Volkswohnung Geschäftsbericht 2020

Volkswohnung.de

Geschäftsbericht

2020





Geschäftsbericht 2020 • Inhaltsverzeichnis

3

1. Zukunft Raum geben S. 8

2. Aus dem Unternehmen S. 22

3. Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern S. 48

4. Einzelabschlüsse S. 78


„Bei der

Volkswohnung geben

wir Zusammenhalt ein

Zuhause. Und wir geben

Zukunft Raum.“


Geschäftsbericht 2020 • Vorwort des Geschäftsführers

5

Das vergangene Jahr werden wir vermutlich alle in bleibender

Erinnerung behalten. Doch die Corona-Pandemie

war und ist für uns Zäsur und Chance zugleich – denn wir

haben diese besondere Zeit des äußerlichen Stillstands

genutzt, um uns noch mehr zu öffnen. Und vor allem:

um uns am Ende weiterzubewegen. Denn was Sie in

diesem Moment mit dem Geschäftsbericht 2020 in den

Händen halten oder am Bildschirm lesen, ist eines von

vielen Ergebnissen eines mehrmonatigen Prozesses:

ein neuer Markenauftritt der Volkswohnung, ein neues

Corporate Design.

Dabei haben uns drei große Werte besonders begleitet:

Verantwortung, Innovation und Offenheit. Verantwortung,

weil wir Lebensräume bedürfnis-, umwelt- und zukunftsgerecht

gestalten wollen. Unserer Verantwortung als

kommunal engagiertes Unternehmen für eine sozial- und

umweltverträgliche Stadtentwicklung sind wir uns sehr

bewusst. Innovation, weil wir neue Wege gehen, ohne

unseren eigenen aus den Augen zu verlieren. Unsere

Neugier gegenüber Veränderungen und unsere Verantwortung

im Hinblick auf Mensch und Umwelt motivieren

uns zu neuem Denken, Handeln und Forschen. Offenheit,

weil wir wertschätzend und unvoreingenommen gegenüber

Diversität, Veränderung und Wandel sind. Weil wir

soziales Miteinander schätzen und die Zukunft bei uns

willkommen ist.

Diese Werteorientierung, verbunden mit wirtschaft -

licher Stabilität, hat uns als Unternehmen sicher durch

die Pandemie manövriert. Was im vergangenen Jahr

mehr als zuvor deutlich wurde, ist die Unwiderruflichkeit

der digitalen Transformation. Die Volkswohnung hat die

Möglichkeit, die Weichen für die Zukunftsfähigkeit aus

einer starken Position heraus zu stellen. Auch wenn wir

uns schon vor Corona mit organisationalen Veränderungen,

schlankeren Entscheidungsstrukturen und neuen

Formen der Zusammenarbeit beschäftigt und erste Weichen

für eine mobile Arbeitsplatzstrategie auf den Weg

gebracht haben, gaben die Entwicklungen im März 2020

den entscheidenden Schub: Von jetzt auf gleich arbeiteten

90 bis 95 % der Mitarbeiter:innen mobil und wir sahen

uns nur noch in Videokonferenzen. Das Überraschendste

daran: Es hat funktioniert. Innerhalb kürzester Zeit haben

wir die benötigte digitale Infrastruktur für unsere fast

300 Mitarbeitenden geschaffen.

Wir sind bereits mittendrin in der hybriden Arbeitswelt

und wollen die Errungenschaften der letzten Monate

nicht wieder zurücknehmen. Auch wenn wir unsere Prozesse

noch nicht vollständig „remote first“ denken, werden

wir in Zukunft – auch dank der Betriebsvereinbarung

zum mobilen Arbeiten, die wir im Jahr 2020 gemeinsam

mit dem Betriebsrat verabschiedet haben – eine bedarfsorientierte,

gute Balance aus physisch und virtuell finden.

Im vergangenen Jahr haben wir auch begonnen, eine

ambitionierte Klimaschutzstrategie zu erarbeiten. Das

Ziel: ein klimaneutraler Wohnungsbestand bis 2040. Vor

diesem Hintergrund haben wir Klimaschutz und Nachhaltigkeit

als wichtige und zentrale Dimensionen unserer

Unternehmensstrategie definiert. Konkret heißt das für

uns beispielsweise, bei Neubauten und Modernisierungen

Energiestandards zu setzen, die die Anforderungen

einer nachhaltigen Zukunft erfüllen. Im vergangenen

Geschäfts jahr haben wir über 30 Mio. € für die Modernisierung

und Instandhaltung unserer Wohnungen auf -

gewendet. Um diese großen Aufgaben in einer starken

Gemeinschaft anzugehen, haben wir uns als Gründungsmitglied

der Initiative Wohnen.2050 in einem Verbund

großer und kleiner Wohnungsunternehmen Deutschlands

zusammengeschlossen. Mit der Entsprechenserklärung

zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex haben wir uns auch

nach außen sehr klar positioniert.

Wir schauen in diesem Bericht zwar auf das vergangene

Jahr, aber die Zeichen stehen bei so viel Veränderung

ganz auf Zukunft. Wir möchten Zukunft Raum geben –

und das in jeder Form: Wohnraum, Freiraum oder auch

Spielräume. Unter dieses Leitmotiv stellen wir unser Handeln

und richten unsere Geschäftstätigkeit danach aus.

Das haben wir auch in der Vergangenheit schon getan,

aber mit dem gleichlautenden neuen Claim der Volkswohnung

verstärken wir diese Selbstverpflichtung.

Stefan Storz

Geschäftsführer


6

Geschäftsbericht 2020 • Vorwort des Vorsitzenden des Aufsichtsrates

Karlsruhe ist eine wachsende Stadt: Vor allem der Zuzug

meist junger Menschen hat dazu geführt, dass bereits vor

fünf Jahren ein Bedarf von 20.000 zusätzlichen Wohnungen

bis 2030 ermittelt wurde. Zwar ist die Einwohnerzahl

im vergangenen Jahr leicht gesunken, aber mittelfristig

wird der urbane Lebens- und Arbeitsraum seine Anziehungskraft

nicht verlieren. Denn Karlsruhe ist und bleibt

eine lebenswerte Stadt, die in eine wirtschaftlich starke

und zukunftsfähige Region eingebunden ist. Und auch

wenn das letzte – von der Coronapandemie geprägte –

Jahr in vielen Bereichen zu einer Zäsur geführt hat, behalten

Städte als urbane Zentren eine wichtige Funktion:

Die Stadt ist ein Ort der Begegnung. Das persönliche

Treffen mit Freunden und Familie, das Erlebnis Stadt und

auch die kulturellen und gastronomischen Angebote

werden ihre Bedeutung für das soziale Miteinander nicht

verlieren.

Die Kernaufgabe der Volkswohnung, Karlsruher Bürgerinnen

und Bürgern bezahlbaren und hochwertigen

Wohnraum anzubieten, ist daher aktueller denn je.

Ge rade in einem Jahr, das durch die Corona-Pandemie

für viele Menschen mit Unsicherheit verbunden war, fällt

die Verlässlichkeit der Volkswohnung besonders positiv

ins Gewicht. Zum Schutz der Mieterschaft wurden Miet -

er höhungen und Wohnungskündigungen ausgesetzt.

Auch die unbürokratische Reaktion auf individuelle

finanzielle Engpässe half im Krisenjahr einigen Bürgerinnen

und Bürgern durch die schwierige Zeit.

Gesellschaftliche Verantwortung übernehmen heißt

also nicht nur, für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen und

gute Nachbarschaften zu unterstützen. Es heißt auch:

ein offenes Ohr für alle Belange zu haben, anzupacken,

wenn Hilfe benötigt wird, oder im Bedarfsfall unkonventionelle

Wege zu gehen. Besondere Anspruchsgruppen

mit individuellen Bedürfnissen profitieren von der Offenheit

gegenüber innovativen Ideen und werden im Vermietungskonzept

der Volkswohnung daher explizit berücksichtigt.

Inklusives Wohnen für Menschen im Alter oder

mit einer Behinderung ist schon immer Teil des Angebotes

der Volkswohnung. Im Jahr 2020 wurde zusätzlich ein

starker Fokus auf die konzeptionelle Weiterentwicklung

eines Strategie- und Maßnahmenpaketes gelegt.

Aufgrund der allgemein angespannten Mietsituation

in Karlsruhe braucht es jedoch zusätzlich neue Ideen.

Gleich zwei Mal hat die Volkswohnung mit beispielgebenden

Leuchtturmprojekten die Landesregierung Baden-

Württemberg davon überzeugt, diese im Rahmen der

Wohnraumoffensive zu fördern. Zudem hatten Bauwillige

mit der „Konzeptvergabe am Sandberg“ in Karlsruhe-

Knielingen erstmals die Möglichkeit, als Baugemeinschaft

mit einem gemeinsamen Konzept Baugrundstücke zu erwerben.

Bei der Vergabe der Grundstücke zählte nicht der

Preis, sondern die beste Idee eines gemeinschaftlichen

Miteinanders. In den eingereichten Konzepten wurde vielfach

über die eigene Grundstücksgrenze hinausgedacht –

das bringt einen Mehrwert für den gesamten Stadtteil.

Diese neuen Denkweisen und spannenden Projekte rücken

Karlsruhe und die Umgebung als attraktive und lebenswerte

Region in den wohlverdienten Fokus. Umso mehr

freue ich mich, gemeinsam mit der Volkswohnung im

kommenden Jahr ihren 100. Geburtstag zu feiern, der

für Aufbruch und Umbruch steht und an dem die Tochtergesellschaft

der Stadt Karlsruhe ihren neuen Auftritt

gebührend feiern kann. Bis dahin packen wir weiter an,

gehen sowohl neue als auch bewährte Wege und freuen

uns, auf ein starkes Netzwerk in der TechnologieRegion

Karlsruhe zählen zu dürfen.

Meinen herzlichen Dank spreche ich an dieser Stelle vor

allem den Mitarbeitenden der Volkswohnung und deren

Geschäftsführer Stefan Storz für die geleistete erfolgreiche

Arbeit im vergangenen Jahr aus.

Daniel Fluhrer

Vorsitzender des Aufsichtsrates,

Bürgermeister der Stadt Karlsruhe


„Gesellschaftliche

Verantwortung übernehmen

heißt auch,

im Bedarfsfall unkonventionelle

Wege zu gehen.“


8 Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben

1.

Zukunft

Raum geben


Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben

9

Im kommenden Jahr werden wir 100 Jahre alt.

Ein guter Anlass, uns neu zu definieren. Wir

haben die Zeit des Lockdowns genutzt, um uns

weiterzuentwickeln – auf Abstand in Videokonferenzen

und trotzdem eng miteinander

verbunden.

Nicht nur unsere digitale Infrastruktur hat dadurch

einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Wir haben im virtuellen Austausch miteinander

auch ein neues Markenleitbild formuliert,

das dem Anspruch an unser Handeln in diesen

besonderen Zeiten neuen Ausdruck verleiht.

Damit haben wir den Grundstein für unseren

neuen Markenauftritt gelegt, mit dem wir in das

Jubiläumsjahr starten.

Unsere Ziele sind klar: Wir wollen städtebaulichen

Wandel vorantreiben, der die Menschen

und unsere Umwelt in den Mittelpunkt rückt.

Wir wollen Gemeinschaften fördern und Nachbarschaften

stärken. Mit der Volkswohnung

geben wir Zusammenhalt ein Zuhause – und

Zukunft einen Raum.


10 Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben


Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben

11

Mission

Wir entwickeln und vermieten nachhaltigen

Wohnraum, in dem man langfristig preiswert

und selbstbestimmt leben kann.

Dabei sind wir im Rahmen innovativer, sozial

engagierter Quartiers konzepte offen für alle

Menschen – ungeachtet ihrer wirtschaftlichen

Lage oder kulturellen Herkunft.


12 Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben


Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben 13

Vision

Angesichts der globalen Herausforderungen

ist es unser Ziel, im Rahmen der Entwicklung

innovativer Wohnkonzepte, ökologische und

sozial ausgeglichene Lebensräume zu gestalten.

Für Karlsruhe, aber auch als Vorbild für andere.


14 Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben


Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben 15

Haltung

Bezahlbarer Wohnraum, der Schutz unserer

Umwelt und ein gelingendes Miteinander in

unseren Quartieren – das ist unser Anspruch.

Verantwortung, Innovation und Offenheit prägen

unser Handeln – nach innen wie nach außen.


16

Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben

„Bezahlbaren Wohnraum bereitstellen –

mit dieser Kernaufgabe be wegen wir

uns im Spannungsfeld von sozialer

Verant wortung und Wirtschaftlichkeit.

Verantwortliches Handeln bedeutet für

mich, sich dieser Herausforde rung zu

stellen und gute Lösungen zu finden.“

Friederike Kalusche,

Leiterin Kaufmännische Dienstleistungen

Verant


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„Wohnraum mit moderaten Mieten

ist auch in Karlsruhe ein knappes

Gut. Den Zugang zu diesem

fair zu gestalten, ist eine große

Ver antwortung.

Für die vielen Menschen, die dringend

eine Wohnung suchen, wollen

wir Teil der Lösung sein, nicht des

Problems.“

Anja Kulik, Leiterin Quartier & Soziales

„Nachhaltigkeit bedeutet

für mich: Verantwortung

übernehmen für gesellschaftliche

Themen, die auch über

unsere eigene Geschäftstätigkeit

hinausgehen.

Wir haben immer das Gesamtbild

im Blick – mit allen sozialen,

ökologischen und ökonomischen

Faktoren, die wir beeinflussen

können.“

Agnes Strehle,

Leiterin Nachhaltigkeitsmanagement

wortung


18

Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben

„Wir machen uns

jeden Tag aufs Neue

auf den Weg,

um Antworten für

die Zukunft zu finden.

Denn: Neue Herausforderungen

brauchen

andere Herangehensweisen.

Wir können

Innovation nicht nur

theoretisch denken,

sondern müssen sie

in jedem Bau projekt

praktisch umsetzen.“

Mario Rösner,

Leiter Technische Dienstleistungen

Innova


Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben

19

„Innovation begegnet mir

in der Volkswohnung

jeden Tag.

Auf dem Weg zu unseren

Zielen müssen wir immer

wieder neue Wege gehen,

kreativ sein und interdisziplinär

denken.

Unsere größte Qualität:

viele kluge Köpfe,

die dazu beitragen!“

Stefan Storz, Geschäftsführer

tion


20

Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben

Offen

„Glaubwürdigkeit entsteht

nur, wenn Worte und Taten

über einstimmen. Eine

authentische Kommunikation

ist hierzu der erste Schritt.

Wir wollen keine Luftschlösser

bauen, sondern offen und ehrlich

kommuni zieren, wer wir

sind: ein sozial engagiertes

Immobilienunter nehmen mit

einer ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategie.“

Pia Hesselschwerdt,

Leiterin Unternehmenskommunikation


Geschäftsbericht 2020 • Zukunft Raum geben

21

heit

„Transparenz und Offenheit sind Basis

einer gelingenden Zusammenarbeit

und für mich wichtige Aspekte unseres

Wertekanons.

Offenheit gegenüber Neuem, aber auch

gegenüber Herausforderungen – und

das kritische Hinterfragen des eigenen

Umgangs mit Ehrlichkeit und offenen

Äußerungen. Daran wachsen wir jeden

Tag.“

Marco Horbach, Leiter Personal/Organisation

„Offenheit, ein ehrlicher Umgang miteinander

und Transparenz sind grundlegende

Elemente unserer Arbeit.

Wir binden unsere Mieterinnen und

Mieter bei Veränderungen frühzeitig ein,

sind offen für den Dialog, kommunizieren

aber auch unsere Grenzen.“

Christian Laubscher, Leiter Immobilienbewirtschaftung


22

Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

2.

Aus dem

Unternehmen


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

23

Die Volkswohnung als Arbeitgeber S. 24

Die Zukunft des Wohnens gestalten S. 27

Bezahlbarer Wohnraum, fairer Zugang S. 30

Nachbarschaft fördern – Zusammenhalt stärken S. 32

Auf dem Weg zur Klimaneutralität S. 34

Kennzahlen 2020 S. 36

Neuen Wohnraum schaffen S. 38

Modernisierung für die Zukunft S. 46


24 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Personal

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

31. 12. 2020

293

223

Volkswohnung GmbH

70

+ 18 im Vergleich zum Vorjahr

Volkswohnung Service GmbH

153 140

weiblich

männlich

44,1

Jahre

Durchschnittsalter

über beide Gesellschaften

hinweg

11,1

Jahre

durchschnittliche

Betriebszugehörigkeit


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

25

Die Volkswohnung

als Arbeitgeber

Die Motivation, Kreativität und Leidenschaft unserer Mitarbeiter:innen

ist der Grundpfeiler unserer jetzigen und

zukünftigen Entwicklung. Die Volkswohnung kann nun

auf fast 100 Jahre sozialen Wohnungsbau zurückblicken

– eine Leistung, die ohne unsere Mitarbeitenden nicht

möglich gewesen wäre. Deshalb ist uns ihre Entwicklung

ein wichtiges Anliegen. Wir möchten ein Umfeld schaffen,

in dem Menschen ihr Potenzial voll entfalten können.

Eine Kultur der gegenseitigen Wertschätzung, spannende

Aufgaben und Möglichkeiten der Weiterentwicklung sind

die Basis unserer Zusammenarbeit.

Wir sind uns unserer Verantwortung unseren 293 Mitarbeitenden

(Stand: 31.12.2020) gegenüber bewusst und haben

auch im Jahr 2020 vielfältige Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung,

-bindung und -entwicklung umgesetzt.

Mitarbeiterentwicklung und Ausbildung

Auch in Zeiten der Corona-Pandemie konnten wir im vergangenen

Jahr 18 neue Kolleginnen und Kollegen für die

Volkswohnung GmbH gewinnen. Zudem haben vier junge

Menschen ihre Ausbildung als Immobilienkaufleute und in

der IT gestartet. Bedingt durch die Corona-Krise konnten

keine internen oder externen Praktika oder Ausbildungsaustausche

stattfinden. Die Informationsveranstaltung

für das „Beo-Projekt“ des Karlsruher Stadtjugendausschusses

(Berufliche Orientierung für Jugendliche), das in

Nicht-Pandemiezeiten vor Ort von den Azubis organisiert

wird, fand online statt.

Die Verteilung der Geschlechter mit 153 Mitarbeiterinnen

und 140 Mitarbeitern ist nahezu ausgewogen. Im Rahmen

des Konzepts zur Förderung von Frauen in Führungspositionen

arbeiten wir weiter daran, Frauen bei gleicher

Qualifikation und persönlicher Eignung den Vorzug bei

der Besetzung zu geben. Hierauf wird im Auswahlprozess,

sowohl bei internen wie auch bei externen Bewerber:innen,

geachtet. Dass die Maßnahmen greifen, zeigt sich

bei der Entwicklung der Frauenquote im Bereich der Teamleiterinnen

und Teamleiter der Volkswohnung GmbH

(Führungsebene 3), die auf nunmehr 42 % gestiegen ist.

Damit haben weibliche Führungskräfte in 8 von 19 Teams

das Sagen.

↗ 42 %

Frauenquote im

Bereich der Teamleiter:innen

Die Statistik zeigt auch, dass es uns gelingt, Mitarbeitende

langfristig zu binden: Das Durchschnittsalter der Belegschaft

über beide Gesellschaften (Volkswohnung GmbH

und Volkswohnung Service GmbH) hinweg liegt bei

44,1 Jahren mit einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit

von 11,1 Jahren.

Personal- und Führungskräfteentwicklung

Im Jahr 2020 investierten wir in die Fort- und Weiterbildung

unserer Beschäftigten ca. 220.000 €. Bereits

im April 2019 haben wir die VOWOakademie, eine

haus interne Weiterbildungsplattform, implementiert.

Aufgrund der Corona-Pandemie haben sich aber auch

das Weiterbildungsverhalten und die Ausrichtung der


26 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

VOWOakademie stark verändert. Während im Vorjahr

organisatorisch der Fokus besonders auf Inhouse-Seminaren

lag, haben wir 2020 verstärkt Online-Seminare

und erstmalig auch eigens entwickelte oder eingekaufte

E-Learnings angeboten. Insgesamt 49 verschiedene

Veranstaltungen zu fach- und unternehmensspezifischen

sowie persönlichkeitsstärkenden Themen fanden ein

reges Interesse. Unsere Mitarbeitenden haben im Schnitt

an 3,6 Veranstaltungen teilgenommen. Dazu kamen

20 Teilnahmen an externen Webinaren. In externen

Schulungen, Workshops oder Arbeitskreisen haben sich

im Berichtsjahr 71 Personen weitergebildet.

ca. 220.000 €

Investment für Fort- und Weiterbildung

in 2020

Mit der Entwicklung und Ausbildung von erstmalig 10 Mitarbeitenden

zu Projektleiter:innen für Organisationsprojekte

konnten wir einen neuen Karrierepfad etablieren

und so auch das interdisziplinäre Arbeiten stärken.

Ziel ist es auch künftig, diese Entwicklungsmöglichkeit zu

fördern und dadurch erste Schritte hin zu einer agilen

Arbeitsweise zu gehen.

Für die Führungskräfte und die Geschäftsführung haben

wir im Jahr 2020 in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen

Coach und einer Pilotgruppe über mehrere Monate

hinweg ein dreiteiliges, verpflichtendes Programm für

alle Führungskräfte entwickelt. Dieses soll gewährleisten,

dass es künftig ein einheitliches Führungsverständnis

in der Volkswohnung gibt und sowohl neue als auch erfahrene

Führungskräfte bestmöglich unterstützt werden

können. Nachwuchsführungskräfte können optimal und

individuell auf ihre künftige Position vorbereitet werden.

Die erste Gruppe startete 2020 mit dem Programm.

Die Führungs- und Projektlaufbahn sind zusätzliche

wichtige Elemente in der Entwicklung unserer Mitarbeitenden

und schaffen einen weiteren Karriereanreiz.

Gesundheitsmanagement

Im Rahmen unseres betrieblichen Gesundheitsmanagements

bieten wir unseren Mitarbeitenden Präventionsangebote,

eine flexible Arbeitszeitregelung sowie die Zusammenarbeit

mit Beratungs- und Unterstützungsstellen

an. Eine ergonomische Büroausstattung mit höhenverstellbaren

Schreibtischen und moderner Technik gehört

zum Standard. Im Oktober 2020 fand darüber hinaus ein

interner Gesundheitstag zum Thema „Krebs-Prävention,

Früherkennung und Umgang mit der Diagnose“ statt.

Unter dem Motto „Ihr seid wertvoll“ wurden Fachleute

aus der Medizin und Beratungsstellen eingeladen, die

die Teilnehmer:innen in Online-Fachvorträgen aufklärten

und ihr Bewusstsein für Vorsorge stärkten. Vor Ort

konnten die Mitarbeitenden (unter den geltenden Hygienevorschriften)

begehbare Körpermodelle bestaunen,

sich einem Hautscreening unter ziehen oder 48 Stunden

gesundheitsrelevante Körper funktionen tracken.

Mobile Arbeit / Vereinbarkeit Beruf und Familie

Ergänzend zu unserer flexiblen Arbeitszeitregelung

haben wir zum 01.09.2020 die neue Betriebsvereinbarung

„Mobiles Arbeiten“ abgeschlossen. Damit konnte

ein weiterer Meilenstein zur Vereinbarkeit von Beruf

und Familie erreicht werden, der es den Mitarbeitenden

ermöglicht, bis zu 40 % ihrer Arbeitszeit mobil zu erbringen.

Mit unseren beiden im Unternehmen integrierten

Eltern-Kind-Büros ermöglichen wir es, dass bei einem

kurzfristigen Betreuungsausfall Kinder mit ins Büro

gebracht werden können. In Kooperation mit der AWO

bieten wir unseren Beschäftigten umfangreiche Hilfestellungen

und Dienstleistungen, insbesondere bei der

Suche nach Kinderbetreuungs- und Pflegeplätzen, und

unterstützen mit Beratungsangeboten für schwierige

Lebenssituationen.

bis

40 %

zu

der Arbeitszeit können mobil erbracht werden


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

27

Innovation und Digitalisierung

Die Zukunft

des Wohnens

gestalten

Die Wohnungswirtschaft ist kein Schnellboot, sondern ein

Tanker: Unser „Produkt“ ist extrem langlebig und so sind

es auch die meisten Prozesse und Zyklen. Aber genau

auf diese Stärke können wir aufsetzen. Denn die Branche

hat eine starke volkswirtschaftliche Stellung und als

etablier tes Wohnungsunternehmen haben wir die Möglichkeit,

Wohnthemen neu und innovativ zu denken und

diese Ideen auch umzusetzen. Damit einher geht eine

gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die wir gerne

wahrnehmen. Wir wollen mitgestalten und zu einer zukunftsfähigen

Immobilienwirtschaft beitragen. Und dazu

braucht es neue Ideen und andere Blickwinkel.

Innovation wird daher bei der Volkswohnung nicht nur

technisch gedacht. Wir denken vielmehr Nachbarschaften

neu, gehen Kooperationen mit Wissenschaft,

Forschung und Start-ups ein, setzen Bauprojekte mit

hohen Qualitätsansprüchen um und begreifen die Digitalisierung

ganzheitlich. Nicht zuletzt sind die Herausforderungen

an den Klimaschutz so vielfältig, dass wir auf

kluge Partner, innovative Ansätze und neue Wege setzen

müssen, um unsere anspruchsvollen Ziele zu erreichen.

Start-up Accelerator hubitation

Ein wichtiger Hebel ist für uns die Mitgliedschaft im

Start-up Accelerator hubitation, einer Plattform, geführt

von der Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte |

Wohnstadt. Hier treffen etablierte Wohnungsunternehmen

und innovative Start-ups aufeinander, um neue

Ideen für die Wohnungswirtschaft mit dem Know-how

etablierter Wohnungsunternehmen zu verbinden. Diese

Plattform bietet die beste Grundlage dafür, die Zukunft

des Wohnens zu gestalten und bestehende Geschäftsmodelle

durch neue Ideen zu bereichern.

Im Jahr 2020 waren wir im intensiven Austausch mit Gründerinnen

und Gründern, um unsere Dienstleistungen und

Technologien passgenau weiterzuentwickeln und unseren

Kundenservice auszubauen. Im Fokus stand vor allem die

Nachhaltigkeit, gepaart mit echten Innovationen wie beispielsweise

der Integration von Künstlicher Intelligenz (KI)

in Anwendungen und Dienstleistungen.

Im Bereich Quartiersentwicklung wurden neue Lösungen

für ein umweltfreundliches Mobilitätskonzept präsentiert.

Eine Idee war beispielweise der Einsatz von E-Lastenrädern,

die von Mieterinnen und Mietern vergünstigt

genutzt werden können. Im Bereich der Bautechnik standen

wir ebenfalls im Austausch mit Start-ups, die sowohl

das Entwerfen von Gebäuden neu denken und weiterentwickeln

als auch Lösungen für einen innovativen und

optimierten Einsatz von Baumaterialien ausarbeiten.

Eines dieser Start-ups entwirft vorgefertigte klimapo si -

tive Wohnraummodelle, die gerade für Leerstand in

den Beständen interessant sein können. Im Bereich der

Immobilienverwaltung und des Technischen Gebäudemanagements

wurden neue Ansät ze für ein optimiertes

Energiemanagement, unter an derem durch den Einsatz

von Künstlicher Intelligenz, vorgestellt und neue Ideen

für die digitale Visualisierung von Wohnungen gezeigt.


28 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Ein weiteres Start-up, mit dem wir zusammenarbeiten, ist

Lumoview aus Köln. Das junge Unternehmen bietet eine

innovative Messtechnik für die energetische Gebäudeanalyse

und -technik an. Nach einem ersten interessanten

Pitch startete im September 2020 ein Pilotprojekt mit dem

Start-up. Gerade im Bereich der Immobilien verwaltung

verspricht die Technik von Lumoview einen innovativen

Fortschritt, weil sie eine schnelle und effiziente Digitalisierung

und Analyse von Wohnungen im Bestand ermöglicht.

Hierzu zählen beispielsweise die Erfassung

von Grundrissen, 3-D-Visualisierungen von Räum en oder

spezifische Thermalanalysen von Wohnungen.

Neue Wege der

Arbeitsorganisation

durch Digitalisierung

Digitalstrategie

Wir glauben fest daran, dass moderne Technologien,

digitale Prozesse und Agilität uns helfen, als Unternehmen

erfolgreicher und robuster zu sein. Die digitale Transformation

ist aber auch ein vielschichtiger und langfristiger

Prozess. Wir wollen nicht einfach nur bestehende Abläufe

digitalisieren, unsere Arbeitswelt mit neuen Konzepten

und Kicker-Tischen aufpeppen oder ohne gute Zielsetzung

Design-Thinking-Schulungen anbieten. Für eine

erfolgreiche Umsetzung unserer digitalen Transformation

müssen wir uns zunächst intensiv mit der Sinn- und Zielfrage

beschäftigen: Welche Rolle soll die Volkswohnung

in einem zunehmend digitalen Markt und für einen digitalen

Nutzer spielen? Wie können wir unsere Prozesse auch

ver bessern, wenn wir sie digitalisieren? Digitalisierung

muss Sinn ergeben, indem sie Effizienz schafft und dadurch

Arbeitsabläufe erleichtert oder die Zufriedenheit

der Mitarbeitenden erhöht.

Daher arbeiten wir momentan fokussiert an einer unternehmensinternen

Digitalstrategie. Mit den Kernbereichen

Digitale Kommunikation, Digitales Cockpit mit mobilen

Mieter- und Objektinformationen, Digitales Gebäudemanagement

und Digitaler Rechnungsdurchlauf wollen

wir die Rahmenbedingungen für die Volkswohnung der

Zukunft schaffen. Die Potenziale der Digitalisierung sollen

genutzt und Daten intelligent für Entscheidungsfindungen

verwertet werden. Das Ziel sind schlanke, möglichst

redundanzfreie, vernetzte, IT-gestützte Prozesse, sodass

Effizienz- und Spezialisierungspotenziale genutzt werden.

Diese Prozesse und klare Verantwortlichkeiten schaffen

den Spielraum, um zunehmend komplexeren Anforderungen

entsprechen zu können.

Mit einem so großen Ziel geht nicht nur eine strukturelle,

sondern auch eine gedankliche Veränderung einher. Um

sich in der digitalen Welt zurechtzufinden, sind Offenheit

und Neugier den digitalen Veränderungsprozessen gegenüber

ein guter Berater. Ein digitales Mindset als Denkmuster,

als positive Haltung zu digitalen Veränderungen

und als aktive Einstellung zu digitalen Themen hilft dabei,

den Herausforderungen des digitalen Wandels souverän

zu begegnen. Aber uns ist auch bewusst, dass eine solche

Umstellung unsere Kolleginnen und Kollegen vor Herausforderungen

stellt, die oftmals neben dem Arbeitsalltag

zu bewerkstelligen sind. Um eine potenzielle digitale

Spaltung zu verringern bzw. eine digitale Exklusion zu

vermeiden, haben wir Zugangs- und Nutzungshindernisse

abgebaut. Mit der Etablierung von Angeboten zur Unter-


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

29

stützung unserer Mitarbeiter:innen bei der Entwicklung

digitaler Kompetenzen möchten wir jeden Einzelnen aktiv

im Change-Prozess unterstützen. Für diese umfängliche

digitale Transformation nehmen wir uns bewusst Zeit und

verfolgen unsere Digitalstrategie sukzessive in den kommenden

Jahren.

An vielen Stellen im Haus setzen wir bereits jetzt digitale

Projekte und Lösungen konkret um oder planen gerade

die Einführung neuer Modelle. Ziel ist immer, durch die

Veränderung einen Mehrwert zu gewinnen – auf Kundenseite,

für unsere Mitarbeitenden oder im Hinblick auf den

Einsatz von Ressourcen.

Die Voraussetzung für effektive Prozessabläufe ist eine

passende digitale Infrastruktur. Im April 2020 sind wir

deshalb auch von einer älteren Version ohne Cloud-

Anbindung sukzessive auf Microsoft 365 umgestiegen.

Seit der Einführung von Microsoft Teams im Sommer 2020

steht allen Fachbereichen ein intuitives, kollaboratives

Kom munikations- und Daten-Exchange-Tool zur Verfügung,

das die internen Arbeitsabläufe deutlich vereinfacht.

Flankiert wurde die Einführung von einem nutzerfreundlichen

Intranet-Update mit neuen Funktionen.

Die Digitalisierung der VOWOakademie durch E-Learnings

und Webinare sowie die Implementierung digitaler

Anwendungen waren 2020 weitere Meilensteine auf dem

Weg zu einer effektiven, zeitgemäßen Prozesskultur mit

innovativen Kommunikations- und Servicekonzepten.

Kompetenzzentrum Digitalisierung

Wohnungswirtschaft

Auch beim Thema Digitalisierung setzen wir auf geballte

Branchenpower und den gegenseitigen Austausch mit

anderen Wohnungsunternehmen und sind daher im April

2020 dem neuen „Kompetenzzentrum Digitalisierung

Wohnungswirtschaft“ (DigiWoh) beigetreten. Mit einer

systematisch vernetzten „Digitalisierungs-Wissensplattform“

zum gegenseitigen praxis- und anwenderorien

tier ten Informationsaustausch begleitet die DigiWoh

den digitalen Transformationsprozess der Branche.


30 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Soziale Verantwortung

Bezahlbarer

Wohnraum,

fairer Zugang

Als kommunales Wohnungsunter nehmen gehört es zu

unserer Ker n aufgabe, gesellschaftliche Verant wortung

zu übernehmen. Wir versorgen breite Schichten der Bevölkerung

mit bezahlbarem Wohn raum und versuchen,

den Zugang zu diesem fair zu gestalten. Darüber hinaus

haben wir den Anspruch, unserer vielfältigen Mieterschaft

einen guten Service zu bieten und durch ergänzende

Angebote und Koope rationen attraktive und lebendige

Quartiere zu schaffen.

Bezahlbarer Wohnraum

6,31 €/m² betrug die durchschnittliche Nettokaltmiete

unserer Wohnungen im Jahr 2020. Betrachtet man alle

angegebenen Mietpreisspannen des Karlsruher Miet-

spiegels in Summe, dann zahlen Karlsruher im Schnitt

8,30 €/m² Nettokaltmiete für eine Wohnung. Das heißt,

die Mieterinnen und Mieter der Volkswohnung wohnen in

der Regel deutlich günstiger. Aktuell unter lie gen 19,7 %

unserer Wohnungen der Mietpreisbindung. Allerdings

sagt dieser Wert nur bedingt etwas über die Bezahlbarkeit

unseres Wohnraums aus. So sind 94 % unserer

Mieten KdU-fähig* und wir vermieten selbstverständlich

viele – auch nicht geförderte Wohnungen – an Interessentinnen

und Interessenten, die über einen Wohnberechtigungsschein

verfügen.

* Die KdU-Fähigkeit ist eine Kennziffer, die darstellt, wie hoch

der Anteil an Wohnungen ist, deren Miete unterhalb der Kostensätze

liegt, die das Job-Center Karlsruhe Leistungsempfänger:innen

aktuell als angemessene Kosten der Unterkunft (KdU)

gewährt.


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

31

Faire Vermietung

Bezahlbarer Wohnraum ist ein knappes Gut. Aus diesem

Grund ist es uns ein besonderes Anliegen, die Vergabe

unserer Wohnungen fair und transparent zu handhaben.

Um Menschen, die auf dem freien Wohnungsmarkt wenig

Chancen haben, Wohnraum anbieten zu können, vermieten

wir ca. 10 % unserer freiwerdenden Bestandswohnungen

in Abstimmung mit städtischen Ämtern und Trägern

der freien Wohlfahrtspflege. 2020 wurden 45 Wohnungen

über unsere Kooperation „Wohnung sucht Mieter“ mit

der Fachstelle Wohnungssicherung vermietet.

Kontinuierlich bauen wir das Segment der Trägervermietung

aus. Hier mieten z. B. Träger der Wohnungslosenhilfe

oder der Behindertenhilfe Wohnungen an und vermieten

diese – häufig auch als Wohngemeinschaft – an ihre Klientinnen

und Klienten weiter.

Nah dran und ein offenes Ohr

Der direkte Kontakt zu unseren Mieterinnen und Mietern

ist uns wichtig. Ein anonymes Call-Center kommt daher

für uns nicht infrage. In unserem Service-Center nehmen

12 Mitarbeitende alle Anliegen entgegen. 28 Kundenbetreuer:innen

kümmern sich individuell um alle Mieterangelegenheiten.

Erreichbar sind wir über viele Kanäle. Wichtig ist uns eine

– auch räumlich – niederschwellige Präsenz. Aus diesem

Grund haben wir sechs Mieterservice-Büros in unseren

Quartieren etabliert. Dort können Mieterinnen und Mieter

ohne Terminvereinbarung alle Anliegen im direkten Gespräch

klären. Wenden sich Mieter:innen mit finanziellen

oder sozialen Schwierigkeiten an uns, haben wir immer ein

offenes Ohr. Wir versuchen, gemeinsam eine Lösung zu

finden oder an die passenden externen Stellen zu vermitteln.

Hierbei unterstützt auch das hauseigene Sozialmanagement.

Ergänzende Angebote und Kooperationen

Wir möchten unseren Mieter:innen Angebote machen,

die über das Wohnen hinausgehen, und lebendige Nachbarschaften

etablieren. Mit unterschiedlichen Partnern

entwickeln wir deshalb kontinuierlich die soziale Infrastruktur

in unseren Quartieren weiter.

Gemeinschaftsräume und Gästewohnungen gehören

schon länger zum Standardangebot in den Quartieren.

Im Rintheimer Feld und in der Waldstadt haben die

AWO bzw. der Badische Landesverein für Innere Mission

ein Quartiersmanagement etabliert. Für Seniorinnen und

Senioren können wir in Knielingen 2.0 und Kirchfeld-Nord

Betreutes Wohnen anbieten und haben mit „Gut versorgt

daheim“ im Rintheimer Feld ein Bielefelder Modell

etabliert. Um Wohnungen seniorengerecht umzubauen,

kooperieren wir mit der Wohnberatung der Paritätischen

Sozialdienste. 2020 konnten 17 Mieterinnen und Mieter

begleitet und beraten werden. Mit dem Mieterticket und

einem vergünstigten Starterpaket bei stadtmobil konnten

wir 2020 erste Kooperationen eingehen, um nachhaltige

Mietermobilität zu stärken.

Wir möchten unseren Mieter:innen

Angebote machen, die über das

Wohnen hinausgehen, und lebendige

Nachbarschaften etablieren.

Mit unterschiedlichen Partnern

entwickeln wir deshalb kontinuierlich

die soziale Infrastruktur in unseren

Quartieren weiter.


32 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Nachbarschaft

fördern –

Zusammenhalt

stärken

Die Volkswohnung steht für gesellschaftliche Verantwortung

und soziales Engagement. Deshalb fördern wir aktiv

Vereine und Projekte im Sinne sozialer Ausgewogenheit.

Regelmäßig unterstützen wir Karlsruher Institutionen,

die sich um Menschen in Notsituationen kümmern oder

engagierte Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Auch bei großen

Events, die allen Bürgerinnen und Bürgern in Karlsruhe

offen stehen, sind wir seit vielen Jahren aktiv. Von

unserem Sponsoring des Karlsruher SC profitieren sportbegeisterte

Kinder und Jugendliche aus allen gesellschaftlichen

Schichten.

Mit dem Ziel, den generationsübergreifenden Zusammenhalt

zu stärken, flossen im Geschäftsjahr 2020 mehr als

120.000 € in die Unterstützung von Kultur-, Sport- und

Umweltschutzinitiativen sowie in Projekte im Bereich

Kinder- und Jugendarbeit.

Sponsoring 2020

Auch 2020 haben wir wieder die Patenschaften des

Kulturlotsen-Projekts am Badischen Staatstheater unterstützt,

die jedoch auch mit coronabedingten Einschränkungen

zu kämpfen hatten. Ehrenamtlich engagierte

Erwachsene eröffnen mit diesem Projekt seit Jahren

Kindern und Jugendlichen aller sozialen Schichten den

Zugang zu Theater und Kultur, indem sie junge Menschen

dorthin begleiten. Die beliebte Initiative wird auch von

unseren Mieter:innen dankbar angenommen.

Neben dem Karlsruher SC, wo wir vor allem die Jungkicker

förderten, unterstützten wir 2020 weitere Sportvereine,

die in unseren Wohnquartieren aktiv sind:

• VfB Knielingen e. V.

• FV Grünwinkel e. V.

• TSV Rintheim e. V.

• SV Nordwest 1960 e. V.

• FSSV

• SG DJK / FV Daxlanden

• Karlsruher Sportverein Rintheim-Waldstadt e. V.

Wir sind „KSC TUT GUT.

– Partner des KSC“.

eines der Highlights:

das Volkswohnung-

Fußballcamp. Für Kinder

von Mieterinnen

und Mietern ist die

Teilnahme gratis.


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

33

Außerdem fördern wir regelmäßig große Veranstaltungen,

bei denen alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt Karls ruhe

zusammenkommen: die Schlosslichtspiele, das Festival

für improvisierte Musik, das Indoor-Meeting und das

Karlsruher Queer-Film-Festival. All diese Veranstaltungen

verzeichneten aufgrund der Corona-Pandemie große

Einbußen und erhielten von uns Unterstützung zur Finanzierung

ihrer weiterlaufenden Kosten. Auch Stadtteilfeste,

Bürgervereine und Initiativen erhielten von der

Volkswohnung einen Zuschuss für ihre Arbeit:

• Bürgerinformationsbroschüre Neureut

• ECKKULTURdörfle e. V.

• Kulturwerk Rintheim e. V.

• Bürgerverein Waldstadt e. V.

• Bürgergemeinschaft Nordweststadt e. V.

• Bürgerverein Nordweststadt e. V.

Die Weihnachts spende

2020 ging an das

Projekt „Keine kalten

Füße“ der Heimstiftung

Karlsruhe.

Als Mitglied im Architekturschaufenster förderten wir die

Herausgabe des Jahrbuchs. Ebenfalls unterstützten wir

die Herausgabe der jährlichen Publikation des Humboldt-

Gymnasiums Karlsruhe, das zum Bestand der Volkswohnung

gehört.

Spenden 2020

Zur Weihnachtszeit unterstützen wir jährlich eine Karlsruher

Initiative oder Institution, die sich für Menschen in

Notsituationen einsetzt oder aktive Hilfe zur Selbsthilfe

leistet.

Die Weihnachtsspende 2020 ging an das Projekt „Keine

kalten Füße“ der Heimstiftung Karlsruhe. Ziel der Kampagne

war die Sanierung des Sybelcentrums, der offenen

Begegnungsstätte der Heimstiftung Karlsruhe in der Südstadt.

Dieser Ort steht vor allem dafür, Kindern und Jugendlichen

gute Bildungschancen, Hilfe, Unterkunft und

Schutz zu gewähren. Wir freuen uns darüber, mit unserer

Spende 2020 einen Beitrag zum Schutz von Kindern und

Jugendlichen geleistet zu haben.

Das Badische Staatstheater

ist unser direkter Nachbar:

Seit 2012 fördern wir Patenschaften

des Kulturlotsen-Projekts.


34

Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Ökologische Verantwortung

Auf dem Weg

zur Klimaneutralität

Wir nehmen unsere ökologische Verantwortung ernst.

Das betrifft insbesondere den Klimaschutz.

Rund 14 % der deutschen CO2-Emissionen werden dem

Gebäudesektor zugeordnet (Stand 2018). Sie ent stehen

durch die Erzeugung von Heizungswärme, Warmwasser

und Strom mithilfe von fossilen Energieträgern wie Kohle,

Erdöl und Gas. Rechnet man die Treibhausgasemissionen

aus der Herstellung, Errichtung und Instandsetzung von

Gebäuden hinzu, verdoppelt sich dieser Anteil auf fast

30 %.

Wir übernehmen Verantwortung für die Reduzierung der

CO2-Emissionen. Dabei gehen wir klima- und umweltschonende

Wege bei der Errichtung und Sanierung von

Gebäuden sowie im Rahmen der Energieversorgung.

Unsere fast 125 ha Grünflächen bewirtschaften wir ganz

bewusst und stellen in den nächsten Jahren im Hinblick

auf die Diversität noch weiter um. Denn ökologische

Verantwortung zeigt sich auch in ansprechenden

Grünflächen für Mensch und Tier, in begrünten Dächern,

Solarmodulen und der Förderung emissionsarmer

Mobi litätskonzepte.

Klimaschutz

Nachhaltiges Wirtschaften ist ein Dreiklang aus gesellschaftlich,

wirtschaftlich und ökologisch verantwortlichem

Handeln. Zentraler Bestandteil unserer auf

ganzheitliche Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensstrategie

ist daher der Klima- und Umweltschutz.

Die im Jahr 2019 zum ersten Mal erstellte Klimabilanz

führte 2020 zur Klimastrategie unseres Unternehmens.

Sie schließt an das ambitionierte Ziel der Stadt Karlsruhe

an, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden.

Um alle Potenziale auf dem Weg zur angestrebten

Klimaneutralität möglichst effizient auszuschöpfen,

identifizieren wir unter dem Projekttitel „Energetische

Portfolioanalyse“ mit externer Unterstützung das energetische

Potenzial unserer Liegenschaften. Wir benötigen

anspruchsvolle Neubaustandards, langfristige Sanierungsstrategien

und eine zügige Abkehr von fossilen

Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas, da ein Großteil

des Energieverbrauchs beim Heizen und der Warmwasserzubereitung

anfällt.


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

35

Im Berichtsjahr haben wir unsere Gebäudedaten vervollständigt

und auf deren Basis eine energetische Ist-Bilanz

erstellt. Anhand unterschiedlicher Sanierungsszenarien

ermittelten wir auf Basis der KfW-Standards anschließend

die erzielbaren Einsparpotenziale. Klimaschutz gibt es

aber nicht zum Nulltarif, er erfordert zunächst Investitionen.

In einem letzten Schritt des Projekts ermitteln

wir die Umsetzungskosten der energetischen Sanierung

sowie die finanziellen Auswirkungen der Sanierungen und

Modernisierungen für unsere Mieterinnen und Mieter.

Initiative Wohnen.2050

Gemeinsam mit der Unternehmensgruppe Nassauische

Heimstätte | Wohnstadt und anderen Gründungspartnern

aus ganz Deutschland haben wir am 31. Januar 2020 die

Initiative Wohnen.2050 gegründet. Bis zum Jahresende

2020 haben sich in der Initiative 71 Unternehmenspartner

mit über 1,3 Millionen Wohneinheiten zusammengeschlossen.

Unser gemeinsames Ziel ist, den CO2-Ausstoß in den

Bereichen Wohnen und Arbeiten nachhaltig zu verringern

und das von der Bundesregierung formulierte Ziel eines

weitgehend klimaneutralen Gebäudebestands bis 2050

zu erreichen. Im offenen Austausch vereint die „Initiative

Wohnen.2050“ geballtes Lösungs-Know-how bei der

ressourcensparenden Entwicklung von neuen Wegen zur

Klimaneutralität.

Fertigstellung der DNK-Entsprechenserklärung

Um unsere Ziele und Ambitionen sichtbar zu machen,

haben wir 2020 unsere erste Entsprechenserklärung

nach dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) veröffentlicht.

Der DNK ist ein Standard für die Nachhaltigkeitsberichterstattung,

der einen Branchenvergleich

auf Basis der integrierten wohnungswirtschaftlichen

Kennzahlen ermöglicht. Die Entsprechenserklärung hilft

uns bei der Ausrichtung und Überprüfung unserer Strategie.

Mit ihr wollen wir nach innen und nach außen für

Transparenz bezüglich unseres nachhaltigen Handelns

sorgen. Die Erklärung wird alle zwei Jahre erneuert und

fortgeschrieben.

Photovoltaik und regenerative Energie

Mit den Stadtwerken Karlsruhe haben wir über unsere

gemeinsame Tochtergesellschaft KES (Karlsruher Energieservice

GmbH) 2020 das „100-Dächer-Programm“ ins

Leben gerufen. Im Rahmen dieses Projekts statten wir

jährlich 30 bis 40 Dächer unserer Liegenschaften mit

Photovoltaik-Modulen aus. Die Mieterinnen und Mieter

können den auf ihren Dächern erzeugten Strom selbst

nutzen und von attraktiven Strompreisen profitieren.

Nachhaltige Mobilität

Das Thema „Nachhaltige Mobilität“ soll zukünftig noch

stärker in unserem Wohnungsbestand gefördert werden.

Für die großen Neubauprojekte August-Klingler-Areal

und Staudenplatz / Rintheimer Feld wurden passende

Mobilitätskonzepte entwickelt, die verschiedene Angebote

kombinieren und räumlich sinnvoll verorten. In

Kooperation mit dem Karlsruher Verkehrsverbund KVV

bieten wir seit September 2020 allen Mieter:innen der

Volkswohnung 10 % Ermäßigung auf das Jahresticket an,

das sogenannte Mieterticket. Das sehr gut ausgebaute

ÖPNV-Netz bietet beste Voraussetzungen für den

Umstieg auf Bus und Bahn. Zusätzlich konnten wir den

Car -Sharing-Anbieter stadtmobil als Kooperationspartner

gewinnen. Dort profitieren unsere Mieterinnen und Mieter

von Sonderkonditionen auf das Starterpaket Basis.

Weitere Angebote zur nachhaltigen Mobilität sind

geplant und werden Schritt für Schritt ausgerollt.

Wir übernehmen Verantwortung

für die Reduzierung der

CO 2

-Emissionen. Dabei gehen wir

klima- und umweltschonende Wege

bei der Errichtung und Sanierung

von Gebäuden sowie im Rahmen der

Energieversorgung.


36 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Kennzahlen 2020

13.397

Mietwohnungen

1.031

neue Wohnungen geplant bis 2025

44

94 %

davon KdU-fähig 1

20 %

öffentlich gefördert

Mietwohnungen fertiggestellt

3.007

barrierearme Mietwohnungen

126

Spielplätze

6,31 €/m2

durchschnittliche Nettokaltmiete pro m2

197 ha

Fläche in der Stadt Karlsruhe

996.498 m2

Gesamtfläche Wohnen und Gewerbe

1

KdU (Kosten der Unterkunft bei Unterstützung durch das Job-Center Karlsruhe)


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

37

3,9 ha

begrünte Dachflächen

11.000

geschätzte Anzahl der Bäume auf unseren Frei- und Grünflächen

1,1 t CO₂ /WE

CO 2

-Emissionen pro Wohneinheit 2

126,12 kWh/m2

Energieverbrauch pro m² Wohnfläche im Gebäudebestand 2

14

Stunden Aus- und

Weiterbildung

pro Mitarbeiter:in

72

KVV JobTickets

293 52 %

Mitarbeiter:innen

Frauenanteil

2

Werte von 2019, für 2020 noch nicht verfügbar


38 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Unsere Bauprojekte

August-Klingler-Areal

Daxlanden

Neuen

Wohnraum

schaffen

Im Jahr 2020 haben wir die Planung

und den Bau nachhaltiger Quartiere ebenso vorangetrieben

wie die Modernisierung unseres Bestands.


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

39

Wohnquartier

für Jung und Alt

Daxlanden, August-Klingler-Areal

Zeitgemäß und nachhaltig: Auf dem ehemaligen

Sportgelände in Daxlanden bauen wir 357 Wohnungen

(302 Mietwohnungen, davon 181 öffentlich gefördert, und

55 Eigentumswohnungen), eine Kita, eine Tiefgarage,

Gewerberäume und ein Mieterservice-Büro. Im Juni 2020

begannen die Bauarbeiten, wenige Monate später

konnten schon die ersten gewerblichen Mietverträge

unterzeichnet werden.

Das Kölner Architekturbüro ASTOC hat für die Volkswohnung

ein Wohnquartier entworfen, in dem sich sieben

Gebäudezeilen vier- bis sechsgeschossig um zwei autofreie

Innenhöfe gruppieren. Dieses Freiraumkonzept

verleiht dem 3,5 Hektar großen Areal gemeinschaftliche

Aufenthaltsqualität für Jung und Alt. Das unter Denkmalschutz

stehende ehemalige Vereinsheim soll zu einem

neuen gastronomischen Treffpunkt im Quartier werden

und die Lebensqualität damit für alle weiter erhöhen.

Die Fertigstellung ist für Ende 2023 geplant, die Vermietung

startet voraussichtlich Mitte 2023.

Bei der Planung haben wir besondere Angebote für

Senior:innen berücksichtigt: barrierefreie Einheiten und

Angebote für ältere und pflegebedürftige Menschen.

Die Weichen für eine von der Caritas betriebene Tagespflegeeinrichtung

wurden bereits gestellt. Hier können ab

2024 täglich bis zu 15 Pflegebedürftige betreut werden.

Die Angebote reichen von Gymnastik und Spaziergängen

über Gedächtnistrainings und Vorleserunden bis zu gemeinsamem

Kochen und Backen. Ergänzt wird die Tagespflege

durch den benachbarten Pflege- und Beratungsstützpunkt,

an den sich Angehörige und Betroffene mit

allen Fragen zum Thema Pflege und Finanzierung wenden

können.

Wohnraum

für große und kleine

Haushalte

Durlach, Pfinzstraße

Im Sommer 2019 gestartet, konnten wir für das Bauprojekt

an der Pfinzstraße in Durlach schon im Oktober 2020

Richtfest feiern. In unmittelbarer Nähe der Pfinz-Uferlandschaft

errichten wir in drei Gebäuden insgesamt

54 moderne, lichtdurchflutete Mietwohnungen – davon

22 öffentlich gefördert – und eine gemeinsame Tiefgarage.

Die 12 Zwei-, 12 Drei- und 24 Vier-Zimmer-Wohnungen

sowie die 6 Vier-Zimmer-Penthouse-Wohnungen bieten

auf einer Gesamtwohnfläche von rund 4.600 m² bezahlbaren

Wohnraum für Familien, ergänzt um Appartements

für kleine Haushalte. Alle Wohnungen werden barrierefrei

erschlossen – von der Tiefgarage bis ins Dachgeschoss.

Das Büro Kränzle + Fischer-Wasels Architekten hat bei

seinem Entwurf den wertvollen Baumbestand auf dem

Baugrundstück mit einbezogen und damit im Außenbereich

eine hohe Aufenthaltsqualität geschaffen,

beispielsweise auch durch einen Kinderspielplatz.

Die Fertigstellung ist für das 1. Quartal 2022 geplant.

Die Vermietung startet voraussichtlich im Herbst 2021.


40 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

170 Wohnungen und

1 begrünter Innenhof

Oberreut, Woerishofferstraße

Bis 2023 errichten wir an der Woerishofferstraße südlich

des Badeniaplatzes rund 170 neue Mietwohnungen, die

meisten davon als Zwei-Zimmer-Wohnungen, mit Tiefgarage

und oberirdischen Stellplätzen. Nach Plänen

der Stuttgarter Architekten und Stadtplaner Pesch und

Partner entstehen zwei Gebäudezeilen mit vier bis fünf

Geschossen und dahinter zwei weitere Gebäudezeilen mit

fünf bis sechs Geschossen, die einen begrünten Innenhof

umschließen.

Besonderes Augenmerk liegt auf den Lärmschutzmaßnahmen

gegen die im Südosten verlaufende Güterverkehr-Bahntrasse.

Wohnpark

für alle Generationen

Stutensee, Wohnpark Mittendrin

Im Stutenseer Stadtteil Blankenloch entsteht auf dem

Gelände des alten Hallenbads und einer ehemaligen Gewerbefläche

ein attraktives und nachhaltiges Quartier

mit rund 150 Einheiten zur Miete und zum Kauf: der Wohnpark

Mittendrin. Auf dem ca. 1,2 Hektar großen Grundstück

wird bis Anfang 2024 neuer Wohnraum mit hoher

Aufenthaltsqualität und ökologischem Mehrwert für

alle Generationen und Lebensformen zur Verfügung stehen.

Herzstück der Planung ist ein offener Platz mit Bäumen,

Brunnen, Spielbereich und Sitzgelegenheiten, der

als grüne Mitte zum gemeinschaftlichen Treffpunkt von

Bewohnerinnen und Bewohnern werden soll.

Wir errichten hier ca. 150 Wohneinheiten in drei- bis viergeschossigen

Gebäuden. Rund ein Drittel der Wohnungen

ist nach dem Landeswohnraumprogramm öffentlich gefördert.

Insgesamt ist ein vielfältiger Wohnungsmix vorgesehen,

die Wohnungsgrößen liegen zwischen 45 m² und

109 m². In nahezu gleichen Anteilen sind Zwei-, Drei- und

Vier-Zimmer-Wohnungen geplant.


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

41

Quartiersentwicklung

Neue Wohnanlage ersetzt

Nachkriegszeilen und bringt

neue Qualitäten

Daxlanden, Zanderweg

Wohnraum schaffen, der heutigen Anforderungen gerecht

wird – das planen wir am Zanderweg. Der heutige

Gebäudebestand zwischen Agathen-, Valentin-, Kirschstraße

und Zanderweg ist mittlerweile 50 bzw. 60 Jahre

alt und eine Modernisierung nur bedingt realisierbar.

Daher werden wir die sieben Gebäudezeilen mit insgesamt

134 Wohnungen durch einen Neubau mit rund

165 Wohnungen ersetzen. Wir können an dieser Stelle

die Gesamtwohnfläche von rund 7.800 m² auf rund

12.500 m² erhöhen. Mit der geplanten Entwicklung am

Zanderweg wollen wir das Gebiet spürbar aufwerten.

Ziel ist eine robuste, zukunftsorientierte Wohnanlage. In

der Grundidee der Planungen ist eine 4- bis 5-geschossige

Neubebauung um zwei grüne Hofsituationen vorgesehen.

An der Kreuzung von Valentin- und Agathenstraße entsteht

ein neuer, grüner Quartiersplatz. Mit einer sensiblen

Planung wird der in Karlsruhe dringend benötigte zusätzliche

Wohnraum abgebildet. Gleichzeitig werden durch

eine kluge Anordnung der Baukörper und eine Durchwegung

zwischen Karpfenweg und Valentin straße neue

Öffentlichkeiten geschaffen und die Durchlässigkeit des

Quartiers gesichert. Über eine große Spanne unterschiedlicher

Wohnungstypen und -größen sprechen wir eine

breite Klientel der zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner

an. Ziel ist eine heterogene Bewohnerschaft, bei

der Jung und Alt das neue Quartier gemeinsam beleben.

Auch soziale und ökologische Standards stehen im Fokus

der Planungen. Photovoltaik, ein dezentrales Regenwassermanagement,

begrünte Dächer oder die Integration

der vorhandenen Vegetation sind nicht nur klimarelevante

Aspekte, sondern machen das Quartier auch zukunftsfit.

Die notwendigen Stellplätze werden über eine neue

Tiefgarage abgebildet – dadurch wird potenzieller Suchverkehr,

der die angrenzende Nachbarschaft belasten

könnte, verhindert. Mit der Entscheidung zur innovativen

Holzbauweise unterstreichen wir unseren ökolo gischen

Anspruch und leisten einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Bei einem Architekturwettbewerb konnte sich das

Büro ASTOC architects and planners gemeinsam mit

urbanegestalt PartGmbH durchsetzen. Inzwischen

wurde mit der grundlegenden Planung begonnen, der

Baubeginn ist für Anfang 2023 avisiert.


42 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Soziale

Quartiersentwicklung

in nachhaltiger

Holzbauweise

Waldstadt, Königsberger Straße 2a–d

In der Waldstadt planen wir umfangreiche Maßnahmen,

um unseren Bestand von 29 Gebäuden mit 1.303 Wohnungen

zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Aufbauend

auf dem städtebaulichen Rahmenplan für dieses Gebiet

haben wir eine stufenweise nachhaltige Entwicklungsstrategie

für unseren Bestand entlang der Königsberger

Straße angestoßen: Neben der Neugestaltung des Wohnumfelds

und der Verbesserung des Parkplatzangebots

sollen zusätzliche Bauten im Teilbereich Nord das

An gebot mit kleineren, barrierefreien Wohnungen und

größeren Familienwohnungen ergänzen.

Ein weiterer Baustein der Quartiersentwicklung ist das

Projekt der Frankfurter Architekten schneider + schumacher

im westlichen Bereich der Königsberger Straße.

Mit ihrem Entwurf, der die Waldstadt-typische Zeilenbebauung

neu interpretiert, konnte sich das Büro im

Wettbewerb durchsetzen. Durch die Neugestaltung

entstehen differenzierte Freiräume und zusätzliche

Angebote für gemeinschaftliche Aktivitäten, die

neue Freiraum qualität gewährleisten. Die Gestaltung

der Außenbereiche erfolgt durch Carla Lo Landschaftsarchitektur

aus Wien.

Geplant sind ca. 140 Wohneinheiten, davon über

70 Zwei-Zimmer-Wohnungen (teils mit Wohnküchen),

knapp 20 Drei-Zimmer-Wohnungen und rund 40 Vier- und

10 Fünf-Zimmer-Wohnungen. Die Wohnungen sind zweiseitig

orientiert: zum begrünten Gemeinschaftshof und

den außenliegenden Grünflächen. Dies ermöglicht eine

sehr gute Belichtung der Wohnräume. Die Planung in

Holzmodulbauweise bietet große Chancen hinsichtlich

Ökologie und Wohnraumqualität.

Die Hälfte der Wohneinheiten sind als geförderte

Wohnungen geplant. Das attraktive ökologische Quar -

tier mit ausgewo ge nem Wohnmix und bezahlbarem,

barrierefreiem Wohnraum soll dem Stadtteil wichtige

Impulse geben. Der Baubeginn ist für 2023 geplant,

die Fertigstellung soll 2025 erfolgen.


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

43

Holzbauweise

und innovativer Ansatz

Rintheim, Heilbronner Straße

An der Heilbronner Straße gehen wir neue, innovative

Wege zur sensiblen Nachverdichtung. Bestehende Garagen

in der Nachkriegssiedlung werden mit einer Holzkonstruktion

aufgestockt, die zwölf Wohneinheiten

umfasst. Diese zwölf Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen

schaffen kompakten, überwiegend öffentlich geförderten

Wohnraum. Das Land Baden-Württemberg gewährt

für das außergewöhnliche Bauvorhaben im Rahmen des

Förderprogramms „Innovativ Wohnen Baden-Württemberg

– beispielgebende Projekte“ eine Fördersumme von

700.000 €. Das Programm unterstützt die Entwicklung

innovativer Wohnformen im Land, die auch auf andere

Standorte und lokale Gegebenheiten übertragbar sind.

Die in Zusammenarbeit mit dem Büro Falk Schneemann

Architektur geplante vorgefertigte Holzbauweise ermöglicht

eine sehr kurze Bauzeit und denkt mit Sortenreinheit,

dem Einsatz von Rezyklaten und der Verwendung gebrauchter

Bauteile drei Aspekte der Kreislaufwirtschaft

mit. Abhängig von der weiteren Entwicklung des gesamten

Wohngebiets können die verbauten Boden-, Wandund

Dachelemente aber auch demontiert und in einem

anderen Kontext erneut eingesetzt werden. So könnte

der zusätzliche Wohnraum zukünftig „auf Reisen“ gehen.

Damit setzen wir an der Heilbronner Straße neue, interessante

städtebauliche Akzente. Wir wollen hier vor allem

Studierenden und Alleinerziehenden mit ein oder zwei

Kindern Wohnraum anbieten und damit auch die Durchmischung

des Quartiers durch neue Bewohnergruppen

fördern. Da die geplanten Aufbauten beim Wohnen „über

den Garagen“ aufgrund der baulichen Rahmenbedingungen

nicht barrierefrei angeboten werden können, wurden

als Ziel gruppe bewusst Bewohner:innen mit zeitlich begrenztem

Miet interesse, bspw. in eher übergangsweise

orientierten Lebensphasen, gewählt.


44 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Neuordnung

Entwicklung fortführen

Rintheim, Staudenplatz

Mit über 1.000 Wohnungen gehört das Rintheimer Feld zu

unseren großen Quartieren. In den letzten Jahren wurde

dieses Gebiet mit zahlreichen Sanierungsmaßnahmen,

den Neubauten an der Forststraße und der barrierefreien

Umgestaltung von Freiräumen deutlich aufgewertet.

Diese positive, nachhaltige Entwicklung soll nun mit der

Neuordnung des Staudenplatzes fortgeführt werden.

Das Konzept sieht vor, in zentraler Lage weitere Wohnungen

zu bauen und die alten Ladenzeilen durch mehrgeschossige

Gebäude zu ersetzen. Dazu gehören auch

ergänzende Neubauten nördlich der Heilbronner Straße

und im Bereich des Garagenhofs am Hirtenweg.

Die vom Stuttgarter Architekturbüro LEHENdrei geplanten

viergeschossigen Zeilenbauten orientieren sich an

den umliegenden Mietshäusern und werden mit breiteren

sechsgeschossigen Kopfbauten akzentuiert. Im 1. Bauabschnitt

sollen am Staudenplatz ab Frühjahr 2022 vier

Gebäude mit 106 Mietwohnungen, darunter Angebote für

Seniorinnen und Senioren sowie junge Familien, und einer

Gewerbeeinheit entstehen. Im 2. Bauabschnitt folgen

dann zwei weitere Gebäude mit 21 Mietwohnungen und

einer Gewerbefläche.

Modernes Punkthaus

für die Rheinstrandsiedlung

Daxlanden, Rheinstrandallee 5a

Die Rheinstrandsiedlung im Ortsteil Daxlanden gehört

seit Jahrzehnten zu den größten Siedlungen im Karlsruher

Raum und hat seit ihrer Entstehung in den 1930er-Jahren

schon einige bauliche Veränderungen und Ergänzungen

erlebt. Nun erweitern wir am westlichen Rand der Siedlung

zwischen Lindenallee, Kranichweg und Rheinstrandallee

den vorhandenen Bestand um ein modernes Punkthaus

und schaffen damit zusätzlichen Wohnraum. Das

neue Gebäude wertet das Wohnumfeld deutlich auf.

Hier entstehen nach den Entwürfen des Karlsruher Architekturbüros

Thomas Fabrinsky 23 öffentlich geförderte

Zwei- und Vier-Zimmer-Wohnungen. Der neue Wohnraum

wird ergänzt durch 23 oberirdisch angelegte Pkw-Stellplätze.

Im Mai 2020 haben die Bauarbeiten begonnen,

die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant.

Um ab Sommer 2022 mit dem Bau beginnen zu können,

läuft seit 2015 das städtische Bebauungsplanverfahren,

das sämtliche sozialen, technischen und ökologischen

Belange berücksichtigt. Voraussichtlich im Herbst 2021

wird der Bebauungsplan rechtskräftig werden.


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

45

Markantes Zentrum

in Knielingen 2.0

Ortsteilzentrum Knielingen 2.0

Mit Knielingen 2.0 realisierten wir ein völlig neues Wohnquartier

mit moderner Infrastruktur, das mit einem attraktiven

Mix aus Dienstleistungsangeboten, Gastronomie,

Erholung und Kultur eine hohe Lebensqualität bietet.

Mit einer Fläche von über 30 Hektar ist Knielingen 2.0

eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte der

Gegenwart in Karlsruhe. Seit 2006 er stellten und vermarkteten

wir hier Mietwohnungen, Reihenhäuser und

frei bebaubare Grundstücke. Mit dem Ortsteilzentrum

an der prominenten Ecke Sudetenstraße /Egon-Eiermann-

Allee erhielt das Areal am viel genutzten Eingang in den

neuen Stadtteil nun einen markanten Blickfang. Hier

können sich Menschen begegnen, austauschen und

alltägliche Dinge erledigen.

Das Ortsteilzentrum umfasst drei Gebäude mit 58 Mietwohnungen,

9 Gewerbeeinheiten und einer Tiefgarage.

Eine Besonderheit ist der mit 70 % hohe Anteil an öffentlich

geförderten Wohnungen.

Knielingen, Rheinbergstraße / Elsternweg

Das Projekt „Naturnah wohnen und wohlfühlen“ um -

fasst insgesamt 20 Doppelhaushälften, davon zwölf am

Elsternweg und acht an der Rheinbergstraße. Alle Häuser

haben eine Wohnfläche von ca. 131 m² und einen großen

Keller. Das Heizen und die Warmwasseraufbe reitung

erfolgen durch eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Das spart Energie und Platz, es werden keine fossilen

Brennstoffe benötigt. Die Häuser wurden im Jahr 2020

fertiggestellt.


46 Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

Modernisierung

Kolberger

Straße 28a–e

für die Zukunft

Barrierearm

ausgebaut

Waldstadt, Kolberger Straße 28a–e

Zukunftsfähig modernisieren und gleichzeitig neuen

Wohnraum schaffen, das war das Ziel der Modernisierungsmaßnahmen

in der Kolberger Straße 28a–e. Wir

haben hier ein fünfgeschossiges Mehrfamilienwohnhaus

aus dem Jahr 1965 mit 50 Drei-Zimmer-Wohnungen aufwendig

modernisiert. Durch die Aktivierung der Dachgeschosse

entstanden zusätzlich zehn neue öffentlich

geförderte Zwei-Zimmer-Wohnungen. Die Kosten beliefen

sich auf 10 Millionen €. Für 20 weitere Bestandswohnungen

bemühten wir uns, neue Miet- und Belegungsbindungen

zu erhalten. Sämtliche Wohnungen sind barrierearm

ausgebaut und durch neue Aufzugsanlagen barrierefrei

zugänglich.

Außenwände, Kellerdecke und Dach des fünfgeschossigen

Hauses aus den 1960er-Jahren mussten gedämmt

werden. Sämtliche Elektro-, Wasser- und Heizungsleitungen

wurden erneuert, der Dachstuhl wurde entfernt und

komplett neu aufgebaut. Diese Maßnahmen waren im

bewohnten Zustand nicht möglich. Die Bestandsmieter:innen

konnten für die Dauer der Bauzeit von uns

mit neuem Wohnraum – überwiegend im selben Stadtteil

– versorgt werden. Seit März / April 2020 ist das Gebäude

bezugsfertig und alle Wohnungen sind vermietet.


Geschäftsbericht 2020 • Aus dem Unternehmen

47

Modernisierung

und Aufstockung

Innenstadt-Ost, Kapellenstraße 76

Das Gebäude an der Kapellenstraße aus dem Jahr 1957

war aufgrund der stark befahrenen Straße einer hohen

Lärmbelastung ausgesetzt und unter energetischen und

haustechnischen Gesichtspunkten dringend sanierungsbedürftig.

Wir entschieden uns hier für eine Kombilösung

aus Modernisierung und Aufstockung des Wohnbestands.

Da das Gebäude direkt am zentralen Stadteinfahrtspunkt

liegt, ist ein Ziel der Baumaßnahmen auch die Aufwertung

des Erscheinungsbilds.

Das fünfgeschossige Gebäude umfasste im Bestand

28 Wohnungen und eine Gewerbeeinheit. Nach der

Modernisierung werden es 51 Wohnungen sowie eine

Ge werbeeinheit sein. Die zusätzlichen Wohnungen entstehen

durch Aufstockung und die neue Aufteilung der

Grundrisse. 35 Ein-Zimmer-Wohnungen sollen möbliert

für Single-Haushalte angeboten werden, die nur temporär

Bedarf an Wohnraum in Karlsruhe haben. 16 weitere

Wohnungen werden unmöbliert vermietet. Die Fertigstellung

ist für das 4. Quartal 2022 geplant.

Smartes Quartier

als Forschungsprojekt

Durlach, Ersinger Straße

Im Rahmen des Projekts „Smartes Quartier Karlsruhe-

Durlach“ ersetzen wir die konventionelle Energieversorgung

des Quartiers an der Ersinger Straße durch ein

komplexes neues Energiesystem: zwei Wärmepumpen,

Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern, ein Erdgas-Blockheizkraftwerk

(BHKW) und ein Energiemanagement, das

basierend auf Künstlicher Intelligenz den Einsatz dieser

Energiesysteme steuert.

Das Ziel ist die Halbierung des Primärenergieverbrauchs

und der CO2-Emissionen. Das Projekt ist ein wichtiger

Beitrag zum Klimaschutz in Karlsruhe und wird im Rahmen

des Energieforschungsprogramms der Bundesregierung

gefördert.

Neuer Wohnraum

durch Dachgeschoss-Ausbau

Waldstadt, Kolberger Straße 26a–e

In dem fünfgeschossigen Gebäude in der Kolberger Straße

26a–e führen wir seit Dezember 2020 umfangreiche

Modernisierungsarbeiten durch: die Heizungs-, Lüftungs-,

Sanitär- und Elektroanlagen werden vollständig erneuert,

die Fassade erhält eine Wärmedämmung. Außerdem

werden neue Fenster eingebaut und fünf neue Aufzugsanlagen

erstellt. Durch den Ausbau des Dachgeschosses

entstehen zehn neue Zwei-Zimmer-Wohnungen. Die Maßnahmen

sollen Ende April 2022 abgeschlossen sein.


48 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

3.

Lagebericht

Konzern

Jahresabschluss

Konzern


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

49

Auf einen Blick – Der Konzern in Zahlen S. 51

Wirtschaftliches Umfeld S. 52

Lage des Konzerns S. 54

Risikobericht S. 60

Finanzinstrumente S. 62

Prognosebericht S. 63

Bilanz Konzern S. 64

Gewinn- und Verlustrechnung Konzern S. 66

Anhang Abschluss Konzern S. 67

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers S. 76

Bericht des Aufsichtsrats S. 76


50 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

51

Auf einen Blick:

Der Konzern in Zahlen

Konzern

2020 2019

Volkswohnung

GmbH

Konzern

Volkswohnung

GmbH

Bilanzsumme 798,6 Mio. € 784,7 Mio. € 772,2 Mio. € 762,2 Mio. €

Anlagevermögen 681,1 Mio. € 674,9 Mio. € 663,2 Mio. € 658,6 Mio. €

Eigenkapital 232,1 Mio. € 231,5 Mio. € 214,7 Mio. € 218,5 Mio. €

Jahresüberschuss 17,3 Mio. € 13,0 Mio. € 15,9 Mio. € 14,8 Mio. €

Umsatzerlöse aus

Hausbewirtschaftung 104,1 Mio. € 101,8 Mio. € 101,0 Mio. € 98,6 Mio. €

Verkauf von Grundstücken 14,9 Mio. € 12,6 Mio. € 16,4 Mio. € 5,3 Mio. €

Betreuungstätigkeit 1,6 Mio. € 2,5 Mio. € 0,9 Mio. € 2,2 Mio. €

anderen Lieferungen

und Leistungen

2,8 Mio. € 0,1 Mio. € 3,0 Mio. € 0,1 Mio. €

Mietwohnungsbestand 13.397 13.397 13.353 13.353

Verwaltete Eigentumswohnungen 1.365 Einheiten – 1.408 Einheiten –

Modernisierungs- und Instandhaltungsvolumen 29,8 Mio. € 30,2 Mio. € 28,4 Mio. € 29,0 Mio. €

Personalstand per 31. Dezember 293 223 275 205

davon Teilzeitbeschäftigte 76 63 75 58

Auszubildende 10 10 9 9


52 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Lagebericht Konzern

Wirtschaftliches Umfeld

Deutschland

Laut dem Kieler Institut für Weltwirtschaft prägte die

Corona-Pandemie die deutsche Wirtschaft in 2020 deutlich.

Durch den massiven Einbruch der ökonomischen

Aktivität im Frühjahr und die weiteren Einschränkungen

im Zuge des zweiten Lockdowns zum Jahresende kam

es zu einem Rückgang des BIP um 5,2 % im Vergleich zum

Vorjahr. Dies konnte auch durch die im Sommer eingetretene

relative Entspannung der Pandemielage nicht

kompensiert werden. Trotz der Erholung im dritten Quartal

2020 sind sowohl Exporte als auch Importe infolge

der Pandemie eingebrochen. Sie liegen um ca. 9 % unter

den Vorjahreswerten. Auch die Bundesagentur für Arbeit

stellte fest, dass der Arbeitsmarkt als Folge der Corona-

Pandemie stark unter Druck stand. Die Erwerbstätigkeit

und sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen

gingen aufgrund der Krise deutlich zurück. Die Einführung

von Kurzarbeit wirkte sich stabilisierend auf den

Arbeitsmarkt aus.

Trotz der Corona-Pandemie konnte die Bauwirtschaft

gemäß dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungsund

Immobilienunternehmen e. V. eine höhere Wirtschaftsleistung

als noch im Vorjahr erzielen (Bruttowertschöpfung

+ 1,4 %); der Fokus der Expansion lag dabei

auf dem Wohnungsbau und dem öffentlichen Bau. Laut

dem Statistischen Bundesamt konnte im Wohnungsbau

ein Wachstum von 2,1 % verzeichnet werden, während

die Nichtwohnbauten um 0,5 % anstiegen. Im Vorjahresvergleich

sind die Preise für den Neubau konventionell

gefertigter Wohngebäude im November 2020 um 0,1 %

gesunken. Die Ursache hierfür liegt vor allem in der befristeten

Mehrwertsteuersenkung von Juli bis Dezember

2020. Ohne diese Senkung hätte es einen rechnerischen

Anstieg der Baupreise um 2,5 % gegeben. Während die

Preise für Rohbauarbeiten um 0,3 % zurückgingen, erhöhten

sich die Preise für Ausbauarbeiten um 0,1 % und für

Instandhaltungsarbeiten um 0,5 %.

Die Lage im Grundstücks- und Wohnungswesen war stabil,

dennoch kam es zu einem Rückgang der Wirtschaftsleistung

um 0,5 %, im Wesentlichen bedingt durch sinkende

Umsätze im Bereich der Gewerbevermietung und beim

Handel von Immobilien.

Laut dem vom GdW Bundesverband deutscher Wohnungs-

und Immobilienunternehmen veröffentlichten

Kurzbericht zur gesamtwirtschaftlichen Lage in Deutschland

2020/2021 galten die Bauinvestitionen 2020 als

Stütze der Konjunktur und es ergab sich eine Steigerung

um 1,5 %. Im Vorjahr lag diese noch bei 3,8 %. Es wurden

insgesamt rund 236 Milliarden € in Neubau und Modernisierung

von Wohnbeständen investiert, was einem Anteil

von 61 % an den gesamten Bauinvestitionen entspricht.

Gemäß dem Kieler Institut für Weltwirtschaft blieben die

Kreditzinsen für Wohnungsbaukredite unverändert niedrig

auf einem Niveau von ca. 1,4 % bei Restlaufzeiten

zwischen einem und fünf Jahren.

Der Gesamtindex der Verbraucherpreise lag laut dem

Statistischen Bundesamt 2020 um 0,5 % über dem

Vorjahreswert. Damit fiel die Steigerung um 0,9 Prozentpunkte

niedriger aus als im Jahr zuvor. Bei den Nettokaltmieten

lag der Wert im Jahresdurchschnitt 2020 um

1,4 % über dem Vorjahr.

Nach Angabe der Bundesagentur für Arbeit umfasste

die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland zum Jahresende

2020 rund 44,79 Mio. Beschäftigte. Die Erwerbstätigkeit

hat damit in 2020 ihren seit 2005 anhaltenden

Wachstumskurs beendet und im Jahresdurchschnitt etwa

um 477.000 Personen (1,1 %) abgenommen. Dabei sind

hauptsächlich geringfügig Beschäftigte und Selbstständige

von dem Rückgang betroffen. Auch die Pro-Kopf-

Arbeitszeit hat sich stark verringert, was vor allem auf die

Inanspruchnahme von Kurzarbeit zurückzuführen ist. Mit

etwa 8,7 % der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten

in Deutschland, die 2020 jahresdurchschnittlich in

Kurzarbeit beschäftigt waren, liegt Deutschland damit

sogar über den Werten der Wirtschafts- und Finanzkrise

2008 / 2009. Die Arbeitslosenquote betrug 5,9 %, was

einem Anstieg von 0,9 Prozentpunkten im Vergleich zu

2019 entspricht. Im internationalen Vergleich wurde für

Deutschland eine Erwerbslosenquote von 4,5 % ermittelt

(Stand: bis Oktober 2020). Damit lag Deutschland erneut

unter dem Wert der gesamten Eurozone (8,4 %).


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

53

Baden-Württemberg

Nach dem von der L-Bank veröffentlichten Wohnungsbau

report zeigte sich die Geschäftslage des Baugewerbes

deutlich positiv, während andere Geschäftsbereiche

die Folgen der Corona-Pandemie massiv spüren. Gerade

die Entwicklung im Wohnungsbau zeigte sich besonders

stabil, da sie laut L-Bank-ifo-Geschäftsklima zu keinem

Zeitpunkt im negativen Bereich verortet wurde. Hohe

Auftragsbestände, leicht gesunkene Baupreise (Wohnungsbau:

- 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr, bundesweit

wurde ein Rückgang von - 0,1 % festgestellt) und eine

Kapazitätsauslastung von über 80 % führten zu gestiegenen

Umsätzen. Ein beachtliches Umsatzvolumen von

ca. 11,5 Milliarden € im Zeitraum von Januar bis Oktober

2020 entspricht einer Steigerung von rund 1,2 % zum

Vorjahr. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes

Baden-Württemberg bewirkte die zeitlich befristete Mehrwertsteuersenkung

im letzten Quartal 2020 eine leichte

Senkung der Bauleistungspreise für den Neubau gegenüber

dem Vorjahr. Ohne diese Senkung hätte sich bei

unverändertem Steuersatz eine Preissteigerung von 2,1 %

berechnet. Die Anzahl der Beschäftigten im Bausektor

erfuhr ebenfalls einen Anstieg in Höhe von 3,3 % im Vorjahresvergleich.

Generell blickt die Wohnungsbaubranche

mit positiver Stimmung und Erwartung einer deutlichen

Zunahme der Bautätigkeit nach 2021 entgegen.

Die positive Differenz aus Zu- und Fortzügen betrug

zum Ende des dritten Quartals 2020 4.627 Personen.

Der Geburtensaldo war auch 2020 positiv, wenngleich

ge ringer als im Vorjahr.

Karlsruhe

Nach Angaben der Stadt Karlsruhe lag der Bevölkerungsstand

zum Jahresende 2020 bei 303.907 Personen, davon

hatten 299.785 ihren Hauptwohnsitz in Karlsruhe. Dies

stellt einen leichten Rückgang im Vergleich zum Jahresende

des Vorjahres dar. In 2019 wurden 477 Wohnungen

bezugsfertig, wovon sich ca. 82 % in neu errichteten Gebäuden

befinden. Damit blieb das Wohnungsbauvolumen

um etwa 48 % unter dem Vorjahresergebnis. Hauptsächlich

begründet sich der Rückgang durch die geringere

Neubautätigkeit im Geschosswohnungsbau. Von 118 neu

errichteten Wohngebäuden in 2019 entfielen ca. 73 % auf

Ein- und Zweifamilienhäuser. Der Bauüberhang hingegen

wächst auf 1.475 Wohnungen zum Jahresende 2020 an.

Damit sind einige Objekte bereits genehmigt, aber noch

nicht fertiggestellt. Trotz eines leichten Rückgangs der

Einwohnerzahl im Jahr 2020 führt die Attraktivität der

Stadt Karlsruhe zu einer hohen Nachfrage, was zu einem

angespannten Wohnungsmarkt führt. Aufgrund des Mangels

an bebaubaren Flächen werden Baumaßnahmen

im Bestand daher grundsätzlich wichtiger.

Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Vergleich zum

Vor jahr um einen Prozentpunkt auf 4,2 %. Bei den vom

Statistischen Landesamt Baden-Württemberg ermittelten

Verbraucherpreisen war 2020 im Jahresdurchschnitt eine

moderate Steigerung von 0,1 % zu verzeichnen. Damit lag

der Südwesten leicht unter dem Wert der gesamten Bundesrepublik

(+0,5 %). Hinsichtlich der Kosten für Wohnung,

Wasser, Strom, Gas und sonstige Brennstoffe stieg der

Index ebenfalls um moderate 0,3 %, während die Nettokaltmieten

um 2,1 % (bundesweit 1,5 % laut Statistischem

Bundesamt) im Vergleich zum Vorjahr anstiegen.

Laut den Angaben der Statistischen Ämter des Bundes

und der Länder blieb mit ca. 11,1 Mio. Einwohnerinnen

und Einwohnern (Stand: September 2020) die Bevölkerungszahl

im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant.

Auszug aus dem Lagebericht Konzern


54 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Lage des Konzerns

Ertragslage

Ist 2020 Ist 2019 Veränderungen

T € T € T €

Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung 104.137 101.032 3.105

Umsatzerlöse aus Verkauf 14.905 16.389 - 1.484

Umsatzerlöse aus Betreuungstätigkeit 1.631 926 705

Umsatzerlöse aus anderen Lieferungen und Leistungen 2.754 2.984 - 230

Umsatzerlöse 123.427 121.331 2.096

Bestandsveränderungen - 8.311 - 3.375 - 4.936

Aktivierte Eigenleistungen 237 237 0

Sonstige betriebliche Erträge 4.989 5.837 - 848

Betriebsleistungen 120.342 124.030 - 3.688

Aufwendungen für Hausbewirtschaftung - 50.074 - 46.498 - 3.576

Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke - 823 - 8.408 7.585

Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen - 5.094 - 3.701 - 1.393

Personalaufwendungen - 17.443 - 16.389 - 1.054

Abschreibungen - 17.998 - 17.542 - 456

Sonstige betriebliche Aufwendungen - 5.190 - 4.871 - 319

Betriebsaufwand - 96.623 - 97.409 786

Betriebsergebnis (ohne sonstige Steuern) 23.720 26.621 - 2.901

Finanzergebnis - 6.137 - 6.763 626

Ertragsteuern 2.619 - 1.329 3.948

Ergebnis nach Steuern 20.202 18.529 1.673

Erfolgsunabhängige Steuern - 2.872 - 2.544 - 328

KONZERNJAHRESÜBERSCHUSS 17.330 15.985 1.345

Ertragslage

Die gestiegenen Umsatzerlöse aus der Hausbewirtschaftung

resultieren im Wesentlichen aus Neuvermietungen

und Mieterhöhungen nach Abschluss von Modernisierungsmaßnahmen

sowie gestiegenen Ergebnissen aus

Betriebs- und Heizkostenabrechnungen.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Grundstücken

reduzierten sich im Vergleich zu 2019 leicht um 1.484 T €

auf einen Wert von 14.905 T €. Die im Geschäftsjahr

2020 erzielten Umsatzerlöse stammen vor allem aus der

vollständigen, ertragswirksamen Übergabe der kompletten

Bauträgermaßnahme von 20 Doppelhaushälften

und einem Wohnbaugrundstück in Knielingen sowie

drei Gewerbegrundstücken in Neureut und zwei Mietkaufwohnungen

in der Nordstadt.

Die Umsatzerlöse aus Betreuungstätigkeit stiegen im

Wesentlichen durch die Übernahme der Baubetreuung

für die Europäische Schule Karlsruhe um 705 T € auf

1.631 T € an, korrespondierend dazu nahmen auch die

Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen

zu. Die Umsatzerlöse aus anderen Lieferungen und Leistungen

sanken leicht um 230 T €, was im Wesentlichen


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

55

darin begründet ist, dass in 2020 einige Leistungen im

Rahmen des Facility Managements für die Messe Karlsruhe

pandemiebedingt nicht erbracht werden mussten.

Trotz der Einstellung des Verfahrens zur Winterbeschäftigungsumlage

und der damit verbundenen Auflösung der

für mögliche Zahlungen gebildeten Rückstellung in Höhe

von 735 T € betrugen die Erträge aus der Auflösung von

Rückstellungen insgesamt nur 1.217 T €; im Vorjahr belie

fen sich diese noch auf 1.628 T €. Zudem führen rückläufige

Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen

zu einer Reduzierung der sonstigen betrieblichen Erträge

um insgesamt 848 T €.

Neben den – auch aufgrund des verstärkten Wohnungsneubaus

– gestiegenen Betriebs- und Heizkosten sind

auch die Aufwendungen für laufende und geplante Instandhaltungen

von insgesamt 25.518 T € ursächlich

für den Anstieg der Aufwendungen für Hausbewirtschaftung

auf 50.074 T €.

Der leichte Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen

des Geschäftsjahres 2020 auf 5.190 T € wird vor

allem durch die erforderlichen Wertberichtigungen und

Abschreibungen auf Mietforderungen in Höhe von insgesamt

671 T € (Vorjahr 363 T €) verursacht.

Das Finanzergebnis reduziert sich insgesamt um 626 T €

auf 6.137 T €. Ursächlich hierfür ist zum einen die Reduzierung

des Ergebnisses aus den Beteiligungen an assoziierten

Unternehmen auf 821 T €, zum anderen minderte sich

der Zinsaufwand des Geschäftsjahres 2020 um 1.093 T €,

was insbesondere auf sinkende Zinsen bei der Prolongation

und Neuvalutierung von Krediten zurückzuführen ist.

Durch die Aktivierung latenter Steuern auf vorgenommene

Zwischengewinneliminierungen in Vorjahren erhöhten

sich die Steuern vom Einkommen und Ertrag auf einen

positiven Wert von 2.619 T €.

Die Ertragslage ist gut.

Die Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke sanken im

Vergleich zum Vorjahr stark. Der Grund für den Rückgang

der Aufwendungen sind die hohen Aufwendungen des

Vorjahres, die aufgrund der in 2019 fast vollständig fertiggestellten,

aber erst in 2020 übergebenen Bauträgermaßnahme

in Knielingen zustande kamen. Somit reduzieren

sich die Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke trotz der

Buchwertabgänge für zwei Mietkaufwohnungen um

7.585 T € auf 823 T €.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich insgesamt um

1.054 T €, im Wesentlichen bedingt durch personelle Neueinstellungen.

Zudem erhöhten sich die Rückstellungen

für Urlaubsansprüche und Arbeitszeitguthaben.

Die Abschreibungen in 2020 erfolgten planmäßig und

stiegen sowohl aufgrund der Fertigstellung der Wohnbauten

in 2020 in der Egon-Eiermann-Allee 2 / 2a und

4 / 4a als auch durch vorgenommene Investitionen in

die Betriebs- und Geschäftsausstattung um insgesamt

456 T € auf 17.998 T € an.


56 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Leistungsindikatoren

Zur Steuerung des Konzerns werden folgende finanzielle

Leistungsindikatoren herangezogen:

Konzernumsatzerlöse

Konzernjahresüberschuss

Ist 2020 Ist 2019

123.427 T € 121.331 T €

17.330 T € 15.985 T €

Grundsätzlich sind die Umsatzerlöse im Konzern

Volkswohnung hauptsächlich durch die Hausbewirtschaftung

geprägt, diese machen in 2020 insgesamt 84,4 %

aller Umsatzerlöse aus; sie stiegen im Vergleich zum

Vorjahr aufgrund der Vermietung neu erstellter Objekte,

Mietanpassungen im Zuge von Mieterwechseln, Mieterhöhungen

nach Abschluss von Modernisierungsmaßnahmen

und gestiegenen Ergebnissen aus Betriebs- und

Heizkostenabrechnungen auf insgesamt 104.137 T € an.

Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Grundstücken

sanken nur leicht und machen einen Anteil von 12,1 % an

den Umsatzerlösen aus; im Vorjahr betrug ihr Anteil an

den Umsatzerlösen im Konzern 13,5 %. Die Umsatzerlöse

aus anderen Lieferungen und Leistungen sowie aus Betreuungstätigkeit

belaufen sich auf insgesamt 4.385 T €

und tragen mit einem Anteil von 3,5 % zu den Konzernumsatzerlösen

bei.

Die für 2020 prognostizierten Umsatzerlöse in Höhe von

106,0 Mio. € aus der Hausbewirtschaftung wurden leicht

unterschritten und liegen in 2020 bei 104,1 Mio. €. Die

Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Grundstücken belaufen

sich im Jahr 2020 auf 14,9 Mio. € und unterschreiten

damit leicht den prognostizierten Wert von 16,2 Mio. €.

Die Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie

Betreuungsleistungen liegen mit 4,4 Mio. € ebenfalls

unter den geplanten Werten für 2020. Mit einem Konzernjahresüberschuss

von 17,3 Mio. € wurde der für 2020 angestrebte

Wert von 6,3 Mio. € deutlich überschritten, dies

ist vor allem auf zeitliche Verschiebungen von Bau- und

Instandhaltungsmaßnahmen sowie Erträgen aus der Auflösung

von Rückstellungen und aus der Bildung aktiver

latenter Steuern zurückzuführen.

Insgesamt hat sich das Betriebsergebnis zwar um

2.901 T € verringert, der Konzernjahresüberschuss fällt

aber insbesondere durch erhöhte Erträge aus Ertragsteuern

in Höhe von 2.619 T € aufgrund der erforderlichen

Aktivierung aktiver latenter Steuern auf Zwischengewinneliminierungen

aus vergangenen Geschäftsjahren

im Vergleich zum Vorjahr mit 17.330 T € höher aus.


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

57

Finanzlage

Bezüglich der Finanzlage verweisen wir grundsätzlich auf

die Kapitalflussrechnung im Konzernabschluss.

Der Konzern Volkswohnung als Ganzes hat keine Kreditlinien.

Im Wesentlichen tritt die Volkswohnung GmbH am

Markt auf. Die Volkswohnung GmbH verfügt über dinglich

gesicherte und ungesicherte Kreditlinien bei verschiedenen

Kreditinstituten. Bei den gesicherten Kreditlinien

handelt es sich um Rahmenkreditverträge mit hinterlegtem

Grundschuldpool. Über beide Arten von Kreditlinien

kann kurzfristig durch den Abschluss von Einzelverträgen

Liquidität beschafft werden.

Der Anstieg des Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

von 37.428 T € auf 47.993 T € resultiert vor allem

aus der im Vergleich zum Vorjahr angestiegenen Verkaufs -

aktivität aufgrund der vollständigen Übergabe der Bauträgermaßnahme

im Elsternweg und der Rheinbergstraße

in Knielingen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist wie im Vorjahr

durch die Bautätigkeit geprägt. Der negative Cashflow

aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich durch

die zeitliche Verschiebung von Investitionen im Vergleich

zum Vorjahr um 5.228 T € und beträgt - 33.725 T €.

Trotz gestiegener Tilgungen führte eine erhöhte Aufnahme

von Finanzkrediten bei gleichzeitig sinkendem

Zinsaufwand zu einer Veränderung des Cashflow aus

Finanzierungstätigkeit auf 2.992 T € (VJ: - 11.289 T €).

Investitionen

Folgende Investitionen wurden im abgelaufenen

Geschäftsjahr getätigt:

Investitionen

Bauprogramm

Die Finanzlage im Konzern ist geordnet.

Volkswohnung

Konzern

Abriss 0 T €

Ankauf 2.947 T €

Bauträgermaßnahmen 157 T €

Erschließung / Sonstiges 58 T €

Modernisierung 4.238 T €

Neubau 27.354 T €

Summe 34.754 T €

Investitionen

Instandhaltung

Volkswohnung

Konzern

Laufende Instandhaltung 10.765 T €

Geplante Instandhaltung 8.875 T €

Instandhaltung Mieterwechsel 5.878 T €

Summe 25.518 T €

Sonstige

Investitionen

Volkswohnung

Konzern

Sonstige Investitionen gesamt 1.081 T €

Summe 1.081 T €

Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu

erwarten. Die Zahlungsfähigkeit der Konzerngesellschaften

war im Geschäftsjahr 2020 jederzeit gegeben.


58 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Vermögenslage

Ist 2020 Ist 2019 Veränderungen

Vermögensstruktur T € % T € % T €

Anlagevermögen 681.085 85,3 663.285 85,9 17.800

Immaterielle Vermögensgegenstände

und Sachanlagen

659.252 82,6 641.688 83,1 17.564

Finanzanlagen 21.833 2,7 21.597 2,8 236

Umlaufvermögen 114.611 14,4 108.629 14,1 5.982

Bautätigkeit 9.646 1,2 19.297 2,5 - 9.651

Unfertige Leistungen 29.554 3,7 28.490 3,7 1.064

Übriges Umlaufvermögen 10.253 1,3 11.104 1,5 - 851

Flüssige Mittel 65.158 8,2 49.738 6,4 15.420

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 330 0,0 251 0,0 79

Aktive latente Steuern 2.557 0,3 0 0,0 2.557

GESAMTVERMÖGEN 798.583 100,0 772.165 100,0 26.418

Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Wesentlichen

aufgrund des anhaltend hohen Investitionsniveaus im

Zusammenhang mit dem Neubau von Mietwohnungen.

Im Geschäftsjahr 2020 wurden die Wohnbauten in der

Egon-Eiermann-Allee 2 / 2a und 4 / 4a fertiggestellt. Die

Bauvorbereitungskosten bewegen sich mit 10.052 T €

auf Vorjahresniveau, bedingt durch geplante Neubauten

in Oberreut und Stutensee. Die Anlagen im Bau verringerten

sich zwar durch die Bezugsfertigkeit der Neubauten

in Knielingen, jedoch stiegen die Sachanlagen auch

durch das Anfang 2021 fertiggestellte Objekt in der Egon-

Eiermann-Allee 4b und die begonnenen Neubauten in

Daxlanden und Durlach.

Trotz der vollständigen Übergabe der Bauträgermaßnahme

im Elsternweg und der Rheinbergstraße in Knielingen,

die die Grundstücke mit unfertigen Bauten um 7.650 T €

verringern, erhöht sich das Umlaufvermögen zwar zum

einen durch einen Anstieg der unfertigen Leistungen aus

abzurechnenden Betriebs- und Heizkosten um 1.064 T €,

zum anderen ist jedoch der Anstieg der flüssigen Mittel

um 15.420 T € ausschlaggebend für einen Anstieg des

Umlaufvermögens auf 114.611 T €.

Für in der Vergangenheit durchgeführte Zwischengewinneliminierungen

im Konzern werden aktive latente Steuern

in Höhe von 2.557 T € ausgewiesen.

Das Eigenkapital erhöhte sich zum Bilanzstichtag um

den Konzernjahresüberschuss in Höhe von 17.330 T €

auf 232.061 T €. Die Eigenkapitalquote stieg im Vergleich

zu 2019 von 27,8 % auf 29,1 % in 2020. Der Konzern

Volkswohnung verfügt über eine angemessene Eigenkapitalausstattung.

Zwar sanken die Steuerrückstellungen durch die Inanspruchnahme

und geringere Neuzuführungen um 622 T €

und die für mögliche Nachzahlungsverpflichtungen gebildete

Rückstellung für die Winterbeschäftigungsumlage

in Höhe von 735 T € konnte aufgrund der Einstellung des

Verfahrens aufgelöst werden, jedoch erhöhten sich die

kurzfristigen Rückstellungen trotz der Inanspruchnahme

gebildeter Rückstellungen für Betriebs- und Heizkosten,

für noch anfallende Baukosten und Instandhaltungs -

kos ten aufgrund erforderlicher Neuzuführungen für das

Geschäftsjahr 2020 insgesamt nur um 9 T € und bewegen

sich damit auf Vorjahresniveau. Die langfristigen Rück-


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

59

Ist 2020 Ist 2019 Veränderungen

Kapitalstruktur T € % T € % T €

Eigenkapital 232.061 29,1 214.731 27,8 17.330

Passiver Unterschiedsbetrag aus

der Kapitalkonsolidierung

0 0,0 1.000 0,1 - 1.000

Rückstellungen 21.555 2,7 20.007 2,6 1.548

langfristig 11.885 1,5 10.346 1,3 1.539

kurzfristig 9.670 1,2 9.661 1,3 9

Verbindlichkeiten 530.316 66,4 519.153 67,3 11.163

langfristig 458.926 57,5 450.570 58,4 8.356

kurzfristig 71.390 8,9 68.583 8,9 2.807

Passive Rechnungsabgrenzungsposten 14.651 1,8 17.274 2,2 - 2.623

GESAMTKAPITAL 798.583 100,0 772.165 100,0 26.418

stellungen stiegen aufgrund notwendiger Zufüh rungen zu

den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen und

für Gewährleistungsansprüche im Zusammenhang mit

dem Verkauf von Bauträgermaß nah men um insgesamt

1.539 T € auf einen Betrag in Höhe von 11.885 T €.

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich insgesamt um

1.163 T €, wobei die mittel- bis langfristigen Verbindlichkeiten

um 8.356 T € und die kurzfristigen Verbindlichkeiten

um 2.807 T € zunahmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber

Kreditinstituten reduzierten sich aufgrund planmäßiger

Tilgungen in Höhe von 29.368 T € und außerplanmäßiger

Tilgungen in Höhe von 30.105 T € um insgesamt 59.473 T €.

Unter Berücksichtigung der Zins abgrenzungen und durch

die Neuvalutierungen in Höhe von 68.314 T € erhöhten

sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

jedoch insgesamt um 8.712 T €.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden die

Zuschüsse aus dem baden-württembergischen Landeswohnraumförderungsprogramm

und dem Karlsruher

Wohnraumförderungsprogramm (KaWoF) ausgewiesen;

diese belaufen sich insgesamt auf 14.430 T €. Diese

werden sowohl für Neubauwohnungen als auch Bestandswohnungen

in Anspruch genommen und sind mit einer

Mietpreis- und Belegungsbindung versehen. Entsprechend

der jeweiligen Laufzeit, die zwischen 15 und 25 Jahre ab

Bezugsfertigkeit beträgt, wurden diese Zuschüsse im Jahr

2020 zeitanteilig mit einem Betrag von 1.400 T € ertragswirksam

aufgelöst.

Die Vermögenslage ist geordnet. Wirtschaftliche und

finanzielle Risiken, die die Vermögens-, Ertrags- und

Finanzlage nachhaltig beeinträchtigen könnten, sind

nicht erkennbar.

Die erhaltenen Anzahlungen, die mit einem Betrag in

Höhe von 29.257 T € ausgewiesen werden und ungefähr

auf dem Niveau der unfertigen Leistungen liegen, resultieren

ausschließlich aus Betriebs- und Heizkostenvorauszahlungen.


60 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Risikobericht

Chancen und Risiken

Aus der Corona-Pandemie ist weiterhin mit Risiken für die

Geschäftsentwicklung und den zukünftigen Geschäftsverlauf

des Unternehmens zu rechnen. Zu nennen sind

Risiken aus der Verzögerung bei der Durchführung von

Instandhaltungs-, Modernisierungs- und Baumaßnahmen,

verbunden mit dem Risiko von Kostensteigerungen und

der Verzögerung geplanter Einnahmen. Darüber hinaus

ist mit einem Anstieg der Mietausfälle, mit krisenbedingten

Einschränkungen der eigenen operativen Prozesse

sowie ggf. mit verschlechterten Finanzierungsbedingungen

zu rechnen. Die Geschäftsführung beobachtet laufend

die weitere Entwicklung zur Identifikation der damit

verbundenen Risiken und reagiert bedarfs weise unter

Zugrundelegung des Risikomanagement sys tems des

Unternehmens mit angemessenen Maßnahmen zum

Umgang mit den identifizierten Risiken. Davon umfasst

sind auch Maßnahmen zur Anpassung operativer

Geschäftsprozesse unter Nutzung neuer tech nologischer

Möglichkeiten. Das Risiko wird derzeit als gering

eingeschätzt.

Die Erträge aus der Hausbewirtschaftung basieren auf

langfristigen Verträgen und stellen nachhaltige Einnahmen

dar. Modernisierungsmaßnahmen verbessern die

Vermietbarkeit und ermöglichen eine moderate Steigerung

der Umsatzerlöse. Die Modernisierungsmaßnahmen

sind mittelfristig geplant, die Finanzierung ist über einen

entsprechenden Liquiditätsplan sichergestellt. Das Risiko

von Mietausfällen wird als sehr gering eingestuft.

Wesentliche Risiken im Baubereich betreffen steigende

Baukosten, Ausfälle von Dienstleistern und Auftragnehmern

sowie den Eintritt von Gewährleistungsansprüchen.

Das Risiko der steigenden Baukosten wird als mittel eingestuft,

das Risiko der Ausfälle von Dienstleistern und

Auftraggebern als gering. Trotz dieser Risiken optimiert

die Volkswohnung verstärkt ihr Bestandsportfolio durch

den Neubau von Wohn- und Gewerbeeinheiten, um auch

zukünftig als Immobilienspezialist der Region ein breites

Leistungsspektrum anbieten zu können. Auch in diesem

Geschäftsjahr übertrifft die Nachfrage nach Mietwohnungen

erneut das Angebot, sodass davon ausgegangen

werden kann, dass neu geschaffener Wohnraum auch in

Zukunft eine zuverlässige Einnahmequelle darstellen wird.

Die Erträge aus dem Breitbandkabel- und Telemetriegeschäft

basieren auf langfristigen Verträgen und stellen

nachhaltige Einnahmen dar.

Um das anspruchsvolle Bauprogramm in den nächsten

Jahren umzusetzen, benötigt der Konzern Volkswohnung

zuverlässige Handwerksfirmen und qualifizierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Angesichts des zunehmenden

Fachkräftemangels besteht hier ein zusätzliches, jedoch

geringes Risiko.

Das Risiko des Konzerns Volkswohnung, sich mit dem

angebotenen Leistungsspektrum fortwährend mit

anderen Anbietern am Markt messen lassen zu müssen,

wird als Chance verstanden, noch kundenfreundlicher

und serviceorientierter zu agieren.


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

61

Finanzierungsrisiken werden durch langfristig abgeschlossene

Darlehensverträge, frühzeitige Prolongatio

nen bzw. Refinanzierungen sowie eine langfristige

Zinssicherung auch mittels Bausparverträgen bei auslaufenden

Darlehen minimiert. Die aktive Steuerung

des Kreditportfolios trägt, insbesondere bezogen auf das

Darlehensvolumen und dessen Prolongationsausläufe,

zur Risikominimierung bei. Auch unter Berücksichtigung

der guten Förderlandschaft und der wohnungspolitischen

Ausrichtung in Baden-Württemberg wird das Zinsänderungsrisiko

insgesamt als gering bewertet.

Zukünftige wirtschafts- und steuerpolitische Entwicklungen

werden einen starken Einfluss auf das Nachfrageund

Käuferverhalten haben. Den dadurch entstehenden

Risiken in der Vermarktung stehen die Chancen gegenüber,

auf die neuen Situationen mit bewährten und neu

entwickelten Vertriebsinstrumenten zu reagieren. Daher

wird das Risiko, vor allem im Bauträgergeschäft auch

immer im Wettbewerb zu anderen Anbietern auf dem

Markt zu stehen, als Chance verstanden, das Angebot

noch näher an den Kundinnen und Kunden auszurichten.

Das Risiko der Cyberkriminalität nimmt durch das Thema

Digitalisierung und die Verwendung von Informationsund

Kommunikationstechnik immer stärker zu; das Risikomanagementsystem

stuft das Risiko als mittel ein.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung existieren

keine bestandsgefährdenden Risiken. Aufgrund der vorhandenen

Potenziale im Konzern werden die Chancen

höher bewertet als die aufgeführten Risiken.

Risikomanagement

Der Konzern Volkswohnung prüft kontinuierlich und

sys tematisch im Rahmen eines definierten Risikomanagementprozesses

die mit der Geschäftstätigkeit verbun

de nen Risiken. Alle wesentlichen Aspekte zu kennen,

abzuschätzen und zu kontrollieren, steht im Fokus der

Risikoana lyse. Vor diesem Hintergrund wurde ein der

Unternehmensgröße angepasstes Risikomanagementsystem

implementiert.

Zentrale Bestandteile des Risikomanagements sind die

jährliche und rollierende Unternehmensplanung, das

umfassende Quartalsreporting sowie das jährlich fortgeschriebene

Risikoinventar. Über regelmäßig stattfindende

Abstimmungen auf Geschäftsführungs- und

Bereichsleiterebene haben alle Entscheidungsträger

jederzeit über alle relevanten Entwicklungen im Unternehmen

Kenntnis. Abweichende Entwicklungen oder

neue Risiken werden somit frühzeitig transparent. Dies

ist die Grundlage für die mögliche Einleitung von Handlungsoptionen

zur Risikoabwendung.

Der Aufsichtsrat wird durch die Geschäftsführung in

den Gremiensitzungen umfänglich über die aktuelle

wirtschaftliche Situation informiert.

Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem stellt

sicher, dass die Rechnungslegung im Konzern einheitlich

erfolgt und im Einklang mit rechtlichen und gesetzlichen

Anforderungen steht.

Weitere wirtschaftliche und finanzielle Risiken, die die

künftige Entwicklung des Unternehmens bzw. die Vermögens-,

Ertrags- und Finanzlage nachhaltig beeinträchtigen

oder gefährden könnten, sind nicht erkennbar.


62 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Finanzinstrumente

Zu den zum Bilanzstichtag bestehenden Finanzinstrumenten

zählen im Wesentlichen Forderungen und sonstige

Vermögensgegenstände, liquide Mittel sowie Verbindlichkeiten

gegenüber Kreditinstituten und anderen

Kredit gebern. Die Bankverbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten

gegenüber anderen Kreditgebern betreffen

nahezu ausschließlich langfristige Objektfinanzierungen.

Ausfallrisiken bei finanziellen Vermögenswerten werden

durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.

Wesentliche Risiken ergeben sich bezüglich der Bankver

bindlichkeiten, insbesondere aus Finanzierungsrisiken

(Zinsänderungsrisiken, Liquiditätsrisiken). Das Liquiditätsund

Zinsänderungsrisiko wird laufend überwacht.

Der Konzern richtet sein Finanzierungsmanagement

überwiegend unter der Zielsetzung langfristiger Zinsfestschreibung

aus.

Die Zinsbindung der Bankverbindlichkeiten liegt zwischen

einem und 60 Jahren. Die Entwicklung der Zinsen

wird laufend überwacht. Rechtzeitig vor Ablauf der Zinsbindung

wird eine Verlängerung bzw. ein Neuabschluss

angestrebt. Bei einer absehbaren Erhöhung der Zinssätze

ist eine langfristige Absicherung vorgesehen.

Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den langjährigen

Bankenpartnern sowie eine aktive Kommunikation

gewährleisten dem Unternehmen eine gewisse Kontinuität

und Unabhängigkeit bei Finanzierungen.

Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt.

Die Deutsche Bundesbank hat die Volkswohnung GmbH

erneut als notenbankfähig eingestuft.


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

63

Prognosebericht

Aufgrund des Immobilienportfolios der Volkswohnung

GmbH und der damit verbundenen Mieterstruktur waren

durch die Corona-Pandemie im Jahr 2020 nur leichte

Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit spürbar. Dennoch

kann es bei Fortbestehen der Beeinträchtigungen

durch das Coronavirus gegebenenfalls zu Abweichungen

bei einzelnen Kennzahlen kommen. Wir gehen davon

aus, dass die Mietforderungen steigen können und bei

er forderlicher Abschreibung von Mietforderungen die

Mietausfallquote steigen kann, in deren Folge die Gesamt-

und Eigenkapitalrentabilität negativ beeinflusst

werden würde.

In den Wirtschaftsplänen der einzelnen Konzerngesellschaften,

die jeweils im Oktober 2020 durch Aufsichtsrat

und Gesellschafterversammlung verabschiedet wurden,

wurden die finanziellen Leistungsindikatoren für das Jahr

2021 mit folgenden Werten prognostiziert:

Jahresüberschuss

Volkswohnung

GmbH

Volkswohnung

Service GmbH

Plan 2021

Volkswohnung

Bauträger GmbH

Konversionsgesellschaft

Karlsruhe mbH (KGK)

Umsatzerlöse 112.890 T € 13.420 T € 0 T € 3.250 T €

Jahresüberschuss 6.440 T € 1.400 T € ¹ - 10 T € 110 T € ¹

1) Angaben vor Ergebnisabführung

Basierend auf den verabschiedeten Wirtschaftsplänen

sowie einer geplanten Konsolidierung konzerninterner

Umsatzerlöse wird für das Geschäftsjahr 2021 im Konzern

mit Umsatzerlösen aus der Hausbewirtschaftung von

108,3 Mio. €, voraussichtlichen Umsatzerlösen aus dem

Verkauf von Grundstücken in Höhe von etwa 3,6 Mio. €

und Umsatzerlösen aus Betreuungstätigkeit und anderen

Lieferungen und Leistungen von 8,7 Mio. € gerechnet.

Unter Berücksichtigung der geplanten Ergebnisse aus

den assoziierten Unternehmen wird der Konzernjahresüberschuss

voraussichtlich bei etwa 8,2 Mio. € liegen.

Der Konzern Volkswohnung legt den Schwerpunkt seiner

Tätigkeit auch weiterhin auf den Neubau von Mietwohnungen

und reagiert damit auf die Anforderungen des

Marktes.

Die Entwicklung des Konzerns wird für das Jahr 2021 insgesamt

positiv gesehen. Für die nächsten beiden Jahre

wird eine stabile Ertragslage erwartet, womit der Konzern

Volkswohnung auch zukünftig in der Lage sein wird,

seinen Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht

nachzukommen.


64 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Jahresabschluss Konzern

Bilanz Konzern zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T € T €

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

EDV-Anwenderprogramme 515 456

Sachanlagen

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 515.989 514.398

Grundstücke mit Geschäfts- und anderen Bauten 78.101 81.249

Grundstücke ohne Bauten 16.318 13.670

Grundstücke mit Erbbaurechten und Bauten Dritter 182 182

Bauten auf fremden Grundstücken 274 290

Technische Anlagen und Maschinen 2.216 2.168

Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.336 946

Anlagen im Bau 33.970 18.541

Bauvorbereitungskosten 10.052 9.788

Geleistete Anzahlungen 299 658.737 0

Finanzanlagen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 19.782 18.960

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 29

Sonstige Ausleihungen 2.044 2.599

Andere Finanzanlagen 8 21.834 8

Anlagevermögen insgesamt 681.086 663.285

UMLAUFVERMÖGEN

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte

Grundstücke ohne Bauten 6.552 8.278

Bauvorbereitungskosten 148 148

Grundstücke mit unfertigen Bauten 2.855 10.505

Grundstücke mit fertigen Bauten 90 366

Unfertige Leistungen 29.554 28.490

Andere Vorräte 187 301

Geleistete Anzahlungen 1.669 41.055 1.596

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Vermietung und Verpachtung 1.108 718

Forderungen aus Verkauf von Grundstücken 1 103

Forderungen aus Betreuungstätigkeit 384 411

Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 2.362 1.423

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 37 0

Sonstige Vermögensgegenstände 4.505 8.397 6.552

Flüssige Mittel und Bausparguthaben

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 64.690 47.430

Bausparguthaben 468 65.158 2.308

Umlaufvermögen insgesamt 114.610 108.629

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Geldbeschaffungskosten 159 179

Andere Rechnungsabgrenzungsposten 171 330 71

Aktive latente Steuern 2.557 0

BILANZSUMME 798.583 772.165


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

65

Passiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T € T €

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 37.000 37.000

Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen 177.531 161.546

Gewinnrücklagen

Konzernjahresüberschuss 17.330 15.985

Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 200 200

Eigenkapital insgesamt 232.061 214.731

PASSIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG 0 1.000

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen 1.377 1.999

Sonstige Rückstellungen 20.178 21.555 18.008

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 473.992 465.279

Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 2.821 2.992

Erhaltene Anzahlungen 29.257 28.344

Verbindlichkeiten aus Vermietung 11.024 10.558

Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 223 238

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 10.372 7.895

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

Sonstige Verbindlichkeiten

davon aus Steuern: 2.183 T € (Vorjahr: 3.304 T €)

1 0

2.627 530.317 3.847

PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.650 17.274

BILANZSUMME 798.583 772.165


66 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Gewinn- und Verlustrechnung Konzern

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr

Vorjahr

Umsatzerlöse

T € T € T €

a) aus der Hausbewirtschaftung 104.137 101.032

b) aus Verkauf von Grundstücken 14.905 16.389

c) aus anderen Lieferungen und Leistungen 2.754 2.984

d) aus Betreuungstätigkeit 1.631 123.427 926

Veränderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken

mit fertigen und unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen

- 8.312 - 3.375

Andere aktivierte Eigenleistungen 238 237

Sonstige betriebliche Erträge 4.989 5.837

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen

a) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung 50.074 46.498

b) Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke 823 8.408

c) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen 5.094 55.991 3.701

Rohergebnis 64.351 65.423

Personalaufwand

a) Gehälter 13.640 12.657

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

davon für Altersversorgung: 1.107 T € (Vorjahr 1.083 T € )

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen

3.803 17.443 3.732

17.998 17.542

Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.190 4.871

Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 821 1.150

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 43 54

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 182 225 309

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 106 T € (Vorjahr: 348 T €)

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufwand (+) / Ertrag (-)

7.183 8.276

- 2.619 1.329

Ergebnis nach Steuern 20.202 18.528

Sonstige Steuern 2.872 2.543

JAHRESÜBERSCHUSS 17.330 15.985

Auf den Konzern entfallender Gewinn 17.330 15.985

Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 0 0


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

67

Anhang Abschluss Konzern

zum 31. Dezember 2020

A: Allgemeine Angaben

Dem für das Geschäftsjahr 2020 aufgestellten Konzernabschluss

liegen die Jahresabschlüsse der Volkswohnung

GmbH, Karlsruhe, eingetragen beim Amtsgericht Mannheim

unter der Nummer HRB 100159, und ihrer Tochtergesellschaften

zugrunde. Die geprüften Jahresabschlüsse

der einbezogenen Unternehmen wurden sämtlich auf den

Stichtag des Konzernabschlusses erstellt. Gemäß § 298

Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 266 Abs. 2 und 3 HGB und

§ 275 Abs. 2 HGB wurde der Konzernabschluss nach den

Formblättern für die Gliederung des Jahresabschlusses

von Wohnungsunternehmen erstellt.

In Anwendung des § 298 Abs. 1 HGB in Verbindung mit

§ 265 Abs. 5 HGB wurden in der Bilanz weitere Posten

eingefügt sowie Zwischensummen in der GuV gebildet.

B: Konsolidierungskreis und Stichtag

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Volkswohnung

GmbH, Karlsruhe, die Tochtergesellschaften

Volkswohnung Service GmbH, die Volkswohnung

Bau träger GmbH und die Konversionsgesellschaft

Karls ruhe mbH (KGK). Abschlussstichtag des Konzern -

abs chlusses und aller einbezogenen Unternehmen

ist der 31. Dezember 2020.

C: Konsolidierungsgrundsätze

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurden die

Abschlüsse der Konzernunternehmen zur Einbeziehung

in den Konzernabschluss einheitlich nach den im Konzern

geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode.

Die Anteile der in den Konsolidierungskreis

einbezogenen Gesellschaften wurden gegen das

Eigenkapital der Tochterunternehmen aufgerechnet.

Die Verrechnung wurde auf Grundlage der Wertansätze

zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile durchgeführt.

Die Konzernforderungen und -verbindlichkeiten sowie

die Innenumsätze und alle sich entsprechenden Aufwendungen

und Erträge der zum Konsolidierungskreis gehörenden

Unternehmen wurden gegeneinander verrechnet.

Des Weiteren wurden Positionen der Einzelabschlüsse

auf die aus Konzernsicht zutreffenden Positionen umgegliedert.

Die Wertansätze der Beteiligungen an der Entwicklungsgesellschaft

Cité mbH, Baden-Baden, der KES – Karlsruher

Energieservice GmbH, Karlsruhe, und der Wohnbau Wörth

a. Rhein Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Wörth,

erfolgen nach der Equity-Methode. Dabei findet jeweils

die Buchwertmethode Anwendung. Als maßgeblicher

Zeitpunkt für die Verrechnung des Beteiligungsbuchwertes

mit dem anteiligen Eigenkapital wurde der Zeitpunkt

der erstmaligen Einbeziehung gewählt. Der sich

ergebende Unterschiedsbetrag beträgt insgesamt

4.899 T €, ein Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht

enthalten.


68 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Beteiligungsspiegel 2020

Stamm kapital

Bilanzergebnis

T € T €

Volkswohnung Service GmbH, Karlsruhe 1.100 –

Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH

(KGK), Karlsruhe

Volkswohnung Bauträger GmbH,

Karlsruhe

KES – Karlsruher Energieservice GmbH,

Karlsruhe

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH,

Baden-Baden

Wohnbau Wörth a. Rh., Gesellschaft

mit beschränkter Haftung, Wörth a. Rhein

500 –

1.000 - 971

100 690

5.150 4.808

5.200 7.326

Ergebnis ­

verwendung

Beherrschungs- und

Ergebnisabführungsvertrag

Beherrschungs- und

Ergebnisabführungsvertrag

Gewinnverteilung nach

gesetzlichen Vorschriften

Gewinnverteilung nach

gesetzlichen Vorschriften

Gewinnverteilung nach

gesetzlichen Vorschriften

Gewinnverteilung nach

gesetzlichen Vorschriften

1) Angaben vor Ergebnisabführung

D: Erläuterungen zu den Bilanzierungsund

Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden

unverändert zum Vorjahr angewandt.

Für die Abschlüsse der vollkonsolidierten Unternehmen

gelten für die Bilanzierung und Bewertung nachfolgende

Grundsätze:

Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände

erfolgte zu Anschaffungskosten. Sie wurden linear

mit 20 bis 33,33 % abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist – sofern abnutzbar – zu

fortgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten

bewertet. Die Zugänge an Herstellungskosten setzen

sich zusammen aus Fremdkosten und aktivierungspflichtigen

Eigenleistungen. Die Abschreibungen erfolgten

bei den Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten

mit Wohnbauten, Grundstücken mit Geschäfts- und anderen

Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken

planmäßig nach der Gesamtnutzungsdauer. Die Abschreibungen

betragen linear 1,25 bis 6,42 % der Anschaffungsoder

Herstellungskosten auf Wohngebäude sowie 1,4

bis 17,65 % auf Geschäfts- und andere Bauten. Außerplanmäßige

Abschreibungen werden bei vorliegender

dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Die Abschreibung bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung

sowie den Technischen Anlagen erfolgte

jeweils linear auf die entsprechende Nutzungsdauer.

Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert bis

250 € führen direkt zu Aufwand, für Wirtschaftsgüter

mit einem Anschaffungswert von 250 bis 1.000 € wurde

ein Abschreibungspool gebildet, der mit 20 % linear

abgeschrieben wird.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen Kaufpreisstundungen

zuzüglich Zinsen sowie Kaufpreisstundungen

aus dem Programm zur Familienförderung. Sie sind zum

Nominalwert bewertet.

Das übrige Finanzanlagevermögen ist zu Nennwerten,

Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden

Wert bilanziert.

Abwertungen auf das Anlagevermögen werden bei

dauerhafter Wertminderung vorgenommen.

Die Grundstücke ohne Bauten, die Bauvorbereitungskosten,

die Grundstücke mit unfertigen und fertigen Bauten

sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich

Abschreibungen gemäß §253 Abs. 4 HGB angesetzt.

Die Herstellungskosten beinhalten die Fremdkosten und

aktivierungspflichtige Eigenleistungen. Bis einschließlich

2007 sind bei den Grundstücken auch Fremdkapitalzinsen

aktiviert worden.

Die unfertigen Leistungen sind in Höhe der voraussichtlich

abrechenbaren Kosten ausgewiesen.

Die anderen Vorräte und geleisteten Anzahlungen werden

zu Anschaffungskosten angesetzt. Erforderlichenfalls

wurden Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden

Wert am Bilanzstichtag vorgenommen.


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

69

Jahresergebnis Eigenkapital in %

T € T €

Konsolidierungsmethode

2.651 ¹ 1.100 100,0 Vollkonsolidierung

572 ¹ 500 60,0 Vollkonsolidierung

- 7 29 100,0 Vollkonsolidierung

305 1.790 50,0 Equity-Bewertung

708 9.958 38,8 Equity-Bewertung

986 20.119 50,0 Equity-Bewertung

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden

zum Nennwert angesetzt. Erkennbaren Risiken wird

durch angemessene Einzelwertberichtigungen Rechnung

getragen.

Liquide Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Die Geldbeschaffungskosten werden entsprechend der

Laufzeit der Darlehen abgeschrieben.

Die Bildung der Rückstellungen erfolgte in Höhe des

voraussichtlich notwendigen Erfüllungsbetrages. Die

er war teten künftigen Preis- und Kostensteigerungen

wurden bei der Bewertung berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen

mit einer Restlaufzeit von mehr als einem

Jahr wurden mit den von der Bundesbank veröffentlichten

Abzinsungssätzen abgezinst.

Aus temporären Differenzen zwischen handels- und

steuerrechtlichen Wertansätzen beim Immobilienvermögen

resultieren ausschließlich aktive latente Steuern.

Weiterhin bestehen steuerliche Verlustvorträge, die bei

der Berechnung aktiver latenter Steuern für die nächsten

fünf Jahre allerdings nicht vollständig verrechnet werden

können. Aufgrund der Inanspruchnahme des Wahlrechts

des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden aktive latente

Steuern nicht angesetzt. Die aus den Konsolidierungen

resultierenden aktiven latenten Steuern wurden aktiviert,

die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit einem

Steuersatz von 30,875 %.

Die Berechnung der Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen

erfolgte auf Grundlage eines Bewertungsgutachtens

nach den Vorgaben des IDW (Stellungnahme

HFA vom 19.06.2013) und den Regelungen des Handelsgesetzbuches

(IDW RS HFA 3). Zugrunde gelegt wurden

Abzinsungssätze von 0,63 % (Dezember 2019) bzw.

0,47 % (Dezember 2020). Künftige Lohn- und Gehaltssteigerungen

sind mit 2,7 % berücksichtigt. Es werden

die Verpflichtungen aus dem Erfüllungsrückstand sowie

den Aufstockungsleistungen ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen

bewertet.


70 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

E: Erläuterungen zur Bilanz und zur

Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

Unter den unfertigen Leistungen sind im Konzern

noch nicht abgerechnete Betriebs- und Heizkosten

von 29.255 T € (Vorjahr: 28.190 T €) ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegen -

stände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis

zu einem Jahr.

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende

Rückstellungen mit einem nicht unerheblichen Umfang

enthalten:

Gewährleistungen, Baukosten 6.878 T €

Baukosten Anlagevermögen 3.305 T €

Instandhaltung 2.916 T €

Altersteilzeit 2.428 T €

Betriebs- und Heizkosten 1.331 T €

Schadenersatzansprüche 1.200 T €

Noch ausstehende Infrastrukturmaßnahmen 983 T €

Die Rückstellung für Gewährleistungen und noch anfallende

Baukosten wurde unter Anwendung angemessener

Prozentsätze auf die angefallenen Baukosten bzw. erzielten

Umsatzerlöse für mögliche Ansprüche und noch

Konzernanlagenspiegel 2020

Anschaffungs-/

Herstellungskosten

01.01.2020

Zugänge Abgänge Umbuchungen

(+/-)

Anschaffungs-/

Herstellungskosten

31.12.2020

T € T € T € T € T €

I. IMMATERIELLE

VERMÖGENSGEGENSTÄNDE 3.489 205 97 0 3.597

II. SACHANLAGEN

Grundstücke und grundstücksgleiche

Rechte mit Wohnbauten

Grundstücke mit Geschäfts- und

anderen Bauten

809.358 7.003 969 + 8.925 824.317

113.721 183 348 + 230 ¹ 113.786

Grundstücke ohne Bauten 13.670 2.648 0 0 16.318

Grundstücke mit Erbbaurechten

und Bauten Dritter

182 0 0 0 182

Bauten auf fremden Grundstücken 836 0 0 0 836

Technische Anlagen und Maschinen 8.382 681 573 0 8.490

Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.835 853 292 0 5.396

Anlagen im Bau 18.541 14.236 0 + 1.194 33.971

Bauvorbereitungskosten 9.788 10.384 0 - 10.119 10.053

Geleistete Anzahlungen 0 299 0 0 299

Sachanlagen gesamt 979.313 36.287 2.182 + 230 ¹ 1.013.648

III. FINANZANLAGEN

Beteiligung an assoziierten

Unternehmen

Ausleihungen an Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht

20.955 921 0 0 21.876

29 0 29 0 0

Sonstige Ausleihungen 2.599 0 555 0 2.044

Andere Finanzanlagen 8 0 0 0 8

Finanzanlagen gesamt 23.591 921 584 0 23.928

ANLAGEVERMÖGEN INSGESAMT 1.006.393 37.413 2.863 + 230 ¹ 1.041.173

1) davon 230 T € Umbuchung aus dem Umlaufvermögen


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

71

anfallende Kosten aus den Bauträgerprojekten in Knielingen

und Eigentumsmaßnahmen im Baufeld 8 in Neureut

gebildet.

Die Rückstellung für Baukosten des Anlagevermögens

wurde für noch ausstehende Rechnungen gebildet, bei

denen die Leistungserbringung im Geschäftsjahr erfolgte.

Die Rückstellung für Instandhaltung betrifft zum Bilanzstichtag

unterlassene Aufwendungen, die in den ersten

drei Monaten des neuen Geschäftsjahres nach geholt

wurden.

Die Rückstellung für Altersteilzeit betrifft diesbezügliche

Verpflichtungen aufgrund geschlossener Altersteilzeitvereinbarungen

mit Arbeitnehmern.

Die Rückstellung für Betriebs- und Heizkosten beinhaltet

Aufwendungen, die zu Beginn des neuen Geschäftsjahres

in Rechnung gestellt wurden, aber die Abrechnung des

Geschäftsjahres 2020 betreffen.

Die Rückstellung für Schadenersatzansprüche wurde für

das Risiko gebildet, dass vereinbarte Belegungsrechte

nicht eingehalten werden können; die entsprechende

Höhe bemisst sich nach vertraglichen Regelungen.

Die Rückstellung für noch ausstehende Infrastrukturmaßnahmen

wurde für die restlichen Erschließungskosten

im Zusammenhang mit den Konversionen in Neureut und

Knielingen gebildet.

Abschrei bungen

(kumuliert)

01.01.2020

Abschreibungen

des Geschäftsjahres

Abgänge Umbuchungen Abschrei bungen

(kumuliert)

31.12.2020

Buchwert

31.12.2020

Buchwert

31.12.2019

T € T € T € T € T € T € T €

3.032 141 91 0 3.082 515 456

294.960 13.558 190 0 308.328 515.989 514.398

32.472 3.221 8 0 35.685 78.101 81.249

0 0 0 0 0 16.318 13.670

0 0 0 0 0 182 182

545 17 0 0 562 274 290

6.215 598 537 0 6.275 2.216 2.168

3.889 463 292 0 4.060 1.336 946

0 0 0 0 0 33.970 18.541

0 0 0 0 0 10.052 9.788

0 0 0 0 0 299 0

338.081 17.857 1.027 0 354.911 658.737 641.232

1.994 100 0 0 2.094 19.782 18.960

0 0 0 0 0 0 29

0 0 0 0 0 2.044 2.599

0 0 0 0 0 8 8

1.994 100 0 0 2.094 21.834 21.596

343.107 18.098 1.118 0 360.087 681.086 663.285


72 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Die Fristigkeiten der Verbindlichkeiten sowie die zur

Sicherheit gewährten Pfandrechte ergeben sich aus

nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Konzernverbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten

zum 31.12.2020

gegenüber Kreditinstituten

gegenüber anderen Kreditgebern

aus erhaltenen Anzahlungen

aus Vermietung und Verpachtung

aus Betreuungstätigkeit

aus Lieferungen und Leistungen

gegenüber Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht

Sonstige Verbindlichkeiten

473.992

(465.279)

2.821

(2.992)

29.257

(28.344)

11.024

(10.558)

Davon

mit Restlaufzeit

unter 1 Jahr 1 – 5 Jahre über 5 Jahre

T € T € T € T € T €

223

(238)

10.372

(7.895)

1

(0)

2.627

(3.847)

28.383

(28.113)

171

(171)

29.257

(28.344)

1.618

(1.280)

223

(238)

9.110

(6.590)

1

(0)

2.627

(3.847)

116.834

(105.309)

675

(685)

0

(0)

9.406

(9.277)

0

(0)

1.262

(1.306)

0

(0)

0

(0)

328.775

(331.858)

1.975

(2.136)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

Davon

gesichert

366.487

1.146

Art der

Sicherung

Insgesamt

Grundpfandrecht/

Bürgschaft

Grundpfandrecht

0 –

0 –

0 –

0 –

0 –

0 –

VERBINDLICHKEITEN INSGESAMT 530.317

(519.153)

71.390

(68.583)

128.177

(116.577)

330.750

(333.994)

367.633

( ) = Zahlen Vorjahr

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse wurden ausschließlich im Inland erzielt.

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind

folgende wesentliche periodenfremde Erträge und Aufwendungen

bzw. Erträge und Aufwendungen mit einem

nicht unerheblichen Umfang enthalten:

Sonstige betriebliche Erträge

Auflösung von Rückstellungen 1.217 T €

Auflösung von Wertberichtigungen auf

Forderungen

Erträge aus dem Abgang von

Sachanlagevermögen

512 T €

789 T €

Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags 1.000 T €

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Abschreibungen auf Forderungen 163 T €

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Erträge aus der Aktivierung von

latenten Steuern

Erträge aus der Auflösung von

Steuerverbindlichkeiten

Für den Abschlussprüfer im Sinne von § 318 HGB wurden im

Geschäftsjahr 2020 folgende Honorare als Aufwand erfasst:

2.557 T €

952 T €

Abschlussprüfungsleistungen 123 T €


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

73

F: Sonstige Angaben

Am 31.12.2020 bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Es bestehen Haftungsverhältnisse für eingetragene

Grund schulden von Käufern in Höhe von 408 T €. Die

Auflassung der veräußerten Grundstücke ist noch nicht

erfolgt. Ein Risiko der Inanspruchnahme ist derzeit nicht

ersichtlich.

Es bestehen Übernahmen von selbstschuldnerischen

Bürgschaften in Höhe von 1.843 T €.

Aus der Bilanz nicht ersichtliche Haftungsverhältnisse

bestehen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde

Verbindlichkeiten in Höhe von 2.263 T €.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus der

treuhänderischen Verwaltung in Höhe von 151 T €.

Mitarbeiter

Die Zahl der im Geschäftsjahr 2020 durchschnittlich

beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Kaufmännische

Arbeitnehmer

Gewerbliche

Arbeitnehmer

Geringfügig

Beschäftigte

Vollzeitbeschäftigte

Teilzeitbeschäftigte

171 68

36 5

0 6

Summe 207 79

In 2020 waren durchschnittlich 10 Auszubildende

beschäftigt.

Das Risiko der Inanspruchnahme aus den o. g. Haftungsverhältnissen

wird als gering eingeschätzt, da keine

bestandsgefährdenden Risiken bei den Gesellschaften

vorliegen.

Der Konzern Volkswohnung sichert als Miteigentümer in

sieben Wohnungseigentümergemeinschaften einen Teil

der zu erbringenden Instandhaltungsrücklagen über

Bürgschaften ab. Der Avalrahmen zum 31.12.2020 beläuft

sich auf 4.356 T €.

Aus den laufenden Bauvorhaben bestehen finanzielle

Verpflichtungen über 156,1 Mio. €.

Für Verpflichtungen aus vor dem 1. Januar 1987 zugesagten

Pensionen in Höhe von 96 T € (Rechnungszinsfuß

6,0 %) wurde keine Rückstellung gebildet.

Aufwendungen für Organe: Die Bezüge des Aufsichtsrates

beliefen sich auf 19 T €.

Der Konzern Volkswohnung nimmt die Befreiungsvorschriften

des § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB

in Anspruch.


74 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Kapitalflussrechnung Konzern

2020 2019

T € T €

Periodenergebnis 17.329 15.985

Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 17.998 17.641

Zunahme / Abnahme (-) der Rückstellungen 2.063 - 3.606

Zunahme / Abnahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie

anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

Zunahme / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie

anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

10.970 2.583

- 2.528 - 1.769

Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens - 798 - 1.350

Zinsaufwendungen / Zinserträge (-) 6.958 7.913

Sonstige Beteiligungserträge (-) - 821 - 1.249

Ertragsteueraufwand / -ertrag (-) - 2.619 1.328

Ertragsteuerzahlungen - 559 - 48

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 47.993 37.428

Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen - 205 - 247

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.956 5.208

Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen - 36.286 - 47.596

Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 585 4.396

Auszahlungen (-) für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 - 1.077

Erhaltene Zinsen (+) 225 363

Erhaltene Dividenden (+) 0 0

Cashflow aus Investitionstätigkeit - 33.725 - 38.953

Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten 68.314 29.386

Auszahlungen (-) für die Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten - 59.645 - 33.545

Einzahlungen (+) aus erhaltenen Zuschüssen / Zuwendungen 1.400 798

Gezahlte Zinsen (-) - 7.077 - 7.928

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 2.992 - 11.289

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 17.260 - 12.814

FINANZMITTELFONDS AM ANFANG DER PERIODE 47.430 60.244

FINANZMITTELFONDS AM ENDE DER PERIODE 64.690 47.430


Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

75

Entwicklung des Eigenkapitals Konzern

Gezeichnetes

Kapital

Eigenkapital

des Mutterunternehmens

Andere

Gewinnrücklagen

Konzernjahresüberschuss,

der

dem Mutterunternehmen

zu zurechnen

ist

Summe

Minderheitsgesellschafter

Nicht

beherrschende

Anteile

Konzerneigenkapital

Summe

T € T € T € T € T € T €

01.01.2019 37.000 144.655 16.891 198.546 200 198.746

Einstellung in Rücklagen 0 16.891 -16.891 0 0 0

Konzernjahresüberschuss 0 0 15.985 15.985 0 15.985

31.12.2019 37.000 161.546 15.985 214.531 200 214.731

Einstellung in Rücklagen 0 15.985 -15.985 0 0 0

Konzernjahresüberschuss 0 0 17.330 17.330 0 17.330

31.12.2020 37.000 177.531 17.330 231.861 200 232.061

Mitglied der Geschäftsführung

• Stefan Storz, Diplom-Kaufmann

Mitglieder des Aufsichtsrates

• Daniel Fluhrer, Bürgermeister – Vorsitzender

• Michael Borner, Fachkraftpfleger für Intensivmedizin, Stadtrat – stellv. Vorsitzender

• Marc Bernhard, Abgeordneter des Deutschen Bundestages

• Rudolf Bürgel, Informatiker i. R.

• Dr. Clemens Cremer, Geoökologe, Stadtrat

• Margot Döring, Diakonin, Sozialarbeiterin i. R.

• Antoine Durand, Dipl.-Ing. Maschinenbau (ab 04 / 2020)

• Anton Huber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Physiker) am KIT, Stadtrat

• Karl-Heinz Jooß, Bäckermeister, Stadtrat

• Bettina Meier-Augenstein, Bankfachwirtin (IHK), Stadträtin

• Tilman Pfannkuch, Rechtsanwalt, Stadtrat

• Anne Segor, Dipl.-Ing. Architektin (bis 03 / 2020)

Gewinnverwendung

Für das Geschäftsjahr 2020 wird im Einzelabschluss

der Volkswohnung GmbH ein Jahresüberschuss von

12.958.483,59 € ausgewiesen. Es wird vorgeschlagen,

den Jahresüberschuss in Höhe von 12.958.483,59 €

den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen.

Karlsruhe, den 26. Mai 2021

VOLKSWOHNUNG GmbH

Stefan Storz

Geschäftsführer


76 Geschäftsbericht 2020 • Lagebericht Konzern / Jahresabschluss Konzern

Bestätigungsvermerk

des Abschlussprüfers

Bericht

des Aufsichtsrats

Mit Datum vom 26. Mai 2021 wurde seitens der KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Karlsruhe, der uneingeschränkte

Bestätigungsvermerk des unabhängigen

Abschlussprüfers für den Konzernabschluss und den

Konzernlagebericht 2020 erteilt.

Der Aufsichtsrat wurde im Berichtsjahr von der Geschäftsführung

über die Entwicklung und Lage der Gesellschaft

sowie über alle wichtigen Vorgänge und grundsätzlichen

Fragen umfassend unterrichtet. In vier gemeinsamen

Sitzungen wurden nach eingehender Erörterung die nach

der Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat

hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz und

Satzung obliegenden Aufgaben, insbesondere die Förderung,

Beratung und Überwachung der Geschäftsführung,

wahrgenommen.

Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Karlsruhe,

hat als Abschlussprüfer den Konzernabschluss und den

Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020 geprüft und

den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Prüfungsergebnis, das

zu keinen Beanstandungen führte, eingehend befasst und

den Konzernabschluss geprüft. Aufgrund dieser Ergebnisse

und der eigenen Feststellungen nimmt der Aufsichtsrat

den Konzernabschluss billigend zur Kenntnis und empfiehlt

der Gesellschafterversammlung, den Konzernabschluss

zum 31. Dezember 2020 ebenfalls zu billigen.

Karlsruhe, im Juli 2021

Der Aufsichtsratsvorsitzende

Daniel Fluhrer

Bürgermeister


77


78 Geschäftsbericht 2020 • Einzelabschlüsse

4.

Einzelabschlüsse


Geschäftsbericht 2020 • Einzelabschlüsse

79

Tochtergesellschaften und Beteiligungen S. 80

Volkswohnung GmbH S. 82

Volkswohnung Service GmbH S. 90

Volkswohnung Bauträger GmbH S. 92

Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) S. 94

KES – Karlsruher Energieservice GmbH S. 96

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH S. 98

Wohnbau Wörth am Rhein GmbH S. 100


80 Geschäftsbericht 2020 • Einzelabschlüsse

Tochtergesellschaften

und Beteiligungen

Volkswohnung Service GmbH

Die Volkswohnung Service GmbH ist ein 100 %iges Tochterunternehmen

der Volkswohnung GmbH. Sie handelt

als Geschäftsbesorgerin der Volkswohnung GmbH und

erbringt Facility-Management-Leistungen. Hierzu gehören

die Wohnungseigentumsverwaltung, die Pflege

und Sicherung von Gebäuden und Außenanlagen, die

Gebäudetechnik, die Breitbandkabelversorgung und

der Messstellenbetrieb zur Verbrauchskostenabrechnung.

Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung und

Werterhaltung der Quartiere.

Im Jahr 2020 verwaltete die Volkswohnung Service GmbH

46 Eigentümergemeinschaften mit insgesamt 1.365

Woh nungen, 40 Gewerbeeinheiten sowie 1.140 Stellplätzen

und Grundstücksanteilen in Karlsruhe nach

dem Wohnungseigentumsgesetz. Drei Wohnungs eigen -

tümer gemeinschaften wurden zum 1. Januar 2020

abgegeben.

Volkswohnung Bauträger GmbH

Die 2012 beschlossene Umfirmierung der „Kommunalen

Wohnungsbaugesellschaft mbH Hügelsheim“ zur

„Volkswohnung Bauträger GmbH“ und die Anpassung

des Gesellschaftsvertrags wurden am 14. Januar 2013

ein getragen. Derzeit ruht die Tätigkeit der Gesellschaft.

Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK)

Die Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK)

wurde am 17. März 1999 gegründet, um die städtebaulichen

Chancen zu nutzen, die sich aus der Auflösung

der US-Garnison Karlsruhe ergaben. Sie beschäftigt sich

vorrangig mit der Entwicklung und Erschließung ehemals

militärisch genutzter Flächen. Mit dem Kauf der

Kon versionsflächen Kirchfeld-Nord und Knielingen 2.0

im Jahr 2002, der Neuordnung der ehemals militärisch

genutzten Grundstücke, den Abbruch- und integrierten

Erschließungsmaßnahmen sowie der Entwicklung städtebaulicher

Strukturen bis hin zum Bebauungsplan erfüllt

die Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) die im

Gesellschaftsvertrag festgelegten Hauptaufgaben.

KES – Karlsruher Energieservice GmbH

Gesellschafter der 2003 gegründeten KES – Karlsruher

Energieservice GmbH sind zu gleichen Teilen die Volkswohnung

GmbH und die Stadtwerke Karlsruhe GmbH. Die

satzungsgemäße Aufgabe der KES – Karlsruher Energieservice

GmbH ist die Bereitstellung von Energie, insbesondere

für die Liegenschaften der Volkswohnung GmbH.

Hierzu kann die Gesellschaft alle technischen Einrichtungen

bereitstellen und unterhalten, die der Erzeugung und

Lieferung von Energie dienen.

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

Hauptaufgabe der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

ist es, durch Erwerb, Neuordnung, Entwicklung und Verwertung

die Konversion von Liegenschaften in der Stadt

Baden-Baden durchzuführen. Damit soll vorrangig die

Wohnraumversorgung für breite Schichten der Bevölkerung

sichergestellt werden. Des Weiteren unterstützt

die Entwicklungsgesellschaft Cité mbH auf kommunaler

und regionaler Ebene die Städtebaupolitik sowie Maßnahmen

der Infrastruktur und Wirtschaftsförderung.

Wohnbau Wörth am Rhein GmbH

Seit Juli 2009 ist die Volkswohnung GmbH mit 50 % an

der im Jahr 1963 gegründeten Wohnbau Wörth am Rhein

GmbH beteiligt. Weitere Gesellschafterin ist die Stadt

Wörth am Rhein. Gesellschaftszweck der Wohnbau Wörth

am Rhein GmbH ist die Bereitstellung von günstigem

Wohnraum für breite Bevölkerungsschichten.


Geschäftsbericht 2020 • Einzelabschlüsse

81

Volkswohnung GmbH Gründungsjahr 1922

Ettlinger-Tor-Platz 2

76137 Karlsruhe

www.volkswohnung.com

Gesellschafter Stadt Karlsruhe (100 %)

Bilanzsumme 2020 784,7 Mio. €

Anlagevermögen 2020 674,9 Mio. €

Umlaufvermögen 2020 109,5 Mio. €

Gezeichnetes Kapital 2020 37,0 Mio. €

Volkswohnung Service GmbH Gründungsjahr 1989

Ettlinger-Tor-Platz 2

76137 Karlsruhe

Gesellschafter Volkswohnung GmbH (100 %)

Bilanzsumme 2020 21,2 Mio. €

Anlagevermögen 2020 17,3 Mio. €

Umlaufvermögen 2020 3,9 Mio. €

Gezeichnetes Kapital 2020 1,1 Mio. €

Volkswohnung Bauträger GmbH Gründungsjahr 1994

Ettlinger-Tor-Platz 2

76137 Karlsruhe

Gesellschafter Volkswohnung GmbH (100 %)

Bilanzsumme 2020 0,1 Mio. €

Anlagevermögen 2020 –

Umlaufvermögen 2020 0,1 Mio. €

Gezeichnetes Kapital 2020 1,0 Mio. €

Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK) Gründungsjahr 1999

Ettlinger-Tor-Platz 2

76137 Karlsruhe

Gesellschafter

Bilanzsumme 2020 10,9 Mio. €

Anlagevermögen 2020 1,8 Mio. €

Umlaufvermögen 2020 9,1 Mio. €

Gezeichnetes Kapital 2020 0,5 Mio. €

KES – Karlsruher Energieservice GmbH Gründungsjahr 2003

Ettlinger-Tor-Platz 2

76137 Karlsruhe

Volkswohnung GmbH (60 %), Stadt Karlsruhe

(10 %), Sparkasse Karlsruhe (30 %)

Gesellschafter Volkswohnung GmbH (50 %),

Stadtwerke Karlsruhe GmbH (50 %)

Bilanzsumme 2020 4,3 Mio. €

Anlagevermögen 2020 1,8 Mio. €

Umlaufvermögen 2020 2,5 Mio. €

Gezeichnetes Kapital 2020 0,1 Mio. €

Entwicklungsgesellschaft Cité mbH Gründungsjahr 2001

Maison Paris

Pariser Ring 37

76532 Baden-Baden

www.cite-baden-baden.de

Gesellschafter

Volkswohnung GmbH (38,8 %), Stadt Baden-

Baden (38,8 %), GSE Gesellschaft für Stadterneuerung

und Stadtentwicklung Baden-Baden

mbH (11,7 %), Bau genossenschaft Familienheim

Baden-Baden eG (10,7 %)

Bilanzsumme 2020 11,6 Mio. €

Anlagevermögen 2020 3,0 Mio. €

Umlaufvermögen 2020 8,6 Mio. €

Gezeichnetes Kapital 2020 5,2 Mio. €

Wohnbau Wörth am Rhein GmbH Gründungsjahr 1963

Hanns-Martin-Schleyer-Straße 4

76744 Wörth am Rhein

www.wohnbauwoerth.com

Gesellschafter Volkswohnung GmbH (50 %),

Stadt Wörth am Rhein (50 %)

Bilanzsumme 2020 48,3 Mio. €

Anlagevermögen 2020 43,4 Mio. €

Umlaufvermögen 2020 4,9 Mio. €

Gezeichnetes Kapital 2020 5,2 Mio. €


82 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T € T €

ANLAGEVERMÖGEN

Immaterielle Vermögensgegenstände

EDV-Anwenderprogramme 515 456

Sachanlagen

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 513.400 511.569

Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts- und anderen Bauten 72.279 75.013

Grundstücke ohne Bauten 17.171 14.523

Grundstücke mit Erbbaurechten und Bauten Dritter 182 182

Bauten auf fremden Grundstücken 274 290

Technische Anlagen und Maschinen 23 25

Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.122 790

Anlagen im Bau 35.060 19.631

Bauvorbereitungskosten 10.030 9.788

Geleistete Anzahlungen 299 649.840 0

Finanzanlagen

Anteile an verbundenen Unternehmen 1.400 1.400

Ausleihungen an verbundene Unternehmen 9.305 11.077

Beteiligungen 13.712 13.712

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 29

Sonstige Ausleihungen 102 110

Andere Finanzanlagen 8 24.527 8

Anlagevermögen insgesamt 674.882 658.603

UMLAUFVERMÖGEN

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte

Grundstücke ohne Bauten 326 326

Bauvorbereitungskosten 148 149

Grundstücke mit unfertigen Bauten 190 7.675

Grundstücke mit fertigen Bauten 90 366

Unfertige Leistungen 29.201 28.209

Andere Vorräte 15 15

Geleistete Anzahlungen 1.669 31.639 1.596

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Vermietung 943 711

Forderungen aus Verkauf von Grundstücken 1 0

Forderungen aus Betreuungstätigkeit 352 400

Forderungen aus anderen Lieferungen und Leistungen 2.128 1.148

Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.081 11.095

Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 37 0

Forderungen gegenüber Gesellschafter 0 6

Sonstige Vermögensgegenstände 4.502 15.044 6.544

Flüssige Mittel und Bausparguthaben

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 62.341 42.838

Bausparguthaben 468 62.809 2.308

Umlaufvermögen insgesamt 109.492 103.387

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Geldbeschaffungskosten 159 179

Andere Rechnungsabgrenzungsposten 161 320 54

BILANZSUMME 784.694 762.223


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

83

Passiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T € T €

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 37.000 37.000

Gewinnrücklagen

Andere Gewinnrücklagen 181.528 166.682

Jahresüberschuss 12.958 14.846

Eigenkapital insgesamt 231.486 218.528

RÜCKSTELLUNGEN

Steuerrückstellungen 1.377 1.999

Sonstige Rückstellungen 11.492 12.869 7.328

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 471.347 462.224

Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditgebern 2.250 2.362

Erhaltene Anzahlungen 28.895 28.064

Verbindlichkeiten aus Vermietung 10.988 10.506

Verbindlichkeiten aus Betreuungstätigkeit 223 238

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.936 6.392

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 765 3.668

Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein

Beteiligungsverhältnis besteht

1 0

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.867 15

Sonstige Verbindlichkeiten

davon aus Steuern 2.148 T € (Vorjahr 3.304 T €)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 T € (Vorjahr 1 T €) 2.536 525.808 3.741

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14.531 17.158

BILANZSUMME 784.694 762.223


84 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr

Vorjahr

Umsatzerlöse

T € T € T €

a) aus der Hausbewirtschaftung 101.796 98.623

b) aus Verkauf von Grundstücken 12.625 5.252

c) aus Betreuungstätigkeit 2.502 2.244

d) aus anderen Lieferungen und Leistungen 70 116.993 57

Veränderung des Bestandes an zum Verkauf bestimmten Grundstücken

mit fertigen und unfertigen Bauten sowie unfertigen Leistungen

-6.494 4.105

Andere aktivierte Eigenleistungen 183 171

Sonstige betriebliche Erträge 2.428 4.324

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen

a) Aufwendungen für Hausbewirtschaftung 55.574 51.924

b) Aufwendungen für Verkaufsgrundstücke 749 6.797

c) Aufwendungen für andere Lieferungen und Leistungen 2.587 58.910 954

Rohergebnis 54.200 55.101

Personalaufwand

a) Gehälter 10.523 9.821

b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung

davon für Altersversorgung: 872 T € (Vorjahr 854 T €)

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens und Sachanlagen

2.943 13.466 12.704

16.692 16.190

Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.756 4.138

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 3.222 4.104

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

davon aus verbundenen Unternehmen: 46 T € (Vorjahr 57 T €)

49 59

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 189 238 276

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 19 T € (Vorjahr 39 T €)

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Aufwand (+) / Ertrag (-)

7.047 7.860

- 63 1.328

Ergebnis nach Steuern 15.762 17.320

Sonstige Steuern 2.804 2.474

JAHRESÜBERSCHUSS 12.958 14.846


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

85

Anhang des Jahresabschlusses

zum 31. Dezember 2020

Mitglied der Geschäftsführung

• Stefan Storz, Diplom-Kaufmann

Mitglieder des Aufsichtsrates

• Daniel Fluhrer, Bürgermeister – Vorsitzender

• Michael Borner, Fachkraftpfleger für Intensivmedizin, Stadtrat – stellv. Vorsitzender

• Marc Bernhard, Abgeordneter des Deutschen Bundestages

• Rudolf Bürgel, Informatiker i. R.

• Dr. Clemens Cremer, Geoökologe, Stadtrat

• Margot Döring, Diakonin, Sozialarbeiterin i. R.

• Antoine Durand, Dipl.-Ing. Maschinenbau, Stadtrat (ab 04 / 2020)

• Anton Huber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Physiker) am KIT, Stadtrat

• Karl-Heinz Jooß, Bäckermeister, Stadtrat

• Bettina Meier-Augenstein, Bankfachwirtin (IHK), Stadträtin

• Tilman Pfannkuch, Rechtsanwalt, Stadtrat

• Anne Segor, Dipl.-Ing. Architektin (bis 03 / 2020)

Auszug aus dem Anhang zum 31. Dezember 2020


86 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

Anlagenspiegel 2020

I. IMMATERIELLE

VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Anschaffungs-/

Herstellungskosten

01.01.2020

Zugänge Abgänge Umbuchungen

(+/-)

Anschaffungs-/

Herstellungskosten

31.12.2020

T € T € T € T € T €

Entgeltlich erworbene Software 3.342 205 97 0 3.450

II. SACHANLAGEN

Grundstücke und grundstücksgleiche

Rechte mit Wohnbauten

Grundstücke und grundstücksgleiche

Rechte mit Geschäfts- und

anderen Bauten

800.033 7.003 969 + 8.925 814.992

95.954 183 348 + 231 96.020

Grundstücke ohne Bauten 14.523 2.648 0 0 17.171

Grundstücke mit Erbbaurechten

und Bauten Dritter

182 0 0 0 182

Bauten auf fremden Grundstücken 836 0 0 0 836

Technische Anlagen und Maschinen 334 0 0 0 334

Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.566 739 201 0 4.104

Anlagen im Bau 19.631 14.236 0

+ 15.346

- 14.153

Bauvorbereitungskosten 9.788 10.361 0 - 10.119 10.030

Geleistete Anzahlungen 0 299 0 0 299

Sachanlagen gesamt 944.847 35.469 1.518

III. FINANZANLAGEN

Anteile an verbundenen

Unternehmen

Ausleihungen an verbundene

Unternehmen

35.060

+ 24.502

- 24.272 979.027

1.400 0 0 0 1.400

11.077 1.452 3.224 0 9.305

Beteiligungen 13.712 0 0 0 13.712

Ausleihungen an Unternehmen,

mit denen ein Beteiligungsverhältnis

besteht

29 0 29 0 0

Sonstige Ausleihungen 110 0 8 0 102

Andere Finanzanlagen 8 0 0 0 8

Finanzanlagen gesamt 26.336 1.452 3.261 0 24.527

ANLAGEVERMÖGEN INSGESAMT 974.525 37.126 4.877

+ 24.502

- 24.272 1.007.004

In den Abschreibungen sind keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen (Vorjahr 0 T€) enthalten.


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

87

Abschrei bungen

(kumuliert)

01.01.2020

Abschreibungen

des Geschäftsjahres

Abgänge Umbuchungen Abschrei bungen

(kumuliert)

31.12.2020

Buchwert

31.12.2020

Buchwert

31.12.2019

T € T € T € T € T € T € T €

2.885 142 92 0 2.935 515 456

288.464 13.317 189 0 301.592 513.400 511.569

20.942 2.807 8 0 23.741 72.279 75.013

0 0 0 0 0 17.171 14.523

0 0 0 0 0 182 182

545 17 0 0 562 274 290

308 3 0 0 311 23 25

2.776 407 201 0 2.982 1.122 790

0 0 0 0 0 35.060 19.631

0 0 0 0 0 10.030 9.788

0 0 0 0 0 299 0

313.036 16.550 398 0 329.187 649.840 631.811

0 0 0 0 0 1.400 1.400

0 0 0 0 0 9.305 11.077

0 0 0 0 0 13.712 13.712

0 0 0 0 0 0 29

0 0 0 0 0 102 110

0 0 0 0 0 8 8

0 0 0 0 0 24.527 26.336

315.921 16.692 490 0 332.122 674.882 658.603


88 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

Verbindlichkeitenspiegel

Verbindlichkeiten

zum 31.12.2020

gegenüber Kreditinstituten

gegenüber anderen Kreditgebern

erhaltene Anzahlungen

aus Vermietung und Verpachtung

aus Betreuungstätigkeit

aus Lieferungen und Leistungen

gegenüber verbundenen Unternehmen ¹

gegenüber Unternehmen, mit denen

ein Beteiligungsverhältnis besteht ²

gegenüber Gesellschafter ³

Sonstige Verbindlichkeiten

VERBINDLICHKEITEN INSGESAMT

Insgesamt Davon mit Restlaufzeit

471.347

(462.224)

2.250

(2.362)

28.895

(28.064)

10.988

(10.506)

unter 1 Jahr 1 – 5 Jahre über 5 Jahre

T € T € T € T €

223

(238)

6.936

(6.392)

765

(3.668)

1

(0)

1.867

(15)

2.536

(3.741)

525.808

(517.210)

27.964

(27.699)

112

(112)

28.895

(28.064)

1.617

(1.266)

223

(238)

5.705

(5.113)

765

(3.668)

1

(0)

1.867

(15)

2.536

(3.741)

69.686

(69.916)

443.383

(434.525)

2.138

(2.250)

0

(0)

9.371

(9.240)

0

(0)

1.231

(1.279)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

456.122

(447.294)

328.163

(330.872)

1.687

(1.800)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

0

(0)

329.851

(333.672)

( ) = Zahlen Vorjahr

1) davon aus Lieferungen und Leistungen 765 T € (Vorjahr 1.848 T €), davon aus sonstigen Verbindlichkeiten 0 T € (Vorjahr 1.820 T €)

2) davon aus Lieferungen und Leistungen 1 T € (Vorjahr 0 T €)

3) davon aus Lieferungen und Leistungen 18 T € (Vorjahr 15 T €), davon aus sonstigen Verbindlichkeiten 1.849 T € (Vorjahr 0 T €)


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung GmbH

89

Davon gesichert

T €

Art der Sicherung

363.842 Grundpfandrechte

575 Grundpfandrechte

0 –

0 –

0 –

0 –

0 –

0 –

0 –

364.417

0 –


90 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung Service GmbH

Jahresabschluss Volkswohnung Service GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

ANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagen 16.301 16.807

Finanzanlagen 1.000 1.081

Anlagevermögen insgesamt 17.301 17.888

UMLAUFVERMÖGEN

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 525 566

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.265 2.164

Flüssige Mittel 2.129 964

Umlaufvermögen insgesamt 3.919 3.676

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 9 17

BILANZSUMME 21.229 21.581

Passiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 1.100 1.100

Eigenkapital insgesamt 1.100 1.100

RÜCKSTELLUNGEN 1.455 2.090

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.645 3.685

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 13.768 13.336

Andere Verbindlichkeiten 2.141 1.254

Verbindlichkeiten insgesamt 18.554 18.275

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 120 116

BILANZSUMME 21.229 21.581


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung Service GmbH

91

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

Umsatzerlöse 13.037 12.698

Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen 73 11

Andere aktivierte Eigenleistungen 49 61

Sonstige betriebliche Erträge 792 101

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 5.582 5.226

Rohergebnis 8.369 7.645

Personalaufwand 3.977 3.686

Abschreibungen 1.288 1.334

Sonstige betriebliche Aufwendungen 320 257

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 21 24

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 113 145

Ergebnis nach Steuern 2.692 2.247

Sonstige Steuern 41 35

Gewinnabführung 2.651 2.212

JAHRESÜBERSCHUSS 0 0

Mitglied der Geschäftsführung

• Stefan Storz, Diplom-Kaufmann

Mitglieder des Aufsichtsrates

• Daniel Fluhrer, Bürgermeister – Vorsitzender

• Michael Borner, Fachkraftpfleger für Intensivmedizin, Stadtrat – stellv. Vorsitzender

• Marc Bernhard, Abgeordneter des Deutschen Bundestages

• Rudolf Bürgel, Informatiker i. R.

• Dr. Clemens Cremer, Geoökologe, Stadtrat

• Margot Döring, Diakonin, Sozialarbeiterin i. R.

• Antoine Durand, Dipl.-Ing. Maschinenbau, Stadtrat (ab 04 / 2020)

• Anton Huber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Physiker) am KIT, Stadtrat

• Karl-Heinz Jooß, Bäckermeister, Stadtrat

• Bettina Meier-Augenstein, Bankfachwirtin (IHK), Stadträtin

• Tilman Pfannkuch, Rechtsanwalt, Stadtrat

• Anne Segor, Dipl.-Ing. Architektin (bis 03 / 2020)

Auszug aus dem Jahresabschluss und dem Anhang der Volkswohnung Service GmbH


92 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung Bauträger GmbH

Jahresabschluss Volkswohnung Bauträger GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2 0

Flüssige Mittel 31 45

Umlaufvermögen insgesamt 33 45

BILANZSUMME 33 45

Passiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 1.000 1.000

Bilanzverlust

Verlustvortrag - 964 - 952

Jahresfehlbetrag - 7 - 12

Eigenkapital insgesamt 29 36

RÜCKSTELLUNGEN 2 6

VERBINDLICHKEITEN

Andere Verbindlichkeiten 2 3

Verbindlichkeiten insgesamt 4 3

BILANZSUMME 33 45


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Volkswohnung Bauträger GmbH

93

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

Sonstige betriebliche Erträge 0 0

Rohergebnis 0 0

Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 12

Ergebnis nach Steuern - 7 - 12

JAHRESFEHLBETRAG - 7 - 12

Mitglied der Geschäftsführung

• Stefan Storz, Diplom-Kaufmann

Mitglieder des Aufsichtsrates

• Daniel Fluhrer, Bürgermeister – Vorsitzender

• Michael Borner, Fachkraftpfleger für Intensivmedizin, Stadtrat – stellv. Vorsitzender

• Marc Bernhard, Abgeordneter des Deutschen Bundestages

• Rudolf Bürgel, Informatiker i. R.

• Dr. Clemens Cremer, Geoökologe, Stadtrat

• Margot Döring, Diakonin, Sozialarbeiterin i. R.

• Antoine Durand, Dipl.-Ing. Maschinenbau, Stadtrat (ab 04 / 2020)

• Anton Huber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Physiker) am KIT, Stadtrat

• Karl-Heinz Jooß, Bäckermeister, Stadtrat

• Bettina Meier-Augenstein, Bankfachwirtin (IHK), Stadträtin

• Tilman Pfannkuch, Rechtsanwalt, Stadtrat

• Anne Segor, Dipl.-Ing. Architektin (bis 03 / 2020)

Auszug aus dem Jahresabschluss und dem Anhang der Volkswohnung Bauträger GmbH


94 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK)

Jahresabschluss

Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK)

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

ANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagen 877 896

Finanzanlagen 943 1.409

Anlagevermögen insgesamt 1.820 2.305

UMLAUFVERMÖGEN

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 8.891 10.782

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0 1.923

Flüssige Mittel 189 3.601

Umlaufvermögen insgesamt 9.080 16.306

BILANZSUMME 10.900 18.611

Passiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 500 500

Eigenkapital insgesamt 500 500

RÜCKSTELLUNGEN 7.228 8.584

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.617 8.842

Andere Verbindlichkeiten 555 685

Verbindlichkeiten insgesamt 3.172 9.527

BILANZSUMME 10.900 18.611


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK)

95

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

Umsatzerlöse 2.293 11.150

Bestandsveränderungen an zum Verkauf bestimmten Grundstücken - 1.890 - 7.492

Sonstige betriebliche Erträge 771 1.422

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 352 2.349

Rohergebnis 822 2.731

Abschreibungen 19 19

Sonstige betriebliche Aufwendungen 146 518

Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen

des Finanzanlagevermögens

20 29

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge - 7 33

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69 328

Steuern vom Einkommen und Ertrag 1 1

Ergebnis nach Steuern 600 1.927

Sonstige Steuern 28 35

Gewinnabführung 572 1.892

JAHRESÜBERSCHUSS 0 0

Mitglied der Geschäftsführung

• Stefan Storz, Diplom-Kaufmann

Mitglieder des Aufsichtsrates

• Daniel Fluhrer, Bürgermeister – Vorsitzender

• Anton Huber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Physiker) am KIT, Stadtrat – stellv. Vorsitzender

• Dr. Clemens Cremer, Geoökologe, Stadtrat

• Margot Döring, Diakonin, Sozialarbeiterin i. R.

• Antoine Durand, Dipl.-Ing. Maschinenbau, Stadtrat (ab 04/2020)

• Karl-Heinz Jooß, Bäckermeister, Stadtrat

• Bettina Meier-Augenstein, Bankfachwirtin (IHK), Stadträtin

• Tilman Pfannkuch, Rechtsanwalt, Stadtrat

• Thomas Schroff, Direktor Sparkasse Karlsruhe

• Anne Segor, Dipl.-Ing. Architektin (bis 03/2020)

• Marc Sesemann, Direktor Sparkasse Karlsruhe

Auszug aus dem Jahresabschluss und dem Anhang der Konversionsgesellschaft Karlsruhe mbH (KGK)


96 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss KES – Karlsruher Energieservice GmbH

Jahresabschluss

KES – Karlsruher Energieservice GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

ANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagen 1.769 1.836

Anlagevermögen insgesamt 1.769 1.836

UMLAUFVERMÖGEN

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 264 279

Flüssige Mittel 2.310 2.383

Umlaufvermögen insgesamt 2.574 2.662

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3 4

BILANZSUMME 4.346 4.502

Passiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 100 100

Kapitalrücklagen 1.000 1.000

Bilanzgewinn

Gewinnvortrag 385 236

Jahresüberschuss 305 149

Eigenkapital insgesamt 1.790 1.485

RÜCKSTELLUNGEN 207 70

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.927 2.054

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 381 856

Andere Verbindlichkeiten 41 37

Verbindlichkeiten insgesamt 2.349 2.947

BILANZSUMME 4.346 4.502


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss KES – Karlsruher Energieservice GmbH

97

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

Umsatzerlöse 3.429 3.296

Sonstige betriebliche Erträge 3 0

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 2.582 2.606

Rohergebnis 850 690

Abschreibungen 271 267

Sonstige betriebliche Aufwendungen 229 224

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27 29

Ergebnis nach Steuern 323 170

Sonstige Steuern 18 21

JAHRESÜBERSCHUSS 305 149

Mitglieder der Geschäftsführung

• Stefan Storz, Diplom-Kaufmann

• Dr. Manuel Rink, Dr.-Ing. Chemieingenieurwesen

Mitglieder der Gesellschafterversammlung

• Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Karlsruhe

• Volkswohnung GmbH, Karlsruhe

Auszug aus dem Jahresabschluss und dem Anhang der KES – Karlsruher Energieservice GmbH


98 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

Jahresabschluss Entwicklungsgesellschaft

Cité mbH

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

ANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagen 2.991 3.077

Anlagevermögen insgesamt 2.991 3.077

UMLAUFVERMÖGEN

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 2.119 2.920

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 29 90

Flüssige Mittel 6.422 4.829

Umlaufvermögen insgesamt 8.570 7.839

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 14 24

BILANZSUMME 11.575 10.940

Passiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 5.150 5.150

Bilanzgewinn

Gewinnvortrag 4.100 2.888

Jahresüberschuss 708 1.212

Eigenkapital insgesamt 9.957 9.250

RÜCKSTELLUNGEN 757 667

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 512 636

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 73 72

Andere Verbindlichkeiten 275 312

Verbindlichkeiten insgesamt 860 1.020

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0 3

BILANZSUMME 11.575 10.940


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Entwicklungsgesellschaft Cité mbH

99

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

Umsatzerlöse 2.318 6.005

Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen 3 - 1.505

Sonstige betriebliche Erträge 306 20

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 1.182 2.307

Rohergebnis 1.445 2.213

Personalaufwand 5 7

Abschreibungen 85 136

Sonstige betriebliche Aufwendungen 315 330

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1 16

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 33 31

Steuern vom Einkommen und Ertrag 290 504

Ergebnis nach Steuern 718 1.221

Sonstige Steuern 10 9

JAHRESÜBERSCHUSS 708 1.212

Mitglieder der Geschäftsführung

• Markus Börsig, Geschäftsführer der GSE Gesellschaft für Stadterneuerung und Stadtentwicklung

Baden-Baden mbH

• Werner Friedrich Hirth, Erster Bürgermeister i. R., Stadt Baden-Baden (bis 09/2020)

Mitglieder des Aufsichtsrates

• Alexander Uhlig, Erster Bürgermeister Stadt Baden-Baden – Vorsitzender

• Klaus Bloedt-Werner, Rechtsanwalt, Stadtrat Baden-Baden – stellv. Vorsitzender

• Tilman Pfannkuch, Rechtsanwalt, Stadtrat Karlsruhe – stellv. Vorsitzender

• Karl-Heinz Jooß, Bäckermeister, Stadtrat Karlsruhe – Schriftführer

• Werner Schmoll, Lehrer i. R., Stadtrat Baden-Baden – Schriftführer

• Michael Borner, Fachkrankenpfleger für Intensivpflege, Stadtrat Karlsruhe

• Anton Huber, Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Physiker), Stadtrat Karlsruhe

• Wolfgang Niedermeyer, Architekt i. R., Stadtrat Baden-Baden

• Barbara Nießen, Dipl.-Agraringenieurin, Stadträtin Baden-Baden

• Tobias Wald, Mitglied des Landtags, Stadtrat Baden-Baden

Auszug aus dem Jahresabschluss und dem Anhang der Entwicklungsgesellschaft Cité mbH


100 Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Wohnbau Wörth am Rhein GmbH

Jahresabschluss Wohnbau Wörth am Rhein GmbH

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

ANLAGEVERMÖGEN

Sachanlagen 43.352 40.247

Anlagevermögen insgesamt 43.352 40.247

UMLAUFVERMÖGEN

Zum Verkauf bestimmte Grundstücke und andere Vorräte 2.093 2.615

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 497 800

Flüssige Mittel 2.355 3.891

Umlaufvermögen insgesamt 4.945 7.306

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1 1

BILANZSUMME 48.298 47.554

Passiva

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital 5.200 5.200

Gewinnrücklagen 7.593 6.191

Bilanzgewinn

Gewinnvortrag 6.341 6.341

Jahresüberschuss 986 1.402

Eigenkapital insgesamt 20.120 19.134

RÜCKSTELLUNGEN 989 1.131

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.543 24.179

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 309 365

Andere Verbindlichkeiten 3.331 2.745

Verbindlichkeiten insgesamt 27.183 27.289

RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 6 0

BILANZSUMME 48.298 47.554


Geschäftsbericht 2020 • Jahresabschluss Wohnbau Wörth am Rhein GmbH

101

Gewinn- und Verlustrechnung

vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

Geschäftsjahr

Vorjahr

T € T €

Umsatzerlöse 7.349 5.200

Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen -507 -2.700

Aktivierte Eigenleistungen 98 31

Sonstige betriebliche Erträge 58 74

Aufwendungen für bezogene Lieferungen und Leistungen 3.204 6.733

Rohergebnis 3.794 4.237

Personalaufwand 1.131 1.083

Abschreibungen 1.118 1.115

Sonstige betriebliche Aufwendungen 229 300

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 1

Zinsen und ähnliche Aufwendungen 329 330

Ergebnis nach Steuern 987 1.403

Sonstige Steuern 1 1

JAHRESÜBERSCHUSS 986 1.402

Mitglied der Geschäftsführung

• Petra Pfeiffer

Mitglieder des Aufsichtsrates

• Stefan Storz, Diplom-Kaufmann, Geschäftsführer Volkswohnung GmbH – Vorsitzender

• Dr. Dennis Nitsche, Bürgermeister der Stadt Wörth – stellv. Vorsitzender

• Mario Rösner, Dipl.-Ing. Architekt, Prokurist Volkswohnung GmbH

• Tobias Simon, Leiter der Finanzverwaltung, Stadt Wörth

Auszug aus dem Jahresabschluss und dem Anhang der Wohnbau Wörth am Rhein GmbH


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Impressum

Herausgeber

Volkswohnung GmbH

www.volkswohnung.de

Konzept und Gestaltung

Heine/Lenz/Zizka Projekte GmbH

www.hlz.de

Druck

Stober Medien GmbH

www.stober.de

Bildnachweis

S. 4, S. 7, S. 16–21, S. 77 Fotografie: Christoph Mack

S. 38 Daxlanden, August-Klingler-Areal: ASTOC Architects and Planners GmbH

S. 39 Durlach, Pfinzstraße: Kränzle+Fischer-Wasels Architekten

S. 40 Oberreut, Woerishofferstraße: pp a|s pesch partner architekten stadtplaner GmbH

S. 40 Stutensee, Wohnpark Mittendrin: a+r Architekten GmbH

S. 41 Daxlanden, Zanderweg: ASTOC Architects and Planners GmbH

S. 42 Waldstadt, Königsberger Straße: schneider+schumacher

S. 43 Rintheim, Garagenaufstockung: Falk Schneemann Architektur

S. 44 Daxlanden, Rheinstrandallee: Thomas Fabrinsky

S. 45 Knielingen 2.0, OTZ Knielingen 2.0: Rossmann + Partner Architekten mbB

S. 47 Durlach, Ersinger Straße: schäfer | gaukel Freie Architekten Partnerschaft mbB

Das Recht der Veröffentlichung aller Fotografien und Grafiken liegt,

soweit nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet, bei der Volkswohnung GmbH.


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