MLL - Mindset Magazin - Ausgabe Juli 2021

Mein.Leben.Live.Online

Interaktives Mindset Magazin. The Story Of My Life - hier schreiben Leser*innen Geschichte...

Ausgabe 7 | Juli – September 2021

„JA ICH WILL“

Narzissmus: Ausweg aus der

Opferrolle

Lerne deiner inneren

Stimme zu vertrauen

rauungen

Wie du dein

Selbstwert-Gefühl

stärkst und deine Mitte findest…

Leser*innen Geschichte

schreiben uns Bei

Leser*innen Geschichte

The

Story

Stor

OF MY

LIFE

1


INFO

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Viel Spaß und herzlichen Dank für Eure Treue!!

Euer Team MLL


Liebe Leserinnen, liebe Leser,

so langsam kehrt wieder ein wenig

„Normalität“ in unser Leben zurück. Immer

wieder stellt sich die Frage, was eigentlich

Normalität bedeutet und ob wir wirklich

und ausnahmslos zu unseren alltäglichen

Gewohnheiten zurückkehren sollten. Dies

soll nicht heißen, dass wir das Leben nicht genießen und uns nicht

ab und zu ins Vergnügen stürzen sollten. Wir alle mussten in der

letzten Zeit mit so viel weniger auskommen und haben dies auch

zwangsläufig hinbekommen. Es ist Zeit, das Leben endlich wieder zu

genießen, denn es ist schön! Vielleicht ist aber dieser „Neubeginn“

tatsächlich eine Art Chance für eine bessere Zukunft, nicht nur

für uns selbst. Ein Fingerzeig auf mehr Umweltbewusstsein auch

für die, die nach uns kommen, ein Plädoyer für ein Miteinander

und weniger Ego oder einfach nur eine Erinnerung daran, wie

schön das Leben sein kann, wenn wir alle bereit sind, weniger

verschwenderisch und dafür dankbarer zu sein, für all die

Möglichkeiten, die uns jetzt wieder zur Verfügung stehen. Das

Leben nur noch zu leben, ist etwas, was wir in der Vergangenheit

lernen mussten, es zu genießen, sollte unser Anliegen für die

Zukunft sein. Einige Anregungen dazu, haben wir für Euch auch in

dieser Ausgabe wieder ausgesucht.

Wir wünschen Euch dazu viel Freude und bleibt gesund!

Euer Team

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110 Rezepte – leckere Pilzgerichte 46 Narzissmus - Ausweg aus der Opferrolle

56 Selbstwert-Gefühl

96 Hör auf die Stimme in dir

6 Freie Trauungen – „JA ICH WILL“

101 The Story of My Life 86 Paarberatung

80 Feng Shui

117 The Show Must Go On

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Inhalt

Ausgabe 7 | Juli – September 2021

3 | Vorwort/Inhalt

Selbstverwirklichung/Inspiration

6 | Freie Trauungen – Möglichkeit einer

individuellen und einzigartigen

Hochzeitszeremonie

34 | Kinesiologie im Alltag - raus mit den

alten Klamotten (dein persönlicher

„Kleiderschrank“)

56 | Wie du dein Selbstwert-Gefühl

stärkst und deine Mitte findest…

Gesundheit/Ernährung/Schönheit

30 | Schlaf dich gesund - Traditionelle

Chinesische Medizin (TCM) - besser

Lerche als Eule

52 | Medizin im Alltag – Infos aus dem Netz

- Aufklärung oder Sackgasse!?

74 | Gestresste Seele - Traum(a)reisen für

Kinder und Erwachsene

110 | Rezepte – leckere Pilzgerichte

130 | Beauty – so fühlt sich der Sommer

richtig cool an

Psychologie/Selbsthilfe

22 | Borderline - EIN PLÄDOYER DES

HERZENS – zuerst bin ich Mensch!

46 | Narzissmus – Ausweg aus der Opferrolle

70 | Wahrnehmung: Der Schein trügt -

Hirngespinst oder Realität?

86 | Paarberatung – Seitensprung und die

respektvolle Lösung für Betroffene


117 | Interviews

The Show Must Go On

- die Zeit nach Corona…

Spiritualität/

Schönes für Herz und Seele

62 | Philosophie - Ralf Kellmereit -

Wege des Herzens

64 | Geschichten Gisela Rieger

80 | Feng Shui – das Kinderzimmer

96 | Hör auf die Stimme in dir

- sie kennt alle Antworten

The Story of My Life

42 | Tage, die man nicht vergisst (Buch)

92 | ADHS – Geschichte Sandra und Sohn

101 | Geschichte Nicole Führing

140 | Leserbriefe

142 | Impressum

Wichtiger Hinweis!

Die Artikel zum Thema Gesundheit

ersetzen keinen Besuch beim Arzt,

Therapeuten oder Heilpraktiker.

Sie stellen nur eine

mögliche Hilfe zur Selbsthilfe dar!

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„JA ICH WILL“

Freie

Trauungen

Möglichkeit einer individuellen

und einzigartigen Hochzeitszeremonie

von Jasmin L. Wagenblaß

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Selbstverwirklichung/Inspiration

Es gibt besondere Ereignisse

und Momente im Leben, die so

bedeutungsvoll sind, dass sie für

IMMER in einzigartiger Erinnerung

bleiben sollen.

Ein solcher spezieller Anlass ist das

„JA“ zweier Menschen zueinander,

miteinander und füreinander.

Ob das Besiegeln der Liebe:

• vor dem Gesetz mit einer

standesamtlichen Eheschließung

• oder vor Gott als kirchliche

Heirat

• oder nach eigenen Wünschen

& Vorstellungen als eine freie

Trauung

erfolgt, ist immer eine ganz

persönliche Entscheidung des

Paares.

Vor allem der Wunsch nach

einer ganz individuellen Trauung

gewinnt in der letzten Zeit

immer mehr an Popularität.

Viele Liebende möchten diesen

bedeutsamen Moment mit

einer feierlichen Zeremonie,

die einer frei gestalteten

Hochzeitszeremonie entspricht,

zelebrieren.

Der Grund, warum sich zwei liierte

Menschen für eine derartige

Feierlichkeit entscheiden, kann

ganz unterschiedlich sein:

1. Segnungszeremonie für Paare –

ohne Trauschein

Wenn zwei Liebende sich in einer

Lebenspartnerschaft befinden

– und für sich alleine – oder im

Kreise von Familienmitgliedern

und Freunden ihre Liebe

öffentlich bekunden, aber auf eine

standesamtliche Eheschließung

verzichten möchten, kann eine

Partnerschaftssegnung eine

wunderschöne Alternative sein.

2. Erneuerung des

Eheversprechens /

Hochzeitswiederholung

Manche Paare möchten nach

vielen gemeinsamen Ehejahren

ihr Eheversprechen wiederholen

– oder ihr "Ja" nochmals

bekräftigen. Dafür kann es

verschiedene Gründe geben, wie

z. B.:

• es gab nur eine standesamtliche

Trauung und nun soll mit der

Erneuerung des Eheversprechens

die Trauungszeremonie

nachgeholt werden

• gegenseitigen Dank für die

bisherige gemeinsame Zeit in

guten, wie in schlechten Zeiten

aussprechen und für die Liebe

und Treue zueinander mittels

einer Zeremonie danken

• anlässlich eines (bestimmten)

Hochzeitstages zu diesem

Jubiläum, wie z. B. die silberne

oder goldene Hochzeit nochmals

ein Eheversprechen abgeben

• aus Glück und Liebe nochmals

„Ja“ zueinander sagen, um die

Liebe zu bestätigen.

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Zu zweit – oder umgeben von

lieben Menschen, wie den

gemeinsamen Kindern, Enkeln

oder gar Großenkeln sowie

weiteren Verwandten und

Freunden kann eine solche

Hochzeitswiederholung gefeiert

werden.

Der Sinn einer freien

Segnungszeremonie für Paare

ist gleichbedeutend mit der

einer standes-amtlichen oder

kirchlichen Hochzeit: das offizielle,

feierliche „Ja zueinander“ beider

Partner.

Eine freie Zeremonie und

eine freie Trauung sind nicht

rechtsverbindlich. Die freie

Trauung ist – wie die kirchliche

– nur eine Ergänzung zur

standesamtlichen Eheschließung.

Kann aber auch – ohne

standesamtliche Heirat, wie oben

bei der Partnerschaftssegnung

beschrieben, erfolgen.

Wichtig ist zu wissen, dass nur mit

einer standesamtlichen Trauung

die Ehe in Deutschland vor

dem Gesetz rechtgültig ist. Die

standesamtliche Eheschließung

stellt einen bürokratischen Akt

dar, bei welchem das Brautpaar

durch den Standesbeamten

kraft Gesetz: „zu rechtmäßig

verbundenen Eheleuten“ erklärt

wird. Oft sind hier nur ganz

enge Familienangehörige und

Freunde – sowie die Trauzeugen

anwesend. Die standesamtliche

Trauung ist eher sachlich

orientiert.

Freie Trauung als Ergänzung zum

standesamtlichen „Ja“

Viele Brautpaare wünschen sich

nach ihrer standesamtlichen

Trauung noch eine ganz besondere

Zeremonie. Eine Trauung, die sie als

Liebende, als Paar und individuelle

Persönlichkeiten widerspiegelt.

Mit einer freien Trauung kann

dieser Wunsch erfüllt werden.

3. Freie Trauung nach der

standesamtlichen Eheschließung –

ohne Kirche

Als zeremonieller Akt bietet die

freie Trauung eine wunderschöne

alternative Möglichkeit zur

kirchlichen Heirat sowie

Ergänzung zur standesamtlichen

Eheschließung – und richtet sich an

Paare:

• die keinen Kontakt bzw. Bezug

mehr zur Kirche haben

• die aus der Kirche ausgetreten

sind

• bei denen eine unterschiedliche

Religions- bzw. Glaubensrichtung

vorliegt

• die schon mal verheiratet waren

bzw. geschieden sind – und eine

kirchliche Trauung daher nicht

möglich ist

• die keine kirchliche Trauung

wollen

• die nicht getauft sind

• die eine freie und

konfessionslose, weltliche

Trauung wünschen

• die in einer

gleichgeschlechtlichen

Beziehung stehen bzw.

standesamtlich bereits

geheiratet haben (ab dem

01.10.2017 gilt das Gesetz "Ehe

für Alle")

und

• die eine besondere

und individuellere

Trauungszeremonie möchten

Möglichkeiten einer freien

Trauung:

• Freie Trauung als Ergänzung

zum Standesamt – ohne Kirche

• Freie Trauung als individuelle

Hochzeitszeremonie

• Freie Trauung als Mottohochzeit

• Regenbogen-Trauung für

gleichgeschlechtliche Paare

• Ja-Wort & Kindersegnung (als

kombinierte Zeremonie, wenn

bereits Nachwuchs da ist)

• Partnerschaftssegnung/

Segnungszeremonie – ohne

Trauschein

• Erneuerung des Ja-Wortes/

Hochzeitswiederholung (z. B.

bei Ehejubiläum)

• Wedding Ceremony, bilinguale

Zeremonie in zwei Sprachen (z.

B. in Deutsch/Englisch).

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Freie Trauung

individuell

& einzigartig

Freie Trauung = individuell &

einzigartig

So individuell das Brautpaar und

dessen Liebesgeschichte sind, so

einzigartig sollten auch die freie

Trauung & das Hochzeitsfest sein.

Eine freie Trauung bietet dem

Brautpaar die Möglichkeit ihre

Hochzeit nach ganz persönlichen

Wünschen und Vorstellungen zu

verwirklichen. Das Paar ist komplett

frei in seinen Entscheidungen, was die

Gestaltung und die Planung anbelangt.

Angefangen vom Hochzeitsstil und

Hochzeitsthema in Bezug auf Auswahl

der Location, Stimmung, Farbwahl,

Dekoration, Blumen – bis hin zu einem

speziellen Motto, gemeinsamen Hobby

oder Life Style des Paares.

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Hochzeitsstile – Ideen für eine

freie Trauung:

• Klassisch-traditionelle Trauung:

- Classic Chic

• Thema:

- Jahreszeit

- Vintage

- Farbmotto (z. B.: Weiß/Pink/

Rot/Gelb/Gold …)

- Blumen/Pflanzen (z. B.: Rosen/

Sonnenblumen …)

• Mottohochzeit:

- Boho oder Hippie Style

- Biker Trauung

- Rockabilly – Rock´n Roll

Wedding

- Star Wars

Motto Biker

- Mittelalter

- Märchen (z. B.: Disney/Alice

im Wunderland …)

- Strand & Sand

• Spirituelle freie Trauung

(z. B.: Naturhochzeit, Vollmond-

Trauung, Vier Elemente).

Vorbereitung und Planung der

freien Trauung

Wie bei jeder großen

Festlichkeit gibt es auch bei

einer freien Trauung vieles

vorher vorzubereiten und zu

planen. Unzählige Fragen,

Ideen, wichtige Punkte, die nicht

vergessen werden dürfen – und

Entscheidungen stehen in der

nächsten Zeit bis zum großen

Ereignis an.

Tausend Gedanken blitzen

auf: Eheringe, Brautkleid,

Hochzeitstorte, Gästeliste,

Dekorationen, Einladungskarten,

Hochzeitsmenü usw.? …, um nur

einige Überlegungen zu nennen

– und nicht zu vergessen: die

Planung der freien Zeremonie

selbst: Wann, wo, wie und wer?

• Wann?

• Gibt es ein bestimmtes

Datum oder eine besondere

Jahreszeit?

• Wo?

• Gibt es einen bestimmten Ort

oder eine Wunsch-Location?

• Wie soll die Zeremonie gestaltet

werden?

• Nach einem bestimmten Motto

bzw. Thema? Soll es eine

spirituelle freie Trauung sein?

• Was für Musik und Rituale

sollen die Trauungszeremonie

untermalen?

• Wer soll als freier

Hochzeitsredner/Trauredner

beauftragt werden?

Motto Asia

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Motto Beach

Inspirationen in Bezug auf die

Hochzeitsplanung:

Datum der freien Trauung

Manche Brautpaare möchten

sich an einem ganz bestimmten

Datum das "Ja-Wort" geben,

weil dieser Kalendertag eine

ganz spezielle Bedeutung in ihrer

Liebesgeschichte darstellt, z. B.:

• Tag Ihres „Kennenlernens“

• Verlobungstag

Dieses Datum kann in Bezug auf

die

• standesamtliche Trauung oder

• freie Trauung oder

• beides an einem Tag: zuerst

Standesamt, dann freie Trauung

gewählt werden.

Andere Brautpaare wählen

ihren Hochzeitstermin nach der

Jahreszeit oder dem Monat aus.

Ort der freien Trauung

Eine freie Trauung kann an den

verschiedensten Orten

(= Location) zelebriert werden:

• Schloss, Burg, Weingut, Garten,

Park, Leuchtturm, Schiff,

Heißluftballon, Kino usw.

• Waldlichtung, Seeufer, Strand,

unter einem Baum, unter

Sternenhimmel usw.

Manche Hochzeitslocations

orientieren sich auch nach dem

Motto/Thema der Hochzeit, wie

z. B.:

• Strandhochzeit (mit Strand als

Dekoration – oder am Meer)

• Waldhochzeit (an einer

Waldlichtung)

• Berghochzeit (auf einer

Almhütte)

• Märchenhochzeit (auf einem

Schloss oder auf einer Burg)

• Westernhochzeit (auf einem

Gutshof, mit Heuballen als

Deko, rustikales Ambiente).

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Uhrzeit der freien Trauung

Es gibt wunderschöne freie

Trauungszeremonien:

• am Tag

• am Abend

• um Mitternacht (unter

dem Sternenhimmel, mit

Kerzenschein, bei Vollmond ...

usw.).

Dauer einer freien Trauung

Wie lange eine freie Trauung

dauert, ist immer ganz individuell

und davon abhängig, wie die

gesamte freie Trauungszeremonie

ablaufen soll – und ob ggf. Rituale

oder andere Beiträge (sog.

"Interaktionen") in die Zeremonie

involviert werden.

Manchmal überraschen

Familienmitglieder, beste Freunde

oder die Trauzeugen das Brautpaar

mit einem ganz persönlichen

Beitrag, wie z. B. musikalischer

Vortrag oder eine kleine Rede mit

guten Wünschen etc.

Erfahrungsgemäß dauert eine

freie Trauung ca. 30 bis 45

Minuten.

Hochzeitsrednerin Jasmin L. Wagenblaß

www.hochzeitsreden-seelenspiegel.de

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Ritual Handfasting

Der Hochzeitsredner &

Zeremonieleiter

(Anmerkung: Bezeichnung „freier

Hochzeitsredner“ entspricht

auch der Bezeichnung: „freier

Trauredner“ – und ist hier

gleichbedeutend für die weibliche

Version: „freie Hochzeitsrednerin“

bzw. „freie Traurednerin“).

Ganz wichtig bei der Planung ist

auch die rechtzeitige Beauftragung

eines freien Hochzeitsredners –

auch freier Trauredner genannt.

Da eine freie Trauung entsprechend

vorbereitet werden muss, empfiehlt

sich eine Kontaktaufnahme für

ein unverbindliches, kostenloses

Vorgespräch ca. 1 Jahr vor dem

gewünschten Trauungstermin.

Bei dieser persönlichen Begegnung

kommt es zu einem ersten

Gedankenaustausch zwischen

den Brautleuten und dem

Hochzeitsredner, der auch als

Zeremonieleiter beratend zur

Seite steht – und Vorschläge zum

Zeremonieablauf (Musik/Rituale)

machen kann.

Freie Trauungszeremonie – Das Sandritual

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Wenn Sympathie und Vertrauen

zwischen dem Brautpaar und dem

Hochzeitsredner stimmen und die

Vertragsunterlagen unterzeichnet

sind, kann es dann mit den Vorbereitungen

losgehen.

Der freie Hochzeitsredner & Zeremonieleiter

bereitet das Brautpaar

auf die freie Trauung vor:

• In Bezug auf das Hochzeits-Interview

erfolgt die Erfassung der

persönlichen Wünsche und

Vorstellungen betreffend der gewünschten

Trauungszeremonie

(Ablauf, Inhalte, Rituale, Symbole,

Musik, Interaktionen etc.).

• Konzeption/Organisation und

Planung der gewünschten freien

Trauungszeremonie: Erstellung

eines detaillierten Zeremonie-Ablaufplans

("Drehbuch").

• Kommunikation per E-Mail oder

Telefon zwecks Absprache und

Koordination mit beteiligten Hochzeitsdienstleistern

& Akteuren, wie

z. B. Location, Fotografen, Musiker,

Sänger, Chor, DJ.

• Kommunikation per E-Mail oder

Telefon zwecks Interaktion von

Trauzeugen oder anderen Hochzeitsgästen

während der Hochzeitszeremonie.

Am Tag der freien Trauung

• Anreise zum Trauungsort.

• Letztes Check-Up der Vorbereitungen

für die gewünschte Trauungszeremonie.

• Durchführung der gesamten freien

Trauung & Vortrag der freien

Hochzeitsrede (bzw. freien Traurede).

Die freie Hochzeitsrede /

freie Traurede

Die ganz persönliche Liebesgeschichte

des Brautpaares steht hier

im Mittelpunkt. Es gilt: die richtigen

Worte zu finden, um den empfundenen

Gefühlen und erlebten Gedanken

Ausdruck zu verleihen.

Zur Vorbereitung auf das Schreiben

der Traurede führt der Hochzeitsredner

eine ausführliche Befragung

des Brautpaares durch. Vom

Kennenlernen bis zum Heiratsantrag

und dem gemeinsamen Entschluss

zu heiraten – sowie zukünftige Träume

und Lebensziele der beiden, alle

Details sind von großer Wichtigkeit.

Denn umso mehr über die Brautleute

und deren Lovestory in Erfahrung

gebracht werden kann, desto individueller

kann die Trauungszeremonie

und die Hochzeitsrede vorbereitet,

aufeinander abgestimmt und gestaltet

werden.

Traurituale für die Liebe

Die freie Trauung kann mit speziellen

symbolischen Handlungen des

Brautpaares durchgeführt werden,

um so die besondere Verbundenheit

dieser zwei Personen verstärkt zum

Ausdruck zu bringen. Diese feierlichfestliche

Interaktion der Brautleute

wird Trauritual genannt.

Bei manchen Trauritualen können

auch die Hochzeitsgäste aktiv in

die Zeremonie mit eingebunden

werden, z. B. beim Wunschring-Ritual.

Hier wandern die Eheringe des

Brautpaares vor dem Ringwechsel

und dem Ja-Wort durch die Reihen

der Hochzeitsgäste. Jeder Gast überträgt

dann durch das Berühren der

Ringe oder gedanklich seinen guten

Wunsch für das Brautpaar auf deren

Eheringe.

Es gibt so viele bedeutungsvolle

Rituale und Symbolhandlungen, die

neben den allgemein bekannten

Trauritualen zelebriert werden können.

Stets passend zu dem jeweiligen

Liebespaar.

Musik & Lieder

für eine freie Trauung

Bei einer freien Trauung darf die

passende Musik nicht fehlen. Es

muss nicht der bekannte Hochzeitsmarsch

von Felix Mendelssohn

Bartholdy sein, der den Einzug der

Braut musikalisch begleitet, sondern:

es darf Musik sein, die das

Brautpaar sehr gerne hört – und mit

der sich beide verbunden fühlen.

Selbstverständlich dürfen die eigenen

persönlichen Lieblingslieder

oder Titel von einem Lieblingsinterpreten

(Band, Sänger(/in) für die

freie Trauung gewählt werden.

Es spielt auch keine Rolle, ob es sich

um Songs aus dem Genre:

• Rock/Heavy Metall/Pop/Hip Hop/

Soul/ Schlager

• 60er, 70er, 80er, 90er Jahre

• Musicalsong oder Titel eines Kinofilmes

• Instrumental – oder Orchesterversion

handelt.

Die ausgesuchten Lieder für die

Trauungszeremonie können von

einem Abspielgerät zu hören sein

– oder live von einem Musiker/Sänger/Chor/DJ

präsentiert werden.

Beispiel: Ablauf einer freien Trauung:

• Einzug der Braut oder des Brautpaares

– mit Musik

• Begrüßung und Beginn der Rede

• Ritual/Interaktion

• Traufrage

• Ringtausch

• Eheversprechen

• Hochzeitskuss – mit Musik (Tusch)

• Ritual/Interaktion

• Ausklang & Schlussworte

• Auszug des Brautpaares – mit

Musik

Im Laufe der Vorbereitungen auf die

Trauungszeremonie werden dann

die Detailfragen zum Zeremonieablauf

ersichtlich. Mit Unterstützung

eines erfahrenen Hochzeitsredners

findet sich für das Paar die passende

Antwort.

Beispiel: Einzug der Braut oder des

Brautpaares

• Es gibt Bräute, die sich den Einzug

ganz traditionell wünschen, d. h.

ihr Vater führt sie zu ihrem Bräutigam

nach vorne. Manchmal ist

es aber auch die Brautmutter, der

Bruder oder falls es schon Kinder

gibt: der Sohn des Brautpaares.

• Für manches Brautpaar erfolgt

der Einzug gemeinsam – und sie

schreiten zusammen über den

Mittelgang nach vorne zum Hochzeitsredner.

Wie bereits erwähnt: die Gestaltung

und der Ablauf einer freien Trauung

ist immer ganz individuell – und

obliegt stets den ganz persönlichen

Vorstellungen des Brautpaares.

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Beispiel: Mottohochzeit

„Rock´n Roll & Rockabilly

Bei einer Rock´n-Roll-

Mottohochzeit soll das Flair

der 50er Jahre gefühlt und

reflektiert werden. Eine

rockig-freche und flippige

Atmosphäre mit knallfarbigen,

gepunkteten Petticoat-

Kleidern, Karo- und Leomuster,

kurze Spitzenhandschuhe,

Ballerinas oder auch Pumps,

Pferdeschwanz, Haarband und

hochtoupierter Hairstyle. Bei den

Männern: Lederjacke und Jeans

sowie die typisch gegelte – mit

viel Haarspray fixierte Haartolle

und evtl. Tattoos.

Foto: Sabina Furthmayer

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Als Traulocation darf es ein

Ort sein, wo viel Platz für eine

ausgelassene Party ist. Als

Dekorationshilfe kann man

sich gerne auf Zeitreise in den

USA der „Fifties“ begeben und

z. B. typische Blechschilder,

eine alte Musikbox oder

Schallplattenspieler mit

Vinylscheiben, Motorrad

platzieren. Alles was American-

Retro ist und den Lifestyle

dieser Epoche repräsentiert

darf in Szene gesetzt werden.

Popcorn, Softgetränke, Pommes

und Burger, Softeis, Candy-Bar

oder eine nachgestellte Theke

mit Barhockern als Sitzplätze

für die Gäste (American Diner).

Der Fantasie sind keine Grenzen

gesetzt.

Um auch musikalisch richtig zu

liegen, darf der Sound von Rock´n

Roll (Elvis Presley, Chuck Berry,

Roy Orbison, Buddy Holly etc.),

natürlich nicht fehlen.

Foto: Rolan T. – Elvis Tribute Artist -

www.rolantinconcert.com

Mottohochzeit: Rock´n Roll & Rockabilly

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Mottohochzeit:

Rock´n Roll & Rockabilly

Während der freien Trauung, z.

B. nach der Traufrage, könnte

der romantischer Lovesong von

Elvis Presley: „Can´t help falling

in love“ erklingen. Am besten

live vorgetragen von einem Profi,

wie z. B. dem bekannten Elvis-

Presley-Tribute-Artist Rolan T.

(siehe Foto).

Dies war nur ein kurzer

Einblick in das Thema „Freie

Trauungen“. Aufgrund unserer

jahrelangen Erfahrung als

freie Hochzeitsredner und

Zeremonieleiter wissen wir,

dass es viele verschiedene freie

Zeremonien gibt, um die Liebe

zweier Menschen und deren tiefe

Verbundenheit zueinander zu

feiern und zu besiegeln.

Mit über 25 Jahren Erfahrung im

Bereich Veranstaltungsplanung

und -Organisation von kulturellen

und gesellschaftlichen Events

jeglicher Art, begleiten wir unsere

Liebespaare rund um Heidelberg

– und auf Wunsch auch

bundesweit in ganz Deutschland.

Wir, vom Team:

www.hochzeitsreden-seelenspiegel.de

sehen es als unsere Berufung an,

für unsere Paare ein einzigartiges

und unvergessenes Fest der Liebe

– nach ihren ganz individuellen

Wünschen & Vorstellungen

– sowie einer persönlichen

freien Rede und Zeremonie zu

realisieren.

Konnten wir Sie inspirieren?

Dann freuen wir uns auf Ihre

Traumhochzeit & Ihre freie

Trauung.

Herzliche Grüße,

Ihre Jasmin L. Wagenblaß –

Freie Hochzeitsrednerin &

Zeremonieleiterin

vom Team:

www.hochzeitsreden-seelenspiegel.de

19


20


Die Kunst der Gemeinsamkeit

Zusammen mit ihrer Familie feierten Berta und Josef ihren 60. Hochzeitstag.

Sie galten als ein sehr harmonisches Ehepaar.

Sie wurden von ihren Enkelkindern befragt:

»Wie habt ihr es geschafft,

dass ihr nach so langer Zeit immer noch zusammen seid?«

Opa schmunzelte und die Oma gab zur Antwort:

»Wisst ihr, wir wurden in einer Zeit geboren, in der man kaputte Dinge noch

reparierte, anstatt sie einfach wegzuwerfen!«

© Aus dem Buch von Gisela Rieger:

„Inspirationen für`s Herz“ ISBN 978-3-00-050869-1

Das eindrucksvollste Beispiel

von Toleranz ist eine goldene Hochzeit.

21


Borderline

EIN

PLÄDOYER

DES

HERZENS

Zuerst bin ich Mensch!

Lesley B. Strong

Hast du schon einmal von John

Forbes Nash Jr. gehört? Er war ein

amerikanischer Mathematiker,

der von 1928 bis 2015 lebte. Für

seinen Beitrag zur Spieltheorie

bekam er 1994 den Nobelpreis

verliehen.

Die Spieltheorie ist eine

mathematische Theorie, in

der Entscheidungssituationen

modelliert werden, in denen

mehrere Beteiligte miteinander

interagieren. (Quelle: https://

de.wikipedia.org/wiki/Nash-

Gleichgewicht)

Ein außergewöhnlicher Mann.

Vor allem wenn man bedenkt,

dass er im Alter von 30 Jahren

an paranoider Schizophrenie

erkrankte. Da gab’s doch einen

Film … richtig. „A Beautiful

Mind“ -basierend auf seiner

Lebensgeschichte und mehrfach

Oscar-prämiert. Laut seiner

Autobiografien sind zwar

einige Details im Film frei

erfunden, aber unverrückbare

Eckpunkte wie seine Erkrankung

oder mathematischer Arbeit

entsprechen der Realität.

Warum erzähle ich heute davon?

Ganz einfach. Nach wie vor

treffe ich auf viele Menschen,

die eine gemeinsame Erfahrung

teilen: Die Diagnose einer

psychischen Erkrankung oder

22


Psychologie/Selbsthilfe

Achtung

Vorurteil!

Persönlichkeitsstörung führt

zu Vorurteilen, Ablehnung und

Ausgrenzung. Bedauerlich,

denn offenbar sind der Mangel

an Verständnis, Respekt und

Wertschätzung noch immer weit

verbreitet. Fast zwangsläufig

entwickeln die Betroffenen

Strategien des Verbergens.

Manchmal auch eine Form von

Schamgefühl, nicht richtig zu

„funktionieren“, zu versagen,

lebensunfähig zu sein...

„Sei froh, dass man dir nicht

ansieht, dass du Borderliner bist.“

Bei so einer Aussage krampft

sich alles in mir zusammen. Was

soll das heißen? Wie sieht ein

durchschnittlicher Borderliner

denn aus?

Wer mit einem Gipsbein durch

die Gegend humpelt, kann die

Geschichte dahinter erzählen,

ohne Ressentiments befürchten

zu müssen. Wessen Seele leidet,

sollte sich besser in Schweigen

hüllen und seinen Schmerz

hinter einer lächelnden Maske

verbergen, um weiterhin

als wertvolles Mitglied der

Gesellschaft geschätzt zu

werden? Echt jetzt?

Was mich an diesem – ich schalte

mal meinen Zynismus weg –

Phänomen am meisten ärgert, ist

die Beobachtung, dass „Helden

mit leichtem bis mittelschweren

Knacks“ auf der Kinoleinwand

und den Bildschirmen

Hochkonjunktur feiern.

Vom Schicksal gebeutelte

Existenzen, tief gefallen, mit

Problemen und Komplexen

behaftet, von denen sie bei

weitem nicht alle gelöst haben,

aber das Herz am rechten Fleck,

erobern sie die Gunst ihrer Fans

in Scharen. Ich bin überzeugt,

mir stimmen Diagnostiker zu,

dass man so ziemlich jedes

psychische Krankheitsbild bei den

diversen Film- und Serienhelden

findet. Dennoch lieben wir sie.

Können sie so annehmen, wie

sie sind. Warum gelingt das nicht

im realen Leben? Mit echten

Menschen? Warum gibt es für

fiktive Charaktere Verständnis, für

tatsächliche hingegen

Vorurteile?

Vor einigen Tagen sagte eine Frau

nach einer Buchlesung zu mir:

„Drei Burnouts – und du

stehst vor uns als wäre das nie

passiert.“ Ich korrigierte sie und

meinte, es waren nur zwei, da

mir kurz vor dem dritten die

23


Kurskorrektur mit dem Buch

JAN/A gelungen war. Dennoch –

es war nicht zu übersehen, wie

irritiert sie davon war, dass ich

nicht ihrem vorgefassten Bild

einer Ausgebrannten

bzw. Borderlinerin entsprach.

Schließlich sagte ich zu ihr etwas

in der Art von: „Genau deswegen

stehe ich hier und mache das: weil

ich nicht den Klischees entspreche.

Weil ich damit Menschen aus

ihrer starren Erwartungshaltung

wachrütteln und zum Nachdenken

bringen will.“

Ich bin nicht John Nash. Ich bin

nur eine unbedeutende Stimme

unter vielen, die sich auf einer

langen Liste mit jenen Diagnosen

und Symptomen einreiht, über

die man allzu oft den Mantel

des Schweigens ausbreitet:

Borderline, PTBS, Depressionen,

Schizophrenie, Bipolare

Störung …

Ich bin eine, die genug hat vom

jahrelangen Schweigen und sagt:

ich bin, was ich bin.

Ich bin ein Mensch wie jeder

andere auch, bestrebt, ein gutes

Leben zu führen. Sehne mich wie

andere nach Liebe, Geborgenheit

und Anerkennung. Ja, ich bin

Borderlinerin. Vielleicht nicht

immer ganz pflegeleicht, aber

wer ist das schon? Ablehnung

schmerzt mich, Ausgrenzung

noch viel mehr.

Ich erwarte kein Mitleid, aber

Wertschätzung; brauche keinen

„Schongang“, sondern ehrliche

Anerkennung.

„Behandle einen anderen stets

so, wie du selbst behandelt

werden willst.“

Darum geht es. Nicht mehr

und nicht weniger als Respekt

und Achtsamkeit. Zwischen

Betroffenen und Nicht-

Betroffenen, wechselseitig und

auf Augenhöhe.

Das musste wieder einmal

gesagt werden. Es müsste noch

viel öfter gesagt werden, damit

sich endlich etwas ändert. Die

Zeit ist längst überfällig. Vieles

muss neu gedacht werden.

Unsere beschleunigte Arbeitsund

Lebenswelt produziert Jahr

für Jahr Menschen, die nicht

mehr mithalten können; die

an der Ignoranz und Intoleranz

verzweifeln. Wenn ich mir die

Weltwirtschaft anschaue, frage

ich mich, wohin dieser Kurs

24


25


führen wird und ob jeder

Schritt vorwärts uns auch

wirklich weiterbringt? Oder

zurück in eine Welt der

rücksichtslosen Selbst- und

Fremdausbeutung? Eine

Gesellschaft, die viele ihrer

Kinder ins stille Leiden drängt,

anstatt eine helfende Hand zu

reichen.

Wir könnten gemeinsam so

vieles erreichen, wenn wir

aufeinander zugehen, mit

Offenheit und Verständnis,

neugierig auf die Vielfalt, die

das Leben erschaffen hat und

täglich neu erschafft.

Ich bin nur eine unter vielen,

doch heute erhebe ich meine

Stimme zu einem Plädoyer

für Achtsamkeit, Respekt und

Wertschätzung, zu einem

Plädoyer des Herzens.

Dieses Plädoyer verfasste

ich im November 2019 und

veröffentlichte es auf meinem

Blog. Gefühlt vor einer halben

Ewigkeit. Was ist seither alles

geschehen? Eine Pandemie

überrollte alle Länder dieser

Erde und kaum jemand blieb

davon unberührt. Vieles, das

zuvor undenkbar war, wurde

in kurzer Zeit realisiert. Wir

lernten – mehr oder weniger

– Abstand zu halten. Wir

lernten, uns in virtuellen

Räumen zu bewegen. Manche

lernten vielleicht kochen oder

entdeckten neue Hobbies für

sich. Doch viele vereinsamten

auch, weil sich ihre sozialen

Kontakte noch weiter

reduzierten; weil Zuwendung

und menschliche Wärme

nicht mehr in Form von

Umarmungen, sondern nur

noch übers Telefon oder via

Videotelefonie weitergegeben

wurde; weil sie in ihren

eigenen vier Wänden auf sich

selbst zurückgeworfen wurden

und nicht mehr umhinkamen,

auf das zu blicken, was

schmerzt und im Alltag gerne

ausgeblendet wird. Viele

mussten erkennen, wie fragil

ihr scheinbar sicheres Leben

in Wahrheit ist, wie schnell

es über den Haufen geworfen

werden kann.

Der Wert einer Umarmung

– wie hätten wir ihn vor der

Pandemie bewertet? Und

wie tun wir es heute? Wie

viel mag eine Umarmung an

Bedeutung gewonnen haben

für all jene, die niemand

umarmt, weil sie allein sind?

Die Veränderungen seit

November 2019 machten es

für all jene mit besonderen

Herausforderungen mit

Sicherheit nicht leichter.

Wobei es mir zutiefst

widerstrebt, Menschen

in zwei Gruppen zu

spalten, in „Normale“ und

„Andere mit besonderen

Herausforderungen“. In

der Vielfalt findet sich für

jede und jeden von uns ein

Plätzchen. Ganz gleich, wie

das Individuum gestrickt ist.

Dennoch tendiert unsere

kopflastige Gesellschaft zu

Klassifizierungen und wird

dadurch immer auch einen

Teil ausgrenzen. Wenn man

zum Anteil der Ausgegrenzten

gehört, fühlt sich das unfair

an – und genau das ist es

auch, denn die „Norm“ wurde

nicht von jenen festgesetzt,

die davon ausgeschlossen

werden.

Vielleicht täusche ich mich,

doch ich erlebe unsere

Gesellschaft immer noch

als eine, die erwartet, dass

die „Anderen“ sich an ihre

Normen anpassen, um

ins Schema F zu passen.

Damit meine ich nicht die

Straßenverkehrsordnung

oder andere Regeln des

allgemeinen Lebens, sondern

viel Persönlicheres: Gefühle,

Berührbarkeit, Verletzlichkeit,

Sensibilität …

Ich weiß noch, wie entsetzt

ich war, in einer TV-

Dokumentation sehen zu

müssen, dass bei einem

Todesfall im näheren

Umfeld eine Trauerzeit

von zwei Wochen als

„normal“ angesehen wird.

Darüberhinausgehende

tiefe Trauer (und damit

einhergehend eventuelle

Arbeitsunfähigkeit) wird als

„krank“ betrachtet und mit

Psychopharmaka behandelt.

So weit haben wir es also

gebracht? Eine Norm für

Trauer festzulegen? Und nicht

nur dafür. Lebensfreude kann

als solche gesehen werden,

oder auch als überdreht

(oder manisch), wenn sie

zu intensiv empfunden

wird. Ich habe selbst erlebt

und erlebe bis heute die

Spätfolgen, was geschehen

kann, wenn man einem

26


kleinen Kind zu verstehen gibt,

dass seine ungezügelte kindliche

Lebensfreude „nicht passend“ ist

und es sich bremsen soll.

Gefühle regulieren?

Hierbei geht es nicht um den

Druck in einem Dampfkessel,

auch wenn es sich ähnlich

anfühlen kann. Als Borderlinerin

gehört intensive (manche sagen

auch: extreme) Emotionalität zu

meinem Lebensalltag. Ebenso wie

Leere und der scheinbare Verlust

von lebensbejahenden Gefühlen.

Oder jene Impulsivität, die in

der Fachsprache „mangelnde

Impulskontrolle“ genannt

wird. All das gehört zu meiner

Persönlichkeit und formt in

Summe mein ICH. Der Drang

zu (Selbst)Verletzung zeigt sich

bei mir stets in der Interaktion

mit anderen. Für mich allein,

wenn niemand rundum ist,

wenn ich frei von Verurteilung,

Erwartungshaltungen oder

Ablehnung leben kann, ruhe

ich im Gleichgewicht. Anders

formuliert: ohne wertendes

Umfeld lebe ich in Harmonie.

Was sagt mir das? Bin ich das

Problem? Oder das Umfeld?

Oder liegt der Schlüssel für ein

Leben in Balance darin, vom

Umfeld wertfrei angenommen zu

werden?

Natürlich kann man

dagegenhalten, es läge in der

Eigenverantwortung eines jeden

von uns, wie man mit Ablehnung

& Co umgeht. Man kann sich ja

abgrenzen und muss sich dadurch

nicht aus der Bahn werfen lassen.

Nun, das trifft vermutlich auf

jene Menschen zu, die sich leicht

damit tun, Grenzen zu ziehen

(anders als z.B. Borderliner);

Menschen, deren Gefühlsleben

weniger stark ausgeprägt ist

und die im Alltag eher kopflastig

agieren – ganz unserem Zeitgeist

entsprechend. Fühlen und

Emotionen ja, aber nur innerhalb

der „normalen“ Parameter.

Womit wir wieder bei „nicht

normal“ oder „anders“ wären.

Anders ist gut – finde ich.

Anders ist Vielfalt.

Anders ist Teil des Lebens.

Anders ist – leider zu häufig – das,

wovor „normal“ sich fürchtet,

weil nicht kopflastig erfassbar,

damit nicht kontrollierbar und

daher zu reparieren.

Wie arm wäre unsere Welt,

würde „anders“ auf „normal“

umgeprägt.

Wie reich ist unsere Welt durch

die Vielfalt.

Wie groß ist die Herausforderung,

Grenzen aufzugeben, wo sie

uns trennen, und Grenzen dort

zu ziehen, wo sie die Vielfalt

bewahren und deren Potenzial

fördern.

Einander auf Augenhöhe und

mit Wertschätzung zu begegnen

– wie oft wurde das bereits

gefordert? Wie häufig findet es

sich auf diversen Chartas? Wie

viele schrieben es sich bereits

auf ihre Fahnen? Wer setzt es

tatsächlich um?

Das Ziel ist – leider – noch

lange nicht erreicht. Speziell in

schwierigen Zeiten, wenn Krisen

unseren Alltag dominieren und

manche besser, andere schwerer

damit zurechtkommen, braucht

es Achtsamkeit, um über den

von der Situation mitunter

erzwungenen Abstand dennoch

die zwischenmenschliche

Verbindung zu halten. Um zu

umarmen und Geborgenheit zu

schenken. Vor allem aber braucht

es das Bewusstsein, das „anders“

auch Teil der Vielfalt und damit

eine Bereicherung für das

Ganze ist. Nicht mehr, und nicht

weniger.

Vielleicht liegt der Schlüssel zu

Toleranz, Wertschätzung und

Respekt im Gefühl, nicht im

Verstand. Womit ich wieder bei

meinem Plädoyer des Herzens

wäre, Volume 2 sozusagen. Immer

noch gültig und topaktuell. Blog:

https://reconnected.blog/2019/11/

Wir könnten gemeinsam so vieles

erreichen, wenn wir aufeinander

zugehen, mit Offenheit und

Verständnis, neugierig auf die

Vielfalt, die das Leben erschaffen

hat und täglich neu erschafft.

Ich bin nur eine unter vielen,

doch heute (2021) erhebe

ich meine Stimme zu einem

(neuerlichen und zeitlosen)

Plädoyer für Achtsamkeit,

Respekt und Wertschätzung, zu

einem Plädoyer des Herzens.

27


Feel

Good

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29


gesund

Schlaf dich

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

besser Lerche als Eule

von Dr. Ding Ding

Der Mittfünfziger S. sah blass

und erschöpft aus. Er hatte

seit Wochen ein Engegefühl

in der Brust. Sonst hatte er

Schlafstörungen, starke innere

Unruhe und gelegentliche

Panikattacken. Trotz der Corona-

Situation hatte er beruflich

viel zu tun. Er erzählte, dass er

einfach keine Energie habe, um

seine zahlreichen Aufgaben zu

bewältigen. Tagsüber könne

er sich nur mit 8 oder 9 Tassen

Kaffee muntermachen, ohne

eine vernünftige Mahlzeit zu

haben. Dieses Bild ist wohl

für viele Menschen nicht

fremd. Auf Empfehlung seines

Kardiologen dachte er ernsthaft

über eine Implantation eines

Herzschrittmachers nach. Vor

seiner endgültigen Entscheidung

wollte er zuerst Traditionelle

Chinesische Medizin (TCM)

ausprobieren, um seinen Zustand

zu verbessern.

Sein Puls und Zungenbelag zeigten,

dass er eine Disharmonie

von Herz und Nieren hatte. Gemeint

sind hier nicht die Organe

im schulmedizinischen Sinn,

sondern im Sinn der chinesischen

Medizin, was eher das Energie-

System oder den Funktionskreis

anbelangt. Er arbeitete gern in

der Nacht. Erst gegen 2:00 oder

3:00 Uhr ging er ins Bett. Durch

seine nächtliche Arbeit wurde

sein Funktionssystem -Herz-

30


Gesundheit/Ernährung/Schönheit

sehr geschwächt. Nach ein paar

Sitzungen durch Akupunkturbehandlungen

fühlte er

sich besser. Auf meine

dringenden Aufforderungen

hin, fing er

an etwas früher

ins Bett zu gehen,

jedoch schaffte

er es nicht vor

Mitternacht

zu schlafen.

Schließlich

war er seit

Jahrzehnten

daran gewöhnt,

sich in

der eigentlichen

Nachtruhe auf

seine Arbeit zu

konzentrieren. So

setzte er seine Hoffnung

auf den Herzschrittmacher.

Ich konnte ihn nur

darauf hinweisen, dass er keine

wesentliche Besserung erwarten

könne, ohne seine Lebensweise

zu ändern.

Ein weiteres Beispiel:

Frau D. litt unter Bluthochdruck.

Sie war temperamentvoll

und leicht reizbar. Neulich

konnte sie nicht gut schlafen.

Manchmal hatte sie Albträume.

Sie hatte inzwischen viel Stress,

weil sie dabei war, beruflich

selbständig zu werden. In

ihrem - Funktionskreis Leber

- war übermäßige Yang-

Energie festzustellen. Sie ging

normalerweise gegen 1:00 Uhr

oder etwas später ins Bett.

Neben den Behandlungen

empfahl ich ihr, besser gegen

22:00 Uhr ins Bett zu gehen.

Nach fünf Sitzungen hat sie mit

der Behandlung aufgehört, weil

ihr Gesundheitszustand viel

besser geworden ist. Sie ist etwas

ruhiger und ihr Bluthochdruck

ist auch gesunken. Dazu hat sie

selber auch beigetragen, indem

sie sich gezwungen hat, nicht

später als 23:00 Uhr ins Bett zu

gehen.

Beide Personen hatten trotz

unterschiedlicher Erkrankungen

ähnliche Probleme, nämlich,

langes Wachbleiben in der Nacht.

Sie litten außerdem auch unter

Schlafstörungen, sowohl beim

Einschlafen als auch beim Durchschlafen.

Es ist eigentlich eine

gemeinsame Schwäche vieler

unserer Patienten. Jeder weiß,

wie wichtig der Schlaf für unsere

Gesundheit ist. Meistens wird

Wert auf die Länge des Schlafs

gelegt. Nur wenige achten darauf,

dass es auch eine wichtige Rolle

spielt, von wann bis wann man

schläft. In der Tat wird allgemein

unterschätzt, welche Zeit die

richtige ist, um ins Bett zu gehen.

Es reicht jedoch nicht, genügend

Stunden zu schlafen oder am

Tag durch ein Nickerchen nachzuholen,

was man in der Nacht

versäumt hat. Die erwähnten

Patienten schliefen jeweils 7 bis

8 Stunden täglich. Der eine von

2:00 oder 3:00 Uhr bis 9:00 oder

10:00 Uhr und die andere von

1:00 bis 9:00 Uhr. Quantitativ

gesehen ist diese Schlafdauer

genug. Aber ihre Schlafqualität

war nicht gut, weil zum Teil

ihr Spätschlaf nicht mehr

erholsam war. Aus

diesem Grund wurde

ihr Gesundheitszustand

allmählich

negativ beeinflusst.

Heutzutage

sind viele

Menschen

daran gewöhnt,

sehr

spät ins Bett

zu gehen. Sie

glauben, dass

es ihrem Körper

egal ist, wann

sie schlafen. Sie

gehen davon aus, es

sei wichtig, genügend

Stunden zu schlummern.

Insbesondere junge Menschen

halten sich für fit genug,

um in der Nacht lange aktiv zu

sein. Sie wissen nicht, welchen

Preis sie dafür irgendwann zu

zahlen haben.

Warum ist es negativ, spät ins

Bett zu gehen? Welche Uhrzeit

ist die richtige Zeit dafür? Nach

der chinesischen Medizin hat

der Schlaf in unterschiedlicher

Zeit unterschiedliche Wirkung

auf unseren Körper und Geist.

Der Schlaf am Tag stellt den

Tag-Nacht-Takt um und führt zur

energetischen Disharmonie im

Körper. Selbst in der Nacht ist der

Schlaf unterschiedlich wirksam.

Vor 1:00 Uhr wird im Schlaf

Blut und das Qi (Lebensenergie)

produziert, damit der Körper in

der Zeit danach regeneriert wird.

Der Grund liegt darin, dass das

Fließen der Lebensenergie im

Körper zeitlich geregelt ist.

Unser Körper ist durch ein

perfektes System zahlreicher

Meridiane vernetzt, indem das

Qi (Lebensenergie) fließt. Sowohl

das Qi als auch die Meridiane

befinden sich auf der unsichtbar

feinstofflichen Ebene. Bisher sind

31


Viele Menschen leiden unter

Schlafstörungen

Folgen:

Konzentrationsschwäche,

Müdigkeit

und auch körperliche

beschwerden!

sie mit vorhandenen Geräten

leider noch nicht zu erfassen.

Davon gelten zwölf große

Meridiane als Hauptleitbahnen

für das Qi. Zu jeder dieser

Leitbahnen gehört ein

Funktionskreis, der bestimmte

innere Organe umfasst. Je

zwei Stunden gelten als eine

Zeiteinheit, bei der das Qi eine

Leitbahn durchfließt. Innerhalb

der 24 Stunden eines Tag-Nacht-

Taktes wird ein energetischer

Kreislauf im ganzen Körper

vollendet. D.h. unsere inneren

Organe haben gemäß der TCM

ihre regelmäßigen Reinigungsoder

Entgiftungszeiten: z.B. für

die Galle von 23:00 bis 1:00 Uhr,

für die Leber von 1:00 bis 3:00

Uhr, für die Lunge von 3:00 bis

5:00 Uhr, und für den Dickdarm

von 5:00 bis 7:00 Uhr. Werden

diese Entgiftungszeiten häufig

nicht eingehalten, werden

unsere Organe allmählich eine

Funktionsstörung bekommen.

So kann ein erfahrener

TCM-Therapeut durch die

Schlafproblematik seines

Patienten feststellen, welche

Ursachen die Krankheiten haben.

In der Regel wird das Organ im

Körper zuerst betroffen, das

am schwächsten ist. Patientin

D. war von Geburt an schwach

im Bereich des Lebersystems.

Durch ihren Spätschlaf wurde

dieser Funktionskreis noch mehr

strapaziert. Die übermäßige

Yang-Energie in der Leber

trieb ihren Blutdruck hoch.

Auch ein gesundes Organ

kann durch dauerhaften

Missbrauch geschwächt

werden. Beim Patienten S.

ist sein Herz jahrzehntelang

überbelastet worden. Durch

intensive Arbeit in der Nacht

verbrauchte sein Herzsystem

viel Yang-Energie, so dass es

zum Mangel dieser Energie

im Herzen führte. Die Yang-

Energie ist wie der Sonnenschein

in der Nacht schwach und

erreicht um Mitternacht ihren

Tiefpunkt. Insbesondere in der

Winternacht hat sie dort den

tiefsten Punkt eines Jahres.

Wenn das Herzsystem in der

Nacht gezwungen ist, intensiv

zu arbeiten, verbraucht es

umso mehr Yang-Energie.

Hingegen wird mehr Yin-Energie

aufgenommen, was die Funktion

des Herzens weiterhin schwächt.

So sollen Menschen mit

Herzschwäche wie Herr S. trotz

Herzschrittmacher vermeiden,

später als um Mitternacht ins

Bett zu gehen, insbesondere in

der kalten Winterzeit. Außerdem

ist nach TCM das SHEN (Geist)

im Herzen gespeichert, während

der Geist HUN (Wanderseele) in

32


der Leber sitzt. Wenn Geist oder

Seele wegen Wachbleiben in der

Nacht beunruhigt werden, wird

man nicht mehr gut schlafen

können. Die Schlafstörung

führt dann zur weiteren

Beeinträchtigung der beiden

Funktionskreise Herz und Leber.

Es ist ein Teufelskreis, wie bei den

erwähnten beiden Patienten.

Gemäß der TCM ist es am

besten vor 22:00 Uhr ins Bett

zu gehen. Dafür sprechen

auch die Erkenntnisse der

Schlafforschung. Der Tiefschlaf ist

als Regenerationsmechanismus

am erholsamsten. Die beste Zeit

dafür ist zwischen 23:00 und 3:00

Uhr. In dieser Zeit findet gerade

der Fluss der Lebensenergie

durch die Leitbahnen der Galle

und Leber statt. Wer um diese

Zeit noch aktiv bleibt, verpasst

nicht nur die beste Zeit für seinen

Tiefschlaf, sondern stört auch

den natürlichen Arbeitsprozess

der betreffenden Organe. Um

den Tiefschlaf zu erreichen, ist

es besser, früh genug mit der

Einschlafphase anzufangen. Das

heißt: je später man ins Bett geht,

desto mehr kürzt man die eigene

Tiefschlafphase ab.

Es gibt kein besseres Heilmittel

als gesunden Schlaf. Kranke

und schwache Menschen

sollen unbedingt früher

ins Bett gehen, damit ihre

Selbstheilungsmechanismen

richtig funktionieren. Auch Kinder

können sich dadurch besser

entwickeln, sowohl physisch

als auch geistig. Denjenigen,

die sich durch ihre Gewohnheit

von einer Lerche zu einer Eule

entwickelt haben, ist davon

abzuraten, sich weiterhin gegen

ihre Natur zu verhalten. Ein

chinesisches Sprichwort lautet:

es ist leichter einen Berg zu

versetzen als den Charakter eines

Menschen zu ändern. Auch wenn

es schwerfällt, lohnt es sich, die

ungesunden Schlafgewohnheiten

zu ändern. Insbesondere

angesichts der neuen Welle der

Corona-Pandemie ist es sinnvoll,

durch guten Schlaf das eigne

Immunsystem zu stärken.

Dr. phil. Ding, Ding

Heilpraktiker für Traditionelle

Chinesische Medizin

Therapeut bei der Heilpraxis Frau

MA für Chinesische Medizin

Autor des Buches „Die 5

Geheimnisse des Shaolin, von

innerer Ruhe zu äußerer Stärke“

Grabertstr.10a

12169 Berlin

www.chinesisch-heilen.de

dr.ding789@aol.com

Tel. 030-26075095

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Selbstverwirklichung/Inspiration

Kinesiologie

im Alltag …

raus mit den alten Klamotten (dein persönlicher „Kleiderschrank“)

Manche Themen

begleiten uns ständig

Im Laufe unseres Lebens stellen wir fest,

dass uns bestimmte Themen wiederholt

begegnen. Immer wieder werden wir durch

bestimmte Situationen oder Menschen an

sie erinnert. Manche begleiten uns schon

eine ganze Weile und beschäftigen uns

unentwegt, wenn auch oft unbewusst.

Kurzum, sie können einen großen Einfluss

auf unsere Lebensqualität ausüben und

schränken uns im Extremfall ein. Meist

kommen wir irgendwann an einen Punkt,

wo wir nicht mehr darum herumkommen,

uns „unsere Themen“ genauer anzuschauen.

35


36


Dieser Schritt ist oft nicht

einfach, denn wir haben häufig

Angst, es könnten erneut alte

Verletzungen, Trauer oder Wut

in uns aufkommen. Gefühle

des Ausgeliefertseins und der

Ausweglosigkeit können sich

einstellen. Da ist häufig die

erste Reaktion das „Thema“

wegzuschließen, den Deckel

darauf zu halten.

Was es bedeutet „den Deckel

darauf zu halten“

In unserer Not setzen wir den

Deckel als Hilfsmittel ein, um

zu einem bestimmten Thema

Abstand halten zu können.

Durch den Deckel hoffen wir,

die Kontrolle über unsere

eigenen Gedanken und Gefühle

zu besitzen. Wir möchten nicht

jede Sekunde unseres Lebens

daran erinnert werden. Das

kann man gut nachvollziehen

und ist auch verständlich. Führt

man mit der „Deckeltaktik“ ein

zufriedenes und glückliches

Leben, dann ist das natürlich

legitim und erfüllt seinen Zweck.

Bedeutet es allerdings eine

immense Kraftanstrengung, so

ist die Taktik zu überdenken.

Denn diese Kraft wird uns an

anderer Stelle fehlen. Vor allem

in Zeiten, wo wir diese für andere

Dingen benötigen, oder wo sie

schlichtweg nicht vorhanden

ist. So z.B. zum Lebensende

hin, wo häufig die Kräfte etwas

nachlassen. Du kennst bestimmt

das Phänomen, wenn du abends

zur Ruhe kommen willst und

schlafen möchtest. In dieser

Phase fahren wir herunter, die

Kontrolle über unseren „Deckel“

lässt nach und unsere Gedanken

fliegen aus – werden in Träumen

weitergesponnen.

Von der ganzheitlichen

Perspektive aus betrachtet,

lässt sich ein Bogen über alles

spannen. Alles hängt miteinander

zusammen und man kann sich

vorstellen, dass, wenn so viel

Kraft für ein Thema aufgewendet

wird, diese Energie an anderer

Stelle fehlt. Der Energiefluss ist

gestört auf Kosten der inneren

Balance und Harmonie. Auch

stressbedingte Symptome

können damit einhergehen. Die

Bandbreite solcher Symptome

ist groß: Angefangen von

Verspannungen, Kopfschmerzen,

Schlafproblemen, bis hin

zu diffusen Schmerzen und

Beeinträchtigungen.

Was versteckt sich unter dem

Deckel?

Ich vergleiche das gerne mit

einem Kleiderschrank, in dem ein

heilloses Durcheinander herrscht.

Bin ich jemand, dem Ordnung

nicht so wichtig ist und ich finde

mich in meinem eigenen Chaos

zurecht, dann mag dieser Schrank

zur Person passen.

Wenn ich mich jedoch

immer wieder über meinen

Kleiderschrank ärgere, ewig

suchen muss, um etwas

Passendes zu finden, viele Sachen

darin mir gar nicht stehen oder

ich sie seit Jahren nicht mehr

getragen habe, dann ist es an

der Zeit, darin aufzuräumen.

Denn für diese Person bedeutet

dieses Schrankchaos schlichtweg

nur Stress. Vielleicht war

dieser Schrank schon immer

so voll, oder er ist mit der Zeit

durcheinandergeraten. Vielleicht

meinst du nie den passenden

Moment zum Aufräumen zu

finden, nie die passende Zeit

dafür zu haben oder kannst

nicht die nötige Energie dafür

aufbringen.

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Wir haben in jeder Sekunde

unseres Lebens die Wahl

Doch irgendwann ist dieser

Moment da! Ein kleiner

Impuls oder großer Auslöser,

egal. Wenn du ihn spontan

wahrnimmst, ihn nicht

gleich wieder verwirfst,

bietet er dir eine Chance für

Veränderung.

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39


Du fängst an, deinen Schrank

aufzuräumen und sortierst

ihn neu. Du betrachtest deine

Sachen, die Geschichten

dahinter. Dabei fällt dir auf,

dass du manches gar nicht

mehr benötigst, du manche

Kleidungsstücke nicht mehr schön

findest oder sie schlichtweg nicht

mehr zu dir passen. Du nutzt

den Moment nicht nur aus, um

aufzuräumen, sondern auch

zum Aussortieren. Du schließt

sozusagen mit alten Sachen ab,

lässt Themen los. Du schaffst so

Raum im eigenen Schrank, im

eigenen Leben. Es entsteht Raum

für Neues.

Auch wenn du das nächste

Mal deinen Kleiderschrank

aufmachst, werden da vielleicht

noch unaufgeräumte Ecken

sein oder Stücke, von denen

du dich noch nicht trennen

möchtest. Das ist okay. Du hast

einen Anfang gemacht. Der Teil,

der aufgeräumt ist, bereitet dir

Freude und gibt dir immer wieder

einen neuen Impuls weiter

aufzuräumen, schenkt dir frische

Energie.

Die Kinesiologie hilft dir „Deinen

persönlichen Kleiderschrank“

aufzuräumen

Der Kleiderschrank ist unser

Leben, die Kleidungsstücke

unsere Themen, die wir mit uns

herumtragen. Die Kinesiologie

bietet dir einen geschützten

Raum in welchem du dich

behutsam deinen eigenen

Themen nähern kannst. Während

der Sitzungen wirst du auf

emotionaler Ebene aufgefangen

und lernst dich dabei besser

kennen. Du lernst Emotionen

bewusster wahrzunehmen

und übst den Umgang mit

denselben. Gedanken werden

klarer und bewusster. Dein

Körperenergiesystem kann

wieder frei fließen und Körper,

Geist und Seele können

entspannen.

„Ich muss es allein schaffen“

Steht dieser Satz auch auf

deiner Stirn geschrieben? Mich

jedenfalls hat dieser Satz nahezu

mein ganzes Leben lang begleitet,

bis ich an einen Punkt gekommen

bin, wo es nicht mehr weiter

ging. Heute bin ich dankbar

für diese Krise, sonst hätte ich

wohl nie gelernt Hilfe zu suchen,

einzufordern und anzunehmen.

Ich habe diese wichtige Lektion

gelernt: „Nein, ich muss es nicht

allein schaffen!“ Es ist vielmehr

ein Ausdruck von Stärke, zu

erkennen, wann wir Hilfe

benötigen und diese dann auch

annehmen können.

Hat dich dieser Artikel

angesprochen? Hast du einen

Impuls bekommen, deinen

inneren Kleiderschrank

anzuschauen und aufzuräumen?

Dann nutze den Moment und

mache dich auf die Reise. Gerne

begleite ich dich auf deinem Weg.

Hier kannst du mich persönlich

kontaktieren.

Almut Kleist

Kinesiologin

Im Parkhotel Frankfurt-

Rödermark

Nieder-Röder-Str. 24

63322 Rödermark

H:01636865148

mail@almut-kleist.de

https://www.sanate.net/ueber-mich/

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Almut Kleist

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Buchvorstellung und Kurzgeschichte - Hanne Katz

Eine

Gutenachtgeschichte

Aus dem Buch:

Tage, die man nicht vergisst

„Ich wünsche Ihnen ebenfalls

einen angenehmen Abend

Herr Hofer.“ Franziska schaltet

den Fernseher aus und räkelt

sich auf dem Sofa. Wäre doch

schön, wenn er oder Linda Z.

oder Susanne D. mir persönlich

einen letzten Gruß am Abend

schicken würde, nicht nur mir,

auch anderen, die allein vor dem

Fernseher sitzen. Damit will ich

nicht andeuten, ich sei einsam,

nein, nach fast dreißig Jahren

Ehe lebe ich gerne allein. Es

war eine gute Zeit mit Kurt, und

sein Tod brachte mich zeitweise

aus dem Gleichgewicht, ich war

sehr unglücklich und manchmal

vermisse ich ihn heute noch.

Aber jetzt, nach vielen Jahren des

Allein-Lebens, geht’s mir gut.

Wie gesagt, einsam bin ich nicht.

Mindestens zweimal im Monat

gehe ich mit Lola ins Kino, sie ist

Gott sei Dank genau so fit wie

ich. Freitag bin ich mit Grete

im Schwimmbad, Mittwoch

Gymnastik, Samstag Laufen im

Park, zugegeben, da schwänze ich

öfter. Gelegentlich ein Treffen mit

den früheren Kolleginnen und ab

und zu werde ich eingeladen. Das

Leben im Alter ist anstrengend,

das glaubt ja keiner, man muss

sich fit halten, vernünftig essen,

das Gedächtnis trainieren, viel

lesen, um auf dem Laufenden zu

bleiben, sich um Politik kümmern.

Macht man all dies nicht, wird

man krank, alt und hässlich. Das

möchte ich auf keinen Fall.

Aber zurück zu den Nachrichten.

Die Technik vermag heute so

vieles, die Heizung kann mich

bespitzeln, sie sind in der Lage

jedes Telefonat zu belauschen,

ein Computer identifiziert mich,

wenn er mein Gesicht im Fokus

hat. Also müsste es doch möglich

sein, dass der Sprecher oder die

Sprecherin der Abendnachrichten

mir persönliche Grüße sendet, die

dann nur ich selbst an meinem

eigenen Fernsehgerät empfange.

Also, sagt Susanne D. dann nach

den Nachrichten zu mir: „Liebe

Franziska, ich hoffe, es geht

Ihnen gut. Ich wünsche Ihnen

einen angenehmen Abend.“ Das

wäre doch etwas für alle, die am

Abend allein die Nachrichten

sehen. Denn es gibt sie natürlich,

42


die Tage, die ein wenig traurig

enden. Man denkt an die

Verstorbenen, hat wieder einmal

eine Todesanzeige erhalten oder

fühlt einen Schnupfen nahen. Ich

glaube, viele meiner Freundinnen

würden sich darüber freuen.

Ich vermute, es gibt mehr

Menschen, als man gemeinhin

denkt, die mit dem Mann

oder der Frau im Fernsehen

sprechen. Etwa so: Heute sind

Sie aber sehr schick angezogen

Linda, das gefällt mir. Oder:

die Nachrichten waren fad und

so heruntergeleiert, muss das

sein? Oder: das ist schön von

Ihnen, dass Sie dieses Unglück

so mitnimmt. Oder: Was tun

Sie jetzt, geht’s nachhause oder

gehen Sie noch einen trinken?

Man kann sich viele Sprüche

zu diesem Thema ausdenken.

Ich dagegen erwidere nur den

Wunsch nach einem angenehmen

Abend. Ansonsten bin ich allein

und spreche mit mir selbst. Tat

ich schon immer.

„Was hast du gesagt Franziska?“,

fragte mein Mann mich einmal

im ersten Jahr unserer Ehe und

ich sagte: „Ich habe nicht mit dir

gesprochen, mein Lieber.“ „Aber

mit wem denn dann?“ „Mit mir

selbst.“ „Du kannst doch nicht

mit dir selbst sprechen. Das ist

doch verrückt.“ „Gut, dann bin

ich eben verrückt. Aber jetzt

lass mich in Ruhe. Ich muss das

mit mir zu Ende diskutieren“.

Er schüttelte den Kopf, aber er

gewöhnte sich daran.

Heute ist es einfacher auch auf

der Straße mit sich zu sprechen,

die Menschen denken, man

plappert in ein kleines Gerät.

Aber früher schauten sie oft

kopfschüttelnd hinter mir her.

In der Not oder in Verzweiflung

sagt man oft einige Worte vor

sich hin, so wie: Ich halte das

nicht aus oder das kann doch

nicht wahr sein oder wie habe

ich das verdient. Ansonsten

denken die meisten Menschen

wahrscheinlich nach über das,

was sie bewegt. Und ich spreche

es halt aus. Ich diskutiere

mit mir, manchmal schimpfe

ich auch mit mir. „Merk dir

doch endlich, wo du die Brille

hinlegst.“ Ich vermute, ich habe

eine vernünftige Seite und eine

emotionale und wenn ich etwas

zu entscheiden habe oder ein

Problem lösen will, dann ist es

doch fair und richtig, beide Seiten

zu Wort kommen zu lassen.

Einmal gewinnt die eine Seite und

dann die andere. Wenn ich mit

43


44


mir spreche, laut spreche, bin ich

gezwungen, mich verständlich

und gut auszudrücken, ganze

vollendete Sätze zu formulieren,

so wird der besprochene

Gegenstand klarer und eine

Entscheidung fällt leichter.

Es gibt neben den persönlichen

meist kleinlichen Differenzen

mit sich selbst wahrlich genug

Probleme in der heutigen Welt,

mit denen man sich beschäftigen

kann und über die immer wieder

diskutiert werden muss. Wenn

dieser Planet bewohnbar bleiben

soll, ist jeder einzelne dazu

aufgerufen, sich an den Lösungen

der Probleme zu beteiligen. So,

jetzt habe ich dem Fernsehgerät

eine lange Rede gehalten. Jetzt

werde ich noch ein wenig lesen,

bevor ich mich zur Ruhe begebe.

Buch:

Tage, die man nicht vergisst

18 Kurzgeschichten

von: Hanne Katz

Taschenbuch: 9,99 EUR

eBook: 4,99 EUR

ISBN: 978-3753403182

Seitenzahl: 164

überall im Handel erhältlich

Zu meiner Person

Geboren bin ich in Augsburg,

einer wunderschönen Stadt, die

leider im Krieg sehr zerstört, aber

später wieder aufgebaut wurde.

Meine Berufswahl war nicht

einfach, auf keinen Fall wollte

ich ins Büro – immer still sitzen

– eine grauenhafte Vorstellung.

Schließlich entschied ich mich

für eine Fotografenlehre, und

bestand die Gesellenprüfung als

Beste in Schwaben. Ich suchte

mir eine Stelle in Frankfurt,

was meine Eltern nicht sehr

begeisterte. Hier arbeitete ich in

einer Werbeagentur, heiratete

und bekam eine Tochter.

Nach der Scheidung begann

ich Fotokurse zunächst für

Jugendliche und Kinder, später

auch in der Volkshochschule zu

geben. Das Unterrichten machte

mir viel Freude, so entschloss ich

mich, das Abitur nachzuholen

und Pädagogik zu studieren.

Daneben gab ich Kurse und

arbeitete als freie Fotografin.

Danach begann ich neben

meinen Fotokursen in fester

Anstellung mit arbeitssuchenden

und arbeitslosen Menschen

zu arbeiten. Bereits Anfang

der siebziger Jahre fragte mich

die Leiterin des Frankfurter

Frauengefängnisses, ob ich

nicht einen Fotokurs mit den

inhaftierten Frauen machen

wollte. Ich habe gleich zugesagt,

der Anfang war nicht leicht,

aber ich glaube, es war

eine sehr fruchtbare Arbeit,

immerhin habe ich dreißig

Jahre durchgehalten. Durch

die Arbeit mit den Frauen im

Gefängnis, aber auch durch die

Unterstützung der Arbeitslosen

und der orientierungslosen

Jugendlichen, denen ich geholfen

habe, einen für sie passenden

Beruf zu finden, habe ich viele

unterschiedliche Menschen

kennengelernt und viele

spannende Lebensgeschichten

erfahren. Irgendwann habe

ich die Menschen und ihre

Geschichten einfach kräftig

durcheinandergeschüttelt,

einiges dazu erfunden und so

diese Geschichten geschrieben.

Sie sind von mir erdacht, aber auf

irgendeine Weise auch real.

45


Narzissmus

46


Psychologie/Selbsthilfe

Narzissmus

Ausweg aus der

Opferrolle

(von Leandra Fischer)

Wie du dich aus den Fängen

eines Narzissten befreist

In der Januar-Ausgabe von „Mein Leben

Live“ berichtete ich bereits ausführlich über

das Thema „Narzissmus“.

Ich möchte in diesem Artikel nun explizit

auf die Befreiung aus der Opferrolle

eingehen, in die zahlreiche Menschen, die

narzisstischen Missbrauch erfahren haben,

geraten.

47


48


Bist du schon einmal einem

Menschen begegnet, der dich

in seinen Bann gezogen hat,

obwohl ein Teil in dir spürte, dass

irgendetwas an ihm merkwürdig

oder gar widersprüchlich ist?

Du kannst dieses seltsame

Gefühl nicht greifen, nicht

benennen, spürst jedoch,

dass etwas nicht stimmt. Bei

näherem Kennenlernen wirkt

dieser Mensch ausgesprochen

charismatisch. Seine Arroganz,

die du zwar unterschwellig

registrierst, jedoch aus

unerfindlichen Gründen

verdrängst, möchtest du nicht

wahrhaben. Trotz Zweifel

überwiegt die magische

Anziehung zu diesem Menschen

bzw. dein grenzenloses Interesse

an ihm. Seine beeindruckende

Ausstrahlung sowie sein

scheinbar

großartiges

Allgemeinwissen

stehen im Fokus

deiner Aufmerksamkeit

und lassen

all deine Skepsis im

Morast versinken. Doch

im Laufe der Zeit wächst

diese Skepsis wieder. Sie

will dir etwas mitteilen,

was du eventuell gar

nicht wissen willst.

Dass dieser wunderbarerweise

erfahrene, allwissende,

souveräne Mensch dich nach

einiger Zeit plötzlich ignoriert,

herablassend behandelt und /

oder verletzt, kannst du einfach

nicht glauben. Du denkst, sein

Verhalten liegt darin begründet,

dass du nicht richtig bist, dass

du etwas falsch machst, für ihn

langweilig oder unattraktiv bist

und du nimmst dir vor - dich zu

„bessern“.

Damit beginnt ein katastrophales

Spiel, denn du wirst irgendwann

erkennen, dass du nie so klug, so

schön, so intelligent, so weise,

so kompetent und so makellos

sein wirst, wie es dieser Mensch

vorgibt zu sein. Subtil lässt er dich

vielleicht spüren, dass du neben

ihm nur eine unbedeutende,

gewöhnliche Person bist, die

seiner nicht würdig scheint,

und er lässt dich auflaufen oder

an der ausgestreckten Hand

verhungern. Er scheint immer

am

längeren Hebel

zu sitzen. Da kannst

du machen, was du willst.

Er gebärdet sich als ein

geheimnisvolles, rätselhaftes,

widersprüchliches und sehr

machtvolles Wesen.

Irgendwann vermutest du

vielleicht sogar, dass du von

ihm belogen wirst. Doch auch

diese Ahnung versinkt im

Wirrwarr deiner Zweifel. Dein

Gegenüber hält dich womöglich

für krank, dumm oder verrückt

und du misstraust plötzlich

deiner eigenen Wahrnehmung.

Kommunizierst du deine

Annahme, getäuscht, betrogen

oder manipuliert zu werden,

dreht dir dieser Mensch

spätestens ab diesem Zeitpunkt

sämtliche Worte im Mund herum.

Du wirst zum Verursacher allen

Übels erklärt. Und eh du dich

versiehst, findest du dich in der

Rolle des Sündenbocks wieder.

Vielleicht fällt dir irgendwann auf,

dass dieser eigenartige Mensch,

an den du dich schleichend –

fast unmerklich – mehr und

mehr auf mysteriöse Weise

bindest, grundsätzlich zahlreiche

Fehler bei anderen Menschen

findet. Daraufhin fragst du dich

vielleicht, ob er ein übertriebenes

Bedürfnis nach Aufmerksamkeit,

Anerkennung und Bewunderung

hat und aus diesem Grund

andere erniedrigt. Dein Kopf wird

überflutet von solchen Fragen,

auf die du keine Antworten zu

finden scheinst - weil du immer

wieder an deiner Interpretation

der Dinge zweifelst. Du zweifelst

letztendlich an deiner Intuition!

49


Glaube mir, du trägst alle

Antworten bereits in dir!

Da diese Person, um die sich

vielleicht mittlerweile fast

alles in deinem Leben dreht,

außerdem große Schwierigkeiten

hat, sich in andere Menschen

hineinzuversetzen, gerätst du

permanent in Konflikt mit deinen

inneren Werten, die sich nicht

mit diesem für dich abartigen

Verhalten vereinbaren lassen. Du

kannst einfach nicht verstehen,

wie ein Mensch sich anderen

gegenüber so unsensibel verhalten

kann.

Für weitere Verwirrungen können

auch spektakuläre, unglaubwürdige

Geschichten sorgen, die dir

erzählt werden. Jedoch durch die

Offensichtlichkeit der eigentlich

erkennbaren Unwahrheiten

nimmst du ihm letztendlich dann

doch die Storys ab, da du nicht

begreifst, wie dir jemand so direkt

ins Gesicht lügen kann.

Solltest du in deinem näheren

Umfeld an solch einer Person

regelmäßig verzweifeln,

dann handelt es sich

höchstwahrscheinlich um einen

Menschen mit narzisstisch

ausgeprägten Merkmalen.

Wie du mit diesem ungesunden

Kontakt vorzugsweise umgehen

kannst, damit du dich nicht

selbst verlierst, erfährst du im

Folgenden durch einige Fragen,

die ich dir ans Herz legen möchte!

Spüre einmal tief in dich hinein,

welche Emotionen dieser

Mensch in dir auslöst. Fühlst du

dich durch sein Verhalten klein,

geschwächt, unsicher, ängstlich,

gedemütigt, traurig, wütend?

Treffen einige dieser

Empfindungen zu? Wenn ja,

spüre ganz bewusst, wie sie

sich in dir ausbreiten und stelle

dir – nachdem du alles intensiv

durchfühlt hast – folgende

Fragen:

• Wie viel Macht gebe ich dieser

Person?

• Inwieweit lasse ich es zu,

dass diese Person durch ihr

Verhalten solche heftigen

Emotionen in mir auslöst?

• Mache ich mein Befinden

vom Benehmen der Person

abhängig?

• Kenne ich diesen Schmerz,

der durch diese Person in mir

ausgelöst wird, aus anderen

Situationen?

• Kann es sein, dass dieser

Schmerz sich auf irgendeine

Weise auch vertraut anfühlt?

• Fühle ich mich diesem Schmerz

machtlos ausgeliefert?

• Hatte ich als Kind ähnliche

Emotionen?

• Inwieweit schränken mich diese

Emotionen in meinem Leben

ein?

• Möchte ich mich besser fühlen?

• Wie würde sich besser

anfühlen?

• Ist mein Mich-besser-fühlen-

Können an die Bedingung

geknüpft, wie sich die genannte

Person mir gegenüber verhält?

• Möchte ich wirklich, wirklich

frei sein von negativen

Emotionen?

Ich denke, du weißt bereits,

worauf ich mit diesen Fragen

hinauswill. Viele dieser

Fragen beinhalten schon die

Antworten. Wenn jemand dir

gegenüber ungerecht, lieblos,

hinterhältig, widersprüchlich

oder verwerflich auftritt, lenkst

du verständlicherweise deine

gesamte Aufmerksamkeit auf

diese infamen Verhaltensweisen.

50


Damit schenkst du jedoch diesem

Menschen gleichzeitig auch deine

Beachtung. Du wendest Energie

auf, indem du dich auf das

Verhalten des anderen einlässt

und bist nicht mehr bei dir.

Vielleicht ist dieser Mensch

dir nicht zufällig über den Weg

gelaufen. Vielleicht ist er in

deinem Leben aufgetaucht, damit

du an ihm wachsen kannst. Aber

ob du nun an den Zufall glaubst

oder nicht, einer Sache kannst

du dir immer sicher sein: an

allem, was dir in deinem Leben

passiert, kannst du persönlich

wachsen. Du musst dich nur

dafür entscheiden! Du hast

grundsätzlich die Wahl!

Sei dir bewusst, dass toxische

Menschen in der Regel nicht zu

Engeln werden. Ihr Verhalten

wird sich in den seltensten

Fällen ändern. Befreie dich

von Erwartungen und schaue

nach dir! Gehe deinen Hobbys

nach, habe Wünsche und Ziele,

die nicht an andere Personen

geknüpft sind!

Befinden vom Verhalten einer

anderen Person abhängig

machen. Du befindest dich auf

dem Weg zu dir selbst!

Ich wünsche dir Mut, Stärke und

Kraft!

Deine Leandra

Leandra Fischer erzählt in ihrem

Roman „Komm her – Geh weg /

Der Weg zu mir“ die Geschichte

von Lydia, die sich nach zwanzig

Jahren aus der Abhängigkeit

ihres narzisstischen Ehemannes

befreit.

Wenn Du Fragen zur genannten

Thematik hast, dann schreibe

Leandra unter:

leandra-fischer@web.de!

Beratung zum Thema

„Narzissmus“ findest du hier:

http://www.ruhe-raum.eu/beratung

Leandra Fischer

„Komm her – Geh weg /

Der Weg zu mir“ (Roman)

www.leandra-fischer.de

Instagram: leandra.fischer.official

Facebook: Leandra Fischer

Autorin

YouTube-Kanal: Leandra Fischer

Meine Podcasts gibt es auf

YouTube und Spotify! Unter dem

Titel „Narzissmus-Talk“ findest du

Interviews mit Betroffenen!

Fotos: Leandra Fischer und

https://pixabay.com/

Mein Tipp:

Lies dir täglich die genannten

Fragen durch, jedoch suche

nicht kognitiv nach Antworten.

Durch das regelmäßige Lesen

der Fragen wird sich dein

Unterbewusstsein weiterhin

damit beschäftigen, ohne dass

dein Kopf im Gedankenchaos

versinkt. Übe dich täglich in

Gelassenheit und Geduld (nichts

ist unmöglich) und vertraue dem

Leben, dass es dir – wenn die

Zeit dazu gekommen ist – die

Antworten liefern wird. Übe,

übe, übe! Auf diesem Weg

wirst du fast unmerklich

innerlich reifen und deine

Betrachtungsweise zu den

äußeren Umständen wird sich

mehr und mehr verändern.

Immer seltener wirst du dein

51


im Alltag – Infos aus dem Netz

Aufklärung oder

Sackgasse!?

von Jochen Dürselen (Arzt)

Die Medizin ist ohne Zweifel

ein faszinierendes Thema.

Wo sie doch früher eher den

Universitäten vorbehalten war

und man nur dann zum Arzt ging,

wenn es unvermeidbar wurde,

so hat sich die Bewusstseinslage

zusehends dahin geändert, dass

die Medizin immer mehr Einzug in

unseren Alltag erhalten hat.

Auf der einen Seite freut mich

diese Entwicklung sehr. Vorsorge

wird ein immer wichtigeres

und von der Ärzte- sowie

Patientenschaft immer ernster

genommeneres Thema. Nicht

nur, dass der medizinische

Standard darüber immer weiter

steigt, so ist es erfreulicherweise

immer öfter der Fall, dass auch

sehr ernste Erkrankungen immer

öfter im Frühstadium erkannt

und erfolgreich behandelt

werden können. Tumore der

Niere machen beispielsweise

sehr lange keinerlei Beschwerden

und die meisten dieser Art fallen

mittlerweile nur dadurch auf,

dass sie bei einer im Rahmen

der Vorsorge durchgeführten

Ultraschalluntersuchung erkannt

werden. Im Frühstadium sind

diese dann durch chirurgische

Maßnahmen, oft gut entfernbar,

was die Prognose natürlich

deutlich verbessert. Und das

ist nur einer der zahlreichen

Errungenschaften der modernen

Medizin.

Regelmäßige Blutbildkontrollen,

Hautuntersuchungen,

halbjährliche Zahnarztkontrollen,

Informationsangebote der

Arztpraxen oder Apotheken

und auch immer mehr

Gesundheitsangebote aus dem

Wellness- und Fitnesssektor

bereichern unser Leben und

tragen maßgeblich zu einer

stärkeren Präsenz der Medizin in

unserem Alltag bei. Ein Besuch in

einer Sauna oder einer Therme

ist zum Beispiel längst etwas,

dass keinem mehr unbekannt ist.

Schon die alten Römer legten auf

diese Art der Entspannung wert.

Eine Medaille hat aber

bekanntlich immer zwei Seiten

und es ist nicht schwer zu

erkennen, dass einige Aspekte

über ihre Ziele hinausschießen.

Ich möchte mich hierbei nicht

auf umstrittene Therapieansätze

fokussieren. Mir geht es hierbei

vielmehr darum, uns selbst in

Regress zu nehmen. Wenn sie

den Leuten einmal während

einem ganz gewöhnlichen Alltag

zuhören, so dauert es meist

nicht allzu lange, bis das Thema

Gesundheit auf den Tisch kommt.

Und dann geht das Gespräch

meist erst so richtig los! Was

früher als „Alte-Leute-Thema“

galt, findet heute immer mehr

Einzug in alle Alterskategorien.

Reden die Leute über ihre

Gesundheit, so gibt es meist kein

Halten mehr. Schon kommen

die wilden Erfahrungen, die so

viele gemacht haben wollen,

zum Vorschein. Der letzte

Arztbesuch, bei dem man ja ganz

sicherlich viel mehr gewusst und

verstanden hat als die Dame

oder der Herr in Weiß, ist oft

nicht lange her. Und auch wenn

man nicht so recht verstanden

hat, warum man eigentlich im

Krankenhaus gelegen hat, so

kann man sich doch sicherlich

an den Unfähigen erinnern, der

auch nach dem 287sten, nein

288sten Mal, keinen Tropfen

Blut abnehmen konnte. Und so

trägt sich das, was ich gerne als

„Medizin-Tratsch“ bezeichne,

fröhlich durch die Welt. Nun

soll uns das nicht weiter stören.

Jeder hat seine eigenen Fehler

und geredet haben die Leute

sicherlich auch immer schon.

52


Gesundheit/Ernährung/Schönheit

Gefährlich ist es jedoch nur,

wenn dieser Tratsch zu viel

Raum gewinnt und zu einer

dominierenden Macht wird.

Dies gibt zunächst einmal

aufkeimenden Moden eine

Angriffsfläche, die es nicht

in erster Linie auf unsere

Gesundheitsförderung

und -erhaltung abgesehen

haben. Darunter die vielen

verschiedenen Ernährungsformen

und Diätprogramme, die

einem den Verzicht ganzer

Nahrungsmittelsparten anpreisen

und mit mannigfaltigen Vorteilen

werben. Leider dienen diese

Angebote oftmals nicht einem

besseren Gesundheitszustand,

sondern erstens den Geldbeutel

der Anbieter, sowie auch

zweitens das Geltungsbedürfnis

des Durchführenden. Denn,

dass man sich zu einer ganz

besonderen Ernährungsweise

bekennt, muss natürlich auch

prompt an die Öffentlichkeit

getragen werden – ob diese

nun will oder auch nicht. Wie

gut, dass es da die zahlreichen

Plattformen gibt, die einem

die passende Steilvorlage dazu

bieten. Und manch einer macht

damit so richtig Karriere und

verdient sogar nicht schlecht

daran, sich als Modepuppe

für Firmen anzubieten, indem

man regelmäßig Bilder seines

Frühstückes auf seinem Profil

hochlädt – natürlich alles

mit Produkten der Firma XY

zubereitet. Ernährung ist

selbstredend ein sehr wichtiges

Thema, welches ein jeder auch

selbst bestimmen darf. Aber eine

proklamierte Exklusivität dahinter

sollte nicht der treibende Faktor

werden! Denn dies baut einen

gesellschaftlichen Druck auf,

dem es einem „Normalesser“

sichtlich schwer macht zu seiner

Ernährungsweise zu stehen.

Zudem wird es natürlich

immer einfacher, sich über

medizinische Informationen zu

belesen. Auch dies hat natürlich

53


sehr viele Vorteile, doch auch

hier kommt es wieder auf das

„wie“ an. Transparenz ist eines

der effizientesten Mittel um

Barrieren abzubauen und neue

Verbindungen zu schaffen. Wenn

die Menschen die Wichtigkeit

einer Vorsorge begreifen, dann

fällt es einem wesentlich leichter,

diese auch durchzuführen, ja

im Optimalfall können so auch

viele Ängste abgebaut werden!

Nur sollten Informationen

immer so verarbeitet und

dargeboten werden, dass der

Wahrheitsgehalt darunter

nicht leidet und dennoch

jeder Einzelne die auf seine

Bedürfnisse zugeschnittenen

Kenntnisse erhält. Es nützt

einem medizinischen Laien

beispielsweise nichts, wenn er

einen wissenschaftlichen Artikel

oder eine Studie liest, in der von

einem 95%-Konfidenzintervall

gesprochen wird und dieser

keinerlei weitere Erklärung

dazu erhält. Wichtig ist, dass

die Informationen die Sprache

desjenigen sprechen, der sie

auch aufnimmt. Daher finde ich

es nicht empfehlenswert, sich im

Internet wahllos über bestimmte

Krankheitsbilder zu belesen.

Denn oft sind diese Einträge

gespickt mit Halbwissen oder

unnötigen Details, ganz sicher

jedoch weisen sie nicht den

nötigen Grad an Individualität

auf, den es braucht, um die Frage

eines Hilfesuchenden stichhaltig

zu erklären.

Doch sie sind eines: schnell

verfügbar. Nicht zuletzt dadurch,

dass die Alltagsmedizin in

zahlreichen Blogs und Foren

vertreten ist, was quasi

dazu einlädt, sich ihrer zu

bedienen. So sollte man sich

immer rückversichern, wer

der Vermittler der Information

wirklich ist, ob das Forum fachlich

unterstützt und überwacht wird

und ob der Blogger selbst, mehr

als einen selbstverliehenen

Expertentitel trägt.


Daher

Seien Sie also bitte vorsichtig im

Umgang mit der Alltagsmedizin.

Häufig ist diese um uns herum,

ohne dass wir dies bemerken,

da wir sie schon längst als Teil

unserer Umgebung etabliert

haben. Und häufig wird dies

ausgenutzt, um Sie an einem

verwundbaren Punkt zu treffen

– der Angst um Ihre Gesundheit.

Ich empfehle Ihnen da Folgendes,

konsequentes Vorgehen:

Suchen Sie sich einen Arzt Ihres

Vertrauens und besprechen Sie

mit diesem Ihre Fragen. Denn

auch zum Informationsgespräch

sind Ärzte da – das ist keineswegs

nur eine Nebensparte unseres

Berufs. Am besten Sie machen

sich eine Liste mit Dingen,

die Sie erfragen möchten. So

können Sie dem Gespräch selbst

einen Leitfaden geben, alle

Ihre Belange klären und Ihrem

Arzt die Möglichkeit geben, das

Gespräch ohne Ausschweifungen

zum Abschluss zu bringen

und trotzdem alle wichtigen

Die von mir verfassten Beiträge sind lediglich als Kommentar zu verstehen!

Sie ersetzen kein Arztgespräch. Bei aller Aufmerksamkeit und Anstrengung zur

Korrektur, kann auch ich Fehler jedweder Art in meinen Texten niemals ausschließen.

kann ich keine Gewähr für die Richtigkeit des Geschrieben übernehmen.

Informationen zu übermitteln.

Vermeiden Sie es unbedingt,

diese Gesprächsinhalte durch

ein zweites Gespräch mit

einem anderen Arzt nochmals

bestätigt zu bekommen – „nur

um ganz sicher zu sein…“. Denn

meistens ist das Gegenteil der

Fall! Das soll nicht heißen, dass

einer der beiden von Ihnen

konsultierten Ärzte schlechte

Arbeit geleistet hat. Aber jeder

Fachkollege hat eine eigene Art

sich auszudrücken und Prioritäten

zu setzten – das ist beim Kochen

beispielsweise nicht anders.

Da sind Missverständnisse und

Unsicherheiten vorprogrammiert!

Besser Sie packen Ihre Zweifel

bei der Ursache. Wenn nach

einem Arztgespräch noch

Unsicherheiten bestehen, dann

ist meistens etwas nicht optimal

gelaufen. Auf der einen Seite

kann es passiert sein, dass sich

Ihr Arzt, aus welchem Grund

auch immer, nicht die Menge

an Zeit für Sie nehmen konnte,

die Sie sich gewünscht hätten

oder er die Informationen

nicht genug an Sie angepasst

darbieten konnte. Sollten Sie

diesen Eindruck haben, hilft ein

Arztwechsel, sowohl Ihnen als

auch dem Mediziner. Denn ein

von Unzufriedenheit erfasstes

Verhältnis hilft auf lange Sicht

niemandem.

Auf der anderen Seite sollten

Sie sich selbst hinterfragen,

ob Sie sich ggf. in eine Sache

hineinsteigern. Möglicherweise

wäre es auch angebracht,

psychotherapeutische Hilfe in

Anspruch zu nehmen. Denn oft

liegen die Gründe übersteigerter

Ängste in uns selbst.

Bleiben Sie also wachsam und

erkennen Sie die positiven

und negativen Aspekte der

Alltagsmedizin. Somit sind Sie

bestens gewappnet vor Gerede

und ziehen den bestmöglichen

Benefit für sich selbst.

Alles Gute Ihr, Jochen Dürselen

54


- Anzeige -

Ein paar Kilo zu viel …

...geht es Ihnen auch so? Sie äußern sich als

„Reiterhosen“, mit einem kleinen Bäuchlein

oder gar an der Taille! Was in normalen Zeiten

schon schwierig ist, war in Lockdown-Zeiten fast

unmöglich, nämlich sein Wunschgewicht zu halten.

Jetzt hoffen wir auf die warme Jahreszeit, um mit

viel Bewegung im Freien die lästigen Wölbungen

loszuwerden. Eine Frage bleibt aber: Was ziehe ich

bis dahin an?

Nicht verzagen, es gibt Modetrends, die ein paar

Kilo mehr verzeihen.

Dazu gehören Wickelkleider, die durch ihre

Raffungen den Körper weich umschmeicheln.

Locker getragene Longblusen oder Röcke in A-Linie

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Freuen wir uns, der Sommer steht schon vor der Tür…!

55


Wie Du dein

Selbstwert-Gefühl

stärkst und deine Mitte findest

Yvonne Iris Heil

Kommt dir das vielleicht bekannt

vor? Immer wieder kommen in

dir Zweifel auf, ob du gerade das

Richtige tust, ob du gut genug bist,

ob du das, was du beruflich tun

möchtest, auch wirklich gut genug

kannst oder nicht doch besser

erst eine Ausbildung dazu machen

solltest. Wenn du beginnst dich

zu hinterfragen und darüber

nachzugrübeln, ob da vielleicht

doch was dran sein könnte, an

dem was andere über dich sagen,

dann weißt du, dass du selbst

deinen Selbstwert untergräbst!

Wenn ich mal so über mich

und meinen Weg, den

ich bisher gegangen bin,

nachdenke, möchte ich mich oft

beglückwünschen, dass aus mir

eine gestandene Frau geworden

ist, die für sich einsteht, ihren

Weg geht und tut, was sie will.

Meistens jedenfalls.

Denn immer wieder ertappe ich

mich noch dabei, wie ich mich

von anderen gängeln lasse – es

zulasse, dass ich von der Seite

schief angeredet oder für Dinge

kritisiert werde, die absolut

schei**-egal sind! Oder ich

werde um etwas gebeten, wo

sich schon bei der Bitte alles in

mir dagegen sträubt. Ich tue es

dann trotzdem, weil ich einfach

irgendwo noch so ein Muster in

mir habe, das mich kein klares

NEIN sagen lässt. Habe ich es

dann gemacht, fühl ich mich

kraftlos und schlecht.

Vielleicht ist es dir auch schon

mal so ergangen. Und begonnen

hat das Ganze in meiner

Kindheit, wie bei den meisten.

56


Selbstverwirklichung/Inspiration

„Das ging so lange,

bis ich selbst all diese Lügen

über mich und mein Sein

tatsächlich geglaubt habe...“

Irgendwann glaubst du es dann

Als Kind wurde ich ständig in die

Schranken gewiesen und daran

erinnert, was ich alles nicht bin.

„Muss das sein, dass du das jetzt

wieder isst? Du bist ohnehin

zu dick.“ Übersetzung: Du bist

nicht schlank genug. „Jetzt hast

du schon wieder eine 2 nach

Hause gebracht. Der Sohn von

XY hat immer nur 1er. Kannst du

nicht ein bisschen so sein wie

er?“ Übersetzung: Du bist nicht

schlau genug. „Jetzt hast du

schon wieder was angefangen

und nicht fertiggemacht. Was

bringst du überhaupt zustande?“

Übersetzung: „Du wirst es nie

schaffen, etwas aus deinem

Leben zu machen.“

Das waren mal Beispiele für das,

was ich von meinen Eltern und

Großeltern so zwischendurch

mitbekommen habe. Dann

war da noch die Schule. Wo

ich wirklich kaum Freunde

hatte. Jedenfalls ging es in der

Schule damit weiter, dass ich

wegen meiner abstehenden

Ohren gehänselt wurde. Was

mir den Spitznamen „Dumbo“

einbrachte. Meine Nase war

meinen Mitschülern ebenfalls zu

groß und deswegen wurde ich

„Nasenbär“ genannt.

Das ging so lange, bis ich selbst

all diese Lügen über mich und

mein Sein tatsächlich geglaubt

habe. Sie als Wahrheit so

hingenommen habe, ohne sie

weiter zu hinterfragen und auch

danach gehandelt und gefühlt

habe. Also mich mal so richtig

schön selbst immer wieder

abgewertet habe. Das geht

57


prima, wenn man diese negativen

Selbstgespräche führt. Ich habe

dann bei mir gedacht: „Hmm,

ja da ist vielleicht ja sogar was

Wahres dran. Ich könnte doch

meine Ohren operieren lassen

und wenn ich gleich dabei bin,

auch meine Nase. Dann haben

mich bestimmt alle wieder ganz

lieb.“ Damals war ich gerade mal

10 Jahre alt. Und ich erinnere

mich noch an eine Szene, als ich

bei einer Plastischen Chirurgin in

der Praxis stand. Gerade mal 19

Jahre alt und mir von ihr zeigen

ließ, an welchen Stellen sie mir

Fett absaugen könnte, damit ich

dem Schönheitsideal meiner

Mutter entsprach. Die – nur

so nebenbei erwähnt – selbst

als junge Frau eine massive

Essstörung hatte.

Die Herabwürdigung anderer hat

fast mein Leben zerstört

All diese Erfahrungen haben

etwas mit mir gemacht. All

das hat meinem Selbstwert

geschadet. Jedes Mal, wenn ich

etwas getan und/oder zugelassen

habe, das gegen meine innersten

Werte und Überzeugungen ging,

sank mein Selbstwertgefühl auf

der Skala wieder etwas weiter

Richtung Null. Das ging so weit,

dass ich mich selbst schon mehr

als ein Mal in meinem Leben

in der Fötus-Stellung Tränen

überströmt vorgefunden habe.

Keine schöne Erfahrung, kann ich

dir sagen. Denn was hier passiert

ist, ist dass ich es zugelassen

habe, anderen die Macht über

meine Gefühle und meinen

Selbstwert zu geben. Und zwar

indem ich zugelassen habe, dass

ich „ihre Bewertungen über

mich“ zu „meinen Bewertungen

über mich“ gemacht habe. Was

wiederum dazu geführt hat, dass

ich meinen Selbstwert selbst

sabotiert habe und sich das dann

auch auf meinem Bankkonto

ausgedrückt hat. Und zwar

massiv.

Es kommt der Punkt, an dem es

reicht – „genug ist genug“

Was ich hier zugelassen habe,

ist laut Albert Einstein die

Definition von Wahnsinn. Doch

dann kam irgendwann der

Punkt, an dem ich zu mir sagte:

„Schluss, Aus, Ende, hier muss

sich etwas ändern.“ Und genau

wie heute meine Klientinnen,

die sehr oft an genau diesem

Punkt zur mir kommen, weil

sie eine zuverlässige Lösung

für ihr Thema haben wollen,

habe ich die Lösung für mich

gefunden. Die Lösung war

wirklich total einfach. Denn

die Lösung lag in mir. Ich hatte

schon alles, was ich brauchte,

um mein künftiges Leben zu

gestalten. Und je weiter ich in

meinen tiefsten Kern eintauchte,

desto besser konnte ich mich

von alten Glaubenssätzen und

Verhaltensmuster trennen, meine

Gedanken und Emotionen der

Vergangenheit heilen, mir ein

neues Selbstbild verschaffen und

ich erkannte welche Rolle die

universellen Gesetze für meine

künftigen Erfolge spielten. Ich

ging da durch einige Prozesse,

doch ich wurde immer schützend

begleitet. Ganz so wie ich

das heute selbst praktiziere.

Zusammen mit - Tools und

Methoden - die sich einfach in

den Alltag integrieren lassen.

Ich lernte, wie ich meinen

Selbstwert stärken konnte

Jetzt da ich wusste, dass ich

es bin, die durch negative

Selbstgespräche, ausgelöst

durch negative Gedanken und

Emotionen, die ich über Jahre

von anderen übernommen hatte,

meinen Selbstwert untergrub,

konnte ich gezielt gegensteuern.

Je mehr Einblick ich in diese

für mich neue Welt bekam,

desto bewusster wurde mir,

dass die Liebe zu mir selbst der

Schlüssel zu allem ist. Denn je

mehr ich mich selbst liebte,

desto unmöglicher wurde es

für andere, mich durch ihre

Worte und Taten zu verletzen. So

schaffte ich es, negative Muster

zu durchbrechen und meinen

Selbstwert zu stärken.

An dieser Stelle möchte ich dir

nun 5 Tipps mitgeben, mit denen

du sofort deinen Selbstwert

stärkst.

58


• Behandle dich liebevoll

Soll heißen: mach Schluss mit

negativen Selbstgesprächen.

Eine super Übung dazu ist, dass

du dir immer und immer wieder

sagst, dass du dich liebst, dass

du wertvoll bist, dass du gut

bist, in allem was du tust. Das

funktioniert übrigens genial,

wenn du dich morgens vor den

Spiegel stellst und dir in die

Augen schaust und dir sagst: „Ich

liebe mich. Ich bin gut so wie ich

bin. Ich bin wertvoll.“ Die Sätze

kannst du beliebig variieren.

Wähle Worte, die sich für dich

gut anfühlen!

• Halte dich gerade

Körperhaltung ist alles. Denn es

macht einfach einen Unterschied,

ob du mit krummem Rücken

und hängenden Schultern im

Schlurfschritt durch die Welt

schleichst und dabei deinen

Kopf hängen lässt oder ob du

aufrecht, mit geradem Rücken,

selbstbewusstem Blick und

selbstischeren Schrittes, mit

einem Lächeln auf den Lippen

durch die Welt gehst. Allerdings

ist das gewöhnungsbedürftig und

braucht etwas Übung. Doch das

kannst du schon mal zu Hause

üben, bevor du dich damit in

die Welt hinauswagst. Du wirst

sehen, schon ein paar Minuten

am Tag machen einen großen

Unterschied.

• Mach Bewegung / Halte dich fit

Ich liebe es, gleich nach meiner

Morgenmeditation mit meinen

Hunden im Grünen Laufen zu

gehen und danach noch 5 - 10

Minuten Yoga zu machen. Und

ich kann dir sagen, dass es gleich

viel mehr Spaß macht, dich in

Schaufenstern zu betrachten,

wenn du weißt, dass du etwas für

deinen Körper getan hast. Auch

deine Haltung wird anders. Und

59


weißt du, was noch passiert?

Du wirst endlich wieder deine

Lieblingsjeans tragen können.

Wenn das mal kein Selbstwert-

Booster ist...

Jetzt wirst du bzw. dein kleines

Ich sagen: aber ich wohne doch

nicht im Grünen und so viel

Zeit habe ich morgens nicht.

Dann schaff dir die Zeit! Steh 30

Minuten früher auf und wenn

du nicht im Grünen wohnst,

dann such dir eine Strecke, die

wenig befahren ist. Das tut es

auch! Oder du machst zu Hause

eine einfache Yoga-Routine.

Videos mit Anleitungen gibt es

dazu genug auf YouTube. Sogar

kostenlos.

• Gönn dir eine Auszeit

Wenn du so wie ich ständig was

zu tun hast, ist es umso wichtiger,

dass du dir bewusst Zeit für

dich nimmst. Und damit meine

ich nicht, dass du 5 Minuten

ohne Handy auf dem WC sitzt.

Ich meine damit, dass du dir

in der Woche fix 1 Stunde Zeit

für dich einplanst, in der du

ungestört bist und dir etwas

Gutes tust. Beispielsweise dir

ein Schaumbad im Kerzenschein

bei leiser Entspannungsmusik

mit Räucherstäbchen gönnst,

danach vielleicht einen leichten

Obstsnack und eventuell mal früh

ins Bett gehst. Du wirst sehen,

nach so einem Verwöhn-Ritual

wirst du erholsam schlafen sowie

entspannt und frisch aufwachen.

Was sich dann wieder auf

60


dein Spiegelbild auswirkt.

Und das wiederum auf dein

Selbstwertgefühl.

• Meditiere

Meditation kann Wunder

bewirken. Denn Meditation

bewirkt, dass deine Gedanken

zur Ruhe kommen bzw. du lernst,

deine Gedanken nicht mehr

so wichtig zu nehmen und den

Fokus auf deine Mitte zu richten.

Regelmäßige Meditation kann

dir auch dabei helfen, deine

Gefühle und Emotionen wieder

zu synchronisieren, damit du dem

Universum eindeutige Signale

sendest, statt es mit positiven

Gedanken und negativen

Emotionen ständig zu verwirren.

Und ganz nebenbei wird sich dein

Schlafbedürfnis minimieren.

Bonus Tipp: Wenn du deinen

Selbstwert stärken willst, deinem

Business einen Push geben

willst UND sich dies auf deinem

Bankkonto wieder spiegeln soll,

dann hol dir einen High Impact

Call Termin mit mir! Scan dazu

einfach den QR Code hier ….

Über die Autorin

Yvonne Iris Heil …

… ist Money Mindset Mentorin,

Wohlstandsplanerin, Frauen-

Empowererin, Marketing -Strategin.

Ihr Weg führte sie weg von

der Corporate Welt, in der sie

als Marketing-Managerin tätig

war, hin zu ihrem Wirken als

energetischer Coach mit dem

Fokus auf die Förderung von

Potenzialen bei Frauen, um ihnen

zu ermöglichen, ein finanziell

freies und selbstbestimmtes

Leben mit Beziehungen auf

Augenhöhe zu führen.

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https://hand-hand.eu/

61


62


Schönes für Herz und Seele

Der Weg des

Herzens

von Ralf Kellmereit

Die tiefste Weisheit findest

du nicht im Außen – nicht in

Zeitungen oder im Fernsehen,

nicht in Religionen oder

Ideologien, auch nicht bei mir.

Überhaupt nicht im Außen –

sondern nur in DIR selbst!

Aber dafür musst du in die Tiefe

deines Herzens gehen!

Und dabei alle Steine

wegräumen, die dir den Weg

versperren. Das hat nicht

unbedingt mit Kampf zu tun –

es ist eher ein „Loslassen“ und

„Freimachen“.

Wenn man auf diesem Weg

etwas weiser wird, entwickelt

man Demut und erkennt,

wie "winzig klein" man in

Wirklichkeit ist. Auch wenn dir

ein aufgeblasenes Ego anderes

einflüstern mag, so in Richtung

Größenwahn …

Wobei wir gleichzeitig neben

"winzig klein" auch "riesengroß"

sind – es steckt so viel Potential

in den Menschen – an Liebe,

an Klugheit und Weisheit,

an Mitmenschlichkeit und

Fürsorglichkeit, an Dankbarkeit

und Kreativität und überhaupt

den verschiedensten Begabungen

und Fähigkeiten, die das Leben so

unendlich wunderbar, vielseitig

und kostbar machen.

Und hier möchte oft ein

negatives Ego so viel anderes

hineinflüstern: "Du bist doch

nur armselig, unattraktiv, weißt

nichts, kannst nichts, bist nichts

... "

Weil die Wahrheit in dir

verschüttet ist: Du bist würdig

geboren, hast es nur vergessen

und es tief in deinem Herzen

begraben. All das Wunderbare

der Schöpfung, das du im Außen

siehst, ist auch in dir. Sonst

könntest du es gar nicht erst

sehen!

Mache einen Spaziergang in

der Natur zu einem idyllischen

Ort. Halte an und lasse das Bild

tief auf dich wirken. Genieße

die wundervolle Schönheit der

Natur, den See mit seinem klaren

Wasser, die Blumen und Bäume,

die Tiere. Was ist da draußen

wirklich? Eigentlich fliegen da

nur Elektronen um Atomkerne.

Noch tiefer: da schwingt etwas in

verschiedenen Frequenzen. Unser

Universum: ein "vibrierendes

Nichts!" Die Schönheit, die du

siehst, ist in dir!

Weitere Gedanken zum Leben,

der Liebe u.v.m. findet ihr hier:

https://ralf-k.blogspot.com/

Also liebe Leute: macht was

draus…

63


Herzgeschichten

und

Weisheiten

von Gisela Rieger

64


Lass dir deine

Träume

nicht mehmen

mehmen!

Christian lebte mit seiner Mutter und

fünf jüngeren Geschwistern auf einem

kleinen Bergbauernhof. Nach dem

Unfalltod seines Vaters, musste er

schon als Kind kräftig mit anpacken,

um die Existenz des Hofes und der

Familie zu sichern.

Gerade zur Erntezeit versäumte

Christian oft die Schule. Nach der

Arbeit war er zum Lernen meist viel zu

müde. Deshalb bekam er auch selten

gute Noten.

65


66


Obwohl das Leben für Christian

kaum Vergnügungen bereithielt, pfiff

oder summte er stets ein fröhliches

Liedchen und träumte vor sich hin.

Ja, er hatte große Träume; Träume

über seine Zukunft! Daher war

Christian begeistert, als seine

Lehrerin eines Tages als Hausaufgabe

einen Aufsatz zum Thema

»Erreichbare Lebensträume« aufgab.

Träumen konnte er perfekt, er

wusste ganz genau, wie er sich sein

Leben und seine Zukunft vorstellte.

Christian träumte von großen Reisen.

Davon, einen Sportwagen zu fahren,

in einem schönen Haus zu wohnen

und noch von vielem anderen. Er

wünschte, so erfolgreich zu sein, dass

sogar die Zeitung über ihn berichten

würde.

Bis weit nach Mitternacht schrieb

Christian an seiner Hausaufgabe. Als

er diese mit der Note 5 zurückbekam,

war er maßlos enttäuscht und

erkundigte sich bei seiner Lehrerin

nach dem Grund der Benotung.

Diese antwortete: »Du hast

zwar einen schönen Aufsatz

geschrieben, doch es ist leider eine

Themaverfehlung. Du hast eine

Fantasieerzählung geschrieben.

Schau, du bist ein sehr lieber und

gutmütiger Junge. Damit wird man

in der Geschäftswelt nur ausgenützt.

Mit viel Glück wirst du vielleicht

den Hauptschulabschluss schaffen.

Du kannst vermutlich nicht einmal

das nötige Geld für Investitionen

aufbringen. Ich gebe dir die Chance

deine Note zu verbessern, indem

du deinen Aufsatz auf realisierbare

Träume umschreibst.«

Traurig zeigte Christian den Aufsatz

seiner Mutter. Diese war sehr

betroffen und nahm Christian

liebevoll in die Arme. »Weißt du«,

sagte sie: »Jeder Mensch ist für sein

Leben selbst verantwortlich. Das

sind deine Träume, Christian. Nur du

kannst entscheiden, wie wichtig und

realisierbar diese für dich sind.«

Am nächsten Tag gab er seinen

Aufsatz der Lehrerin zurück und

sagte: »Ich nehme diese Note an und

bleibe bei meinen Träumen!«

Jahre später investierte Christian zur

richtigen Zeit in der richtigen Branche

und gründete viele erfolgreiche

Firmen.

In Interviews wurde er immer wieder

nach dem Geheimnis seines Erfolges

befragt. Christian gab stets zur

Antwort: »Ich ließ mir meine Träume

nicht nehmen!«

© Aus dem Buch von Gisela Rieger:

„Inspirationen für`s Herz“

ISBN 978-3-00-050869-1

Wir dürfen nie vergessen,

dass die Zukunft zwar gewiss nicht

in unsere Hand gegeben ist,

dass sie aber ebenso gewiss

doch auch nicht ganz außerhalb

unserer Macht steht.

Epikur, griechischer Philosoph,

ca. 341-271 v. Chr.

67


Ich bin ich ...

Als kleines Kind wollte ich so werden

wie meine Eltern, Geschwister oder

andere Vorbilder.

Als ich größer wurde, erkannte ich: »Ich

bin ich!« Ich selbst fühlte und handelte

anders als meine Idole. Nirgendwo sah

ich Menschen, die genauso waren wie

ich. Manche waren mir ähnlich, aber

niemand war genau wie ich.

Als ich mich zum Teenager entwickelte,

fand ich vieles, was mich an mir störte.

Ich versuchte so zu sein, wie mich

andere haben wollten. Aber ich konnte

es nie jedem recht machen und am

wenigsten mir selbst.

Als ich erwachsen wurde, fühlte ich

mich am besten, wenn ich authentisch

war. Ich erkannte: »Ich bin ich«, und

alles an mir gehört zu mir! Ich dankte

meinem Körper und meinem Geist mit

all seinen Gedanken. Ich sah alles mit

meinem Blick und hatte meine Gefühle.

Mein Mund sprach meine eigenen

Worte, egal ob höflich, hart, liebevoll,

wahr, enttäuscht oder verzweifelt – in

Bezug auf mich selbst oder auf andere

Menschen.

Manchmal verwirrte mich die Palette

meiner Gefühle: Ich musste lernen

Ärger, Enttäuschung, Angst und Sorge

genauso anzunehmen wie Freude, Glück

und Liebe.

Ich litt unter meinen Niederlagen und

erfreute mich an meinen Erfolgen.

Ich erkannte: All dies gehört zu mir,

genauso wie meine Wünsche, Träume

und Ziele.

Im Laufe der Jahre lernte ich mich

immer mehr selbst kennen und lieben.

Auch wenn ich manchmal Seiten an

mir entdeckte, die mich verwirrten

oder ängstigten. Ich blieb liebevoll

zu mir selbst. Ich fand den Mut, nach

lösungsbringenden Möglichkeiten zu

suchen.

Als ich älter wurde, veränderte sich

mein Aussehen ebenso, wie der Stil

meiner Kleidung. Doch ich blieb ich.

Ich sprach meine eigenen Worte und

Überzeugungen, manchmal ein bisschen

frecher, manchmal diplomatischer. Ich

maß meinen Schwächen weniger Wert

bei und konzentrierte mich auf meine

Stärken.

Als ich alt wurde, kümmerte ich mich

nicht mehr um die Fehler, die ich

gemacht hatte. Ich war stolz auf das,

was ich in meinem Leben erreicht und

bewirkt hatte. Ich bedauerte nicht, was

mir verwehrt blieb – höchstens das, was

ich mich nicht getraut hatte anzugehen.

Heute genieße ich jeden Augenblick.

Obwohl mein Körper immer müder

wird, bleibt mein Geist hell und wach. In

vielen Stunden erfreue ich mich meiner

Erinnerungen und Erlebnisse.

Gestern hat mich meine Enkelin besucht

und gefragt, was ich in meinem Leben

am meisten bereue. Ich schmunzelte

und sagte: »All die Momente, in denen

ich nicht ich selbst war.«

© Aus dem Buch von Gisela Rieger:

„Inspirationen für`s Herz“

ISBN 978-3-00-050869-1

Am Ende deiner Reise wirst du nicht

gefragt:

»Bist du ein Heiliger geworden oder

hast du für das Heil der Menschen

gekämpft?«

Die einzige Frage, die du beantworten

musst ist: »Bist du du selbst

geworden?« - Laotse, chinesischer

Philosoph, ca. 6. Jahrhundert v. Chr.

68


69


Wahrnehmung:

Der Schein trügt

- Hirngespinst oder Realität?

von Sabine Reischl

Wie schon weitestgehend

bekannt, ist die Wahrnehmung

der Realität eines jeden Einzelnen

von uns so individuell und

einzigartig wie die Persönlichkeit

selbst. Die Menschen

unterscheiden sich nicht nur

in ihrer äußeren Erscheinung

voneinander, sondern auch

geistig. Heute möchte ich mein

Wissen über die individuell

unterschiedliche Wahrnehmung

der Realität und ihre möglichen

Verzerrungen mit euch teilen, um

vielleicht etwas Licht ins Dunkel

zu bringen.

Wie Realität geformt wird:

Wie bereits oben angedeutet,

hat jeder von uns seine eigene

Realität. Diese wird geformt von

den gemachten Erfahrungen,

den dazugehörigen Emotionen

und natürlich auch davon, wie

man die gemachten Erfahrungen

für sich selbst bewertet und

verinnerlicht hat. Jeder von uns

geht anders mit Situationen um

und speichert die gemachten

Erfahrungen entsprechend im

Unterbewusstsein ab.

Die Emotionen, die im

Zusammenhang mit einer

gemachten Erfahrung in uns

ausgelöst werden, beeinflussen

natürlich unsere Re-Aktionen

ebenso wie unsere Aktionen. Je

aufwühlender die Emotionen

zur jeweiligen Situation, desto

intensiver speichern wir die

gemachte Erfahrung ab. Mit

der Folge, dass wir die Situation

nicht mehr objektiv und sachlich

betrachten, sondern emotional

und voreingenommen. Wir lassen

uns quasi von den Emotionen

leiten und benutzen nicht

unseren logischen Verstand,

dessen Aufgabe es eigentlich ist,

sachbezogen und klar zu denken.

Der Schein trügt:

Auch muss man berücksichtigen,

dass unser vermeintlich

so „perfektes” Gehirn sich

gerne verselbstständigt

und eigenständig mit den

abgespeicherten Bausteinen

aus den gesammelten

Erfahrungen spielt und diese so

zusammenwürfelt, wie es ihm

sinnvoll erscheint.

Es wurde auch schon erforscht,

wie unser Gehirn nach geraumer

Zeit gemachte Erfahrungen mit

Details ausschmückt, welche wir

gar nicht wirklich erlebt haben.

So wurde beispielsweise ein

Soldat auf ein Feld geführt, auf

dem ein Stacheldrahtzaun stand,

70


Psychologie/Selbsthilfe

und ihm wurde eine Geschichte

aus dem Krieg erzählt. Monate

später, als man den Soldaten

zu dieser Situation befragte,

war er der festen Überzeugung,

dass es sich bei dem Ort

um einen Kriegsschauplatz

handelte, wo er selbst mit

einem Maschinengewehr in

der Hand in ein Feuergefecht

verwickelt war. Überall glaubte

er Bombeneinschläge und

Schüsse zu vernehmen. Als er

seine (erfundene) Geschichte

wiedergab, reagierte auch sein

Körper sehr heftig. Der Mann

hatte Schweißausbrüche und

zitterte am ganzen Körper. Dies

führte nun auch dazu, dass

die Situation erneut bei ihm

abgespeichert wurde, diesmal

jedoch mit den noch stärkeren

Emotionen und Bildern, die

er nun damit in Verbindung

brachte…

Kleiner Exkurs: Wie Programme

in uns entstehen und ablaufen:

Wenn wir eine Erfahrung machen,

prüft unser Gehirn, ob wir bereits

eine ähnliche Erfahrung gemacht

und abgespeichert haben. In

uns existiert quasi ein riesiges

Repertoire an abgespeicherten

und verinnerlichten Programmen,

die bei Bedarf automatisch

abgespult werden. Wenn unser

Gehirn ein passendes Programm

für eine Situation parat hat,

übernimmt es die Führung und

wir reagieren „nur“ auf die

Impulse, die es aussendet. Wir

werden also „geleitet”, anstatt mit

unserem logischen Verstand zu

entscheiden. Vielleicht wirst du

jetzt sagen, dass das bei dir anders

ist. Dass du immer entscheidest

und völlig bewusst auf jede

Situation regierst. Aber frag dich

mal, ob das wirklich so ist!

Ein Beispiel: Stell dir ein riesiges

Online-Kaufhaus vor und die

Logistik die dahintersteckt.

Riesige Lagerhallen mit

meterhohen Regalsystemen, in

denen viele unterschiedliche

Artikel und Waren gelagert sind.

Wenn eine Bestellung eingeht,

wird die Ware aus dem Regalfach

geholt und zur Versandstation

befördert. Dort wird der Artikel

geprüft, verpackt und frankiert.

Fertig für den Versand, wird

er dann auf den Lkw geladen,

und das Paket ist unterwegs

zum Kunden. Genauso kannst

du dir den Ablauf im Gehirn

vorstellen. Das Gehirn erfasst

die vorherrschende Situation

und prüft, ob schon ähnliche

Erfahrungen im Lager vorhanden

sind. Findet es Entsprechendes,

nimmt es das „Paket” (Erfahrung,

Emotion, Reaktion) und gibt

entsprechende Befehle an den

Körper, wie der reagieren soll.

71


In meinem Buch „Lebe endlich

selbstbestimmt“ habe ich auch

noch folgendes Beispiel zur

besseren Veranschaulichung

verwendet: Du wurdest als

Kind von einem Hund gebissen.

Da du als Kind natürlich die

Welt in anderen Dimensionen

wahrnimmst, erschien dir

der Hund riesig. Dies war

eine schmerzhafte Erfahrung,

und wahrscheinlich hast

du fürchterlich geweint. Ab

diesem Zeitpunkt warst du

(wahrscheinlich) großen Hunden

gegenüber sehr skeptisch oder

hattest sogar große Angst.

Immer, wenn du einen großen

Hund gesehen hast, stiegen

die Erinnerungen und Gefühle

an dieses Erlebnis in dir hoch

und du hast es so immer weiter

verinnerlicht. Es ist für dich

zur Normalität geworden, dass

du große Hunde mit Angst

verbindest. Immer, wenn du

nun einen großen Hund siehst,

reagierst du automatisch mit

Angst und den einhergehenden

Gefühlen, ohne dass du dir

dessen bewusst bist.

Das Beispiel mit dem Hund zeigt

in meinen Augen sehr gut, wie

schnell wir Dinge im Bewusstsein

abspeichern und diese sich dann

verselbstständigen. Natürlich

ist dies ein „extremes“ Beispiel,

aber ich denke, dass man es so

am besten verdeutlichen kann.

Wir machen eine Erfahrung und

reagieren darauf. Je nachdem,

wie wir darauf reagieren,

machen wir uns entsprechende

Gedanken, die dann die dazu

passenden Emotionen erzeugen.

Dies baut sich immer weiter auf

und kann in eine Endlosschleife

führen. Steigen die Emotionen

in uns auf, erinnern wir uns

wieder an das Ereignis und

wie wir darauf reagiert haben.

Wir denken intensiver daran,

was auch die Emotionen

verstärkt. Je häufiger man

diese Schleife durchläuft, umso

mehr verfestigen wir dieses

Programm, bis wir es komplett

verinnerlicht haben und es zu

unserer „Realität” geworden ist.

Da wir dann immer wieder mit

demselben Programm auf solche

Situationen reagieren, weiß

unser Gehirn irgendwann, was

es zu tun hat, und es übernimmt

automatisch den Ablauf.

Erst wenn wir uns dieser

Abläufe und Zusammenhänge

bewusst werden, können

wir wieder eingreifen und

sie gezielt verändern und

umprogrammieren.

Wie du sicher schon bemerkt

hast, ist dieses Thema sehr

komplex und kann nicht in ein

paar Sätzen erklärt werden.

Auch gibt es hier kein „Schema

F“, welches für jeden gleich gilt.

Nicht nur die Funktionsweise

unseres Gehirns spielt eine

ausschlaggebende Rolle,

sondern auch das Naturell des

Einzelnen. Aber nicht nur das.

Auch die bisher gemachten

Erfahrungen, das Umfeld, die

eigene Persönlichkeit und viele

Dinge mehr, formen unsere

vermeintliche Realität. Die

Frage, die wir uns immer wieder

stellen müssen, lautet „Ist die

Realität echt oder doch nur ein

Hirngespinst?“

Wenn du mehr über dieses

Thema erfahren möchtest,

möchte ich dir mein Buch: „Lebe

endlich selbstbestimmt“ ans Herz

legen. Dies findest du überall

im Onlinebuchhandel. Gerne

kontaktiere mich auch über

www.sabine-reischl.de,

wenn du fragen hast.

72


Buchempfehlung:

Lebe endlich selbstbestimmt – Die etwas andere Hilfestellung zur Selbsthilfe

ISBN: 9 783 7392 4409 9

Stress Ade – Raus aus dem

Überlebensmodus,

zurück zur inneren Balance

ISBN: 9 783 7534 2388 3

73


Gestresste Seele

TR-Entspannung

nach Andrea Weihs

Traum(a)reisen

für Kinder und Erwachsene

74


Gesundheit/Ernährung/Schönheit

Wer kennt seinen Stresslevel? Ich bin Andrea Weihs,

psychologische Beraterin. Ich berate Menschen,

die durch Angst und Panik in Stress geraten sind

und keinen Ausweg sehen. Ich führe sie in meine

Techniken ein, damit sie wieder ein entspanntes

und glückliches Alltagsleben führen können.

Spüren Sie chronische Müdigkeit, Reizbarkeit oder

sogar Aggression?

Fühlen Sie sich niedergeschlagen oder auch energielos?

Empfinden Sie Stimmungsschwankungen, zunehmende

Ungeduld, innere

Unruhe und Nervosität?

Ihr Körper reagiert

mit Anzeichen wie

Kopfschmerzen,

Herz-Kreislauf-Erkrankungen,

Magen-

Darm-Beschwerden

oder Schlafstörungen?

Sie empfinden Ihre

tägliche Arbeit als

belastend und frustrierend?

Jeder von uns

kennt das Gefühl,

wenn

einem

alles

über

den Kopf zu wachsen droht und man sich ausgeliefert

und hilflos fühlt!

Auch ein Trauma bringt unglaubliches, unbeschreibliches

Leid mit sich, das oft auch Jahre nach dem

Ereignis zutage tritt.

Stresssituationen treten in den unterschiedlichsten

Variationen auf. Erhöhte körperliche oder seelische

Anspannungen können zu einer Schädigung der

Gesundheit führen. Kritisch wird es erst, wenn aus

normalem Stress ein Burn-out wird, der das Leben

stark beeinträchtigt. Ein Burn-out ist ein Symptomenkomplex,

bestehend aus psychischen und

physischen Defiziten und in der heutigen Zeit sehr

verbreitet.

Das heißt, in Stress kommen

wir, wenn wir

unsere Belastungen

nicht mehr

bewältigen

können.

Dann

schüttet

unser Körper

Stresshormone

aus

und versetzt den

Körper in einen dauerhaften

Aktivierungszustand,

der zu totaler Erschöpfung

führen kann.

Die Gefühle wie „Ich schaffe

das nicht mehr, ich kann

75


das nicht mehr” reichen aus,

um die ersten körperlichen

Erschöpfungserscheinungen

herbeizuführen. Innere

Anspannung und

Konzentrationsschwierigkeiten

sind erste psychische Folgen von

Stress.

Weitere mögliche Ursachen

von schweren Belastungen sind

z.B. Schmerzempfinden, hohe

Anfälligkeit für Infektionen,

Angstzustände, Panik, hohes

Verletzungsrisiko, innerer

Druck, Aggressivität oder

auch Einsamkeit durch einen

zunehmenden Rückzug aus dem

sozialen Umfeld.

In Stresssituationen weiten sich

die Bronchien. Der Körper nimmt

mehr Sauerstoff auf. Dadurch

wird die Atmung schnell und

flach. Das Herz schlägt stärker,

der Puls erhöht sich, wodurch

wiederum der Blutdruck steigt

und sich die Blutgefäße verengen.

Auch die Muskeln verspannen

sich. Dauerhaft gestresste

Menschen haben ein höheres

Risiko, einen Herzinfarkt oder

Schlaganfall zu erleiden.

Dem Stress kann man u. a. mit

verschiedensten Meditationen

entgegenwirken, um wieder in

ein Gleichgewicht zu gelangen.

Angst zum Beispiel entwickelt

man oft nur, wenn man

unentspannt ist. Das heißt, ein

Mensch, der ständig entspannt

ist, wird kaum Angst entwickeln,

während Menschen, die

dauerhaft unter Angst leiden,

ständig angespannt sind. An

diesem Punkt kann man den

„Kreislauf“ unterbrechen.

Nach einer Weile lernt man

den eigenen Körper in einer

Meditation besser kennen, um

bei aufkommendem Stress,

einer Panik oder Angstattacke

die gewünschte Entspannung zu

erreichen.

Wenn man lernen möchte,

dauerhaft gesund zu leben,

76


muss man zunächst nach der

Ursache forschen und diese dann

angehen. Es reicht also nicht,

nur Übungen der Meditation zu

erlernen und anzuwenden.

Wenn man eine Angstattacke

erlebt oder der Stresslevel erhöht

ist, beginnt der Körper schneller

zu atmen. Das führt dazu, dass

das Blut zu viel mit Sauerstoff

angereichert wird, bis es dann zur

Hyperventilation kommen kann.

Der Körper schaltet bestimmte

Rezeptoren aus. Das kann bis

zum Atemstillstand führen.

(Bei jedem unterschiedlich).

Hier kann ein Therapeut

z.B. eine entsprechende

Atemtechnik vermitteln und

so den Betroffenen Linderung

verschaffen.

Weitere körperliche Beschwerden

sind Frieren, Schwitzen,

Kopfschmerzen, Bluthochdruck

usw. Sind Körper und Geist

gestresst, erlebt man eine

tägliche Unruhe und Nervosität.

Was passiert bei Stress im

Gehirn?

Die Amygdala, ein paariges

Kerngebiet des Gehirns, wird

aktiv, sobald unser Gehirn eine

Situation als neu oder potenziell

gefährlich interpretiert. Als Folge

wird das Stresshormon Cortisol

freigesetzt. Unser Körper wird in

Alarmbereitschaft versetzt.

Wir sind nicht mehr entspannt,

sondern nervös und unruhig.

Wie geht unsere Seele und

Psyche mit Stress um?

Die Belastungen werden immer

größer. Unsere Umgebung

wird nicht mehr richtig

wahrgenommen. Gefühle können

wir oftmals nicht ausdrücken

oder einschätzen, eine Leere

entsteht. Wir haben keine Kraft

mehr und unser Arbeitstempo

wird immer geringer. Wir sind

dauerhaft unzufrieden, können

nicht mehr lachen. Jede kleinste

Aufgabe wird zu einer riesigen

Herausforderung. Folge: Stress,

Unruhe, Nervosität, Angst, Panik,

Leere, Gefühlschaos, Müdigkeit,

Schlaflosigkeit, Depressionen.

ACHTUNG! Wenn wir jetzt nicht

die Reißleine ziehen, stehen wir

bald vor dem Burnout!

Was können wir tun?

Oft merken wir den Übergang

nicht. Zwischen: Ich kann nicht

mehr, weitermachen und

aufgeben, kommt der Zeitpunkt

des Zusammenbruches, wenn wir

nichts ändern. Das muss nicht

sein! Jetzt heißt es Auftanken!

Um dem Stress entgegenwirken

zu können, sollten wir uns täglich

bewusst werden, wie wir leben.

Was können wir gegen Stress

tun?

Was brauchen wir, um

Ressourcen zu aktivieren?

Wie werden wir glücklich?

Wie lernen wir erneut Ruhe und

Gelassenheit?

Welche Glaubenssätze haben

sich uns in der Kindheit

eingeprägt?

Es gibt viele Strategien.

Eine davon ist meine

Entspannungsmethode: TR-

Entspannung nach Andrea Weihs!

Traum(a)reisen für Kinder und

Erwachsene

TR-Entspannung nach

Andrea Weihs ist eine

Entspannungstechnik, die leicht

in der Anwendung ist.

Was passiert bei Stress im

Körper?

Blutdruck und Herzfrequenz

steigen an. Die Atmung wird

schneller und das Blut wird mit

mehr Sauerstoff angereichert

und zu den Muskeln umgeleitet.

Somit wird kurzfristig mehr

Energie freigesetzt. Die

Muskeln werden angespannt.

Schmerzen können eintreten. Ein

Unwohlsein stellt sich ein und

unser Gleichgewicht wird gestört.

77


Man kann das Anspannungsniveau

sehr gut senken und somit

eine Angst- oder Panikattacke

gut umgehen. Bei dieser Entspannungsmethode

werden die

Wahrnehmung und die Sinnesorgane

deutlich sensibilisiert,

sodass man sich voll und ganz auf

das Atmen einlassen kann. Automatisch

wird der Puls/Herzschlag

verlangsamt. Menschen, die

dissoziieren, finden eine Möglichkeit,

im Ist-Zustand zu bleiben.

Ein Perspektivwechsel hilft dabei.

Wir können uns selbst über die

Schulter schauen oder aber auch

von einer höheren Position auf

uns hinabschauen. Eine entspannte

Strategie ist dabei, eine

Entspannungsreise zu erleben

und abzuwarten. Sich selbst

bewusst und klarzumachen: Dies

ist nur ein Gedanke, das denke

ich gerade, oder ich habe diesen

Gedanken.

Dabei kann diese

Meditationsübung helfen,

Gedanken abzugrenzen.

Fallbeispiel: Susanne 6 Jahre alt

Susanne ist 6 Jahre alt. Ihre

Eltern haben sich an mich

gewendet, weil sie über meine

Entspannungsmethode erfahren

hatten. Susanne wurde bei einem

Kindertreff einer Schulfreundin

vom Lebensgefährten der

Mutter des Kindes sexuell

missbraucht. Nachdem das Kind

verhaltensauffällig wurde, ständig

Angst hatte und nicht mehr

durchschlafen konnte, kam die

Mutter in ein Beratungsgespräch

zu mir. Ich empfahl neben

therapeutischer Hilfe zusätzlich

meine Entspannungstechnik.

Susanne war im Rahmen der

Entspannung an einem sicheren

Ort, hörte dabei ihre ausgewählte

Entspannungsmusik und

durfte sich ihren Lieblingsduft

aussuchen. Als sog. Skill bekam

Susanne ein Stoffpüppchen in die

Hand.

Nachdem Susannes Mutter,

mit meiner Anweisung die

imaginative Reise erlebt hatte,

konnte diese ihrer Tochter

Susanne nachträglich helfen,

indem sie die Meditation zu

Hause verwendete. Susanne war

wieder in der Lage durchschlafen

zu können und legte ihre Ängste

ab.

Schon nach meiner einführenden

Entspannungsreise war Susanne

so ruhig, dass sie sagte:

„Mama, kannst du mir die

Geschichte jeden Tag erzählen?”

Nachdem die Mutter ihr

Sicherheit bieten konnte und

Susanne ihr Sorgenpüppchen

hatte, wurde Susanne immer

ruhiger und konnte wieder mit

anderen Kindern spielen.

Das Trauma selbst wurde im

therapeutischen Rahmen

behandelt.

Diese intensive imaginative

Entspannungsmethode, die über

alle Sinneskanäle gleichzeitig

aktiviert wird, lädt zu einem

völlig neuen Ansatz ein. Diese

begleitenden Reisen können in

sämtliche Therapiemethoden

eingebaut werden. Ebenso

sind sie sehr gut einsetzbar

in der Pädagogik und dem

Selbstmanagement. In der Praxis

kann TR-Entspannung einzeln

erfolgen, oder auch in Gruppen.

Mein Ziel ist es, dass Menschen

so entspannt werden, wie nach

einem Urlaub.

Raus aus der Erschöpfung, rein

ins Leben!

Wir erleben eine

Entspannungsreise über alle

Sinne

Traum(a)reisen sind ein

imaginatives Verfahren. In der

Psychotherapie werden sie zum

Aufspüren von innerer Kraft

und Weisheit, zur Schaffung

eines sicheren Ortes oder

Wegbringen/Ablegen der

Gedanken dorthin eingesetzt. Als

Entspannungsverfahren wirken

sie beruhigend.

Sie werden von einem Sprecher

in Form von Geschichten

erzählt. Ein tiefer Ruhe- und

Erholungszustand wird durch

eine entspannte Körperposition

(oft auf dem Rücken liegend

mit geschlossenen Augen), die

Zuwendung durch den Sprecher

sowie die Hinwendung auf die

meist als angenehm erlebten

Bilder in der eigenen Fantasie

erzielt.

Durch einen herabgesetzten

Muskeltonus kommt es zu

einer körperlich-seelischen

78


Entspannung. Der Zuhörer

stellt sich zu den Texten innere

Bilder vor, in die möglichst viele

angenehme Sinneseindrücke

gleichzeitig eingebaut sind.

Musik für die Ohren, Duft für die

Nase, Skill (Gegenstand) Tasten,

Geschmack – Bonbons und Licht

für die Wahrnehmung. Man kann

weitere Sinneseindrücke in die

Methode einbauen.

So einfach wird entspannt:

Schaffen einer angenehmen

Atmosphäre – liegend – sitzend

(z.B. auch mit Anwendung

ätherischer Öle und

Hintergrundmusik oder

Naturgeräuschen) Skills

(Gegenstände) für die Hand,

Lichteindrücke (bunte Farben)

• kurze Entspannung (Voratmen…

zählen) üben: Atme langsam

tief ein, bis in den Bauch (dabei

lege die Hand auf den Bauch/

unterhalb des Bauchnabels)

Jetzt spüre in dich hinein und

atme langsam ein 1.2.3.4.5. und

langsam wieder aus 1.2.3.4.5.

spüre, wie du in die Ruhe

kommst.

• Hauptteil

mit (fiktiver) Geschichte

(ca. 15 Minuten, bis

zu 30 Minuten); dabei

häufige Pausen (von

10 Sek bis zu 2 Min),

damit der Zuhörende

Zeit hat, sich

in die Bilder

einzufühlen.

• Rückkehr in

die Realität

durch tiefes

Durchatmen,

sich strecken

und gähnen zur

Kreislaufaktivierung (optional

auch ohne Rückführung mit

direktem Übergang in den

Schlaf).

Der TR-Entspannungstrainer

kann einfach und effektiv erlernt

werden. Zertifizierte Kurse als

TR-Entspannungstrainer können

online angeboten werden.

Andrea Weihs (Therapeutin) mit

ihrem BuchTR-Entspannung nach

Andrea Weihs - Traum(a)reisen

für Kinder und Erwachsene

Fotos: https://pixabay.com/

Das entsprechende Buch ist über die ISBN 9783752981872 zu erwerben. oder Epubliverlag

https://www.epubli.de/shop/buch/TR-Entspannung-nach-Andrea-Weihs---Traumareisen-f%C3%BCr-Kinder-und-Erwachsene-Andrea-Weihs-9783752981872/101869

79


Das Kinderzimmer

Feng Shui – Teil 7

Love you

to the moon & back

© von Andrea Docter-Haslach – diehausflüsterin.com

Ein Kinderlachen ist eines der

schönsten Dinge die es gibt.

Ein förderliches und harmonisch

gestaltetes und aufgeräumtes

Kinderzimmer ist der beste Ort,

an dem sich dein Kind geborgen

und sicher fühlen kann.

Weiter hilft ein so gestalteter

Raum, die Potenziale und

Fähigkeiten deines Kindes

zu entwickeln, um zu einem

glücklichen und selbstbewussten

Menschen heranzuwachsen.

Der Raum sollte also schlicht

und behaglich eingerichtet sein,

Anregung für die Phantasie geben

und Platz für Rückzug und Spielen

bieten.

Photo by

Julia Kuzenko

from Unsplash

Das räumliche Umfeld

Das räumliche Umfeld hat einen

nicht zu unterschätzenden

Einfluss auf die persönliche

Entwicklung deines Kindes.

Kinder, vor allem Babys,

sind sehr feinfühlig. Um ihre

Entwicklung, Gesundheit

und Wohlbefinden optimal

zu unterstützen, sollte neben

genug Bewegungsspielraum, die

80


Schönes für Herz und Seele

Einrichtung auf ihre Bedürfnisse

abgestimmt sein.

Photo by Page Cody

from Unsplash

Natürlich muss das Kinderzimmer

auf engstem Raum den

unterschiedlichen Anforderungen

gerecht werden – vom Schlafen,

Spielen bis hin zum Lernen.

Daher ist es ideal, wenn die

Möbel leicht, beweglich und

verstellbar sind, um sich der

Entwicklung des Kindes anpassen

zu können. Schwere Möbel

hingegen können bedrückend

und damit belastend wirken.

Scharfe Ecken und Kanten sollten

auch immer vermieden werden –

genauso wie Elektrosmog.

Photo by Robo Wunderkind from Unsplash

Mal ganz abgesehen von

den Folgen für eine gesunde

Entwicklung des Kindes, aus

pädagogischer Sicht hat ein

Fernseher schon wegen der

abstrahlenden Magnetfelder

nichts im Kinderzimmer zu suchen.

Auch Handy, iPod, Laptop etc.

sollten zumindest nachts aus dem

Zimmer geschafft werden.

Ein förderliches, harmonisch

gestaltetes und aufgeräumtes

Kinderzimmer ist der beste Ort,

an dem sich dein Kind geborgen

und sicher fühlen kann. Weiter

hilft ein so gestalteter Raum, die

Potenziale und Fähigkeiten deines

Kindes zu entwickeln, um zu einem

glücklichen und selbstbewussten

Menschen heranzuwachsen.

Die Aufteilung im Kinderzimmer

Kinder brauchen Platz zum

Spielen. Gerade die Kleinsten

benötigen Raum, um sich

großartig zu entwickeln. Der

Raum sollte somit viel Platz zum

Spielen eröffnen, gleichzeitig die

Konzentration und Kreativität

anregen sowie Behaglichkeit

verbreiten. Das Kinderzimmer ist

also ein Multifunktionsraum.

Aus diesem Grund nehmen

die einzelnen Funktionen des

Kinderzimmers und deren

Aufteilung eine maßgebliche

Rolle ein. So ist es ratsam, die

Bereiche Spielen, Lernen und

Schlafen klar voneinander

zu trennen, denn bezüglich

ihrer Gestaltung haben sie

81


Photo by Cottonbro from Pexels

unterschiedliche Anforderungen.

Weiter sollte der Raum

dem Wachstum des Kindes

entsprechen, sozusagen

mitwachsen und verändert

werden können.

Die einzelnen Bereiche

• Schlafbereich: Dieser genießt

die oberste Priorität im Raum.

Er sollte ruhig und geschützt

sein und mit einer dezenten

Einrichtung Gemütlichkeit

ausstrahlen. Gegenstände

oder Spielsachen unter dem

Bett sind hingegen genauso

ungünstig wie eine Position des

Bettes zwischen Tür und Fenster

oder nahe der Tür. Idealerweise

liegt das Kind mit dem Kopf an

der Wand und hat freie Sicht

zur Tür.

• Spielbereich: Bewegungsfreiheit

ist hier Trumpf. Eine große

'Spielwiese' mit ausreichend

Stauraum für Spielsachen lässt

Kinderherzen höherschlagen.

Geschlossene Schränke oder

Kisten, in die das Spielzeug

gepackt werden kann, lassen

auch ein Kinderzimmer ruhiger

wirken und dein Kind lernt

gleichzeitig, die Dinge an den

Photo by

Ksenia Chernaya on Pexels

Photo by Tim Bish on Pexels

82


Photo by

Tatiana Syrkova on Pexels

für sie bestimmten Platz zurück

zu legen.

• Lernbereich: In diesem Teil des

Zimmers ist Konzentration das

Allerwichtigste. Auch hier ist es

ideal, wenn der Schreibtisch so

steht, dass dein Kind das Fenster

seitlich, den freien Blick zur

Türe und eine Wand im Rücken

hat. Schreibtische vor einem

Fenster sind eher ungünstig.

Dein Kind kann sich schlechter

konzentrieren, denn die Aufmerksamkeit

geht dann mehr

nach draußen. Achte auch auf

einen gut beleuchteten Schreibtisch,

der den Bereich gleichmäßig

und hell ausleuchtet und

auf einen Stuhl, der eine gute

Sitzhaltung gewährleistet.

Ordnung im Kinderzimmer

Das Thema Ordnung ist in den

meisten Kinderzimmern nicht

leicht. Die Spielsachen scheinen

sich in rasender Geschwindigkeit

zu vermehren und den ganzen

Raum einzunehmen, sobald man

die Kontrolle nur etwas schleifen

lässt.

Das Wichtigste, was du

einem Kind geben kannst, ist

Selbstvertrauen. Wenn sich ein

Kind geliebt, sicher und glücklich

fühlt, muss es sich nicht so sehr

auf 'Dinge' verlassen. Mache dein

Kind also stark und sensibilisiere

es für Ordnung. Motiviere es

hinter sich aufzuräumen, indem

du bestimmte Rituale einführst,

die es so spielerisch lernen und in

sein Leben integrieren kann.

Und bringe dein Kind dazu,

immer wieder zu entscheiden,

welche Spielsachen es behalten

will und welchen es bereits

entwachsen ist oder es nicht

mehr benutzt und diese somit

weggegeben werden können.

Dies regelmäßig durchgeführt,

schafft zumindest mehr Platz zum

Spielen. Das Kind kann selbst

besser Ordnung halten, wenn

Photo by Cottonbro on Pexels

keine überflüssigen Spielzeuge

und Kleidungsstücke im Zimmer

verstreut sind. Mit Spielzeug,

das nicht dem Alter des Kindes

entspricht, spielt dein Kind

sowieso kaum und daher kann

man es ebenso gut weggeben –

verkaufen oder an entsprechende

Organisationen spenden.

Farben spielen eine wichtige

Rolle

Farben spielen im Kinderzimmer

eine große Rolle. Ist dein Kind alt

genug, solltest du es auf jeden

Fall in die Gestaltung miteinbeziehen.

Auf diese Weise kann es sich

wesentlich besser mit seinem

Reich identifizieren und lernt,

Entscheidungen zu treffen.

83


Mit unterschiedlich aktiven

Mustern, Farben, Materialien und

Formen ist es ein Leichtes, die

drei Bereiche Schlafen, Spielen

und Lernen optimal zu betonen.

Muster und Farben: Im Allgemeinen

erweisen sich helle,

warme Farben und unaufdringliche

Muster als eine gute Wahl.

Farbtupfer in den Lieblingsfarben

sorgen für eine großartige Abwechslung

und aktivieren den

Raum. Wenn dein Kind allerdings

eher hyperaktiv und unruhig ist,

sind besänftigende Pastellfarben

stimulierenden Knallfarben

vorzuziehen. Insgesamt darf das

Zimmer nicht zu unruhig werden

und vor allem der Schlafbereich

sollte eher sanft gestaltet werden.

Materialien und Formen:

Benutze so viel wie nur möglich

Naturmaterialien und Möbel

mit weichen Kanten und eher

runde Formen. Es gilt auf jeden

Fall für jedes Kind individuell

eine Atmosphäre zu schaffen, die

seinem Wesen entspricht und es

in seinem Wachstum unterstützt

und fördert.

Photo by wandkind.de

Flexibilität: Ein Kinderzimmer

muss Veränderungen Rechnung

tragen und so viel Flexibilität wie

möglich erlauben. Möbel müssen

im Raum leicht verschoben und

umgebaut werden können, z.B.

wenn Freunde übernachten oder

an einem bestimmten Projekt für

die Schule gearbeitet wird.

Auch Wandtatoos mit einem

schönen Spruch können ein

wunderbarer Blickfang sein, der

dein Kind täglich motiviert und es

stärkt.

Tipps für die Gestaltung des

Kinderzimmers

Die Tipps folgen einem einfachen

Grundsatz: Das Kinderzimmer

sollte schlicht und behaglich

eingerichtet sein, Anregung

bieten für die Fantasie und

genug Platz zum Spielen und für

Rückzug bieten.

• Die Einrichtung sollte

Bewegungsfreiheit erlauben

– ausreichender Platz auf

dem Fußboden ist daher

unabdingbar.

• Ordnung und Sauberkeit sind

große Wohlfühlfaktoren.

Unterstütze dein Kind beim

Aufräumen und sei diesbezüglich

selbst ein gutes Vorbild.

• Defekte oder kaputte

Spielsachen sind überflüssig

und werden am besten sofort

beseitigt.

• Achte darauf, dass nichts

Unnötiges unter dem Bett

verstaut ist und nichts über dem

Bett hängt.

• Etagenbetten als ständiger

Schlafplatz können ein Kind

beengen, sei es unten oder zu

dicht unter der Decke.

• Die Beleuchtung im

Kinderzimmer sollte harmonisch

sein, so dass sie den drei

unterschiedlichen Bedürfnissen

'Schlafen, Spielen, Lernen'

Rechnung trägt. Dabei ist

eine indirekte Beleuchtung

ideal, die von der Lampe zur

Zimmerdecke geht und von

der Decke zurückreflektiert

wird. Eine schöne Lösung für

sanftes Dämmerlicht sind auch

Lichterketten mit hübschen

Schirmen.

• Wenn der Schalter für das

Deckenlicht weit vom Bett weg

ist, stellt eine kindersichere

Nachttisch-Lampe eine gute

Lösung dar. Wenn dein Kind in

der Nacht aufwacht, beruhigt das

Licht und vermittelt Sicherheit.

• Arbeite mit Symbolen, die

die Phantasie anregen (wie

Tiersymbole, Märchenfiguren,

Mandalas und Kugeln, für

Jugendliche Idole/Vorbilder).

Abstrakte Bilder sind hingegen

insbesondere für kleinere Kinder

verwirrend.

• Jedes Kinderzimmer sollte

einen Blickfang besitzen, etwa

ein Mobile im Fenster oder

einen Platz an der Wand für

Urkunden, gewonnene Pokale,

Sammelobjekte vom Urlaub

oder Ähnliches.

84


Photo by Marcus Wallis on Unsplash

• Möbel und Teppiche sollten

möglichst giftfrei sein, da

Kinder meist sehr empfindlich

reagieren.

• Ebenfalls problematisch sind

elektronische Geräte im

Kinderzimmer. Geräte, die

unentbehrlich sind, sollten

zumindest während der Nacht

ausgeschaltet werden. Besser

ist es, den Stecker zu ziehen

und die Stromzufuhr ganz zu

unterbrechen. Beim Babyphon

ist es notwendig, dieses

mindestens zwei Meter vom

Kinderbettchen entfernt zu

positionieren.

• Wenn sich mehrere Kinder

einen Raum teilen müssen,

ist es essenziell, dass jedes

Kind seinen persönlichen

Bereich mit Arbeitstisch erhält.

Paravents können die nötige

Privatsphäre schaffen. Weitere

wichtige Punkte bei einer

solchen Konstellation sind die

Ordnung und Organisation von

Spielsachen und das Verzichten

auf zu üppige Möblierung.

Weniger ist hier eindeutig

mehr.

Erschaffe dir Räume

die dir gut tun für ein Leben

und ein Zuhause, das du

aus ganzem Herzen liebst.

Andrea Docter-Haslach ist

leidenschaftliche Feng Shui

Raumexpertin + Home Energy

Coach für äußere und innere

Ordnung und Klarheit, besser

bekannt als „Die Hausflüsterin“.

Ihr Motto lautet: Räum dich

glücklich und frei!

Schaffe Raum für dein bestes

Leben – innen wie außen.

In ihren Kursen, Seminaren

und Beratungen unterstützt sie

Menschen dabei, Altes bewusst

aufzulösen und Neues zu

manifestieren – ohne Angst, das

Falsche loszulassen und es später

zu bereuen.

Andrea zeigt in einfachen

Schritten, wie du mentalen und

physischen Ballast einfach loslässt

und wie durch Einbeziehung

von Feng Shui neue Impulse in

einem Zuhause gesetzt werden

können. Dies bereichert nicht nur

die Räume, sondern auch das

Leben selbst und es wird somit

noch schöner, freudvoller und

sinnerfüllter.

Andrea lebt mit ihrem Mann

Peter & Hund Mooney in den

Niederlanden.

https://diehausfluesterin.com

Kontakt:

andrea@bright-delight.com

85


Paarberatung

Seitensprung

– und die respektvolle Lösung für Betroffene

86


Psychologie/Selbsthilfe

Wenn es in einer monogam

angelegten Beziehung zu einem

Seitensprung kommt, gibt es

meiner Erfahrung nach häufig

nur einen Weg, vollkommen

unbeschadet aus dieser

Katastrophe wieder hervorgehen

zu können. Der Hintergangene

und auch der Seitenspringer

müssen sich gedanklich mit

dem Vorfall auf eine Weise

auseinandersetzen, die es

ermöglicht, wieder zu mehr

Klarheit zu finden. Klarheit, die

dabei hilft, die Dinge jenseits

der verletzten und verwirrten

Gefühle nüchtern, sachlich und

realistisch zu betrachten. Es

geht darum, herauszufinden,

welche Bedeutung ein

Seitensprung im Allgemeinen

haben kann und welche er für

beide Beziehungspartner ganz

persönlich hat. Und insbesondere

geht es darum, was der

Seitensprung für die gemeinsame

Zukunft bedeutet. Bei solch

einer starken Erschütterung der

menschlichen Bedürfnisse sowie

einer derart heftigen mentalen

und emotionalen Überforderung

wie sie in der Regel bei einem

Seitensprung auftritt, halte ich

es für dringend erforderlich, die

ganze Angelegenheit sachlich zu

hinterfragen.

Wenn Sie also in solch einer

schweren Überforderung

nur Ihren Gefühlen Glauben

schenken, werden Sie Ihre

momentane Befindlichkeit

vermutlich kaum oder gar nicht

verändern können. Den Vorfall

zu klären, die Dinge realistisch

zu betrachten, zu verstehen,

warum geschehen konnte, was

geschehen ist, die richtigen

Schlüsse für die Zukunft daraus

zu ziehen und schließlich zu einer

respektvollen Lösung zu finden,

ist eine geistige Leistung. Eine

respektvolle Lösung kann die

Erneuerung und Fortführung

der Beziehung sein oder die

gütliche Trennung. Wie schwer

es ist, diese geistige Leistung

zu erbringen, hängt davon ab,

welche Überzeugungen Sie über

Liebe, Partnerschaft und Treue im

Laufe Ihres Lebens verinnerlicht

haben. Es kann daher eine

leichte, mittelschwere, schwere

oder nicht erbringbare Leistung

für Sie darstellen. Es kommt

darauf an, wie viel innere

Freiheit und Gelassenheit Sie

in sich finden, noch einmal neu

über alles nachzudenken und

ob Sie dazu in der Lage sind, in

mancherlei Hinsicht zu neuen

Einsichten, Überzeugungen,

Urteilen und Bewertungen zu

finden. Diese Leistung kann nicht

von Ihren Gefühlen erbracht

87


werden. Ganz im Gegenteil,

Gefühle behindern oder

blockieren sachliche, zielführende

geistige Leistungen. Sie wehren

diese geradezu ab. Insbesondere,

wenn es sich um negative

Gefühle handelt.

Gefühle ersetzen häufig geistige

Leistungen. Sie platzieren sich

in unseren Wissenslücken. So

kommt es, dass wir das, was wir

fühlen, für Wissen halten und wir

es gar nicht für nötig erachten,

noch einmal alles nüchtern und

sachlich zu hinterfragen. Wenn

Sie diese geistige Leistung nicht

erbringen möchten oder können,

werden Sie stattdessen weiterhin

gefühlgesteuert versuchen,

klarzustellen, wer sich zurecht

verletzt fühlen darf (wer Recht

hat) bzw. wer zu verurteilen ist

(wer schuldig ist). Das zu tun,

ist zwar verständlich, denn die

Verletzungen und die damit

verbundenen Ängste sind so

groß, dass alles andere geradezu

als Zumutung erscheint. Das

ändert aber nichts daran,

dass dieses nachvollziehbare

Verhalten nicht sinnvoll und nicht

zielführend ist. Jedenfalls dann

nicht, wenn man herausfinden

möchte, ob und wie es möglich

werden kann, die Beziehung

glücklich und zufrieden

miteinander fortzuführen.

Dieses Verhalten ist wie schon

gesagt zwar nachvollziehbar,

es ist aber dennoch respektlos.

Man respektiert dabei den

anderen nicht als den Menschen,

der er ist. Wenn man einen

Menschen nicht so respektiert,

wie er ist – mit all seinen Stärken,

Schwächen und Fehlern – ist

das immer respektlos. Das

ist auch dann so, wenn wir

meinen, ihn mit Recht respektlos

behandeln zu dürfen, weil er

uns beispielsweise ebenfalls

respektlos behandelte. Etwa

weil er uns einen Seitensprung

angetan hat. Das ist schließlich

auch eine Respektlosigkeit.

Das ist sogar noch sehr gelinde

ausgedrückt. Daher kann

man durchaus sagen, dass

man einen Seitenspringer mit

Anschuldigungen und Vorwürfen

zwar nachvollziehbarerweise

respektlos behandelt, aber

respektlos bleibt respektlos.

Respektlosigkeit führt niemals

zu einer heilsamen Lösung.

Die Lösung liegt darin, zu

respektieren was ist und sich

respektvoll und gleichberechtigt

dieser Realität zu stellen.

Gleichberechtigt heißt: Deine

Stärken, Schwächen und Fehler

unterscheiden sich vielleicht zu

meinen Stärken, Schwächen

und Fehlern, aber da wir

gleichberechtigt sind, sind meine

Stärken, Schwächen und Fehler

genauso als zu mir gehörend

anzuerkennen, wie deine als

zu dir gehörend anzuerkennen

sind. Deine sind nicht besser als

meine, genauso wie meine nicht

besser als deine sind.

Ein Seitensprung ist und bleibt

in einer monogam angelegten

Beziehung ein grober Fehler.

Gemessen an dem Schmerz,

der dabei für alle Beteiligten

verursacht wird, ist das sogar

noch sehr nett ausgedrückt. Ein

Seitensprung ist aber deshalb

noch lange kein Beweis für

einen schlechten Charakter. Es

muss auch nicht zwangsläufig

bedeuten, dass jemand nicht

vertrauenswürdig ist. Menschen

machen Fehler! Wir alle sind

hochkomplexe, emotionale

Wesen, denen es nicht immer

leicht fällt, im Wirrwarr

allen Denkens und Fühlens

das Richtigste, Gerechteste,

Achtsamste, Anständigste

oder Angemessenste zu tun.

Treue ist ein hohes Gut. Fast

jeder Mensch wünscht sich

einen treuen Partner. Aufgrund

unserer vielschichtigen zum Teil

gegensätzlichen natürlichen

menschlichen Bedürfnisse

88


haben wir alle schon des Öfteren

bemerkt, dass das, was wir von

uns und anderen erwarten, nicht

immer und ausnahmslos das

ist, was wir in uns wahrnehmen

und uns wünschen. Oft

kämpfen zwei oder mehrere

gegensätzliche Bedürfnisse in

uns nach Beachtung. Je nachdem

in welcher psychischen und

emotionalen Verfassung wir

gerade sind, agieren wir mal

mehr und mal weniger besonnen

und angemessen. Erstrecht

wenn wir in einer Beziehung

leben, in der manche unserer

Bedürfnisse auf der Strecke

bleiben und wir keinen Raum

vorfinden, in dem wir mit

unserem Partner respektvoll

und einander zugewandt über

alles reden können, kann es

zu unangemessenen oder

unachtsamen Handlungen

kommen. Wenn es zu einem

Seitensprung kommt, geht es

in der Regel nicht nur darum,

das Defizit eines sexuellen

Bedürfnisses auszugleichen,

sondern sehr häufig spielen

Bedürfnisse wie beispielsweise

nach Anerkennung, Selbstwert,

Wertschätzung etc. eine

wichtige Rolle. Man möchte sich

einfach mal wieder als Frau,

als Mann gesehen, gehalten,

geachtet, wertvoll, besonders,

geliebt, begehrt und verstanden

fühlen. Gerade in langjährigen

Beziehungen existiert sehr oft

ein Mangel an all diesen sich

wechselseitig bedingenden

menschlichen Bedürfnissen.

In meinem Buch „Seitensprung“

versuche ich unter anderem

auch das hohe Ideal der Treue

einmal zu beleuchten. Dabei

möchte ich aber wirklich nicht so

verstanden werden, als würde ich

empfehlen, es mit der Treue in

Zukunft doch nicht mehr so ernst

zu nehmen. Dennoch möchte ich

eines doch zu bedenken geben:

Liebe wird im Allgemeinen

ganz eng mit Treue verknüpft.

Wenn es sich um wahre Liebe

handelt, dann soll es angeblich

niemals zu Untreue kommen

dürfen. Andernfalls könne keine

wahre Liebe zugrunde liegen.

Dementsprechend

heißt es, absolute Treue sei ein

Beweis für wahre Liebe. Ich

möchte diese Behauptung noch

einmal gerne etwas genauer

unter die Lupe nehmen. Meiner

Erfahrung nach kann man das so

nämlich nicht einfach behaupten.

Ich würde wahre Liebe viel eher

wie folgt beschreiben:

Wenn ein Mensch einen anderen

Menschen wirklich liebt, dann

ist er an dessen Glück und

Wohlergehen interessiert. Es ist

ihm ein Bedürfnis, dem geliebten

Menschen das zu gönnen und

zu geben, was er für seine

Entwicklung und Entfaltung

braucht. Denn nur wenn uns

das zur Verfügung steht, was

wir für unsere Entwicklung und

Entfaltung brauchen, können

unsere Bedürfnisse ausreichend

Erfüllung finden und nur so

können wir Glück in uns spüren.

Wenn der geliebte Mensch

Fehler macht oder einfach nur

die eigenen Erwartungen nicht

erfüllt, dann würde wahre Liebe

ihn dafür nicht schuldig sprechen

und auch keine Bedingungen

stellen. Wahre Liebe lässt

frei. Sie würde von dem

geliebten Menschen nicht

verlangen, sich entsprechend

der eigenen Bedürfnisse

zu verbiegen oder gar

aufzugeben.

89


Es kann also durchaus auch als

ein Zeichen von psychischer

Reife und sozialer Kompetenz

angesehen werden, wenn man

erkennt, dass ein Mensch für

einen anderen nicht alles sein

kann und man deshalb bereit ist,

sich gegenseitig so viel Freiraum

zur eigenen Entwicklung und

Entfaltung zur Verfügung zu

stellen, wie jeder für sich braucht.

Ich möchte sogar noch einen

Schritt weiter gehen:

Erst wenn so viel Liebe zwischen

zwei Menschen existiert, dass

jeder dem jeweils anderen

genügend Freiheit für eigenes

Denken, Fühlen und Handeln

zugesteht, hat man eine gute,

gesunde, vertrauensvolle,

erwachsene Basis auf der eine

Beziehung für zwei Menschen

so viel an Bedeutung gewinnen

kann, dass beiden Beteiligten ihre

Liebe es wert ist, einander treu

zu sein.

Nur wenn wir uns gegenseitig

erlauben, der Mensch sein zu

können, der wir sind, mit all

unseren Stärken und Schwächen,

können wir uns wirklich geliebt

fühlen. Nur wenn wir uns wirklich

geliebt fühlen, ist es uns unsere

Beziehung wert, einander treu

zu sein. Wir wissen dann zwar,

dass wir füreinander nicht alles

sein können, aber unsere Liebe

zueinander ist uns so viel wert,

dass uns das reicht. Einander treu

zu sein, ist uns dann unsere Liebe

wert. Unsere Liebe ist uns dann

so viel wert, dass wir aufhören,

außerhalb unserer Beziehung

nach Erfüllung zu suchen

für Dinge, die wir in unserer

Zweisamkeit nicht vorfinden

können.

Die größte Sehnsucht, die wir

alle haben, ist, verstanden zu

werden. Diese große Sehnsucht

nach Verständnis ist erst dann

erfüllt, wenn wir einen Partner

an unserer Seite wissen, der

uns dabei unterstützt, der

Mensch sein zu können, der wir

sind. Jemand, der uns gerade

deshalb, weil er uns versteht,

den Freiraum zugesteht, der zur

Erfüllung unserer menschlichen

Bedürfnisse erforderlich ist.

Erst wenn unsere menschlichen

Bedürfnisse erfüllt sind, können

wir Glück in uns spüren.

Vorwürfe, Anschuldigungen und

Aufforderungen sich den eigenen

Erwartungen entsprechend

zu verändern, sind genau das

Gegenteil von Verständnis. Es

sind respektlose Übergriffe

auf die Seele und Würde des

anderen.

Häufig ist es um die Liebe

zweier Menschen eher wie

nachfolgend bestellt: Beide

Beteiligten besitzen nicht die

psychische Reife und soziale

Kompetenz einander zu gönnen,

der Mensch sein zu dürfen, der

90


man ist. Beiden ist es demnach

nicht ausreichend möglich, dem

jeweils anderen das Gefühl zu

geben, verstanden und geliebt

zu werden. Denn verstanden

und geliebt kann man sich

vom Partner nur fühlen, wenn

man neben ihm im Großen

und Ganzen der Mensch sein

darf der man ist und sein

möchte. Ich erlebe es in meinen

Beratungen tagtäglich, dass es

diese einander freilassende,

respektvolle, wertschätzende,

gleichberechtigende Liebe

in vielen Beziehungen nicht

vollumfänglich gibt. Stattdessen

bieten beide sich gegenseitig

genau das Gegenteil von dem,

was sie sich eigentlich wünschen

und was sie zum Glücklichsein

brauchen. Es wird versucht, den

Partner nach eigenen Wünschen

umzuerziehen. Jeder verhindert

mit seinen Ansprüchen,

Erwartungen und Vorwürfen,

die er an den anderen stellt, das

Glück des anderen. Es ist dann

nicht verwunderlich, wenn einem

die Beziehung unter solchen

Bedingungen es nicht mehr wert

ist, einander für immer treu zu

sein! Es existiert zumindest eine

Beziehungsbasis, auf der ein

Seitensprung passieren kann.

gemeinsame Beziehung zu retten,

den Mut, sich den nötigen Raum

für Offenheit und Ehrlichkeit

zur Verfügung zu stellen, der es

ermöglicht, sich der Realität zu

stellen. Möge es Ihnen gelingen,

sich füreinander zu öffnen, zu

interessieren und verständnisvoll

zu begegnen, damit Sie

unvoreingenommen klären

können, was Sie miteinander

verbindet und was Ihnen Ihre

Beziehung und Ihre Liebe wirklich

bedeuten.

Die Lösung liegt in einer

respektvollen, gleichberechtigten,

verständnisvollen und an

einander interessierten

gemeinsamen Kommunikation.

Seitensprung:

Taschenbuch: 12,99 EUR

ISBN: 978-3753463728

Seitenzahl: 164

überall im Handel erhältlich

(auch als eBook)

Ein Seitensprung ist natürlich

genauso wenig ein Zeichen

von psychischer Reife und

sozialer Kompetenz, wie es

Bevormundung, Anschuldigung,

Beschimpfung, Manipulation,

Besserwisserei, Gewalt und

alle weiteren respektlosen

Erfüllungsstrategien auch nicht

sind. All diese Strategien, die

letztlich der Erfüllung von

Bedürfnissen dienen, sind

genauso wie ein Seitensprung

respektlose Übergriffe auf die

Würde und Seele des jeweils

anderen.

Ich wünsche allen Paaren, die von

einem Seitensprung betroffen

sind und versuchen möchten, ihre

https://www.psychologische-beratung-per-telefon.de/

91


Alltag

Schicksale ADHS

Ich habe mit einer jungen Mutter

gesprochen, die viele schlimme

Jahre erleben musste und deren

Kind von ADHS betroffen ist. Menschen

mit dieser Störung können

für alle Beteiligten - Eltern, Erziehungs-

und Lehrkräfte oder für den

Kollegenkreis – sehr anstrengend

und nervenaufreibend sein.

Mit Bravour, viel Kraft und großer

Tapferkeit meistert Sandra alle

Schwierigkeiten des Alltags.

Sie erzählt ihre Geschichte,

weil sie zeigen möchte, dass es

immer wieder einen Weg gibt,

um auch mit den schwierigsten

Situationen fertig zu werden.

Und mag es noch so sehr regnen,

irgendwann scheint auch wieder

die Sonne.

Lasst diesen Erfahrungsbericht

auf euch wirken und ich bin

sicher, diese berührt euer Herz.

Alles Liebe - Sabina Furthmayer-

Goldberg

92


Schicksalsjahre einer tapferen Frau

Erfahrungsbericht von Sandra Pöpl

… und ihr Kind hat ADHS

Warum ich diesen Artikel

öffentlich mache???

Um anderen Menschen, die in

derselben Situation sind, zu

zeigen, dass man im Leben nie

aufgeben darf und soll, egal

wie viele Steine dir in den Weg

gelegt werden.

Sandra Pöpl – eine starke Frau

und Mutter

Alles fing so an: Ich habe

fünfeinhalb Jahre mit einem

Narzissten eine Beziehung

geführt. Ich wurde geschlagen,

gemobbt und seelisch einfach

unglaublich tief verletzt. Ich

glaubte ihm all die schlimmen

Worte, die er zu mir sagte.

Eines Tages musste ich ins

Krankenhaus, um meinen

Unterleib untersuchen zu lassen.

Dort wurde dann festgestellt,

dass ich höchstwahrscheinlich

keine Kinder bekommen kann.

Von da an habe ich mir keine

Gedanken mehr darum gemacht

und schlief mit meinem Ex-

Freund ohne zu verhüten. Denn

auch wenn er mich nicht liebte,

ich tat es.

Meine Mutter war bereits

vor meiner Untersuchung

krebskrank. Es wurde Brustkrebs

diagnostiziert. Gott sei Dank

konnte der Krebs Jahre später

besiegt werden. Gleichzeitig

wurde ich auch schwanger,

93


doch dann kam schon der

nächste Schicksalsschlag bzw.

Stein auf meinem Weg. Bei

meiner Mutter wurde nun

Lungenkrebs mit Metastasen

im Kopf diagnostiziert. Ich

versuchte so viel Zeit wie möglich

mit ihr zu verbringen, denn die

Ärzte gaben ihr nicht mehr viel

Zeit zum Leben. Mein Bauch

wuchs und wuchs und dann

traf der schlimmste Tag meines

Lebens ein. Meine Mutter starb

mit jungen 44 Jahren an den

tragischen Folgen ihrer Krankheit.

Ich brach vor ihrem Totenbett

(Hochschwanger) zusammen.

Meine Mutter war alles für

mich. Meine beste Freundin. Der

Fels in der Brandung, der die

Familie zusammenhielt, einfach

wirklich alles. Gleichzeitig, bevor

ich überhaupt erfahren habe,

dass ich schwanger war, wurde

auch bei mir ein vergrößerter

Lymphknoten im Magenbereich

festgestellt. Ich ließ immer wieder

Ultraschall-Untersuchungen

machen. Er wuchs Gott sei Dank

nicht. Doch dann, nach der

Geburt meines Sohnes, wuchs

er minimal. Das Krankenhaus,

wo ich damals war, wollte nichts

unternehmen. Sie sagten, es

wäre nicht so tragisch. Mein

Bauchgefühl ließ mir aber keine

Ruhe, somit begab ich mich in das

nächste Krankenhaus. Dort wurde

sofort reagiert. 14 Tage darauf

wurde ich operiert. 4 cm meines

Magens kamen weg. Der Tumor

wurde dann eingeschickt. Der

nächste „Stein“ in meinem Leben

kam nun immer näher. Dann kam

der Anruf aus dem Krankenhaus.

Der Tumor war böse. Also Gott

sei Dank habe ich nach meinem

Gefühl gehandelt.

Ich habe eine chronische

Krankheit, die sich

gastrointestinaler Stromatumor

nennt. Ziemlich schwierig zu

erklären. Also es kann immer

wieder ein Fremdkörper in

meinem Inneren auftauchen.

Regelmäßige Untersuchungen

sind also unerlässlich. Bis jetzt

läuft Gott sei Dank in dem

Bereich alles gut. Doch nun

zurück zu meiner narzisstischen,

toxischen Beziehung, die ich

„leider“ erleben „durfte“ und

die mir gleichzeitig das Schönste

und Beste der Welt erzeugte.

Meinen Sohn Dominik, geboren

am 26.05.2014 – einen Monat

nach dem Tod meiner Mutter. Ich

schaffte es dank meines Sohnes

endlich, aus der schrecklichen

Beziehung zu flüchten. Mein

Sohn ist also wirklich das

Schönste und Beste, was mir

nach den schlimmen Jahren zuvor

passieren konnte. Seine Geburt

stärkte mich und brachte mich

auf den richtigen Weg. Er ist mein

Engel im wahrsten Sinne des

Wortes.

Leider färbte mein grausiges

Vorleben auch auf meinen

Dominik ab. Er ist mittlerweile

7 Jahre alt. Mit 6 Jahren wurde

bei ihm ADHS festgestellt. Es ist

nicht immer leicht. Man wird

oft auf der Straße angesehen

wie eine Rabenmutter oder

Schwerverbrecherin. Auch in der

Schule hatten wir leider große

Probleme, dass wir sogar jetzt

umziehen müssen. Die heutige

überforderte Gesellschaft hat nur

Vorurteile und weiß gar nicht,

was ich und Dominik schon alles

durchgemacht haben. Dominiks

Vater hat kein Interesse an ihm

und zahlt auch nicht für seinen

Sohn. Zum Geburtstag oder zu

Weihnachten kommen nicht mal

Anrufe, einfach nichts. Also auch

er hat einen steinigen Weg zu

gehen.

94


Ich möchte euch aber trotzdem

vermitteln, dass ihr alle nicht

aufgeben sollt. Es gibt tolle

Ergotherapeuten und sehr

hilfreiche Therapien, um die

Krankheit eines Tages besiegen zu

können. Die meisten wollen dir

Medikamente andrehen, um das

Kind einfach nur ruhigzustellen.

Klar, ist ja auch die einfachste

Methode für die heutige

Gesellschaft. Da die Mehrheit

mit sich selbst nicht im Reinen

ist. Ich lasse mich aber nicht

unterkriegen und darum mache

ich diesen Aufruf und stehe dazu,

dass es nicht immer leicht ist.

Aber ich habe nie aufgegeben

und werde es auch niemals tun.

Wir arbeiten mit Schüssler Salzen

und Omega 3. Mal sehen was die

Zeit sagt. Bis jetzt muss ich sagen,

hat sich ja doch schon etwas

verbessert. Und seien wir doch

alle mal ehrlich. Kinder sollen

doch wie Kinder leben dürfen.

Also gebt nicht auf und lasst euch

nicht unterkriegen.

Eure Sandra

Anmerkung der Redaktion:

Gern beantworten unsere

Expert*innen eure Fragen. Auch

eure Erfahrungsberichte sind uns

herzlich willkommen!

leben.live.info@gmail.com

Fotos: Anton Eitzinger

Sandra u. ihr Dominik - unzertrennlich

95


Hör auf die Stimme in dir

- sie kennt alle Antworten

Heute möchte ich dir gerne

erzählen, wie das Licht, welches

ich erst kurz vor der völligen

Dunkelheit für mich entdeckt

habe, begann, mir einen neuen

„WUNDER“vollen Weg in ein

glückliches, erfolgreiches und

freies Leben zu weisen.

Zu Beginn meiner Reise hier auf

Erden, wurde ich nicht gerade

auf Rosen gebettet. Auf Dornen -

käme der Wahrheit schon etwas

näher.

Als Kind einer ledigen Mutter,

die krankheitsbedingt viel in

Kliniken verbrachte und nicht im

Stande war, mich großzuziehen,

der Vater mit Tarnkappe auf und

davon, wuchs ich bei meiner

Großmutter in eher ärmlichen

Verhältnissen auf. Jedoch war

meine Kindheit bis zu meinem

neunten Lebensjahr behütet, was

ich auch hauptsächlich meiner

Großmutter zu verdanken habe.

Bei bestimmten Nachbarn spürte

ich schon früh die Härte und

Kaltherzigkeit. In den 60er und

70er -Jahren waren eben ein

lediges Kind und eine Kriegswitwe

mit kleiner Rente nicht gerade

salonfähig und man zählte nicht

zur Mitte der Gesellschaft, was

natürlich oft sehr bitter für uns

war.

Meine Großmutter starb ganz

plötzlich als ich neun Jahre alt

war, und mit ihr mein ganzer Halt

im Leben. Bald darauf wurde

ich in eine bigotte Pflegefamilie

gesteckt, wo ich fünf Jahre die

Hölle am eigenen Leib erfahren

musste. Ich wurde dort mehr

wie ein Nutztier und weniger

als Mensch behandelt. Nun

genug der eher traurigen

Vergangenheit. Es gäbe sehr viel

darüber zu berichten, was jedoch

hier den Rahmen sprengen

würde.

Mit gerade einmal einundzwanzig

war ich an einem meiner tiefsten

Punkte im Leben angelangt und

dachte, mein Leben wäre vorbei.

Doch in diesem Moment zog

mich die Anwesenheit eines

inneren, noch recht kleinen

Lichtleins magisch an. Ich ließ

mich immer mehr auf den

Lichtpfad ein, der in meinem Herz

seinen Ursprung fand. Es heißt

nicht umsonst, wenn du denkst,

es geht nicht mehr, kommt von

irgendwo ein Lichtlein her.

An diesem, für mich noch

unbekannten Ort, erkannte ich

eine Art göttliche Quelle und

empfand ein Vertrauen

96


Schönes für Herz und Seele

was ich bisher so nie kannte. Ich

fing an, mich mit dieser Quelle zu

unterhalten und lies alle meine

Sorgen, als hätte ich es noch nie

anders gehandhabt, einfach dort

hineinfallen. Heute würde ich

dazu sagen, dass ich vollständig

losgelassen habe, ohne darüber

nachzudenken, welche Folgen es

für mich haben könnte.

Was soll ich sagen, die Folgen

meines tiefen Vertrauens und

das Abschalten meines destruktiv

veranlagten Verstandes grenzten

wortwörtlich an Wunder. Ich

ließ mich quasi von einer mir

unbekannten Macht einfach

leiten. Das Licht wurde immer

heller und umhüllte mich mit

einer wohligen Vertrautheit in

etwas Fremdes und doch tief in

mir wusste ich, es fühlt sich nach

Heimat an.

Mein Leben nahm eine 180-Grad-

Wende. Alles begann damit, dass

ich anfing neue Gedankenfelder

zu erschaffen. Wo ich noch

zuvor über das Leid aus der

Vergangenheit nachdachte,

webte ich Gedankenmuster einer

neuen, schönen und glücklichen

Lebenssituation. Nicht nur

dass ich diese neue Situation in

meiner Vorstellungskraft deutlich

erkennen konnte, nein, ich ließ

diese Gedankenmuster lebendig

werden und fühlte diese Dinge

als wären sie bereits geschehen.

Und sie geschahen in meiner

sichtbaren, realen Welt, eines

nach dem anderen.

Das Erste, wonach ich mich

sehnte, war eine Partnerschaft,

die mich tragen und mir Halt

geben würde. Eine Sehnsucht, die

so stark war, dass ich mich dabei

ertappte, mich überwiegend

in der Entrückung meiner

„neuen Welt“ wieder zu finden.

Natürlich plauderte ich mit dieser

unsichtbaren Macht - nennen

wir sie Gott - und überließ ihm

was und wann zur richtigen Zeit

sichtbar in mein Leben kommen

sollte. Heute würde man es

eher als Annahme der Kreation

oder eine Manifestation aus der

Vorstellungskraft nennen. Anders

ausgedrückt: meine Sehnsucht

und mein Vertrauen waren so

groß, dass ich all die Dinge im

Detail spüren konnte, ohne erst

zu erwarten, dass sie geschehen,

denn für mich waren sie bereits

geschehen.

Wer sich ein wenig mit den

universellen Gesetzen auskennt,

dem ist bekannt, dass immer der

Geist die Materie erschafft und

nur, wenn ich eins werde mit

der Vorstellung des Neuen und

völlig damit in meinen Gefühlen

verschmelze, bin ich auch

bereit, diese neuen Kreationen

anzunehmen. Also wenn ich

überzeugt bin, dass Geist, sprich

Vorstellungskraft plus Gefühl zur

Materie wird, manifestiert sich

genau dieses geistige Potenzial.

Was du vielleicht auch

beachten solltest, ist, dass die

wahre Realität immer in der

unsichtbaren, geistigen Welt

präsent ist. Also lass dich nicht

von der sichtbaren („realen“)

Welt täuschen. Hier handelt

es sich lediglich um den

manifestierten Geist einer in

der Vergangenheit erdachten

Lebenssituation.

Befreie dein inneres Kind …

Wahrlich, ich sage euch, es sei denn,

daß ihr euch umkehret und werdet

wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins

Himmelreich kommen.

Matthaeus 18:3

97


Sicher möchtest du nun wissen,

wie sich das dann mit meiner

Vorstellung eines führsorglichen

Lebenspartners entwickelt hat?

Na, dann möchte ich dich nicht

länger auf die Folter spannen.

Mich ließen der Gedanke sowie

das Gefühl einfach nicht mehr

los, meinen „Prinzen“ zu treffen.

Ich erlaubte auf einmal meinen

destruktiven Gedanken, nicht

mehr an ein Scheitern dieses

Projekts zu glauben und floh

sofort wieder in die sogenannte

Entrückung. Den Alltag, der vor

der Begegnung mit der Quelle

stattgefunden hatte, empfand

ich nur noch sehr schwach

und als unwirklich. Natürlich

konnte ich niemandem davon

erzählen, alle hätten mich sicher

für völlig verrückt gehalten.

Also schwieg ich darüber. Es

dauerte ein paar Wochen, da

begegnete ich meinem Prinzen

das erste Mal, wusste natürlich

noch nichts von meinem Glück,

jedoch fiel er mir schon sehr

angenehm auf. Das wiederholte

sich noch ein paarmal, bis es

eben irgendwann zu den ersten

Gesprächen, dann zum ersten

Kuss und schlussendlich zu einer

Märchenhochzeit kam.

Beim Revue-Passieren-Lassen,

kann ich es bis heute kaum

fassen, was alles möglich ist,

wenn man versteht, was die

Vorstellungskraft – ausgelöst

98


durch eine tiefe Sehnsucht und

den Glauben daran – bewirken

kann. Da fällt mir nur eines ein -

Es ist bereits vollbracht!

So geht es bis zu meinem

heutigen Tag, was das

Manifestieren angeht. Und

welche Resultate sich in meinem

Leben zeigen, wenn eine echte

Sehnsucht vorhanden ist, ist

manchmal selbst für mich

beinahe zu schön, um wahr zu

sein.

Einen Haken hat die Sache und

den möchte ich natürlich nicht

unerwähnt lassen. Immer dann,

wenn sich mein Verstand in

den Vordergrund schummelte,

um das Zepter in die Hand zu

nehmen, besser ausgedrückt, das

Ego anfing zu kreieren, ging es

meist heftig in die Hosen. Achte

da bitte gut darauf, denn unser

Ego durfte ja über Jahrhunderte

die erste Geige spielen, da

der Menschheit alles über die

wahre Schöpferkraft „bewusst“

verschwiegen wurde.

Weiter zu meinen Erfahrungen.

Es fügte sich ein Puzzleteil an das

andere und ich machte es mir

regelrecht zu meinem Hobby,

in die Gedankenschmiede zu

gehen und ließ und lasse auch

heute noch meinem inneren

Architekten volle Freiheit, meine

Sehnsüchte, ob materieller oder

immaterieller Art, zu erfüllen.

Nun, so wurde im Laufe der

Zeit aus mir eine glückliche

Ehefrau, Mutter und

erfolgreiche Heilpraktikerin bzw.

Unternehmerin. Ja, aus dem

hässlichen Entlein entwickelte

sich, dank der Begegnung mit

meinem inneren Licht, ein

leuchtender Schwan.

Nochmal ein kleiner Ausflug in

die Gedankenschmiede. Vor ein

paar Jahren sehnte ich mich in

meiner beruflichen Laufbahn, wo

natürlich sehr viele Möglichkeiten

bzgl. Therapie und Beratung

feilgeboten werden, nach der

absoluten Berufung, die mich

rund um mein Herz erfüllen

würde. Natürlich wurde auch

diese wundervolle Kreation

prompt geliefert.

Sämtliche Türen öffneten sich

für mich, wie durch Zauberhand.

Ich erkannte sie durch mein

tiefes Vertrauen und der immer

sensitiveren Vorgehensweise

recht schnell. Dankbar und

neugierig betrat ich die Räume

mit all den geöffneten Türen.

Wenn ich heute betrachte, mit

welcher Freude und Herzlichkeit

ich Menschen durch mein Wissen

und die eigenen Erfahrungen ein

Stück, ob persönlich in der Praxis,

per Telefon oder am liebsten per

Videocall, auf ihrem Weg aus der

Dunkelheit zum Licht begleiten

darf, kann ich mit Fug und Recht

behaupten, ich lebe ein völlig

neues, anderes Leben, als vor der

Begegnung mit der „göttlichen

Quelle“, dieser geheimnisvollen

Schöpferkraft.

Vielen Menschen ist es

leider nicht bewusst, dass sie

unsichtbare Fesseln tragen,

ob sie alte Verträge, Flüche,

Besetzungen, Gelübde und

vieles andere mehr mit sich

herumschleppen und sich

wundern, warum bei ihnen

so viele Dinge zum Scheitern

verurteilt sind. Trotz positivem

Denken, will einfach nichts

gelingen. Ich persönlich

habe in meinem imaginären

Keller so richtig aufgeräumt,

und glaube mir, da waren

einige Fesseln aus früheren

„Inkarnationen“ vorhanden,

die mich in bestimmten Dingen

immer wieder ausbremsten.

Wenn du das ganze Spiel der

göttlichen Quelle, also der auch

in dir wohnenden Macht einmal

verstanden hast, ertappst du

die Störenfriede recht schnell

und transformierst sie, um die

99


Vertraue raue

deiner

inneren

Kraft

von Unrat frei gewordenen

Stellen in deinem System mit

den Ressourcen aufzufüllen, die

deinem göttlichen Wohle dienen

und dich in deinem Bewusstsein

weiterbringen.

Vielleicht noch einen Satz zur

aktuellen Weltlage. Egal was da

draußen für ein Sturm tobt, und

das tut er, bleib in deiner Mitte

und erinnere dich an das Licht

in dir. Angst ist der schlechteste

Berater und zieht nichts Gutes

in dein Leben. Denke immer

daran, du bist ein großartiges

Schöpferwesen, also husch in

die Gedankenschmiede und

kreiere dir die neue Welt voller

Frieden, Freude und herzlicher

Gemeinschaft. Du weißt, Geist

schafft Materie, und Materie ist

verdichteter Geist. Alle Menschen

aus meinem Umfeld, die diese

Regel beachten, leben aktuell

in ihrem Herzen und begegnen

neuen Herzmenschen. Sie lassen

sich nicht von der aufgeblasenen

Angst, die geschürt wird,

herunterziehen, sondern machen

es wie ich, sie entrücken einfach

in ihre Vorstellungskraft und

erleben eine neue Welt und

geben der aktuellen Dunkelheit

keine Aufmerksamkeit mehr.

Hier noch ein kleiner

persönlicher Tipp: Zeitungen und

Nachrichtensendungen nicht zu

ernst nehmen. Lass dich nicht

vom Negativen in den Bann

ziehen!

Du bist sicher in deinem

Bewusstsein schon gut gestärkt,

dann schaffst du es auch,

Berichterstattungen aus der

Vogelperspektive zu betrachten

und lässt dich nicht emotional

auf die niedrige Frequenz der

negativen Meldungen ein.

Falls du auch mal gerne in der

Bibel liest, wäre mein Tipp, der

Psalm 91.

Das Licht leuchte dir…

genau das wünsche

ich dir von ganzem

Herzen.

Mit herzlichen Grüßen

Deine Gabi Putze

Wenn du dich mit mir verbinden

möchtest, dann besuche mich

doch gerne auf meiner Website

www.gabi-putze.com oder auf

-Telegram - da habe ich den Kanal

Herz-Mensch neu eröffnet.

100


The Story of My Life

– Leser*innen schreiben Geschichte –

ist in Zusammenarbeit mit Nicole Führing entstanden,

deren eigene Geschichte nachfolgend erzählt wird.

schreiben Leser*innen uns

Geschichte

Bei

Leser*innen Geschichte

The

Story

OF MY

LIFE

Mach mit,

sei dabei!

Nicole Führing

Meine Geschichte oder wer bin ich?

Hallo Nicole, würdest Du Dich

bitte kurz vorstellen?

Ich bin Nicole Führing, Jahrgang

1977, seit 2001 selbstständig.

Mit meinem Partner Mario

und meinem Beagle Curby lebe

ich im beschaulichen Kloster

Oesede in Georgsmarienhütte

(bei Osnabrück) Hier wohnen wir

zur Miete in einem Haus in einer

verkehrsberuhigten Zone und

damit in einem ruhigen Umfeld.

Im unteren Bereich befinden

sich unsere Privaträume sowie

das Büro meines Mannes Mario.

Er ist ebenfalls selbstständig

(Freiberufler) und seines Zeichens

Frontend Designer, Fotograf

und Filmemacher. (Videofilme,

Unternehmenspräsentationen,

Kurzfilme, YouTube etc.)

In der oberen Etage komme

ich meiner Berufung nach. Auf

ca. 90 m² trainiere, coache

und berate ich meine Kunden

und Klienten. Mit meinem

Konzept: Nicole Führing, die

Potenzialentfalterin, spreche ich

Privat- & Geschäftskunden an,

die ihr echtes Potenzial finden

und entfalten wollen. Ich arbeite

am liebsten mit Hochsensiblen,

Vielbegabten und sogenannten

Scannerpersönlichkeiten.

Wofür schlägt Dein Herz?

Meine Berufung entdecke ich

quasi jeden Tag neu, da mir

meine Klienten zeigen, dass

ich mich genau für die richtige

Richtung entschieden habe.

Einfach mal zuhören und

wahrnehmen.

Das mag für den privaten Bereich

gut sein, denken Sie jetzt, aber

wie soll das im geschäftlichen

Bereich funktionieren??? Nun,

ich habe über die letzten 20 Jahre

im Vertriebsaußendienst mein

ganz eigenes Konzept entwickelt.

Und was soll ich sagen? Es hat

mit Zuhören zu tun. Nicht die

altbekannte „Aua-Methode“

(anhauen – umhauen – abhauen)

sondern viel entspannter, ruhiger,

persönlicher. Vermutlich auch

anfangs etwas langwieriger, aber

auf Dauer effizienter.

Genauso, wie ich jeden privaten

Klienten frage, was ihm/ihr

wichtig ist, wo sie ihre Stärken

sehen, was sie erreichen wollen,

frage ich das z. B. im Training on

the job mit den Außendienstlern

auch die potenziellen Kunden

und möglichen Interessenten.

WIR interessieren uns für das

Gegenüber. Das führt zu mehr

Vertrauen und bringt eine

solide Basis für eine gute und

langjährige Geschäftsbeziehung.

Nicht immer direkt verkaufen,

kein Hardselling oder wie auch

immer das genannt wird.

101


Mir liegt der Kontakt der

Menschen miteinander sehr

am Herzen. Wir, also unsere

Gesellschaft, haben meines

Erachtens verlernt, sich richtig

zuzuhören, aufmerksam zu sein.

Das möchte ich den Menschen

wieder nahebringen – beruflich

wie auch privat.

Es geht darum, Dinge einzeln

zu tun, zu Entschleunigung,

wieder mehr offline zu LEBEN

und einfach wahrzunehmen.

Interessiert sein am Gegenüber

und eben „professionell

zuhören“.

Was bedeutet für Dich LEBEN

und was heißt es für Dich,

Deinem Herzen zu folgen?

Ich denke, ich bin auf einem

guten Weg raus aus der

„Gefangenschaft“ der „9 to 5“

Gesellschaft. Ganz habe ich es

sicher noch nicht geschafft, aber

durch meine Selbstständigkeit

bin ich sicherlich ein wenig freier

als andere. Im Leben geht es für

mich um Kontakte, Beziehungen,

Gespräche und Begegnungen.

Leben, Lieben und Lachen.

Ich bin ein sehr emotionaler

Mensch, sodass auch Weinen,

Wut und Traurigkeit einen großen

Platz einnehmen. Der ganze

Emotionsblumenstrauß eben.

Ich kann von jetzt auf gleich

umswitchen und bin froh, dass

ich mir erlaube, diese Emotionen

wieder zu zeigen. Das war nicht

immer so, da alte Glaubenssätze

oder gesellschaftliche

Konventionen mich lange Zeit in

meinem Sein und in meiner Art

beschnitten hatten. Ich „fühlte

mich nicht wohl in meiner

Haut“ und passte in kein Bild. In

Unternehmen war es für mich

oft eine Herausforderung, den

von mir geliebten „Einklang“ und

die Harmonie in einer Gruppe zu

erwirken. Das geht nicht immer

und das durfte ich ebenfalls

lernen.

Deshalb bin ich, nach langem

Grübeln, vielen Gesprächen und

einem Hin-und-Her, meinem

Herzen und den Worten meines

Vaters gefolgt: Papa war immer

der Meinung, dass er sein Leben

lange genug im Hamsterrad der

Gesellschaft verbracht habe. Ich

solle das anders tun. Wenn es

mir nicht gut ginge, solle ich mich

fragen: Woran liegt das? Was

kann ich verändern? Und wenn

alles nichts hilft, dann habe ich

es versucht, aber kann mir ruhig

eine neue Aufgabe suchen. Ich

solle Spaß am Leben haben und

finden, war seine Meinung.

“Neudeutsch” heißt das wohl:

Take it, change it or leave it.

102


Wie hast Du Dich selbst und

Deine Bestimmung gefunden?

Auslöser oder Prozess?

Ich denke, in meinem Leben gab

es beides: verschiedene Auslöser,

die den Prozess dann ins Rollen

gebracht haben.

Der größte Antreiber für meine

(persönliche) Entwicklung war

aber schon immer das Lernen.

Somit wurde das lebenslange

Lernen auch zu einem Prozess

in meinem Leben. Ich habe

mir schon immer gerne Neues

angeeignet. Allerdings sah es

für viele von außen wohl so

aus, als ob ich mich verzettele.

Warum? Nun ja, ich begann

vieles, aber wenn ich genug

hatte, stürzte ich mich gerne

auf neue Projekte. Bis? Ja, bis

ein Buch mir quasi die Erklärung

für mein Verhalten gab. Es gibt

eine Bezeichnung für Menschen

wie mich. Immer interessiert,

neugierig und weiteres Wissen

anhäufend. Ich entdeckte,

dass ich eine sogenannte

Scannerpersönlichkeit bin.

WOW. Das verschaffte mir

nicht nur eine wahnsinnige

Erleichterung (im Hinblick

auf mein selbst vermutetes

Versagen, weil ich ja scheinbar

„immer so schnell die Lust an

Dingen verliere“) sondern es

war wie ein Befreiungsschlag.

Ich las und recherchierte mehr

zu diesem Thema und stieß auf

andere Menschen, denen es

ähnlich ging.

Gepaart mit meiner HSP

(HSP, engl. Highly Sensitive

Person) war das für manch

Außenstehenden einfach zu viel.

Ich lernte aber immer mehr

diese Fähigkeiten anzuerkennen.

Meine Empfindsamkeit als Stärke

zu sehen und dort einzusetzen,

wo ich unterstützen kann. Und

zwar andere Menschen, die

meine Hilfe benötigten und auch

bereit sind diese anzunehmen.

Daher arbeite ich jetzt mit

dem Unternehmenspotenzial:

Mensch. Es geht nicht immer nur

um Fakten. In Unternehmen geht

es vor allem um Menschen. Das

Wichtigste daran ist aber noch

immer: den ganzen Menschen zu

sehen, in all seinen Rollen. Eben

nicht nur als Mitarbeiter, sondern

eben auch in seiner privaten Rolle

mit all seinen Herausforderungen,

Gedanken und Ängsten.

Was war schwierig daran? Wie

bist Du damit umgegangen?

Wie hast Du die Hindernisse

überwunden?

Meine Selbstständigkeit lief von

vorneherein gut. Schwierig war

das dauerhafte neue finden

von Kunden. Die Akquise, die

ich als Trainerin für andere so

meisterhaft beherrschte.

Aber, je klarer mein Angebot,

meine Lösungen wurden, je

genauer ich mir vorstellen

konnte, wer meine Kunden sind

und welche Lösungen ich ihnen

anbieten konnte, desto klarer

wurden auch meine eigenen

Werbeaussagen und so stimmiger

das Gesamtpaket.

Schwierig war außerdem die

private Situation. Weil ich viel Zeit

in den Aufbau und das Wachstum

meiner Selbstständigkeit steckte,

wurden die Freunde immer rarer.

Viele Angestellte verstehen nicht,

dass man sich bis in die Nacht

hinein mit seinen Aufgaben

beschäftigt oder auch mal ganz

kurzfristig Aufträge annimmt,

um einen Interessenten oder

Neukunden zu halten.

Da mussten Verabredungen

verschoben werden und

Planungen wurden mehrfach

über den Haufen geworfen. Die

wenigen Freunde, die wir noch

hatten, zogen sich nach und nach

dann auch zurück.

Wenn ich so zurückblicke, war es

häufig so, dass Freunde immer

nur dann da waren, wenn es mir

gut ging. In meinen Hochzeiten

bei der Telefongesellschaft

oder dem Dentalimplantat-

Hersteller verdiente ich schon

in jungen Jahren sehr gut und

fuhr immer schicke Autos. Das

zog vermeintliche Freunde an

– heute weiß ich, dass es nur

Mitläufer waren – Publikum halt.

Diese Personen haben mich aber

ganz schnell fallen gelassen, als

klar war, dass ich nicht mehr gut

verdiene oder jedes Wochenende

zum Feiern und Tanzen einlade

oder mitgehe.

Seither schaue ich auch

hier etwas genauer hin.

Mein Freundeskreis ist zwar

wahnsinnig geschrumpft, hat

aber inzwischen Verständnis

für mein Arbeitsleben und

kann auch mal mit einer

Terminverschiebung leben.

103


Was war Deine schlimmste

Situation, die sich im Nachhinein

als besonders wertvoll

herausgestellt hat? Was hast Du

daraus gelernt?

Schwieriger noch als die Situation

mit meinen Freunden empfand

ich allerdings die Momente

in denen Kunden nicht zahlen

konnten oder wollten. Schnell

lernte ich auch auf Kleinigkeiten

bei meinen Kunden zu achten.

Da betreust du einen Kunden,

sprichst alles mit ihm ab, die

Bezahlung ist abgesegnet und

dann? Nach Rechnungsstellung

kommt nichts. Du versuchst,

den Kunden zu erreichen, keine

Annahme, schreibst E-Mails

oder Briefe. Immer noch nichts.

Dann der Mahnbescheid und der

Hammer direkt hinterher – der

Kunde hatte bereits zuvor eine

Eidesstattliche Versicherung

abgegeben und war nicht

zahlungsfähig. Sicher, das ist

Betrug. In diesem Moment

kommt es aber nicht auf den

Betrug an, sondern auf das

fehlende, aber eingeplante

Einkommen.

Ich bin in solchen Momenten

wahnsinnig enttäuscht gewesen.

Nicht nur von den Kunden, vor

allem von mir.

Ich bin ein offener und

ehrlicher Mensch und zeige

meinen Kunden auch, dass

wir gemeinsam schwierige

Situationen bewältigen

können. Sollte jemand mal

Zahlungsschwierigkeiten haben,

bin ich die Letzte, die nicht auf

eine Ratenzahlung eingeht. Ich

bin enttäuscht, dass man mich

so ausgenutzt hat. Zukünftig

müssen andere Kunden darunter

„leiden“ und werden zur Vorkasse

oder Abschlagszahlung gebeten.

104


Oder die Verträge werden noch

genauer und enger formuliert,

aber auch das hilft nicht in jedem

Fall. Ich habe aber dadurch

gelernt, auf mein Bauchgefühl zu

hören. Wenn mir etwas seltsam

vorkommt, oder auch jemand zu

schnell zu viel Information oder

Wissen vorab haben möchte,

trete ich inzwischen auf die

Bremse.

Gelernt habe ich daraus, dass

ich mich selbst nicht verlieren

darf. Ich habe inzwischen eine

gute Menschenkenntnis und ein

Gefühl für solche Situationen

entwickelt. Ich darf mehr

nachfragen und skeptischer

sein, wenn mein Bauchgefühl

mir einen Hinweis gibt. Ich sollte

immer einen Vertrag mit Kunden

abschließen, allein zu meiner

eigenen Absicherung.

Außerdem reagiere ich

inzwischen schneller

bei Nichteinhaltung

von Zahlungszielen und

nehme durchaus (je nach

Auftragsvolumen) eine

Anzahlung. Das ist auch

Branchenüblich und bei den

Kunden auch anerkannt.

Die herausforderndste Situation

war dann aber der Eintritt der

Pandemie. Mein Geschäft legte

quasi eine Vollbremsung hin. Von

180 auf 0 km/h.

Erst versuchte ich es zu leugnen,

ging nicht davon aus, dass diese

Situation lange anhält. Dann

folgte blinder Aktionismus. Ich

stürzte mich quasi in die Arbeit

und nahm an allen möglichen

Online-Veranstaltungen teil. Ich

saß oft tagelang vor meinem

Rechner, meist 18 Stunden.

Einfach um zu verstehen,

Informationen zu sammeln und

irgendwie sichtbar zu bleiben.

Das hält kein Mensch wirklich lange

durch. Und als ich dann irgendwann

nach ein paar Monaten realisierte:

Es ist so und es wird auch noch

einige Zeit dauern, da kam ich zur

Ruhe. Ich konnte die Lautstärke

im Außen abstellen und konnte

einfach in mich hineinhören. Und

da war es auch sehr laut. Ich hatte

in der ganzen Zeit für alle gesorgt,

nur nicht für mich. Und mit der

ganzen Zeit meine ich die letzten

Jahre meiner Selbstständigkeit.

Ich begann also, mich selbst zu

hinterfragen. Was mache ich da?

Was will ich wirklich tun? Worin

bin ich richtig gut? Welchen

Nutzen bringe ich anderen?

Was will ich in dieser Welt mal

hinterlassen. Es folgte eine Zeit

der intensiven Arbeit mit mir

selbst. Ich wurde langsam ruhiger

und warf alles über Board, was

nicht wirklich zu mir gehörte und

mir nicht mehr gefiel.

Logo:

Nicole Führing

Daraus entstand etwas

ganz Großartiges. Eine Art

Verwandlung. Wie Phoenix aus

der Asche. Und das wurde dann

auch mein altes – neues Logo.

Der Phoenix. Ich entwickelte

mein eigenes Modell, den

FühRing und neue Slogans. Ich

konnte viel kürzer und klarer

erklären, wofür ich wirklich stehe

und was ich gerne mit meinen

Klienten erarbeiten möchte. Und

da war der Knoten geplatzt.

Was hat sich alles verändert?

Was macht Du jetzt anders? Was

ist heute für Dich wichtig?

Ich habe in dieser Zeit viel über

mich selbst gelernt und ich

denke, dass wir schwierige Zeiten

haben, wenn wir uns selbst aus

den Augen verlieren.

Die Ängste, die uns vor

bestimmten Schritten

abhalten, haben oft mit einem

Mangelgedanken zu tun. „Wenn

ich den Kunden nehme, dann

habe ich wenigstens etwas

verdient.“ Anstatt zu sagen:

„Den Kunden, Ärger und die

Zeit spar ich mir. In dieser Zeit

kann ich wichtiges an meinem

105


Unternehmen tun, oder die Zeit

mit meinem Partner ohne Stress

genießen. Das ist den Umsatz

nicht wert.“

Aufträge loslassen, Kunden

vor die Tür zu setzen, ist eine

große Herausforderung, aber als

Selbstständige habe ich gelernt

„Nein“ zu sagen. Kunden auch

mal ablehnen oder an jemanden

weiterempfehlen, der das

vielleicht besser kann oder der

besser zu dem Kunden passt.

Wenn ein Kunde mich nicht

wertschätzt, wenn ein Kunde

nicht pünktlich bezahlt, wozu

brauche ich ihn dann?

Aber auch die Wahrnehmung hat

sich verändert. Durch den Tod so

vieler nahestehender Menschen,

habe ich gemerkt, was mir

wirklich wichtig ist, was mir

wirklich etwas bedeutet. Die Zeit

mit Menschen – mit Menschen,

die mich mögen, Wertschätzung,

Freude über kleine Dinge im

Leben, Achtung, respektvoller

Umgang, denn vielleicht habe ich

nach dem letzten Gespräch nie

wieder die Möglichkeit dazu. Wer

weiß das schon?

Daher ist mir das professionelle

Zuhören auch noch wichtiger

geworden. Auf andere mehr

achten, hinhören und zwar aktiv,

nachfragen – auch, wenn es

vielleicht etwas unangenehm sein

kann, aber manchmal brauchen

andere diesen Schubs, um sich

zu offenbaren. Daher bin ich jetzt

noch hellhöriger geworden. Ich

erlaube mir noch mehr, auch auf

meine Hochsensibilität zu achten

und auch einfach die Dinge zu

tun, die ich möchte. Ich bin

achtsamer im Umgang mit mir

selbst geworden und ich nehme

mir meinen Raum.

Wie hat Dein Umfeld auf Deine

Veränderung reagiert?

Viele Freunde und Verwandte

freuen sich, dass wir uns mehr

Zeit für uns nehmen, dass wir uns

selbst wichtiger nehmen. Auch

mal fünfe gerade sein lassen.

Natürlich geht das auch nicht

immer, aber wir verschaffen

uns Zeitinseln, nehmen mal

ein Wochenende Auszeit oder

machen mehr Sport. Jetzt ist auch

mal wieder ein Urlaub fällig, den

wir aus vermeintlichen Gründen,

zuvor nicht gemacht haben.

Ich bekomme aktuell mehr

Aufträge, weil ich mich bei mir

angekommen fühle. Ich kann

klarer formulieren, worum es mir

geht. Ich weiß aber auch ganz

genau, was ich NICHT möchte.

Das kann ich – nach langer Zeit –

auch ohne schlechtes Gewissen

ablehnen.

Angebote, die ich vor einem

halben Jahr versendet habe,

wurden neu aufgerollt und

angefragt. Mit der konkreten

Bitte um Umsetzung. Nicht in 3

Wochen, nein Jetzt.

Mein Terminkalender füllt sich

gerade schnell und übersichtlich.

Ich kann meine Termine besser

vergeben und bleibe trotzdem bei

mir selbst. Ich habe keine Angst

mehr, einen Kunden zu verlieren,

weil ich nicht schnell genug bin.

Mein Umfeld spürt auch hier die

Entspannung in meiner Art &

Weise. Ich bin gelassener.

Wie zufrieden bist Du mit Dir?

Das ist mal wieder eine von

diesen Fragen, die wir Coaches

selbst gerne stellen, aber wenn

sie an uns gerichtet ist... naja...

aber ehrlich.

Ich bin zufriedener als die letzten

10 – 15 Jahre. Ich habe immer

ein Stück mehr Zufriedenheit

pro Jahr, mit Erfahrungen,

mit Konfrontationen, mit

Herausforderungen usw.

dazugewonnen.

Das ist ein stetiges Wachstum

in mir. Ich bin recht

selbstkritisch und hinterfrage

mich ständig selbst, schaue

in Problemsituationen erst

bei mir selbst (was habe ich

falsch gemacht aus der Sicht

des anderen? Was könnte ich

anders machen?) aber mit mir

bin ich schon recht zufrieden.

Das ist für mich allerdings

noch ein Unterschied zum

Thema Selbstbewusstsein oder

Selbstwert.

Was sind noch so persönliche

Baustellen?

Genau die eben genannten

vermutlich. Wobei ich ständiger

Veränderung und stetem

Wachstum unterliege, also bin

ich wohl eine einzige Baustelle.

Stillstand wäre aber auch nicht

akzeptabel. Ich bin nicht fertig,

ich lerne jeden Tag dazu. Das

macht Spaß und daran baue ich

gerne.

106


Wie stehst Du in Kontakt mit

Deinem Körper?

Ich lerne auch hier gerade viel

dazu. Durch Coaching, Yoga, Qi-

Gong und die Arbeit mit meiner

Heilpraktikerin, bin ich wieder zu

meinem Körper zurückgekommen.

Austausch und das Zuhören oder

Hinhören auch bei dem eigenen

Körper ist wichtig.

Worin verlierst Du Dich?

Ich lerne und probiere gerne aus.

Und wenn ich dann eine Idee

oder etwas Neues finde, dann

kann ich mich schon einmal darin

verlieren. Das bedeutet dann,

dass ich es so lange probiere,

teste oder ausführe, bis ich meine,

genug davon zu haben oder mein

Interesse auf etwas anderes

gelenkt wird. Das kann recht kurz

sein oder aber auch eine ganze

Weile dauern. Verlieren bedeutet

in diesem Zusammenhang für

mich, dass ich voll und ganz in das

Thema eintauche und mich dann

nicht ablenken lasse.

Woher nimmst Du Deine Energie?

Mein Papa sagte früher

immer zu mir, dass ich das

menschgewordene „Perpetuum

mobile“ sei.

Ständig in Bewegung und

immer auf Achse, schon von

klein auf. Ich tanke Energie aus

der Freude anderer, aus der

Bewegung und manchmal auch

aus dem einfachen Ausruhen. Ein

Mittagsschlaf von 30 Minuten ist

ungefähr so wohltuend, wie ein 10

- minütiger Anruf einer Freundin

oder das nette kurze Gespräch mit

den Nachbarn. Ich ziehe meinen

Elan und meine Energie immer

wieder aus meiner Umgebung

und der Dankbarkeit dafür, was

ich alles hatte, habe und noch

bekomme. Ich bin ein glücklicher

Mensch, weil ich in einer

Umgebung aufwachsen durfte,

die beschützt und sicher war, ich

hatte immer genug. Und wenn

ich anderen stets genug wünsche,

dann ist das auch eine Möglichkeit

von ihrem Lächeln neue Energie

zu erhalten.

Ich bin einfach dankbar, jeden Tag,

für alles, das gibt Energie.

Woher weißt Du, was Dir und wer

Dir guttut und was auch nicht?

Das weiß ich nicht. Nie. Ich habe

ein Bauchgefühl. Ich sollte diesem

häufiger vertrauen. Aber ich habe

auch eine Art Motto: Auch, wenn

ich noch so oft verarscht wurde,

ein neuer Kontakt, ein anderer

Mensch kann nichts dafür. Er hat

mein Vertrauen – genau wie jeder

andere zuvor.

Ich weiß, das ist gewagt und bringt

auch viele Menschen dazu, mich

auszunutzen. Ich gebe zu, das

passiert. Immer mal wieder. Aber

das macht jeder nur einmal oder

eine gewisse Zeit mit mir. Danach

hat er sich alle Möglichkeiten

vertan. Ich fahre ganz gut damit

und für neue Kontakte ist es

einfacher offen und herzlich

empfangen zu werden, als mit

Misstrauen und unnötiger Schärfe.

Wie entscheidest Du, was Du

machst?

Gute Frage. Ich tue es oftmals

einfach. Etwas Bauchgefühl, eine

Prise Erfahrung, Spontanität und

Wahnsinn. Je nach Anforderung

setze ich mich auch hin und plane

gewisse Dinge, meist reagiere ich

aber eher spontan oder für mich

typisch. Ich habe mir bestimmte

Gewohnheiten angeeignet und

stelle gerne und viele Fragen. Aus

den Antworten heraus kann ich

dann auch gute Entscheidungen

treffen.

Was waren für Dich wichtige

Helfer und Orientierungen?

Ganz klar meine Familie.

Aber auch andere Menschen, die

mich begleitet haben. Manche

als abschreckendes Beispiel

und andere als Lehrer. Wie z. B.

Peter, mein Trainer und Mentor.

Ich habe oft versucht, mich an

anderen Menschen zu orientieren

und wusste lange nicht, warum

das nicht funktionierte. Ich

dachte oft, ich sei zu dumm, zu

klein, zu dick, zu langsam etc….

aber das war es nicht. Ich war

einfach zu anders. Ich hatte schon

früh ganz andere Interessen und

war in guter Verbindung zu mir

und der Natur. Ich wollte noch

mehr Fragen beantwortet haben

und noch mehr wissen. Daher

wechselten meine Helfer stetig.

Ich ging durch verschiedenste

Freundschaften und

Begegnungen und glaube heute,

dass Kontakte im Allgemeinen

meine Helfer und auch meine

Orientierung waren.

107


Was bedeuten für Dich

Begegnungen und Menschen

allgemein?

Ohne die Frage vorher gelesen

zu haben, habe ich sie am Ende

der letzten Frage schon teilweise

beantwortet. Begegnungen,

Zuhören – im Austausch mit

anderen zu sein. DAS ist für mich

Leben. Bock auf Kontakte ist auch

der Leitsatz meiner Akquise-

Vorträge und Seminare.

Die Strategie, die ich Menschen

näherbringe, ist, den persönlichen

Kontakt zu sich und zu den

Menschen wiederzufinden.

Was waren Deine bewegendsten

Momente in Deinem Leben?

Ich glaube, dass es viele sehr

bewegende Momente in meinem

Leben gibt. Aus der aktuellen Sicht

kann ich den Tod meines Vaters

nennen – und zwar mehrfach. Ob

es der Moment des Infarktes war,

der erste Moment im Krankenhaus

als wir nach 8 Stunden Warten zu

ihm durften, oder der Moment als

er letzten Endes eingeschlafen ist.

Genauso die Beisetzungsfeier. Wir

haben einige Lieder – passend zu

seinem Leben – ausgesucht. Wenn

ich diese nun höre, bin ich noch

immer sehr bewegt und sie sind

auf ewig damit verbunden. Ich

kann mich darin fallen lassen und

einfach wieder trauern, weinen,

loslassen.

Die Gespräche an kalten Abenden

auf der Bank unserer Terrasse,

wenn ich zum Himmel schaue und

Papa über den Tag berichte.

Aber auch der Moment als meine

Mutter sich freude-trauernd für

den Blumenstrauß zum ersten

Valentinstag ohne Papa bei mir

bedankte.

Alle Momente, die mit Tieren

in meinem Leben zu tun haben.

Als ich einem Kälbchen das erste

Mal auf die Welt geholfen habe

und es die ersten 72 Stunden

nicht mehr verließ, da es nur in

meinem Beisein und von mir Milch

angenommen hat. Toller Moment.

Das Schwimmen mit freilebenden

Delfinen während meiner Zeit

in Ägypten oder – auch sehr

bewegend – eine Nacht in der

Wüste. Diese Stille, wenn du

deine Gedanken sprechen hören,

dein Herz klopfen und dein

Blut in deinen Adern fließen

fühlen kannst, weil einfach keine

Geräusche, kein Lärm um dich

herum dich bedrängen oder

ablenken.

Da springt das Herzchen.

Was berührt Dich?

Geschichten, Menschen und

ihre Geschichten. Schickale.

Einzelheiten. Ungeduldig warten,

aber doch noch durchhalten.

Natürlich auch Filme oder Musik,

je schmalziger – desto besser. Da

kann ich mich fallen lassen, das ist

auch eine Art Ventil für mich. Ich

muss regelmäßig weinen. Das kann

ich Gott sei Dank auch. Inzwischen

entschuldige ich mich auch nicht

mehr ganz so oft dafür ;-)

Was findest Du ganz wundervoll?

Lachen, Fröhlichkeit, Beisammensein.

Familie – solange es keinen

Stress gibt. Babys und ältere Menschen,

die Geschichten erzählen.

Menschen, die etwas Tolles können,

wie Singen, Malen, Zeichnen

oder Nähen und das mit anderen

teilen. Helfen ist etwas Wundervolles.

Und Hilfe annehmen ebenso,

aber das ist manchmal noch

schwer für mich.

Was vermisst Du und macht Dich

auch traurig?

Meinen Papa. Ganz doll. Ich hab

dich lieb – für immer.

Manchmal meine Freunde, wenn

wir uns nicht so häufig sehen

können, aber das legt sich schnell

wieder.

Traurig macht mich oft, wenn ich

weiß, dass es anderen schlecht

geht, ich aber nicht helfen kann.

Dann versuche ich einfach

zuzuhören, da zu sein. Manchmal

denke ich aber auch an mich, weil

es mir vielleicht nicht gut geht,

dann kann es sein, dass ich für

andere nicht da sein kann. Damit

kann ich nicht gut umgehen.

Mein Egoismus macht mich dann

auch traurig, aber ich lerne damit

umzugehen.

Was wünschst du dir noch?

Stets genug. Das, was ich allen

anderen auch gerne wünsche.

Wenn wir alle genug haben, dann

werden wir vielleicht zufriedener.

Genug kann aber auch sehr wenig

sein. Wie in einem konkreten

Lied, wünsche ich mir, dass wir

bewusster werden für das, was

wir wirklich benötigen. Den Ballast

einfach loslassen, verschenken

oder weitergeben, an Menschen,

die es wirklich brauchen können.

108


Was hast Du als Nächstes vor?

Ich möchte schon lange, lange,

lange Zeit ein Buch schreiben. Da

bin ich jetzt dran. Bisher hatte ich

keine Idee zum Thema oder zur

Spezialisierung.

Aber im vergangenen Jahr kam

mir die Idee: Es wird ein Coaching-

Kalender in Buchform. Das vereint

Impulse und Hilfestellungen im

Selbstcoaching für den Nutzer

und gibt die Möglichkeit des

Journalings. Also auch das

Überprüfen der gesetzten Ziele,

Ideen etc.

Ich plane den Kalender Ende des

Jahres herauszubringen.

Möchtest du den Lesern noch

etwas mitgeben?

Hört euch zu. Achtet bei einer

Unterhaltung nicht nur darauf,

wann ihr eure Themen an der

passenden Stelle einwerfen könnt,

oder wann eure Antwort, die ihr

bereits im Kopf habt, rausgefeuert

werden kann.

Hört aktiv hin. Denkt nach und

hinterfragt euer gegenüber.

Vielleicht steckt mehr hinter

dem Seufzer, vielleicht braucht

jemand eure Unterstützung, traut

sich aber nicht recht. Vielleicht

brauchen Menschen auch mal

ein bis zwei Minuten für eine

Antwort, wartet ab. Fahrt ihnen

nicht über den Mund oder fallt

allen ins Wort. Kommunikation ist

wertvoll und braucht Zeit. Nehmt

sie euch. Persönlich und nicht per

WhatsApp oder FB. Bekommt

wieder Bock auf Kontakte.

Möchtest du von den Lesern

kontaktierbar sein? Wenn ja,

wie? Homepage, Mailadresse,

Telefonnummer usw.

www.nicolefuehring.de

info@nicolefuehring.de

Telefon: 05401-36799-81

Fotos: https://pixabay.com/

109


Rezepte:

Leckere

Pilz

Gerichte

Die Spargelsaison ist noch nicht ganz vorbei, schon

entdeckt man die ersten Pfifferlinge in den Regalen

der Lebensmittelgeschäfte. Meistens stammen

sie aus Weißrussland, aber auch im gesamten

Bundesgebiet der BRD sind Pfifferlinge von Juli bis

September zu finden. Mit dem Wort Pilz bezeichnet

man alle Formen essbarer Schwämme. Pilze können

wild wachsen, aber auch gezüchtet werden. Hierzu

gleich mehr!

Pilze findet man im Handel, wie erwähnt als

Frischware, Dosenware, gefroren oder auch als

getrocknetes Produkt. Pilze bestehen aus ca. 80%

Wasser, Kohlenhydraten und Fett und sind in ihrer

Lagerung leider stark begrenzt. Eine wunderbare

Konservierungsmethode ist das Dörren. Mit dieser

Methode können Pilze beliebig lange gelagert

und weiterverarbeitet werden und eignen sich

als TOP Geschmacksgeber in vielen Saucen,

Schmorgerichten und Suppen.

Lange Zeit war über die Vermehrung des Pilzes

wenig bekannt, bis im 17. Jahrhundert der französische

Botaniker Marchant nachgewiesen hat,

dass der Pilz auf einem Fadengeflecht wächst, dem

Myzel, der sich unter der Erdoberfläche befindet.

Die moderne Pilzzucht hat sich diese Erkenntnis zu

Eigen gemacht und so werden z.B. Champignons auf

Pferde- und Hühnermist kultiviert. Andere gängige

Zuchtpilze werden auf sogenannten Substraten, wie

Holzspäne, Stroh und anderen organischen Bestandteilen

(Stallmist) gezüchtet. Die meisten Züchter

verwenden diesen Stallmist unter Verwendung von

Gips und Baumwollsamen oder auch mit Gerstenbestandteilen.

Heute ist es schon möglich, seine Pilze

in eigenen Kulturboxen zu Hause selber zu züchten.

Diese Boxen sind im Internet bequem zu bestellen.

Pilze sind sehr abwechslungsreich in ihrem

Verwendungszweck und daher habe ich sie als

Küchenchef immer sehr gerne auf die Speisekarte

geschrieben und das in den verschiedensten

Zubereitungsarten. Hier bieten sich Suppen in klarer

und gebundener Form, Saucen, Klöße, Farcen oder

in Kombination mit anderen Lebensmitteln oder als

selbständiges Gericht an.

In der Verarbeitung sind Pilze in der Küche eigentlich

problemlos zu verwenden. Hier stellt sich aber die

Frage, wie säubere ich einen Speisepilz bevor ich ihn

verkoche? Oftmals wird, auch von vielen Kollegen,

der Ratschlag gegeben, Pilze nur mit einem Pinsel zu

säubern. Ich darf dazu sagen, dass ich nicht generell

dieser Ansicht bin, denn es kommt schon darauf an,

wie belastet der Pilz ist. Ehrlich möchte ich keinen

Champignon essen, der nicht gewaschen ist. Ich

schrieb ja schon, dass Champignons auf Pferde und

Hühnermist aufgezüchtet werden. Ich denke, das sagt

alles!!

Ich für meinen Teil habe Pilze immer gewaschen,

wenn es notwendig war. Dann aber schnell und zügig,

so dass sie sich nicht unnötig mit Wasser vollsaugen

können. Diese Vorgehensweise erscheint mir als

richtig und wichtig, auch unter den Gesichtspunkten

der Hygiene. Wildwachsende Pilze sollten aus

besagtem Grunde immer gewaschen werden,

weil hier die Möglichkeit „Insekten, Steinchen und

Waldreste“ zu entdecken ziemlich groß ist.

Nun gibt es aber auch Pilze, die nicht gezüchtet

werden können, die also nur saisonal bedingt zu

kaufen sind. Obwohl im Grunde natürlich jeder Pilz

seinen Ursprung in der Natur hat, hat der Mensch

mit der Zeit gelernt, einige Pilzsorten zu kultivieren.

Machen wir uns doch kurz einen kleinen Überblick

der geläufigsten Pilzsorten, die auch Zuchtpilze sind

und Pilze die nur wildwachsend gesammelt werden

können. Hier eine Auswahl:

Zuchtpilze:

• Champignons – weiße und braune Variante

• Shiitake

• Austernseidling

• Kräuterseidling

• Limonenpilz

• Pioppini

• Braunkappe

110


Gesundheit/Ernährung/Schönheit

Wild wachsende Pilze:

• Morcheln

• Pfifferlinge (Eierschwammerl)

• Steinpilze

• Trüffel (weiße und schwarze Varianten)

• Herbsttrompete

• Maronenpilz

• Wiesen- und gemeiner Champignon

• Stockschwämmchen

Wenn wir noch einmal kurz darauf eingehen

wollen, wieviel Kg Zucht-Champignons wir jährlich

verzehren, ist der pro Kopf Konsum mit ca. 1,9

kg jährlich schon sehr beachtlich. Hiermit liegt

der weiße Champignon wohl an der Spitze der

Beliebtheit des Verbrauchers in Deutschland. Aber

ehrlich, der braune Champignon schmeckt um ein

vieles würziger, als sein weißer Bruder. Darüber

hinaus ist er besser zu lagern und somit wesentlich

robuster. Jeder hat ja so seine Lieblings-Pilzsorte und

hier darf ich erwähnen, dass der Shiitake Pilz neben

dem Steinpilz für mich der schmackhafteste ist.

Schauen wir auf die wilden Pilze, steht ganz klar der

Steinpilz an erster Stelle.

Von Trüffeln wage ich überhaupt nicht zu sprechen,

weil dieser Pilz für den privaten Gebrauch wohl fast

unbezahlbar ist und nur seine Berechtigung in der

gehobenen Gastronomie findet.

Wir reden hier beim schwarzen Trüffel von 400 € -

800 € je kg und Qualität. Wobei der Sommertrüffel

mit 400 € der günstigste ist. Der weiße Trüffel ist

mit einem Preis von 3500 € - 4000 € je kg wohl nun

wirklich fast unbezahlbar. Ich darf dennoch verraten,

weißer Trüffel kommt direkt aus dem Paradies,

so lecker ist dieser Pilz. Schon einmal Spaghetti in

Butter geschwenkt und mit gehobelten weißen oder

schwarzen Trüffeln gegessen? Einfach unfassbar!!

Gefunden werden Trüffel durch sogenannte Trüffel-

Schweine oder Hunde, die auf diese spezielle Suche

abgerichtet sind. Der Trüffel ist weltweit zu finden.

In Amerika, Australien, Neuseeland eigentlich

weltweit sind Trüffelfunde möglich, obwohl die

private wie kommerzielle Suche und Verkauf in

Deutschland verboten ist.

Direkt in der gehobenen Preisscala erscheint die

Morchel, die auch ein überaus schmackhafter Pilz

ist. Auch zählt er mit zu den teuersten Wildpilzen.

Er kann schon mal gut und gerne über 100 Euro pro

kg kosten. Er steckt auch schon als einer der ersten

Wildpilze die Nase in die Luft und ist schon ab Mai/

Juni zu finden. Wie erwähnt, zählt die Speisemorchel

mit ihrer wabigen, birnenförmigen Form zu den

besten ihrer Gattung und wird auch standartmäßig

als getrocknete Ware im Handel über das ganze Jahr

angeboten.

Bleiben wir aber nun bei erschwinglicheren

Speisepilzen und lassen Sie uns ein bisschen mit

Pilzen kochen.

Cremesuppe von Kräuterseidlingen

mit Basilikum

Info: Kräuterseidlinge haben eine feste Struktur und

werden auch gerne Kalbfleischpilze genannt. Sie

sind auch ideal zum Braten, weil sie kaum wässern.

Direkter Verwandter ist der Austernseidling. Der

verhältnismäßig hohe Preis beruht darauf, dass der

Kräuterseidling aufwendiger in der Zucht ist. Heute

wird der Kräuterseidling vorwiegend gezüchtet,

ist aber auch frei wachsend zu finden. Mit seinem

braunen festen Hut ähnelnd der Kräuterseidling dem

Steinpilz und ist wesentlich preisgünstiger.

111


Zutaten 4 Personen Cremesuppe von

Kräuterseidlingen mit Basilikum:

• 600 ml Gemüsebrühe

• 250 g Kräuterseidlinge

• 50 g Butter

• 50 ml trockener Weißwein

• 200 ml Sahne

• 1 Schalotte in feine Würfel

• 3 EL Mehl

• Salz & weißer Pfeffer aus der Mühle

• Einige Basilikumblätter

• Rezept für Gemüsebrühe

Zubereitung Cremesuppe von Kräuterseidlingen

mit Basilikum:

Die Kräuterseidlinge waschen und gut abtrocknen

lassen, anschließend in feine Scheiben schneiden.

Die gewürfelte Schalotte in der Butter hell glasig

werden lassen, die Seidlinge zugeben und mit

anschwitzen lassen.

Mit Mehl bestäuben und mit dem Weißwein

ablöschen.

Mit der Gemüsebrühe auffüllen und leicht für einige

Minuten köcheln lassen.

Sahne hinzufügen und nochmals aufkochen.

Salzen und pfeffern.

In vorgewärmte Tassen oder Suppenteller

portionieren und einige Basilikumblätter auf die

Suppe legen.

Champignons mit

Weinbergschnecken in

Knoblauchsauce mit Blattspinat

Info: Der Champignon ist wohl einer der

vielseitigsten Pilze im Handel. Als Zugabe bei

diversen Schmorgerichten zeigt er sich ideal

verwendbar. Größere Champignonköpfe eignen

sich hervorragend zum Füllen. Bestens bekannt und

beliebt werden sie auf vielen Pizzen verarbeitet.

Zutaten Blattspinat:

• 25 g Butter

• 1 Schalotte in feinen Würfeln

• 500g frischer Blattspinat

(gekocht 110 g pro Personen)

Zutaten Knoblauchsauce:

• 1 Schalotte in feinen Würfeln

• 1 Solo Knoblauchzehe in feinen Würfeln

• 25 g Butter

• 1 Msp. Basilikum (gerebelt)

• ½ TL Mehl

• 1 Rispen-Tomate

• 1 Stg. Frühlingzwiebeln

• 200 ml Sahne

• 50 ml Weißwein trocken

• 1 Dash trockenen Sherry

• Salz, Pfeffer aus der Mühle

• Muskatnuss gerieben

Zutaten 4 Personen Champignonköpfe mit

Weinbergschnecken:

• 24 Stck. nicht zu kleine weiße Champignonköpfe

• 24 Stck. Weinbergschnecken

• Mehl; verquirltes Vollei; Paniermehl zum Panieren

• 250 ml Butterschmalz oder Rapsöl zum Frittieren

Zubereitung Knoblauchsauce:

Die Rispen-Tomate einkreuzen und in kochendem

Wasser 15 Sek. brühen, bis sich die Schale löst.

Danach in kaltem Wasser abschrecken und schälen.

Vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in kleine

Würfel schneiden.

Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden.

Für den Saucenansatz die Schalottenwürfel,

Knoblauchzehenwürfel in der Butter hell

anschwitzen und mit dem Mehl abstäuben.

Mit dem Weißwein ablöschen und der Sahne

auffüllen, aufköcheln lassen, salzen und pfeffern.

Dem Basilikum, den Dash Sherry beigeben.

112


Tomatenwürfel, Frühlingszwiebelröllchen und die

Schnecken zur Sauce geben.

Eine Schalotte in Würfeln in einem Topf mit der

Hälfte der Butter (ca. 25 g) glasig werden lassen

und den gewaschenen Blattspinat nach und nach

hinzugeben, bis er zusammenfällt. Anschließend mit

Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Die Stiele aus den Champignonköpfen

herausbrechen, salzen und pfeffern.

Den Paniervorgang starten und die Pilze in Mehl,

verquirltem Ei und Paniermehl wenden.

Die panierten Champignonköpfe in dem

Butterschmalz oder dem Rapsöl knusprig braten.

Nach dem Frittieren auf Krepppapier abtropfen

lassen und nochmals leicht nachsalzen und pfeffern.

Die Champignonköpfe auf einem vorgewärmten

Teller am Rand platzieren, so dass die untere Seite

des Champignons nach oben gerichtet ist.

Den Blattspinat mittig portionieren und die

Weinbergschnecken in die Pilzöffnung füllen, und

der Sauce nappieren.

Zucchini-Kartoffelrösti mit einem

Potpourri von Edelpilzen und

Schnittlauch-Creme fraîche

Zutaten für 4 Personen Zucchini-Kartoffelrösti:

• 400 g grüne Zucchini

• 400 geschälte festkochende Kartoffeln

• 2 Eier Größe M

• 2 EL Mehl

• Salz & Pfeffer & Muskat aus der Mühle

• Butterschmalz zum Ausbacken der Rösti

Zutaten Potpourri von Edelpilzen:

TIPP!! Hier können natürlich alle Pilzsorten gewählt

werden, die im Handel erhältlich sind!!

• 100 g Kräuterseidlinge

• 100 g braune Champignons

• 100 g Shiitake Pilze Info: Asiatische Herkunft.

Besitzt einen dunkelbraunen Hut. Charakteristisch

ist sein nussiger Geschmack.

• 100 g Enoki Pilz Info: Japanische Herkunft.

Bedeutsamer Pilz gerade in Bezug auf seine

Wirksamkeit in der Medizin, mit süßlich-mildem

Geschmack.

• 50 g durchwachsener Speck in Würfel

• 1 Schalotte in feine Würfel

Zutaten Schnittlauch Creme frâiche:

• 150 g Creme fraîche

• Schnittlauch in Röllchen

• Salz & Pfeffer aus der Mühle

Dekoration:

Rote Bete Sprossen und Radischenkresse für die

Dekoration

Zubereitung Zucchini-Kartoffelrösti:

Die Zucchini auf einer Küchenreibe groß raspeln und

leicht salzen. Für 15 Minuten stehen lassen, damit

die Zucchini wässern kann. Danach gut ausdrücken.

Die geschälte Kartoffel ebenfalls grob reiben und

mit den Zucchini vermengen, salzen, pfeffern und

Muskat hinzufügen.

Eier und Mehl, hinzugeben und ebenfalls mit der

Zucchini-Kartoffelmasse vermengen.

Runde Rösti in einer Pfanne mit dem Butterschmalz

kross ausbacken. (Tipp: wenn Sie mehrere Rösti

backen, im vorgeheizten Backofen bei 150°

warmhalten).

Zubereitung Pilzpotpourri:

Die Champignons, Kräuterseidlinge und Shiitakepilze

säubern und in Scheiben schneiden. Enoki Pilze am

Ende abschneiden. (Gegebenenfalls waschen).

In einer ausreichend großen Pfanne den gewürfelten

durchwachsenen Speck mit den gewürfelten

Schalotten in etwas Butterschmalz leicht kross

braten.

Die Pilze hinzugeben und ebenfalls mit

anschwenken, salzen und pfeffern.

Zubereitung Creme frâiche:

Creme fraîche salzen und pfeffern und mit den

Schnittlauchröllchen verrühren.

Auf einem vorgewärmten Teller den Rösti platzieren

und das Pilz-Potpourri auf den Rösti setzen.

Creme fraîche a part (extra) servieren und die Rote

Bete-Sprossen, sowie die Radischenkresse anlegen.

113


Spätzle-Pfifferling-Gröstl

mit Röstzwiebeln

Info: Pfifferlinge, auch im südlichen Deutschland

und Österreich Eierschwammerln genannt, zählen zu

den edelsten und beliebtesten Pilzen und schmecken

einfach wunderbar. Meist in Buchenwäldern

gesammelt, weist der Pfifferling unter dem

trichterförmigen Hut ein weißes, blasses Fleisch

auf. Da Pfifferlinge von ihrer Grundkonsistenz schon

etwas zäh sind, sollten sie nicht zu lange gegart

werden.

Zutaten für 4 Personen Spätzle-Pfifferling-Gröstl:

Zutaten für den Spätzleteig:

• 600 g Spätzle (Kühlregal oder frische Spätzle)

• 400 g Dinkelmehl (oder Weizenmehl Typ 405)

• 8 Eier Größe M

• Muskat, Salz

• 3 EL kaltes Wasser

Zutaten für die Spätzle-Zubereitung:

• 200 ml Sahne

• 100 ml Gemüsebrühe

• 2 EL Butterschmalz

• 100 g Bergkäse (Gruyere Käse)

• Salz & Pfeffer & Muskatnuss aus der Mühle

• Schnittlauchröllchen

Zutaten für die Pfifferlinge:

• 400 g Pfifferlinge

• 2 EL Butterschmalz

• 50 g durchwachsener Speck in Würfel

• Salz & Pfeffer aus der Mühle

• 100 g Bergkäse (idealerweise Gruyere Käse)

• 2 Stangen Frühlingzwiebeln in Ringe

Zutaten Röstzwiebeln:

• 400 g Zwiebeln geschält

• Salz & Pfeffer aus der Mühle

• 1 Msp. Paprikapulver edelsüß

• 1 EL Mehl

• 650 ml Rapsöl

Zubereitung Röstzwiebeln:

Zwiebeln in feine Streifen schneiden.

Salz & Pfeffer, Paprikapulver edelsüß und das Mehl

mit den Zwiebelstreifen vermengen.

Das Rapsöl in einem ausreichend großen Top

erhitzen oder eine Fritteuse benutzen.

Tipp!! Verwenden Sie einen Topf, das Öl nicht zu

heiß werden lassen. Die Gefahr besteht, dass bei

Zugabe der Zwiebeln das Fett hochsteigt und über

den Topfrand läuft. Die Temperatur sollte mit einem

Holzspieß kontrolliert werden. Bilden sich um den

Holzspieß kleine Bläschen ist die Temperatur erreicht.

Idealerweise ist natürlich der Gebrauch einer Fritteuse,

die idealerweise bis 150° aufgeheizt werden kann.

Zubereitung Spätzleteig:

Mehl, Eier, Muskat, Salz mit Zugabe des kalten

Wassers in einer Schüssel mit dem Knethaken

eines Rührgerätes zu einem ziemlich zähen Teig

verkneten. Mit der Handfläche kräftig aufschlagen,

so dass er Blasen wirft.

Einen höheren Topf mit Salzwasser zum Kochen

bringen. Der Topf sollte bis kurz vor dem Rand mit

Wasser gefüllt sein.

Mit einer Spätzlepresse den Teig direkt in das

kochende Salzwasser pressen. Sobald die Spätzle

an der Wasseroberfläche aufsteigen, ein paar

Sekunden köcheln lassen und mit einer Schöpfkelle

auf ein Blech geben. Bitte nicht in kaltem Wasser

abschrecken!!

Zubereitung Spätzle-Pfifferling-Gröstl:

Pfifferlinge putzen und zügig in kaltem Wasser

waschen (wenn nötig), gut abtropfen lassen.

Die Pfifferlinge in einer heißen Pfanne mit dem

Butterschmalz anbraten, salzen und pfeffern.

Durchwachsenen gewürfelten Speck mit anbraten.

Zum Schluss die in Ringe geschnitten

Frühlingszwiebeln beigeben.

Die Spätzle unter Rühren mit dem Butterschmalz in

einer zweiten Pfanne anbraten. Mit Salz, Pfeffer und

Musaktnuss würzen.

Gemüsebrühe und die Sahne angießen,

anschließend den Bergkäse mit einstreuen.

Nochmals, wenn nötig mit Salz und Pfeffer aus der

Mühle würzen.

In vorgewärmten Tellern die Spätzle anrichten und

mit den krossen Röstwiebeln bestreuen.

Die Pfifferlinge rund um die Spätzle anrichten.

114


Steinpilz-Fregola Sarda

mit Kirschtomaten und gebratenem

Kabeljau in Eihülle

Info: Der Steinpilz ist wohl zu Recht ein hervorragend

schmeckender Pilz, der seinesgleichen sucht. Er

gedeiht gerne in Nadelwäldern in der Nähe von

Fichten und Tannen. Sammelorte sind wahre

Geheimnisse unter den Pilzsuchern und werden

auch niemals weitergegeben. Durch seinen nussigen

Geschmack und seinen dezenten Duft ist der Steinpilz

auch ideal zum Dörren geeignet.

Zutaten für 4 Personen Steinpilz-Fregola Sarda

• 150 g Fregola Sarda (ital. Nudelsorte aus Sardinen

in kleiner Kugelform) Nur im Internet bestellbar!

• 200 g frische Steinpilze

• 2 Schalotten in feinen Würfeln

• 2 Stg. Frühlingszwiebeln

• 16 Stck. Kirschtomaten

• 1 Knoblauchzehe

• 60 g Butter

• 100 ml trockener Weißwein

• Gemüsebrühe, heiß (optionale Menge)

• 100 ml Sahne

• 120 g Pecorino oder Grana Padano Parmesankäse

gerieben

• 1 Zweig Thymian

• Salz und weißer Pfeffer aus der Mühle

Zutaten Kabeljau in Eihülle:

• 800 g frisches Kabeljaufilet

• Saft einer Zitrone

• Mehl zum Mehlieren

• 3 Eier Größe M

• Butterschmalz zum Braten des Kabeljaus

Zubereitung der Steinpilz-Fregola Sarda:

In einem Topf die Schalottenwürfel und den

Knoblauch in der Hälfte der angegebenen Butter

(30g) blond anschwitzen und das Fregola Sarda

hinzugeben. Salzen und pfeffern. Mit Weißwein

ablöschen.

Nach Risotto Art nun nach und nach heiße

Gemüsebrühe hinzugeben und immer wieder

einkochen lassen, bis das Fregola Sarda gar ist.

Dieser Prozess kann ca. 10-15 Minuten dauern!

Steinpilze putzen und wenn nötig schnell und zügig

in kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

Wenn notwendig mit einem Küchentuch abtupfen.

Steinpilze in Würfel schneiden, Thymian ein paar

Blättchen abzupfen und alles zusammen in einer

Pfanne mit der restlichen Butter (30 g) anschwenken

und der Fregola Sarda hinzufügen.

Kirschtomaten waschen, abtropfen lassen,

halbieren und dem Steinpilzrisotto ganz zum Schluss

hinzugeben.

Geriebener Pecorino oder Parmesan hinzugeben und

mit der Sahne sämig zubereiten, salzen und pfeffern.

Zubereitung des Kabeljaufilets:

Drei Eier verquirlen.

Das Kabeljaufilet mit dem Zitronensaft säuern,

salzen und pfeffern, in Mehl und Ei wenden.

In einer Pfanne das Butterschmalz heiß werden

lassen und den Fisch goldbraun braten.

Anrichten:

Das Steinpilz-Fregola Sarda in tiefere Teller

portionieren (es sollte sämig, wie ein Risotto sein)

und das Kabeljaufilet oben aufsetzen.

Hier noch einmal der Ansatz für eine Gemüse

Grundbrühe:

Hierfür nimmt man verschiedene Gemüsesorten,

wie Lauch (Porree), Sellerie, Möhren,

Petersilienwurzeln, Petersilienstängel, Zwiebeln

sowie Nelken, Lorbeerblätter und einige

Pfefferkörner, Salz.

Ausreichend Wasser hinzufügen.

Nach einer Stunde Kochzeit kann die Gemüse-

Grundbrühe passiert werden.

Haben Sie Fragen zum Thema oder brauchen

Unterstützung, können Sie sich gerne an mich

wenden. f.hermannduerselen@gmx.de

Fotos: https://pixabay.com/ u. H. Dürselen

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https://gewuerzverlag.de/


Storys und Interviews zum Thema

The Show Must Go On

die Zeit nach Corona…

Von Roland Trenz

Die Corona-Krise hat alle

Künstler jedes Metiers - Musiker,

Schauspieler oder Models - sehr

schwer getroffen. Keine Auftritte

und Aufträge, Absagen von

Veranstaltungen, geschlossene

Veranstaltungsräume und

Theater verbunden mit hohen

finanziellen Einbußen.

Sollte in den kommenden Wochen

und Monaten schrittweise

so etwas wie der Normalzustand

eines öffentlichen

Lebens wiederhergestellt werden,

dann werden Schulen, Fabriken,

Restaurants als Orte des menschlichen

Zusammenseins vermutlich

einfacher zu regulieren sein

als Theater mit ihren meist fixen,

engen Sitzreihen im Zuschauerraum.

Und oben auf den Bühnen

stehen, gehen, sprechen, singen

Menschen oft mit drastisch geringerem

körperlichem Abstand als

es ansteckungstechnisch ratsam

erscheint.

Wann werden sich

im Scheinwerferlicht

wieder

zwei Menschen

küssen (oder

wie stets nur so

tun)? Was sollen

die Theater

tun, um die

Zeit bis dahin

finanziell zu

überleben?

Gibt es

Rettungsschirme

nicht nur

für Kulturschaffende,

sondern

auch für die Institutionen, in

denen sie Kultur zeigen?

Es trifft uns hart, viele haben

Existenzängste. Die meisten

Kulturschaffenden können kaum

Geld verdienen, wenn keine

Veranstaltungen stattfinden.

So nett die ganzen Mediatheken

und Streaming-Dienste sein

können, nur was, wenn wir

nach der Krise dann wieder

ins Kino dürfen, es aber keine

Kinos mehr gibt? Und noch

schlimmer: Wenn es überhaupt

keine Filme gibt, wegen denen

wir in die Kinos gehen oder den

Fernseher anmachen wollen?

Die Filmbranche kämpft, aber

besonders schlecht geht es vielen

Schauspier*innen, die eben nicht

immer in der allerersten Reihe

stehen.

Es ist natürlich ein Desaster. Für

die ganze Kulturszene ist das

einfach Wahnsinn. Kleinen Bands

und Veranstaltern geht es da

richtig schlecht. Mein Tipp an

die Leute: Wenn ihr eine kleine

Band habt, die zum Beispiel ihre

Tour verschiebt, nicht sofort die

Tickets zurückgeben, sondern

warten, sonst könnte es euch das

Genick brechen.

117


Doch was können wir tun?

Wir müssen in dieser

Zeit zusammenhalten, im

Gespräch bleiben, weiter

an Projekten arbeiten und

diese unter anderem auf

diversen Internetplattformen

veröffentlichen. Denn

irgendwann gibt es auch wieder

eine Zeit nach Corona.

In Kooperation mit Sabina

Goldberg Entertainment

produzieren wir diverse

Videoclips mit Sabina Furthmayer

(Model, Schauspielerin,

Moderatorin), Fotograf und

Künstler Kurt Späth, auch

bekannt als Mr. Extreme,

Roland Trenz, dem deutschen

Elvis Tribute Artist Rolan T. und

Josef Mittersteiner, Produzent

von Mittelstones Recordings.

Kurt Späth, Mr. Extreme

Roland Trenz

Fotos: Roland Trenz

– Roman Groesswang – S. Furthmayer

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Sabina Furthmayer Goldberg

Die ersten beiden Videos mit

dem Titel „Sabina Goldberg –

Stilikone der Retroclassic“ und

„Sabina Goldberg – im Portrait“

sind bereits auf diversen

Plattformen wie Facebook oder

YouTube zu sehen. Die Nachfolger

„Sabina Goldberg – Stilikone

der Moderne“ und „Sabina

Goldberg – Shopping Queen

Deluxe“ stehen bereits in den

Startlöchern. Bilder hierzu sind in

dieser Ausgabe zu bestaunen.

Weitere Videos sowie ein

Weihnachtsvideo (mit Bildern

aus dem Möbelhaus Lutz) sind in

Planung.

Darum unser Motto ...

gemeinsam sind wir stark -

and The Show Must Go On …

Wir vom Team

– Mein Leben Live –

freuen uns natürlich

ganz besonders über die

Unterstützung unserer

Aktion für Menschen in Not.

Mitwirkende:

Sabina Furthmayer – Goldberg

(Mode/TV) Österreich

Robin Czerny

(Schauspieler/Model) Berlin

Kurt Späth (Künstler/TV) Wels

Rubin Art Design

https://www.rubinartdesign.at/

Stiegl Brauwelt

https://www.brauwelt.at/

Special Fitness

(Sport-Ernährung und Zubehör)

https://www.special-fitness.de/

Mynatura

(Bio - Produkte u. Superfood)

https://mynatura.eu/

Rominger

Kunststofftechnik Schweiz

http://www.kunststofftechnik.ch/

Firma Wirkware NRW

https://wirkware-ecf.de/

Gewürzverlag

(Kräuter u. Gewürze Shop)

https://gewuerzverlag.de/

In enger Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein

119


120


Laura Czerny

Mainz

SWR4 MODERATORIN

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Interview mit Sabina Furthmayer - Goldberg

(Model, Journalistin, Moderatorin, Schauspielerin,

Designerin und Teammitglied des Magazins)

Für – Mein Leben Live – ist

die bezaubernde, junge

Frau in erster Linie ein

wertvolles Teammitglied.

Ohne sie, wären einige

Projekte kaum möglich

gewesen. Sie stellte den

Kontakt zu Prominenten

her, engagierte sich

unermüdlich für frische

und interessante Beiträge

und unterstützt das

Magazin, wo sie nur kann.

Frische, Kompetenz,

Warmherzigkeit und

Engagement für ihre

Mitmenschen… das sind

ihre unverkennbaren

Markenzeichen!

Fotos: Wolfgang Decker

Sabina Furthmayer-Goldberg

Sabina Furthmayer - Goldberg

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• Liebe Sabina, Du bist ständig

aktiv und für viele Projekte

sozusagen auf Achse. Woher

nimmst Du die Energie dafür?

Woher ich meine Energie nehme?

Tja, das frage ich mich auch

immer und immer wieder. Auf

der einen Seite liebe ich das

Leben unendlich und bin froh,

und das jeden Tag, das ich so

sein darf wie ich bin. Sooo

wahnsinnig toll aussehen, und

als Model arbeiten, so klug sein

und sooo wahnsinnig stark. ...und

NEIN, ich bin weder arrogant

noch Größenwahnsinnig. Ich

habe nur im Laufe der Jahre

gelernt, mich und meine Stärken

selbst zu schätzen. Ich habe

lernen müssen, dass Kritik, Neid

und Hass, Beleidigungen und

Besserwissereien meistens nur

von Menschen kommen,

die vor Neid platzen und es

schaffen, mir diese Gefühlskälte

entgegenzubringen. Zum Glück

gibt es aber ja auch wahnsinnig

viele Sabina-Fans und Freunde.

Und die größte Motivation ist

doch immer noch ... etwas zu

vollbringen, von dem Neider

sagen, dass ich es nicht schaffe!!!

• Du hast nie gefragt, was Dir

der Einsatz für das Magazin

– Mein Leben Live – je

einbringen wird und dennoch

bist Du voll engagiert. Du bist

in verschiedenen Bereichen

sehr gefragt und erhältst

mittlerweile Top-Gagen.

Was bewegt Dich dazu,

unser Magazin so super zu

unterstützen?

Eine wirklich interessante Frage?!

Vielleicht der Drang immer

größere und noch perfektere

Sachen zu machen, zu kreieren

und zu vollbringen. Das liegt

wahrscheinlich auch daran, dass

ich jahrelang von meiner Mutter,

meiner Familie (außer vielleicht

meiner lieben Oma) gebremst

und aufgehalten wurde, statt

nach vorne gestupst zu werden.

Modebewusst – Sabina F.. Foto: Patrick Katzinger

• Du bist eine exzellente Mode-

/ Beauty-Journalistin und

zusätzlich eine klasse Mode-

Designerin. Wie siehst Du Dich

in diesen Bereichen zukünftig,

neben deinen anderen

Ausbildungen und Fähigkeiten?

Ich meine, wo siehst Du künftig

Deine Hauptberufung oder bist

Du ein Mensch, der sich nicht

festlegen möchte?

Hm? Wo sehe ich mich in der

Zukunft? Beruflich ... ich liebe

dieses Zitat, es gibt nur einen

Weg, nach oben!!! Das stammt

aus der bekannten Vintage-

TV- Serie Kudamm 56. Ich finde

alle meine Berufe (Berufungen)

lassen sich ganz wunderbar

miteinander kombinieren. Ich

habe vor, als Model solange wie

möglich zu arbeiten. Es gibt heute

in der neuen Welt auch kaum

mehr eine Altersbegrenzung.

Als Schauspielerin mich immer

wieder neu zu erfinden, und

endlich auch alle Rollen zu

123


spielen, die mich schon so lange

begeistern. Endlich auch einmal

die tollen exklusiven Kontakte

zu nutzen, die ich habe. Wer

weiß? Vielleicht werde ich sogar

Filme mit mir in der Hauptrolle

produzieren.

Auf jeden Fall hoffe ich sehr,

dass ich in Zukunft klug genug

bin, KEINEN Finger mehr für

Menschen zu rühren, die mir

schon am Telefon gegen den

Mund reden, nicht 100%ig mit

mir übereinstimmen und im

Gegenzug auch keine berufliche

Hilfestellung für mich leisten.

TV-Moderation: vielleicht

bekomme ich die Unterstützung

von einer wirklich guten und

großen TV-Station, um endlich

meine eigenen Produktionen

verwirklichen zu können. Kein

Müll und kein Trash um Leute

beim Einschlafen vorm TV zu

unterstützen, sondern Formate,

die wirklich etwas bringen,

Menschen bewegen und Wissen

vermitteln!!! Mode und Design:

ich liebe Vintage Mode und

werde dieser Schiene/Linie sicher

treu bleiben. Wer weiß, was sich

da in Zukunft noch auftut?!;-)

• Möchtest Du den Leser*innen

von – Mein Leben Live – noch

etwas mit auf den Weg geben?

Was möchte ich den Lesern

sagen? Jemand gab mir vor

kurzem einen Ratschlag, an

den ich mich noch heute sehr

gut erinnern kann: „Renne

niemals jemandem hinterher,

und auch nicht aus moralischer

Verpflichtung, sondern

begegne den Menschen auf

Augenhöhe.“ Als ich fragte,

wieso ich so handeln sollte,

erhielt ich eine Antwort, die mir

für viele Situationen in meinem

Leben die Augen öffnete. Im

ersten Moment sagte mir mein

Manager, ein sehr erfolgreicher

Mensch, der es schon vor

Jahrzehnten schaffte, einen

Österreicher auch in den USA

zum Weltstar zu machen, dass

man niemals jemandem

hinterherrennen sollte, nicht mal

sich selbst, weil niemand einen

Menschen braucht, der vor ihm

steht, sondern der an seiner Seite

ist.

Später sagte er mir: „Wenn dich

dieser Mensch nicht bereichern

kann, so lass ihn gehen. Denn

wenn er deinem Alltag nichts

Gutes beisteuern kann, wieso

sollte das dann erzwungen

werden?!“ Dieses im Privaten

umzusetzen, ist eine große

Prüfung tagtäglich. Natürlich

darf man dieses nicht 1/1 im

Berufsleben anwenden, wenn

es darum geht, Geld für den

Lebensunterhalt zu verdienen.

Wobei auch da gibt es Grenzen,

wir sind nicht mehr im Mittelalter

oder beim Sklavenhandel, wo vor

dem Arbeitgeber auf den Knien

gerutscht werden muss. Ich bin

der Meinung, auch unter Chef

und Angestellten sollte es einen

wertschätzenden, respektvollen

Umgang miteinander geben. Aber

meine Lieben, versucht doch

wirklich in eurem Privatleben, in

Fällen wo ihr nicht auf gewisse

Personen angewiesen seid,

Stärke zu zeigen…. Und NICHT

nachzurennen!!! Ich bin mir

sicher, ihr fühlt euch hinterher

sehr wertvoll.

Liebe Sabina, ich danke Dir für

Deine bisherige und hoffentlich

auch zukünftige, selbstlose

Unterstützung, auch im Namen

des restlichen Teams!

PALAZZO – eine aufregende Dinner-Show oder…

das einst erfolgreichste Gourmet-Theater in Europa,

wie es Spitzenkoch Christian

Buhl bezeichnet. Nicht weil er als

Gourmet irgendwann einmal als

Gast dort aufgetreten wäre oder

einfach ein Fan des Starkochs

und Palazzo Begründers Eckart

Witzigmann gewesen wäre,

sondern weil er dieses Ereignis

damals als Teammitglied rund um

Witzigmann und Küchendirektor

Thomas Jaumann mitgetragen

hat.

Wunderbares Ambiente im

Kerzenschein, ein 4-Gänge-Menü

124


sowie eine Show mit Stars

(Artisten), welche man, so

Christian Buhl, vielleicht sogar

ein bisschen mit dem Varieté

Moulin Rouge in Paris vergleichen

konnte. So präsentierte sein

ehemaliger Chef und Mentor

Herr Witzigmann erstmals

in München, sein Palazzo

Restaurant-Theater. Später

folgten dann, im Rahmen einer

Kooperation mit dem berühmten

Circus Roncalli, weitere Erfolge

in Hamburg, Köln, Frankfurt und

Düsseldorf als – Witzigmann-

Roncalli-Bajazzo.

2016 und 2017 hieß es erstmals

in Österreich für Eckart

Witzigmann „The Show Must Go

On – Mit dabei Gourmet Christian

Buhl – erstmals in der Position

des Küchenchefs. Doch sich ewig

zu binden, ist für den Spitzenkoch

etwas für die Beziehung und

nichts für die „Küche“.

Das wird sicher auch seine

Lebensgefährtin Samira

Lettmann, mit der er gemeinsam

in Salzburg wohnt, gerne

bestätigen. Frau Lettmann ist

ebenfalls in der Gastronomie im

Traditionsunternehmen Zauner

in Bad Ischl – Salzkammergut

Österreich, in der Patisserie tätig.

So wechselte der heute

43-jährige Garser (Gars am Kamp

– Marktgemeinde in Österreich)

in den Sommermonaten 2016/17

ins Landhaus zu Appesbach in

St. Wolfgang am Wolfgangsee

im Salzkammergut Österreich,

deren Inhaber Didi Mateschitz

ist. Nach seinem Kochstress auf

Hauben-Niveau, im Landhaus

zu Appesbach, wo er die

Gourmet-Küche ebenfalls neu

belebte und den Gästen echte

Gaumenfreuden bereitete. Es

dürstet dem Spitzenkoch nach

einer neuen Herausforderung,

welche er in der Stiegl Brauwelt

gefunden hat.

In der Stiegl Brauwelt wird nicht

nur traditionelle Hausmannskost

aufgetischt, sondern auch die

gehobene Gourmetküche. Mit

der Verbindung zum Stiegl

Gut Wildshut dem ersten

österreichischen Biergut, bietet

der Spitzenkoch Christian

Buhl Gaumenfreuden auf

Spitzenniveau.

Das Team der Stiegl Brauwelt

und er setzen sich nicht nur

für Menschen in Not, wie auch

auf unserem Bild zu erkennen,

sondern zum Beispiel auch für

Nachhaltigkeit, besonders in der

Gastronomie, ein. Da wären zum

Beispiel der eigene Kräutergarten

für die stets frischen Zutaten im

Restaurant und die Unterstützung

regionaler Unternehmen zu

nennen. Alles was die Welt

ein wenig freundlicher und

ökonomischer gestaltet,

haben sich die Gastronomen

aus Leidenschaft zur Aufgabe

gemacht.

So sagt auch das Team – Mein

Leben Live – danke für die

Unterstützung unserer Aktion

für mehr Menschlichkeit. (Bild

mit Shirts - Danke an das Team

der Stiegl Brauwelt, welches

namentlich benannt wird)

Christian Buhl mit Partnerin Samira Lettmann

125


Und natürlich hätten wir da noch

ein paar Fragen:

• Herr Buhl, wo sehen Sie in

Zukunft Ihre Schwerpunkte in

der Gastronomie und Ihrem

Engagement für gemeinnützige

Ziele?

Die Gastronomie macht schon

länger einen Wandel durch, der

noch lange nicht abgeschlossen

ist. Man geht wieder zurück

zum Ursprung sozusagen, und

weniger ist mehr. Mir ist wichtig,

dass 4 bis 5 Komponenten

am Teller sind – sehr gut

zubereitet. Der Schwerpunkt

geht auf detailliertes und

filigraneres Kochen, um auch die

Nachhaltigkeit zu pflegen.

• Die Gastronomie hat unter der

Coronakrise besonders hart

gelitten. Würden Sie Ihren

Kolleg*innen dazu gern etwas

mitteilen? Ganz nach unserem

Motto: The Show Must Go On

– wären einige aufmunternde

Worte sicher sehr hilfreich…

Mein großes Anliegen an meine

Kolleg*innen ist, dass jeder

über den Tellerrand hinaussieht,

es waren harte und fordernde

Monate für uns und leider haben

uns einige verlassen, aber wir

arbeiten immer noch in einem

der schönsten und handwerklich

in einem der ältesten Berufe die

es gibt.

Also ran an den Herd „The Show

Must Go On.“

• Frau Lettmann, Sie sind die

starke Frau hinter dem Spitzen-

Gourmet. Das ist sicher nicht

immer ganz einfach. Was

wünschen Sie sich für die

Zukunft? Sehen Sie dieser

entspannt entgegen oder gibt

es da einen besonderen Punkt,

den Sie gern ändern würden?

Es ist eigentlich ganz einfach,

weil wir beide füreinander

da sind und uns gegenseitig

unterstützen, manchmal ist

Christian meine starke Seite und

manchmal bin ich es für ihn. Das

ist sehr ausgeglichen und hilft

uns beiden sehr weiter. Für die

Zukunft wünsche ich mir dass

wir noch sehr viele gemeinsame

Momente beim Kochen erleben,

wir ergänzen uns hervorragend

und genießen es einfach.

Ich sehe der Zukunft entspannt

entgegen, weil es nichts bringen

würde, in Panik zu geraten. Wenn

Probleme auftauchen, muss

man nach Lösungen suchen, zu

jammern hat noch nie etwas

gebracht. Änderungen sehe ich

mehr als Entwicklung und die

passiert in der Gastronomie

ständig, drum lass ich es eher

auf mich zukommen, versuche

mich zu entwickeln und nicht mit

„muss“ etwas zu verändern.

Ich danke Ihnen beiden für die

interessanten Einblicke und

wünsche Ihnen, auch im Namen

des ganzen MLL-Teams, alles

Gute!

Fotos: Christian Buhl

Im Bild das Führungsteam der Stiegl Brauwelt - von links nach rechts:

Anna Bauer (Stiegl-Shop u. Museum), Christian Buhl (Sternekoch u. Küchenleitung), Daniela Hofer

(Brauwelt Gastgeberin), Wolfgang Wallentin (Service Leitung) https://www.brauwelt.at/

126


Interview mit Robin Czerny

Schauspieler und Model aus Berlin

Hallo lieber Robin, ich danke Dir,

dass Du Dir die Zeit nimmst, um

einige Fragen zu beantworten.

• Natürlich kommen wir da auch

nicht ganz um die Frage nach

der Pandemie herum, die sich

nun schon so lange hinzieht

und besonders in Deiner

Branche viele unangenehme

Spuren hinterlassen hat. Nun

bist Du nicht nur Schauspieler,

sondern auch Model. Gibt

es da für Dich genügend

Ausweichmöglichkeiten,

bis diese Pandemie endlich

Geschichte ist? Wie schätzt Du

die derzeitige Lage ein?

Allgemein war vor allem das

letzte Jahr natürlich schwierig

für die Schauspielbranche.

Gleichzeitig habe ich das Gefühl,

dass meine Karriere immer

etwas antizyklisch verläuft. So

konnte ich zwar vor allem in

der ersten Jahreshälfte 2020

nicht viel drehen, dafür kamen

aber gleich drei Filme mit

mir in der Hauptrolle auf die

Streamingplattformen, zwei

Langfilme und ein Kurzfilm.

Ende des Jahres konnte ich dann

noch eine Hauptrolle in einem

Langspielfilm verkörpern, alles in

allem gar kein so schlechtes Jahr,

möchte ich sagen.

• Wie bist Du eigentlich zur

Schauspielerei gekommen, was

fasziniert Dich daran?

Ich habe schon als Kind Kinderund

Jugendtheater gespielt.

Aber das war mehr aus Freude

als mit einem Berufswunsch

verknüpft. Nach dem Abitur

habe ich meinen Wehrdienst

geleistet, aber das war nichts

für mich. Deshalb habe ich

versucht im Rahmen der

Weiterbildungsmaßnahmen

Oliver Betke Bildquelle

der Bundeswehr, so viel wie

möglich außerhalb der Kaserne

zu machen. Eins davon war ein

Bewerbertraining. Durch dieses

kam ich auf die Idee, mich als

Animateur zu bewerben. Das

Casting hat tierischen Spaß

gemacht und schon eine Woche

später war ich im Ausland – und

stand sechs Tage die Woche

in unterschiedlichsten Rollen

und Shows auf der Bühne.

Zurück in Deutschland war

klar, der Weg führt jetzt auf die

Schauspielschule…

• Hattest Du bestimmte

Vorbilder bzw. Idole?

Tatsächlich hatte ich nie

bestimmte Personen, denen ich

versucht habe nachzueifern.

Früher habe ich Filme eher

einfach nur als Kunstwerke

betrachtet und geschätzt. Erst

später habe ich mich dafür

interessiert, wer die Macher

sind und in welchem Kontext sie

stehen.

• Mal angenommen, Dir

würde morgen jemand ein

Angebot machen mit Top-

Gagen und einem Vertrag

für die nächsten 20 Jahre. Du

müsstest Dich nur für eine

Sache entscheiden. Entweder

Du bist nur noch Model, mit

allen Anforderungen des

Topmodellebens oder Du

gibst Dich vollkommen der

Schauspielerei hin. Wofür

würdest Du Dich entscheiden.

Besser gefragt, könntest

Du Dich überhaupt für eine

Richtung entscheiden?

Das ist einfach. Schauspiel. Und

wer legt mir jetzt diesen Vertrag

vor? (smile)

Nein im Ernst: die kreative Arbeit,

das Erschaffen und Verkörpern

von Charakteren, die vorher nur

auf Papier existierten, sie zu

begleiten und ihnen im fertigen

Film wiederzubegegnen, das

Erzählen von Geschichten, die

uns auch über das Ende des

Films im Kopf bleiben, das ist

127


unvergleichlich und der Grund,

weshalb ich meinen Beruf als

Schauspieler so liebe.

• Nun werden mich in nächster

Zeit sicher insbesondere

Leserinnen anschreiben und

nachfragen, wo sie evtl.

ein Autogramm erhalten

können – und zwar nicht vom

Management, sondern von

Robin persönlich.

Klar, absolut, mache ich gerne.

Bisher lief das immer über meine

Deutsche Schauspielagentur,

wir gehen aber mittlerweile

getrennte Wege, also falls du in

der Richtung was hörst, bin ich

für Infos dankbar.

• Ich möchte Dir zum Abschluss

eine Frage, stellvertretend

für unsere Leser*innen, vorab

stellen. Ich bin mir sicher, diese

Frage wird kommen. Wenn

in der heutigen Zeit und ganz

besonders in dieser, ein junger

Mensch auf Dich zukommen

und den Wunsch äußern

würde, Model und/oder

Schauspieler werden zu wollen,

was würdest Du ihm bzw. ihr

raten?

Ich würde diesem jungen

Menschen raten, sich sehr

genau mit den Anforderungen

des Traumberufs

auseinanderzusetzen und

nicht unbedingt alles auf eine

Karte zu setzen. Auch andere

Möglichkeiten zu haben,

entspannt und hilft so oft, seinem

Ziel näher zu kommen, als wenn

man es mit zu viel Druck und um

jeden Preis versucht.

Ich danke Dir für Deine Zeit

und auch dafür, dass Du unsere

Aktion – für mehr Menschlichkeit

– ebenfalls unterstützt.

Alles Gute für die Zukunft und

mögen Deine Wünsche sich

erfüllen.

128


https://mynatura.eu/

129


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Gesundheit/Ernährung/Schönheit

Beauty

so fühlt sich der Sommer richtig cool an

Erfrischende Duschgele für den Sommer –

aber bitte mit Rücksicht auf die Umwelt!

von Sabina Furthmayer Goldberg

Wenn es unerträglich heiß ist,

verschafft uns eine Dusche

wohltuende Abkühlung. Aber

schwere Düfte wie Vanille & Co.

haben jetzt ausgedient.

Die Temperaturen steigen auf

weit über 30 Grad, der Schweiß

fließt in Strömen: Bei den

aktuellen Temperaturen lechzen

wir nach Abkühlung. Neben

klassischen Maßnahmen wie viel

zu trinken und die Wohnung kühl

zu halten, bringt eine kalte bis

lauwarme Dusche am Morgen

oder Abend Erfrischung.

Besonders angenehm sind in

den warmen Monaten Düfte mit

Zitrus- oder Minznuancen, aber

auch leichte blumige oder

kräuterhafte Noten. Reichhaltige

Pflegeduschen mit süßen,

warmen Düften wie Vanille oder

Mandel wirken dagegen jetzt

eher weniger belebend.

131


Viele handelsüblichen Duschgele,

die mit knallbunten Farben oder

speziellen Düften Sommerfeeling

versprechen, enthalten allerdings

bedenkliche Inhaltsstoffe: Zum

Beispiel Mikroplastik, Parabene

als billige Konservierungsstoffe

oder Mineralölprodukte wie

Paraffine.

Ich habe verschiedene

zertifizierte Naturkosmetik-

Produkte probiert, die auf

natürlichen Rohstoffen basieren

– und mit denen du dich bei Hitze

sauber und frisch fühlst.

Ich versichere euch, meine

Lieben, es ist einfach ein super

Gefühl.

Ein Problem, das alle flüssigen

Duschgele teilen: Man kommt

dabei nicht um die Flaschen bzw.

Tuben herum – und die sind

meist aus Plastik. Um diesen

Müll zu vermeiden, ist die beste

Alternative ein naturbelassenes

(packungsfreies) Produkt, wie z.B.

Naturseife.

Noch ein weiteres Plus: Die

Rohstoffe, z.B. der oben

genannten reinen Naturseife

stammen aus kontrolliertem

Anbau und die Produktion

selbst wird in der Regel streng

überwacht. Inhaltsstoffe:

Biologisches Kokos-, Oliven-,

Palmkern-, Hanf- und Jojobaöl

werden mit ätherischem Bio-

Zitrus-Orangenöl kombiniert.

Laut Herstellern weckt dies

sogar spezielle Emotionen

durch Erinnerungen an

sonnengewärmte Haut, die Kühle

von Wasser und die Erfrischung

durch einen spritzigen Drink und

bekommt so einen zusätzlichen

und positiven psychologischen

Effekt. Dies bedeutet Frische und

Umweltschutz zugleich!

Also meine Sonnenanbeter, ab an

den Strand. Und wenn es schon

kein Urlaub sein kann, dann

zumindest ab an den See!!

Fröhliche und unbeschwerte

Ferien wünscht euch eure Beauty

Queen

Sabina

132


Gut

BEHÜTET

durch den Sommer

Die Designer sind sich

einig: Durch die heißen

Temperaturen kommt

man nur gut „behütet“.

Die aktuellen Modelle

geben sich nicht nur

zeitgemäß, sondern sind

auch noch praktisch.

So ein schicker Sonnenhut

steht doch jedem

gut.

Aber nicht nur der

Mode soll der dienlich

sein. Nein, auch der

Gesundheit.

Model u. Beauty Queen

Sabina Furthmayer

Foto: Wolfgang Zopf

Hüte - Sonnenschutz gegen

Hautkrebs

Hautkrebs kann Metastasen

bilden und ist deshalb besonders

gefährlich. Wer sich richtig vor

der Sonne schützt, kann sein

Hautkrebsrisiko aber deutlich

senken. Auch wer schon

Hautkrebs hat oder aufgrund

einer immunsuppressiven

Therapie geschwächt ist,

sollte besonders auf einen

zuverlässigen Hautschutz achten.

Gerade am Kopf ist das nicht

immer einfach. Mit unseren

Hüten mit UV-Schutz gelingt es

aber auf stilvolle und sichere Art

den Kopf vor UV-Strahlung zu

schützen.

Sonne sicher genießen: Im

Schatten bleiben und einen Hut

tragen.

Die Krebsliga gibt drei wichtige

Empfehlungen, wie man die Haut

vor den schädlichen Einflüssen

der Sonne schützen kann.

• von 11-15

Uhr im Schatten bleiben

• Sonnencreme auftragen

• Hut, Sonnenbrille und Kleidung

tragen

Also bitte nicht immer nur zum

günstigsten Produkt bei der Wahl

deines Hutes greifen!!!

Etwas Luxus darfs schon sein …

Sonnenschutz in Japan

133


Sonnenschutzmaßnahmen sind in

Japan, speziell bei Japanerinnen

auf einem ganz anderen Level als

bei uns. Klar hat man auch hier

Sonnenbrillen und trägt, wenn

man sehr vorsichtig ist, Sonnenmilch

auf, doch in Japan gibt es

noch weitere Mittel, die dort

wirklich alltäglich sind. Sprich,

ich erzähle dir heute nicht von

einem Einzelfall, sondern von

Dingen, die einem bei gutem

Wetter überall begegnen. Eine

sehr gute Freundin, die einige

Jahre in Asien studierte, hat mich

auf den neuesten Stand über die

Sitten und Gewohnheiten dort

gebracht.

Sonnenschirme higasa

In Japan gibt es spezielle

Schirme, dem Aussehen nach

einem Regenschirm sehr

ähnlich, die speziell gegen die

Sonne entwickelt wurden,

sogenannte higasa (Obwohl es

auch bunte Varianten gibt, sind

die meisten Exemplare, schwarz.

Bisher war es üblich, dass nur

Frauen diese Art Sonnenschutz

verwenden, doch in letzter Zeit

bürgert sich bei der jungen

Generation der Begriff higasa

danshi Sonnenschirm-

Männer) ein. In diesem

Jahr hat der japanische

Umweltminister Yoshiaki Harada

sogar explizit dazu aufgerufen,

dass bitte auch Männer

auf higasa zurückgreifen sollen,

um die jährlich ansteigende

Anzahl von Hitzschlag-Opfern zu

reduzieren (Quelle: Mainichi)

Hüte

Während bei uns Hüte erst

die letzten Jahre wieder im

Kommen sind, werden sie in

Japan jedes Jahr getragen.

Der Unterschied liegt in der

Größe der Krempe. Klar, auch

bei uns gibt es ausladende

Strohkopfbedeckungen à la

Raffaelo-Dame, aber in Japan

ist das die Norm. Denn dafür

trägt man sie ja: der Hut soll in

erster Linie Schutz bieten. Das

gute Aussehen ist da auch schon

mal zweitrangig, vor allen bei

den Modellen, die zusätzliche

Schlappen für Nacken und Ohren

haben. Für die Gartenarbeit

wird auch gern das Modell mit

Moskitonetz getragen.

Japanische Omis auf Reisen

gibt es jedenfalls nur in der

Ausführung mit Schlapp-

Fischerhut. Sonst würde sich auch

Japan gar nicht mehr nach Japan

anfühlen.

134


UV-Schutz-Kleidung

Abgesehen von den

überbordenden Hüten, die das

Gesicht vor Sonnenstrahlen

schützen, gibt es in Japan auch

noch spezielle UV-Schutz-

Kleidung. Das kann man sich wie

normale Klamotten vorstellen,

die aber aus speziellen Fasern

hergestellt wurden. Vor allem

beliebt im Lieblingsland: lange,

meist dunkle Handschuhe, die

Hände und Unterarme schützen

sollen.

Eine spezielle Variante davon

sind fest montierte Handschuh-

„Hüllen“, die man an vielen

Fahrradgriffen sieht. Möchte man

mit dem Drahtesel los, steckt

man die Hände hinein und ist

so beim Radfahren vor zu viel

Sonnenexposition geschützt.

Der Wunsch nach reiner, weißer

Haut – darum ist Sonnenschutz in

Japan ein so großes Thema.

Weiße reine Haut ist ein

japanisches Schönheitsideal,

das sich schon seit vielen

Jahrhunderten kontinuierlich

hält. Bereits in der späten Heian-

Periode (794–1185) gibt es

durch die ersten Romane

Zeugnis davon, dass Frauen

mit besonders makelloser,

heller Haut besonders beliebt

Fotos: Gerry Buchacher

waren. Das erklärt zum Beispiel,

warum Geishas sich großzügig

weiß schminken.

Ein japanisches Sprichwort

lautet sogar „Weiße

Haut überdeckt die sieben

Unvollkommenheiten“. Gemeint

ist damit: egal, wie das Aussehen

sonst ist, weiße Haut macht eine

Frau hübsch. Aus der Sonne

bleiben, schlägt also zwei Fliegen

mit einer Klappe: man wird nicht

braun und die sonnenbedingte

Hautalterung wird reduziert.

Hauptsache gut geschützt…

Ich bleibe bei Hut, schicken

Brillen und Sonnencreme, weil ich

zwar ungern einen Sonnenstich,

aber dennoch ganz gerne Farbe

bekomme. Wenn du dich gerne

besser schützen möchtest oder

aus gesundheitlichen Gründen

musst, weißt du jetzt, dass du in

Japan alles dafür bekommst.

Einen wunderschönen Sommer

Wünscht euch - Sabina

135


Hot Summer

Locker lässig und dennoch elegant …

Meine Lieben Fashionistas,

wie ihr wisst, kleide ich mich ja

am liebsten als verführerische

Vintage-Diva, als elegante

taffe Business Woman oder

romantisch verspielt mit

Blümchenkleidern.

ABER natürlich ist dieser Look

nicht jedermanns Sache. Und

Gegensätze ziehen sich ja

bekanntlich an. Also möchte

ich euch den Tipp einer

Freundin von mir vorstellen

und einen eher coolen, lässigen

burschikosen Style. Sandra ist

eine junge Mutter und ständig

in Action, dementsprechend

angepasst auch ihre Kleider- und

Stylingauswahl.

Aber seht doch bitte selbst. Viel

Spaß. Eure Sabina

Tipp für lässige Frauen

Klamotten in allen hellen Farbtönen sind erlaubt

Ich persönlich ziehe mir gerne Leggins an ... Sie

sehen gut aus und sind super bequem.

Bei sehr hohen Temperaturen ein Top dazu oder

ein langes Leibchen, das wie ein Kleid aussieht. Es

passt wirklich alles zu einer Leggins. Bei Regenwetter

oder eben an nicht ganz so schönen, warmen Tagen

einfach eine Jeans. Am liebsten ist mir Camouflage,

weil es mir einfach wahnsinnig gefällt. Eine sportliche

Jacke darf natürlich auch nicht fehlen. Auch in vielen

bunten Farben möglich.

Da ich aber auch ab und zu mal nicht Mama sein

muss und ausgehen kann, da kann es auch leicht

passieren, dass ich sogar ein schwarzes Kleidchen

oder einen schwarzen Rock trage. Beim Ausgehen

darf selbstverständlich auch ein leichtes dunkles

Augen Make Up nicht fehlen. Ein Kajal, eine

Wimperntusche, das wars – und los gehts :)

Eure Sandra Pöpl

136


Nageldesign

ist was für anspruchsvolle Männer – oder wie war das?

Männer stehen auf natürliches Nageldesign (rot für Herz und Liebe)

„French Nails“ oder doch

lieber natürlich gepflegte

Fingernägel?

Nicht jedes Nageldesign gefällt

auch Männern. Im Gegenteil! Die

Meinungen über schön gepflegte

Fingernägel gehen zwischen den

Geschlechtern weit auseinander.

Aber welche Nägel finden

Männer eigentlich an Frauen

wirklich sexy?

Und welches Nageldesign ist für

Männer ein absolutes „No Go“?

Ja, ja, meine Damen, auch hierzu

einige Gedanken…

Lange rote Nägel sind nichts für

graue Mäuschen. Im Gegenteil!

Zu extrovertierten Frauen,

die Spaß am Leben haben

und sich auch ab und zu mal

gern ins Abenteuer stürzen,

gehören rote Fingernägel. Das

ist die allgemeine Ansicht vieler

Herren. Und das honorieren

sie entsprechend, denn ca. 71

Prozent der Männer finden rot

lackierte Fingernägel überaus

erotisch. Also, von wegen

Vorurteil.

Jede Frau kann wunderschöne

Fingernägel haben. Egal, ob sie

eher den natürlichen Look oder

doch die künstliche Variante

bevorzugt. Wie du deine Hände

perfekt pflegst???

Frag doch einfach Jasminka und

ihr Team….

137


https://www.nagelstudio-jasminka.at/

Sabina mit Jasminka

Foto: Roman Groesswang

Der Nägel-Mode-Sommer im Jahr 2021

– einfach mal bunt!

Für den Sommer 2021 sehen

wir Blau ... und Grün! Beide

Farbtöne dominieren in

unterschiedlichsten Nuancen die

Fashion-Palette der aktuellen

Modetrends. Dazu gesellen sich

Trendfarben wie Orange (als

”Orange Ochre”, “Rust" und

“Marigold”), Lila (“Purple Rose”

und “Amethyst Orchid”) und Gelb

(“Illuminating”).

Softes Rosa bleibt uns in Form

von "Pirouette" erhalten, Türkis

tritt als leuchtendes "Beach

Glass” und “Green Ash" auf die

Agenda und warmes Rot als "Lava

Falls". Ruhe in das bunte Treiben

bringen klassische Fashion-

Farben wie Beige ("Macchiato”

und “Desert Mist"), Weiß ("Baby’s

Breath” und “Buttercream") und

Grau ("Ultimate Gray").

138


Gelb springt ins Auge …

Am Blumenstand um die Ecke

sind jetzt bei diesen hohen

Temperaturen Tulpen in der

Farbe Gelb schnell ausverkauft.

Nicht ohne Grund: Schließlich

steht keine Farbe so sehr für

Sommer und schönes Gute-

Laune-Wetter. Insofern ist es

nur logisch, dass auch in der

Kosmetik und beim Nagellack

der Sonnenschein unter den

Farben aktuell sehr beliebt ist.

Von knalligem Kanarienvogel-

Gelb bis zur pastelligen, sanften

Gelb-Variante – Gelb spielt

beim Styling immer dann eine

Rolle, wenn man seinen Look

aufpeppen will und dieser ein

Happy-Upgrade verdient hat.

Die Farbe Gelb steht vor allem

Frauen, die sich ohnehin schon

sehr modisch kleiden. Schließlich

braucht man ein selbstbewusstes

Stil-Empfinden, um sich an diesen

sehr leuchtenden Ton heranzuwagen.

Tipps von Sabina Furthmayer-

Goldberg

139


Leser

briefe

Helene M. aus Bielefeld schrieb:

Liebes Team von Mein Leben Live,

ich betrachte schon eine Weile die

positive Entwicklung der Zeitschrift.

Ihr werdet immer ein wenig besser

und das muss man ja auch mal anerkennen.

In der letzten Ausgabe

fehlten mir die liebe Birgit Bruhns

und ihre Bastelanleitungen zum

Thema Upcycling. Kann man da in

der Richtung in Zukunft wieder auf

neue Beiträge hoffen?

Ganz liebe Grüße H.M.

Hallo liebe Helene,

vielen Dank für dein positives

Feedback. Das geht runter wie Öl,

grins. Wir sind bemüht, Ersatz zu

schaffen, womit ich nicht sagen

möchte, dass wir Birgit ersetzen

können. Sie hat in der Tat so einige

Leser*innen mit ihren kreativen

Ideen begeistert. Leider ist sie

beruflich und privat zurzeit sehr

eingespannt und musste deshalb

sozusagen eine Pause einlegen. Es

gibt mehrere Angebote für ähnliche

Beiträge. Bisher konnten wir uns da

noch nicht endgültig entscheiden.

Wir sind jedoch sicher, dass es sehr

bald wieder kreative Bastelanleitungen

geben wird.

Liebe Grüße das MLL-Team

Britta W. aus München schrieb:

Hallo liebes Leben Live Team,

ich möchte euch ganz herzlich

grüßen und hätte da eine Frage.

Ihr postet viel auch in den sozialen

Netzwerken und dort ist auch oft

die Rede von einer interaktiven

Zeitschrift. Abgesehen von den

Leserbriefen, wie meiner zum Beispiel,

von dem ich ja nicht weiß,

ob er wirklich veröffentlicht wird,

bestehen welche Möglichkeiten am

Magazin mitzuwirken? Also ich bin

jetzt keine Autorin oder Ärztin usw.,

sondern bin vielmehr eher eine

Leserin, die auch gerne mal einen

Beitrag beisteuern würde. Gibt es

da tatsächlich auch Möglichkeiten

mitzuwirken? Ich dachte z.B. an

einen Erlebnisbericht zum Thema

Reisebetrug. Es ist also nichts Schönes,

aber ich würde das irgendwann

mal gern öffentlich machen.

Geht das?

Gruß aus München, eure Britta

Liebe Britta,

zunächst einmal ganz herzliche

Grüße auch an dich! Es ist bedauerlich,

dass du scheinbar großen

Ärger hattest. Schreib uns doch auf

jeden Fall, was genau passiert ist,

damit wir uns überhaupt ein Bild

machen können. Gern leiten wir

dies auch an unseren Rechtsanwalt

weiter, der sich dann persönlich

(Mail) mit dir in Verbindung setzt.

Generell sind wir tatsächlich interaktiv

und jeder kann im Prinzip

mitmachen. Von Fachbeiträgen bis

hin zu Erfahrungsberichten prüfen

wir allerdings auch, welche Beiträge

gerade aktuell und für unsere

Leser*innen besonders interessant

sind. Einige Beiträge werden in

späteren Ausgaben veröffentlicht,

einige müssen wir aus rechtlichen

oder anderen Gründen leider ablehnen

und einige schaffen es eben

nicht in das Magazin. Dies stellt keine

Wertung der Beiträge, sondern

eine Notwendigkeit dar. Würden

wir alle Artikel veröffentlichen,

würde dies den Rahmen sprengen.

Allerdings bemühen wir uns sehr,

auf alle Anfragen einzugehen, auch

wenn es manchmal etwas dauern

kann. Ich hoffe, wir konnten dir

weiterhelfen.

Liebe Grüße das Mll-Team

Karla B. aus Halle schrieb:

Hallo liebes Team vom Magazin.

Ich möchte mich einmal für euer

Schaffen bedanken und auch für

Mein Leben Live

Mail:

leben.live.postfach@gmail.com

Webseite:

https://mein-leben-live.de/

die mittlerweile zwei Magazine

zum Thema Gesundheit und Naturmittel.

Dieses Thema beschäftigt

mich eigentlich am meisten und

nun habe ich ja genug Lesestoff.

Einfach toll. Besonders das Thema

Hypnose hat mich schon immer fasziniert.

Nun waren in den Gesundheitsmagazinen

schon zwei Artikel

von Herrn Kreft zu lesen. In diesem

Magazin wird er im Vorwort als

Redakteur oder einfach als Teammitglied

ausgewiesen. Wie hängt

das zusammen. Ich hätte nämlich

zu dem Thema einige Fragen und

er scheint ja Erfahrung auf dem

Gebiet zu haben. Vielleicht wäre

das auch ein Thema in diesen Ausgaben?

Liebe Grüße und danke für eure

Mühen, Karla

Hallo Karla,

wir haben deine Bitte natürlich an

Herrn Kreft weitergeleitet. Er ist

für die Zeitschriften als Redakteur

verantwortlich und zusätzlich Heilpraktiker.

Als Therapeut für Hypnose

und begleitende Naturheilmittel

ist er generell sehr engagiert, wenn

es um das Thema Gesundheit geht.

Außerdem arbeiten wir, wie du ja

bemerkt hast, mit dem gemeinnützigen

Verein – Naturheilpraxis ohne

Grenzen – eng zusammen und

bringen für diesen ein gesondertes

Fachmagazin heraus. Alle Befürworter

der Naturheilkunde werden

also auch in Zukunft mit spannenden

Themen zu diesen Bereichen

versorgt. Ob dazu auch in diesem

Magazin Beiträge zum Thema Hypnose

erscheinen werden, können

wir zu diesem Zeitpunkt leider nicht

beantworten.

Alles Liebe das Mll-Team

140


Ihr könnt schreiben, wenn Ihr rechtliche Probleme zu

bewältigen habt. Mit dabei ist nun auch der Rechtsanwalt

MANUEL EUFINGER (Deutsches Recht),

der sich nachfolgend kurz vorstellen möchte:

Liebe Leserinnen und Leser,

gerne möchte ich mich Ihnen

in diesem Rahmen als tätiger

Rechtsanwalt kurz vorstellen.

Ich bin seit 2017 bei der

Rechtsanwaltskammer Frankfurt

am Main zugelassener und

entsprechend im Rhein-Main-

Gebiet ansässiger Rechtsanwalt.

Zuvor war ich während sowie

nach der Studienzeit in der

mittelhessischen Stadt Gießen

bei diversen Professuren unter

anderem auch lehrend vor

Studenten tätig. Meine Heimat

wie auch nunmehriger Sitz der

Kanzlei liegen daher in Hessen.

Die von mir ausgeübten

kanzleiinternen

Tätigkeitsschwerpunkte belaufen

sich weitestgehend auf alle

Rechtsfragen zivilrechtlicher

Natur. Bezogen auf die aktuelle

COVID-19-Pandemie ergeben

sich daher derzeit auch

vermehrt Mandate und aktuelle

Rechtsfragen zu Reiserücktritten

und deren finanziellen Folgen

bzw.den Urlaubern drohende

Stornierungskosten vonseiten

der Reiseanbieter.

Das Thema „Corona“ und

dessen Auswirkungen wird wohl

noch einige Zeit nicht nur die

Wirtschaft und Arbeitswelt,

sondern dem einhergehend

auch die weitere Rechtspraxis

zunehmend beschäftigen.

Zu diesen, ähnlichen und/oder

weitergehenden Rechtsfragen

und Problemfeldern

zivilrechtlicher Natur stehe

ich Ihnen, liebe Leserinnen

und Leser, gerne beratend

zur Verfügung. So werde ich

gelegentlich die ein oder

andere Rechtsfrage im Rahmen

der nächsten Ausgaben des

Magazins für Sie beantworten.

Bitte beachten Sie jedoch,

dass lediglich die Gesetzesund

Rechtslage in Deutschland

dabei Berücksichtigung finden

kann.

Weitergehende Rechtsauskünfte

über anderweitige

Rechtsordnungen, insbesondere

im Hinblick auf geltendes

Recht in Österreich, können

trotz Ähnlichkeit dagegen nicht

geleistet werden.

Bei entsprechenden rechtlichen

Anliegen können Sie sich gerne

auch per Email an mich wenden.

Manuel Eufinger, Rechtsanwalt

Siemensstraße 11

63071 Offenbach a.M.

069 856073

kanzlei@zeiser.net

Aber auch zu anderen

Themenbereichen

findet Ihr ab sofort Hilfe.

Für den Bereich Psychologie

Birgit Lehner

Dipl. Psychologische Beraterin

Dipl. Sozial- und Berufspädagogin

Dipl. Kinder- und

Jugendmentaltrainerin

Bacheler of Arts in Counceling

wird Euch auf Wunsch in ihrem

Fachbereich zur Seite stehen und

gern Eure Fragen beantworten.

Sie ist auch aus einigen Beiträgen,

wie zum Beispiel Typ- u.

Stilberatung und Interviews zu

verschiedenen Themen bekannt.

Ihr könnt Fragen unter folgender

Mail-Adresse einsenden:

birgit.lehner@coaching-and-more.com

Natürlich werden Eure Fragen

vertraulich behandelt und nur auf

ausdrücklichen Wunsch veröffentlicht!

Traut Euch, sie auch in sehr

persönlichen Angelegenheiten

anzuschreiben.

Euer Team von

Mein Leben Live

141


Impressum:

Heft Nummer 07 | Juli – September 2021

Mein Leben Live

– Entdecke die Vielfalt –

ISSN 2698-525X (Print)

Bezugsmöglichkeiten:

Exklusive Verteilerstellen und Verlag (Print)

United Kiosk - https://www.united-kiosk.de/

Im Technologiepark, 76131 Karlsruhe (Digital)

Herausgeber:

VGK-Verlag Kreft, Fontanestraße 26, 46242 Bottrop

Bankverbindung: G. Kreft

IBAN: DE31360501050002724938

BIG: SPESDE3EXXX

Mail: leben.live.postfach@gmail.com

Webseite: https://mein-leben-live.de/

Redaktion: Guido Kreft, Marcel Kreft

Bildbearbeitung/Coverdesign (Art Direktion):

Renee Rott – Dream Design – Cover and Art

Text: Guido Kreft, Susanna Csenkey, Ralf Hillmann

Anzeigen/Werbung/Marketing:

Guido Kreft, Susanna Csenkey

Gestaltung und Layout: Christoph Becker

Druck: Wir machen Druck, 71522 Backnang Deutschland

PR/Öffentlichkeitsarbeit: Marcel Kreft

Hinweise:

Autoren der Berichte und Artikel, können auch über die

Redaktion angeschrieben werden.

Für unaufgeforderte Einsendungen von Text und Bild wird

keine Haftung übernommen. Die Autoren sind für den

Inhalt ihrer Beiträge selbst verantwortlich!

Ansichten der Autoren entsprechen nicht unbedingt der

Meinung der Redaktion!

Der Verlag behält sich das Recht vor, Beiträge zu kürzen

oder zu ändern. Alle nicht exklusiven Rechte von Autoren-

Beiträgen gehen an den Verlag über, sobald diese von

der Redaktion angenommen worden sind. Diese Rechte

beinhalten uneingeschränkten Nachdruck und Nutzung

im digitalen Segment.

Wichtiger Hinweis! Die Artikel zum Thema Gesundheit

ersetzen keinen Besuch beim Arzt, Therapeuten oder

Heilpraktiker. Sie stellen nur eine mögliche Hilfe zur

Selbsthilfe dar!

Quellen-Hinweise: Bilder zu den einzelnen Artikeln

wurden von den Autoren zur Verfügung gestellt oder

sind freien Bildquellen entnommen. Für weitere

Quellenangaben bitte Hinweise am Seitenende/

Seitenrand beachten.

Texte: Autoren werden in den einzelnen Beiträgen

benannt. Redaktionelle Hinweise sind gesondert

gekennzeichnet.

2021 für den gesamten Inhalt (VGK-Verlag Kreft)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit vorheriger

Genehmigung

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Alle Rechte vorbehalten!

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aber leider hat Corona uns

ein wenig ausgebremst.

Für die Verzögerung bitten wir

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