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Walserherbst 2014 Programmheft

Bereits zum sechsten Mal inszeniert der Walserherbst mitten im Großen Walsertal (Vorarlberg) Begegnungen mit zeitgenössischem Kunst- und Kulturschaffen. Von 29. August bis 20. September 2014 lockt das „steilste Festival mitten in den Bergen“ wieder in die inspirierende Landschaft des Biosphärenparks. Die Lockmittel sind vielfältig und von ausgesuchter Qualität: Musik aus unterschiedlichen Weltgegenden, Literatur, Theater und Performance, europäisches Autorenkino und mehrere Ausstellungen sowie Brauchtum, Volkskultur und Kulinarisches. Unter dem Titel „Die Kunst der Kur – Heilende Kräfte“ befasst sich der Programmschwerpunkt des Walserherbst 2014 mit Geschichte und Gegenwart der Heilkunst im Tal. Ausstellungen, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen setzen sich mit Medizin und tradiertem Heilungswissen auseinander. Der weit gespannte Themenbogen umfasst u. a. Porträts von Ärzt/innen und Heilkundigen im Tal, eine Kunstinstallation zu Verletzlichkeit, Architekturmodelle für zeitgemäße Badekultur oder die Kräutertage der Alchemilla Kräuterfrauen. Wenn es stimmt, dass Bewegung gesund ist, dann darf sich der Walserherbst 2014 getrost als sozialmedizinisches Festival bezeichnen. Er animiert zum Tanzen, Singen, Jodeln, Nachdenken, Baden, Zuhören, Wandern, Brotbacken … Kurz: Der Walserherbst setzt das Tal in Bewegung – und er besetzt vermeintlich bekannte Orte neu. Seien es die „Klingenden Kirchen“, die Galerie in der Buchbodener Garagenzeile, das Jodlertreffen auf der Alpe Uga in Damüls oder die Ruine Blumenegg. Ein großer Teil der Festivaltermine wird sich im Feldhotel in Buchboden ereignen. Der vom Architektenteam Kompott (Martin Mackowitz & Nikolaus Skorpik) geplante Hort mobiler Gastlichkeit sorgt nach Stationen in Feldkirch und Lustenau nunmehr im Großen Walsertal für regen Kulturaustausch – und für ein belebendes Angebot an Speis und Trank. Mögen die bewegenden, überraschenden, genussvollen Festivalmomente zahlreich sein!

Bereits zum sechsten Mal inszeniert der Walserherbst mitten im Großen Walsertal (Vorarlberg) Begegnungen mit zeitgenössischem Kunst- und Kulturschaffen. Von 29. August bis 20. September 2014 lockt das „steilste Festival mitten in den Bergen“ wieder in die inspirierende Landschaft des Biosphärenparks. Die Lockmittel sind vielfältig und von ausgesuchter Qualität: Musik aus unterschiedlichen Weltgegenden, Literatur, Theater und Performance, europäisches Autorenkino und mehrere Ausstellungen sowie Brauchtum, Volkskultur und Kulinarisches.

Unter dem Titel „Die Kunst der Kur – Heilende Kräfte“ befasst sich der Programmschwerpunkt des Walserherbst 2014 mit Geschichte und Gegenwart der Heilkunst im Tal. Ausstellungen, Vorträge und Diskussionsveranstaltungen setzen sich mit Medizin und tradiertem Heilungswissen auseinander.

Der weit gespannte Themenbogen umfasst u. a. Porträts von Ärzt/innen und Heilkundigen im Tal, eine Kunstinstallation zu Verletzlichkeit, Architekturmodelle für zeitgemäße Badekultur oder die Kräutertage der Alchemilla Kräuterfrauen. Wenn es stimmt, dass Bewegung gesund ist, dann darf sich der Walserherbst 2014 getrost als sozialmedizinisches Festival bezeichnen. Er animiert zum Tanzen, Singen, Jodeln, Nachdenken, Baden, Zuhören, Wandern, Brotbacken … Kurz: Der Walserherbst setzt das Tal in Bewegung – und er besetzt vermeintlich bekannte Orte neu. Seien es die „Klingenden Kirchen“, die Galerie in der Buchbodener Garagenzeile, das Jodlertreffen auf der Alpe Uga in Damüls oder die Ruine Blumenegg. Ein großer Teil der Festivaltermine wird sich im Feldhotel in Buchboden ereignen. Der vom Architektenteam Kompott (Martin Mackowitz & Nikolaus Skorpik) geplante Hort mobiler Gastlichkeit sorgt nach Stationen in Feldkirch und Lustenau nunmehr im Großen Walsertal für regen Kulturaustausch – und für ein belebendes Angebot an Speis und Trank.

Mögen die bewegenden, überraschenden, genussvollen Festivalmomente
zahlreich sein!

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Das steilste Festival mitten in den Bergen!<br />

14<br />

29. August bis 20. September<br />

Im Großen Walsertal, Vorarlberg, Austria


HERZLICH WILLKOMMEN!<br />

WALSERHERBST FESTIVALBÜRO / Kartenreservierung<br />

Anschrift Faschina Straße 48, 6723 Blons / Vorarlberg<br />

Telefon +43 (0)699 10 61 62 51<br />

Web www.walserherbst.at<br />

E-Mail office@walserherbst.at<br />

Umschlag Mihai M. Mitrea<br />

Bereits zum sechsten Mal inszeniert der <strong>Walserherbst</strong><br />

mitten im Großen Walsertal (Vorarlberg)<br />

Begegnungen mit zeitgenössischem Kunst- und<br />

Kulturschaffen. Von 29. August bis 20. September<br />

<strong>2014</strong> lockt das „steilste Festival mitten in<br />

den Bergen“ wieder in die inspirierende Landschaft<br />

des Biosphärenparks. Die Lockmittel sind<br />

vielfältig und von ausgesuchter Qualität: Musik<br />

aus unterschiedlichen Weltgegenden, Literatur,<br />

Theater und Performance, europäisches Autorenkino und mehrere<br />

Ausstellungen sowie Brauchtum, Volkskultur und Kulinarisches.<br />

Unter dem Titel „Die Kunst der Kur – Heilende Kräfte“ befasst sich<br />

der Programmschwerpunkt des <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> mit Geschichte<br />

und Gegenwart der Heilkunst im Tal. Ausstellungen, Vorträge und<br />

Diskussionsveranstaltungen setzen sich mit Medizin und tradiertem<br />

Heilungswissen auseinander. Der weit gespannte Themenbogen<br />

umfasst u. a. Porträts von Ärzt/innen und Heilkundigen im Tal, eine<br />

Kunstinstallation zu Verletzlichkeit, Architekturmodelle für zeitgemäße<br />

Badekultur oder die Kräutertage der Alchemilla Kräuterfrauen.<br />

Wenn es stimmt, dass Bewegung gesund ist, dann darf sich der<br />

<strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> getrost als sozialmedizinisches Festival bezeichnen.<br />

Er animiert zum Tanzen, Singen, Jodeln, Nachdenken, Baden, Zuhören,<br />

Wandern, Brotbacken … Kurz: Der <strong>Walserherbst</strong> setzt das Tal in Bewegung<br />

– und er besetzt vermeintlich bekannte Orte neu. Seien es die<br />

„Klingenden Kirchen“, die Galerie in der Buchbodener Garagenzeile, das<br />

Jodlertreffen auf der Alpe Uga in Damüls oder die Ruine Blumenegg.<br />

Ein großer Teil der Festivaltermine wird sich im Feldhotel in<br />

Buchboden ereignen. Der vom Architektenteam Kompott (Martin<br />

Mackowitz & Nikolaus Skorpik) geplante Hort mobiler Gastlichkeit<br />

sorgt nach Stationen in Feldkirch und Lustenau nunmehr im Großen<br />

Walsertal für regen Kulturaustausch – und für ein belebendes Angebot<br />

an Speis und Trank.<br />

Ich wünsche Ihnen, dass Sie genug Zeit für das vielfältige Programm<br />

des <strong>Walserherbst</strong> finden.<br />

Mögen die bewegenden, überraschenden, genussvollen Festivalmomente<br />

zahlreich sein!<br />

Dietmar Josef Nigsch<br />

WALSERHERBST <strong>2014</strong> 1


INHALT<br />

ERÖFFNUNG &<br />

FELDHOTEL<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10<br />

ERÖFFNUNG & FELDHOTEL Seite 3<br />

AUSSTELLUNGEN Seite 7<br />

LITERATUR & THEATER Seite 15<br />

MUSIK Seite 21<br />

FILM Seite 27<br />

WORKSHOPS & VORTRÄGE Seite 33<br />

FESTE & BESONDERES Seite 37<br />

FÖRDERER / SPONSOREN / PARTNER Seite 43<br />

INFO / KONTAKT / TEAM / RESERVIERUNG Seite 44<br />

PROGRAMMÜBERSICHT Seite 45<br />

<strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong><br />

Am Freitag, 29. August startet in Sonntag und<br />

Buchboden die sechste Auflage des „steilsten<br />

Festivals mitten in den Bergen“ und greift sogleich<br />

das diesjährige Festivalmotto auf. „Die<br />

Kunst der Kur – Heilende Kräfte“ schwebt als Generalthema<br />

über dem dreiteiligen Ausstellungsprojekt<br />

„Medizin & Heilkraft“ im Heimatmuseum<br />

Sonntag. Es portraitiert Heilkundige aus dem Walsertal,<br />

zeichnet die Geschichte der Ärzte im Tal<br />

nach und beherbergt Silvia Bischofs Installation<br />

„Sieben Schmerzen“ zum Thema Verletzlichkeit.<br />

Ob das Kräftemessen von Kampfkühen Auswirkungen<br />

auf die Gesundheit der Tiere und der<br />

menschlichen Zuseher hat, wissen wir nicht.<br />

Reinhold Amanns Fotoserie „Wo Kühe Königinnen<br />

sind“ und Nicolas Steiners Dokumentarfilm<br />

„Kampf der Königinnen“ führen eine archaische<br />

Schweizer Tradition vor Augen. Passenderweise<br />

im Stallgebäude des Heimatmuseums.<br />

In Buchboden verwandelt der <strong>Walserherbst</strong><br />

eine Garagenzeile in eine Galerie und präsentiert<br />

Anschauliches und Wissenswertes zu den Magerwiesen<br />

des Biosphärenparks und zur Wiederbelebung<br />

der Großwalsertaler Badekultur sowie<br />

Kunstvoll-Heilsames rund um Pflanzenkokons.<br />

Die Eröffnungsfeier des <strong>Walserherbst</strong> genießt<br />

bereits den Ruf eines sozialmedizinisch<br />

wertvollen Ereignisses. Denn: Musik und Tanz<br />

steigern das Wohlbefinden. Im „Feldhotel“, dem<br />

Kultur-Ambulatorium des <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong>,<br />

ordinieren als Klangtherapeuten und Tanzanimateure:<br />

die niederösterreichischen Folk‘n‘roller<br />

„Alpin Ramblaz“ und der aus Senegal stammende<br />

Multi-Instrumentalist Moussa Cissokho.<br />

Fr 29.08. / ab 17:00<br />

SONNTAG UND BUCHBODEN<br />

WALSERHERBST <strong>2014</strong> 3


ERÖFFNUNG & FELDHOTEL Fr 29.08.<strong>2014</strong><br />

Programm Eröffnungstag<br />

Ausstellungseröffnung<br />

Medizin & Heilkraft<br />

17:00 / Heimatmuseum SONNTAG<br />

(siehe Seite 7)<br />

Ausstellungseröffnung<br />

Wo Kühe Königinnen sind – Kuhkampf in der Schweiz<br />

Fotografien von Reinold Amann<br />

17:00 / Heimatmuseum SONNTAG (STALLGEBÄUDE)<br />

(siehe Seite 10)<br />

Eröffnung des <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong><br />

20:00 / Garagenzeile, Dorfplatz und Feldhotel BUCHBODEN<br />

Der <strong>Walserherbst</strong> sperrt auf. Zunächst die Garagenzeile in Buchboden<br />

mit dreierlei Ausstellungsangebot: Magerwiesen im Biosphärenpark,<br />

Wiederbelebung der Badekultur, Spurensuche und Pflanzenkokons.<br />

Das Feldhotel<br />

Auf der Suche nach intelligenten Ideen für einen<br />

Freiluft-Erholungsraum entstand in Feldkirch<br />

das Feldhotel, ein neues Kultur-Quartier im Hier<br />

und Jetzt. „Haushalten – Wiederverwerten – Umgestalten“<br />

lautet die Devise des Architektenduos<br />

Kompott (Martin Mackowitz & Nikolaus<br />

Skorpik) und des Auftraggebers, ArtDesign Feldkirch.<br />

Die Bauelemente des Feldhotels stammen<br />

aus der mittlerweile abgebrochenen Tischlerei<br />

im Jesuitenkonvikt Reichenfeld/Feldkirch. Weiterentwicklungen<br />

des Bauplans ermöglichen,<br />

das Feldhotel auf Reisen zu schicken. Es macht<br />

dort Halt, wo man Raum braucht, um Zukünftiges<br />

zu verhandeln, um Hunger und Durst, auch nach<br />

Kunst, zu stillen. Nach Feldkirch und Lustenau<br />

ist der <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> die dritte Station des<br />

Feldhotels.<br />

Fr 29.08.–Sa 20.09.<br />

Mi–So ab 15:00<br />

(bei Veranstaltungen<br />

entsprechend länger)<br />

BUCHBODEN<br />

Im Anschluss öffnet erstmals das Feldhotel seine Pforten. Die temporäre<br />

Festivalspielstätte beherbergt zahlreiche Veranstaltungen des<br />

<strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> und stillt das Verlangen nach Kunst, Kultur, Speis<br />

und Trank. Am Eröffnungsabend unterziehen die Alpin Ramblaz und<br />

Moussa Cissokho den Tanzboden einer ersten Belastungsprobe.<br />

Alpin Ramblaz<br />

Das enthusiastische Musikantenkollektiv mit Tour- und Tanzbodenerfahrung<br />

stammt zwar zu 50 Prozent aus Niederösterreich, schöpft<br />

sein Repertoire aber aus unterschiedlichen Weltgegenden: Jiddische<br />

Wurzeln lassen sich ebenso vernehmen wie Melodien aus dem Alpenraum,<br />

aus Polen, dem Balkan oder der irischen Tradition. Die vier Multiinstrumentalisten,<br />

Sänger und Tänzer entführen Sie auf eine Klangreise<br />

in die Randzonen des Folk.<br />

Matthias Härtel: Bass, Geige, Gitarre, Perkussion, Gesang<br />

Kostadin Radenkovic (Serbien): Gitarre, Trompete, Gesang, Mandoline<br />

Hermann Härtel: Geige, Harmonika, Gesang<br />

Daniel Moser (Italien): Sopransaxophon, Irish Whistle, Bassklarinette<br />

Moussa Cissokho (Kora)<br />

Moussa Cissokho wurde 1983 in Dakar (Senegal) in eine senegalesische<br />

Griot-Familie geboren und lebt seit 2011 in Österreich. Die in<br />

Teilen Westafrikas tätigen Griot-Musiker bestreiten ihren Lebensunterhalt<br />

als Sänger und Musikanten, Geschichtenerzähler und Lehrer.<br />

Moussa Cissokho entstammt der Ethnie der Mandinka, dem Staatsvolk<br />

des mittelalterlichen malischen Großreichs und erlernte deren<br />

Melodien, Rhythmen, Tänze, Lieder und Rezitationen sowie das Spiel<br />

auf der Kora, der Harfe Westafrikas.<br />

Das Kulturprogramm im Feldhotel Buchboden<br />

<strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> – Eröffnung / Fr 29.08. (siehe Seite 4)<br />

Buchpräsentation der Alchemilla Kräuterfrauen / Sa 30.08. (siehe Seite 15)<br />

MITTWOCH spezial Kräuter im Volkslied / Mi 03.09. (siehe Seite 22)<br />

Erdenmysterium – unter freiem Himmel / Fr 05.09. (siehe Seite 16)<br />

Musiziertag „spezial” / Sa 06.09. (siehe Seite 23)<br />

MITTWOCH spezial Brotbacktag im Feldhotel / Mi 10.09. (siehe Seite 38)<br />

Fräulein Hona & Kompott / Do 11.09. (siehe Seite 24)<br />

Projekttheater Un-Gehorsam / Fr 12.09. + Sa 13.09. (siehe Seite 17)<br />

Literatur-Personale Alois Hotschnig / So 14.09. (siehe Seite 19)<br />

MITTWOCH spezial Mal-Performance / Mi 17.09. (siehe Seite 38)<br />

Chor fälliges aus‘m Tal / Fr 19.09. (siehe Seite 25)<br />

Abschlusskonzert Agnes Palmisano Trio / Sa 20.09. (siehe Seite 25)<br />

4 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 5


AUSSTELLUNGEN<br />

MEDIZIN & HEILKRAFT<br />

Ausstellungseröffnung: Fr 29.08. / 17:00<br />

Das Heimatmuseum Sonntag greift das Generalthema<br />

des <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> „Die Kunst der<br />

Kur – Heilende Kräfte“ auf und bereichert das<br />

Festivalprogramm mit der mehrteiligen Sonderausstellung<br />

„Medizin & Heilkraft“.<br />

Ausstellungsteam: Maya Kleber, Elisabeth<br />

Burtscher, Marlis Bouzo, Cornelia Studer und<br />

Magdalena Türtscher<br />

Heilkraft<br />

Ausstellungsraum 1 / Bürgerstube EG<br />

Bereits seit über hundert Jahren erfahren die<br />

Menschen im Großen Walsertal Heilung. Medizinisch<br />

– und weit darüber hinaus. Doch was<br />

bedeutet Heilung? Erlösung finden, sagt man in<br />

religiösen Kreisen. Heil sein, ganz sein, sagen die<br />

Etymologen, die Sprachforscher. Sich als Ganzes<br />

zu fühlen, sich rund zu fühlen. Körperlich, seelisch<br />

und geistig. Dann sind wir Mensch, dann<br />

geht es uns gut.<br />

Ehe die schulmedizinische Praxis im Tal angekommen<br />

war, verließen sich die Menschen<br />

auf uraltes, von Generation zu Generation weitergereichtes<br />

Wissen, das seine Heilkraft bis in<br />

die Gegenwart entfaltet. Heute wird es oftmals<br />

als Aberglaube denunziert, dennoch praktizieren<br />

heilkundige Talbewohner ihre wunderbare<br />

Begabung noch immer. Aber auch zeitgenössische<br />

Praktiken haben als Alternativen zur ▶<br />

Sa 30.08.–So 28.09.<br />

Do & So 14:00–17:00<br />

Fr & Sa 15:00–18:00<br />

Heimatmuseum SONNTAG<br />

6 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 7


WALSERHERBST AUSSTELLUNGEN<br />

Schulmedizin Einzug gehalten. Sie finden ihre Resonanz im Inneren des Tales und<br />

meist bis weit über die Landesgrenzen hinaus.<br />

Im ersten Ausstellungsraum sind deshalb Stimmen zu vernehmen. Stimmen jener<br />

Talbewohner/innen, die Einblicke in ihre ganz persönliche Heilkunde gewähren.<br />

Medizin<br />

Ausstellungsraum 2 / Vortragsraum OG<br />

In der Medizin wird bis heute Heilung als Wiederherstellung<br />

der Gesundheit definiert. Doch wie<br />

stand es um die medizinische Versorgung des Tales<br />

anno dazumal? Wie lebten die Ärzte, die sich<br />

entschieden hatten, in dieser abgeschiedenen<br />

Gegend zu leben und zu arbeiten? Wie veränderte<br />

das Tal ihr Leben, und wie veränderte sich das Tal<br />

durch ihr Tun? Im Rahmen der Ausstellung „Medizin<br />

& Heilkraft“ rückt der zweite Raum das Leben<br />

und Arbeiten dreier Ärzte in den Blickpunkt des Interesses.<br />

Ihre Amtszeiten decken unterschiedliche Phasen des 20. Jahrhunderts ab.<br />

Die Besucher/innen sind zur Interaktion aufgefordert und können eigene Erinnerungen<br />

und Momentaufnahmen zu einem ganzheitlichen Bild der Medizin im Tal<br />

beisteuern.<br />

Sieben Schmerzen<br />

Eine Rauminstallation von Silvia Bischof<br />

Ausstellungsraum 3 / Trachtenraum DG<br />

Im dritten Raum transformiert sich die Ausstellung<br />

im künstlerischen Ausdruck neu und ermöglicht<br />

vielfältige Ansichten und Anregungen zum<br />

Thema Schmerz und Verletzung. Die Künstlerin<br />

Silvia Bischof setzt sich in ihrer Rauminstallation<br />

spielend mit der Verletzlichkeit auseinander. Sieben<br />

Schmerzen, sieben Nadeln, so groß wie Menschen<br />

als Begegnungsformat mit sich im Hier und<br />

Jetzt, in der Vergangenheit und Zukunft.<br />

Silvia Bischof wurde 1968 in Sonntag im Großen Walsertal geboren. Sie studierte<br />

an der Akademie der bildenden Künste Wien und war Schülerin von Bruno Gironcoli.<br />

Heute lebt und arbeitet sie in Wien. Zuletzt präsentierte sie eine ihrer Arbeiten in<br />

der Ausstellung „Leiblichkeit & Sexualität” in der Wiener Votivkirche, gemeinsam<br />

mit Künstlern wie Damien Hirst, Takashi Murakami und Erwin Wurm.<br />

RAHMENPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG<br />

MEDIZIN & HEILKRAFT<br />

Aberglaube im Gebälk...<br />

Mythen und Gebräuche in alten Häusern<br />

Vortrag, Gespräch und Gestaltung im Heimatmuseum<br />

Schnell wird Aberglaube zu Glaube. Meist reicht<br />

es, von „allgemeingültigen“ Ritualen zu hören,<br />

und schon kann man nicht mehr anders, als ihnen<br />

Glauben zu schenken. Selten wurde dieses<br />

tradierte „Wissen“ in Büchern niedergeschrieben,<br />

die daraus gespeiste Praxis ist aber noch<br />

heute allgegenwärtig. Gemeinsam mit den Besucher/innen<br />

legen der Architekturtheoretiker<br />

Mathias Mitteregger und das Designbüro<br />

Vandasye Mythen frei, die uns vielfach in alten<br />

Häusern begegnen. Auch im Bauernhaus Flecken<br />

Nr. 17, dem Heimatmuseum Sonntag.<br />

Wieso kann Mephisto nicht aus eigener Kraft<br />

die Schwelle überwinden? Warum finden wir an<br />

der Stelle eines abgerissenen Hauses Dachziegel,<br />

die wie zum Gebet gefaltete Hände aneinander<br />

gelehnt wurden? Alle sind ausdrücklich<br />

eingeladen, sich mit ihrem Wissen zu beteiligen.<br />

Dr. Josef Seeberger – Jäger, Arzt und Fotograf<br />

Dr. Josef Seeberger ordinierte von 1911–1925<br />

im Tal. Seine Enkelin Dorothea Frühwirt öffnet<br />

die Fotoalben der Familie Seeberger und<br />

gewährt Einblick in den ärztlichen und privaten<br />

Alltag vor rund hundert Jahren.<br />

Do 11.09. / 19:00<br />

Heimatmuseum SONNTAG<br />

Sa 13.09. / 18:00<br />

Heimatmuseum SONNTAG<br />

Die Ausstellung „Medizin und Heilkraft“ ist als Work-in-Progress konzipiert und<br />

wird im Jahr 2015 um weitere Themenaspekte ergänzt (z. B. Hebammenkunst).<br />

8 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 9


WALSERHERBST AUSSTELLUNGEN<br />

Wo Kühe noch Königinnen sind – Kuhkampf in der Schweiz<br />

Fotografien von Reinold Amann<br />

Ausstellungseröffnung: Fr 29.08. / 17:00<br />

Jahr für Jahr im Mai treten die stärksten Kampfkühe<br />

im schweizerischen Wallis in den Ring, um<br />

ihre Rangordnung neu festzulegen, ehe es auf<br />

die Alpen geht. Ausgefochten wird das Turnier<br />

von einer besonderen Rasse, den Ehringern.<br />

Die schwarzen, massigen und kräftigen Tiere<br />

stellen sich dem Kampf in der Arena. Sie zeigen<br />

Drohgebärden, verhaken die Hörner, stoßen und<br />

schieben die bulligen Körper gegeneinander, bis<br />

schließlich feststeht, wer die „Königin der Königinnen“<br />

ist.<br />

Fotograf Reinold Amann hat das archaische<br />

Spektakel in Schwarzweiß-Bildern dokumentiert:<br />

das Treiben in der Kampfarena, stolze Kuhbesitzer,<br />

jubelnde Schaulustige, neugierige Touristen<br />

und fachsimpelnde Bauern. Im Mittelpunkt seiner<br />

Fotodokumentation stehen – wie am Tag des<br />

Kuhkampfs selbst – die Tiere. Sie sind noch immer<br />

Grundlage eines Lebens in alpinen Regionen.<br />

Im Rahmen der Ausstellung ist auch ein Dokumentarfilm<br />

des jungen Schweizer Regisseurs<br />

Nicolas Steiner zu sehen. „Kampf der Königinnen“<br />

widmet sich ebenfalls den kämpfenden Ehringer-<br />

Kühen, ihren Besitzern und den Zaungästen in<br />

der Arena.<br />

Sa 30.08.–So 28.09.<br />

Do & So 14:00–17:00<br />

Fr & Sa 15:00–18:00<br />

Heimatmuseum SONNTAG<br />

Stallgebäude<br />

GALERIE IN DER GARAGENZEILE<br />

Ausstellungseröffnung: Fr 29.08. / 20:00<br />

Im Zentrum von Buchboden richtet der <strong>Walserherbst</strong><br />

einen temporären Ort für Kultur- und<br />

Bildungsaustausch ein. Die Galerie in der Garagenzeile<br />

präsentiert vier kleinen Themenausstellungen,<br />

wie sie unterschiedlicher nicht sein können.<br />

Der Bogen spannt sich von den Magerwiesen<br />

des Biosphärenparks über Naturmaterialien in<br />

überraschenden Formen, die (architektonische)<br />

Wiederbelebung der Großwalsertaler Badekultur<br />

bis zur künstlerisch-heilsamen Verarbeitung von<br />

Pflanzenkokons.<br />

Wiesen im Biosphärenpark Großes Walsertal<br />

Nicht zuletzt der hohen Artenvielfalt im Lebensraum<br />

Magerwiese ist es zu verdanken, dass das<br />

Große Walsertal in den Rang eines UNESCO Biosphärenparks<br />

aufstieg. Die Magerwiesen sind<br />

Resultat nachhaltigen Wirtschaftens der Bäuerinnen<br />

und Bauern. Sie tragen mit ihrer Arbeit<br />

wesentlich dazu bei, den attraktiven Natur- und<br />

Kulturraum zu erhalten. Die Ausstellung stellt<br />

den Variantenreichtum der Walsertaler Wiesen<br />

vor und würdigt den Beitrag der Bäuerinnen und<br />

Bauern zu ihrem Erhalt.<br />

Sa 30.08.–Sa 20.09.<br />

Mi–So 15:00–20:00<br />

Garagenzeile BUCHBODEN<br />

Spurensuche<br />

Werke von Iona Steixner<br />

Die oberösterreichische Künstlerin Iona Steixner<br />

begibt sich auf eine Spurensuche mit organischen<br />

Materialien. Dabei fragt, sucht, untersucht<br />

sie mit den Händen, erforscht, was innen<br />

drinnen steckt. Zerreißen, zerlegen, zerschneiden,<br />

den Kern freilegen, beobachten, verwandeln.<br />

So entsteht aus scheinbar leblosen Naturmaterialien<br />

Überraschendes, Unvorhergesehenes.<br />

▶<br />

10 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 11


WALSERHERBST AUSSTELLUNGEN<br />

Das vertikale Bad – Eine Skulptur im Tal<br />

Entwurf und Modell eines Badeturms in Bad Rothenbrunnen<br />

aus der Diplomarbeit von Martin Mackowitz<br />

Lange Zeit herrschte in Vorarlberg eine rege<br />

Badekultur. Diese geriet aufgrund unterschiedlicher<br />

Faktoren in der ersten Hälfte des 20.<br />

Jahrhunderts in Vergessenheit. Die Diplomarbeit<br />

„Wassertal“ beschäftigt sich mit der Tradition<br />

kleiner regionaler Heilbäder und ihrer Wiederbelebung.<br />

Sie macht sich auf die Suche nach<br />

ungenützten Potentialen und Orten im Großen<br />

Walsertal, die für eine neue Badekultur eine Rolle<br />

spielen könnten.<br />

Unter Berücksichtigung der historischen Badekultur<br />

entwickelt die Arbeit Konzepte, die der<br />

Aufwertung des Themas Baden in Bezug auf Region,<br />

Kultur und Landschaft dienen. Die Rolle des<br />

Tales als Vorarlberger Naherholungsgebiet soll<br />

gestärkt werden. Das bereits umgesetzte Lutzschwefelbad<br />

(siehe Seite 41) und der Entwurf eines<br />

Badeturms über der Eisenquelle von Bad Rothenbrunnen<br />

sind Beispiele für eine zeitgemäße<br />

Badearchitektur im Großen Walsertal.<br />

Altes Kräuterwissen ins Licht gehoben<br />

Ausstellungseröffnung: So 31.08. / 16:00<br />

Im Kräuterhaus Mühle Buchboden veranschaulichen<br />

und teilen die Alchemilla Kräuterfrauen ihr<br />

Wissen um die pflanzlichen Arzneien und Heilkräfte.<br />

Höhepunkt der Ausstellungseröffnung ist der<br />

Vortrag der Allgäuer Wildkräuterfrau Barbara<br />

Bentele. Sie entführt in „die Zwischenzeit, die Alpzeit,<br />

die Tage im Berg“ und erzählt über die magische<br />

Welt der Alphirten und deren Sagen und<br />

Mythen.<br />

Mo 01.09.–Do 04.09.<br />

14:00–17:00<br />

Kräuterhaus Mühle<br />

BUCHBODEN<br />

Heilpflanzen-Kokons<br />

Maria Baumschlager-Dünser<br />

In Zeiten geradezu wahnhafter Kontrolle und<br />

Ausbeutung der Natur setzt die Altacher Blumenkünstlerin<br />

Maria Baumschlager-Dünser eine<br />

Gegenposition. In ihrer Arbeit gibt sie der Natur<br />

Raum und Anerkennung.<br />

Maria Baumschlager-Dünser: „Die Buntheit der<br />

Blumen, die Formenvielfalt, die Düfte, die Stofflichkeit<br />

der Samenstände sind Inspirationen, die<br />

ich in meine Arbeit einbringe: Sie sind Symbol für<br />

Schönheit, Leben und Vergänglichkeit. Besondere<br />

Aufmerksamkeit schenke ich dem nicht Sichtbaren<br />

der Botanik, den in den Pflanzen wohnenden<br />

Heilkräften. Diese arbeite ich in Kokons für<br />

Menschen ein.“<br />

30 Jahre<br />

Fotoclub Sonntag<br />

Anlässlich seines 30jährigen Bestehens lädt<br />

der Fotoclub Sonntag in seinen Clubraum, wo er<br />

Dokumente aus seiner Vereinsgeschichte und<br />

Arbeiten der Mitglieder präsentiert. Darüber hinaus<br />

rollt er in einer Fotodokumentation die bewegte<br />

Geschichte des alten Doktorhauses sowie<br />

des Gemeindearztes Dr. Otto Holler auf, der von<br />

1964 bis 1990 im Großen Walsertal tätig war. Ihm<br />

stellt der Club eine aktuelle Fotodokumentation<br />

der Medizinerinnen Dr. Gerlinde Schnegg und<br />

Dr. Michaela Fabianek gegenüber, die heute für<br />

die ärztliche Betreuung des Tals zuständig sind.<br />

Sa 06.09. & 13.09.<br />

14:00–20:00<br />

So 07.09. & 14.09.<br />

10:00–18:00<br />

Gemeindesaal SONNTAG<br />

12 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 13


LITERATUR &<br />

THEATER<br />

Buchpräsentation<br />

Die Alchemilla Kräuterfrauen und ihre Frauenkräuter<br />

Eine würzige Buchpräsentation der Alchemilla<br />

Kräuterfrauen. Die Kräuterinitiative Alchemilla<br />

entstand im Jahr 2006 aus dem Engagement der<br />

Kräuterpädagogin Susanne Türtscher heraus.<br />

Das neu erschienene Buch stellt das Projekt,<br />

die beteiligten Frauen und ihre jeweils persönlichen<br />

Zugänge zu Kräutern vor und lädt ein, in die<br />

Welt der Kräuterfrauen einzutauchen. Einleitende<br />

Worte spricht Prof. Georg Grabherr. Im Anschluss<br />

an die Präsentation laden die Kräuterfrauen<br />

zu einer Kräuterbowle ein.<br />

Anmeldung: info@alchemilla.at<br />

Sa 30.08. / 17:00<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

Literatur & Gespräche<br />

Zu Gast in Walser Stuben<br />

In drei Walser Stuben gehen wir auf die Suche<br />

nach den Schätzen der Natur und deren heilender<br />

Wirkung für Körper und Geist. Bücher über<br />

die Heilkraft von Kräutern und Pflanzen liefern<br />

die Grundlage für angeregte, erkenntnisreiche<br />

Gespräche. Gespräche, die wiederum für die Weitergabe<br />

dieses großen Wissensschatzes ebenso<br />

bedeutend sind, wie gedruckte Worte.<br />

Di 02. 09. / 20:00<br />

Garten für Leib und Seele<br />

In Haus und Garten bei der Familie Resi und<br />

Reinhard Nigsch, Sonntag-Seeberg<br />

▶<br />

Di 02.09. / 20:00<br />

Familie Nigsch<br />

SONNTAG / Seeberg<br />

Di 09.09. / 20:00<br />

Bauernhaus Nr. 33<br />

THÜRINGERBERG<br />

Di 16.09. / 20:00<br />

Kreyerhus FONTANELLA<br />

14 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 15


Di 09.09. / 20:00<br />

We‘ma-n an Wehtig hed saäd ma sött ma...<br />

Bei Maria Obermaier auf der Maiern gab es immer ein Heilkraut!<br />

Im Bauernhaus Nr. 33 ob der Kirche bei Frau Angelika Müller, Thüringerberg<br />

Di 16.09. / 20:00<br />

Wildes Weiber Wissen mit Katharina Waibel<br />

Im denkmalgeschützten Kreyerhus, bei Familie Margarete Nachbaur, Fontanella<br />

In Zusammenarbeit mit den Walserbibliotheken.<br />

Erdenmysterium – Unter freiem Himmel<br />

Ein Abend der Alchemilla Kräuterfrauen<br />

Ein Geschehen, ein Spiel, das die alte Wahrheit<br />

der Rhythmen des Lebens und des Sterbens, die<br />

Übergänge im Jahreskreis zum Ausdruck bringt.<br />

Dieser ewige Wandel ist wie ein Spiegel zu den<br />

inneren Jahreszeiten der Seele. Die Erdgöttin<br />

wird gespielt von Claudia Lang, 13 Laiendarstellerinnen<br />

aus den Jahreskräutergruppen der Alchemilla<br />

Kräuterfrauen verkörpern Sonnenkönig<br />

und Gefolge.<br />

Ein Stück über die uralte Weisheit des Werdens<br />

und Vergehens im ewigen Kreis des Lebens.<br />

Musikalisch umrahmt wird das Erdenmysterium<br />

von Ferenc & seinen ungarischen Freunden<br />

(Ferenc Vojnic Hajduk, Geige; Tarcza Eszter,<br />

Geige; Levai Antal Mark, Cello) mit Vivaldis Vier<br />

Jahreszeiten, gesanglich begleitet Victoria Türtscher<br />

das Geschehen.<br />

Ferenc & seine ungarischen Freunde sind<br />

auch am Kräuter- und Wurzelmarkt am Sonntag,<br />

07.09. in Buchboden zu hören (siehe Seite 37).<br />

Fr 05.09. / 19:00<br />

Treffpunkt:<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

Un-Gehorsam<br />

Nein, diese Suppe ess ich nicht!<br />

„Wer nur gehorsam ist,<br />

ist ein Sklave.<br />

Wer nur ungehorsam ist,<br />

ist dumm.“<br />

Maria Hofstätter, Martina Spitzer und der Musiker<br />

Martin Zrost grasen auf der Wiese des Ungehorsams.<br />

Eine Projekttheater-Produktion.<br />

Ist jemand, der seine Suppe nicht essen will,<br />

schlichtweg renitent, oder hat er einen triftigen<br />

Grund dafür? Vielleicht ist die Suppe ja vergiftet.<br />

Oder schmeckt einfach schlecht. Wäre es nicht<br />

eine Frage von Herz und Verstand, statt einer<br />

schlechten eine gute Suppe kommen zu lassen?<br />

Es scheint ein mysteriöses Prinzip der Politik zu<br />

sein, den Bürgern schlechte Suppen vorzusetzen!<br />

Jahrhundertelang haben Könige, Priester, Feudalherren,<br />

Industrielle und Eltern darauf bestanden,<br />

dass Gehorsam eine Tugend und Ungehorsam ein<br />

Laster sei. Aber die Menschheitsgeschichte begann<br />

mit einem Akt des Ungehorsams, und es ist<br />

nicht unwahrscheinlich, dass sie mit einem Akt<br />

des Gehorsams ihr Ende finden wird.<br />

Das Projekttheater präsentiert beim <strong>Walserherbst</strong><br />

<strong>2014</strong> eine philosophisch-literarischmusikalische<br />

Lesung. Mit Texten u.a. von Achternbusch,<br />

Nestroy, Valéry, Brecht, Martin Luther<br />

King, Ringelnatz, Thoreau, Montaigne, Adorno<br />

und Morgenstern.<br />

WALSERHERBST LITERATUR & THEATER<br />

Fr 12.09. / 20:30<br />

Sa 13.09. / 20:30<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

16 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 17


WALSERHERBST LITERATUR & THEATER<br />

Alois Hotschnig<br />

schreibt „unmöblierte<br />

Geschichten,<br />

in denen es<br />

sich der Leser<br />

erst einrichten<br />

muss.”<br />

Literatur-Personale<br />

Ich bin ein Wiesel im Schildkrötenpanzer<br />

Kleine Reisen zu Alois Hotschnig<br />

Da ist ein Spiegel, der heißt Leben. Diesem gegenüber<br />

eine Marmorwand, die heißt Sprache. In<br />

die hinein treibt Alois Hotschnig den Meißel seiner<br />

Wahrnehmung, aus der heraus schält er seine<br />

Geschichten, die er im Spiegelbild las, die nach<br />

und nach Gestalt erlangen: „Wahrnehmen, was<br />

ist. Notieren, was kommt. Erfinden, was wird.“<br />

„Ich kenne keinen Anderen, der so unbedingt mit<br />

und an der Sprache arbeitet, der so beharrlich<br />

formt, der so kompromisslos wegschlägt, was<br />

entbehrlich ist“, sagt Journalist Martin Sailer, an<br />

diesem Abend Reiseleiter durch die reduzierten<br />

Sprachwelten des österreichischen Schriftstellers<br />

Alois Hotschnig.<br />

Alois Hotschnig wurde 1959 in Berg im Drautal<br />

geboren und lebt in Innsbruck. Er schreibt Theaterstücke,<br />

Hörspiele, Romane und Erzählungen,<br />

ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Erich-Fried-<br />

Preis 2008, dem Anton-Wildgans-Preis 2009 und<br />

dem Gert-Jonke-Preis 2011. Hotschnigs Texte regen<br />

dazu an, genauer als gewohnt hinzuschauen<br />

und hinzuhören. Er selbst beschreibt seine Werke<br />

als „unmöblierte Geschichten, in denen es sich<br />

der Leser erst einrichten muss“.<br />

So 14.09.<br />

16:30–22:00<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

Julia Gschnitzer<br />

liest gemeinsam<br />

mit Schauspielkolleg/innen<br />

aus den Werken<br />

Hotschnigs.<br />

Der <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> widmet Alois Hotschnig<br />

eine Personale im Feldhotel.<br />

Es lesen: Alois Hotschnig, Maria Hofstätter,<br />

Julia Gschnitzer, Martina Spitzer und Raphael<br />

Schuchter. Durch den Abend führt Dr. Martin<br />

Sailer (ORF Tirol). In den Pausen gibt es reichlich<br />

Gelegenheit, die kulinarische Vielfalt im Feldhotel<br />

zu erkunden.<br />

18 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 19


MUSIK<br />

Jodler- und Sängertreffen<br />

Uga, Uga zju-huhui<br />

Das Musikprogramm des <strong>Walserherbst</strong> startet<br />

dieses Jahr – in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger<br />

Trachtenverband – mit der unverwechselbaren<br />

Stimmbandakrobatik jener, die die hohe<br />

Kunst des Juchzens und Jodelns bereits beherrschen<br />

oder erlernen wollen.<br />

Inmitten der Damülser Bergwelt treffen sich<br />

Jodler und Sängergruppen aus Deutschland, der<br />

Schweiz und Österreich. Evelyn Fink-Mennel,<br />

selbst profunde Kennerin der Bregenzerwälder<br />

und alpinen Jodlerlandschaft, stellt die einzelnen<br />

Gruppen vor und führt durch den Tag. Freies Singen<br />

steht am Nachmittag auf dem Programm –<br />

zum Singen, Zuhören und Mitsingen!<br />

Mitwirkende:<br />

Oberstdorfer Trachtengesang Oberallgäu<br />

Alwin und Pepe Bregenzerwald<br />

Naturjodelgruppe Stein Schweiz<br />

Holzbuurabuaba Kobelwald Schweiz<br />

Oberhofer Vierg´sang Tirol<br />

Staufner Jodler Allgäu<br />

Jodelfamilie Fink Bregenzerwald<br />

Clara Sattlers Schnepfn Südtirol<br />

Maria Walcher und Norbert Hauer NÖ<br />

Wilma Fink Singrunde Bregenzerwald<br />

Evelyn Fink-Mennel und die Jodelkurspartie<br />

So 31.08. / 12:00<br />

Treffpunkt und Beginn<br />

Berggasthof Elsenalp<br />

DAMÜLS<br />

Sing-/Spielplätze:<br />

Berggasthof Elsenalp,<br />

Berggasthof Uga Alp,<br />

Michels Alphütte und<br />

Hotel/Gasthof Wallisgaden<br />

Die Veranstaltung findet bei<br />

jeder Witterung statt.<br />

Eine Veranstaltung des Vorarlberger Trachtenverbandes<br />

und dem <strong>Walserherbst</strong>.<br />

(Jodelworkshop am 30. + 31.08. – siehe Seite 33)<br />

20 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 21


WALSERHERBST MUSIK<br />

Klingende Kirche<br />

Appenzeller Space Schöttl<br />

Hackbrett, Bassgeige und Stimme<br />

Das betörende Hackbrettspiel von Töbi Tobler<br />

und die Kontrabass-begleiteten Gesänge und<br />

Geschichten von Ficht Tanner versprechen ein<br />

außergewöhnliches Konzerterlebnis in der Bergkirche<br />

Damüls.<br />

Töbi Tobler und Ficht Tanner hatten sich mit<br />

ihrem „Appenzeller Space Schöttl“ in den 1980er<br />

und 90er Jahren einen Namen gemacht und die<br />

Musikszene einzigartig mitgestaltet. Von Anfang<br />

an pflegten sie die Authentizität der eigenen<br />

musikalischen Sprache. Das Repertoire bestand<br />

einerseits aus traditioneller Appenzellermusik<br />

und andererseits aus frei improvisierter Musik.<br />

Diese beiden „Schienen“ vermischten sich im<br />

Lauf der Zeit, es entstanden eigene Stücke und<br />

Geschichten.<br />

Nach der gemeinsamen „Schöttlzeit“ verfolgten<br />

beide eigene Wege, als Solisten und in verschiedenen<br />

Formationen und Projekten. Neuerdings<br />

treten Töbi Tobler und Ficht Tanner wieder<br />

zusammen als „Appenzeller Space Schöttl“ auf<br />

– aus gemeinsamer Begeisterung für ihre Musik<br />

und zur großen Freude des Publikums.<br />

So 31.08. / 19:00<br />

Bergkirche DAMÜLS<br />

MUSIZIERTAG „spezial“<br />

Wir laden zu einem speziellen Musiziertag mit<br />

Stücken aus Nah und Fern.<br />

Es wird gezupft, geblasen, gestrichen und<br />

gesungen.<br />

Evelyn Fink-Mennel, Martin Franz, Jodok<br />

Lingg, Matthias Härtel, Simone Türtscher und<br />

Victoria Türtscher begleiten den Musiktag und<br />

bringen ihre unterschiedlichen musikalischen<br />

Spezialitäten in den einzelnen Werkstätten ein.<br />

Ob Blech-, Zupf-, oder Streichinstrumente,<br />

alles was tönt und klingt, kann mitgebracht werden.<br />

Auch die Stimme allein bietet ein breites<br />

Spektrum – fürs Singen, Juchzen, Jodeln oder<br />

Rappen. Einfache Anleitungen wecken die Lust,<br />

ins gemeinsame Musizieren zu kommen und lassen<br />

Spielraum, um Neues zu erproben. Neben<br />

Spiel und Gesang nach Noten gibt es auch die<br />

Möglichkeit, nach Gehör zu musizieren oder das<br />

Begleiten nach Gehör zu lernen.<br />

Unerfahrene Instrumentalist/innen und Sänger/innen<br />

wie auch routinierte Blasmusikanten/<br />

innen von ganz jung, jugendlich bis erwachsen<br />

sind herzlich willkommen. Alle finden ihren Platz!<br />

Info & Reservierung: siehe Seite 35<br />

Sa 06.09. / 09:00–17:00<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

MITTWOCH spezial<br />

Verführerische Kräuter und Knollen im Volkslied<br />

Klingende Kirche<br />

Toni Burger – Solo<br />

Die Petersilie kann’s, der Pfeffer bringt‘s und der<br />

Knoblauch hat’s. Über Dinge, die man nicht beim<br />

Namen nennt, singt und spricht es sich leichter<br />

und gerne fantasievoll in Symbolen und Metaphern.<br />

Viele Volkslieder tun‘s, und der Volksmund<br />

sowieso.<br />

Eine lustvoll, pikante Liederstunde mit Evelyn<br />

Fink-Mennel und Liedern zum Mitnehmen.<br />

Ab 16 Jahren.<br />

Mi 03.09. / 20:00<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

Klassisch und modern, fremd und vertraut, traditionell<br />

und abgründig – das Umherstreifen in verschiedenen<br />

Musikwelten bestimmt seit nunmehr<br />

vierzig Jahren das Geigenspiel des musikalischen<br />

Grenzgängers Toni Burger. Alpine und irische Musiktraditionen,<br />

Werke von J. S. Bach und eigene<br />

Stücke bilden die Markierungspunkte seiner musikalischen<br />

Wanderung, die über Seitenpfade und<br />

Abwege führt.<br />

Authentisch und kompromisslos sucht er<br />

seit Jahren seinen ganz eigenen Weg und ist<br />

sicherlich einer der vielseitigsten Geiger Österreichs.<br />

Mit Geige, Bratsche, Mandoline und Stimme<br />

lotet er beim <strong>Walserherbst</strong> nun die akustischen<br />

Möglichkeiten der „Klingenden Kirche“ Marul aus.<br />

So 07.09. / 19:00<br />

Bergkirche MARUL<br />

22 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 23


WALSERHERBST MUSIK<br />

Musik & Gespräch<br />

Fräulein Hona und Kompott<br />

Chor fälliges aus‘m Tal<br />

Von Kompott …<br />

Die Architekten Martin Mackowitz und Nikolaus<br />

Skorpik alias „Kompott” präsentieren Bilder und<br />

Geschichten von der Entstehung und der Reise<br />

des Feldhotels, das beim <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> in<br />

Buchboden Station macht.<br />

… zu Fräulein Hona<br />

Das Quartett aus Wien ist seit Herbst 2010 auf<br />

Theater- und Festivalbühnen sowie in Cafés<br />

und Wohnzimmern der österreichischen Singer/<br />

Songwriter-Szene zu hören. Mit gewitzten Arrangements<br />

und allerhand Instrumentenwechsel<br />

werden ganz im Sinne von „quiet is the new loud“<br />

Geschichten von melancholischen Zimtstangen,<br />

blauen Matrosen und verlassenen Plätzen erzählt.<br />

Vierstimmig treiben Fräulein Hona das Konzept<br />

zwischen Müßiggang und Alltagsverlust so<br />

weit, bis ihnen jegliche Portion Traurigkeit egal<br />

wird. Die eigene musikalisch-kulinarische Schubladisierung<br />

lautet: Bitterschokolade eingelegt in<br />

Chilivodka.<br />

Musikantenstammtisch<br />

mit Matthias Härtel<br />

Jeweils am dritten Mittwoch im Monat lädt<br />

Matthias Härtel Musikanten, Musiker/innen<br />

und alle Sangesfreudigen zu einem Musikantenstammtisch<br />

nach Raggal ein.<br />

Info: www.jodlhiasi.net<br />

Do 11.09. / 19:00<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

Mi 17.09. / ab 19:00<br />

Gasthaus Wallis RAGGAL<br />

Hörgefälliges singen drei Chöre aus dem Großen<br />

Walsertal im Feldhotel in Buchboden:<br />

Die alten Könige sind das Blumenegger Männer-<br />

Doppelquartett, das vor fünf Jahren aus einem<br />

Erzähltheater mit Live-Gesang hervorgegangen<br />

ist und seither sein Gesangsspektrum stetig erweitert:<br />

Ob Vorarlberger Volkslied, Gospels oder<br />

klassische Chorliteratur, die alten Könige singen<br />

mit hoher Präzision und tiefem musikalischem<br />

Ausdruck. Dazu gesellen sich der gemischte<br />

Chor Sonnasita aus Blons – also von der „sonnigen<br />

Seite“ des Großen Walsertals – sowie der<br />

Andreas Chor aus Thüringerberg mit ihrem Repertoire<br />

vom Volkslied bis zum Evergreen.<br />

Gespannt darf man sein, welche musikalischen<br />

Beiträge rund um den Themenkreis „Medizin &<br />

Heilkraft“ von den Chören speziell vorbereitet<br />

und zum Besten gegeben werden.<br />

Abschlusskonzert<br />

Wean und Steam<br />

Agnes Palmisano Trio<br />

Eine musikalisch-philosophisch augenzwinkernde<br />

Abhandlung über das Werden und Vergehen<br />

im Allgemeinen, sowie Wien und seine Beziehung<br />

zum Tod im Speziellen.<br />

Agnes Palmisano, Meisterin des Wiener Dudlers<br />

und ihre beiden Begleiter – Roland Sulzer am<br />

Akkordeon und Daniel Fuchsberger an der Kontragitarre<br />

– singen, spielen und dudeln sich durch<br />

rund 200 Jahre Wiener Musik- und Menschheitsgeschichte.<br />

Sentimental bis zynisch, tragisch bis heiter,<br />

„oide Hodern“ und neue Lieder. Der musikalische<br />

Schlusspunkt des <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong>.<br />

Fr 19.09. / 18:30<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 20.09. / 20:30<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

24 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 25


FILM<br />

Ausgewählt von Wolfgang Steininger,<br />

Gründer des Festivals „Der Neue Heimatfilm”<br />

(Freistadt, OÖ)<br />

Eröffnungsfilm<br />

Ein Sommer in der Provence<br />

Rose Bosch, Frankreich <strong>2014</strong>, 105 min, Spielfilm<br />

Für Léa, Adrien und ihren kleinen Bruder Théo<br />

stehen die Ferien vor der Tür. Dieses Jahr fahren<br />

sie das erste Mal zu ihrem Großvater Paul (Jean<br />

Reno), den sie wegen eines Familienstreits nie zuvor<br />

kennengelernt haben. Das Reiseziel: die Provence<br />

– wohl kaum der Urlaub, von dem die drei<br />

träumen. Auch die Freude von Großmutter Irène<br />

über diesen Familienurlaub ist da kein Trost. Hinzu<br />

kommt, dass ihnen der Vater ausgerechnet am<br />

Tag vor der Abreise sagt, dass er die Familie verlassen<br />

wird. Also nicht die besten Aussichten auf<br />

gute Laune und eine spaßige Ferienzeit. Kaum in<br />

der Provence angekommen, prallen die Generationen<br />

aufeinander. Zwischen den Jugendlichen<br />

und ihrem Großvater, der, wie die Kids meinen, ein<br />

sturer Esel ist, kommt es immer wieder zu Streitigkeiten.<br />

Dabei spielt auch Pauls turbulente Vergangenheit<br />

eine Rolle. Es beginnt ein chaotischer<br />

Sommer in der malerischen Provence, in dem beide<br />

Generationen versuchen, das Miteinander zu<br />

meistern, die Vergangenheit zu verarbeiten und<br />

sich vor allem daran zu erinnern, dass sie trotz<br />

aller Widersprüche eine Familie sind.<br />

Di 09.09. / 20:30<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

26 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 27


WALSERHERBST FILMTAGE<br />

Ein Abend für Erich Langjahr<br />

In Anwesenheit des Regisseurs<br />

Geburt<br />

Silvia Haselbeck, Erich Langjahr, Schweiz 2009, 76 min, Dokumentation<br />

Dokumentarfilmpreis des 36. Internationalen Filmfestivals Würzburg<br />

Westen<br />

Christian Schwochow, Deutschland 2013, 102 min, Spielfilm<br />

Erich Langjahr und Silvia Haselbeck lassen in ihrem<br />

Dokumentarfilm über das Werden des Menschen<br />

den Zuschauer die Geburt unmittelbar erleben.<br />

Ein einmaliges, elementares, körperliches<br />

und sinnliches Ereignis im Leben des Menschen.<br />

Der Film hält anschaulich fest, wie Frauen<br />

das Unplanbare und Unausweichliche wagen, wie<br />

sie den Ängsten und Unsicherheiten ein Vertrauen<br />

entgegensetzen, im eigenen Rhythmus von<br />

Loslassen, Abwarten und Innehalten. So erzählt<br />

der Film eine Geschichte, in der die wichtigen Momente<br />

einer Schwangerschaft erlebbar werden:<br />

die Begegnung zwischen der werdenden Mutter<br />

und ihrer Hebamme, die Zuwendung und das Miteinander<br />

zwischen Mann und Frau und letztlich<br />

einer der intensivsten Momente im Leben eines<br />

Menschen, der mit Glück, Schmerz und Schrecken<br />

zugleich verbunden ist.<br />

Mi 10.09. / 18:00<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

Drama um eine DDR-Aussiedlerin in den 1970er<br />

Jahren und ihre enttäuschten Erwartungen<br />

im „Goldenen Westen“, frei nach dem Roman<br />

„Lagerfeuer“ von Julia Franck.<br />

Berlin, Ende der 1970er Jahre: Nelly Senft, promovierte<br />

Chemikerin aus Ostberlin, musste<br />

zwei Jahre warten, bis sie mit ihrem Sohn in den<br />

Westen ausreisen durfte. Im Notaufnahmelager<br />

stößt sie auf Misstrauen, Ablehnung und Kontrolle,<br />

die CIA stellt ihr ähnliche Fragen wie die Stasi.<br />

Sie verweigert sich dem entwürdigenden Prozedere<br />

und trotzt der neuen Überwachung, die der<br />

alten in nichts nachsteht.<br />

Do 11.09. / 18:00<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

Mein erster Berg<br />

Erich Langjahr, Schweiz 2012, 97 min, Dokumentation<br />

Alpsummer<br />

Thomas Horat und Salome Pitschen, Schweiz 2013, 89 min, Dokumentation<br />

Nach all den Bergfilmen, die Erich Langjahr,<br />

der „Clint Eastwood des Schweizer Dok-Films“<br />

(Christian Jungen, NZZ am Sonntag), gemacht<br />

hat, bildet „Mein erster Berg“ den Abschluss seiner<br />

filmischen Betrachtung der ländlichen und<br />

alpinen Schweiz.<br />

Erich Langjahr ist am Tor zur Innerschweiz aufgewachsen<br />

mit Blick auf die Rigi. Seit seiner Kindheit<br />

hat ihn die mächtige Kulisse dieses Berges<br />

beeindruckt. Albrecht von Bonstetten, Dekan<br />

des Klosters Einsiedeln, hatte 1480 die Rigi als<br />

Zentrum der Welt definiert. Als Zeitzeuge von<br />

heute geht Erich Langjahr im Film „Mein erster<br />

Berg“ diesem Zentrum nach, versucht die Mitte<br />

einer Landschaft und eines Lebensbildes auszuloten.<br />

Ein Zeitbild aus der Mitte der Schweiz.<br />

Mi 10.09. / 20:30<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

Wenn es Sommer wird in der Innerschwyzer<br />

Bergwelt, zieht es die Familien Betschart, Betschart<br />

Bürgler und Schelbert hinauf in die Berge.<br />

Doch nicht um des Wanderns willen: Die vier<br />

Familien unterschiedlicher Generationen bewirtschaften<br />

ihre Alpen auf traditionelle Art und Weise.<br />

Das selbst gewählte einfache, glückliche Leben<br />

in den Sommermonaten fernab von Konsum<br />

und Überflussgesellschaft bestimmt auch das<br />

restliche Jahr. Eine liebevolle Hommage an die<br />

beeindruckende Innerschweizer Bergwelt und<br />

ihre Bewohnerinnen und Bewohner.<br />

Alpsummer zeigt Landschaft, Mensch und<br />

Tier im abwechslungsreichen Spiel von Wetterlagen<br />

und Stimmungen, akustisch untermalt von<br />

urigen Dialekten, musikalischen Einlagen, dem<br />

Naturjuuz sowie den Schellen der Geißen und<br />

Schafe.<br />

Do 11.09. / 20:30<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

28 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 29


WALSERHERBST FILMTAGE<br />

Sauacker<br />

Thomas Müller, Deutschland, 2013, 81 min, Dokumentation<br />

„I did it My Way. Und fertig.” (Jungbauer Philipp Kienle)<br />

Der hindernisreiche Weg eines Jungbauern, der<br />

versucht, den verstaubten Hof seines Vaters zu<br />

übernehmen.<br />

„Wachse oder weiche“ wird in den Landwirtschaftsschulen<br />

gelehrt. Doch das Einzige, das<br />

auf dem Hof der schwäbischen Bauernfamilie<br />

Kienle verlässlich wächst, sind die Schulden.<br />

Der 30-jährige Jungbauer Philipp drängt darauf,<br />

auf dem fast 300 Jahre alten Hof alles anders zu<br />

machen. Sein Vater Konrad ist skeptisch. Doch<br />

so eigensinnig die beiden Helden auch sind, verzweifelte<br />

Sturheit treibt sie beide an, den Hof zu<br />

retten.<br />

Fr 12.09. / 18:00<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

Shouting Secrets<br />

Korinna Sehringer, USA/Schweiz 2011, 88 min, Spielfilm<br />

Bester Film American Indian Film Festival<br />

Sein Buch über das Leben seiner Familie im Indianerreservat<br />

machte Wesley, den längst Weggezogenen,<br />

zum Bestsellerautor. Als seine Mutter<br />

im Koma liegt, kehrt er zurück und stellt fest,<br />

dass ihre Krankheit nicht die einzige Familienkrise<br />

ist: Sein Bruder hat Ärger mit dem Gesetz,<br />

seine kleine Schwester ist ungewollt schwanger<br />

von einem Weißen und sein Vater ist wegen seines<br />

Buches nicht gut auf Wesley zu sprechen.<br />

Sa 13.09. / 18:00<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

Stimmen Stimmen Gegenstimmen<br />

Michael Hudecek, Österreich 2013, 77 min, Dokumentation<br />

Ein packender und zutiefst berührender Dokumentarfilm,<br />

der ungeahnte Einblicke in eine Lebens-<br />

und Arbeitswelt gibt, die still und leise vom<br />

Aussterben bedroht ist.<br />

Of Horses and Men<br />

Benedikt Erlingsson, Island 2013, 85 min, Spielfilm, OF mit engl. UT<br />

Island, das Land am nordwestlichen Rand Europas,<br />

steht für beeindruckende Landschaften,<br />

aktive Vulkane, geheimnisvolle Mythen und seine<br />

unverwechselbaren Pferde.<br />

Mit „Of Horses and Men“ erzählt Regisseur<br />

Bendedikt Erlingsson von der intensiven, oft eigentümlichen<br />

Beziehung der Isländer zu ihren<br />

Pferden, vom Tierischen im Menschen und umgekehrt.<br />

Dabei haben die Menschen nicht nur mit<br />

einer unerbittlichen Natur zu kämpfen, sondern<br />

auch mit ihren eigenen Trieben und Bedürfnissen.<br />

Der Film führt durch Liebe, Eifersucht und<br />

persönliche Fehden, merkwürdige Ereignisse und<br />

absurde Begebenheiten – immer vor dem Hintergrund<br />

der engen Verbindung zwischen Mensch<br />

und Pferd.<br />

Fr 12.09. / 20:30<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

Ein fünfzigstimmiger Laienchor singt für Werte<br />

wie Menschenrechte, Meinungsvielfalt, Freiheit<br />

und Gewaltlosigkeit. Basisdemokratisch organisiert<br />

geht es bei den „Gegenstimmen“ nicht nur<br />

um das bloße Singen, sondern auch um die Auseinandersetzung<br />

mit- und untereinander. Der Film<br />

begleitet die Entstehung des neuen Programms<br />

und entdeckt dabei die Herausforderungen der<br />

Demokratie.<br />

In Anwesenheit des Regisseurs Michael Hudecek<br />

Frühstück & Film<br />

Venezianische Freundschaft<br />

Andrea Segre, Italien 2013, 98 min, Spielfilm<br />

In der Einsamkeit des touristenverlassenen<br />

Venedigs entspinnt sich eine ungewöhnliche<br />

Freundschaft zwischen zwei Fremden. Die Chinesin<br />

Shun Li, verschuldet bei der chinesischen<br />

Mafia, trifft auf den Fischer Bepi, der vor 30<br />

Jahren aus Jugoslawien eingewandert ist. Er hat<br />

Verständnis für Lis Sorgen und Sehnsüchte und<br />

teilt mit ihr auch eine Vorliebe für Poesie. Beide<br />

freunden sich an – zum Missfallen der reservierten<br />

Einwohner und Lis mafiöser Arbeitgeber.<br />

Sa 13.09. / 20:30<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

So 14.09. / 10:00<br />

Geroldhus ST. GEROLD<br />

30 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 31


WORKSHOPS &<br />

VORTRÄGE<br />

Vortrag mit Kräuter Rosa<br />

In beeindruckender und profunder Art gewährt<br />

uns Kräuter Rosa einen tiefen Einblick in das<br />

uralte Wissen über Kraft, Einsatz und Wirkung<br />

der Bäume und Kräuter, die in unserer Gegend<br />

wachsen.<br />

Sa 30.08. / 14:00<br />

Hotel Kreuz BUCHBODEN<br />

Eintritt: € 12,–<br />

Anmeldung: info@alchemilla.at<br />

Uga Uga, zju-huhui, oder jodeln als Überlebenstraining<br />

Jodelworkshop<br />

Im Vorfeld des Jodler- und Sängertreffens findet<br />

im Rahmen des <strong>Walserherbst</strong> <strong>2014</strong> ein Jodelworkshop<br />

vor Ort auf Michels Alphütte (Fam.<br />

Metzler) statt. Die Workshopteilnehmer wirken<br />

anschließend beim Jodler- und Sängertreffen am<br />

Sonntag, 31. August mit.<br />

Workshop-Leitung: Evelyn Fink-Mennel, gemeinsam<br />

mit Maria Walcher und Norbert Hauer<br />

(Niederösterreich) sowie Clara Sattler (Südtirol)<br />

Treffpunkt und Beginn: Samstag, 30.8. <strong>2014</strong> um<br />

14:00 Uhr bei der Bergstation Ugabahn Damüls,<br />

dann 10 Minuten Gehzeit zu Michels Alphütte.<br />

Sa 30.08. / 14:00–<br />

So 31.08. / 11:00<br />

Uga Alp DAMÜLS<br />

Kurskosten: € 80,– pro Person inklusive Älpler-Abendessen am Samstag<br />

und Übernachtung im Berggasthof Uga Alp (Mehrbettzimmer mit<br />

Frühstück; Getränke exklusive)<br />

Info & Anmeldung: office@walserherbst.at<br />

32 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 33


WALSERHERBST WORKSHOPS & VORTRÄGE<br />

Kochen mit Wildkräutern am offenen Feuer<br />

Kleine Kräuterkunde mit praktischer Anwendung<br />

Christine Giera verbindet die Kraft der Wildkräuter<br />

mit der Energie des Feuers. Kochen am<br />

offenen Feuer, im Schutz der Gemeinschaft, wie<br />

in frühester Zeit – ein Fest für Leib und Seele.<br />

Christine Giera ist Natur- und Landschaftsführerin,<br />

Wildkräuterfrau und leitet die Geschäftsstelle<br />

des Allgäuer Kräuterland e.V.. Sie lebt mit ihrer<br />

Familie im Allgäu.<br />

Kursbeitrag: € 25,–<br />

Info & Anmeldung: info@alchemilla.at oder<br />

office@walserherbst.at<br />

Mo 01.09. / 15:00<br />

Kräuterhaus Mühle<br />

BUCHBODEN<br />

Musiziertag „spezial”<br />

Wir laden zu einem speziellen Musiziertag, bei<br />

dem gezupft, geblasen, gestrichen und gesungen<br />

wird (siehe Seite 23).<br />

Treffpunkt: 9:00 Uhr im Feldhotel<br />

Arbeit in Gruppen: 9:30–12:30 & 14:00–17:00 Uhr<br />

Ab 17:00 Uhr öffentliches „Rundumhören“ in den<br />

Musikwerkstätten<br />

Unkostenbeitrag: € 10,– inklusive Mittagstisch<br />

im Feldhotel in Buchboden<br />

Info & Anmeldung: www.walserherbst.at<br />

office@walserherbst.at, 0699/10 61 62 51<br />

Sa 06.09. / 09:00–17:00<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

Mundart-Schreibwerkstatt<br />

In der inspirierenden Atmosphäre des Alpengasthofs<br />

Bad Rothenbrunnen treffen sich Menschen,<br />

die sich dem kreativen Schreiben in Mundart<br />

hingeben. Sie gehen auf Suche nach Lauten und<br />

Silben, Wörtern und Sätzen und holen aus dieser<br />

Sammelkiste zauberhafte Texte hervor. Unterstützt<br />

werden die Schreibenden von den beiden<br />

Werkstattleiterinnen Erika Hössli (Splügen/<br />

Schweiz) und Elisabeth Burtscher (Fontanella/<br />

Vorarlberg).<br />

Info & Anmeldung: +43 (0)664 123 55 17<br />

elisabeth.burtscher@fontanella.at<br />

Korbbinden aus Gräsern und Kräutern<br />

Einen ganzen Tag lang bieten wir die Möglichkeit<br />

unter fachkundiger Anleitung von Renate<br />

Schmidrathner (Niederösterreich) die Fertigkeit<br />

des Korbbindens mit getrockneten Gräsern<br />

und Kräutern zu erlernen. Ein handwerklichduftendes<br />

Ereignis!<br />

Do 04.09.– So 07.09.<br />

Bad Rothenbrunnen<br />

BUCHBODEN<br />

Vom Leinsamen zum Leinenkleid<br />

Workshop mit Ewa Krauze (Polen)<br />

Die Verarbeitung von Leinen gehört zum ältesten<br />

Handwerk unserer Erde. Bereits vor 6.000 Jahren<br />

wussten die Ägypter die Qualität des Leinens zu<br />

schätzen und nannten es „gewebtes Mondlicht”.<br />

Niederschlesien, die Heimat von Ewa Krauze, ist<br />

besonders eng mit der Leinenproduktion verknüpft.<br />

Dort hat sie nach den Wurzeln des Leinens<br />

zu graben begonnen und den langen Faden<br />

der Tradition weiter gesponnen.<br />

In ihren Workshops verwendet sie eine Vielzahl<br />

an Requisiten wie Originalwerkzeuge und<br />

alte Maschinen, Garne und Stoffe, Bilder und<br />

Fotos. Sie führt die Leinenpflanze in ihren verschiedenen<br />

Stadien vor und demonstriert deren<br />

traditionelle Verarbeitung.<br />

Ewa Krauze ist Absolventin der Schlesischen<br />

Universität in Cieszyn. Sie lebt als freie Künstlerin<br />

und Kunstlehrerin im Riesengebirge.<br />

Unkostenbeitrag: € 5,–<br />

Sa 06.09. / 16:00–18:00<br />

Kultursaal RAGGAL<br />

Info & Anmeldung: office@walserherbst.at<br />

Info & Anmeldung: office@walserherbst.at<br />

Sa 06.09. / 10:00–17:00<br />

Feldhotel BUCHBODEN<br />

34 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 35


FESTE &<br />

BESONDERES<br />

Maßliebchen und Gundermann – ein kulinarisches Kräutererlebnis<br />

Küchenchef Georg Türtscher wartet im Anschluss<br />

an die Buchpräsentation „Die Alchemilla<br />

Kräuterfrauen und ihre Frauenkräuter“ (siehe<br />

Seite 15) mit kulinarischen Köstlichkeiten auf.<br />

In Vergessenheit geratene Wildkräuter, Geheimnisse<br />

aus dem Kräutergarten und bunte Blüten<br />

sind die Zutaten für ein mehrgängiges Menü mit<br />

Live-Musik.<br />

Sa 30.08. / 19:30<br />

Hotel Kreuz BUCHBODEN<br />

Info & Anmeldung: hotel.kreuz@aon.at oder<br />

+43 (0) 5554 5214<br />

Patroziniumsfest & Regionaler Kräuter- und Wurzelmarkt<br />

Walser und Walserinnen pilgern seit jeher zum<br />

Patroziniumsfest anlässlich Maria Geburt in<br />

Buchboden. Nach dem Festgottesdienst wird<br />

das Dorf zum Treffpunkt, Marktplatz und Dorffest<br />

für die Besucher aus Nah und Fern.<br />

Speis und Trank, Geflochtenes und Gewobenes<br />

sowie eine Vielzahl regionaler Produkte<br />

warten an den Marktständen. Naturkundige<br />

Bewohner des Tales wie die Alchemilla Kräuterfrauen<br />

verarbeiten für diesen besonderen Anlass<br />

Heilkräuter und Wurzeln nach alten Hausrezepten.<br />

Ob frisch oder eingelegt, getrocknet oder<br />

in angesetzter Form – der <strong>Walserherbst</strong> bringt<br />

das fast vergessene Wissen um die heimischen<br />

Kräuter und Wurzeln „unter d’Lüt”. Abwechselnd<br />

geigen zwischen den Ständen „Ferenc &<br />

seine ungarischen Freunde“ und die heimische<br />

„Chilbimusig“ aus Fontanella auf.<br />

So 07.09. / 10:00–17:00<br />

Kirche & Dorfplatz<br />

BUCHBODEN<br />

Festgottesdienst<br />

in Buchboden / 10:30<br />

36 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 37


WALSERHERBST FESTE & BESONDERES<br />

MITTWOCH spezial<br />

jeden <strong>Walserherbst</strong>-Mittwoch / Feldhotel BUCHBODEN<br />

Frei nach dem Motto „Geteilte Wochen sind lustigere Wochen” greift<br />

der <strong>Walserherbst</strong> mit dem „Mittwoch spezial” die Tradition des „Wochenteilens”<br />

auf. Im gastlichen Ambiente des Feldhotels kredenzt<br />

das Festival an jedem Mittwoch ein überraschendes und vermutlich<br />

unvergessliches Kulturmenü: da inspirieren aphrodisierende Kräuter<br />

eine Singstunde für Erwachsene, man bäckt gemeinsam köstliche<br />

Brote oder trifft sich zur Mal-Performance.<br />

03.09. / 20:00 / Verführerische Kräuter und Knollen im Volkslied<br />

Mit Evelyn Fink-Mennel. Ab 16 Jahren. (Infos siehe Seite 22)<br />

10.09. / 14:00–20:00 / Backtag: Frisches Brot & alte Brotspeisen<br />

Präsentation des Hörbuchs<br />

Zeitdokumente<br />

Der Kulturausschuss der REGIO Großes Walsertal<br />

sammelte von Walserinnen und Walsern<br />

Geschichten aus den 30er und 40er Jahren des<br />

vergangenen Jahrhunderts. Die Gespräche über<br />

ihre Kindheit und Jugendzeit, die Kriegszeit und<br />

das Leben im Großen Walsertal sind in Form eines<br />

Hörbuchs zusammengefasst.<br />

Am letzten Museumstag präsentiert der<br />

Kulturausschuss Auszüge dieser Geschichten,<br />

die zum Nachdenken, zum Innehalten und Nachempfinden<br />

einladen. Anschließend können im<br />

Museum die Alltagsgegenstände aus dieser Zeit<br />

besichtigt werden.<br />

So 28.09. / 14:00<br />

Heimatmuseum SONNTAG<br />

Im Rahmen dieses „Mittwoch spezial“ verwandelt<br />

der <strong>Walserherbst</strong> das Feldhotel in eine<br />

Backstube. Ein Holzofen wird zum Zentrum für<br />

jene, die Zeit und Geduld mitbringen, die Geschichten<br />

hören und erzählen möchten. Gemeinsam<br />

und unter fachkundiger Anleitung kneten<br />

die Amateure (=Liebhaber) verschiedene Arten<br />

von Teig, lassen ihm Zeit zum Gehen, formen<br />

ihn zu Brot und schieben die Laibe in den Ofen.<br />

Auch aus altem Brot lässt sich Köstliches im<br />

Holzofen zaubern. Die altbewährten, köstlichen Speisen werden zum<br />

Abschluss gemeinsam mit dem ofenfrischen Brot von ihren Bäcker/<br />

innen aufgetischt und gegessen.<br />

Info & Anmeldung: office@walserherbst.at oder<br />

+43 (0) 699 10 61 62 51<br />

17.09. / ab 14:00 / Außen-Innen Ansicht(en) –<br />

Junge Kunst in Aktion mit Tobias Ludescher und Lukas Goller<br />

Tobias Ludescher und Lukas Goller verschmelzen das Feldhotel<br />

Schritt für Schritt mit seiner Umgebung. Die vielen Fensterscheiben<br />

des temporären Wohnzimmers des <strong>Walserherbst</strong> werden von ihnen<br />

mit schwarzer Farbe bemalt. Dabei bilden die beiden Graphik Designer<br />

und Künstler Teile der Umwelt ab und transferieren sie phantasievoll<br />

verändert in den Raum. Das Feldhotel an sich fungiert als<br />

temporäre Schnittstelle und so sollen es auch dessen Fenster sein.<br />

Die von ArtDesign Feldkirch initiierte öffentliche Kunstaktion dauert<br />

bis in den Abend hinein.<br />

Ruine Blumenegg<br />

Tisch & Tanzboda und Fünf-Stern-Wanderung<br />

Zwischen Lutz und Falsterbach auf einem Bergsporn<br />

steht die Ruine Blumenegg – umgeben von<br />

den Gemeinden Ludesch, Thüringen, Bludesch<br />

und Thüringerberg. Nach ihrer Renovierung soll<br />

die Ruine ab 2015 als offener, lebendiger Kulturund<br />

Freizeitraum genutzt werden. Der <strong>Walserherbst</strong><br />

<strong>2014</strong> lädt schon jetzt dazu ein, die Ruine<br />

und ihre kulturellen Möglichkeiten zu erkunden.<br />

Die Burg Blumenegg wurde von den Grafen von<br />

Montfort-Werdenberg um 1260 erbaut. Im Jahre<br />

1774 wurde sie nach einem Brand dem Verfall<br />

preisgegeben. Nun, 240 Jahre später, soll dieses<br />

versteckte Juwel eine neue, bedeutende Aufgabe<br />

erlangen. Auf Initiative des Vereins Burgfreunde<br />

Blumenegg, des <strong>Walserherbst</strong> und des<br />

Architektenduos Kompott wird das Burgareal ab<br />

2015 lebendiger Kultur- und Freizeitraum. Mit einem<br />

Pavillon, der ein breitgefächertes Spektrum<br />

an Veranstaltungen beherbergen soll, wird hier<br />

ein „kulturelles Wohnzimmer“ der Blumenegg-<br />

Gemeinden, des Walgaus und des Großen Walsertals<br />

entstehen. Gestaltet wird der Pavillon von<br />

Martin Mackowitz und Nikolaus Skorpik von Kompott,<br />

aus deren Feder auch das Feldhotel stammt<br />

(siehe Seite 5).<br />

▶<br />

Do 04.09. / ab 17:30<br />

(Ausweichtermin 05.09.)<br />

Do 18.09. / ab 17:30<br />

(Ausweichtermin 19.09.)<br />

Ruine Blumenegg<br />

THÜRINGERBERG<br />

38 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 39


WALSERHERBST FESTE & BESONDERES<br />

Fünf-Stern-Wanderung<br />

zur Ruine Blumenegg, THÜRINGERBERG<br />

Unter dem Motto „wandern, essen, musizieren und informieren“ erfahren<br />

Interessierte im Rahmen des <strong>Walserherbst</strong>s <strong>2014</strong> mehr über<br />

die mögliche kulturelle Nutzung der idyllischen Ruine Blumenegg. Da<br />

viele Wege zu den ehemaligen Grafen von Montfort führen, wandern<br />

wir, gemeinsam mit ortskundigen Wander-Persönlichkeiten, von fünf<br />

Ausgangspunkten aus:<br />

Treffpunkte / Ausgangspunkte<br />

15:30 Uhr / Ruine Jagdberg SCHLINS<br />

über Jupident, Gaisbühel, Runkeline zur Ruine Jordan, Quadern zur<br />

Ruine Blumenegg<br />

16:00 Uhr / Nikolauskirche BLUDESCH<br />

über die Ruine Jordan, Quadern zur Ruine Blumenegg<br />

17:00 Uhr / Villa Falkenhorst THÜRINGEN<br />

den Wasserfall entlang zu den Quadern-Weihern zur Ruine Blumenegg<br />

17:00 Uhr / Blumenegghalle LUDESCH<br />

den Lutzbach entlang zum Hangar und kurzer (steiler) Aufstieg zur Ruine<br />

Blumenegg<br />

17:00 Uhr / Kirche THÜRINGERBERG<br />

über Bargrand nach Quadern zur Ruine Blumenegg<br />

Zu einer richtigen Wanderung gehört natürlich eine Jause. Auf der Ruine<br />

angekommen, packen wir sie aus dem Rucksack, stellen sie auf den<br />

Tisch und essen alle gemeinsam, von allem. Für Getränke wird gesorgt,<br />

ebenso für zünftige Live-Musik. Tisch und Tanzboden und wärmende<br />

Feuerschale stehen bereit! Auf Wunsch bringen wir Sie gerne wieder<br />

zum Ausgangspunkt zurück.<br />

Info: office@walserherbst.at und +43 (0) 699 10 61 62 51<br />

Herr & Frau Meise auf Kur<br />

Martha Laschkolnig und Markus Zett als clowneskes<br />

Gespann auf der Suche nach den geheimen<br />

Kraftorten im Großen Walsertal.<br />

Herr & Frau Meise sind zwei, die sich nicht alles<br />

erlauben. Weil für sie Respekt von Bedeutung<br />

ist. Doch sie irritieren, verzaubern den Alltag.<br />

Sie jagen nach Momenten des Glücks, schätzen<br />

das Übersehene, hegen und pflegen das Unspektakuläre.<br />

Ihre Suche führt sie ins Große Walsertal.<br />

Erholung wollen sie hier finden, denn sie<br />

sind auf Kur. Zehn Tage lang durchstreifen Herr<br />

& Frau Meise ein ganzes Tal, von Buchboden bis<br />

zur Ruine Blumenegg. Die bekannten Erholungsangebote<br />

lassen sie links liegen und forschen<br />

stattdessen nach den geheimen Kurorten der<br />

Talbewohner und -besucher.<br />

All ihre Entdeckungen dokumentieren Herr & Frau Meise auf<br />

herrundfraumeise.wordpress.com bzw. www.walserherbst.at. So<br />

entsteht eine poetische Landkarte mit Bildern und Geschichten der<br />

alltäglichen, vielleicht nicht immer so bewussten, Kur. Wenn Sie also<br />

Herrn & Frau Meise begegnen, schenken Sie ihnen ein paar Minuten<br />

Zeit und verraten einen Ihrer Kraftorte oder liebsten Plätze im Tal.<br />

Lutzschwefelbad<br />

Vergnügliche Badekultur in puristischer Architektur<br />

Am Ufer des tosenden Lutzbaches, unweit vom<br />

Dorf Buchboden, haben der Architekt Martin<br />

Mackowitz und das Künstlerkollektiv AO& im<br />

Rahmen des <strong>Walserherbst</strong> 2012 das Lutzschwefelbad<br />

errichtet. Gespeist wird es von einer der<br />

stärksten Schwefelquellen Österreichs. Sie garantiert<br />

ein heilsam wärmendes Badevergnügen.<br />

Philipp Furtenbach mit seinem AO& Team und<br />

Martin Mackowitz betreuen während der Festivalzeit<br />

die Badenden an der Lutz.<br />

Um den Badekomfort zu sichern, bitten wir um<br />

Anmeldung.<br />

Do 04.09.–So 14.09.<br />

GROSSES WALSERTAL<br />

Fr 29.08.–Sa 20.09.<br />

täglich ab 17:00<br />

WASSERTAL – Verein zur Erkundung des<br />

Umgangs mit Wasser im alpinen Raum<br />

Info & Anmeldung: www.wassertal.at<br />

info@wassertal.at und +43 (0)5550 20360<br />

40 WALSERHERBST <strong>2014</strong> WALSERHERBST <strong>2014</strong> 41


FÖRDERER / SPONSOREN / PARTNER<br />

Der <strong>Walserherbst</strong> dankt seinen<br />

Förderern, Sponsoren und Partnern!<br />

FÖRDERER:<br />

HAUPTSPONSOREN:<br />

SPONSOREN:<br />

MEDIENPARTNER:<br />

PARTNER:<br />

Heimatmuseum Großes Walsertal<br />

Alchemilla Kräuterfrauen / AO&<br />

Herzlichen Dank!<br />

Bedanken möchten wir uns auch bei den vielen Walser und Walserinnen für deren<br />

namentliche Nennung wir zu wenig Platz hätten. Sie alle haben durch ihre persönliche/<br />

individuelle Mithilfe Festival und Tal bereichert.<br />

Weiteres danken wir: den Ortsbäuerinnen Großes Walsertal, den Gemeindeverantwortlichen<br />

und ihren Mitarbeiter/innen, den Bewohner/innen des Flüchtlingsheimes<br />

„Tobelhaus“ in Raggal / dem Verein Wassertal, dem Verein Burgfreunde Blumenegg,<br />

sowie dem REGIO Kulturausschuss und dem Biosphärenpark Team.<br />

Fotocredits:<br />

Nikolaus Walter (Seite 1, 7, 8 li.o., 10 li.u., 12 li.u., 23 re.o., 35 re.o.), Nikolaus Skorpik/kompott io<br />

(Seite 5, 24 li.o., 38 li.), Elmar Bertsch (Seite 8 li.u.), Mathias Mitteregger (Seite 9 re.o), Dr.Seeberger<br />

(Seite 9 re.u.), Reinold Amann (Seite 10 li.o.), Dietmar Nigsch (Seite 11re.o., 16 li., 37, 40 li.), Iona Steixner<br />

(Seite 11 re.u.), Martin Mackowitz (Seite 12 li.o., 39 re.u., 41 re.u.), Alchemilla (Seite 15), Foerschli/fotolia<br />

(Seite 17 re.o.), Markus Lackinger (Seite 17 re.mi), Mihai M. Mitrea (Seite 17 beide u.), Haymonverlag<br />

(Seite 18 li.o.), Martin Sailer (Seite 18 li u.), Staufner Jodler (Seite 21), Töbi Tobler (Seite 22 li.o.), Foto KK/<br />

Toni Burger (Seite 23 re.u.), Rebecca Sparr (Seite 24 li.u.), Alte Könige (Seite 25 re.o.), Sepp Dreissinger<br />

(Seite 25 re.u.), Filmladen/ Sommer i.d.Provence (Seite 27), IFC/Of Horses and Men (Seite 30.li.u.),<br />

Fink-Mennel (Seite 33), AO& (Seite 34 li.o.), Heimo Lammer (Seite 34 li.u.), Ewa Krauze (Seite 35 re.u.),<br />

Martha Laschkolnig (Seite 41 re.o.)<br />

WALSERHERBST <strong>2014</strong> 43


INFO / KONTAKT / TEAM / RESERVIERUNG<br />

FESTIVALBÜRO & RESERVIERUNGEN<br />

Faschina Straße 48, 6723 Blons/Vorarlberg<br />

Telefon +43 (0)699 10 61 62 51<br />

Web www.walserherbst.at<br />

E-Mail office@walserherbst.at<br />

PRESSEKONTAKT<br />

die jungs kommunikation<br />

Lilienbrunngasse 18/2/3, 1020 Wien<br />

Telefon +43 (0)1 216 48 44 – 22<br />

E-Mail office@diejungs.at<br />

WALSERHERBST TEAM<br />

Dietmar Josef Nigsch Festivalleiter<br />

Evelyn Fink-Mennel Musikkuratorin<br />

Wolfgang Steininger Filmkurator<br />

Hannes Maier Technische Betreuung / Organisation<br />

Dominik Bickel Technische Betreuung / Organisation<br />

Paula Pfister Festivalbüro / Veranstaltungen<br />

Lisa Bickel Veranstaltungen<br />

Heidi Mackowitz Veranstaltungen<br />

Mihai M. Mitrea | sketo design Artdirector<br />

die jungs kommunikation Redaktion & PR<br />

Lindau / D<br />

Bregenz<br />

Dornbirn<br />

Bezau<br />

CH / FL<br />

Damüls<br />

Blons<br />

Fontanella<br />

Feldkirch<br />

Garsella Sonntag<br />

St.Gerold<br />

Buchboden<br />

Raggal / Marul<br />

Thüringerberg<br />

D<br />

Bludenz<br />

Innsbruck<br />

Wien<br />

IMPRESSUM<br />

Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich<br />

<strong>Walserherbst</strong> Festival, Faschina Straße 43, 6723 Blons<br />

Druck AV+Astoria Druckzentrum, 1030 Wien<br />

44 WALSERHERBST <strong>2014</strong>


PROGRAMMÜBERSICHT<br />

DATUM ZEIT VERANSTALTUNG SEITE PREIS ORT<br />

Fr 29.08. 17:00 Medizin & Heilkraft / Ausstellungseröffnung 7 Heimatmuseum SONNTAG<br />

Fr 29.08. 20:00 WALSERHERBST Eröffnung *** 3 Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 30.08. 14:00 Vortrag mit Kräuter Rosa 33 12,– Hotel Kreuz BUCHBODEN<br />

Sa 30.08. 17:00 Buchpräsentation: Die Alchemilla Kräuterfrauen und ihre Frauenkräuter 15 Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 30.08. 19:30 Kulinarischer Kräuterabend 37 50,– Hotel Kreuz BUCHBODEN<br />

So 31.08. 12:00 Jodler und Sängertreffen 21 Uga Alpe DAMÜLS<br />

So 31.08. 16:00 Altes Kräuterwissen ins Licht gehoben / Ausstellungseröffnung 13 Kräuterhaus Mühle BUCHBODEN<br />

So 31.08. 19:00 Klingende Kirche „Appenzeller Space Schöttl“ 22 24,–/20,– Bergkirche DAMÜLS<br />

Mo 01.09. 15:00 Kochen mit Wildkräutern am offenen Feuer 34 25,– Kräuterhaus Mühle BUCHBODEN<br />

Di 02.09. 20:00 Zu Gast in Walser Stuben / Literatur & Gespräche 15 freier Beitrag Fam. Nigsch SONNTAG / Seeberg<br />

Mi 03.09. 20:00 MITTWOCH spezial / Verführerische Kräuter im Volkslied 22 10,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

Do 04.09. ab 17:30 Tisch & Tanzboda / Fünf-Stern-Wanderung Ruine Blumenegg *** 39/40 Ruine Blumenegg THÜRINGERBERG<br />

Fr 05.09. ab 17:30 Tisch & Tanzboda (Ausweichtermin) 39/40 Ruine Blumenegg THÜRINGERBERG<br />

Fr 05.09. 19:00 Erdenmysterium unter freiem Himmel 16 Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 06.09. 09:00–17:00 Musiziertag „spezial“ * 23 10,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 06.09. 10:00–17:00 Korbbinden aus Gräsern und Kräutern 34 10,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 06.09. 14:00 30 Jahre Fotoclub Sonntag / Ausstellungseröffnung 13 Gemeindesaal SONNTAG<br />

So 07.09. 10:00–17:00 Patroziniumsfest und Kräuter & Wurzelmarkt *** 37 Kirche/Dorfplatz BUCHBODEN<br />

So 07.09. 19:00 Klingende Kirche „Toni Burger – Solo“ 23 24,–/20,– Bergkirche MARUL<br />

Di 09.09. 20:00 Zu Gast in Walser Stuben / Literatur & Gespräche 15 freier Beitrag Bauernhaus Nr.33 THÜRINGERBERG<br />

Di 09.09. 20:30 WALSER FILMTAGE / Eröffnungsfilm: Ein Sommer in der Provence (F) 27 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Mi 10.09. 14:00–20:00 MITTWOCH spezial / Frisches Brot & alte Brotspeisen ** 38 freier Beitrag Feldhotel BUCHBODEN<br />

Mi 10.09. 18:00 Geburt / Film (CH) 28 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Mi 10.09. 20:30 Mein erster Berg (CH) 28 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Do 11.09. 18:00 Westen / Film (D) 29 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Do 11.09. 19:00 Aberglaube im Gebälk... Mythen und Gebräuche in alten Häusern 9 freier Beitrag Heimatmuseum SONNTAG<br />

Do 11.09. 19:00 Fräulein Hona & Kompott 24 10,–/8,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

Do 11.09. 20:30 Alpsummer / Film (CH) 29 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Fr 12.09. 18:00 Sauacker / Film (D) 30 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Fr 12.09. 20:30 Of Horses and Men (Island) 30 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Fr 12.09. 20:30 Nein, diese Suppe ess ich nicht! / Projekttheater Produktion * 17 20,–/15,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 13.09. 18:00 Dr. Josef Seeberger: Jäger, Arzt und Fotograf 9 freier Beitrag Heimatmuseum SONNTAG<br />

Sa 13.09. 18:00 Shouting Secrets / Film (USA/CH) 31 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Sa 13.09. 20:30 Stimmen Stimmen Gegenstimmen / Film (Österreich) 31 10,–/8,– Geroldhus ST.GEROLD<br />

Sa 13.09. 20:30 Nein, diese Suppe ess ich nicht! / Projekttheater Produktion * 17 20,–/15,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

So 14.09. 10:00 Frühstück & Film – Venezianische Freundschaft (Italien) ** 31 14,–- Geroldhus ST.GEROLD<br />

So 14.09. 16:30–22:00 Literatur Personale – Alois HOTSCHNIG * 19 20,–/15,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

Di 16.09. 20:00 Zu Gast in Walser Stuben / Literatur & Gespräche 15 freier Beitrag Kreyerhus FONTANELLA<br />

Mi 17.09. ab 14:00 MITTWOCH spezial / Außen-Innen Ansicht(en) – Mal-Performance 38 Feldhotel BUCHBODEN<br />

Mi 17.09. ab 19:00 Musikantenstammtisch 24 Gasthaus Wallis RAGGAL<br />

Do 18.09. ab 17:30 Tisch & Tanzboda / Sternwaderung zur Ruine Blumenegg *** 39/40 Ruine Blumenegg THÜRINGERBERG<br />

Fr 19.09. ab 17:30 Tisch & Tanzboda (Ausweichtermin) 39/40 Ruine Blumenegg THÜRINGERBERG<br />

Fr 19.09. 18:30 Chor fälliges aus´m Tal 25 freier Beitrag Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 20.09. 20:30 Wean und Steam – Agnes Palmisano Trio / Abschlusskonzert 25 20,–/16,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

Mo 01.09.– Do 04. 09. Altes Kräuterwissen ins Licht gehoben (Alchemilla) 13 freier Eintritt Kräuterhaus Mühle BUCHBODEN<br />

Sa 06. & Sa 13.09.<br />

So 07. & So 14.09.<br />

Ausstellung: 30 Jahre Fotoclub Sonntag 13 freier Eintritt Gemeindesaal SONNTAG<br />

Sa 30.08.–So 28.09. Medizin & Heilkraft / Heimatmusem 7 7,– für beide Heimatmuseum SONNTAG<br />

Sa 30.08.–So 28.09. Kuhkampf in der Schweiz / Stallgebäude Heimatmusem 10 Ausstellungen Stallgebäude Heimatmuseum SONNTAG<br />

Sa 30.08.–Sa 20.09. Wiesen/Spurensuche/Badeskulptur/Heilpflanzen-Kokons 11 freier Eintritt Garagenzeile BUCHBODEN<br />

WORKSHOPS<br />

Sa 30.08.–So 31.08. Jodel und Singworkshop ** 33 80,– Uga Alp DAMÜLS<br />

Do 04.09.–So 07.09. Mundart Schreibwerkstatt ** 34 80,– Bad Rothenbrunnen BUCHBODEN<br />

Sa 06.09. / 10:00–17:00 Korbbinden aus Gräsern und Kräutern 34 10,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 06.09. / 09:00–17:00 Musiziertag „spezial“ * 23/35 10,– Feldhotel BUCHBODEN<br />

Sa 06.09. / 16:00–18:00 Vom Leinsamen zum Leinenkleid 35 5,– Kultursaal RAGGAL<br />

Do 04.09.–So 14.09. Herr & Frau Meise auf Kur 41 Unterwegs im GROSSEN WALSERTAL<br />

Fr 29.08.–So 20.09. LUTZSCHWEFELBAD vergnügliche Badekultur in puristischer Architektur ** 41 20,– Am Lutzbach BUCHBODEN<br />

Filmtickets<br />

5 Filme zur freien Wahl € 35,–<br />

Ermäßigungen<br />

Für Schüler und Studenten (mit Ausweis)<br />

Ö1 Clubmitglieder erhalten € 2,– Ermäßigung<br />

Anmerkungen<br />

* Reservierung erwünscht<br />

** Anmeldung erforderlich<br />

*** Shuttlebusse & Elektrotaxi:<br />

Zwischen Sonntag und Buchboden<br />

Von der Ruine Blumenegg zum Ausgangspunkt<br />

Kartenreservierung<br />

www.walserherbst.at<br />

office@walserherbst.at<br />

+43 (0)699 10 61 62 51<br />

Lutzschwefelbad Reservierung<br />

info@wassertal.at<br />

+43 (0)5550 20360


www.walserherbst.at

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