANKEN ZUR SPIELZEIT 2021 / 22 VON INTENDANTIN KATHRIN KONDAUROW

UNSERE NEUE FOTOSERIE

IM WEISSEN RÖSSL PREMIERE

BLONDINEN BEVORZUGT! PREMIERE

CINDERELLA PREMIERE

DER VETTER AUS DINGSDA PREMIERE

ZWEI KRAWATTEN PREMIERE

CASANOVA PREMIERE

REPERTOIRE

MY FAIR LADY · SO VERLIEBT IN DIE LIEBE · DIE FANTASTICKS · MÄRCHEN IM GRAND-HOTEL

DIE LUSTIGE WITWE · DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN · HIER UND JETZT UND HIMMELBLAU

DIE ZAUBERFLÖTE

SPECIAL

EIN LIED GEHT UM DIE WELT · ZUGABE! · KOOPERATIONEN UND PARTNERSCHAFTEN

MIT MUSIK FÜR EIN GUTES KLIMA

JUNGE OPERETTE THEATERPÄDAGOGISCHE ANGEBOTE

DAS FÖRDERFORUM DER STAATSOPERETTE E.V.

ENSEMBLELISTE

SERVICE SAALPLÄNE · PREISE · GASTRONOMIE · AREAL · BARRIEREFREIHEIT · ANFAHRT

KONTAKT • IMPRESSUM


GRUSSWORT

CULTURE FOR FUTURE

Annekatrin Klepsch Zweite Bürgermeisterin der Stadt Dresden

VEREHRTE FREUND*INNEN

DES MUSIKTHEATERS,

Oper, Operette und Musical haben seit jeher versucht,

die Welt auf die Bühne zu bringen, auf ihre Art und

Weise vertont, gesungen und getanzt.

In der Operette steht die Welt mitunter Kopf.

In der ersten Hälfte des Jahres 2021 stand die

Welt nicht auf der Operettenbühne Kopf, sondern

davor und die Staatsoperette musste wie alle

Kultureinrichtungen des Landes über viele Monate

für ihr Publikum geschlossen bleiben.

Umso mehr freuen wir uns, Sie seit Juni 2021 nun

wieder im Kraftwerk Mitte begrüßen zu können

und mit Ensemble, Orchester, Ballett und Chor der

Staatsoperette die Welt auf die Bühne zu holen.

In dieser Spielzeit 2021 / 22 begeht der Neubau der

Staatsoperette bereits den fünften Geburtstag im

Kraftwerk Mitte. Wer hätte 2016 gedacht, dass

in diesem halben Jahrzehnt gleich mehrere und

nicht zuletzt künstlerisch prägende Ereignisse

eintreten werden.

Rückblickend auf diese fünf Jahre lässt sich feststellen, dass die Staatsoperette jede neue

Herausforderung im positiven Sinne genutzt hat, künstlerisch das Beste daraus zu machen,

neue Wege zu gehen, Experimente zu wagen und das eigene Publikum dabei mitzunehmen.

Dafür gilt es Danke zu sagen, allen Mitarbeiter*innen des Hauses, dem Förderforum und allen

Unterstützer*innen.

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GRUSSWORT

Kunst und Kultur als Momente

der direkten menschlichen Begegnung

erfahren eine neue Wertschätzung,

gleichwohl lässt sich die Entwicklung

im digitalen Raum nicht zurückdrehen

und ist auch eine Chance,

möglichst viele Menschen

an Kultur teilhaben zu lassen.

Die Welt nach der Überwindung der Corona-Pandemie wird sich weiter verändern.

Kunst und Kultur als Momente der direkten menschlichen Begegnung erfahren eine neue

Wertschätzung, gleichwohl lässt sich die Entwicklung im digitalen Raum nicht zurückdrehen

und ist auch eine Chance, möglichst viele Menschen an Kultur teilhaben zu lassen.

Die kultur- und gesellschaftspolitischen Debatten des Jahres 2021 zeigen, dass unsere

Gesellschaft vielfältiger wird und dass ein friedliches Zusammenleben nur funktioniert,

wenn wir Diversität aushalten. Das Musiktheater ist geradezu prädestiniert, Diversität auf die

Bühne zu bringen. Und schließlich hat uns die Pandemie verdeutlicht, dass Klimaschutz und

Nachhaltigkeit Voraussetzungen für die Zukunft der Menschheit darstellen.

Deshalb freue ich mich, dass sich die Staatsoperette im Rahmen des Projektes „Culture

for Future“ des Amtes für Kultur und Denkmalschutz auf den Weg begeben hat, bis 2022

eine Nachhaltigkeitsstrategie für das städtische Musiktheater zu entwickeln, nicht zuletzt im

Interesse unserer Kinder und Enkel*innen.

Annekatrin Klepsch

Zweite Bürgermeisterin

Beigeordnete für Kultur und Tourismus

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BIENVENUE

DIE GANZE WELT

IST HIMMELBLAU

Kathrin Kondaurow Intendantin

SEHR VEREHRTES, LIEBES PUBLIKUM,

schauen wir gemeinsam optimistisch auf die neue Saison der Staatsoperette!

Trotzdem die Spielzeit 2020 / 21 wiederum geprägt war von den pandemiebedingten

Einschränkungen im Spielbetrieb, waren wir hinter den Kulissen weiterhin auf

Hochtouren aktiv, haben Konzepte und Spielpläne entworfen, fleißig geprobt und

auch im digitalen Bereich viele neue Angebote für Sie entwickelt. Denn nicht nur

der Spielbetrieb ist von den Einschränkungen betroffen, auch auf der Bühne heißt

es, Abstände einzuhalten und unter Hygieneauflagen zu spielen – und dennoch

den Zauber, die herrliche Illusionswelt und Verführungskraft zu entfalten,

wie es nur das Theater vermag.

Und so erwarten Sie in der neuen Spielzeit neben bekannten und modernen

Klassikern im Repertoire sechs große Premieren, eine neue Konzertreihe sowie

viele flankierende Formate, die die große Vielfalt und Bandbreite unseres

Programms, aber vor allem unserer Ensembles und unseres Orchesters

besonders hervorheben und ergänzen.

Getreu dem Motto „Die ganze Welt ist himmelblau“, einem der berühmtesten

Titel von Robert Stolz, bekannt aus dem Weißen Rössl, widmen wir uns in dieser

Saison den Träumen und Sehnsüchten: dem Traum vom sozialen Aufstieg und

nach einer idealen Welt, der Sehnsucht nach der Ferne und natürlich nach Liebe.

Ein Themenspektrum, das nicht zeitgemäßer sein könnte – nach fast zwei Jahren

voller Einschränkungen in allen Lebensbereichen, geprägt von vielen tragischen

persönlichen Schicksalen, möchten wir dazu einladen, wieder zu träumen und

etwas „Himmelblau“ in die Farbpalette des Alltags zu mischen.

Den Premieren-Auftakt macht oben benannte Revue-Operette von Ralph Benatzky:

Im weißen Rössl zeigen wir als rasante Großstadtkomödie, in der die Charaktere

ihre verschiedenartigen Sehnsüchte kitschig überhöht an den titelgebenden

Sehnsuchtsort am Wolfgangsee projizieren und damit ihre eigene Welt

„himmelblau“ erscheinen lassen können.

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VORWORT

Kathrin Kondaurow (Intendantin)

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BIENVENUE

Mit dem Musicalklassiker Blondinen bevorzugt! (Gentlemen Prefer Blondes)

verfolgen wir in unserer zweiten Premiere der Saison den sozialen Aufstieg von

Lorelei Lee, einem ehemaligen Showgirl aus der Unterschicht, die in eine reiche

Fabrikantenfamilie einheiraten möchte – Widerstände vorprogrammiert. Ob und

wie Lorelei ihre Unabhängigkeit und zugleich soziale Absicherung erhält, hat nicht

zuletzt Marilyn Monroe als unvergessliche Film-Lorelei eindrücklich vorgemacht.

Den Zauber,

die herrliche

Illusionswelt und

Verführungskraft

entfalten, wie es

nur das Theater

vermag ...

Und endlich – unser Familienmusical Cinderella wird Premiere feiern! Nachdem

wir Weihnachten 2020 bereits die digitale Premiere zeigen konnten, kommt der

Märchenklassiker nun live auf die große Bühne. Prinz Christopher und seine Ella

werden gemeinsam nicht nur das Königreich umkrempeln und von Missgunst,

Neid und sozialer Ungerechtigkeit befreien, sondern auch im Sturm die Herzen

des Publikums erobern.

Mit unserer vierten Premiere widmen wir uns einem Operettenklassiker, der wie

kein anderer beschreibt, wie sehr die eigene Wahrnehmung von Sehnsüchten und

Wunschdenken geprägt ist. In Eduard Künnekes

Der Vetter aus Dingsda lebt jeder der Protago-

nist*innen in seiner eigenen Blase und Traumwelt,

die bei dem geringsten Kontakt mit der Außenwelt zu

zerplatzen droht: sei es aus Gründen des sozialen Aufoder

Abstiegs, sei es aus vermeintlicher Liebe. Denn

das, was ein „Dingsda“ als Ort oder Person sein kann,

kommt immer auf das Auge des Betrachters an …

Mischa Spolianskys Revuestück Zwei Krawatten ist

gänzlich Kind seiner Zeit: In unserer fünften Premiere

spüren wir dem verblassenden Glanz der „Goldenen

Zwanziger“ und der Sehnsucht nach der „Neuen

Welt“ nach. Zelebriert wird der absolute Tanz auf dem

Vulkan zwischen sozialem Überflug und Absturz, Liebe

und Verrat, Schein und Sein. Zugleich Milieustudie

des verruchten Berlins der 20er Jahre entpuppt sich

das Stück immer mehr als herbe Kapitalismuskritik

mit Blick auf ein vorherrschend verherrlichendes Amerika-Bild der Zeit. Denn wie

verändern sich Menschen, sobald sie Macht und Geld besitzen? Und ist all das es

wert, seine Liebe und Herkunft zu verraten?

Für Casanova spielen soziale Unterschiede keine Rolle – jedenfalls in der Auswahl

seiner Affären. Die sechste Premiere der Saison folgt in Benatzky / Strauss ,

gleichnamiger Revue-Operette den Spuren des Tausendsassas, Lebemanns und

geschickten Diplomaten Casanova. Doch auch die Bürde eines berüchtigten

Verführers wiegt schwer, gilt es doch als Objekt der Begierde für jede*n herzuhalten

und eine Sehnsucht zu stillen, die nicht unbedingt einen selbst meint, sondern das

einem anhaftende Männlichkeitsideal. Doch was steckt hinter dieser Fassade?

Und nach welchem Ideal sehnen wir uns heute?

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BIENVENUE

Dem Thema des Fernwehs und der Reise folgt unsere neue Konzertreihe

Ein Lied geht um die Welt. Jedes Konzert widmet sich einem Länderschwerpunkt

und entführt in die Klangwelt der verschiedenen Orte: British-Empire-Klänge

bringen uns auf die britischen Inseln, Broadway-Feeling kommt in Nordamerika

auf und Südeuropa verführt mit Zarzuela-Klängen und italienischem Schmelz.

Unter Leitung von Chefdirigent Johannes Pell stellt sich somit ganz von alleine

Urlaubsgefühl her.

Seien Sie eingeladen, mit uns zu träumen, in die Ferne zu schweifen, ungestillte

Sehnsüchte anklingen zu lassen, stille, berührende, aber auch komische

und maßlose Momente zu erleben – wir freuen uns auf viele eindrucksvolle

gemeinsame Theateraugenblicke!

Und seien Sie gewiss – Ihre Sicherheit liegt uns am Herzen: Mit einem ausgeklügelten

Hygienekonzept werden Sie sich auch unter pandemiebedingten Auflagen

bei uns wohlfühlen.

In diesem Sinne – „Willkommen, Bienvenue, Welcome!“

Ihre Kathrin Kondaurow

Seien Sie

eingeladen, mit

uns zu träumen,

in die Ferne

zu schweifen,

ungestillte Sehnsüchte

anklingen

zu lassen ...

DIE GANZE WELT

IST HIMMELBLAU

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FOTOSERIE

Esra Rotthoff (Fotokünstlerin)

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FOTOSERIE

UNSERE NEUE FOTOSERIE

Sehnsucht, Träume und Fernweh

Ausgehend vom Stadtraum Dresden haben wir nach Orten gesucht, die

das Thema der Sehnsucht und Träume unterfüttern. So ist eine Fotoserie

von der Künstlerin und Fotografin Esra Rotthoff mit unseren Solist*innen

entstanden, die in Überhöhung dem Thema des Fernwehs, der sozialen

Unterschiede, der Dekadenz sowie der eigenen Wunschträume nachspürt

und dabei an folgende Locations führt: das Blaue Wunder, die Gläserne

Manufaktur und eine Hochhausreihe in Prohlis.

Am Blauen Wunder dominiert die Ästhetik eines Filmsets à la film noir,

ein Filmdreh mit allen dafür notwendigen Akteur*innen vor und hinter

den Kulissen wird simuliert, so dass sich über den individuellen Blick der

Portraitierten jeweils ein ganz eigener Sehnsuchtsmoment – immer in

Kontrast zu der rauen Industrieästhetik der Stahlbrücke – einfangen lässt.

Die Gläserne Manufaktur steht für eine künstliche, scheinbar schillernde

Welt, der Realität gänzlich entfremdet, so dass die Solist*innen hier zu

Popikonen stilisiert werden, die vermeintlich alles erreicht haben, aber

eher wie Marionetten in einer hinter der Fassade bröckelnden Scheinwelt

wirken. Die Hochhausreihe in Prohlis wird in unserer Fotoserie zum

Sonnendeck eines Luxus-Resorts, wo sich unsere Solist*innen Wellness

und Sport ad libitum hingeben können, obwohl die Umgebung raues,

unwirtliches Großstadtklima verheißt – die Frage nach der sozialen

Wirklichkeit wird also zu einer Frage nach der eigenen, individuellen

Inszenierung.

Esra Rotthoff verfolgt in ihrer Arbeit einen ganzheitlichen Ansatz, indem

sie Orte und zu fotografierende Protagonist*innen über ihre Geschichten,

ihre individuelle Aura, Ästhetik und Persönlichkeit zu einem Ganzen fügt

und darüber einen neuen, vielfältigen Assoziationsraum öffnet.

Wir danken der aus Chemnitz stammenden Designerin Ivonne Dippmann

für die Bereitstellung einzelner Designerstücke für das diesjährige

Shooting, dem Fundus des Staatsschauspiels Dresden, Volkswagen

Sachsen GmbH und den Mitarbeiter*innen der Gläsernen Manufaktur in

Dresden, Janet Böhme, Cornelia Hackerschmied und Jörg Kempe von

Vonovia SE sowie Andreas Gruner, Peter Deepe und Sylvia Lotze vom

Straßen- und Tiefbauamt / Abteilung Brücken- und Ingenieurbauwerke der

Landeshauptstadt Dresden.

ESRA ROTTHOFF

Verwurzelt in der Malerei, studierte

die Künstlerin und Fotografin Esra

Rotthoff an der renommierten Berliner

Universität der Künste, wo sie mit dem

Meisterschülertitel ausgezeichnet wurde.

Mit ihrem Verständnis für die Kraft der

visuellen Sprache und ihrer Neugier für

die Menschen, die vor ihre Kamera treten,

schafft Rotthoff visuelle Repräsentationen,

die zugleich inszenierte Fantasien

sind und die Realität des Moments

wiedergeben. Seit fast zwei Jahrzehnten

entstehen so Bilder mit Künstler*innen,

Institutionen, Fremden, Vertrauten und

sich selbst, die von fließenden Identitäten,

starken Charakteren, inspirierenden

Geschichten und weitreichender Symbolik

zeugen. Ihre Projekte resultieren u. a.

aus langfristigen Kollaborationen, wie

der bald eine Dekade andauernden

Zusammenarbeit mit dem Maxim Gorki

Theater Berlin oder auch spontan

während ihrer Reisen weltweit. Sie erhielt

für ihre gestalterische Arbeit zahlreiche

Auszeichnungen und Preise. Neben

ihrer fotografischen Arbeit, die sie in

Ausstellungen und im öffentlichen Raum

zeigt, lehrt sie, hält international Vorträge

und arbeitet mit unterschiedlichen

Institutionen zusammen, so auch seit der

Spielzeit 2019 / 20 mit der Staatsoperette.

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Bryan Rothfuss (Bariton) und Ingeborg Schöpf (Sopran)




Laila Salome Fischer (Mezzosopran) und Elmar Andree (Bassbariton)


Silke Richter (Mezzosopran) und Andreas Sauerzapf (Tenor)



Christian Grygas (Bariton)


PRE

MIER

EN


Tänzer Leonardo Paoli

Laila Salome Fischer spielt Josepha Vogelhuber in der Revue-Operette Im weißen Rössl.

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PREMIERE

IM WEISSEN RÖSSL

Revue-Operette

„Im weißen Rössl am Wolfgangsee …“, da tummeln sich illustre

Gäste aus naher und ferner Umgebung auf der Suche nach

einem authentisch-idyllischen Fleckchen Österreich, das die

Belegschaft des Hotels, angeführt von Wirtin Josepha Vogelhuber,

gegen entsprechende Bezahlung gern anbietet. Als der von

seiner Tochter Ottilie nur widerwillig in Ferienlaune versetzte

Ur-Berliner und Mode-Unternehmer Giesecke im Hotel ankommt

und dort den Rechtsanwalt seines Konkurrenten antrifft, sind

Spannungen vorprogrammiert. Auch beim Personal knistert es:

Kellner Leopold hat sich in seine Chefin Josepha verliebt, die sich

jedoch ausschließlich für Stammgast Dr. Otto Siedler – ebenjenen

Rechtsanwalt – zu interessieren scheint. Vor berauschendem

Bergpanorama und unter Einfluss kulinarischer Köstlichkeiten

vollziehen sich Gefühlswirrungen und bilden sich ungeahnte

Allianzen – denn wer sollte unberührt bleiben, wenn es heißt:

„Die ganze Welt ist himmelblau“?

Als mitreißende Revue-Operette wurde das Weiße Rössl 1930

für ein vom Reisefieber gepacktes Weltstadtpublikum konzipiert

und ist mit der Musik von Ralph Benatzky bis Robert Stolz – hier

in einer schmissigen Fassung für Band und Streichquintett – ein

Dauerbrenner des Musiktheaters.

PREMIERE 10.09.2021

Buch HANS MÜLLER

und ERIK CHARELL

Frei nach dem Lustspiel von

BLUMENTHAL und KADELBURG

Musik RALPH BENATZKY

Gesangstexte ROBERT GILBERT

Sechs musikalische Einlagen von

BRUNO GRANICHSTAEDTEN,

ROBERT GILBERT, ROBERT STOLZ

und HANS FRANKOWSKI

Fassung „Bar jeder Vernunft“

TEAM

Musikalische Leitung JOHANNES PELL

Regie TONI BURGHARD FRIEDRICH

Ausstattung RENÉ FUSSHÖLLER,

ANTONIA KAMP

Choreographie MARIE-CHRISTIN ZEISSET

Dramaturgie JUDITH WIEMERS

TERMINE

2021

SEP 11. / 12. / 14. / 15. / 17. / 18. / 19.

OKT 09. / 10. NOV 13. / 14. DEZ 18. / 19.

2022

FEB 26. / 27.

APR 17. / 18.

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PREMIERE

nachgefragt!vol. I

Zehn Fragen an TONI BURGHARD FRIEDRICH

Regisseur von IM WEISSEN RÖSSL

I

II

III

IV

IM WEISSEN RÖSSL DARF MAN NICHT VERPASSEN, WEIL …

… es eines der wenigen Stücke ist, welches fantastische Musik, deftigen Humor und wunderbare Traumwelten

so einzigartig miteinander verbindet.

DIE LAUTSTÄRKE DREHE ICH AUF BEI DEM LIED …

… „Spaghetti und Spinat“ von Sophie Hunger. Aus dem Rössl finde ich unwiderstehlich „Die ganze Welt ist himmelblau“.

GERNE SELBER ERLEBEN WÜRDE ICH DEN MOMENT …

… in dem sich am 10. September pünktlich um 19.30 Uhr der Vorhang der Staatsoperette hebt und wir vor vollem

Zuschauersaal die Premiere von Im weißen Rössl spielen können.

ZUM ARBEITEN BRAUCHE ICH IMMER …

… einen Kaffee und MDR Radio Sachsen im Hintergrund.

V AM GENRE OPERETTE INTERESSIERT MICH ...

… die Spielfreude, die eine Aufführung haben muss!

TONI BURGHARD FRIEDRICH

… studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft

an der Universität Wien. Erste Regiearbeiten realisierte

er ab 2012 mit dem Dresdner Opernkollektiv szene12,

etwa Mozarts Apollo und Hyacinthus, Haydns

Il mondo della luna, Don Giovanni sowie La bohème.

Am Gerhard-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau inszenierte

er u. a. David Mamets Schauspiel Oleanna und

die Kammer-Revue Dinner für Vier, für die er als Autor,

Regisseur und Ausstatter verantwortlich zeichnete.

Seit der Spielzeit 2018 / 19 ist er als Regieassistent

an der Staatsoperette engagiert, wo er die Operetten-

Sitcom The Singers inszenierte und regelmäßig das

Gesprächsformat Late Night Mitte moderiert.

Mit dem Weißen Rössl legt er seine erste

Produktionsregie am Haus vor.

22


PREMIERE

VI

VII

VIII

IX

X

IM WEISSEN RÖSSL BESTELLE ICH …

… „Grüne Aale“ – mit einem Augenzwinkern in Wilhelm-Giesecke-Manier.

EINEN URLAUB AM WOLFGANGSEE VERBRINGE ICH AM LIEBSTEN …

… in Wanderschuhen und mit dem Rucksack auf dem Rücken.

„IM SALZKAMMERGUT, DA KANN MAN GUT …“

… frei sein!

ICH WERDE NOSTALGISCH, WENN …

… ich eine Schellackplatte meiner Sammlung auf das Grammophon lege und langsam

die Feder ankurbele.

FÜR EINE REVUE-OPERETTE BRAUCHT ES …

… wie es schon Leonard Bernstein sagte: „Eine gute Idee und wenig Zeit“.

Das ist der

Zauber der Saison,

da trägt die Landschaft

Zinsen – da rollt das

Geld in jeder Fasson

wie Erbsen oder Linsen!

aus Im weißen Rössl

IM WEISSEN RÖSSL

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PREMIERE

„WIRKLICHKEIT FÜR EINEN ABEND“

REGISSEUR TONI BURGHARD FRIEDRICH IM GESPRÄCH MIT JUDITH WIEMERS ÜBER

NOSTALGIE, KITSCH UND TOURISMUS AM WOLFGANGSEE

Wie begann deine Reise zum und mit dem Weißen Rössl?

Seit meiner frühen Kindheit kenne und liebe ich die Rössl-Verfilmungen aus

den 1950er und 1960er Jahren. Mit sieben Jahren besuchte ich dann einmalig

St. Wolfgang und war furchtbar enttäuscht. Erstens war es total überlaufen und

man konnte kein authentisches Gefühl für den Ort erfassen, da sich ein billiger

Souvenirshop an den nächsten reihte. Zweitens war meine kalte Schokolade, die

wir auf der Terrasse am See getrunken haben, viel zu teuer und viel zu warm.

Ist die Operette damit „authentischer“ als das wahre Leben?

Gerade beim Weißen Rössl erwarten die Zuschauer*innen, dass sich das, was auf

der Operetten-Bühne zu sehen ist, einlöst, sobald sie zu Tourist*innen werden.

So auch bei mir: Ich hatte vor der Reise genaue Vorstellungen, wie es am

Wolfgangsee und im echten Hotel „Weißes Rössl“ auszusehen hat. Ich frage

mich, ob das vom Kuhdorf zum Touristenziel gewandelte St. Wolfgang

nun versucht zu bedienen, was die Operette vorgegeben hat.

Im Weißen Rössl überlagern sich also Fantasie und Wirklichkeit.

Vielleicht kann man als Tourist*in in St. Wolfgang nicht

mehr unterscheiden – was ist Kulissentheater und was ist

„echtes“ Leben?

Das ist wie in Görlitz oder „Görliwood“ – meiner Heimat. Die Leute

kommen dorthin, um sich das Fenster anzugucken, aus dem

Jackie Chan rausgesprungen ist (in In 80 Tagen um die Welt),

oder um den Drehort der Hotelszenen in Wes Andersons Grand

Budapest Hotel zu sehen. Dass diese Gebäude aus einer ganz

anderen Zeit kommen und in einen völlig konträren stadthistorischen

Kontext eingebettet sind, interessiert meistens gar nicht.

Es geht um die eine Ansicht, das eine Foto.

Was suchen die Charaktere, die in deiner Interpretation vom

Hotel „Weißes Rössl“ auftauchen, an diesem Ort und was können

sie dort finden, das anderswo nicht zu bekommen ist?

Aus Sicht des Stammgasts Dr. Siedler ist das „Weiße Rössl“ ein Ort,

der Vertrautheit und Wohligkeit ausstrahlt: eine heile Welt, die nach

dem zweiten Bier zumindest für einen Abend eine Wirklichkeit

annimmt, auch wenn der Sonnenaufgang und die Katerstimmung

am nächsten Morgen beweisen, dass doch alles nur eine Show war.

Bei uns ist das „Weiße Rössl“ eine Welt der Unterhaltung, die die Gäste

einlädt und verführt.

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PREMIERE

Wo findest du in deinem Leben ähnlich „heile“ Welten?

Derzeit nur in der Natur – auch wenn das misanthropisch klingt. Ich habe

momentan keine Lust auf viele Menschen an einem Ort. Vor der Corona-Pandemie

hätte ich vielleicht gesagt, dass die denkbar schönste heile Welt eine Bohème-

Vorstellung in der Semperoper ist. Gerade ist es mein Garten oder ein Tagesausflug

ins sogenannte Böhmische Paradies in Tschechien. Der Name ist hier

Programm: Die Natur, die Dörfer, die Offenheit der Menschen – all das ist schroff,

naturbelassen, paradiesisch.

Hat das Erleben einer heilen Welt etwas mit einer Reise in die

Vergangenheit zu tun?

Nicht unbedingt. Ich werde gerade in diesen Zeiten selbst bei Erinnerungen,

die gar nicht lange zurückliegen, sehr nostalgisch. Letztes Jahr war ich nur mit

Rucksack in Jordanien unterwegs und erinnere mich nun wehmütig an den

überfüllten Flughafen und das Gewusel auf den lauten Märkten in Amman.

Das fühlt sich sehr weit weg an.

Also beschreibt Nostalgie für dich etwas, das mal war, aber gerade nicht

sein kann – sie hat etwas mit einer momentanen Entbehrung zu tun?

Genau, und Nostalgie hängt für mich zusammen mit einem Gefühl der Zeitlosigkeit.

Was sind für dich Orte, an denen die Zeit stillsteht?

Da gibt es drei: das Bordrestaurant im Eurocity von Dresden nach Prag, das Café

Jelinek in Wien und der bereits erwähnte arabische Markt in Amman – der wirkte

auf mich, als hätte er schon 100 Jahre genauso stattfinden können. Ich definiere

stehengebliebene Zeit hier übrigens als etwas sehr Positives. Im Eurocity erlebe

ich die Reise als entschleunigend: Sie ist nicht nur Mittel zum Zweck, sondern

vermittelt ein ganz eigenes Gefühl von Lebensqualität.

Für welche nostalgische Erfahrung würdest du Geld ausgeben?

Da wir bei Thema Reisen sind: Ich würde mit dem „Zarengold“ fahren oder

dem „Orientexpress“ – also eine Luxus-Zugreise im historischen Gewand.

Ist das sehr kitschig?

Bist du denn ein Kitsch-Verehrer?

Ich liebe schönen Kitsch, aber er muss liebevoll und handwerklich gut gemacht

sein. Ich bringe von den Städten, die ich bereise, immer ein Bild mit – natürlich

nicht im Touristenshop erstanden, sondern von lokalen und regionalen

Künstler*innen, die ich vorher recherchiere.

Wozu brauchen wir Kitsch im Leben und vielleicht auch auf der Bühne?

Mit Kitsch kann man Sentimentalität herstellen und anhand eines einzigen Gegenstands

eine große Welt eröffnen – das mag ich daran. Kitsch ist auch als Form des

Humors gerade in der Operette wichtig, um ironische Brüche zu erzeugen. Vor

lauter Lametta vergisst man schnell, dass Kitsch auch etwas Melancholisches

haben kann – auch hiervon wird unsere Inszenierung des Weißen Rössl erzählen.

IM WEISSEN RÖSSL

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PREMIERE

KLEINE

ANLEITUNG

ZUM JODELN

VON VALESKA STERN

Jolla

huitii!

Hat Sie beim Wandern oder Spazieren in den Bergen

auch schon einmal die Lust überfallen, einfach in

die Natur hineinzurufen und zu hören, ob jemand

antwortet? Nun denn: Keine falsche Scheu und ran

an die Stimmbänder!

Erstens: Suchen Sie sich eine geeignete Umgebung.

Am besten bietet sich natürlich die Natur an. Wenn

Sie allerdings gerade keinen Berg zur Hand haben

und der Balkon Ihr einziger Austritt ist, ziehen Sie

lieber das Wohnzimmer vor. Die Ruhe vor neugierigen

Nachbar*innen und unerwünschten Zuhörer*innen ist

wichtig, denn:

Viertens: Jetzt muss da ein bisschen Melodie rein.

Wichtigstes Kennzeichen beim Jodeln ist der hörbare

Umbruch zwischen Brust- und Kopfstimme. Während

dieser Kehlkopfschlag im klassischen Gesang möglichst

unmerklich geschehen soll, ist beim Jodeln der

sogenannte „Schnackler“ ausdrücklich erwünscht.

Versuchen Sie also, den Vokal „ii“ auf einem hohen

Ton mit der Kopfstimme zu singen. Ziehen Sie das

tiefe Brust-„re“ schön nach oben und verwischen Sie

es mit dem Kopf-„ii“. Für das letzte „dii“ geht es dann

wieder nach unten.

Zweitens: Sie müssen sich trauen, laut zu sein!

Jodeln kann man nicht leise, es ist ein Ruf über die

Berglandschaft. Am besten stellen Sie sich vor, Sie

möchten einen Freund oder eine Freundin auf der

anderen Alm, 200 Meter weit weg, erreichen. Und

dann fangen Sie einfach mal an, laut „Haaaa!“ zu

rufen – sozusagen als erste stimmliche Befreiung.

Drittens: Testen Sie einen Ruf, sagen wir: Holla-re-ii-dii.

Das Ganze auf zwei Achteln mit dem Ruf „Holla“,

auf zwei Vierteln mit den Silben „re“ und „ii“ und

auf einer halben Note mit der letzten Silbe „dii“.

Für diejenigen, die keine Noten lesen können,

gemeint ist: kurz-kurz-lang-lang-laaaaang.

Fünftens: Mut und Kraft: „Schnackeln“ tut’s nur, wenn

ein bisschen Druck dabei ist. Deshalb rufen Sie rüber

auf die andere Alm! Wenn die erste Abfolge klappt,

können Sie die Silbenfolge übrigens variieren.

Für den „Schnackler“ bieten sich immer die Wechsel

von E nach I, von O nach U oder von U nach I an. Eine

zweite Version könnte also Holla-o-uu-dii heißen.

HOL-LA-RE-II-DII, HOL-LA-O-UU-DII, HOL-LA-RE-II-DII, A-EE!

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PREMIERE

ANTONIA KAMP

… studierte Bühnen- und Kostümbild an der Hochschule für Bildende

Künste Dresden und arbeitet freischaffend als Ausstatterin für

Theater, Oper und Ausstellungen. Verschiedene Assistenzen führten

sie an das Staatsschauspiel Dresden, Schauspielhaus Chemnitz,

die Nibelungenfestspiele Worms und an Bord des Traumschiffs.

Von 2015 bis 2020 war sie als Co-Kuratorin des EX14 Raum für

zeitgenössische Kunst in Dresden tätig und ist seit 2017 Teil des

Künstlerkollektivs 'un'. Als Ausstatterin für die Musiktheaterbühne

war sie u. a. am Theater Freiburg und Gerhard-Hauptmann-Theater

Görlitz-Zittau engagiert. Außerdem realisiert sie regelmäßig Kostüme

und Bühnenbilder für das Dresdner Opernkollektiv szene12.

Figurinen von Antonia Kamp

DREI FRAGEN AN

DAS REGIETEAM!

Mit welcher historischen Figur würdest du

gerne ein Bier trinken?

Marie-Christin Zeisset (Choreographie):

Peter Ustinov! Falls er nicht kann: Billy Wilder

Johannes Pell (Musikalische Leitung):

Es gäbe sehr viele – ich entscheide mich aber

für Beethoven!

Antonia Kamp (Ausstattung):

Mit der schwedischen Malerin Hilma af Klint

René Fußhöller (Ausstattung): Joseph Beuys

Das Rössl in drei Worten:

MCZ: Lebensnöte und Zuckerwatte

JP: Unbeschwert, nostalgisch, Heimat

AK: In fünf Worten – das Glück vor der Tür

RF: Hol-dri-o

Was würdest du im Nostalgomat bestellen?

MCZ: Ein steppendes Backhendl

JP: Das Salzkammergut ohne Massentourismus

AK: David Bowies letzten Auftritt als Ziggy Stardust,

1973 in London

RF: Die 90er Jahre in Ostberlin

CAST

JOSEPHA VOGELHUBER

Laila Salome Fischer

LEOPOLD BRANDMEYER

Christian Grygas

WILHELM GIESECKE

Markus Liske

OTTILIE

Christina Maria Fercher

DR. ERICH SIEDLER

Timo Schabel

SIGISMUND SÜLZHEIMER

Riccardo Romeo, Paul Kmetsch

KATHI

Ella Rombouts

PICCOLO

Herbert G. Adami

IM WEISSEN RÖSSL

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Tänzer Leonardo Paoli

Gero Wendorff ist Henry Spofford im Musical Blondinen bevorzugt!

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PREMIERE

BLONDINEN BEVORZUGT!

Gentlemen Prefer Blondes

Musical

Lorelei Lee, eine junge Frau aus der Unterschicht, kennt die perfekte

Überlebensstrategie: Wenn es mit der Karriere als Revuegirl nicht

mehr klappt, heißt es: reich heiraten, Blondinen bevorzugt!

Die Verlobung mit dem vermögenden Erben eines amerikanischen

Knopfimperiums, Gus Esmond, gelingt, doch die geplante

Hochzeit in Paris ist in Gefahr. Während Lorelei ihren Verlobten in

Amerika zurücklassen muss, gerät ihre Schiffsüberfahrt zu einem

Abenteuer. Ein vermeintlich gestohlenes Diamantdiadem und die

Bekanntschaft mit Josephus Gage, Inhaber einer aufstrebenden

Reißverschlussfirma, machen ihr das Leben schwer. Zugleich

versucht sie, ihre Freundin Dorothy ebenfalls reich zu verkuppeln.

Derweil hat Gus einiges über die Schattenseiten von Loreleis

Vergangenheit erfahren. Der Eklat lässt nicht lange auf sich warten:

Wird es entgegen aller Vorurteile und geplatzter Illusionen am Ende

eine Hochzeit geben? Und was hat es mit Loreleis Idee einer Fusion

der konkurrierenden Unternehmen auf sich?

Marilyn Monroe hauchte der Film-Lorelei Anfang der 1950er Jahre

Leben ein und prägte das Bild einer berechnenden, sich bewusst

dem männlichen Klischeebild anpassenden Frau zur Perfektion.

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Musical von 1949 und

machte Titel wie „Bye Bye, Baby“, „A Little Girl from Little Rock“

und „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ zu beliebten Jazzklassikern.

PREMIERE 23.10.2021

Buch JOSEPH FIELDS und

ANITA LOOS

Gesangstexte LEO ROBIN

Musik JULE STYNE

Deutsch von EDITH JESKE und

CHRISTIAN GUNDLACH

TEAM

Musikalische Leitung

PETER CHRISTIAN FEIGEL

Regie KATJA WOLFF

Bühne CARY GAYLER

Kostüme REGINE STANDFUSS

Choreographie KATI FARKAS

Dramaturgie JUDITH WIEMERS,

VALESKA STERN

Chorleitung THOMAS RUNGE

TERMINE

2021

OKT 24. / 26. / 27.

NOV 02. / 03. / 16. / 17.

DEZ 04. / 05. / 30. / 31.

2022

JAN 15. / 16.

FEB 01. / 02.

29


PREMIERE

nachgefragt!vol. II

Zehn Fragen an KATJA WOLFF

Regisseurin von BLONDINEN BEVORZUGT!

I

II

III

IV

BLONDINEN BEVORZUGT! DARF MAN NICHT VERPASSEN, WEIL …

… es alle mit dem Film verwechseln, es aber bei uns viel mehr Aktion gibt und viel mehr Musik spielt!

DIE LAUTSTÄRKE DREHE ICH AUF BEI DEM LIED …

… „Cool mit Coolidge"!

GERNE SELBER ERLEBEN WÜRDE ICH DEN MOMENT …

… endlich mal wieder auf Reisen zu gehen.

ZUM ARBEITEN BRAUCHE ICH IMMER …

… ein gutes Team!

V AM GENRE MUSICAL INTERESSIERT MICH ...

VI

VII

VIII

IX

X

… auch nicht alles. Es gibt gute und weniger gute.

WENN ICH AUF REISEN GEHE …

… dann ist Corona vorbei.

„DIAMONDS ARE“ …

… überbewertet!

ALS SHOWGIRL WÜRDE ICH …

… mehr Geld verdienen.

WENN ICH VOR MEINER VERGANGENHEIT WEGLAUFEN KÖNNTE …

… dann hätte ich keine.

BLONDINEN BEVORZUGEN …

… Gentlemen.

30


PREMIERE

Warum muss man da

so weit verreisen?

Denn auch Paris hat

Großes aufzuweisen:

Männer sind hier sehr

viel schicker und

die Portemonnaies

sind dicker.

KATJA WOLFF

aus Blondinen bevorzugt!

… studierte Germanistik und Theater-, Film- und

Fernsehwissenschaften. Erste Assistenzen und

Regiearbeiten realisierte sie am Theater Dortmund

und war anschließend als Oberspieleiterin am

Hans Otto Theater Potsdam engagiert. Seit 1994

arbeitet sie als freie Regisseurin für Schauspiel und

Musiktheater und inszenierte u. a. am Staatstheater

Mainz, Nationaltheater Mannheim, Theater Bonn,

Schauspiel Stuttgart, Theater Zürich, Theater

St. Gallen und an der Comödie Dresden. Mit

den Autoren Tilmann von Blomberg und Carsten

Golbeck sowie dem Komponisten Carsten Gerlitz

entwickelte sie zahlreiche eigene Stücke.

BLONDINEN BEVORZUGT!

31


PREMIERE

„SCHWINGT EUER BEIN …“

Ich bin mir

sicher, mit dem

Ballettensemble

der Staatsoperette

einen Sechser

im Lotto gezogen

zu haben!

CHOREOGRAPHIN KATI FARKAS GIBT IM GESPRÄCH MIT

JUDITH WIEMERS EINBLICKE IN IHRE ARBEIT

Wie bereitet sich eine Choreographin auf eine Inszenierung vor?

Im Idealfall beginnt die Arbeit mit Konzeptionsgesprächen in großer Runde, wo

Regisseur*innen, Ausstatter*innen, Choreograph*innen und Dramaturg*innen

gemeinsam brainstormen. Im nächsten Schritt beschäftige ich mich sehr genau

mit dem Schriftbild der Noten, da ich ein sehr visueller Mensch bin. Ich höre mir

die Musik an, notiere die Akzente und zähle die Takte. Die einzelnen Bewegungsabläufe

meiner Choreographien schreibe ich direkt in die Noten und zeichne

die Wege und Formationen detailliert auf. Ich komme immer mit einem genauen

Plan in die Proben und muss trotzdem flexibel bleiben, um in der Arbeit mit den

Darsteller*innen spontan reagieren zu können: Hier wird gewöhnlich noch vieles

geändert. Egal, ob ich mit Tänzer*innen, Schauspieler*innen, Musicalsänger*innen

oder einem Opernchor arbeite: Ich muss immer gut darauf eingehen, was geleistet

werden kann, ohne zu über- oder zu unterfordern. Es gilt außerdem, darauf zu

achten, dass alle beim Tanzen gut aussehen und dass trotz einer Bewegung

problemlos gesungen werden kann.

Wie wichtig ist die Zusammenarbeit mit Regie und Musikalischer Leitung?

Sehr wichtig! Ich liebe es, wenn sich eine Zusammenarbeit ergibt, in der sich die

Verantwortlichen im Kreativteam gegenseitig befruchten und Ideen gemeinsam

entwickelt werden – in der Vorbereitungsphase wie auch im Probenprozess.

Hier stellen wir gemeinsam mit der Musikalischen Leitung fest, wo wir Pausen

benötigen, Verlängerungen in der Musik sowie Kürzungen oder Akzente,

welche die Szene oder die Choreographie unterstützen.

KATI FARKAS

Choreographische

Arbeitsskizze

von Kati Farkas

… absolvierte eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der

Hochschule für Schauspiel und Film in Budapest und am Tanzund

Gesangsstudio des Theater an der Wien. Sie stand in zahlreichen

Musicals auf der Bühne, u. a. in Cats (Zürich), Grease (Düsseldorf),

Les Misérables (Duisburg), Chicago (Berlin, Düsseldorf) und

West Side Story (Bregenz, Osnabrück). Als Choreographin gastierte

sie u. a. an den Staatstheatern und Staatsopern in Hannover, Mainz,

Nürnberg und Braunschweig, dem Schauspielhaus Düsseldorf,

Theater Dortmund, Landestheater Linz und der Oper Graz.

Sie ist Gastdozentin an der Folkwang Universität der Künste

in Essen und der Hochschule Osnabrück.

32


PREMIERE

Inspirationen für das Kostümbild von Regine Standfuss

Blondinen bevorzugt! wurde 1949 uraufgeführt – der Film mit Marilyn

Monroe stammt aus dem Jahr 1953. Inwiefern lässt du dich von den

Tanzstilen dieser Zeit inspirieren?

Ich lasse mich in diesem Fall absolut von den musikalischen Stilen und Tänzen

der Epoche inspirieren, finde es aber auch spannend, Choreographien zeitlos zu

denken und Elemente einzubauen, die unerwartet modern sind. Der Tanz muss

unterhaltsam sein und – ganz wichtig – eine Geschichte erzählen!

Musst du als Choreographin alle Rollen selber auf der Bühne tanzen können?

Nein. Wichtig ist, dass ich gut erklären und meine Ideen präzise vermitteln kann.

Wie hoch meine eigenen Beine dabei fliegen oder wie viele Pirouetten ich drehen

könnte, ist nicht ausschlaggebend.

In welchem Maße beziehst du die Voraussetzungen eines Ballettensembles

mit ein?

Es ist wunderbar, mit einem professionellen Ensemble zu arbeiten. Wenn klassisch

ausgebildete Tänzer*innen vor mir stehen, habe ich kaum Grenzen. Aber sie müssen

Lust auf Musical mitbringen. Selbst eine perfekte Technik ist nutzlos, wenn auf

den Gesichtern keine Emotionen abzulesen sind. Ich bin mir aber sicher, mit dem

Ballettensemble der Staatsoperette einen Sechser im Lotto gezogen zu haben!

BLONDINEN BEVORZUGT!

33


PREMIERE

Figurinen und Inspirationen für das

Kostümbild von Regine Standfuss

CAST

LORELEI LEE

Devi-Ananda Dahm

DOROTHY SHAW

Maria Danae Bansen

HENRY SPOFFORD

Gero Wendorff

GUS ESMOND

Marcus Günzel

MRS. ELLA SPOFFORD

Silke Richter

JOSEPHUS GAGE

Bryan Rothfuss

LADY PHYLLIS BEEKMAN

Bettina Weichert

SIR FRANCIS BEEKMAN

Elmar Andree

REGINE STANDFUSS

… studierte an der Hochschule der Künste in

Berlin und arbeitet seit 1999 als freischaffende

Kostümbildnerin. Gastengagements führten sie

u. a. an das Staatstheater Stuttgart, Theater Basel,

Schauspielhaus Zürich, Thalia Theater Hamburg,

Residenz Theater München, AT Boston USA und das

Opernhaus Tirana Albanien. Zuletzt realisierte sie

die Kostüme für Weills Die Sieben Todsünden an der

Nationale Opera Amsterdam und Brittens Midsummer

Night’s Dream an der Opera Zuid in Maastricht. Sie

arbeitet regelmäßig mit Regisseur*innen wie Ola

Mafaalani, Martin G. Berger, Thomas Dannemann

und Michael Talke zusammen.

34


PREMIERE

„A GIRL’S BEST FRIEND“

DEVI-ANANDA DAHM IST LORELEI LEE!

BLONDINEN BEVORZUGT! IN DREI WORTEN:

Berührend, vielseitig und stark!

MEIN LIEBLINGSMUSICAL IST …

Es ist schwer, sich auf eins zu beschränken … Les Misérables war

auf jeden Fall meine erste große Musicalliebe.

EINE ROLLE, DIE ICH UNBEDINGT

SPIELEN WILL …

… ist definitiv die Eponine in Les Misérables.

MEINE RITUALE AM VORSTELLUNGSTAG …

Viel trinken (Tee und heißes Wasser mit Ingwer), meditieren,

spätestens zwei Stunden vor der Vorstellung essen (nichts zu

Schweres), Einsingen und Körper aufwärmen, Text durchgehen.

MEINE VORBILDER SIND …

… zahlreich! Als einige Künstlerinnen, die ich bewundere,

wären Shoshana Bean, Lauren Patten, Jessy Mueller, Jessie J

und Kelly Clarkson zu nennen.

AUF EINE KREUZFAHRT NEHME ICH MIT …

… gute Bücher, Badeanzug, Sonnenbrille, schicke Kleider,

Sonnencreme, Kamera, bequeme Schuhe und Bodylotion.

MEIN REISEZIEL DER TRÄUME …

… ist Norwegen!

DEVI-ANANDA

DAHM

BLONDINEN BEVORZUGT!

35


Tänzer Leonardo Paoli

Jolana Slavíková verkörpert Cinderella im gleichnamigen Musical.

36


PREMIERE

CINDERELLA

Musical

Die Geschichte von Aschenputtel gehört zu den schönsten Märchen

der Weltliteratur. Auch im Musical von Richard Rodgers und Oscar

Hammerstein II plagt sich Cinderella mit ihrer streitsüchtigen

Stiefmutter und deren arroganten Töchtern, die sie eher wie eine

Dienstbotin als eine Schwester behandeln. Sie ahnt nicht, dass sie

auf der anderen Seite des Märchenwalds in Prinz Christopher, der

gegen seinen Willen zum König herantrainiert wird und verheiratet

werden soll, einen unverhofften Leidensgenossen hat. Mithilfe

der Einsiedlerin Marie, die sich als gute Fee entpuppt, lernen sich

Cinderella und der Prinz auf dem Ball im Königshaus kennen und

entsteht im Gespräch über die soziale Ungerechtigkeit im Land

eine beidseitige Faszination. Als Cinderella um Mitternacht fliehend

ihren gläsernen Schuh verliert, beschließt der Prinz: Die muss ich

finden! Können die beiden trotz machthungriger Widersacher das

Königreich umkrempeln und zu einem Märchenland für all seine

Bewohner*innen werden lassen?

Ursprünglich 1957 als Fernseh-Musical geschrieben, gehört

Cinderella heute zu den beliebtesten Familienmusicals der Welt.

In der Broadway-Fassung von 2013 werden Richard Rodgers

Ohrwürmer und märchenhafte Klangfarben kombiniert mit einer

modernisierten Figurenzeichnung, in der besonders Cinderella

für ein tolerantes und gleichberechtigtes Miteinander eintritt.

PREMIERE 10.12.2021

Musik RICHARD RODGERS

Gesangstexte OSCAR HAMMERSTEIN II

Neues Buch DOUGLAS CARTER BEANE

Originalbuch OSCAR HAMMERSTEIN II

Deutsche Fassung JENS LUCKWALDT

TEAM

Musikalische Leitung

CHRISTIAN GARBOSNIK

Regie GEERTJE BOEDEN

Bühne PHILIP RUBNER

Kostüme SARAH ANTONIA RUNG

Choreographie WINFRIED SCHNEIDER

Dramaturgie JUDITH WIEMERS

Chorleitung THOMAS RUNGE

TERMINE

2021

DEZ 11. / 12. / 14. / 15. / 21. / 22.

2022

JAN 6. / 7.

37


PREMIERE

nachgefragt!vol. III

Zehn Fragen an GEERTJE BOEDEN

Regisseurin von CINDERELLA

I

II

III

IV

CINDERELLA DARF MAN NICHT VERPASSEN, WEIL …

… es einfach alles hat: Liebesszenen, Slapstick, Tanz, Drama, Fantasy und Kitsch.

DIE LAUTSTÄRKE DREHE ICH AUF BEI DEM LIED …

… „Zauberhafte Nacht“.

GERNE SELBER ERLEBEN WÜRDE ICH DEN MOMENT …

… wenn ein Fuchs und Waschbär zu Diener und Kutscher werden.

ZUM ARBEITEN BRAUCHE ICH IMMER …

… Tee.

V AM GENRE MUSICAL INTERESSIERT MICH ...

… der Kontrast und die Verbindung von Schauspiel und Show.

GEERTJE BOEDEN

… studierte Theaterwissenschaften an der Freien

Universität Berlin. Sie arbeitete an Theatern in

Deutschland, Spanien, Polen und New York. Mit dem

Regisseur David Pountney verbindet sie eine langjährige

Zusammenarbeit u. a. für die Ruhrtriennale

oder die Bregenzer Festspiele. 2012 bis 2015 war sie

Regieassistentin und Abendspielleiterin an der

Staatsoper Stuttgart. Seit 2016 arbeitet sie als freischaffende

Regisseurin und inszenierte u. a. für das

Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz und das Festival

Oper Oder-Spree. Zuletzt entstanden Lehárs Land

des Lächelns in Görlitz und das Musical Spamelot am

Theater für Niedersachsen in Hildesheim.

38


PREMIERE

VI

VII

VIII

IX

X

WENN ICH EINE GUTE FEE WÄRE …

… würde ich meine Mama gesund machen. Und den Klimawandel stoppen.

Und die Menschen dazu bringen, ihn nicht gleich darauf wieder in Gang zu setzen.

MEIN PRINZ SOLLTE …

… Humor und Selbstironie haben. Und einen Bart.

ICH ZIEHE MICH IN „MEINE ECKE“ ZURÜCK, WENN …

… also, eigentlich immer, wenn ich nicht ins „wilde Menschenleben“ muss. Mit Tee.

FANTASIE GIBT MIR FLÜGEL, SOBALD …

… ich morgens die Augen aufschlage.

IN MEINER VORSTELLUNG VON EINEM MÄRCHENLAND GIBT ES …

… sprechende Tiere, Pflanzen und Steine. Also eigentlich spricht alles und hat Augen.

Mach aus Träumen

Wirklichkeit, leb den

Augenblick, denn:

In dir klingt Musik!

aus Cinderella

CINDERELLA

39


PREMIERE

SARAH ANTONIA RUNG

„IN DIR KLINGT MUSIK“

DER MUSIKALISCHE LEITER CHRISTIAN GARBOSNIK

IM GESPRÄCH MIT JUDITH WIEMERS

Die Geschichte der Cinderella kennen wir in vielen

Varianten, als Märchen vom Aschenputtel etwa

oder als Disney Film. Wir spielen das Musical

Cinderella. Was sind die musikalischen Höhepunkte

des Stücks?

Ein wichtiger Moment in der Handlung ist die Begegnung

Cinderellas mit dem Prinzen auf dem königlichen

Ball. Hier wird die Geschichte zu einem ersten großen

Wendepunkt gebracht. Passend dazu erklingt einer der

schönsten Songs des Musicals: „Ich kenn , dich seit zehn

Minuten“ – ein Walzerduett! Ein weiterer Höhepunkt

ist das Lied der guten Fee Marie. Hier animiert sie zur

Fantasie und liefert eine Art Motto für das Stück: „Mach

aus Träumen Wirklichkeit, leb den Augenblick, denn:

In dir klingt Musik!“

... studierte an der Hochschule für angewandte

Wissenschaften in Hamburg

Kostümbild. Nach einem Erstengagement

am Theater Aachen wurde sie

2015 Ausstattungsassistentin am Nationaltheater

Weimar. Seit 2017 entwirft

sie als freie Ausstatterin Bühnen- und

Kostümbilder u. a. am Nationaltheater

Weimar, Schauspiel Chemnitz, Theater

Rudolstadt, Gerhart-Hauptmann-

Theater Görlitz-Zittau und dem Landestheater

Eisenach in Zusammenarbeit

mit Regisseur*innen wie Otto A. Thoß,

Hasko Weber, Markus Fennert und

Geertje Boeden.

Figurinen von

Sarah Antonia Rung

Was macht den Stil von Rodgers und Hammerstein

aus?

Das sind insbesondere die großen Melodien, die zu

echten Ohrwürmern werden. Dazu kommen Hammersteins

geniale Texte. Die beiden waren meisterhafte

Songschreiber und entwickelten ihr Material stets gemeinsam

am Klavier sitzend. Kein Wunder, dass einige

der bekanntesten Musicalsongs von ihnen stammen.

Man denke etwa an „My Favourite Things“.

Cinderella ist ein Märchenstoff – wir sind in einer

Welt unterwegs, in der sich Prinzen und Adel

tummeln. Wie drückt sich das in der Musik aus?

Dieses spezifische Milieu lässt der Komponist vor allem

durch höfische Tänze entstehen – zum Beispiel erklingt

eine Gavotte – und mithilfe von besonderen Klangfarben,

die von einem Cembalo und einer Harfe getragen

werden. An vielen Stellen mutet die Musik historisierend

an. Wir hören ganz deutlich: Wir sind in einem Märchen –

auch wenn die Geschichte natürlich zeitlos ist.

40


PREMIERE

CAST

Eine Besonderheit des Stücks ist die farbenreiche

musikalische Charakterisierung der Figuren. Auch

werden Momente, die wichtig für die Handlung

sind, wunderbar musikalisch illustriert.

Beim Film nennt man das „Mickey Mousing“ – die

Aktion wird gespiegelt oder verstärkt durch die Musik.

Genau das passiert hier an mehreren Stellen, etwa in

der Auftrittsmusik des Riesen, den Prinz Christopher

zu Beginn des Stücks bekämpfen muss, oder in der

immer wiederkehrenden Fanfare, die den Ball und

das Festmahl ankündigt und sich leitmotivisch durch

das Stück zieht.

Wie klingt ein Musical, das in den 1950er Jahren

geschrieben wurde?

Cinderella ist ganz dem Broadway-Sound dieser Zeit

verschrieben, der eine typische Big-Band-Besetzung

mit einigen Streichern komplettiert. Im Graben der

Staatsoperette haben wir die luxuriöse Situation, relativ

viel Platz zu haben, so dass wir dort mit vollem Streicherensemble

spielen können und einen großen

orchestralen Musical-Klang erzeugen.

CINDERELLA

Laila Salome Fischer,

Jolana Slavíková

PRINZ CHRISTOPHER

Gero Wendorff

MARIE

Silke Fröde

MADAME

Ingeborg Schöpf

GABRIELLE

Lisa Müller

CHARLOTTE

Jeannette Oswald

SEBASTIAN

Marcus Günzel,

Bryan Rothfuss

JEAN-MICHEL

Timo Schabel

GRAF DINGELSTEIN

Dietrich Seydlitz

CINDERELLA

41


PREMIERE

1DER GROSSE CINDERELLA-

PERSÖNLICHKEITSTEST

PRINZ ODER STIEFMUTTER?

DU HAST ONLINE SCHUHE GEKAUFT

UND STELLST FEST, DASS SIE ZU ENG

SIND. WAS TUST DU?

A: Ich bestelle keine Schuhe beim Online-Versand.

An meine Füße kommt nur Maßgeschneidertes.

B: Ich trage sie für eine Nacht und lasse mir dafür

Komplimente geben – dann schicke ich sie als

ungetragen zurück und warte auf die Erstattung.

C: Ich rufe die Service-Hotline an und beschwere

mich über die mangelhafte Verarbeitung sowie

den schlechten Kundenservice. Ist mir doch egal,

dass der Typ am Telefon nicht persönlich

verantwortlich ist.

D: Ich versuche herauszufinden, wem die Schuhe

passen könnten. Für irgendjemanden müssen

sie ja wie gemacht sein!

E: Ich kann nicht verantworten, dass mein CO 2

-

Fußabdruck noch größer wird. Ich beiße die

Zähne zusammen und trage sie trotzdem.

Figurinen von

Sarah Antonia Rung

Ich nehme die Beförderung an und lasse meine*n

Assistent*in die zusätzliche Arbeit verrichten.

B: Ich setze mich dafür ein, dass meine Kolleg*innen

auch befördert werden oder verteile meinen Mehrverdienst

unter ihnen auf.

E: Mehr Geld, mehr Arbeit … Der Kapitalismus

zerfrisst unsere Menschlichkeit! Macht kaputt,

was euch kaputt macht!

3

WAS IST DEIN TRAUMAUTO?

E: Ein VW Bulli, aber schön alt.

A: Eine Luxuskarosse mit verspiegelten Fenstern –

man muss das gemeine Volk auf Abstand halten.

B: Auto? Ich träume von einer Kutsche – wie

im Märchen.

D: Ich fahre am liebsten Fahrrad, aber angeblich ist

das nicht standesgemäß.

C: Irgendetwas Repräsentatives. Was ist denn

gerade schick?

2

DU SOLLST EINE BEFÖRDERUNG

ERHALTEN. ES WINKT MEHR GELD,

JEDOCH ERWARTEN DICH AUCH

ZUSÄTZLICHE VERPFLICHTUNGEN.

WIE REAGIERST DU?

A: Ich kann es kaum erwarten und stelle sicher, dass

etwaige Konkurrenten rechtzeitig aus dem Weg geräumt

werden – nur mit legalen Tricks, versteht sich.

D: Die Nachricht löst Stress aus. Ich mache einen

langen Spaziergang und versuche, die große

Verantwortung meiner beruflichen Position zu

vergessen. Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht,

ob ich überhaupt Karriere machen will?

C: Endlich mehr auf dem Bankkonto, endlich

Glamour, Partys, teure Klamotten!

ES WIRD ZU EINER DEMO

AUFGERUFEN, AUF DER BESSERE

MENSCHENRECHTE FÜR ALLE

MITGLIEDER DER GESELLSCHAFT

GEFORDERT WERDEN. WIE BEREITEST

DU DICH DARAUF VOR?

E: Ich lege mir ein paar schmissige Parolen zurecht

und drucke jede Menge Flyer.

B: Ich informiere mich vor der Veranstaltung ausgiebig

in einschlägiger Literatur zum Thema, damit ich

weiß, wofür ich mit meiner Meinung eintrete.

D: Eine Demo? Ob es da um meine Privilegien geht?

Ich höre mir aus der Ferne an, was die Leute zu

sagen haben.

42


PREMIERE

5

A: Ich habe vor, die Demonstranten ordentlich aufzumischen und

bei zweifelhaftem Benehmen bei den Behörden zu verpfeifen.

C: Demos gefährden die soziale Ordnung der Gesellschaft.

Ich bleibe selbstverständlich zu Hause!

DER NEUESTE TREND IST SCHMUCK AUS

ITALIENISCHEM GLAS. LEIDER SÜNDHAFT

TEUER. WAS MACHST DU, UM BEI DER

NÄCHSTEN PARTY EIN HINGUCKER ZU SEIN?

B: Ich wär gerne eine Party-Schönheit, aber sowas kann

ich mir nicht leisten – ich bekomme noch nicht einmal

Taschengeld. Aber wer weiß, vielleicht geschieht ja

ein Wunder.

C: Ich kratze alles zusammen, was ich an Erspartem

habe. Mit Speck fängt man Mäuse und mit Klunkern

fängt man reiche Ehemänner bzw. Ehefrauen.

E: Wie wär’s mit einer Blume als Schmuck?

Lasst euch nicht von Waren verführen!

Besitz baut Grenzen!

A: Ich bin nicht da, um den Schmuck zu tragen,

sondern ihn fachmännisch zu begutachten.

Gesucht wird eine Dame von Format.

D: Schmuck? Ist mir egal – ich gucke meinen

Tanzpartner*innen eigentlich immer in die Augen,

nicht an die Ohren.

AUFLÖSUNG: DER BUCHSTABE

MIT DEN MEISTEN ANTWORTEN

DEFINIERT DEINEN TYP!

A: Sebastian – machthungriger Politiker und Berater

des Prinzen

B: Cinderella – hart arbeitende Stieftochter mit

Köpfchen und Gerechtigkeitssinn

C: Madame – gesellschaftlich ambitionierte Stiefmutter

mit Hang zur Cholerik

D: Prinz Chris – einfühlsamer Thronanwärter wider Willen

E: Jean-Michel – junger Revolutionär mit hehren

Idealen und ausbaufähigem Fachwissen

CINDERELLA

43


Tänzer Leonardo Paoli

Steffi Lehmann spielt Julia de Weert in der Operette Der Vetter aus Dingsda.

44


PREMIERE

DER VETTER

AUS DINGSDA

Operette

Die Ehe – so heißt es in Eduard Künnekes wohl berühmtesten

Werk – ist eine Mausefalle: „Hinein kommt manch einer, doch

raus kommt da keiner, denn nur nach innen geht die Tür.“ Und

dennoch versuchen alle auf Schloss de Weert, sich oder jemand

anderen zu verheiraten. Da wäre einmal Julia, die davon träumt,

endlich volljährig zu werden, um der Obhut ihres Onkels Josse

zu entkommen und ihren geliebten Vetter Roderich zu ehelichen.

Dieser jedoch weilt seit sieben Jahren in Batavia – was Josse

mangels Erinnerungsvermögen für fremdsprachige Orte nur als

„Dingsda“ verunglimpft. Josse seinerseits möchte Julia mit seinem

Neffen August Kuhbrot verkuppeln, so bliebe Julias beträchtliches

Vermögen in der Familie. Von diesem Plan hält Julia allerdings

schon allein wegen des Namens ihres potentiellen Angetrauten

gar nichts. Und wer ist eigentlich der seltsame Fremde, der

Julias Freundin Hannchen zwei Minuten nach seiner Ankunft

einen Heiratsantrag macht?

Im schwungvollen Tempo von Tango und Foxtrott streben die

Figuren Künnekes nach ihrem ganz individuellen Glück: sei es

in der Liebe, im Reichtum – oder doch in der Ehe?

PREMIERE 29.01.2022

Libretto HERMANN HALLER

und RIDEAMUS

Nach einem Lustspiel von

MAX KEMPNER-HOCHSTÄDT

Musik EDUARD KÜNNEKE

TEAM

Musikalische Leitung

JOHANNES PELL

Regie JAN NEUMANN

Bühne CARY GAYLER

Kostüme NINI VON SELZAM

Choreographie MODJGAN HASHEMIAN

Dramaturgie VALESKA STERN

TERMINE

2022

JAN 30.

FEB 05. / 06. / 24. / 25.

MÄR 12. / 13. / 17. / 18.

APR 14. / 16.

JUL 06. / 07. / 08.

45


PREMIERE

nachgefragt!vol. IV

Zehn Fragen an CARY GAYLER

Bühnenbildnerin von DER VETTER AUS DINGSDA

I

II

III

IV

DER VETTER AUS DINGSDA DARF MAN NICHT VERPASSEN, WEIL …

… ein Ohrwurm vielleicht die wirkungsvollste Corona-Impfung ist?

DIE LAUTSTÄRKE DREHE ICH AUF BEI DEM LIED …

… „Und das wilde Känguru und das Gnu, ja, das sieht zu, hu! … Bataviaaaaaaaaaa.“

GERNE SELBER ERLEBEN WÜRDE ICH DEN MOMENT …

… „Na, was möchten sie gern? Eine Flasche Sauternes oder etwa Bordeaux? –

Hallo, hallo, Bordeaux! Ja, den trink ich so gern!“

ZUM ARBEITEN BRAUCHE ICH IMMER …

… ein interessantes Problem und einen guten Gedanken im Halbschlaf.

V AM GENRE OPERETTE INTERESSIERT MICH ...

… zu versuchen, die politische Relevanz im Glattgebügelten aufzuspüren und sichtbar zu machen.

CARY GAYLER

… war als Bühnen- und Kostümbildnerin u. a. an den

Staats- und Stadttheatern in Heidelberg, Stuttgart,

Saarbrücken, Dresden, Bonn und Bielefeld tätig,

gefolgt vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg

sowie den Berliner Bühnen Maxim Gorki, Deutsches

Theater und Schaubühne. Neben Regisseur*innen

wie Stefan Kimmig, Andrea Moses, Katka Schroth,

Katja Wolff und Jan Neumann verbindet sie eine

langjährige Zusammenarbeit mit Volker Lösch.

Unter anderem für alle dessen Dresdner Arbeiten

Die Orestie, Die Weber, Graf Öderland / Wir sind

das Volk und Das Blaue Wunder entwarf sie

das Bühnenbild.

46


PREMIERE

VI

VII

VIII

IX

X

Lieb mich nicht,

weil deinem

Traumbild ich gleiche.

Lieb mich nur,

weil du mich liebst!

MEIN „DINGSDA“ IST …

… Ach Herrgott, jetzt komm ich schon wieder nicht drauf …

aus Der Vetter aus Dingsda

GERNE WÜRDE ICH EINMAL EINEN MÄRCHENHAFTEN

ABEND VERBRINGEN BEI …

… Champagner mit Bergamottenzesten am Südpol.

HÄUFIG KOMMT BEI MIR AUF DEN TISCH …

… salzigsüßsauerleichtdeftigscharfexklusivhochkalorischsimpellecker.

ALS ICH VOLLJÄHRIG WURDE …

… habe ich von meiner Mutter eine Haarbürste bekommen.

ZWISCHEN REALISMUS UND TRAUM WÄHLE ICH …

… Realität träumen – traumhaften Realismus – realistischen Wachtraum.

DER VETTER AUS DINGSDA

47


PREMIERE

MÄRCHEN, WUNSCHTRAUM, KARIKATUR! –

DIE OPERETTE DER VETTER AUS DINGSDA

VON JAN NEUMANN, REGISSEUR VON DER VETTER AUS DINGSDA

MÄRCHEN sind Geschichten, die von wundersamen

Begebenheiten erzählen, erklärt mir das auf beinahe

alles eine Antwort parat habende Online-Lexikon

Wikipedia. Insofern ist die Operette Der Vetter aus

Dingsda ein waschechtes Märchen. Denn wenn du

dir vorstellst, du würdest in einem Waldschloss leben,

und dein Vetter kommt zu dir gewandert und gibt

vor, der Vetter zu sein, mit dem du die letzten sieben

Jahre jeden Abend via Mond gechattet zu

haben meinst, er sich dann aber als dein

anderer Vetter herausstellt, in den du

dich wegen seines Namens niemals verlieben

würdest, was du dann aber doch

tust, während sich deine beste Freundin

auf der Terrasse deines Schlosses einen

Millionär wünscht, der prompt erscheint,

sich aber als jener andere ersehnte

Vetter (der mit den Mondnachrichten)

entpuppt, den du jedoch nicht einmal

erkennst, ist das alles in allem eine

wundersame Begebenheit.

Auch das trifft auf den Vetter aus Dingsda zu.

Die Operette spielt schließlich nicht nur in einem

Schloss, das sich bar jedes Herrschaftszweckes als

Karikatur eines Wohnhauses Wohlhabender lesen

lässt, zu dem der eine Vetter im abgerissenen Wams

gewandert kommt (die Karikatur eines Landstreichers

oder schlicht mittellosen Menschen), während der

andere nach sieben Jahren aus Batavia zurückkehrt,

und zwar als Millionär.

Das Wort KARIKATUR wiederum, weiß

Wikipedia leicht unpräzise, kommt

vom lateinischen „Carrus“ (Karren)

und dem italienischen „caricare“

(überladen / übertreiben)

und bezeichnet

die komisch überzeichnete

Darstellung

von Menschen

und gesellschaftlichen

Zuständen,

wobei dies durchaus

zum Zwecke der

Kritik geschehen

kann.

Bühnenbildentwürfe

von Cary Gayler

48


Ein satirisches

Meisterstück,

eine ewig

gültige Karikatur

menschlichen

Wunschträumens ...

CAST

JULIA DE WEERT

Steffi Lehmann,

Maria Perlt-Gärtner

HANNCHEN

Christina Maria Fercher

JOSEF KUHBROT

Elmar Andree,

Gerd Wiemer

WILHELMINE KUHBROT

Silke Richter,

Ingeborg Schöpf

EGON VON WILDENHAGEN

Riccardo Romeo,

Andreas Sauerzapf

ERSTER FREMDER

Timo Schabel,

Václav Vallon

ZWEITER FREMDER

Nikolaus Nitzsche

PREMIERE

DER VETTER AUS DINGSDA

49


PREMIERE

Ein

Wunschtraum

existiert als

solcher nicht,

er ist ein

Gedankengebilde,

fern, exotisch,

wie ein

fremdes Land.

Womit und auf wessen Kosten er seine Millionen

gemacht hat? Etwas nebulös ist von irgendwelchen

Plantagen die Rede. Und der Verdacht liegt nahe,

dass sich die beiden Librettisten als Karikaturisten

betätigt haben und mit dem Personal dieser Operette,

vom fresssüchtigen Onkel bis zur mondsüchtigen

Julia, weniger ein paar wohlhabende Niederländer

der 1920er Jahre beschreiben wollten als uns alle:

Menschen, die unerreichbaren Idealen nach- und

sich selbst wegträumen aus der immer irgendwie gleichen

grauen Realität, hinein in die Luftschlösser aus Liebe,

ewiger Verbundenheit oder sozialem Aufstieg.

Für das Wort WUNSCHTRAUM existiert kein Wikipedia-

Eintrag, zumindest zum Zeitpunkt der Entstehung dieses

Textes. Das ist nur folgerichtig: Ein Wunschtraum

existiert als solcher nicht, er ist ein Gedankengebilde,

fern, exotisch, wie ein fremdes Land. Und in dem

Moment, wenn er sich endlich realisiert, hört er als

solcher auf zu existieren.

Der reitende Bote der Realität im Vetter aus Dingsda

ist Egon von Wildenhagen. Wenn er Julia auf den Kopf

zusagt, dass sie ihren angebeteten Roderich nach

sieben Jahren wahrscheinlich gar nicht erst erkennen

würde, zeigt er sich als die hellsichtigste Figur.

Gleichzeitig hegt aber selbst dieser Realist einen

Wunschtraum: Er liebt Julia und möchte sie vorzeitig für

volljährig erklären lassen, um sie endlich zu heiraten.

In einem herrlich beschwingten Terzett klären Julia

und Hannchen Egon auf, dass die Ehe im Alltag etwas

Anderes ist, als das, was er sich von ihr verspricht.

Das mag wie ein klassisches Operetten-Motiv wirken.

Aber dieses Spannungsverhältnis von Ideal und

Wirklichkeit, von Wunschtraum und Realität lässt sich

in eigentlich jedem Lied, jedem Duett, jeder Nummer

im Vetter aus Dingsda erkennen und herauslesen.

Und das ist es, was diese Operette bei aller vermeintlichen

und genreimmanenten „Märchenhaftigkeit“ zu

einem satirischen Meisterstück macht, zu einer ewig

gültigen Karikatur menschlichen Wunschträumens

unter fahrlässiger Vernachlässigung der Wirklichkeit,

über die Schwärmereien und Selbstlügen, in denen

wir uns alle tagtäglich ergehen.

Bühnenbildentwurf

von Cary Gayler

50


PREMIERE

JAN NEUMANN

… war zunächst als Schauspieler in München und

Frankfurt engagiert, bevor er sich als Regisseur und

Autor selbständig machte. Als solcher wirkte er u. a.

für das Thalia Theater Hamburg, das Nationaltheater

Mannheim und das Schauspiel Frankfurt. Regiearbeiten

führten ihn an das Schauspiel Köln, Maxim Gorki

Theater Berlin, Staatsschauspiel Stuttgart sowie

Schauspielhaus Bochum. Seit der Spielzeit 2013/14

ist Jan Neumann Hausregisseur am Deutschen

Nationaltheater Weimar. An der Staatsoperette Dresden

eröffnete er 2019 die Intendanz von Kathrin Kondaurow

mit der Revue HIER und JETZT und HIMMELBLAU.

DER VETTER AUS DINGSDA

51


Tänzer Leonardo Paoli

Devi-Ananda Dahm ist Trude im Revuestück Zwei Krawatten.

52


PREMIERE

ZWEI KRAWATTEN

Die Revue vom Großen Los

Revuestück

Der Kellner Jean wird auf einer eleganten Abendveranstaltung von

einem der Ballgäste zum Tausch der Krawatten überredet:

Kaum ist die einfache schwarze Krawatte ersetzt durch die weißseidene,

beginnt für Jean ein taumelndes Leben in der gehobenen

Gesellschaft. Ein Tombola-Los beschert ihm eine Reise nach

Amerika, die er in Begleitung der betuchten und investmentfreudigen

Mabel antritt. Als er sich in seiner angestammten

Kellerkaschemme von Freundin Trude halbherzig verabschiedet

und diese sich kurzerhand entschließt, ihm heimlich nachzureisen,

ahnen beide noch nicht, dass Trude sich als gesuchte Millionenerbin

entpuppen wird. Angekommen in den pulsierenden Metropolen der

Neuen Welt, muss Jean bald feststellen, dass er von den weiblichen

Großindustriellen als Kapitalanlage vermarktet wird, denn: „Alles ist

Geschäft“. Wird er seine große Chance im Land der unbegrenzten

Möglichkeiten nutzen?

Die turbulente Kabarett-Revue von Mischa Spoliansky und Georg

Kaiser lässt mit Jazzband-Klängen und amerikanischen Modetänzen

das Berlin der 1920er Jahre auferstehen und stellt hochaktuelle

Fragen nach Schein und Sein, nach der Willkür gesellschaftlicher

Zuschreibungen und wahrem Reichtum.

PREMIERE 09.04.2022

Buch GEORG KAISER

Musik MISCHA SPOLIANSKY

TEAM

Musikalische Leitung

JOHANNES PELL

Regie MATTHIAS REICHWALD

Bühne KAROLY RISZ

Kostüme ALEXANDRE CORAZZOLA

Choreographie VOLKER MICHL

Dramaturgie JUDITH WIEMERS

TERMINE

2022

APR 11. / 12. / 13. / 20. / 21. / 22.

MAI 03. / 04. / 21. /22.

JUN 11. / 12.

JUL 12. / 13.

53


PREMIERE

nachgefragt!vol. V

Zehn Fragen an MATTHIAS REICHWALD

Regisseur von ZWEI KRAWATTEN

I

II

III

IV

ZWEI KRAWATTEN DARF MAN NICHT VERPASSEN, WEIL …

… man sonst schön blöd wäre!

DIE LAUTSTÄRKE DREHE ICH AUF BEI DEM LIED …

… „Mir ist so nach dir“.

GERNE SELBER ERLEBEN WÜRDE ICH DEN MOMENT …

… dass mir jemand 1000 Mark für eine olle Krawatte anbietet.

ZUM ARBEITEN BRAUCHE ICH IMMER …

… viel Wasser und genügend Pinkelpausen.

V AM GENRE OPERETTE INTERESSIERT MICH ...

VI

VII

VIII

IX

X

… die Opulenz und der direkte Ton.

„EINMAL MÖCHTE AUCH ICH“ …

… beim Champions-League-Heimspiel von Dynamo in der Nachspielzeit

das 3:2 gegen Real Madrid bejubeln.

ICH WÜRDE MEINE KLEIDER TAUSCHEN MIT …

… Jorge González.

MEIN LAND DER UNBEGRENZTEN MÖGLICHKEITEN IST …

… noch unentdeckt, aber wahrscheinlich am Rand der Scheibe nur noch ein

kleines Stück geradeaus – muss ja da irgendwo sein.

KELLNER ODER MILLIONÄR?

… Spielerfrau!

WENN ICH EINEN FOXTROTT TANZE …

… wäre es ratsam, jemand würde möglichst zeitnah und effektiv das Licht löschen.

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PREMIERE

MATTHIAS REICHWALD

… studierte an der Hochschule für Schauspielkunst

Ernst Busch Berlin und war als Darsteller u. a. in

Magde burg, Weimar, am Opernhaus Zürich sowie

an den Berliner Bühnen Maxim Gorki Theater,

Schaubühne und Deutsches Theater zu sehen.

Neben der engen Zusammenarbeit mit dem Regisseur

Tilmann Köhler stand er u. a. in Inszenierungen von

Nora Schlocker, Armin Petras, Sebastian Baumgarten,

Roger Vontobel, Dimiter Gotscheff und Jan-Christoph

Gockel auf der Bühne. Seit 2009 ist er Ensemblemitglied

am Staatsschauspiel Dresden. Als Regisseur

für Schauspiel und Musiktheater arbeitete er u. a.

am Staatsschauspiel Dresden, Deutschen Theater

Göttingen, Mozarteum in Salzburg sowie für zahlreiche

Produktionen am Nationaltheater Weimar und am

Theater Regensburg.

Das Schicksal

gibt die Karten,

aber wir sind es,

die spielen.

ZWEI KRAWATTEN

55


PREMIERE

„DIE LOTTERIE DES LEBENS“

ZWEI KRAWATTEN-REGISSEUR MATTHIAS REICHWALD STIMMT IM GESPRÄCH MIT JUDITH WIEMERS

AUF SLAPSTICK, SOZIALSATIRE UND FULMINANTE SONGS EIN

Wie fängt Zwei Krawatten die Zeit der so zerrissenen, widersprüchlichen

und „goldenen“ 1920er Jahre ein?

Das Stück entsteht 1929, also historisch betrachtet genau zu der Zeitenwende,

die die „goldenen“ 1920er Jahre ausgehend von der Weltwirtschaftskrise in die

gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen der Folgejahre hineinschlittern lässt.

Der Goldüberzug der Zwanziger hat in Zwei Krawatten schon einige gut sichtbare

Risse. Die immer größer werdende soziale Schere, das immense Streben nach

Mobilität und Wohlstand und auch ein aufkeimender Antiamerikanismus werden in

dem Stoff thematisiert. Außerdem spürt man in Zwei Krawatten allerorts eine Faszination

für das Nachtleben und die gewaltige Unterhaltungsmaschinerie der 1920er

Jahre – eine Zeit, in der Berlin gepflastert war mit Revuetheatern, kleinen politischen

Kabarettbühnen, Bars und Kneipen für Gestalten jeglicher Einkommensschicht

und jeder denkbaren und undenkbaren sexuellen Orientierung.

CURT MORECK,

FÜHRER DURCH DAS

LASTERHAFTE BERLIN,

1931

Das eigentliche Wesen einer Stadt liegt nicht

an den großen Straßen, nicht auf der Oberfläche,

gibt sich nicht leicht und mühelos.

Es will gesucht, aufgespürt, ausgegraben

werden. Man muss in diesen rauschenden

Strudel untertauchen, sich darin verlieren …

Hochburgen der Berliner Vergnügungskultur

in der Weimarer Republik: Haus Vaterland,

Club Casanova und das Kabarett der Komiker

56


PREMIERE

Diese Revue ist wirklich „Happy End“ mit aller

Hingabe an das Theater- und Filmgenre, in dem

Lose und Erbschaften soziale und menschliche

Dinge arrangieren. (…) Die Publikumswirkungen

sind fabelhaft. Das Berliner Theater

hat seinen großen Erfolg. Unter der Regie von

Forster-Larrinaga wird auf Gefälligkeit

und Schönheit, auf Tanz, Buntheit und

Sentimentalität hingespielt.

HERBERT IHERING,

BERLINER BÖRSEN-COURIER,

6.9.1929

Selbst nächtliche Badehäuser standen für den Nachtschwärmer bereit. Das Stück

atmet ein Klima der Rastlosigkeit inmitten von politischen Auseinandersetzungen

und Vergnügungsexzessen. Spoliansky und Kaiser sind in dieser Hinsicht Kinder

dieser Zeit.

Inhaltlich geht es unter anderem um Statusspiel, um die Willkür von der

Aufteilung der Menschen in arm / reich, glücklich / unglücklich.

Wie wird aus ernsten Themen leichte Unterhaltung?

Natürlich durch das Spiel, durch das Augenzwinkern und letztlich auch durch die

Maskerade. Die Aufführung der Zwei Krawatten soll eine kurzweilige Mischung

aus fulminanten Gesangsnummern, rasanten Dialogen, bildstarken Revue- und

Varietészenen und slapstickhaften Stummfilm-Einlagen sein. Georg Kaiser und

Mischa Spoliansky thematisieren in ihrem Stück von 1929 auch die „Lotterie des

Lebens“ – die permanente Tombola um das große Los, das Zocken um das kleine

persönliche Glück und das rastlose Jagen nach Aufstieg und Gewinn. Wie heißt es

so schön: „Das Schicksal gibt die Karten, aber wir sind es, die spielen.“

Und wir werden versuchen, zu spielen …

Marlene Dietrich in den

1930er Jahren

ZWEI KRAWATTEN


PREMIERE

Ich lasse mich vom

Money bezaubern

und von einem,

der es hat. Wenn

ich sein Konto

betrachte, da werden

mir die Knie matt.

Bei der Uraufführung spielte Marlene Dietrich in einer ihrer gefeierten

Bühnenrollen die Mabel. Was macht die Figur so spannend?

Mabel ist eine sehr aktive, selbstbestimmte und aus heutiger Sicht ungeheuer

moderne Frau. Sie nimmt sich, was sie will, und scheint in keinerlei Abhängigkeit

zu irgendjemandem oder irgendetwas zu stehen, außer natürlich, dass sie sich

permanent in Bezug setzt zu einem gewissen gesellschaftlichen Code. Als amerikanisches

Girl der upper class nimmt sie sehr selbstbewusst den europäischen

Männermarkt unter die Lupe und zeigt sich auf dieser Börse des Frischfleischs

unverhohlen als diejenige, die mit den Scheinen in der Tasche „einkaufen“ geht.

aus Zwei Krawatten

Der Protagonist Jean strebt nach Geld, Karriere,

schönen Frauen. Ist er eine Identifikationsfigur?

In gewisser Weise, ja. Jean ist natürlich auf der einen

Seite ein Blender, ein Filou, der scheinbar finanziell nie

recht auf die Beine gekommen ist und seine Freundin

Trude in Berlin für 1000 Mark und eine reiche amerikanische

Touristin einfach sitzen lässt. Auf der anderen

Seite ist er auch ein gewitzter und schlagfertiger Scharlatan,

der stets die Verlogenheit und Oberflächlichkeit der

wohlhabenden Gesellschaftsschicht zu spiegeln und zu

kommentieren vermag und sich mit Dreistigkeit und Mut,

aber auch mit einem gerüttelt Maß an Improvisationstalent

und großer Klappe durchzuschlagen weiß.

Zwei Krawatten vertritt als Revue ein Genre, das

flexibel sowohl auf Zeitgeist und pragmatische

Gegebenheiten der Theaterpraxis reagierte.

Wie habt ihr das Werk tauglich gemacht für ein

Publikum heute und für diese Bühne?

Wir haben zum einen versucht, das Genre des Revuetheaters

insofern in eine Heutigkeit zu übersetzen, als

dass wir ein Bühnenbild geschaffen haben, welches

die szenische Handlung mit der Musik und dem Orchester verschmelzen lässt.

Zum anderen wollen wir durch musikalische Zuspitzungen und Einschübe dieses

kurzweilige, rasante und mitunter derbe Stück, welches für eine verrauchte Berliner

Bühne entwickelt worden ist, mit großer Opulenz auf die große Bühne der

Staatsoperette im Kraftwerk übertragen. Und, was vielleicht das Allerwichtigste ist:

Natürlich haben wir dafür eine fulminante Besetzung zusammengestellt.

FRITZ ENGEL,

BERLINER TAGEBLATT,

6.9.1929

Da blühen die Frauen, da strahlen die Männer,

da hüpfen die Reigen, da funkeln die Farben,

da wird gegirlt, da schnellt Artistik, da ist

Revue, da wird Weltstadt proklamiert.

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PREMIERE

CAST

Hans Albers (hier mit unbekannter Begleitung) spielte

1929 den Jean in der Uraufführung der Zwei Krawatten.

JEAN

Jörn-Felix Alt

TRUDE

Devi-Ananda Dahm

MABEL

Stefanie Dietrich

BANNERMANN

Elmar Andree

MRS. ROBINSON

Silke Richter

CHARLES / SENATOR

Christian Grygas

HOCHSTAPLER

Marcus Günzel

FLITZER

Christian Clauß

Benjamin Pauquet

AGENTEN

Künstlerkollektiv

Bodecker & Neander

Mischa Spoliansky und Georg Kaiser waren scharfzüngige Beobachter

ihrer Zeit. Welcher Song aus dem Stück könnte von heute sein und warum?

An einer Stelle des Stücks, bereits in der Maskerade des vermeintlichen Gentleman

in Amerika, singt Jean bei einem Bankett der höchsten Gesellschaft ins Gesicht:

„Es kommt nicht auf den Inhalt an, im Falle eines Falles, es kommt nicht auf den

Inhalt an, wenn man es nur servieren kann.“ Ich denke, knapp hundert Jahre

später ist dem nichts hinzuzufügen …

ZWEI KRAWATTEN

59


Tänzer Leonardo Paoli

Christian Grygas spielt Casanova in der gleichnamigen Revue-Operette, hier mit Stefanie Beyer (Balletttänzerin).

60


PREMIERE

CASANOVA

Revue-Operette

Casanova – berüchtigt als Herzensbrecher und in den Geschichtsbüchern

verzeichnet als Lebemann und Kosmopolit. Doch was

wäre, wenn den notorischen Frauenheld Zweifel ob seiner

Verführungskunst, ja, gar seiner Männlichkeit ergreifen? In einer

humorvollen Nacherzählung seiner Biografie stürzt sich Casanova in

einen sich über alle gesellschaftliche Kreise ziehenden Liebesreigen.

Als ihn seine flüchtigen Damenbekanntschaften – von der

spanischen Tänzerin Dolores bis zur österreichischen Kaiserin

Maria Theresia – unerwartet mit ihren eigenen Vorstellungen über

Spiel und Macht in Liebesdingen konfrontieren, stößt Casanova

an die Grenzen seiner schon zu Lebzeiten lancierten Legende.

Doch nicht nur das: Die Begegnung mit einer verlobten Frau bringt

schließlich sein Selbstbild als überzeugter Polygamist ins Wanken.

Wem wird Casanova am Ende treu bleiben – einer heimlichen Liebe

oder seinem Ruf?

Ralph Benatzkys rasante Revue-Operette zieht unter Verwendung

von Kompositionen von Johann Strauss einen Querschnitt durch

das illustre Leben Casanovas, mit Stationen in Venedig, Saragossa,

Wien und Potsdam. Schon bei der Uraufführung 1928 ließ sich das

Berliner Großstadtpublikum begeistern von der Komik, den virtuosen

Tanzeinlagen, der rauschenden Opulenz und nicht zuletzt der

walzerseligen und melodienreichen Musik – schwelgen Sie also im

„Rausch der Genüsse“!

PREMIERE 18.06.2022

Text RUDOLPH SCHANZER und

ERNST WELISCH

Musik JOHANN STRAUSS

Für die Bühne bearbeitet von

RALPH BENATZKY

TEAM

Musikalische Leitung

CHRISTIAN GARBOSNIK

Regie SABINE HARTMANNSHENN

Bühne LUKAS KRETSCHMER

Kostüme EDITH KOLLATH

Choreographie JÖRN-FELIX ALT

Dramaturgie JUDITH WIEMERS

Chorleitung THOMAS RUNGE

TERMINE

2022

JUN 19. / 21.

JUL 09. / 10. / 15./ 16. / 17.

61


PREMIERE

nachgefragt!vol. VI

Zehn Fragen an SABINE HARTMANNSHENN

Regisseurin von CASANOVA

I

II

III

IV

CASANOVA DARF MAN NICHT VERPASSEN, WEIL …

… wir ganz neue Seiten von ihm kennenlernen.

DIE LAUTSTÄRKE DREHE ICH AUF BEI DEM LIED …

…Puh, es gibt einige Hits für mich. Aber wenn ich schon wählen soll, dann: „Im Rausch der Genüsse“.

GERNE SELBER ERLEBEN WÜRDE ICH DEN MOMENT …

… als Erzherzogin Maria Theresia aufzutreten.

ZUM ARBEITEN BRAUCHE ICH IMMER …

… den Klavierauszug.

V AM GENRE OPERETTE INTERESSIERT MICH ...

… das Surreale, Groteske, Subversive, die erstklassige Unterhaltung.

SABINE HARTMANNSHENN

… studierte Musikwissenschaft, Germanistik und

Philosophie in Köln. Sie inszeniert regelmäßig an

namhaften Opernhäusern europaweit, u. a. am

Teatro La Fenice in Venedig, am Théâtre de la

Monnaie in Brüssel, der Staatsoper Hamburg,

dem Kongelige Teater Kopenhagen, der Oper

Göteborg, am Nationaltheater Weimar oder an der

Deutschen Oper am Rhein. Zuletzt realisierte sie

mit Lehárs Land des Lächelns eine vielbeachtete

Produktion am Aalto Theater Essen. In dieser Spielzeit

wird sie u. a. am Landestheater Linz Verdis Aida

inszenieren. Neben ihrer Regiearbeit war Sabine

Hartmannshenn viele Jahre als Lehrbeauftragte für

szenische Gestaltung an den Musikhochschulen in

Köln und Düsseldorf tätig.

62


PREMIERE

Im Rausch der

Genüsse versäumt’

ich kein Glück und

geb’ heiße Küsse

noch heißer

zurück!

aus Casanova

VI

VII

VIII

IX

X

MEIN PERSÖNLICHER CASANOVA MÜSSTE …

… für mich viel von seinem „Alter Ego“ – einer Figur unserer Inszenierung – haben.

FÜR EINE REVUE-OPERETTE BRAUCHT ES …

… große Auftritte, Tableaus, Ballett und auch nachdenkliche, intime Momente.

EINEN „RAUSCH DER GENÜSSE“ ERLEBE ICH, WENN …

… ich an unser Bühnen- und Kostümbild denke.

JOHANN STRAUSS UND DIE „WILDEN ZWANZIGER“, DAS IST WIE …

… das Aufatmen nach der Pandemie.

ZUR KUNST DER VERFÜHRUNG GEHÖREN …

… immer zwei.

CASANOVA

63


PREMIERE

„LUST AM SPIEL“

DIE CASANOVA-DARSTELLER CHRISTIAN GRYGAS UND MATTHIAS STÖRMER

IM INTERVIEW MIT JUDITH WIEMERS

CAST

CASANOVA

Christian Grygas,

Matthias Störmer

LAURA

Christina Maria Fercher,

Maria Perlt-Gärtner

LEUTNANT VON HOHENFELS

Timo Schabel

BARBERINA

Beate Korntner,

Jeannette Oswald

GRAF DOHNA / MENUZZI

Nikolaus Nitzsche,

Gerd Wiemer

HELENE

Steffi Lehmann,

Jolana Slavíková

TRUDE

Laila Salome Fischer

COSTA

Andreas Sauerzapf

KAISERIN MARIA THERESIA

Ingeborg Schöpf

Wer war / ist eigentlich Casanova?

Christian Grygas: Für mich ist Casanova

so etwas wie eine Sagengestalt. Der Verführer

in Person. Ich weiß, er hat eine Biografie

geschrieben, studiert, spielte Geige und

war im Gefängnis, aber in meiner Wahrnehmung

reduziert er sich auf den

Verführer von Frauen.

Matthias Störmer: Was ich noch

interessant finde: Als Kind eines

Schauspieler-Ehepaares kam er mit

der Welt des Theaters in Berührung

und lernte früh, was seinem Publikum

gefiel und was nicht.

Kannst du dich mit der Figur Casanova

identifizieren – was sind die Reibungspunkte?

MS: Ich eigentlich nicht. Ich bin glücklich verheiratet

und kürzlich Vater geworden. Also unterscheiden

wir uns ganz grundlegend, was unsere

Lebenssituation betrifft. Allerdings: Casanova hat

sich meist penibel auf seine Stelldicheins vorbereitet.

Alles war bestens organisiert, nichts dem Zufall

überlassen. Er hat sogar das Diner vorgekostet und

quasi eine Art Generalprobe abgehalten. In dieser

Art von Ordnung und Planung kann ich mich auf

jeden Fall wiederfinden!

CG: Ich kann mich durchaus mit ihm identifizieren.

Die Vorstellung, ein Verführer zu sein, ist vermutlich

für jeden Mann sehr reizvoll, auch für mich.

Allerdings glaube ich, Liebe für jemanden oder

etwas zu empfinden, bedingt nicht automatisch

auch eine Verführung.

Casanova ist immer ein Mann, oder?

MS: Nein!

CG: In der traditionellen Lesart, ja. Muss aber nicht

so bleiben – es lohnt sich, darüber nachzudenken.

64


PREMIERE

Wie definiert ihr Männlichkeit?

CG: Gar nicht. Ich habe es versucht, kam aber zu

keinem Ergebnis.

MS: Als erstes würde mir in den Sinn kommen:

ein starker Charakter, standhaft, abenteuerfreudig,

humorvoll … Das sind aber genauso Charaktereigenschaften,

die Frauen auszeichnen!

Was sind Casanovas Fähigkeiten,

was seine Schwächen?

MS: Seine Selbstinszenierung und Selbstbeherrschung

zählen sicherlich zu seinen größten Stärken.

Er ist eine Projektionsfläche für Wünsche Anderer.

In Abgrenzung zu Don Giovanni spielt Casanova mit

Frauen, die ebenso Lust am Spiel haben. Seine

Selbstverliebtheit isoliert ihn aber auch

gleichzeitig.

CG: Soweit ich das überhaupt beurteilen

kann, war Casanova vielseitig

interessiert, talentiert, intelligent und

charmant. Vielleicht ist Frauen

„sammeln“ eine Schwäche?

Wie bereitet ihr euch auf diese Rolle vor?

MS: Sängerisch ist diese Rolle ein Traum! Ich habe

mich sofort in die Musik verliebt. Die Anforderungen

sind sehr hoch. Man sollte bestenfalls Bass, Bariton

und Tenor in einer Person sein, das heißt: üben,

üben, üben! Was das Darstellerische betrifft, wollen

wir Casanova in dieser Produktion in unsere Zeit

transferieren. Da ist es entscheidend, den Kopf

freizumachen vom Wissen über die historische Figur.

CG: Ich lese das Textbuch und das Libretto und

versuche zu verstehen, welche Casanova-Figur mir

durch den Text vorgegeben wird. Ich war vor dem

Ausbruch der Corona-Pandemie in Venedig, somit

habe ich ein eigenes Bild vor Augen, wenn ich sein

Abschiedslied von dieser wundervollen Stadt singe.

Figurinen von Edith Kollath

CASANOVA

65


PREMIERE

Du bist zwar nicht

meine erste Liebe,

wirst aber

bestimmt meine

letzte sein!

aus Casanova

EDITH KOLLATH

… studierte Mode- und Kostümdesign sowie Bildhauerei

und zeitbasierte Medien an der Hochschule

für Bildende Künste in Hamburg. Ihre künstlerischen

Arbeiten werden international ausgestellt, etwa in

New York, Chicago, Tel Aviv, Berlin und Warschau.

Seit 2003 entstanden zahlreiche Ausstattungen

und Kostümbilder für Film- und Theaterproduktionen,

u. a. der mit dem Preis des

Filmfest München ausgezeichnete Film

Die Hände meiner Mutter und Händels

Oratorium Theodora für die Winteroper

Potsdam. Edith Kollaths erste Monografie

Manoeuvre of Plenty erschien 2013 im

Distanz Verlag. In dieser Spielzeit realisiert

sie das Kostümbild für die Produktion

Aida am Landestheater Linz.

Figurinen von Edith Kollath

66


PREMIERE

Was würdet ihr Casanova fragen und ihm raten?

MS: Wie er es geschafft hat, aus den berüchtigten

Bleikammern des Dogenpalastes zu entkommen.

Mein Rat: Mit Anmachsprüchen wie „Du bist zwar

nicht meine erste Liebe, wirst aber bestimmt meine

letzte sein!“ kommt man heute nicht mehr weit –

zum Glück!

CG: Meine Frage wäre: „Geheimagent der Inquisition?

Echt jetzt?“ Raten könnte ich ihm aber nichts, da

ich zu wenig darüber weiß, wie das damalige Leben

wirklich war.

Bei Strauss / Benatzky gibt es auch den Zweifler

Casanova. Wie passt diese Figur in unsere Zeit?

CG: Sehr gut. Wir leben ja in einer Zeit der Zweifel.

Siehe meine Antwort zur Frage nach Männlichkeit.

Ich habe keine Antwort, nur Zweifel.

MS: Ich finde auch, dass es ganz gut passt.

Aktuell wird ja gerade viel über Männlichkeit,

Mann-Sein und Geschlechterrollen im Allgemeinen

gesprochen. Wir müssen Rollenbilder neu definieren,

vielleicht auch neu erfinden. Unsere Welt ist viel

komplexer geworden, in ihren Gefühlen, ihrer

Sexualität und ihren Normen. Durch das Zweifeln

werden Casanovas Charaktereigenschaften um

eine weitere Facette bereichert.

Was ist ein moderner Casanova?

Kann es überhaupt so etwas geben?

MS: Ein moderner Casanova ist für mich jemand,

der jeden Tag so lebt, als wäre es sein letzter: mit

einem großen Hunger, Verlangen, einer Lust und

Unrast, das Leben in vollen Zügen zu genießen

und konsumieren, nichts nach hinten aufzuschieben,

nichts zu verpassen. Solche Leute werden heute

nicht allzu alt. Für mich kommt jemand wie Kurt

Cobain sehr nahe an diese Figur.

CG: Verführer gibt es immer. Meine Frage ist eher:

Brauchen wir einen?

CASANOVA

67


Maria Perlt-Gärtner (Sopran) und Gerd Wiemer (Bariton)




Riccardo Romeo (Tenor) und Christina Maria Fercher (Sopran)


Devi-Ananda Dahm (Musicalsopran) und Marcus Günzel (Bariton)



Steffi Lehmann (Sopran)

74


RUBRIK

RE

PER

TOIRE

75


REPERTOIRE

MY FAIR LADY

Musical

WIEDERAUFNAHME 24.09.2021

Nach BERNARD SHAWS

Pygmalion und dem Film von

GABRIEL PASCAL

Buch ALAN JAY LERNER

Musik FREDERICK LOEWE

Deutsch von ROBERT GILBERT

TEAM

Musikalische Leitung

CHRISTIAN GARBOSNIK

Regie SEBASTIAN RITSCHEL

Ausstattung BARBARA BLASCHKE

Konzeptionelle Mitarbeit RONNY SCHOLZ

Choreographie RADEK STOPKA

Dramaturgie HEIKO CULLMANN

Chorleitung THOMAS RUNGE

Phonetik-Professor Henry Higgins ist überzeugt: Nicht

allein die Herkunft eines Menschen definiert seinen

Platz in der Gesellschaft, sondern vor allem dessen

Rhetorik. Den Beweis für diese These soll ihm eine

Wette bringen. Seinem Freund und Fachkollegen

Oberst Pickering gegenüber behauptet er, innerhalb

von nur sechs Monaten aus dem dialektschweren

Blumenmädchen Eliza Doolittle eine Dame von Welt

machen zu können. Das Experiment gelingt: Nach

wochenlangem Training in Sprachakrobatik besteht

Eliza ihre Aufnahme in die High Society. Da erst wird

dem eingefleischten Junggesellen Higgens bewusst,

dass Eliza schon lange nicht mehr nur Gegenstand

einer Wette für ihn ist …

Bis heute gilt My Fair Lady als eines der erfolgreichsten

Musicals aller Zeiten. Seine Songs wie „Ich hätt’

getanzt heut’ Nacht“ oder „Es grünt so grün, wenn

Spaniens Blüten blüh’n“ eroberten vom Broadway aus

die Bühnen der Welt.

76


REPERTOIRE

SO VERLIEBT IN DIE LIEBE

Eine Operetten-Revue mit Musik von

Franz Lehár und Oscar Straus

Mal ist sie laut und stürmisch, mal schwärmerisch,

mal unerhört, manchmal heimlich, selten unkompliziert

und doch die schönste Sache der Welt:

In der Operetten-Revue dreht sich alles um die

Liebe in ihren vielen Facetten. Mit sehnsüchtigen

Arien, ausgelassenen Duetten und schmelzenden

Walzern zweier Urgesteine der Wiener Operette

erteilen das Solist*innen-Ensemble, das Orchester

und Ballett der Staatsoperette musikalische Lektionen

für entflammte Herzen oder solche, die es werden

wollen. Wie küsst es sich am besten? Wer darf mit

wem? Was sind die Tücken der Ehe? Gibt es ein

Einmaleins der Verführungskunst? Ab wann werden

Freunde zu Verliebten und was ist das Verfallsdatum

für Frühlingsgefühle?

WIEDERAUFNAHME 06.11.2021

TEAM

Musikalische Leitung JOHANNES PELL

Regie CORNELIA POPPE

Ausstattung THORSTEN FIETZE

Choreographie MANDY GARBRECHT

Dialoge & Dramaturgie JUDITH WIEMERS

Ergründen Sie mit uns das älteste Thema der

Menschheit mit Musik aus Operetten von Franz

Lehár und Oscar Straus, etwa Schön ist die Welt,

Die Juxheirat, Rund um die Liebe, Der Zarewitsch,

Die blaue Mazur, Der tapfere Soldat und

Ein Walzertraum.

Ich bin so verliebt

in die Liebe, ach,

wie langweilig

wär’ sonst die Welt.

aus Frühling

77


REPERTOIRE

DIE FANTASTICKS

Musical

WIEDERAUFNAHME 26.11.2021

Buch und Liedtexte TOM JONES

Musik HARVEY SCHMIDT

Deutsche Übersetzung NICO RABENALD

TEAM

Musikalische Leitung

PETER CHRISTIAN FEIGEL

Regie KATHRIN KONDAUROW

Bühne ESTHER DANDANI

Kostüme ANKE ALEITH

Choreographie JÖRN-FELIX ALT

Video VINCENT STEFAN

Dramaturgie JUDITH WIEMERS

Eine romantische Liebe gegen den Widerstand der

verfeindeten Väter, fast wie bei Romeo und Julia –

so erleben Matt und Luisa ihre heimliche Beziehung.

Um sich über die von den Vätern errichtete Mauer

zwischen ihren Gärten hinweg nahe zu sein,

brauchen sie vor allem eins: Fantasie. Als Matt einen

Entführungsversuch abwendet und Luisa aus den

Händen eines geheimnisvollen Unbekannten retten

kann, kommt es zur Versöhnung der Familien und das

Glück scheint perfekt. Was aber, wenn der väterliche

Streit als Inszenierung zwecks Verkupplung entlarvt

wird, der Mond ein Requisit und der verwegene

Entführer El Gallo eigentlich ein Verkaufsexperte

für Träume ist? Um der kleinbürgerlichen Welt ihrer

Elternhäuser zu entkommen, begeben sich Matt und

Luisa getrennt auf neue Abenteuer …

Eine bewegende Geschichte über Illusionen und

Desillusionen in der Liebe sowie zeitlose Musik, die

jazzige Shownummern, Balladen und Vaudeville-

Comedy-Songs vereint, machen Die Fantasticks zum

Kult-Musical und laden ein zu einer spielerischen

Liebeserklärung an den Zauber des Theaters.

78


REPERTOIRE

MÄRCHEN IM GRAND-HOTEL

Operette

Ein elegantes Hotel an der Côte d’Azur, in dem

europäische Adelige bei Jazzmusik Heiratspläne

schmieden – vom emsigen Personal bestens

versorgt mit Cocktails. Auf den ersten Blick nicht

ungewöhnlich. Doch nichts ist, wie es scheint.

Kellner Albert, der eigentlich Hotelerbe ist,

verliebt sich in die aus ihrem Land vertriebene

spanische Prinzessin Isabella, die wiederum

einem österreichischen Prinzen versprochen ist.

Material genug für einen Hollywoodfilm – denkt

Marylou, Tochter des vor dem Bankrott stehenden

Filmproduzenten Makintosh. Die selbstbestimmte

Frau hat sich in den Kopf gesetzt, die Firma ihres

Vaters vor dem Ruin zu retten und platzt mitten ins

Geschehen. Wer schnappt sich wen und wie wird

der Film ausgehen?

WIEDERAUFNAHME 11.02.2022

Libretto ALFRED GRÜNWALD und

FRITZ LÖHNER-BEDA

nach ALFRED SAVOIR

Musik PAUL ABRAHAM

TEAM

Musikalische Leitung

PETER CHRISTIAN FEIGEL

Regie CORNELIA POPPE

Ausstattung ESTHER DANDANI

Choreographie MANDY GARBRECHT

Dramaturgie JUDITH WIEMERS

Getragen durch Paul Abrahams Musik – von Walzer bis

Foxtrott, von Tango bis Jazz – entsteht ein lustvolles

Verwirrspiel à la Hollywood. Von Berliner Bühnen

verbannt, brachten Abraham und seine Librettisten

diese parodistische Liebeserklärung an die Absurditäten

der Operette 1934 bereits im Exil auf die Bühne.

79


REPERTOIRE

DIE LUSTIGE WITWE

Operette

WIEDERAUFNAHME 05.03.2022

Text VICTOR LÉON und LEO STEIN

Musik FRANZ LEHÁR

TEAM

Musikalische Leitung

CHRISTIAN GARBOSNIK

Regie SEBASTIAN RITSCHEL

Ausstattung CHRISTOPH CREMER

Konzeptionelle Mitarbeit RONNY SCHOLZ

Choreographie RADEK STOPKA

Dramaturgie HEIKO CULLMANN

Chorleitung THOMAS RUNGE

Die Herr’n sind

liebenswürdig sehr –

gilt das meiner Person?

Ich glaube, dies gilt mehr

meiner vielfachen Million!

Der drohende Staatsbankrott Pontevedros muss

verhindert werden! Die einzige Hoffnung des kleinen

Landes ist die reiche Witwe Hanna Glawari, die gerade

in Paris weilt. Damit ihre Millionen „im Land“ bleiben,

setzt Botschafter Baron Zeta den Grafen Danilo,

Hannas ehemalige Jugendliebe, auf die Witwe an.

Doch Danilo erweist sich als schlechter Mitgiftjäger.

Erst als der französische Charmeur Camille de Rosillon

als potenzieller Nebenbuhler auftaucht, erwachen die

lang unterdrückten Gefühle Danilos für Hanna.

Bei der Uraufführung 1915 löste Die lustige Witwe

einen regelrechten Massenhype aus. Das bereits

totgesagte Operettengenre war plötzlich wieder

auferstanden – in Form der sogenannten Tanzoperette,

die ihre Charaktere auf dem diplomatischen

Parkett der Reichen durch Walzer, Polka und

Mazurka schlittern ließ. Bis heute überzeugen Lehárs

Protagonist*innen in all diesen Stilen und wickeln mit

Hits wie „Lippen schweigen“ oder „Heut’ geh’ ich ins

Maxim“ das Publikum um den kleinen Finger.

80


REPERTOIRE

DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN

Operette

Das Budapester Nachtlokal Orpheum hat eine

besondere Attraktion: Sängerin Sylva Varescu, deren

Charme des Nachts die Männerwelt erliegt. Unter

ihren Liebhabern ist auch Fürstensohn Edwin, auf

den im heimatlichen Wien nicht nur ein Einzugsbefehl,

sondern auch eine standesgemäße Braut wartet.

Edwin fügt sich den Repressalien seiner Familie,

aber nicht ohne vor seiner Abreise Sylva ein Heiratsversprechen

zu geben. Als er Wochen später mit

seiner Verlobten Stasi den alten Freund Graf Boni

begrüßt, fällt er aus allen Wolken, denn an dessen

Seite erscheint niemand Anderes als die in Amerika

geglaubte Sylva. Die Leidenschaft zwischen Edwin

und der Chansonnière entbrennt neu, doch kann ihre

Liebe die Gesetze der alten Ordnung aushebeln?

WIEDERAUFNAHME 29.04.2022

Text LEO STEIN und BELA JENBACH

Musik EMMERICH KÁLMÁN

TEAM

Musikalische Leitung

PETER CHRISTIAN FEIGEL

Regie AXEL KÖHLER

Ausstattung TIMO DENTLER

und OKARINA PETER

Choreographie RADEK STOPKA

Dramaturgie HEIKO CULLMANN

Chorleitung THOMAS RUNGE

1915 lässt Emmerich Kálmán mitten im Ersten Weltkrieg

noch einmal eine mondäne, aber porös gewordene

Welt der Aristokratie aufleben. Die Operette, die mit

zartem Wiener Schmelz und ungarischen Tanzrhythmen

einen unwiderstehlichen Klangkosmos schafft, sollte

der größte Erfolg des Komponisten werden.

81


REPERTOIRE

HIER UND JETZT UND

HIMMELBLAU

Eine Revue

WIEDERAUFNAHME 13.05.2022

Text JAN NEUMANN

Musik von LEO FALL

bis FRIEDRICH HOLLAENDER

von SVEN HELBIG bis WINCENT WEISS

Ein Auftragswerk der Staatsoperette Dresden

TEAM

Musikalische Leitung

CHRISTIAN GARBOSNIK

Regie JAN NEUMANN

Bühne CARY GAYLER

Kostüme NINI VON SELZAM

Choreographie RADEK STOPKA

Dramaturgie HEIKO CULLMANN,

KATHRIN KONDAUROW

Chorleitung THOMAS RUNGE

Man stelle sich vor: ein altes Theater, ein mit Samt

verkleideter Zuschauerraum, gedämpftes Licht,

zahllose Tische, Champagner ausschenkende

Kellner. Junge und alte Paare nehmen ihre Plätze

ein, Touristengruppen vermischen sich mit

Geschäftsleuten und Familien – alle in Erwartung

einer großen Show, die sie gleich erleben werden.

Doch noch bevor sich der Vorhang hebt, beginnt

eine Revue, die in die Leben eben dieser Menschen

entführt und damit in unsere eigene schillernde

Realität. Da wird gestritten und gelacht, über Glück

und Fremdgehen philosophiert oder der uns

überfallenden Einsamkeit nachgespürt. Wir finden

uns wieder in der Sorge vorm Altern der Einen

genauso wie in der Sehnsucht nach Liebe des

Anderen. Und wir finden uns wieder in der Musik:

einer bunten Mischung aus Operettenschlagern,

Liedern und Chansons, von der Jahrhundertwende

bis heute. Kommen Sie näher und treten Sie ein!

82


REPERTOIRE

DIE ZAUBERFLÖTE

Oper

WIEDERAUFNAHME 28.05.2022

Libretto EMANUEL SCHIKANEDER

Musik WOLFGANG AMADEUS MOZART

TEAM

Musikalische Leitung

PETER CHRISTIAN FEIGEL

Regie AXEL KÖHLER

Bühne HARTMUT SCHÖRGHOFER

Kostüme CORINNA CROME

Dramaturgie ANDRÉ MEYER

Chorleitung THOMAS RUNGE

Die bekannteste Koloraturarie trifft auf den beliebtesten

Vogelfänger der Operngeschichte: Die Königin

der Nacht befiehlt dem verliebten Prinzen Tamino,

ihre Tochter Pamina aus den Händen des mächtigen

Zauberers Sarastro zu befreien. Unterstützt von

einer magischen Flöte und dem dauerplappernden

Vogelfänger Papageno, macht sich Tamino auf die

gefahrvolle und erleuchtende Suche nach der Liebe

und der Weisheit. Dabei finden Prinz und Vogelfänger

nicht nur die jeweils passende Frau, sondern müssen

auch erkennen, dass die anfänglich eindeutige

Unterscheidung von Gut und Böse nicht immer der

Wahrheit entspricht …

Die einmalig offene Form der Zauberflöte, die sowohl

Facetten der Zauberoper als auch des Mysterienspiels

sowie des Alt-Wiener Volkstheaters enthält, bietet

Zuschauer*innen und Regisseur*innen bis heute ein

Kaleidoskop an Interpretationsmöglichkeiten.

Diese Inszenierung folgt der Ästhetik des Märchens

und schafft so ein zauberhaftes Theatererlebnis für

Jung und Alt.

83


Jeannette Oswald (Sopran) und Dietrich Seydlitz (Tenor)




Nikolaus Nitzsche (Bariton) und Jolana Slavíková (Sopran)


Markus Liske (Bariton) und Timo Schabel (Tenor)



Gero Wendorff (Tenor)


SPE

CIAL


SPECIAL

EIN LIED GEHT

UM DIE WELT

Die neue Konzertreihe der Staatsoperette

Mit hochkarätigen Musicalinszenierungen bringt die

Staatsoperette den Broadway nach Dresden, das Genre

der Operette trägt sie im Namen und spätestens seit

der Intendanz von Kathrin Kondaurow hat auch die

Revue einen festen Platz im Spielplan des Hauses.

Was fehlt? „Eine Konzertreihe!“, sagt Chefdirigent

Johannes Pell. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt schafft

er deshalb Abhilfe und ruft, geboren aus der Idee des

Operettenspaziergangs Ich hab’ noch einen Koffer in ...,

eine Serie von Orchesterkonzerten ins Leben.

Ein Lied geht um die Welt heißt die Reihe, die mit

zunächst drei verschiedenen Programmen Einblick

in das Operettengut anderer Länder gewährt. Wichtig

ist Johannes Pell dabei eine gute Mischung:

„Wir werden unbekannte Stücke ausgraben, aber auch

Gassenhauer einflechten und dazwischen bekannte

Komponisten mit selten gespielten Werken vorstellen.

So bleibt es abwechslungsreich und ist hoffentlich für

jeden etwas dabei.“

I. BITTE BRITISCH

TERMINE 2021

OKT 01. / 02. / 03. / 16. / 17. / 28. / 29.

Musikalische Leitung

JOHANNES PELL

Solist*innen

MARIA PERLT-GÄRTNER

SILKE RICHTER

BRYAN ROTHFUSS

JOLANA SLAVÍKOVÁ

ORCHESTER DER STAATSOPERETTE

Ab 1. Oktober 2021 führt das erste Konzert mit

sieben Spielterminen auf die Britischen Inseln. Neben

Titeln des beliebten Duos Gilbert und Sullivan oder

des durch die insgeheime Nationalhymne Pomp

and Circumstance weithin bekannten Edward Elgar

bietet es Einblicke in die Tradition der Music Hall

mit Stücken Victor Herberts und Ivor Novellos. Von

Ralph Vaughan Williams wiederum erklingt eine

Orchestersuite aus der Oper Fat Knight, die es nur

selten auf die Konzertbühne schafft, und einen

schmunzelnden Abschluss bildet Malcolm Arnolds

A Grand grand Overture für Sinfonieorchester, drei

Staubsauger, Bodenpolierer und vier Gewehre. „Es

ist unser Versuch, den Inselnachbarn einmal etwas

näher unter die Lupe zu nehmen“, führt Johannes

Pell seine Programmidee aus. „Vom 19. Jahrhundert,

als Großbritannien noch das weltdominierende

Empire war, führt unser Streifzug bis in die Mitte des

20. Jahrhunderts, begleitet also die zunehmende

Verdichtung des Landes. Es geht um die Würde

des Empires, um Nationalstolz und um die Frage,

was für einem Land wir am Ende dieser Zeitreise

gegenüberstehen. Das alles natürlich mit einer

gehörigen Portion Humor und dem notwendigen

ironischen Augenzwinkern.“

92


JOHANNES PELL

CHEFDIRIGENT

… studierte Klavier, Chordirigieren und

Dirigieren in Linz, Salzburg und Wien.

Nach einem Engagement ab 2009 am

Theater Erfurt wechselte er 2013 als

Erster Kapellmeister an die Oper Bonn,

bevor er 2016 Erster Kapellmeister

an den Wuppertaler Bühnen wurde.

Gastengagements führten ihn u. a. an

die Volksoper Wien, das Konzerttheater

Bern, die Oper Leipzig und die Oper

Graz. Im Konzertbereich dirigierte er

Klangkörper wie das Brucknerorchester

Linz, das Beethoven-Orchester Bonn

oder das Leipziger Symphonieorchester.

Seit der Saison 2020 / 21 ist Johannes

Pell Chefdirigent an der Staatsoperette.

93


SPECIAL

I want to be a prima donna, donna, donna,

I long to shine upon the stage!

aus The Echantress in Vom Broadway in den Wilden Westen

CHRISTIAN GARBOSNIK

STELLV. CHEFDIRIGENT / 1. KAPELLMEISTER

PETER CHRISTIAN FEIGEL

1. KOORD. KAPELLMEISTER /

SUPERVISOR MUSICAL

... studierte Dirigieren, Schul- und Kirchenmusik,

evangelische Theologie und Philosophie in Bielefeld

und Detmold. Nach Engagements am Staatstheater

Cottbus und am Berliner Friedrichstadt-Palast – dort

als stellvertretender Chefdirigent und künstlerischer

Leiter des Jungen Ensembles – ist er seit 2010

Kapellmeister an der Staatsoperette Dresden und

ständiger Gastdirigent an der Komischen Oper Berlin.

Weitere Engagements führten ihn u. a. zum Deutschen

Symphonie Orchester Berlin, zur Staatsphilharmonie

Rheinland-Pfalz, zum Brandenburgischen

Staatsorchester Frankfurt, zur Oper Halle und zum

Orchester des rumänischen Rundfunks in Bukarest.

... studierte Dirigieren an der Musikhochschule Dresden.

Bereits während des Studiums war er Solorepetitor

mit Dirigierverpflichtung an der Staatsoperette.

1991 belegte er den 1. Platz in der Orchesterwertung

beim Internationalen Dirigenten-Wettbewerb „Masterplayers“

in Berlin und wurde 1992 als erster Kapellmeister

an der Staatsoperette Dresden engagiert. Seit

2002 ist Christian Garbosnik außerdem Lehrbeauftragter

für Gesangsstudent*innen im Fach Operette,

Musical und Chanson an der Hochschule für Musik

Carl Maria von Weber Dresden.

94


SPECIAL

II. VOM BROADWAY IN DEN WILDEN WESTEN

DAS NEUJAHRSKONZERT DER STAATSOPERETTE

Von Großbritannien führt das reisende Lied weiter

über den Großen Teich, wo ab 1. Januar 2022 das

Neujahrskonzert zu Musical, Songs und Filmmusik

einlädt. Kapellmeister Peter Christian Feigel, der die

Musikalische Leitung des Konzertes innehat, konzipiert

einen Ritt von den glamourösen Bühnen am New

Yorker Broadway in den rauen Wilden Westen Amerikas.

Auf dem Weg begegnen Ihnen schmelzende Liebesduette

aus amerikanischen Operetten, Cowboy-

Ouvertüren, Huckleberry-Finn-Melodien und Mississippi-Suiten.

Emmerich Kálmáns Arizona Lady sorgt

dazwischen für die nötige Prise „Sex and Crime“ – und

natürlich darf auch George Gershwins Porgy and Bess

nicht fehlen. Ein explosiver Rutsch in das Jahr 2022:

mit Stars und Sternchen, Cowboys und sicherlich dem

einen oder anderen Ohrwurm auf den Lippen.

TERMINE 2022

JAN 01. / 02. / 04. / 05. / 08. / 09.

Musikalische Leitung

PETER CHRISTIAN FEIGEL

Solist*innen

MARIA PERLT-GÄRTNER

CHRISTIAN GRYGAS

und andere

ORCHESTER DER STAATSOPERETTE

III. AB IN DEN SÜDEN

TERMINE 2022

JUL 02. / 03. / 05.

Musikalische Leitung

JOHANNES PELL

Solist*innen

ELMAR ANDREE

CHRISTINA MARIA FERCHER

LAILA SALOME FISCHER

NIKOLAUS NITZSCHE

ANDREAS SAUERZAPF

VÁCLAV VALLON

ORCHESTER DER STAATSOPERETTE

Im sommerlichen Juli lockt das verheißungsvolle

Mittelmeer: Italien wird das Ziel, gemeinsam

mit seinem Nachbarn Frankreich und dem sich

anschließenden Spanien. Ab in den Süden verbindet

die spanische Zarzuela mit dem Ursprung des

Operettengenres überhaupt: Jacques Offenbach.

Über dessen Landsmänner Léo Delibes, Georges

Bizet und Reynaldo Hahn führt der musikalische

Faden bis nach Italien, wo Giacomo Puccini seiner

Oper La Rondine in letzter Minute das Operettenetikett

entzog oder sein Verismo-Zeitgenosse Pietro Mascagni

sich mit genau einem einzigen Werk in dieses Genre

wagte. „Die neue Reihe Ein Lied geht um die Welt

wurde natürlich als erweitertes Angebot an unser

Publikum ins Leben gerufen“, erklärt Johannes

Pell, der dieses Konzert dirigieren wird. „Sie ist aber

gleichzeitig eine Chance für unser Orchester und

unsere Sänger*innen, den gewohnten Radius zu

verlassen und eine sinfonische bzw. ungewohnte

musiktheatrale Dimension dazuzugewinnen. Dabei

eröffnet gerade das südeuropäische Programm

ein reiches Spektrum an neuen Klangwelten und

Spielmöglichkeiten.“

95


SPECIAL

ZUGABE!

Rund um die Premieren dieser Spielzeit laden wir Sie ein, in unseren Zugaben die Komponisten, die Musik sowie

unser Ensemble näher kennenzulernen und einzusteigen in die Diskurse und die facettenreichen Geschichten

hinter den Inszenierungen.

IM RAUSCH DER GENÜSSE

FOTOAUSSTELLUNG ZUR REVUE-OPERETTE

TERMINE

SEP 2021

JUN 2022

ORT

Foyer

Überschäumende Bilderwelten, Stars, synchronisierte

Tanz-Girls und -Boys, Kostümschlachten, humorvolle

Geschichten und natürlich Musik, die das Publikum

begeistern sollte. Die Revue-Operette wurde Mitte

der 1920er Jahre aus der Taufe gehoben, um dem

großstädtischen Publikum eine Fülle an Attraktionen

zu bieten, die mit der Beschleunigung des Alltags

mithalten konnte. Begleitend zu den Premieren

der beiden Revue-Operetten Im weißen Rössl und

Casanova entführt eine Fotoausstellung im Foyer

der Staatsoperette in die Welt der temporeichen,

widersprüchlichen, babylonischen und „goldenen“

Unterhaltungskultur der Weimarer Republik.

DIVEN-DOPPEL IM KINO

BLONDINEN BEVORZUGT! UND DER BLAUE ENGEL

Mit „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“ wurde sie zur

Ikone: Marilyn Monroe, die im Filmmusical Gentlemen

Prefer Blondes nicht nur einem Song ein Denkmal

setzte, sondern auch einen Look erfand, der Karriere

machen sollte. Begleitend zur Premiere von Blondinen

bevorzugt! zeigen wir in Kooperation mit dem Zentralkino

die zum Klassiker gewordene Verfilmung von 1952.

Eine nicht minder schillernde Persönlichkeit war die

Berliner Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich,

die in Zwei Krawatten Furore machte, bevor sie mit

ihrem Auftritt in Der blaue Engel (1930) zum Filmstar

der Weimarer Republik wurde. Ihre Interpretation des

Hits „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ ist

unvergessen. Genießen Sie Kinoabende mit Ohrwürmern,

grandiosen Bildern und den einzigartigen Performances

zweier großer Künstlerinnen. Im Vorprogramm des

jeweils ersten Termins erwartet Sie ein exklusiver

musikalischer Einblick in unsere Inszenierungen!

TERMINE

2021

Blondinen bevorzugt!

OKT 31.

NOV 04.

2022

Der blaue Engel

APR 27.

MAI 02.

ORT

Zentralkino auf dem Areal Kraftwerk Mitte

KARTEN

Vorverkauf im Zentralkino oder online vier Wochen vor

dem jeweiligen Termin unter www.zentralkino.de

96


SPECIAL

KOMPLIMENT AN KÜNNEKE

EIN ABEND MIT AUSZÜGEN AUS OPERETTE, LIED UND FILMMUSIK

Und mir wird

immer

nach dir sein,

am liebsten

wär ich

allein – mit dir!

aus Zwei Krawatten

TERMIN

2022

JAN 16.

ORT

Kranfoyer

Mit Solist*innen und

Musiker*innen

Es war sein Segen und Fluch zugleich: Der Vetter aus

Dingsda bescherte Eduard Künneke den Durchbruch

als Operettenkomponist, ließ gleichzeitig aber all seine

anderen Werke in Vergessenheit geraten. Kaum einem

klingen heute noch Melodien aus Operetten wie

Herz über Bord, Glückliche Reise oder Die lockende

Flamme in den Ohren, ganz zu schweigen von zahlreichen

Liederzyklen und Filmschlagern, die das

Œuvre des Komponisten bereichern. Höchste Zeit,

dem Abhilfe zu schaffen! Als Ergänzung zu unserer

Neuproduktion Der Vetter aus Dingsda laden wir Sie

ins Kranfoyer zu einem Kompliment an Künneke.

Spüren Sie gemeinsam mit Solist*innen der

Staatsoperette den Liedern und Operetten Eduard

Künnekes nach und, wer weiß, vielleicht entdecken

Sie sogar den einen oder anderen – persönlichen – Hit.

MIR IST SO NACH DIR

EIN MISCHA-SPOLIANSKY-ABEND

Kaum ein anderer Komponist war in den Cafés,

Revuetheatern und Kinos im Berlin der 1920er

Jahre mehr zu Hause als Mischa Spoliansky. Seine

Lieder wurden zu Filmhits und Gassenhauern, boten

Tanzwütigen allerlei synkopierte Jazzrhythmen und

Verliebten schmachtende Melodien. Nachdem er im

Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen musste,

gelang Spoliansky in England eine zweite Karriere als

Filmkomponist – selbst für einen Hitchcock-Thriller

schrieb er Musik. „Mir ist so nach dir“ wird es heißen,

wenn sich die Zwei-Krawatten-Hauptdarsteller*innen

Devi-Ananda Dahm und Jörn-Felix Alt singend und

spielend in Varieté-Atmosphäre auf die Spuren

Spoliankys begeben.

TERMIN

2022

MAI 25.

ORT

Kranfoyer

Solist*innen

JÖRN-FELIX ALT

DEVI-ANANDA DAHM

97


SPECIAL

LATE NIGHT MITTE

EIN UNKONVENTIONELLES GESPRÄCHSFORMAT

Zu später Stunde lädt Moderator Toni Burghard

Friedrich zu Late Night Mitte, unserem unkonventionellen

Gesprächsformat, ins Kranfoyer ein. Seine

Gäste sind unsere Solist*innen, Regisseur*innen,

Dirigent*innen oder Mitarbeiter*innen, die den Zauber

auf der Bühne – mit großartigen Kostümen oder

spektakulären Verwandlungen – vollständig machen.

Auch Überraschungsgäste werden geladen.

In gemütlicher Wohnzimmer-Atmosphäre und bei

selbstgemachtem Eierlikör nimmt unser Moderator

seine Gesprächspartner*innen unter die Lupe und

wirft mit ihnen gemeinsam einen Blick hinter die

Kulissen. Musikalische Einlagen der Gäste und

wechselnder Ensembles komplettieren diese

besondere Veranstaltung.

Der Vorverkauf beginnt ca. vier Wochen vor dem

jeweiligen Late-Night-Mitte-Termin. In den Tickets

ist jeweils ein Freigetränk enthalten.

TERMINE 2021 / 22

OKT 09. Im weißen Rössl

NOV 27. Die Fantasticks

DEZ 04. Blondinen bevorzugt!

FEB 05. Der Vetter aus Dingsda

MAI 05. Zwei Krawatten

JUL 09. Casanova

ORT

Kranfoyer

TEAM

Konzeption & Moderation

TONI BURGHARD FRIEDRICH

Ausstattung ESTHER DANDANI

Musik NATALIA PETROWSKI, ROBIN PORTUNE,

EVE-RIINA RANNIK

Dramaturgie

VALESKA STERN, JUDITH WIEMERS

SKILLS

CD-RELEASE-KONZERT VON SVEN HELBIG

TERMIN

2022

FEB 12.

SKILLS heißt das neue Projekt des Dresdner Komponisten

Sven Helbig, das in der Staatsoperette in

einem exklusiven CD-Release-Konzert präsentiert

wird. Hörner, Streicher und Electronics bilden den

Klang der melancholischen Hymne auf die Fähigkeit

des Menschen, sich Extremen anzupassen und

seine Fertigkeiten zur Perfektion zu treiben. Begleitet

von Visuals des isländischen Videokünstlers Mani

M. Sigfusson entsteht eine außergewöhnliche,

multimediale Uraufführung.

Sven Helbigs Kompositionen durchbrechen die

Grenzen zwischen klassischer Musik, experimenteller

Kunst und Popmusik. Er schreibt Chor-, Orchesterund

Kammermusikwerke für die klassische Konzertbühne

und ist gleichzeitig im Bereich der elektronischen

Musik zu Hause. Seit vielen Jahren verbindet

ihn eine enge künstlerische Zusammenarbeit mit u. a.

Rammstein, den Pet Shop Boys und René Pape.


SPECIAL

PREMIERENFIEBER

Spielen Sie Mäuschen und werfen Sie einen Blick

hinter den Vorhang, noch bevor sich dieser am

Premierentag hebt! In unserem neuen Format

Premierenfieber bieten wir Ihnen zu jeder Neuproduktion

die Möglichkeit, eine Bühnenprobe mit

Orchester zu besuchen. Hier erhalten Sie nicht nur

Einblicke in die Musik des jeweiligen Stückes,

sondern tauchen auch ein in die gespannte Probenatmosphäre

kurz vor einer Premiere. Im Gespräch

mit dem Regieteam werden Sie vorab auf Werk und

Inszenierung eingestimmt; eine Diskussion mit der

Produktionsdramaturgin bietet im Anschluss die

Möglichkeit zum Austausch.

TERMINE 2021 / 22

SEP 07. Im weißen Rössl

OKT 20. Blondinen bevorzugt!

DEZ 08. Cinderella

JAN 26. Der Vetter aus Dingsda

APR 06. Zwei Krawatten

JUN 15. Casanova

Beginn jeweils 18 Uhr

Infos und Buchung unter www.staatsoperette.de

Wenn ich die

Bühne betrete,

flieg ich wie

eine Rakete!

aus Die blaue Mazur

in So verliebt in die Liebe

WERKEINFÜHRUNG

Gehen Sie bestens vorbereitet in die Vorstellung! An

ausgewählten Terminen bieten die Dramaturginnen

der Staatsoperette Kurzeinführungen in die jeweiligen

Produktionen an. Dabei erfahren Sie Wissenswertes

zum Werk und erhalten Einblicke in die Hintergründe

der Inszenierung. Die Einführungen sind ein kostenloses

Angebot für alle Zuschauer*innen und finden 45

Minuten vor Vorstellungsbeginn im Kranfoyer statt.

An ausgesuchten Terminen bietet zudem die

Theaterpädagogin 30 Minuten vor der Vorstellung

familiengerechte Einführungen an, um besonders die

jungen Besucher*innen der Staatsoperette spielerisch

auf den Theatergenuss einzustimmen.

Solange die Besucheranzahl aufgrund der Coronaschutzmaßnahmen

begrenzt ist, können Sie alternativ

eine Audio-Einführung auf unserer Website abrufen.

Wir freuen uns auf Sie und euch!

Infos unter www.staatsoperette.de

99


SPECIAL

KOOPERATIONEN UND

PARTNERSCHAFTEN

Wir gestalten zusammen

#WOD – WELTOFFENES

DRESDEN

#WOD Weltoffenes Dresden ist ein offener

Zusammenschluss von Kulturinstitutionen in Dresden,

dem auch die Staatsoperette angehört. In Zeiten

zunehmender demokratiefeindlicher Tendenzen setzen

sich die Institutionen seit 2014 gemeinsam für Freiheit,

Demokratie und eine offene, solidarische Gesellschaft

ein. Mit Aktionen im öffentlichen Raum, Lesungen,

Diskussionsrunden uvm. gestaltet das Bündnis u. a.

die Gedenktage um den 13. Februar in Dresden mit.

www.weltoffenesdresden.com

ZENTRALKINO

Auf dem Gelände des Kraftwerk Mitte zeigt das

Zentralkino im Obergeschoss des ehemaligen

Speichers in zwei Sälen anspruchsvolle Filme aus

der ganzen Welt, diese Spielzeit erstmalig auch

Operetten- und Musicalfilme in Kooperation mit der

Staatsoperette. Dazu gehören selbstverständlich

barrierefreie Zugänglichkeit, modernste Projektionsund

Tontechnik sowie Bereitstellung von Audiodeskription

und Hörunterstützung. Ein großzügiges

Foyer und eine Bar laden zum Verweilen oder

Ausklingenlassen des Kinobesuchs ein. Getreu

dem Motto: „Gute Filme für alle“.

www.zentralkino.de

Plakataktion des Bündnis WOD zum Dresdner Gedenktag am 13. Februar 2021

100


SPECIAL

LANGE NACHT DER

DRESDNER THEATER

Bereits seit 2012 laden die Dresdner Theater zur

Langen Nacht der Dresdner Theater ein. Die facettenreiche

Theaterlandschaft der Stadt bietet dann Schauspiel,

Oper, Operette, Musical, Tanz, Lesung und vieles

mehr in ca. 20 Theatern. Im Stundentakt zeigen die

Häuser ausgewählte 30-minütige Kostproben aus

ihrem Repertoire. Zum Finale des Abends steigt

dann die große Abschluss-Party im Schauspielhaus.

Die Lange Nacht der Dresdner Theater findet in dieser

Spielzeit am 26. März 2022 statt, zu der die Staatsoperette

Ausschnitte aus Die Fantasticks zeigen wird.

www.lange-nacht-der-dresdner-theater.de

CULTURE FOR FUTURE

Seit April 2021 nimmt die Staatsoperette an

einem groß angelegten Pilotprojekt zum Thema

Nachhaltigkeit in der Kultur teil, welches auf Initiative

des Amts für Kultur und Denkmalschutz entstanden

ist und vom Rat für nachhaltige Entwicklung gefördert

wird. Unter dem Titel Culture for Future beschäftigen

sich fünf ausgewählte Dresdner Kultureinrichtungen

mit Fragestellungen zur ökologischen, sozialen und

ökonomischen Nachhaltigkeit in ihren Einrichtungen.

Begleitet durch die Beratungsagentur adelphi

werden über den Zeitraum von einem Jahr konkrete

Leitfäden und Maßnahmen entwickelt, die die

Kultureinrichtungen in der Zielstellung, Kunst und

Kultur nachhaltiger zu produzieren, unterstützen. Das

Projekt soll als Vorbild für andere Kultureinrichtungen

dienen und kann so einen Beitrag zum Erreichen der

Klimaschutzziele im Kulturbereich leisten.

www.dresden.de/de/kultur/culture-for-future.php

KULTURINVEST!

KONGRESS

Unter dem Motto „#transnational – Solutions for a

culture beyond“ ist der Kulturinvest! Kongress vom

10. bis 12. November 2021 im Kraftwerk Mitte

zu Gast. Begleitet von einem umfangreichen

künstlerischen Programm, an dem sich auch das

Ensemble der Staatsoperette beteiligt, diskutieren

150 Expert*innen sowie bis zu 650 Teilnehmende

im Rahmen einer im Rahmen von Europas größtem

Kulturkongress über Transnationalismus und seine

Bedeutung für Kultur und Wirtschaft, für lokale und

globale Strategien der kulturellen Verteilung sowie für

neue, innovative Lösungen in der grenzüberwindenden

Kulturarbeit. Neben den drei Hauptforen und

18 Fachforen findet am 11. November die Preisverleihung

der 16. Europäischen Kulturmarken-Awards

im Saal der Staatsoperette statt.

www.kulturmarken.de

HOCHSCHULE FÜR MUSIK

CARL MARIA VON WEBER

Seit vielen Jahren arbeiten die Hochschule für Musik

Carl Maria von Weber und die Staatsoperette eng

zusammen: Studierende wirken in Produktionen

der Staatsoperette mit, Mitarbeiter*innen geben

Workshops an der Hochschule. In diesem Jahr

haben beide Institutionen diese produktive

Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung

besiegelt. Der Fokus liegt auf dem künstlerischpädagogischen

Austausch im Sinne einer nachhaltigen

Nachwuchsförderung mit großem Praxisbezug.

www.hfmdd.de

101


SPECIAL

MIT MUSIK FÜR

EIN GUTES KLIMA

Unser Orchester ist Gründungsmitglied

bei Orchester des Wandels

Als Gründungsmitglied und erster Klangkörper aus dem Freistaat Sachsen

engagiert sich das Orchester der Staatsoperette in der Vereinigung Orchester

des Wandels. Ziel dieser Vereinigung ist, sich als Musiker*innen aktiv für den

Klima- und Naturschutz einzusetzen und nachhaltiges Denken und Handeln auch

in der Kultur anzuregen. Mit einem jährlichen Beitrag von 1000 € unterstützen

die Orchester die Wiederaufforstung

degenerierter Flächen in Madagaskar.

Denn klar ist schließlich: Im Streich- und

Um die Folgen

des Klimawandels

zu

sehen, muss

man nicht

weit fahren.

Holzinstrumentenbau kamen und kommen

auch verschiedene Edelhölzer zum

Einsatz. Inzwischen sind, hervorgerufen

durch den jahrzehntelangen Raubbau

der Holzindustrie, diese Baumarten vom

Aussterben bedroht. Deshalb soll nun auf

Madagaskar der Regenwald nachhaltig

aufgeforstet werden, zunächst auf einer

Fläche von 400 Hektar.

Um den jährlichen Beitrag spenden

zu können, sind der Kreativität der

Künstler*innen keine Grenzen gesetzt.

So entstand beispielsweise eine CD, die Kolleg*innen aus 14 Orchestern –

darunter auch fünf Musiker*innen des Orchesters der Staatsoperette – gemeinsam

eingespielt haben. Unter dem Titel Aether wird diese CD im November 2021

erscheinen und erstmals zur Klimakonferenz in Glasgow verkauft.

Darüber hinaus hat das Orchester der Staatsoperette eine Kammermusik-

Reihe ins Leben gerufen, die ab der Spielzeit 2021 / 22 die emotionale Kraft der

Musik mit dem so dringenden Thema des Klimaschutzes verbinden soll. An vier

Abenden treten unterschiedliche Kammermusik-Formationen in Interaktion mit

Redner*innen oder Künstler*innen, um den Fokus auf ein spezielles Umweltthema

zu lenken. Gemeinsam mit Vertreter*innen aus der Wissenschaft, lokalen

Umweltinitiativen oder anderen Kooperationspartnern wird der Fokus dabei auf

jeweils ein spezielles Umweltthema gelegt und Geld für ein bestimmtes lokales

Projekt gesammelt. Green-Box-Kammerkonzerte heißt diese ganz besondere Reihe

– auch in Anlehnung an eine Green Box, eine grüne Kiste, die bei allen Konzerten

im Rahmen des Orchester des Wandels als Spendenbox aufgestellt werden wird.

102


SPECIAL

Das Orchester der Staatsoperette

Für die Musiker*innen des Orchesters der Staatsoperette ist der Einsatz als

Orchester des Wandels Ehrensache. In den Augen von Solo-Altsaxophonist

Billy Schmidt, der die Green-Box-Kammerkonzerte initiierte, fängt Klima- und

Umweltschutz vor der eigenen Haustür an: „Um die Folgen des Klimawandels

zu sehen, muss man nicht weit fahren. Ob im Waldpark oder in der Sächsischen

Schweiz – die Hitze und Dürreperioden der letzten Jahre haben auch unseren

Wäldern zugesetzt. Deshalb wollen wir neben unserem Einsatz für die Wiederaufforstung

in Madagaskar auch Umweltprojekte in Dresden unterstützen.“

Auch Soloharfenistin Simone Geyer ist mit ganzem Herzen und großem

Engagement dabei. Sie ist stolz, bei Orchester des Wandels einen Beitrag

für das Klima leisten zu können: „Ich finde es besonders spannend, dass wir

aktiv etwas gestalten und beitragen können, wo es doch sonst beim Thema

Klimaschutz oft darum geht, vieles künftig nicht mehr zu tun.“

Haben auch Sie Interesse, sich über Umwelt- und Klimaschutz zu informieren und

gleichzeitig entspannt Musik zu genießen? Dann besuchen Sie doch eines

der Green-Box-Kammerkonzerte! Setzen Sie sich mit dem dort behandelten

Thema auseinander, werfen Sie eine Spende in die Green Box und – wer weiß? –

vielleicht nehmen Sie sogar den einen oder anderen nachhaltigen Gedanken mit

nach Hause.

Wir freuen uns auf Sie!

GREEN-BOX-

KAMMERKONZERTE

Termine

22. November 2021

10. Januar 2022

14. März 2022

23. Mai 2022

Ort

Kranfoyer

Alle Infos unter

www.orchester-des-wandels.de

103


JUNGE

OPER

ETTE


JUNGE OPERETTE

THEATERPÄDAGOGISCHE

ANGEBOTE

Die letzte Spielzeit hat mehr denn je gezeigt, welche

Bedeutung Theater, Musik und ihre Vermittlung für

unsere Gesellschaft haben. Wie für uns alle war das

Jahr 2020 auch für die Theaterpädagogik der Staatsoperette

eine Herausforderung. Um Kindern und

Jugendlichen während des Lockdowns aktive Teilhabe

an der Staatsoperette zu ermöglichen, haben wir

unterschiedliche Bereiche unseres Angebots in den

digitalen Raum verlegt. Trotz der Planungsunsicherheit

möchte ich Ihnen und Euch auf den folgenden

Seiten das Programm der Jungen Operette für die

Spielzeit 2021 / 22 vorstellen.

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Angebote

sich an den jeweils aktuell geltenden Corona- und

Hygieneschutzmaßnahmen orientieren und eine

Durchführung nicht in der gesamten Spielzeit zu

gewährleisten ist. Das aktuelle Angebot der Theaterpädagogik

sowie alle Informationen zu unseren

Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website unter

www.staatsoperette.de/programm/junge_operette

Ihre und eure Marie-Claire Nickel

Theaterpädagogin

KONTAKT

T +49 (0) 351 32042-508

theaterpaedagogik@staatsoperette.de

FÜR ALLE

Jetzt anmelden unter

theaterpaedagogik@staatsoperette.de

HERBSTFERIENPROJEKT

KOOPERATION MIT DER SEMPEROPER

Dieses Jahr werden die Herbstferien gleich doppelt

aufregend: Erstmalig gestalten Staatsoperette und

Semperoper ein institutionsübergreifendes Ferienprojekt.

Durch interdisziplinäre Workshops aus dem

Bereich des Musiktheaters lernen Jugendliche

zwischen 12 und 14 Jahren die beiden großen Musiktheater

in Dresden kennen und führen einen zeitgenössischen

Diskurs über die aktive und lebendige

Mitgestaltung ihrer Stadt. Musikalische oder szenische

Vorerfahrungen sind nicht erforderlich.

FAMILIENFÜHRUNG

Was haben ein Feenpalast, eine Hexe und falsches

Geld mit der Staatsoperette zu tun? Kommen Sie mit

Ihrer ganzen Familie zu einer unserer Familienführungen

und erfahren Sie diese und viele weitere spannende

Fakten rund um das Musiktheater im Kraftwerk Mitte.

KLANGRAUM

DER MUSIKALISCHE JUGENDCLUB

In unserem Jugendclub können Jugendliche zwischen

16 und 26 Jahren mit einer besonderen Liebe zur

Musik erste Theatererfahrungen sammeln. Die Teilnehmer*innen

schlüpfen in verschiedene Rollen und

experimentieren mit Akustik und Musik. Vorkenntnisse

sind nicht erforderlich.

WERKEINFÜHRUNGEN

FÜR FAMILIEN

In kurzweiligen Veranstaltungen erfahren Sie alle

spannenden Aspekte rund um die Inszenierung und

Ihren Theaterbesuch. Gespickt mit Rätseln, Spielen

und spannenden Fotos wird aus der Informationsveranstaltung

ein Spaß für die ganze Familie.

105


JUNGE OPERETTE

Termine, Kosten

und Buchungen unter

theaterpaedagogik@staatsoperette.de

PROGRAMM FÜR SCHULEN

FÜHRUNG FÜR SCHULKLASSEN

ZU GAST BEI DEN PROFIS

Bei der Führung durch unseren hochmodernen

Theaterbau erhalten die Schüler*innen einen praxisnahen

Einblick in unterschiedliche Theaterberufe und

die verborgenen Abläufe hinter der Bühne

eines Musiktheaters.

WORKSHOP

VOR- UND NACHBEREITUNG

Mal eben kurz ins Theater? So ganz ohne Vorbereitung

kann das für eine Schulklasse zu einer herausfordernden

Angelegenheit werden. Wir bereiten Ihre

Schulklasse optimal auf den Staatsoperetten-Besuch

vor. Mit Workshops direkt im Klassenzimmer, thematischen

Einführungen vor der Vorstellung oder Nachgesprächen

schaffen wir einen Erlebnisraum, in dem die

Schüler*innen einen lebendigen Zugang zur Welt von

Operette, Musical und Oper bekommen.

WORKSHOPS

SCHÜLER*INNEN MACHEN OPERETTE

Verstehen durch Ausprobieren! Unter diesem Motto

stehen unsere neuen Schülerwerkstätten. Als Vorbereitung

zum Vorstellungsbesuch bieten wir die

Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen, das

Bühnenbild genauer unter die Lupe zu nehmen oder

sich selbst kreativ auszuprobieren. Improvisation,

szenisches Spiel und die Begegnung mit Beteiligten

aus den verschiedenen Bereichen des Theaters

bieten eine fundierte Vorbereitung auf das Stück. Wer

vorher noch nicht neugierig auf den Theaterbesuch

war, ist es spätestens nach dem Vormittag bei uns.

Stück für Grundschulen

Cinderella

PREMIERENKLASSE

Begleiten Sie mit Ihrer Klasse eine Premiere der

Staatsoperette. Mit Vor- sowie Nachbereitung im

Klassenzimmer, Probenbesuchen, dem Inszenierungsbesuch

und ausgewähltem Begleitmaterial erhalten

Ihre Schüler*innen einen umfangreichen Einblick

in die komplexen Abläufe eines Musiktheaters

und kommen spielerisch in einen Diskurs über

Literatur, Inhalte der Inszenierung und zeitgenössische

Themen.

Stücke für weiterführende Schulen

Blondinen bevorzugt!

Im weißen Rössl

Der Vetter aus Dingsda

Zwei Krawatten

KLASSENZIMMERKONZERT

Die große Welt der (Orchester)-Musik ganz nah.

Lassen Sie sich von den Mitgliedern des Streichtrios,

Geigenquintetts sowie des Holz- und des Blechbläserquintetts

auf eine musikalische Reise mitnehmen.

Und das direkt im Klassenzimmer. Erfahren Sie Wissenswertes

über den Aufbau und die Spielweise der

jeweiligen Instrumente und steigen Sie musikalisch

mit ein.

Stücke für weiterführende Schulen

My Fair Lady

Die Fantasticks

Der Vetter aus Dingsda

106


JUNGE OPERETTE

DER KINDERCHOR

DER STAATSOPERETTE

Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 18 Jahren,

die Lust am Singen, Theaterspielen und Bewegung

haben, sind im Kinderchor der Staatsoperette genau

richtig. Unter der musikalischen Leitung von Carola

Rühle-Keil studieren die Kinder ein vielfältiges Repertoire

ein, welches von Kinderliedern über Operette

bis hin zur Oper reicht. Die fundierte musikalische

und stimmliche Ausbildung steht hier im Mittelpunkt

und wird durch regelmäßige Stimmbildungseinheiten

unter Leitung des Sängers Markus Brühl abgerundet.

Neben eigenen kleinen Konzerten und Auftritten in

und um Dresden ist eines der langfristigen Ziele des

Kinderchores, gemeinsam mit den Solist*innen der

Staatsoperette auf der großen Bühne zu stehen und

in Inszenierungen mitzuwirken. Um auch für diese

darstellerischen Herausforderungen optimal vorbereitet

zu sein, ergänzt unsere Theaterpädagogin Marie-Claire

Nickel die Chorarbeit durch spielpraktische Einheiten,

in welchen sich die Kinder schauspielerische Grundlagen

aneignen. Diese bereichern auch außerhalb

des Theaters das Leben der Kinder. Ein Einstieg in

den Kinderchor ist jederzeit möglich. Dafür sind keine

spezifischen Vorkenntnisse notwendig, jedoch wird

die Eignung der Kinder und Jugendlichen für den

Chor durch die Musikalische Leitung in Form eines

Vorsingens geprüft.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:

kinderchor@staatsoperette.de

FÜR PÄDAGOG*INNEN

BEGLEITMATERIAL

FÜR DEN UNTERRICHT

Musiktheater leichtgemacht! Wenn Sie auf langwierige

Recherchen gerne verzichten, aber dennoch eine

unserer Produktionen fundiert vorbereiten möchten,

verwenden Sie eine unsere Materialmappen

oder -karten für den Unterricht. Die umfangreichen

Materialien sind individuell zusammengestellt und auf

die jeweilige Altersstufe zugeschnitten. Neben vielen

spielpraktischen Übungen enthalten sie Informationen

über Musik, Inhalt, Autor*innen, Regie uvm.

LEHRERFORTBILDUNG

ZUM THEMA MUSIKTHEATERVERMITTLUNG

Durch unseren zweistündigen Workshop erfahren Sie

Theoretisches und Praktisches aus dem Bereich der

Musiktheatervermittlung. Probieren Sie sich selbst

im Anleiten von Übungen aus und erweitern Sie Ihr

Spiele-Repertoire. Jeder unserer Workshops steht im

direkten Zusammenhang mit einer unserer Inszenierungen

und ermöglicht es Ihnen, nach Abschluss des

Workshops Schulklassen eigenständig auf Theaterbesuche

in der Staatsoperette vorzubereiten.

KOOPERATIONSPARTNER

PROBENBESUCHE

Unter dem Konzept „Lernen durch Beobachten“

ermöglichen wir Schulklassen durch unsere Probenbesuche

Einblicke in die professionelle Arbeit und

das Leben der Tänzer*innen, Orchestermusiker*innen

und Solist*innen der Staatsoperette. Ihre Klasse sitzt

zwischen den Orchestermusikern, kann sich selbst in

unserem Ballettsaal ausprobieren oder kommt mit

Beteiligten einer Produktion nach der szenischen

Probe ins Gespräch.

PARTNERSCHULEN

MUSIKALISCH DURCHS SCHULJAHR

Gestalten Sie Ihr Schuljahr mit Kultur und Musik

und ermöglichen Sie Ihrer gesamten Schülerschaft

einen leichten Einstieg in die spannende Welt des

Musiktheaters. Die Partnerschulen erwarten vergünstigte

Formate, Hilfestellung bei der Realisierung

von Theaterprojekten in Ihrer Schule, Veranstaltungen

ausschließlich für Partnerschulen und die kostenlose

Teilnahme an unserem Workshop „Musiktheatervermittlung“.

Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie

Partnerschule der Staatsoperette.

107


JUNGE OPERETTE

MUSIKMOBIL

Das The Young ClassX MusikMobil ist ein Bus,

der Schüler*innen an ihren Schulen abholt und zu

Konzerten, Proben und zu speziellen musikalischen

Lernangeboten bringt. So sollen Erstkontakte mit

Musik ermöglicht werden. Den Schulen wird der

organisatorische Aufwand abgenommen und den

Schüler*innen entstehen dafür keine Kosten.

Der besondere Clou: Schon während der Fahrt

werden die Kinder und Jugendlichen von den

MusikMobil-Pädagog*innen professionell,

anschaulich und abwechslungsreich auf die

jeweilige Veranstaltung eingestimmt.

Kontakt

Agnes Müller

Projektkoordinatorin

MusikMobil Dresden

T +49 (0) 351 4923652

Mobil +49 (0) 176 40522661

agnes.mueller@theyoungclassx.de

DRESDNER SCHULKONZERTE

In Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner

bieten wir Schulkassen einen niederschwelligen und

preiswerten Einstieg in den vielfältigen Bereich des

Musiktheaters. Zu den ausgewählten Vorstellungen

bieten wir eine kurzweilige Werkeinführung vor sowie

ein Publikumsgespräch mit Beteiligten der Produktion

nach der Vorstellung an.

www.dresdnerschulkonzerte.de

LKJ SACHSEN

Die LKJ Sachsen e. V. ist der Dach- und Fachverband

für kulturelle Kinder- und Jugendbildung in Sachsen.

In Zusammenarbeit mit verschiedensten Einsatzstellen

begleitet die LKJ Jugendliche im Alter von 16 bis 26

Jahren in ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr, etwa in

den Bereichen Bühnentechnik und Theaterpädagogik

an der Staatsoperette. Der Verband leistet durch die

Vielzahl an angebotenen praktischen Lernerfahrungen

in vielen Bereichen einen wesentlichen Beitrag zur

beruflichen Orientierung junger Menschen. Die

Stärke der LKJ ist die Vielfalt ihrer Mitglieder, die

alle Sparten der kulturellen Bildung unter dem Dach

der LKJ vereinen. Sie vertritt jugend-, kultur- und

bildungspolitische Belange und bietet Kindern und

Jugendlichen Erfahrungs- und Erprobungsräume,

ermöglicht Selbstwirksamkeit, Kompetenzerwerb,

interkulturelles Lernen und zivilgesellschaftliches

Engagement.

www.lkj-sachsen.de/freiwilligendienste

SEMPEREDUCATION

Die theaterpädagogische Abteilung Semperoper

Education bietet allen Interessierten einen Ort der

Begegnung mit Oper, Ballett und Konzert. Dabei

spielt das Alter keine Rolle. Ziel der verschiedenen

Education-Angebote ist es, für jede*n einen Weg hin

zum Musik- und Tanztheater zu ermöglichen, die

verschiedenen Facetten vor und hinter den Kulissen

erlebbar zu machen und den Raum Theater sinnlich,

aktiv und selbstgestaltend zu erfahren.

Kontakt

Musik- und Theaterpädagogik

Hannah Kawalek

T +49 (0) 351 4911 648

hannah.kawalek@semperoper.de

108


Sponsoren & Kooperationspartner

DIE STAATSOPERETTE DANKT IHREN SPONSOREN

FÜR DIE UNTERSTÜTZUNG.

DIE STAATSOPERETTE DANKT ALLEN KOOPERATIONSPARTNERN

FÜR DIE ZUSAMMENARBEIT.

109


FÖR

DER

FORUM


Förderforum

FÖRDERFORUM

der Staatsoperette Dresden e.V.

Völlig recht hatte unser Dresdner Erich Kästner mit

nebenstehendem Satz. Auch unsere kulturellen

Güter – Museen, Orchester, Theater – brauchen unser

Mittun, damit sie weiterhin wie selbstverständlich

wirken können. Steuern ermöglichen es Staat

und Stadt, viele Kultureinrichtungen zu erhalten.

Doch was, wenn Investitionen als unwichtig oder

unfinanzierbar erscheinen, die für den Theaterbetrieb

höchst wünschenswert sind? Dann kann ein

Förderverein einspringen. Außerdem kann dieser

auch dazu beitragen, dass ein Theater von seinem

Publikum noch mehr geliebt wird.

In der Vergangenheit hat das Förderforum der

Staatsoperette dazu beigetragen, dass Dresden

endlich seine Operette im Zentrum bekam. In der

Zukunft wollen wir aktiver Wegbegleiter sein bei der

Entwicklung unserer Staatsoperette als populäres

Musiktheater mit zeitkritischem Anspruch, mit Freude

am großen Erbe und mit Lust auf neue Klangfarben

und Perspektiven.

Machen Sie mit – und werden Sie Mitglied im

Förderforum!

Es gibt nichts

Gutes, außer:

Man tut es!

Erich Kästner

IHRE EXKLUSIVEN

VORTEILE ALS MITGLIED

Unseren Mitgliedern liegt vor allem der enge Kontakt

zum Ensemble am Herzen. Mit ihrem erheblichen

Gehaltsverzicht über viele Jahre haben die

Künstler*innen und Mitarbeiter*innen zum Erhalt der

Staatsoperette beigetragen.

Prof. Werner J. Patzelt

Vorsitzender des Förderforums

der Staatsoperette Dresden e. V.

www.foerderforum-staatsoperette.de

• Vergünstigte Last-Minute-Karten

• Karten für Probenbesuche

• Vorzugsvorstellungen mit Werkeinführung

• Einladungen zu Sonderveranstaltungen

• Kartenreservierung vor Vorverkaufsstart

• Hausführungen / Gespräche mit der Intendanz

BISHER GEFÖRDERTE PROJEKTE

• Nachwuchsarbeit der Staatsoperette mit dem

Förderpreis für junge Künstler*innen

• Kinderchor der Staatsoperette

• Auszeichnung verdienter Mitarbeiter*innen

der Staatsoperette mit dem Preis

„Hinter den Kulissen“

• Finanzierung u. a. einer variablen Akustik,

einer Übertitelanlage und der neuen

flexiblen Foyer-Beleuchtung

111


ENS

EMBLE

LISTE


ENSEMBLELISTE

THEATERLEITUNG

INTENDANTIN

KATHRIN KONDAUROW

REFERENTIN DER INTENDANTIN /

PROJEKTLEITUNG

Jana Herkner

SEKRETARIAT INTENDANZ

Janet Malcharek

MUSIKALISCHE

LEITUNG

CHEFDIRIGENT

JOHANNES PELL

1. KAPELLMEISTER /

STELLV. CHEFDIRIGENT

Christian Garbosnik

1. KOORD. KAPELLMEISTER /

SUPERVISOR MUSICAL

Peter Christian Feigel

DRAMATURGIE

DRAMATURGINNEN

Dr. Judith Wiemers

Valeska Stern

MITARBEITERIN / SEKRETARIAT

Marcella Gerstenberger

THEATERPÄDAGOGIN

Marie-Claire Nickel

KÜNSTLERISCHES

BETRIEBSBÜRO

LEITER / CHEFDISPONENT

PETER KESSLER

MITARBEITERIN KBB /

ASSISTENTIN DES CHEFDIRIGENTEN

Kirstin Howein

VERWALTUNG

VERWALTUNGSDIREKTORIN /

STELLV. INTENDANTIN

STEFANIE SÜSS

SEKRETARIAT VERWALTUNG

Andrea Schulz

PERSONAL

PERSONALLEITERIN

Lisa Bergmann (Elternzeitvertretung)

Claudia Judeck

BEZÜGERECHNERIN

Ines Geitel

SB FINANZEN

Mario Müller

HAUSHALT

SACHGEBIETSLEITERIN

HAUSHALT

Arlette Lang

SB BUCHHALTUNG

Madlen Hofmann

MARKETING

LEITERIN KOMMUNIKATION

UND MARKETING

ROMY ZIEKE

ARTWORK

Esra Rotthoff

PRESSEREFERENTIN /

LEITUNG ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Jana-Carolin Wiemer

MITARBEITER

Hartmut Gerasch

Andreas Großmann

BESUCHERSERVICE

LEITERIN

GUNDA WEHRSTEDT

VERTRIEBSLEITERIN GRUPPEN /

TOURISMUS

Cora Hänel

MITARBEITERINNEN

Nadine Büttner

Christine Günther

Manuela Heyne

Janine Klärner

Dora Pelin

Dorith Zschach

BA-STUDENTIN EVENTMANAGEMENT

Jessica Lebelt

113


ENSEMBLELISTE

ENSEMBLE

SOLISTINNEN

Devi-Ananda Dahm

Christina Maria Fercher

Laila Salome Fischer

Beate Korntner

Steffi Lehmann

Jeannette Oswald

Maria Perlt-Gärtner

Silke Richter

Ingeborg Schöpf

Jolana Slavíková

SOLISTEN

Elmar Andree

Christian Grygas

Marcus Günzel

Markus Liske

Nikolaus Nitzsche

Riccardo Romeo

Bryan Rothfuss

Andreas Sauerzapf

Timo Schabel

Dietrich Seydlitz

Václav Vallon

Gero Wendorff

Gerd Wiemer

GÄSTE

Maria Danae Bansen

Stefanie Dietrich

Carolina Krogius

Lisa Müller

Antigone Papoulkas

Sophia Theodorides

Bettina Weichert

Sonja Westermann

Herbert G. Adami

Jörn-Felix Alt

Wladimir Artimovich

Alexander Bersutsky

Wolfram von Bodecker

Christian Clauß

Roland Florstedt

Claudio Gottschalk-Schmitt

Christian Henneberg

Paul Kmetsch

Axel Köhler

Alexander Neander

Benjamin Pauquet

Michael B. Sattler

Holger Steinert

Matthias Störmer

Johannes Strauß

Alois Walchshofer

STUDIENLEITUNG

STUDIENLEITERIN

Natalia Petrowski

SOLOREPETITION

Robin Portune

Eve-Riina Rannik

REGIE

Geertje Boeden

Toni Burghard Friedrich

Sabine Hartmannshenn

Axel Köhler

Kathrin Kondaurow

Jan Neumann

Cornelia Poppe

Matthias Reichwald

Sebastian Ritschel

Katja Wolff

SPIELLEITUNG

Cornelia Poppe

REGIEASSISTENZ

Margarete Sabine Bönisch

Toni Burghard Friedrich

SOUFFLAGE

Annett Bräuer

Silke Fröde

Jeannette Oswald

CHEFINSPIZIENZ

Kerstin Schwarzer

INSPIZIENZ

Sarah Agde

CHOR

CHORDIREKTOR

THOMAS RUNGE

CHORINSPEKTOR

Mirko Poick

SÄNGERINNEN

Anna-Lisa Gebhardt

Tanja Höft

Inka Lange

Su Min Lee

Antje Ligeti

Judith Nawrocki

Karolina Piontek

Annegret Reißmann

Ella Rombouts

Katja Rosenberg-Hornschild

Katharina Spaniel

Alexandra Strauß

Katharina Trimolt

N.N.

SÄNGER

Vasily Arkhipov

Christian Berger

Friedemann Condé

Martin Gebhardt

Georg Güldner

Dag Hornschild

Michael Kuhn

Jihoon Kim

Tobias Märksch

Daniel Müller

Andreas Pester

Mirko Poick

Michael Wagner

114


Der Chor der Staatsoperette

THOMAS RUNGE

CHORDIREKTOR

… absolvierte ein Dirigierstudium an der Hochschule

für Musik Hanns Eisler. Nach einem Erstengagement

als Solorepetitor am Opernhaus Erfurt, war er

1. Kapellmeister am Theater Stralsund, wo er u. a. für

die Musikalische Leitung von Hoffmanns Erzählungen,

Margarete, Die Verlobung in San Domingo und Così

fan tutte verantwortlich zeichnete. 1994 wurde

er 1. Kapellmeister sowie später Chordirektor am

Theater Bremerhaven, bevor er 2005 als Assistent

des Chordirektors an die Komische Oper Berlin

wechselte. Seit 2006 ist Thomas Runge Chordirektor

an der Staatsoperette Dresden. Bei den Dresdner

Musikfestspielen 2019 übernahm er die musikalische

Leitung für Dresden singt & musiziert, einem Konzert

für Soli und vier Chöre.


ENSEMBLELISTE

BALLETT

BALLETTDIREKTOR

RADEK STOPKA

CHOREOGRAPH*INNEN

Jörn-Felix Alt

Kati Farkas

Mandy Garbrecht

Modjgan Hashemian

Volker Michl

Winfried Schneider

Radek Stopka

Marie-Christin Zeisset

BALLETTASSISTENTIN

Mandy Garbrecht

TRAININGSMEISTER*IN

Ralf Arndt-Vogt

Orkan Dann

Mina Skenderija-Wingerath

BALLETTREPETITORIN

Yoko Sunagawa

TÄNZER*INNEN SOLO

Dominica Herrero Gimeno

Vladislav Vlasov

GRUPPE MIT SOLO

Sergiy Tonevitskyy

GRUPPE

Olena Andryeyeva

Stefanie Beyer

Judith Bohlen (Elternzeitvertretung)

Elena Francesconi

Nina Kemptner

Melania Mazzaferro (Elternzeitvertretung)

Kseniya Pogorilyak

Gabrune Sablinskaite (Elternzeitvertretung)

Izabela Tonevitska (Elternzeitvertretung)

Barbara Walaszewska

N.N.

Eliton Da Silva de Barros

Till Geier

Leonardo Paoli

Marat Rahm

Jarod Rödel

Gianluca Sermattei

Andrea Spartá

ORCHESTER

ERSTE VIOLINE

Bernhard Geyer-Linsmann

Leonid Smorguner

Maria Berge

Christiane Güldenstern

Benedikt Halm

Sebastian Binning

Anne-Kristin Büst

Uta Hartmann

Francisc-Zoltan Kardan

Luise Kramer

Anja Kroczek-Knauth

Enrico Maschke

ZWEITE VIOLINE

Maria Preißler

Barbara Tzschoppe

Ayaka Omura

Yourka Enchev

Stefan Friedrich

Lydia Graf

Mami Ikuta

Rüdiger Leichsenring

Elgita Polloka

Marjana Winkler

VIOLA

Elizaveta Urba

Ulrich Schröder

Katrin Büttner

Stefan Goerlich

Aleksandra Sachs-Wieczynska

VIOLONCELLO

Benjamin Schwarz

Nico Mitzscherling

Martin Borck

Eleonora Haidu

Hans-Georg Heyde

Jakov Naumovich

KONTRABASS

Beate Ullrich

Michael Hauser

Marco Antonio Arriagada Chacón

Marc Schönfeld

FLÖTE

Andreas Richter

Burkhard Scharf

Reglinde Forberg

OBOE

Stephan Detroy

Svanhild Wunderlich

Petra Andrejewski

KLARINETTE

Wolfram Lötzsch

Jörg Pätzold

Billy Schmidt

FAGOTT

Holger Bröse-Gamberger

Tilmann Baumgartl

HORN

Martin Brandenburger

Hans-Peter Fieber

Jenneke de Jonge

Maria Wanner

Wieland Wirth

TROMPETE

Sebastian Böhner

Ralf Jurenz

Hartmut Flath

Frank Hebenstreit

POSAUNE

Mathias Hofmann

Hilmar Beier

Olaf Schabik

Kristof Lehmgrübner

PAUKEN / SCHLAGZEUG

Simon Lessing

Clemens Amme

Thomas Mühle-Herbst

116


Das Ballett der Staatsoperette

RADEK STOPKA

BALLETTDIREKTOR

… begann seine Karriere als Tänzer am Nationaltheater

Prag und in den Fernsehstudios Barrandov, bevor ihn

ein Engagement an die Städtischen Bühnen Regensburg

führte. Verschiedene Assistenzen und Gastverträge als

Choreograph folgten, u. a. am Staatstheater Cottbus,

Theater Freiberg und an der Oper Halle. Seit 2009

ist Radek Stopka zunächst als Ballettassistent und ab

2011 als Ballettdirektor an der Staatsoperette tätig. Als

Choreograph realisierte er hier zahlreiche Produktionen,

etwa Die Csárdásfürstin, Die lustige Witwe, My Fair Lady

sowie die Revue HIER und JETZT und HIMMELBLAU.

Zuletzt entstanden seine vielbeachteten Inszenierungen

der Tango-Operita María de Buenos Aires und die Tanz-

Performance Backstage – aus dem Alltag eines Tänzers.


ENSEMBLELISTE

HARFE

Simone Geyer

ORCHESTERSEKRETÄR

Kristof Lehmgrübner

ORCHESTERWART

Illya Olexiyenko

AUSSTATTUNG

BÜHNEN- UND KOSTÜMBILD

Anke Aleith

Barbara Blaschke

Alexandre Corazzola

Christof Cremer

Corinna Crome

Esther Dandani

Timo Dentler

Thorsten Fietze

René Fußhöller

Cary Gayler

Antonia Kamp

Edith Kollath

Lukas Kretschmer

Okarina Peter

Karoly Risz

Sebastian Ritschel

Philip Rubner

Sarah Antonia Rung

Hartmut Schörghofer

Nini von Selzam

Regine Standfuss

KOSTÜMABTEILUNG

KOSTÜMDIREKTORIN /

OBERGEWANDMEISTERIN HERREN

Katrin Falkenberg

GEWANDMEISTERIN DAMEN /

STELLV. OBERGEWANDMEISTERIN

Annette Opitz

STELLV. GEWANDMEISTERIN HERREN

Franziska Hasse-Banaszkiewicz

STELLV. GEWANDMEISTERIN DAMEN

Sylvia Vetters

KOSTÜMASSISTENTIN

Anke Aleith

SCHNEIDERINNEN

Maria Dietze

Charlotte Fietzke

Babette Körner

Madeleine Olhagaray

Grit Opitz

Sylvia Speike

Sylvia Vetters

Annett Wiede

N.N.

AUSZUBILDENDE

N.N.

OBERGARDEROBIERE

Maria Göring

ANKLEIDERINNEN

Isabel Fischer

Annett Klügel

Eva Mühlenbeck

Iva Yankova

Dörte Porath

Karina Resch

Jeanine Schmidt

KOSTÜMFUNDUS

Petra Schmidt

MASKE

CHEFMASKENBILDNER

Thorsten Fietze

MASKENBILDNERINNEN

Luise Bojko

Julia Brügge

Almuth Günther

Lisa Marie Hahn

Sophia Leistner

Steffi Liske

Gaby Müller

Anke Nesajda

Sarah Poser

Mareen Vorwerk

WERKSTÄTTEN

WERKSTATT- UND

PRODUKTIONSLEITER

Marcus Großer

MALSAALVORSTAND

Franziska Schobbert

PLASTIKER*INNEN

Juliane Hörenz

Susanne Jacob-Lehmann

THEATERMALER*INNEN

Carina Slavik

Jörg Kraut

LEITER TISCHLEREI

Torsten Ulrich

TISCHLER*INNEN

René Anders

Heike Küntzelmann

Steffen Rauer

LEITER SCHLOSSEREI

Jörg Danke

LEITERIN DER

DEKORATIONSABTEILUNG

Angelika Meinerzhagen

DEKORATEURIN

Cyndi Grau

Nele Salach

118


ENSEMBLELISTE

TECHNISCHE

DIREKTION

TECHNISCHER DIREKTOR

MARIO RADICKE

ASSISTENT DER TECHNISCHEN

DIREKTION

Oliver Lorenz

SEKRETARIAT

Simone Rau

BÜHNE

LEITER BÜHNENTECHNIK

Mathias Weidelhofer

BÜHNENMEISTER

Jörg Gerathewohl

Uwe Hänig

Dirk Heymann

BÜHNENTECHNIK

Gregor Birke

Anne Engelhardt

Thomas Gottwald

Marco Grohmann

Jörg Günther

Robert Haun

Romy Herschel

Franz Jähnisch

Jürgen Leuschner

Jens Marquardt

Gustav Mixsa

Ralf Rennicke

Jerzy Rubiecki

Ralf Schendzielorz

Karsten Schuck

Henning Wenzel

BELEUCHTUNG

LEITER LICHT- UND VIDEOTECHNIK

Uwe Münnich

BELEUCHTUNGSMEISTER

Frank Baschek

Bertram Kunz

BELEUCHTER

Willy Heilsberg

Martin Hoffmann

Ronald Krieger

Robert Kröber

Nico Schalling

Sepp Voigt

GAST VIDEO UND LICHTDESIGN

Vincent Stefan

TON

LEITER TON

Pawel Leskiewicz

TONMEISTER

Rasmus Leuschner

Andrejs Zarenkovs

TONTECHNIK

Felix Hirthammer

Susi Schwichtenberg

GAST SOUNDDESIGN

Martin Wingerath

REQUISITE

LEITER REQUISITE

Avgoust Yankov

REQUISITEUR*INNEN

Georgi Jankov

René Schwarzer

Maria Szilagyi

HAUSINSPEKTOR

Andreas Wolff

Stand 06/2021

AUSZUBILDENDE

Annelie Gräfe

Louis Ben Schuster

119


MITARBEITER*INNEN

Anke Aleith

Kostümassistentin

Lisa Bergmann

Personalleiterin

Margarete Sabine Bönisch

Regieassistentin

Jörg Danke

Leiter Schlosserei

Katrin Falkenberg

Kostümdirektorin /

Obergewandmeisterin Herren

Thorsten Fietze

Chefmaskenbildner

Silke Fröde

Soufflage

Mandy Garbrecht

Ballettassistentin

Jörg Gerathewohl

Bühnenmeister

Marcus Großer

Werkstatt- und Produktionsleiter

120


MITARBEITER*INNEN

Cora Hänel

Vertriebsleiterin

Gruppentourismus

Jana Herkner

Referentin der Intendantin /

Projektleitung

Kirstin Howein

Mitarbeiterin Künstlerisches

Betriebsbüro / Assistentin

des Chefdirigenten

Peter Keßler

Leiter Künstlerisches

Betriebsbüro / Chefdisponent

Bertram Kunz

Beleuchtungsmeister

Pawel Leskiewicz

Leiter Ton

Rasmus Leuschner

Tonmeister

Janet Malcharek

Sekretariat Intendanz

Angelika Meinerzhagen

Leiterin Dekorationsabteilung

Uwe Münnich

Leiter Licht- und Videotechnik

121


MITARBEITER*INNEN

Marie-Claire Nickel

Theaterpädagogin

Annette Opitz

Gewandmeisterin Damen /

stellv. Obergewandmeisterin

Cornelia Poppe

Spielleitung

Robin Portune

Repetitor

mit Dirigierverpflichtung

Mario Radicke

Technischer Direktor

Eve-Riina Rannik

Solorepetitorin

Simone Rau

Sekretariat Technische Direktion

Franziska Schobbert

Malsaalvorstand

Andrea Schulz

Sekretariat Verwaltungsdirektion

Valeska Stern

Dramaturgin

122


MITARBEITER*INNEN

Yoko Sunagawa

Ballettrepetitorin

Stefanie Süß

Verwaltungsdirektorin

Torsten Ulrich

Leiter Tischlerei

Gunda Wehrstedt

Leiterin Besucherservice

Mathias Weidelhofer

Leiter Bühnentechnik

Jana-Carolin Wiemer

Pressereferentin /

Leitung Öffentlichkeitsarbeit

Judith Wiemers

Dramaturgin

Avgoust Yankov

Leiter Requisite

Andrejs Zarenkovs

Tonmeister

Romy Zieke

Leiterin Kommunikation

und Marketing

123


SER

VICE


SERVICE

IHR BESUCH BEI UNS

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Besucherinnen und Besucher,

schön, dass wir wieder für Sie da sein können.

Nach der langen Zwangspause freuen wir uns nun

umso mehr auf Sie und Ihren Besuch bei uns in der

Staatsoperette. Vieles wird wie gewohnt ablaufen,

vieles wird aber auch entsprechend den geltenden

Hygienevorschriften anders sein. Trotzdem werden

wir dafür sorgen, dass Sie mit unserem Service –

angefangen von der Planung über den Kartenkauf

bis hin zum Theaterbesuch – rundum zufrieden sind

und jeden Abend bei uns in vollen Zügen genießen

können.

Im Folgenden finden Sie aktuelle Hinweise zum

Kartenverkauf, unsere Einrittspreise, Informationen

zu Abonnements, Ihrer Anreise und Empfehlungen

für einen kompletten Abend, den Sie durch einen

Restaurantbesuch perfekt abrunden können.

Wir wünschen Ihnen unvergessliche

Erlebnisse bei uns!

AKTUELLE HINWEISE

ZUM KARTENVERKAUF

Zum Zeitpunkt der Drucklegung gilt ein eingeschränkter

Vorverkaufszeitraum sowie ein Hygienekonzept

für den Vorstellungsbesuch.

Der Vorverkauf für Vorstellungen im September und

Oktober 2021 beginnt am 15. Juli 2021, 10 Uhr.

Ab Oktober werden zum 1. eines Monats die Karten

für den Folgemonat verkauft.

Sobald es möglich ist, wird der Vorverkauf wieder

auf die gesamte Saison ausgeweitet. Die aktuellen

Hygienebestimmungen und ggf. Auflagen finden Sie

unter www.staatsoperette.de/hygienehinweise

KARTEN

Besucherservice

im Foyer des Theaters

Kraftwerk Mitte 1

01067 Dresden

ÖFFNUNGSZEITEN VORVERKAUF

Einzelverkauf und Verkauf von Abonnements

Mo – Fr | 12.00 – 18.00 Uhr

Sa | 16.00 – 18.30 Uhr

T +49 (0) 351 32042-222

F +49 (0) 351 32042-629

E-Mail karten@staatsoperette.de

SONDERÖFFNUNGSZEITEN

vom 26.07. bis 29.08.2021

Mo – Fr | 12.00 – 16.00 Uhr

vom 02. bis 15.08.2021 bleibt der

Besucherservice geschlossen

ÖFFNUNGSZEITEN ABENDKASSE

Mo – Fr | 1,5 Stunden bis Vorstellungsbeginn

Sa, So und Feiertage | 1 Stunde bis

Vorstellungsbeginn

GRUPPENVERKAUF

Mo – Fr | 12 – 18 Uhr

T +49 (0) 351 32042-621

F +49 (0) 351 32042-629

E-Mail gruppen@staatsoperette.de

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SERVICE

BÜHNE

EINGANG

PARKETT

LINKS

1 2

1 2 3 4

1 2 3 4

1 2 3 4

1 2 3

1 2 3 4

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1 2 3

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5 6 7

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1

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15 15

16

EINGANG HOCHPARKETT LINKS

6 7

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1 2 3 4

13

5 6 7 8

TONPULT

14 15 16 17

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EINGANG

PARKETT

RECHTS

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30

EINGANG HOCHPARKETT RECHTS

1 2 3 4 5

1 2 3 4 5

1 2 3 4

1 2 3 4

1 2

3

6 7 8

6 7 8

5 6 7

5 6 7

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EINGANG

RANG LINKS

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8

8

6 7

9 10 11 12 13

9 10 11 12 13 14

9 10 11 12 13

9 10 11 12 13

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23 24 25 26 27

22 23 24 25 26 27

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EINGANG RANG

RECHTS

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Preisgruppe

KATEGORIE A KATEGORIE B KATEGORIE C KATEGORIE D KATEGORIE E

1 33,- / *26,- 39,- / *31,- 43,- / *34,- 49,- / *39,- 59,- / *47,-

2 29,- / *23,- / **7,- 35,- / *28,- / **7,- 38,- / *30,- / **7,- 44,- / *35,- / **7,- 53,- / *42,- / **7,-

3 25,- / *20,- / **7,- 30,- / *24,- / **7,- 33,- / *26,- / **7,- 38,- / *30,- / **7,- 46,- / *37,- / **7,-

4 22,- / *17,- /**7,- 26,- / *21,- /**7,- 29,- / *23,- /**7,- 33,- / *26,- /**7,- 40,- / *32,- /**7,-

5 11,50 / *9,- / **7,- 13,50 / *11,- / **7,- 15,- / *12,- / **7,- 17,- / *13,50 / **7,- 20,- / *16,- / **7,-

** ermäßigt

** Kinder und Schüler*innen bis 18 Jahre bekommen in den Preisgruppen 2 bis 5, Eintrittskarten für 7 €.

Die Reihen 1 bis 3 befinden sich auf gleicher Höhe. Ab Reihe 4 ist jede weitere Reihe um eine Stufe, ab Reihe 12 um zwei Stufen erhöht.

Gästen mit ausgeprägter Höhenangst werden Plätze im Parkett und Hochparkett empfohlen.

HINWEIS: Abhängig vom geltenden Hygienekonzept sind nur ausgewählte Plätze im Verkauf verfügbar

126


SERVICE

PREISE SPEZIAL

Veranstaltungen im Kranfoyer kosten 12 – 15 € inkl.

eines Begrüßungsgetränks.

TAGESPREISE

Die Tagespreise gelten am Vorstellungstag und

enthalten einen Zuschlag auf den vollen und

ermäßigten Vorverkaufspreis:

Zuschlag in Preisgruppe 1 – 3: 6 €, ermäßigt 4 €

Zuschlag in Preisgruppe 4 + 5: 4 €, ermäßigt 2 €

ERMÄSSIGUNGEN

Im Vorverkauf werden 20 % Ermäßigung gegen

Vorlage eines gültigen Berechtigungsausweises

gewährt an: Studierende, Auszubildende, Personen

im freiwilligen Wehrdienst bzw. BFD und FSJ,

Altersrentner*innen, Inhaber*innen des Dresden-

Passes sowie Empfänger*innen von Leistungen nach

SGB II oder gemäß 3. und 4. Kapitel SGB XII sowie

AsylbLG. 50 % Ermäßigung erhalten Besucher*innen

mit Behinderung ab 80 % GdB und deren

eingetragene Begleitperson. Studierende erhalten an

der Abendkasse Karten für 10 € nach Verfügbarkeit

in der Preisgruppe 2 bis 5. Alle genannten

Ermäßigungen gelten nicht an den Ausschlusstagen,

die im beiliegenden Kalendarium mit einem !

gekennzeichnet sind. Der zur Ermäßigung führende

Nachweis ist beim Besuch der Vorstellung mit sich zu

führen und auf Verlangen erneut vorzuzeigen.

GEBÜHREN

Bei Verlust der bei der Staatsoperette direkt

erworbenen Eintrittskarten wird Ersatz gegen

eine Gebühr von jeweils 1 € ausgestellt, wenn der

Verlust glaubhaft nachgewiesen werden kann. Der

Kartenversand vollständig bezahlter Karten erfolgt

per unversicherter Post gegen ein Entgelt von

einmalig 2 €. Die Garderobengebühr ist im

Eintrittspreis enthalten.

BARRIEREFREIHEIT

Das Theater verfügt über ein deutlich sicht- und fühlbares

Blindenleitsystem. Der Saal der Staatsoperette ist

barrierefrei über einen großzügigen Fahrstuhl zu erreichen.

Die Plätze für Rollstuhlfahrer*innen befinden sich

im Hochparkett und im Rang. Zur akustischen Unterstützung

bieten wir eine Hörschleife. Besucher*innen

mit Hörbehinderung müssen lediglich ihr Hörgerät auf

Schalterstellung „T“ bringen. Es befinden sich drei

Behindertenparkplätze am Wettiner Platz.

ONLINEKAUF

Der Onlineverkauf wird über unseren Softwareanbieter

tickets.com realisiert. Karten und Gutscheine (zzgl.

je 2 € Systemgebühr) kaufen Sie per Kreditkarte,

Sofortüberweisung oder auch per Überweisung,

sofern der Termin noch 10 Tage in der Zukunft liegt.

Sie buchen entweder per schneller Bestplatzauswahl

oder über die individuelle Saalplanbuchung. Der

Kartendruck als ticket@home steht Ihnen bei

sofortiger Bezahlung während des Kartenkaufs zur

Verfügung, alternativ versenden wir die Eintrittskarten

kostenfrei. Plätze für Rollstuhlfahrer*innen und

Schwerbeschädigte ab 80 % GdB buchen Sie

bitte telefonisch oder vor Ort im Besucherservice.

Zwischen 0.30 Uhr und 5.30 Uhr ist aufgrund der

Datensicherung in der Landeshauptstadt Dresden

kein Onlineverkauf möglich.

GUTSCHEINE

gibt es im Wert von 10 €, 25 € oder 50 €. Der

Wert des Gutscheins ist ab Kauf drei Jahre gültig.

Die Gutscheine werden für jegliche Kartenkäufe

angerechnet. Restguthaben werden nicht ausgezahlt.

KARTENRÜCKNAHME

Die Staatsoperette ist nicht verpflichtet, erworbene

Gutscheine oder bezahlte Eintrittskarten auf

Kundenwunsch zu erstatten. Es können ausschließlich

direkt bei der Staatsoperette erworbene Eintrittskarten

bis 14 Tage vor der Vorstellung bei Vorlage an der

Theaterkasse gegen 4 € Tauschgebühr je Karte; bis

ein Werktag vor der Vorstellung gegen 6 € Tauschgebühr

je Karte in einen anderen Vorstellungstermin

umgetauscht werden. Ein späterer Tausch

erfolgt nicht. Wird auf Basis von Kulanz bei einer

ausverkauften Vorstellung dem Kundenwunsch nach

Kartenrückgabe in Kommission nachgekommen, wird

pro weiterverkaufter Eintrittskarte eine Gebühr von 2 €

einbehalten. Der Auszahlungsbetrag in Kommission

verkaufter Karten bezieht sich auf den Verkaufspreis

abzüglich evtl. gezahlter Vorverkaufsgebühren und

Systemzuschläge. Wird ein anderes als auf dem

Monatsplan angekündigtes Werk gespielt, werden

die Eintrittskarten bis zum Vorstellungsbeginn

zurückgenommen. Besetzungsänderungen

verpflichten die Staatsoperette nicht zur Rücknahme

von Eintrittskarten.

127


SERVICE

ABONNEMENTS

Für die Saison 2021 / 22 wird der Beginn der Dreierund

Vierer-Abos verschoben. In Abhängigkeit von

künftig möglichen Saalkapazitäten erhalten alle

Bestandsabonnent*innen ein individuelles Angebot.

FLEXIBLES WAHLABO 2021 / 22

Sie entscheiden sich für einen thematischen Block

aus drei vorgegebenen Inszenierungen und für eine

Preisgruppe. Der Abo-Rabatt auf den Vorverkaufspreis

beträgt 25% bzw. 35% als Ermäßigungsberechtigte*r.

MUSICAL-DREIER

Blondinen bevorzugt! | Die Fantasticks | My Fair Lady

OPERETTEN-DREIER

Im weißen Rössl | Der Vetter aus Dingsda | Casanova

REVUE-DREIER

So verliebt in die Liebe | Zwei Krawatten |

HIER und JETZT und HIMMELBLAU – Eine Revue

KLASSIKER-DREIER

Die lustige Witwe | Die Csárdásfürstin | Die Zauberflöte

KONZERT-DREIER

Bitte Britisch | Vom Broadway in den Wilden Westen |

Ab in den Süden

THEMEN-DREIER

Cinderella | My Fair Lady | Blondinen bevorzugt!

GENRE-MIX

Die Fantasticks | Märchen im Grand-Hotel |

Die Zauberflöte

Ihr flexibles Wahlabo kaufen Sie in Form von oben

genannten stückbezogenen Abo-Schecks, die einzeln

10 € für die Preisgruppe 1 – 3 bzw. 5 € für die

Preisgruppe 4 – 5 kosten. Die gekauften Abo-Schecks

dienen als Anzahlung für Ihren selbstgewählten

Vorstellungstermin. Ein Abo-Scheck wird ausschließlich

für das aufgedruckte Werk eingelöst.

Sie reservieren Ihren Wunschtermin innerhalb der

geltenden Vorverkaufszeiträume (mit Ausnahme

der durch ein ! im Spielplan bezeichneten

Ausschlusstage). Die Zahlungsfrist für den nach

Verrechnung des Abo-Schecks verbleibenden

Restbetrag liegt erst zwei Tage vor Ihrem

Vorstellungstermin. Diesen Betrag können Sie

überweisen oder am Kartentelefon per Kreditkarte

zahlen. Die vollständig bezahlten Eintrittskarten

werden umgehend als PDF-Ticket per E-Mail

versendet oder an der Abendkasse hinterlegt.

Gegen Vorlage Ihrer Abokarte können Sie beim

Abenddienst ein Programmheft der bevorstehenden

Vorstellung zum ermäßigten Preis erwerben. Der

Abriss der Eintrittskarte dient als Nachweis.

ABO-BEDINGUNGEN

ABSCHLUSS UND KÜNDIGUNG EINES

ABONNEMENTS

Das Abo wird für eine Spielzeit abgeschlossen.

Plätze werden nur innerhalb einer Preisgruppe für

eine Spielzeit vereinbart. Im April eines jeden Jahres

unterbreitet das Theater den Vertragspartner*innen

ein schriftliches Angebot zur Fortführung des Abos.

Im Fall von nicht form- und fristgemäßer Kündigung

sind die Abonnent*innen zur vollständigen und

rechtzeitigen Zahlung verpflichtet.

EINTRITTSKARTE

Die Eintrittskarte ist übertragbar, bei Ermäßigungsberechtigung

ausschließlich auf Personen mit

gleichem Status. Bei Verlust der Eintrittskarte kann

im Besucherservice gegen eine Gebühr ein Duplikat

erworben werden.

VERLEGUNG VON ABOTERMINEN

Jeder Gast kann zwei Termine pro Spielzeit gebührenfrei

tauschen. Dazu muss die Eintrittskarte bis zwei

Werktage vor dem Vorstellungstermin im Besucherservice

vorliegen. Bei späterer Vorlage bis einen Tag

zuvor wird eine Gebühr von 6 € je Karte fällig. Am

Vorstellungstag erfolgt kein Kartentausch. Die Staatsoperette

stellt einen zeitlich begrenzt gültigen Tauschschein

aus, der nur für dasselbe Werk eingelöst werden

kann. Eine eventuell entstehende Differenz ist vom

Gast zu tragen. Restguthaben werden nicht ausgezahlt.

128


SERVICE

ANFAHRT

GÜNSTIG PARKEN

Der Parkplatz Kraftwerk Mitte im Gleisdreieck

verfügt über 300 Stellplätze. Die Zufahrt erfolgt von

der Löbtauer Straße aus südlicher Richtung. Für 3 €

können Sie hier bis zu acht Stunden parken. Bezahlen

Sie direkt nach Einfahrt am Parkautomaten und

wählen Sie dabei die Option „Eventticket“.

Der Fußweg vom Parkplatz bis ins Theater beträgt

ca. fünf Minuten.

TAXI

Ein Taxistand befindet sich direkt am Wettiner Platz.

ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL

Die Staatsoperette ist günstig mit öffentlichen

Verkehrsmitteln (Straßenbahn, Bus und S-Bahn)

zu erreichen. Von den Haltestellen aus brauchen

Sie jeweils fünf bis maximal zehn Minuten zu Fuß

bis ins Theater.

VVO-Kombiticket

Bezahlte Eintrittskarten der Staatsoperette

gelten als Fahrausweise

vier Stunden vor Veranstaltungsbeginn

und bis 4 Uhr des Folgetages

in allen Nahverkehrsmitteln des

VVO-Verbundraumes.

Fahrplan unter www.vvo-online.de

PARKPLATZ

KRAFTWERK MITTE

129


SERVICE

REISEGRUPPEN

GASTRONOMIE

THEATERGASTRONOMIE

Eine Stunde vor Vorstellungsbeginn sowie in der

Pause steht Ihnen unser Partnerunternehmen, das

Team des Luby Service der Cultus gGmbH, mit gastronomischen

Angeboten zur Verfügung. Dabei sorgen

Spezialisten und Menschen mit Beeinträchtigungen

an bis zu vier Bars für Ihr leibliches Wohl.

Reservierungen für die Pause werden unter der

T +49 (0) 351 32042-308 (an Spieltagen von 15.00

bis 18.30 Uhr) oder direkt vor Ort entgegen genommen.

T1 BISTRO & CAFÉ – DIE PFÖRTNERLOGE

Das T1 Bistro & Café mit 20 Sitzplätzen im Gastraum

und zwei Außenbereichen mit 40 und 70 Sitzplätzen

besticht im Stil der 1930er Jahre. Ein Café, das

mit kleinen Mahlzeiten, Suppen und Torten für den

gesamten Tag etwas zu bieten hat. Mediterrane Snacks

und ausgewählte Weine runden das Angebot ab.

Reservierungen unter T +49 (0) 351 48456751 oder

info@t1-kuhnt.de

NEUE SACHLICHKEIT

In der ehemaligen Heizzentrale des Kraftwerks Mitte

befindet sich das Restaurant Neue Sachlichkeit.

Gekocht wird hier mit regionalen Zutaten, dazu gibt es

vorzügliche Weine und natürlich viele weitere Getränke.

Im Innenbereich stehen 40 Plätze zur Verfügung, in

den Sommermonaten im Außenbereich ebenfalls.

Reservierungen unter T +49 (0) 351 89994612 oder

reservierung@rauschgastronomie.de

KULTURWIRTSCHAFT

In der neu eröffneten Kulturwirtschaft im ehemaligen

Speicher des Kraftwerks werden im Restaurantbereich

themenbezogene Menüs mit sächsischen

Weinen angeboten. Für den kleinen Hunger und Eilige

gibt es einen kulinarischen Laufsteg mit Selbstbedienung.

Zusätzlich lädt der Jazz & Zigarren-Salon bei

Livemusik und einer großen Auswahl an Gin, Whisky

und Rum zum entspannten Ausklang eines erlebnisreichen

Theaterabends ein.

Reservierungsanfragen unter

hallo@kulturwirtschaft-kuhnt.de

EXKLUSIVE GRUPPENFÜHRUNGEN

VOM LICHT AUS GAS ZUM ROTEN

THEATERFEUER: DAS KRAFTWERK MITTE

Das Kraftwerk Mitte Dresden, ein imposantes

Industriedenkmal aus dem 19. Jahrhundert, hat

sich verwandelt. Neben den Theatern wird noch

viel mehr geboten: von der Eventlocation über die

Musikhochschule bis zum Energiemuseum – den

neuen Kulturstandort komplettieren Gastronomie,

Kino und moderne Arbeitswelten. Der ehrwürdige

Charme der alten Industriegemäuer wird Sie in den

Bann ziehen! Besuchen Sie mit uns den modernen

Spielort der Staatsoperette. Erfahren Sie bei einem

Bummel durch die Gassen von den Wandlungen der

Gas-, Fernwärme- und Stromproduktion in Dresden.

(Dauer: 1h)

DRESDENS NEUE MITTE

Besuchen Sie mit uns im Kraftwerk Mitte den

Spielort der Staatsoperette am Wettiner Platz und

die Wilsdruffer Vorstadt, u. a. mit dem Konzertsaal

der Musikhochschule oder dem Indigo-Hotel. An

moderner Bebauung rund um den Schützenplatz,

das Umweltzentrum, die Orangerie sowie am

Herbert-Wehner-Haus spürt man alten und neuen

Geschichten der Stadt nach.

(Dauer: 1,5 – 2h)

Treff: Café & Bistro T1, Wettiner Platz 7

Gruppengröße: maximal 25 Personen

Preise auf Anfrage

Innenbesichtigungen der Theater können aufgrund

des Spielbetriebs nicht zu jeder Führung angeboten

werden.

Termine und

Buchungsanfragen

igeltour – StattReisen in Dresden,

T +49 (0) 351 8044557

info@igeltour-dresden.de

130


SERVICE

HOTELEMPFEHLUNGEN

HOTEL INDIGO DRESDEN *

info@indigo-dresden.de

www.hotelindigo.com/dresden

HOTEL ELBFLORENZ *

info@hotel-elbflorenz.de

www.hotel-elbflorenz.de

PENCK HOTEL DRESDEN *

hello@penckhotel.de

www.penckhoteldresden.de

MARITIM HOTEL DRESDEN *

info.dre@maritim.de

www.maritim.de

HYPERION HOTEL DRESDEN AM SCHLOSS *

hyperion.dresden@h-hotels.com www.h-hotels.com

HILTON DRESDEN AN DER FRAUENKIRCHE *

info@hiltondresden.com

www.hiltonhotels.de

HOTEL TASCHENBERGPALAIS

KEMPINSKI DRESDEN *

reservations.taschenberg@kempinski.com

www.kempinski.com

LEONARDO HOTEL

DRESDEN ALTSTADT *

info.dresden@leonardo-hotels.com

INTERNATIONALE JUGENDHERBERGE

JUGENDGÄSTEHAUS DRESDEN *

dresden@jugendherberge.de

www.dresden.jugendherberge.de

HOTEL BÜLOW PALAIS**

info.palais@buelow-hotels.de

www.buelow-palais.de

*** 100 m bis max. 1,2 km entfernt vom Theater

*** ca. 2 bis max. 4 km entfernt vom Theater

Gruppenanfragen

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131


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IMPRESSUM

HERAUSGEGEBEN VON DER STAATSOPERETTE DRESDEN SPIELZEIT 2021 / 22

INTENDANTIN KATHRIN KONDAUROW

AUFLAGE 1 / 2021

LAYOUT JUNIKS MARKETING GMBH | STAATSOPERETTE DRESDEN

REDAKTION & SATZ STAATSOPERETTE DRESDEN

ARTWORK: KAMPAGNEN- & SOLIST*INNENFOTOGRAFIE ESRA ROTTHOFF

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